AchrtfU«U»»g: I»chh«.««afs. Skr.» »»»«>. „,««»»»»,- «glich (all UM» kft «•na- u. SWft-»10 In II—>t Sd» nn. MWxIait aftign nicht HrlM4Ilg(. Ilkl,»>,,»,«» MI uhh« irt- Wm» ntMci. Aatangcs «r«M> ■kJMctliH Sacht" ntchn*t IM «mUg BB» Cnnrltli MHon^ni'tcsia g««.Mo. Pr. 44. AvliKkich des Wonatswechsels ersuche« mr je»e Avuehmer der „Pevtscheu Wacht", die »it der Aezugsgebühr i« Rückstände find, i» die recht baldige Hinsendung derselbe», da-«it teine Störung i« der regelmäßige« Zu-se»d»ng der Zeitung eintrete. ?ie Verwaltung. er hnuigm ^Teutschen Wacht" liegt Nr. 22 der Sonn-laßtbttlaat „X i c © ü b m a t (" bei. ^)nhaltsver-jtubnts: Moderne Römer. Roman von Rembold Ort-»tiiil. iFortsetzung). — Der Nachtigall Pfingftge'aim. — Aliuin. — Fischsalat. — Lelgeilrichene Thüren und (WfKi }u reinigen. — Wie lässt sich ein starkes Bienen-«>>1 herandildcn? — Tae> Abernten der Obstbäume. Äitu-l flkgen Brandwunden. — Corpora! und Gemeiner. - A»te-< Zeichen. — Schwcsterwih. — Einfache Lösung. Die Slovenen dictieren die Er-muingcn beim Cillier üreisgerichte. Tie neueste Errungenschaft der slovenischcn Kolitis ist die geplante Ernennung zweier slovniischer Räthe für da» Cillier Krei»gericht. Tie Borgeschichte dieser Ernennung, welche nn bet undementierbaren Slavisierung»tendenz de» IndmeteS Koerber Zeugnis ablegt, muss den kiur« der Empörung in Deutsch-Oesterreich vachnise», denn diese Vorgeschichte stellt alle« in Khanen, wa« seit Praschak den Deutschen Oester» nicht und dem RechtSgesühle der Bevölkerung an» t-ihan worden ist. Die Errichtung de« Cillier flove-«tfchtn Gymnasiums und die Erlafsung der Sprachen-PRctbnungcn sind ein Pappenstiel gegenüber der nextsten ErnennungSgeschichte. Wie das „Grazec Tagblatt" au« vollkommen «anllueniwürdi'^r Quelle erfahren hat, lag der «idgiltige BefetzungSvorschlag für die beiden Kllin Rathistellen bereit» am Tische des Kinifter« zur Unterschrist bereit. $r Vorschlag slützie sich auf die Oualification der dwxtcntcn und war auS den Vorschlägen der berufenen Behörden hervorgegangen. ES ist unbekannt, ob die beiden zur Ernennung Vor- vergangene Hage. Venn man sich auf Wegen befindet, auf denen wandeln e» eine rechte Herzensfreude und Er-'»»» ist, so hat man sich dieselben ganz gewiss -J;i selbst gewählt, — da ward man geführt. Eo gieng'S auch dem Schreiber dieser Zeilen seinen Beziehungen zu Oesterreich. Dass ich «einer Fahr» nach Trieft i« Jahre 1895 ge-iiber Wien und den Semmering fuhr, vielleicht e« daran, dass mich, so oft ich den Namen Erreich* hörte, stet« ein Gefühl beschlich, ähnlich pitT wehmütigen Sehnsucht, mit der e« unS zu ha Glätten zieht, wo liebe Menschen in der dunklen S« ruhen. Da» schöne Oesterreicherland mit seiner stillen Doaau und den schweigenden Bergen, e» ist ja uch i»«er für jeden, dessen Gedanken sich gern » der Vergangenheit unsere» deutschen Mutter« e« ergehen, wie ein einziger, großer, zur Wehmut »»der Friedhos, der mit all seinem frischen .» und dem lebendigen Hin und Her auf feinen a nicht darüber hinweg zu täuschen vermag, ist unter unsern Füßen eine Unsumme von hoff-ImUoi Leben und hochfligenden Streben be« > liegt. So selbsibewus»t und thatensroh wie Luther« s m aller Well war ja «inst auch der Ost» ldonsche gewesen. Er hatte de» heimische» luetfcher heiliger Gefühle zugejauchzt, al« er von KiM, Sonntag, 3. Juni 1900. geschlagenen Deutsche wareu, jedenfalls waren die sachlich Geeignetsten berücksichtig« worden. Den Slooenen waren sie nicht genehm, und deshalb bemächtigten sich die slovenischcn Abgeordneten in bekannter Weise der ganzen Angelegenheit. Die windischen Helfershelfer der tschechischen Obstruction erschienen im Ministerium — «in Wink, «in« Dro-hung genügte, und der in stanz« nmätzig festgestellte, endgiltige Vorschlag wurde umgeworfen und an seine Stelle ein neuer Vorschlag gesetzt, der den Wünschen der Slovenen Rechnung trägt. Man mus» diesen beispiellosen Fall nur recht zu würdigen wissen. Danach hätte die österreichische Regierung heute nicht den Muih, Beamte nach ihrer fachliche» Eignung zu ernennen, und die Be-amten werden von — slooenischen Abgeordneten ernannt. Seit Praschak» Zeiten ist un» kein so crasfer Fall einer rein politischen Richter«Er« nennung bekannt geworden, wie er jetzt geplant ist. Wir sagen noch immer „geplant*, weil wir nicht glauben können, das» da» Kabinet Koerber in so frivoler Weife «inen Sturm deutscher Entrüstung wird htrvorrufen können, wie er in Oesterreich überhaupt noch nie getobt hat. E» steht für un» ganz außer jedem Zweifel, das» ein von slooenischen Politiker« dictierter Bese« tzung«vorfchlag nicht nur von der Ernennung deutscher Richter ganz absieht, sondern die Ernennung aus-gesprochener slovenischer Fanatiker im Auge hat. Und welche Folgen eine solche Ernennung nach sich ziehen müs»te, davon haben wir bereit» einen Vor-geschmack erhalten.... Wir fordern alle deutschen Abgeordneten auf, der Sache auf den Grund zu gehen und aus der politischen Amtsführung de» Justizminister« die alleräußersten Consequenzen zu ziehen. Der Fall ist geeignet, auch jene zu belehren, welche in einer loyalen Haltung gegenüber der Regierung eine Voraussetzung dafür erblickt haben, das» den Deutschen Oesterreichs seitens der Regierung Achtung gezollt Wittenberg her da« große Jubellied der von Erden« druck und Papstgewalt frei gewordenen Menschen-seele angestimmt. E» hatte geschienen, al» sollte die „Ostmark" de» alten deutschen Reiche» auch die»mal, wie ehedem beständig, theilnehmen an dem stolzen Vorwärt»marsch des deutschen Glauben»-und Geistesleben», zu dem Luther da» Zeiche« gab. Denn nie hat ein Mensch alle», wa» deutsch war, im Herzen enger zusammengeführt, als dieser größte Sohn seine» Volke». „Ganz Deutschland ist ver« wandelt", berichtete am 16. April 1521 sogar der Gesandte des Papste» nach Rom, .da gibt e» niemand, weder Prälat noch Fürst, der nicht ent« weder ganz gegen un» ist oder, wenn er für un» ist, sich nicht zu äußern wagt... Allein der Kaiser (der Spanier Karl V.) steht noch aufrecht . . . Alle Welt zieht Luther entgegen, Knaben und Mädchen, Greise und Jünglinge ... Die Schwär« merei aller dieser Menschen für Luther ist so toll, das» sie dem Teufel glaube» würden." Doch die katholische Gegenreformation hat die Einmütigkeit unseres Volke», die in der Aufmerksamkeit, mit der e» in ganz Deutschland den Worten seine» größten Volk»«anne» und Propheten lauschte, ihren Gipfel-punkt erreicht», gar bald wieder zerstört. An deutschen Fürstenhösen wus»ten Diener Rom» Einflus» zu erlangen von der Sinne»art de« päpstlichen Legaten und späteren römischen Cardinal» Alexander, der vom Wormser Reichstag (1521) schadenfroh über die Alpen schrieb: .Wir Verwaltung, NathbauSgafs. Nr. > (0smaicr'Mtcl H»„l>. 0e,»qSde»i,go»ge>: ü»rch die so« t>nogie Wiener HemeindewaHleu wurden am Donnerstag beendet. Von den 155 Mitgliedern des neuen GemeinderatheS gehören 131 der christlich-socialen Partei an. Die Minderheit zählt 22 Lide- da sterbe ich auch, da will ich auch begraben werdend Der Herr thue mir dieS und daS, der Tod muss mich und dich scheiden. (Ruth 1 V. 17. 18.) In solcher Stimmung fuhr ich durch Böhmen über Wien in die steirischen Alpen. Ich weiß nicht recht, wie eS eigentlich kam, dass ich in Cilli ausstieg. Doch als der Zug von der wundersamen Stadt weiter nach dem Süden fuhr in« slovenische Gebiet, stand ich allein auf dem Bahnsteig und hatte einen freien Tag vor mir zur Besichtigung dieser heißumstrittenen deutschen Vorburg an der Slavengrenze. Ich gieng den Fußweg hinauf durch den Wald zum Lazaristenkloster. An den Zweigen perlte der Thau, und alle« lag in einem so goldigem Tonnen-schein, das« mir da« Herz aufgieng. Und al« ich droben auf dem grünen Berge den stattlichen Bau der Mönche unter seinen mächtigen Baumkronen liegen sah, weiß und glänzend wie ein Herrensitz, «it den beiden Thürmen seiner Kirche daneben, da muthete e« mich schier heimatlich an. .Ist denn nur die Kluft, die euch trennt, gar so un-übeibrückbar ?*, fragte ich mich. .Bleibt ihr nicht deutsche Brüder, ob auch der eine die Glauben«, lehre ein wenig ander« fas«t als der andere? Willst doch hinein gehen und ihnen einen herzlichen deutschen Gruß bieten! Vielleicht das« ihr euch besser versteht, al» du gedacht!* Rauh und unfreundlich war ich aufgenommen; kau« das» man mich einer Silbe der Antwort rale und 2 Socialdemokraten. Be«erken»wert ist da» Urtheil, welche» da» »Fre m d e n b l a tt" über die Wiener Wahlen fällt. E» schreibt: „Un« willkürlich mus» man daran denken, das» eine solch« Umwälzung der Residenz unter voller Theilaahm«» losigkeit der deutschen parlamentarischen Parteien vollzogen werden konnte — während wegen der Parallelclassen de» Cillier Untergymna-sium« eine parlamentarische Koalition gesprengt, ein Cabinet gestürzt und Oesterreich dadurch jener Krise nahegebracht wurde, die eS bisher nicht überwinden tonnte. Nur was die nationalen Fragen an irgend eine«Punkte tan« gieren kann, entflammt noch die öfter» reichischen Parteien. Wa» außerhalb der nationalen Empfindungen liegt, hat für sie jeden Reiz verloren. Wien liegt jedoch außerhalb aller nationalen Interessensphären, diese wurden von der tiefgehende» inneren Umgestaltung der socialen Ver» hämnsse der Residenz nicht berührt. Wien gilt de»hald für all« österreichischen Parteien al» «in — non politicum." |>ic ..kaisertreuen" Tscheche«. Montag kam <» in Prag zu nicht unbedeutenden Demon« strationen, weil der deutsche Geschäftsinhaber MefSner in seinem Unisormgeschäste eiae schwarz-gelbe Fahne ausgestellt hatte, die er sür den deutschen VolkSgesangverein anfertigte. „Die Fahne mufS weg, sonst schlagen wir die Fenster ein, wir zer» trümmern alle«; das ist eint .Provokace* eine Beleidigung unsere« Volke« u. s. m." schrieen die .kaisertreuen" Tschechen beim Anblicke der Farben de« Kaiserhaus?«. Die schwarz-gelbe Farbe ist jenen ein Greuel, die heute da« Recht sür sich in An« svruch nehmen, alle kaiserlichen Aemter zu besetzen. Doch da» Schönst« folgt erst. Herr Mes«ner sandte zur Polizei um Schutz. Da erschien ein Detectiv und forderte von ihm die Wegnahme der s ch warz« gelben Fahne. Er gieng nun selbst zur Polizei, erhielt jedoch dort vom k. k. Polizeirathe den Auf» trag, im Interesse der Ruhe und Ordnung die Fahne zu entfernen. Al» Herr Mes»ner zurück-kehrte, war die Fahne bereit» entfernt, denn ein Polizeibeamter war bereit» im Geschäft und beauf-«ragte einen Commi» mit der Entfernung. Die draußen stehende Menge schrie hiezu „Slava", ohn« von der Polizei beanständet zu werden. Da» thun di« Patenipatrioten und Lieblinge der jeweiligen Regierungen! Wa» geschehe, wenn ein Radical-deutscher ähnliche» thäte. Schwarze Küche» oder der Dipauli geht um. In Ofen-Pest finden nun Audienzen und Minister-empfänge statt, um neue Versuche wegen Flott-machung de» Abgeordnetenhauses zu machen. Al» Coulissenfchieber joll ganz besonder» der Oberjesuit Baron Dipauli betheiligt sein. Wa» der zusammen-koch», kann ein schöner Brei werden. Militärärztemangel! Wie die „Narodni Listy" au» Delegiertenkreisen erfahren, herrscht im österreichischen Heere großer Mangel an Militä«-ärzten. Tschechische Mediciner wurden aufgesordert. ihre Gesuche um Ausnahme in da» militärische \ OsficierScorpS einzubringen. Das KriegSministeriuni j sei bereit, den Studierenden der Medicin, schon im J würdigte. Der erst« Augenblick macht« «S offenbar: e» war ei» fremder Geist, der hier wehte. Ein erkältende» Mißtrauen hatte sich seit langem gelagert zwischen denen, welche hier ein-und auSgiengen, und un», die wir sie so gern al« Kinder desselben MuttervolkeS in di« Arme schließen möchten. Hier war päpstliche» Grbiet im Lande, da» germanische Kraft sich einst mit dem Schwerte erobert hatte. Hier galt der Deutsche nicht«; hier galt nur der v^önier. Ein frenua»s«z 4 fast ohne Schwertstreich gefallen und von Präu« wird die» stündlich erwartet. E« muss jedoch oll ausgeschlossen gelten, das« sich die Engländer eine« ruhigen Besitze« der beiden z» englische» Coloii« proklamierten Freistaaten werden erfreuen kennt». Die TranSvaal-Gesandischast in Brüssel stellt d« Meldung von einer Gefangennahme Knty«» « Abrede. Nach einer Drahtung auS Prätorn diirs« sich nach der Uebergabe von Prätora nur ei» p ringer Theil de» BurenheereS ergeben. Der etwa 20.000 Mann, wird nordwärt» i» ii MagelhaenS-Berge, sowie in die unzugäiiM Gegend bei Lyddenburg ziehen und von dort:ul einen niemal» endenden Kleinkrieg gegen die äug« landet führen. Krüger wird bei dem Bureadem bleiben. Kaiser Wilhelm II. drückt» in einer SÄ» wunschdrahtung an die Königin Victoria im Freude (!!) über den raschen Sieg Lord au». König Humbert sandte gleichiall» eine ßlä& wunschdrahtung an die englische Königin zur &» nähme von Johannesburg. Die Londoner Bläaa geben det Meinung Ausdruck, dass die unt» worfenen Burenrepubliken längere Zeit miliiawch regiert werden müssen. PU chinesischen Aster treiben ihre SeM-thaten weiter. So wird unterm 23. v. R. «i Tientsin berichtet, das» mehreren Belgiern, «elche mit ihren Familien in Chaiigsintien, zehn Klo«k» von Fengtai, ansässig sind, di« Flucht abstesch»«» wurde und das» sie sich auf dem in der Nahe >6 Orte» gelegenen Berge gegen die Boxer verthane«, welche jetzt die Stadt Fengtai niederbrenne», iüu hegt sür da» Leben der Belgier ernste BeiocgnA In Pasfiiisisu sind mehrere Missionäre vom kehre abgeschnitten. 200 chinesische Soldaten steil» die Eisenbahnverbindung zwischen Pintsin und fyfaj i wieder her. Von den bei dem Baue der Eis«tai» , littie Peking—Haukau beschäftigten belgisch» > j genieure» fehlt jede Nachricht. 30 japanische Man» einigt Ihr Euch dann nicht wieder mit uut » evangelischen Glauben 1" „O. wenn roh'« «t» möchten." war die Antwort, »wir würd» ai zurückkehren zu unserer Väter Ar». Doch alln» für sich darf jetzt kaum einer den Uebertritt ;a Protestantismus wagen. Die römische SeiftliM würde alle» ausbieten, um ihn gesellschaftlich p ächten und wirtschaftlich zu ruinieren. \5t*e g# geistige Bewegung musS kommen, die un* ins ihren Rücken nimmt und hinüberhebt über d« Klippen, an denen unser LebenSschifflein zersche« dunklen Gesicht und dem schwarze« Barte »ar m gar lieber Gesell, eine schlichte, einfältige Sich die ihrem Gott dienen wollte, so gut und s» schlecht al» man eS sie gelehrt. Bon der Welt und ihren Kämpfe« verw» er allerdings nicht viel, trug auch nicht ich« an dem verzweifelte« Ringe» seines Volk«, di« von den Vätern ererbten nationale» Wa« fragt, der ein ,e»gelgleiche« Leben' ja 1900 I vom Kanonenbote „Atagokan" trafen in Tientsin ein. Die französischen Kriegsschiffe „d'Entrecastreana" und „Surprise" haben Taku verlassen. Die Maschinenbauwerkstätten der Bahnstation in Fengtai wurden von den Boxern niedergebrannt, wobei mehrere Personen um« Leben kamen. Die deutschen Gebiete in China werden bisher durch die Boxer-«»ruhen nicht berührt. Trotzdem betheiligt sich die deutsche Regierung an allen internationalen Schritten zum Schutze der Chisten. Aus Stadt und Land. ßvangckische Gemeinde. Heute Pfingstsonntag, sindel in der hiesigen evangelischen Kirche um 10 Uhr vormittag« der FestgotteSdienst verbunden «it der Feier de« heiligen Abendmahles, statt. Zugleich wird auch die feierliche Angelobung der «eugewähllen Herren Presbyter vorgenommen »erden. Mitaliedercoucert des ßillier Musikvercines. Hm 30. Mai ward un» wieder einmal ein Musik-ibend erster Ordnung beschert. Der Musikverein gab im Stadttheaier sein erstes Mitgliederconcert in dielen, Jahre. E» fällt un« nicht bei. die An-«rkenrung die wir früheren gleichartigen Veranstaltungen des Vereines gezollt haben, irgendwie schmälern zu wollen, wenn wir offen heraussagen, das« da» Concert am Mittwoch seine Vorgänger weit übertreffen hat. An ausgezeichneter künstlerischer Auffassung hat eS, dank den außerordentlichen Kähipkeiten des Herr» Kapellmeisters D i e ß l nie gefehlt. Aber die technische Seite der Darbietungen haue — wie das bei unzulänglichen Mitteln nicht «der« möglich ist, — doch ab und zu etwas zu «i»schen übrig gelassen. Da» ist nun anders ge-«lden. Durch Heranziehung aller verfügbaren Kräfte und durch rastloses Studium ist es Dießl geglückt. Leistungen herauszuarbeiten, die saus pluase in jeder Großstadt mit Ehren bestehen Linien. Wir hatten den Eindruck, als hätte die gr»ße Leuchte, die jüngst die musikalische Welt mimrLande in schwärmerische Entzückung versetzt hat, «i»en segnenden Strahl auf dieses Concert geworfen. Den Ansang machte die altberühmle Ouverture zum ,W a s s e r t r ä g e r" von Cherubini. Nicht umsonst Hai Weber den „Wasserträger' eine göttliche Musik «d Schumann Cherubini den musikalischen Dante Italien» genannt. DaS herrliche Werk wurde reizend >Srachl. Wie edel wurde doch baS Andante molto nstenuto, wie prächtig und zart das thaufrische Allflgro gespielt. In den ersten Tacten deS Allegro's waren die Bläser etwas zu laut. Im übrigen gedürt gerate ihnen höchste« Lob für die Promptheit, mit dn sie die in der .Wasserträger"-Ouverture den Mseni zugewiesene heikle Ausgabe bewältigten. DaS waussolgende Clavierconcert m» Orchestesler op. 185 ?«» Joachim Raff bildete den Glanzpunkt deS Rdeud». Dieses hochbedeutende Werk Raff« zeichnet fid) durch eine gleichmäßige Berücksichtigung deS Navier« und Orchester« aus. Fräulein Friederike Epiller offenbarte auf einem neuen, prachtvollen Kugel von weichem und doch starkem, glocken- »ätni, nach den vergänglichen Zielen und Ausgaben dieser Erde und ihrer Nationen l Völker gehen wer; sie sind ihm nur' Wellen im Meer, da« ,Pm> Felsen" umspült. Wozu klagen über ihr kumen und Gehen? Ob Slave, ob Deutscher d«se Gaue beherrscht, bleibt doch die „Kirche" l Nein, da« war doch nicht Geist von unserm Ansl! Wir Protestanten verstehen sie nicht, diese lll» gegen da« eigene Volk, diese Schwärmerei für einen ausländischen Oberpriester und seine Herrschast über allerlei Völker. Uns ist Christus tun Römer; wir erfassen fein ewige«, göttliches Lesen mit unverfälscht deutschem Luihergeiste. Und doch konnte die HerzenSgüte, die in jenem mfachen Mönche wohnte, dessen LebenSinteressen wigiengen in dem engen Raum, den die Kloster-»auer umschloss, die Kluft, die unS trennte, minder «uderdrückbar erscheinen lassen. Wir ergiengen un« in freundlich harmlosen Gesprächen. Da erzählte ich ihm, das« ich im Begriff fei, I» de» Herrn Wiege und Grab, int Heilige Land, p pilgern. „0, wenn Sie dahin kommen, so beten Sie auch für un«!", war die treuherzige Antwort. veten? Ich. der evangelische Pfarrer, der überzeugte Anhänger Luther«, der unwillig über ri» Leben in erkünstelter Heiligkeit die Möncherei ein sich »hat al» unvereinbar «it dem wahren Chnftenthume. um mitten im Volk fein«« Volte zu leben — beten sür di» Mönche l? Aber dennoch, al» ich in der kleineu Kapelle «Deutsche W«*** artigem Ton ein geradezu verblüffende« Können. Der Musikverein besitzt an Fräulein Spill« zweisel-loS eine Künstlerin par excellonce. Denn nur eine wirkliche Künstlerin vermag es, ein so gewaltige« Werk frei und mit so vollendeter Meisterschaft zu dringen. ES würd« unS viel zu weit iühren, wollten wir auf die zahllosen entzückenden Einzelheiten, da« großartige, feierliche Motiv im ersten Allegro, die gewaliige Steigerung im Andante, die wunderbaren, einander entgegenstürmenden und wieder reizvoll sich ablösenden Soli« von Klavier und Orchester im Finale, daS prickelnde, an ein Spielwirk mahnende Zusammenspiel ant Schlüsse u. f. w. näher eingehen. DaS Orchester — dem. wie betont, in diesem Werke eine große selbständige Rolle zugewiesen ist — beherrscht die schwierige Kunst, im Vereine mit einem Flügel ganze Arbeit zu liefern, nunmehr ganz. Kapellmeister Dießl » Dirigentengabe feierte einen großen Triumph. Es gelang ihm bi« zur Vollendung, die beiden Gewalten de« Claviere« und de« Orchester« auf da« innigste zu verbinden und dem großen Ganzen einen hin-reißenden, genialen Schwung zu verleihen. Die Wirkung de« Concerte« war colossal. Da« Publi« cum spendete nicht endenwollende Beifallsstürme. E« steht außer allem Zweifel, dass der Ausführung des Raff'tchen Clavierconcert»« mit Orchester an» Abend des 30. Mai in der Geschichte der musika-lischen Bestrebung»« in Cilli »ine epochale Be-deutung zukommt. Hiemit ist documentier», das« eS dem kunstbegeisterten, rastlosen Eifer einiger Männer tausend Hindernissen zum Trotz, gelungen ist. die Leistungsfähigkeit de« Musikverein»« aus die höchste, außerhalb «in»r Großstadt überhaupt noch erreichbare Stufe zu heben. Die Serenade Nr. 3 von Robert Bolkmann für Streichorchester mit Violoncello-Solo gab Herrn A. Hahn, dem neuen Cello-lehrer der Musikschule. Gelegenheit, sich dem Cillier Publicum vorzustellen. Obgleich wir durch seinen Vorgänger Zahradniiek, dessen seelenvolle« Spiel un« unverges«lich ist, stark verwöhnt sind, anerkennen wir doch gerne, das« Herr Hahn fein Instrument ausgezeichnet beherrscht. Wir können den Musikverein zur Erwerbung dieser neuen lüch-tigen Kraft nur beglückwünschen. Da« reizende Werk Bolkmann« — eine der besten Hervorbringungen des Tondichters — gefiel ausnehmend gut. Es war «in glücklicher Gedanke DitßlS, durch Einschiebung der weichen, träumerischen Schöpfung VolkmannS zwischen zwei gewaltige Werke einen wohlthuenden Ruhepunkt zu schaffen. Denn nun kam — den Schluss der VortragSordnung bildend — die 31. Symphonie („Pariserin") von Mozart. Mozarts Musik ist seinen groß»n Vorgängern Bach. Gluck, Händel, Haydn gegenüber so recht der Ausdruck deS ureigensten Empfindens. Die Gewalt und die Tief« diestS EmpsindknS aber ist von ewiger Groß-heit. In MozartS Seele lebt und webt jene« ur-deutsche Ding, der tragische Humor. Es ist ver-fehlt, Mozart« Muse die immer heitere zu nennen. Sein ideal schöner Geniu« lächelt — doch unter Thränen, und also ergeh»'« dem frohen und zugleich erschütterten Lauscher. Die drei Symphonien in inmitten der GrabeSkirche stand vor jenem Mar-morsarkophage, auf dem der Leib, der un« allen so überaus theuer ist. gelegen haben soll, da trat mir der Mönch mit feinem Gebet wieder vor die S»»lt. Und da habe ich gebetet, gebetet au« Herzen«-gründ, das« Gott die lieben Brüder, die auf irrigen Wegen, doch mit aufrichtigem Herzen ihm zu ge-fallen streben, erleuchten möge, das» sie sich nicht mehr im Wahne, da« ewige Heil sei an einen sttrblichen Menschen in fremden Landen gebunden, von un« absondern möchten, sondern das» der Deutsche dem Deutschen noch einmal wieder die Hand reiche zum Seelenbunde: „Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott! Ein Volk und ein Glaube! Seitdem hat mich die» Gebet de» Mönche» begleitet auf allen meinen Pfaden; und ich habe nicht aufblicken köunen zu dem. der thront über allen Kämpfen der Erde, die un» so mächtig be» wegen, ohne zugleich einen heißen Wunsch empor-zuschicken sür die getrennten Brüder. Und immer wieder hat e» mich hinübergeführt zu den bisher für un» Verlvrengeglaubten. Und immer dichter haben sich die Fäden gesponnen von dem stillen ^.'andpsarrhau» auf den Thüringer Bergen nach allen Theilen de» sturmdurchtvbten Oesterreich»-lande», bi» die große geistige Bewegung kam, von der die greisen Männer von Cilli gesprochen und Tausende und aber Tausende in deutschen Landen beten lernten wie ich einst in Jerusalem. S C-dur (»Jupiter"), E»-dur (Schwanengesang), G-moll und da» Requiem sind in dieser Richtung typisch. Die „Pariserin" ist ein seltener Gast, ein Jugendwerk Mozart», da» naturgemäß nicht auf jener Höhe steht, wie spätere Hervorbringungen de» Meister». DaS — nachcomponierte — Andante gehört gleichwohl zu dem Vollendetsten, wa» Mozart geschaffen. Au» diesem Satze voll schmeichelnder Zärtlichkeit und füßer Wehmut blickt unS der Herrliche in seiner ganzen Eigenart entgegen. Der erste und der diitt» Satz — Allegro und Allegro ass*i — gebe« die innere Begründung zum Titel „Die Pariserin". Da« Leben, welche» in jedem Tacte sprüht, ist pariferisch im vollen guten Sinne de» Worte». Wir dank»n Herrn Kapellmeister Dieß! ausrichtig, das» er uns mit der Emunddreißigsten durch eine brillant« Aufführung bekannt gemacht hat. Alles Lob, da» wir dem Orchester und seinem Leiter vorhin gespendet haben, gilt auch in seiner Gänze hier. Streicher und Bläser, jeder Einzelne hat sein Beste» zum guten Gelingen beigetragen. Da» Concert erweckt« in uns da« stolze BewusSt» sein, das« eS wohl kaum eine zweit« Stadt von der Größe Cilli« gibt, di« so etwas zu bieten vermag. Leider aber scheinen — wie der miserable Besuch bewie« — weite Kreise Cilli« nicht zu wissen, wa« wir an einem Verein besitzen, der in einem Gemein« wesen von 6000 Seelen unter den schwierigsten Ver-hältnissen daran geht, da« Bedürfnis jedes Gebildeten zu besrirdtgen — ab und zu gute, große Musik zu hören. — Möge doch dieser an Ignoranz grenzende Uebelstand endlich einmal aufhören, möge doch schon da« nächstemal em volle« Hau« den prächtigen Leistungen Dieß!« und seiner Künstler« schar Beifall spenden!! |>ie Speisung des ßUlier Stadtgebietes in zwei Aeßrbezirke. Die steiermärkische Siatthal-terei hat entsprechend dem in der Sitzung de« Eil« lier Gemeinderathe» vom 17. November 1899 be-schlössen«» Antrag« au« feuerpolizeilichen Rücksichten für die Ausübung des Rauchfangkehrergewerbe» im Cillier Stadtgebiete die bezirksweise Abgrenzung verfügt. Hiernach zerfällt das Stadtgebiet in 2 Kehrbezirke, welche durch eine bei der Einmündung der von Ostroschno kommenden BezirkSstraße in die Giselastraße beginnende, durch diese Straße «nt-lang dem Militärspital« zur Laibacherstraße, weiter durch diese Straße über den Kaiser Jofef-Platz durch die RathhauSgasse, Bahnhvfstraße, über den BiSmarck-Platz, dann durch die Ringstraße und durch die Tücherer Bezirksstraße über den Wog-leinabach zur östlichen Stadtgrenze führende Linie von einandergeschieden und anderseil» durch die Grenzen deS Stadtgebiete» gegen die Gemeinde Umgebung Cilli abgeschlossen werden. Zur Unter-scheidung wird der westlich und südlich dieser Thei« lungSlinie gelegene Kehrbezirk mit Nr. 1, der zweite mit Nr. 2 bezeichnet. Diese bezirksweise Abgrenzung hat zur Folge, dass innerhalb eine» jeden hiemit abgegrenzten Bezirke» nur jene concessionierten Rauch» sangkehrer berechtigt sind, Arbeiten zu verrichten, welche in demselben ihren Standort haben. |)ie sogenannte „Insel' mit ihren reizenden Villen bietet mit der erfreulichen Bauthätigkeit, die unser hochverdienter Mitbürger, Herr Joses Pallos, daselbst eingeleitet hat, eine schöne Perspektive aus die Entwicklung unserer Stadt. Herr P a l l v » hat nun die vierte Villa, ein reizende» Familienheim, an Herrn Berginspector G u t m a n n verkaust und trägt sich mit dem Gedanken, in der nächsten Zeit mit dem Baue zweier neuer Landhäuser zu beginnen. Diese rege Bauthätigkeit wird selbst« verständlich die Anlage neuer Straßenzüge sowie die dazugehörige Canalisation und Beleuchtung der Durchführung näher bringen. Da» neue Landhau»-viertel wird jedenfalls auch durch die geplante Er« richtung eine« zweiten Sannstege« bedeutend ge-winnen. Wollen wir hoffen das« auch andere Besitzer von Jnselgründen dem rühmenswerten Bei« spiele de« Herrn P a l l o « folgen werden, dessen weitau«schauender Unternehmungsgeist in so au»« gezeichneter Weise zum Besten der Stadt Cilli wirkt. Windifch-Aeillritz, am 31. Mai 1900. (Dr. Wolsshardt Ehrenbürger). Die Stadt-gemeinde Windifch-Feistritz hat heute in einer außer-ordentlichen AuischusSsitzung den Herrn ReichSrathS-abgeordneten Dr. Eduard W o l f f h a r d t au» dankbarer Anerkennung für fein verdienstliche», er« fprteßliche» Wirken um die Stadt Wind.-Feistritz stimmeneinhellig zum Ehrenbürger ernannt und denselben sofort telegraphisch verständigt. 30. Mai. (Deutscher Schulverein). Die hiesige Ort»gruppe de» Deutschen Vchulvereine» hielt am 24. d. M. ihre Jahre«-Versammlung in der Gastwirtschaft Smreker ab. Der Obmann, Herr Karl Wunderlich, eröff- 4 nett di« V«rsammlung mit einer Begrüßung der zahlreich erschienenen Gäste und Mitglieder und erstattete hieraus einen eingehenden Bericht über die Thätigkeit der Ortsgruppe im letzten VrreinSjahre. Die Ortsgruppe veranstaltete ein Sch«ls«st. zu welchem zahlreiche Freunde der deutschen Sache erschienen waren, und eine erhebende Weihnacht»-stier. Durch den Vertrieb von Schulvereinskalen-dem, Zündern und Postkarten und durch die Sam-melschützen habe die Ortsgruppe außer den dopp»l-ten Beiträgen noch ein übriges für die SchuloereinS-fache gethan. Zum Schlüsse dankte der Obmann ollen Spendern, Förderern und Freunden der EchulvereinS-OrtSgruppe und stellte an sie die Bitte, deutschen Sinn und deutsche Art auch fernerhin zu pflegen. AuS dem Berichte deS SäckelwarleS «nl-nehmen wir, dass die Ortsgruppe im letzten Ber» einsjahre 309 Kronen 20 Heller an di« Haupt-leiiung abgeführt hat. Die Neuwahl des Vorstan-deS hatte nachstehende« Ergebnis: Obmann: Carl Wunderlich; Stellvertreter : Hubert S k a l a k; Säckelwart: Endre« Winkle? Stellvertreter: Dr. Anton Wienerroither; Schriftführer: Max Tomitsch; Sielloertreter: Jakob Stinko» witsch. Der Obmann erklärte unter lebhaftem Beifall, die aus ihn gefallene Wahl anzunehmen, und gedachte der Verdiensie des Herrn S k a l a k jun.. welcher der Ortsgruppe eine stattliche Anzahl von Mitgliedern zugeführt hat, di« von der V«r» fammlung freundlichst begrüßt wurden. Nachdem noch die Herren Tomitsch und Skalas da« Wort ergriffen halten, um die deutsche Arbeit und den deutschen Gedanken zu feiern, schloss der Vorsitzende die Versammlung mit einem Heilrus aus die Hauptleitung, in welchen die Versammelten begeistert einstimmten. Hierauf wurde daS deutsche Weihelied gesungen. Windisch/audsverg. (Hetze gegen deutsche G es ch äst« i«n te.) Der durch die windische Fahnenaffaire bekannte Oderlehrer Franz El«m«nS«k machte beim hiesigen deutschen Wirte A. Jug bedeutende Zechschulden, die er trotz Er-Mahnungen nicht bezahlen wollte, daher eingeklagt werden musSie. Bei der Verhandlung bestritt unser VolkSbildner den größten Theil dieser Zechschuld und stellte Herrn Jug alS Betrüger hin, indem ec den Beweis erbringen wollte, dass auch sein Busen» freund, der hiesige Gendarmerie-Titular-Wacht» meister, bei der Zahlung einer Zeche betrogen wurde. Dieser Beweis misSglückte so kläglich, dass der Ob«rl«hrer zur Zahlung feiner Schuld verur» theilt, der Gendarmerie-Wachtmeister aber vom Herrn Richter dabin belehrt wurde, dass ein Gen-darrnerie-Wachirneister sich wohl früher zu wahren verstehen sollte, um nicht betrogen zu werden. Die hiesige Geschäftswelt und insbesondere die deutsche steht in einem harten Kampfe um ihre Existenz. Letztere wird insbesondere, wie man sieht, mit allen möglichen Mitteln bekämpft, um sie unschädlich zu machen. Wenn schon der EleruS und die Schul» lehrer bei diesem Kampfe die Führerrolle spielen, so wäre eS doch zu wünsche», das« sich di« G«n» darmrrie dabri nicht betheiligt. Hoffentlich wird sich da« LandeS-Gendarmerie-Commando um dies« Sache näher interessieren. Stcidker Abende. Der bekannte Volkssänger Josef S i e i t> l e t aus DanzerS Orpheum in Wien gibt an den beiden Psingstfeiertügen im Hot«! T «rfchek zwei Concerte. Herr Gteidler hat sich mit f«inen Darbietungen in Cilli di« größte Beliebtheit erworben und fo ist wohl auch tieSmal ein zahl« reicher Besuch zu erwarten. ßircus Zavatta. Die am Donnerstag abends stattgefunden« EröffnungS-Vorstellung erfreute sich eines guten Besuches und fanden die Vorführungen das »»getheilte Lob und die vollste Anerkennung de« Publikum«, denn wir müssen eS gestehen, das« un« die gebotenen Leistungen überraschten, da wir verglichen in Cilli s«lt«n zu sehen bekommen. Pfingst-fonntag wie auch Pfingstmontag finden je zwei Vorstellungen statt: die erste um '/, 5 Uhr nachmittag, die zweite um */, 9 Uhr abend« und können wir den Besuch derselben wirklich nur empfehle» « m alten Schlössern, wenn sich wohl» thätiger Schlummer auf die Augen der Menschen gesenkt hat, die Geister ihr Spiel beginnen. Im weißen Gewände huschen sie durch die weiten Gänge; ost ist e« ein Rachewert da« sie an langst entschivun» denen Geschlechtern sühnen, oft bedient sich Amor de« Spiele« mit den — überirdischen Gestalten. Ein solche« alte« Schloss ist der Bischofsitz von Oberburg. Eigentlich sollte dieses Schloss gegen böse Geister geseit sein, denn Weihwasser und Rosenkranz haben dort ein Herreurecht und die bösen Geister fürchten die Merkmal« c>es römischen Priesttrthum«. Trotzdem treibt im besagten Schloss« seit längerer Zeit «in Geist sein Unweien. Schlicht« Wäscherinnen waren eS, den n er zum erstenmal« erschienen ist. Um die Geisterstunde huschte er im üblichen weißen Gewände au« den, Tmie der Kaplanei in jenen deS Lehrer« und oer fidmri». Ein EuitetzenSschrei war eS, mit dein c>as Weten au« dem — Jenseit« von den frommen Frauen empfangen wurde. Husch, husch war da» Ueberirinsche verschwunden. Wie gut wär« «» gewesen, wenn ein k> ästiger ExorciSmu» gegen da« böse Gespenst losgelassen worden wäre. Denn e« zeigte sich, das« Geist auch recht bösartig werden konnte. Wiever war es Nacht. Mii bedächtigem Schritte durchmaß der Pflicht-eifrige Nachtwächter die Hallen des Schlosses. Da bemerkt er au» de« Keller» welch«» der 1900 Kaplan und der Lehrer gemeinsam benutz?», einen jener geisterhaften Lichtreflexe fallen, welch« al« Irrlichter den Elfenceigen umfließen. Di» Nahen irdischer Tritte hatte da« sofortige Ber-löschen de« überirdischen Lichte« zur Folge. D-r gute Nachtwächter glaubt sträflicher W.'ise jedoch nicht an Geister, nähert sich entschlossen der halb-geöffneten Kellecthüre und ruft hinunter: , K>1> je noter", (JQtr ist darinnen). — Keine Am-vaa, geisterhafte« Schweigen l Erst auf den zuritt« Anruf erfolgt «in« Antwort, die den Geisterglaube» de« armen Manne« ganz zkrstören mus«te. E» kcachi — ein Schus« — der Nachtwächter hat eine flj-voloerkugel im Gesichte. Da« Projektil, welche» » der rechten Wange stecken blieb, bestand jedoch nicht au« syderischem Metall, wie e« Geister bei solchm Anlässen wohl verwenden dürften, sondern au» §<» meinem, irdischem Blei und ist aller Wahrscheinlich-keit nach au« einem irdische» 9 mm Lefauche»;-Revolver hervorgegangen. Der Beschädigte eilte rasch um die Gendarmerie, und al« diese dem Geisterspili nachgehe i wollte, war die Kellerthiir durch ei» it« dische« Verhängschlos« abgesperrt — di« beidn Geister hatte» sich in ihre oberirdischen Gemiich« zurückgezogen. Der Geist scheint übrigen« sehr maiera gewesen zu sein, denn an der Stätte seiner Wirk-samkeit wurden C«aarettenstu nmUn mit Stopfoiilrra modernsten Ealiber« vorgesunden, wie sie bei H-m> Peter Rncigaj in Boc bei Oberburg zu beziehn sind. Der Kaplan Vcklc, der durch oderwäzma Exorcismus den Geisterscherz hätte mözlich-wch verhindern können, fand die Verletzung de« arm« Nachtwächter« sehr scherzhaft (l.o je »al», to ja ^pai), wenngleich lobend anerkannt werden mus«, t>vl c den armen Mann, mit dem er stet« in Feiadschch gelebt hatte, auf da» Innigst« b«dau«rte. Der Gnia-spuk ereignete sich in der Nacht vom 29. \\a 30. S-ptember 1890 und e« ist wohl kaum a.iz» nehmen, das» der Vorhang von diesem Gelzeimiliffe gelüftet werden wird, zumal ja auch die provh'nich« Magd de« Lehrer« Kocbek, Kassandra Jaliana Hca. aus da« Bestimmteste erklärt hat: .Xikol n« I» prislo von* (Niemals wird e« an da« Tag»l!cht kommen). Wir aber sagen: Vielleicht ader dach, denn: „E« ist nicht« so fein gesponnen...... Erzherzog Aohann, der große Sleirerfmit schrieb am 16. Juli 1810 in dai golZene i^ch von Rohitsch-Sauerbrunn die folgenden iBwu: Nach zurückgelegten kummervollen Zeiten, wo lch die Welt und ihre Tücke kennen lernte, geschwächt am Körper durch mancherlei Leiden. abzeßil«i>t am Geist, fand ich in diesem stillen Thale flnje und Gesundheit wieder. Die gute Luft, dcr H- I same Brunn gaben meinem Körper neue« Liiu. I Der Aufenthalt in der geliebten Sleiermark, u«er I diesem «n Ta,m> der Gefahr erprobten, liernii. I herzlich guten Volke, die Anschauung der schäm ] Natur :c. Je. Die vornehmsten ärztlichen EzZec-täten empf-hlen diese« reizende Bad bei alles ] krankungen de« Magen« und der Geoücme, m I Nieren :c. Wie weit der Ruf diese« B^oe« gezriuM I ist, beweist der Besuch von Amerika-eni n I heurigen Jahre. Ab«r auch Russen, »traiijon I und selbst Kleinasien senden ihre Vertreter in toirf I Magenbab par excelleuco! Aalb's Wellerproguose für Juni. 1. ^ I 5. Juni: Ziemlich trockeii. Temperatur über tat I Mittel. — 6. bi« 13. Juni: Die Rieverich!^ I nehmen allenthalben zu.. Zahlreiche Gewitter. Je I 13. kritischer Termin zweiler Ordnung^ — 14. W I 19. Juni: Die Nitdrrschläg« sind im ZLefte» be- I deutend. —- 20. bi« 26. Juni: Die Gewitter »«^«.i I zu. Ergiebige Regen. Die Temperatur geht zumk. I — 27. bi« 3<). Juni: Die Nied«rschläg« aebma I an Verbreitung zu. Die Temperatur geht tief unur I da« Mittel zurück. „yer ßondncteu^. Von diesem «ffk.rfla I Coursbuch« ist soeben die dieSmonatlichc Luigzb« n- I schiene», welch« wieder die neueste» Eiseadahii- ick I Danipfschtff-Jahrplänc und Fahrpreise, sowie eine» I in d«n Hauptstädlen, Karte» und Städtepläi» ewM I Zu beziehen in allen Buchhandlungen, Eisenbahi-.suieoio, I Trafiken ii. und bei der Verlagshandlung Zt. v. I heim in Wie». Hbkverwertuugsstelle Hraz, Heinrichirck I 39. Eonoiioren, Besitzern von Coaseroe»- u» I Fruchtsäftensabriten, Oosthändlern und den I schiedeuen Consumenten diene zur gefälligen Sei» I niSnahme. das« bei der OdstoerweriuagSiielle Sq I wieder 2000 Kilogramm Kirschen per I zu 20 Hell.-r, ferner 5000 K^loqr. Aruhkilicht^ I 10.000 Klg. lichte und 10^)00 Kia. dualle Her«- I kirjchen, 5000 Klg. schwarze Emsudikirscheii, I Klg. lichte Sauerkirschen (Weichsel), 10>)ü ftila# I dunkle Sauerkirschen, di« Erstlinge für 25 ö I per Klg. (später billiger) zur Verkaus»lltt«ml»»' »L'KjftÄ ««»U o( dbi Ha :V.t i ..Dentsch- Wacht' mzebolm sind. Die Früchte kommen gegen Ende Jrui in Körben zu 5—25 Klg.. die auch vom Läufer zur Füllung an die Verkäufer eingeschickt «iden können, zum Versandt. An Beereuobst sind sWmeldet: 10t) Klg. Wald» und 50 Kilogramm 4ärte«erdbeercn sür 1 und 2 Kronen per Ktlogr.; ftmer 1000 Klg. Himbeeren zu 25—30 Kronen «7 100 Klg. bei Bezug in Fässern von 2—300 Jitogr., im Kleinverschleiße dagegen kostet 1 Kilo A—4V Heller. Die Verpackung wird billigst be» «chuet; Versandt je nach Wunsch, zumeist al« Eil« gut u. zw. gegen Nachnahme. Wind.-Infiritz. (Marktbericht). Am Tüntiag den 5. Juni l. I. findet hier ein großer Rindvieh- und Pferdemarkt statt, bei wclchca ein beZeutender Viehauktrieb zu erwarten ist. Die In« lachente» werden daher eingeladen, diesen Markt iv deiuchen. Aabr- und ?iehmärkte i» Steiermark. «m & : ©r.ij, Stechviehmarkt nächst dem Schlacht-tiiki. — Kleichenberg, Bez. Feldbach, Jahr- und Bleh-a«*rft — Et. Martin, Bez. Windischgraz, Jahr- und Nehm. — Straß, Bez. Leidnit», Jahr- und Viehm. — Sei), Liehm. — Am 9. Juni: Gra,, Getreide-, ta- und Strohmarkt am ÄrieS«, Holzmarkt am Äiltnchstnnplate. — Lang, Bez. Leibnitz, Viehm. — lum, Echweinemarkl. — Am 10. Juni: Trofaiach, Bq. Leobcn, Jahrm. — Am 11. Juni: Trofaiach, jfc. tobn, Jah,eS- Pferd«- und Schlichtviehmartt. — Dreifaltigkeit,, W -v., Bez. St. Leonhard, ich». — St. Georgen, Bez. Cilli, Jahr- und Vieh» «ist. — Groß-St. Florian, Bez. Deutfch-LandSberg, $k< und Viehm. — Schladming, Viehm. — Trifail, fc lüffer, Jahr- und Viehm. — Marburg, Vieh-Bast. — »m 12. Juni: RadkerSburg, Jahr» und ?^i». — Ant 13. Juni: Graz, Getreide-, Heu- und Alchmarkt am GrieS, Holzmarkt am Dietrichsteüt-iiqt, Hcrnviehmarkt nächst dem Schlachthause. — BLIabrä, W.-B., Bez. Pettau, Jahr» uud Viehm. — kachvibiirg, Jahr- und Viehm. — Gleinstetten, Bez. Inittt, Jahr- und viehm. — Heiligen Geist bei M$(, Bez. Gonobih, Jahr- und Viehmarkt. — St. jitatn bei Unter-Trauburg, Bez. Windischgraz, Jahr-M Lithm. — Lemberg, Bez. St. Marein, Viehm. — fctwr. Bez. Eisenerz, Jahrm. — Rann, Jahr- und foh*. — Rohitsch, Jahr- und Viehn». — Sachfen-^WAlz. Cilli, Jahr- und Viehm. — St. Stefa» im Bcz. Sirchbach, Jahrm. — Tragöß, Bez. fai, Zahrm. — Rann, Bez. Pettau, Schweinemarkt. ?ßotographilchc Apparate für Dilettanten. Ln vnpfeblen allen, die für Photographie, diesem an-nettsten und von jedermann leicht zu erlernenden Lk«t, Interesse haben, das seit 1854 bestehend« Special« I photsgraxhischer Bedarfsartikel der Firma A. ?«l l, k. und k. Hof-Lieferant, Wien, Tuchlauben 9, die Durchsicht ihrer illustnrten Preisliste, di« auf xraii» verschickt wird._«t452-a-t>9 vtljlorbtnt im Monate Mai 1900: »line Eabukoschegg. 30 I. ct., BürgerStochter, Lmi5,»niuderkuivse. ul'tftouSet, 77 I. a.Jnwohneri», ZllterKschwäche. in Zidar, 00 I. a. Taglöhner, Entartung der Herzmuskel. dmaid Hroschl, 19 I. a., Malergehilfe, Ge-hintlähmung. Sröger, 2 I. a., MusiklehrerSsohn. Lunten-wderkulose. lnt Faktor, 70 I. a., Inwohnerin, Nierenent» pindiinx. 28 I. a., Weber, Herzlähmun.i. AÜtier, 5S I. a.. k. k. Bergrath i. P, Herz-sehler. »n Caler, 53 I. a>, Inwohner, Lungenblähung. i$Gb,mt$tk, 83 I. a., Arinenbetheilte, Altersschwäche. Mathe», I. a., Hotelier. Leberkrebs. sPaiivik 71 I. a>. Taglöhner, Altersschwäche. Iiuljaus Horitnik. 06 I. a., Bergarbeiter, Ent» artung der Herzmuskel Stare, 57 I. a., Köchin, Htrzlähmung. e Stiarnik, 2? I. a., Aassehersgatttn, Mitiar» tuberkulöse. > Mkrnit, 29 J.a., Sträsliag, Lungentuberkulose, i Pctrak, 77 I a.. Taglöhner, Altersschwäche. I»ll Lmedrovii!, 17 I. a>. Dienstmädchen, Lungen-' ttderkulose. * *•*»*»•«»»**«•*■*•»*• ithiaS 6tül«, 68 I. a., Inwohner, Altersschwäche. >l Herhlairko, 75 I. a.. Inwohner, Alters-schwäche. Deutscher Schutverem. y In der Sitzung de» engeren Ausschusses vorn v. Äai r)00 Ivurden für geleistete Ependt« der ^e in Törkciu, der städtischen Sparers? und dem Spar- und Vorschussverein in Müglitz, Herrn Spinnereidirector Oswald Köhler in Wiesenberg und Herrn Fabriktbeslyer W. Äinzky in Mafsersdori; ferner Herrn Professor Gustav Miekusch für die Veranstaltuug und den Ertrag einer Sammlung bei Eröffnung der Eisenbahn nach Schildberg, der OrtS» gruppe HannSdork für einen Erlös aus dem Ver-kaufe ihrer Ansichtskarten, dem VergnügungSauS-schuffe sür das FrühlingSfest in Wien sür den Erlog eines TheilbetrageS, der FrauenortSgruppe Sieyr für das Erträgnis einer Durstellung von lebenden Bildern und einer Operette, der überaus regsamen FrauenortSgnippe in Reichenberg i. B. für den reichen Ertrag von sieben Aufführungen im Stadt» theater der geziemende Dank abgestattet. Dem Zahl» Meister der Ortsgruppe HannSdorf Herrn Heinrich Flann)orfer wurde bei feinem Scheiden aus diesem Amte für seine unermüdliche, verdienstvolle Thätig-kett der Dank deS Vereines bekanntgegeben und den Sinterbliebenen des langjähriges Obmannes unserer rtsqruvpe in Rokitniy. deS Herrn Baumeister« Josef Pöier daS tiefste Beileid ausgesprochen. Ein Bericht de« Herrn Oberlehrer« HSltschl in St. Egydi über die dortige Suppenanstalt. welche ihren Zweck voll und ganz erfüllt und als eine Wohlthat feilen« der dortigen Bevölkerung anerkannt wird, wurde mit Befriedigung zur Kenntnis genommen. Schließlich wutden Angelegenheiten der am 2. Juni d. I. in Graz stattfindenden 20. Hauptversammlung berathen und erledigt. An diversen Spenden giengen ferner ein: Wien, O.-G. Olympia. X 3.—; • Bödm. Aicha, O.-G., K 22.60; W-lchm. O.-G., K 28.04; Nixdorf K 3.06; Nttmes, O.-G., K 6.32; Lttbenan, O.-G., K 7.50; Josesstadt. O.-G., K 10.90; Wien. O.-G.. IV. Bezirk, Spende Dr. Gustav Basch's, X v.—. AuS Sammelschützen: Böhm. Aicha X 9.74; Kammern X 6.50; DitterSbach K 2.80. Gltichculiergtr Sadrbrief. Wir haben über eine ganz gute Vorsaison zu berichten, die vielen Regentage im Mai mussten einem schönen Weiter Platz machen, weShzlb auch der Zuzug der Gäste ein befriedigender ist. Interessante Persönlichkeiten sind schon eingetroffen und klingen un» altberühvite Namen auS der AdelSwelt und der Armee anS Ohr; wohlbekannte Männer, sowie Gelehrt« und Künstler finden wir vertreten. Gleichenberg gewinnt immer mehr den Ruf eine» internationalen C^rorteS und man trifft jetzt schon Gäste aus verschiedenen Weltlheilen an, welche wegen der Gesundbrunnen, der vorzüglichen Eurdehelfe. der ozonreichen Luft, der Herrlichkeit de» Landschast»bilbeS ic. hierherkommen. Die zahlreichen. wvhigepflegten Promenaden durchwogt täglich eine ebenso distinguierte, als angeregte Eur» geselljchaft. Die früh morgens und abend« ab-gehaltenen Promenadeconcerte erfreuen sich allseitigen Beifalles lind bekunden emsiges Studium, wie auch reichhaltiges Verständnis deS Curcapellmeisters. Herrn E. Zanolli. Mit Cureinrichtungen ist gegen-wärtig Gleichende^ besonders gck, einzig in seiner Art aber jener sur die JnhalationScur, und zwar MU Eli,athmung ftinzerstäubier Quellpole und zur Inhalation von Fichtelnadeldämpfen, auSgkstattet; beide Arten der Inhalationen werden sowohl in Einzelcabineo, al« auch in großen Sälen ver» abreicht. Zur AuSführuna der pneumatischen Euren sind vorhanden der RespirationSapparat und die zwei pneumatischen Kammern. Letztere wurden nach den neueuesten Erfahrungen und mit viel-fache» Verbesserungen, auf das eleganteste ausgestattet, im Warmbadhause montiert. Sie sind ganz au« Eisen ausgeführt und fassen einen Raum sür je zehn Personen. Die hydrvpatischen Euren werden im Kaltbade von einer geschulten Badedienerschast nach Vorschrift der Aerzte ausgeführt. Hervorragende mediciaifche Capacitäten wenden diesem Euro« ihr vollste» Vertraue» zu; sie schicken gern ihre Patienten her und alle, die hier gewesen, sind dank-bare Lodredner und begeisterte Förderer diese« nied-lichen Curorte». Hingesendet. (K eil'» Kuß bo den lack) ist der vorzüglichste Anstrich für weich« Aißdöden. Der Anstrich ist auberordemlich dauerhaft und trocknet sofort. Keil'S Fußbodenlack ist bei Traun & Stiger und bei Vic-tor Wogg in Eiili erhältlich. 4815 * A« da« Näl,Maschinen ^erfalidthaiis Strauß Wien, IV., Mirgartthrnstraßc 12. Das bestrenommierte Nähmaschmeu-Versandt» ha»S Strauß, Wien N, Margarethenstraße 12, hat seit der kurzen Zeit seines Bestehens viele Tau-sende der vorzüglichen Wertheim» Familiennähma-schinen an Mitglieder von Lehrer- und Beamten» vereinen, sowie an Private und Schneiderinnen nach fast allen Orten der Monarchie gesandt. 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Wilütia't An^bt <11 (oursbat'Hs, •Jnni' * (Kleine Aniteabe mit inlündiiehea Fahrpliine». l'rrli« 00 h. per Po»t 70 b.) lull den ueurn Fahr-piänra de* ti- nnd Au*laaAm, Führer la deuUaupuiüdtra «le. Frei« t k 20 h. p. l'oat 1 K 40 h (Barhi'ngara 1 K 50 b Oeffeutliclie Erklärung! i>l» Ci'srrtijlo rorträt-Kunatanatalt hat. u;n unil biami-n | KntlaaauaKDU ihr«r k inntlerio'h *eriü«liclut r«*clial(en , Porirätmalpr enthuben in *etn und nur, um dir«elt>cn volter be cnüftlcea rhKi»rn, *ai Jcflieuea Natieo ad«r Oea4un , . in vrralcht>- uier. aelbat liiuc't remtnrWaer Verwiindt» oder Vreande machen au Taaten, hat blut >11« betreffende j Phutafrruphie, KleiehTlel la weleher Stalianf. einxnivnden < and erhillt In 14 Taj^ea ein Portrat. wovon er gewia. aufs , k5eh«te ilberr*j»thi u d a»I»lie»t »»In wird. Die Kiite »u n Tortriit wird »»« Seibat koateopreiu , barechaet, u. »I>?»UN^»0 luit It«isch1u«» ' er i'hototrrapMe, welche > mit ilatn i>rti^ea l>jitrat ui-be»ühÄdi^i retourur rt wird, ( werden nur bi» aas Widerruf tu oL-iieeui lJr«i»e Bogen { X»' Lualine oder yürborijfrr EimondiJBC de* ikiuace» enl-Kecensenounnen »un der Fot'li'At.KimHt'.ViiMtiilt I „KOSMOS" Wien, M«rUhilferstra**e IIS. < [ 'M~ Fär ▼orxiiglirhiite, ftewlnsenhafteate An«- ' föhriuis nad natatjce'ire'ipater 'liullcbkelt der l'or ' trktn wird Uurautle acleUiet. «» M~ HaMi'iihnfte Aurrkenaiic/*- nnd Nnn! »araiiL» ■ aebrelhea ll'*fO aar äffi-uliiuliea Kiualebt skr ' Jedermann aas. IM Mu«-t - > •: 3abkatua: 5 uak »e» B M OanaitBi: alhdtiiiwxmriat. wa Merlin«! Blaa WtEttainaelwynt M. - «eoenirtWrnrt«: S. ■ ■ Oarilra : ttantaatia* a. Vmauaactir; ■ediag: Ja|ainriljwa»n; rHan «tjea> lt. Mais», *114 {t»Jttt|utttruE|ö, «rftr, ijsncort o'ilrirtjfiilirrii ° uurdfoaiOfabaiatlw; 3a»oUM*a Mm >lch„aa,»«t»»mpfta (leibe — tu 15m ■fa»ti»a< W»»arat, kwewauti(ite Ila»q» i a. — Cit^-tkiarratMfn. aak nKm» UaluniaiurmsTr, iHitHm-g anbei- nuietoljlidier. iWrc^r bninviu<-T^pri::,( tr , — mr Milde fradmoanar, ftaahfrrtt, «ataMil» üaWW» m laubschaft. CediUe 10« llrto. — fB»b«aag>- a Caflea-geteBaatea V.t Kiüüsa .Deutsche Wacht' Das desto Trinkwasser hei F.pldesnie-Uefiahr ist der in aolchen Pillen oft bewährte, von m-dicinischen Autoritäten stets empfohlene ATTONJ Derselbe i»t vollständig frei von organischen Substanzen and bietet besundm an Orten mit zweifel-hast. ni Bronnen- oder Leitungswasser da« zuträglichste Getlänk. X. Photographische Apparate (auch fflr Radfahrer) za allen Preisen. Sämmtl. Bedarfs - Artikel für Anaatenr-Photographen. — Vollständige« Lager der Eastman - Kodak - Artikel. — Lechner'« Mittheilungen photogT. Inhalts: 12 Heft«, Preis jähr). 2 Kronen. 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Hsdnlk <1- so. in Pettau aufgenommen. 5013—44 Nur die von Bergmann 4 Co Tetschena.K. fobricierte Bergmann liaüd •nurhl ata* zart* *•«»•# Hau uad ToJalund Ul »«fleich briu Seife ff*gon BommeriproiKa ▼orrfiihlf Ä 8i. *0 kr. b«l Frau* Rbchlary und ApoUiekir O. £ Co. MMUMkfl * Z. 5185 X7" 1 1 Kundmachung. Die k. k. Statthalterei fflr Steiermark hat mit der Entscheidung 23. Mai 1900, Z. 688fi, über den in der Sitzung des Gemeinde-Anssclii der Stadt Cilli vom 17. November 1899 beschlossenen Antrag auf Gi des § 42, Absatz 1, des Gesetzes vom 15. März 1883, R.-G.-Bl. Nr. aus feuerpolizeilichen Rücksichten für die Ausübung des Kauchfan; gewerbes im Stadtgebiete die bezirksweise Abgrenzung verfügt. Hienach zerfällt das Stadtgebiet in zwei Kehrbezirke, welch» Massgabe des beiliegenden Planes durch eine bei der Einmünduag der Ostrof.no kommenden Bezirksstrasse in die Giselastrasse beginnende. ' die Strasse entlang dem Militarspitale zur Laibacherstrasse, weitn diese Strasse Ober den Kaiser Josef-Platz dnreh die Ratbhausgas». hofstrasse, Aber den Bismarckplatz, dann durch die Ringstrasse nad >ii die Tücherer Bezirksstrasse über den Wogleinabach zur östlich« V grenze fühlende Linie von einander geschieden und anderseits durrh Grenzen des Stadtgebietes gegen die Gemeinde Umgebung Cilli schlössen werden. Zur Unterscheidung wird der westlich und südlich dieser Thi linie gelegene Kehrbezirk mit Nr. 1, der zweite mit Nr. 2 bezeichnet Diese bezirksweise Abgrenzung hat zur Folge, dass innerhalb jeden hiemit abgegrenzten Bezirkes nur jene concessionierten Bau« kehrer berechtigt sind, Arbeiten zu vei richten, welche in demselbeo Standort haben. Der bezügliche Plan erliegt hieramts zur Einsicht. Diese Vi tiitt mit dem Tage der Kundmachung in Kraft Stadtamt Cilli, am 1. Juni 1900. 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August 1899 in Cilli wurden sowohl dieselben beim Per lassen des ises, als auch die sie empfangenden und begleiten-loveien von eiuer stöckeschwingenden, mit „Abzug", i" drohenden Horde angebrüllt nnd ange-dieselbe wnrde von einem Militärcordo» von ifcitcn und Angriffe» zurückgehalten. Die Sicher-zerstreut in der Menge, schaute ruhig zn, c und fand keinen Anlass, die Demonstranten zu cn, die Excedenten zn arretieren. VeinrrKungen. Bor allem muss sestgestellt werden, dass sich, wie sich später herausgestellt hat, unter deu „Gästen" nur ettva In Tschechen befanden: die übrigen 00 Mann, welche als Begleiter der Tschechen in Cilli ankamen, waren üente von zweifelhaftem Aussehen ans Laibach, die offenknndig nur in der Absicht zu provocieren nach Cilli mitgekommen waren. Diese „Gäste" wurden von Stadtbewohnern aller Classen am Bahnhofe erwartet. Die von slavischer Seite ausgegangenen Ankündignngeu des „Festes" hatten nämlich die gesammte deutsche Bevölkerung Cillis in die größte Aufregung versetzt. So hatten die tschechischen Studenten die Anzeige von ihrem Besuche in Cilli beim Stadtamte in tschechischer Sprache eingebracht und darin bemerkt, dass sie „zum Besuche ihrer slooenischen Brüder" «ach Cilli kommen wollen. Ein führendes flo-venisches Laibacher Blatt hatte das Erscheinen der Tschechen in Cilli ausdrücklich als „RepräsentationS-anssln g" bezeichnet. Und zwei Tage vor der Ankunft der Tschechen hat Dr. Ferjauöiö in Beides an dieselben eine Ansprache gehalten, in welcher er die deutschen Cillier als „Fremdlinge" in ihrer eigenen Stadt bezeichnete — ein Schimpf, der selbst in slavischen Streifen auf das schärfste vernrtheilt wurde. Zu diesen Ursachen einer begreiflichen Erregung nnter den Deutschen Cillis gesellte sich noch die berechtigte Ueberzengung dass dieses „Fest" von Dr. Sernec nur zu dem Zwecke veranstaltet wnrde, um die dentschen Cillier in ihren nationalen Gefühlen zu verhöhnen und aus etwaigen voraussichtlichen Ausschreitungen gegen die Cillier städtische Zicherhcitswache Capital zn schlagen — wie dies schon bei den in den Vorjahren veranstalteten pau slavistischen Hetzsesten der Fall war. Schon ans diesem Grunde hat das Cillier Stadtamt die umfassendsten SicherheitSvorkehrnngen getroffen: eS wurde Militär aufgeboten und die Sicherbeitswache verdreifacht. Die Polizei hat beim Einzüge in die Stadt alles gethan, um Zusammenstöße zu verhindert», was ihr vollkommen gelang, indem sich lein Anlass bot, Arre-tiernngen vorzunehmen. 1 Wortlaut der Interpellation. Bei der Grazer Maut, wo der Zug die Grazer« straße von der Ringstraße in die Grabengasse passierte, wurde der Angriff heftiger; eS flogen Steine ans bvn Zug und wurde ein T fcheche get r of fen n nd f chwer verletzt. Die Polizei stand ruhig vor der Horde, schaute dem Steiuewersen zn, rührte sich nicht, arretierte niemanden. Bei der Ankunft in dem Narodni dom wnrde die D e m o n st r a t i o n u n t e r A s s i st e n z derSicher heitSwache noch größer, nnd während der vor-mittägige» Demonstration verlangte die excediereude Meuge vo» der Polizei die Herausgabe der auf dem Narodni dom neben der kaiserlichen ausgehängten slove-nischen Fahne. Sechs Wachmänner, an deren Spitze der Wachtmeister Mahr, dränge» gewaltsam in de» Dachbvdtnraum des Narodni dom und »ahmen die sloveuische Trikolore ab und trugen sie zum Stadt-amte, während die demonstrierende Horde beim Sinken derselbe« unter „Heil Deutschland", „Pereat Austria", die Hüte schwang, entblößten Hauptes die „Wacht am Rhein" sang und die Sicher-heitswache hie bei salutierte. Der slovcmsche Advocat Dr. Ivan Dekko wurde vo» rückwärts äuge fallen und von Donan mit einem Stock über den Mopi geschlagen, dies in Gegenwart der Polizei, welche zwar nicht den Donan, der späterhin strasgerichtlich auch die gesetzliche Strafe davontrug, wohl aber die Sloveuen Peroan nnd Deticek verhaftete, welche den Thäter ans srischer That ergriffe» und der Polizei übergeben wollten. Auch de» Uhrmacher Salmiö uud S p i» d l e r wollten zwei »lagensurter Wachmänner verhafte«, ließen jedoch davon ab, weil sich dieselbe» als Deutsche ansgabe». Auf der Rückkehr der tschechische» Gäste und der Slovenen von der Burgruine in den Narodni doi» wurden dieselben an der Mündung der Herrengasse in de» Josessplatz, unmittelbar vor der Burgkaserne von einer größeren wilden Horde derart überfallen, dass eine in der Kaserne in Bereitsck>ast gestandene Militär -abtheilnng den Ueberfallenen znhilfe kam und die Bande in die Flucht jagte. ES flogen Steine, wobei mehrere Slovenen getroffen und verletzt wurden. Die SicherheitSwache assistierte ruhig den Excessen, die Front gegen die Slave», den Rücken gegen die Horde gekehrt, that nichts nnd sah natürlich niemanden Steine werfen. VUs die Fran Perdau von einem Steine getroffen und der Thäter von ihrem Manne auf frischer That ertappt und ergriffen wurde, um der Polizei übergeben zu werden, verhaftete diese den Perdan und ließ den Thäter loS. Nemertttlngolt. Die Schimpfwortc „Horde", „Räuberba „Gauner" u. f. w., von denen die Interpellation charakterisiere» nur die Interpellanten und es daraus selbstverständlich nicht reagiert werde». Bei der Grazer Maut flog kein Stein ans Zug, es wurde kein Tscheche getroffen, keiner Die niedrigen Angriffe gegen die Polizei richten sich von selbst. „Unter Assistenz der Sicherheitswache" — t>.it eine jener charakteristischen Phrasen der Cillier nischen Hetzcliqne, womit diese die Bevölkerung stachelt. „Gewaltsam." Die Einziehung der slas Fahne wurde vom Stadtanite angeordnet, weil das Werk leichter zu vollbringen, um nicht erkaunt indcn. löschten die Gauner früher das Licht aus. s der einen Seite bei der Laibacher Maut wurden hlerisch drei heimkehrende Sachsenselder Slovenen, ü-iliar, Reicher lind Kai, auf der andere» Seite in l Schul-, refpective Herren- und Bogengasie aber t Öiüicv Slovenen, Bovha, Beg »nd Pokvrn, über-Ini «nd geschlagen. Nirgends war P o l i z e i in Sicht, da dieselbe theils t» Wirtshäusern zum „Engel" und znm „Schwarzen In" in Gesellschaft der Excedenteu trank, theils bei Wachstube beim Stadtamte versammelt schlief. I bereits nach langem Kampfe die llebersallenen ohn-illiist am Boden lagen, erschien die Polizei uud arte« tt die zu Boden gestreckte» Slovenen Gostiuiar, ist«. Bovha und Beg, während sie die Angreifer wcherzichen und die Arretierten während der Escorte ((Handeln ließ; dein D r. B e ck, Ivelcher mit dem «volver iu mörderischer A bficht vou hinten, miujirrisch, ans den arretierten Bovha losfchoss nnd »am Kopse traf, geschah nichts, iveil er nach Ansicht k Polizei dies thun durste. Dem arretierten Gostinkar irde die Hand am Gelenke bei der Fesselung derart xsSiraubt, dass die Muscnlatur uud die Sehueu ifiacbcu und die Hand monatelang nicht lzebrauchen war. Beg und Pokoni wnrde» in t Folge freigelassen, Gostincar nnd Bovha aber, lhdei» sie über einen Monat iu der Uutcrsuchuugs-jt behalte», von der Anklage wegen Verbrechens der «Kit körperlichen Verletzung freigesprochen. Am 10. August vor der Abfahrt der Tschechen jikteedolten sich die Demonstrationen und Excesse, es (jjäc das Militär intervenieren. Unter abscheulichem tjrtik und Stöckeschwingen flogen über die Cordon «id-e« Soldaten Steine auf die znm Bahnhöfe rnchMuden Tschechen nnd Slovenen, wobei ein Tscheche »Lopse schwer verletzt wurde. Merkwürdiger-ist stand am Bahnhöfe eine Ambulanz zur Ver* ittfl und wurde der verwundete Tscheche verbunden, u war daher auf Strafhandlungen im voraus gefasst, it aber sür körperlich Sicherheit nichts; denn die »lizei, unter der brüllenden Horde zer-Text, demonstrierte mit. 3 Bemerkungen. Die Aussagen PerdanS, eines von der slavischen Hetzcliqne zu agitatorischen Zwecken aus Laibach »ach Cilli importierten Subjectes, verdiene» gar keine» Glaube». Gerade der Umstand, dass man es nicht nöthig erachtete, die Fensterläden zn schließen, beweist, dass sich die im Narodni dom Versammelten ganz nnd gar nicht beunruhigt fühlten. Die Polizei glaubte jedoch iu deren Interesse die Schließung veranlassen zn sollen. Die aus den Balkönen befindlichen ..Damen" provo-«erteil die Deutschen durch Herabspucke», Naseudrehe» und höhnische Geberden — Umstände, die asle gerichtlich erwiesen sind. Deshalb wnrde die Ränmnng der Balköne verfügt. Es gab weder „Räuberbanden" noch ..Ganner", weder Todtschläger" noch „Knüttel". Allerdings konnte» Leute, welche den ganze» Tag über nur provociert hatten, nicht daraus rechnen, unbehelligt und ruhig «ach-Hause zu kommen. Es wnrde niemandem etwas gestohlen, wohl aber hat ein Sachsenselder Slovene einen Deutschen niedergeschossen und ihn zum Krüppel gemacht, während ein Cillier Slovene einen Deutsche» durch eine» Revolver-schuss an der Brust mrletzte. Der Sachsenselder ist vorn Gerichte bestraft worden, bezüglich BonchaS ist das Ur-theil noch nicht rechtskräftig. Die Polizei hat nirgends mit Excedeuten getrunken, sondern versah vollzählig nnd unermüdlich ihre» «ngemein ansreibtnden Dienst. Kein Slovene wnrde zu Boden gestreckt, keiner während der Escorte misshandelt. Dr. Beck entrang dem Boncha den Revolver, nm eine weitere Bethätigung der „mörderischen Absichten" des gewaltthätigen Slovenen z» verhindern. Hiebet entlud sich allerdings der Revolver, ohne jedoch jemanden zu verletzen oder zu treffen. Gostintschar wurde verhaftet, weil er einen ruhigen Deutschen uiedergefchosseu hatte. Es musste» ihm selbst-verständlich Fessel» angelegt werden, da er sich der Ver-Haftung niit dem Revolver gewaltthätig widersetzte nnd noch nach der Verhaftung weiterschoss. Durch die Fesselung erlitt er laut gerichtsärztliche» Gutachtens gar keine Verletzung, iveshalb auch die wegen der Fesselung srivol angeklagten Wachleute freigesprochen wurden. Man muss wahrlich staunen, dass R. v. Berks die blödsinnige Lüge von dem „Absterben der MuSculatur uud der Sehnen" unterschreiben konnte. DaS Militär war schon vom frühen Morgen an aufgeboten. Durch die gegeu Deutsche gerichtete» Schüsse war die Aufregung und Erbitterung der deutschen Be« völkeruug ins Ungemessene gewachsen. Und nur dadurch, dass voin Stadtamte die nöthigen Vorkehrungen im weitesten Maße getroffen wurden und die Polizei ihren Dienst vollkommen versah, ist weiter nichts geschehen. Allerdings wurde beim Bahnhöfe einer der wenige» tschechischen Studenteu durch eine« Steinwurf leicht verletzt. Allein am Bahnhofe stand keine Ambulanz zur Verfügung; das Verbandzeug wurde von einem Dentschen aus der Stadt eilends herbeigeholt, worauf ein deutscher Arzt den Verband anlegte. Ans Strashaudluugeu war man nach der blutigen Nacht — die Bevölkerung hatte die große Blutlache nächst dem Narodni dom ge-gesehen — allerdings gefasst; die SicherheitSbehörde hatte aber auch alles gethan, um womöglich Straf« Handlungen zu verhindern. Dass die Polizei „mit. demonstriert" hätte, ist eine infame Lüge, welche sich ans gar keinen Anhaltspunkt stütze» kann. l* Wortlaut der Interpellation. Den zurückgebliebenen Slovenen bedeutete der Amisvorstand Fürstbauer am Bahnhöfe, sie mögen ruhig abwarten, bis die Menge sich zerstreue. Diesem ironi schen Rathe selbstverständlich nicht svlgend, begaben sich die Slovenen über das Bahngeleise in die Cillier Um gebung. da sie sich nicht trauten, direkt nach Hause zu gehen. Als die Volksmenge vor dem Bahnhose ver-geben» ans die rückkehrenden Slovenen, in der Absicht, sie zn übersallen, wartete, theilte sich die blntgierige Horde in zwei Partien ; die eine ergoss sich in wildem Geschrei gegen das „Hotel Strauß", die andere johlend nnd die „Wacht am Rhein" singend, durch die Neu-gasse vor das Weber'sche .Hans bei der Kapuzinerbrücke. Da die Slovenen nicht erschienen, kehrte sich die Bande, darunter 13 Polizisten (5 Cillier nnd 8 Klagensurter), gegen die Wohnung deS Slovenen Zimniak im Weber'» scheu Hanse, lärmte nnd schmähte abscheulich, wars auch Unrath und Steine gegen desien Wohnung. Dies alles geschah ebensalls unter Assistenz der löblichen Polizei, welche, obschou in bedentender Anzahl, die Demon-stration nicht verhindern wollte. Abends des It). Anglist wnrde der in allen Tag» blättern seinerzeit beschriebene, srüher geplante und wohlvorbereitete Angriff aus das HanS des Dr. Josef Sernec, ans den Narodni dom, die Abtei nnd Kaplanei ausgeführt. Ganz militärmäßig, mit großen Steinen ausgerüstet, zog die große Horde, organisiert in Doppel-reihen und begleitet an der Seite nnd rückwärts von SicherheitSivachmäniiern durch die Grazerstraße, warf Steine gegen die Ausstellung des slooenischen Photo-graphischen Ateliers und bog in die Grabengasse gegen daS Hans des Dr. Sernec zu. Dir Bern' ü st n n g, die unter Assistenz der Polizei geschah, war stannenhaft; niemand wnrde arretiert, nie-mand beanzeigt! Die Passanten bewunderten tags darans die große Steinmasse zn beiden Fronten des arg zugerichteten Hauses. Dann zog die von der Po l izei beg leitete Rä n ber» bände am Narodni dom vorüber, warf Steine ans die große Spiegelscheibe daselbst nnd zerschlug sie — natürlich unter den Angen der Sicherheitswache — »nd hierauf zog sie durch die Herrengasse ans den Kirchplatz vor die Abtei und Kaplanei, welche mit Steinen be worfen nnd woran dir Fensterscheiben zerbrochen wurden. Dem energischen Eingreifen deS Herrn Milan Ho^evar, der vom Fenster ans die Ausschreitungen beobachtete und in scharfem Tone die anwesende Polizei zur Jnter-vention ermähnte, ist es gelungen, ärgere Verwüstungen hintanzul>altcn. Niemand wnrde arretiert, niemand be-anzeigt! Vorsichtsweise, nin nicht erkannt zn werden, ließ man früher die Lichter in der Umgebung der über fallenen Hänser auslöschen. Bon allen diesen strafbaren Vorfällen und Crcig. niffen. von welchen die Sicherheitswache selbst der beste nnd nächste Augenzeuge war, wnrde von dieser gar keine Strafanzeige gemacht; eS fanden sich die Beschä digten selbst, Dr. Joses Sernec, Dr. Ivan Dekko nnd der hochwürdige Herr Abt Ogradi, bemnssigt, die bos-basten Beschädigungen nnd Venvüstnngen anzuzeigen nnd die Vvrnntersnchnng hierüber zu veranlassen, obwohl die Ereignisse notorisch nnd auch der l. k. Staatsanwaltschaft in Cilli bekannt waren. Bemerkungen. Der Rath, abzuwarten, bis sich die Menge zer> streite, war für de» Moment der allerbeste. Dass die zurückgebliebenen, slooenischen faß angesichts des Umstandes, dafa ihr venchm» während der »»seligen Nacht bekannt geworden mn und nachdem die Bevölkerung all das Unheil gewa!» wurde, das sie durch die gewissenlose Herbeiurtim der Tschechen erdulden musste, ein sehr schlo Gewissen hatten, ist ganz begreiflich. Zuerst anfb aufwühlen und provocieren nnd dann — klagen! Z» uiak, vor dessen Wohnung allerdings eine bar "' Demonstration stattfand, zahlt zn den verbafstestcu * fönlichkeiten Cillis, da er als Renegat mit den »ir. Feinden der Stadt im Bunde ist; er ist ein der wegen feiner Gehässigkeit gegen alles, mas Wohl und Gedeih» im Ange bat, vom Gerichte unzählige Male abgeftra t wurde und vor dem ein slovenischer Parteiführer ausdrücklich gewarnt Der Augriff anf das Sernec'fche Haus, some die Kaplanei — anf den Narodni dom fand gar sei statt — war nicht geplant und niemandem ;i;iw kaum. Er ereignete sich spontan, ohne dass i!i« I Sicherheitswache verhindern konnte. Eine Stimme „Zum Sernec!" und die Menge zog dabin, !p«t ganisation „in Doppelreihen" war keine Zpnr. slovenisches photographisches Atelier ist ganz imlxfai Als sich in den Straßen der Stadt die riesig« angesammelt hatte, wnrde die gesammte Sicherwts» (8 Mann) aufgeboten, um Ansammlungen zu verhi Die Wachleute vertheilten sich in den Straßen, in! möglicherweise Demonstrationen zn besorgen Ivait« Theil begleitete den Zug, musste jedoch wegen von slovenischer Seite hervorgerufenen großen ch' bei der Grazer Maut einschreite». Inzwischen iwr I vordere Theil des Demonstrations^nges zumHause & Dr. Sernec gekommen, wo die Fenster ei»g«r wurden, bevor die sofort nachgeeiite Sicherheit! hindernd eiuschreiten konnte. Die „Verwistung Assistenz der Polizei" ist daher nichts als eine geburt der unverkennbaren Infamie der Eillier..Z vcncnführer". Die Scheibe im Narodni dom ist, gerichtliä?e Erhebungen ergebe» habe», nicht a« Abende eingeschlagen worden, sondern ist bei anderen, unpolitischen Anlasse gebrochen. Tie sein stration am Kirchplatze ist dem Umstände uiptsrfir dass Abt Ogradi wegen seiner sanatisch deulsch'^üd Haltung äußerst verhasst ist. Bon der hier geschil. Thätigkeit des Milan Ho<'evar ist bisher noch ntenta etwas bekannt gewesen. Ein paar Tage nach der ! stration erschien der slooenische Kaufmann Mari im Stadtamte und sagte in vertraulichem ^lüsic dem AmtSvorstande Fürstbauer, er sei beim einiverse» (bei 2er»«) zugegen gewesen und habe < Steinwerfer gekannt. Er frage, was er thnu solle, er wolle niemanden schädigen. Der Amtsoontan? widerte, Vaniö habe bereits gethan, was zn tl»o> indem er feine Wahrnehmung amtlich mitgetheilt Nun habe mau eine Spur der Thäter und er Amtsvorstand) werde diese Angabe jedenfalls der 2ti anwaltschast Cilli mittheilen; Vaniä könne die Aa entweder beim Stadtamte oder bei Gericht o Thatsächlich wurde dies alles in die vom 2t erstattete Anzeige aufgenommen; es ist also u» dass der Wille fehlte, die Thäter zur Verand zu ziehen. Von slovenischer Seite wurden üb Wortlaut der Interpellation. Äuch sür den l 1. August abends wurden Angriffe Wfc UeberfSlle neuerdings ans das Haus des Dr. Josef -Ml«, den Narodni dom, dann auf die Häuser deS ! t. Notars Detikek, des Dr. Ivan Deöko und des ltmitmichlenbefitzers Peter Majdic geplant, vorbereitet »»^nch angesagt. Die Betroffenen suchten bei der l. I. Bezirlsdauptmannschaft um Schutz und Beistellung in k. k. Gendarmerie an. Dies wurde nur für Dr. Km li'c'fo und Peter Majdii gewährt, da sich bereit Sehalifungen außerhalb des Stadtgebietes befinden, die übrigen aber in die Conipetenz der Stadt-mmide Cilli fallen. Dr. Joses Sernec uud Dr. Ivan Jestp hn Namen der Pofojilnica sahen sich infolgedesien «rmiiffigt, andere Schritte zu thu», von denen wir jwifT Erwähnung thun werden. Alle vorstehenden Thatumstände sind größten-ii il? nachzuweisen durch die bei den Strafgerichten m M abgeführten Strasprocesse, beziehungsweise die dü!tll>st befindlichen Strasacte. Wir wollen nns vorder-Wnö nur aui folgende Strasacte beziehen: Vr. VI <>75/99 (gegen Oskar Scligo nnd (ion-l'mcii ivvzen öffentlicher Gewaltthätigkeit), Vr^ VII 068/99 (gegen Franz Goftiniar wegen föiriKTrc Krperiicher Verletzung), Vr. VI1 782/99 «gegen Franz Liarlovsek wegen cri^ntlidwr Gewaltthätigkeit), U. 798^«9 (gegen den Sicherheitstvachmann Äarl Urch wcgcn UebMrettiug ex § 331 St. G.), U. 950/99 (gegen den Sicherheitsivachniann Johann Ümil wcgm Uebertretuug ex g§ 331, 496 St. G), U. 116/00 (gegen denselben Sicherheitswachmann «gcn Uebertretuug gegen die Sicherheit der Ehre), U. 959/99 (gegen Adalbert Koffär und Konsorten «z<» Uebmretung gegen die Sicherheit der Ehre), l'. 991/99 > gegen Frauciska Znoj wegen Wache-eidigung), und V. <87/99 (gegen Jgnaz Zalo^nik wegen Wache-«lcidignug). Äus dem Strasacte gegen Oskar Zeligo und Karl — Vr. VII 675/99 — und insbesondere aus fr* dasclbn angeführten Zeugenaussagen, insoserne die-säbcn da» Borgehen der Cillier Sicherheitswache be-tv.fnt, geht Nachstehendes hervor: ?>c Zeugen Peter Kostii, Milan Hoöevar, Joses ^rcll, Dr. Ivan Deiko, Dr. Hinko ßuklje, Barthlmä fcxlah haben unter Eid bestätigt, dass das Gerücht tn für den Abend des 10. August beabsichtigten Ans-itmnmgen und Angriffe auf den Narodni dom, das Mt dt» Dr. Jvfef Sernec, die Abtei uud die Kaplanei schsn gleich am Nachmittage in der Stadt sich ver-hvitctc, und somit allbekannt war, dass für den Abend pc UebcriiiUe geplant seien. Der hochwürdige Herr Franz Ogradi sagte unter kd aus, dass er, nachdem ihm die Meldung gekommen rar, es werde am Abende die Abtei gestürmt werden, 5 Uhr nachmittags dm Uirchcndiener Franz Aplenc sosort zum Ztadtamte Cilli geschickt hat, mit dem Er-f» kommen hätte. Dr. Sernec Hai« die Zeugin sofort mit einer Eingabe zum Cillier Magistrate geschickt; Zeugin habe diese Eingabe dem beim Stadtamte anniesenden Stadtwachtnieister Mahr i» Gegenwart zweier anderer Polizisten übergeben und, nachdem der Wachtmeister die Eingabe zweimal durchgelesen, zur Antwort er-haten: „ES ist schon gut!" Herr Dr. Josef Sernec selbst hat unter Eid im allgemeinen von den Demonstrationen und Excessen, welche beim Empsange »nd bei der Abfahrt der Tschechen, bei der Rückkehr von der Burgruine uud während des Concertes, sowie bei der Nacht stattfanden, wobei sich die Sicherheitsivache uud der Amtsvorstand Fürstbaiier, sowie die beiden Bürgermeister Stiger uud Rakusch ganz gleichgiltig und passiv verhielten, erzählt. Markant »nd merkwürdig ist der Rath, welchen der Amtsvorstaud Fürstbauer den die Tschechen begleitenden Slovc^en und insbesondere dem Zeuge« selbst am Bahnhose gleich nach der Abfahrt der Tschechen gegeben hat, nämlich dass dieselben solange am Bah»-Hofe warten möchten, bis sich die erregte Volksmenge vor dem Bahnhöfe von selbst zerstreue. Eigenthümlich ist auch die Auttvort, welche Zeuge in der Rächt vom 9. ans den 10. August, als er-um 4 Uhr morgens mit seiner Familie und anderen Slo-venen, darunter vielen Damen, den Rarodni dom ver-lassen nnd sich nachHanse begeben wollte, voit den am JosesSplatze stehenden Wachmännern, welche er um be-gleitenden Schutz ersuchte, erhielt, dass nämlich sie -die Wachmänner — erst darnm den Amtsvorstand Fürstbauer, welcher aber nicht anwesend sei, fragen müssten, ob sie begleiten dürfen. Der Zenge habe a»ch gesehen, wie ein Tscheche ani Bahnhose durch einen Steinwnrf am Ltopfe schnür verletzt und hieraus am Bahnhöfe selbst bei der merk-würdigerweise dort ausgestellten Ambulanz verbunden wurde. VemerKuUgcit. Diese Wichtigern« da- Hauptheyers Dr. welsch» war nur aus Fructificicntng für spater angelegt: fn» Mensch dachte daran, das Haus eines Manne« ;i stürme», der persönlich schon öfter gezüchtigt ist »ud jeden Tag neuerlich gezüchtigt werden fihrati Detschko ließ seine Behausung von mit Sensen jrnt Dreschflegeln Bewaffneten und durch reiche AiKchoi' z»f»hr „ermuchigtcn" Bauern barschen bewachen, jicja Landsturm, bei seiner gänzlichen Zwecklosigkcit cw lächerliche Comödie, erregte allgemeine Heiterkeit. We«n Wachtmeister Mahr, wie es ja richz ijhj sagte: „Es ist schon gut," so brachte er damit ctati znm Ausdrucke, dass er dem Ansuchen des Dr. S««^ bereitwilligst Rechnung tragen wolle. Er tlm d« dadurch, d,rss er sofort die ganze dienstfreie, |!w müdete Wachmannschaft einberies nnd die nöthigen « ordnnngen tras. Es war aber, wie sich später twau*-stellte, zu spät, um de» elementaren Ansbruch BolksunwillenS gau- hintanjnhalten. Bezüglich dieser nach slovenische» ZeitlMgsberi^i.n wiedergegebenen Zeugenaussage d»s Dr. Sern« » sestzustellen, dass Dr. Sernec, wenn er alles -.'laifr folgende wirklich unter Eid ausgesagt und bestätigt ^ enlimder bewusSt die Unwahrheit ausgesagt oder s bei der Eiuvernahnie in unznrechnungsiahigem Znstal» beftttlden hat. Dass Dr. Sernec, als eigentlicher Urheber der gewissenlosen Tschechen-Demonstration, sichtS der nur von ihm verschuldeten Situation . böses (Gewissen hatte uud daher im Banne ängstlicher Aufregung stand, ist ganz begreiflich. Durch eine Unzahl von Zeugen, durch die Csnc welche die Militärassistenz commandierte», sowie du den Bezirkshauptmann wird bestätigt, dass die Bürgermeister uud der Amtsvorstand Tag und R ans den Beine» waren nnd alles nur denkbar äRwiids anfgebotcn haben, um Ausschreitungen hinauzuhal' was bei der begreiflichen furchtbaren Erregung K« kleine Aufgabe war. Nur diesem besonnenen Einschrci ist es zu danken, dass ernste Excesse vermieden ivnrOat und es deutscherseits nur zu wahre» Bagatellen go> kommen ist. Dieser Rath war, wie schon erwähnt, für Moment der beste und hätte von Dr. Gern« des werde» müssen, wen» ihm nur ettvas an der ruhignng der in erster Linie von ihn» aufgereizten müther gelegen gewesen >väre. Der größte Theil der Sicherheitswache halte Dienst in der Umgebnug des Rarodni dom zu sehen. Es ist selbstverständlich, dass sich kein 3)1 ohne Erlaubnis des amtierenden Beamten eiitsn« dnrste; ebenso selbstverständlich ist eS, dass der! welcher an mehrere» Stellen zu thnn hatte, nicht in; beim Narodni dom sich aushalte» konnte. Das oben gewürdigte Märchen von der „ur stellten" Ambulanz stellt die Eidsähigkeit des ?r. 3cm in daS richtige Licht. Wortlaut drr Interpellation. Was den Uebersall und die Devastation an seinem pause anbelangt, besprach Zenqe unter Eid ganz genau lillc begleitenden Umstände nnd gab noch an, wie der Mlich lange Zng. ganz militärisch organisiert, durch f «er Grabengasse an sein Haus herannahte — nnter «ldem Johlen nnd Geschrei — wie die Horde sich bei der Ankunft ans ein Cvmmando in zwei Hälften ver-theilte und beide Fronten des Hauses besetzte, dass er ntftnr den mitmarschierenden Polizisten auch den Stadt-mchtmeister Mahr nnd zwei andere Cillier Wachmänner [•trerfte, nnd dass diese Polizisten nichts zur Abwehr L fluten, niemand arretierten, ja nicht einmal einen ein-> föni der Schuld tragenden namhaft machten oder be-«zeigten. Obwohl der Zenge gegen Abend die AutMlia Srrj\\- mit einer Eingabe zum Magistrate schickte, ob-Mhl dick- Eingabe vom Stadtwachtmeister in Enipfaug xiioimuc» >lnd zweimal dnrchgelesen wnrde, trotzdem fei derselbe mit »cxi, andere» Polizisten Augenzeuge der Ztsastatieu gewesen nnd habe derselben passiv znge-idiaui, ja noch mehr, die Horde selbst angeführt nnd sie hierauf an dem Narodni dom, woselbst wieder eine grcüc Spiegelscheibe im Werte von über 70 fl. lingcschlagen wurde, gemächlich weiter dnrch die ^rrmgasse aus den Mirchpintz geleitet, wo auch die iaMnei mit Steinen beworfen nnd die Fensterscheiben !»rrsclbst zertrümmert wurden. Der Zeuge bestätigte auch, das? snr den Abend Ik* 11. August gleichfalls Uebersälle ans sei» Hans, Jen Narodni dom, das Hans des Dr. Deöko, k. k. jiotvr» Detiöek nnd Dragotii» Hribar geplant nnd wi bereitet, sowie schon vorher angesagt wurden. Bei tx Gelegenheit bat Dr. Deöko um die Gewährung I »öthigei» Schlitzes bei der k. k. Be.zirkshanptmann-fckch, welche dettselbc» nur snr Dr. Deiko und Dra-Pün Hribar gewähren konnte nnd gewährt hat, da Nttzanfuugen des Dr. Sernec und Notars Detiöek b der Ltadtgcmciiide liegen und somit in die Compe-le»^ deo Stadtamtes fallen. Der k. k. Bezirkshanpt-v.'üu hat sich jedoch beim Bürgermeister verwenden •jflen, welche« Anbot Dr. Sernec nnd Dr. Deöko mit XMcht darauf, dass dem Dr. Seriiee fchoil am Bor-! i&'iito der Schutz, um welchen er angesucht, nicht ge «ohn wurde, ablehnten. Die beiden haben sich daher m telegraphischen Wege bircct an die f. k. Statt klirrn um die GewLhrnng des Schutzes durch die l. l. Gendarmerie gewendet nnd hat dieselbe auch dem jlichichen gemäß verfügt. Infolge energischen Einschreitens der k. k. Statthalterei traf der Bürgermeister sofort noch Kdiwiig die nothwendigen Maßregeln, insbesondere Ikn it cmeit Anfriis placatieren, dessen Exemplar auch Sci Zeuge in die Hand bekam, demzufolge für diesen Abnii» jetwebe Demonstration, die Excesse nnd Ans-! sihrnuiiigtii vollkommen unterblieben, die Bauden sich lg« versammeln, herumzuziehen und zu patrouillieren «iki'ixni nnd vollkommene Nnhe nnd Ordnung eintrat. KemerkeiiSlvert ist a»ich jener Moment, wo sich der l. 1. ^ezirkshanptmann selbst beim Bürgermeister nnd SlMamte uin die Gewährung des Schutzes für Dr. - nicc mid Notar Detiöek bewarb, jedoch voin Vice-1 WirofTwcister Rakusch die Antwort erhielt: „Die Herren tot. Sernec und Dr. Deöko mögen selbst nm den Tchutz beim Stadtamte nnd dem Bürgermeister ein« welchen Antrag natürlich der Zeuge ablehnte. Die meisten von Dr. Sernec angeführten Thatiim-st.iubc wurden auch vom Zeugen Guido Sernec bestätigt. 1 VrmerKnngen. Diese phantastische Darstellung des Dr. Sernec ist schon oben richtiggestellt nnd gewürdigt worden. AAe diese erdachten und entstellenden Behauptungen sind bereits oben richtiggestellt worden. An die blödsinnige Behauptung, dass der Wacht-meister „die Horde selbst augeführt" habe, glaubt der ..Zeuge" wohl selbst nicht nnd hoffentlich auch nicht der Interpellant R. v. Berts, was hiemit zur Ehre des letztere« angeführt sei. Der Ausdruck „bestätigte" ist ein journalistisches Kunststück: denn wie könnte jemand unter Eid etwas bestätigen, wofür er nicht den geringsten Anhalts-punkt haben kann nnd wofür er »nd alle Parteigenossen thatsächlich keinen Anhaltspnnkt anführen konnten. Eine solche „Bestätig»ng" konnte mir dem geängstigten bösen Gewissen des Dr. Sernec entspriingeit sein. Dr. Sernec hat beim Bürgermeister überhaupt keinen Schutz verlangt, sonder« ihn nur »verdächtigt, dass er ihm überhaupt keinen gewähren wolle, woranf die Antwort erfolgte: „Warum denn nicht? Wie kann er das sagen!" Die Gendarmerie wurde keineswegs im Auftrage oder über Intervention der Statthalter« herangezogen, sondern ans Initiative des Bürgermeisters. Trotz der zahlreichen Telegramme, womit die Statthalterei von den slvvenischen Hetzern überschüttet wurde, hat die Statthalterei überhaupt uicht eingegriffen. Es ivilrden Gendarmerieposten bei den Häuser« Sernec und Basch »nd der Abtei ausgestellt; eine Bc^ wachung des Detitschek'schen Hauses wäre geradezu widersinnig gewesen. Der Aufruf wnrde gleichfalls vom Bürgermeister selbständig erlassen, und zwar wegen der Ereignisse des Vorabendes. Es wnrde eben alles ausgeboten, nm Ruhe zn stifte». Dass der Aufruf gut aufgenommen wnrde iind thatsächlich keine weitere» Ausschreitungen er-folgten, ist doch ein für alle Theile hocherfreulicher Umstand. Diese Darstellung ist, wie oben erwähnt, voll-kommen unwahr, obwohl sie den einzig richtigen Weg bezeichnet, den die Herren Sernec unb De^ko hätten einschlagen sollen. Wortlaut der Interpellation. Der Zeuge Milan Hoöevar deponierte unter Eid, dass er am Kirchplatze, wo er seine Wohnung hat. vom Fenster aus die wilde Horde von der Herrengasse aus den Kirchplatz uuter Begleitung mehrerer Polizisten herannahen sah, dass dieselbe die Abtei nnd Kaplanci mit Steinen beivarf, dass die Polizisten nur zuschauten und sich nicht rührten, unterließen, die Excedenten zn arretieren oder sonst die Verwüstungen zn verhindern, dass er infolge dessen vom Fenster herab dem anwesen-den Stadtwachtmeister Mahr, dem Wachsiihrcr Ziutauer uud andere» Polizisten im energischen Tone die Er-Mahnung zurief, sie mögen doch einschreiten und den Verwüstungen ein Ende machen, dass eS nur diesem seinem energischen Auftreten zu verdanken sei, dass die Horde von weiteren Excessen abließ. Niemand sei dabei arretiert, keine Anzeige hier-über erstattet worden. Der Wachtmeister Mahr, als Zeuge einvernommen, bestätigte selbst, dass er aus die von der Zeugin Krajec überbrachte Anzeige vom bevorstehenden Ueberfalle des Dr. Sernec nicht reagierte, da die Amtsstuude bereits aus war nnd er sonst keine Wachleute zur Ver-süguug hatte. Eine Menge anderer Zeugen, in diesem Processe unter Eid verhört, bespricht im allgemeinen die Excesse uud das gesetzwidrige Verhalten der Polizei bei den« selben, und wir glauben, ins Einzelne dieser Aussagen nicht eingehen zn müssen, da die Strafacte ohnedies der hohen Regierung znr Verfügung stehen. Aus den Processen gegen Ivan Bovha. Vr. VII 669/99 «nd gegen Franz Gostiuöar Vr. VII 668/99, ist im allgemeinen zu entnehmen, dass während der Nacht vom 9. auf den 10. August in de» meisten Gassen und au allen Ausgängen der Stadt Lichter ans-gelöscht wurden, dass Banden durch die Stadt patrouillierten, dass insbesondere bei der Laibacher Maut, sowie iu der Schulgasse Gruppe» vou Individuen in vollkommener Dunkelheit lauerten, dass diese Gruppe» Vorposten und Vedetteu aufgestellt hielten — wir beziehen unS hiebei Insbesondere ans die Zeugen aussage des Professors Kosi — und dass Polizei in den Gasien herum nirgends zu sehen war, dass dieselbe erst nach geschehenem Uebersalle der Slovenen herbeikam und die zu Boden gestreckten Slovenen arretierte. Wir beziehen uns ans die Zeugenaussage des OroSlav Kuicc, welcher bestätigte, dass er, mit einem Revolver bewaffnet, dem überfallen?« Bovha zn Hilfe gehe« wollte, dass er jedoch von einem Wachmamie zurückgehalten wurde, uud dass er nicht weit von dem Vorfalle — etwa 30 Schritte entfernt — einen Polizisten bemerkte, welcher der Prügelei zuschaute und sich um dieselbe weiter nicht bekümmerte. Der Zeuge Redacteur Beg bestätigte, dass er aus voller Kehle um die Polizei rief, dass aber niemand erschienen sei, obwohl, wie Zenge UnSec sagte, in einer Entfernung von «ngefähr 30 Schritten ein Polizist der Prügelei zuschaute. Es wäre zu weitläufig, ein Excerpt der einzelnen Zeugenaussagen hinsichtlich jener Prozesse vorzubringen, welche die Pflichwergessenheit, das gesetzwidrige Handeln und Unterlassen der Sicherheitsorgane, des Stadtamtes und der Bürgermeister ins grelle Licht stellen, und wir könueu nicht «»«hin, uns auf die einleitende Be-schreibung der Excesse zu beschränken und hiebei znm Nachweise derselben, neben bereits angeführten Beweisen, blos auf die betreffenden Strafprozesse zu verweisen. Bemerkungen. Dass die Menge von der Sicherheitswache, die ü alle Mühe gab, zu" beruhigen, begleitet wurde, ist I» natürlich. Das geschieht überall und immer. Schkeßi wurde denn auch die exeedierende Menge von der Pol> zerstreut, ohne dass dies irgend einer Intervention Ü Herr« Milan Hoeevar zuzuschreiben gewesen oft Dass die Anzeige ordnungsgemäß erstattet wurde, ton keines nochmaligen Hinweises. Die Aussage Mahrs ist, wie aus der obigenJ« stellnng hervorgeht, entstellt wiedergegeben. Die Aussage des Profeffors Kvssl war wie ein vornan, der gar keine relevante Thatsache enthielt i nnr Heiterkeit erregte. Die Polizei war bei jede», sammenstoße sofort zur Stelle, da sie zweckmäßig'! der Stadt nnd an den unruhigsten Punkten war. Zu Boden gestreckt wurde kein Slovene, fa nur ein Deutscher, u. zw. durch einen Revolv den ein Slovene abgefeuert hatte. Eine großeM bezeichnete den Thatort nnd versetzte die Cillis in fieberhaste Erregung. Die von diesem Fanatiker ausgestellten 3^ tuugen wurden auch d«rch slowenische Zengewmi widerlegt. Dass ein mit einem Revolver bewnij exaltierter Mensch in einer kritischen 3 ituattoH einem Wachmanne angehallen wird, ist selbstverM Der Redacteur des durch seine offenkuildigeu! uud infamen Verdächtigungen allgemein bekannte» venischeu Hetzblattes kann in einem politische» nicht als unbefangener Zeuge angesehen werde». Das Wort „Pflichwergessenheit" bezeichne«^ Tendenz der langjährigen slooenischen Heye in uud insbesondere die Tendenz des tschechischen.£v m Diese Tendenz lautet: Verstaatlichung der Polizei i Einschränkung der Gemcindeautouomic. Dic > Sernec und Deöko haben, wegen des Ponvirrj.? Pflichtvergessenheit von der Cillier Polizei $ belangt, diese» Vorwurs selbst i» aller Form genommen und haben insbesondere erklärt, sie ! fl Wortlaut der Interpellation. Im Nachstehenden werden wir daher, ohne ans bic in ¥it einteilten Strafprozessen angeführten Beweise ein-Wehen, nur dasjenige noch betonen, was im allgemeinen bezüglich des Verhaltens der Polizei hervorgeht. Der Procefs Vr. 782/99 gegen Franz Karlovsck .wegen öffentlicher Gewaltthätigkeit stellt in grelles Licht las gesetzwidrige Borgehen des Wachmannes K u n st, und insbesondere die Nnglanbwiirdigkeit seiner Aussage, welche er unter seinem Diensteide gethan hat. Der hieraus »gezeigte und angeklagte KarlovSek musste von der An-klage freigesprochen werden und stellte sich infolge dessen die Beanzeiguug des Wachmannes Kunst als ganz nnd zar unglaubwürdig heraus. Der eben genannte Wachmann benahm sich gegen da« Fräulein Aimnjak, Tochter einer in Cilli allgemein geachteten Familie, derart gesetzwidrig, dass er infolge der hieraus gegen ihn erfolgten Straf-anzeige wegen Uebertretnng gegen die Sicherheit der vShre — §§ -19t; und 331 St.-G. — zur Arreststrafe in der Dauer von drei Tagen verurthcilt wurde; er Hai das Fräulein von rückwärts mit der Faust ge-Wen uud überdies noch beschimpft. Beweis dessen der Strafact G. Z. U. 950/99 beim k. k. Bezirksgerichte Cilli. Der nämliche Wachmann wnrde laut des eben-dortgerichtlichen Strafactes 17.116/00 wegen einer Ohr-?%, die er dem Josef Plevöak versetzt hatte, zn einer Strafe verurtheilt. Laut des Strafactes 17. 798/99 wurde der Wachmann Urdi wegen Uebertretnng ex § 331 St.-G. zu einer Strafe verurtheilt, weil er die Franeisca Zakotnik beschimpft und mit der Hand gestoßen hatte; dem gegen-tlxr wurde die Francisco Znoj, welche der Wachmann wiKti Wackebeleidignng angezeigt hatte, lant des Straf-nctf* U. 991/99 von der Anklage freigesprochen. Aui gleiche Weise musste Jgnaz Zaloxnik, welcher mm Wachtmeister Mahr uud dem Wachführer Zintaner «ge» Wachebcleidiguug beanzeigt wurde, lant des Straf-aclcs U. 787/1*9 von der Anklage sreigesprochen werden. diesem Acte geht insbesondere der bemerkenswerte $aQ hervor, in ivclchem die Wachleute einen gewissen Zwetko, der von den Slovenen anf frifcher That wegen Steinewerfens ans die im Hofe des Narodni dvm beim Concerte anwesenden Leute ertappt und den Mannten Wachleuten übergebe», jedoch von denselben sofort »nd iu Gegenwart der Uebergeber selbst uud trotz Ut energischen Proteste« derselben wieder freigelassen ®«rk. Aus dem Strasacte 17. 959/99 gegen Adalbert fiotiär und Consorten resultiert insbesondere, dass circa l!> Polizisten, darunter b Cillier nnd 8 Klagenfnrter, vZhrend der Demonstrationen vor der Wohnung der Familie Zimniak bei welcher die H o r d e sogar Unrath >»d -leine ans die Fenster der Wohnung warf, ruhig juidhiiitcu, höhnisch lächelten uud sogar dem Fräu-lau fcnmia! auftrugen, die Fenster zuzumachen und sich i« da» Innere der Gemächer zn verstecken; uud zwei WoÄKmtira, ivelche unweit davon standen, bestätigen in diesem Prozesse unter Eid, dass mehrere Polizisten bei dieser Demonstration zugegen waren, dass dieselben aber ■iebt den geringsten Versuch unternahmen, Ordnung zn mache», dass an den Fenstern niemand provocierte, weder durch Won noch durch That, und sich die Gendarmen mmidertnt, da'? die Polizei mit keinem Worte gegen d-c Demvnsnaulen Stellung nahm. iikil sich Herr Ämniak Johann wegen dieser eigenthümlichen Vorfälle in der Oeffeutlichkeit ausdrückte, dass die Demonstration vor seiner Wohnung „unter Assistenz der Polizei" geschah, wurde er von der Cillier Vemerlnmgen. nicht behaupte», dass die Polizei die Excesse nicht ver« hindern wollte. Richter war der bekannte Gerichtssecretär Er-h a r t i c. Die Gesetzwidrigkeit des Wachmannes bestand lediglich darin, dass er die Rosa Zimuiak, welche dnrch ihr oben geschildertes Benehmen am Balköne des Narodni dom den Mangel jeder gesellschaftlichen Bildung an de» Tag gelegt halte, statt sie ob ihrer Widersetz-lichkeit nnd ihres frechen Benehmens im Namen des Gesetzes zn verlosten, dnrch einen sanften Stos; in den Narodni dom schob. Die „allgemeine Achtung", welche die Familie Zimuiak genießt, ist oben gewürdigt worden. Richter war der bekannte Gerichtssecretär E r harti >'. Urch wurde vom Verüjuiigsgcrichtc frei- gesprochen, da jeder strafbare Thatbestand fehlte »nd er ganz eorrect vorgegangen war. Richter war der bekannte Gerichtssecretär Er harti«. Zivelko wurde nicht „ans frisch« That er tappt", hat keineswegs einen Stein geworfen nnd wurde deshalb auch nie angezeigt. Richter war der bekannte Gerichtssecretär Er-h a r t i c. Die unschuldige Demonstration, welche sich ans harmlose Verbalinjurien beschränkte, wurde durch das sreche uud provokatorische Benehmen der Töchter Zimuiak« liervorgernfeu. Die Mädchen wurden vo» der Polizei aufgefordert, sich vom Fenster zurückzuziehen, um die Ursache der Demonstration zn beseitigen. Zimniak selbst wnrde wegen Beleidigung der Polizei zu einer Geldstrafe von 60 Kronen verurtheilt. Die Niedrigkeit des Strafausmaßes erregte bei der ungewöhnlichen Zahl der Borstrafen (Geldstrafen über 1000 Kronen) allgemeines Aussehen. Zimniak heißt wegen seiner vielen unfreiwilligen Beiträge znm Armen-sonde iu Cilli allgemein „Armeuvatcr". 10 Wortlaut der Interpellation. SicherheitSivache angezeigt und wegen Wachebeleidignug angeklagt; er wurde jedoch vo» der Anklage srcige-sproclM. weil der Wahrheit-kbeweis darüber als er-bracht angesehen wurde, nnd sind gerade in diesem Prozesse am interessanteste« die Aussage« zweier Gen-darmeu. wclci>e absichtlich in der Nähe der Demo«-strante« wartete«, weil sie glaubten, dass die anwesende Polizei doch endlich einschreiten nnd int Falle eines Widerstandes Assistenz von der Gendarmerie ansprechen werde. Ans dem erstgenannten Strafacte Vr. VII 675/99 geht, noch hervor «nd i«sbcsv«dere aus de« Zengen-aussage« des Ludwig uud der Mirri« LajuSie T. B. 133 uud 134, der Barbara Kompan T. B. 125 nnd Johann Kompan T. B. 17, des Jgnaz HorvatB. 65, das eigenthümliche gesetzwidrige Vorgehen «nd Be-nehmen des OberwachmameS Zintaner nnd anderer Polizisten; die erwähnten Zeugen deponieren, der Polizist Widmajer sei am 10. August spät abends in der Nähe des Iakewitsch'schen Hauses gestanden, während circa 50 Schritte davon der Oberwachmau» Zintaner und der Wachmann Golob in der Nähe des Stadtamtes sich befanden: zu gleicher Zeit wurde vor die Fenster der Kanzlei des Dr. Ivan Deöko eiue Leiter beigesetzt uud die Firmatafel desselben von der Mauer hcrabgenommen nnd zu Boden geschleudert. Unglücklicherweise fiel der Beschädige? Oscar Scheligo, welcher dieser strafbaren Handlung schuldig erkannt und bestraft wurde, von der Leiter zu Boden und erlitt hiebei Verletzungen. Die Polizisten käme« auf das Geschrei des Scheligo biuzu uud trugen de« Verwundete» in das uächststeheiide Gast-bauS „zum Engel", wohin sich anch der Oberwachmann Zintaner begab nnd ivo der Scheligo von den Aerzten verbunden wnrde. während ein anderer Mann hinkend z« gleicher Zeit ins Gasthans kam. Ueber diesen Vor-fall wnrde von der Polizei, welche eigentlich der strafbaren Handlung Vorschub leistete, keine Au-zeige erstattet; niemand wurde arretiert. Schließlich müsse» wir noch anf den Artikel ..Nach den Blntscenen. Cilli, 10. August :e." des „Grazer Tagblattes" vom 10. Angnst 1809. Nr. 220 ansmerk fam machen, ans welchem hervorgeht, dass der Amts-vorstand Fürstbaner der demonstrierende« Pöbelhorde, welche den Narodni dom zn stürmen drohte, statt die-selben auseinanderjage« zu lasse«, wozu ihm nicht nur hinreichende Polizei, sondern auch Gendarmerie uud Militär zu Gebote stand, mit der energische« Ver-sichemng zu beruhige» trachtete, „dass die Tschechen über seine Anordnung vom Militär a«f den Bahnhof geführt werden uud mit dem nächsten Zuge abfahren müssen", dass hieraus im Gasthause „zum Eugel" au die dort versanimelte Bande der Bürgermeister Raknsch eine Ansprach hielt und sein Wort gab, dass die Slaven im Siuue der Forderungen der Deutsche« e»t-fernt werde«, dass gleich darauf die beide« Bürgermeister Stifter ««d Nakusch n«d der AmtSvorstmid Fürstbaner i« de« Narodni dom sich begaben, «m die Tschechen a«fz»sorderu. mit dem Eilzuge «m 4 Uhr sriih «ach Laibach zurückzukehren, dass anf die Weigerung der Tschechen Fürstbaner erklärte, dass sie sonst ge-waltsam entt'ernt werden müssten. Sie erklärten anch iu Gegenwart des Herrn k. k. BezirkshauptmmmeS, sür ei« sicheres Geleite zu garantiere« im Falle der sofortige» Abfahrt, im Falle der Weigerung jedoch dasselbe nicht gewähre« zu könne«. Vemerkungen. Ei« harmloser Studenwnnlk, wegen dessen.Herr Scheligo sechs Wochen i« Untersuchunglaii sasl i» 'li sechswöcheutlichem Arreste vernrtheii» wurde. Ä angerichtete Schaden betrug n»tr 8 fl. Der Üorial witrde vo>» der Sicherheitsivacl»e eingehend erhoben und vom Stadtamlc der. Staatsanwaltschaft angezeigt; di< Behauptung der Interpellation ist sonach erlogen. Als nach den blutigen Vorfälle« Bür.lermeiftr Stiger mit dein Amtsvvrstaude Fürstbaner in Begleit»! des Bezirkshauptniauues Graien AttemS sich in Narodni dom begab und mit Nücksicht auf die öffn» liche Ruhe «nd Sicherheit die Abreise der Geiste m fügte, benäh mm sich insbesondere Dr. Deöko und Dr. Sernec, die eigentlichen Urheber der wohlüberdaö?lc» Provocation, den behördlichen Organen gegenüber un-gemein frech, so zwar, dass sie von ihren eurn Parteigenossen gewarnt und zur:>tuhc gemahn: n>ilrd«u Dr. Seniec rief, er könne Feste nach Belieben abha und werde dies in nächster Zeit wieder thun. W Deöko schrie: „Die Stadt Cilli muss gcbäudigt werde«!' nnd kündigte an, man werde ans den Fenster» dit Narodni dom mit Revolvern ans die Cillier schiejm Hierauf machte Amtsvorstand Fürstbaner der durch das Blntvergiesteil furchtbar erbitterten I^enge, u» zu beruhigen, die Mittheilung, dass die Tscheche» ntaj behördliche Anordnung Cilli mit dem uiii ~ Zuge verlassen werden. Die Mittheilungen Uj verschiedeile« Blätter und vor allem die hier auSqcnitp» Notiz des Grazer Tagblattes waren leider im höchia» Grade übertrieben nnd kenne»» daher leiiieswegS z» irgend einer Beweisführung angezogen werden, i'io bürgermeister Rakilsch hat seine Pflicht ebenso gcviskci haft «nd besonnen erfüllt, wie Bürgermeister -riq und AmtSvorstand Fürstbalicr. Während die letztgc»»annten mit dem Herr» Bezirkshauptmaune deu Narodni dom giengen. «m einen m^lichst qcm ' losen Abzug der Fremde,» anzilvrduen, suchte Sie. 11 Aortlaut der Interpellation. ; £ic TschecheII ließen sich nicht cin ans W solche Anssordernng und ein solches Versprechen, l« sie uidrt einmal bei Tag geschützt wurden, daher iWvnnger ans einen Schutz bei Nacht hoffe» durften. Endlich berufen wir nnS ans eine» ErlasS des tamteo Cilli an die Sichert',eitsivache, pnbliciert m Artikel „Zum Schutze der städtischen Polizei" in kr «Datschen Wacht" vom 3. December 1895», Nr. 97, «rni e'i iicr Polizei, weil einige Wacl,lm!e tr-ci\c« jifijitin'lli ii Vorgehens von den Slovenen beawzeigt Tp auch bestraft irnrden, streng ein^eschärit wird, Hieidig einzuschreiten und unnachsichtlich ohne Rücksicht auf die Person der Betreffmdeil mit der Arretierung Wie gesagt, sind alle jene Thatumstiinde, welche gesetzwidrige Vorgehen der Cillier Polizei, des Kvwrnaudci' Fürstbaner, der beiden Bürgermeister ?!!>'» und Raknsch, sowie des Stadtamtes in Cilli i-Wmpt scharf charakterisieren, hier nicht Wiedergegeben iwr>.N!, weit dies wohl zn weitläufig wäre; uud wir |jfcrol"<", dass die vorliegenden Thatumstände vollkommen fBägei«, in» unsere Interpellation zu begründen und ja rechtfertigen. Demi wenn je in einem geordneten Staatswesen tu* Princip der öffentlichen Ruhe nnd Ordnung ge-»in im-rdeu, ist dies in eclatauter Weise in unserem Staute am 9. «ud 10. August v. I. anlässlich des iZfchechmbcfucheS in Cilli geschehen. Eine Monome Behörde, das Cillier Stadtamt, Mkiches die Rechte und Pflichten der öffentlichen Staats-klärte aus sich genommen hatte, verletzte das Staats-»vildgesetz vom 21. December 1867, R. G. BI. St. 142, insbesondere Artikel 5, ti, 8, 9, betreffend dir persönliche Sicherheit, Freiheit, das Eigen-:hvm nnd das Hansrecht, verletzte im übertragenen Wirkungskreise das Oberanssichtsrecht über die Polizei, velchcs es im Nanien der Staatsbehörde ausübt. Die ganze Schuld bezüglich der Excesse »nd {Überfälle auf die Slovenen und Tschechen, sowie l« Änvüstimg des Privateigenthums am 9. »nd t). August o. I. in Cilli, weil dieselben von längerer Md vorbereitet und organisiert waren, wozu i n S b e-»«dkre die beiden Bürgermeister Stiger !ied Raknsch, einige Stadtvätcr und der Bemerkungen. bürgermeister R a t u s ch mit entsprechenden Worten die diirch die slavischeil Mordattentate siirchtbar erbitterte '11,'enge ',u beruhige». Seine Worte, sowie jene Fürst-taiters hatten die erfreuliche Wirkung, dass sich die Menge zur Ruhe begab und sich während der folgenden Nachtstunden keine weiteren Ruhestörungen ereigneten. Wäre statt dieser erfolgreichen uud zweckimißigen ilfc-ruhignngstaktik damals ohne weiteres Gendarmerie aufgeboten worden, fo hätte es unfehlbar eine Menge Todte nnd Verwundete gegeben. Cilli wäre ein zweites GrafSlitz gewesen! Die Tschechen waren vom Anfange bis znm Ende die Verführten. Man hatte ihnen vorgemacht, dass sie in Cilli eine gastfreundliche Aufnahme finden nnd frohe, sorglose Stunden verbringen werden. In VeldeS hatte ihnen Dr. Ferjanöiö sogar weisgemacht, dass die Deutschen in Cilli nur Fremdlinge seien. Sie hatten vielleicht gar nicht vermuthet, wie sehr sie in Cilli dnrch ihr Erscheinen, womit sie von Sernec nnd Deöko als Provocationsobjecte missbraucht wurden, Unruhe stiften. Durch den Empfang warm sie bitter ent-täuscht und die Cnltnrstufe ihrer revolversüchtigen Gast, geber hatte sie offenbar abgeschreckt, so dass sie sich bereit erklärten, mit. dem nächsten Zuge Cilli zu verlassen. Sernec und Deöko aber, welche schon damit einverstanden warm, hielten sie nachträglich von der bereit» vorbereiteten 'Abreise ab nnd vereitelten so die Durchführung der behördlichen Anordnung. Dieser Ertass war infolge der eonseqnenten Nicht« beachtniig nnd Verhöhnung der Sicherheitsbehörde noth-wendig, was ja schon aus dem ganzen Inhalte der Interpellation hervorgeht. Die Polizei hatte sich gerade gegen die slovenifchen Hetzer als zn nachsichtig erwiesen nnd hätte eigentlich in erster Linie den Dr. Sernec nnd seine Helfershelfer verhaften müssen. " Solche „Thatnmstände" können überhaupt nicht wiedergegeben werden, weil über die genannten Organe überhaupt nichts Gesetzwidriges »nd Nachtheiliges gesagt werden kamt. Jeder denkende Mensch mnss die Grundlosigkeit der in diesem Absätze zusammengetragenen, niederträch< tigen Beschuldigungen erkennen. Insbesondere muss man aber doch schon stark politisch und geistig herab-gekommen sein, wenn man wie Berks und Ziökar als Kenner der Cillier Verhältnisse derartige Pcrfidien im Parlamente vertritt. Die Deutschen Cillis und die mit dem Verträum der deutsche» Bevölkerung mtsge-statteten öffentlichen Organe trifft überhaupt nicht die geringste Schuld an den bedauerlichen Ausschreitungen. Noch vor wenig mehr als zwei Jahrzeuten unircif derartige Vorfälle einfach undenkbar gewesen; denn damals stand Dr. Sernec erst am Beginne seiner »er* hetzenden Thätigkeit. Erst diese hatte zur Folge, dass das herzliche Einvernehmm nnd die besten gesellschaft-licheu u.w gcschü,tlichc» PczichmiM jwischci» 12 Wortlaut der Interprllativtt. Vemerlmngrtt« deutschen Städteni und den slovenischen Landbewohner» |HP IM IM gestört wurden. Zeit Ll> Jahren säet Dr. Server sondern vielmehr ^iir Organisation der Pöbel Unfrieden, predigt er mit seinen von ihm selbst erzogenen Horden und Räuberbanden mit Rath »nd nnd importierten Helfern Deökv, Vreöko und Hraiovec That beitrugen, fällt dem S t a d t a »l t e, dein friedfertigen slovenischen Volke, dass es die Teutsch«» AmtSvorstand Fürstbaner hilsreiche Ha » d boten nnd nicht mir dieselben nicht verhinderte». der i'fagistratsbehörde und deren Träger $nr Last. » vernichten nnd auSsaugen wollen — Dr. Sernec t« bei dieser „Rettungsaktion" ein reich« Mann gewordn —, propagiert er den furchtbarsten Rationalhass, der selbstverständlich in den erregbaren Gemüthern gege»> seitig wachgerufen wird. Seit 20 Jahren ist Tt. Sernec der wüthendste Feind der Stadt Cilli. Alles, was zum erfreulichen Ausblühen der schönen geschehet« ist, haben Dr. Sernec nnd die Seinen i» den ttoth gezogen, bloß deshalb, weil tkis deutsche Element den nationalen Charakter des Gemeinwesen? unerschütterlich hochhält. Sernec hat sich von seinem blinden Hasse gegen Cilli so weit hinreißen Lim, das» er vor Jahren im Gerichtssaale, wo er alt Vertheidiger eines seiner Parteigenossen, der antu deutschen Turner meuchlings überfallen nnd dies» den >!opf eingeschlagen hatte, den AuSspruch that: „Cilli ist die verrufenste Stadt Oesterreichs". ?i« wiirde nur zutreffen, iveuu der breuueude Wunsch bc# Dr. Sernec, Cilli zur unbestrittenen Domäne seina volksverhetzenden nnd - finanziellen Bestrebung» zu machen, in Erfüllung gienge. Da kann eS nicht Wunder nehmen, wenn Dr. Seruee in der &-völkernng Cillis allgemein als sinnloser Feind der Stadt angesehen wird, znnial alles, was er in im tionaler nnd politischer Beziehung unternimmt, de» Stempel frechster nnd gewissenlosester Heraussordc> rnng trägt. Dies gilt namentlich von den fogenamr „Festen", welche Dr. Sernec und feine Werkzeuge in! deutschen Stadt Cilli veranstalten. So fand im Jahre 1&*7 ein panslavistisches Sokolfest statt, bei dem Festlheii-nchmer ans Irgendwoher die deutschen Frauen na» iLiädchen mit den schamlosesten Beschimpfungen leidigtcn. Bei dem panslavistischeu Sängerfeste de« ^ubiläumsjahreS 1898 wurden verhetzte Bauernbnrschi eigens zn dem Zwecke iibennäßig mit Alkohol träniert, damit sie in der friedfertigen Stadt Cilli wie Hunnen Hausen. Uud nun hat Dr. Sernec im Jahre 18U9 hlxJi die Tschechen zu einer »«seligen panslavistischen fiomidie hergezogen, welche er im .Slovcuski Narod* durch die Worte ankündigen ließ: Es wird Blnt fließen! Diese Drohung wurde von den Werkzeugen des Dr. Sernec plan« inäßig m furchtbarer Weise zur Ausführung gebracht. lic Blutschuld aber fällt einzig und allein auf Dr. Sem« und seine Helfershelfer, welche „Feste" nur zu du» Zwecke iu der dentschen Stadt veranstalten, um derc» Bewohner zu verhöhnen und iu ihren nalion Empfindungen anfs Tiefste zn beleidigen. Dabei na> folgte» die Hetzer aber auch »och zwei praktische Zivecl erstens sollten gewaltthätige Zusammenstöße jnwiiini ' den provocierten Deutschen uud den herbeigelockte» venische» Landbewohnern jedes gütliche, gesellschanliH und geschäftliche Einvernehmen zwischen Ztadt imi Land unmöglich mache», nnd zweitens sollte in Sem kleinen deutschen Gemeinwesen, dessen Polizeivcrhält«si< nach den im allgemeinen friedlichen Zuständen mintt» gemäß einen bescheidenen Rahmen besitzen, durch Pr cation größerer Unruhen die Unzulänglichkeit Da städtischen SicherheitSvorkehrungen „dargelegt" und in die Nothwendigkeit eonstruiert werden, die stüdtislde dnrch eine Staatspolizei zu ersetzen und die Antviioinie der Stadt einzuschränken. ES ist daher nur eine gas] natürliche Erscheinung, wenn sich der berechtigte iviiicii t»eg.» it. ci.iiCv mlt geradezu Wortlaut der Interpellation. Dass die Excesse und Uebersiille nicht spontan ent-iiinbcn find, sondern wohl vorbereitet waren, geht schon daraus hervor, dass wochenlang vorher in den Zeitungen, kf»nders in der „Dentschen Wacht" gebest nnd dic hever von Hans ;» Hans geschickt wurden, um die teutsche Bevölkerung zu Thätlichkeiten und Misshand« Iritgm der slavische» Küste u»beanständet aufzureizen, dass der Druckerei „Celeja" ein Aufruf an die deutsche tlkernng entsprang, welcher in Hunderten vo» plaren verbreitet, und ans welchem llnterschristen mmclt wurden zur Abwehr der slavischen Eindring» finge, dass in den Straßen an genannten Tagen nnd die gmr,e Nacht während der Ann'esenheit dt'r Tschechen ffnete Banden ans« nnd abpatronillierten, während im Hinterhalte, zumal an Ausgängen der Stadt andere Iramii, welche Vedettcn vorgeschoben hielten, stunden-laitg lauerten und den patrouillierenden Banden Signale ■Miete Pfiffe gaben, aus welche sich plötzlich am be-treffenden Orte, woher der Psiff gekommen, eine größere Menge ansammeln konnte. Dass die ganze Organisation von der Magistrats-Wittrdc und deren leitenden Organen mit Vorbedacht imd in der Absicht, die Slovenen nnd dic tschechischen (Mftc an ihrer persönlichen Sicherheit, an ihrem Eigen-tkntc nnd ihrem Hansrechte zn verletzen, wohl vor-bereitet war. geht schließlich anch ans dein Umstände bervor. dass infolge der Schritte, welche Dr. Sernec, Tt. Des so nnd Dr. Vrctko nach der am Dr. Sernec font Hause, der Kaplanei nnd dem Narodni dom ver« iMnt Devastiernng bei der Bezirkshanptmannschaft, der Ziaitdalterci nnd beim Ministerium des Innern direct pr Abwehr der ferneren Excesse von Erfolg thaten, am darauffolgenden Tage der Bürgermeister einen Auf-nii an dic deutsche Bevölkerung erließ, in welchem er dmgendst nm die Wiederherstellung der Rnhe nnd Ordnung bat. obwohl schon der Angriff anch anf die Ächxung des Dragotin Hribar und dic Gebäude des üwstmnhleubesitzcrs Peter Majdil geplant nnd vor-! bereitet war. nnd infolge dessen anch einmal die voll« JDtdiqsic Nnde iu den Cillier Straßen. Wirtshäuser» I imb Privatwohnnugen wiederhergestellt war. Es lässt ' fiäi gar nicht denken, dass ein einfacher Aufruf, an den ßifit der Stadt placatiert, sogleich alle Excesse nud Tumulte beigelegt und dic vollkommenste Rnhe »nb Ordnung wieder hergestellt hätte, wenn nicht die kirbercitnug derselben eben in der leitenden Hand des Stadtamtes gelegen gewesen märe. Alle schuld an den Excessen uud strafbaren Hand-lujtfl«, dic anlässlich des Tschechcnbcsuches in Cilli , vfcMieii, trägt somit dic Cillier Stadtpolizei, dann ivreu leitende nnd Aussichts-, soivic deren Verwaltnngs« n'.nc insgemein. D e r S l a v e i n C i l l i i st n n t c r solchen Anlässen nicht mehr sicher seines eigenen Lebens, er und sein Eigenthum Wt schutzlos! Eine derartige parteiische Polizei kann lein vertraue» genießen »nd ist nicht sähig, für dic rrlcntlidic Ordnung nnd Rnhe zn sorgen. lic Verhältnisse können sich nicht ändern, wlangc die Cillier Polizei in den Händen derjenige», infolge dt'r nationalen Partcifncht f a n a t i s ch ge-vmdcncn Pcrfoncn, welche über dic Cillier Stadtvcr walnmg verfügen und ans die arroganteste Weise >I,re Gewalt über dic Cillier Polizei zu eigene» ixirtcizwcckcn mißbrauche». Es ist daher ganz und zar unmöglich, dass die Polizei in der Verwaltung 13 VemerKungen. Gewalt Bahn brach und er, der Hauptschuldige, wenigstens einen Theil der Sühne tragen muss. Gehetzt wurde nur von Dr. Sernec »nd seiner Presse. Die deutsche Bevölkerung wurde »nr von de» slovenischen Hetzern, insbesondere Scrncc und FerjanviL mifgcreizt. Der „Aiisrus" war nur eine Bittschrift an den Gcmeinderath, die sich kcinesweas gegen ei» sla vischcs Fest richtete, sondern nur nm dic Verhinderung „p r o v o c a t o r i s ch e r" Veranstaltungen ersuchte. Der Aufruf an dic Bevölkerung wurde aus cigciicr Initiative dcs Bürgermeisters erlassen; die Statthalterei fand keinen Anlass, iu diesem Falle mit dem Stadt« mute irgendwie zu verkehren. Der Ausruf wnrde über Haupt mir deshalb erlassen, um zn zeigen, dass mau nichts unversucht lassen wollte, nm Muhe herzustellen. Seine Wirkung war aber nur eine scheinbare, da ja schon vor dem' Aufrufe die Ruhe cudgiltig »nd gänzlich eingetreten war. Kein Slave noch ist in Cilli seiner Nationalität wegen irgendwie verletzt worden. Tausende Slaven danken den deutschen Cillier» zahllose Wohlthäte»; nichts trudle das herzlichste Einvernehmen beider Parteien, die dnrch Jahrhunderte in Frieden und Eintracht lebten, bis Dr. Sernec mit der oben geschilderten Hetze ein-setzte. Dr. Sernec hat den Fanatismus nach Cilli ge-bracht, seine Politik war stets eine Politik des Fana-tismuS, der Unduldsamkeit nnd des — Gelderwerbe*. Und in seinem politischen Wirkungskreise spielt die Arroganz die Hauptrolle, während er amtliche Ge-rechtigkeit und Objektivität, die er viel schwerer empfindet als jeder andere, nach seinen herabgckommene» ethischen Vorstellungen als Arroganz ausgibt, was bci cinem notorischen Gottesleugner nicht wundernehmen kann. Der katholische Pfarrer Üittor nud der deutsche Reichsritter v. Berks sind dic „würdigen" Vertreter eines so herabgekommeneu Fanatismus auf jenem gc- 14 Wortlaut der Interpellation VemerKungen. der Stadtgemeinde Cilli verbleibe, «nd ist daher in heiligten Boden, wo Recht nnd Gesetz znm Segen bei dieser Beziehung dic dringendste Abhilfe noth- Böller, znr Ehre des Staates geschaffen werden sollcir. wendig. Psui Teufel! Die gefertigten RcichSrathsabgeordneten stellen daher an Seine Excellenz den Herrn Minister des , Innern nachstehende Anfragen: .,..1. Sind dic angeführten Thatsachen, das gesetzwidrige handeln uud Unterlasse» dcr Cillier Stadtpolizei, dann das gesetzwidrige Borgehe» der dieselbe leitenden nnd verwaltenden Organe der hohen Regierung bekannt? 2. Wenn nicht, ist die hohe Regierung geneigt, sich hicvon dnrch gcnanc Uutcrsnchungcn, eventuell dnrch Abordnung eines nnparteiischen Regierung» commissärs an Ort nnd Stelle Kenntnis zu ver-schaffe« ? 3. Was gcdettkt dic hohe Regierung behufs »»parteiischer Handhabung der Sicherheltsorgaue znr Wahrung ocr öffentliche» Ordnung »nd Rnhe z» vera»lafsen? 4. Ist die hohe Regierung geneigt, die Sicher^ heitSbehördc in Cilli zu verstaatliche»?"" Wien, 12. März 1900. Dr. fites. Povsc, 1 i es a v. Berts. Biankini. Wilhelm Pfeifer. Dr. Trumbiö. Dr. Gregorec. Pogakuik. Dr. Gregoriit. Bnkooi^. Wachnianyn. Eiuspieler. Dr. 2ituik. Dr. Älaiö. SpinW. Truck dcr Vereinsbuchdnicknei „Celeja" in Cilli. — Vertag dcS Deutschen Vereines m Cilli. v MM. Blätter zur Unterhaltung und Belehrung für Haus und Familie. Sonntagsbetlage der „pentschen Wacht" in killt. Vr. 22 .Di» 6flbmat(" «scheint jeden Sonntag als unentgeltlich« Beilage sür die Leser der „Teutschen Wacht". — Einzeln ist „Die Südmarl" nicht käuflich. 1900 (Fortsetzung.» Nicht einen Laut durste sie verlieren von dem, was sich da unten gleich einem zur Wahrheit gewordenen Wunder vollzog: — Jetzt, jetzt musste ja die Pension«-Vorsteherin erscheinen, »m die Ahnungslosen zu über-raschen — und wahrhaftig, Maria hatte Mühe, einen Altsschrei zu unterdrücken, da öffnete sich die Thür, nnd eine hagere, eckige Gestalt erschien aus der Schwelle, eine Person, deren Antlitz zwar wenig Aenlichkeit mit dem des tugendhaften Fräulein Hingst!« hatte, deren Worte aber so ganz ihrer pedantischen, gezierten Ausdrucksweise entsprachen, dass Maria nnr die Angen zn schließen brauchte, nm die Täuschung als eine voll-kommene zu empfinden. Die Prinzessin sank wieder in ihren gepolsterten Stuhl zurück. ES war wie ein Anfall von Schwindel über sie gekommen und sie fühlte das ungestüme Pul-sieren des Blutes in ihren Schläfen. „Wer ist der Verfasser dieses Stückes?" fragte sie mit Anstrengung; denn sie hatte in Wahrheit nicht den Muth, einen Blick anf den Zettel zu werfen. „Ein gewisser Karl Hermann!" gab Madame de Monrdedie» zurück. „Es ist reizend, nicht wahr? Wie schade, dass wir den ersten Auszug versäumt haben." So war eS denn wirflich, wie sie ja vo» vorn-herein hatte vermuthen müssen, nur ein Zufall, der freilich nahe genug an die Grenzen des Wunderbaren streifte! Aber welch' eine grausame Laune des Ge-schickes, die ihr gerade heute das verlorene Glück noch einmal in all' seinem Reiz vor die Seele zauberte! Und ivelch' eine strafwürdige Schwäche, dass sie sich anßer Stande fühlte, diesem süßen, sinnberückenden Zauber zn entfliehen! Tief im Schatten geborgen, lauschte sie mit ge-schloffen« Augen auf den iveiteren Fortgang des Stückes. Noch immer währte die seltsame Täuschung, uud wenn sich hier und da eine Scene einschob, die Moderne Römer. Roman von Reinhold Ortmann. »erbotn. sie wie etwas Fremdes und Unbekanntes anmnthete, so hörte sie aus dem Helden des Schauspiels doch auch da nur den Geliebten reden, und die Trugvorstellung in ihrer Phantasie wurde so lebhaft, dass sie auch seine Stimme zu vernehmen, sein edles, treues Antlitz vor sich zn sehen meinte. Noch glaubte sie an das Walten eines schwer be-greiflichen Zufalls, da aber trat ein Moment in der Vorstellung ein, der ihr diesen Glauben mit einem einzigen Schlage völlig zerstörte. Wieder stand das jnnge Liebespaar allein anf der Bühne nnd das Mädchen — es hieß freilich nicht 3)toria, sondern Helene — flüsterte voll innigster Hingebung in den Armen deö angebeteten Mannes: „Es gibt nichts in der Welt, was mein Herz von dem Deinigen losreißen könnte, und weder meinem Vormunde, noch irgend einem anderen Menschen wird es gelingen, meinen Sinn zn ändern. — Habe ich auch nicht die Mittel, sie zur Nachgiebigkeit zn zwingen, so kann ich doch treu nud geduldig ausharren —" „Um Gvtteswillen. meine gnädige Prinzessin, waS ist Ihnen?" fragte Madame de Mordedieu, hastig aufspringend und in ihrem Schrecken sast den Ort ver-gessend, in welchem sie sich befanden. „Sie find doch nicht krank?" Es war Grund genug zu einer solchen Befürchtung vorhanden; dem, Maria hatte sich während der letzten auf der Bühne gesprochenen Worte langsam erhoben, sie war einen Schritt zurückgetreten nud hatte sich an die Wand der Loge gelehnt, beide Hände anf das klopfende Herz gepresst. Ihr Gesicht war geisterdleich und in ihren Angen war ein Glänzen, wie es die Gesellschafterin nie zuvor darin gesehen. Zwei schwere Thränen hiengen an ihren Wimpern und rollten lang-fam über ihre schmalen Wangen. „Es ist nichts!" sagte sie leise. „Lassen Sie mich; Es wird vorübergehen!" Nun war ja da« Wunder diese« Abend« ertlitrt. n»n wusSIe sie ja, wer der Dichter de« Stücke« sei, und ihr war, al« ob sie vergehen müsse in Seligkeit und in Wehe! Die Worte ihre« eigenen Bricst« waren eS, die sie da gehört hatte, des ersten und einzigen, welchen sie jemals an den Geliebten gerichtet, nnd selbst wenn sie noch immer an eine wundersame Fügung hätte glauben wollen, selbst wenn sie angenommen hätte, jener Brief sei in die Hände eines Dritten ge-rathen, — sie würde den Gedanken sogleich wieder von sich gewiesen haben ; denn nur ein Einziger hatte seinen Inhalt so treu im Gedächtnis behalten können, nur der Einzige, dessen Worten sie schon seit einer Stunde in einer so leidvollen und doch so entzückten Stimmung gelauscht. — Al« dcr Vorhang fiel, gab eS einen lebhaften und herzlichen Beifall aus allen Seiten des Hauses. Zweimal mussten dic Darsteller vor den Lampen er-scheinen, um dnrch dankende Verbeugungen über die wohlwollend« Anerkennung zu qnittireu. Dann wurden dic Rampenlichter verdunkelt und die Gasflammen im Znscherranm erhellt. Es gab wieder jenes dumpfe Geschwirr nnd Gewoge, daS um fo lebhafter zu fein pflegt, je wärmer die Theilnahme des Pnbliknms er-regt worden ist. Maria war im Hintergrund der Loge geblieben, für dic Menge der im Hause Anwesenden fast völlig unsichtbar; aber sie hatte die zögernde Frage der Madame de Monrdedien, ob man nicht lieber iu das Hotel zuriickkehreu solle, mit einen» energischen jtopf-schütteln beantwortet. Jetzt musste sie ausharrn» bis zum letzten Augenblick; denn es war eine Stimme iu ihrem Herzen, die ihr sagte, das« sie hier für Herbert's Treulosigkeit dic Erklärung erhalten werde, nach der sie sich ciust iu schlaflosen Rächten so heiß und inbrünstig gesehnt. Und in dieser Hoffnung fühlte sie sich freier und gefasster, als feit langer Zeit. Ja, sie war im Stande, aus ihrer geschützten Verborgenheit mit einer Art von Theilnahme die glänzenden Reihen dos mit Mensche» dicht gefüllte» Schauspielhauses zu überfliegen. Und nun haftete ihr Blick, wie durch eine magische Äraft festgebannt, an einer kleinen Parqnetloge aus dcr ihr gcgcnübcrlicgcndcn Seite. Aus den beiden Vorder-Plätzen derselben saßen ein Herr und eine Dame, — ein breitschulteriger junger Man» mit lockigem Haupt haar uud mit einem derben, ehrlichen, von Glück und Fröhlichkeit strahlenden Gesicht. Er erinnerte Maria lebhaft au jenen riesenhaft gebaute» Menschen, den sie gestern Abend in der Begleitting der Kunstreiterin im Circus gesehen, aber sie hatte ihn da nur mit einem flüchtigen, theilnahmslvsen Blick gestreift und es war so vieles an ihm anders gewesen als jetzt, dass sie nur au eine oberflächliche AehnlichleU zu glauben vermochte. Und dann — e« war ja anch nicht der »»bekannte Mann, sondern e« war die junge, schöne Dame an seiner Seite, welche ihre ganze Aufmerksamkeit gefangen genommen hatte. Diese wenigsten« war ihr nicht mehr fremd, und sie würde sie unter. Tausenden erkannt haben, obwohl sie ihr nur zweimal im Leben begegnet war, und obwohl sie nie ein Wort mit ihr gesprochen hatte. Aber diese beide» Begegnnngm waren nnaus-löschlich in ihr Gedächtnis eingebrannt! Trug doch die erste von ihnen, jenes Zusammentreffen in dem halb-dnnklen Flnr von Herbert's Hause, allein die Schuld an all' dem Elend nnd Jammer ihres versehlten Lebens! Sie hatte sich damals gcivünscht, sie nie mehr wieder zu sehen, »nd c« war ihr wie ein nener Dolchstich durch das todtwunde Herz gefahren, als sie sie vor etwa einer Woche noch einmal, und zwar wiederum an Herbert'S Seite, im dichten Gewühl der Straße bemerkt hatte. Anch jetzt wollte ihr beleidigter Stolz ihr gebieten, das Auge abzuwenden von der Zerstörerin ihres Glückes; aber unwillkürlich folgte sie dem Zuge eiuer höheren Gewalt, der ihren Blick unverwandt an jene kleine Loge fesselte. War doch, was sie da gewahrte, ganz danach angethan, sie mit Befremden und Verminderung zu erfüllen. Es bedürfte für ein weibliches Ange nur einer sehr kurzen Beobachtung, um zu erkennen, dass zwischen dem jungen Athleten und seiner Nachbarin sehr nahe und innige Beziehungen bestehen mussten; denn je»er neigte sich fast beständig in einer ganz »»zwei dentigen Vertraulichzeit zn ihr herab, nnd der Ausdruck, mit dem sie selber von Zeit zu Zeit ihr erglühendes Gesichtchen zn ihm erhob, mnsste anch demjenigen, der ihre Unterhaltung nicht belauschen konnte, verrathen, da diese Unterhaltung viel mehr mit dem Herzen, als mit deu Lippen geführt werde. Die Lauscherin in dem dunklen Hintergründe der vornehmen Fremdenloge sah sich da einem neuen Räthsel gegenüber, dessen Lösung während dieses langen Zwischen-actes all' ihr Sinnen beschäftigte. Und da — das Zeichen znm Wiederbeginnen dcr Vorstellung war bereits gegeben, da tauchte hinter jenem jungen Paare noch ein anderes Gesicht auf, ei» von blonden Vollbart um* rahmtes, geistvolles Männerantlitz, marmorbleich vor mühsam unterdrückter innerer Bewegung, »nd mit einem Zuge schmerzlichen Leidens um Mund »nd Angen. Nur sür einen flüchtigen Moment war es der Prinzessin Caragiali sichtbar, dann entschwand es wieder in die dämmernde Tiefe dcr Loge. Ihr aber hatte dieser eine blitzartig vorübergehende Augenblick genügt, um sie mit einem Gefühl nnneun-barer Seligkeit zu erfüllen. Mehr als irgend eine wortreiche Erklärung, mehr als eine feurige Ver-theidiguugSrede hatte ihr der lcidensvolle Ausdruck dieses Gesichtes gesagt, und mit jenem gesteigerten Ver- sl,indni», da« feinskhligen Naturen bei hochgradiger seelischer Erregung selbst fttr scheinbar geringfügige und bedeutungslose Dinge eigen ist, hatte sie in dem einzigen Moment erkannt, dass Herbert ihre Liebe niemals feige verrathen haben könne. Und dann kam die Erklärung, auf die sie gehofft, dic sie nach dem Vorangegangenen mit felsenfester Be-stimmtheit erwartet hatte. Maria lauschte ihr mit selbstvergessener Aufmerksamkeit; sie — die sonst so Theil-nahmSlose - schien den Darstelleru jedes Wort von den Lippen reißen zu wollen. Herbert hatte seine Rache an dein Fürsten genommen, eine Rache, welche diesem selbst, wenn er von ihr Kenntnis gehabt hatte, freilich kaum mehr als ein mitleidiges Lächeln abgenöthigt hätte. Der Gras Hohenthal dieses Schauspiels war Fürst Ivan in jedem Zuge, und die entscheidende Unter-redung, welche er im dritte» Auszuge mit dem Heide,, des Stückes hatte, war in jeder Wendung dem Gespräch des Fürsten mit Herbert nachgeschrieben, — jenem genialen Schachzuge, an dessen glänzendes Gelingen sich der Oheim Maria'S so oft mit stolzer Geuugthnnng erinnerte. All' die Bitterkeit und all' das herb« Weh, welche das Herz des jungen Dichters seit dcr Zerstörung seines sonnigen LicbestraumeS erfüllten, er hatte sie in diese Scene abgeströmt und in den kurzen Monolog, welcher ihr folgte. Das Publikum war gerührt nnd ergriffen uud dem Schauspieler, dcr seine Aufgabe in der That vottrefflich löste, lohnte ein stürmischer Beifall bci offener Scene. Das Schicksal des Stückes war ent-schieden: an einen, bedeutenden Erfolge war nach dieser tiefen und nachhaltigen Wirkung nicht mehr zu zweifeln, nnd selbst diejenigen, welche sich bis dahin kühl u,ü> abmattend verhalten hatten, ließen sich nun gern fort-reißen von d«r sich bis zur Begeisterung erwärmende» Stimmung der übrigen. Sowohl nach dem dritten wie nach dem vietten Auszuge, den, letzten des Schauspiels, gab es jubelnde» Applaus und des Beifalls war kein Ende. Auch der Name des Autors wurde von allen Seiten laut, und es waren viele da, dic sich jetzt irgend eine interessante Enthüllung über dic hochgestellte Persönlichkeit ver» sprachen, in der inan den Verfasser vermuthete. Aber sie sahen sich in ihren Hoffnungen getäuscht, denn als der Beifallslärm und die Zurufe immer mächtiger au-schwollen, erschien statt dcr Darsteller der Regisseur vor den Lampen, um in dcr herkömmlichen Weise seinen Dank im Namen des Dichters auszusprechen, der im Hause nicht anwesend sei. Im ganzen Zuschauerraume hatte es während dieser allgemeinen Huldigung nur zwei Plätze gegeben, aus denen nicht applaudiert und gejubelt worden war. DaS waren derjenige dcr Prinzessin Earagiali iu der Fremden- loge „nd der de« junge« Mate?« Ihr gerat»« gegenüber. Nnd hier wie dort war e« ein Uebermaß von Stack. seligkeit und Freud«, welche« die Schuld daran trug. Valentin war gleich beim letzten Fallen de« Borhange« von seinem Platze aufgesprungen nnd hatte den erst seit wenigen Stunden wiedergefundenen und wieder-gewonnenen Freund mit all' der stürmischen RücksichtS-losigkeit in die Arme geschlossen, die in Augenblicken großer Rührung die erste Aeußerung seiner leicht be-weglichen Natur zu sein pflegte. Ueber sei,» wohlge-rundeten Wangen rannen große Thränen und seine Herzensftende, die vergebens nach einem angemessenen Ausdruck in Worten rang, sprach sich nur in einigen unartikulietten Tönen aus, denen Herbert jede ihm be-liebige schmeichelhafte Deutung gebe» mochte. Und aus dcr anderen Seite des Hause» stand ein schönes, junges Mädchen aufrecht mit über der Brust gefalteten Händen hinter den schützenden Draperien ihrer Loge. Auch in ihren Augen schirnmetten Thränen; aber es warm dic ersten Thränen reinen Glückes nach einer lange» Zeit verschwiegenen Grams und tiefsten Herzeleids. Sie dachte nicht an die Zukunft, die so düster nnd freudlos vor ihr lag, nicht an die unzer-brcchlichen Ketten, mit denen sie an ein verhaßtes Loos geschmiedet war — sie dachte nur an die Wonne dcr Gegenwart, all' ihr Fühlen und Denken gieng aus in diesem einzigen, glückseligen Moment. Madame de Monrdedieu stand hinter ihrer jungen Herrin und betrachtete sie mit dem Ausdruck einer Verwunderung, dic bei der erfahrenen und durch ihre lange Vergangenheit an die seltsamsten Dinge ge-wohnten Dame sonst nicht eben häufig war. Was in aller Welt war denn nur geschehen, daS einen so gewaltigen Einfluss auf das Gemüth der stolzen und gleichgiltigen Prinzessin a,ckgeübt haben konnte? Was hatte dieses Leuchten in ihre Augen gezaubett und diese zarte Röche aus ihre vorhin so bleichen Wangen ? Welch ein Wunder hatte den strengen, beinahe hoch-wüthigen Zng aus ihrem Gesichte so ganz verwischt und an Stelle seiner eine demüthige Weichheit gesetzt, dic etwas wie einen verklärenden Schimmer über ihre eigenartige Schönheit breitete? Auf alle diese stillen Fragen erhielt die würdige Dame freilich keine Antwort. Sie musste sich daran genügen lassen, dass Maria sich endlich — das Hans war bereits nahezu vollständig entleett — mit einem kleinen Lächeln zum Gehen wandte und dass sie ihr während der Heimfahrt einige sehr freundliche Worte sagte, obwohl sie zu einer lebhaften Unterhaltung auch jetzt keineswegs aufgelegt schien. — (Fortsetzung folgt.) °aanMiiMmn mmeaas019«™«OISIH nasntn°w» «minniua»« wv"W<»™»bwotebs»n [ belehrendes. Unterhaltendes, Heiteres ete. SSSm8SSfiöSS0SHBfflSSSSmiiWSSSSSSSSSS-IZ Der Nachtigall Pfingstgesang. Zu Pfingsten sang die Nachtigall, Nachdem sie Thau getrunken; Die Rose hob beim hellen Schall Da» Haupt, da» ihr gesunken: C kommt, ihr alle, trinkt und speist, Ihr Fr»hling»sestgenoffen. Weil über'» ird'sche Mahl der (Seist I «8 Herrn ist ausgegossen. Die HimmelSjanger groß und klein Sind von der »rast durchdrungen. Man hört sie reden insgemein Iu wunderbaren Zungen. Und da ist keine Zung' am Baum, Kein Blatt ist da so kleine», ti» redet auch mit drein im Traum, Al» sei's voll süßen Weine». O. ihr Apostel, gehet au«. Uud predigt allen Lande», Mit Säusellust und SturmcSbrau« Bon Tem, der ist erstand?«! Rückerl. In'« Album. Heilige Pfingsten! £ Welt, mit allen Sorgen Wirft du'» verhindern nicht, Das» hehr der qoldne Morgen Aus Nachtgewölken bricht. Und nicht mit Wei»hei»Ssiegeln Und uicht mit Spott und Hohn Kannst du die Gruft verriegeln Dem starken Gottessohn. Uud sei« mit Jubelschalle, Und sei'S von Äugst durchbebt; Erfahren müssen'» alle, Das» doch der Heiland leb«. Alsr Former. * Wohl gibt'S ohn' bange Klagen «ein Her» und leinen Ort, Doch, ach! wie Grab und Sterben, Eo traurig klingt kein Wort. Allein e» klingt auch keine« So hell wie Ausersteh'n, Eo sckön wie ew'ge» Leben, So süß wie Wiederseh'n. N. N. V keiner konnt' noch Kunde geben, Wa« da« Jenseit» dort ihm bot. Viele Dinge lehrt da» Leben, Doch am meisten weiß der Tod. I. G- Setdl. Aischsalat. Mehrere Sorten Fisch, wie Aal. Karpfen, Steinbutt, Seezungen, Lach«, Hecht, wa» man gerade bekommen kaun, kocht man am Tage vor dem Ge. brauche nacheinander in siedendem Salz-wasser mit Pfeffer, Kräutern und Citro> nenschale mäßig weich, löst allen Fisch au» Hau» und Gräten, schneidet ihn in kleine nette Würfel und stellt ihn kühl. Dann rührt man am folgenden Tage au« vier hartgekochten Eigelb, zwei rohen Tottern, einem Theelöffel Senf, acht Lös-sel Provenceröl, Salz, Pfeffer, gewiegten Kapern, Petersilie, Chalotte. Estragon und einigen Löffeln starker Bouillon, sowie einigen Löffeln Maille.Essig »ine schöne Rcmouladensauce, vermischt die Fleisch» stückchen mit dieser und richtet den Salat bergsörmig an. Man garniert die Schüssel zierlich und geschmackvoll mit Pseffer-gurten, Krebsschwänzen. Einschnitten, Kapern, eingemachten Maiskolben, türkischem Weizen, Citronenzacken -c. Qelgestrichene Thüren und Fen-ster zu reinigen. Um Thüren und Fen-ster, die mit Oelfarbe gestrichen sind, zu reinigen, bedient man sich einer Mischung von einem Theil Salmiakgeist und zwölß Theilen kaltem Wasser. Di« Reinigung mit warmem Waffer und Eeise oder Lauge, wie e» sonst üblich ist. schadet dem Lei-anstrich. Wie lässt sich ei« starke» Bienen-votk heranbilden ? Jetzt handelt es sich darum, ein starkes Volk heranzubilden. Ist die Königin fruchtbar und die Wit< terung günstig, so ist das Heranbilde» eine» starken Volkes keine gar große Kunst; man erweitert nur stet» den Ju> nenraum des Stocke» Und hängt die leeren Waben, die man im Herbst herauSgenom-men, wieder ein. Ist der Wabeuvorrath zu Ende, so verwendet man Kunstmitt«!-wände: diese werde» dann aber nicht, wie es oielsach geschieht, hinten hineingehängt, sonder« womöglich milleu in'» Brütn «st, und zwar mus» zwischen je zwei ausgebaute Waben eine kurstwabe tom-men. Denn mehr als zwei Waben sollte man auf einmal nicht einhängen, denn dic Bienen bauen einen kleinen Raum viel lieber au» als einen große,u Durch die V«! Wendung von Kunstwaben kommt mun nicht nur schneller zu einem Wachsgebäude, sondern man kommt auch zu einem droh-nenzellensreien Wachsgebäude, und das ist eben die Hauptsache. Wer aus Geiz keine Kunstwaben verwendet, der schädigt sich sehr, denn im Frühjahr bauen die Bienen meistens Drohnenwaben und die Drohnen, die darin erbrütet werden, freffen oft alle« wieder weg, wa« die Arbeitsbienen ein-tragen. Da» Abernten der ^bftbäume soll, wenn irgend möglich, bei trockenem Wetter erfolgen, weil die Früchte dann schmackhafter sind und sich auch länger halten, auch soll der Zeitpunkt der sog. Baumreise thunlichst befolgt werden. Mittel gegen Brandwunden. Die verbrannten Stellen werden sogleich mit Baumwoi'e umhüllt und die Baumwolle sort und sort mit Franzbranntwein, worin Salz gelöst ist, beträufelt. Nach wenigen Minuten hört der Schmerz aus, und wenn der Brandschaden nicht zu arg war, findet man nach wenigen Stunden kaum eine Spur davon. Wo Franzbranntwein nicht zu haben ist, versetzt man anderen guten Branntwein mit Salz. Eorporal «nd Gemeiner. Corpora! (in der Jnslructionsstunde): „Was ge-nießt der brave Soldat im Frieden?" — „Brot, Fleisch, Kartoffeln " — „Nun, ja, da» ist wohl richtig. Was genießt er aber außerdem noch?" — „Suppe, Brei." — „Unsinn und kein Ende. Er genießt die Zusried.-nheit seiner Vorgesetzten und die Achtung der Civilpersoneu." «ute» Zeiche«. „Gelt, Sepp, Deiner Bäuenn geht'« wieder beffer?" — „Ja, ja, Gott sei Dank! Es geht schon wieder Vorgestern hat sie mich schon zum ersten-mal wieder durchhauen können" Schwesterwitz. Mama: „Aber Helene, wa« musS ich hören I Ta erzähl» mir Deine Schwester Emma, dass gestern abends aus dem Balle der Lieutenant von Steiseritz seinen Arm um Deine Taille legte, als er neben Dir saß!" — Helene: „Da» ist gar nicht wahr I Er legte seinen Arm nur aus die Lehne meine» Stuhles!" — Emma: „Ja. ja, er legte ihn aus die Lehne, aber aus die He—lehne!" Einfache Lösung. Eh-s: „Sagten Sie nicht neulich, Sie kamen mit ihrem Gehalt nicht au». Mner?" — Commis: „Allerdings: es reicht gerade sür Mittag-und Abendbrot I" — Ehes- „Hm, hm^ ich hab« mir die Sache überlegt . . . ., da könnten wir ja in Zukunft die Früh-stückspause wegsallen lassen!" 1900 J?ertftbc neuester, verbessert« Constructionen. Decimal , Centeaimal- und Laafgewichtt'BrOcken-Waage« aus Holz and Einen, für Handel-, Verkehr-. F,ibriks-, lanlwirthschaftliche ondandereZwecke, Personenwaagen Wange« für Hausgebrauch, Viehwaagen. iandtt-Ct«seU«ohaft für Pampen- and Ma«ohln«nfabrlo&tlon Istaloge viT pj. 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