MARBURGER ZEITUNG AMTLICHES ORGAN DES y«rl«|j und SchiittleUung Miit)urg ■. a. Dran, Badgassa Nr. 6. Perninii N.. 25-«?, 23-«8, 23-«9. Ab 18 ühi (taglieh auBar Samstag) l»t die SchrlfHaltung nur auf Fernruf Nr. 2B-fl7 anelchbar. Unverlongte Zuschrtften werden nicht rflckgeiandt Bei (Bmtllchen Anfragen lat daa ROrkporto beizulegen. Poatscheckkonto Wien Nr. 54 508 Geschiftaatelleo Ip CU't. Marktplatt Nr. 12. Fernruf Ni 7. und in Pettau ünqnrtorgaa«« Nr. 2, Perarul Nr 89. STEIRISCHEN HEIMATBUNDES -la Morgenteltung. Bezugapralf (In roraui zahlbar) monatlich R.M 1,10 einichlleBllcb Lv? Poatieltungsgebühn bei Lieferung Im Sirelfbaad «uiügllch Portoi bei Abholen In der GeschSftsstelle """«»'ch RM 2,10 »elnirhl. 19,8 Rp. l-ofizeitungagebühr) und 36 Rpl Zuitell-qebuhr« EtazclnunKDerD wsMeD nur gegen Voralnsenduag dei Blnzelor« lei und dei Portoauilagen zugesendet Nr. 155/156 — 84. Jahrgang Marburg-Drau, Samstag/Sonntag, 3./4. Juni 1944 Einzelpreis 10 Rpi Heldentum an der Südfront Schlacht im Vorfeld der Albaner Berge — Widerstand bis zur letzten Patrone Kriegsberichter Heinz Werner Fischer Von DNB. (PK.) — Seit einigen Tagen tobt nun auch an den Albaner Bergen die große Schlacht: Sie wird mit äußerster Erbitterung geführt. Als die neu herangeführten Divisionen des Gegners atich aus dem Landekopf heraus zur Offensive antraten, war die Absicht des Feindes durchschaut. Neben den Grenadieren und Fallschirmjägern w^ren es vor allem die Kanoniere eines Flakregimentes, die sich mit beispielloser Tapferkeit unä verbissener Härte fünf Tage lang dem mit einer außerordentlichen Übermacht anrennenden Gegner entgegenstemmten und ihn aufhielten. Schwerste feindliche Panzer stießen immer wieder an der Spitze starker Infanteriekräfte in dem unübersichtlichen Weinberggelände im südlichen Vorfeld der Albaner Berge vor. Die Stellungen der deutschen Fidkbdtterien wurden zu Festungen, an denen sich die feindlichen Vorstöße brachen, und von denen jede einzelne Ureter blutigsten Verlusten für den Gegner niedergekämpft werden mußte. Zahlreiche Panzer des Feindes blieben rauchend und brennend vor den Batteriestiellungen liegen. Von einer Batterie, die nur noch zwei feuerbereite Geschütze hatte, wurden fünf Panzer abgeschosöen, wobei das eine Geschütz vom Batlerieführer, das andere von einem Batterieoffizier bedient wurde. Bis zum letzten Geschoß haben die von allen Seiten eingeschlossenen Kanoniere geschossen, schweren Herzens dann doch ihre Geschütze gesprengt und sich dann mit der blanken Waffe den Weg zurückfreigekämpft. Die Absetzbewegungen des linken Flügels der Nettunofront waren besonders reich an dramatischen Ereignissen. Unter den schwierigsten Verhältnissen, den pausenlos rollenden Angriffen der feindlichen Bomber und Jagdbomber sind die Batterien alle am heilen Tage Lu südlicher Richtung über den Mu«-soHni-KanftI qezogen. Im w«garmen Ge-bifge, auf abseitigen und schwierigen Bergpfaden ist es dennoch gelungen, den Anschluß an die von Terracina zurück-(jenommene Kräftegruppe zu finden, eine Leistung, die von jedem einzelnen, vor allem aber von den Kraftfahrern, das Letzte und Äußerste verlangte. Das Bild dieser Schlacht im südlichen Vorfeld dier Albaner Berge wird also durch den Kräfte- und Materialeinsatz de« Gegners und die ununterbrochen rollenden Luftangriffe der feindlichen Luftwaffe bestimmt, sowie durch die beispielhafte Tapferkeit, den erbitterten Widerstandswillen und die ungebrochene Kampfkraft der deutschen Kämpfer der Südfront. Allein und auf sich gestellt haben diese Verteidiger den Stra-iJenknotenpunkt Cisterna gehalten und damit mehrere Tage den feindlichen Vorstoß aufgehalten. Mit zwei Stoßrichtungen war der feindliche Angriff angesetzt worden. — Trotz stärkster Panzerimterstütrung kam er infolge der erbitterten deutschen Gegenwehr nur so langsam vorwärts, daß dei Gegner die Absetzbewegungen nicht bedrohen konnte. Auch beim feindlichen Stoß gegen Vetletri und Genzano waren es die Kanoniere des gleichen Flak-Regiments, deren Kameraden den Durchbruch zum rechten Flügel der deutschen Südfront erzwungen hatten. Sie stellten sich der mit übermächWgen Kräften vorgetragenen feindlichen Offensive tapfer entgegen. In dem stark gefalteten Gelände, in den von Norden nach Süden zu abfallenden Tälern, in den Weinbergen mit ihren natürlichen Höhen, die hervorragende Bunker boten, inmitten einer grünenden und blühenden Landschaft entwickelten sich harte Kämpfe, in denen unsere Soldaten, selbst auf verlorenem Posten stehend, ausharrten, einer gegen viele, einzelne gegen Kompanien. Stundenlang haben drei deutsche Panzer den Vorstoß von 50 Feindpanzern aufgehalten. Die Straßen am Hang der Albaner Berge und bdld auch die Täler selbst lagen unter dem ständigen Beschuß der feindlichen Artillerie. In 20 Meter Höhe jagten die Jagdbomber über die Straßen, nachts hingen die Leuchtfallschirme über den Bergen, indessen die gepeinigte Erde unter den Einschlägen der Bomben dröhnte und fieberte. Dennoch kam der Feind nur langsam Schritt für Schritt vorwärts. ^ überall wurde das Tempo des feindlichen Vormarsches bestinunl durch den verbissenen Einsatz des deutschen Kämpfers, der sich in den Boden krallte, der nach allen Seiten schlug, der nie aufgab, und der damit die großen Pläne des Feindes zerschlug. Elimal zurückgeworfen dnb Berlin, 2. Juni Im Brennpunkt der Kämpfe im Raum von Cainpoleone, bei denen der Feind — wie der Wehrmachtbericht vom 31. Mai meldete — 7B Panzer verlor, grillen die Nordamerikaner im Abschnitt einer Division auf etwa vier Kilometer Breite mit rund 200 Panzern an. Bei dem Versuch, unsere Hauptkampflinie einzudrücken, verloren sie allein an dieser Stelle 54 Panzer und hatten ungewöhnlich hohe blutige Verluste. Von den 30 Panzern, die dabei ein Grenadierregiment innerhalb vom 24 Stunden abschoß, brachte, wie gemeldet, der Gefreite Vetter allein elf zur Strecke. Elfmal griffen die Nordamerikaner an und wurden wieder zurückgeworfen. Die geschlossenen Angriffe lösten sich schließlich in Einzelkämpfe ab, dabei drang ein 70 Mann starker nordamerikanischer Stoßtrupp in einen unserer Stützpunkte ein. 18 deutsche Soldaten schlugen ihn dort im Gegenangriff mit Handgranaten in die Flucht. Einem anderen nordamerikani sehen Stoßkeil leistete ein plötzlich zur Riegelstellung gewordener deutscher Regimentsgefechtsstand solange erlolg-reichen Widerstand, bis unser Gegenangriff den Gegner wieder zurückwarf Die Hauptkampflinie blieb in diesem Raum fest in unserer Hand. Deutscher Widerstand dnb Berlin, 2. Juni menarbeit aller deutschen Waffen. Bei einem dieser Angriffe massierter Kräfte traf die feindliche Panzerspitze in einen deutschen Gegenstoß und blieb darin stecken, Der eigene Gegenstoß konnte dagegen Raum gewinnen und führte zu erheblichen Verlusten der Anglo-Ameri-kaner an Menschen und Material. Ein bei Larianü angesetzter Panzervorstoß des Feindijs konnte ebenfalls unter Verlusten für den Gegner abgeschlagen werden. Tapfere Kämpfer dnb Berlin, 2 Juni Wählend der lüngsten Kämple an der italienischen Front setzten die Anglo-Amerikanei wiederholt schwerste Panzerkräfte ein. Bei der Abwehr dieser Angriffe haben sich gerade die jungen Soldaten, die hier in vielen Fällen die Feuertaufe erhielten, nelien ihren kampferprobten Kameraden besonders bewahrt. So arbeitete sich bei einem der letzten Angriffe bei Pontecorvo der Gefreite Schionis eines Gehirqsjägerbataillons, obwohl er noch nie einem Panzer im Gefecht gegenübeirgeataiuien h'itte, an ei--neu anrollenden Kampiwaqoii heran. Gerade in dem Augpnblick. aV dieser auf Im Raum von Artena versuchten etwa ] ihn zudiehte, erledigte er ihM mit einer I Co'nn/u Guarciho>K^O ihntavmi^ »jPl fii,/----- tmminii %—"'H/ V-.- CtfwmthfL usitrna ffyMmßrfi üsfnbihnen — Ip WCOrs \Csnwodimtfe j ; J Ii Msfura HUornrhr erracma Kampfraum Süditalien dnb KarUntlicnid Zur Lage Von Bundesfülirer Fraiiit Sleiiidl 90 anglo-amerikanische Panzer wiederholt die deutschen Stellungen zu durchbrechen. Alle Angriffe scheiterten jedoch am zähen Willerstand unserer Grenadiere und an der vorzüglichen Znsam- Sprenqlddiuin. Durch seinen Erfr)'n ermutigt, holte er sicii weiteren Sprengstoff. kroch wieder nach vorn und vernichtete in kürzester Fribt noch zwei Panzer. Japans Flotten-Taktik »Die Zeit der Offensive wird kommen« tc Schanghai, 2. Juni „Wenn die Zeit kommt, wird die japanische Flotte von der Defensive zur Offensive übergehen," erklärte Kapitän Keizo Matsuhima dem Schanghaier Europapress-Verlreter in einem Interview. Matsushima ist der Chef der Presseabteilung für die japanische Flotte im chinesischen Meer Die jüngsten Operationen der Westmächte im Pazifik und im indischen Ozean hätten mehr oder weniger den Charakter großangelegter Gegenoffensiven, sagte Kapitän Sie seien ein Beweis für die wachsende Nervosität des Gegners, der die japanische Flotte zum Enisrheidungskampf herausfordern möchte. Nach vergeblichen Versuchen. die japanische Flotte zu lokalisieren, habe kürzlich ein USA-Admiral kommatulierende der japanischen Expeditionsstreitkräfte in China, zum Feld-nidrscfiall ernannt worden ist. Schlad ${e|£|en Flu<^platz dnb Schanghai, 2. Juni 43 feindliche Flugzeuge wurden am Boden zei stört, als starke Japanische Bomherformationen am Dienstag den Tschungkinger Flughafen Liangschan angriffen. Laut Centrapreß wurde das Rollfeld vollkommen zerstört. Andere Anlagen erhielten gleichfalls Volltreffer, alle japanischen Flugzeuge kehrten zu ihren Einsatzhäfen zurück. Wahlen in Irland Erfolg der Partei De Valeras dnb Stockholm, 2. Juni Wie Reuter aus Dublin meldet, hat Hata zum Feldmarschall ernannt dnb Tokio, 2. Juni Das Kriegsministerium gab bekannt, daß General ShunrSka Hata, der Ober- den Wahlen eine Mehrheit von 14 Sitzen gegenüber allen anderen Parteien erhalten. Das Endergebnis der Wahlen brachte de Fianna Fail-Partei 76 Sitze behauptet, sie habe sich anscheinend 1 i. aus dem Pazifik zurückgezogen. Demgegenüber erinnerte Matsushima an die siegreiche Schlacht im japanischen Meer, vor der dem Gegner auch nicht möglich gewesen wäre, Japans Flotte zu finden. In diesem Zusammenhang erm-nerte der Chef der Presseabteihing an das japanische Sprichwort: ,,Ein guter Verteidiger weiß immer, wo er sich verborgen halten muß." Er schloß dann mit den Worten: „Das gilt auch für die gegenwärtige Taktik der Japaner. Aber die Welt kann versichert sein, daß, wenn die Zeit kommt, die Flotte von der Detensive zur Offensive übergehen wird." Es entspricht unaerer Auffiissung vom Wesen einer wahren nationalsozialistischen Volksführung, wenn wir von Zeit zu Zeit ,an entscheidenden Wendepunkten unseres Kampfes und soweit es die Gesichtspunkte > einer pülitischen und militärischen Geheimhaltung erlauben, den uns zur Führung anvertrauten Volksgenossen ein reales Bild zur Lage entwerfen. Schon rein instinktiv spürt jeder | von uns, daß in den kommenden Tagen und Wochen — nach vier Jahren eines harten und opferreichen Ringens voller Siege und freilich nicht ohne Rückschläge, letzten Endes aber doch der stolzen Bewährung unseres Volkes an der Front und in der Hei- | mat — sich nunmehr das Kriegsgeschehen seinem Höhepunkt und damit seiner Entscheidung zuwendet. Die Gegner haben erkannt, daß Deutschland nur in Europa be-kämpft werden kann. Die Einnahme j unserer kontinentalen Festung ist i daher die Grundvoraussetzung für den militärischen und politischen Weiterbestand der Feindkoalition, der man alles andere eher als das Prädikat »harmonisch« zuerkennen kann. Eine Invasion, als deren Einleitung der verstärkte Luftterror gegenüber 30 der Fine Gael und 32 Sitzen ' über dem Reich und den besetzten " ' Westgebieten, aber auch die Offen- sive in Italien wohl angesehen werden könnten, wäre für sie die klare Folgerung aus dieser ihrer zwingenden Lage. In den eutscheidenden Tagen dürfte der Gegner versuchen, durch ein gleichzeitiges Zuschlagen aus Ost, West, Süd und aus der Luft die Entscheidung des Krieges herbeizuführen. Die Invasion würde für alle Kriegführenden die Krise des Krieges, für uns aber auch, wenn wir hart, stark, gläubig und tapfer sind, die größte Chance zum Sieg sein. Das nationalsozialistische Deutsch- der übrigen vier Parteien. Washinfjton beteiligt sich nicht Die Besprechungen mU de Gaulle tc Lissabon, 2. Juni Die nordamerikanische Regieruiui will sich Än den Bosprechungen zwischen Churchill und de Gaulle nicht beteiligen, verlautet in London aus verläßlicher Quelle Wenn Fragen, die die Vereinigten Staaten interessieren, nach der Ankunft de Gaulles auftauchen sollten, dürfte sich der USA-Botschafter Winant damit befassen, der soeben aus Washington zurückgekehrt imd mit den Auffassungen des Präsidenten Roosevelt vertraut ist. Der deutsche Wehrmachiberichi Kämpfe um Vellctri und Valmontone Größte Heftigkeit der Schlacht — Schwerste Verluste des Gegners — Stärkere Sowjetangriffe nördlich Jassy abgewehrt Luftwaffe, besonders Führerhduptquartier, 2. Juni Das Oborkominandü der Wehrmacht gibt bekannt; Bei den schweren Kämpfen in Italien, die sich gestern besonders im Raum von Velletri und Valmontone zu größter Heftigkeit steigerten, bewährt sich die Kampfmoral unserer Truppen immer wieder gegen die zahlenmäßige und materielle Überlegenheit des Feindes. So wurde dort auch gestern wieder der mit massierten Infanterie- und Panzerkräften und mit Unterstützung stärkster Luftstreitkräfte angreifende Feind zum Stehen gebracht. Ein inzwischen abgeriegelter Einbruch, den der Gegner nordöstlich Velletri erzielen konnte, kostete ihm schwerste blutige Verluste. In diesem Frontabschoitt haben sich die 65. Infanteriedivision unter Generalleutnant Pfeiffer, die durch Teile der 4. Fallschirmjägerdivision verstärkte 3. Panzergrenadierdivision unter Ciene-ralnidjor liecker und eine aus Einheiten des Heeres und der Fallschirmtruppe zusammengesetzte Kamplgruppe unter Generalleutnant Greincr, hervorragend unterstützt durch Artillerie unti durch Flakartillerie der ausgezeichnet. Ndchtschlachtilugzeuge griffen feindliche Batterien und Kolonnen im Raum von Artena sowie den Ort selbst mit Bomben und Bordwaffen an. Am Nordhang der Lepiner-Berge setzten sich unsere Divisionen nach Abwehr zahlreicher feindlicher Angriffe auf das Nordufer des Sacco-Flusses ab. Im Raum von Sora wurden vor unseren neuen Stellungen alle Angriffe des Gegners abgeschlagen. Leichte deutsche Seestreitkräfte versenkten vor Livorno ■ ein britisches Schnellboot und beschädigten ein weiteres schwer. Vor der dalmatinischen Küste versenkten sie sechs vollbesetzte Küstenmotorschiffe und einen Tanker. Zahlreiche Gefangene wurden eingebracht. An der Ostfront wehrten deutsche und rumänische Truppen nördlich Jassy stärkere Gegenangriffe der Sowjets ab und bereinigten einige Einbruchsstellen. Starke deutsche und rumänische Kampfund Schlachtfliegerverbände fügten hierbei dem Feind schwere Menschen-unti Mdteiialverluste zu. An der übrigen Front kam es außer örtlichen Gefechten im Karpatenvorland zu keinen Kampfhandlungen von Bedeutung. In der vergangenen Nacht »führten starke deutsche Kampffliegerverbände zusammengefaßte Angriffe gegen die Bahnknotenpunkte Kasatin und Fastow, Im Finnischen Nfeerbusen sank ein sowjetischer Bewacher nach Minentref-fer. Bei einem Angriff von vierzig britischen Flugzeugen auf ein deutsclies Geleit vor der westnorwegischen Küste wurden durch Sicherungsfahrzeuge und Bordflak von Handelsschiffen elf Flugzeuge vernichtet, zwei weitere in Brand geschossen. Heldentod eines Eichenlaubträgers dnb Berlin, 2. Juni Unbesiegt vom Feinde starb nach 140 Luftsiegen Major Friedrich Karl Müller, einer unserer tapfersten und schneidigsten Jagdflieger, als Kommodore eines Jagdgeschwaders, den Heldeulod. land und seine Verbündeten an der Front und in der Heimat, in fester Treue um den Führer geschart, harren der Stunde der Entscheidung und werden sie siegreich bestehen . Die Menschen der Untersteiermark. schicksalmälUg unlösbar mit dem kämpfenden Reich verbunden, beugen sich den harten Gesetzen des Krieges und bringen ihre Opfer, wissend, daß dereinst der Sieg Deutschlands auch ihr Sieg sein wird und daK der Friede des Reiches die Grundvoraussetzung für Aufbau, Glück und sozialen Wohlstand des Unterlandes ist. An der Grenze des Reiches und als fester Wall im Südosten muß die üntersteiermark seit Jahren zusätzlich die kriegsbedingten Belastungen und Opfer der Bandentätigkeit tragen. Es wird heute kaum noch einer unter uns .sein, der diese Bsmdentä-tigkeit als lokale unterateirische Angelegenheit ansehen und in f>n Bin-diten die fReaktion eines geknechteten Volkes gegen seine Okkupalo-ren« oder den Protest gegen falsche Führungsmaßnamen erkennen wird. Das Banditentum unserer Tage, sei es in Kroatien. Serbien, im Osten, den besetzten Gebieten des Westens oder in unserer engeren Heimat, ist eine Erscheinungsform der bolschewistischen Kampfführung, der verlängerte Arm der Roten Armee, die Aktion der formell aurgelöstcn. tatsächlich aber auf Hochtouren laufenden Tätigkeit der Org:inisation dor Komintern. Der Bolschewismus ist Meister der Tarnung und Irreführung. Durch 25 Jahre hat zum Beispiel die Gottlosigkeit zum obersten Lebensgnindsatz der Sowjetunion gehört. Hunderttausend Priester wurden ermordet, die Kirchen in Pferdeställe, (Jaragen und Freudenhäuser verwandelt — all das hat aber Stalin im Jahre 1943 nicht gehindert, aus politischen Gründen einen russischen Patriarchen einzusetzen und diesen zu veranlassten ,in einem Hirtenbrief das Christentum der Welt zum Kampfe gegen den »Atheisten Hitler« und für den »Religionsschützer Stalin aufrufen zu lassen. Wir haben durch originale Banditenbefehle in der (iffentlichkeit den Beweis erbracht und können ihn tausendfach belegen, daß hinter der sogenannten 0. F. der reine und nackte Bolschewismus steht. Sie sagen slowenische, serbische, kroatische, französische usw. Freiheits- und Widerstandsfront und meinen ausschließlich die Interessen Moskaus. Stalin und sein Hauptagent am Balkan. Tito, sind ohne weiteres bereit, die Felder, Wiesen und Wälder des europäischen Südostens zu Wüsten, die Städte und Dörfer zu Schutt- und Leichenhaufen zu machen, wenn es dem Bolschewismus von Nutzen ist. Der Befehl des Stabes der 14. Division vom April 1944, von uns in der Presse, in Flugblättern und Wandzeitungen veröffentlicht, zeigt das wahre Gesicht des Banditentums. Sie sind keine Freiheilskämpfer, sondern — aus der Art ihrer Kampfführung und ihrer Auftraggeber klar erkenntlich — Räuber, Mörder, Strauchdiebe und BrandsUfter. Die Zerstörung ist das Element ihres Lebens. Die FYontzichung unserer Tage ist kciuQ volklli'lic, soudcru eine poli" Seile 2 * Nr 155'136 * Samslaij Sonntaß, 3./'1. Juni 1911 MARBURGER ZEITUNO tisch-uTll;insch;iuliche, cinp Frage des Charakters unJ der (Jesinniing. , Wer KHcli zu seinom Volk und seiner Heimat bekennt, wer Freiheit, Fa-nüUe, Religion und Menschentum als obtTBten Lebensgrundsntz ansieht, muß den Rolsthewismus hassen. Wer aber den Bolsrhc.vismuR haßt, muß zu t)outschIaii 1 als dem einzigen Sie-f^eagarnnten im l Schwerltrajjer Eu-rojjaa im KnmpTL' jrejjcii die asi- ' atisclie llodrohuns? der Sleppe stehen. (Iroiio Teile der UevölkcruiiK des eiirciiiäisr.hf'M Südüstens, be-Kcnilrr.-^ der Sorbnn, nber auch Krönten und -^'n'vcnpn, h^hen die ForderuMi.; der '/.(-It vcrslan.ioti und sind unter doutscho»' l'üiiruncj in landcsc-i^cnt^n W*b:iprlfii anriet re-leu zum Knmt'fr fje^rcn die bol-schewi.sfischrri Morden iind Mörder ihrer I'rim:tt. l)ip Weh'^mflnn.schHft der Ifpters'pierrnink ist der Tatf)ro-tcst der Sleii'pr "pj{cn die Diktatur | lies UoNfhowismir?. er i^t das klare, durch r.lut und Oxfor hundertfach i Üeurschcr Erfolg nördlich Jassy llnrte Kämpfe um beherrschende Höhen drill nerliii, 2. Jiiin Dil' stritkcii It |(' einer du der sildli-rhfii Osllioiit j|ii R.iiini von -Icissv einf[e-est*t^lcn K{)'r)-i(irM|)))(' traten in (Inn Irü-hpii ^lor(nnl^lnndt■^ tlc« .10 M.)i zu einem örtlichen Angriff zur Froiitverhcfiserunq «n. Der nach Norden nnd Nordwesten Qfirichtete S'oli soliln beherrsrhfnde Hohen vor der vm Jiiifi inri Prulh durch-flosunnm NicdrrniKi in Fipsit/ nehmen. Durch .^ltill'T'c ii'ul Lul'WtdIp liorvorrti-(|cnd nnlcrslül/t, (m Luki es luiserpu Pdn-/rrn, l'.tn/i';(ren.Kiu'rin nnd (Irencidip-riMi, die r-inlru l'.'Midüc hiMi Sltdlinuien /u durt librpchcii. Im w(Mtpr(>n Vcriruil der Kdmnfp hlhitc dci WMchisrndr' Witi^r-fi'fltui der RnU( hcv-slcn -u schweren Cle-fnchion um pin/rli'p llohc^n Am späten V'nrinillciq ihur h^^ürllcn iedoi h unsere Truppen fl.is tii h|( qi-(>clprle. durch /cthl-reiche Nf iip'ir.u I I f|''sc luit/.te leindüche Jl(iiiplkiinip'f( ;l 'Hl ni"hrf'ron Stellen nnd uirfen dif Siivv'i('l=: iifici die llöhetislii-Ir* in '!■(' PniMi N'fdprunri /uiii'k, pMicr der P'in.'f! vf';!i Miii'Me hif-rhei lOW) w eil \ eisl M'iil I c'ii'nfli' Vlincn hp'seilif)en. Mehit'Vf' l( 'v> (ie(|('n.|iuirilfe f|p(|'>n ctie Htm ii('v< iiM'i' iii |) I !(ilien'-|tdhin''en I ;l '1 D 'M SOWif'ttschen riienervcM*viMdf'M. d'p rl(Mi d''\il'i(h"ri An- dlilf 'II filf'i'fti \T i>> Ir.tipn iinspre Si Ii!.will- iii'd l- ru!') frier wi'k«;i'n ciU-fieiten FV •; /"in Micnd rl'^s 'fU M li h Ilten »-Ip h'TC' K Ii'' ji'indiic he !''un/'Mif|P VPMii(lil(>l II d - v.v' vvcileie wrUPii chii'h I'cHi.^c'firtMi HÜi I- nri ih'"n IF iiid- inid Miis( hine:r.\'ihc'i .dxicst hussini worden, (llnvcdil (I r I'eind in der hdciniuleii Nrirlit wcMim" sl;iikinM|i'n /uführlf^, nun Fil(> df'r ,1111 M.ilwoth w'edor oufne-iioninpene '\'wiiil! (jule loiKchrilte. IVp Holsf tinwihleii s' l'lni .•li'-s d irrin, unl'M' \u""-'iiil,'niin tli ■, ■/m'' \'''Iteifl'riiiiiri 1)"-SOTI(IPt"i ,.i r.' 11 f't l;i'. tii"| (liiTfl .1/ \((n St lil.ic1iif]i(Mie''i, ^tr"r"'p illei Kfil:lt"r (Iis •weMi ii'i<;"i"i I ninnen /n ""JUfh'eii f.>, .w|t. '/iinir 1:/n- P IM ;r.. fitUI'Ml \T>!'liiin i r iilii-irirvii 71). ■V'"•i)fir7"r fr>rnpr 'ind (■'•fin.itw"r("r M(> r|)n Ttjif 1 '•ite'-- .■■t'ili iiidf W'i'or-■ V H'II' I'II" V'M II'M-Inlu linin'>.i'(l"rt", den \ I.IW h h iH'i'^-.'erlr'n FViir^ent n" weiiorn \'i- v'ih nrl.T,, d(is vf loi('ii(> I i i'-{li'Vinnon (Kliv: I'i . diMl ('.((KMisIc i(( K ■ '>!•>( V .nnii iin l 11 tiiik vt >-1 ■/,ihl■ hl' < i"«;rbiit \ ni 1»i( h'' te il'n I M11\> fjiiiVn/i ilr"- 1 KI 'niisi'r^ier iitui • Ml ( fril'^ni I In ci Kei-I IiMh i|'in"i> I I'I iihcr .lU'lriui I'e, i''it-.prinn ■■.if h Hill di'!i S( hioltlii IM irid die Oil-M h.i" .S|,t;i/,i lüpi h i!le sie Ii iIt FN>'ihI in r""-( 'ninpn und di'n l "l"n K. Ilf"--df" i.=i.i,,r.sr>!/i 1,(1 (l il'i'hn /un^f h ilCICll. tuich ndrhhdltii|p Anrinllo unserer Schltichllliener nicht /.u vertreibe ti vc?r-mochlen Die sowjctl^rhen Verleidicicr hdlton den BoFehl, dipspn wichtigen Stutzpunkt um leden Preis zu halten. Eijfit äIs unsere Grenrtdiere konzentritich anqreifen konnten, wichen rite Bolsche-wisten lanqftrim zurück, wobei es zu erbitterten Ntihkampfoij mit der bldiiken VVrttle kam. Trotz niehieren vercieblichon Gciipniinciriffpn des Feindes, die bis in die Nacht nnhielten, blieben die neuri'"-xloniuMien Steilunricn fest in unserem I3rsitz Dci«s l.'nlernehnien uecieii den Rriicken-ki)|jt licit für die SIddt Jussv emp fühl-bdre EnHastuiu) debrdclit Dds bisherige [irctplinis wurde cldbei tintz hefticislpr CIef[cMnvelir erreich!. Die I Idrlncic k'cikeit des felndlirhen VViderstdndes wird voj: dllem durch den F^inSfil/ stdrker Pliecier-verbciiide nnlerstrichen Mit 156 Ab-ficluissen innerhalb zweier Idrie erraiui iedoi h die deutsc he Lullwdife ein'n ebenso eindruc k'ivollep Frtt In wie d e I Ipere-sverbcinde die den foiiid dul der cidtizen Rieile des Kdinpfabschnitte« auf den IVuth zuriickcirünciten. Mit zerschossenem Steuerknüppel clnb Berlin, 2. Juni Wcihrend «eines 371), Fpindtlufie« wurde der Obelfeldwebel Polh, Fluqzeuc(luh-rer in einem SchUithtcie'Schwader, von cnneni Schwann leindlicher Jd(|dflic<|er ciiuieqritlon, kurz ndchdem er einen so-wielihcheü Frdchter in der Luqd-Hucht vcrniciitel hdtte. In dem sich entwickelnden LuftkdmpF zeitichosseii die immer wieder anllleqcnden Boiüchewislen den Sleuorknüppel des dnnt«rheu Fluqzeuqcß nnd verwuTiffrtt^Ti Obftrfnidwebet- Pot^i iin der r'chten Hdncl so schwer, dcdi er hie zur Fiihrunq sc?ines Fiuq/eut(es nicht mehr (lebrducben konnte. Dennoch c(e-Umic) es den Sowfels nicht, cide deutsrlie Flu((zeuq zum Absturz zu brintien. Trotz sltirken Bhilvcrlusles btdchte Oherfeld-webel Poth dci« last inanövrierunfr'ih cje F'lm|/PU(| dus dem PeucHberpich und fl'^q f'H fidnn noch idier liJO km Secciffiel zum luichslen deutschen Fiutjpldtz, wo er qldit bindete. erhärtete Bekenntnis zum Reich! Die Eint Scheidung dieses Krieges fällt nicht im K;irripf gegen das Un-termenschentum in den Wäldern und Schluchten unserer Heimat. Das Reich muß seine Divisiotien dort bereitstellen, wo das gigantische und weltentscheidende Ringen der Kräfte 1 zu erwarten ist. Wir müssen daher, i wenn auch oft schweren Herzens uni an Opfern und Belastungen reich, mit den vorhandenen Exekutivkräfteti | Huskommen und haben die Verpflich- 1 tung, selbst Mann für Mann das Oe- | wehr zu ergreifen, und unsere Hei- i mfit zu .«ichützen. Wir entsprechen damit der Tradition, dem Vorbild und dem Vermächtnis unserer Ahnen, die oft in ähnli-licber Lage Wftche .«itan'^en fmi Hof-ZHUn des Reiches Hinter uns aber steht diese.«? Reich — heute tioch slurmumtobt und wolkeniiberzogen — morgen strahlend im .(Ilanze des Sieges, des Ruhmes und des Friedens! Abrechnung mit den Bischöfen Offener Brief einei französischen Schriftstellers dab Berlin, 2. Juni »Sia sind nichts andern all armselig« Gpflchöpfe, für die Europa tiefste Ver-achtunq hdt, weit sie daran cjlauben, was sie selbst schreiben.« Dies «chrelbt in pinem offenen Brief an die Bischöfe und Eizti.schöfe von Ennlfind der französische Schriftsteller Alphonse de Chn-tPiiiibridnt, ndch cier zynischen und ausweichenden .Antwort, die der Vertreter der encitlschen Kirchp auf einen Appell, den franzö^iische Kardinäle vor kurzem iin Enqld'ul reibst qerichtet hdtlen, die Ronilidrdierunn der Zivilbevölkerung ein/uslellen. Wenn sie dlier daran qlauben sollten, wd« sie den frdnzc)si«chen Kardinälen qpintwortet hdben, ddnn seien sie, so fichreitit de Chateffubriant, nicht die Vrrlroter Cinlte«, sondern dieser welt-c|cschichfliehen S'unde die Tofennräber der dlteii Chrifitenbeit, Mit Eickel habe man dllqemPMi dic^ heuchlerische Phra-hpoloqie dieser pnqlischen Geifilllchen in Frniikreith antcienomnien, in der es II. n. hieb, die trdn/üfiischen Kardinäle niüRlen lipqreilen und die Franzosen nuilUen mutiq die Leiden auf «ich nehmen, weil PS sich um den »Preis der Ueirpiiinq:' handle. »Befreiiinq von was, meine Herren Bischcjfp von Eiiqlandlit, sehnet Alphnn-se de ('hdteanbrifint in dieffin 7usam-menh«nc|. «Wenli es sieh nach Ihrem Sinn um die Befreiunn der Völker vnni deutschen Jnch handelt dann müHte man immerhin wisspfi, ob das, wd« Sie brinqon, der Mfihe wer! ist, und wenn Sie von cIcmti c'put'Schen Heidentum sprechen, «io qpstaffp ich mir, meine Herren Bischöfe von Encibuid, zu Inchen, ripnn es {|iht ein I F'^irlpnlum. dds mehr Meilic)lum in sich schiielU^ als das, was Sie an Anschauunq über das Göttliche besitzen. Was die nefreiiiiHi von den Kelten be-Irifft. weswerirn .fesns Christus erschien, so cfibt p-i »utr p'ne und d'esp eln/iqe Bpl'eiunq qesrhieht nicht mit Bomben und M-is'binenqev/ehrpn. Zu dieser wflh-rnn BefioMMTi jp^'oc b bed-itf es anderer Meist-pr, als die Sip zu haben vorqpben.« »Das menschliche Gewissen dnb Paris, 2. Juni Der Bischof von Marseille, Deia, hat einen M'rtpnbrief in «ehier Diözese verlesen lassen, der einen flammenden Pro-|p*q 'liMd''l werden Die Austiildunciskui'^e c?duern \ ie' Mniidte. ! 'I . . _ »Nun, \ye$ wie ^der fbtOlent 2. Juni rrftlti^feck", schreibt die rnglisclic Moualszeitsclirift ,,Lfi(ilibh Digest" (.fiiiiihell) den Erlob-nisbericlil eines tIS \-Flieqets, der küi7-lirli in einem viei motorigeii Koniber an einem Terrordmjriif auf deutsches Gebiet teilndlim. ,,Sdrgdreie( k" erklärte der Flieger einleiU'tid, sei dir IJezpictinung der tief fliegenden Ffihrunijsgruijpe, dip lür ge-wöbulich aus drei Flugzeugen bestehe. Die dcnitsclien .Itiger stürzten sich iicim-licli fast immer zuerst auf dieses ,,Sarg-(beieck", in clmi iibrigens jedos USA-Muq/cug einmal Micnieii miisse. ,,\\'ir liliprguei teil die luilldudische Kiisle in I)uicbliHuueg des Aullracfes in 'pcißer Hohe. ,, l.igei niiler uns" rief der Mtinii im Tiiniuiesctnrlz. Ich sah sechs cleii'sciu' Idcier, die tunlereiiiander zii-näclist mit uns narallel Hogen l'lötzlich schwi'tikle ihr Fühntiu46tlu(|/.e\tg mehrere Meilen vor uns ein, kam direkt auf Blitz aus dieser Hölle« uns zu und teuerte aucli bereits aus allen Rohren. Wie ein brennender Weib-nflchtsbaum sah es aus, als seine stiinlli-chon Bordwaffen auf einmal in Aktion traten. In einem unserer Bomber krachte es, aber wir hatten noch Ciluck. Dds ganze spieltR sich schneller ab, als es sich in Worten fassen lallt Dem ersten deutschen .läger folgten sofort die anderen im Angrlll. „Wenn wir In geschlossener Formation fliegen, liegen die Flügel unserer Maschinen meist nur wenige Meter auseinander und doch bringen es die Deutschen fertig, sich mil ihren Fluc|zeucien durch diese hindiirchruzwängen und uns mit ihren (Jeschüt/en zu beharken. Wir selbst su( ben dabpi c|nr nic ht ilnieii zu entkommen, da das doch keinpn Zweck hat. Zum Cilück halten es die aiicleren Deutschen nicht uielir auf mein Flugzeug abgRsehen Meine beiden Begleiter jedoch waren kniz hinlereinaMder erle- digt. Der eme Bomber eiplndierle. Nur wenige Mitglieder der Besdtiunq lahlte Ich, die aussteigen konnten," Nun griffen die Deutschen «u unserer großen ErlAiung die Hauptformation an. wir konnten entkommen, aber noch vielen unserer Kameraden kostete es das Leben. Schließlich waren wir durch den Jfi-gersperrgürtel und die Flak übernabin den Beschuß. Unser Ziel kam in Sicht. Klein wie eine Zigaretlenscbacblel sah es aus, Bomben wec|, meldele der Boid-schütze und fugte hinzu, nun über weg wie der'Blitz aus dieser HcjIIp." Beweis für die schweren Verluste dnb Gent, 2, Juni Ein neues System im Einsatz junrier und erldhrcner Flngzeughesalzunqcn kündigle der englische'Luftfahrlminister in einer schriftlichen Antwort dUi die Anfragp eines Unlerhausaliqoordnelpn »Yorkshire Post« infolge an. Man werde debei schneller als bisher vorgeben müssen, brnierkle Sinclair, cipnn jedes Zöc(orn In der Iieranziehunci junqer und hochgudlifizierter Flugzetigbesalznnc|pn sei nicht mehr Iciiuier gerechtfertigt. Neue bulgarische Regierunj{ dnb Sofia 2, Juni Mlnistctpräsidenl Boschilolf hat, wie d!e biilqdrifiche Ndchrichtenagenlur meldet, den Rücktritt seines Kabinotls erklärt, der vom Reqentschdlfsrpit anqe-noinmeo wurde Der früherp Minister Iwan Baqrlanoff wurde von den Regenten beauftragt, eine neue Reqierunq 7U bilden. Die neue Reglerunq setzt sich wie lolql zusammen: Ministerpräsident und Außenminister; Iwan Baqnaroff, Innrn-inhiister; Professor .Alexander Stani-«chpff, Unlnrrirhlsminlstp'' Profes'^or Mihdil Arnaudoff. Finanzminisler- Dinii-tel man. Die# I lefligkeit des Feuers Wfir Kriegsrninister; Generallputiidnl Russnff, I andwIrlschaflsiTiInlster: Professor Dimi-ter Ko^itolf, Eisenbahnminisbn und zolt-weiliger Ministor fdr öffentliche Arbeiten: Bolls Kollsclipff, Haiiilelsrninlstr'r: C'hrlslcj Wdssilcff Mit dem neuen hnlgariflrhen Minisirr-präsitlenten Ivarr Bagrjanoff isl eine In der bulciarlschen nffrntüchkeil populäre Persönlichkeit an die Spitze der Re-ciierimg rietreton, Bdqrjnnoff wurde 'm Jahrp IH')2 in Rasqrad irr NordestbuUfa-rieii freboijpii. Er wli'melp sich der Offi-ziet-slniifbdhn, absolvieite die Krleqs-schiile in Sofia, nahrri als Offi/Ipr an den Bdlk-inkrieqen und dem VVeltkrifi, als Bdlteripkoinmanclont teil und erwarb sich den buli|ririschen Tapfeikeils-O'dpn Sowie hohe deutsche Au<^zeirhnunc(rn. Er wurde irn WellkricHi verwuni'et, — Nach ItJlH ist er der Suite des Königs Boris ziicieteilt gewesen. 102,') trat er als Major in den RnhPflland, um sich nunmehr ausschließlich der L-nirlwirtschnft 7.U widmen. lf}37 wurde Bngrjdnc)tf nlf Anhnncier des parletlosen Regimes in das Parlflment «jewahlt nnd nni 4 Nf>' vernber Üt.'lfi ziini LarrdwirlsrhaflMtiiTii-fitpr im Kabhictt Kinssplv^rnotf bostr'lt Dipsps Re^sorl hatte pr aii'h im Kfld-iiptt Filoff bis zum M. Fpbrudr l')11 verwaltet, Worauf er sich wief'pr ins Pri-vallpl)pu runickznci. AI« MmisiPr ver-f.ißte BaqrjanoK den FünfiHhiensp|,'unc] eine (Ipwähr für die Foilset/nng der rifMirttwariiop'n inneren nnd aulleren Politik Biilriarie-is. Elnberiiliiiiiien im läse lilstis( hen Ild-lien. Durch Dekret des Kriecitim'nisleis, Marschdll Grdzidtri, ist der .l.dircidiiti 1')2't zur Flotte ciiiljernlen worden. Wie kämpft di \ fui Bernd ^ In Entjl rid pr/ahlt rrran sic Ii die Ge-.«(lr:c irtu \ i;i den /wi'i l;SA-Soldaten, die in ('.,iein L'.indoiiei Lic litspielndiis den l ;liii iii)i i (,i n Kdiniit in der Wii-f> 1- ;in!».ilu Ii, W ill"' .Irl c.'iiU' durd» dem lit -'1 K'tiii!k zu /c rien, sie veini«);ii'ii r'IelkeMen und Komplexe des Juni||in(|:nill. IS di r Sputtlusl liei/ugeben. Altei sind .sie (Ii.idnie.^sei des Persciii-hc hk'itwei'es dei newil/ellenif Ais Gegner veispuieti wi: ki'inerlei Neigung, den diiierik.m In n ;^olci.llen in cldS S< heiiiw.'rle i ■ hl (H-i von den englischen i;..n;k':.-|i ii kaiuplerischen Eigensclialten einc's Soldalen vermögen in dem Trommelfeuer der Mdterialschliichten von der Wucht der Graudteii und Bomb(ißveis( hlüssen zut)G,',c)gen, scheinen Gioheiinnisse zu bergen und enihalten clocfi nur Wphr|)apler(> einen Brief der Maiy aus Ch'VPlnncl einige Bildchen deiait, wie sie ein Mann guten R\ifs rrichf ciprn In seiner Westentasche linden lilßt, Kdlerrcler, Notizblock, und sonst gar nichts. Polltische Literatur verbircjt sich I sehr seilen imler den eingeklinkten I Hakerr dei Taschenverschlüssp, hier und j da vipllc^lclu ein anti/spmiiischpr Aufruf in manchmal sehr c|eschickler Form, dicht daneben jedoch ein Detektivroman • in Tasrheuformat. .Als Bewallnung trögt j er das Gewehr, eine Maschinenphtolc, einige Hanclgi aruiten und ein Busch-j messer von etwa einem Vlerlel Mpler I tlrige, mit dem er in der Anshildunc) auf den Ndhkampl gedrillt wurde. Seine Kdinpfesweise im Sleüungskrieg prstrec;kl sich vor (illein dul ein sehr gewandtes und dllo Vorteile der Natur auszunut/endes — Amerika ist ja nicht nur das Land der GroJistdclte und Wolkenkratzer — Anschleichen dn die Posten des Gegners, wobei dei Ausbildung gemäß die Drahtec hllnge zur Hille genommen werden soll, um durch Uiutlose ' Überrumplung der Posten die Gefahr des I Eiitdecktwerdens zu verringern. Dieses ! Anschleichen clarf als typisch gewertet ' werdeil. Wird er im Stoßtrupp zur ge-I waltsr Gegner auf einer zahlen-j inäfiigen ütjerrnachl fußen konnte, be-I richten übereinstimmend von der Nei-I giing des Gegners, sich nicht zu nah an I den Feind lieraiizuwagen. In Italien I kursiert bei den deutschen Truppen das Wort: »Der Yankee kämpft auf Drel-I Meler-r^istan/!« Dies matj überraschen, , da die breilen Schultern den Rugby-Spieler vormuten Uuisen. der sich anrempelnd dem Gegner entgegen wirft, j Aber es scheint doch ein Ausdruck I eines UnterlegeiihellsgelühlB zu sein, das In der Materlalschlacht durch den Lärm der schweren Waflen überbrüllt ' wird, sich jedoch im Nahkampl diaslisch 1 äußert Die Art der amerikanischen Krieg- führung ist symptomatisch für dieses Gefühl des einzelnen Mannes. Das Kninpfgpschehen an der italienischen Südfront zeigt deutlich, daß der Amerikaner er^t dann zu einem Gewaltstoß ansetzt, wenn er sich im Gelühl der materiahnäßigen und auch rein zahlenmäßigen ül)e'-lcgenheit weiß Nach der Landung bei Anzio stopptp er seinen Vormarsch, l)is er genügend erscheinen-dp Divisionen und schwpre WnMen zur Weilertührung des Kampfes konzentriert hatte. Als die schweren Bombordemenls Casäinos nicht das mühelose Vorschreiten der Infanterie geslattelen, ließ er das Geschehen zum Stellungskrieg werden, bis der starke Nachschub heran-gekommrti nnd eine ihm überwältigend dünkende Übermacht hergestellt war. CJeneral Clark argumentiert in seinem Tagesbefehl stets mit Hinweisen auf diese Mas6enül)erlegenheit, da er offenbar hierdurch die Kampfmoral seiner Truppen erhöhen kann. Die Milltar-kornmentatoren der anglo-amerikani-sche Blätter unterstreichen einen Fehl-schldg stets mit der Feststellung de« »Zu spät«. Hätte die Truppenführung darauf verzichtet, so äußert man unmutig, dio notwendig erscheinende IJber-letjenheif herzustellen/ wäre man gleich handstrelchartig vorgestoßen, so hätte die deutsche Führung keinerlei Zelt erhallen, die Vorteile der Inneren Linie zu, nutzen und die Versteifung der Ab wehrfront herbeizuführen. Die amerlko-nlsche Truppenlührung ließ sich durch keinerlei Hinweise dieser Art- lieeln-lluBsen, Es scheint also doch so zu sein, daU die Führung dein Mann da« Gefühl der materialmäßlgen und mengenmäßigen Überipgehelt geben muß, um seine volle Kampfeskraft zu entwickeln. In diesem Licht scheinen die Praktiken der amerikaniarhen Luftkrtegführunq als Beweis angesehen werden zu .können. Der Zusammenschluß zu festen Pulks der Bomber und die Zusammenfassung der Jäger zum Verbandsflug entspringen demnach nicht nur taktischen Erwägungen, sondern entsprechen zuglaich der nmerikanisc hen Mentalität des Massen-bewußtspiiis. Wir sehen so den amei ikanischen Soldaten als einen Kampier, der sicherlich gut aiiscjerüstet, sehr wahrscheinli« h bestens aiisgebildct, körperlich leistunqs-Iflhig, bruldl und hinterhältig ist. Wir übersehen auch nicht den gewissen Fr-fahrungsschiitz, den er sich in den bisherigen Kämpfen aneicpien konnte, /11-mal die Führung Werl darauf legte, die Besatzung des Landekopfes von Nettun" syslematiflch abzulösen, um einen iiiöc|-llchst grollen Prozentsatz von Truppen mit erlebter Foindiierührung zur Verfügung zu haben. Aber wir überschätzen den Hinerikanlschen Soldaten deshalb rricht. Wie Wir seine für ihn positiven Selten prkannten, sehen wir seine negativen: Die Verhaftung zur Masse, das sich im Stoßtruppkrieg auswirkende (iefühl infanterlslischer IJnterlegenhelt, seine Scheu vor dem Risiko und vor allem das Fehlen einer starken welt-anscharrlichon Bindung Als größte Überraschung ani deutschen Soldaten wird von den anglo-anierlkanlBchen Kriegskorrpspondenten immer wieder festgestellt, daß «Ic »alle Nazis sind«. Wir wissen, daß dem deutschen Soldaten in der Stunde der Entscheidung keine Schwächlinge gegenüberstehen werden, die vom Lärm der Granalen ohnmächtig zusammenfallen. Aber wir wissen auch, daß In dem Wogen der Materidlschldcht tiolz des in dieser Festslelluirg scheinbar enlluiltenen Widerspruchs die Leistung des Ein/el-kdmplera dominieren wird. Der deutsche Soldat Ist durch die Hölle der Ost-schhicht ciegangen, er kennt alle Schrecknisse des Krieges. Dei .Amerikaner vermag ih^i darum, ohne daß wir den Gegner unterhpwcrten wollen, kaum Schrecken einzuflößen. Drink 11 \sten bekanntzuqeben. Ls ■wird nochinrti5 nachdiücklich ddrauf hin-qewiespn, dekdnnt, daß 1km rUiefaii*>chriiten die Anqalu! »Post-i.ich oder »Poäls(.hliOßi.K:iuuimmer.. die Wolmuiigsangabe ersetzt und zu einer srhnellen .Aushändigung der Posl-fiendnnqen führt. Allen l)iielvctsendoin wiril drinciend nahegelegt, in der An-schiift von Sendungen an Pnstholer statt der Wnhnungsangabo «Ictfi »Postfach« oder »Postschlicßtachnunmier...« zu vormerken und — wenn die eigenen Sendungen abgeholt werden — diese Vermerke in die Absenderangaben an der Außenscile der Briefe und im Kopf der Biiefbogen usw. neben der Wohnungs- nervös, schlechtgelaunt, »quengelig«. Man muß beobachten, um zu lernen, welcher Art das Kind ist, um die richtigen Erholungsverschickungen und die richtigen Spielplätze zu wählen. Daß einem Schattenkind, da« zu einem Sonnenbad nackt auf ein weißes (reflektierendes!} Badetuch in die Sonno gelegt wird, damit nichts Gutes angetan wird, ist nach dem Gesagten ohne weiteres klar. Hin Säugling ist hilflos den Überzeugungen der Mutter ausgeliefert, er kann nicht seinem Instinkt folgen, aber ein aufmerksames Mutterauge wird sehen, ob das Kind die Sonne liebt oder nicht und es gegebenenfalls meistens aus der Sonne halten. Der Ausdruck »Schattenkinder« «oll nun nicht besagen, daß diese Art Kinder überhaupt nicht in die Sonne dürfen. Aber spar-SBm, langsam gewöhnen, nie zuviel; Wenig kann, besonders im Anfang, schon zuviel sein, Lichtkinder findet man im allgemeinen unter dem Braun-augigen, Dunkelhaarigen und unter den Blonden, die im Sommer gleichmäßig großen und den kleinen. Die Erwachse- | bronzebraun werden; Schattenkinder nen habon es mit sich selber auszumachen, wen sie statt dein modebraunen Teint einen Sonnenstich oder einen Sonnenbrand bekommen, daß ihnen die Maut in Fetzen abgeht. Für jedes Sonnenbad nämlich gilt: »Möglichst nie unbewegt in der Sonne braten Die medizinische Wissenschaft hat sich in den letzten Jahren viel mit den Folgen übertriebenen Sonnenbades befassen müssen. Man fand, daß Sonne vom bewegten Körper unvergleichlich viel bosser vertragen wird al« vom unbewegten. Auch muß der Soiuienstrahl nicht unbedigt direkt auf die Haut fallen, sondern das mildere, zerstreute, von der Himmelskuppel reflektiert« Licht, das übrigens auch br&unt, ist Jedenfalls für lichtempfindliche Pereonen oft vorzuziehen. Die Haut braucht Luft und Licht, abar wenn da« Gute zu dick aufgetragen wird, kehrt es sich ins Gegenteil. Empfindsame Nerven sind eine kostbare Gabe — wie andererseits auch robuste Nerven ihren großen Vorteil haben. Gerade empfindsame Nerven können leicht verdorben werden. Menschen mit empfindl'lchen Nerven näm-lieh werden weniger geboren al« erzogen! Aber die Kleinkinder Damit aber sind wir bei einem Übel angelangt, das durch Unkenntis mancher Mutter den Kleinsten Beschwerden statt Kräftigung bringt. Mütter sollen nicht ohne weiteres ihre Kinder in die Sonne stellen. Sie sollen Gelegenheit geben, daß ein Kind Sonne finden kann, wenn es danach verlangt, denn ausgesprochene Lichtkinder blühen geradezu auf, je mehr Sonne sie bekommen, und suchen sich auch -Instinktiv möglichst immer einen »Platz an der Sonne«. Aber ein Schattenkind muß auch Schatten sind fast immer blond oder rothaarig mit »marmoriftlerter Haut< (sie braunen nicht an der Sonne, sondern verbrennen). Indifferente, also dem Lichte gegenüber gleichgültige Kinder gibt e« mit allfn Augen- und Haarfarben. In hohem Grade entspricht der Grad der Lichtempfindlichkeit der größeren oder geringeren Empfindlichkeit des Nervensystems überhaupt, wenn auch Ausnahmen vorkommen. .....är; Weil ein Teil der Menschen Schdttenmenschen sind, also hochempfindlich gegen Blendwirkungen auf die Autjen, wird neuerdings von aulmerksfimen Beobachtern häuMg angeregt, die li|i»ge-bung von Sai-glingen nicht, wie es zur Zeit weitgehend üblich ist, ganz In wein zu halten, sondern Farbe hinein zu gen. Dabei brauclit man durchaus nicht bei Himmelblau liir Jungen uiul Zart-rosa für Mädchen als einzigen erlaubten FarbLonen haltzumachen. Bett- und Leibwäsche werden olt gekocht, und weiß ' ist daher praktisch, aber waiuni z. B, ^ weiße Möbel, weiße Wagen, weiße Fe- i derbettbezüge? Dunkle Gegenstände kön- | nen ebenso saubergehalten M-erden wie , weiße. Interessant ist übrigens in die- , sem Zusammenhang, daß nach neuen Forschungen der Farbsinn rassisch bedingt ist. Bei normalem Farbsinn spricht der Wififlcnschaftler von »warmlühlen-den« (rot — gelb) und »kaltfühlcnden« (blau — grün) Menschen. Die Rassen um das Mittelmeer «ind warmfühlend, sie lieben Rot und Gelb, die nordischen kaltfühlend, die ziehen Blau und- Grün vor. Jedenfalls ist es im Interesse der Kinder wie der Mütter — die doch ihre Kinder bestens gedeihen sehen wollen —, daß man weiß, daß es solch verschiedene Veranlagungen gibt. Man soll wissen, ob die eigenen Kinder Lichtoder Schattenkinder sind, die besonders viel oder besonders wenig Licht brauchen, oder indifferente Kinder, bei denen dieser Punkt nicht eigens beachtet I werden muß. Aus der Ottsqiu|)pe Großsoiintaq, Kreis Pedau, wurrle (icfreiler Anton Ko-wdtschctz mit dem Lisernen Kieuz II. Klasse aiisqczeirhnet. Aus der üitsqnipiJe Hanau, Kreis Mai-burq-Land erhipllnn das ivf-erne Kreuz II. Klasse Solii.il (itoui Wol)er, Gelreiter Lcuprdd Ltihci, S(,'|(iat Liliiard Fior und Soldat Alu-« Lii>of|laM. Ein guter Kamerad Abschied von I.udwiq Lllschakar Am Pliiuislnioiitaq wurde der Werk-schulzmann der E. V. Süd Trifail Ludwig Utschakar das Opfer eines hintei-listiqen Uberfalles bei Trifail. Kamerad Utschakar, der seit über 20 Jahren beim Kohlenwerk Tiifail beschäftigt war ujid I sich uiuiiillelbar narli der Ikireiunq der j llntersteicrmark im Jalire UMl zur . Wehrinaiinschalt ficnroldot hatte, war I seit dem Winter 1!'11 beim Werkschutz eingesetzt. Im Brrul und in seinem pn-litischen Dienslkreis v.ar K.imer.irj Utschakar, der Frau und Kind hinterläßt und als vicrziqjii-kel leiten sich ktimerarischaftlich in liie zwcichfellieizendcii Sitiiatiuiieii un:bi> hcme'<-Auflührung, deren einzeln© Szenen in fielheweqendem Zusammenh ing mit dem Geschick jener diei Mensth'Mi stehen, vollenilet sich das Clost hehen in h(jchster Tragik. nenjamino Gigli beschenkt uns wieder mit dem Zauber seiner unvertilei- h-liehen Stimme. Als Tochter des Tennis sehen wir Rulh llellbeig in liihreiuiei Zartheit. Ihre Geqciispielerin wiid von Camilla Horn, der zwischen den beiden FraUL-n s!eho;vdo ^l.inn vnn Heilnit Wilk veiköiport, r:ine der ((lüßten italie-nistheii Siliaus|)!eloiinnen, l'mma Gram-matica, voivollständigt diesen au! einen kleinen Personeukreis besthrankten 1 ihn der — wie konnte es hei Gigli andeis sein? - von MuL.ik und von der niär-chenhalten Schönheit dei r<)niisLhen Campagna und Venedigs erfüllt ist. -Marburg, Burg-Lich(spiele.) Mariunne von Vc.sfeitech Bei den Grenzbauern FdhnBn für Ralschdch und Kumberq Im Kreis Tntdil waren es die beideji unrnitteibdr der Grenze beiidchbrtrlcn Oilfiqrup'pen Rdtschach und Kuinborq. die dn dein Fest- luid Ehreiildq der GienzLreifie durch Verieihuaq der Orbs-qruppenfdhnen in Schloß Mokritz ausgezeichnet wurden. Der Fetiltaq beqaon in Rat«chach mit einer Kranzniederlequnq im Heldenhain von Sch'ofl Weixeistein durch den Bürqprmoister. Hieran schloß sich eine Morqenfeier in Weixeistein ecibst, die ciiu? Ansprache deti Bürqer-meistctfc brdchte und vom Trifailer Fdnfriren/uti der Dputschrn Jurn^nd und der Sinci-iClMr Rdlsfhdih musikdlisth vci-schönt wurde. Um 10 Uhr bfcuiiin riui dtm Icbllit h hmiicklcn VVit'tipnpidn tili der Suwf eine ('■toßkiiiuhit-'ljuiici, die von dt-r Werkkdpcllu r.dl.nciLii dur E. V. Sud ciiuielcilcl wurde, und du dci umJ BOO Vt)lko(|eM06seii teilUfili:iU'ii Ntich der Eiolliiunq tlurch dt-n MurticimiMsler und dem liinnuiisch de' in Mukriti übernommenen Orts(|ru|>()eiitdIine s|)rdi h Bundes-dmlftleiter P(| lljrkl über die Ik'doutuiui (Ilä Tiiges und dcni VV?rt der (jicnzldiui-büuerii liir dii« deuliithe Vuik>slum. Der Ndchmill.Kj des vun hutrlidiem Pfirqüt-wellor l)C([unhliMti'ii Fcstlfiuefi qoliörle ddiin dem munteren Treiben der Deutschen Juqeud, die in einem DorfUfich-miltaq iiistiric Spiele uii'i 1dn/;e zeifite und bei ihicm sehr cici|iückten Bemühen d'.'r Freuden-itimmunti dos Idqeä Ausdruck zu verleihen vou den beiden Weikkdpellen der E V. Süd Edlinqen und Eifhtdl wirkimn^voll unter«!ülzt wurden Unlei Ic'bhdfler Anteihicihme der qeäjmten Bevölkerunq, zoq sich Spiel und Tdnz bis in die Abendstunden hin und lieH den Tdt] der Clrenze in [rohem Jubel verklinqen. In kleinerem Umlduge, dber in cihn-licher Form, vollzor] sich tier Fest- und Lhrenttiq der Grenzlcindbauern, in der ebenldlls mit d^v Ortsgruppenfdhne ausgezeichneten Urlsgruiipe Kumberg, * Beim der Cji'eiue'< Utilim die ruhroisLhdlt der DeiiLschcii Jugend des Bdiines Mdrbur(|-Land uii sämtlichen Kundgebungen der Kreisstadt teil Im Rahmen eines Führerlagers gab der Bonnlührer gleichzeitig die Richtlinien lür die kcunmeiide Arbeil bekannt und hehondelle besondere den Reichssport-wettkampf der Deutschen Jugend und das Bdimsporlfest. Einen besonderen Eindruck übte auf die Führerschaft das Erlebnis der Grenze mit ihrer tdpfcren und treuen Bevölkerung aus. Trildil. Zu Gunsten des Üeutöcheii Roten Kreuzes gab es im Heimatbund-eaal ein Konzert der Werkskapelle der EV Süd unter Leitung ihres bewahrten Kapellmeister» Anlon Hudarin, die sich bei den untersteirischen Kullurtagen de« Vorjahres in Pettau «o rühmlich hcrvor-getan hat. Auch diesmal bot die Kapelle Pin vielseitiges Programm mit Geschmack und sdiiberrm Vortrag. Aus der Voitragslolge seien hervorgehoben; der Sleirifeche Marsch von K. Kasear, das immer wieder gern gehörte »Schenkt man sich Rosen in Tirol«, die Konzertpolka von S, Schvvindhackl mit obligatem Trompetensolo, das eine besondere Anerkennung fand und schließlich der mit lunkelndem Glanz vorgetragene Marsch von I. Fucik »Einzug der Gladiatoren«. So mtisizieite «ich die Werkskapelle Trilail auch diesmal wieder in die Herzen ihrer Zuhörer hinein und hall gleichzeitig durch ihr Können am Liebeswerk dos DRK latkrtiHig mit. —tz Windennu. In der Fiihrerschule Win-dnnau waren auf sechs Tage die Fan-Idreuzüge von Rast, Frauheim, Gonobitz, Poltschdch untl Lorenzen mit insgesamt 70 Jungen vereint. Es galt die Vor-bpreilungen zu tielfen lür die Kulturtaqe | in Petl.ui und iiir dif; folgenden Oils-gi iippCMtcit):\ Neben Spiel, S|nji t, (Julan-desf)iel und Leichtathletik konnten hierbei die l-anliiii'ii/iirie ihre Kennlnisse im , Blasen nnd liuiiimeln verbessern und ' vergrußern. iSk Den letzfen hcimfOckischen Angriffen feindlicher Luftpiraten fielen in der Untersteiermark zum Opfer: Belker Heinrich Brunn Ernst Ecker Josef Mlaker Maria Petschnik Bartholomäus Pikirski Hans Podiawerschek Hans Ihr Opfertod ist uns Verpflichtung. Graz, 1. Juni 1944 Raiek Johann Röthel Floriana Schnideritsch Maria Stritzl Andreas Tainik Johann Worina Martin Der Chef der Zivilverwalfung in der Untersteiermark __ Dr. Sigfried Uiberreither Gauleiter und Reichsstatlhalter Ärzte beobachten die Jugend Wie der Überanstrengung vorgebeugt wird In Prag fand kürzlich eine Dienetbe-sprechuiig der Gebielsarzte und Gebiets-drztinnen der Hitler-Jugend statt. Aus allen Berichten geht immer wieder ein-wandlrei hervor, daß der Gesundheitszustand der Jugend gut ist. Im Gegensatz zu dem vorigen Weltkrieg gibt es auch im fünften Kriegsjahr keine unler-ernährten Kinder in Deultichlcind. Der kriegsbedinglen Mehrleistungen der Jugend steht eine genaue Beobachtung durch die besten deutschen Arzte gegenüber, die unbedingte Gewähr dafür bietet, daß bei etwa gelührdeten Jugendlichen rechtzeitig mit einer gründlichen Heilbehandlung eingesetzt wird. Der Dienstplan der Hitler-Jugend kommt dem medizinischen Wissenschaftler bei seinen Forschungen entgegen. In seinem Vortrag über d'e kindliche Konstitution sagte beispielsweise der Direktor der Universitätskinderklinik Köln, Professor Dr. Kleinschmidt: »Im Vordergrund unserer Untersuchungen müssen (die Leistungsprülungen stehen, dementsprechend die Kinder zu sportlichen und anderen Veranstaltungen eingeteilt werden, denn bei der körperlichen Verfassung interessleren nicht nur die rein wachstumsmäßigen Gesichtspunkte, die Erkenntnis der Lebensfähigkeit ist wichtig. Deshalb schätze ich die Erziehungs- aufgaben der Hitler-Jugend sehr hoch ein, denn gerade im Lager hat der Arzt besondere Gelegenheit, die Kinder kennenzulernen und Beobachtungen zu machen.« Und de^ Direktor der Reichsanstalt zur Bekämpfung der Säuglings- und der Kindersterblichkeit, Dozent Dr. med. ha-bil. Joppich, Berlin, stellte lest, daß die Hitler-Jugciid die Jugendlichen zu ihren normalen Leistungen zurückgeführt habe, um dann natürlich von dem körperlich besonders begabten Jugendlichen auch erhöhte Leistungen zu verlangen. Die Erforschung der Leistungsfähigkeit im Jugendalter sei eine der vordiinq-lichsten Aufgaben, wobei besonders zi! berücksichtigen sei, daß Herzkraft und Körperkraft sich In einem gesunden Verhältnis zueinander befinden. Für langes Stehen, langes Sitzen, Unterbrechungen der Nachtruhe usw. sei der nötige Ausgleich zu schaffen, der von der Hitlerjugend in ihren Dienstvorschriften über die verstätkte Sportau&blldung bereit« gefunden und durchgeführt wurde. Diese beiden Beispiele aus der Vielzahl der wiaenAchaftlichen Referate herausiqestellt, Kennzeichen, welche Bedeutung die medizinischen Sachverständigen der juqendärztlichen Betreuungsarbelt beimessen. Der Behelfsheimbau Auf der Tagung der Landräte Auf einer Arbeitstagung der Steilischen Landräte, die unter dem Vorsitz des Regierungspräsidenten Dr. Müller-Haccius als des allgemeinen Vertreters des Reichsstalthalters in der Steiermark Stattland, sprach die Bezirkslührerin des Reichsarbeitsdienstes W. J. Sabuko-schegg über die Aufgaben des Reichs-arbeitsdiensles im fünften Kriegsjahr und die Mitwirkung der Landräte bei der Erfassung für den Arbeitsdienst. Landcsbauernlührer Sepp Hdinzl erörterte Gegenwartstragen der Ernährungswirtschaft, der Goschäftsnihrer des Gauwohn iingskouim issdrs übcrregiorungsrat ür. AciiU'ituer erläuterte Einzelheiten ilct; Wohnungslullworkes. L")ie Ausspräche (.'igcib daß der Bau der Behelfsheime in dllen Landkre seit diiguldufen ist. Uber Lutlschutzmaßiidhmen sprachen [tfr Stabsotlizlcr der Schutzpolizei Gbei btleutnant Belleville, Regierungs- oberbaudirektor Dipl.-Ing. HeUrich und Oberreglerungsrdt Dr. Wetz Ergänzend machte der Grazer Polizeipräsident Dr. Rust Mittellungen über Luftkriegserfdh-' rungen in einer nordwesldeutschen G'oßstadt. K.-Landrat Leonhardt behandelte die landrätliche Verwaltungsführung in einem bäuerlichen Landkreis. Nach Erledigung verschiedener Fragen I der gewerblichen Kriegswirtschaft be-1 richteten abschließend die Landräte über die Lage in Ihren Kreisen. Die Amtssprache Sehr viele Meinungsverschiedenheiten zwischen Behörden und Publikum beruhen auf einem Juristendeutsch amilicher Bekanntmüchunflen, das weilen Volkskroisen unverständlich Ist. Re-kauTitmachungen können auf diese Weise zu einer Quelle des Mißverste-j hens und des Mißvriqnügens we^rden.» Die Gefahr ist umso größer, je mehr sich unter dem Zwang des Krieges die Bekanntmachungen^ häufen. In der richtigen Erkenntnis, daß die Amtssprache die Einslellunq des Volkes zu den Behörden mitbestimmt, hat der Reichsinnen-minlster Grundsätze für das Deutsch der Bekanntmachungen aufgestellt, die der Reichswirtschaftsminister auch seinen nachgeordneten Behörden und Dientstcj-len zur Beachtung bekanntgegeben hat. »Jede amtliche Bekanntmachung«, heißt es darin, »muß einfach und klar, aus sich selbst heraus verständlich, knapp und in vorbildlichem Deutsch abgefallt sein Darstellung und Sprache müssen so sein, ririß der Volksgenosse den Inhalt der Bekannlmdchung ohne weiteres versteht . . Ist eine Bekanntmachung nut gefaßt, so fördert das schon an sich den Willen sie zu befolgen. Eine schlechte Fassung gefährdet nicht nur den Erfojg, sie trägt auch dazu bei, die öffentliche Verwaltung dem Volke zu entfremden.« D'eser Erlaß dient ebenso dem Schulz der Muttersprache wie der kürzliche Erlaß de« Rcichspropagandaaiinisteis geqen Stummelworte und überflüssige Abkürzungen Bei bespannter i^ähmaschine Bei bespannter Mähmaschine darf man rieh nicht vor die Messer stellen, Die Beseitigung von Störungen und Verstopfungen, sowie das Schmieren ist möglichst von der Seite aus vorzunehmen. Dabei ist zuvor das Getriebe auszurücken und die Zugtiere abzusträngen. Bei Zapfwellenma-schinen muß die Zapfwelle verkle'idet werden Ersalzmessor sind nur in einer Schutzhülle mitzuführen. Aus den Schleif-steinlrögen bei längerer Arbeitspause soll das Wasser entfernt werden, da der Stein sonst einseitig aufweicht. Die Zahnräder der Schleifsteine sind zu verkleiden. Besondere Vorsicht ist bei spielenden Kindern am Platz. Wer diese Vorschriften beachtet, hilft Unfälle verhüten. Genug gebrUtetI Aus Oberbayern erzählt man folgende nette Geschichte: eine Frau halte von einer Bäuerin, deren Hof etwa einen Kilometer entfernt ist, eine Bruthenne geborgt zum Eiernus-brüton und Kdkondufziehen. Die Henne erfüllte ohne Tadel ihre Mutterpjlichlen, aber eines Tages als die Küken schon etwas größer waren glaublp «ie genug getan zu hüben Sie wandelte allein den Weg zurück, den man sie gcbidcht hatte, und fand auch zu ihrer Bäuerin, deren Erstaunen über die Heimkehr der Henne man sich vorstellen kann. Geburt, Ehe und Tod Von den Standesämtern Das Standesumt Windischdorf meldet: eine Geburt in Gersdorf. Pragerhof eine Geburt. Petau acht Geburten. Geheiratet haben In Pettau; Konrad Wiltschnik und Justine Fraß, Jakob Letona und Theresia Schinko. E« starben Jakob Polalsrher ' aus Lichtenegg 42| Josef Lesjak aus Krottendorf 29, Johann Starnberger aus Dirnherg 91, Aakensteln, Theresia Ko-watschitsch, Brambergerweq 4, Juliane Mochorko, Haslach, und Johann Politsch aus Dornau hei Pettau. — Rohltsch-Sauerbrunn: drei Geburten, ein Sterbefall (Josef Mras aus Steinbüchel, — Cilll hat zu verzeichnen: 14 Geburteni geheiratet haben: Ernst Matko, Eschenhach-strdße3, und Notburfia Kleinschek; Ignaz Kdkunz, Dbi^feUlstraße 3, und Angela Jesich, Prinz-Cnaen-Strane 17f Josef Led-nik, Sulzbachrrstraße 25, und Maria Le-bitsch, Grünrwie hento nllgemein eingeführten Biiefmaiken. dif> dir Brielpoito-Bdizah-liing am .Sihalter der Postbüros al)-lotilen, wurdr-n IB.I'i von der PU()iisch('U Post zuerst in Umidiil gebracht. Die Schweiz, Finiilaiid, Belgien und Frank-ipich waren die nächsten europäischen Länder. In Douthcblanfl wurden die ersten Postwertzeichen 1849 von der bayrischen Post verwendet, es folgten Pieu-ßen, Sachsen, St hleswig-Molstein, Hannover, Dsterreich usw. Die Thum- und Tcixissche PoslVerwaltung gab alj 1802 Brielnidrken heraus, Die Aus()abc der ersten Marken war kaum eiiolgt, als auch schon ihre Saniiuier am Work waren. IfiSti war da« Hnelmarkensammeln schon allgemeiner Modesport, 18()9, also vor nunmehr 7i> Jahren, schlössen sich die Sammler /um eisten Verein zusammen. Die ürganii,iorlen Sammler nunti-ten sich stolz Philatelisten. Die Bezeichnung »Philatelie lur das mittlerweile verwissenschall lichte Brief markensam-mcln ist heute Allgemeingut, Die Zahl der Brielmarken in der ganzen Weif ist in den letzten Jahrzehnten derart rlesenhalt angeschwollen, daß der einzelne Sammler sich notgedrungen auf das eine oder andere Sondergebiet beschranken muß. In Deutschland ist das Brlefmarkensammeln besonders stark verbreitet, ein eigenes Gewerbe — der spezialisierte Handel mit Brielmarken, Alben. Katalogen usw. — ist den Sammlern dienstbar. Das .Besinnliche, Belehrende und den Ordnungssinn Fördernde dieser l)eschaulichen Liebhaberei liegt der deutschen Art. Der Ideell eingestellte Briefmarkensammler denkt nicht daran. Schätze zu sammeln, die einmal klingenden Lohn hing ist aiuh keine Sparkasse, bei der Jahr lüi Jaht feslsteheiide Zinssätze gut-gesiblieben werden. EI)ensowGnig sind Liebhaberei willen verzichten sie auf manche LebensannehmKchkeitenj sie trinken ein Glas Bier weniger, knapsen hier und dort mit ihrem Geld, um für ih»e Liebhaberel die erforderlichen Mittel aufzubringen) denn darüber sind sich gewiß auch die »Lülcn« klar, daß man gute, seltene Briefmarken im allgemei- Brielmatken Wertpapieie, von denen j ncn nicht geschenkt erhält. Der ideelle Wert einer Briefmarkensammlung, die Freude an der Beschäftigung, am Aufbau und an der Ausgestaltung sind unbezahlbar. Daneben sieht jedoch ein gewisser realer Wert .der rechnungsmäßig leslgelegt werden kann. Nur unter ganz zwingenden Umständen wird sich ein Sammler zu Lebzeiten von seinem Album trennen. Meist sind es die HinteTb'iebenen, denen die Ver- num auszuschüt'ende Gewinne erwarten kann. Der wahie Sdmmier legt auch kein »Geld« an; er beschäftigt sich aus ganz anderen Motiven mit Briefmarken. Mit ihnen baut er sich eine Welt auf, mit ihrot Hilfe nimmt er Einblick in Geschichte und Geographie fremder Länder und Volker. Gesammelt wird vor allem aber auch aus Freude an den kleinen bunlen Drucken, die ein für alles Schöne empfängliches Auge immer wie- i äußerung zulällt, Und dj erlebt man es der entzücken, Sanmiler sind Idealisten dann oft, wie wenig sie davon verstehen, und — bcbtheidcne Leute. Um ihrer I Bruno Sander Bücher im Tausch gegen Bücher Tduschslellen für allgemeine Ge-biduchsgegenstände haben sich in den Städten bereits als stehende Einrichtunrj eingebürgert. Wie jetzt ein Blick in die Fachzeitschrift der Antiquare, „Gesuchte Bücher", zeigt, machen sich die ersten Ansätze des Tauschhandels nun auch auf dem Büchermarkt bemerkbar. Der Wunsch zum Auslausch von Büchern ergibt sich, da die Bücherbesitzer jetzt mehr und mehr an Ihren Beständen festhalten, Jemand aber, der dringend ein wissenschaftliches Werk als Handwerkszeug benötigt, würde dafür gern ein ihm im Augenblick weniger wichtiges Buch hergeben. Wie stark dieses Tauschbedürfnis in der letzten Zelt angewachsen Ist, wird Im einzelnen daran ersichtlich, daß eine wissenschaftll- Tauschzenliale für Bücher eingerichtet hat. Wie bei den ersten Tauschstellen für notwendige Cjebrauchegegenstände wird auch dieses Beispiel gewiß Nachahmung finden. Praktisch dürfte hier allerdings jeder unmittelbare Büchertausch nur auf wissenschaftliche Werke und seltene Drucke beschränkt bleiben. Der schöngeistigen Literatur hat sich bereits die Reichsschrifttumskammer angenommen mit ihrer unlängst angesetzten Aktion des mittelbaren Austauachs von Unterhaltungsbüchern. Der private Bücherliebhaber, der zur Unterstützung dieser Maßnahme, die vornehmlich den bombengeschädigten Volks- und Werks-blbliotheken dient, seine entbehrlichen Bestände anbietet, erwirbt sich damit neben dem rein sozialen Verdienst auch den Vorteil eines bevorzugten Anrechts bringen sollen. Eine Biiefmarkensamm- che Buchhandlung in Dresden eine auf den Einkauf alter Bücher. Zirltus aul neuen Wegen »Durch die Welt im Zirkuszelt« ist eine Schau betitelt, die der Zirkus Sarrasa-ni in seinem Stamingebäude In Dresden herdusgebrachf hat und die als mutiger Versuch, dem alten deuLschen Zirkus nachbarliches Neuland zu erwerben, über seine regionale Reichweite hinaus Beachtung verdient. Mit einer gesunden Respektlosigkeit vor überlielerlen Formen hat die junge Chefin des Unternehmens, Frau Trude Sarrasani, hier den Versuch gemacht, Revueopereitc, Va-rietö und Zirkus zu verschmelzen und so zu neuen# Daibietungsmöglichkeiten artistischer und zirzensischer Künste zu gelangen Kriegsbedingte Momente, wie der Mangel an großen Schau- und Dressurnummern, die weitgehend durch Ballett-, Tanz- und sketchartige Einlagen ersetzt wurden, mögen hierbei eine Rolle gespielt haben — es bleibt trotz allem der Eindruck, duß hier aus den erschwerenden Bedingungen des Krieges und dem Zwang, neue Wege zu gehen, der Anstoß zu einer Revolulionierung und Annäherung verwa-ndter Formen ' hervorging, der auch iür die Zukunft bedeutsam sein mag. Im Mittelpunkt der in neun Bildern dargebotenen Schau steht Trude Sarrasani selbst, die tanzend, singend, reilend und vorführend eine erstaunliche Vielseitigkeit und Tüchtigkeit beweist. * Oberschlesische Dichte unter Tage. Oberschlesische Dichter unternahmen kürzlich Ihre erste Einfahrt in eine Kohlengrube bei Beuthen. Sie bekamen eine Welt zu sehen, die der Dichter verhältnismäßig noch wenig beschrieben und die ihre eigenen Reize hat. Man muß schon selbst diese Welt erlebt haben, um sich in Ihr zurecht zu finden und den Menschen gerecht zu werden, die jahrein, jahraus ihre Schicht verfahren Und die »«chwarzen Dlamdntea« sprengen und losschlagen. Vom Marburger Stadttheater Sonntag, den 4. Juni, werden wie bereits berichtet, die täglichen Vorstellungen am Marburger Stadttheater eingestellt, An den Sonntagen, 11. und '8 Juni, finden als Verarwlaltungen t^cs Stddttheaters Im Heimatbündsadl In Mdrburg Buntu Abende stdtl, bei denen der Großteil der Mitglieder eingesetzt wird. Die beiden Abende haben verschiedene Vorlragsfolgon, Der Vorverkauf fiir diese Voransldllungen beginnt jeweils am Dienstag den 6, und 13, Juni lür die betreffende Vorstellung Kassen-stunden der Vorverkaufskasse sind nur von 9 bis 13 Uhr jedes Tages in der Theaterkasse Theatergasse 4 und vor der Vorstellung an der Kasse des Hei-nialbundsadles, Theaterrinq des Amtes Volkblldunq Für Mitglieder des Ihealerringes I findet Samstag, den 10, Juni, um 19 Uhr 30 ein »Groller bunter Abend« im Hei-malbundsaal stall. I ür diesen Abend werden die Eintritlskarlcn für die en'.-fdllene Vorstellung am 7. Februar gegen Platzkarten für den Heimalbundsaal umgetauscht. Für die Mitglieder des Ringes II wird ein »Bunter Abend« am 17. Juni und 19 Uhr 30 'im He)matbundsaal veranstaltet Plötzkarten werden gegen Rückgabe dci Eintrittskarten für die Ringvorstellung am 5. Juni ausgegeben. Der Kartenuni-tausch für beide Veranstaltungen findet ab Mittwoch, den 7. Juni, in der Geschäftsstelle des Amtes Volkbildung. Tegetlhoflstraße 10a, statt. Wegen des aus technischen Gründtm notwendigen vorzeitigen Schlusses der Thealerspielzelt werden die gelösten Cintrittskarten für die Ringvorstellungen Rlng-f 12, Juni und Ring-Il 19. Juni in der Geschäftsslelle des Amtes Volkblldunq ebenfalls ab 7. Juni bis zum 25. Juni zurückgenommen. Fische für 50 Millionen Aus einef Uberschußwafe wurde eine Mangelware — Trotkdem ist die Versorgung zufriedenstellend WÄnn feglgeStiHt wirdett daff, daß die Marburffer Ernährung mit det Zuteilung von Piachwaren, den Kriegsvgrhältnissen tntaptechetid tu-frieden sein dar/. Hai aber der Fluchlretihd tichoti einmal daran gedacht, welche Schwierigkeiten überwunden und welche Organisationsaufgaben gelöst werden mü.isen um die Fischverteilung für daa gesamte groß-dciitsclie /fcich in richtigen Bahnen tu lenhettf Darüber gibt der folgende Aufaatx Auskunft. Dem Seefisch geht es äiinlich wie dem Wein. Vor dem kriege konnten unsere Winee» iliren Wein nur schwer Hbaetaen. Werbemalinahmen mußten ihnen helfen, zusätzliche Weintrinker XU gewinnen. Nicht anders war es beim Seefisch. Durch eine unablftsaige Propaganda war e.i zwar im Altreich gelungen, den Seefischverzehr in den letzten VorkriegSjahren von etwa acht auf etwas über zwölf Kilogramm je Kopf der Bevölkerung zu heben; aber dennoch blieben die Fischer nicht selten auf einem Teil ihrer Fänge sitzen. Im Kriege hat Bich die Lage grundsätzlich gewdndelt. Wie der Wein, so ist der Fisch aus einer Überschuß- zu einer Mangelware geworden. Die Ursache ist vor allem darin zu erblicken, daß die Zahl derjenigen, die Fisch essen möchten, stark gestiegen, die jährliche Fischernte aber beträchtlich kleiner als früher ist. Nitihtsdestoweniger ist die heutige Fischversorgung besser, als bei Kriegsbeginn zunächst erwartet werden Ironnte, Einfuhr als Helfer Ein großer Teil der deutschen Fischdampfer, Lögger und Küstenfahrzeuge wurde zur Kriegsmarine »eingezogen«. Dem verbliebenen Teil der Fischdampfer aber sind die be köpft, verpackt und mit Kühlwagen ins fiintienland verfrachtet werden. Für die Fiacheinfuhr erfüllen Orup-penimporteure und BdMugsgemein-Schäften ähnliche Aufgaben! Im Bin- mit ihrem hohen Anteil an Selbstversorgern den Fisch eher entbehren können als die städtische Bevölkerung und unter dieser wiederum die Bevölkerung der Land- und Kleinstädte mit ihren Möglichkeiten der Kleinviehhaltung, Gartenbewirtschaf-tung usw. eher als die der Großstädte und Indu.striegebiete, Aus diesen (jberlegungen stehen die Großstädte im Fischversorgungs-pl&n an erster Stelle. Während der Hauptsaison der Fischerei werden außer ihnen auch die Industriegebie- nenland Ubernehmen ebenfalls nur i te und bei großen Anlanduneen auch verhältrtismäflig Wenige {Qtnpfangs-großhändler die Fische, die sie an die zugelassenen Fiachgroflhäftdler ihres Bezirks weitergeben, vön derten sie dann zum Fischeimelhandel Uhd Uber diesen au den VerbrauchÄftl gel^ttgen. Da der Fisohbedarf heute größer als die vorhandenen Fiflchmetigän ist, muß der zentrale Fisöhversorgungs-plan besonders sogfältig aufgestellt werden. Allen Verbrauchern etwa Uber eine Fischkarte FiSdh auiiutellen, ist kaum möglich. Einmal sind nicht soviel Fische da, um 90 Millionen Deutschen regelmäßig eine bestimmte Ration Busuteilefi. ZSweitens schwankt die Größe def Fischfänge je ttach Jahreszelt, Wetter, Fiaehart usw. aiemlich stark. Drittens ist Seefisch auch vor dem Kriege nicht von allen Verbrauchern verzehrt uhd nicht nach allen Orten geliefert Worden, Es fehlt also in diesen Vorwiegend ländlichen Orten an Ejinrichtungen, um den Fisch schnell und frisch eum Verbraucher au bringen. Viertens daVon die Mittel- und kleineren Städte mit Fisch beliefert. Daneben bekommen auch die Großverbraucher wie Lager, Werkküchen, Gaststätten usw. ihren Fischflnteil. Bei allen diesen Lieferungen werden die früheren Verzehrgewohnheiten berücksichtigt, es wird also nicht jeder Bezirk und jede Stadt mit der gleichen Pro-Kopf-Menge an Fisch beliefert. Die Verteilung im einzelnen erfolgt durch die Landeser-nährungs- und Ernährungsämter. Durch diese ElaatizitHt des Fischver-tellungsplans ist es gelungen, rund 00 Millionen Verbraucher ziemlich regelmäßig mit Fisch zu versorgen. Sofern in der Fischerei keine größeren Veränderungen eintreten, knnn angenommen werden, daß die Verbraucher Blich künftig im bisherigen Umfang mit Fis^h versorgt werden können. Dieser Erfolg ist neben der straffen Fischmarktordung besonders den Beflfltzungen unaerer Fischerei-f&hrzeuge zu danken, die in unermüdlicher, sfHwefer Arbeit dafür snrgpn, daß der Sepflsch auch im Kriege auf unserem Tisch ni«ht fehlt. endlich kann dafon ausgegangen deutendeten Fanggebiete der Hoch- | werden, daß die läftdlichen Gegenden seefischerei — Nordsee, Nordatlantik, r*v r . w - • « Der freie Tag für die Hausarbeit Island, Barentsee — nicht mehr zugänglich. Wenn auch die Ostsee im 'Stärkeren Maße für die deutsche Kriegsernäh-rungswij'tschaft eingespannt worden ist, so kann sie jedoch den kriegsbe-dingten Fortfall der meisten übrigen l^'ischfanggebiete nicht wettmachen. Darum werden große Mengen an Frischfischen und P'iachkonserven aus den neutralen Ländern und den besetzten Gebieten eingeführt. Vor allem aus Norwegen und Dänemark kommen erhebliche Einfuhren ins Reich. Aber auch die Niederlande, Spanien, Portugal, die Türkei usw. .sind an unserer Fischeinfuhr beteiligt. pürch diese Einfuhren, durch das stärkere Einspringen der Ostseefischerei und den Ausbau der Küstenfischerei ist es gelungen, eine Fisch- , Versorgung zu erreichen, die wesent- ' lieh besser als die des Krieges von 1 1914-18 ist. Straffe Marktordnung J)ennoch ist heute nur etwa die Hälfte der Vorkriegsfischmengen für die Geaamtversorgung verfügbar. Andererseits ist jedoch der Fischbedarf stark gestiegen. Im letaten Krieg hnt dieses damals noch stärkere Auseinanderklaffen von Bedarf und Dek-kung den Fisch zu einem Objekt der Spekulation gemacht. Das konnte sich in dic.scm Krieg nicht wiederholen. Bereits vor dem Krieg hatte im Reich die Hauptvereinigung der Deutschen Fischwirtschflft die Spekulation unterbunden, Festpreise für Fische eingeführt und eine Marktord-nung errichtet, die im Kriege ledig-j4ch weiter ausgebaut zu werden brauchte. Der Einsatz der Fischerei-flotte wurde gelenkt, die Fischanlan-dungo« planmäßig verteilt und eine arbeit.sfähige Organisation des Flsoh-handels und der Fischverarbeitung geschaffen. Von den angelandeten Fi-.schen wird zunächst ein großer Teil für die Wehrmacht abgezweigt, und zwar insbesondere solche, die sich als Vollkonserven eignen, denn der Fisch wird in der Wehrmachtsverpflegung überwiegend als Fischkonserve verwendet. Die für den zivilen Verbrauch bestimmten Fischmengen werden nochmals aufgeteilt. Ein kleinerer Teil wandert in die Fischindustrie und gelangt von dort als Fl8chkon.serve, Marinade, Fischpaste .oder Räucherfisch In die Hände der Verbraucher. Der größere Teil aber wird dem Verbrauch als Frischfisch zugeführt. Fisch ist leicht verderblich und muH so schnell wie möglich in »geschlos.se-ner Kühlkette« dem Verbraucher zugeleitet werden. Darum werden die Fische an nur wenigen Hafenplätzen angelandet und dort von Arbeitsgemeinschaften des Küstengroßhnndels geschlossen übernommen. Diese Arbeitsgemeinschaften sorgen dafür. daß die Fische sofort gesäubert, ent- „is 1.1t mein Wille, doli die gp!famle deul.ivhe Jugend i/c/i einmal Im .fuhr pifipf groürn, sportlichen l.elstungsprd-iung unlertielu und mit dieser vor der gnnrcn /Ballon Zeugnis ablegt von der Kruft und Unbesirgbarkell des Volks-tiuns," Dlpspm Rnfo de« Führers foUjt die Ju-(|pnd '(Uts UnterlandPi, wenn sie «m Snnntaq mit der n®>finittleuiBchon Ju' gend zum ReichssporlweUkampf antritt. Für wen gilt das? — Wichtige Klarslellunil — Auch Schwcrbe- scnädi^te und Alt«r« von der Mehrarbeit befreit Um die einheitliche Durchführung der Frei/eitanordnung «Ichereuatelleti, hat der Reichsarbeitsminister weitera Klarstellungen insbesondere «uttl Haus- arbeitstag getrotfen. Danach gibt die Freizeitanordnung, die außerdem auch den Schwerbeschädigten und sonstigen Körpefbehinderten, sowie den Üefolgachaftsmitgliedern (Iber 65 Jahre einen Anspruch auf Befreiung von Mehrarbeit einräumt, in allen Wirt-schdflszwelgen mit Ausnahme der Land-und Forstwirtschaft und der verwandten WirtBchaftagruppen. Sie findet keine Anwendung auf Helmarbelterinnen. Heimarbeit «oll aber an Heimarbeiterinnen nur in solchem Umfang und mit solchen Fertigungafristen au9gegel)en werden, daß diese Frauen ebenfalls über die notwendige Freizeit zur Erledigung ihrer häuslichen und persönlichen Angelegenheiten verfügen, Hausarboltstdge sollen nur solche verheiratete und ledige Frauen mit eigenem Hausstand erhellten, die durch häusliche Arbeiten atark beansprucht werden. Den Frauen mit eigenem Hausstand können Frauen ohne eigene Wohnung gie'lchgestellt werden, die alte oder gebrechliche Familienmitglieder zu i)e-treuen haben, ferner Töchter, die bei Krankheit oder nach dorn Tode der Mutler dem Vater die Wirtschaft führen. Frauen, die wegen Bett'lebsverlagcrunyen außerhalb ihrer Woiitislätte untergebracht sind, verlieren den Anspruch auf Hausarbeitstage nirhl, wenn sie ihre bisherige Wohnung und ih'e Angphöil-gen welter zu beireupn haben. Auch sind Hausarbeitstage solchen weibiicheti Gefolgschaftern weiter zu gewähren die infolge piuos Bonihensfhadens ihro ciffe-ne Wuhniing Riubiiliten, aber duich häusliche PI lichten weiteihin erheblich beansprucht werden. Dei Anspruch iiuf rinen Hausarbeitstag bostcht duch tür Wochen, in die ein gesetzlicher Wochenieierlog tälll. Der Hausarbeitstag kano auf jeden der Werklage, aiil den Sdnistag tuich dann gelegt werden, wenn der .Siimsltigniicbmilldq üblicherweise arbeitsfrei ist Dtis Arbeitsentgelt mintlerl si(h iliinn um den Betrag der Idtsdchlich riusldlleiuien Arbeitsstunden, Weibliche CefoUfsc hafter, die regcl-mätlig nur an fünl Werklagen je Woche beschäftigt wenden, haljen keinen Anspruch auf ndusarbeitstage. Auch entfällt dieser Anspruch innerbali) eines vierwöchigen Zeitraumes, wenn dieser Zeitraum durch Urlaub uiilerbi oc hen oder verkürzt wird. Frauen, die Anspruch aiif zwei Mausarbeitslage innerhalb vier Wochen haben, behalten jedoch den Ar»spr\icb aul einen 1 laustirbeilslot), wenn sie in diesem Zeitraum an uunde-«tens zwölf Tagen arbeilen. Idssigt wurden. Fast jede Nacht begab fcich die Frau nach Weißenfel«, Mit ih-r*?n Liebhabern verzehrte sie auch einen Teil der für ihre Familie bestimmten Nahrungsmittel, so daß die Kinder Not leiden mußten. Da die Muttar keinerlei Strafeinsicht be«aß und sich vor Gericht sehr dreist benahm, wurde sie zu sechs Monaten Gelängnis verurteilt. Ziintlrhsl eine Witwe, dann erst ein lunges Mädchen. Auf Rügen und seinen Nebeninseln gab es Irüher mancherlei merkwürdige Sitten, die ebenso streng eingehalten wurden, als wenn sie Gesetz gewesen wären, So herrschte auf der Halbinsel Mönchgui der Brauch, daß ein junger Mann zunächst eine Witwe heiraten mulUe und erst zum zweiten Male ein junges Mädchen Ireien durfte. Elp Spielautomat, der «mordele«. in einem Vergntigunqeslokal in einer dänischen Provinzsiadt wollte ein 2.1jäbri-ger Knecht einen Spielautomaten benutzen, tier jeiloch nicht funktionierte. Der Knecht war hieruiier aufgebratiti* und rüttellp stark an dem Apparat. t)B-tlurch entstand ein IsurzsthhiR. Der Strom traf den jungen Mann und lötete ihn soloit. Seltsome Eulenwohnung, Eult^n sind Nachlvfigel und wie alle anderen Vögel mpifltens Baumbewjihner. Eine Ausnahme bildet jedoch eine Culenart, die die fiiidamerikanißchen Clrassteppen bewohnt. Da dort wenig Bäume zu finden Sinti haben si( h tlie*ie Eulen daran qe-wöhnt, ähnlich wie die Kaninchen in Erdlochcra zu wohnen, die sich selbst graben. Das interessiert die Hausfrau Was kochen wir von Reis? R • i f r a n d : 250 g Reil, 15 g Fatt, Zwiebel oder Lauch, gut 1 I Brühe odtr Wasser, 1 Teel. Salz. — Der Reil wird gewaschen, mit Fett und kleingeschnittener Zwiebel angeröstet, mit der Flüt-sigkeit aufgefüllt und zum Kochen gebracht. Langsam garquellen lassen. Er darf nicht gerührt werden, da er sonst breiig wird. Dann füllt man den Reis in eine mit Wasser ausgespülte Kingtorm und stellt ihn etwa l.i Minuten in den heißen Hraloten fider in eine Schüssel mit kochendem Wasser. Danach stürzt man ihn aiit eine Piatle und lullt den Ring mit Ciulascti oder CTemüse. R p i s k a I t s c a 1 e ; ,'»0 g Reis, 1 I Wasser, Salz, statt Zilronensalt ungesüßten RhabarbeiSalt, etwa 75 g Zucker. — Den Reis läßt man in dem Wasser garguellen, nimmt ihn vom Feuer, gibt den Salt und Zucker zu und stellt kalt, Roislleiscli: Zwieliel oder Lniu Ii, 20 q Fett, etwas Paprika, 2 Cßi. Tomatenmark, '2(10 g Kalbfleiscli, 2')() () Reis, Salz. — Die Zwiebeln werden fein geschnitten, in dem Fett angerostet, etwas Paprika lind das Tomatenmark dazugegeben. Man löscht mit etwas heißem Wasser ah, gibt das in kleine Würfel qe-srhnittene Kalbfleisch dazu und dünstet etwa 10 Minuten durch. Nachdem man den gewaschenen Reis hinzugelugt hat, wird nach kurzem Durcbkoclien so viel Wasser aufgeqossen, daß es etwas iiber dem Reis steht. Das Ganze laßt man, ohne umzurühren, etwa .10 Minuten zugedeckt gardünsten. SPORT ÜMÜ TÜKMEM Um die 180 Punkte Der Sonntag im Zeichen der ReiciissportweUkäinpfc Doppelt gestrafte Mutter Ihr Kind ist tot, sie AngeelchtS der leider immer wieder vorkommenden fahvläsaigen Brandstiftungen, die von mit Slrcichhölnern spielenden Kindern veruraacht werden, verdient ein Urteil de« Amtsgerichle Bautzen allgemeine Beachtung. Vor diesem Gericht wurde daa entaetxliche Brandunglück verhandelt, das sich am 4. Mai in Mdlschwitz (Kreis Bautzen) ereignete. Der siebenjährige Junge der Witwe Emma Benad geb. Koban hatte aus der Kürhe auf dem Handtuchhalter liegende Streichhölzer genommen und auf dem Boden der »alten Pfatrscheune« dort liegende Holzwolle angezündet. Das Feuer hatte sich sehr rasch auegebreitet, den Boden und die qante Scheune erfaßt und diese elngeäachert, wobei ein Sachschaden von über 5000 Mark entstand. Zeu- muß ins Gcfänfjnis gen der unsoli((en Tal waren ein aiule-rer siebeujäbrigor Junqe und die dreijährige Schwester dps jugendlichen Brandstifter«. Dieser und nein Sfiipika-merad waren davongelaufen; das Marlel war in den Flammen umgekommen. Nach einer am Unglücksort qelührlen Verhandlunn sprach das CJorithl die angeklagte Witwe Benad schuldui, den Tod ihrer kleinen Tochter und die Brandsliftunq fahrlässiti dadurch verschuldet zu haben, daß sie ihre Streichhölzer nicht so verwahrt halte, daß ein Kindern nicht in die Hände fielen. Das Urteil lautete auf drei Monate Golänq-nis, wobei der Angeklagten weltqeheivl zugute gehalten wurde, ilaß sie selbst durch den Tod Ihres Kindes schweres Leid erfuhr. Der lleichsfiibror erläßt folgenden Aufruf: Hitler-Jugend I Alle deutschen Jungen und Mädel rufe ich zum Reichs-sportwettkampf 1944 auf. Unsere Lei-besübtnigen und unser Sport dienen der Pflege der charnkterlichen Werte der CJenundheit und der kürpeiTichen Krtüchtlgung. Sie sind notwendig, um die Forderungen für den Kamijf um das Dasein zu erzielen. Der Reicb.s-Bportwettkampf sei aber vor Hllem im fünften Krie^sjahr eine Machtvolle Demonstrntion für eure tJesin-nung, in adelnder Freiwilligkeit unserem Führer uiul unserem Volke in der Heimat wie auch sphter als Soldaten an Hllen Fronten zu dienen und zu kämpfen. Er sei ein Uberzeugender Beweis für die niemals zu iDre-chende Widerstandskrnft und den sieghaften (Jlauben der Hitler-Jug:end. Ich bin dessen ijewlß, dal*> jeder deutsche Junge und jedes deutsche Mädel mit diesem Willen und diesem Be-wulUsein zum Ueichssportwettkampf 1S)4'I antreten wird. * Wie im (lesaniien Reich, tritt am Sonn-tacj nach dem Willen (los Fühlers auch die JufKMUl des l^nlerlandes zum Rei( hs-s()(irlwetlkiinipl an. In dieser spoitlichen Kuiulgebinui sollen Junqen und Mädel vor df'r (jonzen Nation Zeuqnis über ihre Kialt und l.nislunqslahifikeit ablGt|en. Die Leibesei/ieh'.inq ist ein qrtißer Teil der iiationalso/.ialistisc hen Aufliauarbeit. Sport und l-cibesei/ieluinq tiürlen niemals Seli)sl/\verk sein, sondern inüsfien imtnei der knipeiluheii Ertuchtiqiing der Gemeiiisi halt d enen. Die SjiDrlcirbeiI iler Deutschen Juqend wird deshalli aut breitester Grundlage aufqebaut. Der weitvoll«tG loil davon wird in steter Kleinailieit von den Einheiten bis ins letzte Dorf qeleistet. Berm Reichseporlwettkanipf qeht es nicht um das Endcrqebnis eines Ein/elkämpfers, nicht um einzelne Rekorde sondern um die körperliche HrUichliqunq d^-i (tesam-len Juqend. Von Jahr zu Jahr weiden die Mindefttleislunijcn besser und d.<^ Anforderunqen können mehr und mehr qpsleiffprt werden. Daß siih aus dieser tireiten Ciiundlacte heraus auc h bessf le Ein/elleislunqen ertieben, ist nalinli(li. ■le breiter die Grundlaqe, desto höbet die Spitze, Sr> wird durch die spoitliibf; Eitüclitiqnnq eine (|esiiride, wideistand»«-lähitte und ()eslähllp Jiuiend heranrie-zo((pn. die es bpi/eiten lernt, sich in Pllic h(eitiilluiKi tiir den Fiihier und die Aufr(ab(>n unserer 7eit einzusetzen. Es sind dabei folgende Disziplinen voiqPHchrieben: 1. Pimple: (K) m lauf, Wcilsprunfi, Schlat|l)a!lweilwurl (HO t|l. '2. Deutsche Jtigend: lIKl in Lauf, We l-spruriff, KeulenweiKs Uli ("ino g|, Jungmädel; (lO rn l.aul, Wcitspi uuq, Schlagballweitwurl IMO (j). 4. Mädel |MiulPlwerk|: 75 m Laut, Weitsprunci, Sthlatjlitdlweilwui 1 |H0 ((). Jeder Junqe und jedes Mädel kaniplt un Einzelkdinni vun die Sieqernadel, cIk" an die Teilnehmeiintien des Rcic hssprii t-wpttkamples ausrierjelien wild Die Wei-tunq ertolqt na; h dei !U() Punkl-\\ er-tunq des Reichssportwettkainpfes. — Jeder Tcilnehmei und jede Teilnehmerin, die die 180 Punkte und darüber eireichen, erhallen die Siecjernadel. Alle Angehörigen einer .liintienschall. kanie-radschdlt, .luiinniadcIsi halt, MadelsclinM sowie Arl)rM>;(iemrinS( hellt des Madel-Wfikes bilden eine Wetlkampfqem'" n-schaft. Der sieiier oihalt als Aus/eii li-niinq die vom Puhier untoizeii hiiet'-« Ehreniii kutule Leichtsinn mit Schußwaffen Paderborn. Auf einem Schleöetand «1-nes Jahrmarktee In Paderborn (Weet-ffllen) hielt ein junger Mann, der die Grundregeln des Umgehens mit einem Gewehr offenbar nicht kannte, die geladene Luftbiichse mit dem Lauf aul einen 14jährigen Junqen, der in der Bude mithalf. Plötzlich löste eich ein Schuß, und die Kugel drang dem Jungen unterhalb des Augee In den Kopf. Sie konnte glücklicherweise ohne schlimmere Folgen für den Betroffenen operativ entfernt werden. Ein Gastwirt aue Wanzleben Im Bezirk Magdeburg erschoß auf Bitten einei Nachbarn dessen erblindeten Und kranken Hund. Als der Mann die Waffe entladen wollte, löste «Ich ein Schuß. Die Kugel drang dem Schützen In den Oberschenkel und zerriß die Hauptachlnga-der. Trotz sofortiger ärztlicher Hilf« verstarb der Unglückliche kurz darauf. Ein Pf«rd hatt« Haimweh Kiel. Ein junges Pferd war vom Festland In Schleswig-Holatem nach einer der kleinen Inseln — Halligen qenannt — verkauft worden, die der f^iordseekü-ste vorgelagert sind. Dem Tier gefiel e« dort aber offenbar oar nicht. Es litt an Heimweh nach «einem alten Besitzer und seinem alten Stall und eines Taqe« warf es sich In die Wellen der Nordsee und schwamm mutiq in der Richtunq auf das Festland davon, Man mußte «(hlleßlich mit einem Motorboot «tundenlanq suchen, bis man das völllq erechöpite Tier entdeckte und wieder an Land schatten konnte. Munitionsla^ter explodiert Stockholm. In einer Ortachalt in der englischen Grafschnlt Essex esjilndieite ein MunltloPHlager. Die Bevölkeruiui mußte evakuiert werden. Wegen der Größe dei Gelnhr mußte der Luftachutz das gesamten Bezirks mobilisiert werden. Alle Feuerwehren der bis zu :)0 Mellen entfernten Orlsrhalten bokainpf-ton das Feuer, das noch iler Explosion auabrach Gefängnis wegen Vernflchliisslgung der Mutlerpfllchten. Die Ehetrau Ei na n. aus Langendorl hülle sich vor dem Weißcnlelser Amtsgericht wogen lorl-geaetzter Verletzung der Püisorge- und Erzlehunqspflicht zu verantworten. Die Angeklagte ist Mutter von drei Kindern im Alter von zwei bis sechs Jahren, die foilgesetzt In grober Weise veinach- 25 Jahre Rapid Marburg Die iuaniiic|ltilli(|en Stiurtveranslflltun-cien, die im kahnieii der qroßen Jubelleier von Rai>id Vlaiburq am 9.. 10. und II. Juni zur Abwickiimq kumineii. wird ein proqiamnireither Turn und Fechl-dliend am Fieitaq, den Juni, im qroflen 1 leimatbiindsaal einleiten. Die einzelnen Profirainmpunkte wurden «io anqcsotzt, daß sie leweils die beste Wiikunq erzielen WLMden, Die Kricqshillsdienslmaiden wirken mit einem Madeltanz mit, dem einleitend Klaviermusik voranqeht. Den rhythmifichen Vorluhruncje" tniql dann der Aiiltnlt der Fechter und Fechlerin-neii, anschließend der Tuinei und Turnerinnen. Marbur^er Sportprogramm Samstag, 3 Juni: 1fl.30: Reichsbahn Marburc)- Villacher SpoiUerein. Reichs-bahiiatddion. Sonnlag, 4. Juni: I t I.t I hr: Juqend-meisterechalt im Fußliall Marburq-Stedt qcqen LBA Maitiurq. Rapidstadion. 14,JO Uhr; Frauen-HandbaIHreIfcn Rapid Marburq—H.sc. Westen Cilli. Rapid-«tadion. ivS LJhr: Manner-IInndballtietfen Rapid Martmrq Studenlenkompanie Graz. l(i..10 Uhr: Autstieqsspiel zur Fußball-Gauklasse BSG Westen Gilli—Sportqe-ineinschalt Graz. 18 Uhi: 1 s( hammer-Pokdl-Vorsc hluß-rundensi>iel Rapid Maibuiq—Reithsbahn Graz. Ans der Abteilung Rapid der SG Marburg. Um l:l Uhi haben sich am Rapid-Sportpliit/, einzulinden. Semiitscb, Robin-sduik, Schischek, Barl. Shnetz, Weber, Koschar, Koiische, Reinhiijei, Winterhm-ler, Saqotschek und Löschniqq. Um 17 lllu trellen sich ebendorl Marqutsch, Stornad, Sonilsch. Knopi), Inq, Krainz, Scbehcberku, faschimi. Ilery. Seunik, Aicbnuiier, Zorzini, Wittek Prauen-Hnndhallerlnnen' Sonntaq um 14 Uhr haben sich am Rai)id-Sporlplatz «unzulinden; Heritsch, Daris, Valentan, Millqes, Szolar, Schalk, Sernelz, Kolbl, Sadiak Reininqei, Werlilsch, Wagner und Hammer. .Aus der Ablciiung Reldisbahii der sc; Martiurg. Sanislaq um IH l hr haben im Reiclislidhnstadion spiclbcieit '/u sein; Mathein/., llala, Frnnqesch lian/, Kuika.Piach, Ladinek, Relninqer, Pa.ii;n, Konrad, Golinai, Ilabit, lleidnlz uiiT Roman. Ein Jubiläum des Fußballs In diesen Tagen jahrlc sich zum Male die Stunde, in der die rir\, tl^T Internationale Fußballverband, in Pans von den Vertretern Frankioiths, Spaniens. Helqiens, Dcinemurk^, Schwedens, der Niederlande und der Schweiz aus der Taille c|ehoben winde. Dunh ihn der fraqlos als einer der aibeilslieudiq-«ten interuationdlen Sportverbando b(>-zeichnet werden kann, wurde die Enl-wicklunq des Fußballspiels in der ganzen Welt entscheiilend beeinllußt und zu jener voiherrsi henden Stellunq qe-lührt, die es in last allen Er r verndciiidSbige. „Flek-ken dul (ieui Lit'uand des Gdtten sind Flecken anl di r iilire di r lldiislrdu." Uds ist ein V\'oit, dd» durrh die .IdhrliundertH in dciitsclu'ii Ldiult'ii bi'ine (.lUlfiijkeit be-hdltl':i li.u Ein Bfisjiirl h n-'idulichrr Tugenden hicli'l I I d I /v.t'ili'H Udltte des 17. .Idhr'uintl Ms (iio (üiltiii tlisdbeth iIcs Vnidoir.iitTf m R.ulmf islcis Jolidiin AdiiiM Stiunnifi ^von Wdichenbi'ir), Ihr kristiichi's I linisl)uf li, dds iins /eiqt, wie i'idii nur liir ihre I'cnMiiie lebte, i:nd ddj voll ist vnn hriiislrdulichon Re-/eph n lind r)u'eii RdtsrhUirjen dllt'i Art, iNt uns L-rhdilnn (ichliobcn. Sin führte auch ein ri(|i. (ifs ..Arzi lun buih" und fjab rreundiniien iii iii und mit dustiihrlichen AnwL'isunijt ti \oii iliuMi llaiismittoln ab. So siliieibt sie bi'is])irlswi ise über ihr ,,Nu!nbeirier PIUisUt": ,,Aiuio KiH!) liab ich dies PtbiNb-r f|nl(Mnet zu niiichen und hdlis in dlh>n SikIh'ii <|dr hindf'n. Miinn k drtMiiiii Mark erspart (leblieben, die sie unterdessen Ihr jieue Kleifler hatte dU'.gehen müssen. I'm sie Ii Näherinnen zu erziehen, gründete die i;<'rx(^gin eine ei()eiie Anstalt, worin ruiie An/alil juntier Piiii gei toch-1er und La'idmddclicn untt iriclilet wiir-f^en, nud '.'dMlte neben dem Lehigeld fUK b die K' ist. Als (!' r liei/o(iin Dorotliea eine tinh-tige Knciui ffl'lt, sciireiht sie an die I eli/!l.e S'M'iiir-.'dbin ntich Nüiubi'i(|: ,.Da \\:i (i^Miie (in.? gide Kocliin, die uns diK ii in unseiiu Gemache dulwarteii tal(>, Ii.'Im II v"'.| icn, so bitten wir mil alle 1 Gn.ii!i-n, ii'i wollet Ciu h belleilii-r|en, ob liir iins /n einer solchen Ködiin \eilui|eii kninitet. Wir wollten iitr im HAUSFRAU UND HAUSMUTTER Schönes und Seltsames von Anno dazumal Jahr gerne zehn Gulden geben, und wenn es sich schon um ein paar Gulden höher stellen täte, so läge uns auch nicht viel ddran, zudem würden wir ihr auch alle Jahr ein gutes Kleid geben. Aber das miiUtet Ihr der Köchin wohl sagen, daß ihr viel Auslaufens nicht gestattet würde, sondern sie müßte still, züchtig und verschwiegen stets bei uns sein. Hatte sie dann Lust, bei uns zu bleiben und sich etwan mit der Zeit in andere Wege (durch Heiratl zu versorgen, so sollte sie ddzu von uns mit allerlei Gnaden gefördert werden" Die Köchin wurde gefunden, die Herzogin war mit ihr sehr zufrieden und zum Zeichen der Dankbarkeit schickt sie der Schürstabin einen goldenen Schaupfennig. Naht Fasnacht, dann bestellt die Herzogin Lachse und Neunaugen aus Schleswig. Die Aale, die ihr Hec-lor von Heßberg besorgt, sind ihr nicht genug getrocknet (luftgeselcht) nnd daher erteilt sie ihm schriftlich folgende Lehre: „Wenn Ihr wieder Aale, besonders große, erhaltet, dann wollet sie als-l)ald ausnehmen, ihnen ganz die Haut abziehen, sie dann mit Na-gelcin (Gewiirznel-ken) bestecken, die Haut wieder überziehen und also vollends trocknen lassen." Die Herzogin will oinnidl im Herbst nach Memel verreisen; da lallt ihr ein, daß in ihrem Garten zu Fischhausen noch Weintrauben hängen. Sie schreibt daher der .Jungfer Röslerin, sie möge die Trauben abnehmen und ein Mus daraus machen, jedoch von den weißen und roten gesondert und keinen Zucker dazu nehmen. Mit einer Sparsamkeit und Gewissenhaftigkeit, die für das ganze Land beispielgebend sein konnte, führt diese Herzogin einen zielbewußten Kampf,, dem Verderb". Auch andere Fürstinnen jener Zeit freuten sich, wenn sie sich als gute und erfahrene Hausfrauen zeigen konnten. Du diu Herzogin von Liegnitz hört, daß eine fürstliche Freundin lür ihren Fa-milientisch gerne Süßigkeiten hätte, schickt sie sofort ein Fäßchen mit in Honig oingoniachten Quitten und ein zweites mit Quitten und Pflaumen in Zucker. Dazu schreibt sie; ,,Bitte, Euer Liebden wollen das mit Eurem Herrn (Gemahl essen unil möge es wohl schmek-ken, das hörte ich gerne." Bei einer anderen Sendung dieser Herzogin heißt es im Begleitschreiben, sie habe von ihrem Sohn vernommen, daß sie mit Quittenmus eine Freude machen könne, ,,und weil eben jetzt Ciolegenheit ist, schicke ich aclitzeiui Schächtelchen mit Qultten-inus, Schnittlein, Latwergen und Nüssen, will dann im nächsten Herbst solche wieder einmachen und zurichten" Auch mit gutem Bier worden Geschenke von Hol zu Hof gemacht. So sendet die Herzogin Anna Sophia von Mecklenburg dem Herzog von Preußen einige Ton-iion güstrowisches Bier: „Wir haben diese zehn Tonnen Bier allhier für Euer Liebflen mit sonderlichem Fleiße brauen bissen." Ein merkwürdiges Geschenk läßt die Gemahlin des Kurfürsten Johann Georg von Brandenburg, Sabine, dem Herzog von Preußen zu Neujahr 1564 überbringen — ein Hemd, das sie selbst angefertigt hat Dazu schreibt sie: „Wollen Euer Liebden solches von uns als eine geringe Verehrung annehmen und dabei unsern guten Willen freundlich erkennen." Und sie beklagt es, weil das Linnen nicht so weiß sei, wie es eigentlich sein sollte, aber sie habe die ^ J.-« <»v. ^ s Aufn»hmc! M. Pleiter, Marburß Das hausmütterliche Gesicht des 16, Jahrhunderts Barth, de Bruyn: Bildnis einer Patrizierin Möglichkeit der Übersendung nicht schon für diese Zelt,' vorausgesehen. Wiederholt wird der Markgraf Wilhelm von Brandenburg, Erzbischof von Riga, von der Herzogin Dorothea von Preußen zu Neujahr mit „etzllchen schlechten Hemden", die sie selbst genaht, beschenkt. Und wie sie einmal den Herzog Johann von Holstein mit einem Hemd und einem Kränzchen (vermutlich eine gestickte Halskrause) erfreut, so schickt sie ein Hemd und ein Kränzlein auch dem Grafen Georg Ernst von Henneberg, damit . er ihre „Freundwilligkeit und mütterliche Treue spüre, wiewohl das von uns nicht dermaßen gemacht ist, wie es sein sollte". Das Hemd war damals nämlich das Um und Auf der Leibwäsche. Und am seltensten wurde es in den romanischen Ländern angetroffen, wo es wegen des wärmeren Klimas gerade am nötigsten gewesen wäre, Die römische Königin Anna besaß im Jahre 154r) nicht mehr als 17 Hemden Man hat zuweilen einen Gebrauch davon gemacht, der absonderlich anmutet. Als die junge Herzogin von Liegnitz 1590 im Winter in ihrer Residenz einzog, empfingen sie die Schüler, die der fürstlichen Braut zu Ehren ihre weißen Hemden über die Kleider angezogen hatten, ein Anblick, der die Fürstin in Verwunderung versetzte: sie glaubte, ,,ddß die Knaben also bloß gingen". Martin Luther hielt anscheinend viel auf schöne Hemden. Denn seine Gegner — so der Lehrer Veit Ickelshei-mer aus Rotenburg — verspotteten ihn ganz ernstlich wegen seiner ,,Hemden mit Bändlein". Als die Deutschen 1525 vor Pavia lagen, wurde in einer Nacht eine sogenannte „Camisada" veranstaltet, das heißt, daß die Soldaten, um weniger aufzufallen, ihre Hemden als oberstes Kleidungsstück anlegten. Denen, die keine Hemden besaßen, wurde ausdrücklich gestattet, sich statt derselben des Papiers zu bedienen. Wo sie dieses im Lager hernehmen sollten, wurde in dem Befehl nicht gesagt. Vermutlich handelte es sich um eine Art von Packpapier, das im Lager herumlag. Jedenfalls legte man bei dieser Tarnung keinen Wert auf strahlende Weiße, sondern eher auf „Feldgrau", was auch einen Schluß auf das Aussehen der damaligen Soldatenhemden zuläßt. Im übrigen wurde in jener Zelt mit den Hemden ein ziemlicher Luxus getrieben; die Halskrause (auch Kröse oder Kränzel genannt) und die Handstulpen waren oft mit kostbaren goldenen Borten und Stickereien versehen. So erhielt ein Felix Platter, der am 22. Oktober 1557 in Basel seine Hochzeit feierte, von seiner Braut ein Hemd, das einen „güldenfen Kragen und viel gühlene Heftlein hatte, wie damalen bräuchllch". Die Stadtmagistrale sahen sich endlich sogar genötigt, Vorschriften darüber zu erlassen, daß solche Geschenke nicht zu kostbar sein sollten. Der junge Augsburger Matthäus Schwarz schaffte sich z. B. im Jahre 1520 ein ,,alt-Hemde" an, dessen Bruststück und Kragen ganz mil Gold bestickt war und dessen Armel die Weite von einer guten Elle hatten, was in Augsburg und darüber hinaus Aulsehen erregte. Warum mehr Knaben als Mädchen? Urdll ist der Wunsch der Menschen, ddti Geschlecht eines Kindes vor der Geburt nicht nur vorauszusagen, sondern sogar zu bestimmen. Aber es gibt in der Geschichte nicht einen einzigen Fall, wonach dies mit Erfolg geschehen sei. Manche konstruierten Tabellen, die verkündeten, zu welchen Zeiten weiblicher Geschlechtsperiode die Empiang-nisbereitschalt für die Geburt eines Knaben besonders qünstiq sei. Andere bemühten sich, die körperliche und seelische . Verldssung der Ffdu zur Zeit der Empläncjnis mit dem (Jcbchlecht des zu erhoffenden Kindes in VevbimUinq zu bringen. Alle iliese und ähnliche Au-nahmen beruhen aul Irrtümern. In sehr vielen Fälleri, bei der Pflanze, beim Tier und heim Me.ischen, ist diis Zahleiiverhältnis der Geschlechter nicht 1:1, wie man es theoretisch erwarten müßte. Beim Menschen kommen im allgemeinen merkwürdigerweise auf 1000 ge- fränkisch golden borene Mädchen etwa 1050 Knabeng»-burten. Und wenn man genauer nachsieht und die Fehlgeburten in die Rechnung mit einbezieht, so stellt sich ein noch höherer Uberschuß an Knabengeburten heraus. Es ergibt sich dann, daß unter den erzeugten Keimen auf 1000 wejblic^ie, etwa 1250 männiiche komnien. Das ursprüngliche Geschlechterverhältnis beträgt also nicht wie es auf Grund der Vorerbungsgesetze theorotisch zu errechnen wäre, 50 : 50, sondern etwa 44 : 56 Prozent, Auf sehr sonderbare Dinge stieß die Forschung, als sie einer alten Volks-überlieferung nachging und diese mit gewissenhaften statistischen Mitteln untersuchte. Aus dieser Statistik ergab sich nämlich, daß gerade nach Kriegen der Uberschuß an Knabengeburten anstieg. Das beste Material lieferte der erste Weltkrieg. Im Jahr« 1915 standen 1000 Mädchengeburten 1055 Knabengeburten gegenüber, und dieser Kna-benüberschuß stieg im Jahre 1919 auf 1080, um dann allmählich bis 1927 auf 1060 zu fallen. In England stieg er während des Kriege« im Durchschnitt von 1039 auf 104B in Frankreich vpn 1045 auf 1054. Selbst in den Niederlanden, die auch durch die Kriegsereiqnisse betroffen wurden, «tiegen die Knabenge-burten von 1051 auf 1059. Für Deutschland betrug das Mehr an Knabengebur-ten also 2,5'''n, das sind rund 25.000 auf 1 Million Geburten. In früheren Ze.iten hat man angenommen, daß der Uberschuß von Knabenge-burten in Kriegs- oder Hungerzeiten irgendwie ein »Geschenk Gottes« und auf mystische übernatürliche Ursachen zurückzuführen sei Das war natürlich keine wissenschaftliche Erklärung. In Ver-erbungsexperimenlen bei Tieren und Pflanzen ist festgestellt worden, daß durch verschiedeno äußere Einwirkungen das Verhältnis dor Geschlechter zu verändern ist. Gerade die deutschen Ver-erbungsforscher haben hervorragend mit der berühmten Mehlmotte experimentiert. Sie haben die Larven unterernährt und auf diese Art das Verhältnis der Geschlechter bei der Mehimotte geändert. Aber welche äußeren Ursachen können beim Menschen als kriegsbedingte Umweltfaktoren das kommende Geschlecht bestimmen? Infolge der Kriegstrauungen z. B. gibt PS mehr Erstgeburten als in Frledensjahren und Erstgeburten liefern erfahrungsgemäß einen höheren Knabenüberschuß. Im Krieg gibt es auch mehr junge Mütter, als sonst, und hei diesen sind Knabengeburten gleichfalls häufiger als bei älteren Müttern. Aber diese Umstände allejn reichen nicht aus, um den verhältnismäßig großen Knaben-Überschuß in Kriegszeilen zu erklären. Auf Grund der experimentellen Erfahrungen bei Tieren und Pflanzen ist die ForscJiimq nun weiter zu der Ansiicht gekommen, daß auch die Ernährung von geschlechtsbestimmender Bedeutung ist. Einen Hinweis hierfür gaben Versuche mit Pflanzen. Es hat sich bei derartigen Pflanzenversuchen heraufige®tellt,^ daß stoffliche Einflüsse, z. B. Einwirkung' von Alkohol, das Gtschlerht b'^stlmraen. Es sind die weibchenbestimmenden Pollenkörner gegen Alkoholeinwirkung weniger widerstandsfähig als die männ-chenbestimmenden. In bestimmter Weise bedingt jedenfalls die Ernährung den Stoffwechsel dbs Organismus bis in die Zehe, und bis in die Umgebung der Erbfaktoren, di« für das Geschlecht verantwortlich sind. Demnach halt es die Wissenschaft für sehr wahrscheinlich, daß eine kriegsbedingte Ernährung, ein Mangel an bestimmten Stoffen — was an sich mit Minderernährung jec^och nichts zu tun hat — einen Einfluß auf das Geschlecht des Kindes ausübt. Ist es doch auch bekannt, daß sparsamer und vernünftiger lebende Eltern mit Kindern leichter gesegnet werden als solche, dio ein allzu üppiges Leben führen. Aber auch mit diesen Erklärungsversuchen ist die Frage nach den geheimnisvollen Ur&achen des Geburtenüberschusses an Knaben in Kriegszeiten noch lange nicht restlos beantwortet. So ist es vielleicht doch möglich, daß seelische Kräfte — der Wunsch dei Mutter, ednen Knaben, das »Abbild des fernen Mannes«, zu gebären — in irgendeiner uns noch unbekannten Weise auf die Faktoren 'einwirken, die daa Geschlecht des Kindes bestimmen. IC 48 ERSCHEIZER TAT Ein Roman von Baijern und Reilern Von Karl von Möller NaLhrii uclt.Mct 1)( Ii Wi'sleriniinti. Kraunachwci£ L'ii OpIcKi lifj wdi es. Die Vorbindiuiq mit 'I3v if vv;.r h(hr unsicher, lunh hdtlr iliis pMimli iiuinvfiL'ii im ()«loii der Stidl'f si> h i'i.Liil j jerall beruhigt, und h.Mclit iii'[|(j(|iiutp in.III si:hw('iltjndcn Ziqeimcrii. Vor (l(,'iii:p biille es Mdigreth zcMt ihn 1 L' U'-'hs cicfirdul ihr schweier Dunst sc hon wid(Hle fiie dii. Sole lien in di'k 1 Htinrii^ fdllniiV l.ehf ul;' Ne, ne! Aber sie ivtilltr jii druik Wcr«c hetz, wie iiidii mit Ludi i.-ki rlcn (|loiu- rli fcit.ii winde Gehen lidlti sii; nuiS ' i\; sie dilein koniit^i ]io(.!i pisi;g hieiti-ii in VVerschetz und l!ii( hli(i du' ' i hiillcn ülierlaufeii; der t-iplf'ri'ii CenhMjisr h i|1 dbei nuilUe gehollen werden, I.plicn hci. Lebun hin Oft stiilpcrle sin, di'i Weg war aul-geltihrfMi woiMeii vli'!e D(irl Denta lldlh ihi. 11. Die S( hwddronen fi> s Cdppdun liUen gegen Alibuf'-ii. Sie bdtleii wiedt^nim tien KoiiiMtiii dus Weischetz m tgeiiom-nieii; er wutMe besinuiers gut Bescheid um Wefie und Sl:?ge im Siimpl und Sand t 'dpp iun Wdr unten ichlet, ddß zur selben Zeit st n Rfqim.nt vnu Denid duf dem nüch 'VMliuii.ir liilneiidi M Wege vor-luckeii bulltu. Die Vcibiuduiifjs>i)aUouil- len fdnden es aber nicht. Aufklärer meldeten ddnn, daß .Mibunar stdrk besetzt sei. Dd entschloß sich Cappaun, abseits seines Von ückungswege« im Gelände db/.ukochen. Am Abend lief die Nachricht ein, daß das Regiment, verstärkt durch tnldnterie, erst des kommenden Morgens iiordösllich Alibundr eintreffen werde. Man ruhte in einem Sumpf-kranz aus. Hie und dd stampften angepflockte Pferde, zuweilen cibob «ich ein Schatten und wart Brennstoll ins Feuer. Cappaun Idgerto in der Beiwachtmitte, seine Gedanken kreisten um Hennemann. Am Morgen wechselte die Division diil die Mdrsrhlinie ihres Regiments hin-iilier. Bcild hernach tduchten dessen Spitzen im Morgennebel auf. Cappaun sdli daß das mitgekommene Fußvolk aus Grenzern bestand, die auf Wagen verladen waren. Zwischen den Schwadronen kiochen sechspfündige Geschütze. Es war kalt an diesem nebeligen Morgen, dann wich der Dunst einigermaßen, dber die Finger blieben steif. Aus dem Vlorast stob spates Wasserwild, das andere war längst abgezogen; man sagte strengen Winter voraus. Harscher Wind strich böse über das llachc Land, riß die letzten Schleier von Alibunar weg, man sah nun den Kirchturm, der verschont geblieben! selbst das Kreuz dtiraut reckte noch seinen Finger zum Himmel. Vor dein Ort aber schob Sit h der Türke zurechtj er hatte Witterung vom Anmarsch bekommen. Die Grenzer saßen ab und torinierten drei Glieder innerhalb jeder Kompanie. Sie lirannten aul Rache, auf Vertrei-buiK] der Moslimeii, aut Wiedeigewin-nung ihrer Doricr. nNuchdcmu dei Feind endlich vor uns is gekommen«, sang dei Oberleutnant Bruder Nachdeme, »greift ihn wacker an, ihr Brüderl« Die Janitscharen rückten tänzelnd vor, er stach sie nach so langer Ruhe der Haber, und die türkische Reiterei ließ die Pferde kunstreiten, ehe sie zum Angriff ansetzte. Darein stieß die Wucht der kaiserlichen Panzer und Helme. Cappaun atmete eitel Glück. Endlich der Feind! Und wie wundervoll dieses Galoppieren über den mit Erde spritzenden Boden war, dieses herrliche Gerassel, dieser Odem der Reiterschlacht! Der Division weit voraus jagte er auf dem Sireitroß Juttka dahin, sein Falkenblick suchte die Stelle, wo er als erster in das feindliche Geschwader einbrechen würde. Horch, Fanfare! »Attacke!« Die Rosse sausten, jedes bemüht, seine Nase vor die der Nachbarn zu bringen. Die Erde sprang jetzt in dicken Knollen selbst noch über die behelmten Schädel empor, der Pallasch lauerte auf türkische Knochen, die Augen quollen aus den Höhlen, weiß wie Milch, worin Blut in Aderchen lief, und knallrot wurden die Gesichter. Jetzt! Etwelche Pferde hockten nieder wegen des Anpralls, andere schoben sich wild ein zwischen das kleine vierbeinige Luderzeiig des Feindes; es roch ihnen Iremd in die Nasen, sie bissen nach den Türkengäulen. Die Kürassiere verrichteten ihr Werk mit tiefem Ernst, nach dem ersten Srhrci beim Einbruch bissen sie dio Zahne auleinander und räumten Türkensaltol um Türkcnsattel. Zuweilen plumpste auch ein Kaiserlicher vom Roß, der dumpfe Fall aber wdid ubürtuiU vuxu Schlagen und Knii- sehen des Getümmels und vom Fluchen der Osrnanen. Nebenan krachte Salve auf Salve, daß Geschütz donnerte, die Grenzer rückten vor mit heißen Gesichtern. Auf einmal brüllten sie, daß es dem Pascha heiß und kalt wurde, und da saßen die Bcijonette auch schon zwischen aberhundert Janitscharenrippen. Das Gemengsei löste sich auf. der Türke gab sich geschlagen, das Deutsche Reich hatte gesiegt. »Patria mial« stammelte Prinz Doria auf welsch, indes er sich an einen Türken von Rang klammerte, auf dessen Roß er wie ein Zirkuskünstler gehopst war von seinem zusammenbrechenden Rappen, Jetzt hatte er den Feind vor sich erwürgt und kehrte lachend und blutend um. »Großer Gott, wir loben dich!« dröhnte es über die Walstatt. Aber sie hielten nicht an, die Eisernen, sondern ritten weiter, im Schritt jetzt, und beugten sich duch nicht, sondern reckten wie auf ein Zeichen achhundort blutige Klingen zum Firmament empor. E>ie Pferde schweißten, ihre Augen wurden allmählich gelassener. Auf das Schlachtfeld schlichen Hunde, Grenzerscharfschützen knallten die Leichenfresser weg. Am Miltag brach ein blasser Strahl durch 'das graue Gezelt, worin die Sonne heule zu sitzen beliebte, Sie guckte gelangweilt nach der Erde, ihr Blick Ilog über das' Uanat. El was! Das Mild kaniiln sie zur Genüge, seil Wochen lesselle bloß der Hennemann sie noch. Heut schlief aber um Werschetz dir; Welt. So funkte sie zufällig getjen Alibunar Ubeirascht erhob sie sich vom Lager: denn die dort, waren uicht deutsche Kürassiere? Und was vor ihnen nach Pantschowa verslob, qe-schlacjene Türken? Türken? Vor Spannung fing sie Ihr feuriges Rad zu drehen an, daß die Wolken Hohen und die Funken nur so tanzten und die Panzerreiter einander befragten: »Was ist denr^ heut mit der Frau Sonne los?« ★ Hennemann späht angestrengt nach dem Norden, immer nur nach dein Norden. Mittag ist. Schwärzer braut es in den Wolken, die sich nach Südost walzen. Ein eisengrauos Gebilde jagt das andere, und jählings gießt stürmge-peitschter Regen auf dio Dächer herab und schlägt schräg nach dem Kirchturm. Es jault ringsum und heult im Kreis, als nahe der Jüngste Tag. Dem Hennemann indes wird gar nicht übel vor dem Schrecknis, das C^etöse erfrischt den schicksalgesclildqenen und schicksalerhobenen Menschen, und einen Augenblick lang blitzen Knabenerinnerungen nach ihm, wie er ffejauchzt vor Wonne, als er in den Bergen mitten in das Feuer eines Blitzmeeres geraten war und in Hagel und Wolkenbruch. Eine Stunde nachher ist das Gewölk wie weggebldsem linde weht die Luit. Jd, das ist er wieder, clor Banaler Wein-herbst. und Hennemann atmet die holde Frische mil vollen Zügen ein. Er blickl jelzt nach allen Seiten aus. Gut fjescheueit hast du, das muß mdii dir lassen, dltcr Hankl Peter! Millionen Tropfen haiuien an den Zweigen, an den Gräsern, am Maislaub, an den Blattein der Reben, Ihr Getflilzer ist schirr un-sinniii, es paaren siili Sonnenstrahl und Regunlioplua. D ^ie Umsicht der Geschichte hat In harter Zeit in Max von Traiitt-mannsdorff den Namen eines großen Mannes in die Urbarien der uralten Grenzlandfeste Negau schreiben lassen, der die Burg besitzen und mit Schritten den Raum der Reichsgeschichte seiner Zeit durchschreiten sollte. Er, der große Mann seines Hauses, Freund und Vertrauter des Kaisers, dem Leben«drama Wallensteine entscheidend eingeordnet, schloß das Tor hinter den dreißig unseligen Kriegsjahren zu. Negau, eines der Güter des Hauses Trautmannsdorff, wenn auch nicht das größte, mochte einem alten Kämpen gleichen, den Narben und Wunden decken. Da haben wir unter dem Bogen von Jahrhunderten die furchtbaren Schreckensjahre der Türkeneinfälle, dann die Heimsuchungen durch die Kuruzzcn, die das Land bis in das Stainztal und den Saum der Büheln unsagbar verwüsteten. Was in der Frühzeit dem Negauer Burgfried von den völkerüberlärmten Landstraßen an Kampf und Rolchsaufqabe hereingeweht kam, erzählen die Bronzehelme, die 1811 in Harigast in den Büheln gefunden und — in irriger Fundortbezeichnung — als »Negauer Helme«' berühmt geworden s'ind, Wenn auch ZeÄt, Brand und Verfall das Bild des Wehrbaues verändert haben, in großen Umrissen können wir uns doch klarlegen, wie er im bewegten Mittelalter ausgeseihen hat. Noch steht in breiter Mächtigkeit der turmbewehrte Baukörper der Burg auf dem Nordhang des Mukischberges, weit hinausweisend über das Land, das sie einst vor fremden Zugriffen schützte. Die Bastionen und Schießscharten erzählen vom Festungsbaumeister aus südlichen Landen. Das Schüpplein Häuser und die Kirche auf dem Mukitschberg, der Burg vorgelagert, stehen in respektvoller Entfernung, und alles, was den Besucher der Burg heute als Erstes und Unmittelbares anspricht, ist die zwingende Empfindung von Macht und großer Vergangenheit. Einer sehr mühseligen Vergangenheit freilich. Heute ist die Mauer--wucht vom Grün bekränzt und überstürzt, den Vorhof deckt Rasen und wo der Blick die ewig beschworene und immer wieder stark erlebte Weite der Landschaft erfaßt, sieht er Rebenhängei denn weder Türken noch Kuruzzen haben den Wein aus diesem Landstrich zu vertreiben vermocht, in dem er vor allen anderen daheim ist. Und allzuviel hätte ja nicht gefehlt, daß die von Franz II. Rakoczy aufgestachelten magyarischen Rebellen, von ungarischen Edel-leuten geführt, auch hieher gegen das Stainztal gekommen wären. Zehn Jahre lang, von 1704 an, hatte das Raubvolk aus dem Osten seine furchtbare Geißel über den Landgrenzen geschwungen, in unvorstellbar wilder Mordlust Dörfer, Burgen und Städte verwüstet, 'geraubt, gemordet und erst vor Negau konnte die Welle gehalten werden. General Graf Siegbert Heister,der 1708 die Kuruzzen schlug, bannte die Gefahr. Heute liegt Negau, eines dieser letzten Zeugnisse aus «o abgründig verwirrter Zeit — ergraute Mauerfluchten, Kano-nenturm, Zugbrückentor, Gewölbewucht, der blinde Blick fast erloschener Fenster unter den schweren Linien des Dachverlaufs und Wappenschmuck am Torbogen — wie ein ungeweckter Schläfer im immer neu erblühenden Soimtag der Landschaft. Irgendwie Ist jede dieser alten Burgen ein verwunschenes Schloß, der grüne Heckenschleier der Vergangenheit und brimnentiefer Schlaf umwehen das Gemäuer, aber der Prinz bleibt fem. So macht es gerade bei dieser In vergangener Zeit so oft genannten Feste den schönen und kaum zu umschreibenden Zauber aus, der dem Wanderer von jeder Seite her, wo immer er auch komme, anruft; daß sich im unverletzten Baugesicht des Hauses, die Landsorge und Lebenstat der Väter erhalten hdt und getrost die Gegenwart begrüßt. Das Zusammenklingen von Gestern und Heule ist kaum in einem anderen geschichtlich bedeutsamen, noch bewohnten Wehrbau so lebendig zu verspüren, wie in dieser stillen Burg vor dem Stainztal im Rebenhügelland. Der Brand, der vor wenig Jahren Negau heimsuchte, hat auf eigene Weise das alte Antlitz der Feste bildhaft klargelegt, indem er den breiten Renaissancebau, den Max yon Trauttmannsdorff Paul Anton Kelleft Negau, die Burgwacht gegen Osten Ein Gang durch die Jahrhunderte dieser alten Grenzfeste der Ostfront vorgelagert hatte, zerstörte. Die Hauptburg wurde vor den Flammen bewahrt und so ist Negau dem Bilde nach irgendwie wieder in jene sagengrauen Tage heimgekehrt, in denen es als Grenzburg wehrhaften Auf- unmittelbar ' ansprechendes Bild; man kann sich ihm nicht entziehen und vernimmt den Rhythmus der alten Tage in starkem Akkord. Wie einfach und bescheiden müssen die Herren von Negau einst gewohnt volle Vüihdilcn, das alte, wehrhafte Hausj derlei Baugelüste wurden zur Renaissancezeit in dem nunmehr abgebrannten Neubau verwirklicht und nun haben wir die alte Feste wieder, mauerumgürtet, mit kleinem Vorplatz und mmm . Ncoav i ur »«•««*ri Ay K gaben zu dienen hdtte. Jede Bauform und Linie, die der Besucher nach der kurzen Auffahrt zur Hauptburg gewahrt, erzählt ihm von dieser fernen und dunklen Zeitj in der »Negowe« Auslug nach Osten war und wenig ist seit damals an diesem alten Baugesicht verändert worden. Nichts gebietet hier mit wuchtiger Raumgeste und durch Tor und Gang geschaut hat alles ein liebe«, ungelenkes, halberwdchtes und mehr zum Kleinen geneigtes Ge&icht: ein niedlicher, verwinkelter Hof, den der unbeabsichtigte. Zauber architektonischer Unregelmäßigkeit schmückt, eine kurze, einfache Steintreppe und kräftige, bescheidene Sandsteinprofile um Tür und Fensterstock. Der Säulengang im Stockwerk prunkt nicht in edlen Formen ; schlicht, ein wenig unerlöst, landläufig bäuerlich, spannt er sich das kurze Stück von einem Flügel zum andern, und was da imd dort selten genug an Zierformen aufscheint, hat dieselbe schwere Seele. Unten im Hof gewahren wir unter düsterer Wölbung im Schattendunkel die Eisenwucht einer alten Türe; Zier-knöpfe, Kreuzband und Schloß weisen sie in das siebzehnte Jahrhundert ein. Und gegenüber, vom Mauerpfeiler her, blickt uns stumm ein beredtes Zeichen aus lang verrauschter Kriegsnot wie der ewige Landunfried an. Hier hat einst der Schloßherr einen Türkenschädel aus Sandstein, schlichte Steinmetzarbeit von ungelenker Hand, zu bitterer Erinnerung eingemauert. Aber von Nase zu Ohr spannt sich ein Spinnennetz und die Augenhöhlen deckt der Staub. Hinter einfachem Türgewände erheben sich weitgespannte niedere Bogenwölbungen über das heimelig verdämmerte Geviert des Raumes. Als hätte sich das sparsame Fenstermaß aus der strengen Enge einer Schießscharte erschlossen, so engherzig läßt es das Licht durch die Gitter ein. Aber sie haben nichts Düsteres, diese Räume, die, durch schlichte Portale miteinander verbunden, einander ähneln und kaum den Versuch zu Prunk oder Herrentum wagen. Ein allersgrauet, hübscher Steinkamin, im Stockwerk zwei, drei verzierte Renaissance-Steinportale und schon hat die bescheidene Herrlichkeit ein Ende. Doch gestaltete sich aus dieser Einfachheit, aus dem Stillen und Versunkenen ein harmonisches, Nach einem alten Stich haben! Die von Winden um 1425 (Win-denau bei Marburg soll von ihnen gegründet worden sein), die Lichtenecker, seit 1431 die von Bdieneck und dann die alten Trauttmansdorffer. Es wareu Kriegsjdhre, Jahrzehnte, Jahrhunderte, und noch um die Mitte des vorigen Jahrhunderts enthielt die Negauer Rüstkammer Lanzen, Pfeilspitzen, Doppelhacken, Kugeln, Hellebcirden, Harnische, Hauben — von Schuß und Hieb gezeichnet — und zwei Kanonen, die Max von Trauttmansdorff angeschafft hatte. Das ist nun lang dahin. Die Annenkapelle, Im Winkel des Hofs, durch ein schmales Spitzbogen-türchen erreichbar, ist seit hundert Jahren Rumpelkammeri aber die sparsamen Gewölberippen einer etwas ungelenk vorgetragenen Gotik im kleinen Raum bezeugen das hohe Alter der Stätte und unter der Mauertünche ruhen Freskomalereien aus frühester Zelt. Es hat weder Ahnensaal, noch prunk- Sleflen-Lichlbjld, Gra* wuchtig aufstrebendem Mauptbau, in dem Kaiserlicher Feldoberst, und Feldhauptmann Reinprecht von Reichenburg ritten in einem Dauerritt, »der vorher von keiner streifenden Rotte, geschweige von einem Zug zu Fuß und Roß getdn worden ist« — sie blieben von Mittwoch t)'i5 Samstag im Sattel — von Graz nach Negau und schlugen Herrn Bartlmä heraus. (»In solcher Zeit kam Herr Reinprecht gen Gratz und erfordert die Diennstlewt von Kerndtn zu Hiltf, das Geschloß Egdu (Negau) zu speisen (verköstigen .befreien) und den von Per-negh, der darinn was (war). Da wollt der Dienstlewt kainer reitn, und sprachen, wenn man yn (ihnen) Gellt geb, dan so wolltn sy ziehn. Herr Reinprecht wart von In (ihnen) verlassen, doch ward das Gslos durch Hertzog Albrechtn von Sailen und Herrn Reinprechtn gespeist, und der von Perneggh daraus gepracht, und das Gslos mocht sich doch nicht gohaltn, und muest SiCh dem Kunig e^gebn.«) Ja, Negau konnte sich nicht halten und fiel kurz d-irnach an die Ungarn. Zwei Jahre spater kam die Feste an die Gralen von Zanorion, des Cillier Kriegsmannes Jan Witowotz Söhne, als Ersfitz für das Schloß Krapina, das ihnen Jakob Szekely, des IJngarkönigs Vetter und Foldherr, genommen hiHe. 1490. wc":lge Monate nach dem Waffenstillstand, den Matthias Corvinus mit Kaiser Friedrich geschlossen hatte, starb der Ungarkönig überrasrhend in Wien und die M-icht der Ungarn zerfiel in kürzester Zeit Negau kam in den Besitz des Szekely, der sich nun König Maximilian. Friedrichs Sohn, angeschlossen hatte. Aber schon 1492 hol Schloß ii-nl Urbai von Negdii wieder der Bartlmä von Porneog. Dann sehen wir die Trauttmanfidortfer im Besitz, Max von Trauttmansdorff vor allem, der we-nirre Monate vor «einem Tode (7. JuH 1650) die Herrschaft zum Fideikommiß-gut machte In den ersten Besitzprjahren ri-eses Geschlechts war ein Schwager des \stronnmen Johannes Kepler Pfle-aer auf Negau. (Mortin Kherlin, der Veronika, die Tochter de« Jobst Müller aus Miihleck zur Frau hatte). Seit mehr als vierhundert Jahren «teht dann Negau — fast schon Sage Und doch bittere ] im ununterbrochenen Besitz der Trault- Erlnnerung — eine Türkenkuijel (oder eine von der Beschießung durch die Ungarn aus dem Jahre 1487V) steckt. Wie wunderlich und grimmig ernst es dem Bartlmä von Pernegg in seiner Feste Negau ergangen war, eizi^hlen außer Jakob Unrests Chronik auch die E>enkwürdigkeiten Wiwolts von Schaumburg. Der Pernegger, Kaiserlicher Hauptmann, halte im Jahre 1487, als der Ungarkönig Matthias Gorvinus mit seinen Heeren das Land bitter bedrängte, die Stadt Friedau besetzt, die von den Schaumburgern dem kroatischen Graten Frangipani überlassen worden war. Er mußte aber von Friedau abziehen und nahm den jungen Frangipani nach Negau mit. Die Ungarn umschlossen mit dreitausend Mdnn die Feste und damit hätte es für den Pernegger übel ausgesehen, wenn er nicJit durch einen wackeren Handstrelch befreit worden wäre. Herzog Albrecht von Sachsen, mansdorffer und die Rose im Wappenschild ober dem Tore hat Gültigkeit und bestätigende Macht bis auf den heutigen Tag, Ifpd so ist denn die fernere Besitz-aeschirhtp der alten Grenzlnirg enge mit der Entfaltung dieses Geschlechts ver-bunden. Die späteren Jahrhunderle, rii(* den Sturm aus dem Osten für eine nc-riiume Zeit ermatten ließen und die Wandlung in den Möglichkeiten der Krieqstechnik haben der Burg viel von der Last der Verantwortung genommen; es ist immer leiser geworden um Festung und Tal, Einmal noch, im Sturmjahr 1848 klang w'e eine jäh aufrauschende Erinnerung an kriegsschwere Jahrhunderte flüchtig die Drohung von Kampf und Waffen auf, als die Bauern von Kleinsonntag und Muratzen nach Negau Post sandten, daß sie zu stürmen gedächten. Doch Infanterie und Kavallerie aus Radkersbuig hielten die Burg besetzt . . . Die Ankensteiner Lebenstaler Das letzte Wort Zwei Eheleute in einem Dort an Donau lebten miteinander; die waren aber nicht für einander gemacht, und ihre Ehe ward nicht im Himmel geschlossen. Sie war verschwenderisch und hatte eine Zunge wie ein Schwert» er war karg, was nicht etwa in den eigenen Mund und Magen ging. Nannte er sie eine Vergeuderin, so schimpfte sie ihn einen Knicker, und es kam nur auf ihn an, wie oft er seinen Ehrentitel des Tags hören wollte. Denn wenn er hundertmal in einer Stunde Vergeuderin sagte, sagte sie hundertelnmal: »Du Knickerl« und das letzte Wort gehörte allemal ihr. Einmal fingen sie es wieder miteinander an, als sie ins Bett gingen, und sol-len's getrieben haben bis früh um fünf Uhr, und als ihnen zuletzt vor Müdigkeit die Augen zufielen und ihr das Wort auf der Zunge einschlafen wollte, kneif-te sie sich mit den Nägeln in den Arm und sagte noch einmal; »Du Knicker!« Darüber verlor er alle Liebe zur Arbeit und zur Häuslichkeit und lief fort, sobald er konnte, und wohin? Ins Wirtshaus. Und was Im Wirtshaus? Zuerst trinken, darnach spielen, endlich saufen, anlänglich um bares Gold, zuletzt auf die Kreide, Denn wenn die Frau nichts zu Rat halt uiul der Mann nichts er-wiibt, in einer solchen Tascho darf Von Johann Peter Hebel einem Dorf an der schon ein Loch sein, es lallt nichts heraus. • »Aber als er im »Roten Rößleln« den letzten Rausch gekauft hatte und könnt" ihn nicht bezahlen, und der Wirt schrieb seinen Namen und se-Ine Schuld, sieben Gulden einundfünfzig Kreuzer, an die Stubentür, und als er nach Haus kam und dio Frau erblickte: »Nichts als Schimpf und Schande hat man von dir, du Vergeuderin«, sagte er zu ihr. »Und nichts als Unehre ünd Verdruß hat man von du, du der und jener, du Knicker«, sagte sie. Da stieg es schwarz und grimmig in seinem Herzen auf, und die zwei bösen Geister, die in ihm wohnten, nämlich der Zorn und der Rausch, sagten zu ihm: »Wirf die Bestie in die Donau!« Das ließ er sich nicht zweimal sagen. »Warf, ich will dir zeigen, du Vergeuderin (»du Knicker« sagte sie ihm darauf), ich will dir schon zeigen, wo du hingehörst«, und trug sie in die Donau. Und als sie schon mit dem Mund im Wasser war, aber die Ohren waren noch oben, riet der Unmensch noch einmal: »Du Vergeuderin!« Da hob die Frau noch einmal die Arme aus dem Wasse' hervor und drückte den Nagel des rechten Daumens auf den Nagel des linken, wie man zu tun pflegt, wenn man einem gewissen Tier-iein den Tod antut, uiul da« war ihr Letztes, In Mörtendorf, halbwegs Pettau und Ankenstein gelegen, war einst ein seltsam stiller Bauer gewesen und hieß Jakob Mölk. Viag wohl schon hundert oder mehr Jahre sein, daß er tot ist. Aber alle Leute wissen noch von ihm zu erzählen. Mancherlei absonderliche Ding^ soll der Jakob Mölk erlebt haben. So ist er noch als kleiner Bub einmal zu Wintersausgang von ddheim verschwunden. An die zwei Wochen suchte das ganze Dorf nach ihm. Schließlich fiel es dem alten Mölkbauer ein, er sollt sich auf den ausgedienten Hengst setzen, der bei ihm im Stall stand und dem Roß den Weg lassen, den es gehen wolle. Der Hengst, mit dem der kleine Jakob eine sonderbare Freundschaft halte und dem der Bub nach Kinderart alltags manch gutes Schuppel Heu und manches Fäustlein Hafer zur Krippe gebracht, trabte auch sogleich munter gegen die Burg Ankenstein. Unten am Berg, wo damals noch ein dichter Wald stand, hielt der Gaul still. Dort lagen mächtige Steinbrocken rund um einen Quell, dessen Wasser in einem tiefen Rinnsal hinab zur Drau Iloß Auch sonst war der Hang zwischen den Bäumen voll Kluft und Riß. Der Mölkvater stieg ab, denn es deuchte ihn, daß er hier wohl den erfrorenen Leichnam seines Buben finden könnte. Wie er aber an die Stelle kam, wo das Wasser aus dem Berg rann, lag da der kleine Jakob, angetan mit einer feinen Marderhaube und einem fremden, altertümlichen Pelzmantel, hatte rote Wangen und schlief. Der Vater hob sein Kind voll Freuden aufs Roß, das hell aufwieherte, und davon wurde der kleine Jakob wach. Er erzählte von einer lieben alten Mahm, bei der er im Berg gewesen, von gar prächtigen Stuben, von vielen lustigen Zwergen, 'die mit ihm gespielt, und von lauter gutem Essen. Ein niedlich Maidlein habe ihn durch den weilen Berg geführt. Lirle sei es gerufen worden, es habe geweint, als ihn die Mahm, da er so müd geworden, in ein schneeweißes Bett legte ... Und der kleine Jakob meinte, er sei nur einen Tat} vom Mölkhof weg gewesen. Wie er nach Ankenstein und in den Berg hinein gekommen, das wußte er nicht zu sagen. Da nun der Bauer heimwärts ging, den Hengst am Zügel und auf diesem der Bub, wunderte sich der Alte, daß ein Vogel, derlei Art er nie zuvor gesehen, den ganzen langen Weg lustig zwitschernd zu Häupten des Jungen mitflog. Wie sie dann den Mölkhof schon vor sich sahen und dio Leule ihnen von allen Seilen zulieien, da tat hicli der Voyel Von Anton Gerschack auf einen der Nußbäume nieder, die der alte Mölk gesetzt, und pfilf ein wundersam Lied. Der kleine Jakob aber winkte ihm zu und rief einen schönen Gruß an die gute Frau Mahm und an das liebe Lirle. Als der Jakob Mölk zu Jahren kam, hieß CS, er könne in die Zukunft schauen. Und er wußte gutes und schlechtes Wetter lange voraus, richtete darnach Anbau und Fechsung, und es geriet ihm alles dermaßen, daß er zu Ansehen und Wohlstand gelaugte. Ott sah man ihn unter den NulUiaumen stehen und einem Vogel zuhören. Und es war, als ob ihm der was Freundliclies erzähle. Dabei nickte der Bauer dann bedächtig und zuweilen ging ihn gar ein freundliches Lächeln an. Sonst war er ernst und manche wichen ihm aus; sie sagten, er schaue mit Augen, die schon einen Blick hinters Leben müßten getan haben. Alle Jahr, so wird weiter von dem Jakob Mölk berichtet, habe er sich im Frühjahr einen Tag in seiner Kammer eingeschlossen und auch auf kein Rufen Antwort gegeben. Am Abend sei er dann gegen Ankenstein geritten und erst in der Nacht heimgekommen. Und die Leute meinton, er zaubere Gold, weil sein Knecht, der krumme Sebald, einmal durch einen Türspalt gesehen wollt haben, wie der Bauer an seinem Tisch gesessen, vor sich einen Haufen großmäch- tiger Dukaten, die er in ein eisern Kästchen tat und dann wieder herauslegte, und dabei sei des Goldes Immer mehr geworden. Erst viel später hat man die Wahrheit über den Jakob Mölk erfahren. Danach soll er von jener Mahm im Ankenstei-ner Berg, die wohl eine Fee oder dergleichen gewesen sein mag, hundeit Cioldtdler bekommen haben. Und jedes Jahr mußte er einen davon zum Schloßquell bringen und ihn dort ins Wasser werien, wo es am tiefsten war. Und der Jakob Molk ist richtig in aller Gesundheit hunderlundsech's Jahre alt geworden. Darum ist auch, als er starb, die kleine eiserne Truhe in seiner Kammer ganz leer gewesen. Ja, solch ein Ankensteiner Goldtaler ist ein überaus kostbar Stück. Denn tut man ihn einem Kranken auf das Herz, dann wird der wieder frisch und wohlauf und lebt so ein volles Jahr, mag er zuvor auch schon in den letzten Zügen gelegen sein. Aber bis auf den heutigen Tag hat wohl noch niemand einen solchen Wunderbatzen gefunden. Und wenn schon wer etwas von dem Schatz, den der Jakob Mölk einst besessen, irgendwo einmal aus dem Draiischotter klaubt, wie sollte der dann auch gleich wissen von der großmächtigon Kratt der Ankensteiner Goldtaler gegen Siechtum und Tod? kciiviKiitiliiiiU Miti C, llrcUlf Der Girg und die TSLann Oben nuf riem höchsten Firstbaura reitet er, der Giig, der juutje Zimmerur, • iiiihtb ubei ,o;n»>r cll^ d e l)lrtiit' Luft urjd den ilmjini'l. (JriJd klopll or mit iltMii liacki dit' zwei vordeion Sparroritjciiirii' /iistunnien und wie ^;e tille bfidf.', dtr I nko und der lochte, so s( hon mit d.Mii Nut iinci Fdiz tm-man-iterffehori, /u>.rjmrnriihfirjtcn . wie r-s In der Zininif.orsiir.u ht> hfiBl, (etil untl liir t'WK) ri I fdilt rli-m Clirci w,is ein, Wfi«i so S'.honc j, ftiiH er voi Idutei tn wrndifipr F rru.l h"ll.iuf hiuriiHlm hf. W tiö lu(k! der Miu Ii dul den Zie-(joi hm, /(iMiwild. Milm K.iiniii sihun , liiihi der Girq, »über äunst u'il »VVdb, cii)cr ^uii'it'' Hihieit der Much fuchliq und li.iul den Mörtel we<|, ddli •es tuscht, «Wils aber sunsli' Dd fcchnijlt der Ciiiq die Aclwel oin \vcn;(| und btt lit wieder und schvvinrfl sein ! für kl. diil\ dic! Schneid blitzt m (Irr S.iim iiml tieirutet die luichsten Sp.incii /.u^.iiniiu'n, — Die Sri( h i^t Mi: Zwist lietr dem Zimmerer, dem (i r.| und dem Nbiuier, dem Much, steht fiii' Nrinii, die junr)o. llcichs-hcuiriqe Kioll'n'punin, ddti bduber^ilo Dirndl im f|(in.'i n Doit. Gel.illen tut hie jedem, «u nrtid fjew.K lisen und lest, wie hie ist, doih rii'bdicn tut sie nur einem. Aller die fMii ifit: Wem? Der Mm h (lU Iii dfibei vcM tin, (bis ist cfowili. I r lifit e'ii onlentiii heo Stich l)ei-ihind imd i>l ci'i NKiiinsiiild in den bellen Jiihien, iMvit imil rechlsthciffen. Wie es h:( h ciehoit. Die Meistoi'priitunq lind Wils sonst rilles not ist, htd. er be-st-uulen. l'iui lilioiliiiupt, die M Soj.des, dus Beötuninq hielt \ iclf .l iliie, Ins riiM s Tl"rte etwasf ich konnte' es nic ht veislelien. Sit hllich''ein Inluni iliUTse I«, Ich hitte meine Heinde rjebillet. Nun legle sich i'in Hänilchen mil die imdni-yc n. Ganz schiit fitern eist dann drei-«•ei. Nun übte liesacjles Händchen c)ar einen Druck .lus. Ich konnte es nicht verhiiiclein. Wiederum ein Irrtum Ihrerseits Das lläinlcheii war weich und zarti das lieh sich nicht '1euf)nen. Irh hatte ein aii(|enebmeH Gi liihl. D i!ür wai ich diiiikbar uini diiickte wieder. Zacharias Nun horle ich ein Papier rascheln untl fühlte einen ermunternden Druck an meinem rechten Unterarm. Ich tastete in die Gegend des Kaschelns und lalUe in eine Tüte, fth zoq ein Bonbon heraus; es schmeckte angenehm. Nochmaliger Druck am rechten Unterarm und abermaliger Griff in die Tiile. Streicheln der Hände. Dann aber übiärlegte ich natiirlich, ob ich diiich mcdnc Handlungsweise nicht mil irgend einem Paragraphen irgendeines Gesetzes in Widerspruch qeriel. Vertrauensbruch? Unsinn! MuncJraub? Dieljstdlil? Ausnutzung einer Notlage? Verstoß gtigfcii die guten Sitten? Lächerlich! Völlig beruhigt grill ich nochmals ins Dunkle, Dankbar driickle ich die kleine Hand. , Aul den fdlm hatln Ich inzwischen wenig «cht gegeben. So viel merkte ich aber doch, daß er lang'^am zu Ende ginq. Die Katastrophe nahtel Ich fjin ein abgesagtei Feind aller Auftritte Immerhin, rjehpaniit war ich doch aul das Ende, So oder so, ich griff ncjchmals in die Tüte. Nun inochte kommen, was wollte Es wurde helll Ein 'Blick! Ein Schrei! Furrhtbnr, aber «o leise, dall nur ich ihn horte Ich war starr voi . f^ewiinde-iiintj. Sie behertbclUe vollkommen die Gedanken. Nut und Fah, )a, «o bringt er sie auseinander! Eine heimliche Liebssdth ist )d qleich hin, wenn sie ac>s cter finsteren Nacht in den Tag kommt, dali a!(e Leut sie sehen können! Und morgen, grad recht, isl Sonntag. Dj sind die Lriit alle auf dem Platz. Oh, er wird ihr die Liebschaft aufschreiben, der Dirn, der grundschlechten, und ilim dem Falschhauser, dem win-diffen! » So geht er die Arbeit an. dei Much, und, wie es Tag wird, iet er lertig — Wir es Taci wird und die Leut auf den Platz kommen, ist etwas Seltsames im Dorf Ein schöner, breiter, heller Streifen, mit Sagmehi gezocjen, läuft quer über den Platz Die alten Weiber haben es sogleich herauRen: Unten beim Brückl, wo der junge Zimmerer wohnt, hebt der Streifen an. über den Platz geht er weiter, die Ciassen hinüber und der Nann qrad vor das Fenster hin. Die Mannflieut lachen bloß ein wenig und schütteln den Kopf über so eine Sach, Nur der alte Greiderer schiebt die Pfeifen in den anderen Mundwinkel und sagt: »Hat der Zinunerar, der juii^e, Sag-mebl «cbwilze« büsms iMuntr, bei de« Nacht, «o hoaß lacht ihm wordenl« Aber di« Weibsleut brennen hellauf. Da sieht man's einmal, schwarz auf weiß, wie« die ^unqien Leut lieurigea-tftqs treiben. Froh muß man sein, daß e« noch rechtschaffene Menschen giibl, die so eine heimliche Sach aufbringen mit S4qmehl. Grad kommt der alte Krolling ddher, stierwutig und Schnaidt. Seine Knecht hat er bei sich. »Wock!« «chreit er. Mit Besen «ollen dia Knecht das Sagmehi wegkehren. Aber der Strich wird immer größer, je mehr «ie kebreo daran. Da gibt es der Alte auf. »Nann!« schreit er ins Haus, »Nann!« Durchs ganze Dorf ist es zu hören, daß er lieber so ein Weib«bild, «o ein schlechte«, ans dem Hau« jagt, als daß er sich die Schand da auf die Gassen schreiben laßt. Unten aber beim Brückl tut der Girq die Hacken aus dem Holz und prüft die Schneid. Er wird dem Schutt, der ihm da mit dem ^dgmehl nachqeqanqen ist, den Grind ab«chldgen, qradweq«. So ist alles im Dorf hoch aut, nur der Much kommt daher, seelenruhig unci froh- Er geht den Weg. hinauf zu Kirchen, denn die Glocken läuten schon zusammen. Aber wie er auf den Platz kommt, sieht er die Leut zurückweichen, ein« Gasse bilden sie und da komjnt »in» daher, die Nann. So hat er sie noch nie gesehen, so stolz, so herrisch. Sie schaut nicht recht«, nicht links. Aufrecht schreitet sie durch die Gasse der Leute und ™ Idcht. Jd, sie lacht, die Ndnn! Unheimlich ist ihm dieses Liichen, »Nann«, stellt er sich ihr in den Wecj, »Ndnn...« Da schaut sie ihn an. Ihm war es lieber, wenn er jetzt versinken könnt, zu liefst it! den Boden. »Ndnn .. wo gehst denn hin?« versucht er. Da facht sie wieder. »Fiast mir ja dcrt Weg c|"wiesen, Much. Dem Zeichen geh i nach, das Du qmarht hast!« — Und der Girtj unten lieiin Brückl haut die Hacken wieder ins Holz und gehl ihr entgegen und nimmt sie in seine Hände fest und fiir ewig, wie es bei einem Zimmerer Brauuh ist. Die falscfie Frau Der König hatte gut geschlafen; in Wusterhausen schliel er immer gut. Vor den Stäflen hielt schon der Adjutant mit den Ciäufen. ,,Voran, Treskow!" rief I'iiedrich-Wilhelm und schwang sich in den Sattel, ,,wir wollen vor Mittag wieder zu Hause sein." Minuten später trabten die Pferde '/um Tore hinaus. Auf den Feldern war das Landvolk eifrig bei der Arbeit; der König freute sich. Plötzlich aber verhielt er den Schritt seines Pferdes: „Treskow, sieht Er dcis Mädchen?" Der Adjutant sah in die Richtung, die des Königs erhobener Reitslock wies: dort arbeitete eine Mdyd. Sie trug einen Ictichlendrolen Rock, eine weiße Bluse und ein geblümtes Kopftuch, Sic war ein grobes und starkos Frduon/lmmerj Treskow bekam es mit der Angst; Er wird doch niclit schon Weiber zwischen die (Grenadiere stecken wollen, dachte or. Der Könicj befahl: „Ruf Er das Mäcl-clien!" f ,,1 fe, Sie da! Komm Sie mal her!" brüllte der Adjutant. Die Magd machte Miene aiis/ureißen, kam schlienifch aber doch l^r>r König betracblefe sie mit Wohlgelallen. ,,\Vie heißt Sie denn?" fragte er. — ,,Trienchen Güssen", erwiderte die Magd. Der König tipple ihr mil dem Stock auf ^lie Schulter' ,,Hat Sie schon einen Schatz?" Das Mädchen sc>iüttellc den ,,Tr(,'Kkciw Wti'iclle cleV Kcinig sich an den ,Acljiilanteii, ,,iudifn Cr c^ineii Zettel! .Schreib' Ei!" I^er war sofort bereil und der Koiiicj clikticite ein paar Sätze, die Tiienclien nicht verstand, denn er sprac h I ranzösisc'h. Treskow hb den beschriebe-iien Zettel ans seinem Notizl)ucli und reiciite ihn dem K(jnic(. Der las ihn, lachte behaglich vor sich hin und reichte ihn dem Mädchen. ,,Hor Sie, Trieiiclien", sagte er iiiid c)ab der ganz Verihitzten das Stück Pa-jtier. ,,Sie weiß docfi wohl, wei wir sind?" ,,Jrt", enlgegnelo Trienchen, „Uir seid der Konig!" ,,Nu also", fuhr Friedrich-Wilhelm lort, ,,daiin hör Sie mal schon /II. Sie nimmt jetzt Urlaub von Ihrem Mauern, macht sich lein und wandert nach Piitfidam! Sie weih doch, wo Potsdam ist?" Sie wüuk; den Weg schon hnden, meinte die Mäcid, die sich auf den unei warteten Spaziergang freute. ,,Natürlich wird Sie", bestärkle sie der König, ,,und mm pab Sie fein auf! Wenn Sie in Pols,dam ist, geht Sie stracks zum llerin I^iadlkommandanten! Höit Sie? Dem gibt Sie den Zettel und sagt, der König schicke Sie! Und rUjs hat Sie für den V\eg." Damit drückte er ihr einen harten Taler in die Hand, drohte noch-mal mit dem Stock, gab dein Pferd die Sporen und Irahto davon. Herr von Treskow fcdgte In scharfem Galo|)p. l^d .st.nid das Trienchen nun und besali sie Ii Zettel und Taler, Sie konnle sich zwar nicht denken, was der Spaß zu bedeuten habe, aber erf* war schliefMicfi eine Geschichte, wie sie nicht alle Tage passicMle. ,Mso war sie ein lialbes Stünd-clic?n später schon aut der Latuislraße. Als sie in Potsdam anlangte, dämmerte es schon reichlich. Trienchen war hunqrig und müde und konnte sich doch nicht entschließen, zur Kommandantur zu gehen. Sio halle mit einem Male .^nqsl und wußte nichl, warum. Sie war schon drauf und dran oline Verrlchtunc( tirnziikcMiren, da trr Otto Kunz von des Königs Reqimenl?" wandle er sich nn den Baumlangen. Der ergänzte: „Erstes Bdlaillon, Flügelmann der zweiten Kompanie." ,,Dds ist richtig", stellte der (Oberst fest. Der Pastor fragte die Frau nach Ihrem Namen. ,,Emilie, verwitwete CSrünkon", antwortete das Well)lein und wollte gleich noch einen Redeschwall lolgen lassen. Der Pastor schnitt ihr aber das Wort ab. ,,Aiil Seiner Majestät des Königs allerhöchsten Befehl muß ich euch miteinander verheiraten", sagte er. Lautlose Stille, dann ein Scluei, der dem Obersten durch Mark und Bein ging, gleich darauf ein zwvdter und schließlich ein Jammern und Lamentieren, daft draußen die Soldaten vor den Fenstern stehen blieben. Das sei doch ein Irrtum, schrie die Witwe, es sei ja eine ganz andere gemeint, die aber davongelaufer» sei. Das könne, Sappcrment, nicht des Königs Wille sein, fluchte der Grenadier, Aber das half nun alles nichts, Oberst und Pdstor kannten den König. Sio hatten keine Lust, in Spandau Karren zu schieben. Lhid so wurde denn unter jämmerlichem Geschrei und CJezeter die heilige Handlung vollzogen. I Acht Tage später hatte der König vor dem lldllesclien Toi Revue. Vor dem Flügelmann der zweiten Kompanie, ersten Bataillon, blieb ei stehen. Der Grenadier blickte ihn kummervoll an, „Was macht Er denn für eine Leichenbittermiene?" eikundicite sich der Konig „Habe ich ihm nicht ein braves Weib besorgt?" Daraul halte der CJieiuidier bloß gewartet. „Majestät", sagte er, „fiafteii zu Gnaden, Majestät, aber das Weib isl ein alter Teufel!" Nun halle der Kcinig die stramme Dirn aus der Wuslerhausener Feldmark aber noch recht gut in der Erinnerung; er bekam einen roten Kopf. „Wie kann Er sich unterstehen, dasTricncheu einen allen Teufel zu nennen!" schrio er und fuc;hlelle mit dein Stock. ,,Kr soll froh sein, daß Er r.o ein blltzsauherrs Well) bekommen tiaf" I Dei Grenadier wußte ja luin wie dio I Dingc! zusammenliingen. ,.l)as isl es ja I ol)en", sa(|ly er. „Hätte ich das Mädchen I bekommen, d«is Majestät mir zuciediii.ht hatten, dann wäie wohl alles cpit, aber so hat man mir eine alle Vettel ancje-heiratet, die auch niclit Trieiuhen heißt, sondern eine verwitwete Emilie ist." Und er erzäldle, was ilim widerfahren war. Der König traute seinen Ohren nichl; als er «iber die Znsamnieiiliängo beciriflen hiitte, bracli er in scluillendes Gelachler aus ,,Dann werd' ich Ihn ja wohl von seinem allen leulel wieder belreien nuis-sen", knurrte Friedrich-Wilhelm. Und das geschah denn auch noch selbigen Tages. Ob der Grenadier Kunze dann doch noch das Trienchen geheiratet hat, ist nichl V(?rmeldel worden. ß/ll EINMAL Mil dein Ulircnzcigcr Statt der Uhrzitlern sind Buchstaben so einzusetzen, daß sie eine lobenswerte und notwendige Eigenschalt nennen. Folgende Schlüsselwörter geben die Grundlage lür die richtige Lösung; a| I, 2, 3i 4 — ddlmalinischc Insel; b) I, 2, 3, 4, 5, 6 — zielbewußte Betätigung; c| 3. 4, 8, 12, II sallicje Frucht; d) 4, 5 und 8, !) rr Ndhrungsmittelj e| 10, 1, 2, 3, 4 — was wir mit den Augen unterscheiden; I) 1, 2, ü = Gattung; g) 2, 4, 3, 8 — Teil dos Woinslocks; Ii) H, 9, lU, II, 12 — emsiges Streben, Silbenrätsel Aus den 31 Silben: an — clilod — o, er, es, es — fei, fried — gen, go — il, In — jew — kraut — lel, H, Ii — na, naph, tien — sa, sau, sei, senz, sieg, slg — la, thö, tis, tur — wig — sind 14 Wörter zu bilden, deren Anfangs- und nndbuchstfliien von oben nach unten gelesen ein Sprichwort ergeben (ch = ein Huchstabe). Die Wörter haben folgende Bedeulung: 1. Speisewürze, 2. Suppeneinlage aus Stärkemehl, 3. Eiland, 4. männlicher Vcu-nume, ."i. russischer Dichter (1818—1883), b. Erdöl, 7. kleines Raubtier, K. König der Franken (4(56—511), 9. Schidgerat, 10. weiblicher Vorname, 11, Blume, 12. Gewebe, 13. Extrakt, 14. Gcmüs«. Wc/s wir iclzl alle Tcu/c erleben An Stelle der Zahlen 1, 2, 3, 4, 5, ü, 7, 8, 9 sind verschiedene Buchstaben zu setzen. Schlüsselwörter; ii) I, 4, 7, 4, 2 festliche Veranstaltiingi b) 2, 3, H, 4 alles Schriftzeichen; c| 3. .'i, 3 r:! Nachtvogel; d| (), 7, H, 8,^,8::;: Gewel't'i e) 9, "2, 3, 8 - Faibe. Schluß (j/ic/ Anfang Stulln ............Schutz Obst ............Zeit l.oh ............Freiheit Haus ............Leuchter Holz ............Most ScHnmer ............'/i»nmer Werk ............Waclie Schulz ............Reciimont Eisen ............Ilorc) Tisch ............Garten Drau ............ Hewoliner Bröl ............ Hammel Finner ............Fo'le Stadl ........... Uhr Aplel, Ernte, Er/, Gaule, Gast, Insel, Ndcjcl, Neid, Rede, Tag, Turm, Wand, Wein. Wind. Diese 14 Wörter sind so In die Reihe 2 einzusetzen daß sie zugleich die SchluRsilbon eines Wortes der Reihe I und die Aiilangssilben des in gleicher Höhe Rtelienden Wortes der Reihe 3 bilden. Bei richtiger Lösunc) ergeben die An-fangshuchstahen der Reihe 2 vnil dem Lande nicht Bn^trengenclor als 'In der Stadt. Man denke nur an all die tausend kleinen Hatul-gri'fe in der Kililie, din im Laudhaushalt zwrii der Versfirttung eines rpölJeren Per-fioiicnkrtMsrs dient, iiber dorh viele Ar-heilen mit der im Stci sein, seihst wenn es zunächst etwas »Muskolkiiter« pilil. Die Arbeit an der tiischen Lull und an dem Lebenden bringt so viel Freude mit sich, wie niemand ahnen kann, der sie noch nicht geleistet hat. Auch im Garten gibt es manche Handreichung, die wohl etwas müde macht, aber im Laufe der Gewöhnung immei* weniger anstrengt. Bei dieser großen Zahl an Möglichkeiten, unseren Landfrauen ihre Arbeit zu erleichtern, kann niemand mehr behaupten, daß er keinen Weg für sich selbst dabei sieht. Sicherlich wird niemand sich nachsagen lassen wollen, daß er etwa nicht guten Willens sei. , Sieben Ernten im Jahr *.. Fast märchenhafte tirtragssteigerung im Ciaitenbau erzielte ein westmärki-sc lies Werk durch geheizten Boden. Die bis auf 45 Grad erhitzten Abwasser werden durch Röhren, die man dem Schrott entnahm, auf nicht unbeträchtliche Ent-lernung in die Frühbeetkästen gepumpt, die ttie in Gestalt von Haarnadelkurven durchziehen. Die hohe Ausgangstempe-ratur ist erforderlich, da das Wasser auf Kloo Meter Weg etwa 7 Grad Wärme verliert. Mit einem Kubikmeter Wasser können in 24 Stunden 7 Quadratmeter Boden aut 20 bis 22 Grad Borienwärme gebracht werden. Aber das gleiche Wasser wird auf dem Rücklauf olt noch als künstlicher warmer Regen aus mannshohen senkrechten Röhren kreisförmig über gewisse Beete verspritzt. Auf diese Weise können bis zu sieben Ernten in einem Jahr von der gleichen Fläche qewonnert werden. Eine derartige Ausnutzung des Bodens setzt natürlich eine stärkste Düngung mit Stallmist, Kompost oder Handelsdünger voraus, des-rilnichen eine «orgialtiq abgewogene Flucht folge. große Waldungen und ausgedehnte Wasserflächen auf Klima und Pflan-zenwuchfl ? Alle diese und noch andere Erscheinungen sind von besonderer Bedeutung für den Bauern. Das regelmäßige und gewissenhafte Aufzeichnen der angegebenen und noch vieler anderer Erscheinungen erfordert wenig Mühe .aber diese Arbeit ist von großer heimatkundlicher, wirtschaftlicher und auch wissenschaftlicher Bedeutung nicht nur im Ablauf des bäuerliches Jahres, sondern auch bei Versuchen über die Einführung neuer Haustiere und Nutzpflanzen, beim geplanten Bau von Wasserleitungen und Talsperren, bei Entwässerungs- und Bewässerungsanlagen und beim Abholzen größerer Waldflächen. Letzten Endes sind auch die vielfältigen Wettererscheinungen, der Einzug des Frühlings, der erste Schneefall, die jährlich wiederkehrenden Stürme und Blitz und Donner ein Stück Heimat, das jeden angeht. Aufnatimc! WciDcnsIciner, Mirburj Weinbau-Ausstellung 5n Wisell Der »Tag der Grenze« in der Untersteiermark brachte nicht nur Kundgebungen, Feiern und frohe Volksfeste or bereicherte auch die Eineicht in die wirlschüll-lichen Leistungen und Aufgaben. Neben den Handwerks- und Heirnarbeit«dus-slellunqen, über die wir aus Rann, Königsberg und Mitterndorf berichteten, gab es in Wisell eine Woinbauaus-stel lunq, in die unser Bild emen Einblick tut Rebenschädlinge müssen fetzt bekBmpft werden Peronoepora. Wenn auch in den letzten Wochen ergiebige Regenfällt zu verzeichnen waren, konnte infolge de« kühlen Nachtwetters keine Infektion erfolgen. Seit 27, Mai, jedoch ist warmes Wetter eingetreten, das den ersten Ausbruch der Peronospora in Kürze erwarten läßt. Es Ist daher In der Zelt von 2. bis 8. Juni die 1. Spritzung vorzunehmen. Soweit vorhanden sind, fetzt kupfer-frcle Spritzmittel z. B. Bayer 4018 oder Fuklasin, bzw. Kupferkalke IJS^ig zu verwenden. Kalkzusatz ist weder bei den kupferfreien Spritzmitteln noch den Kupferkalken erforderlich. Kupfervitriol ist wenn irgend möglich für die spateren Behandlungen zu sparen. Bei Anwendung von Kupfervitriol genügen für die 1. Spritzung ICrlge Lösungen. (100 Lit. Wasser, 1 kg Kupiervitriol und 1 Vi kg gelöschter Kalk (Speckkalk). Die Spritzbrühe fein vernebelt auf Blätter und Ge-ficheine (Traubenansätze) gebracht, sichert den Erfolg. O 1 d i u m. Noch vor der Blüte sind in den gefährdeten Lagen die Rebstöcke mit gemahlenem Schwele! (Weinbcrg- schwefel) zu stauben, .^uch kann zur Bekämpfunq des Oidiums der Spritzbrü* he flüssiger Schwefe! (Kolloidschwofel) beigemengt werden, Die Konzentration ist je nach dem Erzeugnis verschieden und aus der Gebrauchsanweisung zu erfahren. Traubenwlcklpr, Wo der SchSd-ling stärker auftritt muß der Mottenfhig beobachtet worden. Sobald derselbe seinen Höhepunkf erreicht hat, eifolgt die Behandlung mit arsenireien FraRgiften (Nirosan, Gesarol 1"iig). Dicsts Spritzmittel kann auch der [iriihe zur Perono-Sporabekämpfung beigemengt worden. WIRTSCHAFT ÜMD SOZIALPOLITIK Frankreichs Reorganisation Zur Frage des Zusammenschlusses der kleinen und mittleren Unternehmen Die Frage de« Zusammenschlusses der kleinen und mittleren Unternehmen und die Notwendigkeit, sich zu spezia-lieferen, beschäftigt zurzeit viele Kreise inerhalb der französischen Wirtschaft. Sie erwecken umsomehr Interesse, als gerade In Frankreich die Zahl der kleinen und mittleren Unternehmungen «ehr groß ist und Wert darauf gelegt wird, da «ich ihr Wirtschaftseystem als für sie selbst zweckmäßg erwies, es weiter beizubehalten. Dem steht aber die Neuentwicklung in allen Teilen der Welt gegenüber, wogegen man die Augen auch nicht verschließt, daher geht man jetzt an eine Uberprüfung der Dinge. Federführend ist dabei das Studienkomitee des Produktionsministerium«, da« mit Wort und Schrift an die Vernunft der Geschäftsleute appelliert und damit zweifellos eine Herkulesarbeit übernommen hat. Das Studienkomitee macht dem kleinen und mittleren Unternehmer zunächst klar, daß alle großen Nationen eine große, ausgebaute Industrie mit einer Millionentonnenerzeugung haben, der in Frankreich meist nur die verleilte, individualistische Wirtschaft gegenübersteht. Wenn Frankreich wieder eine große Rolle in der Weltproduktion übernehmen will, so wird weiter erklärt, dann müssen die Fabriken Tausende von Tonnen oder Tausende von gleichen Mu« «tern herstellen. Da« Komitee verweist ferner auf die seit der französischen Revolution in Frankreich eingetretene wirt-schafliche Verblendung, was bis zu diesem Kriege zwar ein persönliches Wohlbefinden zur Folge hatte, aber Frankreich als Großmacht ausschaltetfe. Die weitere Begründung lautet, daß in der gegenwärtigen Zeit ein Empire nicht aufrecht erhalten und ein Platz auf den Internationalen Weltmärkten nicht erobert werden kann, wenn die Erzeugung «ich auf das kleinste ExistenzHsiko beschränkt. Die Praxis wird so erläutert, daß in den verschiedenen Gegenden Frankreichs die Erzenger das gleiche Produkt herstellen «ollen, zum Beispiel in den Ardcnnen alle die gleit lii'u Bonbons, in Bezirken der Bretagne alle d^u gleichen Arten von Häuten usw. Dies würde den Konkurronzkanipf untereinander ausschlieHen und eine höhere Erzeugung ermöglichen. Das Studienkomitee wendet sich auch an den Gesetzgeber und setzt sich für eine Förderung der Produzenten und eine vernünftige Planwiitschaft ein, eine Notwendigkeit, die dem Gesetzgeber von gestern und heute nicht aufgegangen ist. Soweit die Fragen, wie sie zur Diskussion gestellt worden Es wird noch viel Aufklärungsarbeit und der gute Will?, aller Beteiligten notwendig sein, um zu einem Erfolg zu kommen. Vielleicht werden sich die äußeren Einwirkungen eine« Tages stärker erweisen als die starren, an Überlieferungen festhaltenden Kräfte. Immerhin ist es ein Fortschritt, aus der bunten Vielzahl der kleinen und mittleren Unternehmen aller Art einen Ziisamnienschluß in Gruppen und env:: Spezialisierung erreichen zu wollen. kriegsleistungskampf 1943-44 Überreichung der Gaudiplome im Gau Steiermark Eine Stunde «fanden am 31. Mal die Räder und Maschinen in der Halle eines Grazer Betriebes elill, um bei der Überreichung der Gaudiplome auch der anwesenden Belrlcbsqeirein«choft ihr Recht auf das Miterleben der Betriebeehrung, wie e« Gauobmann Weißensteaner In ael-ner Einleitunq klarstellte, hervorzuheben. Im Namen und besonderen Auftrag de« Gauleiters Dr. Uiberreither führte Stellvertretender Gauleiter Dr. Portschy die Überreichung der Auezeichnung durch. In einer Ansprache stellte Dt. Portschy die Richtigkeit der nationalsozialistischen Weltanschauung, an den Leistungen unsere« Volkes gemessen, untei Beweis. In anerkennenden Worten gab er seiner. Freude Ausdruck über die Betriebsge-meinfichüften, die sich im vergangenen Kriegsleistungskampf jahi s- verhalten haben, daß sie ausgezeichnet werden können. Anschaulich zog er Vergleiche unsere« Betriebsfrieden«, der seibat durch die große Mast>e der Ausländer, die wir bei un« beschäftigen, nicht gestört wird, weil eie genau wissen, daß nicht bei uns, wohl aber in Amerika und in anderen plutokratischen Ländern die Arbeiter streiken müssen, weil ihnen weder ihre Lohn-, noch ihre übrigen Exietenzver-hdllnJfifie ein menschen-wurdiges Dasein sichern können Nach der ÜBerreichung der Gaudiplome erteilte der Sleilvertretende Gauleiter im Auftrag des Gauleiter« dem Gauobmann dei deutsrhen Arbeitsfront den Auftrag, nach dem .\bschluB diese« Kriegsloistungskampfjahres mit dem Einsatz aller Kräfte die Betriebsqemeinschaf-ten für das neue Kampfjahr zu aktivieren und zu Leistungen heranzuführen, die uns den Sieg elchern helfen. Am Ende des nächsten Jahre«, <90 «chloß er, wollen wir sagen können: das Werk lobt unseren Meister Adolf Hitler. Vor der Ansprache de« Stellvertretenden Gauleiter« Dr. Portschy gab Gauob-mann WeiDcusteiner einen umfassenden Überblick über die Bedeutung des Kripgsleislunqskamptes, wobei er zu- gleich Richtlinien für die neuen Ziele gab. Klar umriß der Gauobniann die Anforderungen, die in unserem Gau an die Betriebe qc+stellt winden, bis sie überhaupt lür eine Auszeichnung reif befunden werden und den Weg, den sie zu gehen halien um erst einmal die erfite Anerkennung, dann das Gaudiplom durch den Gauleiter, dann die zweite Anerkennung durch den Reichsorqanisa-tionsleiter Dr. Ley und Reichsminister Speer zu erhalten, bevor sie als Zeichen ihrer Bewährung das Kriegtiverdienst-kreuz der Krieqsnuisterbetriebe an ihie Fahnen heften dürfen. Austührlich umschrieb er hierbei die .^uigabon der Be-tfiebsführer. Im einzelnen erläuterte er diese Aufgabe durch Richtlinien, wobei er die einzelnen M.iRn.ihmcn hcrvoihob. Aiföchlieliend verlas er die neiirn Bo-triol)(;gemcinschaf1en, die dns Gandiplom für hervorragende Leistungen erhallen haben und die Namen der 30 Betrietisge-meinschatten, die die er<:te Anerkennunn erhielten und die nun die Zahl der ;tt Betriebsgemeinschaften, denen dis Gui-diplom wiederverliehen wuide, vermehren. Mit der Verlesung stellte er aber zugleich die nalionaleoziaiistische Erkenntnis in den Vordeigruiid, daß die hohen Auszeichnungen nicht nur dei Firma und dem Betrieb allein gelten, sondern vor allem dem treuen, stolzen und kämpferischen deutschen .^rbpiter. der di* höui-lidia VorraUholtung in Koniarvcn-gtätarn trmäglichu. Wer tn WECK* Gl6*«rn - kenntlich on dflrErdbe«r> Sciiutzmarke »ommarliche Ueb«r-tchüis« an Gemüsen und Obit für den SVinler vorrof.g hä!t, tragt rum Sieg der d«ulich«n Woften bei, Ni« ober noc^ Oefuhl ^^enwecVen", sondern Vorschiilten itets aenuvl «inholten. Ausführl che ^nleitungener-halten Sie von jeder WECK ■ Ver-knuftitalln oder gegen tiniendung di«l«r ou' «ine Postkofte geklebten Anzeige von der Otiterr. Konier-vennloi'KG Breuer (> Co, Wien I, Stadiongatie i |Gen«roliepro$«n-loni der Mark« WECK). Kleiner Anzeiger OSpAMlAMPEN RealitätcD und Geschäftsverkehr Zu verkaufen August Karl Luslkdiidl, beh. kotiz. Redlitälen, Hypotheken, Geschäftsverkehrs-, Gebäude- u, Güterverwdltungs-Kaiizlci, Mar-jurg-üruu Herreriydsse 3(). 22-2 Zu verpachten GemtAchtwarenhandlung in Kappel, Post Oswald, verpachte 'Ulf Kriegsdiiuer. Anlrd^en bei Liirlmilld Hermann, Puot Ain-fels, 4362-2 Tiichtir^e, junge Verkäuferin sucht Stelle in einer Gemischt-warenhandiunq am Lande, bevorzugt Umgebung von Cilii. Eintritt kann am 15, JuH erfolgen. Zufichr, unter »Verkäuferin« an die M Z, 4343-5 Zahlkellnerin geht in Saieun-posten in der Untersteiermark. Eintritt sofort. Briefe erbeten unter »Tüchtig« an die »M. Z.« 4311-5 Offene Stellen Die Einstellung von Arbeitskräften ist an die Zustimmung de« zuständigen Arbeitsimtes 'gebunden. M'tbliertes Zimmer, eventueH nhn« Bettwäsche, drlnqend fü' Bflamten qesucht. Unter »Ruhi(* 'tnri rein'* an die M. Z. 4261-^ Fräulein — Handelsanqeslellte mit eiqeiier Bettwäsche, »ucht ein möbl. oder leeres Zimmer mit «epariertem Emqanq — am liebsten im Bereich der Ortsgruppe VI. Angebote erbeten in« Schuhgeschäft Lukecch — Vilctrlnghofgaw»' 10. 4333-8 Zu verkaufen LEUKOPLAST Äusgrcdicntcr Arbeitsanzugr als Vogclschcuchc? Nein, — dazu ist or zu schadel Aus den heilen Stellen schneiden wir Stücke, mit denen wir dünne Stellen in anderen Anzügen unterlegen. Auch zum Weiten älterer Sachen liefert der olte Anzug noch Stoff. Au.s den Resten machen wir Lappen und Putztücher. Bei jeder alten Sache muß man sich heute überlegen, wie man noch etwas daraus machen kenn. ■ • Guter Rat von IM! jper/'af Iji-J Qlltiii iiel'iHie- dal war (ruber tehr e nfach — heut« miff) lieh d'C Hnutlrciu ichon uborlegen, ob lie heiipieli vrise von den Zuge-loilt«n Eiern einej verwenden will. Oa> ut richtig 10, denn untei« koitbarilen Wert« lind dl« Nabrunusmittcl. Deihalb loillcn auch kleine V«ngen Eier - «chon I öd^r 2 Stuck - lieber einige Zeit in QaiwM eingelegt, all »ofort verbrauchtwerden. Oer Erfolg jeder Mehrleistung wird noch gpsloigprt durch hauihaHcn-den Verbrriuch dernrieugtcn Güter. Wenn c^eslirtlb nremand mehr kauft, «Is er braucht, ddr^n werden nicht wenig« alles, sondern alle genug fjrhalten — Dies gilt ebenso (ür DARMOL, d.is auch heute in steigendem Mat^e hcrgesiellt vvird. DARMOLWERK DiAiLiCHMlIKiALL Wuhnort- und Ansthrlfiände rung müssen unsere Postbe lieber sofort dem zuständigen Pnsfaml (nicht dem Verlaqi Dciden. t>Mtirhiirgei Zeitung« VprtnebSfihlpilnnn Hubi•riu^.Rlanlel für Priui 30. KM, Wiischkesscl }{.- RM, Ndclilkdstl 2U.- RM, Brunndort, Feiix-Ucihn-Gasse 15, rochts. ____44j^3 Chrom. Harmonika verkaufe um 350.- R.M. Brunntlorf, Paul-ürnst-Güsse 9, im Hol, Brunn- J(^l._____4_365-_3 Tabakpflan/en zu vorkduien. "^eudorl, Rdiiujdsse 20, Mar-burg-Didii 4373-3 Zuchlkuh, jung, rolscheckin, zu voikcuiUm. Unlcnotwein Mdrl)urg-Di du, 4382-3 Sehr gute Geige um 190.- RM zu verkaufen. Anträge an die M. Z. unter »Preiswert«. 4330-3 Zu kaufen gesucht Kaufe ciiicn dreiradfqen Kran-kenwaqen sofort Josef Seme, Cilli, Kdrl-Traun-Stfüße 2. ______________^57-4 diu erhallenes Pianino od«. ^>iiitzflügel zu kaufen gesuch. jchröder, Goethestraße Nr. 1^ i-örterre. 4266-4 Kaufe Sessel und verschiedene Möbelstücke aller Art, auch Teparaturbedürftige, sowie komplette Schlaf -und Kücheneinrichtungen. J. Putschko, Mar-burg, Triesterstraße 57. 4314-4 Markensammlungen kauft Firma Karbeutz, Marburg-Dr,, Tel. 2618, Edra.-Schmldt-Güese 8. 4283-4 Kaufe Bett mdl Einsatz, Kleiderschrank und 2 Weinfäseer von 300 Liter. Mathäus Habiardtsch - Werkheim 27, Zimmer 7, The-«en, Mdrburq-Dr. 4325-4 Honigschleuder-Maschine für Schniderschilsch-Stöcke zu kaufen gesucht, 2ti 42 cm. — Gebe auch Eisoninarken und 10 kq Honig. Anträge unter »Berg-bauei;«^ an die »M Z,«. 4337-4 Gdsverbrauchmesser (Zähler) in gutem Zustando zu kaufen gesucht. Anträge unter jM. J. 4« an die M, Z. 4392-4 Sportkinderwaqen, gut erhal, ton, zu kauten gesucht. Anzutragen Kamnik, Custozzag. 22 ____^43^4 Wolfshund wird dringend zu kaufen gesucht! Anfragen bei der Bewachungsgesellschaft Mdrbury-Drdu, Merrengdsse 43. __4043-4 Grohe WeiUblechkannen, eindil-lierte Dü«on oder 50—80 L reine Fässer für Hunici, zu kaufen ((fsucht. Aiilr. untur »Honig« (tn di^»M^Z.«. 4419-4 Klndersporlwaqen zu kaufen qpsuch». Schillerstraße 16, Mar- liurq-Dr^ __4420-4 Schriferhund, nicht über sechs Monate alt, reinrassig, zu kaufen gesucht. Landdiensllager Felberndorl, Kreis Cilli. 2651-4 Damenfriseurin wird sofort aufgenommen. Frlseurealon Wi-Qorni, Windischgraz. 2681-6 Gesunder, kräftiger Lehrlunge mit guter. Schulbildung, ca. 14 bis 16 Jahre alt, wird in einer Eii?enhandlung bei voller Verpflegung aufgenommen, Zuschriften an die M Z. unter »F-ifienhandlung«, 2615-6 Energische, erfahrene Wlrl-schaflslciterin mit zeitgemäßen Kochkennlnissen wird für mitl leren Betrieb nach Cilli zum 1. Juli gesucht. Kriegerswitwen bevorzugt Angebote mit Licht bild, bisherigem Lebenslauf an die »M, Z.«, Cilli, erbeten un lor »Anlernunq vorgesehen«. 2601-6 FrSuleln sucht möbliertes Zimmer, tagsüber beschäftigt, Zuschriften unter »Cilli« an Mar-burger Zeitung Cilli. 2666-8 Berufstätiger Herr sucht ein ruhiges Zimmer. Zuschriften »Sduber« Marb, Zeit. Cilli. 2661-8 Halbmöbliertei Zimmer wird vom berufstätigen Herren gesucht, eventuell auch leer. Angebote unter »Ruhig« an die Verwaltung des Blattes. 2662-8 Alleinstehende Frau mit eigener Bettwäsche sucht nettes Zimmer. Angebote unter »Alleinstehend« an die M, Z, 43G3-8 Mädchen für alles mit Kochkenntnissen zu drei älteren Leuten qesucht. Ldugergasse 15 - Marburq-Dr. 4148-6 Brave Winzerfamiiie mit drei Arbeitfikräften wird qut aufqe-nommen bei Roberl Kunze — Frauheim 129. 4289-6 LKW-Lenker, qewissenh., nüchtern und verläßlich, möglichst ledig, für ein gröflore« Unternehmen im Draulal per sofort qesucht Zuschr. unter »LKW« an die »M. Z.«.__4273-6 Zwei ältere Fraiien worden halbtägig für Küchenbeschäftigung für sofort gesucht. Anfr. Viktringholgasfie 30, bei Co-lob. 4260-6 'J'irhe Fräulein oder Frau übe' '^'♦ittaq, eventuell auch abend'' als Mithilfe zum Servieren, Arlr. in der M. Z. 4267-#' Als zweiter Torhüter wird älterer Man oder Invalide aufgenommen. Seifenfabrik Lettner & Söhne, Marburg/Dr., Schlachthofgasse 23. 4265-^ Bedienerin für VormUtaq dringend gesucht. Vorzustellen bei Frau Fekonja Amalie, Marburg (Drau), Kärntnerstiaße 39-1. 4302-6 Bedienerin für drei Stunden täglich gesucht. Anfragen Cu-slozzagaiiäe 30. 4352-6 Stellengesuche Bulrichslfüchin. perfekt, sucht Sfelhiiuj in Marbuig. Ollerte a. ti. Z.K, unter »Bctriebökö- rliin _________ 430fl-5 viiiisverwalter, 50 Jahre ai», veineiratet, anerkannter Lanu-mti] Viehwirt, vertraut mu bucnhaiiung. Übst- und Weui-tjau und Waldwirtschaft, sucnt soiort Verwalterstelle. Bin nii-luarrrei, lirste Zeugnisse vui-nanrlen, Offerte unter »Vei-trauensslellung* an die M Z. 4254-f Verwalter, ältere Kraft, Fach mann in allen Zweigen der Land- und Forstwirtschaft, .sucht Stelle, Ceti. Zuschrift unter «Landwirt«, Post Fall. 4338-5 Zalilkelinerin oder Verrechnende sucht in gutem Betriebe Stellung. Geht auch auswärts. Zuschriften unter »Tüchtig« an die Z.____ _ Magazins- oder Kan/.leikrait, auch techn., elektr., 44 J. alt, männl., sucht Anstellung für sofort. Zuschr, untej »Firma« di^ M._Z._4401^ rischierlehrling, gesund u. kräl-tig, mit Deutschkenntnissen, wünscht in Mech. Werkstätte, am liebsten Tütfer od. Römer-bad einzutreten. Zuschriften an Martintschilsch Friedrich, Iso-lith, Ratsciidch b, Steinhrück. 21)53-5 Suche nettes Hausmeisterehepaar für Wohnungstausch in der Stadt. Sparherdzimmer, l. Stock, groß, Wasserleitung vorhanden. Auch etwas Bezahlung. Viktringholgasse 36. Anfragen: Hausfrau _4397-6 Lehrmädchen für Damenschneiderei wird sofort aufgenommen. Salon Sidaritsch, Domgasse 3, Marburg-Drau, 4378-6 Hausgehilfin brav und rein, die kochen kann und Liebe zu Kindern hat, sucht Geschäftshaue in der Nähe Marburgs. Zuschriften unter »Hausgehilfin« an die »M. Z.r 4399-6 Bedienerin für Gasthaus von 10 — 14 Uhr gesucht. Angela Gerlilsch, Meliingerstrafte r?3, Marburg-Drau. 4453-6 Mehrere Flurwächter per sofort gesucht. Anfragen bei der Direktion der Obst- und Wein-briuschule Marburg-Drau. __^4408^ Nette Hausgehilfin mit Kochkenntnissen wird für dauernd aufgenommen bei Ernst Gert, Lebzelter und Warhszieher, Marburg-Drau, Herrengasse 13. _______4386-6 Hausgehilfin mit Kochkennt-nissen zu 3 alteren Leuten gesucht, Dduerpofitnn und vollkommener Familien-Anschluß. Aiizulragen Langergasse 15, Marburg-Drau. 43B8-6 AlleiniSlehende Frau wird aufc Land als Stütze der Hausfrau mit Familienanschluß qesucht. Anqebole unter «Verläßlich« an das Postamt Wölling bei Mureck. 4418-6 Wirtschafterin mit Kochkennt-nisiien wird auf« Land gesucht. Zuschr. an das Postamt Wöllinq bei Mureck, unter »Ehrlich'*. 4416-6 Für jedes Fenster den richtigen Vorhangstolf — gegen giltigen Bezugschein! ' fVohnhedarf ifitfrbitrfß TeifettkuffstraHm /»j " Beamter, alleinstehend, wünscht per sofort möbliertes Zimmer zu mieten. Zuschriften an die M, Z. unter »4366«. 4366-8 Nettes möbliertes oder leeres Zimmer wird von solidem Herren dringend gesucht. Adr. in der M. Z. 4372-8 Braves Fräulein, berufstätig, sucht ab 15. Juni leeres Zimmer In Marburg. Anträge unter »Schneiderin« an die M. Z. 4329-8 Wohnungstausch ehe demjenigen gute Belohnung, der mir einen Wohnungstausch einer schönen, abgeschlossenen Einzinimer-Woh-nung gegen eine Dreizimmerwohnung mit Badezimmer vermittelt, Bevorzugt wird Parknähe. Anträge unter »Günstig 4233« an die »Marburger Zei-t t^g«^_4233-9 Schöne, «onniqe Wohnung — Zimmer, Küche, Kabinett — wird getauscht mit Zimmer u. Küche im Gamserviertel oder Kämtnerstraße Besuch von 18 bis 20 Uhr. Adr m der »M. Z.«. _4344-9 Hausmelitwwohaung, Park-nähe, tausche gegen Privat-wohnung, Adress« In der M. Z. 4407-9 Hiusmeliterwohnug zu tauschen gesucht. Adre«s« Jn der M. Z._4406-9 Zweizimmrlge Wohnung mit Zugehör und Garten tausche mit gleicher in Brunndorf oder Magdalenenviertel, Neudorf, Kirschengasse _14^_^70-9 Zimmer und Küche, sonnig, in Brunndorf, tausche gegen gleiche Adresse in der M. Z. •4384-9 Einzimmerwohnung, sonnig u. rein, mit Speis und Vorzimmer in Brunndorf, tausche mit gleicher im Magdalenenviertel o. Kokoschlneggijllee. Adr. in der M. Z. _438^ Zimmer und Küche tausche gegen ebensolche Wohnung auch in Brunndorf, Franz Priwnsch-nik, Lembacherstraße 76, Marburg-Drau. 4279-9 Unterricht Wer gibt lOjährlgoin Madrhen Unterricht im Rechnen gegen qute Bezahlung, Reai Zierer, ühlandqasie 28, Marburq-Dr. 4410-10 Heirat Beamter, 54 Jahre, In Stellung, pensionsberechtigt, alleinstehend, mit eigener Wohnung, wünscht zwecks Ehe Bekanntschaft mit alleinstehender Frau in mittleren Jahren. Anträge unter »Draustadt« an die M. Z-, Marburg-Drau. 4402-12 Kriegsversehrter, 32 Jahre, mit Eigenheim, sucht Lebenskameradin von 18 — 26 Jahren, Lichtbild erwünscht, wird ehrenwörtlich retourniert, Zuschriften unter »Liebste, wo bist Du« an die M! Z., Mar-burg-Drau. 4398-12 Zu vermieten Schlafsielle zu vergeben an Frl. oder Frau event. mit Kost, Adresse in der M. Z. 4360-7 Möbliertes Zimmer, separ. Eingang, ist ab 15 Juni in Cilli zu vermieten- Zuschr. unter »Rein« an die »M Z.« in Cilli. 2569-7 Zu mieten gesucht Alleinstehendes Fräulein sucht Zimmer oder Sparherdzimmer womöglich leer in Marburg od. am Lande. Adr. m der »M. Z.«. 4275-8 Alleinstehendes Fräulein sucht dringend möbl. Zimmer oder Kabinett oder Schlafstelle. — Anqebole an die »M, Z.«, unter »Cutö Mieterin«. 4299-8 Baronin Hilde Redwitz Wien IV., PrlnZ'Eogen-Straße Nr, 34/23. Eheanbahnung füi Stadt- u. Landkreise. Einheira ten. Tausende Vormerkungen. 167-12 Mann, 35 Jahre alt, vielseitig interesAiert, wünscht Binhelrat auf Befiiitz In der • Untersteiermark. Zuschr. unter »Steirer« an die »M. Z.«.___^441 ^12 Zwei lustige, naturliebeade Kameraden, 23 — 24 Jahre, suchej] auf diesem Wege zwei ebensolche Mädchen zwecks Ehe kennen zu lernen. Wenn möglich Austausch von Bildern, die retourniert werden. Zuschriften unter »Zwei Kameraden« an die M. Z,, Marburg-Drau. 43^-12 27jähr. Steirermädel, dunkelblond, katholisch, vom Lande, wünscht mit charaktervollen Mann von 28 bis 40 Jahren bekannt zu werden. Handwerker bevorzugt. Lichtbild erwünscht, wird retourniert. Unter »Glücklich« an die Anzeigenstelle Sax, Marburg-Drau, Burgplatz, 4285-12 Junger Untersteirer in gutem Posten mit schönem Verdienst, wünscht Bekanntschaft mit 'Fräulein von 20»—,23 Jahren zwecks Ehe. Wenn möglich Näherin oder Friseurin. Lichtbild erwünscht, wird retourniert. Unter »Untersteirer« an die M, Z., Marburg-Drau, 4332-12 Intelligentes Fräulein in mittleren Jahren mit größerem Barvermögen und Wäscheausstattung wünscht ehrenhafte Bekanntschaft mit intelligentem Landwirt von 38 — 48 Jdh-ren, Witwer mit einem Kind kein Hindernis Zuschriften unter »Freude zur Landwirtschaft« an die M, Z. 4.355-12 Thür. Holzkaufm. Tischlermstr., 48/167, gute Ersch,, kerngesund, naturliebend, Barvermöq., sucht liebv. hiTiqe Witwe (Mädei ap-qenehm) zw. qlückl. Ehe, - Zuschriften unter »2676« an die »M. Z.«. 2676-12 Funde und Verluste Rosa karierte Decke, mit Lederriemen gebunden, am 1. Juni am Bahnhof verloren. Der ehrliche Finder wird gebeten, die Decke qeqen Belohnung in der Herrenqasse 28, Frlseiurqe-fechäft, hofseitig, abzugeben. __4347-13 Die Person, die die dunkcl-qraue Pelerine im Zaqreber Schnellzug Sonntag nachmittag mitgenommen hat, möqe dieselbe gegen Belohnung abgeben bei Frau Keßler, Brunndorf, Marburg-Dr., Yorkgasse 6 4341-13 Zwillichtasche für Zeitungen in der Kokoschineggstraße am SamJtag, den 27. 5. verloren. Abzugeben in der »M. Z.«_ Pfingstmontag von 19—19.15 Uhr wurde auf der Unterrot-weinerstraße bis Ludwig-Jahn-Platz ein grauer, lederner Herrenhandschuh verloren. Der ehrliche Finder wird gebeten, den Handschuh gegen Belohnung bei Werschitz, Wolfganggasse 5, abzugeben. 4428-13 |f^amen-Regenschlrm vergessen im Stadtpark. Möge gegen Belohnung beim Fundamt, Pol. Direktion, abgegeben worden, Marburg-Drau. 4409-j3 Ballonseidemantel vor 1 Monat im Grazerzug beim Aussteigen In Marburg vergessen. Abzugeben gegen gute Belohnung Burggasse 34/11 links, Marburg-Drau. 4342-13 Goldene Armbanduhr aiif dem Weqe vom Auweq bis zum Geschäft Lenart verloren. — Der ehrliche Finder wird gebeten, diese beim Murn, Auwcq, oder in der Geschäftsstelle der »M. Z.«, Pettau, qeqen Belohnunri abzugeben 2672-13 Verschiedenes' Tausche Herrenfahrrad mit guter Bereifung und Dynamo für Schreibmaschine. Anzufragen in der »M. Z.« 4318-14 Diwan, tadellos, tausche für Rundfunkempfänger mit Wertausgleich. Adresse In der »M. Z.« ■ 4245-14 Welches Hebe Mädchen bis 22 Jahre alt wünscht auf diesem Wege die Bekanntschaft mit einem netten Mann? Nur ernstgemeinte Zuschriften unter »Briefwechsel« an die M. Z., Marburg-Drau. 4324-12 Untersteirer, 23 Jahre alt brünett, groß, sehr sympatische Erscheinung, sucht Bekanntschaft mit feschem, temperamentvollem Mädel. Bild erwünscht. Anl. unter »Lebensweg zu Zweit« an die M. Z, Marburg-Drau,_4323-12 Herr, alleinstehend, wünscht zwecks Sonntagsausflügen jüngere Partnerin, wenn möglich mit Rad, kennenzulernen. Spätere Ehe nicht ausgeschlossen. Zuschriften unter »Fröhliche Stunden« an die M, Z., Marburg-Drau. 4239-12 Tausche tadell. Fotoapparat — 6X9, Anastigmat 4:5, gegen Batterieempfänger mit 3-4 Röhren oder gutes Fahrrad, Anschr. Johann Slatar, Lembach 159 bei Mdrburg-Dr. 4327-14 Tausche ältere Nähmaschine (Langschiff), gegen Rundfunkapparat. Anträge unter »Super« an die Geschäftsstelle der »Marburger Zeitung«, Cilli. 2603-14 Sammelt Abfällel Altpapier, Hadern, Schnetderabschnitte, Textilabfälle, Alteisen, Metalle, Glasscherben, Tierhaare u Schafwolle kauft lautend jede Menge Alois Arbeiter, Mäi-bürg, Draugasse 5. Telefon 26-23_^___ Guterhaltenen Ofen tausche gegen kleinen eisernen Sparherd. Brunndorf, Dürergasse 49 4356-14 Prothesen jeder Art — Ledei —' Für guten Rund- Leichtmetall — Holz-orthopädi- lunkbatterie- sehe Apparate, Leibbinden, empfänqer qebe GummlstrUmpfe erzeugt und ich quterhalte- llefert das führende Fachqe- nen Teiefunken schäft F EGGER, Bandagen und - Wechselstrom Orthopädie, Lieferant sämtlicher 110-220 V. - Zu- Krankenanstalten und Sozialin- echrifl, an die stitute Marburg-Drau, Mellin- »M. Z.«, Cilli. gerstraße 3.______ 20-14 _2(563^14 Tausche neubereiftes Personen- Gut erhaltenen auto (8 Zylinder), geeignet zum Tischsparherd Umbau für L. K. W., gegen gu- tausche qeqen tes Rundfunkgerät und Wert- Diwan. Schnel- dusgleich. Anzufragen bei derei, Josefstr, Oschek, Textllfdbrik »Metka«, 77, Brunndorf. C^l L_^04- U 4387-14 Batterieempfänger, Marko »Hör- Obersteirer- iiy-Marquis«, erstklassig und Herrenanzug einwandfrei funktionier., wird lausche (jeqen ■jegen gleichwertigen Netzemp- Herrenfiihrrdd. fänger eingetduschf. GW.-Ver- - Mathilde Po- sorgungsiing-Zentrale, Marburg tisk, Bndq. 10. (Drau), Rathaufipldtz 2-1, _^ 4367-14 ____Zwei Ackerpfer- Tausche Schreibmaschine, «ta- de tausche ge-öil, ältere Type (Remington gen l kleinere Mod 7), gut erhalten, gegen gu- qutmelkende ten Feldstecher oder Marken- Kuh Wertausgl. Taschenuhr Zuschr. unter »F. F. Kulterer. Go-M « an die *M Z.«, Cilli. nobilz 86, __ 2635-14 ____ 4364-14 Vergebe Kleider und Waschc Achtuiin, Jahr- ^um Flicken für kleiner, Haus- qang 1928-19301 halt (3 Personen) im oder au- Jeder Junge, der ßer Haus Vergütung nach für die Fliegerei Vereinbarung Anzufrag.; Mar- beqeietert ist, burg-Dr., Unterrotweinerstr. 55 kann sich frei- 4340-5 willig zur Flie- Elegante Som-[Markeq-Klavicr cjergefolqschalt mer-Nteder- [wird getauscht melden, wo er »chuhe für Her-) geg. Speiszim- zukünftiger ren Nr. 44 —mer — runder Pl'fificr ausge-brdun, tadellos,! Tisch, Farbe wird. An-erstklasfi. — ge- braun (Barock mddunn: NSFK-gen gleichwerH-l bevorzugt) mit Ausbildunqs-ge Nr. 42, zu [ Wertausgleich! Marburgtauschen qe- Zuschriften un- L)rau Mühig, 29 tor »Stutzflügel«_4357-14 sucht Anzufr, Marburg-Drau, Valentin-Schäf-ferqasse 33 — Kartschowin, an die »M Z.«, Tausche qroßen Cilli. 2660-14 Zimmerqram- Schön« Som- S„ ,, merkleld w.rd qeq liefen Kin- I harmonika mit ^rwaqen oder ^20 ßässe — Damenfahrrad « n u qeUuscht. Zu-,rf"5 schnft™ unlor ?" " Zuschr, erbeten \mter »Reqlsterf an die »M. Z.< in Cilil. 2664-14 Tausche Herrentaschen- uhi, flaches Form, - Chrom - Chronometer, .Wertausqleich* 16 Rubi« oder'"" die »M. Z.«, Herrenanzug -ICihi. 2665-14 mittlere Größe - Kompletter Bat-geqen cruten Fo- terieempfänqer, to-Apparat oder neui?«lo Type, Tausche tadell. Radio. Anzufr, tausche gegen Halbschuhe Nr. in der »M. Z.« Rundfunkcmpf., ^^2, od. Nr, 44, in Cilli, 2667-14 220 Volt, Vik-i Kleider- "Spezlal Kino- |tor Petrowitsch,;schrank oder Photo, — Opt. Speagleroi Tischsparherd 1:2.8, 10 m. Film' ^l^''li"''g-Drau, oder tiefen Km-(2800 Bilder) _1 Triesterstraße 6 derwagen. Kostausche gegen spez Fotoappa-i Tausche rat gleicher Op-'schönen, tadell.' 4359-14 matschin - Neudorf, Piatenq, 17 4345-14 tik od. 1:3.5 mit Teppich, Inland- Herrenanzug Spiibstauslöser knüpfer, 1.9X qut erhalten -und Stativ oder 2.8 m, qeg. gu- tausche qeqen qeq. Rundfunk-ten Fotoapparat Damenfahrrad empfänqer. Be-(24X36 mm od. od. Nähmaschl-sichtiqen: Sonn- 6X9). Zuschr. ne. Maria Bla-taq bis 12 Uhr,i unter »Te-Fo« schitz, Wilkeq. Uhlandstraße 26 an die »M. Z.«, 37, Oberrotwein 4385-14' 2647-14 4334-14 RojcnifiMcl für Damen und Mädchen in großer Auswahl WILHELM LEYRER Marburg, Herrengnsse 22 4007 Ladcrraumc für die Einlogerunq von n ich tf euer-qefährlichen Waren In der Nähe der Stadt Cilli ehestens gesucht. Firma: WILHELM BRAUNS — CILLI, Spitalqasse 8. 2432 Danksagung Für die liebevolle Anteilnahme und dlo vielen schönen Krdnz- und Blumen-spenden und für die große Beteiligung am letzten Wege meines innigslgelicblen Gatten, Bruders, Schwiegersohnes, Schwagor«, Onkels und Neffen, des Herrn AUGUST SCHUMMER, ddnke ich auf diesem Wege auf das herzlichste. Besonders danke ich dem Kreislührer Dorfmeistcr für die herzlichen Abschiedsworte. 2675 HEDWIG SCHUMMER und die Verwiindton. Photoapoarat 1 T a u « c h e iFrack auf Set-Q. Kassette geg. qeetreiften mit-.de qearbeilet -jrößere Klavier-telbraunen Her- 150 RM - tau-harmonälta zu renaiuuq (Hose^sche qeqen ta-t«u«cheix. An- u. Rock), Größe dello« Herren ■ufr, von 15 bis ^2, belic- falirrad oder 16 Uhr bii Se- bUiwi qoldeneo SotisliqM. An-Inachek, Th»-'*^»en«ciMnuck. trftqe unter tcn, 1 iiii<«nrriM Zutclir. as die iFracJi« — Ge* •e 20. 4396-14 »M. Z.«, unter schäftsstelle d. »Damen- »M Z.« in Pet-fi c h m u c k«,Jtan. 2654-14 264-14 SpoiUdnderwu-qen, im quten Zu«tand, wird qcqein Fahrradmäntel inid Schläuche zu lauschen qc-öucht. Adr der »M. Z.« Taufiche weniq qebrauchteii Herrenfahrrad qeqen qoldene in Ohrqehänqe od. qold. ftinq. Zu- __4374-14 ecfifitt. an die Tiefer Kinder- Z.«, unter waqen für KopfpoJcter Tausche Tausche tdu«chen. licliii- einen Maotel - chromatische Ier«lraß<« 14 — quLer Stoff • /ür Harmonika oea Hof, litilcs. nut erhaltenen Damenfahrrad __4391-14 Kinderwaqen - ICrtivierharmoni- ka, tadellos. 32 p"'' ^nterkot-Bässe, für eben-solches Herren- Guterhaltener Kiiiderwaqen oder Herrenan-zuq laueche qeqen Damenfahrrad. Fianz To-minz, Cilti — Sannt« lerstraBt 3, 2636-14 2(349-14 od. Nähmascbi-ne. Sajowilz — Cilli, PreqJq. 1. 2657-14 Tlachsparherd wird qeqen ein qut erhaltene« und reinec Bett zu taiMchec qe-sucJit. Maiburq-Drau, DomqasM 41, I. Stock. 4351-14 Tadellosen Kin-derkorbwaqea (ohne Räder) tausche qeaei» qut erhallenoo Damenwintar-mantel od. Damenfahrrad. — Adr. in der *M. Z.«. 4346-14 Tausche tadelt Kinderbett samt Matratze und Korbkinderwa aen mit Ma tratze qeq. Damenfahrrad od. Sdir^bmaachl-ne. Reiserstraße 21. Tür 2. 4350-14 Gut erhaltenen Ofen tausche aeqefi kleinen eiaeraen Sp»)-' herd. Biunodorf - DürerqaaM 49 4356-14 Haadkarraii fAr Fahrrad u. Kiel-larkaatan qeqea Zlmmerkredenz tu tauschen. — Löschnik - Po-Bersch • Frau-staucUi«r«trafie 26. 4412^4 Tadef^., blaues Danaiiwollklald tausche qeqen qut erhaltenes Damenfahrrad und Wertauaol Adr. in der »M Z.«. 4300-14 Stndtt ätn 5e/rfrhe Anteilnahme am letzten Weqe unserer teuren Unverqeillichen. 2(iM4 Kranichsfeld, Monsbcrq und Berqneiistilt, den 31. Mai 1944. •lOSEF BAUMANN und die Verwandten. Danksagung Für die liebevolle Anteilnahme und dip vielen schonen Kranz- und Blumenspenden und liir die qroße Betoiliciunq am letzten Wt^qe unersetzlichen Verluste meines inniqülqeliebten Gatten, Bruders, Schwieqersohnea, Schwaqers, Onkels und NeMen, de« Herrn AUGUST SCHUMMER danke ich auf diesem Weqe auf das herzlichste. Besonders danke ich dem Herrn Kreisliihrei Dr)ilnie<äler lür die herzlichen Abschiedswurte 2575 HEDWIG SCHUMMER und die Verwandten. Danksagung Für die vielen Beweise «ufrichtiqer und hent-llcher Anteilnahme an dem achtnerzliLhen Vermsl, den wir durch den Heiniqanq unseres, über alles qeliebten Papa, des Herin JOSEF KELLER, Bürqar-meister von Römerbad erlitten haben, «aqen wir auf diesem Weqe treudeutschen Dank. Auch lür die vielen Blumenqewin^cie, die von den Dienststellen und Verbänden niederqeleqt wurden, vielen Dank. Besonders danken wir liem Kroislührer und Landrai des Kreises Cilli, Pq. Dorlnieister, für seinen Beistand, sowie dem Ürlsc|ruppeniührer, Pc) Ulich aus Römerbad; Bürgermeister der Stadt Cilli, Pq. Himiner, und Req.-Rat Reichl und P(|, Pai-ddsch für die lieben Worte des Nachiufes. Dank auch der Ahleilunq der Wehrmarni und des Mu-•ikzuqes der Wehrltiannsrhaft Cilli. 2639 Anny und Neidy KELLER — Hans KELLER, im Namen der Sippe. DaiikHa^un^ Für die herzliche Anleililahme anläßlich des schweren Verlustes, den wir durch den frühen Tod meines lieben Gatten, unseres Vaters Sohnes, Bruder« und Schwaqers, det» Hpirn LUDWIG MARKO (ehem. Oberkellner des Versorqunii«-rmqes) erlitten haben, sprechen wir unseren ticl-sIen Dank aus. Insbesondere danken wir den Wehrmachtadienslsteilen, dem Chet des Vcr^or-qunqsrinqes lür die erqreifendon .Abschiedsworle, sowie auch allen Freunden und Bekannten lür die Kranz- und Blunienspenden 43()8 Marburq-Dr., am l Juni 15)44 Karoline Marko, Gattini Maria und Josel Mllo-schilsch, Schwester und Sihwaqeri Konrad Marko, Bruder Amtliche Bei-brezju pri Mariboru). 2b45 Die Aubzahlunqen werden mit 25. Juni 1944 beendet! ____Der Stillhallekommissar. GERICHT M A R B U R G/D R A U Günther-Prienslralle 14/11 Feiniut 2029 Marburg/Dl au, den 25. Mai 1944 Edikt In einer Strnfsnche wegen Postpaketdiebstahles wurden nachstehende Gegenstände sichergeslelll: 1 Koiiet, 1 Flanetldecke rct, 1 hlaubunte Schulze, 7 Frot-lehandtucher, 1 gelber Schil, I Stuck graues Leinen, I qiii-ner Hut, Gr 53, ü Stuck Kiöppcibpit/on, 13 Taschenlutlier, 2 weiße Kinderwollhuschen, 1 Rolle kunstsealcne weiße Litze, 7 Strähne graue Wolle ä lUO Gramm, 2 Strähne Strickgarn a 5ü gi., 4 m Gummiband yrau, 4 Knäuel Häckelgarn, Kunstseide, 7 Knäuel Spagatt, 3 Paar Schuheinlagen, 4 Stück fher-moBilaschen, 5 Stück Sohlenleder, braun, versch. Großen, 3 Stück Überleder in versch. Größen, 2 Strahn Scidenkordel, a 25 und 35 m, 1 Photoapparat, I Stativ, 3-tei|i(j, mit Leder-lutteral, lü Schachtel Ulironlablctten a 12 Stuck, 2 Dosen Kundenzmilch, 2 Glühbirnen, 1 Raucherkarle für Männer, 2 Pakete Tcmpu-Taschentüther, 2 Ctuls lur Leqiliniationen, 1 Paket Pleileiitabak, 1 Schachtet Zlgaietlen, U) Stück Z^gauen, 1 Schachtel gebr. Zigarelten. Reisekorb Nr, 1, Ein dunkler Kluppeimaiilel, I bellgiunn Regenhaut mit Kaput/e, 1 Kartun Vaiulle/.uckei, l'J Stuik Schwimmseile, 5 Paar seidene Dainenstiuniple 1 Paar Bauin-woilene, 3 seidene Dainonuiitci rocke, 4 seidene Sihlup-ter (rusa), 5 baumwollene Damonschlüi)lei, l baumwollenes Damenhemd, 1 Struinplhaliergüriel (rosa), 1 Pdar blaue wat-me Dainenhandschuhp, 1 gestrickte blaue Damenjacke, 2 Paar Damenschnurnalbschuhe, 2 kunslseidene Herrenhemden, 1 Tn-kotherrcnunterhemd (weiß), I dunkelblauer llerrenanzuy, komplett, Reisekorb Nr. 2. 4 Paar seidene Danienstiumple (neu), 1 Paar baumwollene, 1 Paar Herrcnsocken, 1 Paar schvvarzo Danienschnürhalbschuhe, 1 kunstseidenes llencuhenid, kui/o Ärmel 1 hellblauer seidener Dduienunlcnock, I hcllbrauno Trikotthuusanzughose, 3,70 m rosa geblumler Stull, I Diin-illrock (halbicrtig, rot-schwarz-griin-kariert), 1.47 m Stoll (u>l-schwarz-blau kariert), 2.liü m schwaizer Kleidet stoll 2 Her-renpullover Igrau), 1 Damenstrickjacke (dunkelbraun), 1 l'^ci-nienslrickjacke (hellbraun), 1 Paar Kinderschuhe (braun, neu), 1 Paket Obergarn, Zwirn und Nähseide 3 Kinderkleidchen (rosa geblunilj, 2 Kinderstrickjackchen MVulle (hellblau). 1 Kinderstrickjackchen mit Kaputze, 2 weiße Strampelhöschen, 3 kunbtseidene Säuglingsjäckchon (weiß), 5 Säughngshemdeii, 2 kunslseidene Säuglingshemdhöschen (rusa), 2 Paar waime KinderschUipfer (rosa), 1 hellblauer Kmderunteriock 1 weiße Kinderflanelldecke, 3 llüllhalter, 2 Sliumplhallergurtel, 11 Kopftücher, l(j Spilzendecken, versch, Größen, 1 Buch Diu Feuer sind entglommen«, 1 Fotoapparat. Packpaplerpakel Nr, 1 (blaues Papier). 3 Paar seidene Damenslrümple, 1 Paar baumwollene, 4 Paar 1 lerrensocken, 1 Paar graue Damenhandschuhe, 1 Paar graue Herrenhand-schuhe, 1 Herrenhemd, kurze Arinel, 2 Paar Damenschlupler, 31 Taschentücher, 1 Schachtel Sacharin, II Stück Bleistille, 1 .^rmbinde mit de; Aulschrifl i^ReirhsposI., 1 Paar braune Lederschnürhalbschuhe, 6 FroHehandtücher, 3 Stück Damenstrick westen, 3 Herrenpullover, l dunkelblaues Damenkleid, Packpapier Pakel Nr. 2, (braunes Papieij, 1 Damenko-slum (dunkeigrau), 5 ni Wäscheleinen 1 5.S bieil, 18 ni Wäscheleinen 75 breit, 4 m Herrenstoll (graumeliert), (> in Iler-renstulf (Fischqrätenmuslei), 2 75 m hchlgrauer Hcriensuin-merslotl (kl Fischgrc-Ienmusler), 3 ni Futierleinen, Futler/u-behör für einen Hetrenanzuq, komplett, 2 Stvick Steilleinen, 2.10 dunkelqraup Futlerseide, Personen, die an diesen Gerinnsländen Eigentumsansprii-fiprüche gellend mnclien, können jeden Mittwoih von 8 bis 12 Uhr in der Verwahrstelle des Gerichtes Marburg Di au Gün-ther-Prienstraße Nr, 14 I Zimmer Nr. 57 zur Besichtigung erscheinen. Das nigentumsrecht muß nachgewiesen weiden. Wenn sich ab heute binnen Jahieslrist Eigentümer ni(ht melden, werden die erliegenden Gegenstände zu Gunsten des Deutschen Reiches verkault werden. 2li37 1. A, gez. .\GR i)r Dliidther. Aufgebot von Wertpapieren T 22 44-4 .\uf .\ntrag des Hans Köllner, Inhaber der Firma Sen-senweik Köllnei & Sohn in Windischgraz werden die ange!)-lich in Veilust geratenen Linlagebücher der Sladt- und Kreissparkasse in Murhurg-Drau, Hauptzweigstrile in Wiiuhsch-graz Nr. 28924 lautend aul den Namen Gerlindc Küllner, mit einem Guthaben von RM 31)01.54 per 1 Januar U144, und Nr, 30R51, lautend aul den Namen Ellriede KoHnei mit einem Gulhaben von RM 01)7.74 pei 1. .'anuar 1944 aulgeboten, ller Inhaber wini aulgelorilerl, dieselben binnen i» Monalen vom Tage der Kundmachung des Aulgeboles liei Griicht vorzuweisen; auch andere Beteiligte hüben ihie Einwendungen gegen den Antrag zu erheben. Sonst würden die Einlagebucher nach Ablauf dieser Frist über neueiliehen »Xnliag des Hans Köllner für kraftlos erkläil weiden 2l>:i8 Gerklil Marburg/Drau, Abt. ä, aui 31. Mai l'J44. SfM'e 12 * Nr 155 156 ♦ Samstag Sonntag, 3. 4. Juni 1944 MARBURGER ZEITUNG UNTERSTETRFSCHE LICHTSPIELTHEATER oKAU i^URG-LlCHTSPIELh Hf Iii» 1 '1 I / iii iw 4'i I i»n F-ptnril* i?l' SriiK'.lan. '•(innidq und M'pnlrfq, 5. Ji'nl IltMtfrimlnii (itgii, Rulli llellhi'iq, (.'«iiniPd lliiin un>l Liaiiid (»rdtioiI 1 fi 'I Trjöodie einer Liebe Dpr litulrn'i Niiiti IM ilr,- Rulle l-iiu's siUwiT nepnille.i V Ii is ucr dsi' Liplirstriigmlie «flinor Tii(h-ii'r ■ in Uli ■ lür .liificiifllifhii nlrhi nineldMenl \ on DuMl^lJq. h. bis einschl. DonnrtsNiq R. Juni; [pn sji'.'iik lldiiü St'hnker, leid V\'UUi>iS«'nt Sniult'r\criiii^ldlliinijon: S.iti"triav(i'iniltn1 ViMi Uii-nsIdg. K. I)i.s nInRctil nnnnerslag, 8. Juni Kine Nacht im Paradies m!t Annv Onrtr.i niil|»li Arthur Rnberta, Hermann Thlinlq ('•rrlc \.it/lt'r and Oskai Scibo. Tür Ju(|fndll( Im /iiguljbücnt L'cbtsnn-^I'^ Rninndorf nie Vfir.stel!im<|en Vnqinncn: Montaq bis Freltnq 19.15 Uhr, Siimbtftf) I V, l'M.'i Uhr, Sonnidrj 14.30, 17, l'J.45 Uht Sdniüldq, 3. lind Sonn'.in, 4. Juni Frasqiiita Fllr .luiirndllrhe nicht 2iigcl3üsenI Sondi-rvpriinvliil'iinry; SiimsUiq, 3 Juni um 14^0 I'hr u. Sunnt.ig, 1. Juni um ') Uhr vurm. iler MdKhciililin Die sieben Raben Mir Jiiqi'ndlti ho tuqfUsKpnl \'i)n .Mi>iil'l.i'ütmts mii Ift »ukI 20.:io Uhr, Sonn-liii'l I lmi ii Kh um 15.Jl). IH und Jtl l.*! Ulir .'I., Sniiiiiiig, 4. und Mnntd^, 5. Jiiiil »Akrobat schö-ösösn . . ,« mit rs, Llzzl HuUscbuh und Jdiic llldcii. — Ori'hliuth- Emst Mdrischka. — Musik; Pcliv Krcudpi. Spiclleltiinq: FIflns Schwplkart. nir JuijBndlkJie untvr 14 Jahren nicht »»nrlaisenl L'cbtsT)i^>lc Edlm^en_ Samstdg, 3.i Soiiiitag, 4. und Montag, S. Junt Peterle mit Joe SlBckel. — Für Jugendliche nicht lugplassenl Von Suinstnn hin Vlanlug Marrhcnvontcllung TISCIILMN DECK DICH Leonhard i. d. Büheln Sdinstdg, 3. um 17 und ilO Uhr, Sonnt, Löwrn ZiikiishUi» — Chi pnckfnrtnr Zirkusfilm. I Ur Juc|ttiiflliflu! 7iir|i'ldiscn 7iir Iplzlen Vorstolluny Jedüth niii in Bcjltiiuiig der lir/iehunrjsberechtlgtrn. Lichisoirile I.MttenberjJ Sdm'liiii, .1. und Sonnlug, 4. .liiiil Unsterbliche A^elodien Fi'i '-ilin um .loh.Ulli Slrdun mit Ktimnii-rsiin'ior .MIrcd ■Ii ri|fi. Ii//y lliil/ifhuh, M.irl,i P.iiidltT, l.i>o SlfZdk. I'iir .1ur|i'ndli liS. Uhr. S 14 30. 17. 19 4.S Uhi S.imst.ici 3., Soiiiil.ig. 4. und Miintdg, 5. Juni Mdiliinnc- ll'ipp' iiij fprrtlnjnd Matiiin In dem Film Romanze in Moll Tür liiqpndlldu nMit ^Uln■ldsspnI Lichtst>i|/s( litit< II.ininnli.'(|. 4. .Iiinl Bild auf der Tenne r thlilm der Inliis Im |"k'inUs Lustspiel tiiil llcll I iiikcn/'.-lt« I, V.'ill Dohm, V.iul Henkels iinil Marldnnu SiiMson. — I iir Jii(|indlli ht> iiiilil ^ugrlussf-n I LkhfsnieUheatßT Trifail Sdnistdq. 3., S(iiiut,u|. 4 Mid Monl.iii ü. Juni Licbeskoinridie im' M.ii)il.i Si (itii ul 'r l.i//l W.drimtillci, .lidhiinu's Kh'Uidiiii. I lii'K 1 inj)«'!! Mtid Alhi'il MritliTsluik. — j'i Uli Ii"" I ij' "1' iki \\ Bi.i huMiiu. Iii! Jui|('iidli< Ito tiUlit MitjcU.sM'n I Fümtl; Tiiffr^r TPl 2A Spifcl/oil; Wo 17 lU, 1'M5 Uhr. So 15, I7.J0, 1'J.45 Uhi Sdnisl,Mj. 3. i'nd Suiinidii, 1. Juni i)r. Crippen an Hord . . . I ii( JugiMulliihe iilrhl zufiidas^ipiil STADTTHEATER MARBUR-Drau Samstdq, .1. Juni. 15 Uhr. KLEINES BEZIRKS-r.ERICIlT, Komödie Preise II — 19.30 Lhr: SAISON IN SALZBURG Operelle. Preise J. Sonntdq, 4 Juni. 15 Uhr: KLEINES BEZIRKSGERICHT. Komödie Pioisi.' II 19.30 Uhr: SAISON IN SALZBURG Operette. — Preise I. STEIRISCHER HEIMATBUND Kreisführung Marburg-Stadl — Amt Volk-hildiing — Stadttheater Marburg/Drau Donnerstag, den B. Juni 1944, um 19.30 Uhr Heimatbundsasl VI. Symplmniekoiizept Dirigent; Opernchef RICHARD DIETL W. A. Mozart: Symphonie Nr. 35 Johannes Brahms; IV. Symphonie E-moll Richard Strauß: Till Eulenspiegel op. 28, Eintrittskarten in der Geschäftsstelle des Amtes Volkbildung, Tegetthoffstraße 10 a. zum Preise von RM 1.— bis RM 4.—. Mitglieder des Musikringes 50"/n Ermäßigung. 2668 Meinen werten GSsten gebe ich bekannt dass ich meinen Betrieb in der Zeit vom 2. bis 9. IhhI wegen 4us-besserungt«ibeiien geschlossen j hahe. Alois Schribar — Gastwirtschaft Petersdorf Sann Gebe demjenigen gute Be9otmunff der mir einen WOHNUNGSTAUSOtl einer schönen abgeschloseenen Einzimmerwohnung in Meiling gegen eine Dreiz.imm€rwohnunq mit Badezimmer vermittelt. Bevorzugt wird Parknähe. — JURITSCH HANS - KAUFMANN. Marburg'Dr., Kärntnerstr. 19 4319 laDicrsdiweiDc 15—50 kg das Stück, sind am Dienstaq, den 6. Juni, gegen Bezugschein zu haben. — Vormerkungen werden aufge-Tjommenl 4376 rmnz riiiipisch MARBURG'Dr., Poberscherstraße 38. T)r.3iarl Stiert ordiniert ab 5. Juni in der Ordination des Dr. Frass Ordinationszeit von 9—12 Uhr Teile meinen w. Kunden mit, dass ich mein PELZGESCNÄFT und meine WERKSTÄITE in die Herrengnsse 28 übersiedeh habe Schelesnlk Valentin ' Kflrschnerel - Herrengasse 28 X Amtliche Bekanntmachungen Der Chef der Zivilverwaltung in der Unterstetermark Dienststelle Forst- und Holzwirtschaft Marburg-Dr,, Beethovenstraße 5 — Tel.: 20-76. ZI.; Ing. Ch/Jo 1544 Marburg/Drau, am 31. Mai 1944 Ifh bringe zur Kenntnis, daß die zahlreichen Ansuchen der Industrie um Zuteilung von Brennholz unerledigt bleiben, wenn nicht Angaben über die zur Verfügung stehende Kohle gemacht werden. Von Interessenten bereits eingereichte Anträge, die diese Angabe nicht enthdlten, müfisen also nochmals unter Beibringuna der verlangten Datun bezüglich der zur Verfügung stehenden Kohlenmenge eingereicht werden. Ansuchen von Gewerbebetrieben bleiben deshalb unberücksichtigt, weil der Bedarf dieser Betriebe im Sinne meiner bezüglichen Anweisungen über den zuständigen Kohlenhändler zu decken ist. 2673 Dipl. Ing. Karl Chanisa. Der Oberbürgermeister der Stadt Marburg Drau. • Gewerbe- und M a r k t a m t. Marburg, den 1. Juni 1944. Getnüseverkauf, Zusatzregelung Zusätzlich zur Regelung des Gemüseverkaufes gebe Ich bekannt, daß der Gemüsemarkt in Brunndorf (Kirchplatz) für die Bevölkerung von Brunndorf weiter bestehen bleibt. Die auf dem Sophienpiatz befindlichen Gemüsehändler übersiedeln Mittwoch, am 7. Juni d. J., auf den Adolf-Hitler-Platz. Der Gemüsemarkt für das rechte Draxjufer Jn der Narvik-fltraDe wird am Mittwoch, den 7. Juni d. J. eröffnet. 267t Knaus. Der Chef der Zivilverwaltung In der Unterateiermark Prclsstelle Höchstpreise für untersteirisches Obst und Gemüse Auf Grund des 5 2 des Preisbildungsgesetzcs vom 20. 10. 1936 (RGBl. I, S. 922) und der mir erteilten Ermächtigung werden hiermit ab 5. Juni 1944 nachstehende Höchstpreise für untersteirisches Gemüse festgesetzt. Die Höchst-Dieise enthalten alle Unkosten der Erzeugungsstufe und verstehen sich frei Verladestation des Erzeugers bzw. der Be-'irksnhQfhpstellp waggonverladen Sie gelten bis zur nächsten Veröffentlichung. Für nicht genannte Waren gelten die . pp Hörh^tprpise Erzeuger-hOchstpretie OQteklasse A RM B RM Verbrauchet-hdchstprelse bei Abgabe dt-r Ware auf einem Markt OQteklaste B RM A RM t KIB8BI I ® I RiV l/iU ZuJuisdurua^ Blumenkohl (Karfiol), 1 kg ... Dillkidut, Bund, je 12 dkg . . . Gurken, Treibhauswaren je kg . Karotten, Treibware 0 1 '/•» cm, gemischte Ware gilt als B-Ware, je Bund zu 10 Stück....... Knoblauch, je kg ...... Kohlrabi, ül)er 7 cm 0, je Stück . Kohlrflhi, 4 bis 7 cm 0, je Stück . Kohlrabi, untei 4 cm und B-Ware. je kq........... Kren (Meerrettich) |e kg Potersiliengrün. je Bund zu 12 dkg Mindestgewicht ..... Pnrrne. je kg , . . • t • Radieschen, 1 Bund je 15 Stück , Rettich (Ostergruß), ohne Laub, 3 cm 0, je kg . . . . . Rhabarber, rot- u. grünslielig, je kg Rhabarber, Himbeer, je kq . . . Salat (Häuptel-), je kg..... Sdlal (Schnitt-), je kg ..... Saint (Schluß-), je kg..... Schnittlauch. )e Bund zu 12 dkg Mindestgewicht....... Spargel, je kg........ Spinat (Wurzel-) je kg..... Spinel (B!rtMpr-l, je kg . . , Snppoiigrünes, Büschel zu 4 ilkg . Wirsingkohl, grünbl. Sorten, je kg Kii>jchrn (Mai- u. Wdsserkirschen) ie kg . . . ■....... 1.— 0.30 0.82 0.8i) 0,18 0.10 0.80 i Ü.fi'l 0,1 (» — 0,14 — —; 0.2i) 0.80 I 0.50 0.30 — 0.32 i 0,26 0.06 — 1,33 0.40 I.IU 1.07 0-40 0,16 0,22 0.41) 0.20 0.80 0.24 1-— O.IR (i.'it; 0.03 0.42 0.48 0,24 0-3'2 0.13 0.17 0.3 > 0.14 0,24 0-60 Ü.14 0.21 0,24 I 0.13 I.06 0.H5 0.21 0,19— I -._|..0.27 1.06 j 0.68 0.40 — II.43 j 0'3o 0.08 — 0-53 0.21 i O.20 I 0.Ö3 0,27 0.40 0,32 1-2r> ' 1.24 0.35 0,04 0,56 0.60' 0-42 I 0,17 1 0.23 , 0.40; 0,19 ' 0,32 0.7Ö 0.19 0.28 0.90 Pill Wuren der Güteklasse C dürlen höchstens 50% dei Preise tür Waten der Güteklasse A gelordert werden. Autschldge atil den Erzeugerpreis dürfen nicht berechnet wetden. wenn der Erzeuger die Ware unmittelbar an der Er zeugungsställe an dpilälen, RH-■ituniisbetricbe usw. durch vollkommcnti Entspiinnung des Kör* pnrs und Entlastung des Blutkreislautcs. Druckschrift Nr. 89 f Über Thonel Slosla-Medlzlnal Liege- und GnIspannungsgerSI Eystom Luckhardt DRP trlnqt IntnrGxsnnte Einzel-hoitca darüber. ^ Gebr.Thonet A.S Wienl Stephinspliti Ttiontttuus Seid immer luftscliutzhereit! Einschreibung in die Staatliche Hauswirtschaftsschule in Marburg-Drau ReiserstraDe 5. Die Einschreibung in die 1jährige Haushallungsschulc, sowie in die 3jährige Hauswirtschaftsschuie, findet am 6., 7. und 8. Juni, in der Zeit von 8—12 Uhr statt. LEHRZIEL DER EINJÄHRIGEN HAUSHALTUNGSSCHULE: Ausbildung zur geschulten Haushaltshilfe. grundlegende Vorbereitung für die Aiisbildung zur Hauswirtschalts-und Turnlehrerin an Volks- und Hauptschulen. AUFNAHMEBEDINGUNGEN; Mindestalter 14 Jahre. Die Aufnahme ist von jeder Kiasse einer Volks- oder Mauptschule, sowie einer höheren Schule möglich. LEHRZIEL DER DREIJÄHRIGEN HAUSWIRTSCHAFTS-SCHULE: Ausbildung für hauswirtschaftliche Großbetriebe (Pensionen, Kinder-, Mütter- und Erholungsheime, Erziehungsanstalten, Spitäler, Gemeinschaftsküchen usw.) grundlegende Vorbildung für lehrende und leitende Be-• rufe in der Hauswirtschalt (Hauswirtschaftslehrcrin an Berufs- und Beruf^ifachschulen, Hauswirtschafls- und Turnlehrerin an Voiks- und Hauptschulen, staatlich geprüfte Hauswirtschdftsleilerin) Ferner Vorbereitung für ' pflegerische Frauenberufe. AUFNAHMEBEDINGUNGEN: Mindestalter 14 Jahre. Vorbihlunt]; 4. Klasse Haupt-schule oder 4. Klasse einer höheren Schule. ZUR EINSCHREIBUNG SIND MITZUBRINGEN: 1. Geburtsschein, 2. Heimatschein (Mitgliedskarte der Deutschen Jugend im Steirischen Heimatbund), 3. Entlassun(|6zeugnis (letztes Schulzeugnis), 4. Abstamniunqsnachwoiö. 2046 Chef der Zivllverwaltung in der Unlerstelermark. Gewerbeaulsichtsamt, Graz, Friedl-Sekanek-Uing 2, Tel. 13-94 u. 40-26. bissen SUl Wissen Sie, rfaH der BegrtFF Hormone ganz jungen Da-hjms ist und doß es 1904 dos erste Mal gelong, ein Hormon, also einen lebenswichtigen körpereigenen Stoff, auf chemtsch'em Wege künstlich herzustellen? Eine Großtat deutscher Forschung AR Z N,E IMITTE L Der leichte Weg im Maien und Zeichnenl — Ein Studienbuch in Mappen mit vielen Aufgaben. Anfrage bei Kunstmaler R. VOGT, Nenzlnq, Vorarlberg 122. 98tJ Verlautbarung Am 7. Juni 1944 lindet im Arbeitsamt Cilli, Vokaunpldtz 5, EtdgeschoH, Zimmer 9, der Amistaq des Cicwerbeaulsichtsfun-Ihs in der Zuit von 9—12 Uhr stall 2655 Üut Amltileilui: Obuiicyiuiuayä-üuwcibural Dr. iuy. DreiMnuiendrehen g^nügl. um durch Cerssan-Beizung ledes Saalkom kiank-heilsttei zu machen und dabei glelchzoitig auch mil Moikit gegoD Vogeiiraß zu vergällen. So «iziell der Landmomi g*-Bunde, volle Emton) n ^oye)" I.G.fARBthilNDUSTRIE mctiengesellschah/I A A PlUfiivnschuli-AblvIlf. l ^ J ICVERKUSEN