Nr. 153. Mittwoch, 9. Juli 1913. - 132. Jahrgang. Wbllcher Zeitung «i ^, halb,ühl>n n ll. ssür dir Ziistflllm« int Hau« «anzjähria ^ «, — I»s»»««,»,»biUl»: ssül llrinr Injnale bi« z» vif? Zrilen ov »,, «rößerr pn gs« d^ b,i bfleren W,,t>frl,olunßln p,r Z,,It « »,. lich MilloiliöNlos!^ Nr, 1«; die Dl»>nktt»» Millr^llllllfts Ar ie, kprechfti', Ub, oormittonl. Unsillnl»rrtf lvnssc tollbri! nichl an^enommln, V»nuslr «Aov? poklnvni odxor» vom 30. Juni 1913. Nr. 74 »I'rol«,t5r> vom 3. Juli 1!)!3. Nr. 1092 «r^k^p^k^» liu^. vom 28. Juni 1913. Nr. 239 «Ilr^tsk», Ri^oö» vom 24. Juni 1913. MchtamMcher Geil. Die Vorgänge auf der Baltanhalbinsel. Aus Paris geht der „Pol. Korr." folgende Mitteilung zu: Die Meldungen, daß vom französischen Ka dinette ein Vorschlag an die Großmächte ausgegangen fei, sich der jüngsten Nalkankrifc gegenüber für den Grund sah der Nichteinmischung zu binden und daß seitens ein. zelncr Mächte zustimmende Beantwortungen erfolgt seien, entspricht nicht den Tatsachen. Auch besteht an den maß' gebenden franzöfifchen kreise» lcincswcgs die Absicht dcr Einleitung eines Schrittes der angeführten Arl. Eine etwaige Initiative in bczug auf die Ballanlrise und die Vcstimmung des Zeitpunktes, in dem sie allenfalls zu erfolgen hätte, scheinen dcm englischen Kabinette überlassen zu sein. Auch in betreff der Votschastcrrcunion in London Hal bic sranzöfifche Regierung leinen der Schritte unternommen, die ihr durch grundlose Zeitungsgerüchtc zu-geschrieben werden, Weitere erhält die „Pol. 5torr." folgende Meldun gen aus Sofia: Das „Echo de Nulgarie" wendet sich an dic Großmächte dahin, daß sie Serbien zur Einstellung der kriegerischen Operationen nötigen mögen, damil der Weg zur Lösung des Streites durch das ruffifchc Schiedsgericht wieder frei werde. Das halbamtliche Blatt fcheint damit den Standpunkt der entscheidende» amtlichen Stcl len wiederzugeben. Das gleiche Blatt nennt es einen Fehler, mit dcm fortab gebrochen werde, daß man der bulgarischen Offensive Schranken gezogen und das bulgarische Heer an der energischen Ausnutzung seiner Waf- fenerfolge aus politischen Gründen behindert habe, indem dadurch cin entscheidender Sieg der Vulgären hinausgeschoben und fo der Krieg verlängert woiden sei. Aus Belgrad: Anläßlich des erfolgten Abbruches der diplomatische Beziehungen mit Bulgarien wird an maßgebenden serbischen Kreisen erklärt, daß diese durch das feindselige Verhalten Bulgariens unvermeidbar gewordene, ernste Maßnahme den von der serbischen Regierung mit äußerster Beharrlichkeit verfolgten Bestrebungen nach friedlicher Lösung der Streitfragen behufs Erhaltung des Ballanbundes ein unerwünschtes Ende mache; man entfage aber nicht völlig der ,m Augenblicke, allerdings tief gcfunlenen Hoffnung, baß nach Beendigung des dcm serbischen Volle anfgezwungencn Waffen ganges, sich bei den leitenden Stelk'n in Sofia Einsicht und N nilehr geltend machen und baß man dort alsdann der Richtigkeit des von Serbien empfohlenen Gedankens besseres Verständnis entgegenbringen werde. - In militärischen .«reisen wird erklärt, daß die außerordentliche Ausbreitung der sich abwickelnden Kricgsofteralioncn eine Unterbrechung derselben im gegenwärtigen Augenblicke schon aus strategischen und Sicherheitsrücksichtc» als absolut ausgeschlossen erscheinen läßt, so daß e>» Vermittlungsversuch vo» welcher Seite immer auf Erfolg in keinem Falle vor völliger Durchführung der im Zuge befindlichen militärischen Aktion zu rechnen habe. Aus Konftantinlipel: Die Anwesenheit DragumiS des Jüngeren in Konstanlmopcl und die gleichzeitige Ankunft des Botschaftsrates bei der Berliner Volfchast Ghalib Bey, welcher als eifriger Anwalt einer Verständigung zwischen dcr Türtci und Griechenland noch aus der Zeit her bekannt ist, wo ihm die diplomatische Vei> tretnng der Türkei in Athen oblag, haben zu Gerüchten Anlaß gegeben, daß ein Ablommcn zwischen der Pforte und dcm griechischen Kabinette für den Fall beb Kriegsausbruches zwischen den Balkanstaaten vereinbart wor den fei. An gut unterrichteten Slcllcn wird ihre Richtig keit aber entschieden bezweifelt. Man gibt sich in ern-stcrcn türlischcn Kreise» kluge Rechenschaft davon, daß eine Parteinahme für den einen oder den anderen dcr kriegführenden Teile ein äußerst riskantes Beginne» wäre, dessen Gefahre» mit dcm erreichbaren Preise nicht li» Einklänge stünden. Ma» sagt sich, daß jeder Versuch einer Revision der Bedingungen des Londoner Fric-dcnopräliminarvcrtrages unbesiegbarem Widerstände mi»dcstc»s vo» russischer Seite begegne» würde u»d vcr hehlt sich auch nicht, daß eine rasche Verständigung zwischen den Kriegführenden der Türkei statt erhoffter Vor« teile nur weitere Schädigung bringen lönnte. Es scheint überhaupt mehr auf alter Gewohnheit des Rollespielens iii Ballandingc», als auf ernsten politische» Absichten zu beruhe», wen» sich in der türkischen Presse sonlohl als im türlischcn Publilum seit Ausbruch des Beute-teilungslrieges zwischen den ehemaligen Feinden eine nervöse Vclätigungsluft bemerkbar macht. Wenn man die ^ataldxa-Armee troy der schwierigen Finanzlage »icht »ur nicht entläßt, sonder» durch Truppe»nachschübe zur Lückenfüllung verstärkt, erschüttert auch dies die diplomatische Welt Konstantinopels nicht in der Überzeugung, daß die türlifche Regierung in ihrem wohlverstandenen Interesse sich vo» abenteuerliche» Einmenau»gs-vcrjuchc» in die Balkanlrise fernhalten wirb, Vcrfuche, einigen Profit aus der Lage zu schlagen, dürften viel» leicht gemacht werben; ein Verlassen der 'a zur Auefüllung der in der dortigen Armee ,»i. slandcne» Lücke» abgega»ye». Mehrere» Munstern smb a»o»hme Di^' > gekommen, infolge derc» »cuerdings sehr ft>> f>- »nhmen ergriffen wurden. Feuilleton. Zu ipiit. Novelle von 'M. Molti. n und du wirst eine Spielkamerad»,, haben!" , Aber der Knabe, eigensinnig und geärgert, wendete ich mm dem Vater zu. der >n dcr Nähe des Kamms W5. 'n die Lektüre seiner Zeitung vertieft. .Papa, vme ?u doch die Mama, mich zur Tante zu führen . . . ^ ^""e es m,r doch ganz sicher versprochen und nun w.ll " '5r Wort n.cht halten! Rebe du ihr doch ,u! °,l« '.'?b 'll W5, li. 35, III. 24, IV. 24, V. 17, VI. 12, VII. 12, VIII. 13), darunter 22 Privatisten. Die Muttersprache war bei 146^ 21 die deutsche, bei 1 Schüler die slovenische, bei 2 die italic ilische, bei 1 die böhmische, bei 1 Privatistcn die ungarische, die Religion bei 1384'18 die römisch-katholische, bei l Privatisten die griechisch-orientalische, bei 8 !3 die evangelische (A. K.), bei 4 die israelitische. Zum Ans-steigen in die nächste Klasse waren 29 > 6 vorzüglich geeignet, 97 >9 geeignet, 8 i 1 im allgemeinen geeignet, nnd 11 nicht geeignet; die Bewilligung zu einer Wiederholungsprüfung erhielten 5 i l, nicht klassifiziert wurden 2 Privatisten. Das Schulgeld betrug im ersten Semester 2580 /v, im zwcilen Semester 2780 X. Die Anzahl der Stipendisten belief sich auf 11; sic bezogen Stipendien im Gesamtbeträge von 1855 X. Der Verein zur Unterstützung dürftiger Schüler verzeichnete 1110 X 60 /, an Einnahmen und 683 /< 95 /» an Ausgaben; das Vcreins-vcrnwa.cn betrug 552 X 81 /<. Der Jahresbericht des l. l, K aiscr Franz Jose f-S t aa t s g y mn a s i u m s in K r a i n b u r g enthält an leitender Stelle einen Artikel über das städtische Archiv in Krainburg von Franz K o m a t a r, dann Schulnachrichten. Der Lehrkörper zählte am Schlüsse dcs Schuljahres mit Einschluß des Direktors 20 Lehrkräfte für die obligaten und 7 Lehrkräfte für die nicht obligaten Fächer. Die Zahl der Schüler mn Schlüsse des Schuljahres betrug 307 j 24 (I.n. 23 ! 9, I.l> 25-j 1, I I. 43 4 4, lI1.-> 26>5, III.I. 30, IV.« 20-l-'ä, IV.l, 25, V. 40, VI. 31, VII. 23, VIII. 21). Die Muttersprache war bei 300 > 24 Schulen, die slovcnischc, bei 5 die deutsche, bei l die böhmische, die Religion bei allen die römisch-katholische. Zum Aufsteigen in die nächste Klasse waren 344 5 vorzüglich gccigm't, 182 ! 15 geeignet, 16! I im allgemeinen geeignet, 42! 2 nicht geeignet; 33 j 1 erhielten die Bewilligung zu einer Wiederholungsprüfung. Das Schulgeld betrug im ersten Semester 1950 /v, im zweiten Semester 28.50 /v. Die Zahl dc-r Stipendisten bctrua im ersten Semester 36, die 3483 /x 42 /,, im zweiten Semester 33, die 3221 /< 42 /< an Stipendien bezogen Der Glimnasialunlerstützungsfonds hatte 1288 /x' 76 /, Einnahmen nnd 572 /< 38 /t Ausgaben. Der Jahresbericht des l. l. S t a a t s g y >n n a -s i u ms in Gc» ttschcc veröffentlicht an erster Stelle den Artikel „Kritische Beiträge zur Vorstellunnslchrc", von Prof. Ernst Bern er, dann Schulnachrichtcn. Der Lehrkörper zählte am Schlüsse des Schuljahres mit Einschluß des Direktors 17 Lehrkräfte für die obligaten und 5 Lehrkräfte sür die nichl obligaten Lehrfächer sowie einen Lehrer der Vorbcrciiungsklasfc. Die Anstalt zählte in den acht Klassen 147 öffentliche Schüler uud 2 Privatisten (I. 29, II. 26, III 27^2. lV. 20, V. ,0, VI. 18, VII. 8, VN,. 9) und in der Vorberciwngs-slassc 10 Schüler, Die Muttersprache war bei 133^1^9 die dcu'sche, bei 13^ 1 j 1 die slovcnischc, bei l-j-0 ! 0 die kroatische, die Religion bei 143 j-2 <-10 die römisch-katholische, bei 440>0 die evangelische (A. K.). Zum Aufsteigen in die nächste Klasse waren 144 3 vorzüglich geeignet, 103 > 7 geeignet, 7 >-1 im allgemeinen geeignet, 17"! 0 nicht geeignet. Zu einer Wiederholungsprüfung wurden 3 j 0, zu eiuer Nnchtragsprüfung 3 ! 0 zugelassen. Das Schulgeld betrug im ersten Semester 810 X, im zweiten Semester I llX) X. 26 Schüler bezogen Stipcn-! d,en ,m Gesamtbeträge von 3780 /v 2 /, Der Altivstand des Unterstützungsvercincs betrug 48,5, /v 54 /, die Ausgabe,, betrugen 2788 /< 28 /l ---------------- l Znr jüngsten bulssanschen Vcbenfataftrophc. Am 14. Juni d. I. wurde von allen Apparaten un^ serer Warte ein außerordentlich starkes Beben vcrzcich-uet, dessen Entfernung sich aus Grund der Instrumental-angaben ,nit großer Genauigkeit auf 950 Kilometer be-*Ä?l ^'^'' während als Richwng noch dem .Herde die omndostlichc gefunden wurde. Die fofort an die Tagcs^ Matter hinansgegcbene Depesche verlegte den Schauplatz °" Katastrophe aus den Balkan. Es wurde betont, daß o.cses Bebe", das sich auf unseren Instrumenten als das zwcltstarksw von den während der letzten 15 Jahre verzeichneten Beben darstellte, offenbar im Herdgebiete den A", aller Bauwerke herbeigeführt haben muß, daß Nchcrlich große Veränderungen im Gelände (wie Vcrg-'lurzc Erdspalten, Bodensenkungen) aufgetreten feien u. oyl. E,„e bald nach dein Beben an unsere Warte cin-nelaufenc Drahtung der Hamburger Warte (Angabe der «lä ^ !"M'"N von Hamburg) setzte uns in den Stand, stellen ^"^"'" """ ^' Gegend von Tirnovo scstzu- d^n ,^r!"^^ """ ^' erwarten gewesen, daß schon in d5n M'l"' Swnden ausfiihrliche Drahtnachrichten über «. «.^ "".^ ^"' Umfang der Katastrophe in die Welt 3"7'^ '"urdcu. Doch erfuhr man, von spärlichen An-"euiunyen abgesehen, eigentlich nichts Genaueres. Es fah aus, als ob sich gar nicht ^twa^ Besonderes zugclra-gen hätte. Erst am 17. Juni wissen die Telegramme von Häuserzerstörungcn in Tirnovo uud Orehovica, von Mcnschcnvcrlustcn, die mit 300 nicht zu hoch gegmfcn sein dürften u. dgl. Zu berichten. Erst jcht, nach 14 Tagen, erfährt, die Welt, die von der Unglücksstelie wenige hundert Kilometer entfernt ist, grauenvolle Einzelheiten der Katastrophe. Man spricht nicht umsonst von einem bulgarisch c n M e s s i n a. Es lritt also eine Erscheinung ein, die wir bereits wiederholt beobachten konnten, nämlich daß Nachrichten über katastrophale Erdbeben, die sich allerdings in entlegenen Weltteilen zugetragen haben, unter Umständen nach Wochen zu unserer Kenntnis gelangen. So ist zum Beispiel lici der südamerilanischcn Ncbcnlatastrophc vom 31. Jänner 1906 die erste Nachricht über den Ort und den Umfang des Ereignisses erst nach 19 Tagen eingetroffen. Die Frage nach der Ursache dieser Erscheinung beantwortet sich einfach. Die gewaltigen Veränderungen der Erdoberfläche, die mir der Vcbcncrfchüttcrung verbunden sein können, beschädigen vielfach die vorhandenen Kabel und Telegraphenleitungen, so daß eine sofortige Verständigung auf diesem Wege ausgeschlossen ist und die europäische Welt erst allenfalls durch heimkehrende Schiffe erfährt, was sich zugetragen hat. Offenbar sind auch bei dem in Rede stehenden bulgarischen Beben bicfer modernen Verständigungsmittel gründlich zerstört worden. Doch wäre in unserem Falle wegen der Nähe des Schauplatzes ciu so auffallendes Ansbleibrn genauerer Nachrichten immerhin nicht verständlich. Es kommt noch ciu anderes Moment dazu. Der Kriegszustand, in dem sich das unglückliche Land zur Zeit befindet, und der eine strenge Zensur aller Depeschen zur Folge hat, ließ es wünschenswert crfcheincn, die Nachrichten von dem Erdbebcnunglück weder im eigenen Lande, noch im Aus land zur Verbreitung zu bringen. Daß ersteres wegen militärischer Rücksichten (Einfluß der Nachrichten auf die im Felde stehende Mannschaft aus den vom Beben betroffenen Gebiete) notwendig war, ist einleuchtend. Daß man aber auch dem Auslande gegenüber so überaus vorsichtig war, ist <;inc Sache, die mal» den Bulgaren als unpraktisch und gegen ihr eigenes Interesse laufend zum Vorwürfe machen muß. Denn beim jetzigen Stande der Wissenschaft ist es ausgeschlossen, daß eine solche Katastrophe den angrenzenden Kulturländern verborgen bleiben oder dir Tatsache ihrer Existenz etwa gar in Abrede gestellt werden könnte. Schon auf Grund der Neob-achnmgcn in Laibach und Hamburg allein tonnte in diesem Falle sozusagen mit mathematischer Genauigkeit das Epizentrum des Bebens und auch dc, Eharaltcr mid Nmsaiili der Verwüstung fcstacstclli werden. Diese Fest-stt'lllmg erfuhr ja hinterher, wie dies aufinerssamen Lesern gewiß nicht entgangen ist, ihre Bestätigung, Aber es ist doch sicher ausgemacht, daß uunmehr, nach vollen drei Wochen, da die Katastrophe nicht mehr ein aktuelles Ereignis darstellt, das warme Interesse, das sich den Unglücklichen ans bulgarischem Boden ebenso zugewendet hätte, wie es sich seinerzeit den Armen in Laibach und in Süditalicn zugewendet hat, nichl mehr den Grad von Intensität erreichen wird, den es unter dem unmittelbaren erste» Eindruck der Nachrichten vom Schauplätze des Bebens, vielleicht nicht znni Nachteile der Betroffenen, erreicht hätte. In den erften Nachrichten haben wir die Behauptung aufgestellt, daß auf Grund unfcrcr Diagrammauf-zeichnnngcn dicfes Beben weit heftigere und stärkere Wirkungen als das Messinaer Neben gehabt haben muß. Scheinbar war aber der Umfang der Zerstörungen und der Menschenopfer in Messina größer als — soweit sich dies aus den bisherigen Mitteilungen ermessen läßt -bei den, in Rede stehenden Beben. Für diesen scheinbaren Widerspruch finden wir eine einfache Erklärung darin, daß jedenfalls das bulgarifche Bebengebirt weniger dicht bevölkert ist und die Bauwerke gegenüber Erderschütle-rnngen (offenbar weil meist niedriger und einfacher gebaut) widerstandsfähiger waren al3 die dein süditalienischen Neben zum Opfer gefallenen Paläste und Häufer. Aus dem Gesagten geht wohl zweierlei mit Sicherheit hervor. Zum ersten, wie wichtig es ist, daß derartige exakte Beobachtungen an unseren neu<>n wissenschaftlichen Instituten, den Erdbebenwarten, gepflogen werden. Zum zweilcn ein anderes. Als seinerzeit die Welt durch die erschütternde Kunde vom Untergänge Mcssinas aus ihrer weihnachtlichen Stimmung jäh aufgeschreckt wurde, was gab es da für hilfsbereites Eingreifen! Wie suchte man den armen, so hart mitgenommenen Nverlebenden durch warmfühlendes und werktätiges Helfen wenissstens ihre erste Not zu linden,! Und jetzt! Aus dem ssrieasgetüm-mcl erhebt sich der Iammerschrei von Taufenden Unglück-belroffcncn, er wird durch den Waffenlärm übertönt, er verhallt ungehört. Und fchon sind seit der unglücklichen Stunde an die drei Wochen verstrichen - für die raschlebige Menschheit Zeit genug, um über ein Ereignis, dem sonst gewiß Mitleid nnd warmes Mitgefühl nicht versagt geblieben wären, nun, da es bereits der Vergangenheit angehört, zur Tagesordnung überzustehen. N. isll's der Sitznnn des lrainischcn Lnnkeolms- schufses vom 7. Juli.» Der Herr Landeshauptmann macht die Mitteilung, daß er bei den Ministerien wegen Staats-subvcntionc» aus dem staatlichen Meliorationsfonds für die Wasserversorgungen in Krain vermittelt habe. Behufs Lösung diefcr Frage wird eine interministerielle Konferenz stattfinden, zu der auch der Landesausschuß eingeladen werden wird. Zum Vertreter des LandeSaus-schusscs bei dieser Konferenz wird oer Herr Landeshaupt- mann bestimmt. — Der Plan und der Voranschlag für die Verlegung der Vczirlsstraße St. Margarethen-Zbure wird fertiggestellt. Genehmigt wird das Protokoll über den Anlauf des Grundstückes, das zum Bau einer Brücke über die Radulja in <'u Bahnbctricbtzamtcs Aßling, und Ma-rius R u st, Assistent des Bahnstationsamtes Feistritz-Wocheinersec. — Im Status der Nahnärzte rückt in der 10. Dicnstllasse vor Dr. Alois Vac el, Bahnarzt in Feistrih-Wocheinersee. ^ iKaufmsnnischer Kranken, und Unterstützun«b» verein.» Unter dem Vorsitze des Direktors A. Lille« fand gestern abends im Sitzungssaalc des städtischen Rathauses die 75. orbenllichc Haupwcrsammlmici, des kaufmännischen .Kranken und UnterstüNnngSvereines in Laibach statt. Als Vertreter der Aufsichtsbehörde fungierte Magistratsfonzipist Vrcslvar. Wie wir dem von der Direktion erstatteten Rechenschaftsberichte entnehmen, wurden die Vereinsinilglieder Johann Fabian, Hermann Hallienstcinrr, Alois Krafchowitz, Vaso Pelii5l<': und Karl Weber in dankbarer Anerkennung der Verdienste, die sie sich infolge ihrer über 5,0 Jahre andauernden Mitgliedschaft erworben haben, zu Ehrenmitgliedern des Vereines ernannt. Infolge beträchtlicher Kursverluste hat sich das Vercinsvermögen um 5255 /< 14 /< vermindert und beträgt nunmehr in der Kranlenversicherunsss-abtcilung 88.517 /V 39 /l, in der Untcrstützungsabteiluny 140,772 /< 35 /,, zusammen somit 229.289 /v' 74 /,. Der abgefondcrt geführte I. Ter<'clsche Verlaß beziffert sich auf 45.s)54 /5 79 /<. Die Anzahl der MNglieder betrug mit Ende des abgelaufenen Jahres 8 Ehren-, 36 unterstützende, 55,4 wirkliche Mitglieder und 8 Lehrlinge, zu° sammcn somit 606 Mitglieder und hat sich deren Anzahl im Vergleiche zum Vorjahre um 7 crhöhl. In der Kran-scnversicherungsabteilung wurden sür ^81 erkrankte Mitglieder bezahlt, und zwar: für ambulante Behandlung 8658 /v 8 /,, Privaivcrpfleguna, mit Krankengeld 1773 /^ 58 /,, Spitalsverpflegung 4520 /< 82 /l und cm Neerdi' nungskosten für 5 Mitglieder 400 ^', somit zusammen 16,353 X 38 /,. Die UntcrstützungSabteilung erfolgte an 24 Mitglieder 7116 /v'. Der Vorsitzende widmete den in der Berichtsperiode verstorbenen Mitgliedern einen warmen Nachruf und sprach allen Faktoren, die sich um den Verein Verdienste erworben und dessen Interessen gefördert hatten, den wärmsten Dank aus. über Antrag des RcchnungSrevisors I. K o st c v r wurde der Rechenschaftsbericht genehmigend zur Kenntnis genommen und der Direktion das Absolutorium erteilt. Zu Rechnung revisorcn wurden die Herren Johann K m e t, Johmm ssostl've und Anton ^kos wiedergewählt Für das laufende Jahr wurden zwölf Mitgliedern ordentliche Un-tcrstützungn, gewährt, und zwar drei Mitgliedern zu 60 X, sieben Mitgliedern zu 50 /i' und zwei Mitgliedern zu 40 /< monatlich. Die Hauptversammlung faßte schließlich über Anregung des Ausschußmitgliedes I. Der^-ar den Beschluß, daß oie zur Erhaltung der Zähne erforderlichen zahnärztlichen Operationen nicht als Krankheitsfälle angesehen werden können. * (4,5 ^ in der Vorperiode) gestorben. Der Typhus wurde in drei Bezirken (7 Gemeinden) zur Anzeige gebracht. Von zehn Kraulen ^ 6 aus der Vorftcriode - find 5 genefen und 5 blieben weiter krank. Der Scharlach war über 8 Bezirke (24 Gemeinden) verbivitet und gelangte im Bezirke Rudolfswert öfter zur Beobachtung. Mit 64 aus der Norperiode übernommenen Fällen wurden im ganzen 176 Fälle in Laibacher Zeitung Nr. 155, 1448 9. Juli 1913. Evidenz geführt. Nß Kranke find genesen, 16 gestorben und 42 Kranke bleiben in weiterer Behandlung. Die Dipbtheritis trat in 4 Bezirken (8 Gemeinden) auf, Von 19 Kranken sind 5 — 26.3 ^> gestorben. Von 6 mit Anti-tozin behandelten Fällen endete 1 ^ 16,6 ^^ tödlich. Das Trachom crfuhr einen Zuwachs von 4 und einen Abfall von .') Fällen. Die Masern wurden aus 4 Bezirken (9 Gemeinden) gemeldet und erfuhren im Bezirke Gottschec eine größere Verbreitung. Insgesamt waren' 216 Kinder erkrankt, von denen 116 genesen und 3 gestorben sind. 97 Kranke werden weiter behandelt. Der Keuchhusten war über 4 Bezirke (5 Gemeinden) verbreitet. Von 92 Kranken, unter ihnen 53 aus der Vorpcriode, sind 39 genesen, 4 gestorben und 49 Fälle werden weiter behandelt. —!-. — (Zum Selbstmorde auf der l^rna prst) schreibt das „Triester Tagbl.": Am vergangenen Sonntag trafen zwei Triester Touristen, Mitglieder des „D. u. Ö, Alpen» Vereines", in der slovenischen Schntzhütte auf der 6rna prst einen jungen Tonristen namens Konstantin Kunaj aus Laibach, mit welchem sie sich in ein Gespräch ein» ließen. Kurz darauf begab sich der junge Mann in dcn rückwärtigen Matratzcnranm, angeblich um einige Ztnn» den ausruhen. Kanm hatte er sich jedoch zurückgezogen, als er schon wieder erschien. Er rief: „Hilfe, ich habe Zyankali getrunken!" Die beiden Herren und der Hütten-Wirt eilten sofort herbei, doch war jede Hilfe vergeblich, denn Knnaj verschied »ach wcniaen Minuten. Im Bette wurde das leere Fläschchen. auc- dem der Lebensmüde das Gift gctrnntcn haltt', aufgefunden, ebenso ein Zettel, auf dem unter einem Kreuze die Adresse des Selbst» murders und die seiner Eltern in Laibach geschrieben stand. Die beiden Touristen kehrten sofort nach Wocheiner Feistritz zurück, wo sie den Ocndarmerieposten von dem Porfalle verständigten. Die Behörde verfügte den Transport der Leiche ins Tal und veranlaßte die Mitteilung von dem Selbstmord an die Eltern. Das Motiv der Tat ist noch nicht aufgeklärt. — (Der Wert der Vögel im Walde.) Der Vogel-mord sollte aufs äußerste eingeschränkt werden, denn der Nutzen der Vögel überwiegt lhrc Schädlichkeit ohne Zweifel sehr erheblich. Es ist vielleicht noch fraglich, ob sie auf den Äckern und auf freiem Felde in manchen Arten, wenn sie überband nehmen, eine Verfolgung verdienen. Die Sachverständigen sind darüber nicht einer Meinung und es gibt kaum einen Vogel, der nur Gegner und keinen Verteidiger fände. Unter allen Umständen aber sollten die Vögel des Waldes einen Freibrief erhalten. Abgesehen von den Singvögeln, die dem Wald erst die rechte Belebung geben, sind die wilden Vögel in den Forsten fast ohne Ausnahme nützlich durch die Vertilgung von Insekten und kleinen Säugetieren. Deshalb sollten auch in dcn Wäldern Niststättcn bereitet werden. Es genügt nicht, für die insektenfressenden Vögel Schonung zu gewähren, sondern es muß auch alles geschehen, was ihre Vermehrung fördern könnte. Für den Wald kommt vielleicht eine der Haupttugenden der Vögel weniger in Betracht, ist aber nirgends gering zu veranschlagen, nämlich ihr Anteil an der Unkrautvcrtilgung. Es ist wunderbar, wie manche Vögel unter den Pflanzensamen, die ihnen als Nahrungsmittel gelten, gerade solche von Unkräutern auswählen. Fast ist es, als ob tue Vögel sich Zugunsten der Menschen betätigen wollten. Allerdings ist auch dies Lob nicht unbeschränkt, sondern kann sich sogar in einen Tadel verkehren. Die harten Samenkörner mancher Unkräuter gehen durch den gesamten Verdauungs-apparat der Vögel hindurch, ohne beschädigt zu werden oder ihre Keimtraft zu verlieren. Unter diesen Umständen Wirken die Vögel umgekehrt nicht zur Vernichtung, sondern zur Verbreitung der Unkrautgewächse mit, indem sie die Samen an Stellen fallen lassen, wohin sie sonst nicht gelangt wären. Die Frage der Nützlichkeit oder Schädlichkeit von Tieren sollte eben in einem gerechteren Licht betrachtet werden. Die anderen Geschöpfe sind ebenso wie der Mensch ans Tugenden und Fehlern zusammengesetzt und es wäre auch sonderbar, wenn die übrige Lebcwelt das einzige Bestreben hätte, ihre Tätigkeit nach dcn Wünschen der Menschen einzurichten. Das einzige Gesetz, das sich der Mensch zur Richtschnur in seinem Verhalten gegen die Tiere nehmen kann, ist, daß jede Art dann schädlich wird und verfolgt werden darf, wenn ste übcrhand nimmt. — Mne gefährliche Fahrt.) Der 36 Jahre alte, beim Straßenbau in Lmma beschäftigte Arbeiter Andreas Koritnik aus Lu^e setzte sich diesertage über Einladung eines Fuhrmannes auf dessen Wagen und wollte nach Hause fahren. Unterwegs gelangten sie in Luöna auf eine Steile, wo der Fuhrmann, der angeheitert, eingeschlafen war, den Wagen zu bremsen unterließ. Durch den Druck des Wagens immer mehr nach vorwärts geschoben, begann das Pferd zu galoppieren, bis schließlich der Wagen umkippte. Beide Insassen flogen in den Straßengraben und zogen sich Verletzungen zu. — (Verhaftung.) Gestern wurde in Saft bei Oberlaibach der schon oft abgestrafte Arbeiter Alois Mcrlak aus Oberlaiback» durch die Gendarmerie verhaftet und dem Gerichte eingeliefert, weil er dringend verdächtig ist, am 22. v. M. in Ober-Strccka einen Einbruchsdiebstahl verübt zu haben. — (Firmen,) die Geschäftsverbindungen mit Kairo unterhalten, können im Bureau der Handels- und Ge-werbekammcr in Laibach eine wichtige vertrauliche Mit-teUung über eine Firma erhalten. — «Wochenviehmarlt in Laibach.) Aus den Wochen- viohmarkt in Laibach am 2. d. M, wurden 475 Pferde, 374 Ochsen, !97 Kühe, 59 .Kälber und 309 Nutzschweinc ausgetrieben. Darunter befanden sich 450 Schlachtrinder. Die Preise notierten für Mastochsen mit 88 bis 96 /x', für halbfette Ochsen mit 82 bis 88 X für 100 Kilogramm Lebendgewicht. — lIm städtischen Zchlachtham'e» wurden in der Zeit vom 22. bis 29. v. M. 63 Ochsen, 2 Stiere und N Kühe. weiters 78 Schweine. 160 Kälber, 65 Hammel und 14 Kitze geschlachtet. Überdies wurden in geschlachtetem Zustande I Schwein und 32 Kälber nebst 186 Kilogramm Fleisch eingeführt. Elternhaus und Tierschutz. (Schluß.) Meine lieben Lefer, wir alle wissen, kleine Kinder sind von Natur aus grausam, grausam gegen Tiere, gegen Vater und Mutter. Wie oft haben wir Ellern im wahren Sinne des Wortes Haare lassen müssen, wenn unser jüngster Sprößling seine kleinen Finger krähend und jauchzend hineinwühltc. als wollte er sie nimmer los lassen. Da muß denn dem Kleinen so früh wie möglich beigebracht werden, in liebevoller, aber ernster Weise, daß man nicht anderen Schmerzen bereiten, sie nicht quälen darf, gleichviel, ob es Mensch oder Tier ist. Da war e3 mir einmal einc rechte Freude, wie eine einfache Mutter alls dem Volke den richtigen pädagogischen Takt zu treffen wußte. Die Mutter hielt ihren.Kleinen ans Fenster. Am Fenster summte eine Fliege. Die lebhaste» Augen des Kleinen folgen begehrlich den Bewegungen des nach Freiheit strebenden kleinen Tieres. Die täppischen Hände greifen danach. Da sagt die Mutter mit tiefem, ernstem Ton: ..Mußt arm Pietje lebn lotn; arm Pietje freut sick. Und (aus eine tote Fliege auf der Fensterbank deutend) sich da, arm Pietje is dod; arm Pietje kann sick ni mehr freuen, kann gorni mehr flcgn und luvn." Mein lieber Lefer, das war die richtige W?isc. Es war einc herzerquickende Freude, diesem kleinen Vorgang zuzuschauen. So muß es gemacht werden, aber auch so früh muß man damit anfangen. Wir haben Hausgenossen unter den Tieren, Hund, und Katze, Pferd, Kuh, Schaf und andere. Unsere Kleinen meinen natürlich, die Katze habe lediglich zu dem Zwecke einen Schwanz, damit sie daran zerren können. Sei du freundlich mit deinen Tieren, und deine Kinder lernen es auch. Wenn du aber selbst Fußtritte austeilst, nnc sollen deine Kinder es anders machen? Dulde es nicht, daß deine Kinder junge Hunde und Katzen umhertragen, es geht sicherlich nicht ohne Quälerei ab. Da kommt dein Kind zu mir: „Mutter, Musch will sich nicht von mir greifen lassen." Dann mußt du sagen: „Sieh mal, Musck läßt sich doch von mir greifen. Du hast Musch wohl gequält; darum *ommt Musch nicht zu dir." In deinem Stall oder unter deinem Dach ist ein Schwalbennest. Freu' dich mit deinem Kinde. Mache es darauf aufmerksam, wie dic Tierchen so zutraulich sind. Das Schwälbchen denkt so gut von uns. Sollten wir es da nicht auch sein? ^ Deine größeren Kinder müssen schon mit im Stall helfen. Sieh sorgfältig nach, ob die Tiere geschlagen werden, ob sie auch regelmäßig ihr Futter bekommen, die armen Gefangenen. Gib du ihnen freundliche Worte; die Tiere verstehen es und deine Kinder erst recht. Besonders aber erziehe deine Kinder so, daß sie Freude haben an der schönen Gottesnatur. Zeige ihnen, wie jedes Geschöpf, auch das kleinste und unscheinbarste, seinen Zweck im Weltall erfüllt, und pflanze deinen Kindern einen heiligen Respekt ein vor dem Leben in der Natur. Geh selbst mit ihnen hinaus, mache sie aus alles aufmerksam, was da fleugt und kreucht. Aber erlaube ihnen niemals, sich Tiersammlungen anzulegen, bei denen Tiere getötet werden müssen. Glaube mir, wenn Kinder dergleichen Dinge tun, so sind Quälereien nicht zu vermeiden. Dazn kommt noch das Fangen dieser Tiere. Wenn du deinen Kindern eine Freude machen willst, die zugleich belehrend ist, so kaufe ihnen gute Abbildungen uild — ein kleines Fernrohr, damit sie auch entferntere Tiere in ihrem Tun und Treiben belauschen können; denn nichts wirkt so veredelnd wie der Umgang mit der schönen Gottesnatur. Noch eines: Verbiete deinen Kindern streng das Angeln; es wirk! für Kinder ungemein verrohend. Wenn dcr Fischer zur Angel greifen muß, da ist es ein ander Ding. Aber wenn es aus Zeitvertreib geschieht, da wird es zur Sünde. Und wenn deine Kinder um ein Aquarium oder um ein Terrarium bitten? Kaufe nicht eher eines, bis du über Einrichtung und Betrieb genau unterrichtet bist. Sonst gerätst du und geraten deine Kinder sehr leicht in Quälereien hinein. Noch vieles wäre anzuführen, aber ich erachte es nicht vonnöten, wenn wir nur klar erkannt haben, daß wir alles vermeiden müssen, wodurch unsere Kinder im Umgänge mit Tieren hart und grausam werden, und wenn wir Eltern in der Kindererziehung niemals das Goethe-sche Wort aus den Augen verlieren: „Edel sei der Mensch, hilfreich und gut; denn das unterscheidet ihn von allen Wesen, die wir kennen." — ^Rettung durch einen Hydroplan.) In werktätiger Weise intervenierte diesertage bei einem Motorbootunfall, der sich in der Nähe des Hafens von Newyork ereignete, ein mutiger Pilot. Vom Leuchtturm des Hafens aus kani während eines stürmischen Gewitters die Meldung, daß auf offener See ein Motorboot mit dcn Wellen kämpfe und Ralctensignale um Hilfe aufsteigen lasse. Da entschloß sich der bekannte amerikanische Flieger Curliß, dcr sich gerade in einem am Strande befindlichen Hangar aufhielt, trotz des argen Unwetters in seinem Hydroplan aufzusteigen, um den Schiffbrüchigen zu Hilfe zu kommen. Das Motorboot, dessen Steuer gebrochen war, schaukelle führerlos auf den hochgehenden Wellen und die Insassen glaubten sich bereits verloren, da man gute zwei Kilometer von der Küste entfernt war. In einigen Minuten war jedoch Curtiß mit seinem Flugzeug zur Stelle; er ging ganz nahe an das schwankende Boot nieder und nahm mit Leichtigkeit die drei Personen, die sich in dem Motorboot befanden, in seinen Hydroplan aus. Kurze Zeit darauf war das Motorboot spurlos in die Tiefe gesunken. Clirtiß, der mit seinen Zufallpassagicren glücklich den Strand erreichte', wurde bei seiner Landung von der Bevölkerung mit ungeheurem Jubel empfangen. Theater, Kunst und Ateratur. — („Parsifal" im Bnrn-t/.» Tic Londoner Musik-Halle hat als Allerneuestes ein Wagnis unternommen, und zwar hat sie Auszüge aus „Parsifal" mit begleitenden lebenden Bildern gebracht. Frau Cosima Wagner hat ihre spezielle Erlaubnis zu dieser Vorstellung gegeben, der angesehenste englische Sinfoniedirigent Sir Henry I. Wood leitete das Orchester, lind die lebenden Bilder waren von einem erstklassigen englischen Maler Vyain Shaw entworfen und gestellt. Es spricht für die gute Qualität des englischen Vari/'t^publikum«, daß die Darstellung mit dcr größten Andacht und begeistertem Beifall aufgenommen wurde, trotzdem sich er die wenigsten der Anwesenden dcr von dem verstärkten Orchester vorzüglich wicdcrgcgcbencn Musik gerecht werdeil konnten. Tic lebenden Bilder wareil zum kleineren Teil wenig charakteristisch, zum größeren Teil aber von wirklich anerkennenswerter Schönheit. In den Haufttbildern wurden dargestellt: Der sterbende Schwan, Amfortas und dcr heilige Gral, Ausweisung Parsisals aus dem Gralschlosse, die Versuchung Parsisnls durch Kmidrl) in Klingfors Garte», die Vernichtung Mingsors, die blühende Au, Heilung Amfortns und znn, Schluß der Tod Kundrys. — Das Orchester war für diesc Gelegenheit besonders verstärkt worden und nab die kurzen Auszüge vortrefflich wieder. Die Anteilnahme des Publikums war mustergültig. Tas seltsame Erperiment, das für den Wagner-Enthusiasten so etwas wie eine Enthciligung bedeutet, kann, so meint man in London, ruhig als gelungen bezeichnet werden. ^ iDic Oper einer Indianerin.) Aus Newyork wird belichtet: Eine eigenartige Uraufführung hat in diesen Tagen in Vernal in dcr Uinlah-Reservation im Staate Utah stattgefunden: man brachte einc Oper zur Aufführung, die von einer jungen Indianerin geschaffen wurde und deren Stoff und Handlung dem Leben der Sionx entstammt. Das Werk führt den Titel „Der Sonnentanz" und die Komftonistin ist eine junge Sioux-Indianerin, Zitkala Sa. Weither aus der Umgebung waren die Zuschauer herbeigeströmt, auch viele Indianer wohnten der Uraufführung bei. Das Werk soll einen großen Eindruck hinterlassen haben und fand jedenfalls begeisterten Beifall, Voraussichtlich wird diese Indianeropcr auch in den nächsten Tagen anläßlich des Kongresses der nationalen Erziehungsgcsellschast in Salt Lake-City in Szene gehen. Bei der technischen Ausarbeitung dcr Oper und bei der Herstellung der Partitur hat die indianische Komftonistin den Beistand Prof. William Hansens von der Uintah-Aladcmie und einer Anzahl indianischer Studenten in Anspruch genommen. Telegramme des l. l. Telegraphen-Korrespondenz-Bureaus. Die Vorgänge auf dcr Balkanhallnnscl. Belgrad, 7. Juli. Gestern herrschte an der Front der dritten Armee Ruhe. Nach sechstägigen nutzlosen Versuchen, unsere Schlachllinic zu durchbrechen, beginne» die Bulgaren sich zurückzuziehen und ihre versprengten Abteilungen zu sammeln. Die bulgarischen Verluste sind enorm. In I>tip herrscht Cholera. Es sind Maßnahmen getroffen worden, die Epidemie im Keime zu ersticken. Belgrad, 8. Juli. Das serbische Preßbureau erklärt: Wir sind ermächtigt, auf das Kategorischeste die in der ausländischen Presse verbreiteten Nachrichten zu dementieren, daß die Serben die Bulgaren im Raume zwischen Knja^evac und Belgrads zucrst angegriffen hätten Desgleichen sind die Nachrichten unrichtig daß die Bulgaren unsere Angriffe südwestlich von I>,tip zurückgeschlagen hätten. Die Bulgaren setzen alles daran, um ocn Glauben zu verbreiten, daß die Serben dic Angreifer und sie die Angegriffenen seien. Sie stellen es als großen Erfolg dar, daß fie einige Positionen gehalten haben die sie bereits vor dein Kriege inne hatten. Wie jetzt männig-lich behauptet wird. sind es die Bulgaren, die mit dem Angriffe begannen, indem sie hofften, uns durch einen unvermuteten Angriff zurückzudrängen und sich des Ov^je ftolje zu bemächtigen. Sie ergriffen auf der ganzen Linken d,e Offensive. Unser linker Flügel warf ihren rechten Flügel zurück und trieb die Bulgaren zuerst auf das andere Ufer des Zletovo-Flusses, sodann über den Bregal-nica-Fluß und brachte ihnen eine vollständige Niederlage bei. Während dieser Zeit verdrängten die Truppen, ^aibacher Zeitung Nr. 155. 1449 9. Juli 1913. die sür unseren lmlen Flügel als Slützpniill dienten, die, bulssarischen Truppen bei I>>tip aus den Positionen, die d'cse de, dem ersten Angriff einsscnonmn'n haben. Die bulgarischen Trnppcn wurden bis in ihre alten Stellungen zurückgetrieben. Jetzt, wo ihr Versuch gescheiter! ist, erwähnen die Vulgären die Niederlage ihres rechten Flügels mit keinem Wort und den Nückzug zu ihren früheren Stellungen stellen sie nicht als das Ergebnis des Mißerfolges ihres Offcnswslohcs dar, sondern als die erfolgreiche Abwehr eines Angriffes, den sie uns fälschlich zuschreiben. Belgrad, 8. Juli. Vom serbischen Prchburcan wird gemeldet! Wir erhalten soeben den Detailbericht über dir Kämpfe, die zur Wiedereinnähme von Krioolak durch unsere Truppen führten. Am 6. Juli fand von Islanc, CMil, Agarc und Krivolak aus über die Kote 21.'; ein Angriff statt. Das Gefecht begann nm die Mittagsstunde mit einem energischen Angriff. Um 5, Uhr nachmittags wurde der Feind in einer Stärle von drei Bataillons Zerspreng! und in ärgster Dcroutc vo» der Vardarbrücke i» der Richtung auf Tepli-< zurückgetricbn. Nei ihren, Rückzüge ließen die Vulgären drei vollkommen ausgc stattete Feldlazarette znrück mit einem Arzt und 5>0 Verwundeten, darunter einem Offizier. Mehrere Offiziere des Tctachcments, welches Krivolat verteidigte, flüchteten in großer Eile unter Zurücklassung ihres Gepäcks. Zwei Gebirgsgeschützc sowie eine große Menge von Gc wehren und Munition sielen in. unsere Hände. Die Zahl dcr Gewehre stand in seinem Verhältnis zu der Zahl der Kümpfcr, was daraus schließen lasse, daß sich auch die Gewehre der verwundeten nnd gefallenen Soldaten darunter befanden. Die Eisenbahn uno die Vardarbrückc sind mtatt. Unsere Verluste sind ganz belanglos, da infolge der Raschheit unseres Angriffes der Feind nicht aufmarschieren lonntc. Die Verluste derVulgarcn sind fchr groß. V,elc bulgarifchc Soldaten ertranken ans der Flucht im Vardar. Die Verbindungen mit Negotin und Kladovo sind wieder hergestellt. Vrlssrad, «. Juli. Nach einer Meldung des ami-lichen Prcßburcans ist eine starke bulgarische Kolonne, deren Stellung sich an der alten serbisch-bulgarischen Grenze, gegenüber >inja^evac befand, auf ferbifchrs Territorium vorgedrungen. Da Knjažcvac von schwachen scr-u'ichen Abteilungen verteidigt war, konnte die feindliche Kolonne ,„ diese Stadt, die sich an der Grenze selbst vesmdet, eindringen. Nach kurzem ttamvsc verließen die jcrbischcn Abteilungen die Stadt, welche die Vulgäre.. oe>cNcn. Auf dem ganzen Wege von der Grenze bis "NM.cuae steckten die Nnlgaren die Dörfer in Vrand unter anderem das Dorf Polom, das nm meisten mitgenommen wurde. Das barbarifche Vorgehen der Vulgären, das an türkische Zeiten crimicr!, hat Erbitterung hervorsienlfcn. Es ist Vcschl ernangcn, daß die notwendigen Verstärkungen nach .^nMevac zu Hilfe eilen. Die Bulgare» greifen neuerlich Zaje<"-ar an. Das Ergebnis des Kamrscs ist noch unbekannt. Velnrad, 8. Juli. Das Amtsblatt veröffentlicht heute vormittags in einer Extraausgabe die Kricgsprollama-tion. Wien, 8. Juli. Der „Mil. Rundschau" zusolgc wurde am nordlichen Kriegsschauplatz Knjaxcvae von den Vulgäre» emgenoinmen. Am mittleren Kriegsschauplatz stößt s.'^'') 'kn??'L^^"^'' Kova<>ev bei I^tip auf heftigen erbiMn Widerstand. Dagegen befindet sich Kmana im bulgan,chen Vesitze, Die von Patina zur Verstärkung herangezogene 2. serbische Drinadivision ist in Skoplje ein-getrosjcn und passierte diesen Ort in noch unbekannter ."ichwng Am südlichen Kriegsschauplatz ist eine Division zur ^erstarkung der über den Doiran-Struma-Abschnitt zurückgegangenen Truppen Ivanovs aus noch unbelann-«r^tichwng in Anmarsch gemeldet. Infolge des Ab-üruchce, sämtlicher Strumabrückcn ist die Vorrücklng der yr>cch,ichcn Ar,nce in diesem Abschnitte momentan zum Stillstand gekommen. bat d^"«'.^ ^ Der bulgarische Gesandte Kolu>ev H b N^'^' '^?'"""N schrif'lich verständigt, lasse und d e G^""? ^'"." ^^icrung Celinjc v«-ru s sch n G.ÄN ^? bulgarischen Gesandtschaft der 3-^V?"Uch»^^^ k^Mtw^ Gbev^s^^'? ^ Sofia von der Wiederbeschung qriecki^n ^ ^" bulgarischen Teppen falsch Den res und ^-"^"' '" Salonichi standen zwischen Ser-stärk N^'^" "'" bnlgarische Divisionen nnd eine ver aenübar K?. s- 'ü' /'""^" ^ lnllgarische Nataillone, ge-^ .', ? ^'^ ^' Killi. nnd Doiran von nnseren 7eN. . " "" de>" Oberbefehl des Königs Konstantin 3 AK). '7^7' Doiran und Killi,^ befinde., ich in Sn?^?- ^"^"' D'e bulgarische Armee ist über die Struma hinans znrückgctrieben worden autor^"^' ^'^ Das Matt „Universul" teilt aus Unaar^ k I ^"^" M'l. daß die Anfsaffung, Österreich-schädia ?°be irgendwie die rumänischen Interessen gc-ßcht 3 ' ""'^'s, Ki. Dei amtlichen Kreise seien der An-nicht nu,- ^""dgebnngcn gegen Qsterrcich-Ungarn hätten chen dak ,^^"^"' Indern könnten nur glauben ma-was'nickt k^"n^'^" ^""ten Fcindfeligkeit besteht, "n ner ^all lst. Korrc-svnÜ^. ^' I"li. Der Vertreter des Telegraphen-Me aeaen H "°^ "f"h" von matzgebender Seite: in den r?män c^^F"«"" gerichteten Manifestationen m oen rumänischen Provinzstädten sind vorwiegend dem Umstände zuzuschreiben, daß der Bevölkerung gesagt wird, Rumänien mobilisiere nicht gegen Vulgarien, sondern gegen Österreich-Ungarn. Weiters wird hier erzählt, daß die österreichisch-ungarische Arrnec gcgen Rumänien mobilisiere. Diesen teils absurden, teils böswilligen Erfindungen tritt die rumänische Regierung entgegen, indem sie an die Präfckten die Weisung erließ, die Bevölkerung anfznklären nnd antiüstcrrcichisch-ungarifchc Kundgebungen, die jeder Grundlage entbehre», zu verhindern. Konftantinopcl, 0. Juli. (9 Uhr abends.) Es verlautet, daß der Delegierte Bulgariens Na^evi« in zwei Tagen hier eintreffen wird. Konftantinopel, 6. Juli. (9 Uhr abends.) Kriegs minister und Generalissimus Izzet Pascha ist nach einer längeren Unterredung mit dem Großwesir nach C'ataldxa abgereist. Konftantinopel, 8. Juli. Der Gencralstabsmajor Ritter von Fifcher ist zum Delegierten Österreich-Ungarns bei der internationalen Kommission für die Feststellung i der türkisch-bulgarischen Grenze ernannt worden. Wolkcnbrnch. Vudnpcft, 8. Inli. Hier ist um halb 8 Uhr früh ein Wolkcnbruch niedergegangen, der die Straßen beinahe unpassierbar machte, da die Kanäle die ungeheuren Wasscrmassen nicht anfnehmen konnten. Die unterirdische Leitung der elektrischen Straßenbahn sülllc sich mit Wasser, so daß der Verkehr fast eine Stunde unterbrochen war. In den niedriger gelegenen Stadtteilen ist das Wasser in die Kcllcrräume und sogar in Wohnungen eifi-gedrungen. In vielen Kellerräumcu wurde ein großer Schaden angerichtet. Die Feuerwehr war den ganzen VormiUag angestrengt tätig. Masscuuergiftnna.cn dnrch verdorbenes Schaffleisch. Avila, 8. Inli. Im Dorse Flores de Avila starben scchs Einwohner nach dem Genusse des Fleisches von räudigen Schafen. 18 andere ringen mit dem Tode, met> rere sind schwer erkrankt. Das Fleisch war mit Erlaub nis der Gemcindetierärzte verkauft worden, welche in ihren Vefundcn erklärt hatten, daß die Schafe infolge Vlähsucht verendet feien. Gegen die ftädtifche Behörde nnd die Tierärzte ist das Strafverfahren eingeleitet worden. Die Homcrnlebill angenommen. i.'ondun, 8. Juli. Das Unterhaus hat die Homcrule-Bill in dritter Lesung mit N2 gegen 243 Stimmen angenommen. Die Suffragettes. London, 8. Juli. Ein Brand hat ein dem Pfeifen-fabrilanten und Millionär Sir W. Lcwar gehörendes Hans in Horwics in der Grafschaft Lancaster vollständig zerstört. Das Feuer wurde durch Anhängcrmncn des Franenstimmrechtes gelegt. Vermitworllicber Nedattcuv. Anton ^ u n t e k. Answcis iibcr den Stand der Tierseuchen in Krain für die Zeit vom 28. Juni bis zum 5. Juli 19!3. Es herrscht: der Rotz im Bezille Gmtseid in der Gemeinde Nasscnfus; (I Gey.); im Bezirlc ttrciinburg in den Gcmcinden H0slein li Geh.). Hraslje (1 Geh.). Prebafsel (I Geh.), St. Grorarn (1 Mrh.); die Pserde»ssläude im Vezirle Rudolsswrrt in den Gemeinden ^roßlncl si Geh.), St. Pctel , Oblal (3 ''!lh.), Ziilnch l5 Geh.!; im Bezirle Rudolsswert in den Gemeinen Hof (2 Geh.). Tcisrnderg s4 Gch.^, Töplitz (2 Geh.); im Vezirle Tschrrncmbl in der Gemeinde Semitsch (3 Geh.); der Nottauf der Vchweine im Vezirle l« zirle Radmannsdors in den Gemeinden Görjach (1 Geh). Klopft ; im Nezlrle Loilsch in der Gemeinde Untrr.Idria (1 Gch.); im Vezirle Nadmannsdorf in der Gemeinde Görjach (2 Oeh ); im Veziilr Nudolfswert in den Gemeinden Döbernil li Geh), Grohlack (1 Geh.), gtud^lfswcrt l2 Geh.), Seisenberg (l Gch), Ireffen <4 Geh.). * A. ü. Landesregierung für Arain. Laib ach. am 5. Juli 1^13. Unter der blühenden Linde ^^ läuft man nicht weniger als im Dezembersturm Ge« ^^ fahr. sich zu ertälten. und man mertt erst an plötzlich M^^ auftretender .hciicrteit. an starkem Hustenreiz, begm» ^^ nrndcr Perschleimung lc., wie gefährlich auch ein ^^ Sommeiabmd werden lann. Hat man bann Fays A^^ff echte Sodener Mineral. Pastillen zur Hand, dann ist ^^ die Gefahr nicht groß, denn Fays Tobener lassen ^ ^ solche Verstimmungen nicht hoch kommen. Eben darum ^fM aber jollte man immer Fays echte Todener zur Hand ^^ haben. Die Schachtel lostet nur X 1 25. Vesonbeies Kenn. ^^ zeichen: Amtliche Bescheinigung des Bürgermeister» ^V^ Amtes Bad Soden n. T. auf weißem Kontrollstreifen. 5414 Angekommene Fremde. Hotel ,Mef«nt". Am 8. Juli. Baron Rechbllch, Gutsbesitzer, s, Töchtern und Sohn, Schloß jlreutberg. — Ritter v. Gutmannsthal, Gutsbesitzer, Schloß Weixelstein. — Neider. Fabrikant, Dom» schale. — Iencir, Privatier, ,^osefsthal lSteiermarl). — Hru3a, l. l. Hof^estütSdiicltor, s. Gemahlin und Enkelin; Vlach, Kassier, s. Gemahlin und Kind; Misgur. Rjd.. s. Gemahlin, Trieft. — Markus. Meth, Mrnasche. Rsbe.; Fritsch. Ingenieur; Fraenlel. lrfm.. f. Gemahlin, Wien, ^ Timma, Kfu»,, Egg'Noiarloeig. - Venna, Kfm.. Mailand. - Rudovih, Kfm,. Ngram. — Krnaftp, Kommissär, Waltendorf. — Peschaut, Direktorsgattin, s. Kind, Bcrlm. — Czerny, l. u. l, Militär.Unterintendant, Graz. - Lalatos, t. u. l. Lrutnant; Ban. Nid.. Budapest. - Klinger, Rjd., Prog. — Helpein, Rsd.. Csaba. - Fragiacomo. Priv, Pola. — Zall, Private. Rubolfswert, - Gjurfijevii. Private. Zcmlin, Grand Hotel Union. Am «. Iul,, Dr. Nadojc'ic. Zemun. — Dr. Titz, Pro-fessor; Dr. Hila, l. l. Richter; BriU, Kfm,; Herlmger. Kajowitz. Rsde, Prag. — Rudisch. l. u. l, Major; Tutjch, Priv.; itrausz. !,?fm,; Weiner, Lichtenftein. Rsde.. Graz, - Graf, Beamter. Budapest. hesener. Rcdalteur. Pilsen. - Plrii, Rsb., Sissel. - Oppiy. Rsd.. Nindorf. - Schiller. Rsd,. Hamburg. — Noeder. Kelcdy, Rsde.. Trieft. - Linhart, k. u, t. hauptmann; Dawischo, Priv ; Lautcrbach, Kfm.; Lerner, Salzer. Ialschau, Zipper. Fclbcrbaum, Grasz. Garges. Nuha, Stein, Sitzer, Rsde., Wim, — Dr. Bauer. Professor. A^am. — Dr. Mandit. Trich. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. S^höhe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. ^ s^"Ä7M7^73l" Z^I i chwach bew6N > 9 U. Nb. j »1 4< 1i, mäßig Nessen 9> 7 Ü. F. i '31 Ls 18 8 NO. schwach teilw. heiter siS-4 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur beträgt 15 3°, Normale 19 5°. Wien. 8. Juli. Wettervoraussage für den 9, Juli für Stricrmarl, Närntrn und Krain: Trübe, Niederschlage, etwas kühler, östliche mäßige Winde. — Für Ungarn: Ver» anderliches Wetter ^,n erwarten mit unwesentlichem Temperatur» Wechsel und stellenweise mit Regen oder Gewitter. Kino „Ideal". Das amrrilnnischr i/rbnlsl'ilt» „Der vierfühige Held" mit cinzig dastehenden Keilerlunststucken hat sehr gefallen. Hochinteressant ist das Path6journal, sowie die übrigen fünf Filme. Heute Salonorchester. - Freitag Sftezialabend mit dem Nordislschlager ^Dcr Mann mit dem Mantel" Modert Dniesen). — Samstag „Der verloren geglaubte Sohn" lamerilanisch). — Ende diese? Monates „Das Kind uon Paris", großes Pariser Vollsdrama in 7 slklen. Verlausen ist eii HiL deutscher Colli, am Rücken schwarz, Kopf und Brust braun und weiß gezeichnet, hört auf den Huf „Gesa". Abzugeben : Rathausplats 13. Brez vsakega posebnega obvettila. t Oton Pellan uaznanja t nvojem jij vnah aorodnikov irnenti tužno Test, da je njegova pre-draga sestra, ozirorna teta in svakinja, gospoditua Hermina Pellan zasebnica «829 TÈeraj ob 11. uri ponoèi y 60. letu svoje »taroati nenadoma proiuinula. Pogreb preljubljene rajne bo daneB dne 9. t. ra. ob 3. uri popoldne iz biše žalosti, Spodoja SiSka, Kolodvorska ulica St. 166, k St. Križu. Spodnja Šlika, doe 9. julija 1913. Prvi sluvunski pogrebni /.avod JoBip Turk. Laibacher Zeitung Nr. 155. 1450 9. Juli 1913. Aktienkapital: 150,000.000 Kronen. BtltfiltligtB gegen ElnlagsbOcher gnd In liBio-l«rre«t; Gewlhmng vin Indltin, Eikinpte von Wechiali et«. He der K. K. priv. Oesterreichischen in Laibach Credit-Hnstalt Nr Handel und Me Prešerengasse Nr. 50. "<" Reserven: 95,000.000 Kronen. Kauf, Verkauf b. Belekning von Wert papieren; BOnenordres; Verwaltuti. vti Depots; Saf e-DepotrU; Mllltlr- Heirattkautloieu etc. Kurse an der Wiener Börse vom H. Juli 1O13» Schlußkurs Geld | Ware Allg. Staatsetauld. Pr.)Z. • <(Mai-Nov.)p.K.4 8ito SfBO c **/o ) .. .. P-U.4 81-60 81-80 2 84-30 84-60 W 4-2«/o „ „ ,, ,, p.A.48 84 30 8460 Lo8eY.J.1860«i500fl.ö.W.4 1684 1624 Lo«ev.J.1860zui00fl.a.W.4 494 — 446 — Lo«ev.J.1864zul00fl.ö.W___670— 680 — Losev.J.1864za SOsl.ö.W___S36-— 846-— St.-Domän.-Pf.l20fl.300F.5 — — —— Oesterr. Staatsschnld. Oest.SUat88chatz8ch.8tfr.K.4 96-66 96-86 Oest.Goldr.stfr.Gold.Kasse. .4 103— ioa:o „ ,, ,, ,, p.Arrgt.4 ioa.— ioa-20 Oest. Rentei.K.-W.stsr.p.K.4 81-80 82-— „ ,, „ ,, „ ,,U. .4 81-80 82 — Oeat. Rente i. K.-W. steuerfr. (1912) p. K............ Sfsii 81-76 Oeat. Rente i. K.-W. steuerfr. (1812) p. ü............ 81-66 81-76 O«it.Invest.-Rent.8tsr.p.K.3V, 7*-7S 72-9* Franz Josefsb, i. Silb.(d.S.) Vft 108-— 109-— Galiz. Karl Ludwigsb. (d.St.)4 «2 79 81-70 Nordwb.,ö.u.8üdnd.Vb.(d.S.)4 82-86 83-86 Rudolfsb.i. K.-W. stfr. (d.S.)4 82-60 83-60 Ton Stute i. Zahlung übern. Eluibahn-Prioritlts-Oblig. Böbm.Nordbahn Em. 1882 4 —— —— Böhm. WestbahnEm.1885. .4 86-90 86-90 Böhm. Wettb.Em. 1895 i. K. 4 83-60 84-60 Ferd.-Nordb.E. 1888 (d.S.).. 4 89-90 909o dto. E. 1904 (d. St. K....4 Š7S6 88S6 FranzJo«efsb.E.1884(d.S.)S4 ««•— 86 — Galk.KarlLndwigb.(d.St.)S* 88-60 8460 Laib.-Stein Lkb. 200 n.lOOOfl. 4 9276 937b SchlußkurB Geld |\Varc Pro«. Lem.-Czer.-J.E.1894(d.S.)K4 82-60 8350 Nordwb.,Oest. 200 fi. Silber b lOr— Wi-'SO dto.L.A. E. 1908 (d.S.) K »»/, ?<' - W~ Nordwb..Oe8t. L.B. 20011. S.5 101— —•— dto.L.B.E.1903(d.S.)K8V, 74-— 76-— dto.E. 188ß2OOu.l00Ofl.S.4 84-40 86-40 Rudolfsbahn E. Ifi84(d. S.)S.4 84-90 86!>0 Staatseiscnb.-G.5OO F. p. St. 3 837-— 340 — dto.Erez.Netz5O0F.p. St.3 324 26 32H26 SüdnorddeutechoVbdgb.n.S. 4 88-26 84-26 Ung.-gal.E.E. 1887200Silber4 «2 76 83-76 Ung. Staatsschuld. Ung.Staat8kassensch.p.K.4Vj 9*" S8-96 Ung. Rente in Gold ... p. K. 4 9860 9S70 Ung. Rentei. K.Btsr.v.J.191O4 80-60 80-80 Ung. Rente i. K. stfr. p. K. 4 80-60 8080 Ung Prämien-AnlehenalOOll. 412 — 424 — U.Theiss-R.u.Szeg.Pnn.-O.4 276 — 286-— U.Grundentlastg.-Obg. ö.W.4 81-16 82-16 Andere öffentl. Anlehen. Bs.-herz.Eis.-L.-A.K. 1908 4V, 89-~ 90- Wr. Verkehrsanl.-A. verl.K4 81-86 8296 dto. Em. 1900 vorl. K------4 81-76 8276 Galizischesv. J. 1893 verl. K.4 8i'6Q 8260 Krain.L.-A.v.J.1888ö.W..4 —— 9460 MähriBche« T. J. 1890 v. ö.W. 4 86-90 8790 A.d.St. Bndap.v.J. 1903v.K.4 79-66 80-66 Wien (Elek.) t. J. 1900 v. K. 4 81-— 82 — Wien (Invest.) v.J. 1902 V. K.4 8310 8410 Wien v. J. 1908 v. K.......4 82-20 8» 20 Ruas.St.A.19O6f. tOOKp. U.B 10170 102-20 Bul.St.-Goldanl.19O7 100K4V, 9056 9126 Pfandbriefe und Kommunalobligationen. Bodenkr.-A. öst., 50 J. ö.W. 4 83-30 8430 Bodenkr.-A. f. Dalmat. v. K.4 9fl— 96 — Böhm. Hypothekenbank K.. 5 100-26 toi-— dto. Hypothbk.,i. 57J.V.K.4 8876 8976 Schluflkars Geld | Ware Pro» BöhTn.Ld.K.-Schnld8ch.5Uj.4 86-26 86.26 dto. dto. 78J.K.4 «4-— 86-— dto. E.-Schuld«ch.78j.4 84-— 8e~ Galiz. Akt.-Hyp.-IJk.......5 — ¦ —— dto. inh.50 J.verl.K. 4V* 91-26 92-26 Gnliz.Landesb.öl1/, J.v.K. 4Vj 91-70 92-70 dto.K.-Obl.HI.Em.42j.4»^ 89-40 90-40 Istr. Bodenkr.-A. 36 J. ö. W. 5 98-26 99-26 I8tr. K.-Kr.-A.i.62V,J.v.K.4Vj *9e0 90B0 Mähr. Hypoth.-B. Ö.W.u.K.4 82-66 88-06 Nied.-ö8t.Land.-Hyp.-A.56J.4 84-— 86 — Oeat. Hyp. Bank i. 50 J. verl. 4 83-— 84 — Oest.-nng.BankftOj.v.ö.W.4 87-40 8840 dto. 50 J. v. K.........i 8860 89-60 Centr. Hyp.-B. nng. Spark. 4«/5 *'"— 52- Comrzbk., Pest. Ung. 41 J. 41/» 9*"— 98-— dto. Cora. 0. i. SOVa J. K 4«/i 02-— 93-— Herrn. B.-K.-A. i. 60 J.V.K4«/, 9060 91-60 Spark.Innerst.Bud.i.60J.K4Vj 90-60 91-60 dto. inh. 50 J. v. K. . . . 4V< S860 84-60 Spark.V.P.Vat.C.O. K . . 4>/, 90— 91-— Ung. Hyp.-B. in PestK . . 4>/, 90-80 9f60 dto.Kom.-Scb.i.50J.v.K4Vi 9826 9426 Eisenbaan-Prior.-Oblig. Kaach.-Oderb.E.1889(d.S.)S.4 81— 82-— dto. Em. 1908 K (d. S.). . . 4 SriO 82-10 Lemb.-C7.er.-J.E.l884 800S.3-6 76-f>6 76-66 dto. 300 S...........•* 81-66 82-66 Staatseisenb. -Gesell. E. 1895 (d. St.) M. 100 M.......3 — ¦— —•— Südb.Jan.-J. 500 F. p. A. 26 238-70 13970 UnterkrainorB.(d.S.)ö.W. .4 91-— 9260 Diverse Lose. Bodenkr.öst.E.1880älOOÖ.3X ^7-— 279 — dto. E. 1889 ä 100H. . . . 3X 2*6-— 26T— Hypoth.-B.ung.Prim.-Schv. ä 100 fl..............4 226-— 286- — Serb. Prämien-Anl. ä 100 Fr. 2 10676 116-76 Bud.-Baailica/Domb.)5fl.ö.W. 24— 28-— Schlußknrn Geld | Ware Cred.-AnnM.H.u.G.lOOsl.ö.W. 474-60 484-60 Laibach. Präm.-Anl.20fl.ö.W. 63 ~ 67- — RotenKreuz,Ö8t.G.v.l0fl.ö.W. 6V— 66-— detto ung. G. v. . . 5 fl. ö. W. 80-60 34-60 Tiirk. E.-A.,Pr.O. 400Fr.p. K. 226-60 229-60 Wiener Kommunal-Lose vom Jahre 1 874. ... 100 sl. ö.W. 477-— 48T-Gewinstsch. der 3% Pr.-Sch. ilerBod.-Cred.-Anst. E. 1H80 8fi-60 48-60 Gewinst8ch. der 8% Pr.-Sch. der Bod.-Crod.-Anst.E. 1889 6V— 6T— Gcwinatsch. der 4°/„ Pr.-Sch. der ung. Hypotheken-Bank 27-80 81-60 Transport-Aktien. Donau-Dampf.-G. 500 fl. C. M. 1242— 1248- — Ferd.-Nordbahn 1000 fl. C. M. 4820— 4860-— Lloyd, östcrr........400 K 64A-— 661--- Staats-Eiab.-G. p. U. ifOOfl. S. 682- 6*8-— 9üdbahn-G. p.U. . . . 500 Frs. nv— 120-— Bank-Aktien. Anglo-osterr. Bankl20fl.l9 K 32860 329-60 Bankver.,Wr.p. U.2OOsl.3O ,, 606— 60* — Kod.-C.-A. alIg.ÜBt.3OOK57 ,, 1147 — 1168- Credit-Anat. p. U. 320 K 33 ,, 610-— 611— Credit-B, ung. allg.200 fl. 45 „ 808-60 804-60 Eskompteb.ateier. 20011. 31 ,, 66T— 671 — E«kompte-G..n. Ö.400K40 ,, 7«-- 726 — Länderb.,ÖBt.p. U.2O0n.3O ,, soi-76 602-76 Laibacher Kreditb. 400 K25 ,, 418-— 422-— üest.ungar. B. 1400 K 120 „ 2070— 2080-— Unionbankp.U. . . 200(1.83 ,, «77-flO 678-no YerkehrBbank,allg.l4Ofl.2O „ 867-26 868-26 Živnosten. banka 100 fl. 15,, 261- 262-— Industrie-Aktien. Berg- u. Hüttw.-G., öst. 4(»0 K 12O9-— 1223- — Hirtenberg P.,Z. d.M. F. 400 K 1606-— 1616-— Königsh.Zement-Fabrik 400 K 366-— 368- — Lengenfelder P.-C.A.-G. 250 K 126— 12T~ SchlnBlcnrg Geld [ Ware Montanges.,öster7.-alp. lOOfl. 876 io\ S76 60 Perlmoc/Her h. K. u. P. 100fl. 460'— 464- — PrägerEisenind.-Gesell.500 K 8040— 8060- — Rirnamur.-Salgö-Tarj. 100 fl. 669-- 670 — Salgö-Tarj. Stk.-B. . . . loofl. 729 - 733 — Skodawerke A.-G. Pile. BOOK 80460 H066O Wafffin-F.-G.,öBterr. . . 100 fl. 960 — .987 — Weiflenfel8Stahlw.A.-G.300K 778-— 780-— Wefltb. Bergbau-A.-G. loo fl. 620— «Sf~ Devisen. Kurxe Sichten nnd Soheoks: Deutsche BankpläUe......//«« i, //«w-w Italienische Bankplätze..... B-1-tt 93-36 London................ 2«-:u-:» 24'>*-''< Paria................. $f>'- # 96s'-1* Valnten. Münzdukaten........... 11-42 11-41 20-Franca-Stücke......... 1917 19-21 20-Mark-Stückc.......... «•*; 29-72 DeuUche Reichshanknoten . . //*¦»•„ //«»-j, Italienische Banknoten..... 98-ii 93-6t> Rubel-Noten............ 263-26 264-- Lokalpapiere nachPrlvatnotlcr. d Pllialed. K.K.priv.Oest. Crodlt-AnsUlt. Brauerei Union Akt. 200 K Ml-- X46-— Hotel Union „ 500,, 0 —— —•— Krain. Bauges. „ 200,, 12K ŽOO-— 110-— ,, Industrie,, 800..20K 410— 436 — Unt.prkrain St.-Akt. lOOfl. 0 ¦-•- W— BankzinefuB 6% Die Motioning sämtlicher Aktien an