LaitmcherMMtung. ÄUH- GHL^k^ Prll!!limel^ ^»V « ff.il, l),ttl>i. st. 5.5». Für bie.^uftüllun« iilS Haue «^U.^. i^V ,. halbj.ö.)lr. Ä)tltd»P°ft.!>N!,U.ft. 15, halbj.fi. 7.N0. Mittwoch, 29. December Insert« on «gebühr v!«,o geilen: Imal «0 !l., >«<7>F»^ ,m.uutl.,3m.isI.!>oi>ftpl.Zeileim.«lr.,2m.«tl.. >)^N»H Priinumerations - Einladung. Mit 1. Jänner 1870 beginnt ein neucs Abonnement auf die ..Laibacher ZeitllUss." Durch einen reicheren lind mannigfaltigeren Inhalt insbesondere durch sorgfältige Redaction dcö politischen Theiles und Behandlung aller wichtigen TagcSfraa.cn in Hri^inal-Artikeln von unterrichteter Seite durch viclfältiac Aufsätze ülier Vandcsaugelcgcnhciten, namentlich ans der Vand- und Forstwirthschaft, dcncn die ..Vaibachcr Leitung" auch fortan ihre Spalten öffnen wird Bcrucksichtiguug aller Geschäftsinteressen, durch ^>rl.,l„al.Tele„ra thcilung der wichtigsten ncncn Gesetze, welche die Anschaffung von Seftaratausgabcu erspart, dürfte der „Laibachcr Zeitung", sowie die Schnelligkeit und Ausfübr^ lichleit, mit welcher dieselbe siets über die Verhandlungen aller Vereine und Corporutioncu, insbesondere dcS Landtages und G cmc i n der a t l,c s berichtet -^ den Vorzug vor anderen Blättern sichern. Wir crsnchcn schließlich alle Freunde des Vaterlandes und des Fortschrittes auf Grundlage der Staats-grundgcsetze um ihre Mitwirkung, iudem wir uuscrcrseits alles aufbieten werden, u,n zur Verwirklichung dieses Princips in unserem Vatcrlanoc beizutragen Die Plünumcrlltil,ns-Dc>ingungcn bleiben unverändert: GauMrig mit Post. mttcr S^ . . . 15 fl. - kr. > Ganzjährig fiir Lmbach. m'ö Haus ^gestellt . . . . 12 fl. - lr. l'°lbi,ähn/, dto dto dto. . . . 7,.50,, halbjährig dto V dto. dtc..... 6„-„ s,a!>,la)r>c,,mComptonmttttCo!wM.....»2,,-,. ganzjährig im Comptoir offm...... II - halbMr.a dto. dto......« „ - ,. YaHhrig dto. dt°....... 3 „ 30 „ Die Pranumeratious - Vetrage wollen portofrei zugesendet werden. L ° ibach, int December 1869. I^^z u. Kleinmayr «k Fedor Bamberg. Amtlicher Theil. «de. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Enlschlicßling vom 25. December d. I. den mit dcm Titl-l und Charakter eines HofratheS bekleideten Rath ocs Krakauer Obcrlandcsgcrichtcs Friedlich Ritler v. D a r g u n, den böhmischen Obcrlandcsgerichts-rath Wenzel Decastello, dri, Lembcrgcr Odcrlondcs gcrichtilrnth Johann Wicrzbicki und den Kreiögcrichts-ptäsidcnlcn m Rudolfswerld Theodor Naprct zu Hof» rathen des Obersten Gerichtshofes allcra-'ü lugst zu ernennen gcruhl. Herbst m. i>. St. l. und k. Apostolische Maiestät haben mit Allerhöchster Entschließung voni 25. December d. I, allerguädigst anzuordnen geruht, daß dem Regicruiigs-rathc der Landesregierung in Krain Anton Laschan aus Anlaß der von ihm nachgesuchten Versetzung in den bleibenden Ruhestand der Ausdruck der Allerhöchsten Zufriedenheit mit seiner vieljährigcn, sehr ersprießlichen Dienstleistung betaunt gegeben werde. Nichtamtlicher Theil. Politische Uebersicht. Laibach, 28, December. Ueber das Budget, welches der österreichische Finanzminister Dr. Ä r c st e l dem Reichs-rathe vorgelebt hat, finden wir in der „Köln. Ztg." cmc beachtcnswerlhe Aeußerung, Das rheinische Blatt findet, dieses Budget sei eines der besten, das seit zwanzig Jahren in Oesterreich zusammengestellt wurde. „Doctor Brcstcl versteht leider uicht die Kuust des Ziffcrngrup-Pircns, fönst hätte er die Welt mit seinem Blidgct verblüfft. Vcsscr jedoch, daß er der Welt keinen Sand in die Ailgen gest,cut, als daß er nach der Art und Weise der meisten Fiuauzgcnics ein Plus hcrausgeklügclt, wo cigeutlich ein Minus vorhanden ist. Mit einer solchen Fmanzuorlage kann Oesterreich, besonders aber die ü'stc» reichischcn Staatsglä'ubigcr, schon zufrieden fein, um so Mehr, da Dr. Vrestel versichert, daß er auch für das heurige Jahr zu keiner Finanzoperation sciuc Zuflucht Wirb nehmen muffen." Nach einer Mittheilung der „Tir. St." haben sich die Tiroler ReichsrathS-Abgcordnctcn (mit Ausnahme der beiden liberalen) mit den slovcni scheu, Buko winacrn, dann je^n von Görz, Istrien nnd Trieft uud einem aus Dalmatien. in, Ganzen 25 Abgeordnete, zu ciucm neuen Club geeinigt. Als Obmann wird wahrscheinlich Aaron Pctrino gewählt werden Er-' weiternng der Landesrechte und Ablehnung dircclcr Reichs-rathswahlcn bilden das Programm dcS neueu Clubs, der eine Fortsetzung des im Vorjahre thätigen Clubs dcr Siidlüuder ist. Neuerliche Manifestationen im Sinne dcr! Vrüuucr Adresse habeu wir heute aus NikolS-burg, ttittau, Proßuitz und Fcldkirch z„ melden. Bevor die Adressen dcr beiden Häuser des Ncichs-laths Zustandekommen, dürfte der Monat Jänner 1870 vergehen, da das Abgeordnetenhaus erst am 17. Jänner zusammentritt und sich auch das Subcomitt» seines Mrcßausschusscs bis 8. Iäuncr vertag hat. und nach dem iu dcmselbm bestehenden Stimmcuueihällniß keine Uebereinstimmung zu erwa, tru, sondern voraus^uschen ist. daß dasselbe seine Mission an den Aorcs;al,sschuß zurück^ gebcu werde. Das Herrenhaus dürfte daher uuter diesen Umständen den Vortritt haben mid dcr Name des Verichtclstattcrs. unseres geehrten ^andsmanncs, Grafen Anton Auersperg, bürgt für eine entschiedene Haltung des bcdcul cincr Massenerhcvuna aufzuwicsseln, Welche am 17. Februar k. I. crfolncn soll. Es sollcn zu diesem Endl' Emissäic im Lande limbcrziehen, von den-n unredlich schon mehrere der Polizei in die Hände gefallen sind." Nachrichten aus Mmalicn. Ueber die Operationen der f. k. Truppen in dem südlich von Catlaro licgendc» Theile DalmatienS liegen uns heule nachträgliche authentische Berichte vor, die mit dem »i. November beginnen: In Folge telegraphischer Berufung war Oberst Ritter v. Schöüfcld behufs Uebernahme eines interimistischen Brigaoccomnumdo's am 3. November Nachmittags aus Zara in Cattaro eingetroffen und hatte dortselbst die schriftlichen Weisungen des Feldmarschall« lieutenant v. Wagner vorgefuudcn. Laut derselben hatte Oberst v, Schönfcld das Commando in Budua, woselbst das 27. Iügcrbataillon, ein combinirtcS Bataillon Wimpfcn, 4 Gcbirgsgcschützc und 2 Natctengeschützc als eine mobile Colonnc vereinigt waren, zu übernehmen. Er war anch über die Bewegungen der Brigaden v. Dormus und Fischer verständigt nnd zugleich beauftragt worden, von Budua aus gegen Braic demonstrativ mitzuwirken. Oberst v. Schönfeld wurde fcrncr vom Fcstungs-commando in Cattaro sowie durch den Major von Sa« racca des Infanterieregiments Graf Wimpffcn Nr. 22 in Kenntniß gesetzt, daß das Hauptquartier bereits gegen Sutvara aufgebrochen und der Kricgsdampfcr „Andreas Hofer" angewiesen sei, die in Pcrzagno und Ca-stelnnovo cantonnirendm Abtheilungen des Regiments Wimpffcn, dann 24 Pferde für die erst in der Organisation befindliche, in Budua dislocirte Gcbirgsbattcrie an Bord zu nehmen und so bald als möglich nach Budua abzugehen. Die in Perzagno befindliche, 225) Köpfe starke, erst Tags vorher angekommene Ergänzungöadthcilung des Infanterieregiments Wimpffcn erhielt Gcfchl, nach dem Abkochen nach Cattaro zu marschircn nnd sich dort einzuschiffen. In Mclignc wurden dcr Stab des ersten Bataillons, ferner die erste, zweite nnd vierte Compagnie des besagten Regiments eingeschifft und cö langte der Dampfer „Hofcr" am 3. Abends 10 Uhr in Budua an, worauf'sofort die Ausschiffung der Mannschaft begann, während die Pferde crst am nächsten Morgen ausbarkirt werden konnten. Die Thore Budua's waren geschloffen und verrammelt ; in der Stadt befanden sich das 29. Jäger-Bataillon, die Geschütze und Mannschaften der zur Brigade gehörigen Batterien. Vor dcr Stadt lag Sv. Majestät Dampfer „Taurus" (Commandant: Linien-schiffslicutenant Bcrchthold), welches Schiff mit einem 30-Pfündcr und cincm gezogenen 24-Pfünder armirt ist, vor Anker. Dcm Obersten u. Schönfcld wurde vom Stations-commandantcn Major Toms, Commandanten des 27stcn IägerbataillonS. gemeldet, daß die Höhen nördlich und östlich der Stadt von Insurgenten besetzt scien, welche auch in die Ebene herabfliegen, und daß er eben mit ihnen Nachmittags in nächster Nähe dcr Stadt, aus welcher er einige Abtheilungen entsendet hatte, um die Mannschaft des „TauruS" beim Wasscrholcn aus dcm sogenannten Ficberhause (knapp vor der Stadt) zu decken, ein kleines Scharmützel bestanden habe. Es erschien vor Allem nothwendig, das Terrain in dcr nächsten Umgebung Budua's zu fäuberu, dem durch die bisherige Schwäche der Garnison (das 27stc Iägcrbataillon zählte nur 280 Mann) möglich gewordenen Blocus ein Ende zu machen und Vorposten vorzuschieben. Nachdem die Organisation dcS combinirten Bataillons Wimpffcn noch am Vormittag des 4, November schleunigst durchgeführt und hiedurch dieses ans 500 Mann gebracht wordcn war, erhielt Major Toms des 27. IägerbataillonS den Vcfchl um halb 2 Uhr Nach' mittags mit zwei Iägcrcompagmcn und einer Compagnie Wimpfcn dlirch die Thalsohlc östlich dcr Stadt vorzugehen, sclbe vom Feinde zn säubern und dicscm bis un den Fuß dcr Höhcu, Monte Ostiog im Msle», Monte St. Peter und Paul im Ostcu, zu solgcn. Das Vorrücken in der Edcm sollte durch das Feuer dcr auf dcm Bastiou San Giovanni de« Sladt-umfossimg aufgeführten vier Geschütze so wie durch daS Feuer t'cr Bordgcschlitze dcS „Taurus" unlcistützt werden. Major Toms hat in cincm dreistündigen, mit sehr guter Tcrrainbcnützung durchgeführten Gefechte feine Aufgabe auf das beste und trotz des heftigen Feuers mit geringem Verluste ^ 1 Untcrjägcr leicht verwuudet — gelöst. Die Aufständischen wurden bis zu ihrem Lagerplätze, einem die Gegend dominircndcn Wäldchcu hinter dcm Kloster von Maine, zurückgetrieben. Das Kloster war durch die wirksame Beschießung des «Taurus" iu Brand gcratheu. Mit Einbruch der Dunkelheit war das ganze Thal frei vom Feinde und die während des Gefechtes angeordnete Vorpostcnaufstcllung längs des Bndua dominircndcn Monte Salvatorc vollendet. (Forlschmig fulgt.) Aus EgyptkN. Cairo, 15. December. Man hatte erwartet, daß der großherrliche Fcrman auch auf der Citadelle — öffentlich, wie dies bei großherrlichen Fermans Sitte, ja Pflicht ist — verlesen wcrbe; bis jetzt ist dies nicht erfolgt. ES verlautet sogar, die Annahme sei doch nur mit einigen, wenn auch ganz unbedeutenden Aenderungen erfolgt; vielleicht wird also die öffentliche Vorlesung dann erfolgen, wenn die Pforte in die vorgeschlagenen Aenderungen willigt. Heute Nachmittag stieg Herr Godard mit einem Begleiter auf der Esbckye mit feinem Luftballon auf, zu dessen Anfüllung ihm dcr Khcoiue daS Leuchtgas unentgeltlich überlassen halle. Dcr Ballon, durch cincn dicken Gnltapcrckaschlauch mit dcr Gasrohre in Verbindung gebracht, füllte fich in wenig Stunden und stieg ohnc Unfall in die Höhe. Ein mäßig zahlreiches Pu-blicum war anwesend, darunter Prinz Ibrahim und verschleierte Damen aus dem Harem des VicekönigS. — Der Ballon ging südlich und kam zwischen den Pyramiden von Gizch und Sakkara zur Erde. — Seit ein paar Tagen ist es kühler geworden, Morgens 8 " R. Hmte Nachmittags erschien Scirocco und noch um 8 Uhr Abcuds macht es 14 Grad. Die neue Abdiestraße, die eigentlich znr Einweihung dcS Canals hätte fertig fein sollen, ist noch unvollendet, wahrscheinlich wohl, weil Private zu schwer Bauarbeiter bekommen tonnten, da alle für dcn Vicckönig arbeiteten. Sie wird einmal, wcnn auch nicht großartig, doch recht hübsch werden. Die Erdgeschosse aller Häuser siud für eium Bazar bestimmt, bilden also vollständig gleichmäßige, aus Quadersteinen gebaute Boutiquen, worüber sich dann die oberen Stockwerke, ein Bau mit vorspringenden Fenstern, allc natürlich wohl vergittert, erheben. Die ganze Straße ist für Eingcborne bestimmt, und wurden auch die Bauplätze nur' an solche und uueut-geltlich abgegeben, während die Plätze in dcr Allee nach Äulack sämmtlich an Europäer abgelassen wurden, natürlich auch unentgeltlich, gegen die Bedingung in zwei Jahren zu bauen. An der Esbclyc wurden die Bauplätze verlauft und siehe da! noch wurde lein Haus gebaut, ja nicht einmal in Angrisf genommen. Man frügt sich ernstlich wer all' diese neuen Hänser bewohnen soll. - Die Saison ist schon gegenwärtig sehr matt, und die Preissteigerung in dcu Hotels auf 25 Francs des Tages ohnc Getränke wird nicht dazu beitragen, Publicum herzuziehen. — Es gibt bereits hier eine große Anzahl Kellner und anderes Dienstversonale, die außer Dienst sind. Man hatte sie theils für die Festlichkeiten ver-schrieben, theils waren sie auf eigene Faust gekommen von Marseille, Genua, Venedig, Trieft; uun find sie auf dem Trockenen. Der Khedive soll, so sagen die, welche Zutritt haben, sehr hcrabgcstimmt sein: er hatte sich cincn so demüthigenden NuSgang seiner Einwcihungs - Manie nicht geträumt, denn nndcrs als Manic kann man diesen kolossalen Aufwand nicht nennen — für eine Sache, die noch unvollendet ist, von der man eben nur sagen kann: nun ist der Beweis für die Ausführbarkeit geliefert. Im Publicum glaubt man übrigens, die ganze Unterwerfuug Ismacls fei nur eine temporäre; er sei ein Mann, der auf feine LicbliugSidec bei der günstigen Gelegenheit zurückkommen und nur um so energischer auftreten werde. Dessen bin ich auch überzeugt, wcnn eine Revolution in Bulgarien, ein neuerliches Auftreten hellenischen Geistes in Candia, in Macedonicn die Pforte in Verlegenheit bringen sollte, würde ISmael anders handeln, als beim Ausstände der Assyren in Arabieu und der Candiotcn. Neuerdings sind mehrere türkische Bai's uud Pascha'S, ja sogar Kawasscn entlassen und durch Araber (letztere durch Soldaten) ersetzt worden. Alles, was einmal zu seinem Bruder Mustapha Pascha und feinem Onkcl Halim Pascha in freundlichen Beziehungen stand, wurde außer Amt gesetzt. Diese Leute dürften auch nicht allc ihre Arme resignirt in den Schoß legen. Man spricht schon lange davon, daß auch dcr König von Griechenland hicher kommen werde, um dcn Besuch, dcn ihm der Khedive «u rMinnt in Corfu machte, zurückzugeben. Sollte er wirklich Hieher kommen, so wird er von dcn hiesigen Griechen mit Jubel uud Büchsenknallen empfangen werden, wie man cS noch nie erhört hat. Sie speculircn fchon darauf, eine geheime Allianz zwischen Griechenland und Egyptcn einzuleiten und glauben zuversichtlich, wenn wieder irgendwo die uittcrjochtc griechische Bevölkerung sich gegen den Sultan erhcbcn werde, so brauche es nur eincS Winkes Griechenlands, um auch dcn verhaltenen Grimm dcs Khedive loszulassen. Hiebei sind natürlich die Großmächte außer 'il'Mlll'llill. Liternrischr Itreiftugc. VI. Ada Christen und' ihre Verehrer. Es ist eine allbekannte Sache, daß cine jede neue Erscheinung der Literatur nur untcr gewissen Umständen populär zu werden vermag, unter Umstände«, die von dem wahren Triumph oft ebenso ferne liegen, als ihr dichterischer Gehalt von der wahren Poesie. ES gibt Dichter und Schriftsteller, deren eigentliches Schaffen lange Zeit hindurch eine obscure Sache bleibt, denn Dichterruhm ist Schicksalalaunc; sie bleiben im Dunklen, wenn fie nur productiv sind. denn Wenige lefcn Alles; wenn sie wenig aber Gutes leisten, denn von der geringen Zahl der Ll.scr zeig» ein Viertel kein besonderes Interesse. daS zweite Mangel an Verständniß, das dritte Vorurtheil uud Verschrobenheit und nur das letzte wahre Theilnahme uud Bewunderung. Es bleibt hicmit nur noch ein Mittel um in jedem Falle zu reussiren — die Originalität, Es ist keine leichte Sache, orgmell zu sein, am allerwenigsten in unserer Zeit, wo das Reich der Literatur m>ch allcu Seiten hin schon oftmals und mit bedeutendem Erfolge durchackert ist, wo jeder ueue Schiffer ein Corps literarischcr Columbussc vor sich sieht, die alle seine kleinen Unternehmungen zu vcrdunkelu drohen; aber es gibt noch ein Gebiet, auf dem man siegcu kann, das ist daS Extravagante. Zu dieser Gattung von Schriflslcllcrei gehören die „Lieder cincr Verlorenen" von Ada Christen, ein Ocmcngsrl sensibler Schmerzens- schrcie und heulenden Elends, das uns nur zu oft die Binde von den Augen nimmt und vermuthen läßt, die ganze Poesie dieser ..Lieder" fei eine erzwungene, eine unnatürliche. Ada ist eine Verlorene, inwicferne, können wir vor der Hand nicht argumentircn, denn es wäre fchr schmerzlich , wenn eine litcrarisch - chemische Untersuchung herausstellen würde, sie sei eigentlich keine Verlorene, sondern — ein Verlorener (I), Wir wollen uns vor der Hand nicht mit der Identität des „verlorenen" Autors plagen und bleiben nur bei seinen Liedern. Ada Christen ist nunmehr die Heldin aller eleganten Boudoirs. Mit Ada Christen heuchelt so manche Hetäre ihr verlorenes Leben, an dem ohnehin kein Faden ganz ist. mit Ada Christen stürzt die moderne Cocotte umher, sie hat einen „dumpfen Schmerz" im „zerfetzten Herzen" und „in der entweihten Brust wüste Leidenschaft ." sie plagt ihren Galau oder ihre Oalane mit tausend Citaten, eines zermalmender als daS andere, sie heult uud weint ^-Krokodilsthränen; mit Ada Christen stürmt dcr unglückliche, jedoch leidenschaftlich verliebte Jüngling durch die ncbclfcuchtcn Straßen eines jeden Krähwinkels und fchwärmt, daß es zum Erbarmen ist — alles glaubt leiden zu müssen, wcnigsteus jene, deren Herzen nicht mehr ganz rein sind, und Ada Christen ist der Refrain in allen Dingen und Gedanken. Weshalb? die Sache ist uns ziemlich klar. Die jetzige Generation liebt daS „aus dcr Art Geschlagene;" man trachtet sich aufzuregen, und wcnn cs gerade nicht mehr mit Champagner und Rheinwein gelingen will, so wirft man sich in die Arme Patschouli athmender Cnmellicndamcn; der Exceß bleibt so ziemlich derselbe, wie vor Jahrzehnten und Jahrhunderten, allein er gewinnt durch den senti- mentalen Firniß, den derlei galante Abenteuer nunmehr durch Ada Christen erhalten. Ich glaube, man rechnet es sich schon zur Ehre, im Genre Ada'S zu faseln nnd entschlüpft Einem unwillkürlich in Frauengescllschaft ein kleiner Vorwurf, so legt die betreffende Verlorene „die Hand auf ihr blutendes Herz" und zeigt unS mit erkünsteltem Schmerze ein „thränenblasses, verhärmtes Lcidensangesicht." Entsetzlich! Man macht dem Zeitalter dcr romantischen Poesie den Vorwurf, daß die abenteuerliche und unreelle Tendenz desselben ebenso sinnwidrig als abgeschmackt sei uud lächelt über die Ueberspanntheit so manch' tüchtiger Schriftsteller. Die Lage hat sich nicht gebessert; wenn vorher die Romantik grassirtc, fo grassirt nunmehr -^ die romantische Im Moralität. Die Nomantik nahm vielleicht einen zn idealen Standpunkt ein, einen Standpunkt, von dessen Höhe sich Gedanke" und Wett sehr schön ausnahmen, aber nicht in, entferntesten der Wahrheit gerecht werden tonnten. Mein Gott! man fand schon damals selten genug, wie dermalen, Bcgciste< ruug für wahre Liebe uud wahren Glauben, aber man apotheosirte zum mindestes das Laster nicht. Wenn auch damals Dichter »nd Schriftsteller nicht immer nach Gebühr gelesen wurden, fo wußte das Weib doch, daß es zu waS Besserem da sei, als zum Vorbild einer gereimten Verworfenheit. Fraucu, die sich nie über das Niveau der Alltäglichkeit erheben konnten, denen jeder Vers Heine's oder Eichendorff's eine überflüssige Spie-lcrci düukte, brüten nun tagelang über dcn paar hundert Schmerzensworten der Verlorenen und Viele, die darin ihre eigene Geschichte lesen, dic ihnen bisher vielleicht selbst nicht im schönsten Lichte gestanden haben mochte, fühlen sich gehoben, da ja eine Gesinnungsgenossin ihrc 2187 Acht gelassen; aber für den Fall eines blutigen Conflictes zwischen letzteren dürften die Griechen nicht ganz Unrecht haben, der Khedive hat sich den Handel hinters Ohr geschrieben und ist ein Mann, der gar zu gern Niemanden über sich haben möchte. Hier zu Lande ist er unumschränkter Herr, findet unbedingten Gehorsam, wie im Orient jeder Herrscher, der zu befehlen versteht. Auch ist seine Regierung durchaus eine persönliche; in wichtigen Dingen gegen die Entscheidungen immer von ihm selbst aus; seine Organe sind, mit Ausnahme Nubar Pascha's, fast lauter unbedeutendeste, die nie eine eigene Meinung vertreten. Und solch' ein Mann sollte es vertragen, sich der Controlle eines türkischen Divans zu unterwerfen! Cairo, 12. December. „Egyptc" bringt den Vcricht über das Scheitern dcs f> auffischen Dreimasters aus Bordeaux, des ersten Segelschiffes, das den Canal pas-sirtc. Das Schiff war fcchs Meilen von feiner Äahu nach Westen abgewichen. Das rothe Meer braucht nüchterne, aufmerksame Steuerleute uud Capitänc, da es außer deu unterseeischen Klippen, die sich wohl meistens durch Kräuseln der Wogen kenntlich machen, anch viele vom Ufer vorspringende Sandbänke, unterseeische Landzungen hat. die nicht so leicht kenntlich sind. Auch der P. O. Dampfer „Carnatic" war seiner Zeit auf eine folchc Sandbank aufgefahren, da der Capitän, der Warnung femes gricchischcu Steuermannes entgegen, eine zn gerade Richtung einschlug; er wurde dafür auf ucuu Monate suspcndirt. Daß dergleichen Unfälle nur auf Nachlässig« tcit bcruhcu, glaube ich daraus schließen zu dürfen, daß nie ein französisches oder englisches Kriegsschiff, und wie viele bcfuhrcn das rothe Meer zur Zeit des abyssiuischcn Krieges, uud uic eiu Mcssageric - Dampfboot dort verunglückt ist. Wir hoffen, die vorsichtigen Lloydcapitänc werden sich iu jcuer Gegend bald zurccht zu finden Wissen. Cs heißt, der Khedive werde uach dem Bairamfestc, also iu der ersten Hälfte des Monats Januar, uach Constantinopcl reisen. Gewisse Ncisevorbcrcitungcn werden allerdings gemacht' ob die Reise auch ausgeführt wird und wohin, wer kaun dies bestimmen? (Tr. Z.) Iaqesneuiqiieitell. Proceß Tranpmanu. (Schluß.) Gustav geht auf die Post. Der Beamte liefert ihm Vollmacht; aber Frau Kinck hat ihre Instruction nicht wohl verstanden; sie hat vergessen, die Unterschrift lcgali-siren zu lassen. Gustav kann das Geld nicht erheben. Er entschließt sich, trotz der erhaltenen Weisung, nach Paris abzureisen, und schickt am 16. September folgende Depesche ab: „Jean Kinck, Hotel du Eheinin de Fer du Nord. Ich komme morgen um 5 Uhr 20 Minuten frlih." Das halte die Berechnung Traupmauns vereitelt; Gustav wäre am hellen Tag angekommen; aber der Unglückliche verfehlt den Zug und l'oinnit erst am 17. September Abends halb 10 Uhr an. Traupmann ist an der Station, empfängt ihn, führt ihn ins Hotel, läßt ihn sein Gepäck ablegen und sogleich ein Billet an seine Mutter schreiben, dessen Text und Form die Eile verräth, womit es geschrieben ist: „d. 17. Sept. Ich komme eben in Paris an; Ihr müßt nach Paris kommen. Abreisen von Roubair Sonntag Nachmittags um 2 Uhr, zu Lillc 4 Uhr 1« M., zweite Classe. Alle Papiere mitbringen. Gustav." Die Leute des Hotels sehen Traupmc.in mit Gustav ausgehen. Der Angeklagte bleibt über Nacht aus und kommt am Morgen allein zurück, Gustav wird nicht wieder gesehen. Hier mm hat Traup-lnaun dem Untersuchungsrichter gegenüber eine tuhue Lüge versucht. Cr behauptet: Kinck, Vater, welcher sich bei der Autuuft Gustavs nicht ciufiuden konnte, hat seinen Sohn und seinen Freund im Kaffeehaus getroffen. Alle drei haben den Abend und eiuen Theil der Nacht spazieren-geheud zugebracht. Traupmauu hat sich darauf vou seinen Gefährten getrennt und weiß nicht, wohin sie gegangen sind. Er kann keinen Zeugen stellen, der sie zusammeu gesehen hat. Es ist aber eine einzige Nachricht au die Untersuchung gelaugt Über das, was Traupmann am 17. September gethan hat, und dieses Zeugniß ist überwältigend gegen den Angeklagten. Man hat zwei Eisenträmer aufgefuuden, Dufour und Davel, welche erklären: an diesem Tage zwischen 9 und 10 Uhr Morgens au Traupmann, der sehr eilig schieu, eine Gärtuerschcuifel und eine kleine Pickhacke, einen Mauerbrechhammer, verkauft zu haben. Der Angeklagte, confrontirt mit diesen Zenge» und mit anderen Personen, die bei den beiden Verkäufen zugegen waren, ist genöthigt einzugestchen, daß er diesen Eintauf gemacht hat, und behauptet, nur nach Anweisung von Kiuck, Vater, ge-haudelt uud diesem die gekauften Gegenstände übergeben zu haben, ohne sich über den davou zu machenden Gebrauch wcilcr zu kümmern. Hier nun stellt sich eiu nicht weniger schwerer Umstand zu Lasten des Angeklagten eiu: ebenso wie man in seinem Besitze das Geld und die Papiere von Jean Kinck gefunden und bei dem Uhrmacher Durand eine goldene Uhr und Kette, die er am 6. September verkauft yatte, uud welche die des Kiuck waren, ebenso hat man gefunden, daß alles, was Gustav Kiuck mitgebracht hatte,'in seine Hände gekommen war: die Briefe,' ein Kamm in einem Etui uud die Uhr uud Kette des Sohnes Kiuck sind aufgefuudeu wordeu, theils in dem Hotel du Ehcmin de Fer du Nord, theils bei Traupmann fclbcr. Der Angeklagte behauptet, daß alle diese Gegeustäudc ihm geschenkt worden seien. Der zweite Mord war also vollbracht. Der Mörder hatte aber die begehrte Summe von 5500 Fr. nicht erlangen können. Es blieb ihm nun noch übrig die Frau zu berauben, welche mit den Papieren, den Haushalts-ersparnissen uud dem Ertrage der am 5. September uach Roubair gesandten Anweisung ankommen nuiß. Am 18ten September schreibt Traupmann an seine Familie, seine Geschäfte gingen gut und er würde wahrscheinlich am 20ten nach Ccrnay zurückkehren. Das Billet Gustavs hat inzwischen seine Wirkung gethan; die Frau Kinck, nicht ohne Abneigung gegen die Reise, weil eines der Kinder gerade krank gewesen und sie selbst von ihrem Zustande belästigt war, trifft dennoch alle Vorkehrungen, die sie für nöthig hält, und am 19. gegen Mittag sehen die Nachbarn sie abreisen mit den Kindern, die sich auf die Reise freuen. In Lille erfährt sie, daß ein früherer Zug als der ihr angewiesene abgeht; sie nimmt diesen und kommt so mehrere Stunden vor der verabredeten Zeit in Paris an, begibt sich sogleich in das Hotel du Chemin de Fer du Nord, und fragt nach Jean Kinck. Man sagt ihr: er sei ausgegangen, und fordert sie auf, sich im Bureau des Hotels auszuruhen und etwas zn speisen. Das hätte sie gerettet, aber sie schlägt es aus und zieht vor, nach de/Eisenbahnstation zurückzukehren, wo ihr Mann sie erwarten will. Sie läßt nur eiu Paket im Hotel zurück. Der Angeklagte sagt nicht, was er inzwischen gethan hat, aber die Untersuchung hat erfahren, daß er gegen 5 Uhr Abends bei einem Eisenhändler der Rue d'Allemagne eine Schaufel und eine Hacke gekauft hat, größer als die früher gcbrauch-teu, die er im Felde zurückgelassen hatte. Er hat diese Gegenstände bei dem Händler gelassen uud sie erst nach völligem Dunkel wieder abholt, und ist dann auf der Im-perialc eines Omnibus nach den O.uatrc Chcmins gefahren. Befragt darüber, hat er es Zugestanden, jedoch wiederum behauptet: nur nach Jean Kincks Anweisung gehandelt zu haben. Um 11 Uhr 10 Minuten hat der Kutscher Bardos, der an der Nordbahu stationirte, in seinem offenen Wagen die Frau mit den fünf Kindern und dem Angeklagten ein^ steigen scheu. Traupmann hat das Fahrgeld bis zur Porte dc Flaudre accordirt uud vorausbezahlt. Während der Fahrt plauderten die Insassen des Wagens mit Heiterkeit, und sprachen vou dem Vater, den sie wieder sehen würden. Ohne Argwohn läßt die Frau Kinck sich durch Paris fahren, das sie noch u'cht kennt, und uach Pantiu, wo, wie ihr ein Brief gemeldet, ihr Mann ein Haus gekaust hat. An der Porte de Flandre angekommen, erhält der Kutscher Auftrag, weiter zu fahren bis uach den Quatrc Ehemins gegen eine 'Nachzahlung. Der Kutscher verfehlt den Weg, und'Traupmann gibt ihm Anweisung. Mau erreicht endlich eine einsame Fabrik an der Straße. Der Angeklagte läßt die Mutter und die beiden jüngsten Kinder aussteigen, fuhrt sie fort, bedeutet dcu auderu zu warleu, uud schlägt eiuen Fußweg ein, der ins Feld führt. Während 20 Minuten aber plaudert der Kutfchcr mit den Kindern, die ihm erzählen, daß sie eine weite Reise gemacht hätten, daß sie zum erstenmal in Paris seien, daß der Mann bei ihnen wie ein Verwandter von ihnen sei, daß der Vater kommen, und daß sie dann zusammcu nach dem Hotel du Chemin de Fer du Nord zurückfahre» würden. Der Angeklagte kommt allein zurück und fagt: „Kinder, wir bleiben hier," er zahlt den Kutscher und geht mit den Knaben fort. Der Kutscher fährt nach Paris zurück; er hat vom Felde nichts gehört. Ein Nachtwächter der Fabrik, in deren Nähe der Wagen gehalten, will in der Mitte der Nacht ein- oder zweimal den schwachen Schrei „Maman, Maman," gehört haben, der aber gleich wieder aufgehört habe. Diese Nacht, wie die nach dein Morde Gustavs, hat Traupmann außerhalb des Hotels zugebracht. Am nächsten Morgen kam er allein zurück und ging eilig wieder aus, nachdem er sich umgekleidet uud Kleidungsstücke zurückgelassen, an welchen Blutflecken sichtbar geblieben sind, trotz der gemachten Versuche sie zu entfernen. Am Abend darauf war er in Havre. Trotz des fortgesetzten Läugnens des Angeklagten und trotz der vergeblichen Forschungen nach der Leiche Jean Kincks fehlte kein Glied in der Beweiskette für die Schuld Traupmanns. Die Sache sollte dem Schwurgerichtshof überwiesen werden, als er am 13. Nov., um die Untersuchung in die Länge zu ziehen, Geständnisse alilegen zu wollen erklärte. Er sei der eiuzige Schuldige, sagte er. Er hade Jean Kinck in die unbewohute Umgegend vou Wattvillcr gelockt, wo, wie er ihm vorgespiegelt, sich ein gelegener Ort für Falschmünzuug finde. Im Gehölze habe er seinem Begleiter eine Flasche Wein angeboten, der mit Blausäure versetzt war. Jean sei wie vom Blitz erschlage» niedergefallen. Er habe sich seiller Hab-scligkeiten bemächtigt u»d ih» an den« Berge begraben. Hätte er sich in Besitz der 5500 Fr. auf dem Bureau zu Gueb-villcr briugen können, so würde er sofort nach Amerika abgereist sein. Da ihm aber der Mord nicht eingebracht habe waö er bezweckte, habe er darauf die Reise uud die Ermordung Gustavs und der Frau Kinck herbeigeführt, um eine beträchtlichere Beute zu erziele». Die Ermordung der Kinder, die ihre Mutter nicht verlassen tonnten, sei die nothwendige Folge gewesen. Er habe Gustav mit ciuem ciuzigeu Messerstiche getödtct, aber später die Leiche ver- Handlungswcisc so göttlich verherrlicht! Sie bctrachtcu sich bei all' ihrer Immoralität als einen «Htcrn neuer Dichtkunst: der Dichtkuust — weiblicher Verworfenheit. Ob die Poesie, die sich mit der Verherrlichung deö Wahrhaft-Schönen befaßt, der Poefie vorzuziehen sei. die sich zur Aufgabe gemacht, den Schmutz zu glorificircu, kaun wohl jeder Vorurthcilsfrcic selbst beurtheilen. ES ist eine traurige Sache um unsere Schriftsteller! Güthc. Shakespeare. Dante, Milton. Ronsscau keunen Viele kaum dem Namen nach. hie und da ciu Citat aus irgend einer einmal gehörten Komödie ist auch der ganze Schatz ihrer Vclcscnhcit, uud wcun es sich um den Abtlatsch irgend eines galanten Vorfalles han. dclt wird selbst der sonst so verehrte Schiller in eine Zimmcrccke geworfen und der ernüchterndsten Prosa Spielraum geboten. Sind das die Folgen der modernen Saloncultur, die ihre Nase lieber iu Palschouli badet, als in die Folianten unserer geistigen Capacitätcu vergräbt, die sich mehr um AtlaSschuhc und Schminke kümmert, als um die unsterblichen Ideen großer Menschen? Es wird wohl bl^S Ausichtosachc sein. Ja wohl. denn wer kaun schließlich mit all' dem Z,ugc (!) fettig werden, das uns unsere Dichter vorsetzen. Heine ist ein überspannter Mensch, der nur schöne Verse auf schöne Augen macht uud obligat weint, um Poetisch ^ erscheinen; Lenau unverdaulich ob all' zu großem Wahnwitz! Dante ein verrückter Höllcnfahrer, der sich „icht entblödet, Dinge gesehen zu 'haben, die nicht einmal im „Bazar" und in der ..Hamburger Modczcitung" stehen; Shakespeare ist gar kein Poet, denn er ist zu derb und drückt sich im ..König Lear" (Act. IV., Sc. VI.) nicht auf das vorteilhafteste über die Weiber aus; Schiller ist ciu unverdaulicher Idealist, der uur einmal vernünftig gedichtet nnd geliebt - in „Laura;" Göthc kauu schou mitgenommen werden, er macht sehr fchöuc Clcgicn, in denen er anf dem Rücken der Geliebten Distichen scandirt; Wicland nähert sich schon mehr dem Geschmacke der Cocottcs und Lcbedamcn; Dumas lii^ endlich, der dramalisirendc Windbeutel, ist vorderhand der Held der Bondoirlitcratur uud Ada Christen ihre Heldin. Iudcß will damit noch immer nicht gesagt sein, daß letztere zwei keine Poeten sind. Iu« Gegentheile, Dumas til?; dichtet sehr viel uud sehr ökonomisch erfolgreich, denn seine Familicnscandale und Chebrüche I'lli,' (^Noill^ machen volle Häuser und tragen annchm-liare Tantiemen, die moderne Muse hat eben dafür gesorgt, daß ihre Schützlinge nicht mehr wie ehedem ver hungern, und Buchhäudler werden splendid, wenn die ganze dlmn ins»nä0 von Paris die erste Auflaqc eines „Wind machenden" WcrkeS stürmt. Ada Christen isl ebenfalls ein Poet, uud zwar in erster Linie start Schü-lcriu Heinrich Hciue'S, des ungezogenen Götterlieblings, den sie meisterhaft nachzuahmen versteht. Das ginge fchlicßlich noch an, denn Ada Christen ist ciu in ihrcu tttfstcn Tiefen ..zerrissenes" Wesen und ein solches wird in der Lyrik am ehesten noch in Heine'S Fnßstnpfcn treten, da Byron nicht immer gut 'ins Deutsche übersetzt ist uud hicm't den begeisternden Duft der Originalität verliert. — Aber A a Christen ist auck kein Poet, denn sie wirft die Regeln des Acsthetisch-Schöneu über dcu Haufen, sie ist kein Poet, weil sie ihren Schmerz (?) auf den Pranger stellt, was derjenige am wcuigstcu thut, der dcsseu wahre Tragweite in sich verspürt uud ihn auch iu sich begräbt; sie ist keiu Poet. weil ihre Empfindungen küusllich zusammcugclogcu sind und ziemlich stark nach Champagner riechen, in dem sie sehr gerne zu kneipen scheint; bei all' dem besitzt sie nicht einmal so viel Scham, ihre lasterhafte Vergangenheit als ihr Cigcuthum zu behalten uud läßt ihr „Elend" auf gewalkte Lumpen drucken. Ada Christcus Vc^sc sind mitunter sehr hübsch, aber ihr Inhalt dünkt oft eben so erheuchelt, als er momentan empfindsame Naturen zu blenden vermag. Dic ganze Chronik scandalcusc, die sich darin abspielt, rückt vou Schrill zu Schritt immer näher dem Pfuhle der Verworfenheit, uud doch ist alles nur Windbeutelei, die eil, acnosscncS, und zwar lasterhaft genossenes Leben glorifilllen möchte; die mit Iammcl thränen darthun möchte, wie leicht eine warme Empfindung zum Opfer moderner Leidenschaft werden könuc, und wie gewisse gesellschaftliche Verhältnisse ein Ruin fiir die Tugend feien. Für leichtfertige Frauen möge das allerdings Ca. uiar sein, aber ich weiß nicht, ob sich das Schamgefühl eines rechlschaffcnen Weibes nicht dagegen sträubt, ein zweites mal dttse gercimle Icremiadc ourchzulesen. Ada Christens Lieder sind nicht nur unmoralisch, sondern rundweg verwerflich. Der große Alisatz der Ausgabe »ud dic wahljchcinllch schon start vergriffene zweite Auflage sprechen vnllcicht weniger für ihre Güte. als für ihre Auzichuuastiaft, die hier namentlich schou beim Lesen des Titels hervoitritt. Shakespeare's ..Hamlet" uud ..König Lcar" haben schon vor drilthalt, Iahrhun-dclten das Licht der Wclt erblickt, und doch weiß manche der Vllndoirkö»iainl,cn kaum ihre Cxislcnz. während sie ihr nachgeäfftes Clelw schon aus atlcu Tonarten dcr ..Lieder nner Verlorenen" pfeift. Woher mag das wohl rühien? Unmaßgebliche Kenner glaubeu vom — Schwindel! A. v. Schweiger. 2188 stlnnmelt um sie unkenntlich zu machen. Was er von dem Tode der Mutler und der Kinder aussagte, stimmte mit den von den Sachverständigen auf Grund dcs ärztlichen Befundes ermittelten Thatsachen. Einige Messerstiche, denen Artschläge folgten, hätten hingereicht. Mit den Taschentüchern habe er das Geschrei der Kinder erstickt, und darauf die Leicheu, wie diejenige Gustavs, unkenntlich zu machen gesucht. Trotz einiger offenbar falschen Details, durch welche er die Tragweite seines Geständnisses mildern wollte, war dies endlich die Wahrheit. Neue Nachforschungen führten am 24. Noocmber zu der Aufsindung der Leiche Jean Kincks in der Nähe von Watlviller, in der Gemeinde Uffholz in< mitten des Gehölzes und am Fuße der Ruinen des Schlosses Herrenflug. Sie war mit Erde uud Steinen bedeckt und die Verwesung so weit vorangeschrilten, daß sich nicht ermitteln ließ, ob der Tod vermittelst einer Waffe herbeigeführt worden. Die Untersuchung der Eingeweide ergab chemische Resultate, nach welche» man die Aussage Traup-manns in Äetreff erfolgter Vergiftung flir wahr halten kann. Auch ist bewiesen, daß Traupmann Blausäure zuzubereiten wußle und mehrmals von den Wirkungen dieses Giftes gesprochen hat. Später fuchlc er zwar diefe Geständnisse theilweifc zurückzunehmen, allein es bleibt bewiesen, daß Traupmann die acht Mordthaten allein vollbracht hat. Schon haben die Ermittlungen der Wissenschaft nicht nur dargelhau, daß unter den Umständen, uuler denen die Frau Kinck und ihre füns Kinder der Reihenfolge nach zu dem Orte geführt wurden, wo sie umkamen, nur ein einziger Mensch ihnen den Tod geben konnte, sondern auch, daß aus der ähnlichen Beschaffenheit der Wunden uud der raschen Wirkung der angewandten Waffen zu fchlicßcu ist, daß dieselbe Haud alles ausgeführt hatte. Eine solche Kelle von Verbrechen, die trotz unvorhergesehener Schwierigkeiten lange uud sorgfältig vorbereitet waren, und 100 Stuudeu von dem Ort ihres Beginnes entfernt vollendet wurden, konnte nur das Wert eiuer zugleich lebendigen und einzelnen Einbildungskraft sein, welche einen still überlegten Plan freithätig bis zum Ende durchführte. Traupmanu, wie man ihn jetzt kennt, war gerade der Mann, welcher ein folches Unternehmen planen, lange verschweigen und ausführen konnte. Seit dem Tage, da er Roubaix verließ, bis zu feiner Verhaftung, hat er stets ein einsames und bewegtes Leben geführt. Wenn uuter durchaus unverdächtigen Umstände» zufällig ciuige Gefährten bei ihm gesehen worden sind, so ist er doch immer einzig und allein in der Gesellschaft Jean Kiuckö oder Gustaos oder der übrigen Opfer gesehen worden. Er, der früher an den Quatre Chemins wohnte, tonnte einzig und allein daran denken, das Feld zu wählen, wo er seineu Plan ausführe» konnte; der Briefwechsel, die falschen Echriflstücke, der Ankauf uud die Beförderung des Werkzeuges, alles rührt von ihm her; er allcii, sollte von den Mordthaten Nutze» ziehe» uud er llllei» hat Nutzen davon geigen: alles, was nach deu klaren Ermittlungen der Untersuchung von den vcrschiedeuen Mitgliedern der Familie Kinck aus Roubaix mitgenommen worden war, hat sich ohne Ausuahme bei ihm, oder an den Orten, die er verlassen, vorgefunden. Das öffentliche Gewissen, beunruhigt durch die Gerüchte, welche sich um dcu Namen Traupnu'.nu verbreitet habe», und durch die oft unrichtigen Angaben, welche aus einer forgfällig uud gewissen^ haft geleiteten Uutersuchuug ins Publicum drangen, muP endlich zur Ueberzeugung gelangen, daß die Gerechtigkeit vollkommen geübt sein wird, wenn der einzige Urheber eines , Verbrechens ohne gleichen die ihn erwartende Strafe gebüßt haben wird. Daher. . . (folgt dcr Antrag). ^locales. — (Die Vorfpa » nsvergUtung) ist laut Kundmachung des Landespräsidiums in Kram für das Jahr 1870 per Pferd uud Meile mit 58 kr. festgesetzt. — (Concurs.) Bei der k. k. Finauzdirectio» in Laibach ist eine Kanzleiofficialsstelle mit dem Iahresgehalte von 500 fl. zu besetzen. Gesuche sind unter Nachweisuug der > Befähigung und der Kenntniß der Landessprachen binnen drei Wochen bei diefcr k. t. Finanzdireclion ei»zubri»gc». — (Kinder bewahr-Anstalt.) Wie feit vielen Jahren am Tage der unschuldigen Kinder fand auch gestern die vom Frauenvereine zur Erhaltung der hiesigen Kinder-bewahranstalt zu Stande gebrachte Weihnachtsbeschcrung um 10 Uhr Vormittags daselbst statt, welcher die Vorsteherin Frau Antonia Freii» v. Eodelli, die Frau Edle von Conrad-Eybesfeld und andere Frauen Committentin-ncn beiwohnten und die, Dank der theilnahmsvollen Opfcr-willigkeit des verehrten Fraucncomitees und einiger hiesigen Handlungshäuser, durch zugeschickte Echnittwaaren, auch diesmal recht ergiebig ausfiel. Es wurden nicht allein die 60 ärmsten oder in den cntfernleren Stadttheilen wohnenden Kinder, die aus diesen Gründen die Wiutermonate hindurch die Mittagskost unentgeltlich daselbst genießen, mit vollständigen Anzügen und Beschuhung, sondern auch die übrigen, in allem 85 K»abc» uud 77 Mädchen, hiemit zusammeu 16 2 Kiuder, mit mannigfaltigen Bekleidungsstoffen und mit 110 Paar wollenen Strümpfen betheilt, die die kleinen Mädche» das Jahr hindurch fclbst verfertigte». Nach dem gemeinsamen Gebete für das Wohlergehen aller edle» Geber und Wohlthäter dieser Anstalt, die durch ihre milden Beiträge den armen Kleinen einen frohen Tag bereiteten, endete dieses Kinderfest, welches als der bere-delste Beweis des uncrmüdeteu Wohllhätigkeitssiuucs der Ve-wohuer Laibachs beurtheilt zu werde» verdieut. — (Verhetzuttg der Die »st boten von der Kanzel.) Von einer ehrbaren Laibacher Hausfrau wird im hiesigen „Tagbl." bittere Klage darüber geführt, daß in deu Frühprcdigtcn an Sonntagen, die meist von Dienstboten besucht werde», ei»e sehr aufreizende Sprache gegen „die Gebildeten," wozu doch eine große Anzahl der Dicust-geber in Laibach gehört, geführt wird. Bigotte Mägde kehren aus solchen durchwegs nicht auferbaucndcu Predigten mit finsteren, mürrischen Blicken heim, und die Hausfraueu habe» ihre schwere Noth, deu aufgeregten Glaube»sfanatis-mus ihrer Dieustboten zu besänftigen. So predigte am verflossenen Sonntag ein Geistlicher in Laibach, daß das Narren haus viel zu klein sei, um alle Feinde der Kirche, alle sogenannten „Gebildelen in Laibach" aufzunehmen. Wann werden uusere Prediger doch das echte Ehristeulhum predigen, das den Gebildeten wie Nichtgebildetcn mit gleicher Nächstenliebe umfaßt? Berichtigung. In dem gestrige« Feuilletou: „Volksbewegung in Krain" wolle in der zweiten Spalte 10. Zeile von oben gelesen werden statt: „7773 dem weiblichen, 7168 dem mäunlichen Geschlechte" : - „7773 dem männlichen, 7168 dem weiblichen Geschlechte." NlUtÜe M. (Original'Telegramm der „Laibachcr Zeitung.") Paris, 2ütz. December. Die amtliche Zeitung meldet die Annahme der Ministerdemis-siull seitens des Kaislrs und veröffentlicht ferner ein kaiserliches Handschreiben, mittelst welchem Ollivier mit der «abiuetsbildung betraut Wird. Der ssesetzgebende Körper wählte Hchneider gum Präsidenten. FML. v. Möriug wird aus Trieft in Wien erwartet. — In dcr vorgestrigen Prager Stadtverordnetenversammlung hat sich der Stadlrath coustituirt. Er besteht nuS 23 Czcchen und Einem Deutschen. Hum Viccbüra.ermeister wurde Hulesch gewählt. — Deu Manifestationen für die Verfassung habcu sich die Städte Nitolsliurg, Neutitschein, Fulnct und Nömechadt in Mähren, und dic Stadtgcimindc Frcudenthal in Schlesien, sowie die Brimncr Handelskammer angeschlossen. - Der „N. Fr. Pr." wird aus Paris, 27. December, telcgraphirt: Das Journal ,.Vc Soir," das Organ deö Ministers des Innern, de Forcade, verlangt eine Untersuchung, um dem Ursprünge dcr Nachricht uuf die Spur zu kommen, daß in dcr ersten Division dcr Pariser Armee eine geheime Gesellschaft entdeckt und auf Grund dieser Entdeckung dic Verhaftung von 74 Unlcr- officiercn vorgenommen worden sei. „Frankreich soll erfahren." bemerkt „Lc Soir." ..daß die Regierung beim Eintritt gewisser Evelttualltäten immer noch auf die Mitwirkung der öffentlichen Gewalt zählen kann." Te!rstr„vlnsche Wechselcourse vom 28 December. 5pcrc. Metalliques 60.—. — 5perc. MetalliqucS mit Mai; und Novembcr-Zmsen 60.—, — 5pcrc. National-Anlehrn 7O.»;0. 1860er Staatöanlehru 98.30. — Baulactien 734. - Creoit-Acticu 2l,0.30, — London 123.60. — Silber 121.25. — « I Ducaten 5 82'/,. Handel und Uolkswiitljschastl'iches, Die General - Inspection dcr österreichischen (Eisenbahnen hat verfügt, daß von jetzt ad zwischen zwei Eisenbahn-<ügeu, welche auf demselben Geleise hinter einander fahren, eine Entfernung von mindestens 1000 Klaftern einzuhalten sei. wäh.-rend als Minimnm dieser Entfernung biöher 500 Klafter festgesetzt waren. In Folge der nencn Bestimmung ist nnnmchr bei den Bahnen daö lleinste Zeit-Intervall, nach welchem zwei anf demselben Geleise fahrende Füge in einer Station riiüreffen dilrse», dahin geregelt, daß der vorausgehende Zng mindestens 10 Minuten vor dem nachfolgenden in dcr Station eintreffen muß; wenn aber dcr vorausgehende ein Last-, gemischter oder Pcrsoneuzug und der nachfolgende ein Persoucn-Ei'lzug ist, so müssen mindestens !5 Minute«, zwischen der Antnnft de« ersteren und des Eilzuges liegen. Anf diese Weise dürfte ein Ineincuidcrfahrcn zweier solcher Zllgc in Znlnnft fast ,;u den unmöglichen Dingen gemacht werden. Nudolfswerth, 27, December. Die Durchschuitts-Prcisc stellten sich auf dem heutigen Marlte. wir folgt: ^ lr- fl. ! lr. Weizen per Mctzcn 4 70 ^ Butter pr. Pfund . — , 48 ilon! ,. 3 35 Eier pr. Stück . . — N irrste ,. 2 90 Milch pr, Maß . - ! 10 Hafer ,. 1 70, Rindfleisch pr, Pfd. - ' 22 Haldfrucht „ 3 80 > Kalliflcisch .. — i 26 Heiden ,< 2 86 Schweinefleisch „ — , 24 Hirse „ 2 58 ! Schöpsenfleisch „ — ! — Kulnrutz „ 2 60 Hähudel pr. Stilck — ! 28 , Erdapfel „ 1 40 Tauben ,. — 20 ^ Linseu „ 4 80 Heu pr. Eeutner . 1 >0 Erbsen „ 4 8l», Stroh „ . 1,10 Fisolen .. 4 80" Holz, hartes. Pr. Klft. 6 ! 50 Niudsschmalz pr. Pfd, — 45 ^ — weiches, „ — ! — Schweineschmalz „ - i 40 z! Weilt, rather, pr. Eimer 7 ^ - Speck, frisch, „ — 30 — weißer ., 6,— Speck, geräuchert, Pfd. —36! Theater. Heute: Trovatore, Oper in 4 Acten. Morgen: .N latsch vvsen, Lustspiel in 3 Acten. Mi'.ll'm-olomlchl: AeolwchtulllMl in LMmi,. 6 u, Ml^ , 3l9.67 ^ 0,,, ^^windstill trübe """ 28, 2 „ N. > 322..? ! -l- 4 i j W, mäßig trübe ^ ' '^.. Ab, ! !<24 04 ! - 0.« ! windstill Nebel ^'"cc Trüber Tag. Nachmittags einzelne starle Windstöße ans NW. Abends Höhenneuel. Nachts reichlicher Schneefall. Das Tageö-miltel dcr Wärme ^- 15". um 3'8" ilber dem Normale, Aercmlworlllcher Nedaetcur: Issuaz v. K^l e i n m a^) r^ ^ ! W Für die Theilnahme während der Krankheit und die W W zahlreiche Begleitung beim Leichenbegängnisse nuincö W W innigstgelicblcn Gatten ^ » Andreas Pauliu, > W l. l. jubil. Vice-Staatsbuchhaltcr, M ^ spreche ich hicmit allen Freunden, Bekannten und Ver- W W wandten meinen tiefgefühlten, herzlichen Dant auS. W > Laibach. den 20. December 186s». (3069) M > Marin Paulin. > Nä?l«»nli<»»'»l'i5t Wien, 27. December. Die Börse war sehr belebt und die Kauflust vorherrschend. Seit letztem Freitag haben sich die Nolirnngen bedeutend gebessert. Dicö gilt nicht blos A>l!^tlll'l.llUfl. yol, Hrsdit: und Anglu-Actieu. welch' letzlere 11 sl. um Eurse gewonnen haben, sondern mich von der Mehrzahl der Bant- und Eiscnbahnacticn. Von StaatSpapicren war ganz besonders Silberrenlc in Nachfrage uud gewann dieselbe fast zpEt. Auch andere Äillagspapicre. so z. B. ungarisches Eisenl'ühuaulehen, nolircu hoch und Lose von 1860 stiegen um ein vollcö Percent. Devisen blieben im Veralcicli mit ihrer letzten Notirmig nahezu unverändert, ________.__________ ^. Allgemelne Htaaeoschllld. Für 100 si. Geld Waarr Einheitliche Staatsschuld zu 5 pE,.: in Noten verzinst. Mai-November 60,25 60 35 „ .. „ Februar-August (;o,i^ ^25 ,. Silber „ Iänner-Inli , 70.W 71.10 .. .. ., April-October. 70.65 70 75 Stcueraulchcu rückzahlbar (z) . !>^ 50 W. (>) . i»7.- 97.5)0 Lose v,1.1839 ..... ,222.502^.5» ,. „ 1854 (4 °/„) zn 25N ft. V0.50 91. ,. .. 1860 zu 500 fl. . . 98.40 9860 ,. ,. I860 zu 100 st. . . 103.50 104.-.. 1864 zu 100 fl. . .11825 118.50 StaatS-Domäuen-Pfandbricfe zu 120 fl. ö W. in Silber . . 120.25 12050 ». Orundentlastungs-Vblissationc». Fttr 100 fl. Geld Waare Vijhmen .... zu 5 pLt, 92,75 94.— Galizien .... ,, 5 „ 7^,60 73.— Nieder-Oestcrrcich. . «5 .. 94.— 95. Ober-Oesterreich . . „ 5 ,. 94.50 95.-Siebenbürgen . . . „ 5 « 75 75 76.25 Stelernilltt ... ., 5 ,. 92 50 94-Ungarn ......5. 79.25 79.75 l O. Acticn von Bankinstituten. Geld Waare Anglo-«stcrr. Vaul abgrst. . . 285 75 286.— Anglo-uugar. Baul .... 87,— 88.— Aoden-Creditanstlllt .... —,— --.— Creditaustalt f, Handel u. Gew. . 260.50 260,70 Kreditanstalt, allgem. uugar. . . 78 78 50 Escomptc-Gcsells'chaft, n, ö. . . 870. - 875.— Franco-östcrr. Bunt .... 98.- 98.50 Gemralbaut.......50.50 51,— ^illliouulbanl. .....736,^ 767,— Niederländische Bant .... —.-^ —.— Vereinsbant.......9l.— 92.— Vcrtehrsbaut.......116— 116.50 Wiener Baul......63.- 63.50 IZ. Actien von Truusportnnterneh- »nungen. Geld Maare Nlföld'Fiumauer Bahn . . . 173.-- 174.- Böhm, Wcstbahu.....225.— 226, - Carl-Lndwig-Bahn.....243,— 243.50 DonaU'Dantpfschissf. Gcfellsch. . 554,— 555 — Elisabeth-Wcstbahn.....1l'2.- 192,50 Ferdinauds-Nordbahn . . . 2150—2150.— Filuftlrcheu-Varcser-Vahn . . 17^.50 179.50 Frauz-Iosephö-Bahtt .... 186.25 186.75 Lcmberg-Czeru.-Iafsyer-Bahu . 201.75 202.25 s Geld Waare l?lol,d, iislerr........320.- 323 — Omnibus lerstc Emissiou). . . 125. 127,— Nudolfs-Bahu......165.— 165.50 Siebenbilrgcr Bahn .... 169.— 169 50 Staatöbahn.......405.— 407.— Südbahn . ......258.60 258.80 Süd iwrdd, Verbind. Bahn . . 166— 167.— Theiß-Bahn.......247 50 248.50 Tramway........139.75 140, - «. Pfandbriefe (für 100 fl.) Allg. öst. Boom-Ereoit-plnstall Geld Waare verlosbar ,u 5 pEt. iu Silber 107.— 107 50 dto.in33I.rückz.zu5pCt.iuö.W. 89.- 89,50 Natlonalb. aus ö. W. verlosb. zu 5'pCt........94. - 94 50 Oest. Hypb. zu 5'/, pLt. rllckz. 1878 98.- 98.50 Uug. Vod.-Ered.-Nust. zu 5V, pEt. 90.75 91.25 >?. PrioritätSoblia^tionen. ^ 10) fl. ö. W. ^ .^ ^ ^ Geld Waare Elis,-Westb. in S. verz. (l. Emiss.) ^ 25 91 50 Ferdinauds-Nordb. in Silb. uerz. 100.7» 107.25 Franz-Josephs Vahn . . - - ^.85 93,-G.Ellrl-Ludw.».i.S.verz.l.Em. 101.50 102. Geld Wamt Oesterr. Nordwestbahn .... 91,40 91.7<> Sicbrnb. Bahn iu Silber verz. . 88.25 s^ 50 Staatsb. G. 3°/« ä 500Fr. „I. Em. 140.- 141,-. Slidb.G. 3"/.. «500Frc. ,. . .121-50 122,— Sl!db.-Bous 6«/« (1870—74) i. 500 Frcs.....- 244.50 245.50 «. Privatlose i ^5 .,149 l!oudon. für W Pfund Sterling 123 70 123,90 Par,«, silr 100 Francs . . . 49,15 49,20 (Tour« ver lfieldsurlen Geld Wllllrr K. Muz-Ducatcl. . 5 fl. 83 lr. 5fl. 83;lr. NapolconSd'or . . 9 .. 86 « 9 .. 87 „ VcrrinSthalcr. . . 1 .. 83 ., 1 . 83 i .. Silber . . 121 „ 25 .. 121 ,. 50 „ Krllimschc GruudentlaftungS-Obligationen, P^i< natuotiruu«: 86.50 Geld, 90 Waare