Vräuumeralions-Prcise: gfr 2 a 17 cfc: Ganzjährig . . 8 fl. 40 it. halbjährig - . 4 „ 20 „ Vierteljährig • 2 „ 10 „ tknatlicb ■ . • — » 70 „ Mit der Post: -zjährig.................12 fl. halbjährig................. ® » ^irnrljäbrig............... 3 » Sir Zustellung ins Haus 25 tr.. monatl. 9 kr. imzrlne Nummern 6 kr. Laibacher Nedaction Lahnhofgaffe Nr. 132. 1 agblati Anonyme Mittbeilungen werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zurückgesendet. Expedition- & Jnseraten-Bureau: Congreßplatz Nr. 81 (Buch. Handlung von Jg. v. Kleinmayr & Fed. Bamberg.) Jnsertioilspreise: Für die einspaltige fej» ä 4 kr., bei Wiederholer schaltuug ä 3 Anzeigen bis S ZeilD WW'D 3 Bei größeren Inseraten _ öfterer Einschaltung entsprechender Rabatt. Für complicietten Satz besondere Vergütung. 112. Donnerstag, 20. Mai 1875. — Morgen: Felix. 8.5 Mg. Der krainische Landtag. . In dreizehn Sitzungen, wovon die letzten zwei Wüfeungen, hat der krainische Landtag seine fahrige Session vollendet und hiebei, nach dem Whruche des Landeshauptmanns in seiner Schluß-’ibt iiQ)ibtr Erwarten ein sehr umfangreiches Ma-’triglt.. erledigt. Zwei Umstände würden es be-j«ch erscheinen lassen, wenn das heurige positive WbniB ein geringeres wäre gegenüber, den V°r-«K einmal sind die bedeutenderen Ausgaben des Was bereits in den vorhergehenden P-rivdei, Möst worden, dann war die Verlegung d^ Session herbst in den Frühling von wesentlichem Ein "»ß aus die Arbeiten des Landesausschusses. . SSon Landesgesetzen wurden geschaffen und zwar > Initiative der Regierung ein Gesetz über die ^kkchuung der in den gegenwärtig bestehenden Lunchen Vorschriften vorkommenden Maß- und ?»vichtssätze in metrisches Maß und Gewicht; dann Sbt der im Vorjahre beschlossene, von @r. aWaje-S nicht sanctionirte Gesetzentwurf e.ner Bauord. Nung für Kram entsprechend umgearbeitet und m St veränderten Gestalt zum Beschluß erhoben. h das Schulwesen betrifft, so zeigte die liberale M bts Hauses auch diesmal, daß ihr da« Wohl Volksschule und ihrer Lehrer ganz besonders am \tn liege. In der Ueberzeugung, daß die Le.stun-vt btt Lehrerinnen erfahrungsmaßig den Leistungen s? Männlichen LehrpersonalS in nichts nachstehm, ja \ wie die Erfolge zeigen, in den untersten Klassen dieselben in mancher Hinsicht übertreffen, brachte der Abg. Dr. Schrey einen Gesetzentwurf ein, betreffend die Gleichstellung des weiblichen Lehr« personales in seinen Bezügen mit dem männlichen, welcher trotz der heftigsten Opposition der schulseind-lichen Rechten mit Hilfe der Jungslovenen zum Beschluß erhoben wurde. Ebenso wurde beschlossen, daß der Normalschulfond die Zahlung der Activi-tätSbezüge des Lehrerstandes an sämmtlichen Volksschulen, mit Ausnahme jener der Stadt Laibach übernimmt, die bisher bestandenen Giebigkeilen auszulassen und die Schulbedürfnifse im Wege der gewöhnlichen Gemeinde-Umlagen einzubringen seien. Es wurden ferner pensionierten Lehrern ihre Bezüge erhöht, die Einhebung eines 15°/0tgen Zuschlages für die Erfordernisse des Normalfchulfondes, sowie krainische Jünglinge zu unterstützen beschlossen, daß sie sich in der Holzschnitzerei ausbilden können. Weniger dürfte es den Beifall des Landes erregen, daß die natio-nal-klericale Landtagsmajorilät wieder eines ihrer kostspieligen Experimente in Scene setzte, indem sie trotz aller Warnungen der Linken 80.000 fl. aus dem Landesvermögen zum Ankauf eines Gutes zu Zwecken einer niedern Ackerbauschule votierte.- die voraussichtlich das Land noch weit höher belasten wird, ohne daß bei der Indolenz der bäuerlichen Bevölkerung ein entsprechender Nutzen geschaffen würde. Einen bedeutenden Theil der Thätigkeit des Landtages nahmen wie immer die Rechnungsabschlüsse und die Voranschläge der verschiedenen Fonde der WohlthätigkeitS« und Humanitären Anstalten in An. spruch. Die Absicht der Klerikalen, dem Orden der barmherzigen Schwestern höhere Beträge zuzuwenden, ward glücklicherweise vereitelt. Zu Zwecken der Gründung einer Ländesirrenanstalt wurde in erster Linie die Umwandlung der Zwangsarbeitsanstalt in ein Irrenhaus und in zweiter Linie der Ankauf der Krisper'schen Realität in Aussicht genommen, welch letzterer das Land nicht unbedeutend belasten würde, da der JrrenhauSbausond jedenfalls nicht einmal zur Deckung der Hälfte der Auslagen hinreichen dürfte. Dagegen wurde die Uebergabe der Zwangsarbeitsanstalt in die Verwaltung des Staates zu den von der Regierung vorgelegten Bedingungen abgelehnt. Einen bedeutenden Theil der Debatten nahmen wie alljährlich die verwickelten Verhältnisse des Grund-entlastungSsondes und das betreffs Regelung derselben mit dem Staate abzuschließende Übereinkommen in Anspruch. Auch diesmal ward das Zustandekommen eines Übereinkommens in Frage gestellt, da die Regierung nach Annahme des Bleiweis'schen Antrages, die Staatssubvention sei wenigstens in der Höhe von 200.000 Gulden zu leisten, ihren Vertragsentwurf zurückzog. Ob die nachträgliche En bloe-Annahme der Punctationen mitfammt der Bleiweis'schen Bedingung die Sachlage zugunsten des Landes ändern wird, bleibt dahingestellt. Während alle diese umfangreichen und schwierigen Gegenstände auf den Schultern des Finanzausschusses lasteten, der überhaupt als der wichtigste aller Sonderausschüsse zu betrachten ist und dessen Anträge fast immer die Zustimmung des HauseS fanden, wur. Imilleton. Ein Besuch bei Garibaldi. v, Dn Eorrespondent des amerikanischen •Aim* y.» tfvrr (5. L. Bernav. fd . . „An- her der Westens», Herr E. 8. Bernay, schildert '■ “ den er in Rom bei Garibaldi gemacht, V" •" . «er Art: i Herr Marsh, der amerikanische Minister hier, Hit mir gesagt, daß Garibaldi gewöhnlich von U Uhr früh bis 2 Uhr nachmittag« schlafe und H wenn wir kurz nach 2 Uhr in der Villa Easa. Öl, die ihm die Stadt eingeräumt, etntresfen, der Mal gewiß sichtbar sein werde. Zur größeren Wbeit schrieb ich mir selbst einen Einführung«. Vf und steckte ihn in die Tasche. Die Billa Casa- Y liegt etwa eine Meile außerhalb Rom, dicht $ der berühmten Kirche St. Agnese. Von der «ja bis an die Kirche Lt. Agnese führt eine IWtme Straße zwei englische Meilen lang zwi-M hohen Mauern her, welche die bekanntesten Hrn erschließen. Um halb 2 Uhr fuhren wir zur \ Garibaldi, wie sie die Leute jetzt heißen. V Ich gab meinen selbstgeschriebenen ErnpsehlungS-’tj ,b und erhielt etwa 5 Minuten darauf von einem von Garibaldi'S Söhnen die Meldung, daß der General noch schlafe, daß er mich aber um 3 Uhr empfangen werde. Ich erfuhr von dem Wirthe, bei dem wir einige Gläser schwarzen Wein tranken, daß der General jeden Tag um 4 Uhr morgens aufstehe, sich aber schon um 11 Uhr vormittags wieder niederlege und in der Regel bis 4 Uhr nachmittags schlafe. So hatten wir nahezu 2 Stunden Antichambrirzeit im Freien, die ich wahrlich zu nichts Schönerem benutzen konnte, als zu einer Fahrt in die Eampagna hinein, die mit ihren tiefblauen Fernen gegen Frascati hin voller Romantik vor mir lag. Wir fuhren auf einem weiten Umweg nach der Villa Casalini zurück — überall dieselbe schwermüthige Oede mit dem herrlichen blauen Hoffnungssaum, wie man mir sagt, fruchtbarer Gebirge ringsum. Garibaldi schlief noch immer — die Scene hatte sich wesentlich geändert, denn die Säulenhalle und der Garten vor dem Hause waren gedrängt voll Besucher, unter ,denen Damen im größten Staat nicht die geringsten an Zahl waren. Nach einer Weile ließ man uns ins Speisezimmer ein- treten, ein schön gewölbtes und bemaltes Zimmer, im übrigen aber so grenzenlos schmutzig, daß den deutschen Frauen, die anwesend waren, da» Blut ins Gesicht trat. Eine zusammengewickelte Matratze mit schmutzigem Ueberzug lag auf dem Sopha; das Zimmer war Heute noch nicht gekehrt worden, wol aber lag der Kehricht von gestern auf einem Häufchen unter dem Sopha; Stücke abgebissenen BrodeS, Apfelsinenschalen und zerzupfte Blumen lagen um den Tisch herum, und das Tischtuch glich einer mit rothem Wein gezeichneten Landkarte. Nach einer Weile trat ein Diener herein — es laufen deren ein halbes Dutzend im Haufe herum — und vertheilte unter die Anwesenden eine kleine Broschüre in Quartformat, betitelt: Le idee del Generale Garibaldi sulla sistemazione del Te-vere, zu deutsch: Gedanken des General Garibaldi über die Regulierung der Tiber. Man suchte sich ein wenig hineinzulesen, da dies jetzt das Steckenpferd Garibaldi'S geworden ist, als endlich die Doppel* thüre aufgethan wurde und ein Bedienter un$ winkte, alle auf einmal zu folgen. Wir trafen bete General, feine junge Frau und ihr vierjähriges Mädchen, nebst einigen alten Hausfreunden aus (Saprera in einem langen Saale, in dessen Mitte ein mit Papieren und Zeitschriften bedeckter Tisch stand, "i er General saß vor einem Kamin mit einem guten Feuer, seine Frau neben ihm. Seine beibeit Krücken lehnten an seinem Stuhl und alle Augen- •den in Gemeinde-Angelegenheiten diesmal nur wenige Beschlüsse gefaßt. Sehen wir davon ab, daß mehreren Gemeinden die Einhebung von höheren Umlugen für Bauten und andere Zwecke, der Stadtgemeinde Rudolsswerth die Einhebung von ZinSkreu-zern, 4 vom Gulden, bewilligt wurde, so war es nur noch der Bericht deö Gemeinde-Ausschusses, womit Aenderungen des Wirkungskreises der Gemeinden und einige dahin gehende allgemeine Resolutionen beantragt wurden, der gegen Schluß der Session, den Landtag kurze Zeit beschäftigte. Doch auch dieser Bericht wurde von der Tagesordnung abgesetzt, an den Landesausschuß zurückgeleitet und eine meritorische Behandlung erst in der nächsten Session beschlossen. Dafür hatte die national-klericale Partei, nachdem sie sich kurz vorher mit den Jungslovenen geeinigt hatte, um eine Gesetzvorlage der Linken des Hauses, betreffend die Ablösung der auf Grund und Boden haftenden Geld-giebigkeilen und Naturalleistungen für Kirchen, geistliche Orden, Pfarren und deren Organe zu Falle zu bringen, gerade für das Ende der Session dem Hause einige unangenehme Ueberraschungen, sich selbst aber nur weitere schmähliche Niederlagen bereitet. So das Hereinzerren der letzten Handelskammerwahlen in Form einer von frechen Lügen und Schmähungen strotzenden Interpellation, der die verdiente Züchtigung und Brandmarkung glücklicherweise auf dem Fuße folgte. Eine noch weit ärgere Blöße gaben sich unsere National-Klericalen, als sie aus Anlaß der Rede des Dr. Schrey über die wirthschaftliche Nothlage und der von den Nationalen heraufbeschworenen Hetze gegen freisinnige Industrielle und Ge-werbsleute erst tobten und lärmten, dann, als sie damit nichts ausrichteten, ausrissen und demonstrativ den Landtags saal verließen. _ Das zeigt, gelinde ge« sagt, von sehr geringer politischer Klugheit der Herren Klerikalen. Es hatte sie persönlich, die Rechte des Landtages, niemand beschuldigt; es wurden, wie der Landeshauptmann in seiner Schlußrede bemerkte, nur bedauernswerthe Thalsachen konstatiert und beklagt. Durch ihr Toben und Lärmen, durch ihr demonstratives Gebaren ist die klerikale Rechte des krainer Landtages in aller Form zu gunsten der niederträch, tigen Hetze gegen verdiente Industrielle und GewerbS-leute eingetreten, hat sich mit diesen beispiellos unwürdigen und von jedem ehrlichen Menschen als eine Schande und Schmach des Landes hingestellten Borgängen in aller Form rechtens für solidarisch erklärt. Ein vernichtenderes Urtheil über eine Partei vermöchten wir mit aller Kraft der Sprache, die uns zu Gebote steht, nicht zu fällen, als sie selbst bei dieser Gelegenheit über sich und ihr Wirken im Lande gesprochen. blicke griff er danach mit seinen durch Gelenkrheu matismuS gekrümmten Fingern. Ich.war von den Deutschen in der Gesellschaft auSgewählt worden, um sie vorzustellen, und so kam <6, daß ich zurrst mit Garibaldi sprach. Zaghaft bin. nicht — aber diesmal brauchte eS eine Weile» bis meine Sprache flüssig wurde und bis mich ein Erstaunen sondergleichen, verließ und ich der Worte wieder mächtig wurde, denn ich stand einem aus» gemachten Schauspielerpaar gegenüber, da« sich in das möglichst auffallende Eostume geworfen hatte, La«-ich jemals gesehen hatte. Garibaldi hatte eine scharlachrolhe, weite Blouse an, über welcher in malerischer Drapierung ein graues Wollentuch hing, dessen Zipfel auf dem Rücken gebunden waren; um btt Taille über der Blouse trug er einen vielfar-bigen seidenen Shawl als Gürtel; auf der Brust war die Blouse schwer mit Gold gestickt und auf bau Kopf trug er eine braune, ebenfalls schwer mit Goldtresse«. besetzte hohe Sammtmütze: Alles nicht etwa längst getragene Kleider, sondern nagelneu vom Theaterschneider weg, daß einem das Roth fast die Avgm ausftach. Ich war wieder einmal gehörig da« für bestraft, daß ich einem „berühmten Mann" nachgelaufen war. Hätte man mich todtgeschlagen, ich würde mich in diesem Augenblicke nicht daran erinnert haben, Politische Rundschau. Laibach, 20. Mai. Inland Die nächste Frage von Bedeutung, welche dem Kaiser nach seiner Rückkehr zur Entscheidung vorgelsgt werden wird, dürfte die Beendigung des gegenwärtig im Handelsministerium herrschenden Provisoriums sein. Die Vorarbeiten zur Erneuerung der Handelsverträge und zur Revision des Zollbündnisses mit Ungarn werden in kürzester Zeit schon eine energische Hand und einen zielbewußten Kops aufs allerdringendste erfordern, und es ist eine von selbst sich ergebende Nothwen-digkeit, daß mit der Leitung dieser Vorarbeiten der nemliche Staatsmann betraut werde, der zur Führung der Verhandlungen selbst berufen sein wird. Dennoch bestehen bisher über die künftige Besetzung des Handelsministerspostens vorerst nur Muth» maßungen. Als feststehend wird lediglich die That-sache bezeichnet, daß Dr. BanhanS dem Fürsten Auersperg sein Entlassungögesuch überreicht hat, welcher dasselbe dem Monarchen bereits unterbreitet haben dürfte. Man glaubt, daß dasselbe angenommen werden wird. Ueber den muthmaß-lichen Nachfolger Doctor Banhans' laufen jedoch zwei verschiedene Versionen. Nach der einen soll Minister Ehlumecky definitiv zum Handelsminister bestellt und ein Abgeordneter aus dem mährischen Großgrundbesitze mit dem Portefeuille des Ackerbaues betraut worden; nach ändern soll ein durch Geschäftskenntnis hervorragender Beamter zum Nachfolger Banhans' bestimmt fein. Mit der Rückkehr des Kaisers ist auch der Zeitpunkt eingetreten, in welchem an die definitive Feststellung des gemeinsamen Budgets für 1876 geschritten werden wird. Die nothwendigeu Vorarbeiten sind in allen gemeinsamen Ministerien vollendet und wird jetzt die letzte Feile an die einzelnen Elaborate gelegt, so daß in circa 14 Tagen, bis zu welcher Zeit der Urlaub deS Kriegsministers Baron Koller abläuft, der verstärkte Ministerrath den Gegenstand definitiv wird erledigen können. Die mysteriöse Adresse des Leilmeritzer Ele> ruS an die deutschen Bischöfe ist, wie nun auch in der „Bohemia" konstatiert wird, doch keine Fabel. Die Adresse wurde von ein paar Geistlichen wirklich unterschrieben und abgesendet. Auch ein Beitrag zu unserem Modus vivendi! Ueber den Fürstbischof Förster von BreSlau wird in deutschen Blättern erzählt, er sei von der Regierung verständigt worden, „daß er den ganzen Schutz genießen werde, den Oesterreich unterschiedslos jedem schulde, der sein Gebiet betrete; daß es aber umgekehrt auch von daß ich vor einem der kühnsten, tapfersten Männer feiner Zeit stehe — ich sah nur den Schauspieler und weiter nichts. Gerade so sah auch seine Frau aus — ein ordinäres Bauerngesicht, die sich darüber freut, daß ihr Mann und sie selbst so gefeiert wird — ebenfalls eine nagelneue Garibaldi-Jacke mit Stickereien und einer schweren goldenen Kette auf der Brust; — ein blau und roth kartierter Rock war geradeso beschmutzt, wie die Zimmer, in denen sie haust. Garibaldi muß meine Verwirrung bemerkt haben, denn er richtete sich etwas im Stuhle auf, wobei das lange Ende der vielfarbigen Schärpe zu Boden fiel, und reichte mir seine Hand. Ich machte es sehr kurz, sagte ihm, wer ich bin; daß ich ihm aus seinen Lebenswegen theilnehmend gefolgt sei und daß ich hoffe, er möge, sich noch manches Jahr guter Gesundheit und bet: Glückes feine» Vaterlandes erfreuen. Darauf erwiderte'er abwechselnd in allen Sprachen, die ihm zu Gebote stehen, wie große Stücke er von jeher auf die Amerikaner gehalten habe und wie er auch jetzt wieder auf sie zähle, um feine das Tiberthal mit den pontiuischen Sümpfen betreffenden Pläne zu fördern. Ich hatte die Empfindung, als wenn er dies Sprüchlein schon manchem Amerikaner gesagt hätte, und war davon vollkommen überzeugt, als sich ihm der Maler Oppenheim au» Frankfurt am Main ihm die Erfüllung aller der Pflichten erwarte un? verlange, welche ausnahmslos jedem obliegen, da es den Schutz seiner Gesetze gewähre. Er werbt is übrigen nicht behindert sein, zu thun, was ss> Gewissen ihm vorschreibe, aber er werde in tehtü Fall vergessen dürfen, daß er keinerlei exceptioveli Stellung anzusprechen habe." Die Wahlbewegung in Ungarn Hat aller Form begonnen. Die Opposition der Rechte im Zempliner Eomitate, dem Stammsitze der Sa» yey und Andrassy, erließ bereits vor den Psw# feiertagen ein umfangreiches Programm, dtp Äutorfchaft allgemein dem Freiherrn v. Stntifl zugeschrieben wird. Das interessante Aktenstück in zwölf Punkten Zwecke und Ziele der rechten D' Position zusammen. Ein pnncipieller Unterschis zwischen diesem Programme und jenem der liberale Partei ist schwer zu entdecken, es wäre denn, K man in der Einführung der Friedensrichter vt der Verlängerung der Mandatsdauer von drei tu' fünf Jahre einen grundsätzlichen Gegensatz erblick» wollte. Ausland. Der preußische Episkop«^ sucht in seiner Replik, welche er neuerlich au W Staatsministerium richtete, seine Haltung gegenäe dem Unfehlbarkeits-Dogma zu rechtfertigen. 3*; zwischen scheint man in Berlin anzunehmen, dt der Fürstbischof von Breslau in der That dd Functionen eines geheimen Delegaten versehen 1$ ES sollen nemlich alle Geistlichen _ in der Procie Posen, welche wegen Zeugnisverweigerung über dv „Unbekannten“ in Haft sind, entlassen werden, e» man auf ihre Aussage keinen Werth mehr legt. Absolut grundlos, wie die „Norddeutsche gemeine Zeitung" es darstellt, war der KriegSlS:« wol nicht. Daß Rußland und England MÄ zu Vorstellungen in Berlin nahmen, ist bereit» könnt. Wie nun der „A. A. Z.* von dort gewelso wird, haben aber auch Oesterreich und der Reichsregierung „ihre Vermittlung Wj* ® legung allfälliger Differenzen mit FtankM W boten." Das konnte doch nur geschehe», nenn. Lage auch von diesen Eabineten als wirklich W lich betrachtet wurde. Daß inzwischen in Berlw Umschwung in der Stimmung im friedlichen eingetreten ist, weiß man; wie der „A. A. Z.." richtet wird, hat Fürst Gortschakoff allen tussW Agenten im Auslande telegraphisch die BersichrNv. gegeben, daß die Erhaltung des Frieden» verM und die Lage vollständig geklärt sei. , In den parlamentarischen Kreisen von Stal s e l kann man über die Beunruhigungen der Up Zeit noch nicht zur Ruhe kommen. Die Ultra» mit seiner Familie votstellte und et nun aus Fi* zösisch, das er von den ihm fremden Sprachen besten spricht, eine Menge stereotyper Compuw^ für Deutschland abrasselte." Sie können aus x Vaterland stolz sein! L’Allemagne est mainten» ä la tete de la civilisation du monde an. vous nous aidez a combattre le Pape ~~ v‘a ^ und Deutschland werden die Welt besremi Alle» Französisch im Tone des höchsten *gea® Ich war gänzlich fertig! 3* 0,^f!Jf, B Beschämung, daß es mir an der T° -r°nz s ^ dazu nöthig ist. um unter einem [oI* komödiantischen Wesen doch noch den tapfer» Mann^ aus zu erkennen, der seinem V°ierl°»de s° ung^ Dienste erwiesen hat. Ein dankbar-S Lolkh--"^ ^ trefflichen Mann bei feiner Ankunft ^ Ehren empfangen, wie sie 9r66er - gemeint, keinem Fürsten lemals 0*1®“ , 6£$ SM« gebe ich mit $re«„ I« -»«E- 7,L greifen Helden nicht ein ®rcm ni* erwiesen worden ist. Aber Metern 6chtf baß mir beim Anblicke eine« ebenso p 6d fpielet«, als er ein perfekter Held g ^ ^ Muth sank, und daß ich e« frofep jemals wieder einem großen Manne meine Aufwartung zu machen. tauen hegen schweren Groll gegen den Minister üflalou, der sie nothgedrungenerweise verleugnen »nußte. Wenn sie nicht zufrieden seien, hat er seine Nadler wissen lassen, so sollten sie selber die Regierung übernehmen. Dazu fehlt diesen jetzt, wie leicht erklärlich, die Courage. Die Ultramontanen Agitieren jetzt unter dem Volke für große Proces. funen welche den „BiSmärckern" imponieren sollen, ^n Gent fand am Montag eine Pilgerfahrt statt, an welcher sich dreißigtausend Personen betheiligten, tzs ist dabei zu blutigen Schlägereien mit dem KZolke gekommen. Viele wurden auf beiden Seiten verwundet. . ,, _ , Der französische Justlzmimster Dusaure bat die von ihm ausgearbeiteten constitutio-eilen Ergänzungegesetze seinen ministeriellen Collegen zur Begutachtung vorgelegt. Es wurden Qfl den Entwürfen nur geringe Aenderungen vorgenommen. Dufaure hat es durchgesetzt daß der Municipal.Delegierte für die Senatswahlen Re.,e-Diäten erhalten wird; dagegen wurde die im ur-Lünglichen Entwürfe enthaltene Bestimmung wonach die Delegierten in Gemeinden, welche von Com« Missionen verwaltet werden, durch das allgemeine Stimmrecht gewählt werden sollen, fallen gelassen Sb dlrsSbeS ein Artikel substituiert, demzufolge die Wahl b:6 Delegierten durch die aufgelösten LSä h , welche für diesen Fall ausnahmsweise Sen würden, vorzunehmen sein w.rd. Endlich y.“'.* J.r Reaieruna ernannten Matres dm Municivalräthen als SenatS-Wahlkörpern prä-Werm, für die Delegiertenwahl jedoch nicht stimm- spanische" Kriegeschauplaye ISütSm 9m fönntn Di- maltiltv R-zi-rung h-, S 000 de» TwppMheil» über. Len einzelnen Gesandtschaften und Consulaten eingelausenen sehr zahlreichen Berichte gesammelt und in Druck gelegt. Dieses Blaubuch über Wäldererhaltung bespricht sehr ausführlich das Wllthen des Borkenkäfers in Böhmen und Ungarn ; auch die amerikanischen Verhältnisse werden berücksichtigt und unter anderm das Einbürgern des gelben Fiebers in Rio de Janeiro auf die Wälderverwüstung zurück-geführt. — Die englische Expedition nach dem Nordpol wird Gelegenheit haben, die meteorologische Action des Mondes unter ganz besonders günstigen Umständen zu studieren, denn der Mond wird im Dezember fast genau zu der Zeit „voll" werden, als die Sonne das Wintersolstitium erreichen wird, t>. H. in der Mitte der großen Polarnacht. Außerdem wird unser Satellit zu jener Zeit in seinem Perigäum sein, d. H. auf jenem Punkt, aus welchem seine Scheibe der Erde am nächsten ist. Da die Ueberwinterung bei 82° n. B. stattfinden soll, so wird der Mond zehn Tage sichtbar fein, ohne unter den Horizont zu sinlen. Dic englischen Expeditionsmitglieder werden da her den Mond während 120 Stunden als Bollmond und ebenfalls während 120 Stunden im Abnehmen beobachten können. Die Mitglieder der österreichisch-ungarischen Nordpol-Expedition, obgleich in astronomischer Hinsicht weit roe niger begünstigt, haben dennoch höchst bemerkenswerthe Beobachtungen über den Mond angestellt, welcher mehrere Tage ohne Unterbrechung während der großen Polarnacht sichtbar blieb. ÄOO y»™®66tÄ £eV0r5re eine entsetzliche Menge Menschen den u Vt»? lum ium Ort« »'■«»•” £ Mn Verluslstatistik kennt man eben in Spanien ? * »SS ©et Totalbestand der Nordarmee dürste SÄÄmSo Mann belaufen, während Ä'S SM’aL Ä. D?.s- iSrÄ«- ^[llaung von etwa 2000 Mann Partidas (Gue-tttlas) in die Front. ______ Zur Tagesgeschichte. - Am PfingstdinStag früh fand zwischen Judendorf öratwein ein großes Unglück statt. Hundert ^rrt!Z m,ldie von Samt Stefan nach «Straßengel gm-„ ^olltm die Murüberfuhrsplätte benützen. Die Platte urde überlastei die Ueberfuhrkette riß in der M.tte und ^ Mä te aing auseinander. Wie viel Personen ertranken £t gerettet sind, ist noch unbekannt. Die „(8t. aJt.iL« bemerkt dazu: Die verunglückten Landleute waren Srfid, an den beiden Feiertagen zur Kirche gegangen nur der sogenannte Bauernfeiertag alS Nachzügler 2L sie abermals zur Kirche. Sa Hilst eben bei unserem öndbotte nichts; ihre Separatfeiertage lassen sie sich nicht -i- »i«wi -* i» »■ »»* tonn man l«i l-z-Z'» I«- -m «-»<-«-»» W, t flte es doch daran genug sein. Konnte übrigens die „ge. RÜtete Messe« nicht Montags gelesen werden? Wäre es an der Zeit, die Bauern ,u erinnern, daß jedes Ding o,it hat, die Kirche und die ArbeitV * __ Der Einfluß Der Wälder auf das »Uma Die englische Regierung hat Daten über den Einfluß 'der WSlder aus das Klima gesammelt und die von Local- und Provinzial-Angelegenheiten. — (Landesschulrathsergänzung.) Nach dem Schulaussichtsgesetze für Krain entsendet der Landes ansschuß zwei stimmberechtigte Mitglieder in den Landes schulrath. Als solche fungierten bisher Dr. Bleiweis und Dr. Costa. Die durch den Tod des letzteren erledigte Stelle wird zufolge einer in der letzten Landesausschußsitzung vor genommenen Wahl der Landesausschußbeisitzer Dr. Valentin Zarnit künftighin einnehmen. — (Beitritt znr loibacher Krankenkasse der jungen Kaufleute.) Wie die „Marb. Ztg." berichtet, haben vierundvierzig Commis in Marburg erklärt, der Krankenkasse ihrer Fachgenossen in Laibach beitreten zu wollen und hofft man, daß au* die Collegen in P e 11 a u und Ci 11 i sich anschließen werden. Die Entscheidung wird von der nächsten Hauptversammlung des Vereins getrosten. Bejahenden Falls müßte die fragliche Bestimmung der Satzungen abgeändeit werden. — (DieSommer-Telegrapheustationen Römerbad und VeldeS) wurden mit beschränktem Tagesdienst dem Betriebe übergeben. — (Leichtes Bier) wird von den Aerzten vielen Kranken verordnet. Ich selbst habe eine außerordentlich dicke Frau gekannt, die mir erzählte, nur das vom Arzte ihr verordiiete leichte Bier, von dem sie früh um 10 Uhr ein Seidel (dann eine Halbe) trank, wozu sie ein kleines Stückchen Butterbrot aß, habe sie von der Schwindsucht gerettet. Die Klosterbrüder deö Mittelalters tranken kein starkes Bier, sondern Kofent, d. h. schwaches Bier (mhd. covent von dem mlat. conventus d. H. Kloster), alfo Klosterbier. Wo aber fchänkt man in Laibach ein leichtes Bier? Durchreisende Wiener theiltcn mit, daß man in Wien und Graz leichtes und natürlich auch wohlfeiles Bier erhalten könne. Es wäre sehr zu wünschen, Laibach möchte in dieser Hinsicht sich der Nachahmung befleißigen. Es würde weniger Schnapsbrüder und mehr gefuude Leute geben. — (Die Fortpflanzung des Grotten o lm e st [Proteus anguineus]) lear bisher in ein geheimnisvolles Dunkel gehüllt. Die netieren Zoologen, namentlich der berühmte Naturforscher Karl Vogt, neigten sich zu der Ansicht, daß der in den Bewässern der harnischen Grotten lebende Olm nicht ein reifes Thier, sondern ein Larvenzustand sei, dessen Entwicklung zum zeugungsfähigen vollkommen ausgebildeten Thiere durch weitere Untersuchungen nachzuweisen sein wird. Seitdem die Natursorfchung sich mit der Anatomie dieses seltenen Thieres eingehender befaßte, was ihr durch die von Baron Sigmund Zois in den ersten Decennien unseres JahrhunderteS besorgten Sendungen von Groitenolmen möglich geworden ist, stand die ungelöste Frage über deffen Fortp-mqang auf der TegeScrtonung. Der bereits verstorbene Direktor des wiener Naturalien cabinetes Ritter v. Schreibers Hatte in den zwanziger Jahren einen Preis von 50 st. für das Zustandebringen eines kräftigen Proteusweibchens ausgeschrieben. Die Bauern bei Bir nächst Sittich, dem ersten bekannten Fundorte des Olmes, sammelten die bei Ueberschwemmuugen von der dortigen Quelle ausgeworfenen Thiere in Menge und brachten sie dem Beamten Stratil der Religionsfondsherrschaft Sittich, welcher deren weitere Versendung nach Wien besorgte. Allein ungeachtet des bedeutenden den Zoologen zur Verfügung gestellten Materials wurden wo! die verschiedensten Geschlechter und bei den Weibchen die Eierstöcke anatomisch nachgewiesen, ohne daß es der Anatomie gelungen wäre, befruchtete Eier an den eingefendeten Exemplaren nachzuweisen. Nach einer in der Zeitschrift Isis (Jahrgang 1830) veröffentlichten, vom besagten Stratil protokollarisch auf« genommenen Aussage eines fitticher Bauers wollte letzterer im Jahre 1825 ein Weibchen gefangen haben, welches drei lebende Junge und iibei; Hundert Eier von Hirsekorngröße gelegt haben soll. Allein der betreffende Proteussänger war nicht in der Lage den glücklichen Fund vorzuweisen, indem er vergab, daß die Jungen sammt Eiern von seinen Weibs-leuten auf der Misthaufen geworfen worden seien. Uebrigens trägt die in der Isis wortgetreu gegebene Erzählung des fitticher Bauers über den Act der Geburt so sehr das Gepräge der Unwahrscheinlichkeit, daß wol eher anzunehmen ist, es habe sich der ländliche Schlaukopf in der Hoffnung die ausgesetzte Prämie zu erlangen mit Stratil eine Mysti-fication erlaubt. Im Jahre 1862 wurde abermals die wissenschaftliche Welt durch eine zuerst in der „Nvvice" enthaltene Notiz allarmiert, daß nemlich in Adelsberg von einem in der Gefangenschaft lebenden Dime ein Junges von wurmähnlicher Gestalt in der Dicke eines Baummoll-fadens abgegangen sei. Das Unglück wollte jedoch, daß die eben zur Absendung an den Wiener Anatomen Professor Dr. Hyrtl bestimmte Mutter ihr Junges verspeiste. Ein weiteres Malheur war es, daß nach Hyrtls anatomischer Untersuchung das ihm zugesendete Weibchen sich als ein Männchen erwies, welches einen aunetlidenartigen Wurm verspeist hatte. Nachdem also bisher ein konstatiertes Factum über die Fortpflanzung des Olmes nicht vvrliegt, verdient olgende interessante Mittheilung, die uns dieser Tage aus Adelsberg zugekommen ist, die vollste Beachtung. Es wird uns nemlich von glaubwürdiger Seite geschrieben: „Ein Grottensührer sing vor vier Wochen zwei Proteen, ein grö* zeres und ein kleineres Stück, in der Magdalenengrotte. Das größere war ungewöhnlich dick. Am 6. Mai entdeckte er am Bolen des Wasserbeckens, wo beide Proteen beisammen waren, ungefähr 50 Eier von der Größe der gerollten Gerste. Binnen 24 Stunden umhüllte sich jedes Ei mit einem schleimigen durchsichtigen Netz. Dos Innere des Eies enthält eine Flüßigkeit, gleich jener der gewöhnlichen Hühnereier. Seit dem Eierlegen ist das eine Exemplar, offenbar ein Weibchen, viel schmächtiger geworden.« .Unser Bewährs» mann verspricht der weiteren Entwicklung der Proteuseier volle Aufmerksamkeit widmen zu wollen. — (Zur Grundsteuer-Regulierung.) Die Slatttjaltereien in einzelnen Ländern haben neuerlich Erlässe an die k. k. Bezirkshauptmänner als Vorsitzende der Be;irks-Schätzungs-Commifsionen gerichtet, worin dieselben aufgefordert werden, Anfangs Mai zur Einschätzung zu schreiten und die bezüglichen Arbeiten mit thunlichster Rasch, heit durchzuführen, außerdem gibt der Statthalter sich, wie es in dem betreffenden Schriftstück heißt, der Erwartung hin, daß es dem Pflichteifer und der „Gewandtheit" des k. k. Herrn Bezirkshanptmannes gelingen werde, jeden gegen die Vornahme der Einschätzung noch etwa obwaltenden Anstond zn beseitigen und die Einschätzung schleunigst durchzuführen, umsomehr, als die Vornahme der Einschätzung in keinem Falle verzögert werden darf und jedem derartigen Versuche unter Hinweisung auf § 12 des Grund» steuer-Gesetzes mit Nachdruck entgegengetreten werden muß, weil der Auftrag zur Befolgung des Gesetzes nicht Gegenstand der Berathung, noch weniger aber einer Beschlußfassung fein kann. — (Saatenstand.) Die Witterung blieb auch in der abgelaufmtn Woche eine sehr günstige und sind die drei gefürchteten Maitage ohne jede Gefährdung der Vegetation ootflbergegangen. Die Berichte über den Stand der Saaten lauten ans allen Theilen der Monarchie befriedigend. Weizen steht vorzüglich und berechtigt zu den besten Erwartungen. Es find wol Auswinterungen vorgekommen, namentlich in. Steiermark; auch au5 3?Pfimen und einem Theile Ober-Ungarns liegen in dieser Beziehung Klagen vor. Die rin-zelnen Gegenden, die von diesem Mißgeschicke betroffen wurden, leiden wol und umsomehr als es größteulheils dieselben Gebiete sind, die auch im Vorjahre eine schwache Ernte halten; für den Eesammtertrag ist jedoch der Ausfall ein verschwindend geringer. Korn läßt nach dem heutigen Staude kaum mehr aus einen Mittelertrag erwarten. Die Sommersaaten gehen sehr schön auf, auch der Maisanbau ist größteulheils beendet, der Reps steht in Blüte. Die Wiesen prangen im schöusteu Grün und dürfte die Futternoth selbst in den Gebirgslagen bereits ein Ende gefunden haben. Der Obstertrag verspricht ein reichlicher zu werden und auch der Weinstock zeigt eine starke Triebkraft. Witterung. Laibach, 20. Mai. Morgens bewölkt, nach 10 Uhr vormittags Gewitter aus NW. mit starkem Winde und fliegen, letzterer noch anhaltend, schwacher NW. Wärme: morgens 6 Uhr + 13 2°, nachmittags 2 Uhr + 12 8« C. (1874 + 191»; 1873 + 21 5° C.) Barometer im Steigen 738*28 Mm. Das gestrige Tagcsmittel der Warme -J- 18*6° um 3 8", über dem Normale; der gestrige Niederschlag 0.55 Mm. Regen. Angekommene Fremde. Am 20. Mai. Hotel BtuDt Wien Notanskt), Kfm., und Läufer, Brünn. Dollenz, Reif., Wien. — Zerbini, Italien. — Schmidt, Reis., Nürnberg. Holet Elefant. Steile, Brezid. — Glaßner und Anna PeterKik, Sagor. — Eduard Peterzik, Wien. — Maria Pesfik, Zara. — Giirky, Ingenieur, Pest. — Dr. Giakich, Spitalsdirector, und Dr. Palva mit Gemalin, Fiume. — Giacich, Zara. — Kandler, Gottschee. Hotel (ynroya. Weiß, Siffek. — Heilmaun, Steinbrück. — Tarvt, Bordeaux. Baierischer Hof. Paulic und Harting, Steinbruck. — Pufit, Jauerburg. Lebensmittel-Preise in Laibach W am 19. Mai. Weizen 4 fl. 70 kr.; Korn 3 fl. 40 kr.; Gerste 2 fl. 80 kr.; Hafer 2 fl. 10 kr.; Buchweizen 2 fl. 70 kr.; Hirse 2 fl. 80 kr. ; Kukurutz 3 fl. 10 kr.; Erdäpfel 2 fl. — kr.; Fisolen 5 fl. 40 kr. per Metzen; Rindschmalz 53 tr., Schwein-fett 50 kr., Speck, frischer, 50 kr., Speck, geselchter, 42 kr. per Pfund; Eier l1/, fr. per Stück ; Milch 10 kr. per Maß; Rindfleisch 27 fr., Kalbfleisch 25 fr., Schweinfleisch 28 kr. per Pfund; Heu 1 fl. 55 kr , Stroh 1 fl. 15 kr. per Zentner; hartes Holz 6 fl. 40 kr., weiches Holz 4 fl. 80 kr. per Klafter. Wiener Börse vom 18. Mai. Staatsfonds. 5perc. Rente, öst.Pa». ttc. Ho. öft. in Silb. Lose von 1854 . Lose von 1880, ganze Lose von 1860, Füllst. Prämien!», v. 1864 . Grnndent.-Obl. Siebenbürg. Ungarn Actien. «nglo-Bank.......... Ereditanftalt....... Depositenbank . . . . Etcoinrre.Anstatt . . Franco - Bank .... Handelrbank......... Nationalbank . . . . Oest. Bankgesells. . . Union-Bank.......... vereinsbanl......... Berkehr»bank........ «lsöld-Bahn......... »arl-Ludwig-Babn . Jfaif. Elisabeth-Bahn Äatf. Franz-0- " EtaatSbahn . . Südb-hn.... Geld Ware 70 4C 70*50 74*70 74-80 103-75 104'- 111-8« 112— 116 25 116-75 138.— I38*5t 78'— 7K-50 88*15 82*50 139.75 130- *36 76 236*- 140 — 141- 778'- 182*- 43-50 43.7k. 64 — 64*50 P6i*50 063*50 179.- 180* 110*- 110*95 1725 17-50 93 - P4*— 131*25 131 50 233 75 234'- 185*50 1S6*- 169*— 169*50 295*50 2S6- 130 - 13050 Pfandbriefe. lllg. öft. Bod.-Credit. ttc. in ss 3....... Nation, ö. W........ Ilng. Bod.-Creditanst. Frioritäts-Obl. Franz-IosesS-Bahn . Ocst.-Norbwestbahn . Siebenbürger . . . . Staatsbahn.......... Südb.-Ges.znbOvFr. bto. Bon» Lose. Eredit - kose....... Rudels». Lose .... Weche. (3Mon.) AugSb.iovfl. tütb.to Franks. IOC Mark. . Hamburg „ „ London 10 Psd. 6tctl. Pari« ioo Franc» . . Münzen. Kais. Mllnz-Ducaten ro-Franc«sIück. . . . ~"rtu6. jkasienscheine. ilber . . ®elb Ware 96.60, 96*90 87-25 87-S0 »7-SU 97'35 86-70 S7 50 96-60 74*50 HO-SO 110*11/ 222 — 224- 87.- 97*75 96.70 74.75 14«*80 110*30 165*75 13*51) 92*20 53.90 53-90 111*30 4414 166-S5 14 — 92 40 6V— 54— 111*50 44 16 5*27 5*27® 8'89 8*90 1*63'« 1*63" 102*55 102*65 Telegraphischer (Kursbericht am 20. Mai. Papier-Rente 70 40 — Silber-Rente 74*65 — 1860er «taats-Anlehen 112 10— Bankaclien 963.— «rebit 235.75 Sonbon 1H-25 — Silber 102*65. — Ä. f. Münz. t’UCa. c/^A 51' ~ ^O-Francr Stücke 8*89. — 100 Reichs mark 54*40 ' Gedenktafel ültr die am 2 2. Mai 1875 stattfindenden Lici-tationen. 3. Feilb., Derglin'sche Real., Lanire, BG. Laibach. — 2te Feilb., Merzina'sche Real., Älllack, BG. Lack. — 2. Feilb., Smole'sche Forderung ad Sonnegg, BG. Laiba». — 1. Feilb., Miklavkit'sche Real., Sernooc, BG. Möttling. — 3. Feilb., Spenko'sche Real., Hnje, BG. Krainburg. — l. Feilb., Petric'sche Real., Kleiulaschitz, BG. Großlaschiz. Krmger empfiehlt sein gut assortiertes d2nger zu (313)4 billigsten Preilen. Künstliche Zähne und Gebisse werden schön und unkenntlich, zum Kauen vollkommen dienlich ohne die vorhandenen Wurzeln zu entfernen, schmerzlos eingesetzt, schon schadhafte Zähne dauernd plombiert und alle Zahuoperationen, alS: Todtung der Nerven, Zahnziehen, Feilen und Putzen vorgenommen vom (142) 12—12 Zahnarzt A. IPaioliel, Theatergasse Nr. 20. Ordiniert von 9—12 und 2—6 Uhr. Ein vorzügliches Zahnreinignngs- und Conser-viernngsmittel ist das von mir bereitete Zahnpulver und die Muudwassereffenz, letztere besonders zu empfehlen bei über* handnehmender Zahnsteiitablagerung, bei schwammigem und daher leichtblutendem Zahnfleische, bei beginnendem Lockerwerden der Zähne, besonders aber vorzüglich anzuwenden zur Hintanhaltung des übelriechenden Athems. Schachtel Zahnpulver 60 kr. M»udwasseressenz eine Flasche 1 fl. Reich tarnt man werden. IV. Staats-Loltcrie. Ein Los fastet nur fl. 2*50 b. W. und kann ina» damit fl. 70.000. fl. 25.000, fl. 5000 Papier-Rente gewinnen. Im Ganzen 5258 Treffer, durchgehends in barem (Selbe und Obligationen ! Ziehung am 15. Juni l. I. — Diese Lose sind zu beziehen durch die Wechselstube Flnck, Graz, Sackstratze 4. — Briefliche Bestellungen werden umgehend esseciuiert. (297) 15—11 MkMllkstk große Kapitalien-Verlos«>j deren erste Ziehung am 16. «ttb 17. Jlini d. I. ftattfi In dieser vom Staate garantierten Verlosung in wenigen Monaten 7.772,040 üeichsrnarli gezogen, welche unter die Tbeilnebmer an der Verlc! ausgezablt werden. Äußer 42,500 Geldgewinnen in 1 größte Treffer .375,000 ti.-Jttnrl Zn dieser besonders soliden Auslosung kann ein jS Ct'igiitttllotc (keine Promesseti) erhalten und kostet ein ganzes Los 6 Rink, oder fl. :f30 ö. „ halbes ,. 3 „ ,. „ 165 , " viertel „ l1'» ., „ „-85 „ Aufträge werden gegen Einsendung des Betrages gegen Nachnahme, selbst nach den entferntesten Geget prompt und verschwiegen ansgesührt, amtliche (Serninnli und Gewinngelder sofort nach Entscheidung zugesankt i Prospecte gratis vertheilt. Ein jedes Hamburger Haus ertheil Auskunft über unsere Firma. Man wende sich deshalb vertrauensvoll a» die zeichnete weltbekannte Firma, welche mit dem Verkam t so vortheilhasten Lose betraut ist (348) 10 taatspapieren-Geschi Hamburg. Welt- Ansstellung 1873 Wien. (167) 75- Frisclie Füllung1 aus der Ofner Räköczy-Mineral-Bittersalz-Quell Dieses Mineralwasser, welches im Laboratorium der königl. ungar. Univeieität sowie durch berühmte in- und ausl&n< Professoren chemisch genau untersucht wurde, enthAlt an minernlisehe» Bestnndthcilcn in 1 Pfund a 32 Loth oder 7680 wiener Gran :' Schwefelsäure Magnesia...................................159*617 Schwefelsaures Natron *..................................111-071 Schwefelsaures Kali ...................................... 1*167 Clornatrium ...............................................12972 Kohlensäuren Natron....................................... 4-196 Kohlensaurer Kalk......................................... 8*867 Eisenoxyd und Thonerde................................. 0 051 Kieselsäure............................................... 0*998 Freie und halbgebnndene Kohlensäure.................... 1-96 300*335 Das natürliche Ofner Räköczy-Mineral* Bitterwasser j __ wird von Dr. Walla, Primararzt zu St. Kochus, und von Dr. ■ Frenreisz, ofner Stadt-Oberphysicus, mit ganz besonderm hr-| folg itngewendet: , 1. hei Unterleibskmnkh eiten, nemlich Leber- nnd Milzanscnop-1 pungen, Hämorrhoidalleiden, Stuhlverhaltnng; 2. bei chronischem Magen- und Darmkatarrh, Geibsucnt; I 3. bei Urculntionsstfrrungen, Athmungsbeschwerden, namentliM i wenn selbe Congestionen nach verüchiedenen Organen wirken; ... 4. bei Gicht, um die Aus- und Absonderungs-Thätigirei hiemit den Stoffwechsel zu beschleunigen; n , , 5. bei chronischen HautaueschlUgen, leichteren SkroDhuloee; 6. bei fettiger Entartung des Herzens; 7. gegen Fettansammlung Oberhaupt; 8. bei Erkrankungen der weiblichen Sexualorgane. ,, In Anbetracht, dass dieses ausgezeichnete Mineralwasser wegen seinem unübertrefflichen ReicUthurae an I Magnesia (Bittersalz) bis honte alle in- und ausländischen Bitterwässer weit ftbertrifft, kann es einem leidenden ,und miiesui— den 1 ublicum bestens und gewissenhaft empfohlen werden. Hauptdepot Die Brunnen-Verwaltung bei den Eigenthümern Gebrüder Loser der Itdköczy-Quelle in Budapest and Triest. bei Ofen. Hanpiniederlagc für das Kronland Krain bei Herrn Peter Lassnik in Laitot'“* , . , Sonst zu haben: i, QB: I bei .len Herren : Jakob Schober und Michael Kästner in Laibach ; Jul. Plautz und Baumbaoh'sche Ap«‘nc*. stejn. Joh. Barthelme in Ciottschee; Eng1. Mayr in Wippaoh; J. Kenda in Jtudolfswerth : Adolf Jahn, Apornet” Druck von Jg. v. Kleinmavr A geb. Bamberg. Verleger Dttomar Bamberg. Für die Äetaction verantwortlich: Franz