Montag, 11. März 1889. 108. Jahrgang. Wibacher Zeitung. "Miz fl.n'kN. ,^". P°ftv«r,enbnn«: «anMrlg st, l». halb «hr«, sl. 7,°l», Im «omploli: ^^^^^>c ,l« ,u < ^^,,^^ 20 sl.. glöh«c v«l >j«il« « lr., bet öft«l«n Wl«b»holnn«en pr. i;«ile » ll. Dlt „kaibllchtl Zeltun«" «ilchewl tigllch mert»lir Die «ld»l»lftr«tl»» bcfwblt sich (^ongrcsspla^ 2, d!c Mebartlo» Nahnhofgassc 2<. Epiechftunden bei Redaction tägllch von I« bi« 12 Uhr vormittag?. — UnsranlieN«Priels w«d:i» nichi angeuommen und Mannsclipte nlHtznlü«lgtft«lll. Umtl'icher Hheil. AllerhöHs/' 7'^ ^ Apostolische Majestät haben mit ""d Cnm««"? äeichnetem Diplome dem Generalmajor Seracli "^" ^r 59.Infanterie-Brigade Theodor ^Pold-Orf! ^ - ^"" des österreichischen kaisellichen ^'lterstan>! n '" Gemäßheit der Ordensstatnlen den "°nt> allergnädigst zu verleihen geruht. Alleres/,' ""b k. Apostolische Majestät haben mit Heizer de« «s. ^'chmg ^om 5. März d. I. den, vodich z,, ^"lchisch-ungarischen Lloyd Georg V o i-^ndrs ^?/- """9 seiner anlässlich eimsSchiffs-^rdiexMr«. ^" mnthvollen Haltung das silberne -z^^^llerg^ädigst zu verleihen geruht. Nichtamtlicher Weil. Dle Vudgetrede des Finauzministers. bitten. ^^ ^Mäßigungen anbelangt, so möchte ich 'ch glaube Ä. " He" Abg. Dr. von Plener. wie Zachen Wy »esagt hat, nicht von der Ansicht ^"' diese« N l!^"b "'^ Persoual-Eiukommensteuer 3"den. alei^ '^"'' "elche schon heute hier geäußert ^ Gebärd s?/ ^"^"' kann. Wenn man daran denkt, " ich als ^/^"^ die Erwerbstener zn ermäßigen. !°^ «inen I-^Dnngendste ansehen würde, dabei auch ^" Sllllei,,^ ""^ bem Lotto-Einkommen und aus ."" die A °?'"? zu verlieren, ja wie viel müsste !>' TäusH..^""^'"kommensteuer tragen? Das ist !^'fi»anz K/m -^^ 'lt gefährliche als in po. ^uneben Beziehung sich solchen Täuschungen Z "gend ^.^'^H^ren. glauben Sie nicht, dass mache; wenn d^bi" °uch M le" Sie, dass ich von mir spreche, i. '"""lulmp., V°^neter. ich habe ja anch Wähler-ü' ^" ihn ?"^°?, habe mich denselben empfoh. N^'^ lenne ,?k ^rtranen verlangt und auch crhal-^ ^erversamml" ^ ^"' ^^^ Man kommt in eine ^ Ue G,?"''Z und hört von dem einen klagen u>"se ^ ''^stener. von dem Zweiten über die A^- Der ssn,.^'" ""dern wieder über die Gebüren das kostet ihm nichts — verspricht alles Mögliche. (Heiterkeit.) Ich verwahre mich feierlich, dass ich gegen irgend eine Person spreche, vielleicht habe ich es selbst gethan. (Heiterkeit.) Ich habe nur den Fall angeführt, um meine Worte über solche Illusionen zu begründen. Dann kommt man in den Landtag, in das Parlament und sieht, dass hart im Raume die Dinge aneinanderstreifen nnd dass es nicht so leicht geht, die Wünsche zn erfüllen. Und dann entsteht Täuschung und ein bitteres Gefühl bei den Wählern und Unzufriedenheit mit dem betreffenden Abgeordneten oder. wenn er so geschickt ist, die Schuld auf andere zu wälzen (Heiterkeit), mit anderen. Es ist aber eine politische Gefahr für alle Parteien ohne Ausnahme, mehr zn versprechen als wirklich in einem absehbaren Zeiträume zu erreichen ist. Von diesem Standpunkte ausgehend, wllte das hohe Haus meiner Ansicht nach über den Ertrag der Personal« Einkommensteuer sich keinen großen Erwartungen und Illusionen hingeben. Derselbe muss schon aus dem Grunde geringer ausfallen, weil man praktisch vorgehen muss. Wenn man auf einmal eine progressive Personal-Einkommeustener mit hohem Steuerfuße ein» führt, welche Controle hat man da, wenn nicht in der Regel den guten Willen d^ Einzelnen nnd derjenigen, die ihn näher kennen? Man sagt oft. der hohe Stcuerfuß der Steuern in Oesterreich sei nur dadnrch zu erklären, dass der Fiscus sich gegen die Unredlichkeit der Steuerträger schützen muss. Mau führte vor vielen Jahren die lOproc. Ein» kommensteuer der ersten und dritten Classe ein, weil man wusste — das sagen alte. erfahrene Beamte — dass niemand die Wahrheit sagt. Aber eine Personal-Einkommensteuer sollte wenigstens die moralische Wirkung haben, als ein fiuanz ethisches Erziehungsmittel zu dienen, damit die vermutlichen Classen den Ehrgeiz haben, dass sie nicht die minder Vemittelten durch irrige Fassionen schädigen. Sollen die Fassionen die Wahrheit erreichen oder ihr auch nur nahe kommen, so muss der Swlerfnß in den ersten Jahren sehr bescheiden sein. Die Sache ist nicht so leicht und die günstige Meinnng von dieser Stener nicht so allgemein vclbreitet. Ich erinnere den geehrten Herrn Interpellanten daran, dass in England, diesem classischen Staate der Einkommen-steuer, die übrigens leine solche ist, wie die Herren sie wünschen, diese Steuer doch nur als eine vorübergehende Stcner betrachtet und bei jeder Gelegenheit auf Nb- schaffung derselben gedrungen wird. In Frankreich herrscht, wie bekannt, in der Literatur und in den politischen Körperschaften ein sehr entschiedener Widerstand gegen eine solche Personal-Einkommensteuer. Für uns ist dies natürlich nicht maßgebend; wir können ja uusercu Weg gehen. Ich erinnere aber, dass die Schwierigkeit zum Theile auch darin liegt, dass wir ein großer Staat sind, in welchem eine sehr reiche Mannigfaltigkeit in den wirtschaftlichen Verhältnissen herrscht. Man kann mit vollem Rechte sagen, dass die Personal-Einkommensteuer, wie die Herreu sie sich denken, bloß in Sachsen und im Großherzogthume Baden sich bewährt hat. während in Preußen dies nicht der Fall ist. Namentlich in dem kleinen Sachsen mit seinen fast gleichartigen wirtschaftlichen Verhältnissen war es l'ichttr als in großen Staaten, eine Personal-Einkommensteuer einzuführen. Ich will damit gar nicht sagen, dass ich nicht die Absicht habe. diese Steuerreform zu beantragen. Im Gegentheile! Wenn ich anch hie und da Zweifel hege, so muss aus dem Umstände, dass von allen Seiten des hohen Hauses, von der rechten, von der linken Seite und von der Mitte des hohen Hauses zweimal schon die Personal-Einkommensteuer urgiert wurde und niemand im ganzen hohen Hause — ich bitte es zu conftatieren, damit ich mich darauf berufen kann — dagegen auftritt, den Schluss ziehen, dass in dieser Beziehung sämmtliche Parteien übereinstimmen. (Abg. Ritter v. Skarszewski: O nein!) Ich bitte, da ist zwar schon ein einziges «Nein». (Heiterkeit rechts.) Ich ziehe aber daraus den Schluss, dass ich mit dieser Vorlage kommen soll. Ich habe anch einige Erfahrungen über die politische Behandlung der Steuer-Angelegenheiten, sowohl von den unmittelbar vorangegangenen Jahren her als auch bis in's Jahr 1873 zurück. So lange in der Auda/t'Debatte von einer solchen fortschrittlichen Steuer im allgemeinen die Rede ist, stimmt man derselben mit wenigen Ansnahmen zu; kommt aber der Minister m't der Vorlage selbst, da heißt es: O nein, wir haben eiue ganz andere gemeint. Dies ist eine Ver-clausulierung, die ich in meinem persönlichen Interesse zu thun gezwungen war. Ich muss noch in dieser Beziehung etwas erwähnen. Es hat schon einer der verehrten Herren Abgeordneten hier der Meinung Ausdruck gegeben, gerade diese Session wäre der geeignetste Moment gewesen, um diese Steuer einzubringen. Aus zwei Gründen Jeuisseton. Nach dem Ural. "«'sesfizze,, von Franz Heger. z5" eine S? bis Moskau'hat mau mit der Eisen. «!"' "so e.w„ ^ """ ")00 Kilometer zurück-ss^burg. '^etwa ebenso viel wie von Wien nach in ^ in einer AnM W/>^heren 3."'^^"" ""d auch der Aufenthalt ^ wlle"L"". sehr abgekürzt ist. braucht der-lM ^nirrbi, ' bunden. nHv^is der m^"" sich mit dem Gedanken V"'che Persnn^lWg für duse Strecke 40, der tlnM« bis ^"!'Mg sogar 44 Stunden benölhigt. ist ^! der nnz,^" ansehnlichen Stadt Kursk, welche und Moskau liegt. ^^^'lsernH d?s l^" '"'" hiilt sich immer in der ^'. weiterhin ^ssen sii^ "'I- ^s ccntralrnssische Platean «leicht"" sich ,,^l Kulminationspunkt von etwa "ndV^it d7e^l.ch von Kursk befindet, der zu ,^ze ^ fische« Ul'chrlde 5""^" dem Schwarzen ^"eide. ?!"ernen" , ?e b'ld.t. Nachdem man das ^tz^Bah^ dnrchfahreu. dnrch- ""N 5>llava °,. '"lichste Spitze des Gouver- Die St^ ^"""s in jenes von Kursk ^tadt Kursk selbst bildet einen der wichtigsten russischen Eisenbahn - Kreuzungspunkte, denn hier vereinigt sich die aus der Krim und aus dem Kaukasus kommende Linie mit jmer von Odessa nnd Kiev, um vou hier an gemeinsam Moskau zuzu> streben. Trotz eines fünfviertelstündigen Aufenthaltes in Kurök war hier nichts zu beginnen, da derselbe mitten in die Nacht fnl. Dafür entschädigte das für europäische Reisende um diese Stunde so ungewöhnlich leb-hafte Treiben auf dem Bahnhofe; die Reisenden lleßen sich die in verschwenderischer Menge vorhandenen Ge-richte schmecken als ob es Mittagszeit wäre. Um die zweite Morgenstunde eine aus mehreren Gängm be» stehende Mahlzeit aufzunehmen, geniert emen russischen Magen durchaus nicht; für eine gute Verdauung sorgen neben vielen Gläsern Eaj einige Gläschen Vodla. die um diese Stunde der Nachtlühle wegen n, der Regel verdoppelt werden. Ich war nicht wenig erstannt, fast sämmtliche Insassen des Waggons, in dem ich fuhr. im Spcisesaale wiederzufinden. In der Hälfte des Weges zwischen Kurs! und der nächsten größeren Station Orel, gerade an der Grenze der beiden Gouvernements, liegt die chon er-wähnte Wasserscheide. Wir treten in das Flussgebiel der Oka, einem der wichtigsten Nebenflüsse der Wolga, wclche hier in unmittelbarster Nähe ihren Ursprung hat, um nach einem Laufe von 1500 Kilometer b^i Nizuii Novqorod in dieselbe zu münden. Ich begrutz e das kleine Flüsscheu. welches die Bah" zum ersteumale bei Orel wuzt. als ersten Angehörigen des gewa tlgen Stromgebietes der Wolga; wir werden derselben später noch zweimal, zuletzt als mächt'gem Strom. he. gegnen. Die ansehnliche Stadt Orel ist ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt. Unsere Bahnlinie wird hier von jener gekreuzt, welche vom baltischen Meere zur Wolga führt und die directe Verbindung zwischen der Ostsee uud dem kaspischen Meere darstellt. Bahnlinien von so gewalliger Länge — die erwähnte hat über 1900 Kilometer — findet man heute, mit Ausnahme Russ-lauds, nur in den Vereinigten Staaten. Und doch ist diese Linie beiweitem keine der längsten im Reiche des Zaren. Man hat es in Russland eben überall mit ganz gewaltigen Distanzen zu thun. für die wir Mittel-ruropäer tm>e richtige Vorstelluug haben. Eine zweistündige Bahnfahrt von Orel gegen Norden bringt uns in das Gouvernement Tula, einem der blühendsten und gewerbcreichsten Gebiete des großen russischen Reiches. Man merkt deutlich, dass man sich dem Herzen desselben allmählich nähert. Die Ort. schuften bekommen durch die bessere Bauart der Häuser ein freundlicheres Aussehen; die vielen Laubwälder, in denen die Eiche vorherrscht, verleihen auch der flachen Landschaft einen gefälligen Anstrich. Uni d,e Mittagszeit sind wir endlich in Tula, dem russischen Lüttich, angelangt. Schon auf den letzten Stationen sah man überall große Auslagekästen m,t den so be. liebten Tula-Arbeiten; hier kann man im Verlaufe einer halben Stunde eine halbe Waggonladung zu-sammexkauftn. Aber Vorsicht! denn die besseren Tula« Waren sind nicht billig, znmal auf den Eisenbahn, stationc,'. wo man leicht den doppelten und dreifachen Prcis zahlen muss. Tula ist der wichtigste Punkt sür die Fabrication vou Metallwaren in ganz RusSland. Die besten rM- cheu Gewehre werden hier erzeugt; die kaiserliche üblicher Fcitung Nl. 58. 466 U. MiirzM glaube ich dies nicht: Erstens herrschen ja bis jetzt, wie von vielen Seiten behauptet wurde, noch Zweifel über die Ergiebigkeit der neu eingeführten indirecten Steuern. Im Herbste werden wir schon näher wissen, wie sich diese Ergiebigkeit stellt. Nach dem bisherigen Fortgange der parlamentarischen Arbeiten glaube ich zweitens nicht, dass heute, wenn ich dieses Steuersystem hier vorgelegt hätte, irgend ein Schritt schon nach vorwärts gethan wäre. Es möge mir das hohe Haus nicht übel nehmen, wenn ich. nicht als Minister, sondern als Mitglied des hohen Hauses, die Vrmerknug des verehrten Herrn Abgeordneten aus Salzburg noch einmal betone. Sie wollen Steuerreformen! Mit Recht. Sie betonen dieselben. Gut. Sie verlangen von der Regierung, dass sie sie einbringt. Nichts dagegen; aber eine gewisse Beschleunigung d^s Tempos, hohes Haus, ist eine unerlässliche Bedingung dafür, dass irgend etwas Größeres und Umfangreiches zustande komme, und wenn mein geehrter Herr Vorredner heute, und mit Recht, weil dies ja seit Jahren, schon in den siebziger Jahren, im Bndget-Ausschusse hervorgehoben wurde, betont hat, dass vielleicht eine andere Methode in der Behandlung zur Beschleunigung führen könnte, so kann ich dem nur zustimmen. Pas hohe Haus hat es ja in seiner Macht, die Geschäftsordnung in der Weise zu ändern oder umzuformen oder anzuwenden, dass, ohne der gründlichen Berathung irgendwie Antrag zu thun. wirklich die Berathungen trotz alledem rascher fortgehen. Nachdem ein fast allgemeiner Wunsch nach dieser Personal-Einkommensteuer besteht, werde ich einen mir vorliegenden, bereits in zwei Commissionen berathenen Entwurf, an dem ich noch selbst eine gewisse Feilung werde vornehmen müssen, im Spätherbste dieses Jahres dem hohen Hause vorlegen. (Beifall.) Meine hochgeehrten Herren! Indem ich mit Tank das Zugeständnis con-statiere, welchcs von der hochverehrten Opposition ge« macht wurde, dass der Stand der Finanzen sich gebessert hat, gebe ich auch gern zu. dass man dann keinen Grund hat, die Sache gewissermaßen schon als vollkommen geordnet anzusehen. Wenn ich auf die weitereu an den Stand der Finanzen gerichteten Hoffnungen und Fragen nicht eingehe, wie z. B. auf eine heute gestreifte, wobei der Herr Abg. Dr. von Plener die Güte hatte zu bemerken, dass vielleicht auch die Regierung dagegen ist, so hat dies seimn Grund darin, dass so wichtige Fragen, wie die Valutasrage, kaum 6N ^sant besprochen und erörtert werden können. Von einer Abneigung ist mir nichts bekannt. Sie wissen, meine Herren, sehr gut, welchen Schwierigkeiten diese Angelegenheit begegnet, und Sie wissen auch sehr gut, wenigstens ebenso gut wie die Regierung, dass es eine gemeinsame Angelegenheit ist, die eben nur auf dem etwas langsameren Wege der gemeinsamen Verhandlung zur Erledigung gebracht werden kann. Es wurden auch sehr viele politische, nationale und konfessionelle Momente von den einzelnen Rednern theils berührt, theils des breiteren ausgeführt. Selbst» verständlich kann ich mich von meinem Standpunkte aus — nicht als Finanznlinist^r, aber als Mitglied der Regierung Sr. Majestät — doch anch wieder nicht einlassen, in eine allgemeine Besprechung aller derjenigen Angelegenheiten, die hier gestreift, mehr oder weniger ruhig oder erregt besprochen, das hohe Haus beschäftigten. Ich muss zunächst eine Bltte stellen, vielleicht vergeblich, aber ich muss sie doch allen Ernstes stellen: Wenn man schon überhaupt die Güte hat, meine Worte zu citieren, so bitte ich, die wirklich ge» sprochenen und gedruckten Worte zu citieren. Es hat der letzte Herr Redner gesagt: der Finanzminister wird wieder sagen, und zwar mit seinem Stolze oder so etwas, man kann ohne die Deutsche» regieren. Das hat er nie gesagt, er hat ganz etwas anderes gesagt. Er hat diese falsche Citation schon einmal hier in diesem hohen Hause bemängelt, und doch wird sie wiederholt. Bleiben wir in der offenen, ehrlichen Gegnerschaft! Ein anderer Herr Redner hat am Schlüsse einer politischen Excursion die Frage gestellt: Ja da ist die Linke, da ist die Rechte, da ist das Centrnm, da ist der polnische Clnb u. s. w.. wo ist denn die Regierungspartei? Nuu der Herr Redner hat hinzugefügt, dass in der Welt sonst das Verhältnis belicht, dass die Regierung aus einer Partti hervorgeht, mit ihr steht und fällt^ dass die Regierung Führer der Partei ist. und wie diese constitutionellen Doctrinen lanten. Wenn er nun diese Frage auf Oesterreich anwendet und auf das gegenwärtige Parlament und fragt, wo ist denn die Regierungspartei, und keine findet, so dürfte man ja nach dem alten Sftrichworte sagen: Umgekehrt ist auch gefahren. Wenn es keine Regierungspartei gibt, so kann es anch keine Parteiregierung geben. Eines hängt mit dem anderen zusammen; und gibt es keine Parteiregierung. warnm klagen dann die Herren so sehr über das Parteiische des gegenwärtigen Regimes? Aber im Ernste, wie glaubt deun der Herr Abgeordnete, dass eine Partei eine Regierung bilden kann, in «il^ra«!/) — ich meine nicht hier unter den ganz eigenthümlichrn Verhältnissen unseres Staates — offenbar wenn es eine solche Partei gibt, aus deren Schoße jene Männer zur Macht gelangen, die als ihre Führer gelten, welche die Mehrheit des Hauses haben. Nun 8'bis 9 Clubs, also Parteien, zählt unser Abgeordnetenhaus. Also keiue für sich kann eine Regierungspartei sein und keine für sich kann eine Regierungspartei bilden. Es ist also diese Frage, glaube ich, nicht nur nicht in Oesterreich in diesem Parlamente nicht anwendbar, diese Frage entstammt einer bereits — ob zum Glücke oder Unglücke, ich will es nicht untersuchen — antiqnierten Theorie — ich bitte, doch nicht das österreichische Parlament, ich bitte das englische, das jetzige französische und andere Parlamente nach ihrer Parteibildung zu betrachten: wo ist dort eine solche einheitliche Partei nach dem alten Muster der Wighs und Tories oder der Linken und Rechten im alten französischen Parlamente? Es ist eine andere gesellschaftliche Entwicklung, meine Herren! Das Parlament kann auch nichts anderes sein, wie immer das Wahlgesetz gcartet ist, auf die Dauer ist es lheilweise wenigstens Spiegel der Gesellschaft, und das österreichische Parlament — das hat gestern ein Herr in beredten Worten geschildert — ist ein Spiegel der Zusammen» sehung der ganzen Bevölkerung der Monarchie, die aus verschiedenen Nationen besteht. Ja wenn es nun aber keine einzelne Partei gibt. welche die Regierung mit Recht als ihre Regierungspartei bezeichnen könnte, «nd wenn es keine Partei gibt, die als solche allein eine Regierung bilden könnte, so ist doch die natürliche Consequenz, dass eine Regierung nur mit mehreren Parteien, welche sich verbinden und die ^ ^ unterstützen, ihres Amtes walten kann — nM"^ Namen der Minister lauten wie sie wollen -" ^. das gehört ja zur arithmetischen Aufgabe: oyne^^ heit kann man nicht regieren. Keine Partel Y ..^ Mehrheit, soll dieses Parlament bestehen, so """ mehrere Parteien sich miteinander verbinden. ^ Nun der lchte Herr Redner hat - was nm der verhältnismäßigen Mäßigung, die er ^'»e ng Haupt eingehalten hat, etwas wnnderte ^ .,^ hei und den Schluss seiner Rede mit dem elgenmy ,^ ihm bekannten Satze ausgestattet: Die Reg«""'^ daran schuld. Ja wenn an allem, was den wi^ Herren nicht gefällt oder nicht zusagt, die/M ^ schnld sein sollte, da müsste ja die MMU^ mächtig sein. Ich glaube, dass uns zu viel -"""^ gesprochen wird, wenn der letzte Herr "^" e!-Rede damit b>ginnt. dass die Methode in der ^^l behandlung ihm etwas zu langwierig — ^'d „m ^' zu laugwieriss erscheint, nnd dieses unter ""del ,^z auf zurückführt, dass das Niveau dcs Parlament - unter diesem Regime, immer gesunken lst. ^. Ja, meine Herren! Unter dem Niveau or ^, lamentarismus versteht man die geistige "^?'^Ml samkeit, Inhalt au Wissen uud Charakter 'A'^B eiuzelneu Herren. Auf welche Weise dtt ^ hal dieses Niveau heruuterzudrückeu in der Lage ^ .^eil ist mir unbegreiflich. (Bravo! Bravo! und V rechts.) ____^ Politische Uebersicht. ^. (Neichsrath.) In der Freitag-Sitzul^H^ geordnetenhauses, Special«Debatte über dle ^ ^F des Budgets, wurden die Capitel Hof^a^Mstcl' kanzlei. Reichsrath, Reichsgericht und der DM >" A^< raths.Präsidium erledigt. Behufs Verhandlung or^c Affaire des Abg. Aloch wird der Präsident '" Z"it eine Abendsitzung anberaumen. . < n»«^ (Andienz beim Kaiser.) Donners"^^ Graf Kälnoly vom Kaiser in besonderer M empfangen. Ministerpräsident Tisza hat nul " ^ fen Kälnoly. später mit dem Grafen Taaffe "'' .^ längere Zeit mit dem Banus Grafen KhneN'v conferiert. , Mss'" (Der Triester Gemeinderath) H^ seiner vorgestrigen Sitzung, anlässlich der ^ c^B den Gemei'nderathswahlen die Streichung der " ^gB eiuer Entscheidung des Reichsgerichtes über " ^ l" der Triester Statthaltern vom Jahre ^^". ^ Wählerliste aufgenommenen sogenannten CoM ^ anwesende Regierungsvertreter Baron Conro dierte diesen Beschluss. ^ildbaU (Der Verwaltungsrath der ^"^Z »" erklärte seine Bereitwilligkeit zum Verlag ^ theiles derselbeu an der Wiener VerbindM" ^ t>e» den Staat und betraute die Veneraldirectio' bezüglichen Verhandlungen. .., hat ^, (Istrien.) Se. Majestät der K" " ^ e' vom Istriancr Landtage beschlossenen 6""" s v" Landcsgesetz^s, womit der § 5 des LaiMM'* M 9. Juli' 1863, betreffend die Bestreitung " ^M der Herstellung uud Erhaltung der latham^^g ° und Pfründeugebäude. dann der ^''Mst^. Kircheuparamente, Einrichtung und Oewehrfabrik, eine der größten ihrer Art, beschäftigt allein an 10.000 Arbeiter. Sonst ist der Fabriks. betrieb hier erst in neuerer Zeit mehr eingeführt wor« den; die meisten Waren werden noch als Haus-Industrie erzeugt, so dass man auch heute noch sagen kann, Tula ist eine einzige große Fabrik. Nur gewisse Attikel werden ausschließlich fabriksmäßig verfertigt, so namentlich die über das ganze russische Reich ver« breiteten Samovare. Tula'sche Messer werden in Rufs« land überall bevorzugt. Für manche Sorten feinerer Arbeiten zeigt der Russe ein großes Geschick sowie einen feinen Sinn für Verzierungen; eben dadurch find auch die feineren Arbeiten aus Tula-Mrtall, einer eigenen Niello-Manier, sowie die bekannten Silberarbeiten mit schwarzer Emaille berühmt ge« worden. Den eigentlichen Grund zn dieser bedeutenden Industrie legte Peter der Große, dessen segensreiche Hand man heute — mehr als 160 Jahre seit seinem Tode — noch überall in Russland spürt. Noch ein Artikel wird in Tula in großer Menge erzeugt, der mit den vorher besprochenen Industrien allerdings wenig zu thun hat, nämlich die Erzeugung von Har» moniken. Dieselben gehen von hier alljährlich in un-sslaiiblichln Quantitäten nach der Messe von Irb t in West-Sibirien, von wo dieselben hauptsächlich für China eingehandelt werben. Die Gouverucmenti im Süden von Moskau, namentlich Tula. Orel uud Kursk, hatten seinerzeit ungemem viel durch die Mongolen-Einfälle nnd späterhin von den Tataren zu leiden. Die «goldene Horde» ver» wüstete von Zeit zu Zeit diese ganzen Landstriche, so daft die ältere Geschichte derselben säst nur von Käm« pfen mit den Talaren zu berichten weiß. Dadurch wurden diese Gebiete fast gänzlich entvölkert, und man benutzte dieselben nach dem Verfalle der Tataren« Herrfchaft dazu, um dahin alle möglichen Verbrecher aus Russland zu deportieren, wie dies heute nach Sibirien geschieht. So mancher reiche und angesehene Mann in Tula oder Kursk hat einen solchen wenig rühmlichen Urahnen aufzuweifen; zum Glücke reicht sein Stammbaum weiter zurück als der manchen Millionärs von Sydney oder Melbourne, die sich kaum einer besseren Abkunft rühmen können. Doch wir haben die 15 Minuten Aufenthalt, welche der Zug in Tula hat, schon weit überschritten, und strebm unaufhaltsam der Capitale Nusslands zu. Halbwegs zwischen Tula und Moskau überschreiten wir zum zweitenmale die Oka, welche hier schon einen stattlichen Fluss von 200 Meter Breite darstellt. Am nördlichen Uferabhange malerisch ausgebreitet liegt die gewerbereiche Stadt Serpuchov. Wir sind im Gouvernement Moskau. Die Ortschaften, an welchen die Bahn vorbeiführt, zeigen hier schon die stattlichen Häuser mit ihrrn schönen Holzschnitzereien, welche von da an gegen Norden immer hmifiger werden. Die Kunst, in Holz zu schunden, ist ganz besonders im Gouvernement Ia-roslav entwickelt, wo man die schönsten Typen für die bekannten russischm Holzhäuser autrifft. Je näher mau au Moskau herankommt, desto freundlicher wird die L.'ndschaft. Das bisher ebene Terrain nimmt den Charakter eines sanften Hügellaudes an; überall wohl. gepflegtes Ackerland, das mit kleineren Waldparcellen und saftigen Wiesengründen abwechselt, welches Bild. durch die freundlichen Ortschaften und die zahlreichen weidenden Viehherden belebt, zu einem M> s gen wird. .. »,«r 6^!» Da blitzt uns aus dem Waldesgrün " H, des großen Teiches von Zarizyno ew^gM,^ freundliche, halb in dem üppigen Grün "A^ol^B an die Nähe der Großstadt mahnen. .^ MlA^lc. auch die merkwürdige Ruine des Schloss ^„ ^ einst die große Kaiserin Katharina bauen "i,^^ das sie aber während des Baues unvolien"^ ^ ihr dasselbe mit seinem eigenthümlichen ^es ^ den umgebenden Thürmchen den Eindrua ^o, Candelabern umgebenen Sarkophages "^ssslM Architekt entleibte sich aus Gram über se" ^ 2U"k. ^. ^n < hll Gleich dahinter überschreitet d«e A" Äck'ht> freundlichen Hügeln eingerahmten Moslv"^ Al"^ hier ganz ähnliche Windungen macht nne F . „ Paris, so dass wir ihn einige Werst "'zcheH anmnthigen Orte Ljublino noch einnial " ^gejV,» lieblicher See von waldigen Ufer»" ^ »e,^ und von zahlreichen Datschen belebt »st./^ AF ^e noch der Blick den von den Strahlen. ^ ^l" ^ beleuchteten Streifen der Moskva, bls w gM goldglitzernden Kuppeln der zahllosen Klr^ ^l allmählich am Horizonte auftauchen. ^„g >^ff Ein immer deutlicher vernehmbare ^ / an unser Ohr. und während glc'ch'Hell^M kommengruß zahllose Glocken ihre "ewo'l.^ O/e ^ ver.'ineu. fährt der Zng in den VahnN ^ !He" ersehnte Stadt Moskau ist endlich erre'") '^ M mit ihren Herrlichkeiten ausschließlich Tagen beschäftigen. 407 1,.Miin1««l>. gerch" ^' bie Allerhöchste Sanction zu ertheilen VubaM^«F"i3,^"^ D°s ungarische Abgeordnetenhans ^hcz D-"^ bei den U 24 und 25 des Wehr-"lchei, w. .?'?"""g hinüber soll erst am 15. d.M. T°ge b'e^ "^ Demonstration für die an diesem ^mstlla ""^ Revolution verbunden werden soll. ^Md>?f,7^ °ls erster Redner Orban, worauf ^ «lme lw^ ^°"age eintrat. Er führte aus. dass lttünbor sez ^ "°" ber einheitlichen Leitung un- b°nl) Ni^"^^' hercegovinische Volts-dkr am 2 >, ^'^"lsche Post. berichtet, wurde bei b" bobm^?'^gehaltenen Sitzung der Direction Vank °m?Y?U"'"'W" Volksbank bcschlossen, die »nit der u/k ^' i« eröffnen. Die Bank wird sofort ?""« und k ,, ^ "°" Geldern auf laufende Rech ^ Wechsel l!«.^"^^^ ^" Depositen, dann mit ^lchäste «n ^"ptegeschäfte lc. beginnen und ihre ^lehenen ^Vc^ ""l alle in den Statuten vur. namentlich soll das gelang. '^ '^ ^" " einigen Wochen zur Eröffnung Die nächste Sitzung "°Wt Aus^ V°^s ist anf den i:^. März an- stehen: die Erklärung die Ab- MtsberiH^ und der Rechen- ""'stengesehes Anordnungen auf Grund des So- "l^n Eitzlln^bische Cabinet) wird in seiner Men SküK.- ^""ln für die Einberufung der ."b'fchstellpn'm"'t"°sür Neuwahlen auszuschreiben ^ spätes^' verfassungsmäßig muss der Zusammen-^sel in Belara7" ??°"" ""h geschehenem Thron-Ä Min« a, V"b erfolgen. Man nimmt an. dass der 3°"agierun« >. ^ ^°^^e über die lebenslängliche ss'rd. ^ 3?, be» Mnigs Milan uuterbreitet w?rdVn 3>bung"n ?."''?« König Alexander und Vertrauens-^? M erklä^ .' Agentschaft eingelaugt. - König K'^nde R ^? ' ^°? " das ihm verfassungsmäßig 2"^ im vollen "n ^!' Erziehung seines minorennen B? ^l diesem m^.c^"^ auszuüben entschlossen sei "^M^^ ""'"' b" «ach ^.^hl Bonl°«."öbliche Kammer) agnoscierte v "k"°tion 2"?". im Seine. Departement. Die ?Z" Tage vm ,t 'N ". Kupferring wurde auf ie^°"ama-^"°^ ^"f d,e Interpellation wegen Finanzminister Rouvier 2 sollend 3' Ä""' 'ber. die Regierung ver- V" Die " ^' ^«""hungen zur Rettung der > wnrd /."'"'" geforderte einfache Tages- ^"°lnmen. "" "" 344 gegen 145 Stimmen °n- ^den7 ^°uf des Parnell - Processes) ^^^'^rvalwen Parlamentsmitgliede Caird Anlass vorzuschlagen, dass eine aus allen Parteien zusammengesetzte Commission gewählt werde, welche Vorschläge zur endgilligen Regelung der irischen Frage machen soll. Die «Times» erklären sich grgen diesen Plan. dagegen nehmen ihn die Blätter Gladstone's eifrig in Schutz. (Aus Warschau) wird gemeldet, dass jetzt auf Grund des Ukases geqen die Fremden aus den polnischen Grenzstädten auch die mit legalen Paffen versehenen Ausländer ausgewiesen werden. (Dänemar k.) Die Mchrh?it des Finanzausschusses des dänischen Folkething empfiehlt die Verwerfung des Antrages der Regierung auf Bewilligung vo» 8 Mil« lionen Kronen für die Befestigung der Westfeite Kopen« hagens. Tagesneuiglciten. Se. Majestät der Kaiser haben. wie das «Präger Abendblatt» meldet, zur Anschaffung von Loschrrqmsilen und Ausrüstung« - Gegenständen den freiwilligen Feuerwrhreu in Poletschnci-Klitschnei. Zoll« dorf. Stein-Zehrowitz und Schosseudorf je 60 fl.. den freiwilligen Feuerwehreu iu Senic. Mies und Westec je 50 si. zu fpenden geruht. — (AuS Hoflreisen) wird ber «Eorresp. de l'Est» berichtet: Von der durchlauchtigsten Frau Kronprinzessin-Witwe Erzherzogin Stefanie langt aus, Miramar fast täglich ein Schreiben oder eine Depesche, bei Hose an, zumeist an ihre Majestäten, oft aber auch, an die Frau Erzherzogin Valerie adrefsiert. mit welcher die Frau Kronprinzessin°Witwe eimn überaus innigen Verkehr unterhält. Auch die kleine Erzherzogin Elisabeth hat wiederholt schon ihre kindlichen Gefühle zu Papier gebracht und versäumt es insbesondere nie, der «guten lieben Großmama» Gruß und Kuss zu senden. Die Kaiserin empfindet große Sehnsucht nach Ihrem Enkellinde, und man will es so einrichten, dass die hohe Frau dasselbe sofort nach Eintritt der besseren Jahreszeit sehen könne. — (Verhaftet.) Aus Winbisch-Feistritz schreibt man der «Südsteierischen Post»: Samstag wurden hier plötzlich durch einen l. k. Kreisgerichls-Commissär die Herren Franz Sorschagg, Restaurateur in der Bahnstation Windisch-Feistritz, und H. Raswoscheg g , suspendierter Sparcassebeamier, gewesener Gemeindesecrrlär, Pistrictscommissä'r der wechselseitigen Feuerassecuranz» gesellschaft lc. in Windisa>Feistritz, verhaftet und deren Schriften confisciert. — (Schönheilsconcnrrenz.)Im «Armonia»» Theater zu Trieft fand die Preisvertheilung der Schön-heitsmncurrcnz statt. Den ersten Preis von «00 Francs Gold und eine reiche Standarte erhielt unter fünf Con-currentinnen Fräulein Roma Miotti aus Trieft, eine Blondine; den zweiten Preis Fräulein Elife Antolini aus Venedig, eine dunkle Schönheit. — (Negnadigung.) Der Kaiser hat dem wegen Verbrechens des Meuchelmordes vom Schwurgerichtshose Ro» vigno am 10. October 1688 zum Tode verurlheilten Stefan Cociancich die Todesstrafe nachgesehen, und^ der Oberste Gerichtshof hat demselben eine zwanzigjährige schwere und verschärfte Kcilelstrase zucrkannt. — (Ehrenbeleidig ungs-Process.) Per Reichsraths-Abgeordnete Dr. KrönaWetter hat gegen das antisemitische Wochenblatt «Der Volksfreund», welche» einen Artikel veröffentlicht hatte, in welchem Angriffe persönlichen Charakters gegen den genannten Abgeordneten enthalten waren, die Ehrenbeleidigungsllage eingebracht. In dem incriminierten Artikel wird insbesondere der An-wurf erhoben, dass die Töchter des Herrn Dr. Kronawetter aus einem Wohlthätigkeitsfonds, welcher zur Bestreitung des Landaufenthaltes armer Kinder bestimmt ist, die Mittel für ihren Ferienaufenthalt bezogen haben sollen. — (Uebertragung von Blut.) Eine glückliche Anwendung der Transfusion hat unlängst in Alresford stattgefunden. Der dortige Arzt Dr. M. Eust ace führte nämlich mit Lebensgefahr eine Uebertragung feines eigenen Blutes in die Adern einer Patientin aus, deren Kräfte völlig erfchöpft waren. Nach zwei Wochen war die Frau wieder hergestellt. — (Bevölkerung Japans.) Nach den japanischen Blättern hat die Zählung der dortigen Bevölkerung folgende Ergebnisse geliefert: Gesammt-Einwohnerzahl 39,6!)2.070, wovon 19,731.354 männlichen Ge-schlechtes; verheiratete Männer und Frauen 14,692,448. — (Wechselfälfchung.) In der Wechselfäl-schungs-Affaire der verhafteten Eugenie is. doch ^"°mmen habe nnd die auch sie ^ha't//l Mich "-^gleichzeitig dem Zufall sehr ^iK skit unssrer s^nen ^'" zusammenführte, lplech^ ""ch ni m^ ?'« Agegnnng im Garten der ^.. rn'ais das Vergnügen, Sie allein zu derart "se Norte sl!^ d'U^ glückliche Begegnung nicht ver-''^lich^ -m.d mehr als einmal schon ., 'A.">',.» " '"" die Möglichkeit bot, Ihnen ^seglie? H ich b^f. - > a'.z "Widers l^'"' Augenblick bereits wiederholt """N iH "ir in der M das junge Mädchen. -Was "H Frau v^ Paris geworden, "°n«,strac gefunden hätte? Ihnen allein danke ich es, wenn ich heute die Schntzbefohlene meinrr theuren Gönnerin bin.» «Sagen Sie lieber, ihre Adoptivtochter! Sie könnte es nie übers Herz bringen, sich von Ihnen zu trennen.» «Ich glaube fürwahr, auch ich stürbe aus Schmerz, wenn ich es müsste.» «Sie haben also nicht die Absicht, sich zu vermählen?» fragte d'Artige lächelnd. «Ich dachte nie daran und glanbe, dass auch Sie sich zn meiner Ansicht brlennen.» «Sie täuschen sich; meine Jugend ist vergangen, indem ich suchte. Ich wollte ein junges Mädchen heiratcn. Welches ich liebte und das mich seinerseits lieben würde; ich fand nicht, wonach ich strebte.» «Sie haben eine glänzende Carriere vor sich, Sie haben treue Freunde —. «Eine Carriere, welcher ich gern entsagen würde; ich besitze keinen Ehrgeiz nnd würde leichten Herzens selbst einen Gcsaudtcnpostcn ausgeben, könnte ich eine Frau finden, wie ich sie mir erträume.» .Würden Sie Frau von Listrac heiraten, wenn sie Witwe wäre?» fragte die jnnge Itallenerm und brachte dadurch d'Artige vollständig aus der Fassung. «Ich würde sie einst geheiratet haben.» erklärte er nach einer kurzen Panse. «ja. ich will Ihnen mcht verhehlen, dass es ausschließlich an ihr g»l.gen hat, wenn ich unvermählt blieb; sie hat den Grafen von Listrac mir vorgezogen.» , .. , . ... «Und ich glaube, dass sie Gelcgenhelt fand, dies gründlich zu bereuen.» ^ , «Vielleicht! Aber ihre Gefühle vermochten noch nicht eine Wandlnng zu erfahren, während dle memen nicht die gleichen geblieben sind. Sie sehen daraus, mein Fräulein, dass das Herz ein wenig zuverlässige« Ding ist.» «Ja, sie liebt ihren Gatten noch immer, trotzdem sie weiß, dass er ein Elender ist!» sprach Andrea. «Denn sicher waren es triftige Gründe, welche diese Frau veranlassten, den Mann. dessen Namen sie trägt, zu verlassen.» «Es steht mir nicht zu, ein Urtheil zu fällen über die Thatsachen, welche den Grafen von seiner Gemahlin trennten,» versetzte d'Nrtige ausweichend. «Immer« hin — die Ereignisse sprechen für sich selbst. Bianca Monti war, als sie sich vermählte, reich. Ihr konnte es leicht geschehen, dass man sie nicht um ihrer selbst willen freite. Reichthum und Ruhm pflegen stets Be« wunderer heranzuziehen.» «Diese Gefahr ist für mich ausgeschlossen. Ich bin arm und unbekannt und werde deshalb niemanden an mich ziehen.» «So werden Sie wenigstens leichter davon überzeugt sein, dass der Mann. welcher um ihre Hand wirbt, eine aufrichtige, uneigennützige Lirbe für Sie empfindet. Sie werden ihm vettrauensooll Ihle Hand reichen können, fobald Ihr Herz Ihre Wahl billigt.» fprach d'Artige in sichtlicher Bewegung. «Ich hoffe, dass jener, für den früher oder fpäter mein Herz spricht, so sein wird. wie Sie ihn mir schil« dern, aber noch kenne ich ihn nicht und ich werde ihn vermnthlich auch nie kenne" lernen!» «Ist Ihnen denn daran gelegen, ihn kennen zu lernen?» fragte d'Artige mit einem vielsagenden Blick. (Fortsetzung solgt.) üaibacher Fettung Vtr. 58. 468 11. März lM^ da eben dieses ein vollendetes war. Im ^,näluito cant-i,-dilo trat Herr Gerstner mit seinem temperamentvollen Spiele ganz besonders hervor und riss das Publicum zu stürmischem Beifalle hin. Veits Andante aus op. 3 (I?-6u,-) enthält die russische Volkshymne von Lwow und knüpft daran vielfach verschlungene Variationen, in welchen die der so schönen Hymne innewohnende Schwermut!) iu rührenden Klagetönen durchzittert. Gleichwie sich der nordische Charakter des Russen vom heißblütigen Temperamente des Südländers unterscheidet, so verschieden ist auch ihre Musik, und es kann kaum einen fravpierenderen Contrast geben, als es der war, welcher zwischen Lwows Hymne und Mendelssohns Canzonetta (aus oz>. 12) liegt, welche von unserem Streichquartett in so liebenswürdiger und zugleich so vollendeter Wcise gespielt wurde, dass selbe über stürmisches Verlangen wiederholt werden musste. Den Schluss bildete R. Schumanns grandioses Trio (op. 110 in <,-mo1I). Der in edelstem Stile gehaltene, breit ausgelegte erste Satz, das schwärmerische, die tiefsten Gefühlssaitt n aufwühlende Andantino, das in knapperer Form daherschreitende Allegro und der majestätisch austlingende Schlusssatz überzeugten uns, dass uns da eines der besten Producte der deutschen Kammermusik-Literatur geboten wurde. Die Herren Z öhrer, Gerstner und Lasner traten andle nichts weniger als leichte Aufgabe mit sichtlicher Begeisterung und überwanden die großen Schwierigkeiten dieses hochinteressanten OpuS mit Leichtigkeit, und so boten sie uns das herrliche Werk in künstlerisch vollendeter Weise. Nach allen Programmnummern, ja nach jedem einzelnen Satze derselben brauste rauschender Veifall durch den Saal, und folgten stets mehrfache Hervorrufe. Es war einer der gelungensten Kammermusik-Abende und einer der edelsten Genüsse, welchen uns gestern unsere wackeren Künstler bereiteten. — (Das Abgeordnetenhaus) verhandelte in der vorgestrigen Fortsetzung der Specialdebatte über das Budget den Titel «Dispositionsfond». Abgeordneter Pichler warf der Regierung vor, dass sie wohl die Zertrümmerung der bäuerlichen Liegenschaften bekämpfe, aber die Zertrümmerung des Staates besorge. Den Patriotismus eines so treuen Volkes wie des deutsch österreichischen, sollte man nicht aufs Spiel sehen. Graf Taaffe erklärte, er betrachte den Dispositionsfond wie jeden anderen Budgetposten und trat entschieden der Behauptung entgegen, dass die Minister die größten Feinde der Consolidierung des Staates seien, sie haben im Gegentheile alles angewendet, um eine Consolidierung her» beizuführen und das Terrain vorzubereiten, damit alle Völker Oesterreichs sich wohl suhlen. Die Regierung stehe auf dem Standpunkte der Gleichberechtigung, sie habe den guten Willen, diese durchzuführen, aber es verhalte sich in der Politik wie im Privatleben: zur Liebe und Vcl söhnung kann man niemanden zwingen; aber die Regierung sei jedoch unverzagt und hoffe, die Versöhnung, beziehungsweise die Verständigung zuwegezubringen. (Beifall.) Dem Abg. Pichler gegenüber antwortet der Minister, nicht die Regierung, sondern andere versuchen die Zertrümmerung, aber gottlob stehe der Staat so fest und der Patriotismus der Völker so hoch, dass dies niemandem gelingt. (Beifall.) Freudig vernehme er die Versicherung von dem Patriotismus der Deutfch Oesterreicher, aber auch die übrigen Völker vergossen ihr Vlut für Kaiser und Reich und werden, wenn es noththut, auch künftig dasselbe vergießen. (Beifall und Händellatschen.) Nachdem Abg. Zal« linger erklärt, dass er gegen den Dispositionsfond votiere, weil die Regierung weder die Macht noch das Ver» ständnis für die confejfionelle Schule habe, wurde der Dispositionsfond mit 138 gegen 129 bei Namensabstimmung angenommen. — (Waisenhaus-Nauverein.) Ihre kaiserliche Hoheit die Kronprinzessin-Witwe Erzherzogin Stefanie hat das Protectorat über den Gottscheer Waisenhaus-Bauverein übernommen. Der genannte Verein stand früher bekanntlich unter dem Protectorate weiland des Kronprinzen Rudolf. — (König Milan in Pensionopoli s.) Sicherem Vernehmen nach gedenkt König Milan in Oraz ein Haus mit Garten anzukaufen, welches geeignet wäre, ihm eine bequeme Wohnstälte sür den gröhlen Theil des Jahres zu bieten. Er hat in früheren Jahren ost geäußert, dass ihm Graz wie kaum eine andere Stadt als Wohnort sür einen Privatmann geeignet erscheine. — (Aus demSchwurgerichssaale.) Freitag, den 8. d. M., stand vor dem hiesigen Schwurgerichte der 20 Jahre alte Franz Odlazel, ein verwegener und höchst gefährlicher Dieb. Bereits vor zwei Jahren wurde derselbe beim hiesigen Landesgerichte wegen Verbrechens des Diebstahles zu zwei Monaten schweren Kerlers ver« urtheilt. Aus dem Gefängnisse entlassen, zog er mit einer Elektrisiermaschine auf dem Lande herum. Doch schon nach einem halben Jahre griff er wieder zum Diebs« handwerte, welches er in Krain, Steiermark und Kroatien mit seltener Virtuosität betrieb. Er stahl während dieser Zeit an verschiedenen Orten: um 19 st. Silbcrgeld, eine Uhr und Silbergeld im Werte von 56 fl., mehrere Ochsen, eine Stute, Kleidungsstücke, Gänse, Schafe lc. Im September wurde dem Angeklagten sein gefährliches Handwert gelegt, nachdem er zuvor noch das Verbrechen der öffentlichen Gewaltthätigkeit verübte und den Polizeimann Andreas Mihalic in Tri-sail, welcher ihn arretieren wollte, mit der Pistole bedroht hatte, welche ihm nur schwer entwunden werden konnte. Odlazek gab die meisten Diebstahlsfacta zu. Es wurden 23 Zeugen einvernommen. Den Geschwornen wurden 20 Fragen vorgelegt, welche sie sämmtlich bejahten. Der Gerichtshof verurtheilte den Angeklagten zu acht Jahren schweren Kerlers. — Samstag waren der 42 I. alte Kaischler Josef Picman aus Britof in Oberkrain, bereits abgestraft, der 50 Jahre alte Grundbesitzer Anton Izda aus Dobrepolje, wegen Theilnahme an Credits-vapiervelfälschung bereits mit vier Jahren Kerker bestraft, wegen des Verbrechens des Raubes und deren Gattinnen, Maria Izda und Maria Pieman, wegen Theilnahme am Verbrechen des Raubes angeklagt. Izda suchte unerfahrene Landleute damit zu beschwindeln, dass er ihnen gut nachgemachtes Geld im Betrage von 100 fl. um echtes Geld für 20 fl. anbot, allein er konnte mit seinem Schwindel keine «Geschäfte» machen. Izda wandte sich daher au Picman, der ganz verschuldet ist, und empfahl ihn«, ihm gegen gute Entlohnung Leute zuzuführen, welche Geld haben und Geschäfte sür falsches Geld entrieren wollten. Picman warf sein Augenmerk sofort auf den als wohlhabend geltenden Wollhändler Johann Novak aus Zirtlach, suchte dessen Bekanntschaft zu machen, gieng dem Novak auf den Markt nach Neu-marltl nach und offerierte demselben falsches Geld, doch Novak wollte davon absolut nichts hören. Novak gieng am 1. December 1888 in Geschäften nach Zapusche und als er in das Gasthaus Stroj trat, saßen dort schon Picman und Izda, jeder bei einem besondere!« Tische. Novak verließ, rasch seine Zeche bezahlend, das Gasthaus, ihm folgte ebenso rasch Picman, welcher sich Novak zugesellte; beiden aber gieng etwa fünf Schritte entfernt Izba nach. Picman begann Nova! neuerlich zuzureden, er möge falsches Geld kaufen, doch Novak wollte nichts davon hören. Picman sah nun, dass er auf gutem Wege das Geld nicht erhalte; er unterschlug daher dem Novak die Beine, so dass Noval auf den Bauch zu Boden fiel, dann legte er sich auf ihn und drückte ihn zu Boden, und als Novak zu schreien begann, hielt er ihm den Mund zu und drohte ihn, wenn er noch einen Laut hören lasse, zu erstechen. Picman griff nun in die innere Rocktasche Novaks, welche 230 fl. enthielt, und raubte ihm dieselbe, worauf er die Flucht ergriff. Picman leugnet die That nicht, erklärt aber, er sei zur Ausführung derfelben von Izda verleitet worden. Izda leugnet dies; allein sofort nach vollbrachtem Raube eilte Picman zur Gattin Izda's, welcher er die Hälfte in der Brieftasche gefundenen Geldes übergab. Das übrige Geld gab er seiner Gattin mit dem Austrage, mehrere Schulden in Krainburg zu bezahlen, was Maria Picman auch ausführte. Die Geschwornen verneinten die Schuldfrage bezüglich der Maria Picman, welche freigesprochen wurde, bejahten dieselben aber bezüglich der übrigen drei Angeklagten, und wurde Johann Picman zu sechs Jahren, Anton Izda zu zehn Jahren und Maria Izda zu drei Monaten schweren Kerkers, bei allen verschärst mit Fasten, verurtheilt. — Hiemit sind die Verhandlungen der ersten Session geschlossen. — (Ernennung.) Der Ministerpräsident, als Leiter des Ministeriums des Innern, hat den Statt-halterei - Secretär Dr. Michael Gstettenhofer zum Nezirlshauptmann in Kiain ernannt. — (Boden-Lose.) Am 14. und 15. d.M. findet die Subscription auf die zweite Serie der 3procentigen Prämien-Schuldverfchreibungen der t. k. priv. allgemeinen österreichischen Bodencredit-Anstalt statt. Der Spielplan des neuen Loses, der Amortisations- und Prämien« ziehungen bietet, ist überraschend günstig. Das mit drei Procent zu verzinsende Los wird in den Amortisationsziehungen »l pan ausgelost, der Besitzer erhält aber dann einen Gewinstschein, der ihn zur Theilnahme an allen weiteren Prämienziehungen berechtigt; entfällt leine Prämie auf denselben, so wird er nach Schluss der Auslosungen mit 10 fl. eingelöst. — Die Summe aller Treffer beträgt 7,932.000 st. und mit Hinzurechnung des zur Einlösung der Gewinstscheine erforderlichen Betrages: 11.903.120 fl. Mit Rücksicht auf die Pari-Rückzahlung und die Verzinsung gewiss eine Chance, die selten geboten wird. Die Bodencredit-Anstalt gestattet die Subscription auch gegen Theilzahlungen, und beträgt die Prämie hiesür per Stück nur 75 kr. — (Paul Maria Lacroma.) Die in Görz lebende bekannte Verfasserin der von Ktilit und Publicum gleich günstig aufgenommenen Romane: «Stürme» und «Formosa» Paul Maria Lacroma hat soeben einen neuen Roman: «Poesie» vollendet, der sich durch Originalität des Stoffes sowie durchwegs spannende, fef« felnde Durchführung auszeichnet und entschieden einen neuen Fortschritt in der Entwicklung diese« reichbegabten Dichtertalentes bekundet. Wie wir hören, wird diese No-mannovität demnächst im Buchhandel erscheinen. Für die Leserkreise Innerösterrrichs bietet «Poesie» noch außerdem das besondere Interesse, dass sich die reichbewegte Hand- 'lung in der Steiermark, beziehungsweise in Graz abspielt. Neueste Post. Original-Telegramme der «Laibacher Z b' Wicn, 10. März. Eine heute stattgH^te H sammllmg hervorragender Bürger sämmtlicher «^ Wiens nahm. nachdem zahlreiche Redner, danm" Vicepräsident des Abgeordnetenhauses. Nitter von ^ mrcky, und Universitä'tsreclor Sueß a/sproch"'. "' ;. solution an, welche erklärt, die Thätigkeit der am, tischen Partei schädige den deutschen Charakter ^ ^ dessen politische Stellung als Reichshauptsladt "''" werbsverhältnisse und stelle eine sachlich'', "'!^'«^ Vchandlung der Gemeinde-Angelegenheilen "' "^n Die Wähler Wiens werden zu einmülhigem "^ bei den Gemeindcwahlen aufgefordert. . ulib Pola, 10. März. Erzherzog Karl SleM ^ Erzherzogin Maria Theresia sind zmn AI""'^ Kronprinzessin. Witwe nach Trieft abgereist. ^,^ herzog Wilhelm reist hente abends nach vw Illspi'cierllng nach Zara ab. „B Vclgrnd, 10. März. König Milan "chwHlej tclbar nach der Abdication ein sehr warm "^'^e» Telegramm an den Kaiser Franz Josef, worm ^ Gefühlen des Dankes für die ihm und Serv"" > bewiesene Freundschaft lebhaften Ausdruck g""« ^ gleich den Kaifer bat, seinem Sohne nnd Serv" ^ fernerhin dieselben wohlwollenden Gesinnungen °^,^ wahren. In der Antwort des Kaisers ertyem ^, dem Könige die erbetenen Zusichernngen ^^, ,«^^^ König und das Land in den herzlichsten Wl» ^. Nom, 10. März. Die Ministerkrise lst '» ,^, nitlv beendet. Seismit < Doda wird F'!""',' A Oiolitti Schahminifter. Finali ArbeilsnmM, ^ anderen Minister bleiben im Amte nnd beyall Portefeuilles bei. .,..« de" Paris, 10. März. Der Ministerrath bM"l B Antrag anf Erlass eines Gefetzes zur ^^M mehrfacher Candidature» zu unterstützen. ^7 ^ ^ M fuchung in Angelegenheit der Patriotenllga > nicht vollständig zu Ende geführt. Volkswirtschaftliches, ^ Laivach, 9. März. Auf dem heutigen Marlte s" Acoh, »en! l! Wagen nut Getreide, 2 Wage» mit Heu !1 Wagen mit Holz. Durchschnitts-Preife^^^^A ss,,lr, fl,,tr. "7i6^ . W.'l,',l'ü »n. Heltulit. 5 83 l)!80 Nutter pr.Kllo. - ^ 2 .^ Korn . 4 50 4 80 Eier pr. Stück - ' ^ S^ Gerste . 4 1t! 4>«0 Milch pr. Liter. - ^ 54 ^ haser . 2«? 2 95 Rindfleisch pr. K''v ^^^ Halbfrncht .-------5,80 Kalbfleisch ' ^.60^ Heiden . 4«? 4 80 Schweinefleisch » ^36^ Hirse . 4 33 5 45) Schöpsenfleisch ' ^65^ Kuluruz . 4 8-; 5 40 Händel pr. Stucl. ^ ^^,. Erdäps.'l ll»0 zrilo 2 23-------Tauben ' 9b0^ Linsen pr, H.'lwlil, 12-----------Heu pr. M.-Fisolen . 11-----------Holz, hartes, pl- g?0^ Nindsschmalz .NÜ0 — 94------- KlasUl 4^1^ Schweineschmalz» — 70-------— weiches, ' ^. -^^ Speck, frisch, . - 50-------Wein, roll),. lW"i- ^ ^v^ — geräuchlrt » —64-------— weiszcr^^^->-^ Aillzclommcllc Fremde. Am 9. März M^' Hotrl Etadt Wicn. Losle. Dralsch u»d H""H ^ M Wien. — Vliluie, Gutsverwalter, Venedig. - sselbinger. — Morawch ""d'V°>> ,t>M^H. Hlltcl Mefaut. Moline, Mnmarlll. - Dl"''"'^^. " Kaufleute, Budapest, — Animier, Musm» " , s. Gewerle. WcißcufelS. - Hosfmauu, stiumc. Ml>^> Hotel Aaicrischer Hof. Gramer, NealilatenluM^^^ Mtoziehlmgen vom !). Miirz. Trieft: 11 «li 77 64 ^' Linz: tt4 80 IX) li2"^-^ "^-^—-^—-^^---------''^^^^M^ Meteorologische Bcoblchtuug^u^^^ 'Nl.Mg. 7^8 3-4 W. ichwach ^Fll s^ !1. 2 . N. ^ 7A4-1 7-4 SW. schwach ^Kl»^< 8 . Ab. j 734 > 9 X - 0 SW. schwach ^^sst 1 ^ 7U.M,! ?W 0 1-6 NW. schwach ^.Flt ^ 10. 2. N.' 735 9 6 4 W. schwach s^M. ,F' 9 . Ab. 735 4 3 6 W. schwach M!'"^,,^ Den 9, vormittags einzelne Sonnenbliclc; "" B" ^i etwas Regen, rasche Anfthaunng. Den W- " <,„ d' l" nachts Regen. Das Tagesmittel der Tempe"" h° ü> . Tagen 4-^" und 39", lieziehnngöweise um über dem Normale. ^^—^^^7. Man 1889. N°ch ^m offmellen «3°«^°«« Etna« u, . ^"^ Ware si^^'s'ole', 250 si- ^^^'^ ' . "N , .won, ,7!»'.'.0 I»0 50 '°«°!N,.M, ^ ^ 5« si, 17!) 30 17!) <»0 l>l'/K"5",,t/^' ' ' - ""'«5 lOl'X-, ^l)s°i ""».l N?'6' '"»0 14« 20 Geld Ware Grundentl.-Ollliaationm (für KW fl. 4 40 105 — 5°/., mährische...... 109 85 110 25 5»"/» ttraii, »i,d Küstenland . . IN« —------- !»"/„ nirderüsterreichlsche . . . ION 55 15 5"/„ Trmrser Anna! .... I«4 75 1«5 25 5"/„ ungarisch!-...... 104 75 105 25 Andcrc offentl. Anlchen. Dona» N>'„. Uose s>"/„ 100 fl. . 1L3"?0I2<10 dl», Anleihe 1«7« . . I0U.20 N>7' Anirben der Stadt Vürz . . UN'— — - Änlehen d. Stadtgeineinbe Wien 105 50 10630 Prä»,. «»!. d, Etablgcm. Me» 14475 145 2/» Äörsenbau Nulehen uerlo». 5"/« 95 5<» Ull 2«, Pfandbriefe . » 4"/„ , . . »«40 »»'!»<> bto. Präm, Schulbverschr. 3«/» ><»5 25 105 75 Och. H»,plllhelenbanl 10j, 50"/„ 1»1 — 102 — Oest. miss, Uaiil vcrl. 4>/,"/» . I!« 75 103 dcttu . 4"/<> . . »»70 l0«'2<> de«o 50jHhr. » 4"/,, . . »»70 10020 Prioritllts-Oblisslltiolltn (fiir l«0 si,), sserdiuand« Nordbahn /,"/n . loo 50 1U1 - Geld Ware Oestcrr. Norbwestbal,» . . . >07-«>0 10« — Slaatsbahn....... I <»' - «llllN, lluss 40 si...... «2- _ n?>50 <"/„ Dona» Dampssch, «00 si, . I8l»>—------- Laibachrr Präi», Vlxleh, 20 si, 23-85» 24 25 Osmrr iivsr 4» si..... «z.. «4 — Palsf», Lose 4« si...... «^zs, 6^ ?!> No»,!,! inruz, ust, Gcs, v,, 10 si. ,9 »5, iu Us, »i»du!pl> Lose I« si..... 82 — L2 50 Ell!!!! Lose 40 si...... s,5 _. L5'!0 St. Wl'iwis Luss 40 fl, , . . s.Z.zo 84-— llUalbslni! Lnsc 20 fl..... 43.50 44-— Windisch G:a!^ Lose 2« fl. . . s.« — 5« -Gew. Sch.d.U"/,, Pram, Lchxlb versch. d. V!)d,'!!cred!!n»s>al! , ,7 — l« — Van! ° Aclicn (per Ltiicl). Ansslo vest. Ba»l 200 si. <>0"/„ E. 129 N" 12» l>« iUaxlvcrei!!, Wiener 100 si. . . 107 li!» U>« 3<> Vbncr. Anst. üst. 20« si, S. 4OV„ 2«A'« 2»4 5» Crdt. «»st. s. Hand, ». G. iMsi. '302 75 lw« L5 (lredülmns. Ällss, »Nss. 200 si, . .108 7!» 30» 25 T>epM>!'nlim,l, Vlllss, 200 si, . 1«» — I»'»'— Eseumftte Grs.Ndrust. 5<«> si, . 535—545'— Giru ».«lasseiw,, Wiener 20»N.----------------- H»pothclenb..öst,20N st. 25"/«. 7U— ?« — Veld Ware Laiidcrbanl, öst. 200 si. G. . . 22b DO 22570 Oesterr. iiünar. Äaul llOU fl. . »»«'— »»u- U»!o!,l>a»l 200 si...... 83« 75 233 «5 «erlehli!bll»l. All«. 140 fl. . . 157 50 Ibli - Acticn von Transport-Unternehmungen. (per EO'icl). »Ilbrecht Uahn 2<«> si. Silber , !,7'— b«- Aliülb ssinmn». Valm 200 fl. S, 1»5 50 19«'50 Au!)!». Norbbahn 150 si, . , . .-.-—.- . Westlillli» 200 fl. . . . 322 50 323 5<< Vnlchtiehrader Tii, 500 si, CM. -'—------- bto, (lit,. U.) 200 si. . ———.-Dmiau - Dampfschlfffahrt - Ves,, Oesterr, 500 fl. Dux Nobrül!. lkis'Ä, «M si, 2,----------------- sserdinai!d««!,ldl>. I000si,LM. 253,» 2540 Gal.Earl Lndw, B, «>Ost CM, 2!»5 — L<»5 50 Le»!l>, Czernow, Iassy Eisen- bnhn Gcsellsch, 200 si, S, , , 230 25 23075 LloydM, uua.,.Trirst500si,CM, -ü'l — .'lW - Oesterr. Nordweslb. 200 si. Kilb. 1»<> 50 i«l 25 dlo, (lil. tt) 200 fl, S, . , 205 - 205 s> Sübl'lllin 200 ss. Silber . . . 102 - 10' 50 Sud Nordb,«erb.^.200fl,CM, IU2 — 163 — lramwau Ges,,Wr.,17Ufl.ö, W, 234 50 235 — . neue Wr,, Prioiit»«- Nctieii 100 fl...... 9» 50> 100 50 Ung. gaKz. ltiscnb. »uu fl. Silber «84- -! 184 5n Veld Ware Una. Norbostbahn 200 fi, Silber 17« 50 17!. — U»g.Westb.(Naab Graz)200fl.V. »»« — :»2 bo Induftrie-Actien (per Stuck). Vannes,, AUg, Orst. ION fi, , --— w — (tnydier ltüeii und Stahl-Inb. in Wien 100 fl...... «2 - 64-- Lisenblllüiw'Leihn., erste, »0fi. U< 5,0 »5 ^u »«ilbemühl», Papiers, u, B.G. 56 5« 5?'.- Lieslüger Uraurrr, 100 fl. , , I0i 50 10b - Muntan Gesell,, österr, alpine l.u Salao Tarj, Eteinluhlen »0 st, 22» — 23> . »Tchlöglmühl», Papiers, 200 fl, 214 - 217-— »Sleyrermilt!!»,Papiers,uV.^G. I»»'- i«z» — Irifailer Kohlenw »es. 70 fi. . 81— v» ^. Wllffrns.°G..0est.in!l»ie»I00fi, 420 — 430— Wansson «eihanst.. »llg. in Pest w fl......... «l-- »L - Wr. Äaugelelllchllst 100 fi, , , »u.^b », «5 WienerberarrZiegel Äelien Ves, l«0-- 1K1- Devifen. Deutsche Plätze...... 59 4?» b»'«!^ London........ iz»I «5 »22 I» Pnri«......... 48 07^. <« 15 Valuten. Dulllte»........ t«9 >^ 7l 20 ssrane« Stücke..... »«e »<>, Deutslhe Neichsbaillnolen . . 5!» 52 bl» 00 Papier Nubel...... iLÜ l ^, Italleuische «anrnoten (iUU L.) 4? «5 4? U5 J^gjeijislaufverein, e> d* «Lte?T ?oche al>hole" zu 6 Sperrt werden wires EislausPavin°» ah" LaU)acham n.März 1889. sÄer' K°rbwaren- und 80h ^uV6«Uohsin T"' werdcn Z" ei, *^R^:------—- (955) 3~3 fohnung eehör end aus 3 ? ^D ****?* WichtTf? und allci" Zu- ^^^r~^-_ljtexida im Gescliäste. "•"»ndS??11 d««Sn" c,rl<:idllcl1 d-'rel1 ^».»^^«trao,, Salmlak %tt. ea Öetrages v$*T eegen Nach-j^<^^ • Dei grösserer Abnahme O Olrl- ftK 725' ^ S' ^ S "a okli(! «• 5317 öf 23 J lz Potoka «Ine Subscription j bei der i ] 11 p. alßißiifij österr. BoflBn-Creflit-Anstalt i 1 Wien, I., Teinfaltstrasse 6 I j am 14. und 15. März d. J. i | gegen Bar und gegen Theilzahlungen. j j CauLion fl. 5 pro Stück. 1 Cours bei Bar - Subscriptionen fl. 104-25. ) ITobornalmie der Stücke vom 5. bin 25. April. l Cours bei Subscriptionen gegen Theilzahlungen fl. IDS. |j TlKMlzubliingon vom 2a.April 1889 im^cfan^on je 11. 10, fülliR am ] 25. jedes zweiten Monat«. 1 JlilYYüIiJlilljj uuü oJJltjliDbüLub 11dl 11 üilldlj ILuI oliilüll asllij. | Jährlich 6 Ziehungen. jj Jedesmaliger Haupttreffer fl. 50.000. J| Der Besitzer eines mit dem kleinsten Treffer gezogenen Loses jl erhält einen Gewinstsehein zur Theilnahme an allen folgrenflen Prämien - Ziehungen. Fällt auf den Gewinstsohein kein Treffer, n so wird derselbe nach Beendigung aller Verlosungen mit fl. 10 ] eingelöst. (10()4) 4~! il Aiinicldiingeii zur Subscription bei allen grösseren Bank-!l und WechHlergeschiif^n Wiens und der Provinz. gelii dixrcli die ganze AVeit. Ilauptvertretung und Versandt für Onsterreich-Ungarn bei O. A. Iltlo in Wien, ______________________I., Kohlmarkt Nr. 4.________________(4512) 36-29 IDr. Friedrich Lengiels Birken-Balsam. ^SJ^^S^ Sd>on der vegetabilische Saft allein, welcher aus MBWS^ der Birke fliesst, wenn man in den Stamm derselben v/S»#KHbs\ bineinbohrt, ist seit Menschengedenken als das aus- L WkWmk gezeichnetste SchönheitsunUel bekannt; wird aber dieser 12 ^S^^lB Saft nach Vorschrift des Erfinders auf chemischem Wege gftgL öSK 7M einem Haisam bereitet, so gewinnt er erst eine fast \amnm *&ti&9wim wunderbare Wirkung. , n . ,. , , Dieser Balsam glättet die im Gesichte entstandenen Runzeln und Blatternarben und gibt ihm eine jugendliche Gesichtsfarbe; der Haul verleiht er Weisse, Ät undgF,ische, entfirnl in kürzester ^it Sommersprossen, Leberflecke Muttermale, Nasenröthe und alle anderen Unreinheiten dei Haut. ~ ™"J e^s Kruges sammt Gebrauchsanweisung fl. 1-ßO. *¦ ' Zu haben in Lalbaoh bei Ub. v. Trnköczy, Apotheker._________¦ (923) 3—2 St. 1448. Oklic. Nc/.nano kje bivajoèemu .lakobu Dularju iz Orcsic so je poslavil skrb-nikom nn rin JnZof Weil>l iz Mokro- i nnoq in se mu jo dosl.avil dražbeni ffi/dnel6.janiivarjal889,st..363, "ledi «emljteön vlozna si. 1H2 davöne obüine Mokronog. C. kr. okrajno sodišèe v Mokro-nogu'lno 1. murca 1KK9. (915) 3—3 Nr. 920. Zweite executive Realseil-bietung. Vom t. l. Bezirksgerichte Treffe», wird mit Bezug auf das Edict Nr. 4641 bekannt gemacht, dass in der Executions-sache drs Johann Novak (durch den k. k. Notar Kasimir Bratkovic) conll» Ursula Koporc in Cirnik am 23. März 1889 zur zweiten Nealfeilbietung geschritten werden wird. K. k. Bezirksgericht Treffen, am 24sten Februar 1889. (988) 3-3 Nr. 2700. Zweite efttutwe Feilbictllllg. Die mit dem diesgerichtlichen Bescheide vom 19. December 188«. Z. 10.219. bewilligte zweite executive Frilbietung der Josef Zagorc'schen Realitäten Grund-buchs-Einlage-Z. 62 und 114 findet hier-gerichts am 20. März 1889 von 11 bis 12 Uhr statt. K. k. Bezirksgericht Landstraß, am 21. Frbruar 1889. "(990) 3—3 Nr. 10 339^ Dritte executive sseilbielung. Iu der Executionssache des Georg Kontel von Kal (durch Herrn Dr. Deü von Adelsberg) wurde wegen 9 fl. s. A. die dritte exec. Feilbietung der Realität des Josef Kontel von Kal sub Ginlage-Nr. 90 der Catastralgemeinde Kal auf den 15. März 1889 vormittags um 10 Uhr Hiergerichts mit dem ursprünglichen Anhauge angeordnet. K. k. Bezirksgericht Adelsberg, am 30. December 1888. (991) 3—3 Nr. 10.614. Dritte executive Fcilbietung. In der Executioussache des Antou Lavrencik (durch deu Curator Herrn Dr. Eduard Deu von Adelsberg) wurde wegen 88 fl. 42 kr. s. N. die dritte executive Fcilbietung der Realität des Auto» Penko von Nadajneselo «uk Einlage-Nr. 53 der Catastralgemeinde Nadajueselo auf den ' 15. März 1889 um 10 Uhr vormittags hiergerichls mit dem ursprünglichen Äuhauge angeordnet. K. k. Bezirksgericht Adelsberg, am 26. December 1688. _________ (796T3-3 St. 11429. Okiie. Od c. kr. okrajne sodnije v Kam-niku se s t.em glede na fusodni oklic od 29. decembra 1888, šlev. 11429, naznanja, da se bodo dne 16. marca 1889 zemljišèa vložna «lev. 655 kalasfralne obèine Meng;.5 in vložna St. 254 kala-stralne obèine Trzin, ker je bil prvi r6k brez vspeha, pri drugem in zad-njem r6ku prodajala. C. kr. okrajno sodišèe v Kamniku dne 18. februvarjn 1889.