•uMtali: »,«« (SU IM* »n <•» ». ffttn- HW m It—lt Ut Mm. ■cttcs »>chl ■MCBtote tt»-: tniKflAttgt. !»>»»>,»»,«» tm Mi BdMltaaa iqn Mna Itt MBI4« f«. «Mm •inttt» cstgcgcn. - M MflMu«il «n» »-»l- «rtArt« M •««*£• 1 n) tnuiltit ■flqfQl. IMnn*(»«eBi« <*«.100. Nervaltung-. Watbbau«flati. Nr.» Vk,vq»dtdii,i»„qn>: l>»rch »t« P»Il d«,»»«»! •»IiytelfäBTla . . . tl. IM . .. . I. IX» . . . «. «-40 B*t4iUI »I »»' Hai»! woxama . . . .1. —-M SutKljdttl« . . . H. VV> v»i«t»d»i- •«miniim i . . #. *•— »St'l »»«!»»« ntdcn 14 »i, fcnu.äütiftteaiMl NetMrtt* #CTlntfun««-#t»iU. !'■ Wnotlntfte Slvnnniitntl i«Il«» tit tut Ut«i fcadnng der Zeitung eintrete. Z)ie Verwaltung. heutigen „Teutschen Wacht" liegt Nr. 2l der Sonn-^/laAsbeilage „Die Südmarl" bei. ^nhaltslxr-^ jeÄili»: Moderne Römer. Roman von Reinhold Ort-WH. ietzung). — Mai-König. — In « Album. — I«iichl« !!ia>'in^>tt'rbon>Ie. — Den Bienen untereinander. - tz«g.imeiilr>apier. — Fliegenleim. — Rafeinlitt fflr itadan — Pertilguiig von Huflattich. — Die orienta-Ut Kraqe. — Grethchen am Fahrrad. — Gewagte An-— Unisoimität — Poesie dcS Vaterhauses. — Hei- «once. pie Entrechtung der Stovenen. .Die Kroaten und Slovenen verlangen nicht, «s dem Nachbar gehört, aber sie müssen lautesten ßwieft gegen ihre andauernde Entrechtung erheben, iie «it Hilfe der staatlichen Autorität auf allen ßÄeten de» öffentlichen Leben» stattfindet." Mit diesen wunderlichen Worten hat am Freitag to slovenische Delegierte Vencajz die Politik der Ldflaven sehr treffend bezeichnet. Diese Politik |ett seit jeher etwas Romantisches — VodnikS ,[iiri:a vstaja' spukt noch heute ungeschwächt in du ltöpfen, obwohl sich der Jllyria ein höher» at'tfcitttf6 Wesen, Panslavia, zugesellt hatte. Der «ttizenaanle Wortführer der Südslaven in der velqation hält fest an einer staatlichen Vereinigung to lhalkroaten und .Alpenkroaten" (Slovenen): ,Tai politische Ideal der Slovenen und Kroaten ii> die Vereinigung aller Völker des seinerzeitigen tioaiicn, aber im Rahmen der habSburgifchen Umarchie". Die von Loyalität triefende Schluss-mkng dieses romantischen Satzes wird in den vi südslavischer Erde weitverbreiteten panslavistischen Sie Entwicklung und volksthiimtiche Stdtntung der TurnKunfl. Lon Aurelius P o l z e r. Aeschichiliche Nachforschungen auf dem Ge-ku d«S Turnwesen« sühreu unS zu den alten Ivechen zurück. Wie sehr diese den hohen Wert geordneter ditetödungen zu ermessen und zu würdigen ver-Innre«, Riehen wir auS dem Lukianischen Zwie-sterbet zwischen dem Skythen Anacharsi» und »f» «eisen Solon: besonders bezeichnend sind die von« des letzteren, mit denen er den Muth und Mt Ctandhaftigkeit der Wettkämpfer rühmt und Ktynisend von den schönen Formen ihrer Körper spricht, von ihrem krästigen Gliederbaue. ihrer un-Muslichen Gefchicklichkeit und Kunst, ihrer unbe-«a»ha«n Stärke, ihrer Kühnheit, Ehrbegierde, Geduld und Beharrlichkeit und ihrer unauSlöfch-Leidenschaft, zu siegen. Dieser Wertschätzung entsprach auch du sorgfältige Pflege, die die Hellenen dick« Zweige der ebenmäßigen Ausbildung des Menschen zuwandten. Während sich der Staat um die streng geistige Unterweisung der Jünglinge gar ich kümmerte, sondern in der Meinung, e» würden Eltern für den Unterricht ihrer Kinder sorgen, diesen dem freien Ermessen jede» HauSvaterS über» H, wandte er der körperlichen Ausbildung große Ichnerksamkeit und Fürsorge zu. Die vornehmste Pflege fand die Turnkunst in Ichni, und vort entwickelte sich schon früh der Kreisen sicherlich sehr verschnupsen. Diese halten sich an daS alte Programm AkfakowS, dass „die slavischen Bäche ins russisch« Meer fließen" sollen. Die slavischen Wildbäche werden, .wenn der große Tag hKMtbnchf, die Schutzwehren AustriaS nieder-reißen, den .Rahmen" des Herrn Vencajz zer-sprengen. Der slavophile Kernpunkt der südslavischen Politik kann heute durch keine LoyalitätStünche mehr verhüllt werden und wir können über diesen Passus der Rede des Herrn Vencajz getrost zur TageS-ordnung übergehen. Die Tagesordnung der actuellen Südslaven-Politik ist durch den an die Spitze dieses Aufsätze« gestellten Satz gekennzeichnet. „Wir verlangen nicht, was dem Nachbar gehört". Diese Pharisäerworte werden durch die Ereignisse der letzten zwei Decennien Lügen gestraft. Nur auf Kosten deS Nachbar« und keineswegs durch die Pflege autochthoner Kräfte sind die Slovenen nicht nur in den von ihren theil» weise bewohnten Gebieten, auch außerhalb ihres Territoriums zu einer politischen Macht erhoben worden, welche zu ihrer kulturellen Leistungsfähigkeit und ihrer numerischen Bedeutung in einem krassen Mißverhältnisse steht. Bis in die höchsten Aemter hinauf haben sie ihre nationalbewufSten Emissäre und kein Tag vergeht, ohne den ver-hätschelten windischen CorruptionSpolitikern eine fette Concession zu bringen. Und daS nennt Herr Vencajz eine „Entrechtung*. Der Mann muss innerlich gelacht haben, al« er die sinnlose Behauptung aufstellte, das« .da» Jtalienerthum, der Germanismus e« feien, welche die südslavischen Völker in ihren materiellen, kulturellen und nationalen Bestrebungen schädigen und sie kränken". Jeder ehrlich« Slaven« muss sich erstaunt fragtn, wi« wohl diese Bestrebungen aus-sehen mögen, die angeblich von den Deutschen und Italienern geschädigt werden. DaS slovenische Fünfkampf, daS Pentathlon. Dieser begann mit dem Weiisprunge aller zum Wettkampfe Angemel-beten. Wer nicht mit Gewichten in den Händen eine bestimmte Strecke im Sprunge durchmessen hatte, musste zurücktreten. Die ^Übriggebliebenen warfen mit dem Speere; dann lief man um die Wette und warf die Wurfscheibe. Zum Ringkampse wurden nur die zwei besten DiSkoswerfer zugelassen. Daneben war noch der Faustkamps üblich und da» Pankration, da» diesen mit dem Ringen ver-einigte und den ganzen Körper auf einmal in Thätigkeit versetzte. Außerdem wurde daS Schwimmen, Reiten, Fahren, Tanzen und Ballspielen gepflogen, und selbstverständlich übten sich die Mannen in den Waffen. Also wandten die Griechen, daS geistig hervorragendste Volk deS Alterthums, auch der Ausbildung de« Körper» große Sorgsalt zu, in der richtigen Erkenntnis, da!» vollständiges Ebenmaß nach allen Richtungen edler menschlicher Bethätigung nöthig sei, wenn das Schöne und Gute nicht nur ersehnt und erstrebt, sondern auch verwirklicht werden solle. Anders die Römer. Dieses allerkriegerischeste Volk der Weltgeschichte legte selbstverständlich großen Wert aus die Stärkung der Körperkraft; darum pflegten sie die Leibesübungen, jedoch nur mit Rücksicht auf den Krieg, für den der Römer abgehärtet werben sollte. Aber einen edleren, höheren Zweck wie die schönheittrunkenen Hellenen verfolgten die sinnesharten Römer «it der Turnkunst nicht. Alle« auf diesem Gebiete war bei ihnen roh. Da» beweisen die Gladiatorenkämpfe und alle jene Volk seufzt unter einer ausbeuterischen Oligarchie, die sich mit dem Mantel selbstloser nationaler Ge-sinnung umgibt, und die Bestrebungen der Deutschen zielen an den nationalen Reibungsflächen nur dahin ab. da» auSgesaugte und bedrückte slovenische Volk von seinen connationalen Ausbeutern zu befreien, ihm in der deutschen Cultur eine bedeutende För-derung der geistigen Bestrebungen, sowi« der mate-rielle» Interessen zu bieten. Einer naturgemäßen nationalen Entwicklung der Südslaven entgegen-zutreten, fällt keinem Deutschen ein. Allein wir wollen jederzeit den slovenische« Hetzpolitikern die Pharisäerlarve vom Gesichte reißen, wir werden ihnen jederzeit daS verweigern, was sie von un», ihrem Nachbar, .verlangen", und wir werden im heiligsten und rücksichtslosesten Kampfe für unser nationales Recht einstehen und au» nationalen Gründen allen illyrischen und panslavistischen Phan-tomen kraftvoll entgegentreten. Oer Sefähigungsnuchweis im Handels-gemerbe. Der Verband deutscher Kaufleute in Böhmen hat in seiner bekannten Denkschrift die Frage des Befähigungsnachweise» einer sehr treffenden Er-örterung unterzogen. Es heißt dort: In dem Befähigungsnachweis im Handel erblicken wir unter den heutigen Verhältnissen ganz besonders das Mittel, unsereui Stande wieder jene allgemeine Achtung, beziehungsweise jenes Ansehen zurückzuerobern, welches ihm im Laufe der Jahre vollständig abhanden gekommen ist, nachdem der ge-lernte Kaufmann gezwungen wurde, dem erstbesten Eindringling, der ohne jede Schule, nur höchstens im Besitz« einiger Mittel, oft auch ohne diese, und nur mit dem frivolen Vorsatze, auf Kosten k>er Credit« geber ein sorgenloseres Leben zu führen, die sociale Grenze seiner Existenz »ans fayon überschritt, in unsere Reihen aufzunehmen. Auf diese Weife bekam unser Stand seinen Anhang von auch in allgemeiner Circu»spiele, bei denen da« römische Turnwesen, wenn man diesen Ausdruck gebrauchen darf, vor die Oeffentlichkeit trat. Eine sorgsamere und edlere Pflege als bei den gemüthsrohen Römern fand da» Turnen bei den empsindungStiefen Germanen. Leibesübungen um ihrer selbst willen freilich gab eS lange nicht. Erst die Humanisten, die um die Mitte de« 15. JahrhunderteS zum erstenmale in daS Geiste»-leben de» deutschen Volke» eingriffen, redeten solchen da« Wo«, indem sie sich aus da« Zeugni» de« hellenischen Alterthum« beriefen. Allen voran prie« Luther, der kühne Neugestalte? des deutschen Volkes, die Leibesübungen al« ein treffliche« Erziehung»-Mittel. Hochverdient um das Turnen machten sich später Basedow und GutimuthS. Zum Gemeingut« wurde unS jedoch da« Turnen erst, al« Napoleon I. daS deutsche Volt und Land unterworfen und zur Knechtschaft ge-zwungen hatte. Arndt schrieb sein Buch .Geist der Zeit", Fichte die markoollen R«d«n an di« deutsche Nation. Die Stein und Gneisenau, Scharnhorst und Körner traten auf und weckten daS erftorbene Gefühl für Ehre, Freiheit und Ruhm im deutschen Volke zu neuem Leben. ES wuchs ihm der Muth, und die Wuth stachelt« eS an. seine Kräfte zu wecken und zu üben, um den Dränger besiegen und die Unabhängigktit wieder gewinnen zu können. Friedrich Ludwig Iahn abrr (geboren am II. Au» gust 1778, gestorben am 15. Oktober 1852) machte die sich regende Bewegung stark, leitete sie in feste, 2 Beziehung ungebildeten Leuten, welche oft nicht ein-mal die einfachste kaufmännische Calculation ver-standen! Es ist wohl leicht begreiflich, dass eine Ver-quickung mit solchen Elementen, welche, wie dies so häufig der Fall ist, plötzlich die Peitsche oder die Hacke mit der Wage vertauschen, zur allgemeinen Verfchlechternng der Lage des Kaufmannes durch unvernünftige Concurrenz, zügelloses Vorgehen u. dgl. im höchsten Grade beitrug. Kein Stand hat mit derartigen ungerechten Aufbürdungen zu kämpfen, denn überall ist der Ein-tritt des ungelernten und unberechtigten Individuum« in die Reihen der gelernten Standesgenossen ver-schlössen, und gerade hier liegt ja eben der Er-Mrungsgrund, dass sich so viele Unberufene zu unS drängen, weil eS der einzige Weg ist, dessen Passie-rung durch keinerlei gesetzliche Schranken gehemmt ist. Bestände noch die alte Gewerbefreiheil, dann würde das Handwerk einen Theil dieser Ueberläufer absorbieren und wir würden nicht die Stimme nach der Erlangung des Befähigungsnachweises erheben. Aber nachdem die tristen Zustände, welche die schranken-ose Gewerbefreiheit in diesen« Stand« schuf, zur Ein-ührung des Befähigungsnachweises im Gewerbe ührten, siud w i r allein der Auffaugungsfchwamm nefer mitunter zweifelhaften Charaktere und Exi-lenzen geworden, und all unser Ringen und Bitten um Beseitigung dieseS Hindernisses in der Entwicklung unseres Standes — es war bis jetzt vollständig ver-gebens. Wir verweisen nur auf die rasch sich entwickelten Jndustrieorte, wo unter 30—40 Handelstrcibenden kaum der zehnte Theil gelernte Kaufleute sind und wo die Creditunsicherheit eine unglaubliche ist! ES sind keine settenen Fälle, wo alle 8 Tage ein anderer Firmainhaber im selben Locale anzu-treff«n ist. Heute Tagarbeiter, morgen Kaufmann — in acht Tagen wieder Tagarbciter, und der Credit-geber steht rath- und schutzlos da! ES gibt leider noch zu viel Theoretiker, die bei voller Unkenntnis aller Wechselwirkungen geschäft-liche Einrichtungen aus praktischem Gebiete, von einer idealen Auffassung ausgehend, der Einführung des Nachweises der Befähigung im Handelsgewerbe sich in einer Weife entgegensetzen, die einer besseren Sache würdig wär«. Da wird besonders von einer sogenannten in-dividnelle» Veranlagung gefaselt, deren freie Entwicklung nicht gehin-dert werden darf; da heißt es, der Befähi- SungSnachweis wäre ein offenkundiger Rückschritt im rettn FortentwicklungSgangc des kaufmännischen Standes! Also wegen einzelner genial veranlagter Menschen, welche möglicherweise die Befähigung als ein Eötteraefchenk in die Wieg« gelegt bekamen, soll ein Grundsatz ausgestellt werden, der in seiner Anwendung jede gewerbliche Classeneinheit unmöglich macht und ein ChaoS schafft, welches in seinen Consequenzen die Standesehre untergräbt, den Stand selbst auf eine viel tiefere Sprosse der socialen Stufenleiter stellt und damit die Wohlfahrt und Existenz des geordnete Bahnen und schuf die demfche Turnkunst, dieses kostbare Besitzihum veS Germanenvolke«. Im Jahre 1811 pflanz!« er auf der Hasenhaide zu Berlin den Keim in den Boden, auS dem seither der herrliche, kraftstrotzende Baum der deutschen Turnerei emporgewachsen ist. Ihm. dem Turnvater Iahn, dem einst Ge-ächteten, hat da» dankbare Volk auf drr Hasenhaide «inen gewaltigen Malhügel gethürmt. Darauf steht der Alte im Bart« und schaut in die Weite, und e« ist, als ob ein glückliche« Lächeln srin ernste« Antlitz übtrflög«, da er fein Wort zur Wahrheit grworden sieht: „DaS Turnen, aus kleinem Quell entsprungen, wallt jetzt alS freudiger Strom durch Deutschland« Gaue. E« wird künftig eine ver-bindende See werden, ein gewaltiges Meer, wa« schirmend die heilig« Grenzmark de« Vaterlandes umwogt." Traun, «r hat da« Denkmal verdient, d«r Alt« im Bart«; denn Große« hat er im Dienste feine« Volke« und Vat«rland«S gewirkt, und nur wenig«« von dem. wa» einzelne geschaffen haben, kann sich seinem Thun vergleichen. Welche herrlichen Tugend«» weckt doch da» Turnen! E» macht den Körper stark und geschmeidig zugleich, indem e» die Uebung und die Bewegung an die Stelle der erschlaffenden Unthätigkeit setzt. Der rechte Turner ist ebenso wagemuthig, rasch «nt-schlössen und thatkräftig, wie klug berechnend, be-sonnen und umsichtig in Gefahren. Die stetig« Uebung und Erprobung s«in«» Körptr» und seiner _Kl^cht" ehrlichen, sein Geschäft gründlich erlernt habenden Kaufmann«? zu seinem, sowie zum Nachtheile des Staates in gefährlichster Weise beeinträchtigt. Individuell veranlagt I Wer ist es ? Fragt man denn überhaupt beim Ertheilen des ErwerbsfchtinrS: „Bist Du auch individuell veranlagt ?" Wenn das der Fall wäre, würde ja unser Wunsch erfüllt sein; es ist aber nicht der Fall, sondern wer zahlt, oder wenigstens anmeldet, der kann auch „handeln"! Man berücksichtigt eben nicht, dass unter 100 nicht ge-lernten Kaufleuten kaum 1 Pcrccnt eine individuell« Veranlagung besitzt und dass die 99 Percent den Handelsstand nicht nur diskreditieren, sondern auch ruinieren! Wenn wir nun g«g«n solches Protegieren zu Ungunsten des Handelsstandes der in der allgemeinen als auch Fachausbildung Zurückstehenden Front machen, wer hätte da wohl den Mmh, mitten im Getriebe einer gänzlich veränderten Zeit stehend und die Verhältnisse nicht nach theoretischem Maße messend, uns den Vorwurf der Reaction zu machen? Das, was wir durch die Einführung des Be-fähigungSnachweises bezwecken, deutet doch etwas ganz anderes an und zeigt jedem, der sehen will, deutlich, dass es unS in « r st e r Reihe um die Hebung der Intelligenz deS Standes zu thun ist, ein Wunsch, der bei den heutigen Zuständen ein ebenso gerechter als dringender i>t, wenn der seit Jahrtausenden so hoch geachtete Stand der Kaufleute nicht durch die Wirren der Zeit in einen ganz ge-wöhnlichen Krämerberuf (wir meinen dies im schlechten Sinne deS Wortes) verschmelzen soll. Niemand kann leugnen, dass das moralische Ansehen eineS Standes die erste Bürgschaft für eine gesunde Einreihung in die menschliche Gesellschaft bietet und dass weiter damit Wohlbefinden und verbesserte Existenzbedingungen Hand in Hand gehen. Recht verleumdend und ungebürend ist die uns unterschobene Behauptung, wir wünschen mit der Er« langung des Befähigungsnachweises das sofortige Verschwinden des nicht gelernten KaufmannSstandes. So plump dies« Verleumdung ist — nachdem sie vom humanen und gesetzlichen Standpunkte ein Un-ding — wird selbe weiter colportiert, um unserem Bestreben recht viele Feinde zu schaffen, wogegen wir uns aber auf das Entschiedenste verwahren, denn es ist ja selbstverständlich, dass dem bisher ohne Be-sähigungsnachweiS sein Geschäft betreibenden Kauf-manne oder Krämer dieses Recht nicht entzogen werden darf, doch soll vom Tage der Verlautbarung eines neuen, den Befähigungsnachweis dekretierenden Gesetzes nur derjenige befugt sein, daS kaufmännisch« Geschäft zu betreiben, der seine Befähigung hiezu durch eine entsprechende Erlernung auszuweisen ver-mag. Dieser Nachweis, welcher sich auf moderner Basis zu bewegen hat, ist von uns in der W«if« gedacht, dass derjenige als befähigt, «in Handels-gewerbe zu betreiben, erklärt wird, welcher entweder durch drei Jahre die Handlung erlernt und minde» stens zwei Jahre serviert hat oder auf einem Handels« oder Fabrikscomptoir durch drei Jahre die kauf-männischen Kenntnisse erlangt oder endlich der eine Seele verleiht ihm Selbstvertrauen und Kraft-bewusSIfein und «dl«n ManneSstolz. Durchdrungen von seinem «ig«n«n Wert«, halSt et jede Frerno» Herrschaft und ist allem Knechtewesen abhold und von lodernder Lieb« für Freiheit, Volk und Vatrr« land durchglüht. Ein rühmlicher Ehrgeiz läsSt ihn die größten Schwierigkeiten überwinden und mit Beharrlichkeit und Ausdauer sein Zi«I v«rfolg«n und das Höchste erstreben. D«r Sinn fürZusammtn-geHörigkeit und selbstlose Hingebung ist dem deut« schen Turner «ig«n. Manneswort und Tr«u«, Oss«n-heit und Wahrheitsliebe, Rechtlichkeit, Einfachheit und deutsche Biederkeit finden in dem Turnerherzen eine sicher« Htimstatt. Mit «inem Wort«: da« Turnen macht den Menschen allgemein tüchtig, körperlich und seelisch vollkommen, soweit diese« im Bereiche menschlicher Entwicklung gelegen ist; e« prägt den ganzen Menschen edel au« und erzeugt in ihm und an ihm jene Harmonie der Griechen, jenen schönen Einklang, jene« herrliche Zumganzenwirken aller geistigen und körperlichen Regungen im menschlichen Leb«w«sen. Nun fragen wir auch nach dem greifbaren Nutzen, den e« bringt. Da finden wir, das« da« Turnen, indem e« alle die obengenanmen körperlichen und f«elisch«n Vorzüge in dem Manne weckt und entwickelt, den Träger dieser Tugenden zum Kriegsdienste tüchtig macht. Da« wurde schon früh erkannt. Schon in der Zeit der Befreiungskriege sagte ein hochgestellter Herr zu Iahn: „Sie haben Wunder gethan; aber IM Mittel- oder eine öffentliche HandelSschul« nebst zse Jahren Praxis mit gutem Erfolgt absolviert hat. Erstere haben sich mit einem von dem betreff» den Gremium beglaubigten Zeugnis, letztere mit ka betreffenden SchulentlassungS- und PraxiSzeilziiffl auszuweisen. DasS wir in TodeS-, Unglücks« oder anka Specialfällen einer sich mit den wahren interessen v«r«inbarrnden Berücksichtigung nicht afyi sind, ist ja selbstredend, doch kann dies« nur * Grundzüge unseres Verlangens umfassend« Tchch auf detailiert« Durchführung nicht eingehen. In Consequenz dieser gerechten Fordenoisa soll dann die Gewerbeordnung vom 15. März lää und 3. März 1835 folgende Ergänzung erhalle»: Unter Handelsgewerbe werden von mra v> stimmt: Alle geschäftlichen Unternehmungen, welche p werbsmäßige Handelsgeschäfte betrtiben. Für folgende Handelsgewerbe ist der Besähizuzt« Nachweis zu erbringen, und zwar für den Eisenhandel, Leinenwarenhandtl, Banmwollwarenhandel, Seiden- und Seidcnwarenhandtl, Tuchhandel, Woll« und Wollwarenhandel, Papierhandrl, Delikatessen-, Wein- und Südfrüchtenhankl, Droguen Handel, Material- und Farbwarenhandel, Schnittwarrnhandel, Specerei- und Colonialwarenhandel, Galanteriewarenhandel. Nürnbergerwarenhandel, Rohproductenhandel, Samenhandel, Gemischtwarenhandel (Krämer). Auf Deutschland hat man übrigen« auch m gewiesen, dass dieses keinen Befähigungsnachlni- 2 Handel hätt« und doch einen blühenden Handel fljfl weise, aber vergessen, dass auch in Dcutichl«ü.> das Handwerk durch den Befähigung««ach> unverschlossen ist und dennoch die HiHdH für den KaufmannSstand nicht in so großer h« aufzutreten vermögen, wie bei uns, dennoch lies immer mehr Stimmen laut werden, welch« eda'Ä dahin zielen, den Befähigungsnachweis durch :a Nachweis der Erlernung des KaufmairaSstimW ti» zuführen I Und würden die Herren Gegner die ÄriA der deutschen Handelswelt zur Hand nehme«, «U» sie ersehen, dass nur ein kleiner ProcensH uq» lernter Kaufleute Deutschland aufweist und taakel»st wirkt. Darum lasst un« die deutsche Turnkunst pflegen nd »t ihr den deutschen Gesang und die deutsch« tfrache, ihre getreuen und mächtigen Verbündeten. ^Deutsch» Macht- seine praktischen Erfahrungen sowohl im Creditgeben als auch im Creditnehmen vorsichtiger ist und sein musS, da er als Vollkaufmann den gesetzlichen Ver-pslichtungen untergeordnet erscheint. Infolge dieser Vorbedingungen sind wir über-teugt, dass dmch die Einführung eines modernen Be« fähigungSnachweises sich die Handelsverhältnisse im allgemeinen bessern würden, und wird die Leitung des „Verbandes deutscher Kaufleute in Böhmen' auf« gefordert, in kürzester Zeit sowohl bei der Regierung als auch den Abgeordneten energisch dahin zu wirken, dass endlich diesem der überwiegenden Mehrheit der selbständigen Kaufleute entsprechenden Wunsche baldigst Rechnung getragen werde. ?otitifche Wundschau. Pit Wiener Hemeinderathswahlen, welche im zweiten Wahlkörper am Freitag stattfanden, endigten mit einem geradezu überwältigenden Wiege der christlichfocialen Partei. Zur Besetzung gelangten 46 GemeinderathSstellen. Von diesen waren bisher 14 in den Hände« der Deutschen Fortschrittspartei, 8 in den Händen der Deutschravicalen und 24 hatten die Christsocialen inne. Bei der Wahl errangen die Christlichsocialen 37 Mandate. Die Wahlbetheiligung war in den meisten Bezirken eine sehr starke und entsprach einem Procentsatze von 63. Man sieht, das« Dr. Lueger mehr denn je .Herr von Wien" ist, das« die Wiener „deutsche" Volkspartei ganz im christlichfocialen Strudel untergegangen ist und das« infolge der neuen Wahlordnung, welche die Intelligenz im zweiten Wahlkörper in den Hintergrund gedrängt hat, für die deutschradicalen und fortschrittlichen Elemente in der verclericalisierten Reich«haupistadt dermalen nicht« zu holen ist. Z>ie ?töne Z>r. v. Aörvers. Die .Narodny Listy" melden: In RegierungSkreisen wird mit voller Bestimmtheit versichert, das« man sich aus solgende drei Eventualitäten vorbereiten müsse: I. Auf die Auflösung de« ReichSrathe« im zweiten Drittel deS Mona« Juni und auf die Ausschreibung der Neuwahlen in der ersten Hälfte de« Monates September. 2. Auf die Ociroyierung der weniy ge-änderten Körber'schen Sprachengesetzentwürse mittels §14 und aus die Octroyierung einer neuen Ge-schäst«ordnung für ba« Abgeordnetenhaus, durch welche jede Obstrvction beseitigt würbe. — Wenn die« thatsächlich die Absichten Herrn v. KörberS sind, schreibt die „D. VolkSztg." dann wären sie allerdings verdammt wenig schlau. Die Sprachen» gesetzentwürse besriedigten die Unersättlichkeit der Tschechen nicht und können auch von den Deutschen nicht angenommen werden; und doch will Körber sie beiden Völkern auszwingen! Wa« glaubt er da-mit zu bezwecken? Will er etwa zu ber tschechischen noch eine deutsche Odstruction haben? Pervotene Sonnwendfeier. Die Bezirkshaupt-mannjchaft TamSweg hat die von der Eüvmark» Ortsgruppe TamSweg angemeldete Sonnwendfeier zu untersagen geruht. Der langen Begründung sehr kurzer Sinn ist der, dass durch die beabsichtigte Feier ein Grobtheil der Bevölkerung in ihren Gefühlen und Empfindungen gekränkt werde und daher beunruhigt werben könnte, unb dass die Ver-anstaltung als solche auS diesen Gründen einen politischen Charakter an sich trage. Gegen diese« von der Ortsgruppe TamSweg erwartete Verbot hat diese selbstverständlich sofort die Beschwerde an die Landesregierung eingebracht. Der derzeitige AmtSleiter de» Bezirke«. Graf Friedrich Bossi-Fedrigotti. hat sich aber hiemit als unbedingter Anhänger jener jungen Hetzkapläne und Ehrab« schneide? gezeigt, die in der ob ihrer gemeinen Schreibweise im ganzen Kronlande berüchtigten Salzburger Chronik seit mehr als Jahresfrist gegen die Südmark im allgemeinen und die ihr angehören-den Beamten im besonderen in einer Weise los-ziehen, wie sie nur den Anhängern der Liguori-Moral geläufig ist. Alle Südmark - Ortsgruppen, denen eine ähnliche liebevolle Fürsorge der politi-schen Behörde zu theil wird, werden jedenfalls gut thun, ihre diesjährige Sonnwendfei-r so rasch als möglich anzumelden, um im Falle „abweiSlicher Verbescheidung" rechtzeitig den Beschwerdeweg be« treten zu können. Ist e« doch immerhin sehr leicht möglich, das« die zweifelhaften Lorbeeren des wälschen Grasen Fedrigotti auch einzelne seiner deutschen und tschechischen Amt«- und Stande«-brüder nicht ruhen lassen werden, und das« diese vorerst im Lungau geübte Bethätigung Koerberischer Regierung«kunst und VersöhnungSweiSheit auch ander«wo Schule machen wird. Z»er Krieg in Südafrika. Wie .Daily Mail" an« Laurenzo-Marquez vom 24. Mai meldet, hat die Tran«vaal-Regierung ein Manifest erlassen, in 8 welchem die Bürger avfgefordert werden, sich dar» über au«zusprechen, ob sie Frieden schließen oder den Krieg fortsetzen wollen. — Nach in PrStoria ein« gegangenen amtlichen Depeschen erbenteten die Buren in dem Gefechte bei Vryheid, wo eine Schwadron berittener Infanterie unter Oberst Bethune in einen Hinterhalt gerathen war, zwei Maximgeschütze. Weitere amtliche Depeschen melden, dass die Buren in dem der Besetzung von Heilbronn durch die Engländer vorangegangenen Gefechte 20 Gefangene machten, unter welchen sich drei Ofsiciere befanden. Braut-Seiden-Robe i mso ant VHittl — 14 TOfUtl — faxt»- un» joUftn ! Staltn »m- ; «tenfv ,»» (äinnrr, nxtfifT »,d lortiflei ^nutRi-ettC «utt 4k Äx«j. bM It. U.4:. »ft ««l. G. Henneberg, Seiden-Fabrikant(k.u.k.HoQ.) Zürich. Aus Stadt und Land. Anszeichnnng Der «hiesige Hotelier Herr Joh. T e r f ch e k hat für die überaus großen Verdienste, die er sich um die Interessen des GastwirtestandeS erworben hat, nun eine ehrenvolle Anerkennung ge-funden. Am Freitag hat ihm eine Abordnung deS steiermärkischen Gaftwirteverbandes ein künstlerisch ausgefertigtes Ehrendiplom überreicht. ^auptverlammknng des Z»e«tschen Schul-Vereines in Hra;. Sowohl der Vollzugsausschuß, dessen Arbeiten sich bei Herannahen der Festtage zu Pfingsten wesentlich vermehrt haben, wie auch die einzelnen Unterausschüsse sind in vollster Thätigkeit. So hat vor allem der DecorationS« auSschus« unter der bewährten Leitung der Herren Architekt Czerny und Oberingeneur Löschnigg die Arbeiten für die Ausschmückung der Jndustriehalle und der Annen-Säle begonnen. Diese Räume sollen, dem Charakter de« Feste» entsprechend, würdevoll, aber ohne jeden überflüssigen Prunk ausgestaltet werden. Weiter hat unter der umsichtigen Leitung seine» Obmanne» Herrn Jäger der Wohnung»auö-schus« seine Thätigkeit ausgenommen und e» lausen auch bereits zahlreiche Anmeldungen ein; eS wäre nur zu wünschen, dass alle Vertreter und Theil-nehmer, welche sich von auswärts an den Feste.« betheiligen wollen, rechtzeitig die WohnungSan-Meldungen übersenden würden, da anlässlich der Pfingstseiertage viele Fremde unsere Stadt besuchen dürsten und so die Vermittlung der Wohnungen in einem späteren Zeitpunkte aus Schwierigkeiten stoßen könnte. Aber auch sonst wird mit aller Energie an die Arbeit gegangen, um den Besuchern der Fest-lichkeiten dieselben so angenehm als möglich zu machen, und der FestauSschusS. dessen Vorsitz in liebenswürdigster Weise unser Bürgermeister Herr Dr. Gras übernommen hat, hofft, das« der natio-nalen Sache zur Ehre eine recht lebhaste Bethei« ligung der Bewohner der deutschen Stadt Graz, wie auch nicht minder der Provinz und unsere» schönen Nachbarlandes Kärnten stattfinden wird. Wir machen nochmals aufmerksam, dass der Zu« tritt zu allen Festlichkeiten nur gegen Vorweisung von Karten möglich ist, und bitten daher jene Freunde de» Schulvereine», welche sich zu betheiligen wünschen, auswärtige Theilnehmer schriftlich, bei Herrn Kaufmann Adolf Jäger, Hauptplatz 16, sich die Theilnehmerkarte zu verschaffen. Krdveven. Donnerstag um 3 Uhr 13 Mi« nuten früh wurde in Drachenburg ein heftige» wellenförmiges Erdbeben, das 3 Sekunden dauerte, mit der Richtung Süd-Nord wahrgenommen. Kin ZleVerfa?. Am Donnerstag unternahmen die Mitglieder der Tüsserer Feuerwehr einen AuS-flug nach Römerbad. AIS sie sich abends behusS Rückfahrt zum Bahnhole begaben, wurden sie au» einem Hinterhalte von einer organisierten Bande flooenischer Bauernburschen mit einem Steinhagel überschüttet. Die Angefallenen setzten sich energisch zur Wehr und e» kam zu einer furchtbaren Balgerei, au» der die aufgehetzten Bauernburschen mit «eh-reren blauen Augen davonkamen. Auch von den Feuerwehrmännern wurden zwei verletzt. E» wird behauptet, dass die Geistlichkeit den Ueberfall arran- fliert habe. Der .freigesprochene" Herr Gorischek 011 sich in der Gesellschaft der Burschen befunden haben. Katsche Münze«. Im Monate Februar l. I. wurden dem k. k. Hauptmünzamte von den Behörden Steiennark» eingesendet und al» falsch erkannt: 6 Ein guldenstücke, 2 Einkronenstücke, 12 Zwanzig-Hellerstücke, 1 Zehnhellerstück, 15 tweimarkstücke und 3 Einmarkstücke. Bon den ellerstücken waren die Hälfte gepresst, alle anderen Münzen waren genossen. Straften »trillerst elf*. In Steiermark sind zwei Straßenmeisterstellen mit dem Jahre»gehalte von 4 jt 1000 Kronen, bet Activitätszuhzg« von 200 Kronen und dem normalmäßigen Begehungspauschale zu besetzen. Zur Erlangung dieser Stellen ist die Nach-Weisung der Staatsbürgerschaft in den im Reichs-rathe vertretenen Königreichen und Ländern, ferner die Kenntnis der deutschen Sprach» in Wort und Schrift. Gewandtheit im Lesen, Schreiben und Rechnen, einig« Fertigkeit im Zeichnen, sowie die Nachweisung ver practischen Befähigung im Stra-ßenbaufache erforderlich. Bewerber um diese Dienst« Posten, welche da» vierzigste, beziehungsweise bei anspruchSberechtigten Personen deS Militärstande» im Sinne de« § 17 des Gesetzes vom 19. April 1872 R.-G.-Bl. Nr. 00 daS 45. Lebensjahr nicht überschritten haben dürfen, haben ihre Gesuche unter Angabe ihre« Wohnortes längsten« bi« S. Juni 1900 an die t. k. Statthalter« in Graz zu richten. Rohitsch Sauerbru««. (Familienabend). Ueber gefällige Einladung des Herrn DireclorS Trotter fanden sich amH2. die heimischen Familien und die Curgäste zu einem fröhlichen Abend zusammen. Die Curmusik unter der vortrefflichen Leitung deS Herrn CapellmeisterS Stahl spielte zuerst Concertstücke, denen dann muntere Tanz-musit folgte. Leicht beschwingt sah man die Paure im Kreist sich drehen. Ein schöner, ein lustiger Abend; ja nur in Sauerbrunn! Sauerbr««». (M a i a u 4 f l u g). Die beiden Oderabtheilungen der deutschen Schule machten Heuer unter Führung de« Schulleiter« und seiner Frau ihren Maiengang über Staza nach Rohitsch. Der praktische Zweck, der damit verbunden war, lag darin, den Schülern die Glasfabrik in ihre« Betriebe zu zeigen. Herr Fabrikant Sonnen-berg war so liebenswürdig, dem Ersuchen des Schul-leiterS gütigst entgegen zu kommen. Herr und Frau Sporn in Rohitsch waren so gefällig, für Verpflegung und Unterkunft der Kleinen aufs Beste zu sorgen. Bei Ziiherklang, Clavier und dem VortragSprogramm der Schüler verflossen allzufchnell die Stunden. E» fei hier an dieser Stelle allen, die durch ihre Spenden den gelungenen Schülerausflug ermöglicht haben, der innigste Dank gesagt, insbesondere dem Herrn Eonnenberg und dem Ehepaare Sporn. Ilischerci«ussteA«»g i« Salzburg. Die Vorarbeiten für diese erste große und allgemeine Fischereiausstellung in Oesterreich, welche in den beiden ersten Septemberwochen im Curhause und Cnrgarten in Salzburg stattfindet, schreiten rüstig vorwärts. Die Arbeiten nach außenhin behufs Er« zielung einer starken Betheiligung aus allen fisch-zuchttreibenden Ländern sind bereits im vollem Gange. Programme und Bestimmungen wurden in deutscher, französischer und englischer Sprache in großer Anzahl versendet, eine große Anzahl in« und ausländischer Zeitungen wird durch den Press-ausjchusS über die Ausstellung beständig im Laufen« den erhalten. Auch das k. k. Ackerbauministerium hat sich um die Sache kräftig angenommen und sich behufs wirksamer Förderung derselben die Mitwirkung des k. k. Ministeriums deS Aeußern und der Vertretungen Oesterreich« im Auslande gesichert. Nahezu sämmtliche Eisenbahnverwaliungeu haben für die Beförderung der Ausstellungsgüter namhafte Frachtbegünstigungen, so insbesondere die kostenlose Rückfracht zugesichert. Die Zollabfertigung und Zustreifung der Ausstellungsgüter wurde der Firma Leopold Wildenhoser in Salzburg übertragen. Aahr- «nd Pichmärkte i« SteiermarK. Am 1. Juui: Graz. Stechviehmatkl nächst dem Schlacht« Hause. — Sl. Leonhard, Bez. Windischgraz, V. — Unterpulsgau, Bez. Windifch-Feistritz, Schweine-markt. Am 2. Juni: Graz. Getreide-, Heu« und Strohmarkt am GrieS-, Holzmarkt am Dietrichstein-platze. — Rann, Schweinemarkt. Am 4. Juni: Wtnigzell, Bez. Vorau, I. Am 5. Juni: Brück, I. — Sl. Gallen, I. — Gröbming, I. — Hartberg, I. — Jlj. Bez. Fürstenfeld, I. u. V. — Koittelfeld, I. u. bedeutender V. — Leutschach, Bez. ArnfelS. I. u. V. — Luttenberg, K. u. A. — Mahrenberg, I. u. V. — Murau, V. — Oppen«, berg. Bez. Rottenmann, Kram. — St. Oswald Bez. Oberzeiruig, I. — RadkerSburg, Monat«» Viehmarkt. — Semriach, Bez. Frohnleiten. I. — Stainz, I. u. V. — Tüffer. I. u. V. — Windisch-Feistritz, I. u. V. Am 6. Juni: Graz, Getreide«, Heu- und Strohmarkt am GrieS«, Holzmarkt am Dietrichsteinplatze. -- Leutfchach, Bez. Arnfel«. Kleinviehmarkt. — Pettau, Pferde- und Schlacht-viehmarkt. Am 7. Juni: Graz, Pferde- und Hornviehmarkt nächst dem Schlachthaus«. — Rann, Bez. Petta«, Schweinemarkt. - ir * ■ • JLL.' f b-rtC ..... • ii ^Deutsch- Wach!- Deutscher Schutverein. In der Sitzung de« engeren Ausschusses vom 22. Mai 1900 wurden für Ependen: d«r Bezirks-Vertretung und der Sladtgemtind« Kaaden. der Gemeinde Neudorf i. B„ dem Spar- und Vor« fchufSvereine in Feldsberg, der landwirtschaftlichen Spar- und VorfchufScasse in Kaaden, Herrn H. C. Menzel in Podol; ferner den beiden Ortsgruppen in Teplitz, welche durch Veranstaltung von Theater« Vorstellungen unseren Zwecken einen sehr namhaften Betrag zuführten, der Frauen-Ort«gruppi Titschen für die Hälft« eine« Ballertrages, der OrtSgrupp« Weihwasser für den Erlös auS der JahreSoerfamm-lung vom 29. April 1900 und dtN beidkN OrtS-gruppen in Salzburg für «in« an den hohen Salz-burger Landtag gerichtete Eingabe, auf Grund welcher dem deutschen Schulverein« eine Subvention bewilligt würd«, der geziemende Dank abgestattet. Der Anfall eines Legate« nach Herrn Eduard Pa§l in HainSpach wurde dankend zur KenniniS genommen. Dem Kindergarten in Hohenau wurde die bewilligte Subvention für 1900 angewiesen und für den Religionsunterricht an der Schule in PickerS-dorf der nöthige Betrag bewilligt. D«m Herrn Professor Aloi« Schwarz, welcher durch zwanzig Jahre das Amt deS Zahlmeisters der Ortsgruppe Mährisch-Ostrau bekleidet, wurde für sein« um-sichtige und ersprießliche Thätigkeit der Dank deS Vereines ausgesprochen. Endlich wurde allen jenen Persönlichkeit«^ welche zu dem ausgezeichneten Gelingen deS im Wiener VolkSgarten abgehaltenen FrühlingSfesteS vom 21. Mai 1900 durch ihre rastlos« und aufopfernde Thätigkeit beigetragen haben, die dankend« Anerkennung der VereinSleitung bekannt-zugeben beschlossen. ^ An Spenden gingen weiterS ein: Von der akademisch - philosophischen Ortsgruppe in Wien K 50*40, Frauen-OrtSgruppe Salzburg K 1 10, Ortsgruppe Tiefenbach K 29-—, Graz akademische Ortsgruppe K 17 20. Ortsgruppe Neuberg k 3'—, Ortsgruppe Alexanderfeld K 13—. Aus Sammelschützen gmgen ein: Maria Bast It 0 73. Krühja^rs Hraörennen. Marburg, Lt. Mai 1900. Der Marburger Trabrenn verein veranstaltete heute nachmittags auf dem Thesener (^ercierfelde da» FrühjahrS-Trabnnnen. Ein prächtiger Früh-lingStag, welcher da» Sprichwort vom schlechten Wetter, unter dem in den letzteren Jahren fast jede» Trabrennen de» Vereine» vielfach zu leiden hatte, sozusagen zuschanden machte, begünstig!? die«-mal da« Unternehmen. So kam eS, dass sich neben dem sportSfreundlichen Publikum und den Ver« tretern der Aristokrati« und des MilitärstandeS eine ungewöhnlich große Menschenmenge, zum Theile in einer Anzahl vornehmer Equipagen, eingefunden hatt«, um sich da« ftsselnde Schauspiel anzusehen. Während de« Rennen« spielte die Veteranen.Mnsik« kapelle muntere Weisen, für da« leibliche Wo^l der Zufeher aber sorgten mehrere Z-lte mit Erfrischun« gen aller Art. Da« Präsidium auf der Zielrichter« tribün« führten die Herren Gutsbesitzer Ritter von RosSmanit al» Obmann de» RennoereineS und Carl Pachner. Die übrigen Obliegenheilen besorgten die Herren de« Ausschüsse«. Da« Rennen, mit dem ein Totalisateur verbunden war, bestand au« fech« Nummern und begann mit dem I. ErössnungSfahren für drei- bi« achtjährig«, in Steiermark geboren« und gezogene Hengste und Gluten. Pf«rd« mit einem Kilomet«r-R«cord von 2 Minuten 5 Secunden oder schlechter giengen vom Start, sür jede bessere Secunde 15 Meter Zulage; 3jährigen 50 Meter, 4jährigen 25 Meter erlaubt. Di« Distanz b«trug 2000 Meter. 4 Preise mit zusammen 300 Kronen, gegeben vom Ackerbau-Ministerium. Zu diesem Rennen waren 8 Nen-nungen erfolgt. Anfangs behauptet« sich d«s Herrn AloiS Costella in Gösting 3jährige Braunstute „Get-Away" (50 Meter Vorgabe) gegen den 4jährigen Schimmelhengst .Sandor" (25 Meter Vorgab^) des Martin Babitfch in Oberkrapping und Costella« 3jähriger Braunhengst „Monopol" (50 Meter Vorgabe). In der zweiten Runde aber gieng „Monopol" vor und gelangte al« erster in 4 Min. 4 Sec. an« Ziel, gefolgt von .Get-Away" in 4 Min. 5 Sec. und „Sandor" in 4 Min. 6 Sec. Totalisateur 1:1. II. Fahren um den Badener Preis. Für Pferd« aller Länder. Pferd« mit «inem Kilometer-Record von 1 Min. 45 Sec. oder schlechter vom Start sür jede besser« Secande 20 Meter Zulage. Distanz 800 Meter. Preis 350 Kronen, gegeben vom Trabrennvrrein in Baden. Am Start erfchie« IM nen .Monopol", dann der 5jährige Ravph« „Orsini" de« Aloi« Costella «nd die 7fifc Fuchsstute „Verc«e' de« Franz 8>!l gruber in Cilli; alle drei giengen oo« 6m Da« Rennen bot keine Abwechslung. .Otftf übernahm die Führung und b«hauptrt« sie gqi sein« zwei Concurrenten bi« zum Schluss«. ,0rit 6 Min. 20 Sec., VrecSe' 6 Min. 21 Set. I merkenswert ist aber, dass, obwohl daS Hirn Material gut war, „Orstrn" und .Monopol* ichlch» giengen al« die schlechter beschaffene« Pfade I EröffnungSfahrenS. Totalisateur 1 : 1. III. Fahren um den Preis von LimBi für drei« bis achtjährige in Steiermark geb»! und gezogene Hengste und Stute« im Belize M etlicher Züchter. Pferde mit einem kilmt»! Record von 2 Min. 10 Sec. oder schlecht« m Start für jede bessere Secunde 15 Meter Zchu Dreijährigen 50 Meter, vierjährigen 25 R«»I laubt. Distanz 2000 Meter. Preis 240 tau gegeben vom Ackerbauministerium und vo«A» Trabrennvereine. Auch diesmal traten acht i»! currenten in die Gchranlen. Bei wechselnde» tick! war da« Feld bald geschlossen, bald ron ufrl einander gezogen. De« Matthias Kreinz in Ltchl dreijährige Braunstute „Lotti" (50 Meter Bsqq! verlor die Vortheile, die sie in der erste»« gewann, an den 40jährigen Braunhengft.Sqn (65 Meter Zulage) des Franz Nooak in 9t« und wurde außerdem wegen Einspringen» i« stw! diSqualificiert. Dasselbe geschah mit .Sut« der sich PasSgehen zuschulden kommen ließ. .Strizzi" 4 Min. 17 Sec., „Lotti' (50 Sa Vorgabe) 4 Min. 18 Sec., „Sandor" (20 ftn Zulage) 4 Min. 22 Sec.. „Ovina" (Lian). W jährige Schimmelstute deS Aloi« RaSIazi»« tarofzen 4 Min. 21 Sec. Totalisateur 1 : . IV. Marburger Fohren, offen für Ml aller Länder und jeden Alter« im Besize :«i ■ Marburg ansässigen Herren. Inländern »0 v» erlaubt. Distanz 3000 Meter. Drei Ehmza» gegeben vom Marburger Trabrennvenae. M den Preis rangen der sechsjährige uignd Schwarzschimmel-Wallach „Filou" deS Fec« Schrieb!, der achtjährige ungarische Brau»-MM .JancSi" deS Karl Fritz, die siebenjährige tarij» Braun-Stute .Laura" des R. v. Noo^kovi?! ■ die alte steirische FuchS-Siute „Ludooic»' i Rudolf Käfer. Alle vier giengen vom Elan.!» Rennen bot bis zum Schlüsse da» gleicli- toi „Filou" gelang eS zwar, als erster nach 7 91 18 Sec. durch» Ziel zu laufen, wurde ader iq» auffallender Unregelmäßigkeiten diSqualificiert. M folgte .JancSi" mit einem Record vo»' iUI 19 Sec., „Ludovico" mit 7 Min. 44 5«. W „Laura" mit 7 Min. 52 Sec. Totalüateir lJ V. Fahren um den Wiener Preis, iiii in jährige und älter» in Oesterreich-Ungar» $ :cao und gezogene Pferde. Pferds mit eine« Suo»!«I Record von 1 Min. 55 Sec. oder fchlechler «I Start für jede bessere Secunde 15 Meter ZilM Dreijährigen 50 Meter, vierjährigen 25 Ä» erlaubt. Distanz 2000 Meter. Preis 38" ffrral gegeben vom Wiener Trabrennvereine. (50 Meter Vorgabe) behauptete die üixraom» Führung in der ersten Runde, verlor sie c!« « der zweiten an „VercSe" (vom Start) »ii na selbst noch gegen „Orsini" (vom Siart) Nach scharfem Endfpurt lief .VercSe' ilt« dnrchS Ziel. Record: „VercSe" 3 2Jli».4öSü „Orsini" 3 Min. 47 Sec.. .Get-Away' 3 5*1 49 Sec., „Strizzi" S Min. 50 Sec. D»t »I Pferdematerial und die Reinheit der sowie nicht minder der lebhafte Concum«il«iZ der erst im letzten Augenblicke entschiede» mckl bot viel Interesse. Totalisateur l : 2. VI. Fahren um den Thesen-Preit, Ä tl Oesterreich-Ungarn geborene und gezogme Hchl deren Besitzer in den politischen Bezirke» Pettau, Luttenburg. Cilli und R^dkerSi«; al sässig sind. Pferde mit einem Kilometer-Amc»«» 2 Min. 10 Sec. oder schlechter vom Cl»n st» jede bessere Secunde 20 Meter Znlage. ZÄ»! welche in diesem Rennen schon eine» ersten Jalj gewonnen haben, ausgeschlossen. Tr?ijttch» 50 Meter, vierjährigen 25 Meter erlaubt, l&m 2000 Meter. Zwei Ehrenpreise und -yj tam gegeben vom steiermärkischen Landtage ii»d Z» Trabrennvereine. Der Vorspruag, welche» « dreijährige steirische Braunhkngkt .Pluto' ijOM Vorgabt) deS Eduard Trummer in erzielte, wurde ihm anfänglich von .Ta»^ fll Meter Zulag«) und später von ,'Lercte' jR» Meter Zulage) streitig gemacht. Er fjttnte M zwar bis zum Endkampfe behaupte», erhrru sfel besonder« in „Verc«e" eine gefährliche StM» 1900 di« trotz der großen Zulage nur mit einem Zeit-«terfchiede von einer Secunde durch« Ziel lies. .Pluto" legte al« erster di« Bahn in 4 Min. 22 Sec.. .Bercs«" al« zweite in 4 Min. 23. Sec. r; ihr folgte „Ooina* (vom Start) mit 4 26. Sec. und .Sandor" (20 Meter Zulage) «it 4 Min. 27 Sec. — Hierauf fand die Prei«> «ntheilung statt. Außer den angeführten Preisen «ar vom Obmann« de« Marburger Trabrenn» vereine«, Herrn Alsr«d R. o. Ros«manit, auch «in Ctrewrei« für die best« Kilometerleistung unter )»ti Minute» «in«« sttirischen Pferde« im Besitz« «ine« bäuerlichen Züchter« gegeben worden. Ein solcher Record wurde jedoch nicht «rzielt, der Ehrenpreis daher nicht verabfolgt. — Die lang« Reihe der nach dem Rennen iu die Stadt zurück-fahrenden Wagen glich einen» Corfo. Hingesendet. (R«i I « Bodenwichse) ist da« vorzüglichste VnlasSmittel für harte Böden. Keil'« Bodenwichse tomrni in grlben Blechdosen zum Preise von 45 Kreuzern in den Handel und ist bei Traun * Enger erhältlich. 4815 ?> da« Nähmaschinen-BersandthaoS Strauß Wien, IV., Margarethenstraß« 12. Ihre Maschine ist vorzüglich, kann jedermann iefienö empfohlen werden. Oppenberg, Steierm. Marie Pichler, Schulleiters«Gattin. Ävchda's Vrtrrinär-Crzrugnissc. Zu den po-»«liirsten und renommierten heimischen Firmen zählt Oeifellos jene de« Hoflieferanten Franz Johann Kwijda >» itorneuburg. Die von dieser Firnra in den Handel gebrachten Veterinär-Erzeugnisse erfreuen sich in der v» nicht nur in Oesterreich-Ungarn, sondern auch «s dem ganzen Continente und selbst in England «nd Hmerila fcri besten Rufe«. Jeder Landwirt kennt daS JUtneuburger Viehnährpulver, das Schweinepulver »nd die Kolikpillen Kwizda'S und e» gibt'heute kaumeinen Hsertebestzer. sei er SportSmann, Privater, Geschäfts-wa»» oder Landwirt, in dessen Stall das Kwizda'sche ÄlAitutionifluid sich nicht eingebürgert hätte. Selbst in England, wo man gerne alle Erfindungen und Ein-einigen aus dem Gebiete d«S Pferdesportes für sich i» Anspruch nimmt, wird neidlos die Zweckmäßigkeit anb Nützlichkeit namentlich deS Kwizda'schen Pferde-HWtlliionSfluidS und der Kwizda'schen Patent-jtautschuk-Ltreifbänter anerkannt. Die bekannten Distanzreiter Hraf Etarhemberg und F. Hefer haben während ihrer Wie da« «wizda'fchc RestitutionSfluid mit großem Er-feige angewendet. Ebenso wurde auch von anderen Tihanzreitern und zahlreichen hervorragenden Thier-ir»te» der Zweckmäßigkeit der patentierten Kwizda'schcn Humwistreisbänder und Paient-Gummi Schutzvorrich-bu>S-a für Pferdefüße die höchste Anerkennung gezollt. Tie Firma Franz Johann Kwizda in Korneuburg bei Lim versendet ans Verlangen ihren hübsch illustrierten Preiskatalog gratis und sranco. Auentgellliche Stelleuvermittlung und Ker terze erhallen brav« deutsche Dienstmädchen in Äarvurg, Bürgerstraße 44, II. Stock. — Naher« Äuikünsie werden in der Herberg« «rthtilt. Allen brieflicheu Anfragen ist eine Marie für di« Rückantwort beizulegen. Dienstmädchen, welche von onsivärl« kommen, haben sich vorher schriftlich in der Herberge anzumelden. s Eüdmark»Frauen» und Mädchtn-OrtSgrupp« Marburg. vermischtes. Hin Hlachfolger unserer stumme» Kronen- »isrnng. Wenn man so ein Nickelstück oder ein« Sirene betrachtet, thut es einen» in der Seele weh, wie die Regierung sich geniert, auch nur durch» Geld irjkndtrie zu Gunsten der deutschen Sprache Farbe zu kennen. Wenn man da« „stumme Geld" betrachtet, weiß man sofort, wie viel eS in Oesterreich geschlagen. Zeht kommtS noch besser! Wir erhalten nunmehr auch für den öffentlichen Verkehr stumm« Karteabriefe. In Hraz wenigstens sind solche fiumm« Karteubriefe bereit« eingeführt. Bekanntlich hatten diese Postwertzeichen allerlei zweisprachige Bemerkungen, welche daS Publikum Aer die zweckenttprechevde Benützung dieser Karte be-lehrten. Um die „Taubennatur" der lieben Tschechen nicht zu verletzen, um stch nicht der gleichartigen Be-h^ildlliag der deutschen Sprache in den Augen der tichechiichen Heißsporne schuldig zu machen, hat man jqt — e» ist fast unglaublich! — aus den Starten-triefe« jede Aufschrift weggelassen. Wir müssen stumm „Deutsche W«ch!" setn in Oesterreich. Da« Geld ist stumm, die Karten» briese werden stumm; c« wird halt immer stummer! Und wenn rt wird am .stummsten sein", dann wirb man uicht« andere« hären al« da« Gekritzel der — Bureaukraten. « ■' s Die Aosenjungfrau von Lugano In de« kleinen Dorfe Vezia, in der Umgebung von Lugano im Eanton Tessin, besteht eine Gründung, deren Revenuen jede« Jahr der tugendhaftesten Jungfrau be« Orte« al» Belohnung überreicht werden. Gleichzeitig wird die betreffende Maid von ihren Freundinnen m>t einem Kranze weißer Rosen geschmückt. Einer Bestimmung des TcstatcrS gemäß muss die .Rosenjungfrau' von den 17« bi« 22 jährigen Mädchen de« Dorfes gewählt werden, und der Pfarrer de» Ortes entscheidet, ob die Wahl zu billigen ist. Seit einer Reih« von Jahren wurde diese Anordnung streng befolg», und zwar in her Weise, d«ss der Pfarrer sich mit den jungen Dorf» schönen in Verbindung setzte, sich von ihnen über die besonderen Tugenden der in Vorschlag Gebrachten unter» richten ließ und nach eingehender Prüfung feine Eich willigung gab. In diesem Jqhre meinte der Seelsorger die Wählerinnen entbehren ztf können, und suchte nach eigenem Ermessen der Tugend zur Krone zn ver» helfen. Diese Eigenmächtigkeit glaubten die sich ir ihren Rechten gekränkt fühlenden jungen Dörflerinnen nicht dulden zu dürfen, umsoweniger, al» sie eine ganz andere Eandidatin in Vorschlag zu bringen hatten. Sie protestierten heftig, doch der Pfarrer hielt an seiner Entscheidung fest. Kurz entschlossen, wandten sich die aufgebrachten jungen Damen an den Landrath des Kreiie» Lugano. Letzter Tage erhielten sie zu ihrer großen Befriedigung ein amtliche» Schreiben zugestellt, in dem ihnen zugesichert wird, das« ihr Recht bei der Wahl der „Rosenjungfrau" unantastbar sei. Glückliches Lugano ! Per „Feufek" im Keu. Folgende tragikomische Geschichte passierte kürzlich dem Landwirte Peter Farringer auf der Fabrt von EnzerSdorf nach Wien. Farringer, der einen mit Heu beladenen Wagen aus den Wiener Markt führte, musste wegen de» schlechten Wege« vom Wagen herabsteigen und trieb, daneben gehend, die Pferde an. Unterweg« hatte ein Rauchfangkehrrr, dem dt« Gehen auf der kothigen Landstraße gleichfalls recht beschwerlich gefallen wir, die Gelegenheit benützt und von rückwärts, ohne Wissen Farringer», sich auf den Wagen gefetzt, in welchem er sich'S zwischen dem Heu recht behaglich machte. Infolge der neuen Last blieben die Pferde stehen und namentlich eine« derselben wollte sich gar nicht vom Flecke rühren. Da gerieth der Land-mann in Zorn und seine Peitsche schwingend, rief er dem Pferde zu: .Das« Dich der Teufel bol', wirst Du gehen I" Der Rauchfangkehrer, der da glaubte, diese Worte gelten ihm, sprang in diesem Momente vom Wagen. Der Bauer, der »un der Meinung war, wirklich den leibhaften Sei-Nicht-Bei-Un« vor stch zu haben, stürzte vor Schrecken ncben seinem Wagen ohn-mächtig zu Boden. Der Rauchfangkehrer, der nun die Situation erkannte, hölte rasch Wasser, und erst nach fast halbstündiger Bemühung gelang eS, Farringer zu sich zu bringen und soweit herzustellen, dass er seine Reise fortsetzen konnte. Der Bauer, der fein Abenteuer auf dem Markte erzählte, schwur hoch und heilig, in in seinem Leben nie mehr mit dem Teufel zu fluchen. ßin Lievesroman in drei Annoncen hat sich im KreiSvlatt« de« Lande« Hadeln abgespielt. Anfang vorigen Monate« machte „er" in einer Annonce bekannt, das« er seine Verlobung mit „ihr" aufschoben habe. Dagegen protestierte „sie" in einer zweiten Annonce. Richt „er", sondern .sie' habe die Verlobung aufgehoben. Dann trat eine Pause ein, in der der Frühling mit dem Wonne-mond in die Welt einzog und alleS neue Triebe schlug. Diesem Frühlingswunder hat auch die „doppelt" aufgehobene Verlobung nicht wieder-stehen können. In der letzten KreiSblau-Rummer verkünden „er" und „sie* gemeinschaftlich mit einer drillen, f«tig«drucklen Annonce: „Die Aushebung der Verlobung nehmen wir hiemit wieder zurück." — Hoffentlich wird die Ehe eine weniger Wechsel-volle sein! Z>«r ärgste Keind jedes Farockspielers ist bekanntlich der — Kiebitz! — Jedem Richtspieler fei e« im Vertäuen gesagt, dass man mit diesem Namen nicht den Vogel Kiebitz meint; nein, ein .Kiebitz" ist vielmehr eine Person, meist masculiui genens, die stch nicht«ahnenden Spielern heimlich nähert, ihnen hinterrück» in die Karten guckt und nach kurzer Zeit mehr oder weniger laut ihter Meinung über den Gang deS SpielcS und vorkommende Fehler Ausdruck gibt, oft freilich mit dem Erfolge, das« der Kiebitz selbst .hinausfliegt I"—Der Kkbitz ist nicht erst ein Prrdnet der Neuzeit, denn bereit« a»uo 1583 heißt eS in einer Straf Androhung der Berli»,er Gastwirte, gedruckt von Leondard Thurneißer im grauen Kloster: Wer denen s fleyßigen Spielern über die Achsel guckt, also das« ime eyne heyße Lagst wurdt, den soll man bald »erjagen und heyst in ey» Kiebitz. Wer aber die Karte von zween Spielern beglotzert hat und kommt im ei» lüstlcyn, ehnem etwa« kund zu thun durch klappern mit den Augen, oder Er schwatzet mit dem Maul, den soll man pönitieren um dreyßig Pfennige in gnter Müntz oder eyn Krügeleyn voll Marschier zu gemeynem besteh«», dann verjag« ihn! — Wer aber sich bedünket, so voll Weisheit zn sehn, es habe eyne» nicht recht gespielt, den soll man auf seyn Maul schlagen, auch ime da» Käpplein über die Ohren reyben, denn er ift ein Esel, darin soll man im verstänpei» und werffet in auf die Gasse. Kine SchukerrepuöNK. In den öffentliche» Knaben- nnd Mädchenschulen von Syraku« im Staate Rew'Uork hat man jetzt ein merkwüroige« System von Selbstverwaltung in einer Schule eingeführt. Danach wird die Schule al« eine Stadt angesehen, deren Bürger die Schüler sind, die unter sich einen Bürger-meister, einen Magistrat und Beamten bi« zu den Polizisten wählen. Der Direetor und die Lehrer brauchen sich nicht mehr mit Ordnung», und Di»eiplinfragen zu beschäftige,». Da» ist di« Sache der von Schülern ein-gesetzten Verwaltung. Die Räthe und Räthinnen trete» wöchentlich einmal zusammen. Der Gericht«hof tagt zweimal, sitzt über alle Fälle von Dikciplinlosigkeit, Zerstreutheit, Faulheit und Prügeleien zu Gericht und verhängt Verweise und Strafen, Nachsitzen und Ein« sperrungen oder Absonderung vo» den anderen Schülern. Di« Lehrer erscheinen nur al» Zeugen uud haben keine Stimme im Rath beim Fällen der Urtheile, über deren Ausführung die Polizisten wachen. Der Rath oder die Rithin, die zweimal eine« Fehler» schuldig erkannt «erden, werden au« dem Magistrat «»»gestoßen. Ei» Bericht de» SchuldircctorS Montgomery rühmt diese Neuerung, bi« auf die praktischeste Weise die Kinder für ihre zukünftige Rolle al» Politiker, Verwaltung«» beamte und Bürger vorbereitet. Vadiesche». Der praktische Rathgeber im Obst» und Gartenbau hat «ine große Zahl neuer Treib-Radie«chensorten vergleichsweise angebaut und veröffentlicht in Wort und Bild di« Ergebnisse. Al« die beste Radie«chensorte hat sich darnach heraus» gestellt: „da« BreSlauer ovale jcharlachroth« Treib« radie«.' E« folgt da» „rosenroihe mit weißen Spitzen" und „Ruhm von Mechau". Wer einen schärferen Geschmack liebt, wähle daS „karminrotde Rordhäuser". Bei dieser Gelegenheit wird darauf aufmerksam gemacht, das« beim Treiben deS Radieschen« sür reichliche« Lustgeben Sorge getragen werden muss, soust verkrüppeln die Radieschen oder werden doch unförmig und unansehnlich. Ichristthum. Goldene Medaille. „Mein Kochbuch' von Lotti Richter (Verlag Ulr. Moser, Graz) wnrde bei seinem Erscheinen im letzten Herbst sofort auf der „Wiener KochkunstauSstellung" preisgekrönt. Die Ver-lagshandlung theilt uns mit, das» diese» schnell beliebt gewordene heimisch« Kochbuch sich nunmehr auch in Pari» die goldene Medaille erworden hat. Wir wollen daher unseren Abonneminen Lotti Richter« „Mei» Kochbuch" neuerding» besten» empfehlen. Wie alljährlich, beginnt sich auch dieses Jahr mit den schönen Mai-Tagen allerorten die Reise- und Wander-lust zn regen, Kurorte und Sommerfrischen haben bereit« zum größeren Theile die Saison eröffnet, selbst wo die» noch nicht offiziell geschehen, sind doch schon liebe Sommer« gäste eingetroffen. Denjenigen Sommerreisenden, die sich noch nicht entschließen konnten, wohin sie die« Jahr ihre Schritte lenken sollen, sei die „Illustrierte Reife- und Bade-Zeitung" aus dem Ver-läge von Alvin Arnold besten» empfohlen. .Sine ira et atudio*, d. h. vorurtheilsfrei und unparteiisch bringt diese vornehme Wochenschrift großen Stile« jahrein jähr-au« sachgemäße, reich illustriert« Artikel über Bäder, Curorte und Sommerfrischen. Die Zeitung kostet für Oesterreich-Ungarn unter Nr. 1343 der österreichische» und Rr. 366» der ungarischen ZeUungSliste 12 Kronen. 3ßte aus dem Kops« der .Illustrierten Reise- und Bade-Zeitung hervorgeht, ruht die Zweig-Redaktion und Administration für Oesterreich Unaarn in den bewährte» Händen deS bekannten Reiseschriftstellers I. Strauß, Wien IX, Porzellangasse 54. der auf Anfragen dem Leserkreise dieser vielseitigen Zeitschiift nach bestem Er» messen gratis Auskunft ertheilt. FRITZ fl&SCHr CILLI.1 .Deutsche Wacht' 1900 SATTEBBRUHH bestes diätetisches nnd Erfrisrhnngngetrlnk, bewahrt bei Magen- and Darmkatarrh, Nieren- und Blaaenkr&nkheiten, wird vun den herror-ragcndstcn Aeriten als wesentliches Unter-atütxungHmittel bei der Karlsbader nnd anderen Bldercnren, sowie als Nnehepr nach denselben zum fortgesetzten Gebrauche empfohlen 3fcTr. 8363 01® 5«r Bereit»«! ei» es kräftige» and gesunden Hamtrnnks nöthigen Substanzen ohne Zacker empfiehlt vollständig ausreichend za 150 Liier Apotheker Hartmann Steckb0ra^chweizo.K0nstanZ,Baden. Vor schlechten Nachahmungen wird ausdrücklich gewarnt ! Zeugnisse gratis nnd firaneo za Diensten. — Die Substanzen aiml amtlich geprüft — Verkauf vom hohen k. k. Ministerium des Innern snb Nr. 18.830 vom 27. Jlnner 1890 gestattet. — Allein echt zu haben bei 2>*r.!i.U) ls»a,es»»Ielrn,H»rren 2.7 j, 3.70, 4.80 ». »ater 6.— n.6.90 »tflim I echter —s v-7.r -.il!. 7.75 to« friact Cchaf- VS$ß&.tZX «•«•«•> w-llt. Ist. 10.— »»» t)»nt«ln(lrr ) Sin QrtxlpoB ,u Mmancai S«l»»-»a,a« ft. 10.—, sowie Uttmu | Vfriat ~ ioutiiifp.loJtn, feinte Uamtiunme IC. ic. «ifciM n fiotrili-preist» sie »14 tnO und (»fit beftbetonnU TachlabnH-»ut64—54 Oeffentliche Erklärung! , Die gefertigte Portrit-Konitanitalt hat, am unliebsamen Kntlaasun«fao ihr« künstlerisch vorsüaHchst geschulten . l'üitiiitnmler enthuben in »ein und nur. um dirselben weiter . beschäftigen sn kSnnen, für knrse Zeit und nur bis ans \ Widerruf b.ichlos.en. auf Jeglichen Suueu »der Gewinn au versieht'n. Wir liefern #•" für nur 7 sl. 50 kr. "®C 'als kaum der Hälft« deaWartbM dar blossen Her«teiln ngskosten ein Porträt in Lebensgrösse (Brustbild) ii ptuMiollftt, tlejutea, Mnn-Gtli-BlfHbültl desien wirklicher Werth mindestens 40 Gulden Ist. Wer datier anstrebt, sein eiicenes, »der das l'orträt seiner Frau, seiner Kinder, Kitern, Geschwister oder anderer thimir, aelbst längst verstorbener Verwandt« oder Preande machen su Tassen, hat blos orjüfliirt)ftc schmrrziiivcn»» = (Einreibung: *uut Preise von tOfr., 70 ft. | und I sl vorrätig m allen Ävothekttt. Mao Z verlange diese« allannfi» belirbtr Hensmittkl s grfl. ftr« nur in CMuuilflafdK* mil unsern i Sttiiifiaorfe „A»ter" a»« Nidtrrt «v» 5 tlicfc uttb aflitae vorsichtiger Wcix aat 1 Rlo'dien mit dieser Sdjapinarfe als | Lrigiaal t>rzfiigills an. Üitchlcrs Avolbfke ;nm WolHrnt« ?i»w In Vrn(t, •UlairiMlniie (. -nnnnfMiiuiUHiiiiuluiiiiiiiniiiMuiiiiiiimuimiMiiBat Depot in Cilll bei Karl Gela'a Nach f. Schwarzl k O. Apotheke tMariahilf. 438® Saxlehner« 3ttlcrt»asöfr „Hunyadi Jänoa" Al» das beste anerkannt nnd bewahrt. Mahr als 1000 Gotachtso harvorragendar Aanti 443 t Leonhardi's Schreib- und Copier-Tinten| sind die besten! ioderlagro in Oilli bei| Fritz Rasch Buch- und Papierhandlung., Vereins-£uchdruckerei Buchbinderei QqIqJq Verlas: „Deutsche Wacht" erschein! Sonntags «a-i Donnerstags. UnUnteirixhe Eisenbahnfahr Ordnung 1 in Plakatform erscheint immer Anfangs Hai und Octctir. (( in Qilli [ Ra thha usgasse 5 im Hosgebäudt. Uebernahme aller Druckarbeiten bei billigster Berechnung. 100 liter, 9 «20 k Kunst wein. Hanstrnnk, Arbeitertrnnk, 100 Liter Doppel-Essig 8 K 40 h erwogt sich jeder durch Wein- und Essig-Composition. — Anweisung wird beigegeben. Versandt auch in Post-colli durch Gonpnr JVouwulapp«nr Da*inf«etk>n der HataK ist gleichfalls allgrm^in rftr*t Therrseife ntlillt 40% llols-«ateratbsidet «leb w#*«r»tlieh to« atl«n ftbriprn Im Handels. — Z«r Yerddlnni Ton T*u-_ ■ kajehxo man aasJrdcklieh UfrKer's Tbctr- «»4 ackt« aas dU bist abgedruckt« Schutzmarke. M hartD&fklcrn llaatlfldfnwlH an Stall« i« Tbasraaifa »it Erf«l| Berger'N med. Tlieer-Schwefelseise — Als milder« Thremts« nr Raaaitifin« aller Unreinheiten den Teint«, ftrum RaaV* nnd Kapfanasckli*« 4«r Kinder, e«via als ansibertreffLicbe k««»eUa*ba Waids «ad B»d«srlse ftr den Ufllchen Bedarf dient Berger's Glycerin-Theerseife, tls SS* Stjeartn antkllt nnd hin parffmirt ist. Prtls per StBck Jeder Sorte 35 kr. sammt Gebraoohsaawelsung. I Tm to tbelfan Bsrtsr'schsa mt4l«lnlstk ■ koamctluhcn Beirrn Tftrdiaoan lubMond«?« herrertekekon s» werden: llrnaor«rir. in Vers einarmig daa Teinta; lluraxlrlf« ga«aa Wlnawrl» | («rholaelsf au GUltnnf dar Harnt hai Blatternarben nnd ala deainfie.irende Seif«; llerncr". riekl*na4el-BadMelfe uml Flehtennasdel-Toiletteaeifv, Be>. |*r'a KiadararKc fflr daa aartc Kladeaalltr (09 kr.). Berger's Petrosulfolseife pfen OsaiekKrtthe, Bapfarnaj«, Anaachlife ». Haatjaiken ; Roman r raproM'ii-lalfr, aahr wirbaaa i Behweselnollekaelf® J.frn Uitaeaar and Geeichte* ivatakaltaa ; Tannin «elfe f«(«n Scbwalaafbaaa a. j «gen daa Aaafallen dar Haar«. rX Berger's Zahnpasta In Tnben, ZaknnialraBfsnltUI. »ff 1 ftr normal« Etbna, Kr. > fbr Baaebar Prota ID kr. h aUar bbrifaD Bari lariar'acktB Seifen Tae-Wilaan wir >af dl« Oabrancki-aav.laaaf. Ku bafakra «Ute B«r|«r'S MM, da aa saklrtiek« «lihapl«« baltaüaMa «M. UepuU in CiUl bei den Apothekern A. Mareck and K. G«Ib sowie in allen Apotheken der Steiermark. 5765—06 Photograpbisch-artist. Atelier ^Sophie* 4673—44 Gr*«, Kaiser Josef Platz 3, broi. bestrenomiriertes ) hotepraphisebes Atelier sowohl in Porträts als aneh in Landschaften. Iuterieor» etc.,etc. ¥«rgr''wserungen in ktSnstlerischer .VnnfUhrsng. Aufnahmen tiglioli, stich an Sonn- nnd Feiertagen von 9 Uhr fifih bis 4 Uhr nachmittag'. Für Weiiil>niilreiV»eiicle2 mDC" Für Lantlwirflie! Zum Bespritzen der Weingärten als auch zur Vertilgung: der Obstbaumsefiädlinge, sowie zur Ternlclituiigs des Hederichs und des uilden Senfs, haben sich PJj Mäjfärll & CO-'S patentierte ■ selbstthätige "3ÄE tragbare als auch fahrbare Spritzen „Syphonia" am besten bewährt, welche ohne zu |i■■ ■■»«« vffli e/i r»i fffiikutf Ertiiaruta titt Arbeit, 'M.eit mirs fielst. Heu- und Strohpressen für Handbetrieb, Maisrebler, Dreschmaschinen, Göpel, Putzmühlen,Trieure, Pflüge, Walzen. Eggen fabricieren und liefern nla Hprelitlllüt unter Garantie in neuester, vorzüglichster, anerkannt bester Constrnct^on «»_« PH. MAYFARTH & C°- kaiscrl. königl. ausseht, priv. Fabriken landwirtschaftlicher Maschinen. WIEN, II. TaborKtrawwe >rr. 76. Prelsackrönt mit über 400 (-oldenen, silbernen nnd bronzenen Medaillen — Ausfuhr-Itrne Kataloge and sahlreiehe Anerkeanungsselirelben gratis. — Vertreter nnd Wlederverkänfvr erwünscht. Graz, ScHönaD£ass6 Nr. 10. \ Teleph on_533. Gas- und Wasserversorgungs-Anlagen fUr Gemeinden nnd Private. Einrichtung von öffentlichen und Privatbädern. Closets etc. etc. Aeetylenbeleuchtimgs - Anlagen. !! Absolut sicher nnd gefahrlos t! Lager von schmiedeisernen verzinkten Röhren und Fittings, sowie Bleiröhren aller Art. Kostenvoranschläge jederzeit gratis. ~&G Projeotsverfassung auf Verlangen. 4905-50 Heinrich Reppitsch, ZeoEsctaied für Mckemptiaii M Knnstsclilosserei CIEtI. Zu verkaufen: Sohönea Zinshaus in Mürzznschlag mit vielen Wohnräumen um 18.000 fl. Prachtvoll geleg., stark besuchtes rentables Berghotel, mit 40 Joch anst. Grundst. u.Wald, um 70.000 fl., Anz. nur 15.000 fl. Oröasorer Oaathof nächst Knittelfeld m. 19 Joch Grundbesitz, s. Gatuhauseinricht. Fumilienverh<nissen halber um 15.000 fl. Im gleichen Orte, >L St. von obig.Gasthos« entfernt, zugehörige zwei Bauernhuben mit 38 Jocn Grund um 8000 fl Kleines, nettes Familionliaa* s. schönem Gurten in MBrzzuschlag um 5500 fl., wovon 4000 fl. ev. liegen bleiben können. Kleines Wohnhaus mit 3 Zimmern, 1 Küche sammt Zugehür und Garten im oberen M&rzthale um -tOOO fl. Für Pensionisten, Hübsche Besitzung, bestehend ans neuerbautem Wohnhause, ». 1000 MK1. Obstgarten in schönster Lage nächst Gloggnitz um 4800 fl, Schöne Realität im Semmeringgebiete, in mal. Lage, 100 Schritte v.Bahnst. entf. zur Errichtung eines Gasthofes od. Kauf» manngeschäftei s. geeignet, um 20.000 fl. Prachtvoll gelegene Villa mit 11 Zimmern, 8 Kuchen, Ba iezimmer,Wasser-l-'itg., engl. Abort, kl. Park mit Lusthaus um 18.000 Gulden. Zu kaufen gesucht: Kleines Gasthaus m. Fleischhauerei, mit nachweisbar gutem Geschäftsgänge in der unmittelbaren Nfiho eines grösseren Industriebetriebe«. Kleine Krämer ei auf gutem Posten. Gutgehende Brauerei oder Eisenwerk in OVrtkitr. 1 Waldoomplex mit F.igenja^dber-chti-gung im Mflnthaln od,8«mmeringg*biete. Zu vermieten: Sommerwohnungen iu Münzn-schlag u. näibt.cr I'mgebung in grosser Auswahl, bestehend aus 1—10 Ziuiuiern säumt Zugebör, vollständig mCblirt. Zur ist's. IlrachtHMf?Mündliche A'ukilnfle erfolgen an Selbetre/Uctanten täglich von 9—12 Uhr vormittag» in der Fer-kehrtkansU'i kostenfrei. — Uritfi. Anfragen itt elet* Rttourporto arunudUieeien. XKXXKXKKKKKXXXXKXKKXXKXXKX Ä Unübertroffen, von Tausenden als Bestes und Billigstes anerkanunt ist: GG 5 Haustrunte * X welcher aus Fruchtsaft bereitet wird und nicht mit Kunstmost zu verwechseln ist Eiter's Haüstinnt 2. Glanzhelle Farbe, 8. Gröasto Haltbarkeit, 4. Durststillende Wirkung, &. Besserwerden durch Alter, 6. Grösste Billigkeit. Preis ist gesünder, erfrischender und wohlschmeckender als jeder andere Haus-trunk und zeichnet sich ganz besonders durch folgende Vorzüge aus: 1. Mühelose Zubereitung (man mischt d. Frucht-safi nur mit Wasser), Ettor's Fruclitwaft bezieht man zum Preise von fl. I"— (10 Liter), ausreichend ftlr 120 bis 140 Liter besten Haustrunk. Durch die Verkaufsstellen : Jenes l'olanetx. Cilli, Franz Benica, Gnlizien und Josef Werbnigg, Schünstein. — En gros-Abnehmer wollen sich an Wilhelm Etter, Frucht saftkeltere», Si^maringen (Hohenzollern) wenden. tXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX 6 bis 6 kr. pr. Liter jg Tuchversandt nur für Private. Ein Coupon, 310 m lang, genügend für 1 Herren -Anxug, kostet nur B. 8 80 aus tuter fl. S-IO ans r-it* fl. 4-tO aas rnlar U. 7») »us folnar echter Schafwolle. ft. &-7i> aus feiner 8. 1050 aus feinster B. lt~40 aa» englischer fL 13 55 aas Kammjara . Ein Coupon zu sehwariem Salon-Anzug fl. 10.— DebarzleherStoffe von 8. 11t per Meier «uswan»; Loden In reUae-den Farben von 1 Coupon fl. i—, 1 Coupon fl. MS; Peruvlsnne und Dosktngx, Staats-, Bannbeamten- u. Rlehler-Talar Stoffojfeintta Kammgarne v. Cheviots, sowie Uniform-Stoffe fOr die Finanz-wache und Gen iarmcrle etc, etc. renendet »v Kabrikspraiaen di* als reell und solid bestbekannte Tuchfabrik». Niederlage Master grall» and frmnre. — Intirptrn« Liefern»*. Zur Beaehtungl Das P. T. Publiciun wird besonder» darauf »ufmerV-sain gemacht, daa» »ich Stoffe bei dlreetem Bezüge bedeutend billiger stellen, als die von den Zwischenhändlern bestellten. Die tinna Kiesel Amhof in Brslnn versendet sämmtliche Stoffe IU wirklichen Fabrllcspretsen, ohne Aufschlag eine» Kabattes. Kiesel-Amhof in Brünn. sind in jeder Preislage stets vorräthig! Nicht nur das eleganteste u. theuerste, sondern auch das eilt« saelisteu.bllllfisste ^ « zcichnct sich durch vorzügliche CoilStruC« tiou, soliden Buu und leichten Lauf aus. Slyria-Itatl ?? STY RIAF ahrrad - Werke Joh. Puch & Comp., Graz. : Z Vertretor s • Fried rieli Jakowilseli, Cilli f 9 4840—58 RathhauBgasse 21. ^ UhünmnMMKiJ WO»*4*'' von medizinischen Autoritäten, wie Hosrath Pros. Dr. Brenn, Hofrath Prof. Dr. Draaclie, Prof. Dr. Hifratb Freilitrrn von KrafTt-Eblng, Prof. Dr. Monti, Pros. Dr. Bitter Ton Mo^etig-Moorhof, Hofrath Prof. Dr. Neusaer, Ins. Dr. Schaut«, Pros Dr. Weinlechner, vielfach veiwendet und bestens empfohlen. (Für Sihwiitliliche und Keronvalescenten.) --45(35—104 Milhertne JletlniHet* t XL Medizinischer Congress Rom 1894. IV. Congre&s lür Pharmacie und Chemie Neapel 1894. Ital. Gen oral-Ausstellung Tarin 1898. Ctiltlftie ftetlaiItrn , Ausstellungen Venedig 1894, Kiel 1894, Amsterdam 1894. Berlin 1895, Paris 1895, Qaebeo 1897. ^ Ueber 1000 ärztliche Gutachten. =— Diene« ausgezeichnete wiederherstellende Mittel wird seines vortrefiiichen Geschmackes wegen besonders von Kindern uud Frauen sehr gern genommen. Es wird in Flaschen za V« Liter k fl. 1.20 a. 1 Liter k fl. 2.20 in allen Apotheken verkauft. Apotheke Serr&vallo, Triest Engroa-Versandthaus von Medlzlncüwaar«n. ■■■ " Gegründet 1848. - „Glanzine" g csetzL gesch. unter No.fl I* '3 u.So.57111 (lebt -He schönste Plättwäsche. Mit eiDer Tafel .Glanz ine* Hlr 10 H^Usr | in > , Liter warmen Wasser» aofgeDM plitt 't man ohne jeden weiter» satz absolut sicher: 6 Oberhemlit, | 12 Manschetten und 12 Kragen so schön wie neu! In Tafeln ä 10 Heller m den > Specensiwaren-, Droguen- und in/"-! Geschäften vorräthig. - | Alleiniger Fabrikant: Fritz Sctmlz jiiD, Eier o. Lernn •- .-y-' I In CILLI bei: Ii. Pulsn, kti Tapisserie- n. Schneider-Zagehär-ii« :Ull ] Erzeugnisse der BernilorferlMfti empfehlen W Aleianler Staiöo?ar Nachfolger Frölilicli & Hofmaii GRAZ, Herrengasse 31 unter Garantie schwerster für Private, H»tel», P< nsioaea to: i* | einfachsten bis zur reichsten AiKtJ wie: Be«teeke, TaTel-Cier Kalfee* «sisil Tlseenerilfe rt* Feinstes Alpacca ah GraiWUL Auszug: 12 f. s-lass. 1.........tlM 12 Tafelgabel........IM 12 Tafelm-jsser........i 14«—| 12 Dessertgabeln ......... i 12 Desscrtmesser.......I Bf 12 Dessertlöffel . , . . ». . . L I 12 Kaffeelöff«!........1 12 MoccalüfM........1 1 Sappenschöpfer......i 1 Milchschöpfer ....... 1 1 Gemflselöuel 12 Messerrastel.......L Silberauflage auf jedem Stücke eü _Preisbltitter gratis. Sehr günstige GelepIteftM firJ Das schöne Gut Amthofen In I. ^ Bahnstation Eiirenhiuscn, itt leichte Zahlnngsbedingai"s» bilfif n t kaufen. Der ganze Bsidti int Iß 7 Grund, davon öl Joch t jU.'iiara r 24 Joch ltebeugruni, du ttar..'OtisS Aecker und Wiesen- Da bti Üe- r I sitzung 12 Wohü- uud Wirtach sind, so werden auch kleinere B; Gemacht und den Klufern Jiiur;h genheit geboten, mit 5l>J fl. den It'st mit 5*/, verxiest, sehr k kaufen zu kennen. Di gitu u Hli-r i GrQnle «iul siuni^ gelegn uni ik Viertelstunde vom gro*-"?a .Markt« l> schach entfern t, daher niemaal 'lie*i günstige Gelegenheit versäum?» Ml Anfragen »n aas Gut Amh >fea.J acliach, Steiermark. _ 100-300 Gien m»mll kSaa«« Ptnon«» io »l>« OrtRchaltcB ««oMr u»«i ekriM < Kapital ib4 Riiloo **r41« k«us ffiMUWek erlaubter 5 Lom. — Antr&ff« 4« f.ttdwljf < eher, vni. D«oiicliefHMi, Bitf MM. Blätter zur Unterhaltung und Belehrung für Haus und Familie. Sonntagsbeirage der „Deutschen Wacht" in gUR. Er. 21 »Die Südmart" «scheint jede» Sonntag als unentgeltliche Beilage für die Lesn der „Deutschen Wacht". — Einzeln ist „Die Slldmark" nicht lüuftich. 1900 (Fortsetzung.) Moderne Aömer. Roman von Reinhold Ortmann. RtAfrrait »ertöt«». Ich will Dir gestehen, dass ich Dich noch immer liebe, dass ich nie einen anderen lieben werde als Dich —" „Irene!" schrie er in ausbrechendem Jubel. indem er auf sie zu stürzte, um sie in seine Arme zu reißen. Aber sie streckte ihm abwehrend mit hoheitsvoller Ge-berde beide Hände entgegen. „Rühre mich nicht an, Lascar, — noch weißt Du nicht, was ich Dir zu sagen habe. Meine Liebe ist stark genug, das Schwerste zu ertragen. Als Dein recht-mäßiges Weib will ich Armut und Dürftigkeit, — ja, wenn es sein muss, auch Schande und Elend mit Dir theilen. Nicht um Deinen stolzen Namen ist mir's zu thun — mein eigenes Beispiel sollte Dich gelehrt haben, wie leichten Herzens ich diese Nichtigkeiten von mir werfe. Wenn eS hier und in Deinem Vaterlande für einen Prinzen Caragiali ein Schimpf ist, für seinen Lebensunterhalt zu arbeiten, wie der erste beste ehrliche Mann aus dem Volke, wohl, so lass unS in ein Land flüchten, in welchem man diefe thörichten Vorurtheile noch nicht kennt. Und wenn Du es vorziehst, ein be-hagliches Leben zu führen, ein Leben, erfüllt von Zer-ftreuungen und Vergnügungen, so werde ich Dir die Möglichkeit dazu gewähren! Du wirft der Gatte einer Kunstreiterin sein — waS weiter I Ich denke, der Schimpf könnte vor Deinem eigenen Gewissen nicht größer sein, als die Schmach der Heirat, welche Du jetzt einzugehen gedenkst! — Aber ich will Dich für mich allein haben, wie ich nur Dir allein angehören werde, und ich will nicht gezwungen fein, vor der Frau des armseligsten Tagelöhners, die ihrem Manne recht-mäßig angetrant ist, die Augen niederzuschlagen. Das ist eS, was ich Dir zu sagen hatte, Lascar! Ich selbst habe mich Dir angeboten, — nun magst Du mich nehmen oder mich verwerfen, wie — wie Du es verantworten kannst!" Ihr Athem gieng stürmisch, ihre Pulse flogen; aber ihr Gesicht war marmorkalt und marmorweiß. Mit gesenktem Haupt stand Lascar vor ihr. Die Gewalt seiner himmclstürmenden Leidenschaft schien jäh gebrochen. Müde und tonlos, wie damals bei jener Verhängnis-vollen Unterredung im Prater, kamen die Worte von seinen Lippen. „Du zeigst mir den Himmel, Irene, aber ich darf ihn nicht betreten! — Ich kann Dich nicht zu meinem Weibe machen — Gott ist mein Zeuge, dass ich eS nicht kann!" Wohl eine Minute lang war eS todtenstill in dem schwülen, von würzigen Wohlgerüchen durchdufteten Frauengemach. Irene hatte die Hand auf den Busen gepresst, als wenn sie da gewaltsam etwas niederhalten müsse; aber sie gewann die Herrschaft über sich selbst mit bewunderungswürdiger Schnelligkeit zurück. Mit stolz aufgerichtetem Haupte gieng sie zu ihrem Schreib-tische und zog ein Schubfach desselben auf. AIS Lascar zu ihr hinüber sah, bemerkte er ein längliches Papier in ihrer Hand, daS er sehr wohl zu erkennen glaubte, und ihm nächsten Augenblicke hielt sie es ihm mit ausgestrecktem Arm entgegen. »Sie kennen dieS Dokument, Prinz Caragiali, das Ihnen ohne mein Wissen abgepresst wurde! Es ist ein von Ihnen acceptierter Wechsel über fünfundzwanzig-tausend Gulden, zahlbar drei Tage nach Sicht. Sie werden nicht gesonnen sein, die Echtheit Ihrer Unter« schrist zu bestreiten!" LaScar wusste nicht, wie er dies seltsame Benehmen zu deuten habe. „Gewiss nicht!" sagte er befremdet. „Und ich war einigermaßen erstaunt, dass mir der Wechsel bisher nicht präsentiert wurde." „ES wird auch in Zukunft nicht geschehen!* erklärte die Kunstreiterin ruhig, und langsam rifS sie das Papier in kleine Stücke. „Ah, daS ist eine Tollheit I WaS beginnen Sie da, Irene?" „Ich vernichte einen wertlosen Papiersetzen; denn in drei Tagen werden Sie nicht mehr im Stande sein, diesen Wechsel zu honorieren." .Binnen dreimal .vierundzwanzig Stunden wird mein Banquier Ihrer Frau Mama de» fraglichen Be-trag ausgezahlt haben, Baronesse." „Doch wohl nur unter der Voraussehung, dass wir geneigt wären, — gestohlenes Geld anzunehmen, Prinz Caragiali!" — "3rene I" „ES war der wilde Aufschrei eincS zum Tode Beleidigten, und bis über die Stirn hinauf erglühte daS Antlitz LascarS in brennendem Roth. „Wenn Sie nicht ein Weib wären!" — knirschte er, und daS Weiße in feinen Augen erschien plötzlich wie von seinen Blutftreifen durchzogen. Aber die Kunst-reiterin stand ihm in unerschütterlicher Ruhe gegenüber. „Ihre eigenen Worte find es, die meine Aeußerung bestimmen," sagte sie kalt. „Sie selbst erklärten mir, dajs Sie ohne die Mitgift der Prinzessin Maria ein Bettler seien, und ich verpfände Ihnen mein Wort, dass Ihre Verlobung iwch vor Ablauf des dritten Tages gelöst sein lvird." „Vielleicht mit Hilfe Ihrer guten Freunde, Baronesse — jener Freunde, die sich auf dem Wege der Erpressung so vortreffliche Satissaction zu verschaffen wissen?" „Vielleicht mit ihrer Hilfe!" entgegnete Irene schein-bar gelassen, doch mit nachdrücklicher Betonung, und dabei gieng plötzlich ein Aujleuchten über ihr Gesicht, sür das LaScar nicht sogleich die rechte Deutung zu finden wusste. Sie schaute an ihm vorbei auf die Thür des Gemaches, der er selber den Rücken zugewendet hatte, und fuhr mit erhobener Stimme fort: „— Obwohl eS mir heute vielleicht gelänge, unter meinen Freunden den Ritter zu finden, der die feige Be-fchimpfung eines WeibeS auch mit dem Degen zu be» antworten weiß." „Nun, ich wäre au'richtig neugierig, diesen Freund kennen zu lernen I" höhnte Lascar, fast unsinnig vor Wuth. »Sie scheinen derer übrigens so viele zu haben, dass Ihnen die Auswahl nicht ganz leicht fallen wird I" „Die Wahl ist bereits getroffen, Prinz Caragiali!" ertönte da hinter seinem Rücken eine klangvolle Männer-stimme. „Sie werden dessen versichert sein, wenn ich Ihnen sage, dass ich Ihr Benehmen nicht für dasjenige eines Edelmannes, fondetn für das eines» ehrlosen Feiglings haltel" Lascar war heftig herumgefahren, und er sah sich zu seiner Ueberraschung der schlanken Gestalt seines ehemaligen Nebenbuhlers, deS Herrn von Kemenyi, gegenüber. Er konnte nicht wissen, dass jener Irene zum ersten Male besuchte, dass er im Vorzimmer ge-wartet hatte und nur durch Lascars drohende Stimme veranlasst worden war, unangemeldet einzutreten; er hielt ihn vielmehr für einen begünstigten Verehrer der Kunstreiterin, und all' der Ingrjmm, der ihn fast er-stickte, kehrte sich nun gegen den Ungarn. „Ich bin zu Ihrer Verfügung." sagte er, sich mit furchtbarer Anstrengung zu äußerer Höflichkeit zwingend, „und ich bitte Sie, mein gnädiges Fräulein, im vor-hinein um Verzeihung, wenn ich genöthigt fein sollte. Sie deS einzigen Kavaliers unter Ihren Anbetern zu berauben! Ihre Zeugen werden mich im Kaiserhos finden, mein Herr! — Ich wünsche Ihnen eine ange-nehme Unterhaltung!' Mit einer ironischen Verbeugung gegen Irene und mit einem leichten Neigen des Hauptes gegen Kemenyi gieng er hinaus. Es war sein unerschütterlicher Ent-schlufs, diesen glücklichen Magyaren zu tobten; denn ein so unsinniger, rasender Zorn wie der seine, konnte nur in dem Blute eines Menschen gekühlt werden. VII. Eines Oichters Selleiintnis. Der erste Aufzug des neuen Schauspiels im Königl. Schauspielhaufe war zu Ende. Ein freundlich ermuntern-der Beifall war den Darsteller» zu Theil geworden, obwohl das Publikum dem Werke des unbekannten Autors gegenüber »och sichtlich in abwartender Zurück-Haltung verharrte. Aber die allgemeine Stimmung war doch unverkennbar eine günstig«. In den Zwischenakts-gesprochen, die gleich dem gedämpft aus der Ferne klin-genden Rauschen eines Meeres das weite HauS durchschwirrten, kam fast überall Befriedigung und hossnungs-volle Spannung zum Ausdrucke, und hundertmal wurde in den kleinen Gruppen, welche sich hier »nd da gebildet hatten, die Frage «ach der Persönlichkeit des Verfassers laut. Aber in jedem einzelnen Falle blieb sie unbe-antwortet; denn niemand wusste zu sagen, wer dieser Karl Hermann sei, oder wessen Person sich hinter diesem Pseudonym verberge. DaS von einem erfindungsreichen Kopfe verbreitete Gerücht, man habe es mit dem Werke eines sehr hochgestellten Mannes zu thun, der sich aus naheliegenden Gründen nicht der Demüthigung eines etwaigen Missersolges aussetzen dürfe, fand schließlich noch den meisten Glauben und es trug jedenfalls ein Erhebliches dazu bei, das Interesse der Zuschauer an dem weiteren Verlauf der Vorstellnng zu steigern. In der kleinen Fremdenloge nahe der Bühne ließen sich während dieser ersten Pause zwei Damen nieder, die erst jetzt daS Schauspielhaus betreten hatten. Es waren die Prinzessin Maria Caragiali und ihre Gesell» fchasterin. Beide waren sehr einsach gekleidet, und die jüngere von ihnen lehnte sich sogleich so weit in den schatten der Portiere jursicf, das« di« »ahlreichen Qpern. gläser, welche sich bei ihrem Erscheinen auf sie gerichtet hatten. alSbald wieder mit unbefriedigter Neugierde von dem gesuchten Ziel ablassen mussten. Nur einer plötz» lichcn Eingebung folgend, hatte Maria den Wunsch aus-gesprochen, jetzt noch in daS Theater zu fahren. Auf den gestrigen Abend, welchen sie mit ihrem Verlobten im Circus zugebracht, war ein stiller Tag von unbe-haglichster Spannung gefolgt. AIS Lascar sich am Vormittag nach ihrem Befinden erkundigen wollte, hatte sie die Annahme seines Besuches unter dem Vorwande cincS leichten Kopfschmerzes abgelehnt, und sie hatte auch das Diner allein mit Madame de Mourdedieu auf ihrem Zimmer eingenommen. Nur für eine Viertel-stunde war sie in dem Gemache des Fürsten erschienen, und das scharse Auge des gewiegten Menschenkenners hatte aus ihrem Benehmen bald errathen, dass irgend ein neuer fataler Zwischenfall in dem Verhältnis der beiden Verlobten zu einander eingetreten sein müsse. Aber er war klug genug, dieser Vermuthung Maria gegenüber mit keinem Worte Ausdruck zu geben, und auch nicht mit der leisesten Andeutung daran zu rühren. Er hatte die Empfindlichkeit ihrer feinsinnigen Natur bei mehr als einem Anlass kennen gelernt und er wusste sehr wohl, dass eine einzige unbedachte, ihr Zart» gesühl verletzende Aeußerung im Stande sein könne, irgend eine verhängnisvolle Katastrophe herbeizuführen. So erwähnte er nicht einmal den Namen feines SohneS, und er machte keinen Versuch, sie zurückzuhalten, als sie sich schon nach kurzer, einsilbiger Unterhaltung er-hob, um in ihr Zimmer zurückzukehren. Mit desto größerer Spannung erwartete Fürst Zoan das Erscheinen Lascars, den er an diesem Morgen nur flüchtig gesprochen hatte, und dessen Benehmen ihm ebenfalls als ein auffüllig erregtes und zerstreutes er-schienen war. Aber sein Warten blieb vergeblich; denn der Prinz kam weder zum Diner, noch zu einer späteren Stunde des Tages zurück. Auch sandte er nicht, wie er es sonst wohl in ahnlichen Fällen gethan hatte, eine Botschaft, die fein Ausbleiben erklärt oder entschuldigt hätte; eS musste in der That eine Abhaltung von sehr wichtiger und zwingender Art sein, die ihn zu einem so wenig rücksichtsvollem Betragen veranlassen konnte. Je weiter der Tag vorrückte, desto mehr steigerten stch die Besorgnisse der Madame de Mourdedieu um die Gesundheit ihrer jungen Gebieterin. Nur in den ersten Tagen nach ihrer Verlobung war Marias Aus-sehen ein so leidendes und angegriffenes gewesen, wie heute; und doch lehnt: st« alle theilnehmenden Erkun-digungen der Französin immer mit demselben müden Kopfschütteln und mit der ruhigen Versicherung ab, dass sie sich vollkommen wohl befinde. Die wackere Tarne athmete sehr erleichtert aus, als Maria plötzlich den Wunsch auSsprach. di, ,ng in, Schauspiel. Haus« zu besuchen, zu welcher schon seit mehreren Tagen die Plätze belegt waren. Die» Bedürfnis nach Zer- streuung war jedenfalls ein Beweis dafür, dass sie sich nicht körperlich krank fühle, und in Bezug auf die Ge-fährlichkeit seelischer Leiden hegte die erfahrene Französin nicht eben allzu tiefgehende Besorgnisse. Wenn sie nun aber der Meinung gewesen war, dass Maria jetzt heiterer und mittheilsamer werden würde, so sah sie sich darin völlig enttäuscht. Auch als der Vorhang wieder in die Höhe gegangen war und das Spiel von neuem begonnen hatte, verharrte die Prinzessin Caragiali in ihrer zurückgelehnten Stel» lung, die ihr kaum gestattete, die Vorgänge auf der Bühne zu verfolgen. Sie wendete der Aufführung er« sichtlich nicht die mindeste Theilnahme zu, und sie hatte mit dem Besuche derselben wohl kaum einen anderen Zweck verbunden, als den, für eine kurze Zeit nicht nur von fremder Zudringlichkeit, sondert, auch von den Fragen und Erkundigungen dex Gesellschafterin ver-schont zu werden. Da plötzlich mussten unter den Worten, die von den Brettern her wie auS einer fernen, gleichgiltigen Welt an ihr Ohr schlugen, einige sein, welche sie auS ihren Träumereien emporrissen. Sie lauschte gespannt auf; dann neigte sie ihren Oberkörper vor und fchaute mit großen, verwunderten Augen auf die Bühne. Und immer lebhafter wurde das Erstaunen, welches sich auf ihrem schönen Antlitz malte, immer gespannter der Aus-druck ihrer eben noch so matten Züge! Dies alles, was da unter ihren Augen vorgieng, sah und hörte sie ja nicht zum ersten Male. Die Situation nicht nur, nein, auch die Worte der Schauspieler w?ren ihr so verttaut und wohlbekannt, dass sie die Hand an die Stirn legte, um sich zu überzeugen, was sie da erlebe, sei kein Traum, sondern volle Wirklichkeit. Ein Stück-chen aus ihrem eigenen Leben, auS jener glücklichen sonnigen Zeit, da sie im Hause des Fräulein Hingstler nicht als eine vornehme Dame, fondern als ein einfaches Bürgermädchen gelebt hatte, spielte sich da noch einmal greifbar und leibhaftig vor ihren erstaunten Blicken ab. Sie sah sich selber in dem dürftigen LectionSzimmer mit der trübseligen Aussicht auf den gepflasterten Hof und die öden Holzplätze, wie sie zu dem Geliebten von ihrer Verlassenheit und von ihrer ungewissen Zukunft sprach; sie hörte Herberts halb besorgte, halb hoffnungsvolle Erwiderungen, seinen männlich ernsten Zuspruch, die treuen Versicherungen seiner Liebe. Mit verhaltenem Athem beugte sie den Kopf weit über die Logenbrüstung vor, unbekümmert darum, dass sie sich damit der Neu-gier der ganzen Zuschauermenge preisgab. (Fortsetzung folgt.) I ÄAIAIj Belehrendes. Unterhaltendes. Heiteres etc. raHUUmrararanUMBraBMIIMMm SSSS1MSS«!tIW»SSIIIS>M»»°«SiI»SSSIINSSSS>>S Mai«^k»nig. Sturm! — Erklingt'S von allen Thürme»: Sturm I — So dröhnt der Glocken Chor, Und entsetzt, in bleich«» Strömen. Stürzt daS ganze Volk hervor. Brennt da» Land in allen Ecken? !MifS den festen Damm der Fluss? Kam der Feind wie Wetterbrause»? Ist'S vom Himmel selbst ein Gruß? Dichtgedrängt die bunten Straßen Wildes Fragen mächtig schwillt; Keiner weiß den «lang zu deuten. Der dem Eisenmund entquillt. Plötzlich dort ein Rusen. Lärme», Man umringt de« Boten Pserd: „Was geschah? - Was soll das Stürmen ? — Sind gefährdet Kind und Herd?" „Lasst Gefahr und Sturm und Klagen! Froh» Botschast ritt ich euch: Tort der König kommt gezogen Bon der Freiheit Sonnenreich l Nun verinnt di« letzte Thräne, Jede Sehnsucht wird zur That, Und besiegt muss Gnade stehen, Wer euch frech den Nacken trat. Frei find eure tapfren Seelen, Frei ist Wille jetzt und Wort, Und de» Glücke» gold'ne Blumen Blühen reich am ärmsten Ort. Seht, dort naht der beste König! Ihm erdröhnt der Glocken Chor. Ans. Befreite, ihm entgegen, Lustgeöffriet Hau» und Thor!" — Und sie jauchzen ihm entgegen, König theilt die Gaben aus, Und im weiten, weiten Lande Ist kein sorgendüst'reS Haus I Richard im „Scherer." In'» Album. Es ist lein Pfad der Welt so steil, Dass ihn nicht Blumen schmücken: Nur daS bleibt unser eigne» Theil, Dass wir fir pflücken. Stieler. • Wer wollte sich mit Grillen plagen, So lang' uns Lenz und Jugend blüh'n? Wer wollt' in seinen Blütentage» Di« Stirn in düstre Falten zieh'»? _ Hölty. Gemischte Waldmeisterbowle. Man nimmt frisches, grünes Krant deS Wald, meisters. wäscht es. falls eS nicht ganz rein fein sollte, einige Augenblicke in Wasser, sucht dann durch einiges Sckwen-len das anhaftende Wasser schmll wieder zu entfernen und befreit das Kraut von den Stielen. Ist dies geschehen, so löst man 80—40 Deka guten Raffinadezucker in 1 Liter Waffer aus, welchem dann un-ter stetigem Herumrühren noch I Liter Weißwein zugegossen wird. In diese Mi-schung «Hut man nun das sorgfältig ge-reinigte Waldmeisterkraut und lässt solche» damit einige Stunden stehen und gehörig durchziehen. De« Biene» untereinander darf es nicht an frischer Luft fehlen. Damit diese stets genügend in den Bienenstock eindrin-gen kann, wird in Bauten, welch« da» Flugloch etwa in der Brutraumhöhe ha-be». beim Ausstopfen der unlere Schieber ganz geöffnet. Pergameutpapier. Nach der „Leipz. Bztg." ist Pergamentpapier, welches als Einlage in Schraubenverschlüsse der Gläser gelegt wird, ein heimlicher Feind deS Honigs. Selbst kandierter Honig werde, wenn er mit solchem in Berühiung komme, sauer. waS auch nicht zu verwundern ist, weil das moderne Pergament eben durch Einwirkung von Schwefelsäure hergestellt wird. Da» Blatt schlägt als Ersatz in Wachs getränkte Papiericheiben vor. Fliegenleim. l Kilogramm weißes Harz wird mit l Ktlogr. Rüböl oder anderem. nicht trocknendem Oel zusammen-geschmolzen und erkalten gelassen. Kaseiukitt für Porzellan. Das Kasein löst sich mit LeichUgteit in einer Wafferglaslösung und bildet dies« Lösung einen d«r ausgezeichnetsten PorzeUantüle, die «S gibt. Man füllt »ur Herstellung derselben eine Flasche bis zu einem Bier-tel ihrer Höhe mit frischem Kasein, füllt dann die Flasche ganz mit Wasserglas-lösung und bewirkt durch oftmalige« Um-schütteln di« Auflösung des Kaseins. Vertilgung von Huflattich. Ter Huftatlich pflanzt sich sowohl durch die mit Flugsedcrchen »ersehenen Samen al« auch durch zahlreiche Ausläufer fort. Ter Same braucht aber zur Keimung sehr viel Feuchtigkeit, und deshalb könne» sich junge Pflanzen aus Samen in der Regel nur an den Rändern von feuchten Gräben, kleinen Wajserläufen, Mergelgrub«» und sonstigen feuchten Stellen entwickeln. Die Ausbreitung de« Huflattichs über die Fel-der erfolgt meist durch die Ausläufer, welche 1—4 Fuß, zuweilen sogar bi« 6 Fuß lang werden. Jeder Ausläufer be-steht aus einer Anzahl von Gliedern, jedes mit einem schildförmigen Blatte ver-sehen, in dessen Winkel eine Knospe sitzt. Ans jeder dieser Knospen kann ein Sei-tenschoß oder AuSläuser zweiten Grade« hervorgehen. Jedes Glied, welches (z. B. durch die Ackerbearbeitung) abgetrennt und an eine andere Stelle verschleppt wird, kann eine neue Pflanze bilden. Auf Weiden und Wiesen mit dichter Grasnarbe und festem compacten Boden kann der Huflattich schnür Fuß fassen. Wir em-pfehlen, die mit Huflattich bestandenen Stellen der Wiesen tief umzugraben, die Wurzeln deS Huflattichs auszuziehen und die betreffenden Stellen mit Grassamen dicht zu besäen. Die orientalische Frage. Bei Com-merzienrath Goldberger ist Gesellschaft. Man unterhält sich lebhaft von der orien» talischen Frage. »Ich muss offen gestehen", sagte eine Dame, „dass ich diese Frage durchaus nicht verstehe, sie ist mir zu ver-wickelt." „Zu verwickelt?" rief der Com-merzienrath. „Die orientalische Frage lau-tet . . . wie haißt?" Grethchen am Fahrrad. (Zeit-gemäße Variante.) „Meine Ruh' ist hin. — Mein Herz ist schwer: — Ich lern« es nimmer, — Und nimmermehr l . . Gewagte Anzeige. Heute abends findet in meinem großen Saale ein Bor-trag des Proiessors Grashupfer über die Bortheile der vegetarische» Lebensweise statt. Nach dem Bortrage großes Wurst-essen. Müller, Besitzer der „goldenen Krone". Unisvrmität. Bürgerwehr,Comman-dant: „Was ist das wieder für ein« Un-ordnung l Die Hälft« der Leute ist be-trunken — ein andermal befauft Euch wenigstens alle zusammen, dass «S egal ausstehtl" Poesie de» vaterhause». Lehrer-„Ost wird auch das Adjectiv dem Haupt-wort nachgestellt, wer weiß ein Beispiel?" — Der Sternivirtssohn: „Lausbub ver-damn»ter!" Heiratsannonce. Ein armer Teufel sucht eine» reichen Engel. 1900 9 Ein Lehrling tät guter Schulbildung wird sofort accep-tirt bei der Firma And. Snppanz in Friitova via Poltschach. 5003 Rinderl. Ehepaar fmtd und rflütip, sacht entsprechende . jitellaag als Hausmeister o«ler dergleichen. D« Mtrrn ist im Kanzlei- nnd Schrrib-hih'. sie auch in anderen Arbeiten be-»ladert. -■ Anfragen an die Verwaltung Ihr .Deutschen Wacht*. 5002—44 >ur die tob öeiHvMz 4 Co. Tstsehen a.E fabrid«rt« Bergmann s llliMet »•ehe •in«zBrtt., '♦Ui® Haut iin«| roisjf*n T«.ittl«Bd nrUich bett* Seif« gttgtn SonaeriprM««i ▼urr»thl(f t 8u «0 kr. bei Fraai KisebUvjr und ipotktker O. •«bweril * Co aiirr Ar* für hiutiiche und öffentliche Zwacke, nouoster, verbessertor Constructionen. Fabriken, Landwlrtbschaft, Bauten und Industrie. Decimal-, Centealmal- und LaafgewIchts-BrMtea- Besle GQmmi- und Banssc&läacüe- an8UBd Ei,e„. <Ä5-, v»^-. Fabra»-. ■ ||n § mS nir Kiklavnai landwirtschaftliche und andere Zweck«. Personenwaagen Waage» imiHS ill teil Ituurt lli Mr Hausgebrauch, Viehwangen. Commandit-G«sellschaft für Pumpen- and X&schlnenfabrlcatlon Kataloge gratis nnd franco. W. GARVBNS, ( WIEX, l, Wallfiacl)gai,sc 14, 1.. Schwanenbergstrasse 6. Katalog« gratis nnd franco. Zu beziehen durch alle resp. Maschinen-, Eisenwaaren- etc. Handlungen, technische und Wasserleituugs-Gesehifte, Brannen- baa-Untrmehmer etc. Man verlange ausdrücklich Garvens' Pampen, resp. Garvens' Waagen. 4311—76 Iu verkaufen IPiar S'/t Jahre alte Wagen- n. ICalesch-pffrdo (Apfelschimmel). Dieselben sind liS m Wb, figuranten- und fehlerfrei, (aberje beiJCilli Nr. 52. 5004—44 Vi» in fast allen Orten der öst.-nngar. Monarchie eingeführte NMsMlW-VmM-gM StriMlSS, Wien, IV. Margarethenstrasse 12 berühmt durch seine Lieferungen an Mitglieder von Lehrer- ihmi Beamten-Vereinen versendet die absolut geräuschlos n. leicht nähende, mit allen Verbesserungen der Neuzeit ausgestattete . vorzfig iebste Faniilienmaschine d. Gegenwart, für Fuss-betrieb tn.Verschluss-kasten. Werttoiii-flectn { f X.l° 4wöchentl. Probezeit, 5jähr, Garantie. Maschinen, die sich in der Probezeit nicht vorzüglich bewähren, nehme ich anstandslos auf meine Kosten retour. OV Verlange» Hie Preisliste. Nati mnairr nnd Anerkennongen. .Starker Bäcker-Lehrling nicht unter 16 Jahre, wird aufgenommen in der Luxus- nnd Zwieback-Bäckerei, Graz, Attomsgasse Nr. 6. »i SaMcattea: VrtnntBaera btS «J u*6 bc» CcTWitssflUntlc«. — « OsnMittrl: Slt«I»chMMri»t. QatSra .. , „ 0ll««le: | Kzr-ri (f>ltid|tnbftg - tueüfsawartalatl»«; am !jH4lit wen* Jede Schachtel and l«l« l'ulver A. Moll'« 8chatimark« and Umerschrin trätet. Moll's Seldlitz-Pnlver sind fflr MngenleidenJe ein unübertreffliches Mittel, von den Magen kräftigender und die Verdauung&thätigkeit steigernder Wirkung und als milde anlinsendes Mittel bei Stuhlvera topfung allen drantischen Purgativs, Pillen, Bitterwässern etc. vorzuziehen. ______Preis der Original-Schiichtel K 2.— ■V FalclAcette wetdea g-ericlvtliclv -verfolgst. 'VQ Moll's Franzb jantweinu.Salz. \np p<>lit wenn jede Fluche A. Moll'* Rchatxmarke triff and mit der Blelplomh« HUT t-t lH, A M0LL. verschlossen Ist. Moll's Franzbranntwein und Balz ist ein namentlich als schmerzstillende Einreibung bei Glicderrcissen and den andern Folgen von Erkältungen bestbekanntes Volksmittel von Muskel- undXerven kräftigender Wirkung. Preis der plombirten Original-Flasche K 1.80. Hauptversandt durch Apotheker A MOLL, k. u. k. Hoflieferant, Wien, Tuchlauben. In den Depot« der Provius verlange man ausdrücklich A. MOLL'a l'r Aparate. Depots: En gros Aug, Böbelm, Rohitsch Sauerbrunn. Albert Zotter, F r a s s 1 a u. 4SSS SehmerierfMlt. geix>n die Unterzeichneten die Trauerkunde von >i'M Ableben ihres innigstgelie'oten Vaters, bei». Gross- und Schwiegervaters, des Herrn Georg Rosman Realltätenbesitxer welcher am 26. Mai I. J. nach kuriern, schwerem Leiden, versehen mit den heil. Sterbesacramenten, im 76. Lebensjahre selig im Herrn entschlafen ist. Das Leichenbegängnis des theuren Verewigten findet am Montag den 2s. Mai um halb 5 Uhr vom Sterbehause nach dem OrUfriedhofe statt. Die heil. Seelenmessen werden am Dienstag den 29. Mai L J. im 8 Uhr früh in der Dekanatshauptpfarrkirche zn TälTer gelesen. Markt T tt ff e r, am 26. Mai 1904. Pinza Rosmsn all Schwloiertoehter. Marie Waldhans I.thrrr» jfattln Frans Waldbaus als Schwiegersohn. Conrad Rosman k. k. Steueramtf-Coairolor als Kinder- Conrad Waldhans als KnkeL Eine kleine ROHITSCH 4760—73 __jq Quelle Haupt Vertretung: J. Trojan, Qraz, Landhans. WertheimCasse ist billig zu verkaufen. — Anzufragen und zu besichtigen im IL Stock des Hotel .Erzherzog Johann4. Lehrjunge wird im Cafe C&sino ia Laibach sofort (aufgenommen. Zwei schone, grosse Zimmer möblirt oder nnmiiblirt, im I. Stock, sind vom 1. Juni an zu vermieten. Schulgasse 23. Vincenz u. Agnes Slugi in Xenkircben bei Cilli wOnscbts Kind in Erziehung zu nchmes, rein und gut an der Brust m altnngei«, I. L Militärverwaltnnaon, (Eisenbahnen. Industrie ,» Berg «nd Hiittriiqesellichastrn, Vauqcscllicliaiica. Bamutev »rlimer «nd vanmeistrr, sowie Fabrik,?- nnd Zie«Iitä«a-befitzer. Diese Fayoden-iyarben, welche in «alt löslich ftoö, »et. des CARL KBONSTEINEB, Wien, UI., Hanptstrasse 120 M" Aaiteieichnei mit goldenen Medaillen. <>» elf«»«« den in trockenem Zustand in Pulverform und in 4v»erfch Mustern von 16 kr. per Kilo auswärt» geliefert und finb. otfo langend die Reinheit btS FarbentoncS, dem Qelaa strich toi kommen gleich. q Masterkarte, sowie ßehranchaaawelsuag gratis V«!leger und Herausgeber: «eremsbuchdruderei „Vtlti*" is tiUi. BeranttoorUicher Schrijtietter: Ott» »«»roschttfch. Druck der LeremSduchonnter«, „lltltit" »