Echristlew»g: ««chauSgassr 9h. 5. r^l-ich-» •>. N. talimXL «»»»««,»,«-D>,lta «m autnotac >a «»m». #. &cui- r-»< w« 11—It B»> rottn 9 eMftntoa M»n aWt uirali't am irownjtii aKti t*ri0 Kilometer Frontbreite an zahlreichen Punkten den Uebergang aus das Ost-user. In Wolhynien erfolgreiche StvßtruppSunter-nehmungen. Der Chef des Generalstabes. Seit« 2 Die Berichte der Deutschen Obersten Heeresleitung. 30. Juli. Front bei GeneralieldmarschallS Prinzen Leopold von Bayern. Heeresgruppe des Ge> ueraloberften von Böhm-Ermolli. Russische Strafte halten die Höhen östlich des Grenzflusses .Zbrucz, der an mehrere» Stellen trotz heftigen Widerstandes überschritten und von unseren Divisionen auch südlich von Skala erreicht wurde. Aus dem Nordufer des Dnjestr gewannen wir über Korolowka hinaus Ge-lande. Zwischen Dnjestr und Pruth leistet der Feind von neuem erbitterte Gegenwehr; er wurde jedoch südwestlich von Zalesczczyki durch Angriffe weiter zurückgedrängt. Front deS Generalobersten Erzherzog Josef. Längs des Czeremos; verteidigt sich der Gegner auf den östlichen Uferhöhen. Unser Angriff zwischen Za-lucze und Wiznitz ist im Fortschreiten. Im Suc-zawatal dringen unsere Truppen ans Eelelin vor. Auch östlich des oberen MoldawataleS kamen wir tämpfend vorwärts. Heeresgruppe d:s Generalseldmarschalls von Mackensen. Erfolgreiche Vorstöße brachten uns nördlich von Focsani und an der Rimniculmüvdung mehrere hundert Gefangene ein. 31. Juli. Front deS Generalseldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Heeresgruppe des Generalobersten von Böhm-Ermolli. Angriffssreudi-ger Drang nach vorwärts brachte unseren und den verbündeten Truppen in Ostgalizieu und der Buko-wina neue Erfolge. Der Grenzfluß Zbrucz wurde von oberhalb Husialtzn bis südlich von Skala in einer Breite von 50 Kilometer trotz erbitterten Wi-Verstandes an vielen Stellen von deutschen und öfter-reichisch-ungarischen Divisionen überschritten. Auch die vsman.tchen Truppen haben ihre alte Tüchtigkeit erneut bewiesen. Wi« sie anfangs Juli in zäher S:andhaftigkeit den Maffenangriffen der Rüsten un-erschüttert trotzten und dann in raschem Siegeslause den Feind von der Zlota Lipa bis über den nörd-lichtn Sereth zurückwarfen, wo er sich stellte, so nahmen sie gestern in kampfeSsrohem Drausgehen die hartnäckig verteidigten Stellungen bei Niwra am Zbrucz. Zwischen dem Dnjestr und Pruth erkämpf-te» sich die verbündeten Truppen in der Richtung auf Cjernowitz die Orte WcreneSzanka und Sniatyn. Front des Generalobersten Erzherzog Joses. In kraftvollem Ansturm durchbrachen deutsche Jäger die russischen Nachhutstellungen bei Wiznitz. Der Feind wurde dadurch zum Räumen der CzeremoSz-linie gezwungen und ging nach Osten zurück. Auch in den Waldkarpathen am Oberlaufe des südlichen Sereth sowie beiderseits von Moldawa und Suczawa gewannen wir im Angriffe ostwärts Gelände. Unter dem Drucke dieser Erfolge gaben die Ruffen im Mesticanesti.Abschnitte ihre vorderen Stellungen aus. Am BereSzkergebirge setzte der Feind seine Angriffe fort. Fünsmal griff er im Lause des TageS am Mgr. Kasinulni an. ohne einen Ersolg zu erzielen. Weiter flioltd) wurde eines unserer Regimenter durch starken feindlichen Stoß in eine weiter westlich ge> legen« Höhenstellung zurückgedrängt. Oberste Heeresleitung. Der Krieg gegen Italien. Amtlich wird Verlautbart: 29. Juli. Italienische Flieger suchten Jdria zum drittenmal« mit Bomben hei«. Ein Einwohner getötet, einer schwer verwundet. Der Ches des Generalstabes. Gegen Frankreich und England. Berichte des Großen Hauptquartiers. 3V. Juli. Heeresgruppe des Kronprinzen Rup»recht. Unter dem lähmenden Einflüsse unserer auch die Nacht hin gesteigerten, anhaltenden Ab> wehrwirkung blieb die Kampstätigkeit der feindlichen Artillerie an der flandrischen Schlachtfront gestern bis zum Mittag gering. Erst dann nahm sie wieder zu, ohne aber die Stärke und Ausdehnung der Bor-tage zu erreichen. Heeresgruppe des deutschen Kronprinzen. Am Ehemin des DameS versuchte gestern die französische Führung in 9 Kilometer breiter Front mit mindestens drei neu eingesetzten Divisionen wieder einen großen Angriff. Nach Trommelfeuer brach morgens der Feind von Cerny bis zum Winterberg bei der Ortschaft Craonne mehrmals zum Sturm vor. Unsere kampferprobten Divisionen wiesen ihn durch Feuer und Gegenstoß überall zurück. Ein oft be-währtes rheill'westfälischeS Infanterieregiment schlug «llei» 4 Angriffe ab. 31. Juli. Heeresgruppe deS Kronprinzen Rupprecht. In Flandern steigerte sich der Artillerie- Heische kämpf abends wieder zu größter Heftigkeit, hielt während der Nacht unvermindert an und ging heute morgens in stärkstes Trommelfeuer über. Dann setzten auf breiter Front von der Zier bis zur LyS starke feindliche Angriffe ein. Die Jnfanterieschlacht in Flandern hat damit begonnen. Heeresgruppe des deutschen Kronprinzen. Am Chemin-des-Dames griffen die Franzosen südöstlich von Filain in drei Kilometer Breite an. Der Stoß brach an den meisten Stellen in unserer Abwehr-Wirkung zusammen. Zwei begrenzte Einbruchsstellen sind noch in der Hand der Feinde. Oberste Heeresleitung. Der Krieg in den Lüsten. Amtlich wird Verlautbart: In Luslkämpfen im Westen verloren die Feinde zehn Flugzeuge. Oberleutnant Ritter von Tutschek schoß seinen Ll. Gegner ab. Oberste Heeresleitung. Der verschärfte U Boot-Krieg Neue U Boot Erfolge. Meldungen deS Wolff-Büros: 29. Juli. Im Sperrgebiet um England wur-den 23.000 Raumtonnen versenkt. Der Chef des GeneralstabeS der Marine. Angriff auf die Alandsinseln. Meldungen des Wolff-Bureaus: In der Nacht zum 27. Juli griff eines uns«-rer Oftseelustschiffe die Batterien und Befestigung«-anlagen auf den Alandsinseln mit gutem Erfolge an und brachte eine Batterie zum Schweigen. Trotz heftiger Beschießung ist das Luftschiff unbeschädigt zurückgekebrt. Der Chef des Admiralstabes der Marine. Am südlichen Balkan. Der Bericht des bulgarischen General st abes. 30. Juli. Mazedonische Front. Oestlich von Doiran schlugen wir bei Kraschteli zwei feindliche AufklärungStruppS zurück. An der unteren Struma wnrden bei Christian Kamila zwei Kompanien, die vorzugehen versuchten, durch unser Feuer aufge-halten. Der Krieg der Türkei. Die Berichte des türkischen Haupt-quartier«. 30. Juli. Kaukasusfront. Ein feindliches Sa-vallerieregiment griff am 29. Juli unsere Postie-rungen nördlich Musch an. Es wurde zurückge-schlagen. Die Vorgänge in Ruhland. 29. Juli. Die Berichte über die schweren Rück-schlüge an der galizischen Front machen in Odessa einen tiefen Eindruck. Man erklärt, daß nur eine militärische Diktatur das Land retten könne. Aus Stadt uiii) Zsnd. Dom Bürgermeisteramte. Bürgermeister Dr. Heinrich o. Jabornegg hat einen mehrwöchentlichen Erholungsurlaub angetreten. Während seiner Abwesenheit wird der Bürgermeisterstellvertreter kais. Rat Karl Teppey täglich von 9 Uhr srüh bis halb 1 Uhr mittags im Bürgermeisterzimmer zu sprechen sein. Hohe Anerkennung. Feldmarschall Erz-herzog Eugen hat tem Schriftsteller und D rektor Otto Hosbauer auS Wien, freiwilligen Mitarbeiters des KonzertreferateS der Gesellschaft vom Roten Kreuze, welcher sich auch um die Cillier Militär-fpitäler ganz besondere Verdienste erworben hat, für sein durch humoristische Vorträge in mehr als 400 Militärkrankenaiistalten vor mehr als 50.000 Verwundeten und Kranken der Südwestfront entfal» teteS Wirken den Dank auSge prochen. Kaiser Geburtstagsfeier 1917. Unge-achtet der harten Kriegszeit, die schwer aus unS allen lastet, soll die Feier des Geburtstages unseres jugendlichen, tatensrohen Kaisers neuerlich der Anlaß sein, vaterländische Bestrebungen zu fördern. Die Zweigstelle deS KriegsfürsorgeamteS für das Herzogtum Steiermark wird im Einvernehmen mit der k. k. Statthalter«! als Veranstaltung der Kaiser-Geburtstagsfeier für den 17. August 1917 eine all-gemeine Sammlung von HauS zu HauS im ganzen Lande Steiermark einleiten. Im Sinne des Be-schlusseS des BürgermeistertageS vom 6. Juni 1916 'umnier 61 wird daS Rkinerträgnis di«s«r Sammlungen dem so segensreich wirkenden Steiermärkischen Witwen. Waisen- und Jnvaliden-Kriegsschatze und der Zweig-stelle deS KriegsfürsorgeamteS für das Herzogtum Steiermark zugewendet »«den. Jenen Städten und Gemeinden, die sich an der Kaiser Geburtstagsfeier beteiligen und woselbst Kriegsfürsorge Einrichtungen bestehen, werden sür diese örtlichen Kriegsfürsorge-zwecke 25 v. H. des ReinerträgnisfeS von den in den betreffenden Orten gesammelten Beträgen zu«-kannt, insofern dieser Beitrag bei der Zweigstelle deS KriegsfürsorgeamteS beansprucht werden sollte^ Jubiläum. Heute feiert der diesige f. f. Finanzwach - Oderaufseher Franz Pswoden sein 25jährigeS Dienstjubiläum Baronin von Wolzogen Lautenlieder-abend. Nochmals machen wir auf den am Freitag, den 3. d. stattfindenden Lautenliederabend der Ba-ronin Elia Laura von Wolzogen aufmerksam. Beginn pünktlich um 8 Uhr abends. Die wenigen noch vorhandenen Karten sind in der Kanzlei des Herrn Dr Fritz Zangger, Bahnhosgasje 1, 1. Stock, zu haben. Beratung der Bolksräte. Sonntag fand in Laibach eine Beratung der Deutschen Volksräte von Untersteiermark, Kärnten, Krain und Küstenland über die Forderungen der Südslawen statt. An der Beratung, in welcher der Obmann des untersteiri-schen VolksrateS, Dr. Otto Ambroichitsch, den Vorsitz führte, nahm auch unser Reichsratsabgeordneter Richard Marckhl teil. Deutscher Schulverein. Einigen strammen Mitgliedern der hiesigen SchulvereinSortSgruppe ist es zu verdanken, daß in kurzer Zeit zwei Gründer-briefc erworben werden konnten. Der eine Gründer-bries gehört einer Stammtischgesell schast im Gasthof „Zum Löwen". Opferfreudiges Entgegenkommen des Gastwirtes Herrn Ludwig Koffär hatte es ermög-licht, daß so schöne Ersolge erzielt wurden. Der Süd» bahnbeamte Herr Stugger hat durch Teilsammlungen wesentlich beigetragen, daß das Sammelturmergebnis den Betrag von 90 K erreichte. Der zweite Gründer-bries wurde ew Kaffeehause des Herrn Ferdinand Kust erworben. Seiner werktätigen Mithilft war es gelungen den Sammelturmertrag aus 52 K zu brin-gen. Ihm gebührt der wärmste Dank des Schul-Vereines. Es ist Aussicht vorhanden, daß bald mch-rere Gränderbriefe das Heim schmücken werden. Die verehrlichen Mitglieder, Freunde und Gönner des Deutschen Schulvereines werden gebeten, überall und wenn Halbweg« nur tunlich sich der ausgestellten SchulvereinS-Sammeltürme wärmstens anzunehmen, denn wir werden den Schulverein bald dringender brauchen wie bisher? — Die weiteren Sammeltürme ergaben: Frühstückstube Zamparutii K 2.51, Groß-gasthos Stadt Wien 2.12, Kaffeehaus Uniou 1.18, Großgasthos Deutsches Haus 90 Heller, Gosthaus „zum Jägerhorn" 2.40. Zwei Sammeltürme blieben leider unberücksichtigt und verwaist. Bon der Bezirksvertretung Lichten > wald. Der Kaiser hat die Wahl des Herrn Karl Cimpersek, Kaufmannes in Lichlenwald, zum Ob-manne der Bezirksvertretung Lichtenwald bestätigt. Bom freiwilligen Schützenbataillon Marburg. An den Bürgermeister Herrn Doktor Schmiderer wurde vom Statthalterei - Präsniu» nachstehendes Schreiben des Kommandos der Jsonzo-Armee gesendet: „Hochersrem über die Erfolge und das nachahmenswerte Verhalten de« freiwilligen Schützen Feldbataillon« Marburg während der zehn ten Jsonzoschlacht übersende ich den Auszug aus dem Geftchtsberichte zur gejälligen Kenntnis. Die Bevölkerung der Heimat dieses braven Bataillon» kann aus ihre heldenhaften Söhne, die freiwillig sür unser Vaterland kämpfen, wahrhaft stolz sein. Borocvic." — Dem Bataillone gehören auch unsere brav«n Cillier Jungen an. Das Hilfskomitee für Flüchtlinge aus dem Süden in Wels. Oberösterreich, August Gölerichstraße 3/1 (Bevollmächtigter Karl Zirkvunig) ersucht uns um Verlautbarung nachsteh-endrr Notiz an alle südländischen Flüchtlinge: Die mit behördlicher Bewilligung in die Heimat rück kehrenden mittellosen Flüchtlinge sowie jene, welche mit behördlicher Zustimmung aus einer Flüchtlings-nieo^Iassüng in eine andere übersiedeln, haben das Recht auf kostenlose Beförderung auf Eisenbahnen. Damit nun die erforderlichen und aahntarisarisch vorgeschriebenen LegitimationSpapiere zur begünstigten» Befvr trung der Flüchtlinge, deren Effekten bereits bei Abfeitnung am Bahnfchalter der AvgangS(Reife» antril > )station vorgewiesen werden können, werden die belüftenden Flüchtlinge ersucht, stets so bald als mögliS der gefertigten Fürsorgestelle bekanntzugeben: Name de" "'sHtlmgs; Beruf (Beschäftigung, Ge- Nummer 61 Deutsche Wacht Seite 3 werbe); Zahl und Torname sowie Alter der Familienangehörigen früherer ständiger Wohnort (Wohn-sitz der HeimatSgemeinde); wohin die Rückkehr (Uebersiedlung) erfolgt; Eisenbahn « ReiseantrittS-ftcition; Eisenbahn Reiseendstation; genaue Bezeichnung — unbedingt auch der Verpackungsart (Kisten, Koffer, Spicke nsw.^), sowie der Anzahl der mit der Eisenbahn (als Frachtgut) ;» befördernden Effekten. Experimentalvortrag Reichsdingen. Ainchlieficnd an die erfolgreichen Vortragsabende Relch-tdingen'S in den Kurorten Steiermarks findet SamStag den 4. d. abends 8 Uhr im KurhauSsaale in Rimer'ad und Montag den G. d. in Bad Neu-HauS ein Experimentalvortrag statt, bei welchem Reichsdingen eine Anzahl zon hochinteressanten Ex-perimente» aus dem Reiche deS Spiritismus vorsüh-ren «nd anschließend aufklären wird. Besondere Er-wähnung verdienen die Erperime.ne des Tischrückens, Das zweite Gesicht. Ge?ankenüdertragung und die Dunlelsitzuugen. Festnahm? flüchtiger Italiener. Am 21. Juli wurden aus der Bezirksstraße Laporje ge-gen Pöltschach zwei aus dem Gefangenenlager in Mauthauken entflohene Italiener durch den Finanz-wach Respizienten Anton Fabian angehalten unv dem Gendarmeriepojlen übergeben. Die Enlflohencn befanden sich bereits 12 Tage aus der Flucht und strebten Trieft zu erreichen. Nach ihrer Aussage lebten sie seit vier Tagen nur von grünem Obst. Vom Blatterpflücken. Durch den Krieg sind wir bekanntlich vom Ueberseeverkehr abgeschnit-»en und müssen unS zum Zwecke der Ernährung mit unseren heimischen Erzeugnissen zusriedengeben. Zu den vielen ausländischen Produkten, a» die mir gewöhnt waren, gehörte der sogenannte russische Tee. Ans diesen müssen wir bis auf Weiteres verzichien. Die heimische Natur bietet reichlichen Ersatz sür solchen. Wenn wir Vorurteil und Gewohnheit ab-streife», wird eS uns nicht schwer fallen, vaterländische Teen auS Blumen, Blättern und Kräutern schätzen zu lernen. Der sogenannte russische Tee ist nichts anderes als daS Blatt des chinesischen, indi-schen. Eeylon- od^r Java.Teestrauches. daS in den genannten Ländern gepflückt, sür den Verbrauch her-gerichtet und nach allen Weltteilen verschickt wird. Ebensowenig wie das alljährliche Pflücken der Blät-ter dem Teestrauch schadet, ebensowenig schadet eS unseren Bäumen, wenn wir bei »anen das Gleiche tun. Selbftverstänvlich wäre es unklug, bei Kirschen und Weichselbäumen oder bei Himbecr- und Brom-deersträuchern daS Einsammeln der Blätter vor Ab-nehmen der Früchte vorzunehmen. Aengstliche Natu° re» glauben, daß daS Pflücken der Blätter den Blu-men schädlich sein könne. Das ist nicht zutreffend. Die Bäume ziehen ihre Nahrung auS der Erde und verlieren ihre Lebensfähigkeit und Fruchtbarkeit nicht, selbst wenn alle oder ein Teil der Aeste abgeschnit-ten werden. Beweis die vielen Kastanien- und Aka-zienbäume, bei denen diese Prozedur sehr ost vor-genommen wird. Beim Weinstock müssen sogar die Blätter teilweise abgenommen werden, um eine bes-sere Weinlese zu erzielen. Beim Maulbeerbaum werden sämtliche Bläiier des BaumeS im vollsafti-gen Zustand zur Nahrung der Seidenraupe gepflückt. Das Blatt ist sür den Baum ein AuSscheideprodukt, das er genau so wie seine Frucht, wenn sie zu lange häng», abwirft. Ebensowenig wie ihm daS Pflücken der Frucht scha'et. schadet ihm das Pflük ken der Blätter. Des Aussehens wegen kann man einen Teil der Blätter am Baume lassen, aber es ist unpraktisch, wenn wir die Blätter durch ihr Vertrocknen am Baum wertlos werden lassen. Die Blätter bilden eine Einnahmsquelle für den Besitzer genau so wie es die Frucht bildet und wir gebe» uns daher der Hoffnung hin, daß alle Kirschen-und Weichselbaumbesitzer sich uusere Ausklärung zum Nutzen gereichen lassen. Brüder Kunz. Die Laubheusammlung mit größtem Nachdruck zu fördern, liegt im wohlverstandenen eigenen Interesse deS Landwirtes, abgesehen davon, daß er damit eine wichtige vaterländische Pflicht erfüllt. Bei dem außerordentlichen Bedarf der Heeresver« waltung hat er ohnehin mit der Beschlagnahme sei-ner Heuvorräte zu allermindeflen im vorjährigen LuSmaß zu rechnen. Den dadurch enlstehenden AuS-sall kann er nun durch die Sammlung von Laub-Heu. das ihm belassen wird, billig und bequem dek-ken. Nuch ist er dadurch in die Lage versetzt, seinem Bieh ein bekömmliches, hochwertiges Futter zu die-ten, das das vielfach angepriesene teure Ersatzmittel überflüssig macht. Mögen die Landwirte die nächste Zeit n«^en. Gerade jetzt erreichen die Blätter die Höchst»? uge» an Nährstoffen und bewahren sie bis de.n auch rücksichtlich der Farbe des Papieres den vorstehenden Anordnungen entsprechen. Feldpostkar-ten, die diesen Bestimmungen zuwiderlaufen, sind von der Beförderung ausgeschlossen. Amnestie bis zum Jahre 1621! „Na-rodni Politika" vom 13. Juli meldet: Die Tafel zur Erinnerung an die 27 am 21. Juni 1621 in Prag Hingerichteten tschechischen Adeligen wurde am Alistädter Rathaus wieder angebracht. (Bekanntlich hatte wegen der Entsernung jener Tasel in der am 28. Juni abgehaltenen Sitzung des Abgeordneten-Hauses Baxa eine Interpellation eingebracht. Anm. d. Schriftl.) Die südslawische Staatsidee. In den Freien Stimmen veröffentlicht ein „Demfchöster-reicher" folgende bemelkenswerte Zeilen: Es muß zugegeben werden, daß der Zutritt von Südflawen weder für Oesterreich noch sür Ungarn erwünscht ist, aber es ist dies beiweitem der völligen Wieder-ersteh ng des Zwergstaates Montenegro und des Berfchwörerstaate« Serbien vorzuziehen, die grimmige Feinde der Monarchie waren und es auch in Zu-kunft bleiben würden. Aber die Erhaltung, ja Heilig-Haltung der Kronländer Oesterreichs, kulturell, ethno-graphisch und noch m:hr geschichtlich seit 400 Jahren und länger begründet, bleibt eine Staatsnotwendig-keit. Die Vereinigung von Serben, Slowenen. Kro-alen im Süden der Monarchie zu einem Slaate wäre geradezu Dynamit zur Sprengung nicht nur deS Dualismus, sondern deS Gesamtstaates der HabSburg-Lothringee. Die drei südslawischen Völker sind in ihrem geschichtlichen Werdegang, zurückgehend bis in die zeiten der Völkerwanderung, trotz Sprach. Verwandschaft so verschieden als Deutsche von Da-nen, Norwegern, Schweden und den seit 300 Jahren sich als eigenes Volk fühlenden Holländern. Nie be-stand ein slawisches Reich, wie eS jetzt besonders slowenische Politiker im Priestergewande anstreben in den von ihnen jüngst bezeichneten Grenzen; jeder Geschichtsatlas erweist dies auzensällig. Vorübergehend halten Serben oder Kroaten im Lause der Jahr-Hunderte, aber immer nur aus wenige Jahrzehnte, einen größeren, sagen wir „Mitlelstaat", nie aber einen Großstaat gebildet; dieses südslawische Streben ist ganz neu und unvereinbar mit dem Bestände >>er Monarchie. Vorläufig würden allerdings die Ver-treter dieses neuen südslawischen Staates österrei-chische Loyalität im Munde führen, je mehr sie aber Zugeständnisse «'pressen, desto größer würde ersah-rungSgemäß der panslawistijche Appetit werden, bis sie sich endlich stark genug wähnten, die Treumaske abzuwerfen: Ein junger Löwe ist herzig, wie ein Kätzchen, älter und ausgewachsen wird er wilder und unzähmbar; je besser man ihn füttert, desto gefährlicher wird er. Konservierung der Beerenfrüchte ohne Zucker. Nach fachmännischem Gutachten lassen sich Beerensrüchte. wie Schwarz-, Pceisel-, Hollunder- und Johannisbeeren, in nachstehender Weise ohne Zucker gut erhalten: Die Beerensrüchte werden geputzt und gewaschen ued hieraus in kleinere Mineralwasser- oder Weinflaschen (3/4 Liter), die vorher gut gereinigt worden sind, gefüllt. Sodann werden die Flaschen mit vsrher gut ausgekochten Korken verschlossen, '/4 Stunde in Dunst gekocht (sterilisiert) und nach Herausnahme aus dem erkalteten Waiser noch mit Siegellak oder Pech v.r-chmiert. Die Flaschen sind liegend aufzubewahren. Anstatt der Korke kann auch ein Wattepfropfen, der außen noch mit Pergamentpapier zu Überbinden ist, verwendet werden. Bei diesem Wattevcrschluß dür-sen aber die Flaschen nicht sehr voll gefüllt werden, damit beim Kochen der Inhalt nicht die Watte benetzt. Auch sind die Flaschen mit Watteverschluß stehend aufzubewahren. Aus diese Art halten sich die Beerensaüchte vorzüglich. Beim Gebrauch gibt man etwas Zucker hinzu unv man hat ein äußerst ersri-schende«, gekochtes Obst, das zu verschiedenen Zwecken, auch zerdrückt zum Brotaufstrich, verwendet werden kann. Gefährliche Diebe. Am 25. Juli nach-mittags wurde dem in Sadersche wohnenden Besitzer Anton Kugler, als sämtliche HauSleule unweit der Wohnung am Felde beschäftigt waren, aus dem ver-sperrten Zimmer ein Geldbetrag von 610 K ent-wendet. Dieses DiebstahleS wird ein Deserteur ver-dächtigt — In der Nacht vom 22. aus den 23. Juli wurde aus dem versperrten Zündmittelmagazin der KohlengewerkSgesellschast in Ojslro ein 5 Meter langer, 18 Zentimeter breiter und 8 Millimeter dicker TranSmissionsriemen im Werte von 500 K gestohlen. Der Täter ist unbekannt. — Am 21 Juli wurde der Besitzerin Maria Senicar in OreSje eine große Menge von Lebensmitteln entwendet. Den Einbruch verübte der in Mettenberg wohnhasie Fa-briksarbeiter Mathias Jeler. Z)ie Kygiene des Badens. Von Dr. R. A. Ebinz. Der Mensch atmet nicht nur durch die Lungen, sondern auch durch die Haut und zwar mit Hilfe der Schweißdrüsen, die über den ganjen Köiper in großer Anzahl verbreitet sind. ES sollen ihrer zwei« bis zwei-einhalb Millionen sein. ES ist daher sehr begreiflich, welchen schädlichen Einfluß auf den ganzen Organismus die Verstopfung auch nur eines Teiles dieser Drüsen oder Poren auS-üben kann. Es bleiben dann giftige Stoffe, die Selbst-gifte, im Körper zurück. Um die Poren offen zu halten, müssen wir den Körper waschen und baden, denn jeder Mensch, auch derjenige, welcher nicht körperlich arbeitet, wird auf seiner Haut mit einer leichten Staubschicht überzogen, sei es von außen oder von den festen Bestandteilen der Hautausdünstung, die die Drüsen oder Poren schließlich verstopft. So einig man über die Notwendigkeit und Nütz-lichkeit deS Badens ist, fo uneinig ist man selbst heute noch vielfach über den Vorteil de» fallen BadeS. Wäscht man den Körper mit kaltem Wasser oder taucht ihn ganz in dasselbe ein, so zieht sich die Haut zusammen, daS Blut weicht von der Oberfläche zurück, strömt nach den inneren Organen, namentlich Gehirn. Lunge, Herz und Leber, die HautauSdünftung hört unter Wasser auf und wenn dieses zu lange andauert, so können Schwin-dctanfälle, Brustbeklemmungen, Kopfschmerzen und bei Starkblütigen sogar Schlagstuß entstehen. Deshalb ist beim kalten Baden stets Vorsicht nötig, namentlich beim Baden im Freien. Hat man daS kalte Bad verlassen, fo tritt die zweite, die beabsichtigte Wirkung ein, daS Blut strömt jetzt von den inneren Organen gegen die Haut zurück. Dadurch wird die Ausdünstung verstärkt, die offenen Poren begünstigen die gasförmige, die angenehmste Transpiration, der Mei-.sch fühlt sich leichter, frischer, und daS ganze Nervenleben ist gesteigert. Gesunde Personen tun gut, im Sommer kalte Bäder zu bevor-zugen. Im kalten Bade soll man stets um fo kürzer weilen, je kälter daS Wasser ist. Bei jedem Wasser unter 14 Grad Reaumur genügt die Dauer von einer Minute. Nach jedem Bade, mag es kalt oder warm ge-wesen sein, ist eine Bewegung notwendig, aber keine stürmische. Der Zweck dieser körperlichen Bewegung ist der, daS Gefühl behaglicher Körperwärme und Leichtig-keit zu erhalten, und danach richte man seine Bewe-gung ein. Nach derselben ruhe man eine halbe Stunde auS, damit daS Blut sich ausgleicht, und erst dann stille man den Hunger, der sich gewöhnlich einstellt, wenn man die Gesm.dheitSregel beobachtet: nie mit gefülltem Magen zu baden. Für alle Menschen, auch für die stärksten ist eS schädlich, da» kalte Bad im Freien bis in die rauhe Jahreszeit fortzusetzen. DaS ist keine Gesundheitspflege, keine Abhärtung mehr, daS ist Abstumpfung, wodurch die Nerven überreizt und krank werden können. Beim Seebade ist der Nervenreiz ein sehr kräfti-ger. Im Anfang muß man diesen Reiz dadurch ab-schwächen, daß man sich sehr langsam entkleidet und den Körper in der Luft erst abkühlt. Später kann man sich schneller entkleiden und untertauchen, dann ist die Haut schon abgehärtet. DaS e;fte Bad in einer See sollte nur ein Ein-tauchen und Verlassen sein. Ein Seebad ist gut bekommen, wenn während oder gleich nach dem Ankleiden in der Haut ein »nge-nehme» Wärmegefühl eintritt. Wenn aber nach dem Ankleiden ein Frösteln noch lange Zeit andauert, die Haut sich nicht löten will, dann ist daS kalte Bad nicht bekommen. Man muß dann durch Frottieren und Marschieren den Blutumlauf beschleunigen. Gleich nach dem Bade sich in den Strandkorb zu setzen oder sich in den Sand hinzulegen, ist für niemanden empfeh-lenSwert. Hauptbedingung für den Gebrauch der See-bäder sind gesunde Arterien und ein gesunde», kräfti-ge» Herz. Seite 4 sucitr» flmnmrj 61 id ra« gut und mateir gebaut, sehr gerlumig, auf frequentar Strasse, zu jedem GencKIfte geeignet, ist unter günstigen Bedingungen billig zu »erkaufen. — U5her»s bei A. Xaloprou, Cilli, Herrengosse 4. Zwei- oder dreizimmerige gesucht. Anbote an die Verwaltung des Blatte?. 28119 Offiziersdienertasche Kartentaschen Tschakonecessaire preiswslrdig abzugeben. Anzufragen Schulgasse Nr. I I, I. 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Gaftivnlc Private «B(|f(llt»cS ftlrifdi i-t qaBim gtUiftu ■a us B « u> e ■e oj g OQ 3 S ^ 5 •!«3 47 Eingeführtes Fleisch in Kilogramm ■e u « "5 ^ es V) 'S) r. 52 19 710 Die behördlich konzessionierte Vermittlung für Realitätenverkehr der Stadtgemeinde Cilli besorgt alle Vermittlungen von Realitäten sowie Tauschgeschäften zu den günstigsten Bedingungen. Bei derselben sind gegenwärtig mehrere Stadthäuser, Landwirtschaften und Realitäten aller Art und in allen Preislagen vorgemerkt und es werden Anmeldungen und Aufträge auf Ankäufe und Verkäufe entgegengenommen. Auskünfte werden im Stadtamte (Sekretär Ilans Blechinger) erteilt. if| :§*-.H!» itxiwA »«»♦.« »tat* tu *ti \t< £«VW s« WCtti » *'* *** *•< vs »'» «u «fr »'* •>:« « • •'* *t» t * • * »1, T t T T T T Postsparkasse Nr. 36.900 oo Fernruf Nr. 21 oo «iiifra IBRBII Herstellung von Drucfarbeitcti wie: Werke, Zeitschriften, Broschüren, Rechnungen, Briefpapiere, Kuverts, Tabellen, Speisentarife, Geschäfts-und Besuchskarten, Etiketten, kohn-listen, Programme, Diplome, Plakate H ♦ ♦ ♦♦ Inseratenannahmestelle für die Deutsche Wacht vermälilungsanzeigen, Siegelmarken Bollctten, Trauerparten, Preislisten, Durchfchreibbücher, Drucksachen für Aemter, Aerzte, Handel, Industrie, Gewerbe, Landwirtschaft u. private in bester und solider Ausführung. WW> E-vNftletiUkg. t'erauniij:^, X.ua uno Sösnaci: ««mnSfcuobiuuew; „teUiu" m «u.t. — Veranlwviiuqer i'eiter: ttfuijy i^toio.