^ 127. Dinstag am 7. Juni 1864. Die „Laibacher Zeitung" erscheint, mit Ausnahme l>« Sonn- nnd Feiertage, tltglich, und lostet sammt dm Veilllgen im Comptoir ganzjährig 11 fl., halb-jilhrtg 5 fl. 50 lr,, mit Orenzvand im Comptoir ganzj. 12 fl., halbj. 0 fi. Fllr die Fustelluua. in's Haus sind halbj. 50 lr. mehr zu entrichten. Mit der Post portofrei gnnzj., untn Kreuzband und ge» bruckter Adresse 15 fl., halbj. ? si. 50 kr. ZNsertlonsgebi'llir si'.r «ne Garmond - Sftaltenzelle ober den Nanm dcrscldcn, ist filr imaligc Einschaltung 6 tr., fllr 2maligc8lr., fllr 3malige I0lr. u, s. w. Zu diesen Gebühren ist noch der Insertions - Stempel per 30 lr. für eine jedesmalige Einschaltung hinzu zu «chum. Inserate bis 10 Zeilen losten 1 fl. 90 kr. für 5 Mal, 1 fl. 40 lr. fllr 2 Mal und 90 lr. flli 1 Mal (mit Inbegriff des InsertionSflempelS). AmUichn «heil, <^Vm 12. Mai d. I. fand zu Koburg im Beisein der Glieder des herzoglich SachseN'Koburg'schcn Hauses, dann Sr. k. Hoheit des Erzherzogs Stephan, des Prinzen Alfred von England, des Prinze» Georg von Sachsen sammt Grmalin, des Prinzen Philipp von Württemberg, drr Prinzen uon Ioinuillc und von Aumale, dann mehrerer jüngerer Glieder des Hauses Orleans nnd der sons» hiczu geladenen Personen, worllntcr anch der k. k. außerordentliche Gesandte und bevollmächtigt? Minister Freiherr uon Werner sich be-fand. die feierliche Vermälung Sr. k Hoheit des Erz» derzogS Joseph mit der Prinzessin Clotlldc. Tochter des Prinzen August und der Prinzessin Elc» mentinc von SachseN'Koburg>Gotha. Statt. Die Trauung ging an dem erwähnte» Tage Vormittags um N Uhr in einem zu einer Kapelle umgestalteten Saale des herzoglichen Reside nzsch losses ritualmäßig anf daS Feierlichste vor sich. Als Kopu> lant fungirtc der hiezn eigens berufene Erzblschof vou Vamberg. Nach der Trauung begab sich Alles in den Thronst, allwo die durchlanchligstcn Neuvermälten die Glückwünsche der herzoglichen Familienglieder und der obenangefübrlen höchsten Anverwandten entgegen« nalnnel!, n'orauf aloß,s I)<'Ml,N!l--I<»n'c stattfand, ?lm Abrnde dc^selbl-i, Tages rciscten Ihre l. Hoheiten die durchlauchtigsten Nclwermälten mit Sr, k. Hoheit dem Erzherzog Stephan nach Schanmbnrg zu einem klirzcn dortigen Aufenthalte ad. Se. k. k. Apostolische Majestät haben mit Aller« höchstem Handschreiben vom 3. Juni d. I, den Staats, lalh Ludwig Ritter v. Holzgethau zum Minister Stellvertreter für den Verwaltungsdienst im Finanz-ministcrium zn ernennen nnd demselben in Anerken« n»ng seiner ausgezeichneten Dienstleistung das Kom« wandeurkreuz Allcrhöchstihres Leopolot dem HaodclZministcrium dic Errichlnng einer Gc-^rindcspdlkassc in Wolin (Bohmcn) bewilligt und die Statuten derselben genehmigt. Das Ministerium für Handel und Volkswirthschaft ^at die Wahl des Molo Antonini zum Präsiden« lcu der Handelskammer in Venedig bestätigt. Nichtamtlicher Theil, .Ilmbach, tt. Juni. In sechs Tagen geht die Zeit der Waffenruhe U'Ellde; die bentige Konferenzsißi»'N muß daher eine ^rlängcrnng beschließen, oder das Blutvergießen bc< a>>nu auf's Neue. Oesterreich und Preußen sind bereit. nicht bloß die jeßt bestehende Waffenruhe zu verlän« gern. sondern sogar einen Waffenstillstand abznsch!ie> ßen. aber nur unter den früher von England selbst beantragten Bedingungen, nämlich: Unsere Truppen verlassen Jutland, dafür aber liefern uuö die Dänen Alsen und ric kleinen deutschen Inseln um Alsen aus. Das wollen aber die Dänen nicht th»n. Nun sind die dculschcn Großmächte auch bereit znr bloßen Vcrlängernng der Waffenruhe vom 12. d. M. angefangen; aber in Wien und Berlin weiß man wohl. und am besten weiß es der bclhciligtc Handelsstand, daß eine bloß furze, uicrzchntägige oder vicrwöchentlichc Verlängerung den Interessen deö deulschen Handels fast von gar keinem Nuyen ist, Die deutschen Mächte haben deßhalb den neutralen Regierungen, welche sich bemühen, den ferneren AuS> brnch des Krieges zu verhindern, erklärt, daß sie nur mindestens auf vier Monate den jetzigen Waffcustill' stand verlängern können, wobei, wie gewöhnlich, zwei» llwnallichc Kündiguug fcstgcsept werden solle. Man scheint inoeß die Eoenlualüät. daß-die Hartnäckigkeit Dänemarks einen Waffenstillstand uer. citcln werde, im Auge zu haben- den», wie >uir vcr» nehmen, haben mehrere Schiffe der k. k. Kriegsma» rine den Vcfehl erhalten, sich auf volle Kriegsbereit, schaft zu seyen, un: nötigenfalls znr Verstärkung der in der Nordsee opcrirendcn vereinigten österreichisch» preußischen Flottciuiblheilung abaehen zu könncll. Ueber die leyte Konfercuzsißung sino leine neueren Details bekannt geworoen. Aus der Sprache der englischen Bläller geht übrigens hervor, daß Däne. marks Hartnäckigkeit allein die Schuld der Ncsultat» losigkcit aller diplomatischen Bemühungen znznschrelben sel und die Journale ermangeln nicht. Dänemark vor den Folgen seiner bisherigen Haltung zu warnen. So sagt die «Times-, daß Dänemark, falls es den Krieg fortführen wollte, die Sympathien Europa's verlieren würde, «Morning Hciald" erinnert Dä»c> mark daran, daß es bei der Wiederaufnahme des Krieges nicht bloß die beiden Hcrzoglbümer. sondern auch Jutland verlieren könnte. «Daily News" meint, daß die Schwierigkeiten, die der Wiederherstellung des Friedens im Wcge stehen, statt sich zu vermin> dern, immer größer werden. In Dänemark selbst äußert sich die öffentliche Meinung immer energischer für Forlschnng des Knc. ges; so richteten z. B, 1600 Einwohner Koloings eine Adresse an den Kömg. in welcher sir die Wilder» aufnähme der Fcindseligkcitcn fordern, falls es nicht gelingen sollte, annehmbare Friedensbedingungen zu erhallen. Auch der Skanoinavismus erhebt wieder sein Haupt. u»d dessen Anbän^cr in Kopenhagen gehen so weit. daß sie der Negierung die Annahme der von den deutschen Mächts» gestellten Fordernngen anratdcu. weil sie auf diesem Wege hoffen, ihre Wünsche leichter rcalisirl zu sebcn. Natürlich sträubt sich der König auf's Acußcistc gegen diese Wünsche. Auch in Norwegen hat die Agitation im Sinne der skandinavi' stlschen Idee» neuerdings begonnen. Der Noichsrath «nd die Marine. Gegen eine Wiener Korrespondenz der «Times-über Zustände unserer Kriegsmarine bemerkt die «G < C." u. A.: Der Korrespondent ist der Ansicht, die Abstriche, welche der Neichsrath an dem Marine« budget beschlossen hat. lön»ttn keinen Einfluß auf die Scetuchligfsil der Mariuemannschaft nehmen. Uns scheint dagegen das Vorhandensein hinreichender Geld. Mittel in sehr engem Zusammcnhangc mit der See» lüchligkcit der Mannschaft zn stehen. Nur durch Ein» schiffung auf auSgerüststtn Schissen können, wie jeder Fachmann wciß, Vaschimsttu und Matrosen seefest gemacht, die Ansrüstnng aber faun ohne Ocld nicht vorgenommen wcrdcn. Und gerade an dem Titel des Marinebudgets «für ausgerüstete Schiffe" wurde in der lehten Session ein bedeutcuder Abstrich beschlossen. Auch das Urtheil des Herrn Korrespon» deuten über die österreichischen Panzerschiffe. inöl>e< sondere über die Panzerfregatte «Don Juan d'Austria". beruht auf ganz irrigen VorauSseynngen. Der «Don Juan" hat unseres Wissens die größte Fahrt gemacht, die bisher uon einem Panzerschiffe unternommen wurde: die Fabrt auf der 3000 Seemeilen landen Strecke von Pola nach Tcrcl. Die Probcfabrt. dic vor einiger Zeit das französische Panzergeschwadcr machte, ging nur von Cherbourg bis zu den Azoren. Diese Fahrt bat der «Don Iuau" in der ungünstigsten Jahreszeit und bei anbaltendem beispiellos stürmischem Wetter, wie man es seit vielen Jahren nicht erlebt hatte, zurückgelegt. Er hat zwar anf seiner Fahrt von Gibraltar nach Lissabon bei schwerer gekreuzter See Wasser eingenommen, aber nicht in Folge eines Lecks, sondern wegen des mangelhaften Verschlusses der Stückpfortcn — ein Ucbelstand. der im Hafen von Lissabon beseitigt wurde. Mit Nück< stcht auf diese Verbältnisse darf das Resultat der Fahrt als ein sehr befriedigendes bezeichnet werden. Unter günstigen Umständen macht das Schiff zwölf Knoten in der Stunde — eine Geschwindigkeit, die von wenigen Kriegsschiffen erreicht wird. Der Kom< mandant sagt in seinem amllichen Berichte über das Verhalten des «Don Juan" bei schwerer See. daß „seine Seetüchtigkeil in Bezug auf rollende unl> stampfende Bewegungen nichts zn wünschen übrig läut," Das Schiff hat mindestens eben so gute Probe gehalten. alS die Panzerschiffe gleicher Größe anderer Staaten. Gegen die Behauptung des Korre. spondenten. daß das zum Bau der drei zulrht ange« fertigten Schiffe gebrauchte Holz znr Hälfte noch «grün" gewesen sei, bemerkt die „G,C,": Sammt' llchcs Nippenholz der genannten Schiffe — und auf daS Rippenholz kommt eö vorzüglich an — ist aus den Vorrälheu der Regierung den Bauunternehmern überlassen worden, und die Regierung hat sich überzeugt, daß dieses Holz und nicht ein anderes wirklich znm Bau verwendet wurde. Diese Vorräthe sino vollkommen abgelagert, was man uns gerne glauben wird. wcnu wir beifügen, daß ein Theil derselben noch ans jenen Partien stammt. die Oesterreich im Jahre 18l4 mit Venedig uon Frankreich ühernommen hat. An Langholz ist dagegen kein Material verwendet worden, das nicht schon vor l','2 bis 2 Iahten gefällt gewesen wäre. Dievolkswirthschaftliche Bedeutung des Wassers. ES ist eine Regierungsvorlage, betreffend das Wasscrgesey in Aussicht gestellt; es dürfte daher ,zci>. gemäß erscheinen, über die volkswirtdschaftlichc Bedeutung des Wassers im Allgemeinen ein Wort zu sprechen. Bekanntlich beladet sich das Wasser vermöge sei> uer Ausiösungskraft mit allcn Stoffen, die ilnu während seiner Ansammlung zn Quell« uud Flußwasser. in der Luft und den Erdschichten, die es durchlauft, begegnen, und führt die im Boden befindlichen mineralischen. vegetabilischen und animalischen Bestandtheile als für die Pfianzenwurzel empfängliche Nahrung den Gewächsen zn. Das Wasser enthält datier, besonders wenn es im trüben Zustande geleitet wird, viele befruchteudc Bestandtheile., Dadurch, daß man das Wasser zn jeder Zeit und an jene Oll?, wo man seiner bedarf, zuführen kanu. wil,Y nicht nur ein gewisses jährliches Erträg-nih sMantirt. sondern dasselbe auch bedeutend ucr-mebrt: im entgegengesehten FaUe werfen große Grund-stächen in trockenen Jahren gar keinen Nupen ab ^Ungarn 1863). während dieselben bei Anwendung 506 dcs Wassers gerade in solchen Jahren zu einem bedeutenden Ellrage käme", da Wasser, mit Wärme in Vcrbindnng, die Fruchtbarkeit ungemein steigert, Wenn auf diese Art das jährliche Erträgniß eines Grundes gesichert, wenn dieser Grund durch die von Jahr zu Jahr oorsichgehende Zersetzung der im Boden befindlichen mineralischen, vegetabilischen und animalischen Bestandtheile und durch Zuführung der im Wasser befindlichen düngenden Stoffe verbes-scrt wird. so steigt dadurch auch natürlich der Kapi» talswerth des bewässernngöfähigen Grundes. Ist man in der Lage. über Wasser zu verfügen, so kann man Gründe, die nur als Ackerland benutzt wurden, durch Bewässerung in Wiesen umstaltcu und kann — da lltMe in vielen Gegenden im Verhält« Nisse zum Ackcrlaudc einen viel höheren Werth haben — auch schon vadurch den Kapitalswerth oeS Grün« des erhöhen. Dadurch ist auch die Möglichkeit gege» beu. Wicscnlano zu Ackerland unft umgekehrt zu um-stalten — eine Vcwirthschaflnngsmelhooe, welche sich erfahrungsgemäß als die zweckmäßigste und einlräg» lichftc darstellt. Hiedurch kommt der Landwirlh auch in die ^,'agc, seinen Viehstaud zu vermehren und aus der Viehzucht selbst bedeutenden Gewinn zu ziehen, insbesondere aber eine größere Quantität dcö besten Düngers zu erzeugen, um dadurch wieder den Ertrag seiner Gründe zu erhöhen. Von n!cht geringem Belange ist auch der Um» stand, daß man, wenn Wasser zu Gebole steht, auch hitzige Düngmittel, als Kalk, Asche. Gyps ic.. an-wenden kann, welche bekanntlich in Verbindung mit Feuchtigkeit dem Wachöihume der Pftanzeu vortrefflich zu statten kommen, ohne Feuchtigkeit aber, b. i. in trockenen Iahreu, sogar schädlich einwirken. Ist mau mittelst größerer Teilungen in die Lage gesetzt, Wasser l» Gegenden zn bringen, die biShcr daran Mangel litten, so wird dadurch auch die Anlage neuer Wirth, schalten und ganzer Dörfer ermöglicht an Orten, wo diese früher nicht thuulich geweseu. da eine nothwen. digc Bedingung der Existenz der Menschen und Thiere mangelte. Da jene Gründe, welche regelmäßig nach Bedarf bewässert werden können, bei weitem weniger Dünger brauchen, so würde der dadurch ersparte Theil den übrigen Gründen zu Gute kommen. Aus dem Gesagten gebt hervor, daß durch regelmäßig eiugerich» tetc Bewässerung das jährliche Erträgmtz gesichert und vermehrt und der Kavitalswerlh der Gründe bedeu-ttlid gehoben würde. Bei dem großen Neichlhnme Oesterreichs an Flüssen und Bächen, welche wegen günstiger Abda» chungsverhältuisse zur Bewässerung verwendet werden können. kann man sich leicht eine Vorstellung von dem enorme» Nutzen wachen, welchen der Staat durch die Erlassung eiucs auf Necht und Billigkeit gestützten Wasscrgcsctzcs schaffen würde. Die Sleuerkraft oeS Volkes würde gehoben und der Bezug deS Wassers zum Behufe der Bewässerung der Gründe selbst als Quelle der Besteuerung oder doch als Fond zur Er-schwiugnng der Kosten deS UferschutzcS dienen, welche Belastung jedoch nicht sogleich. sondern erst uach Ver. lauf mcl'rercr Jahre eintreten dürste, wenn nämlich die Kosten der Anlage der Wasserleitungen durch das Emäquiß gedeckt und die Fruchtbarkeit deS Bodens schon gesteigert worden wäre. Diese Wasserleitungen würden auch als Triebkraft die Anwendung ökono» mischcr Maschinen ermöglichen und alö Kommuni' kationSmittcl Handel und Industrie befördern können Die industriellen Zwecke insbesondere würden durch ein zweckmäßiges Wasscrgesetz dadurch befördert werden, daß die Vcnützuug dcS Wassers in ausge» dcbütcrcr Weise auch als Triebkraft für Mühlen. Hammerwerke. Fabriken u. s. w. ermöglicht würde, ohne die bisherigen VenüßuugSrcchte zu schmälern, während derzeit rerlel Unternehmungen oft nur an der Einsprache eines einzelnen Anrainers scheitern. Nicht zn unterschätzen ist auch der Umstand, daß die Entblößung der Gebirge von ihren Waldungen immer mehr überhandnimmt; viele Ockonomen nun schreibeu die bäufigen trockenen Jahre diesem Vorgänge zu und da wir jährlich Tausende Joch gut gelegener Waldungen zu Acker« und Wicsland um» stalten sehen, so handelt es sich darum, jene Feuchtigkeit, welche durch einen großen Theil dcs Frühjahres uud manchmal noch in den Sommermonaten in schattigen Wäldern lagerte und uach und nach in Dnnstform als Naliruug für die Wolken diente und daher regelmäßig Niederschlage veranlaßte, dem ^'ande in anderer Art zuzuführen — und dieß kai»^ eben dadurch geschehen, daß das den Bergen mit Schnelligkeit entströmende Gewässer durch ausgebreitete Netze von Wasserleitungen und Bewässerung der Gründe zurückgehalten wird; thcilwcise könnten selbst Ueber» schwcmmuugen verhindert oder minder schädlich gemacht werde», wenn durch große Wasserkaualc bedeutende Quantitäten Wasser aus dem Hauplsttomc abgeleitet würden. Da alle diese Vortheile sich nur mittelst eines allgemein gütigen Wassergcsetzes rcalisireu lassen, so können wir mit Grund hoffen. daß ein solches bald in'S Leben treten werde. (T. P,) Oesterreich. Wien. Das Handelsministerium hat im Einver-uehmeu mit dem StamS» uud Kriegsmiiusterium wegen Erlhcilung von Gewerbescheinen oder einer Gewerbs'Kouzession an Gattinnen der aktiven Militär« Untcrparteieu, Armeedicucr uuo Solrattu vom Feld» wcbel abwärts, welche nach der ersten Klasse verheiratet sind, beschlossen, daß diese Erlhcilung von der Zustimmung des betreffenden Militär »Kommando's abhängig ist; ferner daß das Gewerbe nicht in einer Kaserne oder einem gemeiuschaftlichen militärische» Unterluufls-Lokale auögcüdl werden darf, daß Die Untersuchungen von Ucblrlrctimg der Gcwerbcvor» schriften der GewerbSbchöroe zustehen, in daraus sich ergebenden Straffällen aber riesc Personen der Behandlung der Militärgerichte unterliegen. Die Gat» tiuncn der pensioniNcu Militär »Uuterparteien und llrmecdicucr, der beurlaubten Soloateu, der nicht zum Dienste einberufenen Reservcmäuncr und der nach der zweiten Klasse verheirateten Soldaten vom Feldwebel abwärts bcdürfeu der Zustimmung der Militär-Ve-Horden nicht. Wien, 2. Juni. Die Herren Elieuue und Frledländer, welche wohl zu den ausgezeichnetsten uno gewandtesten Federn in unserer Tagesltteratur ge< hören, uno seit einer Neihc von Iahreu raS Zang'« sche Journal, die «Presse", redigirtcn, haben dem Eigenthümer desselben gekündigt und treten mit 31. August von der Redaktion der „Presse" zurück. Die beiden sehr geachteten und beliebten Journalisten bcab' sichtigen schon vom crsttu September au, wie cS heißt mit sehr bedeuienocn Geldmitteln, ein ueucS Journal herauszugeben. Das neue Blatt wird. wie eS scheint, ein vollkommen unabhängiges slin. (A.A.Z) Pest, 30. Mai. Die «Nürnb. Corrcsp." em» pfängt aus Pest die Nachricht, daß das dortige Kriegsgericht über einige der vor einigen Monaten politischer Verbrechen wegen verhafteten Perjo»cu so eben das Urtheil gefällt uud uamcullich über Paul v. iümasy wegen HochvcrrathS daS Todcsuriheil ausgesprochen haben soll. Wir überlassen dem „Nürnberger Eorre» spoudcut" die Bürgschaft für die Richtigkeit dieser Nachricht. (Als uor etwa zwei Jahren die Schwieger-eltern des Heirn v. Almasy. der Graf und die Gläfm Vatlhyauyi. iu einer Auoieuz bci Sr. Majestät dem Kaiser die straffreie Rücklchr ihres we^en politischen Vergehens verurteilten uuo im El>l lebenden Schwic« gersohnes ansuchten und erhielte!», frug Sc. Majestät die Bittsteller, ob sie für das fernere Woblvcrhalteu ihrcS Schwiegersohnes haften wollten. Der Graf antwortete mit einem leichten Achselzucken, die Gräfin aber mit einem entschlossenen Ja, worauf Se. Ma» jestät die Begnadigung zusicherte. O..D, P.) Krakau, 3. Iuui. Es ist iimressant zu beobachten, wie die Nnssen lcdeu Angcnblick der Ruhe. den sie rer heillose» Verwirrung ihrer iuuerc» An» gclegenheit abringen können, sogleich zu einem offen, siuen Vorgehen iu der Propagirung ihres unrrschüt' terlichen panslavistijchcn Programmes nach Außen zu benützcn snchen. Das russische Organ „Den" bringt in einer seiner jüngsten Nummern einen Artikel. der sich so liest, als ob gauz unbeachtet von der gc-sammten politischen Welt die Landkarte Europa's an der Zwischengrcnzc Oesterreichs und Rußland plötz« lich verändert worden, uuo Oesterreich über Nacht um einige Milliouen Uulerthaueu ärmer geworren wäre. Der Artikel trägt die Ucberschrift: „Ueber die uational.politische Stellung der Russen in Galizieu", uud enthält einen Rückblick auf das Verhalten der Nulheuen in Galizicn seit dem Jahre 1800. so wie ei»c Kritik ihrer gegenwärtigen Bestrebungen. Es werden in diesem Artikel die Sympathie» für Nuß< land als Maßstab der Reife uuo polinscheu Einsicht der Nulheucn Galizieuö angeuomme». Bci seiucm wiederholten Erwachen zum nationale» Lcbeu im Jahre I860 habe sich das ruthcuische Galizicu «im Angcsichte Aller feierlich als russisches Laud gezeigt. Alle sciuc Gedanken nno Wünsche richteicu sich da-mals auf die völlige Annäherung im Geiste an das übrige russische Volk, iu dem Rituale an die russische Kirche." Doch sei dieß nach dem Tode deS Erz» bischofs Iachimowicz. der der Ncpräsenlaut dlescr Nichtuug gewesen, gauz anders geworren. Die Ru« thcucu Galizicns seien jetzt in drei Parteien zerfalle». Die eine, oie vcrblcndclstc. veriretcu durch das Slowo uuo die studirende Jugend, hege. ihre Traditionen verleugnend. Zuneigung für die Polen; die zweite, die klerikale, deren Spitze der gegenwärtige Metro» polit sei. empfange ihre Befehle nur von Wien und Rom. Hiebet werdcu dem Erzbischof Lltwiuowicz allerlei Komplimente gemacht. Mit seinem weltliche» Einflüsse verfolge er die politischen Tendenzen der Nation, mit seiner gcistlicheu Gewalt verfolge er die Blstrebuugen für die Erhalluug dcS rciucu russischen Ritus. Es bleibe also die dritte Partei, gebildet von dem niederen Volke, und dieses allein, welches ii< seiner glücklichen Unwissenheit weder von Journalen noch von Politikern mißleitet werden köuute. wisse eS iu der Tiefe seines Herzens zu schätzen, was für dasselbe, für dcsseu nationales nnd kirchliches Wohl «jenseits dcs Cordons" (eine Grenze gibts also gar nicht mehr, D. Korr,) geschehe. Diese Partei sei also die ciuzig «nationale", während jene mit Wien und den Polen kolctlircn. — Aus dieser letzten Zusammenstellung dürfte man am besten ersehen, was in jenem Artikel unter «national" verstanden wird, und wie man sich iu Petersburg uud Moskau die nationalen Konflikte Galizlens zurechtlegen möchte. (Pr.) Ausland. Hamburss, 4, Inni. Nach etiicr Kundmachung dcs Gouverneurs der dänischen Besitzungen in West-Indien vom 3. Mai l, I. ist den Handelsschiffen der mit Dänemark im KriegSzustaude befindlichen Mächte der unbehinderte Verkehr mit den betreffenden dänischen Häfen qcstattct worden. Auch dülfcn die gc< dachten Schlffc iu den westindischen Gewässern uou den dänischen Kriegsschiffe» »icht gekapert werden. Sollten diese Begünstigungen aufhören, so wird die bezügliche Kundmachung rechtzeitig erfolgen, damit sich die Bcthciligtcn vor Schaden bewahren können. In Folge dieser Bekanntmachung des dänischen Gouverneurs haben kürzlich mehrere deutsche Hau-dclsschiffe die dänischen Häfen WcstiudicuS vcrlasscu. Eckernförde, 1, Juni. Ein tragischer Fall hat sich hier gestern ereignet, welcher nicht ucrfcl'lcu wiro. in den weitesten Kreise» Aufsehen und Tbeil< »ahme zu errege». Der preußische Hauptmanu Baniuöky. welcher den Slnrm uo» Düpprl mitge» macht uud daselbst leicht verwuudet worden war, befand sich hier in NckonvaleSzcnz und war bei einer Bürgcröfrau eiuquartirl, welche sich an Aufmerksam» keittu für idreu Gast überbot. In den letzten Tagen befand sich der Nckouualeszcut bereits ganz wobl und sah seiner Ucbersiedluug in die Heimat in Bälde entgegen. Der Appetit stellte sich ein, und besonders wurde das Verlangen nach Brniinkresse (Salat) stark, das leider sein Ende herbeiführen sollte. Die Wir» thin, welche ihrem krankcu Gaste eine Ueberraschung bereitcu wollte, verwechselte ui'glücklicherwrisc die ver-laugte Pflanze mit dcm l'ier stark wuchernde», täu» schell» äynlickel, Schierling,. nach dessen Wemisse Hauptma»» NaniuSly trotz der alsbald zugezogene!» ärzilichcu Hilfe nach Verlauf eiuer halb?» Slmioe uutcr den fürchterlichsten Schmerzen verschied. Die Frau des Unglücklichen, welche zum Besuche ilncs Gatten uach Holstein gekommen war, wurde in Kicl zurückgehalten uuo ihr mit größter Schonuug das traurige Los ihres GemalS beigebracht. Die Theilnahme ist eine um so größere, als Hauptmanu Ba» ninSky in der preußischen Armee außerordentliche Beliebtheit genoß. O-Hristiansseld, 30. Mai. Heute fand ein ernster Akt in dem nahen Koloing Slalt, Vor der rorlia.cn österreichischen Hauplwache nämlich, auf offeucm Marktplatz, wurdc zwei dänischen Spionen oas Urtheil verkündet, und zwar mit allen Förmlich-kcilcu, die das österreichische Reglement dicscrhalb vorschreibt. Die Mache selbst war zu diesem Zweck iu's Gewehr getreten, u>,d nachdem Trommclschlag vorausgegangen, wurde dcu beiden Vcrbrecheru, die iumiltcu von uicr Soloalc» staurcn, unter dem ungehinderten Zutritt der Bewohner uud der Garuison. vom Auditor das Urlhcil mitgetheilt. Der dänische Oberwachtmeistcr in Pension MalS Iohuseu und Tag« löhuer Paul Flcistrup hatteu sich bereitS eiuige Zeit der Spionage halber uutcr den alliirlcn Truppe» herumgetrieben. u»5 war inSbcsouDcrc dcr Obcrwacht< mcisttr ein gcwauotcr Kundschafter, ocr alle Mittcl versucht hatte, um den durch lauge Dienstzeit äußerlich l'ervorlrctcurcn Soloateucharakter zu verberge». Ihr Treibe» uud ihre Person entging den wachsamen österreichischen Militärbehörden nicht lange. uud se wurden sie »ach gepflogener Untersuchung bci gesetzlich erhobenem Thatbestand u»o rechtlich hcrgeslcllicm Beweise, »ach vorgenommener Revision der Akten vo» Seiten des obersten MilitärgerichtShofö, „wegen des Verbrechens wider die Kriegsmacht dcs Staates (Oesterreich) durch Auöspähuug" zu zehn Jahre" schwerem Kerker in «schwereren Eisen" vcrurlheilt u»d nach Oesterreich abgeführt. Der kurze, überaus ernste Akt hinterließ einen tiefen Eindruck auf die ringSum stehenden und aus den Fenster» zusehend Bewohner der Htadt, dic mit nachdenklicher Mici" bei dem wiederholten Trommclschlag sich, gruppc"' weise mit ciuauder flüsternd, entfernten. Aus Nom, 27. Mai. wirb geschriebn: «D^ Beschwerde» des russischen Geschäftsträgers. Varo" Mcyendorff, über die Rede des Papstes iu der Kuwe der Propaganda gegen den Kaiser von Rußland st» »och nicht brschwichügct. Da Herr» u. Mcye»d0l!1 vom Kardinal Anlouclli bedenlct worden war. V" der von den Zeitungen gelieferte Tl?t unecht sei, "> HO» die tadelnden Worte dts Papstes übertreibe, so vcr» laugt jetzt der russische Gcschäftölräger den Abdruck des authentischen TexteS in der offiziellen Zeitung uild wird das Scliweigen derselben als Zugeständniß des animoseu Indalls. >uic ihn die Vläller brachten, ansehen. Dcr (5zar scheint die Sache für sebr wich» tig zu halten. da er dem Herrn v. Mlycndorff für seine biöhcrigcn Bemühungen das Großkrcuz des St. Andrcas-Ordeus verlieb." Nom, 28. Mai, Der heilige Vater ist von seinem Unwohlsein vollständig wieder hergestellt n»d hat selion mehrere Ausflüge gemacht. In der nach» sten Woche wird er ein Konsistorium abbaltcn. in dem drei neuc Kardinäle krcirt werden sollcn. Man ist ans die Allokution sehr gespannt, die er bei dieser Gelegenheit halten wird. PariS. Von den vier Italienern, welche wegen eines Morduersnches ans das Lebe» dcs Kaisers kürz« llch verurtheilt wnrden, sind Impcratori nno Sca> glioni bereitS nach dem Gefängnisse abgeführt worden, in dem sie ihre 30iährige Haft abzubüßen Habens Greco befindet sich auf dem Wege nach Tonion, von wo c>r nach Cayenne gebracht wird, Traliucco allein 1st bis jetzt in Mazas znrückgebliebeu. Der „Ind. beige" wird ans Paris geschrieben, Fürst Cousa hätte von dort ans den Ratl' erhalten, eine Appellation an die Signaturmächte ergeben zn lassen, und diesen gegenüber seinen neuesten Staats' streich zu rechtfertigen. Der Fürst soll sich hiezn auch bereit erklärt haben. Schon seien dctaillirte Verichte an die einzelnen Höfe abgegangen, worin er die Mo> tiuc seiner Handlungsweise anscinandersctzt. Ales' sandri, der frühere Minister und noch jetzt vcrtrantcr Frennd Consa's. sei von Paris nach London gereist und hatte daselbst Unterredungen mit dem französischen Botschafter und Lord Clarendon. Ans Bukarest, 29. Mai. wird geschrieben: Obgleich über das Ncsnltat des am 2. Mai augc. ordneten Plebiscits Niemand in Zweifel sei» konnte, hat der Fürst (5onsa doch. wahrscheinlich um der sogenannten Volksstimmc einiges Relief zu geben, eine großartige Kommission ernannt, welche das Resultat der Abstimmung feststellen soll. Dieselbe bestebt ans dem Metropoliten, dem ersten Präsidenten des Kassa, tionshofes. zwei Seklionspräsidentcn desselben Hofes, dem General des ersten Militärkommando's, den drei Präslocmeu der Appell - Gerichtshöfe von Bukarest. Iassy u,w Krajova, dem Dekan der juridischen FaknI» tät zn Bukarest, dem Ncktor der Universität zu Iassv. den fünf Munizipalitätörätben von Bukarest. Iassy, Krajoua. Galacz und Plojcscht. Den Vorsitz in dieser Kommission wird dcr Metropolit haben. Daß cinc so zi>slnnil!cl!a.eslclltc Commission das Nesnllat der Abstimmung gewissenhaft feststellen wird, bezweifelt wohl Niemand, dafür abcr ist es bei der Abstimmung selbst, trotz des von Anfang an gesicherten Resultates desto gewissenloser zugegangen. Nicht allein, daß man dic Landbewohner, welche sich von tem Zweck dcr Abstimmung durchaus lcin?n Begriff machen konnten, zur Abstimmnng zwang, auch Knaben unter 10 Jahren nnd dnrchreisende Fremde wurden genöthigt, ihre Namen in die Register eintragen zn lassen. Charakteristisch für das sogenannte Plebiscit ist eS, daß ein Hermann, welcher Waare von Galacz nach Vnkarcst i» führen hatte, sein verspätetes Eintreffen in der Hauptstadt damit entschuldigte, daß er unterwegs in 1? verschiedenen Orlschafteu sein Volum habe absieben müssen und dadurch anfgelialten worden sci. — Das liberale Journal „Dcr Romanul" ist auf zehn Tage unterdrückt nnd demselben somit jcde Gelegen» heit, das Verfahren bei dcr Abstimmung zu besprechen, entzogen. Athen. Seil Auöbrnch dcr Revolution sind uicht weniger als 15,000 Verhaftungen wegen gc-wclncr Verbrechen in Griechenland vorgenommen wor ben! Es fehlte sowohl an Lokalilätcu, um sie auf, Umehmcn. wie an Organen dcr Justiz, nm über Alle bericht zn halten, so daß sich das Ministerium verblaßt sah, eine Amnestie für Diejenigen zn erlassen, welche, sich der geringeren Vergehen schuldig gemacht haben. Wiener Nachrichten. Wien, 0. Juni. Die protestantische Synode zu Pest bat dem ^l)ef des Amsterdamer protestantischen Kultus.Dcpar» laments. Instizmiuister Olivier, die traurige i!agc der protestantischen Geistlichen in Ungarn geklagt, die "Mer der allgemeinen Nolb jener Distrikte schwer zn !^den haben. Der Minister hat sogleich unter seinen ureulldcn 7000 Gnldcu zusammengebracht und cinc ^ndcs.Kollckle in Aussicht gestellt. --- Ritter von M u r m a n u wurde vom Wiener "loßhandlungs'Glcmium zum Präsidenten erwählt. ^ ^- Das erste Volk^.Concert des Wiener Männer» ^sangsuerein faub gcslcrn Abends um 6 Uhr im Prater Statt. Ein „ach Tausenden zählendes Pu« blikmn wohnte demselben bei, dasselbe hätte sich aber gewiß noch zahlreicher cingefunden. wenn nicht kurz vor Beginn der Produktion ein heftiger Regen, wel» cher aber glücklicher Weise nur fünf Minuteu währte, viele von dcr Theilnahme am Concerte abgehalten hätte. Sämmtliche Vortrage des rühmlichst belaun" ten Vereins wnrdcu m. Der Brand des Gebäudes wurde nach etwa zwei Stunden gelöscht, da eö au Spritzen und arbeitenden Händen nicht fehlte. — In Schiller's Hause wurde immer nur halb-lallt gesprochen; er. wie seine Frau haßten nichts mehr, al« lautes oder gar heftiges Sprechen, und Alle. die mit Schiller in näherer Berührung standen, wnßten dieß und richteten sich danach. Nun erhielt abcr Schiller einst eiucn Besuch von dem durch Weimar reisenden Schlosser. Dieser, wie in Allem kolossal, besaß auch ein kolossales Sprachorgan. womit cr bc-sonders dann, wenn er Anekdoten erzählte, loslegte. Znm Unglück war ihm dicht vor Weimar mit einem Bauer eine höchst drollige Geschichic passirt und gleich nach dcn ersten Begrüßnngörcdeu begann er. sie Schil-Icr und seiner Frau mitzutheilen, wobei cr besonders dann furchtbar schrie, wenn cr dcu Bauer, wie er ge> sprochcu, nachahmte. Dem armeu Schiller trat der Angstschweiß vor die Stirn, doch bemühcte er sich, cm Lächlln zn crzwingcu. Schiller's Frau abcr starrte den Erzählenden mit staunendcu. emsctzleu Blicken an — daS kam nnn den anwesenden Freunden Schiller's so komisch vor, daß cs ihnen unmöglich war, nicht in eiu lantcs Gelächicr ansznbrecheu. Schlosser, dcr nicht anders glanbtc, als das Gelächter gelte seiner 'Anekdote und vorzüglich seiner Nachahmung des Bauern — beg.nin sie nochmals, und hatte er erst schon überlaut gesprochen, so brüllte rr jetzt förmlich, daß die Fensterscheiben bebte», bis Schiller endlich außer sich aufsprang und unter dem Vorwande. Na< senl.'I»lcu zn bekommen, aus dem Zimmer stürzte. Noch nach vielen Jahren pftcgle Schiller's Gattin voll diesem «entsetzlichen" Besuch zu erzählen, uud was sie und Schiller wäbrcno dcs übrigen Theiles des Tages ausgestanden haben (ocnu Schlosser blieb den ganzen Tag und erzählte uoch mehr) da seine erste Anekdote so gcfallcu halte. — Durch Frankrcich wurde vor einigen Wochen cin Mann von alhlctischcn formen von Gendarme» rie.Posten zu Gcudarmcrie-Postcn eSkortirt, der aus Cayenne entflohen war. nno zwar uutcr Umständen, die cincn außcrorlenll Vcschüstsberichl. Krainburg, 6. Juni. Auf dem licutigcn Markte sind erschienen: 60 Wagen mit Getreide. (Woche n m ar kt - P rcisc) Weizen pr. Metzcn fi. 5.85; Korn st. 3.40; Gerste fi. —.—; Hafer fl. 2.70; Halbfruchl st, -.-; Heiden fi. 2.90; Hirse ft. 3.40; Kukurutz fi. 3,80; Erdäpfel fi. —.—; Liusen fi, __.^; Erbsen ft. —.—; Fisolen fi. 4,30; Rinds, schmalz pr. Pfund kr. 47. Schwcineschnwl; kr. 44; Speck, frisch kr. 29. detto geräuchert kr. 40,- Butter kr, 38; Eier pr. Stück kr. 1 ; Milch pr. Maß kr. 10; Niudficisä» pr. Pfund lr. 18, Kalbfleisch kr. 17, Schlvciucfteisch kr. 20, Schöpsenfleisch kr. —; Hahn« dcl pr. Stück kr. 25, Tanbcu lr. 12; Hcu pr. Ztr. fi. 1,80, Stroh kr. 90; Holz hartcS, pr. Klafter fl. 5.10. detto weiches, ft. 3,50; Wem, wcißcr, pr. Eimcr fi. 7. Verantwortlicher Redakteur: Ignaz v. Kleinmayr. Druck und Verlag von Ignaz v. Kleinmayr s5 Fedor Vamberg in Laibach. 5O8 Telegraphische Effekten- und Wechsel-Kurse an der k. k. öffentlichen Börse in Wien dcii tt. Juni 1864. 5"/„ Mtalliquc5 73.10 18«0-er Anlciht 96.50 57« Nat.-Anlch. 80,35 Silber . . . N3.50 Acmkaltic» . 785. Londlln . . 114,10 Kreditaltitn . 195.50 K. l. Dukattn 5.43'/.« Fremden-An;eige. Den 5. Juni. Stadt Wien. Dic Herrcn: Uticschenovitsch, l. Obtr-Ingenieur, t^n Agra»!. — Indclucy, Agent, von Ni,'ttcrda,!i. — Wilchcr, Ncalitatcubcsitzl',', von Oplotnil), — Duplain, Privat, von Untcr-schnidcr — Mculitsch, Realltütcnbcsihcr, von Kraren. Elephant. Dic Herren: Strang von Kirchdorf. -^ Kren von Gottschcc. — v. VccScy, k. l. Major, von Vcl'mui. — Fischer, Agent, von Wien. — Hilschmaiiii, HandtlSmmm, von Czalathurn. Wilder Mann. Die Herren: Hcßc von Nirborf. — Kllin Von Vrünn. — Stern von Pest. Vaierischer Hof. Die Herren: Vacher, Handtlsmaim, von Wippach. — Pcll^r, Holzlilferant, von Prdkrai. Mohren. Herr Perlo, Haus^esihcr, von Idria. Hlaiser von Oesterreich. Herr Kofel, Arciinncistcr, vun Fuschins. (1055-3) Nr. 7027. Gn'kulive Fcilbittullg. Vom gefertigten k. k. stadl. dtleg. Vezilkögerichtc wiro hiemit kund gemacht, eö sei in der ExckulionSsache lcr Maria Sanuükar uon Draulc. gegen Ursnla Armitsch von Laiback zur Einlningung der Forvcruu.i alls dem Urtheile vom 30. Juli 1802. Z, 11647. pr. 18 fi. 58 kr., dcr Zinsen scit 10. Juni 1862. der Kosten pr. 3 ft. und der ErcklitionS kolwi die errkulivc Fcilbictung der gea/ ncrischeu Forderung aus dem Uebeniabs-nu^> Eycucltragc uon 12, Mai 1861 an Heiralsgntc pr. 500 ss. öst. W., intabu< llrt auf die in» magislratüchei, Grund« buche uoikommende, auf dcr Polana»Vor-stadl Nr. 77sss!>'.^»c HanSrealilät sammt Au» nud Zugcl'ör l'llvilNqrt, und eS scien zu dcren Vornahme drei Tagsatzungen, und zwar auf den 22. Juni. 23. Juli und 24. August I. I. Vormittags von 9 bis 12 Uhr. l)ierg<--nchtö mit drm angeordnet worden, daß diese Forderung erst bei der driltcu Tag> sahnng auch unter dem SchähungSweithe au den Meistbietende» hmtangegcben würde. Hiezu werden alle Kaufiustigcn mil drm verständiget, daß sie dcn Grundbuchsextrakt und die ^izitalionöbcoiüg-nisse in dcn gewöhnlichen Amtsssundln hieramts einsehe» können. Laibach am 14. Mal 1864. (1100—2) Nr. 4445. Grilmeruug an Mathias Maulier uon Sastava. Von dem k. k. Vezlrksamte Tschrr» ncml'1, als Gericht, wird dem uudckaun! wo btfiüdlichcn Mathias Maußer von Sastava hiermit erinnert: Es haben die Herren Dückclmann lind Hrllcr durch Dr. Preuz wider denselben die Klage auf Zahlung schuldiger 72 fl. »uu l'l-l»c5. 5. Oktober 1863. Z. 4445. l)icr> Verhandlung dieTagsahung aus den 10. Juni 1864. früh 9 Uhr, mit dem Anhange des §. 18 der allerh. Entschließung vom 18. Oktober 1845 angeordnet, und d,m Geklagten wegen seines unbekannten Aufenthaltes MathmS Maußer uon Sastaoa als (^u. l-ulo»' utl nl)lun> auf seine Gefahr und Nostru bestellt wurde. Dessen wird derselbe zu dem Endr verständiget, dav er allenfalls zu rechlrr Zeit selbst zu erscheinen, oder slch eine» andern Sachwalter zu bestellen und a»> her namhaft zu machen habe. widrigen^ diese Rechtssache mit dem anfgesteUien Kurator uechaudclt werdeu wird. K. k. Bezirksamt Tschernembl. al^ Gericht, am 5. Oktober 1863. (1112s Eilie CoMin findet dauernde Vcschä'fllgung bei riüsin Pl'otograpl)cl> in der Provinz, Copislim'" ^'on Bildung »ü'b ansscnebmcm Aenßcrcn crhallcll den Vorzug. NahereS im Comptoir dieses Vlalteö. (1093—3) 5000 Gulden sind gcgcn pupillarmäßige Sicherheit auf Realitäten, die im Sprengel des k. f. städtisch - dclegirtcn Bezirksgerichtes Lm-bach liegen, zu ucrgcbcn. Auträgc werden bis 20. Inni l. I. cntgcgcngcuommcn. ^iähcrc Anskunft ertheilt die Direktion des HaudlungSkrauken-Vereines. (1113—1) Mund- Zmd Ztahnwasser von C^lT,'l N. I'nßlltt,»^ Apotheker in Bischosllck. Dieses Mundwasser hat dic vorzügliche Eigenschaft, daß cs heilend anf das Zahnfleisch wirkt, dic Zähnc rein erhält, cincn wohlthätigen Einfluß auf dic Mundhöhle nnd dcrcn Geruch auönbt, nno endlich, daß dcr häufige Gcliranch desselben die so lästigen Zahnschmerzen vcrhnthct. Indcm ich dcn Bcrtauf dicscs Mundwassers eröffne, erlaube ich mir, ohne es selbst marktschreierisch anpreisen zn wollen, nur zu bemerken, daß ich für dic vortreffliche Eigenschaft meines Mund- nud Zahnwasscrs, welche bisher uon keinem ähnlichen Erzeugnisse nachgewiesen werden kann, einstehe, in welcher Richtung mir schon dermal viclc Zcngnissc Sachverständiger zur Scitc stehen. Zn haben: In mcincm ö>Qz,«t zn Vischoflak in Oberk rain. „ Laib ach bei Hcrrn ^»ktnv 8tt>«lr^. „ Krainbnrg „ ^ M. N<>H». „ Ncnstadtl .„ „ 'VHl^»«» «>l>l»k. „ Ncumarltl „ ' „ ^. IliRltt^^k. „ Nadmanns dorf „ ^. GHlnli»«». Preis eines Flacons sammt Gebrauchsanweisung nur 8V kr. Stmn I.A.VollnmkCWp. in Laibach. Dic ans Ihrer Maschinen- nnd Gcräthcfabril hcrvorgcgangcncn nnd bezogenen Ackcrgcräthc befriedigten mich außerordentlich. Dic /pohcnheimcr Pflu«,e verbinden bci leichter Führung sehr accurate Arbeit und geringe Zugkraft, so daß mit cincin Pfcrdcgcspanu ohne sonderliche Anstrengung Tag für Tag tt bis »" tief in schweren Bodenarten gepflügt werden kann. Die Leistungen dcr groften Täemaschine sind zn sehr bekannt, als daß ich ihrer erwähnen sollte. Bci einer Aussaat von 2 Mctzcn pcr Joch habc ich ciuen so dichten Stand auf mcincn Kornfeldern, daß ich bei dem jüngsten starkcn Ncgcu dcn größten Theil derselben lagern sehen mußte, ein Korn hatte bis zu 16 Sprößlinge producirt. Dic kleine Handsciemaschine eignet sich nicht nur für Klce-samcn und kleine Graösämercien, sondern qnalificirt sich ebenso zuin Anbau von Hirse, Lein, Hanf, gelben nnd weißen Rübcnsamcn, Ncftö und dergleichen. Ich habc nicht nur dcn Vortheil einer ganz ssleichmäftigen Arbeit, sunder» auch cincr <2nnt«»»t°t^rspnr»»nn vn>, HZ! gcgcn cmdcrc Besitzer gchabt. ^icbcn 'preiswürdigfeit, Lei-stuugsfahisskeit nud Solidität dcr anderen von Ihnen erzeugte» Gcräthc, welche anerkannt sind, will ich nicht weiter sprechen, soudcru nur noch dcr Vorzüglichkeit Ihrcr Kukurutzrebler nud Strohschneidemaschinen erwähnen, welche in ihrcr Art von dcn besten Fabriken nicht übcrtroffcn werdeu. Indcm ich Ihnen Vorstehendes zum beliebigen Gebrauche bchnfs Veröffentlichung gerne zur Verfügung stelle, bin ich hochachtungsvoll Ihr (1077—3) ergebener Peter Nikolaus Feuser, Lllibach nm 30. Mai 1864. Wirthschaftö-Director und Ncaiitiitmbcsitzer. (676—6) Portion von zwei Erb sen in die Hantstcllen, wo der V.llt wachsen soll, eingcilcben nnd erzeugt binnen sechs Monaten einen vollen kräftigen Vart» wuchs. Dasselbe ist so wirksam, daß cö schon bci jnngcn Leuten von 17 Jahren, wo noch gar kein Vartwnchö vorhanden ist, dcn Äart in der obe» gedachten Zeit hervorruft. Die sichere Wirkung garan» tirt die Fabrik. Thinesisches Haarfärbemittel 5 Flacon fl. ».»<>. Mit dicscm üinll man Augenbranen, Kopf« nnd Varthaare fnr die Dauer echt fä'rbcn, vom blässesten Vlond und dunklen Blond bis Vrann nnd Schwarz, man hat die Fal'beniniam'en ga»z in seiner Gewalt. Diese Komposition ist frei von nachtheillgen Stoffen; so erhält z. V. das Auge inchr Chaniktcr nnd Ansdrnck, wenn die Allgcnl'lancn etwas dlinklrr gesärbl werden. Die vorzüglich schönen Farben, die durch dicscs Mittel hervorgebracht werden, übertrcsfcn alleö bis jetzt Eri-stirendc. Erfinder! Nöthe <^ Comp. in Be,-> liu, Komma ndantenstr. 31. — Die Nie» dcrlagc befindet sick) in L a i b a ch bei Herrn ^IK<»K't'!'«'»«»!<.<»', Hauptplatz Nr. 239. ! (2203-«) Gcurttft. attcstirt und empfohlen von vielen belühmten Autoritäten der Medizin! j ^djjkg. 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W. Eichler, Uly»*- ^'^l»-il/.: ./o*ß/" lAUchan, Klagcnfurl: Apolh. Alois Maurer I und Johann Suppan, Krainbur^: Franz Krisper, Noustadll: Apolh. Dom. ilizzoli, Spital: /J. i«^ I Wallar, Villach: Jfaf/i. Fmi-ä^, in Wipjiach: ./. Ar. Dollen*.