Nr. 60. Dienstag, 13. März 1»«». 107. Jahrgang. Mbacher Zeitung. »»n,i°l?i'?. °"V"l»: Vlll Poftversenbun»: »anzlählig fi, ib. halbMrlg fl. 7,50, Im «omptoir: Nein, >>«.'' halbjährig sl. 5..oo, ssllr die Zustellung ,n» hau« ganzjährig^l, ,. - InsertlonsaebUr: gi!i ^ ^ ^lnielntl bi« z» « feilen 25. lr., größere per ^cile « lr,: bei eiteren Wicberhownsstn pr. .>. ^^ ^' der "' der Spitze der süddeutschen b'ssen ,,n ,'! ?"g von Wö'th erfocht; er war es. Opfern «5 '^^^' ^^ Herzlichkeit die Herzen der er wclr^'V""d Schwaben freudig schlagen machte; ^tra s d^"' ,„iinnlicher Ernst sie felsenfestes M jubelt s ' ^ in allen Fählden des Krieges; ^ mit tt?. .^ ^eldzug zu Ende war, das ganze L^brich ni^.I""^" Begeisterung zu. Wenn Kaiser ^Prn,,9n7 I vollbracht halte, als dass er in seiner ^^^eltVaiern bezwungen durch die Art, wie er es gegen den gemeinsamen Feind führte, er besäße darum allein schon ein Recht auf Verewigung seines Namens in der Geschichte. Preußen und Baiern zu verbrüdern, das war ja das große Problem, das seit der Gründung des Nord-dentschen Bundes zn lösen blieb; die Verträge waren geschlossen, aber die feste Vereinigung konnte nur in den Gemüthern geschaffen werden. Kronprinz Friedrich Wil» Helm schuf die Vereinigung; ihm ist gelungen, was vor ihm so wenigen norddeutschen Fürsten gerieth. den Süden Deutschlauds au der richtigen Stelle zu fassen. Eine große That. ohne die das Reich nicht vollkommen wäre. Die Ideen dringen ans eigener Kraft nur in eine verhältnismäßig geringe Anzahl von Geiiiern; die Hauptsache bleibt allezeit der Persönlichkeit zu thun. Die Persönlichkeit, die das in seiner Eigenart sich einschließende Altbaiernthum dem Reichsgedanken zu» führen konnte, war Kronprinz Friedrich Wilhelm. Nicht nur, indem er als Fcldyerr Süddeutschland deckte und Süddeutschlands Söhne zum Siege führte, band er es fest an den Norden. Durch seine Wärme, seine Schlichtheit, seine vollsthümliche Größe gewann er die Süddeut« schen für sich, für sein Hans, für das Reich. Das würde ihm wohl vorgestern an allen Orten gesagt worden sein, da« hätte er wohl von den Gesichtern sonntäglich geputzter Bauern und Väueriuueu herablesen können, wenn er nicht in seinem Eisenbahn» znge als ein Kranker daö Baierland durchslogen hätte, der Heimat entggen. wo das stille Charlottenburq ihn aufnahm. Dem Kaiser, so sehr sein allgemeines Befin-den sich gebessert hat. ist durch sein schwere« Leiden die unbedingteste Schonung auferlegt. Nur durch Schrift» zeichen konnte er dem Könige von Ilalicn. der ihn bei Genua begrüßte, Autwort geben. Schweigend tritt er in sein Reich ein, er kann zu seinem Volke nicht sprechen, er darf sich den Aufregungen der Empfänge nicht aus« setzen. Die Proclamation, die er erlassen wird, wird seine Stimme ersehen müssen. Aber dieser kranke Kaiser darf sparsam sein in der Rede. Das Volk kennt ihn und kennt seiue Gesin. nungen. E« kennt diesen vornehmen Geist, dieses edle Gemüth, es weih, wie seiu neuer Monarch über die Menschen nnd ihren Wert, ilber die politischen Frei-heilen und ihre Bedeutung denkt, es weiß, dass sie sicher sind unter seiner mächtigen Hut. Es kenut auch seine Liebe zum Frieden, jene lief überzeugte Liebe, welche in der Brnft des fürstlichen Feldherrn wohnt, der das Elend siegreicher Kriege gesehen und dessen Hcrz zuckt bei dem Gedanken an die Wiederlehr solchen Elends. Das deutsche Volk kennt sie und ganz Europa mit ihm; im eutferulesten Winkel Frankreichs hat der Bauer in seiner Zeitung gelesen von der Friedensliebe Friedrich Wilhelms, der jetzt zum Kaiser aufgestiegen ist. Wie man sagen darf, dass er Baiern dem Reiche gewonnen hat, so darf man sagen, dass er Europa's Vertrauen ihm zngewendet erhält. Kaiser Friedrich ist für niemanden eine neue Erscheinung. Jedermann ist bekannt, dass er, der bewährte, ruhmbedeckte Soldat, nur mit Wider» streben, nur zur Vertheidigung sich zum Kriege entschließen würde; dass sein Streben die Förderung jedes Fortschrittes ist, dass er auf der Höhe der zeitgenössi» schen Bilduug steht und dass er von dem Berufe des Herrschers den grläutertsten Begriff gefasst hat. Die Persönlichkeit des neuen Kaisers hat in der weiten Welt so gut wie in deutschen Landen Eroberungen gemacht, die dem Reiche zugute kommen. Von seinem geistigen und seelischen Adel fällt auf das Reich ein Schimmer zurück, und die Zeichen aufrichtiger Ver-ehrung, die man dem Oberhaupte Deutschlands zollt, sind für Deutschland selbst ein Gewinn. Das ist die Morgengabe, die Kaiser Friedrich seinem Volle mitbringt. Ein Kaiser hat es verlassen, den der Zauber der Ehrwürdigleit umgab, einen Kaiser empfängt es, der als Kriegsmann und Friedcnsfürst jetzt schon im höchsteu Ansehen steht. Möchte er ihm lange erhalten bleiben. Möchte das Uebel, das sich zer-störend in ihm festgesetzt hat, stillstehen und ihm Kraft und Leben nicht rauben. Möchte sein Volk seine Stimme wieder hören können, die Stimme, die in der Schlacht zum Siege commandierte, die den Verwundeten tröstete und die in den Sälen der Heimat für alles Gute und Edle sich erhob, mahnend, ernst, eindrücklich. Eine traurige Pflicht ist es, die Kaiser Friedrich zunächst zu erfüllen findet; es liegt ihm ob. den Körper seines Vaters zur letzten Ruhe zu geleiten. Wenn er aber zurückblickt auf dieses Leben, das bescheiden begonnen und nach glorreichen Thaten im äußersten Alter beendet ward, so wird er sich sagen dütfen, dass es trotz vieler bitterer Stunden ein glückliches gewesen, dass keines Regenten Dasein vollkommener gewesen, und dass er daraus einen Trost schöpfen darf für seinen kindlichen Schmerz. Sein Vater hatte manches Schwere durchzukämpfen; aber schwerer ist, was jetzt er selbst zu bestehen hat. Er muss kämpfen mit den Naturkräften. Größer ist die Standhaftigkeit, deren er jetzt bedarf, als seine Standhaftigkeit im Donner der Kanonen. Er besteigt den Thron als ein resignierter Held. Eine eigenthümliche Weihe liegt über allen seinen Handlungen. Und indrm er in seiner Heimat anlangt, wo die schwarzen Flaggen wehen, füllen sich die Kirchen zu doppeltem Gebete. Möge Kaiser Friedrich lange erhalten bleiben. Feuilleton. Das Glück. ^' blickt "1" ä" deinem Glück: Blick nach auf-u^i lürwa ist"""/"^ I"" ^ct - MÜck! Sehr W b«ch Her? "^erl.ch, nm glücklich zu sein, N der NW? .' , ^' denn cs gibt wenige Menschen dnl^ zu „'s'"lche sich eines wahren' dauernden V'nstießt w l".uen hätten, deren Leben rea/lmäßig "z Kegler »p!!"l ^verström durch grünende Auen. Ie>.» ^t sich ,,'I/"cht "an vergebens das Glück, ja de? wv des A.^"""l der Blick zu jener Sphäre Ktt. GlH Fluges Bild zu erschaueu ist. Zufrie-<'?' n"z^l gke.t. das sind die sich steigernden "" wenia,° I . "' i" erstrebenden Ziel,«, das .. Der k""cht wird Z" Hel?"Ue N°s°ph leigt uns den Weg zn ^""abhäimia ^ 'Miste sich, um glücklich zu «he>, n.,d v3..? ">lten v^m Glücke, von den ^l2"' Ehre A,r'ch selbst; er verachtete Reichthum, H^'itin 'des 'F?'''d Wissenschaften sowie alle A». !«5 lugend E^"2 - kurz. er war ein Muster Ms" U"tw sn ^'var genügsam. Seine Anspruchs-A^ i"wohn n "I' ^l^ "s ihm gefiel, in einem " Etra?,"^ tagsüber mit der Laterne in der "«en Athens zn durchwandeln. Lydiens letzter König hielt sich ob seiner unrrmess« lichen Reichthümer für den glücklichsten aller Sterb-! lichsten. aber der Verlust seiner geliebten Söhne durch gewaltsamen Tod, seine Gefangennahme und Verurlhei-lung zum Scheiterhaufen, auf welchem er dreimal deu Namen jenes attischen Weisen ausrief, der gegen ihn behauptet hatte, dass niemand vor dem Tode glücklich sei, ließen ihu die Nichtigkeit alles Vergänglichen und die Gluudlosigkeit des meuschlichen Vertrauens auf Glücksqüter erkennen. Die äußere Welt mit ihren flüchtigen Crscheinun« gen fördert im Innersten der Menschen Empsiudnngen, welche der tausendfältigen Individualität derselbcu entsprechen und nach ihrer Art beseligend oder vernichtend wirken, oder auch spurlos vorüberziehen; die sonnige Höh,' deö Genusses, die tiefe Nacht der Vernichtlmg — sie thcilen die Lebensbahn der Menschheit. Uufassbar sind die Erscheinungen des Glückes, in stets veränderter Art wirken sie auf den Menschen ein in seinen von der Natur vorgezeichnetcu Abschnitten des Lebsns. Jeder sucht das Glück, jeder hofft es zu finden: der eine glaubt es zu crhaschcn, indem er Schätze hänft, der andere, indem er nach Rnhm und Ehre strebt; sowohl dieser als jener entbehrt des heiligsten Gefühles, das die Natur mitleidsvoll in unsere Herzen gepflanzt hat, des Gefühls, welches allein das wahre Glück begründet. Das Kind empfindet Freude an den geringfügigsten Dingen und ergötzt sich au lächerlichen Kleinigkeiten der realen Welt. Ohne Kümmernis und Sorge lebt es nur in der Gegenwart, kennt keine Ge-fahren, kein Leid vergangener und zukünftiger Zeit. Deshalb sagt mit Recht Chateaubriand: «Glücklich die-jeuigcn, welche in der Wiege sterben, sie haben nur das Lächeln und die Küsse einer Mutter gekannt.» Je unentwickelter das Denkvermögen, desto geringer die Ansprüche, aber umso größer die Freude an bedeutungs« losen Dingen, als Grundlage zur Zufriedenheit. Jeder erinnert sich wohl der Zeit seiner Kinderjahre und weiß. welch frohe Lust das Kinderherz durchzieht beim Empfauge eines an und für sich wertlosen Gegenstandes, odrr beim Eintritte eines nach seinen Begriffen crwüuschten Ereignisses. Mit den Jahren wachsen auch die Anforderungen, die an den Menschen als denkendes Wesen gestellt werden, die Genüsse er-böheu sich zwar. aber wir besitzen nicht mehr die Fähig» leit, ungetheilte Freude an ihnen zu empfinden; der rasche Wechsel drs Angenehmen mit dem Leide, und das Bewusstsein der Möglichkeit desselben schränkt alle Be-griffe des reinen Glückes ein. «Kommt Stum,, kommt Sonnenschein, Wie es tommt, ich füg' nnch drein . . . .» so müsste in der That die Parole lauten, wollte man mit gleichmäßigen Schritten durchs Leben ziehen. Der Uebergaug des Kindcs- zum Jünglingsalter bildet eine scharfe Grenze auf dem Denk- und Empfin-dungsgebiete. bedingt durch das Auftauchen eines neuen Glauzsternes am Himmel des seelischen Lebens. Die Liebe, welche im Frühlinge des Lebms in die Herzen Luibacher Zeitung Nr. 60. 508 13. März 1888' ^ Politische Ueberttcht. (Parlamentarisches.) Es steht nun definitiv fest. dass die erste Lesung des Antrages Liechtenstein nicht mehr vor Ostern auf die Tagesordnung gestellt wird. Die nächste Sitzung des Abgeordnetenhauses fin-det heute statt. Der Budget-Ausschuss. der bereits mitten in der Debatte über den Etat des Unterrichts-Ministerium« sich befindet, dürfte Ende dieser Woche seine Berathungen zu Ende führen und den General« bericht genehmigen. Unter diesen Umständen ist es uun auch gewiss, dass das Abgeordnetenhaus noch vor den Osterferien in der Lage sein wird, wie schon seit län» gerer Zeit in Aussicht genommen war, die General' Debatte über das Budget durchzuführen. (Kärnten.) Im «Vaterland» veröffentlicht der Fürstbischof von Gurt, Dr. Kahu, eine Erklärung, welche sich vorwiegend gegen die im Abgeordnetenhause eingebrachten Interpellationen über ungesetzliche Vorgänge bei Beschaffung der Mittel zur Erweiterung des Klagenfurter Priesterseminars richtet. Fürstbischof Kahn erklärt, nur vorbereitende Maßnahmen getroffen zu haben, deren Durchführung erst nach dem Eintreffe» der Genehmigung seitens der Regierung stattfinden werde. (Börsen st euer.) Der Börsensteuer-Ausschuss hat vorgestern in dritter Lesung den Gesehentwurf über die Börsensteuer angenommen. Paragraph 20 des Gesetzes wurde reassumiert in der Richtung, dass die ungarischen Papiere bei der Besteuerung den ausländischen gleichgestellt werden. Sodann wurde in die General-Debatte eines von dem Referenten Dr. von Bilinski vorgelegten eigenen Gesehentwurfes über die Besteuerung der ausländischen Effecten eingegangen und die General-Debatte über diesen Gesehentwurf zu Ende geführt. (Lloyd-Verhandlungen.) Die Verhandlun» gcn des Präsidenten des Verwaltungsrathes des Lloyd mit der österreichischen Regierung sind noch nicht beendet, und entziehen sich die Details vorläufig noch der Veröffentlichung. Es gewinnt jedoch den Anschein, als ob eine Vereinigung der differierenden Anschauungen zu erreichen sein wird und die gewonnenen Resultate es dem Verwaltungsrathe des Lloyd ermöglichen werden, der Generalversammlung die Annahme des neuen Vertrages acceptabler erscheinen zu lassen. (Oeffentliche Arbeiten im Bezirke Gradiska.) Im Auftrage der Triester Statthalterei wurden im politischen Bezirke Gradisla im Laufe der verflossenen Woche einige Bauten zu dem doppelten Zwecke in Angriff genommen, den armen Einwohnern einiger Gemeinden des Bezirkes, die im verflossenen Jahre infolge der Trockenheit eine Missernte hatten, Arbeit zu verschaffen, und einige den Ueberschwemmungen des Isonzo und Torre ausgesetzte Oertlichkeiten zu schützen. (Deutschland.) Die Todtenklage um den verewigten Kaiser Wilhelm ertönt in der ganzen deutschen Presse in rührenden Worten; die tiefe Verehrung, welche der dahingeschiedene Herrscher bei seinem Volke genoss, die Dankbarkeit, die seinem Walten gezollt wird. kommt darin zu vollem und cinmüthia/m Aus» drucke, und welche Theilnahme die Trauer um den edlen Monarchen in der ganzen übrigen Welt findet, das bezeugt die immer wachsende Fülle der von allen Seiten kommenden Meldungen. (Von der serbisch-türkischen Grenze) der «Pol. Corr.» zugehende Meldungen berichten von allerlei Vorgängen in Alt«Serbirn, speciell im Districte von Priitina, die auf die Absicht schließen lassen, von dieser Seite einen Einfall bewaffneter Banden nach Bulgarien zu organisieren. Es sei in der letzten Zeit auffallend viel Geld in diese Gegenden gesendet worden, und bringt man mit diesem Vorhaben auch die angesichts der in Montenegro herrschenden Hungersnoth und Er« werbslosigkeit sehr auffällige Rückkehr zahlreicher Montenegriner aus Eonstantinopel in ihre Heimal in Ver« bindunq. (Zur Lage in Frankreich.) Ernst scheinen sich die Verhältnisse in Frankreich gestalten zu wollen, wo Boulanger wieder stark im Vordergrunde steht und die Autorität der Regierung dadurch schwer leidet, dass sie kciue Mittel hat, der Art, wie sie Voulangcr un« geachtet seiner Versicherungen, dass sein Name miss» braucht werde, immer mehr und mehr insceniert, zu steuern. (Eine eminente Friedens-Procla» mation) des neuen deutscheu Kaisers steht in Aussicht. Doch gilt es noch als fraglich, ob dieselbe vor der Beisetzung seines Vaters zur Publication gelangen werde. (Serbien.) König Milan hat, wie der «Corr. de l'Est» aus Belgrad gemeldet wird, einen Ukaz unterzeichnet, welcher die Skupschtina für den 14./26sten März einbernft. Der Ukaz wird heute im Amlsblatte veröffentlicht werden. (Chinesen in Amerika.) Der neue von den Vereinigten Staaten mit China abgeschlossene Vertrag zur Verhinderung der Einwanderung von Chinesen in die Vereinigten Staaten ist bereits im Entwurf vollendet und ist vorige Woche vom Staatssecretär Bayard und dem chinesischen Gesandten unterzeichnet worden. Hierauf wird er dem Senat zur Genehmigung zugesendet werden. Der Vertrag untersagt absolut jedem chinesischen Arbeiter, in die Vereinigten Staaten ein-zuwandern. Chinesen, welche Grundbesitz in den Ver-einigten Staaten haben, dürfen daqeqrn nach einem Besuch ihres Vaterlandes nach Amerika zurückkehren. Tagesneuigleiten. Se. Majestät der Kaiser haben, wie das uu-garische Amtsblatt meldet, anlässlich der am 5. d. M. im königl. ungarischen Opernhause zu Budapest zum Besten der freiwilligen Rettungs Gesellschaft stattgehabten Künstler-Soirie 300 st. zu spendeu geruht. — (KronprinzessinStephanieinAbba-z i a.) Man schreibt uns von dort: Drei Torpedoboote, die mit 30 Officieren an Vord im Quarnero taktische Uebungen vornehmen, vroducierten sich Freitag vor der Villa Angiolina, in welcher Klonprinzessin Stefanie wohnt, welche von der Gartenterrasse den Manövern zusah. Nachmittags machte die Kronprinzessin einen Ausflug an Bord des Torpedobootes bis zur Insel Veglia, vom freundlichsten Wetter begünstigt. Abends fand eine originelle Vorstellung, ein Schattenspiel nach orientalischer Art, im großen Saale des «Hotels Stefanie» statt, dem die Krön» Prinzessin mit ihrem Hofstaate bis zum Ende beiwohnte. Insceniert wurde das ganze von Naron Hammer-Purgstall, einem Enkel des berühmten Orientalisten, Marine-Offtcicr und gegenwärtiger Hafen-Deputierter im nahen Volosca, in höchst gelungener Weise. Hundertachtzig der bekannten hier weilenden Persönlichkeiten wurden in lebensgroßen Silhouetten, theils einzeln, theils gruppenweise vorgeführt und das Defilö von einem witzigen Poüm begleitet, das Baron Hammer versasst hatte und welches er selbst vortrug. Die Kronprinzessin ließ sich ^— den Verfasser vorstellen und dankte ihm freundlichst >^ die ganze Production. Abbazia ist in den Hotels. Depe«' daucen und Privatvillen dermaßen besetzt, dass es W wird, noch irgendwo Unterkunft zu finden. Der FrilM hat seinen Einzug gehalten, und die Mandelbäume streue ihre Blüten über die mit Primeln und Veilchen bedeck«" Wiesengründe. .^ — (Affaire Schönerer.) Wie wir hören, n»r° die Untersuchung in der Affaire Schönerer-«Tagblatt»"' großer Beschleunigung geführt. Das Abgeordnetes" wird schon in den nächsten Tagen um die Ausliefern» des Genannten angegangen werden, und wenn dieselbe, w nicht zu bezweifeln ist, erfolgt, dürfte die SchlussvertM lung noch in diesem Monate stattfinden. <. , — (Zulassung zum Staatsdienste) A Handelsministerium hat allen Post- und Telegraf Directions bekanntgegeben, dass es in Uebereinstinn"" " mit dem Justizministerium auch für den Administ"" dienst der Post. und Telegrapheuanstalten die bisher l« weise stattgehabte Zulassung von Conceplsccmdidaten i Probepraxis vor abgelegter staatswissenschaftlicher Sta" Prüfung oder erlangtem juridischen Doctorgrade zu >'" ren findet. .) — (Plünderung eines Eisenbahni"^ In der Nähe von Warschau wurde während des lev Schneesturmes, der sich sehr langsam weiter beweg ^ Lastzug von Dieben bestiegen und vier mit Luxusa«« (Teppichen, Spitzen u. dgl.) beladene Waggons ausgera ' Die Einbrecher schleuderten die Kisten, welche diese Mg^ stände enthielten, einfach aus den Waggons aus Bahnkörper, um sie später aufzulesen. :^ — (Erste «Othello»-Aufführung Vrünn.) Vorgestern gieng in Brunn Verdi's ? «Othello» vor ausverkauften: Hause zum erstenmal Scene und errang einen ausgezeichneten Erfolg- ^ zweiten Acte ereignete fich ein bedauerlicher ^"fa", ^ cher das Publicum in Aufregung versetzte. Als na Iago (Herr Fischer) von Othello (Herr Zobel) hing""^ dert wurde, stürzte Fischer auf den Degeng"N z verletzte sich am linken Arme schwer. Trotz deS w"^ bestand Fischer darauf, um die Oper nicht zu ^ ^ diese zu Ende zu singen. Bei Wiederaustritt ^, Fischer mit stürmischem Applaus empfangen und sang trefflich. .^" — (Der Vollbart in der deuti^ Armee.) Es wird vielleicht nicht allgemein /7 s sein, dass die preußische Armee ihrem jetzigen MNN ^ Tragen des Vollbartes verdankt. Als Kronprinz ^.^st sich seinen schönen blonden Bart, trotz der "'" ^ die Usance, wachsen lassen, und die Welt gieng nicht, ^ Gamaschenknöpfe gefürchtet hatten, aus den 3«g^ "^ Kl''' sehen, denen das Schicksal auf halbem Mge ", fo^ der gelähmt hat, dass sie sich uicht "^ ' d ' h bewi'gcn können auf der Heerstraße des Lebe"» ' ll" nur mühsam fortschleppen, bis sie zujammenm " ^hc > endlich ihr vorzeitiges, trauriges M '"/'"> H Vielleicht findest du unter der großen Me'ge ^ M Schicksale keineswegs Vegünstigteu. die m't ^^ V" zufrieden sind; von diesen lerne das, wa ,^ Leben nicht gelehrt hat, nämlich Mieden 5 ^ ^ " Erinnere dich der Jahre dciucr K"'^ .^eliU noch in sorgenloser Freiheit jeden neu mit Freuden begrüßt hast und ihn ^^Wll>'^i sahest in heiterem Spiele. Sehr wenig der »V ^ ^e' die du damals uud noch später gehegt ^^^ollfi,,, sich im Laufe der Zeit erfüllt haben. b'^rde",1<,le Pläne werden als unausführbar erkannt AchB^ aber trotz alledem kannst du dich mit tn ^. ^ versöhnen, wenn es auch grausam gegen "..„chttt, „z ist dieselbe Sonne, welche'allen Mensche" . M^ selbe Erde. welche sie in sich aufnimmt .^ ^ wiedergibt, aber es sind uicht dieselbe" V .^ lieben, hassen, leiden, fühlen und vergey ' ,^ „^ Jeder aber, der im Lebcnswechsel ^ .^ zu bleiben erstrebt, fasse in sich die/"^cht »'^'1'' nicht um das. was kummkn wird. wc>ne ^ll ^t, was vergeht; aber sorge, dich selbst nM ^ he",,> und weine, wenn du dahintreibst un ^ ^ Y",s ohne den Himmel in dir selbst gefun^' ^" " Eduard Sl" ^bachrr Zeitung Nr. 60. 509 13. März 1888. ^" ^" die Luft erst gepumpt werden Vocal- und Provinzial-Nachrichten. Verein der Aerzte in Kram. bruar ^""" ^" ^"ite in Kram hielt am 29. Fc. Meiwr "ne Versammlung in Gegenwart von 25 Mit-der N c ^"^ Genehmiguug der beiden Protokolle stM„ "'"""Bungen voin 1«. Jänner und 3. Februar Herrn 3 "^mann Negierungsrath Dr. Valenta die llss^^"^"^ aus Newyork als Gast vor, machte ^^cm^llung. dass der Curarzt in Veldes Herr getreten ""'^ ^^'^er dem Vereine als Mitglied bei-Nlitali^ '^' ^^las ein Dankschreiben des greisen Vereins' einsleit ^^inmetz in Krainburg, welchen die Ver dienst r^ llnlässlich der Verleihung des goldenen Verkalk -? mit der Krone im Namen des Vereines leituna " ^"^' theilte ferner mit. dass die Vereins-"Nd en "'.s ^tracht der hohen Wichtigkeit ci„cs raschen Natter ^ ' ^"schleitens gegen die derzeit herrschende Durchs?s o^'Mk ^^^^ Ermüglichung einer schnellen "öffnu ? ^" ^^ Landes-Sauitätsrathe vor Wicder-8eordn?i^ schulen als cona'ltio «ino l.i non an-lälnmtl? V^a^ination aller Schüler ein Circular an trliek ^ '" ^Nlbach domiciliercnden Vcrcinsnlitglieder UNentnp!«^^ Anfrage, ob sich dieselben freiwillig und statim/ 7^ Impfte zur Verfügung stellten, con-"nd n.s '^ b'ch"' Rufe 19 Laibacher Aerzte folgten bas bis- °^ ^"s"'b Schiller impften, und verlas^ rath«.« ,." ^" ^"te des hohen krainischcn Landesschul-Niann ^"^^usene Dantschreibcn. Weiters referierte Ob-^iftuna V " "^" ^" Sl""b der Löschner- 252 ss^ bemerkte, dass im Henrigen Jahre an Zinsen don ^,', ^Wiling disponibel seien, und beantragte, l"NM<^' ""^<"ch""' sechs Gesuchen fünf mit Nethci-^ fl?7 — ^" ^ ^ ll. 52 fl., 30 fl. und Wurde. "l'rucksichtigen, was einstimmig angenommen legen in^^°^^' ^"k beantragte, nicht nur die Col-^""nicilierpn^ ^' ^"^crn auch die auf dem Lande ^teresle k s. " ^" alljährlichen Sammlungen im ^"sequentp/^ ^"""^"st""g heranzuziehen, was bei k""g des ^ ^"MlMng gewiss eine namhafte Verstär-»Ullrde ei»? ^'" ^^^ ^"^" '"ürde. Dieser Antrag des Dr m '"'U angenommen, ebenso wie ein Antrag ^liaen'^l ssinagg, '^cher hervorhob, dass im ^stltute k ^^ ^""" ^"'" Witwen, und Waisen-eine lra /^ österreichischen Aerztevereins-Verbandcs für den, ents^ ? Arztes-Witwe mit Erfolg einschritt, und ^ den «l '!" beantragte, dass die Vereinsleitung sich lNöge um ö'ch"sse '« Wien ins Einvernehmen sehen b°n krai,, l^ ""'"cn, ob und welche Beträge in, Interesse Jahre '"'A"^rztes-Witwen- und -Waisen im heurigeu liche W^s ^'"^"g «^stellt werden können, da ja sammt ^'ch NW l- ^^ Vereines der Aerzte in Kram zu-^lprechen^ 3" '"'^ I'Mutes sind und daher eine bier«, c ?^'A'au"N ^^^j^ gerechtfertigt erscheint, herige ^°^ "serierte Dr. Prossin agg über die bis-^^^^Mttdes in der letzten Sitzung gewählten hygienischen Comites. Redner erwähnte, dass dasselbe sich als ständige Section des Vereines constituiert, Herrn Regierungsrath Dr. Keesbacher zum Obmann, Regiments-arzt Dr. Hauser zum Obmann-Stellvertreter, Dr. Pros-sinagg zum Schriftführer der Section gewählt, von dem Rechte der Option Gebrauch machend, sich durch die Bei-ziehung der Herren kaiscrl. Rath Dr. Fux und Bahnarzt Thomitz verstärkt, in feiner Geschäftsordnung seine Stellung als ständiger fachmännischer Veirath der Vereins« lcitung bei Vorberathung und theilweise auch bei der Durchführung hygienischer Fragen präcisiert, die Oeffent-lichlcit seiner Verhandlungen für sämmtliche Vereins-mitgliedcr beschlossen uud im übrigen die allgemein usuellen parlamentarischen Gepflogenheiten als Richlschnur angenommen habe. Im Interesse der Aufklärung der Bevölkerung seien zeitweise gemeinverständliche Publicationen in der «Laibacher Zeitung» beschlossen und diesbezüglich zunächst aus der von Dr. Kmk in Graz dem Vereine zugesandleu Monographie eine Morbiditäts' und Mortalitiits-Tabelle des Grazer Pockenspitales aus dem Jahre 1873 mit einem die hohe 5» bis 10jährige Schlihkraft der Impfung uud Revaccination u»d deren allmähliche Abnahme erläuternden Commcntare von Dr. Prossinagg, sowie eine allgemeine Belehrung über Blattern und Blalternschutz von Dr. Eisl unter wörtlicher Reproduction der noch heute sehr wichtigen Hof-decrece vom 21. Februar 1812, N 3 und 28. Jänner 1808, 1., t> 14 Ä in der «Laibachcr Zeitung» veröffentlicht und auch anderen Redactionen zur Verfügung ge< stellt worden. Weiters habe die Section verschiedene sanitätspolizeilich bedenkliche Verhältlisse erörtert und Referenten zugewiesen sowie bei der hohen Landesregierung eine Aenderung im Texte der bereits eingeführten statistischen Zählkarten zu beantragen beschlossen; auch ein Besuch der städtischen Desinfectionsansta.t sei beschlossen und in o0rl)0,0 durchgeführt wordeu, wobei die Stadt-gemeinde Laibach in dankenswerter Weise ihr Entgegenkommen bethätigt habe. (Schluss folgt.) — (Fachschule filr Holzindustrie.) Wie man uns aus Wien telegraphisch berichtet, erklärte Un-trrrichtsminister Dr. von Gautsch gestern im Budget» Ausschüsse gegenüber dem Abg. Ritter von Tonkli, es handle sich nicht um die Errichtung einer Slaalsgewerb> schule in Laibach, sondern um die einer Fachschule für Holzindustrie mit slovemschcr Unterrichtssprache, wobei jedoch für die Erlernung der deutschen Sprache entspre» chend vorgcsorgt werden wird. Die Activierung der Schule sei im Oktober zu gewärtigen. Der Ausschuss erledigte den Titel Mittelschulen, — (Concert in der Citalnica.) Zu den ge-luugensten Ausführungen der abgelaufenen Conccrtsaison muss unbedingt das vorgestern stattgehabte Gescllschnsts-Concert der hiesigen Citalnica gerechnet werden. Das große und abwechslungsreiche Programm bot dem zahlreich erschienenen Publicum volle Befriedigung, die durch stürmifchen, wiederholten Beifall ihren Ausdruck fand. Der gemifchte Chor brachte den großen Chor mit Fuge aus den, «Frühling» der vier Jahreszeiten von I. Haydn mit Präcision, und insbesondere die Fuge mit rühmenswerter Treffsicherheit zum Vortrage. Der Tenorist Herr Razinger sang das Recitativ' sowie die Arie trotz der hohen Stimmung des begleitenden Clavieres mit andächtiger Hingebung, wie es die keusche, edle Dichtung des unsterblichen Meisters dem gebildeten Sänger zur Pflicht macht. Es ist leider bei allen unseren Concert-Aufführungen eine befremdende Thatsache, dass das Publicum selbst musterhaste Aufführungen classischer Tonwerle kühl, ja beinahe gleichgiltig aufnimmt, während Compositions seichtester Mache, wie der gemischte Chor «I^tillo noö», der wohl zu den schwächsten Erzeugnissen des so producliven Compositeurs G. Ipavec gehurt, einen ganz unverdienten Erfolg erzielen. Der Männerchor, obgleich numerisch schwach vertreten, sang sämmtliche Nummern mit bewährter Kraft und Begeisterung. Der Iagdchor des polnischen Compositeurs Helen ski ist eine sehr frifche und sangbare Composition, leider waren die begleitenden Hörner etwas stark «verschnupft», was wohl der ungünstigen Iagdwitterung zuzuschreiben ist. Die Composition «U^omu ro,f dem Weqc nach ÄNend „./A befand. Sich in den Wagen zonick- "U"ion°. N"Nen Mewl,, trachtete sie. sich die . Der O- ?"gea.ei,wärligl.'!,. Mnei, aus s- ^ "Elchen Karls unerwartetes Er-.^ bei dem ^"^l' erschreckte sie, denn sie sah ein, ^ Lich, " ""en Mick in sein ihr so theures Antlitz K'tzen zu r?^ W seit Jahren gewaltsam aus ihrem "'e aral? ^"^ hatte, wieder erstanden war Sie l" l, Macht. 5). Ihn 2^ ben sie hätte hassen sollen! w " war er Z""e er denn nicht Leonard aMdtct? i^''^Und s^? wenigstens jener That a/zich'l, witt^lse ^"" « nicht dennoch den Muth lichtn, des Todten zu leben, alles c> .^"'" Äws^°" ä" «den. und das Miniatnrbild d >"" lwb.. 2?b. welches er dem Leblosen ab- ' >'ster . ""^7 H°"e er nicht gewagt, sie. zutii^'e rief 5 ^"s. zmn Weibe zu begehren? ü"tu^ l Nch allcs, was gewesen, ins Gedächtnis gestand sie sich. «, l° "ah s^'ll "" be" TMen. welcher ihrem lirl,., ,""!, Ul s,„ü ' '" verpflichtet qewcsrn wäre. Eel^ ""d zuaN'" "^ zu verabscheuen, welchen sie ob s/^eständ„?s ^ "'"^te sie sich das überwältigende ""Ute oder H'' ^^ ^e ihn lieben musste. «O, ich bin meiner theuren Todten unwert, aber was ich einmal hingegeben habe. ich kann es nicht wieder zurücknehmen!» rief sie. die Hände ringend. Wieder fah sie im Geiste jenes Vild vor sich, das sie im Spiegel geschaut: Karl. der Isabelle's zarte Gestalt umschlang und ihre Stirn mit seinen Lippen berührte. Sie gedachte der Zeit. in welcher er sich ihr in eben so liebender Weise genaht hatte, und von neuem tönten ihr ins Ohr die Licbcsschwüre, welche rr in beredten Worten zu ihr gesprochen hatte. «O, mein Vater, v, Leonard, fürwahr, ich bin bitter bestraft für meine unselige Schwäche!» schluchzte sie.----------- Als Sidonie die zweite Stellung als Gesellschafterin angenommen, war Nannette von Älen<.on nach Vau-girard gezogen, nm ihrer theuren Gebieterin näher zu sein. Die Trennung von Sidonie war ihr an nnd für sich ein ungeheures Opfer gewesen, aber die Nothwendigkeit derselben einsehend,' hatte sie sich, muthig wie sie war, darrin gefügt. In Herrn'von Ilaine's bescheidenem Haushalt hatte sich Nannette verhältnismäßig nur wenig ersparen kömml. So mietete sie sich in Vaugirard ein kleines Ge. wcse und arbeitete vom frilben Morgen bis in die späte Nacht. " Sie bebaute den Garten selbst und verkaufte das Gemüse, welches in demselben gedieh. Nebstbci nähte sie für mehrere Familien, kurzum, sie qriff nach jeder Vcschäftiglma.. welche ihrem Komm, entsprach. Die Jahre, welche vcrgangrn warm, hatten na-türlich auch in ihrem ehrlichen 'Gefühl Spuren zurückgelassen. Es war brauner und runzeliger geworden, als es gewesen war. Die Adern an den Schläfen traten deutlicher hcrvor. Sie hätte für einen Maler einen prächtigen Stndienkopf abgegeben, während sie so dasaß, die niemals muffigen Hände in reger Thätigkeit und dabei an das Costümfest denkend, von welchem ihr Sidonie in dem letzten Briefe, den der Bruder des Pastors Mircaux ihr vorlas, geschrieben hatte. «Ach. mein Fräulein wird die Schönste bei dem Feste sein, ich zweifle nicht daran,» flüsterte sie vor sich hin, «wenn auch, wie ich fürchte, sie deshalb doch nicht fröhlich ist. Wie oft habe ich mich in Vuen Rctiro nach Paris znrückgesehut. und jetzt, was würde ich nicht darum geben, dort zu sein. mit meiner lieben, jungen Herrin vereint!» In ihre Gedanken vertieft, beachtete Nannette das Herannahen eiues Wagens gar nicht. Das Fuhrwerk halte indes draußen gehalten, und Sidonie hatte den Kutscher bezahlt, ehe die Alte, plötzlich auffahrend, einen Vlick durchs Fenster hinauswarf! Aber kaum. bafs das geschehen, stand sie auch auf ihren Füßen. «O. gütiger Himmel!» nef sie in freudiger Erregung. «Es ist das Fräulein, das gnädige Fräulein selbst! Sie ist gekommen, um ihre alte Nannette zu besuchen!» Uud so rasch ihre Füße sie tragen wollten, eilte sie an die Thür. wo ihr Sidonie bereits entgegentrat. «Willkommen. Fräulein, herzinnig willkommen!» rief sie mit verklärtem Antlitz. Die alte Frau breitete beide Arme aus, und Sidonie fand an ihrem treuen Herzen die Erleichterung der Thränen. Auf Gottes weitem Erdboden war diese treue, alte Dienerin die einzige, welche sie Freundin nennen, auf deren Gesinnung sie sich verlassen konnte. (Fortsetzung folgt.) Laibachcr Feitung Nr. 6l). 510 13. März 1888. seitigung des derzeitigen Voltsschulgesetzes auszudrücken, beauftragte den Biirgermeisten, in diesem Sinne Petitionen an die beiden Häuser des Reichsrathes zu richten, und ermächtigte denselben, alle Schritte zu unternehmen, die ihm zur kräftigen Befürwortung und vollen Aufrechthaltung der heutigen Vollsschulgesetze geeignet und zweck« dienlich erscheinen. — (Blattern- Epidemie.) Stand der Vlat-ternkranken am 10. März: 30 Männer, 19 Weiber und 18 Kinder, zusammen 67 Kranke. Bis inclusive Uten März siud zugewachsen: 2 Männer und 1 Kind, zusammen 3 Kranke. In Abgang sind gekommen, und zwar durch Genesung: 2 Männer, durch den Tod: 1 Mann und 1 Weib, zusammen 4 Personen. Sonach verblieben in ärztlicher Behandlung: 29 Männer, achtzehn Weiber und 19 Kinder, zusammen 66 Kranke, und hat somit der Zuwachs gegen den Vortag um 2 Personen zugenommen, der Gesammtkrankenstand aber um 1 Person abgenommen. — (Zur Wasserleitungsfrage.) Die ge-meinderäthliche Wafserleilungssection beschäftigte sich bereits in mehreren Sitzungen mit dem vom Ingenieur Smreler in Mannheim vorgelegten Plänen für die Laibacher Wasserleitung. Den vorgelegten Plänen gemäß würden sich die Kosten der Wasserleitung vom Laibacher Felde auf 550,000 st., von Skarucna hingegen auf 895.000 st. belaufen. Die Berathungen der Section werden fortgesetzt. — (Aus dem Schwurgerichtssaale.) Gestern vormittags begann beim Laibacher Landesgerichte unter dem Vorsitze des Landesgerichts-Präsidenten Kocevar die erste diesjährige Schwurgerichtssession. Bei der ersten, vormittags von 9 Uhr bis nachmittags 3 Uhr dauernden Verhandlung waren der 16jährige Nauernbursche Franz Stare und der 18jährige Knecht Johann Simnovc des Verbrechens des Mordes angeklagt. Am 25. Dezember v. I. abends giengen die Angeklagten, nachdem sie vorher in mehreren Gasthäusern sehr respectable Quantitäten Wein und Schnaps zu sich genommen, in den Stall des Grundbesitzers Iurcel in St. Walburg, Ortsgemeinde Flödnig, und verlangten von dem 16 Jahre alten Knechte Franz Ierisa, er solle ihnen Zündhölzchen geben, da sie ihre Hüte suchen wollen, die sie verloren hätten. Ierisa erklärte, er habe keine Zündhölzchen, könne daher keine geben, worauf Stars, von Simnovc gedrängt, dem sich vom Bette erhebenden Knechte mit einem scharfen Messer einen Stich versetzte, so dass Ierisa an der erlittenen Verletzung zwei Tage später starb. Stare leugnete auch nicht, dem Ierisa den Messer» stich versetzt zu haben, doch habe er nicht die Absicht gehabt, ihn zu todten. Der Gerichtshof legte den Geschwornen bezüglich beider Angeklagten eine Hauptfrage auf Mord lautend und für den Fall der Verneinung der Hauptfrage eine Eventualfrage auf das Verbrechen des Todschlages vor. Die Geschwornen verneinten bezüglich beider Angeklagten die Frage auf Mord einstimmig, bejahten hingegen die Frage auf Todfchlag ebenfalls einstimmig. Johann Stare wurde zu fünf Jahren, Johann Amnovc zu acht Jahren schwerem Kerker, verschärft mit Fasten und hartem Lager verurtheilt. — (Wochenausweis der Sterbefälle.) Dem soeben publicierten 9. Wochenausweis der Sterbefälle in den größeren österreichischen Städten entnehmen wir folgende Daten: 5 ^ Gesammtzahl H A^-^U^ der Z^ ß«-3Z Städte H ^« Verstorbenen «D -Z.^ ZßZ «, »' "U- Z ö^ Laidach . 27.572 11 16 27 15 509 Wien. . . 790.381 230 216 446 56 29 2 Prag. . . 184.009 82 63 145 42 40 8 Graz. . . 104.740 36 28 64 14 316 Klagenfurt 19.521 13 12 25 .13 66 4 Trieft . . 157.159 66 62 128 7 421 Görz. . . 22.545 17 9 26 — 59 6 Pola. . . 26.823 13 14 2? — 52 6 gara. . . 12.326 2 5 7 2 29 3 Von der Gesammtzahl der Verstorbenen sind in Laibach 48 2 Procent in Krankenanstalten gestorben. — (PhilharmonischeGesellschaft.) Morgen abends um halb 8 Uhr findet im landschaftlichen Redoutenfaale der dritte Kammermusik-Abend der Herren Hans Ger stner: I.Violine, Dr. Ruch: II. Violine, Gustav Moravec: Viola, Thedor Luta: Violoncell, unter gütiger Mitwirkung der Frau Ernestine Racic: Pianoforte, und des Herrn Karl Till: Viola, statt. Programm: 1.) W, A. Mozart: Quintett für zwei Violinen, zwei Violen und Violoncell in v-clui-. (Kar-xbstw und ^ilu^lo, ^Hssio. AenuoUo, ^Ne^ro.) 2.) F. Smetana: Trio für Pianoforte, Violine und Violoncell; op. 15 in tt-moli. (Ilo^oraw azgili, ^Ilossro ml». N0n H^iwto, ?ro3w.) 3.) Ludwig van Beethoven: Quartett sür zwei Violinen, Viola und Violoncell; op, 18 in r-linr. (^lloxio con brio, ^äaxio, 8cl,slx Asche Staatsministerium mit dem Reichskanzler Fürsten Vismarck an der Spitze. Bismarck bestieg zuerst den Salonwagen. Es war ein ergreifender Anblick, als der Kaiser dem Fürsten Vismarck schnell entgegenschrilt und ihn wiederholt umarmte und küsste. Kaiser Friedrich stand in seiner vollen Gestalt ausrecht da. Auch die übrigen Minister und Staatssecretär Graf Herbert Bismarck wurden huldvollst begrüßt. Der Kaiser zeigte sich zweimal am Fenster des Salonwagens und wurde von der ungeheuern Menschenmenge mit Jubel begrüßt. Fürst Bismarck begleitete den Kaiser nach Charlolten-burg, wo die Ankunft erst um halb 12 Uhr nachts, infolge starken Schneefalles verspätet, erfolgte. Hier wurde das Kaiserpaar vom Kronprinzen Wilhelm und der Kronprinzessin, dem Prinzen Heinrich und dem Erb» Prinzen von Meiningen herzlichst begrüßt. Kaiser Friedrich war in Mütze und Unisormmantel und sein Aussehen ein gutes. Vom Bahnhofe bis zum Schlosse Charlottenburg stand eine dichte Menschenmenge, welche dem Kaiser die enthusiastischeste, ergreifendste Huldigung darbrachte. Berlin, 12. März. Wegen des eingetreten heftigen Schneefalles haben nachts um halb 1 Uhr nur Kaiserin Victoria und die Prinzessinnen den projectierten Leichenbesuch abgestattet. Der Besuch des Kaisers unterblieb. Berlin, 12. März. Seit mittags zahlloser Menschen, zufluss im Dom. Unter den im Sterbezimmer depo« nierten Kränzen ragt jener von der Kaiserin Elisabeth gespendete durch wunderbare Schönheit hervor. Mittags besuchte Kaiserin Victoria mit Töchtern die Kaiserin Augusta und verweilte sodann längere Zeit am Sarge des Kaisers. Fürst Bismarck begab sich um 2 Uhr zum Vortrag beim Kaiser nach Charlottenburg. Der Kaiser befindet sich wohl. Der Reichskanzler ist durch den Tod des Kaisers und das alte Venmleiden sehr angegriffen. Ruhe und thunlichste Enthaltung von dem Geschäfte sind dringend geboten. Die Beisetzung der Leiche des Kaisers soll Freitag stattfinden. Berlin, 13. März. Der «Reichsanzeiger» bringt eine Proclamation des Kaisers, worin es u.a. heißt: Sicher in eigener Kraft ruhend, steht Deutschland geachtet im Rathe der Völker und begehrt nnr der friedlichen Entwicklung froh zu werden. Dass dem so ist, verdanken wir dem Kaiser Wilhelm. Durchdrungen von der Größe der Aufgabe, wird mein ganzes Bestreben dahin gerichtet sein, dieses Werk in dem Sinne fortzuführen, worin es begründet worden: Deutschland zum Friedenshort zu machen, in Uebereinstimmung mit den verbündeten Regierungen sowie den verfassungsmäßigen Organen Deutschlands und Preußens die Wohlfahrt des deutfchen Landes zu pflegen. Prag, 12. März. Vormittag. Die Gefahr, dass Hochwasser eintritt, ist eminent. Der Wasserstand der Moldau steigt stetig. Pionniere fahren in Pontons an die bedrohten Punkte. Die Schützeninsel ist bereits über< flutet, der Vorort Lieben in größter Gefahr. An der Uferseite mussten Delogierungen vorgenommen werden. Prag, 12. März. Die Moldau erreichte bis halb 10 Uhr abends den höchsten Wasserstand mit 225 über Null; von da ab sank derselbe. Agram, 12. März. Der Landtags- und Reichs taas-Abgeordnele Aovocat Dr. Sram ist heute nachts gestorben. London, 12. März. Gestern hauste ein furchtbarer Orcan an der britischen Küste, der zahlreiche SM' brüche, meist verknüpft mit Lebensverlust, verursuchte. Die Methodisten.Universität in Mitchell brannte nieder. Das Feuer brach kurz vor Tagesanbruch alls, währet die vierzig Insassen schliefen. Viele sprangen ails den Fenstern, die meisten wurden getödten oder verletzt. Petersburg, 12. März. Das «Journal de St. ^ tersbourg» erfährt aus guter Quelle, dafs in den zw^ schen San Remo und Petersburg gewechselten Teie-grammen von beiden Seiten das feste Vertrauen '" die Contiuuität der Traditionen der Freundschaft ^ schen beiden Ländern ebenso wie der alten 3""'^ zuneigungen ausgetauscht wurden. Das Journal hw demnach, dass das Andenken an den verehrten 3M' archen fortleben und fortfahren werde, über den beldei' kaiserlichen Häusern und über den beiden Reichen i" schnoben zu ihrem eigenen Wohle und zum größten Vortheile für die sociale Ordnung nnd den F"^" der Welt. Outarcst, 12. März. Ghika hat die Mission. "N Cabinet zn bilden, abgelehnt. Der König beauftrag" Vratiano mit der Bildung eines neuen Cabinets.^^ Verstorbene. Den 9. März. Maria Dinler, Oberaufsehers <28'tw^ 71 I., Castcllgasse 9, Marasmus. ^ « Den 10. März. ssranz Verhovc, Maurers-Sohn, 4M",' Schießstättgasse 8, Fraisen. — Johann Vajda, Schneiders'^ ' « Mon., ssloriansgasse A2, Keuchhusten. — Jakob ZH«"" Schmied. 4«I., Hühnrrdorf 11, Tuberculose. — 5tarl VM!«" Tischler, 69 I,, Polanastraßc ZI, LungcN'Emphysem. .««. Den 11. März. Gertraud Grabec, Arbeiters-GattM,4^ Kolesiagasse 20, Blattern. Im Spitale: « Den 7. März. Maria Zupancic, Inwohnerin, "< " Lungrn.Emphysem. .,« « Den 8. März. Virginia Gcrzina, Inwohnerin, -"" Pneumonia. — Mathias Menart, Inwohner, 47 3'.^ ^. cirrhose. — Josef Pislar, Arbeiter, 22 I., Lungentuvercuioff. Johann Grum. Arbeiter, 49 I., Tuberculose. ^,,^, Den 9. März. Anton Kramar, Inwohner, 50 I>, »" culosc. Lottozichuna.cn vom W.März. Trieft: 76 2 13 85 78. Linz: 4 88 2 20 ^ Meteorologische Beobachtungen in Laibach^, '^lTA.Mg^TöM" 4^NW7Hwach bewM^I^c"' 12.2 . N. 722-8 16 NO. schwach Schnee ^c 9 » Ab. 723 7 10 NO. schwach bewölkt ^^ Morgens Regen, dann dichter Schneesall, bis "a^mittel anhaltend, abends nach 9 Uhr Ausheiterung. Das Tagr» der Temperatur 2 2°, um 0 6« unter dem Normale^^,^^ Verantwortlicher Redacteur: I. Naglic. -------------------------------------------------------.st sich In jetziger Zeit, wo jedermann darauf bedacht ''-^l gegen die Kälte und besonders gegen den feuchten M?r» oli zu schützen, kann mall lein herzstärkenderes Mittel ft«^ M den echten Nenedictiner Liqueur der Abtei z" F^/nia" der qesammten Küste der Nonnandie nimmt man stets. ^^" sciu Tagewerk beginnt, ein Gläschen dieses kostbaren, ,^ ^l stärkenden Mittels auf nüchternen Magen; auch wst'"' ^» Normandie die alte und bekannte Gewohnheit, Mische" ,'„ D» Hauptgängen jeder Mahlzeit ein Glas Liqueur zu "^ ^jlie"'' nennt dies: «lkire I« lrau» oder auch «Io «ous» »" ^ ^ Dieser erste Act der Verdauung vollzieht sich überall ''^o) echten Nenedictiner ^_^--<^ Danksagung. Innigst bewegt lion so vielfachen Beweise" "^ richtigen Beileids, welches uns anlässlich dcr M° Kranlhril und des Ablebens des Herrn Aail ^icheltel aus nah und fern in wahrhaft tröstender Weise z>^, wurde, sprechen wir hicfür wie auch für /"' ^„, mung so vieler Kränze, dir seinen Sarg M'" unseren herzlichsten und innigsten Dank aus- ^e Insbesondere wird uns die herzliche ^',,<,ici->' der hochverehrten ssamilien Nrichsgraf ^ Mi' Paratico, Schwikert und Trivuzzi uuuerge^lw^er bcn, und wir bitten sie tiefgerührt, stch V^c». wärmstgefühlten Dankbarkeit versichert 5" H z" Ebenso fühlen wir uns verpflichtet, hcrz"°^deN' danken den vielen Freunden aus Wippach, ".^„est schast und St. Veit und den löblichen 6"por' Md des Wippachcr Gesangvereines, der 3"!"'"" z^BS des Veteranenvercines für die so ehrende we« zum Grabe. ,«« da"' Möge dem so früh Dahingeschiedenen "" ernd freundliche Eiinnerung gewahrt bleibe»- 511 Course an der Wiener Börse vom 12. März 1888. M« ^ 0^^ C^M««« ,.''b«lent, ' ' ' - ?7'55 7?'7<» «„ s.« ^ «°t«lose «50 fl. ll,«-2b ,3,- ' - l>0 „ 18« 70 IS4 20 ^"r.V«n7^ .- '««2° W8<5 ^nrenle, fteuersrcl »2-40 3200 :«l«.,e.,N^ «,..°.,« < Mische .....ll.g-5» —- I°'^ahr>Icht .....100-25 ,01-25 ^^^ " '^ '.. 108.75 ,04-50 Geld Ware f,"/n Temeser Banat . , . . l(,»-«o 104 »n 5"/„ imgarische...... l?4 — >l>< t>0 Andere öffentl. Anlchcu. Donau«Mcg..Losc b"/„ iou fl, . li7— I18-— b«o. Anleihe I«7«, fieuetsrei I0<-7b u>ü-75 Nnlehen d, Stabigcmeindc Wien iu<'— l04 7L Aülchcn b, Stablncmelübe Wien (S'll'ei »nb Gold) .,,.—--. —-- PiämienAnl,d.Stab/«"/» >«n «0 >s>i»o d>0. in b2'— Olsl.Hypolhclenbant inj, 5'/,'^ 100-50 ini's.» Ocst «ung, ü anl v«l. <>/i"/i,. . 102 — ,02-s,,, dto. „ <"/« . - »»'70 100-2!! dto. ,. <«/« . . 9i! 70 I0U-2N UN«. aNa, Vodenclcbil-Nclilngcs. in Pest im I. I«ü!» Verl. 5>'/,"/, (lmilsion —'— — — steldilinlide-Nordbahn in Silber «»35 9» 85 ssrcinz Irhn Lm. !««> .1,»0 fl. S, 4>/,"/<> - »?^c» 9U-20 Oesterr, Utordwestbahn . . . in« — I0U ao SicbenbOlsscr ...... —'— — — Gelb Nare Staatsbahn I. llmisslon . . ,»? 50 1»» >0 Sudbahn i^ »«/„..... 140 7u Kiz« .. .. ,5 5°/„..... ,z,u 50 117-50 Unn,°aaliz, «ahn...... 95-30 95 uo Diverse Lose (per Etücl). ErcdiUosc 100 fl, , , ' ' 5175 52 - <"/<, Donaii-Dampfsch, 100 fl "?.— 118- z'aibacherPiämicn.'Unleh^osl. 21'50 «250 Oscncr kos«: ^u 50 »0— Sl,«(^c»i,'!«.Lc>sc <0 fl. . 58-80 59-10 Waldstciil ^?sc «o fl, , . , 40 — 4"-75 Windijchgrätz-^ose 2» sl, . . 47-bo 48-50 Banl-Acticn (Ver Ct,!/«8 nc» lircditbaol, All,,, Uüg. 2«»0 sl, ,70 — ü?!- D^'i,'si!e»l'.,nl. Nllq, 2<><, fl, , 171-— 1?» — E«l,-!)mple <^., Niedciöst, 5«ufl, 51U-— 520— H»,polbelc!,b,. oN,2Ü!are Actien von Transport-Unternehmungen. (per Etüil), Albrccht-Vabn 20„ sl. Silber . —'— —' — NIlö!db,,Z,)2UNfl,S. —-— —— Tiif-Aodcubnchcl-^-A^uosl.S.-------— — «iüsabelh-Änh» i!00 sl. (l'lit. , —-—------- l,'in,°B»dweie 200 sl. . —— — — „ Cl W. — — -.— Kablcnbcr« liise»!>ahn lou fl. . —-— —- ssaschaii-Odcrb. ltiscub. 2o« fl. S. —-— —' -Kcmbcra-^crnpwiy-Iassu-Liscn» b.ihn-GcscNschl!^fl ^M. <83 — 485— Oefterr, 3iordweft>>. »0U fl. Silb. »55 5» 15«— dlo. Siebeübilracr Cifcnb. 200 fl, . —— —- Staat«c!senbahn2l»u fl ö,W, . «i»-5u «14.75 Gelb War« Slidbahn 200 fl. Silber . . . 75-50 74 — Süd.«erdd..Verb,-Ä.200sl.LM. 14« 75 i47-2b Tramw»y°Gcs,, Wr, 17N fl ö, W, 2i< 2l» 214 75 „ Wr.. neu 100 fl. 89— 4r,— Transport^ Ocscüfchllfl x,u fl, . —._ ___ Nna..g,liz, 0 «l, 50 2?^ Valuten. Ducatcn........ 5 !»9 «u» «N-ssraNc«,S!Ü!lc..... 10 04^. »0-05» Silber.........—-—------- Deulschc Msichsblinlnotcn . . «2 32» «l 4t Italienische Uanlno'en (l 00 i'ire) 4V 25 4» 3>» PapicrMlibel pe, Llüll . , . 102^ 102^,