Erscheint wöchentlich sechsmal (mit Ausnahme der Feiertage). Schriftleitnng (Tel. Nr. 2670). Verwaltung u. Buchdruckerei (Tel. Nr. 2024) Maribor, Jurčičeva ulica 4. Manuskripte werden nicht returniert. — Anträgen Rückporto beilegen. Inseraten- 11. Abonnements-Annahme in Maribor: Jurčičeva ul. 4 (Verwaltung). Bezugspreise: Abholen monatl. 23 Din, zustellen 24 Din, durch Post monatl. 23 Din, für das Ausland monatlich 35 Din. Einzelnummer 1"50 und 2 Din. Preis Din T50 ribo rer Heilung König Del Weitere Verschärfung der Lage im Fernen Osten Japan bleibt unnachgiebig / Neue japanische Truppenentsendungen nach Nordchina / Blutige Kämpfe im Gange —i— Die Energiestoffwirtschaft nimmt eine gewisse Schlüsselstellung in der industriellen Weltproduktion ein. Ursprünglich und lange Zeit beherrschte die Steinkohle fast das ganze Feld. Sie steht auch heute noch an der ersten Stelle, aber das Erdöl nimmt ihr in zunehmende>m Maße Boden weg. Kurz vor Ausbruch dch Weltkrieges betrug der Anteil ldes Erdöls an der Euer gieversorgung der Welt erst knapp ein Zwanzigstel. Heute entfällt mindestens . ein Sechstel der Energieversorgung auf Erdöl, und der Anteil, 6er ihm zuwuchs, ist fast ganz der Kohle verloren gegangen. Man braucht nur daran zu denken. Last beispielsweise am 1. Juli 1914 noch 07% der Welt-tonnage der Seeschiffahrt mit Kohlenfeuerung ausgestattet waren. 1936 wird die Hälfte der Gösämttonnäge mit Del betrieben. Auch im Eisenbahnwesen ist 6a*3 Del, wie das „Institut für Konjunkturforschung" in einer Untersuchung über den Erdöliwelt-marlt darlegt, als Antriebskraft vorgedrun-(TCit. So und viele Dampflokomotiven durch Dieseltriebwagen ersetzt Worbet!. Der Dieselmotor ist es auch, der dem Del in wachsendem Umfange Eingang in den industriellen Energieverbrauch verschafft hat. In einigen Ländern, namentlich in den Bereinigten Staaten von Amerika, hat 'aas Erdöl in Form von Heizöl teilweise auch im Hausbrand verdrängt. So bedeutsam diese Berbraüchsverlager-uIlgen sind, so ist das starke Aufrücken des Erdöls aii die zweite Stelle der Energieversorgung der Welt doch vor allem durch das Aufkommen und die zunehmende Verbreitung des Automobils und des Flugzeuges bedingt. Hier hat keine „Verdrängung" der Kohle staitgeflmden, denn sie kam dafür nie in Betracht. Das Oelprödükt Benzin war hier von Anfang an der gegebene Ener-giestoff. ' Bon der Weltförderung an Erdöl sind Im Jahre 1937 30"/» aus den "Ursprungsländern ausgeführt worden." Allerdings ist der Exportanteil !>, den einzelnen Ländern sehr verschieden groß. Die Vereinigten Staaten von Amerika, die vor allem wegen" ihres riesenhaften Automobilbestaudes von mehr als 20 Millionen Wagen einen gewaltigen Jnlandsverbrauch von Benzin haben, führen gegenwärtig nur rund ein Neuntel ihrer Förderung an Erdöl aus. Die Sowjetunion, der nächistgrößte Erzeuger, hat seine Del« nucfuhr seit 193:2, teils wegen gesteigerten Eigenverbrauchs, teils aber auch wegen 6er nachlassenden Ergiebigkeit der Erdölfelder des Grosny-Distrikts," stark abgedrosselt und führt heute nur noch ein Zehntel ihrer Förs deruug aus. Mexiko exportiert etwas, mehr alz die Hälfte, die übrigen -Delproduktions-läwder, das sind also RiunäuleimIrak, Iran, Niederländisch-Jndien, Venezuela, Trinidad, Columbien und Peru, habeil Exportquoten, die zwischen 80 und 100% liegen. Irak und Venezuela beispielsweise suhren-Tuch. gewonnene Del so gut wie vollständig aus. Der Welterport aii- Erdöl har. im Durchschnitt der letzten 12 Jahre jährlich um 6% zugenommen Der Welthandel in Steinkohle hat in der gleichen Zeit.um.durchschnittlich 1.4°/o jährlich nbgenommeii. Zur Zeit beträgt sie gefaulte. Weltausfuhr von Erdöl 7o M'llioncn Tonnen im Jahr.. Welche gewaltige Bedeutung der Evdölaussuhr im T o k i o, 12. Juli. Die Lage io Nordchina hat in den letzten 24 Stunden eine weitere Verschärfung erfahren. Diese Lage erhellt aus einer amtlichen Erklärung der japanischen Riegerung, die durch die Nachrichtenagentur Domei verbreitet wur de. In der Erklärung heißt es dezidiert, daß Japan in der Frage der Zwischenfäl-le bei Peiping unnachgiebig bleiben werde. Die Erklärung spricht auch von neuen Truppensendungen nach Nordchina, falls die japanischen Forderungen nicht angenommen werden sollten. T schiangkaischek. P-e i p i n g, 12. Juli. Nach neuesten Reuter-Meldungen sind heute nachts neue Kämpfe zwischen Chinesen und Japanern entbrannt. In Peiping ist der Kanonendonner deutlich hörbar. Die Nahkämpfe spielen sich 10 Kilometer westlich von Peiping ab. T o k i o, 12. Juli. Wie aus Hankau berichtet wird, läßt sich aus verschiedenen Umständen schließen, daß die chinesische Zentralregierung in Nanking an Japan den Krieg erklärt hat. Die chinesischen Vertreter lehnten jeden Kompromiß ab, der die Würde Chinas verletzen würde. Tokio, 12. Juli. General Anami, der Chef der Personalabteilung des Kriegs ministeriums, ist nach Ajama abgereist u. unterbreitete dortselbst dem Kaiser die Beschlüsse, die der Oberste Landesverteidigungsrat im Zusammenhänge mit den Vorgängen in China gefaßt hatte. Heute früh fand eine Konferenz der Chefs der Stäbe statt. Nach hier eingetroffenen zuverlässigen Nachrichten haben die Chinesen die Bahnstrecke zwischen Peiping und Tientsin zerstört. Der Mikado hat Genera! K a j u k i zum Oberbefehlshaber der in Nordchina befindlichen Kwantung-Armee ernannt. Das Marineministerium hat dem dritten Hochseegeschwader den Befehl zum Auslaufen gegeben. Dieses Geschwader ist dazu bestimmt, die Operationen des japanischen Heeres in den Küstengebieten zu unterstützen. Peiping, 12. Juli. Die Lage gestaltete sich heute mitternachts wie folgt: Die Verhandlungen zwischen den Abordnungen der chinesischen unfl der. japanischen Militärs wurden um diese Zeit abgebrochen, wobei die Abordnungen in . beiden Richtungen sich zurückzogen. Die Chinesen forderten nämlich die. bedingungslose Zurückziehung der Japaner, was die japanischen Vertreter strikte ablehnten. Bald darauf begannen neue Feindseligkeiten bei Wam-Ping-Hsieu.; Die Abteilungen der Kwantung-Armee lieferten den Chinesen an der Bahnstrecke zwischen Feng Tai und Tientsin eine mörderische Schlacht, die noch im vollen Gange ist. Im Laufe der Nacht entwickelte sich bei Papa-No-Sen, sieben Meilen westlich von Peiping, gine neue große Kampfhandlung zwischen Chinesen uhd Japanern. Die Verluste sind auf beiden Seiten groß. Zahlreiche chinesische Dörfer sind total zerstört worden". P e i p in g, 12. Juli. Ueber Peiping ist der Kriegszustand", verhängt worden, Der gesamte Straßenverkehr "ist gelähmt bezw. eingestellt. In der. Stadt , herrscht ungeheure Erregung. riiekkehrten, verständigte man den Wirt des Militärunterkunftshauses, der die Al pine Rettungsstelle in Klagenfurt alarmierte. Der Hüttenwirt Wilhelm hielt aber auch selbst Nachschau nach dem Verbleib der beiden Vermißten. Es gelang ihm, Kuehs, der tödlich abgestürzt war, und seinen Kameraden Rathgeb in der fast unzugänglichen Fels wand festzustellen. Rathgeb befand sich in einer furchtbaren Situation und in völ hg erschöpftem, bedauernswertem Zustand. Anfangs versuchte er, durch laute Rufe auf seine verzweifelte Lage aufmerksam zu. machen und Hilfe herbeizuholen. Hüttenwirt Wilhelm konnte nicht bis an Rathgeb herankommen. Unter außerordentlich schwierigen Umständen gelang es jedoch heute der Rettungsabteilung, den Verunglückten zu bergen. iüm§ Mmlrn Unerwünschter Museumbesuch in Klagenfurt. Klagenfurt, 12. Juli. Im kärntne-rischen Landesmüscum wurden am vorigen Freitag von Besuchern historisch-kunstgewerbliche Gegenstände im Werte von 10.000 Schillingen gestohlen. Von den Tätern fehlt trotz eifriger Recherchen jede Spur. Schweres Eisenbahnunglück Par iS, 12. Juli. Am spätem Nachmittag des Samstag hat sich in der Nähe von Le. Maus (Departement.Sarthe) ein schweres Eisenbahnunglück ereignet. Ein von Le Maus nach Ecren unterwegs befindlicher Personenzug überfuhr kurz hinter dem Bahnhof von Le Mans die Signale und prallte auf einen auf dem Gleis stehenden anderen Zug aus. Durch die Wucht des Zusammenstoßes wurde ein am Schluß des haltenden Zuges befindlicher Gepäckswagen vollkommen zertrümmert. Die beiden vorhergehenden Personenwagen sprangen aus den Schienen, wurden ineinandcrgcschoben und schwer beschädigt. Bon den Reisenden, die sich in den beiden Waggons befanden, wurden neun getötet. 27 mußten Mit mehr oder weniger schweren Ver lehmigen in die Krankenhäuser -gebracht werden. | König Carol in Paris. i Paris, 12. Juli. König Carol von Ru-I mänien ist gestern um 8.40 Uhr in Paris eingetroffen. Obzwar der König incognito ‘reist, wurde er am Bahnsteig des in den rumänischen und französischen Farben geschmückten Bahnhofes von einem Vertreter Lebruns, vom Außenminister Del-bos und anderen hohen Würdenträgern begrüßt. Der König wird voraussichtlich am Samstag nach Belgien reisen. Den Pariser Aufenthalt wird der König zu Besprechungen mit den französischen Staatsmännern benützen. In einer Felswand gefangen Touristentragödie in den Karawanken, K 1 a g e n f u r t, 11. Juli. In den Fels wänden des Koschuttnigturms in den Karawanken wurde eine Touristentragödie entdeckt, die ein Todesopfer gefordert hat. Die beiden Klagenfurter Gymnasiasten Kuehs und R a t h g e b hatten am Mittwoch eine Ferientour an getreten. Donnerstag machten sie sich an die Besteigung des Koschuttnigturms,' dessen Aufstieg gut gesichert ist. Die beiden jungen Bergsteiger setzten jedoch ihren Ehrgeiz darein den Turm über die sonst nie begangenen Felswände zu bezwingen. Als die beiden „am Freitag nicht zu- B r ü s s e 1, 12. Juli. Ministerpräsident Van Z e e 1 a n d droht mit der Demission des Gesamtkabinetts, wenn die Liberalen ihren Widerstand gegen das flämische Amnestiegesetz nicht aufgeben werden. Wenn eine Einigung nicht erfolgt, ist die Demission der Regierung noch heute zu erwarten. Bös-ie 8-6 r i ch, 12. Juli. Devisen: Beograd 10, Paris 16.93, London 21.66, Newport 436.75, Mailand 23. Berlin 175.50, Wen 82.50 Prag 15.24, Bukarest 3.25. FBTH8li“'!n$p.F| So. 18. — Mi. 21. 3uSi 1937 Die unübertreffliche große Glocknerfahrt Velden — Millstadt — Heiligenblut — Zell am See — Salzburg — St. Wolfgang — Ischl — Aussee 6raz Anmeldungen bis 14. Juli Pauschalpreis (mit Paß) Din 1000' — Rahmen des Welthandels.zukommt, zeigt ein Vergleich des auf sie entfallenden Anteils mit den Gesamtziffern. Der gesamte Güteraustausch zwischen de» Nationen hat der Menge nach von seinem im Jahre 1929 erreichten Höchstumsatz in den Kri'senjahreu 26% eingebüßt. Er ist seit 1932 zwar wieder lebhafter geworden, doch liegt das. Iah-resergebuis 1936 noch um 14% unter dem Stande von 1929. Die Erdölausfuhr dagegen ist in der Krisenzeit nur um 13% zu- rückgegangen und hak den gesamten Krisenverlust bereits 1934 wieder eiugeholt. Jahrzehnte hindurch haben die Vereinigten Staaten den ersten Platz unter den Erd-ölausfuhrländern innegehabt. Von 1920 bis 1925 schob sich zum ersten Male Mexiko an die Spitze. Dahn rückten von /1925 Bis 1930 die Vereinigten Staaken wieder an die erste Stelle. Rund ein Drittel des auf dem Weltmarkt verkauften ErdölZ wurde damals von USA geliefert. Seit 1930 hat nun Venezuela die Führung übernommen. Die Oelfelder am Maracaibo-See und an der Mündung des Orinoko bestreiten seit 1929 etwa 30% der Weltausfuhr. Wachsende Bedeutung für die Versorgung des Weltmarktes haben auch die rumänischen Oelquellen genommen. Ihr Anteil an der Weltausfuhr ist von 2% im Jahre 1925 auf zeitweise 10% gestiegen. Ferner konnte Niederländisch-Jndien seine Stellung im Weltgeschäft in den letzten Jahren erheblich verbessern, und tu jüngster Zeit Skupschtma Be ograd, 11. Juli. In der gestrigen Sikuitg der Skupschtma wurden vor lieber« gang zur Tagesordnung einige Anfragen beantwortet. Finanznrinistcr L e t i c a antwortete auf die Anfrage des Abg. Dr. Ivan Jančič betreffend die Erhöhung der B c « in t enge h n I t e r. Dr. Jančič brachte gleichzeitig einen diesbezüglichen Antrag cm, für den er die Dringlichkeit verlangte. Der Finanzminister erklärte, dag er, wie' feilt Kollege Dr. Spalho bereits mrtge-icilt habe, für eine Erhöhung -der Beamten-gehälter sei. Da die Regierung sich bereits mir einem diesbezüglichen 'Gesetzentwurf befasse. lehrte er die Dringlichkeit dez Antrages ab. Aach Uebergang zur Tagesordnung er« gärte Abg. A l l e n b e r g, daß der Ausschuß, an den der Gesetzentwurf über die Uebertretungen .zwecks Vornahme einiger Abänderungen gestern zurückgewiesen worden war, sich mit dem Entwurf nicht befaßt liakc, daher könne auf die Aussprache über die Einzelheiten nicht eingegangen werden-Der Regierungsbeauftragte Alexander K n z ut a n o v i 6 berichtete, daß der Ausschuß tatsächlich nichts erledigt habe. Als der Vorsitzende trotzdem die Aussprache eröffnen wollte, erklärt Abg. Boja Laz! č, daß in diesem Falle die -Opposition solidarisch die Sitzung verlassen werde. Unmittelbar darauf zog die Opposition aus. Nachher wurde die Aussprache durchgeführt und zur Abstimmung geschritten. Es stimmten 146 Abgeordnete ab, davon 145 für und e'-ner gegen den Entwurf. Damit erscheint der Gesetzentwurf über die Uebertretungen int Abgeordnetenhaus angenommen und wurde zur weiteren Behandlung an den Senat verwiesen. Man tarn dann zum zweiten Punkt der Tagesordnung: Bericht des Finanzausschusses über die N c u präg « n g d e 'S M c* t allg eld es und Einziehung des allen. Nachdem der Berichterstatter des Ausschusses Dr. Nikitoviä den Ausschußbericht verlesen hatte, gab Finanzminister S c t i c a ein ausführliches Exposee, in dem er die Notwendigkeit der Umprägung des Metallgeldes mit den schon bekannten Argumenten begründete. Bon 146 Abgeordneten stimmten 131 für und 15 -gegen die Vorlage. Damit imnr die Tagesordnung erschöpft. Die nächste Sitzung wurde für Dienstag 10 Uhr vormittags einberufen. Tagesordnung: Entwurf zum Ge-ietz über die Sützwasserfischerei. LandesjaadauMellung in Zagreb Am 17. d. findet in Zagreb die Eröffnung der Landes-Jagdausstellung statt. 35-c wir schon berichteten, ist diese 3lusstellung die letz te in unserem Lande vor der Berliner Weltausstellung, wobei alle Banalverbände ihre Sehenswürdigkeiten zeigen. Bei der Ausstellung werden alle Gegenstände einer strengen Beurteilung unterzogen und die ansgeivähl-cn Gegenstände nachher für die Berliner Ausstellung zur Absenkung gebracht. Diese Ausstellung ist die erste dieser Art im Lande nach dem Weltkriege und tvird in den Reihen unserer .Jäger mit großem Interesse erwartet. Gelegentlich der Ausstellung findet auch watBKHHBmBmnaaiBmB ein Wettschießen statt, wobei bekannte Schützen Mitwirken. Alle Besucher genießen auf den Staatsbahnen einen 50 7» i gen Nachlaß. Vapen über den Wert oes Abkommens vom 11. Zull 93 c r I i tt, 12. Juli. Den gestrigen Jahrestag des "Abkommens zwischen Deutschland und Oesterreich benützte der deutsche Bot- schafter in Wien, Franz von Pape n, zu einem Aufsatz in der „Germania". In der Erklärung heißt es, mit dem deutsch-öster-reichischen Abkommen habe eine neue Aertt in den Beziehungen zwischen den Donaustaaten begonnen. Besonders feien die deutsch österreichischen Beziehungen in Fluß gebracht worden. Die beiden Staaten können nun in aller Ruhe die Entwicklung der Ereignisse abivarten, bis die politische Formel gefunden sei, die den Wirklichkeiten Rechnung tragen werde. Hoher Besuch In Kranj DAS PRINZREGENTENPAAR BEI DEN KATHOLISCHEN KULTURTAG - FESTLICHKEITEN. hat sich das Jrak-Oel einen bemerkenswer-feit Anteil gesichert. Die absoluten Zahlen der fünf größten Ausfuhrländer sind folgende: Venezuela 1936 22.5 Millionen Tonnen 11. S. A. 1936 16.9 Millionen Tonnen Iran 1936 6.9 Millionen Tonnen Rumänien 1936 6.8 Millionen Tonnen Irak 1936 4.0 Millionen Tonnen In Kürze wird auch mit einer erheblichen Ausfuhr von den Bahrein-Inseln zu rechnen sein, da dort die Oelförderung stark ausgebaut wird. Die Ziffern veranschaulichen deutlich, wol-i)e gewaltige wirtschaftliche und unter Umständen auch politische Macht in den Händen derer liegt, die über die Erdöllagerstätten der Welt verfügen. Ein Sechstel des Energiestoffverbrauches auf dem Erdball ist in ihre Hände gelegt. Wenn auch bis zu einem gewissen «Grade eine Absperrung der Lieferung aus dem einen Erzeugungslände ausgeglichen werden kann durch Bezugsumlegung auf andere Produktionsgebiete, so bleibt in kritischen Zeiten die Sicherung dm Transporte doch immer der wunde Punkt. L j u h I j a n a, 12. Juli. In Kranj fand gestern ein großer Kulturtag der katholischen Kulturorganisationen für Kranj u. Umgebung statt. Die Festlichkeiten gcstal teten sich zu einer machtvollen Manifestation des Staatsgedankens und der Treue der Bevölkerung zum Herrscherhause. Den Festlichkeiten wohnten neben zahlreichen Gästen auch Innenminister Dr. K o r o-š c c, Minister ohne Portefeuille Dr. Krek und Banus Dr. N a 11 a č e n bei. Nach Beendigung der Messe unter freiem Himmel erschienen am Festplatze im Kraftwagen aus Brdo Seine königl. Hoheit Prinzregent Paul und 1. königl. Hoheit Prin zessin Olga. Die Bevölkerung bereitete den hohen Gästen stürmische Ovationen. Das Prinzregentenpaar begrüßte im Namen der Veranstalter Prof. Fortuna, worauf Der neue Valästlna-Xellungs plan ein kleiner Knabe und ein Mädchen in Volkstracht den hohen Gästen Blumensträuße überreichten. Es folgte sodann die Manifestationskundgebung. Hauptredner war Prof. š m a j d, der in seiner Rede die Tätigkeit des Katholischen Kulturverbandes in vergangenen Tagen wie in der Gegenwart schilderte und die Richtlinien für die Zukunft bekanntgab. Nach Beendigung der Versammlung begaben sich die königlichen Hoheiten in Begleitung der Minister auf den Balkon des Rathauses, wo sie das Defilee des Umzuges abnahmen, an dem sich mehrere Tausend zum Teil uniformierte Personen beteiligten. Nach der Beendigung des Umzuges kehrten die hohen Gäste in ihren Autos nach Brdo zurück, von den Massen immer wieder stürmisch gefeiert. 0 *0 10 50 HO tü KILOMETER 5 -MßM X HaifM &NEZÄRETH Q st-Aj*^aretn:. Tulkeräm ? JerustTkem % TOTE 5 MEER Bethlehem š Vreffe-WaffenstiMand zwischen Berlin und Wien DAS ERGEBNIS DER WIENER VERHAN ÖLUNGEN. »MEIN KAMPF« IN ÖSTERREICH FREIGEGEBEN. Wien, 12. Juli. Die Agence Havas berichtet: Die deutsch-österreichische gemischte Kommission ist ohne das gewünschte Ergebnis geblieben, so daß angenommen wird, daß sie ihre Fortsetzung in Berlin erfahren werde. Die Einigung war nicht möglich, weil deutscherseits die Erlaubnis für die Einfuhr aller deutscher Blätter gefordert wurde. In diesem Zusam menhange soll jedoch ein sogenannter »Pressewaffenstillstand« Zustandekommen d. h. die eine wie die andere Seite verpflichtet sich mit mehr Aufmerksamkeit die Richtigkeit der Informationen der Tagespresse zu prüfen, um die Objektivität zu erzielen. Als Erfolg wird ferner gewertet, daß dem Buche Adolf Hitlers »Mein Kampf« die Verbreitung in Oesterreich erlaubt wird, doch sind die Bedingungen des Verkaufes nicht bestimmt worden. W i e n, 12. Juli. Die Agenzia S t e f a-n i berichtet: Zu den positiven Resultaten, die die deutsch-österreichische gemischte Kommission erzielt hat, zählt man in erster Linie: I. Oesterreich erlaubt auf seinem Territorium die Verbreitung von drei bis vier reichsdeutschen Blätter. 2. Die von der Regierung Dr. Schuschnigg erlassene Am-nr~6e wird auch auf andere Kathegorien von Häftlingen erstreckt werden . Frankreich liquidiert Die Byreuäeu-Srenafontroffe EIN ULTIMATUM DER PARISER REGIERUNG. BEFRISTET MIT DEM 13. JULI. — IN ÜBEREINSTIMMUNG MIT LONDON. — EDEN NACH DEAVILLE ABGEREIST. Pari s, 12. Juli. Die französische Re gierung hat am vorigen Samstag im Zu-sammenhagc mit den Londoner Verband lungen über die Nichteinmischungspolitik das nachstehende amtliche Kommu-niquee erlassen: »Am Montag, den 12. d. M. wird die französische Regierung den Nichteinmi-sctmngsausschuß und die darin vertretenen Regierungen amtl. davon verständigen, daß sie ab 13. Juli die Kontrolle an der französisch-spanischen Grenze abschasfen wird, wenn bis zu diesem Zeitpunkt die internationale Kontrolle nicht auch an der spanisch - portugiesischen Grenze erneuert wird bei gleichzeitiger Erfüllung der Bedingungen, die der Vertreter Frankreichs in der Sitzung des Nichteinmischungsausschusses vom 11. d. M. angemeldet hat.« Berlin, 12. Juli In Berliner Kreisen hat man den Vorstoß Frankreichs am Samstag nicht erwartet, zumal der Lon doner Nichteinmischungsausschuß einstimmig die Fortsetzung der Verhandiun gen beschloßen hatte. Lord Plymouth hatte ausdrücklich einen längeren Verhandlungsverlauf angekündigt, während die französische Regierung die kurze Frist von drei Tagen fordert. Wie hier verlautet, wird die deutsche Regierung ihre Haltung in dem Moment bestimmen, wo sie vom Beschluß der französischen Regierung amtlich Kenntnis erhalten hat. R o m, 12. Juli. Die italienischen Blätter erblicken im Beschluß der französischen Regierung einen Rückzug und den Wunsch, der Valencia-Regierung offen zu Hilfe zu eilen. Die »T r i b u n a« schreibt: »Die französische Volksfrontregierung hat nun die Maske abgeworfen. Frankreich geht den Weg, den die Kommunisten angewiesen haben, ohne die die Volksfrontregierung nicht bestehen kann.« Die »S t a m p a« meint, es sei recht, daß Paris sein wahres Gesicht zeige. Dies werde auch Italien nicht hin dern, offen an die Seite des Generals Franco zu treten und ihm zum Endsieg zu verhelfen- wenn Frankreich die Gren zen öffnet und Valencia zu Hilfe eilt. Ita lien werde freie Hände bekommen. Die Verantwortung für die Folgen trage Frankreich, welches die Verständigung vereitelt habe. London, 12. Juli, ln den gestrigen Abendstunden — die englischen Bot- Die punktierte Fläche zeigt das für den Judenstaat in Aussicht genommene Gebiet, das der Korridor Jaffa—Jerusalem unterbricht. (Scherl-Bilderdienst-M.) schaftcr in Berlin, Rom und Lissabon hat teil den Auftrag erhalten, die äußersten Grenzen der Konzessionsbereitschaft den dortigen Regierungen bis 19 Uhr mit zuteilen — verlautete, daß Eden und Lord Plymouth den nachstehenden Koni promißemtwurf als Basis für Verhandlungen ausgearbeitet hätten: 1. Die Seekontrollc wird durch ein System der internationalen Kontrolloren in den spanischen Haupthäfen ersetzt. 2. General Franco wird der Charakter einer kriegführenden Macht anerkannt, jedoch mit der Beschränkung, daß er kein Recht habe, die Blockade auf hoher Sec durchzuführen und ausländische Schiffe anzuhalten bczxv. zu kapern. Dieses Recht steht ihm nur in den spani sehen Gewässern zu. 3. Dieser Vorschlag ist nur dann anzu-nehmen, wenn alle ausländischen Freiwilligen aus Spanien abberufen und entfernt werden. 4. In den Häfen, die in den Händen der Valencia-Regierung sind, dürfen Italiener oder Deutsche nicht als Kontrollorgane fungieren. Angeblich soll die französische Regierung diesem Vorschlag ihre Zustimmung gegeben haben, wenn Italien und Deutschland bis spätestens Dienstag zustimmen; ansonsten liquidiert Frankreich in Verwirklichung seines Beschlusses die Pyrenäen Kontrolle. London, 12. Juli. Außenminister Eden ist gestern mittags nach mehrstündigen diplomatischen Verhandlungen im Flugzeug nach Deauviile gereist, wo er, wie es gestern hieß, mit Delbos Zusammentreffen soll, um sich über das einheitliche Vorgehen zu besprechen für den Fall, daß Deutschland und Italien trotz der französischen Drohung die Kompromißvorschläge ablehnen sollten Mobilmachungsbefehl Tschiangkaischeks Blutige Kämpfe bei Peiping. — Japan kämpft um sein Prestige. Toki o, 12. Juli. Die Agenzia Stesan' berichtet: Bei Peiping sind blutige Kämpfe zwischen chinesischen und japanischen Stre't-kraften im Gange. Die japanischen Truppen haben Ling-Wan-Miao eingenommen. Marschall T s ch i « n o fi s ch c l hat beit Mobilmachungsbefehl für alle chinesischen Luftstreitkräfte erlassen. Vier bereits mobilisierte Divisionen find nach Nordch'na abgegangen. Der japanische Außenminister, der Heeresminister und der Marineminister konferieren unablässig angesichts der verschlechterten politischen Lage. Schanghai, 12. Juli. Die Agence Havas berichtet: Nach Mitteilungen aus Nan kiug hat das chinesische 3lußenm'nister:um im Zusammenhänge mit den längsten Zwi- schenfällen in Nordchina denn Geschäftsträger Japans, H i d a k e, einen Protest eingelegt. Hidake erklärte er könne den Protest nicht zur Kenntnis -nehmen, da er nicht mit den Tatsachen Mere'nstimme. T o k i o, 2. Juli. Die japanischen Regierungskreise sind sehr beunruhigt im Hinblick auf die Folgen, die die Vorfälle in Nordchina noch auslösen könnten. Die allgemeine Auffassung geht dahin, daß c-nc Einigung mit den chinesischen Behörden schmier erzielt werden könne, da jede Verstän digung für Japan unweigerlich einen Verlust seiner Autorität ergeben würde. Ein etwaiger Prestigeverlust Japans würde jedoch den Widerstand und die Propaganda der Chinesen fördern. Tokio, 12. Juli. Die Agentur-Domei will nachstehende Ordre des Marsch,alls Tschiangkaischek für General Feng in Erfahrung gebracht haben: . . An den Kommandanten-,der 37. Division: i Alle EiNkgungÄed ingungen find abznleh-iteii. 2. Nicht um einen Fußbreit zurückgehen. 3. Im Bedarfsfälle Mcnschenvevlnste nicht scheuen. Tokio, 12. Juli. Die -Agente Havas berichtet: Das Kriegsministerium meldet: T. Die chinesischen Truppen sind bei Papao-Tschan konzentriert. 2. Die Bahnstrecke Pe>-ping—Tientsin ist unterbrochen. 3. Die chinesischen Truppen werden sich von den singe nommeinn Positionen nicht, znrüclziehen. I Es besteht keine Möglichkeit einer Einigung. T o k i o, 12 Juli. Das DNS berichtet: Westlich von der.Insel Saldra ist cs LU offenen Feindseligkeiten zwischen Japanern u. Chinesen gekommen. Schanghai. 12. Juli. Nach einer Mel dung der Agentur Domei hat . sich die erste chinesische Armee über Auftrag der.Zentral-regiernng nördlich von der. Bahnstrecke Han» kau—Peiping in Bewegung gesetzt. London, 12. Juli. Nach Berichten der Reuter-Agentur kam es- bei Wang Piirg zit erbitterten Kämpfen, Die Chinesen halten die genannte Stadt noch immcre P e i p i n o. 12. Juli. Reuier meldet: Zwei japanische Militärzüge sind Pt Feng Tai eingetroffen. Es folgten weitere Züge mit Tanks und Artillerie. Es scheint, daß die Japaner die 15 Kilometer von Peiping entfernte Karstzentrale besetzen wollen. An Varis liegen öle Kaffeehäuser still D Durch den Streik der Angestellten im Kaffeehausgewerbe, der am Mittwoch in Paris zur Schließung sämtlicher Kaffeehäuser führte, bieten die großen Straßen und Boulevards einen eigenartigen Anblick. Die Tische und Stühle sind zusammengerückt, u. Polizei muß die leeren Lokale schützen (Scherl-Bilderdienst-M). 42 Grad Celsius in Newyork. N e w y o r k, 9. Juli. Die mittleren Westtaaten und die Nordathmtlkstaaten werden seit einigen Tagen von ■ einer schweren Hitzewelle heimgcsuclit. Die Temperaturen stiegen bis zu 42 Grad Cel sius. Newyork erlebte gestern den heißesten Tag des Jahres. Man verzeich-nete 22 Todesfälle durch liitzschlag. Ballonlragäöie im Bolareiß VOR VIERZIG JAHREN STARTETE ADREE IM FREIBALLON ZUM NORDPOL. — ERST NACH 33 JAHREN GAB DIE ARKTIS DAS GEHEIMNIS DES VERSCHOLLENEN PREIS. BESUCHET D8E V1.MAR1BORER FESTWOCHE vom 31. Juli bis 8. August 1937 (50%-ige Fahrpreisermässigung auf jugo-slavischen Eisenbahnen vom 29. Juli bis 10. August. - Ermässigter Sichtvermerk) GROSSE KULTUR- UND WIRTSCHÄFTSRE¥UE! Industrie. / Textil / Handel / Gewerbe / Landwirtschaftliche Ausstellung / Erste Phytopathologlsche Ausstellung / Wein-probeii / Geschichte / Kunst / Graphische Ausstellung/Fremdenverkehr/Moderevue Aquaristische Ausstellung / Kleintierzucht Kongresse / Internationales Tanzturnier Konzerte / Theatervorstellungen in Freien Sportveranstaltungen / Vergnügunspark im Ausstellungsgelände Das., Manborer Inselbad, das schönste Freibad Vor vierzig Jahren stieg der schwedische Ingeniur Salomon August Andree mit seinen Begleitern Frankel- u. Strindberg mit einem 'Freiballon von Spitzbergen auf, um den Nordpol zu erreichen. Das geschah am 11. Juli 1897, einem Sonntag wie heuer, 2.35 Uhr nachmittags. Eine einzige' Brieftaube, die am gleichen Tage abgelassen worden war. berichtete von gutem Fortgang der Fahrt. Am 19. Juli sichtete ein holländisches Schiff im Weißen Meer einen unbekannten Gegenstand, den er für den verunglückten Ballon hielt. Das war die erste und auch-zugleich letzte Meldung von der Andree-Expedition, die seitdem verschollen ./stieb. 33 Jahre später öffnete die Arktis ihr Geheimnis. . Am 6. August 1930 fan die Besatzung .des norwegischen Schiffes »Bratvaag« an der Südwestspitze der Spitzbergengruppe Vitö die Ueberreste der drei kühnen Polarforscher. Ausrüstungsgegenstände, Lichtbilder und Tagebücher. Alle. Ueberbleibsel wurden sorgfältig geborgen. Den Toten wurde ein ehrenvolles .-.Nationalbegräbnis in der Heimat bereitet, es glückte auch einen Teil der Bilder zu entwickeln und die Tagebuchaufzeichnungen zu entziffern, Die schwedische geographische Gesellschaft hat sie herausgegeben,, sie sind unter dem Titel »Dem Pol entgegen« auch in deutscher ßpraclKr veröffentlicht worden. -Es ist heute nach vierzig Jahren miis-.sig, im Einzelnen nachzuprüfen, ob das Unternehmen, mit einem Freiballon den Nordpol zu erreichen, mit den damals technischen Mitteln ausführbar war oder nicht. Nachdem in unserer Zeit Amund-sen und Nobile den Pol mit dem lenkbaren Luftschiff und Byrd mit - dem Flugzeug überflogep haben, mag uns der Gedanke mit einem Freiballon dasselbe Ziel zu. erreichen,; phantastisch';und wagehalsig anmuten. Damit-würde- niaii jedoch Andree Unrecht- tun.. -Der - damals 43jährige Ingenieur plante - keine .'Fahrt ins Blaue. -Schon einige Zeit-vorher hatte er der schwedischen geographischen Gesellschaft seinen Plan vorgefcgtchdie ihm zur Finanzierung seiner Epedition einen Betrag von über 100.000 Kronen zur Verfügung stellte. Jugoslaviens........../ Das grüne romantische Poharjegebirge............ / Die aasUreundliche Stadt Manbor, das jugoslavische Meran .... laden Sie zum Besuch- ein ü l Adree gchg sehr sorgfältig zu Werke. Mit Hilfe einiger technischer Neuerungen hoffte er, dem Ballon eine Steuerung bis zu 27 Grad von der Windrichtung abgeben zu können. Die größten Hoffnun gen -setzte er auf drei Schleppseile von je vierhundert Metern Länge, mit deren Hilfe er den Ballon in einer Höhe von 150 bis .200 Metern halten wollte. Ein wirklich unsicherer Faktor in seiner Rechnung war freilich die sechstägige Dauer des Fluges. Diese Zeitspanne soll te. nach Andrees Meinung ausreichen, um von Spitzbergen bis zum Pol zu gelangen. Damals stand jedoch der Dauer rekord , für Freiballons erst auf 18 Stunden. Deshalb legte Andree von vornherein Wert auf die Vermeidung jeglichen Gasverlustes, und die Ballonhülle wurde aus .chinesischan.Seidenstoffen in siebenfacher Lage .hergestellt, Lebensmittel Waffen und Sclneßbedarf sollten für viereinhalb Monate mitgenommen _ werden sich Andree und seine Helfer in der festen. Zuversicht,, daß. sie nach der Erreichung des Nordpols in dieser Zeh wieder in den Bereich menschlicher Behausungen zurückkehren könnten. • Zum- Unglück für Andree und seine FewiMetefc Ernst Goll Zu seinem 25. Todestag am |3. Juli. Bon .Helft i Tri) P a tz (Celje). Bor 50 Jahren, am Fi. März 1887, wurde in- Slovenjgradee der Dichter Ernst Goll geboren. Bor 25 Jahren, am-13. Juli 1912/ stürzte er sich »out dritten Stockwerk in den Hof der Grazer Universität, zu deren Hörern er zählte. Fünfundzwanzig Jahre sind es her, daß ex von uns; gegangen ist ,i-m Lenz der Kraft und mit dem Schritt der Jugend, er,-"der aus dem Sonnigen kam, da? Kind der beglückten, blaugrügen, lonnedämpfenden Re-benlandichaft zwischen Drau und Sann, unser Ernst Goll, der sein Leben dahingab, weil sein unruhiges, reines und empfindliches Herz für dieses Leben zu schwach war Einer, der ganz der Sohn seiner Heimat und darum ein großer edler Mensch, ein echter Dickster dieser leuchtenden, wehmütig träumenden Hügel- und Weinhöhenlandschaft war, die es ihm dankte, die ihm Worte und Bilder gab wie keinem sonst. Die Menschen waren ihm weniger dankbar. „Die Menschen haben mich z» stht gequält, Und allzu 'chwer empfand ich meine Bürde. Da trat ich frieden aus dem wor der Welt Und wünschte nichts, als daß mir Ruhe würde." / , Der Tod war sein Freund. Er hat ihn os gegrüßt, er hat ihn oft nahe geahnt, sprach oft von „jener Zeit, da wir einsam, trostlos irren in der großen Dunkelheit". Er sprach vom Ende: ; „Die ihr an meinem frühen Grabe steht, Verlöschet sanft die blassen Totenkerzen, Gebt Mir nicht Tratten, gebt mir kein'Gebet: Es führt 'kein Weg zümeinem kühlen Herzen. Doch jenem ändern, der noch Atem holt, _ Bekränzt den 'Weg mit roten Liebesrosen Uiid wertät sehtS Menschheit nicht nach Gold, Daß er nicht flüchte zu den Lebenslosen. Erschütternd ist es zu-beobachten, w-e alle seine letzten Gedichte nur mehr eine Zwiesprache-mit dem Tode sind, ein Ringen in:-eine» unheimlich lockenden Idee, der er nickst mehr, entkommt. Das Leben war zu hart, es ließ sich, nicht mit seinem heiligen Streben nach Schönheit, Reinheit und Liebe in Einklang bringen, zerbrock,en ist es auf dem Im gendweg. —' und die Enttäuschungen des Diesseits locken die Hoffnungen auf Jenseits hervor: „Und gibt eS hier oben auf 'Erden nicht ein.gültig Treueversprechen — die Treue, die mir der Tod verspricht, die Treue kann er nickst Brechen." Heuer, da Ernst Goll fünfzig Jahre aU geworden wäre, heute, da sich sein Todestag -um 25. Male fahrt, möchten alle gutmachen,~ ihm zurusen. wie sie ihn trotz allein liebten und verehrten — nun ist es zu spät, denn „Stunden gibt es. die wie sisieigen sind, die nicht mehr klagen, wenn sie einmal brachen, und Stunden sind, die-wie verlorene Rachen zum Ufer treibt , nickst Woge mehr und Wind." ; 1 Wen Gott liebt, den nimmt er stüh zu sich, sagt ein altes Volkssprichwort.- Gott muß Ernst Goll sehr geliebt haben und er hakte auch asten Grund.dazu. Wir., aber, hahen Grund. zu tiefer, schmerzvollster Trauer, denn Ernst ©oll war einer jener wahrhaft Gnadenvollen, denen nicht nur ein Gedicht mit sauberem Reim und meinetwegen auch Rhythmus, sondern eben ein Lied gelang. Und Goll hat viele solche Lieder, Lieder, darin — wie Josef PaPesch wgt — „Leid und Lust nicht zu Gedanken über Gefühl und Gemälden von Landschaften werden, sondern Gefühle bleiben". Lieder voll sehnsüchtig süßer Innigkeit, in Worte umgesetzte Musik, heimlich schwingende Rhythmen. Besinnlich, bald letzte Geheimnisse erleuchtend, bald volksliedhaft naiv. Lieder, in denen des Dichters Heimat lebt, Lieder, die nicht gemacht sind, sondern gewachsen. Wie Feldblumen. Und eben darum formvollendet in sich gerundet. Eines der Lieder, die ©oll neben Lenau, Hölderlin und Rilke'stellen, sei hier angeführt. Es heißt „Weingartenlied" und lautet: Reben, die lange entblättert sind, Frieren und liegen darnieder, lieber die Hänge im Abendwind . Weinen Klapotez-Lieder. ■■ Weinen um all die vergangene Lust, .Ernte und Winzergelage, Wecken in meiner ruhigen Brust Sehnsucht verklungener Tage.. Gib mir noch einmal, braunäugiges-Kind. Deine verdurstenden Glieder! — ; Nutzlose Klage! Im Abendwind Weinen Klapotez-Lieder. Dieses Gedicht steht nickst vereinzelt. Eines aber haben sie alle gemein, diese seinen, jtcU leise -verschütteten -Verse unseres Ernst Goll: sie sind erlebt und niemals landläufig im lyrischen Ausdruck, -Wie klangMättigt, wie farbenerfüllt, wie warmblütig im Ausdruck steht alles da! Ernst Goll ist int tiefsten Wesen mit Hugo .Wolf verwandt: wie. er ent« stammt er dem weitwelligen Wemhügellan-öc am Fuße des Bachern, auch er untriw in demselben kleinen Städtchen Slovenjgraoec geboren. (Ist es daher nicht ein Natürliches, ebeu,d„a.s Wiegengeschenk der Heimat: diese fieses jratimilde, Seelenverwaubtichaft Ernit Wks mit Hugo Wolf?) ..Gijffs Werk ist Sehnsucht. Verklärung. Leid,' Erfüllung: es stirbt nicht, solange die Menschen an die Kraft glauben, die machtvoller ist als der bloße Hirngeist, an die Kraft bei reinen guten Herzens. In die Klänge der Klapotez tönt heute noch Solls Lied., linst das wird nimmer äusaeiungcn, solange der iHerbstwind an die Bäume rüttelt und Wehmut unsere Erde füllt Ernst Goll redet uns auch weiterhin die tiefe, trosi reiche und heiligste Währheit. von der es heißt, daß eS wohl Ulein müsse und so am schönsten sei: Alles--Vergängliche ist nur ein Gleichnis. . . ~ y. Kannst du mehr als lieben hassen, Freude ernten oder Leid? Lächelnd durch den Staub der -straßen Trage ich dgg.Meujchenkleid, Denn ich weiß vor allen-Dingen: lieber jenem dunklen Schrein Werd ich Boaellicüer singen Oder eine Blume sein. Au& Studi JUtd UuoifthiMl- Montag, den 12. L utt Fußball der Unberufenen EIN LUSTIGES MATCH ZWISCHEN BA HNBEAMTEN UND ZOLLBEAMTEN. — EIN OKTROIERTES 3:3. Begleiter wurde der Ballonaufstieg schließlich zu einer Prestigefrage. Die Vorbereitungen hatten über ein Jahr in Anspruch genommen. Immer noch befan den sich Andree und seiner Helfer in Spitzbergen, aber der Aufstieg, den die ganze Welt mit Spannung erwartete, erfolgte nicht. Bald bemächtigten sich die Spötter der Angelegenheit und beschuldigten Andree der Großsprecherei. Durch das endlose Warten waren schließlich er und seine beiden Begleiter in einen Zunstand nervöser Unruhe ge-:aten, sodaß sie sich beim ersten Auftreten südlicher Winde sofort startbereit machten. Der Aufstieg selbst war von einer Rci he Mißhelligkeiten umrahmt. Beim Erheben in die Luft stieß der Ballon an die Halle. Er war kaum 50 Meter hoch gestiegen, als er bereits wieder fiel und im Meer zu versinken drohte. Andree mußte außerordentlich große Ballastmen gen abgeben, um wieder in die Höhe zu kommen, dabei riß ein Teil der Schlepp taue ab, wodurch die Manövrierfähigkeit des Freiballons erheblich eingeschränkt wurde. Die Fahrt durch die Lüfte hat nicht ganz drei Tage gedauert. Sie ging auch langsamer voran, als Andree erhofft hatte. Das zurückgelegte Stück betrug wenig mehr als ein Siebentel der Strecke, die Andree bezwingen wollte. Nach der Landung auf dem Eis, traten die drei den Fußmarsch an. Ihre Ausrüstung war sorgfältig vorbereitet und der Rückweg hätte nach menschlichem Ermessen eigentlich gelingen müssen, wenn nicht Andree aus Gründen, die wir nicht kennen, anstatt nach Spitzbergen den Weg nach Kvitöya auf der Weißen Insel cin-gcschlagen hätte. Aus den Tagebuchaufzerchnungcti An drccs und Strindbergs wissen wir genau Bescheid, wie es den drei Forschern in der ersten Zeit ergangen ist. Anfangs waren sic guten Mutes, zumal sich ihre Ausrüstung bewährte und die Schwierig keilen der Wanderung, so groß sie auch waren, immer noch bezwungen werden konnten. Wahrscheinlich haben sic sich aber in den Berechnungen der Abdrift des Eises,über das sie wunderten, geirrt. Wie sie allmählich schwächer wurden. auch der Gesundheitszustand sich kritischer gestaltete, ist erschütternd nachzulesen. Die Tagesleistungen sanken und schließlich war der entsetzliche Augenblick gekommen, wo sie einsehen mußten, daß sic nicht weiter konnten. Ergreifend sind die Aufzeichnungen Strindbergs, in denen er seiner Braut ge denkt, erschütternd und erhebend zugleich die Worte der Anerkennung, die Andree seinen Gefährten zollt. Noch am 1. Oktober 1897 hat er seine Tagebucheintragungen mit den Worten geschlossen: »Mit solchen Gefährten kann man durchhalten, mag kommen was da will.« Es kam aber doch einer, gegen den alle menschliche Energie nichts fruchtete, der weiße Tod. Bald darauf muß das letz tc und bittere Ende erfolgt sein. Der Schnee gab den Vorhang ab nach dem Schlußakt eines Dramas, dessen heldische Größe uns auch heute noch erhebt. Deshalb gedenken wir am Tage der vierzigsten Wiederkehr des Aufstieges Andreres, Frankels und Strindbergs mit der Hochachtung, die den Helden der Arktis gebührt. 33 Jahre mußten verseilen, daß das Ge heimnis Andrees gelöst wurde. Unwillkürlich schweifen die Gedanken von ihm zu Amundsen, dessen Schicksal bis heute in der Arktis verborgen liegt. Werden wir einst Spuren von ihm finden? Mir wollen die Hoffnung nicht aufgeben. ff. yörtu«f non Bürsten wtb Besen. Bürsten, Besen und Schwämme, die toetch gewunden find, werden wieder Hart und fest, wenn nmn sie in ehre MarmMumg taucht. L Bayrische Äm*6#st$eppc. 'Vtttirffcšsch uüvb gut gekocht; wenn es iraeich ist, kocht man ich dernijelben Sud würsiKg geschnittene (Machet, macht eine leichte tButtcreimteemt und gibt jvmgcfchmticnc Petorisilie sowie rt-nxK gestoßene Mnskatblüte hiralln. Dann ciestt man mit dem Sud die Sappe auf und gibt zuletzt das würfelig geschnittene stabb-'tcitii nnd eine geschnittene Bratwurst Hin- Daß das Zeitalter des Sports nicht mehr hinwegzudenken ist, bewies ein lustiges Fußballmatch, welches am Samstag abends auf dem Stadion des SK. Železničar zum Gaudium der zahlreichen Kiebitze und sonstigen Zuschauer zur Austragung gelangte. Die hiesigen Zollbeamten und die Eisenbahnbeamten, die schon lange ein Hühnchen zu rupfen hatten, entschlossen sich, ihre alte »Fehde« in der Form eines gemütlichen, ungefährlichen und trotzdem kraftraubenden Fußballkampfes beizulegen. Um die erhitzten Gemüter immer im Zaune zu halten, wurde Grenzpolizeikommissär Krajnovif zum »unparteiischen« Schiedsrichter berufen. Er entledigte sich mit Gesten, die eher an das Anschlägen eines Revolvers erinnerten — seiner Aufgabe in bester Weise. 40-jäHrige Maturafeier Am 8, Juli 1937 feierte der Jahrgang 1897 der Lehrerbildungsanstalt in Maribor im Garten der Gambrinusrestaura-tion seine 40jährige Maturafeier. Von den damaligen 20 Kameraden nah men alle noch lebenden, 14 an der Zahl, an der Feier teil und zwar aus Oster-reichrMedwed Josef, Bundesbahnoberinspektor i. R. Graz, Schnur r e r Theodor, Bundesbalmoberinspek-tor i. R. Wien, S c h a m p Alois, Sekretär im Bundeskanzleramt Wien, Z m erescheg Franz, Schuldirektor i. R. Graz. Aus Jugoslawien: H o h n i e c Anton, Gefangenhausdirek tor, Maribor, Irgolič Franz, Post u. Telegrapheninspektor i. R. Maribor, Bür ger der Vereinigten Staaten Nordamerikas, Slckovec-Udell, derzeit in Jarenina, Schulleiter i. R., C u e c k Josef, Loče, Klemenčič Josef, Pobrežje, Kos Stefan, Maribor, Majer Karl, Trbovlje 2, Marinič Mirko, Ptuj, P e i t 1 e r Josef und Žolnir Oskar aus Maribor. In ihrer Mitte begrüßten die Teilnehmer auch zwei Vertreter des befreundeten Jahrganges 1896: Tomažič Ivan, Bezirksschulinspcktor i. R. und Kompost Ernst, Schulleiter i. R. Die Schuhe einer Tänzerin Bon Margit W c r v c s. Da (büchen sie mir aus dem Fach meines Ävstümischrarckes entgegen, die roten, grünen, blauen und stf&crneu Sandaletten, die rosa Spitzei «ballet ts chuhe und die lustigen, ho chett Rohrstiefel, daneben, ganz in die Ecke gezwängt. cin Paar bescheidener, schwarzer Sepptrimngschuhe, an deren Sohlen dünne, metallene Platten schimmern und die ans ihrer SchsthseÄe Kaskaden von aufreizenden Rhythmen loszulasscn vermögen. Und wie mein Blick liebevoll jedes einzelne dieser Schichpaorc umfängt, kommt mir ttron sedem vertrauliche Antwort zurück. — „Weißt du iroch", flüstern die roten Sandaletten, „als mir dich üt lebensvollen Sprüngen der Mazurka von Chopin über die Bühne trugen? Oder hast du uns getragen?" Wir sind, weiß Gott, so vereinigt im Tanze, meine Schuhe und ich, daß man tatsächlich schwer bestimmen kann, wer hier der Herr und wer der Diener ist. Denn oft, wenn mir so bei einem Spruiiq die roten Dinger in die Augen blitzten, wußte ich deutlich, daß sie es sind, b*c mich während des Tanzens faszinieren und mir einen Mebermut einhauchen, der den tanzenden Fuß ins Unwirkliche recht. Der Kampf tobte zeitweise mit derartiger Heftigkeit, daß man die Akteure der Reihe nach schweißtriefend und atemholend zu Boden sinken sah. War das Spiel glück einmal den Eisenbahnern hold, so verstanden sich die Grünröcke durch die ihnen aus dem Blut kommende Verzöge-r-ngstaktik Vorteile hcrauszuschlagcn. Da die Situation immer brenzlicher wurde, entschloß sich der Spielleiter, die Partie »remis« zu erklären, indem er das Resultat mit 3:3 einfach dekretierte. Wie inan erfährt, soll das einzigartige Treffen ein schlimmes Nachspiel gehabt haben, so daß sich die Auswirkungen doppelt fühlbar machten. Hoffentlich brummte es nicht lange in den Köpfen der hitzigen Sportamateure ... sowie drei Kollegen der früheren Jahrgänge. Die Feier verlief in herzlichster und animiertestcr Stimmung. Die zufriedenen Teilnehmer versprachen, auch das 45-jährige Maturajubiläum in Maribor zu feiern. Verregneter Ferientag Eines Nachts ernxuht man von einem gleichförmigen, beharrlichen Rauschen. Es ist nicht das Rauschen des Meeres, das fernher über die Dünen kommt, auch nicht das leise, beruhigende Rauschen des Waldes, der fast zum Fenster hereinschaut — das energische Trommeln der Tropfen auf dem Fensterblech spricht eine deutliche Sprache . L . Am Morgen ist zum erstenmal in den Ferien der Himmel grau. Und fein und gleichmäßig sprüht der Regen herab und läßt Bäume und Büsche frisch erglänzen. Es nt kühl geworden. Im ersten Augenblick fielst man ein wenig enttäuscht und bekümmert aus — cin Regentag in den Ferien! Dann lächeln mir, atmen tief die frischere, kühle Luft ein und beschließen, auch diesen Regentag so gut wie cs geht auszunützen. Noch während man frühstückt, regnet es stärker — nein, cs lohnt nicht, jetzt fortzugehen. Aber sollte man den Tag nicht benutzen, um allerlei wichtige Dinge zu erledigen? Ta ist zunächst das Kartenschreiben, das ja unbedingt einmal erledigt werden muß. Während dieser Gedankengängc streift schnell mein Blick schräg in die Ecke zu den schwarzen Steppschuhen. Sie nicken mir voll Einverständnis zu; denn auch zwischen uns beiden besteht ein solcher Pakt gegenseitiger Bestrickung und Auspeitschung. Anders dte Blauen. Mit ihnen bin ich ins Traumland blauer Weltvergessenheit geschritten und sic mn schürzten mir in sanftem Dienen den Fuß und entwirf lichten seine Blöße. S>e nahmen mir den Boden unter den Füßen weg, sie verschwanden irgend wo in Wolken.. lind die Silbernen umschmeichelten in sanftem Leuchten meine Zehen und lugten in keuscher Koketterie unter dem Rocksaum der Prinzessin hervor, die in den fransen Launen eines Märchens schwebte. Aber die Grünen, die habe ich bewußt und herrisch zum weiten, wirbelnden, grünen Rock getragen und ihnen sichen tollen Schritt und jede Drehung aulfdiktiert. Meine Augen wandern dbfetts und ruhen versunken auf einem fotnttdlüa Mönchsgewand. Wie ein gotischer Turm baut sich vor meiner Seele der Choral von Bach hoch und mich umfängt der süße und heroische Schauer tiefer Gottverbuichenhcit. Der Leib ist durch asketische Verhüllung seiner irdischen Reize beraubt und demütig schreitet der nackte Fuß den Pilgergang. Das ist tiefste Erfüllung des tanzenden Fußes ht sei- lind man hat es bei den schönen Sonnentagen immer wieder verschoben. Nun sitzen mir behaglich in der geschützten Glasveranda, vor uns ein Dutzend Hübscher Ansichtskarten — und wir schreiben und schreiben! An Mutter und an Tante Anna, an Krügers und Onkel Paul und an Friede!, die mit Mann und Kindern ebenfalls verreist ist. Wenn ein halbes Dutzend Karten fertig beschrieben Hst. legen wir sie fächerförmig auf den Tisch und freuen uns über unsere Leistung. Vater hat sich ganz in die Zeitung vergra den und findet cs hier auf der Veranda einmal riesig gemütlich. Draußen erglänzt der Garten in neuer Frische, die Rosen Suiten und noch schwebt der letzte Hauch blühender Linden herüber von der Straße. Mutter ha! sich eine Näherei hervorgeholt. Es gibt leider auch in den Fercht einmal Strümpfe zu stopfen, und wenn das bewältigt ist. kann man sich mit einer hübschen Handarbeit bejchäfti-gen oder sich geruhsam in ein Buch, vertiefen. Die Kinder spielen Gesellschaftsspiele und allerlei Geduldspiele und sind anscheinend gar nicht so böse über den verregneten Fcrien-tag. Und endlich läßt der Regen nach. Man zieht den Regenmantel über und nimmt den Schirm, man zieht festes Schuhzeug an und wandert hinaus. Aus einmal ist aller Staub der glühenden Sommertage wie fortgeblalen. und man geht raschen Schrittes über den festen, feuchten Boden, freut sich über die reine Luft und steht endlich oben am Waldrand und schaut den Wolken nach, die über den grauen Himmel ziehen. Schon blitzt irgendwo ein kleines Stückchen Blau hervor, und der Wind schiebt die schweren Regenwolken wie Kulissen über den Horizont. Und auf einmal fühlen wir es: auch das ist ein großes Fc-riencrlebnis — wir möchten diesen Regentag in den Ferien nicht missen . . . m. Todesfall. Im Alter von 50 Jahren ij: der Bankbeamte i. R. Herr Leopold Tr i n f lcr gestorben. R. i. P.! m. Hcchschulnachricht. An der Technischen Hochschule in Graz erwarb Herr Negomir A r n cj c, ein Sohn des verstorbenen Ma-riborcr Professors Dr. Arnejc, das Inge-nicur-Diplom. Wir gratulieren! m. Meisterprüfung. Der Hafner Hermann Širc r, ein Sohn des hiesigen bekannten Häsnermeisters Lorenz Širce, legte dieser Tage die Meisterprüfung mit sehr gutem Erfolg ab. m. Tagung der (tzcnierbctrc'bcitbcn. Der Slowenische Gewerbeverein ladet auf diesem Wege die Vertreter aller (Mverbeorganisa-tionen zu einer wichtigen Zusammenkunft nein Ursprung und seiner kosmischen Schöp-futtgsverbundenheit vor Gott. Me leichtfertig und undemütig dagegen sind die rosa Ballettschuhe, die mir die Füße auf die äußerste Spitze locken und sic tragen und meine Seele in eine Sektlaune süßer Welt- und Schwereverachtung versetzen. Und die hohen bäurischen Rohrstiefel atmen einen Duft von Erde aus, von harmloser Fröhlichkeit unter Apfelbäumen und mutwillig gestampften Rhythmen. So sind die Schuhe einer Tänzerin tut Stück ihres Selbst. Sie sind die Stimmlage ihrer jeweiligen Tänze, ©te beseelen den tanzenden Fuß in geheimnisvoller Weise und zwingen ihm unzählige Verwandlungen auf. Sie lassen ihn lächelnd und rasend, schluchzend und tastend durch das Land seiner getanzten Träume ziehen. Ich schließe den Echrattk. Nun ist det Zauber wieder gebannt. Hinter dem matten Holz der Schleiflacklüren schlafen sie weiter, die bunten Dinger mit ihren sensiblen Sohlen. Bis ich wieder eines Tages fröhlich und ernst zugleich in ihr dunkles Schlasge-titoch ciiibrcchc und ein Stück nach dem anderen in einen großen Koffer packe. Der rattert dann im D-Zug als treuer Begleiter über meinem Haupte im Gepäcknetz. Und abends, auf den Brettern der Bühne, in der beschwörenden Glut der Scheinwerfer, erwachen wir alle zum seligen Fest unseres .Gesanges an das Leben. Opfer des Alkohols TRAGISCHER AUSGANG EINER BLUTIGEN RAUFEREI IN KOŠAKI. ein, -die am Mttteixh, den 14. L. um hak) 20 Whr im VereinÄokal, Betrhrfska ulica 11, 1. -Stock, stattfinden uvird. Zur Aussprache gelangt die Gewerbeausstellung anläßlich der heurigen Festwoche. m. Lebensmüde. In Ruše tränt der 22jäh-tige Arbeitslose Anton R -a p-c i c -in selbstmörderischer Absicht Lysol und erlag bald darauf der Vergiftung. m. Anaefchiueumrtc Leiche. Irr ©puhlch unterhalb- Ptuj wurde die Leiche eines etwa 20-jährigen Mannes angefchwemmt. Die Identität des Toten konnte noch nicht festgestellt werden. Beim Toten wurde ein Taschentuch mit dem Monogramm A. R. vorgefunden. m. ütabinemerber «uf der Matt boter Insel. Zu der letzten Zeit mehren sich auf der Mari iborer Insel die FMe von Kabinendieb-stahlen. So entwendete ein noch nicht eruier» ter Kabinenmarder am Sonntag dem Lokomotivführer Karl P e t e j a n aus Studenci die Geldtasche mit 500 Dinar Inhalt. Dem Hotelier K o m a u c r aus Dravograd wurden die Schuhe und die Kassenschlüs ict „geflaut". Dem Tater wären 20.000 Din. in die Hände gefallen, wenn der Bestohlene das Geld nicht bei der Hauptkasse des Jnse!-bades deponiert hatte. Einem Arzt wurden die Schuhe, das Hemd und noch einige andere Gegenstände gestohlen. m. Bon einem Radfahrer umgcraunt wur de gestern in der Mckscmdrova cesta die 13-:ihrige Johanna Schönwetter, wobei sie ichwere innere Verletzungen erlitt. * Bekanntmachung der Eröffnung des Geschäftszubaues für die Konfektionsabteilung des Handelshauses Anton M a-c u n in Maribor. Interessante Ausstellung aller Konfektionsartikel im verlängerten Gange. Bei dieser Gelegenheit erhält jeder Barkäufen bis 8. August einen 5°/oigcn Ausnahmsnachlaß. 7272 m. Nach Bled und Bohinj fährt der „Put-uik"-Autobus am 47. und 18. d. Fahrpreis 190 Dinar. m. Rund um den Bachern. Der „Putnil" veranstaltet am 25. d. eine Autocarfahrt ' und um den Bachern. Fahrpreis 75 Dinar. m. BSdcrbejuch mit dem „Putmk"-A»to-car. Eine besonders genußvolle Sonderfahrt veranstaltet der „Putnit" am Sonntag, den 18. d. Die Fahrt geht nach Rogaška Slatina itab dann weiter nach Rimske Toplice und Laško. Fahrpreis 85 Dinar. m. Wetterbericht. Maribor, 12. Juli, 8 Uhr: Temperatur 19. Barometerstand 732, Windrichtung OW, Niederschlag 0. m. Feuerwehrtomdola in Pobrežje. Die Freiwillige Feuerwehr in Pobrežje veranstaltete gestern ihre alljährliche Tombola, hic sich auch diesmal eines ^ ausgezeichneten Besuches erfreute. Die erste Tombola 1500 Dinar in bar gewann der Hilfsarbeiter Leo vold Fleisch h a 6 c r. Die Gewinner der übrigen Tombolapreise waren die Näherin Elisabeth ©trabt (Fahrrad), der Schuh machcrgchilse Josef Koder (Fahrrad), die Näherin Marie Wagner (Fahrrad), die Arbeiterin Rosalie Mieter (Mchengeschirr), der Tischlergehilfe Johanu Vaupotič (Stoff), die Arbeiterin Marie žižet (Stoff), der Han delsangestellte Max .Kitnt (Brennholz), der Lehrling Franz Črcšnjar (Mehl) und der Malergehilfe Josef Bibič (Leder). m ii m !■ im mm ■ ■ininwnnTmm --------------- * Bei Frauen, die jahrelang an erschwer-lern Stuhlgang leiden, weist der Gebrauch des natürlichen „Franz-Jofcf"-BiktcrwasscrS Tiih und abends je ein Viertelglas — ganz ausgezeichnete Erfolge auf. Selbst die emp-midlichstcn Patientinnen nehmen das „Franz Josef"-Wasser gern, weil eine wohltuende Wirkung schon nach kurzer Zeit ciniritt. Od min. $oc. pol. nar. zdr. S. br. 15—185 od 25. V 1935. nt. Die nächste Maria-Zeller Fahrt des „Putnik" findet am 14. und 15. d. statt. Fahrpreis samt Visum 200 Dinar. Anmeldungen im „Putnik"-Mro. m. Mit dem „Putnil" aus den Grotzglock-Her. Die nächste Großglockner-Fahrt des „Putnit" findet in der Zeit vom 18. bis 21. Juli statt. Das Gesamtarrangement der Fahrt, die auch Zell am See. Salzburg und St. Wolfgang berührt, kommt auf 1000 Dinar zu stehen, wobei alle Auslagen (Fahrt, Visum, Nächtigung, Verpflegung. Trinkgelder usw.) inbegriffen sind. Es empfiehlt sich, die Anmeldungen rechtzeitig vorzunehmen Samstag abends trug sich in Košaki ein blutiger Zwischenfall zu, dem ein junges Menschenleben zum Opfer fiel. Mehrere Burschen zechten in einem Gasthause in Počehova und tranken reichlich übers Maß. Gegen 22 Uhr begaben sich die Burschen, in deren Gruppe sich auch der 32jährige Bäckergehilfe Adolf B o ž n i lc aus Jelenče befand, auf den Heimweg. Da einige Burschen noch ein anderes Gasthaus aufzusuchen wünschten, kam es zu einem Wortwechsel, der gar bald zu einer wüsten Schlägerei ausartete. Das Schick- ßus Mm i. Seinen sechzigsten Geburtstag feiert am 13. d. M. der Präsident der Jugoslawischen Akademie der Wissenschaften, Univ. Prof. Dr. Albert B a z a 1 a in Zagreb. Dr. Bazala nimmt in der Reihe der kroatischen Wissenschaftler — er ist Kulturphilosoph von Ruf — einen ganz hervorragenden Rang ein. i. Moslimische Beamte werden nicht in katholische Kirchen beordert. Kürzlich hat der Erzbischof von Sarajevo Dr. š a r i č einen Erlaß herausgegeben, wonach Mos-lims beim Betreten der katholischen Kirche den Fes abzunehmen haben. Das Ministerpräsidium hat nun der Banatsverwal tung in Sarajevo die Weisung erteilt, daß im Hinblick auf diese Verordnung moslimische Staatsbeamte nicht mehr als Vertreter des Staates in katholische Kirchen beordert werden sollen. Sollten sie jedoch trotzdem beordert werden, so brauchen sie der Aufforderung nicht Folge zu leisten. !. Der Bruder des Regenten Dr. Perovič ertrunken, ln Split ist der Bruder des königlichen Regenten Dr. Ivo Perovič, Krsto P c r o v i 6 beim Baden in Bačvice vom Hcrzsehlage gerührt worden, wobei er auf der Stelle tot liegen blieb. lu. Ein allslawischer pädologischer Kongreß findet in der Zeit vom 26. bis 28. August in Ljubljana statt. Im Rahmen dieses Kongresses werden Pädologcn aus Jugoslawien, Polen, Bulgarien und der Tschechoslowakei Fachvorträge halten. i. Ein kapitaler Delphin. Fischer von der Insel Koločep fingen durch Zufall einen über drei Meter langen Dcphin, der 500 Kilogramm wog. Dgr Fisch hat in der Fischhalle in Dubrovnik großes Aufsehen erregt, da sich die listigen Delphine in nur sehr seltenen Fällen einfangen lassen. Die Fischer hatten große Mühe, bevor sie den Fisch, der sich in ihre Netze verstrickte, erschlugen. i. Der Konkordats-Beratungsausschuß der Skupschtina ist durch Obmann Vojislav J a n j i č für D i c n s t a g, den 13. d. M. zu einer Sitzung einberufen worden. i. Schloß Mokrice nach wie vor im Besitze der Firma Berger. Die Firma Berger (A. G. für Holzhandel) erließ in den Zagreber Blättern eine Berichtigung, in der es heißt, daß Schloß Mokrice (Mo-kritz) nicht vom Zagreber erzbischöflichen Kapitel gekauft worden sei. Unrichtig sei ferner, daß der Kaufpreis 4,500.000 Dinar betragen habe. i. Der islamitische Vakuf-Mcarif-Tag hat in Sarajevo seine Arbeiten beendet und zehn Mitglieder als Wahlkörper für die Wahl des neuen Reis Ul Ulema (geistliches Oberhaupt im Rang eines Erzbischofs) bestimmt. i. Raubmord. Zwei noch nicht eruirte Raubmörder haben in Pitomača bei Viro-vitica in der Nacht zum 10. d. M. die 60-jährige Bahnbeamtenswitwe Therese Kola r i č in ihrem Schlafzimmer in brutaler Weise ermordet, worauf sich die vertierten Verbrecher nach Entwendung von Bargeld neben der Leiche an dem ebenfalls gestohlenen Selchfleisch gütlich taten. i. Eifersuchtsdrama, ln Zagreb hat sich die 26 jährige Privatbeamtin Anna Kovače v i č in der Wohnung ihres Verlobten durch einen Revolverschuß entleibt. Wie die Blätter durchblicken lassen, ist durch einen anonymen Brief die Eifersucht des sal ruhte nicht, wieder blitzten nach verabscheuungswürdiger Manier unserer Bauernburschen die Messer auf. Mitten ins Herz getroffen, brach Adolf Božnik blutüberströmt zusammen und starb, bevor ihm noch Hilfe geleistet werden konnte. Die Gendarmerie in Košaki leitete sofort eine Untersuchung ein und nahm unter dem Verdachte der Täterschaft zwei Burschen fest. Božniks Leiche wurde in die Leichenkammer des städtischen Friedhofes in Pobrežje überführt, wo heute die gerichtsärztliche Obduktion erfolgen wird. Verlobten derart aufgepeitscht worden, daß eine Aufklärung nicht möglich war. Das Mädchen wollte die Treue mit dem Tode unter Beweis stellen. iiAus Csiie v. Die Sternfahrt der Radfahrer nach Celje gestaltete sich zu einem großen Tressen der RadsahrsporKer von fern und nah. Bedauerlicherweise hielt das unsichere Wetter zahlreiche Gäste ab, sodaß auch mehrere Ren neu abgesagt werden mußten. Die Gruppe aus Ljubljana führte der junge Jule K a-8 i č an, der in 2:08.17 eine neue Rekordzeit auf der Strecke Ljubljana Celje her-aussuhr. Von den Rennfahrern aus Konjice erwies sich Franz Bertoncelj in 40.30 als der Beste. Die heimische Remisah-vcrelitc absolvierte ein Rennen von Celje nad) Vransko und zurück. Den ersten Platz besetzte Franz K e i t n e r in 1:35.15. Anschließend au die Sternfahrt trat der Jugo-ilawische Radsahrcrverband im Hotel „Hubertus" zu seiner Jahrestagung zusammen. Den Vorsitz führte Vizeobmann R o m i h. c. Rückgang des Fremdenverkehrs. Der Zug des Fremdenverkehrs nach Celje und den Fremdcnorten des ©aniitalcä unterliegt einem Gesetz, an dem selbst die schönste oder schlechteste Wetter periode nur eine allgemeine Veränderung herbeiführen kann. Diese Gesetzmäßigkeit läßt aus dem Verlauf der Vorsaison de» der Hauptsaison im großen und ganzen erkennen. Ganz allgemein mutz gc'cgt werden, daß in der Vorsaison und hcreingreifend in den Anfang der Sapon ein Rückgang des Frcmdenbesuches scstzu-stellen ist. Der Rückgang aber erstreckt sich nich nur aus Ausländer, sondern auch aus Volksgenossen aus anderen jugoslawischen Gauen. Bleibt Nim noch zu hoffen, daß die große Gewerbeschau iit Celje mit 'hren beiden Festwochen vorn 1. bis 15. August einen Wandel zum Besseren bringen wird. c. Feuerwehr-Bestandesfeier. Am 4. Juli fand, wie gemeldet, die 25jährige Gründungsfeier der Freiwilligen Feuerwehr in Gaberie. verbunden mit d. Bezirksfcuerwchr tag des Bezirksverbandcs Celje, unter Teilnahme von 30 Wehren des Bezirkes statt. Es waren insgesamt 400 Wehrmänner mit 12 Bannern erschienen. Besonderes Auf» ich eit erweckte der Feuerwehrnachwuchs aus Pobrežje bei Maribor unter Führung des .Herrn Rakuša. Die Ehrengäste, Vertreter der Behörden und Wehrtameraden wurden vom Präsidenten Konrad G o l o g r a n c begrüßt. Bürgermeister Alois Mihelčič als Schirmherr der Jubelfeier und Feuerwehr» Gausekretär Bervar hielten Ansprachen au die jubelierende Feuerwehr. Herr Konrad Gologranc, der der jubeliereuden Wehr feit ihrer Gründung angehört und sich in den 25 Jahren um das Feuerwehrwesen große Verdienste erworben hat, erhielt als Ehrenzeichen einen Kranz aus fünfzig silbernen Lindenblättern, von denen jebCj einen Namen aller bisherigen Wehvmitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Gaberje trägt. c. Von der Handelsschule. DP Einschreibungen in die staatliche zweit lässige Handelsschule in Celje finden am 1, 2. und 3. September zwischen 8 und 11 Uhr vormittags statt. In die erste Klasse werden Absolventen von vier Mittelschultlassen (©vrnita» sinnt, Realgymnasium und Realschule) mit 'kleiner Reifeprüfung und Absolventen einer vierklassigen Bürgerschule unter 17 Jahren ausgenommen. Sckniler(inuen) die zwischen dem 17. und 19. Lebensjahr stehen, können nur mit Erlaubnis der Banatsvehörde ausgenommen werden. In die zweite Klasse, hut-Hmo M^geromaBmXit.iii 111 iiiiibmbmm——nillWIll—bw Burg-Tonkino. Bis einschließlich Dienstag der pikante und zugleich packende französische Liebesfilm »La Garconne« mit Marie Bell. — Mittwoch und Donnerstag der amerikanische Großfilm »Genug der Frauen« mit Joan Crawford. — Demnächst »Irene«. Union-Tonkino. Der große Kriegs- u. Spionagenfilm: »Spionin T 13«. Eine Spionageaffäre und Liebesgeschichte aus der Zeit des Weltkrieges an der deutschfranzösischen Front. Spannende Handlung, wunderschöner Inhalt und kolossales Spiel. — Es folgt die Reprise »Moskau—Schanghai« mit Pola Negri. werden alle jene Schüler(innen) ausgenommen, welche die erste Klasse einer Handels» schule mit Erfolg beendet haben. Die Aufnahmemeldungen sind in den Tagen vom 25. bis 98. August bei der Direktion einzureichen. Sie müssen mit einer 10-Dinar ©te m pelina istc versehen sein, ferner ist ihnen das letzte Schulzeugnis und der Taufschein beizulegen. Ant 30. August bekommen dann die Bewerber den Bescheid, ob sie sich bei der ordentlichen Einschreibung einfinden »ürseit oder nicht. Alles Nähere auf dem Schwarzen Brett der Anstalt. Das Programm der „putnik" Ausflüge mit modernen Auto cars Das Reisebüro »Putnik« veranstaltet in der nächsten Zeit nachstehende Autocar-Ausflügc: 14.—15. Juli: Nach Mariazell. 2 Tage. Fahrpreis samt Visum 200 Dinar. 17.—18. Juli: Nach Bleck und Bohitr 2 Tage. Fahrpreis 190 Dinar. 18. Juli: Nach Rogaška Slatina, Rimske Toplice, Laško /und Celje. 1 Tag. Fahrpreis 85 Dinar. 25. Juli: Zum Wörthersee. 1 Tag. Fahrpreis samt Visum 150 Dinar. 25. Juli: Rund um den Bachern. 1 Tag. Fahrpreis 75 Dinar. 1. August: Rund durch die Slowenischen Büheln. 1. Tag. Fahrpreis 75 Din. 7.—9. August: Auf den Großglockner. 3 Tage. Gesamtarrangement 850 Dinar. 14.-15. August: Nach Mariazell. 2 Tage. Fahrpreis samt Visum 200 Din. 15.-21. In die Hohe Tatra sowie nach Bratislava, Pistyan und Brünn. 7 Tage. Gesamtarrangement 2000 Dinar. 22. August. Nach Rogaška Slatina, Rimske Toplice, Laško und Celje. I Tag. Fahrpreis 85 Dinar. 22.-25. August. Auf den Großglockner und nach Salzburg. 4 Tage. Gesamt-arrangement 1000 Dinar. Prospekte, Informationen und Valutabeschaffung im »Putnik«-Reisebüro Ma-ribor-Celje. m. Zum Wörthersee fährt der „Putnit" Autocar am 25. Juli. Fahrpreis 150 Dinar samt Visum. Anmeldungen im „Putnik"-Büro Maribor und Celje. m. Nach Graz fährt der „Putnd"-Anto-car am 21. Juli. Fahrpreis samt Visum 100 Dinar. Fm« Hausmä h. Gefüllte Eier im Nest. 4 bis 5 hartgekochte Eier werden der Länge nach halbiert, das Gelbe mit etwas Oel, Senf, Salz und Pfeffer zu dicker Soße verrührt, mit 15 Dekagramm Rollschinken vermengt. Damit werden die Eihälften gefüllt; tein-geschnittener grüner Salat wird in einer Glasschüssel in Nestform angerichtet, die gefüllten Eier hineingesetzt. H. Spinat aus italienische Art. Man kocht Spinatblätter im ganzen in Salzwasser, lässt sic sehr gut abtropfen, schwenk sie dann in zerlassener Butter (Margarine), bestreut sie mit weißem. Pfeffer und serviert mit viel geriebenem Hartkäse. Versuch. »Was, heute gehen Sie 'angeln? Heute, am Freitag? Das ist doch ein Unglückstag!« - »Ja, ich will mal feststellen, ob es auch einer für die Fische ist!« ■□■DBDemnwonnMnenaoaoeOHDM □ □ ■afflnHDEasDHORoeiDBaBonoBOHD« LH empfiehlt: Stabilisierung der Devisenkurse aus Goldbasis In der Entschließung des dieser Tage in Berlin stattgefundenen Kongresses der Internationalen Handelskammer betreffend die Währungspolitik, wird u. a. ausgeführt, daß nach Ansicht der Internationalen Handelskammer die Notwendigkeit einer Stabilisierung der Devi-s e n t n r j e a n s G o l d b a s i s bestehe, um damit einen wirksamen Wiederaufbau der Weltwirtschaft zu erzielen. Die Internationale Handelskammer bestätigt die sowohl in der Dreimächte-Erklärung vom September 1636 als mich in dem Zusatzabkommen vom Oktober 1936 zum Ausdruck gebrachten allgemeinen Grundsätze. Sie schließt sich ferner der in der Erklärung zum Ausdruck gebrachten Hoffnung an, daß keine Währungsabwertung vorgenommen werde, um dadurch- übermäßige Wettbewerbs-Vorteile zu erhalten und somit den Versuch zur Wiederherstellung stabiler wirtschaftlicher Verhältnisse zu hemmen. Der Vorteil aus einer Währungsstabilisation würde sich erhöhen je mehr die Zahl der eine solche Stabilisierung vornehmenden Länder zunchmen würde. Die Wiüderherstellung des Vertrauens sei notwendig, um den Mechanismus des internationalen Kreditverkehrs wieder in Gang zu setzen, so daß mit Hilfe der zunehmenden Währungsstabilität ' und der Vermehrung der'Geldreserven der meisten Gläubigerländer langfristige Anleihen und Kredite zur Finanzierung des Handels frei gewährt werden konnten. Zu diesem Zweck müßten die bestehenden Hemmnisse des internationalen Kreditverkehrs beseitigt werden. Die Internationale .Handelskammer empfiehlt den vollen Einsatz zur Steigerung des Einflusses der in der Dreimächte-Erklärung dargelegten Grundsätze. Es müsse jedoch anerkannt werden, daß die Schaffung eines zusriodenlstellenden internationalen Währungssystems eine dauerhaftere Bäsis erfordere, als sie durch ein Abkommen mit beschränkter Währung, das außerdem kurzfristig kündbar ist, geschaffen werde könne. Die Internationale Handelskammer vertraue darauf, daß sich noch mehr Länder dazu entschließen würden, sobald als durchführbar das erforderliche Gleichgewicht zwischen ihrem Preisniveau und ihren Wechselkursen vorzunehmen, wodurch eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Aufhebung der Devisenkontrolle und den Beitritt zu den Grundsätzen der Dreimächte-Erklärung als einer Basis für internationale Abkommen geschaffen würde. Wichtigste Bedingung sei die Beibehaltung eines Haushalts-Gleichgewichts. DaS Steigen der Warenpreise in den letzten Jahren habe die Wiederherstellung einer Gleichgewichtslage sowohl auf internationalem Gebiet als auch innerhalb gewisser Länder ermöglicht. Diese Wiederherstellung des Gleichgewichts würde auch durch die Steigerung der Goldproduktion unterstützt, die ebenfalls dazu beigetragen.habe, die Liquidität der Länder, denen das Gold zugeströmt sei, zu. - erhöhen und Ländern mit unzureichenden Goldreserven die Möglichkeit gegeben habe, ihre Geldreserven in dem Maße, in dem ihr Handel eine Steigerung, erfahre, zu vermehren. Die Besorgnisse, einer Goldknappheit sei nicht 13ehr begründet. Die rasche Steigerung der Goldproduktion und die Freigabe des gehorteten Goldes hätten aber zu außer ordentlich großen Vorräten geführt. Es hätten sich einige wichtige Probleme ergeben, über die die maßgebenden Stellen der verschiedenen Länder miteinander Beratungen pflegen sollten. ■Die Internationale Handelskammer bringt erneut, ihre Ansicht zum Ausdruck, daß mit der Regelung des. Problems der internationalen Schulden...politischen Ursprungs befaßten Regierungen sich über die Lösung dieses Problems endgültig verständigen -sollten, da diese Frage für die Wiederherstellung eines geordneten Währungssystems von grundlegender Bedeutung sei. Zusammenfassend stellt die Internationale Handelskammer fest, daß ein Bedürfnis nach einer Stabilisierung der Währungen auf Goldbasis bestehe. Eine allmähliche Abschaffung der Zwangsvorschristen. eine stetige Annäherung an den Zustand der Währung stabilität, eine Wiederaufnahme der internationalen Zusammenarbeit in der Wäh rungspolitik einschließlich einer Lösung de-Problems der internationalen Schulden politischen Ursprungs seien die Basis der fortschreitenden Wiederherstellung einer ratio mitten Währungsordnung. rer. am 1. Juli 34,192.000 Acres bepflanzt (am 1. Juli des Vorjahres war das Areal 30,621.000 Acres). Da der Durchschnitt in den letzten Tagen veröffentlichten Privatschätzungen 34,641.000 Acres lautete, wirkte der Regierungsbericht leicht preisbefestigend. —- Der Newyorker Markt reagierte mit einer Kurssteigerung von rund 25 Punkten; in Liverpool schlossen die Termine neuer Ernte um rund zehn Punkte höher als am Vortage. Bankensamemng durch BusSanbanleihe? Aus Beograd wird gemeldet: In letzter Zeit ist wiederholt auch an maßgebendem Orte über die Sanierung des jugoslawischen Bankenwesens gesprochen wurden. In den Kreisen, die die Sanierung des Bankenwesens angeregt haben, ist man zu der Ueberzeugung gelangt, daß eine Sanierungsaktion ohne staatliche Hilfe nicht durchgeführt werden kann. Dies beweist auch die Erfahrung, denn in allen Staaten, wo das Bänken-wesen saniert werden mußte, hat der Staat eingreifen und die Verluste des Bankewesens teilweise übernehmen müs sen. In den meisten Fällen sind die Banken sogar durch Vermittlung einer besonderen staatliche Anstalt saniert worden. An maßgebender Stelle ist man der An sicht, daß diese Frage auch 111 Jugoslawien nicht anders gelöst werden kann. Aus diesem Grunde ist der Vorschlag, daß mit staatlichem Kapital eine besondere Anstalt gegründet werden soll, die Schuldverschreibungen mit staatlicher Garantie begeben würde, günstig aufgenommen worden. In Bankenkreisen ist man der Ansicht, daß man zur Gesundung des jugoslawischen Bankenwesens unter annehmbaren Bedingungen im Auslande eine Anleihe aufnehmen müßte, die ungefähr 2 Milliarden Dinar betragen müßte, um ihre Aufgabe erfüllen zu können. Aber auch damit könnten nicht alle Banken saniert werden, man müßte vielmehr eine Auswahl treffen. In erster Reihe kä- men größere Banken in Betracht, die sich jedoch verpflichten müßten, ihrerseits die kleineren Banken in ihrem Tätigkeitsbereiche zu sanieren. Eine weitere Maßnahme zur Sanierung des Bankenwesens erblickt mandarin, daß die Möglichkeit geschaffen werde, die Schuldverschreibungen der Priv. Agrarbank, die für 25 v. H. der Bauernschulden an die Geldanstalten ausgefolgt werden, zu 75 v. H. des Nenn wertes bei der Postskparkasse oder anderen großen Geldanstalten zu belehnen, oder falls die Banken sich bereit erklären sollten, diese 25" v. M. zu verlieren, die Schuldverschreibungen zu 75 v. H. ihres Nennwertes sofort in bar einzulösen. Auf diese Weise würde den Geldanstalten über 1 Milliarde Dinar zugeführt werden. Aus (Me* Mdi Im Tempel der Messertänzer Seltsame Eingeborenen-Sitten in Kairo»»«. Ein Teilnehmer an einem Tempeltanz tunesischer Sektierer erzählt, im folgenden von den seltsamen Tanzorgien der afrikanischen Eingeborenen. Die wenig bekannte Stadt Kairouan liegt unweit von Tunis, auf dem Gellet des antiken Karthago. In Kairouan gibt .es einen Tempel, in dem Sektierer sonderbare Gottesdienste abhalten. An gewissen Tagen sammeln sich dort Eingeborene und füllen den Tempel, der von. Lampen und Kronleuchtern erhellt ist, während ein wohlriechender Rauch zur Decke aufsteigt. Die Gemeinde beginnt. einen eintönigen Sang zur Begleitung von Tam-Dam-Klänge 11. Der Ober-Priester sitzt mit gekreuzten. Beinen auf einem Teppich vor einer Nische, in der e>n großes Licht brennt. Unaufhörlich trommelt er auf einer kleinen Pauke und leiert e’nen Refrain mit. Um ihn herum sitzen mehrere Priester, die gleichfalls 'sich Ärselbeu Pauken bedienen. Es "sind alles, dunkelbraune Männer in schneeweißen Burnussen. In der Mitte des Ringes steht ein Gefäß, das mit aromatischen Pflanzen gefüllt ist. die den Weihrauch erzeugen. Allmählich wird der Rhythmus belebter und die Anwesenden beginnen sich im Takt zu drehen. Immer schneller tvird der un- heimliche Tanz, bis er sich zu einer bacchantischen Raserei steigert. Auf dem Höhepunkt der Ekstase ziehen die halbnackten Männer Dolche. und Sab Hl.. heraus' '.sind steche,, .sich, während sie sich im "Höllcntauz. schwingen, ins Fleisch. Sonderbar! Man hört keinen Schmerzensschrei und man sieht nich einmal" einen Tropfen' Blut.-Das Beispiel der Messerstecher zündet Immer wilder zücken die Dolche, indessen einige der Fanatiker sich stechen, tanzen andere ans der SchnHde von krummen Säbeln. Wieder andere braune Männer werfen Skorpione aus den Boden. Andere lassen Schlangen los.. Der Lärm wird allmählich unerträglich.' Die Sektierer krächzen, pfeifen, sohlen, brüllen, kreischen, meckern, heulen, gehen auf allen Weren, stehen auf dem Kopfe Es ist ein unheimliches Schauspiel.für einen Europäer, wenn er Gelegenheit ijaf sich in den Tempel zu verirren. Die ganze Hölle.scheint los.' Aber dann aus-einmal fallen die erschöpften Menschen um und liegen wie leblos auf dem Boden, auf dein giftige Schlangen und Skorpione Yernmkriechen — ohne seltsamerweise den Menschen Schäden anzutun. Die Priester sammeln Dolche und Säbel, die gewissermaßen zum Inventar des Tempels gehören. Allmählich .kommen die Teilnehmer der grauenvollen Zeremonie zu sich und verlassen torkelnd die Stätte dieser w'-lden Ekstase, die ihren.Ursprung in den ewig undurchdringlichen Geheimnissen des Orients hat. Heitere Ecke Vergleich. Ein kleiner Junge sagt zu seinem Vater: »Vater, du siehst gerade so aus, wie ein Löwe.« Erstaunt fragt der Vater seinen Sohn: »Hast du denn schon einen Löwen gesehen?« »0 ja. Als neulich der Kameltreiber hier war, da. saß. ein. Löwe auf dem Kamel.« »Dummer junge, das war ja ein Affee!« »Ja, gerade so siehst du aus.« Däs Mittel. »Den ganzen Tag jammert meine Frau über irgend eine angebliche Krankheit!« beklagt sich Bims bei einem Bekannten. »Haben Sie denn schon etwas dagegen getan?« — »Ja, doch! Ich habe mir seit gestern die Watte in die Ohren gestopft!« DIE DREI MUSKETIERE X Erneuerung des tschechoslowaki sehen Porzellankartells. Die tschechoslowakische Porzellanindustrie hatte. mit Wirksamkeit vom 1. Jänner. 1934 ein Preis abkommen für den Inlandsmarkt geschlossen, das mit Gültigkeit vom 25. Mai 1935 zu einem konkreten Kartellausbau führte. Diese Vereinbarung lief am 21. Dezember 1936 ab und wurde provisorisch bis 30. Juni d. J. verlängert. Die während dieses Provisoriums eingeleiteten Verhandlungen führte« zu einem definitiven Kartellabkommen, das für die Porzellanindustrie nunmehr unkündbar bis 31. Dezember 1942 läuft. X Erste amtliche Baumwollarealschät-zung. Nach dem ersten veröffentlichten diesjährigen Bericht über die Baumwollernte in den Vereinigten Staaten wa- i » Der- König nimmt Abschied von seinen Kindern Der König faßte sich und bat den Bischof um die letzte Lossprechung. Dann verlangte er seine Kinder zu sehen. Man ließ sie holen, inid in der Zwischenzeit lauschte er in tiefen Gedanken auf den Lärm, der draußen vor j dem Fenster und um das Schafott herum anhub. Endlich kamen die Kinder: die Prinzessin Charlotte und der kleine, neunjährige Herzog von Goucester. Dem König wollte das Herz brechen; er nahm sich aber zusammen und zog das kleine Mädchen an sich heran. Er sprach liebevolle und ermunternde Abschieds worte und nahm dann seinen Sohn aufs Knie. »Mein Junge«, sagte er, »du hast da drau-i ßen alle die vielen Menschen gesehen, die deinen Vater umbringen wollen. Sie haben dich in ihrer Gewalt. Vielleicht werden sie dich eines Tages zum König ausrufen ohne Rücksicht auf deine beiden Brüder, die älter sind als du. Tu es nicht mein Sohn. Verspreche mir, daß du dir die Krone nicht aufs Haupt setzen willst,- bevor du gesetzlich dazu berechtigt bist. Tust du es doch, läufst du Gefahr, sowohl Krone als Kopf zu verlieren.« Der Junge reckte sich stolz: »Ich schwört} es, Vater!« Darauf küßte der König seine Kinder zum Abschied, worauf Bischof Juxon sich mit ihnen entfernte. wd votliSomUm v* in otmum ausgeträuml... SAŠK GEWINNT AUCH DAS RÜCKSPI EL GEGEN »ŽELEZNIČAR«. — »JEDJN-STVO« UNI) SAŠK IM FINALE DER LIGAQUALIFIKATIONSKÄMPFE. Die Scmifinalrundc der Qualifikations-kämpfc um den Eintritt in die jugoslawische Nationalliga bestimmte »Želczni-čars« weiteres Schicksal: der Ligatraum ist ausgeträumt! Man begleitete den Start unseres Meisters in dieser Konkurrenz mit soviel Hoffnungen, daß man heute •ein unerwartetes Ausscheiden uni so mehr bedauert. Noch glaubte man nach dem Doppcierfolg gegen »Slavija« in »Železničar« den zukünftigen Ligakandidaten gefunden zu haben, als plötzlich die Schlappe von Sarajevo allen Wünschen cm jähes Ende setzte. Selbst der Wunsch nach einer Revanche für Sarajevo blieb unerfüllt, denn SAŠK gewann auch die gestrige Partie! Der Kampf gehört gewiß zu den denkwürdigsten Ereignissen auf heimischem Boden. Die Gäste entpuppten sich als ganz große Fußballkünstler, die gewiß noch von sich reden machen werden. Insbesondere in der zweiten Hälfte des ereignisvollen Kampfes fiel das überragende Können der SAŠK-Mannschaft ganz besonders auf. Man sah bereits die Eisen bahner einem knappen Sieg zusteuern, als plötzlich die Gäste zum letzten Angriff übergingen und das Spiel doch noch aus dem Feuer rissen. »železničars« Leuten mangelte cs vor allem an Routine, obgleich einige Leute ganz ausgezeichnete Einzellcistungen bo- ten. So war P a u 1 i n. der behende Stürmer der Blauweißcn, wieder einmal der Held des Tages. Sein blitzschnelles Auftauchen brachte wiederholt die gegnerische Hintermannschaft in größte Verwirrung. Er war es auch, der alle Treffer für seine Mannschaft erzielte. Von den übrigen ist noch F r a n g e š im Zentrum des Mittelspieles zu nennen, der nach längerer Pause wieder einmal aktiv in die Ereignisse eingriff. Paulin brachte in der 20. und 23. Minute »Železničar« mit 2:0 in Führung u. erhöhte den Stand wenige Minuten später, nachdem auch die Gäste zu einem Treffer gekommen waren, auf 3:1. Jetzt setzte erst so richtig die Maschinerie der gegnerischen Stürmerreihe ein, aber trotz dem beschlossen die Eisenbahner führend mit 3:2 die Halbzeit. Nach Seitenwechsel dominierten abermals die Gäste und in diesem Spielabschnitt glückte ihnen auch der Einstand. Noch einmal riß sich Pauli- zusammen und sein Fernschuß landete sicher im Netz. SAŠK holte aber auch diesen Vorsprung auf und erzielte fünf Minuten vor Schluß den siegreichen fünften Treffer. Mit 5:4 (2:3) sicherten sich die Gäste den Eintritt in die Finalrunde, wo sie mit dem Bcograder SK. Jedinstvo Zusammentreffen, der gestern gegen »Vojvodina« mit 4:2 die Oberhand behielt. nek besetzten den zweiten bzw. dritten Platz. Gestern, Sonntag, wurde die letzte Etappe von Ruščuk nach Varna gefahren. sgyrapQfiiiole des D-Ms-Ezm DEUTSCHLAND BESIEGT DIE TSCHECHOSLOWAKEI DEUTSCHLAND DAVIS-CUP-ANWÄRT ER. 4:1. USA UND Im großen Rot-Weiß-Stadion zu Berlin ^ wurde bereits Samstag der Finalkampf i der Europazone des Davis-Cup entschieden. C r a m m-H c n k c 1 schlugen Hoch t-C a s k a (letzterer war an ' Stelle des unpäßlichen Menzel angetre- ( ten) mit 6:1, 6:2, 10:12, 6:0. Hicmit halte Deutschland den dritten Punkt erlangt und sich den Eintritt in das Interzonenti-nale gegen USA verschafft. Gestern wurde von den beiden restlichen Spielen nur das Match zwischen C r a m m und Hecht ausgetragen. Gramm siegte in drei Sätzen 6:3, 7:5, 6:2. Da H e n k c 1 gegen Menzel nicht antrat, wurde der Punkt den T schechoslowaken gutgeschrieben, sodaß der Endstand 4:1 zugunsten Deutschlands lautet. Die Begegnung zwischen Deutschland und USA wird auch den Gewinner dieser größten Tennistrophäe ermitteln, da England ohne Pcr-ry kaum einen ernsten Widerstand zu leisten imstande sein wird. 44 Steuer Tennisfim „Rapids DAS DAMENTEAM AUS KARLOVAC 4:1 GESCHLAGEN. — »RAPIDS« HERREN UND DAMEN IM INTERZONENFINALE DER JUGOSLAWISCHEN TENNISKLUBMEISTERSCHAFT. Im Kampfe um die jugoslawische Tennisklubmeisterschaft absolvierten Samstag und Sonntag »Rapids« Damen das Finalspiel der Zone A. Als Gegnerinnen traten die Damen Alma Bival und Blanke Steiner vom Tennisklub Karlovac auf, die trotz eifrigster Bemühungen den neuerlichen Erfolg der heimischen Vertreterinnen noch vereiteln konnten. Frl. Emniy L i r -zer behauptete auch diesmal ihre Meisterschaft und schlug beide Gegnerinnen überzeugend. Frau Steiner unterlag ihr mit 6:1, 6:1 und Frau Bival mußte mit 6:4, 6:3 ihre Ueberlegenheit anerkennen. Fr. č u t i č gewann das Match gegen Frau Steiner mit 6:3, 6:4 recht rasch, hatte aber gegen Frau Bival im entscheidenden Augenblick großes Pech, das sie auch um den Sieg brachte. Frau Bival, die eine recht gefällige Leistung bot, siegte mit 7:5, 4:6, 8:6. Im Doppel ga ben Fr. Lirzer und Frl. čutič an die Gegnerinnen den ersten Satz ab, gewannen aber dann sicher mit 4:6, 6:1, 6:2. Der Endstand lautet somit 4:1. Dm Mitropa-Sup-Gpiele Von den vier Kandidaten für das Halbfinale des Mitropa-Cup stehen nur zwei test: »A u s t r i a« und »Lazi o«. Die Wiener »Austria« traf gestern in Budapest mit »Ujpest« zusammen und siegte mit 2:1 (2:0). »Lazio« aus Rom mußte zwar in Zürich seitens der »Graßhoppers« mit 3:2 (2:1) eine knappe Niederlage hinnehmen, dennoch rückte die Mannschaft, die das erste Spiel mit 5:1 gewonnen hatte, in das Semifinale vor. Das dritte Spiel, das gestern in Wien vor sich ging, sah die •Vienna« mit 1:0 gegen »Ferencvaros« siegreich. Da im ersten Spiel die Budape-ster mit dem gleichen Resultat die Ober- hand behalten hatten, ist nun noch ein drit-t-~ Spiel notwendig. Etappenrennen Gofia-Varna Im großen Etappcn-Radrennen von Sofia nach Varna holte sich G r g a c in der ersten Etappe Sofia—Pleven (190 Kilometer) den Sieg. Es folgten die Bulgaren Georgijev und Nenov sowie Prosinek u. Gartner. Die zweite Etappe von Pleven nach Trnovo (112 Kilometer) sah den Bulgar Genov vor Prosinek, Debel-čanski (Bulgarien) und Grgac siegreich. Die dritte Etappe Trnovo—Ruščuk schloß mit einem Sieg des Bulgaren Konstantinov. Grgac und Prosi- Tneftmer Schwimmer in Ljubljana Samstag abends trafen in Ljubljana im Kampfe um den Adria-Pokal die Schwimmer der »Ilirija« und der »Tricstina« aus Triest aufeinander. »Ilirija« feierte mit 61:48 einen beachtenswerten Sieg. Die Ueberraschung des Tages war der Sieg des jungen Schell über Will a n im Rückenschwimmen über 100 Meter. HuSiue-Chmäk „2000 Jahre deutsche Kultur" Feierliche Eröffnung des „Hauses her Deutschen Kunst" in München. — Groge Kunstausstellung. Fcstumzug „2000 Jahre deutsche Kultur". Aus Berlin wird gemeldet: In den Ingen vorn 10. dis 1.8. Juli wir#) in München das „Haus der Deutschen Kunst" zugleich mit der Grasten Deutschen Kunstausstellung ;n seinen Räumen eröffnet werden. Die Feierlichkeiten werden zu einer Kundgebung der Deutschen Kultur in größtem : Rahmen ausgestaltet werden und in einem ! Festzug „2000 Jahre deutsche Kultur" gßr I 'ein. Das Hans der Deutschen Knust, zu dem j Adels H'ller schon int Jahre 1933 den : Grundstein legte, erhebt sich mit Südrande I des Englisch,'» Gartens in München. Im Rohbau schon lange fertig, ist es mit 'einer langen Front hellgrauer Säulen von der > enuun'iitalen Einfachheit, d'e die Bauten dfv Dritten Reiches Bestimmt und dein Wollen der Zeiten einen gemäßen Ausdruck geben soll. Darum war auch keine andere stobt des Reiches je geeignet, dies Gebäude j in ihren Mauern zu bergen, als die „Kunst-, stadt" München mit ihrer alten künstlerischen Tradition. j Seht inan ab von dem Kern der Stadt, . in der die Frauenkirche, als Zeuge gotischer Baugesinnung, auf ein Gewimmel von alten Häusern und Kirchen niederschaut, in denen der Barock vorherrscht, so ist doch die Stadt zum größten Teil, besonders ihr Nordteil, Bestimmt durch die Bauten der Aera Ludwigs 1.. dessen Pläne rücksichtslos ben Erfordernissen der großen Form untergeordnet und oo-m Willen zu klassischer ‘Monumentalität bestimmt sind. Im Schatten dieses königlichen Bauherrn konnte ein Architekt wie Menze seine Pläne in einem Umfang verwirklichen, wie es seitdem kaum mehr einem Künstler in Deutschland gestattet war. München verdankt ihm den Ban der Glyptothek das Odeon u. bk Alle Pbnako-thek, um nur die wichtigsten zu nennen, samt (ich in klassizistischem Stil. Weitere monumentale Bauten schlossen sich an, so die 1840 erbauten Propyläen, und die Ruhmeshalle Hinter der Bavaria auf der Dheresienwiese. Kletrzes Nachfolger war Gärtner, der an der um diese Zeit projektierten Ludwigsk'r-che Beginnt, so daß die Ludwigsstraße, nicht zuletzt durch die wundervolle StaatsBPMio» thet und das Gebäude der Universität zu einem in Deutschland ganz einzigartigen einheitlichen Akkord von Weiträumigkeit und Monumentalität wird. Wer München kennt, wird zngeben müssen, in wie glücklicher Weise die allerneneste Zest -den Geist jener Generationen vor 100 Jahren verstanden hat und ihre Traditionen weiter fortführt, nicht nur am Englischen Garten im Hause der Kunst, sondern auch auf dem „Königlichen Platz" mit seinen monumentalen Bauten des Dritten Reichs. Eingeleitet werden die Festlichkeiten am. 16. Julj durch eine Kundgebung im Kongrestsaal des Deutschen Museums in München, dem sich am Nachmittag ein Presseempfang der in- und ausländischen Presse an schließt. Der Abend bringt drei Festaussüh- rungen in den Münchner Theatern, darunter „Tristan und Isolde" im Nationatthea tcr. Der- 17. Juli bringt die Jahresversainrn lrntg der bildenden Künste und die des Hauses der Deutschen Kunst und am Abend neben weiteren Festaufsührnngen einen Empfang der Reichsregierung ’m Ausstellungspark. Ferner finden auf de» öffentlichen Plätzen Münchens Festkonzerte der -Besten Orchester und Chore Deutschlands statt, unter anderem werden die .Hamburger Philharmw nifer unter Jochum zusammen mit dem Münchner Lehrergesangoerein d'e „Neunte" von Beethoven aufführen. Die Einweihung des Hauses der Deutschen Kunst und die Eröffnung der Kunstausstellung finden am Sonntag statt, der zugleich der Höhepunkt der ganzen Veranstaltungen durch den Festzug wird. ES soll kein Festzug im landläufigen Staue des Wortes werden, es ist vielmehr beabsichtigt, durch ihn das Alter der deutschen Kunst aufzuzeigen, die ruhmvollen Leistungen der Vergangenheit und den Stolz der Gegenwart auf die Taten der Väter. Die verschiedenen kulturellen Epochen, die sich seit dem Eintritt Nordenrppas in das Licht der Geschichte abrollten, die germanische Zeit, die Zeit der Romantik und Gotik, die die erste große deutsche Staatsstldung sah, die Renaissance. Barock und Klassik werden zu einem Bilder der neuen Zeit, das den Schluß bildet, überleiten. Am Sonntag kommt bei alte Frohsinn Münchens zu seinem Recht in der Fastnacht der Künstler, wobei auf den Straßen getanzt werden wird. Uoäiß-Peß§mmm Dienstag, 13. Juli. Ljubljana: 12 Schallplatte». 12.45 Be richte. 13.15 Konzert. 19.30 Nationale | Stunde. 19.50 Lustige Ecke. 20 Schallpl. 20.10 Arbciterrccht-Vortrag. 20.30 Opern-arien. 21.10 Schallplatten. 22.15 Funkorchester. Beograd: 17.2Q Konzert. 18.35 Volksmelodien. 19.30 Nationale Stunde. 19.50 Konzert. 20.50 Arien. 21.20 Konzert. -— Wien: 7.10 Frühkonzert. 12 Mittagskonzert. 14 Schallpl. 15.40 Stunde der Frau. 16.05 Ballettmusik. 17.25 Lieder von Mozart. 19.40 Sang und Klang aus dem alten Wien. 22.20 Cembalokonzert. — Berlin: 16.30 Konzert. 18 Tanz und Unterhaltung. 19.20 Bunte Stunde. 20.10 Liebe alte Weisen. Breslau: 19 Volksmusik. 20.10 Garnierte Schallplatten. 22.30 Tanzmusik. — Leipzig: 18.20 Klaviermusik. 19.50 Beschwingte Weisen 21.10 Abenteuerliche Herzen. 22.50 Tanzmusik. München: 19 Schallplattenbrettl. 20 Dardanellen-Gallipoli. 22.30 Konzert. Mailand: 17.15 Violinkonzert. 19 Konzert. 20.40 Bunte Musik. Warschau: 17 Orchesterkonzert. 18.15 Operettenmusik. 19 Solistenkonzert. 23.30 Tanzmusik. — Prag: 12.35 Konzert. 16 Konzert. 19.10 Lieder. 20.45 Sinfoniekon-zert. — Budapest: 12.05 Schallplatten. 13.30 Gesangskonzert. 17 Leichte Musik. 18 Cellokonzert. 19 Ungarische Volkslieder. b. Heitere Sprachfektüre für den Urlaub. Im Sommer an der See, in den Bergen oder in der Zurückgezogenheit des eigenen Heims so richtig faulenzen zu können, zwischendurch interessante und unterhaltende, ernste und lustige Be richte, Plaudereien, Erzählungen usw. zu lesen und, ohne daß man es merkt, dabei sein Englisch und Französisch zu verbessern, das macht Spaß. Diese Mög lichkeit bieten die soeben erschienenen dulinummern von Langenscheidt’s Eng-lish Monthly Magazine und Le Journal francais Langenscheidt. Beide Nummern sind kurzweilig und fesselnd. Selbst an den heißesten Tagen wird man sie mit Genuß und auch ohne größere Schwierigkeiten lesen, denn alle weniger bekannten Wörter sind neben dem Text in Randnoten übersetzt und erläutert. Jedes Heft 50 Pf., vierteljährlich 1.35 M. ki. Magazin Cinema. Erstrangiges kroatisches Magazin. Erscheint monatlich. Ein zelnummer 10, Jahresabonnement 100 Dinar. Verlag Stjepan Faget, Zagreb, Dežmanov Prelaz 1. Hausbesitzer! 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Sonst ein trächtiger Kerl, der Herr Bürgermeister, nd spielt anständig Schach, aber dienstlich ersteht er leider gar keinen Spaß. Ge- glaub : an Spionageverdacht! Hab' ihm den'Blöd nn natürlich ausgeredet!" „Herr 'Sanitätsrat . . . Sie sind wie eine (ratnag!" ; ... „Wieso Ananas.?" . v.. „Außen stachlig, aber innen äußerst mohl-chmeckend. Was »vollen Sie zur Beloh-ung?" „Bon Ihnen? He . - - Sie HGen wW 'Ne leine Million geerbt, daß Sie so freigebig iitb, was?". - ■ „Nein — so viel ist's Gott sei Dank nicht. Außerdem dachte ich weniger an schnöden Mammon. Soll ich Ihnen einen Kuß geben?" : In ihren Augen blitzen tausend Schall-teufet. , Der Sanitätsrat springt in komischem Entsetzen zurück. „Sind wohl verrückt geworden, was? Wo käme ich denn hin. wenn ich auf diese Welle mein Honorar, einkassierte? Geben Sie Ihre Küsse gefälligst Ihrem Peter oder Paul oder wie der Bengel sonst heißt und bleiben Sie mir altem Knaben vom Leibe!" Nun mutz Babett wirklich laut lachen. Trominsdorss schimpft zwischen Ernst und Spaß. Er ist so verblüfft, erzürnt und belustigt,- daß sein' kluges Gesicht nicht weiß, ob es töricht, fröhlich oder traurig dreinblicken soll. Nuit; schimpft er aus lauter Berlegen- „HaÜ!" unterbricht sie ihn mit gutgespieltem Entsetzen. „Ich bin bekehrt und- ziehe mein Angebot zurück. Lassen Sie uns -Frieden schließen, und helfen Sie mir lieber zu einer Unterredung mit dem Herrn Geheimrat!" „Ich denke gar- -nicht daran!" wehrt er energisch ab, „Ich hab' doch Krach mit ihm! Nööö, den Brei löffeln Sie nur ruhig allein aus . . .! Das einzige, was ich Ihnen sagen kann: Lassen Sie sich auf keinen Disput mit ihm ein! Wenn man keine eigene Meinung hat, ist er -ganz umgänglich. Ich hatte leider eine und hab' sic noch. Na, und darum haben wir eben den Stunk." „Aber Herr Sanckätsrat! Sie als Arzt UBHEBE0-RBCHTSSCHUT2 DURCH VERLAD OSKAR MEISTES.WEMAU und Menschenkenner sollten doch etwas groß zügiger sein!" „Unsinn! Ich bin, wie ich bin. Daran hat meine Wirtschafterin seck dreißig Jahren nichts' geändert, und darum werden auch Sie nichts ändern können. So, und nun packe ich meinen Laden hier zusammen und empfehle Sie dem Schicksal. Wenn Ihnen der kleine Finger weh tut, oder wenn sie Lust-haben, mit-mir allem Eisbär mal ein Maul voll ' zu erzählen . . . es sind keine zehn Minuten von hier aus bis zu meiner Baracke Wenn Sie kommen, freue ich mich. Das ist kein Höflichkeitsgeschwafel, sondern Wahrheit. Aber bitte zu Fuß . . . nicht mit dem Flugzeug! Leben Sie wohl, kleines Fräulein . . . und Hals- und Beinbruch!" Er schüttelt ihr die Hand. Sie kommt gar nicht dazu, seine Abschieds grüße zu erwidern, da ist er schon an der Tür, dreht sich aber geschwind noch einmal mn. „Wenn Sie zum Geheimrat wollen, müssen Sie mit Herbholzheimer sprechen. Das ist außer uns beiden der einzige vernünftige Mensch in diesem Hause!" Er winkt ihr noch einmal zu. sein Nockschoß wedelt durch die Dürspalte, daun dröhnt es gewaltig auf, und der Herr Ea-nitätsrat ist verschwunden. Babett steht noch ein Weilchen unschlüssig, aber dann reißt sie sich zusammen. Nein, nicht warten, nicht überlegen . . .. gleich alles ins reine bringen. In der Halle trifft sie Herbholzheimer. Seine ruhige Art, das st'-lle, kluge Gesicht, alles an diesem Mann sagen ihr zu. „Bitte . . . hier im Musikzimmer! Der Herr G-eheimrat lairid Sie von dort aus in sein Arbeitszimmer bitten. Er läßt sich noch auf ein Weilchen entschuldigen. Er ist noch hinten im Garten." Babett tritt.in einen.großen Raum, dessen Fenster vom Efeu..säst verdunkelt sind. Nichts als ein Sofa au der Wand, ein bequemer Stuhl am Fenster und in der Mitte ein schöner, großer Flügel. Babett wartet eht Weilchen still. Wer ro kommt niemand. Das Instrument lockt sie. Ein Ton . . - dann ein Akkord. Rein und voll stehen die Töne im Raum. Wie lange Hab' ich nicht musiziert! dcitit sie. Seit Jahren nicht . . . Amerika — ach Gott, wo war da Zeit für die Musik?! Bei der Tante in Wernigerode . . .? Die machte sich nichts aus Musik, und außerdem .... das Klavier war scheußlich. Aber daheim! Oh, sie hatten daheim im Apothekerhaus einen wunderschönen Flügel, fast so prächtig täte dieser hier, und die Mutter spielte ihn meisterhaft. Schubert, Brahms. Beethoven . . . die drei waren häufig Gast in stillen Stunden daheim gewesen. Und welche Seligkeit, als sie dann fühlte: Du kannst cs auch! Ihre Fortschritte beim Organisten der Kirche, dann die wöchentlichen Fahrten zum Konservatorium ’tt die nahe große Stadt! Musik, Musik! In jenen Jähreu war sie ihr alles, ihr, die die ändern immer die kühle Babett nannten. Freilich . . . sagen konnte sie es nicht, wie ihr ums Herz war, aber spielen und singen konnte sie es immer. Am schönsten -aber watis, wenn niemand dabei war, wenn sie ganz allein zu Gast war bei einem der drei Großen mit dem B: Bach, Beethoven, Brahms. . Ach, Brahms! ... Der Mutter liebstes, schönstes Lied war auch das ihre! Ob ich's noch kann? (Fortsetzung folgt). Chefredakteur und für die Redaktion verantwortlich: Udo KASPER. — Druck der »Mariborska tiskarna« in Maribor.— Für den Herausgeber u. den Druck verantwortlich Direktor Stanko DETELA« — Beide wohnhaft in Maribor,