^ R»2. Donnerstaa am 34 August »848. Hcyogchum Srain. An die Bewohner Krains und der nachbar lichen slovenischeu Provinzen? Wem gefertigten Vereine ist nachstehender Aufruf aus Agram zur Spendung patriotischer Gaben mit den, Ersuchen zuqelommen, deluselben die größtmögliche Publirität zu vnsäiassen, und die dadurch er-, zielten Beiträge an dcn bezeichneten Ausschuß nach Agra,n gelangen zu lassen. Der Aufruf lautet: „Der vollziehende 'Ausschuß, ermächtiget von dcn »Landtagsabgcordncten des Königreichs E'oatien, Slavonien und Dalmatien, hat in der gegenwärtigen, >'das Vaterland beschwerenden und bedrohenden Zeit!— „In Erforschung der mächtigen und weltumfassenden Bedürfnisse zur Erhaltung der Sicherheit, „Ruhe und Ordnung - und „Im Vertrauen auf die Vaterlandsliebe der „Landcsl-inder, den 23. Juli d. I. beschlossen : daß eine ^Unterzeichnung freiwilliger Gaben zur Bedeckung »der Erfordernisse für die Befreiung des Vaterlandes »eröffnet werde, welche nicht bloß im baren Gelde, >,in Gold oder Silber, sondern auch in allen, über' »Haupt zur Vertheidigung erforderlichen Mitteln an «Waffen und Nahrungsstosscn auf den Altar des „Vaterlandes niedergelegt werden.'' „Vaterländische Brüder!" „Heilig ist der Heimat!) Ruf. Sie ist unsere a.e-«lneinschastlichc Muttererde, aus welcher unsere Väter »lebten, auf welcher — nnd für welche sie ihren „Schweiß und ihr Blut vergossen, in welcher sie ihr „tühleß Grub gesunden haben." »Eie ist die Wiege unserer Kindheit, sie das „Feld der Freuden und der Mühen unserer mannbaren »Zeit, sie die stütze sür den Stab unseres Alters, sie end-»lich die Ruhestätte für uuscr ermattetes Gebein." „Vaterländische Brüder!" »Dieses unser Heimatland, diese unsre geliebte Mutter und geheiligte Erde ist von entsetzender Ge-fahr bedrohet." «An mehreren Seiten u,„ sie hausen sich bewaff. „Ntte feindliche Echaaren." „Sie können jederzeit unsere Erde betreten und „durch Feuer und Schwert verwüsten, was ihren Hän-»den nahe kommt; Menschen, Heerden, Wohnungen «und Felder." «Es ist unerläßlich, daß sich das Vaterland sickere, »um mit kräftigem Arme jeden unberufenen Gast zu er-"Warten. Zu diesem Zwecke sind aber Geldmittel er-"Wdcrlich, ohne welchen auch die größte physische W^ »unterliegen muß." »Vaterländische Brüder!" »Jeder von euch, dem sein Mutterland theuer, »dem die Ohre der Nationalität im Herzen lebt, dem »die Wahrung des Besitzes und der persönlichen Si. »cherheit,werth ist, lege — in, Innersten freudig be-«wegt, seine Gabe auf den Altar heimatlicher Weihe. »Der Genius unserer slavischen Nationalität wird in »der Mächtigrcit des Opfers die Vaterlandsliebe zeichnen z «und die Glaubenskrast sür die nahe Zukunft erstarken." Agram den 23. Inli l8^8. Im Namen des vollziehenden Ausschusses: der Vorstand Emcrich Lcntulay." . Wiewohl der Glaube an eine friedliche Aus.-g elchung der ungarisch.-croa tischen Wirren sich noch 'mm«r an mächtige Hoffmmgen stützt, ist der vereinte ' croanich.siovenische ^ndtag in Agram dennoch gc. zwungcn, in die umfassendsten Vorbereitungen zu ei-mm unseligen Kampfe einzugehen, welche obiger Auf- ruf kund gibt. Der slovenische Verein in Laibach, welcher laut erwähnten Ersuchens als das geeignetste Organ befunden worden, dcn Hilferuf zu veröffentlichen, glaubt in diesem außerordentlichen Falle seiner Aufgabe der Nationalitätswahrung und der Erhaltung einer einigen, starken Monarchie, für welcbe jeder Va-terlandsfrcund begeistert seyn muß, vollkommen zu entsprechen, wenn er diesen Hilferuf allen Slovene» mit dem dringendsten Wunsche zur Kenntniß bringt, daß sich die Theilnahme sür die gerechte Sache unserer Nachbarn durch reichliche Spenden bethätigen möge, welche ein edles, seinem Kaiser immerdar treu ergebenes, für seine Nationalität und constitutionclle Freiheit begeistertes Volk in so hohem Grade verdient, — ein Volk, welches zum Schutze des Kaiser staates fortan an dessen Gränzen wacht, — welches bei jeder Gelegenheit Gut und Blut dem gemein^ samen Vaterlande zu opfern bereit ist, und so eben in Italien sür die Erhaltung der Integrität Oesterreichs gckampst und gesiegt hat, — ein Volk, welches sich nur gegen die separatistischen Ueber-griffe der Magyaren erhebt, die es gegen alles histori-sche und angeborene Recht zu einer schmählichen Un- j terjochung und endlichen Vernichtung zwingen wollen > -. ein Volt an dessen Spitze der ritterliche Banus , Iela<-iö stehet, welcher glühend für die nationale Freiheit seines Volkes, und begeistcrtfü'r den Kaiser.-staat, das Panier schwingt, welcher ungeachtet aller Ul'garischen Anschuldigunge/i frei und unangetastet in seinen, geheiligten Amte steht, von seinem Kaiser in Innsbruck und neulich von dessen durchlauchtigsten Stellvertreter, Erzherzog Johann, in Wien huldvoll empfangen und entlassen, in der Kaiserstadt mit zahl' losen Huldigungen ausgezeichnet wurde, an dessen Thorschwelle ein allverehrter Minister als National-garde sich zur Wache stellte, dessen Benehmen und politisches Wirken rasch die allgemeinste Sympathie der Welt sich zu gewinnen wußte, —dieses äiolk — ein zu allen Zeiten treu bewährtes Glied unserer Monarchie —. soll und kann nicht UN' tergehen in der separatistischen Untcrjochungsgier der Magyaren, über welche auch die öffentliche Stimme bereits dcn Stab gebrochen hat. Blickt in die nächste Zukunft, theure Slovene«! in welcher, wenn der ungarischen Herrschsucht kein Ziel gesetzt wird, diese bald Eure Gränzen von Steycr-mark bis an das adriatische Meer mit Ketten umziehen wird, welche sie bereits zu legen begonnen hat und die sodann auch Euere Nationalität —das durch die Constitution zugesicherte Heiligthum — gefährden kann. Mit vollem Vertrauen erwartet daher der slove n'sche Verein, welchem die Wahrung der eigenen Nationalität statutenmäßig obliegt, daß der von dem Nachbarlande ertönende Hilferuf an dcn Her.-zen der Slaven nicht verhallen wird, ohne thatsäch-'ch ill zeigen, daß, indem man den hilfebedürftigen ludern zu Hilfe eilet, man dadurch auch seine "ge„en Nationalitätsrechte wahrt. Was auch die freiwillige Gabe bringt, wenn sie noch so gering, sie adelt des Gebers brüderliche Hand. ^edes Opser, dieser gerechten Sache gebracht, ist eine m.lde Gabe, gelegt auf den Altar unseres gemeinsamen Vaterlandes, unseres Oesterreichs! Der slovenische Verein wird mit Vergnügen alle an lhn eingehenden Gaben sammeln, durch die össent-l'chen Blatter zur Kenntniß bringen, und an den Ort scmer Bestimmung zusühren. Die drängende Zeit gebtttet aber mög lich st,schnelle Hilse! Wenn einzelne, für die gute Sache besonders thätige Vaterlandsfrcundc Sammlungen in ihrer Umgebung angestellt haben, so wollen sie die erzielten Betrage auch ungesäumt an dcn gcsettigtcn Verein zur weitern Beförderung einsenden. Der slovtnische Verein in Laibach, wiewohl durck die in Frcmdässcrci und Selbstsucht seinem Wirkcn entgegengestellten Anfeindungen, kaum zur Jugend-kraft gelangt, wahrt die tröstende Ueberzeugung, daß sein Streben in der Erhebung des geistigen National-sortfchrlttcs jene Gewährleistung bieten wird, welche das feste gegenseitige Vertrauen einigend, scinc Er-stekung und seinen Bestand zum Frommen des Vol» kes bekräftigen soll. Nur in diesem Vertrauen hat (er Verein diesen Ausruf der Oessentlichtcit übergeben. Vom slovcnischen Vereine in Laibach an, 18. August 1848. Einige Worte über das Gymnasienwesen. (Fortsetzung.) »Ich erachte es für nothwendig, den Program men, die ich zu entwerfen versucht habe, einige Bemerkungen vorausgehen zu lassen, welche del, in je-nen herrschenden Geist gewissermaßen zu rechtfertigen vermöchten. Sollte ich mich auch mehr verbreitet haben , als es gemäß den erstossenen Forderungen nothwendig war *), sollte ich auch die Gränzpuncte in Etwas verschoben haben, so geschah es, weil ich in dem Schlußworte des hohen Studien - Hoscolnmis-sions-Dccretcs eine Ermächtigung zu finden, und überhaupt im Interesse der Jugend zu handeln glaubte." „Forscht man nach den Gründen, aus welchen der öffentliche Unterricht nicht mit jenen Früchten ge. segnet werde, die man bei dcn Anstrengungen der Lehrer zu erwarten berechtiget wäre, so zeigt sich's klar, daß unter ihnen obenan steht der Mangel an häuslicher Erziehung, an häuslicher Anregung. Der Lehrer befindet sich so zu sagen sort» während zwischen Hammer und Ambos. Ihm liegt es ob, vorgeschriebene Gegenstände in vorgeschriebener Art, Folge und Horarium vorzutragen und von dcn Schülern Rechenschaft über ihre Verwendung abzufordern. Gegen seine Forderungen aber lehnen sich diese ost sammt ihren Aeltern oder deren Stellvertretern mehr oder weniger auf. Man nchme nur die Masse der Studierenden aus dcn unteren Schichten der Gesellschaft; man forsche nach, bei was für Leu-ten ") der Landmann, selbst der Wohlhabendere, seine Kinder in Verpflegung bringe, und man wird alsbald die Hauptquelle des Hindernisses zu cincm an« gcstrebtm Fortgange in den Studien, zur künftigen Brauchbarkeit derselben entdeckt haben. — Abcr selbst Aeltern aus dcn gebildeten Ständen — sind sie alle wirklich eifrige Förderer der rastlosen Bemühungen des Lehrers? Stellen sie sich nicht häufig in die verderblichste Opposition mit dem Lehrer i machen sie ihm nicht seine Pflichterfüllung wohl gar zum Vor-wursc? Der Lehrer soll ihnen nicht selten in der Vcr< zärtelung ihrer Söhne, die sie vor jeder in ihren Au-gen un gemessenen Anstrengung zu bewahren, vor mancher Versagung eines Vergnügens zu schützen su. chen, eifrigst beistehen. Unwillen gcgcn dcn Lehrer, Mitleid mit den „geplagten" Söhnen — ohnc Hehl diesen selbst kund gegeben — erfüllt ihre Herzen, widerstrebt der „harte" Pädagog, von dem sie übri-gcns nur eine unbeschränkte Geduld, eine noch un- ') Ich halle ellich, Programme auch in eine,, Entwinf i„ Gy!«« ,ia!>al«Lchrt>ilchtrn ubslgchril lasse»: ") W>»wohl ehrenweilh an sich. 56«> beschranktere 3i <, chsicht, cm cwigeo Z u w a »ten und An hoffen zu begehren nie aufhören- es werde ja, versichern sie mit innigster Ueberzeugung, ihren Söh nen mit den Jahren auch der Verstand kommen, und der Fleiß, und alle möglichen Tugenden. — Die Verblendeten! Sie begreifen nicht, oder vergessen, daß ihre der Elemente baren Söhne spater bei dem besten Willen nicht mehr im Stande scyn werden, sich emporzuarbeiten.« Ja selbst Männer vom Lehrfache sind durck die Liebe zu ihren Söhnen, durch die Rücksichten sür ihre Pflegebefohlenen — oft so ver. blendet, daß sie bci Fehlschlagen ihrer Wünsche und ob Nichtcrreichung dessen, was sie für dieselben angestrebt oder — angesprochen, in die schroffste Opposition mit dem Lehrer treten, und gewöhnlich — was das Schlimmere ist — nun aus vollen Backen ihr großes Wort durch das gemeine Horn der Tadelsucht gegen die Lehranstalten, gegen die Studienpläne in die Welt hinausblasen, gegen Studienpläne, die sie vielleicht selbst würden ausgeheckt und dann sür gut be-funden haben. Denn so sind Viele beschaffen: sie schleudern ihre Blitze gegen eine Einrichtung, weil sie dieselbe nicht erfunden haben ; ihr setzen sie eine andere preisend entgegen, die sie, wofern ihnen mit dem Pro-jecte ein Glücklicherer zuvorgekommen wäre, abermals verwerfen würden, in jener ersten das Heil findend, — Das ist die menschliche Schwäche. Weh denen, die in politischen und anderen wichtigen Dingen sol^ cher Menschen Ausspvüche als maßgebend beachten! »Ein anderer Grund der Hemmnisse eines gu ten Fortganges und der bei gehöriger Unterstützung von Stite dcr Pfleger vielleicht, zu überwindend» n Abneigung gegen das Studium liegt darin, daß man Dinge memorise»! laßt, die, heute mit Auszeichnung hergesagt, morgen dem Gedacht n i s s e, n t s ch w u n d e n sind, nn, desto sicherer, je weniger sie von Wichtigkeit und den Geist anregendem Interesse erscheinen und je weniger sie in Uebung verbleiben. Man will ost Pracht» Exemplare von jungen Vielwis-sern ediren, — und erzielt — alte Ignoran-t e n. Anstatt der Jugend durch klug zugemessene Ga, ben den Durst nach Wissen rege zu erhalten, über flutet man und ertränkt denGcist, und glaubt ein Erkleckliches, ja eu> Rühmliches geleistet zu haben, wenn man dem Jüngling aufgenöthiget hat, zu wissen, wie viele Hähne Julius Cäsar ge-habt, als er ausrief: ,»>Auch Du mein Sohn!"« — Bei Abfassung neuer Schulbücher wäre das Hauptbestrebcn aus Beschränkung der Viel. wissertyrannei zu richten." „Ein dritter Grund der Uebel ist in einer seh. lerhaften, la u nenhaste nMethodc zu suchen. Nicht sowohl dem Stud ienplan, den Schulbücher n, al5 vielmehr ihrem Gc bra u ch, d. i. ihrem schlcch-ten Gebrauch wolle ma», den größeren Theil der Schuld des Mißlingcns beim Lchrgeschäste beimesscn; unpädagogische Klein, und Großkrämerci ist eine reiche Qucllc drs Widerwillens gegen Schulwis sen. Nicht immer streben die Lehrer, das wahrhaft Merfenswerthe in eincn dm Verstand meh, ansprechenden Kranz zusammengefaßt, ihren Schülern vor zulegen. Ja es fehlt nicht an Beispielen, daß sie auf die ohnehin drückende Last noch Stein? aus ihrem Bruche werfen, um im Erschweren ihr Übergewicht fühlen zu lassen, ihre.Gelehrsamkeit zur Schau zu tragen, nicht im Erleichtern zum Frommen der Jugend anzuwenden. Ich habe die Erfahrung gemacht, daß Lehrer bei an sich gleichgültigen Dingen Gelegenheit gesunden, ihre Afterwcishcit bloß zur Qual der Schüler zu entfalten. So hat z. B. ein Lehrer die den Grammaticalschülern angewöhnte Erasmische Aussprachweise jederzeit plötzlich durch die Neuchlinianischc verdrängen wollen, sich auf die Aussprache d«r Neug riechen berufend. ',.)«l/,"»>,- durste nickt mehr gelesen werden llomttl'o«) sondern Omlt-os; dann mußten die Schüler stets nach Quantitäten lesen (in Prosa wie in gebundener Rede), wofern sie sich keine minder gute Note zu. ziehen wollten. Nicht half die Vorstellung, daß Niemand die Aussprache der alten Griechen kenne; daß " z. B. bald wie i; bald wie <> mochte ausgcspro-chen worden seyn, wie schon aus .',<(,?,^- (»urm«) und "/">"<< (5lt;ll«l») ersichtlich; daß man nicht ganze Massen quälen dürfe, etwa weil unter Tausenden Einen die Verhältnisse bestimmen könnten, das Neu. griechische zu lernen, der selbst in diesem Fallc nur eines geringen Vorschubes sich zu erfreuen hätte. Denn hatte früher nur Einscitigkeir, nur Halbheit die andere Leseart zu Tage gefördert, so mußte nun die Geburt von Eigensinn und Starrheit sortgepflcgt werden, wahrlich nicht zur Erweckung der Liede sür dasStudium dergrie ch i schen Sprache. Es gibt Lehrer, die jedes Lehrbuch schlecht finden ( — die bequemste Methode sich in die Geruch. sphäre der Gelehrsamkeit einzuschmuggeln —), einiger Klcicnstäubchcn wegen, .von dencn sie cs in bcschci^ dencr Stille beim Vortrage säubern konnten. — Die hier den Lehrenden gemachten Vorwürfe treffen jedoch nur Einzelne. Es ist nur bedauerlich, daß hicr selbst Einzelne Unheil gestiftet und die Veranlassung zu dcn schmählichsten Ausfällen ge gen einen ganzen Stand gcgebcn haben , zu Ausfällen, welche jenes Unheil viel gräßlicher darzustellen geliebt, als es in der That war. Ich weiß, daß z. B. die Qualen obgctadclter Quantitä-tcnjagerci von so Vielen doch glücklich überstanden wurden." »Ich will nun von dem zuerst erwähnten, den redlichsten Bemühungen der Gymnasial-Lchrcr scind lich entgegentretenden Umstände sprechen. Dieser läßt sich in Etwas beseitigen, oder gewissermaßen pa-ralysiren." (Fortsetzung folgt.) Hur Hlnfklärnng Die Widerlegung des Anwmscs, wegen Holz-stöckelpflastevung, im Blatt, Nr. W der „Laibachcr Zeitung," wurde, nachdem der Ausfall weder den Bürgerausschuß, noch die Stadtbehörde betraf, von beiden Theilen im Geiste dts jüngst nflosscnen Preß gesetzcs von dem Herrn Inserenten abgcheischt, wozu sich derselbe, nachdem er sich von dem Ungrundc der Verdächtigung überzeugte, bereitwilligst erbot. In wie fern nun dieser unter solchem Bewandtnisse als Vertreter oder Anwalt der Stadtbehörde an-gesehcn werden kann? darüber möge die nunmehr amtlich in Anspruch genommene Oeffentlichteit aburtheilen. Diese Aufklärung gibt der Bürgerausschuß und der Magistrat aus das einschlägige Inserat im v"li tischen Blatte der „Laibacher Zeitung'' Nr. <)9 und bemerkt, daß die angedeuteten Nacherhebungen mit Erlaß vom » , erhalten 2l. Februar ll^ aogesorocrt, oen nämlichen Tag erledigt und Tags darauf zur weiteren Amtshandlung gebracht, endlich, daß der Gegenstand auch unterm 28. Juni l. I. höheren Orts urgirt wurde. Der Bürgerausschuß und die Stadtbehördc ist daher außer aller Schuld, wenn mit Rücksicht auf die Hcrschassung und entsprechende Zurichtung dcr Holzstöckeln wegen vorgerückter Jahreszeit die Pfia stcrung im laufenden Jahre in Frage gestellt steht. Vom verstärkten Bürgerausschusse und dem Stadt-magistrate. Laibach am 22. August 1848. <5inwnrs a«f die Frage „Wird denn die Landessicherheitswachc nach bereits „erzieltem Erfolge nicht bald ausgelöst?" („Laibachcr Zeitung" vom i?. August l. I. Nr. W.) Wer ili, so wie rine kurze Le-bensgcschichte dieser Horde zu liefern, und ich wiin sche ihm, daß diese Lieserung recht gut ausfalle, weil ich sonst dcn unbekannten Herrn Verfasser dahin trei. ben müßt?, daß er seinen Artikel in benannter Zeitung selbst als einen Unsinn erklärt und bekennt, daß er auck nur in die Allarmtrompettc dcr Preßsrei-heit geblasen habe. Wartenbera am 22. Aug. l8 lst, A. Mu rgel »Ans de»n Vereine von Volks freunden für Piirger und Vaner» (Fortsetzung.) 10. Alle Na tu raldienstlei stu nqen sind auch nicht nach ihren« rcelen Werthe, und überhaupt gar nicht zu einer Bonification geeignet. Mag ein Factum dcr Suprematie ob,r ein Vertrag als Entste« hungsglund derselben angenommen werden, so kön-nen sie nicht nacli dem Vernunstrcchte, und auch nicht nack unscrer positiven Legislatur aus eine recht-licbc Ancrkennung Anspruch machen. Dic Wirkung der angemaßten Herrschaft reicht nicht weiter, als dic physische Gewalt, und sie erhielt sich in unserem Staate bis alls' die neueste Zeit nur dadurch, daß dic eben auch nur usurpirte absolute Regierung , lbst den Hcrrschasten die Gewaltübunq, das Strasrecht, durch das Unterthans - Straspatcnt zur Ausrechthal, tung ihrer naturwidrigen Usurpationen zugestanden hat. Mit dcr devolution und dcr errungenen Aner» scnnunq dcs Uvrecbtes dcr VoMr sind auch alle Sor-ten widerrechtlicher Unterdrückung weggefallen, und für solche sogar einem Entgelte dasWoit rede»,, h.ißt das Recht ignomen oder die Persönlichkeit dtS Vol^ kes laugnen. Eine vertragsmäßige Verbindlichkeit zu Dienstleistungen kann nur eine persönliche, nie ein» dingliche seyn; es widerstrebt dem Begriffe der Un abhängigkeit, daß Jemand schon mit dcr Verbind, lichkeit zur Dienstleistung sür Andere geboren werde; so wenig als moralische Verdiensie, können erzwungene oder versprochene Dienstpflichten als Beschränkungen angeborner Unabhängigkeit aus Andere übe» tragen werden; Jedermann kann nur für sich, für Andere olme gültiges Mandat Niemand sein gülti. ges Versprechen maclicn; eine Verbindlichkeit zu frem den, nicht entgeltlichen Diensten wäre eine partielle Sclaverci, und selbst die wirkliche Bedingung einer unerlaubten Handlung ist ungültig, und das so Be« dungene kann und darf im Staate nicht gefördert werden. 1l. Alle V eränderun gsgebühr en oder Laudcmicn sind Reste dcs Feudalismus, der recht' loscn Aoizcit, der Gewaltherrschaft, Während dcs Bcstandcs dieser war dcr Herren-Schutz eine Ursache Derselben; dieß beweisen die aufgetragenen Lehen. Seit der Staat dcn Rechtsschutz übernommen, stehende Heere eingeführt worden, dcr Unterthan die Staats' lasten selbst entrichtet, hat jeder Grund für jene Lei' stungcn aufgchört, und der in den Schirmbricfen ent-haltene grundobrigkeilliche Schutz ist eine Chimäre gewoldcn. Mit dem Aufhöien dcr Bedingung hat auch das Gedingte aufgehört und das Ersatzrecht in Ansehung dcs im unterthanigen Zwangsverhältniffe il»2. Schirm bliese sind seit Einführung dcr Grundbücher überflüssig geworden, denn das gründ-buchZä'mtlicke Umschrcibungs - Ecrtisicat ist die den Besitz gewährleistende Urkunde; überdieß wird von den Grundobrigkcitcn seit Aufhebung der Patrimonial Gerichtsbarkeit tin Schirm oder Schutz weder gefordert noch geleistet. Wozu also eine Gebühr für einen werthloscn Wisch? In einem Staate, wo der Verschleiß der Amuletcn, Venusgürtel und Lucaszct-tel vcldotkn ist, muß man den Verschleiß der Schirm.-briese zu Ducatcn und noch höher, so wie die Stipulation solcher Gaben für eine Schändlichkeit erkennen. <:l. In Rücksicht des Unterthansorrhältmsses lie-gen dcn Dominien auch Verbindlichkeiten ob, als: Unterstützung der Unterthanen bei Elementar Un qlückssä'Nen, durch Samengetreide, Baulwlz u. dgl.. Patronats-, Concurrenz.- und Vogtei-Schuldigkeiten', Führung der Grundbücher und Erhaltung der Grund buchssührcr u. dgl., namentlich aber die Steuerpflicht, von dm unterthämgen und Zehentbczügen , welche blsher gegen Einlaß des provisorischen Fünftels von dcn Grundbesitzern getragen wurde. Soll das Auf hören dieser Schuldigkeiten keinen Einfluß äußern auf das Aufhören dcr Untcrthanslasten? ,4. Die Mieth reali täten können und du> fen den Herrschaften nicht anheim fallen; ein Hein,' sälligkeitsrecht in Ansehung der Rusticallehen besteht schon längst nicht mehr; die I. f. Lehengnaden kamen "uch den Asterlehcn zu Statten; sie bleiben dem Bc. sitzer und können nur auf privatrechtliche Art auf Andere übergehen; es war eben auch ein AuZspruch des Absolutismus, daß derlei Realitäten Eigenthum des Dominiums seyen, und vom selben nach Willkür um welch' immer für einen Preis, jedoch stets nur an Unter thanen, veräußert werden können ; es war eine Berau 5tmg der besitzenden Familie, welche den Boden cul tivirte, Gebäude aufführte und dann beim Tode des Vaters rücksichtslos und ohne Entgelt des Aufwan-des aus ihrem Eigenthume vertrieben wurde. Solche rechtswidrige Verordnungen, denn Gesetze sind sie nicht, haben keinen Anspruch auf vernünftige Anerkennung, sie haben mit der Herrschaft des Volksrech-tlö aufgehört, so wie das ganze historische Regiment. (Schluß folgt.) Wien. sckli-e ^' ^ Mesial hai,cn ,„it Allerhöchster Ent-„ ^ "^ ""'" '7. d. M. die Bestellung eines Un-- ^1 """s für das k. k. Ministerium der o'ssentl.chen Arbeiten zu genehmigen, und gleichzeitig diese stelle dm, Hosratde und montamstischcn Sections.-(5hef des genannten Ministeriums, Michael Layer, allergnadigst zu verleihen geruhet. Seine t. k. Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom ,7. August d, I. über den An.-trag des Ministeriums der öffentlichen Arbeiten dcn bisherigen Hos- und Präsidial-(Zoncipistcn Guido von G ö rgey, zum Ministerial. Secretär allergnä-digst zli ernennen geruhet. Sc. k. k. Maje,tät haben aus Anlaß allerhöchst Ihrer Rückkehr nach Wien durch allerhöchste Entschließung vom 19. August ,848 über Antrag des Ministeriums vom l4. August d. I. den Minister der Justiz zu ermächtigen gemhl, die k. k. Staats-anwaltfchaft zu beauftragen, von allen bisher über-reichten Klagen, so weit sie die Uebertretung des §. l l der Verordnung in Preßsachen vom «8. Mai l848 zum Gegenstände haben, abzustehen und die Ueber-reichung von Klagen wegen Uebertretungen der bezeichneten Art, welche der Kundmachung dieses al lerhöchsten Gnadenactes vorangingen, zu unterlassen. Zufolge einer dem Kricgsministerium zugekom menen Meldung des F. M. L. Baron Weldcn aus Novigo vom l5. d. M. hat sich derselbe aus die Einladung der päpstlichen (Zommissarien Marin i, Eorsiui und Guarin.i nach Rovigo begeben, und daselbst an obgenanntem Tage die zwischen ihm und den päpstlichen Behörden sich ergebenen Differenzen mit denselben vollkommen geschlichtet, so wie über-Haupt die ganze Zusammenkunft unter dcn freund» schaftlichsten Formen Statt gefunden hat. Zufolge eines dem Kriegsministerium zuc>rgan-gmcn Berichtes des F. M. Grafen Nadetzky aus Mailand vom l<>. d. M, haben die Truppen des ll. Corps die Städte Varese, Como, Lecco, Sondrio und Bergamo ohne Widerstand besetzt Der FML, Baron d'Aspre ist gegen Brescia gerückt, von wo sich Gencral Grisfini mit 3—4000 Mann über Edolo und Tirano in's Puschiaverthal gezogen hat, während General Dura ndu mit 3000 Mann ge. maß dcr mit Earl Albert eingegangenen Convention von Bergamo über Monza und Gallarate nach Piemont zurückkehrt. Ein anderes Eorps von etwa 4000 Mann unter Garibaldi ist über Lugano an den picmontesischcn Theil des Lago maggiore g«zogen- In Erwägung der Nothwendigkeit, das kom-mende Studien- Jahr nicht ohne Herstellung wenigstens der dringendsten zeitgemäßen Einrichtungen zu beginnen und der Unmöglichkeit, diese Einrichtungen, zumal bei den gegenwärtigen Verhältnissen, in wenigen Wochen in's Lcben zu rufen, hat das Ministerium des öffentlichen Unterrichts, mit Erlaß v. lii. d. angeordnet: daß die Wiederössnung der Universitäten mit dem Ansänge des November lausenden Jahres Statt sindct. Durch diese Maßregel wird sowohl dem Uebel eines längeren Ausschubs, als dem einer vorei-llsscn, halben Verfügung begegnet, eine wünschens. werthe Gleichförmigkeit mit der Einrichtung im übn-gen Deutschland, so wie in den italienischen Provinzen erzielt, dem vielfach geäußerten Wunsche nach Verätzung der Ferien auf die Hcrbstmonate entsprochen, uud vlMlcht noch mancher Resormschritt möglich gemacht, der sonst vor dem Beginne des Studien-wahres nicht hätte gemacht werden können. Es schien «"gemessen, diese Anordnung, außer dem ämtlichen. "UN) noch aus dem Wege dcr Oessentlichkeit zur all gemcmen Kenntniß zu bringen, damit die Betheilig. U)re Verfügungen darnach treffen können. W,cn, ,9. August. Heute Morgens um 9 Uhr yatten wir eine feierliche Fcldmesse auf dem Glacis, welcher die ganze kaiscrl. Familie beiwohnte. Die Na-Nonalgarden Wiens und der ganzen Umgebung der Hauptstadt waren zahlreich gegenwärtig und desilir-ttn schl.eßl.ch vor Sr. Majestät und dm Prinzen vorbei. U ei ch s t», g ö - D e r i ch t c. Sitzung v0M »7. August. Die Vcrsammlling wird zu einem Fackelzuge von Penzing nach Schönl'nmn heute eingeladen, ebenso zur Bciwohnung einer Feldmessc, welche von der Garde am 19. Morgens 9 Uhr auf dcin Glacis Statt findet, und Erbittung eines schleunigen Friedens zum Zwecke hat. Zimmer befragt den Kriegsminister, ob von Deutschland keine Truppen gegen Schleswig Holstein verlangt worden wären. La tour antwortet, daß dieß der Fall war, dcr Reichsvcrwescr aber erkannt hatte, daß die Truppen jetzt nicht lwthwcndig scycn. - La tour slicbt zu-glcich die Grausamkeiten unserer Truppen in Italien zu widerlegen. Sicrakowsky verlangt zu wissen, wie die in BetrcssItaliens, mit dcr gcwaltsainen Einsetzung des Herzogs von Modcna von Seite unserer Truppen zusammenhange. La tour sagt, daß das modcnesischc Landvolk die .Mckkchr seiner Truppen forderte, und dcr Herzog nur mit ihnen eingezogen sey. Löhn er will vom Kriegsminister wissen, was mit dem vor ein Kriegsgericht gestellten Hcrrn Zichy geschehen sey. La tour antwortet, daß eben jctzt bei Anwc. senheit des Viceadmirals Martini dic wichligen Er-Hebungen gepflogen und nach Ollmütz abgchen wcrdcn. Löhn er verlangt ferner vom Iustizminister zu, wissen, was mit dem Eivilchef Hcrrn Palffy geschehen. Bach antwoitet, daß das Ministerium eine strenge Untersuchung pflege und eine Commission nie-dcrgesetzt habe. Brauner hält dem Minister des Innern vor, daß cr gesagt habe, die Provinziallandtagc haben nur Materiale für den Reichstag zu sammeln, und für Böhmen sey ein constituirendcr Landtag ausgesckr!> beil Er bittet um Vorlage der Papiere. Doblhoss antwortet, daß dcr böhmifcde Landtag am l5. März bewilligt wurde und gar keine. Acten habe. Kapuschtian spricht nun gegen Entschädigung an die Gutsherren, Umlauft gegen, Dilevsky für. Er versprach der Versammlung, sich kurz zu fassen, ermüdete sie aber eine Stunde mit altem Zeug. Die Versammlung weiß jctzt für und gegen Enrscha» digung so viel, daß wir wahrhaft ihre Geduld bewundern müssen, wenn sie die folgenden 40 Redner noch anhört. Hier wäre eine nothwendige Eensur eint, zuführen, damit das Landvolt doch endlich ein jile» sultat höre, und dcr Staat für unnütze Reden nicht Tausende verschwende. l4 Tage wcrdcn sic noch daucrn, ein Monat tostet über Hunderttausend Gulden und die Taschen des Staates leiden unseres Wisscns tci< nen Mangel an Mangel. Ein Antrag Schuselka's, die Parteien mögen für sich Sprecher erwählen, um schneller zum Ziclc zu kommen, wird in dec Dtbattc und hauptsächlich durch Borroscy's dcclamirtes Geschwätz so crmü-dend, daß man wieder zur Tagesordnung übergeht, und abermals das unabsehbare Plänkeln für und gegen beginnt. Sitzung vom >8. August. Am Vorabende wurde Strobach aus Prag nach dem Paragraphs welcher alle vier Wochen Heue Wahlen bedingt, mit ,8, Stimmen zum Präsiden-tcn, Hagenaucr aus Trieft mit l?tt zum ersten, Stracer aus Tyrol mit ,25 zum zweiten Präsidenten erwählt. Sie dankten für die ihnen gewordene Auszeichnung. Havelka beginnt die Reihe der Redner wiedrr, und spricht sich für die Verträge der Gutsherren aus. Schuselka interpcllirt den Iustizminister, und erzählt auf eine für ihn sehr sonderbare langweilige Weise eine Familiengeschichte Kuranda's, Die wesentliche Sache ist die, daß Kuranda aus Prag kam, sich in Kolin im Stillen zu vermalen, und als seine Anwesenheit bekannt wurde, man vor dein Gasthose Epottliedcr sang und seine ga„zc Familie bei der Abreise höhnte. Er erkennl hier cinc politische Bedeutung, und will, da Kuranda Fiankiurtcr Deputirtcr ist, ein Schutzgcsetz für die Frankfurter Dcputirten. Bach beklagt den Fall, legt ihm keine politische Bedeutung bei, und glanbt, in Frankfurt soll ein solches Gesetz erlassen werden. Er ist iu Oesterreich für kein Gesetz, da es das Volk verdächtige und bei seinem gesunden Sinne nicht nothwendig sey. Dcn einzelnen Fall werde er untersuchen und die Papiere dem Hause vorlegen. Schuselta ist hiemit nicht zufrieden, man hab« in W,en e,n Gesetz beim Anlasse Niegcr's zum 5n 5 Uhr Abends. Vesterreichischcs Küstenland. Das „Journal des östcrr Lloyd" v. 20. Äug, meldet aus Trest vom «9, d. M.: Albini scheint es sich zur Ausgabe gemacht zu haben, all' scme Sänitte uns gegenüber in rätlmlhastes Gewand zu hüllen. Er hat den, piemontesischen Obersten, dessen »iück-kehr wir gestern berichteten, erklärt -. die Conventions-acte nicht anerkenncn zu wollen, bis ihm directe Befehle von Turin zugingen. Bis dahin werden die sardinischen Truppen in der Stadt nnd die sardini-sche Fl»tie im Hasen von 3>rnedig bleiben. Es un-terliegt llincn! Zweifel, das; Albini ein abgekauetes j Spiel treibt. Man wird uns doch nicht zumuthcn, zu glauben, daß ihm von Seiten seiner Negierung uoch keine Kunde über die lombardischen Ereignisse zugekommen sey? Aber vielleicht wuroc ihm die Nach' richt privatim übermittelt und die officielle Weisung ossiciell verzögert, Was wird aber durch diese U5erzö' gerung gcwonncn werdend Man erwartet Tommaseo «us Frankreich zurück und mit ihm eine französische Flotte. Glauben die guten Lmle denn wirklich, daß Frankreich ihnen zu Liebe, aus reiner Schwärmerei für fremde Fnihcit, sich in einen Krieg mit Oeutschlanv einlassen werde? Und John Bull'l In Venedig, schrcil, man (wie Reisende erzählen,' einstweilen aus vollen, Halse-. ,Mc,l'l« «i l'^Iu«<1u'." l Dl n g ar n. Groß-Äccslcrel, l0. August. Samstag kehrten unsere Truppen nach Lazarfeld zurück. Unsere Kanonen, so wie auch unsere Infanterie und (^aval^ lerie, erhielt bedeutende Verstärkung, l«nd wir griffen den Feind nochmals an. Ein Regeil von Flinten-und Kartäcjchel«kligeln siel auf uns nieder, wir erwiederten jedoch muthig das Feuer. Bald darauf stand Ncuzina in Flammen. Unsere Soldaten stürmten hinein, und mehr als 500 E>„p^r wurden niederge macht. Ein reich in Gold gekleideter Scrbr, der sich nicht tvtlen tonnte, sprang in die flammen eines bi'enileiidcli Hauseo und wurde lcdcndig gebraten. ! Nachrichten vom Kriegsschauplätze.! Die »Abendbeüage zur Wicinc Leitung" vom «9. August schreibt- Die heutigen Nachnchten aus Mailand vom 15. d. bringet, luchts Ncues. Earl Albert soU seine Höhne vorauo nach Turin gc schickt haben. c Piemontcsen uoch nicht von Venedig abgegangen. Mailand. Am 7. August erließ der Erzbi.-schof von Mailand ein Umlausschrcibcn an die Geist-lichrril u>»0 all das Volk, in welchem rr dringend ernlahnt, dem rechtmäßigen ^andeslürsten »iild dcn gesetzlichen Behörden willigen Gehorsam zu leisten, um so jcdcs weitere Unglück vom liandc fern zu halten und sich der Huld des Siegers nicht unwürdig zu zeigen. Die letzten Nachrichten aus Mailand vom l 7. bringen nichts Erhebliches (5a r l A lbcrt hat sich nicht nach Turin begeben, sondern befindet sich bei seiner Armee, zu welcher einige Verstärkungen gestoßen sind. Aus Padua wird vom lk. gemeldet, daß die iUenetianer und Freischaarcn in Venedig druPiemon-lesen den Abzug verweigern. Es wurde dieß von Seite der jetzt herrschenden republikanischen Partei dem piemonttsischen (öoimuissär, so wie dem scnoim-fchcu Admiral Albiul, der bel Venelig eingetroffen ist, angezeigt. ,M^. Weiden hat ebenfalls ticAn.-zcigc erhalten und dem F. M. .'kadcyky hierüber Bericht erstattet. Ofoppo har die Bluliahnc aufge. steckt und sich N'ir Venedig erklärt. Verona, >:l. August. Nach einem Briefe aus Mailand soll zugleich in Turm und Gcnua oce ^ic. puollt ausgeruien, der König in beiden Staotcu als Vaterlaut svcrrächer erklärt worden, der königliche Pallast in jener und der herzogl. >n dieser Stadt ab-gebrannt scyn. Mit Erlaß vom ?. d. M. befayl Füvst Schwa rz enb crg, Mllitärcoinmanvant von Mailand, dic allgemeine Entwaffnung jener Stadt, und die Abgchuug der Waffen jcder Art uno Mu» nilionsartirel innerhalb 24 Stunoe» uncerAndrolmug »er bestehenden militärischen Strafen; dann mit ei-ncm andren Erlaß vom nämlichen Dalum oie Aus hcbung der Nationalgaidc, mit Verbot, diese Uniform je mehr trage,» zu ' dürfen; auch wurden Schu,t.-stellrr und Drucker aufmcrkfam gemacht, stch >olcher Artikcl zu enthalten, welche polmschc Auireglmg vcr-! urfachln könnten. Endlich wurdcn allc Zuialumen^ z rottunge» auf öffcntlichci, Plätzen lind Wegen, w wie das Halte,! vm» .',>edcn politischer Farbe unter Androhung obiger Vlrafcn unterlagt, ^cschiera wird morgen Znih üoergeben. Die Garnison ist beiläufig -4000MaMi stark. Ausier dem Kriegsmaterial, welches dic Kaiserlichen dort laffcn mußten , besinden sich da feldst noch andere l<0 Kanonen von l5, 24 und 32 Pfuno Kaliber. Unter den Soldaten giot es noch ei. i>e gute AnzahlEreinonefn-Eoilscridirtc voll li< Jahren, die nach ihrer Heimat verlangen, was ihnen auch gestaltet werden wird. Vorzügliches Aufsehen machlen die MdpatcrS der Garnison wegcn ihren colossalen Schnurr- und Kinnbärten. Malland, wie schon ge sagt, ist immer leer, vermißt den hohen und höde-reu Adel, die deichen und dcn größten Nhcil c»cl Intelligenz, weßhalb die österreichischen Ossiciere u>n wohlfeiles Geld die schönsten und bi-quemsten Quar-tiere in 0c!, Pallästei» und Häusern genießen. Sonst ist in der Scadt alles ruhig und die Entwaffnung geht olmc Anstand vor nch. Nömische Staaten. Der ill >iiom erscheinende „Eontemporaneo" sagt: Es würde sür un5 das gröftte Unglück sriil,, fremde Hilft dci uns ankoinmeli zu sehen, und dock sind wir dahin gekommen, daß wir mit fieberhafter Aengst-lichkeil nach dcn Alpeil Hinblicken, um zu erspähen, ob kcinc französischen Phalangen von dort herabkoM' men, und wir spieen die Obren, um zu vernehmen, ob nicht die Marseillaise angestimmt werde. O, jene Phalangen würden schrecklich, jene Marseillaise würde einer Feucrsbrunst ähnlich scyn! Diejenigen, die die-seö gewollc haben, werden ihren Verrath theuer büßen «nüssen, Preuße n. Berlin. Die größten Gefahren der preußisch deutschell Frage liegen in diesen, Augenblicke in den Verhältnissen zu Dänemark'. Preußen bai bis jetzt über vier Millionen Thaler Kriegskosten bezahlt und der Verlust seines Handels beträgt in ^olge der Nlo-lade uno Gränzsperrc wenigstens srcbs Millionen Tl>a ler. Wälmnd das Parlament in Frankfurt, ohne Rücksicht auf diese Opfer, auf eine kräftige Fortsez» zung des Krieges dringt, liat England von Neuem ourch feinen Gesandlen bei der preußifchen Negieruug die energischen Vorstellungen wegen Herstellung des Frie dcns machen lassc:,. Schweden hat sich in einer neuen Note eben so energisch ausgesprochen, und Rußlands Stellung ist nichls weniger, al5 beruhigend. S ch w e i.t. l^hur, den ll. August. Von der Lombardie kommen Schwären von Flüchtlingen, Weiber, Kinder uno Greise, mitunter auch wahrhafte Männer, in den Eanton Gcalidündten, größtentheils ins Engadin und Puschlav Der kleine .'1l,n!) hat die nöthigen Anort" nungcu ill» Eluverständniß mit dcn Gränzbehörden gelroffci, damit den unglücklichen Flüchtlingen jede Unterstützung zu Theil werde nnd sie namentlich vor Prellereien gesichert seyen. Solch^l, Prellereien sind sl> desolwerS in Tcffin ausgcfctzt, da vicle charaktcrlofe Tessincr das Unglück auf jede möglicke Weise aus' zudeutcn fuchcu. Die Regierung von Tessin schickt täglich Depesche:, a>, dcll Vorort, um über die Lage der Dinge an der italienischen Gränze zu beuchten Es zeigt sich aus denselben, daft neben vielen burger!ichm Flücht-lingen auch Soldaten in die Schweiz kommen, die Meisten zwar einzeln und unbewaffuet, doch auch etliche Eoillftagmen mit Waffen, Gack und Pack, ja sogar mit :; Haubitzen. Diese Waffen sind ins In^ nerc des Dämons gebracht worden. Auch General Zucchi ist in iiuglNio. Die Soldaten wünschen nach Frankreich zu gelangen und es scheint fast, als wolle dieser «iug nicht durch P^cmont, sondern durch die Schwciz geschehen. Die Regierung meldet ferner, daß General G a rr i ba lo i sich mit einigen tausend Mann in dcn Bcrgcn um (5omo befinde lind das Spiel nicht oerlorcn gebe; co sind ocßwegcn einige (Zom-pagilicu Kontingent aufgestellt worden, ui,d es wird sofort angetragen, dieselben doch ja ill eidgen. Sold zu nehmen. Verleger: Ign. Al. Edle, v. ^ l c i n m a n r. Verantwortlicher sledactenr : «eopold Kordesch. M>"«lpsti» Vlaat,»chu!dv,r,cdl<>b. zu ^ f,c!>. ll» i5M.) UaZjll delro oeito , ^ . Üi »^ Darl. mit V,r>. v I. z«.^ fur ,5o st- (in <3 M.> «ik »^ F»i«ner «5ta0l,lb<,„cl>.Ol»l>ft. zu « »j» l^^- ^o Herar. Domiüi V, Oesterreich linier und /zlu,^ i'(^». ^ oo dec lHlNl«, vo» boh, l^u , »>»^.. ! 5a — men. Mahr«,., Hchlt. 1zu,.»4 .1 l — — «en< ^ltoermai-e, ,,.'^u « ... / 40 — ttn > «raln. ^lori u„0 » ^1, z H,4 .. l — — i'tß W. Ovtrf. A»,leS ^ ) Z, l5>5, (!) Anzeige. Am 28. August l. I. und den darauf folgende» Tag werden bei der Herrschaft Radmanns^ dorf mehrere Hundert Eichen-Stcnmre von ver' schiedener Größe im Licitationswege in der Wal-dung verkauft. — Die Kauflustigen werden htezu eingeladen. Dic zum Verkaufe angetragenen Eichen-stämnu' sind zum Schiffbau nach Trieft, für Ge-werke und zur Eisenbahn zu verwenden. Verwaltungsamt Herrschaft Nadmannsdorf am 20. August l84S. Z. 15,8. (!) Zur gefalligen Nachricht. Ich habe von der löbl. Stadtdehorde die Befugniß alö Löhnkutscher erhalten, und mir sonach elegante Equipagen angeschafft. Ich offcrire mich nun zu geneigten Befehlen des verehrten Publikums. Laibach am ltt. August IM8. Georg Mnyr, wohndast beim Kailerwirtb, <^t ^eters.Vorstadt Nr. N«' Oewolb zu vermuthen. In der Schustergasse, Haus Nr. 170, lst das bis jcht zu einew Comptolr denühle Locale sckon z" Michaeli dlesek Jahrs zu vernuethen- Hierauf Reflcctlrende erfahren dls näheren Bedlngnisse in dieses Locale selbst.