Organ für die deutsche Minderheit im Dravabanat Iz ftüitwi wOc» k, »«Iqch»» ■*.» | 01|««f§* *«• Mm» : 40 »ta, 0«ttjä$ri| 80 W«, «ras ; tat tos VtnNÜni p» Wstgftai lilV» Ml|«gM9HMmm f Phr», U» VW. U»r Um Umtart «rHSHimg. «inzelnum»«r Di» I-W Erscheint wöchentlich D»»«»r»tag früh »«» f»Rtz «it dem Datum vom Sonntags Nummer 59 Celje» Donnerstag, den 23. Juli 1936 61. Jahrgang Vom Bürgerkrieg in Spanien Seit 5 Tagen melden alle Rundfunksender und alle Tageszeitungen von schweren grausamen Auf-ständen und Kämpfen um die zukünftige Staats-form in Spanien. Der endgültige Sieg wird nicht nur für Spanien, sondern für ganz Europa von schicksalhafter Bedeutung sein. Die Lösung kann nur durch eine rechtsautoritär« Regierungsform oder durch eine kommunistische Diktatur kommen. Siegt die auf-ständische Rechtsbewegung, da,:n haben wir einen autoritären Rechtsstaat in Europa mehr. Dieser Um-stand würde ganz besonders die immer weiter ins kommunistische Fahrwasser gleitende französische Re-gierung berühren, und mit ihr die mit Frankreich verbündeten Staaten, vor allen aber das kommunistisch-bolschewistische Rußland. Andernfalls aber würde ein endgültiger Sieg der von Rußland aufgestachelten Arbeitermassen eine kommunistische Gewaltregierung errichten, die ebenfalls in erster Linie der französi-schen Linksregierung einen in ihrem Sinne positiven Anstoß geben könnte und vor allem den bolschewistisch kommunistischen Vorstoß in ganz Europa fördern. Jetzt ist ja auch schon erwiesen, daß sich Rußland ganz offen in die spanischen Wirren ein» mengt; täglich fordern die russischen Sender das spanische Volk zum bewaffneten äußersten Widerstand gegen die Aufständischen auf. Und all dem sieht das übrige Europa ruhig zu und läßt das Unheil über Europa hereinbrechen. Wir wundern uns nicht, weil wir die letzten Hinter» gründe der jüdisch. freimaurerisch - kommunistischen Zentren in Moskau, Paris und London kennen. Und dennoch hoffen wir, daß sich das englische und französische Volt über seine Führer hinweg mit dem deutschen Volk gegen die jüdisch-freimaurerisch, kommunistische Volksverhetzung einigen wird. Leider kennt die Weli noch zu wenig, welches Unheil der Kommunismus über das russische Volk gebracht hat,- abgesehen von den vielen Millionen Ermordeten, Erschossenen und Verhungerten gibt es heute nirgends auf der Welt größeres Elend als in diesem von Kommunisten und Juden gelobten und gequälten Land. Dasselbe Unheil droht nun auch von Westen, von Spanien über Frankreich nach Mitteleuropa hereinzubrechen. Schon geht die Zahl der Toten in die Zehn-lausende und noch immer wütet der Bürgerkrieg unentschieden weiter. Wehe dem spanischen Volk' wenn der Kommunismus die Oberhand bekommt. Die Konferenz in London London, 21. Juli. Nach sehr schwierigen und langwierigen Verhandlungen wurde endgültig für Donnerstag die Zusammenkunft der Außenminister Eden, Delbos und Spaak in London anberaumt. Die ein- bis zweitägigen Besprechungen in London sollen das Programm für die große September-konferenz bringen. Frankreich verlangt die Mitwirkung der Tschechoslowakei und Polens im September. Andere Staaten sollen nur dann mittun, wenn eine Großmacht sich dafür einsetzt. England aber befürchtet von einem solchen Einvernehmen Schwierigkeiten mit Italien und Deutschland. Begegnung Henlein-Hitler Zn Bayreuth (A) Aus Prag wird gemeldet: Konrad Hen-lein der Führer der Sudetendeutschen Partei, ist. wie auch an anderer S.elle gemeldet wird. Samstag au» London nach Prag zurückgekehrt. Wie verlautet, hatte er seinen Flug in Nürnberg unter-Krochen. Die Pariser Blätter schreiben, er habe einen Ausflug nach Bayreuth gemacht, wo er mit Hitler und von Papen eine Begegnung hatte. Die Ansprache Dr. Matets Am vergangenen Sonntag feierte das kroatische Volk Maleks Namenstag, wobei Dr. Macek fol-gende Ansprache hielt: „Kroatisches Volk! Seid überzeugt, wenn ich wüßte, daß dies olles nur meinethalben geschehe, würdet Ihr mich nicht hier sehen. Indem ich hierher kam, weiß ich, daß hier der Wunsch des ganzen Volkes ist, Eintracht zu zeigen und daß hier die tausendjährige Tradition der Liebe und des Glaubens an ein besseres Dasein spricht. Der Mensch vermag viel zu ertragen, er kann Durst, Hunger. Kälte ertragen, niemals aber erträgt er das Unrecht. Dagegen erhebt er sich und verlangt das Seinige, und deshalb gelang es Sijepan Radii zuerst, das ganze kroatische Bauernvolk und später auch das ganze kroatische Volk zu vereinigen. Wir verlangen nichts anderes als soziale Gerechtigkeit. Wir wollen uns von der Gewalt befreien und wollen unser Recht erreichen. Wissend, daß dies unser Wunsch und Streben ist und daß mein Namenstag nur ein Anlaß ist, dies zu zeigen, nehme ich diese Feier an und rufe: „Es lebe Kroatien! Es lebe das kroatische Volt!" Die Musik spielte hierauf di« Hymne, die von der vieltausendköpfigen Menschenmenge entblößten Hauptes mitgesungen wurde. Dann setzte sich der gewaltige Festzug in Be-wegung. Im Zuge ritten viele Bauern mit Fahnen, wobei auch die Pferde mit nationalen Stickereien und Wimpeln festlich aufgezäumt waren. Ein kleines Mädchen, Jagica, au» öestine überreichte Dr. Maiek einen Blumenstrauß. Der Vorbeimarsch der Vereine und Organisationen sowie der Bauernschaft vor dem Hause Dr. Maceks dauerte über zwei Stunden. Die Straßen wider-hallten vom kroatischen Lied, von Märschen der Musikkapellen und von dem Jubel der Menge. Den Schluß des Zuges bildete eine imposante Auto-kolonne. Etwa 2(1(1 geschmückte Wagen zogen vor-über. Hupen und Sirenensignale erfüllten die Lust. Viele Tausende Bauern hatten vier bis fünf Stunden auf ihren Sammelplätzen und unterwegs in der Reihenordnung gestanden, bis sie an Dr. Macek vorbeizogen. Dieser war am Fenster erschienen, um-geben von seinen Freunden und dankte bewegt für die immer wieder sich erneuernden Sympathie-kundgebungen. Der Festzug verlief reibungslos und es kam nirgends zu nennenswerten Stockungen. Dr. Macek-Feiern im kroatischen Küsten-land, in Dalmatien und Bosnien Zagreb, 20. Juli. Laut Meldungen au» Susak, öibenik, Split, Sarajevo und anderen Orten, wurde der Geburtstag Dr. Macek» im Kroatischen Küstenland, in Dalmatien, Bosnien usw. festlich be-gangen. Große Feierlichkeiten fanden vor allem in den Städten öibenik, Split, Dubrovnik, Banja Luka und Sarajevo statt. London unzufrieden London, 2(1. Juli. Die britische öffentliche Meinung ist sich darüber im klaren, daß Großbri-tannien auf der Konferenz von Montreux recht schlecht abgeschnitten hat. Sie erkennt, daß die bri-tische Politik in ihren beiden Hauptforderungen, nämlich gegenüber dem russisch-franMschen Anspruch in der Fraye der Durchfahrt durch die Meerengen zu Kriegszeilen, wie auch in ihrem eigenen Wun-sche nach Beibehaltung der Internationalen Meer-engenkommission nachgeben mußte. Es fehlt jedoch bisher noch an einer Kritik, da die technischen Dinge, um die es in Montreur ging, von der öffentlichen Meinung sehr wenig verstanden werden. Hitlers Antwort Grundsätzliches zur Verständigung Berlin-Wien Das „Gentlemen-Agreement", das die Bezie-hungen zwischen Deutschland und dem Bundesstaate Oesterreich normlaisieren soll, ist von größter europäischer Bedeutung. Die Größe dieses Abkommens ist es, welche jede kleinliche und selbstsüchtige Kritik verbietet. Wir haben uns mit einer Tatsache abzu-finden, die weit über den Rahmen hinausgeht, was seit Wochen vermutet wurde und die nur zu erfos-sen und zu verstehen ist, wenn man die Geschehnisse von einer höheren, universalen Warte aus betrachtet und bewertet. Dieser höheren Auffassung haben sich alle Begleiterscheinungen unterzuordnen. Der deutsche Führer und Reichskanzler hat eine eindeutige, klare Lage der politischen Konstellation und eine Grund-läge für die politische Beruhigung de» Donauraume» geschaffen und somit einen Beilrag zur inneren Kon» solidierung des deutschen Oesterreich geleistet. Damit hat er den Politikern in London, Paris und Genf samt ihrem Anhang eine entschiedene Antwort auf alle Kreuzfragen gegeben. Wir wissen, die Verständigung zwischen Berlin und Wien paßt nicht in das Konzept professioneller Unruhestifter. Auf dem Schachbrett der großen Di-plomatie steht keine Figur Oesterreich mehr; es steht ein deutsches Oesterreich in einem Block, der in sich geeint einem zerfallenden Völkerbunds system gegen-übersteht. Oesterreich ist nicht mehr Objekt der poli-tischen Jongleure, sondern teilhabender Faktor. Von nun an kann man weder in Prag noch in Rom, weder in Pari» noch in London die Karte Oester-reich je nach Zweckmäßigkeit ausspielen. In dieser Tatsache erblicken wir die Größe und Wichtigkeit der Verständigung zwischen Berlin und Wien und begrüßen sie mit jener Ausrichtigkeit, mit der wir un» drei Jahre gegen die Politik am Wiener Ball-hausplatz stellten. Es ist heute eine europäische Front geschaffen, eine Basis zu neuer, friedlicher und zu-kunftsreicher Aufbauarbeit — politisch, wirtschaftlich und kulturell. Diese Front will ernst genommen wer-den: sie ist ein Schutzwall gegen den Bolschewismus, gegen Krieg und Revolution. Wenn heute in der Weltpresse schon wieder die Aufrichtigkeit Hitler» angezweifelt wird und der Versuch unternommen wird, einen Keil in die Basis gemeinsamer und schicksaloerbundener Arbeit des deutschen Volkes in zwei Staaten zu treiben, dann muß dieser Wühl-und Zerstörungsarbeit ein Riegel vorgeschoben wer-den. Freund und Feind haben sich die Hand ge-reicht und eine Grundlage der Zusammenarbeit ge-funden. Diese Grundlage darf nicht zerstört werden. Es wäre unvernünftig und sinnlos, Vergange-nes zur Diskussion m ziehen. E» ist aber ein Ver-brechen, von allem Anfange an einen Aufbau de» politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben« in Oesterreich selbst und ein Zusammenleben mit Deutschland zu stören. Zu diesen Zerftörungsversu-chen gehört es, wenn von Siegern und Besiegten die Sprache ist, wenn von einem Verrat Hitlers an den österreichischen Nationalsozialisten geschrieben wird und wenn man höhni>ch berichtet, die österreichischen Nationalsozialisten hätten nunmehr den Todesstoß erhalten. Ist es nicht ein Hauptmerkmal des richtig aufgefaßten Nationalsozialismus, großen Entwicklun-gen Rechnung tragend, sich einem größeren und weitblickenderem Programm anzupassen und einzu» fügen? Irgend ein Abwägen gegenseitiger Zuge, ständnisse und jedes Zergliedern der neuen Ver» Hältnisse gibt es einfach nicht, denn es würde nur zu neuen fruchtlosen Auseinandersetzungen führen. Wir wollen nicht daran zweifeln, daß die öfter- Seite 2 Deutsche Zeltung Nummer 69 reichisch, Regierung durch eine großzügige Am-nestie «inen wesentlichen Beitrag »ur inneren ve-friedigung leisten wird und besorgt ist. allen Staakbürgern durch Einschaltung in ein normale» Berufsleben und Gewährung politische Gleichheit die Hoffnung auf eine bessere Zukunft zu stärken. Wenn dann durch wirtschaftliche Vereinbarungen zwischen Deutschland und Oesterreich der Lebens pandard erhöht wird und die Benachteiligung der oppositionellen Bevölkerungsschichten im wirt-schaftlichen Leben aufhört, ist eine wirkliche Be-friedigung möglich. Es ist anzunehmen, daß auf beiden Seiten Haß und Zwietracht abgebaut werden und Kanzler Kurt o. Schuschnigg noch einige Scharfmacher in seinem Lager entfernt. Nur dann kann vermieden werden, daß extremistische Elemente die monistische Opposition stärken. In ruhiger wirtschaft-licher und kultureller Arbeit des deutschen Volkes in Oesterreich wird sich mit der Zeit auch die poli-tische Mitarbeit am Staate selbst einstellen und ent-sprechend auswirken. Das deutsche Oesterreich ist kein Problem der Weltpolitik mehr. Ein Gefahrenherd ist beseitigt. Je mehr Verständnis Regierung und Opposition für di« Größe der neuen Lage aufbringen werden und je großzügiger die Regierung im Entgegenkommen zu ihrer Gegnerschaft ist, desto rascher wird die In-nenlage geklärt und stabilisiert, wodurch dann noch gewisse außenpolitisch« Gefahrenmomente automatisch befestigt werden. Ein Stück neuer Weltgeschichte hat begonnen! Das deutsche Volk in Oesterreich ist in eine neue Episode seiner politischen Entwicklung eingetreten! Besprechungen in Wien und Berlin Wien, 18. Juli. Wie die Politische Korrespondenz erfährt, finden gegenwärtig im Bundeskanzler-amt (Aeußeres) eingehende Besprechungen mit den sachlich daran interessierten Ressortstellen über die Regelung der aus dem Uebereinkommen mit dem Deutschen Reich vom 11. Juli sich ergebenden Fragen statt. Die Beratungen werden in den eisten Tagen der kommenden Woche fortgesetzt und dürften voraussichtlich in allernächster Zeit zum Abschluß gelangen. Berlin, 18. Juli. (DNB). In den letzten Tagen fanden im Auswärtigen Amt und im Reichs-innenministtrium eingehende Besprechungen der be-teiligten Ressorts aus Anlaß des deutsch österreichischen Uebereinkommens vom 11. Juli statt. Es wurden neben dem Reiseverkehr die Frage pressepoliiischer Bedeutung erörtert. Zur neuen Regelung des Reise-verkehre» nach Oesterreich werden demnächst neue Bestimmungen ergehen, bis zu deren Erlaß die bis-herigen Vorschriften in Gestung bleiben. Die Rückkehr Dr. Stojadinoviö' nach Beograd Beograd, 20. Juli. Ministerpräsident und Außenminister Dr. Stojadinovii und Heeres- und Marineminister General Maric sind gestern abend nach Beograd zurückgekehrt. Sie weilten bekanntlich mehrere Tage auf einer Inspektionsreise. Dr. Friedrich Bracic Einst und jetzt IX. Planina-Montprei« (Fortsetzung) Di« Cillier Grafen behielten Montparis bis zum Aussterben ihres Gc'chlechtes. Sie verwalteten die Herrschaft durch Burggrafen; verweilten jedoch hier nur zur Zest großer Jagden in den damals wildreichen Wäldern. Nur Friedrich II. verbrachte hier manch glück-lichen Tag mst Äeronica. Damals war Pfarrer da-selbst Johann Suliulamp, welcher die Beiden heim-lich getraut hat. Friedrich H. stiftete in der Burg die dem Hlg. Pankratius geweihte Kapelle, in welcher der Pfarrer des Marktes wöchentlich ein« Messe zu lesen hatte. Als bei einem großen Brande vor 1452 der Pfarr-Hof zu Grunde gegangen und die Pfarre in die Stunde entfernte Ortschaft So. Vid-St. Veit übertragen worden war. schenkte Friedrich der Kirche ein Hau« im Markte, damit der Pfarrer hier eine gute Unterkunft habe. Ueberdie» bestimmte er ein Benefiz für den Kaplan, welcher dafür auch einmal wöchentlich in der Burg die Messe zu lesen hatte. Der olympische Stassellauf Am 20. d. M. nahm von Olympia aus d« olynwlsche Staffellauf seinen Anfang. 60 jung« griechische Sportler leisteten den olympisch en Schwur, worauf der Aufruf Couberfins verlesen wurde. Punkt 12 Uhr ertönten Posaunen- und Fanfaren-klänge, ein Zeichen zum Beginne des Laufes. Der erste Läufer entzündete an der heiligen Flamme die erst« Fackel, nahm da» Dokument d«, Aufrufe« Coubertin» und «inen Oelzweig in Empfang und lief ab. Der Fackellauf nach Berlin (A) Athen, 20. Juli. Die Athener Agentur meldet: Da» Olympische Feuer wird an der griechisch-bulgarischen Grenze von den bulgarischen Sportlern übernommen werden, zugleich auch ein Protokoll, das Grüße an die bulgarischen, jugoslawischen, un-garischen und die Sportler oller berührten Länder enthält. Zur gleichen Stunde... Berlin, 20. Juli. In demselben Augenblick, da in Olympia die Olympische Fackel entzündet wurde, fand im Olympischen Dorf in Döberitz eine Feier statt, der alle bisher eingetroffenen Olympia-kämpf« beiwohnten. Im Berliner Rathause fand eine Festsitzung statt. Kleine Entente, Balkanbund und Montreux Montreu*, 21. Juli. Der rumänische Außen-minister Titulescu, der gestern früh hier eintraf, sprach sich gegenüber Pressevertretern sehr optimistisch au». Die Genugtuung, welche die Türkei mit dem neuen Meerengenabkommen erhalten habe, sei nicht nur der Türkei, sondern auch der Balkanentente zu-gedacht. — Hier verweist man darauf, daß die Türkei sich von der Auslandskontrolle freimache und vollkommen Herr im eigenen Hause werde. In sämtlichen Kreisen in Montreui wird der Erfolg der Politik internationaler Gesetzlichkeit betont, die heute von den Völkern der Kleinen Entente und der Balkanentente betrieben werde. Diese Völker allein trügen in die Politik der internationalen De-mokratie Dynamismus, Ernst und Temperament hinein. Die Abwesenheit Italiens habe ihre Be-deutung. Dies sei die erste Konferenz bei der Italien nicht mitwirke und von der man jage, daß sie ihr« positiven Ergebnisse erzielt habe. In einem Augen-blick, da Revisionismus und die Politik der voll-endeten Tatsathen ihr« Ergebnisse festzulegen ver-suchten, stelle die Konferenz eine große Kundgebung der pazifistischen Politik, des Status quo, der terri-torialen Unantastbarkeit und der internationalen Berechtigtest dar. Der Widerhall von Montreu» (A) Ankara. 20. Juli. Die Anatolische Agentur meldet: In der ganzen Türkei hatdasinMon-treu* erzielte Einvernehmen Begeisterung heroorge-rufen. Im Augenblick der Unterzeichnung werden in allen türkischen Städten Kundgebungen stattfinden. Zahlreiche Abordnungen rüsten zum Besuch der ein» zelnen geschichtlichen Orte an den Meerengen. Nach dem Aussterben der Cillier erbte Kaiser Friedrich III. auch Montparis, das ihm von der Witwe Ulrichs II. Katharina, am 15. Dez. 1457 in Graz übergeben wurde. Ueber hundert Jahre schal-teten nun auf der Burg landesfürstliche Pfleger. In dieser Zeit haben die Türken zweimal die Beste vergeblich belagert, sie haben dieselbe aber auch zwei-mal gründlich geplündert (1476 und 1494). Im Jahre 1550 wurden Markt und Burg Opfer eines verheerenden Brandes, welcher viele Urkunden vernichtete. Nach dem Urbar vom Jahre 1452 hatte die Burg einen eigenen Knecht, welcher mst einem Pferde das erforderliche Wasser hinauf-zuschaffen hatte. Erzherzog Karl gab 1564 die eigene Verwaltung aus, und verpachtete die Herrschaft samt dem Amt« in Tyver (Laöko) für 18.137 fl auf lebenslang an Jobst Josef Freiherr von Thurn. Dieser wandelte die Pankratiuskapelle in eine Speisenkammer um. Im folgte als Pächter Georg Ainkhurn (1576), Herr auf Hasperg zu Lubegg, welcher viel für Er-neuerung tat. Er erbaute eine Halle, einen neuen Stall, deckte «in«n Turm ein, vergrößert« die Fenster und stellte die Kapelle wieder her. Der nächste Pacht-nehmer war 1579 Urban Ainkhurn, welcher die Herrschaft mst erzherzoglicher Genehmigung auf 13 Jahre dem Hieronymu« Urbanitsch versetzte. Die- Zum Umbruch in Oesterreich E« war vorauszusehen, daß da« zwischen der Re- Iierung de« Dritten Reiches und der österreichischen Bundesregierung abgejchloisene Abkommen alle jene Kreise, die gewohnt sind, im Trüben zu fischen, nicht befriedigte. Dem Kampfe gegen das neue Deutschland wurde «in wesentliches Stück Boden entzogen. Immerhin sind jene Kräfte, di« haßerfüllt und unerbsttlich in diesem Kampfe stehen nicht an Mitteln verlegen, den neuen Umständen angepaßt ihrer Aufgabe nachzugehen. Die in Wien erscheinende Emigrantenzeitschrifl „Der Christliche Ständestaat", die noch vor wenigen Wochen erklärte, dieses Hitler-Deutschland könne weder politisch, noch wirtschaftlich und kulturell zur Mitarbeit im Donauraum heran-gezogen werden, verkündet berest«, daß da« Abkommen den „Entscheidungskampf auf der weltanschau-lichen Ebene nicht irgendwie tangieren" könne. Der Kampf gegen die „Häresie Nationalsozialismus" gehe weiter. In diesem Kampfe verlaufe die Front-stellung nicht längs der deutsch österreichischen Grenze, sondern mitten durch das Volk zu beiden Seiten dieser Grenze. Daneben betrachten diese Kreise al« „größte und konstrukiive Aufgabe der Gegenwart die Versöhnung der linksgerichteten Arbeiterschaft mit Oesterreich" und die „Wiederherstellung der legitimen lande»fürstlichen Gewalt, die Rückkehr des Kaisers". Die Rückendeckung soll durch eine Anbiederung an den Heimatschutz gefunden werden. Wir registrieren vorderhand diese Zielsetzung, ohne dazu Stellung zu nehmen. Auf keinen Fall sind aber diese Ziele geeignet, den zwischen Berlin und Wien geschlossenen Frieden zu untermauern und so wie wir bis zum 11. Juli d. I. die Poli-tik des Ballhausplatzes bekämpft haben, werden wir nach dem 11. Juli alle das Abkommen störenden Elemente bekämpfen. Starhembergs Kompetenz Di« „Araber Zeitung" zerbricht sich den Kopf über den Kompetenzkoller des Fürsten Starhemberg, der die Aeußerung seines Nachfolgers im österrri-chischen Vizekanzlerstuhl, der österreichische Heimat-schütz nehme da» deutsch österreichische Abkommen bedingungslos an, als inkompetent erklärte, weil er der Führer ist und daher auch nur er so etwa« sagen könne. Starhemberg hatte noch die Unoer-frorenheit, zu der Erklärung des Vizekanzlers hinzu-zufügen, daß dies wohl seine Prioatmeinung sei. — Es gibt kaum einen Deutschen, der sich des österreichisch- deutschen Abkommens nicht aus ganzem Herzen freut und dennoch gibt es „deutsche" Poli-tiker, die auch daraus und aus der Stellungnahme dazu eine Kompetenzfrage machen, die geeignet ist, Widerspruch und Zwist herbeizuführen. Es ist ganz gleichgültig, was Herr Starhemberg als „Führer^ des durch die Wehrmacht überflüssig gewordenen Heimatjchutzes sagt, darum ist es um o sonderbarer, daß er den gegenwärtigen Vizekanzler mit seiner „Prioatmeinung" einfach desavouiert. Zu den kommenden Begnadigten in Oesterreich wird auch Dr. Rintelen gehören. In Frankreich breitet sich die Streikbewegung der Landardeiter immer weiter au». ser erhielt aber schon 1588 den Auftrag, Herrschaft und Amt den Valvasor'schen Erben zu übergeben. Käufer war Mai Anton Moscon, dessen Mutter eine geborene Valoasor war. In dieser Familie, welche später geadelt worden ist, blieb Montparis bis zum Jahre 1769. Im Jahre 1635 empörten sich unter Veit und Georg Moscon auch hier die untertänigen Bauern gegen die Herrschaft. Die Rebellen drangen in die Burg ein und verwüsteten sie teilweise. Weil aber die ihnen zugesagte Hilfe aus dem Sanntale au«-blieb, wurden sie bald überwältigt. Von 1^44 an wütete hier durch zwei Jahre die Pest, welche an 1000 Personen hinraffte, darunter auch den Kaplan, während der an dieser Seuche ebenfalls erkrankte Pfarrer davon kam. Unter Johann Hörwart Freiherr von Moscon wurde 1681 das in Bischer» steirischem Schlösser-buche aufgenommene Bild der Burg gezeichnet. Dar-nach war die Burg zwei Stockwerke hoch, hatte drei Türme und Fenster tn verschiedener Größe. Im Jahre 1769 kaufte die Herrschaft Franz Anton Protasi, 1770 in den Freiherrnstand erho-den, für 78.000 Gulden. Er war insoferne ein Sonderling, als er seinen Untertanen und Auge-stellten die Ehe mst unehelich geborenen Mädchen verwehrte und einem Untertanen, welcher sich dieser Nummer 59 Deutsche Zeitung Seite 3 Visumfrei zu den Olympischen Spielen Da» „Deutsche Verkehrsbüro in Beograd" meldet, daß die jugoslawischen Olympiabesucher kostenfreie Visa für die Durchreise durch Oesterreich erhalten, wenn sie sich mit einer Eintrittskarte oder auf eine andere Art legitimieren können, daß sie zu den Olympischen Spielen fahren. Bürgerkrieg in China vermieden Hongkong, 18. Juli. Die Regierung von Kanton hat kapituliert. Die gesamten Luftstrettkräst« der Südarmee waren zur Nanking > Arme« überge-gangen, so daß Kanton kein Mittel zur Verteidigung vor Lustangriffen besah. Da AbteUungen der Nordarmee im Vormarsch auf Kanton begriffen waren und die Möglichkeit bestand, daß eine Luft-flotte drr Nanking - Armee Kanton vernichte, ent-schloß sich die Kanton - Regierung zur bedingungs-losen Kapitulation. Damit ist ein Bürgerkrieg in China vermiedtn. Ein Spiel mit Kriegsziffern Tschechische Blätter teilen mit, daß nach einer Zählung einer Budapester Zeitung die Staaten der Kleinen Entente im Kriegsfalle im Ganzen 4.3 Mil-Honen Soldaten mobilisieren könnten. Mit Frank-reich und Belgien wäre die Kleine Entente imstande. 8.9 Millionen Soldaten ins Feld zu werfen und außerdem gleich 8300 Flugzeuge aufsteigen zu lassen. Demgegenüber könnten Deutschland. Italien, Polen, Ungarn, Oesterreich und Bulgarien 7.4 Millionen Soldaten mobil machen und dem Gegner 5000 Flugzeuge entgegenstellen. Nicht berücksichtigt sei hier aber die ungeheure Macht Sowjetrußlands, die über eine Millionenarmee und über gewaltige Luft-preitkräfte verfüge. Bayreuth im Zeichen der Festspiele 193« Mit dem Ablauf der Generalprob« zum Parsi-fal am Mittwoch steht die Wagnerstadt nunmehr unmittelbar vor dem Beginn der Bayreuther Fest-spiele 1936. Schon beherbergt die Gaustadt der Bayerischen Ostmark eine größere Zahl auswärtiger und auch ausländischer Musikfreunde. Die Ober-leitung liegt in den Händen von Frau Winifred Wagner, die Gesamtinszenierung führt der General-intendant der Preußischen Staatstheater Heinz Tietjen, d«r musikalische Leiter des ersten Spielabschnittes ist Staatsrat Dr. Wilhelm Furtwängler. Die Programm-folge begann am Sonntag, dem 19. Juli, mit der Aufführung von Richard Wagner» romantischer Oper „Lohengrin". Friedrich Jung-Berlin, als Leiter der Chöre, Professor Carl KittelBayreuth als Leiter der musikalischen Vorbereitung. Emil Preeto-rius>München als Leiter der Gesamtausstattung von Lohengrin wirkten mit, sowie die bekanntesten und besten Solisten und Solistinnen Deutschland». In den evangelischen Kirchen zu Wien, in Nie-derösterreich und in Burgenland wurde ein Hirten-brief verlesen, in dem Bischof Dr. Heinzelmann seiner tiefen Freud« über die Wiederherstellung gut« nachbarlicher und freundschaftlicher Beziehungen zwi-schert Oesterreich und Deutschland Ausdruck gibt. Anordnung widersetzen wollte. 25 Stockstreiche ge« den ließ. Unter ihm gab es einen „Sturm im Wasser-glase." Die unzufriedenen Untertanen verbanden sich, als ihre höherenort» angebrachten Beschwerden feine Abhilf« schufen, mit jenen von Loka und Sevnica-Lichtenwald. Sie bedrohten die Burg, doch zerstreu-ten sie sich bald, als Protasi seine 15 Soldaten scharf schießen lieh, und dadurch zehn Rebellen ver-vundet worden sind. Protasi starb 1794. 77 Jahre alt. Sein Sohn, Joses Kasimir (1794—1823) ließ mit großem Kostenaufwand« die Burg ausbessern. Er erbaute 1822 im Markte die Volksschule, welche heuie noch benützt wird. Er verkaufte der Cillier Etadtgemeinde das Hau» „auf der Schütt Rr. 50" (jetzt Deckov trg), in welchem da» neu errichtete Kreisgericht untergebracht wurde. Jetzt amtiert dort das jresko nocelstvo (Bezirkshauptmannschaft). Bei seiner großen Freigebigkeit geriet Protasi jedoch 1823 in Konkur«. Da sich kein Käufer fand, wurde für die Herr-schaft eine Güterlotterie ausgeschrieben. Da» Lo» kostete 10 Gulden; doch war die Bestimmung ge» troffen worden, daß sich der Gewinner mit 250.000 Gulden abfinden könne. (Schluß folgt.) Tschechoslowakei Prag, Juli 1936. Da» am 11. Juli d. I. getroffene Abkommen zwischen Berlin und Wien darf als glücklicher Bei-trag zum Ausgleich der Spannungen im Donau-räum betrachtet werden. Es ist umso höher zu wer-ten, als die ansonsten so geschäftige tschechoslowakische Außenpolitik, die der Initiator einer angestrebten antideutschen Blockbildung im europäischen Südosten gewesen ist. so gut wie gar keinen Anteil daran hat und in diesem Rennen um Oesterreich abfiel. Wie-wohl die ersten Stimmen der Proger Regierung«-presse den deutsch-österreichischen Ausgleich mit etwa» süßsaurer Miene dahingehend verzeichneten, daß da-mit die Frage der legitimistischen Hadsburger-Rück-kehr nach Oesterreich ein für alle Mal unter Tisch gefallen ist, lassen sie doch erkennen, daß die Pra-ger Außenpolitik vor überraschende Tatsachen gestellt worden ist. Der Benesch-Plan einer südost-europäischen Staatenblockbildung. womit der Zweck verfolgt w«r-den sollte, das Deutsche Reich politisch und wirt-schaftlich im Donauraum auszuschalten, ist nicht ge-jungen. Die Tschechoslowakei sieht sich vielmehr heute selbst den Gefahren einer solchen Isolierung ausge-setzt. Aber auch in Moskau, das in dieser Hinsicht so große Hoffnungen auf die Tschechoslowakei setzte, wird man jetzt erkennen müssen, wie recht schon Wilhelm Busch hatte, der einmal jagte: „Erstens kommt es anders — zweiten» al» man denkt!" Die von Moskau aus über die Tschechoslowakei hin-weg gegen Mitteleuropa, vor allem aber als Drohung gegen Deutschland gedachte, vorgestreckte rote Faust de» Bolschewismus ist nunmehr in die Umklamme-rung des geschlossenen deutschen Lebensraumes hin-eingeraten. Das weiß und fühlt man heute in Prag ebenso gut wie in 'Moskau. Dieser Schachzug gegen die letzten und geheimsten Absichten, welche der Bol-schewismus im Verzüge seines Bündnisses mit der Prager Burg seit mehr als einem Jahr im Donau-räum angestrebt hat, ist ein weiterer Beweis dafür, welche sieghafte Kraft der weitschauenden Friedens-Politik der Führung des neuen Deutschland zuei-gen ist. Durch das deutsch-österreichische Abkommen wurde nicht nur ein schmerzlich empfundener Zwist zwischen zwei deutschen Staaten beigelegt, sondern im weite-ren Sinne ein ruhender Pol geschaffen, der nach und nach günstige Einflüsi« in die bisherige politi-tische Umstrittenheit der Donauraumfragen auszustrah-len vermag. Jedenfalls aber wurde ein nicht zu un-terschätzender Beitrag zur Frage des politischen Selbstbestimmungsrechte» geliefert, dem die feiner-zeitigen Konferenzen zu Versailles, Trianon und St. Germain im Donauraum eine von völlig fal-schen Voraussetzungen ausgehende und gerade da-rum bis heute sich unheilvoll auswirkende staatlich« Ausrichtung zuteil werden ließen. Es wird die Zeit kommen, wo auch hier die politische Vernunft siegt und ein weiterer Quaderstein in das Werk einer dauernden europäischen Befriedung gefügt werden kann. Kurze Nachrichten Ministerpräsident Dr. Stojadinovic ist am 21. d. M. nach Bled gekommen. Innenminister Dr. Ko-rosec weilt schon seit einigen Tagen in Begunje. Große Freude herrscht in der Türkei über die Lösung der Dardanellenfrage. Nach Zeiwngsberich-ten vollzieht sich der offizielle Einmarsch der türki-schen Truppen unter großen Feierlichkeiten. Bon einem Augenzeugen aber erfuhren wir, daß die Dardanellen schon seit Monaten von türkischen Truppen besetzt sind. # In Madrid und im übrigen Spanien soll es so grausam zugehen, wie zur Zeit der Revolution im Jahre 1917 in Moskau und im übrigen Ruß-land. * In der Umgebung von Hamburg fanden groß« Luftübungen statt, an denen mehrere Geschwader Militärflugzeuge und Fliegerartillerie teilnahmen. • Anläßlich des Todestages Dr. Dollfuß muh die österr. vaterländische Bevölkerung die Straßensenster mit Kerzen beleuchten. ♦ Bei den Davis - Pokal - Spielen siegten die Au-stralier über Deutschland mit 4:1 und treten nun mtt den Engländern um die Weltmeisterschaft an. Die Eröffnung der Deutschland-Ausstellung Berlin, d«n 20. Juli 1936 Die Ausstellung „Deuiichland", die während d«r Olympischen Spiel« gtöffnet sein wird, ist am 18. Juli dulch «ine Rede des Propagandaminister« Dr. Goebbels eröffnet worden. Der Feier wohnten Mreich«^ Diplomaten und Vertreter de» öffentlichen Der deutsche Minister hob in seiner Rede d«n außerordentlichen Umfang und die Vielseitigkett der Ausstellung hervor. Nur die Tief« der Umwälzung, die sich vor 3'/, Jahren vollzogen hat, habe ein« solch« Ausstellung ermöglicht. Dem Aufruf, sich an der Ausgestaltung der großen Schau zu beteiligen, hab« sich im neuen Deutschland niemand versagen können. Dr. Goebbels bezeichnete es al» da» Wesen der Ausstellung, daß die Tatschen selbst zu Wort« kom-men. D«r vom Führer und Reichskanzler Adolf Hitler eingeleitete Vierjahresplan habe eine doppelte Aufgabe enthalten, nämlich die Rettung de» deut-schen Bauern zu Erhaltung der Ernährung?- und damit der Lebensgrundlage der Nation und weiter die Rettung des deutschen Arbeiters durch einen umfassenden Angriff gegen die Arbeitslosigkeit. Die starken Energien, die von zahlreichen ausländischen Besuchern in Deutschland festgestellt werden, erklärten sich daraus, daß da» deutsche Volk wieder «in Ziel vor Augen habe. Der deutsche Minister wandte sich dann an die zu erwartenden ausländischen Besucher. Es sei da» friedlich schaffende Deutschland, da» sich in dieser Ausstellung selbst schildere. Andere Völker können daraus, wie ein Volk sein Leben aufsaßt und ge-paltet, für sich selber gewisse Anregungen gewinnen. Ein solches Eingehen auf die Leistungen und Be-strebungen anderer Völker sei mit der Liebe zum eigenen Volt und dem eigenen Vaterland durchaus vereinbar. Die 8. Amerikafahrt des „Graf Zeppelin" (A) Frankfurt, a. M, 20. Juli. (DNB) Das Luftschiff „Graf Zeppelin" ist heute zu seiner achten regelmäßigen Amerikafahrt aufgestiegen. Sämtliche Kabinen sind besetzt. Bei der Rück-kehr wird das Luftschiff die letzten Teilnehmer für die Berliner Olympiade aus Südamerika, die bis-her noch nicht abgereist sind, nach Europa bringen. Im Jahre 1928 gab es in Deutschland rund 342.000 Personenkraftwagen und weitere 438000 Krafträder. Dies« Zahlen haben sich im Jahr« 1335 auf 796.000 bzw. 1,059.000 gehoben. Für die B«-förderung auf weite Strecken spielt di« Eisenbahn nach wie vor bei weitem die wichtigste Rolle. Das DNB meldet: Der Brotpreis wird in Frankreich ab 22. d. M. um 20 Centimes erhöht. Aus Stadt und Land gelle Hoher Besuch in Celje. Mittwoch kam Ministerpräsident Dr. Milan Stvjadinooit nach Celje. Während seines Aufenthaltes im Hotel „Europa" begrüßten ihn der Bezirkshauptmann und der Polizeichef. Daraus fuhr der Regierungschef weiter, gegen Latzko. Badepreise in den städtischen Bade» anftalten. Im Herren- und Damenbad an der Sann: Dauerkarten mtt Wäsche 150 Din, ohne Wäsche 62 Din. 12 Bäder mit Wäsche 40. ohne Wäsche 15 Din. 1 Bad mtt Wäsche 4, ohne 1/50 Din. Kinder bis zu 14 Jahren mtt W. 050 Din. Im Dianabad: Eine Dauerkarte mit Wäsche 90, ohne Wäscht 40 Din. 12 Bäder mit Wäsche 25, ohne Wäsche 10 Din. 1 Bad mit Wäsche 3, ohne W. 1 Din. Kinder bis zu 14 Jahren: 1 Bad mit Wäsche 150, ohne Wäsche 050 Din. Dauerkarte für Studenten 20 Din. Boot Stunde 2 Din. Autoausflug und Hl. Christophoru»-feier im Logartal. Di« Sektton de» Sutoklub» Ljubljana, zu der auch Celje gehört, vel anstaltet Sonntag, den 26. d. M einen Ausflug ms Logar-tat. Dort findet um 11 Uhr vormittag ein« Feier des Aulofahrcrschutzheiligen tt.'.iri!ijphc>ru5 statt. Dazu sind alle Automobilisten, Mitglieder und Nicht-Mitglieder, aus Celje und aus dem Sanntal ein-geladen. Zuschneidet»» in Celje. Die Mariborer Geschäftsstelle des Gewerbeförderungsinstituts der Seite 4 Deutsche Zeitung Nummer 59 Gewerbe- und Handelskammer beabsichtigt, in Celje einen Zuschneidekurs mit Verwendung des Zuschneide-winkeis „Reform" zu veranstalten, wenn sich für den Kurs genug .Teilnehmer melden. Die Teilnahme am Kurse, welcher auf 20 Vortragsstunden berechnet ist, ist für die Abnehmer des Lineals kosten' frei. Die Vorträge besorgt der Erfinder des Lineals, Herr Friedrich Schauer, aus Kocevje. Die Interessenten wollen sich spätestens bis 28. d. M. bei der Kleidermachergcnossenschaft in Celje oder bei der oben angeführten Geschäftsstelle in Maribor melden und bekommen sohin eine schriftliche Verständigung über den Kursbeginn. Aufgenommen werden Herren-und Damenkleidermacher sowie deren Gehilfen (Ge-hilfinnen). Die nächste Gemeinderatssitzung findet Freitag, den 24. d. M., um 6 Uhr abends statt. Todesfall. In Solcaoa, vor dem lieblichen Logartal, starb am 21. d. M. der allen älteren Touristen gut bekannte 81jährige Gastwirt und frühere Postmeister Christian Germel-Sturm. Der Bezirksstrahenausschuh von Celje legte für das Jahr 1936/36 folgenden Bericht dar. Einnahmen 2,816.636'72 Din und 2,568.814 90 Din Ausgaben, hiemit einen Ueberschutz von 247.815 Dinar. Das städtische Krankenhaus wird immer stärker in Anspruch genommen; besonders die chi-rurgische Abteilung, am Montag wulden dort gleich 22 neue Kranke aufgenommen. Augenblicklich be-herbergt da» Krankenhaus rund 300 Kranke. Bis zum 21. d. M. wurden im ganzen 4450 Kranke aufgenommen. Installierungsaebeiten in der städtischen Bürgerschule werden von der Stadlgemeinde aus-geschrieben. Nähere» ist am „Schwarzen Breit" der Stadthauptmannschaft ersichtlich. Kino Union. Donnerstag und Freitag „Operator 13". Maribor Verwüstungen der Peronospora. Heuer leiden die Weingärten in der Umgebung von Ma-ribor sehr! stark unter der Peronospora, die seit 50 Jahren nicht mehr solche Verheerungen angerichtet hat wie in diesem Jahr. Einige Weingärten werden überhaupt keinen Ertrag geben. Im allgemeinen dürfte der diesjährige Ertrag kaum die Hälfte des vorjährigen erreichen. Das Umsichgreifen der Pero-nospora begünstigt die abwechselnd nasse und heiße Witterung. Fachleute empfehlen das Bespritzen und Beschneiden der Rebstöcke. Bestimmungen und Erläuterungen für die Besucher der V. Mariborer Festwoche. Die Generaldirektion der Staatseisenbahnen hat den Besuchern der Jubiläumsoeranstaliung der V. Mariborer Festwoche, welche vom i. bis la Wisetler-Wein Q-_ Liter Din 0 Im Basthause M. Janiek, Za KrtsijO U Uebereeugen Sie sieh t 194 9. August 1936 stattfindet, eine 50"/oige Fahrpreis-ermäßigung zuerkannt. Die Fahrpreisermäßigung gilt für die Hinfahrt vom 30. Juli bis 9. August und für die Rückfahrt vom 1.—11. August 1936. Be-sucher der V. Mariborer Festwoche, welche diese Begünstigung genießen wollen, müssen auf der Adfnhrtsjtalion oder beim „Putnik", — ausländische Besucher an der jugoslawischen Grenz-station, — eine direkte Fahrkarle bis Maribor lösen und außerdem die Eisenbahnlegitimation K 13 zum Preise von 2 Din anschaffen. Die Fahrkarte darf in Maribor nicht abgegeben werden, da die-selbe, in Verbindung mit der Eisenbahnlegitimation, auf welcher der Besuch der V. Mariborer Festwoche bestätigt wird, zur freien Rückfahrt bis zur Aus-gangsstation berechtigt. Eintrittskarten für die V. Mariborer Festwoche find in Maribor selbst er-hältlich. Eintrittskarten für auswärtige Besucher: Besuchern, welche für die die Fahrkarte bis 15 Din zahlen, wird der Besuch auf Grund einer einfachen Tagescinlrillskarte zu 5 Din bestätigt; für Fahrkarten von 15 bis 25 Din auf Grund einer Ein-trittskarte zu 10 Din, welche 2 Tages- und 2 Abend-besuche gewährt: für Fahrkarten von 25 bis 60 Din auf Grund einer Eintrittskarte zu 15 Din, welche zu 3 Tages- und 3 Abendbesuchen berechtigt, und schließlich für Fahrkarten über 60 Din auf Grund einer Eintrittskarte zu 25 Din, welche 6 Tages- und 6 Abendbesuche ermöglicht. Diese Eintrittskarten lauten auf Namen und sind unübertragbar. Aus-wältige Besucher verweisen wir auf das Wohnungs-amt der Mariborer Festwoche, welches während der ganzen Dauer derselben Tag und Nacht am Bahn-steig des Hauptbahnhofes bei dcr Erpositur des „Putnik", Tel. 26 69, amtiert. Eintrittskarten für Einheimische und alle jene, welche die Fahrpreis-«Mäßigung nicht in Anspruch nehmen: Eintrittskarte für einmaligen Tagesbejuch 5 Din, für einmaligen Abendbesuch 3 Din: Kinder mit Schullegitimation und Soldaten für einmaligen Tages- oder Abend» besuch 2 Din. Dauerkarte, welche zu 10 Tages- und 10 Abendbesuchen berechtigt, kostet 25 Din. Koöeoje Meisterprüfung. Au» Stara cerkev (Mitter-dorf) wird uns berichtet, daß Herr Hermann Jurman aus Gottschee die Meisterprüfung im Schneidergewerbe mit gutem Erfolg abgelegt hat. Wir gratulieren! Slovensta Bistrica Aus der Geschäftswelt. Der Friseurmeister Herr Johann I i l g hat den Friseursalon des Herrn Franz A p a c n i k käuflich erworben und beabsichtigt, ihn mit einer Herren- und Damenabteilung weiter-zuführen. Sport Welche Leichtathleten^ fahren nach Berlin? Zagreb, 20. Juli. Sonntag nachmittag fand im Niaksimir Stadion ein letzter Ausscheidungswett-bewerb der Leichtathleten statt, an dem Wettbewer« ber aus Zagreb, Beograd, Ljubljana, Novi Sad, Pancevo und Varazdin teilnahmen. Nach diesem Wettbewerb wird der Jugoslawische Leichtathletik-verband die Mannschaft für die Berliner Olympiade aufstellen. Einige neue jugoslawische Rekorde wurden auf-gestellt. Im 400-m-Hürdenlauf stellte Pletersek (Pri« morje, Ljubljana) mit 57 Sek. einen neuen jugo» slawischen Rekord auf. Die größte Ueberraschung gab e» im Speerwerfen, wo der von Messner 1928 erzielte Rekord Überbuten wurde. Markuöic (Slavija. Varazdin) erzielte eine Weite von 59.42 m. Auch im Dreisprung verbesserte Mikic (Jugoslavija, Beo-grad) seinen eigenen Jugoreloid auf 14.14 m. Reise und Verkehr Autobusausflüge! Putnik Celje veranstaltet mit dem neuen beque-men offenem Autobus der Stadtgemeinde Celje ver» schieden« Ausflüge u. zw. Am 1.—2. August nach Rattce-Fuzine-Weißen-felser-Zeen unterm Mangart. Abfahn von Celje am 1. August um 14 Uhr vom Bahnhof. Der Fahr-preis delrägt hin und zurück Din 100.— pro Person einschließlich aller Tcucen zur Grenzüberschreitung. Anmeldungen bis 28. d. M, 12 Uhr mittag. Am 14.—16. August nach Podkoren Villach-Spitlal - Iselberg - Heiiigenblut > Franz - Josefs - Höhe (Großglockner). Abfahrt von Celje am 14. August um 14 Uhr von« Bahnhof. Der Fahrpreis beträgt hin und zurück Din 230.— pro P«son einschließlich der Toren der Grenzüberschreitung. Die Tore für die Hochalpenstraße bezahlt jeder Reisende in Oester-reich (Ähilling 8.—). Am 6.-8. September. Krani-Tarvis-Tolmezzo-Dolomiten - Cortina d' Ampezzo - Misurina - Toblach-Lienz-Klagenfurt-Celje. Abfahrt von Celje um 6 Uhr früh. Hin- und Rückfohrpreis einschließlich aller Taren für Grenzüberschreitung Din 240.— pro Person. Wir empfehlen dem p. t. Publikum rascheste An-meidung. da für oben genannte Routen schon großes Interesse herrsch! und die Fahrten auch wirklich gün-stig. preiswert und bequem sind. Alle näheren In-formationen bei Putnik, Celje, Aleksandrov trg 2, Tel. 119. — Außer den oben angeführten Auto-busfahrten sind für Mitte September noch folgende Fahrten vorgesehen: Triest-Monfalcone-(Doberdob)-Görz, und zur Herbstmesse nach Graz. Das P. t. Publikum wird häßlichst aufmerksam gemacht, dass ich aus der römisch-katholischen Kirche wegen wichtiger gut erwogener Religionsdogmen ausgetreten und mit meinen Kindern et cum sponsa sua in die Armenokatholische ad Antiocliesia-Kirche übertreten bin. Julij Kor mann Freiherr von Kcraoblcptcs R a d $ m l a c. 22. Juli 1936. HiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiHiiiiiiuiiiuiiiiiimmiuiimiiiiiiiiiiiiii Bilder-Rahmen liefert rasch und billig 195 Prva Celjska Kristalija Qlasschlelferei und Splegelerzeugung Telefon 154 Celje ZaKreslJol4 iiiiiiiiiiimiiHHiiiiiiiiiuiiiituiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiimimiiiiii Grapholofl, Chirosoph 1 empfängt täglich von 9-12 u. 14-19 Uhr Bleibt in Celje bis I. August Adresse: Celje, Hotel Evropa, Zimmer 19 Villa in Celje herrliche Lage, schöne Aussicht, mit Baumaterial und Umbauplan, eventuell auch neben der Villa liegende Parzellen günstig zu Turkauseu. Anzufragen bei G. bimono-viö, Zagreb, I'antortak 53-1 201 Mädchen für Alles brar, mit etwas Kackkenntnissen wird gesucht. Adressen sind in der Verwaltung dos Blattos zu hinterlegen. Absolvierte Bürgerschülerin wünscht bei Kindern unterzukommen, um die deutsche Sprache zu erlernen. Ohne Entlohnung, lediglich für freie Kost und Wohnung. Anzufragen in der Verwaltung dua Blatt««. 2U4 Schöne 3-ZinimerwoliDung ab 13. August in der Aäkorcera ulica 15 zu vermieten. Anzufragen dortselbst bei Zamp&rutti 196 1900 1936 SPAR- UND VORSCHUSSVEREIN GESCHÄFTSSTUNDEN TÄGLICH VON 8 BIS £13 UHR REGISTRIERTE GENOSSENSCHAFT MIT UNBESCHRÄNKTER HAFTUNG TELEFON 213 IN CELJE GLAVNI TRG 15 POSTSPARK ASSEN KONTO LJUBUANA 11.176 // GIROKONTO BEI DER NARODNA LANKA. 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