LMcher «r. 13«. ». l l. d»l»I. st. 5 50. F«r ^!» ^»NeN»n<, IN« H»n» halbj. 5" k. Vilt d» H«,ft,»n»>. »l. 15,, halbj. fi. 7 »«. Dinstag, ll. Juli. 4 geilen »' l,. ^«Hn» p», >».l,ll f, fl.: !>»« sf»^t. ld?lltl Augen waren biesertaae in begreiflicher Span. "»ng nach N e i ch st a d t gerichtet. Dort in dem freund» llchen Schlosse, da« l,n vorigen Jahre in den Vesitz de« Kaiser« Franz Joseph übergegangen ist. bewirlhele derselbe vor drei Tagen am 8. d. M. — al« seinen hoch' stehrien Gast den Kaiser « lerandcr ll. von Nuß land. Alle Well — saat »it Vczug hieraus die pragtr ^Vohemia", deren, Gldanlengange wir hier solgen, — fühlte «« inslinclmabi», daß dieser Vesuch, de» der »»sslsch« lizar dem Beherrscher Oesterreich« da machle, nicht al« gewöhnlicher Hosiichleil«acl aufzufassen sei, sondern al« eine Thatsache vo>, politischer Bedeutsamkeit! Man muß sich der Geschichte der lchlen Decennien er. innern, man muß die Umstände, unter denen die die«, malige Kaiserbegegnung stattfand, erwägen, um jene Veoeutsamlelt im vollen Maße zu erkennen, «l« der gegenwärtige Kaijer von Nußland (am 2. März 1855) den Thron bestieg, stand das letztere Neich mit unserer Monarchie auf höchst gespanntem Fuße, und wenn e« auch leinen offenen Bruch zwischen den beiden Staaten l»ab, so herrfchle doch seit dem Krimlriege zwischen den beideiseiligen Höfen eine lal'e. eisige Stimmung. Dieselbe hielt eine lange Nelhe von Jahren an. und e« schien, als ob man in St. Petersburg es Oesterreich niemal« vergeben »erde, daß sich dasselbe nicht halle herbeilassen »ollen, die Aggrefswplüne de« Kaiser« Nikolaus gegen dle Türlei zu unterstützen. Orst nach dem großen Kriege zwischen Frankreich und Deutschland in den Jahren 1870—71 begann die eisige Rinde zu schmelzen, die Beziehungen zwischen Wien und Petersburg gewann'n wieder einen sleunolicheren (iharaller, und das Jahr 1872 sah endlich das ehemalige herzliche Verhalln!» zwischu, den beiden Kalserhöfln wieder vollends zutage treten. Im September dt« genannten Jahre« wurde unter den Auspicien de« Kaiser« de« neuen beulschen Neiches zu Berlin der Grundstein zu jener Vereinigung gelegt, welche seither unter dem Namen de« Drei Kaiser. Bunde« besteht. Vom ersten Augenblicke an etlannle jeder» mann, dah in diesem Drei.Kaiser.Büudn.sse die sicherste Gewähr de« europäischen Frieden« liegt, denn auch dem kurzsichtigsten Auge muh e« klar sein. daß, so lange die drei großen Mächte Deutschland. Rußland und Oester. reich rereinl zusammenwirken, allenfalls lola'e Störungen de« Friedens vorkommen können, aber leine »eltt-er» heelenden Klicaebründe. «der eben weil sich dieser Er» lcnnlms niemand entziehen sann, halte der Drei Kais«. Bund anch von s,mem Veginn an gewisse heimliche und offene Geaner, welche, da sie ihre Pläne nur in pollt'schen Umwälzungen und chaotischem Wlrrsal durch, zusetzen hoffen können, nicht «ude wurden, die Gemüther dadurch zu beunruhigen, bah slc Gerüchte ausspicnglen. welche den Vcsland de« Drei.Kaiser.Bundes bezwtifellen und als gefährdet darstellt«!,. Im Sommer vorigen Jahre« hatten diese Gerüchte so sehr an Umfang ge< wonncr», daß sie willllch schon Bedenke» hervorzurufen begannen, al« ihnen mit einemwale durch die person, liche» Vegegnungen der drei Kaiser der Faden ab> »eschnitlen wurde. Zwar hatten die Pessimisten selbst dies« K«iscr.i gekommen, welche die eurol lchlagc c^ fährdcn und unwillkürlich t^ ^,. ^, !"<,<' von dem offenen Puloerfasse in (^! Namentlich in oc» Montenegro an d> die Besorgnis wegen herrschend gewordcu. üi)l.^. «.. welche Frirdlusgewähr dem T wohne . D>c Besorgnis vur elncr ^i^lU' scheu Friedens entspringt eben »ur au«» ob der itüiserbund auch ourch oit nicht erschüttert weidln n,,ld. aus Mißtrauen in die > leil der ; die für die geheitm <.ll^,lin unlttll olrser Be^^n>,,. >>,, ^>n Begegnung des Kaisers vuu Nuh>a»c> stall. Da nun i» > fra^c seine eigene 4, Oesterreich es ist, das entgegenstellen dürfte, >c. . gefundene Entrevue der bri dedtutsamc Thatsache. durch den Ulujlllnd. ^.. auch l aus Schlo,, ........,—^. ,..,«.........,«.,, l aus der Hand, dah auch die schw< der Allgllchlll! ^ zu lügen, l anmlMen darf, da^ wen» stünde, eine persönliche Ä>> Welse ulld von so ocrtrauk.^...... ...^ worden wäre. Allerdings hat uns tm letzten De^eunl , , . . . gegnuuacn bei ^ einer frudlicheu ^tsluli die wiederholten ^nian, reich mit de» nicht verhindert, ^up, vlw» «l«, H»^. >,^. Vligmll^^cuilsetoll. Gleise sr. Majestät Colvcite „Dandolo". ^lu« den Vriele» tlnes vst,,lficd!< cinen ausführlichen Be« rM über jenes jchrnluchc Naturereignis, dcn wir im Auszüge mittheilen wollen. Port Noyal, desje» Hauplbürgcr Bmanicr und dessen Haupllicslii ^'^vlul)ündler waren, dessen Magazine voll ocr l^ ^aren steckten und dessrl, ^ltdcrla^cn die werlhl)oli>lc Dllllc M»fllo's und Perus enthielten, in dessen Maunn ei» slbarilisches Vevrn hclrschtk. sah l^^ all' diesen Ncichlhüm nnd Ueber, fluß mit einem Schlage vernichtet. An» Morgen des 7. Juni 1t)i12, während eben Nath uxd l^^llpsr»^ r zu einer Sitzung versammelt u»d d gedrängt vom ^olle waren, vcrdunlelu ,.., ,,^....,... bis dahin klare und helle Himmel, während txo Aus. blitzen linzelncr Streifen purpurnen ^itt.! ^ ^ uis nur noch schreckliches »»achte. hoiln, dll , stieg rapid . .... strand, dll ganze Stadt übe»flulent» und unter den Wellen bcgra. lbend. Die englische Fregatte „Swan", von ihrem »n« ler losarrisscn. bUeb, durch ci„? mcrlwurdiac Wiu^ bcgÜ! r den Häuser» rculci. ^.......^ als Zll!....... ., ncnd. ^^1, Hüllscrn der Stadt bliebe» »ur ftrqe» 2<«> Die von dci« lodlr» d ten i» Bälde viele Tm, Jaluaila jühlle den Verlust, i.« ^ sich auch landeinwärts; Hügelrr" Flüsse nahluen neue Bahne,,, begruben alles ^ebcn in ihl man bei Windstille dle li Stadt als warnendes Zeichen eine» jch lesurlheils sehen. jtiussslon. der jetzige Hanb» » ^ l ! '>cr hat ce gcraix ^..... -">' '^ ^'^ ' " in » Wild, ^)Il Nllt lljll» >.! rschl v'rwahllosl aue > sich in kleinen recht » , >..«.ile, luftige, in hl!.»., '' '' Welchen dlsjcnihlu, dtncn gen. " »' ^ und ist » "lums "».r zweimal des ^aAee puy», ^»hl und >^.. uu^l^... aucy 1210 beide Staaten mit einander lm Kriege lagen; und ebenso wenig hat der Bcsuch, den der preußische Monarch im Iah« 1867 dem Kaiser Napoleon III. in Paris ge« macht hat, den Krieg zwischen beiden im Jahre 1870 zurückgehalten. Aber trotzdem mögen wir, so lange es immer thunlich ist, den Glauben nicht fallen lassen, daß die heurige persönliche Begegnung unseres Kaisers mit dem russischen Czaren, und die vertrauliche Besprechung zwischen dem Grafen Anorassy und dem Fürsten Gortscha» loss zu günstigen Resultaten führen und den Drei-Kaiser« Bund als Schutzwehr des europäischen Friedens neu kräftigen werde. Mit dieser Zuversicht blickte diesertage ganz Oesterreich nach Schloß Reichstaot. und wir sind fest überzeugt, daß uns dieselbe nicht täuschen wird. Vom Kriegsschauplätze. 7. Juli. Vom Kriegsschauplatz werden nur unbedeutende Ge» fechte gemeldet, welche die Situation der verschiedenen kriegführenden Heerestheile nicht wesentlich verändern. Die eine bemerkenswert he Nachricht liegt indeß vor, daß dec Khedive die Ubsendung zweier egyplischer Regi» menter nach Konstantinopel angeordnet habe. Auch steht die militärische Unterilühung de« tributpflichtigen Tunis, »ie wenigsten« die bezüglichen Unterhandlungen vermu« then lassen, in Aussicht. Die Pforte scheint also allen «ilitürischen Succurs an sich heranziehen zu wollen, »elcher ihr vertragsmäßig zugebote steht. Bei allen diesen Unterhandlungen waren außer Zweifel die Mah» nungen der Pforte maßgebend, daß der Bestand der Rechtgläubigen und ihrer Religion auf der Hämushalb» lnsel gefährdet sei. Vorläufig verlautet nicht« darüber, daß die serbische Kriegführung active Maßregeln ergriffen habe, um den allerdings etwas verspäteten Truppenverstärlul»« gen der türtischen Armee zu begegnen. Ja, es scheint nicht unmöglich, daß es in der Absicht der serbischen Heerführer liegt, vorläufig jedem größeren Entscheidung«« lampfe auszuweichen und eine Art „kleinen Krieges" mit einer umfassenden Insurrection Bosniens und Vul« garien« zu verbinden. In Bosnien und der Herzegowina ttnnte vlelleicht diese« Hinausschieben entscheidender Ope ration« mit der Zelt zu wirklichen Erfolgen führen. Allein in Bulgarien liegt aber die Sache doch anders. E« ist nicht zu übersehen, daß die türkische Armee über Festungen, wie Wlddiu, Parna, Silistoia und Sofia, über^oerschanzte Lager, w,e Nisch und Schumla, oer« fügt, der kleineren ForlS in Belgrad«!,!, Pirot und an. deren Orten nicht zu gedenken, welche schwerlich ohne Eernlerung und Belagerung zu Fall zu bringen find. Es ist auch in Berücksichtigung zu ziehen, daß Ser< dien eigentlich leinen Insurreccionskriea, sondern einen großartigen Kampf zu führen hat. Ein Vergleich der beiderfeiligen Hilfsmittel mußte seither zu der Ueberzeu-gung führen, daß die serbische Armee ihr Heil vor allem in einer raschen Offensive, in großen entscheidenden Schlä» gen, bevor die Zuzüge aus Konstantinopel eintreffen, zu suchen habe. Wenn je, so ist es diesmal geboten, daß man serbischerseit« nicht mit gefährlichen Flanken »Diver, sionen und nach „hoher Strategie" aussehenden Um» gehung««Operationen die Zeit verliere, und daß es daS glücklichste Wagni« der fiegesbemußten serbischen Truppen gewesen wäre, den Stier wirklich bei den Hörnern zu fassen. Die Erfolge im Kriege find allerdings oft von den unberechenbarsten Zufällen abhängig und es können die nächsten Tage von serbischen Siegen bei Nisch, Pirot, Podgorica und Gaclo melden, allein hier handelt e« sich vor allem um die Auseinandersetzung, ob e« vom militärischen Standpunkte möglich oder räthlich sei, einen Krieg, in dem einer der beiden Theile durch da« nume« rlsche Uebergewlcht auf dem Kriegsschauplätze zu erscheinen im Begriffe ist, durch arundjätzlich ausweichende Ope« ralionen zu beginnen und weiterzuführen. Zudem lünn« ten fich die Hoffnungen auf eine auswärtige militärische Hilfe, welche vielleicht im Hintergrunde der Pläne ser« bischer Stra egen schlummere als trügerisch erweise»', und es ist denn — meint schließlich die ..Presse" — schwer, zu entscheiden, ob Serbien oder die Türtei den Verlust der ersten großen Schlacht zu fürchten habe. «. Juli. Wi- den heutigen Nachrichten zu entnehmen ist. haben die jerbischen Truppen nunmehr ihre Bor< rückung auf anderen Punlten fortgesetzt. General Zach, der bisher mit seiner Division in Tschatsal die süd« westliche Grenze bewachte und überdies den weiteren de. fensiven Zweck hatte, im Nothfälle die Drina«Dlvision oder das Gros der Armee vor Nisch zu unterstützen, scheint sich nach den Berichten aus Bjelina und Babioa glava von Tschatschal aufgemacht zu haben. Nach den vorliegenden Telegrammen dürfte er seine Truppen in zwei Theile getheilt haben. Er selbst zog auf der Ehaussö über Pojega thalaufwärls der serbischen Morawa bis Ivanjice und wendete sich auf einem Karrenwege über die Höhen des KaluH und Siviino brdo auf den über 1700 Meter hohen Gebirgsül^rgang der Iaoor.Planina aeaen Bjenica. Auf diesem Satlel liegt das Dorf Javor. außerdem ein- Quarantaine und ein im Vande dies» und jensei!« weit und breit belannter Brunnen, Basil« zina Eesma. Eine Meile jenseits der Grenze traf Zach auf verschanzte türkische Tr,.ppen. war jedoch, nach dem Wortlaute der Telegramme aus Belgrad, nicht imstande die türkischen Truppen zu delogieren. Jedenfalls wird Zack, wenn er in der ttage ist, den Angriff fortsetzen müssen und Sjenica zu erreichen suchen. Dieje Stadt, der Sitz eines Mutessarifs (Pascha.UnlerGouoerneur) liegt in dem bekannten schmalen Streifen, welcher Serbien von Montenegro trennt. Von Sjenica au« ist die mon» tenearinische Grenze in 10—l5 Stunden zu erreichen. Der zweite Theil lnr Division Z.ch scheint unter dem Commando des Obersten Kolanlit über Kara, nooac im Thale des Ibar bis Raschln, einem an der Grenze gelegenen Städtchen, vorgedrungen zu sein. Nach den serbischen Telegrammen Hütten die Serben am <». d. drei am Raschlafli'lßchen gelegene K»las (armier!e Wach Häuser aenommen und die Türlen aeqen Nooibazar z" rückgetrieben. Novibazar ist also noch „icht in den Hä»t»en der Serben und die Türlen halten noch immer die von Nisch nach Bosnien führenden Eommumcationen in ihren Händen. Am 5. Juli sollen nach einem Telegramm aus Konstanlinopel serbische Truppen einen Angriff a.,f die Vorposten bei Velgradilt versucht haben, der jedoch zurückgeschlagen worden sei. Velgradöik ist ein auf der Straße von Widdin nach N,sch aeleaenes. be. festigte« Felsennest, welches den Dienst einer Straßen« sperre versieht. Nach Norden beherrscht es die über Osmanlje nach Widdin in der Ebene führende Straße, nach Süden deckt e« den Zugang zu dem Valkanpasse Sveti Nilola. Die Befestigungen von Velgradöick sind an drei mächtigen Fel«gr»lppen in Form eine« schmalen Ninkelhacken« angelegt. Die Quadermauern der Um fassung tragen Schießlöcher und Aufstellungen für sech« Geschütze. Von wo au« die serbischen Truppen gegen Belgrads! vorrückten, ob sie nemlich von Knjazeoac au« die Grenze überschritten, oder ob Tschernajeff das Detachement entsendet — davon weiß das Telegramm aus Konstantinopel nicht zu melden; dagegen stellt es eine entscheidende concentrlsche Action sämmtlicher tür« lischen Truppen in Aussicht, ein bischen den Charakter des Landes kennen lernen woll- l ten. machten wir den Ausflug dahin zu Wagen. Bald war Kingston hinter uns. und auf einer prächtigen Straße zwischen massiven Einfriedungen baumhoher, senkrecht aufragender Kaltusen. abseits wclcher eingezäunte Gärten. Plantagen und Thierweiden lagen, fuhren wir in zwei Stunden nach Spanisch Town, welches am Hauptplatze, auf dem sich Theater. Schule und Regierungsgebäude befinden, ganz den Eharatter einer englischen Provinzialstadt hat. Nach einer kurzen Erfrischung setzten wir den Weg nach Bog Walt, einer Art Urwald, fort. In rascher Fahrt hatten wir den Fluß Rio Eobre erreicht, längs dessen linkem Ufer uns der Weg in vielen Biegungen in den malerischen und wildromantischen Theil des Bog Walk brachte. Auf beiden Seiten von hohen Felsen eingeschlossen, die derart bewaldet sind, daß auch nicht ein Stückchen Gestein sichtbar bleibt, bahnt sich der Nio Eobre in schnellem Falle seinen Weg, ab und zu die üppige Vegetation in seinem Laufe mitnehmend. In einem Negerhofe wurde Halt gemacht, nachdem »ir von der schwarzen Besitzerin die Erlaubnis erhiel. ten, unter ein paar Bananen-Pflanzen unsere Frühstücks-vorräthe auszukramen. Ueberraschend war eS für uns, in dieser Negerhütte fast nichts als religiöse Tractätlein zu finden. Es sollen eben religiöse Schriften die Lieb-Ungslettüre der Neger bilden. Wie bekannt, ist auf den englischen Eolonien die Sklaverei seit 1833 aufgehoben. Da die Zeit un« drängte, kehrten wir nach Spanisch. Iown zurück und sagten all' der Schönheit des Herr- l lichen Urwaldes, der einen geradezu überwältigenden Eindruck auf uns machte, rasch Adien. Während wir durch die Straßen von Spanisch-Town schlenkerten, machten wir die Bekanntschaft eines gell m»6 mau, eines Negers, der noch als Sklave auf die Insel gekommen; da es Sonntag war, hatte er natür« lich seine Bibel unter dem Arm- Er war sehr zufrieden mit feinem jetzigen Baterlande, sprach v,el von den Vortheilen der Bildung, von der Unmögllchleit. mit seinem Stamme in Verbindung z" bleiben, da blos der cqyptische Neger eine Schriftsprache besäße, und lobte die Bibel als Buch der Bücher über alles. In seiner Kleidung dagegen war er ganz altvaterisch und trug einen Rock mit langem Schoße, wie ihn bei uns etwa der Bauer als Sonntagssta2t trägt. AlS wir wieder in unserem Boarding-Hause an-langten, wartete unser bereits ein recht frugales Mahl. dem auch die Würze der besten Weine nlcht fehlte. Bald gelang es uns auch. mit einigen gelbbraunen Kmdern Evas bekannt zu werden, und vielleicht Hütte mancher von uns sein Herz zurückgelassen, wenn dle Zeit nlcht gedrängt Hütte. . ^ <«^ In später Abendstunde traten wir den Rückweg an und genossen hiebii das großartige Schauspiel, alle Büsche und Bäume von Myriaden von Leuchtfliegen bevölkert zu sehen, was einen Anblick von zauberhafter, unbefchreiblicher Schönheit bot. Nlich den bisherigen Nachrichten wäre demnach die jetzige Aufstellung der serbischen Truppen folgende: die Drlna.Division unter Alimpic steht bei Raäla, Vjelina und Zwornil; die sogenaunte westliche Morawa« oder Ibar.Armte unter General Zach ,eht nördlich der Straße Sjenica.Nooibazar; das Gros der Armee halt sich nördlich von Nisch auf; General Tschernajeff in Al Palanla, denn die letzten Telegramme melden, daß er noch nicht Pirot genommen habe, und endlich scheint sich Ljtsanin noch immer in Zajöar zu behaupten. Die Frauenfrage im englischen Parlamente. Im englischen Unterhause entspann sich am 5. d. M eine interessante Debatte wegen der von Mr, Cowper-Temple beantragten zweiten Lesung der ..Medical Acts Amenoement Bill", welche Frauen im Besitze medizinischer Diplome von fremden, in ancrtann tcm Ansehen stehenden Universitäten berechtigen will, eine ärztliche Thätigkeit in England. a„Sz„ubcn. Der Antragsteller führt aus. daß der qegenwärtige Zustand, zu Unaunsten des weiblichen Geschlechtes, allein dem männlichen die ärztliche Profession ermögliche, obgleich das bezügliche Gesetz durchaus nicht einer Zulassung von Frauen widerspreche, da es von ..Personen" im allgemeinen rede. Das Hindernis liege im Widerstreben der verschiedenen Körperschaften und Universitäten, denen Unterricht und Prüfung der ärztlichen Candidate!» zustehe. In Paris. Wien. Leipzig. St. Petersburg und Amerika werde studierenden Frauen in jeder Weise entgegengekommen. Einzelne Fälle von ärztliche ssunctionen in England ausübenden Frauen hätten gczeiat, daß dic selben nicht nur dazu befähigt seien, sondern sogar einem wirklichen Bedürfnisse entgegenkämen. Es sei deshalb grausam und ungerecht, den Frauen noch länger diese nutzbringende Thätigkeit zu verschließen. Seine Hanpt absicht sei. den Frauen in dieser odrr einer anderen Weise den ärztlichen Beruf zugänglich zu machen Mr. Wheel house bekämpft dic Vorlage ent' schieden und spricht die Hoffnung aus, daß die Zahl cer Acrztinnen sich nicht vermehren möge, da eine solche unweibliche Thätigkeit nicht mit den englischen Sitten vereinbar sei. Er weist auch darauf hin, daß bekannter« maßen auf der Universität in Philadelphia und einigen anderen fremden Hochschulen man die „Grade" gegen ein Billiges erlailgen könne, so daß auf diese Welse Da men ohne irgend welche Garantie der Tüchtigkeit sich in den Beruf eindrängen könnten. Mr. Hcnlcy unter« stützt den Antrag durch einen mit lebhafter Heiterkeit begleiteten humoristischen Vortrag und beweist durch statistische Daten, daß ein Mangel an Aerzten vorhan-den, dem durch Frauenärzte abgeholfen werden könne Ebenso stimmte auch ein Arzt, Dr. Lush, dem Antraae zu, während ein anderer. Dr. Playfalr, dagegen sprach. Der Unterricht «minister sagte, die Regie rnna könne dem Antrage nicht zustimmen, nlcht anS principieller Abneigung gegen das Franenstndlum — Miß Nightingale habe ja im Krlmlrlege die Befähigung der Frauen für den ärztlichen Beruf auf das glän« zendste bewiesen. — sondern weil lm nächsten Jahre a»chen ühri sten «ber auch schon ihr Ende. Die Kalholilen in Bosnien, deren Zahl wie der Grad ihres Kullurzustandes nicht gering anzuschla» gen sind, perhorrescieren nicht« so sehr. ale die »u«sicht auf die all'rdings noch in, weilen üelde stehende Even, lualitäl einer Absorption ihres engeren Vaterlandes durch Serbien. Mit der Ersetzung der türlijchen Herrschaft durch ein grülo slavische« Regiment würden sie sich, die zühe an ihrem römijch.la'holischen Glauben hängen, lchwer oder gar nicht befreunden. Seitdem nun Serbien da« Schwert aus der Scheide gezogen, um Ernst au« leinen Ajpiralionen zu machen, geht durch dic katholische "eoöllerung eine stall oiorlerende Bewegung, die sich, ^« man der ..Pollttjchen Korrespondenz" mittheilt, in tln«M stündlich zu gewürligenden Appell an Oesterreich UM Sch»h dtl Interessen der laiholischen Voenialen ^uft machen dürfte. « Die in Kroatien weilenden Flüchtlinge haben an vaydarEffendl in Bosnien unter dem A Juli '"lgendes Schreiben gerichtet: Herrn Haydar. dem Prasidrnlen der Commission. ^tlche f^r hie Rückkehr der Flüchtlinge aus Bosnien . "d der Herzegowina zu sorgen hat: «M«t deinem Schrei» °tn vom . Mai folde,sl du die Flüchtlinge au« Vo,nien "d der Herzegowina auf, die von, Sultan Khaü un« gewährte «!^nestit anzunehmen und innerhalb sechs Wochen nach 3^"st zurückzukehren. Auf diese un« g:slern zugestellte ^sforderung erklären wir dir, daß wir s» lang« d^s glückliche Bosnien nicht erblicken »erden, als die ^ahis, Veg« und Aga«. deren Gewaltthaten u„« zur ^l zwangen, unsere Richlcr bleiben werden. V«eber ^d«n wir hier vor Hunger sterben, als den Rückweg Legi» tlmisten bestehende Uebereinstimmung nnd lagt?, diese Uebereinstimmung sei lediglich auf d - Ber> theidigung der socialen Principien vor^ . Sitzung wurde auf Montag vertagt. Die öffentliche Meinung in England beginnt sich bereit« sehr lebhaft mil Disraeli'« Orienlpolilil zu beschäftigen. Die liberale Association in Birmingham hielt diescrtagc ein Meeting, welche« den Zweck hatte, die Pflicht England« der gegenwärtigen ^age der Dinge im Oriml gegenüber in Erwägung zu ziehen. Eine der gefaßten Resolution nun erklärte, daß der Eharaller der Resultate der türkischen Herrschaft in Europa nicht dazu angethan sei. eine weitere Vergeuduna britischen Gelde« und Blute« zu rechtfertige. Ein weiicrer Bclchluß richtet an die Ooposi'ion im Parlament da« Gesuch, von der Regierung eine klare Darlegung ihrer Absichten zu oer-langen, damit da« iland nicht in einen nutzlosen und unnöthigen Krieg gestürzt werde, ohne vorher Gelegen« hei! gehabt zu haben, seine Einwände dagegen auszudrücken. Der durch Unpäßlichkeit am Erscheinen ocrhin-derle Deputierte Chamberlain sendete ein Schreiben, in welchem er sich nachdrücklich zugunsten einer Nicht ^nter-oenlionspolilil seilen« England« in der türkischen Frage äußerte. Die rumänische Kammer verificierte vorgestern die Wahlrn und nahn, sodann die Wahl des Bureau's vor. Zum Präsidenten "^ ^ "' ^osetli und ,u Bicepräsidenten Ionesl^ l,iu und Oberst Vecca gewählt. Das gauze Bureau gchört entschieden der radicalrn Partei an Äus Konstant! novel vriugt de, !' sol» ftludc Nachricht vom tt. d. M. Der '7'" .. Abdu! Kcrilu Pascha ist gestern nach dem « ipwtzc ab- gereist. Bei Schanloe wurden drei null,chc Bataillone überrumpelt und aufgerieben, ehe Hilfe kam, woraus die Herben zwischen zwei Frucr aericlhen und mit großen ^rlusten zurückgeworfen wurden. ^ Der Sultan hat allen Stlllfqewna/nen das letzte Drittel der Strafzeit ' »mung in ilonstanlinopsl ist gedrückt. > l'cnlucllc" ^'ildcrlaas dcr Türken die 0hr,sts„ bedroht sind. ^alata sind im Nothfälle geheime Verll,.^ >u>.," ' - ' -^ssn. d« die hauplstüdtiicke Cöalnijon mn l und selbst fa,,.. ',. England schloz. mil ^imilnich und ^lallen ' lntion w«iisn «nrs eventuellen Trup- penlransporlcs über A' deutsche Flotte oer» ließ am Sonntag plütz..^ »«......."l mit verschlossener. erst aus der See zu öffnender Ordre. Der Erzbischoj von Altamar w»n anwart des Kaimalams von einem (^endarmen > In Traps^uul herrscht eine Panique. Man bejulchlcl ein Ehristcnmafsan-e. Das vorstehende Telegramm spiegelt so ganz und gar die zunehmende Düsterheit der politischen Vage i« Oriente »leder. Dem gegenüber machen indessen die g»l- denen Norte, die der Kaiser o«n Oesterreich vorgestern nach der Rückkehr von Reichstadt zu den beiden Reichs-rathsabgeordneten Wolfru» und Ruß in Aussig jagte: „Ich lehre freudig und sehr zufrieden zurück und kann die Herren beruhigen" — wirtlich einen höchst beruhigenden Eindruck. Sie deuten darauf hin. daß zwischen den drei Kaiserreichen eine feste Einigung erzielt worden ist, auch gegenüber den weitgehendsten Eonsequenzen, die der jetzt entbrannte Kampf haben lann. Wa« die obige Meldung von dem Abschlüsse einer Convention zwischen England. Frankreich und Italien wegen eines Truppentransporte« über Vrindisi betrifft, so ist der Ginn derselben noch ein dunkler, und die ganze Nachricht ist mit Vorsicht aufzunehmen, da fte schwerlich eine Einigung Frankreich« und Italien« mit England im Gegensatze zu der Drei»Kaiser-Allianz bedeuten lalln Die Meldung über ein Treffen bei Schanloe lft so verworren, daß nähere Nachrichten abzuwarten find. Da« vornehmste Interesse nehmen im Augenblicke die Kämpfe in Nnspruch. die e« zwischen der Division Sach« und den türkischen Eorpe von Nooibazar und Gie«»ic» am 6. und 7. Juli gegeben hat. Die serbischen und türkischen Berichte stehen einander in unlösbarem Wider-fpruche gegenüber. Mehemeb Ali Pascha, der Gouverneur von Nooibazar, brach — wie der türlilche Bericht sagt — im Morgengrauen de« 6. Juli mit 6 Bataillonen von Sjenica in der Richtung gegen die serbische Gtaol Iaora (richtiger Iavor) aus. Nachmittag» faßte er bei der türkischen Festung Olaönlca Poslo. w« er von lv Bataillonen Serben mit 10 Kanonen in der Flanke an» gegriffen wurde, bi« gegen 5 Uhr abend« kämpfte und endlich die Angreifer nicht nur zurückwarf, sondern ihnen außerdem auch noch eine vollständige Niederlage be» brachte, so daß sie sich hinler die bei I«ora ^squelessi gelegenen Schanzen zurückzogen und Hievel zahlreich«« Kriegsmaterial im Stiche ließtn! Der Sieg ber sechs türkischen über IX serbische Bataillone und der auf IbO) Todte und ..ebenjovielc" Verwundete bezifferte Verlust der letzteren — da« sind i« oe» That sch»er glaubliche Dinge! Nach einem belgrader Telegramme von 6. Juli stand General Zach am Vtorgen diese« I»o/s allerdina« im heftigen Kampfe m,l All Pasch»; doch sollte der linke türkische Flügel zum Weichen gebracht worden sein. Bezüglich des Vorstoße», den ein Theil de« Z«ch'jchen Eorp«, von welchem unmöglich l>5 Bataillone »m Kanpse be, (Yladnica stehen konnten, östlich von «asla ausführte, meldet man unterm X. Juli au« Belgrad: »Die Brigade de« Obersten Ezolal Anlit hat heule das Bombardement auf Nooibazar eröffnet." Eme serbische Niederlage bei Ollldnica am 6. und ein Bombardement oo> Nooibazar am 8. Juli sind unvereinbare Dinge. Dlbr-cht v. Uoietz. welcher im 3»hll 1874 m«< dem Il»el fine« l u»l> l «ngar«lch'n Gl«el»llc>nlul und Vlimstsrresi' Lhma. Slam und Japan, Vlm,st-l,all»th «. v. Scha' Uoloham» b,glell»l halte, die ihm leiten« der japanesilche» «eyle-lung angebotene Stellung »l« Direct« nnd ll»ti»ljl an dem Uidji.len-Holpilall l» siagoja. verbünde« mlt einer Professur an dn borligen medi,inilchen Schul,, angenommen und zn Nn-, doß s» wol »n^rzsigl ,ß. ,„,,gs ,ulhe«. „ejl»oll, »ie d,e unser,» «eichelanzln» nicht l»loll dem ersten lvinls »»»seile« ,hr,« Organiamu» »'uchzug-ben; baher lam ,» den,', buh all'» Machnen« und DrUngen» ««gfochte» der 8»llst v>»»»lck <»»» sein-« »«Ireidsliden ^erusopfiich«,« und V,ben»< ßl»ohl»h«ll,n ,,,ch«» »lldtln woll», Da» geh» n« «bel l« l»«ß« »« »lll, nnl» nu» woll», ,» ,ben einsach «ich« l«»ßer weiter gehen. Di» le«nlh«s< verä»d„«en Vn,e» bi>i>e« sl dssisgt lii ' 'villill^r lvlpssl'cher Mnh<> wlll <»gs»> zul '»»Milchst !va>erechlen ?»>e seiner UoifseflllW'lttlsN »-«nl-hl H^fisNtlich wire d«< »»«e» d«ld,gs ?l»,nr,ll be« «»n,ler» n'ck« d,e g»»z!'ch «»d»pl,n,«»esch,n F>ß»,«', ,n ihll« bellli« «ngeleitlen »ied,r»erenger«ng,. Prozeß sler,»." -<«el,,,s«r bi, tltrlis«, As»"> Di« l«i, seri.ch tUrt,,«, «egierung ha, bi, Vo,sch°f' «n »'"' beanstragl. 3« »erzt, s«r ben S»ni««!«b»e«ß be, b« laij li»sl,jchen »rm„ z» ,ng»,i,re„. H-« Dr ««««,«,. «»»« der l»is »»rtischen vot« schaft. w«rbe «.< »«» ««9«ll"fnt b,l »elzle belr-t. 1212 — («in« «eisegesellschaft in Noth.) «u« Phila» delphia »ird berichM: Der Stangln'sche» Ntisegtstllschafl nach NVldamerila ist in hiesiger Stadt tin Unfa» passiert. In einem V»ggon d,r Pferdebahn «nrdt »m 17. Juni dem die «Vesellschasl persönlich begleitenden Karl Stangen in einem Moment, als er sich zufällig von den Utistgesilhrlen getrennt hatte, sein Palte» fenille an« der inneren Westentasche »it der ganzen Varschaft im Velrage von mehr al« 10.(»00 Ihalern entwendet. Al« derselbe den Verlust bemerkte, war der Tied berelt« verschwunden. Ob» gleich der Diebflahl sofort der Polizei angezeigt wurde und die» selbe augenblicklich alle Vanli,«« iu Philadelphia und 3lewy°rl, Valtimore n. s. «. telegraphisch benachrichtigte, den Gauner ,u arretieren, sobald d«rsst. Da Stangen im Augenblick einen so bedeutenden Vetrag hier nicht beschaffen lanu, so wird die «Vefellfchafl sich wahrscheinlich »ufiüfen, wenn das Geld nicht innerhalb dreier Tage »iedererlungl ist. Jeder, der die Vlillll dazu mitgenommen Hal oder sich h,er solche beschaffen lann, wird dann nach eigenem Guldünlen noch einlge louren in Nmerila machen, die übrigen müssen aber ehesten« nach Europa zurück» lehren. fokales. — (Sch uln » chrichlen.) Die Vezirttlehrerconferenz für de»k«nbbe,irl kaibach wird am 27. d. M. in den Lolali. lilten der l. l. kehrerdildung«»nfialt stallfinden. Die lagesordnnng delselben besteht au« folgenden Punlten: 1. Vllllheilungen de» l, l. Vljirttschulinspectorate« über d,e bli den Inspeclionen ge« machten Wahinehmungen. 2. W,e ließe sich der im kehrplane fur getheilte einllassige Voll«fchulen vorgeschrlebeue Lehrstoff au« dem Sprachunterrichte und den Realien ans Grundlage der jeht be» stehenden kehr» und kesebücher und der vorgeschriebenen kehr» mittel auf d«e Abtheilungen jeder Gruppe am g,e»gnelsten »er» »heilen? 3. Vericht de« Obmanns der Vlbliolhel»comm>lfi«n über «t«nd und Rechnung der Ve,irl«lehlelbibliolhel und Wahl einer »eucn vlbliotl,el«com«ission. 4. Wahl de« ständigen Nu«schufse« für 1876,77. 5. Wahl der Vertreter der Lehrerschaft im Vezirl«. lchulrath, fllr die »eiteren s.'chs Jahre. — «« wir weiters der zeßern erschienenen Nr 13 der vortrefflich redigierten „Laibacher «lchUlzeilung" enluehmen. findet der Schluß de« Schuljahre« an de« l. l. VlldungSanstalten für kehrn und kehrerinnen in kaibach S»»«tag den 15. Juli stall. Die Schlnßseierlichleil an der ersteren befiehl an« dem Danlamte. de« im geräumigsten kehr» zimmer der Uebung«fchule Gesänge der kehramls'üglinge und Uebung«schüler, e,ne deutlch« «nrede eine« z.'ehr»ml«,ügling« und eine slovenlsche eine« Uebung«Ichuler«. endlich die Verlesung der varzitglichen SchUler durch den Director der «nftall folgt. Nehn« lich ist der Vorgang an der kehrelinn,nbildung«anstalt. - D»e städti. lchen Vallsfchulen fchließen erst am 2U. d. M.. ebenso die «olttschnlen der Umgebung. - Die Prüfung der «eise fand ,m fchristlichen Ihelle an der hiesigen l. l. kehrerinnenbildungsanfialt vom 24. Juni b>« zum 4. Juli. an der l. l. kehrerbildung«, auttall vom 28. Juni b,« zum U. Juli stall. Die mündliche folgl fUr die erstere Anstalt am 15. an der letzteren am 19. Juli und den darauf folgenden lagen. — Von der. wie belannl, noch vnr kurzem prol>ltierl gewesenen Erbauung cine« neuen Gebäudes für d,e l. l kehltlb«ldung«anfiall in Laibach soll e«, wi, die „kaibacher Echnlzeitnng" vernimm», leider sein Nblommen gesunden haben. — (en gehören bekanntlich auch die ftaunen«w«lhen Prodnctionen be« Neinen «»nstantin auf der in einer Höhe von circa 10 «lasier waglecht sch»,benden keiler. Dieselben fanden, wie immer, anch gestern großen «nfall. keider passiert, hiebei dem Neinen Künstler da« Vl.ll>ur. daß derselbe, »l« er bereit« «uf einer der letzlen Sprossen angelangl »ar. herabfillr^le. glllck-licherweise natürlich in da« unten »uf,.sp«nnl. «ltz. s« daß er wol mit dem Schlecken allein davongekommen s,W d«rsle Dessen» ungeachtet zeigte sich da« Publikum erst beruhigt, nachdem der Neine Künstler den fttlrmifchen Hervorrufen de»sslben perfünlich Oeuüge geleiftt hall-. — Im ka»fe der nächste» Tage bring» Director öidoli, um den bereit« etwa« nachlassenden Lifer de« Publikum« von neuem anzuregen, die au« ihren 100fachen Aus-führungen im Eircu« Rmz wohlrenommierle Pantomime und Kinderlomildie ^« fchenbrödel zur Aufführung. Vei eracler Durchführung und vor allem bei glänzender ««»fiattung dürst, diese anmuthige KinderauffUhrung das erwartete größere Inter» esse de« Publikum« hoffentlich auch in La'bach finden. — (Aufgefundene keiche.) Gestern wind, endlich auch die keiche der beim letzten Ung,Uck«falle auf dem kaibach: flusse rnil erlrunlenen 9jährig,n Tochter « n n a des Caramei-Erzenger« Manzini bei Moste aufgefunden und beerdig«. — ( Schaden fener.) «m 8 d. M. gegen 2 Uhr nach, mittag« brach in Izlal bel koke. Vezirl«hauplmannfch°f« kittai. auf bisher noch unbekannte Weife tin Schadenfeuer au«, welche« ein Wohnhan« und drei Wirlhschast«geb»udt sammt allen darin befindlichen Effecten. Einrich«ung«fiücken und den übrigen Vorrälhen. ferner auch flmf Schweine zum Raub der Flammen machte. Der Schade beläufl sich auf nah,,,, 3 000 fl. Keiner von den beschädigten Vesihern war gegen F,uer»gefahr versichert. Zu bemerken ist, daß — wie man nn« au» koke vom 9. b. schreibt — in den meisten Gemeinden der dortigen Gegend nicht die geringsten köschapparale vorhanden sind, und daß auch bei dem hier gemeldeten Vrandt in der Ortschaft Izlal nichl ein» mal ein Fenerhalen zur Glelle »»r. — (Die Jagd« und 8 el d sch u tz . G , s, l,« für «rain) sind soeben m "ner sehr handlichen »u«a.abe. com. menlierl und durch emschlägige Verordnungen und Muster zum praktischen Gebrauche ergänzt, im Verlage von H,mrich Mercy m Prag nachstehende «ormalien: 1. jagdpol.z.il.chenVor. schr.fteu vom ,5. Dezember 185)2. 3. Nafsenpatenl vom 24. Ollo-txr ,852. ergänzt durch d.e Verordnung d. t>. M vom 4 De» zember I«75 4 «ollzugsverordnung zum Waffenpatente vom 29. Jänner 1856. 5. Erläuterungen zum Wafienpalente vom 20. »ugust 1857. 6. «achtiag zur Vollzugsveroldnunq zum Wassenpatent vom II. Februar l>,60. 7. Umwandlung de« im Wafienpalente enthaltenen Längenmaßes in metrisches Maß vom 4. Dezember 1875. 8. Pr.,a und U°«n,en. -Von der Semmet.ngdahn. «ach der Na.ur g^cichnel von I I. «irchnei. - Schw.erlgle.len auf der N,,s. i,"<,ch 7m.m Gemälde ^°"<>6^", " « D,e Zilhue. Original Feder,s'ch»un« von G. I Schul, - Von der montenegrinischen Grenze. - «arte vom serb'sch-tUllischen Kriegsschauplätze -Tefle: Der slavisch» tllrlische Kr,eg. - Vüder vom Krieasschauplatz». - Die Münchener Ausslelluna 1878. Von «lb Ila H. ^ Der Sohn de? Staats'anzler«. Historifch.r Roman von Hemrich Blechner. lFor«. fehung.) - Der Kampf um ein He,z. ««man von «. ?)oung (ftorlsehulig.) Von der montenegrinischen Vrenze — «>ld,r von der Semmeriligbahn - Schwicrigleiten auf der Reise. — Der »erafalle. Von Schweig« kerchmfeld. — »leine «hronil - Schach - Räthsel. — Eorrespondenzlasten_______________ «eucste Post. (Original.Telegramm der ..Valb. Zeitung.') vnlareft, 10. Juli. In der Kammer verlas der Ministerpräsident eine Depesche, wornach die Türlci auf Verlangen Numüniens eingewilligt hat. die Tonau zu neutralisieren, unter der Bedingung, daß Rumänien die Bildung bewaffneter Vanden und Waffenlieferungen verhindere. Die Serben willigten ein, die Insclfcstung Adalale nicht anzugreifen, welche von Rumänien o«. prooiantiert wird. Semlin. 9. IuttT^fr. Pr.) 3" Velg«d herrscht große Vesturzung. Die Vlvölterung beschuldigt die Generale de« verrathe« und bezeichnet namentlich den ..Russen Tschernajeff- und den ..Ozechen Zach" al« unoerläßlich. Die in Velgrad lebenden osterrelchlsch.un. garischen Unterthanen hegen Besorgnisse und wünschen, die Regierung msge ernste Maßreceln zu ihrem Schutze ergreifen. ________________ sonstanlinopel, 8. Juli. Von Montenegro und Nooibazar sind noch keinerlei Nachrichten eingelangt. Ueberhaupl werden seit drei Tagen leine officiellen Nach» richten publiciert, angeblich weil Porbereitungen zu neuen Siegen getroffen werden. — Seit Montag gingen von hier 50, 6sterre,ch,sche «enle ,n Papier 65 70. bt»al«bal,n «77 5<> ^iord, ?^,!"x^' ^.^"""'"''^ '0 49. ungansche «rtd.tacl.en ^»^'^^"5'^!.^"''"'"'" ^"' «llerre.ch.sche «nglobanl 7125. Lombarden «5 ^ Unionbanl 5«^. °ustr°-°rie>.,.,„che >»»nt — —. Lloydactltn 315 . austro-ottomanlsche Vanl -lürtischt rose I?--. Communal - «nlehen 99 50. «gyptlsche 96—. Vluhig. Handel und MkswuthschaltUches. .n. «^."'»"""^^'"^"»^""''""lbane. Derselbe we.st .m Verhal n.sse zu dem der Vorwoche folgende veril."........'< au« : «anlnolen-Umlauf fi. 27^<»,4.5.^0. Zunahme N 1 Ono.E.nlagen fi. 2,^71.377. «bnahme fl , ????i ^ «anlauwelsungen und andere jälllne ^, »^ »ahme fl. 2 4^42; Me.°ll,ch°l/ ^ , , m, « ,V«'.^ ^"°^ i°hlb°re Wechsel fl. li.l?4.ll ^ l s>. I1«,l/0I; Staal«ll°len si. 1.3!i'.».?!i7. «d»al»me N , . ««comple fl. 106 19U.552. Zunahme fl l.«5l..5,«I - Darlehen« st 2? 915.200. Zunahme st. 6^X). ' """""^ Angekommeuc fremde. . . ^ «m 10. Juli. « 2^ ^"- Wretschlo. randesschu,,-'....... »ndHoff- ruftner. «i«n - «i... v. v,rger. l. l ^ ^ ... PoNla'b. ^' . ' ^' ° ^''"' ""'eralconsul/ Venedta ^?ad< Moraen..^' ^"' ^«"«wach fast he.ler ,«""'> «arme ^. iv^ „^ ,.^. ^^^ ^^ ^ » «tranlworllicher »,»>»<...«.. ^.._____«._.._. > !»nbtlM^l2«^3^^ ««». ) ^^.. (..... 6tV«0 «sv fiebruar») """ l..... 65 l^) 6590 3U1«'""-'! ,,! y«°3 Xi e,fe, 1889........ «4l« — «b<1 — » IW4........ l«, — lOb-bO , 18«)........ lll^eo IW30 . I860 p, 100ß. ... ll8- 119 — ^ l8«4........ l«5b0 18b - V,»»«».Pl«»hbries« .... I4b- 145 -»»»»ien«»lehen der «lade »««, !« 00 9«- »"«"« l em. I' - "b0 W« «iebenbilrgen i "'' 1 . . 72 ,b 78 - U»««rn ^ ^ ' ' - - 72 - 7850 D«n«u-«legnlitrung«'rofe . . l0«b0 103- U»,. «is«n,«hn.»nl..... lvl b0 l(,2 - U««. Pr«».ien««»l...... 70 - 70 50 »ie»n «,mmun«l. «nlehen . 98- 98 5(1 «etie» B«» v«»le». «>B«««k . 7l>b0 ?I - »«k««»»bit««.«»>. Gudbahn......... V47l» Ub». Iheiß-Vahn........ I8l - ,H2 - Ungarische Viordostbahu . . . 102— ihy.. Ungarische Qstbahn..... 85 gZ^. Il«m»»Y«stslll»i«.v., I. E». . »9 99-bO 0eß«n. »l«rh»»b-V..... b» — l>9h0 «leben»«rH» . «I 5l^ St«,l«b»hn . . I..U l<5 ««ldbahn k l>«/. . . ,,..'... ,^ ^ . »'/. . . , ' ««ldtz«chn. «,», . . ^ N»,. Ost««h»....... b? 25 b» Prttz«t»«»e ^ ««bil.i!.......... ,5<»b<, ,b^ «u»«lf«^......... ,-jw K. »>««b«, ^ . <,F 8r,nlfun «s. M so? Hamburg ^ London ^»' P"i« ......... ^»,. ^" Ge«tzs«rte». D»c«ten .... 6ft"3 l». 6 ß.^ ^ «Hl«^.r W.6» . w7«z I k«2l««H»,chei,e 6b ^70 ^ W - 2 , Kralnisch e «rnubeullafinng« Obli«««^ !pnoalu«lftll»g: Gll« Vb —, W««