MbacherGMmg. Nr. 104. «««numeral«»»»»««!»: I» »,«pl»<« «a»i>. It. ll, h«!d<. 5.ks>. y»l bit ZuNellnn« . 5« ll. «i<» l. fi. 7.f^». Freitag, ». Mai 5»-.. ,, k. n. <. w. I,^- l' U"d l. Apostolische Majestät habcn mil «ller. ^chlttr Entschließung vc>m ^i. Mai d. I. dcm landtags-«°gcoldntle^ in Mühren Ioha"n Emanuel Toman el "^n o. Vtyerfel« die Würde eines l. l. Truchsessen "'"lgnlldigst zu verleihen gcinhl, Nichtaintlichtt Theil. Zur wilthschastlichell Lage. , . Die Abgeordneten Wickhoff und Genossen lichle-'en m der ^lm ^i'.» v. M. slottgefundenen Sitzung des Iltrreichischm Nbiztordnelenhauses an den Finanzminister '°lgtnbe Inlerpcllolion: ..Die Krisis auf dem Efftllcnmallle hat eine Höhe "^d einen Umfang erreicht, wie sie selbst an den schlimm-"'n Tagen des votigen Jahres nicht stattgefunden Hal. > "ie Industrie in allen ihren Branchen lomml von ^"lj zu Tag in größere Bedrängnis und Arbeiterentlas-'We,, findcn in glvßtm Maßstabe stall, die Verarmung "'"Ml von Tag zu Tag zu. z» '""aesichts dieser Sachlage sehen sich die Oeferliglen ^" der Ir<,i,t veranlaßt: l. ».Welche Maßregeln gedenll die Regierung zu , »lllfen. um dieslm allgemeinln Nothstände nach Mög' ^tlt abzuhelfen? t,,. ^' Ist die Regicrung nicht geneigt, den Zinsfuß ^ Salinen writers entsprechend herabzusttzen. um dem 'I l'ln Geldmarlle Succurs zuzusilhien und d!e Indu-2- ^/" dadurch in die Laae zu setzen, mit billigerem ss"Mß diese Zeil der Krisis überstehen und fomil ^'" trlragen zu lönnen? ^.^- Welche Ansprüche si>,^ bisher an die Staats' ^^"btassen gemacht und welche Velräge find durch bold ..b" credilbebürsligen Teschüflswell zugcführl tzil. ^'^c. Finanzminisler v. Prell« ergriff in der «un« vom 5». d. das Wort zu folgendem: H ..Die Beantwortung dieser Interpellation gibt der dc« 3""« den willkommenen Anlaß, vor der Vertagung ll^ichsralhs ihre Stellung zu der wirthschafllichen " "ochmals darzuleaen. l"»^ Abnahme der Consumllon und die damit ver-tll!H^ Stockung in einzelnen ProducllonSzweigen, 'h'il« ?""^^ U"d Vewerbc schmerzlich empfinden, sind lltim. , na'lllliche Rückwirkung der Krisis des sffec. 8t^""t«. theils eire Folge der wiederholt unbesricdi. llü,z.. '""t-Lrgebnifst. zumal in der östlichen Reichs. d>t,l.' ""^ ^"d dadurch wcsenllich oerschärsl worden, daß ">'8ü„s.°"^'li> Vtlllhrsgcbiele das Schicksal gleich zU'«cr willhschafllicher Verhältnisse mit unS theilen, daß >?"" Unbefangener wird es für mdglich hallen. «Ul,. s.^t'ltel, welche einer Staatsgewalt zur Verfü-^billtl, "' '" s^nde wären, einer Kr,se Stillstand zu "Ui "' welche au« dem Zusammentreffen so verschieden-^s°t°,l."^ lveilgehender Ursachln heroorgegangln ist. ^l> t,°!, ^^^ °h"t Veileugnung unbestreilbarer. staal«-stiftn . ''^lchasllicher Grundsätze «in staatliches Ein« lirtdil«'""lsondl" »um Zwecke der Velmchrung der »,ögl,^u>ühlung und zur Forderung der Vauthälialelt ^«latin " ^sllde slallgesunden und ist zu einer Reihe '«n ^ °" wlabre^eln die Mlwirlung des versammel-. Di, «^" anfttsprochen und gewllhrl worden. Mich ,,.' ?^'""» sorgl unablässig dafür, daß die ge« ^biti", ""'^'ln iiisenbalznbaulen und die damit in 3"iül,tun '^"'ben Vesttllungeu sobald als möglich in ?^t,uln . ^^"chl und dieien!gen Bauten, welche für Uln Nn». .^laales o^cr öss,n!l»cher Fonds herzu. "l ä.s.' "^ °Uen zu Tebole stehenden Mitteln ins <2" 'hl werden. z^^ltll ^ «?'b" Erwarten die Stockung der «rbeil«. ^llltlun, l^" Dimensionen annehmen, so wild die ! ?<>c d»^'^ Maß.egtln einzulcilen bemüht sein. ?"li« .,7 b,e Umstünde geboten und durch die <5l< ?»> blrtil« 1°"" lrricttel woldln. Namhafte Betrüge tz""t lvyfx"^ bilse Kassen Handel und Vewnbe zu» l" iln Nl "uherdem wurden weil bebeutendlre "tge der 2enlla>lellung sillfsig gemacht. Die Regierung erfreut sich bei Durchführung dieser Action der Milwlrlung einer Anzahl gewissenhafter, von patriotischem Sinne erfüllten Männer, »llche ihre reiche PelsoneN' und Sachkenntnis zur gedeihlichen Enlwick« lung dieser Institution mit hingebungsvoller Selbstver» leugnung zur Verfügung gestellt Haber». Hiebei wird nach Grundsätzen vorgegangen, welche sowohl den Ve» stimmungen des Gesetzes al« den bci Berathung desselben im hohen Neichsralhe zum Ausdrucke gebrachten Tendenzen entsprechen. Die Regierung begreift vollständig den Erlist unse» llr wirlhschasllichen ^age, sie lann sich aber auch nicht oclhehlen. und hält es für ihre Pflicht es öffentlich auszusvttchtn. daß, während flilhcr durch Unteischilhung der Kapilalslrast und Anpreisung aller Werlhe aus die ^eichlgläubigleil des Publicums gesündigt wurde, nun» mehr eine Unlerschähung unserer wilthschastlichen Kraft und ein ungercchtfertigles Mislrauen in die allgemeiltt (iredilswüldiglcil eingetrelen sind, welche wieder von ge> winnsüchtiger Speculation zum Nachtheile des Ganzen ausgebeutet werden. Die Regierung ist sich der Vcra»tworllichleit, welche auf ihr lastet, vollkommen bewußt, sie wird auch weiterhin die Entwicklung der ölonomischen Verhältnisse mit offenem Auge und warmem Herzen verfolgen, und wenn sie gleich mit aller Entschiedenheit betonen muß, daß es weder in ihrem Berufe, noch in ihrer Macht gelegen ist, aus Kosten der Gesammtheit die Schade» zu heilen, welebe sich die einzelnen durch verfehlte Speculation«, zugezogen haben, so wird sie doch alles aufbieten, was in ihren Kräften liegt, um i», getreuer Ausführung der in dem Allerhöchsten Handschreiben vom 8. Februar d. I. kundgegebenen wohlwollenden Intentionen Sr. Majestät die wirlhschastliche Bedrängnis zu lindern." Die wiener Blätter fanden sogleich Anlah, diese ministerielle Antwort eimr eingehenden Kritik zu unter» ziehen. Da« „Neue Fremdenblalt" sagt an lei. lender Stelle: „Die vom Flnanzminister auf die Wickhoff'sche Inlelpellalion ertheilte Antlrorl lrägl leine Spur sensa. lionellcn Gepräges. Sie ist einfach, verständig, beinahe selbstverständlich. Was durste man anders seitens eine« Mitgliedes der Regierung erwarten, als die Auszählung, dessen, was von dem Ministerium aus eigener Macht» Vollkommenheit ober in Uebereinstimmung mil der ^egis», latioe zur i'inderung des Nothstandes verfügt worden; ferner die Kundgebung des Enlfchlusses. zugunsten der redlichen Arbeit alles zu thun, was Recht und Pflicht des Staates ist, und die Zurückweisung der Insinuation: ans den Erträgnissen d.r Steuern die aus verfehlten Spekulationen entstandenen Verluste einzelner zu e,sctzen, Die Rede konnte niemandem eine Ucbcrraschung oder «ine Enttäuschung bereiten cs sei denn, daß die Verehrer der Nolenpresse sich a,l ihren eigenen Auslassungen betäubt und das von ihnen gegen dcn Credit des Staate« und das öigenlhum aller Bewohner Oesterreich«Ungarns geplante Attentat wirklich für ausführbar hielten. Doch nein, so weil lann die allgemeine Noth nicht einen einzelnen verblenden! Niemand konnte wähnen, eine österreichische Vollsvcllrelung, von welcher Parteifarbe immer, werde zugeben, daß der vom Volle im Schweiße des Angesichts erarbeitete Slcuergroschen dazu veiwendet werde, den Profcssioneglündtln abermals die Millel zn sinnloser Verschwendung zu liesern. In ihrem Kerne darf die Rede des ginanzmini-stcrs der allgemeinen Billigung gewiß sein. weil sie die allgemeine Ueberzeugung der Vernünsl^m wiedergibt. Damit sei keineswegs gesagt, daß all' ihre Einzclrchlilen volle Befriedigung weckcn. Der Passus übcr die Vor» schuhlassen ist uicl zu kurz gehalten und so ausschließlich Phrase, daß er niemandem eine Ahnung von der seitens der ^n'stilulion cntwickcltcn Wirksamkeit gibt. Wir habcn uns schon bei Berathung des Gesetz s vom 1'1. Dezem» ber 187.^ leinen Illusionen dalüb:r hinglgcben. daß die praktische Willsamlcil der Vorschußlassen eine sehr geringfügige sein werde. Auch die erhoffte mora-lischt Beeinflussung ist infolge der allglmeinen Muth. losialeil und des epidemischm Mislrauens ausgeblieben. Da« jedoch darf lein Anlaß sein. da« Gebahren der Kassen mit einem Schleier zu verhüllen. Je klarer alle auf den Nothstand bezüglichen Thatsachen dargeleg! wer» den desto llchligcr wird das öffcnlliche Urtheil, desto weniger erfolgreich wild die theils lral.lhastl. theils eao.ftisch berechnende Zeislürungswulh. welche immer noch den Oeldmaill terrorisiert. Auch die Kundgebung des Entschlusses, hllfend einzugreifen, sobald wider Erwarten die Stockung der Erwerbsthütigleit grvhere Dimensionen annehmen sollte, ist zu allgemein gehalten, al« daß sie volle Beruhigung gewähren könnte. In so ernftem Falle lsnnle die Hilfe nicht schnell genug kommen, und die Regierung muß sich heule schon über den aufzuwenden, den Rellungsavparal klar sein. Sie Hütte wenigsten« einige Andeutungen über ihre bessallsigen Plüne geben sollen. Es sind diesbezüglich in der letzten Zeit mehrere be°chlen«werthe Vorschläge aufgetaucht, so die vom Abgeordneten Friedrich Sueß angeregte Idee und der Plan. den Sladlerweiterungefond zur Belebung der Vautlhi» ligler! i,u verwenden. Erne Aeußerung über die Stellung, welche feilens des Ministeriums zu diesen Projec» tln eingenommen wird, wäre sicher erwünscht gewesen. Im Gegensatze zu diesen bücken, sind die vom F>. nanzminister entwickellln Gründe gegen die Gevilhrnng von Staalshilfc für Böiscoerlufte von ü bezeugender Vollständigkeit, obwohl sie aus Schonung für die nach Staalsgeldern schreienden Speculalionen da« Ge» bahren der letzteren nicht immer beim rechten Namen nennen. Die Krise ist lline fpecififch österreichifche, sie sucht auch andere Bänder, und doch wird nicht in Ver» lin, nicht in Paris oder Rom, nur in unserer Mona?« chie an die Hilfe durch dcn Staat appelliert. Die Sun,-mber,. wie an din Fingern einer Hand abzuzählen sind. Eine klag-llchile Niederlage, als solche heute den schwindelfreundli-chen Journalen bereitet wurde, ist wohl in den Annalen unseres Neichsrulh« noch nichl verzeichnet worden. Unser Voll lann und wird sich herauf arbeiten zu normalen Zustünden. Man hat uns eingeworfen, baß der Hinweis auf die redliche Arbeit unberechtigt wäre. da es gerade an Arbeit fehle. Nun, diese zu verschaffe»,, ist eben der Staat bemüht. Die massenhaften Staate' baulen und der Eisenbahnbou werden Tausende von Ar. »lin beschäftigen. Die Arbeiter stecken den Verdienst nichl ausschließlich in den Strumpf, sondern konsumieren ^ebensmillel und Industrieprobucle. Dadurch und durch Vlschaffung ber Materialien für Bauten, der Em-richlungen und Maschirun werden wieder Tausende beschafft. Für eine Sorte Arbeit freilich hat der Staat leinen Kreuzer: sür die der Gründer und Jobber Die ehrliche Arbeit dagegen wirb jede mögliche Hilse finden, und sie wird erfolgreich sein in chrem Kampfe g,gen den 7?l Noth 'and — nlcht heute, nicht morgen. aber lm ^aufe der Monate und Jahr«. Die Sünden einer langen Epoche lassen siH nicht binnen Wochen bewällia/n." Parlamentarisches. „Pest. Nopla" schreibt: »Au« den Elllärungen. welche dcr Kriegsminister in dem Heeresaueschuh der ungarischen Delegation abgab, geht hervor, daß derselbe infolge der Pre'ssteiaeruni der Lebensmiltel qezwungen war. da« dieslähr>ge U874) Kriegsbudget um einen beträchtlichen Vetrag zu überschreiten, und in Delegat>onsl!tll'0l,en angenommen. Dieser Vclrag ist bis heul« noch nicht gedeckt und wird den beiden Landes» reg'erunaen noch viele Sorgen verursachen; die ^egis. latioen »erden dadurch wiederholt in die Zwangslage der ')lschlrag«lledit«Vew»ll!gung gebracht. Dieser Um» ftand macht die Herabmmderunq einiger T'tel des Kriegs« budüll« und wenn es ander« nicht möglich, die Vermin« derung des Präsenzstande« umso nothwendiger, wenn »ir bedmlen. dah nach den Verechnungen der Delega» tion, »exn auch der heurige lrhöhte Voranschlag bewl« liat wird. es bei dem gegenwärtigen Präsenzstand noch immer zweifelhaft »are. ob das bewilligte Vrülimiliare zur Deckung de« Vedarses für 1875 genügen H>erde; f« dah voraussichtlich abermals ein Nachtragslredil nothwendig würde. ..Naplo" berechnet nun, daß die Mi» lilältaaesrallon (l Pfund 18 Loth Roggenbrod) derzeit auf 18'/^ kr. zu stehen lommt. während im Präliminare nur I I dl« 12 lr. angenommen find, nach dem Durch, schnitte der letzten drei Jahre ablr gar nur etwa 8 tr. entfallen. Diese Verechnungen — so schließt «Naplo" — bezwecken den Nachweis, dah bei der Verpflegung, so large der gegenwärtig« Piäsenzsland beibehalten wird, lein Ersparnis möglich sei: daraus solgt nothwendiger« »eise nur das, dag in Anbetracht unserer finanziellen Verhältnisse der Präsenzstand herabgesetzt »erden muß. Wir hör. daß in den Kreisen der unglltischen Dele« gallon diese Angelegenheit eifrig besprochen »ird, zu einer Verelndalung ift es bisher noch nicht gekommen, doch isl dieselbe für die nächsten Tage zu erwarten." Hiezu bemeilt der „Pester ?ioyd": ..Unsere« Wssen« »lrd allerdings der Antrag auf Verminderung des Prä» senzftandts gestellt weiden; allein es isl als ausgemacht zu betrachten, daß die Majorität sich demselben gegen» über ablehnend verhallen, dagegen einen VermlMungs« anlrag annehmen werde, wonach noch im Laufe diese« Jahre« circa 15,0O) Mann zu rearlauben wären." Zur allgemeinen Wehrpflicht. Da« ,.Är. Vollsblall" bringt den vollen T'fl einer Eingabe, welche der österreichische Episcopal in» betriff der Wchrpfl cht der Candidate« de« geistlichen Stande« an die österreichische Regierung gerichtet hat. Diese« mit 19 UiUllschr'.ften versehene Schriftstück lautet: „Zu den wichtigsten Aufgaben de« bischöflichen Nmte« gehört dic Sorge für die Hukunft de« Kirchen» sprenget« durch Heranbildung würdiger Priesllr. In einer Zeit, wo man alle Kin'sll der Wühlerei aufbietet, u« den Glauben cm Gott und scin Neich zu unter» »ühlen und die Diener de« H iliglhum« zu verdächtigen, ist e« nicht mehr so lecht. als in flüheren Iahrhun« derten, eine dem Gedürfnifs«: entsp echindl «nzahl be» fählgler Jünglinge für die seelsorge und das kirchliche L hramt zu gewinnen. Diese in der Zeilftsömmung liegenden Schwierig» kellen »erden durch da« Wehrgeseh so sehr gesteigert, daß man in den meisten Dlöcesen sich auf den empfind. llchften Prltstcsmangel q'fahl machen «üßte. wenn die Veslimmungen uder d e Wehlpfllchl nicht e»»c Aeliderung erführen oder doch bei Au«sührung derselben den drin« gendsten Erfordernissen der Seelsorge Veachtung ge« schenkt wü»de. Die meisten Candidate« des P:-tsttr. stände« sind söhne dcr Landleule, aus »llchen dic groß« Mehrzahl der Vevöllerung besteht. Diese treten gewöhn« lich in das Gymnasium eist dann ein, wenn sie die Volleschule durch sechs Jahre bcsuchl haben, also nach Vollendung des zwölften Lebensjahres, in vielen Gegen° der», vorzüglich in Gebil-zsländtrn, auch noch später, so dah sie der Mehrzahl nach da« »ehrpflichtige Alter er» reichen, bevor sie befähigt siid, die theologischen Studien zu beginnen, blicht nur der Krieger, auch der Priester dient dem Vaterlande. und zwar in einem Wirkung«« kreise, der für die Rechtsordnung und allc«, was auf ihiem festen Grunde ruht. von höchster Wichtigkeit ift. UebecdieS bilden die Jünglinge, welche für den Dienst der Kirche unentbehrlich sind, einen oerfchwindend lleinen Tht,l der Wehrpflichtigen, und daß durch die Verück. sichtigung derselben Oesterreichs Stteitlräsle geschwächt würden, ist wahrlich nicht zu besorgen. Vei dilser Sachlage erfüllen die ergebenst Unter» zeichneten eine unabweisliche Pflicht, indem sie zu dem Gesuche um ilbhilf:, da« bereits von den Vischöfen zwlier Kircherp ooinzen gestellt wurde, sich vereinigen und an dlt Regierung Sr. Majestät folgende Vitl« richten: 1. Die Zahl der Eandidaten de« geistlichen Stan« des, deren es bedarf, damit die Vesetzung der unenl-behrlichen geistlichen Aemter und Stellen gesichert sei, ist bereit« füc jede Diötlse festgesetzt. Inner den Grenzen dieser Zahl werbe den Vlfchöfen gestattet, assentierte und auch einem Wehllörper schon eingereihte Iünglinae unter die Zögling ihre« Seminare« aufzunehmen. Da sie dort durch da« Studium der Theologie sich zum Em» Pfange der Priesterweihe vorzubereiten haben, so würde e« mit dem Zwicke, zu welchem der Eintritt ihnen ge« stattet wurde, nicht im Einklänge stehen, wenn sie zur Theilnahme an den jährlichen Waffenübungen verhallen würden; man wolle sie alfo von denselben loslählen. Damit ist ihnen nicht mehr gewährt als den M" darin btiftimmen. daß die Verminderung, w.lche l° Htcr durch die Vefrciung der Priestllslant.« CanlM vom Kriegsdienste erführt, viel zu gering ift, «ln ' Anfchlag gebracht zu werdln. Die ergebenst UnterM litten lichten daher an (inest Excellenz bit vlrlraull' volle Vitte, da« von chnen aeftellte Ansuchen in ««' neler Weise an das l. l. ReichslrlegeministerlulN ^ langeil zu lassen ul,d es wohlwollend zu unttrstM> Politische Uebersicht.^ «aibach, 7. Mai Da« Siebener.Eomit« de« Heert«.Aueschussis d ungarischen Delegation verhandelte am »-m Gegenwart Sr. Efclllenz des Kliegsministers s>a" Kühn über die Frage der Heereeauslüstung unb l»' jene der Territorialdioisionen, bezüglich welcher die »> garisch« Delegation im vorigen Jahre Resolutionen « faßt hat. Wie die ..Pester Corresondenz" erführt. h°l " Eomils dit Erllärungtn de« Kriegsministers mit v«^. digung zur Kenntnis genommen. Iörmlichi Vesch>"' oder Resolutionen wurden nicht gefaßt; da» «l»l" wird sich darauf btschränlen. itter den Stand b"! Angelegenheittl, dem heerls.Uuss^usse zu berichlll». Auf den Antrag de« deutschen Reichst«^ wegen Einfühlung der obligatorischen Eivilehl deutschen Reiche fanden bisher lediglich Vlsp^ gen im Justizausschusse de« Vundesralhes fta« , Majorität befürwortete lebhaft das Civileh^esil ° Reichs wegtu. Sachsen. Mecklenburg und Reuß °''^ Linie bestrillen die Vedürsnisflage, Vaiern 0""^" °^ selbe nicht, schien jedoch ten Weg der Landes«tseh^" vorzuziehen. Im allgemeinen hielt man das 6^' gesetz nicht für zulässig ohne gleichseitige mattri'lle ^ stimmungen über Ehehindernisse und Ehescheidungeli Vorlegung eine« Eivllehegesltz's au« der Initial'" ^ Rtich«regillung isl schon sin die , ächste Olsß°" Reichstages wahrscheinlich. .^ In der Sitzung des preußischen «lbgcord" ^ Hauses gab der Eultu«min,ster bei Verahl'^,^ Gesetzes betreffend die Verwaltung btr eilediattn v ^ thümer die Elllürung ab. d°h zwischen dem ^ Pollt,l und dem Eullusminisler bezüglich der «' " , Politik leintllli Zwiespalt beslchc. Rett'tl sah'' ^ fort. er habe Grund zu saaen. daß u,an l"'^ ^ Lurie bereit gewesen sei. der Schweiz entgegen,ulo ^ wenn nur Preußen im Kampfe allein gelassen "^!,'«sll« bürgt ab r dafür, daß außer jenem Vlllfe bcs ^.^ vom August vorigen Iah» es an den ersten ^ich°l ^ nicht auch noch andeie sriefe an andere Füll' schrieben würden? ^ Die ..Nordd. «lig. Zti." sa,t: .Zu ""/"" D< dlnlen fordert da« Olbahren der fra n z ösij °»' h«< alerungspresse auf. welche, wie der «Flalifais^ " ^ Organ des Duc Decaze«. die Pariser .Press« ' ', pe.^ Grasen «rnim Lanzen blechen. Wie sollen wn l ^, stehen? Heißt e« soviel al« ein Ausdruck dtt " ,,' französischsr Staatslenker für die Politik. °"l ^ zwangsloser Animosität gegen da« Papstthum "» ^,l schen Reichskanzler den Voiwurf macht, z" '^ ^ Saiten aufgezogen und laoirt. nicht jchalf ge ^«i vornherein Rom auf« Koin genommm zu ha" ^^-» ./t'Ul'M'll'll Die Schauspieler. sine Erzählung von Wilhel« Marsano. (Folts,ynn«.> Mit wenlger Gulmüthigleit al« der Kapellmeister sprachen sich über Rosa die be>dm hazeren Herren in her Fensteroerlltfung au«, um welche sich bald «in klel« ner Kre>« aller jener M>«muthi^t^ bildet,, deren Nähe« rungen die Sängerin wemg beachtete, und die sich hier« durch zurückgesetzt fühlten. Die beiden Herren aber waren der Doctor Kraut, ner und der Privatgelehrle Weihfisch, welche fowohl in den hier erscheinenden, al« in auswärtigln Zeitfchrislen da« große Wort führten. Da aber beide zugleich auch Dichter in allen Oaltunaen waren, so schienen sie nur äußerlich in freundlichem Einvernehmen zu stehen, befeh. d«len fich aber gegenseitig unter all r Alt von Anommi. tät und Pseudonim lüt. «uch halten sie über alle Kunst. leiNunan hilfiger und fremder Künstler die »idersprc. chendst'n Meinungen. Veide für sich <>l gewinnen war sehr sch»?r. »e»l jeder einzeln e« zur Ocdinqung machte, wenn er jemand lohen sollte, daß der Gelobte mit sei» nem let« douf nicht erreichte, erfolgte gewöhnlich auf seine gedrucklen und so schwamm er lustig in seinem Elemente herum, seiner ii>ebtn«lvürdiglelt zurechnend, was doch blos seinem lritischen Schlagdaume gall, dm er nach ei« genem Bclleoen auf» oder zuzog. Obwohl sonst gewöhnlich in ihren Ansichten wider« streittnde Elemente, schienen sie doch über Rosa sich zu derselbe«» Meinung vereinigt zu haben. Die Albani war hier zu fremd, um ihr Venehmen nach dem Willen der Kritiler zu berechnen und obwohl höflich gegen vlioe. zeichnete sie dennoch weder den einen noch den andern au«. Sie hatte nlcht tinmal ihre Na» men gelannt und fchon damit hatte sie beide feindlich ge> gen sich. Krautner halte bereit« vor ihrem ersten Auf. treten eine Krilil über sie elscheinen lassen, die nicht die günstigste war und Weißfisch beschloß die hiesige erste Sängerin. Mad. Halndors. auf Kosten der ssremden zu heben und zu vergöttern. E« waren auch fchon Sonette Über die Fremde fer> lig gewesen, die ader jetzt, wo sie «osa« sich glticholel» bende« Venehmen sahen, schnell auf Mad. Hainborf u«. gegossen »urben. »rantner sprach de« breiten über "" ^ ,1'l! affectierle Manier, in welche Rosa versunken, "^r^ dem Effecte unterordntnd, inde« We.ßftich ^. ^, und Kraft der Haindorf in ten Himmel l"°'hd^ sie wie ein leuchtendes Meteor die Zuhilrer l^F^ dringe und begeistere, inde« Rosa buich da« Weiche lalt lasse und abfpanne. Oraa^Iie- Der Kreis, welcher um diese bliden ^ ^ e hiesigen G.sHmack« oersammlt stand, l^" ' ^° sem Uilhe.le für den eigenen Verdruß u"° ^rt l°" nächstemal im Parterre diese« Urlheil dura? ^ Mit»i,lung zu belhüliaen. hie ß^l Ohne diese Gewitterwolken zu ahnen. ^ ^ ihr,m Haupte sammelten, benegle sich ^ '^„e "^^1 heiter in der Versammlung und gewain ^ ,«^ ftüllere Parttl. al« dit trasche Kompagn'^Ml', ^ fich offen und herzlich an Marianne °"^'«hut^ ^ ihr mit ihrem freundlichen Ernste eint °^igM° i" fcheinung war und e« beruhte auf einer «^ He« Kraft oder einer innern Sympathie, b«e ,. kurzem einander so nahe gestellt. ^el "" cl Der allt Paolo schritt in !«'"" ^all" ^, zlB lend auf und nltdtr. stlne Pflegelochler « ^ sch0" ^ hielt einen offenen »rief in der Hand, "' lzchll^.tl, öflern gelesen. Dann rieb er sich t»'« V" loi "^ seine Welse höhnisch dazu und legte d«" ^ ^, blitzenden Smaragdenschmuck au) dem ^'"^ejll"^le'^ benelnander. damit die Kerzen, welch« " tl""" so wills«»« ihre Strahlen aul >" »arfen. 735 W"btt die Zeitung des Duc Decaze« liber jede Schild« I,«?, 6 Nt«en dln Relchstanzler eine nicht zurückzu ? '"^ ^sriedigun«/ Ist den sranzSsifchen Politl. l^! '^' ^lein, der gegen die deutsche Polilil ge.^ Meudell wird. so willkommen, daß sie gar nicht bar-,,^ '"gen. von welcher Sei,e der Wu,f erfolljle? gieren Vtshältnissln entspr'chl e«, Act davon zu nel,- Di: lillltlrung dee in Tour« abgehaltenen Eon»' ,js>" der Vertreter der lath ol i schen und roya»! ''"schen Prcss: bllonl. dab die ssanzöslsche Nn^ "cllvl'samm li iss ihre Mission vusehlen wNrde. wenn - °uf ihre Gewalten verzichtete, bcvor sie Frankreich! " "l^itrunss gegeben. Die einzig mligliche Negierung I ^ die Mionarchte. In der Eit^ung wird die gesetzliche, llullllllgt dls Marshall« Mac Maljon nicht beftritten "n° wtillls die Hoffnung auegcsplochcn. tah die Na-'°nc»loersc,mmllllig die berfassungegeslhl nicht votieren Di, englische Regien,!^ beabsichtigt, vermuthlich /" ltt. d.. ein Ocsth über Ausübung des Kitchcupulio. "°" in Tl,o<,lalid tinzubrm^n. -verschall Serrano ist am >. d. von Santanber freist. In Madrid bereitet man ihm einen gliin- ^"den Empfang. Wic verslchctt w:rd. stellen sich viele . "Ulster, «ei den Vehürden der durch die Truppen ätzten Orts<1l,s«fli und ocrlcl'ssn Amnestie. chaqesneuuMlen. — (Minister rath.) Um Millwoch fand »n Ofen """ Notsitz Sr. Majestät des Kaiser« ein Mimst«. lh stall, m welchem die Haltung der Regielung in der "läge de« K.iegsdudgels dcsinmv feftgestclll wurde. ^ ^ (Bierpreisherabschung.) D,e Mitglieder " wit«« Ärauhcrrengeuosscnschasl werben sich am 16. d. "lau,«,«!«, um Udcr e»n gleichmüß,.,cs Vorgehen in der «läge «bei Nierpleisherabse'hung Beschluß zn fassen. . "- (Neue Schlachtmelhode.) Diesertage wur« "im wiener Schlachchause Proben zur Fällung der ^Hlachlthiel« mil der Vouterole (Hohleisen mit eine« ^Wifl^ vorgenommen, welche ein besonders günstige« "l'"ll°t gelleserl habcn. ^, .7^ (Die steiermä rlischen ^ andesgeseye) ^ "fsend hie Aushebung des Schulgelde« an sämmtlichen "ojchulen und die E.'hötzuna der r,tl,rergehalle erhiellen " '"stl^che Sanction. ^. . "- (Salz burg er ^ose) Vei der letzten Ziehung 5^^r hiupt.ltfser mit 30.0(10 Gulden aus die Nummer "^ und der zweile Treffer mit 1000 Gulden auf die "Nllner 71445. f.^„ gewinnen je 500 st. die Num. ^" 12263, 30359 und 53972. je 100 Gulden die ""Mern 61. 3043. 7bU6, 14(X)8 und 20479. P.,,^ (Visthümer.Vereinigung.) Nach einer h "ung b^ ^^^ Corrcspondenlen des ,.kza«" ist die tz^""lgung der lralaucr mn der tarnower Diöcese zu eine« lein 6"fau in Aussicht genommen. Tarnow würde lchol" ^^ verlieren und Kralau einen wirllichen Vi-' "hallen an Stelle des jetzigen Heneralvicar«. .M^ (Vischofe.Konferenzen »n Ungarn.) ^"agylli «llam" erfährt, daß der ungarische Episcopal ost, '" ^aufe dieser Woche zu wichtigen Konferenzen »m : bei dem Obelfi-'anzralhe ^qui», ^° "" immer unruhiges, b,s endlich WaUdorfs "lid , ^ "" dem Hausthore hiel», der Waaenschlag auf-^stb., ?°« und dtt leisen, leichten Schrille Rosa« die 5p ^raus sich dtr Thüre näherten, "nd bV«'^'"l «lllhend herein, das Fcuer des Gesanges ^°stn I °"5"' bcr daraus gefolgt, hallln die frischen höh, ^" fugend auf ihren Wangen zum Pulpur er. ">°ll«e i," '"^ bt'n altln einen zerstreuten Gruß zu und llih^ 'hr Zimmer, lir ablr nahm sie bei der Hand. shent '5 ^" ^" ^'l^t h^n. auf dcm das lockende Oe. ^lidll,,'«"^ "'^ lt«tl einen Vrief in dl« erstaunten dutch» >" warf einen fiilchtlgen Vlick aus den Schmuck, ^f ünd ^'l"' warf dann fast spvllisch die Hippen l"llltr .. "'^wand in ihr Zimmer, ohne da« Gescheril ^'U beachtcn. ^«hlnu^ ^^ °^r verbiß seinen Unmulh. legte den ?" sloinH '^"^ sammltne Futteral und llopste e,'dlich '^°ssll, ^"". Diese aber. war und blieb oer. ^°s«,« ^ ^"°u^ erlüliten die llliinc,e einer Guitarre in lll au, "" u"d sie sang mit einer Geweglma. die l^^tusl '^"' "schülte'tln Gemüthe, aus ei„er zerisse. fischt '/, "'porzl.lommen schil,'. einige »ehmülh'ge ita- I ^ ^Ni«, ^' ^'^ "" "n versohnendl« Gebet sich aus Blill« >. ^",dlu>t ""l^l" durch die weilt?, laut. der lvarmln Sommernacht. E,ttse,un, folgt.) — (Tode« fall ) In Knin starb E«ll slitter v. Franz, frtiher V^nf«hl>upt«ann in Spawlo, kattalv uud killi. — (Sonnen ring.) Von Vregenz langte svlgeuder Vericht in Wien ein: «m 30. v. M. hatten wir Nelege», heit, eine prachlvollc Naturerscheinung zu lxwundcrn. Gin breisacher Sonnenring, umgeben von vier Nebensonnen, be, olckle um U Uhr morgens fast em Dlillcl des hlmmel«. gewblbes, und e« tonnte das fo schöne Falbcnspiel längere Zeit hindurch beobachtet werden. — (FUrft Blsmarl) ,ft in fotlschleilendcr Nlsse. rung bcgllffin und rnsl lei d'm l^inlnil«- d<>e wärmeren Welters vorläufig nach Varzm. Gewiß »st, daß derselbe im Laufe des Sommels ein Had besucht, Dle Wahl de« Bade« hängt vrn den noch ausstchtlldln Vefiimmungen eines Konsilium« ärztlicher Nolabililäten nh. — (Selbstmord.) Wie den wiener Bllillern au« Pari« gemeldet wird. hat diesenage dort ein junger Mann, namens Picomte be Vonbrecourl, durch Selbstmord seimm Leben ein Hnde gemacht. — (Frostschaden in Frankreich.) Nu« den einlangenden Me'dungen gehl hervor, daß die jüngst ein» getretenen Fröste am Wcmftoctc steNenwnse nnigen Schaden verursnch», n^er die Ernte aus leine Weise beeinträch« ligt haben. l ausschließlich gclichle! a«s eine Herabminbclung der Frachlsöh' sll^ den Kol,lc,!lrc,nspolt und die Verwohl» feilunq der Kehle i« W,c,i. Nun sind allerdings billige Frachtsatz! eine der Glund. bcdlngungen, daß der (ionsumenl »n Wien eine billige Kohl, z» beziehen in der i!age ist. Das ist aber uur der eme Faclor. Der zweite uichl minder wichtige ist die Hebung des K^HIenbclgbaucö im Reiche selbst und die da» durch elwü.zlichlt ii-oncurrcnzsähigleit der »nländischen Kohle mit der ausländischen. Zur Concurrenz aus dem wiener Plihc ist n?ben der preuß,schen und böhmischen Kohle vorzugsweise. auch die stcicrmällische lerujen, welche, wie belannt, sich auch schon emen ziemlichen «bs^tz in Wien errungen hat. Während nun die Nvld' und Milttlsteiermcnl mit ausleichcnden h sie schon jehl ous dem wisncr Platze concurrenzsähiz erscheinen, ist dies mit der südl'chen Lttielmarl "och nichl der Fall, und es stehen dem Ili'pollc der sudflt»clminlischen Kohle "och vielfliche hmde,»lsse enl^egen, weiche zu beseitigen sowohl im Inter, esse Wie»'«, al« 'm Inleiessc der belriebssähigen Vevölle, runq jcntr Landeslheile, als auch be« »eiar« gelegen ist. ' Die sudliche Steiermal! und d,c angrcnzcnden Bezirle oon Krai« besitzen eino, ut.berechenbclren Neichlhnm an fossiler Kohle, von lcne», jedoch nur die läxgs der SUd« bahn aelegenen bergmännisch bebaut werden - ausgedehnte Kohlenrcvic't litgen bluch wegen dcS Mangels an modernen Communicalionsllnstallen. Die bis jetzl im Velliebe stehcn. ren Kl'l,lcl!lll^lv.>lc in der südlichen Sleiermall, welche mit ihrem Iwpouc auf die Sudbahnstreckc killi.Sagor an^cwllsen sind, haben eine zählllche Ploduction von 1b Pilllloncu Centner«, und doch beziffert sich der wirlliche «bfatz dlescr Kl)hle m den letzten Iahten auf ein Vierlel o^er höchsten« ein Halb dieser ganzen Vewichlsmenge. ' Wenn nun die durchschnittliche Entfernung dieses Kohlenrevier« von Wien «it fünfzig Meilen angeno»»en iwitd. fo lönnle die Frachtung, vorausgefetzl, daß der Tarts von Ob per Centner »nd Meile von der Sllbbahn einge» fllhrl würde, mit 95> Kreuzer berechnet, und da die Kohle in den Ginladungsorlel auf 25 Kleuzer zu stehen lo»»l, selbe in Wien mit 50 Kreuzer per Iollcemner abgegeben werden. Vine ausziebize Concurrenz der südfteier«ärtischen Kohle ist aber nur dann möglich, wenn die projectierten sisenbahnlinlen au«gebaut und die betreffenden Eisenbahnstationen mit den Kohlenwerlen durch sch»al-spulige Geleise verbunden würden. Bisher hat die Negie-, rung ihr Nugenmerl vorzugsweise aus größere Verlehr«» wege, auf größere Eisenbahnen gerichtet und h»l dabei den «u«bau der ^ oc al ba hne«, bilser Sangabern de« Öffentlichen Verkehres, ausschließlich der Pnvatinduftrie liber-^ssen, während gerade hier der Staat mil Neinen Mil-lleln fur ausgedehnte betriebsame Vezirle sehr viel leisten ! lönnle. l Ich weise hier anf da« ltisenbahnproject Unterdra», burg-Villi hin, welche« dulchau« durch bedeutende Kohlen» 'reviere fuhrt, von welcher die lnrze, laum eine Meile be- '»ragende Strecke Cllli T^chs-nfeld, da sie fast gar leine ^Terrainhinbernifse zu bewältigen ha», sehr leicht a»«geba»t ! welden lönnle, wenn die H?gielunz helfend einschreite» wollte, da die Grubenbesitzer unler den gegenwärtigen Ver» ^ hällnissen nicht in d,l ^'^ge sind, die nölhigen Gelbs»««en nuszutreiben (Schlnß f,l,t.) Aus der LandeSansschlißsitzung vom 1. Mai. 1. ill lu/l-bd" sam»l den bezüglichen laleinisch-slovenischen »nd slovemscd'laleimschen Bocablllcirien in den ^anbesschulduchel» Verlag zu libeinehmen. 2. Inbetrefs der Grrichlung einer Landesasselu-ranz für Gebäude und bewegliche« Vermögen gegen Feuer schaden wutbe der Beschluß gefaßt, dem Landtage aus st»; nen in der Sitzung vom 21. Ollober 1Kb9 gefaßten bezuglichen Beschluß zu berichten, daß der Lande»an«schuß we-der die Errichtung einer aus dem Prinzipe oe. Wechselst», ligleit beruhenden noch einer zwangsweisen ^andesasseculanz befürworten lönne. A. Die Zuschrift der l l. ^ande«legier»ng, la»l welcher das vom llniner Randlage in der Sitzung vom blen Jänner 187"l beschlossene Gesetz betreffend die Anlegung «euer Grundbücher die allerhöchste Sanction erhaUe» hat, wnrde zur Kenntnis genommen. Aus dem Sllnitiitsbcrichte des laibachei Stadl-physilatl^ sur den Monat März ' ^ ' iSchluh) Der Oerllichleil nach starben im ^li^ll!^l!u!e 50, im landschaftlichen Filialfpilale b, im Zwang«arbett«hause und im ftä»tischen Nrmenvelsorgungshause je 1 Peijon, i» der Stadt und den Vorstädten «4, und hinler St. Christo! wurde l K>nd in Fauln»« vergruben gefunden. Die in der Stadt und ben Vorstlidlen velftorbenen 64 Perfonen vertheilen sich, u»i< folgt: Innere Slabl 23, Ptlcl«vorstlltl 16, Pvlanlivorftadl 4, Kapuziner vor ftabl 4, Gllldischllvvlstabt ü, Kralau» und Tlrnauvorftadl 6, Karl-städlervorftadl und Hühnerdorf 4, Moorgrnnd 2. Vom Eivilfpilale ging für den Monat Vitirz d I folgender Vericht ein: Mit Vnde Februar sind in Behandlung »«blieben .l5l, im März zugewachfen 294, Summe der Kranlen 645», Abfall lm Monate März: Ausgetreten 261, gestorben bb, Summe des Absall» 316; verbleiben unl Vnbe Vlcnz d. I. i>, Vehandlung 329. G« starben demnach vom Gesa»mlllanlenftande 8 V "/„ vo« «"fall 17 4 "/^. Drn KranlheilSchaluller im Monate Mä,z d. I. i« C-wilspilale betreffend, war derselbe solgender: ») Medizinische Abtheilung. Vorherlschend waren entzündliche Krantheiten der slespiration«organe, besonder« Lungenentzündungen, die stlllmlsch aufttalen »nd in der Mehrzahl löblich verliefen. Mit Lungenentzündungen traten 23 Krllnle in« Kian< lenhau« ein, ron diesen starben 6 Männer und 3 Weibe, -sterbend Uberbracht wulden 3 Männer und 3 Veiber; die Ubligen Todesfälle belrasen chronische Tuberculofen, au der « Männer und 3 Weiber starben. l') Chirurgische Abtheilung: Vorwiegend Verletzungen, der Heiltrieb ein minder ungünstiger al« i» Vormonate. c) Abtheilung fur Syphilis und Haullranle: Vom letz!,« Fevr»2l Itt',4 verblieben im gilialspitale in der Poluna (Vlalleinspitale) 11 Männer. 12 Weiber. 3 Kinder; zugewachsln sind i< Männer, 12 Weiber, 4 Km. der; genesen Ib Männer, 1b Weiber, 3 Kmber; geftol-ben 1 Mann, 1 Weib, 3 Kinder; e« verbleiben a» 31. März d. I in Vehandlung >l Männer, 8 Weiber. I Kind. ! ö in Wennh. Lehrer stian; Kenda in Se«>ö, Josef Znjllni'ö in Slapp, «nlon Uls«! in Lobrad. Nnlon I^n in V stluic, «alcxlin Ku»c,c in Pernlfe und Lehrer Nnlon Ozimel in Dobrav». - Nm ii. d. M. nachmittags negaben sih mihinc GeleUschaflemll^ltider uno Oäfte in den haushvs oes Herrn I^ses Debeocc in dle Gradischavorstadl N,. 57 zur Vesichligu.'g der dort ausgestellten landwirthschafllichcn Maschinen und ^e. rathe. Sämmtliche Maschinm — aus der Fadnl Umllllh in Prag — arbeiteten; besonderer Anempfehlung wurden würdig erkannt: eine lranspvitable Güppel'Dreschmaschine für 1 Pferd; hanDdreschmaschlnen ohne Schwungrad, sehr leicht in Bet, leb zu sehen; schließlich das neue trän»» portable Pavillon-Giippel, vorzüglich geeignet für Mühlen», Dresch-, häckselschneid» und WitsenbewMrungs«aschinen, conftluierl vom Maschinenbauer Rudolf in Stein. — (DieSommer.Telegraphenfialion Vel« des in Krain) wulde am 1. Mai l. I mit beschläullem Tazdienste wieder eröffnet. — (Höhenmarken.) Nach einer Anordnung oes k. und l. Reichskriegsminifterlums weiden zur dauernden Erhal'.ulig d.s Präcisions-Nivellemeuls die R^ijrepunkle an Objekten, die ei„en soliden und dauernden Bestand verbUr« gen, festgestellt. Zur Bezeichnung d,eser Punkte kommen gußeiserne Täfelchen mit der Inschrift „Höhenmarke" in Virwendung, durch deren A.lbringung weder der bauliche Zustand, noch das äußere ilnsehen der betreffendcn Objecte geschädigt wnd. Die Bezirlshauptmannschaflen sind aufgc« fordert wotd«,n .^ «li'ch.'l, ll,'5 -. - «,aul-Ä<,it„ !>?k tredil.»"'^ 2U.25 - '<,'ondo!l lN75. Vilbe» 1iU1'» ss, l Vl?!n< ?." caltn. — 3t<,l,s,'»in?»''<'' ^9 l 215'^' Aligll) l.'j7ii5. llü,on WI 50. Fraucobanl .^2 5,0. HaudclsbaM 0«5i0. ^ercluodaill 10 50, Hypochclarrclüeubanl 14 . allgcme»'^ Vaugcsfllschllil «« 25>. Vicner Vaubanl "' Wech«!nhal!ba»l 15 —. Vrinillcua„cr 1<; 75>, Slaatebahn i»l7b"' »'ombarden l37""" lilii . l«W,r ^,'o^s 10','^ lX«4<-l ^'osc 1r ^ Pierrelüe 69 l<). Stootssliahl, 318—, Nordbahu 2< 0, ssrancc üstcli. Vl,ut3!l' > «n«lc,:öst,rr, vllül 134 . l'nn>bl,>on' 1^5,<). lln,o»ba»l wl « Aiistro. orieul Vanl - - . Ocstcrr. ^'loi,d 41»-. Austroolloin-Vanl 62 , Tllrlmlose 48 25. Lommmla'.lolt 100 5>0. Kandel und WolkswirUchastlWb, > MonatsauSwei« der Natlv>,alba»f. ">cti^' i Metllllschah l44.5.',5,t>?« fl. >0 lr. I» Metall zahlbare Mch' 4.5.'j5.!45 sl. 13 lr. L«compll,i!c Ucchsrl und Eiiccts!!, ,ahll'"'" , Wiei! ^2.M<:^90ft. <'>^ ' lr. Escomptierls Wechssl inid Efftcien M > bar i,l denssilialc» 07.7^2.'.)«2 sl. 41 'tr.. zusamml'li 15>:j3!'M'' 10 tr. Darlehln grgen Handpfaxd ii, Wie» 17.I^0.K'<1 fl. ^" . lshtn gegf» Halidpslllld i» ds« Filialen 21,5l»l,1,»l> sl,, zusaw'^ 41.«W.^ !^ «0 lr. Lfftctm dr« Neservcfoiid» »ach dem CnrVwcrlhc uow 31. Dezember I«73 4.305,103 si. !».", lr. Eff.cle,> dr« Pc>'sl°".^ ssond« nach dem HnrsweNhe vom ^ll. Dezember 1«73 2.'^^' Gulden. Ocbände in Wien und U»da Pch, dann ssriamii'lrl l'"^' ,1,i!» ii.ülsuülu" 2,7»i4.<)<:i fl, 42^ lr. Saldi lauieiidcr incM' Nllllgell 175,051 fl. «7 kl. Znsanimen 522.5!>1,5«i1 fl. "" '^ — Passiva: Vanlfonda '.»0.0,»0.<«»<1 sl. Rlserl'cjoN^ I«.02>1 fi. ll»^ hobene ssapllalorlltlzablnngsn 130/,45 ft, (iiilzulosrüde ^^n Nnweisnuaeu 1.4'.>l,:>«l fl. 10 ' lr. Giro.Guthaben 1.»^!,^' 2?lr. Unbehobkne Dloidendeil 15l,'.>'.^^^ ^0 ' lr. Pcusiou«-^oud3 2.283.0,^ sl, Znsammen 522.51 «."d.'!'' 38 lr.________________ ______ ^^. «m ?. Mai ^,. ««nt«> »s»»«>« «»«>«. Huck. Reisender, und N^hei", -^ genieur, Wini Mutschlecknel, Innsbruck, Nrnz. V""^, berg, — Maria Petruvic, Hauebesiherin, Trieft. - N»)' " vatier, Gottschce. ,.,^ »»t«>> «««>'»««. Glück, l, t. «^neral Inspectium'com«''"' Zippriling. Fabrilgbeamlrr, «ruck, Agent, »,ud Kränzn. v»c>^ dei. Wien. Spieller. Aahni»nemcur. Eteyer. '^?',' Stein, — Stergler s. Schwester und Gvasser, Billach, - ^ , ner, Triest. — Törp'nyi, SicbcndllrsskN. - Weil, illagcM" — Plchenbacher, Tirol, Wolonig.' l,'ittai. .,. »«»<«»> <5u^«»A,». Malasc, Unternehmer, nnd Trijchi, .'"U nienr, Pola, , , «4»»»«^ H»» «D^«t«^«««>>,. Ieglil. Veamte,. ritta' ' Schruttner, Marburg. !?««»>,»'««. Wilhelm, Ingenieur, i!i»z. ^ltst^ol^sl^liw' K»',"i:'i<1'l,»!li1<'!' !l, ^llk'lllö. 6 l! Mg ^S'i«. ^> 8., Ö. s. schwach bcwülll ^, , 7. 2 N. ?»3„^,2., N. schwach b'wüllt "" >0 «b. ?29?x 4- «n minnNisl bswijllt H« Morgen« beinahe ganz bcwiMt. zUollrilliia au« ^st,n: " mittag« Westwind schwach. Wollenjua au« Wlsten., D°« "" mitlel der Wärme » 7 4'. um 5 1" uiüer dem Aormale.^. ^lN'ti'l^rlliN ?. ^":^< !. . ^°." '!.' .'! '." n Stad.kn d.« Versehr« l)°b„> ftch d.e H.l.se einiger Hpecnla!,°uoch>ct,u. Der so eilaugte Vorspruna wurde „n ,ve.tcr7n^"ia,l ^M ,t VrlM) . t.,« <3< chüf.e« behauptet, obwohl d« Um,ahe u.chl eben bedeutende genannt werden liiuneu. Der «erlehr erstreckte sich °°r,ug«wnse aus «ulag^w rlh/ auch hi" "" ' ' w s.hr wemgeu Sorten eme stärkere Veweguug wah.nchmbar und s.nd demzufolge d,e Lurse n.cht wesentlich modificiert: der ailustige «lharälttr d« Slimmnnz. zeiale sich de. llicher an dem <"" geb«««!.» Oeldgcbole al« an emer PalronlNerung eluzelner Papiere. » , » , «-^ ,«.»» ,.«, „»,.»,«,.» ^^^ Geld Ware Mai. ) «„... s . . . «9 15 «9 25 ßebrnar.) """ ( . . ««15 6925 Jänner.) KUberrtNl, ^ 74 2b 74 4«, tpnl» ) ( ... 74 25 74 40 ^asl. 1539......295 - 3(3 - , 18^4.......U7— 98- . 18«0..... . 10:,- 105 50 » 1f>60 »u 100 fi, . . , 109 25 1< 9^0 . 1Z64...... 134 51) 1.15 — DomliNlnPs-nbiritf« . 119 50 120 — ^onau5»it<,nlieruilg«.v«l» , , . 96 50 96 7n Ung «ist"d»b«'«nl..... 93 - 93 b0 Unz. Ptiimien.»nl,..... 7? 75 7« - W'in« Co»vNluu«l«Unllhru . 55 40 85 60 O,l»» Ware Anglo.Vant...... 136 75 l37 — B»ntverei2 . . '.....72- 74 — V2be?cr?l»i»»n-l«> War, D<-vofi<«!l»enl . 28 50 29 50 ?«comptfanll<»lt . . »l li - 86°, - llzem. österr. boömeredll . . ^ ^__ dt«. t» Kl I,bren — - - ^. ^»ttcualbavl il. «........ .._ Ung. Vo^encr^il . . . , . > — _ Orleriiatli« «lisllbtl^.V. 1. Tm..... — — .-— ^erd.'si^rdb. V...... —- - --^ Fr°nz.I«feph.V...... 102 50 102 75 Got. Karl'Lnbwia.V., 1. tm. . -.— ^.._. Vefierr siurd»»st.V..... V720 ?7b0 HllbeudÜr<,tr ... .-------— —. i «t«,<«l<«ch« . 187 — 1«7 50 «Uob°^n i^ «'..... l<»97) ^6k>(» 5',..... »6^ I , VUdbahn, «<-.„» 223 , ^.ftl.' "ng 0ssb«hu . , . 64 25 b' y»i»«tl»s». l«dit.L........157 50 1^, Nulclf«.«..... Ili ^ " «n,,^«......, . 93'^ 3- ^j ' 'l°hl!l,<,n«l''°l . . 8 ^ 96 - s "ßS'^' Prmß K»ssfo,chew, I -66 l5 - ^ " st> ' b,ltzs! ... U6 . — -ll," - Vrl»«t»,tim««: ««l'» 8S b0, »"