Erscheint wöchentlich sechsmal (mit Ausnahme der Feiertage). Schriftleitung (Tel. Nr. 2670). Verwaltung u. Buchdruckerei (Tel. Nt. 2024) Maribor, Jurčičeva ulica 4. Manuskripte werden nicht retumiert. — Anfragen Rückporto beilegen. xvvXWWv v ,\, i. .xVwxWWXxVX v,W ; :. - fež: ME’ CASH M ‘ |Ul ' ESEiÖ Inseraten- u. Abonnements.Annahme in Maribor: Jurčičeva ul. 4 (Verwaltung). Bezugspreise: Abholen monatl. 23 Din. zustellen 24 Din, durch Post monatl. 23 Din, für das Ausland monatlich 35 Din. Einzelnummer 150 und 2 Din. Preis Dm T50 Mariborer ftmiuta a ..r.v: it. Licejska knj i Ljubljana inica Alarm im Baökenland Die Nationalisten 35 Kilometer vor Bilbao / Vormarsch Ser NepubMmM im Süden Lindbergh in München Der berühmte Ozeanslieger hat seinen geplanten Wiener Besuch aufgegeben. München, 8. April. Der berühmte amerikanische Fliegeroberst Charles 2 i n d-be r gh ist mit seiner Gattin Ammy im Auge aus Zagreb hier eingetroffen. Oberst Lindbergh gedenkt mehrere Tage in der bayrischen Hauptstadt zu verbringen, um die ^unststätten Münchens zu besichtigen. Seihen Plan, Wien zu besuchen, hat Lindbergh Aufgegeben. Neue Pressekampagne um de ln Nocque Paris, 8. April. Wegen der grundsätz-stchett Entscheidung der französischen Gerichtsbehörden, den Vorsitzenden der franzö-^ichien Sozialpartei, Oberst dela R o c-u u e, unter Anklage zu stellen, da er, wie ^ heißt, die illegale aufgelöste Organisation Feuerkreuzler aufrecht erhielt, ist in der Putschen Presse eine neue scharfe Kampag-^ gegen die französische Linksregierung ent Uanben. Der „V ölk ische Beobachte r" Meldet aus Paris, es sei angesichts der un-Meupen Spannung zwischen der kommuni-' 'Ich geführten Linken und der Rechten leicht Möglich, daß Frankreich über Nacht Schau-‘tttz einer Revolution werden könne. Frank H-ich befinde sich heute genau tu derselben lUge wie Deutschland vor der Machtergrei-Uttti3, 5. April Nach verläßlichen Fn-h utionen aus London soll sich M us ! o-tiJ1 entschlossen haben, d-e Mitarbeit Jta-M 'w Londoner Nichteinmischungsaus-8« kündigen. In amtlichen engl-ichen 86*,y soll diese Mitteilung einen iehr un= best 'llett Eindruck ausgelöst haben. W>e äij'5 ton der englische Botschafter »n U'iu' c’r Eric D r u m m o n d, den Auf» ^ erhalten haben. Mussolini in freund-'^er Weise darauf aufmerksam zu s'vw,'U daß der Auswitt Italiens aus dem 9Bntrenet Ausschuß keinesfalls mit dem r’cn nvan agreement in Einklang zu brni-x uolchos Italien und England am ltec d. I. eingegangen sind. SanSebastian, 8. April. Die nationalistische Fliegerei hat die republikanischen Positionen bei Lequeitio, ferner die Bahnhöfe von Durango und den Flugplatz von Bilbao mit Bomben beworfen und dortselbst großen Schaden arigerich-tet. Auch das Justizpalais in Santander hat darunter schwer gelitten. Die Gegenoffensive der Republikaner ist von den Nationalisten zurückgeworfen wprden. Die Republikaner hatten hiebei schwere Verluste an Toten und Verwundeten. Die Nationalisten befinden sich jetzt nur mehr 35 Kilometer von Bilbao entfernt. Der Präsident der Basklschen Regierung A g u i r a, hat gestern abends im Rundfunk alle Basken zur Erhebung gegen die Nationalisten aufgerufen. Nur durch den Zusammenschluß aller republikanischen Pari s, 8. April. Wie die Pariser Blätter berichten, ist Oberst de la 9t o c q u e, der Führer der französischen Sozialpartci, über Bayonne nach Spanien gereist; er befindet sich im Hauptquartier des Generals Franco. Wie die Linkspresse wissen will, sind Bayonne und Malmeson wahre Zentren der Unterstützung der Frankisten. B r ü s s e 1, 8. April. Der Kampf um die Brüsseler Ersatzwahl nimmt an Schärfe täglich zu. D e g r e 1 1 e bietet alles auf, um den Rexismus zum Siege zu führen. Ministerpräsident VanZeeland kämpft wiederum mit allen demokratischen Parteien gegen Degrelle. Ganz Brüs sei ist mit Plakaten und Wahlaufrufen direkt übersät und noch nie war die belgische Hauptstadt in solchem Fieber der Schwierige Äucker-Konferenz B e r l i n, 8. April. In London tagt die Weltzuckerkonferenz. Insgesamt sind 22 Staaten auf der Konferenz vertreten. Die Lage der Weltzuckerindustrie ist nicht rosig. Die Produktion ist stärker gestiegen als der Verbrauch und viele Länder, die ursprünglich nur für den Zuckerkonsum n Betracht kamen, sind dazu übergegangen, selbst zu erzeugen. Das hat die Exportver-hältnissc außerordentlich schwierig gemacht. Zollschranken, Einfuhrkontingentwrungen und andere den Import abdrosselnde Maßnahmen sind eiugeführt worden. Auf der anderen Seile habe,, sich die Prodnktions-länder zum Teil veranlaßt gesehen, Produktionszuschüsse zu geben, um durch die da- Basken könne es noch verhindert werden, daß die baskischen Provinzen General Franco in die Hände fallen. V a 1 e n c i a, 8. April. Aus Andujar wird berichtet: Die republikanischen Trup pen sind mit dem Einsammeln der Beute beschäftigt, die sie in den letzten Teilkämpfen mit den Nationalisten gemacht haben. Es fielen ihnen im Abschnitt bei Villajarta in die Hände: 19 Maschinengewehre, 40 automatische Gewehre, 800 Infanteriegewehre, eine Flakkanone, 8 Lastkraftwagen und drei Tanks. L i s s a b o n, 8. April. In Valenta an der spanisch-portugiesischen Grenze sind 9 englische Beobachter eingetroffen, die im Namen des Londoner Nichteinmischungsausschusses die Grenzüberwachung im Sinne der Nichteinmischungstendenzen durchführen werden. Wie „O e u v r c" berichtet, wird das Gerichtsverfahren gegen Oberst de la Rocgue noch gegen vier weitere Rechtsver-bände erweitert werden, und zwar gegen die „Aktion Fvaneaise", die „Jeunesse Pa-tviotiquc" (Führer Taittinger), gegen die „Francisten" und gegen die „Solidarttce Fvaneaise". politischen Leidenschaften. Die Rex-Plakate schreien es von den Wänden, da jeder Belgier die kommunistische Volksfront unterstütze, wenn er für Van Seeland und seine Demokratie stimme. Degrelle hat im Brüsseler Sportpalast schon an zehn Massenversammlungen abgehalten, die so überfüllt waren, daß die Menge aus Lautsprechern auf den Plätzen die Rede Degrelles anhörte. durch hervorgerufene Verbilligung die Exportmöglichkeit trotz Hochschutzzöllen aufrecht zu erhalten. In Australien z .53. muß der einheimische Konsument seinen Zucker viel teurer bezahlen, als er auf dem Weltmarkt von australischen Fabriken angebolen wird. In Westindien deckt der Exportpreis nicht entfernt die Produktionskosten. Aehn I:ch ist es auch anderwärts. Man hat sich schon 1934 einmal zusammengesetzt, um einen Ausweg aus dieser unhaltbar werdenden Lage zu finden, aber damals ist man zu keinem Ergebnis gekommen. Heute unternimmt man von neuem den Versuch. Dabei ist der Vorschlag gemacht worden, die Ausfuhranteile der Zuckerexportländer auf die Hälfte des bisherigen Satzes zu kürzen. Deutschland beispielsweise, das jetzt ein V a 1 e n c i a, 8. April. In der Provinz Cordoba sind die republikanischen Trup pen in drei Tagen in einer Tiefe von 35 Kilometern vorgedrungen. Die Republikaner eroberten Gransuela bei Penaro-ja, wobei einige Abteilungen schon dicht an Penaroja herangekommen sind. Die Madrider Verteidigung meldet, daß Madrid jetzt außer Gefahr sei. Man erwarte aber eine neue nationalistische Offensive auf der Jarama-Front. Ferncr wird gemeldet, daß die republikanische Flotte große Aktivltä entfalte und sich im Verhätlnis zur nationalistischen Flotte als überlegen erwiesen habe. Auf allen Fronten — außer in Estremadura, wo die Nationalisten ihre Positionen aus bauen — seien die Republikaner in der Initiative. Jahreskontingent von 300.000 Tonnen har, würde bei Annahme dieses Vorschlages in Zukunft nur noch 150.000 Tonnen ausführen dürfen. Bei den anderen Exportländern wäre das ebenso. Dieser Vorschlag geht in der Hauptsache von denjenigen Ländern aus, die erst neuerdings eine größere eigene Zuckererzeugung entwickelt haben. Die alten Zuckerexportländer, die ursprünglich den Markt beherrschten haben wenig Neigung, dieses schematische System anzunehmen. Sie verweisen darauf, daß ihre tatsächlichen Exporte in der letzten Zeit im Durchschnitt doppelt so groß waren wie die alten ihnen bewilligten Quoten, u. sie verlangen, daß eine Neuregelung von diesem tatsächlichen Export, nicht aber von den fiktiv gebliebenen Kontingenten ausgehen müßte. Unter diesen Umständen werden die Beratungen der Londoner Zuckerkonferenz nicht gerade leicht sein. Großfeuer. Paris, 8. April. In Bologna ist das dortige Kasinogebäude total abgebrannt. Der Schaden beziffert sich auf mehrere Millionen Franken. Bei den Löscharbeiten wur den zahlreiche Personen teils schwer, teils leicht verletzt. Generalstreik der Bankbeamten in England. L o n d o n, 8. April. Die britischen Bankbeamten und Angestellten haben eine Aktion zur Herabsetzung der Arbeitszeit und Erhöhung der Gehälter eingeleitet. Die Bankbeamten in Schottland sind bereits in den Streik getreten. England steht vor der Gefahr der vollständigen Stil legung des Bankengewerbes. 120 GPU-Beamte kommen vors Tribunal. M o s k a u, 8. April. Wie man erfährt, werden gemeinsam mit dem ehemaligen Volkskommissar J a g o d a 120 Beamte der Tscheka vor das außerordentliche Sowjettribunal gelangen. Zürich, den 8. April. — Devisen: Beograd 10, Paris 20.165, London 21.495, Newyork 439, Mailand 23.10, Berlin 176.50, Wien 80.40, Prag 15.31. Marica Lube; in Maribor , In den nächsten Tagen wird die erfolgreiche Operettensängerin Marica L u b c f aus Zagreb im Mariborer Theater ein Gast spiel absolvieren und zwar wird sie in Lehars Operette „Land des Lächelns" austreten. MINIWIIl|PWBTIIBIIHIIIIPfMllMMWIIH"IBIIIHII* Uli I IlilimilHI "flIiTTTnilWI~llfi IN »V,««,'I>1 IMTMIMIIMMIMsWMIMM AsiI!>>> > MsMIMM« Oberst de la R ocgue nach Spanien geflüchtet? Bemerkenswerte Informationen der Pariser Blätter / Das Gerichtsverfahren auch für andere Rechtsverbände Das WahIdueN DegreNe-Van 3eelotib Ungeheure ampfpropaganda / Der 11. April bringt die Entscheidung über den Rexismus prinzregenl Paul wird den Besuch Dr. Benez' in Vrag erwidern Me amtliche Auslegung des Besuches öes tschechoslowakischen Staatspräsidenten Abschied von Beograd Moskau, 7. April. Neben den vielen Preziosen wurden in der Wohnung Jago-das auch 700 Flaschen französischen Champagners gesunden. Cs soll erwiesen sein, daß Jagoda in seinen Appartements Orgien getrieben hat, die in einigen Wochen viele Hunderttausende von Rubel verschlangen. Die Kreml-Wache ist auf Befehl Staline von der GPU verlassen worden. 300 verläp liche Kaukasier bilden jetzt die interne Leibwache des Diktatours. Beograd,?. April. (Avala.) Während des Beograder Aufenthaltes des tschechoslowakischen Staatspräsidenten Dr. Eduard Beneš fanden zwischen ihm und dem Außenminister Dr. K r o f-ta einerseits und 8. königl. Hoheit Prinz regentPaul und Ministerpräsident Dr. Milan Stojadinovič anderseits politische Besprechungen statt. Es wurde über alle Fragen diskutiert, die das Verhältnis zwischen den beiden Staaten und die internationale Lage tangieren. Im Ver laufe dieser Besprechungen wurden die kürzlich gefaßten Beschlüsse des Ständigen Rates der Kleinen Entente bestätigt und unterstrichen. Mit diesem ersten amtlichen Besuch des tschechoslowakischen Staatschefs wur de neuerdings die Unzertrennlichkeit der freundschaftlichen und brüderlichen Bande zwischen den beiden Staaten bewiesen. Der amtliche Besuch 8. königl. Hoheit des Prinzregenten Paul in Prag — das Da tum wird in Kürze bestimmt werden — wird aufs Neue die Einheit der Ansichten und der Politik sowie _ der Ziele der beiden Brüdervölker manifestieren, die auch in Hinkunft nicht mehr zu trennen sind. Beograd,?. April. Heute um 13 Uhr fand das letzte Bankett zu Ehren der hohen Gäste auf Schloß Dedinje statt. An diesem Bankett nahmen Dr. Beneš mit Gemahlin, 8. königl. Hoheit Prinzregent Paul, I. königl. Hoheit Prinzessin Olga. I. M. Königin Maria, Ministerpräsident Dr. Milan Stojadinovič und der tschechoslowa kische Außenminister Dr. Kamil Krofta teil. Nach dem Bankett fuhr Präsident Dr. Benes in das alte Schloß zurück. Nach kurzer Rast begab sich der Präsident mit Gemahlin und Gefolge zum Bahnhof, um die Rückreise nach Prag anzutreten. Auf der Fahrt zum Bahnhof wiederholten sich die Kundgebungen für Dr. Beneš und für die Tschechoslowakei. Das Spalier bildeten die Schuljugend und Vertreter der kulturellen und nationalen Organisationen. Die linke Seite des Spaliers war für die Truppenkörper der Beograder Garnison reserviert, die in voller Marschadjustierung die Ehrenbezeugung erwies. Während der Fahrt des Präsidenten spielten mehrere Militärkapellen in den Straßen der Stadt das »Kde domov muj«. Am Bahnhof verabschiedete sich 8. königliche Hoheit Prinzregent Paul in herzlichster Weise vom tschechoslowakischen Staatschef und seiner Gemahlin. Bei der Verabschiedung waren auch I. königl. Hoheit Prinzessin Olga, die beiden Regenten Dr. Perovič und Dr. Stankovič, Ministerpräsident Dr. Stojadinovič und die Mitglieder der Regierung sowie das diplomatische Korps und die Generalität zugegen. Vor der Abfahrt schritt Präsident Dr. Beneš die mit Fahne und Musikkapelle ausgerückte Ehrenkompagnie der königlichen Garde ab. Die Gardekapelle spielte gleich zeitig die tschechoslowakische Staatshymne. Einige Minuten vor der Abfahrt verabschiedete sich Dr. Beneš in herzlichster Weise von den Anwesenden. Er stieg so- dann in den Waggon ein und unterhielt st am Wagenfenster mit dem Prinzregenten. Als sich der Sonderzug in Bewegung setzte, winkte Präsident Dr. Beneš allen am Perron Stehenden nach, bis sich der Zug verlor. Prinzregent Paul wink te ebenfalls nach, solange man de, Zug sehen konnte. Ueber dem Bahnhof kreisten gleichzeitig mehrere Militärflugzeuge, die auf diese Weise dem tschechoslowakischen Staatspräsidenten ihre Grüsse entboten. Drei punkte Das englisch-französische Abkommen über die Neutralität Belgiens London, 7. April. Wie der Berichterstatter des »DaiiyHeral d« berich tet, umfaßt die englisch-französische Einigung über die Neutralität Belgiens drei PirMe: 1. Frankreich pflichtet der Annullierung des französisch-belgischen Geheimabkommens von 1920 bei. 2. Das provisorische Abkommen zwischen Frankreich und Belgien vom Mai 1936 wird außer Kraft gesetzt, ebenso werden alle Konferenzen der Generalstäbe Frankreichs, Belgiens und Englands eingestellt. 3. Das Abkommen, auf Grund dessen Belgien im Falle eines Angriffes die Hilfe Frankreichs und Englands anzurufen hat, wird außer Kraft gesetzt. Belgien verpflichtet sich, mit Deutschland, Frankreich und England einen Nichtangriffspakt zu schließen. Das Flottenbauprogramm Ätattens Modernisierung der Flotte. Die Schlachtschiffe „Cavour" und „Giulio (Schere" werden demnächst in Dienst gestellt. R o nt, ?. April. Die Agence Havas berichtet: Der Berich- über das • Budget der Kriegsmarine für 1937/38 sieht vermehrte Ausgaben im Betrage von 246 Millionen Lire vor. Das Gesamtbudget der Kriegsmarine stellt sich demnach auf 1858 Millionen Lire. In dem Bericht heißt es ferner, daß die faschistische Politik bestrebt fei, dem Rüstung® Wettstreit so weit als möglich auszmveichen. Man muffe aber die Verantwortung bedenken. die die italienische Kriegsmarine innerhalb des italienischen Imperiums auf sich genommen habe. Die neuen Einheiten i*'1' Kriegsmarine würden im regelmäßigen Arbeitstempo hergestellt werden. Die beiden Schlachtschiffe „Cavour" und „Giulio sare" werden demnächst in Dienst gestellte Die beider: 7000-Tonnen-Kreuzer „Garibaldi" und „Duca della Abruzzi" sind auf Versuchsfahrten begriffen. Nach Zagoda auch Kagano-toitfch in Ungnade gefallen Stalins geheimnisvolle Unterredungen mit Woroschilow / Die neuesten Enthüllungen über Jagodas Umtriebe Die „Arbeiter-Zeitung" erscheint in — i Paris. Pari S, 7. April. Die Agence Hava® berichtet: Wie der heurige sozialistische ,,P®' i pulaire" berichtet, wird die seinerzeit^ Wiener „Arbeiter-Zeitung", das Organ der österreichischen Sozialdemokratie, in Pariweiter herausgegsben. Das Blatt ist vorher in der Tschechoslowakei erschienen. W a r f ch a u, 7. April. Wie aus Moskau berichtet wird, sind die Vorbereitungen für den dritten Trotzkistenprozeß in dessen Rahmen B u ch a r i it, Ryko w und Jagoda auf die Anklagebank kommen, beendet. Eine neue Terrorwelle gegen die „Unverläßlichen" hat begonnen. Der Prozeß gegen Jagoda, der mit seinem früheren Namen Hirschl-Walvbeer hieß, wird aller Voraussicht nach geheim durchgeführt werden. Stalin hat täglich lange Unterredungen mit W o r o if ch i I o w und anderen Sowjetgrößen. Bei dieser Gelegenheit sind die von den Trotzkisten in der Roten Armee angestifteten Sabotageakte zur Spra che gekommen. Es wurde die Feststellung Luflwaffenparaöe in Nom ■"sw-r-^v " ' mlA >t •- .« ■ i A - ' mm' 8%/m ■ gemacht, daß der größte Teil der in der Sowjet-Rüstungsindustrie hergestellfeit Was feit und der Munition unbrauchbar ist. So entsprechen beispielsweise die in den Muni- Polen zählt 34 Millionen Einwohner. Wa r s cha u, 7. April. Nach den soeben mitgeteilten Volkszählungsergebnissen »äh.* Polen 34M1.0M Einwohner. Seit 1936 ir die Bevölkerung Polens um 409.000 wohner angewachsen. : mm Am Sonnabend beging das faschistische Italien den 14. Jahrestag der Gründung der Luftwaffe mit einer großen Parade, zu der 10.000 aktive und Reserveoffiziere der Luftwaffe aus ganz Italien in Galauniform aufmarschierten. Der König von Italien und Kaiser von Aethiopien überreichte den einzelnen Truppenteilen neue Fahnen. — Von links nach rechts: König Victor Emanuel, Mussolini, Marschall Ba-doglio und Luftmarschall Balbo bei der Parade am Nationaldenkmal in Rom. — ßScherl-B^rdicnsi-M'J. Jagoda. tions werken hergestellten Granaten und Schrapnells in feierlei Weise den Kalibern der roten Artillerie. Nun ist aber auch Kaganowitsch in Ungnade gefallen, obzwar er Schwiegervater Stalins ist. Er wird von der Roten Armee beschuldigt, die desolaten Zustände aus den Sowjetbahnen verschuldet zu haben. Was mit Kaganowitsch geschehen wird, ist noch nicht bekannt, man weiß nur so viel, daß die Rote Armee nicht ruhen wird, ehe Kaganowitsch von der Bildsläche verschwindet. W a x s ch a u, 7. April. Aus Moskau wird im Nachtrag berichtet: In Moskau wird Jagoda beschuldigt, aus dem Tresor des Postkommissariats den Betrag von einer Million Rubel entwendet zu haben. Alle Anzeichen deuten daraufhin, daß 6to lins Regime sich nun auch gegen die Juden innerhalb der kommunistischen Parteileitung wendet. Viele Juden, die seinerzeit in die autonome jüdische Wolgarepublik ausgewan dert sind, mußten infolge der staliniftischen Schikanen nach Litauen flüchten. Arbeiter zur Krömmgsfcier eingeladen. L o n d v n, 7. April. Die Einladungen zur Teilnahme an den englischen Krönung®' feierlichkeiten sind nunmehr gedruckt wch-den. Dabei wurde bekannt, Latz der Kön>ü persönlich vier Angehörige des Arbeiterstws des eingeladen hat, und zwar einen At&c[' ter, eine Arbeiterin und zwei Jungarbeiter D'e Arbeiter sind verschiedenen Berufsgrutz Pen entnommen und sollen die Verbünde®' heit des Königs mit der Industrie verfi,r" bildlichen. Don Beograd nach London in u Stunden Am 4. April begann der neue Somw^s slugplan der Deutschen Lufthansa, der 9®^ Deutschland und seine Nachbarländer einem dichten Netz von Flugverbindung' überzieht. Allein in Berlin, dem größt^ Flughafen 'Europas starten und landen - . Iich mehr als 90 Personen- und Frachtdi^ Maschinen, die mit allen wichtigen 6tübtc des Kontinents die schnellste Verbincu®' schaffen. Allergrößter Wert wurde aus den Au®", und die Herstellung günstiger Anschlüsse ' Fernflugverkehr gelegt. Wie günstig die -1 ifchlöffe liegen bewegt, daß es nunmehr 11V, Iich ist, timt Beograd aus London in ^ Stunden zu erreichen. WZ besonders teilhast ist dabei anzusehen, daß dem den durch den neuen Flugplan nach sogar 2 Verbindungen, eine über Berlin ^ Amsterdam und eine über Frankfurt Brüssel zur Wahl stehen. Durch die / Lusthansa-Strecke Berlin Kowno o( ga — Reval — Helsingfors und durch direkte Fluglinie nach Stockholm — Hagen usw. erhält der ^ Südosten Europ s vorzügliche Luftwege nach den TL*. Randstaaten und den nordischen Lünöe Von Beograd aus nach Athen tvirt>_mlC ^ wer eine tägliche Flugverbindung über fia — Saloniki unterhalten. ___ Der neue Sommerflugplan der Seuww_ Äaftharchr erfüllt somit itt vo Weise die Wünsche nach Fernflugverbindun gen, wie sie das reifende Publikum und die Wirtschaft unseres Landes verlangen. 1300 Frauen wollen zum Südpol. Aus London wird gemeldet: Die britische antarktische Gesellschaft veranstaltet im In nr d. I. eilte neue Expedition zum Südpols um dort durch 2 Jahre geologische Forschun gen zu betreiben und -unbekanntes Festland zu entdecken. Führer ist Ernest W. Walker, der bei der Expedition in die Arktis im Jahre 1930 als Geologe und Flieger tätig war. Die Gesellschaft hat ein norwegisches Schiff von 457 Tonnen gekauft, das mit Pe troleum betrieben wird. Es wird „Shakle-ton" getauft werden. Die Basis der Expedition wird die Wood-Bay auf Viktoria-Land sein, eine Brennstoffstation wird au Cap Williams angelegt werden. Auch ein Flugzeug wird mitgenommen. Die Expedition zählt 32 Teilnehmer. Wie Walker mitteilt, haben sich auch 1300 Frauen aus den verschiedensten Bevölkerungsschichten als Teilnehmerinnen gemeldet, wurden aber alle abgewiesen, da nach seiner Ansicht eine Frau in der Antarktis es nicht länger als einen Monat aushalten könnte. Katze läuft 420 Kilometer „nach Hause"! Englische Zeitungen berichten von einem Rekord, den die Katze „Peter" aufgestellt hat. „Peter" gehört einem Bauern, der vor einigen Wochen au§ Winston in das 420 Kilometer entfernte London gezogen war. Die Katze hatte er mitgenommen. Unmittelbar nach -feinem Eintreffen in London vermißte fr das Tier, aber erst zwölf Tage spater stellte sich heraus, Laß „Peter" wieder in Winston eingetroffen war, ° um ihre alte »Wohnung" erneut zu beziehen. Die große Reise hatte „Peter" zwar sehr geschwächt, •doch hat sich der Tierschutzverein jetzt des Rekordtieres angenommen. *000 Jahre aste ägyptische Stadt ausgegraben. Aus Stockholm wird gemeldet: Durch Au§ Aabungen einer schwedischen, unter Leitung de? Dr. Hjalmar Larsen stehenden archäologischen Expedition ist bei Abu Gha-!& in Aegypten eine 4000 Jahre alte Stadt teilweise freigelegt worden,-wie aus soeben Stockholm eingetroffenen Berichten zu Entnehmen ist. Reichhaltige und interessante Entdeckungen kannten gemacht werden. Un-:et anderem konnie ein ganzer Häuserblock l1'" gelegt werden und unter den Funden nd zu nennen ein schöner Treppenaufgang, Ostreiche Käfer, große Behälter für Korn f'sid andere Gegenstände. Man erwartet, daß ,c Expedition bald mit wertvollen Beiträ-für die Sammlungen des Aegyptischen Museums in Stockholm nach, Schweben zu-':iclfchrcn wird. 1 • besprochene Zeitung in Addis Abeba. Wohl nirgends hat der Rundfunk für die k .................................. ^völkerung besteht ^^ichtenübermittlung eine so gewaltige Deutung erlangt wie in Addis Abeba. Die evölkerung besteht zu 95 Prozent aus 11 Alphabeten. Sie hat deshalb für selbst wenn sie ganze Seiten in amcha-'i'her oder arabischer Sprache enthalten, hcn,!3 Interesse. Der Rundfunk ist bisher t ^'3, verbreitet. Er stellt für die Eingebo-tEsien eine höchst geheimnisvolle Augelegen-chll dar und nur ganz wenige hatten Rund-h-mpfänger. ^oetzi Hat die italienische Verwaltung an Punkten der Stadt Lautsprecher aufstel-^ssen, und von 11.30 bis 12.30 werden . ^ aus Aechiopien, .. Welt verbreitet. yt Rundfunksprecher sitzt in dem ehemali- Wßeöer LlGAprofperily Gn optimWscher Bericht des britischen Handelsattachees in Washington Der Mandelsattachee der britischen Botschaft in Washington hat soeben seinen jährlichen Bericht über die Wirtschaftlage in den Vereinigten Staaten erstattet. Darin schreibt er, USA sei im Begriff, den Wohlstand vorn Jahre 1929 wieder zu erreichen und in mancher Hinsicht sogar über ihn hinauszukommen. Die einzigen Vorbehalte, die bei dieser Vorhersage gemacht werden, beziehen sich auf die Arbeitsverhältnisse und die Unausgeglichenheit des Staatshaushaltes. In dem Bericht heißt es dann weiter: Eine ausreichende Bestätigung für diese Ansicht kann Ende 1936 in den derzeitigen Verhältnissen und den Aussichten von Ackerbau, Industrie und Binnenhandel, sowie in dem Ansteigen der Warenpreise und der Wertpapierkurse und ebenso in dem Anwachsen des Volkseinkommens gefunden werden. Das Bild wird getrübt durch die Zustände innerhalb der Arbeiterschaft. Noch bestehen ungünstige Verhältnisse auf dem Arbeits markte und Beschäftigungslosigkeit. Noch herrscht Desorganisation und Konfliktstimmung. Auch kann eine gründliche Besserung im Bereich der öffentlichen Finanzen noch nicht gefunden werden. In'den Haushaltsplänen sind große Fehlbeträge vorhanden und die öffentliche Verschuldung wächst, hervorgerufen durch die öffentliche . Hilfstätigkeit, die hauptsächlich durch das Fortbestehen der Arbeitslosigkeit nötig wird. Die amerikanische Industrie ist in einer sicherem Position als die Landwirtschaft, da die Industrie nicht so abhängig vom Außenhandel ist. Außerdem ist die. auf landwirtschaftlichem Gebiet zu verzeichnende Erholung nicht. durch steigende Produktion,, sondern im Gegenteil durch Mißernten und durch Einschränkungsmaßnahmen hervorgernfen worden, die nicht als wirtschaftlich ge» sund angesehen werden können. Der Verlust von Exportmärkten hat bei der Industrie nicht entfernt jene Schäden hervorgerufen wie die großen Staub-sturmverrtichtungen in der Landwirtschaft. Der englische Handelšattachee findet, daß der New-Deal Roosevelts auf sozialpolitischem Gebiet und für die Schaffung einer neuen wirtschaftlichen Ordnung bisher nur einen recht mageren Erfolg gehabt hat. Das schreibt er vor allem den hemmenden Entscheidungen des Obersten Gerichtshofes zu. Die Vierjahresperiode des New-Deal ist zu Ende gegangen, ohne daß seine Hauptaufgaben erfüllt worden wären. Die Verteilung der Verantwortlichkeit auf die Bundesregierungen und Staatsregierungen hinsichtlich der öffentlichen Regelung ei. nes nationalwirtschaftlichen Systems muß erst noch gefunden werden. Die neue wirtschaftliche Ordnung, die geplant war, ist noch nicht geschaffen worden. Ihre Grundlegung ist höchst unsicher. Sie muß von neuem erfolgen oder überhaupt vielleicht neu entworfen werden.« Auf der anderen Seite wird der Ansicht Ausdruck gegeben, daß jener Teil des New-Deal, der die Wiederbelebung der Wirtschaft zum Ziele hatte, erfolgreich gewesen ist und daß die Abwertung des Dollar sich als gerechtfertigt erwiesen hat. Der Bericht schließt mit der Voraussage, daß keine Rückkehr zu dem wirtschaftlichen System des hemmungslosen Individualismus und der unbegrenzten Konkurrenz, wie es vor 1933 bestand, zu erwarten sei. Die erste Reformperiode Roosevelts bedeutet einen Einschnitt, von dem aus sich endgültig ein neues Verhältnis zwischen Regierung und Volkswirtschaft anbahnt. test des bischöflichen Ordinariats vorlag. Die Engländer wunderten sich, daß man sie wegen des Nacktbadens zur Verantwortung zog, da Bi doch an einer Stelle badeten, wo es keinen Anlaß zum allgemeinen Aergernis geben konnte AUS lu. Tod in den Bergen? Seit einigen Ta gen sucht eine kleine Rettungsexpedition im Triglavmassiv den seit dem 30. März vermißten jungen Zagreber Apothelerlaboran-ten Jovan Vukosavljev, der allem Anschein nach am Kleinen Triglav verunglückt ist. Vukosavljev, ein passionierter Berg steiger, verließ am 15. d. Zagreb, um eine Skitour durch die Irdischen Alpen zu unternehmen. Ende März wurde er bei der Sta-nis-Hütte gesehen, seitdem ist er verschwunden. An einer gefährlichen Stelle wurden seine Skier und seine Kappe gefunden. Da der junge Mann, der schon längere Zeit stellenlos war, in letzter Zeit sehr bedrückt -war, ist auch nicht ausgeschlossen, daß Vu-kofavljev freiwillig in den Tod gegangen ist. Iu. In der Jauche ertrunken. In Nova was bei Blöke (Jnnerkrain) stürzte das Schulleitertöchierchen Nada Vertačnik in eine Jauchengrube und ertrank, ehe ihm Hilfe gebracht werden konnte. lu.Fiucht aus dem Leben. Im Wolken-kratzereafe in Ljubljana wurde in der Nacht zum Mittwoch am Klosett der 34jährige Dentist Josef Kavčič aus Ljubljana tot aufgefunden. Er hatte eine größere Dosis Salzsäure eingenommen. Das Motiv der Tat dürfte in den zerrüteten Familienverhältnissen, und im sehr schlechten Geschäftsgang zu suchen fein. cv Neuesten Nachrichten V 'en und der ganzen b0rtt.lfi'fcrlicheit Palais und wählt aus den q .'egenden Nachrichten das aus, was ihm h^Pttet erscheint. Wichtige Sachen miedet-|( * er mehrere Male Die Lautsprecher sind von einer riesigen Menschenmenge um !0 .-t'- d'e staunend das hört, was ihr auf Rätselhafte Weise übermittelt wird. tzq' Das innere Reich, Herausgeber Doktor ^ ul Alverdes und Kral Benno v. Mechow, ch Qfl Albert Langen und Georg Müller, Folge aufschlußreicher Artikel ^issenwerter Aufsätze. lif«, "Die Brennessel". Neben politisch-sati-skirs! ^'ldern und Artikeln nehmen die 8«ir ^tGr der „Brennessel" das Wort und ,!1 mit liebenswürdigem Spott die Btn»a’^en ihrer Mitmenschen. Verlag Eher, München. i. Staatspräsident Dr. Beneš hat dem Bürgermeister von Beograd den Betrag von 50.000 Dinar für die Stadtarmen überreicht. ■ - ■ • • ß ... 1. Aprilwetter in Zagreb. Die Stadt Zagreb erlebte am 7. d. M. die Antrittsvisite deš April in der Form eines von Blitz und Donner begleiteten Wolkenbruches und Hagels. Es hagelte fast zehn Minuten. i. Reichskongreß der Gaststätteninhaber in Skoplje. Am 22. und 23. d. M. findet in Skoplje der Reichskongreß der jugosla wischen Gaststätteinhaber statt. i. Englischer Schriftsteller heiratet eine bosnische »pevačica«. Der auf der Durchreise nach Dalmatien befindliche Schriftsteller Alexander B r o w n hat sich in Sarajevo derart in die Volkssängerin »pevačica« Anka J a k š i č aus čapljina verliebt, daß er das Mädchen vom Fleck weg heiratete und nach England mitnahm. i. Verhaftungen in der Mordaffäre Major Kovačič. Seinerzeit ist berichtet worden, daß unbekannte Verbrecher in Varaždin den 66jährigen Major i. R. Johann K o v a č i e in seinem Hause ermordet und ausgeraubt haben. Nunmehr sind als mutmaßliche Haupttäter ein gewisser Anton Batina aus Novakovec bei Jalža-be* und sein Bruder Mate Batina verhaftet worden. i. Liebesdrama in Petrovgrad. In Pe- trovgrad hat der 21jährige Drogeriegehilfe Josef Stankov in einem Anfall wildester Eifersucht seine 15jährige Geliebte, iV'Türgerschülcrin Mancika Petroczy durch einen Revolverschuß schwer verletzt und ihre 12jährige Schwester Ibojka durch einen fehlgegangenen Schuß getötet. i. Der Imam von Berlin heiratet in Sarajevo. Wie die Blätter berichten, befindet sich der deutsche Imam der Berliner Mos-lims, Dr. Aziz M i r z a mit seiner Braut, —- sie ist ebenfalls eine Reichsdeutsche — auf der Reise nach Sarajevo. Seine Braut ■□mroeDBaenEaHöeaBoeaeaBOP □ □ ■□BosmroraeoearaeaEQ»aeciHOB ist bereits zum Islam übergetreten und erhielt den Namen Zubeida. Dr. Mirza wird in Sarajevo in der dortigen großen Moschee nach den Vorschriften des Sche-riatsgerichtes getraut werden. Er wird mit seiner Braut eine Zeitlang in Bosnien blei ben, um die Sitten und Gebräuche unserer Moslims zu studieren, i. Vier Lämmer zur Welt gebracht. In Stričiči bei Banjaluka hat ein Muttersc’ af des Besitzers Vlado Kočič gleich vier Lämmer zur Welt gebracht, gewiß ein sehr seltener Fall. i. Wegen eines Scherzes erdolcht. In Veliki Bastaji bei Virovitica traf der Privatbeamte Franz K o p r i v a, ein weit u. breit bekannter gutmütiger Spaßvogel, auf dem nächtlichen Heimwege ein Liebes paar. Im Vorübergehen machte er dem Mädchen den scherzhaften Vorwurf, wie es denn mit einem Burschen gehen könne. der noch nicht seine Militärzeit absolviert habe. Als er dann in eine dunkle Seitengasse einbog, erhielt er vermutlich von jenem beleidigten Liebhaber einen Rv^-enstich, so daß er züsammeribrach. Er wurde später ins Krankenhalt« :-bracht, wo er mit dem Tode ringt. men Täter konnte er weder bezeichnen, roch beschreiben. i. Die Korallenfischer aus Zlarin und Krapanj bereiten sich auf den Korallen-und Schwammfang vor. Die Taucherausrüstungen sind bereits behördlich überprüft worden. Gleichzeitig treffen die Ka meraleute und Regisseure aus Berlin ein, um einige Szenen dieses Korallenfischens für den Spielfilm »Die Korallenprinzessin« festzuhalten. !. Ein Nudistentrio in Dubrovnik. Die Stadt Dubrovnik hatte am 7. d. M. ihre Sensation. Unter der Pension Belvedere erschienen plötzlich zwei Engländer und eine Engländerin im Adams- bzw.'Eva-kostüm auf dem Strand und sonnten sich, als ob dies die natürliche Sache der Welt wäre. Die Engländer waren auch unbekümmert, als die Passanten ihre Kameraobjektive auf sie richteten. Mittags wurden die drei englischen Nudisten aufs Po- Her Tod der Herzogin. Der tragische Tod der 71jährigen Herzogin von Bedford, die mit dem von ihr gesteuerten Flugzeug auf bisher noch nicht auf geklärte Weise verunglückte, beschäftigt die Gemüter iir England immer noch sehr leb-■hast. Jetzt wird eine Szene bekannt, die sich bei der Identifizierung der gefundenen Flug zeugüruchstücke abspielte. Bei einem Flugzeugkonstrukteur läute: das Telephon. Die Polizei meldet sich: „Kön neu Sie uns sagen, zu welchem Flugzeug ein Propellerstuck gehört, das die Nummer 45738 und Ihren Namen trägt?" „Gewiß, unsere Erzeugnisse siriö alle num meriert und wahrscheinlich können wir Ihnen genau sagen, wo das fragliche Stück hingehört." „Man hat es im Wasser gefunden. Es ist dunkelgrün." Dann meldet sich die Stimme des Angestellten des Konstruktionswerkes wieder, diesmal mit ganz verändertem Tonfall: „Das Bruchstück gehört zu dem Flugzeug der Herzogin von Bredford." Und dann trat ein langes Schweigen cm. das niemand zuerst unterbrechen wollte. Alles für die Katz'! Das typische Pariser Haustier ist nicht feer Hund, sondern die Katze und alle Veranstaltungen, die sich auf die Katze beziehen, finden das lebhafteste -Interesse. ; Jetzt ist wieder einmal eine Katzenausstellung eröffnet- worden, auf der nach dam Urteil der Pariser Zeitungen.geradezu hinreißend-schöne Tiere zur Schau gestellt werden:- langhaarige Angorakatzen, siamesische Katzen mit einem Fell in-feer Farbe des Milchkaffee usw. Alle Arten französischer und ausländischer Zucht sind vertreten-und man stellt, mit Staunen fest, daß es mehr als Äatzenvarie-tatcht gibt. Die Ausstellung der,--T:ere wird ergänzt durch den „Katzen-Salon", der die Werke einer .'großen ’ Anzahl von ■ Malern, Zeichnern und Bildhauern- vere:: gt, soweit sie sich mit der Katze beschaftigl .. Und schon ist geplant, bei der-nächstjährigen Katzen-ansstellung auch noch eine Sammlung von Manuskripten französischer - Schriftsteller zusammen zu bringen, die irgendwie die Kat-zu. zum Gegenstand haben. - - Treues Gedenken, Frau Leisegang kommt mit ihren beiden Töchtern aus der Sommerfrische zurück. »Gut erholt habt Ihr Euch,« sagt Vater, als er seine Familie am Bahnhof in die Arme schließt, »Habt Ihr den auch mal an mich gedacht?« »Natürlich, Papa«, sagt Friedl, »immer wenn im Hotel ein Gast über das Essen lizeikommissariat vorgeladen, da ein Pro- | nörgelte, sagte Mama: Genau wie Papa!« Aus Stadl MkdUwe&tM ©laot&präflöenf Sr. Benes auf der Durchreise durch Maribor Lux der Rückfahrt von den Beograder Festlichkeiten in die Heimat traf der Präsident der Tschechoslowakischen Republik Dok tox B e n e 8 mit Gemahlin in der vergangenen Nacht Punkt 3 Uhr mit Sonderzug in Maribor ein. Mit Rücksicht auf die vorgerückte Stunde entfiel aut Bahnhof jeder offizielle Empfang. In Begleitung des Staats Präsidenten befanden sich Verkehrsminister Dr. S p a h o, der Generaldirektor der jugoslawischen Staatsbahnen Ing. N a u m o-o i 6, Hofzuginspektor Oberbahitrat G r u-b a n o v i č, der tschechoslowakische Gesand te in Beograd Dr. G i r s a mit dem tschechoslowakischen Militärattache^ einer der kommandierenden Generäle der königlichen Garde sowie Bahndirektor Dr. Fatur aus Ljubljana mit dem Berkehrsreferen-ten Oberbahnrat J e l a « i 5. Zur Aufwartung hatten sich am Perron eingefunden: Stadtkommandant General Milenkovič mit dem Adjutanten Hauptmann P u 8 e l j a, Garnisonskommandant Oberst M a f I a e, Polizeichef Dr. T r st e n f a k, Grenzpolizeikommissar K r a s n o ö t c, der Kommandant der Gen darmerietruppe Hauptmann M a v r i 6 und der Bürgermeister von Košaki Minister a. D. Prof. V e s e n j a k. Die jugoslawische Ghrenbegleitung des Staatspräsidenten verließ in Maribor den Zug, der nach 13 Minuten die Fahrt gegen Norden fortsetztc. Keine Gefahr für die GiaatSbahnwerkstätten! Verkchrsminifter Dr. Spaho in Maribor / Bedeutungsvolle Erklärungen Wie an anderer Stelle berichtet, ist Berkehrsminister Dr. S p a h o in Begleitung des Generaldirektors der jugoslawischen Staatsbahncil Ing. N a u nt c v i c und des HoszugiNsipektors Oberbahnrates G r u-banovi« int Gefolge des tschechoslowakischen Staatspräsidenten Dr. B e n ei heute früh um 3 Uhr in Maribor eingetrof-fen. Am Bahnhof verließ der Minister mit seiner Begleitung den Sonderzug des Hoheit Gastes mid begalü sich in seinen Salonwagen. lim 8 Uhr fuhr der Verkehrsminister mit fernem Gefolge in die Staatsbahnwerlstät-ten. In Begleitung des Ministers befaitden sich auch Bürgermeister Dr. J u v a n, Bi-zebürgermeister ž c 6 o f, die beiden Bezirks Hauptleute Popovi« und Dr. § i š t a, Polizeichef Dr. Drstenja k, Grenzpolizei kommissär K r a j n o v i 6 und Minister a. D. Prof. Vesenjak. Unter Führung des Direktors Ing. Vidic besichtigte Minister Dr. Spaho eingehend die einzelnen Abteilungen der Eisenbahnwerkstätte und interessierte sich sehr für den Stand der Arbeitern. Der Minister, der in den Werkstätten unangemeldet eingetroffen war, empfing sodann Abordnungen der Arbeiterschaft, der Beamten des Sportklubs „železničar" und des Gesang- unlo Musikvereines „Drava", die ihm ihre Wünsche vortrugen und ihn um Behebung verschiedener Unzulänglichkeiten ersuchten. Dr. Spaho gab zunächst die Versicherung ab, daß er mit allen Kräften 'darauf hinavbeiten werde, daß die Forderungen der Arbeiterschaft nach Besserung ihrer Lage erfüllt werden. Die E i s e n -b o H it Werkstätten werden mit Rück sicht auf ihre Wichtigkeit in Maribor v e r-bleibe it. Nicht nur das, die Werkstätten werden größere Aufträge erhalten, die ursprünglich anderen Werkstätten zugedacht waren. EZ könne keine Rede mehr "davon fein, daß die Eisenbahnwerkstätten ang Maribor verlegt würben. Der Minister erklärte ferner, daß die Prä litten, die tatsächlich in Maribor niedriger seien als in den übrigen Bahnwerkstätten, in Bälde ausgeglichen werden. Desgleichen wer den die Eisenbahner die Kohle zu Regiepreisen auch im Sommer beziehen können, um auch in dieser Beziehung mit den Kollegen in anderen Teilen des Staates ausgeglichen zu werden. Der Minister werde sich dafür verwenden, daß der Gesang- und Mu-poetern „D r a v a" sowie der Sportklub „Ž e l e z n i « a r" schon demnächst von der Regierung eine größere Unterstützung. evhabten. Schließlich erklärte Doktor Spaho, daß im Sommer neue moderne Zagreb in Verkehr gebracht werden, um den Wünschen des reisenden Publikums Rechnung zu tragen. Der Verkehrsminister kehrte hierauf zum Bahnhof zurück und trat um 9.45 Uhr mit dem Gefolge mit dem Personenzug die Rück fahrt nach Beograd an. Bis Zagreb begleiteten ihn Bahndirektor Dr. F a t u r und Verkehrsreferent Oberbahnrat J ela « i «. Donnerstag, den s. AprU wie der Tulpenbaum in den Anlagen, eine der herrlichen alten Mognolien ihre zauberhaften Blutenkelche erschließt. Das Blühen dieser Tulpenbäume ist wie eine heilige Frühlingsfeier. Eines Morgens Glück haben, dann erleben wir es mit, haben sie die dicken Knospen geöffnet, und auf ihre dunklen Zweigen schwanken die großen weißlich-rosa Tulpenblüten, als wären es lauter Kerzen, die zur Frühlingsfeier angezündet sind! Wenige Tage nur dauert das Blühen dieser feierlichen Bäume, dann sinken die großen, kräftigen Blüttenblätter herab und liegen wie weiße Schalen auf dem Boden, über den sich der erste Schleier des jungen Grases hinbreitet. Diese Tage sind auch die schönsten. Es ist der Auftakt zu dem großen, gewaltigen Blütenfeste der Natur. Ueberall, an Baum und Strauch schwellen die Knospen, und wir wissen es, daß jeder Tag uns neues Grün und neue Blüten schenkt. Die ganze Natur rüstet dazu, ihr Festtagskleid anzulegen — wie lange wird es dauern, u. dichter Blütenschnee wird sich über unsere Obstbäume breiten ... Alles ist Erwartung. Vorläufig stehen wir fast ergriffen vor den ersten Blüten dieses Jahres. Hatten wir es nicht fast vergessen in den langen dunklen Wintermonaten, wie blühende Bäume im Garten aussehen? Jeder Gang durch die Straßen, vorüber an den kleinen Vorgärtchen, oder durch die Anlagen und Parks wird zum Genuß. Täglich entdeckt das Auge neue Schönheiten, jeder Tag schenkt uns ei" Stückchen neuen Frühling. Und wir wissen es, daß sich in den nächsten Wochen ein unfaßbar holdes Blütenwunder über die ganze Erde breiten wird. - Das Blütenwunder beginnt! Verätzungen im Bahndienst Im Bereiche der Staatsbahndirektion Ljubljana, würden, was Nordslowenien be trifft, nachfolgende Beamte versetzt: M. Podboj von Maribor nach Rogatec, Friedrich Sever von Kotoriba nach Rakek, Johann Glavač von Čakovec Gestern noch war die ganze Straße kahl, nach Kotoriba, Leopold G a m s von und farblos. Und auf einmal — über Nacht i Slovenska Bistrica nach Višnja gora, Fr. —- ist in einem der kleinen Vorgärtchen š i r c e 1 j von Sv. Rok-Lupinjak nach ein holdes Blütenwunder aufgegangen. | Slovenska Bistrica, Alexei K o n o n e n-Menschen, die die Straße entlanggehen,! ° von Novo mesto^ nach Ptuj, Anton halten einen Augenblick den Schritt an, u. ^ u p a n von Ormoz nach Lesce-Bled, blieben vor dem Gärtchen stehen. Lä- 1 J?hann M a 3 d i c_ von sostanj-Topol-chelnd und beglückt gehen ihre Blicke ščica nach Sv. Peter i. S., Joset Remec über den blühenden Baum . . . Manchmal ist es ein Mandelbäumchen, von Slovenska Bistrica nach Sv. Rok-Lu-piniak, O. L i č e n von Ptuj nach Rakek, das da nlötzlich seine hundert zarten ro- I- M a j c e n von Žalec nach Šoštanj-To- dasDf.f. p,! se!«e . polščica, Muhamed K r e s o von Videm- sa Blutenkelche geöffnet hat. Es steht in- v. . „ - ... . D „ „ . h ... . ,. oxo . . ui Krsko nach Ormoz und Bor s Rajh von mitten der alten Straße wie ein lichter Čakovec Frühlingstraum, und es ist, als wollte es Lesce tiled nacn caK0 ec‘ all den Menschen, die hier vorübergehen sagen: »Sehet — nun fängt der wahre Frühling an!« Irgend ein blühender Baum oder Strauch ist es, an dem wir zum .ersten Male im Jahre das holde Wunder des nung steht die Blühens erleben. Manchmal sind es die woche, welcher ein gelben, goldenen Zweige der Forsythia, über die luftig und duftig die Blüten hingestreut sind in einer verschwenderischen Fülle. Es ist wie tropfendes Gold im lichten Sonnenschein. Und wenn wir großes m. Eine große Konferenz der Maribarer Kultur- und Humanitären Vereine findet morgen, Freitag, den 9. d. um 18 Uhr im Rathaussaale statt. An der Tagesord- Folge leisten werden, handelt es sich doch um eilte eminent wichtige mensch,mfreund-l"che Sache. m. Neuer autorisierter Ingenieur. Der Ingenieur des stätdtiichen Bauamtes Borut Maister hat in Beograd die Autorisie-rungsprüfung erfolgreich abgelegt. nt. Aus dem Gerichtsdienste. Der Rechts-praktikant des hiesigen Kre'sgerichtes DoP tor Eduard V o t t « wurde nach Ljubljaiv' verletzt. m. Zusammenkunft der Gastwirte und Kaffeesieder. Um die Meinungen und Ansichten der interessierten Gastwirte, Kaffeesieder und Restaurateure in der soeben aktuellen Frage der Pauschalierung der Banatsverbrauchsteuer auf alkoholische Getränke in Erfahrung zu bringen, hat der Vorstand der hiesigen Gaststätteninhabervcreini-gmtg für heute, den 8. d. M. um 14.30 Uhr (halb 3 Uhr) im Saale des Restaurants „Nov' svet" (Jos. Povodnikj eine W gliederzusammenkunft anberaumt. Bei dieser Gelegenheit wird der Vorstand über den Verlauf der bisherigen diesbezüglichen Aktion berichten. Die Gaststätteninhaber werden in ihrem eigensten Interesse aufgefordert, recht zahlreich zu erscheinen und auch diskussionsfähige Vorschläge zu machen, damit dieselben an den zuständigen Stellen i” Anregung gebracht werden können. m. Ehrende Berufung des Tanzmeisters Simončič. Der hiesige Tannmeister Ludwig S i m o iteič hat aus Wien die schmeichelhafte Einladung erhalten, bei den Ende des Monats in Wien stattfindenden österreichischen Staa^smeisterschaften im ^Gesellschaftstanz als Punkterichter Mitwirken iU wollen. Tanzmeister Simončič wird der ff renden Berufung Folge leisten und gleichzeitig mit den dortigen Tanzsportvereinen Besprechungen betreffs eines internationalen Tanzturniers in Maribor führen. m. In Wien ist im 77. Lebensjahr der Feldmarschalleutnant Friedrich Freiherr y; C n obloch gestorben, der seinerzeit chcp in Graz, Maribor und Radkersburg gelegene 16. Husarenregiment befehligte. nt. Eine Rarität unserer Adria, der ß- ttig des Meeres", trifft heute abends in Maribor ein und wird im Restaurant Povodni von 19 Uhr bis morgen um 13 Uhr zu sehe sein. Es ist dies der sonst auch in rusjW1 Flüssen lebende Stör aus der Familie de Acipenseridae, ein edler Fisch, der dur-scharfe. sägeartig angeordnete Schneiders kenflossen besoders auffällt und von de Adriafischer Men gefangen wird. nt. Französischer Sprachkurs. Der Un1^ richt im praktischen Alltagfranzösisch wir ftden Dienstag und Freitag von 18-30.0 19.30 Uhr am Realgymnasium, (Srdge|chDb links, stattfinden. Beginn Freitag, den 9. . M. Anmeldungen werden noch im M selbst entgegengenommen. nt. Beschlagnahmte Schmugglerwaren-In Pobrežje wurden Bei einem .Hilfsarm . ter verschiedene Schmugglerwaren, darum 5 Kilogramm Sacharin, entdeckt. m. Schöne Geste. Das Mariborer gericht übersandte der AntituberkulofeulV Maribor aus einer Strafgelegenheit o Herzlichen Da>n- Antituberkulosenmöglichst durchschlagender utr rali "eher und materieller Erfolg gesichert werden soll. Es ist zu erwarten daß die Vereine sowie die maßgebenden Faktoren dem an sie ergangenen Ruf seitens der Antituberkulosenliga in Maribor gerne Vorgestern fand der Forstaufseher Stanislaus G o n z a aus Moriš in der Mur ein schwimmendes Kistchen. Es gelang ihm nach längeren Bemühungen die Kiste ans Land zu bringen. In der Kiste befand sick) ein neu geborenes lebendes Kind, welches die Mutter so weggelegt hatte, wie es Moses im Al-, ten Testament geschah. Neben dem Kind lag ,ux mrmo .... .......... ...._______ ein Zettel, auf dem geschrieben stand. „Gott Kurswagen zwischen Wien, Ljubljana und hat cg gegeben, Gott nehme es". Den Nach- Nach altteftamentarifchem Vorbild das Kind weggelegt Das Kind in einem schwimmenden Kistchen in der Mur / „Gntt hat es gegeben, Gott nehme es" forschungen der Gendarmerie gelang es recht bald, die Mutter in der Person der 26-jährigen Maria Cveti« aus Podturen zu verhaften. Die Mndesweglegerin sagte aus, daß die Mur die Kiste einen Kilometer weit getragen und an das jenseitige Ufer ge bracht habe. Die Mutter wurde verhaftet, das Kind befindet sich aber beim genannten Finder. . 3481 m Betrag von 100 Dnar. nt. Freitag zur GregorLio-Feier'. m. Spende. W. H. spendete 50 Dinar 1^ den armen Invaliden mit der zahlremi Familie. .Herzlichen Dank! nt. Akademie der Mttelschüler. ^ Sonntag, den 2. Mai um 10 Uh1- ^ det im UniomSaale ein Akademie der » > telschüler zu Ehren der slawischen Apo.^ Cyrill und Method statt. Die Feier . vom klastischen und vom. Realgymn^ sowie von der staatlichen und von vaten Lehrerbildungsanstalt der schwestern vorbereitet. ^ m. Festgenommen wurde gestern . 1 Sv. Lenart der Knecht Milan V i d v > der vor einigen Tagen in Jurjevski dm schwere Bluttat an dem Befitzersfohnw- . Senekovi« verübt hatte. Wdovio, ^ geständig ist, verantwortet sich urit wehr. . m. Flucht aus dem Leben. In Koß ' Sv. Bvlfenk bei Središče nahm sich der jährige Besitzer Anton Zadravec Erhängen das Leben. Zadravec, der ner £ krank war, hätte dieser Tage von seiner ter das väterliche Gut übernehmen ich» Aus Sorgen darüber von wo er_ das . für die Bestreitung der Ucbern ten erhalten könnte, nahm er sich nun das Leben. m. Wetterbericht. Maribor, 8. April, 8 Uhr. Temperatur 7, Barometerstand 736, Windrichtung 9, Nioderschlag 0. 4 Hotel „Drei". Täglich Varietee mit erst Saftigen artistischen Auftritten und Zauberkünsten. Budweiser Bier und prima Ljuto-merer Tropfen. 3464 m. Verhängnisvoller Sturz. In Sv. Križ stürzte der 33jährige Knecht Johann Rot kopfüber vom Heuboden und erlitt hiebei einen Schädelbasisbruch sowie eine schwere Gebirnerfchö"ernng. In bewußtlosem Zustand wurde er strs Krankenhaus nach Maribor überführt. m. Zur Zagreber Messe wird am 18. d. der Luxusexpreß des „Putnik" fahren. Fahrpreis 120 Dinar. Abfahrt um 5, Rückfahrt um 21 Uhr. m. Pfingsten an der Adria. Das Reisebüro „Putnik" veranstaltet zu den Pfingst-! feiertagen zwei überaus abwechslungsreiche i Gesellschaftsreisen an die Adria. Die erste: Reise führt nach Crikvewca, dem jugoslawi- j scheu Lido und stellt sich samt allen Auslagen ; (Fahrt, Hotel, Verpflegung, Taxen usw. in-! begriffen) auf 1200 Dinar. Das Ziel der j zweiten Reise ist die Insel Rast Das Ge- 1 samtarrangement dieser. Reise kommt auf f 1250 Dinar zu stehen. Beide Reisen sind für j zehn Tage vorgesehen und finden '-n der Zeit vom 8. bis 18. Mai statt. Alle näheren Auskünfte erteilt der „putnik" in Marrbor und Celje. 4 Velika kavarna. Me 8 Tage Programm Wechsel. Dortselbst erstklassiges Restaurant. m. Mt dem „Putnik" zur Pariser Weltausstellung. Der neue Luxus-Expreß tritt seine erste Fahrt zur Pariser Weltausstellung am 27. April an und kehrt am 11. Mai wieder zurück. Die Route berührt d'-c italienische und französische Riviera sowie die Dolomiten und die Schweiz. Das Getarnt-Arrangement (Hotel, Verpflegung, Fährt usw.) kommt auf 3900 Dinar zu stehen. Alle weiteren Informationen im „Putnik"-Rei-iebüro in Maribor und in Celje. Der 6. Mariborer Festwoche entgegen Aussprache aller interessierten Faktoren Der Vorstand der Genossenschaft »M a-riborerFestwoche« berief für gestern abends am Stadtmagistrat eine Konferenz der Vertreter der hiesigen kulturellen, nationalen, wirtschaftlichen und sportlichen Organisationen und Korporationen ein, um schon jetzt in groben Umzügen das Programm der heuer stattfindenden 6. Mariborer Festwoche festzusetzen. Der Einladung haben die Vertreter fast sämtlicher lokaler Vereinigungen Folge geleistet, desgleichen waren auch die Behörden offiziell vertreten. In herzlichen Worten begrüßte die Erschienenen Präses Dr. Lipoid, der in seiner weiteren Ausführungen die Bedeutung der alljährlichen Veranstaltungen der Festwoche unterstrich und auf die wirksame Propaganda für Stadt und Land verwies. Die heurige Festwoche, die . in der ersten August-Woche stattfinden wird, soll auch in diesem Jahre im bereits traditionellem Gepräge aufgezogen werden. Den Kern der einzelnen Veranstaltungen werden auch heuer die vielseitigen Ausstellungen bilden, die ein getreues Bild des Schaffungs geistes unseres Gewerbes, Handels und i der Industrie geben sollen. Eine besondere Zugkraft dürfte auch die Fremdenverkehrs I ausstellung ausüben, die heuer in repräsentativer Ausgestaltung veranstaltet wer den soll. Den traditionellen Ausstellungen der bisherigen Festwochen sollen sich heu er noch eine Kunstausstellung, eine Ausstellung des Mariborer Buchdruckgewerbes, eine Photoausstellung, eine Ueber-sicht der Entwicklung des Gewerbes, Han dels und der Industrie in der Draustadt sowie eine Veranstaltung des Ipavic-Sän-gergaues anschließen. Sodann ergriff Bürgermeister Dr. Juvan das Wort und versprach der Festwoche die größtmöglichste Unterstützung und Förderung seitens der Stadtgemeinde. In die Debatte griffen darauf Direktor Glaser, Direktor Tominšek, Dr. Šorli, Pivka, Vokač, Direktor Modic und Gilly ein. Es wurden verschiedene Anregungen für sonstige Veranstaltungen gegeben, die das weitere Programm der heurigen Festwoche ausfüllen sollen. U. a. ist ein Autorennen zur Eröffnung der neuen Ba-chernstraße geplant, ferner soll zu dies°r Zeit auch die Wiedereröffnung des renovierten Aussichtsturmes am Bachern erfolgen und schließlich sollen der Festwoche verschiedene Sportveranstaltungen angeschlossen werden. REPERTOIRE: Donnerstag, 8. April um 20 Uhr: »Rote Nelken«. Ab. B. Freitag, 9. März: Geschlossen. Samstag, 10. März um 20 Uhr: »Die Erschölle«. Erstaufführung. BolksumverfiM Montag, 19. April: Regisseur Cyrill Debevec spricht über den Kampf um das nationale Theater. 15 Jahre Dolksuniver sttät Mehr als 1000 Veranstaltungen in den vergangenen drei Lustren Die Waldseele Von Günther Gable n z. Wenn der Lokomotivführer Hämäläinen von seiner Dienstzeit auf der Strecke Nurmes "-Uleaborg sprechen sollte, mußten es schon Nnz besondere Umstände sein, die ihn veranlassen konnten, aus sich herauszugchen. „Heute müssen wir rhu gesprächig machen", schwuren sich die Freunde zu. „Oder sollte Hämäläinen bezüglich seiner Dienstzeit in Ulcabovg irgend etwas zu verbergen haben?" „Nein, ich. habe niemanden umgebracht", 'as er ihre Gedanken ab. „Aber ihr würdet auch jetzt noch nichts aus mir herausbekom-Wen, wenn heute nicht der Tag, an dem das Ereignis in mein Leben trat, sich zum zehnen Male jähren würde. Hört denn also, toas sich damals zugetragen hat." Hämäläinen rückte sich^ zurecht. „Ihr wißt, vas Wald ist. Jeder Finne weiß es. Die kennen nennen ja auch unser Suomi das l-Land der Wälder und Seen". Aber auch iofche Wälder wie m Ulcaborg sind in ganz Finnland nicht zu finden". „Widersprecht mir nicht", schnitt Hämä-'iitten jede etwa aufkommende Entgegnung E. „Wo man geboren ist, da ist es immer y schönsten. Ich war dort zu Hause in der legend von Ulcaborg. In diesen Wäldern hat des Vaters Hof gestanden — und steht a»ch immer da . . ." Sinnend sprach es vämälainen. Aber dann, sich zusammenneh-westb, fuhr er gesammelter fort: „Wenn wir sdbeten und neues Land nutzbar machten, 'ft uns niemals der Gedanke gekommen, H wir dem Wald irgendwelchen Schaden iafügten. Daß wir ihn der Stämme beraub ten _ es mußte eben sein. Land braucht der "Wer. Was üer Wald nicht willig gab, 11 ahm man ihm mit Gewalt. ___ Daß aber der Wald auch eine seele be-!'K so eine wie wir Menschen haben, daß ich erst später erfahren. Erst an lenem We — doch ich will nüchtern bleiben. Man nicht denken, vier Korn hätten mich um-^toochert" Man wußte, das Hämäläinen ganze Menge vertragen konnte. cht fiel der nicht um. ■.Ich hatte schon gesagt, daß ment v>atcr Der Saal unserer Volksuniversität im Kasinogebäude war gestern abends wieder einmal dicht gefüllt. Es galt, das Jubiläum des 15jährigen Bestandes dieser still, aber umso intensiver wirkenden Institution festlich zu begehen, nicht durch pomphafte Aufmachung, sondern dem Charakter und dem Geiste der Volksuniversität entsprechend. Zunächst brachte der vereinigte S c h tile r c h o r unter der Leitung seines Dirigenten Colnarič mehrere Lieder vor, worauf der rastlos tätige Präses Baurat Ing. Kukovec über die Bedeutung der Volksuniversität und ihren Aufgabenkreis sprach und einen Rückblick auf ihre Tätigkeit in den vergangenen 15 Jahren warf. Ohne Rücksicht auf die politische Zugehörigkeit und Einstellung der Weltanschauung stellten sich bisher gegen 200 Vortragende unserem wissensbegierigen Publikum, das sich aus allen Bevölkerungs schichten rekrutiert, vor und behandelten Themen aus allen Gebieten. Es wurden auch musikalische Darbietungen veranstal tet und Sprachkurse abgehalten, die sich bei der Bevölkerung großer Beliebheit erfreuen. Insgesamt wurden 700 Vorträge ge halten, 17 Jugendveranstaltungen und 60 Konzerte, ferner zahlreiche Exkursionen und andere Veranstaltungen organisiert. Die Mariborer Volksuniversität kann sich rühmen, n den vergangenen 15 Jahren gegen 1000 Veranstaltungen ermöglicht zu haben, eine Ziffer, die sich auch vor dem fortschrifttlichen Auslande sehen lassen kann. Die Zuhörerschaft erreichte die stattliche Ziffer von 100.000 Personen. Sodann betrat, stürmisch begrüßt, der Schriftsteller Pfarrer Franz Finžgar das Podium und sprach über das Thema »Scholl e und V o 1 k«. Seine, so recht in den Rahmen der Veranstaltung passenden Ausführungen waren das Hohelied der Erdverbundenheit des Volkes, das seine Kraft aus der Scholle schöpft. Mit kernigen Worten, in einer Sprache, in der nur ein Finžgar zu reden versteht und seine Zuhörer packt, sprach der Vortragende über die Schönheiten unserer Heimat, aber auch darüber, daß wir sie selbst viel zu wenig zu schätzen wissen. Von unversiegbaren Idealismus und Optimismus waren seine markigen, wie aus Stein gehauenen Worte getragen. Stürmischer Beifall belohnte den Vortragenden für seine Ausführungen. Die Freunde der Volksuniversität und des Festredners vereinigten sich sodann im Jagdsalon des Hotels »Orel« zu einem Schoppen, in dessen Verlauf Baurat Ing. Kukovec dem illustren Gast nochmals für seine in so markiger Sprache gehaltenen und so selten gehörten Worte dankte. Pfarrer Finžgar dankte mit witzigen Worten für die Begrüßung und sprach der Volksuniversität seine Glückwünsche zum 15jährigen Bestand aus. Notar Dr. Š o r 1 i richtete einige herzliche Worte an den Gast im Namen der Mariborer Künstler und würdigte dann die stille, aber ersprießliche Tätigkeit der Volksuniversität. ■□■□■□■□■□■□■□■□■OEDBDHaBDB □ □ «□»□■□■□■□aDHnfflOBDBOBfaBnBGJ! ein Bauer war. Ich selbst, als sechster Sohn meiner Eltern, hatte niemals Aussicht, den väterlichen Hof zu erben. So wurde ich Zug kührer. Mich freute mein Beruf. Wenn ich von Nurmes nach Ulcaborg fuhr, glaubte ich der Herr meines heimatlichen ' Waldes zu sein. Wenn ich meinen Zug auf der festgelegten Strecke steuerte, sah ich in dem Wald eine gewaltige Masse, die ohnmächtig gebändigt lag. Auch an jenem Tage barg die Strecke keinerlei Gefahr in sich. Unzählige Male schon hatte ich sie mit meiner Maschine gemessen. Ich kannte sie auswendig. Dennoch mar ein anderes da Wie kam es, daß der Wald an diesem Tage so besonoerg dräuend dunkelte? Unruhe befiel mich. Ich suchte sic zu baiinen, in dem ist die Hand fester um die Hebelgriffe klammerte. Ich schrie dem Heizer Befehle zu, soweit sic im Maschinenlärm verständlich gemacht werden konnten. Ich bohrte den Blick auf die Schienen. An dem Tage schienen sie ziellos zu sein. Der Wald rauschte nicht lauter als er sonst gerauscht hatte. Und doch hatte seine Stimme eine sonderbare Gewalt, die den Lärm der Räder in nie so gehörter Weise üb ertönte. Da, was war das? Eine unheimliche Mas >e versperrte mir den Ausblick. Ein Schrei ertönte. Nicht meiner mehr — nein, eines Urtiers Stimme hatte sich mit überirdischem Gedrühn erhoben. Ein riesiges Haupt schob sich vor mich hin. Ein Elch und doch ein Fabelwesen! Ein Urzeitgeschöpf war aufge-standen. Ueber dem massigen Haupte, dessen Maul ohne Ausmaße zu sein schien, hoben sich Schaufeln — ach, was sage ich: Schaufeln? Ungefügte Stämme waren das, mit nicht minder ungefügten Astgabeln. Und die Beine des Jlches waren selbst die Urwalo-stämme. Ich riß meine Maschine zurück. Sollte ein Unglück geschehen? Ich trug die Verantwortung. Nun stand der Zug. Aber wo war der Elch? Hatte mich ein Trugbild genarrt? Der Union-Tonkino. Die große Sensation, der erste Film in Naturfarben »Wildes Mädchen«. Ein hervorragender Liebesund Abenteuerfilm. Ein Film der Dramatik, Komik und des Gesanges, der ein wahres Wunderwerk der Kinematographie darstellt. In Vorbereitung das grandiose Filmwerk »Spion Azev« mit Fritz Rasp, Olga Čehova, Wolfgang Liebeneiner und Lizzi Holzschuh. Der größte und geheimnisvollste Spion- und Verräterfilm aller Zeiten. Burg-Tonkino. Nur bis einschließlich Freitag Greta Garbo im Prachtfilm »Anna Karenina«. — Samstag Premiere »Madame X« (Togger). Ein Film nach dem preis gekrönten Manuskript von Walter Förster und Heinz Bierkowski mit Renate Müller, Paul Hartmann und Matthias Wieman. Ein Film um Zeitungsmenschen, der Lebenskampf einer Zeitung, ein Ringen gegen die dunklen Mächte internationaler Fi nanz, Konflikt zwischen Berufskameradschaft und Liebe. — Samstag um 14 und Sonntag um halb 11 Uhr »Alkohol«, ein Lustspielschlager ersten Ranges. —~ Es folgt Jonny Weißmüllers neuester Fil>" »Tarzan«. ApoihekennachMenst Vom 3. bis 10. April versehen die Ma-riahilf-Apotheke (Mag. König) in der Aleksandrova cesta und die St. Antonius-Apotheke (Mag. Albaneže) in der Frankopanova ulica den Nachtdienst. Auwcar-Ausflüge des „putnik" Das Reisebüro „Putnik" (Tourist Office) veranstaltet in der nächsten Zeit eine Reih? von Gesellschaftsfahrten, die alle mit modernst ausgestatteten Luxus-Autocars unter nommen werden. Das Programm sieht folgende Fahrten vor: 10 bis 21. April: Besuch der italienischen und französischen Riviera. Pauschalpreis 2800 Dinar. 27. April bis ll. Mai: Sonderfahrt zur Pariser Weltausstellung. Pauschalpreis Dur 3900.—. 2. bis 6. Mai: Besuch der Budapester Messe. Fahrpreis 500 Dinar. 8. bis 18. Mai: Besuch der Adria mit Aufenthalt in Crikvenica. Pauschalpreis 1200 Dinar. 8. Big 18. Mai: Besuch der Adria mit Aufenthalt auf der Insel Rab. Pauschalpreis 1250 Dinar. Informationen und Anmeldungen im „Pntnik"-Büro, Maribor, Aleksandrova cesta 35. Tel. 21-22 und 21-29. Erdboden hatte ihn verschluckt. Und doch — es war gut, daß ich gehalten hatte. Denn mir wenige Meter weiter, wie hätte ich ihn übersehen können, lag ein ungeheurer Baum stamm. Hatte mich der Elch gewarnt? Nein — die Waldseele in Elchgestalt. Mein Weg war mir verleidet. Mich hatte der Wald gewarnt, und ich wollte ihn nicht noch emntoet versuchen. Was dann kam, wißt ihr ja: ich ließ mich hierher in die Stadt versetzen." „Aber es ist doch seitdem nichts passiert auf der Strecke Nurmes — Ulcaborg!" — „Noch nicht". Von der Straße drang ein Lärm in die Schenke. Jemand rief ein Extrablatt aus: „Großes Eisenbahnunglück auf der Strecke Nurmes-Ulcaborg! Bier Tote, zwölf Verletzte!" Der Verkäufer rief es in den Raum hinein. „Die Woldseele" sagte Hämäläinen und bezahlte seine Zeche. Aus der Sportwelt iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii AnLerbSrebenes Fußballspiel Die Klubleitung des »Athletik-Sportklubs« in Celje schreibt uns: Am letzten Sonntag sollte in Maribor das Meisterschaftsspiel »R a p i d« gegen »A t h 1 e t i k« ausgetragen werden, doch waren zur vorgeschriebenen Stunde leider bloß acht »Athletiker« zur Stelle, der Wettkampf mußte also unterbleiben — zur unbeschreiblichen Freude der »Rapid-ler«, (die laut Bericht der »Mariborer Zeitung« vom 6. April) »gewiß zufrieden waren, daß ihnen das Balgen am Rasen erspart blieb«. Im gleichen Berichte der »Mariborer Zeitung« heißt kurzerhand: »Die Athletiker hatten es vorgezogen, zu Hause zu bleiben und »Rapid« das Match und damit auch beide Punkte kampflos zu überlassen«. Der Wahrheit zuliebe müssen wir feststellen, daß diese Behauptung aus der Luft gegriffen und nicht wahr ist. .Wahr ist vielmehr, daß von den »Athletikern« acht Mann bereits vormittags mit der Eisenbahn, die restlichen fünf aber um halb 1 Uhr mittags in . einem Kraftwagen nach Maribor zum Wettkampf gefahren sind. »Doch mit des Geschickes Mächten ist kein ewiger Bund zu flechten!« Schon in Vojnik gab es die erste Autopanne. Um keine Zeit zu versäumen, haben sich die »Athletiker« rasch ein anderes Auto beschatt und sind schnurstracks nach Maribor weitergefahren. Zwei weitere schwere Pannen aber haben es verursacht, daß sich die Mannschaft der »Athletiker« erst gegen vier Uhr in Maribor gefunden hat. Zu spät, da mittlerweile auch schon die vorgeschriebene Wartezeit abgelaufen war. welches FußballpiDMamm Auch der kommende Sonntag wird voll und ganz im Zeichen des Fußballsports stehen. Den Tag leiten am Vormittag zwei Wettspiele ein und zwar treffen auf dem ehemaligen »Svoboda«-Sportplatz der SK. S 1 a v i j a aus Pobrežje und der Sportklub »L' e n d a v a« aus Dolnja Lendava im Meisterschaftskampf aufeinan der, während im »žclezničar«-Stadion die jungmannen »M a r i b o r s« und »Ž e-1 e z n i č a r s« das fällige Punktespiel zur Erledigung bringen werden. Am Nach mittag finden zwei Spiele auf dem »Ra-pid«-Sportplatze statt und zwar stoßen zunächst die Reserven »R a p i d s« u. »M aribor s« in einem Freundschaftsmatch aufeinander, worauf um halb 16 Uhr das letzte Meisterschaftsspiel zwischen »R a p i d« und »č a k o v e c« in Szene geht. Gleichzeitig nehmen am kom menden Sonntag die Finalkämpfe der Unterverbandsmeisterschaft ihren Anfang u. zwar spielen in Celje »Olymp« und »železničar« und in Trbovlje »Celje« und »Amateur«. : SK. Rapid. Freitag um 20 Uhr wichtige Spielersitzung im Klubheim. Die erste Mannschaft sowie die Reserven haben zu-verlässig zu erscheinen. : Die Sternfahrt nach Celje, die traditionelle Rennveranstaltung des Vereines" der slowenischen Radfahrer in Celje, wird Heuer am 11. Jul: stattfinden. : Niederlage der Osijeker „Slavija" in Kragujevac. Der Osijeker Ligaklub „Slavija" gastierte am Montag, aus Beograd kommend, in Kragujevac, Ivo er sich mit SK Radnički im Freundschaftsspiel maß. „Slavija" erlitt eine unerwartete Mederlage von 1*2 (i:l). . Tschechoslowakische Schwimmer nach Ju goslamien. Wie aus Prag berichtet wird, soll auch: in diesem Jahre in Dubrovnik ein Schwimmländerkampf Jugoslawien — Tschechoslowakei ausgetragen werden. Außerdem würben die Tschechoslowakeu. noch in i'SpIit, Susak und Ljubljana an den Start gehen. Vielleicht glückt auch ein Arrangement für Maribor? : Jugoslawiens Fußballauswahl zweimal geschlagen. In Beograd absolvierte das ju- st eilten. Das A-Team (Urch, Velošemč, Mitrovio, Lechner, Jazbec, ©jotie, Tirna-nič, Petrovič, Sekulič, Božov ič ,Zečcvič) wurde von der kombinierten „Jugoslavija"-Mannschaft 4:2 geschlagen. Die B-Mann-schaft (Mrkušič, Angjelkovič, Gabrič, Popovič, Purisič, Kneževič, Manola, Petrovič, Lah (Ljubljana), Matošič, Podhraški) unterlag gegen „Jedinstivo" mit 2:1. Für das nächste Training wurden in Betracht gezogen: Glaser, Hügel, Lechner, Matošič, Jazbec, Stevovič, Gjokič, Medarič, Aca Petrovič, Lešnik, Božovič und Zeževič. : Ein Schwimm-Länderkamps zwischen Jugoslawien und Italien findet am 13. Juni in Triest statt. Die Italiener werden aber wohl nur ihre zweite Garnitur stellen können, da sie für den gleichen Termin bereits mit der Schweiz einen. Länderkampf abgeschlossen haben. : Die jugoslawische Radfahrmeisterschast wird Heuer wie folgt ausgetragen: am 15. August Seniorenrennen Zagreb — Ljubljana, am 5. September Juniorenrennen Ljubljana — Celje und am 26. September Bergrennen Zagreb — Sljeme. Draško Wilfan aufeinander. Beide werden über die 100-Meter-Rückeu an den Start gehen. : Radrennen Beograd Sofia. Der Beo-grader Radfahrer-Unterverband wird am 8. Juni ein Radrennen von Beograd nach Sofia in drei Etappen zum Austrag bringen. Jeder Unterverband soll an diesem Rennen mit je zwei Rennfahrern vertreten fein. : Besiegte Tischtennis-Weltmeister. Der Prager Kolar, der sich. sest längerer Zeit auf einer Amerika-Tournee befindet, beteiligte sich an den Meisterschaften von USA. in Newark. In der Schlußrunde des Her reitet nzel wurde der vorjährige Weltmeister von c. Bestattungen. Am Mittwoch wurde in Vojnik die allseits bekannte und beliebte Großgrundbesitzerin und Malermeisterswitwe Maria Vrečko unter großer Beteiligung zu Grabe getragen. Die Verewigte, die ein Alter von 76 Jahren erreichte, zeichnete sich: durch liebenswürdiges Wesen und Wohltätigkeitssinn aus. — In Konjice witr de die Rauchfangkehrerswi t we Ludmilla Kump in bas Grab gesenkt. Sie starb nach kurzem Seiden im öffentlichen Krankenhaus in Celje und wurde 57 Jahre alt. c. Auszeichnung. Herr K u de r. Besitzer in Griže bei Žalec und Mitglied des Banalrates, wurde in Anbetracht feiner Verdienste um das Hopfenbauwesen mit dem Sava-Orden 4. Klasse ausgezeichnet. Tie Auszeichnung hat Bezirkshauptmann Dr. Zobec in Anwesenheit des Hopfeninspektors, des Landwirtschaftsreferenten und der Beamtenschaft der Bezirkshauptmannschaft in Celje vorgenommen. Herr Kuder hat sich besonders um die Bekämpfung der Peronospora, diesem gefährlichen Schädling unserer Hopfenpflanzungen, verdient gemacht. c. Forstfrevel. Wieder mehren sich, die Fälle, daß aus den bäuerlichen Waldungen in der Umgebung Celjes Holz in ziemlich großen Mengen entwendet wird. Es handelt sich dabei nicht etwa um das viele her-umliegende Klaub- und Spreißelholz, sondern um ganze Stämme, die über Nacht verschwinden. Selbst am lichten Tage sind schon so freche Holzdiebstähle vorgekommen. Gelingt es nicht, den Dieb auf frischer Tat zu ertappen, so ist er späterhin meist schwer zu ermitteln. Die Bauern sind begreiflicherweise über die sich stets mehrenden Dwb-stähle erbost. c. Ein Frühlingstag. Am Dienstag war endlich einmal der Himmel blau und wolkenlos; rasch kletterte die Quecksilbersäule des Thermometers in Lp. Höhe; laut jauchz- dem Ungarn Bellack 31:17, 12:21, 21:19, 21:6 geschlagen, gewann aber mit Bellack als Partner das Doppel gegen das amerikanische Weltmeister-Paar Mc Clure—Blatt-ner 21:17, 21:18, 21:16. Kolars Nachfolger, der junge Oesterreicher Bergmann, beteiligte sich an einem Turnier in Budapest, wo er gegen den wenig bekannten Budapesker Spieler Gardos II ist vier Sätzen unterlag. : Noch drei italienische Schiedsrichter. Für die noch ausstehenden Ligaspiele werden fast durchwegs, italienische Schiedsrichter herangezogen werden. Am 18. d. sollen, gleich drei Spielleiter und zwar Scorzoni in Beograd, Dattilo in Split, und Matteo gleichfalls, in Beograd ihres Amtes weilen. : Ein neuer Leichtathletik-Weltrekord. Bei den englischen Meisterschaften siegte im Gehen über 7 Meilen Michaelson in der neuen Weltrekordzeit von 50:19.2. Der bisherige Rekord!räger war der Engländer Pope mit 50:28.8. Das Laufen über zehn Meilen holte sich Walten jn 52:33.8. : Olympisches Fußballturnier 1940. In maßgebenden japanischen Kreisen rechnet man bestimmt mit der Abhaltung eines Fußballturniers im Rahmen der Olympisch. ein Komitee gebildet, das alle notwendigen Vorbereitungen durchführen soll. : Zweimal „Vienna" gegen „Sturm"-Graz. Die beiden Cup-Gegner haben nun endgültig eine Entscheidung dahingehend ge troffen, daß das Pokalspiel am Samstag auf dem W. A. C.-Platze in Wien ausgetragen wird. Außerdem ist ein Freundschaftsspiel vereinbart worden, das einen Tag nach Durchführung des Cup-Spieles, also Sonntag, den 11. d., in Graz vonstatten gehen wird. Zum 36. Male Bines gegen Perry. In Newyork siegte Bines gegen Perry 16:14, 3:6, 6:3. Nunmehr führt Bines mit 20 gewonnenen. Matches gegen 16 Siege Perrys. Slräußerln am .Hute und kofferbeladen vom Lande in die Stadt kamen, um einzurücken. Sogar die. Schwalben hatten sich zum ersten Male gewissermaßen „offiziell" in der Stadt gezeigt. Die Aussicht auf die schneebedeckten Berge war ungewöhnlich scharf, bis sich, am frühen Nachmittag, die Sonne neuerdings verschleierte. c. Kraststcllwagenverkehr. Der Kraststell-wagenverkehr auf der Linie Ljubljana-Kam-nik-Gornji grad-Ljubno, der wegen der öfter lichen Schneefälle eingestellt werden mußte, ist nun wieder in vollem Gange. c. Flurschäden. Ueberall im Gebiete der Stadtgemeinde Eelje sieht man jetzt häufig Hühner frei herumlaufen, welche auf Wiesen, Aeckern und Gartenstücken durch Scharren großen Schaden anrichten. Freundliche Ermahnungen bei den Hühnerbesitzern, diese Tiere zu verwahren, fruchten zumeist nichts. Darüber find bei Ihrem Berichterstatter schon zahlreiche Klagen und Beschwerden ein gelaufen, der sich deshalb nun veranlaßt sieht, auf die. Bestimmungen des Feldfchutz-gesetzes zu verweisen, das vorschreibt, daß Hühner und andere Kleintiere derart zu oerwahren sind, daß sie nicht in fremde Kulturen gelangen und dort Schaden anrichten können. Gegen Zuwiderhandelnde kann auch mit Strafen vorgegangen werden. Die geschädigten Grundbesitzer können Hühner und anderes Geflügel, das sie auf ihren Flurstücken antreffen, auch erschießen oder sonstwie unschädlich machen. Beim Zahnarzt. Ein Mann trat in das OrÄinatronszim-mer des Zahnarztes. Er war weder blaß noch ängstlich, er lächelte sogar ein wenig. „Das gefällt mir," lobte ihn der Zahnarzt, „wenn Sie wüßten, wie sonst die Männer hier eintreten! Aber Sie haben Mut! ____________ Worum handelt es sich: Plombieren oder Zahnziehen?" — „Nein — um die Gasrechnung!" lUutia-ießQisaiMtu Freitag, 9. April. Ljubljana, 12 Schallpl. 18 Konzerl. 18.10 Französisch. 19 Nachr., Natwnalvorlrag. 20 Gregorčič-Abend. (Uebertr. aus Maribor). Beograd, 18.30 Klavierkonzert.. 19.30 Na* tionalvortrag. 19.50 Schallplatten. -0 Aegypt.-europ. Konzen (aus Zagreb. Prag, 16.10 Konzert 18.10 Deutsche Sendung. 19.10 Heitere Lieder. 20 Mähren jl Lied und Tanz. — Zürich, 19 Hörfolge. -0 „Pique Dame" von Tschackowiky. — Budapest, 17 Funkorchester. 19.30' Oper. — P°e ris, 19 Klaviermusik. 20.30 Bunter Abend — London, 19.30 Tanzmusik. 20 Hörstw-l- — Mailand, I7.I0 Tanzmusik. 20.40 Unter* hltungskonzert. — Men, 7.10 Frühkonzert. 12 Mittagskonzert. 16 Aus Opern. 16-55 Blumenzucht. 17.25 Lieder. 18.50 Aus Lin). 18.30 Aus einer Uhrmacherwerkstätte. 19.35 Wunschkonzert. 20,35 Prohaska-Abend. Deutschlandsender, 18 Kammermusik. 1° Bunte Musik. 20.10 Serenaden und Tänze- — Berlin, 18 Konzert. 19.20 Schallpl. 20,10 Tanzklänge. — Leipzig, 18 Konzert. 19.45 Reportage. 20.10 Hörspiel. — München, 1S —20 Bunte Musik. 20.10 Schallplatten. 6. Der Neue „N. S.-Funk" bringt da-uugekürzte Programm der Woche und i°n* stige aktuelle Bilderberichte. Franz EbT Verlag, München, Thierschftraße 1-1 Dee ßmäwid Das Ginvereöeln ber Obst-bäusye Im Gegensatz zum llmveredeln, bei dem die Kronen der Obstbäume vollkommen & geworfen werden, stellt das Einveredeln eM test weises Umpfropfen der Bäume dar. ist dort angebracht, wo sich z. B. Gipfeldür* re zeigt, deren Behebung durch Abstellung der Ursachen entweder unmöglich ist oder 3U lange Zeit erfordern würde, bis es wied^' zu einem Ertrage kommt. Auch dorr. 11,3 durch Stürme, Schneedruck, überaus- stark6" Schädlings- und 'Krankheitsbefall Teile ner Krone vernichtet sind, ist die Umvercb-luitg am Platze. Sie kommt auch zur Nw Wendung, wenn ein Teil der Krone schwack ist, im Ertrage nicht befriedigt, während übrige Krone voll leistungfähig ist und de" schwächeren Teil zu überwuchern droht. Einveredlung wird grundsätzlich nur 1111‘ der gleichen Sorte vorgenommen. Sie f)a den Vorteil gegenüber der vollkommen6" Umveredlung, daß der Ertrag nur teil®61* ausfällt und. da es sich dabei ja um nti^c ertragsfähige Teile der Krone Handels kaum in Betracht kommt. Dagegen Ivachi^ die Edelreiser schneller und besser an ^ beim Uinvereideln, • weil die Pfrostfknöpl, bedeutend kleiner sind, mit Ausnahme ^ Leitastes. Die Wunden verheilen dabei tiger. Zum Einveredeln kürzt man im Srl1"^ jahr die Aeste um etwa drei Vierte! Länge. Ebenso sind die kräftigeren, best" ders die oberen Zweige zurückzunehw.3^' Auf jeden Kopf setzt man zwei Edelreis Das eine dient der Verlängerung, wäh66^ das zweite zur Beschleunigung der Uc5c Wallung eingesetzt wird. Die Wunden °e ' bindet man in der üblichen Weife und, "e schmiert sie mit Baumwachs. Wo die veredelnden Kronenteile zu dicht ®ffteJ wurden sie bereits im Laufe des Winl6'' ausgelichtet • fäe die U&tke h Eiersätzclien. Hartgekochte oder Würfelsuppe aufgegossen und el gedünstet. Das rasch fertig bereit6 Beuschel wird mit Zitronensaft betroP j mit gehackter grüner Petersilie ^ streut, mit einem Kranz von Spalltz^, umgeben, auf heißer Schüssel anllerlC tet. . r h. Eierfäßchen. Hartgekochte, » werden oben und unten glattgescm der Länge nach zweimal durchgesch-ten, mit Creme gefüllt, in Schnitten ” teilt. — Creme: XU Liter Milch, 2 Dot ’ je 2 gestrichene Eßlöffel Mehl und bta zucker am Feuer, ohne kochen zu sen, zu dicklicher Creme sprud noch warm festgeschlagenen Schn von 2 Eiklar glatt einmengen, aUSg kühlt verwenden. goslawische Auswahlteam ein Training und zwar traten beide Garnituren auf während c^rgoDMM" und „ZMkGw" bk Gegner ten und sangen istg Siefen, tMmteu, die mit : Willan gegen Olympiasieger Esik. In einem Schwimmwett kampf treffen am nach sten Sonntag in Wien der Olympiasieger Esik (Ungarn) und Jugoslawiens Meister Spiele in Tokio 1940. Unter dem Vorsitz von Baron Ryutaro Fukao wurde bereits ■a«aaaHDHDBD«aaaeDBDEDeDHDe O □ BDBDM3Hn«nBDBDBDBDBnBDBDHüH haättulUek ms Celje Uidsikaätkke HuHdttttöu- Der jugoslawische Schiffbau Aus einem Gespräch mit Univ.-Prof. Ing. Stipetic, Prorektor der Universität Zagreb beiterschaft, der Fachleute und der Ingenieure?« (Schluß.) »Wie steht es um die Frage der Ar- ginn der Krise 1930 bis 1931. Ein absolutes Minimum ist in der Zeit 1933 bis 1934 zu verzeichnen. Hier fiel der Schiffbau auf ein Sechstel des Vorkriegsnormalstandes. Die größte Klassifikationskorporation „Llyod’s Registre of Shipping” hat Pläne zur Genehmigung erhalten, die bedeutend größer als jene der »Diese Frage braucht uns keine Sorge zu bereiten. Schon jetzt haben wir einige hundert Arbeiter, aber es gibt auch viele Unbeschäftigte, die früher auf den Schiffswerften arbeiteten letztvergangenen Jahre sind. Demnach sieht es so aus, als ob wir im Schiff-'bau den Tiefpunkt überschrit-t e n hätten.« Diese Schlußäußerung Professor Sti-petič läßt zweifelsohne der Hoffnung Raum, daß die jetzige Besserung der Lage auch unseren Schiffbau günstig beeinflussen wird und daß wir uns jener Lage in unserem Schiffbau zu nähern beginnen, die der Tonnage unserer Schiffe entspräche. Von welcher Wichtigkeit dies für unsere Nationalwirtschaft wäre, braucht wohl nicht besonders betont zu werden. J. Lebar ič. Bei allmählicher Ausgestaltung des Schiffbaues wird es leicht möglich sein, auch das notwendige Personal auszubilden. Ich weiß aus der Praxis, daß dies nicht schwer fällt, sogar bei der heikelsten Arbeit im Schiffbau — Bau von Unterseebooten — war es möglich, in kurzer Zeit Arbeiter und Meister auszubilden. Ich bin überzeugt, daß dies mit einigem guten Willen auch bei anderen Industrien möglich ist. Auch Ingenieure stehen uns jederzeit zur Verfügung. Bezeichnend und sehr lobenswert ist, daß unsere heutigen Schiffswerften in Kraljeviča und Split, obwohl sie mit französischem bzw. englischem Kapital gegründet sind, außer je einem Direktor und einem Beamten keinen einzigen Ausländer beschäftigen.« »Wie steht es bei uns mit dem Schifi-baumaterial?« »Das Hauptmaterial, Stahlplatten und Profileisen, können wir auch im Inlande hersteilen. Jesenice hat schon vor dem Kriege viel Schiffbaustahl erzeugt. Natürlich wird es nicht i möglich sein, sofort alle Profile im In- j lande zu bekommen, aber mit der Zeit I wird es zu erreichen sein, fast das ganze Material im Inland zu erzeugen. Holz haben wir genügend. Sowohl für den Bau von Holzschiffen als auch für die Inneneinrichtung und Möbel. Einige Arten exotischer Hölzer wird man aus dem Auslande einführen müssen, obwohl man zur Not auch ohne sie aus-kommen könnte. Schiffs- und Hilfsmaschinen werden 2urzeit bei uns nicht erzeugt, aber auch das ist nur eine Frage der Zeit und der Konjunktur. Ich erwähne, daß die tschechische Maschinenindustrie, die sich bis dahin mit der Erzeugung von Schiffs-Faschinen nicht befaßt hatte, im Jahre *911 mit der Herstellung eines Komplets mit Dampfturbinen von 25.000 PS [Breitfeld—Danek in Prag) begann, die Skodaw°rke 1914 mit 12 Maschinen-komplex:n begannen, jeder von etwa -000 PS und daß diese Maschinen über ahes Erwarten gut gelangen.« “Kommt auch der Bau von Kriegs-schiffen in Jugoslawien in Frage?« “Warum nicht? Außer einer genaueren Ausarbeitung gibt es keinen we- I Entliehen Unterschied zwischen der Bauart eines Handels- und der ei- ^ lles Kriegsschiffes. Ich begann im Jah- ( 1911 mit dem Bau eines Kriegsschif-1 tes mit Arbeitern, die bis dorthin ausschließlich an Handelsschiffen gearbei-•et hatten und ich hatte dabei keine Schwierigkeiten. Selbstverständlich wer \ . n Panzerplatten und Kanonen bei uns ' n'cht erzeugt, und es ist kaum wahr-peinlich, daß dies in absehbarer Zeit er Fall sein dürfte.« , “Wie sind die Aussichten für die Zu-iunft unseres Schiffbaues?« “Das Amt eines Propheten ist sehr oft ^dankbar. Aber wenn man die Stati-m etl betrachtet, sieht man folgendes: ach einer kurzen Depression in den er-, cn Nachkriegsjahren trat eine Hoch-. F'unktur ein, die ihren Höhepunkt in P Keit 1919 bis 1920 (110 Prozent mehr *914) erreichte. Daraufhin fiel die 2..?duktion auf eine etwas geringere Weer a^s s'e knapp vor dem Kriege ge-Sen war. Dies dauerte bis zum Be- Spezerei- und Kolonialwarenmarkt daß ihm Laufe von zehn Jahren solche Ge nehmigungcn nicht erteilt werden dürfen. Als Gegendienst ist das Kartell bereit, für die Bedürfnisse der Landesverteidigung eine Fabrik zu errichten, wie auch eine Koks- und Holzfabrik. Diese beiden Fabriken würden 40 Millionen Dinar kosten. Das Kartell war bereit, diese Fabriken dem Staat in absehbarer Zeit als Geschenk anzubieten. Um das zur Errichtung dieser Fabriken benötigte Geld zu beschaffen, hat das Kartell vorgeschlagen, den Hefepreis um 2,5 Dinar pro Kilogramm zu erhöhen. Wie man erfährt, haben die maßgebenden Stellen ohne Erörterung dieses Angebot des Hefekartells zurückgewiesen. Aus diesem Grunde kann man annehmen, daß der Vorschlag des Karteis ins Wasser ge fallen ist. Wie erwartet, traten mit 1. April die erhöhten Banats-V erb rauch s-s t e u e r n auf verschiedene Kolonialwaren und auf Südfrüchte in Kraft. Die Kaufleute haben diese Erhöhung erwartet, da sie durch verschiedene Nachträge und Ergänzungen der bestandenen Verb rauchssteuern schon im März angekündigt wurden war, weshalb die Geschäftsleute sich rechtzeitig mit Ware versorgten, um an der Differenz zu sparen, aber auch um ihren Kunden Gelegenheit zu geben, sich noch vor der Erhöhung Vorräte in genügender Menge anzuschaffen. Teilweise deshalb, teilweise aber auch wegen der Osterfeiertage war der V e r-kehr im vergangenen Monat etwas lebhafter, nur ist zu befürchten, daß sich diese Besserung mit der Verschlechte! r u n g in diesem Monat ausgleichen wird. Jedenfalls ist die Lage im Spezerei- und Kolonialwarenhandel alles andere als zufriedenstellend. Kaffee. Die Banats-Verbrauchssteuer auf Kaffee wurde mit 1. April von 2 auf 4 Dinar je Kilogramm erhöht, so daß die gegenwärtige Belastung des Kaffees in unserem Staate franko jede einzelne Station 32 Dinar je Kilogramm beträgt. Bei der. billigeren Sorten macht diese Belastung fast das Dreifache des Preises selbst aus. Es ist klar, daß bei solcher Belastung der Verbrauch zurückgehen. muß, was anscheinend in den Intentionen i des Staates gelegen ist, der zum Unterschied von vielen Wirtschaftsfachleuten den Kaffee als Luxusartikel betrachtet, dessen Einfuhr erschwert werden muß. Hiezu kommen noch die Schwierigkeiten bei der Bezahlung, denn die Nationalbank hat in den letzten Tagen keine Bewilligungen zur Zahlung über Oesterreich erteilt, wie dies bisher immer ohne Schwierigkeiten der Fall war. Die Nationalbank hat diese Bewilligungserteilungen eingestellt, ohne hievon die Importeure zu verständigen, die in eine unangenehme Lage gegenüber ihren Lieferanten gerieten, von welchen sie aller Voraussicht nach wegen Kontraktbruches geklagt werden, ohne hiebei an dieser Nichteinhaltung schuld zu sein. Nicht genug daran, daß der Staat durch solche und ähnliche Maßnahmen den Kaffee verteuert, kommt aus Brasilien die Nachricht, daß im Monat März, und zw. nur in den ersten 15 Tagen, 929.000 Sack Kaffee vernichtet wurden. Seit Beginn der Kaffeevernichtungsaktion bis 15. März 1. J. wurden insgesamt 43,353.000 Sack Kaffee vernichtet, was einem Gewichte von 2.167,650.000 kg entspricht. Daß solche Aktionen den Kaffepreis erhöhen, ist ohne weiteres klar. Gewürze. Auf Vanille und Safran ist eine neue Verbrauchssteuer von 20, auf Zimt und einige andere Gewürze 5, auf P f e f-f e r und noch einige Gewürze 3 Dinar je Kilogramm eingeführt. Obwohl Gewürze kein solcher Artikel, wie andere Spezerei-und Kolonialwaren sind, beträgt diese Erhöhung dennoch viel. Als Kuriosum will ich erwähnen, daß die gesamten Abgaben für Zimt 46 Dinar je Kilogramm betragen, während der Verkaufspreis mit etwa 53 Dinar festgesetzt ist, d. h. in diesen 7 Dinar sind enthalten: der Preis selbst, der Verdienst des Exporteurs, die Fracht und Versicherung von Hongkong bis Sušak und der Gewinn des jugoslawischen Importeurs. Die Saison für diese Artikel ist ohnedies vorüber und so wird sich diese Erhöhung nicht groß auswirken. Oel. Im Gegensatz zu anderen Artikeln ist der Preis für Oel in den letzten Tagen etwas zurückgegangen. Um dieser Verbilligung entgegenzutreten, hat das Savebanat mit 1. April eine Verbrauchssteuer von 1 Dinar je Kilogramm eingeführt. Allem Anscheine nach werden auch die übrigen Banate diesem Beispiele folgen. Kupfervitriol (Blaustein). Wie bekannt, ist der K u p f e r p r e i s in den letzten Monaten gewaltig in die Höhe geschossen, da die Kriegsindustrien große Kupfermengen benötigen. So ist auch Kupfervitriol heuer bedeutend höher im Preise als früher und dürfte 6.75 Dinar je Kilogramm kosten, doch haben die Fabriken noch keine Preise gemeldet. Packpapier und Papiersäcke. Mit 1. April wurde auch für diese Artikel eine Verbrauchssteuer von 15 Para je Kilogramm auferlegt. Außerdem wurde das Papier infolge wesentlicher Preiserhöhung des Rohmaterials bedeutend teurer. Erwähnt werden soll noch, daß auch auf einige Arten exotischer Nüsse, auf Zitronen, Orangen und Mandarinen die Banatsverbrauchssteuer eingeführt wurde, so daß auch diese Südfrüchte empfindlich im Preise steigen werden. Das I n k a s s o ist zufriedenstellend, da die Kaufleute bemüht sind, ihren Verpflichtungen pünktlich nachzukommen. J. L e b a r i č. X Eine Anschaffungsgenossenschaft der Industriellen ist im Werden begriffen. Das Beograder Amtsblatt bringt bereits die Aufforderung einer Reihe von bekannten Industriellen zur Zeichnung von Anteilen für diese Genossenschaft mit beschränkter Haftung, die vor allem Rohstoffe und Maschinen für ihre Mitglieder anschaffen soti. Die Anteile zu 300 Dinar können bis V5. d. gezeichnet werden. Die Einschreibegebühr beträgt 50 Dinar. X Der Arbeitsmarkt im März. Nach M*t teilungen des Kreisamtes für Arbeiterversicherung waren im abgelaufenen Monat März durchschnittlich 86.686 Personen bei diesem Institut oder dessen Organen (mit Ausnahme der Bruderläden) versichert, um 4625 mehr als einen Monat zuvor. Im Vergleich zum März 1936 hat sfčh die Versichertenzahl um 7239 vermehrt. Der durchschnittliche versicherte Taglohn belief sich im März auf 22.58 Dinar und stieg binnen Jahresfrist um 50 Para a», wogegen sich der gesamte versicherte Taglohn seit Jahresfrist um 0.2 auf 1 Million 958.000 Dinar erhöhte. X Konkurs: Rudolf Pevec, Kaufmann und Abgeordneter in Ormož, erste Gläubigerversammlung am 16. d. um 10 Uftr beim Bezirksgericht in Ormož, Anmeldungsfrist bis 22. Mai, Tagsatzung am 5. Juni; Alois Kostanjevec, Manufakturwarenhändler in Ptuj, erste Gläubigerversammlung am 15. d. um 11.30 Uhr beim Bezirksgericht in Ptuj, Anmeldungsfrist bis 15., Tagsatzung am 29. Mai. X Ausgleich: Paul K ü h a r, Kaufmann in Maribor, Anmeldungsfrist bis 4., Tagsatzung am 10. Mai um 10 Uhr beim Krei gericht in Maribor. X Bestätigter Ausgleich: Alois 0 in a-h c n, Gemischtwarenhändler in Žalec, Quote 50%, zahlbar in 15 Monatsraten. X Wirtschaftsdienst, herausgegeben vom Hamburgischen Welt-Wirtschafts-Archiv. Weltwirtschaftliche Nachrichten. Hamburg. Ljubljana, 6. April. — Devisen : Berlin 1755.52—1769.40, Zürich 996.45— 1003.52, London 213,99—216.04, Newyork 4337.26—4373.57, Paris 201.26—202.70, Prag 152.54—153.64, Triest 229.24—232.32 österr. Schilling (Privatclearing) 8, engl. Pfund 238.25, deutsche Clearingschecks 12.29. Zagreb, 6. d. — Staatsw^rtc: 214% Kriegsschaden 407—409, 4% Agrar 52—0, 4% Nordagrar 51.75—52.50, 7% Investitionsanleihe Blair 86.50—86.75, 8% Blair 95—95.50; Agrarbank 197—199. d. „Rasche Heilung des Rheuma und Ischias". Unter obiger Anschrift berichtete der in Ptuj im Ruhestande lebende Oberstleutnant Dabo rin Žu n f o V i e in feer „Ma-r'bcrer Zeitung" vom 3. d. über ein bewährtes Mittel zur Heilung fees Rheuma und Ischias. Er erwähnt bade:, das; sich seinerzeit auch bei uns feie schwarze Naphta als Heilmittel sehr gut bewährt habe. Da die 'chwarzc Naphta seit vielen Jahren aus Rußland nicht mehr bezogen werden tonne, wurde bald ein gleichwertige Reftiriferung vorgenommen, die genau so wirke wie feie Nalurnaph'a aus Baku. Das Heilmittel ist bei Frau Danica Ribič, Maribor, Livada t» und bei Oberstleutnant D. Žunkovič in Ptuj erhältlich. Gin interessantes Angebot des Hefekartells Wie der »Jugoslawische Kurier« erfährt, ist in der letzten Zeit eine größere Anzahl von Genehmigungen zur Errichtung von Hefefabriken erteilt worden. Eine gu-L Zahl dieser Genehmigungen ist nicht ausgenützt worden und die Berechtigten haben keine Fabriken errichten lassen. — Das Kartell der Hefefabriken vertrat den Standpunkt, daß für eine gewisse Zeit keine weitere Genehmigungen erteilt werden sollen. Es stellte die Forderung auf, Der rechte Mann. Ein junger Schriftsteller brachte zwei selbstgeschriebene Filmmanuskripte nach Ho'l-chwood. Nach vielen Bemühungen kam er 1 zum Filmgewaltigen. Der Gewaltige hatte 1 seinen guten Tag. Er blätterte geduldig im 1 Szenarium. Nicht nur in einem, nein, beide sah er sich an. „Haben Sie schon einmal ähnliche Manuskripte ait feen Mann gebracht?" fragte er feann. — „Ich habe schon acht Filmmanuskripte verkauft." — „Alle Achtung, junger Mann! Sie sind engagiert!" — „In Ihrer Herstellungsabteilung?" — „Umsinn! In unserer VerkaufsabteilunZ!' Bmkeestkou 5. Hellmuth Unger: „PM-Eis", ein Buch aus dem hohen Norden. Brosch. RM. 4.—, Seinen RM. 5.60. Brunnen-Verlag (Willy Bich off), Berlin SW 68. Es geschieht immer wieder von Zeit zu Zeit, daß die Menschheit von seltsamer Kunde erschüttert wirb, die aus den PolavgMeten zu ihr dringt. Und so erlebt sie glückhafte Heimkehr oder zeugenlosen Tod von Menschen, die es hinaus in die große Einöde des Packeises trieb als Nachfolger der großen Polarforscher, deren Namen unvergänglich geblieben sind. Im Jahre 1914 war es das Schicksal eines kleinen Schiffes mit Namen „St. Anna", von dem russischen Leutnant Brussilow geführt, das im hohen Norden verscholl und von dessen Mannschaft nur Kwei Ueberlebende zu-1 rückkehrten und Bericht gaben von unsäglicher Not und bewundernswertem Heldentum der Weitertreibenden. An Aufopferung und stillem Heldentum ebenbürtig steht neben diesem Erlebnis die Schilderung des Schicksals einer amerikanischen Expedition, die Jahrzehnte früher der Amerikaner Greely mit 22 Kameraden aus USA im Auftrag seiner Regierung durchführte, wohl die erschütternste und größte Tragödie, die sich jemals im Packeis ereignet hat. Das schönste in diesem Buche aus dem hohen Norden ist die bewundernswerte Schilderung der Natur im unermeßlichen Einsamkeitsland, die Schilderung der Kraft aller Gewalten, die dort oben den hilflos gewordenen Menschen begegnen und die doch immer wieder von neuem hinauflocken, .venu einem vorher glückhafte Einkehr beschieben war. Wer die Welt des ewigen Eises mit ihrer ganzen fremden, furchtbaren und im- mer wieder bezwingenden Schönheit kennen lernen möchte, der greise zu diesem Buch das ein Preislied ist nicht nur für die Heiden der beiden geschilderten Expeditionen, sondern auch für alle Bahnbrecher der Menschheit überhaupt. b. Das Geld, Zeitschrift für Kapitalsan-lageu. Wien. Jahresabonnement 20 Schilling, Einzelhef 1 Schilling. Artikelserie über Wirtschaftsfragen. b. „Illustrierter Beobachter", die große deutsche Bilderzeitung. Neben aktuellen Bildern vom Tage und aus der Welt des Sports bringt der „Illustrierte Beobachter" aktuelle Bilderberichte. b. M^torschau. Monatsschrift für Motorisierung und Kraftfahrt. 2. Heft, März-April 1937. 100 Seiten mit rund 140, teil-weisen ganzseitigen Abbildungen, 1. Kunst-druckbsilage. Vierfarbiger, von Künstlerhand entworfener Umschlag. Format 25.6 X35.4 cm. Preis 1 RM. Das erste Heft dieser neuen Monatsschrift, die erstmalig zur Automobil-Ausstellung in Berlin erschien, erregte mit seiner vorbildlichen Ausstattung berechtigtes Aufsehen. Nun ist day 2. Heft erschienen, das mit seinem vielseitigen Inhalt und herrlichen Abbildungen das Anfangheft sogar übertrifft. b. „Die Flaschenpost", Roman von Rene Schickele. Verlag Allen de Lange, Amsterdam. Die Tragödie des Individualisten, eines modernen Hamlets, ver sich n umerer Zeit nicht mehr zurechtfindet. Er verliert immer mehr den Kontakt mit der Welt und findet endlich, befreit von allen Bindungen des Lebens, den Frieden >m Irrenhaus. Unterstützet die üntituberkulosenliqa Kirnet Aktmet Kleine Anzeigen kosten 50 Para pro Wort, In der Rubrik „Korrespondenz" 1 Dinar / Dia Inseratensteuer (3 Dinar bis 40 Worte, 7*50 Dinar für grössere Anzeigen) wird besonders berechnet / Die Mindesttaxe für eine kleine Anzeige beträgt IO Dinar / Für die Zusendung von chiffr. Briefen ist eine Gebühr von IO Dinar zu erlegen / Anfragen ist eine Gebühr von 3 Dinar in Postmarken beizuschliessen Der pikante »König des Meeres». der Liebling aller Fein schmecket, trifft heute im Fischrestaurant Povodnik ein und wird morgen, Freitag, serviert werden neben einer Reihe von Fischspezialitätcn. Erstklassiger echter Medizi nalwein von der Insel Vis und die besten steirischen Weine aus den Slow. Büheln im Restaurant Povodnik, Jurčičeva ulica. 3538 Person, kautionsfähig, zur Uebernahme der Leitung in neuerMöbelnied'erlage gesucht. Bezahlung Fixum und Provision. Gesch. Anträge unter »Kavcija za kaso kritje« an die Verw._________________3511 Telegramm! Seefische- schmaus heute und morgen von reich sortierten Seefischen. Echte Dalmatiner und steirische Weine. Gasthaus »Seefischkönig«, Rotovški 8. 3535 Dame, Witwe, Pensionistin, Hausbesitzerin, sucht Darlehen 5000 Dinar mit hoher Verzinsung und gibt möbliertes Zimmer mit feiner Verpflegung. rückzahlbar 1 Jahr. 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Interessenten senden ihre Anträge unter »Neue Industrie« an die Verw. 3322 Sparbücher der Prva hrvat-ska štedionica, bis zu 150.000 Din, zu verkaufen. Anfragen unter »Günstig« an die Verwaltung der »Mariborer Zeitung«. 3437 Riesling, allseits anerkannt feiner, gutschmeckenderWein verkauft ab 5 Liter aufwärts Liter Din. 7.— Dr. Scherbaum, Weingut Meljski hrib. 3333 Schafwolle, weiß, 20 kg, ä 24 Din, für Matratzen- Ottomane 370 Din. Jagodič, Tapezierer-Tischlerei Vojašniški trg. 3529 iu vemitäßto Leeres Zimmer mit Kost wird von 2 Fräuleins gesucht. Anträge unter »Gleich» an die Verw. 3521 Suche Lokal für Tischlerwerk stätte. Anträge unter »Takoj» an die Verw. 3449 Leeres, sonniges Zimmer zu vermieten. Kosarjeva 38. 3454 Wohnung, Zimmer und Küche, sofort zu vermieten an kinderloses Ehepaar. Adr-Verw. 3519 Kaufe Bauplatz, Parknähe. Zahle 30o Dinar Quadratmeter. Offerte »Genossenschaft« 3528 h&koufeitgesudd Einlagebuch der »Zadružna gospodarska banka« wird gekauft. 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Bitte besichtigen Sie ciw Schaufenster . Gedenket der Antituberkulosenlißch Roman von Bernhard Lonzer Copyright by Gustav Neugebauer, Prag I. 14 Mehr alsdas: es war, als ob nun mit einem Male etwas erloschen wäre, was sie für kurze Zeit auf sonnenhellen, warmen Schwin gen getragen hatte. Die Strahleübündel der Sonne zitterten auf dem schmalen Wege, und doch schien der Tag plötzlich dunkel und kühl geworden. Rainer fuhr sßh mit der Hand über die Stirn. „So luärc der erste Mt des Schausprels also zu Ende . . ." Irene schwieg, während sie mit dunklen Blicken den Weg entlangsah. Der helle Glanz auf ihrem Gesicht verschwand wie unter dem Schatten einer Wolke. Rainer löste seinen Blick nur schwer von ihrem Profil, das in seltsam eindringlicher Schönheit vor seinen Augen stand. „Es ist mir noch immer wie ein Traum. Und ich muß Ihnen danken, Fräulein Böllinghaus." „Sie haben keine Veranlassung, mir zu Lanken", entgegnete sie langsam und ohne Ton. „Doch", beharvch er. „Wenn mir die Entwicklung — ich gestehe es offen —- im Augen blick auch sehr gegen den Strich ging. Und nun bitte ich Sie, mir eine Frage zu beantworten, die gewiß sehr naheliegt: Warum taten Sie das —" Sie zögerte mit der Antwort. Langsam und kaum merklich hob sie die Schultern. „Ja — wenn man da Erklärungen geben soll..." „Ich, bitte darum, Fräulein WMnghaus. Ich möchte es wissen." Mit langsamer, fast automatischer Bewegung wandte sie ihm das Gesicht zu. Rainer erschrak fast vor der plötzlichen Kühle ihrer Augen. „Jetzt, nachdem es geschehen ist, weiß ich eigentlich selber nicht, wie ich dazu gekommen bin", erwiderte sie. „Man tut ivohl manchmal etwas, was man hinterher nicht versteht. Es wird wohl so gewesen sein, daß Sie mir leid getan haben. Möglich auch’ daß ich dem Onkel nicht den billigen Triumph gönnte, Sie zu demütigen und sich an Ihnen rächen zu können. Rache ist etwas Unedles. Bor allem dann, wenn sie einen Unschuldigen treffen soll. Und wenn sie dazu dienen soll, einem Menschenherzen die Erfüllung seiner Traume und Wüüsche zunichte zu machen. Vielleicht auch —" „Vielleicht auch —?" forschte Rainer mechanisch. Er hatte einen metckwürbig bitteren Geschmack im Wunde. Irenes Lippen schoben sich für einen Moment zusammen. „Vielleicht tat ich es auch, weil — Sie mir sympathisch sind. Sie sind anders als die Männer, die ich bisher kemtengelernt habe. Ich sollte Ihnen das vielleicht nicht sagen, aber ich bin gewohnt, unter allen Umständen die Wahrheit zu sagen. Das heißt —", ein schwaches, verlorenes Lächeln irrte um ihre Lippen, „vor einer Viertelstunde rabe ich diese Gewohnheit allerdings einmal vergessen. Aber es war meines Wissens das er- ste Mal, daß ich mit Bewußtsein die Unwahr heit gesagt habe. Und es tut mir nicht einmal leid. Es war kein Unrecht. Also, warum soll ich Ihnen nicht sagen, daß Sie mir sympathisch sind? Es ist ja nur ein Teil der Erklärung für mein Tun. Und für Sie persönlich hat es ja keinerlei Bedeutung." Dann fuhr sie in sachlichem Ton fort: „Sie können unsere "Verlobung" natürlich jederzeit wieder lösen, sobald Sic den Zeitpunkt für gekommen erachten." Rainer dehnte leicht die Schultern. „Die „Lösung" ist eine Selbstverständlichkeit", sagte er härter und kälter, als er wollte. „Aber ebenso selbstverständlich ist cs, daß sie Ihnen überlassen bleibt." „Sie meinen, weil ich die Geschichte uun einmal eingerührt habe?" „Natürlich nicht. Aber ich will nicht, daß Sie vor der Oeffentlichkeit als verschmäh te Braut dastehen. Das wäre ein schlechter Dank. Es wird sich für Sie ja auch leicht und ohne großes Aufsehen machen lassen. Wenn Sie wieder abreisen, ist ja die beste Gelegenheit dazu. Mit der Zeit wächst dann Gras über die Geschichte, und alles ist in bester Ordnung. Bis dahin stehe ich als Akteur in diesem Schauspiel natürlich jederzeit zu Ihrer Verfügung." „Versprechen Sie nicht zuviel! Es könnte sein, daß ich Sie sehr oft in Anspruch, nehme!" „Bitte. Es gehört ja nun einmal dazu." Irene knickte mit einer losen Bewegung die linke Hüfte ein. „Sie sind beleidigt? Schade . ..!" Ihre Haltung reizte ihn dermaßen, daß er sich über sich iellsit ärgerte. „Durchaus nicht!" erwiderte er fast schroff. „Ich wüßte auch nicht, warum." „Aber Sie sind verstimmt. Das ist in gewisser Beziehung durchaus verständlich. Aber ich hatte eigentlich doch erwartet, daß Sie der ungewohnten Sachlage mit Haust1 begegnen würden." Er forschte mit einem kurzen Blick in R ren Augen und fuhr sich mit der Hand über das Haar. „Das ist vielleicht wirklich das einzig W* nünftige. Die Sache ist tatsächlich nicht ne Humor." „Na, sehen Sie. Auf diese Weise werde11 wir am besten damit fertig. Ja, und nun die ersten Konsequenzen machen sich fdst11 geltend — es würde einen merkwürdige11 Eindruck machen, wenn wir den heutige11 Tag getrennt verleben würden. Ich ust'v Sie also gleich heute beim Wort nehme11 und schlage vor, daß wir den 9?achmitlll9 und den Wend irgendwo in der Stadt vf1 bringen. Haben Sie ein Auto?" Rainer verneinte. „Nun, dann fahren wir eben mck ^ Bahn" erklärte Irene gelassen. „Einversta'1' den?" „Gern." „Aber — nicht vergessen, gute Laune m: zubringen! Sonst peinige ich Sie mit de«1 Recht der Verlobten nach allen Regeln dH Kunst." Rainer lächelte schwach. „Ich werde Ihnen keine Gelegenheit zu geten." „Recht so. Ein Monn muß sich 6cist11'' schen können. Und S>e werden «ich bchH1 schen." Sie gab ihm die Hand, während >ic A‘j* fest in die Augen sah. Er erwiderte ihsH Blick mit der gleichen Festigkeit, und einen kurzen Moment war es ihm, als in ihren Augen ein fernes, unbegce1 klickst^ Licht erwachte, als öffnete der Himmel tiefstes, strahlendes Blau. Ihm braucht plötzlich der Kopf. Ein seines, dunkles fein lief ihm von der Stirn bis in 1 Nacken. Er beugte sich plötzlich herab vw küßte ihr die Hand. ^ Chefredakteur und für die Redaktion verantwortlich: Udo KASPER. — Druck der verantwortlich Direktor Stanko DETELA. — »Mariborska tiskarna« in Maribor. Beide wohnhaft in Maribor. Für den Herausgeber u. den Druck