Marwor, Donnerstag, den 29 Mol 1024 Nr. ^23 - S4. Jahrg. T a > > » >^1 >-> m. Die nächste Nummer der „Mitbürger ^ Zeitung" erscheint am Freitag den 3V. d. zur gewöhnlichen Stunde. llDLQIOcZII^ LI 0 Bemerkungen. Zur Prnger Konserenz der Kleinen Entente. (<5.) Mari bor, ?ä. Mai. Herr Vene» will, bevor er s'ch auf die eh' venv.lle Vortragstournec nach Amerika be-> gibt, in der Kleinen Entente noch einiges regeln, oamit sein Lebensn..erk nicht justament vor einer neuen politischen Ai'r.i des Kenti-nents iic seine Element zerfalle. In Beo-grad haben bewährte Vertreter der großen vnsländl.chcn Presse an dnn Aefüge derKlei-» nen Entente Nisse entdeckt die damals durch ^ die i'dllchen Versicherungen in Prag und Beograd verschmiert worden sind. Mein das Abweichen Rumäniens von der bereits eingeschlagenen Linie, das in der Komplikation. der bessarabischen Frage eine irgendwie ver-- ständliche Begründung erfahren hatte, konnte selbst durch amtliche Kommunique nicht wehr maskiert werden. Es war offensichtlich, daß die Interessen der Tscbe-'ojwwakei nnd Jugoslawiens in einem gewissen G-'ge'latze Hu dem sieben, was der rumänische Ministerpräsident Bratiann seinem Kollegen Dura eingeflüstert haben mochte. Seit jener ^eit galt das Bestreben von Benes uer Auffindung einer Formel, nach welch"? Rumänien^ w neuer Fassung für seine mitteleuropäische Politik gewonnen werden sollte, unbeachtet der rumänisch-russischen Beziehungen. Man pstea^ ^ sn" Metbode der V '''s'irechun- j gen mit großem Erfolge, aber für Abenteuer sind die Herren in der Präger Burg nicht zu haben Daraus ergibt sich von neuem die Tat-- j sache, daß die Kleine Entente vor allem der Erhaltung der Verträge von Trianon und NeuNy gewidmet ist, nnd — als Zweckverband mit negativer Tendenz — als Boll-streckerin des Willens der'Alliierten in Mitteleuropa von selbst keine Initiative aufzubringen vermag, die der wirtschaftlichen und politischen Wiederaufrichtung von Europa dienlich sein könnte. Das beweisen uns die Staatsmänner der Kleinen Entente unzweifelhaft in Lhrer Haltung zum russischen Problein, ' . ! In Prag wird — trotz des zum „Kurbesuch" in Marienbad weilenden Ministerpräsidenten PaUö, dessen Antipathie gegen die Bolschewisten kaum erloschen sein dürste — sehr viel von Moskan gesprochen werden. Würden Beneö und Ninöie sich selbst einfinden, so wäre die Angelegenheit vielleicht weniger kompliziert. Co aber wird.Herr Bratiann, der im Westen taube Obren für die von ihm vertretene Auffassung über das beb-arabische Problem gefunden hat, sich zum zweiten Male dazwischen stellen, um die Idylle zu stören. Nach dem Wahlsiege desj Linksblocks in Frankreich erscheint Paris als' Stützpunkt für östliche Inspirationen Groß-' rumäniens als verloren. In England dürfte man noch weniger geneigt sein, den rumänischen Wünschen nachzukommen. Nun soll die Kleine Entente den Rettungsanker bilden, an den sich die Poliut des absolutistischen Bojarentunis festhaltet! möchte. Nnd gleichzeitig sind auch die Fäden von Bukarest nach Beograd gesponnen worden, denn die gekrönte Dlplomatin hat nach dem kläglichen Fiasko des monarchistischen Gedankens in MeAetch;nd eine M'doMltL ent-, Volens MndttMSproblem. In sowjetrussischer Beleuchtung. — Tschitscherins Antwort auf die polnische Note. ^ Zurückweisung der polnischen Jnvektivcn. — Die russische Föderation garantiere ' allen Nationen die freiheitliche EntwiÜluug. WW, Moskau, 28. M-i. (Ztuss. T.'l.'Ag,) In der Antwort auf die Polnische Beantwo?-> tnng der Note Tschitscherins in der Frage I der Verfolgung der national.'»! Minderheiten PelenS weist Tfchitscherin de Beschuldigung einer Einmischung zurück, in'.em er den genannten Artikel des Rigaer Früdeusvertra-ges zitiert, der der Sowjc:reglerung ein formelles Recht gewährt, die Internen der in Polen ansässigen Ukrainer nnd Weißrussen zu schütze», denen gegenüber sich Polen verpflichtet hatte, alle Rechte zu gewähren, welche die freie Entwicklung der knllnr, der Sprache und des Kultus sichere. Die Svwjet-rügierung weist mit Entrüstung die haltlose Behauptung der polnischen Regierung hinsichtlich der bürgerlichen Rechte in dul Som- Konferenzen der Äbgco^dneLcullul:^ ZM. Beograd, 23. Mai. Hente vornn al,5 Anetten alle Abgeordnetenllubs Konferenzen um über varteipoliusche und tat isth; fragen Beschluß zu fassen. Ter radikale '-Unt s>'^^ seine gestern abgebrochene Silzi-ig um halb 1t) Uyr fort. Herr Pa^iö ergriff mnnr-dings das Wort, nm in einem andert'harsntün-digen ^xpos(» die politische Lage zn l^lenck)-ten, indem er die Geschichte der r^dilaten Partei, de?en Rolle nn politischen Leben Serbiens und Jugoslawiens sowie den kvlauf der letzten Krise schildere und die oerMeo--nen Einlöse, die sich in letzter Zeit im vo^ tuschen Leben geltend gemacht haben, Anlegte. PaZie betonte, wir hätten nicht nur zur restlosen Vereinigung des gesamten V lkes ! Krieg geführt, sondern anch dainit daz gesam-' te vereinigte Volk zur vollen Freiheit q nan^e und das; in unserem Lande der Wia? des Volkes und der Krone geachtet werde, hierauf sprach Herr Pa5iö ausführlich üb'? die Notwendigkeit der Reorganisierung der Partei, besonders hinsichtlich der Parteidisziplin. i5ur den Kongreß der Partei, der im September abzuhalten wäre, werden grnße Vor-be-eitungen seiteus des Generalauzschusies der radikalen Partei getroffen. Nach der Rede des Herrn Pa«!.' rächen zahlreiche Abgeordnete, darunter die Abgeordneten Poolo-r. , ^)avis, Vopoviö, Rankoviö, Ministe:: Sto fadinoviS und andere. Abg. Rankoviö griff den Minister Stojadinoviö scharf an, iudem ^er ihm vorwarf, er habe in seinem K.'binett unfähige Beamten, die den Vernml!.mg?ap- jetrepubliken zurück. Tiefe Beschuldigungen, die seder rechtlichen Basis entbehren und sich ans kein Bertragsrecht stützen, seien eine wah-r^ Einmischung in die inneren Angelegenheiten der Sowjetunion. Die Sowjetvermsinng und die sozialistischen Parteien der Towjet-regiernng garantieren bekanntlich allen Nationen Her Sowjetunion die volle Freiheit der nationalen und knUurellen Entwicklung. Aus der Erklärung der Polnischen Regierung über die weitere Nichtbeachtung von Tchrit-:en der Sowjetregiernng geht die Meinung der polnischen Regierung hervor, daß nicht alle Artikel des Rigaer Vertrages ein./halten werden müssen. Die Sowjet?'giecnng nahm diese Erklärung zur Kenntnis. U- ^arat und den ganzen Staat schädigen. Zahlreiche Redner hoben die Notwendigkeit her-oor, den von der Ueberschwemm-inz 5)eintt',e-snchten so bald als möglich .Hilfe an.;edeihen in lassen. ??^ehrere Redner krilisi rlen scharf das Verhältnis zn den selbständigen Denie-leaten, deren Vorgehen die In er^sien drr radikalen Partei schädige. Tie Sitzung wnr-d. mn viertel l Uhr geschlossen nnd wird morgen um 9 Ubr vormittags s)rtgesetzt. Bereits nin halb 12 Uhr üatte Ministerpräsident Pa»i^ die SÜmng verlassen und begib sich znm .'»tönig zur Audienz, wo er bis halb ! 'lbr verblieb. Tie Vertreter des ovvositionellen Blocks trafen im Lanfe des Vormittags zu einer Konserenz zusammen, in welcher Abg. Ma-rinloviL seinen Enlwnrf des g>'meinsan:en Manifestes des Blocks an das Volk anbrachte. Tie Klerikalen, die Mns"lmcn."n und die Raditpartei nahmen den Entwurf an, wahrend sich die Temokrat-'n der David >'?i5gr.p-Pe die Entscheidung bis nach genauer Prüfung des Tertes vorbehielten, an denk mehrere Korrekturen vorgenommen wcrden sollen. Im Laufe des Nachmittag? werden die Landwirtepartei, die Klerikalen nnd die Muselmanen eine besondere Proklamation an die Wählerschaft erlassen. Die Demokraten der Davidovikgruppe haben ezügltch ein s Sondermanifestes noch keinen Beschluß gefaßt. Die englisch - russische Konserenz. WKB. London, 27. Mai. (Wolff.) In der englifch-?ussischen Konferenz erklärte die Toio wickelt. Wieder es der unheilvolle Einfluß von Bukarest, durch den unsere Außenpolitik ans ihrer klar vorgeschriebenen Fabrbahn gerissen wurde. Herr NinLiö soll in Prag — und diese Erstellung einer ssi^enden Beo-grader Zeitnng ist bis zur Stunde noch nicht dementiert worden — „einer Koiyvromißlv» snng in der russischen Frage nicht entgegenarbeiten, aber es müßten dabei gewisse ?nmä-nische Wünsche berücksichtigt werden . Vor geraumer Zeit schrieb Steklow in der „Isvestija" einen Artikel, in welchem die „Rn^landpolitik". der Kleinen Entente von einem breiten Standpunkt betrachtet wird, ^tellow meint, eine de-sure-Anerkennnng der russischen föderalistischen Union von feiten der Staaten der Kleinen Entente sei jetzt, nach der gewaltigen innerpolitischen Ve?än^ de?nng in Frankreich, von sehr geringem Wert. Man hätte sich da schon früher entschließen können, wäre man von dem aufrichtigen .Wunsche erfüllt gewesen, die wirtschaft- lichen und politischen Beziehungen mit Moskau anzuknüpfen. Aber die Politik der Kleinen Entente fei nie selbständig gewesen. Nuu siud wir von berufenster Stelle aufgeklärt worden, daß jede nachträgliche Korrektur der Haltung gegenüber den Sowjets die Moskauer Kreise keineswegs erwärmen könnte. Das kleine Oesterreich, ein nnter Völkerbunds kontrolle stehender, besiegte? Ztaat, hat die Anerkennung srnder gewagt als die slawischen Staaten von Mitteleuropa . . . Man möge in Prag und Beograd nn? nicht ans die seine?zeitige Stimmung am L.uai d'^rsao ve?weisen, denn die guteu Beziehungen zu F?ankreich wären anch nach der rechtzeitig er>..,.en Anerkennung der Sowjets nach bri-ll>chem, italienischem und österreichischem Mnster nnreründert aeblieben. Nnn wird man in Prag sehr bittere Pillen zu Mucken haben, die verschämten Regierungen der Klei nen Entente abe? we?den notgedrungen am Start erscheinen müssen, von dem ans der allgemeine Wettlauf um die Anerkennung des russischen Weltreiches erfolgen wird. . j jetdelegation, daß die Bezahlung der Vor-kriegsschulden für das Budget Sowjetruß« lands unter den augenblicklichen wirtschaftlichen Umständen nicht möglich sei und bean-antragte, diese Frage vorläufig zurückzustellen. Tie Delegation macht den Vorschlag, das? man sich zunächst mit den Entschädigung^ ansprächen englischer Privatleute befassen soll te. Die britische Delegation sagte für diesen Vorschlag sorgfältigste Prüfung zu. ^ Gegen die Hohcnzollernumtriebe. WKB, Berlin, S7. Mal. Wie „?M> anzeige?" mitteilt, hat der preußische Wohl-fahrtsminister die an der beabsichtigten 200-Jahrfeier des Potsdamer Waisenhauses vor-gesehene Beteiligung von Mitgliedern der Familie Hohenzollern und die beabsichtigte Adresse an den ehemaligen Kaiser sowie die Einladung Hiudenburgs verboten. Er anneordnet, daß einstweilen niemand einzuladen sei. Dadurch sei die Feier selbst in Fr * ge gestellt. ' ' ' Englische Ncqierungssorgen. WKA. London, 27. Mai. (Reuter.) D«5 Un! erHaus lehnte es mit 176 gegen 16t Stim men ab, die Anträge drr Arbeiterp rrtel, betreffend die Nationalisierung alle? Birxwer-ke n"d Wasserläufe auf die Tagesordnung zn stellen. In sortgesetzter zweiter Lesung deS Hinanzgesetzentwurfes kritisierte lain abfällig das Budget, wobei sich die Opposition in sarkastischen Zurufen gez?»r die Regierung erging. Schließlich wurde 5 i» einfacher Abstimnnmg anginoinmen. Stürmische Eröffnungssitzung des Deutsches Reichstages. . . WKB. Berlin, 37. Mai. (Wolff.) Die hew tige, von einem starken Polizeiaufgebot geschützte Eröffnungssitzung des Reichstages, bei der Abgeordneter Bock als Alterspräfl« dent fungierte, führte während und nach Erledigung der Eröffnungsformalitäten zu wüsten Auftritten, die' von den Kommunisten veranlaßt wurden. Diese forderten, daß vor dem Uebergang zur Tagesordnung über einen Antrag auf Befreiung der verhüteten kommunistischen Abgeordneten verhandelt werden sollte. Nachdem in der Oeschc/sord-nungsdebattc keine Einigung erzielt werden konnte, stimmten die Kommunisten die Jnter nationale an, was die Rechtsparteien mit der Absingung des Dentschland-LiedeZ ervi«. derten. Sie Sitzung loste «m allgemein Tumult auf. Vorher hatte der Alters- rZsi-dent Bock für morgen, Mittwoch, um 11 llyc die nächste Sitzung angekündigt mit der Tagesordnung: Wahl des Präsidenten und die ?sreilassungsattträge. — BSrK Zürich. Z». M«i. . ^^i - . . i i ' war stets ckie beste, ist 6ie beste und wird immer cZie de^ts sein. HvdkmA A«k äs» K«WSV LLNLM W»ä Ksrko,ZZ!K5M! > — Die Priifibtntschastssriii,- in Fr>mlroch. die „Times" melden, daß man in englischen politischen Kreisen über zuverlässige Informationell verfüge, wonach der ^egierunos-toechscl in Frankreich mit einer ernsten inner twktischen Krise eingeleitet würde. Herriot entschlossen, eine Einmengung Millerands tn die Finanz- oder auswärtige Politik deS Irenen Kabinetts nicht zu dulden. Infolgedessen sei eine Präsidentenkrise in Frautteich in der allernächsten Zeit unvermeidlich. Ueber die Unterredung Herrlots mit Doumergue herlautet, daß der Senatspräsident ans die Präsidentschaft verzichtet habe, so daß nnn-wehr Painleve in erster Reihe für dieseu Posten in Frage kommt. — Zur Kampagne, die 'namentlich in der Linkspresse gegen den Präsidenten Millerand geführt wird, bemerkt der „Temps", diese Angriffe seien imstaude, die Verfassung vom Jahre 1875 in ihren Grundlagen zu bedrohen. Wenn dem Wunsche der Linken nachgegeben Vierden sollte, so würde «S sich zum ersten Male ereignen, das; ein' Präsident der Republik, ohne vou seinem ^ Kechte, die Kammer aufzulösen, (Gebrauch ge- ^ Macht zu haben, dnrch die Wahlergebnisse betroffen wäre, wogegen hierüber nach der Verfassung einzig und allem das Votum ei-! nvr Nationalversammlung zu entscheide«! ha-! be« Es wäre ein gefährliches Präzedens ge< schaffen, das die NichtVerantwortlichkeit de? Präsidenten illusorisch gestalten würde. .Herriot selbst scheint die (Gefahr erkannt zu haben, weshalb er vor einigen Tagen erklärte, eine feiner Hauptbedingnngen zur Uebernah-me des Kabinetts liege darin, das; der Präsident der Republik seine in der Verfassung gegebene Rolle nicht überschreiten solle, tllng. M.-Korr.-Vüro.) ^ Die Kabinettsbildung in Frnnireick:. Paris wird berichtet: Herriot wird seiu Kabinett selbständig bilden. Es wird folgende Persönlichkeiten umfassen: Präsidium lind Aeuheres Herriot; Inneres Schramek; Finanzen de Monzie; Marine Ehauteulps; Ackerbau Quemlle; öfsentliche Arbeiten Pru-net; Handel Lederling; Unterricht Frau^ois-Albert; Pensionen Anteriou. Neben diesen Namen werden anch jene von Moro-ihiaffen, Vffolo-Binet und Laureut-Evnat geuannt. Jedenfalls gehört über das Schicksal nnd die Politik Herriots das erste Wort dein französischen, am 1. Juni stattfindenden Sozialisten-, kongrcß, das letzte Wort aber Deutschland. Herriot hat nichts mit Lndendorff und seinen! Anhängern gemeiusam. Obwolj^ er e-.' forillell Nicht ausspricht, macht er die Deutschen darauf aufmerksam, daß er, falls Ludendorff, Trrpitz, Westarp oder ein anderer Nationalist der gleichen Richtung zur Macht gelangt, sofort gegen diese die nötigeu Maßnahmen ^ treffen und sich von ihnen nicht einschüchtern! lassen werde. Die Nationalisten voll der an ^ deren Rheinseite könnten nichts mehr vorbr n gen, ohne sich allgemein lächerlich zu machen, > da die Führer der radikalen Sozialisten nicht die Absicht haben, Deutschland zu zerstückeln/ WNerstören oder zugrunde zu richten. ! —Sin angesehener Gast i.i Ljublana. Western besuchte der Vizepräsident der Han- delskammer, Herr Peter Ialimoviö, die 'Kandels- nud Industriekorporatiouen und dell Vorsitzenden der Mustermesse in Lj'ubljaua. ^ Der hervorragende Polt?wirtschaftl>.r sprach über die Handelsbeziehungen der Slowenen init Südferbieu und versicherte, das; die heu-^ rige Messe in Lsubliaua von der Industrie iiij Südferbi eNuoch stärker beschickt werde, als in früheren Iahren. Die Mustermesse genieße in den südlichen Gebieten wegen ihrer mustergültigen Orgauisatiou uud der Solidität der AnHeller, unserer Industriellen, Gewerbetreibende« und Kaufleute, deu besten Ruf. ^ !^lm Abend kehrte Herr Iakimoviö nach Skop-. lje zurück. — Zn beinerken wäre noch, das; die Messe iu Ljublana in den südlichen l^e-^ 'bieten unseres Staates tatsächlich sehr beliebt ! ist und das; sie nach Erklärungen aller odrti-! gen Hand» kosaktorei: den bestell Ruf genießt. Daher sind wir überzeugt, daß die heltrige Veranstaltung in Ljubliana einen glänzenden Verlans nehmen und zur .Hrrst^'uug der besten gegenseitigen Handelsbeziehungen beitragen wird. Angesichts des zn erwartenden starken Gesuches appellieren wir anch auf' die Go^frenuds-lmft der Laibacher. —riz—^ - TQgesGronK. t. Der neue Nskwr sn der Prager lwivrr- - sität. Am >'7. d. falld die Wahl des Rektors der deutscheu Uuiversität in Prag sta't. Zum nenen Rektor wnrde der Theologieprofessor Iaksch mit li gegen !1 Slimiuen gewählt. t. Zwangs?'.ltekknimg in der Tschek^slo-wakei. Ans Prag wird berichtet: Die Tsche-z cha»s'low.".fc!Z »'nteiWet 'bclauMIich n'cht nur Iutäuder, im ProgranlU! de--' Aod'mamtes^ ln'siiidet sich daher a-uch die Eu-iei^unug des Aefitzes Lcossitz-Eichhorn. <.er dem englischen 'Staa't'MlWr Narou de Forest, eiu.in natürlichen So'Ui' 'des Barons Hirsch, gehört. Nun hat die Ncgiernug einen Zwangen erwalter !für dieses <^ut lbestellt, und der Vertreter Forests, der englische O^eri'tLeulnaut Walter Ri.Hh, richtet cn di>' Ze'^tungen einen offenen Brief, in dem er das Vorgehen eis rechtsungültig erklärt nnd mitteilt, 'daß er ? keinerlei Forherungen a^veu das ^nt anerkennen werde, solange der Betrieb unter ! ZwM'ig'wei'waltmi.g stehe. - t. Ein neuer „Todesstrahl." Aus London ^vir's gemeldet: A^ihrenid iimn Ws Neftil^at ^ider CrP^r'iüilente Malt^ew-s in l-ezug auf die !Fernwirwilfl seiner Stra!>ien erwartet, ickrd s ^"meldet, Idas' ver Pro^.ssor >der Gleitrotech-'-ni'k au der Ul:ioer>sität in Sheisield, VM. einen neuen „Strahl" entdeckt Hot, der, nroste lEnisern-ungen wirkend, säl/!g ist. zu toten nnd Motore zum Stilistm.k zu bringen. Wall ist der Ansicht, idas; die.e (5ntde5-tuug lilche auf dem stjebiete der als in der KrieMhr'ung Benlx'nöuug «finden werde. t. Die billigste Stadt Italiens. Nach einer soeben veröfseullichtien amtlichen Aufstellung über die Lebenshaltungskosten in den italic- ^ uischeu Slawen ergibt sich, dich Triest die' billigste Stadt Italiimk iist. "Als teuerste Stadt i^t Bologna angewiesen, deinn folgt Conio, hieraus Florenz, Carrara, Turin, Messina^ M-ailaiud. ^enedi'^. Es ist möglich, «das; zurzeit Rom in den Rang der teuersten Städte Italiens vorgerückt ist. Augenblicklich ist '^w^ir Nachricht vom derzeitigen Stand der Hoisten >der ^ebeilshaltnng in ^onr noch ans-ständig, alb^'r die Iniderzisser des letzten Iah-i'ect lW diese Anuaihiue nicht ungerechtfertigt! >?rschejsuien. t. Die Menschenverl^che Richlands im Arwg und Renotittion uu!» dnrch Hungersnot. Das VolfÄkoiN'Nlistal-i^t ffir Finanzen in Mosw.u hat dieser ?ane interessante statistische Daten 'veMfent'licht. ^'lns ihneli ergibt sich, haß der Ver'iist an Ä«eNlsÄenl^l>eli, ^en der rie^ nnh >die ReMntimi' Nus;lan'ü bereitet halben, sich ans 1.k>.')^.090 Personen belä'us't, wälhrenld die Hnnigersno't den Tod von !>.- Miilioncn Menschen verursacht hat. t. Abenteuer in <5hina. In Sihvn^hal ist «dieser Tage ein Europäer nanneus Eli M'd->ler «angeionmnen, der viel Interessantes zu erzählen weiß, - weil er sechs Monate laug (^chäu^euer der Ehineseir w>ar, als solcher mit i'hrer l^<"nat>'^rten zweiten Arulee Iierieiu« znchen inußt'e mW MW Tode verurteilt UAur-!de. M>an erführt dvlbei, daß die Generale, 5ie ü.'ie ch-iuesischeu Arnreon befehliMl, Mich ^tänber^a'u!ptnmun>umn!!!er var^eheu, !deu u der (^norml der zweitell ^lrmee ließ ^.'i>>ler imch der Füllung des Tode^ineils U'iss-"' könnte der BoDrectunig des llrteils >-ntge-shen, tvenir er der Armee Geld uu^ verschaffte. Wibler hatte unerhörte Sira-^i^en zn überstehen. Auf einem der qnal-vM'ii Fustluärsche lernte er eine chinesische ^iüldaWne tenneir, d>äe berii'hinte ^eneralin L.i-!t-D>a-Io-Aa. eine, wis er erzählt, rei-V.'n»de, r^öer üibercns euerg'^5>e Fran. Im 'Smmu'er l ^vei!t^e Eli Wiidler iin .mioMllb ivo-n TsuM-Kinff. Die Stad't wurve l7»i!'.nals von der orskm ch'inosischeil Armee nn-ter <^enerÄ Ke^-W-u belagert. n->^i,rend sie von >der züoei'leu> chinesischen Arulee meler '^'eneral I.a,llg--Sen> 'lx'ietzt ge'hatteu w>urde. Eines Taqes überfielen ihn chinesische Soldaten i>n, i't«U>!^e!l.ä'Uide und Wrlen ihn nnler «der V<'ich'U>lit igung weg, er ste^e in Verbin- > d'uni mit ^er ev'teu chine'isck'.en ?lrniee. V!an steclte ^)u in ein sclMuntviges Gesängiris, in-d.Mse ge'tcmimen, der i^m N'ahrllng brachte, so würde er Hungers gestorben sein, denn nie'mmfd iüinmerte si.h um seine Perpifle-g>un^ Im Oktober kam er vor ein Kri«gsge-i richt. Ohne viel Prozodure^ ohno Zengen «zu verneihnleis, sder auÄeres Aelveisinaterütal iil Betracht zu ziehen, verurteilte ihu das Bericht znl'.n Tode. Nachher schickte General Iian^-Sen eiuen Mittel^liuann ^u Hm ins s'iesämm i^ litud ließ ihiu sagen, er ineride da« für sorgen, d>aß die ^o'ssstrecknng «des Urteils a»'fe,eschM'n -nx'rde. Wenn W'.'dler in !oer ?,!lvü!sck5»n^it an ihn eine große Summe st'el-ides oMihre Vorräte 1'iir- ^ie Meite ?lr-ni^e 'liefere, so werde >d»as Urtei'l anft'se'ho'ben i nnd ^Wi>dler freigelassen nx'rtoen. Nevor alb-c'r iAx'r idi^se 'S->clie eingehend unterhandelt wer den lfonnte, wurde die Lai-ie der zn^iten Armee in >eer lx'-lMlerten Staidt w nn^aMa'r, daß Iairg-Sen T>Mg-5t mg räuünen annstte. Es begann nun ein Rüclzilg, der n>alhez,n vier Monate dauerte. W^ler ^mrd^li >die Hn'^eng^>nu^en, die Schiuhe w?lMNic>'M» -inen unlo mrr Henid unk Hose gelassen. In diesenl Znstond mußte er vor deu Truippen kaiisen. Er Nwr bM so erschöpft, das; er den Toid als Erlösmig l'e«gr»i!s't hätte.Er bat !da-her, nimi nwl'e Hu lieber erschießen, aber der chinesische ^'-eneM beswn>» seht erst recht auf der Hin-ansschi^ung 'der VoMrecliuny des seinerzeit gefällten Todesurteils. Am RüchM schloß sich leer Armee ciue T.riulppe chiue!sises/.'r SM>aten, c"w>a sechAalnss'en^ 'V?>an»n', an. ^Zeneoal Jiaug-Se'n nmr diese Pevstürs.uun sehr wiMommeu. Vidier hörte, daß 'diese Truppe do.r einer ^lue^ouc ainge-'i'chrt liovrde. Di^e Fran üruride allgemein als -die „ib"rU)imte X^ener-asin^ bezeichnet. Sie hies; Lau-Da^Io^Va. Wildler hatte belegen-heit, sie späte,- ans uächlster ?!äihe zu !se!hen. Ä5 M in einer Süichle, 'die vokü zuiei Soldaten getragen wü-'r^e, und wvr >ur^ emem ^(..i-i'seer^iokx'r Er beschreibt sie M einc sehr hülosä^ Fran init euergMen l^es'el>l>'iiij7!eu ^nr Mer vo-n etwas i">^>er dreißig Jahren. >di>e nach allen Ären Geoarlden -mch I'hrer Art gl! r^den den Eindruck üimchte, das; sie schon seit siau^eiu ge-wehnt war, öeftihligcn. Iu ihrer VeglMm-g Velfatn!) sich ihre hui!'l',e!^N'ja^ri^ Toclber, die neloen der ^"u^ie tiu^eolielf., e!n ge'chinciÄ^s, i'5Lnes München. In Wau>-Sch<^n> N"uvde -der Nnckzuq !k>een>def nnb Widler aütls's u-eue ins ^cj^ng« nis g.'st>.'ä't. wo mm! ithm et>uva^ Reis .vn essen je,alb. In kiesei'.u a'.ch e? besonders '-ie-le Ratten, die Ivegenl' ideS wunderlichen .'li^riMillben's der chinesi'ch^n ^esängnisge« Nie UMtlftiiM I ' MMM» MMRZU«!» ' t»r>, >LF »^ DWUtz»» ««o?qpWHpiWVU GM Wl^h, MMMchWtz dmsch die Swttsarter SwmstNM» ! G. Stuttgart. ^AA) - (Nachdruck verboten.) i^ Ws er gar uoch aius einer kurzen Bemer-Duny «echuhr, daß Mairga i>m Fiilm tätig war, Pich er Körnitz: . > „Dsr veMltmmte ^i-n«to!pp! Die Flinmier-Wste vutrriert »Wß ws gMze Theater. Näch-DmS Word' ich anch Kinto.ppdire'ktor... nnd mGjare «mir die Gage Kr me>me Darsteller!" l' Du war H«?lÜswger hel-ei-ngekonümen. Er AUeb invcht lunW, hvilte sich nnr ei-ne <^^e-^akWjstmvme ajb, die er niit kenn üt'lavierspie-HW dvnhnrhilnen »rvllte. ' Me beiden Freunde hnttem sich schüvei'geud Me Hvvlti^ tzereicht. Ter ^mui'ker sah schort, 'idilch es ntitchbs Fvcnldiges war, das Hans Walter Müs der Relsi'den^ nri'tlbra^chte. ^ Dann vslingieni sie zusmnnren fort. Die er-Psn Proben sollten in drei Taigen beginnen. HMen atso Zeit genug, sich ansMsipre- chen. „Wennr eS Dir reck>t ist, dklu^n kannst D^u bei meinem Wirt unterkommen", sagte der! V«miIer« ^IW^NeiboiWlbänKe M noch. om lbeschei>deues Zitmuer seiu. Die Verpflegung ist gut... was man Per ^'en verlonßen tann. Unun^e Fragen stellt «der Mann! auch lricht." Hans Welter war es rocht. Er giuh gleich zuit Hectlinger nnld machte die Sache perfekt. Dneen saßen -di-e boi>deu Freunde, die so uu-g'leich in! Aüliehen un'ü Denken waren, bei einer Tasse Msfee, den ihnen die Wirtschast terru ko5)te, ibe':is'aln?u?'en. Der eine, eiine Ruine, zermürbt' vom auerei^eudeu Theaterleiben der Schmiere, gallig n>u>d hypochvu'drisch. Der andere jung», uoch vor 'kurzem erfüllt von den I'dea^'n seiner Kunst. 't>ie er erust nahm wie eiu Heiligtum — und der uun doch einen knacks wegbekommen hatte, an dein er wahr« scheint ich sein L?öe>w lang trug. Sie sprachen zuerst sehr wenig. Es wollte seiner uM der Rede und Antwort heraus. „Ist Dir wohl verdammt nahe gepMgen, das mit dem Militär, Hans Walter?" meinet eud'tich vorsichtig der Aomi>ker. ,Mar nicht! Wenn es soust nichts wäre!" Hains Walt,er mmhte eine a-bwe^rende Bewegung. „Du bist freigekommen?" ' '....... „Reiu, man hat mich angesetzt! Ich kann feder.v Ta'g einberufen werden." Ter Ä'onrk'er vis; U>erra»s5)t die Augen auf. „Du auch, 'Hans Waller? Herrgott — ich '.Wbe 'immer gehoU..." Der iliu^ere stieß PilöiMch einen- duuch'^n, -.qM'volle^l Ton aus./' ' ' X „Was lie^t denn daran. Hec!lin>zer!. Weu.n's vlich trM, ich lasse 'keine Lücke zurück!" Schwer giug sein Atem, er sch mit zuckenden Lippen in die Ecke. Eime Pause entstand. Hecksinger nicke wiederholt. „Ich h'tck' mir's beinahe gedacht...!" „Was hast Du Dir gvdacht?" fuhr Hans Wa lit^ a-uif. „Mit Deiiner Frau... I?hr habt Euch verloren, seitdem der Reine Heinz.. " Der ÄWiiüilker brach a-o. Hans Walter schoÄ den ?lnn über 'oas Besicht, und seiu Arm s'a>n«k tief herab. Er schluchzte taut. „Mein «kleine? Heinz...!" ?euch'e er. Wieder eine lauge Ponste. Zu trösten? war -da nichts, das fühlte Hecli''.>ni>i-er. .,Haibt Ih^ Euch getaut?" fra>gte er eud-lich vorsichtig. „Für jetzt sa... Sie wollte uicht luit'kom- meü! Der Film -h-.rt sie in den krallen..... die Fliüumerpriuzeß nennt -man sie!" schrie Hatus Wolter vnjf. „llufere ai^useli^ ^'uu.st, 'ift ihr nichts mchr — das ^old lhat ihr den! 'Sinn venv^rt!" ^ „Ich ha!b's l^Hu't, wie Du von mir gmgft ld>as lestte Mal... d>aß Du eine be'e Ueber- > raschniia erleüen würdest. Hans Walter!! Aber ^afj gut sein. Besser jetzt als spa?er! Du bist noch snng auch wenn du hiucius^ Mußt M die Front..» Du wirst üviederikom-' . inen... n n>d re rge ss en h aven!" „Nl-ar/a -meinst Du? Kann ich denn das? Sie ist 'eech mein Weib!" „Sie ''.st es gewesen jetzt ist sie es nicht mehr. Seilst würde sie sich n-i.ht eine Minute 'o/innen und wäre mit Dir gekommen." ,,,Du meiust, ich iuüß>!e sie ausgeben — für immer au^gebm?" Du willst eder n>icht, das Schicksal wird Dich wM d-a^u zwingen. Eine Komödie ist das Lessen, e!i"" verflucht dninme Kv-me^-e. Ich halb's s-ett f^eu laug". Malichiulal wird aller auch eiu Lustspiel daraus — mau keun's nur nicht selber Kesti'mmeuk Es 'kommt alle?, voie es Zinnien ^oll!" Er frae.^ n'cht einmal, w-a?. e>? ?n der Re-ü'!>'nz > !r!!^>e u . 'ans Wal.er .?'.nid Ma,rs/a .^ab. Die beiden paü?.u n'cht uiehr znsa>unnen. dzS raar genug. > - - Da Heck Hans Va-l'-er wieder den .e^c Pf nn!-> sah -een allen Freund an. „Ja. alanOst Du denn, Ich ?ö>nn't'C ldÜe'e llnaemis'/'eit auf die Dauer ertragen? Wir gehören doch z>nsaimnen, ich und Mavgin. UuV > unun nuS das Schicksal je^t anseinanderrif; !— da? lann doch n-ieder anders werden!" I Eiu Lächeln, >aas eliva-? verlnf'enes hatte, verzog die eingefallenen Lippen de) ^omi-- t'et^s. ! „Ich gla>'.!'^ nicht. d>as es anders wird .. -lbesser aew''s; nicht. Darum mach' ein Ende, ' ^ Hans Wolter!" (Fortsehnng folgt.) stunlmer vom 2S. ^Fat ^ — 2 ^ ^ni>1s?'n, «drch d-crs TSt,^ ewci^ R-atte eim Un« iflN'uk bed?iltll', vAIiq irnbe'hc'Ti^ M«jbcm. Zmrr Glück für WMcr evschion dmnM e^n ^^rtrc^cr ltx'r inliercm Mission in CHiimi, mit 'idessen H^ilse e-v fchlich>lich «n 14. Mär^ von ^»c^^'rctl I'irn'g-sen bcbiTvgMgÄvs . Ifrv^ze-lassm wurde. Marbmger Rachkichtt«. Maribi>r 28. Mai. ^ !NU Zum zweiten Gapspielabend des Moskauer SünftlertheaterS. Die Mitglieder des Mo-ckmer „Hud^wen^ t«rtr" Laiben Mer ^ DhiMter-paGliiKom in !der gestrii^ AiHlch-^ vlmig von DoswjswMs „Das Dmf Sdeq?^ s^LNovv" vMMnldiig ero^t. Dvr yestriiAs ^Dheicvtevalbcm'd Mtt Mr ersten Mvhcir Ten-unlseres Dh«i>ters seit deni BezstWlde. ^Heute «aibcnjts Mn 1V 'Uhr Dschochvws ^Ki-rschMten^ mtt d« bmÄhmwir Da?^-Ilerrn Germmivw'a zur ^liujfführ.mV, morgen ober ein Ämnlif -uws Lebsn", eine WeH-MlchMc'V'wde nach Idcm gleichnannig^n Ro-'^main von Ehiar'les DickoirS, is'ür >die Bi'chne ibe-Mibic'i'tc^ vvu E. F. iil^wsmoPoil^jMja. NiiiM ^von A. N. PowßeMi. Di?n BichnenAldern >t)er lhcilitiijn'lni im!t» -morgigeit AluMhruny lkv' 'Mr Entwilrfe vom A. B. Andrejlew Mrim« jloe. Täe Spielleitimy lbcsmAt N. O. M-asoli. ^Anlw. — Wil' irnS se^^bvn Ms >der Dhester-^Aanizlei' Wi!vZ>, sind düe russiisch^'N sKÄn'ftler beres't, dieÄbc!.OglIichon MlmMunigM wieid<»r ein ^^dvlles Haus erw-a-rbsn lasim. l! IM. Corrigenda. ^ dem .Herrin- Christof lM>i!d>meit<^l Nachrujf hiat sich in der »Lehden SipMe, Zeiie Kehn, ein uMeibsalmer, slsvnlnstvrenidvr Fehler eiiMisWchen, «den wir .Wlmt WchtiiAstellM. Es M >dvrt heißen: ?!,M^icht windor ev^eßlich war sein MrAen plS Miitlglivit^ loes SpiMasse-^lnSschuiffes". IM. Aus der Verewigung der MNtilrgagi Pm d. R. Wir wer>dnv. AUS öem Gch«iedeße»erbe. Der Bor- jst^ ver GeiwssMkhajft der Schmiede in MQVibor ersucht ms mn WHvahwe «nlachste-Zeitlisn: Die FrMp'rechu'Nv der WHnvreidelchrÄnM Isvwie mich die G^en-pri^njgen ifii,ld>en im der Worten Häl^ dejß Monates Juli PM. ge« Lehrttnlge, i^ren ILehr^it mit 30. Juni l. I. befristet ist, Häven chve ovMhälNdii^ !S^i!ebon«tz stvmpel-ßreien Gesuk!^ um Zulassung zur Gesi?llenprü-L-ny sMejstvns'ibis Mn! 1. Juw l. I. beim stillt siMlbrrnyen. Dem MnPuchön stndi VeiiizWiAen: DaS Arbeitsbuch» I>iaS LchrgieuMits Wer die vvrschriftÄnüßig Ässnldiebe Lchrgeiitl tzmv VaO E-nÄassunVisAmy-igewerH^^ letz- ^e^es natürlich nur von jenen» für di der jVe^,d!er igemmniten «Ächule verbiMich vija«. Die FveiislprechuWSgebl^ 2k Vtinvir, Idy'rciul:chen Nh'ithniu^z des Unbewuß'en, das, ::n unverbraucht'n Schöße eines werd'tid.'i Bellen, vusgesreichert, ftch an neue Formen In« neuerlebnisses hinanringt. Ein restlosem Aus-g: hen iin vorgedachten lie.l. eitle luen-schi-vsties^tilde nnd gottnlh; Hingelning an d'^s?'c?!^kommenste der Schöpfung. TnZ star-ma Noga, eine Sichversenkutig Aller in eine Atmosphäre des Ganzen: ein Leib und eine Seele. Lir. l^c-danke behercsh" l)ier willen'I-starke Einzelnaturen. Uni.'^ünstelte Reinheit des Eurvfindens und Dätnoni«', alle Elenles> le d's Menschlichen itnd Nurinenschlichen er-füik'n dieses (^wnze, um nach Schln sungs tedürsniö des Darstellers enthUlt zu werden. Tiese Kuns' kann nur aus Meroenden: sieleren s''in, denn sie kann nrit der Rente einsti« gi!r E.felge oder einer glanzyvllen Tradi tion ihres eigentlichen Wesens sich i.^r en Ein tritt in höhere Regionen ergattern. So ist die russische darstellende Kunst auf junzsriiuli chcm Brachland in neuem l^lanze erstanken nr.d nicht im vergilbten Reiche einer über dauerten Kulissenwelt. Ä '! '> ' Darstellung und Jnszenierttng'hal'.'n «in Bild der Einheit geboten. Da vert^^^'nand das B^tangioje vcr der intuitiv empfunöe-nen Notwendigkeit, das Szenische der H.ind-lung restlSZ unterzuordnen. Masalitinow? !»xegie ließ alle v^röße und Bedeutung ias"e-langer, zäher Formung von Geist und Materie erkennen, und seine darstellerische Schöpfung war ein lebenstreues Spiegelbild dessen, was Dostojewskij bon dem Obersten Jlijitsch Rostanjesf, dem Helden seines Romans, geHallen hat. Prachtgestalten waren die nur von Zeit zu Zeit sich ausbäikmeitde Tokarskaja, der genial interpretierte Foma Fomitsch Opiskin des Herrn Pawloff, die Zentralgestalt des Sknckes. Herr Pawloff bot ein klassisches Borbild der Charakterdarstellung, und sein unvergleichliches Gebärdenspiel riß den Zuschauer zu gesteigerter Be-wullderung hin. Herr Komisaroff als Gutsbesitzer Bachtschejesf leistete Großes. Herr Wassiljeff als Neffe des Obersten bezwang mit seinem feinsinnig zur Schau getragenen Gebaren. Eine psychologische Nkeisterleistnng war jedoch der Zevgraf Jlarionowitsch JeZie-vikin des .^'rrn Sseross. Frl. Bacharewa als Saschenka, Frl. Skrjabina sowig die Dainen Lewickaja und Gretschowa steigerten ihr Spiel von Szene zu Szene. Frau Krasnopolj-skaja als Gouvernante Naftjenka bezauberte duv.^ natürliche Anmut und Tenrperanient, und die Kreation der Tatjana Jwanowna tauchte in der l^estalt der Kri^anowskaja in dramatische Tiefen, vor denen ein banges Erschauern zur Selbstverständlichkeit wird. Znin wiederholten Male: alle Darsteller waren eine Einheit, in der Persönlichkeit und irgendwelche Spur von Ambition versenkt wurden. Ein volles Haus dankte nach jedem Aktschlusj sowie am Ende der Aufführung diesen Fanatikern in der Wiedergabe des LebenS und der unverfälsÄten .Harmonie. Blumen und Herzen flogen den freudig Ueberraschten ent-gegeir, zum .^eick^en, das^ Maribor diesen ersten Abend in immerwährender Erinnerung bebakten wird. " ^ " Friedrich Golob. »-Pertoire de< «attoAMthA>t«G w Mittwoch den 23. Mai: „Der Kirfchgarten"^ Oastfpiel der Moskauer Künstlertruppe. Donnerstag den 29 .Mai: „Ein Kampf ums Leben", Gastspiel der Moskauer Künst-lertruppe. „Der Kirschgarten." Heute den 2S. d. gelangt itn Rahmen des zweiten Gasts^el-abends A. P. Tschechows Komobie „Der Kirschgarten", mit Frau Germanolvi-in der Hauptrolle, zur Ausführung. Spiell''itimg5 N. O. Masalinitow. Jnszeniermtg, A. AnB drejew. ,... ' 5Uno. k. Burgkino. Im Burgkino gelangt voM Donnerstag bis einschließlich Sonntag der sensationelle Filmschlager „Das verschwundene Haus", ein 7aktiges Drama mit dem Kinoliebling Harry Piel in der Hauptrolle, zur Vorführung. Was Harry Piel an Sensationen tlnd sonstigen verblüffenden Leistungen auf dem Gebiet der .Kinotechnik zu leisten verinag, ist zn bekannt, um noch besonders hervorgehoben zu werden. Auch in die-sein Filul gibt er wieder sein Bestes. Die .Handlung ist an spannenden, atemberaubenden Sensationen reich. ?lber auch in sporÜim cher 5>insicht dürste dieser sensationelle Wen-teuerfiilm recht interessante Momente. bieten, da er zur Zeit eines internationalen Autorennens aufgenommen wurd^ Svort. : Die Motorradsektion deS Radsahrerll«bs „Edelweitz^^ ladet vlle Interessenten des Motor vatdijiportes in Mariibor ßur MmeiUsame« Besprechnusz bezüigVch deS Beitvittes zmn M!»toklijstiSki Saivez W 'Ziaigreib insd Lj>ub-lsimtia l^'in. Taig: Fveilhatg, 30. M» l. I. Wn Ä Ulhr «aihends. Or>t: Hotern «ar. AnMge «i»'Si«s«und Melk^ ! DMja Lendava, Prelimurje. S0^ «lMchtr sildMndtger Z«>olla»», Mi« längn« Bürooraxts. perfekt in der slo. wenlschen >nd deulschea Sprache, sowie «uch-halwi,^ Maschinschreiben, mii schöner «and. ^ schrisi findet Danerftellun» bei freier Wob-lnuna und Äleuchwn-. Östliche 0il«s«e ay die Laj-tersberger AeMabrtk. ^,7. B S andalen (m>t doppelter Sohle) Nuderleidchen Regenmäntel Schinne! Strümpfe» S6Mde! 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Frage elaer Welt-tzMve «nd idee Lvhmg ^ Von einem ^^manng- ES^^delt sich'selbstredend um?eine allein ze Sprache, sondern um eine internatio-Hklfsspra«^, welche den Berkehr zwi-Angehorigen verschiedener Völker, die !dant den modernen^rkchrsmittew im-Mr: häufiger Ibegegnen, erleichtern sollte. Die Mee' ist schpn alt und kein Geringerer als. fltmos Comenius hat sie zuerst geäußert. Wemr nun eine Allgemeinsprache schon vor ^ren wimsck)enswert erschien, um-^omehr'heute, wo es unzählige Weltreisende" ftmrch allep Herren Länder gibt. Aber^wie gibt es, die zwei bis drei fremde Spra lachen'Ileidlich gut verstehen und sprechen? In Muropa^^ Mein zählen wir aber sechs Haupt ^mZ^n, nämlich: Deutsch, Englisch, Frau jösisch, Italienisch, Spanisch und Ruissisch. ^M^wdi-esen bestchen-dann noch etwa 4<) Lo kaliprachen. Die Sprachen sind aber nicht alle, ^^gleich leicht oder'schwer erlernbar, sondem LÄt hierin gelvÄtige Unterschied^ und tnd^fatÄerweise gera^ die in ^iftbildneri )er. und vcrkehrspolinicher Hinsicht bedeu lgslosesten Sprachen meist die schwierig ^sten,. was im' Erziehungswesen. lelder»nm zu nicht" beachtet wird. ' . ^ Eine^^mittelnde Verständigungsslirach Wrdi^rob immer notwendiger und es jHtt ^cht^n'Versuchen, irgend eine schon wei^ fv^^itete Nationalsprache zu einer so!6ien M erheben. Dadurch aber würden die nicht verMskchtigten Nationen wirtschaftlich und Mell geslj^digt, weil das bevorzugte Volk ^^n llebergewicht über die anderen bekäme, ^»v^sMieder eine unsoziale Tvirkung zur Fol« j^Hätte. Auch ist die leichteste Nationalspri-^inoch -schwierig genug, daß man Jahre deS Lernens und der Uebung benötigt, um sie ii ßhren Fr?inheiten zu erkennen und zu beh^rr-jl^., Unter^^olchetr Umständen bleibt nur^der SküAv,^ zu; einem.neutralen Jdiom übrig. ,Die letzten zweihundert Jahre wurden hundert' Versuche gemacht, eine iuter-»nationale Sprache zu konstruieren. Leider ^wdaren die meisten, von ihnen, bes anders oie .!eGen Projekte, schwieriger als irgend ein? ^er^modernen Sprachen, somit fehlte ihnen jgerade dieMige Eigens^ft, nämlich leichte Erlernbarkeit, durch^welche sich eine Gemein-cache auszeichnen sollte. Erst in d.'c. neue-^n Mt wurden von Sprachgelchr^elr^gewis-ie Grundsätze aufgestellt, mÄ denen si^ zu »Wen wäre^ Go verös^ntlichte der großz heutsche Philologe Jakob'v.-Grimm im Iah-v:e..LM> ein „Programm für ^ie Bildung ei-st>erüUmversa!lfprache" und verlangte von der ßelben: il. unbedingte Logik, also absolute Eindeutigkeit^ilnd präzise Regeln für die WmMldung >und^Ml^tung; 2. unbegrenz-lten'Meichtmn,. den man am besten durch hiele Ableitungssllben erhält;^3. Wohlklang; Ä^iäuherste^Leichtigkeit, sie zu lesen, zu schrei-^ ^mid zu sprechen. Zu diesem Alvecke soll MchMöMchkeit alles Willki»rltche vermieden jwer^n. Beb der - Bildung des Wortschatzes Mrd 'man' sichk^m^zweckmäßigsten', an dew la-tischen.Wortfchah halten. Mese Prinzipien Krben sich isMer als richtig und notwendig erwiesen. Weltsprachen, die davon abwichen, wurden nicht beachtet oder konnten sich nicht kmge behaupten, was der Fall des Vvlapük und der stockende Stand der Esperanto-Be« -tvegung beweist. Man chat gar bald erkannt, daß rein künstliche, sei es philosophische oder aphoristische Sprm!^, z. B. das Projekt von Leibniz > 1. Sie muß fähig sein, sowohl den Beziehungen im täglichen Leben, als auch dem kausmännischen Berkehr und den Wissenschaft lichen und philosophischen Interessen zu dienen. 2. Leicht erlernbar muß sie sein ftr jeden Menschen von mittlerer Elementarbildung, besonders für die Angehörigen der europäischen KiLkturwelt. A. Sie darf keine der nationalen 'sprachen sein." ' ^ Nach sieben Jahren der verschiedenartigsten Tätigkeit wurde ein 17gliedrigcs Komitee aus Gelehrten verschiedenartiger Nationalität gewählt, das auf Grund umfangreicher Borarbeiten der Professoren L. Coutnrat und L. Beau eine offizielle tzilfssprache festzulegen hatte. Außerdem waren die Verfasser der wichtigsten Weltsprachen eingeladen worden, ihre Ansichten vor dem Konntee dar zulegen. Das Komitee, das kompetenteste, das jemals für die internationale Sprache bestanden, hat im Oktober 1907 im ganzen 18 Sitzungen abgehalten. Im Hinblick auf gewisse Vorzüge und die verhältnismäßig grosse Verbreitung des Esperanto wurde im Prinzip dieses nnter Vorbehalt notwendiger Aen-derungen angenommen. Leider gelang es nicht, eine Vereinigung init dem „Lingvo Komitato", dem esperantistls6)en ^prachro-mitee, herbeizuführen und e5 kam zum Bruch. Die Esperanto-Vertreter, sich stark fühlend, lehnten jede Verhandlung mit der Delegation ab, behauptend, Esperanto sei eine lebende Sprache, die dem csperantisierendcn Volk gehöre und daß niemand das Necht habe. sich in die 'nlernen AnA'leae:.l!eiten des L-spk^ant') einzumischen. 5)k» s.-'lcht'r llmstcw-dy'NaHm ^lomitee a'!s he? vor- li.'Md,n Materialien selbst die Ncforme:f und !^pnannte die s:> nerl)esscrte Sprache :loch einem bekannten Projekte des LinguiH sten Lo?:is de Beausro it I d c-. Zur wetteren Z^ervoiikcni. 'nung der rrach? murdc sodann "lue Jvt- ".^»'ademie g's,rundet, die bis zum ^iahre 1^!': Großar:i.,..< g^leu'cet lm7. lln< mittelbar vor dem Weltkriege war Joo schin nahezu so stark und weit verbreitet wie das kimscrvatine Esperanto, was wohl als bester Beweis für die vorzüglichen Eigenschaften der reformierten Form der Sprach? gelten kann. Weitere Beweise für ihre Viue wtrd' aber die Radiotelephonie erbringen, die nul lautreine. Präzise und leicht sprechbare Sprachen wird bevorzugen können. > F. » ^ — ' Tie Renovierung der Omar-Moschee ich Jerusalem. Zu den beriihmtesten und charak-« teristischesten Wahrzeichen des heutigen,Jerusalem gehört die auf dem Platze des -Mer^ heiligsten des Salomon-Tempels vom Kalifen Omar erbaute Moschee. Es ist dies ein riesenhafter abgedeckter Rotundenbau, der von außen mit blau-grün-rot schillernden^ herrlichen Majolika-Platten belegt ist. Die^ Oniar-Moschee, die eine Fülle herrlicher und kunstgewerblicher Schätze birgt,'ist an viele» Stellen schadhaft. Auf Bestreben des englischen Gouverneurs wurde nun, wi^. P. O.-meldet, Heuer nnt den gründlichen Renovierungsarbeiten beaonnen. Mangels arabischer Künstler machte die Beschaffung des kunstgewerblichen Matericlls für die Moschee dtt mohammedanifchen Geistlichkeit große So» ge, da die jüdische Kiinstgewerbeakademie'Ne« zalel in J«?rusalem nicht in Frage kommen konnte. Die Majolikaplatten für die Außes» seite der Moschee wurden in Konstantinopel bestellt. Wegen der Absetzung des Kalifen herrscht nun in der mohammedanischen Bs« völkernng grosse Erbitterung gegen Konstan» tinovel. dinsem Grunde wurden die wei-» teren Bestellungen abgesagt. Bildende Künst«? lpr auc' Indien sollen nun mit der Au^fiZH---rung der Renovierungsarbeiten der Moschil» bettaut werden. Im übrigen sind seit l^« gerer Zeit Sammlungen zur Kostenaufbriv« gung in der ganzen mohammedanischen WÄd im Gange. ^ Die grSftten Universitäten des MWeb alters. Es tst nim iviellerchlt nicht uniM!» !r<^ssmit, einiye Ziaihleni von dmr Besuch!.^ ^hönm, den ldie lberUM'tejsten^Hochschvi^'W^ rivPas im Mittelalter Üatten. Sie beWn» eine HörerMU. die die meijsbetst lt>iil^en .Ho6?schuil«m nkicht «Mlffoimimen iNnvelu, Die Iberülbmte oniglische Un-iverisitLit OBarliL ihMe in: Jahre 1340 Mcht wemMir vikD 24.dr<'itvek?n't^n J^rh'un'dcrt^ gleich lsiior aiwischb^Wch Re'.chts>g«leh'rt>e>aLA, gl(^l»lO'<^t wislrdein!, gegen 10. Si?!il>entcii. Mich die berüihnnite splmHche H^cl'Lchttle SalMnanc-a! HMe Mi.ßervr!de!ltq' lllcheiu' Zi!!spru6), n-icht minder Prvig', iveffe« jlUiMerAät insde^Z durch die Ai^'^wolichen BerW! zerliilt^. von Idem sie sich me yiany.WledM.-MM» i Ihvle-w vermochte. ^ ^ Seutketon. vier Akten, von Nozi^re und Sa-'voire, im Thestre de -l'Oeuvre in Paris. Paris, im Mai.. -Zehn Jahre brauchte es, ehe man erkann-die „Kreichersonate" von Noziere und MMir^emes der großen Dramen der Welt-jLtevatuv ist.' Diese ^Inkubationszeit" kann Ostznornml Mtten« > > < > z 'Mneskurze Darstellung der Handlung,UM Mennon,-daß von Tolstoi nur mehr der^Na-ime — ^ehr überfAffigerweise — geblieben MMme-^ehr^junge Frau, Laura, romautisch-^nlimenwl, etwas unbedeutend, eiu Mann ^n den Vierzigern, Pozdnyscheff, stark an DK«per und Sinnen; drei Monate verheira-Länra bebt vor der verlaugenden, im-imer 'wieder verlangenden Zärtlichkeit ihres Mannes zurück, wünscht Ruhe, beneidet die MgestSrteir Nächte ihrer Schwester;^entzweit iftch- innerlkch imn?er mehr, haßt, verabscheut. Mamit ist der^pWolvgische Augenblick gege-/ben: ^ muß dem.Nebenbuhler in die Arme Wnken. E^siddie^ein lächerlkch-grotesker Mu-mier — er. könnte noch viel grotesker sein, Das Unvermeidliche^müßteM^docht erfüllen. . ',arl Mauch 1i^71 entdeckten Ruinen-voni Simbabwe iul südafrikaniscixn MatabelelauÄ im Auge. Das alte Kultuvvolk, das einst a»S!l dem ??yi:den gekomnien war und dessen.Land vom Meer verschlungen wurde, erinnert air^ Atlaniis, über das schon so viele VermutM-«' gen ausgesprochen wurden.?!euerdings glaubt! man, daß Atlantis identisch sei mit dem atteni Tarschiscl^» oder Tartessos an der spanischen! Kiiste, das im Altertnm eine bedeittende Han-« delsstadt war und nach dessen Ruinen mant im Mündungsgebiet deS G^iadalquivir suchte Jedenfalls hat der amerikanische Schriststr^ ler es verstanden, die verschiedenen sagenW^ ten Ueberlieferungen für die wundeAmM Monte nc TarMis. ^u^vexwendeu. Wirtschaftlicher Teil. Die Verpachtung der „Staatsdomäne Bei je". Der rtaajnzmmister wurde im Finanz-gesetz für das Jahr 1924-25 ermächtigt, Domänen, die eine bestimmte Grenze des Reinertrages nicht erreichen, auf längere Dauer m verpachten, und andere, dem Umfange nach kleinere und bedeutungslosere Staatsbesitzungen aber zu verkaufen. Mit dieser Bestimmung des Finanzgesetzes hat die Skupschtina ihren Standpunkt dahin erklärt, daß Staatsdomänen ftm Großen und Ganzen für den Staat ein jfUllast seien, ztrmindestens aber die aufgewendete Mühe durch keinen entsprechenden Ertrag rekompensieren. Hauptsächlich sind damit nur landwirtschaftliche Güter gemeint, nachdcm diese Voraussetzung für Forste nicht zutrifft. Diese Bestimmung des Finanzgesetzes •«rar schon längere Zeit eine Notwendigkeit. Es ist eine seit altersher bekannte volkswirtschaftliche Tatsache, daß der Staat alle Unternehmungen, die nach kaufmännischen Grundsätzen zu führen sind und sich der jeweiligen Konjunktur anpassen müssen, mit unbciricdi'genden jGeschäftserfolgen leitet. Das ist nur eine natürliche Folge des sohwerfäUigen staatlichen Bürokratismus, der selbst der staatlichen Administration nicht zusagt, um so weniger aber großen Wirt-ttchaftsbetrieben. Namhafte Volk^vvirt-achaftler haben eine Lösung dieses Pro-Wemes versucht, doch ist dieselbe noch nirgends recht geglückt, weil man den staatlichen Verwaltungsapparat den [verschiedenen volkswirtschaftlichen Momenten nicht schnell genug anzupassen .vermag. Ais beste Lösung erscheint der Ytufcauf solcher Güter oder wenigstens ideren Verpachtung auf lange Dauer. Auf diese Weise sichert sich der Staat ein bestimmtes Einkommen, ohne daß sich dadurch die Notwendigkeit der kleinsten Müheaufwenduing ergäbe. Der Finanzminister Dr. Stojadinovic *at von dieser Bestimmung des Finanz-gesetzes Gebrauch gemacht und die Verpachtung der größten Staatsdomäne Be-Ije (früher Föheirczeglak, Besitztum des ehemaligen Erzherzogs Friedrich) angeordnet. Eine Entäußerung wäre In diesem Talle — Bei je ha/t einen Umfang von annähernd 50.000 'ha — doch 'bedenklich gewesen, und es wäre mit Rücksicht auf idie eminent wirtschaftliche Bedeutung dieser Domäne zweifelhaft, ob der Staat bei eventuellem Verkauf das entsprechende Aequivalent erhalten hätte. Insbesondere in der Periode des teuren Kapitals. Anderseits kann sich der Staat nicht den Einfluß nehmen lassen, der ihm •in Hinblick auf die landwirtschaftliche Produktion dieser gewaltigen Länder-komplexe zusteht, nachdem Belje auch als Ausgangspunkt unserer agrarischen Neredhmgsindustrie betrachtet werden muß. . _ Tin der öffentlichen Versteigerung sind lacht Angebote berücksichtigt worden, ßisher wäre also alles in Ordnung. DU IKomuirssian hat aber das Gut nicht dem 'iMqfetbifettenden zugesprochen, sondern xtan Finanzminister eine neuerliche Li-Bftationsansschreibu n g vorgeschlagen, 'da die ersten Lizitationsbedingungen la?ut Kcmmksionsbericht eine mangelhafte Zusammen Stellung erfahren haben. IW&re dieser Schritt, der Kommission aufrichtig, so müßte man ihn nur billigen. £s hat jedoch den Anschein, daß die Sache einen anderen Hintergrund besitzt. An der Versteigerung von Belie ist be-tänntlidherweife auch die »NabavljaSka tadruga« (Beschaffung - Genossenschaft) der jugoslawischen Ftaatrheam-ten interessiert. In diesem Sinne wuirde auch eine Zeiitungskampagne eingeleitet, wm düe Oeffentlichkeit von der Notwendigkeit emer solchen Vergebung zu über ®eugen, die schließlich den materiellen Interessen der Staatsangestellten förderlich' sein könnte. Der Initiator dieser Idee Ist auch in die Kommission fiir Beurteilung der Meistan geböte bestellt worden. Wir wollen die undankbare Frage nicht erörtern, inwieferne sich die Lage der Staatsbeamten gebessert hätte, falls die erwähnte Genossenschaft mit ihrem tion einen nicht zu unterschätzenden Einfluß auf unsere gesamte landwirtschaftliche Produktion aus, oder sie sollte diesen Einfluß ihrer Größe und Beschaffenheit wegen ausüben. Dieser Einfluß müßte bei mangelhaft rationeller Bewirtschaftung verloren gehen. Abgesehen davon, daß die Genossenschaft nicht einmal den Bruchteil des Betriebskapitals für die Bewirtschaftung von Belje besitzt. Es hat nun den Anschein, daß die Lizitation deshalb vertagt wurde, um ein besseres Meistangebot abzuwarten. Von den maßgebenden Faktoren wird jedoch mit Recht erwartet, daß die Grunde der Vertagung bekanntgegeben werden. x. * ■ Die Kreditkrise in Deutschland. Von unserem Berliner k-Mitarheiter. Berlin, 20. Mai. Die große Liquidierung der Inflationsscheinblüte vollzieht sich in immer schär ferem Ausmaß; ihr Kennzeichen bildet die rapid zunehmende Anzahl der Konkurse und die milderen Formen der Finanzkrisen bei iden Geschäftsunternehmungen, wie wir sie beispielsweise in der sogenannten Geschäftsaufsicht haben. Anfangs tröstete man sich wohl mit dem Zitat aus dem Teil: »Der Strom, der in den Niederungen wütet, bis jetzt hat er die Höh'n noch nicht erreicht«. Aber seitdem das Stahlwerk Becker, eines der größten Edel Stahlwerke des europäischen Kontinents, genötigt wurde, sich unter Geschäftsaufsicht zu stellen, erkennt man, daß besagter »Plcitestrom« auch die Höhen zu erreichen beginnt. Die Kreditkrise der Industrie, die ja im Grunde auf der ganzen Linie besteht, ist die natürliche Fortsetzung der Kreditnot der Banken. Denn Schuldner der Banken ist in erster Reihe die Industrie, und so waren die chronischen Bankinsolvenzen die Vorzeichen der Krise, in der sich unsere Industrie befindet. Der Fall des Stahlwerkes Beckcr ist typisch hierfür» Nach den Darlegungen der Verwaltung ist die Lage des Werkes an sich nicht ungünstig, und die Passiven stehen eigentlich gar nicht im Mißverhältnis zu den Aktiven. Aber es fehlt eben an den liquiden Mitteln, und es fand sich keine Bank, die gewillt oder in der Lage war, sie zu beschaffen. Die Verhandlungen mit der Firma Speyer-Eli ssen zerschlugen sich, und so sah sich das Stahlwerk Becker nach wochenlangen Dementis doch genötigt, in den sauren Apfel der Geschäfts aufsieht zu beißen. Geschäftsaufsicht, was bedeutet das? Die Geschäftsaufsicht kann beantragen, wer infolge des Krieges oder der aus ihm erwachsenen wirtschaftlichen Verhältnisse zahlungsunfähig geworden ist, wenn Aussicht besteht, daß die Zahlungs Unfähigkeit behoben oder der Konkurs durch ein Uebereinkommen mit den Gläubigern abgewendet werden kann. Die Geschäftsaufsicht sichert also dem Schuldner gewissermaßen die Vorteile des Konkurses ohne ihn den Nachteilen auszusetzen. Es ist im Grunde eine Art Zwangsmoratorium, wie es heute im Wirtschaftsleben vielfach auch sonst schon »in kaiter Form« angewendet wird, der Not gehorchend, nicht dem el-g'nen Trieb. Gegen die Geschäftsaufsicht werden ia manigfache Einwendungen erhoben, aber der Knüppel liegt beim Hunde, und ohne dies Institut, mit dessen Anwendung freilich sehr vorsichtig verfahren werden sollte, würden wir noch schneller in den Finanzkrach hineinrutschen. Der Fall des Stahlwerks Becker ist im Grunde nur einer von vielen, wenn es sich bisher zumeist auch um kleinere Unternehmungen handelte. Aber es steht leider zu befürchten, daß die Krise weitere Kreise ergreift; sind doch bereits einzelne Unternehmungen bedroht, die in engen Beziehungen zu Becker stehen. Es darf eben nicht vergessen werden, daß ein so großes Werk nicht isoliert in der Wirtschaft dasteht, und so *egt die Gefahr nahe, daß es bei einem Murz andere mitreißt. Eben deshalb wä- 'Mei'stamgebot durchgedrungen wäre. es sehr wünschenswert, wenn die von 'Aber so viel steht fest, daß die Genossen schaft das Gut nicht verwalten könnte, wie es das Interesse der Domäne, des Staates und der Wirtschaft erheischt. D9o.I>oinÄne-Belie übt mit ihrer Produk- <^tr Gesellschaft ausgesprochene Hoff-fVmg auf ein Gelingen der Stützungsak-f-Jbn sich verwirklicht. Jedenfalls ist dieser Vorgang für den ^Kirchlichen Krisenzustand der deut- schen Wirtschaft so bezeich'ncnif. daß Reichsregierng und Reichsbank daran nicht einfach vorübergehen können, und es wird ernstlich geprüft werden, ob die bisher betriebene Kredit-Restriktionspo-litik der Reichsbank in der bisherigen Weise fortgeführt werden darf, umso-rnehr da die auf die Wirksamkeit der Golddiskontbank seitens der Industrie gesetzten Hoffnungen sich nur in sehr schwachem Ausmaß verwirklicht haben. In Fachkreisen wird allgemein erwartet — worauf übriges auch die amtlichen Kreise hinwirken — daß durch das fast völlige Versiegen der Inlandskredite die Warenpreise fallen sollen, und daß sich die Ausfuhr wieder beleben könnte. Dieser eine Wiederbelebungsversuch würde aber auf die Dauor nichts nützen, wenn es nicht gelingt, entweder einen Teil des über die Grenze geflüchteten bezw. in Devisen gehamsterten Kapitals durch eine Hebung des allgemeinen Vertrauens zum Staat wieder der Wirtschaft zuzuführen, oder aber der deutschen Wirtschaft in größerem Maße als bisher ausländischen Kredit zu beschaffen. Fiir beides darf wohl die Bereinigung des Roparationsiproblems als unumgängliche Vorbedingung bezeichnet werden. Dr. P, Zur Finanzlage Ungarns. In einer amtlichen Mitteilung über den finanziellen und wirtschaftlichen Wiederaufbau des Landes weist die ungarische Regierung insbesondere darauf hin, daß die finanziellen Anstrengungen der letzten Wochen dem Staatsschatz 145 Milliarden Patpierkronen zugeführt haben; davon entfällt ein Betrag von 20 Millionen Schweizerfranken auf Vorschußzahlungen auf die innere Zwangsanleihe und 20 Millionen Schweizerfranken in ausländischen Devisen entfallen auf einen Vorschuß, den die ungarischen Banken und Industrieunternehmungen auf die große internationale Anleihe in der Höhe von 250 Millionen Goldkronen geleistet haben. Außerdem wurde das Kapital der neuen Nation ai'bawk in der Höhe von 30 Alillionen Goldkronen voll gezeichnet. Eingezahlt wurde ferner der erste Teil der Zwangsanleihe in der Höhe von 3.5 Millionen Schweizerfranken (60 Milliarden Goldkronen). Der zweite Teil der Zwangsanleihe wird 10.6 Millionen Schweizerfranken einbringen. Das Land wird auf diese Weise innerhalb vier Mo naten einen Betrag von nahezu 85 Millionen Schweizerfranken aus eigenen Kräf ten für seinen Wiederaufbau aufgebracht haben. Guthaben österreichischer Staatsan gehöriger. Im Sinne der Kundmachung der Sektion für Sequester des Justizministeriums vom 5. Aprfl 1924, A. S. Nr. 514, wird verlautbart: Jene Guthaben österreichischer Staatsbürger, die aus Bar geld, Wertpapieren, Wertgegenständen oder sonstigen beweglichen Gütern bestehen und sich bei Handelsinstitutionen, Banken usw. oder bei öffentlichen Behörden, Korporationen oder Personen in Verwahrung oder In Verwaltung befin den, und hinsichtlich deren die Sequester mit 5, April d. J. rechtlich aufgehoben wurden, werden ihren Eigentümern, die Österreichische Staatsbürger sind, zur freien Verfügung gestellt. Diese sind jedoch verpflichtet, ihre österreichische Staatsbürgerschaft beim Verwahrer oder Verwalter des Guthabens mit einem ordnungsmäßig ausgestellten Heimatschein oder Reisepaß nachzuweisen. Einen solchen Ausweis muß die in Frage kommende Institution (Bank usw.) in ihren Büchern eintragen und daselbst auch die Zahl des Heimatscheines oder des Reise dokumentes sowie das Datum und den Amtssitz der ausstellenden Behörde vermerkend — Erwähnt möge werden, daß bezüglich aller Guthaben dieser Art, die Eigentum der übrigen (nicht österreichischen) Angehörigen früher feindlicher Staaten sind, auf Grund des Gesetzes und der Verordnung, betreffend ebs Eigentum Angehöriger feindlicher Staaten, die Sequester noch weiterhin in Kraft verbleiben. wtfctientlicfi erzielen, wefl sie weder mtt den tschechoslowakischen Erzeugnissen, die sich um 30 Prozent billiger stellen, noch mit den englischen Produkten kon* kurrieren können. Rußland boykottiert deutsche Waren. Das Kommissariat für Außenhandel in Moskau wird, solange nicht der Konflikt mit Deutschland gelöst werden wird, keine Handielsvereinbarungen mit deutschen Firmen genehmigen. Das Kommissariat hat die Ueberpriifung des Zollabkommen cn twu-rfes mit Deutschland zurückgelegt. Die an deutsche Firmen erteilten Einfuhrbewilligungen wurden storniert und auf englische, österreichische, dänische und sogar französische Firmen übertragen. Der staatliche Kautschuktrust hat an eine gewisse Wiener Firma 250.000 Paar Galoschen verkauft, die für den Absatz in Oesterreich, Magyarien, der Tschechoslowakischen Republik und im Königreich SI1S bestimmt sind. ■ :- Ein Beratwigskörper für Handels- und Industrieiragcn in Frankreich. Aus Paris wird gemeldet: Der Ministerrat genehmigte den Antrag aiuf Bildung eines Beratungskörpers für Handels- und Industriefragen. Der Beratungskörper wird alle Fragen zu überprüfen haben, die ihm vom Handelsmlnisterhim vorgelegt werden und die sich auf Angelegenheiten def Handels und der Industrie beziehen.. / Bank Polski. Der erste Ausweis der Bank Polski vom 1. Mai gibt den Goldbestand der Bank mit 70.5 Millionen Zloty an. Davon hat die Bank 50 Millionen vom Fiskus erworben; der Rest ist durch Zahlung für die Aktien der Bank eingegangen, und zwar entfallen hiervon 18 MiHl* onon gleichfalls aiuf den Fiskus« Dieser gibt die erworbenen Aktien an die Beamten weiter, die besondere Zahlungsvergütungen gemessen; er selbst behielt nur 10.000 Aktien. Ferner besitzt die Bank ein Gelddepositum des Fiskus, das 15 Millionen Zloty beträgt. Der Bestand an Devisen beziffert sich auf 207 Millionen Zloty brutto und 179.5 Miilioneti netto. Das Wechselportefeuille beläuft sich auf 118 Millionen Zloty, wobei die Bank von der Landesdarlehenskasse 111 Millionen Zloty an Wechseln übernommen hat. Der Banknoteniumlanf be" trägt 111 Millionen Zloty. Die Deckung der Zlotynoten durch Gold und Devisen beläuft sich auf 224 pCt. Es sind noch Manknoten im Umlauf, so daß der gesamte Banknotenumlauf 383 Millionen Zloty beträgt und um 46 Millionen seit dem 27. April gestiegen ist, wie ein Vergleich mit dem letzten Ausgleich der Landesdarlehenskasse zeigt, Die englische Farbstoffindustrie und die deutschen »Reparationsterbenliefe-rungen. Auf eine Anfrage im Unterhause teilte Handelsminister Webb mit, daß an die British Dyestuffs Corporation keine Reparationsfarbstoffe (verkauft worden seien, abgesehen von einer gewissen Menge Indigo, und zwaT nach einem Spe-zialabkommen, das für kurze Zeit zwischen dem Handelsamt, den Haupt-Indigokonsumenten im Textilhandel und der Corporation in Kraft war. Die Verkaufspreise der Reparationsfarbstoffe werden von Zeit zu Zeit durch das Handelsamt unter Mitwirkung eines Informationskomi t-ees festgesetzt, dem zwei Vertreter der Fa/rbsitoffverbranchs-Association und zwei Vertreter der British Dyestuffs Corporation angehören. Die Lieferungen werden in Deutschland durch das Handelsamt nach Befragung der englischen Produzenten und Konsumenten angefordert, wobei so viel als mögiilch versucht1 wird, Produkte zu wählen, durch deren Lieferung der englischen Industrie keine Konkurrenz bereitet wird. Für Kommis-' sionen und andere Dienste wurden vont Handelsamt der British Dyestuff Conpo-ration im Fiskaljahr 1923-24 40.070 Lstr« bezahlt; dabei handelt es sich um Provisionen für Verkäufe im Gesamtwert© von 343.600 L'str. und um gewisse Rückvergütungen von auf Rechnung des Handelsamtes erfolgten Auslagen. □mDDDocoroü □ □ nDommonnno IC^RO- Schuhe MARIBOR, Koroü&a cesta Nr. 19 Lohnstreiiigkeften in der polnischen Textilindustrie. Die Textilfabrikanten in Lodz haben die vereinbarten Lohnverträge gekündigt. Sie wollen dadurch eine Herabsetzung der Löhne und Erhöhung der Arbeitszeit uon :10 auf 48 Stunden jnnnrn M H'l H lim □ □ nmnmnnnnm