Hummer 41.
Petto», den 13. OMober 1901.
XII. Jahrgang.
PettauerZeitlmg.
Erscheint jeden Konntäg.
Preis sür Pettau mit Zustellung in« Haut: Monatlich 8» h, vierteljährig K 2.40, halbjährig K 4.80, ganzjährig K 9.—, mit Postoerseuduiig im Inland«: Monatlich 85 h,
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Der Marburger und der Nadlierslmrger Tag.
Es sehll un? leider der Raum, um i» der ..Pettauer Zeitung- über den Vertrauensmänner' lag und den Parleitag der deutscht» VolkSpartei eingehend zu berichten und wir könne» unS umso metir mit einer kritischen Besprechung dieser Ver» aiistaltungt» begnügen, da die Tageeprefse in der Angelegenheit eher zu viel als zu wenig geleistet ha» ^
Im allgemeinen wurde bei beiden Vera»-stciltttngen der Zweck erreicht. Es ist am Mar-burger VertrauenSmänncrtage gelungen, die für die Deutschen Untersteiermark« so nothwendige Einigkeit zu erhalte» uud durch eine Organisation W befestigen, am RadkerSburger Tage aber liat die deutsche Volkspartei »nziveiselhast einen Er-solg erzielt. Besonder» die Rede de« Herrn Dr. von D e r s ch a t t a mußte die nachhaltigste Wirkung erzielen, da sie in großen Zügen alle Fragen, welche da» Deutschthum der Ostmark berühre», aus wirksame und mit geringe» Aus-i'ahmen eiuwandfreie Weise beantwortete. ES wird nun Sache der deutsche« Volk«Parte, sein, bei der bevorstedenden Re>ch»rath«sesfion die wirtschastlichen Benachteiligungen, welche die Steirer in der letzten Session erdnlden mußten, wieder wett zu mache».
Weniger zusrieden sind mir und das ist nun nicht Parteijache. mit den Reden nnd Re-solution»p»nkten, welche bezüglich Untersteiermark» losgelassen wurden. ES scheint un» total ver-fehlt und eine viel zu große Ehre für die stove-uischen Winkelpoliliker, wenn man. wie c« in RadkerSburg geschah, die lächerlich, Resolution der sogenannte» slovenischen Vertrauensmänner benützt und ütxrall dort, wo die Slovenen schwarz sagten, weiß hinsetzt. ES ist ja sehr ein-fach zu sagen, die Slovenen verlange» slovenische
Bole?.
(Schluss.)
trete zu ihr in» Zimmer: sie sitzt am Tisch, ►!. Ellbogen ansgestützl und die Hände an den 1 gepreßt.
„Hören Sie." sage ich also . . .
Sie springt von ihrem Platz auf, geht mit funkelnde» Augen aus mich loS, legt ihre Hände mir aus die Schulte!» und beginnt zu flüstern . . d. h. richtiger, mit ihrem Baß zu brumme»..
.Nun? . . Und wa» ist denn dabei? . . Nun wohl. — e» gibt keine» Bole», keinen . . Und auch keine Therese! . . Was geht das aber Sie an? Fällt e» Ihnen wohl schwer, ein paar Federstriche zu thun? . . Ach Siel . Und — »och dazu ein so hübsche«, weißes Äesichtche»! . . Niemand ist da. nicht Bole», nicht Therese, nur ich allein! . . Aber — was hat denn da» zu sagen?"
„Erlaube» Sie", sage ich ganz starr von diesem Empfang, „worum Handelt'S sich eigen»-lich? ... Es gibt also keinen BoleS?"
..Nein. WaS ist denn dabei?"
Beamte, wir daher Deutsche, die Slovene» fordern slovenisä)e Lehranstalten, wir dentsche. Die Slovenen protestieren gegen die Snboenti-oniernng der deutschen Studentenheime, ergo fordern wir dieselbe, etc. ad libitum — der umgekehrte Strumpf bleibt doch immer ei» Strumpf.
Abgesehen davon, dass es deutscher Bildnug nicht entspricht, aus das schäbige Eultur»iveau der slovenischen Hetzer herabznsleige», mußte sich der Herr Verfasser doch auch klar sein, dass die Resolution der slovenischen Vertrauensmänner nur zu dem Zwecke versaßt war, um die Hftze im Landvolke wieder in Schwung zu bringen. Nicht» konnte daher den Volksverführern ange-nehmer sein, al» das» ihre lächerlichen Hetzereien an maßgebender deutscher Stelle ernst genommen und mit gleicher Münze erwidert wurden. Die slovenische Resolution verpuffte im Landvolke wirkungslos, die RadkerSburgßr Resolution wird aber Schaden stiften, und das hätten gewisse Herren leicht voraussehen sönnen, wenn sie — gewollt hätten.
Jedes ungeschickte Wort, welche» irgendwo von deutscher Seite sällt. wird in der slovenischen Presse zuerst den Pettauer». dann dem Stajerc in die Schuhe geschoben, jene Herren, »velche über untersteirische Verhältnisse refkrierten. muß-ten sich daher in erster Lienie den Pettauern verantwortlich fühlen, wenn sie e» ehrlich meinten und die von »nS in großem Stile angebahnte Milderung der nationalen Gegeiisätze fördern wollten und schon au» Rücksicht aus die von den Pettauern gebrachten Opfer mussten sie auch niit »nS Rücksicht haben. Dir» ist nun nicht geschehen. man hal die deutschen Pettauer, mau hat die von ihnen gegründete slovenische Presse den nationale» Gegnern bloSgestellt, und dainit mehr Schaden angerichtet, als hundert schöne Reden gut machen könne», und alles die» nur, um sich aus einige Tage bei jenen, welche unsere Verhältnisse nicht kennen, als „besonder« schnei-dig" aufzuspielen! Gott besser'« !
„Und auch — keine Therese?"
„Auch keine Therese! Ich bin die Therese!"
Ohne da« geringste zu verstehe», starre ich sie mit aufgerissenen Augen an und suche sestzu-stellen, wer wohl von uns beiden um den Ver-stand gekommen sei. Mittlerweile war sie wieder an den Tisch herangetreten und hatte dort etwa» gekramt. Darauf kommt sie zu mir Hera» und spricht im To» der gekränkten Seele:
„Wenn's den» Ihnen so viel Mühe gemacht ha«, an BoleS zu schreiben, — da haben Sie Ihr Geschreibsel wieder . . . Nehmen Sie'S nur! ... ES werden sich auch Andere finde», die sür mich schreiben!"
Ein Blick: ich halte in der Hand den Brief an BoleS! Dass dich —!
„Hören Sie, Therese! WaS bedeutet die« S«lle»? Warum haben Sie e» nöthig, sich von Anderen schreiben zu lassen, wenn ich Ihnen die« da geschrieben und Sie es nicht abgeschickt haben?"
„Ja, wohin denn?"
„Nun — an jenen Bole«!"
„Aber es gibt ja doch keinen BoleS!"
Vit Versammlung deS Venauer Hewervebereines.
Am 8. d. M. fand hier in den Räumeir de« Deutsche» Hanse» eine Versammlung de» Pettauer ÄewerbevereineS unter dem Vorsitze de» ObmauneS Herrn GeineinderathJohann Steudte statt, an welcher sich auch N'chlmitglieder bethei-ligte». Gegenstand der Tagesordnung war eine Besprechung und BeichlusSfafsnng über einzelne Vorkommnisse beim Marburger und RadkerSbnr-ger Tage. Der Reserent, Herr Schriftleiter von K a l ch b e r g. berichtete in längerer Rede über die Vorgeschichte, sowie über die Zwecke de« Mar-burger VertraueuSmänuertogeS, welche nicht ganz erfüllt worden seien, da eine wichtige Resolution, welche bei de» künstigen Landlagswahlen als Grundlage für ein Zusammengehen der freisinni-gen und deutschfreundliche» Slovene» mit den Deutschen bilde» sollte, aus bisher nicht ganz aufgeklärten Gründen beim Marburger Tage nicht in Vorschlag gebracht worden sei. So bleibe nichts Andere» übrig, al» die in Marburg vorge-brachte Resolution nun al» die WillenSmeinunz, der Petlauer zu beschließen. Der Redner bean-tragte folgende Entschließung:
Die a»> 8. Oktober im dentjchen Heime z» Petta» versammelten Mitglieder de» Gewerbe-Vereines und deutschen Bürger der Stadt Pettau könne» sich darum mit den Ausführungen des Referenten Herrn Dr. Mravlag beim RadkerS-burger Parteitag nicht ganz einverstandeu erkläre», weil dieselben zwar den im Eillier Bezirke bestehenden Verhältnissen entspreche», keineStvegS aber der Lage «» den nördliche» Theilen Unter-sieiermark«, wo. gerade so wie in Karaten, zahlreiche Slovenen Ihn Werth deutscher Cultur vollkommen anerkennen und im Kampfe gegen die slovenisch-clericale Partei n»S t»eu zur Seite stehen. Da diese wichtige Thatsache im obge-nannte» Referate nicht entsprechend zum Aus-
Da foll der Teufel draus klug iverde» !... Es schien einem nicht» weiter übrig zu bleiben al« auszuspucken und wegzugehen. Doch — da erklärte sie sich.
„WaS ist deu.i dabei?" begann Sie verletzt. „Er ist nicht da. ist nu» einmal nicht da!" Und sie fuhr dabei mit den Armen in der Lust herum, als verstehe sie e» nicht, warum und wieio er nicht da sei. „Ich aber — ich möchte haben, das» er da wäre . . . Bi» ich den» nicht auch ein Mensch, wie all' die Ander»? Gewiß . . ich bin . . ich weiß . . Aber — hat den» jemand einen Schaden davon, wenn ich an ihn schreibe? .. "
„Ja. erlauben Sie — an wen denn?"
„An wen? An Bole«!"
„Aber er ist ja nicht da!"
„Ach JesuS-Maria! WaS Hat'S denn aber zu sagen, das» er nicht da ist! Er ist nicht da, und ist doch wie da . . . Ich schreibe an ihn, nnd da ist e» dann, wie ivenn er da iväre . . . Und die Therese — die bin ich, nnd er gibt mir Antwort, und ich wiederum ihm" . . .
Nil» wurde mir Alles klar . . . Und ein Gefühl de» Schmerze» und des Elends bemäch-
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drucke gebracht erscheint, sind wir im Interesse der deutsche» Sache gezwungen, die i» unserem Bezirke herischinden Anschauungen gleichsall« zusammenzusasseu und demnach öffentlich zu er-klären:
Die deutschen Bürger und Gewerbetrei-bendeu der Stadt Pettau suhlen sich ini Hinblicke auf die vielfachen »»wahren Behauptungen slovtnischer Politiker uub die lügenhafte» A»«> streuttge» der slovenische» klerikale» Presse ver» pflichtet, die politische Lage in, Unterlande. in«» besondere aber das zwischen de» deutsche» uud slovenische» LandeSgenoffen thatsächlich bestehende Verhältnis öffentlich klarzustellen.
Wie seit jeher, leben anch heute noch Deutfche und Slovene» in Frieden nnd Eintracht und dieser erfreuliche Zustand hat sich in letzter Zeit sogar sichtlich befestigt. Auf diese» bisher durch die ärgste» Hetzereien nicht erschütterten Grundlage beruht der gesaminte Handel»» und Geschäftsverkehr des Unterlandes. Wenn also die sogenannte» Wortführer deS slovenischen Volkes einen Gegensatz der wirthschaftlichen Interessen der Slovenen zu denen ihrer deutschen Mitbür-ger künstlich zu schaffen suchen, so bringen sie damit lediglich ihre gemeiugesährliche Gesinnung zum Ausdrucke, nicht aber die des slovenischen LandiuauueS. welcher Angesichts der traurige» Lage der untersteirische» Landwirtschaft angewiesen ist. Absatzgebiete für feine landwirtschaftlichen Produkte in deutschen LandeStheilen z» suchen und zu diesem Zwecke die Vermittlung der deutschen Geschäftswelt in Anspruch zu nehmen.
Diese Geliieinsainkeit der wirtschaftlichen Inte» reffe» erzeugt anch natnrgemäf« gemeinsame Förde» ruugen. Deutsche und Slovenen erwarten die endliche und praktische Durchführung der Flußregul iernngeu, de« Ausbau uujeres Vahiinetze» und die Nutzbarma» chung der bestehenden Landeibahne n sür den Verkehr. Die schwere Krise des untersteirische» Weinbaues zwingt Deutsche und Slovenen, eine Erhöhung deS jährliche» Beitrage« für unverzinsliche Dar» lehnt auznstreben uud vom Landtag? sowie vom ReichSrathe einen wirksame» Schutz gegen die veruichtende Concurrenz deS ungarischen und italienischen Weinbaues zu fordern.
Unter solchen Verhallnissen muss der Plan einer LandeSzeirreißung geradezu als ein Verbrechen am Unterlande bezeichnet werden. Nicht mir die im Unterlande lebende» Deutsche» würde» dadurch ihre» erbittertste» Gegnern ausgeliefert, auch der jlovettijche Landmaun verlöre damit jeden Anspruch auf Förderung seitens der knpj-talskrästigen deutschen LandeSmehrheit nnd gerie-thc dadurch gänzlich in dir Hände einer cnltur» feindlichen uud geldgierigen Clique, welche ihn bereits heute im Bunde mit wucherische» Geld' Instituten in eine drückende finanzielle Abhängig-feit gebracht hat.
Die Förderung der Volksbildung, die Besse» rnng der finanzielle» und gesellschaftlichen Stellung der Lehrerschaft ist eine ebenso natürliche Förde-rung aller fortschrittlich Gesinnten, wie die mög-
tigte sich meiner, als müßte ich mich vor irgend etwas schämen . . . Dicht nebenan, keine drei Schritt von mir, lebt ein Menschenkind, daS Niemand aus Erden hat, der ihm mit Liebe, mit Herzlichkeit begegne» könnte, nnd dies Menschenkind — erfindet sich eine» Freund! . . .
„Sehen Sie. Sie haben mir den Brief a» BoleS geschrieben, und ich habe ihn einen. Ander» zum Vorlesen gegeben, uud wenn man ihn mir vorliest, dann höre ich zu und denke, dass BoleS wirklich da ist! Und dann bitte ich, einen Brief zu schreiben von BoleS an Therese — an mich. Ist ein solcher geschrieben und wird mir vor-gelesen, dann ist eS mir schon ganz und gar. BoleS ist da. Und — eS lebt sich leichter auf der Welt!"
„Da schlage doch daS Wetter drein, was? . .. Von der Zeit au schrieb ich nun regelmä-ßig zweimal wöchentlich Briefe an Bole», und feine Antworten an Therese. Und ich schrieb sie HU,, diese Antworten .. Sie hört und — heult im
lichst allgemeine Kenntnis beider Landessprachen im Interesse deS Geschäftsverkehr,« uud der Frei zügigkeit gefordert werden muß.
Es ist daher endlich dem Wunsche der uuge Heuren Mehrheit de« slovenischen Landvolks nach bessere» UnterrichtSersolgen im deutsche» Sprach-unterrichte Rechnung zu tragen nnd da« Treiben gewisser Hetzer nicht genug zu brandmarken, welche ihre eigenen Kinder die deutsch« Sprache erlernen lassen, den Bauernsöhnen aber den deutsche» Sprachnnterricht vorenthalten, zu dem Zwecke, um die Herrschaft ihrer Familie» über das Bauernvolk auch für die Zukunft sicherzustellen
Wir geben daher unseren slovenischen Lan deSgeuofseii den wohlgemeinten Rath, da« Joch ihrer bisherige» Bedrücker und ungebetenen Rathgeber abzuschütteln u»d Schulter an Schulter mit unS für den kulturelle» Fortschritt und die Bes> seruug der wirthschastliche» Verhältuiffe zu käm. pfeii, unsere Vertreter aber, sowie de» hohe« Landtag bitten wir. den berechtigten Wünschen des Unterlandes die möglichste Förderung ange-deihen zu lassen.
Der nächste Redner, Herr Dr. Edwin A in-b r o s i t s ch. gab zu. diese Resolution darum in Marbnrg nicht in Vorschlag gebracht zu haben, weil die Cillier BersainnilnngStheilnehmer sich gegen dieselbe erklärt hätten. Überdies habe ihm Herr Dr. Mravlag versprochen, die Resolution in geänderter Form am RadkerSburger Tage in Vorschlag zu bringe», iva» auch geschehen sei. Der Redner beantragte daher Ablehnung der Entschließung.
Nach einer längere» Wechselnde, i» welcher sich wiederholt Herr v. Kalchbera pro und H?rr Dr. Ambrositsch contra betheiligten nnd welche gelegentlich einen sehr lebhoste» Charakter annahm, wurde die vorgeschlagene Entschließung mit allen gegen zwei Stimmen angenommen.
Localuachrichten.
(«ine iVnnnciali#u.) Dem Tagblatte wird aus Pettau nit Bezug aus die GewerbevereinS-Versammlung berichtet, dass die Pettauer Gewerbetreibende» mit Rücksicht auf .da« Geschäft" mit dem Landvolke in gutem Einvernehme» bleiben wollen. Fehlgeschossen geehrter Bericht«, flotter, nicht deS Geschäftes ivegen, sonder» »in die Erfolge einer anderthalbjährig,n Arbeit im Landvolke nicht durch daS Gerede uuorieutierter Leute z» verlieren haben wir »,,z auf eigene Füße gestellt. Die Ge-schichte vom „Geschäft" wird natürlich wieder in de» slovenischen Hetzblättern zu lesen sein, eS wäre wahrlich Zeit, das« gewisse Lente ihre politische Weisheit für sich behalten?
ipetlauer Thraler.) Nach einjähriger Pause öffnen sich am nächsten SamStage wieder die Pkorten unseres Bühnenhause«, und damit tritt Pettau gottlob wieder in die Reihe jener Städte, in welche» d»rch das lebendig gewordene Wort unserer Dichter die deutsche Sprache in ihrer
— Baß! Und dafür, daß ich durch die Briefe deS blos in der Einbildung lebenden BoleS ihr Thräne» entlockte, stopfte sie mir sämmtliche Löcher in Socken. Hemden »nd andren Kleidungsstücken zu . . Später — etwa drei Monate nach diesem Vorfall — gerieth sie — Gott weiß weswegen
— in'« Gesängni«. Und jetzt wird sie ivohl todt sein."
„Ja. ja .. . Je mehr der Mensch Bittere« qeko-stet hat. je wüthender verlangt er ihn nach Süßem. Und wir — wir begreifen da» nicht: wir hüllen »nS in unsere morschen Tugenden und betrachte» einer den andere» durch den Schleier de« Eigen-düukel« und de» Glauben» an unsere AllerweltS-Unfehlbarkeit . . "
Mein Bekannter blieö die Asche von seiner Cigarette, warf einen nachdenklichen Blick zum Himmel und schloß:
„Und eS kommt recht dumm uud — sehr hart heraus „Gefallene Menschen", sagen wir . . . Ja, wo« sind denn aber gefallene Menschen?
vollendeten Form gepflegt und da« Interesse sür die Neiischöpsungen unserer nationalen Literatur von der Bühne au» zum Gemeingut? aller gemacht wird. Herr Direclor Gärtner hat sür die Sam«tag den 19. d M stattfindende Er. osfnungSvorstellung ein Werk gewählt, welches seinem Geschmacke alle Ehre macht. „Flach«ma»n al« Erzieher" von Otto Ernst hat nicht nur a» alle» Bühnen glänzende Erfolge erzielt durch seine» pointenreichen Dialog »nd die au»gezeich> »et« Charakterisierung der handelnden Personen e« ist auch thatsächlich ein wertvolle« Produet unserer neuesten dramatische» Literatur, da es Fragen der moderne» gesellschaftliche» Entwick-lung auf überraschend originelle Weise charakle-risirt und da« Märtyrerthum unserer Zeit ergreifend zum Ausdrucke bringt. Um auch der heiter,» Muse zu diene», wird al« eine der nächsten Vorstellung, u der lustig« Schwank „Flitterwoche»" gegeben, welcher am Wiener Raimuudtheater ein,» durchschlagende» Heiter-keitsersolg ,rzi,lte. Herr Direktor Gärtner hat für die bevorstehende Saison groß, Opfer gebracht, ein zahlreiche« und künstlerisch geschulte« Personal steht ihm zur Seite, wir wollen also hoffen, das« seine Bemühungen Anerkennung finden.
(Her 3. ßärgeribniM Nach de» Stürmen der GewerbevereinSveriam'iiluiig trat der Bürger» abend in seine R,chte und e« wurde eine Reihe gewerblicher Fragen besprochen, wobei von ver-schiedenen Seite» der Wunsch geäußert wurde, das« der Gewerbeverei» tu nächster Zeit aber-mal« eine Versammlung einberufe, um eine Petition bezüglich der Aenderung der §§ 59 und 60 der Gewerbeordnung a» beide Häuser d,S ReichSrathe« zu richten nnd den Vertreter des Wahlbezirkes Herrn Dr. Wolffhardt aufzufordern, mit alle» Mittel» für die rndlich« Erfüllung der Wünsche de« Gewerbestande« einzutreten. Nächster Bürgerabend Dienstag.
<3nr letzten Gek»einderalhsiitz«ng.) Wir er-halten folgend, Zuschrift: Löbliche Redaction der Pettauer Zeitung! Die organisirte Arbeiterschaft Pettau« bittet die löbliche Redaktion der Pettauer Zeitung wolle folgende« veröffeutliche»: Öffentlicher Dank! Die organisierte Arbeiterichast PetianS dankt hiernit dem löblich,» Gemeinderl'the der Stadt Pettau, welcher in der Sitzung vom 2. Oktober unter dem Vorsitze des Herrn Bür» germeisterS Josef O r n i g die Petition betreffs der Altersversorgung der Arbeiter und Beamten, aber auch der Kleinmeister, Kleinhändler und Kleinbauern besü, wartend an das Abgeordnet,»-Hau» geleitet hat, sowie auch allen Jene», welche durch die eigenhändige Unterschrift für die obge »auute Petition eingetreten sind. Im Auftrage )er organisirte» Arbnterschoft PkttauS: Binzeuz Majce », Schriftführer.
(Ciir inlrreflanle Vermittlung.) Montag )en 7. d. M. fand vor dem Pettauer Bezirks-gerichtt eine EhrenbeleidigungSverhandlung gegen )ie Ausschußmitglieder de« Musealvereine» Herr»
Bor allem doch — Mensche», dasselbe Blut »nd Bei», woran» auch wir bestehe», dasselbe Fleisch, dieselbe» Nerve» . . . Ganze Jahrhun-irrte wird »nS die» tagau», tagein gepredigt .. . Jnb wir? Wir hören da» an und — ver Teufel mag'S wissen! — wie abgeschmackt da» alle» ist!. . Oder — hat un» die laute Predigt de» Huma-»iSmuS etwa mit Taubheit geschlagen? . . Sind wir — im Grunde genommen — nicht auch eiber gefallene Menschen? Ja. sind wir nicht sogar sehr tief gefalle» — in den Abgrund von aller» band dünkelhaftem Wesen, in den Abgrund der Überzeugung, dass unsere Nerven und unser Ge-Hirn ungleich besser seien, als Nerve,, und Hirn jener Menschen, die blo» weniger schlau sind al» wir. und e» nicht soweit in der Kunst gebracht haben, die Guten und Edlen zu spielen . . . Übrigen» aber — genng davon! E» ist da? alle« so alt. das« man sich wahrlich schämt, noch weiter darüber zu reden . . . Sehr alt . .! Ach ja! . .
Alexander Schröfl und Josef Gspaltl statt. Kläger war der ehemalige Musealdiener W e i ß e » st e i », als Zeuge war Herr Professor F,rk »rfchieiie» und Herr Dr. A m b r o-, 11sch führte die Vertheidigung. Weißenstein b.hauptete in seiner Klage, dass ihn die Herr,» Zchiöfl und Sspaltl bei Herrn Professor Ferk de« Diebstahl« beschuldigt hätte». darum, weil cr Bücher au« der Mujealbibliothck rntnomnien und nicht mehr zurückgestellt hab,. Au» d,u Ans-iagen d,r A.ig,klagt,n. sowie de« Zeuge» Hcrrn Pros'ssor» Ferk ergab sich jedoch, das« Herr Äspaltl seit einem Jahre mit Hm» Ptof,ffor Ferk überhaupt nicht verk,hrt,. indes H»rr Zchröfl in einem Privatgespräche mit Herrn Proskssor F,rk lediglich die Bemerkung machte, dass seinerzeit die Töchter des Weißenstei» Bücher an« der Musealbibliothek entlehnten, lasen und iveiter lieh,», so dass man nicht wisse, ob sie zurückg,stellt wurden. Aus Grund dirser Ans-iag,n wurde beide Augrftagt,» sr,igefprochen. In stiiut Aussage streifte Herr Pros,fsor Ferk auch die Rechtsverhältnisse de« städtische» FerkmuseamS »nd erklärte unter E i d. das« da» ganze Museum sein ausschließliches Eigen-t h ii ni sei, das» der Musealvereinsausschuß kein Recht habe, irgend welche Anordnungen im Museum zu treffen, ja das« die AuSschnßmit-glieder überhaupt nicht« im Museum zu suche» haben, seit er den CustoS bestimmt habe. Ange» ficht« dieser gänzlich unwahre» Behauptungen, welche unbegreiflicher Weise unter Eid abgegeben wurden, stellen wir fest, das« laut Stiftung«-brikf die Stadlgemeiude den Ensto« ernennt und beeidet, das« dieser Eusto« überhaupt noch nicht en.annt wurde und das« der Prttauer Museal-verein seine mit großen Opsern gesammelten außerordentlich wertvollen A »«stell nng«gegen-stände nikmalS Herrn Professor Ferk geschenkt hat. noch jemals schenke» wird. Jin G,ge»theile, Herr Prosessor Ferk hat seine Sammlungen d,r Stadt Pettau cl« Kaiser Franz Joses«-Stiftung zum Geschenk, gemacht.
(Ein frecher Vorwarf.) Der Musealverkin in Pettau hat jüngst mit der Gemeinde Rann einen Vertrag abgeschlossen, laut welchem ihm gestattet wurde, in der Rochn«kap,tte. welche Eigenthum der Gemeinde Ran» ist, einen senk-rechte» Schacht zur Eröffnung d« in dem Hügel wahrscheinlich enthaltenen prähistorische» keltischen Grobes zu schlagen. Nachdem man bis auf 1'/, Meter gegraben hatte, stieß man auf ein Grab, von dessen Existenz weder der Museal-verein noch die Gemeindevorstehung gewußt hatte. E« waren die«, wie sich nun herausstellte, die Überreste einer vor 14V Jahr,« dort be-stattkten Thurnischer Gräfin. Da die Kirche durch viele Jahrzehnte al« ararische« Magazin gedient hatte und die Grabsteine entfernt worden waren, konnten diese Knochensunde kein Hindcr-ni« für die weiteren Grabungen bilde», trotzdem wurden dieselbe» sofort eingestellt und di, An-zeige bei der k. k. Bezirkshauptmannschast Pettau, sowie am nächste» Tage durch ein AnSschußmit-alied des Mujeulv,reine« persönlich beim Herr» Fürstbischof in Marburg erstattet. Der Herr Fürstbischof empfieng den Vertreter de« Museal-vereine« außerordentlich gütig, dankte demselben für die bewiesene Rücksichtnahme und versprach, die Bewilligung sür weitere Grabungen zu ge-währen. Beim Abschiede schenkte S. Gnaden dem Vertreter deS Musealvereine« ein Buch und gab ihm. sowie seiner Fnmilie den bischöflichen Segen. Hiezu bemerkt nun ein au« Pettau eingesendeter Lüg,nbericht der „Südsteirischen Presse:" Pettau.
i i» die Tiefe nieder, und ver Ballon »ahm seine» Weg gegen Wolsenbüttel. Hier bot das Land eine» angenehmen, abwechS lungsreichen Anblick. Eine fruchtbare grüne Ebene mit zahlreiche» schmucke» Dörfer», deren ziegel-rothe Häuserdächer im So»»e»gla»ze z» »»« hin« ausleuchtrte». Lange Zeit lag der Ballon über Brannichweig >,»d Wolsenbüttel; letztere Stadt sah wie eine kleine Festung in einem Spielwaaren-laden ans. St»»de»la»g wartete» wir so auf eine» günstige» Wind; endlich schwenkte der ..Meteor" »ach Weste» ab uud wir näherte» un» langsam der Stadt Hildesheim. In der Nähe der Stadt bereitete» wir uns zur Landung vor. Langsani nahte sich der ..Meteor" zur Erde, bi» er nur noch in einer Höl>e von zehn Metern schwebte. Landlrntk, die rasch herbeigeeilt waren, zogen den Bollou hei unter, und wir verließe» die Gondel, in der wir siebzehn herrliche, genuß-volle Stunde» ziuiebracht hatten."
Handel, Gewerve und Land-wirtschaft.
-Aituationvbericht
der LbstverwertiingSstelle Graz, Mehlplatz 1, mit Ende September 1901.
Die Nachfrage wegen Pressobst ist sehr
groß.
Der allgemeine Verband der landw. Ge-nosseiischastc» für Niederösterreich z« Wien I., Schanflergafse Nr. 0. benötyigl sür eine Triester Firma 2 bis 4 Waggon» Wiiiterbirne» vo die land wirtschaftlichen Arbeiten etwa» ruhe», sich zum gemeinschaftlichen Verkaufe und Anmelde» vo» Obst- und Obstproducte» zu vereinige» uud sich gemeiudeweise ju organisire», waS auch durch die Raiffeisenkafse» geschehe» kann.
Solche Vereinigungen melden dann daS zu verkaufende Obst bei der ObstverwertungSstelle an, auf welche Anmeldungen dann der Verband der landwirtschaftlichen Gkiiossenschasteu »ach Erfordernis de» direkte» Verkauf zwischen dem Producenten und dem Eonsuiuenten bewirkt.
Auf solche Weise wäre dann mit einem Schlage ganz Steierniark sür de» gemeinschast-lichen Verkauf vo» Obst und Obstprvdncten ebenso einfach und gut organisiert, wie sür den Verkauf andcrer landwirtschaftlicher Prodncie.
Humoristische Wochenschau.
Der Herbst ist die Z^it der Theatereröff-»ung und der beginnenden ReichsralhSsession. Beiderseits wartet daS P. T. Publikum mit Ungeduld aus de» Beginn der Voistellung. aber mit dem Unterschiede, dass beim Pettauer Theater gewöhnlich der Director, im Abgeordnetenhaus« aber der Steuerzahler draufzahlt. Darum veran-stalte» die Herren Abgeordnete» von Zeit zu Zeit zur Ausm»»tcru»g des PnbliknmS GratiS-vorstelluligen, i»genannte Parteitage, wo mau die schönsten Rede» hören kann, ohne dass eS ine» Kreuzer kostet. Ich aber sehe mich veran-asSt. auch an dieser Stelle z» constatieren, das« lie Vorstellungen in Pettau am nächste» Samstage leginiik». und lade alle jene Herren und Damen, welche sich im Vorjahre so sehr über den Man-gel eines Theaters kränkten, ein, wenigstens zur Eröffnungsvorstellung zu kommen. — Die Er-öffliiiiig de» Pettauer Miijentempel» hat über» >ie» meine schlummernde poetische Ader zn neuem Leben erweckt und wie alle Provinz-redacieure zur Theaterzeit. habe ich mich entschlossen, ei» Drama zu schreiben und damit den Herrn Direktor zn malträtieren. Es heißt:
Die Leichenschändung am tiochnshiigel.
EensatioiiStoniödic in einem dicke» Berich'Sokie. .
Personen :
Der Bater. Der Pfarrer Schtgula.
Der Sohn. Der Redakteur Kalchbng
Der (Helft S, Gnaden der Herr Fürstbischof.
Chor der 12 (Geschworenen.
Da» Stück beginnt sensationell mit der Aus-grabnng einer vor 140 Jahre» verstorbenen Gräsin und endet mit einer SchwurgerichtSver-Handlung, wo die Tugend glänzend über die Laster siegt. Ich werde daS Stück gerade so ivie 8eg»la seinen „Gubec den Baueriikönig" in der „Pettauer Zeitung" zum Abdrucke bringen.
Über wiederholte L»frage» theilen wir einem geehr-»en Publicui» mit, das» der früher als Wilhelm « antiar-lhrililcher, aniirheumotischer Vlutreinignngs-Thee bezeich-nete Thee aus ver Ä»>otheke de« Franz Wihelni, Avotheker. t. und k. Hoflieferant in Neunki.chen, Niederösterreich, zufolge Verordnung deS hohen f. f. Ministerium« de« Innern ddo. 17. December 1804 nunmehr unter der Be-zeichnung Fron» Wilhelm'« abführender Thee in allen «potheken um den Preis von 2 Krone» per Packet zu beziehen ist.
.Wiener Mode". Da« vorliegende zweite October-heft dieser beliebten Mode- und Jraneiijeitung beweis! wieder, das« dem alten, vornehmen Blatte hervorroqrrid^ Mitarbeiter zur Leite kehen. Schon bei flüchtiger Duich. ficht fällt der Reichthum an neuen Toiletten und Hutmo delle» günstig aus. Über da« Tra„en von Pel^sach«» bringt da« Heft einen au»fübrlichen Modeberich», und die entzückendsten Hondarbeitmuster werden gewis« überall willkommen sein Dem Unterhaliiingstheile widmet die Leitung der „Wiener Mode" desondcre Pflege und Ix> das Journal in allen Tlücken den höchsten Anforderungen »» aenüaei. bestrebt ist. gewinnt e« beständig neue dankbar, Ltftrinnrn Bbonnement«bestellungen nimmt die Buchhand-lung W. Blanke Pettau entgeaen^
Sin bewährt znte» Hausmittel, welche« die Probe der Zeit bestanden und seit mehr al« 50 Jahren in immer größerer Menge verwendet wird, ist die berühmt gewordene Prager Haussalbe au« der «potheke des V. Fragner. t. k Hoflieferanten in Prag. Ihre vortreff. liche, antifeptilch». kühlende uud schmerzstillende Wirkung macht sie zu einem unersetzlich«» und unentbehrlichen ver-bandmittel bei Verwundungen aller Art. Die Prager Ha»«-salbe ist auch in den hiesigen Apotheken erhältlich und wird deshalb in den Haueapotheken vieler Maschinen» Zucker-, Spiritui- und t»la«sadriken, lkisenwerke ,c. vor-räthig gehalten und sollte in keinem Hau«halte fehlen
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In Gemäßheit der über LandtagS-Beschluss vom 17. Mai 1899 hinauSgegebenen Dienstesvorschriften für die Verwaltungen der steierm. Landes-Siechen-Anstalten werden hiemit für das Landes-Siechenhaus Pettau die Lieferungen von Medicamenten, Fleisch, Gebäck, Mehl und Hülsenfrüchten, Spezereiwaren, Holz, Kohle, Bettenstroh und Todtensärgen für das ganze Jahr 1902 im Offertwege ausgeschrieben und sind die mit einem EinKronen-stempel versehenen, womöglich bemusterten Offerte, zuverläßig bis Ende Gctober 130 l (später einlaufende Offerte finden keine Berücksichtigung) an die gefertigte Verwaltung einzureichen.
Hievon ergeht die allgenieine Bekanntgabe mit der Ein. ladung zur Betheiligung an der Offertlegung mit dem Zusätze, dass die Lieferungsbedingnisse, welche für die Lieferanten, dessen Offerte angenommen werden, in allen darin enthaltenen Punkten unbedingt bindend sind, in den gewöhnlichen AmlSftunden im Verwaltungsamte der hiesigen Landes-Siechen-Anstalt zur Einsicht erliegen.
Verwaltung der Landes-Siechen-Anstalt
Pettau, am 8. October 1901.
Fahrordnung von der Station Pettau.
Ankunft
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J)rucselben. Furchtlos trat er ein. Alle Fensterflügel waren ge-üi'fnet; der Luftzug, der entstand, traf den jungen Mann, der an der Thür stehen blieb.
«WaS soll ich suchen, Herr?' fragte der Wärter.
„Sehen Sie jenen Rock aaf dem Stuhle?'
.Ja!'
.In einer der Taschen muß sich eine Börse befinden . . .*
Der Warter nahm den Rock und durchsucht« die Tasche».
Karl mußte weinen, al» er d»rch da» Zimmer blickte, in dem er mit dem Bater manche Abendstunde traulich verplaudert hatte. Tort stand da» bequeme Sofa, aus dem Halling sein Mittag»-schläschen zu halten pflegte .. . jetzt hatte er die Angen zum ewigen schlafe geschlossen. Ueber dem Sofa hing die große Photographie des Verstorbenen . .. wie f«iNttrt>Uch lächelten dir lieben Züge den -uhn au, der die Schwelle nicht z>^ überschreiten wagte. Tod und verderbe» wohnte» in dem tranlichen Zimmer, da» vor kurzer ,Srit frohe Menschen beherbergte. Der Hut des verstorbenen stand ans der glänzenden Kommode; daneben lehnte der Stock. A»f dem im,den Tisch die Nhr nnd das Portefeuille. Dort hing der grane öchlafrock.
„Hier ist die Börse!' rief der Wärter.
..Was enthält sie?'
„Fünf harte Thaler und eine» Schlüssel."
„Gebe» Sie mir den Schlüssel.'
.Hier ist er. lieber Herr.'
„Die Börse mit dein Gelde mögen Sie behalten.'
„Danke! Ach, ich kaun das Geld recht wohl brauchen/
Karl hatte den ihm wohlbekannten Schliisiel in der Hand. Er r»imte sich nicht erwehren, ihn an die Lippe» zn drücke». Mit diesem Schlüssel ging da» ganze Geschäft au ihn über. Run sollte l' alle Geheimnisse seine» Vater» kennen lerne», sollte aber mich nlle Pflichte» desselben erfülle», alle Lasten tragen.
Der Wärter hatte das Zimmer geschlossen, lieferte de» Schlüssel ab und entkernte sich. Karl traf Selma in ängstlicher Erregung.
„Mein Gott," rief sie unter Thränen, »wenn Dir nur nicht >>» Unglück zustößt."
„Beruhige Dich, liebe Tante; ich habe die nötige Sorgfalt an-ttvendet. Hier ist der Schlüssel, dessen ich dringend bedarf ... bald ich die Ordnung in dem Eomptoir herstellt habe, beraten uir die hänölichen Angelegenheiten."
Selma weinte nnd Karl weinte einige Angenblicke mit ihr,
dann ging er nach den» Erdgeschosse zurück. Al» er das Comptoir betrat, fand er den ersten Eommis vor, einen stattlichen Mann von achtundzwanzig Jahren. Hugo Schwarz diente schon lange der Firma Hallin?; der verstorbene Ehef, der ihn oft auf Reise» geschickt, hatte de» gewandte» und zuverlässigen Eommis hoch-geschätzt, und anch Jtnrl fühlte sich zu ihm hingezogen, da Schwarz im Umgänge den liebenswürdigsten Eharakrer zeigte.
„Ach, Herr Halling," rief er teilnehmend «*'», .das Schicksal hat Sie schwer heimgesucht! Ich kan» es »och immer nicht glan-den, daß eine so schreckliche Berändernng bei uns eingetreten ist! Mir möchte da» Herz zerspringen!"
Der Sohn vom Hanse rechte ihm traurig die Hand.
„Ich bin von Ihrer innigen Teilnahme überzeugt, Herr Schwarz; Sie habe» ei»e» braven Ehef. ich habe den beste» Bater verloren. Helfen Sie mir die schwere Last tragen, die mir aufgebürdet ist. Der Schmerz beeinträchtigt meine Thätigkeit ...'
„Verlassen Sie sich auf mich, ich werde Ihnen nach Kräften znr Seite stehe», iiitb ich vermag Ihnen zn nützen, da mir Herr Halling schon einen ausgedehnteil Wirkungskreis angewiesen hat. Meine Thätigkeit werde ich von nnn an verdoppeln ..."
„Zählen Sie auf meine Dankbarkeit!"
Ein Handschlag besiegelte diese Abmachung.
Hugo Schwarz trat an fein Pult und begann zn arbeiten.
Jetzt erschien anch der alte Kassierer, ein im Dienste der Firma ergrauter Mann.
.Horn!" rief ihm Karl entgegen.
„Lieber Herr!" stammelte der Alte.
„Kommen Sie endlich? Ich habe mich nach Ihnen gesehnt! Sie, der Frennd meines Vater» ..."
Horn trocknete sich die Augen; er mußte sich gewaltsam fassen, ehe er Worte finden konnte, um dem jungen Manne seine Teil-»ahme auszudrücken. Karl warf sich erschüttert an die Brust de» alten Mannes. '
„Wie soll da» werden, Horn? Der Vater ist so leicht nicht zu ersetzen!"
„Vertrauen Sie Ihren treuen Arbeiter»; da außerdem die größte Ordnung i» dem Geschäfte herrscht, wird eine Untertirechnug nicht ei»trete», die der Firma schaden könnte. Wir müsse» frei-lich unsern Schinerz bekämpfen, müsse» mit Fassung und Ruhe an die Arbeit gehen. Ring» »in un» her holt die schreckliche Krank-heit ihre Opfer ... sie wird ja wohl an diesem Hause vorüber-gehe», da» bereit» einen hohe» Tribut gezollt. Ich weiche nicht von meinem Posten; mein Leben steht, wie an allen anderen Orten der Erde, in Gottes Hand. Wie es anch kommen möge, Ich er-fülle meine Pflicht!"
Horn sprach noch einige tröstende Worte, dann betrat er da» Kassrnziininer. nm sein Tagewerk zu beginnen. Zwei jüngere Eommis kanien noch, die nnter der Aussicht Hugo Schwarz's ar-beiteten.
Karl befand sich iu dem Kabinette de» verstorbenen Vater». Eine ernste Stunde war sür ihn gekommen. Im stillen gelobte er sich, streng de» Weg zu verfolge», den der Vater so ehrenvoll ihm gebahnt hatte. „Ich werde Deinem Namen keine Schande machen," ninrmelte er vor sich hin; „die Ehre soll mein Prinzip. Gewissenhastigkeit meine Richtschnur sein. Mit Gott schreite ich zum Werke, mit Gott will ich e» fortsetzen uud vollenden!"
Er össnete den eisernen Schrank, der zur Seite des Arbeit»-Pultes stand. Noch nie hatte ein anderer, anßer dem Ehef. die Hand an diese» Gerät gelegt, da» die Geschäftsgeheimnisse der alten Firma barg. Die schwere Thür stand offen, die dunkel» Fächer zeigte» sich. Hier lagen einige Pakete Banknoten, dort standen kleine Säcke mit geschlagenem Gelde. Auch dir Mappe erkannte
der Sohn, in welcher der Bater wertvolle Dokumente cmkbewahrte Er »ahm den Bestand des Vorhandenen ans. der ieiiienErwartungen nicht entsprach. .Der Vater." dachte der junge Mann, .war zu kl»«, als das; er grosie Kapitale hier zinslos ausbewahren todte, das Geld steckt in rentablen Unternehmungen."
Die Mappe enthielt Eisenbahnaktien und Staatsobligatioueu aber leider anch nicht von dem Werte, den man bei dem reichen Halling voranSsetK» durft? Karl zog nun die Bücher hervor. Der Bestand stimmte genau mit den eingetragenen Posten. Run öffnete er das Geheimbuch. Der zuletzt eiugetragenc Satz erregte feine Aufmerksamkeit Er las: .Die schreckliche Krankheit hat mich ergriffen, sie kann mich töten; ich halte es für meine Pflicht, hie-mit zu bekennen, das, meine Schwester Selma zu sünsundstebzigtausend Thalern an meiner Firma beteiligt ist, die sie einst bar bei mir deponierte.
Sollte ich sterben, so wird mein Sohn n»d Erbe für Rückzahlung forgeu. Es ist die» eine Ehrensache für ihn, da meine Schwester keinen Depositenschein besitzt, ans dessen Grnnd sie An-fprüche erheben kann. Ich schreibe unter hef-tigen Schmerze» diese Erklärung nieder. Schenkt mir Gott das Leben, so werde ich selbst diese Angelegenheit ordnen. Friedrich Halling."
Karl betrachtete erstaunt die Zeilen, die er,
obwohl sie flüchtig nnd verzerrt geschrieben, doch sür die Züge seines Vaters halten mußte. Der Schmerz hatte die Hand des Kranke« zittern gemacht, es ließ sich dies nicht verkennen. Anch war vo» der Ehrlichkeit Hallingö zu erwarte»,
daß er aus Besorgnis vor deui rasche» Tode diese Erklärung abgab, die seine einzige Schwester sicher stellte. Der junge Man» rieb sich die Stirn. Daß die Firma so schwer belastet fei, hatte er nicht für möglich gehalten. Er ging und holte den Kassierer
.Lesen Sie, lieber Horu!"
Nachdem der Alte die Zeilen gelesen, sah er erstaunt ans Dann las er noch einmal mit halblauter Stimme.
»Horn, Sie haben das volle Vertrauen besessen .hat er 1? über diesen Punkt ein Wort geäußert?"
„Nein!" versicherte der alte Mau». »Gehe» Sie die Notizen in dem Geheimbuche durch, Herr Halling, der peinlich gewissen-hafte Mann, hat gewiß die Summe eingetragen, als sie ihm ab-gelieiert ward."
Man suchte, fand aber nicht die geringste Andeutung
«Seltsam, seltsam!"
murmelte Horn. „So lange ich hier diene, ist mir nie ein Znstufi von
süusundsiebzigtausend Thalern bekannt gewor-den."
Der verstorbene Hnl-li»g mm Buchhalter bei dem früheren Chef der Handlung gewesen, hatte die einzige Tochter des-selbe» geheiratet uud daö blühende Geschäft über-nominell, »m es nnter feiner Firma fortzusetzen.
.Die Familie mei-»es Vaters." sagte Karl,
.hat nie Vermögen be-jenen ..."
.Ich weiß ei wohl;
alles, waS vorhanden,
stammt vo» Ihrer seli-ge» Mutter. Halling hat nichts mitgebracht als feine Kenntnisse und feine rastlose Thätigkeit. Tante Selma kann immöglich reich sein, während ihr Brnder arm gewesen ist Hat er sie doch zu sich genommen, damit sie nicht »in Loh» bei anderen Leute» dienen solle. Setzen wir «un auch den Fall. °Ihr Vater habe ans eine delikate Weise die Zukunft feiner Schwester sichern wollen, so würde er dies gewiß nicht ans Unkosten feines einzige» Sohnes gethan haben, dessen Existcin >« Frage gestellt wird, wenn dem «Geschäfte eine fv bedeutende Summe abgeht. Fiiusundsiebzigtauiend Thaler! Nein, es ist nicht möglich! Ich begreife den Zusammen»
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oang der Dinge nicht Hätte Ihnen der Vater zur Pslich macht, Selma nicht zn verlassen, so ließe sich dies durch dir seine» Charakters rechtfertigen; aber daß er Sie ruiniert, ,» Schwester reich zu machen .. "
Honl schüttelte stark das graue Haupt Karl erzählte nun. wie er zn den» Schrankschlüssel gekom er schilderte Selmas Angst nnd fragte dann: „Halten Li Schrift für die meines VaierS?"
Der Kassierer betrachtete ausmerksa» Züge. .Ich weiß nicht," murmelte er. ich daraus machen soll. Eine zitternde > hat die Zeilen geschrieben, die entfernte * lichfeit mit den Zügen Ihres Vaters t> > .. da» Geheimbnch hat wohl verwahrt in schweren Eiseuschrauke gelegen ... den Schi hat Herr Halling bei sich getragen, er leglr >tin nie von sich ... der Krankenwärter hat ihn dem Rocke entnommen, den Selma nnd : Der andere Mensch nicht anzugreifen gewagt Wie haben Sie den Schrank gesunden?"
.Regelmäßig nnd fest verschlossen. Ich km« Mühe, ihn zu öffnen."
„Wunderbar!" murmelte Horu .Stimmt die Kaffe?"
„Bi» aus den letzten Thaler.'
„Wenn e» einen» Diebe oder Betrüge, (ic. lungen wäre, de» Schrank zu öffnen, so würd« er diese Notiz nicht in das Geheimbuch ^ macht, sondern einfach da» Geld und die Wm< papicre gestohlen haben. E» ist das ein kür.vrn Weg. reich zu werde». Ich finde keinen Schlm«! zu diesem Rätsel."
„Was beginne ich?"
Der Kassierer zuckte mit den Achseln „Horn, raten Sie mir!" rief bittenb der junge Mann. „Sie beginnen unter sehr schweren Verhältnissen, mein arutrr Freilich!"
„Soll ich mit Selma Rücksprache nehmen?"
„Nein!"
„Sie dars das Kapital nicht zurückziehen"
.Schweigen Sie," flüsterte Horn: „schweigen Sie vorderhand!' .Aber der letzte Wille meines gute« Vater» muß mir heilig sei»' „Dieser Meinung, lieber Karl, bin ich auch Es kommt »in daraus a». ob die Verpflichtung, die Ihnen das Geheimbuch n,ii erlegt, der letzte Wille Ihre» Vater» ist. Ich habe an dem Stt-bc« bette meine» guten Herrn gestanden, ich habe ihn nicht verlanc«.
bis er den letzten Am» zng gethan . . »va> er auch kraftlos, litt er nncli unsägliche Schmerzen mir Hätte er grwisi >>« Andeutung Über du in ernste Sache gegr! ^ Selma kam und g !>. fragte oft nach dem ::f findendes leidende»'.! n der»; aber anch sie >:i kein Wort gräußert, meine Ausmerksa» nt erregte."
.Warte» Sie, Karl ist das beste. Thu» als ob nichts vorgria »»d behandeln Sir Tante wie bisher. V schweigen Sie . Geheimbnch verscl»Ii> Sie sorgfältig. S»'> berate» wir weiter Karl that, wirv gesagt Der GeschO gang ward nicht n» brvchen. In de» tagsstniideii fand
iiittnc Mann Gelegenheit, mit Selma längere Zeit zu sprechen äußerte kein Wort über ihr Verhältnis zu dem verstorbenen Br> nnd zeigte überhaupt kein Interesse sür die Nachlassenschast die wiederholte Frage, ob Halling nicht einen Wunsch an»grd> oder eine Bestimmung hinterlasse» habe, antwortete sie: . »veiß nichts."
Karl teilte dies dem Kassierer niit.
.Mein junger Freund," sagte Horn, „ich habe über dir
'rgeiifieit nachgedacht ,i»d gefunden, dak sie sehr geheimnisvoll ist :>l,nchtk» Sie! Ein schneller Tod bewirkt oft seltsame Dinge-" Dir Vernichtung de» GeheinibiicheS hätte den jungen Mann
jederver-pstichtnng enthoben; aber fein Ehrgefühl sträubte sich dage-gen,er lieh den Ge-danke» an einen Be-trug nicht aufkom-men. So lange die Gewiß-heit nicht vorlag, daß hier ein Fal-fum ver-übt, woll-te er anch die band-schritt sei-ne» Vaters als echt aner-kennen.
2.
Profkfiir virch»»S GeburtStzan» i« Kchirnlbtl«. Der Nach-
mittag
l'iachte zahlreiche Kondolationen nnd Beileidsbesuche, die Selma em-»fing. Halling war ein zu geachteter Man» gewesen, als daß seine Freunde sich hätten abhalten lassen, das Trauerhau« zu betreten. Die Nachricht vo» dem jähen Unglück halte sich erst nach dem Be-gräbnisse verbreitet; man hatte nicht einmal in größeren Kreisen gewnßt, daß der Kaufherr krank gelegen. Die Bestürzung war eine allgemeine, das Mitleid ein inniges. Erst abends sieben Uhr. als die Comptoirs geschlossen waren, konnte Karl ssch entfernen, um den Besuch abzustatten, der ihm am Herzen lag.
.Wohin gehst Du?" fragte Selma, als sie ihn mit Hut nnd Stock erblickte.
.Ich will mit unserm Rechtsanwalt berate», der mir sagen soll, was ich bei Uebernahme der Firma zu beobachten habe. Es giebt gewisse Formalitäten, die erfüllt werden müssen."
„Weitläufigkeiten können nicht entstehen. da Du der einzige Erbe bist. Statt des BaterS vertrittst Du die Firma nach alle» Richtungen hiu ..."
.Gewiß, Tante!"
.Du übernimmst alle Rechte nnd alle Verpflichtungen."
.Die ich z» leisten schuldig bin."
.Und dazu bedarfst Du keines Advokaten, der die Angelegen-heit in die Lange zieht, »in zu liquidiere». Der selige Friedrich hatte nicht geni mit Rechtsaawälteu zu thun."
»Es handelt sich auch nicht um einen Prozeß, liebe Tante, sondern nur um die Erfüllung vo» Formalitäten, die das Gesetz vorschreibt."
.D» solltest heute nicht ausgehen, Karl."
.Warum?"
„Es ist fo unheimlich still in unserm Hanse; ich sehne mich nach Unterhaltung ... außerdem ist es nicht gerate», gerade jetzt sremde Hänser zn betreten ... die schreckliche Krankheit wütet noch immer fort. Man sagt, es sterben ganze Familien ans. Wäre ich nicht an die Wirtschaft gebunden, die ich unmöglich den Domestiken überlassen kann, ich würde die Stadt verlassen."
Karl reichte ihr die Ha»d mit der Benlerk»»g: .Ich werde nicht lange ausbleiben." Selma hatte das erste Wort über den Fortgang des Geschäfts gesprochen. Warum wollte sie die Ein-Mischung des Rechtsanwaltes nicht ? Warn», sprach sie von Rech-ten und Pflichten? Sie mußte doch wohl Forderungen an den Bruder haben, die geltend zn machen sie unterließ, da die Zeit dazu eine ungeeignete war. Karl suchte wirklich de» Rechtsan-walt auf, ni» ihm das Ordnen seiner Angelegenheiten zu über-trage». Starke, so hieß der Jurist. hörte mit Entsetze» die Traner-botschast. Hallittg war ihm befreundet gewesen, er hatte oft heitere Stunde» mit ihm verlebt.
.Es ist gräßlich!" nnirmelte der fünfzigjährige Man», der sich kaum fassen konnte. .Halling stand noch in der Kraft fernes Lebens,
er kvttttte »och viel Gute? wirke» ... O, wie beklage ich den teuren Freund!"
Er mußte sich die Auge» trockne».
Mau sprach endlich von GeschäftSa»gelege»heiten.
.Ich werde alles, alles besorgen," versicherte der Advokat. .Arbeiten Sie ruhig in Ihrem Comptoir und überlasse» Sie mir die nötige» Anmcldunge» bei der Obrigkeit."
.Herr Advokat, eine Frage möchte ich an Sie richten."
.Frage» Sie, mein lieber Frennd."
.Hat mein Vater ein Testament geinacht?"
.Nein."
.Sie miisseu cd wisse», daß er sich stets Ihres NechtSbeistandeS bediente, nichts ohne Ihren Rat unternahm."
.Er hat nie davon gesprochen, auch ist eilt Testament nicht nötig, da Sie, der einzige Sohn, der gesetzmäßige Erbe sind. Sie haben mit uiemandenl zu teilen, niemaudeni Abfindungssumme» ansznzahlen. Da Sie überdies großjährig sind, wird die Ueber-traguug der Firma auf Sie ohne weiteres stattfinden."
Die Unterredung war zu Ende. •
Der junge Mann erreichte bald das nahe Thor, verfolgte einen mit Akazien besetzten Fußweg und schritt rasch einer Häusergrnppe zu, die vo« lebendige» Hecken umgebe» ward. Die Häuser, vier an der Zahl, besta»den alle n»r ans einem Erdgeschosse. Sie bil-deten eine Reihe, hinter der sich Gärten uud Felder ausdehnten. Der Fußweg führte an den Thüre» vorüber. Der Angnstabend war wuuderbar schön; in voller Majestät schwebte der Mond am Himmel, goldcttcs Licht a»s die Stadt hcrabse»de»d, i» der Angst, Schrecken nnd Traner herrschten. Die Häuser aber läge» so sried-lich, so still, als ob der böse Geist, der die Straße» der Stadt durchzog, sie vergessen hätte, oder keine Gewalt Über sie habe. In den Linden flüsterte ganz leise der Abendwind, und au den Lbst-bäumen unterschied man die reisenden Früchte, deren Last die Zweige herabbog. Hier und dort schimmerte Licht ans den Fcn-stern, die der frische» Abendluft geöffnet wäre». Ma» hörte die Worte der Bewohner, die sich unterhielten. Karl achtete nicht darauf, er ging au den ersten drei Häusern vorüber; an dem vierte», dem letzten, blieb er stehen. Die Thür und die Läden der Fenster waren geschlossen. Es schien, als ob das srenudliche Haus nicht bewohnt sei. Kein Laut, kein Geräusch klang aus dem Innern.
.Was ist das?" dachte Karl bestürzt.
Er trat zu der Thür, deren gelbes Messiugblatt hell erglänzte, und erfaßte den Griff der Glocke. Ihm fehlte der Mut, ei»
Plvstffor Rudolf virchoio. IM!« T»lt.)
Zeiche» zn gebe», die ihi» vielleicht eine schreckliche Gewißheit verschaffte. Die Geliebte wohnte hier mit der Mutter, die schöne und brave Angnste, an der sein Herz in schwärmerischer Leide»' schifft hing. Frau Bauer war die Witwe eines Lehrers, der vo>'
fiAnbler: „la. fnu«™'» n Nlmer lomlKiulo».* — G tu5«nmAbch«n' 3«, Iwi» fang«! denn ( mit bem Tom an, «an» I gewinnen that?!» '
^iilistc Bri*r||.iU*. Steifender (im 3latii>nsKfla»r««t,: .#», ü
— da« Vtrfftcas ist |a so Ilfin!" Kellner: „Jawohl, tuciin Sir essen, versäumen Ei« 6sii Zug!"
Reicht (krbtn (nachdem ihr ein Antrag ncmarfit): .Wie, Sie woll,» heiraten und haben gar keinen VcrufV" — Bewerber: .Nein, ich w ■, mich nur Ahnen widme«!"
(fifleniulißtr Zammelsp»rt. ttltt neuer Santntelspor« »nd zwar der rn r Amerikanerinnen Ist, die Fingerhiil« weiblicher Berühmtheiten zu fairn: und zwar mit einer Au«da»er. die wirklich einer besseren Sache würdig» .< Zo besitzt |. V. Fra» vanderbilt in New f)ork den Fingerhut der „an zeichneten Schneiderin' der KSnigin Elisabeth von England. serner < „ Fingerhut au« den frühere» Mlibchrnjahr«« der Kvnigln. Dieser besteht t Silber, zeigt die Spuren fleißiger B«nutznng und ist sehr klein. Ein t viel gebrauchler Fingerhut derselben Sammlung gehdrte einst ber Prin,> i Allee von England, spüren S»roßh«rzogin von Hessen. Dieser Fingerh», i ein besonder» Ichdne« Exemplar an« Sold und Edelsteinen »nd stammt > der jehigen Prinzessin von Wale« her. —«in—
(kr hat recht. Sie: »Run. wie geilel Dir heut' die Primadon» -
— Et: »Ich sand sie reizend, wie einen Engel!" — Sie (eisetfüch, .Hast Du denn gesehen, wie gemalt sie war?" — Er: »Ja, hast Du >. , je Engel gesehen, die nicht gemalt waren?"
s*\& IN.NU IX ) U 1L '3> u
(krhohung »er Tauerhaftigkeit der Dachpappe. Die Dachpappe i» d.r bisherigen Zubereitung hat mancherlei Uebelstande und ist insbesondere Vm zu geringer Dauerhaftigkeit, der Anstrich mit Theer muß dster» erneuert w>i. den. Diese Nachteil« werden um ein bedeutende» verringert, wenn man beiu Theer zur Halste gelöscht«» Kalk zusetzt, da« Stanze gut vermengt und I»-anfgenageltk Pappe damit bestreicht. Die baburch erzielten Vorzüge sind: tu., ruchlosigkeit de» Anstriche«, da der Kalk den Theer sosort bindet^ ber An«!,»,, laust nicht ab, selbst wenn die Hitze sehr groß ist; e» bildet sich »in glasarli^.c lleberzug, ber z»h nnd wasserdicht ist: die schwarze Iheerfarb« wirb durch de» Kalk abgetbnt, infolgedessen wird die Hitze unter der Dachpappe weniger dtii-(send, der Anstrich wild überhaupt haltbarer, so baß auch die billigste Pavp, sowie eine dünne Bretterwand verwendet werben kann.
ReiSspeise. Nachdem Kilo Siei» gewaschen ist, wird er mit etw>>» Wasser und einem Stückchen Butter zngesetzt, und wenn er trocken ist mit I Liter siedender Milch langsam weichgekocht und fleißig umgerührt, um da» An-brennen zu vermeiden. Dann wird der weiche Rei» in eine Schüssel geleeii etwa« Salz und nach dem Erkalten 2 Eier beigefügt. Die verrührte Mai't giebt man «un in »Ine Psanne, in welch«r apfelgroß Schmalz oder Bnlter Her gemacht w»rd«, (Aßt sie Färb« bekommen, «endet st« mit bem vackschäuf«lchen und wacht N«in« Stückchen daran», welche dann in «ine tiefe Platte komme» mit Zucker und Zimmt bestreut und mit gedünsteten Aepseln garniert werde»!
Gegen dt» Apfelwicklee» dess«n Maden die «»rmslichlgkrlt der A«vs>l hervorruse«, muß im H«rbst mit all«» zur versagung stehenben Mlieln vo> gegangen werden. An da» Absammeln be» Fallobsl«t wurde auch an die», Stelle schon erinnert: sehr wichtig ist ferner auch noch da» Anlegen von Fan«-gürteln um die BSume und hauptsächlich da« Absuchen vieler Maden unter Riudenstücke«, in be« Sprünge« ber Apfelsafler ober sonstwo im Lbltspeicho — Wirb in dieser Weis« Jahr sür gahr fortgefahren, so kann mit Slch«rheu auf allmähliche» B«rschwi»de« diese» arge» Schädling» gerechnet werden.
Auflösung.
Problem Sir. l I. So« 18. «orgla». Schwarz
»r«, und treu.
C nie Usrfliknsttlrti ist «In Laud,
le» »in», de« Herbsle» Staut I
Zu meinen ftlifien sinkt «In Vfatfc Xer «orne mild', de» Wegen« lall; W» (iirjrt Walt war arun »nd Hatt ich noch II,lern, lieb
O Hl» WMWMW
»«»q,
Tuch hat die« Land, da» nlr»erl*bt. Mir s» viel Ll«de« überlebt.
Sharade.
Tu siehst da» (feste munter ttirltxn, (St tji111 jutfnr dich \u bekleiden. Ta» Andre ieiigt de» (tnilescncn,
U
Weiß.
Statt in 3 Zügen.
L-gogrhph.
Za« t»a»je in>,chst >>» vielen Wegen.
jjHliu» ilslliT.
Auslosung folgt In nächster Summer.
9« nennt mit <1 dir einen ?an>». Mit I ist'» dünn, innn ficht e» rninn. lind Wirb ein » ihm elngetlellt,
Tann wachst e» »rauhen aus demiTtlfc.
Juliu« Aalet.
91 itf(öfiitif)ctt aus voriger Nummer:
?«» Anagranim«: «akad». Kakao. — D«» Homonym»! Stift. X«r llharad«: Ära, Rat. Antrat.
«iik Rechte »«ehebnlten.
drei Jahren gestorben. Da» Häuschen und der Garten waren ihr Besitz, »um: ein «einer Witwengehalt machte e» ihr möglich, mit dem elnzi-gen ttinde in stiller Abgeschiedenheit sorglos zn leben. (Fort«. soigt.)
3 »im
Der 'Xordpolforfcher varon Norde,tskiold f. Der berühmt« «eognost und Polarreisrnde Baron Erik Nordenfkidld ist am 12. August zu Stockholm gestorben. Erik vo« Norbenskiüld war am 18. November 1832 in Hklslng. für» g«bor«n Et studiert« I« Hrlssngsots, macht« mit i«in«m Vat«r, d«r Eh«s de« sinnliwdlsche» verg. und Hüttenwesen» war. viel« Reisen und würd« !8I>8 I» Stockholm al« Prosesfor und Vorsteher am mineralogische« Seminar ange-stellt. Darauf machte er drei kleinere Polarreisen, bie vierte mit der vont Staate ausgerüsteten .Sofia", mit der er l»g« Spitzb«rg«n g«na«er »«forschte «nd den nördlichsten bi»her von keinem Fahrzeug besuchten Punkt, 81 » 42 ndtbl. Br.. erreichte. 1870 drang « in «rSnlond vor und sand die drei grbßle« bis jetzt bekannten Meteorite». Eine fünfte Expedition führte er 1872 nach Spitzbergen au», wo er übenvinlerle. >875 und 187« s»hr er durch das Kartsche Meer »ach der Mündung des gettissei. Seinen grüßten Ruhm erwarb er sich dnrch die Umschifft,ng der Nordküste von Sibirien, bie er 1878 »ud >87!« ans ber .Vega" aiisführte. Seine letzte Reis« ging 188.1 wi«d«r nach Äriinland. Di« Z«it zw!sch«n d«n R«lsen widmete er der Beschreibung der-selben, sowie der wissenschaftlichen Verwertung seiner Entdeckungen. Im Jahre 188» verlieh ihm der «S»ig für seine Verdienste den Freiherrntitel.
Pnfessor Rndolf öirch»«. Unt«r be» vielen glänzenden Namen, welch» al« Lehrer die verliner Universitüt ausweist, wird immer al» einer der ersten der Name Rudols virchow genannt werde«, welcher am l.1. Oktober d. I. seinen 8fl Geburtstag feiert. Weit über bie Orenzen nnseres valerlanbe» ist Rudolf virchow anerkannt al» eine Autoriilt ersten Stange» auf dem Se-biet d«r m«blzi:tischeii Wilsenschast. Er blickt auf «in arbeit«, «nb erfolg» reiche» Leben znrück. Virchow wurde am 13. Oktober 1821 in dem kl«i»«n pommerscht» Stlbtchen Schiv«lb«i» bei Loslin g«bor«u, be,»chte da» Shmiia-sin», in der l«tzt«ren Stadt «nb studierte dann in Berlin Medizin als jpg» ling de» medizinisch chirurgischen Friedrich.Wtlh«lm>JnstiIu>». Nachdem er 1843 promoviert hatte, wurde er zunüchst Unterarzt a» der Eharitö unb 1848 Professor baselbst. I» Jahr 1847 habilitierte er sich an ber verliner Uni-versitüt, »nd solgte 184!» einem Rnse al» ordentlich«? Pros«ssor nach Würzbnrg. Im Herbst 1850 kehrte virchow wi«d»r als ord»ntlicher Professor und als Direk-tot de» pathologisch«» Institut» a» die UnivrrsitiH Berlin zurück. Sp»ler wurde «r Mitglied d«r Akademie und 0t«heim«r Medizinalrat. Ganz hervorragend sind »»«--- «,!.», vardie»ste um die vffenllich» Wesundheitspslege.
lkin EpeknrScr. Richter: „Angeklagter, haben Sir noch wa» zn sagen?" — .Ich bitte, wenn ich verurteilt werde» sollte, daß e» schnell geh«, damit ich rechtzeitig z»m Mittagessen Ins Gesiingnis hinunlerkomme."
»erantwonllch« Redakilon von arnft PI«Islee. gedruckt und heraii«gegeb«» 0«n «r«tn«r k Pfeiller in Stuttgart