MbacherGMum. str. 34. U^^^IK'M Montag, 8. Äiärz. '^^M^^ "^' 1873. Nichtamtlicher Theil. Iournalstimmen vom Tage. Ueber die an» l. d. M. bei Sr. Excellenz dem V«rrn Minister des Innern Freiherr», v. Lass er statt, gefundene Versammlung von zahlreichen Mitgliedern ^Abgeordnetenhauses des österreichischen Reichsrathes bemerkt dir „Presse" unter anderem folgende«: „Die Konferenz constatierte die volle Uebereinstimmung zwi ichen der Majorität des Abgeordnetenhauses und der Legierung. Sie com'tatierle, daß in> Abgcordnetenhansc M allgemach nichl uur das vollste Verständnis für die ^othwrüdigleit einer stätigen Entwicklung unserer Verfassung cinaebürgert hat, sondern anch die richtige (Kr-lMntilis der Mittel und Wege, diese Stabilität sicher-Wellen, so weit dies vonscite der Deputierten möglich ^- Der äußere 'Anlaß der Konferenz war bekanntlich ^ Feststellung des Arlieilsprugramms für den Nest bltser Wintercainpagne, Hiebei galt es, einige Gegen« lülldr vorläufig von dcv Tagcsordmlng abzusetzen, nicht ^ weil die Zeit zu deren Erledigung nicht mehr aussen wir-o. sondern auch deshalb, weil ihre Discus-^ zu einer für die Zusammensetzung des Parlaments ^digendtn Verschärfung 0ce nationalen Haders geführt Mte. (^K ^g^ sj„ Gebot der Klugheit, den ganz ertrag-'«he» Waffenstillstand, den Unisichl und Oeduld zn einem °olltn Friedensschlüsse entwickeln tonnen, nicht zu bre-^ und uichl einen geplanten (irodne noch in den lctz-«?! ^agen vor Schlich des Parlamentes zu provocieren, ^ltstn Gründen der Klugheit verschloß sich von den ^sammelten Abgeordneten niemand, weder der Antrag-^lltl seihst^ „och jene Führer der Partei, deren Wart !^rr wiegt unter ihren Genossen im Parlamente und ^ ^nnde. Bezeichnend für den ganz gewaltigen Fort» ^Ul. hs„ j,„ Oroßcn und Ganzen die Verfassungs' l^l n, her so schweren Kunst einer gesunden prakti ^^olitit gemacht hat, ist es, daß auch ihr äußerster lt!,"uei' der Fortschrittsclub, sich diesen geltend gemach ein^urlunitätsgründen unbequemen tonnte, und daß H -"kl»!, von so untadeliger Treue gegenüber seinen rnl^^lM' wie Dr. Rechbaucr. den vo,n Ministerium . wlcklltrn Plan billigte und als der von der Mehr '^wählte Präsident des Abgeordnetenhauses der Ne "U dessen Vertrauen kundgab." ^ Dev Prozeß Ofrnheim gibt den Blättern Deutsch yy"°b Anlaß zu in scharfem Tone gehaltenen Artiteln. ^z/ wollen heule noch von zwei Iournalstimmen ttennt' " Nehmen: „Volkszeitung": „Unsere Zeitungen waschen sich die Hände in Unschuld und schlagen sie über den Kopf znsammen, ob des großen Skandals in Wien, wo die Geschwornen den Ritter v. Ofcnheim freigesprochen haben. Da fällt uns denn ein, daß es sehr interessant wäre, wenn wir wirthschaftlich eine ebenso feine Unter suchungsmcthude besäßen wie in der (ihcmie, wo man aus den» Waschwasscr der Unschuld sehr bestimmte Merk-male der Schnld extrahieren tünnte. Wäre dies der Fall, so würden wir mancher Zeitung nachweisen, wie sie dereinst in unserem heimischen Ofenheini-Spiel gar liebe voll die Karten mischen half und in ihrer jetzigen Entrüstung nur die Hände wäschl, weil qar so manches noch daran klebt ans den schönen Zeiten ihres gepriesenen Aufschwunges des Vaterlandes, Daß diesem Aus schwung eil, recht greller Nicderschwung gefolgt ist, das gesteht sogar die „Rational Zeitnng", die in den schönen Üliilliardcn Tagen völlig aufging in patriotische» Brgei° stcrung über die glänzende Entwicllung unseres wnll, schastlichen Daseins. Von eintr Erkenntnis, daß ein Goldregen ohne Arbeit nur cim Zerrüttung des wirthschaftlichen Erwerbes ist, hatte sie" zur rechten Zeit leine Spnr verrathen. Anch in neuerer Zeit, wo sie schon auf den Gedanken gekommen war. daß die Milliarden nur nur zu schnell ins Vand gekommen feie,,, hat sie unseren kleinen Ofenheims, wo es nur anging, treulich gedient." „Hamburger Correspondent": ,.(§s ist das Unglück Oesterreichs, daß es von einem doppelten Pessimismus heimgesucht wird. einem politischen, der durch den Hinweis auf die unaufhörlich wechfclndcn, häufig sich geradezu widersprcchcndcu staatsrechtlichen 6r> pcrimentc sich berechtigt glaubt, an dn Dauer und uuh-bringenden Entwicklung alles Bestehenden, jedes neuen Vevsucheö zu zweifelu und einem wirthschlMlicheu. d'-, oh»u weiteres so ziemlich einen jeden für fähig hält, der Erlangung eines persönlichen Vortheils jede Rück» siebt auf Ehre und (Hcwisscn zu opfern. Und diese An schauunqsweise ist um so gefährlicher, als sic zwei Charaktereigenschaften, die überall, ganz besonders abrr in der angeblich so leichtlebigen und harmlosen Hauptstadt au der Donau, zu sinden sind, Vorschub leistet: dem Bedürfnis ncmlich, von dem Rcbenmrnschrn, namentlich von dem durch höhere Stellung und Besitz be» vorzugten Schlechtes zu denkcu und weiterzutragrn, und den» Wunsche für die Unlust zu eigenem thätigen uud tüchtigen Wirken eine plausible Entschuldigung zu besitzen. Gibt es doch für den, der seine eigene Trägheit und Gedankenarmut!! verschleiern will, leinr bessere Aus redc als daö bequeme: ..Es tM doch alles nichts", ebenso wie für denjenigen, der im Begriff fleht, eine schmutzige Handlung zu begehen, lein EntschuldiylMgs« gnlnd willkommener iftals: „Sie machen es Alle nicht besser!" Hier liegt der eigentlich fressende Krebs des österreichischen Staalslebens, und gerade in der grellen Illustration, die er diesen Zuständen gab, liegt die große, phänomenale Bedeutung des Prozesse« Ofenncim. Wie unter diesen Umständen die Freispre« chung des letzteren wirken wird. läßt sich noch gar nicht absehen. Was der Prozeß über den Angeklagten und dessen langjährige Thätigkeit enthüllt hat, sollte — wenn es auch nicht hingereicht hat, ihn dem Ärm der Oerech» tigteil zu überliefern - doch unter gesunden Verhält' nissen den früheren Präsidenten der vemberg-^zerno» witzer Bahn rin fin alle mal vom öffentlichen Keben ausschließen." ____ Programm der ungarischen Regierung. Das in bcidc» Häuser» drs ungarischen Reichstages von Sr. Exc. dem neuen ungariicheu Ministerpräsidenten Freihrrrn v. Wenct heim verlesene Programm lautet: „Die Regierung hält es für ihre erste Aufgabe, den Staatshaushalt und n, Verbindung damit die Ka«,!y illinck. lssvrlseyung.) VII. <«vz< ««» Patient Glttl" !^ ^" ^" ^"2 gekommen, an welchem Dr. «infam " ^chll wird« in die Stadt und in sein Kors,,,. langweilige« Hals nehmen wollte, trotz «Ner '«Ulmgtn des Xösstels und der Fvrsterin. «r in"s^ '^ "^" gunz gul und schön, Kinder," meinte schtl^ " trockenen Manier, „Elebelh mag selbst ,nt. U"re^'^^""sene trat ein. Der Onkel hatte nicht > Somm^ ", "r Ansicht war. sie habe sich im Vaufe I^ner 1'^ .'^ verändert. Ihr Gesicht war ungleich ^hrn b«?°""'' "er auch ernster, und die blauen ^"h"cht°it "ing"w'" """ "°" ihrer ursprünglichen 5r.Ou.w:'^ "l^" sich hier um dich," redete sie " wit mir 5 ..!" """l. ..Willst du hier bleiben ?°ni^'^^^ und jähe Vlässe wechselten einen ^'ben an .,m F^ ^""^ ^L°hl wäre sie gern ge> ^ hatte " l ^" ächten Zeit so vollständig ver- ..Ich w,ll mit dir gehen. Onkel!" kam es über ihre bleichen, blutlosen Kippen. Sowohl der Förster, die stsrsterm, als auch Dr. Gutherz blickte Hlsbtth zu gleicher Zcit voller Verwun. derung an. „Llsbech, möchtest du in der That lieber hier blei. ben?" frayle Dr. Gutherz. „Rein — nein, Onkel, nimm mich mit. nimm «ich mit, jetzt gleich —in dieser Stunde!" stieß Elsbeth, ihre Arme um den Nacken des Onkels schlingend, hervor, indem sie gleichzeitig in einen Thrimenstrom ausbrach. «Mein Gott. <öl«bech, wa« ist dir?" jagte Dr. Outherz, jetzt in der That erschrocken, während die strau Förstcrin nicht wenig beleidigt darein blicklc, und der alte. ehrlich« Förster innerlich der Ansicht war. daß man aus einem Frauenzimmer mn»HUch klug werden könne, da ElSveth noch vor einigen Tagen gesagt hatte, daß sie die schönsten Tage ihres peben« im ftorschuuje verlebte. ..Bist du krank?" ElSbeth ermannte sich. Sie fühlte, daß sie zu allen nur erdenklichen Fragen Veranlassung gab und sie be rnlte, sich nicht mehr behemcht zu haben. „Rein. Onkel, ich bin nicht klanl. Du kannst nicht denken, daß ich hier unter jo treuei, sorgsamer Pflege, wie mir zulheil wurde, lraxl geworden bin. Ich glaube aber. 4ch bin außerordentlich ausgeregt, am ersten," fügte sie mit stockender Slimme hinzu, ..glaube ich. wäre mir geholfen, wenn ich im Forsthause und bei dir zugleich bleiben könnte." Da« war eine genliyendt Erklärung, welche all-settiq befriedigte, sowohl die Förstcrin al« auch Dr. Outherz. Das Gespräch »urd< durch den Eintritt eine« Dieners vom Gute unterbrochen. ..Der Herr Doctor möchten doch vor Ihrer Abreise zu dem Herrn kommen,' sagte der Vursche. Der Doctor zog die Brauen unwillig zusammen. „Melden Sie ihrem Herrn, daß ich unmöglich lom« men tann. Wir haben schon einmal mit einander ge» sprochcn, aber was soll der Nrzt bei dem Kranken, wenn alles angewandt wird. ihm die Ursache der Krankheit zu verheimlichen?" ..Onkel — du wolltest nicht Hingehehen?" fragte Elebeth vorwurfsvoll. ..Du wolltest einen Menschen ver. gebens um Hilfe bi ten lassen?" .Mobeth, du verstehst oaS nicht," murrte Dr. Gut. herz. „Mit dem Patienten ist nichts anzufangen, auch nicht das mindeste." Nachdenklich blickte er vor sich nieder. „Nun, versuchen könnt ichs allenfalls noch einmal," murmelte er dann. „Sagen Sie Herrn Hansen, daß ich kommen werde." Hlsbcths Augen leuchlelen vor Dankbarkeit, aber sie sagte nicht« Sie hatte keinen weiteren Wunsch in der Welt, al« l5rich Hansen gesund und glücklich zu sehen. Keinen? Rein, leinen weiteren Wunsch, denn für sich dürfte sie nicht wünschen, ihre eigenen Wünsche konnten niemals Erfüllung finden, und darum wollte sie dieselben nicht einmal in Worte kleiden Sein Glück befestigt fchen und dann — sterben. ,O, nein. nicht sterben!" rief es dann wieder in ihrem Innern. Die Well war so schön, so wunderbar schön. Welch' einen Sommer hatte sie verlebt? lohnte ein solcher nicht allein da« ^eben? Konnte sie nicht noch Jahre, lange Jahre hindurch in der Erinnerung schwel» gen? Nein, deu mußte. Er hat sich nut überwiegender Stimmenmehrheit den Anschauungen des Motivenberichtes zur Regierungsvorlage angeschlossen, wonach gesetzliche Bestimmungen, die die Gebiete oes Civil-, Straf« und Polizeistrafrechtcs berühren, auch dcr Eompetenz der Reichsgesetzgcbung gewahrt bleiben müssen, welchen Standpunkt auch das einen ähnlichen Gegenstand behandelnde Reichggesctz vom ^0. Mai 1«6^ mbetress des Wasserrechtes eingenommen hat. Er war aber in vollständiger Würdigung der Ver schicdcnartigteit der thatsächlichen Verhältnisse bestrebt, alle jene Bestimmungen, bezüglich welcher die möglichst weitgehende Berücksichtigung provinzieller Verschieden' heilen sich empfiehlt, der Gesetzgebung durch die Land tage zu übertragen. Allerorts, wo Interessencollisionen eiutreten, ist der Ausschuß bemüht gewesen, in Ueberei> stimmung mit der Regierungsvorlage die Rücksicht aus die speciellen Interessen dcr Fischzucht den allgemeinere" und wichtigeren Interessen der Landwirthschaft und I"' dustrie unterzuordnen und hat diesfalls einzelne Aende-rungen an der Vorlage vorgenommen, um dieses Strebt« deutlicher zu machen. Der Ausschuß stellt den Antrag: Das hohe 3lbge< ordnetenhaus wolle dem angeschlossenen Gesetzentwürfe betreffend die Ausl'bung und den Schutz der Fischerei i" den Binnengewässern seine Zustimmung ertheilen. Politische Uebersicht. «aibach, 6. März. Der Gesetzentwurf, betreffend die Einstellung dtt Leistungen euS Staatsmitteln für die katholische" BiSthümer in Preußen umfaßt 15 Paragraphs H I bestimmt, daß in allen Erzdiöcesen, Diöcesen, Delc-gaturbezirlcn und in den preußischen Antheilen der Orz diöcelen Prag und Olmütz, ferner in den Diöcesen Freibull! und Mainz vom Tage der Publication dieses Gesetzt sämmtliche für Bisthümer bestimmte Leistungen au^ Staatsmitteln eingestellt werden, ausgenommen die l!e^ stungen für Nnstaltsgeistliche. Nach 8 ^ werden die Leistungen wieder aufgenommen, sobald der Bischof ^ Staatsregicrung gegenüber sich schriftlich verpflichtet, die Staatsgesctze zu befolgen. Die 83 3 und 4 ordnen den' scllim Gegenstand für die Blsihümer Gnesen, Post"» Paderborn und jene BiSthümer, deren Erledigung el' folgen möchte, bevor dcr derzeitige Bischof die Staal^ gefetze wieder anerkennt. § « behält die Verwendu«ß der eingezogenen Dotationen der gesetzlichen Bestimm^ vor und befugt den CultuSminister, bei commissaris^ Verwaltungen oeS Bisthumsoermögens die Fortgel«^ rung der zur Verwaltung erforderlichen Mittel zu vel' fügen. H 11 bestimmt, daß, wer die im § 2 erwähl schriftlich erklärte Verpflichtung widerruft oder derselbe" zuwiderhandelt, durch ein gerichtliches Urtheil auS dtl" Amte zu entlassen ist. Ueber den Stand dcr Arbeiten im preußisch^ Landtage äußert sich die „Prov.-Corr." in folgen^ Weise: „Das Abgeordnetenhaus hat seine Thätigkeit M zwischen der Etatsberathung im Hause selbst und de" wichtigen Eommissionsbcrathungen getheilt. Die Fest^ lung des Etats schreitet so ungestört vor, daß die ^' cndigung derselben im Abgeordnetenhaus».' gegen 5Mle ocö Monates erwartet wird. Die Arbeiten in den Co>"' Missionen über die Provinzialoronung und das D»t^ tionögcsctz sind jetzt bis zu den wichtigsten und schwiert sten Punkten vorgeschritten, über welche allseitig ">'' gehende Verhandlungen mit der Staatsrcgicrung s^ finden." Man hat in Petersburg zuverlässige Mitlh^ lungen übel. die fortgesetzte Geneigtheit der deuts^, Regierung, die durch die brü sseler Eonferenz ^ streblen Zwecke weiter zu verfolgen. Ausdruck h"!" wird dem Vernehmen nach eiae in Petersburg "'. langende Erllärng der oeutfchen Regierung sein. ^«" seitens Oesterreich, Ungarns ist eine Note bet"!' Theilnahme an den die Fortsetzung der brüsseler ^ ferenzen bildenden Petersburger Eonferenzen in näM Aussicht. ., Wie die „Agence HaoaS" meldet, ist zwischen »"' fet und Dufaure allerdings eine UebereinstimM"" über das Programm und die Zusammensetzung beS lu ' ligen französischen Ministeriums erzielt word", es scheint jedoch, als wenn die Hoffnungen, welche ^ republikanische Partei in die politische Treue BUsi' sehte, getäuscht worden wären. Alle Nachrichten be^" gen, daß zwischen dem Kammerpräsidenten "^^ sl.zf, Mahon sowohl bezüglich der zu befolgenden Po" als auch bezüglich der Wahl der Persönlichkeiten s" ^ neue Ministerium eine Uebereinstimmung vorhanden Der Marschall besteht auf Wunsch Vroglie'S aus .^ Eintritt Kerd rels in das neue Ministerium. ^ ^ selbstverständlich, daß lein republilanischer 3"hl" ' .^ Eabinet treten will, in welchem ein Spion AHsen, sitzt. Die Parteien der Linken sind übrigens em,°i ' ^ für den Fall, daß ein Cabinet gebildet werden, .^ welches Mitglieder der Minorität enthalten o"^ antl-bonapartistisch genug sein würde, l°f°" "".Me^iu»" ordnung zu stellen, welche erklärt, baß daS <"" '^tzt. das Vertrauen der Nationalversammlung "" ^ ^ u"d - Wie die „Liberte" meldet, haben sich »"'' 395 Dufaure entzweit, weil letzterer das Recht der Er. Nennung der Maires für die Municipalräthe reklamierte, puffet soll auch Bedeuten geäußert haben gegen ein allzu anti bonapanislilches Auftreten. Mac Mahon will tin außerparlamentarisches Cabinet berufen mit Ducrot, dem Präfecten von ^yon, als Minister des Innern. Hagesnemgkeiten. ^(Militärisches.) Wie die „Wehrzeilung" erfährt, l°ll »>an in maßgebenden Kreisen mit der Idee umgehen, die "ilgertruppt auszulösen u«d iu Infanterieregimenler um-zulluderu. - (Des LCN. Varon Witlmann) Gesundheit«, zustand macht nach Vericht wiener Blüttcr nur langsame Forl-lchritte. Die Schwäche dauert noch immer an und muß dcr Patent nach wie vor das Zimmer hiltcu. Die Aerzte crllären jedoch "ln Zustand des Barons Wiltmaun im ganzen befriedigend und lragen demselben nur strengste Ruhe auf. Deshalb ist vorläufig an eine Wiederaufnahme der Nmtsgeschilfle seitens des Uarous Wittmann nicht zu denlcu. - (lüertraueuslu u d g eb ungeu.) Die schlefische Handlls, und Cewerbelammrt hat in einer am 2. März l.bgc. haltcneu außerotdenllichen öilHNng beschlossen, Sr. Excellenz ^^ wegen «ranlheil auf Urlaub befindlichen Herln Hanbelsminiiler "l- V a u h a n « eine Daulc«" und Verlranen^adreffe in An» "tenilung der Verdienste, welche sich derselbe um die Interessen be? Handels, der Gewerbe, der Communicalioneu und speciell um ^« gewerbliche Vildungswesen de« ganzen Reiche«, insbesondere l» Schlesien in allen diesen Nichtuvgen erworben hat, zu richten, lleberoie« wurden folgende Telegramme an Dr. Van Hans abgesendet : „Der Gewerbevcreiu in R e i ch e » b e r g drillll Eurer Ercellenz die wärmsten Sympathien aus und hofft ans deren bal-b'se Rucklehr in jenen WirlunaMci«, iu welchem Eure Eicellcnz Honds, „nd Industrie so energisch vertreten,' Tcr lepliher Gerwerbevercin sendete folgendes Telegramm an den Minister Julians ab: „Der tepliher Gewerbeverein hat mit tiefstem Ve-bauer» erfahren, baß Eure «reelle»; da« filr unser Vaterland so legmsreichc Wirten auf allen Gebieten der Vollawirthschafl, drS Haudels uud dcr Iuduflrie, wenn auch nur für lurze Zeil. auS Wtsuobhtitsrllcksichte» unterbrechen mußten, und gibt der Verein Uur s>n«m allgemein gefühlten Wunsche NuSbrncl. nienn wir ver-I'chern, mit Frende» der recht baldigen Witderaufnahme Ihrer ^Nliglen entgegensehen zu dürfen." - (Gegen l hierq uä lere i. ) Der Ausschuß des slazer Thicischntzvelciucs l,nt, wie die grazer „Tag»spc,st" meldet ^ber Vorschlag des Herrn Johann Hariamp, Oberlehrer und "bigen Vereins'F'lialuolsteher iu St Marem amPickelbach. liu» ^tnthmli^ mi> der dortigen z.'ocalschulbeho'rbe den Schltt^üuien ^ 2, Klasse: Theresia Saltinger und Elisabeth Maier sill ihre '^l fleißige Fllllciuug dcr Vögel während dcr harten Winters- ö"> und Ausübung verschiedener anderer »hierfreundlicher Hand ^"»en. dann den Schülern Josef Niuaus und Franz Gspandl, ' ">!»lls der 2, Klasse, sur besonder» eifrige« Flittern bcr huu^ ^en Vögel und Anfertigen von sehr zweckmäßigen, billigen ''»lilftch,,, fur Vögel, - da« Nneileunungsdiplom uud Giebel« "^gelschuhvuch" als PiNmie znerlamil. Laut Verichl des Herrn u'lialvlltstchns fand diese Prämiierung am 23. Februar d. I. ^Hmittag« im Schn.saalc in Anwesenheit des Herrn Pfarrers "nd df« «treinsmilgliede« Iatob Hofer, mehrerer anderer Thier- ^uhv,reiu!,m!lg!itder und sämmtlicher Hchüler iu feierlicher ^"'sl statt, wobei zuerst der Herr Pfarrer und dauu der Herr 6'lialvorsleher w herzlicher, eindringender Weise t»e Kinder nber l" große,, Nutzen de« Thierschuhe« und der Thiere und über e« Schadeu durch Mishandlung derselben belehrt l.nb ihnen " ^erabjcheuungswllrdige der Thierqutllerei zu Gemüthe geführt ^ ' 3n freudiger und gehobener Stimmung uerlichen am Flusse sämmtliche Schullinder, insbesondere aber die Prämiierten "l> derfn Eltern unter Danlelstaltnug an den Verein die Ver- l°nunlung. "" (Tefahr auf hoher Gee.) Der stürm der vor "l»en Tagen in Tnest und auf dem Meere wüthete, riß die ^"e Ladung vou Malta iu Trieft cingelroffcnc italiculsche Mcr- ^»Ulbrigg „Nublta" (2i»6 Tonneu Gehall, Capital, Francesco len»^ "°" "" ^°'° '" ""^ ""^ "" ^'b segcn d,e Fel- 'PPe nächst dem peuchtlhurme, wo dasselbe in Gefahr schwebte, rlllbl^^"'' ^" vcnianuung. die Vordjournale und viel« Gc- fort » ^" ^'^ '" Sicherheit. Das l. l, Hafencapilanal hat s°. d», «^ Hllfcnmlllrosen mit dem Hafenlieulcnant zur Vergnüg " schifft« entsendet. welk '" !^ ^ n eevtrwehungen) Nu« Florenz, den 2. d,, »i« n^ ^'^ ^""'^ "^°li d'Italill": Da heute Schneefall und ^ l atltr Sturm wieder da« Niedergehen von Lawinen auf der zn>isch""""V°l)" besillchten lassen, so unterbleiben die Nachlzllge ten» " ^° ""b »ologua und damit auch die zwischen Flo- ift „zl/^^^^llrisis.) In den Vereinigten Staaten droll«? """'«er al« eine Million Nrbeiler nnd Nrbeilerinncn ^'"it/ d " "^" ^ dieselben zu thun gibt, Sin volles slubcn l,"°" ^ ^'^"bahnarbciter oder zfohlen- und Lisen-^rot /« ?" ""^ °"^"e Handwerker, die für ihr tägliche« ^^den «tisenhandel anaewielen sind.__________________ Locales. Gisenbllhnproject «aibach-«arlstadt. bahnfraa.., / ""^" H"""l°"d IMsl wichtigen Eisen-^Eien «^ 3"'""ig in Muh. Der Ver cht ^use 'Nm7''^?^'" dsterreichischen Abgeordneten. «ellersperg" Bericht. >«n. betr^ .. ^ °"' " "' Uii. >ber ?ti Peti-^ nal Ns. ^"llellung «iner Eisenbahn von «> nach Karlstadt eventuell Iosefsthal autet: „Die Petitionen: Z. 1260 der Vertreter der Gemeinden, des Groß. grul'dbcsitzeS und der Industrie des BezlrleS Tschernembl (Hotjchcvar); Z. !i161 der Gemeindevertretung der LanbeShaupt. stadt Vaibach (D>-, Schasser); Z. 22^ der Ortsgcmcmde Pruönitz in Unterlrain (Dr. Razlaa); Z. 2305 der Ortsgemeinden HruSca. Gaberje, Pan-geregerm, Sela, Suhdol, Haselberg, Vrezovic, Großnuß, dorf, Hrib, Großslateueq und «leinslateneg, Polendorf und Pechdorf (sämmUich in Unterlrain) (banger); Z. ii^(K) der Ortsgemeinde Precna bei Rudolfs, werth (banger); Z. 2iNl1 der Gemeinden Adleschitz. Vutoraj, Döb« litfch, Oberdragatusch, Drasic, Gradac, Grlblje, Kälber«-berg, Kerschdorf, Mottling, Petersdorf, Podzemelj. Pre. lola, Nadovica, Rosalnic, Schweinberg, Scmic, Stoken, dorf, Suhor, Tanzberg, Tributsch, Tschcrnembl, Wein. berg, weim'tz und Winlcl in Unterlrain (Dr. Suppan); Z. 2358 der Gemeinden Ultenmarlt, Unterberg, Raoenze, Thal, ^ola und Rudolfswerlh (Dr. Suppan); Z, 2382 der Orjsgemeinde St. Peter (Pfeifer); Z. 24i>1 der Stadtgemeindc Gottschee (Dr. Schaffer); Z. 24^4 der Ortögcmcinde Altlag (Dr. Schaffer); Z.24<)5der Ortsgemeinde Mitterdorf (Dr. Schaffer); Z. 2517 der Ortsgeineinden Ebcnlbal. Malgern und Nessellhal (Dr. Schaffer); Z. 2527 der Ortsgcmcinden Graflinden, Unterlag und Unterdeutschau (Dr. Schaffer); Z 254<: der Orts^emeinfe, Vienfcld, Mosel und Schwarzenbach (Dr. Schaffe); Z. 2551 der Gemeinden Seiscnberg, Hof, Sagratz, Ambrus und ^angcnthon (Dcschmann); Z. 2556 der Oltsgcmeinden Gältenitz, Hirtenbcrg und Niea (Dr. Schaffer); Z. 257^ der Orts^emeinden ^angenthon. Morobitz und Tiefenbach (Dr. Schaffer); Z. 2591 der Ortsgememde Odcr^aß (Dr. Schaf, fer) und Z. 2592 der Orlsgemeinde Suchen (Dr. Schafier) betone» die Nothwendigkeit der baldigen Herstellung einer Eisenbahn von Kaibach dmch Unlcrlram nach Karlstadt, eventuell Iosefslhal und gipfeln in der Vitte: Da« hohe Haus wolle den Vau dieser Oahn aus Staatsmitteln als Nolhstandöbau bewilligen. Nach den vorgelegten Projcclcn. wclche von der Ge. nc^alinsfteclion überprüft wurden, soll die Bahn vcm ttai< bach ausgehen, woselbst ein direcler Anschluß mit der Sttdbahn und mit der Rudolfsbahnstrecke Vaibach'Tarois anzustreben sein wird und ihren Enopunlt entweder an der kroatischen Grenze nüHsl Krassinz (Nichlung gegen ssarlstadl) oder ail der kroatischen Grenze nächst Weinitz (Richtung gegen IoscfSllM) habeli. Vonseite des hohen l. l. Handelsministeriums wird der Linie ^aibach-Iosefsthal in Einblick auf die nolhwen> dige Verbindung mit Dalmatien und den dalmatinischen Bahnen unbedingt der Vorrang cingeriU mt. Eine Vahn von ^aibach nach tlarlstadt würde sich ncmlich als eine Concurrenzbahn der Südbahn darstellen, welch' letztere in Anbetracht ihrer viel günstigeren BctriebSverhaltnisse je densalls daö Ucbelgcwichl behaupten würde. Auch ist die Fortsetzung der Bah» vou Karlsladt aus in östlicher Rich, tung nach Sissel höchst zweifelhaft, cö könnte daher die nach Karlstadt gravitierende, nnr localen Inlereffen dienende östliche Richtung dcr untc»krainer Bahn nur in zweiter Anie in Erwägung gezogen werden. Was die in dc» Projeclen berührten Alternativlinien betrifft, io soll die Tra« entweder über Seisenberg und Ainöd durch das Gurlthal oder über Treffen und Rudolfswer thale um circa 12 Meilen geringer als bei der Nnie über Treffen; 4. stellen sich die Baukosten, auf die Meile rcdu eiert, niedriger, so daß bei der Gurllhallinie daS ge» summte Anlagekapital in zweifacher Richtung stch herab. mindert; 5i, ermöglicht die dem contlnuicrlichen Gefalle des Gurlsiusses folgende Vinie weil günstigcre Slei. gerungsoerhtlltnisse als die Tr^ce über Tressen, welche ohne Gegenstel^runsien nicht durchführbar ist. (Gchlulz solgl.) — (ZnrLrrlchtnng einer «ckerbau schule in Kr <> in.) Sc. l. und l. Äpoilolischl Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 5i« Februar 1875 den vom traini« schen Landtage am 16. Oktober 1«74 gefaßten Veschluß wegen Veräußerung von zum Btammvermögeu de« ^andesfonde« gehö» rigen öffentlichen Obligationen bis zum Velaufe von höchsten« achtzigtauscnd Gulden behufs der Errichtung einer Nclerbauschule allergnädigst zu genehmigen geruht. — (Perfonalnachricht) Der Herr ^»nbeßregierungs» leiler l. l. Hofrath Nitter v. Widmann wird mit dem heutigen Schnellzuge von Wien nach i'aibach ,urllcllehren. (Her lrainer i.' anbtag) wurde auf den 6. April einberufen. — (Auszeichnung.) Herr Vartholomllu« Vrezooar, rin geborner Kramer, derzeit Professor am Gymnasium zu Kürst iu Rußland, wurde von Sr. Majestät dem Kaiser von Uuhland mit dem St. Annen-Orden dritter Klaffe «usgezeichnet. — (Filr die Orlludung der städtischen Musil» lapelle) haben beigesteuert: Herr varon «psaltrern 10 fi., M, Lentsche ^un. 2 si. — (FUr den trainischen Schulpfennig) sind eingegangen: in der Sammelbüchse der Restauration des „Hotel Europa" 7 st. — (Eine G cmeiu derat h «sitzungj findet »m Dinstag den 9. d. im hiesigen Rachssaale statt. An der Tages-ordnuug der ijfslnll,chen Sitzung stehen: I. berichte der Per-soual' und Vlechlssectiou : I über die Vlepublicierung der strahell-leinigungc«voiscl,rlf<; 2, über die Antwort der wiener HanoelSbanl auf die Vertragsliisuna bezüglich des Prämienanlehens; 3. iiber die Syftemisierung zweier Kanzleipraltllauteuftellen beim Magi. strate, II. Berichte der Finanzseclion: 1, llber den Zeitpunkt der Auszahlung der städtischen SlifiungSgeniisse und Armeuuuter-slntzunsseu; !i. über den Aulauf des Hintergebäudes von dem Hause »ir. 23? am Hauptplahe; 3 über die Proposttumen des 1. l. UeichS.Kriegsminislerinms betrefstz der «blassung der Militär, spitals» und Berpstegsmagazinsgebäude an die Stadtgemeinde. III. Verichte der Vausection: I. über die i!icitationöresultate be-ziisslich drr Einrichtung des neuen städtischen Bollsschlllgebäudes; 2. über dir Regulierung des Viannplatzes bei Demolicrung des ehemaligen ZollamtSmagazinS, IV. Oerichte der Polizeisection: 1. über die Ableitung der Abfallwa'sser aus der Koslerschen Uräuere«; ii. nber die tioßenbestreitung sür die hMvphorjchläuche der Feuer,vel,r ^ ^, über die Siftierung der AuSfolgung eiuge» faugener Hunde zur Zeit der herrschenden HundSlvulh; 4. übe, eiueu Necnro wlder ein Straferlennlms wegen unterlassen« Senlarubenräumung. — Hieraus folgt eine geheime Sitzung. (Der Lentralausfchuß der lrainischen i?»n d w,llhsch»fte - Vtsellschaft) versammelt, ftch gestern ,nr Monotsfitzung Der Hentralansschuß unterstützt da« Gesuch der Gemeinde Aßling um die Vewilllgung ^ur Abholtnnsz zweier Aiehmiirtte, Herr ^'andesforstinspeclor Salzer wurde smsteladen, sich von den Meliorlltlon«nrb«»trn auf de« Hulweidtn in /tadeine Velo und Viarein bei Hilleiibelg zu ubrrztugen. »«t^ nach die Frage wegen Hubvcütiomssuug dieser Kullursurbeilf« erledigt werden wird. Der (lenlralausfchuß nahm itenmni» »o« der in Wien stattfindenden Konferenz der Forstmänner Oie lbei maß^bsiiden Grunde zulommeu lassen, 2. Der besonderen Ve,!!clsich!igung uud Würdigung werben jene Petitionen empiohlen. deren Verzeichnis im »erichle beiliegt.« (Vanlnotensä,scher) «m 27. °. M. wurde in «ill. ein gewisser Definardo. welcher mit einer angeblich m «rain sich htlnmlieibendrn V-inlnotensälschergruPpe in Verbin dung gestanden fr.,, soll. arretiert. L« wmden in Laibach einige vou >hm expedierte triefe velbächtigen Inhaltes aufgeiangen und «eh« aus denselben hervor. d°s< dir erwähnte Fälschervanoe auch in Tiirft eine Filiale errichlett und daß odbenannter Defio« naido als Foliolum dieser Gruppe die Umgebung LiM'« unsicher machte Er gal> sich dort gewöhnlich als Vrnder des ,hm in gar leiner weise vnwandtcu Geschäftsmannes Franz i,'onghino «u« und hausiert, mi, Talmiwaarcn. .. lSel < ene I ° gdbeute.) «m ii. ,. morgen« erlegte Her, Il'hann lansel, Ndvocalur«concipient in Rann. »m Ufer der Save einen Steinadler Das Prachteremplar wirb ,u». zcstopjl in der dortigen Schute ansgeftellt werden, 396 — (Dem ersten populär-wissenschaftlichen Vortrage), den Herr Professor W Llnhart gestern iiber «Darwins Lehre" im landschaftlichen Nedontensaale hielt, wohnten mindesten« 400 Zuhörer aus allen Gesellschaftskreisen bei. Die Zuhörerschaft folgte mit gespannter Neugierde und uugetheil-ter Aufmerksamkeit der interessanten Vorlesung. Vs war für den Vortragenden waHrlich leine geringe Aufgabe, da« reiche Material« in einer Stunde in belehrenden und überzeugenden For» Mtn zu bewältigen; insoweit die« thunlich, entledigte sich Herr Professor Linhart derselben in sehr befriedigender Weise. Die wißbegierige Welt Laibachs sieht auch den weiteren drei Vortragen mit Spannung entgegen. — (Dritte« Fastenconcerl.) Herrn lialausfchuß abgelehnt. Dem Delegate» in Stein, Herrn Vezirls-arz» Franz Saurau , wird für seine eifrige Thätigkeit der Danl des Filialautzschufses auSgedrüclt und derselbe ersucht werben, in künftigen Fällen Mitgliederbeitritte sammt Geldern an den Fi-lialoerein einzusenden. Jene Vereinsmilglieder, welche den Jahres» beitrug pro 1875 bisher noch nicht embczahlt haben, werden von den Filialvereinssunctionärm zur Zahlung eingeladen werden. Zwei Thalsachen, — daß die grazer Vereinsblütter bisher noch nicht zugestellt wurden und der vorige Filialvorsteher leinen Rücktritt in hiesigen Blättern in nicht ganz klarer Ausdrucksweise öffentlich luudgab, — möge» mehreren VereinSmitglicoern Anlaß gegeben haben, daß die Filiale Kram ihre Wirksamkeit eingestellt hab«; jedoch die täglich vorkommenden neuen Vereinsbei-tiitte beweisen das Gegentheil. Die Anzeige über eine im Ge-meindedezirke Salloch verübte Thierquälerri wird der l. l. Bezirls-hauptmannschafl Umgebung Laibach zur gefälligen Amtshandlung übergeben werden. Die Redactionen sämmtlicher hier erscheinenden Blätter werden ersucht werden, von der Honslituierung der Thier-schutzvereinsfiliale in Kram Kenntnis nehmen, ihren Lesern den Zweck diese« Vereines klar darstellen und denselben Vereinsbeitntte anempfehlen zu wollen. — (lleber die Action der Slovene») wird der grazer „Tagespost" aus Laibach unterm 4. d. geschrieben: „Der heulige,,E!ooencc" veröffentlicht ein Mißtrauensvotum für Dr. Nazlag, das die anonyme Unterschrift: „Die Wähler von Wippach" trägt und dessen Stylisierung sich keineswegs durch be» sondere Höflichkeit auszeichnet. E« wäre jedenfalls würdiger gewe» sen, wenn die Verfasser des Schriftstücke«, die wohl in irgend einer Pfarrei oder Meßnerstube zu suchen sind, für ihre Ansichten der Oefsentlichleit gegenüber mit ihren Namen eingetreten wären. Die Veranlassung zu dem Mißtrauensvotum bietet abermals die Weigerung des Dr. Razlag, den Protest der Nationalen gegen die Giltigtkit der Handelslammerwahlen zu unterfertigen. Doch ist die« wohl nur der äußere Vorwand, in Wahrheit handelt es sich darum, den wegen seiner Besonnenheit unbequemen Führer der Iungsloveuen mit allen Mitteln zu discredit««» Die Ersahwahl eines Landtagsabgeordneten in Adelsberg anstelle des Dr. Costa findet schon am 3. April statt. Die Verfassungspartei darf also mit ihren Maßregeln nicht zögern, wenn sie nicht auf einen immerhin möglichen Erfolg verzichten will." — (Unglllck « fall,) Wie der „Slov. Narod" erfährt, waren im Kohlenwer'e zu Sagor am 3. d. im Maximilian-schachle filnf Nlbeiler beschäftigt; plötzlich löSte sich ober den Häuptern der Arbeiter eme Eidschichte lo« und verschüttete dieselben. Die LebensrettungSarbeiten wurden sogleich in Angriff genommen; leider gelang eS nur einen dieser Arbeiter zu retten, vier Arbeiter jedoch fanden den Erstickungstod. — (Theater.) Die französische Valletgescllschaft „Weiß" hat gestern den Cyklus ihre« Gastspiele« bei vollem und sehr beifällig gestimmten Hause abgeschlossen. Der Reiz der Neuheit, eigentlich Seltenheit, lieferte der Theaterlasse den Nachweis, daß Lai» bach« Vevüllerung jedes Unternehmen, wenn e« Neue« und Interessante« bietet, kräftigst untel stützt. Jene Piecen beider Ballet«, in welchen Fräulein Umlauff - namentlich in „Alt und Jung" — Mlle. Iulö und Herr Velefy in den Vordergrund traten, empfingen großen Veifall. — Fräulein de la Tour bestand ihr zweite« Debut mit dem besten Erfolgt. Die geschätzte Localsängeriu erschien in zwei Rollen, natürlich und treuherzig als „Margarethe" in Vergen« Hchwanl „Ein ungeschliffener Diamant" und al« gelungene Copie einer echten Tochter de« Nlpenlandes, d, i. al« „Nandl" im «Vasprech'n hinter'm Herd." Herr Hegel spielte den Part de« „Freiherrn von Stritzow" süperbe. Er wird sich wohl für seine Minna notiert haben, daß es auf dem laibacher Theaterzettel heißt: ,,s' Vasprech'n hinter'm Herd" — ? Auch die Herren Weiß (Qnantner) und Indra (üoisl) gaben ihre Rollen dem Dialecte nach correct nnd recht lebhaft; jedoch der gesangliche Theil verlief auf der Nllhne und im Orchester holprig und unrichtig im Zeitmaße; dessenungeachtet nahm da« Haus dieses „G'spiel" nu! stürmischem Veisall ans und spendete dreimalige Hervorrufe. — (Aus der Vühnenwcll.) Der l. r. Hosschauspieler Herr Lefser beabsichtigt die Direction eine« österreichischen Theaters zu übernehmen und befindet sich zu diesem Zwecke drrc zeit in Linz, um die Bibliothek der dortigen Vühne zu erwerben. — („Neue Illustr. geituna." Nr. 9.) Illustrationen : 1' Adolf Freiherr v. Pratobevera. - Das Costümfest im wiener Musilvereinssaale. (Originalzeickmnng von F. Kollarz.) -Der lleinseitner Vrückenthurm in Prag. (Nack der Natur gezeichnet von I. I. Kirchner,) — Aus den baierischen Alpen: Im Wirthshaus : der Bittgang. - Alte kauten in Dalla (Bengalen.) — Iardiniüre. Von D. Hollenback. - Texte: Heimatlos. Bon N. M. Kapri. (Fortsetzung.) - Adolf Freiherr v. Pratobevera. — Ein Wirthshaus in den baierischen Alpen. — Der Viltgang in den baierischen Alpen. - Der lleinseitner Vrückentbnrm in Prag. — Ruinen alter Vauten in Dalla (Bengalen). — „Zu spät." Novelle von Capitän N. Dillinger. — Der Kampf um ein Erbe, Roman aus dem Englischen, von George L. Niten. Deutsch von laver Riedl. — Das Cosiümfest der wiener Künstler. - Wiener Wochenchronil. — Kleine Chronik. — Schach. Neueste Post. Wien. »i. März. Die Meldungen über den An. tritt der Reise des Kaisers nach Dalmatien mit Ende März sind ungenau bezeichnet. Beireffs der Meldung bezüglich der Entrevue des HaiserS uut dem König Victor Emanuel bei Brindisi, bemerkt das „gremdenblalt", ist in competenten Kreisen absolut nichts bclannt. Die Nach» richt, Kronprinz Rudolf werde den Kaiser nach Dalma» tien begleiten, ist ebenso unbegründet, wie die Mitlhei» theilung betreffs Fortsetzung der Kaiserreise nach Vrin. disi und Neapel. — Die Berufung des Statthalters Rodich nach Wien gilt der Feststellung des Programms für die Kaiserreise nach Dalmatien. Linz, 6. März. Infolge einer durch den Nuntius in Wien intimiertcn Kundgebung des Papstes erklärte Bischof Rudigier der Statthalterei, daß er vor Anstellung eines Provisors an einer incorporierten Pfarre die vorgeschriebene Anzeige machen werde. Budapest, 6. März. Minister Szell erklärt, die Regierung werde Montag über die Zeit der Vudgetver-handlung ihre Erklärung abgeben. Die Richtung der Finanzpolitik der Regierung habe der Ministerpräsident gekennzeichnet; im gegenwärtigen Stadium, wo sich die Regierung einem fertigen Budget gegenüber befindet, lönnle das Haus von derselben nicht sofort detaillierte Finanzentwürfe verlangen. Die Regierung werde es für ihre Pflicht halten, ihre auf Regelung des Staatshausi Haltes abzielenden Entwürfe genau darzulegen, wenn sie mit ihrem eigenen Budget vor das Haus treten werbt. Agram, li. März. Ministerpräsident Freiherr v. Wenckheim richtete eine Art diplomatischen Schreibens an den Banus, in welchem er diesen um thailrasligc Unterstützung seitens der kroatischen Abgeordneten bittet. Dafür stellt der Ministerpräsident die Aufrechterhaltung eines guten Verhältnisses zwischen Kroatien und Ungarn in Aussicht. Berlin, 5. März. Der »ReichSanzeiger" publi« ciert oaS Pferde-Ausfuhrverbot, welches gegenüber allen Grenzen des deutschen Reiches an das »usland sofort mit dem VerlündungStage inlraft tritt. Telegraphischer Wechselkurs vom 6. März. Papier - Rente 71-50 — Silber - «ente 7b 90 - 1660,l Staat«-Anlehen 112-60. — Vanl-Nctien 960. «lredil-Aclieu 220-50 London l 11-50 - Silber 105 50. «. l. Münz-Du» cateu 5 25 Napoleonsd'or 8 83'/,. - 100 Reichsmark —. Wien. 6. März. 2 Uhr. Schlußcurse: «redit 220 25, Anglo 129 50, llmon 96 50. Francobanl 49 50. Handelsba, < 60—, Bereinebanf 2475, Hypolhelarrentenbanl --—, allgemeine «augestlljchasl 14-50. lU'tliec Nllubanl 32 50 Uuioudaubanl 22 50, Wechslerbaubaul 10 - , Vrigitteuauer 3 50, Slaatabahn 293 50, Lombarden 133 75. «lommunallose —, Ziemlich fest, Handel und Wolkswirthschastliches^ vaibal»,, 6. März. Auf dem heutigen Markte sind n-schienen: 12 Wagen mit Getreide, 5 Wagen mit Heu und Stroh (H.u 38. Stroh 13 Ztr.) und 22 Wagen mit Hol». Durchschnitts-Preise. .Mit.. Mg,.< »tlt.. W," fi. ll. fi.ilr. j st. lr. fi.j t».. Ne.zeu vr. Metzen 5! 10 5 59 Butter pr. Pfund —>44—!-- «o.u „ 3 60 3 95 Eier pr. Stück - z . - Gerste .. 3,10 3 3 Milch pr. Maß - 10------- Hafer .. 2 20 2 15 Rindfleisch pr. Pfd. - 27 - Halbsruchl „ -------4 30 Kalbfleisch .. - 24 — - Heiden ,. 290 3— Schweinefleisch ,. - 29 ! Hufe ,. 3 l0 3— Lämmerne« „ 19 < K.'luruy „ 3 20 3 52 Hähndel pr Stück — 65 E däpsel .. 2 40 Tauben „ -22 - - l''nseu ., 6------------Heu pr. Zentner 135------- Erbse» .. 5 80-------Stroh « I------------ Fisole» ,. 5 40- Holz, hart.. pr.Klft.-------7- Rindeschmal, Pfd. - 55 — weiche«. 22"-------5 - - Schweineschmalz,. - 50-------z Wein, roth.. Eimer-------12 Speck, frisch , -36-------l - weißer. „ -------11 - geräuchert» — 42 ->- , Loltoziehungcn vom 6. März. Wien: 87 9 56 78 4. __________Graz: 19 72 81 77 4s. Theater. Heute: Lrste« Debul der Operetteusängerin 2 Hriftof-Maschel «Die schüne Helen a". „Helena" Frau Maschel und dritte« Debut der Localsllngerin Fräulein de la Tour. „vreft" ßrl de la Tour. ___Meteorologische Beobachtungen in Laibach. - -Z m n ° :? -5 « ^i O z: i -: 5 6U.Mg. 74198—14., windW dtchter Nebel « 2 „ 9t. 74l„ — Lg NW schwach heiter > 0.oo 10 „ Ab 743.4, — 7« , »indstill , heiter , 6ll. Mg. 743.9, —15.0 windstill dichter Nebel 7, 2 « N. 743 7« ^- l.4 SO. schwach schw. bew O.oo I 10„ Ab. 7465, — 3o NW.schwach^ heiler Den 6. morgen» dichter Nebel, bis 8 Uhr anhaltend, dal>" heiler, starkes Schmelzen de« Schnee« an der Sonne, abends Kälte im Zunehmen, sternenhell. Den 7. morgen« dichter Nebel, vormiltllg« anhaltend, bann etwa« Sonnfchein. nachmittag« leM bewölkt, herrliche« Abendroth, abend« heiter, sternenhell. D»< Tagesimtlel der Temperatur am 6. ~ 80°, am 7. — 5 b", ^" ziehung«weise um 10 5' und 81' unter dem Normale. Verantwortliiber Redacteur: Otlomar Vamber« ^i^rwnb^ril^t ^^"'.^ ^- ^?« circulierten widersprcchendc cll0cllU)l. der anderen se.e« d.e Vurse durch Contremmedeckungen b^f,stig'. Man fühlt« sich wegen diese« Widersprüche« ohn« sichere Lynofu? und paufiertt dem,us°l« lation Anlagewerthe waren the,lw«fe mehr al« gestern offerlert. doch nicht enlschleden fiau ' > -, >» i>" ««" »>»«,««r ormzuivige m oer ^^ V«lb War« G«lb Na«, «tlb wa« ^»".^-----«ät« Mai. ) «.^.^ (.....7150 71-60 Kreditanstalt........218 25 2,8 50 Otsterr. Nordwtfibahn .... 15075 15125 Siebenbüraer ??"»<) 77'l>0 Februar) """ ^.....71,^ 7,.^ ^itanstall, «„gar.....205.50 2< 6- Rudolfs-Vahn.......,44- 14450 Staalsbabn .......1I250 14»' ' Jänner-) Silberrente ^ ' ? 90 76 - Depositenbank.......129 ,30- Staalsbahn........2R)50 291 Slldbahn i^ 3»/.......1,, 25 iN'b0 «pril- ) ^"°""ll" ^ 75.^, ^.^ Escompteanstalt......780- 785' Südbahn.........IU, 75 ^2- ^"""^" ^ ^ °......I" A ^.^ Lose. 1839........273 - 275- F.anc°-«ani .......4900 4975 Theiß-Vahn........l««.^ ,59. > Südbah« Von«..... 224^- '^ « 1854........10450 104 75 Handelsbank........59 50 60- Ungarische Nordoftbahn . . . II«. 116-^) uV° Olibabn ......«7«5 6«"-" 1860........11' 25 111 50 Nationalbanl.......95^- 960 Ungarische Oslbahu . . 54. 54.U ^' "^^" ^,.....6785 0° „ 1860 zu 100 fi. ... 11525 II575 Oesterr. Vanlgesellschafl . . . 177— ,78— Tramway-Geselllch. . . . 112- II»- Privattose. .. 1864........'38- 138 50 Unionbanl ........i<6 9625 «redil.L..........16840 169'^ Domänen-Pfandbriefe .... 12680 12710 Pcreinsbanl........84 75 25 vangeieUschafte». Rudolf«-L.........1375 14'^ Prämienanlehender StadtNien 10b- 10550 Vertehrsbanl .......5t> . 86 - AUg. üsterr. «augesellschaft I3-- 1325 Wechsel. ,n W:« ! ^^! ^ ^ °N??^ «""»"" 'r.««.«.m»..r».o^ ""'- "°"""^" ^' "'"«° z?V,, ^,,, ^, 3?z B S'ebenbürgen , f, 1 . . 76 80 77 40 ^un^^ Pfandbriefe. Hamburg..... . 5425 54H 3"°""« , «nl °« u3'^ 6" w«< «llg. dfierr. Vodencredit . . . 9635 9660 London.......1N'40 lU U D°nau.Re8ul..rnng«-r°fe . . 98— 98 50 «ifüld-Nahn........127 25 127 75 dlo. in 33 Jahren 87- 87 50 Pari« .... . 4415 "2" Ung. sorten. W.ener Communal - Anlehen 9125 9150 E.isabeth-Weftbah!. . . .'" . 18,25 s8175 ^.....8690 8710 «.> «^ ^. «^i « Elis°l)elhVahn(l.'!nz-vudweiser Prioritäten. Nm,«,.«^'^ ' «^ ««^' 8 « 91 " «ctien ... V.nle« drecke) .../...'. - - Elisabeth.-«. 1. «m. ... 9275 93>- Preuß! ssenscheine I " N" ." ^ " " ' ^ . «'" wa« ^erdinands-Nordbah» . I9w-'ft6b- Zerb.-Nordb.-S.......105- 10550 SUber ' 105 20 10b ^" -«ngi^Vanl........13, iÄ0ii5 Fran, - Joseph - Vahu .... 16050 16,-. Fr°nz-I°seph-V. ... 97... 97 "b """ - ... 10b „ 20 ^^ Banlverem . ,......112-50 113- ^emb.-Lzern..Iassy-Vahn . . 14375 1442b Val. «arl-Lubwi«-«.. 1. «m. . ,0250 103- »rainilä« Orunl>,ntl°Nunas-0bllll<'t''"'^ Vol>«nc«d.l°nft°ll 122. ,23- Lloyd-Oesellfch........433- 43b- Oefterr. NordweZ.iU. ... 9570 U59t> ^°7Ä' .?«""^ °.^^^^ ^^