fllilmchcr Leitung. Mit 1. Oktober beginnt ein neues Abonnement auf die „Laibacher Zeitung." Der Pränumerations'Preis beträgt für dle Zeit vom 1. bis Ende vktober !872. Im Comptoir offen.......— ft. 98 kr. Im Comptoir unter Couvert .... 1 „ — „ Für Laibach ms Haus zugestellt . . . 1 „ — „ Mit Post unter Schleifen.....1 .. 25 .. Für die Zcit vom 1. Oktober biö Ende Dezember: Im Comptoir offen.......2 fl. 75 lr. Im Comptoir unter Couvert . . . . 3 „ — „ 3ur Laib«ch ins HauS zugestellt . . . ^ .. — ,. Mit Post unter Schleifen.....!i .. 75 .. Amtlicher Theil. A'cr Ackerbauminister hat den absolvierten Verg-alaoemittr August Brunn leckner zum Assistenten sür Bergbau und Marlscheidelunde. ferner den absolvier» ten Gcrgalademiler «daloert Kli,s zum Assistenten füi berg» und hüttenmännische Maschinenlehre und Encyklopädie der Baukunst, endlich den absolvierten Hörer der Fachablhcilung für Maschinenbau am l, t. technische!, Institute zu Ä'ünn Karl Grösster zum AMcnlcr, für allgemeine Mechanik und Maschinenlehre b?i tlr l l, Vergaladclnie zu ^^oben ernannt. «m 2.V September 1872 wnrden in der l. l. Hof' -.md Slaal?, druclerei m Wien die italiemsche. böhmische, polnische, ruihsuische. slovenische. lroalische „>,d romanische sln^qnlie de« am l l, ^uli 1872 bloS iti der denlscheil Ausgabe flschieurncu XXXVll!, Smctei» de« Ne>chSgesel)blattls vum Iahrc ltt?uor: schrisleu; Nr. 95 die Perordnnlia. der MmistelifU der Iusti; und de<< In^ neru voin 1A72, willsnm f«r die Marlglasschafi Walnen. wumit ;ur Dlirchsülüuiiss d<>ö ^udcsa.esli^S lllie, l>ie Äushevuuss und Ablösung der PropinalionlOich!!' da^ Verfahlei, lllier die A>lSfolc,ii,,ss der crmiltcllcil Eulschädi-ssu>lg«dr,»d des In-,l^n vom 28. Juni »872, »rillsam sür da« Hsr;c>glhilm schlcsie», »vomil ^ur Durchfllhiuug des ^andsSnrslyes ttuei die Ncnelllllss der Plvpmalioustrechle das Velsahreil llbrr die Alissolsslmg dcr crmitttttcn ÜlllschädlgiiilssSl'llrttgr näher gerrizell wird; Ilr. 97 die Anordnung des Justizministeriums vom 3. Juli 1872 Über die Lcssalisienmg von Urlu»den, welche in drn Sprengeln der OlierlaudeSgcrichlc in Trieft und Zara nu?-gestelll sind uud von wclchcu in Ilalien Gebrauch ssemach! werden soll. (Wr. Zig. Nr 22<) vom 2?. Seplmidcr.) Nichtamtlicher Theil. Anläßlich eines speciellen Vorfommnifsc« bat sich 2e. Excellenz der Herr Minister des Inne,n im Ein-oernehmcn mit Sr. (5r^ll?li; dem Herrn Minister für Cultus und Unlerricht t'estimml yesui'dcn, dic Sict-er. ueilSdcl,ördc,l on^u.ociscn. von j-ber Vcihaslllüg cincS Schülers einer öffentlichen Bolls, odcr Mittelschule. s°. wie von jcder grien solche ei„,,eleitctcn Ulitersilchung und dem evrntucll glfälllen Enotlle^ntnlsse, lodald dasselbe in Rechtsliaft erwachsen isl, unter Anschluß tinci be-^aubiglcn Alischrift dee« Vrlenntnisse« (ohnc deeh^lb den Vollzug dcs> wider eincn solche Schiller etwa ergänze» ncn Slrafurtheils hinauszuschieben) bcn Vorsteher der b.-mfjenden Schule sofoit in Kenntnis zu fetzen. St. Czcellcüz der Hcrr Minister fllr Cultus und Unterricht hat der Priva'vollsschule im wien:r s. l. «,-tillcric^rscnale und der von der sleiermülllscwn Eisen» Indnstsitgrscllschasl in Zeüweg geiiilindeten Privat. Vollsschul: das Ocffentlichlcitsrechl ellheil,. Zur Vcscilinulia tii,^ in einzelnen Fällen wahr-ac.mmmentn irrigen Auslegung des zweiten Alinea zür TarispoN 10l ^V. 0. des G sltzc« vom l^. Dcz mW 1802 wurdc bemcrll. daß unler dem daselbst gebrauchte" ^uedrulte: „lchüvlUige slnordniiugen" nur solche, welch, r>on dem Erblasse, jederzeit widerrufen wer^n lönnlen. also: Tcst^'Nle. auch wechselseitige, und Codir.lie zu oe.stehen sind (lj 552 .a. b. G. B.), mithin die Gc '^mmm'g ditscs Alinca ans E.bverlrägc. nnwidci'ilstlch. Vchcnlnnnen auf den TodcsjaU und ,'i:t w,dcrrnfl>lt,e Bestimmungen in Verträgen zwischen Ehegatten nber aus den Todcefllll dcS einen, oder anderen zustehende Nechlc nlchl anzuwenden ist. Se Excel/e,iz der Herr Handeseminisler Hal sich in Erwäauna dcr u"v^fen.>l'a,er Vcsölderuna der Reisenden in denselben Cous.6«, m,, Vträflmqen und Schiiblinqcn o'lbündcn sind. aus offcnl lichen Ticheiheiterücksichten I'cslnninl sscjundcn, dcn ii'a^, ocrwalln'igcn °nf<,iqcben. daß dtr Tl gmablMlungen bewerlstclligt wcrde. Nllchkllingl )u dln Monarchlllbsglgnungln. .^ Der Neiszen der Iournalstimmcn über die M?n. °rchen.Entrevue in Berlin ist „och nicht geschlossen. « ^'?' "^l- ^ttrsburner Zeitung- sagt: ^,.n. ^^"" °"^ l" ^uhl.nd. bei seinen Ve. 5,^° ^" ?"""-'^ i.. allgemeinen und wegen der ^ avcn l.n besonderen, sowie bei seinen Beziehten zu prcußcn, welches unläugsz Die.ste von uns empfangen und doch schon vom ba'tischen Gcbiele spsich^. ein Ve« dülsnis, enlwcdcr neu: Olcuüdt zu fi-iden, odcr sich mit diesen zu verständigen. Nun hätt' man allrsdinns auf die ssr:undschaft ^ia^lsl^" ^ l>lt> l,^nn mc>'i sich au' ' ^' Italien wuibcn lü l......!' abglbcil, und so >,, .^, ....., ..,. Pieuhcn. Anstatt diefe zu Feinden zu hadcl>. wie sie sich schon sHücll znsammcn^fl'^ütn, sic zn ssreundrn zu b^e,,, <>n- r ^ len Politil slchl in sulll de« 0or, aber dasiir ist tie , ___,c zu 'Nlilmeln und in nller Stille lind Niche o:«, fernet« ('son^ der Dinge abzuwartln. So W2, aUcn drei dächten die Wahl «eqebeii zwl>5,ln ser Ooelilualitllt cincs Kiicg^, d.'M bewllff.'vl^n ,v-liellen FreundsHllst. (5>l cs zu > ^ drei sich sür letztere e:ilsch'e!:en? So hat d:: Enlleoue „icht die Geoeulung einer Demonstrativ:», nicht tie einer heiligen Allianz und einer Drohung, sc^'crn die ifte< dculuog eti '?>, dauernden ' wc:'d'if,en ^es. DaS . Chu.atter d.l ^i.l.cvu:, der sich aber, je nc !vc^inssnngrn dcS Augenblicke, ii lai!^ . .,.. ,^ denen ^olMtü documenlieril» lai: n lann I der nämliche WasfcnüiUsla,, "' "' be^ ,'stimmte ssorm, ol,l?e cilie T„ irn, lediglich iiü ^ u^l> > oer best?^ ' scinen ....... ,....., leineefalls aver in E,l:5,aung irqeüd welch.r. die eine olier die andere der bclhüiligten Mii^t?ip^n." Nlbll >ie Ictlllll oll zlllcgülwilln milden pestcr Tele ll^in > ^> dir am 2t. d. sllllliiefulidenlll ' r ^-N !? ss « l lti u s f e« wli^cn anmcfr.,0 ^ qcihllii, Scttr ern i:i' ^alle bljondtrer Noih» wendistleit vor die Delegation »ciusen werde. Ter Antrag Gablenz wurde auflebn!. Rcft'e»>t sslguly »arf die Frage auf, o' werden oder ob cmc Pa ^e!ncn Till im ganzen cil»!^»« solir. ^lnorassy llsuchle den Ausschuß in liüc gründliche Erwägung der einzelnen Posten einzugehen, da auf (Hsuno derselben allein eine richtige Überzeugung möglich s:i. Die Ri» ^ellissellNl. In eiserner Faust. Ein Roman au« der neuesten Zeit von I, Sleinmllnn. V,«,. «apitel. Der Sturm erhebt fich. . Gor'sevunj,.) Die Witwe war verwundert über ^i.« «, c. . de« Mannes. Er, der bei seinen frl^ sttls einen gewissen Anstand gewahrt halte. lebrt> /i«! Seite heraus, die Madame Ehrenfricd in Erstaunen letzen mußte, zumal sie auch nicht die geringste Ver-anlllssttng zu einem derartigen Genehmen gegeben haben „Das hoben Sie schlau angefangen. Madame" Wle der Beamte lachend. ..ssischm da fiir Ihre Tochter ' ". b" feinsten jungen Männer dcr Stadt und l'r!n> u n lhn dann so fein in die Ocffcnllichleit, daß er nur 'chwcrem Gelde wieder loolomrmn lann." ^llnn schlug er ein höhnisches Gelächter auf. Die Wilwe war wie erstarrt. DaS wagte der Mann ihr zu bieten? Sie wollte aufspringen und rufen: Schändlicher Mensch - — aber ein einziger Vlict des Dasitzenden zwang sie, ruhig zu bleiben und — zu schweigen. Das war cm böser Blick. Ein Blick dr« Emvcr-sländnisses. dcr die Erinnerung an vergangene Tage und an ein Verbrechen wieder fn lebhast hcrvorlief. ale wären nur erst wenige Sonden verronnen. Der Blick traf. Der Beamte wühle und lächelte zufrieden. Abcr für die Wilwe allcin waien die Worte nicht gesprochen. Dcnn dort an ihrem Arbeitstische vor dem Fenster sahen Anton,e und Eva. Keine sprach ein Wort. nur die Hände arbeiteten rastlos, die innere Erregung der letzten Z?il mlchle sich äußern. Dcr rasende Roland entwurzelte Bäumc und verrückte Felsen; ein weibUchee Gemüth vergäbt ticfcn Kummer und frohe« Oliick it< slillscdaffindcr N'bcit. M>t jedem Vlumenblalt, das die Finger formten, ward es ruhiger i« ihnen, und der llcim Tbllulropfcn, welchen ssnlonie auf eine einfache Blunn befllle. wäre ohne die'Ruhe schaffende Arbeit wohl zu? Thrünt geworden. Auch die beiden Mädchen Hollen'diese brutalen Vorlc. «nlonie war leichenblaß, und die Schere, welche si« in der Hand hielt, fiel flirrend ans den Boden. Eoa sprang resolut aus. So llwas wagte jemand vor Madame Ehrenfrieo zu sagen? Und ihre Herzens gute Anlonie, ihr Abgott, sollte so beleidigt werdcn dür- fen, ohne daß sie in die Sana!?,!, ,,5!. ^ Mytt s,,. wahre! Mit zolnflmlclndcl, ^,i^ü i.cü ünn ^oa c, !> ^, s>'^,! sam von hier lnlstrnen." ..^.ingsall, gthl's rnr." lom^ ,ll ^:M>i", ...'iicht wahr. Madame." wandle er sich an die Mln". ..mit dem Hinauewerftn ist es so eil, eac:ies 0">a? Wer nlmml denn ylcich eincn llcinrn SH',z so n!"'? Komm' einmal her." fagle er zu Eoa. und fa^' mir einmal wic du heißest?" Dabei streckte er die großen. lolhm Hä"dc au« und wollte Eoa ergreifen. „Um Golteelwillen —" stehle Mad,me Ewnfrieb. «Mc,n Hsss." lief Eva enlruslel und trat einen vchlltl zunick. ..Stellt Euch doch nicht so an," lächle ler Blan'te. ..klaubt ihr dcnn. ich w2>e so dumm nno wüßte mcht, wie Ihl's trcil't. Mei"t ihr. ich wäie so einsältiq ^, glauben. d»H ihr euch mit dem b!?' da ernährt? Seift zufrieden, wc,!, ,, kleinen Scherz mil euch »»acht — im Et list lasse ich nicht mit mir spitzen." ..Sie sind ein Unversckäm»,n". .!es Vfts, ..Du h°s, Talll'l". li'l >c hast du schon die Enllilslcl' - ^ Mädchen, ich sage dir. wirf dich nicht wia du bist e,n Kapital." 1576 gierung sei weit entfelnt, eine Pression auf die Dele^ gallon uuSüden zu wollen. Die postenweise Äcralhu^g wurde hieraus angenommen. Es entspann sich sodann tine längere Debatte über die Gagen^Erhöhung der Militär-Beamten und Militär.Geistlichen. Gegen die Ga> gen-Erhöhung der Geistlichen sprachen Figuly. Herbst, Rechbauer. GiSlra, Weber, dafür Orocholsli und Rech-t^lrg. Di<> GagcN'Erhöhung der Beamten wurde angenommen, jene der Geistlichen dagea.cn abgelehnt. Hierauf wurde zur Detail-Berathung geschritten. Bel Poll l: ssriegsminislerium. entslan) eine Debatte üdir die Stalle eines vierten Sectionschcfs, für welche Kühn, Giskra und Demel eintrafen. Dirselbc wurde bewiUiqt. Das Mchr Erfordernis bei Post 2: Cabinelstanzlei des Kaisers, motiviert daß Expo>6 deS Kriegsministers dannt daß dcr Kaiser die DiensteSzulagc des Kanzlei-Vorstandes auf 1600 fl. erhöht habe. Gislra fragte, wociilll solchen Thatsache gegenüber das Bcwilligul'.gS-rccht der Delegaliouen bleibt, und beantragt die Allfnah'ül: eines Rechtsvorbchaltes in das Protokoll. Er zieht je-doch diesen Antrag schließlich wieder zurück, uud wurde die Elhöhung bewilligt. » Bei Post 3: G.neral'Eommclndo, beantragte Rech. baucr dc Streichung der neun Commandanten-3telloer< treter. nämlich sieben Feldmarschill Ll^lllen^ts und zwei Oenspe.'rclnstilN' menden Meldungen zufüge kann der Stiind dcr öslcirei-Hischen Finanzen als cin in j dcr Gezithuug erfreu-lich er betrachtet werden. Die in dc::i ersten Halbjahre erzielten Gebahrungs-Nesullate soll.ü in d:n Ein nahmsposlen ganz beträchtliche höhere Eingänge gegcn die deS Prälimmars aufweiscn, so d^ß dic Finanzvll-waltung vielleicht in der Lage scin wird, von dcm ihr bewilligten Credite nur in einem sehr beschränkten Umfange Gebrauch machen zu müssen." A!s außerordentliches Erfordernis für die Kriegsmarine wurde präliminicrt: Tilcl I. Gazen für die l'ci dem l. und k H-erc auf Nechliun,^ der Knegsinarinc eingetheilten Offiziere 20.880 fl. Titel II ^nungen und VellcidungS.Masfa. g^lder. und zwar als Forts.tzung zur lheillvüls u An schaffllng eincs Moulureoarralhes für die Rcscrvcma!,n« schaft. 40 000 fl. T'lcl III, Dienst am Lande. Post 1. Quarliergelber und Milbelzinse 41.4^0 fl. Post 2. BedilnungsPauschalicu 2690 fl., zusammen 44.150 ft. Titel V. Anstaltc». Post 1. Hydropraphisches Nmt I I 800 fl., Post 2. Marinealademie 1200 fl.. Post 3. Marinespiläler 10.100 fl., zusammen 23.100 ft. Titel VI Instandhaltung, Ersatz und Betrieb des Flotten-materials. Post 1. Casemattschiff „Eustozza" 586.700 fl,, Post 2. Cascmattschiff ..Albrecht" 450.800 ft., Post 3. Easemattschiff ..Erzherzog Karl" 778.730 ft.. Post 4. Easemattschiff ..Trgetlhof" 572.800 fl. . zusammen 2.389.030 fl. Titel VII. «rlllleri?. Post 1. G^aMe. Napelteunü G.schutzauslusluna? Gegrustände 24l 500fl. Post 2. H^nüwasfel, 21.055 ft. Post 3. Munition 44.373 ft. Post 4. Verschic^ne Auöla^n 5572 fl.. zusammen 312 500 fl. Titel VIII. Land- und Wasser« bauten. Post 1. Ausbau des jetzigen ArsenalcommanKo" Gebäudes zum Hafcnadmiralat, für oen Beginn «10 000 si.. Post 2. Bau eines SlrafhauseS <,8.000 fl.. Post 3 Bau eines zwcitcn Trocken-Oocki«. als erste Natc I50 000fi.. Post 4. Erweiterung des EisenbahnnttzcS im Arsenale W00 st.. Post 5. Baumpflanzui'gcn 3000 st., Post 6. Fortsetzung des Molos von der Bandseile 20 000 ft-, Post 7. Vergrößelung deö Marine » Schulgcbäudes 23.800 ft., Post 8, Bau cil,cs ma^nctischen. eisensrcicn HäuSs^cns 950 ft., Post 9 Arbeiter-, respective Uuler-osf'zierswohnhciu« 24/D0 ft, Post 10. Ausbau des Hauses Nr. 104 (Reslfumme) 21,000'ft. Post II. Verlängerung der Stadt-Riva gegen die Wurzel des Verbinduligs.Molos 30 000 ft, zusamn cn 40s> 750 ft. T,lel IX. Besondere Marme-NuSlagcn. Post I. Bcdarf der Küsten-Ausnahme 15.000 ft,, Post 2. Zur Vcslrel-tung fer Auslagen fü>- den Druck einiger in "der Marine-Akademie im Gebrauch: stehender Lehrbücher 3000 st., zusammen 18.000 ft. In Summa außerordentliche« Erfordernis 3.254.410 ft. Dcm Mkalholikrn-ColMjsc in Köln wurden folgende Antrüge zur Verhandlung vorgelegt: Die Regierungen von Deutschland. Oesterreich und Schweiz werden aufgefordert, erstens die Bischöfe, welche die Alllalhllliken nach einer r>om Eongrcsse aufzustellen-den Wahlordnung wühlen werden, nach ihrer Eonsecra-tion als Bischöfe der lalholischcn Kirche anzusehen, na« menllich: 1. dieselben mit den nlimliclen Gefugnissen über alltatholische Gemeinden als ausgestatlel anzusehen, welche nach dem besehenden Rech'e den katholische!' Bischöfen zustehen; 2. denselben eine Slaatsdolalion zu gelrühren' 3. dcn «lilatholischen Priestern die FähiaM ;nr Aüstcllu^ auf Sla^ls< oder Patranalopfründc» und SlaalSanstaltcn zuzucilennen; 4, vorläufig a»ch einem in eiucm fremden Staate wohnenden allkatholi» scheu Bischöfe das Recht zur Ausübung dcr Iurisdictioll zuzugestehen; 5. vou dem zu wählend-u Bischof den Eid dcr Treue entgegenzunehmen. Dic Reglcrungen werden zweiten? crsncht: I. die vo:? lalholischen Gemeinden szcwcihlten Pfarrer als solche und als zur Vornahme von Trauuna/n. Flih'ung von Civllslands.Rsg'slcrn und allen Acten m'.t staatlicher Wirkung bcfugt zu betrachten; 2. die allla« lholischcn Gemeinden als juristische Personen anglsche" ; 3. die Nicklnelpftichlung dcr Allkathol,lm, Beiträge sür kirchliche Zrvccke der Neulatholilcn zu leisten, ausz»' sprechen; 4. den AlllalhoUlcn das nnbedinnte 3?cke cmcs Liebhabers oder leicht entzündlichen Nou6i>, mit denen er sich die Gestalten einplante, ncln. so berechnend konnte nur ein laxirender Händler einen Gegenstand fiz ercn. Solche Blicke finden jeden Fehler und jedcn Vorzug und subtrahieren während des BelrachtenS das eine von dem andern, um in einem Moment den positiven Werlh abzuschätzen. Der Beamte mußte zu günstigen Resultaten seiner Dltrachlul'gcn und Verecr-nunaen gekommen sein, den:, er lücdrile zufrieden, schr zufrieden, dann aber wurde sein Oesichl nachdenklicher, tS schien ihm nicht alles nach Wunsch zu sein. Es mußten Schwierigkeiten vorliegen, die überwunden werde mußten, und di> btn war, die Diligence» wurden regelmäßig ausgeplün« bert und so^ar oelschicdcnc iKisenbahnzuge übcrfaUcn, Dieser Mangel an Sicherheit, welcher zum Theil noch fortdauert, muh indeß nnr als e,n kleine« U'bcl bc« trachtet werden im Begleich zu dem sogenannten Pla^io, dem den Italienern und Griechen abgcsch nen Sysl m bes Enlfilhrcns wohlhabender Bürger und der Er» Pressung starker pöscgcldcr. (öS stellte sich bei den verschiedenen Gerichtsverhandlungen Hera!,«, daß solche Plagiogesellschaflcu iu verschiedenen Städten bestehen, bah kcute aus allen Klassen zu dlnsclucn gchdren,! welche genau übcr das Zahllingeocrmö^en dcr auserschc- z nen Opfer unterrichlct waren. In Sinaloa wurde ein neues Pronunciamenlo erlassen, und iu Guauc.jato ist unter den RegierungStrupplu eine Mculciei ausgebrochen; dieselben haben ihre Off,ziere ermordet und die offent» liche Kasse um 5)0.000 Dollars beraubt." Politische Uebersicht. Laibach, 2<>. September. Der ilnsschuß für auswärtig? Ansttlc^cnhcitcn der ungarischen Delegation hielt am ii4. d. fti'nc erste Zusamlncnliilift, die aber mchr dcn Charaltcr einer vertraulichen Besprechung an sich trug. Man einigte sich über die Punkte, bezüglich deren m^n bcrcils lu der zweiten Confcrenz vom Grafm Aiidrassy ?1ue>lllnft vcr« langt hat. Es sind dics der Dispositionsfonds uud die beabsichtigte Einrichtung dcr persischen Olsandtschast. Auch der H.eres'Ausschuh hie seine erste (5) nfcrenz und besprach den Armee'Glat im allgemeinen; meritorischc Beschlüsse wurden noch nicht gefaßt. — In der ungarischen Sitzung des O b er hause s am 24. d. wurde die Generaldebatte übcr die Adresse erledigt. In der Specialdebattc wurden viele Amendemenls gcltell», unter anderem eines von Baron Ludwig Pay, das die Lösung der religiösen Fragen urgiert. Ii» dcr Sitzung dcs Unterhauses wurde dcr N d r e ß e n l w u r f der Dealparle», der eine vollständige Paraphrase der Thio:?-^ „Mein Kind - du haft dich getäuscht." „Nein. ich habe eS deutlich gesehen," „Ich auch." rief Eoa. ..Du hast ein G rathen, wa« zu thuu ist." »l Madame Ehrenfried wollte sprechen. Nur einen! ."^c. ^ !^"^N'e sie. Wie gerne wollte sie das un., ssluclfellge Gcheiumis mittheilen, um freier athmen zu, können. Un lomite es schi.mmer lom.mn wie heule? - Ne.n, lieber auf sch^e H.ife in der Noth bauen, als ferner ,°lchc Behandlung, von dem Beamten ertragen. Nnlonle woUtc tragen hclfcn, die Vast muhte ja leichter werden, wenn zwei Schultern stall einer sie trugen. ..Schlitß' die Thür. Antonie," sag«« s^. Noch ehe «lnlonic dem Befehl nachlommen konnte stürmte Ernst in das Gemach. ' „Ich bin heule der Oberste in der Klasse geworden," luvelte er. „und lve,m ich's bis zu Ostern bleibe, kommt Wein Name auf die Ehrentafel." Da krumpfte das herz der armen Frau zu« lammen. ..Ich habe d«s Fieber." sagll sie tonlos, „ich weiß N'a,t was ich spreche." . Mit wankenden Schnllcu schlich sic in das Schlaf« (Forlsttznng ftlgt.) rede ist, verlesen. Ebenso gelangte der Adreßentwurf Koloman Tisza's zur Verlesung. Ernst Simonyi kün, digte den Adreßentwurf der äußersten linken an. Tri. funacz überreichte ebenfalls einen Ädrcßentrvurf. Sämml» licde Entwürfe wnrden in Druck gelegt. U.dcr die Neubesetzung m-hrerer diplomatischer Posten in Preußen steht nummhr folgende« fest- 0. Keudell wird zum Gesandten in Constantinopel e,' nannt, der geheime ^egaüo^nlh v. Bülow ll. Nbcr< nimmt Keudells Decernat im A^wHrliaen Amte. Frei' Herr v. Radowitz. derzeit Gcueralconsul in Bukarest, wird vortragender Rath im Ministerium dcs Aeußcren, yegalionslll'li o. Psucl Veneralconful in Vularest; i>e-qalionssccretär v. Aloen,leben tritt an Pfuel« Posten in St. Petersburg. Graf «rnim-Voytzcnburg an dcsssli stelle in Washington; Gothschaflssecretür «ndrcas Graf v. Gernstorff und ^egallonssecretar Freiherr v. Brinlen (bisher in München) sind nach Berlin versetzt; Gras Arco . Valley, bisher in Washington, ersetzt den Grafen lftcrnslorff in Wien. Der „Tei'ps" glaubt zu wissen, daß der öster. relchischc Minister Graf Upponyi dem französischen Mi-n,stcr des Aeuhern dc Ncm^sal lcincilci Protestnote in Betreff der Roh'iosssteucr überrcichl habe. Die übri, gen Mächte, wilche Handclsv'slsilss, mit Frankreich ab. geschlossen haben, erwarten das E'gebnis der Untlshand» luiigen mit England, desstn Beispiel sie wahrscheinlich folgen werden. ! DaS „Süddeutsche Correspondenz^Burcau^ meldet: Gleichzeitig n>.il der Erntli,in»g v. Pfretzschnere zum M,nistcr dcs Acußern in Baiern hat der König das Gesamml'Ministerium b-auftragt. wegen Ernennung eines neuen stinanzministeis Bolschlcige zu machen. Ein Correspondent d:r ..N. Fr. Pr." will wissen, daß die n ordschlesw ig'sche Frage wicbcr aus der Tagesordnung stche. (5r schreibt: ..Obglrich müh. rend der jüngst ve,fl°sscncn festlichen Tage zu Gt'lin leine Spec'.alfra,icn besp!uchen wurden, schlcibt sich von diesen Tagcn die jetzt n, diplomatischen Kreisen fest-,lchcnde Ucdcrzcugung ^^ ^^ ^^ ^^^ Versuch des Äusgleichcs zwischei, Preuhc,, uod Dänemark beoorslehl. Positiv ist. daß mau in Kopenhagen neue Vorschlüge z Preußens behufs ^üsurg der sogenannten nordschleSwig. ^'chen Frage crwartct. Das berliner Cabinet handelt hledel nicht clwa uiilcr eincr von österreichischer oder ru,si,chcr Se.te ausgegangenen Pression; es scheint viel-mehr cmc Ärt stlllsz»lvei^ndcn Uebereinlommen« einge- ^treten zu sein, Preußen iu der Sache, die man als eme nur seine eigenen und die Interessen Düncmalls wühiende anetlennt. vollslgndig die Initiative zu über. lassen." Khnlil Shcl ! f Pascha. Gefantlcr der Pforte ,n Wien. ist zun, Minister dcS ?I u S w Ü r l i ° c n ,ernanl>t und wird auf seinem Postcn wahrscheinlich durch , Äarifi Vcy ersetzt werdin. — Dcr Sulln, hat den, j Glllfcn Andr assy den Großcordon des Osmanie. ,Old.i,S mit Grilla»l'Insii,nttn verliehen. — Der Sul- j tan Hot eiülu Feima-, uach Cairo geschickt, welcher dcn !i?.htdive dirllar,s, die in der Warenclassificalioll besonder« be. zeichnctcu Arlltel und im Frachtenverseh« alle Ncbenqe-bühren mit Ausnahme dci Manipulations^ebühr und die M^npullllionsgedührcn der vom «giozuschlaae befreiten Gebühren. Roihbuch Nr. «. Den 25. d. M. wurde da« zur Vorlage an die Delegationen bestimmte Rolhbuch Nr. l!, enthaltend Corre. spondcnzen des t. und l. gemeinsamen Mnnsteriums de« Ncußern vom November 1871 bis September 1872, versendet. Dasselbe zerfällt in sieben Abschnitte mit folgendem Inhalt: I. Nnllillsciriulcir de« Ministers Hrafen Nndrass» an die l. und l. Missionen im «««lande nebst dessen Ge. anlworluna. sciteu« bicser letzteren. Nclenftlicke Nr. 1 bi« 9 II. Änlrillsaudienz des Gesandten am italienischen Hofe. NclenfMcke Nr. ,0 l)is II. UI. Orientalische Anleleaeliheilcn. «clcnstücke Nr. 12 bi« 23. ..uv IV. Mission nach tzhu,a. Iipan und Siam: ». Begründung derselben durch die österr.'UNgarischen Handeleinteressen, lletenstUck Nr. 24- ^ d. Austausch der Vertragerllliftcationen >n d-" ^«-oftasilllischen Neichen, ÄctenstUcke Nr, 25 bi« .'l!5 V. Verhandlungen mit Franssfich ^ ». Über die Modific«ti?n des Schiffchrtso-rtrage« NclenstUcke :j4 bi« 41, und !i. die Reclamalionen auf Grund des H^del«, .in^ ZoUv.'rtragcs. Nclluistucl.' Nr, 12 bis l'.s>, V^. Seerechlsfrage Actenftucke Nr. «1 l., ... VN. Zur Arbeilerfraze in England, A^nftttck, N> 6« bi« 6'.< ^ Die ^«ossiiche Z>ach Gmunden gereist. — Se. lais. Hoheit der durchlauchtigste Herr Erzherzog Joseph hat sich nach der Nbreise Sr. Majestät von Pest wieder nach Nlcsulh zuriickysci^sN — 3e. lais. Hoheit der Kronprinz Erzh?r^ wurde zum Hhef de« russischen Sfewsslschen ^ Nr. 34. welches hinsorl Sjewsllschs InfaülerieRegimenl S. K, H. de« Kronprinzen von Oesterreich heißen wird. ernannt. — Der Kronprinz von Sachsen wird, einer Einladung des Kaiser« vc>n Oesterreich folgend, sich zu den Gem5jagden nach Ischl begeben, — sT> er „Ung. ? loyd" ) ging, wie man dem Wr. lgbl." aus Pest meldet, in das Eigenthum eines Eonsor-liums llber. Zum Chefredacteur wurde der deutsche Con» sul Dr. Paul Waldstein ausersehen. Die N'' ' ^arf jedenfalls erst die Bestätigung; Dr. Paul ist der ehemalige Eigenthllm<'r eines posener deuii i»« Blatle« und war auch eine Zeulang der i?eilarllfler des „Uüg. i'lDyo.' Die Uebernahme der Redaction dieses Vlaltes von seiner Seite wäre gleichbedeutend mit einer entschieden deutschen Haltung desselben. — (Eisen ba h n » Wa genbe he i zun Staalseisenbahn.Gesellschaft läßt soeben auf ihrer , Strecke eine Anzahl Waggon« dritter Klasse zum Heizen herrichten. Die Heizung geschieht durch sogenannte Schutt» üfen. — (Flir die Verunglückten in Böhmen) sind bis 24. d. beim wiener Hilfs-Comu^ 470 '^l^ fl, in B. V. und nahezu 17.000 in Silb. Vt. eingegllü^n, — l?andlllg«wahl). Bei der fur die Stadt Klagenfurt stattgehabten i!andlag«wahl wurde Seciiooslalh Dr. Herrmann mil 180 gegen 175 Stimmen — (Raubanfalli. Die ,Grz. „Nm 21, d. M. um 2 Uhr frUH drangen v,er dis sunj Slrolche in da« Wohnzimmer de« Deficien'en » Piiesters Joseph K. in ElsenlhUr. Bezirk Lutlenberg, wurgien denselben und raubten sodann Effecten u"d andeie ^'i ,. stände in« Werthe von 113 fl. 25, lr., w^-ius s> Flucht ergriffen. — (Zur Vevölrerungsstallflil) N^ch dem „Journal de la Socius de Slalistique de Pari«" zichlt Paris eine Einwohnerzahl von 1.749.380 Erelen (mit «usschluß der Garnison). Pari« zählte im Inhre I8ttl 1.6C7.841 und im Jahre 1865 1,799.980 C ' in den letzten sech« Jahren Hal sich also die ? der franzosischen Hauptstadt um 50.600 Seelen vermmont. ^locales. Aus der (Heneralversammlunss des Vereines Bei der am 25». d. M. im T^ole der Cuolnica ab« gebaltenen I. Generalperfammlung drs Vereine« .,li! „Verehrte Versammlung ' ü« hat sich unter dem Namen .,' < , ein Verein gebildet, dessen einziger und > »st, die nationale Musil zu pflegen, ( die Ausgabe des lunstigen Nuefchusses u>,d >, !"", b«e bisher noch nicht verloren gegangenen Natlcmallieosr zu sammeln, allseitig und vereint die Instrumenlal« unv ie mehr sich da« Nalionalgefuhl ermvickelt, je mehr M dem wahren Patrioten d,e Augen öffnen, je naher er sich »e«n Vaterland betrachtet, desto !' «, daß e« Überall ..nd unmer nvlh thut. u. ' <" arbeiten am verlassenen Felde der schlummernden N."c"'i daß das Feld am wl.ste. slen eben don .st. wo e« m bester M "he, 'M schönsten Wachsthum erhallen werden Me, naml.ch gus mus,la< lischem Boden, s« mliß'e m allen 3he,!kn ln>?^?? Vaterlandes der liebliche heimatliche «escma eitt.ill,, l(,i„tt er in den Herzen der adtlln'nigen Cvhne die ^lebe zum Valerlande erwecke, daß er die Echläjei zum Kampfe ermuntere, daß er alle Zwlstigleitm unter den Va»t>»leut«, hi«lanhalte, daß er in sUhen .h2imrnlsn Fiiede und »'«' tracht verbreite. Deshalb ist es dem Schöpfer der „ttl«»' dvnu m»tici,,' Herrn Vülenla, gelungen, Pelsiwlichleilen l5W zu finden, die sich fllr die na tionale Musil interessier.«; aus solchen Personen bestand nun das Gründung« comu6, in welchem ich, obgleich nicht Sachverständiger, einst, lveillger Votsitzender zu sein die Ehre hatte. Nachdem ich heule von diesem Ehrenamle abtrete, tann ich n»r versichern, baß das genannte Comil6 während der lurzen Zeit seines Ve» stände« das möglichste vorgearbeitet hat, was Ihnen durch die Berichte des Herrn Secrelar« und Kassiers näher besannt gemacht werden wird. Aus der großen Anzahl der Mitglieder wird es nun ein leichtes sein, die geeignetsten Persönlichsten fur den llmfligen Ausschuß zu wählen. Mu besonderem Vergnügen begrüße lch die anwesenden Herren i'ehrer. die ja vor allen andern Ständen die meiste musilalische Bildung haben, denen die schönste Gelegenheit geboten ist. im Men Dorfe, am Vande oder in der Stadt im dankbaren, herrlichen Berufe zu arbeiten fur alles, was die Nlllion veredelt. Euck, geehrte Lehrer, empfehlen wir unsere Kinder, daß ihr sie gut erziehet und in ihre jungen herzen säet die echte, charakterfeste Vaterlandsliebe! Von Euch hoffen wir, daß Ihr immer wackle, treue und arbeitsame Söhne SlovenienS verbleibt! Jeder wünscht Euch, so wie überhaupt der Schule, eine Fesselung der mislicken materiellen Verhältnisse. Wir erwarten aber, daß Ihr die slovenischen Eltern und ihre Kinder in ihren Hoffnunzen. die sie in such setzen, nicht läuschen wertet; insbesondere steht zu erwarten, daß Ihr dcu Verein ..^I35i>sun. mutini" kräftigst nnterstliyen werdet! Trelcu Sie daher dem Vereine bei, oder wenn es ihre materielle ^age nicht erlaubt, arbeiten Sie. sammeln Sie und wecken Sie den Gcist im Volke fllr die Musik! Den ^ohn für ilne Bemühungen werden -Sie im eigenen Ve wl'ßlsein, sür die Kunst elivas gethan zu haben, und in unserer herzlichen Da„t>arleil singen. ..Xu /.sli'lN',^ !' Hierauf veriest Der Secrctär Albert Valenta folgenden Bericht: Zur Pflege der Tonkunst hallcu die Elo-venen bisher kein rcchlcs Mittel; es hat sich deshalb zu diesem Zwecke ein Verein gebildet, den wir .,l^l28l)ena muti^a'' lauften. Ich erließ im vorigen Herbste im „Sloo. Narod" einen „Aufruf", in welchem ich die Gründung dieses Vereines anregte. Mit Freuden begrüße ich die heutige Versammlung, denn sie gibt nur den Beweis, daß mein Ausruf in allen slove. mschcn ^ndcSlheile» Anklang gesunden hat, daß sich in unserem Vaterland« viele Freunde der Königin der Künste — der Musik — gesunden haben. Ueber die bisherige Thätigkeit des Gründungs« Comites bis zum heutigen Tage will ich so kurz als möglich belichten: Am 4. Juni l. I. wurden die Statuten dem hohen l. l. Landespräsidium vorgelegt, und mit Bescheid vom 14. desselben Monats 3uli Nr. 5732 hat der hiesige Sladlmagistrat das Oründnngs-Comil6 verständiget, daß die h. Regierung die Gründung deS Vereins ,.(^1a«!)6N3, M2tic»," nicht untersage. Das Gründung«.Comil« versammelte sich am 21len Juli d. I. zur ersten Sitzung, bei welcher zeitweilig zum Vorsitzenden Herr Ravnilar, zur dessen Stellvertreter Herr Anton Ienll, zum Kassier Herr Franz Drenil und zum Secretär Albert Valenia gewählt wurden. In dieser Sitzung berieth mau sich auch bezüglich dcr Einladungen zum Beilrille, und wurde hiefür ein eigenes Subcomilu gewählt. Auch wurde beschlossen, sogleich auf dem flachen Vande Mandatare aufzustellen. In der zweiten Sitzung, welche am 4. Aug«st l. I. stallfand, wurde unter andern auch der Antrag des Secretär«: „daß der Verein in Verbindung :rete mit der ..ltuäbena matini" in Piag, mit dem slavischen Ge. sangererein in Wien und dem Verein ..Kok/' in Agram", angenommen. Am 8. d. M. war eine gemeinschaftliche Sitzung mit dem Ausschüsse de« i!ehrervereines, in welcher das harmo-sche Zusammenwirken der Vehrer mit dem Bereine elreicht wurde und noch weiter «»gestrebt wird. In der letzten Sitzung des Gtündungscomit«s am 1U. d. M. debattierte man hinsichtlich der heuligcn General- Versammlung und wegen der gestern z« ehren dcr Herren Vehrer veranstalteten Nbendunierhllliuna.. Der Verein zählt gegenwärtig 134 Mitglieder, dar« unter 14 Gründer; die VebenSfä'higleil desselben ist sonach gesichert; eine Bürgschaft hiefllr finden wir auch darin, daß dem Ausschüsse von verschiedenen Seiten aufmunternde Schreiben zugekommen sind, aus welchen zu ersehen ist, daß es den Patrioten am nationalen musikalischen Fort» schritt gelegen ist. Sämmtliche vaterländische Journale haben unsern Verein enthusiastisch begrüßt und mit warmen Worten unser Unternehmen unterstützt. Wenn wir auch le ne Klassiker in den Reihen unserer einheimischen Cdmponisteu zählen, sA-haben wir doch schon einige recht gute Compositiolic» von slooenischen Tonsetzcrn, wie z B, von Cannllo M,ick, Davorin Icnlo, Miroilav Vllhar, Gebrüder Benjamin und Gustav Ioavic, Gregor Nlhar, Franz Gerbic. Anton illcdvcd. Anton Förster u, a. m. Daß wir leine größere Nnzcihl von Tonwerlen nnd Ton« lüüstlern nufzuircisen haben, daran tragen nicht wir die Schuld. Die Ursache liegt darin, daß wir in unserem i?ande keine Anstalten h^ben, in welchen sloveniscke Sänger und Instrumentalist,!« eine höhere musisalische Bildung genießen lönnten. D e „l»l««dttnu mati^ii'' wird daher mit der Zeit dahin arbeiten müssen, daß in kaibach ein Confer« vatorium oder doch eine Orgelschule errichtet wird. Tem künftigen Ausschüsse empfehle ich vor allem die Sammlung der Volkslieder und die Herausgabe von Lehrmitteln für die Volksschule. Er möge hiefür am Lande die Sammler organisieren, er möge dafür sorgen, daß sich Verfasser von Lehrbüchern, wie z. V. einer Gesanglehre, einer Clavier» und einer Violinschule finden, weiters, daß das erstc Heft der Schullieder baldigst erscheine. Es ist zu hoffen, daft sich die Milgliederzahl noch be» deutend vermehrt. Schlichlicl' lntle ich noch die geehrten Herren Lehrer, daß sie lrcifiiqft den Verein unterstützt!» mö? gen, denn sie sind in erster Linie berufen für die Bildung des Volte« zu sorgen, mözen sie daher auch, für den mu « fitalischen Fortschritt allmcn, damit die Nation einen richtigen ästhetischen Gesang lcnie, besonders aber, doß die Jugend sich im Gesänge und in ter Instrumentalmusis übe. Wenn alle slovenischen Lch'.cr in Schule und Kirche unermüdct die Musik pflegen, wild in nicht langer Zeit, die ganze sloveliische Nation ein imposanter Gesangschor, der mit Stolz und begeistert anstimmen wird: „I'ftv/.slißiniiw kl'oplls 8^6, Domovmi v Ai'lno!" (Allgemeiner Beifall.) lScbs»'! solqt.) '-" (Zum Lehrclllige.) Der Domorganist und Ncgenschori Herr A. Förster trug vorgestern nachmillagS in der Iranzislanerlilche nachbenannle Orgclcomposmonen vor: 1. Festpräludium und Festnachspiel l^n Obeihosfer. j 2. Adagio von Geifer. 3. Trouervorspicl und Fuge von Schmidt. 4. Pastoralpräludium von N. Führer. 5. Prä« ludien von A. Förster. Ein großer Theil der in Laibach anwesenden Vollsschullehrer wohnte der Ploduclion bei; einige der Gäste versuchten Orgelübungen und besichtigten den inneren Pau dcr Orgel. ! — (Die freiwillige Feuerwehr) hat fllr ^ heule abends im Depot (Magisttatsgebäude) eine Dienst,! Versammlung^ einberufen. — (Herr» Gaudia's) Vorlesung über Himmels» künde wohnte gest:rn wegen der ungünstigen Witterung nur eine tleine aber gewählte Gesellschaft bei. Mit beson» derem Interesse wurde seine mit großer Genauigkeit und mit einem Zeilausivande von fünf Monaten recht nett und äußerst mühsam gearbeitete transparente Kacte des Himmelszelte« in ^ Augenschein genommen. Dem Vernehmet nach wird Herr Gaudia in einigen Togen, bis die Schüler an den verschie« denen hiesigen Lehranstalle» werden eingeiückl sein, die Vorlesung abermals zum Voilhcile des Tchulpfennigs wiederholen. — (Theaternach richt.) Director Kctzly ist bereits mit seinrr Gesellschaft hier eingetroffen. Die Lr-! öfsnung der deutschen Bühne findet morgen Samstag den ^ 28. b. statt. Als Eröffnungsvorstellung ist das im wiener Tladlthealer mehrmals wiederholte Lustspiel „Das Stif« tungsfest" bestimmt. — (Für die heurige Theatcrsaison ) wurden gestern die landschaftlichen Lossen verpachtet. Der Licitationsact war recht lebhaft; die Preise stiegen von 160 bis auf 303 st. — (Bei der Gemeindewahl) in Malgein wurden die Herren Paul Hünigmann von M.,lgern zum Gemeindevorsteher, dann Georg Perz von dort und Johann Eppich ron K.esch zu Gemeindertilhen gewählt. — (Aus dem AmlSblatle.) Kundmachung betreffend die Amissuspension des Notars Sterger in Kram-bürg. — Concurs betreffend die Besetzung der Volksschul' lehrerstelle in Salilog. — (Exceß.) Die „Klagenfurler Zeitung" berichte!: ..Der Anstreicher I K. und der Metalldreher ss. K. au« Laibach haben am 25. d. um 1 Uhr nach Mitternacht in angeheiterten Zustande auf öffentlicher Elraße in Klagenfull gegen mehrere Soldaten einen fo argen Trccß ausgeübt, daß die Eichclheitswache einschreiten und die beiden Es«> denten in sichern Gewahrsam bringen mußte." VlUlste Post. (Oriqinal-Telestramm der „Laioaäier ^eitm'.a..") Pest, «tt September. Der Nudgetaus-sthuft der Neichsratbsdelegation stellte fiir Titel R>. deS Kriegsbudgets die vorjährigen Sum« men ein, lehnte den fiir ll?hm 102.70. . Vll»c?lcüs" »?.'». ^ L^kil Ncllell >>32. — i.'onb!?., 109. — 3>i!h s 108 40. - «. l Müü, Du» c^leil 5.24. — ?ialiol»,)ne5'iil 8.7s» Das Posidampsschiff „Tmtoma." «lapitlln Milo, ginc, aM 22. September von Hamlüir« vi» Havrc nach St. Thomas l'c. al>. Anstekoulmcne Fremde. Nm 25,. Sefttenibfr. lilies«»«». Sprin^olo Aüioülll und Splil^olo Tiuseppf, s<> Veil - Morgtuster«, Wieil. — Simoniii, kichtliiwald. ^^ i.'csjlll, Pfarrer, Laiidstras,, -- Obsec, C^pcratlir, Littal, -^ Heuprioiiilül-, Saoa. -^ Knecht, Wien. — Svclec, ii/otar, Idria, - Umls, Vcldrö. - Tiiiilaucr, Assram. -- Genülli, St. Da-uielc. -- Wlidiüsin mil Fran, Trieft. — Gewltsch, Wie». Vist^» «»»»»». Uiüelbcrqss. - ssorslel, Kailfm.. Krainlmrg. - LeiiU, .ttc»!,i!,a>l!i. — Dr. v. Keller, l, l. OberlandrSaerich«' rath, Wien. «nt^l «,,r«z»». Na!<', Tiicst. — Neschil) sammt Frau, Stein. — Iü c, Plof.ssor, ^»ra. — Anna vo» Streeniuil)' Zteier. — Aibii,a,i>r sammt Schwester, Prag -- Messssiaci»', ^eurdiss >«»»,'«»«?>»«,' >»»«'. i'a,icarii, VaillNitcrliehmlr, ssixme. -^ u, RllüfchelisslS, Iügcoiclir. mit Müüer „nd Vc>l,ü, ^illach. -" Demschar. rehse,'. Smostlsch, — Drrmelj, i'^hls,-, Ädelölttr^ '^n. ^ig. 7«^.,, >,,., NO. schwnch gan, bew. '««7. 20. 2 „ N. 7.'l4,e« ! 12,» O. z stars , «an bew. ! Z"" ,0., Ab. 710 ., 4. 5>, O, mäßig Rene,, ^"' Trllber Tag. Nachinittac,« kalter Ollwind, ziemlich stall. ^ blutende G,sse, aliendü Vlil)e mü D°>'»er. I» dm Alpni ssill!' lichcr Lchlifsfall. Volumeter rasch ssistiegell Da« Taaeemilts! ^ Wärme ^ 9 !>", um 4 0" untcr dem Normale. 5^2-'',^ ! ^c;,:ll, t>. ss ? s > t! m a t,,'. ^NsllMliesi^s CU,c„, 2'. Seplemtiei-. Die Ciirodcpcsailil lion fi-smdeil Plätzen laulttell. obwohl nicht deprimierend, doch niich nicht ennilchiqmd. Knüs^nustrilgs lai^e» nicht vor ^ ^!^^^^^^zu/l. Vü>!>. sc> aus siH s llst gestellt, nalim d,e Oeldocrhciltrcil,inc btstci „ 3ilb?r « Iänner-Iull . 7(i:,<) 70,40 ^ ^ „ Npril-Oclobtr. 70 30 70.40 L«ft V I, 1«39..... öi '00 st. . . 12.3 50 124-„ ^ 1864 iu WO si. . 14^ üs) 148 75 G,aat«,T>omÄnt,l Pt»l!t>bri,'li zu l30 fl. ü.W. iu Sich" . . 115 25 115 75 «. Gr:,i«5e«t!aflU'.'liS-vblipat, ^.-.ar Wtu .... ,n5t>lit ft675 9725 <^2l,,ikli .... „ c> „ 78." "!> -^ Ni?d?r-Oeft7rr,ich. . „ 5 - «4- ?5. - 92.— 94-. , , 77 75 78.75 ^:c'.: ^ar' ... „ .1 . l'1 50 !>2 50 Uuearn .... „ 5 « 7tt.50 80,25 c. Andere öffentiicke Nnielien Dollnurcgul,run,«l°le zu 5 p.».,?b». Ewza^l.j pr. «Ut« 105.25 105 50 Nun« 50 309 75 Val-.t«eri>in.......3«2.— 363, - Vaden-Treditallstalt .... -... -.--G:scllschllft. «, ö. . 105O. 1035 — Frlln<-o-._ Unionbanl ...... 269. 269 25, Nereinekanl . . . . 166 85» 167.— Ntrllhrchbans.......21^.50 214.-- M!» Äctirn vvu Transportu^ternei,» l..l:»geu. Vlld W«r, Alfillk-stiumantr V»bn . . l?9.— 180. -Vöhm. Ntlllibhl, . . . . . -.— —.- «arl«i!utw,g-Vllhu.....234-234 50 DllNüu-Nampfschifff, Gcfellsch. 610 6l2 - Elislldelh-Weflbllhn.....249.50 250.50 Llisab?!' >'r' ^. ^ ^^V"d, lulls ..... —.— —.— Ferdilw«^.^. .>«!:. . . 2065—2075-F,lH^^.<>s/?t;tr,NahV 15>7 -- 15,9 — ?lovd, öft^rr...... 529— 532 - !0csterr. Ncrl>tl?estb2hn . . . 213.25 213 50 ^Rudclfe-V,h:l...... 175 > 176.- Si'kmbÜrgcr «5bu . . 178- 179.- Vlaateüühtt...... 826 — 327 Kildbcihu . , -...... 208 - 208.25 Sitd.nardl), Ncrb.r.d, Vld.n-«redit-ssnftll^> tsseld W^a« «t'„lask5r zn 5 pTt. lü Hilbsl ll)l 75 ll'2 — s!,.inil,tlo^«l!,. ,n 5 pllt ii. W. . .90 40 '.0 70 III,. «?2l,.^r?d.-Nl.ft.zus»'.p3t. 87.75 68- A. 1>li>,»ltät«sbllstationel: Hlll.-Wtst!,, in T. nerz. (I. Tmifs.) 92 45, 92 60 5er^', " ' !» S:lh nn,. 1s«»50 l<»0 7.', .510,, ...... »925 99.50 °^ «».< 7!.',^.> !> ^.^.G.vlri.'.Em. --.— -^.— 0«»«rr. «,?>»»»»«!«»» . . V7.50 SS - ?i,:.s„^. 3'llhil < ! ^il»,cr »flz. . W — 9Us" Stl>a»«l,. O>. 3". ,1 5>i^) sjr.,.!, ^ü,. ____ -.^7 sU^. <3, lrI«)st. 9.'! 50 9.1 <" «sitdb.-Von« 6", >l870 74) i. 5W Hrcs pr. ^lu«f . . Nug. Oftbahn für »00 N . 75 - 7" " »ireditanftnsl f.Handr!". M°l? ^enco ^0 40 8« ^. i!aut-,o?!. sür 10 Pf'.u'!' ^terlin« lO'>.lO K""" P^isi. fnr 100 Fr«nc« . . . ^-'7^ '^^ ^our« »5» sleldi»«t<» «. „,tnnj-Dul«lll. 5 ft. 24 ^t. 5ss. 25 lr- N^°:e°..«d'?r . . 8 .. 75j .. 8 . ^' " Preuh. «assenscheiue 1 ., 63j . 1 , »'0» " HUbtl . . 10» ., S5 . 10S . 75 - «rainilcht Gluudnltlaftuug« - Obligationen, Prl-j «lnotlrm»,: «6.75 ««ld. 8s «»"»