Nr. 54. Donnerstag, 5. März 1908. 127. Jahrgang. Mbacher Zeitung ^ränumerationöprei«: Vii! P ostvrrl en du n ss: nanzjilhrin »N X, halbjähnn 1b «. Im Knnlor: yanzjährin « li, halbjährig 1, li, ssi'ir die ZilsteNun,, ins Hau« ganzjöhnn » li ^ InstrtlonSyebühr: ssür llrine Inftrat« bi« z» 4 «eilen 5V k, aröftrre per Heile lL li i bei öfteren Wicberholunye» per Zeile « l,. Die »Laibacher Zeitunff» erscheint lässlick, mii «„«»ahme der Sonn- und Feiertllsse. Die »dminiftratton befinbei sich Kongrehplah Nr. L, dir Medallion Dalmaünoasie 3ir, lv, Sprechstunde» der «ebaltion von » bi« l0 Uhr »or^ mitt»»«. Unfranlierlr Briefs werben nicht angenommen, Mnnustriv!'' nicht zurückgestellt. Telephon-Nr. der Nedaltion 258 MchtccnrMcher Heil. Innere Angelegenheiten. Die „Neue ^reie Presse" äußert sich zustim »neild i'lber die Aktion der Verfassungspartei des Herrenhmlses, welche dahin gerichtet ist, nnserer ^'sten Kamiller einen stärkere!» Einfluß «llf die l^e letzgobung zu sichern. Das Herrenhaus sei eine Listig und politisch sehr hochstehende Körperschaft, m der die feinsten Blüten der heinnschen Knltnr. die ausgezeichnetsten Vei'treter der Wissenschaft, plinst und Politik Tib nnd ^timme haben, nnd l's sei mir ein natürlicher Drang nach Lebensbetä tigung, loenn diese Männer den Wnnsch haben, an den Staatsgeschäften loerktätig teilznnehinen. b^ie Gesetzgebnilg dnrch ihr Talent nnd ihre Er^ fahrung zu unterstützen nnd nicht blos; eine Regi striertannner zn sein. Es gibt unzählige (Gebiete ber Politik nnd VolksNn'rtschaft. ans denen das Abgeordnetenhaus der Stimme des Herrenhauses Newiß nnr zum eigeueil Porteile (^ehör schenken könnte. Das „^remdenblatt" bespricht eine vom Her reuhausmitgliede Dl'. Värnreither soeben erschie nene Publikation, in welcher die Allträge des Arbeitsbeirates für die Verwirklichn na. der Invali ditäts- nnd Altersversicherung erläutert lverden. und lveist in libereinstinnnnuss nnt dein Autor darauf hin. das; es bei Ausdehnung der Versichernng auf die Land- und Forstwirtschaft kamn möglich sein werde, die Bedeckung ohne Eröffnung neuer Einnahmsquellen, zu finden, da der natürliche Zu-wachs der Staatseinnahmen dazn allein keineswegs hinreichen würde. Die „Zeit" ist überzeugt, daß die Verhandlungen zwischen den dentschfreiheitlichen Parteien und den Ehristlichsozialen über eiu geeinigtes Vor Nehen in nationalen fragen zu einem lx'sriedigcn ben Ergebnis führen werden. Zugeständnisse gegen Zugeständnisse tauschen nnd mit dem nationalen Gegner .tt'ompromisse schließen, könne nur ein gesamtdeutscher Vlock, der alle (^ruppeurivalitäteu ausschließt und der Wählerschaft gegenüber solidarisch ist. Dieselben Argnmente sprechen aber anch für einen slavischen Vlock. Wenn Vlock mit Block verhandelt, so steigen die Ehancen des l^e-lingens. Das „Deutsche Volksblatt" freut sich, das; nian in, dentfchen Lager endlich zu der Erkenntnis gekommen sei, das; die Deutscheit Österreichs eiue selbstmörderische Politik befolgen, wenn sie sich gegenseitig bekriegen, während ringsumher feinde sind, die darauf lauern, in das nnbeschützte Hans einzudringen. Die deutsche Einigkeit darf. wenn sie durch schwere Kämpfe einmal gewonnen sein wird, nicht wieder verloren gehen. Spanien. Die „Neue ^-reie Presse" erblickt im Entschlüsse der Kömgin-Mutter Ehnstine. für unbestimmte Zeit ihren Anfenthalt in Barcelona zu nehmen, ein Anzeichen, daß man sich in Madrid entschlossen l) raten, zeigte sich Maria Ehristinc, die ^sterreicherin. Möge ihr Opfer die friedliche Wirkung üben. die es beabsichtigt und verdient, möge es aber auch überall m Spanien nach seiner ganzen l^röße er.-kannt werden. Das Gisenbahnprojekt Smyrna-Erzerum. Die Pforte hat Ingenieure bezüglich tx-s Projektes einer Eisenbahnlinie Angora-Erzernm zn Nate gezogen. Die erhaltenen Aufklärungen dürfteil, wie man aus Konstanlinopel berichtet, kaum geeignet sein, diesen Plcm der Verwirtlichnnss näher zu rücken. Es gilt zwar als unzweifelhaft, daß die Linie, die ein reich bevölkertes Gebiet dnrch-ziehen würde, sehr einträglich wäre nnd außerdem große strategische Wichtigkeit hätte. Die.Herstellung dieser Eisenbahnverbindung würde jedoch außerordentlich große technisclie Schwierigkeiten bereiten nnd der voraussichtlich Kostenaufwand wäre für die Regierung unter den gegenwcn-tigen Verhält» nissen ganz nnerfchwinglich. Der noch zur Per- Feuilleton. Die Tochter des Flüchtlings. Aus dem Flämischen von At«i» es Mannes, dem er immer unerschütterliches Vertrauen gezeigt hatte. In Verbindung dannt fühlte 57 sich zurückversetzt in das Kontor. Er vertiefte Nch in den Börsenbericht. Trans-Atlantischtelegraph ....?!>! .Kaum hatte er dies gelesen, »nachte der- Börsen-!!!?^ wieder in ihm ans-, er mußte sich an dem ^eldstreit beteiligen. AIs die drahtlose Telegraphic Mkam, hatte er alle Aliteile der Transatlantischen ^legraphgesellsck)aft. deix'n er habhaft werden lunnte. verkanft. Dadurch wareu sie gefallen. Er s lchlos; nun eine,, gnten Schlag zn tun. die Anteile Wchzutreiben nnd so seine Reisekosten durch andere fahlen zn lassen. Mit schnellem Entschlnsse tele-NWPHierte er sofort an seinen Kompagnon: . . "Vm vollständig hergestellt, kauft bis auf Mercs fm- lileii^c persönliche Rcchnnng Trans-"tlanttelegraph." . Kanu, hatte er die Depesche abgegeben, da trat °er.. Reisende auf ihn zn und frug ihn nm Rat "znglich o^) ^>^,^ ,^^, Verkanfs voit Effekten. 1i..^" .^"' "'ein werter Herr," entgegnete >tt',in-^^'' "'lh g<^uc> niemandenr Rat, weitn es sich um ^pekulaiiunon handelt', es ist viel besser, das Geld '" '"Irden Papieren anzulegen." „Gewiß, ja ... Darf ich wissen, mit wem ich die Ehre haw?" „Mein Name ist von keiner Bedeutung. Hört lieber anf meinen Wink." „Aber Sie spekulieren doch selbst." „Gewiß, aber das ist doch mein Geschäft." „Dann können Sie mir doch wohl verraten, was Sie jetzt kaufen?" „Wenn es nicht anders ist," sagte Kümpers. „dann sage ich Ihnen ganz gerne, was ich tat. bis ich an Bord ging. Sie verstehen doch die Be-dentnng der drahtlosen Telegraphie? Innerhalb fünf Jahren wird sie alle übrigen Telegraphen überflügelt haben, nnd Sie lx'greifen. was das für die Transatlantische Telegraphen-Gesellsck)aft be-dentet? Ich halx.' während der letzten drei Wocl>n andanenid verkanft." „Ich bin Ihnen sehr dankbar für die Auskunft. Entschuldigen Sie mich, ich habe jetzt einen sehr wichtigen Brief zu schreiben." Kumpers laä)elte verschmitzt hinter dem sich eilig Entfernenden her und ging dann seiner Kajüte zu. Als er über den Korridor hinschritt, hörte er in einer der Kabinen lautes Weinen. Einem Impulse folgend, ergriff er die Klinke und öffuete. Vor eiuem Bette kniend, den Kopf auf die Kissen gesenkt, lag die schöne jnnge Dame, mit der sich seine Gedanken so intensiv besänftigt hatten. ..Laß mich allein, mein liebes Kind." sprach eine gebrochene Stimme, während eine al>gezehrte Hand ihr das Haar streichelte. „Geh, und laß deinen armen entehrten Vater allein sterben." Die Stimme klang dem Bankier so bekannt, daß er eintrat. Das jnnge Mädck)en sprang anf. nnd der Kranke starrte entgeistert auf den Eindringling. „Herr Kumpers!" rief er erschrocken. „Großer Gott. es ist.fterr.Wmpers!" Und l^alb beionßtlos sank er zurück. Dei' Bankier blickte mitleidig nieder anf den ungetreuen Kassierer, der ihm ein Sterbender beuchte. Er vergaß, was ihm der Mann angetan, den er für ein Mnster der Ehrlichkeit gehalten. Er wandte sich zur Tochter. „Holen Sie den Schiffsarzt." „O nein, das ist nicht gnt für mich!" jammerte der Kranke. „Liefern Sie mich aus, aber ich lverde es nicht überstehen." „Darüber wollen wir nicht sprechen," klang es milde zurück, „das lverden wir erledigen, wenn Sie wohler sind." Elemens Niehaus schaute auf. Die Stimme, die ihm früher stets so kalt geschienen, hatte so gefühlvoll geklungen, so gefühlvoll, wie er es dem ernsten Bankier nicht zngetraut. „Es ist besser, wenn ich es nun sage," flirsteric er. „Ich möchte nicht sterben, ohne es bekannt zu haben. Es war der Transatlantische Telegraph. Alles lvas ich lvegnahm, ging dabei verloren. Gott allein loeiß, was ich gelitten l)abe. Mit niemandem konnte ich darüber sprechen, selbst mit Anna nicht. Aber als sie alles erfuhr, lxrt sie mich so lange, bis ich sie mitnahm anf die flicht." Kümpers schaute durch das runde Fenstclchen hinaus auf das weite Meer: seine Gedanken tanzten auf und nieder wie die Wogen vor ihm. Er selbst war es, der seinen Kassierer arm gemacht. Mit vieleil l)arte er es schon so gemacht, ohne daß er sich darum bekümmerte. Üaibacher Zeitung Nr. 54. 46-> ö. März 190«. fügung stehende Nest des Erträgnisses der Subskription für den Ban der,Hedschasbahn, welchen die Pforte eventuell heranziehen könnte, ist für diesen Zweck durchaus ungenügend. Im Zusammenhang mit dieser Frage wurde daran erinnert, daß die russische Regierung sich gemäß dem gelegentlich der Verleihung der Konzession der Bagdadbahn an die Deutsä)en mit der Pforte abgeschlossenen Übereinkommen den Van von Eisenbahnen auf der anatolischen Seite des Schwarzen Meeres für den Fall vorbehalten hat, daß die türkische Regierung nicht in der Lage sein sollte, diese Linien aus eigenen Mitteln auszuführen. In diesem Puukte wird von unterrichteter Seite darauf hingewiesen, daß sich das Übereinkommen nicht auf das Innere des in Betracht kommenden Gebietes, sondern bloß auf die Pläne solcher Eisenbahnen bezieht, deren Endpunkte sich an der Küste des genannten Meereo befinden würden. Politische Ueberftcht. Laib ach, 4. März Das „Illustrierte Wiener Ertrablatt" sieht in den: Ehre n prei s Seiner Majestät des K a i -fers für die militärische Steeple chase in N o m ein Ereignis von politischer Bedeutung, das iu Rom sofort in seiner ganzen Tragweite verstanden worden sei. Man wisse im ^uirinal, daß Kaiser Franz Josef seinen Sympathien für die italienische Armee gewiß nicht so lebendigen und nickhaltlosen Ausdruck geben würde, wüßte er nicht sicher, daß seiu Wille und seiue Wünsche sich mit denen der Untertanen darin begegnen. Das silberne Ehrengeschenk, dao die italienischen Offiziere au5 der Hand unseres Botschafters empfangen werden, ist zugleich ein Grnß unserer Armee an die des verbündeten Italien. Das papierene Bündnis empfängt melir und mehr vom wirklichen Leben, die Verträge der Staatsmänner befestigen sich in den Kationen selbst. Die „Arbeiterzeitung" weist in einer«Betrachtung über den Stand der W a h lref o r m frage in Ungarn daranf hin, daß die Koalition das, was ihr in ihrem Pakte mit der >trone als dringendste Aufgabe zugewiesen wurde, nunmehr als lebten Punkt in ihr Programm gestellt hat. Die Wahlreform in Ungarn habe ihre sicheren Stützen wie jede Reform, die diktiert wird von der Notwendigkeit der Zeit. Aber unter ihren Bürgschaften steht auch da? Wort, das von, Throne als Verheißung verkündet wurde, uud wenn die koalierte Pflichtvergessen heit das Wort vergessen sollte, so muß sie daran erinnert werden. Erinnert werden vom Volke nnd vom König. Aus Paris wird halbamtlich gemeldet, die Regierung habe den General T' A made verständigt, daß sie mit der Absendnng von V e r st ä r -kungcn begonnen habe und ihm gleichzeitig mitgeteilt habe, daß sie ihn zu dein Gefechte vom 2l>. Februar beglückwünsche und seine Aktions-frciheit in keiner Weise beschränken wolle. Es l>eißt, daß folgende Verstärknngen in Aussicht genommen sind: 2 bis !l Bataillone Scnegalschützen, die aus Dakar innerhalb l4 Tagen in Casablanca eintreffen sollen; ferner 8 Bataillone Infanterie, :> Batterien Artillerie und 2 Schwadronen Ehasseurs d'Afrique. Wie verlautet, wird die Regierung ge legentlich der Bekanntgabe der Verstärkungen den fremden Mächten die Versicherung erneuern, daß Frankreich die beste Absicht habe, die eingegangenen Verpflichtungen einzuhalten. — Vor drei Tagen hat die Regierung, nm den Trnppen in Marokko eine Ruhepause gewähren zu können, angeordnet, daß 2o nicht weniger als 2000 Arbeiter beschäftigt seien. Die Seele des Unternehmens ist dcr Kaiser. Er lasse sich in technischen Fragen wohl Rat erteilen, aber seit Errichtung der Fabrik gehe alles, was mit dem Unternehmen zusammenhänge, durch die Hand des Monarchen. Er selbst engagiert das administrative Personal, ja sogar der gewöhnlichste Arbeiter wird nicht ohne sein Wissen und Wollen angestellt. Dann 'ährt das Blatt fort, die Fürsorge des Monarchen für die Arbeiter zu loben: „Pensionen für die Alien", schreibt es, „Pensionen für die Witwen, Pensionen für die Waisen, nichts ist vergessen. Im Sommer Sport und Spiel in frischer Luft, während des schlechten Wetters Gesellschaftsspiele in dazu eingerichteten Sälen, Hörsälc, Bibliotheken, Bücher. Journale, Revuen — der kaiserliche Direktor der Fabrik zu Cabinen sorgt für alles. In ganz Deutschland gibt es leinen Chef, der bei seinen Arbeitern populärer wäre. Während des Aufenthaltes in Cadincn besucht der Kaiser jeden Tag um 6 Uhr die Ateliers der Fabrik, und sagt beim Eintritt in die Fabrik: .Guten Tag, Arbeiter.' und die Arbeiter antworten alle zusammen: ,Outen Tag. Majestät'. Dann läht sich der Kaiser von den tüchtigsten Arbeitern in die zahllosen komplizierten Einzelheiten der Porzellanprodultion einweihen und ladet häufig nachher einen der Abteilungschefs zum Diner ein." — (Die L a w i n e n l a t a st r o p h e am Lötsch -bergtunnel,) Der Berliner „Lolalanzeiger" schildert die Lawinenlatastrophe am Lötschbergtunncl folgendermaßen: Man sehte sich in dem neuen Lö'tschberghotel gerade zu Tisch. Plötzlich hörte man vor der Tür Lärm. Zwei Kinder des Hoteliers stürzten in das Hotel und schrien: „Die Lawine! Die Lawine!" Im gleichen Augenblick war das Hotel, ein Vretterbau von zwei Stockwerken, mit Doppelwänden und steinernem Fundament, durch einen fürchterlichen Luftdruck umgeworfen und stürzte wie ein Karten^ haus zusammen, unter sich dreißig Menschen begrabend. Das Postbureau. in dem zwei Familien wohnten, neigte sich zu gleicher Zeit auf etwa 45 Grad und muhte unverzüglich geräumt werden. Nach den ärztlichen Gutachten sind die Opfer der Katastrophe an Erstickungstod gestorben. Einige Leichen wiesen Arm-. Bein- und Kiefcrbrüche auf-Zumeist waren die Arme der Getöteten schützend über d.'i> Kopf gelegt. In der Unglücksstunde befand sich lein Arzt in Göpftenstein. Der Krankenwärter allein brachte den Verwundeten Hilfe. Zudem entstand eine große Panik im Krankenhause. Die Kranken wollten das Spital sofort verlassen, und der Geistesgegenwart des Wärters gelang es. sie zurückzuhalten. Die Aerzte aus Vrieg langten erst Sonntag früh um 4 Uhr in Göppenstein an, und bereits am Samstag mittags war südlich vom Spital eine Lawine niedergegangen. — (Ein aufregender S t i e r l a m p f.) Vei dem in der Arena zu Lima (Peru) am 20. Februar statt-gefundenen Stierlampfe kam es zu aufregenden Szenen. Dem blutig verlaufenen Schauspiele wohnten u. a, der Präsident der Republik Peru. die Mitglieder dcr Regierung, das diplomatische Korps, viele Offiziere und zahlreiche Seeleute der amerikanischen Eslader bei. Im Laufe des Kampfes wurde einer der Torcadorcn. Vonarillo, von ?inem Stier, der mit gesenkten Hörnern gegen ihn losging, aufgespießt und 20 Meter weit weggeschlcudert. In schwerverletztem Zustande blieb Vonarillo liegen. Die amerikanischen Seeleute wollten entsetzt sofort die Arena verlassen, während die Peruaner den Tod des Stieres verlangten. Nunmehr ging der Matador Padilla auf den Stiel los. Als Padilla jedoch infolge eines Fehltrittes strauchelte, ging der Stier auf ihn los und bohrte ihm eines der Hörner in die Brust. Padilla konnte sich noch vom „Ich wollte, Sie hätten mir früher davon gesprochen," sagte er langsam, „ich hätte Sie retten können." Der Arzt trat ein, gefolgt von dem Kapitän. Kümpcrs schritt anf die beiden zu. „Herr Hartmann", sagte er, „ist mein bester Freund; tun Sie alles mögliche, um ihn zu retten.' An der Tür stand das junge Mädchen, die Augen vom Weinen gerötet. „Fräulein Hartmann", meinte er freundlich, „darf ich Ihnen meinen Arm anbieten zu einem kleinen Spaziergang auf Deck? Der Doktor und der Kapitän lverden sich inzwischen mit Ihrem Vater beschäftigen." Sie gehorchte sprachlos, und sie gingen eine Zeitlang schweigend nebeneinander her. Knnwers dachte nach, wie er sie cnn besten trösten könnte. Plötzlich sagte er: „Ich will Ihnen ein Geheimnis anvertrauen-, aber- Sie müssen mir versprechen, mit niemandem darüber zu reden." „Ja!" flüsterte sie. „Ich hoffe, daß Sie mich nicht allzu hart beurteilen werden," fuhr.Kümpers fort, „lvenn ich Ihnen bekenne, daß ich allein schuld bin an dem Zustande Ihres Vaters." „Was bedeutet das?" und instinktiv ließ sie seinen Arm los. „Urteilen Sie nicht übereilt, ich werde Ihnen alle) erklären." „Wollen Sie sagen, daß mein Vater unschuldig ist, und daß Sie das (Md nahmen und damit wegliefen? Ist das die Ursache, warum Ihr Name nicht in der Passagicrliste steht?" (Schluß folgt.) Bei uns in Amerika. Von Kate van Veeler. (2. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) Man beschäftigte sich in der (Garnison überhaupt viel mit dein ncuversetzten (General und dessen Frau. Ein älteres Ehepaar ohne Kinder, das ein glänzendes, sehr gastfreies Haus ausmachte und beiderseitig als sehr liebenswürdig galt, war für die (Gesellschaft eine Sache von Bedeutung. Die Garnison war zwar groß, aber Elemente, die belebte (Geselligkeit boten, fehlten gerade in den oberen Chargen gänzlich. Alles ältere, uninteressierte Leute, der (Gouverneur ein Iunggselle, die Oberstenfrauen des Infanterie- und Artillerieregiments stets kränkelnd und viel auf Reisen, und bei den Oberstleutnants und Majors zwar viele Töchter, aber knappe Einnahmen, also an opulente Geselligkeit nicht zu denken. lind nun diese angenehme Akquisition eines Brigadiers, dessen Kavalleriebrigade in der Umgegend in kleinen Städten lag, der also unter anderen Verhältnissen nicht recht zu den stark verpflichteten für die hiesige Repräsentation zählte und jetzt fast dazu bestinnnt schien, die erste und sehr lustig klingende Flöte zu spielen. Man war von vorneherein mit angenehmen Erwartungen und freudiger Neugicr an die neuen Generale herangetreten, und sah diese mm gleich im ersten Anlanf so verlockend gesteigert. Freilich, die Frau Gcneralin als Amerikanerin und als Tante war schon ein Stückchen Berühmtheit. Wenn man auf dieses Thema kam, begann das Kichern und Flüstern. Frau Fama trug der lebhaften, liebenswürdigen Dame ein flatterndes, buntes Papier voraus, das Panier der Ballmutter in ihrer weitgehendsten Bedeutnng. Frau von Wodeilen hatte stets eine Nichte bei sich zum Besuch, manchmal wurden es auch zwei bis drei. Woher sie dieselben alle bekam, blieb unergründlich. Vorwitzige Leutnants behaupteten, daß man so viel echte Nichten überhaupt nicht besitzen könnte. Aber wie dem auch sei, die Frau Generalin bot zu jeder Saison einen Bazar mehr oder minder reizender, junger Mädchen und gab diesen, in ihren! gastlichen Hause so reichliche Gelegenheit, sich z" amüsieren, zu verlieben, in sich verliebt zu machen und — wenn das Glück gut war — sich zu ver-loben, daß böse Zungen diesen hübschen, lebendigen Bazar schlechtweg nur den Wodetenschen Ausverkauf nannten und kühn behaupteten, seine Unternehmerin kenne keine größere Wonne, als ihre Ware an den, Mann zu bringen. Während die Damen der Garnison darüber mißbilligend die Köpfe schüttelten und diese Eigentümlichkeit der sonst so angenehmen Fran etwas wegwerfend als „amerikanisch" bezeichneten und ganz und gar aus dem Kreise ihrer eigenen, deutschen Neigungen wiesen, fanden die Leutnants sämtlicher Regimenter ihre Bemühungen höchst anerkennenswert, weil es wahrlich nicht zu verachten war, wenn in den alten Garnisonsteich, in dem so manch bemooster Karpfen und gieriger Hecht seit langen Jahren herumplantschte, einmal ein Paar frische Back-, Silber- oder gar GoldfischckM hincingesetzt nnd zum fröhlichen Spiel, oder wenigstens die letzte Sorte, zum günstigen Fang geboten wurden. Laibacher Zeitung Nt. 54. 469 5. März 190». Äoden erheben und versetzte mit seiner Pite dem Stier einen meisterhaften Stoß, so daß der Stier zusammenstürzte. Nben dem Tiere lam Padilla. den nunmehr seine Kräfte verließen, zu liegen. Nasch eilten die anderen Torea-doren herbei und trugen ihren Kameraden hinaus. Die amerikanischen Seeleute verließen entsetzt die Arena, während das Volk mit lauten Zurufen die Fortsetzung des Kampfes verlangte. ^- (Ein Pfarrer, der zehntausend Paare verheiratet hat,) ist der Reverend Alfred Harrison Vurrough in Briston (Vereinigte Staaten). Man wird wohl lange suchen lönnen, bis man einen seiner Amtsgenosscn findet, der es ebenso weit gebracht hat. Herr Nurrough. ein »veihbärtiger rüstiger Fünfundsechziger mit einem wohlwollenden Zug um den Mund, der besonders schüchterne Brautleute ermutigt, weiß über die zehntausend Paare, deren Ehcbunb er geschlossen hat, natürlich manche interessante Angaben zu machen. So hatte er das Vergnügen, lürzlich eine Braut zum viertcnmal zu trauen-eine andere war dreimal geschieden worden und ein Bräutigam wurde von ihm zum zweitenmal mit derselben Frau, don der er sich hatte scheiden lassen, getraut. ^ (O i b t es einen 80. Februar?) Diese fast ssanz unmotivierte Frage hat auf einem Ozeandampfer durch folgenden seltsamen Sachverhalt ihre Begründung erfahren. Vor einiger Zeit wurde in einer amerikanischen Zeitung eine Menularte vom 80. Februar abgebildet. Man War natürlich zuerst geneigt, an einen Fehler zu glauben, aber schließlich überzeugte man sich, daß diese ungewöhnliche Taganzeige eigentlich ganz und gar richtig war. Das Essen, um dessen Speisekarte es sich handelte, fand auf einem Ozeandampfer „Sibiria" statt, der von Yokohama nach St. Francisco fuhr; auf diese Weise war durch die Fahrt nach Osten ein Tag gewonnen und da dieser Tag nach dem 29. Februar 1904 fiel, trotzdem aber der 1> März noch nicht da war, so mußte er notwcndigerlveise der 80. Februar sein, wogegen sich nichts sagen läßt. An dem heurigen 29. Februar dürfte die Feststellung von In-leresse sein, daß viele bedeutende Männer am 29. Februar geboren sind. Der berühmte Pädagoge Dinter 1760 zu Vorna. Leo von Klonze. der bedeutende Architekt, 1784. der Schweizer Dichter Qescr 1820 zu Basel und Schessel sind die bedeutendsten Deutschen. Ferner gehört auch Rossini dazu. Er hatte wohl laum recht, wenn er behauptete, im Alter von 60 Jahren erst 15 Geburtstage gehabt zu haben, ein scherzhafter Einwand gegen die Feierlichkeiten, die ihm zu Ehren an seinem 60. Geburtstag stattfanden. — (Der heilige Bettler.) Eine heitere Gerichtsverhandlung fand am 1. b. M. beim Bezirksgerichte Neubau in Wien statt. Der Agent Franz Holzer stelli sich Kirchenbcsuchern als eine Art „Heiliger" vor und bettelt unter fortwährendem Beten. Wie der Mesner Anton Spiret als Zeuge angibt, bezeichnete sich Holzer geradezu als „heiliger Bettler", und als er ihm 4 k schenkte, schrie er frech: „Vier Heller? Das is mir z' wenig! . . . Glauben S'. i bet' 'n ganzen Tag umasunst?!" — Die Näherin Fräulein Hermine Zapf sagt, auch ihr gegenüber habe sich der Angeklagte als .heiliger vorgestellt; nachdem sie ihn beschenkt hatte, habe er ihr Liebesanträge gemacht. — Angeklagter: »Das gibt's nit, i verzicht auf a jede, und wann s' die sauberste is! I -bin froh, daß meine Alte g'storben is. und um 3 Kreuzer Schnaps is mir lieber, als a jedes Frauenzimmer!" — Richter Landesgerichtsrat Dr. Höfner: „In der polizeilichen Note heisst es. daß Sie gerne trinken?" — Angeklagter: „!l?o . . . was Trinken anbelangt, hab' '. mir mein Leben nir abgch'n lassen!" — Richter: „Auch wurden Sie wegen Äettelns schon wiederholt bestraft?" — Angeklagter: „'s lehtcmal hab' ich fünf Tag' kriegt." — Richter: „Diesmal werden Sie zu einer Woche strengen Arrest verurteilt." — Angeklagter: „San um drei Gulden mehr, Herr Mesner! Hören S', Herr Mesner . . . Kaufen S' Ihna was für die drei Gulden! Sie sind a Christ? — I bin a aner . . . aber mit'n Beten is jetzt aus bei mir!" Lolal- und Provinzial-Nachrichten. Verwahrloste Jugend. Aus Wien wird geschrieben: Im Nicderösterreichischcn Gcwerbcvcrein hielt diesertage der bekannte Gerichtsselretär Hermann Drawe einen Vortrag über die Verwahrlosung der heutigen Jugend. Er sprach aus eigener Erfahrung, beleuchtete die hier herrschenden Zustand? vom Standpunkte des Richters und besprach die Mittel, die zur Wandlung dieser haltlosen Zustände dienen könnten. Der Vortragende sagte: Der Gedanke, durch die Jugendfürsorge ein Bollwerk gegen das unheimliche Anwachsen der Verbrecher zu errichten, ist ja nicht mehr neu. Die Idee begann sich schon vor zirla zwanzig Jahren in Amerika Eingang zu verschaffen. Dadurch, dah in den meisten Familien beide Eltern gezwungen sind. einem Erlverbe nachzugehen, ist das sittliche Niveau in den unteren Volksschichten tief gesunken, denn die Eltern haben leine Zeit, sich um ihre Kinder zu lümmern. In Wien allein gibt es 10.220, in ganz Niederösterreich 14,500 verwahrloste junge Menschen.! für die im ganzen 1000 Plätze vorhanden sind, die teils aus staatlichen, teils aus Privatmitteln bestlitten werden. Die Ursachen der sittlichen Verwahrlosung der Jugendlichen liegen in der Entartung der Familie, in unzureicl)^n, mu die man ernsthaft, wirklich anhalten wurde! Ach, geliebt hatte man ihre Nichten schon °Ners, aber mit dem Anhalten hielten die Männer ""wer sehr an sich! . Das hatte sie an Dilianna erlebt! Dilianna, w -!!"" ^"" ^'" v'"'lm Winter bei ihr tanzen n/ / ""^ ^ ""^ l'umer- nicht untergebracht .s^',^'"b ihrer anßergewöhnlickien Tchönheit. die "lle Manner bezaubert'e. «>-. ^"" Dilianna war wirklich ein hochmütiger na^'"" '^ M"nn sagte, mit der standen ihr "1 morgen nnd Kämpfe bevor. Tie würde schwer zn bereden sein, eine einfackx' Mrs. Morsen zu werden. Aber es mußte sein, unbedingt. Solch eine Partie bot sich nichi wieder, lind gegen viel (^eld war dilianna schließlich doch nicht unempfindlich. (5dgar würde leine Passendere !vrau finden, darüber war sich die l^eneralin ganz klar, trotzdem sie den Neffen seit zwanzig Jahren nicht mehr ge-sehen und keine Ahnung hatte, in welcher Nichtnng sein (Geschmack nnd seine Neigungen gingen — Dilianna mnßte min einmal für ihn passen. Und Inaniia wnrde Gräfin Honkenbrnck. blieb in Deutschland und in ihrer Nähe - ideal, einfach ideal! Der heißeste Wnnsch ihreo Bebens ging dann am Spätabende desselben in Erfüllnng. sie würde eine Tochter haben, nnd diese würde >iinder haben, sie fast (Großmutter werden, ach. welch eine Znknnft eröffnete sich ihrem Blick. (5s war eine Zeit ungetn'ibter Seligkeit, in der ^ran von Wodeten die Vorfreude ihres amerikanischen Besuches genoß nnd für ihn die köstlichsten Pläne nnd .Hoffnungen spann. Zwischendurch kultivierte sie die mütterliche Freundschaft für Graf Hon ken brück, ei-stens um ihn, bevor die Nichte kam, nnanffällig an ihr Haus zn gewöhnen uud zttx-iiens, mn den iungen Mann auch zu studieren, denn unbesehen, nnr auf den Grafentitel nnd sein vortreffliches Äns',eix' hin würde sie ihm niemals Inanita geben. Wenn sie bei dem Worte „geben" ankam, räusperte sich der General jedesmal init ironischem fächeln, „^iebe ivrau. von deinem ,geben' wird wohl wenig abhängen. Eine jnnge Anienkanerin läßt sich keinen Mann geben, sie ninnnt —" (Fortsetzung folgt.) Internate mit Zwangserziehung für solche Kinder, die von ihren Eltern nicht überwacht weiden lönnen, 6.) Erziehungsheime, wohin diese Kinder unmittelbar nach der Schule geschafft werden sollen, Dort müßte man sie ver-löstigen und in den zu errichtenden Wellstätten entsprechend beschäftigen. Solche Heime hätten den unendlichen Vorteil, daß hicdurch die Gefahr der schlechten Gesellschaft und der Straße vermieden würde. „Nehmen Sie die zarten Pflanzen aus dem Sumpfe, in dem sie verkommen und verpflanzen Sie sie in ein gutes Erdreich. Lassen Sie das diamantene Jubiläum unseres Monarchen über Tausende und Tausende dem Verderben geweihte unglückliche Menschen wie ein strahlender Stein leuchten, dcr sie in ein besseres Dasein geleitet, und seien Sie der Worte unseres verewigten Kronprinzen Rudolf eingedenk: ,Das wertvollste Kapital des Staates ist der Mensch'. Mit dem Satze: ,Ie mehr für die Jugend gesorgt wird. desto weniger Gefängnisse werden gebraucht werben?'" schloß der Vortragende seine überaus interessanten Ausführungen. — (L a n d t a g s wa h l.) Bei der gestrigen engeren Wahl des Landtagsabgeordneten der Stadt Idria wurden 3)9 gültige Stimmen abgegeben. Hievon erhielt der gewählte Abgeordnete Lehrer Engelbert Gangl (national-fortschrittlich) 178. der Gegenkandidat Dechant Arlo (Slo-venische Volkspartei) 132 Stimmen; 2 Stimmen waren ungültig. — (Durchmarsch des Festungsartillerie-regiments issr. 3.) Morgen um 10 Uhr vormittags trifft das aus Przemysl nach Pola verlegte 2, Bataillon des Festungsartillerieregiments Nr. 3 auf dem Südbahn-hofe in Laibach ein. woselbst die Verlöstigung der Mannschaft stattfindet. Nach einer einstündigen Rast, während welcher die Musil des Infanterieregiments Nr. 27 am Perron konzertieren wird. setzt das Bataillon, die Eisenbahn-fahrt fort. — (Für nichtaltive Unteroffiziere, welche die Reattivierung anstreben.) Bei den in Tirol stationierten Formationen der Gebirgsartillerie wird eine größere Anzahl längerdienender Unteroffiziere benötigt. In Betracht kommen: Feuerwerker und Iugs-führer der Felbartillerie, Regiments- und Divisionstrom-pcter der berittenen Truppen, Rechnungsunteroffiziere und Rechnungshilfsarbeiter aller Waffen, Nebst der deutschen Sprache wird dir wenigstens genügende Kenntnis der böhmischen Sprache verlangt. — (Erledigte Militär st iftungsplöhe) gelangen zur Besetzung: Aus der Anton und Johanna Polül von Treumuth - Stiftung sechs Plätze ö 400 Kronen dauernd, für bedürftige, invalide Offiziere don der neunten Rangsllasse abwärts des t. u. l. Heeres, der t. u. t. Kriegsmarine und der l. l. Landwehr. Termin der Gesuche (stempelpflichtig) bis 8. April an die Evidenzbehörde. — Aus der Gisela-Stiftung fünf Ausstattungsbeiträge zu je 400 li für in erster Linie die Töchter, bezw. Waisen der wirtlichen Mitglieder der Kaiser Franz Josef-Stiftung für Versorgung l. u. l. Offizierswitwen und -Waisen, dann überhaupt Töchter und Waisen der aktiven oder pensionierten Offiziere des l. u, t. .Heeres, der Kriegsmarine und der beiden Landwehren. Die Gesuche — belegt mit der Nachweisung der im Laufe des Jahres bevorstehenden Verehe-lichung und Taufschein der Braut — sind stempelfrei und direkt an die Stiftung sNien, IX/3. Maximilianplatz 2) zu richten, Beteilungstag ist der 20. April, an welchem Tage die Bewerberinnen Bräute sein müssen. — Aus der Major Ehristof don Roger- Stiftung zwei Plätze ü 200 Kronen auf Lebenszeit für würbige, insbesondere verwundete Subalternoffiziere des Ruhestandes, welche außer ihrer Pension leine Zuflüsse haben und auch in keinem Invaliden-Haus untergebracht sind. Gesuch« sind bis 1. April bei der Evidenzbehörde fällig. — Aus der Rich. Ritt. v. Röckenzaun- Stiftung vier Plätze » 100 X mit einmaliger Ne-teilung für hilfsbedürftige Witwen und Naifen nach Angehörigen dei Militärintendanturbeamten und der der Militärintenbantur zugeteilten Offiziere und Militär-beamten, ferner Witwen und Waisen nach Militärbeamten anderer Branchen, deren Gatten (Väter) vorher Militär« iniendanturbeamte waren. Gesuche sind bis 20. Mai an die Evidenzbehörde einzusenden. * (Wiener Gassenverzeichnis.) Nie man uns mitteilt, hat die t. l. Post- und Telegraphen direkt ion in Trieft über Auftrag des l. l. Handelsministeriums das Erscheinen des durch die Post- und Telegraphenbirettion in Wien herausgegebenen Behelfes „Wiener Gassenverzeichnis mit Angabe der Briefbestell- und Gerichtsbezirle" der l. l. Landesregierung angezeigt. In die Neuauflage sind im Einvernehmen mit dem l. t. Justizministerium Angaben über die örtliche Zuständigkeit der im 1.. 2. und 3. Abschnitte des Verzeichnisses angeführten Gassen. Höfe und Hotels in gerichtlichen Angelegenheiten aufgenommen worden. Auf diesen Behelf, der in erster Linie für den Gebrauch des Publikums, der Behörden, Zeitungsunternehmungen ?c. bestimmt ist, haben sämtliche Postämter Bestellungen zum Preise von 14 !, für das Stück anzunehmen. 5 Laibacher Zeitung Nr. 54. 470 5. März 1908. Hievon wurden die politischen Vezirlsbehörden über Ersuchen der l. t. Post- und Telegraphendireltion in Trieft in Kenntnis geseht. —r. — (Der Hoftitel bei G e s ch ä f t s f i r m e n.) Offiziell wird Verlautbart, daß ein großer Teil der mit dem Hoftitel ausgezeichneten Geschäftsleute den Titel mit einem anderen Wortlaute führen, als er ihnen vom Obersthofmeisteramte verliehen wurde und daran willkürliche Aenderungen vornehmen. Der Titel bedeute aber die Auszeichnung einer Person und gelte nicht der Firma. Es dürfe also nicht heißen: „Hofatelier", „Hofhutfabrit" usw. Das Hofmeisteramt fordert die Inhaber des Hoftitels auf. die unrichtigen, mit dem Wortlaute des HofdelreteZ nicht übereinstimmenden Bezeichnungen richtigzustellen, da dies sonst im Wege der Gewerbebehörde bewirkt werden müßte. Der Hoftitel erlösche mit dem Tode des mit diesem Titel Ausgezeichneten und dürfe von der Firma nicht weitergeführt werden. — (Aus der Laibacher Diözese.) Dem vom fürstbischöflichen Ordinariate in Laibach herausgegebenen „Catalogus Cleri 1908" entnehmen wir folgende Daten: Die Diözese umfaßt das ganze Herzogtum Krain mit 589,865 katholischen Einwohnern. In administrativer Hinsicht wird sie in fünf Archidiakonate und 21, Dekanate eiin geteilt, und zwar: 1.) Archidialonat Stadt Laibach (Archi-dialon Kanonikus Kalan); 2.) Archidiatonat Oberlrain mit den Dekanaten Altlack. Krainburg, Radmannsdorf und Stein (Archidialon Kanonikus Dr. Andreas Karl in); 8.) Archidiakonat Innerlrain mit den Dekanaten Adcls-berg. Dornegg. Idria, Reifnitz. Wippach und Zirtnitz (Archidialon Kanonikus Josef Ki^ka); 4,) Archidiakonat Mittellrain mit den Dekanaten Laibach (Land). Littai, St. Marcin. Moräutsch und Qberlaibach (Archidiakon Kanonikus Thomas Kajdix); 5.) Archidialonat Unter-lrain mit den Diatonaten Gottschee. Haselbach. Rudolfswert. Seisenberg, Semi<' und Treffen (Archidiakon Kanonikus Dr. Johann Koren). — Die Diözese hat 820 Seelsorge-. 1002 Filial- und 11 Klosterkirchen. Außerdem bestehen innerhalb derselben 227 kleinere Kapellen. Geistliche Stellen sind systemisiert: 1 Fürstbischof. 17 Kapitulare. 294 Pfarrer, 1 Pfarrvilar. 3 Kaplcmeien alter Art. 17 Erftosituren. 231 Kapläne. 6 Flühmesser und 84 Venefiziaten, Unbesetzt sind derzeit 1 Kapitular-, 31 Pfarrer-, 6 Exposituren-. 93 Kaplanei-, 6 Frübmesser- und 17 Benefiziaten-Stellen, zusammen 154 Stellen. — Der Klerus besteht aus dem Fürstbischöfe. 17 Kapitularen, 441 Seesorgern, 55 Priestern in weltlichen Anstellungen. 44 Pensionisten, 24 außerhalb der Diözese lebenden, 14 fremden Diözesen an-gehörigen Priestern und 126 Ordenspriestern, zusammen 721. — Der Senior unter ihmn ist nach dem kanonischen Alter der Iubelpriester Josef H o 5 e v a r, Kapitular in Rudolfsroert. geboren zu AdleZiöi in Krain am 9. Februar 1822. Priester seit 20. Februar 1845. nach dem physischen Alter dagegen der in Unterfernik lebende pens. Pfarrer und Iubelpriester Valthasar Vartol. geboren zu SodraZica in Krain am 6. Jänner 1821. Priester seit 2. August 1840. Diesen zunächst kommen noch 5 andere Priester, von denen jeder das 80. Lebensjahr bereits überschritten hat. — In den Klöstern leben als Ordenspriester die Zisterzienser in Sittich, die Kartäuser in Pleterjach. die Franziskaner in Bre;je. Laibach, Waitsch, Rudolfswert und Stein, die Kapuziner in Nischoflacl und Gurlfeld, barmherzige Brüder (Priester) in Kandia bei Rudolfswert, die Jesuiten und die Lazaristen in Laibach. die Deutschen Ritter-Ordenspriester in Laibach und Unterkrain. die Salesianer in Kroiscneck bei Laibach und in Radna. In den Klöstern leben auch: 186 Ursulinerinnen in Laibach. Bischoflack und Münten-dorf. 16 Karmeliterinnen in Selo bei Laibach, 262 barmherzige Schwestern in Laibach (Spital. Siechenhaus, Leo-ninum, Kinderspital. Waisenhaus), in der Irrenanstalt zu Studenec, in der Neiberstrafanstalt zu Vigaun, im Waisenhause zu Gottschee. im Siechenhause zu Unteridria. in den Spitälern in Adelsberg. in Gurtfeld, in Stein, Kommenda-St. Peter und in den fürstbischöflichen Lehranstalten zu St. Veit. 60 Schulschwestern in Laibach. Repnje. Sankt Michael bei Rudolfswert und Dornegg, 7 barmherzige Schwestern vom Hl. Kreuze in Laibach. In den Männer-llöstern befinden sich auch 96 Laienbrüder und im Spitale in Kandia bei Rudolfswert 16 barmherzige Nrüber (Laien). si. — (Schwurgerichtsverhandlung.) Gestern fand unter dem Vorsitze des Herrn Landesgerichtsrates Franz Anbol«el die Verhandlung gegen die Grundbesitzerssöhne Franz Natis aus Vrtaöe. Bernhard Zuftan-<">iö und Alois Smrlolj aus Strme Njive. Martin Smrlolj aus övarulje. Ludwig Batis aus Hötitsch. Jakob Smrlolj unh Josef Zupanöi<> aus Strme Njive. Gerichtsbezirk Litta'i. wegen Totschlages, schwerer körperlicher Beschädigung und Uebertretung gegen die körperliche Sicherheit statt. Als Ankläger fungierte Herr Staatsanwaltsubstitut Dr. Anton Kremiar. Der Tatbestand ist folgender: Alois Podmil-5at hat aus einer anderen Pfarre nach Borje zugeheiratet. Schon deswegen waren ihm die Burschen aus dem Nachbar-dorfc nicht besonders geneigt: sie warfen geradezu einen hah auf ihn. als er sie im August 1907 der Gendarmerie cnlzeigte. werl sie in einer Nacht in Borje lärmten und einige Wagen umstürzten. Am 17. November 1907 ergab sich für die obigen Beschuldigten Gelegenheit, ihr Mütchen an Podmil«al zu kühlen. An diesem Tage befand sich Pod-mil^al mit Johann Razpotnil. Franz Glu3i5, Franz Oso-lin, Josef Zuftan und Josef Lebeni^nil in einem Gast-Hause. Es war schon Abend, als sie das Gasthaus verließen. Der Weg nach Borje und weiter nach Vlagovica führt durch das Dorf Strme Njive. Sie waren etwas angetrunken, daher etwas lauter, als sie durch Strme N^ive gingen. Infolgedessen kam es zwischen ihnen und den Burschen Jakob Smrkolj und Josef Zupan^ii- zu einem Wortwechsel. Der Lärm lockte die Eltern des Jakob Smrlolj herbei. Die Mutter gebot diesem ins Haus zu gehen. Er aber folgte nicht, und dies war die Ursache, daß es zu einer Rauferei kam, die einen sehr traurigen Ausgang nahm. Podmil^at und die genannten Insassen aus Vlagovica machten ihren Weg weiter gegen Borje. Podmil^al teilte dem Josef Zupan und dem Josef Üebeni^nil mit, daß ihn die Burschen aus Strme Njive hassen und ihn abzuprllgeln drohten. Dies veranlaßte die beiden zurückzubleiben und einen Seitenweg einzuschlagen. Als Nazpot-nil. Glu5iö. Osolin und PodmMal etwa 40 Schritte vom Hause des Josef Kolale entfernt waren, wurden sie von sieben Burschen mit Knütteln überfallen. Alle erlitten Verletzungen. Razpotnit lag bewußtlos auf dem Boden, Podmil^al verlor auch das Bewußtsein, kam jedoch nach einiger Zeit zu sich und schleppte sich nach Hause. Glu5i6 und Osolin erlitten leichte, jedoch bedeutende Verletzungen. Razpotnil starb am 20. November 1907. ohne das Bewußtsein erlangt zu haben. Dem Podmil^at wurde die linke Stirnseite eingedrückt; auch er erlitt am Körper mehrere Wunden. Die Burschen, die anfänglich die Tat leugneten, gaben später zu. gemeinsam den Ueberfall auf Podmil^at und seine Gesellschaft besprochen zu haben; sie bemerkten aber, daß sich die Vlagovicaer leicht dem Ueberfalle entzogen hätten. — Die Angeklagten, deren Verteidigung die Herren Advokat Di. Ravnihar und Landesgerichtsrat i. N. Dcu führten, wurden wie folgt verurteilt: Jakob Smrlolj und Josef ZupancM' zu je 18 Monaten schweren Kerlers, mit einem Fasttage und einem harten Lager allmonatlich; Alois Smrlolj zu 17 Monaten schweren Kerkers, mit einem Fasttage und einem harten Lager allmonatlich; Bernhard Zupaiww zu zwei Jahren schweren Kerkers, mit einem Fasttage und einem harten Lager allmonatlich; Franz Vatis und Ludwig Vatis zu je drei Jahren schweren Kerlers, mit einem Fasttage und einem harten Lager allmonatlich; Martin Smrlolj zu 3>/i Jahren schweren Kerkers, mit einem Fasttage und einem harten Lager allmonatlich. —1. * (Industrielles.) Ueber Ansuchen des Säge-werlsbesitzers Herrn Andreas Novan in Col. politischer Bezirk Adelsberg, um Bewilligung zur Aufstellung einer Dampfmaschine an Stelle des bisher verwendeten Benzinmotors in seinem Sägewerke findet am 9. d. M. um halb 12 Uhr vormittags an Ort und Stelle die Lolalverhand> lung statt. Hiebci wird ein Maschinentechniker der l. l. Landesregierung für Krain intervenieren. —r. " (Schu l ba ua ngelegenhei ten.) Ueber Ansuchen des l. t. Bezirksschulrates in Qittai findet am 10. d. um 10 Uhr vormittags die lommissionelle Lolalverhand-lung. betreffend die Adaptierung des Schulhauses in Politz zum Zwecke der Unterbringung der zweiten Klasse, und betreffend den Neubau eines Wohnhauses für den Schulleiter, an Ort und Stelle statt. Hiebei wird ein Staats-techniler der l. l. Landesregierung für Krain intervenieren. —1-. ^- (Zur Volksbewegung in Krain.) Im politischen Bezirke Gurlfeld (53.189 Einwohner) fanden im verflossenen Jahre 296 Trauungen statt. Die Zahl der Geborenen belief sich auf 1721. jene der Verstorbenen auf 1187. darunter 869 Kinder im Alter von der Geburt bis zu 5 Jahren. Ein Alter von 50 bis zu 70 Jahren erreichten 266. von über 70 Jahren 269 Personen. An Tuberkulose starben 143. an Lungenentzündung 85, an Diphthe-ritis 15, an Scharlach 23. an Masern 11. an Typhus 4, durch zufällige tödliche Beschädigung 28. durch Selbstmord 3 und durch Mord oder Totschlag 3 Personen; alle übrigen an sonstigen verschiedenen Krankheiten. —r. — (Warnung vor Auswanderung.) Ueber die Auswanderung nach Chile wird nachstehende Information versendet: In letzter Zeit haben sich zahlreiche österreichische Auswanderer auf Grund der ihnen in Buenos Aires gemachten Vorspiegelungen glänzender Grwerbsver-hältnisse bestimmen lassen, von Argentinien nach Chile zu reisen. In diesem Lande, das sich in einer schweren wirtschaftlichen Krise befindet, hat jedoch in letzter Zeit die Einstellung vieler Betriebe und der Mangel an Kapital eine große Verminderung der Arbeitsgelegenheit und eine empfindliche Herabsetzung des Taglohnes zur Folge gehabt. Die Regierung von Chile wurde sogar.in den Kammern, aufgefordert, gesetzliche Mittel in Vorschlag zu bringen, um jede weitere Einwanderung bis zum Eintrittc normaler Verhältnisse zu verhindern. Unter diesen Umständen muß vor der Auswanderung nach Chile auf das eindringlichste gewarnt werden. — Ueber die Auswanderung nach dem brasilianischen Staate Espirito Santo wird nachstehende Information versendet: Die Negierung des brasilianischen Staates Espirito Santo beabsichtigt, die Einwanderung und Ansiedlung fremder Arbeitskräfte zu fördern. Zu diesem Behufe ist die erwähnte Regierung damit beschäftigt, Vorbereitungen zur Ausmessung einer nach dem gegenwärtigen Präsidenten der Vereinigten Staaten von Brasilien Affonso Penna benannten Kolonie an den Ufern des Flusses Guandu zu treffen. Andere Kolonien sollen am Flusse San Iosö, ferner im Quellengebiete des Flusses Itaunas und am Flusse Itapemirim gegründet werden. Da die Wiederaufnahme der staatlichen Förderung der Einwanderung nach dem oberwähnten Staate Espirito Santo auch die österreichischen Auswanderer berührt und mit Rücksicht darauf, daß sich die wirtschaftliche Lage der daselbst schon jetzt angesiedelten Oesterreicher (Süd-Tiroler) hauptsächlich infolge der Entwertung des Hauptprodultes dieses Staates, des Kaffees, sehr schlecht gestaltet hat und auch die Boden-, klimatischen und sonstigen Verhältnisse der für die erwähnten Kolonien in Aussicht genommenen Oertlichleitcn sehr wenig vorteilhaft sind, wird vorläufig vor der Auswanderung nach dem Staate Espirito Santo dringend gewarnt. — (Die gastronomische Ausstellung,) die man gestern nachmittag im Hotel „Union" gegen ein? Eintrittsgcbühr von 40 !, besuchen tonnte, bot eine reich-assortierte Zusammenstellung der feinsten Fischgattunge», Prächtige Exemplare vom Rheinlachs, vom Fogäs und Hecht, vom Schiel, Rhombo und Nranzino hatten sich als ihre Vertreter auf der kunstvoll arrangierten Festtafel cingeful!-den, deren Mittelpunkt eine kunstvoll in Stearinguß ausgeführte Fontäne mit herrlichen Forellengruppen bildete -^ eine der Hierlands in so edler Qualität vorhandenen, von Fremden und Einheimischen so begehrten Fischgattung wü> dige Ehrung! Gewaltige Hummer, Scampi und Grancevoli durften nicht fehlen und die in Steircr Tracht und als Schuhplattler kostümierten Kapaune verliehen der Ausstellung den Reiz des Originellen. — An die Ausstellung reihte sich am Abend ein derart gutbesuchter Heringsschmaus, daß bald nach 8 Uhr im großen Saale des Hotels „Union" lein Plätzchen mehr zu finden war. Die flotten Klänge der Musikkapelle des heimischen Infanterieregiments Nr. 17, die aus Kärntens Gauen herbeigeeilt war, um in ihrer einstigen Garnison zu gastieren, taten das Ihrige, um den für so manchen gar schweren letzten Aderuf an den Karneval heiter und stimmungsvoll zu gestalten. 1'^. — (Ein roher Gatte.) Am 1. d. M. gegen 10 Uhr nachts kam der Anstreicher Andreas Vricelj aus Bizovil in etwas angeheitertem Zustande nach Hause. Als ihn seine Ehegattin kommen hörte, wollte sie sich verstecken, da er sie gewöhnlich mißhandelte. Sie nahm ihr sieben Tage altes Kind auf die Arme und ging hinaus. Im Vor-hause aber traf sie mit ihrem Manne zusammen, der sie nach einem kurzen Wortwechsel so heftig in die Brust stieß, daß sie samt dem Kinde zu Boden fiel. Hierauf mnßtc sie das Haus verlassen und bei einer Besitzerin nächtigen. Das Kind, das vollkommen gesund war, starb tagsdarauf höchstwahrscheinlich infolge des erlittenen Sturzes, —1- " (F a s ch i n g s f r e u n d e,) Gestern nachmittag und gestern nacht hat die Sicherheitswache mehrere Burschen, die zu laut ihre Faschingsfreudigleit zum Ausdrucke brachten, teils angezeigt, teils in den Gemeindelottcr gesteckt. Auf dem Marienplatze wurde der betrunkene Vagant Adolf Dra/.il wegen Belästigung der Passanten angehalten und arretiert. — Am Alten Markt wurde der Taglöhner Johann Ple^lo aus Lulovica wegen Exzcdierens angehalten. — Der Steinkohlenlnecht Georg De/.an bedrohte in seiner Trunkenheit seinen Dienstgeber in der Bahnhofgasse und bekräftigte seine Worte mit dem Zertrümmern von mehreren Scheiben. Auch er wurde wie die anderen verhaftet. — In einem Kaffeehause spielte ein berauschter Friseur so ungeschickt den Zechpreller, daß ihn der Cafetier auf die Straße setzte. Er brachte ihn hiefür nach Mitternacht ein Ständchen, in das aber ein Sicherl)eitswachnlann inso-ferne störend eingriff. als er den Friseur zur Polizei einlud. — Um Mitternacht störte eine bessere Gesellschaft, bestehend aus fünf Herren, durch Singen und Lärmen die nächtliche Ruhe und beschimpfte den intervenierenden Sichelheitswachmann. * (Vom Wagen gestürz t.) Als gestern nachmittag der Knecht Alois Pu^enjal auf einem mit Ziegel bela-denen Wagen saß, fiel er in der Nohorwgafse so unglücklich zu Boden, daß er unter die Räder zu liegen kam und einen Beinbruch erlitt. Er wurde ins Krankenhaus überführt. * (Freunde der Finsternis.) Diesertage nachts haben einige Burschen aus Bosheit in der Latter-mannsallee fünf elektrische Glühlampen zertrümmert, wodurch sie einen Schaben von 12 X verursachten. Die Polizei hat die Ausforschung der Täter veranlaßt. * (E i n Blech diet» v e r h a f te t.) Vor einem Monat entwendeten die Burschen Josef Mlalar und Franz KerZmanc auf der Südbahnstation beim Heizhause lagern« des Zinkblech im Gewichte von 70 Kilogramm und wollten es veräußern. Sie wurden verhaftet. Diesertage haben die beiden Diebe das Blech, das auf denselben Ort zurückgestellt worden war, wieder gestohlen und einer Eisen-tröblerin um 14 X 88 !i verlauft. Kerömanc wurde aester» Laibachcr Zeitung Nr. 54. 471 5. März 1908. abend cms der Römerstraße durch einen Sicherheitsroach-mann aussehallen; er ergriff die Flucht gegen die Kolesln, wurde jedoch eingeholt und eingeliefert. Der Gauner wurde als guter Kunde photographiert und battyloslopicrt. worauf er ins Iustizpalais übersiedelte. " (Ein Hundefeind.) Gestern nachmittag wollte ein dicnstloscr Väclergehilfe einen kleinen Hund, den eine Bedienerin am Franzcnslcii führte, aus Bosheit in den Laibachfluß werfen. Da sich die Bedienerin zur Wehre sehte, ergriff sie der rohe Geselle am Halse und würgte sle. Gegen den Angreifer wurde die Anzeige erstattet. — (Der 5t a r st) gilt in der Regel nicht als ein anziehendes Ausflugsgebict für Touristen. Und doch bietet auch er gar viel des Schönen und Interessanten. Es gibt m dem lahlen Gelände auch noch Oasen mit alten Vaum-nesen. es gibt schöne Seen und malerische Wasserfälle, interessante Höhlen und Grottcnformationen und am südlichen Rande eine subtropische Vegetation. All die intimen Schönheiten des Karstes und seiner Umrandung führt uns eine von G. M. Geßmann in Graz herausgegebene Serie von 63 Vildmarlen vor. die in hübscher Ausführung Motive aus Krain. Istricn und dem Nüstenlande. sowie aus Dal-Matien bringen. Man ersieht daraus, das; es auch auf dem Karst und an seinen Abhängen gar manches Schöne zn erschauen und zu erwandern gibt. — (Eine poetische E i n b re ch e r b a n b e.) In Pettau und Umgebung treibt eine Einbrecherbande ihr Unwesen, die sich dem Publikum mit dem folgenden in Ilugzetteln verbreiteten „Poem" ankündigt: Vei Tag sind wir Herren, bei Nacht sind wir Räuber: bei Tag gehen wir schaueil, bei der Nacht gehen wir rauben. , Alle zusammen sind wir dreißig, bei der Nacht sind wir fleißig. Den Armen tun wir nichts, den Reichen schadets nichts. — (Wochenmarlt in L a i b a ch.) Auf den gestrigen Wochenmarlt wurden 802 Pferde und Ochsen sowie 144 5lühe und Kälber, zusammen 100ll Stück, auf-getricbcn. Der Handel mit Rindvieh gestaltete sich gut, der mit Pferden sehr gut, da diese von italienischen Käufern erstanden wurden. Di? Rindviehprcise schwankten zwischen 60 bis 70 1i pro Kilogramm Lebendgewicht. * (Verloren) wurde: ein Geldtäschchen mit s!0 X. ein Geldtäschchen mit vier Zehnlronen.Noten, ein Geldtäschchen mit einem kleinen Geldbetrag und eine silberne Damcnuhr mit langer silberner Halskette und Anhängseln. Theater, Kunst und Literatur. "" (Deutsche Vühne.) Gestern wurde des großen britischen Dichters größtes und tiefstes Werl. „Hamlet", aufgeführt. Der gute Besuch, die begeisterte Aufnahme, namentlich der zahlreich erschieneneu Jugend, bewies wieder, daß die Inszenierung von Klassikern nicht nur eine edle, sondern auch eine lohnende Aufgabe ist. Ueber den Abend, der leider nicht auf der Höhe der vorangegangenen sorgfältig vorbereiteten Klassilervorstellungen stand, folgt ein näherer Bericht. — (Aus der slove nischen Theater-lanzlei.) Morgen (gerader Tag) geht „Die Geisha", Operette von Sidney Jones, zum drittenmal in Szene. -^ (Ein russisches Schriftsteller- und ^ > cht e r m u se u m.) Der Ausschuß zur Errichtung bes PuNin-Denlmals in Petersburg hat Satzungen entworfen, die die Errichtung und Verwaltung eines P"5lin-Hauses betreffen. Danach soll das Pu^lin-Haus N'cht nur ein Pu^lin-Museum sein und als Sammelstättc >ur alles dienen, was sich auf Purlin bezicht, sondern zu gleich auch ein russisches Schriftsteller- und Dichtermuscum. Institutionen, Gesellschaften und Privatpersonen können bem Pu«lin-Hause Sammlungen zur Aufbewahrung über-Ü«ben, ohne daß sie auf ihr Eigentumsrecht zu verzichten suchen. Das Haus ist Staatseigentum. Telegramme "es K. K. Telegraphen-ßorrespondenz-Dnreaus Die Landtassswahlcn. Görz, 4. März. Vei den vorgestern vorgenommenen ^andtagswahlen im allgemeinen Nahllörper des Wahl- ezirlcs Görz Umgebung, Sesana und Tolmein erhielt lein andidal die absolute Mehrheit. Es ist somit eine Stich. ""hl zwischen den Kandidaten der Slovenischcn Vollspartei jenen der vereinigten Slovenischlibcralcn und der "Nrarpartei erforderlich.' . ^ ° r z, 4. Mcirz. Uei der vorgestrigen Landtagswahl , " allgemeinen Wahltörper des Wahlbezirkes: pol. Bezirke .orz-Umgcbung. Sesana und Tolmein wurden 18.2M Ummzettel abgegeben. Es erhielten die Kandidaten der ^ovenischen Vollspartei: Dr. Anton Brecclj, Arzt in A^'» ^^' ^" -Neichüratsabgeordncte Josef Fon 8l)72 und " vokal Dr. Franz Pavleti5 in Görz 8850 Stimmen, die -wnbidaten der vereinigten slovcnisch-liberalcn und der He'ck^"^' ^' ^"6 Franko. Advokat in Görz, 8830. 'Hsratsabgeordneter Alois Ktrelelj 8735 und der Bürger- meister in Canale, Anton Kri/nio, 8699 Stimmen und die Socialdemokraten Peter Bcbl 616, Peter Leban 624 und Anton Verton 660 Stimmen. Zersplittert waren 255 Stim men. Somit ist eine Stichwahl zwischen den Kandidaten der Slovenischcn Vollspartei Vrecelj. Fon und Pavleiu' einerseits und jenen der vereinigten slovenisch-liberalen und der Agrarpartei ssranlo, Ktrelelj und Kri/ni<" anderseits erforderlich. Wien. 4. März. Das „Fremdenblatt" schreibt: Die in einigen Blättern aufgetauchte Meldung, wonach die nächste Session der Delegationen im Herbste stattfinden würde, ist, wie wir erfahren, durchaus unbegründet. Nach wie vor ist die neuerliche Einberufung der Delegationen für Ende Mai dieses Jahres in bestimmte Aussicht genommen. Wien, 4. März. Das Kuratorium der Vauernfeld-stiftung hat beschlossen, dem Schriftsteller Karl Schönherr in Wien für das Drama „Erbe" eine Ehrengabe von 4000 Kronen zu widmen, Szilszo. 4. März, Die Mühle des Grafen An-drassy ist niedergebrannt. Der Schaden beträgt 200.000 X. Brüssel, 4. März. Der „Etoile belge" zufolge wurde das Abkommen, betreffend die Angliederung des Kongostaatcs, heute unterzeichnet. Es wild morgen, spätestens Donnerstag, in der Kammer eingebracht weiden. Rom. 4 März. Die „Agenzia Stcfani" veröffentlicht folgende Note: Der Minister des Aeußern Tittoni antwortete auf das Zirkular der russischen Regierung mit der Er^ llärung. daß die italienische Regierung die in demselben ent. wickelten Ideen vollkommen akzeptiert habe. Tittoni telegraphierte an den italienischen Botschafter in Konsjan,? tinopel. die Konzessionsangelegenheit der von Serbien verlangten Eisenbahn von der Donau bis zum Adriatischen Meere bei der Pforte lebhaft zu unterstützen. Der österreichisch-ungarische Botschafter beim Quirinal in Rom erklärte dem Minister des Aeußern Tittoni, daß die österreichisch-ungarische Regierung gegen den Bau einer Eisenbahn von der Donau bis zum Adriatischen Meer leinen Einwand zu erheben habe. Paris, 4. März. Die „Agemc Havas" meldet aus Madrid: Der Besuch der österreichisch-ungarischen Esladcr und die Reise des Königs Alfons nach Barcelona haben in der spanischen Presse Ueberraschung hervorgerufen. Demgegenüber wird hervorgehoben, baß der Besuch der Esladcr dem Wunsche des Königs entspreche, in den spanischen Gewässern die Kriegsschiffe eines Staates zu sehen, der durch ein Familienband mit Spanien verbunden ist. Der Besuch sei ein ganz natürlicher Höflichieitsalt. Die gegenwärtige Lage in Barcelona entspringe nicht der Gesinnung der Be-bölterung und der Besuch des Königs könne nicht als ein unbesonnener Akt aufgefaßt werden; el werde vielmehr alle alarmierenden Gerüchte zerstreuen. Paris, 4. März. Die „Agence Havas" meldet aus Barcelona: Hier fand man ein Plakat affichiert, das ein Attentat ankündigt. London, 4. März. „Daily News" melden, daß in Chicago beschlossen wurde, alle bekannten Anarchisten auszuweisen und die gegen 'sie bisher angewandte Politik der Milde gänzlich zu ändern, denn diese Praris habe Chicago zn einer Brutstätte anarchistischer Gewalttaten gemacht. Dreihundert Anarchisten wurden bereits verhaftet. Revolutionäre Schriften und Reben werden in Zukunft von der Polizei strenge zensuriert werden. Angekommene Fremde. Grand Hotel Union Am 5. März. Sullje, Hofrat und Neichsrats» abgeordneter, samt Frau, Briom. — Vartos, Nsbr.; Klevetar, Kfm., Prag. — Leincrt, Ina.., samt Frau, Trifail. ^- Sutej, Industrieller; Vuch, Leutnant. Agram. ^ Wcilcilmann, Ing., («ottenburg. — Runge, Aglar, Schlehan, Kunl, samt Frau, Pollal. «site,: Tempes. Wirth, Hirsch, Haas. Klein. Arnstein. Erle, Tschel. Prinzej, Rsde., Wien. — Novetis, Kfm., Pyeda. — Mitrinovit, Kfm., Priedor — Baron Winllcr, Negierungs» lonziftist, Laibach. - Iarc. Professor; Perco, Ing.. Kramburg. — Zarnil, Weinhänbler, Kitina. — Schilizzi, Madile, Kflte., samt Frauen, Trieft. — Kulec, Besitzer, samt Frau, Sachsen-feld. — Jäger, Kaufmannsgattin, samt Tochter; Vlühweiß, Rsdr.. Graz. — Pollanz. Ing.. Villach. — StazinSli, Pfarrer, Trifail. — Stiaßnn, Ksm., Iglau. - Rhein, Techniker. Rann. — Nova!, samt Frau. wörz. — Tcrbuhovic v., samt Frau, Grohlact. - Dr. Klrin. Arzt. samt Frau, Mähr. Ostrau. — Oblal, Händler, samt Frau, Oberlaibach. — Lcoercr, Rsbr.. Ödmburg. — Tenftenjat, l. u. l. Fcldlurat, Pola. H, _^ " -__________^ > ^s^i^IT^ 737^5, 4 9OSD."schwach bewöM 9U M, 740 0 11 N. schwach_______ ! 5 > 7 u. F. l 740 « > -1 91 windstill > Nebel > 3 0 Das Tagesmittel der gestrigen Temperawr 2 4', Nor» male 18'. Wettervoraussage für den 5. März für Steiermarl, Kärnten und Krain: Größtenteils bewölkt, sehr kühl; für das Küstenland: vorwiegend trübe, kühl, veränderlich und allmah» lich besser. Seismische Berichte und Beobachtungen der Laibacher Erdbebenwarte sgfssllilids! ro>, bri' Nrni» Vparlaslr I«U7,, (Ort: Gebäude der l. l, Stants-Oberrealschule.) i; heute «sehr schwach». An den beiden lurzperiodischen Pendeln ist so gut wie leine Bodcnunruhe zu verzeichnen. uo» Mitternacht bi« Millrumch! U Uhr b!« «4 Ut,r gezühli, " Dir ' » » » i >, I, r wird i» il>!t!>'nt>li, 2lürlssslads» lllllsifizierl: «uiüchlägt bl« zu I Millimclcl «jrhr Ichwach», vo» l l>i« i! Millimr!« »schwach», vo» li b!« 4 Milliiuclri» «mükix starl>, von 4 bi» 7 Minimiern 'start., vun ? bis 10 Millimr!!-,» «!»'l)r starl. und über 10 Millimkifi «aicher» ordriiilich slarl». - 'Al!ll','mei»s Bobr»unruh!>» bebeutet ßlrichzsitig auslieifüd» »Narle» Unruhe auf allen Pendel» Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. Für Ntlfcdtebewoliner, Beamte ete. Gegen Ver-dauungsbescbwerden und alle die Fulgen einer mtsenden Lebensweise und angestrengter geistiger Arbeit sind die echten „Moll'» Neirilitzpnlver" vermöge ihrer, die Verdauung nachhaltig regelnden und milde HufJttnenden Wirkung ein geradezu unentbehrliches Hausmittel. Eine Schachtel K 2' —. Täglicher PoRtversand gegen Nachnahme durch Apotheker A.MOLL, k. u. k. Hoflieferant, WIKN, I., Tuclilauben 9. In den Apotheken der Provinz, verlange rnnii aundrlicklich MOLL'h Präparat mit deBHen Schutzmarke und Unternchrift. (8töb) 9 ßM^ Hinweis. "^U Unserer heutigm Nummer (Stadtauflage) liegt ein Prospelt über: Mm Ptlllh«ü ilOierte ßlm»»e — ein Schatz sür jede Familienbiblwthel — bei. woraus wir unsere P. T. Leser besonder« ausmerlsam machen. (9lib ») $^* Nur einige Tage hier. **^t Hervorragende gediegene Neuheit! Die Plastik im eigenen Heim! Sie erhalten Ihr eigenes Portrait Im plastlsohen Hoohrellef binnen wenigen Stunden unter vollständiger Garantie der Ähnliohkelt u. wlrklioh vornehmer künst-lerisoher Ausführung geliefert. Beaohten Sie meine Permanent-Aus-¦tellung im Sohaufenster der Buchhandlung Bamberg am HongreBplatz wo Aufträge entgegengenommen werden. (932) Karl Morsch Bildhauer aus Mtinohen. 09^ Zimmerschmuck! *^P| Laibacher Zeitung Nr. 54. 472 5. März 1908. I Filiale der K. K. priv. Oesterreichischen Credit- Fi*an3E-«Tose *"-' -AJctieulcapitsil 3S: 120,000.000-- Anstalt für Handel und Gewerbe in Laibach. Stx-ass« IV»-. 9. (1713) Heservefond IC ©3,000.000*— Kontokorrente.— Kauf und Verkauf von Effekten, Devisen und Valuten.— Safe-Deposits. - Verwaltung von Depots. — Wechselstube^ Kurse an der Wiener Börse (nach den» offiziellen Kursblatte) von» 4. März 1908. Nie notierten Kurse verstehen sich in Kronenwährung. Die Notierung sämtlicher Nltien und der ,.Diversen Lose" versteht sich per Stück. Geld Ware Allgemeine Staatsschuld. einheitliche Rente: 4"„ fonver. stenerfrei, "ronen (Mai-Nov.) per Ku, fl. . . 262 75866 75 l«S4« „ 50 fl. , . 263'- 267 - 3 120 fl, b"/„29« ^5 292 2b Staatsschuld d. i. «eichs-rate vertretenen Königreiche und Länder. lslerr. Goldrentc steuerfr., Gold per Kasse .... <"/„ »16 95117 ib cslerr. Rente in llronenw, stfr., per ssassc.....4"/r 97 7b 97-95 detto per Ultimo . . . 4"/, 97 7b 97-9b i^ft. Investition« Rente, stfr., Kr. per llnsse . . 3>/,"/» »«'«b 88 öb z»s»«b»hn.3t»llt,schul». «lschreitungen. Viisabeth-Hahn i. G., stcuerfr,, zu 10,c«0 ss.....4"/„>1ü 3b1I6'3b Franz Ioseph-Vahn in Silber (div. St,) . , . . 5'/«'/<>il!a 90 121-9« s>aliz. Karl Ludwig-Nahn (div. Stücke) Kronen . . . 4"/„ 971« 98 10 RlibolfVahn in Kronenwähr. steuerfr. (biv. St.) . . 4"/„ 97 20 9820 z>orarU>tr«er Vahn, stfr.. 40« UNd L000 «ronen . . 4"/^ «7 20 98 20 Z» zt«»r»schnld««sch»«iln»gln »tgefttmplXe t'senlalin.ßktitn «tlüabeth-V. 2«0fl. NM, 5',,",,. von -«00 Kl......4689047090 detto Linz-Vubweis 20« fl. ö. W. s. b'/^/n - - .424 — 436 — detto Kalzburg-Tirol 200 fl, ö. W. L. 5"/„ ... .426 154281b «,rem«tal-Vahn 800 u. 2000 Kr. 4"/„.........194 b0 18550 Geld Ware Pl>« Zlaal« zur Zahlung üb«» nommeut Eisenbahn >Pli«riläl»° ßbligalioneu. Vöhm. Westbahn, 97 2« 98 20 Ung.-naliz. Nahn 200 II, S. 5"/„ 105 - 106 — drtlo «00 ll. 500« Kr, 3'///» 88 50 89 50 Vurarlbcrner Nahn Em. l884^ (div El.) Silb. 4"/„ . . 97 8b 98 8b Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. 4"/„ ung, Guldrcnlc per Nasse , Iili-Ib 1123b 4"/s, bctto per Ultimo 11815112 3b 4"/„ unyar. Rente in Kronen- währ. stfr. per Nasse . . 94 25 34-45 4"/„ deito per Ultimo 94 25 94 45 5>/l"/n detto per Kasse »4-4« »4 60 Ungar, Prämien.Nnl. il 100 fl. i90 50l84-5« detto k 50 fl. 190 b0 194 5« Theiß Ncg.Lolc 4"/« .... 1495«,53'b<> 4"/n ungar. Grundertl.-Oblig, 949b 9b 9« 4"/n Iroat. li. slav, Grbentl. Odl. 95 2b 96 25 Andere öffentliche Anlehen. »o«n, Lllüdei-Nnl. (bin.) 4"/„ 91 80 92 80 Vosn.-Hcrceg Eisenb.-Landes- «nlehen sdw.^ 4>/,"/n - - 987b 99 7b 5"/„ Donau Reg. «lnlelhe 1878 1037b — - Wiener Ncrlehr« Anl. . . 4"/„ 974b 98 4U dettll 1900 4<"n 97 l betto (E. oder G.) I874'12i 25122 25 delto (1894).....95 30 96 30 detto lGa«) v. I. 1898 . «715 »815 detto sltleltr.) v. 1.1900 9710 W-,0 detto (Inv.-N.) u I.1U02 96 80 9? 7b Vörlebau-Nnlehen verlosb. 4"/„ 97 — 98 — Nnlstlche Ltaatsanl. v. I, 190» f. 100 Kl, P. K, . . ü«/n 9155 92 05 dello per Ultimo . . k"/,, 91 ,121'8bl22'8ü Geld Ware Nulg. Staats - Goldanleihe 1907 f. 100 Kl. . , 4'/,"/n 87 6b 88 65 Pfandbriefe usw. Nobc!ilr.,allg.öst.i, bl»I.vl.4"/n 96— 96-80 Bühl», Hupolhclcnb, Verl. 4"/» 98 65 99-65 Zentral «od. «red.-Vl., östcri., 45I verl.....4'/,«/, loi-b« 102-5« bcllo K5 I. verl. . . . 4"/„ 9l>-- 99-^ Kred. Inst., «slerr,. f.Vcrl,-Unt, u. öffentl. Arli, Kat, ^. -l"/» 96 75 97'7b Landceb, d. Nii». Oalizien u»t> Ludom. 57>/, I. riiclz. <"/„ 9475 95'7b Mähr. Hupolhelcnb. verl, -!"/« 97 90 98 90 N.-öslerr, Landcö.Ht,p.-«»st.4N/e! 9825 99-25 dello i»ll. 2"/„ Pr. Verl. 3'/2"/n 89- - W' dctio K,-Lchuld!ch. Verl. 3>/l'Vn 89- 90-— detlo verl......4"/n 9810 99>10 cstcrr.-ungar. Van! 5« Jahre verl. 4"/« ü. W.....98-15 99-lb delto 4'7„ Kl. - .... 98-50! 99 50 Sparl.. Vrste«st.,eoI.verl. 4"/» 99-05 10005 Eisenbahn-Prioritäts-Obligationen. öfters. Nordwcstb. 200 sl, S, . 102-95 103'9b Elaatsbahn .'«0 ffr..... 40!» - 41I-— Eüdbahn i^ 3"/„ Jänner-Juli 500 Fr. lpcr St.) . . . 89»'- 301 — Südbahn k 5"/y ^00 fl. E. o. G i22-4b 123-45 Diverse Lose. l>»rzln»lichl f»sl. 3«/n NodenlreditLosc 261-7b 2«7'7b Serb. Prüm.-Anl.p. 10«Fr,2"/» lUl b« IU7b0 In»llzin«llcht ffoft. Budap. Vasilila b I8»iib detto per Medio . . , 187-25 18«'25 «elb Ware Wiener Komm. Lose v. I. 1874 Ü0b— 515'— Gew. Sch. b. :!"/„Präm.° Schuld d. Bodenlr.-Nnst. 00 fl. KM, 29,3 — 2922'— detto (>it li) 20« fl. per Ult. 1116— 1119'— Donau - Dampüchiffahlls- «es.. 1.. l, l. pliv., 500 sl, KM, 1040-— 1046'- Dux Vodenbacher (t.-A. <00 Kr. 567-— b?0'- FerbinandsNorbb. 100« fl, KM. 529«-— b330'— Kaschau - vderbcrger Viscnbah» 20<>, . 30b'50 30650 Vaülverei», Wiener per Kasse —'— —-— detto per Ultimo 538'50 b39'5.« Vodenlr. Anst. öst,. «N0 Kr, , 1067'— 1073'— >jentr,-Vod.-Kledbl. Vst,, 200 sl. blü'— b16'b« Krebitanstall für Handel und Gewerbe, 16« fl., per Kasse «4l'b« 642 5« betio per Ultimo 642'2b 643-25 Krebitbanl, ung. allg., 20» fl. 772b« 7?3'5« Depositenbanl, alla., 200 fl. , 460'— 462-- Eslompte - Gesellschaft, nieder- österr.. 400 Kr..... 594 b« b97'b« Giro- u. Kafscnvercin, Wiener, 200 sl........ 4b7 — 460'— HNpothelenbanl, öst, 2«0Kr, 5"/,. 290'— 29b'— Ländcrbanl, üsterr,. 200 fl,, per Nasse....... —'- —'- detto per Ultimo 41»'2b 419'2b ,,Merlul", Wechselslub-Allien- Gestllschlljt, 200 fl. , , , 6U8-- 61^-— österr.-ungar. Vanl 1^0« Nr. 1718-— 1729-- Geld Wa« Unionbanl 200 sl...... bb4'— bbb'— Unionbaul, böhmische 100 fl. . L42'50 243b0 Vcrlehrsbanl, allg.. 140 sl.. . »4«'— 342 — In»usll!t'Wnlemehnm»g«. Vn»s,eseNsch,. allg. öst., 100 fl. >20-— 122-— Bnlzcr KohIcnbergb.-Gcs. IN0fl. 738'— 742'— Eilcilbllhüvcrlchrs-Anstalt, üst.. 100 fl........ 4l«— 414— 9-— 42!'- Eletlr.-Gescllsch, intern. 200 sl. 590'— 59!'— n «r. . . 968'— 978— Liesinger Brauerei in« fl. . . 250'— 252- — Montan-Ges., öst. alpine 1N0 fl. 648'— 649— ..Poldi-Hüttc", TiegelguMahl- F.-Ä.-G. 200 sl..... 450'— 4b»'^- PiagerVisen-Industric Gesellsch. 200 il........ 2N0b-—L6!b— !«ima- Murant, - Salgo-Tarjaner Eissüw, 10« sl..... 5362b b3?'Lb Salg o-Tarj. Striülohlcn 100 fl. 599'— 60«'-^ ..Schlöglmühl". Papleif.,200fl. 320'— 33«'— ..Echodüica", N. G, f. Petrol.- Industrie, 50« Kr. , . . 430'— 440'-> .,Slet,rrlmühl",Papielf.u.V.G. 44»'— 445 — Tiifllilrr Kohlenw-G. 70 fl. . 262'— 270— Tüll. Taballegie-Ves. 200 Fr. per Kasse...... —-- —— betto per Ultimo . . . 413— 4lb — Waffenf.-Ges,, österr., 100 fl. . 540— 54b'bO Nr. Vaugesellschaft, lO« fl. . . Ib!i' il>4— Wicuerbeige Z!enelf,-Ult..Ves. 726-— 737'— Devisen. Aul)« hichlln nnd zchlck». Amsterdam....... 199 02» 199 32' Deutsche Nanlplätze . . . ,11760 117-80 Italienische «anlplühe , . , 9b »5 9b «0 LondMl........ 240 80 240 90 Palis......... 95l»2^ 95S7^ St. Pcttlsburg...... —-— - — Zürich und Nasel..... 95 42» 9bb?^ Valuten. Dulatcn........ n-35 il-«» 20ssra!!len-Ttücle..... 19->u 19-13 20 Marl Vtücle...... 23-bl 23 56 Deutsche Neichlbanlnoten . . 117 b?' 11 ?-??'' Italicnische Banlnote» . . . 9b 70 95>'l»b üiubel-^toten....... 2-5«'' 2'bi'' EIxl- -U.33.ÈL "Verlcok.\3.f von Renten, Pfandbriefen, Prioritäten, Aktien, Lonen etc., I>evlnen nnd Valuten. ______________Los-Versicherung._____________(3*) "Ba.3a.3c- und 'X7š7"ecli.slergiescla.&ft ¦.nibnrli, NtrltnrirnMHe. Privat-Depots (Safe-Deposits) I ¦a.3a.t«x 9lftn.ain V»rBCh.lus» d-«x Faital- I VerzlniuBo von Bareinlagen Im Konto-Korrent und auf Glre-Konte. I