Schrifükitsng Watl| e» iitlnx: r»»lich l»n l atarta» *a C>«-1. Aricr. ragt) »ob 11—11 Bt< »IM. &tmftttraba tottn nicht .iriMht ramrmUie Et». zaimttm UM »»««»dtl»»»»» . jBnU Me erroaXtung >«,»» luAUt. ®te wacht» fr totint Mo ecaita«is»2xuRtUa t'oBtMitof« n*irn » CtngelcUctc ■borncmen* * 4t der Ankündigung überrascht, daß er jetzi endlich die neue Batterie konstruiert habe, die da« Automobil zum bequem-sten und billigsten Gefährt der Zukunft machen werde; da jedoch niemand die Erfüllung dieser Versprechungen sah. ist man bereit« »in wenig skeptisch geworden. Drr berühmte Erfinder hat den Mut nicht verloren; mir dir unermüdlichen Arbeit, die »r selbst al« Hauptsakior feiner Erfolg» ansteht, beschäftig» er sich weiter in seinem Laboratorium mit der Vervollkommnung seiner elektrischen Batterie und anderer neuer Erfin-dünge», die eine« Tage« den Menschen große Dienste leisten sollen. Jetzt glaubt er endgültig an einen gewissen Abschluß seiner Arbeiten gekommen zu sein. »Ich habe da« Metall gefunden, da« ich sucht«, und da« Problem ist gelöst", erklärte er einem Besucher in feinem Laboratorium. „Jahre eifrigen Studium«, schwerer Arbeit und hoher Koste» habe ich daran gefetzt, aber dann enl-wickelte sich die Flucht dieser Bemühungen an einem Tage." Mit Hilfe de« Kobalt hat er eine Metallmaffe erzeugt, die die Herstellung elektrischer Akkumulatorenbatterien revolutionieren wird. Zur Anfertigung der neuen Batterien ist eine Fabrik im Bau, die imstande fein wird, täglich tausend davon zu produzieren. Edison verspricht sich davon eine völlige Umwälzung unserer Verkehi «Mittel. Die elektrischen Automobil» und Lokomotiven, die Man konnt» b»obachi»n. wie im Verlaus» dieser t theatralischen Dauerreden der gemäßigten und nicht , aemäßigien Juden, der .seinen' und wenig»r »feinen Herren" dir Sozialdemokrale» und auch de« Polenklub«, die Gesichter >ener arischen Abge-ordneten der sozialdemokraiischtn Parteien, di» im aufrichtigen Mitgefühl sür dir gemaßregelten Bt-a»ltn und in ausrichtiger Erregung über die gali» zischen Wahlmißbräuche in die Debatte ansang« eingegriffen hatten, immer länger und länger wur-den und manch überzeugter Socialdemokrat arischer Abstimmung wird zu inner Uei-erraschung wahr-genommen haben, wie di» früher gleichberechtigten jüdischen Genossen sich plötzlich al« die Beherrscher der Situation, al« tie undeschränkien Gewalthaber ausspielten. Der Eindruck war ein derart widerlicher, daß mancher Abgeordnete, der seiner Anschauung über die zu besprechenden und ausrichtig zu verurteilenden Mißstände und Mißbrauche Au«druck zu verleihen gesonnen war, sich schließlich setzen mußte. .Rein, in der Gesellschast spreche ich nichts und so kann die Oeffentllchkeit infolge der femitisch-roien Auf-dringlichkeil und Demagogie nun manche unbesan-Gen-* und daher wertvolle Beurteilung de« Ver-handlungsgegenstande« vermissen. Die Sozialdemokratie hat ivi neuen VolkShause und damit auch in der breiten Oefsent li ch keit durch diese ihr selbst über den Kopf gewachsene uferlose jüdische Mach« den Anspruch verloren, ernst genommen zu werden, — die sozialdemokratifche Partei hat sich sehr bald al« da« entpuppt, wa« sie immer war und immer sein wird — wir heute hüben, werden dadurch vrralttt fein, und die Pferde sollen von den Slraßen der großen Städte verschwinden. .Keiner kann sich «inen Begriff davon machin', faqte Esison, „wie ungeheuer viele Versuche ich machen mußte, um zu dem Ergebn!« zu gelangen, da« ich jetzt »rzirlt hab»; ab.r nunmehr bin ich s»hr zufrieren, und i« nächsten Frühjahr werden di» »l»ktrifch»n Auto-mobil» «il d»n neuen Batterie» abgerüstet werden können. M»in neue« Verfahren, bei dem ich den neu»» Seiler zu Eif»n und Nickel hinzu-fetzl», macht meine Batterie der alten Bleibatterie vollkommen überlegen. Die alte wog hundert Pfund und war nach kaum zwei Jadren un-brauchbar; die neue wird bei einem Gewichie von dreißig Psund di»f»ld» Arbeit drei- bi« sechsmal so lange leisten. Sie wird nichi überlaufen, wi» di» Schwefelsäure-Batterie schon bei leichten Be-rührungen, nnft sie entwickelt nicht dir schädlich»» Dämpfe wie o>»s». Wir hab»» 25.000 Siück von drn allen Baiterien gemacht, jetzt ab»r deren Herstellung ausgegeben. E« Handel!» sich für «ich darum, eine Batterie zu konstruieren, dir billiger al« die Psercekraft arbeitet und daher allgemein zugänglich ist. Da« elektrifch» Auiomobil Hai auch d»n Vorteil, daß »« ganz glatt und geräufchlo« läuft und nicht vibrirrt; jedermann kann e« nach wenige« Minuten der Belehrung völlig sicher handhaben, während nur »in Erfahrener »inen Gasolin« oder Dampfwagen meistern kann.' Aber nicht nur die neue Batterie ist fertig, Edison hat auch ein neue« Baumaterial erfunden, von denden Schichten, die Begehren de« „Proletariat«' die Klagen der Gemaßregelien und Unterdrückten zu vertreten. Lange wird sich da« Volt«hau« den Terrori«-mu« dieser semitischen Demagogenschaft, diiser .Hau«juden de« Parlamente«" nicht gefallen lasse« und gefallen lassen könne», will «« nicht de« Bor- Häuserbau der Zukunft verspricht. Er hat «ine Fal>rik«anlage in Stewart«ville, Neu-Jerfey, er« richtet, in der täglich fast 10.000 Tonnen de« feinsten hydraulischen Portlaod-Zemente« hergestellt werden. „Da« ist da« Baumaterial der Zukunft; e« ersetzt den Stein und ist wett billiger im Gebrauch al« jede« andere Material. Dieser Zement gibt, mit Kies, Sand und Wassrr gemischt, »inen Gußmöriel, der in erhärtetem Zu» stände selbst der Einwirkung de« Dynamit« wider» steht. Wären die Gebäude von San Franci«co au« diesem Material h»rg»st»llt, neun Zehntel von ihnen ständen noch. Ich denke darin, ein« vollkommen tran«pvrtable Gußform für ein Hau« von mäßiget Größe arbeiten zu lassen, dessen Entwurf ein her-vorragender Architekt machen müßte. Diese Form würde dann aufgestellt, und in einem oder zwei Tagen könnt» d«r Mörtel hineingegossen und fest» gestampft werden. Nach einer Woche brauchte nur die Form wi«d»r entfernt zu w»rd»n, und »in voll» ständig»« Steinhaus stände da mit allen Abteilungen, mit Herd und Kamin, und e« bliebe nur noch übrig, den Bewurf und die Au«schmückung hinzuzufügen, Türen und Fenster einzusetzen und die Möbel an ihren Plag zu stellen. Solche Häuser wären besonder« geeignet für Arbeit'r in der Nähe großer Fabriken; sie würden im Winter war», im Sommer kühl sein, viel billiger al« die gewöhu» lichtn Häuser herg»st»llt werden können und eine L>ben«dauer von wenigsten« hundert Iahten haben.' Die Versuch» mit Radium, bei denen Fortschritte erzielt wurden, hat Edison eingest flt, da einige seiner Leute unter der Einwirkung dieser gefährlichen €v\t 2 Deutsche Wacht Kummet 54 tourf der Schwäche, der Unfähigen — derartige Herausforderungen entsprechend zu quittieren und diesen widerlichen Schreiern im Interesse der Ar. beilsfähigkeil den Mund zu stopfen — aus sich laden. Da« neue Bolk«hau« ist nicht dazu da. um die Bühne sür einen semitischen Demagogen« und Synagogentanz, für einen jüdische» Hexensabath abzugeben! e< ist nicht dazu da. um als Konzert» saal für slavische Bolk«lieder und sonstige slavisch« Frechheiten in andere» Tonarten zu dienen. Denen, di« e« ernst meinen mit den Ausgabe» de« neuen Haufe«, muß daran gelegen sein, mit derartigen Widerlichkeiten und derartigen Extrava-ganzen gründlich auszuräumen, die« aber bald sonst-- * « Deutscher Schulverein. Sonnabend und Sonmaq tagte der Deutsche Schulverein in Mährisch-Schöaberg. Mit wehen« dem Schwarz-rot-gold und deutscher Herzlichkeit hatt« die Stadt den »reuen Eckarl deutsch-öster-reichischen Volk«tum« empfangen. Eingeleitet ward die Tagung mit einem Begrüßung«abend. dem am nächsten Tag» die Arbeil«v«rsammlung folgte mit «i»»r Füll» von B«richt»n uno Verhandlung»». Herzliche Freude weckte die Anwesenheit de« deut-schen Land«»a»nminister« Prad». der auf dem Begrüßung«abende und in der Vrrfammluug da« Wort »rgriff. Ja der letzteren sühn« Prade u. a. folgende« au«: Der Deutsch« Schulverein hat eine der edelste» Ausgaben übernommen, die aus völkischem Gebiet« zu leisten find: die Berbreiiung und v«rti«sung d«r Bolk«bildung. D«»n nur da«j«nigi Volk — sagt Fichte — da« bi« in di« unttrsten Schichten hinein die weitestgehende und frühzeitigste Bildung besitzt, wird da« mächtigste fei» aus Erden, unbe-siegbar sür seine Nachbarn und ei» Muster und Vorbild sür alle anderen. E« geht vi«lfach ein ge-wisset Pefitmilmu« durch unser Bolk. bei jenen, die zu unser«« Bolk« sprechen und sür da«selbe arbeiten. Ich teile dief«n Pessimi«mu« nicht. Wir sind die Söhne de« größten Bolke« in Europa, wir müssen e« einmal ausgebe», alle« nur von oben, vom Staate oder von weiß Gott wo zu verlang«», und vielmkhr au« der Krast schöpf««, di« di« mäch-tigst« und stärkst« ist: au« uusrrrr «ig«n«n Bolk«« traft. Wir soll«» un« da« stolz«st« germanisch« Volt, die Eaglä«d«r. zum Muster nehmen, die ou« «ig«n«r Kraft ihre Organisationen schaffen und aus den Staat übertragen. Wir wollen immer d-n umgekehrt«« W«g u«h«n. da« muß ausgeyeben werde» Alle Söhne de« Volke» zu »wer sie«einsa«,n tiali-oaalen Arb«it zu vrreinigen, da« ist bi«h«r d«m Deutsch«» Schulvertine in oorjüalich«r W«is» gelungen. Ja unserem Bereine gibt e« keine Parteien, keine Verschiedenheit der politischen Meinung. Die politische« Kämpfe, der Parteizwist sollen Draußen bleibe«. Möge auch di« h«uttg« Tagung «i««n j«n«r Markst««« d«r Entwicklung bedeuten, aus der unser Benin auswärt« schreitet, u« unser Volk zu tragen bi« zu de» Höhe» menschlicher Kultur. Au« dem Tätigkeit«berichte heben wir folgend« Dat«» hervor: Di« gesamten Einnahmen betrugen im Jahr« 1906 501.818 25 K gegen 410.529*64 K im Vorjahre, wa« ein Mehr vo« über 91.000 X bedeutet. Unter den Einnahmen erschein«« Vermächt-Nisse im Betrag« von 102.386 X. Für Schulzwecke wurden im verfloffene» Jadre 426.616 74 X ver-au«gabt, da« ist um 167 932 24 X mehr al« im Jahr« 1905. Erhallen wurvrn 17 «ig«n« Schul«» mit 31 klafft« und 37 «ig«n« Kindergärten mit 44 Ableitungen. Uitterstützl wurden 52 Schulen (davon 28 feit Jahren reg«l«äßig) und 84 Kinder-gärten. Bauunierflützungen wurden 24 aigeben. An 34 Schulen bestritt der Verein deutschen Sprach«. Religion«.. Fortbildung«.. Handferllgkeit«« und Musikunlerrichl, 63 Schulen erhielten ron ihm Lehr- und Lernmittel. 83 Lehrer Zulagen. Außer« de« unterstützt» d«r Verein 7 Siudenlendeime. 6 Fachschulen. 4 Unlerstützungtotreine sür Mittel« schulen und 24 Suppenanstalten. I« 45 Fällen trug er für arme Kinder da« Schulgeld, in 98 b«filig!« er sich an Weih»acht«b»sch«rungen. — Seit ver Utzten Hauptv»rsa««lung »rwuchstn d»m Berem« 157 neu« Ort«grupp«». davon 20 Frau«»-gruppen. Am Schluss« seine« Bericht«« widm«t« der Wanderlehrer Nowotny der „neuen Zeit' folgende bemerken«wert» Wort«: Völkisch» Pflicht ist e« heute in «rnster Zeit. d«n Tatsachen ruhtg in« Auge zu s«hen und die geschaff.n«» B«rhältnisse zum b«sten unsere« Volte« zu nützen. Da« ist da« merkwürdigste an der jüngsten Entwicklung der politisch«« Verhältnisse. von dtntn sich die Slaven einen großen nationale» Erlolg «rhoffl«», daß ei» Gedanke, den unsere ärgsten nalionalen Widersacher, die Tschechen, auf da« äußerste dekä»pfl haben, mit der Wahl« reform zur Tat geworden ist. Förmlich über Nacht — große Dinge wachse» in der Stille — hat sich zunächst in der Neuordnuna der Laudeiordnung in Mähr«n. dann in der WahlkreiSeinieilung an« läßlich der Wahlrefor«, der Gedanke der natio« aalen Autonomie durchgesetzt, wohl zunächst noch in ganz unoollko««er Form — di« nationale Selbstverwaltung in Mähre» oh»e Berfü^ungSrecht über die Steuereingänge ist ein Messer ohn« Kling« — aber der Grundsatz ist nun «inmal a»g«nomm«n. daß «r d«n Jntereffen unsere« BolkStum« entsprechend weiter entwickelt werd», soll Sache aller deutschen Volttvertreier ohn« U»t«rfchied der Partei sei«! Wa« kann un« Teutsche» in Oesterreich geschehe», wen« es un« nur »inmal gelungen sei* wird. d«n schmählich«» Tribut abzuschütteln. d«n wir au« unser«» d«utsch«a St»u«rgeld«rn alljährlich für fla-vische Kulturzweck« leisten müsse» ? Der Gedanke der vollkommene« nationalen Trennung, der natio-nale« S«lbftv«rwal>ung könnt« zum Segen für u»s«r deutsche« Volkstu« in O»ft«rr«ich werde«, wen« er von klugen und tatkräftige» Männrrn zu« national«» Programm« allrr Deutschen erhob«» werd»« würd«. Arbeite» wir rastlo« und unvkrdrofs»» i» d«r bi«h»rig»n, bewährt«» Art für uofrr« Schul-v»rkin«sach«, h«lf«n Ei» un«, di« Mittel der »alio-nalen Kl»inarb»it imm»r m»hr au«zugestalten. da-mit die Btiträg« und Spenden für die Schuloer-rin«sache immer reichlicher sti»ß«n, vergesst« wir aber n«b«n Dieser vringtnven und notwendigen Ar-beit nicht, daß un« die jüngste S«g«nwart zwet große Aufgaben gestellt hat. von deren glücklicher Lösung die Zukunft unsere« deutschen Bolk«tum« abhängt: dir Propaganda für den Gedankt« der nationalen Selbstverwaltung und di« Gewinnung j«n«r groß«« Mass«» unser«« Volk««, welch« u«serer Schutzverein«sach« bi«her ferne standen. Die heiße Liebe zu unserer Boik«sache möge un« die Kraft verleihen, beide Ausgaben zum Heile unser«« Volke« zu lösen! Politische Rundschau. Am 4. d. trat di« „Frei« Vereinigung zur Förderung d«r industriellen Interesse»", der auch Abg. Marckhl angehört, zur Wahl der Leitung zu-samme«. Zum Obmaane wurde Dr. Chiari. der Obman» de« Deutschnationale» Verbände«, gewählt. Ueber Erfuchen der Lokalgruppe de« Reich«-vereine« der k. k. Post- und T«legraphe»-vtdi«u-st«t«n O«sterreich« in Eilli hat Abg. Marckhl im Abgeordnetenhaus« «in« di« langjährig«« Wünsch« und Ford«rung«n ver Postdienerschast zum «««drucke bringende Peittio« überreicht. Sle»e»ischer Il»i»nsttttssch»i»del „Slo-venec". da« Leibblatt de« tleritale« Abgeordnete» Korosec. «acht« sich noch vor K«rz«m darübe? lustig, daß Hribar, der .Liberale" die Petition-«, für di« Errichtung einer flooenische« Universität und slooenifchen Gymnasien in Cilli und Marburg dort drucke» ließ, wo feine Wahlaufrufe gedruckt worden sind. Derselbe KoroSec trat aber später im Abgeordnetenhaus» sür Diese Petitionen wärmsten« «in. Arme Gemeinden, die sich zur Unterfertig»»! dieser Petitionen hergeben «ußtea. „Gott, verzeihe ihnen, den« sie wisse« «ich» wa« sie tu«!* Ei» Fingerzeig für sie u«d all«, di« etwa a« ei» v«-dürsni« d«r windischrn Bevölkerung »ach Errichtung Dieser L«hranstali«n glaube» sollte», (wer lacht da?), mag der U«sta«d sei«, daß die Proftfiorr» für Sudstanz erkrankte», so daß sei«« Frau sich ia« Mittel legt» und ihn zu diesem Verzicht dewog. Zum Schluß aber mach»« Edison seinem Be-suchn ein« üb«rraschende Eröffnung: „Wenn all« die Erfindung«», a» d«»«« ich j«tzt arbeite, vollendet sei» werden, will ich di« Arbeit an Diesen indu« striellen Problrm«» ausgebe» und «ich ganz der Erforschung der Rätsel der Natur widmen. Da« Wefe» on Elektrizität, die Emwickluug de» Pflaaze»-lebe»« durch natürliche Au«lese, die Methode d<« berühmten Pfla->ze»zuchl«r« Luther Burbauk. aber auch die g»heimni«v»ll« Erscheinung der ausch«in«nd unheilbar«» Krankheit«», b«fo»der« di« d«« Krtbft«, all da« iniereffirrt mich im höchst«« Maß«, und ich hoffe, nachdem ich den Mensche» de« Phonographen, die Batt»rit und da« neue Baumaterial gegeb«» habe, die ihr Lebe» l«icht«r und bequemlicher machen solle», «ich ganz meinen wiffe»schaftliche» N«i-gungen hingtben zu kö»»»»." Erwerbsteuer d»r zur öffentlich«»-R»ch«u»g«l»gung verpstichltirn U«t»rned«ungen............53,970.000 Rentensteuer..................8,978.000 Perso aal« Ein kommensteuer .... 58.870.000 Befoldung«st«u«r . . . . . . . 2.264 000 Summe. . 308,822.500 Kefierreichifches Steueröild. Du direkte» Steuer», di« hauptsächlich vom Bauer»« und Gewerbestande getragen werdm, be« trage» für 1907: Kronen Grundsteuer ...»..... 53,700.000 G«büud«stn.n ........ 95,021.500 Allgemein« Erwnbstenn .... 36,221.500 Hausi«rst«u»r......... 198.000 Die 53 Mill. K Gruudsteurr w»rd«n zum größt«n Teil» von d«» Ba««rn. Häu«l«r», Gürt« n«rn getragen, während die Erwerbsteu«r Haupt-sächlich den Hunderttausenden kleiner Gewerb«leutt aufgehalst ist. Für da« Jahr 1907 b«trügt di« Staat«sttu«r all«»« 1152 Mill.. und zwar 26'/» Prozent direkt« und 73»/» Prozent indirekte Abgaben. Und wohin fließt Diese Riesenjumme? Kür die W«hrmacht mlffen die Völker Oesterreich« 399.792.871 Krone» ausbringe»; und daher sind unser» Heere«einrlchtuagen rückständig. Für di« Verzinsung und Abzahlung der 9600 Mill K bettagend en Staa««schuld zahlen wir 3902 Mill. I Tribut a» Juda. So geht also die Hälfte unfern Einnahme», nämlich rund 710 Million««, für di« Staat«schuld und für da« H««r aus. Für Ruh«« gthali« aller Art sind 96 Mill. K notwendig. Für die allgemeine Aller«oersorgu«g dageg«» ist keine Millio» da. sür di« Schult nicht d«r zehnte Teil d«r Gelder, di« da« Heer kostet. Für di« «igintlich schaffend«» Klaffen, di« da« Leden de« Staate« ermöglichen, gibt e« nur eine ungeheuer« Besteuerung der notmendigste« Leben«- und Ge-brauch«g«grn stände, die sich als» kennzeichne,: 1 Kilo Heller Steuern für: Fleisch................2—5 Zuckn................38 Kaffee................95 Satz ................22 «cher................60 Km«................ioo Steinöl ..............24 Bin ................8 Wein .............6 Branntwein............b eine K«ba«Aigarr».... 6'2 «ine Sp°n-Zigant«e . . 1*2 ein Päckchen Rauchtabak . 5*2 Di« Folgt Dieser Warenfteuer» ist Elend, N,t und Verarmung der Massm, vad«i zun«hme»de Krankheitt«. Unt«r«rnährung. Entsittlichung und Bnlott«ru«g dn ärmnm B«volt«rung, B«rsch«l-dung und Au«wauderung. Dies« Ziffern gewähr«» un« ein» gewiß l«hr-rcichtn Einblick in nnfn« Staal«wirtschaft. sie zeigen den unsäglich«» Druck, dn di« mindnbe-mititlt« Btvöltnuug triff, und auf dn andne» Seite die zehrrnd« Staat«fch»ld. die uageheure Tributleistuna au die jüdisch« Geldgroßmacht iil den stet« wachsend«» H»»re«auswand. MM. ©Iättcv zur Unterhaltung und Vrlehrung siir Baus und Familie. Ssn«tagsb»ttage der „Veutschen Macht ^ i« ßtli. Vr 27 | .Die ©tibmar!" erscheint jcben Sonntag al« unentgeltlicheBeilage für die 8<|« ber „Teutschen Wacht". — Einzeln ist „Die Sabmart" nicht täuslich 1907 Kumpstand. M«a» von Doia I u n d e t. l^ortsedunfl) (*«**rui txrtMoi. 24. Kapitel. ES war kurz vor Neujahr, als Rath Thieuemauu eines Mittags milMlaunt vom Bureau nach Hause kam, Ans die besorgte» Zragea seiner Frau hin klagte er über die verstärkte Arbeitslast so nahe vor Ultimo, die ihn nach der FeiertagSrmie ooppelt mitgenommen habe. «Gleich nach T'sch verlies; er das Hau» wieder, um noch einmal auf die »äff? zu gehen. , . Er athmet« erleichtert auf. alS sich die Thnr seiner Wohnung hinter ihm geschlossen hatte. Hier auf der Straße war er doch wenigstens unbeobachtet und allein -allem mit seiner furchtbarsten Enttäuschung Was sollte er thu»? Mit dem Brief, den er vor ein paar Stunden von seinem Bankier bekommen hatte, zu Rudolf stürzen und ihn fragen — was soll nun geschehen? Er schüttelte den grauen Kops. New, er wollte sich nicht jetzt ichon geschlagen gebe». — Rudolf gegenüber nicht, der ihn gewarnt, und schlimmer als das. mit seiner Warnung Recht behalten hatte. . Vielleicht war das Ganze nur ein Schreck,chug seitens des Bankiers, nichts als ein billiges Mittel, »in ihm Geld abznpressen. Vielleicht auch erqolte sich das Papier in zwei Tagen wieder. Er glaubte gehört zu haben, daß so etwas bei der Börse lzaufig vorkomme Bisher war er vorwärts gestürmt, nun blieb er bei der nächst»» Laterne stehen. Trotzdem «in eisiger Oftwind durch die Straßen fegte, ivar er wie in Schweiß gebadet. Er nahm seinen Cylinder ab und trocknete die senchte Stirn mit dein Taschentuch. Dann nahm er ans der Brusttasche ei» zerknittertes Briefblatt mir ausgedruckter Firma. ! unmöglich ist» mein«» Einschnjz zn verstärken, ersuche ich Sie, morgen, am W.. zu ver-lausen und mir unverzüglich nach Schluß der Börse pe» Telegramm in meine Privatwohnuug Nachricht zn gebe», in welcher Weife das Geschäft zum Abschltch gelang' ist.' Dann laufte er »ine» Rohrpostumschlag. steckte die Karte hinein und warf d«n adrefsirten Brief in den »ajteu Auf du Kasse ging er nicht wieder zurück. Er hatte sich vkrech.:cl,"dasj das Telegramm, welches die Entscheidung brachte, morgen Mittag zwischen drei und vier Uhr bei ihm auf dein Bnrean eintreffen würde. Gleich nach Empfang wollte er dann zu Rudolf g«h«n, ihm das Resultat mittheilen und ihn um seine Hilie er-suchen, falls eine solche dann in der That nöthig fein sollte. Sein Schwiegersohn in spe, denn als solchen be-trachtete der Rath Rudolf ganz insgeheim, hatte sich mehr»rr Tage nicht sehen lassen. Anna's mehr als zurückhaltendes We>en mochte ihn verscheuch! hab«»- Der Rath hatte in seiner Berechnung Recht behalten. Um drei Uhr hielt er das erivartele Telegramm in Händen. Hastig öffnete er es. Die blaue» Schrift züge auf dem groben weißen Papi«r tanzt»» vor sei»«» Auge» Er brauchte einig» Augenblick», bevor er sie entziffert hatte. , Position glattgestellt. Differenz von 15 pEt. mit 0üov Mark ist bis zum 31. Mittags 12 Uhr zu zahlen Thienemami lies? sich schwerfällig aus einen .-Stuhl sinken und starne aus das Blatt in ,einer Hand. Mechanisch murmelten seine Lippe» eine Berechnung vor sich hin. 9600 Mark auf einen Schlag verloren! Durch eigeue Schuld. Wenn er Rudolf's Rath beiolgt hätte' 3000 Mark hatte der Bankier von ihm in .Händen! «OOO blieben ihm zu zahle». Die Rechnung stimmt»! In dr»> Tagen 060u Mark aufbringen! Wiiroe Rudolf, selbst in dem besondere» Verhältniß, das sich zwischen Ihnen gebildet hatte, gewillt sein, ihm eine so hohe Summe vorzustrecken? Thicnemann faltete das Telegramm fehr langsam zusammen und steckte es in feine Brusttasche. Dann erhob er sich schwer athmend. Es half nichts. Er mußte zu ihm. Es war keine Zeit zu v«rlier«ii. Er nahm «ine Oroschk« und fuhr zu Rudolf'S Wohnung. Dieser ivar nicht zu Haus, sondern zu einer Parthie Billard im Kaiserhos. Thienemann solgte ihm die wenige» Schritte dorthin Rudolf wußte auf deu ersten Blick, aus welchem Grunde der Rath ihn aufsucht«. Aber das verstörte Gesicht des ManueS erweckte nicht die leiseste Mitleids regung in ihm. Weshalb hatte der alte Narr anf seinem eigenen dicken Schädel bestände» l Nun mochte er sehen wie er sich wieder herauswaiid Rnbols verstauo seinen Spaß, wo mau ihm nicht ganz zn Willen war. Nur g»g»u eine einzige Sicherheit war er gewillt, dem Rath heraus zu h«>s«n. 2 Und berückend« und heißbegehrter denn je stieg mitten aus dem Ranch und Qualm de» Billardfaales Anna Thietiemaun'S wundervolle, ebeninäßige G«stali, der klein«, klassisch grformt« Kops, das fringeschuitteue. schöne Antlitz auf. Er flieh mit dem Ciiteue etwas heftiger gegen den Ball, als eS sonst seine Art war. — Carambolage! .Eine Viertelstunde »och, B«rekrt«sttr, und ich bin zu Ihre» Diensten, Nehmen Sie so lange im Eafö Platz/' Die Viertelstunde dünkte Thienemann eine Ewigkeit zu sein. Sudlich kam der Erwartete. Er hatte wie immer die Parthie gewönne». Er zog einen Stuhl an den kleinen Marmortisch und sagte dem Rath in seiner raschen, schroffen Art aus de» Kops zu, aus nxlchem Grunde er ihn hier anfgeincht habe Statt langathuiiger Erklärungen verlangte er die Depesche des Bankiers zu sehe». „Hm. und wie denken Sie sich die Sache nun?' Thienemann sah ihn verblüfft an. .Ich — ich — ich bin natürlich ganz und gar von Ihrer Hülfe abhängig.' Rudolf lachte nnd schlug auf den Tisch, das; da» AbsynthglaS, welche» der Kellner eben vor ihn hingestellt hatte, auf der Marmorplatte klirrte. „Ich erlaubte mir, Herr Rath, Ihnen im Voraus zu bemerken, daß für diesen Fall nicht auf mich zn rechnen fei.' Thienemann starrt« ihn an. .Ich — ich habe das nicht sur ernst genommen — natürlich nicht — Sie — bei Ihren Absichten ans meine Tochter —* .Absichten, jal — Aber wer garantirt mir, daß diese Absichten nicht ewig Absichten bleiben? Fromme, niemals realisirte Wünsche? Oder können Sie mir die Sicherheit geben, daß Ihre Tochter binnen drei Monaten meine Frau ist?' .Das kamt ich allerdings nicht!" „Aha, sehen «ie! Und welche Sicherheiten hatten Sie mir sonst zn bieten? ö«oo Mark sind am Ende doch keine Bagatelle!" .Ich dachte a» eine neue Spekulation —," fticw der Rath zaghaft vor. „Zu der ich dann erst wieder den Einschuß oder irgend eine andere Ztchetstelluug hergeben müßte? Rein, Verehrtester, die Sache haben Ste 'ich denn doch ein wenig ztt leicht gedacht sie sind in Geldangelegenheiten mehr als naiv, mein lieber Rath.' Thienemann wollte austahren, aber er bezwäng sich. Es wäre mehr als Thorheit gewesen, sich mit Rudolf zn Überwerfen. Vielleicht besann er sich doch noch eines anderen Wen» Anna ihn um das Geld bäte! Nein — so weit durfte eS nicht kommen — er durst« das Mädchen sich so nicht entwürdigen lasse» Rudolf las dem alten Mau» di« G«da»k«n förmlich von der Stint ab. Aber er sagte nichts, sondern trommelte den Rhnthinns eitteS Gassenhauers so gelassen ans der Tischplatte, als ob ihn die ganze Geschichte nicht da» geringste anginge. Dabei dacht« er: .Nur Geduld, Alter' Du wirst mir bis zum »1. schon noch mürbe werde»; nur gehörig zappeln muß ich Dich lassen.' Nach einer kleine» Pause erst, während welcher er behaglich seinen Absynth geschlürft hatte, fragte er: »Haveit Sie denn schon mit Ihrem Bankier gesprochen?' .Nein.' .Na, das ist doch die Hauptsache. Vielleicht pro-longirt er Ihnen die Sache oder lasst sich aus et»« Ab-zahltmg «in! Ein königlich preußischer Steuerbeamter wird ihm doch wohl sicher sein. Sie können ihm ja dann gleich von Ihrem Neujahrsgehalt eine Rate abzahlen.' Thienemann hatte fein Gegenüber nicht angesehen, sondern vor sich hin in seine Kaffeetasse gestarrt, sonst wäre ihm wohl der Spott nicht entgangen, der aus jeder falte von Rudolf'S Antlit» ärmste Aber io nabm er rflr baare Münze, wa» ihm' der andre ritth. Ja, «r klammerte sich wie an einen letzte» Strohhalm daran I Heute noch, gleich wollte er zu dem Bankier gehe»; daß er daran noch nicht selbst gedacht! Er stand ans und verabschiedete sich von Rudolf, der noch eine Revaucheparthie gebe» wollte. Der Bankier war nicht aus feinem Eomptoir. Auch in feiner Privatwohnung traf der Rath ihn nicht an. Der Bediente aab Bescheid, daß fein Herr zu einem Diner geladen sei nnd schwerlich vor Mitternacht nach Hanse kommen würde. Zögernd ging Thielemann davon. Zu Haufe angekommen, schützte er heftiges Kopfweh vor und ging soiort. ohne etwas gegessen z»i haben, zu Bette er konnte seiner ahnungslosen Frau nicht inö Ange sehen. 2». Kapitel. Als Anna am nächsten Morgen beim Frühstück er« schien, trat ihr der Vater schon fertig angekleidet entgegen. »Wir könne» zusammen gehen, Anna," meinte er. »Ich habe, ehe ich auf die Kasse gehe, noch einen Ge-schäftSgang jii machen, der mich ein Stück de» gleichen Weges mit Dir führt." Das Wetter war über Nacht völlig umgeschlagen. Statt des feuchten Niederschlaget, der während des ganzen Festes grau nnd unfreundlich genug geherrscht hatte, war m der Nackt ein leiser Rauhreif gefallen, der Bäume und Dachfirste mit silberig glänzende» Schichte» überzogen hatte. Die Sonne ichien von einem säst wolkenlosen Himmel, die Lust war klar und still. Anna athmete tief nnd erleichtert ans, als sie ins Areie trat. Sie hatte die Nacht, wie so oft, in schweren Sorgen um ihre Familie nnd in sehnenden Gedanken an Georg verbracht, ver, ach, so fern weilte nnd wohl nie zu ihr zurückkehre» würde. Ihrem von schweren Ge-danken schmerzenden Kopf thaten die frische, reine Lust und der freundliche Aonnenichein doppelt wohl Auch dem Rath schien das sonnige, glänzende Bild nach dem Gran in Grau der letzten Tage eine gute Borbedeutung zu sein. Gelasse», beinahe heiter, schritt er nebe» seiner Tochter her. Aber als er nun z» rede» begann, sprach er vo» dem, was Anna von allen Dingen der Welt zuletzt zu beruhigen oder gar zn erheben im Stande war — er sprach von Rudolf! Wieder einmal wußte er ihn Anna nicht genug zu preisen, seine Klug heit, seine» Reichthum herauszustreichen, ja, zum erstenmal berührte er sogar in nicht mißznverstehenden Aeußerungen die leideuschaftliche Neigung des Mannes sür sie. Aber er fragte sie nicht, ob diese Neigung einen Widerhall in ihrem Herzen sände — und sie sprach nicht »»gefragt, denn die Kehle war ihr wie zugeschnürt bei dem bloßen Gedanken, daß der Bater sich auch in diesem Punkt als Freund, als Bundesgenosse des Verhaßten suhlen könne. War eS denn möglich? Beburste es den» wirklich erst der Worte, um dein Vater begreiflich zu machen, daß Rudolf ihr von der ersten Sekunde au einen instinktiven Abscheu eituefläßt hatte, daß sie seine Gesellschaft nur ertragen hatte, um de» Vater nicht zu kränken — ja, mehr als da», um ihn nicht zu schädigen. Der Vater hatt« weiter gesprochen, ohne daß sie noch daraus gehört hätte, was er gesagt. Jetzt glaubte ste die nachdrücklich betonten Worte zu verstehen: .Du bist kein Kind mehr. Anna. Du solltest Dir die Zache überlegen ' Aber ehe sie eine Antwort geben konnte, hatte er sich auch schon eilig von ihr verabschiedet und war, vom Kanaluser abbiegend, in die Potsdamer Straß« hinein geschritten Sie" sah »och, daß er einen Pferdebahn-wagen bestieg, dann war er ihren Blicken entschwunden ... " Die Gelassenheit, die Thienemann Anna gegenüber zur Schau getragen, verließ ihn gänzlich, al» er zehn Minuten später dir Treppe zu dem Geschäftslokal seine» Bankier» hinaufstieg. 3 AI« er in* Privatcomptoir trat, empfing ihn der bisher immer so joviale Mann anßerordeiitlich zugeknöpft. Thienemann wagte sich kaum init der Sprache l^eranS. Erst deß Bankiers anzüglich hingeworsene Bemeikang. daß jetzt um den Jahresnltimo jede Minute kostbar sei, lieg ihn stotternd etwa« von Prolongirung de« D'sterenz. Verlustes herausbringen. Der Bankier zuckte mit den Achseln. .Mein verehrter Herr Rath, daS ist leider ganz nnd gar unmöglich. Sie wissen ja ebenso gut wie ich — daß. hin — daß den Beamten das Börsenspiel überhaupt verboten ist. Wir müssen daher Beamten gegeniiber doppelt vorsichtig sein. Ein anderes ist es. wenn Sie eine neue Sicherstellung bringe», oder Rudols nochmals ein Depot für Sie hinterlegt — haben Sie ichon mit ihm gesprochen?' ES fiel Thienemann in seiner Bedränguiß gar nicht aus. daß der Bankier beinah dieselbe» Worte gebrauchte, wie Rudols gestern Nachmittag im Kaiserhof — daß er wie ein Ding ohne 5?eben nnd Willen, einem Spielball gleich, zwischen diesen beide» hin. und hergeschoben wurde- „Ja — das heißt nein — über ein Depot, eine neue Sicherstellung bei Ihnen sprach ich »och nicht — ich — ich könnte ja —" „Das würde ich Ihnen aus'ö Entschiedenste an-rathen, und zwar sobald wie möglich,- und dabei drückte der Bankier aus einen elektrischen ttnops auf seiner Schreibtischplatte. Fast unmittelbar daraus erschien einer der Bureau, diene,. .Bitten Sie Herrn Heese zu mir herüber.' Thienemann erhob sich Er wußte nicht, war er schon entlassen, oder war dieser Herr Heese noch in seiner Angelegenheit berufen worden. Roch ehe er mit dieser Erwägung zu Ende gekommen, war de» Gerusene eingetreten. Ei» verwunderter Blick des Bankiers, der zu sagen schien: .Bist Du noch immer hier'-" streike Thienemann. Mit einer steife» Verbeugung empfahl er sich. Rudolf, der sonst eiu Frübaussteher war, saß. ganz gegen seine sonstige Gewohnheit, noch beim Frühstück irr hatte gestern ein großes Herrenfest mitgemacht und war erst mit dem Morgengrauen nach HauS gekommen. Als Thienemann bei ihm eintrat, jervirte der Diener gerade in dem üppig ausgestatteten Arbeitszimmer de» Rudols lag mehr, als er saß, auf einci» mit echten Kelilns reich »verhangenen Divan. Dazu rauchte er schwere türkische (Zigaretten Seine stark angegossenen Nerven bedürfte» dieser Narkose schon vor und während deS Frühstücks. Den Rath hieß er mit nachlässiger Freundlichkeit willkommen und gab Beseht, noch eiu Gedeck auszulegen. Auf Thieneinann's Bemerkung, daß er schon gefrühstückt habe und ihm an allem anderen mehr gelegen sei, alS an Essen und Trinken, meinte Rudols, daß man weiche Eier, Marmeladen, kaltes Ge-flügel und dazu ein Glas Portwein zu jeder Tages- und '.Nachtzeit, mit und ohne Appetit, zu sich nehmen könne und daß solche Atzung siir jedes Geschäft ihr Gutes habe. Nachxem der Diener servirt hatte und sie endlich allein waren, ging Thienemann, der keinen Augenblick mehr zu verlieren hatte, direkt aus sein Ziel los. Rudolf hörte nur mit halbem Ohr auf ihn. Er war damit beschäftigt, sich in blühenden Farben auS-zumalen, was er empfinden würde, wenn statt deS Alten seine schöne Tochter ihm hier gegenüber säße — nein, nicht gegenüber, dicht an seiner Seite, fest und heiß in seinen Arm geschmiegt. Das Blut kochte ihm in dm Ader» Er (riß die Zähne zusammen. Er mußte Äednld haben. Es war noch viel Zeit bis zum 31., Mittags 12 Uhr, noch 48 Stunden! — Heute würde der Alte für einen Gewaltstreich noch nicht »u daben fein. Al« Thienemann geendet hätt£ spielte Rudols mit großer Berve den Ueberraschteu ..Hm, ich finde das nicht gerade sehr nobel gehandelt. Aber, immerhin, Geschäft ist Geschäft Na und waS »vollen Sie nun thun?* Der Rath sah ihn entgeistert an. „WaS dann — Sie wollen noch immer nicht, Rudolf! Auch jetzt nicht? Auch dem Bankier nicht Sicherheit für mich geben?" .Wann findet die BerlobungSfeier statt?" gab Rudolf kaltblütig zurück. Der Rath »prang auf nnd lief im Zimmer umher. ..Ich habe kein Recht, über meine Tochter zu verfügen w>e über eine Waare. Sie — Sie sollte» das ivissen — das Mittel sollte Ihnen zu schlecht sein — wenn Sie daS Mädchen wirklich lieben." — .Es giebt kein Mittel, das zu schlecht wäre, wenn eS nur unsehlbar znm Ziel führt." Thienemann hörte gar nicht auf diese, mit teuflischer Gelassenheit eingeworfene Bemerkung. Mit immer größeren Schritten rannte er in dem Gemach auf und nieder. »Ich — ich habe mit Anna gesprochen — noch soeben — vor einer halben Stunde Rudolf sprang auf, wie emporgeschnellt. .DaS sagen Sie jetzt erst? WaS sagte sie?" .Nichts — daS heißt, ich >veiv eö nicht — ich hatte Eile — ich mußte zum Bankier — da Sie mir das Geld ja nicht geben wollten —" Thienemann hatte in seiner Verzweiflung seine sonstige ängstliche Haltung Rudolf gegenüber vollständig abgestreift; er sah ihm bei diesen letzten Worten beinahe drohend in die Aiigcn. Rudolf wandte sich al-, der Alte wurde ihm un-heimlich. Sollte er nachgeben? Schon jetzt? Ohne jede Sicherheit, daß das Mädchen sein wurde? Nein, er war nicht der Narr, sich aus einen solchen Handel einzulassen. Thienemann legte ihm dieHand schwer auf seinen Arm. .Sie waren einmal mein Freund, Rudolf." .Ich bin et noch — und hoffe, Ihnen in Znkunst noch mehr zu werden. .Was «cheert mich die Zukunft! Um heilte handelt sich's!" Der Rath stampfte ungeduldig mit dem Fuß aus. .Wollen Sie. oder wollen Sie nicht-" Eine schwüle Pause. Rudolf wußte, er spielte ein gewagtes Spiel. Schließlich gab es für einen Mann in Thienemann'S Stellung auch noch andere Quellen, um Geld aufjubringen — dennoch — wenn er alle Chancen über'chlug — ja er wollte eö trotzdem wagen. .Nein!" Ohne ein Wort der Erwiderung, ohne noch einen Blick auf ihn zu werfe», stramm ausgerichtet, verließ der Rath daS Zimmer. Draußen stand er einen Augenblick wie betäubt. Was nun? Er mußte das Geld bis morgen Abend unbedingt haben. Während er unsicheren Schrittes die Straße entlang ging, ließ er noch einmal all seine Bekannten nnd Ver» wandten Revue passiren, ob von irgend einem von ihnen etwas zu hoffen sei. An seinen Schwager- Wilhelm, der draußen im Osten in den allerbescheidensten Verhältnisse» lebte, war nicht zu denken, mit seinem Bruder Fritz in Dirschau hatte er sich der Grete wegen übenvorsen. Es wäre nicht unmöglich gewesen, daß der, unter andere» Verhältnissen, die verlangte Sicherheit gestellt haben würde. Freunde hatte er — außer Rudolf, den er bis vor wenige» Tagen noch dafür gehalten — keine Die oberflächlichen Bekannten boten zu wenig Gewähr, als daß mail um eines so vagen Ersatzes willen das peinliche Bekenntniß einer schweren Nothlage hätte riSkiren sollen? Und die Kollegen? — Uni keinen Preis. Die Zunge klebte ihm am Gaumen. Er ging in das qüchft« bejtt^Bierlokal. und vertiefte sich dort,. nachdem 4 thu» ott Rtunti tut «seiixi georachl qane, in 01« CcftUrr eines Morgenblatte». Plötzlich dnrchsiihr ti ihn wie ein Blitz. Da» konnte ihn retten, das muhte ihn retten. Warum hatte er nicht früher daran gedacht. Da, da standen sie ja in Hülle und Fülle, die rettenden Inserate. .Größere Darlehen von lOOO Mark auswärts ver mittelt Dunkelmann, Köpenickerstraße 10, v—11." .Geld vermittelt. Hypotheken kaust Miller, Ritter-straße 81, Vormittags 10, Ab»»ds # Uhr." Thieuemann sah aus di« Uhr. Es war ichou acht vorüber. *> „Geld erhalten Offiziere und Beamie durch Holz, Steiustraße 2t. Ecke. Vormittags." „Kapital von 100« Mark an beschafft R. 10« Post-am» 15." — „Darlehen ertheilt an Offizier« und Beamte. Theil rückzahlung. s pEt. Zinsen. Anfrage unter M. G. Postamt 8." Er liefe sich Briefbogen und Eouvert», sowie für zwei Mark Zehnpsennigmarken vom Kellner besorgen und schrieb an die chisfrirten Ädresse», indem er je dreißig Pseunig in Marken zu einer umgehenden Antwort per Rohrpost beilegte. Dann notirte er auf einen Zettel die andern Adressen, in der Reihenfolge, in welcher er morgen früh die l^eld-Verleiher aufsuchen wollte. Todmüde, an allen Gliedern wie geschlagen, kam er nach Haus. Mühsam quälte er sich ein paar Bissen herunter. Dann ging er zu Bett und verlangte, piinkt lich um sechs Uhr früh geweckt zu werden. 25. Kapitel. ES war ein Uhr vorüber, und noch hatte der Rath Zhienemami sich nicht aus der Kasse sehen lassen. Um so auffälliger, als gerade dieser schwerfällige, langsame Arbeiter gewöhnlich einer der ersten auf den, Bureau zu fein pflegte, als einer der letzten ging und au: liebsten noch eine bedeutend vermehrte Zahl von Bureaustunden zur Beifügung gehabt hätte, ja, zur Verzweiflung der Bediensteten, mehr als irgend ein anderer, die Ber-günstigung in Anspruch nahm, auch außerhalb der Bureau» stunden sein Arbeit»pult fleißig zu benützen Es fehlte heule aus der Kasse überdies schon an allen Ecken und Enden. Ein junger Kolleg« hatt« sich wegen plötzlichen Todesfalls in der Familie beurlaubt, zwei anvere waren von ihrem Weihnachtsurlaub »c>ch nicht zurück, nnd einer der Räthe war wegen eines bef-ligen Influenzaansalls schon gestern ausgeblieben. Man hatte gerade Thitneinann ersuchen wollen, heut» statt seiner noch einen drängenden Abschluß mit zu übernehmen Einer der ältere» Räth« hatte mit Thienemann über die Sache Rücksprache nehmen wollen. AlS er sich, kurz vor zwei Uhr. gerade auf den Heimweg macheu wollte, t>etrat Thieuemann vie Raffe. Seine Haltung war ge» beugt und schlottrig. Er sah förmlich grauweiß im Gesicht und »»er hört abgespannt ans. .Ranul' ries ihn, der alte Herr entastn. .Wa» haben Sie denn anaisangen? Hat Sie diese tückiscke Influenza etwa auch gepackt? Da» könnten wir gerade gebrauchen l" Thienemann suhr sich mit der Hand über die Stirn. alS ob er da erst etwas wegwischen müsse, bevor er Autwort gab. „Rein — ich danke — eS ist nicht» — nur «ta wenig angegrisfen — das geht vorüber' — „ Lesto besser Haben Sie heute noch viel abzuarbeiten?" .Nichts, das, ich wüßte.' .Schön, fchöii. So würden Sie vielleicht die aroße Gefälligkeit haben — Kolleg» Bremser ist plötzlich krank aewvrden Ein Abjchluß — es liegt schon alle« auf Ihrem Pult bereit — es liegt Bremser des Ultimo wcgen sehr aui Herze». Wird es gehen?" .Ich will meiu Möglichstes thun," sagte der Rath I zögernd. P .Bremser'S Kasseuschlüssel hat Nendant Halm sür Sie in Benvahrung genommen. Empfehle mich. " + Thienemann ließ sich die Schlüssel geben nnd trat dann an seinen Schreibtisch. Mechanisch blätterte er die fertigzustellende Arbeit des Kollegen durch und warf dann einen flüchtigen Blick ans das Pensum, welches ihm heute noch sonst zu erledigen bli l>. Dann ließ er sich in den Sessel sinken, verbarg da» Gesicht in beiden Händen nnd stöhnte laut aus. Nicht daS Geringste hatte er erreichen können. Die Geldleute. bei denen er gewesen war. hatten ihm Be-dingnngen gestellt, die für ihn als Beamter unerfüllbar geivefen waren. Auf seine Briefe hatte kein Einziger geantwortet Voll Verzweiflung war er nochmals zu seinem Bankier geellt, hat« ihn aber nicht angetroffen und die beschämende Empfindung gehabt, als ließe sich der Mann vor ihm verleugnen. Auch vor Rudolfs Thür hatt« er einmal ge-standen. Schon hatte er die Klingel in der Hand gehabt, aber dann war er eilends wieder davon gegangen. Nein, dieser Mann hatte seine Freundschaft schmählich betrogen. Richt noch einmal wollte er bei ihm betteln. ' Der Rath fuhr anS seinem dumpfen Hinbrüten aus. Erschreckt sah er nach der Uhr: bereits halb sünf. Ueber zwei Stunde» hatt« er hier nutzlos gesehen! Er schloß sein Schreibpnlt aus und legte die Arbeit des Kollegen vor sich hin. ES wäre» nur seine Hände, die sich mechanisch bewegte». Sei» Sinnen »ind Denken war nicht dabei. ES flog zurück zu den unerhörten Demüthigungen, den maßlosen Enttäuschung«, der letzten Tage. WaS hatte er schließlich verbrochen? Tausend Andere hatten vor ihm gethan, was er verschuldet, .aniende würden es »ach ihm thun. Der wahrhafte, der einzige Schuldige war der, den er für seinen Freund gehalten! Er, der ihn hineingelockt in diese» Snmps und ihn nun — jede Hilfe weigernd — darin stecken ließ. Thienemann sprang aus. Er wollte zu ihm. Seine S* ände um seine Gurgel krallend, wollte er »hm zuschreien: ieb, gieb, gieb! Zieh mich heraus au» dem Schlamm, i» den Du mich hiuabgestoßen! Er blieb stehe» und fuhr sich iit das kurz geschnittene Haar. Reiu — das war das Richtige nicht! Äug' in Auge würde dieser Höllenmensch. der eine wahrhast dämonische Gewalt ans Alles ausübte, waS ihm nahe kam, wiederum der Stärkere feltu Nein — heimlich, ganz heimlich, hinter feinern Rücken, wollte er sich zu ihm schleichen — ihn bestehlen — ihn berauben — mit dem Raube seine Schuld an deu Ander« tilgen — und dann triumphirend wieder-kommen und ihm sagen: sieh, diesmal war ich doch der klügere von uns Beiden! Der Bankier hat sein Geld. Verklage mich nun. ivenn Du willst I Aber Du wirst , es nicht, den« Du willst meine Tochter znm Weibe. . Rauben, stehlen! Ha. ha! Warum nicht? Trieb die Mgherzigkeit der Menschen ihn nicht geradezu dahin? Nummer 54 Slavistik an der Grazer Universität Dr. KoroSec und Dr. ©irefelj an der Versammlung der wind. UmverfiiäiSstudenten. deren Gegenstand die Errichtung einer windischen Universität bildete, gar nicht teil» nahmen. Sie, die zur Beurteilung de« Vorhanden-im« eine« kulturelle.« Bevürsnisse« nach Errichtung einer derartigen Anstalt allein berufenen Sach-kundigen, haben damit ihrer Anschauung in klarer und unzweifelhafter Weise Ausdruck verliehen. Sie wissen aanz genau, daß nicht allein kein derartiges kulturelles Bedursm« vorliegt, sondern daß über» Haupt die Vorbedingung?» für eine Universität noch gar nicht gegeben sind, daß die Herren Windischen geradezu in der größten Verlegenheit wären, wenn man ihrem Wunsche entsprechen würde. Ein paar Beurlaubte und mit SiipenÜen dotierte windische Gericht«adjunkl«n können doch allein da« Kraut nicht fett machen; da gehört doch noch »in bi«chen mehr dazu. Mögt» sir ihr« W»i«heit für die windisch» RechtSakademie auch in Deutschland ge» holt haben, so bleiben sie denn doch schon bei« Uebertragen di-ser Wei«heit in« Windisch» stecken. Woher die Ausdrücke nehmen und nicht stehlen! Gut Ding hat Weile! Und so werden sich di« Herren Hribar, Korosec und Konsorten trotz der vielen Petitionen und trotz der Hilse ihrer slovenischen Blüvernaiivnen einige Zeit noch gedulden müssen. Interessant wäre eS zu erfahren, wie sich Hosrat Dr. Ploj zu diesem Kulturdecürfnisse verhält. Biel» leicht wäre er geneigt, «ine Professur über Ber» waltungSrecht an d-r windischen Universität zu übernehmen und damit feine klerikalen Kollegen im ReichSrat zu versöhnen?! Hkeichverechtizaug. Abg. Klosac, der Rufer im tobenden Sprachenstreue, Hai auch unsere Slovenen als getreuestt Schildknappen und lauteste Schreier an seiner Seite. S« braust ihr Ruf: „Gleichberechtigung der Sprachen". Wie sie e« damit halten würden, wenn sie an der Stelle der Deutschen wären, er-fährt «an a« besten au« eine« wutschnaubenden Artikel de« „Narod-, in dem ein uniersteirischer. slooenischliberaler L»hr«r verlangt, daß fortan in den Bezirkslehrerkonferenzen auf die o.utschen Konferenzteilnehmer nicht mehr Rücksicht genommen werde. E« verlange die« der .Rational» stolz". Wörtlich heißt t* darin: .Wer unter unS nicht slovenisch versteht — sott mit ihm! Wegen einem Häuflein deutscher .Kulturträger" sollen wir einen deutschen Bericht anhören. Ti>fe un« auf-gezwungenen Deutschtümler t Weil ein gebildeter Elovene mehr versteht al« ein Deutscher darf man ihn beleidigen." So also wollen e« die Slovenen in ihren »kleinen Parlamenten" Kalten! Diese gelehrigen Schüler der Heunischen Gewaltherrscher! Aus J5tot>t und Land. ßillier chemeiuderat. C i l l i, am 5. Juni 1907. Der Bürgermeister Dr. Heinrich Jabornegg Edler von Altenfels eröffnet die Sitzung und teilt mit, daß er die Herren GemeindeauSfchüsse Anton Chiba und Georg Skoberne Über deren Ansuchen beurlaubt und an deren Stelle die Herren Franz Karbeutz und Otmar Praschak in den Gemeinde' auSfchnß einberufen habe; er begrüße die beiden ge-nannten Herren und ersuche dieselben um ihre Mit-arbeit im Interesse der Stadtgenirinde. Kerner teilt der Bürgermeister mit. daß ihm von dem ..Deutschen Gewerbebunde" in Cilli ein Schreiben zukommen fei, mit welchem zwei Zuschriften hiesiger Gewerbetreibender vorgelegt werden mit dem Ersuchen, dieselben in der öffentlichen Gemeinde-AnSschußsitzung durch Verlesung zur Kenntnis zu bringen. Der Vorsitzende verliest sodann die beiden bezüglichen Schreiben vollinhaltlich. In dem einen Schreiben beschwert sich der Bauunternehmer Rudolf Erner über die Durchführung von öffentlichen Bauten der Stildtgemeinde in deren eigener Verwaltung, während in dem zweiten Schreiben der Maler- und Anstreicher meister August de Toma darüber Be-schwerde führt, daß der Stadtverschönerungsverein die Hütte im Stadtparke, in der Erfrischungen ver-gbreicht werden, ebenfalls in eigener Regie anstreichen ließ trotzdem sich hiedurch die Arbeit um 10 Kronen, höher stellte, als er dieselbe zu übernehmen bereit war und zudem fei der Anstrich ein derattiger, daß jeder Laie erkennen müsse, daß derselbe von keinem Fachmanne durchgeführt worden ist. Veuische Wacht Diesen beiden Mitteilungen werden zur Kenntnis genommen. Zn einer ferneren Eingabe ersucht der „Deutsche Gewerbebund", die Stadtgemeinde möge für die zur Vergebung gelangenden Bauarbeiten einen normalen PreiStarif für sämtliche Semerbekategorien festsetzen lassen. Dieser Gegenstand wird vom Vorsitzenden dem Bauausschusfe zur '^orberatung und Antragstellung zugewiesen. Der AmtSbericht über das Erträgnis der der Stadtgemeinde gehörigen Häuser im Jahre 1906 wird zur Kenntnis genommen. Ueber dieSfälligen von G.»A. Dr. August S ch u r b i gestellten Dringlichkeitsantrag erteilt der Gemeindeausfchuß die Bewilligung zur Abtrennung von zwei Grundteilstücken aus der ehemals Bontem-pellischen Realität und Zuschreibung derselben zum öffentlichen Gute alS Straßengrund. Hieraus wird zur Erledidigung der Tage«-ordnung geschritten und e« berichtet für den Recht«au«schuß dessen Obmann Dr. August Schurbi über die vorliegenden Eingaben wegen Zuer» kennung de« H»imat«r»chteS: DaS Heimai«recht wird zuerkannt: Dem Joses Krobath, dem Rudolf Kühn, dem Heinrich Echeuermann, dem Johann Cvetanowitsch, der Aloisia Pühl und der FranziSka Siroißnigg. Dagegen wird die Aner-k nnuns, abgelednt bezüglich de« Martin Ra«deu» schegg und der Maria Ma>cen, weil die gesetzlichen Erfordernisse nicht gegeben sind. Für den Bauau«schuß berichtet dessen Obmann Dr. Joses Kovatschitsch über folgende Gegenstände: Der Kaufmann Stermezki ersucht um di« Be-willigung zur Herstellung eines GeschäsXporiale« am Hause Nr. 1 Grazerstrasse nach dem vorge-legten Plane. Der Bauau«schuß beantragt die Genehmigung der Faffad« diese« Geschäsi«ponale« und Bewilligung ver Herstellung d-Sselben unter folgenden Bedingungen: Der Hauseigentümer d. t. der Borschußoerein hat für di« Jnanspruch-nähme eine« kleinen Straßengrundieile« an die Stadtgemeiiide alljährlich am l. Jänner einen jährliche» Anerkennung«zin« von I K zu entrichten und hat gleichzeitig mit de« Beginne der Portal-Herstellung auch mit der Au«gestaltung de« vor-liegenden Gehsteiges zu beginnen, dessen Her» stellung«ari vom Stadtbauamte vorgeschrieben werden wird. (Wird angenommen.) Der Stadtschulrat legt eine Eingabe de« Lehrkörper« der städtischen Knabenvolk«schule vor, in welcher d«rfelb« auf einige Mängel an dem Schulgebäude und in dessen Räumen aufmerksam macht. Der Berichtcrstatter erklärt, daß der Bau-au«schuß anerkenne, daß tatsächlich die angeführten Mängel bestehen, doch müsse vor einem näheren Eingehen in diese Sache abgewartet werden, ob der Bau einer in Au«sicht genommenen zweiten Schule zur Durchführung gelangen werde, da e« von diesem Umstand« abhängen werde, in welchem U«sang« an de« jetzigen KnabenvolkSschulge» bäude Aenderungen vorgenommen werden sollen. AuS diesen Grünven wird die Angelegenheit vor-läufig vertagt, bi« über den Bau der zweiten Schul« endgiltige Beschlüsse gefaßt sein werden. Der Hausbesitzer Max Rauscher sucht um Bewilligung zur Herstellung eines ebenerdigen Zu-baues zu seinem Hause in der Bahnhofgaffe an. Der BauauSschuß schlägt vor, vor dem Eingehen in das Bauansuchen die zukünftige Baulinie der Bahnhos-gaffe zu bestimmen uud stellt diesbezüglich den An-trag: Es sei die Baulinie für die Bahnhofgaffe an deren rechten Seite in der Weife zu bestimmen, daß dieselbe die gleiche Flucht, wie das Hotel „Stadt Wien" erhalte; in dieser Weise sei die Linie im Stadtregulierungspläne einzuzeichnen. Dieser Antrag wird einstimmig angenommen. Der Berichterstatter stellt sodann für den Unter-ausschuß den weiteren Antrag: ES sei der Bau unter der Bedingung zu be-willigen, daß der Bauwerber denselben in der gegen-wattig bestehenden Baulinie aufführe, sich jedoch mittelst eines grundbücherlich sicherzustellenden Re-Verses verpflichte, sür den Fall, als die Nachbar-objekte Wolf und Almoslechner zur Abreißung gelangen, diesen seinen Neubau ebenfalls niederzureißen und bei einem allsälligen Neubau die heute bestimmte Baulinie einzuhalten sowie den erforderlichen Straßen« gründ der Stadtgemeinde unentgeltlich inS Eigentum abzutreten Die Verpflichtung, den Bau in obgeschild«rte Falle niederzureißen, trete jedoch erst nach Ablauf von 20 Jahren ein. Die gefällige Fassade sei zu ge-nehmigen. An der bezüglichen Wechselnde beieiligen sich brr Reihenfolge nach Dr. August Schurbi. Karl Teppei, Franz Donner, Bürgermeisterstelloertreter Dr. Gregor Jesenko und der Berichterstatier. E« wnd allgemein anertann«, daß der Bau im Jaieresse der Schönheit der Bahnhosgasse gelegen sein werde, da nun endlich die di« Umgebung aerunstaltende Mauer fallen werde; «S fei daher dem Bauwerber da« größte Entgegenko««en zu gewähren. Ueber» die« spreche sür di« B«willigung de« ebenerdigen Baue« noch der Umstand, daß «in einstöckiger oder zwei Stock hoher Bau nicht ausgeführt werden könnte, da durch denselben den Bewohnern de« Hauses Nr. 1 der Bahnhofgasse Licht und Luft entzogen würde und der Hofraum eine zu geringe Fläche besitzen würde. G.-A. Teppei stellt den Zusatzantrag: E« fei die Frist zur allsälligen Niederreißung auf 3V Jahre au«zudehnen, da eS zweifelhaft wäre, ob Rauscher den Bau durchführen würde, wenn ih« nur die kurze Frist zugestanden würde. E« wird der Bau» au«schußantrag mit dem Zusatz- beziehung«weife Abänderung«antraz de« G.-A. Karl Teppei ein-stimmig angenommen. Für die im Stadiparke in der Herstellung be» griffen» Abortanlagt wird der begehrte Mehrbetrag von 380 X bewilligt. Ueber einen von G.-A. Dr. August Schurbi gestellten Dringlichkeitsantrag wird die Ausnahme eine« Darlehen« von 13430 K 60 h zur Deckung de« Kaufschilling« sür die Wald^au«realität ein-stimmig bewilligt. Für den GewerbeauSschuß berichtet dessen Obmann Hart Mörtl über folgende Eingaben: Der GafthauSbesitzer Anton Aliziebler ersucht um di« Bewilligung der Verpachtung seiner Konzession an Joses Verchniak und e« wird der Antrag gestelli, au«zusprechen, daß Verchniak die erforderliche Ver-lrauen«würdigkelt besitzt, welcher Antrag angenommen wird. Die Eingabe de« Deutschen Gewerbebundeß, in welcher derselbe gegen die Ausführung von Bauten seilen« der Stadtgemeinde in eigener Regie Stellung nimmt, wird über Antrag der vereinigten Unterausschüsse 1, 3 und 5 zur genehmigenden Kennt-nt« genommen. E« berichtet hieraus der inzwischen im Sitzungssäle erschienene Obmann de« Finanzau«-schuss-« Max Rauscher str diesen Unterausschuß. Der zum Vortrage gelangte Rechnung«ab» schluß de« städtischen Ga«werke« sür 1906 wird zur genehmigenden Kenntni« genommen. Ueber diesbezüglichen Vorschlag de« Stadi-schulrate« wird den provisorischen Lehrern Max Lobenwein und Ferdinand Rausch! für da« Schul-jähr 1906/07 ein Teuerung«beitrag von je 200 K bewilligt. Dem deutschen OrtSschuloereine in Hrastnigg wird ein »inmalig-r Beitrag von 50 X bewilligt. Ueber dieSsall« gestellten Antrag de« Fried» hofSau«schusse« durch seinen Obmann Dr. Rudols Sadnik wird beschlosst«, die flädt. Leichenb«stattung«<-t«rnehmung in eigener Regie in der Weise durch-zuführen, daß die Oberaufsicht durch den Stadt» ökoncmin Pner D-rganz zu führen ist, welche« »ine Hilftkrast zur Besorgung de« Parteien» Verkehr-'« und der Schreivgeschäfte beigestellt werden wird, während kie Verrechnung und Einkassierung durch die städtische Kasse zu ge» schehen hat. Eine vom Gemeiuteautschuß Karl Teppei an den Bürgermeister gestellte Anfrage über den Stand der Wasserleitungtangelegenheit wird vom Bürgermeister >n allgemein zufriedenstellender Weise beantwortet uno werden wir hierüber in der nächsten Blaufolge ausführlichen Bericht er» statten. Schluß der Sitzung. im Aalöhaus. Am Sam«tag den 6. Juli halb 8 Uhr abend« konzertiert die Eillier M»sikokr«in«kap»ll» im freundlichen und einladenden Waldhause. ..Mäunergesangverei» Llederkra»»". Am Sonniag den 14. Juli hälr der Verein seine Sommerlier>ertasel ad, für welche eine erlesene Vortra.tSfolge vorgesehen ist. Kvaugelische Hemeiude. Heute Sonntag vor» mitlag« 10 Uhr findet in der evangelischen Christut- öcite 4 kirch» (in für jedermann zugänglicher evangelischer Goite«di»nst (Predigt: Pfarrer May) statt, nach-«itta«« um 4 Uhr ein solcher im großen Kursaal zu Bad NeuhauS. — Glaub»n«g»nossen treffen sich zu gemütlicher Aussprache am Montag abend« nach 8 Uhr im Hotel „Stadt Wien". V«u der euRugelischea Hemelad« Am Miti« woch 'and im Gemeindesaale eine Sitzung dir neu. gewählten Gemeinoevertretung statt, in welcher der Bau de« Pfarrhaufe« aus ver Insel vergeben wurde. ES lagen drei Projekte der Baumeister Lindauer. Steinbofer und Rassinbeni, letzteres jedoch ohne genauen Kostenvoranschlag, vor. Die Versammung beschloß, den Bau zum Kostenbetrage von rund 40.000 E d-m Baumeister Ina. Wilhelm Lindauer zu übertragen. Am Freitag fand im Saale de« .Deutschen Hause«" ein Familienabend stau, bei welchem Herr Pfarrer Ungnad au« Zwickau einen außerordentlich fesselnden Bortrog dielt. Herr Pfarrer May begrüßte die Erschienenen in herz-lichen Worten uns stellte sodann Herrn Psarrer Uugnad vor. der ein Nachkomme jene« heldenhaften Freiherr» von Ungnad ist, der um seine« evangelischen Glauben« willen, Ruhm und Habe dahmsahren ließ und au« seiner untersteirischen Heimat in die Verbannung zog. Herr Pfarrer May feiert in seinen Worten den Gast al« da» Enkelkind diese« ruhmreiche» Glauben«ftreiter«, der von seiner württembergischen neuen Heimat au« sür die Verbreitung de« evan« gelischen Glauben« wirkte und durch Primu« Trüber die Bibel auch in« Slovenische und Kroatische übersetzen ließ. Herr Pfarrer Ungnad, dessen Worten zu lauschen ein hohe« Vergnügen bereits und dem man stundenlang zuhören möchte, fetzie in längerer Rede au«,inander, welch ein Sehnen nach religiöser Wahrheil«forschung durch unsere Zeit gehe und wie sich diese» Gott« juchertum niemand entziehen könne. Da« Christen« tu», gewinne von neuem Gewalt über die Herzen. Dem modernen Menschen könne aber nur eine Religion befriedigen, die kein» vernunftwidrigen Satzungen aufstelle, bei welchem eben die Ver-nunf« abdanken müsse. Er bekennt sich al« An« Hänger jener, die mit Schleiermachec für eine Weiterdildung. sür eine Neugestaltung und Schlackenreiniouna der Religion eintreten. Gerechte Entrüstung bemächtigte sich der Zuhörer, al« sie die Geschichte der Verfolgung der LoS-von-Rom Semkind« Klostergrab vernahmen. Die Ungesetzlich« leiten, zu denen sich die Regierung als Büttel Roms an diesem Orte verstand, spotten jeder Beschreibung. Nachdem der große Beifall, den di« Rede deS Gastes gefunden hatte, verklungen war, sprach ihm Pfarrer May im Namen der Anwesenden für die begeisternden Worte den herzlichsten Dank aus. Zum Schluß ward zur Unterstützung eines bedrängten Glaubens- und Volksgenossen aufgefordert. At»lie»ischer Kur». Am Donnerstag unter« nadm Frl. Luise o. Schludermann mi, ihre» Schülerinnen einen Ausflug nach Storv, bei dem sich die „Italienerinnen" aus da« Vo trefflichst» vergnügten, fodaß die Stunden deS Beisammensein« nur allzurasch entflohen. Da« heitere, lieben«-würdigt Wesen, der Lehrerin f.flelt eben all« SchüUnnnrn und ist zugleich «in« Hils« und An« sporn in ihrem Sprachstudium. Die getreuen Schülerinnen entbieten ihrer Lehrerin auf diesem Wege für die angenehmen und genußreichen Stunden herzlichen Dank. 3?»« Alpeuvereiue. Die Sektion Krain de« Deutschen und Oesterr. Alp-noereine« «eilt mit, daß sämtliche 7 Hütten der Sektion feit 1. Juli ständig bewirtschaftet sind u. zw. in den Julischen Alpen: DaS Dtschmannhau« (durch einen Tiroler Führer), die Marie Theresien, die Sieben S en und die Boßhütte; in den karawanken: Die Kahlkoztlhüttt und da« Balvaforhau«; in den Steiner Alpen: Die Zoi«hütt». Bon den Hütten Ver Sektion Cilli ist da« Touristenhau« im Logar-täte wieder durch den pensionierten Führer Johann P»«kernik bewirtschaftet, die Koroschitzhütte aber »il Proviant versehen. Die Okreschelhütt« ist leider vollständig zerstört und kann in diesem Sommer nicht benützt werden. Sth»»rgericht. Am 8. Juli 1907. Skaza Franz, wegen Verbrechen nach § 101 St «Ä. Vorsitz Präsident v. Wurmser; am 9. Juli Klajn^ek Johann und Zebiö Franz. wegen Verbrechen« de« Todtschlagt«. Vorsitz L.-G.-R. Dr. Schästleio; a« 10. Zuli Heltnt Mtnzingtr. wtgt» Kindesmorde«. Vorsitz L.«S.«R. Dr. Emolej. Deutsche Wacht Kßr«»g. Der Au«schuß de« Militär-Veteranen« Vere>ne« Edmund Freiherr v. Cnobloch hat im Saale de« Hotel« Post seinen verdienstvollen Bor-stand Herrn Peter Derpanz au« Anlaß seine« Nam»»«tage« durch U»b»,reichung einer prachtvollen Blumenspende und einer von sämtlichen Ausschuß« Mitgliedern gefertigten Ar>r«ff» geebri. wobei der Vorstandstelloertre«er Herr Michtliifch eine ichwung-volle Ansprache an den Ge»ei«ri«n dielt und seine Verdienste um den Verein prie«. Herr Deraanz dankte gerührt sür die ihm zuteil gewordene Edrung und betonte, daß er stolz daraus fei, an der Spitze diese« gemeinnützigen Vereines zu stehen und ine» besondere mit solchen Au«schußmitg!iesern gcmein« schasilich für da« Wohl de« Vereine« wirken zu können. In später Nat»stunde enoete die schöne Feier. -vom Aerei« der Kauzleioffi Maaten. Am 2. d. M. hielt der Verein ver Xanzleioffizianien und Kanzleigehilfen 'ine außerordentlich zahlreich desuchie Versammlung in den GasthauSlokaliiäten „zur Krone" od. Hieb« fand u. a. auch die Wahl de« Obmanne« diese« Vereines statt und wurde al« solcher der Kanzlewffiziant Herr Hugo Le CourioiS gewählt. Einstimmig wurde be« schloffen an Herrn Reick«rat«adgeordnelen Richard Marckhl «in Dankschreiben für sein tatkräftige« Eintreten sür die finanziell« B,sserst»llung der Kanzleioffiziant«n und Kanzl»ig»hilsen. zu richten. Ebenso «m Dankschreiben an Herrn k. k. Bezirk«-hauptmann Erwin Edlen von Prahl, sür seine, den Kanzleioffiziante» und Kanzleigehilfen bei jfDer sich nur darbietenden Gelegenheit stei« entgegen« gebracht« G«n«igiheit und Fürsorgt. Bei dem Punkt« Allsällige« wird gegen den Kanzl«ivorft»h»r N. die Beschwerde vorgeb-acht, daß er im Verkehr mit den ihm zugeteilten Kanzlnbeamten einen Ton zur Anwendung bringe, den sich diese nicht bieten lassen können und d«r völlig in Wi«d«rspruch mit d«n Weisungen in Knigge« „Umgang mit Mensche»" stehe. E« wird btschlossen, im Wiederholun,».«falle den Namen de« Betreffend»» zu veröffentlichen und um Abhilfe bei der höher«» Behörde anzusuchen. Achurföewilliguug. Vorn k. f. R»oi»rb»rg-amte in Cilli würd» dem Herrn Franz Emanutl Friedrich, Gu>«besitzer i» Mirafju, Gemeinde Ple-trowitsch die Bewilligung erteil«, im politischen Be-zirke Cilli auf die Dauer eine« Jahre« schürfen zu dürfen. Ale ZSejirksschulratslltznngen im Kuli 1907. Oberburg am SamSiaa dtn 6.. 10 Uhr vormittag«. Cilli am Montag den 8., 4 Uhr nachmittag«. Franz am Di«n««ag den 9., 10 Uhr vormittag«. St. Marein am Mittwoch d«n 10., 9 Uhr vormittag«. Tüffer am Donn«r«tag den 11.. halb ll Uhr vormittag«. Abgängig. Gertrud Dime,,. wohnhaft in St. Mar»,ar«thtn Nr. 16 der Gemeinde Bischofdorf, erstattete die Anzeige, ihr Bruder Valentin Supanc sti feit 20. Mai abgängig. Derselb» war 60 Jährt alt. kleiner Statur, mit schwarzem Schnurrbart« und war mit schwarzem Stoffanzuge gekleidet. Der Verschollene war al« Bahnardeiier, mitunter al« Kohlenträg«r in Cilli b»sq»ästigt, und mit seinem Bruder Joses Supanc in Gaberje Nr. 45 wohnhaft. Nachdem letzterer gestorben «st, war Val-niin Su-panc sehr nitv«rg«schlag,n, b«inahe trübsinnig und äußerte am 20. Mai atgtn die im selben Haust wohnende Maria Kre«nik verschiedene Selbstmord« gedanken. Seit dieser Zeit blieb Supanc verschollen und wurde am 22. Mai dessen Wohnung von seiner Schwester leer vorgefunden. Au« dem Bor-erwähnten und da Supanz »in v«rmög»n«lostr Mann war. d»r auch keine Feind« hatt«, ist zu schlikßen, daß kein« strafbare Handlung sondern ein Selbstmord vorliegen dürste. Som Kaudelsgerichte. Gelöscht wurde im Cillier Register sür Einzelfirmen: Sitz der Firma: Rann. Firmawortlaui: Franz Barlec. Be« «rieb«gegenstand: Gemischtwarenhandlung. Infolge Tode«. Datum der Eintraaung: 25. Juni 1907. — Gelöscht wurde im Marburg?? Register für Einzelfirme»: Sitz der Firma: Marburg a. d. Dran, Lederergaffe. Firmawortlaui: Joses Siarck« Söhne. Äetried«ge genstand: Ledtrsabrik und Dttailgtschäst. Infolge Geschäftsauflösung. Datum der Eintragung: 22. Juni 1907. — Eingetragen wurde in da« Cillier Register, Abteilung A: Sitz der Firma: Sannegg. Firmawortlaut: Sanneoger Kunstmühle. Prokura Rudols Tomitza gelöscht. Datum der Eintragung: 25. Juni 1907. frbe« werde» gesucht. Am 27. Februar starb in Rook Spring« Wyoming (Bereinigte Staaten) ein gewisser Johann Kastner, geboren Idimmer 5 t im Jahr« 1854. Er hinterließ «in Vermöge» von «15.000 Dollar, gleich 4.042.025 X. Man ist nun aus der Suche nach Verwandten de« Vtr-storbtntn, der au« dtr Steiermark au«gewandert sein soll. Die Schützeugeselkschaft ..Kiuigkeit" unter-nimmt heute Sonntag mittels Wagen einen AuSstug nach Wöllan, woselbst im Gasthofe Rak abgestiegeil wird, und wo eine gemütlich« Unterhaltung platz-greifen fall. Abfahrt um 1 Uhr nachmittags vom Kafv Zentral. iMungseinllellnug. Da« Krei«gericht Marburg Hai die Eröffnung de« Konkurse« über da« Vermögen de« Melchior Widecnik, Hau«be-sitzer« und Gastwirte« in Winpisch-Feistritz, be-willig«. Der Gerichilvorsteher in Wiudisch-Fristritz wird zum Konkur«kommiffar. Herr Dr. August Reddi, Avvokat in Windisch-Feiftritz. zu« einstweiligen Mass,Verwalter bestellt. Zwei Kuabeu crtruukeu Bei Praßberg wollten die zwei im Alter von 10 und 12 Jahren stehenden Sohne be» Besitzer« Skruba, die Sann durchwaten, um zum Baier aus dem jenseitigen Ufer zu gelangen. Sie gerieten in reißende Stellen und fanden den Tod. Ihre Leichen zog der un> glückliche Bater bei Betusch au« dem Waffer. Die Kollo» abermals heimgesucht. Am 3.6. M. rniluo sich über da« Rebengelände der Kollo« abermal« ein vei h erende« Hagelwetter, da« d«e Weingärten von Sauritsch, St. Barbara. Hl. Drei« faltigktit, Lichltntgg und Lo«kowetz fast zur Gänze vernichtete. Auch die F-lder von weit und breu erlitten großen Schaden. Die Weinbauern der Kollo« sind also auch in diesem Jahre nicht verschont ge-blieben. Neue Aucherscheiunug. Von unserer heimi-schen Schrifistelleriu Ella „.«iß-Wradaisch, die wir auch zu unseren geschätzten Mitarbtit«rinn»n zählt» dürfen, ist fo«b«n im Verlage Karl Schaller zu Fürth in Baiern der erste Band ihr'r E-zählungen für di» Jugknb »rfchienen. betitelt: Im K nder-stübchen. Da« Buch enthält reizende Erzählungen mit sarbiaem Bildschmuck, »st sehr schön gebunden und auch im hiesigen Verlage Georg Adler vorräiig. Aurtille. Zn Bad Neubau« sind b>« zu« 1. Juli 215 Partei n mit 281 Personen zum Kurgebrauche eingetroffen. herein Sudmark, Graz Au«w»i« über er-halte», Spenden au« der Steiermark in drr Zeit vom 20. bi« 26. Juni 1907. Spenven litsen ein von: Südmärkische Bolk«ba»k in Graz (aastait eines Kranz«« sür ihr vtrstorbene« Ausstchi«ral-miigliedeS Direkior Franz Schwarzl) 50 E; Eisenerz (Spende der Gemeinde Eisenirz) 40 E; Akad. Arbtii«au«schuß in Graz (Aroaraphie Brück Graz) 1 K 2 b. Au« den Sammelbüchsen: O.-G. St. St'phan am Gratkor» (Ferdinand Keller« Gast-hau« in Gratweia 1 E 9 b. Rinner« Gasthau« in Gratkor» 2 E 5 h, Franz Bö«müller in Grat-korn 37 h. Btamttnmeffe in Gratkor« 29 E 97 h, Schöberl« Gasthaus in Graikorn 3 E 18 h, Kanzler in Graikorn 17 X 88 h); 0.-15. Riea (Loser« Gasthau«) 9 E 60 b; 0.-G. Abersee 6 K 45 h. Gründer: Verband Deuischer Hochschüler Pettau« 50 E; Skatgeftllschaft in Pregani« Gast-hau« in Graz 50 X. — Weiiere Spenvtn au« der Steiermark in dtr Zeit vom 27. Juni di« 3. Juli 1907: O.-G. St. Leonhard in W.-B. 27 E; Rudolf Kerntggtr (Sammlung von Mitalitdern de« Grazer Männergesangvereines in Habisch' Wem-garten bei Ehrenhausen) 12 E; steiermärkifcher Landtag für 1907 400 E; Med. Nedoa bei^ DoktorpotuS dtr Grazer Retiung«abte,lung 8 E 20 h; O.-G. Fü'sttnfeld (Sonnwtndftitr) 91 E 72 k; Siadtgtmeindt Graz für 1S07 400 E; Dr. F-ro. Kraßnig 2 E 40 b; Wttl» Dr. Lt«ifch»Baum-gartner 12 E; Aloi« Pirk»r 3 Ex Wette Frau Baumganner-Dr. F. Kraßnig 5 E; Luise Manner 2 E. AuS dtn Sammtldüchsen: O.-G. Eisenerz 36 E 39 h: O.-G. Hieflau 40 E 22 b; O.-G. Obdach (bei Grogger) 12 E 30 h; Cas^ „Sitzria" in Graz 34 E 21 b. Gründer: Heinrich Knska in Bcuckbach 50 E; Dr. Engt» Matura in Hilm-Kemaitn 50 E; Skatgtstllschast bei Pregant in Graz 50 E. Zleler Hewltlergefabr im Areie» macht die „Deutscht Jägerzeiiung" beachten«werie Mit-teilungen. Darnach sind Eiche, Pappel, Ahon«. Birke überhaupt alle Laubbäume, mit Au«nahm« der Buche, am stärksten dtr Blitzgefahr ausgesetzt; in Nadelbäume schlägt der Blitz etwa« seltener »in. M»rkwürdig»rw»ife ist ein Laubbau«, di» Buch», «och sicherer al« die Tann». D»r Aufent- Nummer 54 hall in nieder»« Gehölz oder aus irei«« Felde, wobei man sich a« besten auf die Erde legt. ist d»« unter Bäu«en bei eine« Gewitter entschieden vorzuziehen. Di« Nähe von Bächen und Wasser-fällen ist »btnfall» zu «eideu, da d«r Blitz in dies« guten Elektrizität« leiter gern einschlägt. Metallene Gegenstände. al« Uhren. Messer. Ge-wehre, sind au« de« gleichen Grund« weit von sich adzulegen. Arüchte «it Aa«e»Sjüge». Wer einen Apselbaum sein »inen nenn«, tan» zu künstigen Geschenken in sinniger Weise di» Früchte vorbe-reit,». Man schneidet den Na«en de« zu Be-schenkenden in Papier au«, belegt damit den Apfel und läßt ihn dann reisen. Ec wird befon» der« an der Sonnenseite rot werden, während der Name je nach der Grundfarbe de« Avsel« ia m grün, gelb oder wei« erscheint. Natürlich kann man auch «it Sternen au« gummiertem Papier oder «it anderen Figuren die halbrrifi» Aepsel bekleben. Z>ie Aefreiung von be» Zöafienübuugen. Bei den Militärbehörden der verschiedenen Instanzen liefen in den letzten Jahren, besond.r« zur Zeit der Waffenübungen, massenhaft Brief« von Reich«ra>«-abgeordneten aller Parteien ein. in d«nen um die Besrriung von Wählern von der Waffenübung an-gesucht wird. E« iit nun in der l.tzten Zeit durch die politischen Behörden darauf aufmerksam gemacht worden, daß durch diesen Vorgang der gesetzlich vorgeschriebene AmiSweg verletzt und die Adgeord-neten nur unnötigerweise bestätigt werden, da jede« derartige Gesuch, bevor e« von der Militärbehörde «rledigt wir», erst von der politisch.» Behörde be» züglich der Stichhältigkeit der vorgebrachten Gründ» geprüft werden muß. Eine Erledigung aus anderen Wege unk» in anderer Form kann schon au« ge» setzlichtn Gründen und auch de«halb nicht stattfinden, weil in dtr letzien Zeit die Ansuchen um Btsrriung im W«ge dtr Fursoracht durch Abg»ordr«tr in solcher Weis« sich häuften, daß im Fall« der B«-rücksichtigurg oller dies«r Ansuchen di« Waffenübungen ganz unmöglich würden. Die Erledigung drr Gefache wird daher nur verzögert. wenn di« Abgeordnetin mit der Ueberreichung derselben be» lästig« werden. Ebenso verhält e« sich auch bezüglich der Gesuche um BefreiungSangelegenhe'ten überhaupt. E« wäre daher im Interesse eine« großen Teile« der Bevölkerung gelegen, wenn dies« in geeignet«? Weift von dieser Aufklärung Kenntnis nehmen würde. jßa« Wusealverein. In unserer letzten Blanjolqe have» wir au« Beruhen vergesse» der Wahl de« Herrn Pros. Hauptvogel zum ttusto« de« Bereine« Erwähnung zu tun. St. Javeri. (L ch a d e n s e u e r) In der Nach, aui vrn 4. d. M. brach hi«r ein große? Feuer au«, da« das Hau« eine« OrtSinfassen in dessen Abwissenheit gänzlich einäscherte. Da« vom Flammentode gerettete Bieh ward gestohlen. Lostage. Die Zeit der „LoS- und Luriage", die nach der Zeit ver Sommersonnenwende ein-treten und nach einer im Volke weit verbreiteten Ansicht einen entsch«id«nden Einfluß auf die Wit-terung eine« bestimmten Zeiträume« au«üben sollen, nimmt mit de« heutigen JvhanneSiage ihren Ansang. Die Namen Lo«» oder Lurtage erklärt der Meteorologe Dove damit, daß in diesen Tagen da« Lo« der zu erwartenden Witterung sich sür länge-e Zeit entscheidet, und daß man an ihnen zu „lauern" plattdeutsch (luren) hat, um aus da« Kommende vorbereitet zu sein. Al« solche Wende-tage de« Wetter« gelten, wie schon erwähnt, der JohanneStag und ganz besonder» der 27. Juni, d: k^^itsch - Sauerbruuu. (Elektrische« Licht.) Der aufstrebende und blühende Aurort. in welche« letztem Zeit so viel gtichafftn wurde, ist wiedtr »« ein» Neuerung reicher geworden. Drr Gtmeindt • Vorsteher Herr Johann Stoinfchegg, welchem zum Betrieb« seine« Sägewerk.« ein Motor zur Verfügung stand, li,ß sich in seine Grbäud« elektrische» Licht mit etwa 90 Glühkörper einführen. Die Anlage, die tadellos funktioniert, wurde von der Firma Anion Lang >n Graz. Annenstraße 18, mustergültig ausgeführt und besteht außer der er-zeugenden Dynamo auS einem Akkumulator System Tudor, welcher seine aufgespeichert« Krasl in herrlich schönem, ruhigem Licht» »rftravl»» läßt. E« wird dirs» Erstlingsanlag» hoffentlich den Ansporn dazu gtbtn, daß auch in den anderen zahlreichen und schönen Gebäuden de» Kurorte» zur Hebung seine» RuseS diese moderne und dequ-me Zimuierdeleuchiung eingefühlt werden wird, tn»beson»«re. da daS Licht, wenn praktisch eingerichtet, gar nicht teuer zu steh«» kommt. Wir wünschen Herrn Stoinscheqg mit seiner wirklich schönen Anlage aufrichtig besten Erfolg. Nöltschach. (Von einem tollen Hunde gebissen.) Am 25. d. M. wurde der hiesige Postbeamte Herr O»o Schantl von stinem eigenen Hund«, dti dem die Tollwut plötzlich zum AuSdruch kam, gebissen und mußit sich über ärztliche Anordnung sofort nach Witn in da» Pafteursche Institut beaeden. ' er Hund wurde erschossen. Irieda«. (Verhaftung.) Vinzenz ArnoS, 46 Jahre alt, au» Lahvnez, Bezirk Umgebung Frieda», treibt sich seil 6. d. in der hiesigen Geoend herum. Er wurde den Erhebungen de» hiesigen Gendarmeriewatitmeister» Prr.ikaka zusolge wegen Verbrechen» nach Paragraph 129 b dem B zirkS-geeichte Fritdau eingeliefert. Küster. (D i e H « u s ch r « ck « n p l a g ».) In ditstn Tagen weilte der Assistent der Wien« A-istali sür Pflanzenschutz, Dr. Wahl hier, um die Verheerungen, die die Heuschreckenschwärme in der hiesigen Gegend angerichie« haben, in Augen-schein zu nehmen. In den Wäldern haben die Heuschrecken sast kein Blatt der Laubbäume übrig gelassen, Felder und Wiesen blieben noch etwa» verschont, jedoch sind einige Weingärten sevr mit-genommen worden. Die Verwüstung erstreckt sich aus ein Gebiet von ungefähr 36 Qu.drat» kilomeier. Die Wälder sind nicht mehr zu retten; aus den Wiese», Weingarten und Feldern wird «an der Landplage m>t den gewöhnlichen Spritzen, die auch i» den Weingarten Verwtn» dung finden, an den Leid rückt». Dit Füllung kann entweder mit »iner Seifenlösung (2 v. H.) oder mit Wasser, dem Tabaksast beigemengt wurde, geschehe». Sachseufetö. (Auslassung der Hunde» kontumaz. Nachdem ieit 25. Äärz 1907 in der Gemtinde Sachsenfeld. bezw. deren Umgebung keine weit-re» Wuisälle bei Hunden vorgekommen sind, wurden die über diese Gemeinde verhängte Hundespeere mit 26. Juni wieder aufgehoben. 3Uut«. Der Verein „Teutsche» Heim' in Rann veranstaltet Sonntag de» 7. Juli unter Mitwirkung de» Ranner Deutschen Turnvereines und seiner Sängerriege im Gras Atle>!.'jchen Eichenwäldchen ei» Sommerfell verbunden «it der Sonnwendfeier. Bei« Waldfefte. weiche» um 4 Uhr nachmittag« beginnt, werden reichliche Belustigungen gebot«n; ferntr kommen turnerische Uebungen zur Vorführung und mehrere Chöce seilen« der Sangerriege zu« Vortrage. Nach dem Waloseste findet ein Garten-konzert im Deutschen Heime statt. Die Musik bei« Waldfeste sowie beim Garienkonzerte besorgt die Musikkapelle de« k. u. k.Jnsanitrit RegintntS Frei-Herr von Cartinelli Nr. 96. Dtuifch» Gäste sind herzlichst willkommen. Kraft»ig. In Dol ist der Typhus abermals zum Au«bruch gekommen. Miudisch-Seistritz (Sonnenstich.) Am 28. v. M. brachte der Besitzer Siephan Kodrilsch au« SchmidlSderg um 3 U,r abend« den vier» zehnjährigen Hirtenknaben AloiS Gobec in bewußt-losen Zustande zum hiesige» Arzte Dr. Max Murmayr. Der Knabe mußt« den ganz«» Tag auf d«m Feld« arbeiten, obwohl er sich schon gleich nachmittag« unwohl fühlte und trank meldet», di« er bewußtlos zusammenfiel. Dr. Murmay? leistete dem Knaben die erste Hilfe und ließ ihn in daS städtisch« Spital Übertrag«». Ohne daS Bewußt» Seite 5 sein zu erlangen, starb der Knabe a« nächsten Tage u« 4 Uhr früh. Di« Obduktion der L«iche ergab al« TodtSursache Sonnenstich. Uittschach. (Ltrunglückt«« Schul» « ä d ch «n.) Durch Unvorsichtigkeit «in«S noch jugendlichen Knechte» na«en» Georg Kohn« scheuten während de» Fahren» di« Pferd« des Herrn Johann Grundner. D«r Knechi hatt« un» »erlassen den Wagen, bergab zu bre«sen. Die sonst har«losen Ps«rd« wurden durch daS schnelle Fahren und Anschlagen der Drittel an die Beine scheu und rasten durch den Ort. An der Ecke deS Andreas Grundnerschen HaufeS gingen gerade Kinder zur Schule und da« Mädchen Anna Pofi«k, Tochter de« Bauers Paul Pofi«k, wurde von d«n Pferden niedergeworfen und übtrführl. Fräulein Pepi Weiß hat die Bedauernswerte so» fort gereinigt un» hieraus zur Familie Grundner trage» lassen. Die Schwerverwundrt« wurde von de« herbeigerufene» Arzte behandelt. An ihrem Ausko««e» wird gezweifelt, da der Arzt auch eine schwere Verletzung der inneren Organe feststellte. Stei»brSck. (Leichenbegängnis.) A« 23. v. M. erlag nach langem, schweren Leide» der Allgewalt deS Todes der verdienstvolle Oberlehrer von Steinbrück. Herr BlasiuS Kropej, dessen irdische Hüllt. Dienstag den 25. v. auf dem OrtSfriedhofe zu Marid Scheuern von seinen Schülern unter zahlreicher Betheiligung von nah und fern zur ewigen Ruht geleitet wurde. Schon lange vor ver festgesetzten BeerdigungSze«, wogie aus de« Platze vor de« Sterbehause, der neuen Schule, deren Bau ein Haupiverdienst de« verblichenen war, eine zahl» reiche Menschenmenge aus und ab, die sich nach der feierlichen Einsegnung durch den hiesigen Ort«-psarrer Herrn C. Gmeiner unter Assistenz deS Pfarrers von Laak, Herrn Sket und nach Vortrag de« Liede« „Wohl ihm der ausruhen kann' durch die Lehrerichaft von Steinbrück. Laaz, Razbor, Markt Tüffer, Hraftnigg, Trifail usw. zu« impo» santen Leichenzug« formierte. Di« Spitz« d«« Zugt« eröffneten die Schülerschar«» von Sieinbrück, geführt von den Lehrer» Herr» Logar und P«irak, sowie von der Lehrerin Fräulein Fuchs, die Schüler der Volk«schule von Laak unter Leitung ihre« Ober» lehrn« Herr» Jglar und Herrn Lehrer« Zorn, ferner die Schulkinder von Razbor, unter denen die markante Aeftali ihre« Lehrer«, Herrn Blasiu« Jurko sich hervorhob; sovann die zahlreichen Träger mit den letzten LiebeS» und FreundschastSgabe». So hatten Kränze «it prachtvollen Schleifen in schwarz und violeit gespendet, die Gemeindevertretung von Laak-Steinbrück, welcher der Verblichene durch Jahr» zehnie angehörte und durch Rat und Tat ersprießlich wirkt«; serner der Lehreroerein „seinem Ob«a»n» ftellorrtreter*, die Lehrerschaft deS Bezirkes Tüffer de« .Fachmann«", die Lehrerschaft von Laak, der Beamtenschaft der k. k. priv. Südbahngefellschast; der Schützenklub in Steindrück, dessen langjähriger Oberschützen«eister der Verewigte war, spendete «inen prachtvollen Kranz «it w«iß-grün«r Schleif«; ferner die Familien der Bahnhofr«staural«ure Hubert Skalak sen. von Brück und H. Skalak juu. von Steindruck. Familie Dr. Fridrich in Sieinbrück, Familie Verwalter Kniaa der Sieinbrücker Oel» fabrtk, Fam lie Kaufmann Schindler, Familie Dir. Plenk der Cememfabrik u. a. m. Knapp vor de« Sarge spielte» Trauer«irsche die Sieinbrücker Süd» bahnkapelle, deren Mitglieder einstige Schüler deS Verewigten sind, hinter de« Sarge, welche« eine gebrochene Witwe mit der einzigen Tochter, der Stolz und die Freud« ihr«» Vater«, folgt», schloß sich d»r unabsehbar» Zug der Trauergäfte zu« l»tzt»n Geleite an, von welchen wir hervorheben wollen: die gesamte Gemeindeoertretung von Stein» brück Laak «it ihrem Bür,.«c«eifter, Herr» AloiS Juva»cic, die dienstfreien Beamten der k. k. Post und Südbahngefellschast, der Jngenieursektion, der Heizhaus Steindrück mil ihren Bo> ständen, das k. k. Gendar««riekomma»5o von Sieinbrück. die Direktoren der Steindrücker Oel» und Zememfabrit, die Tüfferer Bez,rk». Scholle auf, Sci-oUe fiel und bald waren di» Letzten der TrauergSst» wieder per» schwund»n. Nun ruhst du. schlichter, biederer Volts-bllcntr, der Du über ein Menschenaller segensreich in Steindrück lehrtest, du« Dir zur zweiten Heimat geworden. in Deinem walSumrousch'en Grad« auf d»m Hochplateau über SteinKrtick. Mit Dir wurde ein Siück Rlt-Eleindrück zu Grab» c>»trag«n. Ehr» D«inem Andenken, Friede Deiner Asche! <$rrii&tsütfi",ias' Apih tritt nun sogar unter tat Beamten seiner Kanzlei als Werber sür den Rarodni Dom auf, u. zw. wollt« er einen Volontär bestimmen, bri Frau Apih als Aufschreiber in der Küche des Narodni Doms Dienste zu nehmen, wobei «r jedoch an den Unrechten kam. Das ist wohl der deutlichste Bewei«. daß Frau Ap b im Raiodui Dom die Wirtin und nich«, wi« «r sich feinen Vvt-««sitzitn gegenüber geäußert haben soll, bloß die Aöchin ist. ?crlt»gn«vg der Ker».7rei»ko»t»rre»t. Wie wir vor Kurzem berichtet n. hat vi« Jury der CereS-Preistonlurrenz K00O Kronen sür M»hlspei«rez»p!« bereit« zuertanni und autbezadli; nunmedr kommen noch Preise im Betrage? von 7000 Kronen zur Berieilun.', und zwar je 1000 Krön»« sür »in» reut Meblipeise und »in» neue Bolktmehlspeii» «nd 5000 Kronen in 370 Preisen sür Speisen irgendwelcher Alt, Mehl-speisen Inbegriffen. Um eine rege Beteiligung zu ermöglichen, wurde der Einre>chung«termin di« 30. Srpiember d. I. verlängert. Die nähtien Be-dingung«n sind durch j»d»n tesseren Kausmann unentgeltlich zu erhalten. Gerichtssaat. Virtshausschlacht. Am 20. Mai entstand im Gasthause de«Jos.f Schumer in Laischendol bei Rohiisch zwischen den Eh«leuten Podgorjchek einerseits und dem Besitzers-fohn Anton Skrabl «in Streit, der bald in Tä--lichkeiten überging. Skrabl schleuderte geaen Podgorschek ein« Ziehharmonika, welche dieser in der gleichen Weise seinem Eigentümer zurückstellte Die« benutzte Anna Podgorschek unv schlug dem Skrabl mit einer Liierflasche aus den Kops. Skrabl, nahm daraufhin sein Messer au» der Tasche und stick und schlug damit in blinder Wut aus die Eheleute Podgorschek lo«. Beide wurden hiebei schwer verletzt. Skrabl wurde deshalb zu einem Jahre schweren mit «onailichtn Fasten verschärften Keiker« ver-»rteili. A,rs«chte Vereitlung der ?e»haft««g. Der Taglöhner BlaS Znidar in Laiigenberg, der durch einen Gendalmeriewachtmeifter oerhasiei werden sollt», setz»» sich wild zur Wehre und schlug diebei auch d»n ihm dir V»rhaslung ankündigend»» Gendarm. Er wurde dethalb treten de« Verbrechen« der Gewoliiätigkeit zu vier Monaten schweren Kerker verurteilt. Hingesendet. An Herrn August U n g e r, Wehrhaupimann der freiwillig n Feuerwehr in Windisch-Graz. »u« persönlichen Gründen, welche sich derzeit nach der Oeffentlichkeit eniziehen, erwiedere ich aus den offenen Brief vom 20. Juni 1907 nun Ihnen. E« dürste Ihnen bekannt sein, daß da« jetzige Vorgehen g»g»n mich eingeleitet wurde, ohne mich «inzuvkrnehmen, sondern lediglich auf Grnno einer »inseitigen Beiichlirstaliung. Der Wortlaut Ihrer Vn öffentlich wi*, ist ferner »in solcher, daß Nichleingewiihie annehmen müssen, ich hätte mir in nationaler Beziehung gegen di» deuyche B»wohn»rschast von W>ndisch-Graz etwa« zu schulden kommen lassen. Ob gerade i ch da« hiesige deuischium geschädigt habe, darüber lasse ich di» groß» Anzahl d»r über die letzten Bor« gängen höchst erzürnn Mitbürgern und die aller» nächste Zukunft urteilen. Dr. Emil Pollak, prakl. Arzt in Wind.-Graz. 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