Nr. 125. Mittwoch, 31. Mai 1905. 124. Jahrgang. OMcher Zeitung. AsnnmeratlonsprelS: Mit Poslueijeiibuna: ganzjährig 30 K, halbjährig 15 li. Im Nmitor: ganz- ^, Die «Laibachcr Zeitung» erscheint täglich, mit «usnnlime der Luim imb Feiertage. Die Udmlniftratlon besinbei »ayrig 22 li, halbjährig 11 li. stur die Zustellung ins Haus ganzjährig 2 X. — InsertionSgebühr: Für lleine . sich Kongreßpllltz «r. li, die «ednltion Dalmatiügasse Nr, 1». Sprechstunde» der Redaktion von « bi« 10 Uhr Inserate bis zu 4 Zeilen 50 b, größere per Zeile 12 d: bei öfteren Wiederholungen per Zeile 6b. " vormittags. Unsraulierte Vriese werde» »icht angenomme», Manujlripte nicht zurückgestellt. D^^ Des h. Feiertages wegen erscheint die nächste Nummer Freitag, den 2. Juni. Nichtamtlicher Teil. Serbisches Kabinett. Die Ernennung eines ausschließlich aus erklärten Mitgliedern des Mulis der unabhängigen Radikalen unter dein Vorsitze des Vizepräsidenteil dieses Klubs, Ljuba Etojanovie, gebildeten Ministeriums gilt, wie aus Belgrad gemeldet wird, ln jenen politischen kreisen Serbiens, die sich dem Aarteigetriebe ferne halten, als die richtige, logische öolgo dos vom König festgehaltenen Wunsches, die Auflösung der Skupschtina tunlichst und so ^ugl2 als möglich zu vermeiden. Mall hört aber starke Zweifel äußern, daß durch die ergriffene Lösung diese Eventualität als für längere Zeit ausgeschaltet anzusehen sei, da das neue Ministerium auf eine Majorität in der Skupschtiua kaum Zu rechnen habe, es wäre denn, daß die liberalen Hm wenigstens zum größeren Teile eine aktive Unterstützung leihen, wofür zunächst die Anzeichen noch fehlen. Die Zahl der unbedingten Anhänger der neuen Regierung in der Skupschtiua wird mit etwa 5>7, die der zur Opposition entschlossenen, fu-siuni>rtcn Radikalen mit beiläufig 05 beziffert, so daß die ill drei Fraktionen geteilten Liberalen mit rund ^0 Stimmen das Züuglcin an der Wage bilden. Man werde bei dieser Sachlage wohl bald wieder vor der Alternative einer Koalition zwischen den zwei Flügeln der Radikalen oder des Appells an die serbische Wählerschaft stehen-. vielleicht werde aber der bisher anf unbesiegbaren Widersland insbesondere bei den „Unabhängigen" stoßende Fusionsgedanke durch die neue Entwicklung an Boden gewonnen haben. Es gilt als ebenso !icher, daß das noneKabinett in der internationalen Politik im wesentlichen die Richtung des Ministeriums Pa^iö beibehalten, wie daß es die von die-s^>n Ministerium vereinbarte Anleihe nicht oder doch nur < un, deneücio inveurarii übernehmen wird. Der neue Kabinettschef Ljuba Stojanovu' war bis zu seinein ins Jahr 1901 fallenden Einkitte ins politische Leben eines der Hervorragend- sien Mitglieder des Professorenkolleginms der Belgrader Hochschule, an welcher er als Dozent für Philologie uud Literatur mit Eifer uud großeu Erfolgeu tätig war. Er hatte im Ministerium Ava-kumoviö das Unterrichtsportefeuillc inne, war dann Vizepräsident des Klnbs der unabhängigen Radikalen nnd gelangte durch deu Rücktritt des Präsideuten Djivkovie, welcher sich gegen die derzeitige Übernahme der Regierung durch die „Unabhängigen" erklärt hatte, an die Spitze des Klubs und dadurch zur Bildung des Kabinetts. Der neue Minister des Äußern, Iovan Zuje-vn-, war gleichfalls in bedeutender Weise als Lehrkraft an der Belgrader Hochschule tätig, bevor er 1901 durch die Wahl in den damaligen Senat die politische Laufbahn einschlng. Er hat als Geologe, der mehrere Werke in serbischer oder franzosischer Sprache veröffentlichte, sich in der Gelehrtenwelt einen über Serbien hinaus reichenden Ruf erworben. Er war eine Zeitlang Mitglied des serbischen Staatsrates, nahm aber, als die Universität in, Belgrad geschaffen wurde, wiedcr seiue Lehrkanzel ein, die er bis zu seiner Ernennung zum Minister des Äußern versah. Der Instiznnnister Nikola Nikoliö und der Vauteuminister Vlado Todoroviö hatten die gleichen Portesenilles im fusionierten Ministerium Gruiö inne. Neue Männer sind der Finanzminister Dr. Milan Markorn'5 und der Minister für Volkswirtschaft Ivan Pavn-eviö. Der Erstgenannte war bisher Sekretär der serbischen Exportbant. Jemen. Aus Kairo werden auf Grund von Angaben eines Gewährmannes, der dort aus dein feinen eingetroffen ist, folgende Einzelheiten über die Belagerung von ^anaa berichtet. Die Belagerung der Stadt Sanaa soll über hnndert Tage (?) ge-danert haben. Die Beduinen schloffen den Platz mit einer so vollkommenen Strategie ein, daß sie alle Verbindungen der Garnison abschnitten und sie verhinderten, sich mit Lebensmitteln uud Mnni-tion zu versehen. Bald begann sich der Hunger fühlbar zn machen nnd Riza Pascha sah sich genötigt, Maultierfleisch nnter die Truppen verteilen zu lassen. Auch oieS geschah jedoch mit solcher Sparsamkeit, daß auf drei Bataillone ein Maultier kam. In der Stadt herrschte die größte Not lind die Einwohner nährten sich von Kräutern und Baumrinde. Fleisch von Lasttieren wurde um 25 Piaster das Oka verkauft, was für die bedürftigen Lente unerschwinglich war, so daß täglich en zu vermachen gedente. „Alles, was ich hab', soll meiner Alten ge-hölren, nachher den Kindern." — „Wie alt ist Ihre Frau?" fragte der Advokat. — „Zweiundsiebzig," lautete daranf die Antwort. - „Und wie lange waren Sie verheiratet?" war die nächste Frage. — „Über fünfzig Jahre.", entgegncte. der a>lte Mann nnd fügte hinzu: „Die Häuschen gehören meinem Weibe nur oann, wenn s' nimmer heiratet, das nMß iils Testament. In dem, Pnnkr setz' ich meinen Kopf auf." — „Aber Sie werdeil doch nicht voraussetzen, daß eine Frau, die scholl zweinndsiebzig ist, noch einmal heiraten wird?" argumentierte jetzt der Rechts-freund. Der Vcrgmalnn schallte dem Doktor fest in die Augen nnd sagte dann, langsam und mit sehr viel Nachdrnck: „Ich tu' es aber doch nicht! Man lann ja nicht nMen, was so ein Weib nicht alles imstande ist. Anf die Weiber is kein Verlaß." — (Der Zwischenakt.) Der Pa>riser „Gaulois" veranstaltet diesertage eine Volksabstim,-mung in den bedeutendsteil Pariser Theatern. Er will Zettel verteilen lassen, die die drei Frayen enthalten: 1.) Um wieviel Uhr soll die Vorstellung beginnen? 2.) Um wieviel Uhr soll sie beendigt sein? !).) Sollen die Zwischenakte unterdrückt oder gekürzt werden, um wieviel? Im Laufe des Abends will der „Ganlois" dann die Zettel mit den beaint> worteten Fragen sammeln lassen. Es handelt sich darum, einem Mißbrauch zu steuern, über den seit Jahren viel geklagt wird: einerseits das stetige Hinausrücken der Stunde für den Anfang der Vorstellung, das mit dem Hinausrückeu der Dinerzeit ill der Gesellschaft Schritt geholte?: hat, und anderseits um die, Abkürzung — von gänzlicher Abschaffung kann wohl nicht eirnstlich die Nede sein ^ der Zwischenakte, die durchschnittlich zwanzig Minuten währen. Eine Antwort darauf findet man schon im „Figaro", in einem „Teegespräch": „Ja, meine Veste, es ist unglaublich! Man spricht von der Abschaffung dor Zwischenakte." — „Nicht möglich, will man denn das Theater töten?" — „Das meine ich auch. Was sollte denn au,s uns werden, wenn wir einen ganzen Abend in der Loge sitzen müßten, ohne einander zn besuchen, zu plaudern', zu flirten?" — „Gewiß, es wäre zum Sterben langweilig." — „Wozu inter-vielvt man die Theaterdireltoren und die Mitiker? Man sollte in den gesellschaftlicheil Kreiseil Nachfrage halten, denn wozu gehen wir ills Theater?" — „Um nus zusammenzufinden." — „Um unsere Toiletten zu zeigen." — „Um die Toiletten der andnren zu sehen." — „Um zn schwatzen." — „Kurz, wegen des Zwischenaktes!" — (Moderne Höhlenbewohner.) I" Oklahoma, so schreibt man aus Newyork, werden Wohilhäiiser bald eine Seltenheit sein. Im Hinblin auf den nenliä)en Tornado, der die Ortschaft Sny' der iil Ollahoina heimgesucht nnd Wohnhäuser el> fach wie Gartenhäuser fm-tgeweht hat, ist ill den ver» schiedensten Teilen des genannten Territoriums nlit dem Ami voll Höhlenwohimngen begonnen worden. Tie Behörden in allen Ortschaften haben Verordnungen erlassen, ill denen der Van voll Höhjlenwoli-nungen befürwortet wird. — Eine weitere Maß' nähme, die getroffen worden ist, um der Vernichtung von Menschenleben durch Tornados, Woltenbri'M' usw. vorzubeugen, besteht darin, daß in allen 2rt-'chasten voil Oklahoma die Einwohner durch Glocke»' geläute gewarnt werden sollen, wenn sich die Wolken am Horizont in gefährlicher Schwärze zusanum""' ballen. — (Ei il e V abyau ttion,) luie sie in New-york voll Zeit zu Zeit stattfindet, wurde diesertage wieder dort abgehalten. 1l)4 kleine, Kinder, Findling? nnd solche Kinder, deren Mütter im Hospital gestorben sind, standen znr Adoption zur Verfügung. l5'N ^indelhaus für Säuglinge besteht in Newyort niä)t! diese werden vielmehr von privaten Wohltätigteits' Gesellschaften in Obhut genommen und später an gutsituierte Familien vergeben, die ein Kino adopts ren wollen. Nnr solchen Familien, welche die besten Empfehlungen haben, werden diese, Kinder überlas' sen. Während der „Auktion" erschien mn etwa zwölf Jahre altes Mädchen mit einem. Zettel an den sluk« tionator in der Hand. Anf dem Zettel standen fol' gende Worte: „Aitte, schicken Sie mir ein hübsches' kleines Mädchen mit blondem Haar. Frau Vlaick." Tie kleine Überbringerin des Zettels wollte das Kind sogleich nntiiebmen, und als ihr gesagt wurde, „Frau Vlanl" würde sich schon selbst vorstellen müssen, sagte sie mit weinerlicher Stimme, daß F^aN Älank sehr betrübt sein würde, das; sie das Kino nicht mitbringe. LolaI- und Provmzial-Nachrichten. «Das Volkslied in Österreich.» Grundzüge fül die Sammlung. Diese, vom. hohen k. k. Ministerium für Kultus nnd Unterricht geplante Sammlung soll ill einzelnem, national abgegrenzten Bänden, die gesamt.' Volt'"-musik und namentlich das Volkslied der einzelnen in Österreich lebenden VöUer und Stämme umfasse"-Die Hanptaufgabe besteht in dem Aufspüren und Aufsammeln jener in oen breiteil mittleren und unte-ren Schichten des Voltes entstandenen oder doch dort uerbreiteten bieder, Tänze und anderen musikalischen Äußerungen des Volkslebens, welche bis zum heutigen Tage noch nicht aufgezeichnet worden sind. FN' ner weiden in die Saimnelarbeit einznbeziehen sei" jene Erzeugnisse des musikalischen und dichterischen Volt'sgMes (Lieder jeder Art und Form, rhythmisch Nezitationen mit inbegriffen, Schnadahüpfel, Io^ ler, Tänze usw.), welche zwar bereits niedergefchril-'' ben oder scholl geoiruckt und in Zeitschriften, MegeN' den Blättern, geschriebenen Licderbi'lä)ern, Hand" schriftlichen oder georuckten SamMungen u. dergl. Goldene Schranken. Roman von M. Diers. (2. Fortsetzung.) (Nachdruck verbitten,) Sie haßte diese Mittage. Dies Schwelgen und gänzliche Aufgehen in den leichten (Genüssen, dies oberflächliche, oft alberne Plaudern uud Tändeln widerstand ihrer innersten Natur. Sie hatte sich anfangs gefreut, in ein reiches Haus zu kommen. Hier, hatte sie gemeint, mühte man doppelt nnd dreifach leben. Wo die hemmenden Niegel fehlten, wo jede Tür sich dem Goldschlüsselcheu öffnete, wie groß, wie reich, wie weit mnßte hier das Leben sein! Die schönsten Erzeugnisse der Knnst auf allen (Gebieten waren hier nicht verschlossen, die Pforten der Wissenschaft standen offen. Auch die Zeit war da, fich zn bereichern, in alles einzndringen. Und dann, das übergroße Muck, Bedrängten helfen zn können, Freude zu verbreiten, Vertraun und Lebensmut in verzweifelte Herzen zn tragen. Nnn sah sie Ttück für Ttück dieser herrlich schöneil Erwartungen abbröckeln. In den Knnsi-gesprächen herrschte das banalste Tümpeln. Das arrogante Absprechen nnd Kritisieren, das Alles-kennen und Nichtswissen. Das Leben ging hier nicht in die Größe nnd Weite, sondern ihr schien es oft, als drehe es sich hier noch in viel engerem Kreise als in den einfachen Häusern, die sie kannte; als sei im ganzen Flirt, Toilette, Essen und Klatsch der ganze Inhalt der geistigen Interessen. Trohdem sie dies erkannte, stand sie nicht darüber. Sie ließ sich davon quälen, lind ihre eigene, ^ wertlose Stellung kam ihr noch demütigender zum Bewnßtsein, je mehr sie den tiefen ^taudpnnkt dieser Menschen begriff. Nach Tisch, wenn Frau Seh-liilg sich zurückzog, mußte sie aus eiuem geschnitzten Schrank, zu dem sie einen Schlüssel hatte, Zigarren für die Herren holen. Das war so eine kleine Schäkerei voll, Herrn Eehling. Den Gouvernanten feines Haufes übertrug er immer das Amt, falls sie jung und hübsch waren, und sie, hatten es als Anszeichnnng anfznfassen. Er weihte sie in allen Sorten ein, nnd manchmal machte es ihm Spaß, ihnen die Auswahl zu überlassen, woraus er unter vielen Scherzen und Lachen auf die größere oder geringere Vorliebe schloß, die diese jungen Mädchen für die jedesmaligeil männlichen Gäste hegteil. Die Stimmnng war dann meist schon etwas animiert, und diese Bedienung von zartester Hand fand stets allgemeinen Beifall. Dies war der einzige Moment am Tage, an dem Magda voll der Gesellschaft beachtet wurde. Nenn sie mit den Zigarren kam, war der geheu-chelteu Spannung, des Iubelns und der kleinen gewagten Späße kein Ende. Aber dieser Auftrag war uud blieb ihr der schrecklichste vou allen. Sie berente oft, dem. nicht auf irgend eine Manier ausgewichen zu sein. Doch Herr Sehling hatte ihr, beim Anlernen so einen biederen, fast väterlicheil Eindruck gemacht, daß sie sich nichts dabei gedacht hatte. Dann hatte sie ihu später einmal gebeten, sie davon zn befreien, aber von seinem gut gespielteil Erstannen und seiner halben Verletztheit hatte sie sich verwirren und beschämen lassen. I Es geschah ja, eigentlich auch nichts, was ste hätte beleidigen können, und nach Erledigung ihres Auftrages suchte sie. jedesmal rasch das Weite. 2. Im Tehlingschen Hause war große Aufrc^ gung. Der älteste ^ohn des Hauses, Hugo, wur^' erwartet und allerhand Festlichkeiteil im großcn ^til wurden mit vieler Wichtigkeit geplant uno vorbereitet. Selbst Hertha nnd Ottchen waren voU entzückter Erwartung, und durch sie erfuhr Magda vieles, was ihr sonst wohl bis zuletzt verborgen geblieben wäre. Bruder Hugo war so lustig, immer mach^ er Unsinn mit einem, nnd so viel brachte er um-Schrecklich viel! Er reiste auch immer so weit, I^ weit. Nach England und Osterreich, sogar ill, Wnc-rika war er schon gewesen. Aus zn fälligen Tischgesprächeil hörte Magda dann noch heraus, daß er auch ein Finanzier s^ müsse. Es war viel von Börselmngelegenheiten dl^ Nede, der Vater rühmte sein „Genie",' er hatte allerhand Unternehmungen gehabt, die ihm glückten, es war fortwährend von Fabriten, Aktien, P^ Pieren die Htede. Magda verstand wenig davon, aber die allst^ meine Hochachtuug und dazu das Fieber der ^ Wartung, das alle Gemüter, bis auf die DienP boteil herab, durchzog, konnte den Eindruck auf u)l junges Gemüt nicht verfehlen. Die Spannung UN" Erregung teilte sich ihr mit. l (Fortsetzung folgt.) ^Laibacher Zeiwng Nr. 125.______________^____^_^_________m? ________ 31. Mai 1905. '^dergelegt, "bor noch »licht kritisch verarbeitet luor- .^ sind. Die auf Ge Lied nsw.), mit allen ^,'len verschiedenen Les- nnd Singarten. Gesammelt , ^'ö also, knrz gesagt, alles, was noch jetzt vom und " ^olle gesungen wird und das, Nx>s nachweisbar "" und in demselben vor Zeiten gesnngen wurde. , Aei schon gedruckten Stücken genügt, falls sie " leicht zugänglichen Drucken vollkommen treu, wie-. ^Uegebeu, vorliegen, der bloße Literaturnachweis, ^ selten gelvordenen Ausgaben luird jedoch eine uenüue Abschrift erluünscht sein. .. Im Vulksliede ist Diä>tung und Musik in leben-^ger Einheit verbunden, beide sind deshalb anfzn-^lchnen. Hlll,r in jenen Fällen, in welchen eines von ^,^>i nicht zu erreichen ist, darf man sich niit der '^ix>rschrift des allderen TÄles begnügen. ^. Die geplante Sanmüung lvird, wie schon der ^'tel besagt, der Hanptsache nach das Volkslied in ^lU'r lyrischen Fornl aber anch episch-lyrische Volks-^Iladen und epische Lieder ellthalteil. Auch das Schnadahüpfel mit seinen verschiedenen Weisen, auch ^nannte Tänzeln, Gasselsprüche, ferner auch Drastisches, Weihnachtsspiele, Lieder und Reimsprüche ^ Frühlings-, Ernte- und Hoch^eitsbränchen nnd ^lll. sollen in der Sammlnng Beachtung finden. , Wir erweitern den Begriff des Volksliedes hie-^'l, bis er sich dem Umfange nach mit dem der ^^t^dichtung überhaupt deckt. Auch nach der musi-^lischen Seite sind die Grenzen weiter abzustecken: "^öler, Iilchezer, R'nfe, Nachtwächter- nnd Rammer-^^er nnd namentlich Tanzweisen sind in die Sam-^ltatigkeit nnt einzubeziehen. Der Begriff des "ulkslicdes ist nach dieser Richtung sonnt derart ver-^U^meinH-t worden, daß er sich mit dem der Volks» "usik d^fi. Was sich noch außerdem gelegentlich Aufdrängt und sonst vielleicht nicht oder doch nicht ,^)t mehr zugänglich sein dürfte: Beobachtungen ^'r volkstümliche Musikinstrumente, über Tanz nnd ^ncht, über Brauch und Sitte, über Spraä)e des T^^eo, wird nicht abzuweisen, sondern, soweit es mit ^>n Volksgesange nnd der Volksmusik znsammeii-/"Ugt, znr Kenntnis zu nehmen sein,. Für die wissen-HafÜiche Verwertung wird nach Möglichkeit gesorgt ^den. Hauptsache bleibt natürlich immer das "Gütliche Volkslied selbst. Für die Aenrteilnng des Volkscharakters rlnd '^schmackes ist es aber anch wiäKg zn wissen, welche "Mstlieder das Volk besonders in sein Herz geschfos-^'" hat. Wcnir es diese unverändert singt oder doch ^'verändert in seine Liederbücher einschreibt, genügt ^'' die Dichtungen iir >iiirze unzweideutig zu bezeichn ''^U' ohne daß eine Abschrift derselben anzulegen >väve. y Das gesannnelte Materiale ist den einzelnen 'llbeitsmisschnssen, deren Adesse ill den Tagesblät-^n der betreffenden Länder bekanntgegeben luird, "uznsenden. . Seine »vissenschaftliche Prüfung uni> Verarbei-'Ulg ist Sache der in den einzelnen Ländern zur ^.lmunelarbeit berufenen AirbeitsaussäMe und des ^nden Hauptausschnsses. (Schluß folgt.) Elisabeth-Mnderspital in Laibach. -- Unter dem Vorsitz? des Obmannes Herrn viosef Luckni an u fand gestern nachlnittags im städtischen Natssaale die ä2. Generalversammlnng der Schutzfrauen, Grütider und Wohltäter des Eli-sabeth-K'inderspita/es ili Laibach statt, welcher auch die Stellvertreterin der oberste,: Schntzfrau Ihre Exzellenz Frau Olga Freiin von Hein beiwohnte. Der Vorsitzende Herr ^osef Luck m ann hob in seiner Ansprache hervor, daß heuer das vierzigste Jahr der Tätigkeit dieses gemeinnützigen Vereines vollendet sein lwrd nnd gedachte bei diesem Anlasse aller jener Persönlichkeiten, die sich sei es um die Gi-ündung, sei es um die segensreiche Tätigkeit des Elisabeth-Kinderspitales Verdienste erworben huben. Über Antrag des Vorsitzenden wurde denselben der Dank der Generalversmnnilnng ausgesprochen. Der Spitalsdirektor Herr Dr. Iul. S ch u st e r ei-stattete sodann namens des Verwaltungsrates den üblichen Jahresbericht. Auch in der abgelaufenen Venchtsperiode erfreute sich das El isabeth °.U'in>>cr-spital der unverminderten Fürsorge hoher und höchster Gönner. Der Laibaä)er Gemeinderat bewilligte dem Institute auch für das vergangene Vereinsjahr ein? Subvention von 1000 k. desgleichen die Krai-nische, Sparkasse, welclie außerdem noch den Betrag von 5li0 I< zur Unterbringung von fünf skrofulösen Kindern im Seehospiz in Grado znr Verfügung stellte. Die vonl krainischen Landtage in den früheren Jahren gewährte Subvention von 000 15 ist wegen der Aeschjnßllnfähigkeit des Landtages leider seit drei Jahren ansständig. Erfreulicherweise sind der Anstalt auch in dieser Äerichtsperiooe zahlreiche Geschenke zugewendet worden. Das Stammvermögen der Anstalt besteht dermalen aus dem Spitalsgebäude iu der Schießstättgasse und Obligationen im Werte von 42.:tt>tt X :l0 Ii. Der Vurmögensstand hat sich im Vergleiche znm Vorjahre um 4542 X ^!» l» vermindert, und zwar infolge des durch die Verlegung des Gartens soloie durch den Neubau der Waschküche notwendig gewordenen Mehraufwandes, welch leh-tere aus Anlaß des mit der Staotgemeinde vorge-nonimenen GrundtausäM ern>eitert und deil modernen Anforderungen gemäß neu, ausgestattet wnrde. Bezüglich der ärztlichen Behaudlung nnd Pflege von kranken Mndern steigen die Anfordernngen von Jahr M Jahr. In der Verichtsprriode 1lX)3/1W4 wurden in das Spital nen aufgenommen 255 ,^nn. ben und Wl Mädchen, zusammen somit.M> Mnder; es lvnrden daher niit Einschluß der ans dem Vorjahre iu Behandlung verbliebenen l5 Kinder in der Berichtsperiode tt01 Kinder behandelt nnd verpflegt. Die Anzahl der Genesenen betrug 457, d. i. 7, ungeheilt verließen ^ Kinder das Spital: ll Kinder wurden in das Lan-dcsspital überstellt, um dort operiert zu, werden. Die Anzahl der Todesfälle betnig 80, somit 13-31^: 2> Kranke vefrbNeben am Schlnsse des Jahres znr weiteren Behandlung im Spitale. Der Berichterstatter warf dann noch einen kurzen, Rückblick auf seine zwanzigjährige ärztliche Tätigkeit in dieser Anstalt. Im ganzen wnrden vom Herrn Dr. Schnstcr in den letzten zwei Dezennien 43l>3 Kranke im, Elisabeth-Kinderspitalc ärztlich behandelt. Die Frequenz der Anstalt ist in dieser Ieitperiode von 20!) kranken ans M> gestiegen. Den höchsten Krankenstand mit li83 weist die Erdbebenperiode auf. Der Veriä>terstattcr gedachte schließlich der in der Ve,richtsperiode verstorbenen Gründerinnen, Gründer und Schutz» frauen. Die Versammlung ehrte das Andenken dersel-seiben durch Erheben von den Sitzen. Der hieranf zun> Vortlragc gelangte Rechnungsabschluß pro lMI weist Einnahmen im Betrage von !1.!i53 !< 2l> l» und einen Kasssa-Saldo von 7 Iv 8 n auf. Unter den Einnahmen sind zwei Legate ausgewiesen, und zwar das Legat der Frau Maria Grruw nig und das Legat des Herrn Matthäus Trenn im Betrage von je 400 K. Tn' Rechnungsabschluß wnlrde ebenso wie der Jahresbericht ohne Widerrede genehmigt. Nachdem im Sinne des § 10 der Statuten mehrere Schutzdamen gewählt worden waren, wurde zur Wahl des Vcrwaltungsrates geMitten und wurden per n kommissär Lapajne namens der Adelsberger Grotteilkonlinissioll und die Herren Anton Vok uild K'arl Repe nanlens der Veildeser K'nrkommission. Die Sektion K^raiin des delltscheil llnd österreichischen Alpenvereines, die zu dieser Besprechung ebenfalls geladen war, hat die Teilnahme an derselben abgelehnt. Als Schriftfühl-er fnngierte Herr Vczirks-hauptlnann Wilhelnr Haas. Nach Vegnifmng der Anwesenden erörterte der Herr Vorsitzende den Zweck der Beratung sowie die Gründe, aus denen der Fremdenverkehr Hierlands noch immer nicht den richtigen Aufschwung genommen habe, nnd stellte eine Reihe von Allträgen zur Diskussion. Herr Hofrat Proskc lxi'prach sohin in ungemein interessanten Ausführungen die Organisation der in einen Zentral-verband geeinigten Landesverbände und gab ein anschauliches, bis in die kleinsten Details gehendes Bild der Groß- nnd Kleinarbeit, die der neue Verband zu leisten haben lmrd, nm sein Ziel zu erreicheil. Ill der eingehenden Debatte, die sich hieran knüpfte, gelangten sämtliche Teilnehmer der Euquete zum Worte, nnd ihren Ausführungen war der einhellige Wunsch und Wille zu entnehmen, die Arbeiten des Verbandes nach Kräften materiell und ideell zn for» dern. Die Verhandlung wurde uach dreistündiger Dauer niit einem anslnnnternden und die erfrenliclie Einmütigkeit aller Interessenten konstatierenden Schlußworte des Herrn Landeschefs geschlossen, der namentlich die die Kooperation des Landes nnd der Handelskammer betreffenden sowie die Anregungen, betreffend das Reklame- und Plakatwesen, die Snb-ventionsfrage usw. in einemResüinee zusammenfaszte. Nlier die Verhandlnng wurde ein detailliertes Pro- Laibacher Zeitung Nr. 125. 1118 31. Mai 1905^ totoll versaßt, welches nnn im^ Zusammenhalte mit den Statuten die Grundlage für die nächsten Aktionen des Verbatides bilden wird, dein geluiß jeder Freund unserer schöllm Heiniat das beste Gedeihen wünschen kann. — (Militärisches.) Das Landwehrinfanterieregiment ^aibach Nr. 27 ist gestern nachmittags zum lriegsmäßigen Schießen nach Bezuljak nlar-schiert. — (laibacher Gem ei nd er at.) Tar Lai-backer Geniein.derat trat gestern abends zu einer außerordentlichen Sitzung znsanunen, inu bezüglich der Niahl der Plätze für das Kaiser- und Pre^eren-Deirk-mal eine Entscheidung zn treffen. Als Referent der Sektion fungierte der heuer nengewählte Gemeinde-rat .U'ejöar, luelcl)er in seinein Berichte hervorhob, daß das Preüercndentlnal nahezu vollendet sei und an die Stadtgemeinde nun die Aufgabe herantrete, znr Aufstellung des Denkmales einen geeigneten Platz zur Verfügung zu stellen. Namens der Stadt-verschönerungssektiou stellte der Neferent den Autrag, daß das Denkmal in das Eigentum der Stadtge-meilide übernommen und auf dem Marienplatze dort, wo die nun demolierten Häuser des Apothekers Mayr und des Handelsmannes Schiffer gestanden, zur Aufstellung gelange. Gemeinderat Dr. Tauöar sprach sich gegen diesen Antrag aus. Die Frage, wo das Dentinch zur Aufstellung gelangen solle, sei von grosser Wichtigkeit und ein eventueller Fehler könnte später nicht mehr gut gemacht werden. Die Verant^ wortnng aber würde deu Gemeinderat treffen. Herr Dr. Tavöar stellte daher den Antrag, daß der Bür-germeister ermächtigt werde, eine Enquete von Fachmännern zu dein Zwecke einzuberufen, nm für die Aufstellung des Preöerendeukmales einen geeigneten Platz namhaft zu machen. In diese Enquete seien zu berufen die Herren: Direktor kubic, Oberingenieur Nnüet, Baurat Tuffe, Baurat Klinar, Oberingenieur Pavlin, die Architekten Dr. Fabiani nnd PIeö n i k, Professor Stnr m nnd Bildhauer Z a j c als Schöpfer des Denkmals. Über das Nesnl-tat dm- Enquete sei dem Gemeinderate behufs weiterer Beschlußfassung Bericht zu erstatten. Dieser Antrag des Gemeinderates Dr. Tavöar wurde mit großer Majorität angenommen. Nachdem noch für den notleidenden slovenischen Schriftsteller Peter Mitlavc-Podravski über Antrag des Gemeinderates k u b i c, ein Uuterstützungsbeitrag von UX) 1< votiert worden ist, wurde die Sitzung nach kaum halbstündiger Dauer geschlossen. — (5l o nfi r mati o n s feier.) Tas Fest der Himmelfahrt Ehristi wird morgen in der evangelischen Kirche durch einen um, 1(1 Uhr (nicht, wie sonst üblich, schon, umi halb 10 Uhr) beginnenden Gottesdienst begangen werden. Nach der Predigt findet die feierliche Konfirmation, einer Anzahl jnn-ger Ehristen statt. —(Impfung.) Vom, 15. Juni an wird jeden Donnerstag nachmittags um!l Uhr im großen Sniale des Mestni Dom unentgeltlich geimpft werdeil. — (Im städtischen Volks bade) wurden vom 2«. April bis 2l). Mai insgesamt M>1 Bäder abgegeben, und zwair für Männer 21M (davoir N;«»l) Dusche- und 5 Wannenbäder), für Frauen M-l (davon 282 Dusche- und 022 Wannenbäder). -- (Die Laibacher V ereins kap e lie) konzertiert heute abends im Hoks „Ilirija" (Vahn-hofgafse). Anfang um ^l Uhr abends. Eintritt l<> 1i. - Morgen Frühstück^konzert in, Hotel „Lloyd". Ansang um ll) llhr vornüttagS. Eintritt frei. — Nachmittags Gartenkonzert im, Gasthause Zajc (Nön.:M) Tonnen. Geschützt sind diese Schiffe durch einen Gürtelpanzer von 22k Millimeter Stärke, der Panzerschutz der Batterien beträgt 1"»2 Millimeter, jener der Türme (in welchen die großen Geschütze installiert sind) 258 Millimeter und endlich das Panzerdeck 101 Millimeter. AIs Offcnsivwaffen führen die Schiffe vier 30^.-Zentimeter-Gefchütze, zwölf 15°Zentimeter°Geschütze, zwanzig 7^-Zentimeter-uno zwanzig 4'7-Zentimeter-, zwei 3'7-^ntimeter-Tchnellseuergeschütze, acht bis zehn Mitrailleuse,!, zwei Oberwasser- nnd zwei llnterwasser-Torpedolancier-rohre. Die Turchschnittsgeschwilidigkeit variiert bei diesen Kriegsschiffen zwischen l7 und 1A Seemeilen pro Stunde. Der Aktionsradius (d. i. das Vermögen, mit einmaliger Kohlenfassung eine bestimmte Strecke zurückzulegen) beträgt K500 Seemeilen. Der durchschnittliche Bemannungsstand eines jeden dieser Schiffe beträgt 7M bis ttl)() Mann. Stapellauf l!X»>/llilU. Der „Borodino"-.ttlasse gehören sonnt Nußland modernste Panzerschiffe an. Der Panzer» krcuzcr „Admiral Nachimov" (in den Grund gebohrt) weist eine Länge von 102 Meter bei einer Blreite von 1l> Meter und einem Tief grange von 8-3 Meter auf. Das Deplacement beträgt 8534 Tonnen, die Zwillingsmafchinen indizieren 77(i8 Pferdekräftc. Der Gürtelpanzer ist 254 Millimeter stark, dor Turmpanzer 2l)3 Millimeter, der Teckpanzer <>3 Millimeter. Das Schiff führt acht 2()-Zentimeter-Geschütze, zehn l5-^entimeter°, zwölf 4'7-Zentimcter-, sechs 3-7-^entiinewr-Schnellfenerg^chutze, zwei leichte Geschütze, vier Mitrailloufen und drei Oberwafser-Tor-pedolancierrohre. Fahrgeschwindigkeit M Seemeilen, Aktionsradius 38M Seemeilen, Bemannungsstano 572, Stapellanf 1885. Die beiden Panzerkreuzer „Di-mitrij Donskoj" und „Vladimir Monomach" (beide in den Grund gebohrt) sind etlvas kleiner und auch schwächer gepanzert und armiert als der „Admiral Nachimov"; sie laufen jedoch schneller (l7 Seemeilen) und stammen aus den, Jahren 1883 und 1882. Das ,^üsteuverteioignug^'Panzerschiff „Admiral Uüakov" ist ein sseines Schiff von, 85 Met^ir Länge, 4126 Tonnen Deplacement, 254 Millimeter Gürtelpanzer, 2«'3 Millimeter Batteriepanzer, 203 Millimeter Turmpanzer, <>2 Millimeter Deckpnnzer. Das Schiff führt vier schwere 25-Zentimeteir-Geschütze, vier mittlere und 2(1 leichte Geschütze, dabei vier Oberwasser-Torpedolancierrohre; Fahrgeschwindigkeit 16 Seemeilen, Aktionsradins 3(XX) Seemeilen, Bemannung 404, Stapellauf 1803. DaH Schiff wurde in den Grund gebohrt. Die beiden Schiffe derselben Klaffe „General Admiral Aprariu" und „Admiral Senja-vin" wnrden von den Japanern genommen. Der geschützte Kreuzer, das Torpedo-Mutterschiff „Svjet-lana" (ebenfalls in den Grund gebohrt) hat als einzigen Panzerschutz eiu Panzordeck von 50 Millimeter Stärke nnd ist leicht armiert. Es führt sechs 15-^enti-meter-Geschütze, vier 7'/2-Zentimeter-Geschütze, zehn 4 -7-Zentimeter-Geschütze nnd zwei 3 -7-Ientimeter-Gefchntze sowie zwei Lancierrohre. Der ungepanzerte Kreuzer „^emc'mi" ist sehr leicht armiert, jedoch eines der schnellsten Schiffe der unglücklichen Flotte (23 Seemeilen); „Kami-atka" (Werkstättenschiff) nnd „Srtesin" (Transportschiff) sind für das Gefecht belanglose Schiffe. — (Die Miliaria in Nuter kr a in.) Über den Stand dieser Epidemie geht uns die Mitteilung zn, daß in der Mt vom 20. bis 28. d. M. im ganzen Epidciniebeneiche 20 neue Erkrankungsfälle vorgekommen, 15 Kranke genesen nnd 3 gestorben sind. Seit dein Entstehen, dieser Krankheit sind !<>7 Personen (2 Männer und 105 Frauenspersonen) ertrankt, von welch letzteren 22 genesen und 15 ge-storben sind. Derzeit befinden sich noch ein Mann und 68 Frauenspersonen in ärztlicher Behandlung. — In den Gemeiuoen Hof und Preena kamen seit geraumer Zeit keine Nenerkranknngen vor, daher in diefen zwei Gemeinden die Epidemie als erloschen zu erklären ist. In d«r letzteren Zeit traten auch zumeist nur vereinzelte Erkrankungen anf und selbst diese weisen eine leichtere Form anf. Die Bevölkerung hat sich überall beruhigt; sie befolgt alle ärztW' Anordnungen auf das peinlichste. Weil das 6p^. miegcbiet lokalisiert blieb, wnrden auch die versäM ten Maßregeln etwas gemildert. -"""' — (Volks f e st.) Wie bereits gemeldet, Vera«' staltet der slovenische Arbeiter-Gesangsverein .,^v vec" Sonntag, den 4. Juni, in Koslers Garten e" Volksfest, bei dem die Laibacher Vereinskapellc^U' wirkt. Das Programm enthält im gesanglichen ^'^ vier Ehöre (Xu uioi'ii von D. Ienko, Kwvuu '" 5n ürvatuku von F. S. Vichar), weites zwölf Nummern der Vereinskapelle und endM Voltsbelustigungen und Spiele. Den Befchluh bild" ein Kunstfeuerwerk und ein Tanz. ^- Beginn dcr u>^ terhaltung um halb 4 llhr nachmittags; Eintritt-" gebühr 40 Ii, Mitglieder und Kinder unter 10 IlM''' sind frei. — Im Falle nngünstiger Witterung wir" das Volksfest am 18. Juni stattfinden. — (Öffentliche Wein lost.) Bei ^ heute vou 7 bis 0 llhr abends stattfindenden Oionate Juni dürfn'» noch zwei, höchstens drei öffentliche Weinkostprolx'" abgehalten lverden. Der Keller bleibt dann bi» ^ nächsten Weinlese geschlossen. Private Bestellung^ werden jedoch lwch üumer entgegengenommen. — (Spende.) Aus Adelsberg wird uns g^ schrieben: Herr Jean Kraigher, ein gebürtig^ Adelsberger, der von, einer Neise aus Indien MN"' kehrte, machte der Lehrnütttilsammlung der hicsi^'" Volksschule ein ausgestopftes Krokodil, eine Bnllc»' schlänge und zwei Kugelfische zum Geschenke. ^^ — (Grotten be such.) Aus Adelsberg lmr" uns unter dem 28. t>. M. geschrieben: Heute trast" mit dem Naclmüttagspostzuge 20 Zöglinge der M"' mer Lehrerbildungsanstalt in Begleitung mchw'cr Professoren, aus Laibach konnnend, in Adelsborg ^ und besuchteu um halb 4 llhr nachmittags die Adel"' bergcr Grotte. Die Zöglinge stiegen im vollkoinnu'" renovierten „Hotel National" ab. ^<^ — (Adelsberger S al on or chests" Der Familienabend, den das Adelsberger Salo"' orchester mn 27. d. M. veranstaltete, nahm """' gläilzellden Verlauf. Sämtliche '.'.'Musikstücke fand"' seitens des zahlreich erfchienenen Publikums llM" teilteu Beifall uiw es mnßten mehrere Prognnin"' nnmmern auf allgemeinesVerlangen wiederholt, lvc^ den. Desgleichen wurden die präzise gesungen^' Männerchöre beifälligst aufgenommen. Erst '""' Mitternacht fand die animierte Unterhaltung ^)> Ende. — Allfeits umrde der Wunsch nach »m'iti'rel Veranstaltung derartiger Fainilienabende aneg^ sprochen, und es ist zu erwarten, daß das Adelsberg^ Ealonurchester bereitwilligst wie immer auch dicf^ Wunsche seiuer Freunde entsprechen wird. ^ ^' verlautet, wird das Adelsberger Scilonorchester ^ Laufe des Äionates Iilni ein Picknick im Freien i>,^ Mnsik und Gesang veranstalten. Hiefür zeigt ^"' schon jetzt in allen beteiligten Kreisen ein reges I" tcrefse. —ö-^ ^ — (Nerei nsausflug.) Der Ausflug ^" Adelsberger Sokolvereines nach Nußdorf und ^ stranek, der ani 21. d. M. wegen schlechter Witterung unterbleiben mußte, findet mir 1. Juni, statt. -^'T' — (Unglücks fall.) Die achtjährige 5k'uM, lerstochter Frnlizisla Iera^a in Brode, Gerichwln'.'" Bischofiack, lernte am 27. d. M. auf dein heimis^! Tachbodeu ihre Schullektionen. Da passierten ^ Nadfahrcr die vor überführende Bezirlsstraße. ^^ H'lädchen Nwllte ihnen nachsehen, trat anf den nclu'> dem Dachboden befindlichen Gang und schob ^' Bodenbrett weg. Es stürzte durch die Öffnung, "'" verletzte sich so schwer am Kopfe, daß es nach k"^ zer Zeit starb. ^, — (Vari6t6 Olympia.) Von morgen an g"' stiert im Glassalon des Restaurant Kasino das bestrc"^ mierte Vari6ts.Ensemble Olympia. Die Gesellschaft '' aus Kltnstkräften ersten Ranges zusammengesetzt und el' hielt bisher in allen Städten Österreichs den größt/' Erfolg. Die Vorstellungen finden nur vom 1. bis c^ schließlich 4. Juni statt; das Programm ist hanptsa'chl^ komisch und dabei hochdezent. Im übrigen verweisen N" auf das ausführliche Inserat in der heutigen Nnmmcl- — (Der I. kroatische Verein «Kolo» ' Laib ach) veranstaltet morgen im Garten des «Narod" Dom» ein grosies Volksfest. Auf dem Programme b ' finden sich Vorträge des Tamburaschcnchores, Koriando" werfen, eine Iuxpost, ein Glückshafen ?c. Auch werde' am Spieße Hammel gebraten werden. Zum Ausscha" gelangt schwarzes und weißes Vereinsbier (Krügel 20 v/' Acgiuu 4 Uhr nachmittags, Eiutrittsgebühr 20 l». ^ailmcher Zeitung Nr. 125. 1119 13. Mai 1905. Nlusio». «aor». in der ZolnlnvlHe. ^, Donnerstag den 1. Iuni (Christi Himmelfahrt) ^lltifikalamt llm 10 Uhr: Fi'mfstimmigc Ni83ii in no-A^. ^' ^lip^ueli^ urellun8«ii uon Dr. Franz Witt, '^Ulja vom selben mit Chumlversikeln, Offertorium ^«näit D5U8 von Anton Focrster. ZN d<^ Ktadtpf<,rrüirche Kt. Iaü^l,>.. 7 Donnerstag den 1. Iuni (das Fest Himmel-^U Christi) nm !> Uhr Hochamt: Ni88u in donorow , ^o Uziriil« Vir8lni8 in l)-äur von Fr. Gcrbic, Graule Alleluja. ^8««n6it 1)eu« von (5. Aug. Leitner, ^'^rinnl ^Lconäit O«U8 von Anton Foerster. Telegramme ^ ll. K. Telegrapheu-Kurrospaudellz-ßureüUL. Der lusstsch-zapnnische Krieg. ^ot'il), W. Äcai. Dil,' vom Adniil'lil Toqo ^in-^ ^^ifrn^'n Verichw rnthalton iin wci'o!itlich<'u (!in^! ^^^'rholilllg dl.'r dor^itt' botanntLn Tatsachen, luo- aa, d<;r Angriff der Japaner mn 27. d. friili erf^nw. ^ich u^i„, l'rswn Angriffe wurden vior rufsischc ^lff^ ^ den (^l'lüld cMohrt und cmderon fchw^rer ^u^'n zugofi'ilft. Am 28. d. erfolgw ^iil neuer Au-^,'ll b(.>i den ^iaucourt-Nockes, wobei ein Schiff floh, ^l)rend fich die kirr zuriickgedliebeum ergcidcn. Der ^"lcht ^tätigt, das; 3^'bo«atov uud 20l)0 Nüssen b ails^'rdcm audere <«» Nüssen gofangei, gouom , ^ lMlrdcn. Hie Seeschlacht dauert gecieinuärlig ^ ^ "'I' so daß noch einige ,^eit Uerlicheu diirfte, ehe ' ^dniiltMs Crc^ebnis bekannt wird. ^ ^'" sl, inaton, Nl). '.v.'ai. Wie die „Post" mcl--^ ' erhielt dao Mm'iueoepartemeut eiuc aiutliche ^sche ans Totio, die besagt, daß da^ Schlacht- > v^? .".^tnj^ Suuarov", da5 Adiuiralsschiff Nordest- ! , ^ijs, untergcaanacn und No^destveu^tii selbst ^-' ^eben liet'omnieu sei. „^ ^ashinatou, :i<». Mai. Tas Maiinedcpartc- ut enlärt auf eine Aufrage, es habe weder pri-, '>>l noch amtlich die vou der Leitung „Post" ge- ach^ H>^^^^^,^ erhalten,, wonach der „.Unjag Su-s ^" uutergeqanacil sei und Noxdestveuot'ij umae° "wnenwäre.' ' ^ ^ undo u, :il). Hilai. ))teulerc' Bureau, lM'lldct ^,^' Petersburg: Der russische .^treu.')<'r „Alinaz" ist ^, -"ladiuostot' eiilgetroffeu. Die Admiralität hat ,'^' ^'achrichten, daß noch andere Schiffe eutkom-' ^^ feie». Der ,^'ommandant der „Alma.z" bestätigt, ^ Kleidung, daß dao Schlachtschiff „>lnM Suva-! , und vier andere Schiffe deo baltischen Geschwa- , ^'' darunter die „Borodino", gesunken seien. z . P e t e r 5 b u r g, :i<>. Äiiai. Linevi<- meldet unter ^ ^ M'strigen: Der Kreryer zweiter blasse „Almaz" ^ , ^n^' j,^ Vladivostok eingetroffen. Der 5l'ommnn-! ^'U d^^ Schiffeo belichtet:' Am 27. Mai uahm die ^ 'lndr^ unter Admiral No/dcsweust'ij in der Meer-' >^' dun Tsushima deu Ualupf unt der jaipanischen ^"^ auf. Im !^aufe dev Tagco sind die Panzer-Un'! "^uja^ Suvarov", „Borodino", „Ovljabja" /. ^r Kreuzer „Ural" gesuuken: da^ Panzerschiff ^'u'rnnder III." wnrd« schwer befchädigt. Zu Ae-^ '' der Schlacht NMrde Admiral ^io/.destvenskij ^ Zündet uud auf ein anderes Schiff gebracht. Nach .V' "'gantenden Bericht deo Commandanten des ^ '"n.;", !)^. ,„ir durch die Vermittlung des Hafen->">nandanten von Vladivostok znkaiu, hat dl)n Matrosen, darulüer drei schwer. Über! ^.^chiclsal der Bemannung der gesunkenen Schiffe l, '1' ^'i: Commandant der „Almaz" nichts auzuge- tw. London, lil>. Ma.i. Das Reuter-Bureau mcl-! f^s nuc' Washington: Das Staatsdepartement hat ^ li^A'Noe ^,^^ ^uw datierte Depesche erhalten: Anit-^ >„,^uil'd gemeldet, daß alle russischen Panzerschiffe,! ^ 'lnonahme dcs „Orel" und des „Nikolai", gesuu-,^' und daß die Admiräle Noidestveuskij, Völker-sj,,^ u„d Nebogatov gefangengenomnien wordeu ^ ^^'tersb ll r g, :'>l>. Mai. (Petersburger Tele» ^^hoN'Agentlir.) !^inevi<' telegraphiert an den 5wi-,^ Uilt^'n^ gestrigen: Die japanische Abwilnng, ^^ "^ nni, 25. d. Siniiaochc'N besetzt hatte, marschierte ^, ^'- d. von dort gegen Aichilipou. Auf denl linken ^ !^l versuchte die feiildliche Vm-Hllt uufere Vor-u ällriiclzutreiben, nnn'de, aber zurückgeschlagen, sg ""ndou, !i<>. Mai. Die japanische Gesandt-^^t veröffentlicht folgende Depesche aus Tokio von: ^'"A'n: Die vier erbeuteten russischen Kriegsschiffe hns> " ^'"^ lvohlbehalten nacl, unseren NriegS-^u gebracht, und zwar „Orel" uach Maidsaru, „Imperator Nikolaus I.", „Admiral Apraxin" ilnd „Admiral Senjavin" nach Saseho. Die Tricstcr Bombcnaffäre. Wien, :i<). Mai. ^n den, Prozeß n>egen der Triester Voinbenaffäre fällteu heute die Geschworenen nach Meieinviertelstnndiger Berawug das Verdikt. Die Hauptfrage wegen entfernter Mitschuld am Hochverrat wurde bezüglich aller vier Angeklagten einstimmig verneint. Suban wurde der Aufreizung gegen die Staatsgewalt und der Majcstätsbeleidi-gllug durch die Verbreitung von Flugschriften ohne Kenntnis des Inhaltes einstimmig, wegen Störung der öffentlichen Nuhe lind Aufreiznug durch Hisseil der Trikolore mit zehn gegen zwei Stimmen schuldig erklärt. Tasselbe Verdikt wurde bezüglich De Pauls gefällt. Salatei und Cozzi wurden der Ge Heimbündelei einstimmig schuldig, bezüglich der anderen Punkte der Auklage nicht schuldig erklärt. Sn-ban wurde zu s<Ä)S, Tepanl zu ueun Monaten schweren Kerkers mit je eiuem Fasttage monatlich verurteilt. Salatci wurde wegeu Geheimbündelei zu W0 1v Geldstrafe verurteilt, (iozzi wurde freigcsprocheu. Cin Attentat auf den König von Spanien? Paris, Al. Mai. Es verlautet, daß ein den Gerichten bekannter Anarchist gestern nachmittags anf den König von Spanien mit eiuem Dolch losstürzen wollte, aber verhaftet lourde. Auflösung der serbischen Skupfchtina. Belgrad, !il». Mai. In der Slupschtina gelangte ein königlicher llkas zur Verlesung, mit dem die außerordentliche Session geschlosseil, die Skup-schtina aufgelöst, und die Neuwahlen für den 2:i. Juli angeordnet werden. Gleichzeitig wird die neue Skup» schtina für den 7. August einberufen. Ausweis über den Stand der Tierseuchen in Kram für die Zeit vom 17. bis 27. Mai 1905. Erloschen ist: der Milzbrand im Vezirke Adrlsberg in der Gemeinde Sla- vilm (1 Geh.); die Schweinepest im Vezirle Tschernembl Stadt (3 Geh,); im Bezirke Gottschcc in der Gemeinde Vaujaloka <2 Geh.); im Bezirke ttrailü'urss in der Gemeinde Zirtlach (1 Geh.); im Bezirke Rudolfswert Stadt (1 Geh.), in der Gemeinde Tressen (1 Geh.); im Bezirke Nadmalmsdorf in den Gemein» den Müschucich (1 Geh,,, Ovsisc ^l. Geh.); die Wut im Vezirke Adelsberg m der Gemeinde Dorneaa (1 Geh.). Das Land llrain ist somit derzeit seuchenfrei- K. k. Landesregierung für Krain. Laibach am 28. Mai 1905. Angekommene Fremde. ! Hotel Elefant. ! Am 3 0. Mai. Blody, Kommissär; Wwy. Beamter; Glülthut, Schäffcr, Topftelhofer. Vartling, Vlühweiß, Me., Graz, — ilkotalj, Fachlehrer. Voitsberg. — Schadenhofer, Privat, Trieft. — Komorovsly, Pfarrei; iituhn, Ingenieur; Delak, Privat; Zuza. Disponent; Fuß, Kolb, Herrmann, Gold« berger, Geiringer, itohn, Neumann, Puschyniak, Krallo, Klein» berger, Görner, Knorr, Thieberg, Wte,, Wien. — Schulz, Privat, s. Tochlcr, Eipel. — Ulrich, Kassier; Navagny, Ingenieur, Woch,°Vellach. — Barauh, Nfm., Kolscar. — Stiigcr, Kfm., Agram. — Stern, Kfm., Dresden. — Slibar, Kfm., Selzach. — Weber, Kfm., Preßburg. — Kornguth, .ttfm., Prag, — Faber, Kfm., Stuttgart. - .Mvcit. Kf,n,, Weixelburg, Verstorbene. Am 29. Mai. Vinzenz Tomazin, Bäckeigehilfe, b9 I., Radetzlhstraße 11. Domunti-l «l'>>,. I'nouinnni». A«l 3 0. Mai. Ednard Mahr, Kaufmann, 74 I., Sal« locherstrahe 11, I'^omill elü-on., ^lnr^nmu». Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehühe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736'0 mm. n 'L^l. N. 738 - 5 20 3 NO. z. starl^ teilw. heiter "" 9 » Ab. 738-7 17-2 NO. mäßig heiter 31.l 7 U.F. ! 738-1 > 11 6! SO. schwach j » , 0>0 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 15-9', Nor» male 1b 8°. _________ Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. ran* «Josef- kBITTERQUELLE | S das beste I W nalurliche AbfuhrmiHel. 1 Niederlage bei don Herren Michael Kastner und Peter Lassnik in Laibach. (679) 26-14 ^---------— I w I Z&Cii 11 IK] Vollständigstes I 1 ¦ Thni^TTUHI^AHRUNGSJV"TTgL B JMBC^Ik l^llwlii'H für Säuglinge. I 2U l/£RSUCHS2WECKEHA^^OSe!^^T^or^^^ Den P.T.Hebammen stehen Probedosen u.Broschürengrdtis l/ur Verfügung im Central-Depot F. BERLYAK, WIEN,-*-^ ¦—¦1—^— l. Weihburqqasse 27. jjg TjUBHUIIIIIIiü : ^(¦¦¦^^¦¦HB^BBHllllili noüitscüer „otyriaplle" Hs?er Magengeschwüre und Krämpfe, 2—1 Är7tliph Brightsche Nierenentzündung, himiiuii yQHa Bachen- und Kehlkopfkatarrhe, omn. Magen- und Darmkatarrhe, """ ZÜaliche Harnsaure Diathese, fnhlpnT ZU9"CWe Zuokerharnruhr, 1UI>IBIil Heilenf nlnt* ¦ Hartleibigkeit neiieriDige ¦ (18O3) 2_2 Und Leberleiden. ^^^P Ueborall ku haben. unentbehrliche Zahn-Creme erhiilt die Zühne rein, weiss und gesund* r Ein« (1460) 26-8 1 Quelle der Kraft für Alle die sich matt und elend fühlen, nervös und energielos sind, 1st SANÄTOGEN. Von mehr als 2000 Ärzten aller Kulturländer glänzend begutachtet. Zu huben in Apotheken und Drngorien Biuscliiirn gratis und franko von Bauer & Oie., Berlin SW. 45. (ii'iioral-Vortretung für Österreich-Ungarn ¦ L C. BRADY, Wien, I., Fleisohmarkt 1. Hotel Ilirija. Heute Mittwoch den 31. Mai I. J. Garten-Eröffnung mit Konzert ausgeführt von der Laibacher Vereins- kapelle unter persönlicher Leitung dos Kapellmeisters Herrn P o u 1 a. Um zahlreichen Besuch bittet Fritz Novak, Hotelier. Anfang um 8 Uhr abends. Eintritt 20 h. Bei ungünstiger Witterung lindet das Konzert im Saale und die Garteneröffnung am Samstag den 3. Juni statt. (2296) P^p"* Kasino-GlassaEon. ~^Q täglich von DouiMTNlag den 1. Jnni biw Souu-tafz «lvii 4. Jnni: Gastspiel der beliebtesten und besten Thcatcr-\ari6t6 -Gesellschaft Olympia lciMtiuigHl'äliigNtes Kuseiiihle Oster-reielis mit durchwegs neuem Original-Programm. P ernonen: (2305) lUftzi Heisinpfer, die beste deutBche Vortra^s-Soubrette. — Jowellne Grill, Possen-Darstellerin. — Fritzi Ferre, Soubrette. — Altred Iflenznr, Original-Humorist. — Franz Wttjfuer, der beste Komiker mit seinem solbstverfaßten Repertoire. — Edmund I^indner, Karikatuien-Kmniker. — tieza liedovNky, Kapüllmeister. Anfang um 8 Uhr. Eintritt 40 kr. Zur lleiichtnng : Es wird besonders danuif aufmerksam gemacht, da(3 nicht mit Ansichtskarten hausiert wird und außer der EintrittsgebUhr nichts weiter zu bezahlen iat. d I Laibacher Zeitung Nr. 125. 1120 31. Mai 1905^ Photogvaphische Apparate sin- Dilettanten. 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Um stilles Beileid wird gebeten. Laib ach am 30. Mai 1905. , BcerbiaunMnstalt des Franz Dllberiet. ! I Danksagung. > Für die vielen überraschenden Beweise beiz« > lichster Teilnahme anläßlich der lurzcn MaiMu l und beim Ableben unseres innigstaeliebteu kalten, ! Vaters, Bruders, Schwagers, Ontels, des Herrn Walentin Gsrar ! l. l. Schul dieners I sprechen wir allen Teilnehmenden hiemit den wal»^ ! sten Dank ans. Insbesondere danken wir der hoc»' würdigen Geistlichkeit, dem Herrn Direktor Auto» I Cerniuec, den Herren Professoren, den P. T. Lchtt^ innen und den Herren Kollegen des Verblichene» die ihn zum Grabe geleiteten sowie auch den Spenden der prächtigen Kränze. Ferner danken wir herzlich! allen Freunden und Bekannten, die überaus za^" reich dem teuren Verewigten die lehte Ehre erwiesen Laibach am 30. Mai 1905. Die trauernden Hinterbliebene». Kurse an der Wiener Oörse vom 30. Mai 1903. ^ ^m ^Men nur^« Di? notierten Kurse verstehen sich i» Kroncnwährung. Die Notierung sämtlichcr Altle» und der »Diuersen Uosc» versteht stch per Stuck. Allgemein» Staateschuld, ««lb Wa« «inhkltl, Nente in Noten Mlll' ^tovember p, K. 4 2"/« . . . 100-55 100"?l> inLllb.Iän. Iull pr.tt^-^/n 1<«>-4<» ,00 «>» „Nol.l>ebr,-Ä>ls>,pr,lt,4 i!«/„ loi oz ,<)1 iü> ,, ,, «pril.'0l<.pr.K,4-2<'/<, ^«1 05 l01^5, l»54er Ltallttlose 250 fi. 3 2«/, —>— — — l!M»er „ buu ft. 4°/u 158 ?5 160-75 l«60er ,, 100 ft. 4°/n ll>3-— l»!>'— l»U4rr ,, 100 st, . . A!<5 — 2»» — dto. „ 50 ft. . . 295 - 898 — Hum.°PIanbVr. ü 120 st. 5"/„ . 2N3'«Ü 295 85 Zlaatoschuld der im Kelch»» ralt vertretenen Königreiche und Kändll. cetterr. Golbrentc, ftsr., 10« ft,, per ttasjc.....4°/, 11« 75 II9-35 dtu.Nenle inVronenivähr,, stfr., per Nasse.....4°/„ I00'b0 l00-?n d»o. dto. Kto. per Ultimo . 4"/„ iuo'4l> 10«, «5 bestell,I»vestitions°Uen/,°/„ S3 25 S3 45 «isenbahn.EtaatSschnld. uerschrribungtn. ltllsabethllah» in V., stcuersrei, ^, ÜU.0W N^llne» . . 4"/„ 119— 120'— .Hranz Iuses Äahn in Silber (div. St.) .... 5'/<«/„ «28 5,0 12» 50 !«>lonls«bal)n in Kronenwähr. stencrfrei (dlv. Lt.). . 4"/<> 1(», «0 101 25 Vl'rarlbergbllhn ln Kronenwähr. steuerf,-., 400 Krom'i, . 4«/« I0040 101-49 Zn Vtantt»schnN»verschreibnn> Nr« abnlftcmp.Elscnb.'Attie». Uclijabetlibal)!! 200 fi, KW, b'///» von 200 st.......b«»'— 505i>0 dlo. Linz Vübw. 20tt fl. ö. W. S. °'/<°/«........4S1--463-- »lo. Salzv.'Tir.iüwll. 0. U.E. »"/,.........442 85 44425 5. Narl'Lunw.-Ä. 200 sl. KM. b"/o von 200 fl......—-— —'— Eeld Ware Vom Staate znr Zahlun» übernommene «isenb.'Prlor. Obligationen. «llsllvelhvllhn san u. »uoo M. 4°/„ ab 10"/n...... 117-- 118 - «tlisabetlibahn, 400 u, 2000 M. 4"/„......... 119 20 120'L" ssranz Josef,.«.. Vm, 1884 lbiv. 6t.> Sllb,, 4"/u..... 100-55 101'bü Oalizische Karl Ludwig Äah.« (div, Tt.) Silb. 4"/« . . - lOU-85 101-35 «orarlbcrlier Bahn, Vm. 1884 ^biv, Ot.) SUb. 4"/u . , . 100-45 101-45 Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. 4°/„ un«. Goldreitte per Kasse . 118 t» 118 »0 dto. dto. per Ultimo , . . . 11« 05 118 25 4"/« dto. Rente in «roneuwähr., steuvrfrei, prr «lasse ... 97 80 «8'l0 4"/„ dto. bto, btu. per Ultimo . 9?'«5 08-05 Ung, St.-Eis.M»I, Gold 1U0 sl. — — —-— dto. dto. Silber 100 fl. . . . —-— —— dto. Swat^blin, (Ung. Ostb. v, I. 1876...... —'— — — dtu, Schanlrrgal.Ablöl.^Obliu. —'— —-— dlo, Pram.-A. ü 100 avo». delto 98°) 107 55 Aiilehen der Lladt Gürz . . — — —'— Vlnlehen der Sladl Wien . . .103 40 10440 dlo. dtu. (SUber od. Gold) »22 75 i23'?5 dlo. dto. <1«»4). . . . 99-15 10!'-1!, dtl), dto. (1!,98), . . . 100-30 101-80 Aürsfl'llli-Anlehe!,, ucrlo^b. 5"/^, Ub-75 IN075 4°/,, N'iainer Laudeö-Anletien , —'— —-— Veld Ware Pfandbrief« «tl. Vodlr. all«, «st, in 50 I. verl. 4"/, 99-80 ion-8" N.-österr.Lande« HYP.-Anst,4"/„ 10040 l0l-<0 Oest.°ung. «anl 40>/Mr. »er!. 4°/u......... 100-60 101 ,'U bto. bto. bojähr. veil. 4°/s, ll'1 »5 «02 Nii Sparlasse. 1. ljfl,, »>UI., veil,4"/« im 2» 102 2» Gisenbahn-Priorillll«. Obligationen. sserbma»d«"Nürbbahn Em. 188« ,01-70 1027« Oeslerr. Norbweslbahn . , , ,<>8-uu i<>9 90 Staatsbahn....... 4««-— 428- Südbahn il 3"/n oerz. Iünn,°IuIi »2» «0 3li» «0 btu. ü. 5"/<,...... l2tl 35 «27 »5 Una,°galiz, Äahn..... «12- HI- 4"/a Untrrlrainer Gähnen , ,-------— — Diverse Los» (per Stück). «erzinöllchc °s«. 3°/« Vodentredit-Lose Vm, 1880 »07 — »l4-~ 8"/n >. ,' Em, 1889 80?-— »18 ^0 4°/« Dllnau-Damvfsch. 1»« ll, . ..-——-— l>°/u Donau Negul,-Lose . . . 2?« - 2»I'5l llnverzwsllchl Lose. Vudav. Basilica (Dombau) 5 jl. i>6 z«5 27-L5 Nreditlose 100 fl...... 485-- 4«5-- Clary-Uose 40 fl. KM. , , . 158 25 lNN ^t> Ofencr Lose 4« fl..... ,5»».- ,76- Palssl,°z.'o,c 40 sl, KM. , . 175-., l55'- «utenlneuz. Oest. Ges., u, «0 sl, f>7 »>,> 5« «» „ ,, IM«. ,, „ 5fl. 37-75 38 75 Nudolf-Luse 1» fl..... s,4-— S8-- Salm Lose 4" fl...... 2!«-—2'e ! Aktien. Hranoporlunler-nehmungen. Nusfig Tcvl. Eisenb. 500 II. . . 2320- «880-Vau- u. >t!etr!cb« lj>es. fiir städt. Slrahcnb, in Wien lit. 6, . —-- —-— dto. btu. dto. lit. U . -— --— V«bm. Nordbalin 150 sl. , .371 — 377 — Buschtiehrader «ls. 500fl, NM, 3«?5- 3«85 dto. dto. (lit, ll) 200 fl. 1127' »132- Donau'Dampfschlffahrlö» Vefell, Oesterr., 500 fl, KM. . . . «94-— 1002- Dni'Äodcubachcr E.«Ä. 400 K 5,5 — ,^20 - sserbina!!d«Äiurdb.l»0Nfl. KM. 5«10- .^850 Lcnlb. L^rnow,- Iass» -Eisenb.» ! Gesellschaft 20» fl. i2. , . . ^?-— 58» - Lloyd, Oest., Iriest, 5n„ fl. KM. >iN?-- «75 - Oesterr. Nordwesital,» 2"0 fl. E. 429 — 4»l- > bto. dto. (!>t. U) 200 sl, Z. 445 — 44? — Pray.Tulertilnib. »W fl.avyN, L2" — «31 - Staatseüenbcch» 20,> sl. S, . , N«7'25 »>6><-2ii Kubbakn 20» II, S..... «8'1» 89 «0 Südnordd, Vcrl,,°H. 200 fl. KM. 4»1 - 412'7O TramwanVef,, NeueWr., Prio» lilalj!>Altien 100 fl, , . . 19 — 20 — Un«.-»in!iz, Eilend. LONfl. Silber 4<,8 75 404-- Un8,Westl>,(Raal"Glaz120UfI,Z, 403 25 401 - Wiener Lolalbahnen>«tt.«e!. . l«5 — lüO sanken. »Unalu-OeN. Van! 1^0 tt, , . N08-- 3»3-5n Vllnlverein, Wiener, «<»» sl, . 55,2 50 553 50 Vudrr.°«»st , llcsl,. 200 f! ,2. . »„23- 102« Krdt.-Äusl, s, Hand, u. 0,1„,. 200 fl, . 782-50 753-50 Pepufitenba»!, AUt,,, 20» fl. . 4«8 — 487 — Wtonipte-Gel,, Äldrüst.. 400 X 540 — 542 — Glro-n, tkasmw,, Wiener 200 fl, 442-— 445 — hypothelb., Oesl..««0fl.8l>"^^, 30ü — 3I0-— ("^! .. iiöndrldanl, llest.. 200 !!. , H«"^, Oestrrs-unnar, Nan!. »00 f>, ""»., ^ Unionbanf 200 N, . , "?°ü^0" Verlel,r«l,anl, «ll«, 14" fl. , , '^ InduNrii'Vnler' nehmungen. Vauges,, llllg. Üst,. 100 f>. . , l"^ Ggtidicr Elfen ,md Gtahl In», ,^ ^"" in Wien llX> tl.....71. _ l^'" Le!t!g..Vrste. «0«fl. ^.^^»j«'' ,.(kll'enn,hl". Vapierf. u. V.-G, '^. lö'«^ «irsingrr Arauerei 100 fl, . . ^',,7^', Moutan Vesellsch,. Oest..alpine, ^«,, ^?< Pruger EiseiiInd.-Vn, ^00 ll. ^^!!»!?^ Naln,o-Larj, Oteinlohlen »00 f!, ^.^l,?«^ „Schlölllmichl". Papierf. 200 sl, 2»^ !<3j" „Etoyrerm,",Paplerf, u, N.'^- ^"^!,^ Trifailrr ,«ol,Iellw Vrscll. 70 sl. »" ^ ^,ü^ W,»ffens. G,,^est.inÄzien.'Oofl. 6" Waagon-Lellianst,, »lN«, in Pest, ^„.^.gi"" 400 li ....... ?«3-^'"^ Wiener Hllugelrllschaft 100 fl. , '«,,,^.»6» Wieneruerger Zilgsl^ltlen«««!'. "°" Deoisen. Kurze Sichten. ^^ Amsterdam....... "A u'F Deutsche Mätze...... "?' ^<' London........ "''A kb°° Pari«.........^°." - St. Petersburg......^ Daluten, ,,? Dnlaten........"^Z ^ liossranle» Stilcle..... .<",«? »'Ä Dcntsche «cichsbcmlnoten . - '^.?„ ^.°I Italienische «anlnoten . . - .^' ^' !«nbel° Noten...... ,2^^ 133123.- -u.:n.a. 'Varteijfu.f «4>n K<-ne«n, I*l'nn>ll>rl«ren, »'rlorltAtvn, Aktien, I Loiru *•!<•,, »evlirn und *»lnwn. | (in) Los -Veraiohernng. , «V. C. Mayer i r.nlbncli, Spitaljraxqf*. Privat-Depots (Safe-Deposits) ^ Verzlniunq »ob ar-EInlagga Im Xonto-Horrent- and auf Bira-I^^^