Nr. W4. Donnerstag, 19. Juli 1888. 107. Jahrgang. OMcher Zeitung. ^",umera«illni,prt««: ,^'l Poftuersenbun«: „anzjiih, i«, fl !l., halbjahli« fl. ?.s.«. Im «lomptoll: «»»»layrin ,l, >i, halbjnh»i<, ,»<», ffttr die ^uftcUun» in« Hau« «an,lähl,g^l, ,. — I«ltl<»nn»gtb»r: NUi «em« v1n<>»at>! di« ,u < feilen «l> lr., «rühcre pcr.^«ile « li,: bei öftnen Wic!>«hol,»!»en pr, >! «umnähme te» 6 omi» nn!' ffsiel^ar ?'^ Vlbm!l>lstral'fi>,d,l sich s^ibnb»»»!,«'' >l», l>!e Medallion wieiitlftraßc l.'>, Cprcchs«»»ds!, tcr !»!>>,i< !i,» <,>,>!,ch v^n Uintlicher Hheil. Se. l. ulld k. Apostolische Majestät haben niit Allerhöchster Entschließung vom 8. Juli d. I. dcm Be« Mshauptmanne in Tepl Alois Beckc ans Alllass der wu ,hm erbetenen Uebernahme in den daueruden Ruhe->tand m Nnerkrnnnng seiner vieljährigen trcnen nnd "Wnehlichen Dienstleistung den Titel nnd Charakter ""?. ^atthaltcreirathes mit Nachsicht der Taxe allcr-gncldlM zn verleihen geruht. Taaffe in. ix ANe^s^ '^ k. Apostolische Majestät haben mit We.e^ vom 12! Inni d. I. die Emd^"'^cht«' Freiin von Rayhofen. zur .M«i.^4.^ k. k. adelig-weltlichen Damenstiftes geruht '" ^^""" allergnädigst zn ernennen HerzoMum ^3 ^"^ ^'" ^tilcl des Landesa.eschl,lattcs filr das unter-^ " "usgegcben und versendet. Dasselbe enthält ^' ^..^ ^'"'^'"ch'lNss der t. l. ssinanzdirectimi für Krain vom ^ », ^, ' ^' ^l^. betreffend die schriftliche Amneldmig orr nurr. ^ mit einer Verlängernng der Dienstdancr "rrmmden ,st, und die Einführung von Lagerilbnngen !"r d,e Reichswehr angeordnet wnrde. ^ . Was zunächst die scheinbar wichtigste dieser Maft-'nymen, die Erhöhung des Nckruten-Contingents, an-n ^'^'. so muss bemerkt werden, dass selbe durchaus is!^ nnt einer Steigerung des Präsenzstandes identisch Im». jährliche Rclruten-Contingcnt steigt in Russ« „'^ "on Jahr zn Jahr. Es betrug im Jahre 1805 ^W8.000 Mann, zehn Jahre später hatte es die Höhe von 180.000 Mann erreicht, nnd abermals zehn Jahre später war eK ans ^llVOM Mann gestiegen. Diese Ziffer wurde annähernd bisher eingchalllN. N»N' mrhr ist sie mit 2-10.W0 Mann bcmlsssn worden. Ursächlich begründet ist diese stete Ziilahme nicht allrin durch den Zxwachs der Bevölkerung, sondern Haupt« sächlich dnrch den Umstand, dass der Plocenisah an tauglichen Leuten stelig sinkt nnd anch das proceutualc Verhältnis der bildungsfähigen Elemente gegenüber den Analphabeten noch immer ein sehr ungiinstigcs ist, so dass das stehende Hrcr erstlich einen starken Nachschub für die dienstuntauglich gewordenen, schwächlichen Re-lrutcn benölhigt nnd dass weiter eine große Menge von Wehrpflichtigen assentiert werden muss, um daraus die kleine Ziffer der zu Unterofficirren geeigneten Sol» baten auslesen zu können. Mit drm Steigen des Re« kruten'Contingents ist in Nussland nicht auch das Stei» gen der Präsenzzisfer verbunden. Dic finanziellen Verhältnisse des Zarenreiches nöthigen im Gegentheil zu einer möglichst knappen Bemessung des Präsenzstandes. Thatsachlich wurden bisher von dem ganzen Rekruten« Contingent stets nur etwa 190.000 Mann zu voller Präsenzdienstpslicht eingereiht, während fiir etwa 30.000 Mann eine vorzeitige Entlassung von vornherein zu» gestanden wurde. Die Erhöhung des Rekruten-Contin» gents bedeutet also im Grunde genommen nur eine erweiterte Auswahl der Physisch und geistig voll geeig' nctcn Elemente für das Heer. Die Aenderungen in den Bestimmungen über die Gruppierung und Dancr der Wehrpflicht beschränken sich einer Petersburger Meldung gemäß auf die Normierung einer fünfjährigen Pläseuzdienstzei: und auf die Er« strccküng der allgemeinen Dienstpflicht bis zum 43sten Lebensjahre. Nach dem bisher in Geltung gestandenen Gesetze vom 1. Jänner 1874 ist die Dienstzeit eine neunzehnjährige und gliedert sich im europäischen Rnss-land in die sechsjährige Präsenz-, die neunjährige Reserve- nnd die vierjährige Reichswehr°Dienstzrit. Es wäre sonach dnrch die neueste kaiserliche Verfügung die Präsenzdauer um ein Jahr verringert, die Rrjeroe-Dicnstpflicht nm vier Jahre verlängert und die Dienst» Pflicht in der Reichswehr um diese vier Jahre über die bisherige Altersclassc hinausgeschoben worden. Auch diese Verfügungen sind von problematischer Bedentung. Schon bislang wurden, troh der sechsjährigen Prä« scnzdienstpflicht, nie mrhr als vier Jahrgänge unter den Waffen gehalten, und für die gebildeten Elemente bestand nur eine thatsächliche Dienstzeit von sechs Monaten bis zu zwei Jahren. Die Herabsetzung der normalen Präsenzdauer von sechs auf fünf Jahre wird in den bestehenden Verhältnissen schwerlich eine Aenderung herbeiführen. Sie wird, sowie die Erhöhung des Rrkrnten-Conlingents, der Heeresleitung wie bisher fo auch fernerhin die theoretische Möglichkeit belassen, einen weitaus höhelcn Präseuzstand als grwöhülich zu führen, doch wird die Schwierigkeit, diefe theoretische Möglichkeit in greifbare Wirklichkeit zu überführen, nach wie von den finanziellen Verhältnissen abhängen. Was die Verfügung anbelangt, dass das zweite Änf' gebot der Reichswehr fortan zu kurzen Lagerübuna/n einberufen werden foll, so genügt es wohl, darauf hin-znweisen, dass für die Reserve seit dem Jahre 1874 die Verpflichtung zu einer zweimaligen, je sechswöchent« lichen Waffenübung besteht, dass aber die Einberufung hiezn erst ein cinzigesmal, und zwar durchaus nicht mit befriedigendem Resultate, erfolgte. Eine numerische Verstärkung erfährt die Wehrkraft Russlands nur durch die Ausdehnung der allgemeinen Wehrpflicht auf das vollendete 43. Lebensjahr, indem hiedurch vier neue Jahrgänge dem Grundbuchsstande einverleibt werden. Mehr als eine Vergrößerung dcs Reservoirs, aus welchem die zweite Linie der Streitkräftc im Kriegsfalle ihren Ersatz empfangen wird. hat diese numerische Verstärkung nicht zu besagen. Die Ausdehnung des Wehrgesehes auf die Kosaken dcs Kaukasus und Ural kann wohl nur dahin aufgcfasst werden, dass nunmehr, wie schon längst geplant, die Wehrverfassung der Don'schen Kosaken auch auf die Gebiete des Terel. Kuban nnd Ural ausgedehnt werdeu soll. Die Dienstzeit im stehenden Heere der Don-Kosaken, deren Wehrgesetz auch für die Amur-, Astrachan-, Orenburg-, sibirischen, Seminjecensk- und Transbaikal-Kosaken Giltigkeit hat, währt zwanzig Jahre, wovon drei auf die Vorbereitungsclasse, zwölf auf die Dienstclasse und fünf Jahre auf die Reserve entfallen. In der Vorbereitungsclafse müssen sich die Kosaken selbst ausrüsten und bekleiden und werden für den Dienst lediglich gefchult. In der eigentlichen Dienstclasse dienen sie vier Jahre präsent und werden sodann für die übrige Dauer der Dienstverpflichtung beurlaubt. Für die Terck- und Kuban-Kosaken war bislang eine zwciundzwanzigjährige Dienstzeit normiert, wovon fünfzehn Jahre im Frontdienst und sieben Jahre im Dienste auf eigenem Gebiete abgeleistet wurden. Die Ural-Kosaken hatten eine gleich lange Dienstverpflichtung, doch dienten sie zwei Jahre in einer Vorbereitungsclasse, fünfzehn Jahre in der Dienstclasse und fünf Jahre in der Reserve. Zweifellos bedeuten die vorstehend besprochenen Verfüguugen für die russische Wehrkraft einen weiteren Jemlleton. Ueber ssrohlldieust." l,el„'! A' den wesentlichen Verpflichtungen der eigen-yorigrii Vanern gehörte der Frohndicust oder, wie ver pf.!'"^" Lande genannt wurde, die Robot. Man Un /.?s b"""ter die persönliche Arbeitsleistnng der Hand ^"!!'c>^'"' Vortheile ihrer Grundherren. In MeM .."^Z!'^"bot nnterschiedcn, wurde dieselbe zn-qel':s.'°^Maßgabe des Grundbesitzes gefordert und Lel, , 7? Grnndholde, welcher eine ganze Hübe als Ochs/.. V"'!^ ""be "erhalten, mit vier Pferden oder rille ^'ss Z"lnsrohne zn leisten. Derjenige, der nnr ander.. ^ cV k b^b. mnsste zwei Pferde mit einem bani^ ? . " A" anfpannen, der Viertelhüblcr hatte Ach 3. ^ "ber Botengänge zu machen, der nur eine ^bot zu l -ft ""en hatte, einen Tag in der Woche Hand- der A" Feldarbeiten nnd Hausfrohnden wurden in Katen^- Bauern der beiden zuletzt genannten bebm.p.^. ^""oet. Sie mussten dic Weingärten klärten'.'d" herrschaftlichen Wiesen »nähen, die Kraut-üild dn8 <Ü' b" ^'bm anslaffen, schneiden nnd treten ^uas^eu wenden und rechen. Noch vielseitiger Vaner»^!^ ?"" Vortrage «Ueber die Laac der oberlrainische» liU'lkkl s ,""' N"snan,ie des ls., n»d wlsaiM des Ul. Iahr^ ""riurs '"?"5 Juli 1688. waren die Hausfrohnden, welche für die nothwendige Instandhaltung der herrschaftlichen Gebäude gefordert wurdeu. Die Eigrnleute hatten den Hof der Burg rein-zuhalten, im Winter den Schnee von den Dächern dcs Hauptgebäudes zu schaufeln, die Wege zu diesem frei zu machen, die Cistcrne zu reinigen und mit Wasser zu fülle». Die Ganz- uud Halbhübler waren hingegen verpflichtet, das Heu einzuführen, den Wein in den herrfchaftlichcn Keller zu stellen, das nothwendige Brenn-holz herbciznschasfen, beim Bau der Burgen und Äad-stuben oder des Stalles Sand, Latten, Bretter und Steine zuzuführen. Wenn einer wegblieb, hatte er statt eines zwei Tage zu roboten, wer in Stellvertretung untaugliche Roboter oder gar kleine «Buben oder Diend'l' schickte, wurde pönfällig nnd zahlte fünfzehn Kreuzer Strafe. Nach altem Brauch gab die Herrschaft drn No-botern die nothwendigen Speisen und ortsüblichen Getränke und stellte anch das Futter für das Zugvieh bei. Ferner galt von altersher die Gewohnheit, dass die Robot vertragsmäßig auf bestimmte Arbeiten, z. A. Weingärten bauen, hegen nnd lesen, die herrschaftlichen Wiesen mähen, das Hcn wenden, rechen nnd einführen l«. s. w., und ans bestimmte Zeiten, z. B. drei Tage in der Woche, beschränkt war. Verlangte die Herrschaft Nobotdienste, welche in den Urbaren nicht festgesetzt waren, so war es Sitte, dass sie dafür eine Entschädigung leistete. Die Ncucrnngcn, welche die Grundhcrren in Kram beim Beginn dcs 16. Iahrhnndnts einführten, bestanden darin, dass sie vertragswidrig neue und ungemessene Roboten forderten und den Bauern die entsprechende Entschädigung nicht leisteten. So forderte der Pfandinhaber der Herrschaft Veldes, Jörg von PuchelM, von den Bauern in der Wochein, dass sie die auf einer Wiefe nothwendigen Arbeiten verrichteten: sie follten mähen, das Heu einbringen und den nothwendig gewordenen Heustadel bauen, «was vor nit gewesen ist». Als die genannte Herrschaft rine andere Wiese in Kerfchdorf verkaufte, wurden die Bauern gezwungen, statt der entfallenden Robot zwölf Aglayer Gulden zu zahlen. Eine andere Neuerung dieser Art war, dass die Bauern verhalten wurden, den herrschaftlichen Fischern die Netze, Fischhälter und Nensen von Veldes in die Wochein zu tragen und sie wieder zurückzubringen, »was vor nit gewesen ist». Zur Erbitterung der Bauernschaft trug auch eine andere Art der Robot, die Saumfahrt, bei. Es war Uebung, dass die Herrschaft für Fuhrleistungen, welche in dem herrschaftlichen Urbar nicht fixiert waren, eine Entschädigung gab, welche in einem bestimmten Quantum von Wein, Getreide uud Geld bestand. Nach altem Brauch gab sie von einem Ross eine halbe Emper Wein, sieben Schillinge und drei «Maßl» Weizen oder Hafer. Diese Gegenleistung stellte nun die Herrschaft ab und forderte noch überdies die ungemessrne. das heißt auf keine bestimmte Zeit beschränkte Fnhrrobot oder die entsprechende Ablösung in Geld. Ueber diesen doppelten Abbruch beschwerte sich mit Recht die Bauernschaft im Jahre 1515. Wir müssen täglich Robot thun Lailiachcr Zeitung Nr. 164. 1404 19. Juli 1888. Schritt nach vorwärts, dem einheitlichen und den thatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Ausbau seiner Wehrverfassung entgegen. Eine wesentliche Verstärkung des stehenden Heeres jedoch dürften diese Verfügungen nicht bewirken und wohl auch nicht bezwecken. Tic Erneuerung des Obersten Sanitätsrathes. Nach den Bestimmungen des Reichs-Sanitätsgesetzes vom 30. April muss der Oberste Sanitätsrath von drei zu drei Jahren erneuert werden. Da die dreijährige Fuuctionsdauer der bisherigen Mitglieder des Obersten Sanitäts-Trienniums 1885 bis 1888 mit 18. d. endete, hat der Ministerpräsident als Leiter des Ministeriums des Innern die Mitglieder dieses obersten ssachrathes für das nächste Triennium 1888 bis 1891 soeben ernannt. Dem Obersten Sanitätsrathe gehörten im abgelaufenen Triennium ursprünglich elf ordentliche oder ständige Mitglieder und ein außerordentliches Mitglied an. Durch den Rücktritt des Ober-Sanitätsraths Professor Dr. Späth sowie durch das Ableben der Ober-Sanitätsräthe Dr. Schneller und Dr. Schlager, dann des Hofraths Dr. Ritter u. Langer ergaben sich in den Reihen der Mitglieder des Obersten Sanitätsraths Lücken, welche nur zum Theile ausgefüllt wurden. Am Schlüsse des Trienniums baten ferner mehrere hervorragende und langjährige Mitglieder dieses Fachcollegiums, und zwar der bisherige Veterinär-Referent im Ministerium des Innern, Hofrath und Professor Dr. Roll, der emeritierte Spital-Director Hofrath Dr. Hoffmann und der emeritierte Stadtphysicus der Stadt Wien, Dr. Nufser, dass mit Rücksicht auf ihr vor« gerücktes Alter von ihrer weiteren Inanspruchnahme für den Obersten Sanitätsrath abgesehen werden möge. Von den bisherigen Mitgliedern des Obersten Sanitätsrathes verbleiben sonach nur der bisherige Vice-präsident desselben, Dr. Eduard Ritter v. Hoffmann, Professor der gerichtlichen Medicin; Dr. August Vogel, Professor der Pharmakognosie; Hofrath Dr. E. Albert, Professor der Chirurgie; Dr. Dräsche, Professor der Epidemiologie; Dr. Leidesdorf, emeritierter Professor der Psychiatrie, und Dr. Narth v. Varthenau, Professor der allgemeinen und pharmaceutischen Chemie, welch letzterer demselben als außerordentliches Mitglied angehörte. Alle diese hervorragenden Fachmänner wurden für das Triennium 1888 bis 1891 zu ordentlichen Mitgliedern des Obersten Sanitätsrathes wieder ernannt. Außerdem erfolgte eine Reihe weiterer Ernennungen von ordentlichen und außerordentlichen Mitgliedern behufs Vervollständignng desselben. Bei der Auswahl dieser neuen Mitglieder war vor allem die Nestimmung des Gesetzes maßgebend, nach welcher der Oberste Sanitätsrath das gesammte Gebiet des Sanitätswesens zu vertreten, sonach alle Beziehungen desselben zur Wissenschaft und zum praktischen Leben wahrzunehmen hat; außerdem sollten auch jene Reform-bestrcblma/n nicht unbeachtet bleiben, welche in der letzteren Zeit vielfach den Gegenstand der öffentlichen Discussion bildeten und die in den» Wunsche ausklangcn, dass der Oberste Sanitätsrath in seinen Zielen und Arbeitskräften eine zeitgemäße Erweiterung erfahren möge. Es wurde daher Wert darauf gelegt, dass demselben außer den Vertretern der verschiedenen Richtungen der medicinischen Wissenschaft und des Gesundheitswesens, welche als ständige Mitglieder des Obersten Sanitätsraths zu fungieren haben, auch außerordentliche Mitglieder zugesellt werden, welche in den häusig zur Erörterung gelangenden Fragen technischer Natur, sowie solcher der sanitären Administration und der Sanitätsstatistik an den Berathungen des Obersten Sanitätsrathes theilnehmen zu unserem Schloss und müssen roboten mit Saumrossen, oder einer gibt 14 Schillinge, «was vor nit gewesen ist». Will die Herrschaft Sanmfahrt haben, so gebe sie uns unsere Gerechtigkeit, aber die Herrschaft will Sanmfahrt haben und will uns unsere Gerechtig' keit nicht geben. Hand in Hand mit der Einführung neuer Ro» boten nnd Steigerung der althergebrachten gieng die Erhöhung der Steuern und Abgaben. Besonders druckend wurde unter anderem die Handhabung des Todfallsrechts empfuuden. Starb ein eigenbehöriger Hausvater, so sollte von Rechtswegen das ganze Erbe dem Herrn heimfallen, allein schon seit ältester Zeit war eine billigere Behandlung üblich geworden. Der Grundherr nahm nur das Besthaupt, das ist das beste Vieh im Stalle, M' lich, soll noch die Localverwaltungsbill vor dcr V^ tagung erledigt werden, was allerdings nicht leicht se>" dittfte. da von den 125 Artikeln der Regierung Vorlage bis jetzt erst 29 durchberathen und angenomlne" wurden. (Elsaß - Lothringe n.) Die StrasMlg" «Landeszeitung» bringt eine Verordnuug, nach welch/ den Privaturkunden in französicher Sprach?, sofern d'^ selben ein späteres Datum als vom 1. Inli 1872 ode» kein Datum tragen, vom 1. Jänner 188!) an op Ansnahme eine dentsche, von einem vereidigten Uebel, scher beglaubigte Uebersetznng auf Kosten der Parte beizufügen ist. (Zur Lage in Bulgarien.) Nach """ Briefe aus Sofia wäre an den seit kurzem circm' renden Nachrichten über eine angebliche Verständig"'^ zwischen dem bulgarischen Ministerpräsidenten Sta" bulov uud dem bekannten, in Eonstantinopel weilet Anhänger Nusslands, Dragan Canlov, nnr so viel nM' dass von dritter Seite versucht worden sei, eine s? A Annäherung anzubahnen. Einen greifbaren Erfolg rM.^ diese Bemiihnna.cn bisher nicht'auszuweisen "erMH Der Ministerpräsident soll kürzlich auf eine beM'" klibachcr Zeitung Nr. 164. 1405, 1!). Juli 1888. vertrauliche Interpellation bemerkt haben, wenn Cankov slch auf den nationalen Standpnnkt stelle und den Kampf gegen das herrschende Regime fallen lasse, werde sich alles wettere schon vun selbst sinden. Ein Vertrauensmann Cankovs scheine sich jetzt zu bestreben, die Heimkehr dieses Oppositionsmannes zn ermöglichen. (In der niederländischen Kammer) machte der Colonial-Minister diesertage vor der Eröffnung der Sitzung einige Mittheilungen über den mgraphisch signalisierten ' Aufstand in Bantam. Er M noch keine näheren Nachrichten, hält aber den Zn» stand für dnrchaus nicht besorgniserregend uud zieht aus der Thatsache, dass nicht mir Enropäer. sondern auch Eingeborne ermordet worden seien, die Schluss' svlgerung. dass der Anfstand in erster Linie überhanpt Mcht gegen erstere gerichtet gewesen sei. TlMsncuilllciten. Se. Majestät der Kaiser haben, wie die .Agramer Zeitung» berichtet, der römisch katholischen Kirchen-gemeinde Perusic zur Reparatur der dortigen Kirche llnd Anschaffung einer Orgel 2(10 fl. zu spenden geruht. Se. Majestät der Kaiser haben, wie das uu-gansche Amtsblatt meldet, den freiwilligen Feuerwehr-vereinen »n Magyar-Diüfzeg. in Mnet^Dioszeg, in! aVrM "'^ "' Felsö-Nönök je «0 fl. zu spenden Mai.s^ ^"le Infanterie-Ausrüstung) Se. Nw? ^'. b"'W haben die durch Einführuug des ^ "hehres N. i«^ „othweudig gewordenen Ne„-a u t ^n^ ^ ^usriistnng des Mannes zn genehmigen w!.^ ^ " Einführung des neuen Nepcliergcwehrcs "'7„ ^" ^°n" bedeutend mehr belastet sein als bisher, > loem er beiläufig doppelt so viel Patronen wird tragen "»! «cnzc„g des Futterals wird abgeschafft, nnd es geschieht «Mn Befestigung am Spaten durch eine am oberen 4yelle befiudliche eiserne Sperre. Ein Fingerdrnck be ie>tlgt das Fllttcral am Spaten, ein zweiter macht den spaten vom Futterale frei. Sehr praktisch ist die neue -lragart des Tornisters. Äis jetzt schnitten die von vorn nach rückwärts gezogene» Riemen die Achselhöhle des Mannes ein nnd hinderten ihn oft an der willkürlichen Benützung feiner Arme. Jetzt wird der Tornister durch zwei Riemen vorn und zwei Riemen rückwärts direct am Leibriemen befestigt. Znr Bergung der Patronen wer-oen vorn zwei paarweise zu tragende, an, Leibriemen zu veMtigcude Patrontaschen nnd ein Patronentornistcr, der nlawarts nnterhalb des Tornisters befestigt wird. dicucu. "le Nautschukkaftuze. die sich für den Gebrauch als uicht Mlgnet crwicseu hat, wird gäuzlich abgeschafft. Au Stelle oer bisherigen Aermelleibel werden gewirkte Baumwoll-lelbel eingeführt. Eine gründliche Reorganisierung erfährt ^^Ueschuhung. Die probeweise getragenen Hanfschuhe haben sich bewährt, infolge dessen werden die Halbstiefel (Röhrcnstiescl) abgeschasst, und jeder Mann erhält ein Paar Lcderschnhe sowie ein Paar Hanfschuhe nebst einem Paar der wieder neu einzuführenden Gamaschcu, Der Mantel wird nicht mehr on I)2»c1<'Iu>l-vmls Muck und schlage leinen nnnützen'Lärm.» blM' «l/' selche im Wagen zurücklehnte uud Sck?, «-.'"?' s^üte kalt nach' dem Vcsiuden ihrer ae^we't"' als habe sich „ichts Außergewöhnliches zu-komm"'' ""d °"f diese Art in ihrem herzlichen Will« K ' ^gewiesen, folgte Mary an Richards ^er sehr bedrückt erschien, den Voranschreitenden, hier ;„ ^.eme ganz andere Atmosphäre herrschte doch ch 3 V) .^" Hause, als auf Schloss Westland, wel-l ne ,^". Juli 1888. lediglich tief rauchbraune und daher nahezu undurchsich^ tige Gefäße. Dunkelheit ist das billigste Conservierungs-mittel des Bieres. Wider die Natur des Bieres sind daher alle durchsichtig gläsernen Trinkgefäße; ihr entspricht einzig und allein der in Vaiern seit jeher übliche Deckel-Steinkrug. O, diese Baiern! Ihnen hat der Himmel ein so feines Verständnis, einen so feinen Sinn für alles gegeben, was mit dem edlen Gerstensafte zusammenhängt, dass sie schon vor vielen Iahrhuuderten, noch zuzeiten rohester Barbarei, instinctiv dasjenige erfasst haben, dessen Zweckmäßigkeit heute der gesammten Welt erst wissen schaftlich nachgewiesen werden muss! Auch den Deckelverschluss haben sie! Dieser bietet den wichtigen Vortheil, dass er den Trinkenden den würzigen Geruch eines guten Bieres wahrnehmen lässt — was bei usfenem Trink' gefäße nicht der Hall ist — und dadurch das Behagen am Viertrinkeu ganz wesentlich erhöht. Das bierwidrigste Trinkgefäß aber ist nach Dr. Schultzc das deckellose weiße Glas! Und aus solchem schlürfen wir Aermsten tagaus tagein unsere «Krügel» und «Seidel»! Dr, Schulhe beobachtete bei einer größeren Anzahl von Herren und Damen, die auf seinen Rath beim Biertrinken das offene Glas mit dem Deckellrug dauernd vertauschten, dass sie von dieser Zeit an beträchtlich mehr Vier genossen. Er ist daher der Meinung, dass der große Bier-consum per Kopf der baierifchen Bevölkerung wesentlich miiverursacht wird durch die Vollsgewohnheit der Deckel« krüge. Daher hält er auch den Deckeltrug für ein sehr wirksames Mittel zur Hebung des Bierconsums in allen Staaten, wo andere Biergefüße noch dominieren. Dies mögen sich — so ruft er aus — die Bierbrauer, die Nierwirte und die Finanzminister gesagt sein lassen. Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Errichtung von Parallelclassen an Gymnasien.) Wie ein Wiener Blatt meldet, sollen womöglich schon mit Beginn des nächsten Schul» jahres, gleichwie in Laibach auch an den Gymnasien in Marburg und Cilli slovenische, in Görz und Trieft italienische und an dem Gymnasium zu Pisino kroatische Parallelclassen für die untersten Jahrgänge errichtet werden. — (Ovationen.) Die hohe Auszeichnung, die Herr Georg Ritter von Goßleth als Director der Fabrik chemischer Producte in Hrastnigg und als Haupt der angesehenen Familie erhielt, hat nicht nur dort, sondern weit und breit erfreut. Die Familie von Goßlelh ist durch ihren Wohlthätigleitssinn wohlbekannt und geschäht, und die humane väterliche Behandlung der zahlreichen Arbeiter, die vielfache Thätigkeit in öffentlichen Angelegenheiten zum allgemeinen Wohle haben ihren Mitgliedern die hohe Achtung aller Bewohner der dortigen Gegend eingetragen. Die Nachricht von der Verleihung des Ordens der eisernen Krone an das Familienhaupt hat daher allgemein auf das angenehmste berührt, und dieser Empfindung wurde durch zahlreiche Deputationen der Gemeindevertretungen, Schulbehörden und sonstigen Eorporationen Ausdruck gegeben. Die Gratulation der Arbeiter, die unter Führung des Herrn Dirmayr erschienen, war überaus herzlich und bot ein schönes Bild des glücklichen Verhältnisses zwischen dem Director und seinen Arbeitern. Samstag abends fand seitens des dortigen Sängerchores und der Feuerwehr unter Leitung der Herren Widra und Ros ein Fackelzug in Hrastnigg statt. — (Veränderungen imGerichts status.) Der Minister und Leiter des Justizministeriums hat den Gerichtsadjuncten beim Landesgerichte in Trieft Heinrich Dominich zum Bezirlsrichter in Flitsch ernannt; ferner zu Gerichtsadjuncten ernannt: die Aezirlsgerichts-Adjunc-ten Quirin Freiherr v. Duval de Dampiere des Bezirksgerichtes Iudenburg mit der Diensteszuweisung in Leoben für Leoben und Dr. Karl Gehlingsheim des Bezirksgerichtes Drachenburg für Cilli; schließlich zu Bezirksgerichts - Adjuncten die Auscultanten Ferdinand Rasser für Kindberg und Josef Kronvogel für Drachenburg. — (Königin Natalie und die slavischen Studenten.) Aus Wien wird Hieher gemeldet: Slavische Studenten, welche um eine Audienz bei der Königin Natalie von Serbien angesucht hatten, um derselben ihre Ergebenheit zum Ausdrucke zu bringen, erhielten von der Hosdame Fräulein Vogicevic namens der Königin ein Schreiben, in welchem dieselbe das Bedauern ausspricht, dass die Königin wegen ihrer raschen Abreise nicht in der Lage sei, die Studenten zu empfangen, und für die Beweise der Sympathie danke. Zum Schlüsse des Briefes heißt es: «Ihre Majestät die Königin wird die neuesten Beweise Ihrer Ergebenheit nie vergessen und von denselben ihrem Sohne, dem Kronprinzen Alexander, erzählen.» — (Promenade-Concert.) heute von K Uhr abends an findet in der Steruallee ein Concert der hie« sigen Militärkapelle mit nachstehendem Programm statt: 1.) Marsch von Johann Strauß, 2.) «Faust»-Ouvertüre von Lmdvcnmüer. 5.) «Wem. Weib und Gesang». Walzer von Ioham, Strauß. 4,) Original-Phantasie von Oslislo. ü,) «Der Klügere M nach». PMa mazur von Jo- hann Strauß. N.) Intermezzo aus dem Ballet «Naila» von Delibes. — (Von der Süd bahn.) Wie bereits gemeldet, wurde der Südbahnbeamte Herr Frauz Tschernou-schegg in ^ranzdorf zum Stationschef in Lichtenwald ernannt. Diese Ernennung bedeutet eine Anerkennung für den genannten Beamten, welcher in der Nacht vom 12. Mai durch eine rasche und zweckentsprechende Anordnung ein größeres Unglück verhütete. Der Vorfall selbst war — wie man uns berichtet — folgender: Von ciuem in der Strecke Franzdorf-Loitsch gegen Trieft verkehrenden Lastenzuge hatten sich durch Reißen der Kuppelung mehrere Waggons losgelöst und rollteu auf dem starken Gefalle mit großer Geschwindigkeit gegen ssrauzdorf zurück, wiih' rend zu gleicher Zeit auf demfelbeu Geleise ein Lasten zug von Laibach gegcu Frauzdurf fuhr. Durch rasche Wechselstellung in der Station ssranzdors, welche durch den diensthabenden Herru Tscheriwuscheqa. veranlasst wurde, gelangten nun diese zurückrollenden Wageu auf eiu an^ deres Geleise, wodurch der fast unvermeidliche Zusammen stoß mit dem eulgegeufahreudeu Zuge verhütet und cnis diese Weise vielleicht mehreren Menschen das Leben qe rettet wurde. Die Südbahndirectiou hat nun, wie dieselbe bekanntlich jederzeit ihren Bediensteten volle Gerechtigkeit widerfahren läfst, den genannten Verkehrsbeamtcn in Anerkennung diefer Dienstleistuug außertourlich zum Stationschef in Lichtenwald ernannt. — (Obstbau-Wanderlehrer.) Der steier-märkischc Landesausschuss hat nach eingeholter Genehmigung des Landtages sowohl an der Landesackerbauschule zu Grottenhof als auch an der Landes-Obst- uud Weiu-bauschule in Marburg je einen Obstbau-Wanderlehrer angestellt. Die Thätigkeit dieser Obstbau-Wanderlehrer soll in erster Linie eine praktische sein und sich auf die Ncu-anlage von Baumschulen und Obstbaumpflanzungcn sowie auf alle Arbeiten sowohl bei der Pflege solcher Aulagen als auch bei der Ernte, Ausbewahrung und Verwertuug des Obstes erstrecken. Der betreffende Obstbau-Wanderlehrer hat dabei uicht nur selbst mit Hand anzulegen, sondern auch die ihm hiefür zugcwieseuen Personen in allen vorkommenden Verrichtungen und Handgriffen ein> zuüben und ihnen die zum Verständnisse und zur Begründung derselben nothwendigen Erklärungen zu ertheilen. — (An der landwirtschaftlichen Schule zu Stauden) findet auch heuer vom l>. bis 25. August ein theoretisch-praktischer Lehrcurs für Obstbau und andere landwirtschaftliche Fächer statt. Jene Lehrer, welche an diesem Curse theilnehmen, erhalten in der Anstalt unentgeltlich Kost uud Wohnung und Vergütung der Reisekosten. Die Anmeldungen sind l,u den k. k. Landes-schulrath für Krain zu richten. — (Promotion.) An der Wiener Universität wurde gestern Herr Michael Truden, Sohn des Großhändlers Truden in Trieft, zum Doctor der Rechte promoviert. — (Ernennungen.) Der Rechmmgsassistcnt Herr Anton Mrak wurde zum Rechnungsofficial, der Nechnungspraltikant Herr Johann Kovac zum Rechnungsassistenten ernannt. — (Bischof Stroßmayer) ist in Nohitsch-Sauerbrunn eingetroffen, woselbst auch der katholische Metropolit von Cetinje, Milinovic, erwartet wird. — (Das österreichische Damen-Quartett), bestehend aus den Fräulein Fanny Tschampa, Marie Tschampa, Frieda Pern er und Amalie Tschampa, unternimmt in Gesellschaft des Grazer Pianisten Herrn Julius Schuch eine Touruc und con-eertiert am 20. d. M. in Römerbad, am 21. in Rohitsch, am 24. in Neuhaus und am 28. in Radegund. Neueste Post. Original-Telegramme der «Laibacher Ztg.» Graz, 18. Juli. Vis heute vormittags trafen «00 Theilnehmer des Lehrertages hier ein. Mit der Be-flaggung des Rathhauses und vieler Privatgebäude wurde heute vormittags bereits begonnen. Brunn, 18. Juli. In mehreren Strickgarn-Spinnereien haben die Spinner die Arbeit eingestellt. Die Streikenden berufen sich auf das im vorigen Jahre den Spinnfabrikanten überreichte Memorandum, worin die gänzliche Abschaffung der Nachtarbeit und die Garantie des WochenlohneS von 8 fl. verlangt wird. Zahlreiche nächst Brunn wohnende Streikende giengen nach Hanse. Rom, 18. Juli. «Fanfulla» zufolge findet der Besuch des deutschen Kaisers in Rom erst im Frühjahre statt. Wie es heißt, wurden die päpstlichen Nnn-tiaturen beauftragt, die Regierungen zu veranlassen, vertraulich auf die Verhinderung des Besuches des deutschen Kaisers in Rom hinzuwirken. Paris, 18. Iuü. Präsident Harnot ist heute nach der Dauphinö abgereist, von wo er am Montag wieder Hieher zurückkehrt. — Das heute über das Befinden des Generals Bonlangcr ausgegebene Bulletin meldet: Das locale Befinden ist befriedigend. Der Zustand der Lungen hat sich bis jeht nicht verschlimmert. Gestern abends trat cm leichter FichpranM ein. Paris, 18. Juli. Die Kammersession wnrde heutt geschlossen. — Königin Natalie ist abends hier ein getroffen. Kronstadt, 18. Juli. Die ?)acht «Slavjanla» mit den Officiercn und dem Stenermanncorps ist heute zur Einluotfnng des deutschen Geschwaders in See gegangen nnd erwartet dasselbe bei Hochland. Dagcrot (Esthland). 18. Inli. Die kaiserliche ?)acht «Hohenzollern», von dem Geschwader begleitet, hat heute früh die Höhe von Dagerot passiert. Coustmttillopcl, !8. Juli. Die Nachricht von der Besitzergreifung der Eisenbahn Valm-el - BeNova feilens der bulgarischen Regierung wird offieieN de mentiert. Chicago, 18. Inli. Die Behörde ist hier einer Verschwörung auf die Spur gekommen. Es wurden zwölf Dyilamitbombl'n. ein Revolver mid Dolch aufgefunden-Die Verschwörer beabsichtigten, die Wohnhäuser der richterlichen Fniutionäre. welche an dem jüngsten Anar« chistenprocess betheiligt waren, und de» Oerichtssnal sowie andere öffentliche Gebäude »nd Redacliousloeale in die Lilft zu sprengen. Bisher wnrden drei Verhaf' lullgen vorgenommen. Washington, 18. Juli. In der Republik Venezuela ist ein Aufstand ausgebrochen. Angekommene Fremde. Am l 7. Juli. Hotel Stadt Wien. Krachow, Lehrer, Trieft. — Edelmann, Laüdesgerichtsdircctor, München. — Gatsch. Landstraß, -Constantin. Ingenieur, s. Frau, ssiume. — Tronbehloi, An ronin Vodberg. Russlaud. - Vojsla, Studiosus. Rudolf wert. — Gerbec, Capita», Fiume. — Milcla, Kauf»,.. Tries». Hotel (Ncfllllt. Vach, Priher, Töpfer, Peter, Wien. — Davidel, tcchn. Mariucbcamter. Pola. — Gorup, ssiume. - Mina/> General ° Directionsrath der östrrr. Eisenbahnen, Wien. von Todor, Obergerichtsrath, Budapest. — Eetolla sammt Schwester, Petrinja. — Kaveic, Vesiher. Ratteuberg. — Konti, s. ssamilie. Pola. — Lorenz, Leipzig. — Zamiöel, Kauf»'., Vodenbach. Gasthof EiMaliuhof. Diminich, Gerichts Adjuuet. Küstenland. — Krans, Commis, Oderlaibach, — Venja, Weltpriester, Gi>rz. ^ Lohr, Vcrgoldcr, Wien. Mnstliof Sternwarte. Lavrcueic, Kfm,. Suderschih. — Naleneic, Müller, Strömt. — Zupan, Jurist, Wien, Verstorbene. 'M cv^u / 7-Z ",l i- Nuua Brestuar, Vuchbittders. Tochter, .ll» I., Rosengasse 11, Tuberculuse. ,«,.»d^.!! ^ ^,!^^!-^ «^'" ^ *° Mkswiltschaftliches, Lllilmch, 1«. Juli. Auf dem heutigen Markte sind cr< schienen: >'i Wagen mit Hen und Stroh, 11 Wagen und 1 Sch'!l mit Holz. ______________Durchschnitts-Preise. -l»lt, Ata,,- Mtl.. M^ st'!'r, n,!lr. n. ,ll. fl.^ Weizen pr. Hrltolit. 5 «5> li '.»2 Vnttcr pr. Kilo . . ^mi — -^ Korn » 4 22 5 35 Eier pr. Stück . . — 2 — ^ Gerste » :z74 4 l!0 Milch pr. Liter . — » — ^ Hafer » !l «> 3 10 Rindfleisch pr. Kilo - 5« - ^ Halbfrncht »-------5 l><) Kalbfleisch . __ 4«------- Heiden . 3«)0 5 05 Schweinefleisch » — l'.U —-^ Hirse . 4 22 4,!)5> Schöpsenfleisch . —34 — ^ Kukuruz , 5 52 b 7(1 Händel pr. Stück — 5i5 — -" Erdäpfel l 00 Kilo---------------Tauben . __ 82 — ^- Linsen pr. Hrltolit, 12-----------Hen pr. M. Elr. . 2 14 — " Erbsen » 1!l-----------Stroh . . . 214 — -" ssisolen » 11-----------Holz, hartes, pr. Nindsschmalz Kilo 1----------- Klafter li,40 — ^ Schweineschmalz» — 80-------— weiches, » 4 15 — -^ Spcck, frisch. » — «4-------Wcin.roth..100Lit.____2«^ — geräuchert » — l>8-------— weißer, »____:i0 -" Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Z ^ "21 tzäl Wind Nnsicht Z"Z ^ N2 e-u» 3«. bc« Himmel« ^82 9 » Ab. .l2? 4 1« 5 »i. ziem. stark trübe " Moraeus von 4 bis 7 Uhr Regen, dann ziemlich hei«"' abends zunehmende Äcwolluug, nach «) Uhr starles Wetter' leuchten, serner Donner, nachts Regen. Dns Taaesmittel ^ Lnjtleinperatnr 20'5", um 1 -2" über dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: M Mrn lu'imv VcnvcmWn. H«nndcu und Vc- M W kannte», welche unü während der Kranlheit „„seres W >> ill»iM«'l Carl Dene! V W k. l. Obcramtsossicials und HauSbssihers M W ^0 viel lirbcvM' Theilnahme bewirkn, ^crnrr sitt W M die ichünen Kranzspenden nnd das ehrende (Ueieitt' > W> .^ur ll'l., 1407 Course an der Wiener Börse vom 18. Juli 1888. N^ dem oMen«, Cour««««« Gelb Ware Staats.Aulchrn. ^otenrentc... <.i,s «,.,,, Silberrente. . ' ' «!.^ «1^ '^«' ^«/., S.aatOlose ,5.0^ fl' ,"Uo .»4" """ C»>,a!l«Iost . ,l>!> „ IN8'25 IN» 75 "" « -50 „ ,«8- ,U« ..0 ^?r.^!^N. '^3 '^'^ " ^ '"l'.dcntl.Ol.,il,atio,ie,l (s>ir :nn s>, <^M.) ^böhmisch, ..... .......y _,^ s„/??l'ö'«""' ..... >«,t 25 x,,^ s,>7 "!""'«»d tti!slc»ln,,d . ,i,s..-.n -- .," !"d"I,chc ..... K.7 75 K.« ü.» s'V s,^)"l'"'"ch'!ch'- ^ . Il!!».i!5 1,0'- '/>, Uclü^Ke...... lu>>,s,n —' — »,/,° n "/'lilche und l>.,vl'!,ilche l(<^- IN«! — Grid Ware s>"/n Temcser Vanal . , . . i(»<-75 ic,5,5<» s>"/„ ungarische...... il»s> »u l<<5 9«. Andcrc öffcntl. Aulchru. T>o»au-Ncst. Vosc s>"/„ 'W sl. . >20'5.0 12l — dlo. Anleihe i«7», stencrsrci I0«s>o - — Vliueyen d. Stab>nemciube Wien IU5I« 1l»l» lio Aiüchc» d. Sladlqemeind,.' Wien lSül'er und lyold) .... —-— —-- Pt.inm'n Viül.b.Stadtgenl.Wien >4»s>n Kl - Pfandliricsc «ür >u»» s>.) Vodlncr, aNss, öflerr, 4"/„ Gold . 1«? ?s. I2»'s<<> dlo. in s>c» „ „ 4>/,«/„ w, — i'.i^i, dlo. ,11 s,schr,.'!"/,, I0!!,«s, K..'l?5 OeNHypolhelendanl >nj. f.'/,«/» ,<»,— >o«-7s> Olfi-ilnq. >»aul vssl. 4>//,„, , !<»l'»s. N!2^!<> bto. „ 4"„ , . >U(! I«» ll»!'«s> dlo „ <"/„ . . ,«,<> nn 10U «s> Un«, alla, Vodcncredil'Aclicnnes, in Pes! im ^, I8ü>' v>rl, /i>/,/>/s, — . — - Prioritiils Ol>lilllltio»cn (jür i«>0 sl) Clis.N,.!!,' M'cstt'.ihn ,, «tinilsion -'- --- ',5>',l m>i„d5 Vll',dl'>,l)!! in Silber 10» — lNO 4N !>>anz >1 Bai)».....—------------- Gnlizisllic »arl Vülwi^Uayn ti!,!, IXUl !!<«! fl. S. 4'/,"/,, . , Siel'enbürger ...... —>— —>— Geld Ware Staatsbabn 1. Emission . . 201'50 202'5,l) Vilbbahn l^ ü",...... KO'bl» >4?'2s> » l^ s>"/^..... 125-2,, li!ü'7s. Nnst,^!>aliz, Vahn..... «>, 2k ll>0 — Tivcrsc Lose (Per Clücl), öredillosc 100 sl..... 184 — 184'?5> Ülary ^'ose 4» sl..... 0750 5«^ 4«/,, Vonau-Dampssch. i«o sl. NU,— IIU'— ^«ibachcrPrä»lien-?lnleh,>0sl. —-» 25'— Osencr ^'osc <»u sl..... 57-50 btt'vu Pnlffy t'^'sc 40 sl..... s.5 -^ 5«'^ Uiolhcn Kreuz, oft, <«es,v, iu sl, '««in '«'<«,> Mudols i'ose in sl..... ,, - «2^, Salm Vosc 40 sl..... «075 «> — Ct, ("enois.i'oli- 4« sl, , . s,< ^. «475 W.iIdfteiuVrsc »0 sl, , , -— —— Windischssral) ^o>l- ?,' sl ,02 25 52 75. Vanl-«lctic« (per S!il25 >1> — ^a»lr>lrei», Wiener, loa sl, . »^ — »ü 4',, Bd!,er,<'.'!»ft,,öf!,^c>u s!,E«»"/„ 2.1!» - 2ü!»l>» lirdl, »lnst, s, H.ind u «^iuusl, 7.W <» sl, .'loi'?!'. lll>2 2s> 3>cposi!r»l>.,nl, Allss, 2<»U fl, . »7.1'— 175-__ Vomp!e <" .NieN'rost s.»usl, 50« — 5>2 — H>,poele»l> , ös!,20!!si,2s.V„E, —-— — - Vanderb., öst, 2<>o fl, G, 5><^/„ o «5 «lu 5« Nerfcdrlfl,S, —'— ---— sserdumuds-Nordb, ilwl» sl, <5Vl, »4!«5 2,!nu!-Vut'w!,i «,z!<»!'s!.l«Vl. 20« 4<, 2o«-8N Gr.,, ttlislache, ll, V 2««slö,W, — — -.— KüI>!<'»I'!!,i l5i!enl'ab,» Km sl, . —'^ — -, K.,!ch,n,ü dl-,1' i5isenl', 20(>sl,S. —'^ ^'^ i?c>nl'crss ^^eriN'wiy ^assv «isrn bah» «ejellschasl NX, sl, 0, W, 21» 50 »>!»'— elond.öft,'ung,.Triefts'üxsl üVt, 14ll - <4«:- Ocsterr. Nordweftb, «e^ - 'U5,l.o d!,', », 1<> 20U sl Silber , 1U275 >8::'2t» Praa^Du,er «iijrn!', l5u sl, Silb, »3'5» »:> »5 Vtudolf Vah» 2N0 sl, Silber . >!»2'2l» 1«2 ^1 Siebeobüraer Lisenb, 200 fl. . ,??'2k 177 75 ktaat«eisenbahn 2U0 sl. ij. W. . »«l «0 »32 — Sildbabn 200 sl, Silber , . , 95'— >»5'«N Süd «ordd..«erb.,«,2U»».ü0 sl. .-------— — Ung, »ali«, sl, 247 — 2«7b0 Salao Tarl «öisrnrafs. ,00 fl. . .-— — — Wafsens.'O .Oeft, in W loo sl. , 27« — z?8 — Devisen. Deutsche ^lnhi' siill» «I 4b Vonbon........ »b — l»5-50 Pari«......... 49 <7> 4» b2i. ÄlllnltN. Ducaten........ b »0 5»» «0 ssian^'Slücke..... l»-!»0> »!»,^ Deutsche M>ich«b»nfnolen . . «>-!?!. «1 «> Italienische «antnoten (l 00 Lilt> 4l» »b «3b Pnpier'Nub,! per SlUcl . . . > l« l 18,^