VrSmrmerattonS-Preise: gar Laibach: Aanzjiihrig ... 8 fl. 40 ft. Hrlbjiihrig ... 4 „ 20 „ viertrljiihric, . . 2 „ 10 „ Nirustlich . . — „ 70 „ Laibacher Redaction: ^ahnbofgaffe Nr. 132. M i i dec Post: Gsllzjiihrig ... 11 fl. — kr. Hsibjilhrig ... 5 „ 50 „ Vikrtcljcibrig . 2 „ 75 „ Mr Austellung ins HauS vter> tchShrig 25 ft., monatl. 9 it. nablatt Vrpeditiott- & ^uscrateo Bnrean: rongretzplas Nr 81 (tiudf* handlung Ooti Jgn. v. Klein, matjr & Fed. Bamberg.) Jnscrtionsprkise: Fi!r die cinspaltige Pclitzette & 4 ft., bei tmctmoligrr Em-< schllllung a 7 !r., fctrin--: qer L 10 fr. InsertiouSsteoiprl jede«>m»! 30 fi Wlnjetne Niimmtrn 6 ft. Lei ijtofjeren jiifermen unt Sftcvrr Tinlckaltung cutfpE » chendcr 8iaLa;t. »nonyme M ttheilungen mesben nicht berkcksichtu,t; Maausrrivte nicht zarASaesmdtt. Nr. 211. Montag, 15. September 1873, — Morgen: Ludmilla. 6. Jahrgang. Zur Geschichte des Borsenlmchs. Ctwa um den 20. April war's, schreibt der ..Oesterreichische Oekonomist" u. a. in seinen Bei-tragen zur Geschichte des grotzen KrachS, als Nach-richten aus Paris eintiesen, welche in erstcn Ge-schaftSkreisen Bedenklichkeit weckten. Man schilderte die Stiminung der Hauptstadt angesichts der bevor-stehenden Nachwahlen als sehr erregt und stellte fur den Fall der Niederlage Remusats gegenuber dem Candidaten der Radicalen Barodet eine Borsen-Panik in Aussicht. Die Creditanstalt, welcher die Dinge an unserer Borse lange schon im hohen Grade widerlich ge-worden, ward durch diese Mittheilungen im hohern Grade erregt, und — es reifte der Entschluh, f&mmtlichc Borsendepots zu kiindigen und auch das Contocvrrent einzuschriinken. Es war keine Zeit zu verlieren. Die pariser Wahlen waren aus den 27. April, eitteit Sonntag festgesetzt. Bis da sollte Piles abgewickelt sein. Und in der That war die Woche oom 20. bis 27. ziemlich ausreichend, an 20 Millionen Gulden Effecten abzustohen. Die Parole war gegeben, das Schicksal des wiener Schwindels endgiltig festgestellt und besiegelt! —- Jene 20 Millionen muhten nun anderweitig untergebracht werden, wahrend alle Welt, von ahn-licher Angst wie die Creditanstalt ergrisfen, lieber abzuschieben, als neue Kostgeschaste einzugehen wil- lens war. Die folgende Woche com 27. April bis 5. Mai war die Zeit der stillen Gahrung, des Brodelns und Kochens in den Eingeweiden dcr Borse. Die in ihrer Existenz Bedrohten kampsten mit verbissener 1 '.m1—I Verzweiflung, die Todesgesahr den allgenieinen Blicken zu verbergcn. Man nahm alle Kunste des Truges und des Betruges zu Hilse, um die Millio-nen Werthe, welche herrenlos anf dem Markte hernm-schwammen, zu verstecken. Man redncierte die Curse der als Psand gegebenen Stiicke, indem man zur Deckung neue Stucke hinzulegte, man beruhigte, besSnftigte, beredete den Kostnehmer mit dem Aus-gebote aller Kniffe, nur um Zeit zu gewinnen. Jnzwischen traten schon an jedem Tage Jn-solvenzen auf. — Die matzige CnrSreduction sand schon viele Speculanten zahlungsunsahig. Der Ab-fall seit Mitte April hatte die Kraste der kleinen Scute schon erschopst. Aber man walzte alle Schuld auf den 27. April, auf die Wahl Barodets und der anderen fechs radicalen Abgeordneten, auf die Furcht, vor Wiederkehr der Commuuardenwirthschaft, vor neuem Conflict mit Dknischland; kurz man gesiel sich in politischer Gespenstermalerei, einem Lieblingsgeschaste der Borse, wenn fie Lorwande zur Entschuldigung ihrer eigenen Siinden und Ver-brechen sucht. Das Eine steht fest, der erste und zusallige Anlah zu den Kundigungen, welche die Creditanstalt vornahm, sonach mittelbar zur Beschleunigung der Krists selbst, war jene pariser Wahl, deren End-ergebnis bekanntlich etwas ganz entgegengesetztes hatte herbeisuhren solicit; denn insolge der radicalen Wahl stel die Prasidentschast Thiers', und mit der neuen Regierung stieg die Rente um mehrere Fran-ken und festigte sich die pariser Borse ahnlich, wie fie nach dem Etaatsstreich 1852 in Flor gerathen. Wir haben dieses ZufallSspielS, dieses Ver-greifens von Ursache und Wirkung hier besonders erwahnt, wcil die Borse nur zu oft in solche Jrr-thiimer gerath und hartnackig bei ihnen beharrt. Noch heute faim man Horen, bajj die Creditanstalt mit ihrcn Kundigungen nicht absichllich die Krife heraufbeschworen Habe. Wie bqs kindisch ist! Der Mann, welcher die Donan an ihrem Ursprunge aushalten wollte, damit Wien kein Wasser hobe, war nicht unwetfer, als der solche Behauptungen ausgestellt. Hatte die Creditanstalt geahnt, welche Umwalznng bevorstehe, so wiirde sie lange vorher schon jene Papiere, die sie nunmehr abstieh, nicht ins Hans genoinmen haben. Und wenn die ge-nannte Anstalt nicht, zusallig von salschem Schrecken getrieben, der wirklichen Gesahr entging, wenn fit die Papiere behalten haite, so ware mit der schweren Schadigung des ersten und wichtigsten Modilar-creditinstitutes des Landes die Krife nur noch ver-heerender geworden. Die Borse muhte Gott danken, dah tin bloher ,,Zufall" die grotzerrn Banken, Creditanstalt, Anglo-und Francobank, auch zum Theil Unionbanf, vor Ueberfullung mit den bodenloser Entwerthung zu-schreitenden Effecten bewahrt hatte. Trat die Be-forgnis hervor, dah auch diese Anstalten ins Ge-drcinge gerathen ktinnten, so war der Platz bis zu einem Punkte bedroht, der eine weit cirgere Kata-strophe herbeigefiihrt hatte. Alle Bemuhungen der zahlreichen Papierbesitzer (wovon nut der kleinste Theil Eigenthiimer waren), sich ihrer Last zu entledigen, waren zum grohen Theile eitel. — Zumal an dem letzten Liquidations-tage der Woche war die Confusion zu einer HShe angewachsen, die Millionen Effecten als ganz herrenlos darstellte. Alles legte sich aufs Leugnen, keiner Iemlleton. Die Frauenarbeit im Dienste der Groh-industrie (Schlutz.) Die Erzeugung von Kleidungsstitcken, Putz-waren, Miedern, Handfchuhen, Wafchwaren, Era-Ntn, Schuhobertheilen, kunstlichen Blurnen, Sticke-fcien, Spitzen und Schmuckfedern befchaftigt vor-zugsweife weibliche Arbeitskrafte, aber auch die Leder- und Kautschukindustrie, die Kammfabrication, die Metallwaren-Erzeugung, Gold-, Silber- und Chinasilber-Fabrication, Metallfchlagerei, Feilen-, Schrauben-, Nietcn-, Nagel- und Drahtstift-Fabri-^ativn greifen zur Hilseleistung der Frauenhaud. In der Stahlfedern- und Nadelsabrication fallt ihr I°gar mancher wichtige Arbeitsprozetz zu, der Ge-Wcklichkeit und manuelle Uebung fordert; die Fa-”tifen von Lampen, Kochgefchirren, Knopfen, Tabaks-Wsen bedienen sich weiblicher ArbeitSkriifte; die Stein-, Thon- und Glasindustrie wie die in Oester-reich zu hoher Bliithe gelangte Fabrication von Mobeln aus gebogenein Holze nehmen Frauenhande in Anspruch. Die Papiersabrication, Spielkarten-, Bleiftift-, Tapetenfabrication sowie die Buchdruckerei verwenden sie vielfach, und fchlietzlich bedienen sich auch die Baugewerbe in Oesterreich derfelben zu hartem Handlangerdrenste. Der Lohn folcher verschiedenartig beschaftigter Arbeiterinnen variiert je nach der grotzeren oder geringeren Leistungssahigkeit zwifchen einem bis sieben Gulden per Woche; doth tritt, wo die Ar-beitSleistung eine befondere Gefchicklichkeit erfordert, fofort eine hiihere Entlohnung ein, und einen Wochen-lohn von neun bis zehn Gulden erwirbt manche in irgend einer manuellen Fertigkeit besonders geiibte Hand. Wo die Arbeitsleistung entsprechende Schul-kenntniffe vorausfetzt, wird fie beffer entlohnt; so erwirbt eine Telegraphistin einen Monatlohn bis vierzig, eine Frau, welche zur Herstellung eines SchristfatzeS tauglich ist, bis fiinfzig, und Frauenarbeit, welche in das Gebiet des KunstgewerbeS ge- hort, wie Photographic und das Retouchieren der Bilder, hat einen noch hoheren Preis, und wir fin-den als Monatlohn einer derartigen Arbeiterin schon siebzig Gulden verzeichnet. Aus alledem erhellt klar und deutlich, datz grohere Kenntniffe und erhohte Jntelligenz nicht nur die Crwerbsfahigkeit der Einzelnen, fondern dm Werth der geleisteten, der Industrie und folgerich-tig der Gefammheit zugute !ommenden Arbeit gleich-matzig steigert; dah eS Verfchwendung der Natio-nalkraft ist, wenn taufende von HSnden, die Befferes, Werthvolleres leisten konnten, in unterge-ordneter HilfSarbeit verbleiben; datz es im Inter-effe unserer aufbluhenden Industrie fowohl als der Bolkswohlfahrt dringend geboten erscheint, auf die beffere AuSbildung der weiblichen Jugend zu wir-ken, um die Frauenhand nicht blos firr die Mafftn* production, fondern fiir das Kunstgewerbe zu bilden. Als Grundlage jeder kunstgewerblichen Thatig-leit ist Zeichnen der Gegenstand, der in allen Miidchenfchulen gleich Lefen und Schreiben obligatorifch eingefuhrt fein miihte, und wenn weibliche Ar- hatte die falschen Hande aufgegeben, jeder hiillte sich in Wolken u»d Rauch, welche die Verwirrung mil Absicht aufgewirbelt. Schon das geniigte dem kun-digen 9tnge, tine Katastrophe anzukundigen. Dah sie so rasch heranziehen, dah fie so verheerend wir-icn sollte, das war allerdings nicht zu vermuthen. Es ist ouch etweislich, dah diese Schnelligkeit des Verlaufes utid mit ihr dtese wilde Berheerung nicht unbedingt nolhwendige Folge des SchwindelS (so toll und straflich er auch gewesen) Halle sein miissen. Mit Klngheit, Besonnenheit und moralischem Ernste der Borsenleitung war dec wilden Flucht und Felonie, anwelche herciiibrach, zu begegnen, viel zu mildern, viel abzuwehren. Wir miissen dieses hier der Wahrheit zu Ehren merten, um jene zu entschuldigen, welche tied) am Morgen des fiinften Mai einen regelmahigen Verlaus der Krise in Be-tracht zogen, nemlich stetigen langsamen Cursriick-gang a tier ins ungemessene getriebenen Papiere, aus lange Zeit fortgesponnen, wobei allerdings starke zahlreiche Jnsolvenzen (auch einiger Banken und Hauser) in Betracht genommen wurden. Aber nie-.iianb ahnte, was die nachste Stunde schon unheilvolles ni ihrem Schohe trug. Politische Rundschau. Laibach, 15. September. Zalaud. Die R ti ch s r a t h s w a h l e II fiir Boh men finden am 13. Oktober fur die Land-gemeinden, am 20. fur die ©table, am 25. fiir die Handelskammern und am 29. fiir ben Grohgrund-besitz ftatt. In Krain fitibtn biefelben bekanntlich am 16., 23., 24. unb 30. Oktober ftatt. Wie man daraus erfteht, beabsichtigt die Regierung keineswegs die Wahlen in den einzelnen Kronlandern gleichzeitig an einem Tage allerorten vollziehen zu lassen, son. bern bestimmt in den einzelnen Kronlandern hiesiir verschiedene Termine. Zelbstverstandlich roirb hin-burch bie in der ReichSrathSwahlorbnung festgesetzte Reihensolge, in welcher bie einzelnen Wahlkorper an die Urne zu rufen finb, nicht geanbert. Gesetzlich frnb zuerst die Lanbgemeinden, beziehungsweise deren Wahlmanner, batm bit Stable, hierauf bie HanbelSkammern unb zuletzt ber Grohgrundbefitz zu bcruftn. Der zweite Jahrestag des R e s c r i p t e s vom 12. September 1871 an ben biihmischen Lanbtag finbet bie Bevolkerung an ber Arbeit — fiir ben rrsten direct zu wahlenden Reichsrath. Auffalliget !ann ber Umschwung, den die politischen Ereignisse in Oesterreich genommen, nicht illustriert toerben als burch biese einsachcn Daten. Die Szechen, die abermats mit bent kaiserlichen Rescripte eine frivolt Komodie auffuhren, thatm beffer, uber bie Ursachtn dieses nothroenbigen Umschwunges bei sich tin wenig Umschau zu hatten, bas biirftc ber Bevolkerung ntehr Nutzen brittgen ats bit abgtschmacktt Rescriptspielerti._____________________________________ btilskrafie trotz allett Mangels an SBorfenntniffen bios dnrch Fleih, Orbnungsliebe, Reinlichkeit unb Gewanbtheit sich so wesentlich niitzlich zu rnachen toiihtcn, roiirbett sie bei qualitatioer ErhShung ihrer Leistungsfahigkeit fehr balb auch in ber Kunstinbu-firie eine wichtigt Rollt spielen. DaS Berdienst, den ersten Schritt in ber gt-gtbtnen Richtung nach vorwarts gtthan zu hobett, ge« 6tihrt dem osterreichischtn Mufturn fiir Kunst unb Industrie, bas feint Kunstgtwerbf unb Ztichtn-schult auch weiblichtn Zoglingtn zuganglich machtt. Glticht Ttnbtnztn verfolgen mit GlLck auch ber wiener unb prager Frautntrwtrbotrein unb bie HanbtlSakabtmit in Graz. Thatfachen und Ziffetn btwtiftn ferner, bah wir nicht jedem weiblichen SBtftn tin tigtnts Heim als Wirkungskreis gtbtn lonnyt, bah wir bahtr nicht wohl baratt thun, die Mdbchtn btoS zu Sch^tzlingen zu trzithtn, um fit dann schutzlos bttt Stiirmen bts Ltbens pttiSzu-gtben. Dah bie Czechen ben Reichsrath nicht beschicken werden, ist eben so sicher, wie dah sit alle Ansttcn-guttgeit machcn werden, ntoglichst vielt Rcichstaths-sitze fiir sich zu erobern. Sie haben bieserhalb sogar einen monientanen Frieden miter einander geschiossen und deit Jung:zechen 40 Pcrzent ber Abzeordneten sitze coticebiert. Ein Danaergeschenk, da doch auch bie Jungczcchen von ben Manbaten fiir den Reichsrath keinen Gebrauch machcn werden. Von einer Seite, die uber die Vorgange im Lager der staattrechllichen Opposition fehr gut in-formitrt ist, erhalt die „Presse" solgende Milthei-ittttg : ,DieCzechen k o m m en nicht in den Reichsrath. Me guteti Rathschlage finb uiu« sonst. Sic inochtcn wohl fomtmtt, abcr sie biirfeit nicht. Gras Clam-Martinitz ertaubt es nicht. Welche Verbindlichkeiten die Declarantenpartei diesern Fiihrer gegeniiber eingcgangen ist, wissen wir nicht, abcr soviet scheint gcwih, er halt seinen Willen fur mahgebenb. Neutich soil er zu einem politischen Cavalier, ber ihrn mittheitte, bah bie Polen in bett Reichsrath tommen, geauhett haben: „So tange ich bie Fiihrerschast Habe, gehen wir nicht in biefcn Reichsrath. Ich Habe sie noch unb beshalb sage ich Jhnen, in der nachstett Session roirb man bie Czechen nicht in Wien sehen. Ich werbe bas burch-setzen, fiirchtc aber, dah es mich die Fiihrerschast kosten wirb." — Demnach witrben bit Czechen erst in ber zweiten Session ittt Reichsrath zu erwar-ten sein. Die Katholisch-P»litischen sinb an der Arbeit, und von seiten der liberalen Partei geschieht nicht genug, um die Bcstrebungcn derselben zu durchkreuzen. So wird man nicht umhin koimen, der geheitneit Conserenz ber Uttramontanen in Graz cine gcwisse Bebeutnng beizumessen. Die Herren werben wohl nur wenige Candidalen durchbringen. Aber es ist zu bedauern, dah in der griineitSteiermart iiberhaupt eine Concnrrenz in fast atien Bezirken verfucht werden taim. Die intercffantcfte Persontichkeit im neuen Ab-georbnetenhause roirb jebensalls Gras Hohe nro ar t sein. Nach ber Regel Mephisto's: „Du muht es breimat sagen", roirb ber Minister ber Fundamen-talortifel unb bcs Rescripts vom 12. September in brei verschiebenen Sanbern canbibicrt. Der Er-fotg ist fomit alter Wahrscheintichkeit nach gcsichert. Graf Hohenwart roirb ohtte Zroeifel als Chef bet staatsrechtlichen Oppisition im neuen Abgeorbneten-hause sungiereit unb das Mintsterium Auersperg mit qllcr Kraft bekampfen. Der Gegner ist nicht zu verachten, unb ba« Duett verspricht intereffant zu werben. Auslavd. In ber btuts ch tn ReichShaupt-stadt herrscht wiederum politisches Stitteben. Man holt zu einem recht pomphasten Empsange des Kiinigs von Jtatien aus, um baburch bie uner-quicklichen Einbriicke zu paratysieren, welche bit La-marmora-Episobe hervorgebracht hat. Auch ohne bie Jnvectiven, mit welchen jetzt, eine« nach beat an-beren, bie deutschtn Blatter ben italienischen General regatieren, hatte man ben Konig Victor Emanutl bit Taktlosigktit Lamarmoras in Berlin nicht entgetten lassen. Alle JnteressenDeut s.ch-lanbs tausen barauf hinauf, in Oesterreich unb Jtatien verlahtiche Bundesgtnoffen zu besitzen, unb was fpeciell bas Apenninen-Konigreich anbetangt, so bictct bassetbe einen natiirlichen Rudhatt in bern Kampfe bed beutfchen ReicheS wteber die Ultra-motttantn. In ber Sitzung ber Permanenzcommiffion wurbe ber Hirtenbrief bed Erzbi fchofs von Paris zur Sprache gebracht, unb bit Minister fahett sich in bie Lagt verfetzt, fflr bas ubermuthigc, bett berechtigteften Sanbesinteressen schabtiche Auftre-ten ber Ktericaten, bem sich zu widerfetzen ihnen bie Kraft unb ber Muth fehlt, in fehr zahmer unb lahmer SBtift bie Verantwortlichkeit von sich abzu-schieben. , Eine beachtenswerthe Kunbgtbung ist die Adresse, welche einunbzwanzig Mitglieder des Generalraths von Obersavvyen an Mac Mahon gerichtet haben, um sich nachbrncklich sur bie Republik und die Ausschreibung neuer Wahlen auszusprechen. „Unsere Bevolferungett", heiht es in bicfer Adresfe, „fanntcn nichl die allen Regime, die sich heute urn Fraukreich streiteii, unb fonnten noch nicht die Utt» gliicksfalle bes Kaiserreichs vergessen. Sie finb Re-publikaner unb roollen sich felbst regieren; sie suhlen instinctntahig, bah bie Republik, eine fur alle offene Republik, bent Lande die fiir die Gutrnachung ber vergctngcnett Unglnckssalle nothroenbigc Ruhe unb Bestandigkeit allein wiedergeben kann." Schliehlich sprechen die Unlerzeichnec der Adresse die Erwartung aus, „dah auch die Nationalversammlung, die ohtv miichtig ist, eine bauerhaste Regierung zu begriinben, enblich ertennen wird, bah ber einzige lohote unb praktische Ausgang ber jctzigen Lage barin besteht, ber Nation bie Sorge fiir ihre Geschicke zu itber-lassen, iubcm fie biesclbe zu attgetneinen, ausrichtigen unb freiert Wahlen berust". Ossiciose berliner Correspoiibcnzen crttaren eine kiirzlich erschienene AnSlassung deS „Norb" itber bie Steltung ber europaischcn ©tauten zu ben Be-strebungen nach Wiederherstellnng ber legitimen Monarchic in Frank re ich fiir verlahlich. BcsonbcrS bezieht sich bas aus bie Bcmcrkung, in welcher ber „Norb" bem berliner Cabinet jebe Sympathie fiir bie royalistischen Resianrationsprojecte abspricht. „Das arbeitenbe Frankreich", sagen bie OfficiSsen roeiter, „vermag sich bei aller ihrn eigenen Frommigkcit fiir bie roeltlichc Herrschast bes Papstes keineswegs zu begeiftern, unb zwar urn so roeniger, ba es nicht baratt zwciselt, bah im Falle bes Versuches, bie Wiederherstellnng der roeltlichen Macht bes Papstes burch bie Gewalt ber sranjofischen Waffen zu er« zwingcn, Dettischlanb nicht tteutraler Bcobachter bleibcn, sondern fur bie Aufrcchterhattung der it a -tienifthen Einhtit mit aller Macht cintreten unb an bet Se i t e Jtal i e ns kampfen werbe. Demt wenn erst Jtatien in ben atten Zustanb bet Zet-stitckeluttg unb ber Ohnmacht znruckversetzt ware, so roiirbe betselbe Vetsuch sichertich mit verboppelten Kraften an Deutschland gemacht werden. Von einer Sympathie des preuhischen und deulschen Gouvernt-ments fiir die Bourbons kann also nicht die Rede sein, ebensowenig wie von einer Vorliebe fiir die Napoleonidett, die in der Wiltfahrigkeit fiir die kle-ricaten Prateitsionen mit den Bourbons zu wettct-sern scheinen. Dagegen hat diejenige Richtung der republikanischcn Partei in Frankreich, welche zngleich ben Conservatismus aus ihre Fahne geschrieben hat, bis jetzt taunt einen Schrilt gethan, ber ihr Regiment nach irgenb einer Seite htn bebenklich er-scheinen tiehe." Don Carlos hat sein Hauplqnattier tit bem Orte,,Loyola" aufgeschtagen. Nomen est omen • Die Sartisten haben sich wteber einiger auf einer anstanbigen Lanbkarte unerfinblichcr Oerttichfciten bemachtigt, welche tit jenen Gegenben fetten Baulichkeiteit als zehn Hauser, fitnf Backosen und verschiedene Hundchntten aufroeifen. In den Nachten wird haufig Geschiitzdomier uernommen, vornehmtiw in der Nahe von San Sebastian; ein Beroeis, bap bit Carlistcn noch unmet bie Grenze fiir bie bes? Chance erachtcn. . Aus T e h e r an, 5. August, bringt bie ©etge" einen Bericht itber bie trostlofen Zu^anot, welche in Perfiett nberhand genommen, roahreno ber KLnig ber Konige, beffen Banner die Svnnt ist, in Europa sich feitrn lieh und mit allerlet Kurzroeil sich befchaftigte. Diefer Bericht tauter: ..Die innere Lage Persiens ist auss auherstt W spannt; tS ist Zeit, dah Se. Majestat von ftintt Reift zuriickkehrt, um ein wenig Orbnung in Staatsgeschaste zu bringen. Man bebenfe, bah nE nur ber Schah in Europa ist, sondern bah auch feint ganze Regierung thn bahtn begteitet hat; bit Staats-manner finb fetten in Perfien, unb bit Last bcr Geschaste ist zu fchroer fiir bie wenigen Regierenben, welche zuriitfgebliebett finb. Niemals hatte das Rauberroefett solche Verhiittniffe tin Lanbe angenott^ men, m,d es ist sehr zu bcfiirchten, dah man nur schwer es ousrolten roirb, nachdem es heute so fest eingewurzelt ist. Seit mehreren Monaten find die Verbindungen mit Mesched unterbrochen. Die Brizanten haben die Strahe zwischen bet Hauptstadt und der heiligen Stadt besetzt; die wenigen Trup-pcn, die von Mesched zur Vcrfolgung der Rauber abgesandt wurden, haben, da ste seit mehr als acht Monaten fetnen Sold empsangen, gemeinsame Sache mit ihnen gemacht und plnndern jetzt ganze Kara-wanen. In der Gegend von Kirmanschah ist es ttoch schlimmer, die Brizanten haben sich dort als regular- Armee organisiert; ste plundern und zer-ftbrcrt das Land und sind im Besitz einer grohen Anzahl von Dorsern; man surchtet sehr, dah sit fich durch einen Handstreich der Stadt Kirmanschah, einer der reichsten bes Landes, bemiichtigen konnen. 300 Mann Cavalerie tourben gegen bicsc Rauber abgesandt unb rourben handgemein mit ihnen; nach rinem erbitterten, einen ganzen Tag bauernden Ge-fecht muhte die Truppe sich zuruckziehen, nachdem fte cine Anzahl Brizanten getodtet, aber gleichsalls gegen 20 Mann gesechtsunsahig gehabt. Wie man sieht, geht all das schlecht, und es ist dringend, dah der Schah zurilckkommt und dah seine Regierung alle diese Unordnungen energisch unterdriickt, denn mir gehen mit Riesenschritten der vollstandigsten Anarchie entgegen. Letzten Donnerstag kam die telegraphische Nachricht, dah der englische Courier, der nach Kasbin und Rescht geht, bet bet er ste n dieser Stable ausgeplundert wurde; wenn man be-dcntt, bah biefe Strahe sur bie einzig sichere bes KSnigreichs gilt, so wirb man einen Begriff von .bcr Sicherheit der andcrn Strahen haben. Zur Tagesgeschichte. — Auch eineTeufelsauStreibung. Wo an den Teufel geglaubt wird, dort tann man lhn auS-treiben, das hat bet Pfarrprovisor in Vomp in Tirol vor ellichen Wochen schlagend beroiesen. Wo man aber einen Teufel nur hinphanlasiert, dort laht sich auch tciner wegjagen, daS hat vor mehreren Jahren etn verniinftizer Pfarrer im Pusterlhal auf originelle Art dargeihan. In der Pfarre deSfelben producierte fich bisweilen eine „Besessene". AlleS entsetzte sich Lber den ©put, welchen der Teufel in bet „ungllick-lichen" Person spielte; besonderS den Cooperator, einen jungen, sanatischen brixner Wildfang, erfahte oft ein Gtausen, dah er oussah, als ob er in eine Ganse-haut eingenLht ware, wenn der „69fe Feind" roiedcr in der Petfon rotiihete. Er ersuchie deShalb oft feinen Pfarrer, doch einmal das Geschiitz seiner lateinifchen B-schworunzSformeln gegen ben Hollenhund loszu-lassen; bod) der verstandige Pfarrer roollle nichlS bacon HLren. AlS abet bet T-ufelsfpuk immer firget wurde, ging ber Pfarrer auf ben Vorschlag des HeihspornS von einem Cooperator ein. Er nahm einen amulet« Lhnlichen Gegenstand unb verfttgie sich zu der ..Be-seffenen", welche er in ziemlich ruhiger Stirnrnung antraf. Er sagte, bah ihr ciclleicht mit einct ,hoch-geweihteu" Sache zu helfen ware, griff in bie Tafche unb hiclt ihr bas Amulet vor. Augcnblitflich traten Me Erscheinungen bet Befefsenheit in furchtbarer Weise iu $a9c- Da's war dem Pfarrer zu bunt. Ec off-nete das Amulet, unb zeigte allen Anwejenden, dah die „hochgeweihle" Sache, welche ben Teufel in folche Anfregung gebradjt hatte, *icht8 anbereS set, als bet (,©cheHNr. 313. — (Bei ber Pfetbepriimiierung in Jnnerkr ain), welche in cergangener Woche am 11. stattfand, zeichneten sich befonbetS die in Zirkniz corgefiihrten Fohlen au«. Die etflen Ducalenpteife erhielten Jetšan au« Mauniz, Obreza ou« Zirkniz, Mekinda au« Dlšcut, Dekleva ou« Buje, GarzatoU au« ©enofetfth, Bemštar au« Schetauniz und Galazi au« Planina, ©ilbetne Medaillen erhielten Siestn ou« Zalog unb Ktojget au« Adelsbetg. In Laibach findet bie Zuerkennung von Priimien am 17. b. statt. — (Da« Kapital unb ber Grund« befitz.) Die Reaction, fchreibt ba« „W. welche auf bem sinanziellen Gebiete eingetreten ist unb beren Folge eine beinahe zu iingstliche Fernhaltung be« Sta> pital« von allem, wa« nur einigetmahen mit einer Speculation Aehnlichkeit Hat, ist, kommt anbererfeil« jenem Factor be« wirthfdjaftlichen Leben« zugute, bet getabe infolge ber Richtung, welche ba« Kapital in ber letzten Periobe bet tollen Speculation mit soviet SJorliebe eingehalten hatte, grohen ©chaben leiben muhte: dem Grundbesitz. Dah da« Kapital mit einer grohen Vorliebe und mit einer ©tetigfeit nunmeht biefe Richtung zu verfolgen beginnt, erhellt am beut« lichsten au« ben AuSweifen, welche bie verfchiebenen Spartafsen, Sparveteine unb Votschuhkafsen veroffent« lichen. Am aUercclatantcfien geht biefe« au« ben Ver« lautbotungen ber wiener Spatkafsa hetvot. In bet letzten Zeit ist faum eine Woche vetflofsen, in welcher nicht zrnci unb fogar mehe Millionen Gulben in biefe« filtefte Sparinstitnt ber Monarchic eingelegt rootben »Sren, so dah bie Einlagcn bie AuSzahlungen stet« um minbefien« eine Million Uberfteigen. Aehnliche« gilt von beinahe allen Sparkaffen Rieberostcrrcich« unb con ftimmtlichen biiuerlichen Votschuhkosten ber ilbrigen cisleithanischen Provinzen. Run will man aber, ba| nicht nur biefe letzteren, fonbern aiUH bie cigentliche« Sparkassen bie ihnen anvertrauten Kapitalien vorzuz«« weise bem Grund- unb anbermeitigen Reolbesitze bot« lehcnSroeife zuwenden. Abet nicht nur jene grohen Summen, welche in neuester Z-it bmch bo« Mebiu« bet Spat- unb Botschuhinstitute bem Reolbesitze zu« lommcn, sinb hier in Betracht zu zichcn, fonbetn vielleicht in noch gtdhercm Mahe gerabe jene, welche sich bireete ben gelbbebttrftigen unb gelbsuchcnbcn Reoli« totenbesitzern zuroenben. Det »ohlhabenbe Mann am Lanbc, ber sich in ber jlingfl oergangenen Psriobe burch olle mSglichen Mmittel hatte verleitcn laffen, enlweber bie betannten fchroinbelhaften ©pecnlotionen milzumachen, obet aber aUerlei ©chtoinbelpapiere zn kaufen, biefer Mann fiirihtet fte nunmehr »te cin ge« btanntc« Kinb bas Feuer unD letht fciiie biflponibcln Kapitalien licber bebtangten Rachborn, statt sie in bet Speculation zu verlieren. Der ticine Mann com Lanbe aber trdgt wie gefagt feine paor Gulden licber in bie Spatkasie at« zu irgenb einer hbchstcn Fructi-sicietunz. Zu bebauern ist in biefer Rtchtuug bal bieponible Kapital nicht, im ©egentheile, e« war bie hbchfte Zeit, bah bem Reolbesitze bie benLlhigten Gel. bet leichter zuganglich gemacht roerben, benn wiihrend be« toilben Borfcn-Eoncans unb be« ..HLchstcn grudi-ficieren«" war zuroeilen fUr ben Rcolbcsitz, namentlich aber fUr ben fleinen Grunbbcsitz, Gelb abfolut nicht zu haben, oder wenn e« fchon zu haben wot, muhic e« berart thcucr bezahlt roetben, dah e« fttr ben Gelb. nehmer gerodezu nicht ctfchroinglich roar. Zwanzig, ja breifjig Prozent pro anno roarcn auch bei Accept«! con gut fituicrten Kteingrunbbefitzern gang unb gebe. Nalttrlich; bie grohen Botfchuhinstitulc Wien« unb-bic nachbarlichen fleinen Crcbit- unb ©pitbanten er. hieltcn felbft wenig Gelber zur V-twcndung; ber Pri. vate aber trug feine Gelber zu Placht obet — „Roth^ fchitb", wo ct jo ttberatt fo iiberau« hohc„Prozcntc', fteUich au« feinem eigenen Kapital, crhtelt. — Wit wiederholen, die hier signalisierte Richtung be« Kapi, tal« ist hochlich willkommen zu heihen, fchon im Inter, cffc be« GrunbbesitzeS, at« bem wirthfchoftlichen Haupt. stocke jebeS Reiche«, unb bann ouch im Jnteresie bet Moral. — (Einflihrung be« Strof ccrsah. ten« beim GepSckcerkeht.) Nach der Be» stimmung bc« Abfchnilte« B § 3 litt. D be* ©etrieb«reglementS com 1. August 1872 hat im Gllterverkehre, b. i. im Etlgut« unb Frochtvcrkchr, bicjenige Person, welche unter folscher obcr ungenauet Declaration com Transporte gonzlich ouSzeschlos, fene obet nur unter Beobachtung gewifjet Be. bingungen zugelossene Gegcnfltinbe zur Beforderunz oufgibt, neben ben dutch Polizeivetorbnungen obec dutch ba« Sttofgefetzbuch festgesetzlcn ©trafen, auch wenn cine ©diabe nicht geschchen ist, cine fchon butch bie Aufliefcrung cemirfte Eonventionolfirofe con 3 fl. B.-N. ftlr jebeS Pfunb solcher Verfonbisttickc zu er* legcn. DoSselbe Strafversohrcn in bcmfelbcn Au«» mahe hat bon nun on unb zwar fofort ouch im Gc. piickSvcrkehrc gegen jene Reifenbe in Anwendunz z>» kornrncn, welche com Tran«porte giinzlich auSgefchloffene ! ober nut bebiuguugSweifc zum Transporte zugclaffenr. ymeift feuergefLhrliche Gegenstiinbe, bcren BesLrderung ttit Personen oder gemlschten Zllgen nicht gestattet ist, vlS ReifegepLck zur SBcforbetung anfgegeben, gleichviel vb dies enlweder bei derAufgabe, roafyrend des £tan6» porteS oder in der BestinimungSstotion entdeckt wird. Etngeseuvet. Allen Kranken Kraft und Gesundheit ohne Medizin und ohne Kosten. Revalesciere du Barry non £onhon. jteinc Krankheit vermag der dclicaten Revalescidre dn Barry zv toil «Pehen, und befeitiflt biefelbc ohnc Medizin und ohne Koslen allc ■Rojen«, Sierven-, Brust-, Lungen-, Leber-, Driijen-, Echleimbaul-, Athem-, Blasen- nnd Nierenleiden, Tuberculose, Schwindsucht, Asthma, Husten, Nnverdaulichleit, Verstopsung, Diarrhoen, Schlaffosigkeil, Bchwiiche, Hamorrhoiden, wassersnchl, Fieber, Schwindel, Blutausstei-gen, Ohrenbrausen, Uebelkeit und Erbrechen selbst wiihrend der Schwan-fltrfibaft, Diabetes, Melancholic, Abmager ung, Rheumatismus Gicht, Bleichsucht. — Auszlige a»s 75.000 Certificate« fiber Genesungen, die aller Medizin widerstandcn, werdcn aus Verlangen franco eingesendet. Nahrhafter «18 Fleisch erspart die Revalescičre bei Erwachjencn mid Kindern ftinfzigmal iyrrn PreiS in Arzneien. In Blechbuchsei^ eon tin halb Psund fl. 1-50, 1 Pfd. fl. 2-50 S Psd. st. 4-60, 5 Psff. 10 P., 12 Psd. 20 fl., 24 Psd. 36 fl. - Ke-lalesviire-Biecniten in Biichsen a fl. 2 50 und fl. 4"50. — Revale«ci6re Chocolatee in Pulver und in Tabletten fiit 12 Tassen fl. 1 50, 24 Tasseu B. 2-50, 4 itaiicn fl. 4-50, in Pulver fiit 120 Tassen fl. 10, fiit 28fc tafidn fl. 20, fiit 576 Staffer fl. 86. — Zu bezieheu butch Barry bu Larry & Comp, in Wien, Wallflscbgrasae Nr. 8, inLalbaol bei E. Mahr, fotoie in alien ©takten bei fluten Ayolhekcrn unb E»e-|eteiHiinMern; auch ecrfenbet bad wiener yauS nach afl'n Wegcnben gcgen Postanweifung obet Nachnabme. Wltkerullg. I'oibadi, 15. September. Eestern ziemlich fjcitcr, bei herrschendem Slidwest. Heutc morgens halb 5 Uhr fllcgcn, einige Llitze, (paler trii be. S3 fir me: Morgens 6 Uhr > 15 2°, nachmittags 2 Uhr + 201° C. (1872 + 21:2", 1871 -f 200".) Barometer 732-52 Millimeter Das vorgestrige Tagesmittel der WLrme + 16B, das gestrige +17-2°, beziehungsweise uni 2’5° und 3.2° liber dem Normale. Wiener Biirse vom 13. September. Staatsfonds. 5perc. Rente, ofl.Pap. bto. bto. ofi. in Silb. Lose von 1854 .... i'cfe von i860, ganz-kose sen 1860, giinft Pramiensch. v. 1864 Grundentl. - Obi. Eteiermark zu 5 pCt, Karaten. Krain. u. Kiiflenlanb 5 » Ungarn zu . . 5 „ Kroat. u. SIav.5 „ 6ic6cnbiitg. zu 5 „ Action. Stationnlbnnt . . . . Union - Ban! . . . . Ctetitanstalt . . . . 31. o. Eseompte-Gef. Analo.-ostcrr.Bank . Oest. Bobencreb.-A.. Defl. Hvpolh.-Bank. Etcier. EScompt.-B!. Franco - Anstria . . 8aif. Ferb.-Norbb. . Stibbabn-Gesellfch. . kaif. Llisabeth-Bahn. Sarl-Lubwig-Bahu. . Stebcnb. Sifeubahn . ktaatSbahn . . . . Kaif. Kranz-Jofefsb.. 8iiuft.-Barcfer Llsold-Fium. Bayn . Vfitndbriefo. Nation. S.W. verloSb. Ung. Bod.-Creditaast. L?.g. Sst.Bod.-Tredil. bto. in 86 I. rLSz. . Geld j Ware Gelb SBiie (.9.40 69.90 Oest. Hypoth.-Bank. 91.50 92.— 72.80 72.90 92.20! 93.— Priori tiXts-Obl. 101 50 102.--107.-- 1108.— Siidb.-Ges.zu 500 Fr. 110.- 110.56 131.— 1182.— bto. Bous 6 pn. Ritter v. Soulety, GLrz. — Fried-rich und Carl Greffel, Treffen. — Trco, Besitzer, Unter-krain. — Longer nnd Baumgartner, Graz. — Fleischmann, Wien. — Angeli, sammt zwei.SLlmen, Udine. Maleer von Oeeterreleli. Fanzoy, Privatier, Triest — E. Pozzi nnd Johann Pozzi, Italic,,. — Dr. KLttedmfer, k. f. Professor, sammt Eemahlin, Stahl-berger, k. I. Professor, sammt Familie, nnd Baccich, Finme. flteriiwarle. Adamic. — Kangorodoff, Professor, Richland. — Berdol. — Duller/ — Salloker, sammt Familie, Grotzlaschitsch. Mohre«. Stvhner, Jngenienr, Amsterdam. — Topo-lovsek, und Pipnig, Beamte, sammt Tochter und Sohn, Rudolsswerth. — Topolovsek, und fetch, sammt Frau, Tilli. — Maschinsi, Galanteriehandlcr, GLrz. — Besanz und Maier, Triest. — Schaffer. — Fillofes, Gastwirth, nnd Wizjak, Geschiistsmann, Tarvis. — Weitzer, Tuch-fabrikant, Sgosch. — Skerlinz. Schuster, Veldes. — Nigsch, Knnsthandler, Tirol. — Tscherne, Ksm.. Linz. Berttorbene. D c n 12. S e P t c tri b c r. Johann timber, Fabriks-arbeiterLkind, 8 Krakanvorsiabt Nr. 62, Trismus. — Johanna Coluar, Fabriksarbeiterin, 15 I., Civilspital, Zehr-fieber. — Maria Bonai, Jnstitutsarme, 80 I., Stadt Nr. 6, AltersschwLche. — Maria Finz, Sensalenskind, 1 I., Hiihnerdorf Nr. 16, Ruhr. — Helena Suhadolc, Sanien-biindlerin, 56 I., Stadt Nr. 296, Carcinoma ventriculi. Den 14. Sept ember. Paulina Prelesnik, Landes-buchhaltungs-Recl'nnngsofficialskind, 2 I., 8®. nnd 14 T., EiadischavoiPodt Nr. 49, Gehirnlahniung. # Gedenktafel fiber die am 17. September 1 873 stattfindenden Licitationen. 1. Feilb., NiJ’fche Real., Wippach, BG. Wippach- — 3. Feilb., Zdravje'sche Real., Goričica, BG. Laibach. — 3. Feilb., Bezlassche Real, ad Commenda, BG. Laibach. — 1. Feilb., Krulc'sche Real., Munlendorf, BG. Gnrkfeld. Lottoziehung vom 13. September. X vie ft: 14 2 23 88 78. Die gefcrtigte Concursmasfe-Verwaltnna beabsichtigt, die in Laibach in der St. Pctersvorstadt sub Conscr.-Nr. ll und 12 der Salocher-Hanptstratze, nnd sub Conscr.-Nr. 134 nnd 135 der Babnhofgaffe gelegenen Hauser sammt 9tn$ und Zugehbr aus sreier Hand zu verkanfen. Diesbezitgliche Kaussautriige werden in der des Advocatcn Dr. Anton Pfcffercr, am deiitschcn Plat;c Nr. 205, entgegengenommcn und iiber die Vcrkaliss' bediiignngen Auskunft ertheilt. Laibach, 10. September 1873. (461—3) Die Joses Pauer'sche Concursmasse-Verwaltung. L.E" eiuiuLl LQASLeikt! {g (22. Aufl.) Mcthodc (Aufl. 22.) 1 oussaint-Langenscheidt. Brieflicher Sprach- und Sprechunterricht ftlr das Selbstshidiitm Erwnchscner. Wien 1873 Verdienstmedaille. v. Dr. van Dalcn, Prof. II Lloyd und U. Langenscheidt, Berlin. Prof. Ch. Toussaint u. 6. Langen- T Scheldt, Berlin, Wochentl. 1 Lect. k '/, Mk. Compl. Curse 17 (v. 1. Jan. 74 ah 18) Mk. (Cursus 1 u. 2 auf einmal statt 36 mir 27 Mk.) Brief ljed. Spracheals Probe '/3 Mt.(Marken). U r t h ei 1 e: ,,Diese Unterrichtsbriefe veriHeocn d. Empfehlung vollstandig, welchc ihncn v. Sem.-Bir. Dr. Dicsterweg, Dir. Dr. Freund, Prof. Dr. Hcr-rig, Prof. Dr. Sclieler, Prof. Dr. Schmitz, Prof. Dr. Stildler, Dir. Dr. Vichoff u. and. Autorita-ten geworden ist." (Lehrerzeiig.) — „Der wohldurch-daclite Plan u. d. Sorgfalt d. Ausfillirung treten in d. Toussaint-L.’schen Meth. recht auffallig hervor, wenn man d. schlecliten Nach ah m ungen daniit vergleicht, wclche v. d. literar. Industrie auf d. Markt gebracht werden.“ (Schulbl.) Die 12fache Nach-ahmung d. Meth. T.-L. in Deutschland u. ihre Adoption v. fast alien Culturvolkern diirfte weitere Empfehlung (iberflilssig machen. (466) G, Langenscheidt’s Verlag, Berlin, SW. Mockermtr. 133. Kais. kiinigl. privilegierte Waschc-Fabrik & Aiihmaschinen-Depot ID Bei der internationalen wiener Meltansstellung hat die Howe Mashine-Company in New-9)o t! (deren Bertretnng und alleinige Niederlage ich seit inehreren Jahren Habe) die hochsten Anszeichnungen erreicht, fie Hat ihren zahlreichen Trophaen nvch brci Mcdaillcn hinzngefiigt. Sic erhielt: Die Fort-schrittsmedaille, zwei Verdienstmedaillen und das Anerkennungs-Diplom. Die Maschinen der Howc-Eornp. haben daher nenerdings den Bcweis geliefert, datz sie auch nach demgrotzen Wettkampfe blieben, was fie tie čeften Niihmaschinen der Kelt". Ich fiatje nun belt e'litfchuifi gefaHt, bon nun an tint' Original-Howe Maschinen alleiti; jii fiihren unb mein bebentenbes Lager von Mhmaschincn anderer Systeme anfzulassen. Um nun dannt xa,ch 3« vaumen, will ich solche recht wohlseil ausverkausen; es ,st somit jedermann Gelegenhelt geboten, sich util wcnig Geld cine gut brauchbare Nahmaschine anzuschaffen. Ich empfehle gleichzeitig mein Lager von aller Art Wiische, Lcinwanden, Shirtings, Tischzeugen, Sackiachern, Cravats, town rc. bestens nnd sichere solideste Bedienuug zu. BtNt. Hanptplatz 237. Druck von Igr. v. Kleinmayr ft gtb. Bamberg in Laibach. Brrleger und fiit die Redaction verautwortlich: Dttomar Bamberg.