Nr. 220. Mittwoch, 25. September 1907. 126. Jahrgang. Mlmcher Zeitung PrH«n«eilltionspreis: Mit Postvrrseudu ng: ganziäbrig 3« ll, halbjälnig 15 li. Im Kontor: ganzjährig 22 X halbjötirig 11 X. Fur die Zustellung in« Haus ganzjährig 2 «, — Infer«lonsgcbiihr: ssür llli»r Inserate bis zu 4 Zellen 5« k. größere per Zeile 1» k; bei öftere» Wiederholungen per ^jeile « t^, , Die «Laibllchcr Zeitung» erscheint täglich, mit «ulimhme der Sonn und Feiertage. Die Administration befind«! sich ttongrekplatz Nr. 2, die Ncdllltion Dalmatingasse Nr. IU. Svrechstunde» der Medaltion don U bi« w Ulir vol-mittags. Unsranlierte Briefe werden nicht angenommen, Wamislriptt nicht zurückgestellt. MchtclnrMcher Heil. Der Ausgleich. Dir „Neue Freie Presse" ist der Ansicht, daß für den Fall des Scheiterns des Ausgleichs die No-toiistruktion des österreichifchen Kabinetts sofort auf die. Tagesordnung gestellt werden ivird. Eine Regierung, n>elche „die Beziehungen zu Ungarn selb" ständig regelt", >uuß sich noch kräftiger auf die gro« ßen Parteicn stützen tonnen, muß ihrer nnbeding ten Anhänglichkeit noch sicherer sein. Die Annahme von Portefeuilles ist ein Vertrauensvotum für das Kabinett. Die deutschen und die czechischen Agrarier sind bereit, der Negierung dieses Vertrauen zu vo^ ticren. Das „Fremdenblatt" ist überzeugt, das; die öfter-reickiischcn und die ungarischen Minister mit dem Vorsatze auZeinandergegangen sind, über Mittel nachzudenken, wie die be- den Verhandlungen konsta» tierteii Gegensätze zu iiberbrücken wären. Wenn der Ausgleich noch in letzter Stunde Zustandekommen soll, so kann or es nur, wenn auch von ungarischer Seite Entgegenkommen betätigt, ivenn drüben ebenso wie bei uns nach Möglichkeiten für Verständigung nnd Kompromiß gesucht wird. Nur unter dieser Voraus-setzmrg kann das Aiisgleichswerk überhaupt gelingen. Tie „Zeit" erörtert die Notwendigkeit, daß der österreichische Reichsrat sich an demselben Tage versammle, an welchem der ungarische Reichstag zusammentritt, um die Mitteilungen der Regierung über den Stand der Ausgleichsverhandlungen entgegenzunehmen. Stände der nngarische Reichstag am ll). Oktober allein ans dem Plan, dann wären die heftigen Schlachtrufe, die dort aus gestoßen würden, 'eine moralische Untei-stiitzung für das Kabinett We-kerle, sowohl der österreichischen Regierung wie dein Hofe gegenüber. Tagen aber beide Parlamente, dann werden entweder beide, sich mäßigen, oder beide über die Schnur hanen. Der letztere Fall könnte dann jede lveitere FoMührung der Ansgleichsverhand lungcn bis zur Unmöglichkeit erschweren. Das russisch-japanische Übereinkomme«. Man schreibt aus Petersburg: Das jüngst zwischen Rnßland und Japan abgeschlossene Übereil konunen wurde in einem Teile der russischen Presse einer abfälligen Kritik unterzogen. Diese Urteile ent° fpringen jedoch gewissen moralischen Nachwirkungen der Mfiihk', mit denen man in Rußland Japan nn mittelbar nach dein Kriege betrachtete. Bei objektiver Prüfung muß man die neuen Vereinbarungen als ein für die Friedensinteressen Rußlands förderliches Werk anerkennen. Beim Friedensschlüsse in Portsmouth war es begreiflicherweise nicht möglich, den gesamten Kompler der nicht nur politischen, sondern zum überwiegenden Teil kommerziellen, wirtschaftlichen und Verlehrsfragen bis in alle Einzelheiten festzuhalten. Dort handelte es sich einfach darum, den Rahmen und das Ziel zu begrenzen, innerhalb welcher es fürderhin für Rußland wie fur Japan möglich fein follte, in Eintracht nebeneinander zu eristieren. Es galt zwisckien den gegensätzlichen Auffassungen, die dc» Ausbruch des Krieges verschuldet hatten, die Mittellinie zu finden, nnd diese Aufgabe wurde gelöst. Gewiß nur zur relativen Zufriedenheit der beteiligten Völker, denn jeder Vergleich verlangt von beiden Teilen Anpassungen nnd Verzichlleistnn-gen. In der Volksseele dringen allerdings solche kühle Verstandeserwägungen schwer durch. In Japan rief denn auch der Portsmouthcr Vertrag eine fast revolutionäre Bewegung hervor nnd in Rußland trat eine starte Strömung sür die Fortsetzung des Krieges hervor. Die auf der Grundlage des Portsmouther Friedenstrattntes fortgesetzten und nunmehr ab» geschlossenen Verhandlungen, welche die Auslegung des erwähnten Vertrages in allen Einzelheiten znm (Gegenstände hatten, mnßten ebenso wie die frühere Anseinanders^nng, vom Geiste der Ansgleichswillig. keil und des Friedensbedürfnisses erfüllt sein. Dah die russische Diplomatie für die Interessen des Zarenreichs mit aller Energie eingetreten ist, war auch aus den durch die Ablehnung japanischer Überforderungen mehrfach vernrsachlei, längeren VerHand« lnngspausen — Zur Berichterstattung und Einholung neuer Instruktionen ans Tokio — für die weitesten Kreise klar geworden. Diese Tatsache zerstört auch das Märchen von der Eristenz geheimer Abmachnngen. Die henk' aller Welt znr Kenntnis gebrachten russisch-japanischen Vereinbarnngeu stellen in ihrer Gesamt, heit die einheitliche, logische Folge des Pol-tsmouther Abkommens dar- erläutert nnd festgefügt in einer fast eineinhalb Jahre umspannende!, ernsten nnd gewissenhaften Arbeit, die der russischen Diplomatie zur Ehre, dem russischen Reiche zum Heile gereichen möge. Politische Ueberftcht. Laib ach, 24. September. Anläßlich des Abschlnsses der Feierlichkeiten, die in Bulgarien zur Erinnerung an die Befreiung des Laiides nnd an die Thronbesteignng des Füi-sten Ferdinand stattgefunden haben, widmet der „Eourrier de Sophia" letzterein folgende Worte: Die Thronbesteigung des Fürsten bedeutet für die bulgarische Nation eine neue Ära des Friedens, der Arbeit nnd des Fortschrittes. Die Feier dieses Ge-denttages hat dem bnlgarischeii Volke Gelegenheit gegeben, feiuem Souverän tiefe Dankbarkeit zu bekunden für all die Bemühungen, die er aufbot, um die gefährliche und schwierige Mission zu gntem Ende zu führen, die er im Interesfe, einer kanm erst be-freiten und für die Gewohnheiten der Freiheit noch wenig geeigneten Nation übernommen hatte. Der Dank feilies Volkes tvar jedoch nicht der einzige Lohn des Fül-ften. Die fremden Mächte haben gegenüber dem Fürsten die Versicherung der aufrichtigen Feuilleton. Der Goldsucher. Von H^eter Kurmester. (Schluß.) Er stand jetzt nur wenige Schritte von ihr entfernt und schleuderte ihr die schnellen Worte mit ungewohnter Heftigkeit entgegen. Die Erregnng trieb ihm das Blut nach der Stirne: in seinen Blicken leuchtete es von jener Glut, in welcher Haß nnd Liebe sich vereinen. Sie erkannte das, und ein wonniges Zittern dnrchriesclte ihren Körper. Und doch sagte sio mit ihrer metallenen Stimme einer verbitterten Fran: „Damals hast du mich gedemütigt, mich erniedrigt vor mir selbst. Ohne Pornrteile, ohne Illusioneil! Das waren deine Worte, so sollten wir nebeneinander hinleben. Nun also — ich bin dabei, dein Programm znr Ausführung zu bringen." Er ließ sich tänschen. Die Leidensck)aft machte ihn blind und tanb. Er sah nnr ihr marmorbleiches Gesicht, er hörte nur den Eisesklang ihrer Stimme. Das Zucken lim ihren Mund bemerkte er nicht nnd nicht das heftige Wogen des Vnsens: nicht berührte sein Ohr der zitternde Seufzer von ihren Lippen. „Sehr gut! Sehr gnt!" rief er ihr zu, „Du willst also Gleiches mit Gleichem vergelten, die Demütigung mir heimzahlen mit Zinseszinsen. Vergiß ncht, daß sich die Situation geändert hat. Ich bin dein Mann " „Pardon !" „Dein Mann vor dem Gesetz, wenn dn mir auch alles verweigerst. Und habe ich mich auch von voruehereiu des Rechtes begeben, eine Art Neigung von dir zu fordern, so muß nnd werde ich doch von dir verlangen, daß du den Gatten in mir achtest! Ich verbiete dir, je wieder den ersten besten Laffen durch deine Liebenswürdigkeit glauben zu inachen, daß ich mich ungestraft betrügen lasse!" Sie schloß die Augen. Wie ein seliges Entzücken flog es über ihr Antlitz. Er hatte ihr den Rücken gekehrt und giug mit schnellen Schritten durchs Zimnrer. „Das klingt ja wie Eifersucht?" fragte sie mit einem leichten Lächeln; „ein Mann ohne Vorurteile und ohne Illusionen sollte doch über dieses Laster der breiten Massen hinaus sein. Ick) bitte dich, das schmeckt ja nach Empfindung! Als mau dich noch den Goldsucher nannte ..." „Nenn mich auch jetzt so!" unterbrach er sie lebhaft. „Ich bin noch immer der Goldsucher! Ein lvabres Fieber hat mich erfaßt, das richtige Goldfieber, die Sehnsucht uach einem Reichtum, neben dem die Schätze deines Vaters ein lächerliches Trink-geld sind!" Entweder verstand sie ihn nicht gleich, oder sie wollte ihn nicht verstehen. Nber die Gehässigkeit ihrer eigenen Worte errötend, sagte sie: „Ich bedauere sehr, deinen wachsenden Appetit nicht mehr befriedigen zn können." Das wirkte wie ein Schlag ins Gesicht. „Anna!" Welche Wucht von Gefühlen lag auf diefem ein-zigen Wort! Dieser Schrei hatte sich ans seiner Seele losgernngen und mit einem Schlag sein ganzes Inneres enthüllt. Wie er nun dastand un,d die reizende Gestalt seiner Frau mit den Blicken ver-scblang. da war es ihnen beiden, als bebte der machtvolle Klang seiner Stimme noch immer durchs Zimmer, tausendfach wiederholt - nur ganz lang-» sam verklingend, wie ein Echo in .den, Bergen. Die Gräfin erhob sich. Sie wollte spt-echen lind konnte es nicht. Sie trat nn ein kleines Tischclien aus Nofenholz, das in einer Ecke des Zimmers stand, nnd blätterte in einem Buche. Wenn sie ihn nur nicht ansehen mußte — nur jeht nicht in dieses leiden-schastverzerrte Gesicht sehen! Er folgte ihr nnd sprach über ihre Schulter weg, so daß sein Atem ihre Wange streifte. „Sei's drum! Und ttx'nn ich mich noch tiefer vor dir demütige — du sollst eine volle Genugtuung haben. Den Neichtnm, dcu ich ersehne, dessen Gaukelbild mich Tag und Nacht verfolgt ~ auch den hast du zu verschenken. Erst, seitdem du mein bist, sehe ich ihn mit den Augen der Seele wie einen Mäl-cken-schätz in der Tiefe deines Herzens funkeln, und eine wahnsinnige Sehnsucht, ihn zn heben, raubt mir Ruhe n.-ld Besinnung. Dieses Goldfieber, das mir die Lebenskraft aufzehrt, heißt Liebe! Magst du deine ganze Macht fühlen, magst du sie nach Gefallen miß-branckmi! Ich Nx'iß jetzt, daß ich mein Glück ein fiir allemal verscherzt habe, daß für mich die Zauber» formel verloren ist. Ich bin zu stolz, nut Gewalt mir zu uehmen, was du mir verweigel't. Aber merk' es dir: keinem erlanb' ich es, die Hand ansznstrecken nach dem, was mein ist!" Er wollte sich abwenden, um sie allein zu lassen. Da entglitt das Buch ihrer Hand, da wendete sie sich und stand ihm plötzlich Aug' in Ange gegenül>cr. Welche Veränderung in ihrem ganzen Wesen! Ein Hauch der Jugend war über den ganzen, in nnsäglich froher Bewegung zitternden Körper aus. gegossen. Ihre Naugen waren gerötet, ihre Augen strahlten. In dn- Art, wie sie den reizenden Kopf mit dem Lächeln eines Kindes zur Seite neigte, wie sie ein ganz klein, wenig ihre Arme empor und ihm entgegen hob, die Handflächen nach oben, lag eine unbeschreibliche Hingebung einer ernsten jungfräulichen Liebe. Wie ein Jauchzen entfuhr es ihrem Mmde: „Endlich!" Laibacher Zeitung Nr. 220.______________________________________2044___________ ____________ 25. September 1907. ^ympathien erneuert, welche seine zwanzigjährige Herrschaft dem Oberhaupte des bulgarischen Voltes und letzterem selbst erworben hat. Wie man aus Sofia berichtet, änßern meh-ret-e Blätter scharfen Tadel über die Art, und Weise. m welcher die russischen Generale, die anläßlich der jüngsten Feste nach Bulgarien kamen, seitens der Mazedonier wiederholt aufgefordert wurden, das; Nuszland fi'ir die Bulgaren in Mazedonien etwas unternehmeu möge. Die beti°effenden Orgaue weisen auf die Taktlosigkeit dieser Schritte hin, durch welche die russischen Gäste in eine heikle Situation versetzt wurden, indem die Gastgeber, statt sich auf die Kundgebungen der Dankbarkeit für die Tätigkeit der Russen im Befreiungskriege zu beschränken, an die letzteren mit neuen Bitten bezüglich Mazedoniens herantraten, obgleich sie sich darüber klar sein mußten, daß von, Nußland keine Aktion erwartet werden kann, die den sich aus feiner Entente mit Österreich-Ungarn ergebenden Verpflichtungen im geringsten widerspräche. Einige der erwähnten Blätter betonen hkbei, daß Bulgarien, wenn einmal der Zeitpunkt zum Eintreten für die Mazedonier kommt, nicht die Rolle eines Bittstellern zufalle, sondern daß das Fürstentnm dann aus eigener Kraft zu handeln haben werde. Aus Berlin wird gemeldet: Der deutsche Reichs-taq wird sich in den kommenden Tagen mit einer Reihe von Vorlassen zu befassen haben, die die Stärkung der W e h r macht des Deutschen N eiche s bezwecken. Die verbündeten Regierungen lvcrden hin-sichtlich der weiteren Ausgestaltung der Landarmee vom Reichstage die Zustimmung zu der bereits seit langem als unerläßlich anerkannten Vermehrung der Kavallerie, sowie zu der Anschaffung einer ausrei» chenden Auzahl vou Maschinengewehren verlangen. Überdies ist eine neue Flottenvorlage in Sicht, die insbesondere die Kosten für die Erbauung von Schlachtschiffen zn 15.000 bis W.0M Tonnen beanspruchen wird. In Beantwortung einer von dem kanadischen Trade and Labonr-Kongresse zn Winipeg angenoM' menen Resolution, welche die Einwanderung der Japaner als schädlich für die Interessen K a -na das bezeichnet nnd die Abschaffung des Vertrages mit Japan verlangt, erklärte Premierminister Lanrier, der Vertrag habe sich als äußerst vorteilhaft für den Handel Kanadas mit Japan erwiesen. Er bezweifle anch. daß die Vorfälle in Vancouver der japanischen Einwanderung zuzuschreiben seien. Die Regierung müsse, bevor sie durch ein übereiltes Vorgehen sich bloßstclle, die Ursachen nntersnchen, die in jüngster Zeit eine stärkere Einwanderung von Asien als früher veranlaßt haben. Unter den Veränderungen, welche in der letzten Zeit in den hohen ch inesis ch e n N e ichsä m t e r n eingetreten sind, verdient, wie man aus London schivibt. die lebhafteste Beachtung die Berufung der Vizekönige von Tschili nnd Hanken, ^uanschikai und Tschausitchitung, in den Großen Rat. Die Heran- ziehung dieser Persönlichkeiten znr Mitwirkung an der obersten Zentralverwaltung bildet einen neuen Schritt auf der Bahn der Reformen, die nicht bloß eine Modernisierung der Verwaltnng nnd dor öffentlichen Einrichtungen des Neiches der Mitte, sondern auch eine bedeutende Kräftigung seiner Stellung unter den Mächten herbeizuführeu bestimmt sind. Im Zusammenhang mit anderen Alizeichen lassen die erwähnten Berufungen klar erkennen, daß die Po-litische nnd kulturelle Umgestaltung China» sich, wenn auch mit Langsamkeit im Tempo, die im bis-herigen Znstande des Reiches ihre Erklänmg findet, stetig weiter entwickelt. Tllgesneuigleiten. — (Ein Philofoph.) Es kommt ja täglich vor, daß unachtsame Leute, die gar zu viel Geld bei sich tragen, bei galanten Abenteuern bestohleu werdeu, aber es wird wenige geben, die sich mit der Tatsaclfe, dabei den, Ertrag einer Lebensarbeit eingebüßt zn haben, so philosophisch abfinden wie Herr Marnin aus der Bonrgogne. Herr Marnin, der sich als Bäcker in Amerika ein kleines Vermögen in der Höhe von 25.000 Mark verdient hatte, war von Heinnveh nach seiner engeren Heimat, der Bour-gogue, ergriffen worden, hatte den Ozean durchkreuzt, war iu Lyou augekommen nnd wartete dort auf den Anfchluß nach Dijon. Da der Zug erst nach einer Stunde eintreffen sollte, ging er in der Stadt spazieren. Es dauerte nicht lange, bis sich eine Dame zn ihm gesellte, und zwar so lange, daß er darüber den Zug verpaßte. Da cr nun wieder warten mußte und wieder spazieren ging, traf ei- die Holde zum zweitenmal nnd beging nnn die Dummheit, der Schönen seine ganze Lebensgeschichte zu erzählen nnd ihr mitzuteilen, daß er 25.M0 Mark bei sich trüge. Jetzt war die „Dame" Feuer und Flamme und biederte sich noch mehr mit dem guten Bäcker an, so sehr, daß er nicht einen Sou mehr in der Tasche hatte, als er sein Nillett bezahlen wollte. Aber das sind bis auf die Höhe der Summe wohl Ereignisse, die jeden Tag und an allen Orten passieren. Überraschend ist nur die Antwort, die er dem Richter gab, als ihm seine Freundin und eine andere Dame, die verhaftet worden waren, vorgeführt wnrden und er in keiner von beiden die Diebin wieder erkannte: „Es hat keinen Zweck, Hen- Nichter, da noch lange zu suchen, denn lvenn Sie auch die Diebin vielleicht ausfindig machen, mein Geld findeil Sie doch nicht wieder. Es bleibt mir eben halt nichts anderes übrig, als nach Amerika zurückzukehren nnd von vorne anzufangen. Das einzige, was mich bei der Geschichte ärgert, ist, daß ich auf diese Weise nieine Heimat, die Bourgogne, nicht wiedergesehen habe." - (Der Her pst. freiwilliger Schul-anfsatz dos Quartaners Fritz Tinten« kl er er.) Der Hrrpst is das Gegenteil von Früling un komt immer erst später, weshalb er ergentlich Spätling heise» müßte. Im Herpst gibt es Most. wofon man leicht einen Strich bekommt und wodraus dann der Mostrich entsteht, der aber nischt weiter wie Sänf is. Mit Sänf besänftigt man fiele Speihsen znm Veispihl die Brühwürstgen. Im Herpst last man Drachen steihgen, aber Papihrne, nich lebendige, denn die heisen Schwiegermütter un steigen uich den Himmel sondern kommen in die Hölle, wie Vater immer sagt. Die Blätter werden im Herpst ser abfällig von den Veumen nn auf den Stoppelfäldern fliecht Altweibersommer rum, was seinen Namen davon hat, daß der Sommer vorbei is un es keilte alten Weiber sin, die rumflicchen, fondern nur kleine Spinnen. Im Herpst sin die grohscn Herpstmanöver, da hänlen alle Köchinnen un Dienstmädchen in der Stadt, weil sie fortziehn, nemlich die Soldaten, wofon immer einer von uns im Küchenschranlcn steht, der dann aber auch mit mus, nxshalp nnsere Anna egal bänlt, als wenn se in einer Hänlanstnlt were, oder in 'nen Weinkeller. Im Herpst aeht die Seesong wieder an, weil da die Länte von der See kommen, da gibt es anch wieder neue Mohden, wodruf der Vater so schimft, indem das nemlich meine grohfc Schwester so fil Ttaht machte nnd uu er dafon Pleihte ginge, was man Staatsbankrot nennt, wie mein Bruder der Studennt fagt. Die Tage werden im Herpst immer kürzer, darum sin ailch die Michelisferjen nur so klein, weshalb mall sie auch Kartofelferjen nent, indem »emlich gescheite Leute keine grohsen Kartofeln haben. Im Herpst is die Nathnr oft benebelt, aber manigmal anch nich, dann hat man eine große Sicht, wodurch es aber nur bei Weckseln ankommt, wie mein Vrnder meint, der egal nin Weckselfieber leidet. Was ser schönes is im Herpst das file das file Obst, das is mein Fall, besonders das Fallobst, wo noch keine Mädchen drin sind. Wer fil Obst ist wird leicht ob stinat, aber nur wenn er Wasser dazu trinkt, dann kriegt ei- ein koleerisches Temprament nn mnß Kolera. troppen nehmen, die aber nich gut schmecken nnd womit ich schlihse. - (Moderne Verschwender.) Amerika nische nnd englische Millionäre Minen von dem ein zigen Gedanken geplagt zn sein, wie sie am besten ihr Geld loswerden können, und verfallen dabei auf die seltsamsten, kostspieligsten Sensationen. Ein Aufsatz in „Chambers Journal" beschäftigt sich mit sol chen „Verrücktheiten der Verschwendung". So gab ein junger kalifornischer Krösus kurz vor seiner Ver hciratung den Freunden seiner Iunggesellenzeit ein Abschiedsmahl, und als die Freude ihren Höhepunkt erreichte, zog ei-, um seine Verachtnng des Geldes zn zeigen, das Tischtnch von der Tafel hernnter und zer schmetterte ein kostbares echt Meißner Porzellanserviee auf dem Boden. Seine Frennde aber wollten hinter ihm nicht zurückbleiben und beteiligten sich nun eifrig an dem Perwüstungswerke, das mit einer völligeil Zerstörung oer ganzen sehr wertvollen Einrichtung endete. Nachdem in dem ganzen .Hause nichts mehr heil geblieben war. räumten sie den Champagnerkeller ans und nahmen als Krönnng ihres Fesws ein Bad in dem prickelnden Sekt. — Mrs. Kornelius Vander- Der Fall Vasilijev. Roman von Paul vslar Höcker. (76. Fortsetzung.) (Nachdruck vrrbutln.) Und richtig führte er die Fremde in eines der letzten Holzhäuser an der Dorfstraßc. Er nannte es „Alberge", weil es keine Familienwohnnngen ent hielt. Sie lvagte sich nicht ins Haus selbst hinein. Ihr Führer hatte sich, um nicht den Anschein zn erwecken, daß er anf ein Trinkgeld lanei-e, rasch entfernt sobald er in der kleinen Taveme im Erdgeschoß erfahreil, daß Giacomo Pfeiffer hier tatsächlich ein Stübchen inne hatte. Nun trat Martha auf einen alten Mann in Arbeiterkleidung zu, der — die Pfeife zwischen den Zähnen haltend, die Fäuste in den Taschen seiner sclxidhnften Plüschjacke, den spitzen, schwarzen Filz^ Hut auf dem markanten Schädel — an der Ecke stand. Der Alte aber blickte sie grimmig an und stellte sich, als ob er kein Wort deutsch verstände. Die Art des Mannes war so verletzend, daß Martha, die bisher noch nie mit solcheu Leuten gesprochen, plötz° lich in Tränen ausbrach. Da gleichzeitig die Tür der Taverne aufging nnd ein paar Arbeiter auf die Straße heraustraten, zog sie sich scheu in das Dunkel des aegellüberliegenden Hauses zurück. Vou hier ans beobachtete sie das armselige Gebäude zitternd nnd unentschlossen. Ob Johannes schon heim gekommen war, oder ob stc ihn an der Kontrolle, im Angenblick, als er dir Arbeitsstätte vcrließ, festgehalten hatten? Innu<'r m'uc 'Trupps kamen vorüber — ein Paar Leuw rrawn anch in twn „Alborgo" cin oder in die Osteria ^ aber Iohcnnn's war nicht darunter. Der Alte vor dem Hanse mit dem grimmigen Blick ängstigte sie. Sie wartete ab, ob er nicht endlich fortgehen werde, damit sie einen anderen fragen konnte. Aber es verging eine Viertel-, eine halbe Stunde — er rührte sich nicht vom Fleck. Und es war ihr, als fixierte er sie fortgesetzt. Ob sie'Z dennoch wagte hiniiberzugehen — vielleicht in die Taverne einzntreten? Da erklangen Stimmen auf der Straße: es kamen Deutsche. Unwillkürlich wich sie noch mehr zurück. Eine Waffe blitzte im spärlichen Licht der Gasse — Knöpfe einer Uniform. Es war ein Gendarm. Dabei befand sich Eckhardt, der Kriminalbeamte nnd der eillo der beiden Ingenieure. Ihr Herz Pochte lauter. Wenn man sie hier ent» deckte! Und ob sie drüben eintreten würden? Sie hörte den Uniformierten sprechen, verstand des Dialektes Uiegen aber nicht, was er sagte. Erst aus der Antwort des Freiherrn entnahm sie, um was es sick, handelte. Beim Schichtwechsel morgen früh nm sechs Uhr sollte eine nene Visitation vorgenommen lverden. Also war Johannes noch nicht entdeckt! Die Männer schritten vorüber, ohne sich nm. znblicken. Nnn wartete sie, bis sie in der Ferne der-schwnnden waren, dann eilte sie über die Straße. Sie legte schon die Hand auf die Türklinke der Tavernenpforte — da gab ihr der Alte ein Zeichen. „He, also — was gibt es?" fragte er in heiserem Tone, die Pfeife in den Mundwinkel schiebend. Er sprach ganz leidlich deutsch, wie sich jetzt ergab. Alx>r was or saaw, machte Martha inuerlich erbeben, „Sie Halten's mit denen da?" zischte cr, die Straße entlang deutend, während er sie drohend musterte. Sie znckte die Achsel. Die Tränen rollteil ihr wieder ins Antlitz. „Ich suche ich suche Johannes . . ." Sie hielt schreckhaft inne nnd Preßte die Hände ge^en die Brust. „Giaeomo Pfeiffer ^ aus Mailand — suche ich. Ich sagt' es Ihnen ia vorhin." „Vorhin — hm." Es funkelte in seinen Augen. Martha hatte Furcht vor dem Manne. Er erhob die Faust nnd schüttelte sie hinter den Beamten her. „Wir halten hier alle zusammen, wir vom Van. Und von nns erfahren sie nichts, die da — nichts." Er steckte seine Pfeife in Brand, die ihm ansgegangen war. AIs der Schein aufflammte, ward sein gramvolles, düsteres Antlitz beleuchtet. Er hustete fürchterlich, der Alte. rauchte aber trotzdem in langen Zügen. „Sie waren mit denen da im Tunnel, Fränlein?" forschte er in lauerndem Ton. Sie wußte sich die seltsame Art des verbitterten Arbeiters noch immer nicht zu erklären. „Sagen Sie ihm doch", flehte sie, „daß - daß man ihn erwartet, daß ... Ich muß ihu sprecheil, bevor ..." Ein erneuter, aufflammender Blick aus deu stechenden Augen des Alten. Er mnsterte sie so lange schweigeno. bis ein Tl-npp Arbeiter, der still vorüberzog, außer Hörweite war. Dann sagte er leise, mürrisch, aber doch, in einer gewissen innereil, Erregung: „Er ist fort. Wir Haben's ihm alle geraten. Als der Gendarm znm Tunnelbnreau kam, meinten sie zuerst, es gelte mir. iveil ich in der Versammlung neulich gesprochen habe. Wir haben einen Bund hier. Laibacher Zeitung Nr. 220. 2045 25. September 1907. bilt lieh diesen Sommer auf einein ihrer Unterhab tuugsabeudc das ganze Nnvyorker Knickerbocker Theater spielen, wozu crtra für diesen Abond ein provisorisches Theater aufgebaut wurde. Til? Kosten dieses kleiueil Vergnügens betrngei: IM.lXX) l<. ^ Berühint lvurde auä) das „Gondeldiner" von George A. Keßler, bei dem der ganze Hos des Savon-Hotels in eine Lagune venvandelt wnrde nnd eine Flut von prächtigen .Üostiinion, Blumen und Mondlicht die Voucher nach Venedig verfemte. Tas Tiner kostete MlXXI X. — Bei ei,:em Abendessen, das Mr. Harry Parnato gab, sprudelte wie im Märchen ein Spring« brunnei, mit richtigen: Champagner. — Tie Kosten des Blumenschmucks bei solchen Festlichkeiten sind ungeheuer; da wird das ganze Hcni5 mit seltenen Orchideen dekoriert, die dann am nächsten Tage achtlos zusainlnengekehrt werden. Wie unter den Vlu-inen, so wird auch unter den Genüssen der Tafel das Allerseltenste. das am schwerste»: Herbeizuschaffende, ausgewählt. Im Dezember ißt man Spargel, Winter-erdbeercu ui:d seltene Pfirsiche. So wird.es verstand» lich, wenn man hört, daß bei einem Londoner Tiner von 10 Personen das Essen allein pro stopf 000 I< kostete. - (Chinesischer Wein.) Wer jemals im .sx'rbst in Nordchina gewesen ist, wird wissen, welch wundervolle Weintrauben es dort gibt. Um so erstaunter pflegt mancher Weltreifeude zu sein, wenn er hört, daß man bisher leinen Wein daraus kelterte. Nach einem Berichte der „North China Daily News" wird jetzt indessen hiemil der erste Versuch gemacht. Man schreibt nämlich der genannten Zeitung aus Tschifu: Vor etwa zehn Jahren tam ein wohl-hakender Chinese in Singapore auf den Gedanken, bei Tschifu umfangreiche Weinberge zum Zwecke des ..0n Westindien erfrent sich die Gru-grugrille, die an den Palmen zulveileu große Verheerungen anrichtet, als Speise einer großen Vcliebt-lieit. Tie Eingeborenen halten das Tier beim Essen an dein harten, mit Hornplatten bedeckten Kopf und verzehren es gleich Obst. Lotal- und Provinzial-Nachrichten. Zum 80. Geburtstage Sr. Exzellenz des Fiirsteu Ernst zu Windisch-Graetz. Ein selten schönes Allersjuliiläum, das 80. Wiegen fest, begeht am 27, d. M. zu Veldcs auf seinem Schlosse der Besitzer dieses stimmungsvollen Heims, Seine Erzellenz der durchlauchtigste Fürst Ernst zu Windlsch - Grätz , Sr. k. u. t. Apostolischen Majestät Wirklicher Geheimer Nat nnd Kämmerer, k. n. k. Oberst a. D., ill voller geistiger und körperlicher Frisll>e. Fürst Ernst zu Windisch-Grätz, defsen altberühmte Familie in dem Weriandschen (jüngeren) gefürsteten Nächstens gibt's wieder einen Streik. Wenn die Italiener diesmal mithalten, setzen wir alles durch. Der Pfeiffer hätte gut für uus getaugt. Ter wußte viel - war mehr als die audereu — hatte schon was erlebt. Wir wußten gleich, daß er nicht daher gehörte. . . . Heule haben wir ihn noch durchgebracht, ein anderer hatte seine Marke an der Kontrolle genommen. Aber morgen kommt's heraus - und dann hilft ihm kein Teufel mehr. Darum mußte er Fersengeld geben." Martha sah sich dein Führer der Streikbewegung gegenüber, vou den: sie schon durch del: Ingenieur gehört hatte uud nicht viel Rühmliches, Man wartete nur auf eine Gelegenheit, sich seiner zu entledigen. Es sei einer der gefährlichsten Nihilisten, wenn nicht Anarchisten, die die Schweiz besitze, hieß es von ihm. Und dieser Mann war der Beschützer von Johannes! Denn es n>ar klar, daß er der Fixündein anfangs nur deshalb leine Auskunft gegeben hatte, weil er sie im Einverständnis mit den Verfolgern des Ar-beitsgcuossen glaubte. Wie es die Art dieser Leute war: sie fragien nicht, welckies das Vergehen oder das Verbrechen des Verfolgten war ^ sie verhalfen ihm znr Flucht, znr Rettung, bloß um die Pläne der Behörden zu dut'ch-kreuzen. In fieberhafter Erregung forschte Martha den Alten nun weiter aus. Es währte lange, bis das letzte Mißtrauen des finsteren Menschn beseitigt war. Tuch endlich sagte er ihr, lvas er wußte: Giacomo Pfeiffer habe Vrieg gleich nach dem Schichtwechsel verlassen. Ein anderer habe ihm ein Ausweispapier gegeben für den Fall, daß man ihn in Italien anhalte. Den Namen kenne er nicht. Mor-gen sei ihr Schützling aber schon über die Grenze, jenseits des Simplon. Und dann l>edürfe es erst neuer Verhandlungen, um ihu auch im anderen Lande zu verfolgen. „Alfo ist er ins Gebirge ^ über deu Paß?" stieß Martha entsetzt aus. „Icht zur Nacht?" Der Alte spähte funkelnden Blickes ins Dunkel der laugeu Torfgasse. „Still! Da kommen sie wieder! Treten Sie ein — oder ..." Martha war rasch in eine kleine Seitengasse ein-gebogen, die zu einem primitiven Steg über deu Nhonesluß führte. Beim Zurückblicken gewahrte sie gerade noch das Blitzen der Uniformknöpfc des Gen« darmeil. Vielleicht hatten die Männer inzwischen erfahren, daß sie im Dorf nach Giacomo Pfeiffer gefragt hatte, und fie, kamen Haussuchung halten? Nun, vorläufig war Johannes ja geborgen. In seiner Wohnung trafen sie ihn nicht mehr an, und seine finsteren Genossen würden sich eher die Zunge abbeißm, als daß sie ihn verrieten. Sie sah sich nicht noch einmal um. — Hastig überschritt sie den von Eis und Schnee knirschenden Steg, der über den Nhonefluß führte. Als sie endlich auf die Straße kam, die die Tunnelbauten mit Vriea verband, überlegte sie sich: Was sollte sie 'eigentlich? Konnte sie ihm denn jetzt noch folgen? Mitternacht U>ar vorüber. Seit zwei Stunden ue» fand sich Johannes auf dem nächtlichen Marsch. Mit einem Schlitten tonnte sie ihn vielleicht noch einholen. Wenn sw ihm gegenüber träte ^ ob er ihr Rede stünde? Sie wußte selbst »richt mehr, ob sie an seine Schuldlosigkeit noch glauben konnte, nach all den Irrfahrten, die er vorgenommen hatte, um seiuou Verfolgern zu entfliehen. (Fortsetzung folgt.) Zweige dos Erasmusschen Astes mit dem gegenwärtigen Oberhaupte Hugo Weriand III. Fürsten zu Wiudisch-Grätz durch weitausgedehnten Güterbesitz seit langem, unserer Heimat angehört, ist bekanntlich in den weitesten gelehrte,: Kreisen als Forscher und Gelehrter auf dem Gebiete der Prähistorie uud der Numismatik anerkannt und hat sich als solcher, die lange Reihe von Jahren her, in welchen der durch seine ansnehmende Liebenswürdigkeit und Leutselig» kcit ausgezeichnete hohe Kavalier hierlands weilt, um die heimatliche Wissenschaft in unseren: Lande hochverdient gemacht, nicht allein durch eigene. Forschung und Saminlnng auf wissenschaftlichen Gebieten, sondern auch durch reichliche Förderung unserer vaterländischen Sammlungen, namentlich auch durch die Förderuug unseres landschaftlichen Museums „Rudolfinum", das er stets feines Iuteresses würdigt^ und dnrch manche wertvolle Schenkung berei° cherte. Nicht minder wandte sich das Interesse Seiner Erzellenz auch Einzelbestrebungeu auf heimatlichen, geistigen nnd künstlerischen Gebieten zu uud auch auf politischem Gebiete hat der Fürst durch mehrere Jahre in der Eigenschaft als Reichsratsabgeordneter dem Lande Kram feine Kräfte geweiht. 5 Als der dritte Sohn des Fürsten Weriand zu Windisch-Grätz uud der Fürstin Marie Eleonore, geb. Pnnzessin zu Lobkowitz, am 27. September 1827 ge^ boren, wnrde Prinz Ernst Ferdinand Weriand im Jahre 1815 Leutnant im Rcgimente Kaiser Kürassiere Nr. 1, rückte 1847 zum Oberleutnant im Chevaur-legers-Regiment Fürst Windisch-Grätz Nr. 4, mit welchem er an den Fcldzügen 1848 und 1849 teil» nahm und 185)! znm Rittmeister im Ulanenregiment Graf Wallmodel: Nr. 5, vor. Im Jahre 185/) zum Major bei Fürst Windisck>Grätz-Dragoner Nr. 7 befördert, kam er in demselben Jahre zum Regiment Civalart'UIanen Nr. 1, wo er 1862 zum Oberstleutnant avancierte und 1805) mit den: Otx>rstenscharat'ter a. D. trat. Im Jahre 1800 wieder in die Reihen der Armee eintretend, machte der Fürst im Haupt» quartiere des FZM. Ritter- von Benedek den Feldzug in Böhmen mit und rettete im Gefechte bei Tobiva ,n:t heldenmütiger Selbstaiifopfernng seinen Feldherrn, wodurch er das Militärverdienstkreuz mit der Kriegsdekoratiotl erwarb. Nach dem Feldzuge trat Fürst Ernst wieder in das Verhältnis außer Tienst, er, der würdige Sprofse des altberühmten Heldengeschlechtes der Windisch-Grätz, deren Geschichte ili das frühe Mittelalter zurückreicht und dessen hervorragendste!: Repräsentanten, weiland den: FM. Fürsten Alfred zn Windisch-Grätz, nach den Worten des Herrenhanspräsidenten Fürsten 5lnrl Auersperg bei dem Tode des Heldenmarschalls (1802) „das 5lai!ertum Österreich seine Wiedergeburt uud die Wohltat sozialer Ordnung verdankt". Prinz Ernst zu Windisch Grätz hatte sich 1870 mit der Prinzessin Kamilla Amalie Karoline zu Öttingeu-klingen und Öttingen Spielberg vermählt, mit welcher er il: achtzehnjähriger Ehe verbnnden war. Sein ältester Sohn Fürst .Karl ist seit 20. Oktober 1905 mit Alerandra, geb. Gräfin Festetic? von Tolna, vermählt. Trei Jahre früher trat fein zlveitgeboi-ener Tohn Fürst Otto init der Enkelin Seiner Majestät des Kaisers, der Frau Erzherzogin Elisabeth vor den Traualtar. Seinrr einzigen, geliebten Tochter, der Prinzessin Eleonore, wnrde, wie erinnerlich, nach kurzer zweijähriger Ehe der Gemahl Gras Alfons Paar in fo jungen Iahl-en durch den Tod jäh eni-rissen; das kleine, nachgeborene Söhnchen dieser El)e, Graf Alfons, bildete eine traurige Freude für den geliebten Großvater. Answer diesem Enkelkinde wurden als kleine Gratulanten die drei Söhnchen des zweiten Sohnes, des Fürsten Otto und der Frau Erzherzogin Elisabeth, der 1904 geboi-ene Prinz Franz Josef, der 1W5 geborene Prinz Ernst Weriand und der 1907 geborene Prinz Rudolf den fürstliche!: Groß» Vater umgeben. , Gott gönne Seiner Erzellenz dem durchlauchtigsten Fürsten Ernst zu Windisch Grätz dessen Name in der gelehrten Welt im allgemeinen nnd nament» lich dnrch die in seinem Palais ill Wien aufgestellte nnmismatisäie „Kollektion Ernst Prinz zu Windisct> Grätz" dauernd fortlebe,: wird - noch eine Reihe von Jahren fegen reichen Erden wall ens im Kreise seiller hohen Familie und zur Freude aller seiner zahlreichen Verehrer! Laibacher Gemeinderat. — Der Laibacher Gemeinderat hielt gestern abends eine außerordentliche Plenarsitzung ab, an welcher unter den: Vorsitze, des Bürgermeisters H r i bar 20 Gemeinderäte teilnahmen. Zu Verisikatoren des Eitzungsprotokolles wurden die Gemeinderätc Leni'-ek und Vidniar nominiert. Laibacher Zeitung Nr. 220. 2046 25. September 1907. Der Bürgermeister machte zunächst die Mit-teilung, daß am 1. Oktober 40 Jahre verflossen sein werden, seit dcr Leiter der III. städtischen Knaben-vollsschnle in Laiback) Herr Leopold N r m i ö sich dem Volksschuldienste geiindnret hat. Zeit 3ll Jahren wirkt derselbe an hiesigen Volksschulen. Mit Rücksicht auf dessen in jeder Vezichnng verdienstvolle Tätigkeit lx'antragt der Bürgermeister, daß Herrn Armil'' bei diesezm Anlasse das Biirgerreck)t niit Nachsicht der Taxe verliehen werde. Der Antrag wnrde unter Bravorufen einstimmig angenonrmen. Ter Vorsitzende verlas sodann ein Schreiben des Herrn Hofrates unt> Final,zdirettors Üubec, Niel-cher anläßlich seines Scheidens aus Laibach dem Stadtmagistrate und der Gemeindevei'tretnng für die ihm zuteil gewordene Unterstützung den Dank aus-spiicht. Vor Übergang zur Tagesordnung legten die Herren Speuglermeister Johann Remökar und SchuhlnaclM- Josef Zupan, welchen das Bürgerrecht in Laibach verliehen worden war, das Gelöbnis in die Hände des Bürgermeisters ab. Für das eben fertiggestellte neue Gebäude der höheren. Mädchen^ schule in Laibach wurde der Vcnützungskonsens erteilt nnd mehreren städtischen Volksschulen zur Bedeckn ng des Defizits für die Herausgabe des Jahresberichtes der Fehlbetrag per 178 I< mit der Weisung bewilligt, daß der diesfällige K-redit künftighin nicht mehr überschritten werde. Gemeinderat Svetek berichtete sodann über die Eingabe des Landesverbandes znr Hebung des Fremdenverkehrs in Kram um Auszahlung der ilnn pro 1907 in Aussicht gestellten Subvention im Ve trage von 2lX)0 l<. Die fraglick>e Subvention nnirde deni Landesverbände unter der Bedingung zugesichert, daß derselbe ein Reklameplakat mit Ansichten ans Laibach herausgebe und in Bahnhöfen, Hotels :c. anschlagen lasse. Ter Landesverband hebr in seiner Eingab^ hervor, daß er au Stelle de5 Reklame-Plakates ein Album mit prächtigen Ansichten ans ,Hrain demnächst herausgeben Ux'rde, in welchem der Landeshauptstadt Laibach ein hervorragender Plai; zussowiesen sei: von der Herausgabe eines Reklame^ Plakates aber mußte Abstand genommen werden, weil die Vereinsmittel durch andere Maßnahmen zur Hebung des Frein den Verkehres in Krain vollauf in Anspruch genommen wurden. Der Referent beantragte namens der Finanzsektion dic Abweisung der Eingabe, da die Bedingung, au welche dio Aus' zahlnng der Subvention geknüpft sei, nicht erfüllt worden ist. Gemeinderat v. Trntüczy wies auf die ersprießlich Tätigkeit des Landesverbandes hin, welche auch der Landeshauptstadt zum Vorteile ge reiche und appellierte an den, Geiueiuderat, die in Aussicht gestellte Subvention dem Vereine nicht vorzuenthalten. Nachdem noch die Gemeinderäte Doktor Triller und Kozak für den Antrag des Referenten eingetreten waren, wnrde bei der Abstimmnng die Eingabe des Landesverbandes zur .Uebung des Fremdenverkehro abschlägig beschieden, Gemeiuderat Svetck berichtete writers über die Zuschrift des k. u. k. 3. Korpskommandos in Graz in betreff eines Neubaues für den Kader des 7. Feldiägerbataillons. Aus den mündlich mit dem Stadtmagistrat gepflogenen Verhandlungen über die Unterbringung des Kaders des Feldjägerbataillons Nr. 7 ist da5 Korpstommando zur Kenntnis gelaugt, daß die Stadtgemeinbe Laibach bereit ist, nicht allein für die Unterkünfte samt Nebenerfordernissen dieses Kaders, sondern auch für das gegenwärtig durch Miete in der Hilsä)ergasse untergebrachte Augmenta-tionsinagazin des 7. Feldjägerbataillons durch cinen Neubau im Komplere der städtischen Infanteriekaserne anf Grllnd des Einquarlierungsgesetzes Vor-lorge zu treffen. Um hierüber dem k. u, k. Reichs» kriegsministerium einen konkreten Antrag stellen zn können, wird der Stadtmagistrat vom K^orpskom-niando aufgefordert, eine schriftliche Erklärung abzugeben, wonach sich die Stadtgemeinde verpflichtet, die Unterkünfte samt Nebenerfordern isseu fiir den Kader und das Augmeutationslnagazin des 7. Feld» jägerbataillons auf Grund des Einquartierungsgesetzes gegen die tarifmäßige Vergütung und Gewährung einer Nelaggarantie beizustellen. Die Fertigstellung dieser Bauten müßte derart betrieben werden, daß dre Übergabe in die Benützung gleich' zeitig mit iener des nenen Militärverpflegsmagazins erfolgen könnte. Dieser Zusammenhang würde auch in den abzuschließenden Transaktionsvertrag als wesentlicher Vertragspunkt aufgenommen werden. Der Gemeinderat erklärte sich über Antrag des Referenten bereit, den erwähnten Neubau unter der Bedingung aussilhren zu lassen, daß eine entsprechende Verzinsung K<5 Vcmkapitales sichergestellt werde. Die V^-qnickuna dieser Augelegen l>eit mit der Trans- aktion in betreff des Militärverpflegsmayazins wurde jedoch abgelehnt. Gemeinderat Svetek berichtete schließlich über das Anbot des Nealitätenbesitzers Johann Knez in betreff des Tausches eines Teiles der Rudolfsbahnstraße nebeu dem Koliseum. Herr Knez beabsichtigt auf deu parzellierten Gründen des Kolisenms einen Neubau aufführen zu lassen und benötigt hiezu einen Teil der anfznlassendn! gegenwärtigen Nu-dolfsbahnstraße. Als Entschädigung für den benötig-ten Straßentcil erklärt er sich bereit, die neuanzulegende Rudolfsbahnstraße auf eigene Kosten mit dem nötigen Schottermaterial zu versehen. Der Antrag wurde ohne Debatte, angenommen. Vizebürgermeister Dr. Ritter von Bleiweis berichtete namens der Polizeisektion über die vom Bürgermeister in Antrag gebrachte Pachtnug einer nenen Baracke für Wäscherinnen. Die Angelegenheit sei um so dringlicher, als die derzeitige Baracke in der Meierhofgasse dem Wegfalle nahe fei unb auch vom hygienischen Standpunkte die Wäschemanipula-tion eine Neuregelung dringend erheische. Zu diesem Zwecke soll die der Realitätenbesitzcrin Frau Veltovrl) gehörige Remise nebeu der I. städtischen Knaben-Volksschule samt dein dazugehörigen Grunde gegen einen jährlichen Pachtzins von 600 X gemietet und nach entsprechender Adapticruug den Wäscherinnen znr Verfügung gestellt lverden. Die Remise müsse in der Weise abgeteilt werden, daß ein Teil für gereinigte und ein Teil für schmutzige Wäsche reserviert sei. Für die Benützung der Remise seitens der Wäscherinnen wird wie bisher eine entsprochnd? Gebühr eingehoben werden. Sämtliche Anträge des Referenten wurden ohne Debatte angenommen. Schließlich wurde der Dienstvertrag mit dein Waseumeister M. Joras auf weitere zehn Jahre verlängert nnd dessen Entlohnung von 1200 auf 1800 X jährlich erhöht. Der städtischen achtklassigen Mädchenvolksschule bei St. Jakob wurde für Anschaffung physikalischer Apparate ein außerordentlicher Beitrag von 200 I< bewilligt. Vor Schlnß der öffentlichen Sitzung stellte Ge-meinderat Franchetti an den Bürgermeister die Anfrage, ob es ihm bekannt sei, daß der nach dein Erdbeben neuerrichtete Turm dcr St. Jakobskirche infolge Scukung des Terrains sich seitlich bedeutend geneigt habe, daß das Kirchengewölbe auffallende Nisse anfweise uud ob er geneigt fei, zur Beruhigung des Publikums die Angelegenheit nntersuchen zu lassen und entsprechende Maßnahmen zu treffen. Bürgermeister H riba r erwiderte, daß der Turm der Et. Jakobskirche sich allerdings seitlich etwas geneigt habe, daß jedoch eine Gefahr für den Einsturz des Turnrets nicht vorhanden sei. Wohl aber sei durch die Neigung des Turmes die Kiixhen Wölbung in Gefabr. Laut Berichtes des städtischen Sachverständigen Nx'ist die Kirchenwölbuug einen 4 Zentimeter langen Riß auf, welcher dadnrch veranlaßt wurde, daß der sich seitlich neigende Turm, welcher dnrch Traversen mit der Kirchenmauer verbunden ist, diese mit sich fortreiße und dadurch Sprünge im, Mauerwerk venlrsache. Eine unmittelbare Gefahr fei auch hinsichtlich der Kirchenwölbnng nicht vorhanden, doch sei eine solche durch etwa fortschreitende Neiguug des Turmes fiir die Zukunft nicht ausgeschlossen. Ter Bürgermeister babe die t, k. Landesregierung als Baubehörde von dem Vorfalle verftändigt und diese werde sicherlich nicht ermangeln, die nötigen Maßnahmen zn treffen. Erforderlichen-falls werde auch die Sicherbcitsbehörde ihre Pflicht tuu. Es müsse jedoch uochmals betont werden, daß derzeit eine Gefahr für dre Sicherheit der Kirchenbesucher nicht vorhanden ist. Ter Gemein derart nahm die Interpellations-beantwortung des Bürgermeisters zur Kenntnis, woranf die öffentliche Sitznng nm balb f> Uhr abends geschlossen wurde. Eine Fahrt in den St. Kanzianer Höhlen. Von Viltor Winller. (Schluß.) Wir hatten mm die Marchefetti-Halle erreicht, deren Decke sich bis auf l,0 Meter über die Wasserfläche herabseutt, und standen abermals vor einem See. Links führte einige Meter höher ein Gang zum „See des Todes", gegenüber bofalud sich ein Kanal, der durch Backen und Reisig verstopft tvar, die das Hochwasser eingeschwemmt hatte. Es war das Hiel unserer heutigen Fahrt. Das Fahrwasser im Kanal war 10 Meter frei, bis sich das Reisig anstürmte. Es gelang Herrn Louze, dasselbe zu erklettern, nachdem mir bei meinem vorhergegangenen Versuch die einzige Kerze ins Wasser gefallen war. So faß ich im Dnnkeln in dem fortwährend von dem eiskaltel, Wasser überspülten, Boote nnd mnßte mich an dem am Boote befestigten Stricke zu-rückzielien lassen. Leuze ging auf dem Reisig etwa 10 Meter weiter, bis er zu einer Spalte in: Gestein rechter Hand kam, vor welcher die bisherigen Forschungen Halt gemacht litten. Kriechend gelangte er durch dieses mehr als 3 Meter lange, nach links sich windende Loch, nm abermals auf Wasser zu stoßen, welches er aber mangels geeigneter Requisiten nicht durchqueren konnte. Auch eine Lotung war nicht möglich, doch dürfte das Wafser eine gleiche Tiefe wie im Kanal, nämlich 11 Meter besitzen,: !> Meter gegenüber sah Leuzc die Fortsetzuug des Schlupfes, welcher aber durch einen dicken Baumstamm verstopft war. Dieses Ergebnis ist insoferne interessant, als dieser Kanal von den Erforschern als der Abfluß der Neka gehalten wird und somit hier ein weiteres Vordringen noch Möglich erscheint. Wir stiegen sodann über interessante, brunnenartige Sintergcbildc zn dem höher gelegenen Gange und el-reichten nach Durchwatung eines 0 Meter laugen, mit eiskaltem Sickerwasser gefüllten Beckens den „See des Todes", dessen Wasserfläche von einer Unmenge von Holz-irümmei'n bedeckt ist nnd der keinerlei Abflnß aufweist. Hier sahen wir auch das Wrack des Flosses der ersten Erforscher. Zum Unterschiede von dem Getöse des Wassers in den vorhergehenden Räumen bcrrschte hier die Ruhe des Todes. Nnr wenige Menschen waren es bisher, die sich bis Zn dieser Stätte gewagt halx'n. Hier waltet für deu Forsä>er ein scheinbar undurchdringliches Geheimnis über den weiteren Lauf des Flusses. E» ist wohl möglich, daß sich bier die bei Ober-Vrem in die Tiefe sich er» gießenden Wassermnssen der Reka mit dem Hanpt-ströme anss neue vereinen, um in größerer Tiefe den nxnteren Weg zu fuchen. Ein einige Tage später von dem reichsdeutschen Höhlenforscher Oenn Doktor Wolf nnd mir 200 Meter weit verfolgter nnterirdisclier Flußlanf, welcher fich vou Dane nordöstlich zieht und dessen Erforschung vou uns ebenfalls noch nicht ab-geschlossen ist, scheint wenigstens zu dieser bei Ober-Vrem stattfindenden unterirdischen Abzapfung der Neka zu führen nnd haben wir möglicherweise hier Nesnltate zu erwarten. Nachdem wir nun 8 Stunden in der Unterwelt und fast zwei Kilometer von der Anßenlvelt entfernt waren, dachten wir an den Rückzug. In der Marche-setti-Halle sowie vor der Strenge machte ich noch Aufnahmen mittels Blitzlichtes, dessen Knall auf die vor dem Schlnpfe Wartenden wie eine Erplosion wirkte, so daß sie unserthalben in Sorge gerieten. Nach Überwindnng der Strenge machten nnr uns an die mitgebrachten Lebensmittel, wähivnd die Führer aus dem mit Öl überschütteten feuchten Reisig ein »nächtiges Feuer entfachte!, und unsere Kleider daran trockneten. Ohne Unfall gelangten wir dann nach elfftündigem unterirdischem Aufenthalte an die schöne Oberwelt, die eben untergehende Sonne mit einem kräftigen Jauchzer begrüßend. („Triester Tagblatt.") < Pe r sonal n a ch r i ch t.) T^er General-Armeeinspcktor, Seine Erzellenz FZM. Freiherr von A lbori, ist zu längerem Aufenthalte in Poljee in Oberkrain eingetroffen und hat, wie bereits seit einer Neil,e vou Jahren, in der Villa Sturm Absteigequartier genommen. ' (Wahl der Ausschußmitglieder und Ersatzmänner in den Morast-k n l < n rh au pta u s schu ß.) Wie man uns berichtet, wurden nachbeuannw Besitzer der Wähler-gnivpen 1 bis i) in den MorastkultnrhauptauZschuß gewählt, und zwar als Ausschußmitglieder: Georg Marenöe in Laibach, Franz »vigelj in Laibach. Johann Kanz in Podsmreka, Andreas Knez in Waitsch. Peter Ora/em in Anßer-Goritz. Fmnz R e m 5 t a r in Log, Karl M n lley in Oberlaibach. Michael Ierinain Blatna Brezovica. Anton K o b i in Breg, Anton Svete in Tomiüelj, Johann Strnmbelj in Vrunndorf nnd Josef Iamnik in Pijava Gorica: als Ersatzmänner: Josef Plans' a r in Laibach, Aliton P azni k in Podsmreka, Fr. Novak in Waitsch, Anton Aliö in Inner-Goritz, Franz Ogrin in Bevke, Matthias Ierina in Gorie aktive nnd nicht-aktive Mannschaft des Landwehr-Inf.-Reg. Nr. 27 vor ihrer Entlassung, einnr eingehenden ärztl. Untersuchung unterzogen werde. Die bei dieser Untersuchung gesund desundene Mannschaft ist in Konsig' nationen mit Angabe des Nestimmnngsorte5 jedes einzelnen Mannes der zuständigen politischen Vehörde nachzuweisen. Typhusberdächtige sind unverzüglich zur Beobachtung in das Garnisonsspital Nr. tt in Laibach zu übergeben. k<^ . — (Vom Markte.) In letzterer Zeit wird verschiedenes Obst, zumeist Äpfel und Pfirsiche, in reichlicher Fülle auf den Markt gebracht. Die Äpfel aus dem Pöllandertale nnd der Nadmannsdorfer Be-zirt'shauptmannschaft sind sehr gut geraten und sind von vorzüglicher Qualität, so das; man der krni-nischen Landwirtschaftsgesellschaft für ihr Wirken anf dem Felde der Obstkultur vollste Anerkennnng zollen muß. Die Pfirsiche staiumen vorzugsweise ans Unterkrain, sind sehr scrftig und schmackhaft, dabei verhältnismäßig billig. Schade, daß die allzukonservativen Nnterkrainer keine Weintrauben, die sich neben den Wippacher Trauben wohl behaupten könnten, auf den hiesigen Markt bringen. Zwetschken und Birnen sind heuer schlecht geraten, kommen des-I>alb in geringeren Quantitäten auf den Markt und sind - besonders die ersteren unverhältnismäßig teuer. Die Nüsse haben in Unterkrain ein sehr zu-friedenstellendes Jahr zu verzeichnen und kommen in geringen Mengen als Erstlinge auf den Markt. Die Eßpilze dagegen werden durch eine Woche massenhaft bei ziemlich reduzierten Preisen znm Verkaufe angeboten. Das Gemüse, durch schöne Witterung begünstigt, ist äußerst schön, zart, und was das Beste ist, nicht allzutener. ks—. * (Aus dem Volksschnldicnste.) Der k. k. Bezirksschulrat in Gottschee hat den absolvierten Lehramtskandidaten Herrn Franz Niegier znm provisorisä>en Lehrer an der fünfklassigen Volksschule in Laserbach ernannt. - Der k. k. Bezirksschulrat in Gurkfeld hat die absolvierte Lehramtskandidat!!! Fräulein Emilie Vovk zur Provisorischen Lehrerin an der dreiklassigen Volksschule in Arch ernannt. Der k. k. Stadtschulrat in Laibach hat an Stell? der krankheitshalber beurlaubten Lehrerin Frau Olga Kobau die geprüfte Lehramtskandidatin Fränlein Anna Mach znr Snpplentin an der achtklassigen slovenischen Mädchmvolksschule bci St. Jakob in, Laibach ernannt. Der k. k. Bezirksschulrat in Littai hat die bisherige provisorische Lehrerin an der scchsklassigen Volksschule in Töplitz-Sagor Fränlein Paula Knsterüie in gleicher Eigenschaft an die zn>eiklaffige Volksschule in Islack versetzt. — Der k. k. Bezirksschulrat in Nudolfswert hat den bisherigen Supplenren an der Volksschule iu Suckln, Herrn Heinrich 5t'rall, zum Anshilfslehrer an der einklafsigen Volksschule in Unterwarmberg bestellt. — (Für Ei s e n b a h n e r.) Wie alljährlich, gelangen auch heuer die Erträguisse mehrerer Stiftungen unter hilfsbedürftige, gewesene Eisenbahnbedienstete, doren Witwen nnd Waisen zur Verteilung, und zwar: aus der Stiftung des österreichischen Eisenbahn llnterstülzungsfonds, ans der Stiftung Matthias Ritter von Schönerer, aus der Stiftung Moritz Freiherr von Königswarter nnd aus der Stiftung für österreichische EisenbahwInbaliden. Diesbezügliche Gesuche sind bis spätestens !5l, Oktober bei den Stationsvorstehungen der- Südbahnstationen einzubringen, wo anch nähere Informationen ein-geholt u>erden können. * (Ein T ä n zer in d e r T t e r n a I l l? e.) Bei der gestern nachmittags iu der Sternallee veranstalteten Plntzmusik des 27. Infanterieregiments bot sich dem Publikum ein interessantes Schanspiel dar. Ein Tänzer stellte sich unentgeltlich knapp vor der Musik auf und produzierte sich iu verschiedenen Tänzen nnd Gesangsnummern, bis ein Sicherheitswachmann erschien nnd ihn abführte. Der Tänzer ist der Njährige, in Waitsch wohnhafte Taglöhner Andreas Osredkar aus Villichgraz, der für die bevor-stehende Tanzsaison als Tanzlehrer mit Gesang und Alkoholbegleitung bestens anempfohlen wird. ^ (Das Panorama International) Unter der Trantsche in Laibach zeigt in dieser Woche mehrere Ansichten der Stadt Salzburg, das frennd-liche Berchtesgaden mit schöner Umgebnng, den prächtigen Königssee in 11 Bildern und den meist vegetationslosen Wntzmann in 10 Bildern. Besonders sehenswert sind die wildromantischen acht Felsen» schlnchten. N>elche für sich selbst eines Besuches wert sind. Diese Bilderreihe verdient einen recht zahl reichen Besuch. — Nächste Woche: Brüssel. (Das P a n o r a m a - K o s m ora m a) ain Vnrgplatze in Laibach hält bis zum nächsten Samstag das Panorama von Kratan sowie die Einzel-ansichten: das Rathaus, die Notunde, den Wawel, die Kathedrale, die Königsgruft und Sobjeskis Grabdenkmal: ferner das Meerange, den Schwarzen See, den Papradsee, den Storba-, den Frosch- und den Fischsee, weiters die hohe Tatra mit den vielen Wasserfällen, endlich den Kurort Tatrafava mit den schönen Parkanlagen ?c. ausgestellt. Diese Bilder-reihe ist recht sehensNx'rt und verdient einen '>ahl-reicken Besuch. " (Sanitäres.) In den Ortschaften Telm-und Planina, Gemeinde Fara, politischer Bezirk Gott-schee, sind 2 Frauen und 2 Kinder an Typhus er krankt. Nehnfs Hintanhaltung der Weiterverbreitnng der Krankheit wurden die umfassendsten sanitäts-polizeiliclien Maßregeln getroffen. — r. * (Hu n deko n tun, az im Bezirke Adelsberg.) Die k. k. Bezirkshauptmannschaft in Adelsberg hat über die Gcnieindeu Illyrisch' Feistritz, Tornegg, Natexevo Vrdo, Külleliberg, Smerje, Pre'in, öelje, Ianexevo Vrdo nnd Sankt Michael bis anf lveiteres die Hnndekoutumaz verhängt und über die Gemeinde Iablanitz die noch bestehende Hundekontumaz bis auf Widerruf verlängert. —r. — (Landsle,ute in der Fremde.) Wie loir amerikanischen Blättern entnehmen, ist der aus Illyrisch-Feistritz gebürtige Arbeiter Franz Vro /iö zu Homestead in Nordamerika irrsinnig gewor-den und mnßte einer Irrenanstalt übergeben werden. VroM ließ in der Heimat Frau und sechs nn-mündige Kinder znrück. Der Bergarbeiter Anton Mlinar aus Gorenja Vas in Obertrain ist in einem Kohlenwerke nächst Freontier verunglückt. Der erst vor wenigen Mouaten uach Amerika ausgewanderte Arbeiter Franz Mehle ans Weichselbnrg ist anläs;lich einer Puldererplosion ums Leben geiom« men. — (Im städtischen Schlachthauses Nmrden in der Zeit vom 2. bis N. Septeniber 75 Tci-sen, 1 Kuh und 8 Stiere, weiters 1.'»^ Schweine, <^<< Kälber, !2 Hammel und Böcke sowie 1 Kitz ge-schlachtet. Überdies wurden in geschlachtetem Zustande 4 Schweine und 4 Kälber nebst 553 Kilogramm Fleisch eingeführt. ^ (G e s u n den) wurde eiu kleiner Geldbetrag. Ferner wurden anf der Südbahnstation gefunden ein brauner Havelock, ein Regenschirm, ein Sonnenschirm, Zwei Spazierstöcke, ein weißer Damenhut, eine Damenjacke, ein Mädchenstrohhut uud eine Brille. * lVerloren) wurde: eine Zwanzigkronen-Note, ferner eine Nickeltaschenuhr samt Kette. Telegramme iles l. l. 3eleMhellenz'Vlllelllls. Vlatternfälle in Vöhmcn. Prag, 2l. September. Das „Prager Abend» blatt" meldet: In der Woche vom 16. bis 22. d. M. sind in Böhmen vier Fälle von Erkrankungen an Blattern zur Anzeige gebracht worden. Der neueste Fall betraf datz Kind der ei-sterkrankten Mane Kotsch in Vierhöf bei Nudweis. Ferner ist ein vierzig jähriger Mann, ein Manrer, der am 22. d. ans Wien, wo er in ständiger Arbeit den Sommer zu-brachte, uach Deschna zu seiner Familie zurückgekehrt war, dort im Verlaufe der Woche an Blattern er> krankt. Zn diesem Kranken kam am 17. d, in Petro-Witz (Bezirk Deutsch-Brod) ein neuer Fall, betreffend die Gattin eines Oberförsters ans Nnßland, die ans Minsk zum Besuche ihres Vaters eingetroffen N>ar uud im Laufe der ei-sten zehn Tage an Blattern erkrankt ist. Im ganzen Bezirke war vorher kein Fall zu konstatieren. Unwetter. London, 2-1, September. „Daily Mail" mel det aus Newyork: Hier wütete gestern ein Uu> Wetter, das allgemeine Bestürzung hervorrief. Das St. Katharinen Hospital und die St. NitVlaus-Kirche wurden vom Blitz getroffen. Unter den Patienten und den Kirchenbefuchern brach eine Panik aus. Die Kirche wurde in ihren Grundfesten erschüttert und die Gemeinde stürzte iu wilder Flucht ins Freie. Ein großes Metallkreuz wurde vom Sturme erfaßt uud Zur Erde geschleudert. Ein Blitz schlug in den unfertigen Bogen der neuen Brücke nach Blackville Island, der mit großem K-rachen ins Wasser stürzte. Pittsville, 23. September. Eine Windbraut von orkanartiger Gewalt zerstörte gesteni eine Tnbnne, auf der ungefähr 100 Zuschauer eines Fuß-ballspieles vor dem Regni Schutz gesucht hatten. Fünfzig Personen nmrden hiebei verletzt, davon vier fchwer. Wien, 21. September. Die „Politische, Korrespondenz" meldet: Minister Izvolskij, der morgen früh hier eintrifft, wird das Dejeuner beim Minister Freiherrn von Ährenthal nehmen. Um 3 Uhr nach mittags wird Izvolsrij vom König Carol von 3tu-mänien, dessen Ankunft in Wien gleichfalls morgen erfolgt, in Andienz empfangen werden. Abends wird der russische Botschafter, Fürst Urussov, zu Ehren des Ministers Izvolskij ein Diner zu 2l> Gedecken geben, an dem der Minister des Änßern, der italienische, der englische und der französische Botschafter^ der Gcneraladjutant Freiherr von Bolfras, Oberst kämmerer Freiherr von Gudenus, Statthalter Graf Kielmansegg nsw. teilnehmen werden. W ien , 21. September. Der russische Botschafter, Fürst Urussov, hat heute dem Minister Freiherrn von Ährenthal den Tn't des iMisch-englischeu Übereinkommens mitgeteilt. Prag, 25. September. Die Vlättermeloung. wonach die Minister Pacak nnd Fort die Absicht zu demissionieivn kundgegeben hatten, ist vollständig aus der Luft gegriffen. 'Stuttgart, 21. September. Graf Zeppelin unternahm eine vorzüglich gelungene Fahrt mit dem lenkbaren Luftballon von Manzell über Konstanz, Lindan, Friedrichshafen nach Manzell znrück, wobei er auch gegen den Wind sicher stenei-te. Belgrad, 24. September. Während einer Übung der Belgrader Garnison nächst dein Torfe ?>e-leznik erplodierte bei der Ladung eines Geschützes eine Patrone, wodurch ein Korporal schwer und zwei Artilleristen leicht verwundet wurden. König Peter, welcher der Übung beiwohnte, begab sich sofort zn den Verunglückten, die in seiner Gegenwart ver bunden nnd dann in das Krankenhaus gebracht wnrden. Petersburg, 24. September. Aus verschie denen Gegenden des Neiches Nx'rden grohe Schnee fälle und Frost gemeldet. , San Francisco, 25. September. Bis jetzt kamen 42 Fälle von Vubonenpest, hievon 24 mit tödlichem Ausgange vo>r. Ausweis über den Stand der Tierseuchen in Krain fiir die Zeit vom 14. bis zum 21. September 1907. Es herrscht: die Rotzlranlheit im Bezirke Ärainburg in der Gemeinde Straschischr (1 Geh.); im Bezirle Radmannsdorf in der Ge» meinde Veldcs (2 Gch.); der Rotlauf der Gchweine im Vezirke Gottschee in den Gemeinden Altlag (1 Gel,.), Mosel (1 Geh.); im Nezirle Krainbmci in der Gemeinde Prcdassel (1 Geh.); im Bezirle Lcnbach Umgebung in den Gemeinden Billichgraz (2 Geh.), Zwischenwässern (1 Geh.); im Vezirte Loitsch in der Gemeinde Gercnth (2 Geh.), Sairach (2 Geh.), Schwarzenberg(1 Geh.); im Äezirle Radmannsdurf in der Gemeinde Aßling (1 Geh.), Lees ll Geh); im Bezirte Rndolfswert in den Gemeinden Hönigstein (1 Geh.). St. Peter (1 Geh.); im Bezirte Stein in den Gemeinden Bresowitz (2 Geh.), Glogowih (1 Geh.); die Schweinepest im Bezirke Gnrlfeld in den Gemeinden St. Barth'elmä (1 Geh.). Catez (1 Geh.). Gurkfeld (1 Geh.); im Bezirle Nudolfswert in der Gemeinde Preinn <1 Geh.); im Vezirte Tschernembl ill den Gemeinden Semitsch (l Geh.), Snchor (I Geh,). Erloschen ist: die Motzlranlheit im Bezirke lkrainburg in der Gemeinde Zirllach (I Geh.); der «otlans der Schweine im Bezirle zrrainburg in den Gemeinden Altlacl (1 Geh.), Flödnic, (3 Geh.); im Bezirle Laibach Umgebnng in den Gemeinden Billichgraz (2 Geh.), Bresowch (I Geh.», Horjul (2 Geh.), Oberlüibach (1 Geh.); ini Bezirke Littai in der Gemeinde Draga <2 Geh.), Kreuz» dorf (1 Geh.); im Bezirte Radmannsdurf in der Gemeinde Kropp (2 Geh.); im Bezirte Rudolfswert in der Gemeinde Seisenberg (1 Geh.); im Bezirke Stein in den Gemeinden Aich (1 Geh.), Lutowih (1 Geh.»; im Bezirle Tschernembl in den Gemeinden Kerschdorf (2 Geh.), Suhor (1 Geh.), Tschernembl (1 Geh.); die Schweinepest im Bezirte Tschernembl in der Gemeinde Semitsch (1 Geh.). A. k. Aandesregierung für Arcnn. Laib ach. am 21. September 1907. Laibacher Zeitung Nr. 220. 2048 25. September 1907. Verstorbene. Am 22. September. Josef Teran, Maurer, 59 I., Radetzkystraße II, ^rtorioZciorosin. Margarete Oblak, Pfründnerm, 68 I., Iapeljgasse 2, ^rk8mu8 äouili». — Karl Zupaniic, Handelsmann, 43 I., Sallochcrstraße 11, ^u«ui-^8M8. l>,re. ^ortllv. Am 23. September. Julia Mayer, Nezirtsarztens» Witwe, 70 I., Ialubsplah tt, 'I'umor iutost. doMig. — Maria Wolf, Tapeziererstochter, 3 Mon., GradiZce 6, Magen» und Darmkatarrh. Im I ivilfpitale: Am 21. September. Andreas Zahorec, Drahtbinder, 44 I,, "1'u1>«reul. pulm. Am 22. September. Franziska Perse, Buchhalters» gattin, 3« I.. 'I'uboreul. pulm. — Marti» Kristau, Besitzers» söhn, 15 I., Voivuiu» iutegt., Ilou». Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. .). 2U. N. !?4i 5 1? 2 SW. schvarff heiter ^ 9 U. Ab. j 742 0 10 3 NO. schwach 25.j 7 U. F. I ?41 6 , 36, SO schwach j Nebel j 0-0 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 10 9°, N°r» male 13 6°. Wettervoraussage für den 25. September für Steiermart und Kämten: Zunehmende Bewölkung, mäßige Winde, zunehmende Temperatur, gleichmäßig anhaltend; für K r a i n: wechselnd bewölkt und schwache Winde, Temperatur wenig verändert, gleichmäßig anhaltend; für das Küstenland: wechselnd bewölkt, schwache Winde, Temperatur wenig lier° ändert, gleichmäßig anhaltend. Verantwortlicher Redakteur: Antun Funtck. Französische Lehrerin welche zwei bis vier Fräulein für die französische Prüfung vorbereiten würde und / ein oder zwei Fräulein welche sich an diesem Kurse beteiligen wollten, niögeu ihre Adressen unter „Französisohe Prüfung" an die Administration dieser Zeitung senden. (388S) 2—2 Vie „Österreichische Familien- und Moden« Zeitung" hat es «erstanden, sich die Liebe und Gunst des Publikums im Stnrmc zu erobern. Es war dies allerdings nicht schwer, denn gerade das kuustsinnigc Österreich besaß bisher noch keine illustrierte Zeitschrift, die den künstlerischen Äcdürf» nisseu seiner Bewohner genügend Rechnung getragen hat. In jedem Wochenheft bringt von dem soeben beginnenden neuen Jahrgang an die „Österreichische Familien« und Moden^ Ieitung" eine farbenprächtige Kunstbeilagc. Gediegene und spannende Romane unserer beliebtesten Autoren uud reich illustrierte, populär »wissenschaftliche Artikel füllen die Spalten des unterhaltenden Teiles. Hieran schließen sich die Beilagen, welche speziell für die Frau bestimmt sind. Wir erwähnen die £&Clt gibt bekannt, dass Sonntag den 29. d. M. um 10 Uhr vormittags an der Gremial-Handelsschnle der Schulbeginn stattfindet. An demselben Tage um 7 Uhr früh beginnen die Nachprüfungen für jene Schüler, die nur in einem Gegenstande nicht genügende Note erhalten haben. Die Einschreibung in die Gremial-Handelsschule findet am 25., 26., 27. und 28. d. M. von 3 bis 6 Uhr nachmittags in der Gremialkanzlei, von 9 bis 11 Uhr vormittags und von 3 bis 4 Uhr nachmittags bei der Direktion der Handelsschule statt. Laibach am 23. September 1907. (3921) Der Obmann. (2368) 30 - 30 raivaclm aeuttchel culnverem. Gut ^^ I^«»l! ven geehrten Vereinsnntglieciesn vvirä tiicmU be!,2„nl-gegcdcn. class äer regelmässige dunibeä samstag x^on b bis 7 Nkr abenäs, ljerren ltiege II: Uienstag uuä 3ainstag vc»n bälb 8 bis bald y llkr abenäs. 5tanim Niegen uncl Zöglinge: Dienstag, Donnerstag unä 3amso bis ,b 3adre: l^ontag lincl Donnerstag x'on 6 bis 7 Ndr abenäs. scküle^Hbteilung I, sslter >o bis ,4 ?akre: Dienstag unä freitag von 5 bis 0 Ubr nachmittags. Scküles^bteUung II, filter ,4 bis ,y 7adrc: lNitt^ock, unä freitag von 7 bis 8 lldr abenäs, «nabenadteilung, Mter b bis ,0 Jakre: Mittvc>ock unä Samstag von dalb 3 bis l^alb 4 ll!)r »ackm. Der durnunterriclit xvirä von einem geprüften durnlebrcr unä von äer Vortunierschalt geleitet. Amneläungen für äic sraucn- u,iä lNääcken-Kiege sovoie für äie Jugencl-fibteilungeii xveräcn a,n 2b.. 27. unä 28. Kep. tember. Nachmittag von 5 bis 7 N!,r in äer durnballe äer k. «. Oberrealsckule entgegengenommen. (385«) 3-3 Der ^u^nrat. Filiale der K. K. priv. Oesterreichischen Credit- ^s&c^ Anstalt für Handel und Gewerbe in Laibachl Aktien kapi t»l Iv 130,000.000-- VT^*?<' KcHcrvetond tC 63,000.000- 1718) Kontokorrente. — Kauf und Verkauf von Effekten, Devisen und Valuten. - Safe - Deposits. — Verwaltung von Depots. — Wechselstube. Kurse un der Wiener Börse (nach dem offiziellen Aursblatte) vom 24. September 1807. Die notierten Kurse verstehen slck w Kronenwührunn. Die Notierung sämllichei Aktien und bei «Diversen Lose" verslelst liH p»? zm<7. Gelb ^a:r Ullgemeine Etants-schnld. Einheitliche'Nentr: lonu, steuersrei, Krone» (Mai-Nov.) per Kasse, , 9« 4< 96 ß>' delto (Iän,.Ii!li) per Kessr !,«4< U«'»'» z ii«/„e. W. Noten Febr.Aug,) per Kasse......'.'»'«» s'ft «b t li"/.. ü. W. Silber (Apnl.Olt.) per Kasse....., 9« iü «^ «!, iLküei StaaMose bUN »'^ l««0« „ IM fl. 4°/„,V!i ni ^,i< >< tS»4er .. IU« sl, . . !i4i! 5< ^»44 k>< 1»»4ei ,, 50 fl, , .l!,,u b< 44 t>!> Pl>m,-Pfanbbr, k l2, 5°/«»^«, --- Vtnatsschnld d. i. «eichö. rate vertretenen ltüni«- reiche nnd Länder. Östcrr, Goldrente, stfr., »vld per Nasse ... 4"/„l,d l!i' l,b4i Östrrr, Rente in K^onenw, stfr., Ä . per Kasse, , . 4"/„ L6 l,!^ liN'7b ortio per Ultimo . , 4"/« l>« 5" i!ö?.-dft, Investilione.-Mente, stfr., «r. per Kasse . »'/»"/<> ^- »« kö I< Ki>e»b»t>N'Stn<»!»>!lwl>' unschttilungen. Eli sllbcthbahu in E,, steuerfrei, zu 1«,0UU fl. , . . 4"/« .--- — -gränz Ioses-Nahn in Silber (diu. Et,) , , . ü'/4"/°'19-6! il"N Ü5 Gal. Nail LudwigVllhi! (biv. Stücte) tiroxe» . . 4"/, »5^0 !L4! Nudolsbah» in itrulienwühlung, steuerfr, (div, St.) . 4°/„ ».>> 4> »s 4> «orarlberger Bahn, steuerfrei, 400 Nionen , . . 4"/° ?ü bc Wic Hu Zla«><»lchnll>v»lschl»lbVn^l» ntge!t»N!P»l!e FislNb»h»'i>kl>lN «lisalirth-V, 2<>!>sl,i,M. b'.'V. von 4U(! n^onen . . . .4«!i-- 4^>v - d«ttu Linz.Vudlveis 20v» fl. °. W. S, 5'///„. - . .>2?'-4-5,>^ü2'-' Geld Ware fo» ztnlltt M F»hlung üb«. nommeul »tsrnbal,«»l>ti«ril2l«> ffbllgntlllnln. «lil?m. Westbahn, Em. l89i, 400 Kronen 4°/,.....86 3' '.»? 8^ 3Iisnbetl,bahn Zranz Josef-Bahn ltui. 1884 (biv, St.) Eilb. 4°/« . . 8U-V5 l»7 82 Valizischc liarl Ludwig-Vahn 97 bb Ung.^aliz, Vllh» i!0U sl, S. b°/„ 107 ?!> !<>8 7, Vorarlber^er «ahn Cm. 1884 (div. St.) Gilb. 4°/. . . 9!>?l l>n -,v Staatsschuld der Ländrr der ungarischen Krone. 4°/o nng. Golbrente per Kasse , nn 3> n<> b>> 4«/a brtto per UMm° 110 30 ,1i> k>' 4°/u ung, Rente in Kronen- »ähr. stfrel per Kasse . . 92-75 K2-S.', 4«/o dctto per Ultimo l>2 ?i> l8'i<5 2V,°/° detto per Kasse. 8»-8b ».«Un Ung. Prämien-Nnl. ü 100 fl, . ls?'kü lui .^< dcttu il 50 fl, . iß? t»c l0l b, TheihNeg'Lofe 4»/., . . , , ,43 - ,4-, ?c 4 "/<> ungar. Gruubentl.-Obllg 82 öb ^!l «!^ 4«/u lroat. u. slau. Grunbentl.. cblig. , . «2-?b «3?b «ndere öffentliche Nnlehen. ÄoL». ^.'llndeii.VInl, (dlv., 4"/c, , 91'?ö t2'?i) Uosn. l>erceg, Eisenb.-Landes« Aulrhen (div.) 4'/,°/,, . , 37»° 9« bb 5°/u Donau°Rca.-Anleihe l«78 ll>3 - l«4 - Wiener «eilehrs-Anlelhr 4°/^ ö« 3i «7 U^ dettl, 1900 4°/i, »^ bli i,^zo Nnlehen d« Stadt Wien . . I0<'!l5 l<>2 2^ dettu (V. od. G.) . , , i,c, 7k, >^»?2 detiu (1894) , , . , 94'- Ü5 — deito (18U8> , , , , ««-»! «7«!! dettv (1WU) ' , , , 9t, 8» 8 delto Inv..«.) 1902 U6-9I !1? u.i Börsebau Änlewil verlosb. 5°/<, 8«-— «7- Bulg. Slalllslli>'»l!,'Hyp..Unl, 188« G«ld , . . . k«/„ 119'4< !L<>'4>> Vulg. Elaal«. Hypothelar «lnl 188« , . , , 6°/« I2l ?>> l^-.'.i Peld Ware Pftmdbriefe ,c. Vodc»lr,,nclli,ösl,in5«I.vl.4"„ 9»?.' W-b« Vvhui. Hupothelml,anl verl,4°/» 9?'4ü »l»^> Zcmial-Bod,°krrd-Äl., üstrrr., 45 I. Verl. 4'/,"/» . . , :oi'bN ^02 b, ije!ltral-Uod..Kred. «l., «sterr., f>z I. verl. 4"/n .... 8? 2t 9»ü2 Kred.-I»ft.,östcrr.. s, Verl.'Unl, u.üsfenU,Urb.kat.^v!.4«/l, 85-50 98-üu Landesb. d, Kün. Valizien und Lobom, 57'/, I, ruclz, 4'V, !'K - 9s'— Mähr, Hypothelenb. veil, 4«/^ Nü 90 9« »<> N-.üsterr, LandeK.Hy!,'..Uich.4'',V 9«-7^ 97'^e bctlu inll. 2«/v Pr. uerl. »l/,°/u »7- «»- dettu»,.EchuIdlch,verI.3'/i"/c, 8^-?° 57-75 deüo verl. 4°/„ Y6«!5 ii?-n5 Osterr..u>issar. Ban' 5« jähr. vcrl, 4°/« 0. W.....97 tb «5'lk dello 4"/, Kr.....98 lt, 89-15 Sparl. Löst., 60 I. verl. 4°/„ 98»0 993< Eiscnbahn5- 2«1- Lerb.Plüm.'Unl. v.10U Fi,2"/i, S» - 104- Wnntlztn»llchl Lull. Ändap.Vasililll (Tombau) ^. fl. 2>> — 22 - Kreditlose il»c> fl...... 4»»-- 44ü - Clarh.Lose 4« fl, «, M. .14«- 1:2'- vsener Lose 4U fl..... 2l^-- ü21- Palffy'Lojt 40 fl. tt. M, . . 181- 19?- Noten Nrcuz, i>st. Hes. u., ia fl. 4ö-^b 47 !5> !«otc>l krenz, un». Ges, u., 5 sl. ^e 2^ li8 z!k> «udolf.Lose iu fl.....«« - ^ Salm.Lose 40 fl. tt. M. , . 20« — Hl4>- «eld War.- Türl. E..V.'ÄnI. Präm.<0bl<8. 400 ssr, per Kasse , , . 1N4 50 i»b «,0 dctto per M. . , . 184- i^ü> Mcncr Komm,»Los« u. 1.1874 45« 25 4K4 25 Oeiu.'Sch.d. 3°/„Prüm..Echuldv, «,. Audenlr..Anst. Em. 1889 «s - ?«>- Altien. HlllNlplllt.Zlnttrnlhmnngln. «nssiss.Tepl, Tlsenb. 500 sl, . <>420-— ^480 Vöhm. iliordl'llhn 15U fl. , . »40-50 »42'ö< Äuscktirhrat^rEisb.5Na fl. «M, .1905-— 2915- detto (lit ü.) 20« fl. Per Ult, luüe,'- iu? Daulpfschissahrt««Ges., <., l. l. priv., 500 fl, KM, 1N12 — 1020 - Tur-Audenbachcr Eisb. 400 Kr, 560'- 565-- sscrbinands.Nurbb. 1«no fl. KM. 5140-— bt?»)-Uemb..l, 42?-— 431-- Östrrr. Nordwestbahn 200 fl. S. 4Z!'-- 4i«-ö» dctto (lit, li,) 200 fl, G. p, Ult. 4L8 - 482 — Pran.TuxerEifeiili.K'Nfl.abgst. 2"b0 21«-- Ltaatscisb. 200 sl,S, per Ultimo S»»i - «!>?- Sübb. 200 fl. Silber per Ultimo «5250 15» 5l> Lüonorddeutsche Ljerliinbungsb. 200 fl. KM...... 388— 4UÄ-KU Tramway >Gef., neue Wiener, Priorltäts.Ultien 10« fl. . —— —--Ungar. Westbahn (3ia«b.Vraz) 200 fl. S....... 400— 4««-- l»r, L°lalb,.«lNien.Ves, 200 fl, 2^0— 24« - V«nleu. »nglo.Österr. Äanl, 12N fl, , . 2?8 ü< «9» l>> Äanlverein, Wiener, per Kasse —'—------- dettu per Ultimo . . . 529 25 580 l-ü Äodenlr,>Nnst. östtl-r,,L»0fl.S 1^'zi- io^- ^entt,.Bod,>«redb. »st,, 200 fl. !>«4— 537 -«reditanttal! für Handel und Gewerbe, 1U0 fl,, prr Kasse ------ - ' - delw per Ultimo «3^50 «56 Ü0 «redituanl allg. ung,, ^!X> !<>u f!....... 45<- 4H8-— Hupothelenbanl, österreichische, 200 fl, Ä0°/„ E, . . . »8'- ^-«S-Uünocrbanl, ötterr,, 200 fl, per «asje....... - -- deuo per Ultimo , . , . 423 25 4^4 2b „Mertur- , Wechselst,.«ltien. Gesellschaft, 200 fl, . . . «>1» «<»? - Oflcii.'üüg. Bant ,400 «ronen »7S2 ,«>3 - U''lm'banl 200 fl...... H86.50 b«7 5) öerlchiLbllnl. allg., 140 fl. »^7 3»» »itlil.zln,.mlh«nn,t». «angel., allg. österr., iou fl, , ,2l'ä0 ,2s- Gruxerkohlenbergb.-Gcs.ioufl ?i«-- 72^ - Eiienbllh!im,.Lciha,. erste. 10» fl. 2,>5 - l!>,8-- „Elbemnhl", Papierf. u. «,.G 187-- 189-- ltleltr..Ges., allg. «sterr., 2oo fl. 424-. 42«'« detto internal., 2o« fi. «»»2 - 5^4-Hirtenberger Patr.., Zünbh, u Met,.Fabril 400 kr. . . 9>,z _ ia^ _ Uicslnner Grauerel lau fl. . . ^44 5^ 8^? - MoiUan.Gesellfch. österr,.alpine ,>12 «l» — „Puldt.Hülte", Tlegelgutzstahl. ss..«,.E, 200 fl, , . . 422 - 4-^ü _ Vrager Eisen >Ind,»Wc!. 3m. 1905, 200 fl...... zlö4>1 — ^47 _ >«Murany»Solgo.Iarjaner »isenw, 100 fl..... K4l50 542 50 HalgD'Tari, Steinlohlen 10u fl, 568- 572__ ,,SchIüglm!l!,l", Papiers.,2Wfl, :»45-.. »^n -,,Schoduicll", A,>«. f. Petrol. Ind., 500 kr..... 505 - z,b ^ „Steyrermühl", Papierfabrik und V.'G...... 449- 4bl-- lrifailer kohlcnw..«. ?a fl. . ?gg,_ ^«5 -Lüil. Tabatregie.Ges. 800 Fr. per Kasse . --.. bett« per Ultimo 4's - 42^-Waffmf,.«»!,. üsterr,, ln Wtcn. 100 fl....... 4',s — 482 — iUllggon.Lcihanstalt, allgem,, in Pest, 4on ttr. . . ._ ^ . Wr. Ballgesellschaft 100 fl. . '. 14U _- ,^-_ Menelberger Ziegels,.M,.G«s 7.,^ _ 7,,^ _ Plvisen. 5nl,l Zlchttt «u<> Schick». .Imsteroaw..... i^n^ 1 > , ' ' ' ^."^ ^^' «alnten. «ulalen , ..... ^,,^ ,;,zy ^-Kiantcu^lucte..... ^..g. ,«,^. ii(i.Marl-stuckc. . , 23-4U <<« !>4 deutsche Nelchibanlnoten ^ ^ 1,? 4-, n? i;5 ^talieilische Äanlno«,, . . . 8b 70 9t.ü0 'Uubel-Noten . z.^z« ^..,4:« Ein- -ia.OQ.dL -V^xiOLMSf voi» Bcnten, 1-tun.lbrivft-n, l»rlorlttt(«ik, Aktien, Lo"«» «*«-. »vvlMMn und VulniAn. _____W_. LOB-Verslcherung. ^^^^^¦^¦¦¦¦¦¦^^¦¦^¦¦¦¦¦¦¦¦¦¦¦¦¦^»¦¦¦¦¦¦¦¦ii |l Ba.n.3s:- und "^7"ecla.slerg-esc33.ä,ft I.niltnclt, NtrldtrKitNMo. 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