Nummer 0. Petta«, de« 3. MSr? 1805. VI. •--ioloquartett )inger und PettauerZeitunß erscheint jeden F»onnrag. Prei« ftlr P et tau mit gustelini« in« H«u»: viertef,»hrig 1. 1.—. holbiShri, sl. f.—, gan»>Shng ß. 4.— ; arit Befhwtfmbung ta Julonbe: «lerteljihrig fl. 1.16, tjal^ng fl. 8 HO, g»nzjthrig sl 480. — Jtnyliw Wummern 10 kr Schriftteitre: 3»fff gtMiirr, S. — vin—tt»«, »»» S?»rt»g: w. Vichtz—dl«», ffr. «. Handlchriftn, werden nicht zurückgeftell«. Ankündigungen billigst berechmt — «ei.röge find erinünscht und woBm längsten« W« Freitag jeder Woche eingesandt werde». Vertretung der .Pett-uer Zeitung- für «raz und Umgebung bei: L»d»i, M «chtutzsfer ia «r»,. S»»r,«ffe Kr. 5. Märzstürme. März, brr folrnderniäßige Frühling«monat und vor siebenundvierzig Jahrrn der Monat de« sogenanriten Völker Frühling«: März, der Monat, welcher mit der dröhnende» Stimme der Aquinoctial« stürme die Natur au« dem Schlafe rüttelt, der seine heißathmenden unbändigen Söhne. Sirocco und Föhn sendet, die Schneedecke der Erde hinweg-zuHauchen mit glühendem Odem und da« dickste E,» zu brechen mit elementarer Krast; März, der Monat der Hoffnung auf endliche« Besserwerden, er ist der ersehntest? im bürgerlichen Leben, der gefeiertste in der Geschichte der Neuzeit Osterreich«. Mit elementarer Macht brausten vor sieben-undvierzig Iahren die Aequinortialstürme de« Bölkersrühling« durch Osterreich« weite Stauen und wa« da lebte und Odem hatte, jubelte der Sonne, der Freiheit entgegen, für welche die besten de« Bolke« sich einsetzten mit Blut und Leben, die Sroße Verbrüderung der Menlchen feiernd und ie Anerkennung ihrer Rechte von den Mächtige» erzwingend ia stammender Begeisterung. mit Wort und That. Da« Volt wollte nicht mehr eine willenlose Heerde sein, getrieben von einer einzigen bevor« zugten Classe, die eine undurchdringliche Scheide-wand bildete zwischen dem Herrscher und den Beherrschten, die alle Menschenrechte für sich allein in Anspruch nahm und der Masse de« Volte« kein aiidrre»Rechtzugestand.al« da« Recht zuarbeiten, zu schweigen und ju gehorchen. Krachend und splitternd brach diese Scheidewand zusammen an jenem März vor siebenuiidvierzig Die Unrechte. Der Flori und der Sim sägten Klasterholz im Walde ihre« Herrn, de« Kreuzwegbauer«. Sie hatten sorbe» gefrühstückt, Brod und Speck und an« dem Schimpsplutzer je einen Schluck gethan. Dann hatte» sie ihre Pfeifen gestopft, mit den Speckschwarten die Zugsüge ei »geschmiert, aus da« sie glatter durch« frische Holz gienge und zogen nun die Säg» '.in und her. wobei sie mit dem Oberkörper den Takt dazu schwangen und die Köpfe seitwärts hielten, wie die Kreuzschnäbel und Tannen» meisen, welche ihnen au« dein Geäste der nächst-stehenden Tanne» bei der Arbeit zusahen. Plötzlich ries der Sim: „Ausholten!" — und al« Flori innehielt und seinen Kameraden an-blinzelte, sagte dieser, während er die Sage au«hob und mit seinem Stück Speckschwarte bedächtig einrieb: .Flori. ich hab«!" — — .Wohl;" — antwortete Flori. nach dem SchnapSplntzer langend und den Stöpsel entfernend, — »>« recht." — Sim sah seinen Kameraden argwöhnisch an. denn die Reih« beim Sch»ap«> Plutzer wäre jetzt an ihn gewesen, nachdem Flori beim Frühstücken zuletzt getrunken hatte. Al« dieser den Plutzer jetzt an die Lippen setzte, ries Sim abwehrend: .Los' der. Flori! Ich hab«!" — — ,,J« eh recht Sim. red' nur," — meinte Flori halb in den Plutzer sprechend und that «neu Schluck. Jahren und der warme Hauch der Freiheit durch« drang die erstickende Athmosphäre. in welcher da« Bolk vegetirte. aber nicht lebte. Und der Hauch der Freiheit gab der Masse plötzlich die Erkenntni« ihre« Werte«, ihrer Kraft und ihrer Reckte. Sie sagte: Ein Herr soll über »n« sein, der über un« herrscht, er soll un« heilig sein und unantastbar, aber regieren wollen wir un« selbst. Er mag sich Rathgeber wählen nach seinem Gut« dünken, wir aber wollen Männer au« unserer Mitte, au« unseren Krejsen wählen, die unsere Rechte vertreten, unsere Interessen wahrnehmen, unsere Wünsch« surchtlo« vorbringe» in freier Rede und fein Gesetz, keine Macht, keine Rücksicht soll sie daran hindern da« zu thun. Wir wollen Volksvertreter, die, solange sie diese« geheiligt« Amt üben, für ihre Reden, für ihr Thu» niemand anderem verantwortlich sind, als un». dem Volke, welche« ihnen diese« Amt au« freier Wahl über-tragen hat. Da« war im März, d«r den Bölkersrühling brachte, und in jenen Tagen gab e» ein Wort, welche» eine« wahren Adet«ttei glkichgehalten wurde: da« Wort .Liberal" — und ein andere« Wort, welche« al« da« ärtzste Schimpfwort ge» braucht ward, welche« den Inbegriff aller Schmähungen bildete, da« Wort hieß „Reaktionär". Ein halbe« Menschenalter ist seit jenem März verflossen. Osterreich ist ein parlamentarisch re« aierter Staat geworden; nach mancherlei Zwischen' fällen Hot sich der Parlamentarismus in Oesterreich so eingelebt, dass er heute mit der Präzision einer Maschine arbeitet. Und wieder ist der März gekommen und — .Meng mir den Plutzer her Bub; du schnäpselst z'viel. — Ich Hab'S, sag' ich dir", — rief Sim, nahm den Plutzer auS den Handen Flori'« und schüttelte, da« Gesäß gegen das Ohr haltend, um zu hören wie viel des Enzian« noch darinnen gluckste. Er schien mit dein Resultate zusrieden, hielt den Plutzer aegen den Magen und iagte nochmal: .Flori, ich Habs!" — .Ja", — antwortete Flori, die Asch« s«in«r Pfeife nieder« drückend und den Deckel mit de« Daumen zuklappend. — .Ja. — red' al«da»n Äim." — — .Ich hab». — heirat'» thu ich!" — meinte Sim und machte ein, Kunstpause. Flori schob seine Pudelhaube aus'« rechte Ohr, kratzte sich hinter d«m linken nnd lochte: „Saggra. d»S wird doch nit sein. Sim?" — »I« aber so. mein lieber Flori!" — nickte Sim wie einer, der mit sich vollkommen im Reinen ist. — .I» so. sag' ich dir; ih heirat, ©'sohlt i« nit," — bestätigte er kopsnickend. — .Dreihundert G»lden hat « in der Sparkassa; ih hab zweihundert bei meiner Mahm steh'», bei der Reisinger Lie», dö kennst' eh a Flori - ja und der Ertlmüllner nimmt mich al» Sagmeister. I» kein schlecht« Amtl dö«; a sichre« Stück! Brod Flori und bist Herr für dich selber. Dö« Knecht sein stiert mir'» schon lang." — Flori nickte: .Mir eh a Sim, meiner Treu wahr." — .Alsdann, soweit i» d' ©och in Urdnung." — Sim legte die Säge ein und seufzte: .Gehn ma'« wieder an Flori?" — .Wohl, wohl." — meinte mit ihm die — Stürme. Aber welcher Unter schied zwischen dem Vtärz 1846 nnd dem März 1895. Wa« damals von allen Menschen, von allen Bürgern, denen da« Wohl Österreich« am Herzen lag, al« Ehrentitel betrachtet wurde, der Titel .ein Liberaler", wird heute von der Mehr-zahl fast al« ein Schmachwort bezeichnet und viele, viele würden e« al« ein politisches Schimpfe wort auffassen, wollte man ihnen sagen: „Ihr seid Liberale". Haben sich denn die Ansichten de« Volkes über das Wesen des Liberalismiis seit einem halben Menschenalter so vollständig geändert, dass der Begriff: .Liberal" nicht nur einer argen Geringschätzung, sondern einer viel tiefer gehenden Aversion begegnet in den breiten Schichten de« Volke«? Gewiss nicht; der Begriff „Liberalismus" ist derselbe gebliebe», aber die Träger des Liberalismus haben sich so vollständig verändert, das« sie die Bezeichnung .Liberal" nicht mehr verdienen und indem sie diese« Wort zur Bezeichnung einer Coterie mis» brauchen, weiche alle« für sich selbst und nicht« für da« Volk ihut, welches sie vertritt, ist auch da« schöne Wort „Liberalismus" vollständig di«cred»tiert worden. Per März ist wieder in'S Land gezogen und mit ihm die Stürme, deren erster so hart an der liberalen Partei gerüttelt bat, dass er den terren die Rede vollständig verschlug. Was die bgeordneten Pernerstorfer, Dr. Lueger, Dr. Scheicher und Bareuther, wa« der Abgeordnete Paeak in offener Sitzung der liberalen Partei in'« Gesicht schleuderte, da« übersteigt Flori den Sägegnss fassend. — „Wer i«' denn nachher?" frug er. die Säge wieder loslassend und seine Fäustlinge anziehend. — .Wa». wer it' den»?" — gegenfragte Sim. — „Nau dö Nämliche, dö g'heirat werdn soll, mein ich." — erklärte Flori. Da lachte der andere verjchnntzt: „Dö« därs nit au«plauscht werden/ verstehst?" — .Nit? Nau i« a recht. Werd» ma'« ja dersrag'n. wann eng der Psarr«r von d«r Kanzel schmeißt", — meinte Flori achselzuckend und zoy an. Eine Weile knirschte die Säge durch den Bloch, der endlich durch ivar und wegrollte. Flori legte die Säge auf die nächste Kerbe und machte einen Deuter. — „Eigentlich, warum sollt ih'« denn nit sag'n? D' Lin«bauern Dir» i«. d' Everl." — sagte Sim halb verschämt. — „Saggra!" — machte Flori. — „Nau i« ja soweit a kamod« Lkiill dö LinSbauern Dirn. A wengl dörrisch i«, aber selb i« nur a Schönheitsfehler, wie bei an Roß Selb macht gar nix." — Sim nickte: „A wengl schrei» muss ma halt mit ihr. aber dö« g'wöhut ma sich leicht an." — Flori nickte beistimmend, klopfte seine Pfeife au« und schob sie in die Tasche seiner Lodenjacke. Dann sagte er bedächtig: „Kalt i« S>m; schon damisch kalt. Heb'n ma wieder an in GottSnam!" — Sim fasste die Säge und sie schnitte» den ganzen Stamm in Stücke, ohne weiter ein Wvrt mehr zu reden. Al« da« Gipselende ab war. war beiden schon wieder angenehm warm. So ein Stamm der Mißachtung dieser Partei so weit, [ —an die Grenze der Verachtung streift. ^^Liberalismus besteht darin, sich von ' I rtroge an dem Sie sitzen, um keinen I drängen zu lassen" — rief einer der Spr«h»a»wrn Liberalen zu und — sie schwiegen. Und um» wa« bandelte es sich? — Sie lehnten einen Antrag av, der dahin gieng: eS sei, entgegen dem Art. 16 St.-G.-G. und dem § 28 des PresSgesetzcS, der Inhalt der im Reichsrathe gehaltenen Reden als Gegen-stand einer strasgerichtlichen Unter« suchung oder Judieatur nicht zuzulassen. Dieser Antrag des Abgeordneten Paeak, welcher doch nichts anderes bezweckt, als die Im» munitüt der Abgeordneten zu wahren und die Presse, welche Reden von Abgeordneten commentirt, vor gerichtlicher Verfolgung zu sichern, wurde von den Liberalen abgelehnt. Hat die vereinigte Linke nach dieser Ablehnung noch ferner den geringsten Anspruch auf die Bezeichnung „liberal", das heißt freiheitlich, fortschrittlich? Nein, sie hat keinen Anspruch mehr darauf, sie ist in der Co° alition zu einer einfachen Abstimmungspartei ge-worden, die je nach Wunsch der Regierung „Ja" oder „Nein" sagt. Der erste Märzsturm ist über sie hinweg' gefegt und hat ih^ den Athem benommen; jetzt kommen erst die Stürme der Steuerreform, der Cillicrfra^e und der Wahlreform. Ob die Ber-einigte Linke diese Slürme überdauern wird als Coalitionspartei? Die Leichenfeier des Erzherzog Albrecht. Wien, 26. Februar. Die Leichenfeier für iveiland Se. kais. und königl. Hoheit den durchlauchtigsten Herrn Feld-marschall Erzherzog Albrecht gestaltete sich zu einer überaus imposanten Traiierkundgebung der ganzen Monarchie. Die Straßen, welche der Leicheuzug passierte, vermochten kaum die »ach vielen Tau-senden zählende Volksmenge zu sassen, die hinter den Spalier bildende» Truppen bereits viele Stunden vor dem Beginn der Leichenfeier Auf-stellung genommen hatte. Die Fenster sämmtlicher Häuser, welche Trauerschmuck trugen, waren dicht besetzt Während deS Begräbnisses waren die Geschästslocale geschlossen, die mit Trauerflor umhüllten Straßenlaternen erleuchtet. -Unter dem Commando de» General» der Eavallerie Baron v Appel war die gesammte Garnison von Wien mit Einschlus« der technischen Militär-Akademie gibt Hitze; beim Absiocken. beim Klaftern, beim Abführen und beim Einheizen, scherzte Sim. sein Rauchzeu,, vornehmend. Flori suchte wieder den SchiiapSplutzer auf, that eiuen Schluck, wischte sich den Schnurrbart mit dem Jackenärmel u»d sagte: „Halt ja. Aber dö Hitz beim Einheizen is mir d' liebste." — „Ja." — lochte Sim. — b'sunders wann d' Alte einl>eizt und unserein» sitzt auf der Ofenbank nnd raucht fein Pfeifl; höchstens, das» ma Spähn schneidt, bi» 'S Weib mit'» Nachtmal kimmt. Selb is g'müatli moan ih." — .Wohl, g'müatli thät'S schon sein, Sim," — entgegnete Flori nachdenklich. — „Aber mit fünfhundert Gulden? Ih moan dös gle'gt nit. Da Heißt'S wohl dazuaschau». sonst geht der Zwirn au»." — „Recht hast schon Flori," — sagte Sim seine Pseife anfeuernd. — „Aber bist dein eigener Herr, selm woast, für wem als d' dich schinden thust Bub." — — „Ja. döS wohl und Feirabnd kannst mach'« wann'« dir grad paßt." — nickte Flori. — „aber herentgegen dö R»ah. Sim. dö Ruah! — Jetzt hockst dich zu der voll'» Schüssel wann« Zeit zum Ess'n i«. Z' Nacht» gehst lieg'n wannst magst oder in'« Fensterln wann'« dich g'sreut, hat dir Neamd nix z'schaffn. — Hast a Weib, vstn i« änderst." — „Ja, ganz änderst Flori." — bestätigte Sim die Säge schmierend. — „Brauchst dir ka Jnterholting aiiSwärt» z'suchn, — hast 'S dahoam bei der Hand. So a gmüatlicher Plausch und der Cadettenschule de« Heere« und der Land-wehr, serner die vo» a»«wärt« ei»getroffene» Ab-tHeilungen »nd zwar e,ne Compagnie de« In-fanterieregime»»» Nr. 44 „F. »M Erzherzog Albrecht", zwei Escadronen de» Dragoner-Regi-mente» Nr 4 „Kaiser Ferdinand", dessen Inhaber der verstorbene Erzherzog war. eine Batterie zu Fuß de« EorpSartillerie - Regiment» Nr. 5, eine Mattosen - Compagnie. sowie die Theresianische Militär-Akademie anSgerückt. während die Artillerie in zwei Gruppen bei dem Arsenal und auf der Schmelz Ausstellung genommen hatte, um die dreifache Ehrensalve abzugeben. Hinter dem Sarge schritten Seine Majestät der Kaiser mit dem deutsch,,, Kaiser zur Rechten. Es solgten Großfürst Wladimir mit dem Herzog von Aosta. Prinz Georg vo» Sachse» mit dem Prinzen Arnulf von Bayern, dann die übrigen fremden Fürstlichkeiten paarweise, daraus solgten die nähere» Anvkrwandten de« Erzherzog« Albrecht, die Herren Erzherz, Friedrich. Karl Stephan. Eugen, ferner die Herzöge Albrecht. Robert und Nikolaus von Württemberg, sowie die übrigen Erzherzoge. Der deutsche Kaiser. Großfürst Wladimir vonRus»-land, Prinz Georg von Sachse» und Prinz Arnulf von Bayern trugen die österreichische Uniform. Eine Menschenanhäufung, wie sie bei der Leichenfeier Sr. k. u. k. Hoheit des durchlauch-tigsten Herrn Erzberzog Albrecht in Wien war, ist noch nicht erlebt worden. Nach polizeilichen Schätzungen soll die Zahl der Anwesenden drei-bi« vierhunderttausend betragen habe». Da« Gedränge war stellenweise lebensgefährlich. Trotz zwei-maliger Unterbrechung des Militärspaliers wurde die Ordnung gut aufrecht erhalten. Kein ernsilicher Unfall ist vorgekommen. Insgesammt sind 39 Bataillone und 7 Escadronen ausgerückt. Politische Notizen. (Zur Cillirr Frage) In der Clubsitzung der „Vereinigten deutschen Linken" vom 23. Februar wurde einstimmig der Beschluss gefasst: „Die vereinigte deutsche Linke beharrt in der Angelegenheit der Errichtung eine» slovenischen Untergymnasiums in Cilli mit voller Entschiedenheit auf ihrer den vorhergegangenen Partei-kundgebungen in Prag »nd Brünn entsprechenden Erklärungen vom October v. I. und betont zugleich ihre Übereinstimmung mit dem hierüber einhellig gefasSten Beschlusse deS steiermärkischen Landtage«." Der Clubsitzung wohnten die Minister Graf Wurm brand und Dr. v. Plener bei. Diese Erklärung ist etwa« gewunden, nnd wenn die mit'n Weiberl, ehvorst schlaf'» gehst, — nix schöner« sag ich dir." — „Wohl. wohl. wanS aber dörrisch iS der Tenfl und versteht jedS Wörtl ungrecht. is' a nit lusti. Röhrt a Viech in Stall oder a Kind in der Wiegn, sel'm musst au« dein warmen Bett, denn sei hört nix. Gibst ihr an Renner, da«' ausstehn sollt, oft» is Feur in Dach. — Woast Sim. a Dörrische möcht ih grad nit. Eh'nder eine dö stark stigatz'n thut, brauchst nit z'sürcht'n. das« z'viel kepplt. Kimmst immeramal spat haam und sie will dir ain Marsch schlag'», selm bist schon lang auSzog'n und im Nest, ehvor 'S noch 'S erste Wortl aussa bringt und schläfst schon lang, ehvor'S anheb'n mag zan Scheltn. — I« viel profatirt. wann eine stark stigatzt und mit'n Mundstück! nit gle« über Ort kimmt," — sagte Flori aufrichtig. «im warf ihm einen verweisenden Blick zu. — „Daherred'n thust schon saudumm Flori," — sagte er unmuthig. — „Wannst immeramal mit ihr ein Dischkur« willst führn und sei stigatzt dir wa« vor, i« döS nachher etwan lusti, du Dodl?" — Flori zog die Augenbrauen in die Höh' und sagte wegwerfend: „Wann der Mensch schon von Klauheit auf a so a Sumper i« wie du Sim, kannst nix mach'». Dö dörrische Dudl, dö Linsbauern Dirn, a'hört schon dir. Hör'n thut« nix und g'sechn thut'« schon schlecht; fahlt nix al« das« noch dämpfig wird, ost'n kannst a« in d' Reginal-AuSgslellung führn. — Sim sei g'scheidt. sag ih dir! — A Weib i« Übereinstimmung der Bereinigten deutsche» Linken mit dem umredigirten Beschlusse de« steift« märkischen Landtage« gemeint ist, (der ursprüngliche wurde eben nicht einhellig gesas«t) dann ist diese Übereinstimmung ziemlich harmloser Natur. Interessant ist blo«, das« hier zwei Ministe? mitstimmte», während in der Sitzung de» „Hohen-wart-ClubS" auch einer mitbestimmt hat. In der Sitzung deS Grazer GemeinderatheS vom 25. Februar wurde in der „Cillier Frage" nachstehende Äundgebungbeschlossen und bei nament-licher Abstimmung einstimmig angenommen: „Der Gemeinderath spricht sei» lebhafte« Bedauern auS. dass die steirischen Landtags« abgeordneten deutschn, Stamme» gelegentlich der BeschlusSsassung über den vom Herrn Dr. Wilhelm Kienzl in der Cillier Gymnasialfrage gestellten Antrag eS unterließen, einer berechtigten Forderung der Deutschen klaren Ausdruck zu verleihen und nur eine ganz unzulängliche Kundgebung be-schloffen. Der Gemeiderath bebauen dieS umso-mehr, al« spätere Ereignisse leider nur zu deutlich gezeigt liaben, das» der mit einer einmüthigen Kundgebung verfolgte Zweck nicht erreicht würde, da jene Partei, der schon vermöge ihrer Stellung zum deutschen Volksstamme und ibrer dem deutschen Bewusstsein fremden Auffassung der Treue-Pflicht die Eignung zum Mithüter der deutschen Interessen abgeht, die erste Gelegenheit ergriff, um auch die schwächliche Kundgebung des Landtage« Lügen zu strafen. Der Gememderath spricht die bestimmte Erwartung au«, das« wenigstens alle nicht der vorerwähnten Partei angehörigen deut-scheu Reich«rathsabgeordneten, insbesondere auch die Mitglieder der Vereinigten Linke», bei der Abstimmung über die Cillier Gymnasialfrage sich ihrer Pflicht gegen da« deutsche Volk bewusSt sein werde» und für den Fall, al» eine den deutschen Interessen zuwiderlaufende Lösung dieser Frage herbeigeführt werden sollte, die« zum Anlasse nehme», der Regierung jede weitere Gefolgschaft zu verweigern." Dieser Beschluss sei hier deshalb aufgesllhrt. weil er sich mit de» Ausführungen im Leitartikel der letzte» Nummer unsere» Blatte« vollkommen deckt. — — Zu der Resolution de« Grazer Gemeinderathes sagt das „Tagblatt" in Nr. 58 unter der Spitzmarke: „Wie sie es machen" (unter dem „sie" sind die Organe der vereinigten Linken verstanden) unter andern „Sie finden insgesammt kein Wort der kritischen Würdigung «dieser Resolution). Wie würde diese Presse die Zitrone bi« zum letzten Tropfen auspressen, wenn der Gemeinderath der steirischen Landeshauptstadt, die Vertretung von ka Ross, das o' wieder verhandln kannst, wann '« dir nit passn thut! Mit an dörrisch'n Kramp'n kannst leicht ein andern wieder anschmiern, aber mit an dörrisch'n Weib bist du der Ang'schmierte, — dein LebStag " — Sim klopfte die Asche au» seiner Pfeife, »ahm die Zugsäge und sagte kühl: ..Thu' dich nit so viel spreizen Flori. dich thät» eh nit mög'n d' Everl. Heirat du eine dö stigatz'n thut, ih nimm dö Dörrische." — Flori hatte unterdessen das Maß-holz genommen, legte e« auf einen zweiten Stamm und hieb die Kerben ein für die Länge der Scheiter. Wa« ihm Sim gesagt hatte, da« wurmte ihm ein wenig. Einen Burschen wie der Flori, den sollte eine nicht mög'n? Rein zum Lachen! Am Kreuz-weghof wollten ihn alle; sogar die Loni. die Hau«-tochter war ihm gut. da« wus«te er vo» der alten Mirz, die der Loni ab und zu Karten aufschlug und immer alle« genau erriet; Gegenwart und Vergangenheit schon ganz sicher und die Zukunft auch soweit. Die hatte e« ihm gesagt und er zweifelte Sar nicht daran, denn die Loni musste am Ende roh sein, wenn er sie mochte. Er, der Flori war ein ganzer Kerl, schön gewachsen, noch nicht ganz Achtundzwanzig, bei der Arbeit nicht faul und schneidig wie kein anderer im Dorfe. Die Loni war zwar ein Jahr älter al« er und die Leute munkelten allerhand darüber, warum sie nicht zum Heirate» kam nnd die Dirnen am Hofe meinten 120.000 Einwohnern und bei Vororte« der deutschen «lpenländer sich einstimmig dafür au«, gesprochen hätte, das« die vereinigte Linke unter allen Umständen in der Eoalition zu verbleiben habe. Aber so! So glaubt man geschmackloserweise die Bedeutung der mithin im Lande widerhallenden Kundgebung herabzudrücken. wenn man sie vor-nehm „übersieht." — Übrigen« handeln nicht dlv« die Wiener, sondern auch näher gelegene liberale Blätter nach der, wie e« scheint, von der Parteileitung der Linken ausgegebenen Ordres — Wir haben bereit« oben gesagt, was wir von dem einstimmigen Beschlusse, welcher im Club der „Vereinigten Linken" u> Sachen de« Cillier Ghm-nasium» gesajst wurde, halten. Dieser Beschluß ^egen die betreffende Budgetpvst zu stimmen) ist eben weiter nicht«, al« Sand sür die Augen der Wähler, nicht mehr wert, al« da« Wasser, in dem sich Pontius Pilatu« seinerzeit die Hände gewaschen, um die Blutschuld am Tod, de« Aerechten sym-bolisch von sich abzuwaschen. Der römische Land-pfleger wusste ja. das« der Erlöser trotzdem ge-kreuzigt werden würde und die Vereinigle Linke weiß es ebenfalls schon lange, das« für die Budget-post Cilli. trotz ihre« .Nein" die Majorität ge-sichert ist. Eitel Spiegelfechterei dieser „einstimmige Beschluss der Liberalen." Sie wäre» selbst am un-angenehmsten überrascht, wen» ihr „Nein" den Lusschlag gäbe, weil in diesem Falle die Eoalition, die gerade sie mit allen Mitteln zu erhalten suche», sofort in die Brüche gicnge. JedeiisaUS ist es eine österreichische Spezialität, dass der Unterricht«-minister eine Post »»'« Staatsbudget einsetzt und der Finanzminister gegen dieselbe stimmt, das« der Ackerbaumlnister »> offener Clubsitzniig für diese Post und der HandelSminister gegen die-selbe ist und dass trotzdem alle vier Minister noch weiter sriedlich zusammen amtiren. Selbst da» größte salyrische Genie könnte keine drastischere Illustration des ganzen Wesen« der Coalitio» erfinden. Die „Deutsche Zeitung" meint. „Die 120 deutsche» Abgeordnete» müssen e« in der Cillier Frage einsach auf die Kraftprobe ankomme» lassen." — Aber diese Kraftprobe ist'« ja eben, welcher die Ver-einigte Linke so sorgsam anS dem Wege geht, viel-leicht in der Erwägung, das« dieselbe Kraftprobe im steinschei: Landtage höchst ehrenvoll sür die — Gegner ausgefallen ist. Pettauer Nachrichten. (Auajcidjiinugcn »nd Prämien.) In der letzte» Generalversaiiimluiig der k. k. steierm. Laiidwirthschaft« Gesellschaft wurde» u»ter a»deren wegen besonderer Verdienste um die Land- sie wäre „pritscht und anbrennt", aber am Ende bekam sie doch heut oder morgen den Rreuzweghof, den» ihr Bruder war ein Halbcretin und vom Gerichte zur Verwaltung seine« Vermöge»« un-fähig erklärt worden. Also übernahm heute oder morgen der Schwiegersohn de« Bauer« de» Kreuz-lveghof. Dieser Schwiegersohn konnte er werden. Und dieser Sim, der um gute zehn Jahre aller war als er und ihm auch sonst nicht das Wasser reichen konnte, wen» er auch Großknecht war am Hof. — der behauptete, das« di, Linsbauerndirn den Flori nicht mög,» thäte? Rein zum Lache» I Aber er lachte nicht, sonder» ärgerte sich ein wenig und gab Sim den ganzen Vormittag nur einsilbige Antworte». Um Mittag aber, als Sun ein Feuer anzünden wollte, sagte er entschieden: „Plag dich nit, denn ih geh heim. Wann der Bauer ein Rarrn haben mag bei dera Kälte, selm soll er sich wo anders anfragn, der Flnri thut nit mit. — au» ,«!" — Sim redete zwar ein wenig hin und her, aber am Ende packte auch er sein Zeug zusammen und sagte: „Wann du nit mitthu» magst Flori. selm geh ih a heimz», denn allein >»ag ich nix machen." — Flori schulterte seine Axt, an der die eiserne» Keile hingen und antwortete achselzuckend: „Kannst ja ausNaster» oder Scheiter klieb'n Sim; z'wegn mir brauchst nit Feirabend zu machen." — Sim sagte nicht«, »ahm seine Axt, die Zugsäge »nd den SchnapSplutzer und trottete durch den Schlag nach dem Hohlwege, der au« dem tiefverfchneiten Wald — 3 — wirthschaft, dem Obmanne der hiesigen Filiale Herr» Wilhelm Pi»t über Vorschlag der Cen» trale die silberne Gesellschaft«medaille; da« Diplom al« korrespondire»de« Mit-glied den Herren Realitätenbesitzern Josef Fürst und Franz Kaiser zuerkannt. Über Vorschlag der hiesigen Filiale erhielt Herr Anton Hren, Lehrer in St. Johann a. Draufeld. die Ehren-gäbe von 40Kronen. Dienstboteiiprämien wurden zuerkannt 15 Kronen an: Joschka Catoric, 30 Dienstjahre bei Frau Caroline Hintzc in Pettau. (Äulihlijsnjgeb'chrni) Da« Stadtamt hat an sämmtliche Ver, ne in Pettau nachstehende Verständigung gerichtet: „Mit Beschluss de« hohe» Landtage« vom 3l. Jänner l. I. wurde der La»dcsa»«schus« beauftragt, vo» den, nach den Allerhöchsten Recessen vom 26. October 174» und 30. Juni 1753 bestehende» Rechten auf Einhebniig der Musikimpostogebühren auch gegen-über den Tanznntcrhaltunge» Gebrauch zn mach«», welch, von Unterhaltung»., Geselligkeit« und an-d,r,n Vereinen in ihren oder sreniden Localen veranstaltet werden. (Erschworeuku-Äuslosung.) Für die zweite Schwu?gericht«periode beim Cillier Schwurgerichte wurden unter and,r,n auch die Herren I. Pirich, Lederermeister, Karl Kratzer. Tischlermeister und W Schwab, Handelsmann in Pettau. ausgelost. (Leiirkskraukenrassa pellau.) Casfabericht pro Februar 1895. Einnahmen an Cassarest fl. 486.59, an Mitgliederbeiträgen fl. 123.91, an Arbeitgeberbeiträgen fl. 74.78, a» Eintritt und Strafgelder fl. 4.06, zusammen fl 689.34. Au«-gab,« für Krankengelder fl. 67.26, für Ärzte fl. 44.36, sür Medicamente fl. 24.06, für Spital«-kosten fl. 58.80, sür Beerdigungskosten fl. 20.—. für Berwaltiingskoste» fl. 46.—, für Sonstige« fl. 3.13, Cassarest fl 425.73, zusammen fl. 689.34. Milgliedkrftand: 533. (tlereinsabrud.) Der am 23. Februar d. I. vom „Männer GesangSverein" im Casino-saale veranstaltete Vereinsabend erbrachte den doppelte» Beweis eiiierseitS, dass der „Pettauer Mä»lier-G«sa»gsverki»" sich in Pettau einer ganz besonderen Beliebtheit erfreut und anderseits, dass diese Beliebtheit vollaus gerechtfertigt ist. Da« Fest war ausnehmend gut besucht, und zwar war die Damenwelt, und nicht nur die tanzlustige allein, ganz ungewöhnlich stark vertreten uud da« Pro-gramm de» Abend« war ebenso reichhaltig alS uiit,rhalt,nb. Die vorgetragen,» Chöre „Der Schlüssel", „Oberschwäblsches Tanzlied". „So geht»", voll Humor und Poesie, wurden mit reichen! Beifall, ausgezeichnet. Von geradezu drastischer Konnt war die Schanderballade „Der abwärts in'» Dvls fühlte, an dessen unterem Ende der Krenzwrghvs lag. Hinter ih» her trottete Flori. Als beide aus de» Hos kamen, stand der Bauer vor der SlaUthüre und wetterte de» Jung-(nicht zusammen. Sim druckte sich »ach der Zeug-kammer. Flori gieiig geradeweg« aus de» Baner zu. der ganz erschrocken herumfuhr. — „Wa» gibt» denn Flori? Wo is derSim? — JsEngetwan was passiert?" — srug er den Knecht. — „Passiert just nix, aber schon damisch kalt i» obe» im Schlag. Kein Keil beißt an. weil'» Holz g'srorn >» und mit unsern alten Zugsag taiili ma nit amal mehr 'S Wasser schneid'», Bauer." — Der ttreuzweghoser schob beide Hände in die Taschen seiner bocksledernen und sah Flori eine Weile an. dann sagte er spöttisch: ..Setz dich halt in d' Kucht und thu' Spähn schneiden du Hascher." — Flori warf die Axt zu Boden, das» die daranhängenden Keile klirrten und rief zornig: „Spahnschneiden thut der Sepperl schon '» ganz'» Winter, Bauer, dazu braucht» mich int! Aber das» ih nur grad' d' Fuß derfrör» sollt, weil'» Eng so taugt, das thu >h a nit! D' Ros« lasst'« in «tall steh», weil » zum Fuhrwerken zu kalt is, dö Dienstboten aber soll» dasrirt'n, dö» machert »ix. wa»? Ih thu'» nit Bauer. — Der ttreuzweghoser hatte diese Red« sein,« Kiiechles mit m,hr uud mehr wachsendem Erstaun,» angehört. AI» Flori mit seinem trotzigen: „Ih thu» nit, Bauer!" — geendet hatte, dreht, sich der Erlenkönig" vorgetragen von dem Soloquartett Herren W. Blanke. C. Easper, I. M,tzing,r »nd F. Raschl und die Schlus«nummer „Ein Ball i*i Heiman Lewi". Beide Nummern mussten wiederholt werden, denn de« Beifallt« .*•« kein Ende. Auch da« Orchester hatte ausnahmsweise ein dem heiteren Feste entsprechende durchau« heitere« Programm aufgelegt und nicht zu seinem Schaden, denn ebenso lebhaft wie die Sänger wurde die Musik applaudirt. Ebenso wie der „Erlenkönig" war,» der Bortrag oder eigentlich die Borträge be» Herr» Ludwig Klerr. wohl-bestatten VereinS.Humorist,». Glanznummern, welche wieder uud wieder stürmisch, .Heiterkeit ,rr,g»,n. so das« daS Publikum au« d,m Lach,» nicht herauskam. Der erst, Th«il d,s Programme Gesang. Musik und Borträge dauerte bi« nahe an die Mitternacht »nd dann kam der Tanz an di« Reihe, al« di, willkommenst, Fortsetzung. Festgeber und Festgäste befanden sich in d«r allrrbesten Laune und da« ist wohl die Normal-stimmung all,r der Feste und geselligen Zu-sammelikünste. welche der ..Männ,rg,sa»gvn" veranstaltet. Seine Beliebtheit ist daher auch durchaus kein Wunder. (Frikiau. 28. Feber 1895) Wie alljährlich, so hielt auch heu,r uns,r Gesangverein am Fasching-dienStag eine Liedertafel mit ausschließlich heit,r,m Programme ab. Gesung,» würd, wie gnvöhnlich vortr,sflich und was die Auswahl der einzelnen Nummern anbklangt. so übertrafen sie a» Komik alle«, was bisher hier geboten wurde. Dass die mitwirkenden Sänger nitiprechend costumirt war,n. erhöhte natürlich nur dieWirkung. Die Dekorationen, welche nöthig waren, wurden vo» einigen Verein«-Mitglieder» mit große» Opfer» an Zeit und Mühe hergestellt und wäre» äußerst gelung,». Einige dn in Costüm ,rschi,n,nen Dam,n waren so freundlich, den Verkauf vo» Blume», Süssigkeiten, Lose» »nd d?rgl. sowie d,r. alljährlich a» diesen Tag »scheinenden FaschingSzeitnng zu übernehme», wobei namhafte Einnahme» erzielt wurden, welche dem Vereine zustoßen. Der Besuch war trotz d,S schlechten Wetters, welches auswärtige Gäste am Kommen verhinderte, ein sehr guter und e« konnte erst spät und mit Müh, Platz zum Tanzen ge-schafft werden. (Freiwillige Feuerwehr pettau.) Wochen-bereitschast vom 3. März bi« 10. März. II. Zug III. Rott,: ZugSsührer Laur,ntsch>tsch, Rott-sührer Bellan. (Hin frecher Dieb.) Am 28. Februar gegen 8 Uhr abenbs würbe au« dem Stalle de H,rrn k. k. B,zirkSarzte Dr. Sadnik ein Pferdegeschirr im Werth, von 80 fl. u»b ein übertragener Bauer langsam h,r»m und maß den Burschen einen Augenblick von oben bi« unten und wieder von unten bi« oben, bi« seine grau,n Augen mit einem Ausdrucke von loderndem Zorn, sich in die schwarz,» Augrn Flori'« bohrten. „Du thust's nit Bub?" — frug er mit unheimlicher Ruhe. — „Na. ih thu's nit Bauer!" — antwortete ber Knecht entschieben. Im näch'ten Augenblick spürte er des Kreuzweghosers knochige Faust in seinem Gesichle und hörte da« Wort: „Lump! dir wer ich —" ab«r weiter kam ber Bauer auch nicht. Flori rief blos: „Dös war a Unrechte. Bauer! Aber bös is b' Rechte!" — und damit flog d«r Kreuzweghofer an bie halboffen« Siallthüre und mit Geölter in den Stall hin,in. Jetzt bereute ber Bursche wohl seine That, denn damit hatte er die Anwartschaft auf di, Stelle des künftigen Schwi,g,rsoh»e am Krruziveghofe ein für allemal v,rlor,n. aber sich wegen eine« trotzigen Worte« schlagen lassen, das konnte er doch nicht ? Im ganzen Gan hätten ihn die Burschen ausgklacht wen» sie'« erfragt hätten, das« der Flori von seinem Bauer Schlag kriegt, nnb mit seinem Ansehe» als bei schneibigste Bub wär'« au« gewesen. Er hätte sich biese« Ansehen in einer ganzen Reihe von Raufhäubeln erst wieder neuerlich verschaffen müssen unb da« gieng nicht mehr gut an, beim beim Gericht war er ohnebini schon ,in paarmal in'« schwarz. Buch eintragt» worden. Da« durst, er nicht noch einmal riskiren, sonst sah e« mit dem Sittenzeugni«, welch,» ,r heute Menschikoff im Werthe von lOfl gestohlen. Der Verdacht den Diebstahl verübt zu haben fällt auf den Vaganten I. Jurgec, welcher kurz vorher dem Kutscher de« Herrn Doktor» einen Besuch gemacht «frttr Der Dieb wurde aus der Gasse Gesehen und zwar hatte er den Menschikoff an» gezogen und trug da« Pferdegeschirr, frei am Arme hängend, in aller Gemüthlichkeit durch die Straße, eine Frechheit die auf ein außergewöhn-liche« Raffinement de« Thäter» im Stehlen schließen lässt. Indessen scheint e» derselbe doch nicht für geheuer gehalten z» haben, da» gestohlene Geschirr weiter mit sich zu nehmen und so warf er e» in der Ordonanzgasse weg. wo e« von B Jan»ekovi<; gesunden wurde. Mittlerweile hatte der Kutscher aus der Polizeiwachstube die Anzeige erstattet und der SicherheitSwache gelang e», wen:? auch nicht de» Diebe» habhaft zu werden, so doch die Identität seiner Person zu eruieren. Jurgec. welcher bereit» wegen eine» in Marburg begangenen Diebstahle« verfolgt wird, hat sich au» dem Staube gemacht, doch ist seine Verfolgung bereit» eingeleitet. tL»rstkovikhmarkt in Kann.) Marktbericht über den allwöchentlichen jeden Donnerstag in Rann bei Pettau stattfindenden Borstenviehmarkt, den 28. Februar 1895. Aufgetriebea wurden: 224 Stück Zuchtschweine. 3l6 Stück Frischlinge. 230 Stück Mastschweine. Im ganzen 770 Stück, wovon 600 Stück aufgekauft wurden. Lebend-aewichtpreise wurden für Frischlinge 30 kr.. Zucht-schweine 29 kr.. Mastschweine 33—36 kr. pro Kilo erreicht. Verkehr lebhaft. Aschermittwochs-Predigt s« Grimbart trr Cinfrrdrt gehalten t«r Fastnacht in 3«|rr brs Heile, 1895. Salve! Euch Brüdern und Schwestern und Allen, — die noch zu Ende de» Carnevalen. — so viel an Vernunft und More» behalten. — und meiner Treue, auch ein Restlein von Reue. — über die Sünden so sie begangen. — bi» sie die Schellenkappe an den Nagel gehangen. — Ich seh' zwar manche, die sind nicht da; — die noch in Dideldum, Trallala, — bi» über die sündigen Ohren stecken, — und seh'n nicht den Satan die Zähne blecken. — Obwohl der Fasching schon gänzlich au», — so sitzen sie noch beim Häring-schmau», — und denken auch in der ernsten Zeit, — an Ulk und schnöd? Lustbarkeit, — und an. statt: (Gedankenstrich in der Klammer), kuriren sie ihren Katzenjammer! Doch Ihr Geliebte. Groß und Klein, — oder morgen zum Heiraten brauchte, schlecht au». Einen notorischen, einen gericht»bekannten Raus-bald nahm keine, da würde im letzte» Augenblicke auch der Herr Pfarrer ein Wort dreinreden. — „Saggra. jetzt i» ganz gsahlt!" — rief Flori, dem plötzlich die Erkenntnis seiner Voreiligkeit kam. — .Zweg'n den höllischen Heirat'n i« dö ganze Sache Heringen. Z'wegn an Sim und derer dörrifchen Dudl!" — Er kratzte sich hinter den halberfrorenen Ohren und dachte gar nicht mehr an den Bauern, der sich an dem nächst der Stallthüre angebrachten Kälberverschlage ersangen und weiter keinen Schaden gelitten hatte. Der Kreuzweghoser war furchtbar jähzornig, sonst aber wie alle Jähzornigen im Grande kein Mensch, der etwa» nachtrug. Auch ihn hatte e« sofort ge-reut, das« er sich in seinem Jähzorn zum Zu-schlagen hatte hinreißen lassen; denn einerseit« war der Hlori wirklich ein knuzbraver Kerl und tüchtig bei der Arbeit und anderseit« hatte er eigentlich nicht ganz unrecht, das« er bei der außergewöhnlich scharfen Kälte nicht im Schlag bleiben mochte. Aber manierlicher hätte er da» sagen können. Der Bauer sucht« einen Au»weg. .Wo i« der Großknecht?" — rief er au» dem Stolle. — .Der hat sich verkroch'n, dö Letfeig'n dö dalkerte. Heimgangen i« er mit mir, aber redn las«t er mich allein mit'n Bauern. Hat grad so viel Schneid wie sein' alte Zugsag der Sumper! Und so a Dost will heirat'n." — knurrte Flori, von der Seite in den Stall schielend. vorsonderlich Frauen «nd Jungsräulein. — die Ihr so friedfertig seid und fein, — das« Ihr nie trübet ein Wässerlein. — Ihr wäret auch leider oft schlecht berathen, — Ihr armen Lämmcl>en. Da« kann nie bathen, — doch findet man manchen feaux pas erklärlich. — denn holprig und glatt und oft lebe»«gefährlich — sind Gassen und Straßen in unserer Stadt; und wenn eine keine Stütze hat, sei'« Vetter oder Bruder oder Ehegemahl, — besonder« zur Zeit vor und nach dem Ball. — dann kann sie leicht stolpern, da« ist dann ver-zeihlich, — sofern sie allein gieng. Doch wär e» absckxulich. — wenn sie und den Begleiter auf de» Wege« Glätte, — ein solcher Unfall betroffen hätte. — Jeden noch sei auch da« vergeben in Huld, — denn in solchem Fall trifft den Be- K' iter die Schuld. — Von anderen Fehler», die ch betreffen: — e» sei viele» Tanzen oder Männer äffen. — auch lange» Liegen und zu viele» Schlafen — und Träume, in denen Barone und Grasen — di« Hauptrolle spielen; und die bösen Gedanken, — die sich gar um Ober- oder Lieutenant» ranken. — auch sonstige kleine läs»-liche Sünden. — „SaroCa" tanzen und zu Strik'» sich verbünden, — auch Farbenblindheit zu simuliren — und anstatt mit Schwarz, mit Hechtgrau kokettiren, — kurz alle» wa» sonst noch geschah, — an Fehlern und etcelera, — da« sei christmildest Euch vergeben, — denn Rosen flechtet Ihr in'« Leben, — und item wär e« auch nicht recht. — zu brummen mit dem schwachen Geschlecht. Aber Ihr o Brüder, Ihr Schlemmer und Prasser, — ihr Jungs«rnkn«chte und W«iberhass«r, — Ihr Süßholzraspler und Hau«tyrannen, — Ihr schwankenden, knarrenden Blech-Windfahnen, — Ihr Sonntag«- und Prinzipienreiter. — brummig daheim und im Wirtthau« heiter. — zum Iunggefellenthum Verleiter. — Ihr Gassel-, Rad-und andere Fahrer, — Duckmäuser. Raucher. Spieler, Drahrer. — wollt' man über Eure Sünden berichten, — nur die ganz wahren, in Worten in schlichten. — dazu wär eine Kuhhaut zn klein — und beschriebe man sie noch so fein. — Zuerst: Ihr hänget zu arg am Wein — und denkt nicht der Gicht und anderer Pein, — so Euch im Alter erwischen beim Kragen — E« singet zwar auch der Psalmist, — das« der Wein de« Menschen Labsal ist; — doch hat er nur den echten gemeint — und nicht den Krätzer, den der Wirth oft schlau — den Narren verkauft al« .Eigenbau". — Da« lasset Euch klüg. lich sagen. — Zum zweiten: Ihr läppert da« Bier hinein, — al« ränne e« auf einen glühenden — .Wa» will er, sagst?" — frug der Bauer. — ..Heirat'n und z'de»wegn bin ih harb wordn Bauer!" — brummte Flori. — .Du I willst du leicht dö nämliche Bub und thust eisern?" — .Dö nämliche? So a dörrische Ba«geign?" — lachte Flori kurz auf. — .kinnt ma g'stohl'n werdn. dö LinSbauern Everl. Rit amal ana'mal'n möcht i»." — Der Bauer sagte nicht», sondern machte einen der feisten Fuchsen von der Krippe lo» und wandte ihn herum, al« ob er ihn an-schirren wollte. Flori schielte in den Stall. Der Bauer gieng zum Geschirrechen und wollte da« Kummet herabnehmen. Da trat Flori rasch in den Stall. — .Zum Einspannen bin ih da Bauer und so geht dö Sach nit! Der Fuch« mus« eine D«fn krieg'n bei derer Bärnkält'n, sonst dafrirst er." — Damit l/ate er dem ihn entgegenwiehernden Pferde eine Decke auf, gurtete sie fest und schirrte den Fuchsen an. Der Bauer kämmte de« Pferde« Mähne mit seinen Fingern und sagte: „Den Sitzschlitten, — ich mus« zum Richter " — Flori blieb unter der Thüre stehen und frug betreten: .Zweg'n mir? Braucht'« Eng nit z' verkübi'n Bauer! Ich mach' d' Anzeig selber; wann ih eing'sperrt werd liegt mir a nix dran, aber schlag'» las« ich mich schon nit Bauer! Und g'schlag'n hatt« ö« z'erst!" — Er sah trotzig zu Boden. — „Und du hast z'stöss'n. du. — du Höllsagra! So sain mir zwa quitt! Richt'» Schlittn sonst kim ih z' spat. Sitzung i« heunt z'wegn den Servituttveg Stein — und kriegt nie genug — an diesen Unfug; — und redet Euch au« auf Eure Ahnen. — die alten Germanen. — Doch die tranken Meth, von den Weibern gebraut — uud nit solch Gesöff von Bilsenkraut; bei den Bräuern, da« schreibt Euch fein hinter die Ohren. — ist Hopfen und Malz schon längst verloren. Zum dritten: Ihr dampft wie die Schlotte; schnaubt stinkenden Rauch wie 'ne Teu!el«rotte — durch Nase und Mund und haltet ba«. — den Höllengestank für den lustigsten Spaß. — Verpufft ein Heidengeld im Rauchen; — doch wenn Eure Frauen ein Hütlein brauchen. — ein gülden Geschmeid oder Seidenroben. — beginnt Ihr zu toben wie ein Höllenbrand — und schreit da« sei unnützer Tand. Zum vierten: ich will Euch nicht weiter b<-drängen, — denn ich seh. Ihr lasset die Ohren hängen. — ob dieser gräulichen Sündenlast. — die da» ganz« städtische Fuhrwerk nicht sas»t — und nährn' c« auch die Exhaustoren und Schnee-fuhrkarren, — um all' Eure Laster in die Drau zu fahren, — denn in eigener Regie — vermögt Ihr da» nie. Deshalb sei Gnade für Recht gethan — und jeglicher bußfertige Mann — der zieh' am Abende zuhau» — de» alten Adam gänzlich au». — Zum Hau»kreuz kriech er demüthiglich, — bör' auf ihr Wort und bessere sich. — Und wer keine» hat, der befolge den Rath — nnd suche sich eine»; — aber ein seine»! So wären Eure Sünden nun abgethan. — Doch fangt nicht wieder vom neuen an. — Da» ist'» wa» Grimbart der Einsiedel spricht! — Gott helfe un» bald zum elektrischen Licht. Sepku» der Glöckner. Vermischte Nachrichten. (Durchsichtige Spiegel.) Da» Gla» ist da» Mittel, wodurch ein wesentliche» Leben»bedürfni», da» Licht, in unsere geschützten Wohnräume Zutritt hat; wir empfinden aber oft den Übelstand, das» mit dem Lichte auch da» Auge Dritter in Räume eindringen kann, wo wir e» nicht wünschen. Diesem Übelstande wird nun durch eine Erfindung ab-geholfen, welche einen großartigen Fortschritt in unserer Spiegel-Industrie bedeutet. Herrn A Rost i» Halbstadt ist e» laut Mittheilung de» Patent-und technischen Bureau» von Richard L ü d e r » in Görlitz gelungen, einen Spiegel zu erfinden, welcher aus der einen Seite alle» wiederspiegelt, auf der anderen Seite aber durchsichtig ist wie gewöhnliche» Gla». Wenn man sich diese» Rost'sche durch mein Wald. Du fahrst mit, wann ih ettvan an Zeug'n brauch'» thu! Ich las« dö» Sewitut nit gelt'n und wann der ganze Wald d'rauf geht. Mach jetzt weiter!" — Damit gieng der Bauer in'» Hau» und Flori war schon froh, das» die Sache so glatt abgelaufen sei, al» Sim au« der angrenzenden Zcugkammer durch den langen Stall hergeschlichen kam und verschmitzt lachend sagte: .Recht haft g'habt Flori, das« d'n Banern um d' Erd hast g'haut! Er i« dich z'erst angefangen!" — Flori fuhr auf: — .Wa« g'wen »«, geht dich nix an Sim! dö« schreib dir hinter deine langen Loser oder ich schreib dir« hin! I« eh nur z'wegn dir hergangen, du siebendoppelter Latsch!" — Sim trat rasch aus Flori zu und ballte die Hand iur Faust, die er seinem Kameraden unter die Nase hielt. — .Bub. trau mir nit, sag ih dir! Im Schlag ob'n hast mich schon ang'stänkt und jetzt hebst wieder an? Los', 'n Bauern hast g'schupft. das« der Hascher bald dö Stallthür umtret'n hätt, aber mich Flori? — Mich schupfst' nit! dir kauf' ih d' Schneid wohl noch ab du Lotter!" — Im nächste» Augenblicke griffen die beiden schon zusammen und walkten sich regelrecht durch. Wa« Flori an Gewandtheit voran« hatte, ersetzte Sim durch Körperkraft und so wogte der Kampf bald im Stalle, bald vor demselben unentschieden hin und her, bi« endlich die andern zwei Knechte und die Dirnen de« Hose« auf beide losdroschen, um die Entscheidung herbeizuführen. Spiegelglas in einet Eorridorchür botst, so ist afio bcm im Sorribor Befindlichen bis Möglichfeit gegeben, ohne selbst gesehen zu werden, ben brausten Stehenden ohne irgend welche» Lichtverlust zu beobachten, wührenb ber letztere lediglich einen Spiegel vor sich hat. wobei e« ihm aber absolut unmöglich ist. ben dahinter Stehenden zu sehen. un Straßenbeleuchtung, um Auf- streuen von Sanb aus ben vereisten Wegen, um Herstellung unb Instandhaltung be« Wege« zum Bahnhöfe, um Entdustimg der Kanäle, um Schnee-wegschaffung von Straßen, um Trocknung von Getreide und um Berpark^ng de« Hauptplatze« kümmern und thätig eingreife» wird. Für diese vielseitigen Bemühungen wird die Bezirk«ver-tretung und insbesondere die Stadtgemeinde-vorstehung diesem Bereine zum größten Danke verpflichtet sein, und e» ist zu hoffen, das« selbst die übrigen auch viel größeren Städte in Steier-mark und im benachbarten Kroatien unb Ungarn, in«besonbere wa« ben letzterwähnten Punkt der Berparkung de« Hauptplatze« anbelangt, sich ein nachahmu>igSwürk>igeS Beispiel nehmen und ihre Haup^ und Marktplätze zu Gärten umstalten werden. Damit aber biefer Verein nicht in bie Lage komme, hinkend zu werden, was von den vielen Vereinen so manchem passirt. verlautet, dass die geehrten Mitglieder die Absicht haben, bebeutenbe Eintrittsgelder selbst mit Zahlen von boppelten Nullen zu leisten, welche« Gerücht natürlich bei ber Bevölkerung eine sehr große Freude erregt unb e« ist mit Bestimmtheit voraus-zusagen, dass bie Friedaukr FaschingSplaubereien nach einem Jahre ebenso, wie bie Gci^alige schon jetzt. Erfolge zu verzeichnen haben werben. Eisenbahn-Fahrordnung, giltig vom 1. OctaicT 1894. Skfuhrt in fettn mich Pragerhif Perl -Zug 5 Uhr 43 Min nachm ; Sem. Zug 1 Uhr 80 Min nachm.! Schnellzug 2 Uhr 6 Min. nacht«! Pers-Zug 7 Uhr 27 Min. früh. Mich (ithtlni. Gchnell-Zug 8 Uhr 50 Min früh; Pers -Zug 10 Uhr 18 Min vorm.! Sem Zug 4 Uhr 23 Min nachm Pers -Zug 8 Uhr 48 Mm obbl. ■«haft ia fettaa »m ?r»«rtz»f, Schnellzug 3 Uhr 60 Mi», früh; BersLug 10 Uhr 18 Min. vorm.! Sem Zug 4 Uhr 23 Min. nachm.. Pers -Zug 8 Uhr 48 Min. abend«. 8n ff««fat|ara. Pers -Zug 6 Uhr 43 Min uachm Sem Zug 1 Uhr 20 Min nach».; Schnellzug 2 Uhr 6 Min nacht«! Pers -Zug 7 Uhr 27 Min. früh. anmrtini«: Die ■u1rn!ta!!H<4t ber »Utt«n-btn ^otiigr 10 Mmtttn. — Cd den grniifctlttfl 8H*n flnb für bis IN. <[. fr ■IMltt ftrrlk «»fahrt »aa Prigerhaf «ach Sr«j. Schnellzug 2 Uhr 41 Min. nachm.; Postzug 6 Uhr 67 Min. abd«., Postzug 4 Uhr 4« Mi», früh: Schnell-zug 2 Uhr 42 Min. nach»! Perfonenzug 8 Uhr IS Min. früh! gem. Zug 11 Uhr 12 Min. vorm. ■«haft i» Sraz versteht sich in odiger Reihenfolge. Um 4 Uhr SS Min nachm.; 9 Uhr 3? Min. abd«.; 7 Uhr 31 Min früh: 4 Uhr 25 Min früh: 11 Uhr 7 Min vorm.: 8 Uhr 40 Min nachm «ahnst »•« Sraz i« Pra>erh»f. Sem Zug 3 Uhr 3 Min nachm.; Schnellzug 2 Uhr 10 Min. narfirrt.; Pers -Zug 7 Uhr 44 abd« ! Postzug 32 Uhr 4 Min. nacht«; Schnellzug 3 Uhr 12 Min. morgen»; Postzug 8 Uhr 27 Min abd». Kundmachung. Das k. u. k. ReichS-Kriegs-Mnisterium wird laut Erlasse«. Abth. 3, Nr. 333, vom 21. Februar 1895, in den Monaten »»ii und April d. J. Remonten-Miirkte in Steiermark in nachstehenden Orten abHallen u. zw. am 4. März in Marburg (Kleiner Exerzierplatz), 5. März in RadkerSburg tBiehrnarklplatz). 6. März i» Petta» (Viehmarktplah». 7. März in Graz (Viehmarftplah). 14. März in Rann cbt*l verdau, tat «Ia« üecorierung du Wksd« nickt |MUtUt I. Simratlick«* Mobilare wird durch d«n Harrn Öconoiaan d«e Vereinte Ob«rf«ben and mau auch .Jamaalben ordnunjegemiaa raokjeeteKi «erden wob«! eUAJllre Schiden eofort in ordnen eind. I. AU Releacnter iat dar b«m Vereine In [Menatan etebende LuiplM tu verwanden 4 Di« Miethe pr. Abend betrlft: Mi «IramUlch« Locali Uten 10 B., mr den Saal allein 7 I. Anmeldungen aind beim Ocoaon Herrn i|aai (frKny ab-tufeben Baitritt. Anm«ldonf«n tun Eintritt ia den Caaiao-Varaln wolUa bei Herrn Vieler («kaMak ab»«*»b«n werden. IX» MonaUboitrif« aiad a) f»r Famiii« 1 II., b) flr KlneaUe 60 kr-, «oaeardem in bei dem Eintritt «Ine Anfn»bme«eblUir pr. 1 ft. xa entrichten. Badwpstilt des Pettaner Binverelnes. Tlglloh Branse-, Daapf- und WaaaeabMer von 10 Uhr vor mittags bii 7 Uhr abends. Volkn-Dampfbäder von 1 bis 8 Uhr Nachmittaf«. Valka-Waaaeakider an Wochentagen von 9 bis 18 Uhr Mittag und an Sonn- und Feiertagen bis 4 Uhr nachmittags. Zu aahireichem Besuche ladet ergebeast ein Die Vorntekaag. 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Um dieses wertvolle Werk nun auch denjenigen Kreisen zugänglich zu machen, welche, im Besitz von ähnlichen Werfen oder älteren Auflagen, bie Kosten der Anschaffung einer neuen Auflage scheuen, wird bei gleich, zeitigem Bezug der soeben erscheinenden fünften Auflage von „Meyer'S KonversationS-Lexikon" in 17 Bänden jede«, wenn auch veraltete größere KonversationS-Lexikon von Brockhau», Meyer, Pierer, Spamer k. oder jede andre (jrojiUY litKüfloLv.bi'.- für 4¥ Mark 50 Pfennig = ß. JJ5.lI in Zahlung genommen. Nach Abzug diese« Betrage« stellt sich der Nach»ahlungSprei« für daS vollständige Werk in 1? Halblederbänden (Ladenpreis 170 Mark) auf 127 Mk. 50 Pf., also für den einzelnen Band auf 7 Mk. 50 Pf. Gegen bereits bestellte oder bezogene Exemplare ist nachträglicher Umtausch nicht zulässig. Bezüglich der Zahlungsbedingungen bin ich stets gerne bereit, mündlich oder schriftlich jede gewünschte AuSkunst zu ertheilen. Hochachtungsvoll W. Blanke, Buchhandlung. Pettau. 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Freunden und Bekannten zntheil wurden, sowie für die Überaus große Betheiligung beim Leichenbegängnisse und die prachtvolle» Kranzspenden sagen wir allen, insbesondere den Herren HandelSangestellten von Pettau und Marburg, unseren ttesstgesühlten Dank. Marburg, am 27 Februar 189b. Die tieftrauemd Hinterbliebenen. Ein guter Gelegenheitskauf bietet sich in Winter-Schuh waaren, indem sämmtliche Sorten zum Selbstkostenpreise abgegeben werden. Brüder Slawitsch, Pettan. Die Entfernung ist kein Hindernis. Meine» P. T. Kunden in der Provinz diene zur Nachricht, das« die Ein-sendnng eines Musterrockes ge-nügt, um ein passende« Kleid zu beziehen. Jllustrirte M aß - Anleitung franco. NichteonvenirendeS wird anstandslos umgetauscht oder der Betrag rückerstattet. Hochachtungsvoll Jacob Rothberger, t u. f. Hoflieferant Wien, StefanSplatz. 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Marie Sebeirbeabaaer. geb. Hafer Josef Hofer Jabana Hoser Enlista Adele, Angaat, Ludwig, Walter, Otaiar, Lee Sehelehenbaaer Urenkel* Verantwortlicher Lchnstlriter: Joses FeUner Stack unb Verlag: w Blanke, Pettau.