Nr. 30. Ticnstag, 7. Februar 1W5. 124. IaliMna.. Mbacher Zeitung. !?5"."Ulurrn>iv„5prrio! Mn P o s! vr i! e»d u n g: nn»z>nhr>n «>> X. hntt'jiüirin ik> X. I,i> Kumm: n«»z- ^ Die Laibachr, Zriliinn» elichein! lnssüch, mil Äusiwhml' dci ^l»»>. >,»d ssi'il'rinnr, Dil' Ädniiüisllatiu!! lx'findel ^ng ^ i< i)l,il,ja!,,!ss l! X, ,U<> Lvn'chs!»!io>!i drr ^rdallw» D^» « l>i« w Uhr Iükvalr liiv zu 4 Zsilrn !,« k, „rüs!«c per ^ri!e llt l,: l>v, üsilr, n Wirderl^lmMu pcr ^rilc 6 t>. ^ . UDNniNan«, U»ira»l>cr,r Brirfr w>>rd>'!, i,ich> a»»?»»!»!!!,'!,, Ma>!i»l>ip!c »ichl zliriicl^slollt. Amtlicher Teil. . Ihre k. und k. Hoheit die durchlauchtigste Frau ^ähcrzogin V l a n c a, Gemahlin Seiner k. uud k. Hoheit des durchlauchtigsten Herrn Erzherzogs Leopold S a l v a t o r, ist Samstag, den ^- Februar, um l2 Uhr nnttags von eineni Erz-Erzöge glücklich entbunden worden. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben !wt Allerhöchster Entschließung vom 4. Februar ^- I. über den von dem k. k. Finanzminister und ^m königlich ungarischen Finanzminister erstatte ^n alleruntertänigsten Vorschlag den Geheimen "at und derzeitigen Gouverneur der Österreichische Ungarischen Vant Dr. Leon Ritter von ViIinski Am Gouverneur der Österreichisch - ungarischen ^ank anf die statlitenlnäßige Zeitdauer allergnä-"^st luiederzueruennen nnd huldvollst anzuordnen ^Niht, das; deinsclben für seine hingebungsvolle, 3^ öffentlichen Interessen wie denjenigen der !scheii und das I>XXXlX. ötück der kroatischen ^ 'Mnbe des NeichsgcM'laties voin Jahre 1t)04 ausa/geden bti, ^ ^'" Ämtsblatle zur «Wiener Zeitung» von» 5, Fe qz ^ I-«'5 ^)ir. ^9 wuldc dir, Weiierverdreilung folgender ^''rzfu^iiis^ verlwteu: ^r, 5 «/^r> vo», 2. Februar 1905. >^^ ^r le diesen Burschen Zigaretten ranchen, immer ^//"'e knrze Pfeife. Und lvas er sich mit seines ^utnants Sachen für Mühe gibt, das ist nicht zn "nuben! Dabei singt der brave Mensch stnnden-h/^ Patriotische Lieder, daß es eine Freude ist. ^.n- diesen Leutnant weiß selbst die Anfwärterin, "ne böse Zunge hat, nichts zu klatschen. Pt- lungen Äiädchen bevölkern anfänglich die l^nrnade i,i ungelvöhnlicher Weise. Aber bald , ^ das Gelaufe nach. Denn Leutnant von Dorn-/ ' N hat nur Augen sür die Tochter deo Vataillons-^.'nmandeurs, für die schöne Ellen. Allgemein ^ ,!'nt mail an, daß die beiden ein Paar werden, k^ulein Milchen ist vollständig damit einverstan-^ ' ^e c^önnt ihreil Lentnant gerade nur dieser ^^'„fü'r deren liebliche Erscheinung sie eine wahre ^''""nnerei hat. Das gibt mal ein Paar, an dem ^in s ^ ^" -vimmel ihre Frende haben müssen. No ^ ^'lzendes Mädchen und ein so tadelloser ^n! Nicht einmal hat Fräulein Milchen ihren ^'bo ^ anders als kerzengerade heimkommen ^ ^'Daß manche Menschen entsetzlich viel vertra-lunnen, das ahnt die harmlose Seele nicht. Nr, 5 «Kow)^ l,i-(,inn>i!,<»t»«» vom 2. Jänner 19l)b Nr, 30 «N«,»v.äc!» uoul 3l). Jänner 1905. M. 4 »Neue Freie ^ehlcrzei,nnss> vom 28 Jänner 1905. Nichtamtlicher Teil. Die Moskauer Adelsversammlung an den Zaren. Moskau, 5. ssebruar. Die in der heutigen Adelöversaimnlnng angenommene Adresse an den Kaiser lautet: „Zar! In den gegenwärtigen schweren Tagen Rußlands sind die Gedanken des Moskaner Adels auf Dich gerichtet. Er fühlt, was Dein rnssifches Herz beklemmt, von welcher Sorge Deine Gedanken erfüllt find. Eine schwere Prüfung hat Dir, Zar, und Rußland Goll gesandt: Ein äußerst schwerer nnd hartnäckiger >irieg, wie er noch nie vorgekommen ist, hat alle Kräfte Nnßlands an sich gezogen. Noch ist das ersehnte Ende des Krieges nicht abzusehen, und unterdessen zerrüttet innerer Aufruhr die Gesellschaft liud regt das Volk auf. Werden wir etwa, vom Kriegsgewitter verwirrt, kleinmütig an die sofortige Einstellung des Krieges, die nur unter schweren Verlusten nnd um den Preis der Politischen Erniedrigung Rußlands möglich wäre, den-ken? Nein! Mit Dir zusammen, Zar, hegen wir die Zuversicht, daß nnsere tapfere Armee nnter der Lei-tnng des erfahrenen Führers den gewünschten Sieg erringen und Rußland einen ehrenvollen, dauerhafteil Frieden geben wird. Ist wohl jetzt in dieser schweren Zeit der richtige Moment da, nm an irgendwelche Reorganisation des Regiernngs-systems zu denken? Laß die Kriegswolke vorübergehen und die Unruhen sich legen; dann wird Rußland, von Deiuer führenden ,hand geleitet, die Wege finden zn zuverlässiger Gestaltung des inneren Lebens anf der Grnndlage der Einigung des antokratischen Kaisers mit dem Lande, die uns nnsere Geschichte vorschreibt. Regiere im Vewus'.t-sein Deiner Kraft, antokratischer Kaiser! Iu der Größe Deiner Macht liegt die Stärke und Hoff-nung des russischen Volkes, in dem Zntrancn zn ihr und zn Deiner unermüdlichen Fürsorge für das Wohl Rnßlands liegt seine Einigkeit. Glaube Du an die Ergebenheit des alten dienenden Standes des russischen Vaterlandes für Dich!" lind "- hm — der Wahrheit die Ehre — es ist schon manchcsMal vorgekommen, daß einer „ihrer" Leutnants anf der Promenade einem hübschen Dienstmädcheu einen kecken Vlick zugeworfcn hat, so daß Fräuleiu Milchen am Fenster darüber errötete. Aber Hans von Dorn heim schaut nicht links, nicht rechts, mögen auch die verliebten Tinger sich noch so kokett in den Hüften wiegen, wenn sie an ihm vorübergehen. Fräulein Milchen steht in der Dämmernng am Fenster. Sie hat noch keine Lampe angezündet, und drüben bei ihrem Lentnant ist auch atind zuschickt, als ob das etwas ganz Selbverständliches wäre! Fräulein Milchen schließt das Fenster und sinkt geknickt anf ihren Sessel. Das; man sich so in einem Menschen tänschen kann! Sie tnt diese Nacht kein Auge zu. Erst gegen Morgen schläft sie ein, nnd in ihrem Träumen siebt sie nichts als Kinder-wagen------------ ^., '^ ^. Ihr erster Blick nach dem Auf,',' g,lt d^ Nachbarlvohnnng. Alles wie>ns ^'"n,"doch mch — in dem kleinen einfenstrigen Raum neben de.' Laibacher Zeitung Nr. 30. _______ 25« 7 Februar 1905. det, i)ie die sofortige Verleihung des renponnibi^ 8<>!lf5<>v<>i-il!li^ilt fordert, und zwar geht diese Forderung nicht von Buren, sondern von Engländern aus. Indessen scheint es, nach einer Erklärung, die Lord Milncr jüngst gemacht hat, der feste Entschluß der Negierung zu sein, ein solches Maß von politischer Freiheit den Kolonien nicht auf einmal zu gewähren. Politische Uebersicht. Laib ach, 6. Februar. Die nächste Sitzung des Herrenhauses ist für Freitag, den 19. d. M., um 1 Uhr nachmittags in Aussicht genommen. Auf der Tagesordnung soll u. a. der Bericht der volkswirtschaftlichen Kommission über die Gesetzvorlage, betreffend die Regelung der Sonn- und Feiertagsruhe im Gewerbebetriebe, gesetzt werden. Das „Deutsche Volksblatt" nieint, angesichts der Entwicklung der politischen Lage in Ungarn sei es vom österreichischen Standpunkte das einzig Nichtige, den Ausgleich nicht zu erneuern. Ungarn würde ihn nur dazu benutzen, von Österreich noch möglichst viel zu erlangen, und dann doch den Dualismus zertrümmern. Der Zivillord der englischen A dmira-Iität, Lee, hielt in Eastleigh eine Nede, worin er sagte, die Negierung habe nicht mehr so sehr Frankreich und das Mittclmcer zu überwachen als mit Unruhe, wenn auch nicht mit Furcht, nach der Nordsee zu blicken. Aus diesem Grunde seien die englischen Flotten so umgestaltet worden, daß sie einer Gefahr von dieser Seite trotzen können. Wenn es unglücklicherweise zu einer Kriegserklärung kommen sollte, würde die englische Flotte den ersten Schlag führen, noch ehe man auf der anderen Seite Zeit hätte, die Kriegserklärung in den Blättern zu lesen. Die letzte vorgenommene Reform beziehe sich ausschließlich auf Schiffbauten. Die besten, schnellsten und stärksten gepanzerten Schiffe würden zukünftig in den Seeschlachten cine Nolle spielen. Es sei infolgedessen beschlossen worden, keine Ausa/iben mehr für die NeParatur alter Schiffe zu machen. Man wird mit den dadurch ersparten Beträgen Schiffe von der größten und schnellsten Type herstellen, die ausschließlich mit der schwersten Artillerie armiert und durch die stärksten Panzer geschützt sein werden. Diese Schiffe würden nicht so zahlreich seiu, aber eine größere Zerstörungskraft besitzen. Die Gerüchte, daß demnächst Konferenzen der Botschafter der vier Schutzmächte Kretas in Nom stattfinden werden, um über die Forderungen der Kreter zu beraten, sind, wie man aus Konstantinopel meldet, unbegründet. Die vier Garantiemächte seien keineswegs gewillt, in der gegenwärtigen Lage Kretas eine durchgreifende Änderung eintreten zu lassen, und es fehle somit auch dem Gerüchte, daß sie sich um eine hierauf bezügliche Zustimmung Österreich-Ungarns und Deutschlands bemühen, jede Grundlage. Der zwischen den vier Kretamächten schwebende Gedankenaustausch Leutnants Schlafzimmer ist die Vitrage zugezogen. Das erste Mal, seit er drüben wohnt. Also da ist das Würmchen untergebracht, wäbrcnd seine Mutter auf Neisen ist! Ohne weibliche Pflege, ganz den beiden Mannsleuten überlassen, die ja gar nicht wissen können, was so ein kleines Kind alles nötig hat! Fräulein Milchen ist in heller Aufregung — sie wendet fast keinen Blick von dein Fenster, und richtig — da steht der Kinderwagen dicht am Fenster, und es bewegt sich etwas drinnen, als zappelte das Kleine mit den Veinchen. Der Bursche schwatzt und lacht in den Wagen hinein und macht sich allerlei daran zu schaffen. Gottlob, er scheint wenigstens kinderlieb! Wenn man's nur noch 'n bißchen besser erkennen könnte! Man müßte mit dem Operngucker --------Zil spät, eben zieht der Bursche die Vitrage wieder zu. Fräulein Milchen hat genug gesehen. Sie ist nicht klatschsüchtig,,das alte Fräulein. Aber es gibt eben Dinge, die man ganz unmöglich in sich allein verarbeiten kann, die man wenigstens einer allerbesten Freundin anvertrauen mutz. Gegen Abend setzt Fräulein Milchen Wohlgemut ihren Hut auf, nimmt ihren Mantel um und macht sich auf den Weg zur verwitweten Frau Sekretär Schönlein, um mit der den schrecklichen Fall unter dem Siegel der tiefsten Verschwiegenheit zu besprechen. Natürlich hat Frau Sekretär Sckän-lein ihrerseits auch mindestens eine allerbeste Freundin; und daß sie der noch an demselben Abend, gleich nach Fräulein Milchens Weggang, notwendigerweise einen Besuch machen muß, das bedarf wohl keiner ausdrücklichen Versicherung. (Fortsetzung folgt.) ziele darauf ab, den Obcrkommissär, Prinzen Georg, in der Finanzfrage zu unterstützen und seine persönliche Stellung nach Tunlichkeit zu verbessern. General Stößel, der in Colombo angekommen ist, erklärte einem Berichterstatter gegenüber die Mitteilungen der europäischen Presse, wonach >)ie Übergabe Port Arturs ungerechtfertigt gewesen sei, als unrichtig. Die Besatzung hätte sich nicht einen Augenblick länger halten können. Tagesneuigleiteu. — (Eine Feindin der Reinlichkeit.) Es gibt Frauen, die sich im Scheuern, Putzen, Stöbern nie genug tun können und dadurch den Mann oft zur Verzweiflung bringen. Das Gegenstück davon ist eine Frau in München, die durch völligen Mangel an Reinlichkeitssinn ihrem Gatten Anlaß zur Ein» reichung einer Scheidungsklage gab. Der glückliche Gatte hatte vor etwa einem Jahre geheiratet, ohne eine Ahnung davon zu haben, daß seine Auserwählte '^ auf stetem Kriegsfuße mit der Reinlichkeit steht. AIs ^ er vor etwa einem halben Jahre die Wohnung roech-! selte, mußte der Schmutz in den verlassenen Zimmern förmlich aufgeschaufelt werden. In verschiedenen Win-teln der Wohnung fanden sich Wäschestücke, die von Schmutz und Staub starrten und als unbrauchbar be>! seitigt werden mußten. Auch beim Kochen und der Pflege ihrer eigenen Person hielt es die Frau ebenso; es kam vor, daß sie sich oft sechs bis acht Tage weder wusch noch kämmte. Da sie unverbesserlich blieb, sah sich der Mann genötigt, um Trennung der Ehe nach-zusuchen. — (Schusterjunge und Lokalbahn.) Über eine köstliche Lokalbahnidylle, deren Schauplatz in bedenklicher Nähe der königlichen Haupt- und Residenzstadt München gelegen ist, berichtet man der „Münch. Post" das folgende aus Pcrlach: Zwischen dem Münchener Ostbahnhof und Ayiug wurde eine Lokalbahn erbaut, die nicht den Wünschen aller entspricht, besonders beklagen sich die Bewohner der Dörfer, an denen die Lokalbahn vorbei „rast", ohne anzuhalten. Die Klagen sind indessen ungerechtfertigt, man kann auch ohne Haltestelle von einem beliebigen ^ Dorfe aus sich die motorische Kraft der Lokalbahnlokomotive zunutze machen, ohne auch nur einen Pfennig als Fahrgeld abladen zu müssen. Feldkirchen hat. wie der Fahrplan ausweist, keine Haltestelle, wer aber! das Dörflein von Perlach aus mit der Lokalbahn erreichen will, der inacht es wie der Schusterjunge, der kürzlich beobachtet wurde. Er hängte über den Puffer des letzten Waggons das Paar Stiefel, das er in Feldkirchen abzuliefern hatte, er selbst aber faßte mit den Händen ebenfalls den Puffer — ein Pfiff und fort ging's im Lokalbahntempo dein Ziele entgegen. Die Neise wäre anch glücklich zu Ende gegan-gen, wenn nicht ein kleiner Zwischenfall sie unterbrochen hätte. Eine Schwelle ragte ein wenig mehr als die übrigen aus dem Bahnkörper hervor, der Schusterjunge stolperte, verlor den Halt und fiel nieder. Er rieb sich ein wenig die Knie, aber Plötzlich gedachte er der Stiefel, die am Pnfser hingen und die ihm der Zug zu entführen drohte. Er sprang auf, Das Majorat. Roman von Ewald «nguft König. (119 Fortsetzung.) (Nachdruck ucrbotcn.) 18. Kapitel. Mit schwer bedrückten: Herzen sah Röschen vor ihrem kleinen Nähtische, die sonst so flinken Hände ruhten müßig im Schoß, die umflorten Augen schauten sinnend in den Wald hinaus. Der Förster wanderte mit großen Schritten rastlos auf und nieder, die Rauchwolken aus seiner Pfeife umhüllten immer dichter sein Haupt. „Ich muß wieder zur Stadt", brach er nach einer Weile das Schweigen, während er einen Prüfenden Blick auf diMnckucksuhr warf, die mit ihrem einförmigen Pendelschlage allein die Stille unterbrochen hatte. „Ich muß den Kerl so lange suchen, bis ich ihn finde!" „Und wenn er dann leugnet, wer will ihm die Tat beweisen?" fragte Röschen mit einem schweren Seufzer. „Haben wir ihn erst hinter Schloß und Riegel, dann werden wir ihn schon zahm machen." „lind Dagobert bleibt im Gefängnis." „Hoffentlich nicht lange mehr. Vins irritiert mich noch: die Kugel, die in der Wunde gefunden worden ist, soll genau in die Büchse unseres Freundes passen. Also muß der Wilderer eine Büchse desselben Kalibers haben, und diese Jagdflinten sind sehr teuer. Wie ist der Kerl nun in den Besitz einer solchen Büchse gekommen? Wenn er sie gekauft hat, so muß doch der Verkäufer sich ermitteln lassen-, das Zeugnis dieser Person wäre von Wichtigkeit. holte in wenigen Sätzen den Zug ein, ergriff die Stiefel und setzte dann, diesmal ohne Zuhilfenahme der motorischen Kraft, seine Neise fort. Ein Augen« zeuge des Vorfalles unterhielt sich mit dem Schusterjungen und wollte ihm ein Kompliment über seinen originellen Einfall machen, bescheiden wehrte aber der Schusterjunge ab: „Dös is nix neu's, in Perlach und Feldkirchen machen's alle so, sogar d' Wciba laufa mit." Feldkirchen braucht also keine Haltestelle. — (DerPhonographbeiderLeiche"' feier.) Ein Kaufmann der Stadt Cork in Irland ist wohl der erste Mensch, der sozusagen bei seinem eigenen Begräbnis gesungen hat. Auf den Deckel des Sarges wurde nämlich ein Phonograph gestellt, nach Beendigung der religiösen Zeremonien wurde der Phonograph in Bewegung gesetzt und die Trauer« Versammlung in der Kirche hörte nun ein Requiem, das der Verstorbene selbst in den Apparat gesungen hat. Die Walze soll aufbewahrt werden und an ,'<'' dem Jahrestage seines Todes soll seine Stimme wic^ der erklingen. Der Verstorbene hatte eine schöne Vari' tonstimme; er hatte bei mancher öffentlichen Feier gesungen. Nach derselben Methode kann heutzutage einer sich selbst seine Grabrede halten. -- (Ein Burschen streich.) Während des Manövers 1895 komme ich — so erzählt man der „Täglichen Rundschau" — eines Tages bei großer Hitze im Quartier bei meinem Bauern an und pralle entsetzt zurück ob der unzähligen Fliegen, die in dem mir zugewiesenen Zimmer schwirren. „Ums Him-melswillen, Michalek", sage ich zu meinem braven Burschen aus Polen, „sofort Fliegen fangen!" Ich höre ihn noch gerade „Zu Befehl, Pan Leutnant!" stammeln und gehe in den „Krng", um den Durst zu löschen. Vei meiner Rückkehr tritt mir Michalck mit seinem Kochgeschirr (!) entgegen. „Nanu, was soll denn das?" Michalek grinst: „Fliggen, Pan Lett-nant, waren hier so kleine, hab' ich große im Pferde-stall gefangen, hirr. Pan Leitnant!" Dabei hebt er den Kochgeschirrdeckel hoch, und — rrrr — furrt nn'c ein Schock Pferdebremsen um die Ohren. ^ (Ein sonderbarer Leichentrans' Port.) Die Newyorker Polizei beschäftigt sich mit einem sonderbaren Vorfall, der sich beim Tode des bekannten Millionärs Goodale aus Watertown iin Staate Newyork ereignete. Goodale kam vor einign Tagen nach Newyork und dinierte in einem Pensionat in der 47. Straße in Gesellschaft eines Freundes und zweier Damen in einem s'lidin^l Ml-tis'uli^r. Dort starb er Plötzlich. Die Wirtin wollte nicht dulden, dah der Tote mit einem Leichenwagen abgel'olt werde-Sie behauptete, der gute Nnf ihres Etablissements werde dadnrch rniniert. Weder der Arzt Goodales, noch der Polizeiarzt wnrden gernfen, und der letztere soll sich dann bereitgcfnnden haben, dieAffäre geheiM' zuhalten, um einen Skandal zn vermeiden. Der Ok' nosse Goodales beim verhängnisvollen Schmause lieh einen anderen Freund kommen, und spät nachts gi"' gen die beiden mit der Leiche Arm in Arm in der Mitte zum nächsten Wagenhalteplatze. Sie taten ^' als wäre Goodale bloß heillos betrunken: sie torkelte" über das Trottmr hin und her und richteten bursc^' kose Redensarten an die Leiche. Die Stras;e war se^ Röschen blickte auf ,ein Hoffnungsstrahl blitzt aus ihren Augen, die erwartungsvoll auf dem V^ ter ruhten. „Man müßte bei den Waffenhändlern anfr^ gen", sagte sie. „Das soll geschehen", nickte er, „es wird "Nf mühsame Arbeit sein — er kann die Büchse ja cMA bei einem Trödler gekauft haben, und deren tpv es in der Stadt eine Menge." Die Hunde draußen schlugen an, eine lM?' breitschultrige Gestalt schritt am Fenster vorb^ gleich darauf trat Abraham nach kurzem Anpo^e ins Zimmer. , Martin war stehen geblieben, sein Blick rM)" forschend auf dem Hünen. „Sie sind der Schwiegersohn der Frau BU ger"? fragte er. „Der bin ich", nickte Abraham. „ Und der Bruder des Mannes —" ^ „Der hier so grausam gemißhandelt lv^ den ist." ,,< „Und dafür blutige Rache genommen y^'. „Niemand außer Ihnen behaiiptet das", "'w' derte Abraham, mit seiner breiten Hand dmch ^, struppigen Bart fahrend. „Sie haben diesen ^' dacht ausgesprochen, und ich sowohl wie nn'^. Schwiegermutter, wir haben uns gesagt, daß ^, Schuldlose nicht für die Tat e ines anderen bud dürfte, wenn dieser andere auch mein Bruder w.a Und wenn mein Bruder die Tat begangen h" / Herr Förster", fuhr Abraham, tief ausatmend, N'^ „dann würde ich selbst ihn dem Gericht übcrln'I haben." ^Lmbacher Zeinma Nr. 30. 257 7. Februar 1905. belebt, viele Theaterbesucher begabeu sich zum Souper in Restaurants, und dir zwei Herren muhten mit dem Toten an Hunderten von Leuten vorübergehen, ehe sie einen Wagen erreichten. Kein Mensch hatte bemerkt, das; da ein Toter transportiert werde. Im Nagen wurde dann Goodales deiche in die Toten« kannner gebracht: ein reichliches Geschenk bewirkte c3, baß der Kutscher nicht allzu große Ncugier zeigte. — (Die merkwürdige Schieß-aeschichtc,) die sich während des Festes der Was-scrwcihe in Petersburg zutrug, ist noch immer nicht aufgeklärt. Man hat erzählt, daß Großfürst Vladimir, während er sich an der Seite des Kaisers in der Kapelle befand, von einer „toten" Kugel erreicht wurde. Die Kugel traf ihn am .Knie. Der Großfürst hob sie auf und zeigte sie dem Zaren, der aber nur leichthin sagte: „Nu:evo! Steck sie in die Tasche!" Das erinnert ein wenig an eine Geschichte, die sich, wenn wir nicht irren, während der Belagerung von Warschau zu» trug. Der General-Feldmnrschall Fürst Paskevil hatte ben Befehl gegeben, eine Stelle, die befondcrs kräfti-Nen Widerstand leistete, nut Haubiygranatcn zu be-schießen. Ungeduldig wartete er auf das Resultat bes Feuers, aber das Resultat kam nicht. Der Schuß 'lUlßtc schlecht sein. Der Feldmarschall gab seinem Nosse die Sporen und ritt wie ein wilder Indianer auf die Anhöhe, wo die Batterie aufgestellt war. „Welcher Dummkopf kommandiert hier?" schrie er. — 7^ch", erwiderte ein Offizier. — „Herr Hanptmann, lch lasse Sie einsperren, da Sie Ihr Geschäft nicht verstehen; Ihre Granaten haben ja keine Wirkung." "- „Das ist richtig", erwiderte der Hauptmann gelassen, „aber das kommt nnr daher, daß man mir elende Granaten geschickt hat, die nicht platzen wollen." '- „Erfinden Sie etwas anderes, Herr, etwas an» öeres! Mit solchen Ausreden fängt man mich nicht; 'ch übergebe Sie dem Kriegsgericht , , ." Der Hanpt» luann gab keine Antwort, sondern nahm kaltblütig eine Granate, zündete die Zündschnur an, legte sich bann das ranchende Geschoß ans die flache Hand nnd Präsentierte es dem General mit den Worten: „Überzeugen Sie sich selbst, Herr Feldmarschall!" Paske-vii' rührte sich nicht vom Fleck, sondern kreuzte die ^lrme hinter dem Nucken nnd sah neugierig zu. Feier» l'chc Stille. Die beiden Männer blieben unbeweglich stehen und wartetet,, bis die Zündschnur herunter-Nobrantit war. „Sie hatte» recht!" sagte dann PaZke-biö, nnd ritt grüßend'von dannen. Lolal- und Plomnzial-Nachrichtcn. Von der New bis zur Poik. No» Lea Fatur. Weiß und stanbig dehnt sie sich vor unseren An» 9eu und lockt nns, wunderbare Märchen erzählend, in die Ferne ... Nnd wir möchten den Stab ergreifen und ziehen "ach Wandererart weiter, weiter, unermüdlich, bei ^ageshitze, im Dämmerlichte, bei Sternenflimmer Uud im Morgengrauen dem fäumigen Glücke entge-Nen, das uns zn Hanse nicht aufsuchen will, dem ^eheimnisvollen, das wir von jedem jungen Tage vergeblich erwarten, in dessen Anhossnng wir „Das ist brav gedacht," sagte Röschen. „Komödie," spottete der Förster achselzuckend. „Ich bin niemals in meinem Leben >lomö-b'ant gewesen," antwortete Abraham, ihn fest andickend, und seine Stimme klang ruhig und leiden-chaftslos. „ich habe stets nur die Wahrheit gesprochen, ich sage sie auch jeht. Ich war bei meinem "rnder und fand ihn im Bett, er ist vorgestern gar 'Ucht ausgegangen." „Oh - da haben wir's ja!" brauste Martin "»f. „Ein Kerl, wie der, soll einen ganzen Tag im >^'tt liegen? Da möchte ich doch wissen, was ihm N'hlt!" ' ,Miederreißen!" „Ja, das kann man leicht saa.cn! Als ich beim ^'ilitär war, sagten's die Nekrnten anch, mn sich l'uin Dienst zn drücken, die Doktoren konnten von d'eser Krankheit nichts sehen." „Mein Brnder hat mir geschworen, daß er !?icht im Walde gewesen sei, ich habe anch in seiner Kammer keine Büchse entdeckt." „Kann ich begreifen," erwiderte Martin, der wieder anf nnd nieder wanderte, „die Büchse ^ü'ßte ja zum Ankläger gegen ihn we'rden.So schlan '!l der.verr Brnder sicherlich, daß er an diese Gc-^hr gleich abdacht nnd die Büchse versteckt hat." „Wo sollte er sie versteckt haben?" „Haben Tie sein Bett untersucht?" „Nein." ^ „Das Versteck kann dort, es kann anch im ^alde sein. wird hoffentlich gefnnden werden. Daß ?ie den Bruder zu rechtfertigen suchen, begreife '^ aber gelingen wird es Ihnen nicht." abends die müden Augen schließen . . . Morgen, ja Morgen wird es kommen im frühen Sonnenlichte glänzend, wunderbar . . . An hohen und blühenden Gebüschen eben, breit und lockend biegt die Triestcr Straße an der Mlaka bei Fiunie ab. Anf ihr kann man durch stille Dörfer, junge Wälder eilen, neben der grünen Reka, an weißen und klappernden Mühlen ziehen und wieder zu dem Meere kommen, dem ewig wunderbaren! Bis hin habe ich Onkel und Cousine begleitet mit denen wir uns auf dem Tersatto getroffen. Ich wollte noch einige Tage in Fiumc bleiben, doch der Wagen stand da. „Komm mit!" sagten scharrend die Pferde; „Komm mit!" knarrte der große LciteNuagen, der noch gestern unter der schweren Hculast gestöhnt ^ und heute, sich leicht fühlend, sehr gut aufgelegt war; „Komm mit!" lachten Danicas Augen, und ehe ich's nnr recht überlegt, saß ich auf einem Brette neben ihr. Wer hätte anch der Versuchung widerstehen kon» nen, die freie Ansficht von einem Wagen, und war's anch nur ein Leiterwagen, zn genießen? Nach Fiulne hatten mich die Wellen der Sehn» fucht, der Kindheit zanberifche Erinnci'nngen und Träume verschlagen. Nnd als die Wellen mit leifem Ranschen die ersten Strahlen der Sonne begrüßten, eilte ich, eine Pilgerin, vorüber an dem noch schlafen» den Leben der Finmara über die Nelabrücke, die Fiume von Kroatien trennt, und stieg, mich oft um» schanend, hinan die steilen Stiegen zum hohen Tersatto. In wunderbarer Schönheit erglänzte die Adria-die fernen Küsten schwammen noch in leichtem Moi> gennebel, und dort in der Ferne kündete ein leichter Ranch einen eilenden Dampfer, bewegten sich kleine schwarze Punkte Voduli, die in leichten, mit frühreifen Feigen, Trauben, Pfirsichen, Fischen und Pa» radiesäpfeln beladcnen Barken nach Finme segelten. Sie waren früh aufgestanden, denn mächtig tönte die Glocke im Dome, die zur kroatischen Predigt lud, und sie wollten znr Andacht, bevor die Geschäfte begannen. Die schlafenden Fahrzenge an der Fiumara begannen sich zu regen; gähnend rafften und zogen teervel schmierte Matrosen die Taue, wuschen dasVer-deck nnd sich selbst, es war ja Sonntag . . . Und die Geliebte wird kommen, mit Augen groß und strahlend, er wird sie mit fester Hand im schwanken Fahrzeuge über die glitzernden Wellen führen... Ja, die Fiu< mara erwachte, die Schiffe regten sich, die Fenster und Türen der Hänser öffneten sich, da erschien manch blonder nnd manch schwarzer Mädchenkopf und blickte mit dunkeln sehnenden Angen anf die Reka — sie eilte doch immer in5 Meer wie die Sehnsucht blonder und schwarzer Mädchen immer ihm zneilt, dem Unbekannten, doch Ersehnten, den ihre Seele lieben wird . . . Augen blau, schwarz, grau, blickten in die dnnkle 'Rätsel bergende Ferne; Schiffe spannten voll Mut ihre Segel; Leben regte sich auf oer Fiumara, Träume !der Kindheit. Weiber erfchiencn in den grün angestrichenen Baracken, um die aus Zucker gesponnenen Bockshörner, Slnta, und andere Herrlichkeiten zn verkaufen, Männer in blauen Blusen eilten an ihr Tagwerk, denn nicht jeder kann Sonntag halten in „Es muß gelingen, denn er ist schuldlos." Der Förster war dicht vor dem Hünen stehen geblieben, seine blitzenden Angen hefteten sich durch' dringend anf ihn. „Sagen Tie offen nnd ehrlich, glauben Tie das alles'selbst?" fragte er. „Wenn ich es nicht täte, dann würde ich nicht zn Ihnen gekommen sein, um Tie zn bitten, diesen Verdacht fallen zn lassen," erwiderte Abraham in seiner treuherzigen Weise. „Und während Tie das tun, ist Ihr Brnder anf der Flucht nnd gewinnt mit jeder Ttnnde einen größeren Vorsprnng." „Auf der Flucht? Anton denkt nicht daran! Weshalb anch sollte er fliehen?" „Wenn er nicht der Täter ist, wer soll dann die Tat begangen haben?" fragte Röschen, die nnr diese eine Möglichkeit znr Rettung ihres Geliebten kannte. „Ich weiß es nicht, Fränlein," sagte Abraham mit einein bedauerlichen Achselzncken. „wenn ich es wüßte, würde ich augenblicklich zum Gericht gehen, nm ihn anzuzeigen. Meine Schwiegermnlter be-hanptet, der Herr Baron könne es nicht gewesen sein, nnd ich glaube ihr;, aber wo soll ich, der doch so wenig von solchen Dingen versteht, den Täter suchen?" Der Förster stand in Nachdenken versnnken, sein Blick ruhte noch immer auf dem Hünen, an dessen Aufrichtigkeit er nicht mehr zweifeln konnte. (Fortsetzung folgt.) unferer rastlofen Zeit . . . Dennoch stieg ich, mich oft umfchancnd, weiter — grüßten mich doch des Schlosses alte Zinnen, rauschte doch die Ncka zu meinen Füßen, fangen doch Bettler zur Gusla alte Heldenlieder und frenten sich der Gaben der an mir vorübereilenden Pilger . . . Und die Glocken klangen vom Dome, von der Kapuzinerkirchc, von überall, uud mächtig antwortete ihnen die Glocke von Tersatto, während, gedämpft durch die Ferne, der Schall der Küstenglocken leise herübertönte wie eine Mahnung aus vergangenen Tagen, wie ein Klang verlorenen Glückes ... Es war ja da, es glänzte in einem Hauberaugc, doch es ist verschwunden, versunken in der Mecrestiefe und kein Netz, kein Taucher, zieht es wieder hervor , . , Und wenn wir es erreichet, könnten, fo würden wir ja eilen, anf schwankem Nachen von Küste zu Küste, bei fliisternden Wellen, Meernirengesängen, bei Wellen, die da toben in Stnrmesbrausen, bei Monden-schein und Windcsjaa.cn . . . (Fortsetzung folgt.) — (Wichtig für K aufleute.) Anläßlich einer einfchlägigen Beschwerde gegen die fünfzigfache Gebührensteigerung für eine ungestempelte anslän^ dische Rechnung hat der t. k. Verwaltungsaerichtshof folgende generelle Entscheidung getroffen, die für Kaufleute zweifellos von Wichtigkeit ist: „Eine aus-ländische, ins Inland eingebrachte Nechnnng (Fak tnra) unterliegt allen die inländischen Rechnungen treffenden gebührengesetzlichen Bestimmungen, ist daher auch ohne Unterschrift des Ausstellers gebührenpflichtig und bei nicht erfüllter Stempelpflicht mit der fiinfzigfachen Steigerung bedroht." —0. ~ (Zur Tätigkeit des hiefigcn Net tnngsvereine s.) Im abgelaufenen Monate in terveniertc der Nettungsverein in 60 Fällen (bei 33 Männern und 27 Franen), und zwar: bei 33 Ei krau» knngen und Schwächeanfällen, 3 Schlaganfällen, l Verwnndnng infolge Vcrbrennnng, 1 Beschädigung am Fuße, 2 Beinbrüchen, 3 Beschädigungen infolge Überfahrens, 7 Beschädigungen infolge Falles, 2 Beschädigungen durch Schläge, 1 Verblutung, 2 Ver wnndnngen am Kopfe, 1 fchweren Geburt, l Fall durch Erfrieren, 2 Irrsinnsanfällen. x. ^ (Zur heurigen Äausaison.) In den letzten Tagen wurden bei zwei hiesigen Vaufirmen bereits 30 auswärtige Arbeiter aufgenommen. Zu Anfang des nächsten Monates wird anf einigen Bau Plätzen mit den Gruudausgrabungen begonnen wer den. x. ^ (Tanzkränzchen.) Der Gcsangschor der „Glasbcna Matica" veranstaltet Samstag, den 11. d., im großen Saale des „Narodni Dom" ein Tanzkränz-chen, dessen Beginn anf 8 Uhr abends angefctzt ist. Eintrittskarten (für Mitglieder des Gesangschor^'s sowie für Studenten zu 1 K, für Nichtmitglieder zu 2 X, Familienkarten für drei Personen zn l lv) sind in der Handlung des Herrn I. Lozar am Rat-hansplatze und Samstag abends an der Kassa er hältlich. Es wird ersucht, in Promenadetoilctte zu erscheinen. — Da die Kränzchen der „Glasbena Matiw" stets sehr zahlreich besticht sind nnd einen animierten Verlauf nehmen, steht für Tanzlustige ein vergnügter Abend in Aussicht. — (Todesfall.) In Graz starb Herr Univer-sitatsprofessor Hosrat Dr. E. Nichte r, einer der her- ! vorragendslen Geographen Österreichs, im 58. Lebensjahre. Professor Dr. Nichter beschäftigte sich in seinen zahlreichen Werken vorzngsweise mit der Erschlie-ßung der Ostalpcn, veröffentlichte aber auch grnnd-legende Schriften ü6er die physikalische und morpholo-^ gische Beschaffenheit der Erdoberfläche im allgemei-!nen. Sein Heimgang bedeutet für die Wissenschaft einen schweren Verlnst. — (Die Laibach er Ver c i n skap clle) veranstaltet heute in der Nestanration Aner (Wolf gasse) ein Mitglicderkonzert. Entree für Mitglieder frei, für Nichtmitglieder 10 I>, ^ (G e meindev 0 r st ands w a H l.) Da der Gemeindevorsteher in St. Margareten Johann 5u dovan aus Gorenja Vas sowie der Gemeinderat Josef Pcrgar ans St. Margareten ihre Stellen niedergelegt hatten, wurden bei der am >5. Jänner vorgenomme ncn Nenwahl des Gemeindevorstandec' der Ortsgemeinde St. Margareten der Gemeinderat Josef Rodn-aus Gorenja Vas zum Gemeindevorsteher und Josef Kralj aus Zalog zum Genieinderate gewählt. ^ (E r w eite r n n g e i n e s S ch n I g e b ä u des.) Das Volksschnlgebände im Markte Soderschik. Bezirk Gottschee, soll heuer durch einen Zubau entsprechend erweitert werden. ^ — (Schul sperre,) In Podrciga, politischer Bezirk Adelsderg, mußte wegen aufgetretenen Scharlachs, an dem a„ch melirere Schuttmder erkran^ ten, der Schnlunterricht bis m.f weiteres unterlnochen werden. Laibacher Zeitung Nr. 30. 258 7 ^h^ 19^. ^ (Personal Nachricht.) Gestern passierte Ihre königliche Hoheit Frau Herzogin MariaD 0 -rothen A m a l i a von Orleans, voni st'ranken-lagcr ihres Paters, des durchlauchtigsten Herrn Erzherzogs Josef, ans Fiunie kommend, nnsere Stadt. Die hohe Frau nahm im (5oup6 ein vom Herrn Nahn» restanratenr Schrey serviertes Mittagsessen ein und setzte hieranf ihre Reise nach Wien fort, ** (Ö v e r se cfei e r.) In traditioneller Weise wurde gestern das Andenken an den glorreichen Sieg von Oversee würdig gefeiert. Wir behalten uns einen eingehenden Bericht über die erhebenden Festlichkeiten vor. ^ Den Abschluß bildete ein Tanzkränz-chen, das die Feldwebel und Gleichgestellten des k. und k. Infanterieregiments Leopold II. König der Belgier Nr. 2? im prächtigen Kasinosaale gestern abends veranstalteten, nnd das, zahlreich besncht, einen glänzenden Verlaus nahm. Das Konntee, mit den Herren: Major Roche l, Lentnaut Vase! und! Lentnant Gally an der Spitze, bestehend aus den Unteroffizieren: Dörfler, Novatzi, Schmidt. Weber. Siegel. Fiedler, K 0 b a l d, Just. Csaiswinkl e r nnd L e i t n e r, hatte mit Umsicht und Geschmack alle Vorbereitungen getroffen, nm das Gelingen der Veranstaltung zu sicheru. EZ beehrteu das Tanzfest zahlreiche Honoratioren aus Zivil- uud Militärkreisen mit ihrem Besuche und es wareu u. a. erschienen die Herren: Landesgerichtspräsidcnt Le» viönik, Fiuanzprokurator Hofrat Dr. Naöiö, Hofrat v. Niilin g, Kasinodirektor O. Vamber g, Handelsschnldirektor Mahr; von inilitärischen Würdenträgern: Seine Exzellenz Divisional FML, Edler von Chavanne, die Brigadekolninai^dantcu GM. von Angerholzer nnd Wachsmann, die Oberste Vuöeti <5, S ch m i d t. Ried l. die Oberstleutnants Vriri. Herget. Krziwanek, ferner das Offizierskorps des nnf der Durchfahrt begriffenen 20. Jägerbataillous nnd zahlreiche Offiziere nnd Militärbeamtc init ihren Damen. Ein reicher Kranz anmutiger Frauen nnd Mädchen bot ein gar reizvolles Bild. und die fchmncken Söhne der grünen Steier-. mark bewiesen bei den fröhlichen Weisen der Regi-meutskapelle, das; sie auch im Tanzsaale ihren Manu! zu stellen wissen. Den Ball eröffnete Seine Erzellenz ^ FML. Edler von Chavaune mit Frau Gra-j dauer und Negimentstambour Dörfler mit Exzellenzfrau von Chavaun e. Die Quadrillen, bei denen wir 80 Paare zählten, wnrden mit Erfinduugs^ geist uud Geschick vou den Herren Oberleutnant N 0 -! v 0 tn y, Lentnant Basel nnd Ga11y arrangiert.! Ein hübsches Angedenken an den animierten Abond bildeten die geschmackvollen Tamenspenden. eine Kar-tnsche darstellend. * (Warnnng vor falschen Kronen-Note n.) Nach einer Mitteilung des k. nnd k. österr.-uug. Konsulates in Cleveland hat ein krainischer! Banknotensälscher, der schon früher falsche Kronen-Noten verfertigte, jetzt eine zweite Type folcher Noten erzeugt, die wahrscheinlich in Österreich-Ungarn noch nicht znr Verbreitnng gekommen ist. Die Fälschung soll trotz des etwa^ kräftigeren Farbentones und einer gelinden Verzeruug der beidcu Köpfe äußerst gelun- ! gen uud gefährlich seiu. — Das Publikum wird auf diese Falsifikate, die jedenfalls nur vou aus Amerika rückgekehrtcu Auswanderern znr Ansgabe gelangen ^ werden, aufmerksam gemacht. Jede etwas zweifelhaft ^ aussehende Note wolle sofort der städtischen Polizei zur Untersnchung übergeben werden. * (Ein gefährlicher SchIcifcr.) Gestern nachmittags zechte sich der Schleifer Peter Marocutti aus Tolmezzo eiuen starken Nansch an nnd begab sich znm Büchsenmacher Kaiser, wo er einen Revolver samt Patronen kanfte. Als er sich so bewaffnet in seine Wohnung trollte, feuerte er im Vorhause sofort einige Schüsse ab. Alles fnhr erschreckt zusammen; einige sprachen von einen» Attentat, andere von einem Selbstmorde, bis sich schließlich der Fall aufklärte. Mau sah alsbald deu Schützen in Begleitung seines Bruders, des allgemein bekannten „Schleifers von Paris", unter Assistenz eines Wachmannes auf die Wachstube abgehen, wo ersterer nach Abnahme der Waffe znrückbehalten wnrde. — (Arbeiterausftand inLittai.) Man telegraphiert nns aus Littai: Die Arbeiter der hie» sigen Spinnfabrik sind hentc in den Ausstaud getreten. Die Ruhe wurde bisher nicht gestört. —ik. — (Sanitäres.) Über den Gesnndheitszn-stand im politischen Bezirke Krninbnrg geht nns die Mitteilung zn: Im abgelanfenen Monate gewann die Inflnenza eine so große Ausdehnung, daß die Zahl der Erkrankten gar nicht zifsermäßig ausgedrückt werden kann: doch wird angenommen, daß zumindest 25 Prozent der Bevölkerung an der Grippe erkrankt war, die keiu Geschlecht, keiu Alter und keinen Stand verschonte. Anch die Masern waren über 23 Ortschaften ausgedehnt, nehmen jedoch einen milden Verlauf, Von 1V erkrankten Kindern find 128 genesen und 4 gestorben, mithin gibt es noch 61 Kranke. Kürzlich trat in der Ortschaft Winklern der Typhus auf, an dein in einem Haufe vier Pcrsoneu erkrankten; der Gennß verunreinigten Wassers wird als Ursache dieser Hauscpidemie bczeichuct. — Der politische Bezirk Tscherncmbl ist derzeit gänzlich epidcmiefrci. — Über deu jetzigen im politischen Bezirke Loitsch herrschenden Gesundheitszustand wird uns berichtet, daß sowohl die Scharlach- als anch die Kenchhusten-epidemie in der Gemeinde Zirknitz in Abnahme begriffen sind; an Scharlach leiden noch 18, an Keuchhusten I i Kinder, dagegen traten in Niederdorf. Martinsbach nnd Scherannitz die Schafblattern anf, nn denen bisher 6 Kinder erkrankten. Trachomkraukc gibt es noch II in 4 Ortschaften. —n. — (Krankenbewegung im Spitale der barmherzigen Brüder in Kaudia.) Im Lanfe des Monates Jänner standen im Kaiser Franz Iosef-Spitale der barmherzigen Brüder in Knndia bei Nudolfswcrt 250 Krauke in Behandlung.! Hievon waren 92 vom Monate Dezember 1904 in der Verpflegung, während 158 neu aufgenommen wnrden. Von diesen wurden 120 als geheilt, 27 als gebessert nnd 3 als ungebessert entlassen; 5 Personen starben. Somit verblieben mit Ende Jänner noch 89 Kranke in der Behandlung. Die Summe der Vcr-pflcgstage betrug 29> 7, die dnrchschnittlicheVerpflegs-daner für rineu Kranken 1<:07 Tage. — (Heimgekehrt.) Die unlängst als verschollen bezeichnete etwas schwachsinnige Maria Vu-tala aus Gradac ist vor kurzem wieder hciumgekehrt. * (Verloren) wnrde in der Stadt eine sil» berne Damenuhr. feruer eiu Betrag von l:'0 K, cm Betrag von l l< nnd ein in ein rotes Kopftuch eingewickelter Betrag von 23 X. Tln'ntrr, ^'.uust und <.'itcrntur. ** (Deutsche Bühue.) Die gesteru aufge» führte, Schwanknovität „Das beste Mittel" von Visson Zählt weder zu den geistvollsten noch witzigsten Werken des französischen Possendichters, ja verrät sogar eine ganz bedeutende Erlahmung der Erfindungsgabe. Die Voraussetzung des Stückes bildet natürlich auch hier der vermeintliche oder drohende Ehebruch und deu zu verhüten, werden von den Ehegatten verschiedene Mittel in Anwendung gebracht, die zu einer recht gezwungenen Lösnng führen. Man vermißt hauptsächlich in der Posse jene köstliche Verwcchslungs-komik, welche sonst die Stärke dieser leichten Kunstgat-tung bildet, sie ist vielniebr auf den Gcsprächswitz nnd einige gewagte Situationen gestellt, die allerdings Instig genug sind, um die Lachmuskelu ausgiebig in Bewegung zu setzen. Trotz alledcm eiue übermütige Faschiugsposse, die angenehm den Abend füllt und den Befncher nicht mit dein Ballast unnützen Nachdenkens beschwert. Das Stück wurde mit übermütiger Laune und in richtigem flotten Tempo von den Damen Bruuncr, Ott. Valerius. Leopold uud Bougar sowie den Herren Kamm auf, W e i ß m ü11e r, Orcll. M n rane r undK ü h n e gespielt uud erzielte einen großen Heiterteitscrfolg. ^ Das Theater war sehr schwach besucht, ^. "* (Ehrena 0 en d.) Morgen findet eine Wiederholung der Oper „Der fliegende Holländer" als Ehrenabend für den Opernsänger Herrn Emil 5 ch I egeI statt. Der begabte, strebsame Künstler hat zich durch sein erfolgreichem Wirkon im Verlaufe von zwei Spieljnhreu die vollen Sympathien des Publikums errungen und ist eiue der Hauptstützen der Oper. Wir sind überzengt. daß das Pnbliknm Herrn Schlegel seine dankbare Anerkennung nicht ver sagen wird. — (Mitteilun gcu des Museal verein es für Krain.) Inhalt der Doppelnnmmer 5 nnd 0: R. Justin: Lokale Florenschildernngcn ans Krain nnd dein Küstenlande. 2.) Fr. K 0 matar: Literaturberichte. 3.)Fr. K 0 matar: Aus Vereinen, Archiven, Bibliotheken. Museen. 4.) Fr. K 0 m atar: Personalnachrichten. — (l.^ >i l> I ^ n n « ki Nv c ii.) Inhalt der 2. Nummer: 1.) E. Gangl: Das Heim. Sonette. 2.) Ivan Cankar: Polykarpuo. Erzähluug. 8.) Paul G 0 I 0 b: Verzweifle nicht! 4.)Ianez Trdina: Zwei Geliebten. 5.) Fr. Strnad: Sieg. Erzäh-lnng. ü.) Dr. Iofef Tomin^ek: Ein Vierteljahr-lnindert anf der Schntzlvebr der slovenischen Literatur. 7.) U tva: Wenn dn also schweigst. 8.) ^ophie ,ft v e. dcr-Ielov^ck: Eine lichte Erinnernng. 9.) F. Milöinski: Davorin Trn und der Leichenbestat-tnngsvercin ..Letzte Ehre". 10.) M. P. Nataiia: NNächte. I I.) Fr. G e r b i ^: Franz Xav. Knha5. l2.) Tr, Ivan 5mavc: Wie werden wir reicht 13.) Faust: Und es ging die Pforte anf. — Die sonstigen üblichen Rubriken bringen Beiträge von Dr. Josef T 0 min 5 ek. N. Perukek, Dr. Vl. Foe r st e r. Dr. Fr. Zbakni k. N. P u st 0 s l e m 5 e k n. a. — („Zvonöel".) Die zweite Nummer dieser illustrierten Jugendzeitschrift bringt Gedichte von Vorifov, Anton Medved und S 0 k 0 I 0 v, er-zählende und belchreude Beiträge vou Iuraj Pan« g r a c, Andreas Rapi^, Josef N eisner , Ivo Vlaxii-, E. Gangl, Lud. Og 0 rek und V. S., ei,dlich in der Spielccke Zeichnungen fiir die .Meinen vou A. Si 5', ein zweistimmiges Lied von Anton K 0 s i, Rätsel, Notizen ?c. Telegramme k. k. des Telegraplieli-Koirrspondenz-Sureaus. Nrichsrat. Sitzuuss dss Ä^'li^ordi^lclll, ausr«!. Wien, li. Februar. Nach der wörtlichen Ver!> sung des Einlanfes erklärt der Minister des Innern in Beantwortung der Interpellation des Abg. Daszyuski, betreffend dieUutersaguug mehrerer zur Besprechung der Vorgänge in Rnßland einberufener Versammlungen in Galizien, daß beim Verbote lediglich nach dem Gesetze vorgegangen worden sei. Die Regierung beabsichtige keinerlei Einschränkung der bürgerlichen Rechte, werde aber eine Störuug der öffentlichen Rnhe nnd Ordnnng nicht zulassen. - Das Haus lehnt hieraus dcu heute ein» gebrachteu Dringlichkeitsantrag D a s z y n s k i, betreffend die Versammlungsverbotc iu Galizieu und den Zusammenstoß mit der Polizei in Krakau aM 2. d. M., ab. Die Dringlichkeit begründend, verurteilt Daszyuski schärssteus das unmenschliche Blutvergießen iu Rußland nnd sagt, Leute, deren unschul' diges Blut vergossen sei, sterben nicht nmsonst; nnt ihnen starb die Autorität des Zaren. Neduer verwahrt sich gegen die unbegründeten Verbote der VersamM-lungen und verlangt die strengste Untersuchung gegen die Polizeibehörde und die Wachorgane in Krakau. welche mit blanker Waffe gegen wehrlose Fliehende vorgingen. Minister des Innern Graf Vylaudt' R he id t konstatiert, die Wache griff erst dann an, als ein Bild des Zaren anf dem Ringplatze entrollt nnd verbrannt werden sollte, nachdem sie mit Stöcken attatiert nnd mehrere Wachleute zu Boden gerissen wurden. Die Polizei war bestrebt, die Ruhe und Ordnung aufrechtznhalten und beobachtete jene Rücksicht, die wir einer befreundeten benachbarten Macht schul' dig sind. Abg. Fresl beschwert sich über die zahl' reichen Verscmimlnug5verbote in Böhmen. Abg. Gws Sternberg spricht seine Vcrwundernng aus, daß der vou deu Schlachzizen abstammendeDaszyuski dein Adel Feigheit vorwerfe, die gerade bei den Sozialistenführern vochanden sei, die Weiber und Kinder den Gewehren entgegenstellen. Abg. P e r n erst 0 r -fer warnt die Regierung, die relative Preß- unb Redefreiheit, wie sie unter Koerber gewaltet habe, einzuschränken und entbietet den glorreichen RevolU' tionäreu iu Rußland den Gruß des östeireicliiscln'» Proletariats mit einem Fluch gegen den Zarismus-— Das Haus geht zur Tagesordnung über nnd verhandelt die erste Lesnng der Nekrntenvorlage. Nack-dem die Abgeordneten K ntscher und Schrott gesprochen hatten, wnrde die Verhandlung abgebrochn. - Nächste Sitzung morgen. Im Einlaufe befindet sich eine Regierungsvorlage, betreffend die Veräußernd des Grundes der demolierten Färberkaserne in Graz uud eine Regierungsvorlage, betreffend die Ver' äußeruug der är arischen Schloßbcrg' Realität in L n i b a ch. Der russlsch-jliplnusche iüriry. P eter 3 b u r g. li. Februar. Geueral Kuropat' l'in meldet uuter deui gestrigeu: Eine russische Abtei' Inng riickte nach Santaitse, 12 Werst südöstlich "0" Syfontay vor nnd vertrieb die japanische Infantes aus Santaitse nud Savdancng. Unsere Verlnste s'"" nnbedeutend. General Knropatkin meldet lvcitel unter dem 5. d.: Der Feind hatte von Kwanchuantie' Tortay aus mehrere Batterien vorgeschoben, was am eine Offensive hinweist. Unsere Artillerie eröffn^' das Feuer uud warf die Japaner znrück. ^ T 0 ki 0, 0. Februar. (Amtlich.) Es wird ge'N^ det. daß es iu der Umgebung vom Changtnn n>l^ ist, davon abgesehen, daß sich die Rusieu eifrig vel' schauzei,. Die Russeu griffen Ehitaitzu am 4. d. ^ zogen sich jedoch am nächsten Tag nach Norden znriw' Am l. nnd 5. beschoß russische Infanterie Nacbna>'^ schin. Kleine Abteilnngen rnssischer Infanterie glN' sen hier die Japaner an, wurden aber zurückgeworfen Minisicrfrisc in Serbien. Belgrad, l;. Februar. Die Negierung bcsclM anf der vorgebrachten Motivierung der DemM'" Ul besteheu. AIs eigentliche Ursache derselben ""^ angegeben, daß ein Ministerratsbeschlnß in der M' landspresse vorzeitig veröffentlicht wnrdc, so daß ^ Vertraulichkeit der Ministerratsbeschlüsse nicht me« finiftncfor ^eitunq 92r 30 259 7. gebruar 1905 Löchert sci. ^ Nach der Besprechung niit dein Prä-std'um der Skilpschtina bot der König Protiö die Kabinettsbildung an. Da dieser ablehnte, berief der König Pasiö in das Palais. Der Ansgang der Krise M schwer vorauszusehen, da sie die ssorm eines 5lon-«llktes zwischen dem König und der Volksvertretung angenommen hat. Es ist cm neues Kabinett Pasi<": Nicht ausgeschlossen. Der Klub der gemäßigten Nadi-lalen votierte der Negierung das Vertrauen. Die Revolution in Arqentinicn. No m, 0. Febrilar. Wie das „Secolo XIX" aus ^uenos Aires meldet, haben zwei Bataillone in Vahia blanca eine Revolte angezettelt, wurden jedoch von an Zahl überlegenen Ncgieruugstruppeu umzingelt und mußten sich ergeben. In Mendoza sind die Aufständischen Herren der Stadt und verfügen über swci Regimenter, welche sich des Arsenals bemächtigt haben. Eine starke Abteilung Negicrungstruppen Gerden heute in Mendoza eintreffen. Wie verlautet, ^steht das revolutionäre Organisationskomitee aus den Doktoren Medina, Crotto, Telvalle und dem Oberst ^i'igosen. Dieses Zentralkomitee wnrde von ^ Provii,zkomitees mit allen Nachrichten versehen. ^^ Organisation der Revolution begann anläßlich kNlcs vor knrzem hier ausgebrocheucu Streikes. Eine spätere Depesche meldet, daß der Gouverneur von ^'ndoza verhaftet nnv die Insilrgenten in Rosaria Und Santa F6 geschlagen wurden. Die Ordnung wnrde wieder hergestellt. In Nosaria wurdeu zahl» reich? Verhaftuligen vorgenominen. Die dortigen Ge-'anguish sind überfiillt. ^X) Personen wurden in Vnenos Aires, !!0N in der Provinz verhaftet. Ein Attentat in Hclsingfors. Stockholm, (>. Februar. Dem „Astenbladet" ^lrd aus Helsingfors telegraphiert: Eiu Mann in ^ffiziersuniform veriibte hente auf den Senatspro-! kurator Iahusson in dessen Wohnung ein Revolver» attentat. Iahnsson lrar augenblicklich tot, auch sein Sohn wurde verwuudet. Der Attentäter gibt an, Alexander Gadd zu heißen. Menzcl. VorIi n, lx Februar. Die „Tägliche Rundschau" Meldet: Adolf von Menzel ist bedenklich erkrankt. Cs Macht sich oine beängstigende Schlaflosigkeit bemerkbar. ^ Angekommene Fremde. Hotel Vlefant. Am 5. Februar: Dr. Greiner, Arzt, Noseubachtal, — beiße. Private: Nönia,, Pröckl, Vaumssarten, Olanz, Wiukler, Spieler. Pnill, Mitz. Kohu. Lillrs, Rauscher. Puchbaucr, Lindeuliera, Löwy. Kolb. Meinbersser, Varich, ^aßlinner, Oros lauy. Echwarz /uuas, .«aufmauu, Daniel. Mitiler, Schwarz , August, Slllluß. itflie.. Wien. Felike, .^aufmaun, Budapest. , - Vier, Kaufmann. Fsaulfurt. — Werner, Kaufmann. Troppau. Fuchs, lkaufmaun. Airersdorf. — Lovincic samt ssrau, Assram. — Echeil,'?, Uaufiuaun, Dresden. - Rein. ilaufmaun, Paris. — Scheut, Kaufmann, Leipzia.. — Maulwurf. Uaufm., Äarsz. — Krämer I. Kaufmann. Icheuhausen. — Kramer Moritz, Kauf mann. München, - Sahm. Kaufmanu. Nemscheid. — Löwy. .Naufmanu, Haiuburss. — Taul-cr, Kaufmann, Prass — Moser, Naufmliun, Innsbruck. — Kweder, Kaufmann, Cilli. — Vlüh w1, (?!l!l!!ns>,»?l — Franz Venedit, Ar» beiterssohu, 2 Mon,, Polauastruße 41, Nnmelnti« Im«,!^!!». Im Zivilfpitale: Am 2, Fcbrnar. Franz «vterl, Maschinenfubstitut, Mcteorolossische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306-2 m. Milll. Luftdruck 736-0 mm. "^ "2 Ü. N.'"l"749' 2^ il-2^S^ch^'"teiM " 9 » Al^__74« -^ 0-5 NO. Wvach teilw. bewölkt ^.< 7Ü?F.^746'^^^SW''schwa"ch7^bewijltt ^>"0^ö' Das Taqesmitirl der gestrigen Temperatur 2-1", Normale: -1 1° i Verantwortlicher Redakteur: Anton F u n t e l. Meil'age. Unseiei heutic^eu Nunnner (^esaultauflane) liesst ein Pro» spekt über ciue foeben neu in Liefernuc;en erscheinende Kunstgeschichte bei; die ersten zwei Hlfie werden bereilwilliqst zur Ansicht gesandt von ssg. v. Klcinmayr ck sscd. NamberaH Vuch» Handlung »n Laibach, welche ebenfalls die Mounemeills I entgegen ninlmt. (497) l,S8t«1>«nsl «u» vi«l Ximmoi-N n,it Nlllkun, «inem V«s2imm«r, liilsi, !<:»bins, liiiclxz »innt, />>ss,'l!<»>', i»t «xio ^l»ll,«n»«l»» .»nil »»» » , '"biaer ..Hennebera-Scive" v <,<> Kreuz, bis fl. II,'5 p. Met. - Franko uud «chon Xlj lll!N-fllNs kl HQlKIRSUS^lU. 2^«R^B^»H ^rzottt ius Haus. Muster umgehend, (5292)10-2 ""lUvll l llUll^l, ^^«?K»»»H3^F^3^ Wz, ««T»» K^FK», Kurse an der Wiener jlörse vom 6. Februar 1905. N^ dem oWeaen KurMatte Die nutirrlc» Kurs? verstchcn sich in Krunenwälir»,,«, Nie Noticrmill säiiittichl'i ANicn und drr »Diue^lei, Lole» versteht sich per Stück. 9llyfn,sin>> 5tual«sckult>. ^>d xu°" 'k'Nl»?!,,. ,^„7f ,^ >,^„.n Mai. «»nemb^, p n 4 !i"„ , »0N 20 1<«> ^« "^'lb ^cin, Inllpr N.4'«''/« 1«»,? !"»»!> ""0> ,ye!il Ai.a pr,N 4-Ä"/„ >»>'««>>!,>»«» . '> . 'ilvs'I vl> pr N 4 2"^ :X0 °"'Vw'idbr. k 1Ä»> N ü"/, , lil»3 45 ^«b'45 ^°°tLslt»,,l» der !m Reich°- ^" oenretenr» Königreiche und ciindcr. "lterr, o>u!b>,e,ne. Mr,, u«> ft., ^' llulie.....4"/« »t»'75 IIU'^H °'«"">> ii,»io»e»wzl,r..ftfr,. dtn? ""''^ - ' ^"/° 'l»«'üU '"«50 yes, '" btu. prr Ulii'no , 4",„ <<>,» «b ><«'45 ^7" ^'lve'liliDlis ^r»!e.st!r., , ""«as»' g>/^ g^7z 9195 "rrichrcitlungen. ' °brtt,l>ul„> in O„ fteuersrel. >^" .i»,<».,<» Kronen , 4l'„ 1!» — lLN -^ ^°>ef«al,» 9" cllrivrrsslilll», i» «nonenwähr, '"»er», 4>»<> n,!,,,!»,, 4"<„ 9U'l>a NW»« .,." ^'"aS^5<>»b» z,7^V>ldw.2!)»fl.ü, W.S. dti, 4/« , 4«2'50464 — ^"'^.-Tir.LM»!. ö.W.S. , i/z ......443 — 44»-- "' «arl ^udin.-V ü>x> fl. KV Grid .»Vsr. l)l>lissl,»iuncn. !ili!abe!hblll!» «>»« u, »<«>» M. 4"/„ ab ><»"/„......ll6-2» 1,7 3«> ^liiabeilib^lin. 4<« n, 20!>N M, 4",„ ll8«0li9 6 ^ranzIok!-«.. Aurarlbrrger 'i'Ohn, Vm. l»«4 ,dl» 2t.< Silb. 4"/« . , . »9 90 KM-90 Nantsschuld der Länder der ungarischen Hrune, 4"/n u»n. «oldreine per «asse . lls »5 li9 <.i dto. dlo, per Ultimo , . . 118 »ü »19 1', 4"/„ t»u, Ni'nlr i» «runrnwähr., steuerfrei, pei na'k 9« »» W 5" 4"/,0lo. dtu diu per Mtimu . 9» 2!, ««4l, ling Kl. Eij.'A,ü Oull, XW . dlo dto, öübr, !<». ONb. u. I. ,«?« . , , —'— — - t>»o Ncvanliessll! Ablöl.. Oblia. — - - ftlo Präm. A u l»>» «I,— »<«» l< 2l^75 2,5 7z oill, dlo, 2 b«N -l«»«li !i1^ li>4 Tlieis,'«e„..«°jl 4",„ . 1!l9 5'!!?1!U 4"/^ >l»»ar, Grundeiltl.-Oblig. »« —, l<9 - 4"/„ lroa« »nd slauon, delto 9« öN — ^ Hndeie iissentl. Hnlehen. 5"/„ Donau Ne» ')!nll>il,e l«7» . >«>6'6i l<>7 Ll Änlehr,! i>er -lad! l«ürz , . -' -' >)lnlel,ri, oer Liadl Wie» . . , l<>3 50 <"4-5> dto dto (H>>bel ob,Vllld) !l^ü?^, ,^« ?s dlo dto. (l««4» . , . > 9» 45 !>9 ^»" dto, dlo (>«W> , . 1»« :i<» <<» 2' Vürlebau-«»lel,en, uerlosb, 5°/« j »h L« >"« ü< 4" «»rn!,,!'s !'^nd,'«l '>>!!>!'b!'n («eld HUare Zllandbritf» etc. i5, ........ 10050 101 50 blo, dto. KOjähr. veil. 4°/„ l«l — i«i'9!> süarlaNe, i,»s< ,»>Nss,,verl,4°/n i«i— —-. Glsenbnl,n»Plloritiit«» Vbligllliuntn. Ferdinande Rurdbal,!, inl 8N Oetterr Nurdwrstlialin . . , 1«8 «5 1<»9ü, Zlaatsba!!» .... 4»>-- 437 öüdbal,» ^ 3°/„ verz.Iänn.-I»li 31« «5 :^l^<>5> dl°, ak"/,....... Ill5 4« <ü« 4>' U»g,-l>«liz, !Ulll»!..... 110 b0 lll'd« 4"/„ Unterlrainer Bahnen . , — — —- Diverse ß«s» (per Ttocl). VerzlnSlicht ose. 3°/« Vodentredi« ^o!e Em, 1880 3N8'—8,8'b« ^>/......Ein, 1889 299—309 - 4",^ Doiiau-Dampfsch, l«l> fl...... 476-—487' Claru «ose 4«» sl, KM. . . . "!0 — 17«''— «Hexer Uo!e M sl..... 1N8 - ,74- Palssl, ^me 4" fl, ttM, - - !?3'— 182'- «lllennre«,^, Oest, Ges., v, 10 sl. 54 —! f>5 7« ung. ,, „ 5sl. »0 50 »l l>< Nudol! i!o!e 10 sl..... «5'-! 69> Talm Lusr 4<> sl...... 21«— 226 — 2t, Grnoi« ^oie 40 fl, . . . —'- —'- ütteuer llunli«, Lose v. I. !874 58«'— l»4ß'-»«ewinstlch, d, »"/„ Pr,-Schulbv. d. Bodenlreditanst., Em. 1889 »04 — !l2-— Oelt, War,' «ttien. Hranspurtuntel» nehmungen. Änsslg-Tepl, Eisenb :><'"!!. . . 2290 2600 Va». „. Veirieb« O>'!. silr städt, Srraßenb in Wien !il ^ . — — —'— dlo, dto, dw lit. U '— —-^ Äobm. Nordbal,!, 150 f> , .535—»^'' VuMiehradrr Eis. ,i"«> f> NM, 28«« 28><» dto dtu, >il ») ü<»<» sl, !"U7 1«?3 Donau Dainpsschissahrt«!. Gesell. Oeslrrr,, 5l«' s! ,NM. , . 9l4 - 920- Duz Botü'nliacker E.B 4 f>. »Äl. 5525' 554!>-Uenili. C^rrnow. Iasju Eisenb.« M>i>>ll!chaf! ^!> 3, 589'— 59>' 8" Lloud, Oest,. Triest, Öl«' fl. „M. 70«' ^ ?><>- Oeslerr, Nordwettdabn 200 », 3 419' 0 42l'5" dto, dto, llit, «> 2»>> fl. 2, 4l4 .°>0 4,!> f,0 Pra« Duxe, Eiiend, l'X'fl.abgst, 2>» 50 214 5 3taalseile»bal,» 20« sl. T. . . «52 2,^ »>5^ - !l , , 17 — 1«'— U»ss, Miz »5 2i> Bllnlverrin, Wiener, 200 sl. . 56 ^5 5kl !i5 Vodlr. Axst,, Ol>s! , ^0« sl, S. . 1"2!i 10,j« nrdt. Anst. f, Hand, u. 0.1N«fl. ^>?5> 25 «?,, ^5 dto, dlu, pir Ultimo , . 6,8 U77 «reditbaül, «lllff, ung,, 2«0fl, . 7x« ll5 787 2,'> Depusilenbanl, Älla,, 2«« fl. , 45" — 452' '50 Giro », ,«al>e»u., Wien« 200 fl, 437' - 443 «cinderbanl. Oeft., ÄOO fl. . 459 25 N<»'»5 Oeslerr, »t>nar Äanl, »00 sl. K25 i»^»5' Unionbanl »00« .... 555 —,?>5'/-— Verlchrsbanl, Nllss, 14« fl. . . ^«1 8«8 — Indulllie'Unler-nelimunnen. Vauaes. ÄNg, öst.. l«o ll. . . l67 — 1U9'— Vaudier Eise» 1,1,0 Ttabl-Ind. in Wien «>o sl. , , . —- —'— Eileiibal»»^«»'«»,«,Erste. l'M. :«7 — 1,19 — ,,lilbem»l,l", Vapierf. u V-G. 131 — iz« — i!iesl»nrr Brauerei 100 sl, , . »o,- »08 50 Montan Ol'lell!ch, OeN. alpine. li2« 7^ 52!i 75 Präger Eisen ^nd, Ges 20« <>. 2-»?^ 2n8» öalssoTarj 3leii>s>'I>Ie>, 1«<> sl. ,'ii»» — 5"» — ,,Schlöalmichl" Papiers, 200 sl. 298' 3"1 — ,,Ntel>rerm ", Papiirs u, U G. 4,8 — 422 — Tr«a!ler Kulilemu gesell, 7« f>. »> 6'- 80« 50 Waffrns, G .Oesl,0' - b?>5 -Wannmi-Uelhans,,. «ll«. in Pest. 4«« K . . 625' «40 — Wiener Äaussesellschaft 10« sl. . >«l'—1»-,— WlencrbergerZiegel AltieN'Ges. 865— 86« — Devisen. Kurze Sichten. Amsterdam....... l«s< 12 1«,» 85 Deutsche Plätze...... 1,74,'N7«O Londoi! ....... 24"'»5 240 k>5 Paris.........»i» ü? 95 ?U St, Petersburg......^. ___._. Daluten. Vulateil........l< Ü5 »l-3» 2«^ra»le» Stücke.....»!»',» <«" Deuische -«eichsbaulnole» . . «^^' '^ "" Italienische -lwnlnoten . . , »^ >'" ">'" I Ein.- ^».* "*a.-«».^ ¦¦ MJ IWM*»V*^K- ill Privat-I>H|»OtS (^H»Hi»H) I I i.o.^„ ..,..., i»..*i.e.......• *»i«i^« | | Bank- ^.aa-ci T7^-ecii.sler-O-escls.ä,f+ l|i "«-»-t.r •!»•»••«. ,Bllti-BfreBt. ,„« auf Sir« Koni« I Lj« Lob V.fflnWnn.________________________________________ ,,.!»»..¦*. <,.it»l.n,x^ Ver/liitunQ von tor-CInlutf Im '"">""' ¦