für Vaterland, MnnR^ WissenjHaft nnd gejelligeZ Leben. Nedigirt von Johann .Hladnik. «H/? SK, - Dinstag den 3. Inli. FK^A. Des Kaisers Besuch im ^,ü Haui'e zu Sanct Marr der Krieger stöhnt. Die Wunv.' ih» a>,r furchtbar schmerzt und brennt. Doch—mehr noch peinigt der Gedanke ihN/ D,'st, ivahrenü impf' fiir's q r 0 si e Ocsserre! ck , er allein, Vc» schmachten soll >,» en^en Kä,nmrrlein.— ^ln seiner Snl' >in Vürger alt :nd gri,^.',!!? idn uüiscl'iingt. S>i!i Zl'!?icr;,7>vVl!f d>n Kra!if>'N!a^l »"lilillt Eci„ f<-,h!?s Antlitz trägt ^s To^es Vi,d! U»d Jeder flehend zu d^m Hiin„!el blickt, Dasi er de >, NröNe r il>,„, d.n Netter schickt. Der Balsam in das >v„„dc H^-z ihm gi.sir,-Dic Thi^xe. troctnet. di. vor Gibm^rz ihm fließt. 3ott, - bleyern seicht im Kr.xie^'saal dic Zeit/ Ein Tag schon gleichet — «i,,^. Ewigkeit.' — ?cr Kr konnni vom Hinnn^i »bqisr Lieb e i,n2 des M ' t c, e f ü li 1 >, K Pil» D^i' Mitleid Th^iü' ai,5' seinem Anq' stch stieklt, E r wandelt lieb' u 0 ! I turcl,' de» K r a ,1 f e „ s a a l Und spcüdct T r 0 !i ">,? S >" g e r. uder.ui. Dem Nn.iar hier aus s> i » e m ??:i»de s.baUt Der Laü 1 e ^ o n . di.' cr als Kind ae < a ! lt; Dcr V ö l, me hört die iußen Haimathslaut', Dcr Polc. Wäls^e k^im sich selber traut. — '<>e liö^>n __ ihrer S p r « ck e Zauberklang, / ^" — aus dl-m He'.) eil k.nn, zum -^ Herze» drang. Wie vi e if., ^ ,^^, ^. ^,it>^,na!!täc ^>e Ei„e Sprache Jeder dock versteht, S , e r 0 dc 1 __ ^^.^ ^^ E „ g e l s E ? clenl' lick, Durch's Aug'. ,^ ^ ^^ lrauri.^en Gelcl'ick Oer Nrud cr sich ,^ Mill.idsthränen füllt; D.s E " ge 1 ^ h ,^ „. ^,^. Kranken Thrä» cn stillt. B.lbst Asiens Fi, rie weichet scheu zurück, Verscheucht - von dieses Engels Segensbück, Dcr jedem Kranken noch ein Blümchen bricht Auf's Vett ihn leget - das: V e r qi ß m e in n i ch t, Das jubelnd Jeder nun in H ü „ z> e n hält. Das cr noch mitnimmt — w die and're Welt. — Kaum zieht Er fort — aus diesem Lcidenshaus, So bricht Sein Volk in F reu d e n j u b e l ans, Vewirft mit V l u m e >, k r an z e n li.bl'üd Ihn, B e w a hret so — de» alten treuen ^ i^'N. Wer ili der (5 n a 5 l. dcr so mild und weich? Der K a i serj ü >! a, I i n a ist's, vo„ Oesterreich. «Heil Dir!» ruf ich mit ll,ra>!.'nf.l,cl',:em V>i>k, D i ch g a b uns Gott, zu unser All.r Giuck! Die S l n n d', bei deinen K ranken ^ugebr^cht, Gilt mehr als — W ,, f fenruI) m, als Sieg und V cl, l,, ch t Des Herrschers Prachtjuwel ist ,,, 1 ei» Herz, Das Mitleid fühlt dri seiner Kinder B <) in e r z. Am 26, Juli 18^9. ^ 5.. Wenedig's Gegenwart. -^ Von !>r. Viilccü.l KlllN. ( F 0 rtsetz un g.) lV. Bevor ich in nn'im'l' historische!, D.irst.'liuilg fonfahrc, halle ich eine gedrängt.' topographische Schilderung Vencdig's li»d der Forcificatioin'ii für unumgänglich nothwendig; dieß um so mehr, da über di.> eigentliche Beschaffenheit des Tel'-r'e jedoch durch die unter dem Dogen l',i5<;i!.'ll6 (^on'na (1589—1592) großartig gebaute ltinltn-Brüeke miteinander verbunden find. Die nächste Umgebung Venedig's bilden nach allen Richtungen hin die Lagunen. Die in ihnen zerstreut ') Nachheriaer Papst Clemens XlV. ") Dr, G. Ta ussi g's „V.'ncdig von Seite seiner ,'lim.itischen Verhältnisse.» 210 liegenden Inseln (ungefähr 30 an der Zahl, deren mehrere eine bedeutende Bevölkerung zählen, z. B. t)l»il,<,-^in bei 27.000 Einwohner, die <3m, der Msell, der Ij,-6nlg, der piav«, des 8Ü6 u. s. w. zuzuschreiben ist; dessen ungeachtet ist sie noch ungefähr 32 ini^Iiun lang, und 5—7min'Ii6n") breit. Am schmalsten ist sie in nordöstlicher Richtung von Venedig; am breitesten in der südwestlichen. In jener Richtung liegt ihr gegenüber die schmale, doch lange Insel l^ilin mit geringer Unterbrechung bis Li'linllo!« hinab; diese wird halbkreisförmig von dem Festlande oder der Wil3 lurma eingeschlossen, wo das große Fort !>l3r^!l6l'll gelegen ist. Die ganze, elypsartige Forcisicationslinie hat eine Ausdehnung von 68 ital. Meilen, ' und wurde strategisch in drei Bezirke mit dre iun ddrei ßig größeren und kleineren Forts eingetheilt. Der erste Bezirk geht von Venedig gegen k'usina (südwestlich, am Fcstlande) über Hlni'nkui'il längs der Küste der t,6rl'9 l«!'in», über die Mündung des 8Ü6, nach ^l»/,/,0lno, 'I'i'kuol'ti, und endet bei 8. Rl'»8M0 nördlich von Venedig. Außer den ausgerüsteten Schiffen hat diese Linie nachstehende feste Plätze: Ü6i'8Ni>Iio (Schießstätte) 3 3. Lon»v6nlui-a; ji6l'8N^IIc) 9 8. tliol)l)6; 8. Marln; 8. kl i lir^i o in »I^a (Insel); 8. ^naßlu likll» polvsr«; (Insel); 8. 8e-oo n (Insel, nahe an der Stadt, rechts von der Eisenbahnbrücke); 8ll-I>l ^n i n (am Fest-laude, ehemals fort 6'U»«l, rechts von ^g!'^!lyl'»); I^0rt6 R.i2 25räi (am Festlande, links von I>lal'nll6l'3); Mlir^no; 8. Kiacolno 6el ?2lu6l>; ^la^xordo; klont« llLÜ'oi-l),-I«' l) i't 6 ä 6i ^' l> 6 p oi' ti; U»U6l l'g lii 8. Nl »8m« mit einem Maximilianischen Thurme. Der zweite Bezirk beginnt bei 8, Rienlö <)i ^.,— Wir befinden uns in der inneren Stadt. Ich stürze in ein Kaffehhaus lind bestelle Kassel). Der Marqueur bringt mir Kassel) und ein Journal. Ein Funke meiner Cigarre fällt mir auf die Hand. Das Journal fallt mir vor Schmerz aus der Hand auf die Tasse. Die Tasse brichr. Der Kassel) strömt als braune Fluch über meine leichten Sommerbeinkleider und mich wan-delc eine leichte Ohnmacht an. Wie Ahasvcr, den ewigen Juden, treibt es mich fort, den Rock beschmutzt, die Hose braun gefärbt, eile ich von bannen. Die Thüre des Kaffch-Hauses ist etwas verschwollen, ich reiste heftig daran — Kling-klingkling — alle Gläser daran waren zerbrochen. In halber Verzweiflung bezahle ich den Schaden mit einigen Gulden und suche das Weite. Hastig schritt ich durch einige Gassen, da kommt mir ein Mann entgegen, der eben so große Eile zu haben scheint, wie ich selbst. In der Mitte der Straße treffen wir uns, er will rechrs ausweichen, ich auch, er will links ausweichen, ich auch, nun will ich rechts ausweichen, er anch, und so rechts — links — rechts — links. Da eben ga-loppirt ein Wagen daher, der uns beide niederzufahren droht, ich packe, den Mann in der Mitte, dränge ihn bei Seite, stolpere und liege der ganzen Lange nach auf dem Boden. Es mag eine beschauliche Lage gewesen seyn, denn ich hatte wunderbare, andächtige Gedanken dabei. Eine Stimme schlägt an mein Ohr: «Lieber V., es ist Ihnen doch nichts geschehen?"— Ich blickte auf—es ist ein bekannter Schauspieler, ein unterdrücktes Lächeln im Gesichte. «Nichts! durchaus nichts!" rufe ich, springe auf und fort. Ich sehe aus wie ein Tiger, ganz gesprenkelt mit Schmutz und braunen, Kassel). Ich will einen Freund besuchen, um dort Toilette zu machen; - er ist nicht zu Hause. Nun bleibt nichts anderes übrig, als selbst nach Hause zu gehen; eiligst will ich den Vorsatz in's Werk, setzen und mache mich auf den Rückweg. Ich lange auf dem Glacis an; auf ein Mal fährt ein Windstoß daher — und wirft mir den Hut vom Kopf. Der Hut voraus, ich ^'""' »hm her__umsonst! der Hur fältt in den Stadtgraben "" ^ p«3rcl„. Ich werfe m)ch einen Blick nach der theuern ?abe, niit philosophischer Resignation aber suche ich den Verlust zu verschmerzen und eile nach Hause. Bei meiner Zimmerchüre «„Klangt, finde ich sie verschlossen. Ich greife nach dem Schi^^^^, ^ hMe auch den Schlüssel verloren; >ch >vlll eine,, andern Schlüssel von meinem O.uarrier-miether borgen, er ,^. ,^ ^^. ^„ilie ausgegangen. So lasse ich denn eine,, Schlosse ,„f,„ „„5 öffnen, und gerade als er damit fertia geworden, ist der Mann so menschenfreundlich und läßt den gangen Bund Dietriche mir auf die Füße fallen. Alle meine Leichdornen schrien Zetermordio und singen revolutionäre Bewegungen an; ich h^le nichts Eiligeres zu thun, als meine Stiefel auszuziehen und mich umzukleiden, aber, da ich meine Commode öffnen will, finde ich sie verschlossen; ich greife nach dem Schlüssel, der auf dem Toilettetische lag — er öffnet nicht. Mein Zimmer-College hatte die Schlüssel verwechselt und den Meinigen Statt dem Seinigen eingesteckt. So blieb nichts übrig, als zu Hause zu bleiben und zu warten. — Mittags wäre ich bald an einer Fischgräte erstickt, und des Nachmittags weckte man mich aus einem angenehmen Schlafe, um mir einen Brief zu übergeben, der nichts enthielt, als leeres Gewäsche und für den ich 24 kr. C. M. zu entrichten hatte.—Am Abend ging ich in das Iosephstädter Theater, was lese ich am Zettel: Zum 343 Male «Der Zau-berschleier," und als ich spät nach Hause kam, so ließ mich der Hausmeister eine halbe Stunde vor dem Thore im Regen stehen. Wer weiß, was nicht Alles noch geschehen kön'ite, wenn nicht — der Teufel! da habe ich nun das Licht ausgelöscht und kann die Streifhölzchen nicht finden. Blutrache in Dalmatien. Wie tief in unseren Gebirgsbewohnern der Geist der Rache gewurzelt sey, beweiset »achstehender Vorfall: Im Februar d. I. wollte sich der gr. n. u. Pfarrer von divo^eio, Marcu ssv0M6nnvicl,-8nm»l'icll) nachdem ihm der Steuereinnehmer im Kinlillili. von IVixiell, Omue- kocliiell, mir seinem Ehrenworte die Sicherheit der Reise verbürgt hatte, mit einigen Ortsoorständen nach IXixil^l begeben, um durch eine voraus verabredete Zusammenkunft einige Differenzen auszugleichen, welche schon durch mehrere Generationen zwischen den Bewohnern von Oivnseie und jenen von ^iixioll obwalteten. Kaum aber war l^omGnoviel» an dem bezeichneten Orte angekommen, als Flintenschüsse ihn und drei seiner Begleiter todt zu Boden streckten, worauf die Uebrigcn alsogleich die Flucht ergriffen und unversehrt nach Hause zurück kamen, wo sie den an ihnen verübten Verrath erzählten. Von diesem Augenblicke an dachten die Criooscianer, unter denen (5om6>wviek sich der höchsten Beliebtheit erfreut hatte, nur daran, wie sie ihn und die arideren mit ihm gefallenen Opfer jenes schmählichen Hinterhaltes, welche seine Verwandte gewesen waren, rächen könnten. Nachdem sie nun seither bereits wiederholt und mit ungleichem Erfolge dem Leben mehrerer Türken aus IXixicll nachgestellt hatten, erfuhren sie dieser Tage, daß ein Neffe jenes Lu^llicli, welchen man für den Urheber obigen Meuchelmordes hielt, bei Bearbeitung seiner Grundstücke in der Umgebung von ^.ixicli anwesend sey. Alsogleich machten sich zwei Individuen aus der Familie <Ül)mol,nvic1l-82-ln»rl',>,!i an das gewagte Unternehmen, Blutrache für jene Frevelthar zu üben. Da sie ausgekundschaftet hatten, daß sich bei Tage stets Arbeiter auf den Feldern befanden, so benutzten sie die schweigsamen Nachtstunden, um sich ihrem Ziele zu nähern, und verbargen sich bei Tag in den Saaten, welche mit üppigem Wachsthum die ganze Ebene bedeckten. Endlich näherten sie sich, auf dem Bauche kriechend, dem Aufenthalte des Uoc!li?ll und wurden bald seiner ansichtig, wie er im Schatten eines Baumes saß und die Arbeiter überwachte. Alsogleich legte einer der versteckten Racher sein Gewehr an und vollführte den Todesschuß mit einer Sicherheit, die das 212 erkorene Opfer alsbald regungslos niederwarf, während der zweite Schütze sich in Bereitschaft hielt, für den Fall, als die erste Ladung fehl ginge, die seinige folge», zu lassen. Die ?lrbeirer beachteten übrigens den Schuf; gar nicht, da dergleichen dort nichts Seltenes ist, lind mochtei: ihn wohl irgend einem Jäger zuschreiben, so daß der Mord unencdeckr blieb. Dadurch ermnchigt, schlüpften die beiden Crivoscianer nun vollends zu dem Todren heran, schlugen der Leiche den Kopf ab, welchen sie in einen, dorclandes 'I'oi-l'i!/>/,» genannten ^ack versteckceu, worauf sie in der vo.rbeschriebenen Weise ihren Rückzug bewerkstelligren. Erst in einer Entfernung, >vo sie nichr mehr einqeholc ».'erden konnten, rauchten sie aus ihrem Versteck empor, lösten ein Paar Frcudensalven und stimmten Nationalgesänge an, uin den Arbeitern des Loc^ie!» zu erkennen zü geben, das; ihr Rachedurst gestillt sey. — Die Justiz ist dieseu beiden Helden der Nacional-Vendetta auf der Spur. Wissenschaftliches. Dritte Zusammenkunft dor Wilscnschaftsfrcunde. Freitag am 22. Juni, 6 Uhr Abends, versammelten sich mehrere Wissenschaftsfreunde in, Museumssaale. Es bildeten sich Gruppen nach dein Inhalte des Stoffes der Besprechung. Herr F e r d. S ch in i d r zeigte ein dem Museum verehrtes Scüek Kalkstein, welches er aus einer Felsenspalte am Fuße des Großkahlenberges bei Rutzing abgelöst hat, mit an-und übersinterten Landschnecken (der Form n^ch lloüx p!ll-no8pil'9 i>tt?/i> ), die in Krain überall, n'o Kalk vortonunt, lebend gefunden werden, und bei trockener Witterung und am Tage sich gerne in den Spalten des Gesteins aufhalten. Er besprach in Kürzc'dic ^Bildung des Kalksinlers, dann die Art und Weise, wie die Schneckenschalen mit Kalkspathkry-stallen ausgefüllt und übersinterr lverden. Nebl'tbei legte er den Amvesenden auch ein großes Eremplar Kalktuf mir Blatt- u. , a. Abdrücken vor, der"sich bei Schalkcndorf am Veldeser See in einer bedeutenden Mächtigkeit findet. Dann wurden aus der Museal - Sammlung mehrere Jucrusrarionen von Carlsbad in Böhmen, z. B.^ein Blumenstrauß auf einem Eichen-blatte ruhend, Schnecken :c., vorgezeigt. A,n Tchlnsse brachte Herr Schmidt zwei Erenvolale der sogenannten Liebespfeile, die einem Pärchen lle'ix !!6l„(N-al!8 encnoüime:, worden sind, zur Ansicht und bemerkte, daß dieses alabasterweiße, sehr spröde Gebilde von der Schnecke, in deren Leibe an der Brustseite der Pfeil zur Hälfte eingesteckt ist, beim Zurückgehen binnen einigen Secunden erweicht und aufgelöst wird. Hierauf hat Prof. Pecruzzi die E", gebnisse ftiner bisherigen Forschungen über die an Ueberresten von s>nil^-Ii«n und im Pflanzenreiche der Tainitzer Gegend bei Stein in einem mündlichen Vortrage so dargestellt, daß er zuerst cie Alisdehnung der Formation, die Merkmale und Uebergänge ,des Gesteins besprach, dann das geognostische Verhalten derselben zur Nagetflue erörterte, endlich mir der Geschichte der paläon- tologischen Ausbeutung der Gegend, von sl.'il^iwf bis auf das vorige Jahr, mit der Bemerkung schloß, daß es zweien Männern, dem Hrn. Hauptmann v. Watzel und dem Schornsteinfeger zu Srein, Hrn. D c i si n g e r, ^.'.r besonderen Ehre gereicht, aus jem>r unerschöpflichen Fundgrube geologischer Denkmünzen werthvolle nnd fehenswürdige Seltenheiten ;u Tage gefördert zu habe?'. K e u i ! l e t l? n. Gtwtts a,us d?r Gauuerwclt. — Die Breol.nier Industrieritter, die langfingerige,! geheimen, als auch die mir offenem Visir känwtende», lassen sich durch den Belagerungszustand in ihrer Bescliättigung in keiner Hinsicht genircn. Am Sonnabend Nachmittag schon kam ein lung.'r Mann zu einem in der Nicolaistraße wohnhaften Uhrenhändler nnd Fabrikanten, ließ sich feine goldene Eylinderuhren vorlegen, erzählte gelegentlich, er hätte sich bei der so günstigen Wollen-conjunccur vortheühaft betheiligt und zwar so ertragreich, daß er einen Theil seines Gewinnes in oi»er guten Uhr für sich, und in zweien für !eine nachten Venvaiidten alüeaen ivol'e. Nach längerem Beschauen, Handeln und Conversiren entfernte sich ledoch der Mann, weil man sich über den Handel nicht einigen konnce. Sonntag Morgens, während dei- Prinzipal sich auf einem Spa^'ergange abwesend befand, erscheint der Mann wieder im Laden, läßt sich von dem anwesenden Lehrlinge dieselben Uhren wieder vorlegen und einschließt sich nun zu gestrigem Preise zum Ankauf, ersucht den jungen Mann, die Uhren in eine mic (^ stgnirte Schachtel, die er bei sich hatcc, zu packen. Nachdem dieses geschehen, richtet der Mann noch einige Fragen an den Verkaufer, übergibt ihm die Schachtel mit den drei Cylinderuhren und sagt ihm, sich entfernend, er eile nach seinem Hotel, nin das Geld zu holen. Dor Mann läßt lange auf sich warten, der Prinzipal kommt indeß nacl) Hause, man warter noch eine Stunde, endlich fallt es dem Principal auf, daß der Fremde mit dem Gelde nicht erscheint; er offner die kleine Schachtel, und— o Wunder, Starr der Cylinderuhren befinden sich drei in Papier geivickelte kleine flache Steine, wohlbewahrt in der kleinen Schachtel. Der Gauner harte mit großer Geschwindigkeit dem Lehrlinge eine ganz ähnliche, gleich aussehende Schachtel in die Hände gespielt und der Uhrmacher hat ießc, anstatt dreier feiner goldener Cylindernhren, ein Lchächtelchen für zwei Pfennige in Händen. Jede Nachforschung i^ch dem so g^ranti'.'!, Escamotenr ist, wie natürlich^ erfolglos geblieben. (Bre5l. Zrg.) Feiner Goi-uchsnll;. — ?n Anvers fiel unlänqst ein Hafenarbeiter, ein Trinker von Pros'emoü, kopfüber ,„ den Canal. Man zog ihn sogleich heraus, nnd nachdem man ihn nach Möglichkeit gelauberr harte, wurde er in eine Tragbahre in das Spiral getragen. Die übermäßige H^ zwang die vier Träger, ein wenig zu rallen. Zufällig machten sie p»r einein Liquenrladen Hall, um nch ein wein'g zu erfrischen. Der starke Liquenrgeruch belebte d>e Sinne des Verunglückten, so daß er zu sich kam, sich erhob, die Decke der Bahre zerschlug und sich beeilre, im Laden ein Gläschen Liqueur zu sichmzu nehmen. Verwundert starrten die vier Männer den ver einrlich smwer Verwundetes an — er war bloß besinnungslos gewesen. , (Boh.) ») Im vorigen V^ichte (Illyr. Bl,,tt Nr. 51) ist in dor 8, Z.'il!> v. u.< starr 6250,1 ,z" Gultel'ing — Gosau zu Guttaring, dann i^ 5er 10. u.16, Zcilc, statt: N a g e lflu r — N a g c l f! u'e zu lesen. Verleger: Ignaz Alois Kleinmayr.