Nr. 249, Tienstag, 29, Oktober 1907. 126. Jahrgang. Mbacher Zeitung PrämnneratiuuKPrcie: Mit Po st Versendung: uanziühria 3» K. l»ulbjäl,i,g 15 X, Im Kontor: ganziübiig . ^2 X, halbjährig ,l X. Y:ir die Zustellung ins Hau« ganzjährig L «, — Iusrntonsgcbübr: ssür lleine Inserate ü,t z>: 4 feilen bN k. größere per Zeile l2 b: l'ci öfteren W,fderl>oll::lgv2, 1W7.» Nichtamtlicher Heil. Die innere Lage. Das „Neue Wiener Tagblatt" führt in einer Betrachtung über die Demission der ezell)ischen Minister ans, das; sie nlir die logische Kouseguenz der Haltung und Taktik der Inngczecheu sei,. Weun die Inngczechen wieder freie Hand erhalten wollen, so handelt es sich nicht um eine Politik der freien Hand gegenüber dein Parlament und der Regierung, sondern um die Freiheit gegenüber den anderen ezechischen (Gruppen. Freiherr von Beck hat als Unterhändler eine rühmliche Vergangenheit, er kann sie jetzt uenerdings bewähren, wenn er, wie verlantet, gesoimen ist, bei der wirklichen Lösung der czechischeu ^trise U^erktätig einzugreifen. Tic Ausgleichsberatnngen iiu Parlaiiient selbst aber sind durch die Demission der ezechischen Minister bisher nicht berührt; das ist die gute Pointe. Das „^remdenblatt" ist der Ansicht, das; die allgemeinen Dispositionen zu der Hoffnung berechtigen, das; die situation cine weitere Zuspit-zuug nicht erfahren und das; es bald möglich fein wird, die aufgetauchten Schwierigkeiten in friedlicher Weise zu ordnen. Die „Zeit" warnt die Inngl'zechen vor dein Versuche der lvortsetzung der alteu Postulateupolitik. In ihrem eigenen Interesse liegt es, von einem solchen Vorhaben abzustehen, uud in dem neuen Hause nicht bei jener falschen nnd erfolglosen Taktik zu beharren, die ihnen schon im alten, in dem sie doch eine ungleich mächtigere nnd einflnßreichere Partei verkörperten, einen Mißerfolg nach dem an deren eintiM. Die „österreichische Volkszeitnng" mcint, die ImM-zechen wollten mit dor Rückberufuug ihrer Minister aus dem .Kabinett neuerdings den Ver-snch nnternehmen, im geeilmeten Augenblick dem Hause und der Rcgiernng „den Revolver an die Brust zu scheu". Dieser Anschlag dürfte vorläufig mißlungen sein, aber er zeige immerhin, von welchen befahren auch das Parlament des allgemeinen Wahlrechtes bedroht ist. Das „Illustnerte Wiener Extrablatt" ist überzeugt, das; es nicht zn einer Obstrnktion gegen den Ausgleich kommen werde, das; die Ilingezechen aber auf diese Art zur Erfüllung ihrer Postulate gelangen werden, werden sie wohl selbst nicht glau ben. Tie werden in keiner Richtuug irgeudetwas erreicht haben. Ihr einziger Erfolg bleibt, das; sie eine strife ohne Ende veranlaßt haben. Das „Neue Wiener Journal" weist darauf hin, daß im Abgeordnetenhause des allgemeinen Stimmrechts, in welchem die Gesamtinteressen des Volkes, über den Nahmen der Parteisondernng hinausreichend, viel inniger verflochten sind, als dies im Kurienparlamcut der ^all war, „die selbstherrliche Al-t", in der die Ezechen ihre Privatgeschäfte anf dem Rücken der Allgemeinheit austragen, ein Unfug ist, der sich nicht einbürgern darf. Das „Vaterland" glaubt, daß der Monarch die Demission nicht annehmen, sondern die beiden Minister ersuchen wird, ihre Umter bis auf weiteres fortzuführen. (Geschieht das, dann ist der Iuug-c'.echeuklub seiner Minister nnd diese ihrer Verantwortung dein Klub gegenüber ledig. Die Mission Lemieux. Die Entwicklung der F-rasse der japanischeil Einwanderung nach Britisch-Kolumbien hat bekanntlich zur Entsendung des Generalpostmeisters von .Canada, Herrn Lemien,r, nach Tokio geführt. Es verdient, wie man aus London berichtet, hervorgehoben zu werden, daß der kanadische Minister nicht erst vor Antritt seiner eigentlichen Mission nach London kommen wird, um deren (Gegenstand mit dem auswärtigen und dem Kolonialamt zu besprechen, sondern daß er sich direkt nach Tokio begibt. Nnn haben die von ihm zn führenden Verhandlungen nicht Handels- oder Zollangelegen hei-ten, sondern eine ^-rage der internationalen Politik zum Gegenstande, welche je nach dem Grade des Erfolges oder Nichterfolges seiner Mission sehr weitreichende Konsequenzen auch für das Reich haben kann.. Man gestattet also Kanada gewissermaßen das Reich mitznvertreten. Das ist nicht nur ein ganz ungewöhnlicher Beweis des Vertrauens, welches die Zentralregiernng in die Regiernng Kanadas setzt, es ist zugleich ein markantes Anzeichen, wie sich die Stellung der großen Reichsglieder, speziell Kanadas, gestärkt hat. Man würde aber fehlgehen, darin ein Anzeichen zu erblicken, daß mau etwa in London dezentralisierenden Tendenzen huldigt. Man könnte allenfalls sagen, es sei dies nnr ein Beispiel dafür, daß ein liberales Kabinett anderen Prinzipien folge, als ein konservatives. Das wäre indessen ein irriges Raisonnement, denn ob ein liberales oder ein konservatives Kabinett am Ruder ist, die auswärtige Politik (Großbritanniens wird dadurch nicht mehr berührt. Die Stärke der großen amerikanischen Dependenz und die zuverlässige Haltung ihrer Regierung in der bisherigen Behandlnng der Angelegenheit, das sind die Ml> meute, welche zu dem bemerkenswerten Ereignis führten, daß Kanada einen eigenen Vertreter zugleich als solchen des Reiches uach Tokio entsenden kann. ^'ebenbei mag es allerdings bei dein Allianzverhältnisse mit Japan den leitenden Kreisen Eng lands angenehmer erschienen sein, daß die Aus-gleichsverhaudlungen nicht von Downing Street, sondern von Ottawa ans geführt werden. Der bri tische Botschafter in Japan, Sir Elaude Mcn'do nald, ist instruiert worden, Herrn Lemienr nach seiner Ankunft in Tokio als Gesandten Kauadas bei der japanischen Regieruug einzuführen. Natürlich Feuilleton. Gin Drama anf See. Von Mllh ^'charlclu. (Schluß.) Da richtete fich Becker langsam anf, blickte, mit starren Augen wirr um fich, sprang dann mit einem Satze anf die Reeling nnd------------ „Mann übet Bord!" Wild gellte der Ruf über das Schiff hiu. „Mann über Vord!" Hin- und Herlaufen, Getümmel, Angstrnfe. Mehrere Rettnngsnnge flogen über Bord. Der Kapitän sprang mit großen Sätzen zur Kommandobrücke hinauf. „Wo? Wo?" „Backbord — achter — da treibt er!" Kommandos ertönten, eine schrille Boots-mannspfeife gellte, Glockenfignale im Maschinen-l'mim. Eiu Teil der Besatzuug stürzte zu eiuem Voot, schwenkte es aus den Davits und machte es klar, während das riesige Schiff langfam stoppte und beidrehte. Jetzt schoß das Boot, von kräftigen Armen Uneben, durch Zurufe geleitet, der Stelle zu, wo "^' Verunglückte immer wieder von Zeit zu Zeit auftauchte, wild mit den Armen um sich schlug. ""' wicder zu verschwinden. .. Dw Mannschaft des Schiffes arbeitete, daß "^ dic Riemen bogen. „Hnndert Mark Beloh-"'.'"tt!" schrie ein Herr vom Promenadedeck, das ""t "ngswM blickenden Inschanern dicht besetzt war. Es schien vergebens------------da tanchte noch einmal ein Arm anf. Zehn starke Arme strecken sich ans; eine ivanst packte mit eisernem Griff zn und ließ nicht wieder los. Man zog den fcheinbar Toten ins Booi. Ein Hlirrah belohnte die Retter. Zehn Minuten später flog dao Boot an Deck. Während man den Uiiglücklichen ins Hospital brachte, wendete die „Philadelphia" ihren Bng wieder Europa zu uud setzte ihre Heimreise fort. Kapitän Thomas, ein Riese von Gestalt, be-lrat zum Diner den Speisesaal. Sofort war er von mehr als eiuem Dntzend mehr oder weniger jungen, mehr oder weniger hübschen Damen um, ringt, die in den verschiedensten Sprachen alle dnrcheinander anf ihn einredeten. Ob es wahr fei, daß dieser Mensch sich hätte töten wollen? Ob er zur Mannschaft gehöre oder znin Zwischendeck? Ob er wieder znm Bewnßtsein gebracht worden sei, und ob man denn nicht wisse, weshalb er die schreckliche Tat begangen? Wie ein s^els im brandenden Meere stand der Kapitän da, machte nach allen Seiten eine leichte Verbeuguug und sagte dann mit seiner dröhnenden Kommandostimme, die auch den Sturm zu über-tönen schien: „Einzeln kann ich diese fragen nicht alle beantworten, meine Damen. Aber ich will Ihnen gern sagen, was ich selbst von dem Manne weiß." Thomas bediente sich der englischen Sprache, da er voranssetzen dnrfte, daß die Reifenden, fast lauter Amerikaner, dieselbe beherrschten. „Der Mann ist nicht in die Vereinigten Staa ten hineingelassen, da man ihm nach seinen An- gaben vorher sein Bargeld gestohlen hatte. Jetzt wird er zwangsweise in seine Heimat znrückbeför-dert. So wnrde ihm mit einem Schlage jede Hoff-nnng zerstört, um so mehr, als er drüben eine Braut haben soll, die er heiraten wollte. Er war jetzt immer wie geistesabwesend, sprach zu uiemand. verweigerte fast die Nahrung, nnd der Gram und Kummer, die furchtbare Enttäuschung scheinen ihn zu dem Telbstmordversnch getrieben zu habeu." „Da kann's mir fast leid tun," meinte der Herr, der die hnndert Mark Belohnung ausgesetzt hatte, „die Mauusehaft uicht zu uoch ftärkereu An-streuguugeu augesporut zu habeu." Kapitän Thomas rnnzelte die Stirn. „Entschuldigen Sie, Herr," sagte er mit grollender Stimme. „Unsere deutschen Seeleute müsseu nicht erst durch Geld zu Anstrengungen und ihrer Pflicht getrieben werden. Die Bootsmannschaft hat zugunsten Beckers anf die Belohnung verzichtet." „Bravo!" rief ein Deutscher. „Ein Hnrrah für unfere deutschen Seeleute!" Bei Tische gingen mehrere jnnge Damen her' um, eine Tellersammliing für den Mann zu veranstalten, den fie alle vorher hatten mit den Wel len nnd dem Tode ringen sehen. Dankend nahm der Kapitän die nicht unbeträchtliche Summe in Empfang lind versprach, sie Becker später auszuhändigen. So würde diese unfreiwillige Enropafahrt für ihn wenigstens nnr einen Aufschub bedeuten. Da betrat anch der Schiffsarzt, eiu noch jnn ger aber hochgebildeter Mann, den Speisesalon. Er wnrde von wenigstens einem Dutzend amevika nischer Ladys energisch umschwärmt, hatte schon in Laibacher Zeitung Nr. 249. 2310 29. Oktober 1907. herrscht in Ottawa die lebhafteste Vefriedigling. Man hegt auch dort keinen Zweifel, daß die Mission Herrn Lemieur' von Erfolg gekrönt sein wird. Dieser hofft seinerseits, so früh wieder zurück zu sein, daß er bei dem Parlament der Dominion eine Gesetzvorlage zur Etablierung kooperativer Genossenschaften in Kanada selbst werde einfi'chren können. Politische Ueberlicht. Laib ach, 28. Oktober. Aus Nom wird gemeldet: Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, daß die ungewöhnliche Popularität und Verehrung, deren sich Kaiser-König Franz Josef, wie nur wenige seiner Zeitgenossen, erfreut, in Italien nicht minder tief und allgemein verbreitet sind, als irgendwo, so Wore er durch die außerordentliche Teilnahme er-bracht, welche sich in Italien überall, bei Hofe, bei der Regierung, in der, Presse uud iu der Bevölkerung anläßlich der Erkrankung Seiner Majestät kundgegeben hat und durch die lebhafte Befriedigung, die sich allgemein über die glückliche Weildung in seinem Gesundheitszustande äußert. Von den direkten telegraphischen Erkundigungen abgesehen, welche >iönig V ikto r E m a n u e l bei Seiner Majestät selbst über dessen Befinden einzog, erhielten Hof uud Negierung tägliche, telegraphische Berichte durch den italienischen Botschafter in Wien, Herzog von Avarna, welcher den für Mitte Oktober in Aussicht genommenen Antritt seines diesjährigen Urlaubs verschob, um den König und die Negiernng über den Gang der Erkrankung Seiner Majestät anf Grund authentischer, im Wiener Obersthofmeisterainte täglich eingezogener Erkundigungen auf dem kaufenden zu erhallen. Botschafter Herzog von Avarna wird nunmehr seinen Urlaub, den er in Italien zuzubringen gedenkt, in den nächsten Tagen antreten. Das H erre n haus hielt am ^lommission gewählt, welcher die eventuell vom Abgeordnetenhause einlangenden Ansgleichsvorlagen zur Vorberatung übermittelt werden sollen. Schließlich erfolgte die Wahl in die Qnoten-Deputation. Die „Neue Freie Presse" beurteilt die Rede, welche Dr. Lueger in der Ansgleichs-debatte gehaltcu, sehr, abfällig. Die Insulten gegen Ungarn, mit denen der Bürgermeister von Wien seine agitatorische Tätigkeit vor fünfzehn Jahren begonnen hat, hätten nicht wenig dazu bei-getragen, daß heute die Unabhängigkeitspartei in Ungarn an der Macht sei, und diese alten Scherze seien auch heute nicht vollständig harmlos, weil man sich iunncr frage, auf wen sich dieser Mann stütze. — Die „Neichspost" sieht in der Nede des Dr. Lueger eine neue Gewähr dafür, daß die Entscheidung der christlichsozialen Partei in Sachen des Ausgleichs — und sie wird dessen parlamentarisches Los enthalten — von der stimme des Gewissens und der Liebe zu Staat und Volk geführt sein wird. — Auch das „Deutsche Volksblatt" nnd die „Deutsche Zeitung" geben ihrer Zustimmung zu den Ausführungen Dr. Luegers in der wärmsten Weife Ausdruck. Kaum ein Monat ist verflossen, seitdem Konstantin Karatheodori Effcndi abgesetzt und Ghior-giadis Effenoi an seiner Stelle zum Fürsten von Samos ernannt wurde und wieder beginnt es, wie man aus Konstantinopel berichtet, unter den stets unzufriedenen Bewohnern der Insel zu gären. Die Zulassung von bindern aus Samos als Sti-Pendisteu zu deu höheren Schulen der Hauptstadt und die Verleihuug von Orden an einige Mitglieder der Nationalversammlung haben sich als fruchtlos erwiesen und die Samioten wollen vom nenen Fürsten auch nichts mehr wissen und bereiten ihm in der Ausübung seiner Befugnisse alle möglichen Schwierigkeiten. Die türkische Negierung hat infolgedessen die Absendung der Orden an die ob-erwähnten Mitglieder der Nationalversammlung bisher unterlassen,. Tagesneuigleiten. — (Ein seltsamer Fall von Selbst-Hypnose) hat sich in einem Londoner Zahnhospital ereignet. Einer jungen Frau muhten fünf Zähne ausgezogen werden. Der Ar,^t entschied, daß Aethylchlorid zum Einschläfern verwandt werden sollte. Hiebci wird über Mund und Nase des Patienten eine Gmmnikappe gelegt, in die eine geschlossene Kapsel mit Aethylchlorid eingefügt ist, die mittels Druck durch eine Schraube zerbrochen wird und das Aethyl freimacht. Die Schraube wurde angedreht, die Patientin vcrficl nach und nach in einen bewußtlosen Zustand, die fünf Zähne wurden ausgezogen, und die junge Frau erwachte, ohne auch nur das geringste von der Operation gemerkt zu haben. Nachdem die Patientin das Zimmer verlassen hatte und der Apparat für einen anderen Patienten gerichtet werden sollte, entdeckte man. daß die Aethylkapsel durch einen Zufall sich überhaupt nicht geöffnet hatte, das Aethyl also keinerlei Wirkung auf die Patientin hatte ausüben können. Der Vorgang ist nicht anders zu erklären, als baß eine Selbsthyftnose stattgefunden hat. — (Mittel und Gegenmittel,) Vei Hahne-mann, dem Erfinder der Homöopathie, fuhr eines Tages ein reicher Engländer vor, um ihn wegen eines Leidens um Rat zu fragen. Hahnemann hörte aufmerksam die Darlegungen seines Patienten, nahm dann ein Fläschchen, cnt^ korkte es und hielt es dem Lord unter die Nase. „Da, riechen Sie!" Der Engländer tat, wie ihm geheißen, und war nicht wenig erstaunt, als ihm Hahnemann kurz sagte: „Gut, Sie sind geheilt." Er faßte sich aber und fragte: „Nas bin ich schuldig?" — „Tausend Franken." lautete die Antwort des berühmten Mediziners. Der Engländer zog wortlos eine Tausendfranken - Note aus seiner Tasche und hielt sie Hahnemann unter die Nase, „Da. riechen Sie ... gut. Sie sind bezahlt." Und mit diesen Worten verließ er das Zimmer. — (Sonderbare Hochzeitsgcschenle in England.) Ein in der Londoner Gesellschaft bekannter Dichter empfing zu seiner Hochzeit von seinem Nebenbuhler ein Album mit einer Sammlung aller schlechten Kritiken, die seine Werke je bekommen hatten, und einem beliebten Künstler wurde aus ähnlichem Anlaß eine Anzahl von Glementarwerken zum Selbstunterricht im Zeichnen und Malen überreicht. Einem gebrechlichen, achtzigjährigen Mann, der eine etwas leichtlebige Frau von 30 Jahren heimführte, sandten seine Nachbarn als Hochzeitsgeschenl einen großen Messingkäfig, um ..den Flug eines unbeständigen junge» Weibes zu verhindern, das einen vom Alter gebeugten Narren wegen seines Geldes geheiratet hat". Gin zärtlicher Schwiegervater schrieb an seinen Schwiegersohn, einen Arzt in Hastings: „Ich will meine Einwilligung zu Ihrer Verheiratung mit meiner Tochter geben unter der Bedingung, daß Sie als Hochzeitsgeschenk — meine Frau in Kauf nehmen. Als Gattin hat sie sich nicht bewährt, als Schwiegermutter ist das wenigstens noch nicht sicher. Jedenfalls kann ich es mit ihr nicht länger aushalten, und da sie mit ihrer Tochter zu leben wünscht, schiäe ich sie Ihnen mit dem nächsten Zug." — Die Dame kam auch an und hat sich seitdem von dem jungen Paar nicht trennen können. — Ein reicher Erbonkel schickte seinem Neffen, der auf ein splendides HochzeitZgeschent gerechnet hatte, seinen „treuen, alten Diener" als ganz besonders wertvolle Gabe ins Haus. Der Diener war taub und faul. und sein Herr hatte ihn los sein wollen, um ihm leine Pension mehr aus seiner eigenen Tasche zahlen zu müssen. Das glückliche Pärchen konnte aber die Annahme dieses Geschenks nicht verweigern, um sich nicht die Aussicht auf eine Erbschaft zn zerstören. — (Der Herr Vizelonsul.) Aus Paris wird berichtet: Der eben von einer Reise nach der Insel Elba zurückgelehrte französische Dichter Eatulle Mcndc-s erzählte seinen Freunden ein höchst amüsantes Abenteuer. Er hatte den französischen Konsul in Porto-Ferrajo von seiner Ankunft verständigt, fand aber bei seiner Landung zwar nicht den Konsul, dagegen eine endlose Schar von Bettlern, Mit knapper Not flüchtete die Reisegesellschaft sich vor diesen ins Hotel. Tagsdarauf empfing sie den Besuch einer nichts weniger als elegant gekleideten und noch viel weniger wohlriechenden Persönlichkeit, der Catulle Mendös bereits ein kleines Geldstück in die Hand drücken wollte. Der Besucher den zwei Tagcn mehrere Heiratsangcbote bekoiu^ men und dankend abgelehnt nnd wollte jetzt möglichst unbemerkt seinen Platz gewinnen. Vergebens! Er wurde gestellt- man überschüttete den sehr ernst Dreinschauenden mit fragen, die er alle unbeantwortet ließ, um sich mit einer Meldnng an den Kapitän zu wenden. Der schüttelte bedenklich den Kopf, gab aber dann nach wenigen geflüsterten Worten dem Arzl die Genehmigung zu sprechen. „Ich hoffe," sagte der noch junge Main, in sehr ernstem Tone, „daß die Liebesgabe der Herrschaften dem Wunsch der Geber gemäß wird verwendet werden können. Zinn Leben ist der Verunglückte zurückgebracht, noch aber nicht znm Bewußtsein. Alles, was er erleben mußte, hat dem Mann ein schweres Nervenfieber zngezogen- in Fieberparorysnlen hat er die unselige Tat verübt. Was meine Kunst und sorgsamste Pflege können, das soll sicher geschehen, den Mann am Leben zu erhalten." Ein Murmeln gx'v^'n dafür!" Dreizehn Trümpfe. Erzählung von Carl Mnusmann. Berechtigte Übersehung aus dem Dänischen von Bernhard Mann. (4. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) Zweites Kapitel. Frau Werner war nach dein Witwensitz hinübergezogen, um alles für den Tag bereit zu halten, an dein Holger den Gntshof verlassen mnßte. Es war seit dem Tode des alten Besitzers ein halbes Jahr verflossen, und noch war keine Veränderung in der Lebensweise des jnngen Sonderlings eingetreten. Seine Mutter hatte vergebens verslicht, ihn für die heiratsfähigen Töchter der Umgegend zu interessieren. Zum erstenmal seit vielen Jahren hatte auf Frydenlnnd ein Ballfest stattgefunden, der iunge Herr hatte sich aber den ganzen Abend beim Tanzen nicht sehen lassen und war von sei-nen Karten nicht fortzubringen gewesen, nnd da die ganze Umgegend die Bestimmungen des Testaments kannte, hatte dieses Fest Veranlassung zu allerlei unliebsamen Klatschereien gegeben, weshalb Frau Werner das Erperiment nicht wiederholte. Keins der jnngen Mädchen durfte es der gegenseitigen Sticheleien wegen wagen, zum zweitenmal einen solchen „Fischerinnenball", wie ein Witzbold das eigenartige Fest nannte, zu besuchen. Übrigens war es anf dem Nitwensitze ganz gemütlich geworden. Dieser bestand alls einer Villa mit etwas Ackerland nnd Platz für ein Gespann Pferde lind einen Wagen. Das Gebäude lag nur zehn Minuten von dein Hofe am Fnße einer waldbekränzten Anhöhe, und hinter ihm zog sich ein herrlicher großer Garten mit einem fischreichen Teich hin. auf dem lallt schnatternde Enten lnstig Zwischen dem dichten Grün umherschwammen lind die wilden Nosen in üppigen Mengen über die Veranda hingen, während das Unkrant fußhoch in den Steigen wNllM-te. Der Garten war in dx'n letzten Jahren vollständig vernachlässigt worden. Jetzt wurden die Gänge abgesteckt lind mit Kies beschüttet, Beete angelegt und die Wirtschaftsgebäude ueu gestricheu uud geputzt. Hans Voß wohnte nach wie vor auf Frvden-lnnd lilit dem iliugen Werner zusammen. Er ging jeden Tag nach dem Witwensitz hinüber nnd be richtete. Es war immer dasselbe, denn das Leben auf dem Gutshofe ging so regelmäßig wie ein Uhrwerk. Übrigens hatte er Frau Werner mitgeteilt, daß er nach Ablauf des Terminjahres nach Kopenhagen znrückkehren würde, da er ia dann überflüssig sei nnd sich anßerstande sehe, bei Holger irgend eine Veränderung zum Besseren hervorzubringen. Frau Werner suchte ihn zu halten. Sie fürchtete, daß die Eigentümlichkeiten des Sohnes sich noch weiter entwickeln würden, wenn man ihn ganz allein ließe, ja, daß sie zu einer Art Geisteskrankheit umschlagen könnten. Hans Voß blieb aber bei seinem EntMuß, hauptsächlich wohl, weil er sich laugweilte und sich nach der Hauptstadt zurück sehnte, wo er al« Jourualist und Schriftsteller ein weit angenehmeres Leben mit kleinen Einnahmen und vielen Vergnügungen führte. So ging die Zeit ihren einförmigen Gang, nnd Ulan näherte sich dem Sommer. Die Junisonne strahlte über Frydenlunds Feldern und Wiesen, die Vöglein sangen im Walde und in den Gebüschen, die Natur lockte alle in ihren frischen Schoß. Holger Werner widerstand aber der Versuchung und begriff nicht, wie die Leute sich dranßen in einer solchen Wärme bewegen mochten. (Fortsetzung folgt.) Laibachcr Zeitung Nr. 249. 2311 29. Ottober 1907. wehrte diese Gebärde ab und sagte: „Ich bin der Vize-lonsul von Frankreich." — „Ah?" — „Ich bin aber auch Möbelpacker." — „Schön, aber wo ist der Konsul?" — »Er geht seit seinem Unfälle nicht mehr aus." — „So?" „Ich habe ihn mit meinem Wagen überfahren." — «Er ist also noch nicht geheilt? Ist das schon lange her?" ^- „So etwa 26 Jahre ... Ich stehe aber dem illustrissimi Signori zur Verfügung ..." — „Da werden Sie uns also die Erinnerungen an den Aufenthalt Napoleons zeigen." — „Napoleon? . . . Kenne ich nicht, werde Ihnen aber doch dienen können . . ." Und der Vizelonsul Frankreichs, ein Italiener, zog den Vädeter aus der Tasche! Lolal- und Provinzial-Nachrichten. Bilderausstcllung slovenischcr Künstler. Ueber die slovenische Kunstausstellung in Trieft brachte die „Triester Zeitung" unlängst folgende Besprechung: Im „Narodni Dom" wurde am 19. d. M. eine Ausstellung eröffnet. Als wesentliches Moment wurde hiebei betont, dah die ausstellenden Künstler ausschließlich Slovenen seien. Eine enge Begrenzung, wie sie noch nicht zur Durchführung gelangte, da bisher die südslavischcn Künstler gemeinsam aufzutreten pflegten. Schon in letzteren Fällen mußten die Kroaten mit einigen geradezu typischen Meistern stark in den Vordergrund treten und bei allgemein slavischen oder gar internationalen Ausstellungen war es dann um so schwieriger, speziell über die künstlerische Vetätigung der Slovenen sich ein abgegrenztes Urteil zu bilden. Von diesem Standpunkte aus bietet also die gegenwärtige Ausstellung spezielles Interesse. Die Absicht, der Ausstellung ein national kennzeichnendes Merkmal aufzudrücken, beherrschte aber nicht das veranstaltende Komitee allein, sondern auch die ausstellenden Künstler selbst. Der 119 Nummern umfassende Katalog trennt nämlich die Bilder in zwei Gruppen, solche von Mitgliedern des Slovenischen Künstler-llubs „Sava" und solche einzelstehender Künstler. Dein Besucher der Ausstellung werden denn auch die 38 Bilder der genannten Künstlervereinigung auffallen. Der Sitz dieses slovcnischen Künstlcrllubs ist in Vischoflacl. Aus Qberkrain stammen auch die meisten, wenn nicht alle künstlerischen Motive der ausgestellten Bilder. Das gemeinsame Merkmal derselben ist aber lein inneres, in irgend einer Idee begründetes; auch die äußere Technik ist nicht eine ausgesprochene, charakteristische. Eine Ausnahme bildet nur Ivan Grohar. Von dessen sechs Bildern ist Nr. 1, „Der Sämann", als ein hervorragendes Kunstwerk ganz besonders beachtenswert. Seine Maltechnit tritt hier am entschiedensten zutage. Das Auflösen eines Farbentones in einzelne gelbe, rote, blaue Punkte erinnert lebhaft an Segantini; aber es werden daraus nicht die unvergleichlichen durchsichtigen Lüfte und die reinen satten Farben des Oberengadin. sondern ein Nebelschleier umhüllt bei Grohar die ganze Landschaft und erst bei längerem Zusehen treten die Konturen klarer hervor, ganz wie es uns bei Nebelwetter auch in der Wirklichkeit ergehl. Dieses Eindringen des Auges schafft einen echten künstlerischen Genuß, der durch die lebendige Bewegung des dahinschreitenden Sämanns noch seltsam erhöht wird. Außer Grohar gehören dem Klub „Sava" noch fünf Namen der Aussteller an. Als gute Bilder möchte ich von Richard I a k o p i,' Nr. 7. „Winter", von Matthias Iama Nr. 16 „Im Garten", von Matthäus Sternen Nr. 25 „Landschaft", von Rosa Klein Nr. 22 „In der Sommcrsonne" hervorheben. Immer die blassen, häufig mit Weiß getönten Farben, wie sich's der ganze Klub zum Prinzip zu nehmen scheint, durchwegs Landschaften wie aus einer Welt. wo nicht unsere liebe, lachende, wärmende Sonne strahlt, sondern ein kaltes Licht durch fröstelnden Nebel blinkt. Dieses Eharaltcristilum tritt mehr Zurück, wenn es sich nicht um Landschaftöbilbcr handelt, Wie in der etwas schülerhaft geratenen „Tänzerin" (Nr. 23), noch mehr bei dem Genrebild Nr. 32 ..Langweilige Arbeit" von Peter 5 mitel. der sich hier als trefflicher Zeichner erweist. Sein Studienlopf „Der Alte" ist sehr sprechend und auch wieder von der gesuchten nebelhaften Färbung ! seiner Genossen. Nur Ialopi," schwelgt auch in grausamen Farbenorgien, die man gemeiniglich, wenn ein anderes treffendes Wort fehlt, mit „Sezession" bezeichnet, womit man schließlich heutzutage auch alles Stillose abtut. Nr. 11 „Am Klaviere" verdient übrigens eine aufmerksame Beachtung, Was nun außerhalb dieser interessanten Künstlervereinigung fteht, ist weder einheitlich noch gleichwertig. Von Münchner Jugend-Kunst bis zu sorgfältig und streng schulmäßig gemalten Fruchtstückcn, von ernst durchdachten, tünstlerisch-empfundenen landschaftlichen Motiven voll reizender Farben-esfelte bis zu mehr weniger gelungenen Einbrüchen in das Geisterreich Böcklins, und noch manch anderer Versuch findet 'lch hier. Das bunteste Durcheinander. Einen tüchtig schaf-senden zielbewußten jungen Maler hebe ich hier zunächst hervor. R. Marin. Seine Motivcnauelle sind fast aus-^ließlich die Vocche bi Cattaro. Sein „Frühsommer", . 63, ist eine durchaus ernst zu nehmende Arbeit, viel-I^cht wahrer als genügend harmonisch, um ein vollendetes KunstnxlZ zu sein. aber in jedem Detail so trefflich, daß man das Bild wohl lieb gewinnt. Aber auch die anderen Orte der herrlichen Vocche, bald im Morgen- bald im Abendlichte gemalt, fesseln uns. Eine treffliche Farbenstudie ist auch sein „Unterlrainer Wald". Nr. 57. Auch ein Bild der Sanitü (Trieft), Nr. 61, sei erwähnt. Uebrigens zeigt ein Studienkopf von Marin, daß er auch auf diesem Kunst' gebiete tüchtig studiert hat. Drei Bilder von Josef Germ (Nr. 39. 40 und 41). welcher Zeichenlehrer in Rudolfswert ist, sind beachtenswerte Arbeiten, speziell „Siesta", einen Mönch darstellend, der einen ganz jungen Hund auf dem Arme hält. „Im Gebet" ist ein hübscher Kopf eines alten Mannes von russischem Typus. Das dritte Bild stellt einen der Weihenfelser Seen dar. Von Prof. Anton Gwaiz (Görz) müssen ..Stilleben". Nr. 50. „Schmiede". Nr. 52 und ein Kinderporträt. Nr. 48, als wertvolle Leistungen gerühmt werden. Zu nennenswerten Ausstellungsobjekten zählen alle Werte des Geschwisterpaares Kantet. Hen-riette Mantel, welche an der Münchener Akademie studiert, hat eine Attstudie in Oel gemalt und drei andere als Zeichnung ausgestellt. Ihre Tänzerin. Nr. 79. ist mit Glück konzipiert, überraschend frei in der Bewegung, kräftig und sicher gemalt. Ihre Stilleben werden jeden Freund dieser Kunst erfreuen. Sa.^a Hantel, welcher als Zeichenlehrer am kroatischen Gymnasium in Pisino wirkt, hat verschiedene Bilder, so aus der Gegend von Capodistria. Oberlrain u. a, gebracht, die er bescheiden „Studien" nennt, die aber doch mehr sind. Von Hugo Viktor ist neben einigen tüchtigen Zeichnungen, Radierungen ?c. ein Knabenlopf. Nr. 101, hervorzuheben, dessen Lebenswahrheit und schlichte Auffassung jedem Kunstkenner auffällt. Von Fr. Globo6-n i l seien die zwei Karsignomen Nr. 42 und 43 als künstlerisch gut gedacht und flott gezeichnet besonders genannt. Mrlita R o i. i 6 hat verschiedene Aquarelle, Milan Klein e n <-i 5 zwei Bilder aus dem Wippachtale, Ivan Za-bota verschiedene Studien ausgestellt. Von letzterem ist Nr. 111 entschieden die beste Arbeit. Schließlich seien noch vier Skulpturen erwähnt, die drei Arbeiten eines fertigen genialen Künstlers, Ivan Zajec (ein Iaftcmerpaar und eine Acgypterin als Lampenträgerin) und ein im Bade sitzender Knabe von Ivan M a r 6 e l j a . einem jungen viel versprechenden Triester. H. II. Eine Bergfahrt in den Steiner Alpen. Von A. «. (Schluß.) Nun betreten wir harzduftenden Nadelwald. Kecke Son nenstrahlen blicken vereinzelt durch das dichte Walddach und machen die leise schwankenden Farrenwedel unter ihrem Kusse golbiggrün aufleuchten. Ueberall Dännnerfriede . . , Eine Tafel weist uns zur Predasselklamm. Ueber einen Knittelsteig kommt man zur Naturbrücke. Ein Felsblock, bor Zeiten herabgeschleudert von den Höhen, liegt einge klemmt zwischen den beiden Ufern der Klamm und bildet, durch Menschenhände dementsprechend hergerichtet, eine natürliche Brücke. Tief unten, zwischen glattausgewaschencn Felswänden schäumt der Feistrihbach — wieder ein Zeugnis der unermüdlichen Tätigkeit der wilden Naturlraft. Weiter untcn sammelt sie sich abermals in einem Tümpel, um von dort, einen kleinen Wasserfall bildend, ihren Weg fortzusetzen, Allerdings muß man sich den Weg dahin durch Dickicht bahnen, und es wäre sicherlich angebracht, einmal an die Herstellung eines gangbaren Steges da hinunter zu schreiten. Den gekommenen Weg müssen wir wieder aufwärts steigen, und prächtig geht es sich im Dämmer des Tannes. In Kürze stehen wir wieder auf einer Brücke; tief darunter liegt das Bett der Nela, die. von Norden kommend, der weiter unten fließenden Feistritz in die Arme eilt. Das Tal „Vela dolina" bringt den Touristen in den östlichen Teil der Steiner Alpen; die Ojstrica und die Planjava werben von hier aus bestiegen. Doch die Zeit drängt, wir müssen vorwärts. Nach kurzem Gehen erblicken wir bor uns eine Um-zäumung; ein kleiner, sorgfältig gepflegter Forstgarten ist es — in Reih' und Glied paradieren die zarten Väumchen — ein merkwürdiger Anblick in dieser rauhen Gegend. Eine Lichtung tut sich auf und bringt in das düstere Walbbilb eine wohltuende Abwechslung. Mitten darin erhebt sich ein kleines, idyllisch gelegenes Iagdhäuschen und daneben ein zweites kleines rotes Gebäude, das den hochllingenden Namen „Putzpulverfabril" führi. Auf dem üppigen Almboden weiden Kühe und ihr Gebimmel klingt uns noch weit nach. Alte, knorrige Vaumriesen stehen zu beiden Seiten des Weges; von untcn her vernimmt man manchmal das Rauschen des leck dahinstürmenden Feistritzbaches. Immer tiefer geht es, und bald sind wir wieber neben dem Bache, der uns von nun an bis Stein ein treuer Begleiter bleibt. Spät am Nachmittage ist es bereits. Manchmal blicken auf das Bild dic versteckten Häupter der gewaltigen Fels-kette mit dem leuchtenden Himmelblau zu einem verschmelzend. Im Vordergründe aber stehen hell-silbergraue Kalt-felscu, denen das schwarzgriine Walbgrün günstige Schattierungen schafft. Wie ein duftiger Schleier legt sich der aus dem Bache steigende Nebel über das Tal. Sanft empor« steigend, erreichen wir die auf der Anhöhe gelegene Kapelle vor dem Dorfe Stahovica. Ein gar malerisches Objekt bildet diese verwitterte Kapelle mit ihrem prächtigen Hintergrunde und nicht nur ein cinzigesmal begegnete ich hier Kunstdünger, die mit Farben das festzuhalten suchten, was das Auge trunken macht. Nasch ist Ober-Strcmje erreicht. Ein kurzer Gruß der Touristenschenle „Zum Karl" und dann an der Straße nach Steil;. An der Kirche von Ober-Stranje vorüber, deren Turm nach italienischem Muster vom Gotteshause getrennt dasteht, kommen wir zur weißen, unendlich lang scheinenden Mauer der Pulverfabrik. Dabei hat sich das Tal in undurchdringliches Dunkel gehüllt; nach dreivicrtelstündigcm Gehen sind wir in Stein. Endlich ist der Bahnhof erreicht — die höchste Zeit war es. Schon poltert mit uns der Zug träge durch die Ebene, der Metropole entgegen. — (Das Befinden des Kaisers.) Die Korrespondenz Wilhelm berichtet: Die Besserung im Befinden Seiner Majestät des Kaisers macht derartige Fortschritte, daß sich der Monarch nunmehr auf dem Wege zur vollständigen Wiedergenesung befindet. Alle beunruhigenden Erscheinungen, auch der Husten, sind ganz beseitigt. Der Kräftezustand hebt sich, Appetit und Stimmung sind andauernd sehr gut. In wenigen Tagen wird der Monarch die gewohnte Lebensweise wieder aufnehmen können. — (Vom Mittelschuldienste.) Man telegraphiert uns aus Wien: Seine Majestät der Kaiser hat den Professor am II. Staatsgymnasium in Laibach Herrn Dr. Laurenz Po 5 ar zum Direktor des I. Staatsgymna-siums in Laibach ernannt, weiters dem Professor am I. Staatsgymnasium in Laibach Herrn Alfons Paulin den Titel eines Schulrates verliehen. — (Spende n.) Der Reichsratsabgeordnete der Stadt Laibach Herr Ivan Hribar hat einen Teil seiner Ab-geordnetendiäten zu wohltätigen Zwecken gewidmet, und zwar 600 Iv für den Studenten-Unterstützungsverein „Ra-dogoj", 400 X für arme Laibacher Bürger und 200 X zu Erziehungszwccken. — (Belobende Anerkennung.) Das l. u. l. 3. Korpslommando hat die belobende Anerkennung ausgesprochen: Den Oberleutnanten: Josef S ch i e st l des Infanterieregiments Nr. 97. Paul Kirchner des Feld-jägerbataillons Nr. 11. Eugen Vulyovszky von Gyulafalva des Divisionsartilleriercgimenis ?5r. 7. allen dreien für ihre besonders ersprießliche Truvpenbienst-leistung und die hiebei erzielten sehr günstigen Resultate; dem Oberleutnant Karl Nemetschke des Divisions artilleriercgiments Nr. 7 für seine vierjährigen vorzüglichen Dienstleistungen als Regimentsadjutant; den Hauptmann-rechnungsfllhrern 2. Klasse Anton Schmidt und Johann Iarmer des Infanterieregiments Nr. 97 in Würdigung ihrer vorzüglichen Dienstleistung als Vorstände der Rechnungslanzlei, ersterem beim Regimentsstabc, letzterem beim Ersatzbaiaillonskader; den Militärrechnungsoffizialen erster Klasse Gustav K önig vom Stande der Intendanz des 3. Korps und Lulas Pestator vom Stande der Intendanz der 28. Infanterietruppendivision in Laibach, erstcrem für seine achtjährige, besonders zufriedenstellende und sehr ersprießliche Dienstleistung bei der Rechnungsgruppe der Korpsintendanz, letzterem für vieljährige, durch unermüdlichen Fleiß und seltenen Eifer hervorragende und vom besten Erfolge begleitete Dienstleistung als Revident bei der genannten Intendanz. Welters hat das Landwehrtom-mando dem Oberleutnant Anton Schenk des Landwehr-infanterieregimenis Klagenfurt Nr. 4 für seinen während einer 13jährigen Subalternoffizicrsdicnstzeit in verschiedenen Verwendungen betätigten und stets von sehr gutem Erfolge begleiteten Pflichteifer, namentlich für die als Kommandant der Maschinengewehrabteilung des Regiments bei Aufstellung derselben erwiesene sehr erfolgreiche Mitwirkung im Namen des Allerhöchsten Dienstes die belobende Anerkennung ausgesprochen. — (S t eu e rzu fr i st u n g.) Zum Zwecke der Geschäft sverein fachung und zur Entlastung der k. l. Finanz-direltion von einigen minder wichtigen Geschäftsagenden wurde den Steuerbehörden erster Instanz bis auf wcitereF das Recht eingeräumt, einzelnen Parteien über begründete Ansuchen in berücksichtigungswürdigen Fällen eine Zn-fristung. bezw. die ratenweise Einbringung rückständiger direkter Steuern zu bewilligen, wenn die zur Tilgung des höchstens aus dem Vorjahre und höchstens mit 200 X aus-haftenben Gesamtbetrages an direkter Steuerschuldigkeit in Aussicht geuommcne Frist den Zeitraum von sechs Monaten vom Zeitpunkte der Bewilligung an nicht übersteigt oder wenn ein nicht über die Dauer von vierzehn Tagen zuzu-fristcndcr Steuerriickstand — gleichviel welchen Alters — den Betrag von 1000 X nicht übersteigt. Diese Kompetenz-crweiterung ist bereits in Wirksamkeit getreten. * (Aus der Diözese.) Der Herr k. t. Landes-Präsident im Herzogtume Kram hat die unter dem Allerhöchsten Patronate des Landesfürsten stehende Pfarre in Laibacher Zeitung Nr. 249. 2312 29. Okwder 1^'.'. Slavina, politischer Bezirk Adelsberg, dem Pfarrer in Hillichgraz, Herrn Josef Laznik, präsentiert. — Der Pfarrer in Stockendorf, politischer Bezirk Tschernembl, Herr Wilhelm Gasperin, wurde über eigenes Ansuchen we-«-en Dienstesuntauglichleit in den bleibenden Ruhestand ver-ftht. —r. — (Lc h r be sä h ig u n gs p r ü fu ng e n,) Am 4. November nehmen vor der hiesigen l. l. Prüfungskommission für allgemeine Volt-- und für Bürgerschulen die Lehr-befähigungsprüfungcn ihren Anfang. Hiezu haben sich, wie man uns mitteilt, 100 Kandidaten und Kandidatinnen, unter ihnen 11 für Bürgerschulen gemeldet. Es ist dies die höchste Zahl, die bisher bei der hierländischen Prüfungskommission zu irgendeinem Prüfungstermine erreicht wurde. * (Aus dem Volksschuldienste.) Der t. l Bezirksschulrat in Krainburg hat cin Stelle des lrankheitZ-halber beurlaubten Lehrers Herrn Julius Alis die ge^ prüfte Lehramtskandidotin Fräulein Johanna Valen 5 i 5 zur Supplentin an der Volksschule in Bischoflack und an Stelle der krankheitshalber beurlaubten Lehrerin Fräulein Julie Iaklic- die absolvierte Lehramtslandidatin Fräulein Karolina Zupanoi? zur Supplentin an der ein» llassigen Volksschule in Fehnitz ernannt. —r. — (Vortrag.) Heute abend 8 Uhr hält Herr Dr. O. Hegemann im evangelischen Gemeindesaale, Maria-Theresia-Strahe Nr. 9, ebenerdig, einen Vortrag über „Wbrecht Dürer". Gintritt frei. — (I. Hau s b es i tz e r v e r e i n in L a i b a ch,) Um 29. September tagte in Prag eine Delegiertenversamm-lung der organisierten HauZbesitzcrschaft Böhmens. Mährens, Schlesiens und N'icderösterreichs zwecks Beratung der Lage im Hinblick auf die zu gewärtigende Vorlage des neuen Gebäudesteuer-Gesetzentwurfes. Ohne Rücksicht auf Nationalität und politische Parteirichtung wurde einmütig von sämtlichen Delegierten anerkannt, das; die Durchführung dieser Gebäudesteuerreform leinen längeren Aufschub vertrage, sowohl in Rücksicht auf die Interessen des Hausbesitzers selbst, nicht minder auch in Rücksicht auf die Interessen der Wohnungsmieter, der Herbeischaffung gesunder und billiger Wohnungen zum öffentlichen Vollswohlc, endlich der Beseitigung der im Baugewerbe bestehenden Krise, welche unzweifelhaft ihren Hauptgrund in der hohen Besteuerung des Hausbcsitzes hat. Diese Delegiertenversamm-lung faßte einstimmig den Beschluß, daß mit Rücksicht der bevorstehenden Steuerreformvorlage alle bestehenden Hausbesiherbeveine sich zu einer Gesamtreichsorganisation der Hausbesitzerschaft vereinigen sollen. Zur Durchführung der Resolution und Zwecks Betreibung der Gebäudcsteue» Vorlage wurde für Montag, den 28., und Dienstag, den 29. d. M. eine Delegiertenversammlung nach Wien einberufen, worin insbesondere die Vorlage der Gebaudcsteuer-reform durch persönliche Intervention gefördert werden soll. Auch die Frage der Sanierung der Landesfinanzen soll in das Arbeitsprogramm aufgenommen werden. Der I. HauZ-besitzerverein in Laibach wird durch seinen Obmann, .Herrn Dr. V. Gregori 5 , an diesem Delegiertentage vertreten, I. ?. — (Der heurige Hauptrapport für die Re serve gag i ste n) wird Montag, den 4. November, vormittags in den Lokalitäten des mililärwissenschaftlichen Vereines (Sternallee, Kasino, zweiter Stock) stattfinden. Der Nachrapport wird am '14. November um 9 Uhr vormittags beim Ergänzungsbezirlstommando Nr. 17 (Am-broöplatz Nr. 7) abgehalten werden. * (Auflösung der k. l. Eisenbahn b au-leitung in Aßling.) Die für die Durchführung des Baues der Linie Birnbaum-Podbrdo errichtete l. l. Eisen-bahnbauleitung in Aßling wirb mit 31. d. M. aufgelöst werden. Das zur gedachten Bauleitung zugehörige Grund einlösungsbureau wird jedoch bis auf weiteres selbständig fortbestehen und als dessen Leiter der Vahnsekreiär Herr Franz Grünwald fungieren. —r. — (Panorama RoXu n.) Der bekannte Photograph Herr Roxun in Litiai beabsichtigt ein Unternehmen ins Leben Zu rufen, das sich zur Aufgabe stellt, das Interesse für die Naturschönheiten Krains, namentlich unserer herrlichen Alpenwelt und der wundervollen Adelsberger Grotte, in den weitesten Kreisen zu fördern. Das neue Panorama, das eigentlich als ein Reise-Panorama gedacht ist, wird in seiner Einrichtung von den beiden in Laibach bestehenden Panoramas einigermaßen abweichen, jedoch auch plastische Bilder von hervorragender Naturschönheit bieten. In unserer Stadt gelangt nur eine Serie zur Ausstellung, die die schönsten Aufnahmen unserer höchsten Alpcnspitzen, so der Ojstrica, der Planjava, des Grintavec. der Golica, des Triglav, des Mangart sowie der Alpenseen, der Schuh-Hütten usw. umfassen wird. Herr Ro5un beabsichtigt sein Panorama in den einzelnen Städten Krains vorzuweisen, worauf er damit auch außer Landes zu reisen gedenkt, was der Kenntnis unserer Heimat jedenfalls zu großem Vorteile gereichen wird. — (Warnung für die S a v e f l ö ß e r.) Von d«r löuigl. troatischcn Snvebanleitung wurde am Landplatze in Äc^am cmc Warnungstafel folgenden Inhaltes ange- bracht: „Flößer! Es ist verboten, in den Steinbelag der Ufer Pflöcke einzuschlagen. Die bawiderhanbelnden Flöher werben mit einer Strafe von 10 bis 300 Kronen bestraft. Das Floß wird bis zur Beendigung des behördlichen Verfahrens gepfändet." —3— — (Anlage einer Holzriese im Iatna-Waldgebie te.) Der Firma Leykam-Iosefstal wurde die Bewilligung zur Anlage und Benützung einer Holzriese im Iatna-Waldgebiete, Gemeinde St. Crucis. über fremden Grund und Boden auf die Dauer von zwei Jahren behufs Abriesung der heuer dort geschlagerten Hölzer auf die eigene Wiese im Forstorte Glaž.uta erteilt, da jeder andere Transport der Holzstämmc auf dein Iatna-Waldgcbicte als auf der projektierten Riese für die Firma Leylam-Iosefstal mit unverhältnismäßig hohen Kosten verbunden wäre. Der einzige bestehende Weg, der für die Beförderung des Holzes aus dem Iatna-Walde in Betracht käme, ist der von Kladjc über St. Johann nach St. CruciZ führende Gemeindeweg. Während aber auf diesem Wege wegen seiner Länge und insbesondere wegen ber Steigungsverhältnisse in einem Tage mit einem Wagen nur eine Fuhre Holz aus dem Walde geschafft weiden kann. können bei Benützung der projektierten Riese mit einem Wagen täglich bis acht Fuhren Holz auf den Bahnhof in Steinbrück gestellt werden. —.^— "(Errichtung einer Trassiern ngsab-teilung i n R u d ol fZ we rt.) Wie wir erfahren, wird behufs des Dctailftrojeltes für die Eisenbahnlinie von Nu-dolfswcrt über Mottling an die kroatische Grenze mit einer Abzweigung von Mottling nach Tschernembl, mit der Wirksamkeit vom 1. November, eine l. t. Trassierungsabteilung in Nudolfswcrt errichtet werden, als deren Vorstand der Oberinspektor der l. l. österreichischen Staatsbahnen Herr Theodor Opitz ernannt wurde, —r. " (Sanitäres.) Nie man uns mitteilt, sind in der Ortschaft Dravlje ein 13jähriger Besitzerssohn, in der Ortschaft Vizovil ein 17jähriger Schusterlehrling und eine ebenso alte Besiherstochter und in der Ortschaft Bri^c, Gemeinde Villichgraz, Politischer Bezirk Laibach Umgebung, eine 20 Jahre alte Vesitzcrstochter an Typhus erkrankt. Alle vier wurden in baZ hiesige Landesspital zur ärztlichen Behandlung übergeben. Ferner sind in der Ortschaft Groß-Slatenegg, Gemeinde St, Michael-Stopi<"e, Politischer Bezirk Nudolfsivert. drei Personen und in der Ortschaft Eibenschuß .Gemeinde Rakel, politischer Bezirk Loitsch, zwei Personen an Typhus erkrankt. — Behufs Hintanhaltung der Weitcrverbrcitung 5er Krankheit wurden die sanitäts-polizeilichen Vorkehrungen getroffen. —r. * (Selbstmordversuch.) Zu dieser gestern gebrachten Notiz teilen wir noch mit. baß sich Poga^ar die Schnittwunde auf dem Dachboden mit einem Rasiermesser beibrachte und das Vlnt in eine Schüssel rinnen ließ. Als er bemerkte, daß ihn die Kräfte verließen, schleppte er sich in die im Parterre gelegene Wohnung. Die Schnittwunde wurde vernäht, worauf sich eine kleine Besserung zeigte. " (R au chf angfeu er.) Gestern um 3 Uhr nachmittags entstand im Hause Roger am AmbroXplahe ein Rauchfangfcuer, das aber durch den herbeigceiltcn Spenglermeister Aitnil sowie durch die Hausbewohner rasch gelöscht wurde. Der durch einen SicherheitZwachmann avisierte Feuerwehr- und Rettungsverein brauchte nicht in Altion zu treten. — (Slovenisches Zc i t u n g s w e sen.) Wie wir ber vom l. l. Postzeitungsamte publizierten Zeitungsliste für bas Jahr 1907 entnehmen, beläuft sich die Zahl der zur Zeit erscheinenden slovenischcn Zeitungen und Zeitschriften auf 69, darunter fünf Tagesblätter, von dcncn drei in Oesterreich und zwei in Nordamerika ersÄMncn, " (Koll au bie ru n g < n.) Ueber Ansuchen bes l, l. Bezirksschulrates in Gottschee findet am 9. November um halb 11 Uhr vormittags die Kollandicrung des Schulhauscs in Masern und am selben Tage nm 1 Uhr nachmittags die Kollaudierung des Schulhauses in Göttenitz durch einen Staatstechniler ber l. l. Landesregierung für Krain statt. -,-. — (Zu Tode gcsteinig t.) Am 27. b. M. gegen 6'/. Uhr abends wurde in St. Leonhard, Gemeinde Do-brunje, ber Knecht Johann /^gajnar von den Arbeitern Jakob (?rne, Jakob Pivt und Franz ZupanÄ^ derart mißhandelt unb mit Steinen beworfen, baß er tagsdarauf starb, ('rne stellte sich selbst dem Gerichte; die beiden anderen Täter sind flüchtig, -—!. " (Selbstmord.) In ber Ortschaft Hvica bei Dobrava brachte sich vorgestern der Besitzer Franz Dolinar in selbstmörderischer Absicht eine Schnittwunde am Halse bei. Er würbe ins Krankenhaus nach Laibach überführt. Das Motiv der Tat ist unbekannt. " (Durch den Hunb gerettet.) Ein an ber Maria-Theresia-Straße wohnhafter Beamter pflegte des Nachts seinen Hund ins Nett zu nehmen. Diesertage nachts erwachte der Beamte infolge Knurrens seines Hundes und sah, da im Zimmer das Nachtlicht brannte, vor seinein Bette einen großen, unbekannten Mann stehen, Er sprang auf und gebot dem Manne, das Zimmer zu verlassen, worauf sich der Eindringling flüchtete. So war der Herr durch den wachsamen Hund vor Schaden bewahrt worden. Wie der Fremdling ins Haus gekommen war, konnte noch nicht ermittelt werben. — (Lc ichc nfu nd.) Am 27. d. M. wurde vom Besitzer und Schuhmacher Franz Hafner in Iežica bei Laibach hinter dessen Hause eine männliche Leiche aufgefunden, die nach dem Arbeitsbüchlcin als die des Frauz Gubanec aus Vodice erkannt wurde. Die Leiche wurde in die Toten-kammer in IeXica übertragen. —1. " (Ein Ueberfall durch Soldaten.) Als Sonntag abends zwei Friseure auf dem Heimwege von Unter-Ki^la gegen die Stadt begriffen waren, wurden sie ohne jede Veranlassung in, der Nähe des Koliseums von zwei Soldaten bes 27. Infanterieregiments überfallen. Einer der Angreifer zog vom Leder und gebot den Friseuren, vier Schritte von ihm stehen zu bleiben, worauf die Friseure die Flucht ergriffen. Diese wurden von den Soldaten verfolgt, worauf einem Friseur ber Ueberzieher entrissen wurde. — (Verloren) wurde eine Matrosen-Knabenmütze mit der Aufschrift S. M, S, „Erzherzog Karl". Theater, Kunst und Literatur. "* (Deutsche Bühne.) Gestern fanb bei mähig gut besuchtem Theater eine Wiederholung der lustigen Szenen „Wien bei Nacht" mit dem bisherigen Erfolge statt. Der Operette ging der Einakter „Der gemütliche Kommissär" von Georges Courteline voraus. Der Dichter hat sich trotz seiner großen Begabung nicht in die Frontlinie der großen Theatersicgc durchzuringen vermocht, er ist zu selbständig, da er den Erfolg auf sich allein gestellt hat. Sein „gemütlicher Kommissär" ist eine Satire mit robustem Handlnngssinn, ein Zimmermeister der Altion, der zu glücklichen Situationen treibt. Das ist ein Verdienst, das um so bemerkbarer erscl^int, als die Voraussetzung der tollen Szenen eigentlich nicht ganz unbedenklich ist. Der Kommissär ist bie Karikatur eines Polizeibeamten, borniert, brutal, ungerecht, von seiner Unfehlbarkeit und Gemütlichkeit überzeugt. Es werden uns einige Opfer vorgeführt, die alle aufgezählten Eigenschaften des Kommissärs über sich ergehen lassen müssen. Darunter befindet sich eine Dame. die Schutz vor ihrem verrückten Manne sucht. Der gemütliche Kommissär schnauzt die Hilfesuchende mit dem Troste ab. erst zu kommen, wenn der Verrückte gemeingefährlich wirb. Bald hat der Kommissär Gelegenheit, diese Gemeingefährlichkeit selbst kennen zu lernen. Der Verrückte wird verhaftet unb vom Kommissär in gewohnter brutal-alberner Weise cinem Verhöre unterzogen, wobei sie allmählich die Rollen wechseln und der Polizeityrann sieht mit komischem Entsetzen seinen Meister vor sich, der ihn zu Paaren treibt. An den Einaller, der mit derberen Hilfsmitteln arbeitet, darf nicht der Maßstab ber Wahrscheinlichkeit gelegt werben. Derlei will als burleskes Märchen genommen und genossen werden: das ändert aber nichts an der Tatsache, baß auch grobkörnige Theaterheiterleit nützlicher und wertvoller sein kann als die Verlegenheit falscher Sentimentalität. Die Wiedergabe des als Groteske bezeichneten Einakters erzielte große komische Wirkung, die aber noch größer sein dürfte, wenn in ben Eingangsszenen bie Darsteller einschließlich des .Kommissärs nicht allzusehr auf die gemütliche Mithilfe der Souffleuse angewiesen sein werden. Herr Weißmiiller charakterisierte sonst ben Kommissär in seiner naiven Brutalität mit natürlichem gallischem Temperament packend komisch. Die heikle Rolle bes Verrückten gab Herr Maierhofer in wirkungsvoller Maske mit den richtigen, zwischen Wahrheit unb Burleske schwankenden und daher doppelt belustigenden Nuancen. Die Auffassung der Rolle zeugte vom richtigen Verständnis für den Geist der Satire. Beide Herren hatten für warmen Beifall zu danken. In kleineren Rollen machten sich Fräulein Wolfgang. Moran unb Nedl nm den Erfolg verdient. ______ <1. Telegramme des k. k. Telegraphrn-Üorrespondenz-Bureaus Reichsrat. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Wien. 28. Oktober. Zu Beginn der Sitzung gedachte Präsident Weißkirchner der entsetzlichen Katastrophe in Kalabrien und bat das Haus um die Zustimmung, der italienischen Regierung unb dem italienischen Parlamente bie Sympathien und das Beileid auszudrücken. Das Haus erhob sich. In fortgesetzter erster Lesung ber Ausgleichsvorlagen anerkennen die Abg. Urban, Kaiser und Axmann, baß die Regierung ihr möglichstes beim Ausgleich erzielte. Den gewonnenen Errungenschaften liegen jedoch schwere Nachteile gegenüber, namentlich in staatsrechtlicher Hinsicht. Lewicli und Stet'.inßli erklären, die Ruthcnen. bezw. bie polnische Vollspartei können aus politischen unb wirtschaftlichen Gründen nicht für ben Ausgleich stimmen. Graf Sternberg verteidigt den Ausgleich vom österreichischen und czechischen Standpunkt und erklärt, bie Annahme des Ausgleiches sei nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen notwendig, sondern besonbers, um die SoMdenwlratie und die Kartelle wirksam zu bekämpfen. Er warnt die czechiscken Abgeordneten vor einer eigennützigen Postulatenpoliiil. — Nächste Sitzung morgen, Kaioacher Zeiwng Nr. 249. 231^ 29. Oktober IN07. Scrbien. Belgrad, 28. Oktober. Aus amtlicher serbischer Quelle. Die Berichte ausländischer Blätter über die Heranziehung von Truppen und die Einberufung vorzeitig beurlaubter Mannschaften, sowie die Angaben über die vom Kriegsminister getroffenen Anordnungen sind sehr übertrieben, Gegenüber diesen Berichten wird von maßgebender Seite erllärt: Da die Zahl der Gendarmen in Belgrad gering ist, mußte mit Rücksicht auf Ansammlungen und Ruhestörungen des Belgrader Gassenmobs am Tage der Vertagung der SluMna und als Vorsichtsmaßregel gegenüber etwaigen Zwischenfällen anläßlich des gestrigen Meetings die Belgrader Garnison durch Militär aus den benachbarten Garnisonen und durch die Einberufung der Beurlaubten des Belgrader Regiments verstärkt werden. Das Erdbeben in Süditalien. Rom, 28. Oktober. Wie der „Messaggero" meldet, sollen die Ortschaften Ferruzzano, Vrancaleone, San Ilario del Ionio an anderen Stellen in der Nähe des Meeres nahe der jonischen Linie neu aufgebaut werden. Vrancaleone, 28. Oktober. Meldungen aus Fer-'ruzzano zufolge hat sich infolge des neuerlichen Erdstoßes ein Riß in einem Felsen gebildet, wodurch Ansätze Zu einer Bucht gebildet wurden. Man befürchtet den Einsturz des ganzen Festlandstücke.';. Rom. 28. Oktober. Die Königin-Mutter hat 20.000 Lire Zugunsten der durch die Erdbebenkatastrophe in Cala-brien Getroffenen gespendet. Überschwemmungen. Piaccnza, 28. Oktober. Infolge der Regengüsse ist der Pofluß aus den Ufern getreten und hat die tiefer gelegenen Stadtteile von Piacenza sowie die Felder in den Gemeinden Piacenza, San Antonio, Mortizza und Sar-mato überschwemmt. Die Eisenbahnverbindung zwischen Piacenza und Alessandria ist unterbrochen. PiacenZa, 28. Oktober. Ein Teil der unteren Stadt ist überschwemmt. Die Bevölkerung hat sich auf die Dächer der Häuser geflüchtet. Soldaten sind mit den Rettungsarbeiten beschäftigt. Das Wasser steht in manchen Straßen zwei Meter hoch. Der Materialschaden ist groß. Es sind keine Menschenopfer zu beklagen. Der Po steigt noch immer. Fünfhundert Familien sind obdachlos. Die Municipalität sorgt für ihre Unterkunft. Neapel, 28. Oktober. Ein heftiger Regen, der heute vormittag wütete, hat im Weichbilde von Neapel großen Schaden angerichtet. Zahlreiche Paläste sind unter Wasser und viele Bäume entwurzelt. In Portici wurden an den Villen arge Verwüstungen angerichtet. Der Tramwayberlchr in die vesuvianischen Ortschaften ist unterbrochen. In Pozzuoli hat das Meer einen Teil der Stadt unter Wasser gesetzt. München, 28. Oktober. Die im Auslande Verbreitelen Gerüchte über eine Verschlimmerung im Befinden des Königs Otto sind vollkommen unbegründet. London. 28. Oktober. Der „Tribune" wird ans Söul gemeldet, daß der Guerillakrieg trotz der strengen Maßregeln gegen die Aufrührer noch immer andauert. Die bisher ruhig gebliebenen nordöstlichen Provinzen sind gleichfalls in Aufruhr geraten. Petersburg, 28. Oktober. Nach den vorliegenden Meldungen verliefen die gestrigen Abgeordnetenwahlen überall in vollkommener Ruhe. Eine konservative Mehrheit ist gesichert. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. Z -T Ü.Z-L T.U Ansicht Z35L «8 2 U.A. ^29^3 12-S' SO.schwach ! bewölkt ^' 9 U.M. 7288 106 » Regen 29.> 7 U. F.' 728-5 8-5! windstill j fast bewoltt j 12-8 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 11 0°, Noi, male 8 0'. Wettervoraussage für den 29. Oktober für Steiermarl und Kärnten: Trübes Wetter, wie schwache Winde. Temperatur wenig verändert, gleichmäßig anhaltend; für Krain: Meist trübe, zeitweise Niederschläge, Temperatur wenig verändert; für das Küstenland: Trübe, lebhhafte Winde, Tem» peratur wenig verändert, gleichmäßig anhaltend. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtek. ist vielen lediglich infolge von Appetit» und Vcrdauungsschwäche versagt. In solchen Fällen tut Rohitschcr «Tempel» quelle» (ledig oder mit Wein. Kognak, Milch. Fruchtsäften) unzweifelhaft die besten Dienste. (400?) 4—4 ^M-^ hat es ausprobiert und die glänzendsten Zeugnisse «^^^ sprechen dafür, daß Fays echte Sodener Mineral» ^>2l> Pastillen für jeden, der viel sprechen oder singen muß. /^!?A für den Parlamentarier, deu Geistlichen, den Lehrer, ^^D den Schauspieler und deu Sänger uumtbehrlich sind. M^^ Fays echte Sooeucr lassen im regelmäßigen Gebrauch . leine Heiserkeit aufkommen, sie vertreiben jede Indi- sMM sposition, wenn sie aus irgendwelchen Ursachen ein» ^^< getreten ist. Mer's noch nicht ausprobiert hat. soll im ^^ ^ eigensten Interesse eiueu Versuch nicht unterlassen. Fa>)s echte Sodener lauft mau in allen Apotheken, ^^^ Droge«' uud Mineralwasserhandlimgen für l< 1 25 H^2b die Schachtel. (3811) 2—1 Generalrepräsentauz für Österreich Ungarn: M. 3H. Guntzert, HVlen X», Vclghoferstraße 6. IV Hinweis. *W Unsorcr heutigen Nummer (Gesamtauflage) liegt ein Prospekt über Carnegie, das Evangelium des Reioh-tums und andere Zeit- and Streitfragen bei, worauf wir unsere P. T. Leser besonders aufmerksam machen. (4421) V najem se da za novemberski ali februarski termin: 1.) Udobno stanovanje v visokera pritlièju, obstojeèe iz ätirih sob, kuhinje, kopalno sobe in z vsemi drugimi pritikli-naini, ter f 2.) stanovanje v suterenu, ob-Stojeèe iz dveh sob in kuhinje in z drugimi pritiklinami v novo zgrajeni vili, Er-javöeva oesta it. 24. (4448) 3—1 Pojasnila daje pisarna notarja Hudo-vernika v Ljubljana. Filiale der K K. priv. Oesterreichischen Credit- vVlttienltivpital IÜ 120,000.000— Anstalt für Handel nnd Gewerbe in Laibach ReHervefond K 63,000.000- (1713) Kontokorrente. — Kauf und Verkauf von Effekten, Devisen und Valuten. — Safe - Deposits. — Verwaltung von Depots. — Weohselstube. Kurse an der Wiener Börse i> W15 dttto (Iän.-Iuli) per lt«ssc »5V» 8b'<< « 2"/«ö. W. Noten ssebr.-Vlus) p«r K«sse......!?>ü » 2 °/, ö. W. Silber (Npril.Olt.) pLate vertretenen König» reiche »ud Länder. ^!sterr. Voldrenle. stfr., Gold pti ««sie ... 4°^l,4l<„43t> Ofterr. Rente in Kronenw. stfr., 5. pti ltasse. . . 4«/^ 2»»inl!N'3tn«t,sch«ll!> »lifchl»ii«>>t». Hli jabelhlial,!! in G., steuerfrei, zu 10.000 fl. . . . 4°/„ - - — -/<°/°Nv e<ü li!c't5 Eai. llarl Ludwig-lLahn (d«o. Ztücle) Krunen . . 4°> l«ö »^»«,,itt ^>senb«h».sllli»n Klisabeth.«. 20<»fl.llM. b'//< v°n 4uo kronen . . . . 457 5< 4«<» b> °"to «inz.Uudwei« »00 fl. l>"to ^alzbüig-ilrul 200 . . . .»2i'b> 1lU- Vtld üNare zion, 3l»»ll zur lahlnng Lbl,' «>>»»«« Eisenbahn >P»iol«ät»< KbligoNenln. Äühm. weftbahn. ><7 i!» , ltllkbtthbalin «««und»««« V. 4 ab lo°/„......l«4'— nl> - Eliiabethbahn 4«n und 2n<» M , 4^,..........N4 - N5 - ssran, Iofef-Vahn Valizifche Karl Ludwig Unss,^aliz. Vabn «oo fl. V. ö»/,, l0? - ic,» . Vorarlbergsr Vahn Em. :«t<4 sdlv. 3t.) Ollb. 4°/, . . !S5< S7 5> Staatsschuld der Landet der ungarischen Krone. 4",o ung. Voldrentr per Kasse II») »«' l 4^ betto per Ultimo il«-5< llU »<' 4"/« ung. Rente in Kronen- »«Hr. ftfrei per Kafte . , 92 S« l<6 -4-/2 detto per Ultimr »ü »l> «u «,'> 3'/,«/u detto per Kasse, 81 »o »!'?'' Ung. Prämien-Anl. ll 100 sl. , lA'^< >«4 !c detto > bo sl, <«0 ks 134 bv lheih°Ne„,.LoIc 4°/„ . . , ,44 »l> 4 o/o unaar. Vrundentl.-Oblig LL 7b U3'?b 4°/° lroal. u. slav. Grundentl. 0°li„........«<3 2t »4'»t Nudere öffentliche Nnleye». Vosn. iiande«.«nl. (div.) 4°/° l>1'- !2 - Äuin. - hcrccg, ltisenb. ° LanbeV- «lnlehen (dlv.) 4'/,°/» . N«^l l>9 ?.l< 5°/<> Tonau»Re8..Nnlelhe I»?t l<>3 l<»4 - Wiener «erlehrs.Anlcihe 4"/, ui> «l> v« «u detlo 1»«0 4"/, ',)»»> v«»(j «nlehen der Stadt Men . . I0l 4t> ,U2 4! detto (L. od. ».) . ^ 119 ?s <^j ?-detto (1894) . . - > »4?: U57b betto (18V«) , . , !«?-'> «7 7, dcttll (1l»U0) ... »62.' 9?-<ü oetto Inv.-N.) 1««« rü «.', : Bulg, 2tlll»se,senb,-HyP.'«nl, 1ß«g Gold . , . . <>°/o>^e lio «^ Vulg. Otaat«.Ht,pothelar «nl. 188» .....«°>° >i? 3, ,^ tt»' Gelb W,,ro Pfandbriefe,c. Vot>enlr.,allg.üft.inb0I.vl.4',i. sü-il »«75 V»h»,. Hypothelenbanl vcr>. 4°/^ »7 ?c us ?o ^lrütral-Uod.-Kreb.-Bl., öfterr.. 4b I. Verl. 4'/."/° . . , 101« —».. ßcittial'Aod.<«ied.Hl.. »ftcrr., 6b I. Verl. 4°/o . . . , b? t>< 8l» 2»> «rrb..Inft.,öftcrr.,f.Verl..Unt, u.öffcntl.Nib.Kat.^dI.4«/« «5 2i 98 2z Lnüdesb. d, »ön. Galizien und Lodom. b?»/, I. ruclj. 4»/„ 94'5> 8ä'b0 Mähr. Hhpothelenb. verl. 4°/« 9«-10 97'l« «.>östeil.L»nde«.Hyp..Anft.4°/» 9?'- 9«^ detto inN.LO/o Vr. verl. 8'/,^ «8^> 8l» bli detto tt.'Tchuldsch. »eil. 3'/,°/n ««'2° ^9i,.'> dettv verl. 4«/^ S6öl l»? ß<> tsterr.»unssar. Van! 5U jähi. verl, 4°/u 5. W..... 97 8' »»^» detto 4"/„ Kr. . . . . 9»'5«> 9U5» Eparl. I.üst.. SOI. verl. 4°/o lwib IW'ltt, Eisenbahu.Prioritäts-Obligatiunn». ^erdinan>«.Nordb«hn «rni. 1«N> ------- —'- detto «m. 1904------------------ Oslerr. Nllrdmeslb. «00 fl. T. l0L b<1 1^50 Llaatubahn 5N0 Fr..... 4U0 - 4^4 - südbahn o. »«/, Iünner.IuIi b«o Fr. (per Gt.) . . , 2?« 75 »92 ?z 3"bbahn ll 5°/» .... 1,1-1, '22 1l> Diverse Lose «der Stück). 3lrzin»llchl L»s». 3°/c> Äodenlredit.Lysl! «m. lW( iSS'— 274 — dett, 260 5< !verb. Pr«m,.Anl. v.10«Fr.2^/i »? üo IU» ü! A«>elzln,llch» lose. »i)udap..Bllslli!a (Dombllll) 5 fl. 19 ü» L1 üb Kreditlose IUU fl...... 4^0 - 44«'- lllary.iiusc 40 fl. K. Vi. . . i»4-. 1«>>- Osener Lose 40 fl. ... Lll»,'- —- Palffy'Lose 40 fl. lt. M. . . iub ?>l> itw b<, ^uteu Kreuz, üst. Eej, v., 10 fl. 44 50 4« 5> :«otm Kreuz, ung. «Kes. v.< 5 ft. 25 8: 2?>6ü «udolf.üose 10 fl...... ^S— '»'— Ealm.llule 40 fl. K. M. . . 22k'— »3li'- «eld Ware Türl. V..«..«nl. Vräm.'Obll«. 400 Fr. per Nasse . . . lß«-2ü 183 2K dctto per M. . . , 13» 20 184 2< wiener Kom«..L°se U. I. 1874 4i»0 !»>! 4W 5>' Vrw.'Vch.d. 3«/« Prüm..Schuldn. >. Vodenrr..«nst. «km. 1889 kö — ?0-^ »ttieu. Vl»n»pl»lt>ssnttnlt!>»«nnln. «lisstz.Iepl. Vifenb. 5<» fl. . L4LÜ'— 34«^ - . Noldbahn 150 fl. . . 25i — 3«z- ^uschtiehraderElsb.bOCfl. KM, l8za--. 2«40- detto (»t. li.) 200 fl, per Ult. lu«4 - 1^7^ . dona» » Dampfschiffahrt? > «es., 1., l. l. priv,, 500 b-- ^crdi!>and«'Nordb.i»<»0fl.zlW. »2,i0'— »»9o-— ^mb^Ezoru.'Iassy»Eisenbahn» Olirllschast, 2<)0 fl. L , 55s'.- 5»0 i>0 ^I°>,d.0steri,, Trieft.,500fl.KM. 411-— 415— Lsterr. Nordwestbah» »0U sl. T. 4!lft — 4H4-- d«to(Ilt. U.)L00sl.G. p.Ult. 42li- 4«ü— ljraa.Duler fl. ^»- z^n - Vanlen. «nklo.ibfterr. Vanl. 120 fl. . . 23»)-- 3»0 bo Vantverein, Wiener, p« Kasse — — — — dMo per Ultimo . . , bs5 25 5«^ 2^> İbenlr,»!Nnst. öfterr.,300fl.s, l»«6 — wio- 9entr,.A«d.»Krebb. «st.. 200 fl, 580 — 522 -»ttcoltanftalt für Handel und Gewerbe, 1S0 fl., per Kasse —-- - - dett« per Ultimo «3 iü° 654 25 ^llbitbanl all«, ung., 200 fl, . 7« — 74» - Dcpl>s!tenb«nl, allg., 20U fl. 4si — 4«2 - tilun^te. Gesellschaft, nieder» «sterr., 4 Kronen . . . 558— 558 äc, Olro» uud Kassenoerein, Wiener, 200 fl........448 - 4b2' — Htipothelenbanl, österreichische 200 3 5°/o E......«85— L87 - ilandcrbanl, üsterr., 200 fl. per Kasse.......- - —'- dcttu per Mtlmo .... 4<3 °0 4l45,^ ,,^ert>lr". Wechselst,»»Nien. «esells«a,.'. !i«0 sl. . . . b»l»— «01- l ,rr..ung. Äanl 1400 Kronen li?ü - l?8 > - Üniunbanl 200 fl...... b«t— 53z — Vrrlehrsbnnl. all«., 14« fl. «28 — Ig^ .. Ind»st»il'zlnl»nutz»n»geu, gauges., allg. öfterr.. io« fl. . 112— ,16 - VrürerKohlenbergb'Ges.toofl, ?>?— ?s? - Usenoahi!w,'Lelh<,.,erste, loafl. l97- ^^>?o „Elbemühl", Papierf. u.U,.>Z, tg»-— «,»«50 - 4»?'- detto l!!ternat.,!l00fl. 585-— 5«8- — Hirtenbergcr Patr.., Zündh. », Met..ffabrll 400 »r. . . 9gü — <,»>< ^ilslnger Vrauerei 10« sl. . . »63 — zg!, Montan'GcleNsck, österr.«alpine 6)1— s«>2'— „Poldi.Hütte", Tiegelguhttahl» F..Ä..G. 200 sl. ... 40?-- 4l, -brager Visen»Ind..»es. »m. 1905, 200 st...... W40 — ilS5>» — lKima»Murany»»algo>Iarjaner Eisenw. 100 sl..... 544 - 5 »5 — Zalgo»T«rj. Tteinlohlen 100 fl, d5i - 557 „SchUglmühl", P«pierf„«0«sl. 31H- ,lö -„Vchodnic»". »,.». f. Petto!.. Ind., 500 Kr..... 4?z — 4U6 - „Tteyrermühl", Papiersabril und V.»V...... 447— 450'^ Irifail« «ohlenw.»«. 70 fl. . L55 — »b» -lürl. 3abatre«it.Vel. 200 Fr. per »als: . - —------ d«tt, per Nltilno 4os — 404 — iLaffn,f..»es.. «sterr.. in Wen. 100 fl........ »«»'— 4«? — Wagaon.Leihllnftalt, allgein., in Pest, 400 Kr..... .--— — - Wr. Vaugescllschast 100 N. . . »4^- 14s-.. Menerberger giegelf..«ttt..H».s. 700 - 7^>4 .^ Devise». »»y» Itchl«, nn» Ich»»,. Amsterdam....... l9S43 6ü Deutsche Pläye...... 1«? ^^ «l?45 üoudon........ «4065 24a-ü5 Italienische VanlplaKe . , 35 «i ss-uz Pari«......... »ü«' 95 «0 Zürich und »alel..... 9H^5 »5-5^ Val«te». Vulaten ' . . , ^ . . li 36 li ^,1 lio.ssranleil-ötücke..... lÄ 2lp ls ^H> «.WarlZtiicke...... Iz.45 z,, ^ DeuÜche Neichsbantnoten . . z,L? 2?> 1I?'4?l italienische Banlnotc.i . . . »59,, <»g.,z «ilbel'Noten . . . «b^l» «-"°>4i. vo« K.int«n, Plaudbritfen, Prioritäten, Aktien, Logen etc., l>^viNeit timl Valuten. __^^2L^_ Los-Versicherung. I.Jtibat-li, StrilnrgnHH«. Privat - Depots (Safe - Deposits)^^^! ^_J[^^J[^^a>» Im Kanto-Korrait gad auf fllro-Kom« " | Laibacher Zeitung Nr. 249.___________________________________2314_________________ 99. Oltobcr 1907. Anzeigeblatt. Kundmachung dcr von der k. k. Landesregierung für Krain, beziehungsweise den politischen Bczirksbehördcn, auf Grund des Gesetzes vom 8. März 1885, R. G. Bl. Nr. 22, _____ erteilten Bewilligungen von Überstunden im III. Quartale 1W7. ! Dauer der über die Ilstündige Normal. ^nde"rw c"auf A"aabe ^r Gesamtzahl ^ ,. Name des Art dcr Ttandort arbeitszeit bewilligten, beziehungsweise welche "ch^die "in Vetriebszweige, für ^Z^ZD ^ewlll,gen0e . Fabrits- «j°wert,e. des angemeldeten itolmme 6 verzeich- welche die Arbeits- S" ^ 8 ^ ^ Behörde inhabers. bezw. ^ ""° Gewerbe- -.—.'—-.„ , ' ^7 —^ ''"e Dauer der Verlängerung in 8Z "Z D ^'".erluna ^ Firma Unternehmung ^.^ '^ ! ^.. !.^'.! ^ ^.. ^. bew^ ^ sti'mdincii Arbeitszeit stunden erstreckte wurde ^^ys^^"^ 12 ^45 6 7 « 9 l 10 11 ! I Nügemeldct a»f ! > 5., 10., 12.1., 6.^8. MmiddcößW !i ' ^b? Vaumwoll. Grazdorsbei '9 ^ ^' .. ^^.., ??5 91 ^/^«"e^ ^ — Dublin suinnerei ''ittai — — — _ — „ , ., Für alle Betriebe 34b 124 >«, G. Ai. vir. 2^. ^ Conlp. Ipmncre, -ma, ^age 2.^ 4^ ^ " v>^o Post «r. »1. ! u ' Quaitlll. Villl! Pi>st ! "^ Nr, 13, 14, >ü, l