.U!W. 8nmstW mn 2l. Juni l^li2 Die „Laibach« Zeitung" erscheint, mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, täglich, und lostet sammt den Beilagen im Comptoir ganzjährig 11 fl., halb-jahrig 5 fl. 00 lr., mit Kreuzband im Comptoir ganzj. 12 st., haibj. 6 fl. Flir die Zustellung ill's Hau« sind halbj. 50 fr. mehr zu entrichten. Mit der Post portofrei ganzl^ unter Kreuzband und gt» drulltcr Adresse 15 fi., halbj. 7 fi. b0 tr. Fnsertionsgebllhr filr eine Garmond - Spaltmzeile oder den Raum derselben, ist für Imalige Einschaltung 6 kr., ftlr 2malige 8 tr., für 3malige 10 lr. u. s. w. Zn diesen Gebühren ist noch der Insertions - Stempel p«r 30 tr. für eine jedesmalige Einschaltung hinzu zu rechnen. Inserate bis 10 Zeilen losten 1 fi. 90 tr. ittr 3 Mal, 1 fl. 40 tr. für 2 Wal und 90 tr. fltr l Mal lmit Inbegriff des Insertion«ftempele). ^Macher Zeitung. Amtlicher Theil. ^c. r. k. Apostolische Majestät babcn mit dcr Aller« böchstcn Entschließung vom 9. Juni d. I. dcn Etatthalterci' systemmäßigeu Bezügen allcrgnädigst zil ernennen gcrnht. Grlaß des Finanz-Ministeriums vom 16. Inni 1802, die Eröffnung ciiler Subskription auf eincu Thcil der Staatsschnldvcrschreibllngrn des Vcrlosnnganlehcns vom Iahn- 1800 betreffend. Auf Grund der, mit dcm Geschc vom 8, Inni 1862 (Neichsgcsctzblatt Nr. 3l) erhaltenen Ermäch, tigung und in Folge der mit der Nationalbank ge> lrossenen Vereinbarung hat das Fiiianzministerinm 83.000.000 fl. in Staatsschnldverschreibuugeu des ylnlehens vom Jahre 1860 der k. k, privilegitten Kreditanstalt für Handel und Gewerbe. und dem Wiener Banlhansc des Freihcrrn S. M. v. Noth« schilo für sich und im Namen der Bankhäuser M. A. v. Rothschild und Söhne in Frankfurt am Main. Gebrüder u. Rothschild in Paris und N. M. von Rothschild und Sohne in London miltclst Vtrtragrs Überlassen, und dadei die Brstimnning gctr^ffcil. daß der fünfte Theil von diesen StaatsscknlDverschrcibnn-gen, somit ein Beirag von 16.600,000 st., lind zwar: 12.4:50.00!) fi. in Slücken zu >'!00 fi. uud 4.l!!0 000 fi. in Stücken zn !00 st. im Wege ciinr öffentlichen Subskription dcm Publikum angeboten werde. Hiernach ivird eine Subskription am 23. Iuui 1862 eröffnet, und am 26. Iuui 1862 geschlossen und es werden die Bedingungen, unter iv.lchcn an dieser Subskription teilgenommen werden kann. in dcn nachfolgendsn Bcstimmuugcu bekannt gegeben: 1. Für jedeö Hundert vom Nominalbeträge der erwähnten Staatsschuldverschreibungen sind 94 (Neum zig vier Gulden) zu bezahlen. 2. Der geringste Petrag. a»f welchen eine Sub> skription angenommen wird. ist 100 ft 3. Das Ergebniß der Subskription wivd. sobald dic in dcn Kronländcrn subskribirtci, Beträge bekannt sein werden, nnd jedenfalls längstens am 12. Inü 1862, durch die «Wiener Heilung" veröffentlicht Wenn der subskribirte Betrag 16.600.000 fi. über-steigt, so tritt eine verhältnismäßige Verminderung der subskribirtcu Betrage eiu, und es wird der Mast. stab dieser Verminderung gleichseitig durch die «Nic^ ucr Zeitnng" kundgemacht. Sollten die auf Beträge unter K000 fi. lautenden oder dnrch die nothwendig gewordene Verminderung auf Beträge unter .'>00 fi. herabgesetzten Subskriptionen zusammen genommen 4,l!i0.000 fi. überschreiten, so werden dieselben im Wege der Verlosung - - über dcrcu Modalitäten eine Veröffentlichung durch die „Wiener Zeitung" erfolgen wird — auf 4,1.^0.000 fi. zurückgeführt werden. 4. Wer an dcr Subskription theilnchmen will. hat eine stcmpclfreic Erklärung nach dem beiliegenden Muster und mit dieser Erklärung die erforderliche Kaution (§F, Ü und 6) bei dcr privilegirten österrci« chischeu Ncuionalbank in Wien oder bei cincr ihrer Filialen in den verschiedenen Kronländcrn, oder bei dcn Landcöhanptkassen in Venedig. Zara und Ezer-nowil). oder endlich bei dcr Sammlungslasse iu Salzburg zn überreichen. Die genannten Kassen l,a>! bcn den Auftrag. Vlanqucttcn zu der SubskripliouS-Erklärung unentgeltlich zu verabfolgen. 6. Die Kaution hat iu W p(5t. des cinzuzah^ lruden Vctrageö zu bestehen, und kann ganz oder zum Theile auch in Partial-Hypothekaranweisllngcn, die nicht über Eiu Jahr lang verfallen sind; in Coupons von Staatsschnloverschreibungen. welche längstens binnen 10 Tagen verfallen werden, oder nicht län« gcr als Ein Jahr aushaftcn; oder in auf Ueberbriu' gcr lautcudcu, mit allcu noch nicht verfallenen Coupons versehenen Slaatsschnldverschrcibuugen bestehen. Dcr Werth dcr lchlcrcu wird mit lv p(5t. unter dcm Knrsc dcr Wicucr Börse vom l6. Iunl 1862 in Warc (mit Hinweglassuug des Bruchthcilcs). die übrigcu obeu gcu.innteu Effekten aber uach ihrcm Auszahluugowcrthc berechnet. 6. Außer den im ^,. 5 angeführten Wcrthpa-picrcu können auch PrwritätSobligalioncn und Aktien dcr l. k. privilcgirteu Kaiser Ferdinands - Nordbahn, dann Prioritäts'Obli.Mionen ui'.) Aktien aller mläu» oischeu Unternehmungen, welchen die Staalsverwal» tilug eiu gewisses Etträgniß garantirt, als itautiou erlegt wcldcu. Dcr Werth der Prioritälsobligationcu und Aktien wird zwar auch wie jeuer dcr Staatsschuldvcrschrci» buugen ermittelt; doch ist dcr Werth dcr Aktien mit !4 Perzcnt unter dein angenommcncn Vörslkurse zu bcrcchucu. ?. Die als Kaution crlcgtc». nicht auf Ucbcr. bringcr lautcudcu Akticu müsscn mit dcm Giro DrS» jeüigen, auf dru sie lantcn, und bczichuugSwcise mit dcm Giro dcö Subskribcutcn vcrschcn. und allc Wcrthpapierc ohne Unterschied auf dcr Rückseite der Subslriptionserklärnng genau verzeichnet sein. U. Die im V»nc,l odcr ui Wcrtyp.ipisis,, erlegte Kaution lvird in dcm. an den Subslribcittc,, von der Na„c hinansgegebeuru Einzahlungsbogen bestätigt. U. Wenn die subslribirteu Beträge in den, im 8- 6 vorgesehenen Falle vermindert werden müssen, ,0 wird doch die im Baren crleglc Kaution nicht ver-mindert, sondern, insoweit als sic 10 Pcrzcnt des cinzuzahlcuden verminderten Betrages übersteigt als eine Vorauszahlung behauoelt. Dagegen kann der Subskribent, jedoch längstens nur bis zum lii. Juli 1862. die vcrhältnißnM'gc Verminderung seiner in W crthpapi crc n geleistr-ten Kautiou, und beziehungsweise die Zurückslellung des Mehrbetrages, welche auf dcm vorzulegenden Elnzahlnngsbogen ersichtlich gemacht wird. verlangen. 10. Die im Baren erlegte Kaution wird vom Tage des Erlages bis zum 2. März 1863, oder. wenn dic Einzahluug dcr lepten Rate (§ 14) vor dcm 2. März <863 erfolgt, l'iö znm Tage ihrer ^nzahlnng mit !i Perzent velzinst. Insoweit aber cln ThlH der Barkaution als cinc Vorauszahlung behandelt wird (z, l>). läuft die üplrzenligc Verzin. Nnig nur bis li,. Juli 1862, oder wenn dic rrste Ratc vor dcm 1ö. Juli 1862 cingczablt wird. nur bis zum Tage ihrer Einzahlung. l l. Die in Werlhpapicren erlegte Kaution muß längstens bis zum 16. August ,^2 gegeu jeucn Barbetrag umgewechselt werden, für welchen sic an. genommen wurde. Nur dann. weun eine Vermin-derung des Subskriptionsbctragcs erfolgt ist. hat die Umwechslung bloß in einem solchen Varbelrag zn lMchehen, welcher für sich allein, oder mit >rech. »ung der tbeilweisc im Baren erlegten Kaution. 10 Pcrzcnt des ciuzuzalilcndcn Betrages deckt, Die hiernach gegen Bargeld umgewechselte Kau» tlon wird vom Tage dieser Umwcchslung cbcufall? mtt i^ Perzent verzinst (ij. N). 12. Werden die als Kaution erlegten Werth, vnplere nicht bis zum IU. August 1862 uach der im §. 11 cnthalteucn Bestimnuing umgewechselt, sower, den sie borsenmä^ig veräußert und erst von dcm Tage. an welchem dcr dafür gelöste Betrag bel dcr Kasse cingcfiosscn ist. alö Varkantion behandelt und verzinst. l 3. Neun der im vorgedrehten Falle cingefiossenc Betrag für sich allein oder mit Zurechnung dcr theil, weise im Baren geleisteten Kau'üon ltt ^rzent dcs ciuznzahlcndcu VctragcS übcrstcigt, so ist dcr Ueber-schuß alS einc Vorauszahlung auf die uächstc Rate zll vcrrcchncn. Wcnn er abcr 10 Prozent dcs einzuzahlenden Betrages nicht erreicht, so ist das Fehlende längstens bis 1. September 1862 zu erlegen, widrigcns der ganze ciugefiossene Betrag dem Acrar anheimfällt. 14. Die Einzahlung auf den snbskribirten oder dcn durch Reduktion der subskribirten Gcsammtsumme verminderten Betrag hat in ucun gleichen. 10per;. Ratcn, und zwar längstcns am lli. Juli » 3«. « « 1. September ig^ « 1. Oktobcr ^ .'!. ylovciubcr „ 1. Dezember „ 2. Jänner » „ 2. Februar <' I860 « 2. März l zn erfolgen; doch kaun die Einzal'lung ganz oder znm Thcile auch vorhinein geschehen. 1ü. Wer cinc Rate nicht in der im H. 14 bc stimmten Weise erlegt, dessen Kaution wird unnach-sichtlich eingezogen. Ebenso werden die früher be» zabltln Beträge, sofern sic mcht in Staalsschnldver« schrribungeu bedeckt werdeu können, dem Aerar an-hcimfaUlN; wogegen dcr Subskribent jeder weiteren, aus scincr Subskription hcrvorgcgangcncn Pcrpfiich. »ung euthoben wird. ^, 16. Zu den Raten > Eillzahlnngen werden auch Coupons von StaalSschuldverschrcil'Ungen, wenn sie nicht später als iu 10 Tagen verfalle», odrr ui^t schon vor mehr als cincm Jahre fällig geworden sind, im Anszadlungswerthc; ulld nicht über ein Ial>r lang verfallene Partial HypolhelarAnwcisnng von dcin Subskribenten zu ersehen. 17. Jede geleistete Eiuzal'luug wird vom Tage der Einzahlung bis zu den» Tage. an welchem die Subskribenten die ihnen gebührenden Staatsschuldver» schreil'uugcn erhaltcu, mit tt p(5t. verzinst. 18. Wenn der subskribirte odcr der nach tz. 3 verminderte Betrag durch !il>0 l>hnc Rest tbeilbar ist. so wcrdcu nur Staat^schuldverschreibungen zu K00 f!. au dic Subskribeutcu erfolgt. Insofcrne daber für jede ciuzelnc oder für mebrere Raten nicht wenigsten) .'i00 fi. odcr ein durch 500 ohnc Ncst theilbarer Betrag au Staatsschuldverschreibuugen entfällt. kann der Subskribeut dir Erfolglassung vou Slaatsschuldver-schreibnngen nicht ansprechen. U>. Wenn der snbskribirte oder dcr verminderte Betrag 'i00 fi. nicht erreicht, oder wenn er durch 500 ohur Rest nicht theilbar ist (z. B, sich anf 700. «600. 3800 ss. belänft). so wird für den. Ü00 ss. nicht errrichenden Slibskriptions» und für den, durch K00 ohnc Nest nicht Nieilbaren Betrag, die cntsprc-clieudc Staatsschulovcrschrcibung nach crfolgter Eiü» zahlung von je l)4 fi. ausgehändigt wcrden. 2N. Drei Tage vor dem 1. August 1862 und vor dem ersten Februar 1863 und drei Tage nach dem l. August 1862 und 1. Februar lk63 findet einc Hinausgabe vou Staatöschullverschreibungru nicht Statt. Sollte eine Kasse am Tage dcr Ratcnzcch. lnng mit dcm erforderlichen Vorratbe von Staats ichnldverschrcibungsu nicht versehen sein. so wird snr deren möglichst schnelle Zusendung Sorge getragen und dem Subskril'suttn vlr Tag besannt gegeben 558 werden, an welchem die Staatsschulducrschreibungcn erhoben werden können. 21. Die Staatsfchuldverschreibungcn. welche für die in, Baren erlegte oder in Bargeld umgewandelte Kailtion gcbübreu. wcr-oen erst bei Einzahlung der letzten Nate erfolgt., 22. Dein Subskribenten kommen ziveimonatliche vom Tage der vollständigen Einzahlung für die cr< folgte Staatsschuldverschreibllugeu zurück zn rechnende /,',perzenlige Einsen zll Gnte. Hasteil anf der er» folgtcll Staatsschnldvcrschreibnng mebr als 2monat^ lichc Zinsen, so sind die über zwei Monate l'aftcnden von dein Subskribeiilei, zu vergüteii; haften dagegen die Zinsen nicht volle zirei Monate, so sind fnr die fehlende Zeit die Zinsen bar an den Subskribenten zu bezahlen. iiaibach, 20. Juni, 66 ist gewiß eine eigenthümliche Erscheinung, daß, während der „kranke Mann" von heftigen Fic-bcranfällcn geplagt wird, sein größter Dränger, „der Koloß mit thö'nernen Füßen" von einer furchtbaren sozialen Erschütterung bcdroht erscheint. Wäbrend in der Herzegowina und in den schwarzen Bergen der Aufstand wütbet, während die Pforte alle Kräfte verwendet, tbeils nm die Insurrektion zn bewältigen, theils uin in anderen Provinzen die Erhebnng nieder zn drücken, wäbrcud in Serbien eine neue viel grö< ßere Gefahr droht, indem dort geradezu an einer Vernichtung der Suzrränctät gearbeitet und der Un-abdängigkeitskampf eingeleitet wird, der viel größere Dimensionen annehmeu kann, als die Veranlasser ahnen-— verkünden dic grauenhaften Fcncrsbrnnste in der Hauptstadt des Ezaren, das; dort eine soziale Krisis naht. wie die Weltgeschichte kaum eine ähulichc kennt, nnd daß dort Dinge eintreten können, welche nicht nnr die Macht des staatlichen Kolosses lalnn legen, sondern ilm gänzlich zn Falle bringen dürften, Die russische Mordbrennern trifft mit anderen Symptomen einer furchtbaren inneren Bewegung zn» sammen. die alle Schichlen der Bevölkerllng ergriffen bat. Uebercinstimmende Berichte melden, daß täglich Offiziere vcr Armee, neulich mebrere Offiziere der kaiserlichen Garde, unter der Anklage des Komplotes und des Hochverrathcs verhaftet wurden. So schreibt man dem „Votsch.", daß auch der Aojlttaot des Kaisers. Rostoffzow. der Sohn des Generals dieses Namens . dem Kaiser, sehr nahestehend uud Vorsitzender des Hanpt-Emanzipations-Comite's, am 1l. Juni verhaftet wurde. Noch an demselben Tage that er seinen Dienst bei der Person des Kaisers nnd erschien im Gefolge desselben bei dem jüngsten furchtbare» Heuer. Tcr Kaiser war todtenbleich. sichtlich anf's Tiefste erschüttert; das jammernde Volk umdrängte ihn, umklammerte seine Knie, beschwor ibn um Net-tnng vor seinen gransamen Verfolgern. Und Einer derselben war Augenzeuge dieser erschütternden Szene, denn Nostoffzows Milschnld ist bereits erwiesen. Es gebt ein schlimmer Geist um in dein großen Nußland. Die Vestimmnngcn der kaiserlichen Ukase. welche dem Freigelassenen nur ein nothdürftig ernährendes Stüel Feld nnd die Hütte zuerkennen, in welcher er wohnt, das Gut selbst aber dem bisherigen Grnnd» nnd Lcibherru beläßt, scheint ihnen ein innerer Widerspruch zn sein. eine dnrch Beamten» und Adelskniffe bcrbeigefübrte Verkebruug der edlen Absicht ihres Ezaren. Gegen diese tief eingewurzelte Meinung hilft weder Belehrung noch Ereknlion. Sie wähnen ein Recht zn haben anf eine durchgreifende A grar - Ncu olution . auf Vcrthcil u u gdcr Güter, mit denen sie früber Eins gewesen. Auf solche Weise in Vermögen, Anseben und (5'ristcnz bedroht, wendet sich der Zorn und die Wutl, des Adels gegen den Fürsten, der das Befreinngs« wort gesprochen, gegen die absolute Gewalt, die ihm die Macht verlieb, es in's Leben treten ,zn lassen. Statt die Autorität zn stärken, welche allein seinen Grundbesitz gegen den Wahnglaubeu der Menge zu vertheidigen vermag und in der That mit aller Kraft-anstrcngung im weiten russischen Reiche vertheidigt, hat unter dem größten Theil des Aoels das Streben Anklang gcfuudcn, durch ein o l ig a r eh i seh - a r i» stokra tisch es Regime, durch ein Adelsparlament die Gewalt ails den Häuten zu winden, die ihnen solche Krisen zugezogen. In diese in Wntl, nnd Verzweiflung aufgefaßten Ideen hinein, genährt nnd anfgcstachelt noch durch die täglich allgemeiner werdende Erkenntniß von der jämmerlichen Bestech-Üchkeit, Korruptiou nnd Fäuluiß des russische» Beamtenwesens, das wie mit tansend eisernen Reifen ganz Rußland umspannt: in diese krenz uud quer wirkende Anarchie der Begriffe hinein ist -- zn allein Unheil —. noch cinc Geldkrise gefallen, von welcher selbst die schlimmste Zeit unserer Bankiwten-Entwertbuug oder der alten Wiener Wahrung-Misere nur ein blasses Bild zn geben vermag. Glaubwürdige Reisende mel« den übereinstimmend, daß in Rußland nicht nur das Silber^ soudem auch das Kupfergeld in den Haupt« stäbtcn äußerst selten, auf dem fiachen Lande ganz und gar alis dein Verkehr verschwunden ist. Handel uud Wandel sind gelähmt, hcrabgelommcu'; die Produkte kaum zu verwerthen, dadurch das Lebeil nncr-träglich geworden. — Es kann den angrenzenden Völ-kern nicht glcicl/giltig sein, was im Innern Rußlands vorgeht; denn kommen die brutalen, gäl'rcnden Elc« ^mcntc dort in Flnst, so können Verhältnisse eintreten, durch welche Europa gefährdet wird. Was nnn die Vorgänge in Belgrad betrifft, so waren dieselben längst in> Anzüge, Bereits am !2, d. M, wird der „Agr, Ztg." ans Raca an der Save geschrieben, es unterliege keinem Zweifel. daß in Serbien gerüstet werde, uuo daß man. troh alles offiziellen Widerspruches, sich anf die Eventualität eines Kampfes mit der snzcräncn Macht vorbereite. Das System der Laudmiliz, heißt es Weiler, ist vollständig durchgeführt, und diese, nach cnropäischcr Art bewaff» net. wird ill geschlossenen Körpern geschult. Während der letzten Jahre wurden in den Kauoucngießc-rcien des Fürstcnthums so viel Geschnyc erzengt, daß man annehmen kann, Serbien sei nnn damit genügend vc-rsehend, nnd nngcachtet aller Hindernisse haben oie Serben doch gewnßt, sich mit hinlänglichem Roh» materiale zur Erzeugung der Munition zn versehen. Nun werden auch Paelpferdc theils uou der Regierung angekauft, theils von den Besitzern bereitwillig Derselben geschenkt. Ucbrigens sind alle Land- lind Stäotcbeivoliner mit den gewöhnlichen landesüblichen Waffen hiurcichend versehen, Die Scharff'schc Korrespondenz meldet Einzelheit ten. für welche wir ihr die vollste Verantwortlichkeit überlassen. Sie schreibt: «Wie wir aus guter Quelle vernehmen, soll der Festnngskommandant von Belgrad, Aschir Pascha, vorgestern an den Kommandan. teil von Seuilin, den k. k. Generalmajor v. Philip-povich, das Ansuchen gestellt haben, ihm zum Behufe der Verstärkung, der türkischen Vcsahung von Belgrad einige Kompagnien k. k. Truppen zur Disposition zu stellen. Es ist leicht begreiflich, daß diesem Ansinnen Aschir Pascha's keine Folge gegeben werden konnte. Weilers erfahren wir, daß die Einstellung des Bombardements hauptsächlich deu l«,»,« l,Mc>> des k. k. Generals v. Pbilippovich zu verdanken sei, wiewohl anch der französische General-Konsul. Herr Tcstu, in sehr kategorischer Weise, obschon bedeutend später, in-tervenirt hat. Von interessanten Details erfahren wir, daß cin serbischer Angriff auf die Belgrader Zi. tadrllc vojn dcn Türken erfolgreich abgeschlagen wor> den ist," ' Daß cs die Serben dicßmal nicht mif cinc Schlägerei, sondern auf einen „Befrciuugskampf" ab« geseheu habe», geht zur Genüge aus der Absicht Ga> raschanins hervor, das Landvolk in die Stadt zu rufen. Garaschaniu ist ein erklärter Franzoscnfreund uud sein Name bürgt dafür, daß Einflüsse von der Seine ber in Serbien thätig sind. Vino zweite päpstliche 2lllokution wird vom Giornalc di Noma mitgetheilt; cs ist diejenige, welche Se. Heiligkeit am <'>. Juni in der Six-tinischcn Egpclle hielt, wohin alle fremden, in Nom versammelten Priester bcrnscn worden waren. Wir lassen hier cinc vollständige Ucbcrsctzuug derselben folgen: „Die große nnd nugcwöhulichc Anzahl, in welcher wir euch in dieser gelegenen Zeit, zugleich mit den ehrwürdigen Bischöfen der ganzen Welt, nm Uns lind diesen erhabenen Stuhl des h. Petrus versammelt scheu, bietet Uns ein cbcn so wunderbares als crfrcn-lichcs Schanspicl. Wir fühlen dadurch unsere Schmerzen nicht blos; gemildert, sondern tönueu sic fast vergessen. Onrch Gottes Fügung ist das so geworden, der seine Kirche bestimmt hat, „dic Einheit dnrch das Band des Friedens zn bewahren, damit dic Gläubigen nur cin Leib und cinc Tccle seien." Auf dieser Einheit vorzüglich beruht der Nnhm der (Milbigen, dic Ehre der Kirche, der Schrecken der Gegner; so erscheint ihncn dic iiirchc fnrchtbar, wic cin Heer in Tchlachtordnnng. Eingereiht in dieses Heer,' unter euren Vorstehern, Icdcr nach scincm Range, dcn ober-stcn Hirten an der Spitze, gleich ciucr Arincc untcr ihrcm General und ihrer Führer, vollzieht die gegebenen Befehle. „In Mittc dcr schmcrzlichcn Ereignisse dieser Zeit geschieht cs, daß dic Hirten sich enger um ihr Oberhaupt schaarcn. Wandelt in ihren Fnßstapfcn, nnd blcibt dem h. Stuhle verbunden durch das dreifache Band dcs Gcbctcs, der Licbc lind dcr Lehre: des Gebetes, das „dic Wolken dnrchdringt", durch welches wir „dcn Besitz allcs Guten uud dic Befreiung von allein Uebel" erlangen; dcr Liebe, durch welche, „wir wachsen in Allem dnrch den, dcr das Haupt ist, Christus, durch den dcr ganze Leib, vcr< bnuden und geeinigt, wächst uud gedeiht;" der Lehre endlich, dnrch welche, wir „unversehrt bewahren dic Hinterlage dcs Glaubens", und durch welche dic Kirche „als übergössen vom Lichte dcö Herrn, ihre Strahlen über die gauze Erdc verbreitet." Wir wissen, daß wir traurige Zeiten durchmachen, und daß der Stuhl Pctri ganz vorzüglich dcr Gegenstand des Angriffes ist. Doch ist er von Gott selbst so befestigt, daß „wcdcr dic häretische Bosheit ihn je, verrücken, noch dic heidnische Treulosigkeit ihn wird umstürzcu können." Alle Anstrengungen dcs gottlosen Unglaubens werden an diesem Felsen zerschellen und „dahin schwinden, wic alte Trimme und verjährte Fabeln." „Heimgekehrt in cuer Vaterland, lehret das AllcS dcn Gläubigen, die cnrcr Obhnt anvertraut sind, und dic ihr mehr und mehr mit jenem katholischen Geiste erfüllen sollt, den ihr jetzt selbst in reicherem Maße an der Quelle der (5inhcit in euch anfnchmcn tonntet; sie sollen wissen, daß „dic Bache, die von der Quelle sich trennen, vertrocknen; daß nur dic gekrönt werden, dic chrlich gctämpft haben; daß Alle die Einheit der Kirche festhalten nnd vertheidigen müssen." Wenn ihr so gesinnt seid nnd mit Wetteifer dcm Beispiel eurer Hirten folgt, so seid überzeugt, daß dcr große, gütige Gott durch seinen himmlischen Scgcn dieß Band dcr Einheit festigen wird, und empfangt als Unterpfand nnscrcu apostolischen Scgcn, deu wir euch mit übergroßer Liebc ertheilen, aber nicht unr cnch, sondern auch deu Gläubigen, welche curer Sorge übergeben sind, und denen, wic wir hoffen, cncrc An< Wesenheit bei Uns geistige Früchtc bringen wird. Anch ertheilen Wir cuch in Gnaden die Vollmacht, daß Icdcr voll cuch, dic ihr ans curcn verschiedcucu Vaterländern hier versammelt seid, an dem durch scincu eigenen Bischof bestimmten Tage den Glänbigcu, dic seiuer Obsorge augchörcu, dcu apostolischen Segen spcnden töuuc, verbundcn mit einem vollkommcnel! Ablasse, nntcr dcr Bedingung, daß sie die heiligen Sakramente dcr Bnße und dcs Altars empfangen nnd für die Erhöhung nnd dcn Triumph der heil. Mutter Kirche zum Vater der Barmherzigkeit nn< Iubrunst bctcn." Vom Kriegsschauplatze in der Her zeftowiua und «der die türkischen Niistmlssett zum Kampfe ftegen Mou teuegro bringt dic „Donau Ztg." folgende Milthciluugcu Anlimn-i. ". I"">. Am 5i. d. M. Abends sind hier UXX) Maim dcr voll dcn Gnmdlicvvcn dcr Bczirtc Tircmna, Eru/" nnd Dnrazzo in'ö Feld gestellten Baschi - Boznts angekommen uud nach Tugcmillc abgegangen, wo sic dic Uebrigcn erwarten werden. Unter denselben dc sindcn sich dcr Mnfti, die Hodschia's, Derwische nnd anch cin Fcldposscnrcißcr nach dcm Brauche dcr alten Türkcnkricgc. Gestern Abends ist ein Transport' Dampfer mit Provision, Pferden uud 2',, Millionen Piaster eingelangt, welche für dic Herzegowina bestimmt sind. Mit cincm anderen Dampfer sind auö Obcr< Albanien 4W tostischc Baschi - Boznls eingetroffen nnd werden weitere AXX1 dieser Irregulären anö Ajdin in Kleinasien erwartet. Der Angriff dcr tür' tischen Trnppcn gegen Montenegro von dieser Scitc soll am letzten Veiramfeste, dcn li. d.M., erfolgen. Die Montenegriner bereiten sich znm Widerstände und fällen die Waldungen, um dem Feinde die Straße von Sntcrman zn sperren. Sculnli, 7. Juni. Am 1. d. M. hatten sich dic Montenegriner eines Dorfes bei Zagurach bemächtigt, wahrscheinlich in der Absicht, cs zum Ausgangspunkte cincö Angriffes gegen die in dcr Nähe von Spuz lagernden Türken z» machen. Abdi Pascha beorderte dahin i> Bataillone regulärer Truppen und 2l,)M bis :l(XX) Baschi-Bo-zuls ucbst 4 Kanonen. Eine große Anzahl von Montenegrinern, ill deren Mitte, wic cs heißt, sich Fürst Nikolas nnd sein Vater Mirko befanden, setzte einen so lebhaften nnd hartnäckigen Widerstand entgegen, daß die Türken znm Nückzugc zn blasen begannen-Abdi Pascha ließ jedoch in den, kritischen Angcnblictc 5> Bataillone nnd einige Tanscnd irrcgnlärc Trnppen mit .'l Kanonen vorrücken, nnd nach einem mehrstündigen, mörderischen Kampfe nmßtcn die Montenegriner trotz aller init dein Milthc dcr Verzweiflung gemach' ten Anstrengungen sich anf die Höhen flüchten, nnd ließen 2 Fahnen ncbst mehreren Medaillen mit der Inschrift „l->-l>I>mvl»>5", und !! Reitpferden in dc" Handen dcr Sicgcr, welche sich sodann anf ihre Opcrationöbasis lici Spnz zurückzogen. Die Pforte verfügt gegenwärtig anf deut Kriegsschauplätze und i>' unmittelbarer Rahe desselben ungefähr über <»l) Ä" taillonc rcgulärcu Militärs liud ntehr als 25,/«^ irrcglllärc Truppen, — ciuc iinposante Strcitinachl, die, sobald die beabsichtigte Berl'indnng der Heeres' abtheilungen von Tpuz, Wossoelvitsch nnd jener unter den Befehlen Derwisch Pascha's gelingt, Montenegro mitten entzwei schneiden würde. ^(X)0 Zeibels, lrlcgc' rischc Gebirgsbewohner ans itlcillasicu werden nn scher sucht rineu achtwochenllichen, Dr. Milner und Dr. Fischer einen vierwochentlicheu Urlalib an. ^ Ei>»e Interpellation von Mühlfeld und Genossen richtet an das Gesamnttministerinm die Frage, warnni dcr Stadterwriterlingsfond nicht einen Vestand» theil des Staatspräliminars bilde. Minister Ritter v. Lasser antivoitet vorläufig, daß dcr Stadtcrweitcrnngsfond allerdings >vcder ein Lokal« „och ein Landesfond sei. aber auch keinen Theil des Staalsvermögens bildet und ausschließlicher Gegenstand dcr politischen Verwaltung sei, in welche anch dcr Finanzmillister keine Ingerenz übe; er behält sich übrigens weitere Erklärungen vor. Die Spezialdebatte über das Budget des Kriegs' Ministeriums ivird bei dcr Abtheilung: „Militärpeii' sinnen" fortgesetzt und werden, nachdem der Kriegs-minister einige Mittbeilnngen über Gnadeuakte Sr. Majestät des Kaisers aus Anlaß der Verheiratung von Generalen nnd dcr Pensionirnng ihrer Witwen gemacht, die zn dieser Abtheilung gestellten Anträge des Ausschusses, ferner dcr gestern von Skcnc eingebrachte Antrag, dcn Wunsch einer neuen geschlichen Rcgclung der Avauccments ansznspveche». uaebdem ihn dcr Berichterstatter nnd Demrl llittcrstüpt habc». angenommen. Weiter werden die Anträge des Ansschnsses, welche auf eine, Revision dcr Gebübren und Genüsse der k. k. Armce , auf Vcschräukung dcr Zahl der Of' fiziersdiencr nnd des Avancements abzielen, nach kur< zer Debatte angenommen Endlich wendet sich die Debatte dem Ausschuß-antrage zu, wonach der Fricdensetat derart cinzurich-tcn wäre. daß cr fortan dic Summe von l)2 Millio-ncu jährlich nicht übersteige, vorbehaltlich jcncr Ab> mlndcrnngen, welche einc günstigere Gestaltung der Valutaverhällnissc nut sich bringen würde, Dr, Ncchbauer will jcucs Maximum auf 82 Millioiun firirt wissen nnd wird in diescm Antrage von Dr. Taschck nnd Slcne unterstützt. Dr. R ichl will an einen, speziellen Falle, näm» lich an dein Baliprojest dcr Akademie von Wiener^ Neustadt, nachweisen, daß in dcr Abtbeilimg: Mili» tär-Vildnngsanstaltcn »och bedeutende Ersparllngcn möglich wären. Nachdem noch Baron Eiselsbcr^, Baron Tinti. Graf Hartig und eer Kriegsminister gegen, Schindler für dcu Alltrag Rechbaucr's gesprochen, wird derselbe bei der Abstimmung abgelehnt nnd der Ansschußan-trag angenommen. Eben so werden die noch übrigeu Anträge des Alisschusses, wonach in Zukunft die Vorlage über das Erfordernis) dcr l. k. Armee in dctaillirlcrrr Weise zu fertigen und an derselben jcdc Nebcrschreitung der für dcn Frirdcnsclat ansgcsprochcncn Summe als außer» ordentliches Erfordernis auszuweisen wäre. angenom« wen und sämmtliche Anträge in dritter Lesung zum Veschluß crhobeu. Der Verichtcrstattcr spricht schließlich dem Kriegs-ministerium llnd seinen Organen für dcrcn entgegen« kommendes, echt konstitutionelles Verhalten nnter Icb< haftcr Zustimmung des Hauses die Anerkennung »nd den Dank des Fiuanzausschusscs aus. dcn der Kriegs» minister mit Hinwrisnng auf dic au höchster Stcllc "'gangenen Wcisnngen gleichfalls unter lanten Vei« ^llsbezeuguiigen der Versammlung erwiedert. Oesterreich. Ucber den Mlttl'maßlichen Schluß der Reichs« i Ms-Session lniugt der „M. C" die Angabe, das > ^inistrrium wcl^ den 1.' August die lrstc Sl^ungs» Periode für geschlossen erllarcn, jedoch die ausdrücke lichc VestiilllNllng beifügeu. daß die zweite Session am 1. November l, I.'beginnen soll. Der Negierung sei es vor Allem darum zu tbun, die Fcbrual'Ver-fassung durchzuführen. Sic hcgc dahcr die Absiäit. während der Üutcrbrcchung der Ntichürathssipungen. jedoch crl't am !/>. September verfassungsmäßig die Landtage überhaupt, dahcr auch dic Landlagc dcr zur ungarischeu Krone gehörigen Länder einzuberufen. All diese lehtcrcn soll auf Grundlage der Februar» Verfassung ucucrdiugs dic Aufforderung zur Vor< uahmc dcr Reichsrathswahlen gestellt werden. Damit nun ibre Tbäligkeit hierauf beschränkt bleibe, damit sie hierin nicht zu weit abschweifen nnd sich in keine anderweiligeu Verhandlungen einlassen. wurde ibre Sipuugsdauer, welche mit der Wiedereröffnung der Neichsrathsverhaudlungen auf dcn ersten Nooembcr bestimmt. — Das k. k Sla.ilsü'illistlliuin bal ,ntschisds». dl^ß alle Vl'lmächlüisss für Aru seiner Art cinzigeS Na>, disftn Tageil z>l Medilisch dcr Hailplvelcin der Gustau^Adolf.Stiftung für Siebenbürgen, der Verein für siebenbürgische Landcsklinde. der siebenbürgisch - sächsische Landwirtl> schafts« Verein, die siebcubürgischcn Liedertafeln und die sirbeubürgisch. sächsischen Turner. Die Stadt Mediasch macht bereits jspt Vorbereitungen zn einem cnt,prechendcn Empfange dieser vielen Gäste; dcr von dcr Stadtbchördc mit dcr Fcstordnung betraute Aus,chuß Hal cin reichhaltiges Programm ans-gcgcbcn. — Dic leptc Sitzung der Handels« nnd Gc-werbekammer vou Hpalato, wclchc das Ministe rium bekanntlich aufgelöst hat. ist ,',icht ohue cineu kl?incu Sturm vorübergegangen. Alle Mitglieder der Kammer ballen sich bis von Lcsiua nnd Tran l'er ,z>i dcm Akte cingcfuudcn. Nach Verlesung des Anflösungs. Dekretes stellte dcr Präsident Dolabclla! dcu Antrag: einen Protcst grgcu diese «anlilonstüu. llonclle" Maßregel aufzusepei, u,^, denselben dcm Reichsrathe, sowir allen nudern Kammern zuzustellen. ^ Von dem Mimstcrial-Dclcgirtcn, dem Vezirks.Admi. "istrator Alesani, mit der Bemerkung unterbrochen, die Kammer elislirc nach Vorlcsnng des Anftösungs< befehls nicht mehr als legale Körperschaft nnd habe tt'fort aliseiuandlrzngchen — cntgegnele Dolabella. drr Ministerial - Kommissarius srlber babe ja diese S'yml^ sy,^is t>s^„ Oeffcntlichklit glstatlct: dahcr Mli„c ls denn auch der Kammer gestattet sciu, ihre Erklärung über die Ordonnanz abzugeben «zur Wal" rm,g ihrer eigenen Gl»rc und Unabhäilgigkeit und 'hrcr verleben Rechte.» AIs darauf Alisani dcn .Verrei: vorwarf, sie hätteil nicht lnmn sl«lhm mif dem Fliße folgte. DrutschlallH. Die Hauptbefte deS Frankfurter Schießens haben einen Gcfammtwcrlh von !ltt N00 fi. Das ersle Hallptbcst beträgt 17K0 fi. mit einem silbernen Po< ,kale. Die Zahl der Hanptbestc beträgt mehrere Hnn-dert. Sie bestehen meistens aus höchst wcrlhvollen Gegenständen. Die Einlage am Hcnipt beträgt, wie schon ein Mal erwähnt, ällf kurze Distanz (220 Schritte) 6 fi 1ü kr. auf weite Distanz ebenfalls .'» fi. li» kr. Davon wird wenigstens die Hälfte als Gewinnstc vertheilt, die bndcre Hälfee fällt in dle Festkassc, Dic Hauptbcstc werden vou den ticfflen Schüsscn grmonnell, welche durch eine Zlntrum»Ma» schine ernlittelt werden. Die Zal)l der Hauptscküsse beträgt auf kurze nnd weile Distanz zusammen zed», Italieuischc Staate»,. Turin, 18. Ilmi. In der gestrigen Kammel» sißnng interpellirte Elirzio wegen dc-3 Gerüchteö. daß Frankreich gegen Abtretung der Insel Sardinien die Lösung der römischen Frage angeboten babe. Natazzi erklärte, diese Gerüchte kämen oou einigen Opposl« tions'Iourualen. und wies im Namen des Gejammt» Ministeriums jede derartige Nachricht als nnvegrün» det zurück. Donaufiirstenthümer. Vukarest, l). Juni. Die Unzufriedenheit mit der Regierung des Fürsten Cousa ist i:i fortwähren-dem Steigen und besonders gewinnen in der Moloau separatistische Tendenzen an Umfanq. Nittcr den Mi« uistern bcrrscht Uneinigkeit, lind ist es besonders der Ilistizminister Vrailoi, ivelelier als Intriguant zwischen slineu Kollegen und dem Fürsten gilt; im Publikum ist er wcgen der Willkür, mit dcr er die Veamten ein< und abseht, uncudlich verhaßt; die Art und Weise, wie er die Slcllen förmlich verkanft, wird ibm döchst ungünstig ausgelegt. Er war anch selbst schon einige Male uahe daran, zurücfzntletcn. doch scheint itm da« vo>l der Eigennutz abzuhalten. Von den Kammer« Depntirten haben Georg Stirbey. Vratiaiw und No-setli ihre Mandate niedergelegt. In der demnächsl zur Verathung kommenden Glllndbesipfragc herrscht große Uneinigkeit, indem die Vojaren sich gröbten« theils weigern, dem Bauernstände irgend welche Kon« zessionen zuzugestehen. — Die Kassen sind leer, und doch thut mail nichts zur Aufbesserung der traurigen Finanzlage uno des täglich mcl'r in Verfall gesathen« den Kredits; im Gegentheil bat man neuerdings 4l)V<» Dukaten zur Amcublirung einer Sommerivolimlng des Fürsten in Kolroceri bewilligt, Hlnßland. Uebll die N c f o r m e u , welche bsr neue Slalt balier von Polen nach Warschau mill'lingeli wild, Vlrnimml man Folgendcs'. (53 wild dln Polen line gewisse Anlonomit vlrhtihe» ^ in jednn Icchr soll eln besoiidtreS Vlidg5l mit emen, ^fpoie der 'llusg.ibe» »üd Eliniahmril ror^tlegl weide»; Stlafgeslß und Gslichlsvelf^s,,, sliu,,i rlvioirl u»d Osselilvomtnge' richte li„,ilfülnl n>eld,li; diest»» ivürreil sich l>l)lledtta!,flnll. welche den V.nlsln iUl Gswsll'ung von GsNlidsill«ksl> dit tr» folstllichll, Slüxmt« volNltckeu «vüide. Amerika. Vlew'Nork, II. Mai. Die Räumung von Korinth bestätigt sich. Gestcru Früh wurden die feindlchen Werke von den Vundestrnpprn beseht. Keine Schlacht war der Räumung vorangegangen, sondern nur eiue Anzahl Scharmüpel, dnich welche die feindlichen Vorposten auf ihre Hauptwerke zurück« gedrängt wurds»; ob und wo die feindliche Weft-arinec von "Nenem Stand l'alteu wird, weis man nicht Thatsache ist. daß ei» Nebellelcheer pem jeden« falls mehr als 100 000 Mann, hinter starken Ver-schanzungen nnd iinnitten fast liudurchdringlicher Mal-dungei,, dein an Zabl schwächeren Älllldcsheer keine Schlacht anzubieten gewagt hat. Den Nachrichten alls Ren»Orleans ist noch hinzuzufügen, daß der General Vuller es für nothwendig erachtet hat, dem frechen Treiben dortiger europäischer" ssblffMls. "'Vlll ihre Flagge mlgeslraft znr Unterstnßung der Rebellen mißbrauchen zu dürfen glaubteu, ein Ende zu ma< chen, Ilnter Anderm hat er ans dem Bureau det holländischen Konsuls 8l)0 000 Doll, in Gold abl)o« len lassen, die im vorigen Jahre uon den RebeUen aus dem Pundes « Münzamt gestohlen und unter schwindlerischen Vorwändcn dem Konsul als Diebs, Hehler zur Aufbewahrung übergeben worden waren. Alis New-Vork, 4. Juni, wirb telegraphirl: Eine große Schlacht, welche zwei Tage gedauert, hat bei Richmond stattgefunden. Am ersten Tage waren die Konföderirten in» Vortheile. sie nahmen l!i Kanonen weg und machleu Gefangene. Am an» dern Tage wnrden sie mit beträchtlichen Verluste» zurückgedrängt. konnten aber die Gefangenen und die eroberten Kanonen milnebmen. General M'TleUa» steht jept fünf Meilen vo>, Richmond. Der Verlntt dcr Föderalisten an Todten nud Verwundeten betlägl 3000 Mann. die Verluste der Koufoc's'irte» sind noch größer. General F«»,o»l l,at die Klmiödelillen bli Gtrastbnrg geschlageu. 56O Tagesbericht. Laibach, 2l. Juni. Gestern Vormittag um N Uhr traf der erste Vcrgnüguugslrain aus Pcst hicr ein; um zwölf Uh^ fam dcr zweite. Veic'c brachten ll46 üuslrciscilde, ron welchen der größere Tbcil ill der Halle. im Warlsaalc und Lpciscsalon vinirtc. Mcbrcrc qins,eu in dic Stadt, »m don zu speisen. Tie Val)nvcr> waltung batte tbcil^ aus Sicherheitsgründe», theile um dln Gäslru dic Bequemlichkeit zu erhaltcu. die Zugänge zum Bahnhöfe abgeschlossen; das Publikum wußte jedoch sick Eiulaß zu verschaffen, und bald war die ganze Halle derart mit Zuschauen» überfüllt, daß die Kclluer sich nur schwer durchdrängen uud die Gäste uur langsam bedienen konnten. Nach nayezu zweistündigen slnfenthaltc fnbrcn dic Züge nntcr gegenseitigem Grüßen und Hütcschwcnkcn der Gäste und Zuschauer nach Trieft weiter. — Gestern Vormittag hat liier eine vom Herrn Bürgermeister berufene Versammlung von Männern zur Berathung über die Gründung ciueS Vereins, analog des «Austria« in Wien, stattgefunden. — Gestern Abends gab dao l. OMcrkorps des vaterländischen Regiments Hohenlohc seinem Obersten Herrn Freiherr», K u h n von Kuhnfeld, welcher alä Vr gadier nach Tricut zu gehen berufen ist, in den oberen Casino. Lokalitäten ein glänzendes Ab< schicdssoupcr, wobei zahlreiche Toaste ausgebracht wurden. — Morgen Abend findet in den Gartenlokali-tätcn «zum grünen Verge" cinc Soiree mit großem Feuerwerk Statt. Wien, 19. Juni. Sc. Majestät der Kaiser und die Herren Erz< bcrzoge fuhren heute Früh mittelst Hofgalawagen in die Stephanskirche, um dem Fronleichnamsfeste beizuwohnen, begaben sich. am Niescnthorc uon dem Kardinal-Erzbischof empfangen, auf die für den Aller« börsten Hof rcsennrten Plätze und wohnten dem feierlichen Hochamte bei. Die Kirche war glänzend beleuchtet und in allen ihren weiten Räumen überfüllt. K.k. Militär lind Leibgarden bildctcn in der Kirche Spalier; dic k. k. Hof.Musikkapellc führte deu musi' kalischen Theil der kirchlichen Feier aus. Am Graben war ein Bataillon des Infanterie-Regiments Kaiser Alexander Nr. 2 aufgestellt, welches nach Beendigung des Gottesdienstes, uack 9 Ubr. die üblichen drei Salven gab. Die Prozession im Freien mußte wegen heftigen Negcnwclters unterbleiben. '— Dem „Mähr. Korr." wird mitgelheilt, daß die gallischen Abgeordneten nach einem Modus suchen, unler welchem sie in der nächsten Session in die Budget Berall'ungei! eintreten könnten. * Nachtrag. - , Aus-Nom, 13. Juni, wird dem «Botschafter" geschrieben: In vertraulichem Gebräche hat der Kardinal« Staatssekretär Aittouclli sich gegen mehrere der hier anwesenden österr. Vischöfc in Bezug auf das Kon» lorrat ausgesprochen. Er bekannte. ganz durchdruu> grn zu sein uon den großen Schwierigkeiten, welche diese Konvention der laiserl. Negierung darbiete; daß der Papst, die schwierige Lage der östcrr. Regierung vollkommen würdigend, seine volle Geneigtheit zu erkennen gegeben habe, zur Lösung dieser Schwierigkeiten, so weit dieß die der Kirche obliegende Pflicht gestatte, die Hand zu bieten. Von dieser Anschauung ausgebend, sei der Kardinal'Staatssekretär gerne be. reit, in die das Konkordat betreffenden Verhandlnn« gen einzutreten; er habe bereits den ihm vorgelegten Entwurf über die Grundlagen einer solchen VerHand« lung durch eincn Gegenentwurf beantwortet; so viel er wisse. sei derselbe auch bereits nach Wien gesandt worden, und dessen nähere Prüfung werde hoffentlich ergeben, daß eine Verständigung, bei welcher aber selbstverständlich das Wesen der Konvention unberührt bleiben müsse, wobl zu erzielen sein werde. Trieft > !8. Mai. General Hahn ist heute uon Athen hier eingetroffen. Neueste Nachrichten und Telegramme. Turin, 18. Juni. Die Kammer hat einc Adresse an den König aus Anlaß der Adresse der Bischöfe in Rom votirt. Di, Adresse sagt.- Angesichts der Sprache und der Erklärung d,r Bischöfe müsse jedes Bedenken aufboren, und Europa müsse Italien sich von einer Macht befreien lassen, welche den Weltfrieden trübt. Tt. Petersburg, 19. Juni Das heutige „Journal dc Et. Petersbvurg" bringt einen kaiserlichen Be« fehl,' wodurch die Gouverneure der Provinzen ermäch« tigt werden. im Fallc von Brandstiftungen die Mi« litärgcschc zu proklainircn. Die Bestätigung der Ur» tbeilc steht dem Gouverneur zu; auf Raub. Mord und Brandstiftung, sowie Vernichtung der Ernten ist die Todeöstrafc sestgeseyt. Athen, 14. Juni. Dic ersteu Maßregeln des Neuen Ministeriums finden allgemeinen Beifall, Konstantinopel, 14. Juni, Das „Journal de Constantinople" veröffentlicht Handelsverträge, wclchc mit Schweden und oca Vereinigten Staaten abgc< schlössen wurden Eine Fcueröblnnst hat l'l!li Häuser, rarunlcr mehrere Bäoer, zerstört. Nevrcz Pascha, Gouverneur von Brnssa, wurde zum ersten Kammer-bcrrn und Mehmet Pascha, frübcrer Gencralgonver» neur vou Sivas, wurde zmn Gouverneur von Brnssa ernannt. Mssuf Bey Keram erhielt die Erlaubniß, nach Egypten zu gehen. Bei Lord Bulwer land ciue Versammlung znr definitiven Regelung dcr Leucht« ihnrmgcbühreu Statt. Einer der Möroer des amerikanischen Missionärs wurde bel Alexandrettc verhaftet. Zweite wissenschaftliche Vuartal-Versammlung des ärMchen Leseoereins am Ili. Zuni 1862. Obmann: Herr öandeöMedizinalrath Dr. Schrott. 1. Herr Primararzt Dr. Fnx eröffnete die Siz' znng mit einem frcicu Bortrage über cinc von ihm mit dem glücklich:» Erfolge ausgeführte Enuclca-tion (Auslösung) im S chu ltcrg clen k e, welche an einem 7jährigcn Knaben nntcr den ungünstigsten Auspizien (erst am 9. Tage nach dcr Vcrlcz-znng lam er in's Spital) vorgenommen werden mußte. Der Knabe war beim Spielen mit seinem linken Arme in ein Mühlrad gerathen, wodurch sein Obcrarm-knochcn viclsplittcrig zerbrochen nnd dcr ganze Arm bis hart an das Schnltcrgclcnk brandig geworden war. Da diese Operation zu den seltenen, großen und an und für sich gefährlichsten gehört, war untcr solchen Umständen dcr glückliche Erfolg hicr bei einem Kinde ein um so überraschender. — Primararzt Dr. Fux besprach hierauf die Technik dcr Operation nnd hob dann den dic Heilung erschwerenden, jedoch chirurgisch änßcrst iutcrcssantcn Umstand hervor, daft die ftant dcb gebildeten ünßcrn Lappens bereits vom untcrlic-gcndcn Mnstcl getrennt war, und dennoch cinc >^ci' lnng in's i»!-M!lm> inllnliom'm eintrat. Einc wcttcrc Schwierigkeit boten die in verdicktes Zellgewebe cin° gebetteten erweiterten Gefäße, welche bei dcr Unterbindung schwer zu isolircn warcn, daher großenthcils umstochcn werden mußten. Zuletzt wnrdc dcr kleine Patient vorgestellt ^). 2. Zeigte Primararzt ss u x uüt kurzer Skizziruna, dcS bczngUchcu Falles zwci Harnsteine, jcdcr in dcr Größc eincö Taubcn-Cics, welche er vor iiurzcm untcr sehr ungünstigen Nebciuunständcn in seiner Anstalt bei cmcin Manue dnrch dcn seillich^'n Blascn-schuitt zu Tagc befördert hatte. Tcr Patient befindet sich derzeit wohl. .'i. Herr Sekundär - Arzt Dr. Madcr ^lln. be" richtete über einen auf dcr hiesigcn chirurg. Abtheilung beobachteten scltcncu Fall von Urinfi st c l n, wclchcr Fall besonders interessant wnrdc dnrch die Anzahl dcr in den ztranllicitsprozeß hereingezogenen Organe des Unterleibes, ferner dnrch die Art uud Wcisc, in welcher durch die Harnblase, l.'lclu><, civlll-mm, lul»», cinc ^v>lc im breiten Mnttcrbandc uud cinc Dickdarmschlingc, ein in Folge von I'< ricv^lili'j cntstandencr liutscitigcr Ab' sccß, von dcr nroßcn Pcritoucalhöhlc abgeschlossen wurdc, welche von jcdcr Entzündung frei vcfundcu wurde, währcud dcr Absccß dic Harnblase, dann dic Bauchdcckcn und endlich den s"ini.v vllssilüx,' durchbrach. Dcr Tod wurdc durch IV» und l'5«,ili.>>i ll.xii« herbeigeführt. In gynäkologischer Vczichnng merkwürdig war das Verhalten dcs ^l»»,-««, worüber sich cinc lebhafte Diskussion entspann. — Schließlich wurdc das bezügliche anatomische Präparat dcmonstrirt. 4. Herr F. Zcpudcr, Assistent der hiesigen geburtshilflichen Klinik, theilte ciucn äußerst scltcncn Fall von (55»nn«,; (Vlausucht) mit, dcr an einem ucngcborncn Kinde in dcr Gebär-Klinik beobachtet wnrdc, entstanden durch cinc fötale Miß- *) Plrlc Vereins-Mitglieder sprachen ihr Vcdau:ri! dnrilber au?, das! der durch seine ciltschledenen ,qeis!i sich lein WolilllMer sci„tr annimmt, in seine ärmliche Heimat znsucklchrm und einer tranria/u ^ulnnft cntgearngehen mnsse. bildung dcs Herzens, nämlich cinc Oe ff-nung im untern Drittel dcr Scheidewand beider Herzkammern, in Verbindung mit einem sehr weiten Nu<:!il5 Uolülli und einer ^l«'I>cli,5iu fötalen Unwcgsantkcit) dcr Lllngcn. 5,. Schließlich sprach Herr Landcs-Mcdizinalrath Dr. Schrott: übcr die E on t ag i o s i t ä t der Cholera. Dcr übcr cinc Stunde dauernde, dic Aufmerksamkeit dcr Versammlung auf das höchste spannende Vortrag berührte nach einer voransgca.cM'' gcncn histor. Darstellung dcr Entstehung dcr Cholera vom Jahre 1817—1830, die Eutstchung nnd Vcr« brcituug dcr Brcchruhr im Istriancr Krcisc im I.1855, welche in den 10 Bezirken Istricn'S 245 Ortschaften ergriff, nnd in ihrem Auftreten cinc sehr große Analogic mit dcr Verbreitung dcr Ärechruhr im Allgemeinen verrieth. Es wird nachgewiesen, daß die Krankheit nur dnrch Verschleppung aus den benachbarten Provinzen, von Finmc, Trieft, Venedig, Illyrisch' Fcistritz stattfand, in welchen dicsclbc seit Z Wochen früher herrschte, chc sie hicr in Istricn znm Ansbruche kam. Durch Thatsachen wurdc nachgewiesen, daß diese Brcchrnhr nicht so sehr dem cpidcmischcn Einflüsse als dcr Uebcrtragung derselben ihr Entstehen verdankt, nnd zwar: 1. Durch unmittelbaren Verkehr mittelst dcr durch Pflege uud Wartung dcr Cholera-Kranken bedingten Äcrührung. Zahlreiche Beispiele liefern dcn Beleg für dicsc Ansteckung, dcr sich Pcrsoucn, die dcn Kranken^ wärtcr-Dicnst bei Cholcra-Krantcn versahen, aussetzten. ,Zahlrcichc Beispiele sprechen dafür, daß die Krankheit durch dic Pcrsoncu, wclchc mit Cholera-Kranken in Berührung standen, ohne selbst davon befallen worden zu sein, in gesunde Ortschaften verschleppt wurdc. 2. Durch Klciduugsstücke, Bettwäsche und andere Effekten, wclchc dcn Cholera Kranken oder daran Vcr< slorbcncn dienten und später von Gesunden in Gebrauch gezogen wurden, ohne vorher dcr uöthigcn Desinfcl" tion unterzogen worden zn scin. N. Es wird durch Thatsachen nachgewiesen, daß die Cholera in keiner dcr 245 Ortschaften sich spontan entwickelte. Die Gcsammtzahl dcr von dcr Cholera Ergriff fcncn bcläuft sich auf 1!1.Z(iO Individuen, wovon durchschnittlich 04!! genesen und ll5> 7 gestorben sind. Die uachgcwicseucn Thatsachen sind die Frucht dcr Beobachtungen von 48 Aerzten, welche uerschi^ denen Schulen angehören, und die verschiedenartigsten Anschauungen über das Wesen und die Therapie der Cholera theilen, sich jedoch alle hinsichtlich dcr Contagiosität und V e r s ch l c p p b a rkcit dcr Brcchruhr in dcr ylnschaunnn. einigen, wcil dicsclbc durch positive Thatsachen konstatirt wurdc. fVÜr die Wahrheit dcr mitgetheilten Thatsachen bürgt dcm Vortragenden die Rechtlichkeit dcr dabei bethel* ligtcu Beobachter und die wissenschaftliche Bildung derselben. Ein bcsondcrcs Interesse bieten dic BcobachtnngcN hinsichtlich dcr Pcrschlcppnng dcr Krankheit durch deN Umstand, als. dieselben theils auf ciucr Halbiuscl, theils alls 3 Inseln stattfanden, nnd die Einschlcppnng auf der Wasserstraße weit leichter als alls den Land-straften nachweisbar ist. Sämmtliche Vortrüge wcrdcn demnächst in «xlon»" in medizinischen Journalen veröffentlicht werden. Dr. Valeuta, Eclmllr. Vetreide-Durchschnitts-Preise in LaibaH am I«. Juni 18tt2. Marktpreis! Magazinspreift Ein Metzcn in üstcrr. Währ. ^ Weizen..... — ! — « . «:: Korn..... ^. __ I ll.-l Gerste..... — ___ 3,2« Hafer..... - i — 2 z 32 Halbfrucht .... — — ^ , llii Heiden..... — — 3 ! 77 Hirse..... —. „ 4 ! >2 Kukuruh ....—!— 4 ^l Meteorologische Beobachtungen in Laib ach. 2<>l» »».» Barometerstand ^, c^. ^ . "^ Nitderichllll! ..^ 17. „ 6UhrMrg. 324.76 ^12.8 Gr. 0. schwach theiln,, bewöttt 2 ,. Nchm. 32^.00 -^ly.8 „ ss>V. detto Sonneusch. 4. i« 10 „ Nbb. I2^. 2l 4-N.2 „ >0. detto sicrnlM ______________^^ _____ ____. ^^-^ DNicl un) Verlag von Ignaz v. Hleinmay« st Fedor Vamberg. — Verantwlsrtllchcr'Rcdaktcur': Isna) v. Kleinmayr. 317 H ''06,.' (3) Nr. 1292, Edikt. Po» dem k. k. Bezirksamte Sittich. a!s Ge< richt, wird hiem't belanul gouacht: Es sei über daS Ansuchen dcr Anna Nlitlar '.'on Marmzhdott. durch ibre» Machtbaber Josef Äradazh, gegen Blrnhald Misl'^h vou Kleinfcsse. wegen alls dem Vergleiche vom 29. Iä»uer 1868. Z. 230. schuldign 7« fi. ö. W o. «. «., in die rrckutive öffenilichc Verstei-yerung der, dem Lchtcr» gehörigen, im Grundbnchc der Herrschaft Zobelsberg !r i» der Gerichtska»zln mtt dcmA»l)a»ge bestimmt morde», daß die feilzubietende Realität »ur bei der letzten Feilbic-t»ng auch uuter dem Schälzungswcrthc au dc» Meistbietenden '>>i»la,'gfglben meide. Das Schäpuu^prololoU. der Gruubbuchscftrakt und die i.'izilationsbedi»g»issc könne» bei diescin Ge> richle in dc» gewöhulichcu AmtssNmdc» cingesehc» werden. Hc. k. Bezirksamt Sittich, als Gelicht, am 26. April 1862. Z. l083. (3)'...................... Nr. 2 «46. Edikt. Von dem l. k. Bezirksamt« Stein. als Gericht, wiib hiem!t bekannt gewacht: Es sci über das Alisnche» der Gertraud Kose!;, als Bevollmächiigte der ^nzia Koselz vo» Raoomle. gegen Johann Kosclz. durch den 9uralor Franz Sle-fula uo>, St. Veil. Bezirksamt Egg. wessen aus den, Vergleiche vom 6. April 1861. Z 1876, schuldige» 210 fi. o. «. o., j„ ^^ cltkuiioe öffentliche Versteige, rung der. dem i,'epl,r» gehörigen, im Grundbnchc der Herrschaft Münkcndorf ,"ul» Urb. Nr. 318 vo>komnunde» Nealilät. iul gerichtlich erhobenen Schä^ungZwcrlbc vo» 987 fl. 36 kr. gewilligel. und zur Voruabme derselbe», die drci F^itbillungstagsahllugeK alif deu 1. Juni, anf dln 1. August »ud auf den 1. September l, I., jedes» mal Vormittags um 9 Uhr iu der Gerichtakauzlli mil dem Aulmuge brstimmt worde». dab die feilzubietende Realität uur bei der lcytcu Fcilbielung auch n„ter dem Schähnugswcrlhc au dcu Meistbietenden hiulangege-ben wrrdc. Das Schäl)ungsprotokol!. dcr Gruubbuchscxtrakt und die Lizilationsbedinguissc können bei diesem Gerichte Urd. Nr. 1l2 nen. N6 , L. Slpteml'er d. I. früh 9 Uhr yleramls augeordnet. und deu Geklagten wegen ilireS liubckannten AllfeuthalleS Hr. Auto» Äro»abelhvogl. k. k. Notar iu Sieiu, als ('urlUnr lnl l><:!uin auf ihre Gefahr und Kosten bestellt wurde. Drsseu werken dieselben zu dem Eude verständig get. daß ste alleuf.il^s zn rechter Zeit ftll'st ^li tlschci» neu. od«r sich einen andern Sachwaller ^ii bestellen u„t> anhtl namdaft zu machen hiU'en.widriglNs diese ?lechtö« sache n,it den» aufgestellten Knrator verhandelt werde» wild. ' H?, k. Bezirksamt Stein, als Gericht, am 1st, ' . Mal 1862. 5 ?M. (3) Nr. 1284. ^' E d i t l. , Von dem k. k.Vezirksomtc Gnrkfeld. alo Gericht, wird dem unbekannt wo befindlichen Josef Poschun von Deutschrorf oder Krcpclizlmik hiermit erlnneri: Es babe Hr. Josef Kosscm vou Deulschdorf. wider deuselbe» die Klage auf Zl'l'lung von 400 si. ö. W,. snmmt !>"/<, Zinse» seit 28. Februar 18lN auö d.n, Sch»lldschei»c «^llcln c!i»ll, jnll,!)ull«l» p,ln«, 19. Mai 1862. Z. 128^. bieramtS eioge. bracht, worül'er zur or^einlicheu mündlichen Verdaut« Inng die Tagsi^llnq auf den 22. August l. I. frud 9 Ubr angcord,,lt, u»o dem Geklagten wegen seines unbekannte» Aufenthaltes Herr Jobann Groh vo» Gurk» frld al^l l^lliulol- ;<(i u^lum auf seiilc Gefahr und i'toste» l'cstellt wurde. Dessen wird derselbe zn dcin Ende uerstaudiget, daß cr allenfalls zu rechter Zeit selbst zu erfcheiuen, oder sich si>,c» andern Sachwalter zu lnstellcn uuo anbrr uambaft zu maiemil kund gemacht i Es sei die elrlulwe Feül'ietlMg der, der Maria Slouscha uou Stl'schzc gebörig-n Nealität. und zwar ?es im Grnndbuche St. Pettr N>b. der Vrischeid «ul> Ncklf. Nr. 8« Ein!. Nr, 4 omkommcnden. gerichtlich «ins 300 fi, geschaßten Ackers Parz. Nr. 697. s^^i.-dcS l werden. K l. städt. drleg. Bezirksgericht Laidach, am 4. ,Iuni 1862. Z. l i itt. "(3) Nr. 2222. Edikt. Vom k. l. Vezirksamle LoaS, als Gericht, wild beklNlut gemacht: Eü sei wcgeu nicht zugehaltener Lizitalionöbsdi». »isse die Nslizitation der, dem Johcmu Schraj uon Melulc lrekutiv verkauften, im uorinaligeu Grund! uch, der Pfarrl'ofsgült Ol'Iak ^ul) Ncklif.Nr. 4 uorkcm. meubcn Nliililät. auf Gefabr und Kosle» des Ersiedeis Anton Salrajschek vo» Vrrchmk bewilliget, und zu deren Vornnlüne die Tagsapung auf r^rn 18. Ilili l, I. fiüh 9 Uür l)ieran>ts mit deu» angeordnet worden, daß dabei dir Realität iwtbigeufalls auch unter dem Schäl» zuugLwcrtde pv, 6^0 fi. vcreällßcrt werden würde. K. k. Vezirksamt Laas. als Gericht, am 7. Mai ^1862. Z "N12. (3) "Nr'24ll. Edikt. Vom k. k AezillsalNle LaaS. l,Is Geiicht. wild I'ck.niüt alll'ach! : ' " Es sei zur Vm'uakmc des mit Pcscheid ddo. 24. September 18li3. Z.8034. einstweilen sisülteu 3. Ter-miues zur Vornahlne dcr mit Bescheid ddo. 21. Mai 1863. Z. 4033. bewilligte» er.'kulwen ^rilbieNmg der. dl»! Jakob N.'vä.Ij vo» Allcumarki gl>dö>igc», dasslbst gelegeue» . ,,n voruniligen Grnnt'buche der Hcrrschafi Sch»eeberg^ud U'b. Nr. 7 vorkommenden. 766 fi. 40 kl. gsschäMs» Nealität die ueuellich»' Tagst,ßn»g auf dc» 1. Angu'l I, I. srül, 9 Ubr in der Aml^k«,^lsi mit dlm angeoroncl worocn. c>ap dabri ric Realität nötk!gru> falls au.1i unter dem Schähiiugöwcrlhc veräußcll werde» ivülde. ik. k. Ve;irksamt iiaas, als Giricht, am 16. Mai 1862. ,,,^ Z. 1116. (3s Nr. 1460. Edikt. Im Nachhange z»m dießämtlichen Eoikle vom 24, i5eliruar d. I., Z. 541. wirb l,.f<„,nt gemacht, daö "M 27. I„„i d. I, Vormittags 9 Uhr hieramls zur zweiten Feilbietnng der. den E^Isuts,!. Herr» Josef Kurent »>,d ssra» Uchl!a Kurent uon St, Ruprecht, geböligc» ililaüläis» . als der im Gruudbuche des Gulss Gra,Iach >u!> Urbar > Nr. 31 vst^ichuclen Driltclbube, dcö im Grunrbuche der Pfarrgült St. Nuprechl ^ul> Nellif.Nr. 16 vorkommendeu Hanssg s^iint Garten >md der im Grundbuchc der Rosc>,krau;brude,schast zu! ^t. Nxprechl >>,!l> Ntllif < Nr. l volkommcudcn Hof. ttatl gcschliilcn wird. K. l. Bezirksamt Nossenfuß. als Gericht, am 24. Mai 1862, 3 "18 (3) Nr. 3049. Edikt. Vou dem k, k. Be^irlSamtc Sluosetsch, als Ge. richt, wird liicmit l»»d gemacht: Es sei über Ansuchen des Martin Pozbkai uo» Grohul'elslu. s,ege» Mallhäns Sormau vou ebendori. >» die sr^kutivs Fsilbielulig drr ^» Gu„steu des ^'eyleru mülelst Kaufvertrag von» 16. Oktober 1861 auf der. dem Auton Premrou vo>l Grogubelsku gehörigen, im Giunrbuche der Herrschaft Präwald >><„!'Urb. Nl. °/, vor. soinnlenden Realität superinlablllirl,!, Foldernug pr. "!>^ ss., wegen dem Merlin Po^hkai vo„ Groilnbel^l» ans dem Vrrulcime vo.u 8. Flbluar i860, Z. 397. i schnli'lsscn 86 fi. 6 lr. öst, W. gcwilliget und eS werfe» zur Vornalimc drlsel^cu die 2 Fcllbietuugst^s.ipuugln oor diesem Gerichte, u. zw. die 1. a„f dc» 23. Iu,,i. di.- 2. aber auf c>e» 9. Juli d. ). vou 9 — 12 Uyr mil k>em Veisakc angeordnet, dc»L obkenannle Forderun »lir l'ei der 2. F,!ll'it!»ngstiigsal)ung unter dem Nenn wertlie bütteiugsgebe» wird. Der Grundbochsertrakt u»d die L^. k, Bezirksamt Wippach. als Gericht, am 3l. Mai 1862. H 1071. (3) Nr. 430. Edikt. Vom k. k. VezirkSamle Egg. c»IS Gericht, wird hiemit dekannt gemacht: Es sei ülier Ausochen des Georg Tomschiß. als Zessionar der Margaret!) Klopzhizh uou Klenik. ge.;en Iol'.nnl Klop;h!;h von Koipe. wegen aus del» Vergleiche vom 24. Fsblil.il 18"il u»l> dem Urtheile vom 10. Ollober I84l schuldigen 121 ss. 63',, ll. öst. W. <'. 5. «'. . die erekuiive öffentliche Versteigt« ruug der. dem ^el)telu glköligeu. im Oiundbuche d,s Gutes Tufslci» xu!» Uib. Nr, lil vorkommenden Hilbrealuä'l. im gellchllich eil'obeneu Schäftungswerlhe vo» 943 fi, öst. W.. bewilliget und cs seien;ul Vor» »ahme derselben die drei ^eillxeilingStagsayungeu, lind zwar: auf de» 9. Juli. auf dc» 9. August und auf den 10. September 1862, jedesmal Vormittags um 9 Mr in rieser Griichlslanzlei mit dem Änl'angc bestimmt worden, daß lie feilzubietende Realität nur bei der leylsn Heilbieluug n»ch unler dem Schähungs» werthe an den Meistbietenden hmtaugegebeu werde» würde. Das Schähungsprotokoll, der Glimdbuchsertrakt und die LizilalionSbediugnisse können bei diesem Ge» tichle i» de» gewöhnlichen AmtSstimde» eingeseyen werden. K. l. Bezirksamt Egg, alS Gericht. nm 3. Februar 1862. Z. 1080. (3) Nr. 2122. Edikt. Von den, k. k, Vezirfsamte Goltschee, als Gelicht, lvild biemit bekannt gemacht: Es sei über das Ausuchc» des Paul Stampfel oo» Niedertiefeubach. gegen Georg Stampfel von Mo-n'biz. weqeu aus dem Zahlungttauftla.it vom 7. März 1861. Z, 1419. schuldigru 147 fi, öst. W. l:. 5. c, in die erekutiue öffeulliche Versteigeruug der, dem fehler» gehörigen. im Gru»dbuche «<1 Gotlschee I'^m. ?2. Fol, 3»)71. vorkommende» Hubrenliläl, im gericht» lich crhobcnsl» Schäpnngswerthe voi, 326 fi. 5st, N., qewilligel uud ^ur Voruayme deiselben die elekut've,« ^cilbletuugelagsahliugeu aus den 30. Juni, auf deu. 30. Juli uud auf de» 30. August 1862. jedesmal Vormittags um 9 Uhr im Orte der ^iegenschcill mit dem Andangc bestimmt worden, daß die feilzubietend« Realität nur bei der lehtcu Frilbieluuq auch uuler l>,m Schähmigswcrlbe au de» Meistbieleudtu hinlaugege. be» wrrde. DaS Schätzung«protokl)ll. der Gllindbuchseftlakt und die^'izitationsl'ldiugmssc können dei dlesem Gerichte i» den gewöhnlichs» AmlSsluuden eiugesel't» werden. K. k. Bezirlsan'j Gc'tlschce. als Gericht, am ft. Mm 1802. 318 Z. 1078. (2) Nr. 19l6. Edikt. Von dem k. k Ve^irk^amtc Gonscl^e,., als Ge< licht, wird hiemil bckaunt geinacht: ' Es sei über da»! Ansuchen der Gerlraud W'ttinz von Zwischlcrn. dnrch Heri» Dr. Wencdilttr von Goll' schec. gegen Josef u. Magonlcna Wnaische von Nessil» ldal. wegen ans dem Vergleiche vom 21. April I860. Z, 8122, schuldigen 147 ft. (5H?. l:. ><. <^., i» bieer.ku'. live offenllichc Versteige,ung der. dcm Lehtcrn gedö-rigcn. im Grllndbuche ml Gollschce Ion>, 13. Fol. 1773 vorkommenden bubrealillit. tin gerichtlich crho» bcmn Schäl^nngüwcrlhe vou 1070 ft. CM. gewiUiget und zur Voruabmc dnsclbcn die Termine zu den ef.kut» 'Fcill'ietli,igs:^gsaßungsn auf den 8, Juli. auf dc» 8. August und auf deu 9. Ssplcmbcr 1862. jedeölual Vormittags uni 9 Uhr im Amtssme mit dem Anhange be» stimmt worocn. daß dic fell^ibiclcndc Iicalltäl nur vei der leylcn Feilluetung auch uuler dem Schwungs-wertl'c an dcn Meislbictcnoeu hiutangegebc» wcrde. Das SchäMü-gsprotokoli. der Gruudbuchscltrakl und die Lizltationsbedingnisse können bei diesem Gc» riäilc iu dcn gewöhnlichen Amlüstuurcu liugejchcn »verdln. H,, f. Äczilksam! Goilschec, als Geri l't. am l. Mai 1862. Z. !079. (2) Nr. 1963, Edikt. Vom k. k. VezirkSamte Goltschce. als Gericht, wild dicmit I'll.,!»,«! gegeben: Eo babc üb.r Ausnchen des Franz Lebliuk vou Weik^isdoif, d'c Rclizitation der von Malli» Inschnilsch. nemiü!' seines Sohocs Thomas Insliiuiisch. laut i.'izi:sl!indcns!!. vordin denl Äl»nlin Gre-gorilsch von Ml'N'V^ gel'örig gewesenen, im Grund« buche der Herrschaf, Kostcl l'«n>. l. Fol. 196 vollou,-mtudeu Realiläl, ivegeu nicht erfülilcn ^itatwnslvdin,'!' »isftn bewilliget nnd ^ll deren Vorli^hmc dlc einzig' Tagsaßuug »nf dln l. Juli d. I. Vormiltagö 9 Ul)l im Amtssitze mit r»,u Anhange augcorduct. daL bei dieser einzige« Tagsahnng obige Iiealuät anf Gef^hi nnd Hoslen des säumigen Erstcl'crs uii,, jeden M.ist^ bot. somit anch uiltcr dem Schaßnug^wertht hinan-gegeben werde. Wozu Kauftustige mil dcm Vcis>>l)c l'iiigeladeü werden. d M.li 1862. ^ 10^l, ^2) Nc. 2l87. Edikt. V^'ü dem l. ?. V^ilkölimtc Gollschce. ^lö Gc-richl, wild diemit dekaiüit qeilnich!: (56 fti ül'er d.is Ansuchen d^ Micliiiel St^»dfe!0. ^en Ioscl Hotter von Zwischlcrn Nr. 11. wcqcu l,ns deiu Zahlung-anfir.'.n ddo. >1. Hlpllml'er I860, Z 6»78. sckulri^" 210 ft. CM. ^. 5. e , in lie erct>,!i"e ösfenüill'e Vclslei-gtvuüg der. rem ^l^teln ,icl'öii,isu. im Güü^lwchc «. lV.'^ol. 472 <>l 473 uollommendc» Hudreaüiät. im qerichllich erl'olieucn Scl'äynn^Swerlhs von 312 st, 10 kr. CM. gcwilligct und ^ur Vornahme derseldcn die Termine zur,'rekulivl'n Felll'ieilüi^st^^saz zun^ auf den 3. I»li. »nif den «'», August ni'V alif dc» 4. Hsptcml'lr 18«2. icdeSm^l Volin>t!.is,s um 9Udr im Aüilc/st^' mil d.n> ^li^dangc l'esNmuit lvoirsü, paß rie fci!,^ul»cie!,vs 3t''!->l'«ät nur dei der leylen Feilbielung liiül^'lige^l'cil werde. Taö Schäplüi^^prolokoll. der GrllüdduchöcMakt und die ^izilalionSlicdmgmssc können in de„ geivölinliche» AlMöNund.n eiüg'.scheu wcrdcn. ^, l. ^e;ül'?an:! Gollschce, als Gerichl. am 10. Mai >8l>2^^ Z'1082.' (2) ' ^..... Nr72i7< O b i k t. Vml dem k. k. Bezilköamte Gotlschec. al^ Gericht, wird lMmll dekaiint.^lmachl: Es sei ül'er vaS Änsllchell des Geora Hö'üigm.n,!, vou Ti.cfcnld.'l. qeqen Iodainl Telliau uon Nci^n« item. wegen aus dcm Vclglenl,«' vom 29. Heplember l^5«, ^^ 623. schnldi^u 103 ft. CM. o. «. o., i» die er.-?i»>me öffentliche Verslcigerung der. den» i!ey(,n. XM,' Iol. 1>18 vottommenoen Hlldrealilät. im a/richtliä, erl,ol'c!i,n Schapnngi'lVllll'e rou 338 si. li0 kr. (5. M.. ^»williget und zur Vornähme ecrseldcil dv lflkuliuen Fei!l'icm!!gö!ags.!l.m,!grn anf den 1, Juli. auf l,s,i 1. A»g»sl l!»t) .n,f den l. Sc^leinder lljU2. jrdeömal Vor» miilags i) Ui,r in, 'U,ntSs«hc mit dem ^change dtsti'UN'l «uorocn. l'atz tic fcil^.dielcnre Ne^.l!l^ nur bei der leßlen ^lildicinng a^ch:„,llr dem Schäyungswcrlhc a» 0cu McoU'ielcnl'lu dilUangegcdci! werrc. Da^! Schät)U!i^p,o!o?olI. dir Grundbuchscltrakl l,nd I'll ^i^alion^'idinglusie können lici dicscni Gccichle in ocn g.wölii'lichcl, Aml^slundcn tingcsel,cn wcroe,,. .' :«K. l. 've;ilsö.!Nlt Gollschce. als Gericht am 10. Mai 18li2. Z. 1083, (2) Nr. 2172. Edikt. Voll dcnl k. l. Bs^lki?amlc Goltschct. alö Gcrichl. wird diemit bekannt gcn»n 27, Inni 18<>l. Z. 4079. schuldigen 10.-1 ft, (5. M. <'. il. l)., in die ,rck»llwc öfflüt« lichc Versteigerung der. dem ^epleln gehörigen, im Gruiidbuche »ieln»gctagsat)nngc» anf dcu 4. Juli. auf deu 4. Allgnst »»d auf dcu 6. Eep-teml'er 18^2. jedesmal Vormillagö um 9 UI>r im tDrie der Liegenschaft mit dem Anhangs bestitt'.mt worden, daß die ffilzudictlilde Realilät »mr bei der leßlcn F.-:!« liielung anch unler den« Schä'ynng^werihe a» den Mfist« bietenden hintangegeben werde. Das Scl»äl)l,ng'?pro!oll'Il, dei Grundbuch^ertrakl uud die Li^ilalioni!bsdinguisse lönneu bei diescm Oc> uchle in dcn gewöhnlichen Amtöstunden eingesehen werden. K k. Vcziiksaml Gotlschee. alö Gericht, nm l0. Mai 1802. Z, 1084. ^2) Nr. 12l)6. E d i k l. Vom k. k. 'Nezirksarntc Gottschce. als Gericht, wird dem unbekannt wo befindlichln Jakob ^cllouitsch '.'on Snchor, hiermit crinneri: Eü l)abt Herr Joses Handler oon <3ollschee lr'l' der denselben die Klage anf 8 ft. 68 k,-,. «u!» plil<^. 13. Mai 1l>62. Z. 2l9l!, l'icramls eingebracht, worüber ;nr müudllchsn Verhandlung dic 3agsayu»g auf den 26. August 1862. frnb 9 Ubr mit dem Anlange ce6 §. 2l) n. G. lD. augsorrnct. und re,i Gcklagl.ii wegen ilirci! nliblk.innteu Aufeuldallts Josef Schager von Älbl ^I^ ^urnls,!- »(l u< lluu anf il>re Gifahr unr /slostell be-slllll wurde. Dessen werden dieselben ;n oem Ende ve>ständige», oaü sie allenfalls zu rechter Zeil scllst zu erschti nu. oder ücli eine» nndcrl» Sachwalter zil be stellen lind anher nam. l'afl zn maäien haben, widrigenö dilse Ncä'li'slitl.e mil cem aufgestellten ^liralor veN'a,',dc!l werden wird. K. k. Vczirköamt Gollschce. als Gcricht. am 1^. Mai 1862. Z. 108^. (2) Nr. 223^. E d i l t. Von dcm k. k. Vezirlö.imte Goltschec. alc Gc« rili't, wird hicmit bclannl geniachl: Eö sei lwer das Ansuchen des Andreas ttö'uig oon Neuvachcr. gcgen Ios^f lind Malia Wülreich vou Hoäienlttrg, wegen Zahlun^ö^uftrage vom 7. Scpten" ber 1861. Z. 60K3. schuldiger 10i: ft. (5. M. <:. «. o,. i» die cickulive öffcniliche Vcrslci^crnng der, lein i.'ct)> i.rn gel.'öligen. im Grumbuche l,ll Gotlschee ^un». lX. Fol. 12^9 vorkommendcn Hubreallliil. im genchllich cll'ol>cncnEchäl)un.,^n'er!l)cuon l"8 ft. E. M.. gci^'illi. gel »uo zur Votnabme derselben die eieküti^cn ^'ildic-!ung5tagsahn»gen a»f c^cn 3. Juli, auf reu i». Al'gusl uno aus' dcu 4. Scpleinbcr 1862, ieoeömal Vormil« ings um 9 Uhr im Aml6sii)e >ull dlm Anbangr bc< llilnml worden, daß die feiizubiclcuoe Rcalilat bei der Ilplcn izcilblttuüss anch unter dem Schähnngswerlhe an dcn Meistbietenden hiutangegcben werde. Das Schäßungövrotoll)U. der Grundbllch^ellr.lkc und d>c i!iz tatl0i!sdcoin,',l>!ss^ löonen bei diescm Gc' richte >u dcn gcn)öl)ulich»,'i! üimluslnndci! eingesc'hcn werden. K. k. Vlzirköemit Goüjchec. als Gericht, an» 13. Mai 1862. Z. N04. (2) Nr. l!)l'4. Edikt. Von dcm k. k. Vezirkeamte ^.'aa^. a!>ü Oc^chl. irild hirnnt bekannt geinach! : E«3 sei über tas Ansuch.n res I.^kob Flozhevar von l.'aaö. gegen Joh.in:! N!e uon ^>'!,^. wegci, .ill^dcm Vergleiche u/ 111. Zl,»i l«60. Z. 2.')9",. fchnlogen 133 ft, 72 ^/2 kl. CM. c:. «. <:., i,, l>le rrckulive öffüitli.i'l Vtlsleigerung der, dem i!eßler>' gel'örigtn, im' Grunt'< ouche dcr Siadtgült Lac's ^ul> llvb. Rr. 86 vollo,N'i mcudeu Ncalitäl. im gcrichlllch erhobenen Schcl;;»!',gc>' werthe von 322 ft. EM., a/n'ill'get uno z»r Vl'rlial'iüc dtrsclbeu die dr.i Fe!ll»illungsla^sat)lli>gcn auf den 16. Juli. auf den IU. August l.nd auf den 17. Seolemlel «862. jtdcömal Vormittags um 9 Nbr in ter Am!5-lan^lei mit dem Anlangt bldil!g!usse können bei diesem Oc» richte in dcn a/wö'hullcheu AmlilillUden eingesclien locrcen. it. k. Vezirloamt ^a»<. alü Gericht, am 26. April l«62. ,Z. 1l76. (2) Nr. 2lä4. Edikt. In der ErekulionSsache d<»? Johann Iuoa» von St. Marlin, ge^en Josef Invau, »lm in ^'eobcn. i>l:li>. 67 fl. 62 kr., ist die, die Tabularglaubigerin Anna Invuli von St. Marli» dltreffende Nnbrtk nut dem Feilbiclungöbl" scheide von, 1. April l. I, Z. 1188, wegeil ibres uübe» kannlcn Aufcnlhalteö dcm für dieselbe bestellten t'ol-lilo!' ix! lx^luin Ioscf Iaklizh von St. Martin zugtstllll wordeu. Wovoll Anna Juvlin wegen ollfälliger eigene! Wahrnehmung ihrer Rechte verständiget wird. K. k. Vezirksamt ^'illai. als Gericht, am 8. III»! 1862. Z^s07s7"s3) ""N^286. Edikt. Vom k. k. Vczirksamte Egg. als Gericht, wird den unbekannten bisherigen Eigenlunmern der nach' folgenden Realitäten hiermit eliuncrt: Es h.ibc Malthäus Echliber von Morautsch. wi< der dieselbell die Klage nnf Anerkcnnuuss des Glgew lbnmrechteö auf folgcnse Glundparztllen der Sieu«r' gemeinde Moräulsch s.mimt An < und Zugedör. al^>: del Vanp.nzelien Nr. 18. 41. 42. mit'den darnnf lie-fiiit'llchsn Wol),!' »!!d Willhschaftvgsbälldm xnli Konsl. Nr. 63 llxo 47 im Orte Moläuisä'; der Waldparzell«« Nr. 777, 779. 760. gcn.innt ni, Ixn.^li; v,r Ackerpal' ^tLen Nr. 16 n» lli-ll»,, Nr. 19 pox,nx>in, Nr. 29 v !,5>i, Nr. 182^-! l l). /.« !>uj<>,jll!n; der Wiesenpar^elien Nr. 4j» v<>rl, ?ir. 24 l,<>i<',-, Nr. 198 <»li!l>^«ln<> v lo/ill, Nr. 204 m«l l"!>!.', Nr, 18 i»r> Ii<»/.!ljnl,, Nr. 28 /.> I>l,.i<>sjl>in, N/. 30 v l^uj endlich per W.ildp.u-zeU, Nr. 30 /» l»i. 18. Aplil 1862. Z, 1266. hilramis eingt' bracht, ll'olübcr zur ordcnllichrn niündlicheu Verhand' lü»g die Tagsapung anf den 18. In»o Kos:en beNellt wurde. Desscii wctde» disselben ^» den, Z,vecke uerstän^'" get. daß sie allenfalls ^, ltchlcr Zeit'sclbsl z" ers.t'^« urn. oder sich einen andern Sachwalter btstllttn lind axber »anidüft mnchen können, widrigens t'ise Rechts« s.'che nnr mil dem aufglstlllten Knrator vlrlmndell wer< den wird. und sie j^n daraus cnlst.hcllden Nachlhei/ sich scwsl «.»^isclireil'c» l'.il'c» >ut,l>c>,. >ss. k. Veulks.iml Egg. als Gellcht. am 26. Aplil l«6'^. Z. 1138. <^3) Nr. 422l). Edit t. Vom k. k. stä'c>l. delcg. ^s^lk^gerichie zn Ne»' sta?!l n»ird im Nachbauge zum Edikte von 2!l. Mäl'l 1862. Z. I860. bekannt gemacht, dasiü del Enkulion^ f..che des Hrn Dr. Noslüa. als Vorinnnd des nij. Ig"ai ,^all!" vom Weißfischen, gegcn ^ranz Icnüsch ol"l .^.nendorf. die alif dcn 17. Juni. 17. Juli n„d ll^. August eingeordnete erekutivc Flilbielung der Wlingal' lcn 5l.I> Aeig-.Nr. Z96. 630. 631. 633. 640^ 64>. Post-Nl. 488. in Gabrou^ nnd Verg.Nr. 466'^ Post' Nr. 346. im Grundbuch.- R,ü.'erlsl'of allf Ansnchen des Erlkut>ou5fi'!hr>rs sjslirl wurde. K. k. städt. d,leg.Ve^rksger,cht, Neustadt!, am ^> Juni 1862. . Z. 1l4"l?"(I) ' "NrI"ift6Ü ! Edikt. Voil den» k. k. Veziiksamle Reisniz. als Geiicht, ,vild millclst gcgenwäillgc,! Ediktes dein nnbekannl lVs besiüdlichen Thomas Koschir von Gora eiinnerl: Es babe nnoer iln, Aülou S.'.kraischcl nüd Ic'sll Sb'N'chuik uo» Gor.,. dann A»ton Tcrchlcin von Pol" klan; bti bi.srm Oeüchle die Kla^e auf Au^'olgll",gebracht, lvornbcr s'ie Tagst,!)ll„^ ^ l>, I. hieraftils <',ng,old!!el wurde. Da der Aufsütl'^^ rcö Pesl>ig»en hieranus uobsk.innt ist. sc> bal ma»!" dssscn Vertrelung reu Joban» Weßel von Gora als ^' ralo>' bsstellt. desse» d,r G^klaglc zur Wa^''.'^ ^<»tl Nichte Ullsläüdiget «rird. K. l. Veurlsamt Ncifnlz. j. l l48 (3) Nr. 45s' E d i k «. Von l'em k. k. Bezirksamts sseistril). als Ocli' wird l'iemit blkannt qeinaa't! Es s,i,,'. über A"!'«^ des Helln Anlo,! Doml.idisch von Feisttip. N''^".'^/ ion Tomschilsch von Grafenbr^on. l»>l:l'. 3l ft, 22 l > <:. «. <:.. ei, niil V^scheid von, 18. Februar "- ''^ Z, 9>N. anf den 20. Inni. 23 Jull und 23. 'A"g"^ v, I bestimmt gewescusn. sobi» sistirten eleknllve,'N^ l'e,'l'i, lu!!gst.igs>inn,!g.n l.-assnü'audo mit dem rorlg ?l»l'a!,ge mif lc» 30. I.i»i. 30 Juli l'.nd 30. AuguN >. ^' mit Vcibeli^lt des Ortes und dlr Stunde ""'I""^,''^ K. k. 'vczirlaamt zeistrih. als Gericht, am 9. AP' l 862.