K^mstag 3t« 24< Jänner 183s. Zweite N, i e b k ?«3enlt Einer da3 NZäibweek älleitt nuk kantt., Mas will er dem! Anders treibe,»? — ^r schickt sich nun wMer zu nichts mepr an, " Ge muß belm Wali»v«rk bleibett! Wentt Einer nue stets dies S ee' befu§t^ Was will er denn weiter zü Ücinb« ? —^ G3 ist nun einmal seine' Natur", »" Gort tteibl es ihn ew'iH! vo'nl SlrMdel Oo steh^ ich «uil wieder Mm zweiten Mal/ ^ie wiiltt m,r wieder die Liebe 5 Schon häb'' ich sie eininal gefühlt, vie Qual, Durchlebt dieß b'mite Getriebes So soll ich denn Wie5er -" wievee htlieil« In dieseit bezauberten Garten, Wo täuschend die bitteren Fruchte' der PeiB Htt goldnem Gezweig Mich erwarten'^ Unv blieb^ ich ckuch ttöch so g'etn entfernt^ Ich bin schon dent Zander verschrieben.' —-Ich habe ja uichlSv als lkeben gelernt, Und also muß ich wohl li e b'e tt.- Soh. Gaßrr. SeiVl-—^— ">->>«,',,„---------- Gramme ZtiftllnFltt a« Ver Mlhevrale zu ^bwyhl h^ Gründung f>-« ll.->ttie Menschen. Wie oft hört ,an sagen: Ja, das waren Zeiten, da hat's Geld egeben. Welcher Widerspruch, als ob es jetzt kein 5eld gäbe? Geld giht es genug, allein wer hat es? ie reichen Leute. Es ist keine Kunst, genug Geld zu abtn, wenn man so viel hat, als man braucht. Zeitgeist und Geldverlegenheit sind zwei Ehepanü, und zwar die unglaublichsten, dle je gestiftet wurden. Die Zeit ist flüchtig, unbeständig und so eigensinnig, daß sie einen gechanenen Schritt nie mehr ändern will; der Geist weilt in ko'heren Sphären, und sinnt auf Mittel, seine endlosen Zwecke realisiren zu können, wo« zu ihm aber die Zeit, statt hiilfreiche Hand zu bieten, oft so Verdruß macht, daß es kein Wunder ist, wenn der Geist ausgeht. Auf dicsi Weise entstehen Zwi« ste, und da es oft selbst bis zum Handgemenge kommt, so sieht dieses Ehepaar, Zeitgeist, elnem Gespen-ste ähnlich. Geld-Verlegenheit, das andere Ehepaar, hat fich selbst gegenseitige Feindschaft geschworen. Ich kann aber auch wirklich nicht begreifen, wie man in Verlegenheit kommen kann, wenn man Geld hat. —Das Geld selbst kommt nie in Verlegenheit, sondern wird in Verlegenheit gebracht, und bringt durch diese Verlegenheit die Menschen in Verlegenheit. Was ist aber Geld, was Verlegenheit? Geld ist ein I?lil-^Ltu,im inokilü, welches evst mit dem Verfall des Erdballs still steht. — Geld ist ein Dieterich, welcher alle Schlö'ßer und Riegeln öffnet. Geld ist eine Neljgion, zu welcher sich die ganze Menschheit bekennt. Geld ist ein Glücksbuch, welches auch jene Leute, die keinen Buchstaben kennen, ganz fertig lesen. Geld ist ein Transparent, welches auch in der finstersten Nacht, ohne Beleuchtung herrlich glänzt. Was ist Verlegenheit? Verlegenheit ist die Summe der richtig erhalt«« nen Interessen für ein verlorenes Kapital: Verlegen" heit ist eine traurige Variation auf ein lustiges The» ma. Verlegenheit ist eine natürliche Anlage zurDicht -kunst. Verlegenheit ist das Präliminarstudium der stoischen Philosophie. Verlegenheit ist die Nachfolge« rinn der Unüberlegtheit. Von unseren beiden Ehepaaren, ist mir nun die Zelt, der Geist und das Geld ausgegangen, es bleibt mir mithin nichts als die Verlegenheit; aus die« ser Verlegenheit reiße ich mich durch die Verlegenheit dieses Aufsatzes, und wünsche zugleich, daß die verchrtcn Leser und Leserinnen, diese meine Vetle-genheit recht öald aus aller Verlegenheit bringen möchten, — l. Wer NeifcnVe. Martin Wonigbergcr. aus Aronstavt in Kiedenbürgeit. Die Preußische Staatszeilung meldet Folgendes" aus Rußland: »Der Reisende, Hr. Martin Honig-, bergcr, aus Kronstadt in Siebenbürgen gebürtig, b^ sindtl sich so cbl-n in St. Petersburg auf sein«r Ntck-reise in die kaiserlichen österreichischen Staaten. Im — 15 — 3ahre 18l5 verließ er in einem Alter von 20 Jahren seine Hcimath, wo er Pharmazeut war. Ein unwi. derstehlicher Trieb, die Fremde, und namentlich den wundervollen Orient, kennen zu lernen, verbunden mit der Hoffnung seine Gesundheit unter südlicherem Himmel zu stärken, bewog ihn, über ssonstantinopel u,> , Syrien nach Egyptcn zu gehen, wo er zu Kahira, in der Apotheke des Pascha's Mehmed Ali, eine Anstellung fand. Die Pest veranlaßte ihn jedoch, die Flucht zu ergreifen und sich abermals nach Syrien M begeben. Hier trat er nun als Arzt auf und betrieb sein Ge« schaft, theils in den Ki'istenstädten, theils aber auch auf dem Libanon. Nachdem ?r wegen einer Privat-Angelegenheit nochmals Alcxandrien besucht hatte, schlug er, in Gesellschaft eines Niederländers, Heinrich de Turck, von Damask aus, den geraden Weg durch di« Wüste nach Bagdad ein. Doch sowohl hier, als in Bassora, Vuschir (Abuschär) , Schiras und Ispahan, fanden die Reisenden wenig Vortheil, den die Erwerbs-zweige wurden durch die damaligen Kriegs-Vcrhältnis-s» sehr geschmälert, was ihnen die Landreise nach Lahor unmöglich machte. Sie kehrten daher über Kerman-schah nach Bagdad zurück. — De Turck ging nach Europa, Hr. Honigbcrger aber seiner Wanderungen noch m'chc müde, verließ nun, von einem Armenier begleitet, die Ufer des Tigerflußes, um sich zu denen des Indus l« begeben. Ueber Mascat, Bender-Karatfchi, Heid-ravald-Sind und Multan gelangte er nach Lahor, wo er 2 Franzosen und 2 Italiener, die Herren Allard, Court, Ventura und Avit'abili, in Diensten des Herrschers der Siken, Maharadscha Nendschid-Sing's vorfand. Da Hr. Honigberger jenen Herren von Vag-dad a«s «mpfohlen war, so gelang es ihm auch, in den Dienst des genannten Königs ausgenommen zu werden. Hier war er nun Medicus, Chyrurg, Pharmaceut und Mechaniker zugleich, und in Zeit von 4 Jahren hatte er soviel erworben, daß er sich reich genug glaubte, um < mil ftiner Habe nach Europa zurückkehren und davon leben zu können. Nicht ohne Wchmuth trennte er sich '. von dem herrlichen Lande, von seinen Freunden , und wie er selbst sagt, von den schönen Rupien Indiens; — doch die Liebe zum Vaterlande überwog alle übrigen befühle, und unser Reisender ging von Lahor über Multlln, Kabul, Buchara, Orcnburg und Rischnij-Nowgorod nach Moskau. Hier in S^. Petersburg gedenkt er nur wenige Tage zuzubringen, um über Mss-kau, so bald als möglich, in sein? Hcimath zurückzu. > kehren. Ein glücklicher Zufall ließ ihm in unserer .auptstadc mehreren seiner Landsleute begegnen, was ftüier Sehnsucht nach 5er Heimath neue Nahrung gab. L"!t seniem Herde wiedergegeben, verspricht er uns, t.e auf der Reise von ihm gemachten Bcmerkmiqci, «« Kea^en und im Druck erscheinen zu lassen." ^ Das Keueste mW Interessanteste im Gebiete ver Nunst unv Invüstrie. ver NänVer- unv ^7ölkcrkunve. Einen triftigen Vcweis von der Vergänglichkeit irdischer Größe geben vor allen die noch vorhanden nen Backsteine der alten Niescustadt Babylon. Schon zu Alexander des Großen Zeiten — 335 Jahre V. Eh. G. — war nur mehr ein Schatten übrig, von ihrer ehemaligen Größe, Pracht und Herrlichkeit. Aus den Trümmern der Backsteine ward zu Zeiten der Seleu? ciden die Stadt Ktesipho » erbaut Auch Klesiphon fiel in Schutt, zur Zeit, als die siegenden Araber, mit dem Koran in der Hand, alle Slädle am Euphral und Tigris plünderten. Einer der Chalifen, Ali Man-sur, verwendete die aus den Trümmern Kttsiphons zu Tage geförderten Backsteine znm Nau dcr Chalifen-Stadt Bagdad. Auch Letzteres ist fchon ganz herabgesunken, und wer weiß, wie viele Hauptstädte an den Ufern des Euphrat in folgenden Jahrhunderten sich noch erheben werden! Der Cap'tan Cantley, Inspector des Doabkanal« in Vengalen ; hat die Trümmer einer Stadt aufgefunden, welche sich 16 Fuß unter der gegenwärtigen allgemeinen Oberfläche des Bodens, und 25 Fuß unter dem Niveau einer in der Nähe gelegenen Scadt befinden. Man hat ebendaselbst mehrere ganz unbekannte Münzen ausgegraben. Die Urwälder Nordamerica's wimmeln noch von einer Menge von Pelzthieren, die den Jägern eine besonders gute Beute bieten. Jährlich gehen uiele Jäger, aber in Gesellschaft nach dem fernsten Westen des Mifsourigebietcs, mehrere tausend Meilen (engl.) weit. Ein großer Theil d«s Weges wird in Dampfschissen gemacht, die bis zum Felsengebirge Nocky-Mountains vordringen. Auf diesen großen Jagd-Partien werden vorzüglich viele Biber gefangen und geschossen, auch andere Tknere mit wcrlhvc'Ilen Häuten erlegt, als Büffel, Bären, Panther. Zum Behuf dieses Handels besteht in St. Louis eine große reiche Pclzha'ndlergesellschaft. Jede dieser Iagdexpedi-lioncn dauert achtzehn Monate. Der neuere Nciftnde, Carl Guhlaff, gibt in seinem Wcrke über Ch!na die Oebietsausdehnung dieses Landes auf l88,t50 geographische Quadratmeilcn, wovon 8i,l25 auf die Bobenfiäche des eigentlichen Chi-»'" kommen. Das ganze Neich ist somit größer als Eu. rnna. nnb die N-Rsss^runa ai,f all« Tälle viel äghlrei- — i6 — Oer. Di'e ungeheure Zahl vsn 367 Millionen wird als die wirkliche Anzahl der Bewohner angegeben, die Hr. Gutzlaff als der Wahrheit ziemlich nahe kommend annimmt. In der That sind diejenigen Theile die er besuchte, äußerst volkreich, und wenn er die Häuser kleiner Bezirke zählte, fand er jedesmal, daß die letzte kaiserliche Schätzung die Volksmenge zu gering angab.' Eine merkwürdige Erscheinung zeigt sich jetzt im stillen Ocean. Die meisten Societäts-Inseln sollen in diesem Augenblick von Weibern regiert werden. Sie führen bei den Debatten über die Staatsangelegenheiten den Vorsitz, und jede derselben nimmt an diesen Debatten thätigen Antheil. Alle Eingebc?rneN ohne Unterschied des Ranges haben das Recht, den Sitzun« gen beizuwohnen, und ihre Stimme zu geben. Sobald «in Gesetz angenommen worden ist, wird es vcm einer, seit dem letzten Besuche der Missionäre neu lrbauten Kapelle herab promulgirt» In diesen Debatten beweisen die Weiber im Allgemeinen höhere G?istesfahig.ker-ten, als die Männer. Seit Ankunft der Glaubens» Prediger auf diesen Inseln hat der Zustand Ver Frauenzimmer eine gänzliche Veränderung erhalten; sie sinv «u5 Sclavinnen glückliche und freie Weiber geworden. In der Bibliothek zu Aoranches hat man unlängst tas Manuscript der berühmten Schrift von Abelard' über die Dreieinigkeit, betitelt: »Ja und Nein« (5,5 »',t nc»n) aufgefunden. Man hatte diese Handschrift^ zm, derett Willen Melarv bekanntlich im Jahre' ti^0' von der verdamme wurde, längst für verloren gehalten'. Herr Cousin lff jetzt mit der Publication derselben beauftrag,t worden-. In den Vernnfgten' Staaten bestehen gegenwärtig mehr als 7000 Mäsiigkeits - Gesellschaften, die mehr l!ls 1,250,009 Mitglieder zählen, und der Ocean wirv' Von mehr als 5000 amerikanischen Fahrzeugen durchkreuzt, auf welchen man sich aller geistigM Gelränke »nthält, M i e c e l l e n. In ?andon bestanden l239 dseköniglichen Betten «och aus Strohsäcken: 12^6 mären alle Häuser darin noch mit Stroh bedeckt? l?00 saßen die Einwohner, siatt vor dem Kamin, um einen Feuerbehälter in Ver Mitte des rauchendem Hauses; Wein wurde von den Apothekern zur Herzstärkung verkauft; die Häuser wa-zcn noch alle von Holz, und es hieff grosse' Pracht, cluf einem zwelrädrigen Karren zu fahren; 535l waren Vier- und Zweipfennig-Stücke die größten Scheide» münzen, und das Parlament bewilligte dem Könige statt Geld nur allerhand Waaren; t503 hatte man in London noch keine Rüben, Kohle, Sallate, man führ« 5» sie aus den Niederlanden ein: H56l trug die Königinn Elisabeth die ersten seidenen Strümpfe, und l57 7 bracht? man die ersten Taschenuhren nach London; l5N0 gab es daselbst nur vier Kausieute deren jeder ^00 Pf. besaß. — Welch" ungeheuere Veränderung jetzt gegen sonst! — Eltt amerikanischer Schiffscapltän hat, wle franzosische Blatter erzählen, die Fabel des Arion ln unsern Tagen zur Wahrheit gemacht. Von seinen aufrührerischen Matrosen über Bord geworfen, war er von einem großen Fische, dessen Namen er jedoch nicht anzugeben vermag, auf den Rücken gehoben und wohlbehalten ans Ufer gerragen worden l Nachst 0 f f. Jemand liess sich m einem Gasthause zwe? welche' Eyer geben. Nachdem er dieselben verzehrt und bezahlt hatte, sagte er zu einem Freunde: Den Wirth habe ich schön angeführt, in dem eine« Ev war schon ein kleines Huhn, das habe ich ge«' gessen/ und keinen Kseutzer Vafke ge: 5ah l t- Matt konnte- ein köstliches Buch aus dem machen', wovon S ie n ichts w isse n,- sagte ein Witzbold Fu Jemand, den er schrauben wollte'. Gelassen erwie. derle dieser: Ader wahrlich ein recht schlichtes aus dem? was Sr» n?tssen<, MaVv A. Wec ist Llnn Vle kleine Mißg<. burt dort- beim Ofen? M a d. B. DaS ist meine Tochter!' Mao, A. So? das ist ein recht liebes Kissvl Heute:' »Vie' Schweiz erfamilie.« Lyrische 0per in drei Acten, von Wl^gl^ Morgen: «Das Pfef'fe^r0sel." Schnuspiel in fl>"f Acte», von <^h. Vi-rch-Pfeiffer^ Samstag den 3>.5 ZirM'ersten Mate:' ^ScM itami s.-Grosse Oper in zwei Acten. von R o sfru i. Nevacteur F"r. rav. Meinrichv Verleger: Mna^ Al. VVler v. Aleinm»Vr.