Nr. 289. Pränumerationsprei«: Im «omptolr ganzj. ss.li, !)>>«>>. N. 5.50. sfllv die ZuNcllung in« Hau? hal!>!.5»»lr. Ml't der Post,,,»,!. ft, 15. hnlbj. ss. ?.l„. Slnnsmst, l8. December In.i st.ljonst pr..^eile l,!i. «lr.,zu>.«tl., !<:n. lN lr. u. l. w. >)tt,:l.^m. 3« ll. 186». Amtlicher Tlml. ^e. l, li»d l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Enlichließmist uom 3. Deceiubei d I. ai> dcr theologischen Facultät der Lcmbcrgcr Universität zum Professor dcr D^malit dcu Supplcntcu dieses Faches Dr. Silucstcr Scuibratowi c z, daun zum Professor des Gibclstudium^ n. T. den Professor dicseö Faches an der Tarnowcr bischöftich!) betreffend die ZnN'eisnng der Bezirksgerichts-sprenget NiemeS und Danba zn dem Umfange dcü Kreiö-gcnchlrs Völ)!nisch-i,'eil'a in Bühmen; Nr, 178 die Verordnn»«, des Ilistizminislcrimn« vom !^. De-cember 18<>9 betreffend den Beginn dcr Amtswirlsamleit der Bezirksgerichte ^'ofer, St. Michael und Thalgan in Salz-bürg; Nl'. 179 die Verordnung des Ministers des I»utrn vom 12tni December I8<;9 bcttesfend mehrere Nendermigni >>i der terli. torialen Abgren^nng der Äezir^haupüuannschaslen in dein Herzoalhume Bukowina. (Wr. Ztg. Nr, 288 vom Kl. December.) Nichünntlichcr Theil. Das Ministerium über den Jusnuhms^ustand in Dalmaticn. Die Regierung hat in dcr gestrigen Sitzung des Abgeordnetenhauses den Rechenschaftsbericht über die im Eattarcscr Bezirke erlassene > Ansnahmö-Verfügungen vorgelegt. Der Vcricht lautet: „Bekanntlich sind in dem Bezirke Cattaro im Königreiche Dalmaticn höchst liellagcnswerthc innere Unru- hen ausgebrochen. Die Entstehung und Verbreitung dieser Unruhen, die Art ihrer Entwicklung und deren Gefährlichkeit nöthigten die kaiserliche Regierung, ins-bcsondcrc zunächst Ausnahme-Verfügungen auf Grund dcö Gcfetzcs vom 5. Mai l«6l). Nr. 60 R. G. Al.. zu treffen und sodann auf Grund des § 14 des Grund» gesctzcs über die Ncichsucrtrclung voin 21. Dce. 1867, )lr. 141 N. G. Bl. , für die Dauer dcr Vcrhältnisfc im Bezirke Cattaru cinc besondere Verordnung zu erlassen. Dieselben sind unter Nr. 156 und 162 im 1.XV1. und I.XX. Stück des ReichsgcsetzblattcS des Jahres 1869 enthalten. Die Regierung beeilt sich, der ihr nach § 11 des uorbczogenen Gesetzes uom 5. Mai 186!) obliegenden Verpflichtung nachzukommen, indem sie dem Neichsrath sogleich bei seinem Zusammentritte, und zwar zuvörderst ocm Hanse der Abgeordneten in dessen erster Sitzung, unter Darlegung dcr Gründe über die mit der Verordnung des Gesammt-Minislcriums vom 9. October d. I. getroffenen AuSnahms-Verfügungen hiennt Rechenschaft^ gibt , und die Bcfchlnßfassuu^ des Reichöraths einholt.' sowie die auf Grund des tz 14 dcS GruudgcfctzcS üurr die Rcichsvcrtrctung uom 21. December 186? erlassene Vcrordmmg vom 25. Oct. 1869, Nr. 66 R, G. Äl / nach Vorschrift jenes § 14 dcr Genchmignng des Hoheit Reichsralhs vorlegt. Die Unrnhm in dem Bezirke vou Cattaro, welche sich in so bcklagcnswerther Weise zum offcncu Äufslande' eines Theils dcr Bevölkerung gegen die Regiernng und^ gegen die Durchsührung eines giltigcn Gesetzes gesteigert haben, sind ihrer äußeren Veranlassung nach ans die Einleitungen zur Durchführung des Landwchrgcsetzcö vom 1Z. Mai 1869 zurückzuführen. Nach einem Berichte des BezilkshauvtmannS in Catlaro vom 16. Scptemker d. I soll sich schon bei der ersten ssnndc, daß im Reichörath ül'cr die Emfith' rung dcr Landwehr in die Aocchc di Eattaro verhandelt werde, dort cinc gewisse Aufregung nntcr den gcbildclc-ien Elasscn dcr Bevölkerung gegeigt haben. Die Gemeinde Cattaro verlangte u»d erhielt von den nudcreu Gemeinden des Bezirks statistische Daten, und sehte ein ^ Cumit>'' ein, welches in einer Denkschrift darlegen sollte,' daß jede <3iubc;ichung der Aocche i» den Militärdienst z uuthunlich sei. Das Comit,> that jedoch keine weiteren ^ Schritte, und das inzwischen Allerhöchst sanctioning Lllndwehrgesctz trat auch für Dalmaticn in Kraft. ! Das Gesetz wurde rechtzeitig, und zwar im Landes« gesetzblatte für Dalmalicn und in der Vandcszcituug vom 22. Juni d. I. in beiden Landessprachen lundgc> macht, in den dortigen, namentlich den slavischen Zei- tungen reproducirt und seitens der Behörden in Dalmaticn Alles gethan, um die in der Bocchc di Caltaro hervortretende Abneigung der Bevölkerung gegen die Er« richtung dcr Vandwchr durch fortgesetzte mündliche Belehrungen zu beheben. Gleichwohl riefen die vorbereitenden Schritte dcr Behörden zur Durchführung deö Landwchrgcsctzcs eine bedeutende Aufregung insbesondere dcr Landgemeinden und ein wachsendes Widerstreben dcr Vocchcscn gegen die Einführung einer Institution hervor, die sie als eine Verletzung ihrer liishcr genossenen gänzlichen Befreiung von jeder Wehrpflicht betrachteten. Wiederholte, über Berufung des Bezirkshauvtmanns von Cattaro, in der ersten Hälfte des Monats September dieses Jahres au ucrschicdcucu Punktcn des Bezirks abgehaltene öffentliche Versammlungen, an welchen nicht nur die Gcmcinde-Vorstchn' und Äeltcstcn, sondern cmch die übrige waffenfähige Bevölkerung in großer Anzahl thcilnahm, endeten ungeachtet aller ucrsnchtm Belchrun» gen nnd Ermahnungen und trotz dcr Nachwcisung, wie sehr die Boccbc di Eattavo gegenüber dcr andern Bevölkerung des Rciches durch das Wchrgcsctz begünstigt sei, in dcr Regel mit tumultuarischem Lärmcu und drohenden Rufcu: „ehe mau sich dem neuen Gesetze füge, würden alle Dörfer in Flammen aufgehen, und dcr letzte Vocchcfe erschlagen sein." Vergebens mahnten die alteren und besonnenen Männer zum Gehorsam gegen das Gesetz, ihre Worte verhallten in dem Toben dcr leidenschaftlich erregten Menge, und in der Versammlung zu Sutoara, dem Hauptortc der Zuppa, wurde ein mannhaft für das Gesetz eintretender Gemeinde - Vorsteher von einem ttmml-tuarischcn Haufen fortgeschleppt, mit gegen ihn gerich» tcten Gewehren bedroht, und nur durch dic Intervention des Aczirtöhaufttmanns und zweier Gendarmen aus , unmittelbarer Lebensgefahr befreit. Die Bemühungen . des Bezilkshauptmanus wurden militärischerscits dnrch die Entsendung eine»!! im Lande lietioliicn, mit der Sprache, den Sitten und Anschauungen der Bocchescn vollkommen vertrauten Landwehr--Stabsosficicrs nach Cattaro unterstützt, der die Äelwlkeruug gleichfalls im mündlichen Verkehre ulier das Wesen dcr Landwchrpflicht zu belehren und zu beruhigen suchte, i Am 22, September d. I. war dcr Statthalter zu dem gleichen Zwecke persönlich in Cattaro eingetroffen, wo eben dcr größte Theil dcr Gemeinde-Vorsteher aus ! diesem Anlasse versammelt war. ^ Alle Belehrungen blieben jedoch fruchtlos, die Zup-, paner insbesondere verlangten Garantien dafür, daß > ihre Landwehr uic außer Land verwendet, daß ihr die ' Nationaltracht bclasfcu, und daß sie während der Ab- Fl'ilMlml. Heine's Mouche. (Schluß.) Jahre vergingen. Das Bild meiner heiteren Freundin erblaßte allmälig in meiner Erinnerung, sie selbst hatte ja durch die letztgeschildcrte Scene jeden Faden zwischen ihr uud mir zerschnitten. Da erhielt ich eines Tages einen Brief anS Paris, der in deutfchcr Ucbcrsctzuug ulso lautet: Da wäre ich dcuu wieder in Paris nach fünf Jahren die durch Reifen, Kämpfe, Leiden aller Art ausgefüllt waren. Doch lassen wir die Vergangenheit, ich will nur wissen, ob Sie Jener noch manchmal gedenken, die zuletzt iu London Sie so hartnäckig verleugnet — verleugnen mußte. Ich muß Ihnen erzählen, was nur heute geschah. Ich halte in dcr Nähe des Lurcmbourg zu thnu. Als ich mcinc Gänge beendet, trat ich in den Garten, den ich srit den Tagen, wo wir dort zusammen gegangen, nicht wieder betreten. Er schien mir abscheulich, steif, zopfig, traurig. Ich weiß nicht, welches Gefühl mich antrieb, die Wohnung wieder zu scheu, in dcr Sie gewohnt — kurz, ich wollte wissen, ob iu diesem sich ewig verändern-dm Paris die Eonr du Commerce nicht auch wie so vic-lcs andere verschwunden sei. Nein, die Cour du Eom-U'crcc war noch da, das „Hotel Britaimiqnc" noch da. und dort hinter dcu Scheiben, an derselben Stelle wic sollst, saß noch die Wirthin, die Engländerin mit dcr langen, scharfen, rothen Nase, die mich immer, wenn ich Sie besuchte, mit einem so strengen Gesichte anzusehen pflegte, . . Ich muß gestehen, es ficl mir ein: wenn jetzt ein alter, abgebrauchter RoinanEffett eintreten könnte — wenn Sie iu diesem Angenblickc aus dem Hause hcrvorträtcu! . . . ^uu vouln/ vou8! l.o8 fommcn Wiii 8l 8tupill6s! Doch - das alles gehört nicht hichcr. Vor vierzehn Tagen haben wir Heine bcgrabcu. Sie wic ich haben durch dicscu Tod einen unersetzlichen Verlust erlitten. Ich lernte ihn in den ersten Tagen meiner Rückkehr nach Paris keuneu und saß seitdem viele hundert und hundert Stunden an seinem Kraukcnbctt. Wenn Sie jemals wieder nach Paris kommen, so besuchen Sie mich, ich habe Ihnen viel von ihm zu erzählen und will Ihnen auch manches Blatt von seiner Hand zeigen, das Sie intcrcssircn wird. Adieu!" Dcr Zufall spielt seltsam! Der Brief traf mich kurz vor meiner beabsichtigten Reise nach Paris. Meine Ant' wort, die ich an die angegebene phantastische Adresse: „Sarah Dcuuigson pMe r68tautn" adrcssirtc, war die: ,.Ich komme bald. Trcffeu wir uns Sonutag über vierzehn Tage, Mittags Zwölf, im Tnilcrien Garten beim großen Kaslauicnbcmm." Ich kam hin. Margot saß schon da. um manches Jahr älter, aber noch immer husch, schr einfach gekleidet. Gleich nach den ersten Begrüßungen fragte ich sie, wic sie denn mit Hciuc zusammengetroffen. „Ich war seit früher Jugend für ihn begeistert," sagte sie, „du solltest dich erinnern, wic ost ich mich lici dir nach ihm erkundigt und dich über alles, was ihn betraf, ausfragte. Vor zwei Jahren brachte mich ein Un-qcfähr zu ihm. Er muß Gefallen au meinem bischen Ocplaudcr gefunden haben, denn er bat mich. meinen Besuch zu wiederholen. Ich kam wieder uud wieder, uud endlich tonnte cr nicht ohne mich bestehen. Ich las ihm r>or, ich wuidc scin Secrctär. Wol an hundert Blätter r>on seiner Haud liegen bei mir, die er aus dcr Einsamkeit seines Krankenzimmers an mich sendete. Wenn du mich besuchst, sollst du sie scheu." „So darf ich dich endlich einmal in deiner Wohnung schcn, Margot?" fragte ich. „Ja, alles ist anders geworden. Alte Fesseln sind weggefallen. Ich wohne jetzt bei einer Verwandten: Rue Nancrin." „Wir wollen gleich hinfahren." „Nun, wie du willst." Eine halbe Stuude später traf ich bei Margot ein. Ich sah ucttc Räume, das Boudoir war sogar elegant. Ich lobte es. adcr Margot seufzte und rief: „Du findest es wirtlich hübsch? Mir scheint es abscheulich. Glaube mir. ich hatte es einst anders." Sie holte cine Cassette hervor nnd öffnete sie. Zu meiner Verwunderung sah ich, daß sie ausschließlich mit Briefen uud Zetteln von Heine's Hand gefüllt war, die aus der letzten Zcit stammten. Das waren die großen Schriftzügc, die noch, da cr als halb Blinder schrieb, eiucu edlen, schwunghaften Charakter bewahrten. „Welcher Schatz von Reliquien! Darf man einen Blick hinein werfen?" „Alles darfst du lcscn. Doch wisse, daß du dcr Erste bist, dem ich diese Blätter zeigr." Ich begaun zu lesen uud wurde von einer seltsamen Rührung ergriffen. Die vielen kleinen Zettel waren meist nur Bitten, an die Geliebte gerichtet, ihn zu besuchen, Entschuldigungen, ihren Besuch nicht haben annehmen zu können, weil cr zu krank gewesen, mit dcr Bitte vereint, ihm deshalb nicht zu grolle» und seiner bald wieder zu gedenkeu; doch wic innig, wie rührend war daö Alles gesagt! So wic dcr Gefangene dem 2122 richtungszcit nicht von ihren Ortschaften abberufen werden. Sie bestanden darauf, daß zu diesem Zwecke cinc ans ihrer Mille entsendete Deputation Sr. Majestät dem Kaiser vorgeführt werde, und die Vorarbeiten zur Landwchistcllung sistnt werden. Der Statthalter ließ den versammelten Gemeinde-Vorstehern die bestimmte!, Erklärungen zugehen, daß -obwohl der 8 3 des Landwehr-Gesetzes allgemeine Gil-tigtcit habe — der Fall gar nicht denkbar sei und daher m,ch »ic eintreten werde, in welchem die Landwehr-abthciluug oer Äocchc di Eattaro außer Land zur Verwendung kommen sollte; die gewünschte Versicherung wegen der Nationaltracht glaubte der Statthalter mit dem Bemerken ertheile.» zu können, daß jedenfalls eine Gleichheit der Kleidung nothwendig sein werde, und bezüglich der AbrichtnugSzcit gab der Statthalter die Erklärung, daß auf die häuslichen Verhältnisse der Bevölkerung allc mögliche Rücksicht genommen werden wird. Der Abseildung einer Deputation legte der Statthalter keinerlei Hinder»iß in den Weg, eine Sistirung der Vorarbeiten verfügte er jedoch nicht, da die factischc Stellung, wie dies in Eattaro bekannt war, ohnehin erst Ende October stattzufinden halte, nnd hicmit mehr als hinreichende Zeit zur Hin» und Rückreise der nach Wien abzusendenden Deputation gegeben war, welche aber nicht crfolgle. Auf jene Erklärungen hin schien die große Mehrzahl der Versammelten einigermaßen beruhigt und nur line geringere Zahl Anwesender wollte ihr Mißtrauen durchaus nickt fallen lassen. Bemerkt muß hier werden, daß wahrend der ohnc Zweifel auch durch böswillige Einflüsterungen genährten Aufregung einige Bocchcscn sich so weit ucr-gaßen, bei dem Fürsten von Montenegro in Eettinje sich anzufragen, ob sie auf eine Unterstützung von Seite Montenegros zählen könnten, wenn sie sich der Einführung der Landwehr gewaltsam widersetzen würden. Sie erhielten eine abschlägige Antwort, sowie andererseits ein officiöscs Anerbieten des Fürsten von Montenegro, durch zwei seiner Senatoren auf die Bocchci'cn beschwichtigend einzuwirken, dankend abgelehnt wurde. Ungeachtet dieses Standes der Dinge glaubte der Statthalter noch in einem am 96. September dieses Jahres aus Zara erstatteten, am W. September dieses Jahres in Wien eingelangten Berichte die Hoffnung aussprechen zu können, baß sich die erhitzten Gemüther allmälig beruhigen dürften, und daß der Einführung der Landwehr lein weitergehender Widerstand werde entgegengesetzt werden. Er hol) jedoch schon lici diesem Aulassc unter Hiuweisnug auf die Eigenlhümlichtcit des Volts-- charalterS die dringende Nothwendigkeit hervor, jeder allenfalls noch vorkommenden Widerspenstigkeit und Auflehnung gegen das Gesetz mit Energie entgegenzutreten, da die geringste Nachgiebigkeit leicht nnr als Schwäche ausgelegt werden würde. Der Statthalter glaubte unter diesen Umständen und mit Rücksicht auf den geringen Präsenzstand der im Süden DalmalicnS diölocirtcu Tluppen die Vorsichtsmaßregeln befürworten zu sollen, daß seitens der betreffenden Truppentörper mit der eben im Zuge befindlichen Absendung der Urlauber und der Einziehung der Nccru-tcn bis auf Weiteres iuucgehaltcn werde. Dieser Vorschlag wurde der Gcuehmignng des gemeinsamen Kricgs-mmistcriumS sofort nachdrücklich empfohlen; dem eben erwähnten, am !iO. September dieses Jahres eingelangten Berichte des Statthalters folgte aber an demselben Tage noch die telegraphische Meldung, daß die Unruhen fort- dauern, die Zusammeuroltungcn größere Dimensionen annehmen und der Statthalter sich deshalb in seiner Eigenschaft als Militär-Eommandant genöthigt sah, in die Gemeinden Crivoscic, Zuppa und Pastrovichio eine Äatteric und ein halbes Bataillon Infanterie von Ra-gusa aus zu entsenden. Weitere telegraphische Berichte meldeten, daß die Bevölkerung in der Zuppa die dortigen Pfarrer mit Gewalt an der Ausfolgung der Gcburtsmatrikcl hindere, dic Ewilstands-Register mehreren Pfarrern gewaltsam weggenommen, den Gendarmerie Patrouillen Schüsse nach-gefcucrt wurden und cinc Gem.indcucrlrctnng dem Bezirks-hauptmannc angezeigt habe. daß sie, weil am Leben be> droht, ihre Amtswirtsamteit einstellen müsse. Am 7. October erfolgte endlich ein verräthcrischcr Ucbcrfall anf ein Dctachemcnt kaiserlicher Truppen bei Lcdenice, durch welchen ein Ofsicier und drei Soldaten gctödtct uud cilf Mann verwundet wurden. Nachdem der Statthalter die im Bereiche seiner Wirksamkeit gelegenen Maßregeln zur Wiederherstellung der Ordnung vergeblich angewendet und der Widerstand gegen die gesetzliche Ordnung dicse AuSdchnnng und Richtung erhalten hatte, fand sich die Regierung bestimmt, anch dem Antrage des Statthalters znr Anwendung des GcsctzcS vom 5. Mai 1869 stattzugeben und im Bezirke Eattaro dic Bestimmungen der Artikel 8. 9, 10. 12 und 13 des StaatSgrnndgcsetzcs über die allgemeinen Rechte der Staatsbürger vom 21. December 1867, Nr. 142 N. G. Bl., zeitweilig im Bcznlc von Cat-taro außer Wirksamkeit zu setzen, nnd ist mit Allerhöchster Genehmigung Sr. kaiserlichen und königlichen Apostolischen Majestät die diesbezügliche Verordnung des Gcsammtmiuistcriums vom 9. October d. I. erlassen worden. Der weitere Verlauf der Ereignisse im Bezirke Cattaro. dem sich seither die allgemeine Aufmerksamkeit Angewendet hat, ist dnrch die seitens der Regierung veranlaßte Veröffentlichung aller ihr über die cingclcitelcn militärischen Operationen amtlich zugehenden Berichte, und durch die zahlreichen Mittheilungen der öffentlichen Blätter in allen Einzclnhciten bekannt geworden. Die Regierung sah sich iu Folge dieser, zum vol-lcu Aufstande beinahe des ganzen Bezirkes vorgeschrittenen Unruhen genöthigt, weiter auf Grund des 8 14 des Staatsgrundgcsctzcs vom 21. December 1307. N, G. Bl. Nr. 141. zur Erlassung der kaiserlichen Verordnung vom 25. October 1869, R. G. Bl. Nr. l6ö. zu schreiten, um dem Einschreiten der öffentlichen Gewalt zur Unterdrückung des Aufslandcs die nöthige Einheit und den größtmöglichen Nachdruck zu geben. Pom Standpuukle der Eivilverwaltung und auf Grund der bestehenden Gesetze crschieu es bei den großen Entfernungen dcS Insurrections - Schauplatzes, bei den Schwierigkeiten der Eommunication, bei den häufigen Störungen telegraphischen und maritimen Verkehrs insbesondere nöthig, zur Erreichung dieses Zieles die jeweilige Ucbcrtragnng aller, dem Statthalter, dem Minister des Innern und dem Minister für Landes-vcrlhcidigung nnd öffentliche Sicherheit in Angclcgcnl'citen der politischen und polizeilichen Verwaltung zustehenden Befugnisse an den jeweiligen Militär-Eommandantcn im Bezirke von Cattaro zu verfügen, weil es anch nur dadurch möglich erschien, bei den erwähnten Verhält, nisscn ein rechtzeitiges nnd zweckentsprechendes Eingreifen der Organe der Eiviluerwaltnng, ohnc daß die Aus' führung nöthiger Dispositionen von der Verzögerung durch aufschiebende Rccursc u. dgl. abhängig bleibe, zur Unterstützung der militärischen Operationen und der Wnksamlcit der öffentlichen Gewalt überhaupt sicherzustellen, welcher Erfolg auch, soweit er von der Eiuil» Verwaltung abhing, erreicht wurde. Die Regierung glaubt hicnach erwarten zu dürfen, daß der hohe Rcichsrath ll. den vorstehenden Rechenschaftsbericht über die Erlassung der Verordnung des Gcsammt-MinisteriumS vom 9. October 1869, R. G. Bl. Nr. 15)6, zur Kenntniß nehmen, und 1). der auf Grund des § 14 des Staatstgrnudge' sctzcS vom 21 December 1869. R. G. Bl. Nr. 1^1, erlassenen kaiserlichen Verordnung vom 25. October 1869. R. G. Al. Nr. 162, die erforderliche Genehmigung ertheilen werde. Wien, am 13. December 1669. Taaffc." Politische Uebersicht. öaibach, 17. December. Im Abgeordnen h anse wuldc gestern die Wahl der Blidgclcommissio» vorgenommen. Es wurden gewählt: BanhanS. Schlegel. Dcmcl, Fr. Groß, Gustav Groß, Hopfen, Kaiser, Klier. Knranda. Lohningcr, Mayr. MlNicihoser, Pcrger, Pelrino, Steffens, v. d. Straß, Tuluiri', Wicthoff, Schinder, Pcycr, Leonard!, Pcler Groß. Zyblilicwicz. Czajlowoli. Der Roscr' schc Antrag, bet,essend Herabminde->nng dcr Arbeitszeit u. s. w. wurde dem aus dem Hause ;n wählende» Ausschüsse von 12 Mitgliedern für die Acralhung cincS EoalitiouSgesehcS zugewiesen. Gewühlt wulden in letzteicu: Dehne, Dietrich. Gschmtzcr, Kübcck, Liebig, Mayi-, Schier. Steffens, Klun, Roscr, B. Paucr, Weidete. Del Adrcßausschuß hull gestern seine erslc Sitzung. Grocholsti und Svctcc forderten „Auf« geben der Vcrfassuug." So sagt in lakonischer Küizc der Telegraph. Dagegen sprachen: Schindler, Ku-randa, Rcchbaucr, Wolfrum, Tinli, Skenc. (Weiteres unter ..Neueste Post.") Die Ad reßc onlmi ssi o u des Herrenhauses hat sich unter Vorsitz des Präsidenten v. Schmer« ling couslitllirt und beauftragte den Grafen Antun AuerSperg mit der Verfassung des Entwurfes. Der polnische NeichSrathsclub hat sich, wie die „Presse" meldet, constituirt nnd den Abgeordneten Gro-cholsti zum Obmann, den Abgeordneten Peter Groß zum Obmann-Stellvertreter, dic Abgeordnete» Saw-czynski und Czajtowsti zu Sccrctären gewählt. An der Eonferenz nahmen ungefähr 20 Abgeordnete Theil, die sich in dem bekannten Beschlusse einigten, die Wahl eines Polen zum Vicc-Präsidenten zu verhindern. Der Grund hiczn liegt in dem Bestreben, ..sich nicht mit der jetzigen Eonslitution zu idcntificiren." Gleichzeitig wurde beschlossen, dem Präsidenten Dr. Kaiscrfcld die Stimmen nicht zu geben mit Rücksicht auf sciuc „erz-cen-tralistischc und verfassungstreue Rede," die er unlängst in Graz gehalten hat. Wir veröffentlichen vorstehend den Bericht dcS Ministers Grafen Taaffc über die in Dalmaticu getroffenen AuSnahiuSmaßregeln. Inzwischen scheint der Aufstand in Dalmaticn bereits seinem Erlöschen entgegenzugehen, nachdem, wie uns gestern telegraphisch mitgetheilt, die Insurgenten von Araic sich unterworfen, lind selbst die Erivosciancr, bei denen bisher der Herd dcS Aufstaudcö war, ihrc Geneigtheit zur Unterwerfung kundgegeben haben. V0gelchen schmeichelt, das auf dem Sims seines Fensters erscheint, und es zärtlich füttert, um es bald wieder herbeizulocken und ihm die Stätte wieder angenehm zu machen, damit eS den grünen, luftigen Baumwiutel vergesse, so hatte auch Heine seine Freundin mit kleinen Geschenken überhäuft, welche fein Wohlwollen ausdrücken sollten, und hatte die des Schreibens kaum noch fähige Hand angestrengt, die süßesten Schmcichclwoltc zu Papier zu bringen. Ich sah die Blätter an, dann wieder das Mädchen, mir ward eigen zu Muthe. Wir haben sie Beide geliebt, dachte ich. Aber wie anders Jeder! Ich, in den sonnigen Tagen des Glückes, mit Gelächter und Leichtsinn, er in Leid, Gram und Verzweiflung! „Darf ich ich dies und jenes Blatt abschreiben?" fragte ich endlich. ..Warum nicht? Seinem Andenken kann eS nicht schaden, wenn selbst fremde Augen diese Blätter lesen." Ein Blatt vom November 1855 lautete: „Liebste, holde Freundin! Ich danke für die süß-herzlichen Zeilen — bin froh, daß Sie wohl sind — ich leider bin immer sehr krank, schwach und unwirsch, manchesmal bis zu Thränen über den geringsten Schicksals Schabernack asficirt. Jeder Kranke ist cinc Ganachc. Ungern lasse ich mich in solchem miserablen Zustande sehen, aber die liebe Mouche muß ich dennoch sumsen hören. Komm du bald — sobald Euer Wohlgeboren nur wollen — sobald als möglich, komm, mein theures liebes Schwabcngcsicht — das Gedicht habe ich aufgekritzelt — pure Charakter-Poesie — der Verrückte an die Verrückte..." Damit war jenes Gedicht bezeichnet, das mit der Zeile anhebt: „Es tläumtc mir in cimr Sommerliach!." Es ist trotz der wegwerfenden Bezeichnung Heine's ein interessantes und schönes Gedicht. Der Dichter deutet darin noch einmal alle seine Licbliugsgestaltcn mit scharfen Pinselstrichen an. verweilt noch einmal bei den bedeutsamsten Wendepunkten seiner Laufbahn und beschließt seine Gesänge mit dem Lied von seinem letzten Leide, seiner letzten, trostlosen Liebe, seiner Schattcnliebe. Doch weiter, weiter! Wenige Tage später schrieb er: „Bin sehr elend, hustete schrecklich vieruudzwanzig Stunden lang. daher heute Kopfschmerz, wahrscheinlich auch morgen — bitte deshalb die Süßeste, statt morgen lieber Freitag zu kommen. Bis dahin muß ich lungern. ScrinSly (damit ist Heine's letzter Sccrctär gemeint) hat sich auch kraul melden lassen. Welche unbehaglichen Mißstünde. Ich werde fast wahnsinnig vor Aerger, Schmerz uud Ungeduld. Ich werde dcu licbcu Gott, der so grausam mit mir handelt, bei der Thicrschutz-gcscttschaft verklagen. Ich zähle auf Freitag. Uutcrdcsscn tüssc ich iu Gedanken die kleinen i»:Ml!« clo mmwn«!" Zu Neujahr 1856 hatte er geschrieben: „Liebes Kind! Ich gratulire dir zum neuen Jahre und schicke dir anbei eine Schachtel Chocoladc, die wenigstens <,!« do,, SMlt, ist. Ich weiß sehr gnt. daß cs dir nicht ganz recht ist, wenn ich dergleichen Couvcnicnzcn beobachte, aber es geschieht auch unserer äußeren Umgc' bung wcgcu, die in der Nichtbeachtung der üblichen Auf. mcrksamleit einen Mangel an wechselseitigem Eslime sehen würde. Ich liebe dich so sehr. daß ich für meine Person gar nicht nöthig hätte, dich zu eslimircu. Du bist meine liebe Mouche und ich fühle minder meine Schmerzen, wenn ich an deine Zierlichkeit, an die Anmuth deines Geistes denke. Leider kann ich nichts für dich thnn. als dir folchc Worte, „gemünzte Luft." sagen. Meine besten Wünsche zum neuen Jahre, ich spreche sie nicht auS — Worte! . . Ich bin vielleicht morgen im Stande, meine Mouche zu sehen, dann lasse ich cS ihr wissen. Icdcn» falls aber kommt sie übermorgen zu ihrem Ncbukadnc-zar II., ehemaliger preußischer Atheist, jetzt Lotosblumen-Anbeter." Ein Bittet aus den ersten Tagen des Januar lautete: „Liebste Mouche! Ich bin sehr leidend und zum Tvdc verdrießlich. Auch oaS Augenlid des rechten Auges fällt zu uud ich kann fast nicht mehr schreiben. Aber ich liebe dich sehr und denke an dich, du Süßeste! Die Novelle hat mich gar nicht cnnnyirt und gibt gute Hoffnung für die Zukuuft; du bist nicht so dumm, w^c du aussiehst! Zierlich bist du über alle Maßen, und daran erfreut sich mcin Sinn. Werde ich dich morgen sehen? Eine weinerliche Verstimmung überwältigt mich, mcin Herz gähnt spaSmatisch. Diese BaillcmcntS sind unerträglich. Ich wollt', ich wäre todt. Tiefster Jammer, dein Name ist Heinrich Heine." Ein letztes Billet, ungcsähr vier Wochen vor seinem Tode geschrieben, war sMz lnrz: „Liebste Freundin! Ich stecke noch immer in einem Kopfschmerz, der vielleicht erst morgen endigt, so daß ich dlc L träge dem Papste vor und dieser cutscheidet nun, ob ein Antrag vor das Concil kommen könne. Es ist so» Diesen Blättern lagen allerlei kleine Improvisationen in Versen bei. Ich habe vier davon in Abschiift, drei habe ich bereits mitgetheilt und sie sind, wie vorhin gesagt, in die Gedichtsammlung aufgenommen worden. Wußte Heine, wer die war. die er seine Mouche nanutc? Vielleicht ebensowenig wie ich. Vielleicht freute auch ihn das Surrcu der kleinen glänzenden „Fliege," ohne daß er fragte, woher sie kam nnd wie sie classifi-civt werde. Doch ich weiß nichts davon. Von Madame Heine konnte man darüber nichts erfahren, denn die Meisten Dinge dieser Welt gingen an dicscm mcrkwür" digcn Geschöpfe vorüber wie au einem Spiegel. Oft, wenn sie von ihrem Hingeschiedenen Henri sprach, rief sie plötzlich: ..Ach, was er für tolle Einfälle hatte, welche närrischen Geschichten er wußte, welche Bonmots, welche boshaften Spässe." Und sagte man dann: So crMcn Sie doch Eines oder das Andere! da war die Antwort: Gott. wic soll ich mich solcher Dinge erinnern, ich weiß nur, daß es oft zum Todtlachcn war." Nun, ebenso wußte Madame Heine sich nur so obenhin zu criuncrn, daß eine junge Dame wöchentlich mehrmals zu ihrem Galten gekommen, stundenlang bei ihm gesessen sei und ihm vorgelesen habe. „Ich habe Mich nie viel darum gekümmert, nur," fügte sie hinzu. N'dem sie ihrem Gesichte einen ernsthaften Ausdruck zu Neben versuchte — „uur ist nur zuweilen der Gedanke ^kommen, ob es nicht ein weiblicher Spion war!" Eine Spionin! 0 »uno^ «implioiws! Die gute Mathilde war wirklich unübertrefflich in der Kunst, die verwunderlichsten Dinge zn sagen. Und das ist die Geschichte der Mouche, die ich seit ienem Tage nie mehr gesehen, von der ich nie mehr etwas gehört habe. Sie war und bleibt mir ein Räthsel. mit vollständig in die Macht des Papstes gelegt, Anträge, welche ihm mißfallen, gar nicht vor das Concil dringen zu lassen. Da aber auch eine noch weiter getriebene Vorsicht nicht schaden kann, so bestimmt der heilige Vater, daß, wenn ein Prälat in eiucr Congre» gation daS Wort ergreifen wolle, er selbst auch dann einen Tag früher die Bewilligung dcS Präsidenten der« selben einholen müsse. Hat abcr Jemand gesprochen und ein Prälat wünscht ihm allsoglcich zu widerlegen, so ist ihm dies wohl gestattet, doch muß er ebenfalls die Au-torisation des Präsidenten der Congregation dazu haben. Im dritten Abschnitt sagt der Papst: „Die Klugheit uölhigt uns, für alle Thätigkeit des Concils das Gesetz des Geheimnisses aufzustellen, welches übrigens auch früher schon den Concilien auferlegt werden mußte. Diese Vorsicht sei nun mehr denn jc nothwendig zu cincr Zeit, wo die Gottlosigkeit, mächtiger als jc, jede Gelegenheit benützt, um die Abneigung gegen die Kirche und ihre Lehre aufzustacheln." ÜebrigenS wurde den Bischö-fcn noch überdies ein Eid abgenommen, daß sie nichts über die Concils-Angclcgcnhcitcn werden verlauten lassen. Das „freie Wort" wird also die CoucilSbcrathungcn eben nicht charaltcrisircu. DaS Gcgcnconcil soll nach einem Telegramm des Florentiner Vertreters. So!fcrini, in einer anderen Stadt Italiens wieder eröffnet werden. In der Parlaments-Sitzung vom 13. d. M. in Florenz sagten Macchi und Miccli, Mitglieder der linken , das Anti-Concil sei ungesetzlich aufgelöst wordcu, und sie fügtcu hinzu, die Versammluug habe bloS gc-rufcu: „Es lebe die französische Republik!" nicht aber: „Tod Napoleon 111.!" In Irland scheint sich die Lage gefährlich zu gestaltcu Wie der „Pall Mall Gazette" berichtet wird. hat sich die Regierung in Folge von Mittheilungen, die ihr aus sicherer Privatqucllc zugegangen, zur Vornahme außerordentlicher Vorsichtsmaßregeln gegen mögliche A u fsl an d S vcrs u ch c in gewissen irischen Dislricten veranlaßt gesehen. Der Trnppcnbefehlshabcr in Irlano, Lord Stiathnaim. hat Inslructioncn zur Bildung von sieben fliegenden Colonncn empfangen, die unter Führung geschickter Osficiere jeden Augenblick nach irgend einer von Fcnicrn bedrohten Ortschaft entsendet werden können. Am Sonntag ist die Kricgsschalnppe „Valorous" nach Irland abgegangen. Weitere Verstärkungen der Mi> litärmacht auf der Schwcstcrinscl sind angeordnet. In der Sitzung der Madrider Cortes vom 15. d. antwortete Figuerola den Deputirtcn Elduaycu. Bullagal und Canovas, indem er alle seine Angaben über das Verschwinden der Kronjuwclcn aufrecht hielt und dieselben durch Docnmcntc auS dem königlichen Archiv erhärtete. Er verlas den auf die Kronjuwelc» bezüglichen PassnS der Testamente Philipp II., III. und IV., Karl IV. uud Ferdinand VII.; er verlas fcrncr Documcute, welche die gegen König Joseph vorgebrachte Anschuldigung, daß derselbe alle Kroujuwclcn mit sich genommen habe, >:ls falsch hinstellen; er con-statirte. daß nach der Abreise KänigS Joseph im königlichen Palais Kroujuwclen im Werthe von 22 Millionen zurückgeblieben sind und behauptete, daß die Königin Christine allein das Inventar der Kronjuwcleu nach dem Tode Ferdinands verschwinden lassen konnte. Die ..Epoca" veröffentlicht in einem Supplcmcnt-blatte ein Schreiben des Sccrctärs der Königin Christine an deu Fiuauzministcr Fignerola, worin dessen Behauptung zurückgewiesen und er aufgefordert wird, die Angelegenheit vor die Tribunale zu bringen. Zastesueuisslieiten. — (Auszeichnung flir das Dragoner-Regiment Nr. 14.) Se. Majestät der Kaiser hat mit Entschließung vom 7. December d. I. im Hinblicke auf die der gcsammten Landarmee gewährte Vartfreiheit dem Dragoncr-Regimente Nr. 14 nunmehr als Auszeichnung das Recht ertheilt, seiner Estandarte ein besonderes Vand mit dein Namen „Kolin" beizufügen. — (Nebenbeschäftigung eines preußischen Lieutenants.) Gegen den preußischen Lieutenant von Parpart ist ein Steckbrief erlassen. Derselbe hat nämlich zur Zeit, als er noch Bataillons. Adjutant vom Kaiser Franz-Grenadicr-Regiment war, zur Verbesserung seiner Fiuanzcu von einer Bauernfänger-Clique sich als Schlepper engagiren lassen. — (Aus Kassel) wird vom 6. d. gemeldet, daß dort das Hotel Schirmer abgebrannt ist und daß dabei mehrere sehr schwere Unglücköfälle vorgekommen sind. Der Vrand war dadurch entstanden, daß ein Reisender im Bette beim Lese» eingeschlafen war und das Bett durch daö nahestehende Licht Feuer gefangen hatte. Dem Reisenden sind beide Beine verbraunt und er soll schon gestorben sein, Die Leiche einer alten Dame wurde ganz verkohlt unler dem Schulte aufgefunden. Zwei Reisende, die sich durch, daS vrcuneude Treppenhaus nicht mehr retten konnten, sprangen aus dem zweiten Stockwerke iu den Hof hinab; der eine brach beide Beine, der andere einen Arm und ein Vein. Der Oberkellner fpraug, betäubt durch Rauch und Schrecken, vom Dache herab uud starb iu Folge des Sturzes. Der Kuch hat erhebliche Brandwunden erlitten. >H ocales. — (Ueber die Gemeindewahlen in Stein) erhalten wir nachstehende Mittheilung eines zweiten Correspondence«: Stein, 16. December. Die Gemeinde-wahleu sind wider Erwarten zur großen Befriedigung ausgefallen; die Majorität des Gemeiudeausschusscs, in welchen unter anderen auch Bezirtörichter Elsner, Bezirkscom-luissär Klancic, Physiker Dr. Gauster, Notar Kronabeth-vogl gewählt wurden, besteht aus Männern der liberalen uud fortschrlttöfrcundlichen Partei; nur bei der Wahl im 3. Wahltörper haben sich Elemente aus dem clericalcn Lager, ich möchte sagen aus der alten Schule cingeschlichen, welche aber entschieden in der Minorität verbleiben werden. Heute fand die Ungelobung des neu gewählten Gemeinde-Vorstandes, bestehend aus dem Bürgermeister Johann Kccel uud deu beideu Gemeinderätheu Notar Kronabethvogl und Bürger Slabajua, statt, worauf zur Verherrlichung des Tageö eine Menge Pöllerschilssc vor der Klcmveste abgefeuert wurdeu. — Ein fo energischer, völlig unabhängiger Bürgermeister, an dessen Seite solche tüchtige Arbeitskräfte, berechtigen die Gemeinde zu den besten auf daS Wohl der letzteren abzielenden Hoffnungen. — (Nachtrag zu den Lehrerco nfer c nzc ».) Am 11. v. M. wurde iu Rudolfs werth für den dortigen Schulbezirt unter dem Vorsitze des Herrn Vezirlö-hauptmannes Ekel die Lehrerconferenz abgehalten. Um hald 11 Uhr eröffnete der Herr Vczirksschulinspector von Langer die Versammlung, zu welcher, bis auf vier, sämmtliche Lehrer, ungeachtet der stürmischen Witterung, erschienen waren. Nach Verlesung der Elaborate der von der hohen Regierung zur Ausarbeitung vorgelegten drei Fragen wurde zur Abstimmung geschritten. Zu dem Punkte 1 stimmten, bis auf Herrn Novak (Lautiermethode), sämmtliche Lehrer für die Schreiblcfcmclhode. Der zweite Punkt wurde dahin erledigt, daß die einzelnen Lefcstückc des zweiten Lesebuches, welche Stoff für den Anfangsunterricht in der Natur-, Erd« uud HeimatSkuude enthalten, den Kindern möglichst ver-sinnlicht werden sollen. Der Antrag des Herrn Ierse, die Regierung möge dahin wirken, daß fiir jede Schule die nothwendigsten Lehrmittel augeschafft werden, wurde einstimmig augeuommeu. Zu Punkt 3 faßte der Herr Vezirks-schulinspector deu Inhalt aller Elaborate in der Aeußerung zusammeu, nämlich, daß die Grundlage zur Beförderung der Achtuug des Lehrstandes eine der Gegenwart entsprechende Ausbildung und die Verbesserung der materiellen Lage desselben sei. Zum Schlüsse äußerte sich der Herr Vezirkshauvtmann in einer längeren Ansprache über die diesjährigen Leistungen der Lehrer m der Schule als sehr befriedigend und ermähnte dieselben, auf dem Gebiete der Fortbildung uucrmüdct zu arbeiten. Die Versammlung wurde um 1 Uhr geschlossen. Nach dem Schlüsse der Con« ferenz versammelten sich sämmtliche Lehrer auf Einladung des Herrn Vezirksschulinspectars v. Lange r im Hotel „zur Sonne" zu einem gemeinsamen Festmal, an dessen Schlüsse Sr. Majestät den, Kaiser ein dreimaliges Hoch ausgebracht und mit einem kräftigen Chore die Bolshymue angestimmt wurde. Hierauf folgten Hochs uud Slavas auf deu Herrn Vezirtshauptmann uud deu Hern, Vezirköschuliuspector. Allen Lehrern wird dieser Tag in angenehmer Erinnerung bleiben; deu beiden Herren Vorgesetzten ward für ihre Güte und liebevolles Entgegenkommen von allen anwesenden Lehrern der herzlichste Dank gezollt. — (Polizei bericht.) Ein der Kellnerin I. I. gehöriges Körbchen mit auf 8 fl. bewertheten Effecten wurde am 1. v. M. von einer unbekauulen Weibsperson bei einem Landboten betrügerisch erhoben. Die Betrügen» wurde am 7. d. in der Person der Arbeiterögatlin M. L. eruirt, es wurden einige der entlockten Effecten bei ihr vorgefunden und ist dieselbe der Strafbehörde eingeliefert worden. — Der Knecht M. I. fuhr am 6.0. Nachts mit einem unbeleuchteten Comforlabel übermäßig schnell und unvorsichtig, weshalb er iu strafgcrichtliche Untersuchung gezogen wurde. — Dem HauöbesitzcrSsohn E. I. wurde aus unverspcrrtem Kasten eiu lauger Wiutcrrock im Werthe von 25 fl. durch unbekannten Thäter entwendet. Die geeigueten Nachforschungen wurden eiugcleitet. — Am 11. d. wurde die Hieher zuständige M. Ech., welche in Trieft mehrere Gegenstände entwendet hat, verhaftet und dem k. l. Landesgerichtc eiuge, liefert. — Dem Taglöhner A. P. entwendete der Knecht St. M. am 6. d. Abends am Bahnhofe ein anf 10 fl. be-werthctcs Rocket. Der Thäter wird verfolgt. — Der Grundbesitzer A. O. wurde am 11. d. Nachmittags wegen sehr schnellen, unvorsichtigen Fahrens über die Wienerstraße angehalten; er widersetzte sich der Arretirung, beschimpfte die Wache und wurde dem Strafgerichte eingeliefert. — Am 13. d. Nachtö entwendete der Taglöhner Ä. S. dem Hau-, sierer M. (5. in einem Kaffeehause aus seinem Tragtasten ein Portcmouuaie, welches vor dem Kaffeehause bei der Dachrinne, wo es S. verborgen hatte, vorgefunden wurde, . E. wurde deshalb angehalten lind der Gerichtöbehörde übergeben. — Der Baga'nt K. P., welcher Ende v. M. einem Händler auf der Wicüerstraße cme Billichkappe entwendete, wurde am 13. d. angehalten und dem Strafgerichte eingeliefert. — Der wegen DieusteScutwcichung und Veruutreu-uug vom Geuleiudeamtc Lack verfolgte A. L. wurde am 14. d. zu Stande gebracht uud dem benannten Gemeinde-amle zugeschoben. — Dem Gastwirth H. K. wurde am 12. d. M. aus unversperrtem Gastzimmer ein Iuchskopf aus Steinpasta im Werthe von b fl. durch unbekannten Thäter entwendet. Die geeigneten Nachforschungen werden gepflogen. — Dem Gastgeber I. D. wurde am 13. d. M. 2124 Abends aus dem Gastzimmer ein grauer Winterrock im Werthe von 20 fl. entwendet. Der dieses Diebstahls beschuldigte, gerichtsbetanntc (5. St. wurde am 15. d. Nachts angehalten' und in strafgerichtliche Untersuchung gezogen. — (Concurs.) Äu den Gorzer Mittelschulen sind zwei Suppleuteu mit der «Operc. Iahreöremuneration vom Gehalle von 945 st. respective 735, und Reisekosten-Entschädigung sogleich aufzunehmen, u. z. einer fiir das slo-venische Sprachfach am Obergymuasium, der zweite für alle Fächer der ersten Parallelclaffe an der Oberrealschule mit Ausnahme der Mathematik, der Geometrie und des Zeichnens. Vei ersterem wird die Vcfähiguug auch in anderen Lehrgruppen wünschenswert!) sein, bei letzterem die Kennlniß der slovenischcn Sprache gefordert. Bewerber haben ihre Gesuche bis längstens 31. December beim Gör-zer Landeöschulralhc einzureichen. Aus dem coustitlltionellcn Verein. Versammlung vom 17. December. Der Vorsitzende, Obmann Deschmann theilt mit, daß in Zukunft an den Vereinsabcnden ein Fragekasten für Mitglieder, nach dem Beispiele des Linzer-Vereins aufgestellt werde» soll. Weiters habe der Ausschuß geglaubt, zur Feier der Verfassung ein Festmal veranstalten zu sollen, welches am Sonntage (19.) stattfinden soll und sehr zahlreich besucht zu wcrdeu verspricht. Dr. Kalteucgger bespricht die Situation mit Rücksicht auf den nahen Jahrestag der Verfassung uud hebt hervor, daß das Abgeordnetenhaus, weun je, in der gegenwärtigen Zeit eine Üntersttitzuug durch das Vertraueu seiner Wähler bedürfe und glaubt, daß es zunächst am Platze sei, in einer Adresse an das Abgeordnetenhaus den Standpunkt darzulegen, welchen der constitutionelle Verein in den bestehenden Wirren einzuhalten beabsichtigt. Der diesfallö gestellte Dringlichkeitsantrag wird angenommen und Dr. Kal-tenegger Verlust fodann den Wortlaut des Adreßeutwurfeö, welcher in dem Festhalten an dem Ncchtsboden der Vcrfaf-fung gipfelt. Defchmann bemerkt, daß die Erlassung einer Adresse sich als um so nothwendiger herausstelle, als nach der eben eingelangten Nachricht ein krainischer Abgeordneter (Svetec) einfaches Aufgeben der Verfassung fordert, dcr am Zustandekommen der Verfassung selbst belheiligt war, während das Land Kraiu doch fo viele factische Beweise der Fürsorge des Reiches erhalten hat, die es im Wege der Delegationen nie erreicht hätte. Der von Dr. Kalten egger gestellte Antrag wird sohin einstimmig angenommen uud die sogleiche Abseudung der Adresse beschlösse». Es wird sodann zur Tagesordnung geschritten und N. v. Iritsch hält einen Vortrag Über das Concil. Er hebt die Tendenz der bischöflichen Verfammluug gegen die Errungenschaften der Wissen» schaft hervor; in der Einladungsbulle heißt es, es gelte, den Frieden herzustellen und die Macht der Hölle zu brechen, ein genaueres Programm fehlt, es verberge slch jedoch hinter dieser Leere die Sehnsucht nach Herstellung der mittelalterlichen Zustände, nach Vcrnichtuug der Resultate der Wissenschaft. Rückfall uuter das Joch des Mittclallers fei jedoch heutzutage nicht mehr möglich, der Versuch könne nur zum Schaden derjenigen ausfallen, welche ihn uuteruehmen. Indessen verbürge das Vorgehen des Concils uud das Uebergewicht der ltalieuischen Bischöfe die Erfüllung der Wünsche der Curie. Aber den Laien der christlichen Gemeinde bleibe doch das Recht des Protestes, wenn über Religion und Cultus als gemeinsame Güter der Menschheit beschlossen werden foll. Der Redner ging fodann auf die geschichtliche Seite der Concilien ein und schloß unter allgemeinem Vcifall mit einem Proteste gegen die Tendenzen des gegenwärtig tagenden Concils. Der Vorsitzende theilte mit, daß ein Vortrag über das Concil von dem früheren Secretär Herrn Dr. Schaffer eingesendet wurde, welcher wegen vorgerückter Stunde, der nächsten Versammluug vorbehalten bleiben müsse, hob hervor, daß der Verein ohnehin durch die zu gcwä'rtigenden Beschlüsse des Concils Gelegenheit erhalten werde, sein Votum über dasselbe abzugeben und schloß sodann die Versammlung nach zweistündiger Dauer. Qeffentlicher Dank. Der Direction des Elisabcth-Kiudersvitals sind im Verlaufe des viertcu Qnarlalö 1869 wieder folgende milde Spenden zu-gclommcn: fl, tr. Vou Frau Klemeuzhizh, Haus- und Rcalitäteubcsitzeriu 10 — von Herr» Director Dr. H. Eosta.......5 — Durch die Schichdamc Frau Aiualia Pirkcr: Uon Herrn Franz tau Saulig ........ 15 — von einer Unbekannten...........2 — von Herrn MatlhänS Schreiner........1 — von Herrn M. Urbas...........1 — von Herrn Karl Mall!)...........1 — vo» Herrn B. Capretz, Conditor.......1 5)0 von Herrn F, Fridvich........... I von einer eingeleiteten lleinen Sammlung.....7 80 Summe . 45 30 Fllr diese milden Spenden staltet den tiefgefühltesten Dank ad: Die Directiou deS Clisabeth-Kiuderspitals, Dr. Novatsch. Neueste Post. (Original'Telcgramm der „Laibacher Zeitung.") V3ien, >7. December. Im Adreßaus schusse erklärt auf Nechbauer'ö Anfrage über daü Verhalten der Negier«»»,; ge^eniiblr der HVahlreform und den Verfassunsssändcrun^eu uud bezüglich dcr Ministerkrisiosserüchte Minister Giokra, es sei sse^enwärtiss kein Dcmis siousgesuch eingereicht uud betont festhalten an der Verfassung. Der Vudgetauöschuft hat deu Gesetzentwurf bezüglich der Forterhebung der Steuer« augeuvmmen uud den Antrag Demels, den verlangten <5redit nur dem gegenwärtigen Ministerium zu bewilligen, abgelehnt. Aus dcn Verhandlungen in dcr ersten Sitzung des Aorcßcmsschusscs theilen wir diejenige Stelle mit, wclchc sich auf Krain bezieht, das bekanntlich im Adreßausschussc durch den Abgeordneten Svctcc vertreten ist. Abg. Svetcc äußert sich dahin, daß dcr Kraiucr Landtag scmc Wünsche wohl .zum Ausdruck habe bringen wollen, cr sci indeß oarau durch dic Schließung des Landtages verhindert worden und deshalb nicht in der Vage gewesen, seine Wünsche aufzusprechen; deshalb müsse cr elklären, daß keine Gleichberechtigung vorhanden sei, wenn auch die Verfassung dcn Passus enthalte, daß alle Staatsbürger vor dem Gesetze gleich seicu. Wäre dies der Fall gewesen, wie hätte es wohl geschehen können, daß dcr kramischc Vaudlag so Plötzlich geschlossen, die Session des nalizischen dagegen um 14 Tage verlängert worden sci? Man habe die eine Nationalität zur Herrschaft erhoben, während die andere beschränkt wurde. Den Ausführungen des Abgeordneten Soctcc trat dcr Abgeordnete Dr. Rechba ucr entgegen. Der Kraincr Laudt^a. habe eine Zerreißung dcr Länder angestrebt, während dcr gulizische auf dem Boden dcr Bcrflisslmg geblieben sei. Deshalb tininc zwischen diesen beiden Landtagen leine Parallele grzogcn wcrdcu; außerdem habe im Kraincr Landtage die Majorität ciuen gewissen Terrorismus geübt. Vor 10—15 Jahren sci Laibach eine deutsche Stadt gewesen, heute sei es in Folge des TerrorismuS slovcinsirt. Abg. Svctec behauptet, dieser Vorwurf sci unbegründet; Laibach sci heute so wic vor fünfzehn Jahren und zähle höchstens 300 deutsche Emwolincr. Abg. Schindler macht darauf aufmerksam, daß die Auflösung des trail, ischcn Landtags lediglich durch Sc. Majestät deu Kaiser erfolgt sci und nicht den Gegenstand der Debatte ill, Ausschüsse bilden könue; wogegen Abg. Svctec mit der Erklärung rcplicitt, daß diese Auflösung doch nur auf dcn Vorschlag dcr verantwortlichen Regierung erfolgt sei.____ Iciest, aphische Weckfelcmn'se vom 17, December, 5vcrc. MetalliqurS 59,05. — 5pcrc. Melalliqncs mit Mai» nud November-Zinsen 59,05, - 5pcrc. Natioual-Anlehrn 09,90. — 1800er Staalsanleheu 90.5l>. — Baulactieu 733. — Credit« Aciien 254.50. — London 124,10. — Silbcr 121.35. - K, t Dncattn 5 84. Handel und Uoskswirtljschaslliches. (Anstro-italienisclie Postverbindunst.) Die vielen gerechten Klassen uud Arschwerdeu gegen die in jeder Veziehnug unvolttommcuc Postinstitntion Frauchet'li, welche seit dem Jahre 1800 nnserc Postverbiudnng mit Italien besorgt, haben — wic wir in der „Tr. Ztg," lesen — die Negicrnng veranlaßt, den dieöfa'lligen Vertrag zn kilndigcu n»d ein neues Uebereiutummrn für diese Postverbinduug mit der olleritalienischen Cisenbahuuer-waltnng einzngehl'n, die nelisl bedeutend ermäßigten Tarifen fi!r ftilnltliche und schnellste Vefördrrung dcr Postsendungen Bürgschaft leistet. Verstorbene. Den 10. December. Anton Adamözcl, Ciseubahnarbciter, alt 4« Jahre, im Civilsftital au der Vnugenlähmuiig. Den II. December. Dem Herrn Martin Pettic, viirger-licher T^ndler. seine Gattin Maria, alt 45 Jahre, in der Stadt Nr. 140 am ^chlagstusse. Den 12. December, Josef Snbel, Mililäralischicdcr, alt ^4 Jahre, im Civilspital an dcr Lnngcnlnbercnlose. Helena Poljcmc, Inwohnerin, alt <',4 Jahre, im Civilspital in Folge der ^ungeulähmung. Den 13' December. Ursula Dornig, Näherin, alt 35 Jahre, im Ciuilsvita! am organischen Herzleiden. Den 14. December. Dm, Martin Janlouc. KaischlVr, sen ^tind weiblichen Geschlechtes, nothgetanft, am Moorgninde Nr. 35 todtgeboren Deu 15, December. Elisabeth Karliu, Taglöhnersweib, alt .50 91,5>c> .. .. 1UK0 ^l 500 st, . . 9l!,70 90 W „ ,. ,800 z„ K„) st. . . 102.25 102.25 „ 18me» .... zu5p(it 92. 92,75 Gülineu...... l> .. 72,75, 73.25 Nieder-Oesterreich. . „ 5 „ 94.^ c»5 Ober-Oesterreich . . „ -^ » 94.50 95.— Siebcubllrgeu ... „ 5 „ 7575 70.25 Ste,erm!Nl . . . « 5 „ 91.— 92 - Ungarn .... ^ 5 ^ 79,25 79.75 l >'><3,— Ferdlnaud^Noidbahi! . . . 2095-2097.-Filuftlrchcn-Bnrcser-Nahll . . 17?.— 17«. - ! Franz-Iosephs-Bahn .... 183,50 I8I-0! ! Lcmbtrg-Czerl!.-Iassl)er-Bal)u . 189.50 199.75 ! Orld Wllarc> Llotid. ijfierr........318.- 320.— Omnibus «erste Emisstou). . . 118.— 120 — Rudolfs-Äahu......105.— 100.- Sicbcnbürgrr Bahn . . . .107.-10750 SlaatSbahu.......391.— 393,— Südbahn . ......259. ^ 259.50 Sild'Nordd Verbind. Vahu , . 104 50 105.50 Theiß Bahn....... 24? - 248.- Tramway........139,50 140,- «. Pfandbriefe (silr 100 st,) Allg. ijst, Bodeu-CredivAustal! Geld Waare verloßbar ^> 5 pCt. in Silber 107.30 107 70 dto.m33I.riich.zu5vEt,inö.W. 89.- 89 50 Nationalb. alls o, W. verlosb. ^,5ftCt........93,30 93 50 Oest, Hyftb. ,u 5'/. pCt. rück;, 187« 9«.-- ^" Um,. B°d.-Ered.-Aust. zn 5V. pCt. 90.75 .»1.^.) »'. Prioritätsobliaatione». ^ ,. 10I st. ü. W. ! ' ^ ' Geld Waare' El-s -Westb, i« S. verz. (>. Emiss.) 9,> 50 91,._ z Feldinandl<'^lordb, in Silb uerz. 107,25 107,75 ! Fvauz Joseph« Vahn - - - - ^.- 93 50 G.li°rl-Luow.B.i.S.ucrz.l,Em. 101.50 102.50! > l^eld Waa>c Oestrrr. Nordwestbahn . . . . 9150 92," Siebrnb.Vahn in Silber vcrz. . ^-10 88,25 Staat«b. G. 3"/« -'< -^00 Fr. „I. E>». 139,50 140, ^ Siidb. G, 3^/.,:, 500 Frc. „ . . 121,25 121 50 Siidb.-Vons 6 °/, (1870—74) -. 500Frcs......244.50 245.50 «. Privatlose lpcr Stils.) Crebitanstalt f. Handel u. Gew. Geld Waa" zu 100 st, 0 W......10525 105,?-' Nudolf-Slifülug zu 10 st. . . 15.50 10.-^ Wechsel (3 Mou) Geld Waare Augsburg filr l00 st sildd. W. 103,30 103 'l<> Frantiurt a.M. 100 st. delta 103 40 103 5" Hamburg, siir 100 Mart Bai:co 91,00 9l 7? Lundou, filr l<) Pfund Sterling 124 10 124,2-' Paris, siir 100 Francs . . . 49,40 49 , 92,j " Vereinsthalcr. . . 1 „ 83 ., 1 ,, ^i " Silber , . 121 „ 50 „ 121 ., ?l> " ttraimschl' Grnndenillü^nngi' 'Odligalloiiül,, P"' vatuollrung: ^0 50 Geld. 9^) W^"