Latbacher Zeitung Freitag den i. Jänner iLig. ^^ I n l a n d. L a i b a ch. ^Tit Verordnung des k. k. illyvifchen Guberniums ^sm 27. December 1 >iä :st i er bisherige Kon^olä-attlkant beydem k. k. Kreisamtezu Klagenfurt Zoh. ^l'ys Thalhammer auf st in Ansüßen in gtelcher E.-^cnschaft öey HM obgedachten k. t. Guberninm a,lf-^ci!0:N!sien worden. Lombard rsch - Ve netia nisch e s Ronig reich. Der zu Triest etädlirie anv-rikanisch? Kaufmann Hr. A^l^ , ?en,2^'rft da^,, --f- scy.!s Carclina, welchcs i> cr einer zü Gla^ >?r-fertigt^ Maschine versehen, wurde. Er-nachte ü: Gegenwart einer unzähligen Menge Volks zwei Probefahrten, die sehr gliieklich^ausfielen. M^r als 6o der vornehmsten Personfn befanden sich auf demselben; e^ m chte innerhalb zwei Stunden i:: Hin-und Herfchiflen i9 Meilen, und fuhr mit Leichtigkeit dem stärksten Wind »mtgegen. Gedachtes Dampfschiff ist nun lm H>en ">araden und Übnngen, welche dem russischen ^ Monarchen zu Ehnn.veranstaltet rvvrden waren,, «gte sich derselbe n«> einmal im P^ldlitum, nämlich oorl-gen ^5.nnHb-" wo ^r, ln 'Begleitung des aller-^''chken er in jeder Hinsichr vollenbe«n ?U»s- ' führung de«,vo. Kindern d^c^.. ellten Balles: der Berggeist, i-n k. e. pn». Schauspielhause an der Wien beiwohnte. Mehreren den vor-,ehmsten und angeschensten Fa-« milien ward das Glü c zu Theil,, den «lauchten Monarchen in den A.»«!ldstu,n»cn in aewabltem, «cdoch kleinen Zirtel zu empfang, ZW Viele öffentliche, besondc^s ,,^'^«.,, - Anstalten beehrte der Monarch mic seinem Besuche, sHenkle ihnen- « die theilnehmendste Aufmerksamkeit und hinterließ al-^D lenthalb-en Zeichen warhafc kaiserlicher Großmuth. ' (Ostr. Beod.) ^« Als am 16. v. M. Se? Majestät der Kaiftr von M Rußland das hiesige Invakdcnhaus in höchsten ?lugen-schein zu nehmen geruhten, besichtigten ?lllerhöchstdie-^ selben auch das Spital, in welchem'von Kaiser Ale-M xander Infanterie sich dcrmahl ein einziger-Invalide mit Nahmen Joseph St.chlmäller'bchndet. Gerührt von des ^l^rch^'zu Hornbach/ in Unterösterreich.) (Mdr.) Ungar::. Die konigl. Akademie zn Raaö hat vor Kurzem die Summe des Guten, den Nuhtt-, des Verdienstlichen, und den Glanz des Beyspielvollen unseres, Vaterlandes, durch «inen so ausZezei em >/lc:md der MensDheit, a',s eines>ocr gelte, 'ugnissc sür das W4lnschenswerche Fortschreiten d< um Bes- lern empfehlen muß. Veranlaßt , efordert 5en so ra!'tl!-.5Ä als wirlff'.» rga dir ^... - Obrigkeit Zeda:^tct konigl. A^ üc da^ Wohlgedeihen :md die Ehre ders^dsl., b^s-yiopen die vermögenderen der dortigen edelgesinnten akaden.ifthen Jüngling«.!, mittelst freiwilligen Bey^)genunrersich, «ine ausreichendeilnterstüliungs - Sum^e ^u sammeln, und damit ihren dürftigen ^de? duvch langeve.^ra!,l(>itcn bedrängten Skudien-Äefährten so ersprießlich zu HÄlfe zukommen, a^s die Zwecke ihres atademischen Lebens erheischen. Ein so menichenfl^ endlicher Vorsatz/unter einer so aufmerksamen obrigkeitlichen L» tung, bleibt nicht lange als bloßerGedan^'^^un,^, Mli^; er befördert sich bald, sich selbst genugt^end, in die Wn'kli^leit; und so fand ftch denn in Kur,em tine namhafte Anzahl jener eoelsinnigen Jünglinge, die d> 5'Unterzeichnung milder Beytrage den wohlthätigen '5lan in Ausführung brachten. Um bey der Verwendung ihrer Unterstützung zweckdienlich zu verfahren, wählen sie den hochehrw. Herrn Alb. v. Lre^t^cM-yl^v. Priester des ehnv- Benediktiner Ordens und öffclMchen ord. Professor der Mathematik, zn ihrem Vocstcher; zu ihren Rathen aber folgende khrer Commilitonen: Graf Antonj.v» UgMtli und Carl v. OMriLH, Iurisim des ZisnIahres; CarlvXse«l?!l 'N)'i und Lud» '.v.H -,. ^i>>^2, Juristen d.^s ersten Iahrev, Johann Nep .v. Nok/ uud Nikl«s v. n 0 Philosophen des 2tsn Jahres ; Sigmzmd y.lVIih^lovicli und Cari v. 1u>«i^'n«i/^, Philosophen des ersten Jahres; zu sihrem Sekretär"endlich: Carl v. k'y.«^^^ Jurist des Lten Jahres. Sie alle entsprechen ihrem übernommenen edlen Beruf mit gleich edlem, treuem Eifer. Die Kirche, die Wissenschaften und das Vaterland erlitten vor Kurzem abermals durch das Ableben eines ihrer verdientesten Korypbäsn ei^en beklagens-»vertben Verlust. Am i5. p. M. nämlich starb zu ?lgram, im 73. Jahre stinss Alters, an Entkräftung, der hochw. Franz Xav. v. 8^incU, inful. Probst des heil. Stephans, ersten Märtyrers/ 66?rasr^»ns. VÄrIs'., Domherr des Agramer Domkapitels, der Philosophie Doktor und der The^k. Baccalaurens. (^cßb. Z.) §. u s l a n d. komgl.'Hlstorcü,;-'aphen beige!:gc, uno he^se'cen den Auftrag glgeb:,!, eine vollständige GesHichre des Königreichs zu verfassen, wozu iym von der Diylc« matit lind besonders von der zu diesem Ende nieder-gesetzcen tönigl. Kl>mmusion Hfaterialicn an die Hand gogeben werden. — ^er Pater Onorcu-i, ein um dls Landwirthschaft n^o Industrie sehr verdienter Mann, sonderte mittelst «m.'s Siebes die Kerne der We.n, be^e ab, uno brachte >1ö unter die Dresse. Er erhielt davon eine helles'Ohl von goldgelber Farbe und vo-tt besten Geshiüack, welches zum Küchengedrauch u,ld zäm Brennen) eben s? gut r:ie das beste Olivenöl befundüi! wurde. Vun 100 Pfund der gedachten Kerne erhielt er 12 Pfund des reinsten Ols. Be« vor diese Kerne nnc?r die ^resss gebricht werde»/ MÜ> sen sie auf irgend eine Mt zermalmt werden. (V. v. T.) ^ Päpstliche Staaten. Nachrichten,aus Nom zufolge,' waren Se. knserl., Hol^iMer Erzherzog Palaänus von Ungarn/ am 5. d. M. daselbst eingetroffen. Am folgenden Tage 3 Zegen Mittag verfugte sich dieser Prinz, von dem kaiferl. österreil)ischen Botschafter Fürsien von Kau-nitz begleitet, zum heil. Vater, welcher ihn auf das huldreichste empsiüg und 'sich über eine halbe Stunde lang mit ihm unterhielt. Späterhin besuchten Se. kaiserl. HolM die Herzoginn von Chablais und Abends Se. Maj. den (resignirtcn) Zön ig von Sardinien. (Ostr. Beob.) Die Congregation säci'orum, rituum. hat eine 'E'bimg gehalten, uin die Tugenden und Wunderwerke des im I. 1775' im Rufe der Hciligleit verstorbenen Diener Gottes, Priester und Stifters der «nbeschlchten Clcriker dcs heiligen Kreutzes zu untersuchen, dessen Heiligsprechung nächstens vor sich gehen wird. (Wor.) P >r e u ß e n. Die Entschädigun^dcr Beamten, welche infolge des Tilsiter Friedensschlusses ihre Stellen verloren haben, ist, bereits durch ein königliches Eabinetsschrei-hen vom 5. Juli v. ^. bestünmi worden. Schon durch-die Cabinetsordre vom Nen Aug. v. I. ward '-Ansehung der in den wiedererworbenen Provinzen orgefundei-en Bea^-en, welche vor dem Tilsiter ricden in preusiiftyen Diensten gestanden haben, fest-^ ,^'tzt, daß wcnn sie nicht so fort wieder angestellt N'ecden könnttn, sie ihren frühern preußischen Gehalt, bis zur Wi.'dcrversörgung, alrüiz gab Befehl, die von dem Könige in früherer Zeit anbefohlenen Verschönerungen im Windsorer Schloß zu vollenden. Am 6. Dezember wurden die auf den Schiffen Isabe^a und Alexander mitgebrachten Seltenheiten ausgeschifft. Durunter befinden sich auch vier Hunde und zwey Hündinen, welche große Ähnlichkeit mit den Hunden von Kamtschatka haben, aber eine vorzügliche Starke besitzen sollen; ferner ein schr gro-sics und schönes Hell eines weißenZBären, 7 Fuß lang, einen 5 Fuß langen und 2 Fuß hohen Schlitten mit der Peitsche, dcrcn sich die Männer der neu entdeckten Völkerschaft bedienen, ferner mehrere G-- . 4 - gensiande der Mineralogie und Botanik, worunter seltene Muscheln. Alle diese Gegenstände wurden in das bl-insche 'IPuseum gebracht. (N)r) N o r t> ^ a m «^ r i k a. Die ministeriellen e-iglischcn Äl^-^r, ,auf die Wohlfahrt Nordaaicrika's eifersüchtig, geben sich s''t einiger Zeit s.:hr vi?l Mühe, den-S^aa^credi: -..-.d . Ha.^el No.'damevika'F als im Verfalle dar^istel'i. Die neuen HandelsverfüZungen zu New-Pori,, und das Verbot/ vom l. Tept. an mit jenen englischen Häfen zu verkehren,, wo die amerikanischen schiffe nicht zugelassen werden, muhten allerdings eine augenblickliche Störung in den a nenkanischen '5 mdel bringen; alleii so wie der Handel mit auswarrigen V''oducten sich vermindert / bemerkt ein englisches > Opposition» - Journal, so hebt sich der mit den in-inlandischen, und wirft seine Thätigkeit auf die innern Provinzen, und auf den noch wenigen befahrnen stillen Ocean. In kurzer Zeit werden die Wohlthaten jenes Verbotes, und der Schöpfung einer Nationalbank, die bei dem Föderativsystem freilich manches Hinderniß erfahren mußte, allgemein gefühlt werden. Aber der Kaufmann schreit ewig nur über den Verlust des augenblicklichen Vortheils. Die sechs indischen Stamme im Staate Nelp -Work haben schon. am'2y. und 3o. Dec. 1817 zu Se-neca-Village bei Buffallo eine Denkschrift an den Präsidenten unterzeichnet, worin sie sich bitter beklagen, daß ihre weißen V.rüder sie vom Wohnsitz ihrer Väter verdrängen, und gegen Westen in ein unbekanmes vermildertes Land verstoßen wollen. Diese erst jetzc bekannt gewordene Bittschrift ist so rührend, daH es vergönnt seyn mag, einiges daraus mitzutheilen: „Wir erklären Dir und bitten Dich, es allen unsern wzisieü Brüdern bekannt ^u ma"ö?n, daß es unser feler und entschiedener Vorsatz ist, in unserm jetzigen Wohnsitze zu leben und zu sterben. Er ist durch die Gebeins unserer Väter unser Eigenthum geworden; sie haben ihn mit ihrem Blute erworben; unsere Gebeine sollen neben den ihrigen liegen; er ist das Erbrheil des Allmächtigen; er gab hn nn5; er mH ihn von uns nehmen. — Wir wal- len dam't nicht drohen, wir w:1en,,daß w?r in der Hand unserer weißen Brüder sind; sie könne« uns leiht vertilgen. Aber sie sollen nicht glauben, daß Ne :ln? überreden werden, unser Land abzutreten. Al> si-e!e/Männer haben wir das Recht zu wählen, ob wir hier einen^schnellen, oder tauft^.d Meilen in di? Wildnis hin^usgetrieben, einen langsamen Tod 'lernen rillen. —>--------Wir vertrauen ?ir, ^u' kanst nicht 'eben , wie ^eine rothen Kinder mit ihren Kleine betxüqerisch von ibrem Lande getrieben wem den,,und die Gräber idrer V"ter, ihre Höfe, ihr A,-ks?qe?äch und ibrs Heerden verlaisen mü^cn, um familien veisss auf 5ex Neii'e dnvch Leiden und Entbehrungen u.nzukomm,'^ / und all' ih-e fortschritte in der Tulntl,', alle '-bre ne^mdlichen Gewohnheiten gegön ein hartes Iägerled-'n umzutauschen, ohne ein Haus ohne einen freund zn haben.— Wi" öabcn Niemand betrogen, wir haben Niemand ^öses z^ge« fügt. Unsere Rede ist immer dieselbe gewesen: wir wollen unser Land nicht abtreten. Wenn wir ohneNoth in Hurcht gesetzt worden sind, so wirst Du mit unserer Unwissenheit Mitleid haben, und uns unsere kindische Furcht verzeihen." — Zuletzt bitten sie um Vergebung wegen der vielen Worte, die sie gemacht haben, (östr. Beob.) M i s z e l l e .n. ' (Tragischer Vorfall.) Aus >St. Quentm wird gemeldet: Zwey Männer, die in eine Schenke gingen, starben plötzlich, nachdem sie ein Glas Wein zu sich genonnnen hatten. Der Schenk, der verhaftet werden sollte, wollt' der Behörde beweisen, daß sein Getränke unschädlich sey, stürzte ein Glas von der nämlichen Flasche hinab und starb augenblicklich. Jetzt untersuchte man das Fasi, woraus diese Flasche gefüllt war, und man fand darin eine Schlange m Verwesung. (Salz. Z.) Wechsl- Cours in Wien vom 2I. December 1618. Conventionslnünzc von Hundert 2^3 U2., Gedruckt bei Ignaz Aloys Edlen von Klcinmayr.