(Poitnin* , gotoriuU Deutsche Zeitung Organ für die deutsche Minderheit im Dravabanat ^ Ichriftleitung und Berwallung: PreLernova ulica S, Telephon Nr. 2l (inttrerban) i Bezugspreise für da» Inland: vierteljährig «0 Din. halbjährig 80 Din, gan,. IskLndigungen werden in der Verwaltung zn bUligsten Gebühren entgegengenommen f jährig lS0 Din. Für da» Ausland entspreche«»« Erhöhung. Einzelnummer Din l'SO Erscheint wöchentlich zweimal: Donnerstag früh und Samstag früh mit dem Datum vom Tonntag Nummer 90 j Celje, Donnerstag, den S. November 193» J 58. Jahrgang Kurz das Wichtigste Hundertjahrfeier Am 5. d. M. fand in Kraguj«oac in Anwe> senheit S. M. des Königs die 100 Jahrfeier des dortigen Gymnasiums statt. Der König verlieh die-sem den So. Sava-Orden erster Klasse. 2. M. die Königin in Zagreb Samstag, den 4. d. 9)1, fand in Anwesenheit Ihrer Majestät die feierliche Eröffnung des Za-greber Miiteljchülerheimes statt. Da» Urteil im B«ograd«r Spionageprozeh Der Hauptangeklagle Sujo Micic wurde zum Tode durch den Strang, Friedrich Ccroenka zum lebenslänglichem Kerker, 4 weitere Angeklagte zu 5 bis 10 jährigen Freiheitsstrafen verurteilt. 3 Ange-Nagle erhielten Geldstrafen. Nur Lalic Karlo wurde freigesprochen. Bon der Valkanlonferenj in Saloniki Aus der Balkankonferenz in Saloniki hat der jugoslawische Vertreter den Antrag gestellt, es mö-gen die Balkanstaaten ihre Politik so einrichten, das; sie aus eine Zollunion hinzielte, welche möglichst bald verwirklicht werden soll. Ein« Wahlrede Hitlers von «in«r Fabrik au» Freitag, den 10. d. M. hält der Führer in der Zeit von 13 bis 14 Uhr in einem großen Berliner Betriebe eine Ansprache an die Arbeiter. Die Rede wird von allen deutschen Sendern über-tragen. Rundfunkrede Hindenburga Samstag, den 11. d. M„ 19 Uhr, spricht der Reichspräsident im Rundfunk über die Wahl am 12. November. Deutscher Wahlsieg in Siebenbürgen Bei den Wahlen für die deutschen Krei-auz« schüsse zum Bolksrat am 6. d. M. haben die Na-tionalsozialisten einen vollen Sieg errungen. In Hermannstadt erhielten sie 62"/. der Stimmen, in Kronstadt 34"/», in anderen Orten sogar 70—86«/,. Eintopfsonntagsergednis Der Novembereintopfsonntag hat in Berlin allein eine Summe von 400.000 RM für die Winterhilfe ergeben; fast dreimal soviel als der Eintopfsonntag des 1. Oktober. kbörtng bei Musfollni Am 7. d. M. empfing Mussolini den Reichs-minister Göring, der ihm einen Brief überbrachte, in welchem der Reichskanzler Hitler ihm für seine Tätigkeit zugunsten einer gerechten Regelung der internationalen Beziehungen dankt. Terror in Oesterreich Vizekanzler Fei) kündigte in einer Rede eine Verordnung an, nach der nur diejenigen Fabriken Staatsaufträge erhalten werden, die sich verpflichten ausschließlich Angehörige vaterländischer Verbände (also Juden! A. d. Sch) zu beschäftigen. Mahnung an Dollfuh Nachrichten über den Besuch des Bundeskanz-lers in Klagensurt besagen, daß er dort recht un-angenehme Dinge zu hören bekam. Der Landes-hauptmann wies bereits in seiner Begrüßungsan-spräche auf die nationale Einstellung der Kärntner Bevölkerung hin und Fürstbischof Hefter gab der Hoffnung Ausdruck, es möge das unnatürliche Verhältnis zu Deutschland bald einem natürlichen Zustande weichen. Ruhland gegen Japan In einer Rede bei der Oktoberfeier der Revo-lution erklärte Molotov, das; Ruhland zur Vertei-digung gegen Japans Angriffe bereit sei. In diesem Falle gibt es aber nur eine Parole: „Vollständige Vernichtung des Feindes". Amerika als Kriegsgewinner Es geht den Amerikanern wirklich so wie dem König Midas in der Sage: Sie waren die großen Kriegsgewinner, und Geld- und Warenbesitz sind bei ihnen wirklich sagenhaft grosz geworden, und trotz-dem weife und spürt die ganze Welt, dass Amerika eine Wirtschaftskrise hat. Der bisherige Ablauf der Krise zeigt nun schon deutlich, daß auch die Kriegs-oewinner drüben mit ihrem Reichtum nicht zu wirtschaften verstanden haben. Es stehen sich dort zwei große Gruppen gegenüber: die Kapitalbesitzer, welche aus ihren papierenen Kapitaltiteln Zinsen fordern, und die Schuldner. Die Schuldner haben au» Leicht-sinn oder Unglück die Darlehen so verbraucht und investiert, daß sie heute keine Zinsen herauswirt-schaften können. Das wollen aber die Gläubiger nicht einsehen und bestehen auf ihren Titeln. Wenn kein übermäßiger Zinsendienst erforderlich ist, dann hält sich die Wirtschaft in der Wage, so etwa — an einem ziemlich allgemeingültigen Beispiel dargestellt daß ein Farmer seine Hypotekenzinsen nur durch Ver-kauf seiner Waren verdienen und leisten kann, wenn er für seine Ware Preise bekommt, die neben seinen Spesen und Lebensbedürfnissen auch noch die Amor-tisation ermöglichen. Nun sind aber die Renten besitzet nicht gewillt, ihre Zinsen voll auszugeben, son-dern sie legen diese immer wieder neu auf Zinsen an. Und diese neu angelegten Zinsen fehlen nun dem Farmer zum Absatz seiner Produkte. Da« bringt einen Preisoerfall mit sich, der das Uebel nur vergrößert, weil die Zinsen durch den Farmer nun noch weniger verdient werden können. Wenn von der Führung des Staates nicht eingegriffen wird, so mutz in ab-sehbarer Zeit der Rentner von seinem Kapital und von seinen Zinsen Abstriche machen, d. h. viel ver-lieren, ohne einen Gegenwert dafür zu bekommen. Die Bank nämlich, bei der die Rentenguthaben liegen, mutz nach einigen Jahren dem Farmer seine Wirtschaft verkaufen. Denn die immer nur an-wachsende Zinsenlast auf einem Farmergut übersteigen bald dessen Wert, besonders dann, wenn dieses Farmergut selbst durch Preisrückgänge auch noch entwertet wird. Der Rentner wird also schließlich seine Bank zugrunde gehen sehen oder seine Papiere nicht mehr voll eingelöst bekommen, weil eben die Farmer und viele ähnliche überlastete Wirt-schaftsobjekte den Zinsendienst nicht mehr aufrecht-erhalten können. Solchen Erscheinungen sucht nun die amerika-nische Regierung oder eigentlich der amerikanische Diktator Roseveit mit einer Dollarentwertung zu be- gegnen. Dieser Vorgang ist ganz folgerichtig. Er wäre wohl nicht die einzige Möglichkeit eines Ausweges, denn durch Wegsteuerung, also durch offene Opfer der Rentenbesitzer wäre auch wieder >as Gleichgewicht herzustellen, nur ist dieses Opfer reiwillig merkwürdigerweise nicht zu erreichen, weil edes einzelne Individuum immer noch glaubt, si mit seinem Vermögen retten zu können, wenn au alle anderen zugrunde gehen. So wird die mensch liche Dummheit, deren Ausdruck dieser Widerstand der Rentenbesitzer ist, schließlich dadurch bestraft, daß es eine lange hinziehende Krise gibt, und einen Ausweg, der ungerecht auswählt und zufällig wieder manchem neue Reichstümer aufzustapeln ermöglicht, viele Rentner aber gänzlich zugrunde richtet. Die Währungsabwertung, das Fallenlassen des Dollars also, ist im Grunde eine Wegsteuerung von Rentmoer-mögen, denn die Preise steigen dadurch und der Rentner wird wieder seine ganzen Einkünfte aus Rententiteln zur Befriedigung seiner Bedürfnisse ausgeben müssen. Im freien Spiel der Kräfte kommt es eben schließlich daraus hinaus, daß die gesamten Zinsen und Renten dann nicht mebr Waren kaufen können als nur ein Teil derselben bei den früheren niedrigeren Preisen. Das gleiche Ende bätte man auch durch Nachlaß von Zinsen und Kapital erreichen können. Dabei ist die Rentenabwertung in Nordamerika ein Geschenk für die ganze Welt. Die Welt muß aber dafür nicht dankbar sein, denn e» werden nur übermäßig aroße Gewinne aus Kriegs- und Nachkriegszeit gestrichen. Ein zweiter Weg wird zur Krisenbekämpfung auch wieder notwendig sein, das ist die Ausleihung von Kapitalien aus Amerika an jene, die früher auf Wegen und Umwegen die Verdienste hergegeben haben. In den ausgesogenen, ganz kapitalarmen Staaten also, wären die Zinsen bei kluger Veranlagung von Kapitalien, doch zu verdienen; das zeigt auch der große Zinsenunterschied zwischen vielen Gebieten. Dieser wahrhafte Weg des Aufbaus ist jetzt durch Mik-trauen fast ganz verlegt. Es wäre aber gerade so klug, ihn zu beschreiten wie die „übermäßige Be-steuerung der Rentcnbcsitzcr" in Nordamerika. Nur fehlt es da wieder an der richtigen und rechtzeitigen Gescheitheit. Bei allem Respekt vor den so reichen Kriegsgewinnern: Sie sind so engherzig und dumm, daß sie den geraden Weg nicht gehen, sondern über Berg und Tal und Gestrüpp der Valutaenlweihing durchgejagt werden müssen. Diese sogenannte liberal-demokratische Well ist doch sehr reformbedürftig. Bauernschutz nnd Staatsvoranschlag Der Ministerrat verhandelt augenblicklich über wichtige Verordnungen auf Grund des Bauern-schutzgesetzes sowie über den Staatsvoranschlag für 1934/35. _ Keine Republitfeiern in Oesterreich Die sozialdemokratische Partei richtete am 8. d. M. einen Aufruf an die Arbeiter, in welchem der Verzicht auf alle Veranstaltungen bekanntgege-ben wird. Dieser erfolgt mit Rücksicht auf das von der Regierung ausgesprochene Verbot. England und die Abrüstung Lord Rothermere fordert in seiner Presse leiden-schaftlich für England eine Luftflotte von 5000 Flug-zeugen mit deutlicher Spitze gegen Frankreich, das heute England in wenigen Stunden erobern könne. Snd dies im Zeichen der Abrüstungskonferenz, d. Schr.) _ Die Parole des Führers für die bevor-stehende Wahl und Volksabstimmung „Am 12. November treten wir vor dieser Welt hin als ein Volk, ein Wille, ein Entschluß und damit auch eine Tat." Kundgebung des Zollwafsenstillstanbe» Die englische Regierung hat ihren Rücktritt vom Zollwaffenstillstand ab 7. Dezember erklärt. Hopfenbericht vom 8. November 1S33 Aus Zalcc wird un» berichtet: Die Bestände in heurigen Hopfen sind in unser«« Anbaugebiete schon sehr gelichtet und dürften nur mehr rund 1500 q betragen. Deshalb sind die Hopfenbauern wied«r zurückhalten-der geworden, so das> nun auch Mittelhopfen unter Din 82.— pro Kilogramm nicht mehr »» hab«« sind. Hingegen wird für la Ware allgemein Din 6S.— bezahlt. Seite 2 Deutsche Zeitung Nummer SO Aus Stadt und Land Schaufensterwettbewerb in Celje Der Sonntag ist als ein Tag der Arbeitsruhe und der Freude eingesetzt worden. Selten erfüllte er seine Bestimmung so wie am vergangenen Sonntag. Hunderte und Hunderte von Menschen zogen mit einem freudigen Lächeln aus den Lippen durch die Strahen und ließen sich vom Strom von Schau-fenster zu Schaufenster treiben, wo tausend Dinge reizvoll zusammengestellt daraus warteten, gesehen zu werden. Es lag aber auch ein tieferer Sinn in diesem Wettbewerb. Mehrere Dutzend von Kaufleuten taten an diesem Sonntag in des Wortes schönster Bedeu-tung „Dienst am Kunden". Das Schaufenster war diesmal nicht ein Mittel, um den Kunden ins Geschäft zu locken, sondern diesmal sollte er mit Absicht draußen bleiben und sich nur über die schönen Dinge freuen, die das Fenster als das schönste und beste dessen darbot, was das Geschäft in sich birgt. Diese Form der Werbung ist höflich, ja, diskret schmeichelnd, der Kunde stellt mit einem gewissen Behagen fest, daß man sich um ihn bemüht, ohne daß er sofort bar zu zahlen hat dafür. Und wie die ganze Stadt von diesem Wett-bewerb gepackt wurde! Schon am Morgen herrschte ein außvwewöhnliches Leben in den Straßen, das in den Abendstunden zu einem beängstigenden Ge-dränge anwuchs. Bis Mitternacht standen Gruppen diskutierend und kritisierend, abwägend und auf eigene Faust Preise verteilend vor den Dekorationen. Aber wohl nur die Stillen im 5.'ande hatten auch einen Blick dafür, wie harmonisch die hellen Fenster das Bild unserer Straßen gestalteten. Man ging am Abend wie durch lange Gänge in einem großen Hause. In den Hauptstraßen fand das Auge immer wieder Lichtpunkte, die es fesselten, die Eindrücke mengten sich zu einem lebendigen Gemälde, das viel viel Licht vereinigte. Die ganze.Stadt war es! Kam man dann in die ruhigeren Straßenzüge, stand man etwa vor der gotischen Kirche ober dem Hauptplatz, da glichen sich Lichtflut und milde Däm-merung, moderne Reklame und alte schwere Stein-wucht wieder au». Der Dom beruhigte das auf-geregte Gemüt. So ging man nach Hause: Das heftig pulsierende Leben hatte uns gefangengenom-men, aber die Kirche wies uns seinen Inhalt, i y Der Verlauf Einen ganzen Sonntag konnten die Schau-fenster-Dekorateure unserer Stadt das erhebende Be-wußtsein haben, daß sich ihnen und ihrem Können das Interesse der Einwohnerschaft zuwendete. Nicht vergeblich war in dieser Beziehung die Arbeit des den Wettbewerb vorbereitenden Ausschusses, bestehend aus den Dekorateuren Herren Franjo Olip (Fa. Stermecki), Jvo Dersek (Fa. We-reit), Bisnar (Fa. Hladin), K. Filac (Fa. König) und R. Blechinger (Fa. Rakusch). Schon in den frühen Morgenstunden zeigte sich eine ungewöhnlich lebhafte Bewegung in den Straßen der Stadt, die bis zum Nachmittag zum richtigen Rummel anwuchs. Der Ausschuh empfing um 10 Uhr Vormittag die Herren des Schiedsrichter Collegiums, welches sich wie folgt zusammensetzte: Vorsitzender: Herr Magistats-Direktor Jvo öubic als Vertreter der Stadtgemeinde und Obmann des Berschönerungsvereines; Mitglieder: Der Vertreter der Vereinigung der Kaufleute Celjes Hen Lukas. Photograph Pe-likan, Herr Baumeister Kalisnik, der Obmann der Vereinigung der Schaufenster-Dekoratoure Ljublja-nas Herr Grilc und v die Ljubljanaer Dekorateure die Herren Krusic, Culk und Koser. Nach dem Emvfang fand die Festsetzung der allgemeinen Richtlinien für die Bewertung statt, woran sich eine Führung durch die Stadt schloß, um den Mitgliedern des Schiedsgerichtes die Lage der einzelnen Schaufenster zu erläutern. Die eigen!-liche Wertung der Schaufenster begann um 2 Uhr Nachmittag in Gruppen zu zwei und drei Herren und ist für die Unparteilichkeit des Schiedsgerichtes der Umstand bezeichnend, daß sämtliche Ergebnisse der Einzelwertungen Höchstunterschiede von 1—2 Punkten aufweisen. Das Sprichwort: „Wer die Wahl hat, hat die Qual" bestätigte sich auch beim Schau enster-Wett-bewerbe in vollem Umfange. Die Schaufenster, jedes einzelne ein wahres Schmucklästchen, waren jeder Großstadt würdig und machten dem Schied»gerichte die Entscheidung schwer. 3 Stunden dauerte die Wertung, einzelne Herren des Schiedsgerichtes be-sahen sich die Schaufenster 2, ja 3 Mal, nur um sicher zu sein, niemandem Unrecht getan zu haben. In 8 Kategorien waren die einzelnen Branchen zusammengefaßt worden, aber selbst dies«, sicher großzügige um» gewöhnlich bei solchen Wettbewerben nicht übliche Zusammenstellung erweckte noch leise und laute Widersprüche bei den Beteiligten. Es wäre natürlich erwünscht gewesen, jede einzelne Firma in eine eigene Kategorie zu stellen, um ihr dadurch verläßlich einen Preis zuteilen zu können. Niemand lieber, als der vorbereitende Ausschuß hätte dies getan, wären ihm dadurch doch viel Ar-beit, Mühe, Kopfzerbrechen und auch Vorwürfe er-spart geblieben. Leider aber sagte die leidige „Kassa" ein energisches „Nein" zu solchem Vorhaben, waren doch schon bei nur 8 Kategorien die Preise sehr krisengeschwächt. Um 5 Uhr Nachmittag fand sich das Schieds-gericht wieder im Hotel „Europa" zusammen und die von den beteiligten Dekorateuren mit Spannung erwartete Zusammenstellung der Wertung begann. Die Verkündigung des Wettbewerb Ergebnisses um 8.30 Uhr abend gleichfalls im Hotel „Europa", eingeleitet durch Begriißungsworte des Vorsitzenden der Commission Hr. Magistratsdirektor Jvo 8ubic, wurde in jedem einzelnen Falle mit langanhaltendem Beifall begrüßt. Als Sieger in den einzelnen Kategorien gingen hervor: Manufaktur: I.Preis: Firma Jos.Weren, Dekorateur Jvo Dersek, II. Preis: R. Stermecki, Dek. Franjo Olip, III. Preis: V. Hladin, Dek. Sl. Vi^nar. Mode: I. Preis: R Stermecki, Dek. Franjo Oliv (für Sportauslage), ll. Preis: L. Putan, Dek. Willi Kovacec, III. Preis: A. Drofenik nafl., Dek. Oton Hlacar. Konfektion: l. Preis: „Tivar" d. d., Dek. L. Vrecic. II. Preis: A. Staudinger, Dek. Inbabe-rin, III. Preis: „Humanik", Dek. F. Werdouschegg. Kosmetik und Friseure: l. Preis: „Sanilas", Dek. Pavla Kramar, ll. Preis: Rih. Grobelnik, Dek. Fräulein Marica Müller, 111. Preis, E. Paidasch, Dek. Müller. Galanterie & Papierhandlungen: I. Preis: Mohorjeva tiskarna, Dek. Fräulein Golob, II. Preis: K. Goricar vdova, Dek. Nerad, III. Preis: F. Könia, Dek. Filac. Eisenwaren und Glashandlungen: I. Preis: D. Rakusch. Dek. R. Blechinger, ll. Preis: Jul. Weiner s Nächst Dek. R. Blechinger, III. Preis: Iof. Iagodic, Dek. Viktor Skorjanc. Spezerei und Delikatessen: I.Preis: G. Stiger. Dek. Franz Videcnik. II. Preis A. Fazarinc, Dek. F. Wutti, III. Preis: K. Loibner, Dek. Hlacar, IvT Preis: A. Drofenik, Dek. Kmecl (Anerkennung.) Die Firma O. Josek, schon bisher durch ganz reizend arrangierte Ausstellungen bekannt, beteiligte sich auch diesmal durch Schaustellung einer kom-pleiten Zweizimmerwohnung und wurde in Aner-kennung der vorzüglichen Leistung mit einem Preise bedacht. AußerKonkurrenz beteiligten sich folgend« Firmen und errangen Plätze in der angeführten Reihenfolge ^..Peko", Dek. Geschäftsführer, „Persil" d. d., Dek. Mlinar, Franz in sinovi, Maribor, Dek. Kmecl und das Kanditengeschäft Marija Fabijan. Den Vogel im Wetbewerb abgeschossen aber hat ein Außenstehender, nämlich die Selchwaren-Handlung F. Junger. Verkehrsstockungen wurden durch die sich vor seinem Geschäfte drängende Men-schenmenge verursacht, allenthalben sah man verlan-gend nach den appetitlichen Delikatessen sich recken-de Hälse. Als Preise wurden für den l. Platz Din 400 und Diplom, für den II. Platz Din 200 und Di-plom, für den III. Platz aber ein Diplom verteilt. Die höchste Punkteanzahl erreichte die Photo-Auslage der Firma „Sanitas" und damit auch den Preis für das schönste Schaufenster der Stadt Celje in Form einer hübschen modernen Standuhr. Abschließend muß man die Worte des Vor-sitzenden des Schiedsrichter Collegiums Herrn Ma-gistrats-Direktor öubic voll und ganz bestätigen, daß eine solche Veranstaltung nicht nur den Deko-rateuren der (Stobt Cclje zu Ruhm und Ehre ge-reiche, sondern auch noch ganz besonders dem An-sehen unserer geliebten Stadt, die es fertig brachte, sogar die Hauptstadt des Draubanates an Teil-nehmerzahl um fast ein Drittel zu überflügeln und sich auch bezüglich Qualität des Gebotenen in allen Konkurenzen zeigen konnte. R. «l««hwg«r Die Brückenfrage in Celje Das Hochwasser hat am 23. September l. I. die Brücke und beibe Stege bei Celje weggerissen. Die Stege sind in Arbeit und der Hauptverkehr für Personen über die Sann erfolgt bei niederem Wasser-stand mit einer primitiven Fähre, bei höherem Wasserstand über die Eisenbahnbrücke- mit Fahr-zeugen kann man die Sann bei Celje nicht passieren. Bis heute find volle 6 Wochen verstrichen und erst vor einigen Tagen hieß es endlich, die Holz-brücke werde durch eine gleiche ersetzt werden. Ich frage, wann wird diese Brücke fertig sein? Sagen wir in 2—3 Monaten. Bis dahin ist der Verkehr über die Sann bei Celje für alle Fahrzeuge lahm-gelegt und der Personenverkehr nicht nur mit Um-ständlichkeiten und Unannehmlichkeiten, sondern auch für viele Menschen mit naturellen Verlusten ver-bunden. Ins Gewicht fällt auch, daß der Automobil-Verkehr in ber Richtung Nord-Süd und Süd-Nord unterbunden ist, ein Umstand, der den Fremden-verkehr ganz bedeutend stört. Auch wird es jeden, über Celje strebenden Fahrer nicht nur in Wut bringen, sondern er wird auch in maßloses Erstau-nen versetzt, wenn er seinerzeit von dem Brücken-stürz hörte und nun nach 7 Wochen noch immer keine Verbindung mit dem anderen Ufer für sein Fahrzeug vorfindet. Und wenn der Fahrer von der Brückenkatastrophe nichts wußte, wird er erst recht ungehalten sein, wenn er auf einer Hauptverkehrs-straße plötzlich in seiner Fahrtrichtung ausgehalten wird und auch aus keinem Aushilfswege weiter kommen kann. — Bei dem heutigen Stand im Brückenbau ist das ein Armutszeugnis! — Wenn schlechtes Wetter eintritt und dieses lange anhält, große Kälte kommt und viel Schnee fällt, so ist es nicht ausgeschlossen, daß die geschilderten mißlichen Verkehrsverhältnisse bis in das Frühjahr 1934 an-halten werden. In allen anderen Staaten wird in ähnlichen Fällen das Militär herangezogen. Im vorliegenden Fall ist das Pionierbatallion in dem nicht weitem-fernten Ptuj in der Lage in einigen Stunden eine Kriegsbrücke über die Sann zu schlagen. Mit Rück-sicht auf den stark wechselnden Wasserstand der Sann könnte man eventuell die Kriegsbrücke in der unmittelbaren Nähe des Steges erbauen, weil dort immer ein genügend hoher Wasserstand ist. daß man auch einige Pontons als Unterlage anwenden könnte. Auch die Errichtung einer halbgemauerten Brücke durch die Ptujer-Pioniere wäre in Erwägung zu ziehen. Das Kriegsbrückenmaterial ist wohl nur für den Kriegsfall berett, doch in so einem Falle müßte wohl eine Ausnahme gemacht werden u. z. umso-mehr, als keinerlei Kriegsgefahr besteht. Die Pionier-abteilung kann in den Celjer Kasernen untergebracht werden, so daß nur unbedeutende Mehrkosten für die Unterbringung der Pionir-Offizier? erwachsen würden. Die Pioniere müssen jährlich praktische Uebun-gen im Schlagen von Kriegsbrücken vornehmen, um sich für den Ernstfall die nötige Praxis anzueignen. Die Gelegenheit zu solch' einer Uebung ist eben in Celje gegeben. Das Brückenmaterial würd« unmerklich an seinem Werte leiden. Höchstens die Brückendecke müßte von der Stadt Celje oder der Banalverwal-tung durch Beistellung gleichwertiger Bretter ersetzt werden. Für die sonstigen minimalen Auslagen könnte die Stadt eine Brückenmaut für diese Kriegs-brücke in der Höhe von 50 Para pro Person und 2 Dinar für Fahrzeuge einbeben. Autos von Aus-ländern wären von dieser Maut zu entheben. Und während dessen sich der Verkehr auf der Kriegsbrücke (oder halbpermanenten Brücke) reibungs-los abspielen würde, hätte die Stadt Celje Zett, eine allen Wasserständen der Sann trotzende mo-derne Brücke zu erbauen. Oberst d. % sottfpcty Nummer 90 Deutsche Zeitung Seite 3 KALO PONT Celje Das Wagnerkonzert Für das Wagnerlonzert am Samstag, den 18. d. M. im ftinosaale des Hotels Stöbern« gibt sich das gröhte Interesse kund. Da in dieses Jahr auch der ZV. Todes tag unsere» großen Landsmannes Hugo Wolf fällt, wird bei diesem Konzerte auch seiner durch den vortrag des prachtvollen Thores .Dem Baterland»- gedacht werden. Räch di«ser Einleitung folgt der Festvvrttag des Vereins-sangwartes Dr. Fritz Zangger über Richard Wagners Leben und Wirten. Unser Landsmann, Staatsopernsanzer Adolf. Harbich, gegenwärtig einer der bedeutendsten Baritonisten, wird folgende Stücke zum Bortrage bringen: Monolog de» .Fliegenden Holländers" — ,Die Frist ist um', weiters den Wahn Monolog und die Schluhansprache (Verachtet mir die Meister nicht) des Hans Sachs au» den .Meistersingern von Rürenberg", — gewih ein groß artige» Programm. Da« Vereinsmitglied, Frau Dom Wagner, wird die Hallenarie au» dem .lannhäuser' singen. An Chören werden vorgetragen werden: I. Einzug der »äste in die Wartburg au» .Tannhäuser", 2. Spinner chor au» dem .Fliegenden Holländer", !i. Matrosenchor au» derselben Oper, 4. .Liebesmahl der Apostel', ll. Teil, 5. Apotheose de» Hans Sachs ans den.Meistersingern". Der gemischte Chor umsaht weit über 100 Mitwirtende. Wegen Raummangels muhte «ine besondere Orchester-bearbeitung angefertigt werden, da da» Oiiiginalorchester selbstverständlich nicht genug Platz gehabt hätte. — Der Hartenvorverlauf. der am Montag, den 13. Rovember beginnt, hat diesmal die Firma Josef «rell, ttralja Petra cefta, übernommen. Ing. Josef Sonnenberg f In Liboje ist am 6. b. M. Herr Ing. Josef Sonnenberg nach langem schweren Leiden im Alter von 74 Jahren gestorben. Er entstammte einer an-gesehenen Krapinaer Familie und gehörte zu den bekanntesten und betriebsamsten Industriellen unseres Landes. Er betrieb ursprünglich die Glasfabrik und das Kohlenbergwerk in Straza bei Rog. Slatina, während sein Bruder Philipp die Steingutfabrik und das Kohlenbergwerk in Deutschental bei Liboje besah. Seit einer Reihe von Jahren war er in der Keramischen Fabrik der Vereinigten Glasfabriken in Liboje an leitender Stelle tätig. Sein Fleiß und seine Tüchtigkeit waren unübertrefflich, fem streng rechtlicher Sinn, seine Liebenswürdigkeit und sein Humor sicherten ihm Hochachtung und Beliebtheit in weitesten Kreisen. Sonnenberg gehörte zu jenen seltenen Menschen, welche keinen Feind haben. An seinen Freunden, vor allem an Herrn Ing. Adolf Körbitz, Gesellschafter der Bereinigten Glasfabriken, hing der Verstorbene in vorbildlicher Treue. Dieser engste Kreis vor allem wird den Heimgang dieses edlen guten Menschen schmerzlichst empfinden. Der Familie des Verewigten und den Vereinigten Glas-fabriken unser aufrichtiges Beileid! — Die Beerdigung fand auf dem Ortsfriedhofe von Grize am Mittwoch den 9. November statt. Der Uebergang über den erneuerten Sannsteg wird, wie uns der Magistrat mitteilt, vom 5. bis 11. d. M. nur in der Zeit von 5 Uhr Nachmittag bis 7 Uhr früh gestattet fein. Von 7 Uhr früh bis 5 Uhr Nachmittag wird er zur Benützung durch die Fußgänger nur dann freigegeben, wenn infolge hohen Wasserstandes die Sannfähre nicht verkehren kann. Das Publikum wird ersucht, diese Zeiten einzuhalten, damit die Abschlußarbeiten am Sannsteg nicht gestört werden. — Die Samtfähre wird bis auf weiteres nur in der Zeit von 7 Uhr früh bis 7 Uhr abends verkehren, sofern sie nicht durch hohen Wasserstand eingestellt werden muh. — Ab 12. November d. Z. wird der er-neuerte Sannsteg definitiv dem Bertehr über-aeben. An diesem Tage verlieren alle Freikarten für die Sannfähre ihre Gültigkeit. Die Stadtvorstehung von Celje gibt kund, datz den Abnehmern von Gas, welche künftig-hin ihren Verpflichtungen gegenüber dem Gas- werke nicht sofort und in vollem Umfange in Ba r-g e l d nachkommen werden, die Lieferung von Gas und elektrischem Strom unverzüglich eingestellt wird. 75. Geburtstag. Sonntag, den 5. No-vember, feierte in unserer Stadt eine Frau ihren fünfundsiebzigsten Geburtstag, eine Frau, die in seltenem Matze das Wissen und die sanfte Resigna-tion des Alters vereinigt mit der Lebensbejahung der Jugend: Frau Amalie von Fanninger, Edle von Amalien heim. Fünfundsiebzig Jahre alt und ein reiches Frauenleben gelebt, mit glücklicher Ehe, mit Sorgen und Kämpfen langer Witwenschaft um die Erziehung und Versorgung der Kinder und Enkel, mit dem Glück des an Liebe reichen Lebensabends im Kreise eben dieser Kinder — das ist Erfüllung und große Menschlichkeit. Fünf-undsiebzig Jahre alt! Es bedeutet so wenig, denn es gibt vielleicht viele Fünfundsiebzigjährige. Wenige aber sind es, die mit solcher Teilnahme Umwelt und Zeit zu begreifen suchen und begreifen, und die so glücklich sind, für alles Verständnis zu finden. Mögen dieser Dame, die schon seit vielen Jahr-zehnten in unserer Stadt ansätzig ist und so gerne die Menschen erfreut, mit ihnen plaudert, mit ihnen lacht, und in allem jene feine Liebenswürdigkeit hat, die ewig jung bleibt und jung erhält, mögen ihr noch viele, recht viele Jahre beschicken sein, Jahre in Heiterkeit, Gesundheit und Glück. Edle Spende unserer Volksgenossen in Ptuj. Unsere Volksgenossen in Ptuj haben in den letzten Wochen eine Spende zugunsten der durch das letzte Hochwasser in Celje geschädigten Volks-genossen veranstaltet, die den schönen Betrag von 1380 Dinar ergab. Wir freuen uns aufrichtig über diesen Beweis der Verbundenheit und sprechen den Spendern und Sammlern unseren herzlichsten Dank aus. Glasbena Matica. Im Ucbungszimmer der Glasbena Matica, Slomskov trg, 1. Stock, findet heute, Donnerstag, den 9. November um 20 Ubr eine ordentliche Versammlung statt. Alle Mitglieder und Freunde der Anstalt sind dazu ein-geladen. Die „Leitergeher" Franz Vergles und Franz P u ch l i n. diese beiden unternehmungslustigen, arbeitslosen Malergehilfen aus unserer Stadt, die, wie wir uns noch erinnern können, am 3. Sep> tember bei der weiland Kapuzinerbrücke nach Beo-grad „starteten", haben diese 642 Kilometer lange Strecke nun tatsächlich und um zwei Wochen früher, als sie es felber angenommen hatten, hinter sich ge-bracht. Am 3. November, also nach genau zwei Monaten, haben sie die Reichshauptstadt erreicht, von wo sie auf etwas bequemere und raschere Art, nämlich mit der Eisenbahn, bereits wieder in ihre Heimatstadt an der Sann zurückgekehrt sind. Mit dieser höchst sonderbaren Wanderschaft sollen die beiden einheimischen Malergehilsen einen Weltrekord im Leitergehen aufgestellt haben. Grauenhafter Fund. Auf einem Acker des Grundbesitzers Herrn Koren in Arja vas bei Petrovce fand man während der Kartoffelernte eine — Kindsrhand. Eine richtige Kinderhand. Namenloser Schrecken erfatzte alle, die da auf dem Felde ar-betteten. Wo sind die anderen Teile der so zer-stückelten Kindesleiche, wo? Doch da, bei näherem Betrachten dieser Kinderhand — welch täuschendes Wunder der Natur! — erkannte man in dieser kleinen Hand eine täuschend ähnlich, wundervoll nachgebildete Kartoffel. Na, so etwas! Wie man sich unnützer Weise gleich so erschrecken und das Gruseln bekommen kann. Jetzt fehll nur noch der „Kannibale", der diese Hand vespeisen wird. Dem Elternhans entlaufen. Vor etwa fünf, sechs Tagen haben die beiden Brüder Rudolf und Tvalter K. gemeinsam das Haus ihrer Eltern in Celje verlassen und sind bis heute noch nicht heimgekehrt. Die beiden abenteuerlustigen Jungen sind schon des öftern aus dem Elternhause durch-gebrannt, um immer wieder und meist recht bald dorthin zurückzukehren. Diesmal aber besteht be-rechtigte Sorge, datz ihnen beiden ein Unglück zuge- st atzen ist. Die beiden Knaben sind noch sehr jung Rudolf ist zwölf, Walter erst acht Jahre alt Arbeitsmarkt. In der Zeit vom 21. bis zum 31. Oktober haben sich bei der Erpositur der öffentlichen Arbeitsbörse in Celje 95 Arbeitslose (77 Männer und 18 Frauen) neu angemeldet. Vorhanden waren 25 Arbeitsangebote, 10 für Männer und 15 für Frauen. Vermittelt wurden 27 Stellen, 12 für Männer und 15 für Frauen. Verreist sind 4, abgefallen 5. Während am 2ü. Oktober blotz 452 Arbeitslose (42(5 Männer und 26 Frauen) in Evidenz gehalten wurden, sind es bis zum 31. Oktober 511 (482 Männer und 29 Frauen) geworden. Die Zahl der Arbeitslosen ist also um 59 grötzer geworden. Ein sehr be-trübliches Zeichen. Arbeit bekommen: ein Knecht, ein Tischlerlehrling, zwei Köchinnen, zwei Dienst-mädchen und je eine Weberin, Strickerin und Bauern-magd. Fremdenverkehr. Während im September noch 1299 Fremde unsere Stadt besuchten, waren es im Oktober nur mehr 1117 gewesen, 867Jugo-stawen und 250 Ausländer. Unter den Ausländern waren 162 Oesterreicher, 29 Tschechen. 27 Reich»-deutsche, 16 Italiener, 7 Ungarn, 5 Russen und je ein Pole, Belgier, Grieche und Türke. Ihrem Berufe nach waren es 498 Kaufleute und Reisende, 184 Arbeiter, 183 Beamte, 132 Gewerbetreibende, 38 Ingenieure, 19 Lehrer, 14 Industrielle, 13 Rechtsanwälte, 12 Studenten, 8 Journalisten, 8 Pro-fessoren, 6 Aerzte und zwei Apotheker. Diebstähle. Samstag, den 4. November, ist in unserer Stadt wieder ein Fahrraddieb an der Arbeit gewesen. Gestohlen wurde ein schwarzlackiertes Herren-rad (Marke „Waffenrad") mit der Fabriksnumm?r 3,142.632 und der Evidenznummer 2—11* 785—3. Das entwendete Fahrrad, das vor einem Geschäfte in der Kralja Petra cesta gestanden hatte, ist 800 Dinar wert. — Im Sonderzimmer eines Gasthofes in der Kralja Petra cefta hat eine Aktentasche mit vier Büchern Füße gekriegt und ist spurlos ver-sch wunden. Wer diese Aktentasche mit den vier Büchern auf die Vorstehung der Stadtpolizei bringt, bekommt eincn schönen Finderlohn. Ueberfall. Auf der Stratze noch ökofja vas haben Freitag abend nach einem Kartenspiel zwei bisher noch unbekannte Männer den 39 jährigen arbeitslosen Fleischhauer Franz Veera überfallen und ihn arg mißhandelt. Der Verletzte wurde in das Allgemeine Krankenhaus gebracht. Unglücksfälle. Als der 75 Jahre alte Be-sitzer Andreas Kozelj Samstag nachmittag mit seinem Wagen aus Ljubecno nach ömartno heim-kehrte und auf einer Straßensteigung den Wagen zum Halten bringen wollte, fiel er so unglücklich unter die Räder seines Wagens, datz er wegen der schweren Verletzungen, die er sich dabei zuwg, in das hiesige Krankenhaus gebracht werden mutzte. — Auch der 24 jährige Arbeiter Mathias Iaminsek aus ökofja vas bei Celje sucht Heilung im ftädii-schert Krankenhaus. ZXr Bedauernswerte hieb sich beim Arbeiten mit einer Hacke in den rechten Futz. Maribor Der Schwäbisch »Deutsche Kulturbund in Maribor veranstaltet am 15. Oktober um 20 Uhr in der Zadruzna gosp. banka einen Theater-abend, an dem 4 Fastnachtsspiele von Hans Sachs zur Aufführung gebracht werden. Die Stücke von Hans Sachs, dem Handwerker und Dichter, der den Höhepunkt der Meistersinger verkörperte, schil-dern die Menschen seiner Zeit in meisterhafter und humoristischer Weise. Da sich wohl die äußeren Formen, nicht aber die Charaktere der Menschen verändert haben, wirken die Stücke des dichtenden Schuhmachers Hans Sachs auch heute noch nicht veraltert Die Wirkung seines Humors ist auch heute noch dieselbe wie vor 400 Jahren. Der Abend findet bei freiem Eintritt« statt, doch werden freiwillige Spenden dankend angenommen. Platz-Vormerkungen werden bei Höfer entgegengenommen. Seite 4 Deutsche Zeitung Nummer SO Unser Preisausschreiben Wer zögert noch? Frisch ans Werk, mutig die Idee gepackt und gearbeitet. Es find viele unter uns, die es schaffen werden. Am lO. Dezember läuft die Frist ab. Nie-mand soll das Stichwort auf der Einsendung vergessen! kleine Adressen angeben, nur in einem verschs des E Umschlag die Leserschaft vor einer Kommission und in Anwesenheit eines Rechtsanwalts geöffnet wer-den. Parteilichkeit bei der Beurteilung ist also vollkommen ausgeschlossen! Und nochmals die Preise: 1. Preis 1000 Dinar 2. Preis 700 Dinar 3. Preis 400 Dinar Bereits auf der Spur. Aus Maribor! wird uns berichtet: Die ganze Zeit, seit dem be- { kannten Einbruch beim Iuoelier Peteln, tappte un-{exe Polizei im Dunkeln. Nun hat sie jedoch eine Spur aufgedeckt, die zur Dingfestmachung der Ein-brecher führen dürfte. — Aus naheliegenden Grün-den werden darüber keinerlei Einzelheiken bekannt-gegeben. Gestorben. Aus Maribor wird uns berichtet: Vergangene Woche ist hier der Gutsbesitzer Herr Franz Wiesthaler im 72. Lebensjahre einer Lungenentzündung erlegen. Mit ihm haben wir einen der markanten Vertreter unseres alten Bürgertums zu Grabe getragen. Die Leiche wurde in der Auf-bahrungshalle des städtischen Friedhofes in Po-brche feierlich eingesegnet und unter Beteiligung einer großen Trauergemeinde am Franziskanerfried-Hofe zur letzten Ruhe beigesetzt. Den Hinterbliebenen unser aufrichtiges Beileid! „Emigranten". Aus Maribor wird uns berichtet: In unserer Stadt weilen bereits 17 jüdi> sche Familien, die aus dem Reiche „geflüchtet" sind, unter ihnen ein Bankdirektor aus Nürnberg. Wa-rum wohl die anderen Hunderttaujende von Juden, die heute noch im Dritten Reiche leben, nicht „flüchten" muhten? _ Reichsdeutsche im Auslande können am 12. November wählen. Das deutsche Konsulat in Zagreb teilt uns mit: Den Reichs-deutschen mit Wohnsitz im Ausland ist durch eine Verordnung des Herrn Reichspräsidenten die Be-teiligung an Reichstagswahlen und Volk'abstim-mung ermöglicht. Reichsdeutsche, deren ordentlicher Wohnsitz sich im Auslande befindet und die sich an einer Reichstagswahl beteiligen wollen, müssen die Voraussetzungen für das aktive Wahlrecht erfüllen, also mindestens 20 Jahre alt und vom Wahlrecht nicht ausgeschlossen »ein. Sie müsien sich am Wahl-tage entweder vorübergehend im Reichsgebiet auf-halten oder eigens zur Ausübung des Wahlrechts einen Ort innerhalb des Deutschen Reichsgebiets aufsuchen. Zur Ausübung des Wahlrechts benötigen die betreffenden Reichsdeutschen einen Stimmschein, der von der für ihren Wohnsitz zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Deutschen Reichs oder nach Einreise in das Reichs-gebiet von der Gemeindebehörde des inländischen Aufenthaltsortes gebühren- und kostenfrei ausgestellt wird. Die in dem Sava- und Draoabanat wohn-haften Reichsdeutschen erhalten den Stimmschein bei dem Deutschen Konsulat in Zagreb, ^Starceoicev trg 6/1, gegen Vorlage ihres Reisepasses und des pdli-zeilichen Meldescheines. Empfang im österreichischen Konsulat in Ljubljana. Vom österreichischen Konsulat in Ljubljana wird uns mitgeteilt: Anlählich des österreichischen Staatsfeiertags am 12. November emp-fangen der österreichische Generalkonsul Orsini-Ro-senberg und seine Gemahlin von 17—19 Uhr in den Räumen des Konsulats (Ljubljana, Tyrseva cesta 31/l) die österreichische Kolonie und alle Freunde Oesterreichs. Am Vorabend des österreichischen Staatvfeiertagcs. Samstag. den 11. November 20 Uhr, veranstaltet der österreichische Hils-vcreln in Ljubljana in den Räumen des Hotels „Melropel" (Miklii) eine gemütliche Zusammenkunft, zu der alle Oesterreicher sowie alle Freunde Oesterreichs höflichst eingeladen werden. Am Vortragstische erscheint der bekannte Grazer Komiker Herr Stadlmoy, der seine neuesten Schlager zum Besten geben wird. Preis der Eintrittskarten 15 Dinar pro Person; ein Voroer-kauf findet nicht statt. Die Karten sind bei der Abendkasse im Hotel Metropol erhältlich. Das Reinerträgnis fließt dem österreichischen Hilfsverein zu. Ueberzahlungen werden daher dankend an-genommen. Die behördliche Bewilligung zu dieser Veranstaltung liegt bereits vor. Gäste willkommen! Wirtschaft u.Ber?ehr Die Wirtschaftsverhandlungen mit Italien werden sich schwierig gestalten. Unsere Unterhändler in Rom stieken auf Forderungen der Italiener wegen Einschränkung des Getreideerporte« nach Italien, anderseits heabjichtigen die Italiener ihre Zölle auf Vieh wesentlich zu erhöhen. Die i'.a-lienijche Viehwirtschaft ist nämlich so sehr erstarkt, datz ein großer Preisstnrz eingetreten ist. Sport „Rapid" in Celje siegreich Rapid schlagt SK Eelfe 4:1 (2 : 0) Der Spielplatz am (Slacis bot ein trostloses Bild. Während es Samstag tagsüber ohne Unterlatz regnete, be-gann es am Abend tüchtig zu schneien. Dies hielt so bis gegen Mitternacht an. Kein Wunder, wenn am Sonnlag vom „grünen Rasen" nicht mehr viel zu sehen war. An großen Wasserlachen aber, an brauner Tunte und glitschigem Quatsch, gab es wahrlich keinen Mangel. Dennoch aber: « wurde gespielt — und gar nicht schlecht gespielt! Bei solchen Bodenverhältnissen also, die an beide Mannschaften sehr hohe Anforderungen stellten, ist es Rapid verhältnismüsjig sicher gelungen, die beiden Punkte in» Reine zu bringen. Die unverkennbare technische und taktisch« Ueber-legenheit Rapids rechtfertigt das Ergebnis, wenngleich auch vor dem Tor Rapids mehrere recht mißliche Stellungen nicht fehlten, die leicht zu Torverlusten hätten führen können. Das Spiel als solches litt naturgemütz unter den Einflüssen de« schlechten Geländes, «o«lche» das Zusammenfpiel arg be-hinderte. Rapid bot eine schön« Gesamtleistung, allein Bar-l o v i f ragle, nicht bloh körperlich. londern auch durch sein« eindrucksvolle Leistung, au» seiner Mannschaft hervor. Ein-zelnen Stürmern, so dem Linksauhen und dem Rechtsver-bind«, kann man den Vorwurf eigennüljigen Vorgehen» nicht ersparen; sie brachten ihre Mannschaft dadurch um manche Ersolgsmöglichkeit. Bei den Einheimischen war vor allem grohe Älusopfe-tung festzustellen, die ihnen in ihren letzten Spickn ja schon manchen Erfolg brachte. Ihre nicht allzu häufigen Angriffe waren zu überhastet und zu wenig planniäszig durchgeführt, weshalb sie zu kernen weiteren Ergebnissen führten. Au» dem Spielverlauf Wcifzblau zeigt sich die heimisch« Elf, Rapid folgt. In d«r 8. Minut« fällt das erst« Tor, und zwar für Rapid. Obwohl in der Folge Bischoff «inen Angriff auf das Tor d«r heimischen Kegnermannschast verschießt, gelingt Seifr > d bis zur Pause noch «in zweiter Erfolg. Erst in der 9. M nute nach dem Seitenwechsel erzielt A h t i! das Ehrentor für Celje, woraus aber K o p r I v j e I sich sofort ein Eigen tor leistet «nd auf 3 : 1 für Rapid erhöht. Rapid gerät nun wieder in Fahrt, wobei B i s ch o f f gerade noch vor dem Schlußpfiff den vl«rt«n Tresser macht. Also 4 : l. Das Ergebnis geht in Ordnung! Schiedsrichter DerZaj au« Ljubljana genügte seiner Aufgabe. P. Hausschneiderin perfekte Kleidercäherin empfiehlt sich deu geehrten Damen. Hilde Majetitf, Gospoaka ulica 24. Wohnung vier Zimmer mit allem Zubehör, Zentralheizung, Badezimmer, ist ab 1. Dezember zu vermieten. Stössl, Razlagova ul. 8a. .bstbäume Ol in nur erstklassigen Setz lingen in allen Gattungen, zu tief reduzierten Preisen. Beeren-und Ziersträucher, Nadelhölzer in schönsten Sorten und Grössen, Clematies und alles was Sie für Ihren Qarten und Park benötigen bekommen Sie bei mir. Preisblatt auf Verlangen gratis. M. Podlogar, Baumschulen Arclin, Post Vojnik bei Celje. Am 6. d. M. verschied das Mitglied unseres Aufsichtsrates, früherer Fabriksbesitzer. Herr Ing. Josef Sonnenberg Wir tragen den teuren Verschiedenen in Griie am 8. November 1933 um 7,15 Uhr zu Grabe. In ihm verlieren wir einen Mann treuer Mitarbeit, der in den langen Jahren unseres Zusammenwirkens, aus dem Schatz seiner Erfahrungen unser Werk gefördert hat. Die Vielen, die mit ihm in Berührung traten, werden seine frohe Art und persönliche Liebenswürdigkeit nicht vergessen. PetrovCe, 6. November 1933. Keramische Industrie A.-G. Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, das Ableben unseres langjährigen Aufsichtsrates, Herrn Ing. Josef Sonnenberg anzuzeigen, welcher am 6. November 1933 nach langem schweren Leiden in Liboje bei Petrovce verschieden ist. Wir verlieren in ihm einen treuen, aufopfernden Mitarbeiter, dem ein dauerndes dankbares Angedenken bewahrt bleiben wird. Zagreb, 6. November 1933. Vereinigte Glasfabriken A.-G Statt jeder besonderen Anzeige. Druckn, Verleger und Herausgeber: Bereintbuchdruckere, .«eleja- in Celje. — Verantwortlich für den Herausgeber und veraiMvortilcher Schriftleiter - Dr. Erich Petschauer in leljt. Für die Truckern verantwoNltch: Guido Schidlo in Srljt.