Eiiibadjrt Elod|tnblatl, Organ der Detfafjungspartei in Stain. »ir.363 Itbonnemintl.Bebingtttn«: • iHiiitrtg: Sflr Malta* ft. 4,- Mit Post si. 5,-6aiei«brla : . , 2.— . . . 2.50 »terteljidri,: . . . 1.— . . .1.25 Ftir SuHiDung itt’l haul! VikrtellShrig 10 (t. Samstag den 23. Juli. 3nfettl»n« ■ Prril«: SinspaMge Vitit-Sette i 4 It., tii Wiidkrhoiungki, » 3 It. — Hnitigtn bll 5 ZeiikN 20 It. Webactlon, ebrntnisttatlonu. eitxbltlon: tzertengasie 'Jit. 12. 1887. Zur Lage in Gohmen. Wien, 18. Juli. p g Wir haben schon ofters Gelegenhcit S-Labt " auf den hochst charakteristischen Umschwung Curoeifen der sich in der deutschen Presse in auf die Beurtheilung der Politik des Grafen in den letzten Jahren vollzogen hat. Als der jet-:; Ministerprasident das Staatsschiff zu steuern %.9ttn „nd die Versohnung predigte, stellte sich ihm Theil der deutschen Blatter freund-^astlicb $ur Verfugung. Die Thatsachen haben t>ier' Bittern feither die Augen geoffnet und seit tit' konnte man wahrnehmen, roie die CSLnoen der deutschen Organe zu dem Grafen und feinem System immer mehr erkalten. Mr die Beurtheilung und Entwicklung der vf Politik in Oesterreich ist nach roie vor die Vt m Bohmen entscheidenv und gcrade in dieser B a hat sich in roeiten Kreisen tin deutschen „ «, k Aft bemerkensroerthe Aenderunq der LL-N S° .in mJ ... V bag bisher dem letzlgen Regime sehr viel entgegcnbrachle. 88 smd di-b di- H»m- V n Nachrichten", welche m etnem beachtungs- _ Muffafe die Zustande in Bohmen besprechen. ^ ,8 ft „icht uninteressant sein, die Ansichten Jngesehencn und verbreiteten deutschen Blattes / r n i 11 r t o n. ESort «»d Gedankc. Menn Talleyrand sagte, dah die Worte er-L j • „ urn die Gedankcn zu verhehlen, und s nmncher verschcimte Nachfolger des unver- Pessimists seine Mittheilungen an den m^Pnincnschen in demselben angenehmen Sinne % « f Zt ohne es allerdings ebcnso frivol o miflen beide nicht, welch' schwer er-V8 * lNut fie zu ublem Zivcck mihbrauchen. , -L dem Zeugniv des Egyptischen, der alte-k 6„nenen Rede der Menschheit, soroie »icier noch Sn svrochener Idiome unentroickelter Racen, V e ,0.Worte der Menschheit urspriing- zu Horen, und wir lassen darum das Wesentlichste aus dem in Rede stehenden Artikel folgen. Es heiht in demselben: „Seit Plener's Rede zu Eger haben es die cisleithanischen Officiosen nicht an eindringlichen Ermahnungen sehlen lassen, die Deutschbohmen sollten Einsicht haben und sich nach den Ersatz-wahlen an den Arbeiten des Prager Landtages wieder betheiligen. Die Gewihheit, dah die Deutschen Bohmens unter ben gegebenen Verhaltnissen in der Abstinenz verharren roerden, beruhrt eben das Cabinet Taaffe doch einigermahen peinlich, zumal, da die Aussichten einer gouvernementalen „Mittelpartei" gleich Null find und sogar in den deutschclerikalen Kreisen Bohmens eine geroisse Verstimmung gegen den czechenfreundlichen Foderalismus des Wiener „Vaterland" sich bemerkbar macht. Die officiosen Ermahnungen find entschieden an die unrichtige Adresse gerichtet worden. Nicht von den Deutschen, sondern von ben Czechen hangt es ab, ob ber bohmische Lanbtag ben Charakter eines Rumpslanbtages roieber verlieren soll. In friiheren Jahren hatten bie Deutschen ben Stanbpunkt vertreten, dah ihnen roenigftens bie Miiglichkeit offen bleiben musse, roieber die Majoritat tin Prager Landtage zu erlangen, heute fordern fie lediglich Burgschasten gegen die Majorisirung in nationalen Angelegenheiten und Garantien fur die Sicherung n-koroaiener V ^ - einzelnen Worte ber Menschheit ursprung-beftimtntcii Sinn gehabt. Was tins heute X ^ ren der Sprache unzertrennlich zu sein biintt, i6 iuitetbnngu»8 einer verstcindlichen Bebcutung '>> 6. " bestimmten Laut, ist vielmehr erst ganz all-XtI und unter den grohten Schtvierigkeiten er-Die Fahigkeit, welche wir fur erne allge-Lnfchliche und dent Geschlecht angebvrene zu i versucht finb, einen Begriff nicht allein fur N felbei dcutlich zu fassen, fonbern auch in cincrn N und unseren Sprachgenossen sosort begretflichen X niederzulegen, ist int Gegentheil nut bets Er-IXih einer langsnm sortschreitenben Entwickelung Unter Verbinbung von Sinn unb Laut gewesen. Wahrenb roir seit ber vollzogenen Sprachschopfung unsere Cultur burch immer neue Gebanken zu for-bern suchen, benen roir mit bctn alten Wortmaterial leichten Ausbruck leihen, ist bis zu jenem Termin bas Bestreben unscrer artnen Vorfahren zu nicht geringem Theile barauf gerichtet gewesen, bie paar Gebanken, bie fie hatten, in einanber verstanbliche Laute zu kleiben. Da Niemanb sagen kann, ob bie Zeit vor Erreichung bieses Zieles nicht langer ge-dauert hat, als die seitdem verflofsene, so ergibt sich bie Perspective auf tin ganzes Weltalter halbver-standlicher Rhetorik, bie ben Aeuherungen manches geehrten Vorrebners gegettuber ihte Borzttge gehabt haben konnte. Urn ben Thatsachen, auf benen biefe nicht ganz unerfrettliche Folgerung beruht, einigermahen itdhet zu tretcn, erivage man, bah es int Egyptischen eine oufscrorbeitlich grohe Menge von Worten gibt, roelche eine gcinze Anzahl ber verschiebensten Bebeutungen, bie nichts mit einanber zu thuu haben konnen, in sich vereinen. Ober genauer gesprochen, bah in dieser altesterhaltenen Sprache ein und berselbe Laut regel-tnahig zur Bczeichnung bed allverschiebensten Sinnes venvenbet roorben ist, cine ursprungliche Fahigkcit, fur jeben Sinn einen befonberen Laut zu erfinben unb zu gebrauchen, also nicht vorhanben geivesen sein kann. Wo, roie im Hieroglyphischen, ein und ber-selbe Laut fta Vogel, Waschen unb Dasein debeu-tete; >vo ilb Herz, Fleisch, Form, Kalb, Mauer, bes beutschnationalen Besitzstandes. Davon konnen bie Deutschbohmen nicht mehr abgehen, roenn fie sich nicht selbst oufgeben roollen, bie Czechen aber roaren fehr roohl in ber Sage, ohne eigene Schabigung ben beutschen Forderungen gerecht zu roerben, vorausgesetzt, bah man czechischerseits mit bent Wiedereintritte in den Reichsrath auf die Ver-roirklichung des alten bohmtfchen staatsrechtlichen Programmes vom Jahre 1871 enbgiltig verzichtet hat. Sollten bie Czechen freilich nicht baS Ziel, fonbern rtur bie Methobe geanbert haben — unb bis jetzt hat es ganz barnach den Anschein — dann roaren fiir fte die deutschen Postulate undišcutirbar; fie hatten dann aber auch gar lein Recht, ubet deutsche vUnuerfohnlichteit" zu klagen. Fiir die Regie-rung ergabe sich in diesem Falle die Pflicht, die Initiative zur Abgrenzung ber beutschen unb ber czechischen Jnteressensphate in Bohmen zu ergreifett,' unb es ntuh eigenllich bebnuert roerben, bah ein solcher Versuch von dem Ministerium Taaffe nicht bereitS unternotnmen roorben ist. Man sollte glau-bett, bah bie Zustanbe in Biihmen eine solche Initiative ber Regierung immer gebieterifcher erheischen. Wirb ja nicht einmal ber czechifche Grundfatz, bah jebe ber beibert Nationen Bohmens im ganzen Lands gleichberechtigt sein musse, von ben Czechen praktisch befolgt. Ober kann man noch von einent ehrlichen „Utraquisntu8" sprechen, roenn, roie bieh kurzlich im Durst, roeggehett, forbern, fpringen, linke Hanb u. s. ro. befagte; roo man apt sptach, unb bantit einmal Mah, baS onbere Mal Ente, bas dritte Mat Schifs, das vierte Mai Hippopotamus, das ftinfte Mal Becher, bas sechste Mat Riegel tnetnte; unb roo die-selbc tuirre Eigenthiimlichkeit ben ganzen alteften Worterschatz mehr ober minber in Mitleibenschast mitzog, ba kann von Sprache nach unserer heutigen Atisfassung iiberhaupt noch nicht bie Rebe geroe- sen sein. Das ohnmachtige Ringen mit bent Laut, roelcheS bas dninalige finbiiche Lallen bezeichnet, roird in seiner ganjen Schroache urn so ersichtlicher, roenn roir in Betracht ziehen, dah die physischc Fahigkeit, articulirte Laute heroorzubringen, bereits viel groher roar, als die intcUectuelle, jedem von ihnen eine be-stimmte ©onberbebeutung beizulegen. Fiir jebe ber obencrroahntett, in mehrbeutigen Worten untergebrach-ten Bebeutungen gibt es noch eine gattze Anzahl von anberen Worten, benen bteselbe Bebeutung, roieberunt mit anberen Bebeutungen gemischt, inne-roohnt. Neben das db, ivelches Herz, Fleisch, Form, Kalb, Mauer, Durst, roeggehen, forbern, fpringen, linke Hanb u. f. ro. befagte, tritt eine ganze Reihe von anberen Worten, beren jebes eine einzelne bie-ser Bebeutungen, bie roieber bent d,b nicht innerooh-nen, besitzt. Es roar also nicht ein Mangel an biffe-renzirter Lautprobuction, roelche bie Unterbtingung verfchiebcnct Bebeutungen in bernfelben Worte „beruhmten" Koniginhof geschah, die Gendarmerie aufgeboten werden mufe, um deutsche Turner, die einem verstorbenen Vereinsmitgliede die letzte Ehre erwiesen, vor Ausbruchen des czechischen „Nationak-gefuhls" zu schutzen?" Die Richtigkeit der vorstehenden Ausfuhrungen deS deutschen Blattes btirften wohl in keiner Bezie-hung anzuzweifeln fein und angesichts der bevor-stehenden Landtagswahlen in Bohmen, bei denen daS deutschbohmische Volk die von seinen fruheren Ver-tretern eingenommene Haltung zu rechtfertigen haben wird, muh es defenders erwunscht fein, dah die dor-tigen Verhaltniffe von unbetheiligter und unbefan-gener Seite so treffend gewurdigt werden. Der Handel von Triest. in. In den vorhergegangenen, der Statistik des Triester Handels gewidmeten Artikeln wurde zuerst der Gesammtverkehr, foroie der commercielle Antheil Triest's an demselben einer kritischen Behandlung unterzogen; sodann wurde die Ausmerksamkeit der Lefer auf einige charakteristische Ziffern des See-Verkehres gelenkt. Wenden wir uns nunmehr dem Verke hre Triest's nach der Landseite zu, so ftnden wir hier in Folge der neuen Vervoll-standigung der vorliegenden Statistik ungemein interefsante Auffchluffe, und zwar umso intereffan-tete, als hier etwas ganz NeueS geboten wird, indent wir zum etsten Male ein klares Bild dariiber erhalten, in welchem Verhaltniffe die binnenwarts jenseitS der osterreichifch-ungarifchen Grenzen gele-genen Staaten an dem Triester Verkehre participiren. Nehmen wir zuerst den Verkehr von Triest nach dem Binnenlande, so finden wir, dah auS Triest verfendet wurden im Ganzen 3,130.994 Mctr., und zwar mit folgender Bestimmung: nach Oesterreich....................... 2,072.425 Mctr. „ Ungarn.............................. 435.269 „ „ Bosnien und Herzegowina . 12.337 „ „ Deutschland......................... 253.547 „ „ Jtalien............................. 128.743 „ „ Ruhland.............................. 87.080 „ „ der Schweiz.......................... 68.941 „ „ Serbien ............................. 11.831 „ „ Rumanien.............................. 1.227 „ anlahte, sondern vielmehr das Unvermogen, den producirten Lauten bestimmte Bedeutungen beizulegen. Sonst hatte ja leicht jedes diefer Worte, die so Ge-mischteS ausdriicken, auf cine einzelne seiner Bedcu-tungen specialisirt werden konnen. Das Gewicht diefer Erwagung wird dadurch erheblich verstarkt, dah die Zahl der auszudruckenden Bedeutungen in der altesten hieroglyphischen Periode der Sprache, die wenig anders als die nothigsten sinnlichen Begriffe kennt, eine verhaltnihmahig ungeinein geringe ist, wahrend der Reichthum der zur Versugung stehen-den Lautcomplexe deceits in wuchernder Fulle vor uns steht. Die Lehre, welche das krause Wortmaterial der altesten erkennbaren egyptischen und damit der altesten erkennbareu menschlichen Nede ubcrhaupt cut-halt, wird dutch seine im Laufe der egyptischen Sprachgeschichte zu verfolgende weitere Eiitwickelung bestatigt. Wahrend im Hieroglyphischen die vicldeu-tigen Homonyms nod; auherordcntlich zahlreich find, nehmen ste in der spateren, der sogenannten kopti-schen Periode, stark ab, ohne auch hier iibrigens ganz zu verschwinden. Die Abnahme vollzieht sich in einer, den Fortschritt zu deutlicher Ausdrucksfahig'. keit beredt bezeugenden Weise. Eine Unmenge von vieldeutigen Worten, deren Bedeutungen sich in an-deren hieroglyphischen Worten cbensalls vorfanden, verfchwindet ganz; eine andere Classe von Vieldeu-tern zieht sich auf eine oder einige wenige Bedeu- nach Velgien......................... 223 Mctr. „ anderen Staaten .... 214 „ Es find also von den wichtigeren Bestimmungs-landern an dem Triester Landverkehre betheiligt: Oesterreich mit 66 Percent, Ungarn mit 13'5 Percent, Bosnien und Herzegowina mit % Percent, serner Deutschland mit 8, Jtalien mit 4 1, Ruh-land mit 2*8, die Schweiz mit 2 2 Percent. Ziehen wir die fur die auherhalb der Monarchic liegenden Bestimmungsorte (Lander) wichtigsten Artikel heraus und vergleichen wir damit die Verfendungen nach Oesterreich und Ungarn, so finden wir folgende Ziffern, deren einige zum Nachdenken anregcn: Kaffee wurde verfendet nach Oesterreich 252.454, nach Ungarn 73.122, nach Deutschland 3951 Mctr.; Baumwolle nach Oesterreich 343.891, nach Ungarn 13.306, sodann nach der Schweiz 54.880, nach Deutschland 36.678, nach Ruhland 13.025, nach Jtalien 11.832 Mctr.; von Sudsruchten gingen nach Oesterreich 294.227, nach Ungarn 57.826, nach Deutschland 112.417 und nach Ruhland 54.018 Mctr.; Mineralole gingen nach Oesterreich 75.677, nach Ungarn 50.721, nach Deutschland 13.233, nach der Schweiz 3812 Mctr.; Kartoffeln gingen nach Oesterreich 4556, nach Ungarn 1005 und nach Deutschland 11.388 Mctr.; rohe Haute nach Oesterreich 47.188, nach Ungarn 8177, nach Deutschland 8122 Mctr.; Summach nach Oesterreich 10.815, nach Ungarn 2292, nach Deutschland 7251 Mctr.; Badeschwamme nach Oesterreich 841, nach Ungarn 53 und nach Deutschland 1630 Mctr.; Vallonea und Mirabolanen nach Oesterreich 120.334, nach Ungarn 16.532, nach Deutschland 11.513 Mctr.; Wein in Fassern nach Oesterreich 28.572, nach Ungarn 1990, nach Jtalien 36.340, nach Deutschland 9881 und nach der Schweiz 5554 Mctr. Wir fehen also, dah auher Consum-Artikeln auch in betrachtlicher Menge Roh- und Hilssstoffe der Industrie uber unser ©edict in die industrieHen Nachbarstaaten verfendet werden, und es ntogen wohl zum Theile die aus denfelben Roh- und Hilss-stoffen hergestellten Producte der Finalindustrie fein, welche danit unfeten Jndustrieerzeugnifsen auf dent-felben Wege in Triest und seiner maritimen Handels-zone Concurrenz machen Wenn wir namlich die Provenienzen der zu tungcn zuriick; in einer Written spaltet sich das eine, ursprunglich vieldeutige Wort dutch den Wandel eineS oder einigcr seiner Saute oder dutch andere Weiterbildungsmittel in mehrere Worte, deren jedcS nut cine der anfangs in ihm geineinfant niedcr-gelegten Bedeutungen enthalt. Hier sehen wit mit-hin den unzweiselhaftcn Fortschritt von vieldeutigem zu cindcutigem Saut vor unferen Augcn vor sich gehen. Hier beobachten wir das Aussteigen aus einer Kindlichkeit, in der fast jedes Wort fast jeden Be-griff ausdriicken konnte, zu einem reiferen Alter, welches sich fur jeden Bcgtiff fein besonderes Wott zu schaffen vermochte. Hier ftehcn wir als Zeugen bei dem grohen Vorgang, der wirreS ©tammcln in oerftandcne Rede verroandclte. (She dieh gefchah, muh die Geberdc, die lange noch die Nede ergan-zend begleitcte, nicht Beglcitung, sondern das wich-tigste BerstandigungSmittel gewesen fein. Die den so haufig unuerftandtichen Wortlauten hinzugefiigten er-tlarcndcn Bilder der Hieroglyphenschrift wiirden daruber leineit Zwcisel laffeit, selbst tuenn wit die Natutvolket nicht noch heute oft genug mit der Gc-berdc allein sprechen Men. In Prof. Max Mailer's eben erschienenem Werke The Science of Tought wird von einer ncvcrlicheit Entdeckung vorgeschicht-licher Schiidel gcredet, welche den Knochenansatz, an welchen det die Zunge bewegende MuSkel sich fiigt, uberhaupt noch nicht besitzen, welche also schon aus matcrieCen Grtinden noch nicht gcsprochen haben Lands nach Triest kommenden Artikel in das Juge faffen, so finden wir, dah eine ziemliche Menze con Jndustrieartikeln aus den Gebieten unserer Nichbar-staaten nach Triest kommt, die Gesammtzufuhr zu Lands bettug 9,711.279 Mctr.; hievon kommen: aus Oesterreich........................ 7,889.901 Mctr., „ Ungarn . .......................... 1,547.535 „ „ Bosnien und Herzegowina . 20.456 „ „ Deutschland................ 159.463 „ „ Jtalien..................... 68.368 „ „ der Schweiz................. 19.660 „ „ Frankreich.................. 2.630 „ „ Rumanien.................... 1.768 » „ Ruhland...................... 889 „ „ Belgien...................... 291 „ „ Serbien....................... 90 „ „ anderen Staaten .... 228 „ Wit entnehnten hietaus, dah 97 Percent Der gesammten Zufuhr auf die Monarchic entfaHen tuii zwar 81 Percent auf Oesterreich und 16 Percent auf Ungarn; von den Nachbarstaaten find betheiligt: Deutschland mit 1°6 Percent, Jtalien mit 0 6 Percent und die Schweiz mit 0’2 Percent. Ziehen wir eiiten Vergleich bezuglich der Vertheilung der Zu> fuhten auf die einzelnen Artikel, so ist es gut, vor-weg hetvorzuheben, bah von Ungarn an grvherer Bedeutung folgenbe Artikel zu nennen sinb: Mim-ralwasser 6700 Mctr., Alkohol unb Branntroein 53.700, Holzkohlc 1900, Kleie 41.700, Mehl 137.000, geborrte Ftuchte 111.600, Haset 25.700, Weine 325.700, Dauben, Bau-Wetkholzet 597.000, Fisolen 21.300, Wein in Fassetn 39.700, Zucker (rafsinirt) 85.600 Mctr. Bei ben Zufuhren aus bet Schweiz fallen auf bei 11.000 Mctr. Baumwollmanufacte unb 1250 Mctr. Kase. Den intereffanteften Theil bet hier in Frage kommenben Provenienzen bilben abet bie Zuftchm aus Deutschlanb, ivelches letztere ja auch einen weitaus groheren Antheil an biefent Verkehre hat, als alle anderen hier in Betracht kommenben Staaten. Es werden daher in Folgenden diejenige« Quantitaten beutfcher Zufuhr, welche einigetmahen don Bedeutung find, aufgezahlt und ihnett die ent* fprechenden Zufuhrslinien aus Oesterreich gegeniibev gestellt. Es wurden auf dem Lanbwege im Jah" 1886 nach Triest eingefiihrt: konnen. So wetden bic Etgebnisse det EgyptolM nunmehr von benen bet Osteologie beftatigt, unb bu' auf den hochentwickelten Sansktitismus gegriindcitfi irrigen Annahmen einer ursprunglich bestimmtcn Sptachfahigkeit intmer meht beseitigt. Je meht die Begtiffe unb bas Gehot der tion sich in bet bargelegten Weise ausbildeten, desto meht muh demnach ein innereS Banb zwischen betoen entftanben fein, welches gewiffe Saute fur gerotue Gebanken votzugsweife wahlen lieh. Denn warum ware fchlichlich ein beftimmter Laut frit einert be-ftimmten Begtisi gewahlt worbcn, auher 'veil dtt eine dem anderen defenders zu cntfprechen fchicn Je weniger det Menfch die Fahigkeit, bestimmte Saute mit beftimmten Begtiffen zu oerbinden, ut* fprunglich befah, desto mehr muh das Entjtehtf detfelben ein oernitnftigcs, ein zufammenhangen , ein dutch ein geistiges Band vetbundenes 9cr®eic fein. Das NationeQe dieses Processes und die e lichen Spuren davon, die cin Jeder in fcine _ Schmettetn, Donnern, Raufchen, Rasfeln, a. Deutschland, o. Oesterr. Meterccntner Mrterce»t. Alkohol unb Branntwein . . . 22.263 19.062 gi|Cn und Eisenwaaren . . . 20.367 126.869 Ouincaillerie und Conterien . . 15.355 12.794 ©eipebe und Manusocte . . . 8.654 22.230 Baumwollmanufacte- .... 7.788 31.104 Eckafwollmanufacte .... 2.601 22.806 Glaswaaren.......................... 8.227 61.210 Metallwaaren........................ 6.605 8.066 |jer ............................... 5.939 97.323 Masckinen und Maschinenbestand- ' tbeile ........................ 3.878 4.430 Praparirte Farben .... 2.578 3.868 SiW« •' •' : 139.983 J 1.662 7.469 W-z-n und Schuhwichse . 1.633 408 LL-n ::::::: ™fn Jeqerbte Haute ..................... 1.393 3.917 Ordinate Holjorbeiten . . . 1.241 24.148 g^SwSb' T.schlerarbeit 1.213 23.*574 Mh'maschinen ^ -.....................J-J88 1.647 Sli«6 C-ttsin. Spermazet . 560 19.>90 L en und Parfumerien . . 272 713 B unb Uhrwerke - 268 264 Kautschuk- u. Gutta-Perchawaaren 249 282 Vorstehende Lisle zeigt uns so ziemlich alle oT,t:#,r von denen wir ohnehin schon roissen, in denselben Deutschland mit uns auf dem Btmatfte concurrirt, und seine Starke batin y wit an dem Verhaltnisie ermessen, in welchem , Nersendungen nach Triest zu unseren Versen- l" ® nack demselben Hasen stehen, wobei man ins-Lesondere ben Umstand beachten muh, dah doch die f ’ fApn Waaren unset ganzes Land per Eisen- i 6 Suri6»ie6en unb daher unter alien Umstanden Sen langeren Weg zurucklegen mtifien, als die tol^rn®ir ersehen ou8 vorstehenber Liste, dah in ", Artikeln, roie Metallwaaren, Maschinen und M^inenbestandtheilen, prciporirten Farben, Nah-inafdiinen, chcmischen Probucten, Kautschuk- unb ™ Lrechen, Knallen, Klingeln, Gurgeln — (fit zu reden von noch starkeren interjectionel- ®ar o^tcn, wie ben mobetnen Bums, Schwapp, y , Schnedderedeng, Klabberadatsch unb vieles s cke- Da sinb schliehlich stumme SDinge, deren Aehnt'cy - . ^ unverkennbaren Wortmusik ihren ^ameff tzeutlich wiederspiegelt: der rasche Blitz, die (tte ateitenbe, schleichmbe Schlange, der fliehende ti l' die roiegende, roogende, wellige Woge u. s. ro. S) f b die ebenfalls melodisch entsprechenben Eigen-unb ThcitigkeitSbezeichnungcn hart, weich; hell, hfifter * roth, bunkel; schlank, dick; fpringen, tau-f .’fiinq, Hang, bumps; srech, fanft; slink, lang-Ti.'ml blank; bleich, schwarz; leicht, schwer; In if Schnitt u. s. ro. Alle diese und viele andere v^rrathen noch heute, dah ein geiftigcS Band * fcfcen Laut unb ©inn beftehe, unb je besser Je-d seine Sprache lennt, befto me hr Beispiele wird tl,0,l entdccken. Wenn wir nun bcdenfen, wie s*k,r"sich bie ursprunglichen Saute bes Deutschen bis Inf ben heutigen Tag burch Klima, Organwechsel, rsffiae Aussprache, Volkermischung unb viele andere limftande geandert haben, so roirb es uns nicht tounbetn, bah wir nicht in alien Worten einen sol-Sen Rufammenhang zwischen Laut unb Sinn, cine solche Wortmusik mehr nachweisen konnen; wir iver-den vielmehr erstaunt sein, noch so viele zu finben, bie einen solchen Zusammenhang bis auf ben heu-iigen Tag bewahrt haben. Denn nachdcm die Worte einmal in dirser musikalischcn Weise geschaffen wa- Guttaperchawaaren, die deutschen Zusuhren den osterreichischen sehr nahe kommen, wahrenb sie in einigen Artikeln dieselben sogar ubetflugeln. Letzteres ist der Fall bei Alkohol unb Branntwein, Quincail-Ierien unb Conterien, Clavieren, Schuhwichse, Dro-guen, Uhren unb Uhrwerken. Es ist bedauerlich, hieraus zu feherr, dah sich die osterreichische Industrie von der deutschen so sehr ubetflugeln lciht, urnso-mehr, als wir dabei ouch Zweige finben, in roelchen unsere Antecedentien eigentlich erwarten Iiefjen, dah wir mit unseren Producten ben Markt beherrschen; wir verweisen nur auf bie obige Ziffer, roelche die Claviere betrifft, eine Ziffer, welche um so grohere Bedeutung geroinnt, wenn man bedenkt, roie sehr gerabe bei diesem Artikel die Transportkosten eine wesentliche Nolle spielen. Sehen wir nach dem Berhaltnisie zwischen Zusuhr und Absuhr im Triester Landverkehre, so finben wir, dah dem ©eroichte nach die Zufuhr mehr als dreimal so vie! ausmacht, als die Absuhr, bah also, wenn wir ben Stanbpunkt des Binnen- landes einnehrnen, unser Export nach Triest den Jmportverkehr dreisach iiberragt. Dem Werthe nach ist der Unterschied nicht so bedeutenb, abet immerhin auch noch bebeutenb genug. Der -Berth bet Zusuht zu Sande betrug im Jahre 1886 151,497.657 fl. und bie Abfuhr 136,324.748 fl., es uberroiegt also bie Zusuhr um 15,172.909 si. Ueberblicken wir bie Ausweise ber verflossenen Jahre, so finben wir, bah in bent Triester Lanbverkehre bie Zufuhr meistens ben iiberroiegenden Theil bilbet; dah die Absuhr uberwog, roar in ben letzten 30 Jahren nur acht Mal der Fall und zroar in ben Jahren 1870, 1871, 1872, 1873, 1874, 1876 unb 1877. Angesichts biefer Thatsachen kann man also nicht sagen, roie dieh zuroeilen geschieht, dah Triest im osterreichischen internationalen Handel hauptsachlich nur als Jmport-platz sungire; es zeigt sich im Gegentheile, dah in ber That ber Export iiber Triest meiftenS uber= roiegend ist. politische Wocheniiderficht. Ueber 1400 deutschosterreichische ©emeinden driickten in einer Adresie dem Able Karl des 33enebi ctinerftifte§ Melk in Niederosterreich ihren ten, nachdem Begriff unb Slang sich in ihnen ein-mal gegattet hatten zur Bezeichnung eineS gewissen Dinges unb nachbein ber so geschaffene Laut ein-mal als einen bestimmten Begriff bezeichnenb bekannt unb anerkannt war, brauchte man ja bie mufiMifche Aussprache nicht mehr, um sich ben Zusammenhang, ben Sim, klar zu niachen, sondern konnte nun Zu-fommenziehungen, Zusatze ober Absalle cintreten lasfen, roie fie ©eroohnheit, rafches Sprechen unb viele andere stiitzende, abschleisende und verroitternde Einfliisse im Leben uitb Sprechen mit sich zu brin-gen psiegen. Dazu kommt, bah bie grohte Anzahl oiler vorhandenen Worte Hauptworter find, also Singe bezeichnen, die urspriinglich nach irgend einer hetvorstechenden Eigenschast bennnnt wurden, dah der llngelehrte aber in ben meisten Fallen bie urspriing-liche Bedeutung cines solchen Hauplroortes, b. h. der zu seiner Bezeichnung verroendeten Eigenschast, nicht mehr fennt, also auch nicht wissen kann, roelchen Begriff der gewahlte Klang roiedcrgcben soll und dadurch gegen ben Klang langst gleichgiltig gewor-den sein muh. Die philologische Forschung Hat z. B. sestgestellt, bah Sonne ursprvnglich Licht bedeutet, und boh ber Klang des Wortes zuerst sol, sal, hell getautet hat. Da find wir also bei sal, hell ange-kommen, unb haben in bent hellen, heiteren Klange biefer Worte noch heute einen verstandlichen Finger-zeig fur bie Erklanmg ihtet Wahl zut Bezeichnung deS Lichts. Bei dem starker verSnderten Worte Licht wurden wit dergleichen heute weniger nachzuempfin- Dank fur seine Stellungnahme gegen die PraLak'-fche ©ptachenvetorbnung im Herrenhause aus. Pralat Karl banlte siir bie ihm zu Theil ge-worbette AuSzeichnung unb betonte in langerer Rebe gegenuber ber die Adresse uberreichenden Deputation, dah er, was die juriftifche ©eite der ©prachen-verordnung betrifft, als Nichtjutist mit collet Be-ruhigung dem oberften Richtet Oestetteichs, ©chmet-ling, zugestimmt Habe, dem das competentefle Urtheit daruber zustehe. In p o l i t i s ch e r Beziehung traue er sich selbst ein Urtheil zu, unb ba Habe er benn ben echt osterreichischen, gesammtstaatlichen, pattio-tischen, ber Geschichte und Cultur unseres Vater-landes bestentsprechenden Standpunkt eingenomnten. Das Nationalitats-Berouhtsein fei nicht zu unter-schatzen, durse jedoch besonders in dem vielsptachigen Oestetteich die Politik nicht beherrschen. Bei bet ©prachenverorbnung hanble es sich auch barutn, auch ben ©ohnen bes beutschen Volkes in Bohmen unb Mahten bie hoheten Justizamtet zugcinglich zu et-halten. Noch hoher stehe das Jntetesse bes ©taateS an ber Einheit seiner Amts- unb Diensprache. Alle Achtung vor ber ©leichberechtigung ber LSnbet unb SSolfer; bie Gesammtheit ber Monatchie aber iiber® rage bie einzelnen Lander, unb bie ©toatssprache, bie nicht roir lebenden Deutschen geschaffen, sondern ber Stoat nach ©eburt unb Entwicklung als seine Mutter- unb Umgangssprache sich angeeignet Habe, stehe hoher, als bie einzelnen Lanbessprachen. Er habe sich bei seiner Abstimmung im Herrenhause nut von seinent patriotischen unb nationalen Bewuhtsein leiten lafsen, suhle sich auch vom religtosen Stanb-punkte aus vollig beruhigt unb set (lets begluckt, in Ueberftimmung mit feinen beutschen Mitburgetn zu. hanbeln. In Fvlge foniglicher Entschliehung vom 30. v. M. rourbe ber Scetionsrath Sie ber in 21 grant mit ben Functionen eines Dberburgermeisteis ber ©tabt Agram betraut. Die Angelegenheit ber ©uspenbirung bes sruheren BiirgernteisterS Babinvvac ist noch imtner unerlebigt. Der Sultan hat in Folge der Pression RuhlandS und Frankreichs die projectirte Convention zwischen ber Tiirkei unb Eng-I onb bezugIich Egy ptens nicht ratisicirt. ©it Drtimmonb Wols ist nach Englanb zutuckgekehrt. ben vermogen, rouhten wir nicht mit Hilfe bes Egyp-tifchen, boh Licht eine lautliche Urnkeht von hell ist. 38 arum aber siir ben Begriff Wort baS Wort Wort gewahlt rourbe, konnten wit nicht eher feststellen, ehe roir nicht wiihten, ob Wort urfprunglich Laut, ober Berstand, oder Mittheilung, obet dergleichen Aehnliches bedeutet habe. Denn eines von biefen muh es bedeutet haben, ba jebes Ding nach einer seiner hauptfachlichen Eigenschasten bezeichnet roorben ist, ba jebes ©ubftantiv, um grammatifch zu reden, mit-hin ein Appellativum ist. Jene erfotderlidhe Feststel-lung aber zu machen, jene utfprungliche Bedeutung bes Wottes zu finben, kann nur ber Etymologie gelingen, bie einestheils nicht Jebetmanns Sache ist, bie anbererseits sogar in ben Hanben ihtet befugten Bertreter sich noch als eine sehr junge Wissenschast darstellt, roelche das Meifte nicht roeih, das, roaS fie roeih, nicht intnter ftcher roeih, unb in Wahrheit erst dutch die Hilfe des eben erst in sie eintreten-ben Egyptifchen eine aUgemeinere Grunblage unb Ausbehnung erlangen wird. Bei Eigenschafts- und Thatigkeitsworten liegt ber auSgebruckte Begriff burch bie Natur ihrer Be-beutung allerbingS geroohnlich klater zu Tage, ba fcharf eben fcharf, stumps stumps, schneiben schneiben unb binben binden bedeuten muh und sein Lcrut-roerth also auf einen unzroeifelhaftcn Begriff bezoaen roerben kann. Abet auch hier ist nach mehrtaufenb= jahriget Abfchleifung ber Saute ihr urfprtinglicher Sustanb unb ihte Verwanbtschast mit anberen Der „Pol. Corr." roirb aus Konstantinopel mitgetheilt, bah der S u l t a n mit der Action seines Ministeriums hochst unzufrieden sein foil und ein Ministerwechsel bevorstehe. In Serbien wurden anfangs dieser Woche zahlreiche Aufrufe zurJnsurgirungBosniens verbreitet. Die Polizei fahndete nach den Verbreitern dieser Schriftstucke und verhaftete einen Reserve-officier, bei dent zahlreiche Aufrufe vorgefunden wurden. Die bulgarische Deputation uberreichte dem Prinzen Ferd. v. Coburg den Wahlact der Sobranje. In seiner Antwort erneuerte der Prinz seine Zusage, den bulgarischen Thron zu besteigen, unter Voraussetzung der Zustimmungder Machte. Seither liegt aber bereits die Aeuherung Ruhlands cor, welche, wie nicht zu zweifeln roar, negativ lautet, wodurch auch die Antworten Deutsch-landS, Jtaliens und OesterreichS, die sich auf den Berliner Vertrag bezogen, so zu sagen gegenstandslos wurden. Es bleibt nun abzuwarten, ob es dem Prinzen v. Coburg doch noch gelingt, die Zustim- mung RuhlandS zu erlangen oder ob die Dinge in ' Bulgarien nach wie vor im Zustande einer gefahr-vollen Unbestimmtheit verbleiben. Die grotze Sobranje vertagte sich ange-sichts dieser Sachlage auf unbekimmte Zeit. AnfangS August I. I. roirb die Begegnung des Grafen K a l n o k y mit dem Fiirsten Bismarck in Kissingen stattfinden. Die Berliner Polizei verhaftete in der Nacht zum 16. d. M. das aus sieben Personen beftehende sociali ft ische Central-Comits, welches die Spitze der gcheimen Organisation der Berliner Socialdemokraten bildete. Die Berliner „Kreuzzeitung" und die „Kiil-nische Zeitung" melden den beinahe schon vollzoge-nen unheilbaren Rih zwischen Deutschland und R u tz l a n d, welcher durch die russische Forderung nach unbeschrankter Actionsfreiheit im Orient pro- vocirt wurde. Das am 14. d. M. in Paris gefeierte National-Fest verlief ohne wesentliche Storting. — Die franzosische Kammer genehmigte die vom KriegSminister vorgelegten Gesetzentwurfe, betreffend die Errichtung neuer Cavallerie-Regimenter Lauten und Lautcomplexen in den meisten Fallen zu fruchtbarer Evidenz erst noch zu bringen. Und auch dann wird der ursprungliche Laut und sein Eindruck in altester Zeit sich hausig nicht mehr wiederher-stellen lassen. Einen wie gewaltigen Einfluh das musikalische Element ursprtinglich auf die Bildung der Sprachen und die Bedeutung der Worte gehabt, zeigt in einer bei uns liingst verwischten Starke das Chinesische mit semen verwandten Sprachen. Chinesisch, welches von ungefahr 400 Millionen Menschen, also fast vom dritten Theile der Menschheit, gesprochen wird, ist bis auf den heutigen Tag iiberhaupt keine ge-sprochene, sondern cine gesungene Sprache^ Im Chi-nesischen kann jedes Wort principiell auf fiinf ver-schiedene Tonhohen ausgesprochen werden und hat auf jeder derselben tine verschiedcne Bedeutung. Bei jeder dieser fiinf verschiedenen musikalischen Noten erhalt also das Wort einen nnderen Sinn, der mit der Bedeutung, welche ben vier anderen Noten anhaftet, keine oder nur wenig nachweisbare Ner-wandtschast haben kann. So singt ein grosser Theil der Menschheit noch hcutc, anstatt zu sprechen. Aehnlich haben roir a lie einmal gefungen; so muhten roir singen, urn die lebhaste Lautempfin-bung, welche bie Sptachschopsung allein ermoglichte, welche ben einzelncn Tonen allein einen bestimmten ©inn unterzulegen gestattet, in uns zu erregen. Es war immerwahrendeS Concert bei ber Sprachschopfung. unb bie neue Organisation ber Infan- / terie-Regimenter. Das englifche UnterhauS nahm in erster Lesung bie Rcgierungscorlage, welche die Ge-wahrung kleiner Pachtgiiter anBauern zum Zroecke hat, an. Wochen-Chronik. Kronprinz Erzherzog Rudolf ist zum Besuche seines kaiserlichen Balers unb seines kleinen Tiichter-chens, Prinzessin Elisabeth, in Jschl eingetroffen. — Kronprinzessin Erzherzogin Stef anie untemimmt von Franzensbab aus Ausfliige nach Karlsbab, Giehhiibl, Falkenau, Eger, Maricnbab u. a. O. — Kaiser Wilhelm ist am 19. b. M. in Bab Gastein angekommen unb von ber dortigen Bevol-terung und von den Gurgaften sympathisch begriiht worden. Das neue Heirats - Normale fur bask. k. Heer enthtilt nachstehende wichtige Be-stimmungen: Im Generalstabscorps, in der Montur-verwaltungsbranche unb in ben Militarabtheilungen bet Pfcrbegejliite barf bie Halfte, bei ben iibrigett Waffengattungen barf nur. ber vierte Theil ber Dfficiere verheirntet sein. In ben Officierscorps bes Slubitoriats unb ber Militararzte von ber 7. Rangs-classe (inclusive) abroarts, dann der Ttuppen-rechnungsfiihrer wird die Zahl der Ehen auf zwei Drittel des Standes des betreffenden Officierscorps beschrankt. Derselben Beschtankung unterliegen die Militarbeamten von ber 7. Rangsclasie abroarts. Bei Berechnung der Zahl der zulassigen Ehen ist der systemisirte Friedensstand, ohne Rucksicht auf jeweilige Abgange oder cine etroaige Ueberzahl zur Grundlage zu nehmen. Das jahrliche Neben-cinkommcn, welches die Eheroerber nachzuroeiscn und sicherzustellen haben, ist roie solgt fcstgesctzt: Bei den Ossilieren des Generalstabes: fur ben Hauptmann mit 1200 fl., fur ben Major, Dberst-lieulenant unb Obcrst mit 1000 fl., bei alien anberen Dfsicieren: fur ben Subaltern-Ofsicier mit 1000 fl., fiir den Stabsofficier mit 800 fl., fiir ben Lieutenant, Oberlieutenant unb Hauptmann^ Nechnungsfiihrer mit 600 fl., fiir Militarbeamte, roenn sie sich nicht im Genusse einer Jahrcsgagc von roenigstens 1200 fl. besinben, mit bem biese Gage erganzenben Betrage. Bei Dfsicieren linter 30 Jahrcn tritt cine Erhohung bes nachjuroeisenben Nebenein-kommens mit 50 Percent ein. Diese Erhohung ent-sallt nur bei Ehewcrbern aus bent Militarbeamten-stanbe. Dfsicieren, welche bas 60. LebenSjahr tiber-jchritten haben, kann bie Heiratsbcwilligung nur gegen Vcrzichtleistung ber Braut aus eine Witwen-pension bewilligt wcrben. Der Commandant beS Truppenkorpers hat bet Vorlage bes Heiratsgesuches ubcr bie sinanziellcn Vcrhaltnisse bes Ehcwerbers zu berichten. Der KriegSminister bcabsichtigt — roie bent „N. Wr. Tagbl." mitgetheilt roirb — bie erfie Altersclasse ber StellungSpflichtigen fiir cinzclnc Erganzungsbczirkc, insbefonbere in ben Alpenlanbern, urn ein bis zwei Jahre hinaus zu jchicbcn. Die Verhanblungcn mit ben beiver-seitigcn Lanbesverthcibigungsministerien wurbcn bereits eingcleitct. In St. Polten stark ber Hof- unb Gerichts-Abvokat Dr. Of net; er war scit bent Jahre 1850, mithin butch ntehr als 37 Jahre, einer ber trcucftcn Anhanger ber beutfch=liberalen Partei im niedetostertcichischen Landtage unb im Reichsrathe. Am 19. d. M. sand in Marburg die Grundsteinlegung zum Bau einer neuen Turn-Halle stall. DaS zu Gunsten bes in Marburg bcstchcn-ben StadtvcrschonerungL-LcrcincS veranstaltete Som-merfeft trug 2643 fl. ein. In Wien rourde vot einigen Tagen ein Bm-der bes Postdiebes Za'lcros ki, Fcldwebel in ber Sanitatstruppen-Abthcilung, unter dent bringenbett Verdachte, an dem Verbrechen betheiligt gewesen ju sein, verhaftet. Bei demselben rourde die bedeutenbt Baarschaft von mehr als 31.000 fl. vorgefunden. Die erfte elefirifche Orgel rourde in ber Otgelfabri! ber Briiber Nieger in Jagernbotf (Oesterr.-Schlesien gebaut unb roirb biefelbe ia Wiener Musikvereinssaalc aufgeftellt roerben. Nach Bericht bes „$rautenauer WocheMatt' hat bie Geistlichkeit bes Getichtsbezitkes Tannwali gegen bie Ernennung bes cze chifch en Caplant Kavka fiir Tannroalb Stellung genommen uni ihren Unroillen bartiber ausgesprochen, bah vor Seite bes Leitzmetitzet Bischoss in einen rein beutsih« Ort ein c z e ch i f ch e r Caplan geschickt, roahtend kr bortige deutschc Caplan, ber sich ber vollsten Aching erfrcut, vetsetzt roerben soll. Am 19. d. M. rourde die neu errichtet! Telephonstation Heiligenblut-Glocknethaut etoffnet. Am 14. d. M. traten 61 Mitglieder u»> Freunde des De st e r r r e i chi s ch en T our istek clubs die griihte allec bisher arrangirien Clui-teisen, die in das Land der MitternachtSsonne an. In ber ©tabt Raab fanb eine grejsartigt Defraubativn con Waisengelbetn statt; bei bortige Vice-Butgetmcistet, 2 MagisttatStathe, bet ©tabtanroalt, beflen Substitut unb sammtliche 33f amte rourben com Amte suspenditt. Noch ben neueften ftatistifchen Aufnahmen 6r stehen in Desterreich 318 beutsche Turnvereinr mit 40.000 Uiitgliebern. Im vorigen Jahre sinb 34.788 Personen aul Dejlerreich-Ungarn nach Amerika auSgeroflnbett Im Jahre 1886 betrug in Desterreich M Werth ber Bcrgbauprobucte nahezu 50 jener ber Hiit t enp tobu cte nahezu 28 Millie nen Gulben. Am 14. b. M. starb in Essen Herr Adolf K r u p p, Mitbesitzer ber belannten grohcn Geschutz' giehereien; in ben Etablissements sinb 750 Beamt! unb 12.000 Arbeiter beschaftigt. In ber Zeit vom 28. August bis 1. Septan« ber l. I. roirb in Tr i er bie Gcneralvcrsammlungdtt Katholiken-Vereine Deutschlanbs iagefc Am 1. October I. I. roirb bie gesammU fanterie bes beutfchen Heeres mit Repeti«' geivehren versehen sein. Sechs Schroeizer Touristen, welche bie M steigung ber Jungsrauspitze ohne Fiihrer unb ungiinstigem Wetter unternahmen, roerben verimtz unb biirften bei bem Unternehmen den Tod ge° funden haben. In Siiditalien, ©riechcnland und Votdet-Asien wurden in den letzten Tagen starke Erdoeoea verspiitt. In Bergamo wird dem beruhmten Dpern-Compositeur Donizetti ein Denkmal errichte roerben. ©elegenheitlich eines am 16. b. M. fundenen UebungSmarfches rourben 38 ©olbaten ber Mailanber Garnison ein Dpser bes © o n n e n-ft i ch c S. In neun ©taaten ber nordainerikanischen Union sinb 290 'JJienschen in Folge @onnen|ti<9e gcslorbcn. . In bet Domkircho zu Mot el let m S rombe bet Bischof CazarcS am Frohnletch tage wahrend bcS MehopserS von bent 4»r Pablo RojaS aus Nache ctmorbet. Die Gebeine Christoph Colu mb«> - ™ ben aus Brasilicn nach Genua, bem ®e bes EntbeckerS, von Amerika tibetstihtt nerve • Provim- uiib Local-Aachrichien. (P e r s o n a l n a ch r ich t e n.) Am 14. d. M. Dnffenbete ber Oberinspector der Laibacher Tabak-Hauvtfabrik, Herr Johann Rezori sein 40. Dicnst-yr • derselbe zahlt ju den ausgezeichnetsten Beamten leiner Branche und genietzt als Fachmann einen Uit verbreitelen Ruf; insbesondere auch in unserer Ttadt erfreut er sich der allgemeinsten Hochachtung. fcieftoe arohe Tabaksabrik rourbe unter Herrn Serinfpcctor Nezori's Aufsicht gcbaut und steht .r'ji jhrer Grunbung unter seiner vorzuglichen SuuLIn Aus Anlah bieses Jubilaums veranstaltete L Beamtenkorper der Fabrik am 14. b. M. Abenbs ° Bankett, bas einen animirten Verlauf nahm, iz. brachte berselbe corporativ bem vet-.J1. „ seine . Gratulation bor. Auch sonst tlfina Herr Oberinspector Rezori bei bieser Ge-aus Nah unb Fern, von osficieller roie Seite zahlreiche unb herzliche Gluckwunsche. Že Majestat bet Kaiser Hat die Wieberwahl ft oanbeSbauptmannto Herrn Grafen Gustav ? Ji s’lMI'"« 3um WW d-- !„i. L-ndw!--hI«°!»' G-!-»sch-!i teFtigt- - Ritter v. Keil wohnte in ber vorigen fie ben kriegsmahigen Artillerie-SchieMungen in Gurkfelv bei. __ (Communale Zw lstigke,ten.) Die ^emeindeausschuhwahlen in Oberlaibach. bei welchen vjewMf*. , • 8roeg6 vorwlegenb national«, sonbern tocato Wtmilm d-,uhmd° etmtiy 2niixjpiq in die Halme fchossen. ftnb gewih schon 1 • ^abre nicht ' zum Abschlusse getommen, unterlegene Fraction dir Constituirung bež % rx «*8 burch ftete Beschwerben unb Recurse S jLtten wuhte. Die Regierung, welche eben ^"^er Lanbesausschutz unb ..Slovenski Natob" ^»Lmpatbien mehr bet unterlegenen Clique zu-/ Oymp „,xlchet allerbings bie fanatlschesten |”en " anaeborten, konnte schliehlich boch nicht tzlovenen spvotefte zu verwetfen. Vot Kurzem der neue Gemeinbeausschuh enblich bie nh“» Gemeinbevorstanbes vollziehen sollen, als L* biSherige wohl berodhrte unb des Vets'* bet Bevolkerung sich erfreuenbe Biitget-fietr Lenassi in AuSsicht genommen war. besfelben schien vollkommm gesichert, in-J* tiberroiegenbe Mehrheit bet Ausschuhmit-^l". I. sjjr biefen Candibaten entfchieb, ba er-\'' un bie bei bet Ausschuhwahl butchgefallenen 51"8" " be, Gegenpatlei ben Coup, bah jene SnWnflet, welche angeblich zufolge ihtet Iteuetleislung in ben AuSschuh einzutreten -Mn 69' jn benfelben plotzlich einttaten, urn W!? ‘fre Slimmen ben Ausschlag fur bie Wahl t; = a ibter Mitte, eines geroifien Hettn Jellov-U n,ben. Doch rourbe ber Wahlact nicht per-V*9 bie tibtigen Ausschuhmitglieber. bieseS Zl erlennenb, gegen ben Votgang Ptotestitten. V Srnebmen nach soll bas Etimmrecht ber m C nr afAui eingebtungenen Hochstbesteuetten Nlchts ^ 3U Lt erroiefen unb ber Vorgang auch sonst y6ernr«ctet sein. Doch wild bieses Wahlmanover ? “"Lridben Verhanblungen fuhren, rooburch bie m,6geti aitb. E« nin Cr in Unicum, roenn in emer Gemetnbe bet V* • JLurfdbufe von bet Majoritat, bet Gemeinbe-abet von bet Minoritat ber Wahlberech- \ten gewahlt roiitbe. (Neue Concessionen an bie © I o-2Bit crwahnten jllngst uerschiebener angcb me gen ber Ettichtung von slovenischen Parallelclassen an ben Gymnasien in Cilli, Gorz, Marburg unb Pola. Zunachst sollen am Cillier Gymnasium, unb zwat schon im nachsten Schuljahre. solche Parallel-classen errichtet roerben. Sefanntlich gehort bie Er-tichtung solchet Patallelclassen zu ben von ben slovenischen Fuhrern im Abgeorbnetenhause stanbig vor gebrachten Desiberien. Nach Allem scheint es also wirklich, bah bie slovenischen Abgeorbneten, roie in ihren Blattern vor langerer Zeit wohlgefallig mit-getheilt rourbe, in ber abgetaufenen Session am nlaogo di traffico" nicht unthatig roaren unb bah ber Sommer nunmeht verschiebene bamals entrirte Geschafte jut Reife bringen roirb. — ((sine 2tb fettigung. *) Unbetiimmett bie mehtfachen unb mitunter roeiiig schmeichel- liA Matznahmen zut Slovenisitung in Unterfteier bie ba» Felb bet Justizvetroaltung betrafen. % ' Blatter brachten nun in ben letzten Tagen Selbunaen uber Zugestanbnisse an bie Slovenen aur Sn ©ebiete ber Schule. ES sollen namlich im Un ^tichtSmmisterium Berhanblungen im Zuge sein urn , . , _ , . hasten Zuruckiveisungen, bit ihnen bereits zu Theil gtroorbcn ftnb, mengen sich bie slovenischen Wort fithrer aus Krain boch stets von Neuem in hochst aufbringlicher Weise in bie karntischen Verhaltnisie; so geschah bieh auch in ber verflossenen Reichs-tathssession seitens ber Abgeorbneten Schukle, Klun unb Ferjantschitsch, welche sich nach einanber uber-boten. bie Verhaltnisse ber Slovenen im Nachbat-lanbe in ben buntelften Farben zu schilbern. Jn ber iingsten Versammlung bes Deutschen Lereines in Klagenfurt fertigte nun Dr. Suggin in ctner vor-trefflichen Rebe bie betreffenben Herren gritnblich ab unb unterjog beten Rtben im Abgeorbnetenhause eincr gerabezu vernichtenben Kritik. Bei bem uns nut knapp zur Verfugung stehenben Raume fonnen wit aus bet ausfuhtlichen Rebe Dr. Luggin's leibet nut rinigen Bemetkungen hiet Raunt geben. Der ielbe sagte unter vielem Anberen: Die Action bet slovenischen Abgeorbneten hat mit ber Interpellation Gregoretz begonnen. Es roar roohl eine besonbete Rttdsicht, roelche ber Unterrichtsminister ben Partei-genossen bet Regierung angebeihen lieh. bah et bie-selbe nicht beantroortete. Sie hatte zu einer Ant-roort hetauSgeforbert, roelche ben Herren nicht ange-nehm getlungen hatte. Wahrenb bet Subgetbebatte befahten sich bie Abgeorbneten Gregoretz, Klun, Schukle unb Ferjantschitsch mit Karnten. ..Satbaten" ist ein Wort, bem man oft begegnet, unb „barbarifch" ist bie Behanblung. roelche ben Slovenen in Karnten zu Theil roirb. Wit sinb babei also schlecht roeg= gekommen. Notiirlich, roenn man sich als Cultur-mensch neuesten Zuschnittes so frisch vom Schneiber roeg fuhlt, bann ist man in ben Anfotberungen eben ftreng .... Die Herren hatten sich iibet bie Zu-flanbe in Karnten boch besser unterrichten fonnen Namentlich ber Staatsanroalt-Substitut Ferjantschitsch ber tiber bie Justizbehorben in unferem Sanbe sprach. hatte leicht eine Corrector aus ber Mitte ber slovenischen Abgeorbneten erfahten lonnen. Jch bin allet-bings bet Ansicht, bah ber Abgeorbnete Hten. roelcher vor Allem hierzu berufen gewesen ware, iibet karntische Zuslanbe sehr roenig informitt ist unb dah er im Ganjen sehr roenig roeih, abet so viel hatte e: bc-ch Ivissen mussen, bah er in bet Sage ge-roescn ware, seincm Reichsraths-Collegen Ferjantschitsch zu sagen, bah er „schweselt". Das stenographische Prototoll bes Abgeorbnetenhauses ist eine Funbgrube bet lacherlichsten Behauptungen seitens jener Abge-orbneten .... Abgeorbneter Ferjantschitsch verlangt, es solle auch in slovenischer Sprache verhanbelt roerben. Allein inbem er gegen bie Meinung ankampft, bah es boch einen Unterschieb zroischen ber eigentlich slovenischen Schristsprache unb bem roindischen Jbiom gebc, sagt er, ber Hermagorasverein Habe einige 30.000 Mitglie« bet unb an bitse Mitgliebet vertheilt cr jahtlich einige 30.000 Buchet unb von biefen 30.000 Buchetn kommen auf bie Kdrntner Slovenen ungefaht 20.000 per Jaht; unb ba soll man noch sagen bah ein Volk, welches ein solches Bestteben Habe, sich in seiner Muttersprache bie Lecture zu verschaffen, *) 9Begen Woummangcle oerfpatet. dah ein solches Lolk nicht bie roirkliche slovenischs Sprache lennt unb spricht! Nun tritt abet etroas Sonberbares ein: Sie letnen nicht slovenisch lesen, sie letnen nicht slovenisch schreiben, es roirb AlleS germanifut — roenn es sich aber barum Hanbelt, bas Winbische mit bem Slovenischen gleichjufteHen, bann confumiren sie auf einntal 20.000 Biicher .... Zum Gluck sei — fuhr Dr. Suggin fort — AlleS, was in beren Reben ausgefiihrt werbe, unrichtig unb fprechen bie Thatsachen bagegen. Die Herren aus Krain sollten nicht zu SSergleichen herausforbetn. Weber bie Zahl ihrer Schulen, noch jene bet Sehrer, noch ber Percentsatz bes Schulbesuches, noch ber Erfolg bež Unterrichtes bejuglich bes Lesens unb Schreibens sei in Krain besser alž in ben slovenischen Thcilen Kcirntens. Unsere Winbischen haben mehr Schulen und letnen fleihiger als bie Slovenen in Krain unb wit haben nicht Veranlassung, uns bas-selbe als Muster anfiihren zu lassen. Die Bevolkerung hat ein Jnteresse an ben Schuleinrichtungen unb sie roirb auch roeiter bamit befreunbet bteiben .... Die Auslafsungen bes Herrn Klun blieben seitens bes UnteriichtSminifters unberiicksich-tigt unb zroat mit Unrecht. Es roare bessen Pflicht geroefen, barauf zu erroibern, weil bas Schulwesen als ein solches hingeftellt rourbe, welches bem Stoats-grunbgesetz nicht entspricht unb bie Gerechttgkeit hatte es erfoibert, bah folche Anschulbigungen zutiick-gewiefen roerben. Viel iibetrafchenber aber ist es noch, bah auf bie Datstellungen bes Abg. Ferjantschitsch uber bie Justizverhaltnisse ber Minister in einer Weife erroiberte, bie roohl nur bem slovenischen Parteimanne jugemuthet roerben biirfte. Es scheint mit, als roare es seine Sache, bie Rebe bes Abg. Ferjantschitsch als eine grobe Beleibigung aufzu-fasien, benn bessen Ausfiihrungen bieten so ber Wahrheit roibetsptedjenbe, outrirte, geschraubte unb mit kunstlichet Pikanterie ausgeftattete Momente, bah es ein informirter Minister als einen Affront anfehen muh, roenn man ihm zumuthet, Solches zu gtauben. Et muhte roisien, bah Ferjantschitsch unroahr sprach unb erkldrte bagegen bloh, Alles sei ihm neu unb interefsant unb er werbe Erhebungen pflegen lassen. Der Minister muhte sich bagegen vetwahren, was Ferjantschitsch zu sagen sich bas Dergnugen gemocht hat. Wenn bie Ungenirtheit so weit gehen kann unb roenn bet Minister bieselbe hinnimmt, ohne so-gleich seinen Stonbpunkt klot zu machcn, so ist bos seine Sache, abet uns uberrascht es, bah man Dar-iegungen zu geben sich erbreiftet, roie z. B.: „Es mag bet Terrotismus ber Rusfen gegen bie Polen in Russisch-Polen stark sein, aber ich benke, bah selbst bort ber einheimifche Richter mit ber ein-heimischen Bevolkerung in ihrer Sprache verkehrt, was ftir bie Slovenen Karntens nicht ber Fall ist." Es ist also, meintc Dr. Suggin, bie Sage bet Polen in Ruhlanb noch beneibenSroerther als jene ber Slovenen in Karnten. Wenn man hiet nicht bas Bestteben sinbet, bie Clual in baž Volk hineinzu-tragen unb zu hetzen, bann roeih ich nicht mehr, was man thun muh, um nicht mehr ein nationaler Agitator, fonbern ein riicksichtsloser Demagog zu sein. Abg. Ferjantschitsch sagte weiter: „Jch be-houpte, bah bas slovenische Volk ein enormes Aus-bilbungsbcbiirfnih in seiner Muttersprache kunbgibt unb es ist gerabezu ein Hervismus, bah ein Volk, welches mit seiner Sprache bei ben einheimischen Behiirben niigenbS gehort roirb, bas wegen bieser seiner Sprache vetachtet ist, mit solchet Zahig-keit an iht festhalt, unb es ist nichts weiter, als Barbate!, bah man ben slovenischen Kinbern in Karnten sogar bie (Stlernung ber slovenischen Schristzeichen vorenthalt." Aus biefen Citaten, sagte Dr- Suggin, roirb uns klar, roefien wit uns von bieser Seite zu versehen haben. Ich glaube nicht, bah bie SchmerzenS-rufe, bie von Auhen hereingebracht roerben, ein roeitereS Echo finden, als von Seite Jener, bie mit. gewirkt haben, sie in Scene zu setzen. Aber es ist begriinbet, solchen entgegen zu treteii unb unseren slovenischen Lanbesgenossen liar zu legen, was iiber ihr Verhaltnitz zu ben Deutschen gerebet roirb. Wir sprecben bie Erwartung aus, bah sie selbst solche Auslassungen unb Hetzvetsuche zuruckzuweisen bie Pflicht haben. Unb wir konnen auch barauf rechnen. — (Politik in bet Kirche.) Von einem DankgeKet ganz eigener Art berichtete biefer Tage die »Marburger Zeitung". Gelegentlich ber Wahlen fur bie Bezirksvertretung siegte im Bezirke Marburg die slovenische Partei. Aus Anlah bieses, in natio-nal-clerikalen Kreisen mit grotzem Jubel aufgenom-menen Wahlerfolges lieh nun, wie bas genannts Blatt mclbet, ber Pfarrvicar in St. Leonharb in Winbischbucheln am letztverflossenen Sonntag in ber Kirche ein anbachtiges Vaterunser „fiir ben glorreichen Sieg ber Slovenen iiber bie Deutschen" beten. — (Maturitats-Prufungen.) An bet hiesigen Lehrerbilbungsanstalt erhielten van 10 Zoglingen 4, unb an ber hiesigen L ehre-rinnenbilbungsanstalt von 27 Zoglingen 19 ein Zeugnitz bet Reife. — Am hiesigen Ober-gymnasium unterzogen sich 48 Abiturienten unb 1 Extern ist ber munblichen Maturitats-Pxtifung; 6 erhielten ein Zeugnih ber Reife mit Auszeichnung, 34 ein Zeugnih ber einfachen Reife, 6 haben sich einer Wieberholungsprufung zu rmterziehen unb 3 rourben auf 1 Jahr reprobirt. — An ber hiesigen £> be rr eol fdjule legten 7 Schuler bie Maturitatsprufung ab, wovon 1 mit Auszeichnung, 5 einfach approbirt, 1 zur Wieberholung nach zwei Monaten zugelassen wurbe. — (Der zroeite Jahresbericht ber hiesigen Knabenvolksschule beS Deutschen Schulvereines) enthalt als Einleitung einen tr.it Wcirme geschriebenen, lesenswerthen Auf-satz „Volksschule unb Mittelschule", in welchem im Hinblick auf bie burchfchnittliche geiftige Reife ber Kinber unb bas Beispiel anberer Lanber bafiir plaibirt roirb, bah fiir ben Eintritt in bie Mittelschule bas zuruckgelegte 11. Lebensjahr bestimmt roerbe. Den Schulnachticht^n entnehmen wir, bah bie Schule in ber ersten Classe von 40, in ber zweiten von 50, in ber britten von 30, zusammen von 1^0 Schiilern befucht wurbe, wovon nach bent Religionsbekcnntnisse 108 katholisch, 7 evangelisch unb 3 israelitisch rooren. Eine betrachtliche Anzahl von Schiilern muhte bei ber Anmelbung zuriickge-wiesen werben, weil sie einerfeits nicht bie nothigen Sprachkenntnisse besahcn, nnberfeits eine Unter-stutzung ber Schule in sprachlicher Hmsicht von Seite ber Eltern unmoglich war. Der Lehrkorper bestanb aus folgenben Mitgliedern: Johann Benba, Schulleiter unb Lehrer ber britten Classe, Philipp Uhl, Lehrer ber zweiten Classe, Heinrich Lubwig, Lehrer ber ersten Classe, Josef Erker, Domkaplan, Religionslehrer, Johann Sima, k. k. Ucbungsschul-lehrer, ertheilte ben freien Unterricht in ber slovenischen Sprache. Das Inventar ber Lehrmittel weist 38 Nummern mit 286 Stucken aus. Der Bericht enthalt auch eine ausfiihrliche Darstellung bes Lehr-planes mit instructive,, Anmerfungen, soivie bie voll-ftanbige Schulordnung unb bie Chronik bes abge-lciufenen ©chuljahreS. Mit Beginn bes nachsten Schuljahres wirb bie vierte Classe e r o f f5 net. Die Einschreibungen ftnben am 14., 15. unb 16. September statt. — (Aus bem Johtesbet ichte b e8 Gymnasiums in Rubo IfS roerth) entnehmen wir, bah im abgelnufenen Schuljahre 1886/87 18 Lehrkrafte thatig warm unb biefe Lehranstalt in ber ersten Classe 37, in ber zweiten 26, in ber britten 19, in ber vierten 21, in ber fttnften 13, in bet sechsten 9, in ber siebenten 14 unb in ber achten Classe 8, zusammen 147 Schliler besuchten, von welchen 136 bem Lanbe Krain, 7 Steiermark, 1 Mahren, 2 Ungatn unb 1 Croatien angehorten; 12 erhielten bie erste Fortgangsclasse mit Vorzug, 92 bie erste, 12 bie zweite, unb 7 bie britte Fort-gangsclasie, zu Wieberholungsprufungen werben 24 Schuler zugelassen. Der ausgegebene Bericht bringt im Eingange unter bem Titel: „Die Gegner bes Hellenismus in Rom bis zur Zeit Cicero's" tine Abhanblung vom Prof. Leopolb KoprioSek. — (Arbeiterhauser.) Der Verein zur Herstellung von Arbeitenvohnungen roirb bemnachst ben Bau ziveier Hauser — jebes fiir acht Par-teien — auf bem Baugrunb in Beschigrab verge ben. Dem Wunsche ber ©enteinbe Laibach, bei Par-cellirung ber Bauplatze bie neue Gasse parallel mit ber Wiener Reichsstrahe anzulegen, hat ber Serein mit einem nicht unbebeutenbett Gelbopfer, welches bie zu biefem Zwecke nothroenbige Arronbirung bes Baugrunbes kostele, entsprochen. Die beiben Hauser sollen noch im lausenben Jahte unter Dach ge-bracht werben. — (© o nt m I u n g fiir bie butch Hagel-sch lag bes chabigten Gerneinben.) Im Hin-blicke auf ben verheerenben Hagelschlag, roelcher am 15. Juni in manchen Gegenben von Krain nahezu bie ganze Ernte oernichtet hat, unb in Anbetracht ber btmfenben Nothlage, in welche zahlreiche. Fami-lien burch bieses Elementarereignih versetzt rourben, hat auch ber Statthaltet in ©teiermarl eine milbe Sammlung fur bie PerungludEten auSgeschrieben. Beittage fiir biefe Sammlung lonnen bei ben Pfarr* Lmtetn, bei ben politischen Bezirksbehorben unb ben ©emeinbeamtern unb in Graz auch im Statthalterei-Prasibium nbgegeben roerben. — (© ii n g e r a b en b.) Der Mannerchor bet philharmonischen Gesellschast seierte am 18. b. M. beim Schweizerhause ben Rarnenstag bes Gesell-schastsbirectors Hertn RegierungsratheS Dr. K ees-b a ch e r burch einen gemiithlichen Sangerbunb, welchem viele Freunbe unb Verehrer bes ©efeierten unb zahlreiche Gaste anroohnten. Der Abenb roar zugleich eine AbfchiebSfeiet fiir zroei Laibach ver-lassenbe Sangesgenossen, bie Herren Putfchni! unb Cerin. — (Sie Ausstellung roeiblicher Hanbarbeiten in Rubolfinum) hat eine seht schatzbare Bereicherung burch eine teidje Collection von Stickereien bes Frauleins Hlavka an ber Wiener Schule fiir Kunststickerei ersahren. Da biefe Ausstellung schon in ben ersten Tagen bes August geschlosien roerben soll, so machen roir bas kunst-sinnige Publikum aufmerksam, ben neucit zur Schau gestellten Arbeiten, bie sich ber allgemeinen Aner-tennung erfteuen, bas Augenmerk zuzuwenben. — (Vergniigungsziige Laibach — Lees — Velbes.) Im Laufe ber heurigen Sommer- unb Hetbstsaison verfehren an Sonn- unb Feiertagen Vetgniigungsziige zu ermahigten Preisen, unb zwar: 4 1 fl. 80 ft. fiir bie zweite unb ii 1 fl. 20 ft. fiir bie britte Wagenclasse jut Fahrt von Laibach nach Lees - Velbes unb zutiick. Ab-sahrt von Laibach um Halb 7 Uht Friih, RudEfahrt nach Laibach um 8 Uhr Abenbs. — (Verheerungen burch einen Wilb- 6 a ch.) Am 16. b. M- schwoll ber gewohnlich ganz hatmlose Bach Suchi nachst ber Ottschaft Wutzen in Obetktain nach vorauSgegnngenem ©emitter in ben Kataroanken zu einer ungeroohnlichen Hohe an unb walzte in seinem Laufe eine colossale Masse von Schlamm, Etbteich unb geroaltigen ©teinen ber Thalrniinbung zu. An seiner Einmunbung in bie Save vollbtachte er in ein paar Minuten an ber bortigen Mithle beS Hertn Michael Refinger bos Werk ber Zerstorung, inbent er bas ©ebaube sommt bet Stallung unb bem Schiveinstall mit ben barin befinblichen Schweinen vom Boben roegfegte. Eine von ber Katostrophe Uberraschte Jnwohnerin hatte bie grohte Mtihe, sich mit ihretn Kinbe auf einen Dbstbaum zu sliichten. Kaum roar bie unerroartete Kunbe biefer pliitzlich eingebrochenen Calamitat im Dorfe Wurzen eingetroffen, so beeilte sich Alles, um roerkthatige Hilfe zu leiftert. Es gelang ben Seuten, bie roeggefchroemmten Schweine zu retten unb bie anstohenbe Sagestatte non bet Zerstorung zu schLtzen. Die Sommetgaste Wurzens, benen bas Posthaur Resinger's seit Jahten eine gastliche Unterfunft bik-tet, bebauern lebhaft ben butch bieses Element«-eteignih schwet bctroffenen ©aftroirth. Zu roiebet-holten Male schon soll bie Regulirung unb Set* bnuung bes Wilbbaches Suchi angetegt roorben fetit, ohne bah man biefer Angelegenheit bie oetbicnte Wiirbigung geschenkt hfitte. Moge bie jetzige ftflta5 strophe Veranlassung geben, bie nothigen Vorkehnim gen rechtzeitig zu treffen unb allfailigen roeiterff Verheerungen, roie sie sich vot zroei Jahten in Ik® benachbatten Ratfchach ergeben haben, vorzubeugi»- — (Die gei ft lichen Exetcitien f 6[ bie Priest er ber 2) i o c ef e Krain) roerben in biefem Jahre in Laibach am 29. August begin’ nen unb am 2. September geschlosien roerben. . —^ (In ber hiesigen evtrngelisih^ Kirche) sallt roegen Beurloubung bes Httff PfotterS ant 24. unb 31. Juli unb am 7. August bet ©otteSbienft aus. — (Die Grotte in Abelsberg) rourd! in votiger Woche von einer grohen Reisegesellschast aus Amerika befucht. — (Zur Eroffnu ng bet Triglau" hiitie am 31. b. M.) Die zu treffenben Ei»° leitungen zur Durchfuhrung bes biehfalls in unferet letzten Rummer veroffentlichten Programmes Bi: Vetptoviantitung ber Gaste gerichtet fein, imnterhin mit einigen ©chroierigfeiten vetbunben ijl tnbent ber Ttonspott von Proliant von ber Thalstation Moistrano burch bas Kotthal bie fotbetung pet Achse ousschlieht unb nut dM Trager auf einem 6 ©tunben langen, besch^ lichen Marsche bis zu einer ©eehohe von 2200 V-beroerksteHigt roerben tttuh. Donk ber zuvotkomm^ ben DpferroiUigleit mehtetet Mitglieber ber Section hat biefer Hauptpunkt bes verhanbelten Programmes/ namlich bie Sefchaffung von Victualien unb ttanken in geniigettber Menge fiir jene unroirt? lichen Hiihen cine beftiebigenbe Lofung gefunben un-liiht sich bas hieftit bestellte Comitv unter fachku«' biget Leitung unb unter Mitwitfung von ©Eperien angelegen fein, bah auher bent ethabenen 9iatu?! genusie ber Hochalpenwelt ouch fiir bie korperlW Bebiirsnisse ber ermtibeten Alpenwanberer oorgefotg werbe. Fiir bie Theilnehmer aus Laibach ist eS m angezeigtesten, ben samstagigen MittagSpostM b zur Station Lengenfelb zu beniitzen unb von iiber Moiftrana gleich in bas Kotthal auszubrech^ unb in ben Abenbstunden ben Aufstieg 3ur unb am folgenben Morgen bie Ersteigung Triglau votzunehmen. Miige ber Himmel ®«e| Unternehtiten giinstig fein unb ben Befuchern Altvaters Triglau eine heitere Runbschau un boraus folgenben Feiet ber Hiitten-Eroffnung heiteres Wetter bescheeren. ,. „ > — (AuS densteiermarkischen Ba Bis 16. b. M. ftnb in ©leichenbetg 3^/ 9ieuhou8 614, in Robegunb 537, tn ©ouerbrunn 1168, in Rbmerbflb 560 unb > 515 Personen angekommen. — (D i e Bergwerksproduction in ^toin,) wenn auch die hiebei in Betracht kommenden ^»ductionsmassen unb Werthziffrrn gegenliber der n ^esammtleistung auf diesem Productionsgebiete unb ^ Verhaltnissen nnbcrer Lander sehr zuriickstehen, boch rclativ vom Stanbpunkte bes Landes noch eine beachtenswerthe Stellung etn. Nach „ soeben veroffentlichten statistischen Jahrbuche ^8 Ackerbauministeriums filr bas Jahr 1886 be- Sffert sich ftir bieses Jahr ber Werth ber Berg-^Uprobucte in ganz Oesterreich mit 49'48 Millionen !"lden (gegen 1885 um 45.804 fl. mehr), ber der Huttenprobucte mit 27*57 Millionen (um 1'01 Millionen Gulden weniger). Das ste Probuctionsland auf beiben Gebieten, >rn, zeigt sowohl im Bergbaue als im Hiitten-' eine Steigerung. Das zweitbedeutendste, %iermorf, dagegen verzeichnet in beiben Zweigen S« Riickgang der Probuction. Zieht man ben ^ der verhutteten Erze ab, bann ergibt sich fur 'V;iefammtc Bergwerksproduction Oesterreichs die ^rthsumme von 65 25 Millionen ©ulben, b. i. S i zg Millionen Gulben ober 2 Percent weniger tfo in* Jahre 1885. Hiebei betragt in Krain ber * ' ber Bergwerksprobuction 1-970 Millionen ^Iben aegen 1*955 Millionen im Jahre 1885, Ser 1886 mehr um 15.000 fl.; bie Zahl ber i>» t)j£rcn Probuctionszweigen in Krain beschaftigten ^beiter aber bctrug im Jahre 1886: 3028, bas um 107 mehr als im Jahre 1885. Unter ben liet j„ Betracht fommenben Kronlandern nimmt ^jjjn ^ach Bohmen mit 30 4 Millionen, Steier-\xi mit 9 7 Millionen Gulben Probuction, bann W1(„ Mahren unb Karnten) bie sechste Stelle \ ^orattf noch Galizien unb 9Zieberofterreich folgen. (Aufgelb beiZollzahlungen.) Das ^Mrministerium Hat im Einvernehmen mit bem S«rifchen Finanzministerium fur ben Monat August ^87 festgesetzt, dah in venjenigen Fallen, in roelchen ^ oat,rung von Zollen unb Nebengebuhren, bann Sicherstellung von Zollen start bes Golbes ^llvrmun*en zur Verwenbung kommen, cin Aufgelb \ 26 Pencent in Silber zu entrichten ist. Vom Bsichertische. v Zllustrirter Fuhrer auf ben ostcr- 4llpenbahnen. III. Auflage, 151 3IIuftrntionen W■''rt1ftnbnf)nfortf- Wien. R. v. Waldheim. $ r e i 6 © — Do« gegen die 2. Anslage unt ciiien gruntu ... irnb um zahlreiche SUuftrntioncii »ennefirte, [jiibfdj Suri) geiiligt vollilandig fur die Bcdurfnissc solcher tifrcn Scit c* nicht crlaubt, Hochto„r-„ z„ unter-vftnden. ^suchtestcn bcrstlticn in der Nahc vonBahnstrecken iibrigen5 fl c wi sftichaft^ beriitffi rfjti g t ebcnfo die SehenS- rt cer ~v‘ nuidu u,ul icinct fibtr bie Gnsthofe. Falirlaren der Fiaker u. s. Iv. Die tfanji » fer eiiigeheiiden Beschreibrnig WienS ge- mit feiiien landschastlichen SchSnheiten ist sehr A.-iirffiditifll'. von Laibach »nd der 51bcl8bergcr®rotte ftfen'itmtioiten im Bnche eiithalttn. 3Bir ziveiseln nicht, datz b htuc 91»f^a0C cf’c"^° 'n^trci*c Stcmibe fiiiden tuirb, ivie btc DOr*'c,r?,Cvb 9??ii>d)cn. UmMrfitmiflcii ti o it A.Paubler. Wien, Karl Konegen, 59 6. — DnS hiibsch auSgc-h#m Dr Franz Schm eyknI gcroibmcte Siidjlcin eutljiilt ber Stable. Der „3lhiftrirtc pbrer" gibt ferner ifAe Snflcu niid Marche,,, mcift Poesicn. Der Ber-Wobot),mi. c6 (inč, volkrthiimlichen To„ auznschagen »nd oe„iir beSlialb, bab nicht mir dar uotHegtitbe Biichlein .m ncmiiincii, foiibcn; bn(t auch der SBcrfaffer noch cine •^Jbmtu^flj “i^jiichen SchaffenS oor sich habcn mirb. gZerstorbene in Laibach. 1o 3uli. Alois 3eve, BesitzerS-Eohn, 4 3., Schwarz. Acharlach. — stran, Moser, Stuangling, Polana-tli Vitium conlis. — Franz Bahovec, ArbciterS-Sohn, w žy.'iniinftrn6c 65, straisen. - Alois Delacorda, Arbetlers-®icnetftro|ic27.Rmife,,. ft * 14 3u!i- Maria ©nlobič, ArbeilcrS-Gatlin, 5,8 J., « LungciientzSnbnng. 'uetpeig 3u|i 30(,nmi Kosec, SlrbcitcrJ-SoIjii, 21 St., Maria 10, --chmache. — Gnido Hren, BahnbeamtcnS-v; m floltflnnaffc 14, Fraisen, Am 16- 3>tl>. August Manke, Strasling, 45 3., (Saftcll- ^2' ^/^Juli!°3ulimta Kleindienst, ilochinS-Tochter, 1 ^^Polanastr'ns,e'l», Tnbercnlose, & «m 18. Juli. »tubolf -”) 15 738« 24-1 282 160 1 00 He,!««« SlBf.Uft,’ 6i|tr ziiiichmenb, Wetterleuchten. 16 736-4 2bl 290 16 8 31 Heiter, heisi, Vttenbe tnt-iernte« Bkwitier mit etwai Regen um 8 Uhr. 17 'J 737 0 20-2 226 17-2 0'6 Brwotkt, iliormillag« schwachir Regen, Wetterteuchten. 18 736 8 22 2 26 0 160 0 4 . Morgeni 3 Ilhr Doniier, taqubtr ,i'mtich heitkr, Abenb« Eewitterwolken. 19 736 i 26 1 30-8 16 0 00 Wotkenlos. heitrrek Tag. sehrheir. 20 736 7 25 8 308 1 16 2 ■ 1 0-0 Hitze unb Hnierkkii anhaltrnb. 21 735*7 24-8 31-0 1 170 00 Heiter. sehr heip, die Alxen flat. ^ r«m 19 3»l>- Mana HlepS. ArbeilerS-Tochter. 13 M., >an°strahi 18, S£i«6erculofe. Witterungsbulletin auS Laibach. M«)! m das Vorzuglichstc qegc„ alle Imccten wirkt mit gkradkii, sravviienderKrast unb rottrt da« vorhandene Ungejiefer fAntll unb sichkr bttart auf, bap nnr kcinc Spur »>chr da»on ubrtg blcibt. Man beach,e ,e,iau : Baslu lose m Pauier aulgtroogen roirb, ist j»» m „Sod)cr(«iSpecintitdt“. DcpvtS m '-»-b«,-" b,i K. Karinfter, Mich. Kastncr, Schuscknik Mcbkr.Jok.Luckniann, Dictor Schtffcr, Peter Lastnik, (Suftnv $reo, yos. Terdlna unb H. L. Wcncel. In Cilli fcei Alois Walland, Trcun d>' Stieqer, ❖»“»"J ^ 3ufan unb A-rd. Pel,c. J» I.and.trn«. t-ti AloiS Sats». 3„Trlfnll b" I°s L. Jaschke. 3nUiido!f«-uorth trt Dom. Sti„oli, Apothekkr. Haiilit - OeiiiH * (2290) •I. %nrlukrl w‘*»i i., «' Klein, Bicycles- u Tricycles-Falirlk. cnglische System«. Spccialitaten in Kinder-Veloolpedes, WIEK, VII., Kaiser. Sttuftr. stratze 41. Uitiittifti U!*(i«lifttn Saison J887 grati« unb franco. (2392) Eingesendet. Meugehorene Hinder, welche von iljrcii SButtern gor nicht ober nnr unvollkoinmcn (Nachtr>genabrt merben konne,i, werden burch daS H.Nestl«'-sche Kittbernahrmehl allein in raiioneller Weisc anfgezogen. DaS H. 9Zcftle’fdic Kindernahrinehl, emvsohlen vs» den ersten mtbiciiiintcu Lapacitaten uub Kinberarzten, Hat feit Zwanzig 3ahren in alien jciicii Fallen, wo eS stch um deu beftcii unb »oUfommenften Lrsax der Muttermilch handelte, glanzende Lrfolgc nufzuivciicii, mit) luiirbč auch in dm Findclhausern uub Kinberspitalern beS ganzen Continents in dieser Richtuna mit ben gunftigftcn {Rcfultatcn erprobt, moruber zahlreiche Atleste vorliegen. DaSselbe ist nul befter Alpenmilch, Weizcnmebl unb Zucker in Pulverform erjeugt, erforbert mir reineS Wasser unb cin. inaligeS Aufkocheii, um ftets eine gleiche Nahrnng ,u crhaltcn ; bit ftiiibcr nehmen c6 gerne unb gedeihea dabei auf daS Best«. Stofdjurc auf Vcrlangen gratis unb franco Gciitrfilbepot: F. Berlyak, Wien, Stabt, Naglrrgasse Nr. -1. Depots in alteu Apothekeu ber osterreichisch.ungarischen Monarchie. (2861) Mlutreliiigun*. Die hohe Bebentiing be« BluteS fur ben meitfchlichen OrganiSmuS ist bcfannt. Man meih, batz bie Mehrzahl ber Erkranknugen auS einer maiigelhaftcn ober fehlerliafleii Blutbeschaffenhcit refullirt unb deingematz auch burd) ttinioirfimg auf daS Blut ivieder natiirgcmafe beseitiat mirb. ftrnufhcittu, in beueu ciuc Slutrcinigung angezeigt ist, stud besonbers Gicht nnd RheuniatiSmnS, LyphjliS, «cropheln miti ocrfdjicbeiiattige Hautkrankheitcn, Flcchtcu, fomic schlecht heilcnde Wnndcn. Sobald man Bculcn, AuSschlage, Geschwiire bemerkt, sobald man fiihlt, datz da« Blut langsani unb fchiucr burch bieAbem fliept, fobalb man iiderhaupl fiihlt, bah ba8 Slut nicht in gehiiriger Dtbtmug ist, so reiuigc mati daSselbe unb ae> brniidjc deu burch eiiic Rcihe v°„ S0 3ahrc„ eryrobtcu Wilbelm'S antiarlhritifchen, antirheumatischen BlulreinigungS Thee »on Sra’U Wilhelm, »Apothcker in Ncunkirchen, Sc.-Oest. DteseS Praparnt ist auch iuSbcfoiibcre al6 Winter-, Friihjahr-, Sommer- nub Herbstcur anjumenben, dic den Zweck haben, cine fur die Lrhaltung bet Gefunbhcit hochst forberliche Dteiiiiguug des GcsanimtorganiSuiuS oorjunehmen. (2217) H. leitle’i Kindermehl. lBjalirig-er Erfolgr. 21 Auszcich-uungcn, morimtcr 8 Ehren-____________ dipiome dercrstcnntebi- o ".L«. R kinischen o goibcne 1 . ..... Medaillen. pabriksmxrke. ® NoMSu-igks Uahrungsmittel fiir Kleine Kinder. ©rfn^ bei Mangel on Muttermilch, erleichtert daS Ent-wohuen, leicht unb DoHftanbig oerbaulich, behhalb auch fcrwaelieeneM bei Mwgenlelden air Nah-tungSmitttl bestenS einpfohleii. Sum Schutz gegen bie zahlreichen Nachahmuugen fiihrt jebe Biichse bie Untcrfchrift bc6 SrfinberS Henri Aestle unb auf bcr Deckel-Stiquette bie Schntziuarke bcS Central-DevositeurS F. Berlyak. *'> X»owe »O Henri IVestle’s condensirte Milch. Eine Dose 50 kr. Depots in. Laibach.: Set G. Piccoli, Jul. v. Trnkoczy, I. Swoboda. Apothcker, uub in alien Apotheken unb Droguenhand-luugcn SroinS. [2361] Zur Dcsinfcction Carbolsaure und CarlioI|iulver „ , ..... tilligft bei (2310) Paul Hiller & Comp., Wien, iv., Favoritenstr. 20. Bernhard Ticbo in Biriknu, Kraut mar lit Hr. 18, (im eigeneit Hanse) oerfenbet mit Nachnnhme: 1 e-eiflcum bei: Wtcbt, (fallen-* Blanen- und Nlercn stclnon, Hiimorrholdeu, Skro pheln, Kropr, Oclbniicht, Magen-leldou u. bei Katarrhen llberhaupt BiOER. WOHNUNGEN, RESTAURATION BILUG. Hanvt-Niederlagc bei Fcrd. IMuiitie in Laibach. I 2317 steinsche Radeiner Radkersbarg Steierroirk Ala Hellwasser. Der Radeiner Sauej'brunnen ist tier reiclilialtigste Xat r on-Lithion-Sauerling*) Europa’s. Er wirkt specifiscli in alien Krank-heiten, die auf ein Uebermass von Harnsiiure beruhen, wie in der Giclit, bei Gallen-, Blasen- und N i e r e 11 s t c i n c n und ist ein uuschiitzbares Heil-mittel bei Hamorrlioidal- unil B1 a s e 11 k r a n k he i t e n, bei Vcrschlei-111 u 11 g e n und Siiurebildung ini Magen- und Darmcanale, Anschop-pungen, Katarrhen und N erven lei den. Als Tufelgetraiik. Der grosse Gehalt an Kolilensaure und kohlensaurcm Natron, der angenehm siiuerliche Geschmack, das reiclie Mousse macht das Radeiner Sauerwasser zum beliebtesten Er frisch ungs-Getrank. Mit sauerlichem We in oder mit Frucht.saften und Z ticker vermisclit, gibt es ein stark schaumendes und durststillendes Getrank, das man mi neral isclien Champagner nennt. Als ypSservatlv. Eine weit ausgebreitete Verwendung tindet das Radeiner Sauerwasser als Schutz- und Ileilmittel bei Diphtheritis, Scharia ch, Masern, Fieber und Cholera. BSder und Woliiiuugen. Die Bader werden aus Eisen- und Sauerwasser in jeder beliebigen Temperatur bereitet und sind von erprobter Wirkung gegen Giclit, Rheumatisnnis und Frauenkrankheiten etc. Preis eines Warmbades 35 kr., ein Flussbad 10 kr. Ein nett moblirtes Zimmer 30—80 kr. Restauration gut und billig. •) 1 Liter Radeiner Sarierwiwser enthalt 0 06 Grnmra doppelt koblensaures Lithion. eine Dosis, die man An fangs nicht leicht fiberschreitet. Welchen Wertli dieses ungemein kraftigv Alkali als Heil* mittel hat, beweisen Qarrod’s Versuche, die all«nthalben ihre Bestatigupg fanden. Er legte Knochen-nnd Knorpelstucke, did «tr ron Gicbtkrjmken nUhm, und die ganz mit harnsaurem Natron bedeckt waren, in gleich starke Losungen Von KaH.Natron und Litlrion. Beide erstere LOsungen wirkten fast gar nicht, letztere aber so epergiseh, dass die mit gichtischen Ablagernngen impragnirten Knochenstiicke in knrzer Zeit ganz von dem Unrathe befreit waren. Dies bestiminte ihn, Versuche mit kohleneaurem Lithion bei Gichtkranken zu machen, deren Ahlageruiigon alsbald geringer wurden und endlich ganzlich auf-horten. Erfolge, die auch von anderen Aerzten unter gleichon Verhaltntesen erzielt worden sind. 2362 II =»■■!»« - ]1TiedLeirl»^e bei Fertlinand Plautz in I^aibacli. Hamburg. IM, TlfiB, WMID BtC- —g. Verkaufsbedingungen: Portofrei incl. Verpackung gegen Nachnahme. Cejlon, grutt, »orzil.iUch per5 Kilo fl. 6.95 OuldjHvn, gelt’, hocharomatisch „ fl. 6.H5 PerlknlTer, flvuii, auSgk;kichnkt „ fl. 7.50 arab, .llovva, vervfl- fturig „ fl. 7.10 In Andetracht btv tnvibni Kaffkrprri«steiqe-rung offeriren nur bit frinflen Sortm, da qeivobn. liche Sorten nur wenige Kreuzer billiqer, b-iher qegen biesevorzuglichenKaffees nicht tontiittiten fonntn. Al« rortheilbaftiste Mischnnq zu un(erem SnffttMiivftbltn mit bitnu«flejtirt!tiftfii Eurroante .lavn Stirrogat per ^ Kilo fl. 2 20 Moora Sur rogat >, fl. 2.50 Amerik. MaHV-vinelil „ fl. 2.50 Tirno qesunder al« Kaffee, ill asche 80 kr. Beuedictiner, 1 Liter sammt Alctjche fl. 1.— Chartreuse, 1 Liter sammt Slafcht fi. 1,— Bchter Cognac, 1 Liter fominl Rlafch« fl. 1.— ic. 1C. (2350) ,'luftvllung franco H„»S, ronbn ober SteHmuflcn« Standplatz (f. Laudbewoh-titt). Provlnz Nachnahme. Wiener Wein-kellerei, Ottakrina, Hnder-Onffeir,. Pet ii antifcl iifiriilier in, wrlcheS brr Dieten, in dm Zeitungen angepriesencn Hcilmittel er gegen sein Leiden in Gebrauch nehmen foil, der schreibe geftilligst cine Cvrrespvndenzkarte an RichterS Verlags-Aiistalt in Leipzig utib tier* lange die illuftrierte Broschiire „$troitItn» freund". In diesem Biichelchen tsi nicht nur eine Anzahl der Dcftctt und bcwiihrtcstcn Haus-Mittcl nusfuhrlich beschrieben, svndern es sind auch evliirrtcrndo Krt,nircr,t'oriri»1e beigedmcft warden. Diese Berichte beweisen, dost frtir oft tin cinsachcs Hausmittcl gcniigt, um selbst eine scheinbar unhrilbarr Htflliflicit itoch gliicklich geheilt zu seheu. Weun dem Kranken nur daS richtige Mittel zu (debate stehl, daun ist svgar bei schwerem Leiden noch Hcilnng zu erwarten und dnntm fvtltc feiti Kranker verfSittiteti, fich den „Krankensreund" font men zu lassen. An Hand dieses lesenswerten 58itches roil'd er viel (eichtev eine richtige Wahl treffen fttttnen. Durch die Zusendung erwachsen dem Besteller tcilicrlet kosten. TB06 Wiederverkanfer et>| halten Nabatt. Passendcn eleganteo bilbtt »a« bei Gilbert Anger in Wien, VII., Sit»| bensterngasse 32» erschlenene Oelfarbendruck-bild Sr. Majestat be« (2295) ^aisersFranz 8V Josef I. HoheKS Qtm..’tirtite56Gtm. als leben«grotze» Brustbil« in btr Campagne-llnifokm nach btr Original ■ Photographic ron Prcf. Luck-bardt, jum Preise ton I R. S.—, in hochfeiuem > Rahmen fl. 5.— inclusive I Porto u. 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