R«««er 49. > - tt« », U* 7. PflmWr ltOi. XI1T. I«tzrs«»A. PettauerZeitung. Erscheint jebrn£onntag. ?rei« Wt fettn ait 8aM*a« in» Haut: «onollich 80 h, »ierteljShng K 3.40. halbjüdrig K 4.80, gaiuid^tig K 9 —, mit ««ftetfeitduna im Inland«: Monatlich 8ö b, werte l^ng K 2 60, hatdShrig K 5.—, gonj,ätzr>g K SLO. — Cin^rfu 90 h. Handschriften »erb« nicht jurückge stell», «utündigungen dilligst berechne». — (Wtirigc sind erwünscht »nd i»»Len längsten« bi» Freitag jeder Woche eingesandt »erden. Die Verfolgten. Der unschuldig versalzten sich anzunehmen, die Unterdrückte» zu beschützen, ist nicht blos eine Menschliche, sonder» auch eint christliche Pflicht. Diejenigen, die mutig und gerechtigkeittliebend sind, die werden auch nicht säume», den Unter-drückten und verfolgten beizustehen, um sie zahl-reicher und dadurch widerstandsfähiger zu mache». Die natürliche Tatsache, daß der Verfolgte leicht Beschützer und AeNcidiger fiudet, Hot schv» oft dazu verleitet, daß sich auch solche als hilflos, al« unterdrückt und arm. als gehaßt und ver-folgt ausgaben. die in Wahrheit iit gar ffiktx Weife bedroht waren, i »Die Religion ist, »großer Gefahr, b i c Ehristusseinde beherrschen die Welt, die katholische Kirche wird beschimpft, die Geistlichkeit wird v e r s o l g t!• Diese und ähnliche schreckliche Schilderungen konnte man in letzter Zeit zur Genüge in unserer Stadt hören. Jede Ze itschrist. jedes Buch, die nicht im klerikalen Geiste geschrie-den erscheine», wurdcn verdammt, al» ob diesel-den nur deshalb erscheine» würden, um mit ihnen gewisse Herren ju v e r f o l a t n. Und weil diejenigen, die sich al« die verfolgte» hin-stellen, die solche» sagen, schon vvnweßeu ihre» Berufe« nicht lügen sollen, darum hält da» arg-lose Volk auch alle diese Dinge sü» wahr. Ob sie aber auch tatsächlich wahr sind, da» wolle» wir nachstehend nntersnchen. Ist e» wahr, daß die Religion in Gefahr ist? Ist e» wahr, daß die Ehristn»seinde die Welt beherrschen? Antwort: Die echte wahre Religion kann gar niemal« in Gefahr sein, sie ist dem Menschen so tief in« Herz Auf der Pferdebahn. Da kam schon der schwerfällige Pferdebahn-wage» herangerollt. Eine kleine magere Frau, welche ein Sind hinter sich herschleppte, holte, laufend da» Vehikel ein. Vergeben» hatte sie dem Kondukteur gewunken, still zu halten, nur einer kleine» Verkehrsstörung verdankte sie e». noch mitfahren zu können. „Det i» man bloß ue Freude for Ihnen, die Leute lausen zu lasten, — Sie.Mondkalb," wandte sie sich, außer Atem, an dem Kond"k-teur. Lei diesem Au»bruch verzogen sich die S«. sichter der übrigen Fahrgäste zu einem Lächeln. Rot vor Zorn erwiderte der Beleidigte: Sie sind wohl gar 'ne Prinzessin, daß Sie nicht lausen wollen.' Dann fügte er schadenfroh hin. zu: .Bemühen sie sich nach oben. Hoheit. »« ist bi» Platz unten." Die Mutter und da» Sind gingen die enge Treppe hinauf und nahmen aus dem Ber-deck nur einen Platz ei» • da» Kind saß aus dem Schoß der Mntter. dabei berührten seine schon etwa» langen Beine die Waden der Nochbarn. Der Wogen hatte sich wieder in Bewegung gesetzt. Räch einigen Minuten erschien oben der Kondukteur, um da» Fahrgeld einzukassieren. Al» sie sich gegenüberstanden, tauschten die und Gemüt gegraben, daß sie keine Macht der Welt ausrotten kann und die Lehre Christi ist so groß und erhaben, daß ein Herr-licherer Gedanke »iemal» gebore» werde» kann und so lange Mensche» mit gesund«» Sinne» leben, werde» seine Gebote der Liebe der Leit-steril ihre» Streben» sein. Ist e» wahr, daß die katholische Kirche bf souder» in Z e i t s ch r i f t e n mit fortschrittlicher Tendenz beschimpft wird, ist e» wahr, daß von denselben die Geistlichkeit verfolgt wird? Ant-wort: E» ist nicht wahr. Die Katholiken ballen ihre Golte»dienste »nd ihre religiösen Übungen unter dem vollen Schutze des Staate« »nd selbst wen» ein A»der«ßläu-b i g e r veradfinmt. zu rechter Zeit den Hut ab-»unthmen, so wird er augetlagt und verurteil!. Wenn die Eltern die Kinder nicht regelmäßig zur Kirche schicken, werde» sie bestraft, die Etu-denten, wie die Soldaten, »erden zum Kirche»-besuche befohlen, olle Veranstaltungen der Kirche, wie Umzüge »nd hergl-iche». erfreue» sich des behördliche» S ch u tz e s. die Geist-liche» genießen volle Freiheit selbst in ihrer to l i t»f ch e n Agitation, während sich z B. e Lehrer keineswegs in gleicher Weise betätigen dürfen. Die Priester haben eine nicht geringe Zahl von Reichsrat», und Landtag»mandate» mne. sie besitzen fast durchweg» Vermögen und schon ihr Veperliche» Wohlbefinden und ihr zu-meist'gesundes uud beruhigende» Au»sehen gibt Zeugin» dafür, daß die angebliche verfol-g u n ft gar nicht schrecklich ist. Ist e» daher berechtigt, angesicht» solcher Tatsachen von eiier versolg»»g der Kirche oder der Priester z» reden? E» liegt uns ferne, die Vertreter der Kirche .Prinzessin' und da« .Mondkalb" einen Blick au», der viel von ihren gegenseitige» Gefühlen verriet; sie schwiegen jedoch und verächtlich rechte die kleine Frau ei» Zehnpfennigstück hin. .Wa»!" schrie der Sonduktmr, der jetzt eine Gelegenheit zur Revansch gesunden hatte .zehn Pfennig? Sie wollen doch nicht et»» be-Häupten, daß Ihr Bengkl nur sechs Jahre alt ist?" .Det behaupte ick erst recht." antwortete die Frau kaltblütig. Und ich sage Ihnen, er ist wenigsten» acht; Sie könne» ihn nicht aus dein Schoß behalte». Zehn Psennig haben Sie noch zu zahlen." .I, wo werd' ick," erwiderte die - .Prin- z-fs'u " Da» .Mondkalb" war vor Erregung blau geworden. Er erblickte da eine .Affaire" und war unschlüssig über den Weg. den er einschla-gen sollte. Der Wagen hatte eben die Brücke er-reicht. Jeinand hatte unten die Leine gezogen und stieg au». Der Kondukteur kam herunter, um zu sehen, wa« lo« war und ohne dem Wage» da» Zeichen zur Weiterfahrt zu geben, stieg er wie-der hinauf. .Wenn Sie nicht bezahlen wollen, müssen Sie auKsteigen!" befahl er. * .Ick habe bezahlt." sagte die Frau. .Meine zwee Sechser sind jn Ihre Tasche." und die Nachfolger der Apostel um ihre hervor-ragende Stellung und Macht z» beneiden, wea» se aber dem arglose» Volke die Sache so dar» telle» wollen, al« ob sie arm,, verfolgte Dulder eien, so venveisen wir anf die Tatsachen und agen: E« ist nicht wabr! Jeder Äatholik kann seine religiösen Ge-fühle betätigen. wie er will, e» hindert ihn gar nieniand daran und e» darf ihn auch niemand hindern, «eil es das Gesetz verbietet. Es wird nie «nd nirgend» ein Priester, der ge» treu uud liebevoll seine heilige Pflicht t»t. ange» feindet ode? verfolgt, ganz im Gegenteile sind alle Geistlichen, die ganz ihrem schönen Berufe leben, von allen Mitbürgern außerordentlich geachtet und geliebt. Wie kommt e» »un. daß da» Volk trotzdem daran glaubt, weu» ihm von einer Versolgung der Kirche und von einer Anfeindung der Geist-lichkeit vorgelogen wird? Wie kommt e», daß nur von den sorijchriillich gesinnten Zeitnngen behauptet wird, sie seien ein solcher Wa» Wau? Da« kommt daher: viele Geistliche werden in den Seminaren so herangebildet, daß ihnen ihr Seelsorgedernf erst in »weiterLinie wichtig erscheint; in erster Linie hat e« ihneu die Politik angetan. Die Politik aber ist eiae rein weltliche Sache und in einer solchen muß die Ansichl eine« Geistlichen durchaus nicht die richtige sei». I» der Politik kann man von einer einzigen richtigen Meinung überhaupt nicht rede». Jeder Stand verlangt da«, wa» ihm nützt und die Forderungen de» Bürger« find ander,, wie die de» Bauer«, dr» Arbeiter«. E« kann also ein Psarrer oder Saplaii, ebenso natürlich auch ein Orden»mann gar niemals da» Recht haben. .Aber Ihr Junge hat nicht bezahlt, ich werde ihn au»st«ige» lassen." .Na. det probiere» Sie mal." a»twortete die Prinzessin mit unerschütterlicher Ruhe. Der Wage» stand noch immer still. Klagen erhoben sich. Der Kondukteur beugte sich der all-gemeinen Meinung. .Sie sollen sich mit dem Kontrolleur au»-einanderjetzen," murmelte er und der Wagen rollte weiter. Auf dem nächsten Platz angekommen, stieg der Kondukteur au« und erklärte einem gerade dort anweiknden Kontrolleur deu .casua belli." Da der letztere nicht verstanden hatte, gab der Kondukteur ein, zweite Erklärung. die noch viel undeutlicher ivar, al» die erste. Der »ontrolleur hatte endlich begriffen, er ging um den Wagen herum, nahm ans dem Bürgeriteig. der Prinzes-sin gegeuüber. Stellung und befahl ihr auszu-steigen. .Ick habe meinen Platz bezahlt," sagte sie. .Ist e» wahr, daß sie ihren Platz bezahl» hat?" fragte der Kontrolleur. .Ja wohl", anttvortete das .Mondkalb." .Was wollen Sie denn in diesem Fall?" .Ja. Herr Kontrvlleur. sie hat aber auf ihrem Schoß ein Kind, daß über sechs Jahre von den Pfarrkindern gerade jene politische Ge-sinnung verlange» zu wollen, die gerade ihm be» liebt. Im Gegenteile. jeder Staatsbürger hat da« unantastbare Recht aus «ine eigene selbständige politische Gesinnung und Überzeugung. Trptzdem aber da« Recht eine» jede» Staat«. bürg?r« auf eine eigene lelbständlgr Meinung sonnenklar ist, gibt e« dennvch nicht w«u>ge Geistliche auch — OrdenSleute. die sogar ihr? Stellung und ihre Würde al« Priester, al« O» dentinäniier zur politsche» Agitation od«r zu»', mindeste» zur politisch«» Propaganda mißbran chen. Dieselben bekämpfe» A»der«grsinnte schroff und grhäßig. rufen in der Äenikinde. ja sogar in der Familie Verdruß hervor. Wenn zum Beispiel die Bürger, die Arbeiter. die Bauern einen harten, schwer«,i Kamps kämpfen, um sich ein bessere« LoS zu verschaffen und dabei sehen müssen, daß sich die klerikale Partei ihrem Ringtn »ach Freiheit nach — Brot entgegenstellt, so werde» sie hiedurch verbittert und notwendig zu Feinden der politisierenden Priester. Aber wohl gemerkt: nicht der Priester, nicht der Berkünder de« Evangelium«. uichtderSeelsorger wird bekämpft, sondern der p < l i-tilier, der klerikale Parteimann. der schimpfende Versammlung«. redner, der h i » t e r l i st i g e Agitator, d«r S l i m u, e » s a m m le r, der g e h ä» ßige Zeitungsschreiber, btt wird be-kämpft, da« heißt vielmehr abgewehrt. ES ist eben traurig und der Religion »nd dem Glauben gewiß nicht förderlich, daß so viele Geistliche da« Kleid des Priester« tragen, in ihren Herze» aber jehr weltlich und herrsch, süchtig gesinnte Politiker sind. Wn,, da» religiöse Leb«» dab«i Schaden nimmt, so mögen die Herren nur die Schuld zuerst bei sich selber suchen. An der LvS vv» Rom-Bewegung trägt die erste uud die größte Schuld die politisierende Geistlichkeit! Und darum sind all' die Behauptungen, und würde» dieselben auch von Jesuit«» aus-Qtstelit seiu. daß die Religion in Gesahr sei. daß Ehristutfriude die Welt beherrsch«», daß die katholische Kirche bkschiuipft. die Geistliche» verfolgt werden, gar nicht am Platze, selbe sind umso-wtniger am Platze, w«»n sie jemandem aus. gedrängt werden. Wenn nun «in« Zeitschrift gegen solche« Beginne» und Gebühren entschiede» Stellung nimmt, wenn dieselbe mit überzeu-U u n g gegen diese« jetzt schon fast geivohnheil«» mäßig betriebene Wette,n gegen alle« wa» den alt ist. Sie ivill nicht bezahlen und will auch nicht a»«sleigen, sie besteht daraus." Der Kontrollrur stieg die Treppe hinauf. Jetzt erhoben sich Klagen von den dahinter kom-meuden Wage», die nicht weiter fahreu konnten. Die „Prinzessin" ließ sich in ihrer Ruhe nicht stören und behauptete ihr Recht dem Kontrolleur gegenüber. .Wie alt bist Du." fragte dieser da» Kind. Eine» Finger im Nasenloch antwortete das Kind, da« die Lektion gut grlernt hatte, mit be» wundernngSwerter Sicherheit: „Fünf ein halb." Die Mitfahrenden brachen in «in Gklächter au«, der Kr»t,olleur stieg verdrossen herunter. «Holen Sie eine» Schutzniann," befahl er dem Kondukteur. Da« .Mondkalb' ging aus die Suche. Fünf lange Minuten verginge» Wen» nian einen Schutzmann braucht, findet ma» ihn bekanntlich nie. Endlich tauchte ei» Helm in der Ferne aus; ein Schntzinan» kam angelaufen. Hinter ihm her da« .Mondkalb.' röter al« je; in einer' Hand hielt er die Mütze, mit d«r andern wischt« er sich mit einem karrierte» schmutzigen Sacktuch de» Schweiß von der Stirn«. A!s der Schutzmann am Fuß der Festung, da« heißt dr« Wagens, angelangt war. schwieg alle«, sogar die hundert Leute, die sich auf dem Namen Fortschritt trägt aufzutreten den Mut hat, dann soll sie nicht iu de» Winkel gelegt werden, sondern sie soll trotz de« strengsten je-suitischen Verbote«, den, allen audiatur et älterm para zufolge gelesen w«rdcn. Nicht all«« ist Gold, wa» da glänzt, nicht all«» wahre« GotteS-wort, wa« da von der Uaiizel heruuteneguet! Aus aller Welt. Wie verlautet wird der neugrwählt« Land-tag End« D«z«mber diks«« Jahre» zu «iner kur-zen Tagung zusammentreten, bei welcher da» La»dr«budget Provisorium beraten »nd der neue La»de»au»sch»b gewählt werden wird. Der Matrose,»streik >n Mar-s e i l l e dauert noch immer fort. Am Montag hielte» 3500 Marinerkjervisten eine Versammlung ab, in welcher eine den Streikenden günstige Re-solulion angeuomine» wurde. Reuerding» bemühen sich mehrere politische Persönlichkeiten der Stadt Marseille um die Vrilegung d«S skemannSstrik««. D« r Feldzug der Engländer gegen die Waziri« im indisch.afghaiiischen Grenz, gebiet scheint jetzt endlich eine günstigere Wendung zu nehme». Nach einer Meldung au« Peschwar überrumpelte eine der vier englischen Expedition«-kolonnen am 29. Rovcmber früh Khozar. Vier Türme wurde» i» die Luft gesprengt »ud 10 (!) Waziri« gefangen genommen; die Engländer hatten angeblich keine Verluste. Weitere Operationen dieser Kolonne sollen nicht mehr rrsordrrlich fein, weshalb sie nach Kohat zurückkehrt. Die hohe Pforte hat endlich dem seilen« de« österreichisch-ungarischen und de« russischen Bot-schafter« au»geübten Drucke nachgegeben, und ivie au« Konstantinipel offiziell gemeldet wird, einige Reformen für die europäischen Provinzen. al,o für Makedonien, angeordnrt. Unter diesen Maß-regeln, deren Zweckmäßigkeit erst nach ihrer Durchsührung sich beurteile» ließe, ist vor allem hervorzuheben. daß für dir Polijki und die Nku zu schaffend?» Gerichtsbehörden Mohammedaner »nd Christen ernannt werden sollen; während abcr bezüglich der Gerichte ausdrücklich angeordnet wird, daß Christen und Mohammedauer im gleichen Verhältnisse zu ernennen sind, fehlt dies« Bestiinmuug b«züglich der vielleicht noch wichtigere» Polizei. De« Weiteren find die Be-stimuiunge» über die Schule» hervorzuheben. Wa« den geschaffenen Jnsta»z«nzug a»b«langt. so ist diesem injolange keine praktische Wirksamkeit zu-uschrribea, als nicht durch europäische Kontiole ür desien wirkliche Funktionirmng Sorg« getragen wird. Man muß besorgen, daß e« sich bei Bargersteig angesammelt hatten. Ma» fühlte da« Herannahen de« Gewitter«. Räch einer Anffor-derung von »nten erstürmte der Vertreter der öffentlichen Ordnung den Wagen, trat eioem halben Dutzend Passagiere auf die Füße und nahm dann Fühlung mit dem Feinde. Und dann wurde zum dritten Mal. aller-ding« eingehender — ein Schutzmann hat e« nie eilig — da« Verfahren wieder eröffnet. Das Kind wiederholte, e« sei fünf ei» halb Jahre alt, woraus der Schutzmann ?« .junger Simulant" nannte. Diese Bezeichnung, die den meisten »nver-ständlich war, wurde gerade de«halb al« schwer beleidigend betrachtet. Die Mutter erregte Stjm-patic und al« fi« vor Wut zitternd schrie: .Sie hab«» nicht da» Recht, diese» Kind zu beleidigen', erhob sich allgemeine« Beifall«gemurmel. .Darum handelt e« sich nicht. Ich fordere Sie auf, herunterzusteigen!' sagte der Hüter de« G«jetze«. „Det tu' ick nicht!' «rwid«rte die Prin-zeffi". .Ich muß dann Zwang anwenden.' Die Frau rührte sich nicht, sagte kein Wort, aber ihre Aui,en sprühten Flamme». .Also Sie wollen nicht herunter?" .Ree, ick bin in meine» Recht." dieser yanzen Reform um einen echt türkischen Befchw,chtigung«vkrsuch handelt; die« geht schon daran« hervor, daß die Pforte die von Öfter-reich-Ungaru und Rußland gemachten Vorschläge nicht berücksichtigt hat. Di« Ratschläge beider«,, giernngen gipfelte», »ie offiziös mitgeteilt wird, darin, daß die Pforte zu Gouverneuren iu den hauptsächlich von Christen bewohnten Goovern,. ment» nur solche P«,{dulichtesten ernenn,,, soll, die k,in« au»gesprochen christenseindliche G«sin»u»g heg«». Die Ernennung dieser Gouverneur« sollte im Einvernehmen mit Österreich Ungar» und Rußland erfolgen. E« wär« zu ivüniche», daß man sich weder in Wi«n, noch in Pelrr«burg durch da« scheinbare Eingeh«» auf di« Mahnung der Mächte davon abbringen lasse, die Pforte zu einer Korrektur ihrer Reformen zu veranlaffen. Aus Stadt und Land. Kollegen und S,e werde» die Nacht auf der Polizeiwache zubringen." .Ick fürchte mir nicht vor die .Blaumeier." er-klärte die Prinzessin ruhig. Vom Bürgersteig. von den Fenster», vom Wagenverdnt au« beobachteten olle Leute mit Spannung die Bewegungen de» Wachmann?«. Al» er unteu angekommen war. machte er dem Mondkalb ein Zeichen. Dieser näherte sich. .Wa« machen wir nu?" Der Schaffner zuckt «it den Achseln: .Ick habe einen Freund uffn Wagen: ick werde ihm sagen, — er soll sich al« Kriminalschutzmann an«geben." m t n einverstanden war,n Wir wkisen daher die Anwürf, de« Hnrn v. Kalchberg grgen Sslrgmnriitfr Joses Ornig al« der Wahrheit »ich« ,Mfpreche»d mit Entrüstung zurück und nehmen keinen Ausland, diese Eikläruug. da auch der Anwurs de« Herrn v. Kalchberg bereit« in die öff,utlich,n Blätter Eingang gesunden hat. ebensall« zu veröffeittliche». Graz. am 28. November 1W2. Dr. G. Koloschinegg. — Dr. Gras. A. Baumer. — Gerlitz — Franz Mo«dorser. dilii»»-Orchrster R»»)rrt.j Montag den 8 De»ember abend« 8 Uhr findet im Musik-ver,in«saale da« I. IubilSumS.Oichesitr.K^!>^rt stall. Wir verweise« auf die diesbezügliche Annouze in unserem heutigen Blatte und hoffen, daß da« Konzert, da in demselben »ur Borzüg-liche« zur Aufführung gelangen soll, sehr gut be-sucht wird. (€itt Festfrier i« Miiu urrgrsuuaikrriue.) Unser wackerer M仫,rgesangvereia feierte in seinen Vereiutlokalitäte» letzten Dienstag abend« anläßlich de« Namen«feste« snne« allbeliebten Obmanne«. de« Bizebürgnm,ister» unserer Stadt Herrn Franz Kaiser, einen »iternen Herren-abend, verbunden mit einem Indianschmau«. Der Abend verlies bei Beteiligung seiner sämtlichen au«Übenden Mitglieder recht fröhlich und sänge«-freudig. Der Obmanu-Sttllvertreter de« Gesang-verein»«. Herr Hau« P e rto. feierte den allver-ehrten Obmann in kurzen, kernigen zu Herzen aehendeu Worten, indem rr die Verdienste de«. selben um diesen Verein hervorhob und mit dem Wunsche schloß, Herr Kaiser möge noch lange Jahre im Interesse de« deutschen Liede« die Füh» rang de« Mäunergesangverei:,,» innehaben, e« möge ihm vergönnt sein, da« Nomrnsfest noch recht oft im «reise der deutschen Sänger von Pettau zu feiern. Herr Kaiser erwiederte hieraus in warmen Worten und betonte, daß er dem Bereine stet« die ungeteiltesten Sympathien ent-gegenbringen werde, daß er vom ganze» Herzen demselben ein noch schönere« Aufblühen wünsche, welche« gewiß dadurch erreicht wird, wenn sich alle Sange«blüder an den Proben in Hinkunft jedesmal vollzählig beteiligt» werden. Der Abend verlies in fröhlicher Stimmung, ein glänzender Beweis, wie verdient, wie beliebt der Obmann unser,« Männergejangvereiue« bei den Mitgliedern desselben ist. Otlfrirr in teutsche» tarimriKM.) Die-selbe findet am 21. d. M. in den Räumen de« .Deutschen Heim" statt. Die Versendung der Einladungen erfolgt die letzte Woche vor der Feier. .Haben die mehr Respekt al« wir?" .Bei manche ja. Det klingt ander«." .Los. Aber rasch." Da« .Mondkalb' spricht mit ei»em ganz anständig gekleideten Mann, der auf da« Ver-deck steigt uud die Prinzessin anspricht. .Folgen Sie mir. Ich bin Kriminal-beamter.' Die .Prinzessin' sieht ihn empdrt an. .Zeige» Sie mir Ihre Marke. Det kann jeder sage« ' Der Mann zieht eine Marke herau« und zeigt ihre diese von Ferne. Doch sie greift darnach. .Det i« eine Biermarke, Sie — Sie oller Schwindler. Mein Mann i« ooch Bierkutscher. Nee. Manneken. Ick bin helle. Ick jehe von hier nich weg.' Unverrichteter Sache kehrt da« .Mondkalb." von den Mitfahrenden verlacht, zum Schutzmann zurück .Nischt zu machen. Die müffen wir runter-holen.' Der Schutzmann seufzt: »Wieviel hat die Dame zu bezahle» ?" fragte er. .Einen Groschen." Er strckt die Hand in seine Tasche — .Da ist der Groschen." sagte er .und nun bitte, fahren Sie los.' r toritjuachlsjettJ Die heraimahn,deWeihnachtszeit veranlaßt manche bereit«, hie und da Einkäuse zu machen. Bei diesem Anlasse wird e« am Platze sein, unseren Mitbürger» jene Mahnung zuzurufen, welch, wir Denliche leider oicht .unverblümt" in unser,« Blätter» au«iprechen dürfen, oh», dem Rotstift, des Staalsanwaltks zn verfall,«, welche aber die Slovenen überall und »»gefährdet in ihr .Sroji k svojim" (jeder 'zu den seine») »usamm,»fasse» und auch dein-gemäß handeln. Wir wünsche» und hoffe» aber, daß nn« die Bevölkerung auch so voll verstehe» wird, wenn wir ihr nahel,g,n: .Deutsche, gedenket auch anläßlich der Weihnachtteinkäufr. daß ihr Dnttiche leid!" und .Deutsche, kaufet bei Den» tschen"! Und da möchten wir besonder« die Mal»-»uiig a»«sprnhen. vor allem unsere Pettauer deutsche Gefchästswelt zu berücksichtigen, ivelche ja rrich, und genügende Auswahl bietet und die selbst ein I»I,reffe daran haben muß sich durch zufriedenstellende Bedienung die Kuudjchaft dauernd zu erhalt,». (£p,n)ri*JUs»ri«.) Für die arm,» Schul-tiudkr beider Volksschulen haben »achstkhende mildtätige Bürger der Stadt Pettau Geldbe-träge, sowie Stoff, für Kinderkleider gespendet: Blank, 5 K. Fürthner 4, Flkck, Prodsl 10. Goriupp 1, HI übet k. k. Oberstl. 2, Aollenz 2. Kratzer 1. Knau« 1. Kaiser Franz 2. Kupfer. fchmi,d 2. Kaiser Martin 1. Lutte»berg,r 2. Löck,r 1. Le«koschegg Ioi. 1. Mauretier 1. Dr. v. Metzler 1. Muchilsch 2. Maister 2. Masten 1. Murko Kajetau 2. Matzu» 1(1. Mo-ravec Vikar 6. Ornig Josef. 10. Oslerb,rg,r 2. Frau Ornig Mari, 5. Pirich Ios,f 1. Perto 1. Putrich 1. v. Picht,r 1. Podvinsky. KÄplan 2, Pot„z 1. Riegelbauer 1. Reisp 1. Roßmann 1. Schramke 5, Stary 2. Strohmaier 2. Skra-ber 1. Tamm 1. Dr. Teltschigg 5, v. Under-rain, Bezirkshaiiptmann 15. Boi^el 2, Wbmer 10, Dr. Watzulik 1, Dr. Matzl 1. .Hügeuwart 6, Bärtner Oskar 1, Schulfink 5. Tutschek S, Frau Leskoschegg 1. Scheibe! Karl 1, Ackermann Karl 1, Bouvard Ed. v. 2, BraöiS Dr. 1. Behrbalk 5. Ezak 1. Eickhos 2. Dolezell 1. Ellerich 3. Falcke 4, Ficht,»au Dr. 6, Fnich. k. f. Oberst 1. Fürst Kvnrad 5. Fürst Joses 1. Fersch Ida 1. Fila-serro 2. Glas Dr. 3. Gasjner Ottilie 1. Heiter Josef 1. Horvat Fried.. Kapla» 5. Hutter b. Iurza 6, Kasimir 5. Kosfär 3. Kravagna 2. Kraker Alois 3. Krischan Max 2. Kofler 1. Kräder 1, Molitor 5, Neumann Will,. 5, Pe-tovar Autonie 2. Rack 1, Rutiüka 2, Rodoschegq. R. Sudnik k, Sellinscheggb, Varia 1. SadnikMa-ri, 2. v Schrikkrr 4. Schrvab Wilh. b. Alex. Schröjfl 2. Straschill Max 2. Straschill Marie 2. Treil Dr. 2. Tognio 1. Wratschko Josrf 1, Wratschko Mat. 1. Wreßnig Joses 3. Schwank, 1. Gefammt Summe ü 262—. Ferner fpeiideten die Herren: Hickl Stoff für 6 Kinderkleids. Wegschaider Kleidung, Slawitfch Klkidung. Der Stadljchulrat spricht ollen obig,n Wohltätern für die gkipendeten Geldbeträge sowie Stoffe seinen innigsten Dank aus. Weitere Spenden werden noch in der Stadtamlskauzlei ,ntg,g,nq,nomm,n. (fifnfUjf-DorltBuug ► Den Reigen der Be-nksiz, eröffn,t H,rr Di,ffenbacher. Derselbe ersrtut sich hier allg,mein,r B,li,bth,it. da er sich durch feine Leistung?» sowohl al« Regiffeur. wi, auch al« Schauspieler groß, Verdi,»stc er» worb,» hat. Namentlich sei», beso»der, Verwend-barkeit und Vi,ls,itigkeit ist ja schon oft an dieser St,ll, hervorgehoben worden, fo daß wir und jeder weiteren Anpreisung der künstlerischen Beschaffenheit de« Herrn Dieffenbach« süglich enthalten kö»n,n. Wir sind überzeugt, daß sich da« Publikum in Würdigung dr« Vorhergesagte» an dem Ehrenabeude di,s,s brave» Schauspieler« zahlrkich einfinden wird und die« umsomehr. da au« diesem Anlaffe die lustige Schwanknooität .Die strengen Herren' aufgeführt wird. Da« Stück, ein, ausgezeichnet Saiyr, auf die »och in lebhafter Erinnerung st,h,nd, tex Heinze, „zielt, allüberall mit seinen tendenziösen und mitunter sehr kräftigen Witzworten eineu sehr großen Heit,rk'it«,rfolg. welcher ftdenfall« auch hi,r nicht autdleibe» wird, da die Rollen in guten Händen sind. So wünsche» wir d,m Bene» fiziant,n den besten künsllerisch,» und materiellen Ersolg. lltzeuter-Nachrichk.^ Herr Direktor Gärtner hat, um da« Iiiteresie des Publikum« zu er» höhen, ei», Soubrrtt, und zwar Frl Alma M a r k o w i tz zu ,i»,m mehrmalige» Gastspiele «igagiert. da« heute Sonntag mit der Auffüh-ruug der gelungene» Gesangspoffe .Heirat auf P r o b," beginnt. Dienstag folgt dann die bekannte, höchst komische Poffe .Die Näherin" mit dnn Gaste in der Tit,lrolle. Ein fehr genuß-reicher Abend stkht un» i» Aussicht. i«d,m demnächst zwei der beste» Einakt,r-Novitäten der Schwank .Zum Ei nsiedl,r". welcher am Karltheater iu Wien unzählige Aufführungen erlebt,, sowi, das Schnitzlkr'jch, Lustipiel .A b-schied«soup,r' gegeben werde»; den Schluß dirses Rovität,nabende« bildet di, drastisch, Poffe .Ei», Berkinsschwkstkr' mit der Soubrette Frl. Alma Markowitz und Herrn Dir. Gärtner in den Hauptrolle». L^lere Poffe ,rzielte im Borjahr, einen großen Heiterkeitser» folg. der insbesondere mit d,m von Dittfto? vorgetragene» Kouplet .I ch und e r" besiegelt wurde. Das Gastipiel der ode» erwähnt,» Sän» gerin dürft, wohl überall mit V,rg»üae» begrüßt werdkn. da bi»h,r da« Genre der Poffe weniger kultiviert wurde, infolge d^se» auch w,nig Ge» sang zu hör,« war. Zum Schluff, woll,« wir »och i» Kürze aufmerksam machen, daß wir auch in d,r nächsten Zeit de» unverwüstlichen .Lu m-paci-Bagabundu«' zu höre» bekommen werde» und »och dazu in sogenannter nmgekehrter Besetzung, indem die drei bekannten Handwerks-bnrsche» Zwirn, Knirrim und Leim vo» Damen dargestellt werden, wir dies jftzt auch iu Wi,« der Fall ist. Wir zweif,ln nicht, daß di^e Bor» slkllung sehr besucht werden wird, da man schon d,r Reugierd, halber in« Theater gthen muß. nu» sich di^e Rollen, vo» Damen gejpielt. anznieheu. ahl»au),r-Grltschr«»ll iu «er hirjigr, stttlische« Spurltassr.) In der hiesigen städtischen Sparkaff, wurde ,io Stahlpauzer-Geldschraut aus dn berühmt,,, Fabrik 6. I Arnheim in Berlin ausqestrllt und wurde die Benützung de«-selben dem Publikum zur absolut dieb» und snier» sicheren Ausbnvahrung vo» Wrrtsache» aller Art zur Verfügung gestellt. Die Miete sür die ein» z,l»,» Fächer, sowie die sonstig,» Bedingung«, hab,» wir in einer »»«bezügliche» A»»o»je de« heutige» Blatte« gebracht »nd verweisen die In» teressenten aus dieselbe. (Cin gePriigrllrr slsvruischrr Aioskut> Wie uns mitg,tritt wird, wurde der slovenisch-klerikal, Advokat Dr. G r o ß in a », (!!) der Nach» folger de« be—rühmte« Banernsreundes Rosina in Luttenberg, am dortig,n Hauptplatz, von dem fortschrittlich gesinnt,n Bauer» M a v r i u öffent-lich mit einn tüchtig,» Portion Hunds Peitschenhiebe bedacht. Der Baurr wird j,d,nsall« für seine Handlungsweise bestrast werden, muß j,doch ganz rntschieden ein,» triftige» Grund für die Betätigung dikser feiner Lieb, grgniüb,, slove-nisch-klerikale» Advokaten aehabt hab,». hl.» Beim hiesige» Schlosser-meister Herr» Eduard R a st e i g , r würd,' am Ansang, dieier Woche vo» ei»,m unbekannt,» Täler kingkbrochen und entw,ndete der Einbrecher eine« Barbetraq von 4 Krone», sowie einen dunkelbraunen Rock. (Hit Krllncri» uud «er schwachkuuigr Schuster.) Bor d,m ErkenntniSgerichte de« Mar-burger k. k. Krei«gericht^ stand am 2. Dezem-ber l. I. die 2b Jahr, alt, Pauli», Kreuch gebor,» in St. Marti» bri Windischgraz. katho-lisch, lkdig, Kkllnerin, zuletzt im Gasthaus, drt Binz,nz Majce » in Pettau. Di, Anklag, legt ihr folgend«» zur Last. Xtt taubstumme und ctBM« schwachsinnige, etwa 37 Jahre alte, lcdige Schuhmacher Fra»z Slana in Pettau war frti her sehr sparsam, so daß er uoch im vorigm Jahre beiläufig 8000 Kronen beim Hovemjchen Spar> und Borschußverei»» in Pettau eingelegt hatte Seit anderthalb Jahre» begann sich Slana mit Fra»enSperio»,n abzugeben und ging inSbejo» der« der Pauline Kreuch nach, in welche er sehr verliebt war. Er machte jiisolgrdess«» nicht nur bedeutende Zechen, sonder» gab ihr auch auf je damalige» Verlangen Geld Die» tat der ver-liebte Schuster nur deshalb, weil ihm die geliebte Pauline immer versprach, sie werde ihn heiraten. Selbstverstäudlich fiel e« ihr aber nicht im Traume ein. de» schwachsinnigen Schuster zu heiraten, ihr war et ja bloß um sei» zujammcugejchusterte« Geld zu tu». Franz Slana. mit dem man sich nur schwer verständige» taun, gibt an, daß er der Pauline Kreuch >m ganzen 980 st. --- 1960 Ä. gegeben habe. Solange wußte sie den verliebte» Schuster mit der Heirat zu soppen, bi« sie diese beträchtliche Summe in der Tasche hatte. Richt nur. daß Slana seit dem Beginne de» Jahre« 1901 bei dem oberwähuten Kredit Institute keine Einladen mehr machte, sondern er uahm sogar eil Oktober 1901 größere Beträge in der G, sainmthöhe von 760 20 K heraus Beim Slana wurde» eine Menge Zettel gefunden, auf welchen die Pauline Kreuch von ihrem Schuster immer auf« neue Geld verlangte. Auf 14 vorgefundene» Zetteln begehrt sie zusammen 300 K. und ver-sprach ihm aus einem derselben ausdrücklich, daß sie ihn im Herbste heiraten werde. Bei ihrer Verteidigung will die saubere Pauline glaube» wacht», sie hab, mit diesen Zetteln blo» die B«» gleichung schuldiger Zechen vo» Slana verlangt. Selbstverständlich trieb die gewandte Kellnerin ans Losten de« unglückliche», immer wieder auf die Heirat vertrösteten Schuster« einen Aniwaiid, der mit ihrem tlohue al» Kellnerin in keinem Verhältnisse stand. Pauline Kreuch beging durch die angeführten Tathandlungen da» Verbreche» de« Äetruge» nach den §§ 197, 200 und 201b St.-G. und wurde zu acht Monaten Kerker» ver» urteilt. Der arme Schuster wird dadurch sein Geld, welche« ihm die schlaue Pauline heraus-zulockcu wußte, allerding» nicht wiedersehe». ged>ch gesi«hln,.) Der in Kar-tschowiua bei Pettau wohnhalte Franz Struz wurde dem k k. Bezirksgerichte Pettau eingeliefert, weil er im Feber l. I. ein Einlagebuch de» Pet« lauer Vorschußoereiues gestohlen und behoben hat. Da« Geld — über 60 K — vergeudete er in lustiger Gesellschaft. Vermischtes. euer berrit« gewöhnt sind, sehr gut. Frl. Groß (Beate), welch, nebst ihrer un n d-l e r (Ellen) ganz am Platze. Die Rollen de« Norbert (Hr. Duschet), Staatssekretär Völker» lingk (Hr. Krieger). Prinz (Hr. Mitul«ti) waren in nuten Händen und wurden sehr gut wieder gegeben. Zu erwähnen wäre noch Herr Friedrich, dessen Meixner »echt wirkungsvoll war. die Herren Ex n er u. I o n a«. die ihr, ob-zwar kleineren Rollen, sehr gut zur Darstellung brachten. Die Tantiemen dieser Novität sind sehr doch, so daß dieselbe zu unserem Bedauern nicht mehr wiederholt wird. Da« Hau« war endlich einmal ausverkauft Tbal« .Hänsel und Gretel" folgte am Sonn» tag al« Nachmittagsvorstellung, welche besonder« den kleinen Zuhörern sehr viel Freude bereitet hat. E« war wohl nicht ander« zu erwarten, war doch die Ausstattung des Stück,* eine überaus prächtige. Ganz allerliebst waren Frl. Groß (Hän-sei) und Frl. Kindler (Gretel) und ernteten dieselben lebhaften Beifall. Frau Köchl-Lubin war al« Knu«perh Met «n Jedermann franko u. oerzollt in« Hau«. Muster umgehend. Doppelte« vn^porto »ach der Gchwn«. K. ttonnsderg. SslSu-kidr. (tuL k. i. k. Soll. _Züricft._ An di, P- T. Le»oh«er der pettau.' Der Armenrat der Stadt Pettau hat auch heuer, gleich wie in d,n früheren Jahren Aeuj»hr«>Gr>t»lati»«<-». Enthebauß« Karies aufgelegt. Der Erlös dieser Karten, wklch, zum Pr,ise von 2 Kronen beim Stadtamte erhältlich sind, wird dem Armensoude zugewendet. Die List, der Karteulöser wird in der .Pettauer Zeitung" v,röff,»tlicht. Um recht zahlreiche Beteiligung an diesem wohltätig,» llnt,r»ehme» wird höflichst ersucht. Anch Mrhrb,trage werden dantend äuge» nomme». Armenrat der Stadt Pettau. am 6. Dez. 1902. Der Borsitzende: I. Ornig. Wäsche - Feinputzerei, Harm na msb Nr. 4 W^^WW W www M W abernimmt jede Art Wäsche zum Waschen and Bügeln, Kragen, Manschetten, Vorhemden und Hemden werden schöner als überall geputzt, ebenso weisse und crfimefarbige Vorhänge. Achtungsvoll Anna Brezell. 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Durch diese stfwrfeii Mittel wurde ich n»n noch magenleidend und nah« zusehead« a» Körvergmicht ab. van den Arzte« war ich ausgegeben. Hundert Älandul^ii-Tabletten merkte ich schon Besserung, bekam Appetit »nd Zunahme de« Körpergewichte«, nach «ebrauch v»n «aasend Stück Nach aebrauch vvn einigen . ...... meine Lunge vollständig «»»geheilt und ich hatte meine frühere Gesundheit wieder rrlana«. G andulen ro,rb ^n8^rat Mn btr *V»ita»n sateit Dr. HoAnann Nachr. In war .. ..... __________ vvn der Ehemischen Iadaik Dr. SoSktann NachL in Meerane (Sachsens « B. Fragner'a Apotheke, k. L Hoflieferant. Prag 903/m. in Flaschen k 100 Tabletten zu K 6.60. SO J Broschüre über diese Heilmetode mit Gerichte» va» Ärzten und geheilten kranken grati» und franko. Man hüte sich l) »nd ist in den meiste» Apotheke», sawie t» der Riederlag« ~ 6.60,60 Tablette» zn K. , ja haben. Ausführliche var wert läse» Nachahmungen. 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Wie gern seift* ich jevt daheim ans meinem Balkon oder sonst wo in Behaglichkeit nnd liege das Eggishoru Eggishorn sein! „Tante," sagte Bremer, nachdem er sie laiige a»gescha»t hatte, „ich dachte gar »icht, daß die Erfindnng der Bergbahneu »och so jungen Datums ist." „Wärmn?" fragte sie matt ans ihrer ergebnngsvolle» Per zweiilnug heraus. Es war ihr i» dei» Augenblick nichts gleichgültiger als das. tfiezflu, die (fiikstaiioii der neuen du» Z „Ja, es muh doch schon ziemlich langc her sein, da» Tu gr-nötigt warst, sämtliche Berge der Schweiz hoch z» Rosi zu ersteigen. Tn scheinst mir nämlich stark ans der Nebung gekommen zn sein." „Ach schäm' Dich, eine alte Frau zn verspotten. Es war ans der Hochzeitsreise." Rein, er mußte ihr mit etwas ander,» kommen, »m sie zu zer» streue»! für Scherze war sie zur Zeit »»empfänglich. Er bemerkte also: „Sag »teil, mit Else »»d Schoneknchen ist eö dvch eine ausfallende Geschichte." Da hatte er es getroffen: ihre trübe Miene belebte sich, sie gab ihm ein Zeiche», seine Stimme zn dämpfe» nnd angenschein-lich aller Leiden vergessend, began» sie zu wispern so leise und geheimnisvoll, daß nicht einmal der Führer, der dicht hinter dem Pferde ging, ei» Wort verstand. Unterdessen hatte sich der Amtsrichter dem ersehnten Ziele be-reits so weit genähert, daß er nunmehr zu dem wehmütigen Ans-rufe überging: „Es ist wie ei» Verhängnis! Gerade jevt. wo es so schön wird, geht siir mich die schöne Zeit zu Ende ..." Er machte eine Miene, daß es einen Stein erbarmt hätte. „Ja, Sie hatte» leider meistens schlechtes Wetter," antwortete Else tief bekümmert, voll unverkennbarer Teil»al«ne. „Ach, das ist es »icht . . . aber diese ewige» Bersehlunge» ... gleich vo» A»sa»g au .. " Wieder schwieg er, während sie in glücklicher Verwirrung das Köpfchen neigte, »m dessen Uirscheumuud ein schämiges Lächeln spielte. Sie konnte nicht umhin, die vieldeutige Auspielung richtig aus sich allein zn beziehe». Er entdeckte das wohl und seine Ge-danken geriete» darüber in ei» begeistertes Tnrcheinander. Was wollte er dvch sagen? ... >^a so . . . jetzt m»ßte es gleich kommen. n»r «och ei« kleiner, seiner Uebergang. Sa seufzte er u»d sprach: ..Ei» paar Tage, dann bi» ich wieder in den» unglückliche» Dingskirchen . ..» Er stockte, er sah. daß sie blutrot wurde, daß sie sich hastig bückte, um in Er-inangelnug von Blnme», die nicht zur vand wäre», ei»ige.Malaie zn brechen. Seltsam, sehr seltsam! Seit sei-nein Wiedersehen mit den Damen erregte das »»glückliche Dings-kirchen bei ihnen allemal eine rät-selhaite Verlegenheit. Sa oil er das Gespräch darauf gelenkt hatte, waren sie rasch anslitwichen »nd mit ängstlicher Beflissenheit auf etwas anderes übergegangen Rente es sie nachträglich, daß sie ihm das Trane niest in Sonnenschein getaucht, daß sie darüber den Regen-bogen ihres Wohlwollen» sogar doppelt gespannt hatten? L weh! sein kühner Liebesgeuins ließ wieder die Flügel hänge». Doch nur eine» Augenblick, dann kam der Trang nach Wahrheit nnd Klarheit über ihn: einmal so weil gegangen, trieb es ihn leiden-schastlich weiter. Anknüpiend an das »»glückliche Tiiigskirche« wollte er jage», was er sich i„ ^»terlake» geiagt hatte - daß Tiiigskirche» nicht mehr Dingskirchen wäre, hätte er ei» kleines, süßes Weibchen. Rnr mit ander» Worte» wollte er das sage». Aber sie kam ihm znvor. ^ndem sie mit ihrem Tiichlei» das erhitzte Gesicht betupfte, äußerte sie: „Rein, es ist doch surchtbar warm!" Brtgcnzcrwald $nlju. inrntcr In »rfR Antliii. Mit i'i. ciii Ee.ri. ein»«» wie rine iuiinc «thu, dir Zrliliuarl von Siicitohn. Der rei.hlidj io alt wie fir i». ii luiiien rrdru beabsichtigt, smart» fk: „Wir Sir nur iimurr iibrr Tiiiiwfiislieii rtiionim'ii! Sie tuiirbrii sich ganz nnhrr* da iiililni, nieim sie sich „icht in abschlössen, wenn Sir nicht jedem Berfehr und jeder l'»ririli.,irit ans drin Wege tiiitnrn ..." Niemal« ist einer Mahnvredig» eiitbiirfniger gelauscht Würben. Wahrhastig. rr bekam vrdrntlich Nrsprft. etueit rei.unben -ttrsvrkk. nicht tü sehr im» drin, wa» sie saute, beim darauf hätte rr »mir ehrrlei zn erwidern gehabt. sondern wir sie e* sagte. Tieses Wie war einiiich entzückend: e-? war. wir er jeut meiste, was feiner Bewnttdermtg norh nefehlt hatte: jenes Leute, leicht zn Ueber feük'itde »nd dort, der Bollständigfeit halbe, so Wichtige, sozusagen das Tüpfelchen ans dr», i.' Er huldigte selbst-verständlich drr Theorie von den bride«, znsatn-ntengehömiden,getrennt in drr Welt herntnlan senden Hälften, die in dein verzwriseltr» Br strebet«, sich z» suchen, sich häufig nicht finden. Indem sir von falschen Mrrfzrichr» nrtönscht nnd von, biogrn Schritte verleitet. mit Hälften znfatntttengeleimt wer-de». die gar nicht zu ihnen (Kburett, was man nachher miglütkiiche Ehen nennt ^a. wenn cs grnügtr, das; ein Tiefer eine Tiinnr, ein Blonder ritte B ranne, ein Leutnant eine Mil liomlrln bekäme, so wäre die Sache leicht nnd »ir zn vrrsrhlrtt. XUUeitt rs kommt ans die hamio-nischr Ergänzung des Wesens, der inneren Ei neiiichartrii an. Ein ,ui schlüssiger Idealist wir er bedurft? einer eilt schloslrnen Nealistin, aber da» (eibimftifl eine solche in der in aller liebsten, lieben ihm her-schreitrndrn klrinrn Person stetste, das schlug dein Fasse den Boden ans 9inn nah rs kein Halte» »ud anch kein ,'fristen mehr. Te» Strr-iirnschin,nier drr Srhn-inclit in, Auge »nd mit jettrtn Ton. worin ber MolMletnn drr Liebe schtüittflt. hob er mm an. P.wpe..tiesch.n .tun, enten Male sie mit Den, Vorname» nennend: „rfriiiilein Elie — —" »ttiuder, toas mach, ihr? Geht's »och? . . Ihr srid ia so ktill . . Flir habt ja so trnrrrotr Uöpfe! Ihr habt euch doch nicht gekabbelt?" Bremer war s, der bei einer Bieg»»,, des Wen es vor ihnen staut» »>id ii» der verblüffenden Wirkung seiner Worte sich weidete. Tcr Amtsrichter warf einen Wies in den Abgrund neben ihm. Mit welcher Wo mir hätte rr den Erzschwindler «nd ^hikanenr. der ihm einen Angenbliet Italtl. wie er glücflicher iteiuüt nicht wieder fehlte, beim Kragen gevackt nnd in dir Tirt'e nistiir.it, statt den Harmlose» ;n svielrn nnd mit Elir Heiterkeit z» hriichrln! sie erreichten bei fluter .liit dr» Watthuf nnd beschlossen nach eittinev Slaft. », machen. um am selben Alend noch den Gipfel zn 1*1 steine**. Tie Müllerin trachtete r» nnihtirtMiilich tiir das beste, dir e> blieb zn erklettern. Ausgezeichnet! Er hielt sieh bei Elsr ,: lauerte ans den ;it. pnnkt. wo er ihr hiI reich dir Hand reicht durste, mit bann k» nnd keck, wir rs ja d Mädchrn lieben .. . Toel, da machte Fr,: Müller eine Scene. T Aermste erklärte, ka» bofssie fixe kleinectrert vielleicht mir ztvattzi Schritte weit gekrare war, fir könne nirl mehr, es schwindele ili ber Atem gehe ihr an »nd sie bekomme B> klrtmnmiflen. Man so! sir mir lassen, wo > wäre; ans ritte» 2te. gebettet, wolle sir rnh> i ihre Aiickfehr erwartn Umsonst bestürm, nimt sie mit Bitten im flöftte ihr Mut neb ein wenig Eognar ein. Rasch entschlösse, koinntandirrte Brente, den Amtsrichter an di Svive, damit er die be häbige Tante bei det Hand fasse, indeffen e» dicht hinterdrein, sail». nachhelfen tuiirbe. S geschah es. Eine geioal tiste Leistung! Es spv, tet ieber Beschreibn»,, wie viel Schwein si kostete, wie virlr Sein' zrr nnd wie manche Angstschrridrr Franeni fuhren. Echöneknchei' geriet selbst in eine »bie Berünfnng. Tir Stein stnsen wurden iiniuei höher nnd mit feiner Straften, die solche lln trrnrhnimigr» nicht ge wohnt waren, ging c fühlbar ,ztt Eitbe. Wir iWit lexi.» berholt miiRtc rr fttiie halteit tittb mit allen Nachdruck riit misstrigriides 3clnut„deinestihl brfänipfen. Endlich standen fir ans dem (»ipsel. in der Mitte des »ich allzngroiien Kegelschnittes. Eines warnte das andere: ..Nur nidi. zn nah an den iliand. . . die Steine wackeln!" Toch welch zanberhaites Bild! Sir ichantet! ans eine Well von Eis: zn Fünett, in feiner ganzen Länge ergossen, der groi;. Aletscii-Gletfcher, breit wie de, Rhrinitrum, andere (Gletscher wi> Webrmliine sich ihn, zmteigeüd. Senkrecht unter ihnen, daii ii' neugierig die Fnilfoipeit hoben, der Märjelensee mit fchiufntuteitbet: E-sblölken ans seiner dmifelnriinen Flttt, z»i» Teil völlig von Ei nullten gesperrt, lind ringsumher im weite» Ninfreis die ewige, «chuecbergf, dir hächsten nnd schönsten, die stolzesten Name», bi. '»rauben des Alpenreiches, leuchtend in reiner Mlarljeit m,d al betid umlodert von dem glutroten Seiieine der sinkenden Sonne. ,'ianberhaft ja! Aber ioie viel zanberbaster hättr das all« erst »ein sonnen!... '>-> i in den Miiedtt'ii u;i& die «eeie voll grauer Betrüb:»?, Cisll) Der yiiutrvidttcr bis Sdjlndit verloren ttud überlieft es dein Wiiseu der «lerne, die l>ei ihrer Rkickkunst zum OtaslM frtioii .» jlimmer» begannen, wie da< weite,e Zchick'al keiner Liebe üdi gestalte» inoge.-- — 3ie wäre» alle vier sdiadnuatr »nd stachen wirtlich bedenklich vo» de» alpinen Heidrniiatnre» al«. die, mit krebsroten, gletscherver üvaiuitsH Gesichter» nnd zersetzter .vant. mit ihnen bei der Tafel sagen, Ehampagner trauken »»d das Blaue vom Himmel herunter renonuiiier-ten. ili» es ihnen wenigstens etivas nieidiziithiin. bestellte Bremer schließlich eliensalls 3cTt. .Nein,' sagte die Miilieri», als der verle»de Wein ihre ermattete» Glieder wieder erfrischt halte, ..»ei». wir habe» n»s z» viel zugemutet. 3d) wenigstens bi» fertig . > ich fühle mich wie gerädert. Wen» id) übermorgen wieder im stände bin, will idi's laben Jedenfalls morgeii thue idi keilleil sdiritt. Es ist mir leid. .Herr, Amtsrid»ter, aber da doch geidiieden werde» n»ls>, wollen wir hier oben scheiden. Es geht nid>t anders. I^ieidi bekommt »>id> vor deni »derniidiste» Tage nicht z« sehen." Bremer benutzte de» A» an seist' hübsch. »»> ri»e kiei»e Abichiedorede z» halte», indem er der Freude An«-druck gab, dem alte» stiidienge »osie» »ach so langer Zeit »nver-mutet begegnet zn sein nnd in seiner Gesellschaft so angenehme stunden verbradit zn haben. — Nach einer Weile, »achdenl sie angestvve» »nd getrunken hatte», sagte er: .^di glaube, wir hören von sdiöue fliehen bald wieder. Ich weis, nid)t, mir sciuvant etwas — ich habe so das Gcsiihi. als wen» eine Berlobniig iu der Lust läge . , " Trotz der Müdigkeit setzte Frau Müller verstohlen ihren 5»g iu Bewegung uud trat dann auch richtig Bremers Bein. .sapperlot!" rief dieser, indem er das Tischtuch empor hob »ud unter dir Tafel guckte. .Es war mir dodi g'rad, als ob eiu großer Hüter. eine Bulldogge oder so was, mit drr Tdinanze uiid» aus .Mnie ge stuften hätte. 3eyt ist er furt. Tas ist ja »»heimlich." Mit einem >»»»>-meu seuszer lvars die vermeintliche Bulldogge einen Blick gen Himmel oder vielmehr gege» die 'iinimerdecke, der et wa sagte: Was siir ei» arger Mensch ist dodi dieser Mar! Unbeirrt legte Bremer von neuem los: „3» diesem Tiugstircheu ninii eiu Magnet stecken. Es war mir gleich verdächtig, wie die OWdiidne mit der Prinzessin »idit v»»t Uiavoen taiu. Welle, Zchwci^rriichkr Nitiidcsrat Walter Hanscr *. li'iii ? 11»tin 4 (tBit In t i (igen. Wir gehen zu Bett. Gute Nai'it." ^edodi audi sch.>ue tucheu behauptete, seiner Müdigkeit nicht liinoer gebieten zu fih iu1»: er zog sich ebenfalls zurück. '>'! Wahrheit i»ar er jedoch empört. ,Es giebt eine Greu/e denen ... »unl ccrti >i i>i.|ti<- fltu*«, wie der Lateiner sagt . Also citierend nnd das (fllitl immer wiederholend, mag er einigemal tuit der Nieienelle seiner längsten sdnitte die «chlasftnbe. dann war» thu thalsächlidt die Ersdiövfuug aui^' Beit. Diese war so grog, da« ihn der «riilaf im Nn übermannt hätte, aber seine Erregnug hatte die Nerve» alarmiert, nnd diese trieben mit der jedem tlultttrineuschen wolilbe-kannten Lebhaftigkeit die Schluin-meigeister zn Paaren, so oft sie her« anschleiche» wollten. 3»»»er tiefet*, gnälrnder bohrte« die Gedanke». Weldie sdilange hatte er da a» seinem Busen genährt! Dieser Mensch, den er für eilten harmlosen, stellenweise ganz äuge« nehmen Flanscnmacher gehalten Halle, war ja die verkörperte Heimtücke! Er gönnte ihm das sdiöue Mäddiett uidit — das war's! Darum mad)te er ihn lächerlich. wo er nur konnle, verdäditig, erst mit der .Prinzessin", jetzt gar mit einer Tiunskirchrriu solch einer Bauern-traiupel! — dag es eine schände war, und obendrein verdarb er ihm jede gule Gelegenheit. War es uidit zum Wahnsinnigwerden, dag dieser vrächtige, so hofsnnngsreidie Ansüng fdilieglidi utalt wir ein Witz ohne Pointe ausklingen mußte? Bon mor» ge» ab hatte der Munde vollends freies spiel, konnle den Abwesende» «i» den letzte» Mredit bei den Tarnen bringen. Wär' er doch frei, dag er mitreisen könnte, und nicht an den lumpige» Urlaub gebunden! freilich dann hätte er wahrscheinlich iiidjt Geld genng, während jener alle Taidien voll hatte. Aber so ist es: solche Beugel, die ewig durdis (Trauten fallen. Die zum Seiraten selber zu leichtfertig sind »ud in ihrer Leicht- sertigkeit andere mit das Glück der Ehe bringen, haben i»t< iner Geld Alliuählidi schlummerte er eilt. Allein es war eiu unruhiger Schlummer, ausheilt er jeden Augenblick aufwadile, uud als er euhlicf) fest schlief, begann ihn ein Alp ,ut drücken, dag er unter Herzklopfen eniporfuhr. Flugs war er ans dem Bette. Die Uhr zeigte die fünfte Mor genttnnde Er fühlte iirii so matt und ver-stimmt, dabei zeigte ihm ein Blick in den Zpiegei das Bild eines so bleichen, über-nächtige» Kammer menschen, dag er be sdiloii. sich schleunig aus dem staube zu madieit. Nachdem er ein l-aar herzliche Abschiedszeile» an dag »odi keine drei Woche» ins Land gegangen sind, nnd unser sdwnekitdieii ist glücklicher Bräutigam einer Tiiigskirdieriu?" Elscheu war idum aufgestanden und iu rätselhafter Mituitbe getsternug vor einen unbeachtet au der Wand hängenden fleckigen stahlstidi getreten, der irgend einen Eidgenosse» darstellte. Nun erhob itrti Frau Mittler und sagte: .Na. Mar. trinke mit dem Herr» Amtsrichter »odi eine Flasche aus ?as Wohl seiner 'iiikünf Fran Mittler gerichtet Haue, trat er uadiDruklidi den Rückmarsch au Was nun weiter? Aus der ruhige:: ZcHöuheit der einfadi grogen Natur, auf die rings fein Auge fiel, ans dem Hauch der Morgen frühe, der kräftigend ans ihn eindrang, schöpfte er die Antwort: TaHelnt in einem Briefe schlicht, wie er's fühlte, zu schreiben, was auSznsprrchen ihm uidit vergönnt gewesen. Teiieu getröstete er fidi denn io<; j!( » \f ( ■»;• •'' \^m • L «rtf ist IU' 'JJlnuo Wölk» nur nicht die dnnkele» schatte» seiner einsiedlerische». Vicbciioiueiir gewesen! Je näher er dem verwünschten Tinaskirchen rückte, ni» so mächtiger wnrde» sie wieder über ihn schadenfroh raunten sie ihn« in» Ehr: Pechvogel, der d» bist! Das Glück he foimuft dn ja doch nicht »n fassen. dein Leben nicht. Es streift dich, aber Ivie dn es hasche» willst, ist es Vornbergesanst. So war es nnd so wird es immer sein! Tan» hatte er ein Gesicht: jc»tr Brief, vo» ei»e>» Tage zum anderen, vo» eiuer Woche zur anderen, von einem Monate zum a»dere» verschoben, endlich — in Jahresfrist, beim öerannahen eines neuen svninicriirlaitbs — aeschriebe», beaeanete einem Brief-lein des Inhaltes: Else Müller verlobt mit — de» Namen wichte er nicht, nur das wiiiitr er, dag es nicht der seine war. (edilufe | tilge.» BiüLiqe Beza» im 3Hrcncit.%crinnIb. linde 3e|>temt>«r wurde dir Brcgrnzrrwald-bad» i» einer Lii»g« »o» i.' Milumctvr dem V«rf«l,r »bet gebe» Ti« Bah» bcittliil iciichiedenr ansehnliche Crtc unb «rschltrs>t einen prächtig«» Tril de» Br>-gr»zer Walde» bi« zur Sudstation Bezan. tiou welcher wir umstellend eine VIniicht bringen, ttrjon ist ein «rohe.'. langgebrh»!«» Torf mit Bezirksgericht, und liegt in einer herrlich«« Tintlweitiiug Ptippenlteschett. Lieschen Ist erst Vier Jahre a» »nd doch will sie schon !>ie ,>leis>i»ste sei» im Hau», will koche« »nd'waschen, putzen nnd näben wie die Wnttei. Sie hat eine Puppenstube und eine Pupprukitch«, wo sie ihre >tuult zeiget, kann. Vlbend» dringt sie die .Dockrlchrtf zurNuhr »nd singt ihnen ein Schlaslirdche». morgen» weide« sie gewaschen »nd augezogen. da» feucht" wird hergerichtet und »ach der Wäsche gesehen, lind sindet sich irgendwo ein Nisi. tlitg» wirb die Nadel geholt »nd da» Schadhafte aulgrbrssert. Ist anch die Nadel stnmvs. drr!^ad<» grob n»d der Stich weit, wa» schadet'»? wenn nur alle» wieder in Nichtigkeit, sauber und proper ist! Lietchen siiblt sich aber anch' selbst,usriedener kann niemand in seinem Sessrlchrtt sitze« und die Nadel führe« al» unser .Puppenlte»chrn/' G ». Bnnbrsral Walter Häuser -s. «m Oktober d. Z. ist in Bern Bnudr». lat Hanser unerwartet schnell inmitten seiner Thätigkeit Im Älter von Satiren daliingrrafft worden. Walter Häuser, einer alle» Familie von A»< dr«»wt|l tam ,-jKrichsee angehSrlg. wnrde in, Jallte 1 h;I7 geboren. Wie eine Neide seiner Vorfahre», widmete rr sich MNllchst dem ehrsamen tVerberb«rus, tii» seine berpot ragende Begabung siir den üffrntlichen Tienst die Ausmerksam-teil weiter »reise aus ihn lenkte »nd ihn in die politische Arena siihrte. Seiner 5.»al,i iu den schweizerischen Nationalrat ,lM!1l>. au» welcher Brbörb« rr nach ■,wM Ant! »bauet u freiwillig <«i«tflmt, folgt« IH7U diejenige in de» Ständera« «nd INS) diejenige in den Negier»»g»rat de» ttanton» Zürich, in welch««, tr mit anerkanntem Geschick »nd Srsolg dir Leitung der ^inattze« übernahm. .,»> November I beriet il>» da» vertraue» de» schweizerischen Parlaments in de« Bundesrat, der ihn« dir Verwalt»ug de» beerwrsen» «beitrug, siir drsie» Geschäfte ihm au» seiner militüri'chr» Laitibah» irr war Lberkt.Brigadier drr Lauawehn schätzbare llrfahtuageit zu «Gebote standen. Später kehrte ee znr Jinauzveiwallung zuriick, in wrlchrr ihm «anirutlich anch die schwierige Vlusgade zuiiel. da» (««setz. betreffend Grunduug einer schwelzerilchrn eeutntle« Notenbank au»ziturbriteu Zweimal wurde rr mit der Wurde dr» B»ndr«vrii!lbcnten betraut, da» erstemal in, Jahre l!«!l2, und dann wieder im Satire 1 !>in. ei» Weis det wiener Vlrchiteite» Helntrr uud Kellner. Gürt, »erische Vlulage« sichre» zu der von zwei in reicher Goldbronze prangende» Kandelabern fla«kiettrn Trepp« de.' vauptvoetal». Reiche, sringrglirberte Li»anie»>ik zeigt sich aus de» »lapiiSleu der virr 3itnU-n und dem i» der Mitt« de» Portal» hoch ode» tierbor,rrtrndr» steinernen Stadtwapprn. lieber diesem erbeb, sich die Po» Bildhauer ttrust Hrgenbartti in Wie« «»«geführte Uolossalgruppe ..Tie Macht drr Musik". Bo« dem gleichen ttünsllrr stamme» auch die beiden iiber de« Zeite»s«nst«>» «»gebrachte» Neliefporträt»: Zchille, »nd Mozart mil den sir sinnig »mgebeud«« ftgllrlich«« Darstellungen. T<« Kolossalblikteu t»o«the» »nd Wagner». Lrsling» »nd Beethove»», vo« Bildliauer Nötig in Wien hergestellt, schmliiken die beiden Zritrufasiade«. I>« Annkn-rürnne. Bestibiil. ,Zobers. Büffet» zeugen von vornehmer ttleganz. eben'o anch drr Znichanerraum, der sich «I» ein wahre» Zchmnekküstlrin der «n»stattn«g». ku«!, daistellt. .Apollo' und .Zi«gr»,«g der nenn Muse«-' — eine Arbeit de» Wi«ner Bildhauer» Ztrietiu« — bekleidet de» Z^rie» de» Proscenium» — II« Tühurnlrituug hat, glrichwir beim alt«n Theater, Direktor Han» Sttit, der treffliche Leiter de» Nürnberg«! Stadltli«at«r» in««. e« . Ä Einwand. Richter: „Sir haben auch einig« Jahre auf de«, t»^m «allum zn X. Unter,icht g««ofs«u 's" — Nngrklagtrr: „Na. ri« M««,ch war'» »u» grrad« nicht!" l5r kennt seine Leute. Bei einem Äusruhr in Ztockholn, fordert« «iu Lffizl»r dir Menschenmenge aus, au«,ina»der zu gehen, sonst sei «r geuStig,, fttutt geben zu lasse». Si« Polizist. d«r feine Lrntr bester kannte, bat den Lifizier, zunächst dapo» abz»It«h«n. und ersuchte nachher di« austüudige« Leute, sich zu entferne», damit man unbehindert aus de» Pbbel schieß«« könne. Tie« Mittel zog — binnen w«nige» Minuten war der Piax leer. «t. Unerwartete firitik. Vater: .Nun sag' mal, Junge, wa» sagt den» Dein Lehrer letzt o ». (kirr sir den Winter zu konserviere». Die vier, die ma» ausbewahrru will, dürfen nicht bebrütet sein, da» ist dir erste Bedingung. Ma» seist die anszuhcbendr» Oitr rein ab. trocknet sie gnt »nd bestreicht sie mit fctt, B»tt«r. C«l od«, einer Speckschwarte t!« darf kein Aleck nnbestriche» dleibru, da-mit alle Porrn der ^i«rschalr vollkommen anigesbllk sind nnd der Luftzutritt absolut «»»geschlossen bleibt. Zo behandelt, liebe man die Eier iu srostsr«i»m .Nannte aus, und wenn sich da» <^«tt nirgend» abgewischt hat. wird man finden, das, mau di« gier »och nach langer Zeit selbst al« Hier für d«n Tisch bei inende« kann. Warze» a» den Hände« entfernt «tau leicht auf folgende Weise: Matt schneidet sie mit einem scharf«» ft«dermeff«r tief «in «ud breiint sie dann toirderholt mit HiiUenstkin au». Wen» man di« Lpkrali»« mit gehöriger Bor-sich! macht, so verschwinden die l>äs,lich«n Warze» schnell und ohne Schmerz. Quadraträtsel. tic VurlijlntK'« 1« iichcnfirlxitdrin Cmtfrnt iinti in tu ordnen, da» dir vier iox^erichten Neibrn bezr,: I i »tneu »ledritsliis! der tfllK. :> Um >ii»itta,,,üiiii der epijchru Zichiiiii». »| trinr «ladt in Sidlefien. !>r dridrn Iin(um»t«n rrqrbc» d,e Wütui der beiden minieren Waaerechien. Htm«,ihm. 'UiniKti rürrnri« v«i,!e verleihe tel, Ha», 'XVIdi treib« in r>n«i»N>e dr» Hammer« ,i. Tu tau'» ,nitl\ dorti hnit du mich iiienial» bvoetirt. ttrtiosNl imn mir t«(ii«, buch ich bin nlme Wert. »tatfei. 9(ii> einem ichiin „eziereen t>nu«, Mchnt' Ich eih viebchen ,«,( hernu». sie ist brünett, ti« iit so ichiant, -iXiti deez »>nd icele. wen« sie trn»k. riitt irti Hr. aliiltt lic siir mich. iit duldet still. j,c vpierl sich. ttlird Nititter Liede ichnilder !»aub »nd ist sie toi. niird sie zu «tuuti. T'mt> iu am' ich mich woll, nicht \>i ,edr :>i«Ich «ine ibrer »itnoester« I-ei! Zt. Zchachloftitigen: «e. .17 I» g I fit. K » Jl .- r m ii ii i r u I! i, • K IN II K , i II .. A I II i* r u A> ,i , .i r ? ♦ M. :ik. ii .1 il 4 |. |, :t Th *• r A o1«' Nttflöfiiiig. T ii r o e * u * n « «« i tt t r a ü t l. ii m m in e (All i» n r o f ü r )| r «1 I ii ii I o t( ti tt a r i* u l'f I r j % im 11 ma ii * b i» v f f I» ii i f II ii I ii r K « r V Nnsliiiuuqr« itno poriger *J<,immer: If» Hiitlirl«: Wr«»«l»«de» V»I> «reiner * Vfctsü« In eliiltgait.