/T*? v0* w“chentlicb sechsmal (mit Ausnahme der Feiertage). Schriftleitung ve. iS r. 2670). Verwaltung u. Buchdrnckerei (Tel. Nr. 2024) Maribor, Jurčičeva !ca 4. Manuskripte werden nicht returniert, —- Anfragen Rückporto beilegen» wxvxWy.v-. y x>Xvx\\W.\\\v: xxxxx ; ;^jt. - Wütsa Düö Inseraten- u. Abonnements.Annahme in Maribor: Jurčičeva ul. 4 (Verwaltung), Bezugspreise: Abholen monatl. 23 Din, znstellen 24 Din, durch Post monatL 23 Din, für das Ausland monatlich 35 Din. Einzelnummer 1‘50 und 2 Din. Preis Din T50 ?it. Licejska knjižu Ljubljana Polnischer Vlerjahres- plan ^oitboittir wird Mittelpunkt eines neuen Industriegebietes. a — Die polnische Regierung hat Beim wlut einen Gesetzentwurf über einen „Vier J%e3J>Ian" eingeSracht, den Vizeminister-ftciiibcnt Kwi atk ows ki vor dem ^chaltungZausschuß ausführlich erläuter-jv danach handelt es sich um ein großzü-Projekt, das in gleicher Weise wirt-Mstlichsn wie militärischen Zwecken dienen Die Industrialisierung des Sandes, die "'wendig ist, um den Bevölkerungszuwachs ^lerzubringen und die Arbeitslosigkeit zu Jlcitigen, soll durch ein großes Jnvsstie-Mrgsprogramm, für das 2y, Milliarden ®°th vorgesehen sind, systematisch vorwärts Mirieben werden. Die Regierung ist der An Ä daß die vorhandenen polnischen Roh-J^ffc in ausreichendem Maße im Lande selbst ^rcrBeitet werden. Dem soll durch den neu P Pierjahresplan abgeholfen werden. Pabei stehen von vornherein die Gesichts-pjtBte der Landesverteidigung und der Er-^Üung der Wehrfähigkeit mit im Vorder-"^üd. Offenbar wünscht man, durch eine n^zettige Mobilisierung der wirtschaftlichen ',.^i-e Polens soweit wie möglich Wirtschaft ^ auf sich selbst zu stellen. ist interessant, daß der Plan die Schaf-eines vollkommen neuen Jndustriege-im Bezirk von Sandomir vorsieht, in v111 nicht nur genügend Wasserkräfte, son-t!t auch Erdgas, das industriell verwertet soll, vorhanden sind. Der Bizemini-s^räfident erklärte ausdrücklich, daß die-^ Gebiet, das jetzt weder landwirtschaftlich s.'-genutzt sei noch ein Jndustrierevier dar-: ®**e, für den Fall der Gefahr zum Mittel« jjMt einer organisierten materiellen Bertei-t^yug werden müsse. Sandomir liegt etwa , dwggs zwischen Warschau und Krakau an Weichsel. Die umliegenden Bezirke bil-j^.ome Brücke zwischen dem landwirt-.stsWichen Ostgebiet Polens und dem indu-r,/^en Westen. Es ist gegen eine B-edro-'tzl von Osten her verhältnismäßig gut Ptzt. Q,'-uichlofsen in den Vierjahresplan sind v-f1' auch weitere Investierungen in den T gebieten, die Vervollkommnung des Aus« von Gdingen, die Vermehrung der ^ .milchen Handelsflotte, der Bau von Land W ®a!ierstrasfen und die Durchführung ' ^wirtschaftlicher Meliorationsarbeiten. ^^chritngiich waren von der Regierung ko^0,^ill. Zloty vorgesehen, wie Kwiat- e Mo-daß ^ štfi aber hervorhob, habe die ^Mchaftitchc Entwicklung der letzten die Regierung davon überzeugt, Ce>, ... wn.iv-ii .vv,' v konmo. Dabei muß berücksichtigt >ver- ' daß bereits im normalen Haushalts« 'L Löbliche Beträge für Jnvestierungs-iekt "^gefordert wurden, sodaß sich die 2v Angesehenen Zusatzkredite von rund jqq 'Rckliardert noch erhöhen. Der im Jahre D oufz»wendende Gesamtbetrag wird auf ?nb teb> Tw y‘ vev^v. v ieß1' Een par auz den zurückliegenden borv11, to‘ öer Vizeministerpräsident her-$ki daß es nunmehr energisch an diese rigafie Herangehen müsse. Weder die pol- iOO Millionen Zloty angegeben. Für drei Jahre werden dann je-e anteiligen Beträge anzufordern Jahr i ca General Franco stößt gegen Madrid vor Nach neuesten Melöungen erbitterte Kämpfe mit Einsatz aller Neferbeit im Gange / Die ersten Maßnahmen Francos in Malaga Madrid, 10. Feber. Dw Truppen des Generals Franco sind um Madrid in sämtlichen Frontabschnitten in die Offensive übergegangen. Nach den bisherigen Meldungen von den einzelnen Sektoren wüten überall erbitterte Nahkämpfe, die durch Artillerie, Mmenwerser, Maschinengewehre und Tanks unterstützt werden. Beide Parteien haben alle verfügbaren Reserven in die ersten Stellungen gebracht. Alle Anzeichen deu ten darauf hin, daß sich der Augenblick der Entscheidung auch an der Madrider Front zu nähern beginnt. Malaga. 10. Feber. General Fra n-c o hat den Herzog von Sevilla zum Zivil-gouverneur von Malaga ernannt. Zum M-litärgouverneur wurde Oberst Garcia A l-teo ernannt. Wie sich jetzt herausstellt, sind die meisten marxistischen Führer — den sowjetrussischen General Kleber inbegriffen — mit dem Betrag« von 52 Millionen Pesetas geflüchtet. 800 Rotgardisten wurden jedoch »n der Tat gefangen genommen und werden sich für ihre Teilnahme aus der Seite der Anarcho-Bvlschewisten zu verantworten haben. In der Stadt herrscht empfindlicher Lebensmittelmangel. Die nationale Heeresleitung muß te unverzüglich Mehl heranbringen, um die Brotversorgung der befreiten Bevölkerung sicherzustellen. In einzelnen Stadtteilen herrscht die Epidemie der schwarzen Blattern Heute tritt das Tribunal zusammen, um die marxistischen führenden Persönlichkeiten ab-zuurtetlen. P a r i s, 10. Feber. Radio Sevilla berichtet: Die Nationalisten haben im Hafen von Malaga insgesamt fünf marxistische Handelsschiffe und drei Torpedobootzerstörer gekapert. Madrid, 10. Feber. Das Madrider Verleid igungskornitee berichtet: Im Ab- schnitt von Guadarrama und Gnadajalara konnte gestern erneuetes Jnsanteriegeplän-kel verzeichnet werden. Die Gesamtlage ist feit vorgestern stationär geblieben. Neue hes tige Kämpfe sind bei Aranjuez im Gange. Bei Cordoba haben die republikanischen Truppen die Operationen mit Rücksicht auf das schlechte Wetter eingestellt. Mehrere Angriffe der Nationalisten konnten in diesem Raume abgewiesen werden. A n i I I a, 10. Feber. Der spanische Kar dinalprimas richtete an die Katholiken des vom Bürgerkriege heimgesuchten Landes ei neu Hartenbrief, in dem er sich mit d. christlichen u. panischen Sinn dieses Ringens in nerhalb der Nation befaßt. Der Kardinal er klärt darin, jedes menschliche Wesen habe das Recht, zu den Waffen zu greifen, um sich gegen diejenigen zur Wehr zu stellen, die sich gegen Gott, Kultur und Ziwilisation verschworen 'haben. Der Primas spricht schließlich die Ueberzengung aus, daß die ttn geheuren Blutopfer den fruchtbaren Samen abgeben würde für ein großes, mächtiges, katholisches Spanien. Beck als Vermittler? Zwischen Frankreich und Deutschland / Eine angebliche Initiative Edens Marsch« u, 10. Feber. In hiesigen diplomatischen Kreisen wird der Tatsache, daß in Monte Carlo zur selben Zeit wie der englische Außenminister Eden auch Polens Außenminister Oberst Beck Aufenthalt genommen hat, die größte Beachtung geschenkt. Wie nämlich verlautet, sollen die beiden Staatsmänner sich über die Frage unterhalten haben, ob es nicht angezeigt wäre, daß Oberst Beck die Vermittlung zwischen Berlin und Paris übernehmen würde, um die europäische Gesamtlage int Westen für'eine allgemeine Verständigungs-aktion besser aufzulockern. In englischen Kreisen ist man der Auffassung, daß Oberst Beck hiefür am besten geeignet wäre, da Polen unter seiner außenpolitischen Führung den ersten zweiseitigen Vertrag mit dem Dritten Reich Hitlers abgeschlossen hat. In diesem Zusammenhänge erhärtet sich das Gerücht, daß Oberst Beck die Heimreise nach Warschau über Paris und Berlin an« treten werde Danziger Opposition auoqefcftaltet Im Volkstag nur mehr nationalsozialistische Abgeordnete Wa r scha u, 10. Feber. Der Danziger Senat hat unter dem Vorsitz des Präsidenten Greiser eine wichtige innerpolitische Maß nähme duvchgeführt. Laut einstimmigen Senatsbeschlusses wurden alle Mandate derjenigen Abgeordneten des Danziger Parlaments, die aus irgendwelchen Gründen ihre Funktion nicht ausüben, einfach annulliert. Dadurch verlieren diejenigen marxistischen Vertreter, die teils verhaftet, teils ins Ausland geflüchtet find, Sitz und Stimme im Danziger Parlament, in welchem nun die nationalozilaistische Totalität herrscht. Säuberung geht weiter Berlin, 9. Feber. Nach einem Moskauer Telegramm des „ A n grif f" wird nach der im großen Maßstab durchgesühr-teit Säuberungsaktion in Kiew, die zu zahlreichen Verhaftungen führte, nunmehr die gleiche Aktion mit großer Energie in Charkow uüd im Donezbecken durchgeführt. In Charkov seien u. a. die Leiter des Eisenbahn wesens, Zorin und Raistow, verhaftet worden, denen systematische Desorganisierung des Eisenbahntransportes vorgeworfen werde. Die größte Sensation in der Eharkower Parteiorganisation bilde die Verhaftung von nische Valuta noch der Staatskredit werde in irgendeiner Weise durch diese Auswendua gen berührt werden drei Parteisekretären, die eine Aktion gegen Stalin geplant hätten. Außerdem sei das Mitglied des Stadtausschusses von Charkow, Zurlwy, sowie das Miglied des Zentralausschusses der Kommunistenpartei der Ukra-ne, Musulbas, verhaftet worden. Ferner sei der Sekretär des Gauausschusses der Kommunistischen Partei, Demschenkow, einem Verhör unterzogen worden. Desgleichen das Mit-j glied des Ausschusses Biatschenkow und der j Sekretär der Kreisführung der Partei. Ko-; nonow. Großen Eindruck habe die Auflö-! jung des Parteiausschusses der Stadt Ehar-| fein) erregt, der sich, wie erklärt wird, aus . Gegnern Stalins zusammengesetzt habe. In ; einer Staatsfabrik in Charkow hätten sich ' die Arbeiter, die zu einer Kundgebung für Stalin einberufen worden seien, demonstrativ gegen Stalin ausgesprochen, was die Auf lösung der Versammlung und zahlreiche Ber Haftungen nach sich gezogen hätte. Der gefürchtete Tschekaches Jagoda-Jehudn verbanitt. L o n d o n, 10. Feber. Wie aus Moskau 'berichtet wird, ist der ehemalige Chef der Tscheka und GPU, Jagod a-Je.h u*. d o, von seinem Posten und allen Eihrenstel-ten enthoben worden. Er wurde in einer kleinen Stadt Nordrußlands konfiniert. Dieser Mann war der gefürchtetste Vollstrek Ber der Terrvrurteile gegen die Feinde de8 kommunistischen Regimes. Mt-Weiß.-Blau die ossizielle Staatsfarbe Hollands. Haag, 10. Feber. Nach einer Mitteilung der holländischen Regierung wird Rot-Weiß-Blau demnächst im Gesetzeswege als einzige Staatsflagge Hollands erklärt werden, da in der letzten Zeit vielfach insoweit Verwirrung herrschte, als bei festlichen Anlässen auch Orange (die Farbe des Hauses Omnien) gezeigt wurde. Graf Ciano Besucht die Balkanhauptstädte. Sofia, 10. Feber. „U t r o" Berichtet aus Rom: Der italienische Außenminister Graf Galeazzo Ciano hat sich entschlossen, in kürzester Zeit die Hauptstädte der Balkanstaaten bezw. der Balkanunion zu besuchen. Darnach wird Graf Ciano auch Prag offiziell besuchen. Slobodan Jovanovič — Präsident des Serbischen Klubs. B e o g r a d, 10. Feber. Der bekannte serbische Historiker Prof. Slobodan Jovanovi« ist zum Präsidenten des kürzlich ins Leben gerufenen Serbischen Kluhs gewählt worden. Trotzki darf nur mehr russisch sprechen. Mexico City, 10. Feber. Die mexikanischen Kommunisten der Stalin-Richtung haben von den Behörden die Verfügung erzwungen, daß Trotzki in Mexico öffentlich nur in russischer Sprache reden darf. Börse Zur! ch, 10. Februar. Devise n: Beograd 10, Paris 20.40, London 21.445, Newyork 438 Mailand 23.05, Berlin 176.10 Wen 78.70, Prag 15.26, Nach der Einnahme Malagas Baris unö London leben das baldige Ende des Bürgerkrieges voraus / Mt Gtraßenverdlndung Madrid Valencia der Roten durchschnitten / Schreckens- bilanz in Malago P a r i 5, 9. Feber. Die heutigen Blätter befassen sich eingehendst mit der Einnahme Malagas durch die Nationalisten. Tie Blätter des Zentrums und der Rechten sind der Ansicht, das; sich die Dinge in Spanien nunmehr rasch entwickeln würden, so dag in nächster Zeit mit der Beendigung des Bürgerkrieges Zu rechnen sei. Auf der Pariser Börse hatte das Ereignis ebenfalls seine Folgen: die starke Kursoerschlechterung der roten Peseta und das Anziehen des Kurses der nationalen spanischen Währung, wobei letztere um so viele Punkte anstieg als die erstere sank, und zwar ohne Rücksicht aus die Golddeckung. Die Rechtspresse nimmt die Niederlage der Roten im spanischen Süden zum Anlast, gegen die Regierung Blum ins Feld zu ziehen, da die Regierung den spanischen Volksführer Franco und sein Regime aus die andere Seite gedrückt habe. „I o u r-n a l "betont die Tatsache, daß Franco es verstanden habe, die Bevölkerung in den von ihm beherrschten Provinzen für sich p gewinnen, während die Valencia-Regierung alle Sympathien dadurch verlor, datz sie sich ganz unter die Schirmherrschaft Moskaus begeben habe. Pari s, 9. Feber. Eine Gruppe von radikalsozialistischen Abgeordneten, die das rote Spanien besucht hatte, erstattete heute im Kammerklub der Partei ihr Referat über die gewonnene^ Eindrücke. Die Deputierten erzählten, daß ihnen die katalanische Regierung scde Bewegungsfreiheit genommen habe. In Valencia sei es den Franzosen nicht gestattet worden, das Regierungspalais zu sation ausgelöst. Es wurde eine Entschließung angenommen, in der es heißt, Frankreich müsse in der Spanien-Frage noch mehr als bis jetzt seine Neutrali ät bewahren. A v i ! l a, 9. Feber. Die Truppen Francoz haben heute definitiv die Straße V a-I e n c i a—M a d r id abgeriegelt. Es Han-, schiff „Terror", vier Zerstörern und vrer Unterseebooten. Demgegenüber hatten die Blauen mit den schweren Kreuzern „©um-berland" und „Dorietshire", dem Flugzeugmutterschiff Hermes", fünf Zerstörern und sechs Unterseebooten eine starke Ueberlegen heil. Diese UeSerlogenheit erstreckte sich auch auf die von ihnen mit geführten Flugzeuggeschwader. Allerdings war hier die Frage offen gelassen worden, wie stark im Einzelnen die Flugstreikräfte des Gegners waren. Man wollte den Verteidigern von Singa-por§ die Möglichkeit geben, durch Auiklä-rung ihrer eigenen Luftgeschwader die Stär ke und die Zusammensetzung der feindlichen Flugstreikräfte zu erkunden. Be: den ersten Kämpfen bemühten sich delt sich nach Mi teilung aus dem ötabe der d->. _ j ßen auf See festzustellen und ihren Kurz zu P a r i 9. Feber. Nach Informationen melden. Darüber hinaus führten sie Flug-des Sonderberichterstatters des „E ch o B <■ j angriffe auf die feindlichen Bombentrans-P a r i s" aus Malaga wurden während der ' pDrte und Flugzeugträger durch. Sie such-rotcn Schreckensherrschaft in Malaga 12.000. tcrt ,zu:d, Bombenabwürfe die feindlichen •"----------------------------1 r,V..... Die, besuchen. Companys und feine Gene-alidad. Personen hingerichtet und erschlagen, yie. Meger in so schwere Wwchvkämpfe zu ver sei Gefangener der anarchistischen und kom-' Hinrichtungen strto größtenteils in Massen, wickeln daß dadurch Angriffsvorstöße über-munistischen Organisationen. Der aus Spa-] vollzogen worden. Am schrecklichste- gestaltete; ra?chendcr Natur gegen Mc Landbefestigun-nien zurückaekehrte Deputierte ® (t ! I« ( sich das Schicksal der Bewohner jenes Stadt-j gen ,ver Insel,t unterbunden^vurden m and erklärte: „Wenn man mich fragen. Viertels welches sich bei den lebten spanischen würde, ob ich bezüglich Spaniens für Baien*' Wahlen gegen die „Volksfron'" erklärt habe, eia oder für Burgos sei. würde ich mich als. Die Kommuno-Anarcknsten übten dort ihr Spanier oTetch für General Franco en'schei-, Zerstömnashaudwerk töteten die Bewohner den." Diese Erklärung bat in der radikal-! und äscherten ihre Häuser ein. sozialistischen Kammerfraktion wahre Sen-1 Rücktritt des französischen FinanzminWrs? Angeblich wegen der immer schlimmeren Finanzkrise. — Gerüchte über eine kommende Regierungskrise. P a r i s, 9. Feber. Im Zusammenhänge mit den Finanzschwierigkelten der Volksfront-Regierung wird in politischen Kreisen immer mehr über die Anzeicheti einer be-vorftehendene Regierungskrise getuschelt. Als Anzeichen hiefür wird eine Rede des Siaatsministers Paul F a n r e betrachtet — des Generalsekretärs der Sozialistischen Partei —, der öffentlich erklärt hatte, in Frankreich sei eine andere Rogierungskombi-natiion als die der Volksfront unmöglich. Mit anderen Worten: Man müßte endlich einmal Neuwahlen ausschreiben. Im gleichen Sinne haben auch Leon Blum und Eham lle Chautemps gesprochen. In politischen Kreisen ist außerdem das Gerücht verbreitet, daß Finanzminister A u r i o l vor dem Rücktritt stehe, da er nicht mehr in der Lage sei, eine erfolgreiche Finanzpolitik zu betreiben. In diesem Falle würde die Regierunqskri-st' ihren Anfang nehmen. Hem'ots Drohung an die Adresse Blums Die R«dikalsozia!isten befürchten eine neue Devalvierung des Franken. — Aus der Suche noch, Deckung für 38 Milliarden Budget-ersordernisse. P a r i s, 9. Feber. Die Senatsdebatte, die sich an ein angekündigtes Exposee des Fi nanzministers Vincent A u r i o I nitfchlic-ßett wird, bildet schon jetzt die Attraktion der politischen Kreise. Auriol sucht die Deckung für nicht wertiger als 38 Milliarden Budgeterfordernisse. Die Radikalsozialisten werden Joseph C a i l l a u x als Redner auf die Tribüne entsenden. Großes Aufsehen erregte H e r r ii o t mi t einem Artikel in der „E r e N o u v e l l c". Herriot schreibt, die radikalsozialistische Partei werde die Finanzpolitik des Kabinetts Blum nicht mehr lange unterstützen können, da dieselbe unbedingt zu einer neuen Deoal-vierung des Franken führen werde. Vor. einer neuen Rom-Reife Schuschniggs Gleich nach der Wiener Reise Neuraths / Neurath kommt am 21. d. M. nach Wien W i e u, 9. Feber. Me in diplomatischen Kreisen verlautet, wird Bundeskanzler Dr. S ch u s ch n i g in Begleitung des Außen Ministers Dr. Guido © ch m i d t gleich nach dem bevorstehenden Wiener Besuch des Reichsaußenministers Baron N c u r a t h nach Rom reisen. B c r l s it, 9. Feber. Die Agence Hlwas berichtet: Außenminister Freih. v. N c u- ra th wird in Erwiderung des feinerzciti-gen Berliner Besuches des Staats'skretars Dr. Guido Schmidt am 21. d. nach Wen reisen. In seiner Begleitung werden sich mehrere hohe Beamte des Auswärtigen Am tes und der Berliner österreichische Gesandte Ing. T a u f ch i tz bestnden. Reichsaußenministeere Baron Neurath wird sich insgesamt zwei Tage in Wien aufhalten Die Gtaa srechw-Reformen in Ungarn B u d a p e st, 9. Feber. (TR) Wie bereits gemeldet, sind die Vorarbeiten zu den vom Ministerpräsidenten D a r a n y i angekündigten staatsrechtlichen Reformen im Zuge. Es handelt sich um die Vorbereitung des Gesetzentwurfes über die Erweiterung der Machtbefugnisse des Reichsverwesers und den | Entwurf über die Neuregelung der Kompe-! rigen Kammersession, also vor Beginn der tenzen des Oberhauses im Justizministeri- Sommerferien dem Abgeordnetenhause un-um und um die Vorbereitung des neuen terbreitet werden wird. Dadurch wird die Wahlrechtsgesetzes int Innenministerium. Möglichkeit geschaffen, daß parallel in'L der Heute nachmittags erfährt man, daß cs wahr Debatte im Oberhause, die Debatte über dic-scheinlich ist. daß die vom Ministerpräsiden- se Reform auch im Abgeordnetenhause einten in seinem jüngsten Exposee an erster geleitet werden wird. Die beiden anderen Stelle angedeuwte Reform, nämlich die Er- Gesetzentwürfe werden voraussichtlich erst Weiterung der Machtbestwnisse des Staats- nach den Sommerfer'en dem Abgeordneten* oberhaupteZ noch vor dem Ende der diechäh- Haufe unterbreitet werden. Singapore ließ sich nicht überrofchrn! Englands stärkste Ostasienfestung erfolgreich verteidigt / Die Großmanäver der letzten Tage bewiesen ihre „Uneinnehm- barkeit" Die großen Manöver, die in den letzten Tagen rings um Singapore stattfanden, wurden nach drei vergeblichen Augriffsver-fuichett der blauen Partei abgebrochen. Nach Lbuffassung der englischen Führung hat sich der neue Befestigungsgürtel, -der “ um die Insel Singapore gelegt wurde, gegen die Angriffskämpfe ausgezeichnet bewährt. Seit Tagen dröhnten rings um Singet-Pore die Geschütze der neuen schweren Batterien, die zur Verstärkung des riesigen eng lischen Flottenstützpunktes auf der Insel selbst und auf den anliegenden Inseln Pulü Dekong Befar und Pulu ltbin eingebaut waren. Aber die englischen Ostasienstreitkräfte, die bei den großen Grprobungsma-növern die Rolle des Angreifers spielten, hatten kein Gluck. Sie wurden so zeitig von Flugzeugen aufgespürt, daß die angesetzten Landungsversuche abgeschlagen werden koun ten. Die weittragenden schweren Geschütze, die in den neuen betonierten Forts der See feste eingebaut wurden, kämpften jeden An näherungsversuch an die Meerenge von Io höre, in der die neue Flottenbasis von ©e-letax liegt, nieder. Und auch die angreifenden feindlichen Flugzeuggeschwader erzielten nur Teilerfolge. Sie wurden mit ungeheurer Gewalt von den zahlreichen Flug zeugabwehrgeichützon der Festungsverteidi-ger gefaßt und zum Rückzug gezwungen. In der Generalidee der Manöver war folgende Kriegslage zugrunde gelegt worden: Die blaue Partei, die einen 1200 Meilen südöstlich von Singapore liegendem Staat angehört, hat sich entschlossen, überraschend die rote Partei in Singapore anzugreifen, um sich in den Besitz der Inseln, die für die strategische Lage Ostasiens von entscheidender Bedeutung sind, zu setzen. Man nahm an, daß durch Anfangserfolge des Angreifers zur See die Seestreitkräfte der roten Partei, also der Verteidiger von Singapore, bereits stark dezimiert warnt. Sie beständen nur noch aus dem Parzer- Soweit die augenblicklich vorliegenden Nachrichten ein Urteil erlauben, ist diese Ab wehrtätigkeit den Luftgeschwadern der roten Partei zum größten Teil geglückt. Aller dings konnte nicht verhindert werden, daß in der Nacht die Schiffe des Angreifers den schweren Sperrfeuergürtel der großen neuen Batterien rings um Singapore durchbrochen und so nahe an die Insel herankamen, daß an einzelnen Stellen überraschende San dungsmanöver durch,geführt werden konnten. Int übrigen ist in diesem Zufammen-hang festzustellen, daß die neuen Batterien wohl zu den stärksten der Welt gehören-Sie sind in ihrer Bestückung und ihrer modernen Anlage höchstens noch mit de» .Sperrbefestigungen am Panamakanal zu vergleichen. Die Reichweite ihrer Geschützc zieht int Umkreis von 32 Kilometern eineu Sperrgürtel um Singapore. Die Lartdungskäinpfe selbst spielten sich wie erwartet, hauptsächlich int östlichen Test der Insel Singapore ab. Obwohl die Luststreitkräfte und die U-Boote der Verteidiger gute Wacht hielten, konnten doch die Landungsboote der Angreifer ihre Truppen an Land setzen und einige Küstenstreifen i;t der Nacht mit Feldbefestigungen versehen. Schon am darauffolg,enden Morgen waren jedoch die Verleidigungskolonnen der roten Partei zur Stelle. Trotz der Unterstützung der Angreifer durch Flugzeuge und die Ge schütze der überlegenen Angriffsflotte wurden nach schweren Gefechten die Landungstruppen zum Rückzug gezwungen. Ein anderer Landungsversuch wurde gleichfalls so rechtzeitig gemeldet, daß die Flugzeuge und die U-Boote der roten Partei die Landungsmanöver zu stören vermochten. Und auch der dritte große Angriff/ der von einem Masseneinsatz der feindlichen Flugzeuge aus die Verteidigungsbatterien der Insel begleitet war, brach zusammen-Im konzentrischen Abwehrfeuer der Flugabwehrgeschütze konnten d. eingesetzten Flug zeuge des blauen Angreifers fast an keiner Stelle die Vorgesetzten Flugziele erreichen-Eine Mederkämlpfung der feindlichen Batterien, die für eine erfolgreiche Landung notwendig gewesen wäre, ließ sich nicht erzielen. Und so blieb den blauen Kräften schließlich nichts übrig, als zum Rückzug überzugehen, der dann auch im Schutze von künstlichem Nebel angetreten wurde. 9Jach den vorliegenden Meldungen war Der Herzog von Windsor soll seine Ehepläne aufgeben? Die Mission der Prinzessin Mary / Die Frage des Einkommens des ehemaligen englischen Herrschers Herzog eine Reihe von interessanten Bed'w- L o n d o n, 9. Fester. Aus Kreisen, die der Krone nahestehen, konnte in Erfahrung gebracht werden, daß Prinzessin M a r y von England und ihr Gemahl den Herzog von W i u d s o r auf Schloß Enzersfsld nicht nur als Privatgäsle besucht haben, sondern auch in Familienmission. Die Schwester des ehemaligen Herrschers soll mit der Ausgabe nach Oesterreich gefahren sein, den Herzog definitiv von seinem Heiratsplan mit Miß Simpson abzubrntgen. Damit im Zusammenhang verlautet ferner, daß dem gungen gestellt worden sei. W i e n, 9. Feber. Prinzessin Mary von England hat anläßlich ihrer Zusammenkunft mit dem Herzog vott Windsor auch die Frage seiner Apanage entschieden. Sie teilte uM mit, daß sich die königl'che Familie nachdem das Parlament sich geweigert hatte, f“1' den ehemaligen Herrscher eine Zivilliste zu votieren — entschlossen habe, einen Fond von 300.000 Pfund Sterling zu errichten/ aus dem der Herzog sein Einkommen erhalten werde. et den jetzigen Manövern die ständige Gar “•l-it Von «ingapore in der .Stärke von c ?090 Mann vertreten, ferner das neu anfgeftellle malaiische Regiment. Dazu tra-ren De militärischen Streitkräfte von Jvho-re. -vert in Singapore stationierten Einhei--Ln wurden iveitere Geschwader aus Fnbiert lm\ ,‘3C1” r hinzug-sfügt. Darunter befanden sich auch Freiwilligenflisger aus Sin gcrpore,. die in der letzten Zeit besonders fluZgebildet rvovden waren und sich bei dem vlotzlichert Einsatz auck> durchaus bewährten. 4Ur Seiten der Flotte wurden insgesamt Kriegsschiffe eingesetzt, darunter ein >.anzerchiff, .zwei Kreuzer, ein Flngzeu>g-mutterschiff, neun Zerstörer, zehn Untersee-1"c^e und zwei kleinere Fahrzeuge. Da die ersten Nochrichbm aus Singapore ucherst optimistisch gehalten sind, kann man annehmen, daß alle diese Streisräfte 'die ih-uan gestellten Aufgaben zur Zufriedenheit Most haben. Bei der Beurteilung der einzelnen strategischen Vorgänge dürften sich allerdings eine ganze Reihe von Gesichtspunkten ergeben haben, die allmählich erst ■ , Kenntnis der Oesfentlichkeit gelangen Werden. Bon ihnen ans wird auch wohl die E^age zu prüfen sein,, ob nach Auffassung englischen Militärkreise der jetzige chtand der Befestigungen von Singapore lur alle Möglichkeiten eines Zukunftskrie-lles ausreicht ober ob noch weitere Küften-bUTtfte gesichert werden müssen. Für die Be Volfernng von Singapore war selbstver-Itonblich der Großangriff gegen ihre Stadt Och glänzendes militärisches Schauspiel, das •-11' äußerster Spannung verfolgt wurde. Chamberlain — Daldwins Nachfolger? chchüchte über den Rücktritt des Premiermt-'"sters. __ Auch Duff-Cooper und Hmlsham sollen gehen. ir3 0 ln» 9. Feber. Die heutige Presse be-chwgt die Londoner Meldungen über den ^vorstehenden Rücktritt der britischen Re-wcrung. Nach Informationen der italienischen Presse soll sich Baldwin entschlossen laben, unbedingt im Mai H. J. zurückzutre-en und zwar gleich nach der Krönungsze-^chonic. Aus diesem Grunde strtb bis Mai eine Veränderungen in der britischen Außen ’ ‘X zu erwarten. tp iuriammenhang mit diesen Nachrich-^u verlautet Baldwir: werde'sich ins Pri-ch oöen zurückziehen. Die neue Regierung orde Nev'lle C h a m b ctlaitt zusam-ovitelle«. Mit Baldwin würden aber auch imx ^Wer Duff-Cooper, Lord tzatlsham Ramsay Macdonald ausscheiden. ^oiwsininister Nakamura zurückgetreten. « 7 0 k i o, 9. Feber. Der neue japanische " tle3§miniffei- Generalleutnant N a k a-1 a hat. aus Gesundheitsrücksichten sein ?urückgelsgt. Zum neuen. Kriegsmini-1 ^Urde Generäl 'Sugijama ernannt. dto ßfußüoua A Dedessälle. In Ljubljana verschied der . mohetrebibent i. R. Johann K o > a č der a? pšenice im Aller von 68 Jahren sForkführer Alois Ö o p. der 54 Jahre fchätt■ ^tainischen Jndustriegesellschaft be-; rt,9t war ^ ch- Seinen 50. Geburtstag feierte Mitt-n i f Berghaup mann Ing. Josef M o L-t€n 'n Ljubljana der sich vor einigen Jah-$er„ . Direktor des Kohlenbergwerkes in J1!0 vm die Errichtung des kalorischen i Werkes große Vedienste erworben hatte. 2ic R-gulorungsarbeiten in der Ljub- Bgss^"..chjlßten wegen des Anschwellens der %tiiv € unerbrochen Wörden. Auch der einllfi? .^adikvica führt Hochwasser, doch ist iwtfw n Ee>ne Uebcrschwemmungsgefahr I{aJ. ^«t- An einigen Stellen ist die Ljub-i't Mop Q!lt Moor über die Ufer getreten, doch der Cln.c alljährliche Erscheinung zur Zeit ~ Zerschmelze. Die Arbeiten werden Heu Raöiobotfd)aft des Papstes Für den Eucharistischen Kongreß in Manila / „Zurück zu Jesus Christus und damit zum christlichen Weltfrieden" Wiebe ho nbi adtaomeinde feVfila 1 Cinen Stoßen For schmtt aufzuwei-' ovn und werden im Herbst größtenteils e 'o>n. wenigstens auf dem Gebiet der beend Unterstützet die ^htuherkulosenliqa Stabt d c s B a st i k a n s, 9. Feber. Der Hl. Vater verlas in lateinischer Sprache eine kurze durch den Rundfunk verbreitete und für den Eucharistischen Kongreß in Manila bestimmte Botschaft. Sie enthielt den Wunsch, daß alle Menschen sich Jesus Christus so nähern, bas) schließlich in der von Unruhe beherrschten Welt der christliche Friede einziehe. Seit der letzten Krankheit des Papstes ist dies die zweite durch den Rundfunk verbreitete Kundgebung. Sie dauerte sechs Minuten. Die Stimme des Hl. Vaters war fest und. klar. Stadt desVatikans, 9. Feber. Zu Beginn seiner Rundfunkbotschaft dankte der Hl. Vater den Teilnehmern des Eucharistischen Kongresses in Manila „aus ganzem Herzen dafür, daß sie unserem Herrn Jesus Christus, dem König des Alls, einen so großartigen Trimuph bereitet haben". Der Papst fetzte sodann in seiner Alloku-tion fort: „In unseren Tagen bekämpfen sich gagenie'tig allzu viel Menschen, die leider entweder durch Verirrung oder durch Leidenschaften oder schließlich durch das Gefühl gegenseitigen Hasses geblendet sind, und entfernen sich dadurch von Jesus Christus, in dem die Wahrheit und das Leben ist. Diese Verirrten und Verleiteten eilen, indem sie sich von Christus getrennt haben, einen: kläg liehen Ende entgegen. Ihr ehrenwerte Brüder und geliebten Söhne, treten Christus näher und sorget für eine Besserung. Setzet alles daran, daß bic einem Blendwerk verfallenen Brüder und alle, die in den Finsternissen und im Schatten des Todes weilen, ehestens wieder zu Christus zurückfinden und durch ihn das Sicht der Wahrheit finden, damit wieder alle Menschen zu der Erkenntnis gelangen, daß man ihn lieben und ihm dienen muß, der einzig und eifern das ewige Leben ist. Nur so kann die Welt wieder gesunden und die Seelen werden sin Geiste der Gerechtigkeit und der Bruderliebe wieder versöhnt sein und nur so wird si: der ermüdeten Welt der christliche Friede einkehren." Sabotageakt der amerikanischen G chwerinöuftrie Die Aufrüstungspläne der amerikanischen Regierung in Frage gestellt / Der Kampf um die 40 Stundenwoche N e w y.o r k, 9. Feber. Zwischen dem Präsidenten und der amerikanischen Hochfinanz tobt nach RoosevMs gigantischen Wahlsieg ein unerhörter Kampf. Die Hochfinanz bekämpft -ie Reformpläne Roosevelts mit allen erdenklichen Mit ein. doch ist der Kampf nun offen auf einem Gebiete entbrannt, auf dem man es am wenigsten erwartet hätte. Die amerikanische Regierung hat im allgemeinen Rüstungswettlauf beschlossen, zwei große Kreuzer zu je 25.000 Tonnen auf die Hellinge zu legen. Das Marineministerium in Washington schrieb die Lieferung Von 12 Millionen Kilogramm Stahl und zwei Millionen Kilogramm Kupfer für diese beiden Neubauten aus. Zum größten Erstaunen hat jedoch nicht eine einzige lieferfähige Großfirma ihr Angebot unterbreitet, sondern nur kleine Reflektanten, die nur den deringsten Teil zu liefern vermögen. Dieser Vorstoß des Finanzkapitals wird als Protest gegen die von Roosevelt für alle Staatslieferanten eingeführte 40 Stundenwoche ausgelegt. Man will , damit beweisen, daß weder Heer noch Marine unter solchen Umstanden ihre Arbeiten bewältigen können. Diese Attacke der Hochfinanz hat ungeheure Sensation ausgelöst und toiti> in Regierungskreisen dieses Vorgehen offen als Hochverrat bezeichnet, der sich gegen die Existenz des Staates richte. Der „Meteor" fährt wieder aus! Diesmal soll der Nordatlantik erforscht werden Das deutsche Vermessungs- und Forschungsschiff „M c t c o t", das in den Jahren 1925 bis 1927 den südlichen Teil des Atlantischen Ozeans erkundet hat, ist zu einer neuen Fahrt ausgelaufen, bei der der nördliche Teil des Atlantik erforscht werden soll. Das haben sich die Erbauer des „Meteor" bestimmt nicht träumen lassen, daß das Werk ihrer Hände und Gehirne einmal in der wissenschaftlichen Welt zu so großer Berühmtheit kommen werde. 1917 wurde ein Kanonenboot von Tausend Tonnen auf Stapel gelegt und bis zum Herbst 1918 im Rohbau ziemlich fertiggestellt. Gemessen an den Riesen der Schlachtflotte, war der „Meteor" nur ein Schiffchen, und dennoch bedurfte es vieler Mühe, ihn aus der drohenden Vernichtung des Versailler Vertrages herauszubekommen. Es glückte, den Neubau frei zu bekommen und ihn als Forschungs-und Messungsschiff umzubauen. Das Institut für Meereskunde in Berlin wollte den Meteor" zu einer dreijährigen Expedition nach den: Stillen oder Indischen Ozean entsenden. Alle Vorbereitungen wurden getroffen, vor allem wurde das Personal geschult. Da machte die Inflation allen Plänen ein Ende, und der' „Meteor" wurde bestimmt, als reines Vermessungsschiff in den heimischen Gewässern zu arbeiten. Nun griff 1924 die Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft ein, die unter Führung von Prof. Merz einen neuen Reiseplan ausarbeitete. In den Jahren 1925 bis 1927 ist er dann in die Tat umgesetzt worden. Die wissenschaftlichen Ergebnisse, die der „Meteor" von seiner Reise heimbrachte, waren ganz außerordentlich. Leider wurde die Freude über den Erfolg durch den, Tod von Prof. Merz getrübt, der an Bord des „Meteor" , erkrankte und in Buenos Aires starb. Die Bedeutung der „Motoor"-Ergebnissc beruht vor allem darin, daß auf dieser Expedition das erst 1924 erfundene Echolot in den Dienst der Tiefseemessung eingestellt wurde. Durch mehr als 35.000 Echolotungen ist ein ziemlich genaues Bild von der gestaltlichen Beschaffenheit des Meeresbodens int Südatlantik geschaffen worden. Weiter, hat der „Meteor" 14 ostwsstliche Querprofile durch den Atlantik hergestellt und dabei die Temperaturen und den Salzgehalt des Meeres gemessen.. Ferner wurden Verdunftungserscheinmtgen beobachtet und chemische Untersuchungen von Wasserproben auf den Gehalt an Edelmetallen und Eisen vorgenommei:. Weiter hat das Schiff in Tiefen von 4400 bis 4700 Metern auf dem 48. Breitengrad eine neue Bank gefunden, die ihm zu Ehren Meteorbank genannt wurde. Dann wurde ein Tiefseegraben von mehr als 8000 Meter Tiefe entdeckt, und schließlich wurde festgestellt, daß es die auf den Seekarten angegebene Bou-vet-Jnfelgruppe gar nicht gibt, sondern nur eine einzelne Insel. In den zehn Jahre:: nach der Beendigung der Expedition ist das wissenschaftliche Material ausgewertet worden. Nun fährt der „Meteor" zu neuer: Taten aus. Der wissenschaftliche Leiter der Expedition ist Prof. De fant vom Berliner Institut für Meereskunde. Im großen und ganzen sind die neuen Ausgaben des „Meteor" im nördlichen Teil des Atlantischen Ozeans die gleichen, die bei der Südfahrt vor zehn Jahren gelöst wurden. In der Hauptsache handelt es sich wiederum um Tiefenmessungen zu Korrekturen der Seekarten. Bor allem soll untersucht werden, ob die Untiefen und Bänke unter der Meeresoberfläche entsprechend den bisherigen Angaben noch bestehen oder ob inzwischen Veränderungen eingetretei: sind. ' Der Wirtschaftsrat der Kleinen Entente wird am 13. und 14. d. in Dubrovnik tagen. i. 160 Paragraphen des neuen Handelsgesetzes sind im Plenum der Skupschtina bis jetzt im Wege der Einzelberatung angenommen worden. i. Konsekrierung des neuen Beograder Erzbischofs. Der neue Erzbischof von Beograd, Dr. Josef Ujčič, wird in der Zagreber erzbischöflichen Kathedrale am 7. März in feierlichster Weise von Erzbischof Dr. Ante B a u e x die Bischofsweihe erhalten. Als einer der Konsekratoren wird der Fürstbischof Dr. Gregor R o L m a n (Ljubljana) genannt. Die feierliche Jnthronisierung des neuen Erzbischofs wird dann in Beograd stattfinden. i. Der italienische Dampstr „Etna" wird in die Luft gesprengt. Der italienische Dampfer „Etna", von welchem Bereits: berichtet wird, daß er bei Dugi Otok aufgefahren ist, erscheint nach Ansicht der Fachleute verloren. Die Gesellschaft, der der Dampfer angehört, hat die Bergungsarbeiten einstellen lassen, da niemand Pie Garantie übernehmen kann, daß man die alfe Nußschale wenigstens bis zur ersten Schiffswerfte werde abschleppen können. Die Bemannung mit dem ersten Offizier hat den Dampfer verlassen. Er wird mit Dynamit gesprengt werden. Der größte Teil der Mehlladung ist durch Ein? ringen de« Wassers vernichtet worden. i. Tragisches Ende eines 71jährigen Gewerbetreibenden. In. Sarajevo hat sich der 71jährige angesehene Tischlermeister Stefan M i h a l i č, der einst ein blühendes Gewerbe besaß und in der letzten Zeit infolge Sehschwäche nicht mehr arbeiten konnte, durch einen Revolverschuß entleibt, da ex seinen Familienangehöriger: nicht zur Last fallen wollte. Dieser Fall ist wieder ein Memento: Wann kommt die Alterspensionsversicherung? i. 115.000 Dinar für städtische Petroleum-Beleuchtung der Straßen. Die Stadt Zagreb — so fortschrittlich sie sonst auch sein mag — setzt noch heute den Betrag von 115.000 Dinar für die Zwecke der Petroleumbeleuchtung der Straßen auf der Peripherie in den Stadt-Voranschlag ein. * Zur Bekämpfung der chronische» Stuyl-verstop'ung mit ihren Folgeübeln, besonders gegen Verdauungsstörungen, ist das natürliche „Franz-Joses"-B:tterwasier ein alt-erprobtes Hausmittel, welches sich auch 'ür längeren Gebrauch vorzüglich eignet Magen- und Darmkranke, welche das „Franz-Josef"-Wasser trinken, sind sowohl mit dem Geschmack, wie mit der Wirkung sehr zufrieden. Od min. soc. vol. nur. zdr. S. br. 15—185 od 25. V 1935 Msdlm-Ckmdk + Bayrenther Festspiele 1937. Das Programm der Bayrenther Festspiele 1937 liegt endgültig vor. Es gelangen in der Zeit vom 23. Juli bis 21. August achtmal „Lohen-grin", fünfmal „Parsisal" und zwei Ringzyklen zur Aufführung. Bon den Mitwirken den seien genannt: Franz Völker. Maria Müller, Jaro Prohaska, Jvar Jndreser:, Mar tha Fuchs, Robert Burg. Manowarda, Rubels Bockelmann. Fritz Wolf. Frida Leider. Dirigenten: Wilhelm Furtwängfer und und Heinz Xietzen. b. Die Himmel rühmen . . . Bilder vom Weltall. ,280 Seiten, 24 Bilder und e ne große Sternkarte. 3. Aufl. (6. bis 10. Tausend.) 'Ganzleinen S 6.—, RM 3.60. Kartoniert S 4.'—, RM 2.50. Jnnsbruck-Wien-München 1936, Tyrolia-Berlag. Das Buch ist in glänzender Sprache geschrieben, die Beweisführung ist klar und zwingend; einzelne Abschnitte sind in ihrer Klarheit und Prägnanz klassisch zu nennen. b. Dennoch. Roman vor: Adalbert Brenninkmeyer. 236 Seifert, kartoniert 5 Schilling, 3 Mark bzw. Seiner: 7 Schilling, 4.20 Mark. Ein Roman ohne happy end?' Rein, doch in einer anderen Art, denn d«r Verfasser betrachtet das Leben nicht nur vm: einem beschränkten Gesichtspunkte aus. sondern wie es wirklich ist. Und darum atmet das Werk eine große Lebensnähe, es zeigt uns Gestalten und Schicksale ungeschminkt und klar gesehen. Berlckg Felizian Rauck: Innsbruck—Leipzig. Tod In der Badewanne Ein Greis beim Baden vom Schlage gerührt und ertrunken Zu der Badeanstalt der Staatsbahnwerk-ftätten in der Frankopanova ulica ereignete sich gestern gegen Mittag ein tödlicher Unfall. Gegen 11 Uhr vormittags kam gestern der 84jährige pensionierte Tischler der Staatsbahnwerkstätten Johann Ai r a z, wohnhaft in der Betnawska cesta 18, in die Badeanstalt trüb nahm ein Wannenbad. Da der Mann nach Ablauf der bemessenen Zeit (45 Minuten) nicht zum Vorschein kam und er sich auch nach mehrmaligem Klopfen nicht meldete, wurde das Dienstpersonal an gewiesen, die Kabine gewaltsam zu offnen. Mraz wurde in der mit Wasser vollgefüllten Wanne tot aufgesunden. An Ort und Stelle fand sich kurz darauf eine Kommission mit Polizeioberinspektor E a j n t i) und dem Sanitätsrat Dr. Wank m ü l-I c r ein. Letzterer konnte bald seststellen, daß Mraz beim Baden einen Herzschlag er litten hatte und dann ertrank. Die Leiche wurde in die Totenkammer überführt. Allotria Faschings-Redoute des Sportklub „Rapid" Allotria! Molto, geschaffen, dem Fasching einen wirkungsvollen Kehraus zu bereiten! Einmal noch Sorgen und Lebensernst, Gries gram und Alltagskram von sich werfen, sich voll ausgeben in Ilebermut und Tollheit und aus ganzer Seele — eben Allotria treiben! Rot wölbt sich die Decke des großen Saals und ergießt magisches Sicht über die lusterfüllte Menge. Bäume ringsherum, phantastisch in Form und Farbe, lieber- dem Podium ein riesiger Turm, auf dessen Plattform die Musik postiert ist. Tiere: Pferd und Rind und Ziege, allerhand Kleingetier und Geflügelwelt bis hoch hinauf schauen aus Fenstern und Lucken und musizieren mit. lind sie alle dirigiert Micky-Maus. Im Innern das Champagnerzelk. ein Traum in Rosa, mit Silbersternen übersät. Die bewirtenden Damen in Schwarz mit rosa Straußverbrämung um das große Dekolletee und schwarzen Breiten Hüwn. die Herren in rosa Bluse zpm schwarzen Beinkleid fügen sich stilvoll in den Rahmen. Und die Logen, märchenhaft, einladend, so ganz rosenrote Stimmung verbreitend! Nebenan ein Kaffee-raum in Grün, von eigenartigem Gepräge. Dazu harmonierend die „Kaffeeschenkinncn" in grünem Frack zum schwarzen Rock, die Herren entsprechend in grüner Seidenbluse. Das Treppenhaus, in Rot verkleidet, voll Herzen und bunter Bänder, leitet zunächst in die „Bar der Herzen". Heimliche, verschwiegene Winkel. Bon den grauschwarzen Wänden glühen rote Herzen. Hundert und mehr Herzen pendeln von der Decke. Gegen Morgen mag wohl so mancher hier ein Herz erobert haben — es gab. je nach Bedarf kleine und größere und ganz große, matte, zartrosa und lebhaft gefärbte. Im ersten Stock die „Paradiesbar". Aus Mt-grünen Riesenwürfeln strahlt mystischer Schein. Hinter Bäumen lauschige Haine. Im Hintergrund lockt der Baum der Versuchung oder der Erkenntnis. Züngelnd ringelt sich die Schlange um seinen Stamm. Adam und Eva blicken aus den Zweigen-Mer Adam scheint unschlüssig. Gibt cg doch in dieser Nacht so viele, ach so viele verführerische Evas! — Die Damen des Büfetts besonders apart in Silberlamee zum schleppenden schwarzen Rock, rotem Tüllwasseriall. bauschigen Aermeln, kecke Hütchen auf dem Kopf, entsprechend kostümiert auch die Herren. — Die türkische Kaffeestube sticht wieder im Zeichen der roten Herzen. Einer GlaS-fättle entströmt weiches rotes Licht. Aus dem phantastischen Gesamtbild, aas jedem Winkel, auf jedem Schritt spürt man: hier schuf Künstlerhand. Max von F o r-m a ch e r entwarf die wahrhaft künstlerischen Bilder, die Dekorationen, er inszenierte die feenhaften Beleuchtungseffekte, er skizzierte auch die Kostüme von so ganz besonderer Note, die von den Damen und Herren in den Zelten und Büfetts getragen wurden. Unmöglich die Fülle wirklich geschmackvoller Masken zu übersehen und zu Beschreiben. Formvollendete Abendkleider und 'Phan tafie'kostüme fielen auf. Auch da war For-moichers Schöpferhand tätig. — Ein von ihm entworfenes bäurisches Rokokokleid erhielt den ersten Preis. Um das Gelingen des Festes, das eine RichenmMhl von Besuchern bis zui&Deges- anbruch fesch'Ät, machte sich Max von For-macher, der die Genialität mit der Liebenswürdigkeit und Heiterkeit des Künstlers zu Vereinen weiß, hervorragend verdient. M. v. V. Mittwoch, den io. Februar tcr regiert auf Raten. Er kann schon morgen wieder in seine Rechte treten und uns neuen Schnee bescheren, allmdings nicht zum Leid unserer Wintersportler. Heute Ascher m liwoch zum 1304 Heringssclimaas und vmtii'eäeiie Mspezial.’äten in öer Braurestauration Wigi Jad* h«ic«L te. I UOiOD Zwischen Nebel und Sonnenschein Dt Winter erholt sich. Er ruht sich aus von den Strapazen der letzten Zeit. Er hat zu energisch regieren müssen. Täglich mußte er das Thermometer noch ein bißchen aus den Kopf hauen, damit es möglich tief unten blieb. Wer soll das auf die Dauer aushaltcn? Der stärkste Mann hielte es nicht aus, geschweige denn der Winter, der bekanntlich ein Greis ist. Jedenfalls haben das Maler und Dichter seit Jahrhunderten behauptet. Nun atmet der Winter auf. Es ist genug, denkt er und läßt eine Ruhepause eintreten. Auf einmal fächeln milde Südwinde über die Erde, alle Schneemänner sind längst zu Wasser geworden, und die ganze Welt übt Frühling. Die Säume und Straucher spüren bereits eine Ungeduld in sich, daß sie stark mit dem Gedanken umgehen, schon auszuschlagen. Auch die kleinen Schneeglöckchen und Veilchen in der Erde Beratschlagen, ob man nicht versuchsweise einmal die Nase in die Luft strecken sollte? Immerhin — es ist keine Frage, daß solche vorzeitigen Gelüste der Bäume und Blumen noch nicht am Platze sind. Man soll den Feber nicht mit dem April verwechseln. Obwohl man es konnte. Denn haben wir nicht eigentlich das schönste Weber? Wir leben zwischen Sonnenschein und Nebel. Manch mal lacht in diesen Tagen die liebe Sonne vom Himmel, daß alle Herzen höher schlagen. Man beginnt unwillkürlich, ein kleines Früh lingslied vor sich hinsummen. Der Mai ist gekommen. Aber cs ist ein Irrtum, er ist noch weit enfternt, cs gilt bis dahin noch ein Stückchen Winter und sehr viel rauhen Vorfrühling zu überwinden. Manchmal sieht man in diesen Tagen die Amseln hoch oben auf dem Dachfirst sitzen, und dort probieren sie zaghaft, ebenfalls ein kleines Liedchen anzustimmen. Es ist nur ein Versuch. Es taut auf den großen Rasenflächen der Anlagen, die noch von den Massen des eingesickerten Schneewassers durchtränkt sind, stehen große Pfützen. Manchmal tummeln sich darin bereits die Spatzen. Es sind die ersten, die die Freibadesaison damit feierlich eröffnen. Lange Ze'v haben wir. solange es kalt war. für unsere Vögel Futter gestreut. Noch liegen die letzten Körnchen auf dem Balkon, aber cs kommen keine kleinen Gäste mehr, um sich hier zu laben. Denn kaum ist der Boden aufgetaut, so gibt es auf der Erbe und zwischen den Rinden der Baume schon wieder Nahrung genug. Und aus dem ängstlichen Piche« unserer kleinen aeftpdprfcn Freunde ist schon wieder ein höchst unternehmungslustiges Schreien und Zwitschern geworden. Sie freuen gch alle daß die Zeit der kchl'mmsten Not für sie vorüber ist. Die Quecksilbersäule des Thermometers debnt sich bereit man sieb" sie förmlich auf-atmen. Wie lange wird es dauern? Der Win- Fesinahme eines Betrügers Die Gendar'merie nahm den Viehtreiber Josef Eferl aus Pobrežje fest, oer schon längere Zeit in der Umgebung sein Unwesen getrieben und zahlreiche Personen um größere oder kleinere Summen geprellt hatte. Soweit bisher festgestellt werden konnte, entlock e Genannter vor drei Wochen der Aus-züglerin Juliane 0. in Studenci, der er sich als Gemeindesekretär von Duplek voraestelll hatte, 500 Dinar. Sehnlich wurde auch Felix V. aus Pobrežje hereingelegt, der 145 Dinar verliert. Ein Leidtragender ist auch August P. aus Košaki dem gegenüber sich Eferl als Großgrundbesitzer und Fleischhauer aus Krško ausgegeben und mit ihm in einer hiesigen Advokatmskanzlei einen Vertrag abgeschlossen hat, wonach P. zum Gutsverwalter bestell" wird. Eferl hatte verschiedene falsche Dokumente bei sich, mit denen er Leichtgläubigen Geld zu entlocken verstand. Der Gendarmerieposten von Pobrežje fordert alle jene, die von Eferl irgendwie geschädigt worden sind. auf. sich unverzüglich dort einzufinden. Der Bevölkerung wird nahegelegt, vorsichtig zu sein und jeden Fall eines Betruges oder Hochstapelei der Behörde zur Anzeige zu bringen. Eferl ist von ^keiner. aber gedrungener Gestalt und hat her-vorstehende Augen. m. Prominenter Besuch. Gestern vormittags traf Minister Dr. Krek in Beglei-i titrng seiner Gemahlin in Maribor zu kur-1 zem Aufenhalt ein. Der Besuch des Ministers ist privater Natur. | m. Trauung. In der Dom- und Stadt-i Pfarrkirche wurde der Textilbeamte Herr Josef Gorjup mit Frl. Luise M u st e r getraut. Als. Trauzeugen fungierten Ober-, Wachmann Kovačič und Uhrmacher E c c a r i u S. Wir gratulieren! m. In Pobrežje ist heute frühmorgens die Private Gertrud W a g n e r rat hohen Alter von 82 Jahren gestorben. R. i. p.! ur. Zum „Bürgermeister der LCnd" wurde am 9. d. M. abends im Gasthof Dabringer Herr R o ch e l in der üblichen lustig-traditionellen Weise gewählt. Die Wahl entfiel bereits zum vierzehnten Male auf ihn und C5 gab neben der feierlichen Umhängung der „Amtskette" auch eine Reihe von herzerfrischenden, humorvollen Reden bei bester Stimmung aller Teilnehmer, die sich alljährlich zu dieser Veranstaltung einzustellen Pflegen. m. Aus dem Gerichtsdienst. Der Richter Florian A ž m a n. der als Agrarrichter längere Zeit bei verschiedenen Gerichten in Dalmatien in Dienst gestanden war. wurde wieder dem Bezirksgerichte in Maribor zugeteilt. m. An der Volksuniversität in Studenci spricht D o n n c r § t a g, den 11. d. um 19 Uhr der Chefredakteur des Mariborer Tagblattes „Večerni!" Herr Dr. F. Bat 0-v e e über Spanien — Land und Leute. Tan aktuellen Vortrag werden zahlreiche skioptische Bilder begleiten. m. Jagd aus ungestempelte Feuerzeuge. j Mit der Erhöhung der Gebühren auf Feuerzeugen und Feuersteine wurde auch die Heber wachunq über die Einhaltung der einschlägigen Vorschriften verschärft. Die Organe der Finanzkontrolle sind eifrig hinter den Besitzern von ungestempelten Feuerzeugen her, und es werden sogar Razzien unternommen, um die unbefugten Besitzer zur Strecke zu bringen. Dieser Tage wurde, die gegen Kamnica führende Straße abgeriegelt und jeder Passant nach Feuerzeugen untersucht. Hebet wurden mehrwe Versonen, die ungestempelte Feuerzeuge bei sich hatten, zur , Anzeige gebracht. In den nächsten Tage« | soll, wie versichert wird die Reichsbrücke ad-1 gesperrt und jeder Passan. nach unangemeldeten und geschmuggelten Feuerzeugen untersucht werden. m. An der Volksumoersität spricht am Freitag, den 12. d. der Lehrer.Andreas D ebe n ak über die moderne Türkei. Der Vortragende, der seinerzeit zu Fuß die Türkei durchwanderte und auf diese Weist am besten Volk und Sitten kennen lernte, wird uns auch eine Reihe von skioptischen Bildern zeigen. m. Ferlinc' Strafe von 18 aus 10 Jahre herabgesetzt. Der Kassationsgerichtshof in Zagreb hat der Berufung des wegen Gattenmordes zu 18 Jahren schweren Kerker verurteilten Schlossers der Staatsbahnen Johann Ferlinc stattgegeben und das Straf ausmaß aus 10 Jahre schweren Kerker herabgesetzt. m. Gebar und Schellaus nach Kotor cx-kortierl. Montag abends wurden die beiden unter Mordanklage stehenden Oesterreicher Gobar und Schellaus mittels Kraftwagens auf den Bahnhof gebracht und nach Kotor exkortiert. m. Gestohlenes Fahrrad. Dem Kaufmann Ivan L ah kam gestern abends in der Meljska cesta ein Wandererrad im Werte von 1500 Dinar abhanden. Das Rad trägt die Evidenznummer 119.218. * Wie beugt man Schnupfen vor? Durch tägliches Nasenspülen mit erwärmter Gleichenberger Emmaquelle! Depot bei I. Larabon,, Ljubljana. 1021 in. Flucht vom Traualtar. Vor etwa einem Monat kam der 32jährige Elektromonteur Krunoslav M a r e i č aus Koprivnica nach Velenje, wo er die Bekanntschaft der Kellnerin Antonie P. machte, der er bald die Ehe versprach. Er verstand es, dem Mäd cheit die Ersparnisse zu entlocken. Alles war schon für die Trauung bereitgestellt, und die beiden begaben sich jetzt zur Kirche. MarN>-entfernte sich für einige Augenblicke und verschwand. Da sein Verschwinden den Behörden verdächtig erschien, wandte man sich an die Polizei in Zagreb und Ljubljana um Informationen. Marčič blieb auch einem Gastwirt in Velenje den Betrag von 781 Di nar schuldig. In der Wohnung seiner Verlobten l:eß er einen Radioapparat zurück, der vielleicht gar nicht sein Eigentum ist-Die Untersuchung ist noch nicht abgeschlov-"' in. Der Fischmarkt war zu Aschermittwoch nur mittelmäßig besetzt, da frische Adriafü fche fehlten. Karpfen kosteten 10—12, Schleien 6—8, Kabeljau 20, Stockfisch 16. dänisches Filet 26 Dinar pro Kilo, Heringe 3 Dinar pro Stück. m. Schadenfeuer. In der Nacht zum DienS tag brach im Haufe des Besitzers Johann G o r e n č a t in Sv. Peter bei Maribor ein Brand aus. Die Feuerwehr musste sich wegen Wassermangel auf die Lokalisierung des Brandes beschränken. Der Dachstuhl wurde cingeäfchert. m. Großfeuer im Mislinja-Tal. In Smart ito Bei Tlovenjgradec brach am Anwesen des Großgrundbesitzers Franz čas ein Schadenfeuer aus, das größere Dimensionen annahm und das Wirtschaftsobjekt sowie den anschließenden Heuschober völlig einäscherte. Der Schaden beläuft sich auf 150.000 Dinar. Den Brand dürften mehrere Arbeitslose entfacht haben, die im Heuschober übernachtet hatten. m. Roher Ueberfall. Auf der Rechchtrajst unweit Pesnica wurde der Knecht Franz Lečnik von mehreren betrunkenen Bur schen angehalten und schwer mißhandelt. Lešnik, der hiebei eine schwere Stichverletzung erlitten hatte, wurde ins Kranfetchaus überführt, wahrend die Angreifer hinter Schloß und Riegel gesteckt wurden. nt. Wetterbericht. Maribor, 10. Feber, S Uhr: Temperatur 1, Barometerstand 72kd Windrichtung 0, Mederschlag Nebel. b. Wirtschaftsdienst. Herausgegeben vom Hamburgischen Welt-Wirtschaftsarchiv. Weltwirtschaftliche Nachrichten. Zeitschrift f«* ! deutsche Wirtschaftspolitik. 5 m. Der Gasverbrauch in Maribor stieg im vergangenen Jahr um rund 70.000 auf j 904.000 m3 an, wofür 1770.5 Tonnen ausländische und 327.5 Tonnen inländische , Kohle verfeuert wurden. Als Nebenprodukte wurden 1956 Tonnen Koks (davon 420 Tonnen für den eigenen Bedarf) und 87.0 Tonnen Teer gewonnen. Das Rohrnetz, das gegenwärtig 40.5 Kilometer betrügt und größtenteils schon sehr veranstaltet ist, wird und nach ausgewechselt; auch im Vo-r-Kchr wurden in einigen Straßen die Rohre ,ur chN'0Uc mit größerem Durchmesser er-An das Rohrnetz sind gegenwärtig -350^ verschiedene Gasgeräte, wie Herde, «ratöscn, Heizöfen usw. angeschlvssen. Am Los vom Alltag Der heurige Fasching: Die Akademiker, die Fleischhauer, die Maturanten, die Handelsangestellten und die Gewerbetreibenden, sie alle haben uns zum Tanz geladen. Und lrnmer wars lustig. Am Samstag sollten uns gar zerreißen — hie der Männer-gesangverein mit seiner kategorischen Aufforderung: ,,Weg vom Alltag!" — dort die Maskerade der Sportler. Der Saal des Hotels Skoberne, wo der CMGB mit seinen Gästen allso getrennt dom Alltag feierte, war wirklich märchenhaft dekoriert, wunderbar in der Farbenzuiam-Wenftellung, geheimnisvoll im Sicht der hält Senden Riesenzylinder, die den Raum zu Vergrößern schienen. Auf der Bühne croti-llhe, blühende Sträucher und ganz oben ein d'skret schmunzelnder Mond. Die Ronny-ist bei uns zumindest so beliebt wie in -lubhana. Mit jedem Stuck verdiente sie sich diese Beliebtheit aufs neue. Und wie uiv c'tmiiblich — die Tanzlustigen können da-den zeugen! Die Bar schl'etzlich ganz in Bio getaucht. Heber jeder Loge eine Figu-wre und jedes Plätzchen traulich, geheim-wsvoll. Für die nichttanzenden Schlachten* duchmler gab's eine gemütliche Bierstube, chnigermaßen betrüblich war aber die Tat-jQ$e, daß viele nicht den Drang zu haben chienen, sich einmal im Jahr vom grauen ulltag zu lösen, was aber die mehr oder weniger erkennbaren Masken, Steireranzü-|c und die fünf Smokings (inklusive die Kellner) nicht hinderte, fröhlich und 'encht-iröhlich in bester Stimmung dem Fasching anzend ihr Opfer zu bringen. . Die Sportler tollten int , Narodni dom". Unheimlich viel Menschen, schr schön der ^aal und die Nebenräuml'chkeiten, viel Lasen und viele Masken. Zehn Preise hielt r® Jury für die schönsten und originellsten Masken bereit. Es war schwer, eine Ent-ichtrdung zu fällen. Fräulein Frajle den er* ’ten Preis: eine goldene Uhr. Die Unmen-Seit alkoholischer Getränke ließen einen fast gegessen, daß hier Sportler feierten. Nun, le| waren bestimmt nur die Gäste. Aych žaleč hatte seinen großen Abend. Muß in die'em Zchammenhange er oäihnt Herbert, da viele aus der Stadt in die .Hop* stawetropole fuhren, um dort „Eine Nacht Jf A zza" zu verleben. Es dürfte wohl eine Mlchingsuacht in de mmondänen Badeorte ^Fdeint gewesen sein, denn die Masten die te oriainellen Dekorationen entlang tanz* hätten auch, obwohl schön und ge-.wMackvoll, in nödlichermen Breiten ihre Be Tagung gehabt. «o wurde am Faschnchamstaa ausdrnck-ch Und st'll'chweigend dem Alltag ein "chttippchett goschlagen. Und das ausgiebig, 'e e§ sich gehört. Schweizer Alpenfahrt C e l j e, 5. Feber. Mit einem ausgezeichneten Lichtbildervor-.-?S hat die Ortsgruppe Celje des Sloweni* iäft" ^»nvereines die Reihe ihrer dies* Mtgeu Veranstaltungen eröffnet: der LM zahlreiche Veröffentlichungen bekannte ü« st Badrina KopinLek (Celje) zeigte ge* abend im vollbesetzten Festsaal des „Na . ui dom" an Hand von etwa siebzig Bil* die ^ Ergebnisse und Erlebnisse der er* <), n lugoslawischen Schweizer Alpenfahrt im ' vorigen Jahres. —ett bildhaften Strichen entwirft der Bor* Tuhrt von Celje über Triest b°,.s - uedig, Verona und Mailand, am zau 'haften Sattaeniw tinrRni Iilld durrfi den '-haften Langeniee vorbei und durch den "^^ntunnel. 'Br'g, die Stadt mit den ^ denen Türmen, die Beherrscherin der .^3e, die ins Reich der Viertausender füh dLw' und gartenähnlich als die Hüterin ) ichonsten aller Südlandpässe, wird uns ,'ge'ührt. Und dann kommt Zermatt, in* 30 ,en wunderbarer Fichtenwälder, 1620 N ^ über dem Meere, ein Kronjnwel der deir>U^, auf weitem Erdenrund, mit arm tv® Ear Berge int Hintergrund, dem Jjr, Q f'9eit, edelqeformten Matterhorn. Ihm spim II' ®an^ "wbe des Vortragenden, das man bei jedem Wort. Kopinsek erzählt Maskenbummel in den Tod Im Straßengraben tot aufgefunden / Herzschlag infolge übermäßigen Alkoholgenuffes Als heute frühmorgens die Leute von Dornava nach Ptuj gingen, fanden sie m Graben an der Reichsstraße einen längeren Mann tot vor. Man verständigte unverzüglich die Gendarmerie, die in dem Toten dert 24jährigen Sch-uhmachergehilfen Franz P o* st r a k aus Budina erkannte. Alsbald konnte man auch in Erfahrung bringen, daß Pc-straf tagszuvor in Gesellschaft von'mehreren Burschen von Budina und Spuhlje sich in einem Maskenzug nach Dornava begeben hatte. Die Burschen sprachen dem Alkohol reichlich zu und kehrten auch spätabends stark angeheitert nach .Hause' zurück. Unterwegs wurde Postrak von einem starken Unwohlsein befallen, sodaß er nicht mehr gehen konnte. Seine Freunde schleppten ihn eine Zeitlang mit, doch brach Postrak bald zusammen und ersuchte, man möge ihn liegen lassen, damit er sich gehörig ausschlafen könnte. Die Burschen glaubten, daß Postrak nur betrunken sei, und ließen ihn am Straßenrand zurück. Die Leiche wurde in die Totenkammer des -Ortsfriedhofes in Rogoznica überführt, wo sie heute obduziert werden wird. Alle Anzeichen sprechen dafür, daß Postrak einem Herzschlag erlegen ist. in feuilletonistischer Wärme von der Besteigung der Signalkuppe (4561 m) in der Man te-Ros-a-Gruppe, von der „Caponna Marg-herita", der höchstgelegenen Schutzhütte Europas, von wunderbaren Fernsichten über blühende Täler und sinnige Häupter, er erzählt von dem erschütternden Begräbnis der sechs Bergoip-fer, die innerhalb von zwei Tagen auf dem Mattevhorn und dem Dent-Blanche tödlich abgestürzt waren und in Zermatt die letzte Ruhestätte fanden, darunter auch der bekannte Bergführer Porten, der an die zweihundertmal das Matterhorn bestiegen hatte. Sehr gut versteht es der Vortragende, eine Fülle lustiger und aufregender Abenteuer in, fast spielerischer Form erzählend einzuschließen. Die vielen, zum großen Teile von Herrn Ing. LavrenoiL gemachten Bilder von seinem künstlerischem Wert unterstützten klar die Ausführungen des Vortragenden, der mit starkem Beifall ausgezeichnet wurde, • H. P. Scharfcnau. Rutschbahn. Am Sonntag veranstaltete der Sportklub ein Kindermaskenfest, das sich desgleichen eines zahlreichen Besuches erfreute. Aus Duw&tead c. Lehrerversammlung, Auf der letzten Versammlung des Bezirkslehrerverbandes JUU in Celje, die von über ISO Mitgliedern besucht war. kam der Vorsitzende Lehrer R o 8 auch auf die traurige Lage des Lehrer Nachwuchses zu sprechen. Im Draubanat allein sind 718 Lehreranwärtersinnen) stellenlos. Im Rahmen der Versammlung hat der Schriftsteller Pfarrer F. S. F i n 2 g a r einen beachtenswerten Vortrag über Franz Prešeren gehalten, der außerordentlichen Bei fall fand. c. Durchsicht von Kraftfahrzeugen. Die amtliche Durchsicht und Ueberprüfung der Kraftfahrzeuge (Kraftwagen und Krafträder) für das laufende Jahr 1937 findet am 16. fc. zwischen 8 und 13 Uhr bei der Stadtgaragc in SP. LanovL statt. Jeder Eigentümer von Kraftfahrzeugen ist verpflichtet, zur angc* gegenen Zeit dort vorzufahren. c. Auerhahn im .Hühnerhof. Auf einem Bauernhof im oberen Sanntal stellt sich stit Wochen immer w'eder ein zweijähriger Auerhahn ein, mischt sich vertraulich unter das Hühnervolk, pickt der futterstreuenden Person die Maiskörner aus der Hand und benimmt sich im übrigen als wie zum Hans gehörig. Die Nacht verbringt er auf e'nem Baum im nahen Wald um sich morgens wieder zur Fütterung einzufinden. Der nahende Lenz wird wohl dem seltenen Idyll ein Ende bereiten. r. Die Hundceigentümer in Celje werden aufmerksam gemacht, daß sie bis spätestens Ende Februar die erforderlichen Hundemarken für das laufende Jahr anzu'chaffen haben. Die vorgeschriebene Gebühr für Lurus Hunde (zuzüglich der Hundemarke im Betrage von 4 Dinar) beträgt 104 Dinar. Aus Mm p. Alle heimischen Imker werden aufgefordert, die ihnen zugesandten Bogen ehebaldigst auszufüllen, da bereits am 14. d. in Ljubljana die Tagung der Wanderimkcr stattfindet und ein Zusammenwirken aller notwendig ist. P. Der Bauernball — ein Bombenerfolg. Wie nicht anders zu erwarten war, gestaltete nch der große Bauernball des Sportklubs „Ptu-j" zu einem gesellschaftlichen Ereignis ersten Ranges. Der geräumige Vereinshaussaal war bis zum letzten Plätzchen besetzt. Die beiden Musikkapellen Mir und Stroß spielten unermüdlich zum Tanze auf. Ein besonders frohes Treben kstrrschtt den ganzen Abend über auf der neuerrichteten g. Todesfall. Ju Ojstrica ist der dortige Lehrer Josef M v h o r ko mi jugendlichen Alter von 19 Jahren gestorben. g. Aus dem Schuldienste. Zum Lehrer an der Volksschule in Ojstrica wurde der Sehr* anttskandidat Oskar G a j st aus Maribor ernannt. g. Trauung. Dieser Tage wurde der Rea* litätenbesitzer und Gastwirt Jakob Mori mit der Realitätenbesitzerstochter Mathilde O L k o aus Gorica bei Dravograd getraut. g. Aus dem Grcnzwachdienste. Dieser Tage hat der Kommandant der hiesigen Grenzerabteilung Leutnant Milorad S a k u l o* v i e Dravograd verlassen, um seinen neuen Dienstposten in Celje anzütreten. Der scheidende Offizier erfreute sich in Dravograd gro ßer Beliebtheit. g. Hochschulnachcicht. An der Zag reber Uni versität erwarb Herr Johann P r t ft o pit i k das Juristendiplom. Wir gratulieren! g. Politische Versammlung. Vergangenen Sonntag hielt die hiesige Zweigstelle der Jugoslawischen Radikalen Union eine Versammlung ab. Zum Obmann wurde neuerdings Bürgermeister Franz Mori gewühlt, während zum Schriftführer Johann Goste n e= u i k und zum Kassier Johann M o j s k r i č bestellt wurden. Der übrige Ausschuß blieb fast unverändert. g. Wieder ein Neubau. Der Eisenbahner Valentin G r i l c hat vor der Marktgemeinde eine Parzelle angekauft, aus der er im Frühjahr ein Wohnhaus zu errichten gedenkt. Bädia-MeGQeatoUM Donnerstag, 11. Feber. Ljubljana, 12 Schallpl. 18 Funkorchester. 18.40 Slowenisch. 19 Nachr., Naticnalvor-trag. ,20 Neue slowenische Komposttionen. — Vecgrcd, 18 Konzert. 18.30 Englisch. 19.30 Nat'onalvortrag. 20.15 Russische Musik. — Paris, 19 Orgelkonzert. 20.30 Kinderlieber. — Dreitmich, 19 Tanzmusik. 20.30 Sinfonie* fonzett. — London, 19.20 Leichte Musik. 21 Tanzmusik. — Mailand, 17.40 Gesangsoli. 20.40 Funkdrama. — Rom, 20.40 Bunte Musik. — Zürich, lg Konzert. 20 Schweizer Abend. — Prag, 16 Konzert. 17.45 Deutsche Sendung. 19 25 Salonquartett. 21 Russische Musik. — Budapest, 18.25 Zigeunermusik. 19.30 Hörspiel. 21.50 Kammermusik. — Wien, 7.10 Konzert. 10.50 Bauernmusik. 12 M'ttagskonzert. 16 Unterhaltungskonzert. 19 Vortrag. 19.30 Schlagerrevue. 21 Hörspiel. Dcutschlandsender, 16 Konzert. 18.30 Hör* iviel. 19 Bunte Stunde, 20 Tana Lemnitz singt. 21 Hövpiel. — Berlin, 18 Schallpl. 19 Sport. 20 Abendmusik. — Breslau, 17 Konzert. 19 Musik zum Feierabend. 20.10 Tanzmusik. — Leipzig, 18 Konzert. 19 Sw* der. 20 Bunter Abend. — München, 18 Kon zert. 20.10 Funkspiel. Das alte Semester. „Jetzt bist du schon dreißig Jahre und immer noch nicht Doktor! Schämst du dich denn gar nicht?" — „Aber Vater, wozu die Ecke? Weißt du doch gut, daß die Patienten zu einem jungen Arzt weniger Vertrauen haben als zu einem älteren." Stostes JM&im Repertoire: Mittwoch, 10. Feber: Geschlossen. Donnerstag, 11. Feber um .20 Uhr: „Das Land des Lächelns." Ab. B. Freitag, 12. Februar: Geschlossen. Samstag, 13. Februar um 20 Uhr: „Baron Trenk". Zum letzten Mal. Gastspiel Mario Šimenc. Bolksuniverfität Freitag, den 12. Feber: Lehrer A. D e b e n g k spricht über die moderne Türkei. loH-fäm_________________________________ Union-Toukino, Heute, Mittwoch, zum letztenmal die große Lachbombe „Pat' & Pata-chon als blinde Passagiere". — Am Donners tag Premiere des erstklassigen Gesangfilmes „Ein Lied klagt an" mit dem beliebten Tenor Louis Graveur, Hanna Waag und Walter Rilla. Ein großangslegter Gesellschafts-silm, eine spannende Handlung, herrliche Arien und Lieder. — In Vorbereitung der . bei der vorjährigen Biennale in Venedig preisgekrönte Wiener Spitzenfilm „Mnja". Ein großer Siebesroman, der im ausgezeichnet geschilderten Milieu der vornehmen russischen Vorkriegsgesellschaft abrollt. In den Hauptrollen Peter Peterson, Maria Andergast, Olga öehova. Rudolf Carl und das Wiener Filmwunderkind Traudl Stark. Burg-Tonkino. Heute, Mittwoch, unwiderruflich zum letzten Mal'der Wiener Spitzenfilm „Frauenparadies" mit Leo Slezak, Georg Alerander, Svetislav PetroviL nnd'-Hor-tense Rath. — Ab Donnerstag der große Ufa Film „Boccaccio" nach der gleichnamigen berühmten Operette von Franz Supee. In den Hauptrollen Willy Fritsch, Helli Finkmjeller. Albrecht Schoenhals, Gina Falkenberg, Paul Kemp und Fiia Benkhoff. Ein prächtiger Ausstattungsfilm mit viel Musil, Gesang u. schönen Frauen. — In Vorbereitung „Meuterei auf Schiff Bounty", ein amerikamschcr Großfilm in deutscher Fassung mit Clark Gable. — Samstag um 14 und Sonntag um halb 11 Uhr die Kriminalgeschichte „Schwatze Schatten" nach dem Roman von W. S. von Dyke bei 'stark ermäßigten Preisen. Autocar-Ausflüge des „ßuinif" 13. bis 15. Feber: Nach Wien zu den Eislauf-Weltmeisterschaften und Eishockeyturnier. Fahrpreis 240 Dinar. 28. Feber bis 7> März: Nach Leipzig, Prag und Wien anläßlich der internationalen Mustermessen. Fahrpreis 1000 Dinar. 13. und 14. Mä'kz: Nach Planica anläßlich der ersten Skiflugveranstaltung. Nächti-gung in Bled. Gesamtarrangement 250 Dinar. 25. März bis 3. April: Osterausflug nach Rom und Besuch der italienischen Städte Triest. Venedig, Rimini. Pisa, Florenz, Padua. Bologna u. a. Gesamtarrangement 2400 Dinar. 27. bis 30. März: -Osterfahrt nach Venedig. Gesamtarrangement 900 Dinar. 10. bis 21. April; Besuch der italienischen und französischen Riviera (Venedig. Mailand. Genua. Monte Carlo, San Remo. Mo naco. Nizza. Gardasee. Verona. Bozen. Cortina d'Ampezzo. Dolomiten ujw. Gesamt* aw-anqement 2800 Dinar. 27. April bis 11. Matt Zur Pariser Weltausstellung. Hinfahrt über Triest. Padua, Mailand, Genua. San Romeo. Monte Carlo. Nizza. Toulon. Marseille. Lyn; Rückfahrt über Straßburg, Basel. Zürich. Konstanz, Innsbruck. Brenner. Dolomiten, usw. Gesamtarrangement 3900 Dinar. Sämtliche Ausflüge werden mit komfortablen und geheizten Autocars unternommen. ?llle Sisichösie sind nummeriert. Informationen und Anmeldungen im „Putnik"-Büro, Maribor Aleksandrova cesta 35 Tel. 21-22. ApoMekennachDienst Vom 6. bis 18. Feber versehen die Maria hilf-Apotheke (Mag. König) in der Alek'an-drova cesta und die St. Antonius-Apotheke (Mag. Albanere) in der Frankopanova ulica den Nachtdienst. Konfektion. „Ist die Hose wirklich dauerhaft? Ich sitze nämlich viel." — „Damit können Sie das ganze Strafgesetzbuch ab-sttzen!" Ein Volk ohne morgen Trauriger Besuch bei den Indianern Brasiliens Die letzten Indianer, die in den Urwäl-: ben schmücken. Das wird dann jedesmal eine der Brasiliens noch leben, gehören zweifel- traurige Angelegenheit für die langschwän-los einer Rasse an, die zum Aussterben bet zigen, lebhaft rot, grün, gelb und blau geurteilt ist. Sie, deren Vorfahren noch ge- färbten Araras, die die brasilianischen Ur waltige Mauern und Tempel aufzurichlen Waldindianer als gezähmte Haustiere halbermochten, bringen heute nur noch Pro- j ten. Sie werden dann nämlich gerupft und dufte einer materiellen Kultur herbot, die j sitzen, ein Spottbild ihrer einstigen Prach für den Tag gemacht zu sein scheinen: zer- auf den Dächern der kleinen Hütten. De rigkeiten für die dauernde Ernährung und so hat man bon den Weißen auch das Mittel der Geburtenelnschränkung übernommen, um den Lebensspielraum für den einzelnen nicht zu eng würden zu lassen. So schmilzt die Zahl weiter zusammen. Die brasilianischen Indianer gehen beinahe nackt. Die Lendengürtel der Männer sind mehr . Schmuck als Kleidungsstück. Die selbst. Man kann beinahe ausrechnen wann.' ®tpet sind im allgemeinen wohlgeb-ldet. -der letzte Angehörige dieser sterbenden Ras- lo-meterlauf. 231, für den Kombinationslauf 232.05. für das Kombinationsspringen 211.75 und für den Spezialsprunglauf 283.55. Jugoslawiens Vertreter buchten 344.25 Punkte für die Staffelte, 221.84 für die alpine Kombination, 225 für den 18-MIometerlauf, 199.5 für den KombinationZlauf, 160.85 si'ir das Kombinationsspringen und .269.80 für den Spezialsprunglauf, zusammen 1421.24 Punkte. Die Resultate der früheren Wettkämpfe waren: 1934: Tschechoslowakei 1323.755, Jugoslawien 1101.185, Polen 1318.375; 1935: Tschechoslowakei 1473.405, Jugoslawien 1421.4151. dritten Platz begnügen mußte. Der Sieg stet-an Lafforgue in 5:25.8 vor Morand Im Dauerlauf über 50 Kilometer siegte Krepen-buhl in 6:28.36.6. Dem Laimlauf "6er 18 Kilometer brachte folaenden Einlauf: R Gin-dre (1:31.17), 1, Mermond 2, Jacomis 3. Diese drei werden Frankreich bei den FJS-Wettkämpfen vertreten. : Hallentennis in Budapest. Das Hallentur itier des ATE wurde Sonn’ag beendet. Im Kampf um den ersten Platz gewann Szigeti gegen Metaxä 13 : 11. 6 : 4, 4 : 7, 6 : 4. Die Begegnung der beiden Unterlegenen vom Vortag. Hecht und Palmieri. endete mit einem Siege des Vragers mit dem Ergebnis 6 : 4. 6 : 3 6 : 3. : Argentinien — Fußballmeister von Südamerika. Nach Absolvierung der aus 1" Snie len bestehenden Fußballmeisterschaft von Süd amerika ergab sich totes Rennen zwischen Argentinien und Brasilien. Aus Sem Entscheidungsspiel dieser beiden Mannschaften ging nunmehr die auf eigenem Plah spielende argentinische Mannschaft mit 2. : 0 siegreich hervor. Argentinien ist also Meister. Nach drei Tagen angestrengten Rittes kam d’Artagnan wieder in Paris an, wo Porthos ihn, wie verabredet erwartete. »Es ist nur gut, daß du endlich kamst, d'Artagman. Die Zeit begann mir lang zu werden,« sagte Porthos mit einem Seufzer, wie es immer seine Gewohnheit war. »Ich würde dich ja gerne bedauern, habe aber wichtigere Dinge im Kopf. Es freut mich übrigens, dich in voller Galla zu sehen, denn wir wollen uns sofort zum Palais Royal begeben.« Die beid'en Freunde erhielten augenblicklich Vortritt beim Kardinal. D’Artagnan stellte dem hohen Herrn seinen Freund vor und der Kardinal schien recht von dem stattlichen Edelmann eingenommen zu sein. »Und wie steht’s mit Ihren beiden anderen Freunden?« »Leider sind sie zur Zeit verhindert, wer- Vorthos tritt wieder in Dienst den sich aber später uns anschließen,« erklärte d’Artagnan. »Gut, meine Herren, vorläufig rechne ich also mit Ihrer Hilfe. Sollen wir nicht eben sehen, unter welchen Bedingungen.« »So viel ich weiß, hat mein Freund Porthos so viel Geld, daß so was kein Interesse fiir ihn hat, aber er könnte wünschen, daß seine drei Landgüter zu einer Baronie zusammengeschlossen würden.« »Schön. Und Sie, d’Artagnan?« Ich habe nun schon 20 Jahre hier im : Bei den Europameisterschaften im Eiskunstläufen befanden sich auch die jugoslawi-schen Repräsentanten Dr. Schwab und Thu ma am Start, die den 18. bzw. 14. Platz besetzten. : Abschluß der Akademischen Spiele. Bei prachtvollem Sonnenwetter und einer Temperatur von minus 2 Gräd wurden Sonntag in Zell am See die Akademischen Winterspiele mit dem Sprunglauf beendet, der einen vollen Triumph der Norweger Brach: Dienst gestanden und würde deshalb dank-' har sein, zum Kapitän befördert zu werden.« j te, die fünf von den ersten Platzen belegten. »Wir werden sehen, meine Herren. Die Die Reihenfolge lautete: 1. Sollt!) (Novwe-Sache wird sich wohl in die Reihe bringen gen) 233 P. (73 und 66 Meter). 2. E>e (Nor lassen,« entgegnete der Kardinal, innerlich froh, daß sich diese Wünsche befriedigen ließen, ohne daß sein Geldbeutel dabei daran glauben mußte.« wegen) 216.1 P. (66 und 69 Meter) 3. Prytz Norwegen) 216.1 P. (71 und 64 Meter), 4. Dellokarth (Oesterreich 315.9 P. (67 und 62, politischen Gegner im Bell liegen müssen." Auch eine „Verarztung"! M. Raymond Vidah der Abgeordnete für Marseille, stand dieser Tage im Gespräch mit beschiel)enett Kollegen am Buffet des Erfrischungsräumes der Kammer, als ein Diener ihm die Karte eines Besuchers; der ihn sprechen wollte, überreichte. Er überflog den Namen und rief aus: „Ah! Der Doktor!" Und er entfernte sich schleunigst, um den Besucher zu empfangen. Als er zurückkam. bemerkte einer seiner Kollegen: „Du machst aber viel Aufhebens mit deinem Arzt. Als ob ein Wähler nickst warten fernste!" Aber Ravmond Vidal widersprach: „Mein Lieber, merke bv- folgendes: In Marseille teiftet ein Arzt zunächst einmal Dienste bei der Propaganda. Wenn aber der Tag der Wabl kommt dann miw er dafür dosi die (Vidsä$aätkU Aut den1 Weltwarenmärkten herrsch--e während der abgelaufenen Woche im n gemeinen eine feste Stimmung; nur oaumwoiie und Kakao wiesen eine abwärts gerichtete Preisentwicklung auf. zi ü den Verlauf der wichtigsten Wa nmärkte wäre kurz folgendes zu beachten.- Baumwolle: Die zuversichtlich lautenden Berichte 8 dem amerikanischen Überschwemmungsgebiet sowie die noch immer herrschende Unklarheit iiber die Freigabe der »Anleihebaumwolle« hemmten h*e, Unternehmungslust; eine Anregung t hingegen die Beilegung des Hafen-euer- und Seeleutestreiks, da man jevon eine Belebung der Exportbewe-7 n't erhofft. Von der schwachen Hal-nng der amerikanischen Märkte wurde uch die Preisentwicklung für ägypti-'c e Flocke beeinflußt, während aus °moay lebhaftes Geschäft bei fester endenz gemeldet wurde. Freitag schloß amerikanische Baumwolle, Märzliefe-hng, in Newyork 12.70 (nach 12.79 am montag), in Liverpool 7.04 (nach 7.12), lsa\ idis in Alexandria 17.76 (nach und Oomra in Bombay 210 (nach Getreide: Die Preisentwicklung auf dem Wei-jmrunarkt war mit einer kurzen Unterjochung um die Wochenmitte nach , gerichtet. Die haussefreundliche } ? sehe Weltsituation, die wieder auf-cbende Nachfrage Europas und vereinzelte Klagen über den Ernteausfall in rgentinien waren die hauptsächlichsten pimmungsmomente, während günstiger autende Saatenstandberichte aus dem merikanischen Winterweizengebiet lcei he Beachtung fanden. Unter dem Ein-ub der anziehenden Weizenpreise ten-’erten auch die anderen Getreidearten ester. Freitag notierte Maiweizen in yhicago 133 (nach 1271A am Montag), ‘i1 ’-Vinnipeg 126 fünf Achtel (nach 120 S/w Vihtel), in Liverpool 5-'9 (nach z ~ 4) und Märzweizen in Buenos 11.14 mach 10.77). Zucker: Der für den 5. April nach London ein erufenen Weltkonferenz sieht man in -andelskreisen mit großem Interesse mgegen, ohne sich jedoch vorläufig ein agemein befriedigendes Ergebnis zu ^"sprechen. Machen sich doch schon ctzt verschiedene Widerstände bemerk ar- die in erster Linie von Java und en englischen Dominions ausgehen. — wacd_ einer Schätzung von F. O. Licht. * mgdeburg, wird die heurige Produk-].u n Europas (ohne Rußland) 6.74 Milanen Tonnen (gegen eine Vorschät-stng von 6.87 und eine Vorjahrproduk-von 6 54) betragen. Freitag notier-der Weltzuckerkontrakt in Newyork, Jarzlieferung, 1.11 (nach 1.12 am Mon-'*&). Kaffee: jDie Kaffeemärkte verkehrten in der gerichtsweche in ruhiger Haltung In rasilien sollen bis Juni noch 8 Millio-611 Sack Kaffee vernichtet werden, ).as mehr als einem Drittel der diesjäh-'Den Ernte entsprechen würde. Das j^samte vernichtete Quantum wird bis bde der Saison 50 Millionen Sack ergehen. — Riokaffee wurde Freitag in ;:e^ork mit 7.54 (nach 7.56 am Mon-für Märzlieferung gehandelt. Kakao: 1 ;luf dem Kakaomarkt kam es in den .. ten Tagen zu scharfen Preisrückgängen, die durch umfangreiche Glatt-^.e1,ungen der internationalen Spekula-ion' verursacht wurden und e'n Beweis |.,aTur sind, daß die vorangegangene .müsse übertrieben und zum Großteil p°ü der Spekulation getragen war. Der rchs für MärzlVferung, der in London miangs Jänner 57 Schilling erreicht te= sank auf 44Vs, während sich die Notiz in Newyork von 12.90 auf 9.78 Cent abschwächte. Kautschuk: Die Streikbewegung in der amerikanischen Automobilindustrie hemmte die Umsatztätigkeit auf dem Kautschukmarkte, doch ei wartet man nach Beilegung der Differenzen ein neuerliches Aufleben der Nachfrage. Die Vorräte in Englanc belaufen sich derzeit auf 71.031 Tonnen gegen 162.032 zur gleichen Vor-jahrszeit. Der Weltverbrauch an Kautschuk erreichte 1936 die Rekordhöhe von 1.02 Millionen Tonnen. — Freitag notierte März Verschiffung in London 10 fünf Achtel (nach 10 drei Achtel am Montag), in Newyork 21.43 (nach 21.08). Metalle: _ Auf den Metallmärkten gewann nach einem eher schwachen Wochenbeginn wieder eine feste Tendenz die Oberhand und insbesondere K u p f e r erreichte am Freitag in London mit 55 Pfund pro 'I orme für Standardware und 60W für Elektrolyt den Höchstpreis seit 1930. Die angesichts des enormen Bedarfes in Amerika drohende Verknappung an Zink löste größere Vorein-decknrgen aus. Freitag wurde dieses Metall in London zu einem Preis von 23 ■ Prund pro Tonne gehandelt, was die höchste Notiz seit 1929 darstellt. Z i n n ! iag vernachlässigt, konnte aber seinen Preisstand im Vergleich zur Vorwoche a. ch etwas verbessern. Freitag wurde in London ein Kurs von 2271L (hach 22c/•--) genannt. Blei tendierte fest. Der Preis stieg im Laufe der Woche von 2öVr auf 27% und schwächte sich Freitag unwesentlich auf 27 ab. Auf dem Londoner Silber markt herrschte eine matte Stimmung, da seit geraumer Zeit die Nachfrage Indiens zu wünschen übrig läßt. Der Preis sank im Laufe der Woche unter 20 Pence (vor einem Monat lautete er 2PA), erholte sich dann am Freitag auf 20 ein Sechszehntel. Der Silberkurs in Newyork blieb mb 44% Cent unverändert. 2$örienbeiidfote Ljubljana, 9. d. Devise n. Berlin 1753.03—1766.91, Zürich 966.45— 1003,52, London 213.44—215.19, Newyork 4329.75—4366.07, Paris 203.04— 204.48, Praš 152.14—153.24, Triest 228.94—232.03; österr. Schilling (Privatclearing) 7.95, engl. Pfund 238, deutsche Clearingschecks 12.45. Zagreb, 9. d. Staatswerte. 2%°/o Kriegsschaden 388—388.50, 7% Tnvestitiansanleihe 86—0, 7% Stabilisa-tionsanlEhe 85—0, 7% Blair 79.50—80, 8% Blair 89.50—90; Agrarbank 199— 200. % Mariborer Rindermarkt vom 9. Fe ber. Aufgetrieben wurden 6 Pferde, 9 Stiere, 160 Ochsen, 309 Kühe und 11 Kälber, zusammen 495, wovon 263 Stück verkauft wurden. Es kosteten Mastochsen 3.60—4.10, Halbmastochsen 3.25—4, Zuchtochsen 3.20 — 3.60, Schlachtstiere 3.10—3.40, Schlichtmastkühe 3—3.75, Zuchtkühe 2.80—3.50, Beindlvieh 2—2.15, Melkkühe 3.10—3.30 trächtige Kühe 2.75—3.30, Kalbinnen 3.60—4.10 und Kälber 4.50—6 Dinar pro Kilogr. Lebendgewicht. Fleischpreise: Ochsenfleisch prima 8—10, sekunda 6— 8, Stier-, Kuh- und Kalbinnenfleisch 5— 8, Kalbfleisch prima 10—12, sekunda 8 —10, frisches Schweinefleisch 10—14 Dinar pro Kilogramm, X Insolvenzen. Der Verein der Industriellen und Großkaufleute in Ljubljana veröffentlicht für die Zeit vom 15 bis 31. Jänner nachstehende Statistik (in Klammern die Vergleichszeit des Vorjahres): 1. Eröffnete Konkurse: im Drau banat 1 (1), Savebanat 0 (5), Küstenlandbanat 2 (0), Drinabanat 0 (2), Donaubanat 1 (1), Beograd, Zemun, Pan- čevo 0 (2). — Zwangsausgleiche außerhalb des Konkurses: im Draubanat 4 (5), Savebanat 5 (4), Drinabanat 0 (6), Donaubanat 3 (3). — 3. Beendete Konkurse: im Savebanat 1 (2), Küstenlandbanat 3 (1), Drinabanat 2 (1), Zetabanat 2 (0), Donaubanat 3 (3), Moravabanat 4 (0), Vardarbanat 0 (1), Beograd, Zemun, Pančevo 2 (1). — 4. Bestätigte Zwangsausgleiche: im Draubanat 3 (4), Savebanat 3 (0), Küstenlandbanat 0 (1), Drinabanat 1 (2), Donaubanat 0 (1). X Der Agrarbank, Filiale in Ljubljana,wurden bisher von nicht ganz 500 Geldinstituten die Forderungen gegenüber Bauernschuldnern vorgelegt. Es handelt sich nur um die Uebergabe der Verzeichnisse und der Grunddokumente d. h, jener Schriftstücke, auf Grund derer seinerzeit das Darlehen gewährt worden ist. X Die Einführung des Touristendinars wurde in einer dieser Tage in Dubrovnik stattgefundenen Konferenz der interessierten Fremdenverkehrsinstitutio neu energisch gefordert. Desgleichen stellte sich die Konferenz auf den Stand Punkt, daß Maßnahmen getroffen werden müssen, um den Markkurs in Jugoslawien zu festigen. X Die 6“/ojge Obligationsanleihe der Stadtgemeinde Ljubljana, die im Herbst gezeichnet worden ist, wird am 15. d. fällig und wird an diesem Tage die Verlosung der ersten Annuität vorgenommen. Die Inhaber dieses Wertpapiers ; werden daher eingeladen, die ihnen zu-; geteilten Obligationen in der Stadtspar-! kasse in Ljubljana zu beheben. X Die Staatskassenscheine als Garan tiepapier. Wiederholt kommt es vor, daß die Hinterlegung der Staatskassenscheine an den Staatskassen mit Schwie rigkeiten verbunden ist, da die entsprechenden Anleitungen vielfach unklar sind. Das Finanzministerium macht jetzt daraufhin aufmerksam, daß die Staatskassenscheine an allen staatlichen sowie Selbstverwaltungskassen in der Höhe des vollen Betrages, also zu l00o/o, als Garantierpapier angenommen werden müssen. X Eine Konferenz der Forstdirektoren wurde für den 15. d. nach Beograd einberufen. Aus technischen Gründen mußte die- Konferenz jetzt auf den 28. d. verschoben werden. Aus tMßt Weil MMMOer-OeWchr — sehr föbilätmWfofs Bor fünfzig Jahren wurde das Mehrladegewehr in Oesterreich eingeführt. Vor fürofang Jahren wurde in der österreichisch-ungarischen Wehrmacht da? Mannlicher Gewehr eingeführt, das mit einigen Modernisierungen auch int gegenwärtigen österreichischen Heere verwendet wird. Der Name des österreichischen Ingenieurs und Waffentechnikers Ferdinand M a n rili i ch e r steht gleichberechtigt neben denen von Drehse und Mauser, deren Erfindungen und Gewehrkonstruktionen vom deutschen Heer übernommen wurden. Vor genau fünfzig Jahren, am 27. Jänner 1887, wurde das neue Mehrladegewehr Mannlichers im österreichisch-ungarischen Heere eingeführt. Ehr Neste des Erfinder? — Mannlicher selbst hat keinen männlichen Nachkommen hinterlassen — erzählt setzt aus diesem Anlaß Einzelheiten aus dem Leben dieses ManneS, dem bw österreichisch-ungarische Armee unendlich viel zu verdanken hat. Das interessanteste an der Erfindung des Mannlichergewehres ist die Tatsache daß Mannlicher kein Marin vom Bau war, sondern der krasseste Außenseiter, den man sich denken kann. Er war nie Soldat gewesen und sein Mshrladegewehr war das Ergebnis seiner privaten S'udien, die er außerhalb seiner Dienstzeit als Eisenbahntechniker aus reinst Liebhaberei betrieb. Nach dem für Oesterreich unglücklichen Ausgang des Krieges 1866, der m erster Linie auf die Unterlegenheit des damals noch in der Armee gebräuchlichen Vorderladers gegenüber den preußischen Hinterladern zurückzuführen war, bemühten sich die für die Bewaffnung der Infanterie zuständigen Wiener Stellen um ein besonders gutes Gewehr. Nach den Erfahrungen im deutsch-französischen und russisch-türkischen Krieg war das Mehrlad egew ehr das Gegebene, aber alle Konstruktionen, die damals vorgelegt wurden, Befriedigten nicht, weil in den meisten Fällen das Kaliber und das Gewicht des Gewehres zu groß waren. Da reichte der damals 38jährige Bahntechniker an der Kaiser Ferdinand-Nordbahn in Böhmen ein Gewehr ein, daß er in einer primitiven Bersuchswerkstätte mit einem sin zigeu Handarbeiter zusammen konstruiert hatte. Es war gewissermaßen das Ei des Kolumbus, und die GewehrPrüfungskommrs-sion entschied sich für Mannlicher, obwohl sein Modell mit 11 Millimeter Kaliber reich lich groß erschien. Da Mannlicher nunmehr nach der Annahme seines Gewehres genügend Mittel zur Verfügung gestellt wurden, verbesserte er sein Gwehr auf 8 Millimeter. Dieses Gewehr ist es gewesen, das durch, Erlaß Kaiser Franz Josefs für das Heer eingeführt wurde. Die Vorzüge des Mannldchergewehrs wur den vom Deutschen Reich für das Gewehr Modell 88 übernommen. Auch Italien, Rumänien, Bulgarien, Holland, Portugal, Grie chenland, Chile, Frankreich (für Karabiner) und zuletzt auch Jugoslawien übernahmen das Mannlichersystem. Im Cch'lemsche» Bürgerkrieg 1890=91 zeigte es sich bereits, daß das Männlichergemehr allen anderen Gewehren an Treffgenauigkeit und Feuergeschwindigkeit überlegen war. 1894 brachte Mannlicher auch eine Mehr ladep'stole heraus. - Mannlicher, der 1848 in Mainz geboren war, hat nur noch anderthalb Jahrzehnte nach der Annahme seines Gewehres gelebt. Er gelangte zu hohen Ehren und Auszeichnungen. Die Verwirklichung eines von ihm konstruierten -Selbstladegewehres hat »r nicht mehr erlebt. gr. Der Sotolrerein in Gornja Radgona veranstaltete vergangenen Samstag in der Bahnhofrestaurativn einen Ball, der in mv mi er testet Stimmung bis in die frühen Mor genstunden anhielt. Die Mitglieder hatten unter der Leitung des Herrn Max K o r o-š c c den Saal geschmackvoll dekoriert und dadurch der Veranstaltung einen passenden Rahmen verliehen. Tie Jazzkapelle des Mu-sikverein's aus Ljutomer spielte unermüdlich zum Tanz auf. gr. Pferdediebstahl. Dem Verwalter des Weingutes Kleinoschegg in Zbigovei, Matthias S t r a f l, wurden dieser Tage nachts aus dem Stall zwei Pferde von unbekannten Tätern entwendet und vor den Wagen gespannt, worauf die Diebe mit ihrer Beute das Weite suchten. Der Schaden Beträgt etwa 8000 Dinar. Von den Tätern fehlt bisher jede Spur. gr. Baumstamm gegen Winzerhaus. Bei Gornja Radgona wurde dieser Tage hart an der Mur gefchlägert. Dabei geriet eine riesige Eiche ins Gleiten und prallte gegen den Dachboden der Winzerei K o d o l i t j ch auf, wo sie zwischen dem Gebälk stecken blieb Nur mit Mühe konnte der Baumstamm aus der Umklammerung freigemacht werden. Nur dem festen Gefüge der Winzerei ist es zu verdanken, daß nicht das ganze Haus einstürzte. gr. Auf dem Blasius-Viehmarkt in Gornja Radgona war diesmal der Auftrieb sehr gering. Auch die Preise befriedigten keineswegs. Krämerware war zwar in hinreichender Menge vorhanden doch war der Umsatz unbefriedigend. Die Landbevölkerung leidet empfindlich unter dem Geldmangel, weshalb ferne zufriedenstellende Geschäftstätigkeit auf kommen kann. StoMdae M&s&m&oüetie 1. Tag der Hauptziehung (9. d.) Din 100.000: 88940 Din 50.000: 62192 Din 40.000: 68965 Din 30.000: 19913 Din 20.000: 26311 36702 Din 10.000: 20732 35479 40956 47511 49896 68998 72775 90827 99091 (Ohne Gewähr.) „Mariborer Zeitung" Nummer 33. S Donnerstag, den 11. Februar 193?. Bitte, fein bösö« Gesicht! Sicher würde jeder, der behaupten wollte, die meisten Menschen auf der Welt seien bösartige hochmütige,und mißgelaunte Wesen, die ihren lieben Nachbarn in Len Tod nicht aussteheu könnten, auf heftigen Widerspruch stoßen. Allerdings, den Gesichtern nach zu urteilen, der Miene nach, die viele Leute grundsätzlich aufsetzen, wenn jemand Fremdes in ihre Nähe tritt, könnte man tatsächlich auf den Gedanken kommen. Setzen Sie sich im Autobus auf einen freien Platz neben einen fremden Fahrgast, er wird Ihnen in den meisten Fällen einen feindselige,! Blick zuwerfen, wenigstens zunächst, und ein böses Gesicht machen oder sich beit Anschein der Ileberlegenheit geben. Möglich, daß Sie sich in wenigen Minuten ausgezeichnet miteinander unterhalten. Vorläufig steht das noch nicht fest! Vorläufig gehören Sie zu den Fremdlingen, denen man von vornherein nicht Gutes zutraut. Aber achten Sie einmal darauf, wenn int Kino während der Panse das Licht angeh'. Mit welch starren, unnahbaren Mienen sitzen die Zuschauer da. wenn sie sich mit keinem Freund oder Bekannten unterhalten ton nett. Dabei hat keiner dem anderen etwas zuleide getan und wünscht auch keiner dem', anderen etwas Böses. Aber alle haben sie! Angst, ihre Würde etwas zu vergeben, wenn sie ein freundliches Gesicht machen und leutselig aussehen — der Gymnasiast so gut wie der Generaldirektor, der Bürovorsteher so gut wie die Kassiererin! Da muß immer erst ein „Ausnahme-Mensch" kommen und trotz der bösen Gesichter den Mut haben, sie freundlich anzusprechen. damit die schreckliche Miene flugs verschwindet. Denn im Grunde sind sie ja gar nicht so ... so böse ... so brummig . . . so eingebildet und so unnahbar! Die Beispiele kann sich jeder beliebig vermehren. Auf der Straße beginnt es bereits, wenn zwei aneinander vorübergehen, in die Augen blicken, um den anderen abzutasten, abzuschätzen. Viele Menschen sind sich dieser dummen^ Angewohnheit gar nicht mehr bewußt. Sie hat ihnen noch nie einen Vorteil eingebracht! Wohl aber sind sie auf diese Weise um manch ein freundliches Wort, um eine große Zahl anregender Gespräche,' sogar um manch schöne Freundschaft oder neue Be-kann'schaft gekommen. Denn die Zahl der „Ausnahme-Menschen", die sich weder du-ch eine grimmige noch durch eine eingebildete Miene abschrecken lassen und auf den guten Kern vertrauen ist gering. Man soll aus seinem Herzen auch 'nicht durch ein böses Gesicht eine Mördergrube machen! iu vetkaufeu / ’stv: Kleine Anzeigen kosten 50 Para pro Wort. In der Rubrik „Korrespondenz" 1_Dinar / Die Inseratensteuer (3 Dinar bis 40 Worto, i 7-50 Dinar für grössere Anzeigen) wird besonders berechnet / Die Mindesttaxe für eine kleine Anzeige beträgt IO Dinar / Für die Zusendung von chiffr. Briefen ist eine Gebühr von 10 Dinar zu erlegen , Anfragen ist eine Gebühr von 3 Dinar in Postmarken beizuschliessen j 1 bis 2 Melkkühe werden- auf Futter genommen. Adr. Verwaltung. 1281 Alleinstehender Herr oder Dame mit Kapital findet angenehmes Ableben bei christlicher Familie. Unter »Schönes Weingut« an die Verw. 1282 Vetstkiedeues Inlette, garantiert feder- und daumendicht, sowie Bettfedern und Daunen billig Spezialgeschäft A. Siuhec, Stolna ul. 5. 1,302 iu kaufest ^esuäti Verschiedene Küchen- und Zimmereinrichtungen bietet zu günstigsten Zahlungsbedingungen Tischlerei Unterlech-ner. Vojašniška 12. 781 Das bekannte Antiquitätengeschäft »Tizian« in Ljubljana sv. Petra c. 4. ist übersiedelt in die Frančiškanska ulica, Coliegium Seraphinum Passage. 1235 Für 14 Karatgold zahle per Gramm Din. 30.—. Brillanten, Gold- und Silbermünzen Höchstpreise. M. llgerjev ein. 1 6979 Kaufe Diesel-Lastauto 2—3 tonnig, wenig gebraucht. — Simon Weiß, Sombor- 1284 »Zephir«-0£en zu kaufen gesucht. Zuscbr. unter »Zephir ofen« an die Verw 1251 Schöne Wohnung. 2 Zimmer, Morgensonne, mit oder ohne Garten sofort billig zu ver- i mieten und Anfang März zu beziehen. Pobrežje. Camcar-1 jeva 2.________________ 1259 Erstklassiges Zimmer an einen Herrn sofort zu vermieten. Sodna ul. 9-11, 10—11. von 7—8 Uhr. 1305 Vermiete im Zentrum Zimmer mit Verpflegung. Cankar jeva I II. rechts 1297 Möbl. Zimmer an Frau so- . fort zu vermieten. Vrbanova ' ul. 12._________________1298 Zwei Herren werden in volle Verpflegung genommen um Din. 340.— Vojašniška !G. 1299 Bu uMeu gesudd Gasthaus in der Stadt oder außerhalb zu pachten gesucht. Adr. Verw. 1279 Suche kleines Zimmer leer oder möbliert Nähe Bahnhof. Anfr Gasthaus Voller, Krčevina. 1286 SteMeu&sueke Perfekte Köchin sucht gute Stelle. Unter »Ehrlich« an d-Verw 1303 Hotelwäscherin sucht Posten per sofort. Adr.: Marija Si te r. Vodnikov trg 5, Hausmeistern._______________ 1287 Gedenket der Antituberkulosenllea! Offene Steilen Geübte Schweiferinnen (Zeit lerinnen) für bunte Seide sucht per sofort Trikotaže Iris, Zagreb. Ilica 116. '247 Selbständige Köchin sowie reines Stubenmädchen gesucht. Adr. Verw. *290 Mädchen zu zwei Kindern im Alter von 2 und 3.Jahren» welches auch andere häusliche Arbeiten zu verrichten hat. per sofort gesucht. Vorzustellen bei Leopold Gusel, Koroška cesta im Geschäft. 1301_____________ Gehilfe des Webmeisters, Ab solvent der Textischule. '..it Praxis, erstklassiger Zeichner der Jaqüard-Dcssin?, für sofort gesucht. Ausführliche Angebote an Nisim Koen. Beo grad. Zmaj od Nočaja 9. 1295 HehEverire er für den Rayon Celje. Maribor (Südsteiermark und benachbarte Gebiete) wird zum Verkauf der Produkte einer erstklassigen, großen Theißmühle gesucht. Offerte unter der Chiffre »Mehlvertreter« an die Adr.: Propaganda d. d., Zagreb, Jelačičev trg 5. 1268 Die Fcbriksniederia^e der Fa. J. Pende1* !. Brinove, larlür. Taltrtatli Hl ta 25, Tel 20-94 liefert erstklassige slawonische Par keStbref te? in Eiche und (Buche billigst 2u memmiea Schöne Zweizimmerwohnung > i mit Küche, auch als Kanzlei j geemnet. im Hoftrakt. 1. St.' zu vermieten. Anfr. Slouen-1 ska ul. 8-1. vorne. 1271 ! Kleines Magazin zu vermie-ten. Bernhard, Maribor. 41s-ksandrova 51. 1264 1 Küchenkredenz, i hartes Bett mit Einsatz und 3teili-ger Matratze, 1 Tisch mit 2 Laden. 2 Sessel zu verkaufen. Ivan Franci, Taborska ul. 16. 1285 Modernes Schlafzimmer, antike Möbel. Porzellan Alt-Wien, alte Gläser zu verkau fen. Zwischen 9—12 Uhr. — Aleksandrova 51-1 links ____________ 1292 _________ Schlafzimmer, neu. Weichholz, um Din. 1500 zu verkaufen Miklošičeva ul. 6. 1296 Separate Parte werden nicht ausgegeben. Schmerzerfüllt geben die Unterzeichneten allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß ihr innigstge-liebter, unvergeßlicher Vater, Großvater. Onkel u, Schwager, Herr Johann Mraz Tischler der Staatsbahnwerkstätte i. P. am Dienstag, den 9. Februar 1937 um VU2 Uhr im 83. Lebensjahre plötzlich verschieden ist. Das Leichenbegängnis des unvergeßlich Dahingeschiedeneti findet am Donnerstag, den 11. Februar 1937 um 16 Uhr. von der Leichenhalle des städtischen Friedhofes in Pobrežje aus statt.^ Die hi. Seelenmesse wird am Freitag, den 12. Februar 1937 um 7 Uhr in der St. Magdalena-Pfarrkirche gelesen werden. Maribor, Wien, Salzburg, München, Hamburg, 9. Februar 1937. 1500 Die trauernd Hinterbliebenen. Jlbetmuer um Brigitte Nomon von Ottarlife ©onneborn 9 Als sie erwachte, befand sie sich bereits in oem engen, Äimpfigen Zimmer, an ihrem Lager Madame Jules _ häßlich, freundlich — nicht gerade angenehm oder vertrauenerweckend, aber doch auch nicht ohne die Güte und Geduld, die die Inhaberin eines kleinen und altmodischen Hotels in einem entlegenen und wenig besuchten Luftkurort einige Meilen ins Land hinein, an der Mst-tclmeerküste wie überall, für gut zählende Gäste zu Haben Pflegt. Nach den ersten Stunden körperlicher Behinderung durch die Nachwirkungdes Narkotikums gewann Brigitte Urteil und Ginfluß in bezug auf ihre Lage. Zorn, Empörung, Bergeltungswille erwachten; zugleich der Wunsch,' sich zu befreien, ihren Verwandten in Nizza — ihrem Vater Nachricht zukommen zu lassen. Die Fragen: Wo befinde ich Mich? Wer hat ein Interesse an dieser Schurkerei? Was hat man mit mir vor? — beschäftigten sie und ließen ihr keinen Augenblick Ruhe. Mit Genugtuung erfüllte sie der Gebaute, daß das Medaillon außer Gefahr sei. Sie gelobte sich, was immer geschähe, so viel an ihr läge, sollte es nicht in die Hände des Herzogs von Arles kommen. Welches Interesse nur konnte er daran haben? Es gab doch wahrhaftig wertvolleren Schmuck, Daß es sich nicht um gewöhnliche und nur geldgierige Räuber Handelte, davon glaubte Brigitte überzeugt zu fein. Am meisten empörte es sie, daß man ihr die Kleidung vorenthielt. Sie schwur — bis jetzt noch sehr platonisch — Rache, Vergeltung. In dieser' Verfassung befand sich das junge Mädchen, als der Duke in Bormes cuttraf und seine Agenten Berichten ließ. Die Erzählungen der beiden hätten ihn vielleicht kalt gelassen, wenn im Hintergründe seines Bewußtseins nicht immer und bei jedem Wort der Gedanke gestanden: Und das geschieht der Verwandten des Lord Winder-mere, und er wird cs weidlich gegen dich ausnutzen . . . Gern hätte er seinen vollen Zorn über die beiden Agenten ausgegosseu — aber bei dem ersten fernen Donnergrollen der herzoglichen Empörung bereits wiesen die beiden ihre Order vor: ohne jede Rücksicht Vorgehen, keine Schonung, einerlei, was danach kommt... und dergleichen ermutigende Wendungen, mit der höchsteigenen herzoglichen Handschrift auf das geduldige Papier geworfen, rechtfertigten die Domestiken und blamierten den Herrn vor sich selbst. Zum ersten Male in seinem Leben ging dem Duke ein Licht auf. daß man auch in der Durchsetzung seines Willens Rücksichten auf Mitmenschen zu nehmen habe — und daß eben der Krug nur so lange zu Wasser geht, bis er zerbricht . . . Nun —- zerbrochen fühlte sich Seine Hoheit immerhin noch nicht —, nur ekelhaft angeeckt. Immerhin! Wenn er nur endlich doch das Medaillon bekäme, von dessen Existenz er eine entscheidende Wendung in seinem Pro- zeß zu hoffen dürfen glaubte. 1 Vor allem aber galt es, die „Formfehler" zu reparieren. So kam es, daß sich, wenige Stunden später, als er in Bprmes eingetroffen, der „Duke o? Goyle" bei Brigitte melden ließ. „Ich bin nicht in- der Lage, den Herrn zu empfangen, da ich ohne Kleidung bin", wies das junge Mädchen Frau Jules an. „Sagen Sie das dem Herrn. Bitten Sie ihn, unverzüglich die Polizei zu benachrichtigen und die beiden Schurken verhaften zu lassen." Diese Nachricht bewies dem Duke, daß die junge Dame zwar nicht, wie er halb vcgs gefürchtet, seelisch gebrochen — aWerersctts aber auch nicht gewillt sei, Fünf gerade sein zu lassen. Sein langes und schmales Gesicht wurde noch länger und schmaler. Es entging Frau Jules nicht, daß er erblaßte. „Befindet sich ein einschlägiges Geschäft hier am Ort?" „Hier? — Du liebe Zeit? Sauin'einen an-ständigen Unterrock kann man hier bekommen." Die Ratlosigkeit des unzweifelhaft reichen Herrn erkennend, fügte sie hinzu: „Ich könnte der Dame mit ein paar Stücken aushelfen. Aber die Herren, die sie herbrachten, haben cs verboten." „Die Leute", gestand der zerstreute Duke verräterisch „sind von mir abhängig! Meine Befehle löschen die ihren-! Kleiden Sie die Dame ein!" Eine halbe Stunde später empfing Brigitte, in dem abgelegten Kleid der Pariser Schwiegertochter Madame Jules', da? ihr, der groß und kräftig gewachsenen Hanseatin überall zu eng und zu kurz mar, den Duke in ihrem ärmlichen Zimmer. Frau Jules hatte für den Anfang ihr Wohnzimmer zur Berfügun stellen wollen. „Der Duke soll sehen, wie man mich behandelt hat", entschied Brigitte, ahnungslos, daß sie ihrem „Feinde" gegenübertreten soll-tc . . . Sie hielt ihn für einen Abgesandten 53 im derineres, die ihren Aufenthalt entdeckt hat* ten. Goyle — im ersten Augenblick — fiemeri-tc nur ein: die dürftige Umgebung, das ausgediente Kleidchen, Sein böses Gewissen regte sich heftiger. Brigitte sah einen würdigen alten Herrn, dessen Titel sie einen vollkommenen Gentleman erwarten ließ. Und so- sagte sie ehrlich empört: „Mylord, Sie sehen, wie man mich behau delt hat!" Und er, die Hand aufs Herz legend: „Meine Dame, seien Sie versichert, daß meine Agenten ihre Befugnisse überschritten haben!" Brigitte stutzte. „Ihre Agenten?" Und das ehrwürdige Gegenüber verneig-sich: „Die Beauftragten des Herzogs von Arle»" „Des Herzogs von Arles?" „Ich vertrete die Interessen des Herzogs-' „So sind Ge ..." „Sie dürfen darauf vertrauen, daß n*1 uns sehr bald geeinigt haben werden. Sic überlassen mir das Medaillon gegen eineu Preis, den Sic nur zu nennen brauchenf" und ich führe Sie Ihren Verwandten wieder zu." „Was geht 'Sie das Medaillon an?" „Es gehört in meine Familie." „Unmöglich! Niemals hat meine Verwandtschaft sich nach England oder gar nach Frankreich erstreckt! Wie sollte ein Gegenstand aus dem Besitz Ihrer Familie in die meine kommen?" Chefredakteur und für die Redaktion verantwortlich: Udo KASPER. — Druck der »Mariborska tiskarna« in Maribor.— Für den Herausgeber u. den Druck verantwortlich Direktor Stanko DETELA. — Beide wohnhaft in Maribor.