Nt. 88. Mittwoch, 17. April 1889. l08. Jahrgang. kMcher Zeitung. "'lUX»'' ".^"biii^^ll ?°Nv«ls«nbllng: «an»l«hlig fi. lb, halbläbrl« ,I.7,«>. Im « ° mpt ° l»: ^'" ^>««t« zl«.l"s U o. ^ ^^ Zufiellun« in« Han«' gaiiMlig si. i. - I»sc?tl°»«»,»»,l y«l ^,^^^^ '" "» « ^ den Adelstand mit ^geniht '^alensegg. allergnädigst zu ver- ^st!r En.cI^Wstolische Majestät haben mit ?'"cten >>n^ M^hung vom 8. April d. I. dem ?le in N ^.^°tdocenten an der technischen Hoch. Honig den Titel eines auher^ -p^sejsors allcrgnädigst zu verleihen gernht. !? ^"er^?^^lident als Leiter des Ministeriums ^zirlz^n Nem'eruussecretär Franz Kolenz i«uptnlllune ,n Kärnten ernannt. hat die im hierortigen Ver-ä.'" der n un?« F' Finanzwach-Obercommissärs-3?sär Ich7b^^"gsclasse dem l. k. Finanzwach. 3^Ne N»n^""'tsch „,,d hie hiedurch offen '" der zehnten «^hel verlich """«MachMespicienten Engelbert ^ Nichtamtlicher Iheil. ^r 5/?iche Verfolgung Boulaugcrs. feitet. Der"f, ^M Voulanger und Genossen ist ^ !> °ls Etaat!^.^^^ Senat hat sich in feierlicher '«tt?°^ ""stit./iert.' um, wie es in ^ ^ Handlnn ^"Z"Ullenen Berufungsdecret heißt. «^EtHu^n des Attentats gegen die Sicher. ^. °" M nrü°.?"berer damit zusammenhängende "^", A"« ""^'len, welche Herrn Georg Ernst ^' ^d allen " ^ ^ Ruhestandes und Abgeord» V„^ Unters^°"°""l zur Last gelegt werden, die «>t/Vr""2 entdeckt werden.. Ohne theatra« ^h ..^ ihm /n. c" einfachsten Ceremonie! hat der ^enVlle Een^ '^"^^"k Richteramt übernommen. !zll vm"r "schien n"!! "°"" su dem entscheidungs. ^<"/. b's «us' !" würdia und ohne Zwischen« "" ^ °'e ihr-n an ^ kindische Demonstration der ^V derm" c. "^"^ llegen den feierlich-ern. ^?deln ^..^""'lung dadurch kundgab, dass sie im Fest. gewande zu erscheinen, sich im Straßenkleide eingestellt hatte. Der Hergang dieser denkwürdigen Senatssihnng, deren Bedeutung duich die ToiletlcN'Dcmonstlatimi der Nechten wahrlich nicht abgeschwächt werden konnte, war kurz folgeuder: Unmittelbar nach der Eröffnung der Sitzung brachte Leroyer das Decrect, durch welches der Senat als Staatsgerichtshof constituiert wird, znr Verlesung. Sodann trat nach crfolgtem Namensaufruf der Generalprocnrawr Quesnay de Veaurepaire in den Saal und verlas folgende Anklage: «Wir, General. Procurator von Paris, erheben die Anklage auf Gruud von Documcnten uud Acten, aus welchen hervorgeht, dass ein Verbrechen des Attentates gegen die innere Sicherheit des Staates auf dem Gebiete der Republik begangen wurden ist, namentlich in Paris, und zwar seit zehn Jahren, hauptsächlich aber in den Jahren 1888 nnb 1889; dass dieses Attentat durch Hand« lungen gekennzeichnet worden ist, die theils ausgeführt wurden, theils Versuche blieben. Dass sie die Wirkung verfehlten, lag nicht an dem Willen der Urheber. In Erwägung, dass aus denselben Schriftstücken hervor« qcht, dass ein Complot in Znsammenhang mit dem Attentat zum Zwecke der Ausführung desselben au« gestiftet wurde; in Rücksicht auf alle Verdachtsgründe erheben wir die Anklage gegen Georg Ernst Bou> langer, gegen Arthur Dillon und Victor Henri Rochefort.. Die Anklageschrift schließt mit dem Antrage, «dass der Gerichtshof die Untersuchung gegen Bou» lauger, Dillon und Rochefort, eventuell gegen alle anderen einleiten möge, welche im Laufe der Untersuchung namhaft gemacht werden follten». Das Nctenmaterial, welches der Gcneralprocurator übergab, umfasst die Copieu saisierter Briefe uud Depeschen, Polizeiberichte über den Verkehr Voulangers uud der Commissure mit den Prätendenten, über Conversationen zwischen Bou« lauger uud desseu Iutimen, saisierte Korrespondenzen uud amtliche Berichte über Werbevrrsuche in der Armee und Agitationen in den Departements, über die Propaganda durch Druckschriften und Bilder sowie über verschiedene Wahlactionen. Nach der Verlesung der Anklageschrift erklärte der Senatspräsident, dem nach' gesuchten Anklageverfahren Folge zu geben, worauf sich der Senat als geheimes Comite constituierte, um sofort über die Eiuleitung der Untersuchung zu berathen. Das Ergebnis der geheimen, äußerst stürmischen Sitzung war der mit 210 gegen 55 Stimmen gefafste Be» schluss, dass die Untersuchung zu eröffnen fei^_______ Der Senat hat nun einen Weg betreten, auf dem es keine Umkehr gibt. Der begonnene Process muss zu Ende geführt werden, mag sich sein Ausgang wie immer gestalten. Die Verhandlungen gegen Boulanger und seine Schicksalsgenossen müssen leider in «onlu-macilim durchgeführt werden, da es von den drei Hl'ldcn natürlich keinem einfällt, sich dem Staats' gerichtshofe zu stellen. Wie an den tapferen General, so hat das bonlangistische Ngitationscomite" nun auch au Dillon und Rochefort die eindringliche Bitte ge« richtet, Frankreich bis auf weiteres zu meiden, eine Bitte, die begreiflicherweise nicht vergebens gethan wurde. Der Laternenmann und «Graf» Dillon theilen längst das freiwillige Exil Boulangers und tragen so< wenig wie dieser das Verlangen nach einer Märtyrer« krone. Die Herren haben augenblicklich in Brüssel auch weit Wichtigeres zu thun, als vor den Schranken des Staatsgerichtshofes zu erscheinen. Sie stehen, was nun ein offenlllndiges Geheimnis ist, mit dem Prinzen Victor Napoleon in Verbindung, und diese Beziehungen haben sich schon so intim gestaltet, dass das nun bei« nahe vollzählig in Brüssel versammelte boulangistische Nctionscomite bereits gemeinsame Sitzungen mit den dortigen Bonapartisten abhält. So wird beispielsweise mit voller Bestimmtheit gemeldet, dass Boulanger im Hotel «Mengelle» einer Parteiconferenz präsidiert habe. welcher vier bona-partistische Abgeordnete zugezogen waren. In trauter Freundschaft saß man da zusammen und berieth über die Aufstellung von Candidatenlisten für die nächsten Wahlen. Ob die stolzen, kühnen Hoffnungen.tdie Bou« langer auf diese Wahlen seht, sich wohl erfüllen werden? Der Wahltag ist noch in weiter Ferne, und bis dahin hat Frankreich vielleicht das Urtheil sanctioniert, das den Chef der gegen die Republik gerichteten Verschwörung nuu zu treffen droht. Instruction für die behördlichen Abgeordneten bei Vereins- und Volksversammlungen. Der Minister des Innern hat mittels eines an sämmtliche Länderstellen ergangenen Circularerlafses die folgende Instruction für die behördlichen Abgeordneten bei Vereins« und Volksversammlungen hinausgegeben: 1.) Der zu einer Vereins« ober Volksversammlung im Sinne der Gesche vom 15. November 1867 über das Vereins« und Versammlungsrecht entsendete behördliche Abgeordnete hat bei derselben in der Regel in Uniform zu erscheinen. Die Beobachtung eines höflichen. Zwilleton. °""!chen Denkmäler des lraiuischcn ^den. V"ldesmn!eums. V5? . Lllnoesm^'^"schen Sammlungen des >h de""s besv^^s Nudolfinum an dieser iH listig. U d,e Augen geführt werden. Es Me5",ch/ da z das trainische Landesmuseum ^°tf^be. alle?n " vorzugsweise prähistorischen Ve" 3°. buchn " -°^ ^ie darin aufgespeicherten '"e r r^ eine" mV .^^veigend übergangen "^ linder wichtige Cultur. ^ °?^er uni 3^'"f""de der Zahl nach be-5 "0H Mllm er^'^be" von den prähistorischen man möge bedenken. ^"U> "mi^ «estellt sind. dass z. B. noch ö>i2 und H Münzen einer systematischen ll A s^^l imeÄ^'"ung entgegensehen. Auch ^ H>ter" sWe Objecte aus der rönnschen l",i^X, «>'s schlv" 'chlw Mosaikboden und der s^ttd^>M ^ 3? Marmor) im Kell.rraume >s ,« d°her <^"' sind nnr schwach beleuchtet ^l^Hfch «bethen" ""'""' ^"^"' ^ "'bach befindlichen römischen Denkmäler im Landesmuseum vereinigt sind, sondern dass, abgesehen von vielen privaten Sammlungen, noch eine ganze Collection von römischen Inschriftensteinen im unteren Gange des Lycealgebäudes eingemauert bc« lassen wurde, während man doch billiger- und natürlicherweise auch diesen Denkmälern im neuen Museal-gebäude hätte einen Platz anweisen sollen, um so die gauze Sammlung beisammen zu haben, wenn dies auch mit etwas mehr Unkosten verbunden gewefen wäre. So sieht aber die Inschriftensammwug im Hochparterre des Museala/bäudes recht ärmlich aus (es sind näm. lich nur die 32 seit dem Jahre 1877 fürs Museum erworbenen Inschristensteine daselbst eingemauert) und kann unmöglich dem Besucher eiuen richtigen Begriff von der Reichhaltigkeit eben dicserartigen historischen Denkmäler in Krain machen. Was die Fundorte der im Rudolfinum aus' gestellten römischen Denkmäler anbelangt, so ist zu bedauern, dass gerade au» den schon seit längerer Zeit als römische Ansiedclungeu bekannten Orten so wenig ins Mnseum gelangt ist, dass also viele kost. bare Gegenstände bereits zerstört oder verschleppt und fürs Laud wahrscheinlich unembringbar verloren sind. So ist von den wichtigen Fuuden des Lorcuziberges oberhalb Billichgraz nur weniges mehr vorhanden, und auch Adrans (Trojana) und I'i-liLloi-ium I^lubicni'mn (jetzt Tressen), ja sogar Emona selbst sii'd noch nicht genügmd vertreten. Desto reichhaltiger hingegen sind die Provenienzen aus Nauportus (Oberlaibach) und vor allem aus Nevioduuum (Drnovo, Brege, Oorica uud westlich hin bei Zaloke in der Nähe von Alch). Am charakteristischesten für die Römerfunde Krains sind wohl die Haus» und Fensterurnen, d. h. nach oben kegelförmig geschlossene, theils rothe, theils schwarze Thonurmn. die gewöhnlich einen Vogel (Hahn, Taube u. s. w.) an der Spitze haben. Die vordere Seite dieser Urnen hat ganz das Aussehen einer Hausfront mit der Hauptöffnung in der Mitte, dann darüber bogenförmige Fenster und quadratische oder auch kreuz, förmige Oeffnungen. Durch die beschriebenen Thüren und Fenster wurde der Leichenbrand in die Urnen eingeschüttet und diese letzteren dann wahrscheinlich mit der verzierten Front gegen den Zuschauer zu aufgestellt. Außer dieser Art Urnen besitzt das Rudolfinum noch viele bauchige, oben offene Thonurnen, wovon die größte (in einem gemauerten Grabe zu Oorica gefundene) 78 cm hoch ist und einen Umfang von 150 cm besitzt. Sie diente einer ganzen Familie als Aufbewahrungsort des Leichenbrandes ihrer Angehörigen, und wurde dieser durch ein Loch in der Deckplatte in die darunter befindliche Aschen» urne eingeschüttet. Neben den Thonurnen kommen noch thönerne Amphoren vor, worunter die auffallend schlanke aus Zalole herrührt. Von den übrigen Thongegenständen ziehen in erster Linie unsere Aufmerksamkeit auf sich die 140 Lämp. chen (die meisten aus Neviodunum und Emona), welche den Todten als «ewiges Licht» mit ins Grab hineingegeben wurden. Die meisten sind roth gebrannt (nur wenige sind glasiert) und mit verschiedenen Darstellungen en i'LNLl' aus der römischen Mythologie an der oberen Seite sowie mit FabMsiempew am Boom Laibachel Fcttung Nr. 88. 730 IT^MM^ taktvollen, aber entschiedenen Benehmens wird ihm zur besonderen Pflicht gemacht. Er hat sich dem Vorsitzenden, beziehungsweise Leiter der Versammlung, in seiner amtlichen Eigenschaft vorzustellen und, falls hiefilr nicht schon Vorsorge getroffen sein sollte, das Begehren um Einräumung eines angemessenen Platzes zu stellen, wel» cher ihm den mündlichen Verehr mit dem Versamm« lungsleiter leicht macht und einen Überblick über die Versammlung ermöglicht. (§ 18, Absatz 1 des Gesetzes über das Vereinsrecht und § 12 des Gesetzes über das Versammlungsrecht.) 2,) Der behördliche Abgeordnete hat den Vorsitzenden, beziehungsweise den Leitcr und die Ordner der Versammlung auf die ihnen nach dem Gesetze obliegenden Pflichten sowie auf ihre Verantwortlichkeit bezüglich allfälliger Gesehesverletzungen unter Berufung auf die Bestimmung des 8 17 des Gesetzes über das Vereins-recht, beziehungsweise auf die Bestimmung des H 11 des Gesetzes über das Versammlungsrecht, aufmerksam zu machen. 3.) Im Verlaufe der Discussion obliegt eS dem Re-gierungs-Abgeordneten, über die Person der Antragsteller und Redner unter Berufung auf den 8 16 des Gesetzes über das Vereinsrecht, beziehungsweise auf den 8 12 des Gesetzes über das Versammlungsrecht, Auskunft zu verlangen, insofern ihm diese Persönlichkeiten nicht etwa bereits bekannt sind, auch hat derselbe, falls es sich um eine öffentliche Vereinsversammlnng handelt, sich darüber Gewissheit zu verschaffen, dass die gedachten Personen Mitglieder des Vereines oder geladene Gäste sind (8 14 des Gesetzes über das Vereinsrecht). 4.) Einen Redner direct anzusprechen, denselben zu unterbrechen oder sich in die Debatte zu mischen, ist dem behördlichen Abgeordneten mit Rücksicht auf die Bestimmung des § 17 des Gesetzes über das Vereinsrecht und beziehungsweise des 8 H des Gesetzes über das Ver-sammlungsrecht keineswegs gestattet. 5.) Pas Verlangen um Aufnahme eines Protokolls über die Gegenstände der Verhandlung eines Vereines oder über die gefassten Beschlüsse desselben kann vom behördlichen Abgeordneten auf Grund des tz 18 des Gi" setzes über das Vereinsrecht entweder beim Beginne der Verhandlung oder im Verlaufe derselben gestellt werden, und ist insbesondere dann zu stellen, wenn die Verhandlungsgegenstände oder die gefassten Beschlüsse gesetzlichen oder statutarischen Nestimmungen zuwiderlaufen oder sonstwie bedenklich erscheinen. Auch hat der Abgeordnete in diesem Falle nach Thunlichkeit eine Abschrift des Protokolls zu verlangen oder selbst zu nehmen und dieselbe seiner vorgesetzten Behörde vorzulegen. 6.) Im Falle der Vorsitzende, beziehungsweise der Leiter und die Ordner der Versammlung, den ihnen nach 8 17 des Gesetzes über das Vereinsrecht, beziehungsweise nach § 11 des Gesetzes über das Versammlungsrecht, obliegenden Verpflichtungen nicht nachkommen oder wenn bei Vereinsversammlungen die vom Regierungs»Abgeord-neten begehrte Aufnahme eines Protokolls verweigert wird, soll der Regierungs-Abgeordnete zur Constalierung dieses Umstandes das Wort verlangen und Zeugen über den Sachverhalt aufrufen. 7.) Wenn die im § 21, Absah 2, des Gesetzes über das Vereinsrecht, beziehungsweise im § 13, Absatz 2, des Gesetzes über das Versammlungsrecht erwähnten Voraus» sehungen eintreten, hat der behördliche Abgeordnete Zeugen über den Vorfall aufzurufen und sohin die Schließung der Versammlung unter Anführung des diese Ver» fügung begründenden Thatbestandes und unter Berufung auf die citierten Gesetzesbestimmungen auszusprechen. Nach verfügter Schließung der Versammlung soll der Regie-rungsabgeordnete unter Berufung auf den H 22 des Gesetzes über das Vereinsrecht, beziehungsweise auf den § 14 des Gesetzes über das Versammlungsrecht und unter Hinweisung auf die in diesen Gesetzesbestimmungen an> gedrohten Zwangsmittel, die Anwesenden zum sofortigen Verlassen des Versammlungsortes und zum Auseinandergehen auffordern. 8.) Ueber den Verlauf der Verfammlung hat der behördliche Abgeordnete eine Relation zu erstatten. Haben bei der Versammlung von Seite einzelner Redner gesetzwidrige Ausschreitungen stattgefunden, so sind in der Relation die eine strafbare Handlung begründenden Worte genau anzuführen, damit die Behörde, welche den Amts-abgeordncten entsendet hat, die stattgefundene Gesetzesverletzung nach Vorschrift des § 84 der Strafproccss-ordnung dem Staatsanwalte des zuständigen Gerichtes anzeige. Fand sich der behördliche Abgeordnete zur Schließung einer Versammlung veranlasst, so hat er die Relation stets mit Berufung auf seinen Diensteid abzugeben. 9.) Beamte, welche diesen Vorschriften entgegenhandeln, werden zur Verantwortung gezogen werden. Politische Ueberftcht. (Bezirksvrrtrctllng Cilli.) Vor B^inn der Konstituierung der neugewählten Vezirksoertretuna. Cilli übergab Freiherr von Hackelberg im Namen der deutschen Partei einen Protest gegen den Vorgang bei der Wahl, worauf die 17 deutschen Mitglieder drr Vezirksvertretung das Wahllocale verließen. Die zurückgebliebene» 23 slovenischen Mitglieder wählten zum Obmann Herrn Dr. Josef Sernec, zum Obmann-Stellvertreter .Herrn I. Hausenbichler. (Das Rekruten geseh.) Das Amtsblatt der «Wiener Zeitung» veröffentlicht das Gesetz vom 13ten April 1889, womit die Aushebung der zur Erhaltung des Heeres (Kriegsmarine) und der Landwehr erforderlichen Rekruten«Contingente im Jahre 1889 bewilligt und für dieses Jahr ausnahmsweise die Zeit für die Hauptstellung vom 1. Mai bis 30. Juni bestimmt wird. (Iu Prag) hat vorgestern unter dem Vorsitze des Fürsten Karl Schwarzenberg die Generalversamm« lung des Landesculturrathes stattgefnnden. In dem Geschäftsbericht wird betont, dass der Höhepunkt der landwirtschaftlichen Krisis schou überschritten sci und für die Landwirtschaft, Dank der Agrarzölle, der Zuckerund Spiritussteuer, der Steuernachlässe bei Elementar-schäden und der Regelung der Erbfolge bei Bauerngütern, bessere Tage kommen werden. (Vereins- und Volksversammlungen.) Die «Wiener Zeitung» publiciert eine von uns an anderer Stelle mitgetheilte Instruction für die Re. gierungscommissäre bei Vereins- und Volksversamm» lungen, welche der Leiter des Ministeriums des Innern mittels eines an sämmtliche Läuderstellen ergangenen Erlasses hinausgegebeu hat. Es ist wohl erinnerlich, dass fast jedes Jahr in der Budgetdebatte, insbesondere seitens des Abgeordneten Dr. Kronawetter, darüber Beschwerde geführt wurde, dass einzelne Regierungs Vertreter bei den Versammlungen ihre Befugnisse überschreiten, namentlich öfter die Redner unterbrechen und sich in die Debatte mischen. Der Ministerpräsident ist nun in bereitwilligster Weise darangegangen, diesen Beschwerden abzuhelfen, und hat die gedachte Instruc« tion erlassen, welche die Befugnisse der ^g'^«^' Commissure bei Versammlungen grnau "MjH .^. namentlich im Punkt 4 die oberwähnttn U»j" lichkeiten abzustellen bestimmt ist. lraell' (Die Vertreter der Wiener 'l ^ tischen Cultusgemeiude) "Wrew" ^ Grafen Taaffe eine mit Belegen versehene ^'^ über die Ausschreitungen der Antisemiten um o ^,^ dieselbe zu würdigen und zu berücksichtigen. , ^ stelpräsident nahm die Deputation sehr '"'^/riM und sprach die Versicherung aus, dass dle ^ ^^ auf dem Voden der Staatsgrimdgesetze und oc ,^ berechligung stehend, die Denkschrift prüfen ui" gen werde. <,«mi>Mast' (Enquete.) Bekauutlich hat liche Ausschuss des Abgeordnetenhauses. UH^e». weise das von ihm eing'schte Subcomue, >^D zur Begutachtung des einzuberufen. Der Obmann des Subconutes. " ^ von Moscon, hat nun diese Enqul'te filr Ms" " anberaumt. , n«)^ (Ungarisches Abgeordnetenhaus^e gestern hielt das ungarische Abgeordnetenhaus ^, Sitzung vor den Ferien. Es fa'ndrn dritte ^e,u und wurden Formalien erledigt. ^>. ZchllO (Parlamentarische Ruhe.) ^/' ^v"' der vorigeu Woche haben sich fast alle Paria" ^,^. taqt. sowohl unser Reichsrath wie der unM U ^. tag, der deutsche Reichstag und die 5""^'°^ n^ lM'rn; nur die rumänischen Kammern 1"1 „^ weiter tagen zu sollen, angeblich, weil alsval" ^ Ministerlrise zu gewärtigen sei. Im also in der laufenden Woche volle p""" A^ Ruhe herrschen und — mit Ausnahme oe» ^ ^c im französischen Hexenkessel - dürfte «"e^^gc" österlichen Zeit auch sonst keine erhebllcyen zu gewärtigen haben. .-«^ltt ^ (König Mila n.) Nach Constant'" p^ gF düngen der «Pol. Corr.. wird König M'la"^n'l< n^g aus Palästina nach Belgrad über ^ > ^,z nehmen und sich daselbst kurze Zeit auW'^.^ Milan hat in der türkischen Hauptstadt dw '" ^M bische Pferde als Geschenk für seinen ^^ Alexander I., angekauft. ,^ «nd ^ (In der Affaire Boulanger) z- nussen wurde der Senator Merlm. "^AM Präsidenten der Untersuchuugscommlsston . ^ng» a/richtshofes gewählt. Der Präsident der ""^asjM. commission übernahm das umfangreiHe ^ werden Tag und Nacht von einer Vyl aufgepflanztem Bajonnett überwacht. s^,e . !,. (Italien.) König Humbert w'"^ M"' nach Berlin wahrscheinlich am 18. od" ^^e'° treten. Der Aufenthalt des Kömgs das ^ ^ DH den gegenwärtigen Dispositionen ""9 ^' Aulnbelt ^ dauern. In der Begleitung des Komgs v ^H sich außer dem Ministerpräsidenten v," ? , anderes Mitglied des Cabinets befinden- ^, 1. ^ (Die Svmoa . d"ch > zusammen. Deutschland wird bert Bismarck und Legationsrath Krau" , ^M und den Vorsitz führen, da die Conferenz Voden stattfindet. ^ versehen. Neben den Lämpchen bemerken wir auch thö-nerne Valsamarien und einhenkelige cylindrische Fläsch-chen. Nicht minder sehenswert ist die römische Glassammlung des Rudolfinums, und darunter interessieren uns wieder in erster Linie die Aschenurnen, welche nebst den Knochen und der Asche auch Schmuckqegen« stände aus Bein und Bronze enthalten und zur grö» ßeren Sicherheit in Steinurnen aufbewahrt und zugedeckt waren. Oft findet man den buckelartigen Deckel mittels eiserner Klammern mit der Steinurne verbunden. Die größte Glasurne (19 em hoch) wurde im Jahre 1838 auf dem Steklinger'schen Acker an der Triesterstrahe ausgegraben. Neben den Glasurnen interessieren uns insbesondere die sogenannten «Thränenfläschchen» oder Balsa» marien. wclche wohlriechende Oele enthielten und ein wichtiges Toilettenstück der römischen Damenwelt bil» deten. Auch diese stammen, wie die Glasurnen, meistens aus Emona und Neviodunum. Daneben kommen sehr schöne gelbe oder auch grünliche Schalen, mitunter anch aus geripptem Glase vor. Ebenso sind auch Becher aus düunem Glase, dann andere Glasgefäße in dcn verschiedensten Formen, als Phiolen, in der Form eines Vogels u. s. w.. und zu den mannigfachsten Zwecken vor« Handen. Die Färbuug derselben ist meistens grün, manchmal aber auch aus mehreren Farben (blau, grün, roth) zusammengestellt. Unter den Metallgegenständeu drs Rudolfinums bewundern wir insbesondere die bleiernen Eicheln, die vermittelst der Schleuder den Feinden zugeworfen wurden. Solcher Eicheln hat Herr F. Ielovöek in, Jahre 1886 34 kg in Oberlaibach gefunden. Am zahlreichsten sind aber die Vronzegegenstände aus der römischen Periode vertreten. Da bemerken wir zuerst verschiedene Statuetten, wie die der Venus, der Flora, des Mercur, der Pallas Athene, des Hercules, des Jupiters, einer knieenden Niobide. eines Imperators zu Pferde, eines Lictors mit den «lasce»» u. s. w. Obgleich allen diesen Statuetten künstlerische Vollendung und historischer Wert nicht abgesprochen werden kann, so werden sie doch ganz verdunkelt von der lebensgroßen bronzenen und stark vergoldeten Bildsäule eines römischen Senators (?). welche im Jahre 1836 auf dem Grunde, wo das jetzige Casinogebäude steht, ausgegraben wurde. Sie bildet das beiweitem wertvollste Fundstück des kraini-schen Landesmuseums aus der Nömer«Periode. Neben ganzen Statuetten kommen öfter auch einzelne Glied« maßen aus Bronze (insbesondere Köpfe, Hände und Füße) vor. Von den anderen Vronzegegenständen fallen uns insbesondere die zahlreichen Fibeln (Gewandhaflen) auf. von denen sich einige noch an die I^a 1'6N6-Form an« schließen, andere sich durch knirfö'rmig oder sichelförmig gebogene Bügel auszeichnen. Interessant sind insbeson. dere die Fibeln mit emaillierten Platten oder thierischen Darstellungen. Aus der spätrömischen Zeit sind die dicken, bogigen Fibeln mit Charnier für die Nadel im dicken, beiderseits kugelig oder lnopfartig endigendem Q'lerarme. Bis in die neueste Zeit wurden solche Fibeln nur in Emona und Umgebung ausgegraben, jetzt sind solche aber auch aus Nevioduuum bekannt. Ein höchst intcressantcs Toilettestück sind die metallenen Spiegel, _______________ ^ ^ meist kreisrund, aber auch viereckig mit ^zM',,,, men aus Aleiblech. Hieran reihen NV gM. ^ Hals« und Armbänder. Haarnadeln au» ^ ^M^ vein und Bein; ja sogar silberne Nadel» ^^l> ^. Darstellungen an der Stelle des Kop>^^nad^^ men bronzene und beinerne Strick- uno " HMo ^ dann bronzene Griffel zum Schreibe« ^s)> > ^ chen, wohl man in eine tintenartige F^W" ^ges"<^ kohlenartiger Sah in runden Buchsen "nen ^j Zur Bekleidung gehörten auch ^ " hes^F schnallen, die Doppelbleche ^F an den Gürteln und die verschieoen ^^e".^ Ganz merkwürdig sind die kupfernen ^ gle " sowohl als chirurgische Instrumente ^„, behelfe angesehen werden können. ., MMpfe^ Nn Küchengeräthen kommen «H, ^ ^ ^i> nen, Schales Löffel und Schöpf"cheN , e blech vor. Zur Beleuchtung der 0^^ jB sich der Vronzelampen, deren d"s ^ßen d^lff jchiedenen Formen besitzt. Zu"/bM .^e AF' und Schreine verwendete man sehr c"^ ^nz ' , ^"" Beamtenverein. ^lwiniun ^^'^e ordentlich«: Local, und Consortial-echln c,^? " hierländigen Mitglicdergruppe des bischen w'^" Veamtenvereincs der österreichisch-^ Schlfinp .-^"^'^ '""^^ ""' vorigen Sonntag in ^ Localv ! ^" Nierhalle in Laibach abgehalten. An ^ Msidi^?^''^ betheiligten sich 32 Mitglieder. ^lchGs ? derselben der Obmann des hiesigen Local- 3tack'l?? Lllndes.Schulinspector Jakob Smolej. Mung bes U ""« der Beschlussfähigleit und Beizen Verickl "^ "stattete der Vorsitzende einen ? llllgemei? ^ d'^ Thätigkeit des Veamtenvereines «>» Veamt» ' ^'^ w" diesem Berichte entnehmen, sind '864 bi» ??"" seit seiner Gründung im Jahre Me« c.„ c e ^68 ilber 95.800 Mitglieder bei-"sklbe nm '""" Versicherungsabtheilnng verzeichnete ^l>bon54^?^s 1888 einen esfectiven Gesammt-."^n Ca^ . ^"^^ungsverträgen über 54,670.959 1"" d«s verl^!'"!' ^'"7 st. Rente. Infolge Ein-« ' h" der a, Ereignisses, zumeist durch Todes-!^ P°lülen?°l"tenverein im vergangenen Jahre aus ^ st. U " ^ fl. Capital ausbezahlt, und sind °"sicherunn b. "^ ^^'» geworden. Auch die Kriegs-,?^"M^^ namhafte Vermehrung erhalten, ^ ^ s'nd i?.^ """ Landsturmgesehe zuzuschreiben Mung^" "aml,ch Ende 1888 bereits 3504 Ver-"l20ft?»e über 3.332.950 fl. Capital und Ä ^ »vorb n ^". ^' Kriegsgefahr zum Abschlüsse ^lcnberei,.-5 "' Lammte, seit dem Bestände des ^'^"un««' ,. / Ende des Jahres 1888 ausbezahlte «'/'« Millionen Gulden. i, ""°n auck 5 "ie auf wirtschaftlichem Gebiete ü klarer N -5 ^H""a.en des Veamtenvcreines in !«Mbeb^' "U- S" widmete er im Jahre 1868 ?^e b,. ''"ge Vereinsmilglieder und deren An-"0 3" Un.^7"^" ^'trag von 20.760 fl.. und i r« ll- und ßN"«^" ^" fl., an Curstipendien l« ^t,. 0 °^ . >l- °n Unterrichts- und Lehrmittel-'3s ^' Maie^", ^s 40jährigen Negiernngs-Iubi-k" do« iN ^" Eifers hat derselbe ein Stamm-t,»z ^ 250 ssl,^ ^bufs Gründung von zwei Stif-^° ^^ieber „ w-^ Edierende Söhne mittelloser Ver-«» ?' des b»rrn « ^'' Versammlung, welche dem "" großem Interesse 5 Kenntnis ^ ' "°^ diesen Bericht zur er- 6"°lej übergiengso- Üt»d "? I°hre n '^ "ber die Ereignisse des ab-^z k^ez N^m mnerhalb der lrainischen Mitgliedcr-i>" Men Local« "^5""" ""d über die Wirksamkeit d't>,?e 186« ^'^"^s. Die Mitgliedergruppe verlor !chl,.,"t "n 5 °"^ ^" ^°d sechs Vereinsgcnossen. ''" °^or An.,„ "2end thätiges Mitglied, den Real-M<^. '^e von c3 ^"'^' derselbe gehörte durch eine °".?l°lhe des !-?" dem Localausschusse und dem >lblr ^"ahln unk '^" Beamtenvereins. Consortiums ^ll ^^" von V^'^e stets bereitwilligst Referate l»<^e Nersamn,, ^""nem Interesse der Beamten-<^unter ^n ""^ °brte das Andenken des Ver-^nlAusdrucle der besonderen Theilnahme an dem schmerzlichen Verluste eines so verdienstvollen Vereinsgenossen, wie Herr Professor Raic es war, durch das Erheben von den Sitzen. Die lrainische Mitglieder» gruftpe des Bcamtenvereines participierte in der Ver-sicherungsablheilung Ende 1888 mit 399 Verträgen und einem Capitale pr. 431.568 st. nebst der Kriegsversiche^ rung von 11.300 fl. Der Stand der Mitglieder betrug 433, An die Angehörigen der im selben Jahre verstorbenen Mitglieder wurde ein Versicherungscapital von 8770 st. und an Unterstützungen der Betrag von 115 fl. ausbezahlt. Im weiteren Verlause des Vortrages machte der Herr Vorsitzende Mittheilungen über die interne Geschäftsthätigkeit des Localausschnsfes, namentlich über drssen Beschäftigung mit der oft angeregten Frage einer Prä-mienreduction beim Beamlenvereim'. Einen wichtigen Verhandlungsgegenstand der Verfammlung bildete ein vom Verwallungsrathe in Wien mitgetheilter, dortselbst ein> gebrachter Antrag auf Umgestaltung des Vcamtenvereines zu einer reinen Versicherungsgesellschaft, insbesondere durch Einstellung der humanitären Wirksamkeit. Die Versammlung sprach sich einstimmig gegen diesen Organisierungs-antrag aus. Hierauf wurde der vom Localausschusse vorgelegte Rechenschaftsbericht für das Jahr 1888 genehmigt, dem Vereinsobmanne, Herrn Landes - Schulinspector Jakob Smolej, und dessen Stellvertreter, Herrn Gymnasial» Professor a. D. Dr. Josef Neje 0 l i, für ihre im Interesse des Vereines bethätigte Aufopferung der Dant votiert und zum Schlüsse die Ersatzwahl der an Stelle aus dem Localausschusse im Jahre 1889 ausgeschiedenen Mitglieder vorgenommen Gewählt wurden die Herren: Blasius Hrova th, Director an der k. t. Lehrer« und Lehrerinnen-Bildungsanstalt; Lorenz Haubitz, Rechnungsrath; Jakob Smolej, Landes-Schulinspecwr; Augustin We st er, Gymnasialprofessor, und Wilibald Zupancic, Professor an der Lehrer- und Lehrerinnen-Bildungsanstalt; als deren Ersatzmänner die Herren: Dr. Andreas Fer-jancic, Staatsanwalt-Substitut und Reichsrathsabgeordneter; Franz Kreminger, Nealschulprofessor, und Johann Lisec, Expeditor der Südbahn. In unmittelbarem Anschlüsse an die Localversamm» lung sand die diesjährige ordentliche Mitgliederversammlung des hiesigen Spar» und Vorschussconsortiums des Bcamtenvercines unter dem Vorsitze des Obmannes des Consortial-Vorstandes, Herrn Rechnungsrathes Lorenz Haubitz, statt. Nach der Begrüßung der Versammlung theilte der Herr Vorsitzende in kurz gefassten Worten einige Daten aus dem Geschäftsgänge und den wesentlichen Ereignissen deS Consortiums im abgelaufenen Jahre mit, woranf das reichhaltige Programm der Versammlung der Erledigung zugeführt wurde. Aus seinem Vor« trage und dem vorgelegten Jahresberichte des Consor» tiums für das Jahr 1888 geht hervor, dass dieses lediglich auf die Beamten und deren gleichgestellte Personen beschränkte Institut einer fortschreitenden gedeihlichen Entwicklung sich erfreut. Am Schlüsse des Jahres 1888 ver» zeichnet das Consortium in seiner Bilanz an eingezahlten haftungspstichtigen Anlhcilseinlagcn 22.189 fl. 67 kr. und an nicht Haftungspflichtigen Spareinlagen und aufgenommenen Darlehen 3231 fl. An haftungspstichtigen Authcilscinlagen sind im Laufe desselben Jahres 1262 Gulden rückgezahlt oder abgerechnet, hingegen 1760 fl. 9 kr. neu eingezahlt worden. Die Ende 1688 aushaftend verbliebenen Vorschüsse beliefen sich auf 27.584 fl. 48 kr. Im Laufe desselben Jahres sind 10.121 st. 98 kr. ge. tilgt und theilweisc abgeschrieben, hingegen 12.015 fl. 50 kr. au die Consorten neu erlheill worden. Rücksichtlich der Mitgliederbewegung weist der Jahresbericht nach, dass im Jahre 1888 im Consortium 14 Genossenschafter ausgetreten, demselben jedoch 18 neu beigetreten sind und dass die Gesammtanzahl der Consorten Ende 1886 den Stand von 239 Genossenschaftern erreicht hat. Der Verlust an Vorschüssen betrug 34 fl. 64 kr., der Reingewinn 1290 fl. 69'/, kr., aus welchem nach Befchlufs der Versammlung 1061 fl. 12'/^ kr. als eine 5proc. Dividende auf die Antheilseinlagen zu vertheilen und die restlichen 229 fl. 57 kr. zur Dotierung des Reservefonds und für andere Vereinszwecke zu verwenden sind. Der Reservefond beziffert sich mit 1624 fl. 52'^kr. Ueber Antrag des Professors Dr. Josef Nejedli, als Obmannes des Aussichtsrathes, wurde unter Genehmigung des Jahresberichtes und der Bilanz von der Versammlung dem Consortial-Vorstande für das Jahr 1888 das Absolutorium ertheilt und den Functionären desselben, insbesondere dem Obmanne, Herrn Rechnungsrathe Haubih, für die Mühewaltung der Dank ausgesprochen. Sodann erfolgte die Ergänzungswahl an Stelle der im Jahre 1889 ausgeschiedenen Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrathes sowie der Ersatzmänner. Gewählt wurden in den Vorstand die Herren: Lorenz Haubitz, Rechnungsrath; Jakob Praedica, Professor an der Lehrerbildungsanstalt, und Anton Svetel, Rech-mmgsofficial; als deren Ersatzmänner die Herren Adalbert Strnad, Adjunct der l. l. Tabakregie; Ferdinand Tomazic, Postofficial, und Augustin Bester, Gymna-sialprofessor; ferner in den Aufsichtsrath als Mitglieder die Herren: Dr. Andreas Ferjancic, Staatsanwalt-Substitut und Reichsraths - Abgeordneter; Bartholomews Slibar, Bezirkssecretiir; Johann Svetek, Expeditor der Südbahn, und als deren Ersatzmänner die Herren: Johann Lisec, Expeditor der Südbahn, und Jakob Smolej, Üandes-Schulinspector. Nach Bekanntgabe des Wahlresullates wurde die Local- und Consortialversammlung geschlossen. — (Straße über den Wagensberg.) Der Landtagsbeschluss vom 18. October vorigen Jahres, betreffend die Aufbringung der Mittel zur Umlegung der Vezirksstraße über den Wagensberg, hat, wie wir erfahren, die Allerhöchste Genehmigung nicht erhalten. Die Gründe, welche der Allerhöchsten Genehmigung entgegenstanden, lassen sich im Nachstehenden zusammenfassen. Der oberwähnte Landtagsbeschluss, indem er die Heranziehung von zwei fremden Gerichtsbezirken, Sittich und Treffen, zur Bestreitung der durch den Landesbeitrag unbedeckt verbleibenden Umlegungslosten statuiert, geht über den Rahmen des Straßengesehes vom 5. März 1873, R. G. Bl. Nr. 6, hinaus und stellt sich daher, da er sich unter die Fälle des 8 19 diese« Gesetzes nicht subsummieren lässt, als selbständiger legislatorischer Act dar. Als solcher erscheint er aber in formeller und materieller Hinsicht mangelhaft. In ersterer Beziehung ist der Act durch keinerlei Verhandlung mit den in Betracht kommenden Straßenausschüssen instruiert, während dieselben, wie die Landtagsprotololle darthun, nicht bloß mit Umlagen, sondern auch mit ihren fruchtbringend an« gelegten Reserven aufzukommen hätten, die ihnen auf Grund dieses Lanbtagsbeschlusses entzogen werden sollen, ohne dass ihnen früher die Gelegenheit geboten wurde, entweder ihrerZustimmung oder ihren Einwendungen und Bedenken Ausdruck zu geben. In meritaler Hinsicht wird im vorliegenden Landtagsbeschlusse jede Bestimmung darüber vermisst, in welche Kategorie die in Rebe stehende, auf V"kn und^"d Küchenmcher7Sichcln, Bohres 3u^nden ""e Maurerkelle (aus Nevio- s'"d genügend vertreten, ^?n und Szs?'"^'Ohrgehänge und Halsketten ^> aus 5^' 3«ilich sieht man daneben ^«' 9° s. "lch'edenen gefärbten Thon- und <>lN"en U" - b" kostbare Bernsteinschmuck iH> zu schen - ."'°l und Onyx) sind im «Nu-t° 8? b/^"' '"och in auffallend gerinqer An-H >briten s """' Entfernung von Äquileja. Steine und Bern-und wo derartige Funde >3>te an w^"' sollte man eine viel grö. >N ?>n nwn W Sachen in Kram erwarten. Ut!Lr?^atien gedenkt, dass im viel weiter ent< 2° 3 ^ellz W.MM"' Gegenstände aqmlejen->H"auch^ "assenhaft vorkommen. Desgleichen ?° N°nis^" steinerne (marmorne) Statuen >«3 nicht flicke erwarten, da es daran im s? jlw^ Nel esU '"""' Aus dieser Gruppe "«us salinischem Marmor, das U>en«>d^ mit Lorbecrlranz dar- V'lbo?"t ist a.,5 ^"t hervorgehoben werden. ^ « und ein ^c "" "'^ Gradiöce stammender !^^z K"n,laub , . N° Wanduerzierung. Kinder. < ^> er üb s^ l^.o darstellend. >' >ich "er d Wlchen Besprechung der römi- 'st ^ diese m'^"'.^"desmusellms "sieht "ngleick ^.""de im ganzen würdig ver- "1 yle und da noch Lücken vor« kommen und obgleich man sich einige Objecte stärker vertreten wünschte. Immerhin kann man sich aus der römischen Sammlung des Rudolfinums ein klares Vlld über die Lebensweise und den Culturgrad des zu 3tö« merzeiten in Kram wohnenden Volkes machen. Die meisten Industrie« und Kunstprodukte jenes Volkes wurden im Lande selbst erzeugt, nur wenige kamen von Aquilrja, und dies eben beweist, dass die damaligen Bewohner Krams nicht besonders reich und an Luxus schon gar nicht gewöhnt waren. Um das Bild der Römetfnnde in Kram zu ver. vollständigen, muss noch die hochinteressante ronnsche Töpferei erwähnt werden, die Herr Bartholomaus Pelnil in den ersten Tagen dieses Jahres hmter der St. Iuhanneskirche in Drnovo ausgegraben hat. Um sich jedoch diese klar vorstellen z" können, musste man einen Grundriss und eine Zächmmg von ,hr dem Leser vorlegen, allein eine solche existiert n,cht. Und eben der Mangel an genancn Plänen und detail« lierten Aufnahmen über den Ausgrabungsplatz und über dort gefundene, vielleicht wieder verschüttete Objecte wird im kramischeu Landesmuselim sehr gesuhlt. In allen anderen Museen hängen nicht nur genaue Fundkarten, die alle jene Oertlichkeiten angeben, wo etwas ülisgegrabeu wurde, sa sogar die Art des aus-gegrabenen Objectes näher bezeichnen, so dass man gleich über alle historisch wichtigen Ortlichkelten cme Uebersicht bekommt. Denn wie kann man von einem fremden Besucher des Museums, und mag er noch w gebildet odel-a/lchrt sein, erwarten, dass er wissen soll wo der Lorenziberg ist, oder wo St. Michael und St. Mar. garethen liegt? Ja, eS wirb sehr viele geben, die nicht einmal von Oberlaibach oder Eurkfeld je etwas gehört haben, und doch müssten sie sich über den römischen Straßenzug in Kram ein genaues Bild machen. Aber nicht nur eine Uebersichtstalte über die verschiedenen Fundstellen wäre unumgänglich nothwendig, sondern auch detaillierte Pläne über die einzelnen ausgegrabenen Objecte, besonders wenn sie dann wieder zugeschüttet werden, um einen Vergleich mit anderen ähnlichen Objecten anstellen zu können oder um den Plan einer römischen Ansiedelung festzustellen. Insbesondere aber wäre es nothwendig, die römischen Straßenzüge im Lande genau zu bestimmen, denn dann erst würden die im Kellerraum des Rudolfinums aufbewahrten kolossalen Meilensteine ihre Bedeutung erlangen, dann erst könnte man einige noch immer sehr schwankende römische Stationen im Lande (z. Ä. Kavo lluvio, H.6 ciuartoätnimum, ^6 ?ub1jeano8, Oueium) unwiderruflich bestimmen. Um aber alles das ausführen zu können, müsste man die Ausgrabungen systematisch, schrittweise vor-nehmen, und eben dagegen scheint mau (wenigstens, was die römischen Ausgrabungen anbelangt) bis jetzt sehr verstoßen zu haben, was vom streng wissenschaftlichen Standpunkte sehr zu bedauern ist. Denn es handelt sich ja nicht nur um die Bereicherung des Museums, nicht nur um die Anfüllung seiner geräumigen Säle mit möglichst vielen und verschiedenen Objecten, sondern um die Genauigkeit des Geleisteten und um die vollständige Ausbeutung der unter der Eide verbora/n liegenden Schätze. A. K. Laibllchcr Fcitung Nr. 88. 732 17. April lA einer, wie erwähnt, außerhalb des Rahmens des bestehenden Gesetzes zustande kommende Straße nach durchgeführter Umlegung eingereiht werden und in welcher Weise die den Straßenausschüssen auferlegten außerordentlichen Concurrenzbeiträ'ge aufgebracht werden sollen. In der einen und der andern Richtung ist jedoch eine positive Bestimmung unerlässlich, damit einerseits nach Fertigstellung der neuen Straße lein Zweifel darüber obwalte, wer für deren Erhaltung in Zukunft zu sorgen habe, anderseits aber eine gesetzliche Basis für die Aufbringung der nöthigen Geldmittel, falls sie auch von den bezeichneten Straßenbezirken geleistet werden sollen, geschaffen werde. — (Wählerversammlung.) Gestern abends hielt der erste Wahlkörper seine Wählerversammlung im hiesigen Magistratssaale ab. Zum Vorsitzenden wurde über Antrag des Directors Povse Dr. Ritter von Vleiweis-Trstenisli gewählt, welcher sodann mit» theilte, dass aus dem ersten Wahllörper die bisherigen Herren Gemeinderäthe: Dr. Mosche, laiserl. Rath Murnik, Michael Palic und Franz Raonihar anstreten; dieselben haben jedoch dem Central'Wahlcomite erklärt, dass sie eine Wiederwahl annehmen. Sämmtliche Herren wurden neuerlich als Candidaten aufgestellt. — (Aus dem Landesschulrathe.) Ueber die jüngste Sitzung des k. k. Landesschulrathes für Kram er« halten wir den nachstehenden Bericht: Nach Eröffnung der Sitzung durch den Herrn Vorsitzenden trug der Schrift« führer die seit der letzten Sitzung im currenten Wege erledigten Geschäftsstücke vor. Dies wurde zur Kenntnis genommen und sodann zur Erledigung der Tagesordnung geschritten. Der bisherige provisorische Lehrer in Nassen-fuß, Herr Karl Trost, wurde zum definitiven Lehrer für die dritte und die gewesene definitive Lehrerin in Dragatusch, Frau Christine Kuralt geb. Zeleznik, zur definitiven Lehrerin für die vierte Lehrstelle an der vierclassigen Volksschule in St. Narthelmä ernannt. Ueber die von der Direction der Lehrer- und Lehrerinnen-Vil-dungsanstalt in Laibach vorgelegten Anträge der Leh» körper wurde die Verleihung, beziehungsweise Erhöhung der Staatsstipendien für Zöglinge der Lehrer- und Lehrer» innen-Bildungsanstalt vorgenommen. Dem Beschlusse des Lehrkörpers einer Mittelschule auf locale Ausschließung dreier Schüler wurde die Genehmigung ertheilt. Das Gesuch eines Schülers um Zulassung zur Ablegung der Ma-turitätsvrüfung an einem hierländigen Gymnasium wurde abweislich beschieden. Einer Uebungsschülerin wurde die angesuchte Befreiung von der Entrichtung des Schulgeldes gewährt, dem Gesuche eines Uebungsschülers um Befreiung von der Theilnahme am Turnunterrichte theilweise Folge gegeben. — (Ein Aprilscherz.) Das Bezirksgericht Bi' schoflack hatte es kürzlich mit einem Spassuogel zu thun, welcher seinem benachbarten Berufscollegen durch einen Aprilscherz viel Angst und Wege bereitet hat. Der erwähnte Spassvogel fand nämlich unter den Verpackungspapieren einer ihm zugekommenen Sendung auch eine Drucksorte für Bezirksgerichte. Sofort füllte er dieselbe derart aus, dass das geduldige Papier zu einer amtlichen Vorladung für feinen College« in der Nachbarschaft wurde. Dieser bekam das Schriftstück zugeschickt und erschrak nicht wenig, sich wegen «Majestätsbeleidigung» zum Bezirksgerichte vorgeladen zu sehen. Der Mann dachte hin und her, konnte jedoch in seinen Handlungen nichts Illoyales entdecken. Voll Aufregung kam er zum Bezirks» gerichte und erfuhr da, dass er gar nicht vorgeladen und ihm auch kein «Amtsstück» zugestellt worden sei. Man erkannte jedoch bald aus den Schriftzügen den Schreiber, und nun wurde derselbe gefasst. Nur über Beistand seines früher von ihm vielgeängstigten, in den «April» geschickten College«, welcher erklärte, wegen des Weges zum Gerichte keinerlei Kosten gehabt zu haben, kam der Spass< macher mit einer Geldstrafe von 10 fl. davon. — (Personalnachrichten.) Bei der l.l.Finanz« direction für Krain sind folgende Personalveränderungen zu verzeichnen: Der Rechnungsofficial Herr Alexander Altenburger wurde zum Rechnungsrevidenten, der Rechnungsassistent Herr Andreas Rieder zum Rechnungsofficial und der Rechnungspraktilant Herr Fidelis Iagodiz zum Rechnungsafsistenten ernannt. — (Cadettenschule in Karlstadt.) Vom l. k. Commando der Infanterie 'Cadettenschule in Karl» stadt erhalten wir folgende Mittheilung: Zu Beginn des Schuljahres 1889/90 (18. September) werden in den ersten Jahrgang der l. k. Infanterie«Cadettenfchule zu Karlstadt in Kroatien ungefähr 30 Bewerber des Civil' standes, welche sich dem Militärbcrufe widmen wollen, neu aufgenommen. Eine directe Aufnahme in die höheren Jahrgänge findet nur insofern statt, als durch zufällige Abgänge folche Plätze frei werden. Die Nufnahmsbeding' nifse sind in der Instruction für die Truppenschulen des k. k, Heeres VIII. Theil enthalten und können auszugsweise in Form einer Broschüre von der Hofbuchhandlutig L.W. Seidel & Sohn, Wien, am Graben Nr. 13, zum Preife von 20 kr. bezogen werden. Die Aufnahmsgesuche find bis längstens 10, August 1889 an das Commando der Infcmterie.Eadettenschule nach Karlstadt einzusenden. — (Touristenhaus am Wocheiner See.) Wie uns mitgetheilt wird, wurde das von der krainischen Industrie-Gesellschaft am Wocheiner See erbaute Touristenhaus vom Hotelier Josef Menzinger in Sissek gepachtet und wird von diesem in eigener Regie betrieben werden. — (Abstempelung der Lose.) Das Reichsgesehblatt enthält eine Verordnung, welche die Abstempelung der in Gerichts-Depositenämtern erliegenden Lose regelt. Danach obliegt es den Parteien, für welche ab-stempelungspstichtige Lose deponiert sind, respective den gesetzlichen oder behördlich bestellten Vertretern, die Ab» stempelung zu veranlassen, indem sie entweder die Abstempelung selbst besorgen oder die Vermittlung des Depositenamtes ansuchen; im ersteren Falle muss natürlich die Erfolglassuna. der Papiere erwirkt werden. — (Die Rache eines betrogenen Gatten.) Der Grundbesitzer Joses Vengust bei Cilli hatte eben erst eine längere Kerkerstrafe abgebüßt, weil er vor einigen Jahren einen Nebenbuhler erschlug. Diesertage nun machte er die unliebsame Entdeckung, dass ihn seine Frau abermals hintergehe. Er fiel über den Liebhaber derselben her und biss ihm die Nase ab. Hierauf stellte er sich selbst dem Gerichte. — (Primiz.) Zu Döbernik in Unterlrain feiert am Sonntag nach Ostern der Kapuziner - Ordenspriester r>. Hilarius Prpar seine Primiz. — (Epizootie-Ausweis für Krain.) In der Zeit vom 1. bis 11. April wurde in Ragovo, Gemeinde St. Michael.Stopic des Bezirkes Rudolfswert, ein Rlluschbrandfall beim Rinde constatiert. — (Italienische Arbeiter.) Aus Pontafel wird uns geschrieben: Mit den seit einiger Zeit fast täglich verkehrenden Arbeiter - Separatzügen haben bisher schon nahe an 10.000 italienische Arbeiter hier die Grenze passiert. Der größte Theil derselben hat sich nach Naiern begeben. — (Spende.) Dem hiesigen ElisabethMnderspitale ist von einem ungenanntseinwollenden Fräulein eine Spende von 25 st. zugegangen. — («Clara Militsch.» Novelle von Ivan Tur« genjev. München. Theodor Strorfer. Ein Vand. 1889.) Der geistvolle und gewandte Ueberscher Wilhelm Henckcl, der mit ebensoviel Glück als Geschick schon zahlreiche Werke polnischer und russischer Schriftsteller in die deutsche Sprache übertragen hat, wodurch er sich uin die Literatur große Verdienste erwarb, hat soeben wieder eine ganz eigenartige Schöpfung des berühmten russischen Romanciers Joan Turgcnjcv überseht, die, in zierlichstem Miniaturbändchen mit eleganten Schwabacher Lettern gedruckt, uns vorliegt. Diese allerliebste, reizende Ails« stattung kontrastiert seltsam zu dem düsteren, melancholischen Inhalte, der uns die tieftraurige Geschichte eines jungen Mädchens, der Russin Clara Militsch, erzählt. «Clara Militsch» ist eines der merkwürdigsten Bücher, die man lesen kann, und fes» selt die Phantasie in geradezu phänomenaler Weise, so dass man die erschütternden Eindrücke, die dieses Seeleügcmälde hervor« rust, in gewaltsamer Art von sich abschütteln muss. Henckel hat sich so ganz in den Geist Turgenjevs verseht, dass man glaubt, ein Originalwert vor sich zu haben. Da geht auch im Deutschen nichts von den Spracheigenheiten und Wendungen des fremden Idioms verloren, und, obwohl sich die Handlung dieser Novelle in engbegrenztem Rahmen bewegt, eröffnet sich dennoch eine weite Perspective in russisches Leben, russische Sitten und Gewohnheiten. Wenige Personen treten auf, allein jede für sich ist ein kleines Meisterwerk der Charakteristik von der extravaganten Mädchengestalt der jugendlichen Heldin, die von dem einmal er» lorenen Manne ihres Herzens auch noch nach dem Tode, den sie aus verschmähter Liebe wählt, nicht lässt, bis magische Ge-walten auch ihn dem Lebcn abringen — bis zudem «Original» einer Tante, der gläubigen Platonida mit ihrem Stofiscufzer: «Herr, hilf!». Wie wir hören, soll demnächst von dem sensatio« nellen Roman «Razlolmlov» von Dostojevski, nach der vierten Auflage des russischen Originals übersetzt von W. Hcnctel, im Verlage von W. Friedrich in Leipzig eine neue Austage er« scheinen, auf die wir schon heute aufmerksam macheu, v. N. Neueste Post. Original-Telegramme der «Laibacher Ztg.» Wien, 16. April. Die » ^ Buda/t eil, Deficit von zwei Millionen M. ^ dnrch eine Million, bei Convertierung ber ^ ' .^., zielte Ersparnisse und ErhühlMg der ^M., „„ Nl»d Bicrswler gedeckt wird und wodurch stcl) Uebrrschuss von 180000 Pfund ergibt. ^^--- "^ ^M^wiltschastliches, ^. Ulubolfswert, 15. April. Die Durchschmtts'P"" sich auf dem heutigen Markte wie folgt: —-"^ ------------------------------------------------------------------------ ^ Weizen per Hektoliter 6 50 Vuttcr pr. Kilo - ' ^. 2 Korn » 5 14 Eier pr. Still! - - ^. o Gerste . 4 54 Milch pr. M" - ' ' ^. A Hafer . 2 «0 Rindfleisch pr. »"o ^ ^ Hallisrucht . 5 W Kalbfleisch ... ^ " Heiden . 4 38 SchweineslMch ' -^. Hirse . 4 8« Schi>ps.'»ste'sch ' . ^ ^ Kukuruz » 4 54 Hähndel pr. »mci > ^. i» Erdäpfel pr.Meter-Ctr. 179 Tauben ', ' . 3^ Fisolen per Hektoliter 5 69 Heu pr, M K," > ; U" Erbsen . 5 85 Stroh 1lX1 ' :,,, . Linsen . 6 34 Holz, harteS, pr ^" z j0 Leinsamen » — — Meter. > - ^, Nindsschmalz pr. Kilo — 80 Holz, weiches,pr"" ^.^ Schweineschmalz . - 80 Meter. - - ' ^ Speck, frisch, . - 72 j Wein, roth^pr ^ Speck, geräuchert, » — 76 Wein, weißer, ____. Die Wciuftrcise variierten zwischen 8 undiu^-^^^-^ Verstorbene. ^ M' Den 14. April. Jakob Birl. Arbeiter, gasse 10, Lungenentzündung. ^ ., ,,, ?6 I-, ^ Den 15. April. Maria Tcgcl, Stadtarme, städterstraße 7, Marasmus. Im Spitale: 24 I.,^' Den 11. April. Franz Vricelj, Arbeiter, culuse. __________________________"^^aiba^ Meteorologische Beobachtunssen^n^^^ I6.2.N. 727 1 11-6 W. schwach ven> M 9 . Ab.! ?25-0 7-6 W. schwach " "» Och""^ Trübe, nachmittags und abends Rege", " ^. „M Das Tagesmittel der Temperatur 7-9°, um ^ Normale. —^/T^ ^. Verantwortlicher m^acteur: I.""^^»?^ 'A^ersuch^l bewies »<.F dass unter allen Abführmitteln die V7..„a abs" ..? 3"' Schweizcrpillen das beste sind. weil ihre W'"", «^^n ""^F los, milde und sicher ist. dabei die betragen, was sie zugleich zum Man verlange stets Apotheker Richard Bra»" ^ vie" ^), unter besonderer Beachtung des Vornamens, ^^ Nachahmungen existieren. Frau Marie EuPpantschiis« li^en H gibt schmcrzerfüllt im eigenen s°w'e'" uMK.c Töchter Verafine Ieschlo «dele, Rosalie und Anna, ^" „ni "Uo, Guido Kraus, Valentin ""d L» ^ Z^ch», und ihrer Enkel Hugo und SteM N< ^,„ Die theure Hillle des Verdl'^' ben s ^ nerstag, den 18. April 'W<.'. um " ^ Traucrhause Schellcnburggassc ->"' ^isM'' M" Hofe überführt und im Famillenqrauc ^^rc Die heil. Seelenmessen wcrdc" ch«n gelesen werden. ^ l Laibach am 16. April 1«»"' ««»biamxMnstalt 733 17. April 1889. Course an der Wiener Dorse vom 111. April 1889. N°ch dcm off^n Cours^e ^», . ^° ' > U»<> I. i»l f.«^!i-. »"^. ......"'^"st, . . 15325,53.7.'. -.«7~""° ^ «-- !".' Soe'>en erspT '------"------------------------- rp *icl.tisc:lios, vollständigstes fi<Ä *a* Planetenbuch W >'. ne>S| T,hPloslon Traum-A..S- C 'erkl'iist ir"e-Nl""niorn, Chiromantie, la !1Zit»rnfi; i;üro»kop für Männer und Wena'leslPni ¦"', elc" Zusammengestellt «5 Sct'fin, ;;,"'^^^änzlicl, unbekannten Wfc, «tÄo l'JJI1I:1^'>äi«cl,enMa,,„. fe ''"«Kcn ,A1)llll{llniff«n <»rt.,n/^buehhandlung von ^^"-- -'JL^|_Knrolinentha]-I'iag. Feuerfeste Gassen ,^ Rasselten k. k?,nls«'"n'rj '•"?RCn h«K'h«t prämiiert. flWKt\v:* dor R>". RoW.Mp-\v feliv Wä\nsc!l"«fl "¦»¦liMluMtri«. kN,v ? Slažièeknu) GM» .-"^-«•^^""»««'.iiKasH« Nr. 17. —--—— Hau ¦ °r» V ______________ auflin de«"lulin,Vollenill«»S begriffenen I 'eUe en lVä ' ra[iCn in de'- Kanzlei ¦----------------------------------------------------------------------------------- ^0)^ _________ Cll^ Nr. 3217 >s,^.i7^'l Sute von Mittcr-^V^lch. 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März 1889, Z. 1998, wild den Tllbnllirintl'll'ssentcn dcr Realität Einl.-Z. 27 dcr Catastralgcmeinde Wcinbcrc; lind Einl.Z.504 derCatastral-qruxilide Winlel Johann und Anna Stlilelj ron Vcrstnvec Nr. 8 — zu Han« den des Curators ad lu:!um Strfan Zu^ paucie von Tschrrnrmbl zugestellt. K. k. Bezirksgericht Tschernembl, am 11. April 1889.' (1635) 3—1 fct. 3256. Razglan. Umrlim tabularnirn upnikom: Marku, Mariji, Ani in Jiari MatjaAiè, odnosno njihovirn dedicem in pravnim nasled-nikom, kakor ludi neznano nekje v Arneriki bivajocemu i.abularneinu up-niku Martina Matjašièu iz Rakovca post.avil se je j?ospod Franc fttajer, c. kr. notar v Mefliki, skrbnikom na ein in so se mu dotiöni odloki St. 332 vroèili. G. kr, okrajno sodišèe v Metliki dne 9. aprila 1889. ^'- Deller's >!55^ Krain Jjjkersburger Bestes Tisch- li Mrtls-ßßtÄ Erprobtes Heilmittel gegen Katarrhe der Atliniungsorgaue, Gicht, Rheumatismus, Magen- und Blasenleiden. reinster alkalischer bei •soll. 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