MbacherGMung. Nr. 124. ». ll. halbj. .'..bo. »<»r die Z»sieN««« llgul>gen in Ansehung der Stempel, und dcr uumllllldalcn Glblihren. Mit Zustimmung btlber Hauser des Reichsralhes flnde Ich anzuordnen, wie solgl: § 1. Jenen Vereine», welche al« Erwerbs- und hjilthichaslSgenossenschaslt!, «m Sinne des Geseyes vom 9. April 1«?.j. N. G. Bl. Nr. 70. anzusehen find. kommen bezüglich der Slcuipcl» u»l> unmitlelbllrcn Gt» bilhren die nachfolgenden Vrgülisliguligtn zu. ^ 3 2. D»e ausschlleßlllh über die Rechtsbeziehungen der Genossenschaft zu ihren Mitgliedern (Genossenjchaf- >rn) glfüytlen Äüchcr und Geschüsleauischreibungen dcr irwervs- und Wirllnchaslegenosscllschaslln sind von dcr ln der Tarispost 59 des Gesetzes vom 13. Dezember !805l. «. O. Gl. Nr. «'.^ und in dem 8 ll de« Ge. letze« vom 2'.). Februar I^C^, R. G. «l. Nr. ^), !lftgesttzttn Gebühr befreit. Dagegen finden dlesc g«. lltzllchcn Bestimmungen auf jene Bücher und Glschujls- ^lschreibungen, in welchen Nechtslicziehungen dcr Ge> "'Üenschasl zu anderen Personen emgclragen werden, ^Wendung. § 3. Die Gebühr für den Genossenschastsoerlrag ^ Erwerbs- und Wirthschllstsgenossenschaslen ist inner. M der ersten vierzehn Tage der Monate Jänner und Mi jeden Jahres von dem Gesammlbetrage der nach ^itllllmlcil dieses Oesche« im abgelaufenen halben Jahre ^°n den Genossenschafter» gelclsleten slatutenmühigen plagen, ohne Anwendung des tz 10 des Gesetzes vom sebruar 1850, R. V- sl. Nr. .50, unmittelbar ab-führen. Neben dieser Gebühr ist eine besondere Gebühr lUr die Hmpsllngebesliiligung der Oenofsenschast über ^tle Einlagen n,chl zu entrichten. Innerhalb derselben Termine haben die Erwerbs» Und Wirthschaftsgenofsenschaflen auch die Gebühr für ^ nach Wirlsamkelt dieses Gesetzes in jedem halben "°hle ihren Mitgliedern ausgezahlten Gewinnanlheilc, ^°5> des Gesetzes vom l^ten Member 1862. N. G. M. Nr. N). eventuell zu ent. '^tende Immoblliargebilhr bleibt auch bezüglich der ^lrbs. und Wirthschaflsgtnosfenschaften aufrecht er. 8 § < Die im § 3 dieses Gesetze« bezeichneten ^lagtbühren sind nach der Slempelscala l zu be- H ^uf die vom Genossenschastsverlrage entfallende ./dühr ftn^f ^s in dcr Tarifpost 55 « e des Gesetzes s.b '2 Dezember 1802, R. G. V. Nr. 89. vorge- ""t Minimalsatz leine Anwendung. I^. s 5. Der tz 12 des Gesetzes vom 13. Dezember ^ ' ^ G- vl. Nr. 89. ist auch auf die Erwerbs. fl" Wlllhschaflsgenossenschaften anzuwenden. Ebenso ^"^ "ie Vcstimmnngen de« 8? be« Gesetze« vom ' vebruar 1864, R. O. Vl. Nr. 20, auf dle von statutenmäßig zur Uebernahme von Geldern in laufend« Rechnung berechtigten Erwerbs» und Wirthschaftsgrnossen. schaften in Ausübung diese« Rechte« ausgestellten Rechts» urlunden (Kafsasüeine u. dergl.) Anwendung ohne Unterschied, ob die Gelder von Oenosstnschaften oder von anderen Personen eingelegt werden. 3 6 Die Eingaben, womit die sür Erwerb«, und Wirlhjqaftsgenofsenschaften vorgeschriebenen Eintragungen in das Genossenschllflsregister angesucht werden, unterliegen nicht der Gebühr nach Tarifpoft 43 I des Gesetzes vom 13. Dezember 1862, R. G. W. Nr. 8!1, sondern sind je nach dem Unterschiede, ob über die Eingabe eine öffentliche Kundmachung eintreten soll oder nicht, nach »er Tarispost 43 ä oder 43 a 1 des obigen Gesetze« zu behandeln. § 7. Jene Tingabcn. mittelst welcher die Genos« scnschllslevcrllüge und deren «enberungen, dann die Rech» nungsabschlusse und Vllanzen der Erwerb«, und Wirth, schaflsgenofsenschaflen in Vemüßheil bls § .!ü des Ge-sehe« vom !1 »pril 1873. R. V- M. Nr. 70, den politischen Vehürdcn vorgelegt werden, fo wie die Beilagen dieser Emgaben unlcrllcgcn l'incr Gebühr. tj 8. Den Elweibs. und Wirthschastsgenossenschaf. ten, welche Crcditgeschüste betreiben, wird bezüglich jener llrrunden. welche von den Genossenschaften an die Par» leien oder von diesen an die Genossenschaften außer den eigentlichen Vcnxisurlunden übcr d»e eingegangenen Rechlegcschüste blos zum Zweclc der eingesührtcn Manipulation ausgestellt werden, die Gebührenfreiheit einge-rilumt. Zu diesem Zwecke müssen die Formularien dieser Urkunden vor ihrer Einführung so wie vor jeder Aenderung dcr Hinanzver^allung zur Prüfung und Anerkennung dieser Eigenschaft vorgelegt werden. 8 U. Der Fmanzmlnlfter ist ermächtigt, den Erwerbs» und Wlrlhschaftsgenosselischllfttn aus rücksicht«. würdigen Gründm eine lhcilwcisc Nachsicht der nach den früheren Boischliften zu entrichtenden noch auestllndigen Glbichsen innerhalb der Grenzen dcr nach dem uegenwilr. ligcn Gcsctzc sür die erwähnten Genossenschaflen eintre» lcnden Gebührenpflichl zu bewilligen. t; 10. Mit dem Vollzuge dieses Gesetzes, welche« gleichzeitig mit dem Gesetze vom 9. Aprll 1873 über Erwerbs» und Wirthschaflsgenossenschaflen in Wirksam« lcit zu treten hat, ist der ssinanzminister beauftragt. Wien, am 21. Mai I«73. Franz Joseph m. p. Auersperg m. p. Preti« m. p. Se. l. und l. Apostolische Majestät haben mit Aller-höchster Entschließung vom 18. Mai l. I. allcignüdigsl zu gestatten geruht, daß der l. und l. Gesandte Freih. v. Vruck da« Großtreuz und der l. und l. Legation«-rath Ritler v. Jäger das Komlhurlreuz de« königlich bairischen Verdienstordens vom hell. Michael, der l. und l. Golschaftssecretür Florian o. Rosty das Ritterkreuz de« Ordens der italienischen Krone und der l. und l. Eonsul Rudolf Schlick den Orden der siamesischen Krone driller Klasse annehmen und tragen dürfen. Se. l. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 26. Mai b. I. dem Hofrathe des obersten Rechnungshofes für die im Reichsrathe oer« tretenen Königreiche und Länder Ritter o. Kaiser lar-frei den Titel und Charakter eine« Seclionsralhe« aller-gnädigst zu verleihen geruht. Se. l. und l. Apostolische Majestät haben über An. trag be« Ministers des kaiserlichen Hause« mit Aller-höchster Entschließung vom 21. Mal b. I. die Gesandt-schaftsattachös Rüdiger Freih. o. Vie geleben und Joseph Grasen Nlodzicli zu Honorar.Legatlonssecretü-ren allergnübigst zu ernennen geruht. Verordnung des Ministers deS Innern vo« K«. Mai «553, betreffend die Errichtung einer neuen Vezlrlshauptmann. schast zu Gröbming in Sleiermarl. Se, k. und l. Apostolische Majestät haben mit Aller-höchster Entschließung vom 18. Oktober 1872 in theil-welser Aenderung der mit Verordnung des Minister« de« Innern vom W. Juli 1868 (R. G. Gl. Nr. 101) kundgemachten administrativen Eintheilung des Herzog, lhumc« Steiermark die Theilung de« dermaligen politi-fchcn «mtsbezirlc« Liezen in die zwei «ezirle Glöbming und siezen, dann die Abgrenzung diefer beiden pollti-schen Vezirle in der «rt lllltlgnädlgft zu genehmigen ge« ruht, daß die Gerichtsbezirle Gröbming, Irdning, Schlad-ming und Aussc« dec in Gröbming neu zu errichtenden Vezlllshlluplmannjchllft zugewiesen »erden, dagegen die Gerichlsbczirle siezen, Roltenmann und St. Gallen bei der dermaligen Vezirlehauptmannschaft in Kiezen verbleiben. Die Vezillehauplmannschllft Vröbming hat ihre «mt«wirlsamteit am 30. Juni 1873 zu beginnen. Wasser m. p. Nm 2'.». Mai !87ö wurde in der l. l. Hos- und Slaal»- brulleiel in Wien da» XXIX. Slllcl de« sieichegeleyblatle», vorliiusig bloe in der deutschen Ausgabe, ausuegedm und versendet. Daesrlbl enthält unter Nr. 79 da« «esrh vom 30. April !K?3 betreffend die Herstellung einer Lljenbuhn von Dwazza nach Pol» unl ein« Abzweigung nach Rooigno; Nr. l^ das Gesetz vom »0. April 1873 belrefsend die Herstellung einer Eisenbahn von Spalalo über tlmn an d,e dalmal,-illlch-lroatljche ^.'anbregcenzl nebft Abzweigungen; Nr. 81 da« Wesltz vom 7. Mal I«7ij mbelref, der Vedingungel, und Zugeftülidnlssc cmcr !l!ocomoliur,leubahn .. von Äatonltz übcr Itchmh an eilien Punll dcr prioileglerleü ' sener Sahn; !>. von Kallfnau on' d»e böhlil Orrnzr bei Graslly; Nr. ^ d°S Gclrl.' vom 7. Mai 187ö betrefjend d« Zulj nisst und Oedlngullgm slir die V'cherstrllung emei <^^ motivrlssudllhn von ltinltclicld über Woljedrrg, Unter-Drall bürg, Gonobil) und Rohiljch an d,r ftsltrijchr (Grenze; Nr. 88 die Beiordnung dc» Huiidclsmunitellnm« vom 7, Ma« i8?>j Ubcr dir iUolbcdluguügcn dcr Zulajiuug von ^^,l„, brrn um Schlfscrpalclltt iür d,e ,>Uhlung von Damp ^ auf der Donau zn brr voiqfschriebrnen PrUjunci, Nr. 84 die Verordnung ore Minittcr« des Innern > » I8?.'l betressenb die Errichtung einer neuen >! ^<- mannfchasl zu Grovmlng m ^«clerlnarl; Nr. ttü da« (i>cjcy vom 17. Ma, I«73 betlcfjend die Bebinaun. gen und ^ligestilndnrsjl slir dir SicherjtcUung einer ltijen-bahn von Gicn nber stlldler«burg au die sitlerljche Grenze mit AbMslgunzcn; Nr, V6 die Berordnung der Ministerien dei ßmanzeu nnb de« Haudel« vom >^7il bclrefjcnd die Durchführung des Gesetze? v, i^ 1^7^ wcgen zollfrclcr Vcyanb lunq der znni ^ur Ausruftung «ou Schifte» er» <»rdrr!lchs» Nr. 8? on« li>,i, ......^werb«: und Win lißigun vuhren. (Wr. Zlg. «t. I!«!5. vom ^. «l«,i.) Nichtamtlicher Theil. Die Vorbereitungen zu den Wahlen sind in allen im österreichischen NcichSlage vertretenen llöniarelchen und wandern lm besten Zuge. selbe durch sein loyale«, slaatsmünnisch umsichtiges Ver» halten vor allem dazu beitrug, das Friedensweik zwischen Frankreich und Deutschland und die Ausführung des« selben zu beschleunigen, liegt es doch der deutschen Regierung ferne, ihre Erwägungen und Wünsche inbetreff der Veziehungen zu Frankreich irgendwie auf das Ge< biet der inneren Politik des Nachbarlandes auszudehnen. Unser Verhältnis zur neuen Regierung Frankreichs wird sich einzig nach der Haltung bestimmen, welche dieselbe zu Deutschland, namentlich bezüglich der Erfüllung der übernommenen vertragsmäßigen Verpflichtungen beob« achtet. Nach den ersten Ankündigungen ist zu erwarten, daß die jetzige Regierung in dieser Hinsicht lediglich die bisherige Politik fortzusetzen willens ist. Wenn von verschiedenen Seiten theils die Hoffnung theils die Vesorgnis geäußert wird, daß Frankreich unter der neuen Regierung consessionellen Gesichtspunkten Einfluß auf seine auswärtige Politik einräumen werde, so mag diese Annahme sich auf die Erwägung der inneren französischen Parteiverhältnisse gründen. Es ist jedoch zu bezweifeln, daß dieselben mit irgend welchem Erfolge in-betreff der Stellung Frankreichs in den Fragen der auswärtigen Politik zur Geltung gelangen follten. Unter allen Umständen darf Deutschland mit völliger Sicherheit und Ruhe auf die neue Entwicklung der französischen Verhältnisse blicken." Die »Norddeutsche Allgemeine Zeitung" läßt sich vernehmen, wie folgt: «Nachdem die Demission des Präsidenten angenommen worden, blieb für den Nuaenblick kaum eln anderer Nachfolger, der in gleicher Weife die foeben er< probte Eintracht der confervalivcn Fractionen darstellte, wie Marschall Mac Mahon. der loyale Soldat. Indem er an die Spitze der Regierung berufen wurde, waren damit auch alle Bürgschaften für die Erhaltung der Ordnung gegeben. Seine ersten Kundgebungen verheißen, daß er für dieselbe einzustehen sest gewillt ist. Das neue Cabinet ist natürlich ausschließlich aus den Reihen der siegenden Partei h:roorgeganaen. Die Linke, welche sich der Mitwirkung bei der Wahl eine« Staatschefs enthalten, konnte füglich leine Verücksichtigung bei dcr Vildung des Ellbinels beanspruchen. Von den Mitglie« dern desselben gehört nur Herr Ernoul, der den Hauptangriff gegen Herrn Thiers geführt, der äußersten Rechten an. Da er das Portefeuille der Justiz übernommen, dürfte über das Auftreten der neuen Regierung dem Ra-dicalismus und der radicalen Presse gegenüber kaum noch ein Zweifel müstlich sein. Von den Führern der äußersten Linken, welche mitten in den zuversichtlichsten Siegeshoffnungen überrascht word'n sind, ist denn auch bereits die Parole an die Partei ausgegeben uilllücn, jeder provokatorischen Haltung zu entsagen." Die „Schles. Ztg." schreibt.- ..Wir sind jedenfalls berechtigt, wenigstens der festen Hoffnung zu leben, daß die jüngsten Ereignisse in Frankreich eine baldige Slö« rung des Frieden« nichts zur Zolge haben werden und daß der neue Präsident der Republil e« ebenso wie Thier« al« Sache der Ehre und einer richtigen Politik betrachten werde, die Vertragspflichlen Frankreichs gegen Deutschland gewissenhaft zu erfüllen. Anderseits aber haben wir immerhin Grund, die ganze Wendung der Dinge aufrichtig zu beklagen. In dem Wege, den Thiers sich vorgezeichnet halte, erkannten wir mehr als in jedem anderen die Gewähr einer sicheren Bürgschaft für geordnete Zustände und sUr die Anbahnung ertrag» licher NachbarverhUtnisse. Es bleibt stets traurig, wenn schließlich alle Hoffnungen «uf dem Schwerte des Dicta« tors beruhen — und so scheinen in Frankreich die Dinge in der That bereits zu liegen." Die «Vossische Zeitung" äußert sich: «Daß Mac Mahon sogleich marschieren lassen wird, befürchtet wohl niemand. Nachdem die Monarchisten die Rcpudlilaner beiseite glschoben. haben sie unter einander noch viel ins reine zu bringen, und jeder Fraction ist der Thron Frankreich« näher als die Rheingrenze. Aber wir baben noch eine Milliarde nebst Zinsen von Frankreich zu fordern, und wichtiger ist die Ruhe im Reichslande, darum muß man wissen, was der neue Präsident von Frankreich für Sicherheiten für die Ausführung des Vertrages vom 15. April gibt, und ob die Räumung des Lande« nach den darin festgestellten Abmachungen vollzogen werden kann, oder ob an eine Wiederbesehung der Departement« zu denken ist, welche von Deutschland nur bedingungs» weise freigelassen find, ebenfo. »as über Gelfort zu «nt-scheiden sein wird. Zu den Ungewihbeiten im Innern Frankreichs, namentlich wie lebhaft und in welcher Rich-tung sich die Ostdepartemenls an den monarchistischen Vewtgungen belheiligen, od«r ob sie für die Republik Partei ergreifen ««den, ob die jetzige Mehrheit der Nationalverfammlung, worcm zu zweifeln ist, dieselbe Klugheit im Au«bcuten wie im Ergreifen der Macht entfalten wird, ob und »ann sie den Muth haben wird, Neuwahltn anzuordnen — zu diesen inneren Fragen können leicht europäisch« hinzukommen, namentlich hat sich Italien gegen die mit den Monarchisten verbundenen Klerlcalen vorzusehen, und Deutschland ist bei all den Dingen nicht in der Lage. ruhig geschehen zu lassen. Die allgemeine Linie seiner Politik ist gegeben, aber wie sie im einzelnen zu befolgen sein »ird, müssen un« die nüchften Tage enthüllen." Der Correspondent der „Kreuzzeltung" berichtet: ..Die telegraphische Nachricht au« Versailles üb« den Sturz de« Präsidenten Thiel« hat große Oesoranifsl hervorgerufen. Man halle sich - ob mit Recht oder Unrecht fei dahingestellt — in den Gedanken eingelebt, die Re< publil in Frankreich und zwar gerade die conservative Republik de« Herrn Thiers, al« eine Nothwenl"yteit an« zusehen, weil die monarchische »i.gierungssorm lwtt un» möglich sei. Vorderhand wenigsnns; denn von dcn dre» monarchischen Prätendenten dürfte leiner ohne schlreren Kampf und ohne die tiefste Zerrüttung des Landes aus den Thron gelangen. Die "rechlc Scitc dcr vl'salller Kammer mag trotz der Fieberhihe, mit der fie die Vt« seitigung der Republik anstrebt, schwerlich genügende Vorbereitungen getroffen haben, um dem Lande die gt' yenseitige Vefehdung der drei Krnnbem-ri" und daw« den Gürgerlrieg zu ersparen, so wic dei, Ncberoana o^ der republikanischen in die monarchische Staatsfolw auf friedlichem Wege zu vermiltlln. Dazu kommt, daß auch mit Gambelta und der starken Pall««, die lel" Programm hochhält, gerechnet werden muß. der ComMlN" und ihrer Anhänger niht zu gedenken. Daß die mon«^ chifchen Fractionen der Nationalversammlung in ^ failles alle diese Schwierigkeiten und Hindetmsse vM' dacht, geschweige denn für ihre Ueberwindung vorneM haben, läßt sich kaum annehmen, und darum ist dns«l' eignis, das sich heule in Versailles vollzogen hat, l^ Schritt ins Ungewisse. So lange in Frankreich TM' an der Spitze der Oewallen stand, konnte der Friede M längere Zeit als verbürgt angesehen werden; minosU"' hegte man hier die Zuversicht, und Oesterreich in ersw Linie hat ein erklärliche« Interesse an der Erhallung d" Friedens." Der wiener Eorresponbent der »Sven. Ztg." l»^ diniert, wie folgt: ..Acceptiert Mac Mahon die Republik, fo ist er °" monarchischen Partei eine Entschädiauna im Sinne b« conservativen, vor allem aber im Sinne der lirch!'^, Ideen schuldig. Der erste Fall beherrscht zunächst °" Gebiete der inneren, der zweite die der auswärts" Politik. Denn nolhwendig führt dieselbe zu dcn 3"' gen und Problemen des Verhältnisses zu I"!«"' Die monarchischen Parteien in Frankreich kann ü)la Mahnn nur zu befriedign hoffen, wenn er Franktt^ als die Vormacht der «athalicität hinstellt. wenn < ihnen die Aussicht eröffnet, die mililärische Ehre 6^ reichs auf den italienischen Schlachtfeldern im Kamp! für das Prinzip des Maudens wiederhergestelllt zu sehe"' Nur diese ^dec vermöchte dir Einheit zwischen den gl" hen monarchischen Parteien zu erhallen, welche durch ". negative Ueberzeugung zusammengeführt wurden u» nothwendig durch eine itio i» z»:zi-b^ gelrennt Otlde müßten, sobald es sich um die concrete Durchführung ° Monarchie handeln würde. Die Trennung der l«" archischen Parteien aber würde das numerische und ^ ralische Uebergewicht des Republicanismus gege^, jeder einzelnen der ersteren alsbald herausstellen. .^ große Fraae de« Augenblickes ist daher, hat Mac s«" da« Vertrauen der Armee ? Nur die Nrmce vermag «i^^H blilanische Bewegung niederzuhalten, die jcht in s»^^ Grabe wahrscheinlich geworden ist. Im übrigen '> ^ fast noch immer wünschenswerlher, daß FrantreiH ^ seine inneren Fragen beschäftigt, als daß der A ^n Conservatives! so sehr gewünschte Conflict mit 3 ^, heraufbeschworen wird. Letzterer birgt dcn Keim 5" ^ berechenbaren europäischen Verwicklungen schon ^ ^it, weil er eben das bewegendste Problem unserer 5,^ die Kirchenfrage, entscheidend berührt. Insofern« ^< ^ nicht nur die nächsti Zukunft Frankreich« selbst- '^is' in der That auch die Zukunft der europäischen « lung in dunkler Runenschrift." «^te Zum Schlüsse hören wir auch noch 8""ö ^, Stimmen. Der „Univcrs" intoniert folgenden ^ gesang: ..^ „nd «Thiers ist gefallen. Mac Mahon ersetzt ", .. redet uns die Sprache eines ehrlichen Manne«. »M reich lehrt zur Würde seiner schmerzlichen ^ ^^, zurück und empfängt endlich einen Schimmer nung- , ,l,,n Fla« So der gestrige Tag, da« Fest Unserer l'«"^ vom Schutz, der zweite Jahrestag der H'" "..z z,r°< der Geiseln. Heute, am 2... Mai. dem ,5«!" ^l,. ßen Papste« Greaor VI!.. der in der Verbannu >« ,^ weil er die Gerechtigkeit geliebt und d,e ^ ^ ^t-gehaßt, den aber das menschliche Gewissen^no ^ ^. liche Gerechtigleil zum Sieger aemacht. ,. ^^„ edlt" pfängt da« erleichtert aufathmende ijlanirel«, ^^^n «rief Mac Mahons. .Mil der Me w°" „,.laß " ^ werden die Christen den Himmel °''N^"'« „ewah" die Veständigleit und tuaendhaste welcher dir ene unermeßliche El," vcrsch ss < ^ ^ eine« «rohen unglücklichen ^ "/^ ^fiich -b so großer wirst du. we.l " "" " o^a ist' da« Vaterland gedacht hast. D"m ,^ ^.„„ N<« Lohn deiner Gcradheit, « n« ^ '77 885 Im „Pays" vernehmen wir nachstehende Hymne: «Thiers ,st gestürzt. Endlich! Und der Marfchall Mc Viahon lrvut line wundervolle Laufbahn mit der lvunderoollstlli Gunst des Glückt« und dielet Frankreich w der Gefahr nocheinmal den Beistand seines Degens, «me unverhoffte Aera des Wohlergehens bricht für unser unglückliches «and an. Seit mehreren Monaten wieder-Mtm die Männer der Regierung, wclche soeben unter ^sfentlicher Verachtung zusammengebrochen ist, man müsse ble Republik ausrufen, well wir Monarchisten wegen ^lserer Spaltung außer Stande wären, den Thron von M,nlreich wledcr auszurichten. Jetzt müssen wir diesen "llnncrn bewclsen, daß wil nicht blos zur Vcstiedigung «mscligen dynastischen Ehrgeizes ihre Republik über den vllufen geworfen haben. Frankreich ist sür eine defini« tlv« Regierung nicht reif, und wcr ihm heule eine solche leben wollte, sei es Königthum oocr Kaiscrthum, wäre '^ eben so schlechter Bürger, wte jener, der uns noch Gern seme greuliche Republik aufzwingen wollte. Das Provisorium allein paßt sür unsere heutige ^age . . . ^enjtnigen aber, wclche von dcm Rücktritte des Herrn ^iers schwere Verwicklungen befürchteten, brauchen wir "ur die von ihm hinterlassene Vücke zu zeigen, damit sie Aen, wie klein er war. Dieser Mann schnürt nun seln "ünzchen und schickt sich an, jenes Versailles zu verlas« ltn, welches von einem Ludwig XIV. zu ihm herabge« lunlen war. Die Rasen, auf welchen Lauoois wandelte, dtlbln nicht mehr den groben Druck der Schuhe de« Herrn Varthvlemy Samt.Hllaire zu fühlen, Fräulein ^ ^cht das Haupt entblößen wollte? Möge sie gehcn, Aohin sie kann; möge sie reisen, um dem erslaunlen Auslande zu zeigen, was >n cmer Zelt des Elends übcr manlleich gcherrschl hat, oder möge sie sich in jenem hause niederlassen, welches Frankreich so theuer zu slchcn tllm; überallhin werden ihr unerbittlich die Verrolln« schungen der ehrlichen ^eute folgen, welche ihr unersättlicher Ehrgeiz in Noth gebracht hat." «politische Uebersicht. «aibach, 30. Mai. Der deutsche Reichstag sehte am 28. d. die Berathung des Reichspreßgcsches von der Tagesordnung bb, nachdem Bismarck die Borlage des vom Bundesralhe ausgearbeiteten Prcßgcsctzenlwurfcs binnen 14 Tagen zu» lllfichert. Ein Antrag betreffs Einführung der Bollsocr« Ölungen in den Bulldesilaalen wurde angenommen; ^8«gen stimmten daS Centrum und ein Theil dcr Con» Dativen. — Nach dem Ergebnisse der Fractionsbera» ^"nzen steht es fest, daß die R eich s.M i litär. ^sttzc aus den Berhandlungsgegenständen der laufen-^ Frühjahrssession aullgefchieden werden. Selbst bei ?"lt beschleunigten Berathung der nothwendigsten Pol-,"len ist der Sessionsschluß vor dem 20. Juni unmög-A — Die Einberufung des Reichstages ,m Allste ist der Regierung anheimgestellt, gilt aber als wahrscheinlich. ^ Ueber den Eindruck, wtlche die Nachrichten aus M« in Berlin gemacht haben, schreibt ein Corre« Indent der ..VreSlauer Heilung" folgendes: „Unsere ^lllalslnünner und d»c Repräsentanten des Auslandes Mltt, wiederholt Eonscrenzen ab. die diplomatischen Ap» sollte werden so vielfach in Bewegung gesetzt, daß man H?n üußf.rl,ch entnehmen kann, es handle sich um das «»' viv0 gcgcnübcr einer europäischen Frage. Dem ^«Meinen Eindruck nach läßt sich nicht leugnen, daß »?" die Nachrichten aus Paris in Regierung«, und 3"larnentstreilcn eine merkbare Verstimmung herrscht. ^ wurde hier auf den vkUu« .,„0 bis zur Zahlung A letzten Milliarde und zur Rüumung de« französischen Tltltles gerechnet. Nun sieht man sich Plötzlich vor l"t Militärregierung gestcUl. deren Persönlichkeiten /'ne Gewähr für den europäischen Frieden und die Er-"ltung der Ruhe in Frankreich bieten." t,, ^ln Tagesbefehl Ehanzys sagt, die Geschicke Franl -HHe konnten nicht in loyalere Hände als in die ."'" Viahons gelegt werden. - Derzeit finden Be» ^chungen zwischen dem Finanzminister, dem Handels« 'Ulster und dem Präsidenten der Tariscomnussion statt, ij? lnlroeder das Rohsloffgeseh aufzuheben oder die Ta« ^' ^t herabzumindern. — Wie die „Ngence Havas" ^, "t. scheme,, Regierung und die Majorität der «sscm« H. tntjchlossen, in der gegenwärtigen Session nur das h"°«tl und das Municipalgesetz zu erledigen, d.s. ^rfassungsfragen °ber b,e zur Winlersession zu ,^ "sen; auch sei nicht beabsichtigt, einen Gesetzentwurf s!l» "antragen, welcher die Verantwortlichkeit des Prü. ftii " festsetzen und dessen fünfjährige Machtbefugnis H"«n würde. Das Gerücht, die äußerste Rechte be-H^tige eine Interpellation wegcn der Beziehungen zu btt»tt"' 'st unbegründet. — Das ..Journal osficiel" "Nentlicht die Ernennung von slchs Prü sect en, velche an die Spitze anderer Departement« gestellt werden, von zwei neuen Präfetten, drei Oeneral-Sesretaren und einundzwanzig Sous-Prüfecten. Ueber die Politik der neuen franzosischen Regierung meldet der pariser Specialcorresvonoent der „Times" unterm 26. d. folgendes: Der neue Finanz-minister beabsichtigt, wie verlautet, ein abgeändertes Vlidget vorzulegen, in welchem die Abschaffung dcs neuen Steuerzuschlall.ee von 17 Centimes auf Landeigenthum, ferner der Steuer auf Rohstoffe und eine Verringerung des Kriegsetat« vorgeschlagen werben soll. Die Handelspolitik der neucn Rlgicrung wird einen freihänblerischen Charakter haben. 6s wird versichert, daß dic neue Regierung die constitulionclltn Vorlagen der vorigen Regierung, obzwar mit einigen «enbcrungen. beizubehalten gedenkt und daß sie in kurzem die Einsetzung einer Commission znr Prüfung dieser Entwürfe beantragen wird. Die VersassungsrathsMllhlen im Canton S ch aff« hausen sind entschieden revisionistisch ausgefallen; von 82 Mitgliedern wurden nur 37 Mitglieder des früheren großen RathlS gewühlt. „RculcrS Office" meldet: Die spanischen Re« publikaner machen große Anstrengungen, Espart ero zur Annahme der Präsidentschaft der Republik zn bestimmen. Diese Nachricht hat in Lonoon einen guten Eindruck hervorgebracht. Kagesneuiglieiten. — (Se. Eic. der Herr Kriegsminister Varon Kühn) inspicierte am 28. o. die Infanterie« lasernen, die Arlillerielaserne, das Garnisonsspital, die Divisions schule, die VerpflegemcuMlne, das Geschutzmagazin in Agr^m. empfing die Generalität, die Militärbehörden, das Offizierskorps der Garnison, bcfuchle hieraus den Banal-^ocumlenenlen und dinierte bei dem i?andcscomman« dierenben. — (Die Nalionalbanl) beschloß die Erhöhung der Dotation ihrer Filialen in Ungarn; die pester erhält eine Erhöhung von zwei Millionen. — (Bon derWel lausftellung.) Die „Vorstadt« Zig." schreibt: .In dem Montonmdnftrie.Pavillon von Härme» mochcn sich hauptsächlich die HMtenberger Eisen« wertsgesellschaft und die bleiberger BcrMrt^'llnion anS Klagcnfurt mit ihrem Reichlhume an Natur, und Industrie-produclen bemerkbar. Wir fanden dorl alle möglichen Sor-ten Erze, wie z. V. Trümmererz, Kalk« und Schwerspalh Arragonil :c." — (Zu den Wahlen.) Wie die ,Vohenna" er« fährt, soll die Ausschreibung der directen Wahlen Mitte Oktober erfolgen; gleich darauf soll der Reichsrath tagen. Die Landtage werden vor Einberufung des direct gewählten steichsralhc« mcht zusammentreten. — ( Esceß. ) Nie der „Obzor" meloel, fand in Slalina (Slavonien) wegen Urbarialregulierung ein Iu» sammenstoß zwischen Gendarmen und Bauern statt, wobei angeblich drei Vauern todt blieben und vier verwundet wurden. — (Der größte Weinpr oduct i o «sort Oesterreich-Ungarns) istWerfcheh; er zählt gegen« wärlig 8973 Joch 678 Quadratllafler Weingarten und 2255 Weinganenbesitzer unter einer Einwohnerzahl von 22 000, wclche zum größten Theile Weinbau treiben. Da dieselben auch m den nächst umliegenden Ortschaften Weingärten besitzen, so rundet sich diese" Summe auf 10- bis 11.00(1 Joche k 1600 Quadraltlasler, welche« eine jähr« liche Production von 5« bis 600.000, in günstigen Jahren bis zu einer Million Eimer «gibt. beider ist die fUr heuer in Äusslchl gewesene überaus reiche Fechsung Werschttzs durch die Upiilslöste total vernichtet worden. — lViererzengung in Vaiern.) Nach einer vom baierijchen Finanzministerium angefertigten statistische» Uebersicht waren im Jahre 1«71 in Vaiern 5,177 Vier-brauereien im Betrieb, welche IA.457.32« Eimer erzeug« ten. Der Werth des producicrlen Biers repräsentiert die Lumme von circa 81 Millionen Gulden. Gegen das vorhergehende Jahr stieg die Oierprodullion u« 1,653.7bb Eimer. — (ZurFrauene mancipation inlZng-land.) Eine von 11.500 Frauen unterzeichnete Dank« adrcssc würd« Herrn Disraeli Überreicht in Nuerlennung seiner Bemühungen, selbständigen Frauen das parlamentarische Slimmrccht zu verschaffen. Herr Disraeli dankte m einem Schreien und druckte seine Hoffnung aus. daß die den Interessen des Landcs schädliche Anomalie bald beseitigt sein werde. Locales. Hur H»ebunss des KleinssewerbeS. Die Handelskammer in Kärnten ist von der sehr löblichen Ndsicht ersUllt, da« Kleingewerbe in Kärnten allrna'lig au« seiner mislichen ^age emporzuheben, und sie hält zur Erreichung dieses Zweckes folgende Mittel im Nuge: 1. Strenge Durchfuhru,,^ des Vollsschulgesches. zi' Hrrichlung von gewe»blichen Forlbildnngsjchulen für beide Geschlechter nach dem Muster von Wurlemberg an allen größeren Orlcn, vcn ftnchschulen uud ^'ehrwellstätlen Überall, wo sich das Bedürfnis dazu ergibt, Erlheilung von unentgeltlichem Unterricht und gesetzliche Verpflichtung der vehrjungen, welche nicht Fachschulen besuchen, zum Besuche der Fortbilbungsschlllen bi« z»« zurückgelegten achtzehnten Jahre. 3. Nachdem die beiden Kriegszuschläge l>och immer fortdauern, foll die Äegiernng den Staatshaushalt so einrichten, daß der Staat die «uslagn, für diese Schulen übernehmen kann, daß insbesondere in Körnten an das bereit« mit einer Auflage von 78 Perze»! getroffene Land in die-ser Richtung ein Anspruch an die Gemeinden blos derart gestellt werde, für die Unterbringung dieser Schulen zu sorgen. 4. Veftellung von Gewerbeinftrnctionen, nach Orfor-dernis Errichtung von Reisestipendien zum Zwecke gewerd» licher Ausbildung, Unterstützung von Vereinen und Genossenschaften, welche sich technische Bildung znr Nufgabe machen, Errichtung von Mnsterlagern oder Gewerbchallen mit allen Aufgaben des würtembergifcheu und badischen Mnfterlager«. 5. Gefetzliche Negelnng les LehrlingsVesen« zu« Schutze des Lehrlings gegen Pflichtvernachläfsigung vonseite des ^ehrherrn und zum Schutze des letzteren flir Ersatzansprüche bei Auflösung de» ^ehrverhallnifse«, Abschluß «no Auflösung des ^ehrvertrages unter öffentlicher Controle, gesetzliche Unterordnung des Lehrlings blos unter den Mei« fter oder den von ihm bestellten Stellvertreter. 6. Regelung des Verhältnisses zwischen Arbeitgeber» (Meistern) und Arbeitnehmern (Gesellen) zum Schuhe der Meister gegen jeden Misbrauch des koalittonsgefehes von» feite der Geselle», daher gesetzliche Unterstützung und Kräftigung solcher Genossenschaften, welche sich die den Genossen» schaflen der Gewerbeordnung zugewiesenen Ausgaben setzen. Llnrichtulig eines solchen Organismus zwischen Meister und Hilfspersonale oder Bestellung einer Behörde von der Einrichtung, um die raschesten Erkenntnisse zu schöpfen n,d eine eracle t)l«niive zu gewähren, strenge Handhabung der Polizeivorfchriflen über das Meldungswejen des gewerblichen Hilfspersonale« und die Arbeitsbücher. 7. Revision der Erwerbs und Einkommensteuer, be» fondcrs der letzteren im Sinne einer gerechten Verlheilung, Steuerfreiheit für Erwerbs- und Wirlhfchaflsgenossenschaflen, so lange ihre Thätigkeit nicht auf Erwerb von Renten, Erziclung von Dividenden gerichtet ist. Revision des «ffe»steuer, Gewährung einer 25jähr»gen Steuerfreiheit für Neubauten aller An. tt. Einführung eines billigen, einfachen und schnellen Gerichtsverfahrens. 9. Förderung und Unterstützung von gewerblichen Noh-stoff-, B»u-, Werk« und Pi mutton:n in alle« Fällen, wo ihre Einrichtung m.< <..—.:z Garantie des Ve» ftande« und der Entwickelung bietet. 10. Berücksichtigung be» Kleingewerbes bei ürarische» Lieferungen. 11. Strengere Gontrole des Gebaren« von Nsse-curanz.Gesellschaften. 12. Strengere Control« und «egelnnz de« Visenbahn-frachllarifwesens. 13. Entwickelung des Eisenbahnnetzes, Beforder»»« de« Systems von Viclnalbahncn. 14. Vorzugsweise Berücksichtigung und Regulierung der fenlrechl auf Eisenbahnen einmundenden Straßen. Es ist drmgend zu wünfchen, daß auch die lrai-»ifche Handels« und Gewerbelammer diese« wichtige» Stosses sich bemächtigen möge. — (Aus der Handelslehranstall.) Die Zöglinge der hlesigen Hanbelslehranftall feierten da« Na. mensfest ihres verdienstvollen Directors, Herrn Ferdinand Mahr, durch Darbringung einer Nachtmusik, Ueberreichung eines werthvollen Fingerringes und e,ner goldenen Sackuhr. — (Der Männerchor der philharmoni« schen Gesellschaft) brachte gestern abend» der Opern« fängeru» Frl. Klemenline Eberhart in würdiger An« erlennung ihler vorzüglichen i!eistu»g »l« Nor»a eine Se-renade. — (Slovenische Escomplebaul.) Der ^Vollssreunb" «eldel: ,Der Minister des Innern hat die Errichtung der sloveiujchen Gscomptebanl in ^aibach mit Rücksicht auf die letzten wiener Börsen-Ereignisse in einer Zufchnfl vom 16. Mai an die Landesregierung untersagt." — (Zur Wahlagitation in Krain) bringt die .Presse" folgenden Bericht: „Am langsamsten gehl e« mit der Agitation unter allen slovenischen Lanbestheile» noch iu Kram. Wühlend «an im Gürzischen und in Unler-fteiermail bereits über die in den verschiedenen Wahlkreisen aufzustellenden Candidate«, bis auf wenige Ausnahmen, eimg ist, bcfchäfligt sich das flovemsche Actionscomlt<>, ein Konglomerat von Delegierten des slovenisch-politischen Verein« ^Slovenija",vonVandlagsabgeordnelen. Katholifch.Politischen und Jungslovenen, in seinen Sitzungen erst mit den Er. Nennungen der Vertrauensmänner sur das flache ttand in Krain. In der letzten Sitzung des Action«comil6s wurden solche Vertrauensmänner, zumeist Pfarrer und Kapläne zahlreich ernannt und diese ersucht, ihre Anschauungen liber die auszustellenden Kandidaten dem komilö bekanntzugeben. Nun, du Herren Pfarrer und Kapläne werben jedenfall« nur Ihresgleichen empfehlen. Da« geht derzeit noch in manchen Wahlbezirken Krains. in Untersteiermarl sind die lklericalen mit ihrem Einflüsse fertig." 894 — (Die musikalische Soir6e), die a», 29. d. abenos in der hiesigen Citalnica stattfand, war zahl«! «ich besucht und recht animiert. Von den Gesaugspiecen erhiellen die Chore .Dumoolua" von Nedoed und .Danica" von Dr. Gustav Ipavic großen Applaus. Die anstatt der anfänglich zugesagten Regimenlslapelle eingetretene Livil-musit leistete rhr möglichstes. Unter den Gästen befand sich auch Se. ^)uicylauchl Herr Leopold Fürst Salm«Reifferscheid, Piäsioem der Bccsicheruugsbanl „Slovenija". Dle Gesell» schaft unterhielt sich bis zur späten Nachtstunde. — (Zur Börsenlrisis. ) Vor einigen Tagen meldeten ernige Blätter, daß der auch in hiesigen Geschäfts« lieisen wohlbelannte Geschäftsmann Herr Ignaz Flau« dorfer m Oedenburg infolge der eingetretenen Börfen« trisis geVallsamen Todes gestorben sei. Dieses Gerücht be< stätlgt >ich ulcht, und die „N. fr. Pr." lnupst an diese Meldung nachstehende treffende Bemerlung: .<uposten m Maleuce b«ld, «ul,^e iu» «lgruen Weingarten aus emem Birnbäume erhenll und todt aufgefunden. Gerüchte, llornach t.^ ^^».,'zchln H). gerichtlich« Üultlzuchuug eingeleitet wurde, obwohl d»e !ijndachl«giünde sehr vager Natur seu» sollen. — (<6l«e Schreckensszen«), dle von den gräßlichsten folgen hätte begleitet sem lönnen, spielte sich nächst nnem Wemleller v«; Gurljeld ab. In den Wemkller o«s id^nzenz Hollar wuide osler emgebrochen. Zwei Head^rrutN, von ousen K^llereinbrüchen Nachricht erhallend, begaben sich in der Nacht vom 27. auf den 2s. d. M. zum Patrouillendienst in die Nähe de« gotlar« jchen lteller«; es öffnet sich die itellerthur, zwei Manne« stürzen aus dem iteUer und feuern zwei Revolver schliff« »uf o« G.n ihren Waffen Gebrauch, nachdem Gen« darm Iuitoo^ emen leichten Handftrelsschuß erhielt und der Mantel des Gendarmen Schwab durchlöchert wurde. Von den beiden Mannern wurde einer am rechten Ober- arm getrosten, der anoere «rh«ll zwei Streisjchufs«; di« boden Männer feuerten noch ore» RevolverschUsse gegeu du Gendarmen ab. Nachdem belde Theile näher aneinander gerückt, nahmen die Gendarmen die beiden Männer mu» thig fest, und es ecgab sich, daß d»e beiden Männer Michael Verhörs«! und Nmon Prelull heißen, iu» Dienste des Minzen; Zottar stehen uno von letzterem zur lieberwachung de» geller« beordert wurden, in den beiden Gendarmen ümbrecher vermutheten und in dlefem Wahne zu den WasjtN griffen. D«r Knecht Aeiho^l erhielt zwei leichte Slteisichüsic und oer iinechl Prelnil einen Schuß durch den rechten Oberarm. Die Dunlelheit der Nacht gab Än» laß zu den eingetretenen Misverständnissen, und wir wollen hoffen, daß d,eje Szene leme gefährlichen Folgen haben NNlv. — (Der hiesigen Feuerwehr) bringen wir zur Kenntnis, daß Herr Paul Hatz, Odercommandant der agr«mei Feucrwchr, Vlzebürgermelster und Oemeinderath, ^ ,u der lroat.'sla,. ^andwilthlchaflsgesellschasl, N 6ianz Ioseph.Ocdens und Vcsiher des goldenen Berdtensttreuze« «it der Krone, Vürger und Handelsmann in Ngram, a« 2U. d. gestorben ist. — (Zur Kompetenz gegen Urlauber und Ueservemänner.) In Ergänzung tx« H 20 der Instruction über da< militärische Dienstesverhältnis und die Evidenzhaltung der Urlauber und steservisten wurde angeordnet, dah die Hezirlsbehöroeu nach Beendigung jedcr regelmäßigen Stellung und längstens bis zum Tage der allgemeinen Vinreihung (1. Oktober) die ihnen belannttn Daten über die wegen eme« Verbrechens oder eines au« Gewinnsucht verübten Vergehens, resp. einer Ueberlrelunz, etwa vor der Stellung erfolgte Abstrafung eines Assentier« ten dem zuständigen Heer«. (Marine.) Ergänzungsbezirls« Commando, bezüglich dem Landwehrbataillons » Commando mitzutheilen haben. Die Heeres- (Marine«) Ergänzung«, bezirls-Commanden haben die betreffenden Truppenlürper und Heeresanftalten davon zu verständigen und letzlere die Eintragung der 2 lraftilenmnisse m die Strafplvtololle zu veranlassen. In Hmlunft sind alle von den Civilgerichten über uneingereihte Rekruten verhängten Strafen, gleichviel, ob die Dauer der Freiheitsstrafe den Zeitpunkt der allge, «einen Tinreihung überschreitet oder nicht, mililärischer-seils evident zu haltcn. — (Einspruchsverhandlung.) Die Broschüre des Herrn Alois Sudenhorst betreffend die predil« lacker Glfenbahn wurde von der Staatsanwaltschaft wegen Vergehens der Aufreizung gegen das Finanzministerium mit Beschlag belegt. Gegen die vom Landesgerichte bestätigte Beschlagnahme erhob der Verfasser der Broschüre den Einspruch, über welchen letztlich vor Gericht verhandelt wurde. Der Slaatbauwall beleuchtete den Sinn der ein» zelnen incriminierten Stellen und beantragte die Aufrecht» Haltung der Befchlagnahme. Der Verfasse« der Broschüre führte aus, daß die Tendenz derfelben nur gegen das Monopol Lcr Südbahn und nur nebenbei gegen die Begünstigungen, die dem fraglichen Project« zulheil geworden, niemals aber gegen das Finanzministerium gerichtet sei. Der Gerichtshof enlschicd, daß dem l zu beziehen durch alle Buchhandlungen und Postanftalten für den mäßigen Prei« von 15 Sgr. vierteljährlich. zvz^" ^.s. .«:>H.z. HUi«,, <'.<. Vlai. Die Vörje war auf llllen Vtttehr»gel,i'ten besser ssllr «nlag»wenhe aller Gattungen lprach sich enljchledene Kauflust au« und auch die ° <<)V»skvz.llU)i. culatlon«papiett trzietten giohentheü« Nepr,s«n. Maßgebend »arm hieb« die Nachrichten «der vess«« Entwicklung der berliner v«l<« uul> die ganz gu« ^" pariser Marttes. ^. «el» »a« «nhei'lich« St«a«schuld ,n b p«l.: w«i«ten oerj««l.Hiü,-A°vember 67— K7.20 ... ßedruar-«ugnft 66.90 67. , «nber . gänner.Iul, . ?2.- 72^5, ... «^rU-Orlsb« . 72. 72.25 »»lchov.ikgy......275— 280.- » . »H54 « p«l.) zu 2bO st. Ä5.50 96.50 » . I"- ft - 95.50 IM.- , .1 ft . 114- II«.- . „ l^ ft . . 13«.— 141 — St«ats^Dol. . dblilf« z» 1^ st. e. ^. ,.; ^,ib« . . 116.. 117, zz. <^r«»dentlaftung« Vblistati»»«n Wr l0» fi. G V«r» »«lftn«, . . . P> b p,. Pl«»wW»lehf, ^ 100 ß. ». V.^.«t«s . . . V5.- ll6. . »el» «are Wiener «ommuualanlelxn. rsck» zahlbar 5» pCt. jitt l<)0 st. . 85.-- »5.50 U. Nctie» »,n »««klnftituten »tld Ware «nglo-osterr. Vanl .... 190— l:^.- «anlvL. «etie» »»», Transport Unter-»ehmnngen Held Vare «ftl>«FW»«unVahn . . . 159 ,61.« V«y». «ikfid«h».....217— ilsl). _ »»rl.z»d»i«-Vahn.....211- «!2 — D«n«,-D«unpfjch>N.,«f . . . «40.-zibO— stlAsttrchen^archl.V«^, -.- -.- zr«n,-?°leph.V»l,n , . . lI8... 213.— i?,mb-tzml-Iasstz-Vahn . .--------------- ttoyb. »fttrr.......5>2s) ^ 525 — Oefteir «orb»«stbahn . 2s)X - «09.— »nd«lf«-Vahn . . 15«.— ISO — Siebnlburger-Vahn —.— --.— Gla»<«bahn.......32j< — 323. - Slldbahn........1^4 - Il<6.— SUdnorbb. Verbindungsbahn . . - —.-» lheih-Vah'l.......214.— «16.- , Ungarlsche Nordoftbahn . 1 '> - 134. - Ungansch« Oftbahn . . . 104,- Tr,tanftalllu5'.". «4.— «4 50 «. Vriorltät«obligat»,«en. »«ld ««re «lis -«tfib. w S. v«z. (l. ««.) ... Herd.-N»rdb«hn i» V,lber oerz ' Fr,-Ios-V«wl D . . '^' ».«..<»»»,«« l. V. »erz. l.«». 101 0ff?rr. «^d«xßb«h» . . 33. Sta»l«b.<,3-, -.'<««, A',. ,0l'"' «ntzb..«. »'/. »^" ,;> pr, ^tück I' Slldb..«. 5 zt"0 st. zu bV. l" «« ^, !»»' 100 st.......- , Südb.. Von« 6 ' (1«70 74) ^ ^ zzg ^ 500 Fr, pr, Stuck ' 72 ^' Ung. Ostbahn ittr Is" si. '„ ^.uck). ^l. ! «ltditanNalt fUr ba"dtl u ^«». ,B^ ,u 1«) st ». s. - - ' ' ,4.00 l"' «. Vlün,dul°ten - 5 st ^ ^ « " ^ -Silber .. - ^ ^^la«"»''"'