Nr. 4l. Dienstag, 19. Februar 1907. 126. Jahrgang. Mbacher Zeitung P,«»»«eration«preis: Mit PostVersen du n „: ganzjährig 8N X, halbjöbria »2 li. Im Kontor: ganzjährig » I, halbjährig «1 X. Für die Zustellung <»s Hnus ganzjährig 2 «. — Insertlousaebühr: ssür llcine I»!erale b<« zu 4 Zeilci! 50 t,. gröürrs pcr Z^üe >ü »,; dri üfters» Wirdrrliulluilir» per Zeile 8 l>. Die «Lailiacher Zeitung» erscheint täglich, mit «»«»ahme dc. Sonn u»d F^irrlage. Dic Ndmlnlstrallou bcsi»b«< sich ifungichplay Nr, «, die Medallion Vlllmaüügllsir Nr, w, Eprrchs!»»d!',! bor N^daltiu» von 8 bis 10 Uhr vor mitwg«, Unlicmlil'llr Briefe werde» »ich! nünriwmi,»'!,, Mainsllipl^ »ich! zurüclgcftcllt. ^ ^- Amtlicher Heil. Z. 769M. Razglas. Na podstavi Najvišjega patenta z dne 30. januarja 1907. 1. in po naroèilu gospoda ministra za notranje stvari so razpisane obène nove volitve za poslansko zbornico državnega zbora, ki se bodo vršile dne 14. maja t. 1. Eventualno potrebne ožje volitve se^bodo vršile dne 23. maja 1.1. To se daje v zmislu zakona z dne 20. januarja 1907. 1., drž. zak. st. 17, oziroma § 10. volilnega reda za državni zbor, na obèno znanje. Natanènejša doloèila o kraju, dnevu in uri, kje in kdaj se zaène volitev, kakor tudi o uri, kdaj se konèa oddajanje glasov, bodo obsezale izkaznice, ki jih prejmo volilci. V Ljubljaili, dne 19. februarja 1907. C. kr. doželni predsednik v vojvodini Kranjski: Teodor Schwarz s. r. Aundmachung. Aus Grund des Allerhöchsten Patentes vom 30. Jänner 1907 und über Weisung des Herrn Ministers des Innern werden allgemeine Neuwahlen sür das Abgeordnetenhaus des Reichsrates ausgeschrieben, welche am 14. Mai l. I. stattfinden werden. Eventuell nötige engere Wahlen finden am 23. Mai l. I. statt. Dies wird im Sinne des Gesetzes vom 26. Jänner 1907, R.G.Bl. Nr. 17, beziehungsweise des § 10 der Reichsratswahlordnung, zur allgemeinen Kenntnis gebracht. Die näheren Bestimmungen über den Ort, den Tag und die Stunde des Beginnes der Wahlhandlung sowie die Stnnde des Schlusses der Stimmgebung werden die den Wählern zu erfolgenden Legitima-tionskartcn enthalten. Laibach, am 19. Februar 1907. Der k. k. Landespräsident im Herzogtume Krain: Theodor Schwan m. p. Mchtamtlicher Heil. Haagcr Konferenz. Dio von, l.'ussischeu Vevollmächtigten Professor Martens in ^oiidou dargclcqtcn Ansichten haben in don dortigen politischen und Handels-kreisen viel Beifall gefnndcn. Daß er bei der Ve-sftrechumj der verschiedenen Vorschläge die praktische Durchfülirliarleit derselben in den Vordergrund stellte, konnte bei der bekannten Eigenart der Engländer die öffentliche Meinung dieses Landes nnr wohltuend berühren. Man begreift daher, daß Professor Martens die Zeit für eine ersprießliche Ve-Handlung von Abrüstungsfragen noch nicht für gekommen erachtet. Dagegen kann man neben immer stärkerer Heranziehung der Wirksamkeit des Hanger Schiedsgerichtes vor, allein darauf hinarbeiten, eine Mitleidenfchaft, nicht direkt beteiligter Länder bei kriegen nach Möglichkeit auszuschließen. Zwei der schwierigsten Fragen, welche aber gerade in London, zumal in den Handelskreisen, das größte Iirteresse erregen, sind die bessere Begrenzung des Begriffes der Kontrebande und eine geringere Oc-fährdnnq der (Gewässer durch Seckampfmittel. Es erscheint durchaus wünschenswert, anzustreben, daß Nberqrifse genen neutrale Schiffe seiteus der Commandanten von Krieclsfahrzcugcn auf Grund des Verdachtes einer Kontrebandezufuhr möglichst ausgeschlossen werden. Ill diesem Punkte wäre nicht nnr eine genauere Definierling der Begriffe, sondern vielleicht auch dieEinführuna. befriedigenderer, unanfechtbarerer schriftlicher Ausweise anzustreben. Die Art und Erlangung der letzteren müßte freilich jeden Mißbrauch ausschließen und sie müßten durch ihre Klarheit geeignet sein, auf den Führer des .^riegZfahrzeun.es so überzeugend zu wirken, wie sonst auf das Prisengericht, '^nr Verriugerumi. der Gefährdung dnrch Seekampfmittel, schwimmende Minen und dergleichen müßte die Technik d<'r Kon-serenz ihren Beistand leihen. Besonderes Interne erregte die 'Art und Weise, ill welcher Profej,or Martens die Drago-Doktrin berührie, und d'e von chin klar dargelegte Auffassung findet allseitige ^nstmnnung. Die englische Handelswelt ist nicht im geringsten geneigt, leichtfertigen oder übelwollenden Schuldnern eine Immunität zuzugestehen, ^les kaun die Drago-Dottrin ficher nicht, bedeuten, wie Profefsor Martens mit Recht betonte. Auder-jeüs mnß aber eine bewaffnete Selbsthilfe der Macht, welcher die Gläubiger angehören, die schwersten Bedenken erregen, wenn au5 keinem andereu, so schou aus dein Grunde, daß durch die notwendig werdenden Aktionen fast unvermeidlich anderweitige internationale Reibungen entstehen müssen, welche zn verhindern oder zu mildern gerade die Haager Konferenz berufen ist. Es erscheint daher als eine logische Forderung, daß die Erledigung solcher Fälle in erster Linie dem Haager Schiedsgericht unterworfen werden soil. Politische Uebersicht. Laib ach, 18. Februar. Das Kuttenberger Organ des Ministers P a -enk veröffentlicht einen aus Wien datierten Artikel, iil dem erklärt wird, daß es, je eher der nationale ^ w i st im Sinne nachbarlicher Verträglichkeit gelöst werde, desto besser für alle daran 'beteiligten Faktoreil sei. Es handle sich darum geeignete Wege, tue zur Verständigung führen lönnle», ausfindig zu macheil. Vis jetzt Winne sich nichts an; aber es Ware sicher nur von Vorteil für beide Teile, wenn der Faden der Ver-handlnngen über einen nationalen Ausgleich wieder angeknüpft würde. Der Landtag sei hiefür die geeignetste Stätte. Dr. Pacük werde in der kommendeil Session des Landtages eine Nede über die Verständigungsfrage halten Das „Fremdeilblatt" bespricht we voraussichtliche Haltung des Zentrums im neuen 0 cut s ch e n R eichstag , das auch nach dein Wahlsiege des nationalen Gedankens auf den Entwicklungsgang der Neichspolitik maßgebenden Ein-slnß üben werde. Die Ncichsregierung, die von allen kulturkämpferischen Absichten völlig frei sei, werde gewiß nicht den Versuch unternehmen, den Werfall des Zentrums zn fördern. Führt die Ent- wicklung des politischen Lebens ihn jedoch herbei, so werde die Führung der deutschen Politik Wesens lich leichter werden. Einstweilen wird sich die, Neichsregierung darauf verstehen müssen, je nach der Haltuug der größteil Reichstagspartei mit ihr zu regiereu oder ohne sie. Die einfachste politische Klugheit aber verbietet es der Ientrumspartei, den Reichskanzler dazu zu zwingen, daß er gegen sie regiere. Wie mail aus Belgrad meldet, wird ill den dortigen R'egierungskreisen als ein besonderer E» folg der serbischen Anleihe der Umstand betrachtet, daß dieselbe bei der Subskription voll den kleinen Käufern zweifach überzeichnet wurde, wodnrch ihre Placierung in weiteren Schichten deö französischen Publikums gesichert erscheint. Serbien müsse über diese Unterbringung der Anleihe mn so befriedigter sein, als der Zeitpunkt für die Aufnahme der Obligationen durch den französischen Geldmarkt infolge der Besorgnisse des französischen Publikums wegen des vom Fmanzmmister Eaillaur im Parlament eingebrachten Einkolmmil-steuer Gesehentlvurfes ein ungünstiger war. Aus Washin g t 0 n, 17. Februar, wird uns gemeldet: Der Bericht der gemischten Kommissioil beider Häuser des Kongresses ülx'r das Einwand er n u a, s g eseh wurde heute ohne namentliche Abstimmnng vom lVenat angenommen. Da,s Gesetz enthält ein^-n Zusatz, wonach der Prä« sident die Zulassung von Staatsangehörigen eines anderen Landes zum kontinentalen Gebiet der Ver einigten Staaten verweigern kann, wenn die Pässe der betreffenden Einwanderer für ein anderes Land als die Vereinigten Staaten oder für die Insular« besitzullgen der letzteren oder für das Panaina-gebiet lallten, sofern er überzeugt ist, daß die Pässe in einer Weise benutzt werden, welche die Interesse,» der amerikanischen Arbeiter schädigen. Durch diesen Zusatz, mit welchem sich der japanische Gesandte bis zum Abschlüsse eitles neuen Vertrages zwischen Japan und Amerika einverstanden erklärt hat, soll der japanische Zwischenfall erledigt werden. Laibacher Zeitung Nr. 41. 362 19. Februar 1907. Tagesneuigteiten. — (Dcr König auf dem Balle.) Aus Belgrad wird dem „N. W. T." geschriebn!'. Bekannt» lich ist Serbien ein demokratisches Land, in dem es leinen Adel, keine Titulaturen gibt. Alle.in nicht nur in Äußerlichkeiten, sondern auch im gesellschaftlichen Umgang zeigt sich Serbien nach vollem demokratischen Gehaben. König Peter konnt diese Neigung seines Volles und huldigt ihr, wenn er dazu Gelegenheit findet. Diesertnge arrangierte der Belgrader israelitische Frauenverein einen Ball, zu welchem auch König Peter eingeladen wurde. Die Einladung wurde angenommen, und der König, begleitet von einigen Ministern und seiner Suite, erschien auf dem Balle. Als er den großen Tanzsaal betrat und man von ihm das Zeichen zum Beginne des Tanzes erwar» tete, forderte der König die Präsidentin des Vereins, Frau Eddia Bully, zum Kolotanze auf. Bekanntlich ist der Kolo ein Neihentanz. An den tanzenden König schlössen sich bald die anderen Paare, und der König führte die ganze Gesellschaft fast eine Viertelstunde beim Nationaltanze durch den Saal. — (Der Mond als Handlange r.) Unter diesem Titel lesen wir im „Kosmos": Daß die in ter Erde vorhandenen Kohlenlager einmal erschöpft fein lvcrdcn, ist unbestreitbar. Wenn Pessimisten aber daraus den Schluß haben ziehen wollen, daß es dann mit der ganzen Technik, wie mit dem Kultur« leben überhaupt aus sei, so heißt das, den Rapport des Menschengeistes mit den kosmischen und physika. lischen Kräften unterschätzen, die das Weltall beleben und nur darauf zu warten scheinen, in den Dienst unseres Fortschreitens gestellt zn werden. Ein inter» essantes Beispiel dafür berichtet Max Maria von Weber. Der große englisch« Ingenieur Robert Ste^ phenson erbaute von 1846 bis 1850 die berühmte Eisenbahnbrücke vom Festland von Wales über die Mcnaistraße nach der Insel Aglesy, die aus zwei parallelen rechteckigen Röhren oder Tunnels besteht. Als es sich da>rum handelte, diese 20.NM Zentner schweren Röhren von der Uferstelle des St. Georg, kanals, wo nian sie zusammengenietet hatte, an ihre Stellen zwischen die Brückenpfeiler zu transportieren, fragte man Stcphenson zweifelnd, wie er denn diese riesigen Lasten zu heben und zu bewegen gedenke, worauf er geheimnisvoll lächelnd erwiderte: „Ich werde nur dazu den Mond als Handlanger engagie» ren." Er ließ seine Niescnröhren durch bei Ebbe unter sie gebrachte Pontons von der Flut heben und wit der Flutströmung zwischen die Pfeiler flößen, So verrichtete in der Tat der Mond für den Men° schcngeist diese Zyklopenarbeit. — (Dcr operierte Affe.) Ganz Ncwyork spricht zur Zeit von einer Operation, die einer der fashionabelstcn Ärzte der Stadt diesertage an einem Affen des Zoologischen Gartens vornahm. Dieser Affe, ein sehr wertvoller Orangutang, der auf dm Namen Dhong hört, hatte einen Teil seiner Decke aufgefressen und bekam darauf heftige Magcnschmer< zen. Der Tierarzt des Zoologischen Gartens erkannte gleich, daß das Tier gefährlich krank sei, und versuchte alle Mittel, die ihm zur Verfügung standen, uud als diese alle nicht helfen wollten, schickte er zu dem betreffenden Arzt, der sonst nur Millionäre zu behandeln pflegt. Dieser chloroformierte den Affen und öffnete dessen Magen, in welchem sich die Flanell-decke, in kleine Stücke zerrissen, befand. Die ein» zelnen Teile wurden entfernt, der Magen wieder zugenäht, und wie es scheint, befindet sich der Affe jetzt wieder ganz wohl. Dhong ist übrigens lein ge« wohnlicher Affe, sondern ist wohlerzogen, kann etwas rechnen und Schreibmaschine schreiben und ist endlich ein guter Radfahrer, bei Tisch aber weih er sich sehr manierlich zu benehmen. Lolal- und Proviuzial-Nachrichten. ** Theaterverein in Laibach. Am 17. d. M. fand die Iahreshauptvcrsamm-lung des Theatervereines im Kasino statt. In Verhin. derung des Obmannes eröffnete der Schriftführer des Vereines, Herr Julius Ritter Ohm°Ianu-schowsky, die Versammlung, begrüßte die Ei° schienencn und berichtete zunächst über die vorjährige Hauptversammlung dcs Theatervoreines, sodann iiber die Tätigkeit des Theatervcreincs im abgelaufenen Vereinsjahre und über den bisherigen Verlaus dcr Spielzeit. Dcr Ausschutz hielt 1(1 Sitzungen und erledigte 17 Geschäftsstücke. In seinem Verhältnisse, zum Landesausschnsse trat keine Änderung ein. Die Logenvcrinictung wurde dem Theatervereine überlassen, der Überschuß aus dem Erträgnis dem Landesausschusse abgeführt. Dank der kunstsinnigen Auffassung und großherzigen Unterstützung oer Krainischen Sparkasse war es möglich, wieder Opernvorstellungen dem Spielplan anzufügen. Damit wurde dem künstlerischen Bedürfnis des musikfreundlichen Publikums Rechnung getragen, und auch der Kulturmission entsprochen, welche der Deutschen Bühne obliegt. Das Urteil über die Leistungen der Deutschen Bühne in dcr bisherigen Spielzeit kann im allge< meinen günstig lauten. Die Vorstellungen waren zumeist sorgfältig vorbereitet, eine umsichtige und gewissenhafte Regie waltete ihres Amtes; es wurden aus allen Gebieten der dramatischen Kunst viele Neuheiten aufgeführt und dadurch die Anteilnahme der Theaterbesucher wachgehalten. Die Opcrnaufführungcn verdienen besondere Beachtung, da sie zum erstenmal im neuen Hause das Musikdrama „Lohengrin" von Wagner seitens der Deutschen Bühne brachten; die Aufführung der „Walküre" steht bevor. Rühmend sei auch der treffe lichen Wiedergabe von Mozarts unsterblichem „Figaro" erwähnt. Das find Knnsttaten, die einer Provinzbühne zur Ehre gereichen! Es fanden durch' schnittlich wöchentlich zwei Opernvorstellungen statt, die gewissenhaft vorbereitet waren. Die Solokrnfte verfügen über ein schönes Stimmaterial und sind intelligente, begabte Sänger; das Militärorchester erwies in großen und schweren Aufgaben seine Tüchtigkeit. Anerkennend sei jedoch vor allem dcs echt künstlerisclM Eifers und un» ermüdlichen Fleißes des begabten Opernkapellmeisters Herrn Dr. Hcß gedacht, der unter schwierigen Ver» Hältnissen relativ gute Opernausführungen zustande brachte. Von der Operette kann man mit dem Dichter urteilen: Von der Parteien Gunst nnd Haß verwirrt, schwankt ihr Charakterbild in der Geschichte. Es gab sich anfänglich große Unzufriedenheit über einzelne Kräfte kund, die auch den Ausschuß bewogen, vermittelnd einzugreifen. Dank der zugkräftigen Novitäten gestaltete sich jedoch der Besuch der Operette sehr günstig. Sie stand ebenfalls unter dem Zeichen der „Lustigen Witwe", die bisher schon acht Auf? sührungen erlebt hat und es vielleicht zu einem Dutzend bringen dürfte. An Novitäten gelangten zur Aufführung: „Der Göttergatte", „Die lustige Witwe" und „1U01 Nacht". In Vorbereitung steht die No-vität „Künstlerblut". Die glänzende Ausstattung, welclie die Operetten erhielteil, sowie die tüchtigen Leistungen des Orchesters und einzelner Kräflv erhöhten die Anziehuugskraft. Die Schauspiel- und Lustspielaufführungen boten tatsächlich cm Spiegelbild der modernen lite^ rarischen Produttion, indem fast alle namhaften Neuheiten dem Pnl'lilnnl vorgeführt wurden. Leider kann man auch bei den besten Vorstellungen nur mit einem gut besuchten Hause rechnen. Uni so rühmenswerter erMint die Tatsache, daß trotz des abwechslungs-reiclien Repertoires, die Vorstellungen meist gut vorbereitet waren und von einer verständigen, eifrigen Spielleitung zeugten. Die Darsteller errangen sich durch Eifer und Streben die Sympathien des Pu« blilnms; besonders bewiesen die Damen schöne Begabung. Von den Neuheiten seien erwähnt: „Klein. Dorrit", „Baccarat", „Dcr Weg zur Hölle", „Drei Erlebnisse eines Detektivs", „Die Sitten-note", „Erziehung zum Doll Juan", „Das Glas. Hans", „Über den Wassern", „Die Welt ohne Männer", „Die Brunnennymphe", „Der Abt von St. Bernhard", „Einquartierung", „Ein idealer Gatte", „Blumen boot". In Vorbereitung steht „Husarenfieber". SeuMewu. Wie die Liebe geboren wird. Von Aapitän Spring. (Fortsetzung) Für einen Augenblick wich alle Trauer aus dein schönen Antlitz dcr jungen Frau, als sie lächelnd zu dem Kapitän aufschaute. „Percy ist auch mein einziges und letztes Glück," sagte sie. „Der liebe kleine allein ist es, der mich mit den seligsten Erinnerungen meines Lebens verbindet. Sein Besitz nur gibt mir die Kraft und den Willen zum Leben. O ja! Ich will ihm eine gute Mutter sein, meinem kleinen Percy, seine treucste Freundin, und will ihn zu einem so prächtigen Menschen erziehen, wie sein Vater war." Da übermannte sie wieder die Trauer um den Verlorenen, und mit nassen Augen klagte sie: „Sein armer Vater!" „Sie dürfen das nicht sagen," wandte Kapitän Jordan ein. „Ein Mann, der so geliebt wurde, der das reine Glück eines so trauten und innigen Familienlebens sein eigen nannte — ein Mann, Mrs. Prince, dcr im Herzen einer gütigen Frau bei seinem Hingang eine solche Lücke hinter-läht — den dürfen Sie nicht arm nennen. Arm sind nur die Einsamen." In dem Ton sciuer Stimme lag eine so ticf-schmerzlichc Resignation, daß das Herz dcr jungen Frau von lebhaftem Mitleid ergriffen wurde. Und sie empfand es unmittelbar, daß nichts auf der Welt ihr selbst so viel Trost gewähren konnte, als die Bemühung, einen anderen Unglücklichen und mn der Vorsehung Zerfallenen durch ihren Zuspruch auszurichten. So entwickelte sich zwischen Mrs. Prince und Kapitän Jordan eine eigenartige Kameradschaft. Auf dem engen Voden des Schiffes, in der nahen Berührung mit den Fahrtgenossen schlössen sie sich aneinander wie zwei Ausgestoßene vor den Toren einer ungastlichen Stadt. Der Kapitän behütete die junge Frau wie ein unmündiges Kind. Da sie aber nur dann der Nuhe und Pflege sich überließ, wenn sie auch den kleinen Percy geborgen wußte, so ließ er auch den Knaben nicht aus den Augen. Er spielte mit ihm, während die Mutter, sorgsam in Decken gehüllt, auf dem indischen Nohrstuhl cm Deck lag und über den Bord dcs Schiffes in die Unendliclf-keit der blauen See hinausträumte. So verging Tag um Tag. Die ersten Albatrosse verkündeten die Nähe des Kap der guten Hoffnung. Der Wind versteifte sich. Es wurde ein schwerer Lüdwest, der die See aufwühlte. Unter Sturmsegeln kämpfte die kleine Vark sich durch die haushohen Wogen, die bedrohlich donnernd gegen dm Vug und die Luvseite des Schiffes anliefen. Es war ein hartes Stück Arbeit für die Besatzung. Das Schiff stampfte und fchlingerte. Kaptauden und Albatrosse umkreisten es, nach Beute gierig. Von Zeit zu Zeit kamen schwere Seen über Bord. Trotz der Warnung des Kapitäns war Mrs. Prince aus der Kajüte heraufgekommen und stand mm neben ihm in Wind und Wetter hinter, einem an den Luvwanten ausgespannten Segeltuch. „Das ist grausig schön," sagte sie bewundernd. „Ich würde sehr glücklich sein, wenn Sie hinuntergingen," bat Jordan. „Wenn eine See Sie packte —" „Nun, was könnte mir da gescheheil?" „Sie könnten dabei über Bord gehen." „Dann würden Sie ein Boot niederlassen." „Unmöglich in diesem Wetter —! Es würde nicht frei vom Schiffe kommen und auf der Stelle kentern." „Gut, ich will Ihnen gehorchen." Er nahm sie fest am Ann, um sie hinwegzu- führen. Da er aber in demselben Moment eine schwere See gegen die Luvseite anrollen sah, hielt er sich fest und Zog Mrs. Prince zurück hinter das schützende Segeltuch, dicht an sich heran. Da rang sich ein Schrei des Entsetzens von ihren Lippen: „Percy!" Mit lachendem Gesicht arbeitete sich der Kleine über die oberste Stufe der Kajütentreppe herauf und stand jetzt auf seinen unsicheren kleinen Füßchen auf den nassen Planken, während hinter ihm der Gischt rasender Wellen aufschäumte, und eine gewaltige See drohend sich über Deck schwang. Wie gelähmt starrte die Mutter der furchtbaren und unabwendbaren Katastrophe entgegen, während Kapitän Jordan sich blitzschnell überlegte, daß ein Versuch, den er zur Rettung des Kindes unternehmen würde, Mrs. Prince selbst der äußersten Gefahr aussetzen müßte', denn das Schiff holte unter der gewaltigen Wucht dcr sich aufbäumenden Wassermasse über. In wenigen Sekunden war das Schreckliche geschehen, der kleine Percy war von der See erfaßt worden, die ihn beim Überholen des Schiffes mit fortriß und vor den Augen der verzweifelten Beiden über Bord spülte. „Percy! Percy!" kreischte die junge Frau auf, stieß ihren Schützer zurück, umklammerte die No-geling des Schiffes, um sich blindlings ihrem Liebling nachzustürzen. Kapitän Jordan mußte alle Kraft aufbieten, die Unglückliche zuriickzuhalten. Es war ein Ringen auf Tod und Leben. Mann über Bord! schrie dcr Kapitän. Es wurde so schnell, wie nur möglich, beigedreht---------da tauchte der kleine Körper des Verunglückten schon weit leo-wärts aus den gurgelnden Wogen — und eine Schar von Albatrossen stürzte sich auf ihn, mit gierigen Schnäbeln die unselige Beute zerfleischend. Die arme Mutter brach ohnmächtig zusammen. — — — — — — — (Schluh folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 41. 363 19. Februar 1907. AIs Gäste erfreute,, uns: Schallspielerin Frä'u^ lein Nein gruber an drei Abeiideii, Hofop<'rii' sängerln Grew Fo r st an zwei Abenden. In, Aussicht steht demnächst ein Gastspiel des beliebten Kiinstlors Herrn Tyrolt. Hinsichtlich des Theaterbesuches traten dieselben Erscheinuiigeli ivie in deu früheren Jahren zutage. Jede Opcruvorstellulig t'onute nur auf ein volles nnd ein halbleeres Hans rechnen: davon, bildete selbst „Lohengrin" leine Ausnahme. Es erscheint daher gerechtfertigt, das; angesichts der großen Opfer, welche die, Erhaltung der großen Oper dem Ausschuß aus-bürdet, nur jedes zweite Jahr ihre Eiureihuug iu deu Spielplau erfolgen kann. Ebenso verhält es sich mit dem Besuche vou K'Iassikervorstellungen, deren Pflege der Ausschuß schon im Interesse der heranwachsenden Jugend jedoch leider mit wenig Erfolg anstrebte, Daß die Operette den besten Vesnch ausweist, ist eine Erscheinung, die nicht allein in Laibach zn beobachten ist n»d an der iede Belehrnng fruchtlos abprallt. Die Leitung der Deutschen Bühne wurde für die nächste Spielzeit wieder Herrn Bertholt» Wolf übertragen. Nber Antrag des Ausschusses wurde schließlich dem Landesansschusse, namentlich aber seinem Thea terrefereuten, Herrn Grafen Barbo, für das dem Theaterverein bewiesene Entgegenkommen, sowie "er Krainischen Sparkasse für oie großherzige För dernng der, De,ltsch^i Viihne der Dank durch Erheben von den Sitzen ausgesprocheu. Vereiustassier Herr Heinrich L u ö w i g 'erstattete, den Nechnnngsbericht. Über Antrag des Nevi-Nonsausschusses wurde dieser genehmigt und Herrn Lndwig der Dank aufgesprochen. Nder Antrag des Mitgliedes Herrn Nanth 'uurde dem Ausschnsse für seine mühevolle uud erfolg-^''"^ätigkeit der Tank zum Ausdrucke gebracht. D,e satzuugsgemäß ausscheidenden Aussckmßmit lMeoer, d,e Herren: Emmerich Mayer jun., Julius .kltter Ohm.Icinuschowc'ky uud Dr. Tho° maun, iow,c die Herren Nechnnngsprüfer A. M u hlei s e n , Piktor N anth nnd Professor Dr. '.'l. von Valenta wurden einhellig wiedergewählt. - (K i r ch l ich e s.) Ini Jahre 1907 werdeil in Krain an folgenden Orten kanonische Visitationen mit Firmung stattfinden: I. im Dekanate 5t rain-durg: in Mav5ii"-e am 5. April, Uraindurg ain 6. nnd 7., Obcr-Feßnitz am 8., Nemnarktl ain Ui. uud 1 l., .Uaier am 15., Hl. Kreuz am 16., Dnplach am 17„ Goriöe am 18., Trsteuit mu 19., Predaßl am 20., St. Georgen am 21., Ol«evek aiu 22., Michel-stetten am 2!i., am Ulrichsbergc a,m 24., Höflein am 25.. Kanter an, 26., Flö'dmg am 27. nnd 28., Seobach aul 29. April, Zirklach am 1. und 2. Juni, Natlas am ,^., Birkendorf anl 4., St. Martin am 24. Inni. II. Im Deknn,ate N a d m a n n sdorf: Kariiervellach am 9. Mai, Hl. Kreuz am 10., Aßling am 11. nnd 12., Dobrava bei, VeldeZ am 1l^. Mai, Lausen 5, Juni, Ovsi^e am . nnd 9., Wocheiner Vellach anl 1(1., Wocheiner Feistritz am 1>., Mi tterdorf ani. 13., Ko-Priviiik am 14., Obergörjach am 15. und 16., Asp am 17., Veldes mu 18., »ieifen am 19., üees am 20., Le«e am 21., BreSliitz nni 22. und 23. Juni., Lengen-feld am 7. September, Kronan ain 8., Natschach ain 9., Weißenfels ain 10. September. — 111. Im Dekanate Treffen: Trebelno am 25. Mai, Nassenifuß am 26., Hl. Dreifaltigkeit ain 27., Iohanuistal am 28., Zt. Ruprecht am 29. Mai, Hl. Kreuz bei Littai am 16. und 17. Juli, ()ateö am 18., St. Lorenz ani 19. und 20., Treffen 21.. Neudegg am 22. Juli. — I V, Im Dekanate Idria: Idria am 29. Juni (nur Firmung), Vojsto am 30. Iuui (Firinung uud Xirchlveihc). — V. Im Dekanate Adelsberg: St. Peter am 6. Juli (Firmung uud Altarweihc), Doru am 7. (Firmung und Kirchenweihe), Paliüje ain tt. Juli (Altarweihe). - VI. Im Dekanate Gotische e: Ebental anl 14. September, Nesseltal am 15., Uuterdentschau am 16., Unterlag ain 17. September. — VII. Im Dekanate Littai: Nreßuiz am 22. September, Staugenwald am 23., Ianöe am 24,, Prexganje ani 25., Iavorje am 26.. Primstan am 27. September, <^. ~ (Die Handeln- u >i d Geluerbe-tanimer für Krain iu Laib ach) hält Donnerstag, dell 21. d. M., um 2 Uhr nachinittags im städtischen Magistratssaale iu Laibach eiue ordentliche öfseiltliche Sitzung Niit folgender Tagesordnung ad: 1.) Vorlage des Protokolles der letzten Sitzung. 2.) Mitteilungen des Präsidiums .!,) Präsidialbericht über die Tätigkeit der Kammer im Jahre 1906. 4.) Mitteilungen des Sekretariates. 5.) Wahl des Präsidenten, Vizepräsidenten, prov. Vorsitzenden und von drei Nechmmgsrevisoren. 6.) Wahl zweier Vertreter der Kammer bei den kommissionellen Verhandlungen wegen Sicherstellnng der Naturalverpflegnng filr das Heer. 7.) Bericht über die Erledigung der Subven-tioitsgesnche des kaufmännischen Vereines „Merkur" iliid des Verbandes der krainischen Genossenschaften. i>) Neknrs der Spar- nnd Vorschußkasse in Ober-laidach gegen die Vorschreioung der ^tammerumlage. 9.) Bericht über die Zuschriften des krmnischen Lan-desansschlisses llnd der k. k, Landesregierung, betres-send die höhere Handelsschule iu Laibach. 10.) Selbstständiger Antrag des Kammerrates Herrn Fr. K rai gher. detreffend ein Gesnch a» die Österreichisch ungarische Bank, daß Wechsel erst am zweiten Tage nach dem Verfallstage protestiert würden. 11.) Selbständiger Antrag des Kammerrates Herrn I. M e i a ö , betreffend die Erhöhung der Telephon-gebührcil. 12.) Ansbau des Teiophoniietzes in, Ober-kraiu. 13.) Gesuch des Landesverbandes zur Hcbnug des Ireindenverkehres uin Subvention. 14.) Eub^ veiitionsgesllch zur Veranstaltung eiuesVuchhaltungs-turses i,i Gurtfeld. 15.) Vertranliche Titzliiig: Ver-leihiiug vou Stipendien. - (Voin Ha u sdes i tzer v er e i n e in Laib ach.) Durch das Erobebengesetz vom Jahre 1895, 1900 nnd 1905 gewährte der Staat 18-, resp. 25jährig>,' Befreiung von der Hauszins- nnd Haus-llassensteuer sür Laidach und gewisse Bezirke Krams. Über Antrag des Abgeordneten Hribar beschloß der traiuische Landtag am 20, November !905 ein -stimmig, niit Rücksicht darauf, daß der Haus? desitzerstaud ii, den genannten Orten der Hilfe bedürftig ist, anch Befreiungen in de.r Dauer vou 18, respektive 25 Jahren von den Landesnmlaa.en zu gewähren, wenn diese Häuser auch 18-, respektive 25 jährige von feiten des Staates genießen. Abg. Pov«e erweiterte diesen Aiitrag dahin, daß diesen Hansbesitzern die bereits gezahlten Umlagen zurückerstattet werden sollen, da« »iit sie die volle 18-, resp. 25sährig^ Befreinng von den Laudesumlagen genießen würden. Auch dieser Zusatzantrag wurde einstimmig angenommen. Es verfloß jedoch mehr als em Jahr ohne daß der trainische Landesausschuß den Beschluß des lrainischen Landtages, für den alle Aogeordm"tc», auch di'e Landesausschußbeisitzer, gestiiiunt hatten, veröffentlicht und die Steuerämter angewiesen hätte, diese Landesnmlagen nicht elinznheben, die bereits gl> zahlten aber zurückzuerstatten. Auf der letzteu Ge> neralversammlniig des Laibacher Hansdesitzervereines kam diese Angelegenheit zur Sprache, und es wnriX! der einstimmige Beschluß gefaßt, eine Deputation zum Herrn Landeshauptmann zu entsenden, um zu erfahren, warnm der genannte Landtagsbeschlnß nicht durchgeführt »oerde, da ja doch die Hansbesitzer in Laidach und außerhalb Laibachs materiell empfindlich geschädigt scieu. Die Deputation unter Führung des Abgeordneten der Stadt Laidach Hridar wuroe uom Herrn Landeshauptnianlle empsangen: sie brachte ihm den Beschluß der Generalversammlung des Hausbcsitzcrvcreines vor. Der Herr Landes-hauptmann versprach nach längerer Ansein andersetzung den Gegenstand in einer Landesaus' schußsitzung zu verHandelu und den diesbezüglichen Beschluß dem Obmanne des Hansbcsitzervoreines, Dr. V. Gregors, schriftlich bckaiiut zu gebeu. Dei' Verein erhielt nuii diefertage den Beschluß des üan-desausschusses, daß der Beschluß des Landtages nicht durchgeführt werden kann, weil nach Ansicht des Lan desausschusses hiezu ein Landcsgejetz uotwendig sei. Nunmehr beschloß der Ausschuß des Hausbesitzer-Vereines eine Versammlung der beteiligten Hausbesitzer einzuberufen, um über die Rechtsmittel schlnfsig zu werden, die znr Wahruug ihrer durch den. zitierten Üandtagsbeschlnß von« 20. November 1905 eril'orbenen Rechte gegen den Landesansschuß zu er-greisen il'ären. Besondere Einladnngen zu dieser Ver-sammlung nierden nicht ausgegeben: eingeladen sind alle Hausbesitzer ohne Unterschied, od sie Mitglieder des Vereines sind oder nicht. Die Versamnilung findet im Hotel „Union" statt; sowohl der Tag als auch die Tagesorduung werdeu durch besondere Inserate deknniitgegeben werden. - < Die 1. Generalversa m m l u n g o <' s Land e s v e r b an de s f ü r F r e ln d e n v e r kehr in Krain) fand am 16. o. M. in der Ver^ einstanzlei im Hotel „Llol)d" statt. Zur Versammlung, welcher der Vcreinsobmaun, Herr U. v. Trn -tüczy, präsidierte, N>arcn von don statlltenmäßig hiezil berechtigten Faktoren Herr k. k. Landesregie rnngsrat Gustav Kulavics als Dclegat der t. l. Landesregieruug, Herr Fr. K oll mann als Vizepräsident der Handels« und Geiverbekalnnier und Herr Magistratssekretär Janko Blei weis Ritter von T r st e n i ^ ki iii Vertretnng des Bürgermeisters von Laidach erschienen ^ die uor lurzenl gegründete Ortsgruppe Wocheiner Feistritz war durch Herrn Unrecht Gut. Roman von N. Corony. (68. Fortsetzung.) (Nachdruck verbotr».) „In, diesen dedeutete dainals Pauls Hinter-lassenschaft für niich, der liiangels eigenen Kapitals nichts unteruehmen konnte und völlig brach gelegt war. .Aitle z^ ^lier nichts loeiter tnn lvollen, als das nnr zugefallene Geld verbrauchen, so wäre ich bald damit fertig geworden." Er stand ans nnd ging zn seinem Schreibtisch, Seltsam, wie müde nnd steif diese herkulische» Glieder waren nnd wie automate,ihast sie sich vorwärts bewegten! Alles erschien jetzt gealtert uud schwerfällig an dein Kommerzienrat, nur der Geist dot dein langsam, aber unaufhaltsam heranschleichenden Verfall noch Widerstand. Mit unsicher hin und der fahrenden Fingern zog Huder ein Fach alls und nahm ein rotes Notizbuch heraus, welches er Arscne reichte. „Auf der ersten Seite stand verzeichnet, was dein Vater bei. sich trug. Millionen, wie dn zn glanden scheinst, sind's nicht gewesen, aber immerhin war's genug, daß ich mich mit mehreren Gefährten an dem Ankauf der Kohlengrnbe beteiligen konnte. Ich schaltete nnd waltete mit Panls Gelde. Alle Unternehmungen, alle, auch die gewagtesten Spekulationen glückten mir, D^s bescheidene.Capital, welches ich >»ir in jeuer Nacht aneignete, wnchs >mt den Jahren zum Reichtum au. Die damals entnommene Summe detrachtcte ich, als mir bekannt wurde, meiu Bruder l.abe Kinder hinterlassen, stets als deren Eigentum, Sie M für euch beioe mit Zuschlag der Zinsen oe-^,ii^l .__ Das ändert, freilich nichts an der Tatsache, daß ich mich einer Unterschlagnng schuldig »lachte und nnrecht Gnt in Händeu hielt. ^n deiner Genng-tuuug sollst dll aber wissen, daß mich seit jener Unglücksnacht stets zwei häßliche Phantome verfolgten: das Bild deines sterbenden Vaters, dessen Ende ich vielleicht wenn auch nur aus Notwehr ^ beschleunigte, und der Gedanke: Es ist uurecht Gut, was du zu deinem Vorteil ausuützest. Bist dll auch dunoertmal e»tschlosse», es zurückzugeben, so hattest dn doch tein Necht, überhaupt die Haud danach aus-nistrecken. 2o, "U" existiert kein Geheimnis mehr, Alles liegt ofsen dar. Tue, was du willst. Ich habe von dir weder Schouung zu deanspruchen, noch bitte ich darum. Ich setzte meine Gewissenruhc und meinen Seelenfrieden ein und verlor in letzter Stuuoe das Spiel. Nun gut, was gcfcheheu soll, geschieht. Du bist gegenwärtig Herrin der Situation. Aber so laiiA noch ein Atemzug meine Vrnst hebt, bleibe ich Herr meiner Entschließungen uud meiues Willens. Dll kannst mir wohl die Pistole in die Hand, doch uuu nnd nim'm'rmehr mich znr Nachgiebigkeit zwingen. Der Zusall gab dir gefährliche Waffen, bediene dich ihrer, wenn du deinen Vorteil auszunutzen gedenkst, aber ans Unterhandlungen und Zugeständnisse lasse ich mich Pauls Tochter gegenüber nicht ein." „Panls Tochter gegenüber. ~ - In mir hassest dn immer den Verstorbenen und hättest doch so leicht mein unschuldiges Kinderherz gewinmn könucu/' sagte sie beinahe wehmütig. „Des Vaters Mörder bist du nicht. Diesen Verdacht bitte ich dir ab. Was dn sonst tatest, darüber will ich nicht richten. Es »nag ver gessen sein. Nur opfere deine ehrgeizige» Wünsche jetzt meinem nnd Guidos Glück. Nur so siud die Schatten zu bahneu. Das macht alles wieder gut, allesi Voll Tante Katharina hörte ich, daß Ihr Guido heute erwartet. Lege unsere Hände ineinander und aus der starren Dornenhecke des Hasses werden dich bald leuchtende Rosen arüßen. Der einzige Irrtum deiues Lebens soll vergeben sei» und die Erinnerung daran begrabein." Ihr Ungestüm und ihre Schroffheit waren sani tem, weichem Entgegc'»lomme» gewichen. Der Kom merzieiliat aber ließ die Hand, welche ihm zur Ver söhnung entgegengestreckt wurde, unberührt. „Das sind Wahngebildc," kam es rauh von ,Vi uen Lippen. „Du willst nicht?" sagte Arsenc lraxrig, „Ich kann nicht." „Dann habe ich das letzte resultatws uersuch,," Huber seukte den >lopf, als wäre ihm eine schwere Last auf deu Nackeu gelegt. Als er ihn wieder hol> nnd sprechen wollte, fand er sich allein. Seine Nichte war lautlos hinausgegangen. Da ging die Tür wieder. Das Mädchen kam wohl zurück, - Neiu, Katharina war es n»d tlagte: „Ich sterbe bor Angst. Arsene ösfnet »licht auf mein Klopfen und Nufen. Wie nahm sie die Mitteilung auf" Schon vor Stunden stellte ich die Franc an dich nnd erhielt keine Antwort, Was geht vor?" (Fortsetzung folgt.)' Laibacher Zeitung Nr. 41. 3t>4 19. Februar 1907. Josef Navhekar vertreten. — Nachdem der Vorsitzende in seiner Ansprache insbesondere die Mummten Herren begrüßt hatte, erstattete der Vereins-sekretär Dr. R. Märn del, Tätigkeitsbericht. Wir reproduzieren aus diesem sehr ausführlichen Bericht, der übrigens in Druck gelegt werden wird, an diesem Orte nur die Grnndzüge und behalten uns vor, auf denselben noch zurückzukommen. Als erster Jahres-bericht bringt der Bericht zugleich die Geschichte der Gründung des Landesverbandes. Die erste Anregnng dazu gaben die neuen Alpenbahnen, die einen großen Andrang der Fremden in die nunmehr erschlossenen landschaftlich schönen Gebiete nnseres Kronlanoes erivarten ließen. Ein vorbereitender Ausschuß (bestehend aus den Herren: Bürgermeister Ivan Hri -bar, Primarius Dr. V. Gregoriö, Dr. V. KrisPer und U. v. T rnk 6 cz y) tat die nötigen ersten Schritte und ill einer vom Bürgermeister Ivan Hribar auf den 7. Februar 1905 einberufeneu Versammlung von Vertretern verschiedener Interessenten und Kreise wurden die Grnndzüge festgelegt, hierauf die Statuten abgefaßt nnd vorgelegt, ferner in einer von der Landesregierung einberufenen Enqnete (am 29, Mai 1905) der Nahmen für die Tätigkeit gezogen und schließlich, nachdem die Statuten die behördliche Bestätigung gefunden, in der konstituieren den Versammlnng, am 24. Inni 1905 der Ausschuß gewählt und die Tätigkeit in Angriff genommen. Nachdem der Landesverband mit den interessierten Kreisen in Verbindung getreten war und dessen Ge schäfte rapid zn wachsen begonnen hatten, wurde mit 1. Jänner 1906 ein Kanzleiranm gemietet (im Hotel „Lloyd") und als regelmäßige Kanzleistunden die Zeit von Z bis 5 Uhr nachmittags allgesetzt. Ill seiner Tätigkeit mußte der Landesverband vom Grunde ans beginnen. Zuuächst hieß es, die etwa bestehenden Vereine von ähnlicher Tendenz zu organisieren und Ver-treter in allen Teilen des Kronlandes zu nominieren; aber der Landesverband fand nicht viel Entgegenkommen i eine rühmliche Ausnahme machte oie Grottenkommlsswn in Adelsberg und der Fremden-Verkehrsverein in Veldes. Der Landesverband besorgte ferner die Abfassung und Drucklegung einer Broschüre über die Hebung des Fremdenverkehrs und versandte sie in 'U)0l) Exemplaren in alle Teile des Landes. Mt großen Schwierigkeiten wurde das Material für einen präzisen Fremdenführer gesammelt-dieser wird noch vor der Saison herausgegeben werden können. Die Kanzlei diente zugleich als Aus-lunftsstelle und wurde vom Publikum, besondere für Vermittlung voll Sommerwohnnngen, sehr stark ill Ailspruch genommen; hicbei ergab sich die Notwendigkeit eines Wohnnngskatasters und es wnrde ein solcher angelegt. Um verläßliche Informationen ans allen Teilen des Landes bekommen zu können, wurde die Gründung von Ortsverbänden veranlaßt (in Stein, Adelsberg. Kronau, Görjach, Wucheiner Feistritz). Um für die Intentionen des Landesverbandes Propaganda zu machen, wurden in der Provinz Vorträge gehalten. Der Verband wirkte bei den Eisenbahnbehörden in vielfacher Hinsicht zugunsten des fahrenden Publikums, veranlaßte die amtliche Fixierung eines Fiakertarifes für die Wocheiu uud beteiligte sich durch Delegaten an den vom Eisen-bahnministerium inaugurierten uud geleiteten, den Fremdenverkehr betreffenden Verhandlungen, in Wien. Der Landesverband beteiligte sich in hervorragender Weise an der österreichischen Industrieausstellung in London (von Mai bis November 1900), mit der eine Neiseausstellung verbunden ward: er beschickte auch die internationale Ausstellung in Mailand. In einem englischen Reiseführer durch Östei> reich wurden fünf Bilder aus Kram veröffeutlicht. Auf spezielle Reklame in Albums nsw. konnte sich der Verein aus Mangel an Mitteln nicht einlassen, er steht aber dicsfalls in vielfachen Verhandlnngen, In den Schlußworten gedachte der Berichterstatter dankend aller Faktoren, die den Landesverband, sei es materiell, sei es moralisch uuterstützt hatten, und schloß mit einem Appell an alle, namentlich an alle direkt interessierten Kreise. — Daraufhin erstattete als Kassier Prof. Dr. Josef Tominöek Bericht über den M'chnuugsabschlnß für die Zeit vou der Gründung des Landesverbandes bis zum Eude des Jahres 1906. Ohne die Einnahme- und Ausgabeposten einzeln anzuführen, beschränken wir uns auf die Angabe, daß die Gesamteinnahmen, hauptsächlich besteheud aus Subventioueu, 7024 K 11 n erreichten und die Ausgaben um 432 K 11 n überstiegen. Da jedoch unter die Einnahmen auch ein Posten von 1000 X eingestellt wnrde, welche zwei Ausschußmitglieder dem Landesverbände znr Zeit einer Krisis im Jahre 1906 vorgeschossen hatten, so endet der Rechnungsabschluß mit einem faktischen Defizit von 5U7 X «9 I». Der Kassier wies bei der Gelegenheit auf die Schwierigkeit der Finanzierung hill, da den Verband große ordentliche und außerordentliche Ausgaben belasten, Subventionen aber, namentlich von hierländischen Korporationen, abgesehen voll rühm^ lichen Ansnahlnen, spärlich oder gar nicht bewilligt wurden. Zu Rechnungsrevisoren für das kommende Jahr wurden die Herren Dr. V. Foer st er und Kanonikns A. Su 8 nik wiedergewählt. - - Schließlich wurden die Stntnten einer Revision unterzogen, namentlich mit der Tendenz, durch einige Ändernngen das Publikum in größerem Umfange heranzuziehen zn verfuchen. —in— — (Der Vortrag über den „Ring des Nibelungen") findet heute M Uhr abends im großeil Saale des Kasinos statt. Eintritt 50 u. Die Bühnenbilder sind auch während des Tages im blauen Zimmer von 11 Uhr ab zu besichtigeil. Es wird nochmals dringend nin pünktliches Erscheinen ersucht. — (Zum Privatbeamten-Pensions-gesetze.) Wie schon mitgeteilt, haben die all diesem Gesetze interessierten Körperschaften und Vereine beschlossen, Sonntag, den 24. o. M., in, „Mestni Tom" eine gemeinsame öffentliche Verfammluug abzuhalten. Neben der Besprechung des Gesetzes und dessen Gejchichte soll eine Nesolutiou gefaßt werden, worin das Verlangen ausgesprochen wird, in Laibach eine eigene Landesstelle für die in Krain domizilie-renden Mitglieder des Vcrsicherungsinstitntes zn errichten. Da der Gegenstand sowohl für die Arbeit» gober als auch für die Angestellten vom größten Interesse ist, wäre eine rege Beteiligung an der Versammlnng sehr erwünscht, znmal es sich mich nm die Wahrnng der vom Gesetze dem Kronlande gewährleisteten Autonomie handelt. — (Ob erb an rat Josef W i I f a u -f.) Das „Triester Tagblatt" widmet dem am 14. d. M. verstorbenen Oberbanrate Wilfan folgenden Nach rnf: Am 14. d. M. ist nach kurzer schwerer Krankheit, einer Nierenentzündnng, der Oberbaurat nnd Vorstand der technischen Sektion dor k. k. Seebehörde, Ingenieur Josef Wilfan, k. und k. Linienfchiffsfähn-rich a. D., hier im Kreise seiner Familie im Alter von 68 Iahreu gestorben. Damit endete jäh ein arbeitsreiches, unermüdlich nnd mit großem Erfolge im Dienste des Vaterlandes tätiges Leben, denn Wilfan fchicd mitten ans seinem Berufe von uns, bis in die letzten Tage mit den zahlreichen Hafenbanprojekten für die heimische Küste beschäftigt, emsig dem höchst aktuellen Probleme der Hebung Dalmatiens und des Küstenlandes als hochbegabter Techniker und Meister des so schwierigen Wasserbaues nachsinnend. Wie eine knorrige Eiche seines engeren Heimatlandes Krain stand er fest und stark auf seinem Boden; ein selten trcner nnd glühender Patriotismus zeichnete den Mann aus, der luit inniger Lust und Liebe seine ganze Lebensaufgabe darin erblickt hatte, der vielgestaltigen Küste Österreichs und insbesondere Dalmatiens, den örtlichen Bedürfnissen stets vollste Nechnuug trageuoe, technisch vollendete, auch vom Allslande als hervorragend gnt anerkannte Hafenbauten zu fchaffen. Es gab wohl keine Bucht, keinen Küstenpnnkt Istriens oder Dalmatiens, den Wilfan im Lanfe feiner mehr als dreißigjährigen Verufstätigtcit als Ingenieur der k. k. Scebehörde nicht mit den prüfenden und messenden Augen des Wasserbau-Technikers durchforscht hätte. Seine Detailtüstenkenntnis war geradezu stannenslvert; zahlreich sind die Projekte für Hafen-banten, die nach feinen Entwürfen lind Plänen znr Ausführuug gelangte,!, zahlreich jene, die noch der Vollendung harren. Selbst eine Arbeitsbiene ersten Ranges, stellte er aber auch die höchstgespannten An-fordernngen an das seiner umsichtigen Leitnng unterstellte Ingenienrkorps und technische Personal der Scebehörde. Diese verliert in ihm eine ausgezeichnete, nllter den schwierigsteil Verhältnissen erprobte und unermüdlich schaffende Arbeitskraft. Wilfan war !8li9 zu Bischoflack in Krain geboren, hatte ill Graz und Wien am Polytechnikum studiert, sich nach erlangtem Absolutorium dann dem Dienste bei der k. und k. Kriegsmarine gewidmet, wo er 1861 als See-Eleve eintrat. Vom Jahre 1862 bis 1866 Seekadett, war er während des dänischen Feldzuges 1864 auf der Korvette „Dandolo", die mehrere Prisen bei ihren Krcnzungen im Mittelmeere aufgebracht hatte, eingeschifft. Vor Ausbruch des Krieges 1866 zum Linienschiffsfähnrich befördert, nahm er nnf der Fregatte „Donau" unter dem Kommando des da-maligen Fregattenkapitäns Maximilian Pitner (jetzt Admirals i. P.) an der Seeschlacht von Lissa als Manöveroffizier teil, wobei er für sein hervorragend tapferes Benehmen mit Allerhöchster Entschließung vom 27. August 1866 die belobende kaiserliche Anerkennung erhielt. Von jenem Stäbe der „Donall" sind außer Pitner nur mehr die Kontre-admirale i. N,, damaligen Seckadetten Simon Lehn- hardt und August Schweißgut nm Leben. Wilfan verließ 1868 den Dienst der Kriegsmarine nnd wurde, seiner Neignng folgend, Ingeuieureleve der Sü,i>-bahn mit Verwendung bei den großen Triester Hafen bauten. Er war bis 1871 bei dem Baue des Wellenbrechers uud des ersteu Molo tätig uud hatte so gründlich Gelegenheit, sich mit den enoiinen Schwierigkeiten des Seebaues vertraut zu macheu. Von 1871 bis 1874 finden wir ihn als Ingenieur der kön.-uugarischen, Staatsbahnen beim Baue des Hafens von Fiume emsig schaffend. Aus jener Zeit datiert anch feine Erfindung der Selbstentladung gedeckter Blocktransportschiffe, die in tonischen Kreisen hohe Anerkennung gefunden hat, nnd ein Projekt, in Talniatien systematische Dampferverbin duugeu zwischen den Häfen zu gnmden, das leider an Kapitalsmangel und Nichtbeteiligung der betref fenden Interessentenkreise gescheitert war. Am 17. Dezember 1874 bei der Scebchördc als provisorischer Vauadjnnkt eingetreten, wurde er 1876 definitiver Adjunkt, 1884 Ingenieur, 1890 Oberingenieur, !896 Baurat und 1899 endlich Oberbanrat, als wel-cher er die weitverzweigten Agenden der technischen Sektion der Seebchörde als Vorstand bis zu seinem Tode mit vollendeter Fachkenntnis leitete. Seine vielseitigen technischen Entwürfe und Hafcnarbeiten tragen alle den Stempel wohlüberoachter, großzügig aligelegter Pläne mit sorgfältigster Rücksichtnahme auf die nautischen uud kommerziellen Verhältnisse, anf zukünftige Entwicklungsfähigkeit jedes einzelnen Hafenwerkes. Unerschöpfliche Schaffensfreudigkeit, unendliche Liebe zn feinem Fache und zu Dalma^ tiens Küste, tiefes Verständnis für Land und Leute zeichuetcu diefcn hervorragenden WasserbautechnitI'U5v 1ll^c<>v 2N lioIiinMo Iti«, okolnx» in odeino ßio. Jänner l. I. abgeschlossene Akkord, betreffend die Ausführung der Rekonstruktion des Leitwerkes im Kilometer 1Ä)-7 bis 121-l) unterhalb <^atex, anfgelöst und wurden diese Arbeiten an Herrn Adolf Gabritfch in Rann zur Ausführung übergebe,,. ^ * (Unfall.) Samstag geriet die Ittjährige VesitM'stochter Franziska Medlx'd in Zirknitz nnf dem Sägewerke mit dem linken Arm zwischen die Turbinen, wobei sie auch lebensgefährliche Nnletzun-s«en am Kopfe erhielt. Die Bedauernswerte, die an furchtbaren Schmerzen litt, brachte man gestern nach Laibach, nnd dann mit dem Rettungswagen ins Spital. — (Ein r a biat e r S o h n,) Der 18 Jahre cnigen Nochen in Hang, Engelenbnrgstraat 173, nnter der Firma „Haadfche Handelsbank" ein Geschäft be gründet, lvclches die gleichen Tendenzen verfolgt, wie die ,bereits brannte.,, schwintx'Ihaswn Losunterneh-mnngen. Die Bevölkerimg wird vor Eingehung von Verbindnngen mit den vorgenannten Banken cmf das eindringlichste genxn'nt. Theater, Kunst und Literatur. " (Deutsche Vühue.) Das doppelsarbigc Tuch, das fröhliche, bewegte Kasernlcben mit seinen Leiden und Frcnden, endlich der nnwiderstehliche preußische Ossizier, schneidig, charmant, mit kleiner Gage nnd warmsühlendcm Herz hat schon vielen Dichtern dankbai^en Stoff zu amüsanten Theater« stücken geboten, die anch jederzeit ihr dankbares Publikum fanden, denn wer vermöchte den U„wider stehlichen zn widerstehen? In der Regel sind es die ewig gleichen Charaktere, dieselben harmlosen Ver^ Wicklungen nnt dem glücklichen Ansgang, nur mil anderen Namen, bei denen die Schwantdichter ihr Pnbliknm ,;n Gaste lade»,, ähnlich den stereotypen Menus der Festessen, mit ihren Lachs nnd Reh rücken. Allerdings einen neuen, und wenn man will, sogar zeitgemäßen Einfall hat die Dichterkmnpanie G. Kadelbnrg und N. Tkowronek in ihrem gestern znin erstenmal anfgesührten Lustspiele „Husaren fieber" aufzuweisen: Die Verherrlichnng jener tapferen Inngfranen von Krefeld, die der Majestät offenherzig ihr fehnendes Herz enthüllten nnd ihre „Tnnz-bnsaren" bekamen. Sie bildet gewissermaßen die bc° lvegende Kraft der Handlung. Die heiteren Motive, die in dem Stoff stecken, nehmen, dank der geschickten Behandlung dnrch die Dichter, einen sehr unterhaltenden Verlanf. Lnstige Situationen, darnnler einzelne von schreiender Komik, werden geschaffen-die Charakteristik der einzelnen Gestalten ist zwar ganz Vlumenthnlisch, aber immerhin wird ihnen ein gewisses, liebenswürdiges militärisches Gepräge nicht vorenthalten. Daß es den, Stück an bekannten, znm Teile anch berüchtigten Kalauern nicht mangelt, bedarf wohl leiner besonderen Erwähnnng. Alles in allen, genommen daher ein harmlos-lustiges, reinliches Stück, das die Lachmnskeln in Vewegnng seht nnd daher die Verdaunng fördert. Das Lustspiel, oder richtiger gesagt der Schwant, wnrde mit jenen stärteren Mitteln behandelt nud in jenem Tempo ge spielt, die ihm zur volwn, Ilistigcil Wirkung verhalfmi. Die durch die Herren Weyrich, Dell Zopp, M a ierhofer und W o n g e r dargestellten Hn saren zeichneten sich dnrch gewinnendes Anftreten, N'eltmännische Gewandtheit nud fröhliche Laune ans. Die Damen Rauscher und Hold fanden richtig den leichten Lnstspiclton, während Fran Urban zn sehr das Possenhasle hervorkehrte. Recht nett waren die eifersüchtigen Kammerkätzchen dnrch die Damen Pola uud Malteu, komisch der OffizierZdieuer durch Herru Holzer vertreten. Köstlich gab Herr Weißn, ü Her einen bornierten Spießbürger und Husareufeiud, der schließlich durch Hnsarenlist kirre gemacht wird. Das Zusammenspiel der Husaren in, M'sten Akte war von guter Wirkung, Kostüme uud Ausstattuug zeichueten sich durch Eleganz uud Geschmack aus; der Spielleitung des Herrn Weiß müller gebührt warmes Lob. Das Publikum war in stattlicher Zahl erschienen und es beehrte Herr Landespräsident Theodor Schwarz die Vorstellung mit seinem Vesnche. ^- Telegramme i>es l. l. TelcMhln-McsMdcnz«MtM. Wien, 18. Febrnar. Morden erscheint in der „Wiener Zeitung" und im Reichsgesetzblatte das kai serliche Patent mit welchrn, die Landtage von Oberösterreich, Steiermarl, Mähren nnd Triest für den N. Februar einberufen werden Wien 18 Febrnar. Das Handelsimmsterinn, bat mit Rücksicht darauf, daß sich unter den von der Telephonstation eines Arztes ausgehenden Gesprächen auch eine gewisse Anzahl solcher befindet, die der Arzt im Interesse der öffentlichen Sanitätsvflege und in Ausübung einer gemeinnützigen Weife seiner Berich'tntiakeit zu führen veranlaßt wird, verfügt, daß den Ärzten eine weitgehende Begünstigung bei den Telephongebühren zugestanden wird. Wien, 18. Febrnar. Heute fand abermals ein Konsilium beim Bürgl,i-meifter Dr. Lueger statt, wor über folgendes Bulletin ausgegeben wurde: Die ^<'ssernng im subjektiven nnd objektiven Befinden hält an. Der Blasenkatarrh ist im Rückgang begrif sen, aber noch nicht ganz geschwnnden. Temperatur nnd Pnls sind normal. Die Nahrungsaufnahme war heute genügend. Triest, 18. Febrnar. Die Ausschußmitglieder des slovenischen politischen Vereines „Edinost" sür Triest nnd Umgebnng und jene des politischen Ver eines sür die Kroateu und Slovencu IstrienK m> Pisino haben sich gestern in einer gemeiusan, hier abgehaltene», Konferenz zn einem Zentralwahl-komitee für die bevorstehenden Reichsratswahlen ton stituiei-t. B erli n. 18. Februar. Laut Hofcmsa.cze wird 5taiser Wilhelm den Reichstag morgen pei-sönlich eröffnen. Ausweis über den Stand der Tierseuchen in Kram für die Zeit vom l'. bis 16. Februar U)07. Es herrscht: die Notzlraulheit der Pferde im Veziile Laibach Um-gebmiss ill dec Gemeinde Obcrlaibach li Geh.); die »läude bei Pferden im Bezirke Adelsberg in der Gemeinde Adelslicrg (1 Geh,); im Vezirle Tschernembl in den Gcmcnd.'i, Lula (1 Geh.), Tschernembl (1 Geh.); der »iotlauf der Schweine im Vezirle Nudolfswcrt in den Gemeinden Höni^steiu (1 Geh.), Treffen (2 Geh.), Tscher-moschnch (1 Geh.); die Schweinepest im Bezirke Gottschee in den Gemeinden Ebcntal ll Gel).', Fara <4 Geh.), Lienfeld (1 Geh.), Ossinnih (Z Geh.), Müsel (3 Geh.); im Bezirke Gnttfeld in den Gemeinden Catez (4 Geh., Grußdolina (^ Geh,», Landstrak (8 Geh.); im Bezirke Tschernembl in den Gemeinden Gradac (1 Geh.), Snchor (1 Geh.), Wcinitz (2 Geh.). Erloschen ist: die Schweinepest im Bezirke Nndolfsluert in der Gemeinde Tschermoschnch (1 Geh.). A. N. AclndcVregicrung für Arain. Laibach, am 16. Februar 1907. Neuigkeiten vom Büchermärkte. Wiesuer, Dr. I., Anatomie und Physiologie de^ Pflanzen. K l). — Malinin A.. Hat Ddrpfcld die Ennea-kriinosepisode bei Pausanias tatsächlich gelöst oder auf welchem Wcssr lann diese sselöst werden, k 1 ^0. — ttomorzlinsli, Dr. O. v., Handel, Grundriß des österr. Rechtes, bcireffend den Handel, li 2. — Fischel, Dr. Alfred. Stndien zur österr. Neichsqeschichte. ^ 6. — Erzherzog Dtto. Drei Wuchen ans der Halbinsel Zinai, ssbd. K 6. — Such» Rath Helene, Die Frau, eine Ctudie ans dein Leben, K 2. - Stetel Dr. W., Wie beuqe ich einer Blinddarmciitziindnna. vor? Iv 1 20' - Stecket, Dr, W.. Die Ursachen der Nervosität, li 1 20^ Vorrätig in der Buchhandlung Jg. v. 5tIeinmayr >K F e d. V a in be rg in Laibach, Kongrcszplatz 2. Verstorbene. Am 17. Februar. Theresia ssrel», Inwohnerin, 77 I., Iudsüssnsse 5, Nr<»!el!!,l8 «krcu. — Iuhnnna Fischer, Schnei, derstochtcr, !> Mon., Zalularssasse 1l. Tndellülusc, - Kaspar' ttrasovic. Dienstmann. 51 I,, Alter Markt 13. Tuberkulose, — Rudolf Mauser, Arbeiterssohn, 4'/< I,, Ziegelstlaße .^3, ?orickrl!it,ik ^nt»,. Am 1«. Februa r. Markus Potokar, Inwohner, 82 I., Zimmereigasse ^, Tuberkulose. Metcorolul^lsche Beobachtungen in Laibach. Seehöhc ^W 2 m. Mittl, Luftdruck 7^tt 0 mm. A Zr-3 «^ ^^" ,<> 2 u. N. 7X5 4 2 1! S. schwach seiter U U. Ab. 737-U -1b,'NW. schwach fast heiter lij.j 7 U. F. j 7-j?-« j -7-9j S2O. schw. j teilw. heiter j 0 0 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur -3 1°, Nor> male 0 1°. Verantwortlicher Nedalteur: Anton F u n t e l. In grenzenlosem Schmerze geben die Unter» zeichneten im eiqrnen sowie im Namen der Verwandten allen teilnehmenden Frenndeu uud Be» llniuteu Nachricht von dem Tode ihrer innigst-geliebten, uuvcrgehlicheu guten Mutter, bezw. Taute, der Frau Ülllilil! HM tt Wl. !>. Glil!t»lclK«t!,,N's!!!izf!, Hauptnlaunswitwe, welche am 18. d. M. mn 12 llhr mittags nach kurzem, schwerem Leiden nud Empfang der heil. Sterlicsalraüientc im 72. Lelicusjahre sanft im Herrn entschlafe» ist. Die irdische Hülle der teure» Verewiqten wird Mittwoch, den -0. Feliruar. um halb Z Uhr nach-mittags im Tlaiirrhause .^nafflgasse Nr. I.'i (Villa Ä^eltäch feerlich eingesegnet nnd sodann nachdem Friedlose z>,m Heil. »rein zur lehteu N»hc ül'eifiihrt. Die he,l. Seelenmesse wird Douueislag. den 2l. d, M., um 9 llhr uurmitt. in der Franziskaner-tirche gelesen. Laib ach am l», Februar 1!»07. Theodor (Yauser Edl.v.Oauenseltz, k.k Haupt-ulann, Lohn — Mltzi Gaujcr (5dl. v. Gauen» ^cls, Tochter. LcicheübcslnlNinMus'nN bss ?fr, Dub rlet. ' Laibacher Zeitung Nr. 41. 3«« 19. Februar 1907. Vleßmers Thee wird in hunderttausend Familien und an mehreren Hofhaltungen getrunken. Durch ihn haben viele den hohen Genuh, den feiner Thee für wenig Geld bietet, erst kennen gelernt, sind Theetrinler geworden und haben die Marle Meßmcr in ihren Kreisen weiter empfohlen. Erhältlich bei Antun Stacul und I. Vuzzolini. (4b? ä) Fein-Mechaniker insbesondere vom Uhrenfach findet sofort dauernde Beschäftigung an der Erdbebenwarte in Laibach. 3-1 Unserer heutigen Nummer (Gesamtauflage) liegt ein Prospelt über Illustrierte Romane und Novellen von Na «aly von Ejchstruth bei, worauf wir uusere P. T. Leser auf-merljam mnchen. (6^,0) Danksagung. Für alle Beweise herzlicher Teilnahme, die wir anläßlich des empfindlichen Verlustes unserer hochgeschätzten Präfektin, musterhaften Ordensfrau und hochverdienten Erzieherin M. Antonia Murgel cmpfana.cn haben, sowie für die ehrende Begleitung zur letzten Ruhestätte spricht seinen aufrichtigsten Dank aus (652) der Ursulineukonveut. I Danksagung. l Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme ! während der Krankheit und des Beileides bei dem ! Ableben meiner innigstgelieliten, unvergeßlichen ! Gattin, bezw. Schwester, Tante und Schwägerin, ! der Frau Dudmilla Steppan ! geb. Hoftonoki ! wie nicht minder für das zahlreiche Geleite zur > letzten Ruhestätte uud für die schönen Blumen» ! spenden spreche ich allrn liebwerten Freunden und > Bekannten den herzlichsten uud besten Dank aus. ! Laibach, am 18. Februar 1907. I Franz Steppan ! (646) Handelsagent. Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Kursblattej vom 18. Februar 1907. Die notierte» Kurie verstehen sich in KrancnwHhrnnn. Die «/o»!e»-u»a sämtlicher All im und der „Diversen Lose" versteht sich per Stücl. Geld Ware Allgemeine Staats» schuld. Einheitliche Rente: lonv. steuerfrei, Kronen (Mni-Nov.) per Kasse . , 991'', «y-u« dtlto (Iün.-Iuli) per Kasse 99 05 99 2,' 4-»°/« «. W. Nuten (ffebr,.Nu8) per Kasse......,00 2>> i«o 4« 4-«°/,e. W. Silber (Npril'Olt.) per Kasse ...... l»a ,2 i»0-3i> I8S0cr Staatslose bUV sl. 4 -/„ ,55 25 15? 25 i»«0er „ ,«u sl. 4 °/n 2l» 75 2,5 75 l804er ,. IUU fl. . .268-268- l»«4ei ,, bO sl. . . 2KÜ-— 2S8 - Dom.'Vfanbbr. il I«o sl. b°/„ 2s9 85 281 3i> Staatsschuld d. i. Neichs. rate vertretenen König' reiche und Länder. csterr. Goldrente, stsr.. Gold per Kasse .... 4«/„11? 20 11? 4s> österr. Meute i» K^onenw. stfr., Kr, per Kasse . . . 4°/„ b9'«!5 99 2k^ detto per Ultimo . . 4°/„ 99 05 9985 5s». Invest ltluns.-Nente, stfr.. »l. per Kasse . 3'/,°/« 89 2b 89 45 Gis»»bahN'3llla<«fchult' «lschltlbnnge». sllfabethbahn in G., Ncuerfrei, zu 10.000 fl. , . . 4°/„ 117 72 —- -üranz Josef-Bahn in Silbe' (bw. St.) . . , b>/.°/u 123 3b «24 ».' »al. Karl Ludwig «»hn (div Stücke) Kronen . . 4°/„ 99- ,0« -!«!lbo!sbahn in Kronenwähning, slluerfr. (biv. St.> . 4«/„ »9- ,00 -vorarlberger Bahn, steuerfrei, 40(1 Kronen , . . 4°/« 9» L0 100 »!' z» »lllawschullwtlschlellmnaen »bglfiempttlt Giltnbahn.AklilN . ö. W. S. 5'/<"/<, .... 432 45 4,0 42<1'lw Veld Ware D«« Klaatl zur Zahlung üb«' no»«»ne Eisenbahn. Pliorltät«' PbligaNontn. ««hm. Westbahn, Em. 1895, 4«N Kronen 4«/„ . , . , 99 2l NX) 2< Elisabelhbahil 60« und »ON« M. 4 al, I«"/«......115 05 I1«-Uc, Elisabethbahn 400 und 2000 M. 4"/n........11s 95 1l?'9b ^rauz Joses-Bahn Em. 18»4 (dlu. St.) Silb, 4"/u . . 99 Ob l«l> <).>> Galizische ttarl Ludwig'«ahn sdiv, St.) Silo. 4«/„ . . 99 10 100'K Ung.-galiz. Vahn 200 sl. S, 5°/u til - 1,2-— Vorarlberger Äahn Em. 1884 (div. St.) Eilb. 4"/, . . 99 2,1 ,00 2l Staatsschuld der lländer der ungarischen Krone. 4"/u ung. Vulbrente per Kasse 1,3 9u 114'K 4°/u detto per Ultimo iiZ^ü 114 1t> 4°/u ung. Rente in Kronen- tvühr. Nirei per KaOe . . 95-äo 95 ?< 4"/„ bettu per Ultimo «5 5" Lü ?< »>/,a/u detto per Kasse , 84 35 84 üb Ung. Prämien.Nnl. k loo sl. . 20! 5< »<>»-.°>s' dettu il 50 sl. . 201 bl 208 5), Iheih-Neg.-Lose 4«/„ . . , . ,-,<»,« ,53 m> l"/u nngar. Oiunbenll.-Oblig. 55 05 9L-U.' 4«/« froat. u. slav. Vn>ndentl.> vbliz........9S to — — Andere »sientliche Nnlehrn. Äo«n. Laübes'Ai», (biv.) 4"/u 94 9» 9ÜÜU Vosn. - herceg, lzisenb. - Lande«. «»lehr» (div.) 4 >/,"/„. 99 7Ä,0a?5 5°/« DonaU'Neg.-Anleihe 1878 i!,5- 1U« - Wiener Verlehrs-Anleihe 4"/^ 99 1" l«o 1< detto 19U0 4"/l, 99'LU «>l> so «nlehen der Stadt Wien . . l<»2'6.', K'3 65 drtto (S. vd. <8.) . . . I2l'4n !2^i 4< bettn (1894) .... 97-35 9835 detto (1898) .... «9'Z5 lOlVZf drito (i!»0c>) .... 99 :><' ,,!<,-^, delto Inv. sl.) 1902 . 9950 lud 5« ^örfebau-Anleben verlosb. 8"/« 99 — ino - ^ulg, Staalsrlfenb.-Hyp.-Nnl. 1889 Gold .... e°/„ H8-7Ü 119 7.°^ Vulg. Staats. Hypothelar Anl. 1892 .....«O/u,20'- 121 - Veld Ware Pfandbriefe,c. Vodenlr.,aNn, öst.in50I.vl,4"/n 98 75 99 5<> Böhm. Hlipothelenbanl Verl. 4"/» 99 5» 10U-^entllll.B°d.-Kicd.-Al., österr., 45 I, uerl. 4 >/,">« . . . 101— 108-Zentral Boo..Kred.-Bl., österr., 65 I. verl. 4"/u ... 99ül> 1«0 5l' Nred.-I»ft.,üsterr,,s.Verl..Unt, U.üssent!,»lrb.Kat.^vl.4°/<, 96 10 99'-^andesb. d. Kön, Walizie» und Lodom. 57'/, I, ruclz. 4°/^, 97'bN 9«l,c> Mühr. Hupothelcnb. verl, 4«/^ 99 - 1W - !!i..österr. Laiibei!.Hyp..V50 betto inll. 2"/l,Pr. verl, 3>///« 92- 93'- dctto K.'Schuldsch. verl.3>/,°/c, 91 ?5 927.' detto verl, 4°/« »9 4» 1UU 4> österr.>ungar. Van! ül» jähr. verl, 4°/« «. W..... 99-80 100 ?>' detto 4«/^ K'r..... 99 Kb 1U<> «b 2parl. l. öst., LN I. Verl. 4»/« luo 5«, 101- Eisenbahn-Prioritäts' Obligationen. ^erbinllnds.Nordbahn Em. 1886 — - —- detto Gm, 1904 — — — — Öslerr. Nordwcstb. 200 fl, S, , 105 «0 IN«-«« ötaatebahn 500 Fr..... 42» - 4ü« - Siidbllhn il 3°/° Jänner. Juli 50« Fr. (per Et.) , . . 31495 316 25 Tübbahn il 5°/»..... 1248U ,25'°0 Diverse Lose 0 fl. ö. W..... 2b2'— 268 - -erb, Pläm..Änl, v.iau Fr.2«/» lU0— IU6 - ssnu«rzin,l»cht fos». ^ud>,p,.Äasillla (Domtau) 5 fl. 22 5»i 24 50 «n'ditlose 1W fl...... 4 - lilnrh.Lofe 40 sl. K. M. . . 159-50 14»! b< Ofruer Lose 40 fl..... 166— 174 — Palf Violen Nrruz, ösl. Gef. v,, 10 fl. 46 75 4K-75 Äoten Nreuz.ung. Gel. v., 5 fl. 2«- 20 - «ndols'Lose 10 f!...... 5« — 6»'— ^alm.Lole 4u fl. K. M. , . 195 — ^u^- Veld Ware Türl. E..V..«nl. Präm..Obllg. 400 Fr. per Kasse . . , 17?'25 ,78 25 detto per M. ... ,7725 178 2 Wiener Komm.»Lose u. 1.1874 497 ü» 50? i>l «ew..Sch.d. 3«/«Prüm..Schuldu. d. Vodenlr..«nst. Em, 1889 s?— 91'5c Aktien. lranlporl.zlnternthmnngln. «ussig.Tepl, Eifenb, 500 sl. , 2455'- 2465'- Biilim. Nordbah» ,50 fl. . , 364— 8«b'- Vulchliehraber Eifb.5U(> fl. KM, 295a — 2970 - deüo (lit, tt.) 2<»o sl, per Ult, ,127 — 1130-Donau > DampsschiffahrtS . Ges., 1.. l. I. prlv,, 5,>of>. KM i«42'- 1050- Tülx.Bodeübactier Eisb. 4uo Kr, l>?3'— 5/?-- sferdinands.Noidb.iWNfl.KM. 5610— »6»«-Lcmb,.Ezrr!l,.Iasjl!. Eisenbahn» «eicllschaf!, 2 (tücilb, lüofl.abgst, 22ÜKN 228- Ttllllleeisb, 200 sl,S. per Ultimo «^?-. ß«8- Südl,. 200 fl. Silber per Ultimo 1U3 6s! ,«4 ß. Lüdnordbeiitfchr Verbindungsb, 200 sl. KM...... 404_ 407 - Tramwati'Gcs,, neue Wiener, Prioritätö.Mtie« inu fl. . —-— —-— Ungar. Weslbahi! («aab.Hiaz) 20!» fl. S....... 403-- 4««-- Wr. Lol°Ib..«lItien.Vel. 2N0 fl. i«,-— -- Vanlen. Ai'Nli.Oslerr. Banl, ,20 fl. . . »1? 25 317?.' Äaolverein, Wiener, per Kasse —— —-- betto per Ultimo . . . 570 1« i>?,K' Äodenlr.>«»st. »sterr,, 2«o fl.S »o?»— 1085- Zcn»r,.Vob,.Kredo, «st,, 200 fl. 55?-— b»9 -Kreditanstalt für Haudel und Oewcrve, 16« fl., per Kasse —-— — - detto per Ultimo i>«4 7b «8,?-?5 Kredltbanl allg. ung., 200 fl, . «35>-z») «3>i 5« Depusltenbanl, allg., 200 fl. , 474-— 4?«- Eslompie» Gesellschaft, nieder» üsterr., ^00 Kronen . . . soll — 604-Giro» und Kasscnverein, Wiener, 2!,!1 fl........ 461 - 46?'- Hvpothelenbaiil, österreichische, 200 fl. 30°/u li..... 292 — L94-- Länderbanl, öNerr., Loo fl. per Kasse....... 4N7 25 468 2,°> betto per Ultimo .... 4t,? 75 4öii 75 ,,Mertnr", Wechielst..«ttlen. Gescllfchaft, 2«o fl, . . . 642 — 64'/- Geld Ware Österr.'ling. Äanl 1400 Kronen ,76> — l?7ü — Unionbanl 200 fl...... !>9N'80 59t S» ÄerlehrSbanl, allg,, 140 fl, . 345 — 844 — Indnftlie.Wnlernthmnnztn. Äaugef,, all,,, österr., 10U fl. . ,»9 - ,4^ üv Vri>x.erKohlcnbeigb,-Oef. loufl. 774— 784 — Hi!rnl,l>hnw,G 2«5" 2c« bc Eleltr..Gel., allg. üsterr., 200 fl. 446-75 44? 2» KM« internal,, 2«o fl. 631— ««'— Hirleiilierger Patr.», Zündh. u. Mct..Fl>bril 40N K5. . . l!73 — 1,83 — Uicsinger Vrauerri ,uo fl. . . 292 — 2>. Em. 19U5. 200 fl...... 2647'- 262« - Nimll.Murany.SalgU'Tarjaner Eisenw. 100 fl..... l>?2'!>0 573 ü« 2alg0'Tarj, Steinlohle» 10y fl 61?- «20 — ,,LchlöglmühI", Papierf.,20»fl. 377- 38050 „Schobnica", «l.'G. s. Petrol.. Ind., 50» Kr..... 5s» — «03 — „Stcurermühl", Paplerfabril und V'G...... 4«2— 472 — Trifailer Kohlenw.'G. 70 fl, , 288 — 89« — lürl. Tabalregic.Ges. 2N0 ffr. per Kasse . —-.- —- betto per Ultimo 426 50 42« — Wassenf,'Gef., östrrr., in Wien, 100 fl........ 560'- ««4 — Waggon>LeihllnslllIt, allgem,, in Pest, 4o<> Kr..... —-— — — Wr. Äaugt'fclllchast 100 sl. . . ,72-- 17? -- Wienerberger ^ie<,rls,.Alt..Ges, 808— 81« — Devisen. Kurze Sichten und Kcheck». '.'lmstl'rdlli»....... IS»-«» 199 10 Leutfche Platze...... 1,? 5f, ,,775 London........ 241-1^ i4I 3l» Htalienifche Vanlplähe . . > 9', 4« Sb'«<> Pari«......... 95 45 91, «<, Hürich und Vasel..... 95 40 855l» Valuten. Dulatc» ....... ,,„« 11« 20-ssranlen-Stülle..... i9-oh> l»,i '«io.Marl-Ltücke...... 33 5«, 2» ^8' Deutfche Neichsbanlnote» . . 1,757» ,i? 77, ^talienifche Aanlnoten ... 9b 40 9hß0 Mubel Noteil , . , . 253 »b4 IEian.- -ÄM-d. "V©rlra,-a.f von K«ntcii, I'l'midbrlcfVii, l'rioritfttcn, Aktien, i LoMeu vtc, UeviN^u mitl Viiluten. | (i) Lo8-Verslcherun#. Baxj-lc- -u.2s.d. T7s7"ecli.slerorescli.ä,ft I.itibneli, NlritnrKHNNe. 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