^ RR8 Tonnerstag NM H4 Mai R8KK. ^>V ?i>^^.f -t^itun^" crschcint, mit Ausnahme d.r Sonn- und stclertags, täglich, und fo'tct ,ammt dcu ^cilaqcn im ^omploir g>inzi«ylg ii s»., naic'iaiicig a ^. o„ lr., „in " n (ic'mvtoi^ aauzjähriss l2 si., halbjähviq 6 ss. Für dic Zn'^llunq ins H>ul? sind h a l bj ä l, ci >^W kr. mchr zn entrichtn. Mit oer P äanii^bric, untcl Krcu,bano und gcdrucktcr Adrcsse «5 fi., halbjährig ? ff. 30 kr. — Inscrationsgcbnhr für cm? Hp-utcu^ile ovcr dcn Nnim d.-rsclb.'N. f»r ciu- malac Ginschaltuna'3 kr., sür Wcimaliqc ^ fr., für drcimaligc 5, kr. 6. M. Inscratc bis 12 Zeilen koiw, l ss. für 3 Mal. 50 kr. snr 2 Mal und 40 kr. fi,r l M.,I einzuschalten. Zu dicscn Gcl'ichrcn ist nach dcm „provisorischen Gesetze vom 6.'November l850 flir Inseration^stämpcl" noch l() sr. für einc j.dcsmaligc Einschaltung hinzu zu rechnen. Klnlsicher Csjeis. ^e. k. k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom l6. Mai l. I. den Vizepresidenten der k. l. siebcnbürglschen Finanz-Landesdi-rcktion, Georg Grafen v. V«Idi, znm Präsidenten dieser Behörde allergnäoigst zu ernennen gcrnht. Veränderungen in der k. k. )lrmce. P cnsionirung: Der Hanptmann Albert v. Asboth des Inf.-Neg. Baron Vianchi Nr. öü, als Major. Verleihung: Dem pensiomrteu Haliptmannc Thomas Rnka-vina v. Liebstadt, der Charakter und die Pension eines Majors. Nichtamtlicher Theil. Protokolle der Wiener Konferenzen. (Fortsetzung.) Protokoll Nr. IV. Wien, 21. März 485«. Anwesend: Für Qesterreich, Herr Graf Vuol'Schan en stein x. :c. und Herr Freiherr v. Prokesch »Osten ?c. ?e. Für Frankreich Herr Varon Vourqucney :c. :c. Für Großbritan» nien, Lord John Russell ic. :c. und Herr Graf v. Westmoreland )c. ?c. Fnr Nuß and Herr Fürst v. Gortschako ff n'. ^c. uno Herr v. Tito ff ?c. ?c. Für die Tür ri, Aarif Effcndi:c. ?c. Das Protokoll vom 2l. l. M. wurde verlesen. Herr Baron v. Bourquency hob eine Stelle dieses Protokolls hervor und bemerkte, daß es ihm da Herr Fürst Gortschakoff für Nußland allein die ^ "^ .f7^''I. Handelsmarine aller Nationen dle srechett der (^ch^fahrt im schwarzen Meere sti-pulirt zn haben, beansprucht habe. nicht unanae. messen erscheine, anch für dic hohe Pforte einen ae. rechten Antheil an einer Verfügung zu rcklamiren, zu welcher sie beigetragen habe. Nas Frankreich insbe. sondere betreffe, so konstatirte er, daß der Vertrag von Adrianovcl Nichts zur Freiheit der Schissfahrt hin» zngcfngt habe, welche seine Handelsmarine schon vor dieser Epoche im schwarzen Meere besessen hatte. Aarif Effcndi gab dieser Bemerkung seine volle Zustimmung. Man nahm dic Diskussion des in der letzten Sitznng vom Herrn Freiherrn v. Prokesch vorgelegten Memorandums wieder auf, welches dic Entwicklung der zweiten Basis zum Gegenstand hat. Der Artikel 1 wurde definitiv angenommen. Anf dic von dem Herrn ottomanischen Bevollmächtigten gemachte Bemerkung, daß die ehemaligen, im Artikel 2 erwähnten Verträge den russischen Behörden oft Anlaß gegeben hätten, dcm türkischen Han-dcl auf der Donau Hindernisse in dcn Weg zu legen, machte Lord John Russell dcn Vorschlag, dic aus ben ehemaligen Verträgen hervorgehenden, noch ferner beizubehaltenden Privilegien genauer durch dic Hinzu-fugung der Worte zu bezeichnen: „Die nicht im Wi-^rspnich mit dcm Prinzip der Freiheit der Schiff-fahrt stehen." Dieses Amendement wurde angenommen, eben so 5er ganze Artikel 3. Als man zum Art. 4 gelangte, schlng Herr Frei-Herr v. Prokcsch vor. an die Stelle seines ursprünglichen Textes einc bündigere und genauere Redaktion der Attribntionen der beiden Kommissionen zu sehen, welche, jede in dcm Krcise ihrer Thätigkeit, berufen sein werden, das Prinzip der freien Schifffahrt auf dcr Donau zu realisiren. Es entspann sich eine Diskussion über dicscu neuen Tcrt und namentlich übcr dic Vedcntung des Wortes Syndikat. Nachdem der Herr Fürst Gortschakoff erklärt hatte, daß die von ihm gegen diesen Ansdruck erhobenen Einwürfe keineswegs gegen dic Institution selbst gerichtet seien, und nur dcn Zweck hättcu, ein dem Gedanken, um dessen Ausdruck cs sich handele, angemesseneres Wort zu finden, kam man übcrcin, für , den Ansdruck Synditat den Ansdruck europäische Kommission zu sehen. Lord John Russell sprach wiederholt den Wnnsch seiner Regierung aus, sowohl in dcr euro-päischen Kominission als auch in der Uferkommission repräscntirt zu sein. Behufs dcr Unterstützung oicses Wunsches machte er dic Bctrachtuug geltend, daß dic physischen Hindernisse, auf welche die Veschiffnng dcr Donau stieß, wie zum Beispiel Sanobänke, ihrer - Natur nach veränderlich scicn, daß cs daher, um sie jederzeit beseitigen zu können, einer beständigen Ue-bcrwachung und Thätigkeit bedürfe; daß endlich, wenn die exekutive Kommission, wie man ihm bemerkt habe, nach der Analogie mit dcn Stipulationcn des Wiener Kongresses, nur aus Delegirien der Ufcrstaaten gc» bildet sein sollte, er wenigstens wünsche, daß die eu» ropäische Kommission, deren Mission die Handhabung einer Kontrolle übcr die Freihrit dcr Schissfahrt anf dcr Donau au ihren Mündungen bis zum Meer sei, in Permanenz bleibe. Nachdem einige Einwendungen gegen die Noth» ^ wcndigkett nnd dcn Nutzen dieser Permanenz gemacht worden waren, schlug Lord Iohu Russell, unter« stützt von Lord Wcstmorcland, vor, zu statuirm, daß die europäische Kommission «nnr im gemeinsamen Ucbercinkommcn aufgelöst werden solle." Diesem Amcudement wnrdcn alle Stimmen zu Thcil, cbcn so dcm Ncst des Artikels 4, der folgen» dermaßen abgcfaßt ist: «Bchufs dcr Verwirklichung der im vorhcrgcbcn-dcn Artikel enthaltenen Stipulationcn wcrdcn dic kon-trahircndcn Mächte in Anbetracht des europäischen Interesses, wclchcs sich an die vollständige Eröffnnng dcr Donau auf ibrcn schissbaren oder schissbar zu machenden Armen bis zum Meer knüpft, in gemein-^amer Uebcreinknnft, innerhalb der von der Schluß-Aktc^cs Wiener Kongresses uorgczcichnctcn Grenzen, die Lcitnng und Garantie der Ausführung übernehmen, so wie sie auch die oberste Kontrole bezüglich der Aufrcchthaltung dcs Prinzips der Eröffnung dcr Donau auf sich nchmcn. Z^l diesem Behufe wcrdcn sic mittelst cincr europäischen, aus dcn Dclcgirtcn cincr jeden von ihncn gcbildetcn Kommission dic Aus-dchnung dcr auszuführenden Arbcitcn uud dcr Mittel bestimmen, bchufs der Vciseitigung dcr bis znr Stunde die frcie Schifffahrt auf dcm zwischen Galacz und dcm Mccrc befindliche,: Theile dcs Stromes hemmenden physischen und anderer Hindcrnissc. Dicse curo-päischc Kommission, wclchc nur in gemeinsamer Ucbcr-cinkunft aufgelöst werden wird, wird dic Grnndlagcn cincs auf die Donau in ihrem oben angezeigten Lanfe anwendbaren Schifffahrts- und Strom- und See« Polizei-Reglements ansarbcitcn und Instrnktioncn abfassen, welche einer cxckntivcn, aus dcn Dclcgirten dcr drei Ufcrstaatcn, nämlich Oesterreichs, Nußlands uud der Türkei, gebildeten Ufcrkommission zur Norm und Leitung dienen werden. Dcr Icytc Absatz dieses Artikels ist in dem Entwurf des Herrn Frcihcrrn v. Prokcsch folgendermaßen abgefaßt: „Icde der kontrahircndcn Mächte wird das Recht haben, cin oder zwci Kricgsfahrzcnge an bcn Mündungen dcs Stromes stationiren zn lassen." Dicse Klausel rief eine längere Debatte hervor; nachdem sich am Schlüsse derselben die Bevollmächtigten Oesterreichs, Frankreichs, Großbritanniens und der Türkei cinmüthig zu Gunsten des in ihr aufgestellten Prinzips ausgcsprochcu hatten, erklärten die Herren Bevollmächtigten Rußlands, die Diskussion des Priw zipö und des Faktums bis zur Prüfung dcr dritten Grundlage der Verhandlung zu reserv'rcn. Die neue vom Hcrru Freiherrn v. Prokesch für dcn Artikel !> vorgeschlagene Redaktion wnrde angenommen. Bei der Prüfung des sechsten und letzten Arti-i kcls bestanden dic Bevollmächtigten Oesterreichs, Frankreichs und Großbritanniens anf dcr Nichtwicdcrher' stcllung dcr ehemals an dcr Sulinamündung bcstan» denen Quarantäne. Dic Bevollmächtigten Nußlands sprachen den Wunsch aus, daß das Interesse dcr öf' fcntlichcn Gesundheit, welches auch ein europäisches Interesse sei, nie Grund geben möge, dicse Verfügung zu bedauern. In Anbetracht der vom Herrn Frei« Herrn v. Prokesch vorgelegten Entwicklungen, daß es fast unmöglich sei, die Leichtigkeit, durch dic Sulina zu fahren, mit dcm Bestände einer Quarantäne an j diesem Arm dcs Stromes zu kombiniren. gingen sie ' jedoch darauf cin. ! Die Bevollmächtigten Frankreichs und Großbri« ^tannicns berührten die Frage dcr Grcnzbcrichtigung ! zwischen Nußland und der Türkei, wie sie dnrch den Artikel 3 dcs Vertrags von Adrianopcl, drr gcgcn» wärtig durch die Wirkung dcs Krieges zwischen dcn Kriegführenden annnllirt ist, fikirt worden war. Herr Graf Wcstmoreland äußerte über diesen Ge« genstand dic Ansicht, wie cs, da cs sich um Anwcn. düng dcr vom Wicncr Kongreß festgestellten Prinzipien anf dic untcrc Donau handle, wünschenswerth sci, daß die Regel, daß dcr Thalweg die Grenze bilde, eine Regel, dic im übrigen Enropa überall, wo zwci Staaten durch Ströme getrennt werden, als Gesetz gelte, auch bei dcr neuen Grenzberichti« gung zwischen Rußland und dcr Türkei in Anwen« düng komme. Nachdem Herr Graf Bnol seinerseits dic Wich» tigkcit hervorgehoben hatte, dic cs im Interesse drr Schifffahrt und des Handels auf dcr Donau haben würdc. an gewissen beschränkenden Klauseln dcs Vertrages von Adrianopcl, wclchc dcn Türken dic Errichtung irgend eines Etablissements auf einem Theile dcs rechten Stromufcrs untersagen, Modifikationen angebracht zu sehen, und nachdem der ottomanischc Bevollmächtigte dicscr Ansicht bcigctrctcn war, lcgtc Herr v. Titoff Nachdruck auf deu zwciscitigcn Charakter dcr Stipulationcn, auf welche Hcrr Graf Buol cbcn angespielt hatte, und dic durch die Lokalvcrhält-mssc zn dcr in Rede stchcnden Zeit vollkommen mc,. tivirt worden waren. Jetzt, nachdem diesem Vcryältnissc ß 5«V in Folge des Wegcs der Reformen, den die hohe Pforte betreten bat, sich thcilwcisc geändert hätten, würde dic Erwägung, in wie weit die Stipulationcn, um die es sich handle, einer Modifikation fähig wären, vielleicht keinen Uebclstand bieten. Diese Prüfling würde jedoch nach seiner Ansicht in diesem Momente verfrüht sein. Nachdem sich dic Diskussion um dic persönlichen und lokalen Garantien bewegt hatte, dic unerläßlich sein würden, um der europäischen nnd der Ufcrkom-Mission oie Freiheit der Bewegung und Wirksamkeit zu sichern, dcren sie zur Erfüllnng ihrer 'Anfgabc bedürften, erklärten dic Herren Bcvollmächtigtcn Nnß-lanos, sich keiner Kombination entziehen zn wollen, deren Nothwendigkeit zur Erzielung des Zweckes der vollständigen Freiheit der Schifffahrt auf der Donau ihnen dargcthan werden würde; sie würden sich aber Arrangements, wie der Neutralität des Delta, wider, sehen, da diese, nach ihrer Ansicht, weit über dieses Ziel hinausgehe, und in gewissen Rücksichten selbst mit der Verwirklichung desselben im Widersprüche stchf. Indem Herr Freiherr v. Prokesch den Sinn dieses Wortes und dessen Anwendung auf den besondern Fall crörtcrtc, stellte er fest, daß er an dessen Einführung in seinc erste Redaktion keine politische Tragweite geknüpft habe, was sich hinlänglich ans dem zn Gnnsten der Gerichtsbarkeit Rußlands gemachten Vorbehalt ergebe. Er fügte hinzu, daß, wenn nach seinem Ermessen die Ncntralität und selbst das Anfgeben des Delta znr Sicherung der freien Wirksamkeit der Kommissionen unerläßlich gewesen wären, er mit der Formnlirung eines analogen Vorschlages in einem europäischen. dem Prinzip nach von Nuß-land anerkannten Interesse nicht über die Grenzen einer versöhnlichen Modifikation hinausgegangen zu sein geglaubt habe, da übcrdieß diese Inselchen für Ruß-land keinen reellen Wertb zn haben schienen. Nach weiterer Prüfung verschiedener Varianten einigte man sich schließlich über die Redaktion des lctzten Absatzes, indem man das von den Bevollmächtigten Oesterreichs vorgeschlagene Amcndcment annahm. Der Tcrt der Entwicklung der zweiten VerHand-lungsgrundlagc ist, so wie er definitiv festgestellt wurde, dem Protokolle beigelegt. (Folgen die Unterschriften.) Veilage zum Protokoll Nr V. Entwicklung des zweiten Punktes. 1. Nachdem dic Wiener Kongreß-Akte, an wcl« chcr die hohe Pforte keinen Antheil genommen hat, in ihren Artikeln 108 — 116 dic zur Reglung der Schifffahrt anf Strömen. welche durch mehrere Staa« ten stießen, bestimmten Prinzipien festgestellt hat, so kommen dic kontrahirenden Mächte unter sich übcrein, zu stipnliren, daß in Zukunft diese Prinzipien in glei-chcr Weise auf den untern Lanf der Donau von dem Punkte an, an welchem dieser Strom Oesterreich und dcm ottomanischen Reich gemeinsam wird, bis zum Meer angewendet werden sollen. Diese Verfügung wird fortan einen Theil des öffentlichen europäischen Rechts ausmachen und von allen kontrahircndcn Mäch« ten garantirt werden. 2. Dic von diesen Prinzipien zu machende An« wcndnng muß ganz in dem Sinne geschehen, um den Handel und die Schifffahrt zn erleichtern, dergestalt, daß dic Schifffabrt anf diesem Theile der Donau kci< ner Hcmnmiß und Gebührenentrichtnng unterzogen werden kann, dic nicht ausdrücklich in den Stimulationen , welche folgen werden, uorhcrgcsehcn sein würde und daß von dann ab auch dic Privilegien und Immunitäten, welchc in dcn ehemaligen Verträgen und ehemaligen Kapitulationen mit den Nfcrstaaten an dem in Rede stehenden Theile des Stromes begrün-det sind, uud nicht im Widersprüche mit dcm Prin- ' zipc der Freiheit der Schifffahrt stehen. unversehrt er« halten werden. Demgemäß wird auf dcm ganzen erwähnten Laufe der Donau kcin ctuzig und allein auf der Thatsache der Veschiffung des Stromes basirtes Weggcld und kcinc Gebühr vou den an Bord der Schiffe bcfindli' chen Waren erhoben und kein wic immer geartetes Hinderniß der freien Schifffahrt in den Weg gelegt werden. Dic Vorsichtsmaßregel,', welche man bezüglich der Donancn und Qnarantainen aooptircn wollen könnte, werden auf das streng Notlüvcnoige beschränkt sein und mit dcm, was dic Freiheit der Schifffahrt erheischt, in Einklang gebracht werden müssen. 3. Behufs der Beseitigung des bedeutcudstcn, auf 5er Schissfahrt auf der untern Donau lastenden Hin» ocrnisscs wird man in der kürzesten Frist diejenigen Arbeiten unternehmen und vollenden, welche sowohl dazu nöthig sind, den dic Donanmündung verstopfen' den Sand wegzuräumen, als auch dic übrigcu physischen Uebelstände zn entfernen, welchc die Schiffbar-kcit des Stromes an andern Pnnkten stromaufwärts vermindern, so daß der Verkehr bis Galacz und Vraila für Handelsschiffe vom stärkstcn Tonncngchalt aller der Gefahren, Hemmnisse und Verluste entho» bcn wird, mit denen er bis anf den heutigen Tag zn kämpfen hat. Behufs der Deckung der Kosten dieser Arbeiten und Etablissements zur Sicherung und Erleichterung der Schifffahrt werden firc Gebühren von angemessener Höhe von den dic untere Donau befahrcnden Schiffen unter der ausdrücklichen Bcdinguug crhobcu werden können, daß in dieser wic in jeder andern Beziehung dic Flaggen alier Nationen auf dcm Fuße vollkommener Gleichstellung werden behandelt werden. 4. Behufs der Verwirklichung der im vorhergehenden Artikel enthaltenen Stipulationcn werden dic konlrahirenden Mächte in Anbetracht des europäischen Interesses, welches sich an dic vollständige Eröffnung der Donau auf ihren schiffbaren oder schiffbar zu machenden Armen bis ans Meer knüpft, in gemeinsamer Ucbcrcinkunft, innerhalb der von der Schlußakte des Wiener Kongresses vorgezeichncten Grenzen, dic Lci> tnng und Garantie der Ausführung übernehmen, so wie sie auch dic oberste Kontrole für dic Aufrechthal, tüng des Prinzips der Eröffnung der Donau anf sich nehmen. Zn diesem Behufe werden sie mittelst einer europäischen, ans Dclegirtcn einer jeden von ihnen gebildeten Kommission dic Ausdehnung dcr auszuführenden Arbeiten und der Mittel bestimmen, welche behufs dcr Beseitigung der physischen und andern Hindernisse, die sich zur Stunde der freien Schiff-fahrt auf dem Theile des Stromes zwischen Galacz u:w dcm Meere entgegenstellen, angewendet werden sollen. Diese europäische Kommission, dic nur nach gc< mcinsamnr Ucbcreinknnft aufgelöst werden wird, wird dic Gruudlagcu eines auf oic Donau in ihrem ob« erwähnten Lanfe anwendbaren Schifffahrts-, so wic Strom« und See-Polizei «Reglements ausarbeiten und dic Instruktionen abfassen, welche einer, ans den Dclegirten der drci Ufcrstaaten, nämlich Oesterreichs, Rußlands und dcr Türkei, gebildeten cxeku. tiven Ufer-Kommission znr Norm und Leitung dienen werden. «. Dic im Namen Europa's zur Thätigkcit als Wckutivbchördc bcrufcne Ufcrkonnnission wird pcr-mancnt sein. Sie wird mit den nöthigen Vollmachten versehen sein, um ihre Aufgabe in dcr wirksamsten und vollständigsten Weise zu erfüllen. 6. Nnßland wird einwilligen, dic Quarantäne-Linie, wclchc es ehemals am Sulinaarm ctablirt hatte, nicht wieder herznstcllen. Es wird darüber wachen, daß keiner feiner vom Zusammenfluß des Pruths mit dcr Donau bis zu dcm Punkt, an welchem sich dcr St. Gcorgsarm vom Sulinaarm abscheidet, gelegenen mi' litärischen Etablissements die den Strom bcfahrcndcn Schiffe belästigen könne. Was den Theil dcs Stromes zwischen dcm Punkt der erwähnten Abzweigung und den Mündungen dcs St. Georgs- und Sulina-Arms betrifft, so wird sich daselbst keine Befestigung befinden. Da Rnßland seinerseits die Sicherstclluug der freien Bcschiffung der Donau nicht minder eifrig als die andern kontrahirenden Mächte wünscht, so verpflichtet es sich, t?ie Wirksamkeit dcr permanen-ten Kommission mit allen seinen Mitteln zu unterstützen. (FcltfchUüg folgt.) Laidach, 22. Mai. Die Journale veröffentlichen eine Zirkular-Depesche dcs Grafen Nesselrodc, datirt ans St. Peters» bnrg im April l85i.'i. Nachdem in derselben angc« zeigt wird, daß dic Vcrathnngcn dcr Wicncr Kon« fcrcnz, ohnc dcfinitiv abgebrochen zu sein, in «u^pcn?a blcibcn, crörtert dic Depesche den Gang und dic Vcr< handlungcn dcr bcsagt^n Konferenz auf Grundlage der dicßfälligcn Protokolle, die wir ausführlich in unserm Blatte der Reihe nach folgen lassen. Nach Bekanntgabe der vier Pnnktc und der Debatten über die zwei ersten derselben, änßert sich dic Dcpeschc crläutcrnd übcr den dritten, dic Ncvision dcs Vcr-tragcs von 1841, das ist, dic Beschränkung dcs maritimen Ucbcrgewichtcs Rnßlands auf dem schwarzen Meere, betreffend, in folgender Art: Nachdem Die russischen Bevollmächtigten dic von den beiden ersten Artikeln dargebotenen Schwierig« kciten glücklich ausgeglichen hatten, gingen sie zur Prüfung dcs drittcn, unter dcr Benennung „Revision des Vertrages vom 1. (13.) Inli 184 l« über. Das kaiserliche Kabinct wartete mit Ruhe, die Auseinandersetzung der Ansichten ab, welchc dic West-machtc bei dcr Diskussion dieses Gegenstandes vor< walten lassen würden. — Bis dabin waren ihre im verschiedenen Sinne, theils von den Organen der Presse, theils durch Parlamentsredcn kommentirten Absichten in den vorlänfigen, in Wien am 28. Dc-zember und 7, Jänner stattgehabten Znsammcntre-tnngen noch nicht klar ausgesprochen worden. — Zu jener Zeit hatten sich die Repräsentanten Frankreichs und Englands auf die Mittbcilung beschränkt, daß in den Augen ihrer Kabinetc dic Ncvision des Vertrages von 1841 den Zweck haben solle, den Bestand dcs ottomanischcn Reiches vollständigcr an das europäische Gleichgewicht zu knüpfen und dem Ucbcr-gewichte Rußlands im schwarzcn Mcerc ein Ende zu machen. — Bezüglich dcs in diescr Hinsicht zu treffenden Arrangements erklärten dic Bevollmächtigten : «daß dieselben in zu unmittelbarer Weise von den Kricgsereignissen abhingcn als daß man schon jetzt deren Grundlagen feststelleil könne." Die öffentlichen Manifestationen in Frankreich und England verriethen nichtsdestoweniger den Gedanken, der sich in dcr Ticfc dieser Worte verbarg. — Er zlcltc auf dic Zerstörung Scbastopols ab. — Ohnc Zweifel follten nach der Berechnung dcr Kabinetc von London und Paris, die gleichzeitig mit den diplomatischen Berathungen ln der Krim vor sich gehenden militärischen Operationen auf das Schicksal der Wiener Konferenzen bestimmend cin> wirken. In dem Augenblick, in welchem diese eröffnet wurden, war dicsc Voraussicht nicht durch dic Ereignisse gerechtfertigt worden. Darum wurdc auch das Wort Sebastopol nicht ausgesprochen. Rnßland verdankt dieses Schweigen dcm Helden« müthigcn Widerstände seiner tapfern Generale, Ossi« ziere, Seeleute und Soldaten. — Ihrc edle Hingebung war das siegreichste aller Mittel der Unterhandlung. — Das kaiserliche Kabinct schätzt sich glücklich, diese Thatsache konstatiren zu können. — Angesichts derselben haben die Kombinationen unsc-rcr Gcgucr eine andere Form angenommen uno eine neue Ausdrucksweise entlehnt. — In dcr Konferenz vom 26. März haben die Bevollmächtigten Frankreichs und Englands dic Idcc ln den Vordergrund gestellt, daß es dcn zwei Uferstaatcn dcs schwarzcn Meeres zustehe, sich direkt übcr dic Anwendung dcr Mittcl zu vcrständigcn, um znr Abwägung ihrer See-Streitkräftc zu gelangen. — Indem sie sich jedoch enthielten, über diesen Gegenstand cincn kla< rcn, präzisen Vorschlag zn machen, rescrvirtcn sie dcn rnssischcn Bevollmächtigten dic Ergreifung dcr Initiative von Maßregeln, welche das kaiserliche Ka-biuct zu dem Behufe, ein gerechtes Gleichgewicht zwischen dcn bczüglichen Streitkräftcn hcrznstellcn, aus freiem Antriebe aufzustellen für angemessen cr-achten würde. Fürst Gortschakoff und Hcrr von Titoff habe", ohne über die Absichten ihres Hofcs in vorhinein zu urtheilen, dic Entscheidungen Sr. Majestät dcs Kaisers HA» bezüglich dcr neuen Ansicht, unter der siä! dic dritte, jetzt in Diskussion gebraute Frage darstellte, cinbolcn zu müssen geglaubt. So wurden am 26. Mär; die Berathungen bis zum Erhalt der von St. Petersburg erwarteten Antworten vertagt. —- In der Zwischenzeit waren die Bevollmächtigten Oesterreichs und Rußlands der An-sicht, es sei angemessen zur Prüfung des vierten, auf die Immunitäten der christlichen Bevölkerungen im Orient bezüglichen Artikels überzugehen. Sie wissen, wic das russische Nationalgefühl an diese Frage eine so bohc und ernste Bedeutung knüpft, daß der in Gott ruhende Kaiser seinen Rcpräscntan-ten anbefohlen hatte, sie an erste Stelle in dem abzuschließenden Vertrage zu sehen. Kein Zweifel, daß alle Mächte im Einklang mit Rußland zur Anerkcn-! nung der Größe des der ganzen Christenheit gemeinsamen Interesses bernfcn waren, zu dem cinmüthig! anerkannter. Zweck, dnrch eine europäische Transaktion die Zukunft der christlichen Vevölkcnmgcn des Orients , ohne Unterschied des Nitns, zu dem sie nch bekennen, zu schuhen. Nachdem di? Bevollmächtigten Frankreichs nnd Englands die Befehle ihrer Höfe eingeholt hatten, haben sie — wir sprechen es mit Bedauern ans — cs verweigert, zur Prüfung dieser Frage zu schreiten, so lange die Diskussion über den dritten Artikel in 5u-llwn50 bliebe. Die znr Konstatirung nnd Motivi-rung dieser Weigerung erforderlichen Formalitäten haben die Vll. und VIII. Sitznng vom 29. Mär; und 2. April ausgefüllt. Die IX., am 9. ) ßcn. — Sic widersetzten sich nicht der Eröffnung des schwarzen Meeres für fremde Flaggen, falls dic Pforte selbst dieses Prinzip zulassen sollte. — Für bicsen Fall leiteten sic daraus dic natürliche Konsequenz einer vollständigen Neziprozität ab, damit die russischen Fahrzeuge dic Freiheit hätten. durch dic Meerengen zu fahren, um in das Mittelmeer zu ge-langen, smvic gleicher Wcisc dic unter frcmdcr Flagge Ehrenden Kricgsfahrzcugc das Rccht zur Vcschissung bcs schwarzen Meeres haben sollten. — Sic lichcn uberdieL dic volle Freiheit des Sultans zu. in Aus> ^^ftiuer Souverä'uctätZrechtc der fremden Marine türkische Häfen als VerproviantirungS- und Zufluchtsort anzuweisen. — Uulcr diesen Beugungen hatte der in Gott rnhcndc Kaiser scinc Bevollmächtigten eventuell autorisirt. ihre Zustimmung zur Abschaf-fung des Prinzips der Sperrung der Meerengen zu gebcn. Treu dem Gedanken seines erlauchten Vaters hat Kaiser Alexander II. seinen Bevollmächtigten vorgeschrieben, sich streng an dic Ausführung der Befehle zu halten, mit dcnen sie bereits versehen waren. In» dein Sc. Majestät sie von dicscr Entscheidung in Kenntniß setzte, geruhten Allerhöchstdicselben am 29. März (l l. April) sic zur Fortsetzung der in 5cr Sitzung vom 26. März begonnenen Berathuug zu au-torisircn, um den Gegenstand seinem Inhalte nach zu erörtern, unsern Gegnern die Sorge der Initiative einer Revision überlassend, welche von den Wcst-mächten nnd nicht vom russischen Kabinctc provozirt worden war. Am Tage nach Erhalt der Befehle ihres Hofes haben Fürst Gortschakoff und Herr v. Titoff in der X. Sitznng am 17. April dic Bevollmächtigten Frank« rcichs uud Englands in dic Lagc gcsctzt. anf Erläw tcrung der Modifikationen einzugehen, welche ihre Ka-binetc an dcm Vertrage von 1841 vorzunehmen im Sinne hatten. Dicsc Modifikationen in der Dcpcschc im Aus-znge mitgetheilt, werden aus den Protokollen der Uten und 12tcn Sitzung bekannt werden. Am Schlnssc des Erpos^ der Unterhandlungen rckapitulirt dic Depesche dieselben summarisch in folgender Art: Dic erste war eine Frage politischer Rivalität. Der Kaiser hat sie von einem erhabenen Gesichtspunkte ans beurtheilt. Er hat sie im Interesse der Wollfahrt der Fürstcnthümer gelöst, deren Gedeihen Rußland zu garantircn versprochen hat. Es hat dieses Versprechen gehalten und wird cs weiter zu haltcn wissen. Die 2. knüpfte sich an die allgemeinen Handcls-Intcresscn. Der Kaiser hat sic zn Gunsten der Haudclsfrci-heit aller Nationen entschieden. Dic 3. betraf nickt nur das allgemeine Gleichgewicht, sondern ging auch die Würde und Ehre , Rußlands schr nahc an. — So hat sic unser cr> lanchtcr Herr beurtheilt. — Das Nationalgcfi'chl unseres ganzen Landes wird dicscr Entscheidung cnt> sprechen. Dic 4. war kinc Frage der religiösen Freiheit, der Zivilisation und der sozialen Ordnung für dlc gauze Christenheit. — In dcn Augen des kaiserlichen Kabincts ist cs diese, die cmcs Tages an dic Spitze cines, der Sanktion aller europäischen Souvcraiuc würdigen Vertrages allgemeiner Pazifikation wird gc-stellt werden müssen. — Dic Bevollmächtigten Frank-rcichs und Englands weigerten sich sogar, diese Frage religiösen Interesses in Angriff zu nehmen. chc nicht dic auf dic Schifffahrt im schwarzen Mccrc bczüg-liehe Fragc geregelt sein würde. Nach dieser Betrachtung haben wir zu der gemachten Mittheilung nichts mehr hinzuzufügen. Sie sind ermächtigt. diese Mitthciluug dem Ka» binet vor Augen zu lcgcu. bei welchem Sic die Ehre habcu. akkrcditirt zu jein. —. Es wird beurtheilen, anf welcher Seitc sich der Wunsch ausgesprochen hat/ mit Loyalität zur Wiederherstellung des Friedens zu gclangcn. — Es wird auch entscheiden, von welcher Seite hcr sich dic Hindernisse crboben habcn, wclchc bis jetzt dic Vollbringung dieses heilsamen Wcrkcs verzögert habcn. - Sollte cö durch dcn Abbruch dcr Konferenzen definitiv scheitern, so wird dic unpar-tei'sche Ansicht dcr befreundeten Mächte Rußland wc-nigstcns dic Gerechtigkeit widerfahren lassen. anzucr-kennen, daß cs keine Bemühung unterlassen hat. um dcn Erfolg einer, zur Verwirklichung des tiefgefühlten Wunsches cincr allgemeinen Pazifikation bestimmten Unterhandlung zu sichern. Europa kann anf dic beständige und ft!tc Fürsorge zählcn. dic dcr Kaiser dicscm großen Interesse zu widmen wissen wird. sobald die Stunde schlagt, in der die göttliche Vorsehung das Bewußtsein der Kabincte erleuchtet habcn wird. d'ren unpersönliche Feindseligkeit Angesichts d^r Trauer, welche ein erlauchtes Grab bedeckt. Sc. Majestät aufruft, mit den Waffen in dcr Hand dic Sicherheit nnd dic Ehre scincs Landcs zu vertheidigen. Wicn. 22. Mai. Dcr crste gcheimc Kammer-Herr des Sultans, welcher eine besondere Mission hat, ist gestern aus Konstantinopcl hier angekommen. Derselbe ist gleichzeitig Uebcibringer des großhcrrlichen Handschreibens mit der Ernennung des Ali Pascha zum Großvczier. — Dic Protokolle der Wiener Konferenz wur» den in der k. l'. Hof- und Staatsdruckcrei naci' ihrem authentischen Texte in Druck gelegt. Rußland. Nachrichten von dcr ostprcnßich-rnssischen Grenze zn Folge, war am 12. d. M. die russische Manen» Eskadrou, welche an jener Grenze nnd in Russisch« Neustadt gestanden hatte, von dort nach der Gegend von Riga abmarschirt, ohne daß andere Truppen an dcrcn Stcllc rücktcn. In und um Riga wurden, nach dcn an dcr Gränze verlautenden Nachrichten. dic Bc< festigungsarbeitcn in großartigem Maßstabe fortgesetzt und dic Wasscrscitc durch starke Kctteu gegen die Annäherung englischer und französischer Kriegsschiffe geschützt. Auch das in der dortigen Gcgcnd stehende Obscrvalionskorps erhält angeblich noch fortwährend Verstärkungen. Fünf vor Kurzem von Riga mit Fracht ausgelaufene Schiffe sollen von dcm englischen Blokadc-Gcschwader wcggcnommcn worden sein. Die Bewohner der kurischen Küste wurden am 9ten d. wieder durch einen längere Zeit anhaltenden Kanonendonner bcnnrnhigt, dcr indcß nur von Manöucr-Uebungen hcrrührtc, wclchc das englische Kriegsschiff „Desperate" vor dcm Hafen von Libau, zwei Meilen in See, vor-gcnommcn hatte. Zwischcn Riga und Polangen ist jetzt das Baschkiren-Regiment, welches kürzlich in Kurland anlangte, in ciner Chainc von Trupps zu jc 20 bis 30 Mann zwischcn Riga und Polangcn aufgestellt. Dic Offiziere des Regiments siud sämmtlich Russen. Dic Baschkiren, ein tatarischer Stamm, tragen als Uniform cincn weißcn Paletot, wcilc Kosaken'Beinkleider und hohe, kegelförmige Mühm. Sic sprcchcn tatarisch nnd bekennen sich zum muha« mcdauischcn Glauben. Eben so wie das Baschkiren» Regiment von Riga bis Polangcn, bildet ?cm Po« langen bis Mitan seit Kurzem das Pahlcn'schc Hu« sarcn. Regiment eine Chainc von Posten, sechzehn an dcr Zahl. jeder von cinem Offizicr befehligt. Der preußischen Grenze zunächst hat cin Kosaken-Regiment dic Wache an der Meeresküste entlang. Telegraphische Depeschen. London. 2l. Mai. (Unterscslsch.) In der Untcrhaussitzung bcmerktcn Palmerston, Russell und Gladstonc. dic Tcbattc über Gibsous Motion könnte scl'adcn. da die Wiener Verhandlungen fortdauern, worauf Gibson scinc Motion zurückzog und beidc Häu-scr vertagt wurden. St' Petersburg. 20. Mai. Fürst u. Gor-lschakoss meldet aus Scbastopol: In dcr Nacht vom 12. auf dcn !3. d. M. machten wir zwei kleine mit Erfolg gekrönte Ausfälle; auf andern Punkten der Krim ist bis 14. d. M. nichts Vemerkensiverthes vorgefallen. Konstantinopcl, <7. Mai. (pr. Bukarest). Sämmtliche Fcldtruppcn. dic in Maslak lagen, sind eingeschifft wordcn; cs werden überhaupt auffallend vicl Vm'tärkungcn nach der Krim gesendet; das neu zu bildende Korps der Rajah's soll 20.000 Mann stark wcrdcn. Livorno. 20. Mai. Dic Felder habcn durch das regnerische Wetter bisher wenig gelitten, wohl adcr dic Seioenranpcnzncht. Das fiorcntinischc Gebiet ist vom Kryptogam noch verschont, in andcrcn Gegenden zeigen sich Spuren desselben in den Nein» gärten. ^T^ÄdM^ Verantwortlich-r Redacteur'- F^G«n^a........ Anl)ancsMr IaiöaHerIeitmtA Vörsenberickt aus dem Abendblattc der öster kais. Wiener-Zeitung. Wien 22. Mai 1855, Mittags l Uhr. Die Börse nalim im Beginne einen lebhaften Aufschwung, der wohl im Verlaufe ohne bestimmte Ursache ermattete, zuletzt aber sich wieder zu regen begann. Natioual-Ankhen variirte nvischen 85 '/, und 84 /.. I85^er Lose zwischen >02'/, und 101'/,. Nordbalin-Attien zwischen 189 ^ und l88'/<. Staatseisenbal'n-Aktien zwi ch.n '"burg i»?> Brief. - Lw rno 12^ V,. — ^onvon 12.21. — Mailand 126 '/,. - Paris 147 '/.- Staatsschnldverschrcibungen zu 5"/« 80 80 '^, detto . ^'2'/« «9,2 69 V. detto « ^"/« «2 V. «3 detto .. 3"/« ^ 49 /, dctto - .. 2'/,«/« 39 7,-39 7. bett» ., 1«/, Kl-IN'/. detto 8. N. „ 5'/. 95-W National'Anlehen „ ü 7« 84"/.»^^/. Lombard. Venct. Auleh n „ '»"/« 103 1"3 7, Grnndentlast.-Oblig. N, vestn. zu 5 "/. 79 79 7, detto anderer Kronländer 5"/« 72 77 Gloggnitzer 'Iblig. m. R, zu 5 7, 91 V. "l ^ Oedenburger dcttu detto „5 7. 90 7, ^W '. Pc her retto detto „ 4°/« 91 '/,-9l ,', Mailänder dctto dctto „ 4 7. 9tt 7,-W /. Lotterie-Nulehen vom Jahre 1^4 218-2!9 dctto detto 1839 «17 1177. detto dttts 1854 102-102 7.. Vanko'Obligationen zu 2 7, V. "7 '/,—Ü^ Aank-Akti n pr. Stück 9!»2-994 detto rhne Bezug — — detto neuer Ümission ' — — Eskomptcbank'Aftim 88-88 7, Akti.n der k. k. Priv öfterr. Staats- yiftnbah»^sell,chaft zu 2(>0 fl. oder 500 Fr. 3I2 7.-3l3 Nicn-Naaber Aktien (zur Konvertirun.q angcm.ldct) 1!0—110 7. Nordbahn-Aktie» 188 7.-188'/, Vuowcis-Li»z-G»,undl,cr '^^ -244 Preßburg-Tyru. Eisenb. 1. Gmiftlou 20-25 sstto 2 „ mitPriorii 30-35 Oedenburg-WIcn.-Neustädter ^ ^ DanwschiMktien "2 < —523 detto 12. Emission 51«—5>7 dctto des Lloyd .^08-510 Nieiur-Dampfmühl-Aktien 1-'8 -129 Pesther Kettenbrücken - 'llticn 55- 60 Lloyd Priors Oblig. (in Silber) 5 7« 94 »4 7. Nordl'al),, ' detto 5 7« 86-86 7, Gluqgnitzcr detto 5 7« 77 79 Donau Dampfschiff-Dblig. 5 7« 82-8:; Crmo - Nenlscheinc ' 13 13 7. Merh.zy 40 fi. Lost 81-8! '/, Win)ischgräl^Loft 29 V, 29' ^ Waldstem sche .. 2l)-29 ''. Klglevich'schc „ 50 10'/. K. 't. vollwichtige Dukaten-Agil. 3! /, -31 /, Teleftr»iphischer Kurs» Bericht ter Lt>iat5'pl,p!>lc vl>m 23 Mrschrei'.n,!!gs» . ^, 5pCt. fi. in (ö'Vi. 80 3/.^ dctto aus der National-Anleihe zu .> 7« ft. in tZM. 85 t Verlosung v, I. '839. fm ll>0 ss. ,17 1/2 „ l«54, „ 100 fi. 102 l/4 Obl^ationen deS lombard. venet. AnlehcnS uon, I 1850 zu 5 7«.....i03 l/2 ,l. >» (5. M. Aktien der f. k. pr^'.v öster. Staatseifenbahn- gcsellschaft zu 200 ft. B. V. rdcr 500 Fr. 314 !/! ff. V. V. Wien.'Naader-Aitien . ...... 110 3/» fi-m (5 M Banf-Akti.» pr. Stiick ..... «93 ft. in lF.M, «fti-n der ösierr. Donau Gulden Cur. Guld. 126 3/4 Uso Frankfurt a. M. (fü» 12» fl. südd. Ver- cins-Währ. im24 ! 2ft. .^uß. Guld.) <25 5'8 3 Monat. Hamburg. iur !'»0 Mark Vaneo, Gulden 92 l/2 2 Monat Avorno, für 300 ToScanische Lire, Guld. 124 1/4 2 Monat, London, f»r 1 Pfund Sterling. Gulden 12-!8 3 Monat. Mailand, für 300 Ocsterr. Lire. Guldm 126 1/4 Bf. 2 Monai. Paris, für W» Franken . . Gulden 147 1/4 2 Monat K. K. vollw. M,mz - Ducaten ... 313/8 pr. Cent. Agio, Gold- und Silber-Kurse vom 22. Mai 1855. Ärief. Geld. Kais. Münz-Dukaten Agio .... 31 5/8 31 1/2 detto Rand- detto „ .... 31 1/8 31 Napolcou»^ und dnrch eiacnc Prärie! erprubt. bewährt sich vorzüglich ^gl-n jeden üblen Geruch aus dem ^^W>VWU>N^^ Munde, bei vernachlässigter Reinigung, sowuhl fünstlichcr als üohlcr Zähne un!" Wurzeln «WU>«^ll>^ll^>l und gegen Tabafgeruch: e«? ist ein unübertreffliches Mitttcl gegen franset, leicht M^^WW^^V^»« blutendes, chronisch entzündliches Zahnfleisch, Scorbut, besonders bei Seefahrern, g>'a,en rheuniatischc und gichtischc Zahnleiden, bei Auflockerung und Schwinden des M^^W^^W»»» Zahnfleisches, besonders im vorgerückten Alter, wodurch eine besondere Ompsindlich'eit ^ ..... WM« d^sselbcn gegen jeden T c u> p e r a t n r w echs e l entsteht; es stärtt da c! Zahnfleisch und bewirkt ^^_^^.^^._^z MI» ft,urcs Anschließcu drr Zahne -. es schicht gsgm Z a s, n s ch >n crz bei kranfen Zähncn, g.'gen <» haunge Z a h n sl e i n bi I d u» g ; e^ ertheilt den» Mundc eine angenehine irische und Kühle, sowie einen reinen Gesehn:a ckj, da e>^ den zähen Schleim i» demftlben austöst und dieser dadurch leichter entfernt wir?, daher geschmackverbessernd einwirkt. Tiefes Mundwasser ist frci von allen Säuren, Salben oder sonst schädlichen Stoffen für die Zähne, daher eö auch mit Vortheil und Nutz>u anhaltend geraucht irerden soll; von dessnl wohlthätiger Nirfnnq möge als ein kleiner Veweis dienen, baß seit de»! taum vierjähriqen Vestrhen diesc,? Mundwassers in 20tt Niedcrlciql:! dcs In- und Au^lcoides der Al'satz und Verbrauch sich mel,r als um das Zehnfache gesteigert bat. Selbst von den höchsten und hohen Herrschaften beständig nüt L'rfolg angewendet, auch vou renommirten Aerzten verordnet, hat dieses Mundwasser regelmäßig staunende Wirkungen l,ervorger„feii. VeOetabilisches HahnpUlvee - uon H°. ^l. ^»zzz», Zahnarzt Uüd PnvilegiumS.'Inhaber des <),^>I.»sZze!«'»»» - Flz«lIl»«sHVtTj!l8««'»^ in Wien, Hcaoc, ^o,osck",ndl^i!l<> N. ft<^ Es r.'ini.^t die Zäbne derart, daß durch dcssVn täqlichen G.drauch nicht nu>. der gewöhnlich su läst^e Zahnstein intfernt wird. ,onr>rn auch die Glasur der Zäl'ne an Weiß.- und Zartheit immer znnimmt. «'ine'Schachtel kostet W lr. Die NiVdeil^gt von obig.n beiden Artikeln i,t in Lail'ach nur bei Hcrrn Alois Kaiftll, ,,^m Fclrmarschall Nadehky". so wie in ssapo d' ^ftria bmn Apothrk.r Giovanni Dclift w Gör^bri G. Grignaschi, in ^illi bri (5. risver, i» KIaqenfnrt beim Apothckcr Anton Veini!), iu TarviS beim Ap^h.frr Albüi Hliisi^r, in Trien beim Apotlnker Antonio Zam'onri und'in Villach bei Matln^s Fürst. Z. 593, (3) ' "" Die Wilhelmsbnrger M zschinledrrrlrlnenfabrik .mpsilylt Ihre au6qezc',cdm'teli Fadr'kac. von einfachen und doppellen Rl^mcn in all.n Dimennonen, ausgezeichneten 'idesfeUen, Kald.nhäuten ft-an^N!cher Fa > Die Preise d