Deutsche Macht (5nLKer „^issier Zeitung"). «rlcheint trbea Xf«»trft«8 tu S-oniaz ■•r|tsf ant Mit QEifli mit Zaftellmn, in« H»,« m«a»llich I. —M, vierteljährig H. 1.5«. halbi-ihri«, ft. J.-, «-Ntl-Hrig ft. s.—. Mit Uoflurciftidnas ttietteljdhtM ff. l.M, daldjährig ff. S.W. ««liijahrig ft. «.40. Die «»«cliic Ramorr 7 ft. yach Saris; dei Sitereii fflie&ciSolanjtn eaüHMticitKi Rodxll. «ii»»Srl» achnen 3»l««te lilr unser SUtt ale fetaitatdcn Ort 3n- Il»d «-n-,de« an. Htkocikon Herreng. ». »»«inlstration Herr«»,. «. >Zvrei!l>!»n»ci> kl Redactear« «»glicht mit «a«»«hme der ein- aad istirrt»«-, uon 9—12 Uhr vor- and »—« Uhr Noihmittt^». — SRKlam«tioncii Mrtofrti. — Maaakririe werden nicht I»rii ten, Jemanden wider seinen Willen Etwas auf-zubringen, waS man selbst als schädlich zurückweist. Aus dem Munde des Abgeordneten für die Hauptstadt der Steiermark klingt der Vor-wurf des Mangels an edler Gesinnung doppelt bitter für die Polen; den» diesem Manne müßen die Herren des „hohen Polenclubs" wohl oder übel zugestehen und seit jeher und zu einer Zeit, da die poivno-tschechische Freund-schaft noch sehr dünne Beinchen hatte, ein war-mer Polenfreund gewesen zu sein. Herr Dr. Rech-bauer hat mehr als irgend Jemand das Recht an die Polen warnende, mahnende Worte zu richten und diese thäten wahrlich gut daran sie zu beherzigen. Roch ist es Zeit! Roch eröffnet sich den polnischen Abgeordneten aus Galizien die Möglichkeit zu zeigen, daß man nicht ver-geblich an ihr politisches Ehrgefühl appelirt, daß der polnische Stamm die Sünde nicht auf sich laden wolle, dem deutschen Volke in Oester-reich ein Leid zugefügt zu haben, das er von sich selbst abzuwählen wußte. Doch nach den Ersahrungen, welche Oesterreich bisher mit sei-nein jetzigen Abgeordnetenhaus« gemacht hat. hegen wir die Hoffnung nicht, daß das Anstand«-gefühl den Sieg davontragen werde über die starre Parteidisciplin. Die factiöse Majorität oder vielmehr jene Fraction, welche ihren Willen der Majorität auferlegt hat, macht ja kein Hehl daraus, hämische Freude zu empfinden über ihren fch... eichelhaften Sieg. Behandelt doch Sr. Durchlaucht Fürst Alois Liechtenstein sogar die Herren von der Rechten, welche er um die clericalen Kastanien in'S Feuer schickt, so recht en canaille. E r selbst thut den Mund nicht aus, u»l die verderbliche Schulnovelle zu vertheidigen und die Angriffe abzuwehren, welcher sie Seitens der Vereinigten Linken ausgesetzt ist. Mit dem Uebermuthe eines „Deutsche Macht." Eavaliers hetzt er die plebejischen Redner auf das edle Wild, die moderne Staatsschule. Es niacht ihm sichtlich Spaß, wie die bürgerlichen und bäuerlichen Treiber sich im Schweiße ihres Angesichtes und unter Preisgebung deS Interesses ihrer Mandanten abmühen niüßen, ihre eigens Ehre zu Tode zu hetzen. Erst zum Hallali wird sich der aristokratische Waivmann einfinden. um das Messer in die Brust des keuchenden Opfers zu stoße». ^.'lber der Herr Abg. TomaSzczuk hat ihm die Freude doch ein wenig vergällt. Zu klar und deutlich hat er jenen zahlreichen Mitgliedern der Rechten, welche der Roth gehorchend nicht dem eigenen Triebe tödtende Hand anlegen an das geheiligte Eigenthum des Volkes, die Schule, zu klar und deutlich hat er diesen bewiesen, daß es ihre eigene Ehre ist, die sie zu Markte tragen, zu klar und deutlich, als daß sie darob nicht von dem bitteren Gefühle der Demüthigung be-schlichen werden müßten. Aus den Gl?ichnißen, welche die — wir sagen nicht zuviel — ewig denkwürdige Rede Tomasczuks enthielt, muß der blödeste Verstand entnahmen, daß Volksoer-treter, welche solchem Sport ihre Kräfte weichen,. . . . . nichts Besseres verdienen, als von Herrn Fürsten Lichtenstein von oben herab angesehen zu werden. Die es bis gestern nicht wußten und ahnte», daß sie die Dupes aristokratischer Volks-Verächter seien, sind nunmehr des Richtigen belehrt. Herr Dr. TomaSzczuk hat ihnen den Siaar gestochen und sie damit der Möglichkeit beraubt, sich auf ihre Unkenntuis der Sachlage auszureden. Fortan bleibt ihnen kein Ausweg. Sie niüßen entweder nach ihrer eigenen Ueber-zeugung gegen die Novelle stimmen oder das Geständnis ablegen, daß sie das Opfer des Verstandes und Characters bringen, wenn sie für dieselbe stimmen. DaS unschätzbare Verdienst, die Factiöke Majorität in diese Alternative ge-bracht zu haben, gebührt dem Abg. TomaSzczuk, der sich durch seine herrliche Rede für Fortschritt und Volksbildung den Anspruch auf den unser-gänglichen Dank aller österreichischen Völker erworben hat. Ausland. Hin Irtanftaf im ungarische« N »geordneten Hause. Zu den Parlamenten, in denen der Scan, dal nur zu oft einen Gegenstand der Zagesord »iing bildet, gehört unstreitig auch das Ungarische. So ereignete es sich wieder vorgestern, daß der .'ibg. @£ja Füzefserh, nachdem bereits alle Gegen stände der Tagesordnung erschöpft waren, folgende Interpellation an den Ministerpräsidenten stellte: Hat der Herr Ministerpräsident Kenntniß davon, das; die Gramer Polizei Mitte Februar einen ihrer Kommissäre, Namens Glavolfchnik, zu dem Epheu rankt an dem Balcone, Wo die schöne Dame stand, Die den stolzen Ueberwinder Mit den Augen überwand. Die Schatten der Eiche regten und rührten sich flüsternd im Abendwinde und schienen sich an der Thnrmwand zu greifbaren Gestalten ver-dichten zu wollen. — Der ermüdete Wanderer blickte lange sinnenden Auges in die grellrothe glühende Scheibe der Sonne, bis diese hinter den westlichen Gebirgswall hinabsank. Ringsum wurde es dunkler und dunkler; der auf dem schwellenden Rasenteppich Ausruhende bemerkte es nicht, vor seinem Auge flimmerten die hü-psenden Gestalte» der Blendung und gaukelten ihm eine Welt des Lichts vor, als längst die Nacht ihren schwarzen Fittig über dem Gemäuer der Ruine gebreitet hielt. Di; regsamen Ge-bilde, die er ringsum erblickte, zogen sich immer dichter und dichter um die Eiche zusammen, die dunkeln Umrisse wurden hell, die schwebenden Phantome nahmen Körper an, ein regeS Leben, ein hastiges Treiben begann sich vor dem stau-nendeu Auge zu entfalten. Er sah, wie daS zer-bröckelte Mauerwerk sich ringsum ergänzte und die Gebäude emporwuchsen. Wie aus sich selbst heraus stiegen die Zacken der Thurmzinne zum dunkeln Nachthimmel der Vergangenheit auf. Scharf hoben sich vor ihm die Schießscharten und die Luglöcher von der weißen Riugnianer ab, hoch war dort die Zugbrücke aufgezogen, deutlich drohte hier die Pechnase über dem go-thischen Bogen des Thores. Er selbst befand sich jetzt auf dem schmalen Platze, der sich zwi-schen Ringmauer und Thurm ausdehnt. Aus dem festgestampften Boden ringsum zeigte sich auch nicht ein Hälmchen Gras, und der hier Ausruhende war doch früher aus schwellendem Rasen gebette»? Die Eiche, die auf dem freien Platze gestanden hatte, war verschwunden! Aus ihrem Schatten hatte sich ein g'rades Männlein geformt niit gar eichengleichen, knorrigen Zügen, welches also zum Wanderer zu sprechen begann: „Ich bin der Geist des Zeitalters, in welchem diese Burg zu herrschen ge-habt; mit ihrem Falle hin auch ich zu Grabe gegangen, nur das geistige Wesen meiner Zeit, der Kern ihre« Lebens spuckt noch allenthalben in den Landen, weiter, als Du zu schauen ver-magst. Einsamer Wanderer! Du kannst mich heimsuchen aus meinem Bergneste. Du sollst nicht vergebens bei mir vorgesprochen haben, niemals ließ ich den müden Wanderer vor der Pforte schmachten; komm' und folge mir." Bei diesen Worten hatte sich die Gestalt, welche während des Sprechens zu einem Riesen, «tächtig wie der Stamni der verschwund'iien Eiche, herangewachsen war. bereits umgewendet und schritt nun dem düstern Thotgange zu. Dem Wanderer war unheimlich geworden, doch wie 1883 Zwecke nach Budapest sendete, daß er eine an. geblich hier sich aufhaltende Diebsbande erforsche? Hat der Herr Minister Kenntniß davon, daß in dem von der Grazer Polizei notirtcn Namens-Verzeichnis auch der Name eine« ReichStagsab geordneten enthalten war ? Wenn nicht, beab'ich t'gt er sich hievon Kenntniß zu verschaffen, und welche Verfügungen wird er einerseits im In-terefse der Wurde des Abgeordnetenhauses, andrerseits im Interesse der R.pntation jene« Abgeordneten treffen ?" In der gestrigen Sitzung des ungarischen Abgeordnetenhauses »ahm nun der Abgeordnete Polonyi das Wort zu einer energischen Erklärung. Vor längerer Zeit, sagte er, sei in seiner Advocawrskanzlei ein in Pest wohnender Client erschienen, welcher erzählte, daß in der Grazer Sparkasse ein größerer Diebstahl verübt worden sei, und daß seiner Ansicht nach einige Organe der Pefter Polizei bemüht seien, die Sache zu vertuschen. Er sPolonyi) ant-wartete, daß er, bevor er als Ädvocat gegen eine Behörde mit einer so schweren Beschuldigung auftrete, sich über die Sache authentische Informationen verschaffen müsse. Er schrieb daher sogleich an dir Grazer Sparkasse und forderte sie aus, ihn im Interesse der Erforschung der Verbrecher von, Sachverbalte zu verständigen. Die Sparkasse antwortete jedoch nicht, sondern übergab den Brief der Grazer Polizei, die ihn sammt den übrigen Acten an die Pester Polizei schickte. Ob in Pest eine internationale Diebsbande eristire, das wisse er nicht, wohl aber ist es Thatsache, daß daselbst eine locale Ehrenräuber-bände ihr Unwesen treibe. „Wir werden", ries er, „glücklich sein, wenn wir uns von Jenen defteien, die stets nur den Scandal cultiviren. Seit Herr Füzeslery Kenntniß davon besitzt, daß ich die Interpellation aus mich genommen, hatte er nicht den Mmh. auch nicht mit einem Worte sich zu äußern, nicht einmal, daß er im guten Glauben gehandelt. So lange er das nicht thut, erkläre ich den Abgeordneten Dr. Geza Füzeffery für einen niederträchtigen Berleum-d e v." Hierauf wurde die Abhaltung einer geheimeil Sitzung beschlossen, in welcher man sich dahin aussprach, erft nach Beantwortung der Interpellation durch den Ministervräfidenten. ein weiteres Vorgehen gegen Hüzefsery zu beschließen. Vie Botschaft des deutschen Kaisers an den Reichstag bildet momentan das lebhafteste Discuffions-thema der europäischen Presse. In dieser Bot-schaft wird der Wunsch des Kaisers betont, die Berathung der Vorlagen zur Entlastung der nothleideuden Classen der Bevölkerung zu beschleunigen, und dann angekündigt, daß der Etat für 1884—So demnächst dem Reichstage zugchen soll, damit für die parlamentarische von einer inneren Macht getrieben, folgte er. ! Sie schritten durch eine Flucht schmaler, I düstrer Gemächer, die aus halber Höhe durch niedere Fenster spärlich erhellt waren. Sie ta- j steten durch einen finstern Treppengang empor, ! bis sie auf der Plattform des mächtigen Berg-friedes angelangt waren. „Hier," rief der greise Riese mit fast be- l bender Stimme, „hier, aus thalherrschender Höhe, habe ich vor nahe einem Jahrtausend 1 mein Auge geöffnet, das seitdem schlaflos wa- 1 chend hinausgeblickt. Aus mich selbst, meine Faust und meine Wachsamkeit gewiesen, durfte ich nie sorglos ruhen. Vor mir hatten Römer, Gothen, Langobarden, Alemannen. Franken, i Bajuvaren und Slaven um das herrliche Berg-land gestritten. Als die Wogen der Bölkerwan« derung nachließen und die Volksstämme friedliche Abrundungen und Gestalten gewonnen hatten, da trugen zu meiner Zeit geistliche und weit- j liche Fürsten mit den Bannerträgern des Rit-terthums die Schrecken des Krieges, abcr auch die Segnungen friedlicher Cultur in die Berg- I feste». Das Hauptstreben, der TyouS meiner Zeit, war und blieb, aber stetS der Krieg, jenes nimmeyatte Ungeheuer, welches leider immer den reichsten Auswand geistiger und leiblicher Thätigkeit vom Menschen gesordert hat. Was ist der Krieg? Ein Streit, ein mit Blut ge- j »ährler Kampf zwischen Völkern und Staate«, l . Deutsch, Wacht " Pit irisch,» DynamitiKen. Gegen die in London verhaftete» Dynamit-Verschwörer ist die Anklagt wegen unbefugter Erzeugung und Benützung von Dynamit erhoben worden, worauf nur eine zweijährige Zuchthaus strafe steht; doch glaubt die Regierung, in einigen Zagen schon das Material beisammen zu' haben, um die Anklage wegen Verschwörung zu verbrecherischen Handlungen erheben zu können. Ueber eine neue Verschwörung zum Morde in der Graf-schast Cläre machte ein auf Zwangsarbeit ver-urtheilter Sträfling, Namens Tubrify, Enthüllun gen. Demzufolge wurden mehrere Personen verhastet. Im Processe wegen des Mordes im Phönirparke ist einer der Verhafteten. James Mnllet, zum Angeber geworden. Korrespondenzen. Gonobiy, 17. April. (O. - Corr.^ jWahl des Bezirks-Ausschuß seS.j Unser Markt bot honte «in bewegtes Bild, die ganze Intel-ligenz nahm an der Walilfchlachr, die heule stattfand und mit einem glänzenden Siege der deutschen Fortschrittspartei endigte, lebhaften Antheil. Die Lethargie unserer Parteigenossen, die die Wahl einer ungebührlich großen An-.zoUl von Rückichrittsmännern in die Bezirks-Vertretung verschuldet hatte, war wie wegge-blasen, als es anfing, um die deutsche Sache ernst zu werden. Neunzehn gegen Zwölf! Da» war in letzter Stunde das Stimmenverhältniß, dessen wir uns freuen, nachdem die Rückschritts-partei sich vvrtier schon die Backen so voll ge blasen hatte. Der Bezirksausschuß Go-nobitz ist deutsch! Wen» man unsere Par-teigenossen mit jenen verglich, die aus jener andern Seite standen, so gab der Eindruck so recht ein Bild der nationalen Parteien im Unterland. Hier das freie, stolze Bürgerthnm. achtunggebietende Intelligenz, hochachtbare Eha-ractere, die höchsten Steuerzahler. — dort zum Schmucke ein paar politische Chamäleons, die ihren eigenen Willen stets jenen Leuten nnter-ordnen, die mit ihnen zuletzt sprechen, dann ein Mann, der mit dem Gelde untersteirischer Teutscher josefinische Wohlthaten genoß, die er nun mit Füßen tritt, ein Mann, der scheinbar wohlwollend seinen wüthenden Deutscheuhaß an den Wunden kühlt, die dem socialen Leben in Gouobitz durch Erfindung einer sloveni-schen (!) Partei geschaffen werden sollen, und dann der kleine Troß der Denkfaulen, meist bethörten Schleppträger der windischen Volks-verhetz« ... Unser allverehrter Herr Techant hat an der Wahl nicht theilgenommen. Er ge-nießt die hohe Achtung seiner Pfarriusassen, und verdient sie auch: seit dem Tage, als er hier seinen Einzug hie't, ist er stets jenen Weg 3 gewandelt, der dem friedliebenden Priester vor-gezeichnet ist: — möge» sich andere Herren ein Beispiel daran nehmen. — Herr Gutsbesitzer Ladislaus Possek, der vielverdiente lang-jährige Obmann der BezirkSvertretung, ist nunniehr wieder unser Obmann, und ihm st«-hen zur Seite die Herren Dr. Lederer, Verwaltung der Herrschaft LeSkovar, Ant. Stanzer. Joses Pucnik. Die Deutschen stimmten wie Ein Mann und allgemeine Freude erregte es in unserem Kreise, als unser verehrter Parteige-uoffe. Herr Wukoscheg aus Netschach, trotz seines schmerzlichen, gichtischen Leidens, welches ihn seit längerer Zeit an's Zimmer fesselt, aus der Wahlstatt erschien. Besten deutscheu Gruß aus diesem Wege! * * ♦ Von einem anderen Parteigenossen erhalten wir die Mittheilung, daß Herr Gutsbesitzer Pos-sek es durch unermüdlichen Fleiß, Ausdauer und bedeutender Verständniß dahin brachte die Bezirksumlagen von 3t) aus 22°/, herunter zu arbeiten. Herr Poßek ist außerdem eine mit Fug und Recht nicht nur allgemein beliebte, sondern auch hochgeachtete Persönlichkeit — aber das nützte Alles nichts — die Clericalnationalen sehen in ihm den Teutschen — genug um gegen ihn zu käutpsen, und deßhalb marschirte Pruß mit seinen Getreuen gegen ihn. In ge-hodener Stimmung versammelten sich die deutschen Parteimänner bei Herrn Stanzer und später bei Herrn Walland, nm sich bei dem be> kannten Gonobitzer Rebensaft des Sieges zu freuen. Bei fröhlichen deutschen Won und Gläserklang blieb Alles lange bis spät in die Nacht. Die Gonobitzer Gastfreundschaft ist ja bekannt! Von den „Slovenen" ließ sich niemand blicken, nur einer soll durch'S Gartenpförtchen hereingeguckt haben — wurde aber durch den Ruf kak SV piäe ! ? rasch flüchtig. Wir wünschen dem Gonobitzer Bezirke nicht nur in nationalen sondern auch im volkswirtschaftlichen Interesse den Weg der Teutschen vom Herzen. Kteine Hbronik. sT o d e S f a 11.] Der Großherzog von Mecklcnburg-Schwerin, Friedrich Franz II, ein Neffe des deutschen Kaisers, starb am 15. d. i» d.» k-ä 'ftnlf.'S fifhlifhfn_hrtto hi-r AiiiPifoninf auch vor der Aufklärung der spätern Jahrhunderte nicht gewichen ist. Zur Zeit, da ich jugendkräslig war. fuhr der alte Riese nach einer Pause des NachsinnenS fort, lag dem Zweikampfe ein tiefer und fester Glaube zu Grunde, der ihn vor dem einfachen und gesunden Verstände des Volkes rechtfertigte. Man glaubte, daß das Recht immer an der Seite des Siegers sei, womit der Zweikampf zum Gottesgerichte, ^ur Ordalin wurde. Er erhielt deßhalb auch eine richterliche Sanction, er wurde vor dem gesetzmäßigen Richter erle-digl, wie ja auch die Ordalien vor dem Ge-richte stattfanden. Das Recht war entschieden, wenn ein Kämpfer den anderen zu Boden streckte und die Spitze feines Schwertes ihm auf die Brust oder auf die HalSgrube setzte. Der Besiegte wurde aufgefordert, seine Beleidigung zu widerrufen. that er dies, wurde er des Siegers Gef ngener, im andcrn Falle er-hielt er den Todesstoß. Der geachtete Riese fuhr fort von Jahr-Hunderten zu erzähUn, da er bangen Herzen« doch Aug in Aug dem Feinde gegenüber stand; weniges «ur war eS, was er aus jener Zeit des ununterbrochenen Eisenlärms von glücklichen Stunden der Liebe. von den Freuden der Menschen bei Minnegesang und Saitenspiel zu berichten wußte, weit ntehr Bilder entrollte er juuLiier Anai't. von bittern Seufiern der brauen und Mädchen, von trauernder Witwenschaft und dem heißen, blutigen Schweiße der streiten« den männlichen Bewohner. Dann begann er zu beschreiben, wie mit einem Male eine helle Flamme alle Männer-Herzen ergriff und die Wasienkundigen, die Edeln und Fürsten, wi» die leibeigenen Bauern, die Freien wie die Unfreien, nach dem Oriente in den Kreuzzug trieb. Eine gewaltige Epoche, die Zeit meiner Jugendblüte war es. sagte der alte Riese, da alles geschmückt mit dem Kreuze hinauszog zu einheitlicher That. Die Burgen ringsum standen einsam, nur feuszende Weiber sah ich auf den Zinnen, die in bangen Gram versunken, ihre sehnsüchtigen Blicke nach Osten sandten. Doch irrst du. setzte er ernst hinzu, wenn du meinst, allein Begeisterung fürs Kreuz sei es gewesen, welche die Völkerwanderung nach Osten in Bewegung setzte. Der bedeutendste Theil der ausziehenden Streiter gehörte zum kleinen Ritterthume, welches in dem Jahrhun-derte lange» Kampfe zwischen Papst und Kaiser um seinen Besitz gekommen war. Alle diese zogen nur aus Beulelust hinaus, sie hatten in der nordischen Heimath nichts zu verlieren, es gelüstete sie nach den Schätzen des Halbmondes, von denen sie in Lied und Rede so viel fabel-hafte» vernommen hatten. Die Rühmlichsten unter allen waren noch die, welche ein herrsch- 4 tonische Note, und da hilft kein Widerstreben. Der Erlaß lautet: „Da eS nach einer Mitthei-lnng des königlich ungarischen Justizministeriums öfter vorkommen soll, daß dem Requisitions-schreiben an königlich ungarische Gerichte Acten beigelegt werden, welche in einer anderen als der deutschen Sprache abgelegt sind, so wird daS k. k. Oberlandesgericht beauftragt, die unterstehenden Gerichte anzuweisen, daß sie ihren, stets in deutscher Sprache abzufassenden Reqiw sitionöschreiben an königlich ungarische Gerichte, falls der Zweck der Requisition die Mittheilung von Acten erfordert, nur in deutscher Sprache abgesaßte oder in die deutsche Sprache übersetzte Acten anzuschließen haben. [R e i ch s r a t h « ro a h 1.] Bei der gestern vorgenommenen engeren Reichsrathswahl für den Städtebezirk Stockerau wurde Professor Richter aus Krems (national - liberal) mit 1073 Stimmen gegen 847 Stimmen, welche der Gegencandidat Roth erhielt, gewählt. sDer slovenische Leseverein in L a i d a ch] sucht nun schon seit Monaten einen Restaurateur — es scheint aber niemand auf den Leim gehen zu wollen. sTschechische N ä ch st e n l i e b t.] In voriger Woche brach in Jentschitz bei Trebnitz Feuer aus. Ein Trebnitzer Polizeimann meldete die« dem in einem dortigen Gafthause sich befind-lichen OberCommaudanten der Feuerwehr niit dem Ersuchen, die Feuerwehr allarmiren zu lasten, doch der Herr Ober-Commandant erwiderte: ,Co pak. tc jsou Nttaaci!" und blieb ruhig sitzen. Die Teutschen in Jentschitz sind indeß auch ohne die Hilfe ihrer tschechischen Bruder fertig geworden und es gelang ihnen, das Feuer auf das eine ergriffene Object zu beschränken. Diese von sehr glaubwürdiger Seite der „B.-Ztg." berichtete Thatsache bedarf keines weiteren Commentars. sZur Verhaftung der Frau Charlotte Kohn.j Man schreibt uns aus Wien: Die Untersuchung gegen Frau Charlotte Kohn („Merkur") nimmt bislang ungestört ihren Verlauf. Auch daS Ober landesgericht hat daS Ge-fnch nm Aufhebung der Haft wegen Gefahr der Verabredung verworfen. Das Publicum legt für die Affaire ein auffällig lebhaftes Interesse an den Tag, ein Interesse, welches durch den Umstand gesteigert wird, daß die Untersuchung gegen die Länderdank-Charlotte nahezu in dem selben Momente eingeleitet wurde, als die Unter-suchung gegen eine andere die Länderbank nahe berührende Affaire, die sog. KaminSkiAssaire ein-gestellt worden ist. Doch gilt das Interesse des Publikums nicht sowohl den, juristisch ziemlich untergeordneten Falle, als vielmehr den Person- süchtiges Pfaffenthum fanatisirt hatte, um sich ihrer al« Werkzeug und Stütze der aufstreben-den weltlichen Macht des Papstes gegen den Kaiser bedienen zu können. Während aber die Helden des Glaubens int Oriente bluteten, sammelten sich Horden verwahrlosten Volke», das die Arbeit der Hände scheute, in den heimathlichen Thälern. Die Landesherren waren fern. Die Bemannung der Burgen zählte meist nur wenige alte Ge-treue, dies« waren bald überwunden, und so kam es, daß mancher Edle, der im frommen Eifer glühend für die heilige Sache des Kreuzes hingezogen war. und Weib und Kind und Haus der Obhut jenes Gottes anvertraut hatte, in besten Dienste er zu kämpfen wähnte, seinen Schloßberg bei der Rückkehr öd und wüst, den Sitz der Ahnen niedergebrannt, die Seinigen elend oder gar nicht wiederfand. Häufig auch traf er. was noch schlimmer ist. einen Andern, einen Stellvertreter in Besitzthum und Ehe an. der ihn selbst nun überflüssig machte. Die Kreuzzüge, die herrlichste Machten»-faltung des christlichen Ritterthum« waren zu-gleich der beginnende Ruin desselben." Um dies dem Wanderer in voller Klarheit vor Augen zu führen, zeigte der Riese mit stummer Geberde in s Thal hinab. — Da drängt sich HauS an HauS, es ist die Stadt, die mit ihren hundert Mauerarmen den Fuß des Schloßber ges umklammert hält. Der graue Zeitriese fuhr fort zu erzählen, wie sich unt den Fuß „Deutsche Wacht." lichkeiten von Einfluß und Stellung, welche zu demselben oder richtiger zu der Jnhafnrten in Beziehung stehen. Frau Charlotte Kohn erfreut sich nämlich mächtiger Protektion nicht blos in Folge ihres Verhältnisses zur Länderbank. Diesem verdankt sie es seinerzeit (Länderbank-Debatte) eine sozusagen politische Rolle gespielt zü haben und die Namensträgerin eines Pamphletes gegen die Vereinigte Linke und speciell gegen den Herrn Abg. Neuwirth gewesen zu sein, das aus Kosten eines geheimnißvollen Fondes in Hunderttaufenden von Exemplaren verbreitet worden ist. Andere einflußreiche Kreise interessiren sich dagegen für die politische Finanzdame von wegen ihres Bru ders, des sogenannten Wiener - Wald - Hirschl's, welchem bekanntlich der Herr Abg. Schöffl zu eigenthümlicher Berühmtheit verholfen hat. Aus allen diesen Gründen ist man sehr gespannt auf den Ausgang des Processes, welcher nach den ostentativ zuversichtlichen Aeußerungen des An-waUes der Inhaftirten nicht zweifelhaft sein soll. Einstweilen laufen Mittheilungen und Details über die Untersuchung um, welche mit Rücksicht auf das Strafgesetz im Wege der Preste nicht veröffentlicht werden dürfen. Doch dürfen wir so viel mittheilen, daß dieselben von den bisher bekannt gewordenen Angaben, welche es nicht be-greiflich erscheinen ließen, warum eine Untersuchung überhaupt eingeleitet wurde, wesentlich abweichen. Locates und ^rovinciates Cilli, 18. April. ^Eröffnung des Kindergartens.! In Anwesenheit eines gewählten Damen- und Herren-PublicumS fand Sonntag, den 15. d. die Eröffnung des von der Stadtgemeinde Cilli er-richteten Kindergartens statt. Der Obmann des Comite'S zur Errichtung eines Kindergartens, Hr. Professor Marek, hielt hiebet folgende Ansprache: „Hochgeehrter Herr Bürgermeister! Hochgeehrte Anwesende! WaS wir durch mehr als drei Zahre mit rastlosem Eifer angestrebt haben, das steht, Dank der unbegränzten Opferwillig!«» des löbl. GemeinderatheS und der löbl. Sparcassa, fertig vor uns. Unsere für den Fortschritt auf allen (Gebieten der materiellen und geistigen Arbeit un ermüdlich thätige Stadt öffnet heute eine neue Bildungsstätte, die unter dem bescheidenen Titel des „Kindergartens" eine der schönsten, edelsten und schwierigsten Ausgaben zu löfen ha». Es gilt hier den Samen des Edlen und Guten in die Herzen der zarten Zugend zu pflanzen, damit es in denfelben feste Wurzeln faffe, ausgehe, blühe und reichliche Früchte trage. Es gilt hier das zarte Kind, den Stolz, die Hoffnung der liebevollen Eltern auf eine naturgemäße, der kindlichen Natur des Berges, auf dem er thronte, sich zuerst Hütten, dann Häuser, endlich ein wall- und grabenumzogener Ort — die Stadt gebildet habe. Er gab ein Bild der Zeit, vie wieder nur Streit gebar, da das sinkende Ritterthum gegen die Macht der ausblühenden Städte an-kämpfte. Er selbst der Geist des männlich stolzen Reckenthumes konnte sich nimmermehr mit jenem Gemeingeiste, mit jener vielköpfigen Menge versöhnen, die gleichwohl dem Bereiche seiner Faust allmählig entwuchs. Noch standen die stolzen Mauern der Burg und von ihren Zinnen konnte er sorglos seldsttrauend in die gährende Stadt hinabsehen. Da gab der große Lauf der Zeit den Bürgern eine Waffe in die Hand, welche die stolze Herrschaft der Wenigen fiir immer brach. Die democratischeste Erfin-dung aller Zeiten, das Schießpulver stürzte den Riesen von der allein dominirenden Höhe. Gleiche Rechte, gleiche Pflichten wurde die Lo-sung der Zeit, die er niemals in ihrcr sieg-haften Allgewalt zu erfassen vermochte. „Sieh dort, dort!" rief jetzt der Riese in fieberhafter Angst, indem er hinab nach der Stadt deutete, aus deren Thor sich eine Fluth reisigen Fußvolkes ergoß. „Sie kommen, sie kommen heran, wie allmorgentlich, wenn es eben im Osten graut, sie wollen den gefangenen Kaufmann, den Mitbürger befreien, der in meinem tiefsten Verließe schmachtet und ohne das Lösegeld nimmer loskommt." Die Schmiede, die Fleischer, die Zimmer- 1883 entsprechende Weise zu entwickeln, zu erziehen, und so für die eigentliche Schule vorzubereiten. Und diese Wohlchat soll nicht blos den Kindern aus den vom Schicksal begünstigten Häusern zu Theil werden, die im Rothsalle dieselbe entbehren können, ich sage im Nothfälle, weil eine gute, öffentliche Schule, und mag es selbst nur ein Kindergarten sein, sich durch nichts, glauben Sie es, Hochverehrte Anwesende, einem in der Schule ergrauten Manne, durch nichts ersetzen läßt, — nein, diese Wohlthat soll hier auch den Kindern armer El-tern, die dem täglichen Brode nachgehen müssen, die sich demnach selbst bei dem besten Willen um ihre kleinen Kinder nicht kümmern können, und zwar in demselben Maße, wie den zahlenden Kin-dern, zu Theil werden. Aus dies« Seite unseres Kindergartens, die kein anderes im Lande auszuweisen hat, glaube ich, Sie, hochgeehrte Anwesende, besonders aufmerksam machen zu müssen. Es gilt hier zu verhindern, daß diese armen Kinder, wenn sie sich selbst überlassen bleiben, wenn sie des elterlichen Schutzes entbehren, nicht frühzeitig in dem Sumpfe des moralischen Elendes untergehen. Damit dies nicht gescheht, öffnet unser Kinder-garten seine Pforten und ruft: Kommt her, ihr Kleinen, ich will euch reichlich ersetzen, was euch mre armen Eltern nicht geben können: ich will euch schützen und schirmen, damit ihr unbefleckt an Leib und Seele, betretet, die meine mühevolle Arbeit, mein gutes Werk fortsetzen soll und fort-setzen wird. Und ein solch' edles Streben sollte Jemand aus kleinlichen Rücksichten zu sördern Anstand nehmen? — Da ist die Erwägung am Playe, daß bei der allgemeinen Schulpflicht nach vollendetem 6. Jahre die Schule alle vereinigt, die Kinder der reichen, wie der armen Familien. Da sitzt das reiche neben dem armen Kinde, und es wird dies ohne Schaden geschehen, wenn das arme und reiche Kind mit den edlen Grundsätzen, die sie im Kindergarten eingesogen, die Schule betreten; doch wehe, wenn ein Kind ohne jeden moralischen .Halt, bar sogar schon der Empfänglichkeit für das Gute, mit Keimen des Bösen im .Kerzen, der Schule zugeführt wird. Trotz aller Mühe und Sorge der Schule, wuchert das gistige Unkraut fort und umschlingt auch edle Pflanzen und führt sie dem moralischen Siechlhume entgegen. Wenn der Kindergarten nur dies Eine, und nur in vielen Fällen verhindert, so ist er der allseitigen Unterstützung und allgemeinen Aner-kennung werth. Daß unser Kindergarten seine Ausgabe vollends lösen wird, kaun ich mit voller Sicherheit aussprechen. Sehen Sie sich, hochge ehrte Anwesende, die schönen Räume an, denen sich bald ein eigens dazu hergerichteter (Karten an-passen wird. Sehen Sie sich die Lehrmittel an, sie sind in einer Fülle und Güte vorhanden, daß leute. die Färber, die Gerber mit Piken, Helm« barten und Schwerlern, mit Armbrust und Feuerrohr bewaffnet. die Eisenhaube mit dem breiten Eisenschirm über den Kopf gezogen, an-gethan mit den Waffenhemden aus Leder, daran die aufgenähten Panzerringe im Scheine der Morgendämmerung flimmern, sie alle kriechen leichtfüßig den Hügel hman, welcher sich im Osten an den Schloßberg reiht. Schon werden die Haubitzen den Schaaren nachgezogen, welche ameisengleich von allen Seiten emporklimmen. Mit einem Steinhagel und einer Fluth rollen-der Blöcke und Kugeln, die mit Ketten verbun» den, ganze Reihen niederreißen, werden sie von den oben harrenden Kriegsknechten begrüßt, aus deren Mitte der Burgherr hoch zu Roß emporragt. Aber nicht« hält die Menge auf; vom östlichen Hügelhange vertrieben, sammeln sie sich auf dem westlichen, schon klettern sie zur Burg selbst hinan, diese ist schwach verthei-digt. denn der Ritter will den benachbarten Hügel halten. Er ist in Gefahr von seiner Burg abgeschnitten zu werden. Hurrah! D»e Höh« ist erklommen, der Ritter flieht mit seinen Mannen hinter die sichern Schloßmauern, die Zugbrücke schwebt^ empor, das Thor hat sich hinter ihm geschlossen und wird von innen ver-rammelt. Da werden auf dem nahen Hügel die Haubitzen gerichtet. Es hallt Schuß auf Schuß rollen! in den Thalwänden nieder; die Zugbrücke sällt rasselnd in den Schloßgraben, das Thor splittert und kracht, das Mauerwert 1883 sie fein anderer Kindergarten besser ausweisen sonn. Der löbl. Stadtschulrath hat, nur das Wohl der Anstalt beachtend, ohne jede Rücksicht unter den Competentinnen diejenige als Kindergärtnerin ausgewählt, die nach den vorliegenden Zeugnissen und nach der vorausgegangenen Praxis als voll-kommen geeignet erschien, das in sie gesetzte Ver-trauen zu rechtfertigen. Der Stadtschulrath hat die oberste Leitung des Kindergartens einem Cu ratorilnn anvertraut, das aus drei erfahrenen Schulmännern besteht, die es als ihre Ausgabe erachten, der Kindergärtnerin rathend und leitend zur Seite zu stehen, damit die Ausgabe deS Kindergartens in jeder Richtung gelöst wird. — Und nun übergebe ich, als Obmann des zur Errichtung des Kindergartens eingesetzten Comite's, die schöne Anstalt, Ihnen, hochgeehrter Herr Bürgermeister, als dem Vertreter der Stadt, mit der Bitte, derselben ihren mächtigen Schutz zu gewähren und für sie in den maßgebenden Kreisen einzutreten und ich hoffe, daß unter dem Schutze und mit dem Segen des Himmels und mit Unterstützung der um das Wohl ihrer Kinder besorgten Eltern unser Kindergar ten gedeihen und reichliche Früchte bringen werde." Räch beendeter Rede stellte Herr Professor Ma rek die Kindergärtnerin Fräulein Johanna Harold aus Wien vor. — Hierauf dankte der Bürger-meister Dr. Reckermann, namens der Stadtge meinde dem Kindergarten - Comite? für die so umsichtigen und erfolgreichen Bemühungen, ver-sprach dem neuen Institute die wirksamste Unter stützung von Seite des Gemeinde-Ausschusses und bat das Curatorium dem Kindergarten auch für die Folge alle Pflege und Theilnahme zu widmen, damit derselbe zum Segen der zarten Jugend und zum Heile der Stadt blühe, wachse und ge-deihe. — Run sprach noch die Kindergärtnerin Fräulein Johanna Harold salzende Worte: „Ich danke vor Allem aus ganzem Herzen dem löblichen Stadtschulrathe, sowie dem hochgeehrten Curatorium des Kindergartens sür daS ehrende Bertranen, welches, mir durch Verleihung dieser Stelle zu 'Theil wurde. Ich werde stets nach Kräften bemüht sein, Alles auszubieten, um dieses Vertrauen in jeder Hinsicht zu rechtsertigen und den Kindergarten io zn leiten, daß er nach jeder Richtung hin den Principien FröbelS Stand hält. Um dies zur allgemeinen Zufriedenheit erreichen zu können, erlaube ich mir, mich an den Löblichen Stadtschulrath, sowie an die hochgeehrte Lehrerschaft mit der Bitte zu wenden, mir ihre geneigte Unterstützung schenken zu wollen. Es ist meine Aufgabe durch geeignete Spiele und Beschäftigungen den Geist der Kinder zum richtigen Denken und Sprechen, zum richtigen Gebrauch ihrer Sinne, zur Schaffensfreude anzuleiten und für die Schule vorzubereiten. Ich werde jedoch nie der Schule im Unterrichte vorgreifen. Es ist hauptsächlich mein Grundsatz die Kinder einfach und natürlich bröckelt und wankt ringsum, der Bergfried selbst erzittert in seinen Grundfesten, er wankt — er bricht donnernd zusammen und begräbt Feind und Freund unter seinen Trümmern. * * Der Wanderer ruht aus dem schwellenden Rasen am Fuße der Eiche, die mit ihren drei-ten Schatten das graue Gemäuer der Ruine überdeckt. Ein Kobold hat ihm im Traume die Bilder der Vergangenheit vorgeführt. Aber nicht alles an diesen Bildern war leerer Traum: der Bergfried der noch gestern stolz in die Lüste ragte ist über Nacht zusammengebrochen. Die Last der Jahrhunderte die an ihm vorüberge-braust sind, hat ihn endlich erdrückt. Das Steingeröll ist ringsum den Wanderer herniedergerollt und noch kracht der Wald des Berghanges un-ter der Wucht der riesigen Blöcke. Den Wan-derer selbst hat keiner derselben getroffen er ruht unversehrt am Fuße der Eiche, des Riesen, der ihn in seine schützende Obhut genommen und rechts und links die zermalmelnden Fels-stücke abgelenkt hat. Ueber dem Scheitel des östlichen Hügels von derselben Stelle aus. wo im Traume des Wanderers die Blitze der Feuerrohre aufleuchteten, schießt die Morgensonne rothe Strahlen herüber. Im wonnigen Lichte des jungen Tages liegt das Thal gebreitet. — an das Ohr des Wanderers dringt schon das Brausen der wiedererwachten Stadt. „Deutsch« Wacht." zu erziehen, den Keim des Guten und Schönen im Geist und Gemüth derselben zu pflegen und ihre Herzen der wahren Religiosität, der Wahr-heit und Menschenliede zuzuführen. Deshalb er-laube ich mir auch an die hochgeehrten Eltern die Bitte zu richten, mich auf besondere Eigenschaften und Anlagen der Kind« aufmerksam zu machen, um individuell auf den Charakter der Kleinen einwirken zu können und jede Schablone aus dem Kindergarten fern zu halten. Auf die Erfüllung meiner Bitte hoffend, gehe ich freudig an meinen Beruf und hoffe dann auch mit Gotteshilfe beweisen zu können, welch nützliche Institution der Kindergarten für das Wohl der Kleinen ist." Mit diesen äußerst sympatisch ausgenommen Wor-ten war die Eröffnungsfeier zu Ende. Die An-wefendcn besichtigten nun die allerliebst eingerich-tetm, hellen, lichten und luftigen Räume der beiden Abtheilungen des Kindergartens sowie die reichlichen Lernmittel, welche insgesammt den vollsten Beisall der Beschauer fanden. ' sCillier Bezirksvertretung. ] Der Gemeinde-Ausschuß nahm verflossenen Samstag die Wahl der drei Mitglieder für die Bezirksvertretung vor. Es wurden gewählt die Herren Dr. Josef Neckermann. Josef Negri und Franz Bahr. [Cilli er Männergesangverein.] Wie wir bereits in der letzten Nummer mit-theilten, findet Samstag, den 21. d. die erste diesjährige Mitglieder-Liedertafel des Männer-gesang-VereineS statt. Wie das im Inseraten-theile veröffentlichte Programm zeigt, erwarten unS diesmal ganz besondere Kunstgenüsse, so ge-langt unter Anderem der erste Act aus lohengri.t zum Vortrage. Es ist daher wohl selbstredend, daß sich die Liedertafel des denkbar zahlreichsten Besuches erfreuen wird. [W a f f e n ü b u n g e n.] Das Landes-corpscommando in Graz hat augeordnet, daß die Waffenübungen mit den dauernd Beurlaubten und Reservemännern im laufenden Jahre in vier Perioden abzuhalten kommen, und zwar in der Zeit vom 30. April bis 12. Mai, vom 28. Mai bis 9. Juni, vom 20. August bis l. September und vom 10. September bis 22. September. [Pettauer Turnverein.] Man schreibt uns aus Pettau: der Aufruf an die deutschen Frauen Pettaus, den Turnern PettauS eine Fahne zu spenden, welchen die „Deutsche Wacht" jüngst gebracht hatte, ist auf sehr guten Boden gefallen. Die ersten Frauen Pettaus haben diese Gelegenheit ergriffen, um ihre deutsch-natio-nale Gesinnung und ihre Sympathieen für das Turnwesen durch Zeichnung von beträchtlichen Beiträgen für den Ankauf einer Fahne an den Tag zu legen. Diese Fahne soll dem Turnvereine am Pfingstsonnlage. da derselbe auch seine Zwanzigjährige Gründungsfeier zu begehen ge-denkt, überreicht werden. Es wird also dieser Tag einen besonders festUchenCharacter annehmen. Die Bewohner Pettaus rüsten sich eifrig die fremden Gäste würdig zu empfangen. Die Turner selbst bereiten sich aufs eifrigste vor, an diesem Tage möglichst zahlreich und möglichst stark und gewandt auftreten zu können. Auch von auswärts von den verbündeten Vereinen gibt sich regste Theilname für dieses Fest kund. Es haben bisher eine sehr namhafte Zahl von Vereinen versprochen, theils durch ganze Riegen theils durch kleinere Deputationen sich daran zu detheiligen. [Bezirksvertretun g G o n o b i tz.] Man telegraphirt uns unterm 17. d. aus Gono-bitz: Bei der heutigen Wahl des Bezirks-Aus-schuffes drangen die Kandidaten der Liberalen mit bedeutender Majorität durch. [C i l l i e r Stad 11 h e a t e r.] Donnerstag, den l9. d. geht zum Benefice des jugendlichen Liebhaders, Herrn Alex. WillmerS, daS Lustspiel „HauS Lonei" von L'Aronge in Scene. Herr WillmerS hat im Laufe der Theatersaison im Lustspiel wie in der Operette und Posse manigfache Proben eines schönen Talentes ab-gelegt und durch seine vielseitige Verwendbarkeit zum Gelingen so mancher Vorstellung wesentlich beigetragen. ES steht daher wohl zu erwarten, daß unsere Theaterfreunde ihrer Anerkennung für das Streben des jugendlichen Darstellers durch zahlreichen Besuch des Ehrenabendes, der 5 überdies in Folge des genannten vorzüglichen Lustspieles genußreiche Stunden verspricht, — Ausdruck geben werden. [Bei der Bezirksvertretung s-wahl in St. Georgen] wurden in der Majorität Leute gewählt, die nicht im engeren Wahlbezirke wohnen — die Herren gaben sich em schönes Armuthszeugniß. sDer P s e u d o-D e t e c t iv] über dessen hiesiges Debüt wir kürzlich berichteten, wurde in Klagenfurt festgenommen. Derselbe ein Sräf-ling namens Berger, war dem Agramer Ge-fängnisfe. woselbst er wegen Verbrechens des Diebstahls eine Strafe von 6 Jahren zu ver-büffen hatte, entsprungen. Der Genannte hatte auch in Graz als Detectiv aus Pest, der auf der Suche nach dem Raubmörder Spanga fei. aastirt. mußte jedoch sich flüchten, um nicht er-kannt zu werden. Er kam dann nach Cilli, wo er, wie wir bereits meldeten, seine Rolle weiter spielte. [Ein Kind verbrannt.] Die In-wohnerin Maria Petelinz aus Logmerc bei Marburg ließ kürzlich ihr 2 '/»jähriges Kind in der Obhut eines achtjährigen Mädchens, welches auf der Wiese des Heinik die Schweine beaissichtigte. Als sich die Hirtin auf kurze Zeit entfernte, kam das Kind dem Feldfeuer zu nahe. Die Kleidchen fingen Feuer und das arme Kind erlitt Brandwunden, denen es bald erlag. [Deutsche Cultur.] „Slovenski Narod" bringt unS die neue Mittheilung, daß „an jenem Abende, an welchem die Deutschlinge dem Kaiser JosefS-Monumente in Cilli eine Serenade brachten, in der (,'italnica die Fenster eingebrochen wurden." „Narod" bringt dies unter dem Schlagworte ..Deutsche Cultur;" — es will das ungesähr so viel sagen, als wenn wir unter dem Schlag-worte „Panslavistische Lehrer" gelegentlich der Verstümlung des Josef Monumentes die Mit-theilung gebracht hätten, daß an dem Tage als das Bubenstück am Monumente vollbracht wurde, die slovenischen Lehrer in Cilli eine Versamm-lung abgehalten haben. Der Unterschied zwischen unserer Notiz und jener des Narod wäre der. daß unsere wahr wäre, — jene aber erlogen ist. Merarisches. [Alt und Neu.] Vergangenheit und Ge» genwart. In Sage und Geschichte dargestellt von Moriz Bemann. Mit 200 Illustrationen, Bildnissen, Ansichten und historischen Scenen von hervorragenden Künstlern. In 25 Lieferungen & 30 Kreuzer — 60 Pf. — 80 Cts. (». Hart-lebens Verlag in Wien). Mit aufrichtigem Ver-gnügen begrüßen wir das jetzt in 25 Lieferungen complet vorliegende schöne Werk. Wir können es uns nicht versagen die trefflichen Vorzüge, die wir mehrfach hervorzuheben Gelegenheit hatten, neuerdings zu bestätigen. Das Buch ist ein rich-tiger Repräsentant jenes Literaturzweiges, nach dem so lange und vergeblich gesucht wird, — es ist ein Volksbuch und als solches wünschen wir ihm die entsprechende Verbreitung. Ein Blick auf das reiche Jnhalts-VerzeichniS zeigt uns. daß der Verfasser aus dem reichen Schatze der Geschichte viele Perlen gehoben, die in diesem Werke zum prächtigen Schmucke vereinigt sind, und wo wir das Buch aufschlagen, zeigt es sich gediegen und spannend im Inhalte. Die künst-lerischen Illustrative» machen es auch äußerlich zur Zierde jeder Bibliothek und empfehlen wir Jedermann die Anschaffung dieses lehrreichen und auch unterhaltenden Werkes. Wie die Ver-lagShandlung uns mittheilt, ist das Werk auch weiter noch in einzelnen Lieferungen & 30 kr. — GO Pf. in beliebigen Zwischenräumen zu be-ziehen, ein Umstand, der nicht verfehlen wird die utinder Bemittelten zum Ankaufe des Buche« anzuregen. Mit der Schlußlieferung (25) des Werkes „Alt und Neu" erhalten die Abnehmer eine elegante Einbanddecke gratis; eine Neuerung, welche besondere Beachtung verdient. [Georg v. Gaal's Allgemeiner deutscher Mufter-Brieffteller und Universal-HauS-Secretär.j Achte gänzlich umgearbeitete und den Zeitverhältnissen vollkommen angepaßte Auflage (A. Hartleben's Verlag in Wien.) Lieferg. 2—7 & 25 kr. Die vorliegenden 7 Lieferungen dieses bewährten Handbuches beweisen, daß der langjährige gute Ruf diese« Werke« «in wohlverdienter ist und daß die neue Auftage die Brauchbarkeit desselben auf die Höhe der Zeit gehoben hat. Wir wissen kein zweites Werk zu nennen, das wie dieses allen Anforderungen ent-spräche. In dem reichen Materiale des Werkes sind alle Verhältnisse des privaten und geschäst-lich.n Lebens berücksichtigt und müßten wir uns wahrlich Mühe geben, wenn wir dem alten „Gaal" einen Mangel nachweisen wollten. Diese Borzüge, sowie der außerordentlich billige Preis — 25 kr. für die 4 Bogen starke Lieferung — machen das Buch der weitesten Verbreitung würdig und diese wünschen wir dem Werke, das hoffentlich eine Zukunft, so dauernd wie seine Vergangenheit vor sich hat. Herichtssaat. [Begnadigung.) Bekanntlich wurde die Winzerin Maria Sorian, welche ihren Schwieger» ioh» in grausamer Weise ermordet hatte, vom hiesigen Schwurgerichte zum Tode durch den Strang verurtheilt. Der Genannten wurde nun im Gnadenwege d»e Todesstrafe in eine 16jährige Kerkerstrase umgewandelt. Samstag, den 14. April. (Mißbrauch der Amtsgewalt.) Josef Barthl erscheint angeklagt in seiner Stellung als Magistrats, beamter und Spitalsverwalter in Marburg seit Beginn der Siebziger Jahre bei Aufnahme solcher Personen, für welche die Zahlungspflicht die Dienstgcber oder die Südbahn Gesellschaft getroffen hatte, im AusnahmSprolocolle theils sogleich, theils durch nachträgliche Correctur das Dienstverhältniß verschwiegen und den Kranken als dienstlos oder zugereist bezeichnet zu haben. Nach Einlangen der über die M>t-tellofigkeit dieser Personen von ihm gepflogenen Erhebungen habe er dann die sür die Kranken-pflege derselben erwachsenen »tosten einerseits von den betreffenden Dienstgebern eingehoben und für sich verwendet, andererseits aber den bezüglichen LandeSfonden nochmals verrechnet. Solche Vorgänge werden ihm in 16 Fällen nachgewiesen. Weiters wird dem Genannten zur Last gelegt, ein Cassadeficit von 180 fl. für das Jahr 1881 dadurch bemäntelt zu ha-ben, daß er bei Rechnungslegung Conti und Quittungen fälschte. Dem Mitangeklagten Joses Derniatfch, welcher die Kleider der im Spitale Verstorbenen verauctionirte. wird beschuldigt, ganze Licitationsprotocolle fingirt und auch in echten derartigen Protokollen Ziffern gefälscht zu haben. Beide Angeklagte sind in der Haupt-fache geständig. Barthl sucht sich indeß durch den Umstand, daß er zum Schadenersatze 546 fl. erlegt habe, zu entlasten, während Derniatfch dagegen die Fälschungen der Protocolle im Auftrage Barthl'S verübt haben will. — Die Geschwornen sprachen Josef Barthl vom Ver-brechen der Amtsveruntreunng frei, erkannten ihn jedoch des Amtsmißbrauches schuldig. Der (Gerichtshof verhängte demgemäß über den Genannten eine Kerkerftrafe in der Dauer von 18 Monaten. Joses Derniatfch aber wurde von Schuld und Strafe freigesprochen. Montag, den 16. April. jBetrug.j Der Jnwoher Georg Fuhrmann sen., der Grund-besitz« Georg Fuhrmann jnn. fowie jdie Gast-wirthin Wetzelmaier sind angeklagt im listigen Einverständnisse einen Kaufvertrag zum Scheine abgeschlossen zu haben, um die unverbrieften Forderungen der Gläubiger des Erstgenannten S schädigen. Nach dem Wahrsprnch/? 'der Ge-worenen wurde Georg Fuhrmann 'sen. zum schweren Kerker in der Dauer von 3 Jahren und Georg Fuhrmann jun. zu solchem in der Dauer von 3 Monaten verurtheilt. Margaretha Wetzelmaier wurde von Schuld und Strafe freigesprochen. Eingesendet.*) Wir machen hierdurch ans die im heutigen Blatte stehende Annonce der Herren Kauf-m a n n n n d S i m o n in H a m bürg beson -dcrs aufmerksam. Es handelt sich hier um ill '~'1H ''i'h'n-li Deutsch, Wacht Gewinnen ausgestatteten Verloofung, daß sich auch in unserer Gegend eine sehr lebhafte Be-theiligung voraussetzen läßt. Dieses Unternehmen verdient das volle Vertrauen, indem die besten Staatsgarantien geboten sind und auch vorbenanntes Hans durch ein stets streng reelles Handeln und Auszahlung zahlreicher Gewinne allseits bekannt ist. N u n t e s. jB r e n »e n d e F r a g e».] Madame Paula Minck versammelte unlängst in Paris im Saale LeviS eine große Anzahl Socialisten, die über folgende Fragen zu berathen hatten: „Sollen wir den Louvre, den Beaumarchais und den Prmtemps (große Mod:magazine> durch Feuer zer-stören, weil diese großen Geschäfte die kleinen Kauf, leute durch ihre Concurrenz runiren?" Madame Paula Minck hielt eine Rede, worin sie das Nahen einer großen stürmischen Epoche voraussagte. sW i e d i e P a r i s e r i n n e n lese n,j wurde kürzlich von einem Bücherfreund im „Figaro" ausgeplaudert. „Es ist wahr — fo be-richtete er — „auch die Pariserinnen nehmen bis-weilen ein Buch zur Hand, doch dann geschieht es, um eittt Blume darin zu trocknen, um ein Blatt als Fidibus herauszureissen, um das Buch als Briefbeschwerer für ein bittet »«««•* «ß» Trntttits in f'itli die Niederlage unserer ausge-ieichneteii §*re»m/tese übernommen habt », und bitten wir die Herren Bäcker nnd Consuinenten sich dureh einen Versuch von der vor*0gli-chen Qualität derselben stberzeueen zu wollen. Hochachtungsvoll _Ipaz & JacoP Kölner. Wir verkaufen eoitlr II teuer l'rfHHhese au* der seit dem Jahre 1850 bestehenden bestrenomirten Spiritus- nnd Presshesefabrik der Herren Ignal & Jacob Kurtner in Ottakring. Hei vielen Aufteilungen aufgezeichnet, wird diese Pregshefc wegen ihrer unübertroffenen Mnllbnrltrit und TriebMirast iedem anderen Fabrikat« vorgelogen und bietet dieser Eigenschaften halber eine bedeutende Ersparnis. Hochachtungsvoll 194—6 Nossek & Milk in Cilli. 1883 ..Deutsche ZS«cht." XKXXXXX XXXXX KHXKX XXXX XXXXX XXXXX 555 5—2 5^5 5^5 5—5 5^ * L XXX XXXX XXXX XXXX XXXX XXXX XX JOHANN RAKUSCH'S BUCHDRUCKEREI, m- lj Herreiigasse 6, CILLI, Herrengasse 6. —-----—1ÄM------- ';!)& 'ßucbdntckevä, ausgestattet mit den modernsten Heitern und im crBesitze vorzüglicher <\Lasc1jinen empfiehlt siel) zur Anfertigung von IMvtwfcarbeiten aller Art. Schnelle zufriedenstellende lBedienung. geschmackvolle UlusfuJjrung. 'Preise möglichst massig. ißi'iittin'ttrtv kivittere Attflftußt* i littet Italit Tutßfs/i-i%r. 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Schumann, Chöre für Sopran, Alt, Tenor und Hass. 3. Männerquartett. 4. Verrathene Liebe, Männerchor von E. S Engelsberg. 5. Duo fDr Ciavier und Violine. 6. Akt Lt Scene 3 aus der Oper ,Lohen grin" von R. Wagner. 7. Beim Fensterln, Männerchor von P; Ko schat 8. Quartett fOr Sopran, Alt, Tenor und Lass. Ö. a) ,Du Himmel so blau* von F. Abt, b) «Lang' lang' ist"« her, Irisches Volks lied arrang. von A. Neckheim; dreistim mige Frauenchöre mit Solo, Terzett und Ciavierbegleitung. 10. Walzer ans der Operette .Der lustige Krieg* von Joh. Strauss. Männerchor mit Clavierbegleitung. 8V Begijaja. präcise S TThr Eintritt für Nichtmitglieder per Person I fl. Familie 2 fl. Beitrittserklärungen als Mitglieder des Männergesangvereines werden beim Chormeister Herrn I)r. Stepischnegg und beim Cassier Herrn Leopold Wambreehtsamer entgegenge-nommen. 210—1 QxxxxxxxxxxxxxxO In nächster Nähe der Stadt ist ein zum Hopfenbaue vorgerichtetes 202_3 AM- Feld "WU billigst zu verpachten. — Anfrage in der Expedition. 207—3 Kine geschickte Danienschneiderin aas Graz empfiehlt »ich den P. T. Damen von CUli. — Anfragen O-a-berJ«. Reichs.traR.He. Nr. 3. I. Stock. /V LaJ JN it IX) 1!)S - 3 Henengasse 19, 1. Stock, zwei sehr grosse geräumige sonnseiiige Zimmer sammt grosser Köche etc. sofort zu beziehen. — Daselbst ist auch ein Hausgrund, circa ein Joch zu verpachten. Anfrage beim Hausmeister Ein eleganter wenig geführt, englische Axcn, steht »um Verkaufe bei A. Quandrat Tlarhiarg. 188 -3 Eixi sciiöxies Geschäfts-Locale ist unter günstigen Bedingungen zu vermiethen. Nähere Auskünste ertheilt die Administration die es Blattes. 205—1 Ein gesunder, kräftiger Knabe, derzeit in der Bürgerschule, sucht als in einem Specereigeschäfte unterzukommen. Ges. 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M. 157 000 i'sö'wwi, 4000 . 2 . . . 246.000 AI. 60 000, 4000 , 1. , , , 362 800, . 70.000, 3500 . 4 . . . 452.800. . 80 000, 2500 »».... 443 800, . 90.000, ® • * » 560,525 . 100.000. 2710« .7. . u. I Pr. . 6.529 375 . 500,000. Zur ersten Classe kostet ein (anzea OrlffliiKlIuM Vlnrk oder fl. 3.AO. ein halbe« II. 1.74 und ein viertel 90 kr. Dieselben werden gegen Einsendung des Betrages und auch nnter Postnachnahme direct, in verschlossenen Couverta per Post versandt und zur genauen Orientirung aiiitllelie XleliuiiKMpljiiie jeder Bestellung gratis beigefügt, sowie nach jeder Ziehung sofort jedem Loosinhaber «rat liebe Gewinnliste gesandt. Die Bestellungen treffen bei Unterzeichneten so zahlreich ein, dass die Aufträge baldigst, spätestens aber bis zum 19. April i§§3 direct zu senden sind an Hermann Schwarzschild, Hanpt-Lotterie-Bnreao, HAMBURG. 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Gew. ä M. 3000 223 Gew. ä M 2000 '> Gew. a M. 150O 51f« Gew. ä M. 1000 Gew. ä M. 500 2fi,v_>'/, . W kr. , Xu»» ^uttrkxe werden sofort jjf-jjcn Ein»tndm\gf\ Porleinsahlung oder Nachnahme Jet Bttm.;e» mit I der grössten Sorgfalt ausgeführt und erhälr Jedermann von uns die mit dem Staatswappen versehenen I Original-Loote selbst in Händen. Den Bestellungen werden die erforderlichen amt- I lichen Pläne gratis beigefügt, aus welches sowohl! die Einteilung der Gewinn" auf di<- resp. Cla>sen. als auch die betreffenden Einlagen zu ersehen sind' I nnd send, n wir nach jeder Ziehung unseren Interessenten unaufgefordert amtliche Listen. Auf Verlangen versenden wir den amtlichen Plan franco im Voraus zur Einsichtnahme nnd erklären uns ferner bereit bei Nirht-Convenienz die Loose gegen Rückzahlung des Betrages vor der Ziehung1 [ zurückzunehmen. Die Auszahlung der Gewinne erfolgt planniässig prompt unter Staate-Garantie. 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