4 <5t»tl<>^t* »N^^iin^ßv .»« »«V. Donnerstag am K Inni «85« Dil ,/>!aibach.'r Zcitnng" erscheint, mit Aüsnahm? dcr Son»- ilild sscicrta,^, täglich, unt' kostet sain^üt dm V>'ilag>n i»l Coinpcoir >, anzjähri^ >l ft., halbjährig 5 fl. 30 kr,, »lit Kr e u;b a n d i»l Comptoir ganz >' ä h r i g < 2 fl.. l) albjähri g !» ii. ,^ür die Za^llüng iu's Haus si») ha Ibjä hrig ^l<» ir. »nhr zn riitrichtl-i'.. Mit der Post portofrei ganziäbrig, »inter Krcnzband nno .vdnlckt« A>rcss6 l,» si,, halbjähriq 7 st. Al) fr. — Inse r a t io n s^ >'b ,l h r für cinc Z^altcu^ill' oocr dci, Nnin d^rsclbcn, für cininalige Einschaltung !i kl.. für zwcimaligc 4,kr.. füc sr^ül^ligc .'i fr. C, M, ^ns.ratc bis l» Il'il^l tosten l ,1. fnr II Mal. 5 > f>. für 2 Mü ni,? h,l> kr. für ! 2>t,l cinplsch.Mcü. Zu dil'ftu G>bnl,rcn ist nach bcm „provisorische» Ges.hc uo,n l». Roocmbcr >8.>0 s'nr I>lscratio!isstä,np>,'l" noch >U kr. für einc jedes,nal>gc (iiilschaltllilg hi in« zu rechnen. ^mllicher 3Mis. ^>m 3. Juni l. I. wird in dcr k. k. Hos- nnd Staatsdruckerei in Mim das XXIV. Stück dcs Reichs« Gesetz-Vlattes ausgegeben nnd versendet. Dasselbe cutbält unter Nr. 88. Den Erlaß des Finanzministeriums vom 28. Mai I8ll6 — giltig für alle Kronländer — in Vetreff dcr Errichtung cincr Finanz-Prokuratur fnr das Vcrwaltungsgcbiet dcr Krakauer Finanz«Lan« desdirrktion. Nr. 8l». Die Verordnung dcs Ministeriums für Handel. Gewerbe und öffentliche Bauten v. 28. Mai 18ütt. betreffend die Konzession für den Vau der italienischen Zentral»Eisenbahn. Mit diesem Stücke znglcich wirb auch das In- halts'Negistcr dcr im Monate Mai 1866 erschienenen Stücke des NcichsgcsetMattes ausgegeben nnd versendet werden. Wie,,. 2. Iuni l8l>6. Vom 5. k. Rcdaklions« Bureau des NeichsgesetzblattcS. Veränderungen in der k. k. Armee. Eruc u n ung: * Dcr Major Ferdinand Aviolowicz, des Mi< lita'r - Fnhrwcsen » Korps. znm Bandes » Fnhrwcscns-Kommandanten in Lemberg. U e b c r s e tz u n g c n: Die Obcrstlieutenantc: Karl Manger von< Kirchsberg, vom Infanterie« Ncgimentc Graf Lei« nii'gen Nr. 21, znm Infanterie «Regimente Nittcr v. Vcnedek Nr. 28; Karl Schulz, vom Infanterie-Negimcntc Graf Kinsly Nr. 47, zum Infanteric-Re-gimentc Graf Lciningcn Nr. 21; Stefan M cangyia, vom Infanterie > Negimcnte Fürst Iablonowski Nr. 67, znm Infaiücric «Negimente Erzherzog Ernst Nr. 48, und Georg Varissic. vom Ognlincr li. znm Pcterwardcincr l>. Grenz» Infante»ic'Ncgimcnte; dann der Major Eduard Salkovic u. Kralic. vom Infanterie > Ncgimcntc Erzherzog Karl Ferdinand Nr. t'l, zum Gradiskancr 8ten Grenz - Infanterie« Negimcntc. Dcr provisorische Kommandant dcr MontnrskoiN' mission zn Vrnnn, Major August V i bra. zur Mon> tnrs'Kommission in Karlsburg und der Kommandan! dieser Letzteren, Major Josef S ch l c im i ng e r, zlir Montnrskommission in Vrünn. P c u s i o n i r u n g c n: Der Oberst Stefan Mcsko v. Felsö'Knbin, Kommandant dcs Infanterie «Negimcnts Fürst Tbnrn und Taris Nr. .';0; der Obcrstlicntenant Eduard Graf V^csey de Hainacskcö des Infanterie-Regiments Nilter v. Vcnedck Nr. 28 und der Ober.Stabsarzt erster Klasse. Doktor Josef Tcsscly u. Mars heil. 3Iichlamlsich er LWs. ^taatseisenbahtt von ^aibach nach Trieft. Die kaiserl. „Wiener Ztg." schreibt: Ueber den Stand und die Fortschritte des Vaues b" k. k. Staatseisenbahn von Laibach nach Tricst gelangten in neuester Zeit Mittheilungen in das Pn> bliknm. die sich nicht anf eine genaue Kenntniß dcr Verhältnisse gründen und demnach geeignet wären, anf diesen so wichtigen und großartigen Vau den Schein der Vcrsaumniß und dcr Lanigkcit zu werfen. Wir sind in dcr Lage. aus verläßlicher Quelle nähere Aufschlüsse über den Fortgang dcs Vaucs zu geben. Nachdem ein energischer Baubetrieb dieser Bahnstrecke in den Jahren 18K2 und !8U3 durch die Ve> schränktheit der für die Strccke zu verwendenden Geldmittel verhindert war. wurde gleich im Beginne des Baujahres 18.'>4. wo sich diese Einschränkung zum Theil behob. Alles angewendet, um den Ban anf jede mögliche Weise zu fördern. An Ort nnd Stelle wnrden die Verfügnnge» getroffen, durch welche jede Stockung und Verzöge» rung verhindert werden sollte. Die Unternehmer je-ucr Strecken, wclche am meisten zurückgeblieben wa> ren, nämlich für den Laibacher Moor, für den Viadukt in Franzdorf, und für die Strecke von Nabrcsina bis Tricst wnrdcn zum kräfli« gen Bctncb dcs Baues verhalten. Noch im Monate Mai desselben Jahres 18K4 wnrdc eine Kommission bezüglich dcr für den Laiba» eher Moor zu crgrcifeudcn Maßregeln abgesendet. Im Inli d. Is. wurden den sänmigcn Unternehmern Zwangsmaßregeln angedroht und diese anch zum Theil durchgeführt. Dnrch diese Emleitnng war es möglich, die An zahl dcr anf der ganzen Strecke beschäftigten Arbci« ter im Jahre l8!!4 mif l7.tt03 täglich uud die Ar> bcitcn <>, den gehörigen Gang zu bringen und es konnte ein großer Erfolg im Jahre 18!»!» mit Necht erwartet werden. Gleich im Beginn dcs Jahres 1865 wurde Vor« sorge getroffen, daß dcr im vergangenen Jahre er» zielte lebhafte Betrieb auch dieses Jahr nicht nnr er° halten, sondern noch erhöht werde; es wnrdcn schon im Febrnar die Anzahl dcr Plätze znr Gcwinnnng des Anschüttungsmatcriales für den Laibachcr Moor vermehrt. Arbeiicr wnrden zu verschiedenen Zeiten dort, wo ?s nölhig war. auf Unkosten dcr Unternehmer herbeigeschafft, rs wnrdc übrigens l'ci einer durch das hohe Handelsmini'sterinm erwirkten größeren Dotation erzielt, daß im Monate Mai 18l>6 täglich ! 8.100 Arbeiter in dieser Strecke beschäftigt waren. Die Arbeiten wurden aber so betrieben, daß in jedem Iabre die für diesen Van im Voraus prälimi» nirten Snmmcn durch den Banbctrieb überschritten wnrden. Ein bedauerlicher Einhalt für die raschen Fortschritte wnrde in dem Monate Juni 18K!) durch den Ansbrnch der Cholera unter dcn Arbeitern heruorgc< rufcu. Der größte Theil der Arbeiter suchte in der Entfernung von den Bauplätzen sein Heil, und cs verminderte sich die Arbeiteranzahl bis znm Monat September auf 6000: cs war nicht mehr möglich, die frühere Zahl Arbeiter herbeiznziebcn, fo daß für das Jahr 1836 die größten Anstrengungen gemacht werden mußten, nm. wie geschehen ist, wieder cinen raschen Baubetrieb hcrznstcllen. Wer in dieser Beziehung von Stockungen nnd Vcrsänmnissen sprechen will. müßte anch anzugeben in dcr Lage sein. wie das Auftreten der Cholera unter einer so großen Masse Arbeiter unschädlich gemacht werden könne. Und dennoch wnrden schon im September 18äi! den Unternehmern wieder genau die Anzahl der Ar> beiter, die Menge dcr wöchentlich beizustellenden Bau> Materialien vorgeschrieben und dort, wo eine kräftige Einleitung nothwendig wurde, auch dicse durchgeführt und dcr Unterbau so weit gebracht, daß anf dcr ganzen Linie streckenweise die Stcinbettung für den Oberbau ausgeführt, die Lcgung dcr Schienen selbst ein» geleitet nnd schon auf fünf Viertel Meilen vollständig hergestellt ist. Wenn auch einzelne Punkte noch zurückgeblieben erscheinen, so ist dieß doch für das Endresultat l'nso» ferne gleichgillig. als cs durchgchcnds nnr bei jenen leichteren Arbeiten der Fall ist, deren Gcwältigung voraussichtlich in dcr kürzesten Zeit und jedenfalls lange vor dcr Vollendung der. nothwcndigerweise cinc längere Zeit erfordernden schwierigeren Arbeiten cr> folgen wird und erfolgen kann. Die drei Puuktc. welche noch die Aufmerksam« keit dcr dazu Vcrnfcnen in Ansprnch nehmen, sind dcr Laibacher Moor, der Franzdorfer Viadukt und die Strecke bei Triest. Diese drei Objekte aber. und dieß ist die Haupt-sache. sind so weit vorgeschritten, daß deren Voll« endung und somit die Fa h rba rm a chu n g der gaNzen L a iba ch > Tr i cst c r Bahn in dem Monat Iuni oder Juli l667 gesichert er< scheint, wenn nicht Kalamitäten, gleich dcr vorjäh« rigen Epidemie, störend in den Weg treten. Die Ausführung dcr Laibach«Tricster Bahn ist im Vergleiche mit anderen viel leichteren Untcrneh« mnngen in dcr Zeitbemessuna. nicht zurückgeblieben. Oesterreich. Wien. 1. Juni. Die kaiserlich russische Bot schaft zn Wien hat so eben das nachfolgende Zirkn» lare erhalten, welches anf Vcfchl Sr. Majestät des Kaisers Alexander an alle auswärtigen russischen Ge> sandtschaften crftossen isl: Viele in das Ausland geflüchtete Polen, welche von ihren Irrthümern znri'ickgekclirt sind. haben den lebhaften Wunsch an den Tag gelegt, in ihr Vater« land znrückzukebren. zögern iedoch ln der Ungewiß, hcit des Schicksales, welches sie daselbst zn erwnrten haben. um die Gnade der Nückkcbr zn bitten. Der Kaiser, unser erlanchter Herr. will diesen dnrch ein inneres Gefühl rege gswordenen Wnnsch dcr Flüchtlinge nicht zurückstoßen, welcher, obschon spät znr Ncifc gelangt, ihnen nichtsdestoweniger cin Nccht anf seine Gnade einräumt. Indem Se. kais. Majestät sich großmüthigst entschlossen haben, den Schleier der Vcrgessenbrit über den früheren Lebenswandel jener verirrten oder schul« digen Flüchtlinge zu werfen, welche ans dem König, reich Polen oder ans den westlichen Provinzen des Reiches gebürtig sind. haben Se. Majestät in Gna« den gcrnbt. ihre Unterwerfung anzunehmen nnd in Folge dessen ihre Rückkehr m ihre Heimat zn bewil-ligcn. ohne baß sie cinrr gerichllichen oder was im» mer für cincr sonstigen Verantwortung unterzogen würden. Se. Majestät babeu zugleich zu bewilligen gcrnht. daß diejenigen Flüchtlinge, welche in ihre Heimat zurückgekchtt sein werden, in ihre fniber be« sessenen bürgerlichen Rechte wieder elngch-pt, nnd daß Ü5»>,l> diejenigen von ihnen, welche nach ibiev Ziückkehr in ibre Heimat durch, einen Zcitraum von drei Jahren einen tadellosen Lebenswandel geführt haben, in, Staatsdienste angestellt werden können, wo sie die Gelegenheit finden werden, zum allgemeinen Nohlc deö Reiches beizutragen und dadurch Beweise der Aufrichtigkeit ihrer lo„alen Gefühle an den Tag zu legen. Von dieser Gnade sind nur jene Flüchtlinge ans' geschlossen, welche durch ihre Aufführung eine nnpcr< lirsscrliche feindselige Gesinnung gegen die kaiserliche Regierung an den Tag gelegt haben werden, oder ln diesen ihren regierungsfeindlichen Gesinnungen bc> harren. Sie sind, meiu Herr. ermächtigt, diese aller« höchste Entschließung den in Oesterreich sich cmf> haltenden polnischen Flüchtlingcn bekannt zu mache» und die Gnadengesuche um straffreie Rückkehr von denjenigen zu übernehmen, welche nicht zu der Zahl dcr eben erwähnten Kategorie gehören. Sie wollen, mein Herr. über die an Sie gc< langten dicßfälligcn Gesuche die Verfügungen nach dem bisher eingeführten Geschäftsgange treffen, in' dem Sie die eingelangten Gesuche, um sie der hohen. Entschließung Sr, Majestät des Kaisers zn unterbreiten, nach der Nationalität der Bittwerber, an die kompetente Behörde des Kaiserreiches oder deS König' reiches Polen einsenden. Gcuchmigcn Sie ?c. gez. Gortschakoff. "Wien, 2. Juni. Vom k. k. Finanzministe' l'lum ist wiederholt die Wahrnehmung gemacht wor< den, daß von Fondcn. Snftnngen, Kirchen lind dgl. Obligationen dcsNationalanlchen? mit Conpons, wcl> che auf der Rückseite von einer politischen Behörde mit dem Vinculum versehen wordcn sind, zur Staats-schuldcnkassa nachträglich zur ordentlichen Vinknlirnng, rücksichtsweise zur Umschreibung in Obligationen auf den Namen des Fondcs. der Kirche odcr Stiftung u. dgl. gebracht wordeu sind. In sofernc derlei Obliga. tionm für Einzahlungen auf das Nationalanlchen be» zogen worden wären, ist den Anlchcnskasscn neuerlich abermals in Erinnerung gebracht worden, an Fondc, Stiftungen, Kirchen, geistliche Körperschaften u. dgl. ohne besondere behördliche Vrwilligung nie Obliga» tionen anf Uebcrbringcr zu erfolgen. Ferner ist be> merkt worden, daß viele Anleheuökassen die National» anlehenseinzahlungen der Privaten fast ausschließend mit Obligationen bedecken, welche die Zinscntrrminc „Iänner'Iuli" haben. Die Folgen dieses Vorganges ist ein mwerhältnißmäßiges Anschwellen von Coupons dieses Zinsentcrmincs, während aus vielfachen Rück' sichlen eine möglichst gleichmäßige Vcnhcilung zwi« schcn den Iuli< und Oktober'Zinscutcrminen dringend zu wünschen ist. Die Anlcbeuslasscu wurden daher angewiesln, von nun an vorzugsweise, und sowcit cs ohne Störung der Manipulation und Verzögerung in der Abfertigung der Parteien nur immer angeht, Obligationen mit Coupons vom April-Oktober auszufol» - gen; da ferner die Bewilligung zur Dcvinkuliruug. Umschreibung, Zcrthciluug odcr Veräußerung der auf öffenlliche, politische Fondc, Anstalten u. s. w., dann Gemeinden lautenden Obligationen nach den bestehenden gesetzlichen Vorschriften nur von dcn politischen Laudesbchördeu ausgehen kann, so wurde dcn Fiuauz-bchörden.'so oft sie in die Lage kommen. Ncisuugcu wegen Vornahme obiger Amtshandlungen mit Obli> gntioncn der gedachten Kategorie an die untersteben» den Krcditskassen ergchen zu lassen, aufgctrageu. im» mcr die vorausgegangene Zustimmung der polilischcn Landcsbchörde ansdrücllich zu beziehen. Se. k. k. Apostolische Majestät habcu mit Allerhöchster Entschlicßuug vom Ili. v. M. die Aufhebung dcr Molrauzöllc auf dcr untern Moldaustrecke zwi. scheu Prag und Moluik. mit Ausnahme dcs Zolles für das Holz. wclchcr nach wie vor für die ganze Mol' dausttlcle bei dem Zollamtc iu Wcgtou zu bcbcbcn ist. allrv^ädigst zu genehmigen geruht. Dicse Vcr> ordnung wird nut 1ü. d. in Wirksamkeit trctcu. " Im Einucrnchmen mit dem k. k. Handclsmi. mstemlM hat das k. k. Ministerium dcs Inueru angeordnet, daß gußciscrue Gewichte „ur daun zimcn-tirt werden dürfen, wenn sie mittelst cines eisernen Ringes, auf dem der Approbationsstempel anzubnngcn ist, justirt sind. und daß gußeisernen Gc,vichtcn mit einen» Blri .uud einem nndereu Zusätze nicht nur die Approbation zu verweigern ist, sondern dieselben selbst konfiszirt werden sollen. Die k. lombardisch - venetianischc Regierung ha: die Eröffnung von Kolleklen in allen Iombardisch> venctianischcn Provinzen zn Gunsten der vielen Un glücklichen bewilligt, welche am IN. Mai durch ciueu verheerenden Olkan in der Provinz Padua ihrer Habc beraubt und völlig obdachlos gemacht wurden. Dcr Zustand dcr bei dem Eiseubahnunglück am 17. Mai uächst Szobb verwundncn Pcrsoucu kann nach dcn von Gran in Ofen eingelangten letzten Nachrichten ein befricdigcudcr genannt werden. Daut der sorgfälligeu Pflege, bereu sich dieselben im Gra> ner städtischen Spitalc crsrcueu, ist bei vicleu der Hauptbcschädigtcn die Besserung auch schon in einem so raschen Fortschreiten begriffen, daß dieselben bcrcitö in wenigen Wochen die Anstalt vollkommen hergestellt verlassen werdeu können. Die allgemciuc Mili>tha° tigkcit ist auch hier wieder bemüht, die Lage der Verunglückten durch milde Gal'cn nach Kräften zu erleichtern. Wien, 2. Juni/ Se. Erzcllrnz der k. baicri» sche Gesandte, Herr Graf v. Lcrchcnfclo, ist hcnte Früh mit Urlaub nach Vaiern abgereist, wo dcrscwe einige Zeit auf sciucn Gütern verweilen wird. — Der Sekretär dcr hiesigen französischen Gc> sandlschaft, Marqlüs Chateauvcnard, ist zur Gesandtschaft in Turin überseht. An dessen Stelle kommt Graf v. Masburg, dcr gestern von Paris hier eintraf. — Dcr Kcmpenfond. zur Unterstützung dckorirtcr Gendarmen, weiset mit Ende u. M. ein Kapital von l 2.800 fl. in Obligationen und 1009 fi. 10 kr. in Barcm nach. Se. Majestät der Kaiser haben zu Gun> stcu dcs Kcmpcilfoudcs znr Belohnung dckorirtcr Gendarmen dcn Betrag von 1000 fi. gewidmet. — Prinz Josef Luciau Karl Napoleon Bonaparte, ältester Sohn dcö Prinzen Luciau und der Prinzessin Zanaidc, einzigen Tochter Josef Napoleons ist hier angekommen und im Holel zum wilden Mann abgestiegen. Derselbe wird morgen seine Reift nach Berlin fortsetzen. — Dem Herrn Artillerie« Oberlicutcnant Alois Sikora wurde die hohe Ehre zu Theil, eine von ihm meisterhaft aus Wachs plastisch dargestellte Pferdekie-fersammlllng Sr. Majestät dem Kaiser überreichen zn dürfen, wofür derselbe als Beweis der A. h. Llner-kcnnuug mit eincm schr wcrthvollcn, mit dem a. H. Namenszuge geschmückten VriUautringc ausgezeichnet wnrde. — Dcr Müllcrmcister und Gcmcindcrath iil Lan-gcnlois, Hr. Zwickl, hat 2i>00 ft. znr Erweiterung dcr dortigen Pfarrschulc durch ciu drittes Lchrzimmcr und ein Kapital von 4000 ft. znr Dotirung cines Lehrers gewidmet. — Se. Hoheit Prinz von Sachscn>Coburg bat alls der Pußta Kac cinc Elementarschule erbaut uud dotirt. -- Dic k. k. Vcrsntzämtcr) worden dcm Verneh-mcu nach rcorganisirt. Es sollen mehrcrc Filial-Vcr-»atzämter errichtet wcrdcn, um denjenigen Personen, dic gegen Verpfändung von Effekten nnd Pretiosen Geld erlangen wollen, dcn Verkehr zn crlcichtcru. — Ein hiesiger Wirth beabsichtigt nach franzo» sischcm Vorbilde cin fahrendes Kosthaus zu errichten, welches zur Mittagszeit durch die Vorstädte fahren, und Mittagskost verlaufen würde. — Laut ciuer Kundmachung dcs Präses dcs vcrcinigtcu Präger Haudelsstaudcs ist dcr Lehr- uud Organisationsplau dcr höhercu Handclülchranstalt in Prag mit Erlaß des hohen k. k. Ministeriums für Kultus und Unterricht (!. 21. Mai 1866 geuch» migl wordcn und dicsc Ailstalt - die crstc in der Monarchic — wird Anfangs Oktober d. I. eröffnet wcrdcn. Dcr vollständige Lehrkursus umfaßt drc> Jahre. Die Anstalt stcht untcr dcr unmittelbaren Aufsicht dcs Handclsvorstandcs; dic Direktion drrscl» bcn wurde Hcrrn K. Arcnz, ciner. Professor am k. Aihcnäum zu Macstricht nnd an dcr öffentlichen Han- > delülchranstalt in Leipzig, übertragen. Die Amncl->dnngcn dcr Schüler geschehen bei dem Direktor H. Carl Arcnz oder in seiner Abwesenheit auf dem Se» krctariat dcs Vorstandes, Altstadt. Flcischmarkt Nr. "20, woselbst allch das ansfübrlichc Programm der Anstalt crhobcn wcrdcn kann. Innsbruck. 26. Mai. Vorgestern Früh dezogen Se. fais. Hoheit der durchlauchtigste Hcrr Erzherzog-Staltdaltcr das Schloß Ambras als Som-merrcsidenz. Von Seitc dcr Gemeinde von Ambras wurde Sr. kais. Hoheit cin uach Krästcn festlicher Empfang bereitet, indem die Schuljugend, dcn hochiu. öerrn Ortsseelsorgcr an der Spine. Se. kais. Hoheit am Schloßchorc freudigst bewillkommte. während im Säiloßlwfe dic Schützcukonlpagnie mit Fahnc und Mllsikbanrc paradirtc uud vom Schloßhügcl unaufhörlich die Böllcr donnerten. (B. f. T. u. V,) Italienische Staaten. H Die ,.N. Prcliß. Ztg." schreibt: Die Stimmung Italiens wird von Tag zn Tage bedrohlicher. der Einftuß, dcn die Presse ubt. ist ein scbr trauriger, dcuu die italienischen sogenannten libc-valcn Blätter scheiucn die cnglischcn in Bezug auf Italien noch an Perfide. Uebertreibung und Gewissenlosigkeit übcrbictcn zli wollcn. Es ist nichts so al'surd. nichts so gemein, was nicht mit dreister Stirn von dcu liberalen Blättern Piemonts dcr nca^ oolitanischcn Negicrllug liachgesagt würde. Ucbcrall äußert sich bcrcitts die traurige Folge dcr picmoutcsi-schcu Vravadeu. Graf Cavour hat viel zu ueraut» »borten. Iu Turin selbst, dcm eigentlichen Herde dcr jetzigen Bewcguug. schciut dcr Rausch dcr Uebcr« Hebung allc Köpfc erfaßt zu babcu. In der Kam« mcr gcbcn selbst dic nüchtcrusteu Gegenstände Anlaß zn hcfligcu Debatten, in Eisciwahnangclegcuheitcu selbst tobt dcr Uebermuth. So beschloß, um uur ciu Beispiel auzuführcu, die Kammer neulich mit tumul-luarischem Lärmen, bei welchem wieder Graf Ca< vour die Haliptrolle spielte, dcr Mont-Cluis solle ciueö Eiscubahnbaucs wcgeu durchbrocheu oder viel> mehr durchbohrt wcrdcn. Einige Ingcnicure halten das gcnizc Uulcrnchmcn für unniöglich, diejenigen, welche für das Projekt begeistert sind. glauben die Arbeit »licht untcr sieben Iabrcn bccudcn zn können, die leichtfertigsten selbst wollen erst Proben machen. Die Kammer aber votirtc kurzwcg. Dic Minorität bctrug 16 Stimmen. H Die „Vr. Ztg." entnimmt einem Prioatbriefe ans Mantna einige Stellen, welche bezeichnend scin dürflcn für dic gegenwärtig in Italien fich kund' gebende Stimmung lind die verschicdeuen sich darin aussprrchcndcu Hoffnnngcn: «Seit der Veröffentlichung von Cauonrs Memorandnm hat auch die nationale Partei der Lombardei nnd insbesondere der Anhang dcs jungen Italiens wicdcr cinige Lcbcnszei. ehens von sich grgcben. Vald hört man von einer Brandschrift, balo von politischen Ermessen, denen dic Behörden entgegenzutreten gezwungen sind. Es ist untcr dcn eraltirtcn Köpfen jetzt Mooc geworden, gewissermaßen mit Neid auf dic konstitutionelle Regierung in Tnriu hinübcrzublicken. und mit atbcmwscr Begierde licst man die Reden, welche Gr^f Caomir in dcn Kammern hält. Die Herren iu Tnriu tteidcu indessen ein gefährliches Spiel. Sic scheinen vergessen zu haben, daß die Rcvolntion ihre eigenen Kinder verzehrt, und daß sie gewiß die Erstcn sind, welchc dcr Pöbel von ihren Sitzen schlendert, wenn sie fort-fahren, seine Phantasie mit Phantomen zn erhitzen und ihm zn vcrsprcchcn, was sic mit großsprecherischem Munde — unmöglich haltcn können. Ist das ein Trcibcn in dicscm unglücklichen Lande! Kaum daß wir dic Hoffnung genährt, zum friedlichen Ab' schlnssc dcr öffentlichen Zustände zu gclaugcu. werdcu wir wieder in nene Aufregung versetzt, und man ist nicht im Standc. ohne Bcfürchtnng sein Halls zu verlassen, cincm dcr politischen Aufrcizer iu die Hände zu fallen, dic gcgcnwärtig i» Turin mit dcm Heiligenscheine dcs Märtyrerthums bekränzt wcrdcn. D>c österreichische Herrschaft iu Italien war noch mc, wic jetzt, so wenig bcengeud. Die Regierung kam zur Einsicht, daß es nicht allcin genügt, mit Gewalt dcn öffentlichen Geist zu beherrschen, sondern, daß die moralische Macht kcinc gcriugcrc — uud jedcnfalls cine nachhaltigere ist. und cbeu die Italicucr durch »H« vernünftige Konzrssionen leichter zu bruchigen sind, als durch ei,l st-irrcs Festhalten an dcil Grundsätzen, welche auf die gegenwärtigen Zustände nicht mehr Anwendung finden können. Es war daher nicht der entfernteste Grund vorhanden, Klagen gegen die Ne< gierung zu erheben." D<><'i'<>l»m uilii« <>t l>ii>i«. Der h. Kongregation der Indnlgenzcn und h. Reliquien, welcher nach der Institution des Papst Clemens lX. sel. Andenkens in der mit den Worten „ln is>5i8 l'i" beginnenden iton-stitution am 6. Juli 1669 die Ermächtigung gegeben wurde, jede bezüglich der Reliquien der Heiligen oder Indulgenzcn sich ergebende Schwierigkeit und jeden Zweifel ... zu erledigen, eingeschlichcnc Mißbrän» chc ... zu verbessern nnd abzustellen ... dir Druck-, legung falscher, apokrypher und ungenauer Indnl' ' genzcn zu verbieten, die in Druck gelegten zu unter« suchen und zu prüfen und kraft der Autorität des h. Vaters zu verwerfen, sind zn wiederholten Malen gcdrnckte Indulgenzen überbracht wordeu. welche, obwohl sie ganz nnd gar falsch. apokryph und ungenau sind, doch hier und da. entweder in Folge von böser Absicht oder Sorglosigkeit und ganz ohne irgend eine Autorität in Druck gelegt und verbreitet wurden. Hierans ergab sich der nicht geringfügige Nachtheil, daß die Christglänbigcn zu Irrthümern gebracht und dic Indulgenzcn selbst bei den Feinden der Kirche dem HolM Preis gegeben wurden. Aus diesem Grunde hat die h. Kongregation in den am ltl. März d. I. im Vatikan abgehaltenen allgemeinen Versammlungen mehrere derartige in Druck gelegte Indulgenzen als apokryph, nichtig und ungenau erklärt, nnd den Ordinarien der Orte, in deren Diözesen derlei Indulgenzcn verbreitet werden, anzucmpfchlc" erachtet, daß sie für genaue EnchaKung der über diesen Gegenstand erlassenen Dekrete der h. Kongregation sorgen sollen. Da es jedoch ganz unangemessen wäre, alle kleinen Schriften, Vlätler :c.. welche falsche, ungenaue und apokryphe Indnlgenzcn enthalten, zu ver> folgen und del ihrem jeweiligen Erscheinen mittelst besonderem Dekrete zu beseitigen, so hat Se. Heilig' kcit Papst Pins lX. in der Audienz vom 14. April I860, indem er die vorausgeschickte Sentenz der ans» gezeichnetsten Väter mit Seiner apostolischen Autorität approbirte und übcrdieß wünschte, daß bezüglich des unschätzbaren Schatzes der Indnlgcnzcn Alles fromm, heilig und unverfälscht geschehe, aubcfohlen, daß mit» lelst dieses Dekrcles alle Ordinarien der Welt er» mahnt werden, nach ihrem ganzen Vermögen und mit jener Fürsorge, welche sie zur Förderung des Wohles der Hecrde des Herrn schuloen, darüber wachen, daß dergleichen falsche und apokryphe Iudulgcnzcn so viel möglich nicht nnr nicht verbreitet und alls den Hän> den der Glänbigen entfernt werden, sondern auch, daß die heilbringend von der h. Kongregation erlassenen Dekrete, namentlich bezüglich der Drucklegung u>w Veröffentlichung der Indulgenzcn, vor Allem aber das am 1!). Jänner 1736 erlassene und vom Papst Bc-ucdikt seligen Andenkens am 28. desselben Monats approbirtc Dekret eingehalten wcrdc, welches folgen« dermaßen lautet: „Da es sich durch die Erfahrung täglich heraus» steltt, daß viele allgemeine Bewillignngen von I>wnl< genzen ohne Wissen der h. Kongregalion ausgefertigt werden, worans sich viele Mißbränchc und Verwir» Nlngen ergeben, so wird nach reiflicher Erwägung der Sache dnrch dieses Dekret verfügt, daß diejenigen, welche fortan derlei allgemeine Bewilligungen erwir-kcn, nnlcr Strafe dcr Nichligleit dcr erlangten Gna° de ein Elcmolar dilscr BewilUguugcu dem Sckre> lariat dcr besagten h. Kongregation zu übergeben haben. Behufs leichlcr Unterscheidung der falschcu und "Pokryphcn Indlllgenzcn von den wahren nnd echlcn wird c6 den Ordinarien übrigens anch von Nutzen sein, nachzulesen, was derselbe Papst Vcnedikt XIV. sk>. Andenkens in dem Wcrkc über Diözesan > Syno-bn, wnse bezüglich dicscs Gegenstands gelehrt hat. ^olllci, jedoch noch einige Zweifel über die Authen- ticität und Echtheit mancher Iüdulgcnzcn übrig blei» bcu, so sollen sie sich au die h. Kongregation wen» ocn, nm so eine angemessene Lösung ihrer Zweifel zn erlangen." Gegeben zu Nom vom Sekretariate der h. Kon« gregation der Indulgenzcn, am 14. April 1886. (>'. -l-^) F. Kard. Aöquinius. Präfekt. A. Colombo, Sekretär. Frankreich. Paris, 29. Mai. Der Erzherzog Fcrdinand Malinulian ist gestern im Havre angekommen. Er wnrde von den Behörocu dcr Stadt auf dem Eiseu' bahnhofc empfangen. Dcr Prinz bcsnchtc das Dampf' boot Arago und machte einen Spazirrgang durch oic Stadt. Ein großes Diner fand an Bord dcr Reine Hortcilsc Statt, an dem die Behörden vom Havre Theil »ahmen. Der Erzherzog fuhr noch am nämlichen Abend, 4'/2 Uhr, nach Cherbourg ab. wo er dcn heutigen Tag zugebracht hat. Dcr Her» zog von Tarcntc und der Marquis dc la Grange gc» bcn dem östtrrcischcn Prinzen das Geleite bis zur Grenze. Dcr General Eogar Ncy wird in dcn näcb/ steil Tagen aus Petersburg zurück erwartet. Sciuc Mission soll keineswegs ocn gewünschten Erfolg gehabt haben. Der Prinz Oskar von Schweden wird nächsten Montag im Havre erwartet. Er macht seine See< reise auf dem «Corse." — Dcr Erzherzog Ferdinand Marimiliau von Oesterreich hat der Dienerschaft des Schlosses von St. Cloud vor seiner Abreise die Sum» mc von 20.000 Franken überreichen lassen. Der Regisseur des Schlosses erhielt eine Diamant» Nadel, in welcher sich die Namens. Chiffcrn des Prinzen be> fi„bcn. — Dcr Kaiser und die Kaiserin waren gc> stern in Villcncuve l'Eiang, wo sie eine Promenade zn Fuß machten. Dcr Moniteur zcigt an, daß er das Wcrk dcs Herrn dc Vazaucourt über dcu KriM'Fcldzug in sci-ucu Einzelheiten zu besprechen gcdeuke, uud seht hiu-zn: „Dieses Werk wird ohne Zweifel ein großes Interesse erregen; es erhält jedoch durch seine Wid> mnng an den Kaiser durchaus keinen amtlichen Cha< raktcr. Herr dc Vazancnrt hat sein Buch uach sei» ncn eigenen Eingebungen geschrieben. Er allein ist verantwortlich für die Thalsachen, die er crzählt, und für die Venrtheilnngcn. die er ausspricht." Ve> kanntlich entnahm kürzlich der „Constitntionncl" dem Werke dc Bazanconrts einen angeblich vom Kaiser entworfenen nno dem damaligen Oberbefehlshaber Canrobert zugeschickten Fcldzngsplan. Der Gesetzentwurf bezüglich dcr Kredit>Komman> ditc'Gcscllschaftcn ist gestern dem gesetzgebenden Kor< per zugegangen und vom Präsidenten unter lautem Veifallc der Versammlung sofott verlesen worden. Gestern wurdeu auf dem Staothansc abermals mehrere znm ehemaligen Park von Ncnilly gehöri. gc Waldparzellen im Aufstriche versteigert. Dcr Ver» »oalter der Gülcr dcr Familie Orleans seinerseits hat allen Personen, die sich bci dcn seitherigen Vcr> stcigcrungrn vou Grnndstückcn dcr Domäne von Ncni!» ly als Ankäufer belheiligt haben, durch Gerichtsvollzieher - Akt einen Protest zustellen lassen. Dic Nachrichten aus den Departements sind schlecht. Mit Ausnahme der Rormanoie ist das ganze l^and in Bcsorgniß, und wenn der Regen noch einige Zcit fortdauert. so gchcn wir einem Mißjahre entgegen. In keinem Falle haben wir mchr eine gute Erute zn erwarten. Großbritannien. London, lw. Mai. Gestern fand hier die Illumination zur Feier dcs Friedens, so wie zur Feier dcs Geburtstages dcr Königin — der freilich gar nicht auf dcn 20., sondern auf den 24. Mai fällt, abcr immer an einem andcrcn Tage, als an lctztcrm. festlich begangen wird — Statt, und in dcn Parks nnd alls Primroseu.Hill wurdeu Feuerwerke abgebrannt. Man berechnet, daß sich bci dieser Gc> legcnheit eine Menschenmenge von ungefähr lt,000.l)00 Seelen in den Straßen der Hauptstadt bewegte Wc> dcr Ruhestörungen uoch Unfälle waren zu beklagen. Zu deu Gebäuden, auf deren Erleuchtung besondere Sorgfalt gewandt worden war, gelwrtcn die verschiedenen Ministerien, das General-Postamt, das Zoll' gcbäude, Guildhall, das Mansion-House, dic Vörse, die Vauk, eine Anzahl Klubbs im Westendc, dic Wohnungen mehrerer Minister, die Gcsandtschaftsho-tels, Apsley-Housc, das im Glänze vou mindestens 100.000 Flammen und Flämmchcn strahlte, uud die verschiedenen Bahnhöfe. Das Parlament hielt gestern wegen dcr Fricdcnsfcstlichkeiten keine Sitzung. Die Zeitungen enthalten heute bereits telegraphische Ve« richte über die Fricdcnsfeier in audercn Städten des Bandes, iu Virmiugham z. V., Edinburgh, Glas> gow und Dublin. Bei Edinburgh ward ein Feuer« wcrk abgebrannt; die Stadt jedoch war nicht illn> minirt. Ein bissiges Blatt schätzt die Prozcßkosten des Giftmischers Palmer auf 10- bis U!.000 Pf. St. Dem «Morning Chronicle" zn Fol^e wird die Hin» richtnng Palmer's spätestens am 16. Juni erfolgen. Dasselbe Blatt will wissen. Herr Layard werde au Stelle des znm Gesandten in St. Petersburg er« nannten Lord Wodehousc als Unter« Staatssekretär in's Ministerium dcs Auswärtigen treten. Telegraphische Depeschen. " Rom, 31. Mai, In einigen Tagen wird sich dcr Generalvikar Patrizi mit den Prälalen Mo> naco. Ganclli und Capallc in Cwilavccchia auf ei« neu, französischen Dampfer einschiffen. Nebst einem eigenhändigen Schreiben des h. Vaters an dcn Kai» ser Napoleon nnd die Kaiserin Engcmc überbringt derselbe der letzteren ciuc goldgestickte Binde mit dem päpstlichen und kaiserlichen Wappen in Brillanten, Perlen uud Rubinen, eine clruskische goldene Vase mit der Rose; für dcn Kaiser ein Postament aus ^a< p'slazzuli mit päpstlichem nnd kaiserlichem Wappen; für deu Täufling eine Medaille mit Konzeption vou zwei Engeln getragen, eingefaßt mit Brillanten. Rubinen und Amethysten; außerdem verschiedene andere Medaillen für hohe Staatspcrsonen. " Turiu. 1. Juni. Der Postcnlanf mit Frank« reich ist durch Ueberschwcmmuugen in Savoyen uoch gehemmt; ebenso dcr Telegraphendicnst, " Konstantin opel. 28. Mai. Der l. k. Iutcriulntius Baron Prokesch ist von deu Donau« mündungcn zurückgekehrt und der preußische General» lonsul alis Bukarest hier eingetroffen. Mnchlis Pascha Stonrdza ist z»m Mitgliedc dcr bcssarabischen Grcnzkommission ernannt worden. Die Nachrichten ans den Provinzen lauten beruhigend; zn Tripolis in der Berbcrei herrscht die Cholera. " London, Dinstag. In der Nachtsitznng deS Untcrhanscs stelUe Roebuck eine Anfrage bezüglich dcr für die Donanfm'stcnwümcr zu wählenden Kommis» säre. welche Lord Palmcrslon dahin beanlworlcte, daß nicht die Pariser Konferenz, sondern jede Regierung ihre Kominissarien selbst gewählt habe. Mac Gregor führt Klage über verschwenderische Gebarung bei?cn griechischen Finanzen und fragt, ob die Regierung dic Rückzahlung dcr Schuld zn erzwingen gesonncn sei; Lord Palmerston erwiedert, die Garanten könnten nicht einzeln, sondern nur gemeinschaflich Zwangs« maßregeln gegen Griechenland eventuell i" AmvcN' nnng bringen. Dcr Schatzkanzlcr beanlragtc die Nie« rcrsrtznng eines Sondcrauvschnss.'s. um die ökonomi« schc Seite der Sundzollangelegellhelt zu untersuchen. " Berlin. Montag. Kaiser Alerandcr wird hcnte Mitternacht die Rückreise nach Warschau antreten. 'Berlin. Dinstag. Mit Bcstimmlhcit verlautet, daß Baron Biwbcrg als kaiserlich russischer Gc< sandler nach Wien. Baron Vrunow. zrilweilig in Paris, nach Berlin und der chcmalige Kriegsminister Fürst Dolaornki in derselben Eigenschaft nach Paris kmnmen wird. ' ^' yon, Montag. Der Wassersland der Rhone und Saone ist beträchtlich gesunken, der angerichtete Schade ist schr groß. i!>!M'i'. Corr.) Druck uud Verlag von Ignaz v. Hlciumayr H F. Vamderg in ^aibach. — Verantwortlicher Ncdaktcnr: F. Bnmdcrg. Börsenbericht ans dcm Abendblatlc dcr östcrr. kais. Wieucr Zeitung. Wicu 3. Ilmi, Mittags 1 Uhr. DaS Gtschnst au dcr hcuti^cn Äörfe n>ar im Vanzcn weniger Icbha't; von Stac>.t6-Offcft.n jcdoch National-Anlehcn mehr bcachrl als in dcn lctztcn Tagcn i^^',,. Bank, Mim gingen abermals höher 1>3<». Nordbahn fcsi" »nd bclicbt stclllcn sich am Schlüsse auf 30H'/,, In Kredit-Atticn war heut,- dcr Vers.hr »under ai,!-milt. Schluß :i9l '/. — '/,- Dcviscn zu den gcstriqcn Kurscn, Paris naincntlich un-gcwöhnlich stark ausgcbotcn. Nation«! - Anlchen zu 5",. 84 '/, -84'/, Aullticn v. I. l«ül l^. U. i>l 5'/, W—9l koml,'. Venct. Slnlchm zu ö"/« 91-l»2 TtaatSschuldverschreibun^en zu 5 "/, ftg '/,-83 '/,, d'tto ., 4'/,°/« ?»7.-74'/. del to „ 4 V« Uü'/.-3 Otdenburger dctto d.tto ,. ü°/« «,'/,-92 Pel'iher dctto dclto „ 4"/« 92'/,—92'/. Mailänder dctto detto „ 4"/, 90'/.—9l Grilnd.ntl.-Oblic,. N. Ocsi. „ ü°/, 87-87'/. detto v. Galizicn, Ungarn :c. zu 5'/^ 76'/^—77 drtto der übria.cn Kronl. zn 5 "/» 82 - 84 Vanko - Obligationen zu 2 '/, "/« «l—«l ',, Lotterie-Anlehm v. I. l«34 23«—2^7 dclto „ 18^9 12l'/.--!2l'/, detto „ < 854 zu 4 "/« ^ N8 -108 '/. <5omo Rmtscheine 13—12'/. Galizische Pfandbriefe zu 4'/« 82—84 Nordbahn - Prior. - Ol'lig. zu .'i"/, «6 '/.—«6 7, wloggniher dctto „5"/. 81-82 D.'nau Dampfsch.-Oblia. .,5°/« 82-83 «loyd dctto (in Silber) „ 5"/« ' ««.....8» 3 "/. Priorität« Oblic,. dcr Slaats-ssiftnbahn- Gesellschast zu 275 Nranss pr. Stuck 11 10 „ „ Audweis-Linz-Gmundner- llisenbalm 257-259 ., Nordbahn ohne Dividende 302 V.-20i'>", „ Staatsrismb..-Gesellschaft zu 500 Franks 374 7.-374'/, „ „ Donau-Dampfschiffsahrts- Gesellschaft 602-N0'4 detto !3. Emission 580-.l,82 ^ d,s Lloyd 440-445 „ der Peslher Kettenb.-Geftllschast tt7-«8 ., Wiener Dampft» ^leftllschaft 77—7!» ., Preßb. Tyrn. Eisenb. l. iimiss. ,8-20 detto 2. Omiss. m. Pn'orit. 50-32 Vsterhizy 40 fi. Lose ' 73 73'/, Windischgräl) ., 23'/.—23'', Waldslcin « 25'."2ü°/. .Vegl.vich ., . in CM. i-3 7/ltt dctto ans der National-Anlelbe ;u 5 °/. fi. in (5M. 84 9/1,l Darlihln mit Verlosung v, I. »8^4, für l00 ,1. 233 ^ ^ .. „ 1839. „ 100 tt l2l 1/2 .. 1sö4, ., 100 ft. >0'< l/8 «lticn der östcrr. Kreditanstalt . . . 387 ,/2 ft. in <>. M Ornndentl.-Obligat. anderer Grönländer 7li ^/4 Nank-Alti,» pr. Stück......ll3l fl. in(i>.M Aktien dcr Niederüfterr. Escomptc-Gt- stllschast vr. Eti'xi zu 5UU n. . . . 557'/2 sl. m <5. M. Uktien der l. k. priv. österr. Staat>?eiftnl!ahn- «eftllschaft zu 200 st., voll eingezahlt 3!!4 0 ft. (5M........30l? !/2sl.in<5.M. Att!»n der östcrr Donau-Dampfschissfahrt zu 500 st. l5N....... «<'<> in si. C.M, Wechsel-Kurs vcm 4. Iuiil 18^0. Äu^l'urq. für <0U ft. (^ur. (5'nld,. . . ,02 fl,r l20fi.sildd.Ver. einswähr, im 24 l/2 fl. Fuß, Gulc>. . U>« >/4 3 Monat, Oenua. für 300 n>Ul' piemout. Lire, Guld. 118 !/2 Vf. 2 H'02 3.8 2 M nat. Pari<>, für 300 Franes, Vuld. . . . Ü87/8 2 Monat K. K. vüllw. M'mz DmallN . 5 3/4 l^li»»l. Agio. Ware. Gold- und Silber. Kurse uom 3. Juni 18Ü«. 0)tld. Ml,«. Kais. Viün;.Lukatcn Agio ..... 51/2 53/4 dctto Rand- dctto .......5 ä >/4 <^c>l^ »1 uiiir<.o „..... ^, «/2 4 1/2 NapolecmSd'or ....... 7.59 7.° 9 E°u'..^<. l»,.,,^ a„, Nradaschza l'^ch,,' cd^r l^cr Kolssj^Mühl.' destimmc ,st und dahcr andelöwo liiä'l ge^at.t w^d.n darf. Etadtmaglstrat Laidach >nn 3l. Mai l85,,'fal,lt von ^3chlleIIlU Minuten vor der M'f.chrt abschlössen. Brief-<3onrier von Laiblich n.lch Trie!! . . Abends — — 3 3>) „ Tricsl ,. Lausch . srüh 7 /jo — — Prrsoueu-Ovurier von pHidach n»ch 2^s>rst . . Abends — — >o — » Iilt'tt „ L.nbach . Früh 2 ^" — ^ I Mallepost von Laibach n,,ch Triest . Frük -_ ^- /, , Triest « l.'a,!''ch . Abends tj .- - - II. Vlallepost von eajl'acl, nach 2ri^st . . Abends — — /, >5> « TricN » Laibach , Früh 8 3» — — Bekanttt m a ch u !^ g. Die Admnnssralion dcr mit der erste» östcr reichischen Sparkasse vereimgtcn allgemeilien Ver sorgungs'?l»st^li macht hieimit bekannt, daß die für das Jahr li<»i! aln, und daß die dießfällige Kundmachung bei den Lommandilen der 'Anslalt von den Interessenten unentgeltlich in Empfang qcnommcn werden kann. Von d^r Administralion der mit der «rsten österreichischen Spmkasse vereinigtel, allgemeinen Versorgung^ Anstalt. Wien, den 25. April 185U. Z. 985. (2) ^ «k « «> «zO O. In der Stadt Steln bei ^!aibach ist ein nettes Haus sammt Garten unter besonders günstigen Zahlungsbedingungen, aus freier Hand sogleich zu verkaufen. Nah.res im Auskunftö-Vureau des Hcirn I. Friedr. Tertschek in ^,'aibach, nnd beim Herin Bürgermeister Anton Hafner in Stein. LlzitatlonsrE^ikt. Von dcr priv,l, Al)h.ln5lul>gslnstanz dcs deutschen R'tter-Oldens werden die Verlaßcffck' ten nach dem verstorbenen deutschen Ordcns-Prie-st.r Herrn Josef Bleis am !>, d. M. Vormittags um tj— l2 und Nachmlttags um 3 — kauss>).ge„!'jande slod: Klcidungs^ stucke, Leibes- und Bettwäsche, B.'ttfourmtl,-r^n, Zimm.rmödel, Musikalien, Porzl'llain und sonstiges Acschirr, (5'ßdesteck, Uhren, Wcil'fäfs^r mit W!—^^^ ,«>-Koch's /^W^ krystallisirte Kräuter^Bonbons !U^M wcrdcil unverändert in Originalschachteln zu ^itt und HO Kr. CM. verkauft. 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Sodl'rcnnlü und vcrschisdcnc Darinfranfhcillii ^cwahr>u, >nuß l'snits als f nstatirtc Thatsachc angcnoimncn wcrdcn, '^ M und unzählige ncrvos hcral'^cftiinmlc Pilsoncn habcn dnrch dic vcrslandia,c AnU'cnduug dcrsclbcn schon oft wcscntlichc /^ ^ Crlcichlcnlüg und ncuc Thallrast g»wo»ucn. ^ ^ ^3u ,^aihach I^sii,d!t sich dic Hauvt - Nicd^rl.igc ol'i.^r Pnlvcr cinzig nnd allciu iu dcr Apothcsc ^ ^ zum „goldenen Hirsch" dcr Fra» ll^ll^V i7>«)«^. M