LINGÜISTICA XIX IN MEMORIAM MILAN GROŠELJ OBLATA I Ljubljana 1979 LINGÜISTICA XIX IN MEMORIAM MILAN GROŠELJ OBLATA I Ljubljana 1979 Revijo sta ustanovila t Stanko Škerlj in tMilan Grošelj Revue fondée par t Stanko Škerlj et tMilan Grošelj Uredniški odbor - Comité de rédaction Bojan Čop - Anton Grad - Janez Orešnik - Mitja Skubic Natis zbornika je omogoSila RAZISKOVALNA SKUPNOST SLOVENIJE Sous les auspices du CENTRE NATIONAL DE RECHERCHES DE SLOVENIE MILAN GROŠELJ (1902-1979) Lingüistica est de nouveau en deuil: Milan Grošelj, latiniste, un des fondateurs, animateur et codirecteur de la revue dès son apparition, nous a quittés. Né le 19 septembre 1902 à Kamnik (Slovénie), Milan Grošelj termine ses études de langues classiques à Ljubljana en 1925» Après sa licence, il poursuit ses études, de latin surtout, à Paris, à 1 Ecole des Hautes Etudes, sous la direction des linguistes éminents de lxépoque» Antoine Meillet. Alfred Ernout et Joseph Vendryès. Revenu dans sa patrie, il enseigne pendant plusieurs années le latin au lycée, puis devient chargé de cours à la Faculté des Lettres de Ljubljana. En 1940, il obtenait la chaire de philologie latine de cette même faculté, dont il devait rester professeur jusqu^à sa retraite en 1976* Membre correspondant de 1 Académie des Sciences et des Arts depuis 1958, il en était devenu membre ordinaire en 1977* Par sa formation de professeur de philologie latine, Milan Grošelj était predestiné à 1%étude de la langue et de la littérature^ toutefois, la linguistique avait toujours été sa vraie vocation, déjà lors de ses années d''étudiant. C*est surtout la syntaxe qui attirait, et dès sa thèse de doctorat portant sur la syntaxe des cas latins, soutenue brillamment en 1934-» il avait consacré ses plus importantes recherches aux difficultés de la syntaxe latine» Il devait y ajouter plus tard des travaux d^interprétation étymologique pour les langues latine et grecque et les langues slaves. Pénétré dxune profonde culture classique, 1 esprit curieux de Milan Grošelj touchait divers aspects de l%universalité des anciens. Aussi Lingüistica nva pas voulu être fidèle à elle-même et a inclus dans ces deux volumes des travaux qui ^appartiennent pas absolument au domaine de la linguistique, rendant ainsi vin dernier hommage aux vastes perspectives des activités scientifiques d*un de ses fondateurs. Ses collègues, ses anciens étudiants, ses élèves aussi auxquels Milsn Grošelj, encore jeune professeur de lycée, faisait découvrir les secrets de la langue, de la littérature et de la civilisation latines, tous, nous avons tenu à rassembler nos travaux - dona nostra - pour honorer sa mémoire. Erika Mihevc-Gabrovec Ljubljana CDU 929 Grošelj M. ÜBER PROF. MIIAN GROŠELJS WISSENSCHAFTLICHES WERK Das bibliographische Verzeichnis von Grošeljs Werken erweckt auf den ersten Blick den Eindruck, als ob es recht bescheiden w8re. Auch wenn man die Seitenzahl zusammenzahlte, könnte sich dieses Opus nicht mit den umfangreichen Abhandlungen manch eines anderen Fachmannes messen. Doch wenn wir uns in dieses Opus aufmerksam vertiefen, müssen wir feststellen, dass es sehr viele originelle Lösungen, eine lange Reihe genauer Beobachtungen, gewandter und einfallsreicher Interpretationen, geistreicher und exakter Kombinationen und Folgerungen enthalt. Hier gibt es unter anderem schon Hunderte von Etymologien, von denen jede einzelne eine neue Idee, einen neuen Beitrag zur vertieften Kenntnis der klassischen Sprachen bedeutet. Ihrer Thematik nach lassen sich Grošeljs Werke in drei Gruppen aufgliedern: 1. Unterrichtswerke und popuiaivfachliche Publikationen, 2. Syntaktische und stilistische Studien, 3. Etymologische und lexikale Studien. Diese Reihenfolge entspricht grösstenteils auch der zeitlichen Abfolge von Grošeljs Betätigung auf den einzelnen Gebieten. 1. Unterrichtswerke und populär-fachliche Publikationen wahrend der ersten zehn Dienstjahre unterrichtete Prof. Grošelj an mehreren Gymnasien, dann aber noch 4- Jahre am Klassischen Gymnasium in Ljubljana, als er zugleich schon an der Universität Vorlesungen hielt. Diesem Unterricht widmete er sich mit voller Hingabe, wobei er jedoch das Fehlen entsprechender slowenischer kommentierter Ausgaben lat. Autoren tief empfand. 7 Deshalb machte er sich seihst ans Werk und. begann solche Lehrbücher zu verfassen und zog zu dieser Arbeit noch Mitarbeiter hinzu. So entstanden der Reihe nach vorbildliche Schulausgaben sämtlicher lateinischer Autoren, die zu jener Zeit am klassischen Gymnasium gelesen wurden (Sallust, Cicero, Ovid, Tacitus, Horaz) \ nur die Auswahl aus Vergilius stellte R. JužniS zusammen, und noch dazu schrieb Grošelj die Einleitung. Alle diese Ausgaben sind ausser mit vorzüglichen Einleitungen selbstverständlich auch mit ausgezeichneten Kommentaren auf dem Niveau der damaligen Philologie versehen. Die meisten dieser Ausgaben besorgte Grošelj während seines Gymnasialdienstes, den Bedürfnissen des Unterrichts an den Mittelschulen half er indessen auch spSter gern ab. So verfasste er im J. 1955 eine gute Übersicht der griechischen und römischen Literaturgeschichte, welche die Einleitung ins Unterrichtswerk "Latinsko berilo za gimnazije" (Lateinisches Lesebuch für Gymnasien) darstellt, in den Jahren 1954- und 1955 kamen aber seine Ausgaben ausgewählter Werke des Horaz und Tacitus mit Kommentaren heraus.^ Die wichtigsten Entwicklungs-ztige der griech. un röm. Literatur hat Grošelj für einen breiteren Leserkreis gut auch im Artikel "Razvoj antične literature" (Entwicklung der antiken Literatur) vorgestellt.^ Bibl. Nr, 1-6. Die bibliographischen Einheiten von Groseljs Werk zitiere ich nach der auf den folgenden Seiten veröffentlichten Bibliographie. Bibl. Nr.. 31. Bibl. Nr. 5, 6. Bibl. Nr. 53. 8 Zu dieser Gruppe seiner Werke sind auch jene Abhandlungen zu zShlen, die er Uber die Werte der antiken TTberlieferung und Uber die Notwendigkeit des Unterrichtens der klassischen Sprachen in der "Spomenica društva prijateljev humanistične gimnazije" (Denkschrift des Vereins der Freunde des humanistischen Gymnasiums) veröffentlicht hat. 2. Syntaktische und stilistische Studien FUr die Beobachtung syntaktischer Erscheinungen hatte Prof. Grošelj ein sehr geschärftes Geftthl. Dies ermöglichte ihm neben seiner Fähigkeit des EinfUhlens in andersartige Denk- und Ausdrucksweise sowie neben seinem vorzüglichen Gedächtnis, das ihm mit Leichtigkeit mit Parallelen diente und ihm half, Kombinationen und Erklärungen zu finden, dass er bereits als Student mit Erfolg an die Lösung syntaktischer Probleme herangehen konnte. Auch seine Dissertation^ bezieht sich auf dieses Gebiet. Darin fand er einige originelle Deutungen für gewisse nicht erklärte Erscheinungen in der Syntax des Genetive und Dativs. Er hat z.B. erklärt, warum der kollektive Sing, nicht im Genetiv verwendet wird (die Possessivität, die im Genetiv dominant ist, erfordert klares Individualisieren und mithin den Plural) , ferner warum in Gen. pretii nur die allgemeinen Ausdrucke tanti, quanti, usw. auftreten (ein Überrest der naturalen Wirtschaft und des konkreten Gegenwertes beim Kaufen)7, und schliesslich suchte er einen der grundlegenden Werte des Dativs im dativus iudicantis (Dat. des Standpunkts), der noch in geschichtlicher Zeit am konkretesten ist und mit dem sich Q alle Dativfunktionen interpretieren lassen. ? Bibl. Nr, 8. 6 S. 4. 7 S. 7 ff. 8 S. 15 f. 9 Mit verschiedenen Problemen der Syntax der lat. Kasus beschäftigte sich Groselj auch später. Die Resultate seiner Forschungen hat er in den "Razprave SAZU" (Abhandlungen der Slowenischen Akademie der Wissenschaften und Künste) iz zwei Artikelgruppen mit den Titeln "Philologa" und "Philologa 11"^ veröffentlicht. Interessant ist z.B. das Kapitel über den Vokativ, in dem er eine der balkanischen Isoglossen festgestellt hat.10 Die griechische Ehefrau redete nämlich ihren Mann mit dem Vokativ seines Personennamens an und durfte nicht nur Svep sagen (der Mann ist ein Individuum!), wogegen der Mann seine Frau mit yuvou anredete. Die unterschiedliscihe Anrede ist die Folge der unterschiedlichen sozialen Stellung von Mann und Frau. Den gleichen Gebrauch hat Groselj im Serbokroatischen, Bulgarischen und Albanischen aufgespürt. Er hat auch den Gebrauch des Lateinischen und der modernen europäischen Sprachen beobachtet und ist zur Feststellung gelangt, dass sich der Unterschied im Gebrauch des Vokativs, für Mann und Frau verwischt, sobald die soziale Stellung der Frau höher wird. Mit Berücksichtigung der gesellschaftlichen Ordnung gelang es ihm auch, den Gebrauch des Plur. liberi in Fällen zu erklären, wo es sich nur um ein Kind handelt: in der klassifikatorischen Familie sind lediglich die Generationsklassen der Kinder, Eltern, Grosseltern, usw. wichtig. Bei den Erwachsenen kam es spfiter zur Individualisierung, bei den Kindern nicht. Demzufolge bedeutet auch parentes nicht nur "Eltern", sondern auch "Verwandte % also die ganze Generation 111 ? Bibl. Nr. 13, 16. 30 Philologa, S. 19-27. 11 Philologa, S. 28 ff. 10 Auch für die Verschiedenheit des Gebrauches der Kasus beim Ausdrücken der Dauer mit Hinsicht darauf, ob der Satz positiv oder 12 negativ ist, hat Grošelj eine annehmbare Erklärung gefunden. Im positiven Satz hat nämlich das Lateinische den Akkusativ der Dauer verwendet, in negativen hingegen den Ablativ." Grošelj bringt diese Art der Verwendung in Zusammenhang damit, dass der Sprecher beim Formulieren des negativen Satzes häufiger unter dem Einfluss eines Affekts steht, z.B. der entschiedenen Ablehnung, des Verbots u.ä., und in diesem Fall sind auch die Ausdrucksmittel anders. Der Ablativ hatte nämlich einen mehr affektiven Charakter als der sachliche Akkusativ des Inhalts. Eine der von Grošelj angeführten Parallelen ist der Genetiv (es handelt sich um den partitiven Genetiv) in slowenischen negierten Sätzen anstatt des Objekts im Akkusativ. Im Lateinischen hat Grošelj den sog. Instrumental des Gleich-1-5 nisses entdeckt , der auch in den slawischen Sprachen erscheint, z.B. altslaw. "krsv6 tečaše rekami" (vgl. Vondrak-Grünenthal, Vergl. slav. Grammatik^ II 284 a -unter "Instrumental des Gleichnisses"). Im Lateinischen trifft man darauf bei Liv. 43, 13, 4 Reate imbri lapidavit. Doch ist diese Konstruktion im Lateinischen sehr selten und. als Grošelj später noch ein Beispiel bei Ennius fand, hat er es als Sonderbeitrag 14 veröffentlicht. Damit haben wir einige von Grošeljs gewichtigsten originellen Feststellungen aus dem Bereich der Syntax der Kasus aufgezählt, übrigens hat Grošelj die Syntax der lat. Kasus in ihrer Gesamtheit systematisch bearbeitet. Das war eine seiner Vorlesungen, 12 Philologa, S. 35 f. 15 Philologa II, S. 20. ^ Bibl. Nr. 33. 11 i die zugleich der erste Teil seiner geplanten "Lateinischen Syntax" hätte sein sollen, in welcher der deskriptive und der historische Blickpunkt vereint gewesen wären. Dieser Anfangsteil war bereits im J. 194-5 vollendet und umfasste 144 Seiten maschinegeschriebenen Manuskripts. Grošelj hat jedoch seinen grossen Plan nie verwirklicht. Damals hatte er in Ljubljana wohl keine materiellen Möglichkeiten für ein so anspruchsvolles Werk, es mögen ihn aber auch andere Interessen und Pflichten von diesem Werk abgelenkt haben. Nach dem Erscheinen der lateinischen Syntax von Hofmann-Szantyr war dann eine solche Arbeit auch tatsächlich nicht mehr aktuell. Aus den übrigen Bereichen der Syntax hat Grošelj nur ein paar vereinzelte Beiträge veröffentlicht. So befasste er sich z.B. 15 mit der Indifferenz des Partizips zur Diathese. ^ Hier handelt es sich um den Typ "café chantant", "spavaca soba", "sedeča kopel" u.ä. (für dt: Schlafzimmer, Sitzbad). Im Spätlateinischen fand Grošelj die zwei Ausdrücke Lucernam ... fecit ... legentem (Agnelli Liber pontificalis ecclesiae Ravennatis, 27) und lapis percutiens (Vitae Patrum V 10,60). Die Syntax des Verbs erörtert Grošelj auch im Artikel "Abun-dantni refleksivni zaimek in medij" (Das abundante Reflexivpronomen und das Medium). Hier bespricht er die Verwendung reflexiver Formen in Kontexten, die mit einem gewissen Affekt geäussert sind, während dieselben Verben sonst im Aktiv verwendet werden. Dies sind grösstenteils Verben, welche die fundamentalen Körperfunktionen.bezeichnen, z.B. im Lateinischen gustavimus nobis (Per. Aeth. 4-, 8), im Italienischen essersi, andarsi, dormirsi, im Slowenischen lej si ga no. Diese Erscheinung ist aus romanischen und germanischen Sprachen sowie 15 Philologa II, S. 19. 16 Slavistična revija III, 1950 , 4-14-4-18. 12 aus dem Lateinischen bekannt. Grošelj hat Beispiele auch im Hethitischen entdeckt, und zwar für das Verbum "essen". Im Griechischen erscheinen Verba derselben Bedeutungskategorien im medialen Futur. Nach Grošeljs Ansicht lässt sich das mediale Futur so erklären: eine der Grundfunktionen des Mediums sei das Ausdrücken der Affekts, im a-Diphthong der primSren Endungen sieht er aber denselben a-Vokalismus wie in verschiedenen lateinischen volkstumlichen Bezeichnungen für körperliche und geistige Gebrechen. Mit diesen Ausführungen schliesst sich Grošelj Hävers und anderen Zeitgenossen an, die eine Heihe von sprachlichen Erscheinungen durch den Affekt im Ausdruck zu deuten suchten. Es ist mir nicht bekannt, ob seine Interpretation der primären Medialendungen irgendwo Anklang gefunden hat. Schon in dieser Abhandlung hat sich Grošelj von der lateinischen Syntax entfernt und hat das Problem einer ganzen Reihe von ide. Sprachen in Angriff genommen. Sein ausserordentlich umfangreiches Wissen ermöglichte ihm das Herangehen an die Lösung sprachlicher Probleme von mehreren Seiten. Auf Fremdes Gebiet begab er sich noch mehr in den folgenden Abhandlungen mit Thematik aus der Syntax, überzeugend ist seine Erklärung der Erscheinung des possessiven Adjektivs im Slawischen und Tocharischen im Artikel "0 posesivnem adjektivu*.." (über das possessive Adjektiv...")^. Darin beweist er, dass die beiden Sprachgruppen den Gebrauch des poss. Adj. vom Proto-hatischen übernommen haben, mit dem sie am Schwarzen Meer in Berührung kamen, als sie noch dort lebten. Zum Erlangen dieses Resultats verhalfen Prof. Grošelj auch seine Kenntnisse des archäologischen Materials. Die Syntax des Satzes interessierte Grošelj nicht in solchem Grad. Er widmete sich ihr nur in einem kurzen Artikel, wo er für das Lateinische das Bestehen der rhetorischen Frage in der *1 o 2. Person und ihre Form in der Abhängigkeit feststellt. 17 Lingüistica I, 1955, 2-10. 18 Bibl. Nr.52. 13 Weniger nehmen uns schliesslich Grošeljs zwei Versuche für sich ein, mit den Kriterien des Griechischen den Gebrauch des Perfekts und des Aorists im Serbokroatischen und in den Freisinger Denkmälern zu beleuchten.Diese letzten Beiträge mit nicht-lateinischer Thematik stammen bereits aus der Zeit, als sich Grošelj vorwiegend mit etymologischen Studien befasste. In seinen Abhandlungen trat Grošelj einige Male auch an die Textkritik heran. Mit guten Argumenten, zu denen er unter anderem eben auf Grund seiner genauen Kenntnisse des syntaktischen Gebrauchs und mittels detaillierter Stilanalysen gelangte, verteidigte er am häufigsten die Uberlieferten Textvarianten gegen einige Philologen, die manchmal allzuschnell ganze Passus als unecht ausschieden. Je einmal löste er text-kritische Probleme bei Cäsar und Vergilius , wäh- 22 rend er sich mehrmals am Text des Apuleius und selbstver- 2-5 ständlich an den Oden des Horaz versuchte. Parallel mit der Syntax interessierte Prof. Grošelj sehr auch die Stilistik sowohl der Prosa als auch der Dichtersprache. Vertiefte stilistische Interpretationen vermittelte er auch seinen Hörern in Form abgerundeter Vorlesungszyklen Uber einzelne Autoren oder Werke. Für die Veröffentlichung hat er nur Horazens Oden bearbeitet, und zwar mit besonderem Bezug darauf, wie ein bestimmtes Gefühl mehr oder weniger bewusst auf die 19 Bibl. Nr. 64, 65. 20 über die scheinbare Interpolation in Caes. B.G. III 201. In: Philologa II (Bibl. Nr. 16), S. 14-17. 21 Verg. Aen. I 1-17. In: Philologa (Bibl. Nr. 13), S. 10-18. 22 Apuleiana. In: Philologa H (Bibl. Nr. 16), S. 11-14. Horatiana. In: Philologa II (Bibl. Nr. 16), S. 3-8. 14 Wahl der Ausdrucksmittel, auf den Aufbau eines Gedichtes u.ä. einwirken kann. Dabei diente ihm als Vorbild vor allem die damals sehr aktuelle Art des psychologischen Interpretierens 2 iL von Hävers , wobei er natürlich von Marouzeaus Prinzipen und Ermittlungen in der Stilistik Gebrauch machte. Im Werk "0 vplivu afekta na stilizacijo Horacovih od" (Uber den Einfluss des Affekts auf die Stilisierung von Horazens Oden) hat Grošelj jede einzelne Ode eingehend besprochen und analysiert. Schon früher hatte er irgendwo2-' festgestellt, dass "Horazens Poesie eine Filigranarbeit darstelle", worin der Dichter seinen Gedanken, seine Lehre oder sein Gefühl, die er ausdrücken wollte, stets auch mit bestimmten sichtbaren Sprachmitteln darstellte, als ob er den Inhalt auch hätte malen wollen. Horazens Oden sind nämlich fast immer eine Anrede an eine andere Person, die sich der Autor als anwesend vorstellt, und mit solcher Darbietung des Inhalts sind die Lehre, Einladung, Bitte, Warnung u.a., was den Inhalt des Gedichtes ausmacht, viel wirkungsvoller. Demnach hat Grošelj in dieser Abhandlung vornehmlich den Einfluss des Affekts auf Horazens Stil verfolgt, die Beziehung zwischen Affekt und zwei- oder dreigliedrigen Ausdrücken erforscht, das Verhältnis zwischen Affekt und dem Satzumfang beobachtet (starker Affekt - kurze Ausrufe oder Sätze), oder den Gebrauch des Anwachsens der Satzglieder, der ein Stilmittel mit unterschiedlichen Wirkungen darstellt. Er interessierte sich für die Anwendung der Parataxe als Folge des Affekts beim Reden. Auch die Wahl. der Epitheta kann auf einen oder den anderen Affekt hinweisen, z.B. die Adjektive auf -ax 2 iL Vgl. Hävers, Handbuch der erklärenden Syntax, Heidelberg 1931. 25 Philologa, S. 3. 15 und -osus, welche die Überfülle einer Eigenschaft ausdrücken, oder ebenso die mit in- zusammengesetzten affektiven Adjektive, die den Mangel an etwas bezeichnen. Auch die Häufung von Nega- 26 tionen bewirkt eine ähnliche Bedeutung. Wenn jedoch der Text schon auf andere Weise gefühlsmässig stärker gefärbt ist, entsagt Horaz der Häufung solcher Epitheta.27 Bei jeder Ode gibt Groäelj mit knappen Worten den Inhalt wieder, so dass der Leser der Interpretation den Leitgedanken und die Grundstimmung vor Augen hat. Dann analysiert und kennzeichnet er den Aufbau des Gedichtes, wobei er beobachtet, welches Stilmittel Horaz verwendet, welche die Beweggründe dafür waren (nicht nur der Affektl) und wie es ihm glückte, die gewünschten Wirkungen zu erzielen. Ohne Zweifel gilt, dass Horaz untere schiedliche Ausdrucksweisen bewusst und mit bestimmter Absicht verwendete. Mancherlei lässt sich z.B. schon mit den verschiedenen Lauten malen: der Klang der Schalmei ist mit den Lauten i, y, u wieder- po gegeben, den eifersüchtigen Zorn stellen häufige i-Laute dar , das Gefühl des Grauens äussert sich mit u-Lauten, das Rauschen der Blätter mit zahlreichen -s- und -rr- Gruppen"", usw. Vieles kann mit der Wortfolge ausgedrückt werden: die einfache und logische Wortfolge steht für Ausgeglichenheit, Ordnung und Sicherheit, ebenso die kimstreiche vertikale Wortfolge (3.46-47, 84), wogegen die bewegte und verflochtene Wortfolge voller 26 S. 40. 27 S. 94. 28 Beides S. 56. 29 Beides S. 60. 16 Kontraste gegensatzliche Begriffe bezeichnet, z.B. die UnlSs-barkeit schwieriger Prägen (S. 70). Um die Verbundenheit zwischen zwei Personen anzudeuten, setzt Horaz beide Wärter eng beieinander (S. 86, 98), gegen den andersartigen Gebrauch in der normalen Syntaxordnung. Ebenso stellt er Wörter, die einen starken Gegensatz ausdrücken, gern unmittelbar zusammen. Sehr beredt ist der Aufbau des gesamten Satzes. Die Parataxe weist in der Regel auf ein starkes Gefühl hin, das den lo-"» gischen Aufbau der Hypotaxe unmöglich macht^ die parataktische Konstruktion kann indes auch ein einfaches, unverworrenes Gefühl nachbilden (S. 68). Der Nebensatz folgt in der Regel dem Hauptsatz, falls der Gedanke noch nicht abgeschlossen ist. Wenn vom Nebensatz noch ein Nebensatz abhängt, entsteht eine Periode mit sinkendem Rhythmus. Eine solche Periode veranschaulicht gern ein Abrücken von der Gegenwart in die Vergangenheit (S. 38, 86), gelegentlich vermittelt sie auch einen Ausblick in die ferne Zukunft (S. 51» 62), oder die allmähliche Beruhigung nach durchlebter Angst und Angespanntheit (S. 75), doch auch die Vergänglichkeit des Lebens und die Ergebung in die Unabwendbarkeit des Todes (S. 95). Auch sonst kann die Satzform vieles vermitteln. Die Ode I 8 (Lydia die per omnis) besteht aus lauter Fragen. Damit wollte Horaz die Intensität des Flehens unterstreichen (S. 44). in I 24 (Quis desiderio sit pudor aut modus) betrauert Horaz seinen Freund Quintilius. Für dieses Gedicht ist charakteristisch, dass Paare von je einem kürzeren und einem längeren Satz aufeinander folgen. Dieser stossartige Rhythmus veranschaulicht Traußr, als ob er Schluchzen malen wollte (S. 60). Mit der gleichen Anordnimg der Sätze hat Horaz auch in I 27 (Natis in usum laetitiae scyphis) den Eindruck des Stossartigen, Unharmonischen, Ungeregelten erreicht (S. 64). In I 25 (Parcius iunetas quatiunt fenestras) spricht Horaz von einem Mädchen, für das immer weniger Verehrer Interesse zeigen. Dieses Nachlassen malt er so, dass die Sätze immer kürzer werden und auch 17 die Verba in diesen. Sätzen werden ihrer Bedeutung nach immer ruhiger (S. 62). Ausser den bisher angeführten Stilmitteln beobachtet Groselj noch eine Reihe anderer, so z.B. die häufig angewendete Anapher. Weiter stellt er die planmässige Anordnung positiver und negativer Ausdrücke oder ganzer Strophen fest (z.B. S. 97 f)» die Stellung einzelner Wörter oder Ausdrücke an betonten Stellen im Vers (z.B. S. 88), die Wirkung des Enjambements in den einzelnen Gedichten, usw. Allerdings kann dieses Aufzählen einzelner, aus der Gesamtinterpretation des Gedichtes herausgerissener Deutungsversuche das Gefühl erwecken, als ob es hier nur um ein automatisches Anpassen bestimmter Prinzipe an die einzelnen Gedichte ginge^ deshalb kann es irgendwie unseriös wirken und Groseljs Meisterschaft im Interpretieren überhaupt nicht richtig vergegenwärtigen. Wenn man davon eine richtige Vorstellung gewinnen will, muss man Groseljs feinem Beobachten und Einleben, seiner Erläuterung von Strophe zu Strophe folgen. Einige Interpretationen sind wahrhaftig wahre Meisterleistungen^ im 1. Buch sind z.B. jene der 3.» 9*» 28., 34.» 38. Ode hervorragend, im 2. Buch sind meiner Ansicht nach am besten gelungen jene der 5» > 7«, 9», 13. und 20» Ode. Ohne Zweifel ist diese Studie ein schöner Beitrag zur Kenntnis von Horazens Poesie. Groseljs Werk über die Stilisierung der Horazischen Oden haben Prof. Ostir und Prof. Nahtigal im Referat anlässlich Groseljs Erwählung zum ausserordentlichen Professor günstig beurteilt.^0 Leider gab es jedoch auch weniger günstige Reaktionen. Marouzeau 31 hat nämlich eine ziemlich kritische Rezension veröffentlicht. 30 Das Referat ist von 14. Nov. 194-5 datiert und wird in der Personalmappe Prof. Groseljs im Archiv der Philosophischen Fakultät verwahrt. 51 BEL 28, 1950, 357-359. 18 Grošeljs Studie bezeichnet er zwar als "étude tris méritante" und erkennt ihr abschliessend zu, dass sie "une étude qui atteste chez lui de louables qualités de finesse" sei, doch wirft er ihr auch manches vor. Vor allem lehnt er eine solche Stilanalyse ab, die sich aus dem Kommentar zu einem Werk ableitet, indem er behauptet, sie sei schon im voraus zur Subjektivität verurteilt. Ferner wirft er Grošelj vor, er wolle in einer bestimmten syntaktischen oder stilistischen Form "um jeden Preis" immer den beabsichtigten Ausdruck für etwas Besonderes sehen und dass er dann auf Biegen oder Brechen suche, was jene Absicht sei. Auf diese Weise bedeute ihm dann z.B. die verwickelte Wortfolge einmal die Kennzeichnung dieses, ein anderes Mal eines anderen Wollens oder Gefühls. Die Verant-wortung^für ein derartiges Verfahren lehnt er vehement ab, denn Grošelj zitiert mehrere Male seine Stilistik. Meiner Meinung nach muss konstatiert werden, dass Marouzeaus Rezension etwas ungerecht gegen Grošeljs Abhandlung eingestellt ist. Marouzeau hat sich sein Urteil natürlich nur auf Grund der französischen Zusammenfassung bilden können, die um die Hälfte kürzer ist als das Original und demnach selbstverständlich nicht allen Finessen der Interpretation folgen kann. Ausserdem war Marouzeau in seinen Feststellungen sicherlich ein wenig zu hastig - er selbst nennt seine Rezension "cette rapide contribution" - und hat manches übersehen. Als er z.B. etwas ironisch die Beispiele aufzählt, was alles nach Grošeljs Meinung die Hypotaxe ausdrücken solle (im Text verirrte sich ihm sogar hypothèse in die Federt), bemerkte er gar nicht, dass es sich bei einem der drei angeführten Beispiele überhaupt nicht um eine Hypotaxe handelt, sondern das Grošelj von "complexité de l'expression" spricht, was dem slow, "povezanost (treh strof) v sintaktično celoto" (Verknüpftheit /dreier Strophen/ zu einem syntaktischen Ganzen) entspricht. Und bei der Anführung dreier Beispiele von "verwegener" Interpretation übersieht er, dass eines dieser Beispiele ein Zitat aus Heinzes Kommentar zu Horaz ist! 19 Marouzeaus Kritik hat Grošelj natürlich ziemlich betroffen und. darin dürfte der Grund zu suchen sein, dass er die zweite Hälfte seiner Studie über Horazens Stil, d.h. zum 3. und 4. Buch der Horazischen Oden, nicht mehr veröffentlicht hat, obwohl sie offenbar bereits vollendet war. Die veröffentlichte Studie hat er nämlich selbst als 1. Teil bezeichnet, und dass auch der 2. Teil verfasst war, kann aus der Anführung der Seitenzahl geschlossen werden, und zwar 270 Seiten maschinegeschrieben Manuskripts, die in seiner Bibliographie aus der Zeit unmittelbar nach dem Krieg angegeben ist^, und den ungefähr gleichen Umfang führt auch das bereits erwähnte Referat von Oštir und Nahtigal aus dem J. 19-4-5 an. Aus dem 2. Teil der Studie sind im Druck nur Bruchstück? erschienen: schon im J. 1950 hat Grošelj in der Artikelsammlung unter dem Titel "Philologa 11"^ die Interpretation der 25. Ode des III. Buches publiziert, später dann noch die Interpretationen der 7. und 17. Ode aus dem III. Buch in ŽA^ unter dem Titel "Dve Horacovi Pesmi" (Zwei Gedichte von Horaz). 5. Etymologische und lexikale Studien In den folgenden Jahren wandte sich Prof. Grošelj vor allem etymologischen Studien zu. Er untersuchte hauptsächlich die Herkunft griechischer, in kleinerem Ausmass lateinischer Wörter, versuchte sich aber auch in der Deutung einiger slawischen Wörter. Hier kam noch mehr als bei der Syntax seine 32 Das undatierte bibliographische Verzeichnis und der Arbeitsbericht kann in jene Zeit gesetzt werden, da er die Punktion des Geschäftsleiters der Nostrifikationskommission an der PhF anführt, die Grošelj damals innehatte. 55 Bibl. Nr. 16. 54 ŽA (= Živa antika, Skopje) 5, 1953» 169-171. 20 ausserordentliche Erudition in der ide. Sprachwissenschaft zum Ausdruck^ bei diesen Studien half ihm sehr auch sein Interesse für die Ethnologie, die Geschichte der Kulte u.ä. Hier sei nebenbei erwähnt, dass er eben aus diesem Bereich bereits am Beginn seiner wissenschaftlichen Betätigung einige Beiträge veröffentlicht hatte , und bei den Etymologien befinden sich unter den bestgelungenen ziemlich viele solche, bei denen er diese seine Kenntnisse für eine neue Deutung ausnützen konnte. So gibt es eine Serie von Wörtern, die in Zusammenhang mit dem Dionysoskult stehen und für die Groselj sehr findige und gewichtige Etymologien erbracht hat: öidupaußos36 eiAtivos37 / 38 „ /, . / 39 q/ „40 aaxupoc , SeueAri, Alovuooq , öuaaoe, hgouog . Natürlich hat er auch ausserhalb dieses Rahmens zahlreiche interessante und annehmbare Etymologien aus den unterschiedlichsten Gebieten beigetragen. Im folgenden führe ich einige Wörter an, die Groseljs überzeugendste Etymologien darstellen und viele davon sind auch allgemein anerkannt: ayaöLQ, SAhui&v, aua-pxavw, 'avea, avdpamog, avrXeco, ajiaTaw, ßaAuoSf ßapßiTos, ßeßpog, ßAeueaivco, ßXerao, ßpiwe-Xoi, ßoußaAos, ßuß6s/ Yuycu, &evöixxu>, 2pnp, eSöco, ?ilxo, 8apyf|A.ia, dpiyKoe, "ktepos, tx<6p, xeßXrivTi, nerapos, Hiß6os, KiöaXov, Kiußi-Si klvSuvos, KA.etTopLS/ xoXAaili, xupßaaia, Nr... (Amor und Psyche, Das Pferd aus dem Wasser,u.a.). Nr. J6. 1951,127 f. 1952, 215 ff. 1953, 205 f. Nr. 61. 55 Bibl. 56 Bibl. 57 ZA 1, 58 U 2, 59 2A 3, 40 Bibl. 21 AaYKp6£ecröai,, Aawupos, A-enudog, Xlyvuq, Xlöoq, \6pa, Meoa-tos, unpuhaouat, uoX^ßpiov, u<5poxöog, Muktivcxl , oXßog, oXou-cpetv, oucpag, Ttapdevog, ixevmco, nlxpa, TtxiYn, Ttpeixco, aiYaXo-eis, atXoupog, aiußXog, aiTTußoQ, onoXonevöpa, ovApöikov, ocprig, t&ylXoS/ T^ßevvog, xovöuv, cpapuanov, cpopvuyE, «puXag, (JjeuSouai, i|ju6pag. An die Deutung lateinischer Wörter trat Grošelj viel seltener heran, doch glückte es ihm auch hier, manches bisherige Rätsel zu IBsen. Am besten gelungen sind ihm z.B. die Deutungen der Wörter: mustella, vaco, imbuo, sagitta, mensa, pugillares, flecto, linter, inanis, orbis, sanguis, servus, silicernium, urbs u.a. Eine noch grössere Ausnahme bilden Groseljs Deutungen slawischer Worter z.B., velik, trebuh, snaga, prazen. Die russische Ausgabe von Yasmers russischem etymologischen Wörterbuch (Moskau 1964) führt einige Male Grošeljs Etymologien an. Grošeljs Etymologien sind sehr zahlreich, konkret gibt es insgesamt ca 460. Dies aber bedeutet 460 Ideen und Kombinationen sowie mehr oder weniger kühne und erfolgreiche Ausführungen, die im grossen ganzen gut durch Parallelen gestützt und durch sprachliches Material beleuchtet sind. Die bescheidenen Titel "Etyma" und Notes d^Stymologie usw. lassen den Reichtum des neuen, hier angehäuften Wissens überhaupt nicht ahnen. Auch wenn uns einige der Etymologien unannehmbar scheinen, bedeuten sie dennoch zumindest einen Schritt weiter im Suchen. Auf der Suche war aber Grošelj ununterbrochen und manchmal hat er welche von seinen Etymologien später ergänzt, (z.B. cpuXag41 ) , verbessert, (z.B. Kapöoixos, Kapxnauos42 ) , 41 ŽA 1, 1951, 262 und ŽA 4, 1954, 177. 42 ŽA. 2, 1952, 208 f. und ŽA 4, 1954, 171. 22 / 43 oder sogar als ungültig erklärt, (z.B. vcoxeXriQ ). Und welchen Widerhall haben Grošeljs etymologische Bemühungen gefunden? Heute kann sie kein griechisches Etymologisches Wörterbuch mehr unberücksichtigt lassen, obwohl verstSndlicher-weise nicht alle seine Etymologien angenommen worden sind. . Im Laufe der letzten Jahrzehnte sind zwei griechische ety- lylt mologische Wörterbücher herausgekommen: das von Frisk in den 45 Jahren 1954—70 und jenes von Chantraine , das seit dem J. 1968 herausgegeben und vor kurzem abgeschlossen worden ist. Frisk hat Groseljs Werk verfolgt und zitiert es häufig, manchmal recht anerkennend, manchmal eher skeptisch. Allerdings konnten später, nachdem die ersten Hefte bereits erschienen waren, Grošelj s Deutungen für die Wörter mit den Anfangsbuchstaben des Alphabets nicht mehr berücksichtigt werden. Zahlreiche Etymologien konnten auch einfach deshalb nicht einbezogen werden, weil Grošelj unterschiedliche Glossen des Hesychios in Angriff nahm, d.h. seltene Wörter, welche die ^etymologischen Wörterbücher überhaupt nicht registrieren. Einer der Gründe dafür, dass nicht mehr seiner Etymologien anerkannt worden sind, ist schliesslich darin zu suchen, dass Grošelj am Beginn in slowenischer Sprache schrieb, die französische Zusammenfassung aber einige Male offensichtlich zu knapp war. Später hat Grošelj seine "Etyma" in lateinischer Sprache publiziert. In Chantraines Wörterbuch wird Grošeljs Arbeit vorgestellt, doch auch hier weniger, als zu erwarten wäre. Chantraine scheint nämlich das Opus von Prof. Grošelj nicht selbst durchgesehen zu haben, vielmehr sind die Zitate aus Frisks Wörterbuch übernommen. Dadurch, ist wieder eine ganze Reihe von Wörtern, ŽA 1,. 195.1, 259 f. und Kotes d'êtymologie grecque (Bibl. Nr. 54), 46. ^ S. Frisk., Griechisches etymologisches Wörterbuch, Heidelberg 1954-1970. ^ P. Chantra4Jie, Dictionnaire étymologique de la langue grecque. Paris 1968 - 23 die mit den ersten Buchstaben des Alphabets beginnen, nicht einbezogen. Ausserdem verliess sich Chantraine auf Frisks Beurteilung und hat im Fall einer skeptischen Bewertung das Zitat überhaupt ausgelassen. Wegen der mittelbaren Übernahme ist es leider einige Male auch zu Fehlern gekommen. So hat z.B. beim Wort /ig xeTtcpoc Grošelj die angeführte Deutungsweise vorgeschlagen, in Frisks Wörterbuch wird sie zitiert, Chantraine schreibt sie dagegen Solmsen zu. Wenn wir abschliessend eine allgemeine Bewertung von Grošeljs Beitrag zur griechischen und lateinischen Etymologie vorlegen wollen, muss noch folgendes festgelegt werden: Grošelj hat seine Forschungen auf diesem Gebiet in einer Zeit durchgeführt, die für dieses Werk am wenigsten günstig war. Der Wortschatz des Griechischen war grösstenteils schon erforscht, ungedeutet waren hauptsachlich nur schwierigere oder seltene Wörter geblieben. Zu gleicher Zeit hat aber die etymologischen Untersuchungen die Entdeckung des mykenischen Griechischen sehr belebt, die eine Überfülle von neuem Material brachte und ein neues Herangehen ermöglichte. Grošelj hat sich jedoch ins Studium dieses neuen Fachgebietes nicht mehr eingeschaltet, was sehr schade ist, denn er hätte dadurch viel erreichen können. Trotzdem ist sein Werk, das sich durch erfinderisches Interpretieren, wissenschaftliche Genauigkeit und Vorsicht im Beurteilen auszeichnet, dauernd und sichtbar in die griechische und indoeuropäische Sprachwissenschaft eingeschlossen und bleibt wertvoll und verpflichtend für die Gräzisten und Lati-nisten der folgenden Generationen. ŽA 7, 1957, 43-, vgl. Frisk und Chantraine s.v. 24 Kajetan Gantar Ljubljana CDU 929 Grošelj M. PROFESOR MIIAN GROŠELJ IN LITERARNA ZGODOVINA Prof. Milan Grošelj se je uveljavil predvsem kot jezikoslovec: s svojimi domiselnimi in solidno utemeljenimi etimologijami se je za vedno zapisal v grške, latinske in slovenske etimološke slovarje^ njegove latinske sintaktične študije so našle odmev v standardni Leumann-Hofmann-Szantyrovi slovnici la-2 tinskega jezika \ njegova skrbno zasnovana in vsestransko razgledana akademska predavanja so ustvarila "šolo", iz ka- •5 tere je izšla vrsta vidnih slovenskih jezikoslovcev. Vendar pa kljub izraziti usmerjenosti v jezikoslovje prof. Grošelj ni bil brez posluha za preučevanje in vrednotenje literarnih umetnin. V ukvarjanje z literarno zgodovino ga je Grošljeve etimologije pogosto citirata n.pr. Hj. Frisk, Griechisches etymologisches Wörterbuch (Heidelberg 1954— 1972), in Fr. Bezlaj, Etimološki slovar slovenskega jezika I (Ljubljana 1976). Prim. Leumann-Hofmann-Szantyr, Lateinische Grammatik II (München 1965), 294. Med Grošljevimi učenci lahko poleg tistih, ki nadaljujejo njegovo delo na ljubljanski univerzi, omenimo tudi zdaj že pokojnega Otona Muhra (1918-1972, prim. nekrolog Vide Franko v tržaškem Gospodarstvu 15.5^1972 in Jožeta Felicijana v Ameriški domovini 5.5.1972), avtorja monografije "Die Präposition per bei Sallust" (Wien 1971), ki se v predgovoru na str. III tudi izrecno zahvaljuje prof. Grošlju za pomoč pri delu. 25 silila že sama organizacijska struktura malega ljubljanskega seminarja za klasično filologijo, kjer ni šlo drugače, kot da je isti profesor predaval latinski jezik in književnost hkrati, in včasih - zlasti po upokojitvi prof. Antona Sovreta - še grško književnost povrhu. Ob tem pa slušatelji nikoli niso imeli vtisa, da bi bil prof» Grošelj literarno zgodovino mačehovsko obravnaval ali da bi bil svoja predavanja iz rimske in grške literarne zgodovine sestavljal pod vplivom zunanje prisile. Njegova predavateljska vnema je z enako gorečnostjo izgorevala ob historični sintaksi latinskih sklonov kot ob zgodovini rimske epike ali antičnega govorništva. Ob njegovih, predavanjih in zlasti še ob seminarjih ni bilo čutiti ostre zareze med jezikoslovjem in književnostjo: največji čar njegovih predavanj je bil ravno v številnih ekskurzih, v hotenih ali nehotenih, odmikih od osrednje teme, ko je slušateljem sredi najintenziv-nejših razglabljanj o ablativu comparationis za hip pričaral pravljični svet Ovidijevih Metamorfoz ali falstaffsko vzdušje Petronijeve Pojedine pri Trimalhionu. Obravnava sintakse se mu je nenehno naslanjala na literarne vzore, in narobe, pri vsaki literarni interpretaciji je izhajal iz minucioznih jezikoslovnih opažanj, ko je n.pr. osvetlil, kako je etimološko poglobljeno in semantično pravilno razumevanje kake besede ključnega pomena za pravilno estetsko vrednotenje nekega verza ali odlomka. Skratka, bil je izrazit predstavnik filologije v tistem njenem žlahtnem obdobju, ko le-ta še ni poznala ozke specializacije in ostre bifurkacije na jezikoslovce in literarne zgodovinarje. Toda medtem ko ob Grošljevi pedagoški dejavnosti ni bilo čutiti prevlade jezikoslovja nad književnostjo, pa je le-ta očitna ob njegovih tiskanih publikacijah: nobenega dvoma ni, da sodijo njegove najtehtnejše objave v področje jezikoslovja. Prispevki s področja literarne zgodovine zavzemajo morda komaj desetino njegove bibliografije. Vendar ob pretresu njegovega celotnega znanstvenega opusa tudi teh redko številnih prispevkov ne gre 26 prezreti, saj daleč presegajo raven leksikalne informacije ali gole kompilacije. Bolj kot zunanji podatki avtorja v teh prispevkih privlačijo problemi. Kot na drugih področjih, tako zna biti Grošelj tudi v literarni zgodovini nekonvencionalen in vznemirljiv. Glede na tematiko in značaj objav lahko Grošljev delež v literarni zgodovini razdelimo v več skupin. Na prvem mestu velja omeniti tri kratke sintetične študije o antični književnosti: članek o družbi in literaturi v antiki, ki ga je prispeval za prvi letnik Žive antike kot eden ustanoviteljev in urednikov novo zasnovane revije (1951)% zgoščen Pregled grške in rimske literature, ki ga je napisal za gimnazijsko Latinsko berilo (1953); predavanje o razvoju antične literature, ki je bilo nato objavljeno v leposlovni reviji Nova obzorja (1955)^« Ob teh člankih je treba posebej poudariti, da so to - za Sušniko- 5 vim ustreznim poglavjem v Pregledu svetovne literature-^ - prvi izvirni celoviti pregledi antične literature v slovenščini. Poučna je ravno primerjava s Sušnikom: medtem ko obravnava Sušnik na 25 straneh kar 60 predstavnikov antične književnosti, naniza Grošelj v vseh treh člankih, ki skupaj znašajo prav tako 25 strani, komaj kaj več kot ducat najvidnejših imen antične književnosti. Kajti težišče Grošljevih prispevkov ni toliko na predstavitvi posameznih ustvarjalcev, temveč predvsem v prikazovanju osrednjih smeri razvoja in vodilnih tokov antične literature. Lahko rečemo, da so to prvi problemski prikazi antične Družba in literatura v antiki (ŽA 1, 1951, 59-67)*, Pregled grške in rimske literature (v: Latinsko berilo za gimnazije, Ljubljana 1953» 3-11)% Razvoj antične literature (Nova obzorja 8, 1955, 482-489). Fr. Sušnik, Pregled svetovne literature (Maribor 1936), 33-60. 27 literature v slovenščini. Grošlja zanimajo pred.vs.em in samo problemi: problem razmerja med družbo in literaturo v antiki, problem, kako to razmerje odseva v stilu posameznih literarnih umetnin. Predvsem pa ga zanima problem helenizma. Grošelj je prvi, ki je pri nas predstavil helenizem kot kulturno-zgodovinsko obdobje in kot literarni pojav. Sovre se tega fenomena sploh ni lotil in je svojo monografijo o Starih Grkih (1939) ustavil na pragu helenizma^ Sušnik se je sicer helenizma dotaknil, vendar zelo bežno in je helenistično poezijo označil precej podcenjevalno kot "obiranje sadov z venečega, staruhave-ga drevesa". Grošelj pa se je skušal vživeti in prodreti v miselnost te razklane, našemu času in njemu osebno tako sorodne dobe, in je njene značilnosti orisal v presenetljivo nazornih in prodornih potezah. Kot drugo področje Grošljeve literarno-zgodovinske dejavnosti lahko označimo stilistične raziskave rimskega pesnika H o r a c i j a, ki mu je bil med vsemi antičnimi avtorji najbližji, saj ni bilo seminarja in ne pogovora, v katerega Grošelj ne bi bil vpletel kakega citata iz Horacija. V ta okvir sodi predvsem Grošljeva najobsežnejša razprava "0 vplivu afekta na stilizacijo Hora-covih od" (1950), ki obsega v slovenščini več kot 70 strani, skupaj s francoskim povzetkom pa cel6 sto strani.7 Čeprav sodi ta razprava po svoji tematiki in metodologiji v mejno področje ali morda celo bolj v jezikoslovje kot v literarno zgodovino, je vendar v tem okviru ne moremo prezreti. Zanimiva je usoda nastajanja in publiciranja te razprave. Grošelj se je nanjo očitno pripravljal že vrsto let pred objavo, saj srečamo stilno razčlembo neke Horacijeve pesmi (C. II 33) že v članku Fr. Sušnik, o.c., 46, 0 vplivu afekta na stilizacijo Horacovih od I (Zbornik Filozofske fakultete v Ljubljani 1, 1950, 29-131). 28 o Philologa, objavljenem leta 1944. Celotno razpravo je najprej ponudil v objavo Slovenski akademiji znanosti in umetnosti, nazadnje pa je izšla v Zborniku Filozofske fakultete I, katerega urednik je bil Grošelj sam. Razprava je ostala torzo, saj je avtor v njej razčlenil le I. in II. knjigo Horacijevih od. Razprava vsebuje vrsto pretanjenih stilističnih opažanj o razporeditvi leksikalnega gradiva v posameznih Horacijevih pesmih, o funkciji atributov in drugih stavčnih členov, o glasovnem slikanju ("Lautmalerei") itd. Vendar kot celota učinkuje preveč sistematično in okorno^ v njej se vse prevečkrat ponavljajo podobne ugotovitve in formulacije. Avtor je očitno čutil za svojo dolžnost, da gre po vrsti od pesmi do pesmi in o vsaki nekaj napiše, tako o tisti, kjer je res imel povedati kaj novega in zanimivega, kakor tudi o tisti, kjer je lahko samo strnil in povzel ugotovitve prejšnjih raziskovalcev (Heinze, Büchner, Staedler itd.). Razen tega so opažanja te vrste bolj primerna za sistematičen komentar kot pa za zaokroženo razpravo. In v resnici je vrsta teh opažanj pozneje našla svojo pot v šolski komentar k Horacijevim pesmim, ki ga je izdal nekaj let pozneje v sodelovanju s svojo tedanjo asistentko Eriko Mihevc (1955)^i zato pa ta komentar tudi v marsičem presega raven običajnega šolskega komentarja. Žal so ta opažanja, ki bi po svoji tehtnosti in prodornosti morala najti pot v vsak Horacijev komentar, zaradi slovenskega jezikovnega medija ostala omejena le na slovenski prostor in niso našla ustreznega odmeva v tujih strokovnih krogih, če odštejemo dokaj neugodno Marouzeaujevo oceno.Zanimivo je primerjati, kako n.pr.Viktor Philologa (Razprave SAZU, Razred za hist., filoz. in filol. vede II, Ljubljana 1944, 124-165). ^ M. Grošelj - E. Mihevc, Q. Horatius Flaccus, Zbrana dela II (Ljubljana 1955). 10 J. Marouzeau, Revue des études latines 28 (1950), 557-559. 29 P5schl v svoji interpretaciji Horacija C. I 31 (Quid, dedičatum poscit Apollinem) prihaja četrt stoletja po Grošlju do nekaterih presenetljivo podobnih ugotovitev o kompoziciji pesmi, o številu zlogov v dikolih in pod.% razlika je le v tem, da obsega PSschlova interpretacija te pesmi dobrih deset strani, Groš-ljeva pa manj kot eno stran. Navsezadnje je tudi to eden od vzrokov majhne odmevnosti Grošljevih prispevkov s področja literarnih raziskav: prevelika varčnost in zgoščenost v formulacijah lastnih dognanj. Njegov stavek je do kraja nabit z mislijo, daleč od lahkotne elokventnosti in odprte komunikativnosti, zato zahteva branje Grošljevih člankov od bralca izreden miselni napor. Kot rečeno, je najobsežnejša Grošljeva razprava, o vplivu afekta na stilizacijo Horacijevih od, ostala torzo, saj obravnava samo prvo in drugo knjigo Carmina. Avtor je imel očitno namen, da na podoben način razčleni tudi pesmi tretje in četrte knjige» Odprto ostaja vprašanje, zakaj te svoje namere ni uresničil. Zapreka gotovo ni bila v pomanjkanju možnosti publiciranja, saj je Zbornik Filozofske fakultete v Ljubljani kmalu izšel tudi v drugem zvezku, poleg tega je prav tedaj začela izhajati Živa antika, kjer so bili Grošljevi prispevki vedno dobrodošli. Morda je Grošlju zagrenila veselje do nadaljevanja Marouzeau-jeva neugodna kritika, zlasti še, ker je sam tega odličnega francoskega latinista visoko cenil^ morda se je v svoji samo-kritičnosti sam zavedel nekaterih šibkih točk svojega koncepta, pa je zato nadaljevanje opustil. Grošljeva moč nikoli ni bila v pisanju širokih tekstov, pač pa je bil mojster v snovanju kratkih, zgoščenih, strnjenih, duhovito poantiranih člankov in razčlemb. Od nadaljevanja je objavil samo interpretaciji dveh pesmi, 0. III 7 (Quid fles, Asterie) in III 17 (Aeli vetusto nobilis ab Lamo), ki kažeta velik napredek v primerjavi V. PSschl, Das Gebet des Horaz an den Palatinischen Apoll (Grazer Beiträge 4-, 1975, 207-217). 30 12 z razčlembami prve in druge knjige. V isti tematski krog sodi tudi članek "Alkaj in Katul": čeprav sicer v naslovu članka ni omenjeno Horacijevo ime, vendar gre v bistvu za osvetlitev Horacijeve sklepne pesmi Exegi momumentum (C. III 30), zlasti za pravilno razumevanje tolikanj osporavanega verza princeps u Aeolium carmen ad Italos deduxisse modos. Istočasno pa je v Razpravah SAZU objavil interpretacije treh nadaljnjih Hora- 14- cijevih pesmi (C. III 11, III 25, IV 8). In če k temu dpdamo še komentar k 21 pesmim tretje in četrte knjige v že omenjeni solski izdaji Horacija ki se odlikuje po izrednem posluhu za vrednotenje skritih stilnih odtenkov, dobimo presenetljivo bogat vpogled v pesniško delavnico venuzinskega vatesa. V tretje področje Grošljevih literarno-zgodovinskih interesov sodi etnološko raziskovanje literarnih virov in m o t i v o v. Na to področje, ki ga je izredno privlačilo, je rad posegal tudi pri svojih seminarskih vajah. V znanstvenih razpravah sodi semkaj zlasti razprava O tipu pravljice o Amorju in Psihi, ki jo je skušal razložiti s pomočjo L§vy-Bruhlove teorije o primitivni mitologiji.16 12 Dve Horacovi pesmi (ŽA 5, 1953, 74-78). 15 Alkaj in Katul (ŽA 3, 1953, 169-1711. Philologa II (Razprave SAZU, Razred za filol. in lit. vede I, Ljubljana 1950, 111-119). ^ Tu so komentirane - poleg Carmen saeculare - še naslednje Horacijeve pesmi tretje in četrte knjige: III 1-6, 8, 9, 18, 21, 24-, 26, 30, IV 3, 5, 7, S, 9, 12, 15. 16 0 tipu pravljice o Amorju in Psihi (Etnolog 15, 194-2, 62-70). 31 Nadaljnje področje, prek katerega je Grošelj posegal v literarno zgodovino, pa so njegove etimološke razprave. Čeprav zveni paradoksno, vendar je ravno tu njegov prispevek k literarni vedi najbolj nesporen, najbogatejši in najbolj dragocen. S svojimi etimologijami je namreč osvetlil ali prispeval k osvetlitvi nekaterih literarno-teoretskih in literarno-zgo-dovinskih izrazov, ki so že celo stoletje v ospredju kontro-verznih ugibanj in domnev. Sem sodijo etimologije takšnih ključnih izrazov, kot so dith^rambos,ph6rminx, bfcrbiton, ljra,1® Sranos,1' razlage atributov komiških igralcev (s6mati- '¿0 ke tragedije povezanih imen, kot sa Dioniz, Semela, Silen, p-| pp Satir, Parnas, praznik ThargSlia, J ime tragiškega pesnika 24 Mesatos in podobno. Dalje najdemo v teh etimoloških prispevkih dragocene drobce k pravilne jši. osvetlitvi posameznih mest iz najbolj branih antičnih pesnikov, , ki bi zaslužili, da najdejo ustrezno mesto v standardnih znanstvenih in šolskih komentarjih (n.pr. Homer A 103,25 B 843,26 p 6022?). Brez 17 ŽA 3 (1953)y 209-213 18 ŽA 5 (1955), 229. 19 ŽA 4 (1954), 169. 20 ŽA 3 (1953), 205-206, 21 ŽA 2 (1952), 215-218, 22 ŽA 2 (1952), 214. 23 ŽA 4 (1954), 170-171. 24 ŽA 4 (1954), 305. 25 ŽA 2 (1952), 77. 26 ŽA 3 (1953), 203. 27 ŽA 5 (1955), 227. 32 pretiravanja lahko zapišemo, da imajo ti prispevki eno samo pomanjkljivost, da njihova misel ni prodrla tja, kjer bi bilo njeno mesto: večinoma so napisani v slovenščini. Slovenica non leguntur. Na koncu naj omenimo še dve skupini Grošljevih literarno-zgodovinskih prispevkov. V eno skupino sodijo predstavitve nekaterih najpomembnejših latinskih avtorjev v šolskih izdajah (Salustij, Cicero, 28 x Ovidij, Tacit, Horacij). Čeprav gre za šolske, poljudno pisane uvode, vendar sodijo ta besedila med najboljše, kar je bilo doslej pri nas napisanega o teh avtorjih. Če beremo n.pr. Grošljevo predstavitev Vergilija (1940) ali Tacita (1955), kar ne moremo verjeti, da je mogel slovenski prevajalec nekaj deset let pozneje zapustiti to visoko raven in v spremnih besedilih k svojim prevodom2^ slovenski javnosti predstaviti dva najvišja vrhova rimske književnosti v brezbarvni, leksikalno-faktografski obliki. In ne nazadnje so tu še Grošljeva soočanja z našimi delavci na področju antike: 30 nekrologa ob smrti znanega patrologa Franca Ks. Lukmana m -51 prevajalca in poklicnega kolega Antona Sovreta% ocenitev Salust, Bellum Iugurthinum (Ljubljana 1958), 5-10} Cicero, Orationes in Catilinam (Ljubljana 1938), * Cicero, Cato Maior de Senectute (Ljubljana 1940), 5-8* Izbor iz Ovi-dovih pesmi (Ljubljana 1959), 5-11% Izbor iz Vergilovih del (Ljubljana 1940), 5-14% Q. Horatius Flaccus, Izbrana dela I (Ljubljana 1954-) , 5-19% Izbor iz Tacitovih del (Ljubljana 1954), 5-9. og J Prim. Vergil - Bradač, Eneida (Maribor 1964), Predgovor, str. 5-9). 50 Letopis SAZU 9 (Ljubljana 1959), 78-81. 31 ŽA 12 (1962), 406. 721 •52 Vilharjeve Latinske čitanke^ ia kritika prvega Sovretovega fragmentarnega prevoda Homerjeve Iliade v mohorskem Cvetju (1942)$^ med njegova Slovenica lahko štejemo tudi kratko, pa domiselno in prepričljivo razlago ritma v Prešernovem grškem -54 citatu v sonetu "Izdajavcu fabul in pesem". Kakor vedno, tako zna biti Grošelj tudi tu vznemirljiv in duhovit» V svoji kritični predstavitvi Sovretovega izbora iz Iliade je povedal več stvarnih resnic, kot so jih deset let pozneje, ob prevodu celotne Iliade (1950) in Odiseje (1951)» izpovedali tedanji častilci Sovretovega Homerja. Verjetno ravno ta ocena kaže lik Grošlja kot literarnega kritika in zgodovinarja v najlepši luči, zato zasluži, da se ob njej nekoliko ustavimo. Iz ocene diha kritikova nepristranska stvarnost in blagohotnost, široka razgledanost, težnja po navajanju dejstev in izogibanju leporečnih fraz, predvsem pa izostren posluh za blagozvočnost ritma in dikcije. Odstavek o heksametru v tej kritiki (str. 176/7) sodi brez dvoma med najtehtnejše, kar je bilo doslej rečenega v že kar zajetni strokovni literaturi o slovenskem šestomeru. Svoja opažanja o preštevilnih ženskih cezurah v Sovretovih heksametrih je Grošelj podprl s statistično primerjavo cezur v Homerjevih izvirnih heksametrih. Izredno tehtna in upoštevanja vredna so opozorila o izogibanju enklitik na koncu heksametra, dalje ugotovitve glede t.i. "ponarejanja spondejev" in glede pozicijskih dolžin, n.pr. tovitev, da kopičenje konzonantov v tezi "napravi daktil težak". S široko razgledanostjo po tedanji strokovni literaturi je kot prvi pri nas opozoril na omembe Trojancev in Ahajcev v hetit-skem pismenstvu, na stilne razlike med junaško pesmijo in re-citativnim epom, ter bistveno dopolnil in korigiral Sovretove 52 Glasnik Profesorskog društva 10 (1929), 731-733. 55 Čas 36 (1942), 176-180. 54 Jezik in slovstvo 16 (1970/71), 121. 34 predstavitve posameznih homerskih bogov. Celotna ocena mu izzveni v unitarijanski Čredo, v globoko prepričanje o enem samem Homerju - genialnem umetniku, in v zavračanje analitskih hipotez in teorij, češ saj Homer "vendar ni delal samo s škarjami in lepilom". Sovrd si je očitno Grošljeve kritične pripombe vzel k srcu- in v poznejši redakciji svojega prevoda izboljšal marsikaj, kar je v prvotni verziji zvenelo nejasno, pomanjkljivo, nepopolno. Tako je n.pr. povsem v duhu Grošljeve kritike odpravil pre-številne ženske cezure in jih nadomestil z moškimi. Samo dva konkretna primera z začetka Iliade: v.l: Pesem zapoj mi, boginja, o jezi Pelida Ahila (1942) Pesem, boginja, zapoj, o jezi Pelida Ahila (1950) v.5: pticam ujedam za g8stje: tak6 sklep Zeusov je tekel (194-2) pticam ujedam za plen; tak6 sklep Zeusov je tekel (1950). Dalje: Grošlju ne ugaja melodija epiteta "naglonogi" (n-g-n-g) namesto starega "brzonogi" - in v drugi verziji (1950) se res spet pojavi "brzonogi Ahiles" (A 84. 121. 148), kot ga slovenski bralec že pozna iz Omerzovega prevoda Iliade. Ne ugaja mu beseda "božuren", ki je ne najde niti v Janežičevem slovarju in se mora spomniti na grški izvirnik, da si jo lahko razloži: in res, Sovrš nato "Zarjo v odevi božurni" (1942) v verzu nadomesti z "Zarjo v odevi žafran ji" (1950). Grošlju ne ugaja slab spondejski začetek verza I 627 "sklep Ahilov" (1942), ki ga Sovre nato nadomesti z veliko lepšim in polnejšim "sklep in odgovor Ahilov" (1950). In tako je Grošelj marsikaj prispeval k sijaju in blesku Sovretovega prevoda Iliade (1950), ki ga lahko štejemo za enega največjih prevajalskih dosežkov v slovenščini. Skratka, v tej edini izrazito literarno-kritični oceni se je Grošelj predstavil kot tenkočuten in pravičen ocenjevalec, ki zna vihteti tudi literarno-kritično pero. Škoda, da ga ni zavihtel bolj pogostoI Če se na kraju vprašamo po metodologiji Grošljevih literarno-zgodovinskih in literarrio-kritičnih razprav, tj. kakšni 55 usmeritvi oziroma kateri "šoli" je pripadal in kateri so bili njegovi učitelji in vzorniki, lahko na to vprašanje odgovorimo s Horacijevim verzom, ki mu je bil tako pri srcu: Nullius ad-dictus iurare in verba magistri. Na najvišje mesto je sicer nedvomno postavljal Eduarda Nordena. Nekoč je pri seminarskih vajah primerjal Nordenovo in Schanz-Hosiusovo Zgodovino rimske književnosti in primerjavo zaključil z ugotovitvijo, da nam drobna Nordenova "Römische Literaturgeschichte" pove več kot vseh sedem debelih zvezkov Schanz-Hosiusove "Geschichte der römischen Literatur": v Nordenu čutimo duha, Schanz-Hosius je le neizčrpna gmota podatkov. Tudi druga Nordenova dela je visoko cenil in pogosto citiral, zlasti "Die antike Kunstprosa", ki jo je označeval kot "das jugendliche Wunderwerk". Med starejšimi filologi je občudoval imena kot so Wilamowitz, Erwin Rohde, Richard Heinze, Erich Bethe, Giorgio Pasquali. Posebno blizu mu je bila usmeritev revije "Wörter und Sachen", med uredniki katere je bil tudi Matija Murko. "Wörter und Sachen" -to je zanj zvenelo skoraj kot program, saj je tudi sam nenehno opozarjal na nujnost povezovanja leksikalnega in leposlovnega gradiva s starožitnostmi, realijami itd. Zanimala pa so ga tudi nova pota, ki so jih estetski interpretaciji literarnih umetnin utirali nemški filologi Wolfgang Schadewaldt, Viktor Pöschl in drugi. Zelo mu je bila pri srcu knjiga švedskega učenjaka Einara Löfstedta, Roman Literary Portraits (Oxford 1958), saj je do njenega avtorja tudi sicer čutil posebno afiniteto v svojih sintaktičnih študijah. Skratka, prof. Milan Grošelj je bil na področju literarne zgodovine v bistvu eklektik, ki je sprejemal in kombiniral poglede in metode različnih smeri, pri čemer je bil sorazmerno šibko zastopan čisti pozitivizem. Močno je čutiti prvine sociološ— kega, psihološkega in etnološkega osvetljevanja literarnih del. Zelo blizu so mu metode rafinirane Spitzerjeve stilne analize, ponekod se zasvetlijo tudi prebliski izrazito subjektivnih impresij. Kot pomanjkljivost lahko omenimo, da njegovim spisom 36 manjka literarni lesk, saj so daleč od ideala, ki ga je formuliral Ivan Prijatelj, da bodi literarna zgodovina nekakšna "sopoezija". To pa je verjetno tudi poglavitni vzrok majhne odmevnosti in nezapaženosti njegovih literarno-zgodovinskih prispevkov, ki ni v pravem sorazmerju z njihovo vsebinsko težo. Zusammenfassung PROFESSOR MIIAN GROŠELJ UND DIE LITERATURGESCHICHTE Obwohl vorwiegend linguistisch orientiert, hat sich Prof. Milan Grošelj doch mehrmals auch mit der Literaturgeschichte beschäftigt, nicht nur bei seiner pädagogischen Tätigkeit, wo er als Hochschullehrer verpflichtet war, die Vorlesungen sowohl aus der lateinischen Grammatik als auch aus der römischen Literaturgeschichte zu halten, sondern auch in seinen wissenschaftlichen Veröffentlichungen. Seine Beiträge zur Literaturgeschichte kann man in folgende Bereiche gruppieren: - kurze synthetische Ubersichte Uber die gesamte antike Literatur, wo für die slowenische Verhältnisse besonders wichtig seine Hervorhebung des Hellenismus ist; - stilistische Analysen von Horaz* lyrischen Gedichten; - ethnologische Erforschung des Motivs von Apuleius* Märchen von Amor und Psyche; - etymologische Beiträge zur Erschließung einzelner Fachausdrucke, die fUr die Literaturgeschichte von besonderer Bedeutung sind, wie z.B. dith^rambos, phfirminx, birbiton, ljra, Sranos, som&tion, Diönysos, Semele, Silen, Satyros, Parnassos, ThargSlia, M^satos usw.; - populäre Darstellungen einzelner Klassiker.in Schulausgaben (z.B. Sallust, Cicero, Horaz, Vergil, Ovid, Tacit); - die Auseinandersetzungen mit der humanistischen Tätigkeit in Slowenien, wozu u.a. seine Rezensionen von einer'Übersetzung von Homers Ilias, von einem lateinischen Lesebuch, einzelne Nekrologe und andere Miszellen gehören. 37 Martin Benedik Ljubij ana CDU 012 : 929 Grošelj BIBLIOGRAFIJA PROF. MIIANA GROŠUA A. Knjige 1. Salust, Bellum Iugurthinum (skupaj z M. Bajukom). Tekst in komentar. Ljubljana 1938, loo + 63 str. 2. Gicero, Orationes in Catilinam (skupaj z M. Bajukom). Tekst in komentar. Ljubljana 1938, 41 + 43 str. 3. Izbor iz Ovidovih pesmi (skupaj z M. Bajukom). Tekst in komentar. Ljubljana 1939» 96 + 99 str. 4. Cicero, Cato Maior de senectute. - Rimska pisma. Tekst in komentar. Ljubljana 1940, 80+64 str. 5. Izbor iz Tacitovih del. Is Tekst. Ljubljana 195^-, 144 str. 2: Komentar. Ljubljana 1955, 84 str. 6. Q. Eoratius Flaccus, Izbrana dela (skupaj z E. Mihevc). 1: Tekst. Ljubljana 1954, 197 str. 2: Komentar. Ljubljana 1955, 156 str. B. Razprave in članki v strokovnih publikacijah 7. O naših starih geografskih imenih. - Časopis za zgodovino in narodopisje (Maribor) 27, 1932, 192-194. 8. Iz sintakse latinskega genetiva in dativa. Disertacija. Ljubljana 1934- (izvleček), 16 str. 9. Humanizem in klasična filologija drugod. - Spomenica društva prijateljev humanistične gimnazije. Ljubljana 1936, 1-8. 10. Na prelomu dveh dob v starem veku. - Spomenica društva prijateljev humanistične gimnazije. Ljubljana 1938, 11-15. 11. Uvod v: Južnič, Izbor iz Vergilovih del. Ljubljana 1940, 5-14. 39 12. O tipu pravljice o Amor ju in Psihi. - Etnolog (Ljubljana) 15, 1942, 62-7o. (S povzetkom: Ex quo fonte fabula de Psyche et Cupidine Apuleiana manaverit) 13* Philologa. - Razprave SAZU 2, filozofsko-filološko-historični razred. Ljubljana 1944, 124-165. 14. Sintaksa latinskih sklonov (strojepis). Ljubljana 1945, 144 str. 15« 0 vplivu afekta na stilizacijo Horacovih od. - Zbornik filozofske fakultete v Ljubljani 1, 1950, 29-131» (S povzetkom: Le role stylistique de 1*affectivité dans les odes d*Horace) 16. Philologa 2. - Razprave SAZU 1, razred za filološke in literarne vede, Ljubljana 1950, 111-132. 17» Abundantni refleksivni zaimek in medij. - Slavistična revija (Ljubljana) 3, 1950, 414-418. 18. Družba in literatura v antiki. - Živa antika (Skopje) 1, 1951, 59-67» (S povzetkom: Société et littérature dans 1*antiquité) 19» Etyma Graeca. - Živa antika 1, 1951, 121-131. 20. Etyma Latina. - Živa antika 1, 1951, 249-252. 21. De accusativi durâtivi usu. - Živa antika 1, 1951, 252. 22. Etyma Graeca. - Živa antika 1, 1951, 253-265. 23. Predgr. cpôpvu-YE . - Slavistična revija 4, 1951, 250. 24. Neizkoriščene glose. - Slavistična revija 4, 1951, 262-264. 25. Etyma Graeca. - Živa antika 2, 1952, 65-77. 26. Quid cppêvec uêA.a.L-vcu apud Homerum A 103 significent. -Živa antika 2, 1952, 77. 27. Etyma Graeca. - Živa antika 2, 1952, 205-220. 28. Konj iz vode in ime Kentavrov. - Slovenski etnograf (Ljubljana) 5, 1952, 195-196. (S povzetkom: A propos du nom de centaure) 29. Dve Horacovi pesmi. - Živa antika 3, 1953, 74-78. (S povzetkom: Deux odes d%Horace) 30. Alkaj in Katul. - Živa antika 3, 1953, 169-171. (S povzetkom: Alcêe et Catulle) 40 31. Pregled grške in rimske literature. - V: Latinsko berilo za gimnazije. Berilo in komentar sestavili A. Bertoncelj, J. Fašalek, D. Golob, J. Ilc, R. Južnič, S. Kopriva, I. Sivec, A. Šašel. Ljubljana 1953, 3-11. 32. Etyma Graeca. - Živa antika 3, 1953, 195-208. 33. De instrumentali similitudinis. - Živa antika 3, 1953, 64. 34. MéyaQ opnog . - Živa antika 3, 1953, 109. 35. Lat. mustela. - Živa antika 3, 1953, 168. 36. AidúpauPos . - živa antika 3, 1953, 209-213. 37. Lat. esurio. - Živa antika 3, 1953, 214. 38. Praehellenica. - Živa antika 4, 1954, 164-167. 39. Etyma'Graeca. - Živa antika 4, 1954, 168-177. 40. Etyma Latina. - Živa antika 4, 1954, 178-181. 41. Etyma Latina. - Živa antika 4, 1954, 302. 42. Etyma Graeca. - Živa antika 4, 1954, 303-304. 43. Méaa-coG . - Živa antika 4, 1954, 305. 44. Etyma Slavica. - Slavistična revija 5-7, 1954, 121-124 in 423-424. 45. Etyma Graeca. - Živa antika 5, 1955, 111-112. 46. Etyma Latina. - Živa antika 5, 1955, 117« 47. 0 posesivnem adjektivu v slovanščini in toharščini. -Lingüistica (Ljubljana) 1, 1955, 2-10. (S povzetkom: Sur l%adjectif possessif en slave et en tokharien) 48. Notes d*étymologie latine. - Zbornik filozofske fakultete v Ljubljani 2, 1955, 377-390. 49. A propos des adjectifs verbaux en -to-/-no-, - Lingüistica 1, 1955, 33-35. 50. Etyma Graeca. - Živa antika 5, 1955, 227-231. 51. De voce quadam Iydia. - Živa antika 5, 1955, 231. 52. Retorično vprašanje v 2. osebi. - Živa antika 5, 1955, 265-266. (S povzetkom: Sur l^interrogation rhétorique á la 2e personne) 53« Razvoj antične literature. - Nova obzorja (Maribor) 8, 1955, 482-489. 54. Notes d"Stymologie grecque. - Razprave SAZU 2, razred za filološke in literarne vede, 1956, 31-61. 41 55« Etyma Graeca. - Živa antika 6, 1956, 50-57. 56. Etyma Graeca. - Živa antika 6, 1956, 235-238. 57* Sur quelques mots crétois. - Lingüistica 2, 1956, 53-54. 58. Etyma Graeca. - Živa antika 7, 1957, 40-44. 59. Etyma Graeca. - Živa antika 7 , 225-229. 60. Etyma Latina. - Živa antika 8, 1958,33-34. 61. Deux racines lourd.es en grec. - Izsledvanija v Sest na akad. Dimit'r Dečev. Sofija 1958, 73-74. 62. Sur les origines du jer dur final. - Lingüistica 4, 1961, 55-57. 63. Zum gotischen gen. pl. auf -e. - Lingüistica 6, 1964, 85-86. 64. GrSka paralela k shrv. aoristu. - Filološki pregled (Beograd) 3-4, 1964, 185-186. 65» 0 rabi preteklih časov v Brižinskih spomenikih. - Lingüistica 9, 1969, 13-15» (S povzetkom: Uber den Gebrauch, der Vergangenheitstempora in den Freisinger Denkmälern) 66» De noxmullis vocibus in Léxico latinitatis medii aevi Iugoslaviae fase. I je II obviis. - Lingüistica 10, 1970, 85-88. 67» De sampsa et sandapila. - Živa antika 21, 1971» 134-. 68. Griblje. - Lingüistica 12, 1972, 101. 69. 0 priponi -in. - Slavistična revija 20, 1972, 41-42. (S povzetkom: Zum Suffix -in) 70. Slov. adráS "Quercus ilex". - Lingüistica 13, 1973, 21o. 71. Dve Trubarjevi besedi. - Lingüistica 14, 1974, 25. (S povzetkom: Zwei Wörter Trubars) 72. De nonnullis vocibus in Léxico latinitatis.medii.aevi Iugoslaviae (A-P) obviis. - Lingüistica 15, 1975, 71-72. 73« De nonnullis vocibus in Léxico latinitatis.medii.aevi Iugoslaviae (A-P) obviis. - Lingüistica 17, 1978, 123. C. Ocene in poročila 74. A. Vilhar, Latinska čitanka za 5. razred gimnazija. -Glasnik Profesorskog društva 10, 1929, 731-733. 75» K. Oštir, Kleinasiatische Termilai. - Časopis za zgodovino in narodopisje 26, 1931, 18-130. 42 76. Iliada. Priredil A. SovrS, - Čas (Ljubljana) 36, 1942, 176-180. 77» Sprachgeschichte und Wortbedeutung. Festschrift Albert Debrunner. Bern 1954. - Lingüistica 2, 1956, 62-64. D. Razno 78. Prane Ksav. Lukman. - Letopis SAZU 9, 1959, 78-81. 79. Prof. Anton Sovre. - Živa antika 12, 1962, 406. 80. Anton Sovre. - Letopis SAZU 14, 1964, 36-38. . 81. Prof. dr. Karel Oštir. - Živa antika 23, 1973, 252. 82. Prof. Karel Oštir - petinosemdesetletnik. - Slavistična revija 22, 1974, 83-88. E. Uredniško delo 83. Zbornik Filozofske fakultete. 1: Ljubljana 1950, 2: (Skupaj z J. Korošcem) Ljubljana 1955* 84. Živa antika, Skopje. Soustanovitelj in sourednik od 1951 do 1971 (21 zvezkov). 85. Lingüistica, Ljubljana. Ustanovitelj skupaj s S. Škerljem, član uredniškega odbora od 1955 do 1978 (18 zvezkov). 43 Boleslav S. Povsic CDU 871 Cicer° 7 De legibus. 07 Bowling Green State University CICERO'S DE LEGIBUS AND MARTIN LUTHER KING, JR.'S STRIDE TOWARD FREEDOM He who reads carefully Cicero's De Legibus and Martin Luther King, Jr.Ns Stride Toward Freedom is surprised to find, mutatis mutandis, on how many points these two great men agree. The historical circumstances are different, but the essential ideas are very similar. The purpose of this paper is to show on what precisely they agree and on what they differ. They most clearly agree on two fundamental and extremely important points: first, that God is an intelligent being, and second, that all men are by nature equal. It logically follows, then, that in a well constituted state, that is, in a state which truly recognizes man as man truly is, all citizens should enjoy the same rights and receive the protection of the same laws. Any study of the nature of the state starts with a study of the nature ofman^ for it is man by and for whom the state is constituted. Not withstanding that the Romans were the masters of the ancient world - domini totius orbis terrarum, as they liked to say - they never thought of themselves as inherently, or to use a more philosophical term, ontologically superior to other peoples, but rather only as being different: more serious (graves), for example, more brave (fortes), maybe even as more "pii", a word which lacks an appropriate English equivalent. Nevertheless, the Romans always thought of themselves as being made of the same substance, of the same "stuff" as the rest of men. It did not occur to the Romans that the color of the skin, or the amount of possessions or any other such an external or somatic 4-5 characteristic, that are found in men, make them inherently different."'" A body, as Cicero says, is formed by its parents and consequently varies according to a vaguely perceived law of heredity. It is the soul infused by God into each body on the other hand, the "animus", which makes man to be a man. This "animus", this "mens", this "ratio" identical in all men makes men different from all other living creatures. Whatever may be the accidental differences, all men can reason and think. "Corpora effingunt parentes," writes Cicero, "animum vero immortalem Deus 2 ipse in corporibus ingeneravit." Thus, what distinguishes man from beasts is this soul, this "animus", which is the same in all men who possess the same ability to learn, although the actual acquisition of knowledge (doctrina) varies from person to person due to external factors: educational opportunity, health, for example, etc. To quote Cicero again: "Animus sive mens, sive ratio, qua una praestamus beluis ... certe est communis hominibus, doctrina differens, discendi quidem facultas par.That some men are more learned than others was a fact that Cicero was too much the true and practical Roman to ignore or to deny. However, he was ready to acknowledge that the capacity for learning (discendi racultas) is "par", that is, equal in all men, a concept that might have prevented the current IQ testing quagmire. Disregarding, therefore, all external and accidental factors, Cicero%s discourse on the nature of the law begins with a discussion of the nature of man, that is, from the very rock bottom on which any human ¿L law must be based, or as he puts "penitus ex intima philosophxa." 1 Cfr. Prank Snowden, Jr., Blacks in Antiquity, Harvard University Press, 1970. 2 De Legibus, 1, 8. ■7. y De Legibus, 1, 10. 21 De Legibus, 1, 10. 46 But what is man? The answer to this fundamental question automatically defines what should be the law that governs men. "Natura enim iuris," writes Cicero, "explicanda nobis est eaque ab hominis repetenda natura ...Later in the first book of the De Legibus, Cicero defines man as the only rational living being who shares with God a sparkle of a divine light, the light of reason, which "in omni caelo atque terra nihil est ratione di-vinius." This divine power of thinking makes man and God related and somewhat coequal. "Ratio et in homine et in Deo est, 7 quae prima hominis cum Deo societas est."' Reason enables man to distinguish good from evil, true from false, right from wrong. Therefore, reason is the basis of law. Coexistent with man and coeternal with God, reason, therefore, antedates all written laws. "Constituendi vero iuris ab ilia summa lege capiamus exordium, quae saeclis omnibus ante nata est quam scripta lex 8 ulla aut quam omnino civitas constituta»" The only wise and worthy way of living our lives according to Cicero, is to submit to reason and to conform to the reality that reason unfolds. "Ex natura vivere" or "naturam sequi est rectissima et optima 9 vivendi ratio.Moreover, to Cicero in nature nothing is more alike as one man is to another. "Nihil est enim unum uni tarn simile, tam par, quam nos omnes inter nosmet ipsos sumus."^"0 Therefore, a well ordered society, founded on this correct and sound premise, will recognize the same basic rights to all its citizens and to all men. ■3 ^ De Legibus, 1, 5. c De Legibus, 1, 7. 7 De Legibus, 1, 7. Q De Legibus, 1, 6. ^ De Legibus, Ii 21 10 De Legibus, 1, 10 47 Men strive naturally not only toward ¿justice, but they are also inclined by nature to love one another. This is the precondition of a just, peaceful and harmonious society. "... nihil est pro- fecto praestabilius quam plane intellegi nos ad iustitiam esse natos" ^ says Cicero, and elsewhere adds: "natura propensi su- 12 mus ad diligendos homines, quod fundamentum iuris est." Yet, if one examines man more closely, he will find that the first source of every right ultimately rests not in man, but in God, who is the source of man s soul - "animum esse ingeneratum a Deo." Since God is immortal, and since the soul, that originates in God, is also immortal, then the law,- itself, rooted in God, remains eternal. To quote Cicero: "deorum immortalium vi, natura, ratione, potestate, mente, numine, sive quod est aliud verbum, 14 quo planius significem quod volo natura omnis regitur." The "natura" or "rerum natura" is therefore the proximate, non the ultimate norm of right and wrong. Since right is rooted in nature, all laws, decrees, edicts of various authorities and even the ordinances of various nations - scita populorum - contrary to nature are without any binding force. True laws get their binding force not "a praetoris edicto", ^ but "a natura".1^ Natural law is the only real law and the natural law is something immutable and eternal: "aeternum 11 De Legibus, 1, 10 12 De Legibus, 1. 15 15 De Legibus, 1, 8. 14 De Legibus, 1» 7. 15 De Legibus, 1. 5. 16 Ib. 48 12 quiddam", ' as Cicero says. Consequently, just law differs from the unjust law not in words, but in reality, not "opinione" but "natura".1® Cicero insists again and again on this fundamental point: law is based on nature and ultimately in God. There is a very good reason for this insistence. On this premise is founded all his theory of law. Prom a few principles flows all the rest on which the whole structure of human society is based. Furthermore, not only does man know right from wrong, but he is also directed by the inner light of reason to do good and to avoid evil. "Lex est ratio summa insita in natura, quae iubet ea, quae facienda sunt, prohibetque contraria.It is this voice, not self-interest, that the honest man follows. In De Legibus and in many pagan writings are found rational arguments of man^s natural equality at least as cogent as those found in the Bible. Both, Cicero and King, agree that God is the primary source of right and that all men are equal and that "there is a bond of love between them. Cicero calls it "benevo-lentia" and states most clearly that all men sire by nature inclined to love other men: are by nature "propensi ad amandos homines", King calls this love "agape", "human brotherhood", "God*s love."20 However, the two men differ widely in defining the intensity of love and commitment. In Cicero it takes the form of an intellectual brilliance and an elegant presentation of a well reasoned thought; in King it resides in faith coupled with an intense emotional and religious dedication to make all men brothers in the real daily life. 17 De Legibus, 2, 4. 18 De Legibus, 1, 16. De Legibus, 1, 6. Stride Toward Freedom, p. 86 et passim. 49 As Christian and a Baptist minister, of course, Martin Luther King, Jr. drew his inspiration mostly from the Bible. He was, however, a well educated man, broadly read, well acquainted 21 with the classical and modern writers. He had a superior, one would say, a prophetic grasp of moral issues-. While Cicero^s writings stressed reason, the stress in King%s writings and work was on faith. King, however, used reasoning anytime he could do so advantageously and he was familiar with the classical concept of equality. King knew that modern man, imbued with science, finds reason appealing, but he also recognized its limit. Kingxs arguments, based on self evidence and on American tradition, are also intensified by a deep religious feeling, that made him not only a philosopher, but also a crusader and a leader in the strife for racial equality. Cicero talks, King acts. Cicero and his learned and refined friends, group of well-to-do Romans, leisurely discuss the ideal state with such subtlety and elegance that it is easy to forget how far removed they are from the real concern of the common Roman citizen, not to mention the Roman slave. Martin Luther King, Jr., himself a Black and one of the millions wronged, dedicated himself to putting an end to the segregation, daily injustice, the everyday humiliations suffered by all minority Americans. Inspired by an intense concern for others, King seemed driven by a superhuman will. Nothing comparable is to be found in Cicero. It seems that it never entered Ciceroxs mind that injustice demeans as much as him who suffers it as him who perpetrates injustice. Nor did occur to him that he who suffers injustice has the duty to do all he can to thrust aside injustice not only for his own sake, but for the sake of those 21 Stride Toward Freedom, p. 71 seqq. 50 who suffer with him. Not only did King clearly see his duty, but he also did everything he could to bring about the day when oppressed and oppressor might live in mutual harmony. He undeiv-stood that there can be no freedom unless all enjoy it. By freeing the oppressed, ultimately one frees the oppressor too. This point was not even vaguely perceived by Cicero, and I am afraid that even today, it is understood only by very few, for behind it lies hidden a moral truth too deep to be grasped quickly and easily. "The Negro, writes Martin Luther King, Jr., must love the white man, because the white man needs his love to remove 22 his tensions, insecurities, and fears." It is well known that between slaves, and masters existed a deep mutual distrust, that made each fear the other, but there was nothing to be done. The Romans considered slavery as an unavoidable condition. Only in freedom could master and slave become neighbors. Freedom generates love, that makes people part of one "community". "Therefore, if I respond to hate with a reciprocal hate I do nothing 27> but intensify the cleavage in broken community", writes King. While the characteristically Christian need for forgiveness is one of King%s basic tenets, Cicero did not regard slavery as a problem. Consequently, the natural equality of men, as it was so eloquently propounded in De Legibus,remained only at the level of philosophical speculation. For Cicero, the Roman republic under which he attained the highest office of the state in 63 B.C., was the ideal state. For King, the American republic of the 1960%s was a republic evolving toward a community that somehow for too long had been sidetracked, when the "most sublime principles of American democracy - imperfectly realized for almost two centuries - Stride Toward Freedom, p. 87. 25 Ibidem. 51 24 began fulfilling themselves". Dr. King understood far better than Cicero the evolving nature of man and society. Yet he also understood very well man*s weakness. Rarely does a man freely renounce his privileges. He also understood that once freedom and justice are achieved there is a constant danger of reverting or issuing into new forms of slavery, injustice, and inequality. "What is more, he says, the wronged person, once righted is inclined to wrong others."2-' There is indeed a wide chasm between knowing what is right and doing what is right. We hate our own exploitation and injustice, but once free, we tend to exploit our fellow men. There is indeed a sublime wisdom in this deep insight into the human heart. Notwithstanding, nonviolence assures the possibility that people, who are basically honest and decent, will reluctantly, yet freely, renounce their privileges and genuinely move toward a more just society. The philosophy of nonviolence alleviates the fears of the privileged and generates good will and allows the time necessary for social change to pass. "It recognizes the need for moving toward the goal of justice with 26 wise restraint and calm reasonableness," as Dr. King writes. This element of action is completely missing in De Legibus. Cicero insisted that laws against nature are no laws - nullae leges. Dr. King took it a step further. "We will not obey unjust laws or submit to unjust practices"2^ not by violence, but by refusing to cooperate and will calmly accept the "unearned 24 Ibidem. Stride Toward Freedom, p. 197. 26 Ibidem. ^ Stride Toward Freedom, p. 193. 52 po suffering", because "unearned, suffering" is "redemptive". Dr. King thus invented a new way of moving from the field of thought to the field of action, and thus uniting the sound philosophical doctrine of the natural human equality and the strength of active Christian love. This inspiration of resisting unjust law, King found in Thoreau^s Essay on Civil Disobedience, and the idea of soul force, of "non violent resistance" to evil, of "noncoop-eration" with evil, so that the victory would be without harm to anyone and for the good of all, King accepted from Mahatma Gandhi. Thus, the superiority of King^s belief in change through "nonviolence" and his concern for the salvation of both parties, is revealed in the final fate of the two republics. The Roman republic continued on its fatal way toward more slavery, the American on the other hand has made substantial strides toward a more just and free society and by so doing achieved a new cohesion and a renewed vitality. This progress is due not to an automatic historical process, but to the clear vision and firm leadership of Martin Luther King, Jr., and to the maturity of Americans, both Black and White, who understood that only through social justice and racial equality can a nation prosper. Reason indeed can see the justice, but cannot by itself do justice. Only love has the power to move people. This essential active love is lacking in Cicero. Nevertheless, both men, Cicero and King, reasoned that men shared an innate equality. This is indeed the starting point, sine qua non, for any movement toward true equality of all men. Without such a philosophical basis and without the acceptance of the principle at the theoretical level, no practical realization of this aspiration would be possible. Ideas work so slowly 28 Ibidem, p. 156. 53 and, one might dare to say, inexorably, that Cicero's ideas become relevant and effective, at least for minorities in America, only during the last few decades. In conclusion, we may say that Cicero and Dr. King contributed substantially to the betterment of all mankind: one by formulating clearly the concept that all men are by nature equal and making it a widely accepted tenet in the West through his book De. Legibus, the other by transforming the idea into reality in America in the racial and social context. Povzetek CICERONOV SPIS 0 ZAKONIH (DE LEGIBUS) IN KINGOVA POT K SVOBODI (STRIDE TOWARD FREEDOM) Ciceronov spis De legibus in knjiga Martina Luthra Kinga Stride Toward Freedom vsebujeta zanimive paralele v mišljenju, ki so važne ne le za zgodovino idej, ampak tudi za boljše razumevanje gibanja za popolno enakopravnost črncev in belcev v Združenih Državah Amerike. Enotnost človeškega rodu temelji na dejstvu, da je vsak človek razumno bitje. Razum je tista luč, ki vodi do spoznanja dobrega in slabega. Razum.mora biti zato temelj slehernega zakona. Razum je del narave, zato je zakon, ki ni usklajen z naravo, brez vsake veljave. Protinaravnim zakonom se človek ne sme pokoravati, še več, mora se jim celo upreti. Toda kako naj se posameznik upre državi, kadar le-ta temelji na protinaravnih zakonih? Ne more se ji upreti s fizično silo, temveč s "silo duše". Človek se upre človeku iz ljubezni do sočloveka, kajti resnica osvobaja tako tistega, ki dela krivico, kot tistega, ki krivico trpi, in oba združuje v bratstvu ljubezni. 54- Teoretična osnova enotnosti človeškega rodu, kot ¿je podana v Ciceronovem spisu De legibus, se uresničuje v aktivni moči ljubezni, ki je začrtana v Kingovi knjigi Stride Toward Freedom in ki je bila kot taka izvedena v osvobodilnem gibanju ameriških črncev. King dopolnjuje Cicerona v tem smislu, da to, kar je Cicero samo teoretično zasnoval, tudi aktivno uresničuje v življenju. 55 M. D. Petruševski Skopje CDU 807.5-3 Horn. UTtoöpcx (CScov) Posvečujuci ovaj kratak članak uspomeni na od-ličnog filologa i lingvista Milana Grošlja, želim i na ovom mestu podvudi njegove zasluge kod tumačenja velikog broja Hesihijevih glosa, u traženju i postavljanju etimologije za mnoge od njih. Kada smo pre 7 godiria proslavljali 70-godišnji-cu njegova života i posvetili mu XXII godište Žive antike, ja sam tada priložio svoj članak u kojem sam obradio 7 Hesihijevih glosa (1. ßuvn, 2. *Ivaxei.a., 3. KpL^aos, 4. ßavveia, 5. ßikvnua., 6. ufexaXXoe, 7. KiqoouaAXa.) čisto fi-lološki, nastojeci da s pomodu kritike teksta dodjem do Hesihijeva originala i u glosama i u njegovoj interpretaciji (v. moj članak "Beleški kon nekolku Hesihievi glosi" u Ž.A. XXII, 1972, str. 121-130). Radeci na istom materijalu (sa Hesihijevim glosama) , u toku rada smo tu i tamo nailazili na iste glose i svaki je od nas na svoj način nastojao da objasni poneku od njih. - U V godištu Ž.A., 1955, na str. 111-112 obra- djujuci etimologiju grčkih reči Aldos i nexpa, M. Grošelj * * je za prvu pošao od korena lei/ Ii- "worüber hinschleichen oder -streichen" (Walde-P. II 389) i sufiksa -do-, kao kod reči ßpox^og, yvaöog i sl. (Chantraine, Formation des noms 367) , primecujuci da je od iste reči (XiQoq) izvedena A-iaoas (sc. Ttexpa) odn. adj. Aaaaos "smooth" (LSJ, s. v.) i ukazujudi na Horn. Od. 3, 293 (Aiaari atneLa te... Ttexpri).- Kod etimologije reči Ttexpa pošao je od korena 57 * / pet- "ausbreiten" (Walde-P. II 18) kao i kod TxexaA.ov. Polazeci od mikenskoga toponima pe-to-no (i njegova etnikona pe-ti-ni-jo) i povezujudi ga sa lakonskim toponimom üecpvog iz poznije epohe (za promenu kons, grupe -TV- u —cpv— uporedio sam hom. hidronim EaTVLoeig, koji kod Strabona glasi Sacpvtáeue) / sa Pedna (kod Plin. N.h. V 140) , * kameno ostrvce blizu Lezba (od starijega Petna), sa krit-skim oronimom i toponimom (rIepá) nÓTva (kasnije = núóva, i, još kasnije, promenjeno odn. "prevedeno" u«Iepa néTpcx) i sa poznatim apelativima netpa i tietpos, ukazao sam na po-znatu i.-e. alternaciju osnova na -r/n- kao što su u6cop: ti * V Cl u6cxto£ ( ud-n-tos) , het. watar:wetenas, rircap: TinaTog * • ( jekw-n-tos), lat. iecur:iecinoris, sskr. yak^-t:yaknah i dr. Pri odredjivanju etimologije reči Ttexpos/ Tt¿Tpa (odn. * Petnos/Petna: Putna) ja sam pošao od osnove pet- "padati", a kod identifikacije pisidijskog toponima (u Maloj Aziji) ÜETVTiXiaaos (docnije = neSvnXiaaós) ukazao sam na moguc-nost povezivanja sa gore spomenutim homerskim mestom (Od. 3, 293: nÉTpri Xtoarj) , v. Ž.A. XXIV. 1974, 331-332 (cf. Go-dišnjak XIII Centra za balkan. ispit. knj. 11, 1976, 329330, 333-35 i KLIO 58/11, 1976, 289-292.- Pape (-Benseier) je ova j toponim (t. j. neövtiXuaaog) "preveo" sa "Rossau" * verujudi da je on sastavljen od elemenata ped-n- "Au" i * * ala odn. -elo- ("Ross, Pferd"; cf. Steph. Byz. s.w. 'AXaßavöa i*YAAoúaXa), ne vodeči računa o starijem obliku neTvr|A.iaaóg, odakle se jasno vidi da je 1. element ranije glasio IlETvri- a ne IleSv- a 2. element -Xtaoág a ne -tiA.- + -taao-. On je i ostrvo Pedna smatrao izvedenicom od osnove * ped- kad ga je "preveo" sa "Bodenfeld", iako je i Pedna mladji oblik dobijen od starijega (iz mikenskoga doba) n¿Tva kao što je i lakonsko nécpvog od starijega (miken- skog) neTVOg, pa i kritsko nu6va od starijega IIUTva, t.j. a & od osnove pet-n- ( put-n- bi bila samo jedna "alternaci- 53 ja",-poznata iz jednog niza dijalektnih osnova —u—/—g—, o čemu smo pisali nekoliko puta i referisali na kongresu ko-miteta "Eirene" održanom u Brnu 1966 (v. Ž.A. X, 1960, 324; XV, 1965, 148; 202 i Studia Mycenaea, The Mycenaean Symposium - April 1966, Brno 1968, 53-57). Baveci se duže vremena Hesihijem, pokojni Milan Grošelj je 1952. godine vrlo lepo objasnio šta znači izraz U^Aaivcu «ppeves kod Homera (A 103) ukazujudi na Hes. glose Xeuxot, Xeukuv txpcxtilScov, ii£Aaivai cppeves» AeuH<5nuYO£ i ue-AauTiuyos (v. Ž.A. II, 1952, 77). Kada sam od 1954/55. počeo da se bavim mikenolo-gijom, posle uspešnog dešifriranja mikenskog tzv. linear-nog B pisma, izvršenog od strane M. Ventrisa, ne jedamput su i meni i drugim mikenolozima pomogli Homer i Hesihijeve glose pri identificiranju mikenskih reči i oblika. Tako je bilo kod identifikacije mik. pa-ko-to = cpaxTco, koju je predložila Mabel Lang uz pomoč Hes. glose cpdnxaL (v. moju belešku pa-ko-to a-pe-te-me-ne u Ž.A. 8, 294), ili kod identifikacije mik. oblika ka-ra-re-we = xAo-PnFeS/ koju smo predložili, nezavisno jedan od drugoga, F. Householder i ja polazedi od Hes. glose xA.apôpa s. 2187 = 781, 39 i dd.). Kod 53 Kalimaha, Apolonija i Nikandra javlja se i oblik unoöpag koji je mnogo jasniji s etimološke strane i u mnogome poma-že da se i hom. UTtoöpa sasvim dobro shvati. Ali kako obja-sniti gubitak krajnjega -g (odn. -h, prema E. Schwyzeru i E. Rischu)? -IE. Schwyzer (Griech. Gramm. I, 621) i E. Risch (Wortbildung d. homer. Sprache 4 128 a) misle da je po sredi jedan neutrum ad}, na -k (: unoSpan, formalno i-dentičan sa sskr. upa-drs- f. "Anblick") jednog bahuvri- hija u adverbijalnoj funkciji (formalno bi bilo slično sa , * » vokativom yuvat od yuvcuh; treba se ovde setiti i hom. vokativa Sva od avag). Medjutim, valja primetiti da bi to bio jedan jedini i jedinstveni adverb ove vrste, j er svi ostali adverbi na (upor. njegov docnije zabeleženi puni oblik UTtoSpag) ne gube krajnji konsonant (treba se setiti i poznijeg oblika imoSpris kod Nonna). Polazedi od utvrdjene činjenice da je glagolska * osnova derk- u grčkom jeziku sačuvana u normalnoj upotre-bi jedino kod Homera i u arkado-kiparskom dijalektu (vid. C. J. Ruijgh, o.e., 163: 22° SeSopna), ja pomišljam i ovde na kiparski izvor toga Homerova izraza. Za to bi pored po- / Cm / rekla glose SeSopnev* opp. KAeifopicov (Bekkeri Anecd. 109; - istini za volju ona nije kiparska nego arkadska, iz oblasti odn. grada Klitorije, ali arkadski i kiparski govori su toliko bliski da se s pravom i govori o jednom arkado-kiparskom dijalektu) govorila i glasovna osobina ki-parskog, kde se složeni konsonant g javlja u uprošdenom obliku a i koji se dalje uprošcuje u spir. asper da bi se «/ t najzad potpuno izgubio (kao kod predloga-preverba uv< ouv od starijega £uv, miken. ku-su = ksun, kod uyyeuoq" avX-Aaßn, cf. pamf. vXoyoQ' cnrpcxTog, verovatno od csvXXoyoQ, u (v) Tuxa < dvv Tuxa, ouava < Euciva, i'Ya< atYa, i5piYYa-g i, kasni je, izjednacenim -s u -F i potom iščezlim odn. uprošcenim -F-F ù -F, koje je, posle Homera, u jonSkoj i atičkoj redakciji Homerovih epa takodje izgubljeno; da je izraz, po svoj prilici, nastao u kiparskom dijalektu ili, možda, nasledjen od starog "ahajskog", kao i toliki drugi homerski izrazi, što se lepo može videti iz bogatoga materijala koji je skupio C.J. Ruijgh u svojem gore citiranom delu "L'élément achéen dans la langue épique". Résumé Hom. unoôpa (îôciv) On souligne d'abord les mérites de feu Milan GROŠELJ, excellent philologue et linguiste, dans l'interprétation d'un nombre remarquable de gloses d'Hésychios et dans ses études linguistiques concernant surtout l'étymo-logie d'un assez grand nombre de mots grecs et latins. On 53 en cite quelques exemples, comme XlÔoq, Aiaaog et Ttéxpa, ainsi que l'interprétation du terme homérique ue^cuvai m z c z o > OIGITUS c z o > (/> m in a c z n > i r-Z c V» (TRIENS 1 | QUINCUNX in m Z tn { SEPTUNX IB m z in 1 DEUNX 10"*1i m u> J r z ? nt w | CUBITUS e X ► o c in | PASSUS o m r> »I Z ■» m o > 9 © M © at o N O w o o w o to *»■ s JT S S" © m a» s ^ N to o M o OD o o> o e N o Üi to o a» jT S o> Jf in $ tn w JT N N O 0» o o M jT M s to s* 5" Ol O U» e M O tn o VI »I to M NT 5- ® M IN at K> w w J? N s- r- M M *» S1 r -«i w to ¿¡r N JjT 5" 3" U> o> s N to at w to ¿T J 5" ¿r w K> a o w in s to to s s jT N a> ? (0 ¿r -«J s M ¿T s s K) N CD O) to ¿r tO o O at s Ol w ¿r s ¿r 3» m w s *» to jr M at w to O) w M S" *» M ¿T w 5* M o O) to n 3 N (*» ft 3 0» «NJÍ+1. This proportion is approximated with the length to height ratio of the colonnade which is 7$3 and with the height to width ratio of the intercolumnia which is 12:5. Both ratios, 7:3 and 12:5, are rational approximations of expressed with Pell terms: First Pell series 1 2 (V) (l2) Second Pell series 1 17 ... The module of the colonnade is equal to 5 gradus and the module of intercolumnia equals 9 palmi, except in case of the intercolumnium without parapet: this intercolumnium is higher and, to keep the same proportion, also wider. It is still in the ratio 12:5» but its module is 10 palmi or 1 gradúa. This is commodulatio. or calculation of modules, in which the ratio of standard modular sizes, or symmetria. is to be taken in account (12). Slika 2: ARHITEKTONSKA KOMPOZICIJA JE SESTAVLJENA IZ MODULARNIH MER, IZHAJA PA IZ PROPORCIJE Proporcijo v splitskem peristilu apro — ksimirata razmerje kolonade, ali 12:5, in razmerje interkolumni-jev, ali 7:3. Modul kolonade meri 5 gradus. modul interkolumni-jev pa 9 palmi, razen za višji in širši interkolumnij brez parapeta, kjer je modul dolg 10 palmi (- 1 gradus). Kompozicija tu res izhaja iz proporcije, sestavljajo pa jo standardne mere. PROPORTIO e - i +\Í7 < < Illustration 3: THE MODULAB SIZES, OS SYMMETRIA, ARE IN THE RATIO OP MEMBERS OP A FINELY SHAPED HUMAN BODY The vitruvian symmetria equals standard, human sizes, such as cubit, foot, palm, and digit, which are used as modules in the composition of temples, of a ballsta. of a ship, and of of other works, where parts are to be calculated in the ratio of symmetries (13)* Slika 3: MODULARNE MERE, ALI SYMMETRIA, 80 V RAZMERJU UDOV LEPO OBLIKOVANEGA ČLOVEŠKEGA TELESA Vitruvijeva simetrija je enaka človeškim meram, kot so komolec, čevelj, dlan in prst, ki se uporabljajo kot moduli v kompoziciji templjev, baliste, ladje in drugih konstrukcij, kjer je treba dele odmeriti v razmerju simetrije. NOTES AND REFERENCES (1) T.Kurent, Modular Sizes according to Vitruvius. -Module. Modular Society, Spring 1977. (2) Graeci.. .* modulorum mensuras . appela-verant : Modular sizes were called symmetry by Greeks* M.Cetus Faventinus writes: ...architecturae partes sunt octo. quae sunt ordinatio. diaposltio. venustas . mensura. distributio. aedificatio. conlocatio. machinatio. ex his Graeci auinque vocabulis atudjum architecturae esse docuerunt. nam ordinationem . dispositionem JtedJg^tl/* venustatem te decorem modulorum mensuraa J^lO(.V' % distributionem Ql&OISOIi/off/aunellaverunt. 72 ITEM SYMMETRIA EST EX IPSIUS " OPERIS MEMBRIS CONVENIENS CONSENSUS EX PARTI BUSQU E SEPARATIS AO UN IVERSAE FIGURAE SPECIEM RATAE PEDE PALMO PARTIS RESPONSUS . UTI IN HOMINIS CORPORE E CUBITO DIGITO CETERISOUE PARTICULIS SYMMETROS EST EURYTHMIAE QUALITAS | SIC EST IN OPERUM PERFECTIO NIB U S . ET PRIMUM IN AEDIBUS SACRIS AUT E COLUMNARUM CR ASSITUDINI BU S AUT TRIGLYPHO AUT ETIAM EMBATERE ( BAL-LISTA E FORAMINE | OUOD GRAECI PERITRETON VOCITANT | NAVIBUS INTER-SCALMIO i QUAE DIPECHYAIA DICITUR , ITEM CETERORUM OPERUM E MEMBRIS INVENITUR SYMMETRIARUM RATIOCINATIO L . I I II DI Gl TVS I C V B I T V S Hli^aBM PALM V S I PES NAMQUE NON POTEST AEDIS ULLA SINE SYMMETRIA ATQUE PROPORTIONS RATIONEM HABERE COMPOSITIONES , NISI UTI HOMINIS BENE FIGURATI MEMBRORUM HABUERIT EXACTAM RATIONEM . L . Ill | C . I , 1 ERGO SI ITA NATURA COMPOSUIT CORPUS HOMINIS , UTI PROPOR-TIONIBUS MEMBRA AD SUMMAM FIGURATIONEM EIUS RESPONDEANT , CUM CASA CONSTITUISSE VIDENTUR ANTIQUI , UT ETIAM IN OPERUM PERFECTIONIBUS SINGULORUM MEMBRORUM AD UNI VERSAM FIGURAE SPECIEM HABEANT COM- MENSUS EXACTIONEM L . Ill C . I I See M. Ceti Faventini De Diversis Fabricis Archi-tectonicae (In the text of Valentine Rose's Large Edition, 1867), published in Hugh Plommer, Yitruvius and Later Roman Building Manuals. Cambridge University Press, 1973, p. 40 - 41. After Webster, the word symmetry means also "beauty of form arising from balanced proportion", which obviously has the origin in the misinterpretation of the vitruvian symmetria. Principles of symmetry in the arts, in the organic (symmetry classes of crystals) and organic nature (symmetry in the animal kingdom, symmetry of flowers), and phi-loaophico-mathematical significance of the idea of symmetry are discussed in Hermann Weyl, Symmetry. Princeton University Press, H.J. 1952. There are 16 types of symmetry (in two dimensions) generated by spatial translation, reflection, rotation and counterexchange, according to E.L.J.Leeuwenberg and H.F.J.M.Buffart, Formal Theories of Visual'Perception. John Wiley and Sons, 1978. De Architectura Liber III, Caput I, 1. F.Granger, Yitruvius on Architecture. W. Heinemann Ltd, London 1962. M.Lopac, Yitruvi.je o arhitekturi. Svjetlost, Sarajevo 1951. Cesare Cesariano (Como 1521), Yitruvius De Architectura. Wilhelm Fink Verlag, MOnchen 1969. 74 Cesariano's commentary on symmetria t Consta de symmetie: cioe di proportionale commensuratione distincta numera-bilmente in diuerse quantita et partlcule: quale tute as-sumpte insiema reasaumeno et reformano la sua totale quan-titate in integru : ai como habiamo da Euclid? : aut per figure nuberabile : uel lineale aut de cose superficiale uel corporeae... (8) Jan Martin Secretaire de Monseigneur le Cardinal de Lenoncourt, Architecture ou Art de bien bastir. de Marc Vitruue Pollion. republished in 1964 by Gregg Press Ltd, Parnborough, England. The confused translation by this Jean Martin offers the word le secret that smacks of mysticism for the mathematical term ratio; Ea. sc compositio, is misunderstood as ceste symmetric; etc. But modern translations are not much more readable. (9) According to The Condensed Principles of Modular Coordination, adopted at a meeting of the International Modular Group, Warshaw, 10-13 September, 1963 (published in The Modular Quarterly..Summer 1964), "the basic module must be small enough to provide the necessary flexibility in design of various buildings for various purposes, as well as large enough to promote simplification of the number of sizes for various components... It has been agreed that the basic module (M) - 10 cm for metric countries and 4^ for inch-countries." See T.Kurent, The Basic Law of Modular Composition - The Modular Quarterly. Winter 1964-65. (10) ... ratae pnrtis...commodulatio means the calculati- 75 on of every module, not just one module. The generic genitive ratae partis implies all possible modules (plural) and not just one (singular). See T.Kurent, Proportio and Commodulatio after Vi-truvius Compared to proportion and Modules of Diocletian Palace in Split.-Živa antika. Skoplje 1971. (11) T.Kurent, L.Muhič, Vitruvius on Module. -Arheološki vestnik 27, 1977. T.Kurent, The Roman Modular Way.- Official Architecture and Planning no. 12, 1977. - , Modularna kompozicija.- Arhitektura - urbanizam br.26, 1964. - , The Basic Law of Modular Composition.- The Modular Quarterly. Winter 1964/65. - t La legge fondamentale della composizione modulare, Edizione Quaderni di Studio, Facolti di Architettura, Politechnico di Torino, 968. - , Osnovni zakon modularne kompozici.ie. PAGG, Univerza v Ljubljani 1967. - , Kompozicija modularnih mer. PAGG, Univerza v Ljubljani 1974-.. Illustration STANDARD ROMAN BUILDING COMPONENTS ARE MODULAR Units of symmetria are used as modular sizes for Roman building components. Slika STANDARDNI RIMSKI GRADBENI ELEMENTI SO MODULARNI Merske enote Vitruvijeve simetrije so služile kot modularne mere za gradbene elemente. 76 VOOOVOONE 'KERAMIČNE CEVI DOLGE 1 GRADUS TEGULE IN KORCI MOOULARNE OOLŽINE 3/2', 4 KOSI NA 9° OPEČNE PLOŠČE ZA HIPOKAV-STE PLoiČA NA KAMNITI STEBRIČKI ZA HIPO-KAVSTE V21* 1/2'X Z1 OPEKA , LYDICA, MODULARNE VELIKOSTI A 3/4xVJ 77 (12) T.Kurent, Ston«henge and the Vitruvian Amusium4-Arcliitectural Association Quarterly vol. 7» no. 3, 1975. - , Proporci ¡j ska naprava rimskega arhitekta,zgrajena pod središčem Dioklecianove palače v Splitu. - Sinteza 43-44, 1978. John Paterson, Information Methods for esign and Construction. John Wiley and Sons 1977» PP 65-69. (13) 0?.Kurent, L.Muhič, Vitruvius on Module. - Arheološki vestnlk 27, 1977. VITRUVIJEVA SYMMETRIA POMENI "MODULARNE MERE" (kratka vsebina) M.Cetus Paventinus (2) sporoča, da so "Grki modularne mere imenovali symmetria". Ker beseda simetrija pomeni danes nekaj drugega kot v rimskih časih, prevajalci pa vztrajajo pri izrazu in ga ne komentirajo, so celi odstavki v Vi-truviju nerazumljivi. Najpomembnejši Vitruvijev precept v zvezi s simetrijo začenja III knjigo O arhitekturi : Kompozicijo zgradb sestavljajo modularne mere; njihovih razmerij se morajo arhitekti nad vse vestno držati (glej si. 1). Ta (namreč kompozicija), pa izhaja iz proporcije, ki se ji po grško reče analogija. Proporcija je izračun (vsakega) modula in njegova vskladitev za gradbene člene in za celoto, pri čemer pride do izraza razmerje med modularnimi, merami (glej sliko 2). Kajti nobena zgradba brez modularnih mer in proporcir je ne more imeti smiselne kompozicije, se pravi, če ni v razmerju udov lepo raščenega človeškega telesa (glej si. 3). 78 Mario Doria Trieste CDU 803.022 - 311(450.361) TOPONOMASTICA LONGO BARDA A TRIESTE E SUL CARSO Le invasioni barbariche non hanno lasciate troppe tracce topo-nomastiche a Trieste ed aree adiacenti (Muggesano, Capodistri-ano, Carso Triestino-goriziano). Degli Unni, come ricordo toponímico resta solo il Palazzo (o Castello) di Attila, denomi-nazione di un rudere, ora scomparso,nei pressi di Duino. Attri-buibili ai Goti sono soltanto i toponimi Scorcola e Baxigodia (a Trieste), Matteria e, forse, Gotnik (Gutenegg) (sul Carso). Scorcola, da SCULCUIA, diminutivo di got. SKUIKA "vedetta, os-servatorio" é toponimo noto anche altrove in Italia"1" e se ne hanno esempi anche per il Friuli¿ e per l%Istria^. A Trieste é denominazione di una collina che costituisce come una vedetta sopra la piaña giá occupata dalle saline ed oggi dal Borgo Te-resiano, ed é la stessa su cui i Veneziani costruirono nel 1280, durante un assedio alia cittá, il forte che chiamarono Es. tose. Scocchia. Secondo C.A.Mastrelli, Elementi germa-nici nella toponomástica dellxAlto Medioevo, in "Atti V Congresso Studi Alto-medievali" (Spoleto 1973), p. 645,1a diffusione di SCULCA, -UIA gotico, o forse giá latino volg., sarebbe stata operata dai Longobardi, quindi sarebbe in-dizio di longobardicitá per le aree in cui compare. Corgola, Corgula, Gorgolan ecc., cfr. G.Prau, Contributo alia conoscenza dell"elemento longobardo nella toponom. friulana, in "Atti del Convegno di Studi Longobardi" (U-dine 1970), p. 175. Cfr. uno Scolca presso Dignano [Vodn¿jan] , M.Deanovic, "Atti II Convegno Intern. di Linguisti del Sodalizio Glottologico Milanese", p. 68. 79 ne, dalla discesa di Alboino in poi. Nel 568 - é ormai assicu-rato1® - i Longobardi, appena superato il valico di Prevalió [jRazdrto]] , si abbatterono su Trieste, devastandola, e altret-tanto devono aver fatto di altre cittadine istriane, ad es. Ca-podistria (Muggia, a quanto pare, non era stata ancora fondata, v. qui avanti). Quale conseguenza di questa devastazione, mol-ti Triestini (eosi la tradizione) si sarebbero trasferiti nell% Estuario Veneto, contribuendo alia formazione della futura aii-stocrazia veneziana; ma giá nel 571, passata la sfuriata, molti ritornarono nelle sedi primitive, la cittá venne ricostruita e torno a fax parte dell^Omnis Italia bizantina almeno fino al 752. Un periodo piü lungo di occupazione longobarda si ha 12 piü tardi, secondo i piü per il periodo dal 752 al 774- (e si tratta di periodo in cui i Longobardi sono ormai completamente romanizzati e convertiti all^ortodossia). Nel 774- (Pace di Pa_ via) Trieste ritorna, sia puré per breve tempo, ai Bizantini^ 10 11 12 A. Tamaro, Storia di Trieste I, p. 4-7 A. Tamaro l.c. Ad es. Tamaro l.c. Sennonchê B.Cessi in un suo scritto del 1940-4-1 ("Ati Istit. Veneto" 100, p. 288 s.) aveva cercato di dimostrare che unxoccupazione stabile dell"lstria (e naturalmente di Trieste) da parte dei Longobardi si ebbe a partiré appena dal 770. ^ A dir il vero questo "ritorno" non è ammesso dal Cessi, art.cit.p. 296, il quale ritiene anche che alla caduta del Regno Longobardo l%Istria ricadde automáticamente sotto il dominio franco "annessa e aggregata, in uno stato di prov-visorietà prolungatosi più anni" al Ducato friulano. Come a dire che lo status amministrativo longobardo avrebbe in-fluito pesantemente sulla sistemazione territoriale franca. Ci domandiamo ora se è possibile tutto ció se detto dominio longobardo durô - come ritiene il Cessi - appena quatro o cinque anni. 82 e, successivamente, ai Franchi, i quali ristabilirono il legame, già valido nel breve periodo di occupazione longobarda, col Ducato friulano (ed ecclesiasticamente col metropolita aquilei- ese, anzichê grádese). Ma certo ê che più tardi sia Trieste che 14 Muggia furono, rispetto il resto dell"lstria, legate al Friu-li, soprattutto dal lato ecclesiastico1^, in maniera assai più marcata; il che spiega poi anche lo sviluppo divergente délia latinità locale, qui, a Trieste e a Muggia, volta verso il Friu-li, quindi "ladineggiante", là, in Istria, soprattutto a S. del Quieto, di tipo particolare ed autonoiao (istrioto). Ma, anteriormente, l^Istria é Trieste (zona carsica compresa) ebbero una storia quasi in comunei ufficialmente esse costituivano un thema bizantino, che sappiamo confinante a N. col Timavo e col Vipacco ed anche esposto, analogamente all^Istria interna, agli attacchi longobardi. Tanto che si avanza, anche, il sospetto che questi Longobardi qua e là dessero vita a veri e propri insedia-menti e che quindi le cose stessero diversamente da quanto Muggia, o meglio Muggia Vecchia (Castr\3m Mugle) è stata, verosímilmente, fondata intorno alla metà del sec. VIII o sot-to i Bizantini come baluardo contro i Longobardi o, un po% piu tardi, dai Franchi stessi per il controlio delle scor-rerie di Slavi, Avari ecc. Cfr. F. Colombo, Storia di Muggia. II Comune aquileiese (Trieste 1970), p. 22 e n.15. I legami, poi, del tutto particolari che légano Muggia fin ab antiguo (ossia fin dal 931) al Patriarca di Aquileia, saltando la diócesi di Trieste, sono ben messi in rilievo dal Colombo, o.c. p. 24 s. (cfr. anche G. Cervani nella presentazione al volume, p.11). Tale rapporto si sarebbe estinto appena nel 1420, con la disintegrazione totale del Patriarcato e passaggio in blocco dell"lstria alia sovrani-tà di Venezia. II tutto vale, aggiunge il Colombo, anche per Buie, Portole, Pinguente, Rozzo, Colmo, Due Castelli, Albona, Fianona e la rocca di Pietrápelosa. 83 ricavabile dalle fonti storiografiche in nostro possesso, le quali parlano di puré e semplici scorrerie"^ (es. a. 598 ritor-no dei Longobardi a Trieste, a. 588 la stessa cosa in Istria, con Autari, e nel 600-601 con Agilulf o), non di al tro."'"7 L^incertezza, talora equivocitá dei dati storiografici su ques-ti punti,potrebbe essere risolta dai dati linguistici, soprattut-to toponomastici, in nostro possesso» Pero anchxessi un po" de-ludono: oltre ad essere non troppo abbondanti, non sono neppure troppo limpidi, in virtu di una certa ambivalenza (imputabile, naturalmente, piü che altro, al lungo lasso di tempo trascorso e alie stratificazioni linguistiche sovrappostesi sul nostro territorio). Tuttavia qualcosa da es.si e. ricavabile, non appena li si esaminano comparativamente, insieme a situazioni toponi-miche coeve di altre regioni d%Italia. In particolare, si potra anche partiré, per la nostra analisi, da un núcleo provvisorio piuttosto ampio di tipi toponomastici di aspetto longobardico ■ io (precisamente quindici, per un totale di 51 denominazioni, macro- e microtoponimiche), arrivando via via per successive eliminazioni dei casi piü o meno insignificanti o dubbi, ad un núcleo piíl ristretto di cinque o sei: non sono molti^ pero, data la limitatezza della zona e considerato che questi pochi, sono, in ultima analisi, molto rappresentativi, possiamo, anche, Concetto espresso anche dagli storici moderni (uno fra tutti R.Cessi, art.cit. p. 280, il quale, per rimanere conse-guente a quanto affermato a proposito della tardività dellx occupazione longobarda di Trieste, ritiene semplice scorre-ria anche la conquista fattane da Astolfo nel 752). Sulla necessità di una revisione di queste affermazioni insiste anche il Crevatin, BDVI 2 (1973-74) p. 39 s. E precisamente: Braida, Para, Fineda, Gai, Gias, Gronda, Gualdi, Monte Re, Musiella, Prelaser, Prevalió, Rio del Gias, Rio di Monte Re, Romagna e Varda. 84 dirci fortunati e tentar di costruire su di essi qualche ipote- si: i Longobardi lasciarono nel nostro territorio qualcosa di piú che vaghe tracce della loro presenza. A conclusioni piü puntuali e deiinitive si potra, ovviamente, arrivare solo at- traverso un esame, parallelo, dei toponimi longobardi dell^area istriana peninsule.re, lavoro cui sta dedicandosi con profitto i q íl mío allievo e collega Franco Crevatin. J E incominciamo con questa selezione. Innanzitutto vanno tolti i toponimi derivati, ossia formatisi secondariamente su un toponimo-base dvorigine longobarda: siccome questo risulta atte-stato,la loro presenza non dimostra nulla, se non una certa, fortuna nell^impiego del toponimo primario. Tali sono: Rio del Gias (Trieste) e Rio di Monte Re (Carso Triestino-Goriziano). Ri£ dejL Gias é attestato giá a partiré del 1350 (Rivum as_ii_j_ Statuti di Trieste p. 96, 11 Szomb., Rivum de_l Gias_j_ A.Scocchi 11 Gias p. 1)\ evidentemente dal topon. primario Gias (da long. GAHAGI), di cui si tratterá piú avanti. Quanto^ al Rio di Monte Re^ si" ' •' tratta, invece, di una designazione cartografica, italiana e recente, del fiymiciattolo che dalle pendici del Monte Re (v. a--vanti) [NanosJ si getta nel sottostante Vipacco; localmenté e chiamato Nanoscica (G.Ch. in "Alpi Giulie" 2, 1897» P« 61, L. Lago, RGI 78, 1971, p. 426), o Nanoska (F.Bezlaj, Slovenska Vodna Imena s.v.), ma nel %600 Itecha (P.Rossetti, a. 1694, presso Lago l.c.). Rio di Monte Re non é quindi altro che un calco di slov; Nanoscica, una volta posta l^ideñtitá delle due denomina-zioni oronimiche, Monte Re e Nanos. . Poco validi,.anche, per il nostro assunto i toponimi derivati da voci italiane, sia puré dxorigine longobarda, ma ormai tanto Sull%influsso longobardo nello sloveno v. da ultimo la monografía di A.Grad, Nekaj pripomb k langobardskim spominom pri Slovencih, "SI.Rev." 20 (1972) pp. 29-40, in cui 1"A. si dimostra assai cauto ed e incline a minimizzare la por-tata di questNinflusso (giunto sempre indirettamente attra-verso il friulano). 85 bexi radicate nell uso delia llngua o dialetti da ritenere assai poco probabile una loro derivazione diretta dalla voce longobaiv da usata in loco o per lo meno da una voce latina lócale d''origine longobarda entrata nell%uso toponimico in periodo longobar-do o ad esso inmediatamente successivo. Tale il caso di Gronda (C. di Gronda, Capbdistria a. 1963) e Grondolera, liarlo dell-l%altipiano cársico da Moncolano a Sistiana (a» 134-5 Grunde^era^ a. 1350 Grundellara) 1 evidentemente da ital. (anche dial.) gronda (< long. GHBNEfi.)20 col significato di "orlo'v (anche "orlo del campo" nel lombardo alpino, cfr. BEI s.v.-, cfr. inoltre Stat. Triest» ed. Kandler p. 61: "in pozolariis et grondis et aliis possessionibus"r) . Dello stesso grado di signifiaativita.,- o forse anche meno, 1 lelemente toponímica che troviamo attestater due volte, nellvoro— nimo Monte Seda (sul Carao Triestino); e in un Gaj muggesano (J. Cavalli, "Arch. Triest ." 19, 1894^ p. 109) • Si tratta di una forma toponímica tratta dali"appellativo slov^ ga¿ ,lbosco, bo-achetto%la cui origine longobarda (il noto GAHAGI, per inter-m»diazione di un latinizzato o italianizzato gadjo) non é nep-pur sieura, anche se per alcuni etimologisti2^ (ma non dal Grad) ritenuta accettabile* Tipológicamente idéntica la posizione dei toponimi tipo gara, che si incontrano qua e la nell"lstria Interna (Lanischie [Éostel] a Capodistria (cimitero di S.Can-ziano) e nel Postumiese (dove gara é anche nome di un subaffinante del lioavo Superio-re) e che se derivassero directamente da long. PABA, sarebbero, al pari dei derivati da ARIMAHHIA, per noi molta preziosi. Le cose stanno invece ben diversamenter alia base di questi toponimi noi abbiamo, teóricamente, slov. ffe-ra "pievania" e slov» faga "famíglia, stirpe, tribu", Ambedue Su long. GKONM v. G.Petracco-Sielardi, Toponomastica di Pigna (Bordighera 1962). Cfr. P* Bezlaj, Etimološki slovar slovenskega jezika I (Ljubljana 1976) s.v. 20 21 86 le parole sono, nello sloveno, dei prestiti recenti, la prima, 22 attraverso il semplice fâr, da ted. Pfarr "prete" , la seconda dall"appellativo friul. fara (da long. FARA) "famiglia rurale, podere con casa" e sim.2^ (con un significato vicino a quello attestato ancora oggi per il friul. di Barcis). I legami con long.JARA sono, dunque, anche nella seconda eventualità, molto tenui: e si noti ancora che, se l^appellativo longobardo fosse penetrato direttamente nello sloveno sia pure sotto forma di toponimo, avremmo avuto, evidentemente, qualcosa come *Para. Non 24- - solo, ma, come fa rilevare il Grad , un topon. del tipo Fara deriva dalla voce slov. fara "stirpe" solo quando si è sicuri che esso non è associato all^esistenza in loco di una chiesa. Ora questo fatto si verifica solo per il Faro di Lanischie, ma poichê è noto che quivi, in epoca patriarchina emigrarono al- cuni coloni friulani, è quasi sicuro che questo toponimo deri- vi, in ultima analisi, dal friulano. Quanto agli altri Fara, bisognerà, invece, optare per slov. fâra "parrocchia", e ciô anche per il Fara di Capodistria, awertendo che si tratta di toponimo importato dagli Sloveni, non sviluppatosi in loco (la zona capodistriana è immune da influssi linguistici e topono- mastici tedeschi). Per tracce consimili, ossia indirette, di Pfarr in Istria si potrà addurre ancora Inintéressante Farus di Momiano [Momjan] (A. 1584, Samsalovic, VHA.RP 5, 1959, p. 161), a proposito del quale Prospero Petronio (a. 1610) ci assicura trattarsi délia denominazione délia canónica délia chiesa par- rochiale délia cittadina, quindi aat. pharr-hûs "Pfarrhaus", gixmto cola attraverso lo sloveno; e infine Faros presso S. Pietro di Madrasso [Klanec] , evidentemente da Pfarrhof, Bezlaj, o.c., s.v. fâr. Bezlaj, o.c., s.v. fara. Grad, art.cit., p. 34 s. 87 attraverso la forma slovenizzata Farovš. In definitiva, i topo-nimi tipo Fara nella nostra zona non dimostrano äffato, per motivi via via diversi, la presenza nella stessa dell'elemento lingüístico longobardo. Incerti sotto un altro aspetto i tipi toponomastici Varda e Guarda. II primo e attestato due volte, come denominazione di un'altura a N. di Malchina [Mauhinje]| (Tržaško ozemlje p. 39, carta B 1) e come lieu-dit presso Villa Decani ^DekaniJ (G. Gravis! Villa Decani p. 20: si prescinde da un Monte Varda presso Covedo [KubidJ e da un Vardizza presso Umago, un po' troppo lontani)^ Guarda é, invece, una contrada in quel di Mug-gia (a. 1333, 1420 "a contrata Guarde citra"). A Guarda potreb-be anche rifarsi il noto Guardiella (con testimonianze antiche) di Trieste, ma -iella é ambiguo (potrebbe rinviare anche ad ital. guardia), quindi meglio non tenerne conto. Cosí anche per il toponimo della vecchia Trieste Guardis (docum. antichi Guar-dixi¿ ecc.), che ripropone gli stessi dubbi. Ad ogni modo non si I affatto sicuri che WARDA sia longobardo-,^ si direbbe piut-tosto gotico, causa il mancato passaggio di D a T (seconda Lautverschiebung, cfr. ted. warten), a meno che, per caso, questo WARDA non sia all'interno del longobardo un elemento basso-te-desco (sassone) (quod erit demonstrandumQ. Un tantino piü probante e Musiella^ toponimo della vecchia Trieste (denominazione della punta che si spingeva in mare in cor-rispondenza dell'altura di Gretta), con testimonianze a partiré dal 1418 (Liber Reform., p. 7^- Szomb.), compárente anche sotto la forma slovenizzata Muželja (Rutar, Samosvoje mesto Trst, Ljubljana 1896, p. 5-, Tržaško ozemlje cit. p. 25, carta E 6). II toponimo ricompare due volte nel Gapodistriano, come denominazione Per WARDA v. C. Battisti in "I Goti in Occidente" (Spoleto 1956) p. 363, nonchê G. Sabatini, Riflessi linguistici della dominazione longobarda nell'ltalia mediana e méridionale (Firenze 1963) p. 164 s. 88 di una contrada interna di Capodistria (a. 1239 "usque ad Portam Muselli") e come nome di torrente e bosco presso Monte [^Smarje] (G. Gravisi, "Pag.Istr." 13, 1922, p. 144: attestate anche le forme Museglie e (?) Mosiela). Evidentemente un diminutivo da long. MOSA "acquitrino, palude". Poiché né mosa né mosella compaiono come appellativi nella lingua italiana, il toponimo puo considerarsi rivelatore di un certa vitalitá, su suolo istria-no, di elementi lessicali dialettali longobardeggianti piuttosto tipici, quindi indicativi nei riguardi di una pressione partico-lare dell*elemento longobardo nell%area in questione. Un discorso quasi simile andrá ripetuto per i tipi BRAIDA e PINEDA. Anche questi sono toponimi tratti, appunto, da appellativi di origine longobardica e di area dialettale ben definita, con una caratteristica, pero, che essi da soli - di nuovo - non com- 27 provano affatto la presenza longobarda nei si'ti ' dove sono attestati (Braida é testimoniato anche in Sicilia, dove é stato importato, come appellativo, dai colonizzatori gallo-italici), mentre unito ad altre testimonianze, piü univoche (es. GAHAGI, ARIMANNIA, FARA), ne esalta in qualche modo la forza dimostrati-va ai fini della pressione lingüistica longobarda. Ora Braida é toponimo (lieu-dit) assai frequente sia sul Carso che nei din-torni immediati di Trieste (nella microtoponimia slovena dei dintorni troviamo 6 localitá chiamate Brajda, 10 Brajde, 1 Brajd(i)ca, 2 Braid(i)ce, 3 Pod(-)brajdo, 1 Nad brajdo, 1 Na brajdah, nonché una Jame pri brajdah. Ma Braida (e Braila, da BRAIDULA) é comune anche nei Muggesano (Pontini "Arch. Triest." L-U p. 255) e Braida, isolato, é nome di campagna nei pressi di Cacitti [Kaciti] (A. Scocchi, P.Or." 7, 1937, p. 552), a prescin-dere, poi, delle varié Braida,Braide, Braidizza ecc. che si PF> 2 Cfr. D. Olivieri, Toponomástica veneta (Venezia-Roma 1961) p. 107 ^ Su Braida in Friuli v. Prau, Elem. long, cit., p..., su Braida nei resto d^Italia Sabatini, o.c., p. 164 s. 89 trovano un pox dovunque in Istria, nel Fiumano e fin nelle iso- 28 * le liburniche. Sennonchfe braida, -e e appellativo del friu- lano (ed anche del tergestino del Mainati: Dial.I: "vag in braida") e sarebbe ingenuo - come giá accermato - collegare tale toponimo direttamente col longob. BRAIDA; quindi Si tratta di toponimo da appellativo friulano o friulaneggiante, tipico delle paríate neolatine locali, o di uno slov. (anche cr.) 29 * brajda, prestito dal friulano ' e, per le paríate piu penfe- riche, di toponimo da un vero e proprio "Wanderwort". Per FINAIDA, data la sua forte caratterizzazione, anche areale, il discorso sará lievemente diverso. Per la nostra zona ricor-rono due esempi, un Feneda (Fenejda) nei pressi di Prebenico (Tržaško ozemlje cit., p. 15, G 8) e un Finida (altro "Flurnamen") nei pressi di Obrovo (Kolarič, in "Disputationes ad Montium Vocabula", III p. 284). Corneé noto, la base FINAIDA é un incrocio di long. S(I)NAIDA (cfr. aat. snidan "tagliare") "tacca, segno, segno di confine" con lat. FINIS; mentre gli esiti di S(I)NAIDA sono sparsi un po' dovunque nell^Italia Settentrionale,^ FINAIDA I piú circoscritto ed e attestato solo in Friuli, nella nostra zona, in Istria e nell"Italia Mean ridionale, si direbbe in zone soggette allxinflusso bizantino oltre che longobardo (Istria, Puglie, Basilicata) o in pros- 28 29 30 Cfr. G.Gravisi, "P.Istr." 8 (1910) suppl. p. 33 Bezlaj, o.e., sv. br&jda. Per S(l)NAIDA cfr. friul. Sineta e crem. Sinaido (a. 913, 964), Frau, Elem.long.cit., p. 176. Per FINAIDA cfr. nuovamente friul. Eeneda (Frau Elem.long, p. 176), nonché molis., luc, calabr. Fináita, Fenaita, su cui v. Sabatini, o.c.,pp. 195-198 e G.B.Pellegrini in "Sag-gi di lingüistica Italiana" (Bari 1975) pp. 335-337« 90 simitá di esse (Friuli, Molise)% in un certo senso puo definir-si toponimo abbastanza caratterizzante. Infine, non si dimenti-chi, FINAIDA, fineda (anche finida, che e un fineda che ha súbito lxinflusso di FINIRE) in Istria ha anche valore di appella-tivo: "campo ai confxni del paese". Quanto a Gias, si tratta di un derivato dal termine longobardo GAHAGI "recinto" e poi "bosco recintato": deriva anchxesso, come Braida e Fineda,da un appellativo dialettale, pero da gran tempo caduto in disuso e dal quale dipendono i toponimi tipo Gaggio, Gazzo e Gaso, Cafaggio ecc. attestati un po" dovunque, anche in Toscana e nell^Italia Meridionale,^ la cui area di diffusione coincide esattamente con i limiti della dominazione longobarda. Voce, piú che dialettale, del linguaggio giuridico, caduta in desuetudine con l^abbandono di determinati tipi di proprietá, caratteristici del periodo longobardo (quindi sullo stesso piano di gualdo, di wizza, di blahha, di FABULA ed altri). Ad ogni modo Gias é forma friulaneggiante e impiegata solo un paio di volte nella nostra area, come denominazione di localitá della Valle di MoccS (Trieste), con attestazioni a partiré áal 1327 (Gasium: ma giá nel 1413 Gias_j_ nel 1459 Jas) e come denominazione di localitá del Muggesano, Gasi¿ (J. Cavalli "Arch. Tr." 19, 1894, p. 110). Da un friul. antico gas(o), con ga- non ancora palatalizzato, potrebbero derivare anche mugg. Gasel (Punta Gasel é pressappoco l%attuale Punta Grossa), con attestazioni a partiré dallsa. 1072 e anche mugg. e capod. Gasón (in quel di Muggia denominazione del tratto di costa tra Aquilinia e Stramare; nel Capodistriano nome di un villaggio nel distretto di Monte), a meno che non siano da riallacciare, piuttosto, alia base CASA, con sorda iniziale lenita, come capita assai spesso Cfr. E.Rosamani, Vocabolario giuliano (Bologna 1958) s.v. Per il tipo GAHAGI v. da ultimo L.Söll, Die Bezeichnungen für den Wald in den Romanischen Sprachen (München 1967) p. 225. 91 nei nostri dialetti (cfr. friul. giave "cava"). Ci restaño, ora, da esaminare solo quattro tipi toponimici (per un insieme di altrettante denominazioni): manco a dire sono, do-po Gias e Pineda,gli esempi più probanti per il nost.ro assunto. Essi sono Gualdi (i-), Monte Re, Prelaser e Prevalió. Ad essi avrei aggiunto volentieri anche Romagna,sennonchê esso offre il fianco a qualche incertezza. Romagna (prima attestazione a. 1360 Romania) ê una località suburbana di Trieste nelle vicinanze délia già citata collina di Scorcola, già sede del castello Sempre Vinegia, fatto costruire dai Veneziani nel 1280: già per questo motivo si deve escludere, diversamente da quanto afferma il Cra-tey, Perigrafia p. 233 (seguito pedissequamente da Lowenthal, Generini ecc.), che Romagna sia stato un nome imposto dai Veneziani. Pero, anche se non fossimo edotti dell"esistenza della denominazione Sempre Vinegia, resterebbe incomprensibile comun-que una denominazione Romagna da parte dei Veneziani: a che cosa essa avrebbe potuto alludere? Dunque Romagna è nome epicorico e come tale va spiegato o come tratto da gr.biz. 'Pcouavía , ad es. in ricordo degli appostamenti militari del numerus bizantino di stanza a Trieste, oppure un derivato da long. ARIMANNIA. Poiché nelle vicinanze troviamo un "nido" toponomástico comportante altri nomi alludenti a insediamenti barbarici (Baocigodia-, Scorcola e, forse, anche Guardiella), non è improbabile che Romagna presupponga ARIMANNIA, anzichê R0MA.NIA. Ma la certezza non e assoluta, anche se si puo considerare valido il raffronto con il Fondo Romagna, nei pressi di Pinguente [Buizet] , in corri-spondenza o quasi ad un insediamento barbarico archeologicamen-te accertato (quindi da ARIMANNXA, cfr. Tagliaferri in "Anti-chità Alto-Adriatiche" II Aquileia e l*lstria, Udine 1972, p. 287 s.), con il Monte Armagna presso Portole (a. 1272 "monti di Armagna") su cui v. Vesnaver Portole p. 17 n. 8 e p. 42, nonchê con gli altri Romagna, et similia, di altre regioni ita-liane.^ Per gli esiti di ARIMANNIA nel veneto cfr. Olivieri, o.c., p. 121, nel Friuli Frau, Elem.long., p. 173. 92 Gualdi (i Gualdi), anche Walti, Waldi, Vualti, è nome generico (coronimo) che designava tutta la regione boscosa o adibita a pascolo o costituita da landa carsica (quindi non coltivata o poco coltivata) che si estendeva dall^Isonzo e Vipacco a Postu-mia, Primano [prem] e Castelnuovo. L^esempio più illuminante è quello del 1358: "De declaratione Vualti et Lisoncii, Vualti intelligatur a Castro Novo a Castro Primi a Castro Vipachi usque ad Lisoncium citra versus Tergestum" (a. 1421 "Intelligan-tur autem Valti a Castro Novo a Castro Primi et a Castro Pos-toniae et a Castro Vipagi usque ad Lisontium et" citra versus Tergestum"), ma ne esistono anche altri più antichi (a. 1232, Cavalli Trieste ^400, p. 205). Si tratta del tipo lessicale long. WALD "bosco" (in origine "terreno non coltivato") che caratt'erizza ampiamente la toponomástica dellxItalia Settent-rionale (Friuli compreso) e peninsulare. il nostro Vualt, in-sieme a qualche testimonianza istriana^^, rappresenta .l^estre-mo limite nord-orientale di diffusione del toponimo e si ri-copre, dunque, molto bene con l%area délia conquista longobarda. Al medesimo tipo risale anche il toponimo Prevalió. Il nome di questo valico e relativo abitato, che in sloveno ha tutt*altra denominazione (Razdrto, talora italianizzato in Resderta, letter. "luogo desolato, desertico") non è che un long. WALD pre-ceduto da'un pre- riduzione di un antico PETRAE. .(dunque Prevalió "la parte più impervia, più aspra del territorio chiamato i Val-di", quindi comportante il medesimo concetto espresso, in definitiva, dal toponimo sloveno Razdrto). Forme consimili, tratte cioê da PETRAE-WALD- le incontriamo anche altrove (ad es. in Basilicata: a. 1278 Petreguallo e Pietragalla), il che conferma la giustezza dell^etimo. L^attestazione più antica del toponimo è Prewalt in vm urbario dell%a. 1200 (Kos Slov.Urb. III, 2, 1954, Per il tipo WALD, Gualdo v. Solí o.c. Da WALD anche il topon. istriano Walta (a. 1177 ss., nome antico di Villa Pa-dova (o Cáschierga) . 93 p. 107)» accanto ad. un Prewal (ib. p. 108), indi abbiamo Pre-wajld a. 1561 (carta geogr. in Cucagna-Schiffrer p. 120), Fre-wald a. 1749 e Prebold (a. 1779). L^etimo da WALD è stato sug-gerito già dal Kandier (Misure in altezza p. 202), che avrà, magari, pensato alla voce tedesca Wald; certo è comunque che tale omofonia avrâ anche fatta la fortuna délia denominazione, conservándola attraverso il tempo, denominazione inoltre, che non ha nulla a che vedere coi toponimi d>origine slovena tipo Prevala (si rammenti la Sella Prevala sotto il Canin), che traggona1 invece, origine- da un slov. diai. prevalga "die geneigte Fläche" (Kranzmayer, Kärntnisch. Ortsnamenbuch, III s.v.). Con i Gualdi e con Prevalió siamo ormai giunti sotto il Monte Re. Quasi inutile, perciS, ricordare che questo oronimo è te-stimonianza diretta della presenza dei Longobardi nel nostro territorio. Ev noto 1^episodio narratoci da Paolo Macono (Hist. Langob. II, 8),secondö il quäle il re Alboino, prima di scendere in Italia-, volle accertarsi dell*estensione e ubertosità delle sue pianure salendo in cima a cotesto monte.' Paolo Diácono, contemporáneamente, ci dà anche la prima testimonianza del nome, Mona Regís, da cui provengono l"attuale Monte Se (il nome slov. Nanos è di origine molto oscura) e, con lievi variant i Monta Reggio o Monte Regio, che si legge qua e là in autori piû tardi (ad es. in Ireneo della Croce, p. 529). Il Kandier ("L*Istria" IV f. 17-18) accenna anche a un (sec. XIV) mons de Reyn (ma non dice di piû). Ora, al racconto fattone dal Diácono si potrebbe anche non credere del tutto ed ipotizzare ad es. che Mona Régis preesistesse all"ascensione fattane da Alboino e che significasse qualcosa come "monte assai élevato, quasi il re di tutti i monti adiacenti" (e questo soprattutto se confrontato con la denominazione prelatina del medesimo, Mons Ocra, con un Sulla veridicità di questo episodio v. da ultimo L.Bosio in "Atti del Conevegno di Studi Long" cit., pp. 155-164. 94 Oera da x.e. ok r "appuntito, aguzzo", anche "prominente") Sennonché resta il fatto che nella sua denominazione o reinter-pretazione della sua denominazione permanga il ricordo di un fatto assai puntuale della storia dei Longobardi al momento della loro discesa in Italia, poco prima delle devastazioni da essi compiute ai danni di Trieste e della costa settentrionale istria-na, nonché dell^impiego di un termine dell%época "quasi" técnico, rex, come designazione, appunto, del sovrano longobardo (quello bizantino ha, invece, il titólo di PaatXeúe). Infine, esiste a Trieste un toponimo assai caratteristico e re-stato per molto tempo oscuro,Prelaser, nome di una contrada della cittá, ricordato ancor oggi nel nome di una via. Le testimo-nianze incominciano a partiré dall^a. 1350 e la forma rimane sem-pre la stessa. E* stato mérito di G. Pinguentini ("Arch.Triest." 14-15, 194-8, p. ^73 s.) di aver collegato cotesto Prelaser con il tipo PERIIASIUM^ indicante un certo tipo di edificio pubblico circolare (teatro? anfiteatro?) in varié cittá d^Italia (Bergamo, Firenze, Spoleto), solo che di cotesto PERIIASIUM non si riusci-va a daré unsetimologia soddisfacente (nonostante gli sforzi con-giunti dell^Olivieri, del Gualazzini ed altri). Solo recentemen-te G. Arcamone (Reflexe p. 53) § riuscita a dimostrare che tose. Parlascio(e, naturalmente, tutte le altre voci affini) trae origine da un long. BA.ERI-LA.IKA, letter. "luogo dove si assiste a combattimenti di orsi", étimo che soddisfa tutte le nostre esi-genze, comprese quelle areali, in quanto PERIIASIUM e derivati rientrano tutti nell%area della conquista longobarda. M. Doria, Alia ricerca di toponimi prelatini nel Carso, Trieste 1971, p. 17« 95 POSTSCRIPTUM II presente articolo era giá in corso di composizione quando ho avuto a disposizione i seguenti nuovi dati (che non alte-rano, bensi rendono piü puntuali i risultati qui sopra esposti): 1. A proposito di triest. Guardiella, 1%étimo da longob. (o got.) WARDA S assicurato in virtu di una forma, Vardella_ delira. 1448 e di ion Vuardel del 1484, cui si possono ri-attaccare le forme slovene piü recenti tipo Yrdelj, Vrdelja, Yrdela e simm. 2. A proposito di Feneda, toponimi di questo tipo (Finaita) sono attestati anche in Sicilia (sia nella sua sezione Orientale che in quella occidentale), v. la communicazione di G. Caracausi, Stratificazione lingüistica in Sicilia alia luce dei dati toponomastici, letta in occasione del Convegno della Societá Lingüistica di Glottologia, svoltosi a Belluno dal 31 marzo al 2 aprile 1980. Secondo il relatora, i toponimi del tipo Finaita, alio stesso modo dei toponimi Braida e Gaggio, testimoniano, per la Sicilia, un%infiltrazione longobarda tardiva, effettuatasi dopo il crollo del Regno Normanno e partente dalla Calabria. 3. Un elemento longobardo molto interessante, in quanto assai prossimo all^area da noi presa in considerazione, é quasi certamente lvidronimo Yipacco (si. Vipava, ted. Wipach), se esso ha per base un longob. antico (senza seconda Lautverschiebung) *WIPPA "confine", alternante col piü noto WIPPA, o anche lo stesso WIPFA con -P- passato in slov. regolarmente a (cfr. Plomin lat. achates > gr. achates (po reki Achates v južni Siciliji, v kateri so baje najprej našli ahat); 2. ak&cija ž; "trnato drevo ali grm", SSKJ I 17% akacija ž, Plet. I 3", ta oblika kaže na izposoditev iz nem. Akazie ž, medtem ko oblike gacja, gac, rkacija bolj verjetno bazirajo na beneško-tržaških oblikah acazia, gagia; iz gr. akakia (k ake "konica, ost") , ki pa je verjetno - kot rastlina sama -egipčanskega porekla; M. Pleteršnik, Slovensko-nemški slovar I-II, Ljubljana 1894-1895. H. Megiser - J. Štabej, Slovensko-latinski-nemški slovar, SAZU, Ljubljana 1977» P° katerem tu navajamo grecizme in ki je prirejen iz Megiserjevega slovarja Thesaurus poly-glotus, izdanega leta 1603 v Frankfurtu ob Maini. Slovar slovenskega knjižnega jezika, SAZU, I-III, Ljubljana 1970-1979- 101 3. akademija ž* "najvišja znanstvena in umetniška ustanova, šola višje ali najvišje stopnje* slavnostna prireditev s kulturnim sporedom", SSKJ I 13% akademija "višje učilišče ali učenjaško društvo", Plet. I 3% iz nem. Akademie ž > lat. academia > gr. akademeia (po parku, posvečenem spominu heroja Akadema, kjer je učil Platon)* 4. alabáster m* "mehka prosojna kamnina za izdelovanje okrasnih predmetov", SSKJ I 25* alabaster, Plet. I 3% iz nem. Alabaster m > lat. alabastrum > gr. alabastros,-on, po imenu mesta Alabastron v Gornjem Egiptu* beseda je orientalskega porekla. Skok, Etimologijski rječnik hrvatskoga ili srpskoga jezika, I - IV, Zagreb 1950, jo (v I 23) beleži za 16. stol.: ala-bastar ter jo izvaja iz staroit. alabastro* alkimija ž* "(v srednjem veku) veda, ki je poskušala spremeniti nežlahtne kovine v zlato in srebro", SSKJ I 29* alkemija, alkimija, alhimija, Plet. I 3» iz nem. Alchimie ž - franc. alquemia že v 13. stol. - < srlat. alchemia > arabsko alkimija "kemija" >bizant. gr. chimeia "mešanje"* ftlrcftTifth m* "publikacija s prispevki več avtorjev", SSKJ I 30* almanah "poučen, zabaven letnik", Plet. I 3% iz nem. Almanach m > lat. almanachus (zabeleženo leta 1276), ki najbrž prihaja iz gr. al(e)menichiaka "lunine faze", s pomenom "egipčanski koledarji" pri Evzebiju (3. stol.)* 7. žlmožna ž* "(zastarelo) miloščina", SSKJ.I 30; almožen, -žna m, Meg 3\ čilmožna. "miloščina", Plet. I 4* stara izposojenka iz stvn. almuosan, srvn. almousen (mm. Almo s en s) > kršč. lat. eleemosyna > gr. eleemosyne "miloščina"* Skok, o.c., I 489, beleži za hrvaščino ljudsko obliko almužno (15. - 16. stol.)< sev.-ital. (Oglej)> alemosina in učeno obliko ele-mozina (18. stol.)* oblike z začetnim Sr^ so nastale ali pod vplivom lat. glagola alere (rediti, hraniti) ali po disimi-laciji e - e > a - e, prim. tudi starofranc. almosne.(mod. aumžne), provansal. almosna, angl. alms* glej Bezlaj, Etimološki slovar slovenskega jezika, I 4* 102 8. ambržzija ž; "(v grški mitologiji) hrana, ki daje bogovom mladost in nesmrtnost, fig slastna hrana", SSKJ I 34; ambroži ja ž, Plet. I 4; učena izposojenka najverjetneje iz nem. Ambrosia ž (tudi it. ambrosia. 14. stol.) < lat. ambrosia < gr. ambrosios, od ambrotos "nesmrten"; iz gr. ambrosios prihaja po Skoku, o.e., I 34, hrv. Ambros, Ambrož (14. stol.), Ambrož (16. stol.) - slov. Ambrož, Ambrožič - ter tudi kaj-kavski priimek BrSz (15. stol.), Brozič, Brozovic itd.; 9. ametlst m; "poldrag kamen vijoličaste barve", SSKJ I 36; amethist, Meg. 4; ametist m, Plet. I 4; iz nem. Amethyst m -franc, améthyste v 12. stol. - < lat. amethystus < gr. amethystos (privativni prefiks a "ne" + methyein "opijaniti se, biti pijan")% kamen je veljal za talisman proti pijanosti; verjetno sorodno s"slov. medica, nem. Metj 10. amnestija ž; "delna ali popolna oprostitev kazni, ki jo da najvišja oblast skupinam obsojencev", SSKJ I 37% amnestija "splošno pomiloščenje", Plet. I 4; učena izposojenka iz nem. Amnestie ž (17. stol.) (franc, amnistie, 16. stol.) vulg. lat. apotheca < gr. apotheke (apo "od, proč" + tithenai "položiti, shraniti"); gl. tudi botega-, 21. ara ž-, "znesek, ki se plača naprej kot dokaz, da je pogodba sklenjena", SSKJ I 58; ara, Plet. I 6; izposojeno morda bolj verjetno iz it. arra kot pa iz bav-avstr. arr ž, kar navaja Pleteršnik; oboje iz lat. arrha, skrčena oblika za gr. arrhabo, -onis semitskega porekla; beseda je znana tudi v prov., špan., port», katal. in francoščini (arrhes, v 12. stol. erres); EEW^ 665 arra "Angeld" nadav; 22. ârriika "zdravilna gorska rastlina z rumenimi Cveti, ostrega vonja", SSKJ I 65; arnika (arnica montana), Plet. I 6% iz nem. Arnika ž, verjetno iz franc, arnica (montana)< gr. arnos "jagnje", torej "ovčja zel", kot misli Wahrig, Deutsches Wörterbuch (1968), kol. 439, ali pa iz verjetno spremenjene latinske oblike ptarmica "zelišče, ki povzroči kihanje" < gr. ptarein "kihniti", kot domneva Dauzat, Dictionnaire étymologique de la langue française (1938), p. 48; 23. ar6ma ž; "prijeten, plemenit vonj", SSKJ I 65; aroma "prijetna dišava", Plet. I 6; iz nem. Aroma s - franc, arome v 12. stol. - < lat. aroma,-atis, aromatum < gr. aroma "dišava"; Skok, o.e., I 63, beleži aromato za 14. stol.% 24. arzênik m; "zelo strupen bel prah brez okusa, mišnica", SSKJ I 67; arsenik, arzenik, Plet. I 6-, iz nem. Arsenik s -franc, arsenic v 13. stol. - < lat. arsenicum < gr. arseni-kon "moški"; Wahrig, o.e., kol. 2630, dopušča tudi možnost arabskega porekla: arab. sernik "rumena, strupena mineralna barva" (zmes arzenovega trioksida in arzenovega sulfida)-, 105 25. asf< nu "zmes bitumena in peska za asfaltiranje", SSKJ I 67; asfalt "zemeljska smola", Plet. I 7; iz nem. Asphalt m -franc, asphalte v 12. stol. - lat. bambacium (12. stol.), banbasia (14-. stol.) > biz. gr. bambaki(on), ki temelji na perzijski besedi pSnbgk, pambuk; tudi za hrv. bumbazlna, bumbažlna navaja Skok, o.c., I 235» izvor v it.-ben. bombagina; glej Bezlaj, o.c., I 35% botéga ž; '.'manjša trgovina, trgovinica" (nar. primorsko), SSKJ I 177; iz it. bottega < gr. apothêkê; franc, boutique v 14. stoletju; 108 42. bfirja ž; "močen sev.-vzh. veter", SSKJ I 226-, buri a, Nort Ost-wind,° boreas, aquilo, Meg. 12; burja, der Nordwind, Plet I 72; Skok, o.c., I 238 (bura) smatra besedo za vse-slovansko iz praslovanske dobe s pomenom "vihar, zli veter", ki je v jadranskem področju dobila pomen severovzhodnik in sever, kar se krije z it. bora < gr. boreas; Slovenci smo morda vendarle verjetneje besedo dobili iz it. (ben.-trž.) bora < lat. boreas < gr. boržas "severni veter"; več glej Bezlaj, o.c., I 54; 43. cždra ž; "vedno zeleno, macesnu podobno drevo s trpežnim lesom", SSKJ I 234; ceder, cedrovu drevu, Cederbaum, Meg. 13; cedra, ceder, die Zeder, Plet. I 245; iz srvn. Zeder - franc. cždre v 12. stol. - < lat. cedrus < gr. kedros; prvi vir je hebr. katar; Skok, o.c., I 245, besedo -kot latinizem - beleži za 16. stol.; 44. cžnter m; "središče, sredina itd.", SSKJ I 240; Pleteršnik besede ne navaja, ima pa izvedenke centrala, centralen, centralizacija; iz nem Zentrum s < lat. centrum < gr. kentron "bodica, fig, vbod šestila, središče kroga"; Skok besedo centar beleži za 18. stol.; 45. cžrkev ž; "stavba, namenjena za krščansko bogoslužje", SSKJ I 245; u cirkuvah, Briž. spom. II 35/36; zerkou, cirkou, Meg. 15; cerkev, Plet. I 80; zelo stara izposojenka slovenske krščanske terminologije iz gr. kyri(a)ke, srgr. Kyrikon "božja hiša" (kyriakon "pripadajoč Gospodu", kyrios "Gospod"); mislijo predvsem na germansko, nemško posredovanje: gr. kirika >stvn. chirihhe, nvn. Kirche; Skok, o.c., I 275, P3. ugotavlja, da se slovenski -er- v besedi cerkev ne more pojasniti iz nemščine, temveč iz grškega £ > e., in Bezlaj, o.c., I 62, pravi, da bi začetni nerazložljivi _c slovenske besede dal sklepati na učen polatinjeni izgovor grške besede (t.j. cir(i)ka); ti mnenji bi nam zbudili domnevo, da so morda tisti Slovenci, ki so se naselili v jugozahodnem delu današnjega slovenskega ozemlja, t.j. na območju tedanje vzhodnorimske, bizantinske države in bizantinske 109 (grške) Cerkve, oziroma točneje povedano, oglejskega patriar-hata (od leta 537 do leta 789) že pri sprejemanju krščanstva (nekako z začetkom 7« stoletja) dobili besedo cerkev od tamošnjih že pokristjanjenih romanskih prebivalcev, ki so grško besedo kirike - prinesli pa so jo tja bizantinski (grški) misijonarji - izgovarjali z začetnim £ (=ts), ne pa s k pred sledečim i-, prim. slovenski toponim Logatec < lat. lok. Longatici, (tudi pred e) Oelj.e < Celeia. (Palataliza-cija klas. lat. o (v izgovoru vedno k!) pred i. in £ je konec 6. stoletja že dosegla stopnjo c "(= ts) ; seveda bi za zanesljivejšo presojo te naše domneve bile potrebne dodatne raziskave; 46. cigžn m; "pripadnik iz Indije priseljenega ljudstva, navadno brez stalnega bivališča", SSKJ I 250% pri Trubarju beremo ziganery < nem. Zigeuner; cigan, der Zigeuner, Plet. I 182* srbhr. ciganin beleži Skok, o.c., I 261, kot priimek (Cigan Nicolaus) za leto 1378; srlat, cingarius; vse te oblike (kot tudi franc. cigain v 15. stol.) prihajajo iz srgr. tstganos, atslgganos, morda po imenu bizantinske verske sekte athlg-ganaii ti nomadi so iz Azije prišli najprej na Balkan, kjer so še danes najbolj številno zastopani, se v 15. stol. razkropili po Evropi, prim. še it. zingaro,.port. cigano, a angl. gipsy in šp0 gitano pomeni Egipčan; sami se Cigani imenujejo Romi; 47. cik6rij a ž; "rastlina z modrimi cveti, kavin nadomestek iz korenin te rastline", SSKJ I 252; cikorija, die Zichorie, Plet. I 83; iz bav.-avstr. Zikori (16. stol.) < srlat. cichorea < gr. kikhorion; glej Bezla.j, o.c., I 64; Stried-ter-Temps, o.c», 102; 48. cima ž; "zeleni del rastlin, ki imajo užitne gomolje", SSKJ I 253; cima, Plet. I 83; verjetno iz it..cima < lat. cyma, cima< gr. kyma; glej Bezlaj, o.c., I 64; 49. cimbale ž mn.; "glasbilo iz dveh kovinskih skodelic, ki se držita v rokah in se udarjata druga ob drugo", SSKJ I 253; 110 cimbale, die Zymbal, Plet. I 83; iz nem, Zymbal s, stvn. zymbala < lat. cymbalum < gr. kymbalon "ploščata skleda"; Skok, o.e., I 265, beleži cimbal m (Dubrovnik) za 16. stol.; 50. cimet m; "posušeno lubje cimetovca, uporabljano kot dišava", SSKJ I 253; cimarint, nem. Zlmmetrind (lat. cinnamum), Meg. 15; cimet m, sladka skorjica, Plet. I 63; iz nem* Zimt m < srvn. zimmet, zinmen(t), zinemin < stvn. sinamin < lat. cinnamum < gr. kinnamon (hebr. quirmamon < mal. kayumanis (kayu "les" + manis "sladek"); 51. cinžber m; "rudnina, živosrebrni sulfid, opekasto rdeče barve", SSKJ I 256; cinober, zinober, Meg. 15; cinober, Plet. I 84; iz nem. Zinnober m - franc, cinabre v 13. stol. -< srlat. cinnabrium < gr. kinn&bari < perz. šftnggr "minij"; glej Bezlaj, o.e., I 65; 52. cintor m; "(v prekmurskem narečju) pokopališče", SSKJ I 256; iz madžar. cinterem "pokopališče" < lat. coemeterium (Ter-tulijan, 3» stol.) < gr. koimêtêrion "kraj za spanje"; srb-hrv. cimiter, -tar, -tor; glej Bezlaj, o.e., I 65; 53. ciprêsa ž; "sredozemsko iglasto drevo stožčaste ali pirami-daste oblike", SSKJ I 256; cipreshovu drevu, Meg. 15; cipres, ciprêsa, Plet. I 84; iz nem. Zypresse ž - franc, cyprès v 12. stol. - < srlat. cypressus < lat. cupressus < gr. kyparissos; vzeto iz nekega maloazijskega jezika; 54. cltre ž mn.; "glasbilo trapezaste oblike s strunami, na katere se brenka", SSKJ I 259; citre, die Zyther, Plet. I 85; iz nem. Zither ž < stvn. cithara, zitera - franc, cithare v 14. stol. - < lat. cithara < gr. kithara < perz. sihtar; iz gr. kithara je it chitarra, šp. guitarra > franc, guitare>nem. Guitarre > slov. kitara; 55. citržna ž; "limona", SSKJ I 259; citronovu drevu, Citron-baum, Meg. 15; citrona, die Zitrone, Plet. I 85; iz nem. Zitrone ž < it. citrone < gr. kedromelon, h kedros "cedra" (iz tega verjetno lat. citrus "citronovo drevo") + melon "jabolko"; Skok, o.c^, I 269, navaja četrOn, čžtrum, četron 111 za 15. stol. ter oblike izvaja iz it. cedro < lat. citrus < gr. kedros + -one > un; za obliko citrona pravi, da je nastala po nemški obliki Zitrone ž; 56. c6l m; "(zastarelo) mitnina, carina", SSKJ I 263; col, Zoll, Meg. 15; ç8l, die Zollgebühr, der Zoll, Plet. I 86; stara izposojenka (toponim Gol pri Ajdovščini!) iz srvn. zoll, nvn. Zoll m (mitnina); iz lat. teloneum, vulg. lat. toloneum, *tolum (4. stol.) < gr. telos "cilj, konec, končno plačilo", teloneion "mitnica"; tudi izvedenka čolnar "mitničar"< nem. Zöllner < tolonarius se beleži v slov. in hrv. že v 16. stol.; EEW5 8622; Kluge7 509; Bezlaj, o.e., I 67; 57. delfin m; "ribi podoben morski sesalec z velikim kljunastim gobcem"; delfin (=pliskavka), der Delphin, Plet. I 130; iz nem. Delphin m arab. hindab* glej Bezlaj, o.e., I 125% Skok, o.e., I 492, beleži besedo endivija za 17. stol.* Corominas (Diccionario critico etimológico de la lengua castellana, II 267, Berna 1954-1957) pogrešno besedo izvaja iz arabščine, iz katere bi bila prišla na Iberski polotok -tu prvi zapis leta 1457 - in od tod v romanske jezike; 68. evangélij m* "vsak od štirih biblijskih opisov Kristusovega življenja, dela in nauka* Kristusov nauk, krščanska vera", SSKJ I 605% evangelij, das Evangelium, Plet. I 197% iz kršč. lat. evangelium (3. stoletje, Tertulijan)< gr. euaggélion "dobra, razveseljiva vest, blagovest" (eu "dober" + aggelion "vest", od ággelos "angel")-, Skok, o.e., I 498, jo za hrv. beleži za 16. stol.% 69. fantazija ž% "prosto kombiniranje misli in predstav, domišljija", SSKJ I 615% fantazija, "zmožnost domišljevanja, domišljena reč", Plet. I 198% iz nem. Phantasie ž - franc. fantaisie v 12. stol. - < lat. phantasia < gr. phantasia "pojavljenje, prikazen", širše "domišljija"*, Skok, o.e., I 505, beleži besedo fantazija za 16. stol.% 70. farizéj m% "pri starih Judih pripadnik verske sekte, ki je pretirano strogo razlagala verske predpise* hinavec, lice-merec", SSKJ I 617% farjzej(ec), der Pharisäer, Plet. I 199% Skok beleži farizej za 15. stol. < it. fariseo; iz kršč.. lat» phariseus (3. stol., Tertulijan) < gr. phari-saios, izposojeno iz armejske besede parsehi ali perishaiya "ločeni", ime neke judovske sekte% 71. fazžn m% "velika ptica s pisanim perjem in dolgim repom", SSKJ I 620% fasian, Easan, Meg. 32* fazan, Plet. I 199% 114 iz nem. ffasan m < srvn. fasan < franc, faisan < lat. fa-si anus > gr. phasianos (omos), ptica imenovana po mestu Phasis na vzhodni obali Črnega morja (v Kolhidi)% 72. fêniks m-, "ptič, ki se je vsakih petsto let sežgal in se znova rodil", SSKJ I 622-, pri Prešernu beremo fenis; verjetno iz nem. PhSnix m - franc, phénix v 12. stol. - < lat. phoenix < gr. phoinix "škrlat" (ki je najprej prišel v rabo pri Feničanih)% Skok, o.c., I 511» omenja feniks za 16. in 18. stol.*, prvotni pomen: "kar prihaja iz Fenicije"% figurativna raba s 16. stoletjem*, 75. filister m% "samozadovoljen, v mišljenju in dejanju omejen človek", SSKJ I 629% filister "človek omejen v mišljenju in dejanju, der Philister", Plet. I 200% iz nem. Philister m (Goethejeva beseda 177^) "oseba, zelo predana tradicijam"% Skok, o.c., I 516, jo izvaja iz biblijskega etnika Filistei "Prebivalci Kanaana" > hebr. Pelišti (od tod horonim Palestina) ¡> Filistej iz lat. Philistaeus < gr. philistaios% -aeus se je zamenjal z nenaglašeno pripono -er, hrv. filištar% Wahrig, o.c., kol. 2717» pa besedo izvaja iz hebr. Pelistim, pravzaprav "priseljenec", k hebr. palasch "seliti se, potovati" % 74. galéja ž% "(v srednjem veku) vojna ali trgovska ladja na vesla", SSKJ I 666% galeja, Meg. 36% galeja, die Galeere, Plet. I 206% iz it. galêa < biz. gr. galaia, verjetno ilirsko% k temu galjSt "veslač na galeji" < ben. galioto% Skok, o.c., I 5^7» beleži gàlija za 16. stol. v Dubrovniku ter galija v 15. in 16. stol.% glej Bezlaj, o.c., I 137% 75. golida ž% "posoda za molžo", SSKJ I 715% golida, die Gelte, die Melkgelte, Plet. I 227% izposojeno preko stfurl. galeda (novofurl. gialede) ali istrorom. galeda, galida < lat. galleta (v 11. stol. v Dalmaciji)% Skok misli, da je v balkansko latinščino ter v Oglej prišla iz gr. akuzativa gulida, od gaulis, gen. -Idos, morda egejskega porekla% glej Bezlaj, o.c., I 158% REW^ 3656% 115 76. géndola ž; "dolg, ozek čoln z močnimi krivinami na koncih, ki se rabi v Benetkah", SSKJ I 720} gondola, benečanski čoln, die Gondel, Plet. I 213% Skok, o.e., I 589, izvaja hrv. góndola "plitka ladica" iz istrorom. gSngola "gugal-nica" (nem. Schaukel)% morda bi prej mislili, da gre za izposojenko iz ben. gondola^ že leta 1094 beremo lat. obliko gondulam, leta 1229 gundolam, leta 1255 gondolam. Izvor te besede je bil predmet številnih raziskav, ki kažejo, da gre zelo verjetno za nekoliko spremenjeno obliko besede condura < gr. kondoura "genus navigii apud Chroatos", kot jo omenja Konstantin Porfirogenet v 10. stol.*, beseda bi bila prišla preko Dalmacije v Benetke, glej Cortelazzo, o.e., 71% 77« hijacint m; "1. bot,, knjiž. hijacinta; 2. min poldrag kamen oranžne barve", SSKJ I 797v jacint, -a m (jazinth), nem. Hiacinth, Meg. 51% hijacint, die Hyacinthe, Plet. I 266% verjetno preko nem. Hyazinthe ž < lat. hyacinthus (> it. giacinto)< gr. hyakinthos "(vijoličasta) perunika", po Hyâkinthosu, mitološki osebi, ki jo je Apolo spremenil v cvetlico% 78. hijêna ž; "afriška ali azijska zver, ki se hrani z mrhovino; fig, grabežljiv, izkoriščevalski, brezobziren človek", SSKJ I 797% hijêna, Plet. I 266-, preko nem. Hy8ne ž iz lat. hyaena < gr. fayaina, k hys "prešič" zaradi ščetinastega hrbta; 79» horizžnt m% "del zemeljskega površja, ki se vidi s točke opazovanja; obseg izobrazbe, znanja", SSKJ I 276; horizont, obzor, der Horizont, Plet. I 276% iz nem. Horizont m -franc, horizon leta 1372 - < lat. horizon < gr. horizon (kyklos) "omejujoči krog" (horizein "omejevati" + kyklos "krog"); 80. jžnež m; "enoletna vrtna zdravilna ali začimbna rastlina z belimi.cveti v kobulih.ali njeno dišeče seme", SSKJ II 204; janesh, Meg. 51; janež, der Anis (Pimpinella anisum), Plet. I 358; iz gr. žnneson; prej kot na nemško posredovanje 116 (Anis m) bi zaradi zvenečega _ž mislili na beneški (-tržaški) medij: ben. žnese (izg. §neže) (it. žnice); beseda je že v 13. stol. prišla v beneščino z grškim akcentom na prvem zlogu - medtem ko imamo v franc. anis, šp. anís naglas na zadnjem zlogu - , ker gre pač za zgodaj uvoženi proizvod z Jutrovega v Benetke; začetni ¿ v slovenski besedi razlaga Bezlaj, o.c«, I 219, z naslonitvijo na antroponim Janež, a morda imamo opravka s protetičnim kot npr. v besedi jarbol (pri Dalmatinu) "malus, arbor navis", t.j. jambor < lat. arbor; prim. tudi jastog spodaj!). Domneva, ki jo postavlja Stedter^-Temps, o.c., 139, d-a bi janež prihajal iz vnem. oblike čneis ter bil privzet že proti koncu 12. stoletja - torej prej kot v beneščino - je težko sprejemljiva; tudi Kluge, o.c., 18, beleži nemško.obliko Anis < lat. anisum šele za 16. stol., medtem ko Wahrig, o.c., kol. 384, izvaja srvn. Anis iz franc. anis (13. stol.); DEI (= Dizionario Etimologico Italiano, Firenze 1950) I 178, 207 navaja italijanski obliki žnace, žnice, žal brez razlage; 81. j&stog m; "velik morski rak z zelo okusnim mesom", SSKJ II 209; jastog, der Hummer, Plet. I 360; iz hrv. jastog (16. stol.) preko starodalmatskega romanskega jezika < lat. astacus (Plinij) - a Plinij Valerian ima obliko astago, ki bi bolje pojasnila -g v hrv. in slov. besedi jastog (oboje s protetičnim ¿-); vse iz gr. astak6s; glej Skok, o.c., I 60; 82. jer m; Bezlaj, o.c., I 226, navaja ben. jer, režij, tudi joerS (glej Ramovš, ČJKZ VII 120) "duhovnik"; Pleteršnik navaja oblike jerij in jerov, I 366, 367; srbhrv. jerej "duhovnik" < gr. iereys je samo pravoslaven termin (glej Vas-mer, o.c.t 70); Kopitar (Kleinere Schriften I 325) domneva za jer grško posredovanje pri sprejemu krščanstva; toda kot pravilno ugotavlja Bezlaj, l«c., je beseda razširjena na območju oglejskega patriarhata in zato se nam ne zdi nemogoče, da prihaja iz grške sestavljenke ieromonakhos (hieros "sveti" + monakhos "samotar, menih"), torej v apokopirani, skrajšani obliki, s pomenom "duhovnik"; Du Cange gr. 511 117 namreč razlaga besedo ieromonachos s "presbyterus monachus" ("duhovnik menih"); Du Cange lat. IV 207, pa razlaga "Graecis ieromfinahoi dicuntur, qui non simplices Monachi, sed Sacerdotes sunt" (niso menihi, temveč duhovniki); Cortelazzo, o.e., 296, navaja yeromonaghus iz leta 1422, yeromonacho za 1519, a za leto 1554 citira "alcun Monaco, Ieromonaco, o Papâ non possi andar nel detto Monastero". Tudi Keleminov navedek (SE IV 196) za pridevnik j er (sveti) v imenu Jermbas (IMS 1882-1883, 338) namesto Šembas (sem < šant, sanetus "sveti") bi potrjeval našo domnevo o izvoru besede jer; enako topo-nim Jeroua vas, nem. Pfaffendorf iz leta 1644, glej Bez-laj, I.e.; • d&tika ž; "nalezljiva bolezen pljuč s krogličastimi tvorbami" , SSKJ II 228; iz it. pridevnika ženskega spola ètica (seil, febbre "mrzlica") - Štrekelj (Zur slavisehen Lebn-wörterkunde, Wien 1904) izhaja iz istrorom. êtica, s pro-tetičnim v slovenski besedi - < srlat. hecticus,-ca < gr. hektikžs "običajen, trajen, stalen", nanašajoč se na (izpuščeni) samostalnik pyret6s "mrzlica, vročica", torej "stalna mrzlica"; hektik6s k hexis "stanje"-, DEI II 1559 navaja it. ètico "jetičen, tuberkulozen" za 14. stoletje ter domneva francosko posredovanje: franc, étique ž (elipsa za "fièvre ž hectique") v 13. stoletju. (Se nadaljuje. - A suivre.) 118 Carlo Alberto Mastrelli Firenze CDU 805.0 - 316.31:807.1 ETIMOLOGIA DEL CONTESTO - IATINISMI ECCEESIASTICI Ital. visibilio, strabiliare e trasecolare A oltre quarant%anni dall%unità nazionale Edmondo De Amicis scriveva: "Sono usati ora anche fra noi (in Piemonte), parlando italiano, sono anzi diventati comunissimi una quantité di vocaboli e di locuzioni che quand%ero ragazzo erano affatto sconosciuti. Quarant%anni fa non le sarebbe mai occorso di sentir dire da un piemontese schiacciare un sonno, appisolarsi, fare uno spuntino, fare nmtnodo, uomo di garbo, gente per bene, mi frulla per il capo, andaré in visibilio, prendere in tasca, faticare parecchio, e via discorrendo".^ Famosi del resto erano diventati dal 1846 i versi del Sant% Ambrogio di Giuseppe Giusti: Sentía nell%inno .............. Uno sgomento di lontano esilio Che mi faceva andaré in visibilio (w. 65-72)2 L%Idioma gentile, Milano 1905, pp. 72-73»— Cfr. Br. MIGIÜORINI, Storia della lingua italiana, Firenze I960, (1963^), p. 724 il quale cita questo passo deamicisi-ano nel capitolo "Mezzo secolo di unità nazionale (1861-1915) "per notare che "le diversité fra il toscano parlato e 1Nitaliano usuale si sono venute attenuando". Poeti Minori dell\)ttocento (a cura di L. BALDACCI e G. INNAMORATI, vol. II, Milano-Napoli 1963, p. 922. 119 Il T0MMA.SE0-BELLINI^ registrava visibilio con il significato di "quantità grande di persone o di cose": un visibilio di gente -Un visibilio di spropositi - M%ha fatto un visibilio di compliment i - Un visibilio d'impertinenze e la locuzione andaré in visibilio con il senso di "strasecolarsi, strabiliarsi, andaré --4 m estasi per dolcezza, maraviglia o sim." * anche dal punto etimologico si proponeva correttamente: "Forse da quelle parole dal Credo: Visibilium omnium et invisibilium". Questo étimo, che già era stato proposto dal NIERI,^ è N. TOMMA.SEO - B. BELLINI - G. MEINI, Dizionario della lingua italiana, vol. IV, 2, Torino 1879, p. I860. Cfr. P. PETROCCHI, Novo dizionario universale della lingua italiana, vol. II, Milano 1902, p. 1231. I. NIERI, Parole e modi propri del parlare lucchese derivati dalla Bibbia e dal rito ecclesiastico "Atti Accad. Lucch." XXXII (1904), pp. 509-593, rist. in Scritti Linguistici (a cura di S. PARDUCCI), Torino 1944, pp. 509-593, e successi-vamente rist. a cura di G. LERA, Lucca 1965, dove a pag. 73 si legge: "Visibilio, Andaré in visibilio. Dal Credo: Visibilium omnium et invisibilium." Ma l'interpretazione I ben piu antica come si vede dalle annotazioni al Bacco in Toscana di Francesco Redi (Firenze, Matini, 1685, p. 224), dove si legge: "Nella contraria maniera, che da ¿\v di Omero disse Virgilio inarime facendo di due parole una, nel che, per usar la frase del Berni, ei prese un granciporro, la plebe Florentina da Invisibilium, parola del Simbolo Niceno da lei, siccome molt'altre, male intesa, e storpiata, ha fatto Invisibilium, e poi, come se fossero due parole In visibilio. Onde andaré in visibilio per andaré in estasi, quasi strasecolato, ciod fuor di questo secolo, e nell'al-tro mondo. Ma non si userebbe se non per ischerzo". 120 attualmente confermato e accolto da tut.ti i moderni vocabolari g etimologici italiani, e risale a uno dei molti latinismi di origine ecclesiastica, che sono profondamente penetrati e si sono radicati nel lessico delle varié paríate d%Italia. II vocabolo visibilio sembra attecchito qua e lá in varié re-gioni d%Italia e giá in fase pre-unitaria; tra le varié testi-monianze, senza pretendere di volere essere completi, possiamo menzionare in Lombardia: vigevanese visibili "s.m. - Visibilio; nella maniera andá in visibili - andaré in visibilio",''' voghe-rese vi^ibili "visibilio, nella loe. andá in visibili, andaré in visibilio, trasecolare";8 pavese vi^ibili "visibilio: g er un - ad gent; andá in -"bergamasco visibilio (ü) "un dia-volio, una confusione, uno schiamazzo";^® nel Veneto: vitto-riese bisibilio, visibilio "confusione (di persone), visibilio'1;"1" friulano visibili "visibilio: ...... un visibili D%insez Br. MIGLIORINI - A. DURO, Prontuario etim. d. lingua ital., Torino 1950 (19705), p. 619; C. BATTISTI - G. ALESSIO, Di-zion. etim. ital., Pirenze 1957, vol. V, p. 4067$ Dizion. Encicl. Ital., vol. VI, Roma 1961 p. 806; G. DEVOTO, Awia-mento alia etimologia ital., Pirenze 1967, p. 459. ^ G. VIDARI, Vocab. del dialetto di Vigevano, Pirenze 1972, p. 438. o A. MARAGIIANO, Vocab. dialettale vogherese (a cura di V.G. BONO), Bologna, 1976, p. 724. ^ E. GALLI, Dizion. pavese-ital., Pavia 1965; p. 577. A. TIRABOSCHI, Vocab. dei dialetti bergamaschi antichi e moderai, Bergamo 1862 (18732, rist. 1967), p. 1419. 11 E. ZANETTE, Dizion. del dialetto di Vittorio Veneto, Treviso 1955, p. 55. 121 (Egiziano Pugnetti, 36)triestino vi^ibilio "visibilio (mol- titudlne pressochl infinita che fa strabiliare, cioé andaré in visibilio, anche per la stranezza, oltre che per il numero: Che visibilio1 - Cosa xe nato? - Son forsi un genio1 o son un mato? - Vedo palazi - Fati de oro - Ninfe......sirene - Che cantá in coro (Adolfo Leghissa), piranese bi^ ibilio "visibilio, moltitu- dine, quantitá.: sto ano vemo fato un bi^ ibilio de pomi (NicolS Linder da Pirano), rovignanese bi^ibSilio "id.";1^ in Emilia, con una curiosa alterazione paretimologicp. (x viso bello), bo- lognese visibelli "visibilio, voc. lat. corrotta dalla plebe, onde si dice andar in visibilio, che vale dileguarsi, perdersi, strabiliarsi, andar in estasi per la meraviglia o per la dol-14 cezza", modenese visibfelli (and§r in) "andaré in visibilio, strabiliarsi, strasecolarsi"* ^ in siciliano visibtliu "voce latina corrotta dalla plebe, la quale dice jiri nvisibiliu, per istrasecolarsi, andaré in estasi per la meraviglia, o per 16 la dolcezza, andaré in visibilio". 12 IL NUOVO PIROÑA, Yocab, friulano, Udine 1935 (196?2), p. 1283. 15 E. ROSAMANI, Vocab. giuliano, Bologna 1958, pp. 94- e 1228. 14 0. CORONEDI BERTI, Vocab. bolognese-ital., vol. II, Bologna 1869-1874 (rist. 1969), p. 485. E. MARANESI, Vocab. modenese-ital., Modena 1893 (rist. Bologna 1967), p. 435. -i c V. MORTIHARO, Nuovo Dizion. siciliano-ital., vol. II, Palermo 1844, p. 453* 1853^, 1862^, p. 929. Cfr. A. TRA.INA, Nuovo vocab. siciliano-ital., Palermo 1868, p. 1095: visib-biliu "voce latina corrotta, usata nella frase iri Nn vi-sibblliu per istrasecolarsi, andar in estasi per la meraviglia, o per la dolcezza, Andaré in visibilio". 122 A causa del suo étimo, il quale non risiede in un solo vocabolo, ma in tutto il contesto17 della prima parte del "Credo" cristiano che il sacerdote pronunciava solennemente nel mezzo dell''altare: "Credo in unum Deum, Patrem omnipotentem, factorem caeli et terrae, visibilium omnium et invisibilium", il popolo dei fedeli doveva avere estratto in uno stato di parziale compren-sione un vocabolo visibilio con il significato primario di "grande quantitá. (m%ebbi a strabilir e21 22 11 PETROCCHI pone strabilire nel "sottosuolo" e lo qualifica —- come "termine senese". ^ Quanto allvetimo il TOMMASEO-BELLINI axmotava "vogliono che sia Oil dal lat. mirabilia. Quasi extramirabilia"; e çertamente que11a proposta era fallace, ma nessuno è riuscito a darci nulla di 25 meglio: il NIGRA. y aveva pensato a un collegamento con atrabus pn Lettere di Francesco Redi, Firenze (Magheri) 1825, p. 35 21 Rime piacevoli di G.B. Fagiuoli, vol. Ill, Firenze (Moucke) 1732, p. 190. 22 Op. cit.. p. 1058. ^ Tuttavia non ricorre in alcun vocabolario dialettale dell area senese. 24 ✓ Vedi Vocabolario universale italiano, vol. VI, Napoli (Tra- mater) 1838, p. 613. 25 "Arch. Glott. Ital." XV (1899-1901), p. 509. Del tutto cer-vellotico S quanto diceva 0. PIANIGIANI, Vocab. etim. d. lingua ital., Roma-Milano 1907, p. 1367: "strabiliare e atrabilire vuolsi detto per STRABILICARE quasi andar fuori di (v. stra-) BIIüCO, cioè di equilibrio, sbilanciarsi: ma altri lo disse contratto da ESTRA + mira-BIIIARE. Successi-vamente il Pianigiani (Aggiunte, correzioni e variazioni al vocab. etim d. lingua ital., Firenze 1926) aderî invece alla proposta del Parodi da EXTRA.-VARIARE (cfr. genov. stralobià). 124 "guercio"; lo SPITZER aveva dichiarato: "Über dies Wort sagt REW 8281: "Ital. strabiliare "in Erstaunen geraten", ursprünglich "die Augen verdrehen" AGIItal. XV, 509 ist morphologisch nicht annehmbar-, noch weniger geht * EXTRAVARIARE R. XXVII, 212". Ich sehe in strabiliare, neben dem strabilire in Siena vorkommt (Petr.), einfach Ableitung von bile (volkstümlich bilia) "Galle", wovon wir auch gelehrte Ableitungen wie (atra)-biliario haben. Für die Bedeutung mu¿5 man von "schlechter Laune werden, sich ärgern, zornig werden" über eine böse oder unerwartete Nachricht ausgehen (vgl. die entsprechenden Bedeutungen von ital. bile); zur Ableitung vergleiche ital. straf elarsi "sich abarbeiten", trafelare "au^er Atem sein". Man beachte noch, da$ die häufigste Wendung ist: tu mi fai strabiliare ■■ "du lässest mir die Galle übergehen", "du bringst mich ganz aus dem Häuschen". Gemeinsam ist dem strabiliare wie der collera (zu gr. y^okr) "Galle") das Plötzliche und Intensive der Erregung. Über die Galle im Volksglauben vgl. Brissaud, Histoire d. express. popul. pass."jma giustamente il MEXER-LOBKE27 manifesta sotto il lemma bilis "Galle" le sue perplessitá: "it. strabiliare "sich ——— _________ wundern" ist begrifflich nicht erklärt": il MIGHORINI-DURO si limita a diré che é di "étimo incerto"; il BATTISTI-ALESSIO2^ - seguendo il REW - dopo avere richiamato alia mente il lucch. biliato "bilioso, aggiunge: "forse da %bilex con sviluppo semántico non ben chiarito travaso di bile)". E a quest"ultima proposta si attengono sostanzialmente il "Dizionario Enciclopédico Italiano"^0: "forse derivato di bile" e il DEVOTO^1: "verbo 26 "Arch. Rom." VI (1922), p. 165 27 Rom. Etym. Wb. Heidelberg 1935^, p. 96, nro 1105. 28 PEU cit., p. 554. 29 BEI cit., p. 3646. 50 Qp. cit., XI, p. 734. 51 AEI cit., p. 413. 125 denomínale da bile col prefisso stra- xfuori%, incrociato con terribile: xfare uscir fuori la bile per lo spavento'1'". Tutte queste ipotesi proposte modernamente non haimo alcun fon-damento sul piano semántico, perché il verbo strabiliare (var. strabilire) non autorizza la minima connessione con il signifi-cato di bile e con i suoi valori metaforici i quali si collo-cano tutti nell%area nozionale di "ira, rabbia, collera, sdegno, ecc." e non certo in quella della "meraviglia, stupore, ecc." che è propria di strabiliare. " Ma prima di avanzare una nuova interpretazione etimológica è opportuno fornire un quadro delle testimonianze, cosi come ri-sultano nel quadro lessicografico dialettale. Per la Liguria abbiamo una testimonianza isolata nella Val Graveglia: strabilyâre "meravigliarsi";^ in Lombardia ê re-gistrato solo per Pavia: strabilià "strabiliare: na di( da ki¿a¿ da fa quanto allxEmilia sembra che si trovi soltanto in Romagna: strabigliès "strabiliare, strabiliarsi";^1" in Toscana il verbo e raccolto per Pisa: strabiglia "strabiliare";^ quindi nelle Puglie è dato per Bisceglie: strabigli& "strabiliare";^ e infine viene documentato nel siciliano: strabiliari "vale fuor ^ H. PI/OMTEUX, I dialetti della Liguria orientale, vol. II, Bologna 1975, p. 970. " e. gat.t.t, Dizion. pavese-ital., cit., p. 494. ^ A. MORRI, Vocab. romagnolo-ital., Faenza 1840 (rist. Bologna 1969), p. 755. G. MA.IAG0LI, Vocab. pisano, Pirenze 1939, p. 409. 56 Fr. COGOLA, Vocab. dialettale biscegliese-ital., Trani 1925, p. 198 dove é indicato anche "strabiglia di cause, monte di robe". 126 di modo naravigli&rsi, trasecolare, uacir fuori di se per lo stupore".^ Da una considerazione complessiva appare che strabillare non S vooe profondamente radicata nei dialetti a per tutta l^area fuori della Toscena si puá ammettere che si tratti di una parola discesa qua e Id. dall*italiano, come giá del resto giustamente osservava il PLOMTEÜX per la testimonianza isolata della Tal Graveglia. In questa situazione emerge nettamente che sul versante semántico, come puré in quello areale e sociolinguistico, strábili-are e visibilio si pongono su un medesimo piano, atando cosí le cose, appare quindi probabile che strabillare sia anche etimológicamente raffrontabile con visibiliot per ammettere questa connessione é sufficiente immaginare che strabillare proceda da un anteriora stra(visi)biliare con sincope delle sillábe intermedie -vis i-. Questa etimologia ha dalla sua anche il fatto che da visibilio possono procedere normalmente sia la forma strábiliare sia la forma strabllire; e a questo proposito é interessante la forma strftbiliSnza che ricorre nella locuzione pe>belluria e atrábi-lilnea usata dai contadini senesi quando "nei giorni festivi mettono le nappe rosse intorno alie corna del buoin. Questa forma strabilienza va posta in connessione con il sostantivo strábllio "maraviglia grsndissima" attestato nella Bucchereide di lorenzo Bellinis Y. MORTIMABO, op.cit., p. 832^ cfr. A. TRAINA, op.cit., P» 977, s.v. strabbiliari dove si dá anche il significato di "fuor- di modo adirarsi". - Si veda anche R. ROCCEHA, Vocab. della lingua parlata in Piazza AraerinsU Caltagirone 1875 (rist. Bologna 1970), p.263* strab"life "strabiliare". V. CAGUARITANO, Vocab. senese, Firenze 1975, p. 163. 127 Ma.quel. che mi fa dar nello s t r a b 1 1 i o, — ,1 . i-—-i-xa-- son guei tanti ricami, e quelle trine,, y Anzi, a ben riguardare, strabiliare e strabilire possono procedere ancora meglio da un """straCvis^bílio con la piü regolare caduta delle due sillabe protoniche: del resto l"accentazione strábllio (e non*strabilio) eselude piü decisamente ogni tentativo di collegamento con bile e favorisce l"interpretazione di Tin nesso con visibílio. Ma le questioni sembrano non fermarsi a questo punto. Vi e un altro verbo che presenta un valore semántico' non tróppo distante da strabiliaret si tratta di trasecolare e della variante ormai desueta strasecolare. II verbo trasecolare š documentato fin dal Burchiello: E la gallina diventd testuggine che fe% trasecolare ogni profeta*1"0 dal Firenzuola: ,tlfivinia, dubitando quasi che la non fusse dessa, la cominciž a guardar fiso, come trasecolat á^1 dal Berni: Ognun mi guarda per trasecol ato, E dice eh'io sto male e ch^io vo via. 39 7 Lorenzo Bellini, La Bucchereide, Milano 1863 (rist. Bologna 1974) proem. II, p.la (p.54). 40 I sonetti di Burchiello et di messer Antonio Alamanni alla burchiellesca, Firenze (Giunti) 1552, I, 42 (p.13). Agnolo Firenzuola, Le novelle (a cura di E.RAGNI), Milano 1971, giorn.I, nov.II, 16 (p.109). Francesco Berni, Rime, poesie latine e lettere édité e inedite (a cura di A. VIRGIII), Firenze 1885, LXV. In la-mentazion d^amore, pp. 151-152. 41 42 128 E il verbo strasecolare é attestato fin dal Forteguerrii ————— U-T Ferrau, tu mi fai strasecolare, ^ (Disse Rinaldo, e si battfe sullxanca) Ancora il TOMMASEO-RELTJNI prospettava che strasecolare e trase- colare derivassero la loro motivazione da un senso "uscire fuori del secolo": e questa soluzione é stata mantenuta dal MIGEEORINX- DURO,44 dal PRATI,45 dall%OIIVIERI,46 dal BA.TTISTI-AIESSIO 48 dal Dlzionario Enciclopédico Italiano. e quindi anche dal DEVOTO.^ Ma nessuno ha posto mente al fatto che strasecolare o trasecolar« figura spesso imito con strabiliare e con visibilio. Si veda, ad Niccold Forteguerri, Ricciardetto, vol. I, Parigi 1738, c. III, st. 54 (p.59). 44 ff.t.t cit., p. 587: "derivato di secolo (quasi andar fuori del secolo, del mondo)". 45 A. PRATI, Vocab. etim. ital., Milano 1951 (19702), p. 895. 46 D. 03ZVIERI, Dizion, etim. ital.. Milano 1953, p. 628» "il verbo it. trasecolare vale appunto origin. %uscir fuori dal secolo'* ciož da questa vita in senso fig." ^ PEI cit., V, p. 3868% "propriamente uscire dal ^secolo* nel senso di Vita di questo mondo ¡IQ _ Op. cit.% XII, p. 326% "derivato di secolo; cfr. le espres-sioni antiche cavar del secolo "togliere di cervello*, e %esser fuori del secolo"' *aver perduto l%intelletto*". AEI cit. p. 436% "verbo denominale da sžcolo col preífisso —— p ~~■ tret- t * andar fuori del secolo''". 129 esempio: Francesco Redi: Me ne strassecolo, menestrabilio Questa coincidenza non mi pare punto casuale e quindi anche se ritengo giusta l%etimologia che vede in trasecolare , straseco-lare il vocabolo sècolo, tuttavia ritengo che essa non possa essere motivata dal significato generico di sècolo, con le ar-gomentazioni stiracchiate che figurano nei vocabolari etimolo-gici (vedi note precedenti). Poichè strasecolare (e trasecolare) appare strettamente connesso con visibilio e specialmente con strabiliare, pensó che questo verbo potrebbe essere nato dal medesimo contesto del ''Credo* e in particolare dalle parole: Et ex Patre natum ante omnia s a e c u 1 a poco distanti da visibilium omnium et invisibi-lium, nonchè dalle altre finali "Et expecto resurrectionem Francesco Redi: Bacco in Toscana (presentaz, di G.P.MARCHI), Verona 1970, p.75. 51 % a ' Francesco D Ambra, II,furto, a.V, se. 14 , in II teatro classico del secolo XVT, Milano, s.d. ,p. 32 Considerazioni di C.F. da Vernio [Leonardo] Salviati intorno a un Discorso di M. Giulio Ottonelli da Fanano sopra ad al-cune dispute dietro alia Gierusalem di Torquato Tasso, Firenze 1586, p. 148. '51 sono gli Accademici della Crusca rimasi in tutto storditi, non che stupidi, confusi, spantati, strabiliati, e trasecolati.^ ± 52 130 mortuorum. Et vitam venturi s a e c u 1 i". Ma si potrebbe anche por mente al fatto che la parola saeculum ricorre nella formula di conclusione per omnia saecula saeculorum, che viene intonata ad alta_ voce alia fine della Secreta, prima della recita del Pater Noster e alia frazione dell^Ostia: anzi questa spiegazione appare ancora piú appropriata perché il sacerdote, per ben tre volte, pronuncia con voce elevata questa formula dopo lina serie di preghiere recitate a bassa voce, come se all%improwiso si destasse da una profonda meditazione (ecpo-nesi). Prescindendo dal fatto che le conclusioni alie quali si é per-venuti siano piú o meno soddisfacenti, appare tuttavia confeiv mata la necessitá di unxattenta valutazione "strutturale" nella ricerca etimológica;^ ma risulta altresi urgente che in alcuni settori del lessico - quale appunto quello dei vocaboli popolari di origine ecclesiastica - si proceda anche a una valutazione "contestuale" dei vocaboli esaminati. Infatti gli aspetti "connotativi", che talvolta sono indispensabili per il sostegno di una proposta etimológica, non sono soltanto di tipo extra-linguistico (origine storico-culturale), ma possono anche es-sere di tipo intralinguistico (origine contestuale). Sui metodi in atto nella ricerca etimológica, si veda ora A. ZAMBONI, L^etimologia, Bologna 1976. 131 Povzetek ETIMOLOGIJA SOBESEDIIA - CERKVENI IATINIZMI ital. visibilio, strabiliare in trasecolare Avtor tehta dosedanje razlage za italijanske izraze visibilio, strabiliare in trasecolare, ki vsi pomenijo približno isto, namreč 'ostrmeti', 'osupniti', 'silno se začuditi', in ugotavlja, da poznavanje pomenskega premika še ni razlaga. Ni dvoma, da so vsi trije vzeti iz cerkvene latinščine; gotovo je tudi, da sta prva dva etimološko blizu, najbrž je strabiliare po sinkopi srednjih zlogov iz *stra(visi)biliare. Za trasecolare ali starejše strasecolare, kar slovarji povezujejo zmeraj s saeculum, torej predpostavljajo bazo * extra-saeculum, pa avtor le opozarja na dejstvo, da se ta izraz pojavlja velikokrat v neposredni zvezi z visibilio in strabiliare, pa je potemtakem mogoče pomisliti na kontekstualno povezanost, torej na čisto jezikovne razloge, ki so latinski saeculum, nedvomno etimološko bazo, približali glasovno in pomensko. 132 Franco Crevatin Trieste CDU 805.0 - 087(450.54)311 (497.13 ISTRA) PAGINE DI STORIA LINGÜISTICA ISTRIANA; VII 1. Nella prima di queste Pagine (= "Bollettino del Centro per lo Studio dei Dialetti Veneti dell%Istria" 2, 1973-74, pp.3142) è stato toccato quello che a mió awiso è un argomento di grossa rilevanza storica, ossia la presenza in Istria dei Longobardi e la loro incidenza linguistico-culturale: ivi discu-tevo uno di tali riflessi linguistici (píovaha "aratro asim-metrico ")•, ora credo di poter riaprire il discorso più generale introducendo un nuovo elemento di giudizio. Come è noto -e v. la bibliografía nel mió lavoro sopra ricor-dato-, i Longobardi sin dallxepoca del loro ingresso nell^Ita-lia nord-orientale compirono frequenti e remunerative incur-sioni in Istria (588: incursione di Evino, duca di Trento), per cui quella di Desiderio (770) fu solo l^ultima di una lunga serie. In genere si sostiene che i Longobardi non si stanziarono mai nella penisola istriana, il che puô essere vero se si pensa ad organizzazioni territoriali vaste e socialmente stabili, ma lxipotesi è francamente errata qualora la si voglia accoglie-re nei suoi termini letterali. Nei pressi di Pinguente sono state scoperte varie tombe sicuramente longobarde, talora par-ticolarmente ricche ed attribuibili a nobili: si aggiunga il fatto che una parte cospicua di qUesti rinvenimenti è stata ef-fettuata in una zona il cui nome è Romagna, evidentemente da harimannia;i complessi funerari risalgono al 500 circa. Orbene, non I possibile pensare che i Longobardi seppellissero i loro caduti (e i nobilil) in tutta fretta in aree dove le tombe cor-revano il rischio di essere subito profanate da gente ostile, cosi come è difficile credere che lxorganizzazione arimannica della zona sia stata di tanto breve durata, dal momento che essa 133 dopo molti secoli è stata riflessa dal toponimo: evidentemente tali genti dovevano appoggiarsi ad un centro fortificato, ad una o più roccheforti stabilmente occupate da capi e guerrieri in grado di garantiré con la propria presenza gli interessi longobardi nella zona. A. Tagliaferri (in "Aquileia e lNIstria" = Antichità Altoadriatiche, 2, Udine 1972, pp. 273-294) pensa che Pinguente sia stato uno di tali punti d^appoggio, e la cosa pare probabile, ma esso non doveva essere l^unico, poichê da una parte le genti germaniche dovevano controllare un^area pre-sumibilmente un po' più estesa del solo suburbio pinguentino e dall^altra - come in genere awiene - perché avranno preferito erigere qualche rocca propria, senza abitanti potenzialmente ostili al suo interno. Ed io credo di averne individuata una. Raspo (si. Raspor) è il nome di un castello délia Carsia, a circa 10 km. in linea diaria da Pinguente, cardine délia difesa ve-neziana contro gli arciducali délia contea di Pisino e sede del capitanato regionale: esso era stato ceduto alla Serenissima dai duchi di Gorizia nel 1402, dopo una complicata vicenda ere-ditaria trascinatasi per nove anni. Per quanto esso fosse il centro di una giurisdizione di ben 80 ville, Raspo non era un vero insediamento bensi quasi únicamente -una rocca. Che il toponimo sia di origine germanica è un fatto evidente a colpo d%occhio quando si tengano presenti le forme d^archivio (Ratspurch 1264; Raspurch 1274; Raspurg 1325; Ratesperch 1355', Rachispurh 1481; Raspo 1483; Rasperch 1518), ma lxetimo di primo acchito sfugge: e si prescinde, naturalmente, dalla composi-zione in -purch (= -burg "rocca"). Le forme riflettono una netta tendenza alia pronuncia "allegro" /rasp-/, frutto dell^accento e dellxevoluzione lingüistica germanica, per cui sono tanto più preziose e significative le attestazioni Rates-/Rachis- che mo-strano (per lo meno) il bisillabismo del primo termine, il che esclucLe tra l^altro etimi del tipo Ratsburg "rocca del consi-glio" o simili. A questo punto, osservato che in questo contesto -t- e -ch- sono difficilmente conciliabili, étimo diviene 134 evidente: Ratchispurch, la "rocca di Ratchis". Ratchis e il nome (e v. W. Bruckner, Pie Sprache der Langobarden, Strass-burg 1895, p. 258 e 291) del noto re longobardo, giá duca del Friuli e capo militare di una dura spedizione nella valle del Gail, re tra il 744 ed il 749« Non oso sostenere che il Ratchis attestato dal nostro toponimo sia la stessa persona regale, in onore della quale i guerrieri avrebbero eretto la rocca, ma mi limito a ricordare che nel 770 il longobardo Desiderio si ab-battl suil^Istria e tale rinato, sgradevole interesse dev%es-sere stato preceduto da assaggi, ricognizioni, rafforzamenti di quella presenza (sparuta sin che si vuole, ma pur sempre mi-nacciosa) di Longobardi nella zona di Pinguente. D^altra parte Ratchis non é un nome molto frequente (e v. gli Indici del Códice Diplomático Longobardo, a cura di L. Bertini, Bari 1970; ivi, a p. 260, figura anche un R. di nazione franca, ma non ho motivi per credere ad un^analoga eventualitá per il R. istria-no), e, comunque sia, é probabile che l^esistenza stessa del nobile e potente Ratchis friulano abbia contribuito a diffon-dere una moda onomástica almeno tra i Longobardi dipendenti dal Ducato del Friuli:- anche se non si trattasse della stessa persona, dunque, avremmo comunque un terminus verosimile (VIII sec.) per la fondazione della rocca di Raspo. 2. Yermo (cr. Beram) é il nome di un paesetto nelle vicinanze di Pisino, sede di un importante castelliere dell*etá del ferro di cui é stata scavata la necropoli: il toponimo é attestato per la prima volta nel 9H, Vermes, e non subisce variazioni formali degne di nota nei secoli successivi; il cr. Beram é un adat-tamente, certo non molto antico (manca lxinversione di -e>) e. falsamente ricostruito sull^obliquo Berma, di un romanzo Yermo. L^etimo del toponimo -che ovviamente nulla ha a che fare con "verme" - é preromano, ed é idéntico a quello di vari idronimi friulani, Yarmo a Barcis, Codroipo; nome di paese presso Codroi-po ; si ricordi il Varamus friulano ricordato da Plinio n.h. 3, 126. In genere si risale ad un *(a)wer- "(corso d"") acqua" 135 (Pokoiny p. 80), ampiamente attestato nell^idronimia "antico-europea" (lit. Virma, germánico Varma, Verma, ecc.: H. Krähe, Unsere ältesten Flussnamen, Wiesbaden 1964, p. 39 e segg., p. 63)• II vocalismo romanzo obbliga a ricostruire nel nostro caso una forma leggermente diversa da quella presupposta dai topo- u nimi friulani, ossia weramos, peraltro giá nota da altri idro-nimi europei. Nella nostra ipotesi il nome dell%insediamento sarebbe stato originariamente un idronimo -fatto questo molto comune, e v. sopra il caso del paese friulano: Yermo sorge in-fatti presso un torrente, del quäle per5 non sembrano esistere nomi meno che generici ("torrente di V."). Qui giova rilevare il fatto, invero non frequentissimo, della correlazione inse-diamento castricolo preromano/nome preromano di étimo indoeuropeo, giacché nulla vieta di ritenere che lxequivalenza idro-nimo/toponimo sia molto antica (e v. il caso di Sermino, nome di colle/castelliere presso Capodistria: "BDVI" 2, 1973-74, p. 53). La radice ie. in questione e nota anche in toponimi di aree viciniori: Auremiano (Auremum, 1347) sl. Vreme (1449)< *wer(a)mo-t etimo in parte intrawisto da M. Doria "Pag. Istr." 9 (1959), P« 49 (Bezlgj pp. 316-7 si mostra incerto, pur rico-noscendo verosimile l>origine non slava): nome di localitá presso S. Canziano, nel Carso triestino; Aurisina, localitá presso Trieste con ricche fonti d^acqua, <*aur-i-sio-, v. M. Doria, "Ce Fastu" 33-35 (1957-59) pp. 83-97. 3. Unxiscrizione istriana d*etá romana merita piü interesse di quello che sinora sembrano averie accordato gli studiosi. a. II testo I edito, con foto e bibl., da Bruna Forlati Tamaro nelle Inscriptiones Italiae X, 1, 642; SEIXOMNIAI LEUCITICAI POIiTES I caratteri, ineleganti ma non scorretti, trovano i migliori 136 confronti in epigrafi databili tra la fine del I sec.a.C. e l%inizio dell%era volgare (v. ad es. I.I. X, 1, 322)*, un terminus ante quem non é offerto dal Polates del testo, su cui v. sub c. II Polaschek (PWKE s. v. Pola 1951 , col. 1242) ritie-ne la lapide una Altertümelei claudiana, inciampando in aprio-ristiche considerazioni avanzate decenni prima dal Keune (PWKE s.v. Seixomnia Leucitica); ci3 che per il Keune era arcaico (-ai; -ei-) per il Polaschek é invece arcaizzante. Sulla forma del dativo ritorneremo oltre; diremo súbito che é probabile che -ei- non sia affatto un dittongo, ma in sede epigráfica il digramma non pud essere discusso applicando acriticamente a materiale linguistico non latino parametri di giudizio latini. b. epígrafe, una semplice lastra calcarea squadrata, proviene da Cardiba; manca un contesto archeologico. Il senso del testo tuttavia presume l^esistenza di un sacrum (sacello, tempio, lucus) davanti al quale l*epigrafe era stata posta: "alia (divinitá) S.L. i Polesi". LNétimo del toponimo (Cardi-ba), con molta meno facilità i morfemi formativi (pre-fissi, suffissi), mentre è assai raro, addirittura eccezionale, Cf. per ci3 Tekavcic 1975, Tekavcic II posto. Al termine morfema diamo il significato oggi piü diffuso, ciod 'unitá minima e non ulteriormente divisibile, dotata di espressione e di significato' (per questo e per gli altri due significati, quello del Martinet e quello dei glossematici, v. Gu^u-Romalo 1968, pp. 7-8). 14-5 il caso di prestito di un morfema grammaticale . E logico dunque che il sistema morfosintattico di un idioma conservi il maggior numero di elementi autoctoni e che pertanto sia esso a determinare l%inclusione di questo idioma in una o in un^altra famiglia lingüistica. Non c%è ragione alcuna per credere che nel dominio istroromanzo le cose stiano diversamente: anche qui la morfosin-tassi è certamente la parte più genuina di questi idiomi. Ad una breve illustrazione di quest^affermazione sono dedicate le pagine del presente contributo. 2. Nel caso degli idiomi istroromanzi l"individualité di fronte agli idiomi circonvicini si stabilisce prima di tutto in base all^opposizione ai due vicini che per più secoli hanno esercitato il prbprio influsso sull*istroromanzo: dapprima il friulano (irra-diazione del patriarcato di Aquileia), poi il veneto veneziano e triestino (grazie al prestigio plurisecolare della Repubblica di San Marco). Questo confronto soddisfa anche il principio della sincronia, perché i due idiomi cit&ti sono ancora vivi, a diffe-renza ad esempio del dalmatico, il quale - seppure probabilmente imparentato nella sua prima fase con 1 istroromanzo - non puo essere preso in considerazione qui, perché è scomparso. Oltre a ció, benché la delimitazione dell"istroromanzo dal veneziano non sia il solo compito della lingüistica istroromanza, essa è pur sempre il suo compito piû. importante^. 3. L* istroromanzo (in tutte e sei le sue varietà attuali: ro-vignese, dignanese, valiese, fasanese, gallesanese e sissanese) è caratterizzato dalla sostituzione della /e/ finale con la /o/ (in fasanese /u/),a parte certe catégorie di forme e di parole Questo fenomeno è stato recentemente denominato induzione da R. Gusmanij v. Gusmani 1976, specialm. p. 396. V. Skok 1936, Skok 194-2, Kranzmayer 1939, Tekavčic II posto. V. Tekavčic 1970, nota 61. 144 3 4 5 ben definite^. Senza entraxe in questa sede nel lato fonético e fonematico del problema, a cui abbiamo dedicato la nostra atten- 7 zione in precedenza,' ci limitiamo a rilevare i suoi. aspetti morfosintattici; dapprima nel sistema nominale. La sostituzione /e-*o/ si è svolta soltanto nel singolare dei sostantivi e nel singolare maschile degli aggettivi della III classe, mentre le altre forme ne restaño immuni: . DENTE>dentó, CLAVE > 5avo, FORTE m. >forto, FORTE f >forta, DENTES >denti, CLAVES > gave, FORTES m. >forti, FORTES f.> forte. Questa restrizione conferma dal pinito di vista morfologico la recenziorità della sostituzione /e-*o/, perché quest%ultima si svolge solo nelle forme risparmiate da altre evoluzioni prece-denti, organiche e/o analogiche. Con ció concorda anche la di-pendenza della sostituzione /e-*-o/ dal contesto fonético, cioè Q dalla quantité consonantica. Ad ogni modo, la sostituzione /e-*o/ ha avuto nel sistema morfosintattico nomínale due effetti ben diversi: 1) nel maschile essa si limita ad accrescere il numero dei sostantivi della classe s ing.- o/plur.- d. (dato il comune plurale in - j., dent o-dent i si inquadra nel tipo kampo-kampi) % Si conserva la /e/ che costituisce l%espressione del morfema del femminile plurale (bele kaze) e quella negli italianismi (diffeysile, pusfeybile ecc.), ai quali appartengono anche i numerali (seynkwe o sinkwe, syete o sete ecc.), trasmessi dalla scuola, dal commercio ecc. TekavSic 1974. Dopo quelle consonanti che sono ammesse in fine di parola anche nel veneto e nell^italiano (/1 n r/), a cui si aggiunge nell%istroromanzo anche la. /a/ (primaria e certi tipi della secondaria), la /e/ si dilegua (SALE >sal, CANE>kan, *CORE > kur o kor, -E(N)SE>-ls o -fes, PLACET >pyas ecc.)% dopo altri contesti viene sostituita dalla /o/ (NOCTE >nwoto o noto, GRANDE>grando masch., SEMPRE>sempro, TURRE >turo, OURRIT>kuro o koro, PISCE>piso o peso, -ASSET>- aso ecc.). 145 2) nel femminile, invece, data la desinenza -_e del plurale (in parte soprawivenza latina,^ in parte analogia délia I classe), la sostituzione in questione crea una classe flessionale nuova, tipica dell^istroromanzo e inesistente sia nel veneto che nel friulano: sing. buto o boto "botte" - plur. bute, bote, sing. Savo "chiave" - plur. cave ecc. Quanto agli aggettivi, la sostituzione /e-»-o/ agisce soltanto nel maschile singolare e contribuisce con ciô alla tendenza an-tica a far passare gli aggettivi dalla classe di FORTIS a quella di SANUS (cf. già nell'Appendix Probi TRISTIS NON TRISTUS, ACRE NON ACRUM, PAUPER MULIER NON PAUPERA MULIER). 4. Essendo la morfosintassi verbale molto più ricca di quella nominale in tutti gli idiomi romanzi, è prevedibile che anche nell^istroromanzo le particolarità tipologiche di quest^ordine saranno più numeróse nel verbo che nel nome. La sostituzione /e-+o/ si è verificata anche nel verbo, e precisamente soltanto nella 3a persona (e nella 6a, la quale - sia detto una volta per tutte - è immancabilmente omofona alla 3a). La 2a persona ne resta immune, poichê in tutte le varietà esce in -i /i/. La retta comprensione delle peculiarità morfosintattiche del verbo istro-romanzo esige tuttavia anche l"inclusione délia Ia persona, a certi fini anche l*inclusione délia 4a e 5a persona. 5. In uno dei precedenti studi^® abbiamo tentato di daré una spiegazione délia genesi délia desinenza -_i nella Ia persona del presente e dell^imperfetto (ambedue i modi) nei quattro dialetti istroromanzi dell"'interno (valiese, dignanese, gallesanese, Secondo il Rohlfs la -_e in tali forme continua la desinenza -es latina addirittura "nel più dei casi" (Rohlfs 1968, $ 366). Tekavcic 1975. 146 sissanese).11 Nel rovignese la desinenza della Ia persona é al contrario -o_, nel fasanese -u (< in seguito alia chiusura generale in posizione finale). Questa distribuzione delle desi- Q nenze nella 1 persona, assieme alia generale desinenza -_i nella 2a e all%altrettanto generale sostituzione /e-»-o/ (fasanese: -u) nella 3a, hanno creato due sistemi diversi nel presente dei verbi istroromanzi, di cui nessuno é tuttavia idéntico né al veneziano né al friulano: 18. ?8L : 2 : 3 : rovignese, fasanese: -o (-u) -i -o (-u) altri dialetti: -_i -i -£ Per dare le forme concrete scegliamo il verbo véndi "vendere": rovignese: véndo - véndi - véndo. fasanese: véndu - vfendi - véndu altri dialetti: véndi - véndi - véndo. Nel primo gruppo (rovign., fas.) c%é l^omofonia tra la Ia e la 3a persona, nel secondo (altri dialetti) tra la Ia e la 2a persona. 6. Quanto detto significa che nei quattro dialetti istroromanzi citati la Ia e la 2a persona, nei due modi del presente e dello imperfetto, sono omofone. Questa é tuttavia solo parte di un fenómeno piü vasto, costituito da altri paralleli e contatti moiv fematici tra le.prime due persone. Infatti, rientrano qui i se-guenti fatti di ordine morfologico: 6.1. L%omofonia delle prime due persone in alcuni verbi di alta frequenza (»avere», 'essere*, 'potere', »sapere», »volere») in II rovignese e il fasanese mantengono nella 1 persona la vocale posteriore, che nel rovignese S /o/, nel fasanese /u/ (in obbedienza al passagio /o-»-u/, generale in posizione finale in quest^ultimo dialetto). Ma in un gruppo di verbi (v. § 6) non appare la desinenza -o (-u) nemmeno in questi due dialetti. 147 tutti e s e i i dialetti: Ia: 2a: 'avere' : in tutti i dialetti: je *essere*: valiese: sen sen gallesanese: > sen sen o sêni sêni dignanese: soyn soyn altri dialetti: son son *potere': rovignese: pwoy pwoy gallesanese: pw6si pwfesj sissanese: p&si p&si altri dialetti: poy poy 'sapere1: rovignese, gallesanese: sye sye altri dialetti: j>e se »volere*: rovignese, gallesanese: vwoy vwoy altri dialetti: voy voy. 6.2. L^omofonia, altrettanto ineceepibile, della Ia e 2a persona del futuro e del condizionale nellvintero dominio istroro-manzo. Le desinenze sono: Futuro: rovignese e gallesanese: -yfe -yè (kantaryê ecc.), altri dialetti: (kantarê ecc.), Condizionale: tutti i dialetti: -&vi -âvi (kantarâvi ecc.). II condizionale prova che è stata la forma della Ia persona ad 148 esercitare l^influsso analogico sulla forma della 2a persona e non viceversa: mentre kantarâvi "canterei", vendar&vi "venderei" eco. risalgono rispettivamente a CANTARE + HABUI, VENDERE + HABUI, alla pari dei diversi paradigmi congeneri nel dialetti altoita- 12 a liani, la medesima forma per la 2 persona del condizionale non puô provenire in alcun modo da CANTARE + HABUISTI, VENDERE + HABUISTI ma è un"estensione analógica dalla Ia persona. II con-guaglio analogico delle prime due persone del condizionale è uno dei passi della catena analógica che ha unificato pure - e precedentemente - il futuro e il presente dei verbi un po" prima ci-tati.15 6.3. L%identité dell%allomorfo del morfema lessicale nelle prime due persone di tutti i verbi e in tutti i dialetti, anche là dove le desinenze delle due forme sono distinte: rovi- k&nt- 0 vénd- 0 dw&rm-o vyên-o cûg- ■0 fâg- 0 gnese: kánt- •i vénd- ■i dw6rmr-i vyén-i cúg- ■ i fás- i ecc. digna- kánt- • i vénd- •i d6rm-i vén-i C&g- • i íáfl- ■ i nese: ként- i vênd- ■i dórmni vérí-i c&g- ■ i ■i ecc. 7. Un%altra caratteristica morfosintattica, comune a tutti i dialetti istroromanzi esaminati in queste pagine (tranne forse 14- il rovignese ), sono le forme verbali composte con i sostituenti 12 Rohlfs 1968,$$ 597,598. 1-5 . Per la spxegazione dx questa catena analógica si veda Tekavcic 1975. 14- a Nel rovignese ci sono, nella 4- persona, le forme in -yemi, -yéndi per l^imperfetto indicativo (lavyémi, -yfendi, durm- yfeini, -yfendi ecc.), in -isyfemi, -isyénsi o -yénsi per l*im- perfetto congiuntivo e per il condizionale (lavisyémi, lav- yfensi, fusyfemi, fusyénsi ess.). Cf. per esse Deanovic 195^, pp. 38, 40, 4-1-4-3% per un tentativo di spiegazione genetica v. Tekavcic 1967. 14-9 o fl personali affissi nella 4 e 5 persona del condizionale e di ambedue i modi dell%imperfetto. Ecco gli esempi dignanesi (va-levoli, con lievi differenze, anche per gli altri dialetti) per i verbi 'cantare » » 'venire' e 'daré': condizionale: 4a kantarávondo, viñarávondo, darávondo 5a kantarâvovo, viñarávovo, darávovo imperf. ind.: 4a kantâvondo, vinivondo, dâvondo 5a kantâvovo, vinivovo, dâvovo imperf.cong.: 4a kantásondo, viñisondo, dâsondo 5a kantásovo, viríisovo, dâsovo. Accanto alie forme in -ndo ci sono pure quelle in -no (kanta-r&vono ecc.) e la realizzazione délia /0/ postonica puô variare ^ C°3•C?1 *[KP poiohê /0/ è il solo fonema vocálico posterio-re in posizione atona finale. I segmenti -ndo (-no) e -vo sono riduzioni dei sostituenti NOS e VOS, saldati con la forma verbale e diventati desinenze. L^oscil-lazione tra /nd/ e /n/ comprende le due evoluzioni ulteriori dell>originario nesso (o consonante lunga) /nn/, che viene a formarsi al punto di unione dei morfemi: CANTABAMUS NOS > /'kant&vam/+/no/> *ykantâvan/+/no/. Poichê il sistema istroromanzo non conosce le consonanti doppie (lunghe), /nn/ si puô accorcia-re in /n/ o dissimilarsi in /nd/«1"' 8. Forme simili ricorrono in diversi dialetti italiani, ma non in quelli che sono a contatto diretto con l^istroromanzo: si tratta in prevalenza di dialetti meridionali, in misura molto minore anche di alcuni dialetti settentrionali (lombardo, emi-1 6 liano ecc). Siccome tali forme non çi sono nê nel veneziano II nesso /nd/ che viene a formarsi chiude la penúltima sil-laba, ma ció non influisce sul posto dell^accento, il quale resta proparossitono. Cid é un indizio della recenzioritá di /nd/, per cui ci sono puré altre prove (v. £ 10). Rohlfs 1968,ff 452,551,552,565. 150 nê nel friulano, esse nell^istroromanzo risultano da unsevolu-zione peculiare e indigena, determinata beninteso dalla stessa esigenza di una migliore caratterizzazione fórmale («détresse morphologique») , ma indipendente dagli altri idiomi. Ciô è confermato anche dalla distribuzione dei sostituenti affissi nei rispettivi paradigmi: mentre nei dialetti italiani i sostituenti affissi appaiono nella 2a e nella 5& persona, nell%istro-romanzo li troviamo nella 4a e nella 5& persona. Queste due persone si distinguono formalmente anche in altri paradigmi (presente, futuro) tanto dal blocco délia 3a (e 6a) persona (persone dei ^non-interlocutori») quanto da quello délia Ia e 2a persona (persone degli «interlocutori»): Presente: Futuro: Ia kânti 4a kantfen Ia kantarê 4a kantarên 2a k&nti 5a kanti 2a kantarê 5a kantari 3a,6a k&nta 3a,6a kantarfi Imperf.ind. : Ia kant&vi 4a kantâvondo Q Q 2 kantavi 5 kantâvovo 3a,6a kant&va 9. Ci sia consentito aggiungere ai tratti morfosintattici anche una caratteristica únicamente sintattica, che concerne, cioè, la collocazione o l^ordine delle parole. Nei dialetti istroromanzi si trova un%inserzione degli awerbi (o delle parole funzional-mente analoghe: sostituenti lessicali di diversi tipi) fra il sostituente personale o riflessivo atono e il verbo, posizione assolutamente inammissibile in italiano.1''7 Il fenomeno è stato Soltanto pure, nell%italiano antico, poteva venire inserito tra il sostituente personale atono e il verbo (Rohlfs 1969, £ 986), ma è owio che ciô non puô avere alcun rapporto con l%inserzione istroromanza. 151 18 da noi segnalato e studiato in alcuni contributi precedenti, nei quali lo abbiamo spiegato con lvinflusso slavo. Infatti, mentre una tale inserzione è totalmente agrammaticale in italiano, è grammaticale e anzi corretta e regolare nelle lingue slave (croato, sloveno), sicché si tratta di un evidente calco dallo slavo. L*inserzione in questione pud essere considerata come una caratteristica effettiva e genuina dell'istroromanzo, perché si trova in material! di diversi livelli linguistici (aneddoti, ricordi di vita, poesie), stampati o registrati da noi, raccolti prima (da A.Ive, R.Devescovi ecc.) o negli ultimi decenni (nel corso delle nostre ricerche a Dignano e a Rovigno). Basterà una breve scelta di esempi: Istroromanzo : I me magferi vergSni un po. (dignan.) La lo kwâzi impinéy-so. (dignan.) A nu sa nfenka mána stasIra? (rovign.) I nu ma nénka rakur-dlvo. (rovign.) Italiano: *Io mi magari vergo-gno un po'. *Essa lo quasi riem-pie. *Non si affatto man-gia stasera? *Non mi neanche ri-cordavo. Serbocroato: Ja se možda malo stidim. Ona ga gotovo na-puni. Zar se veceras' uopče ne jede? Nišam se niti sje-čao. 10. La breve rassegna precedente ci ha mostrato che le partico-laritá morfosintattiche dell%istroromanzo di cui ci siamo occu-pati sono tutte piu o meno recenti, dunque sono innovazioni par-ticolari dell^istroromanzo e non conservazioni latine; quanto al lato genetico, non sono tutte sul medesimo piano. La sostitu-zione /e-*-o/ h un fatto interno dell%istroromanzo, ma implica anche lvinflusso veneziano, e d'altra parte dipende dalla quan-titá consonantica; di conseguenza non pud appartenere né agli 18 V. Tekavcic 1969, pp. 301-303; Tekavcic 1977, pp.118-119; Tekavcic 1978, pp. 73-7^. 152 strati più antichi nê a quelli più recenti. La desinenza -i, dal canto suo, non puô essere antica, dato che non ha determinate la palatalizzazione délia velare precedente (da DICIS con una -i antica si avrebbe oggi *dêyzi, non dfeygi).Quanto ai sostituenti affissi, infine, la loro relativa recenziorità ri-sulta dalla dissimilazione /nn/^/nd/ (la geminata antica a-vrebbe seguito la sorte délia geminata /nn/-^, che si accorcia solo in /n/, mai in /nd/), nonchê dalla conservazione dell%accent o proparossitono malgrado la penúltima chiusa. A questi tratti, che sono di origine romanza, si aggiunge l%in-serzione degli awerbi, che è di provenienza slava, dunque allo-glotta. Tutti questi tratti concorrono a formare il quadro delle parti-colarità dell^istroromanzo nella parte più genuina e meno per-meabile del suo organismo linguistico, nel sistema morfosintat-tico. BIBLIOGRAFIA: Deanovic 1954: M.Deanovic, Awiamento alio studio del dialetto di Rovigno d^Istria, Zagreb Devescovi 1894: R.Devescovi, Vita rovignese. Bozzetti in verna-çolo, Rovigno La desinenza -1 délia 2 persona è senz^altro antica, dunque primaria, almeno nei verbi delle classi II, III e IV, ma identité dellNallomorfo del morfema lessicale, che abbiamo illustrato in precedenza e che è un fenomeno secondario, recente, rende conto délia conservazione délia velare anche nella 2 persona (deygi, non deyzi "dici"). 840 Gusmahi 1976: R.Gusmani, Considerazioni sul «prestito)) di mor- femi, «Lingua e stile» XI, num.3, pp. 393-407 Gulju-Romalo 1968: V.Gu^u-Romalo, Morfologie structurais, a limbii romSne, Bûcuresti Ive 1900: A.Ive, I dialetti ladino-veneti dellNIstria, Strasbourg Kranzmayer 1939: E.Kranzmayer, Frühromanische Mundarten zwischen Donau und Adria in deutschen und slavischen Ortsnamen, «Zeitschrift für Namenforschung» XV, pp. 193-224 Muljacic 1967: Z.Muljacic, Die slavisch-romanische Symbiose in Dalmatien in struktureller Sicht, «Zeitschrift für Bal-kanologie» V, num.2, pp. 51-70 Rohlfs 1966, 1968, 1969: G.Rohlfs, Grammatica storica della lingua italiana e dei suoi dialetti, Torino: Fonetica 1966, Morfologia 1968, Sintassi e formazione delle parole 1969 Schürr 1970: F.Schürr, La diphtongaison romane, Tübingen, Tübinger Beiträge zur Linguistik num.5 Skok 1936: P.Skok, Contributions à l'étude de lxistriote prévénitien, Mélanges Haskovec, Brno, pp. 310-315 Skok 1942: P.Skok, Considérations générales sur le plus ancien istroroman. Sache Ort und Wort, Romanica Helvetica 20, Zürich, pp. 472-485 Tekavcié 1967: P.Tekavcic, Su alcune particolarità nella coniu-gazione rovignese, «Travaux de Linguistique et de Littérature)) V, num.l, Strasbourg, pp. 225-233 Tekavôié 1969: P.Tekavcic, Testi istroromanzi dignanesi,«Travaux de Linguistique et de Littérature» VII, num.l, Strasbourg, pp. 275-303 Tekavcic 1970: P.Tekavcic, Iz povijesti istroromanskih govora, «Filologija» 6, pp. 283-299 TekavSic 1972-1973: P.Tekavcic, Il comune e lo specifico nel dominio istroromanzo, «Studia Romanica et Anglica Zagra-biensia»(SRAZ) 33-36, pp. 639-678 Tekavcic 1974: P.Tekavcic, Interferenze linguistiche istroromanzo- venete: sulle vocali finali nellvistroromanzo, comuni-cazione al XIV Congresso Internazionale di Linguistica 154 Romanza, Napoli 1974; Atti, pp. 447-467 Tekavčic 1975: P.Tekavčic, Caratteristiche e problemi del yerbo istroromanzo, SRAZ 39, PP» 55-105 Tekavčic 1977: P.Tekavčic, Historijske komponente istroromanske sintakse, comunicazione alia Conferenza scientifica sulla sintassi storica polacca, Mogilany 1976; Problemi polskiej skladni historycznej III, Kraków, pp. 102-126 Tekavčic 1978: P.Tekavčic, L%indígeno e l^alloglotto nell"ordine delle parole di un idioma di frontiera: 1%istroromanzo, comunicazione al 12. colloquio lingüístico, Pavia 1977% Akten des 12. Linguistischen Kolloquiums, Pavia 1977 I, Tübingen, pp. 67-77 Tekavčic II posto: P.Tekavčic, II posto dell%istroromanzo nella Romanía Circumadriatica,in corso di stampa negli SRAZ. Sažetak UIOGrA MOEFOSINTAKSE U INDIVIDUALNOSTI ISTROROMANSKIH GOVORA Specifični ¿je položaj istroromanskih govora nedvojben,kako u lingvističkom smislu tako i u svijesti tamošnjega stanovništva. Kao što je poznato, morfosintaksa je "najotpornija" razina je-zičnoga sistema, jer se gramatički morfemi, oblici, paradigme itd. praktički ne mogu posuditi. Zato i u pitanju jezične individualnosti istroromanskih govora morfosintaksa ima odlučujucu važnost. U kratkom se prilogu iznose ove morfosintaktičke osobitosti tih govora: 1) Posebna flektivna klasa imenica ženskoga roda: sing.-o/ plur. -e, koje nema ni u venecijanskom ni u furlanskom, a rezultat je fonetskoga prijelaza krajnjega /e/ preko /a/ u /o/. 2) Nastavak -1 u 1. licu prezenta večine istroromanskih govora, koji s nastavkom -i u 2. licu (u svim govorima) i -£ u 3.licu (takoder u svim govorima; u fažanskom -o_ >-u) tvori psiradigmu 155 -i -i -o, odnosno -o -i -o (-u -i -u}, nepoznatu u venecijan-skom i furlanskem. 3) Homofonija 1. i 2. lica u onim dijalektima koji u 1. licu i-maju nastavsk -i.* homofonija tih dvaju lica u prezentu nekih čestih glagola u s v i m istroromanskim govorima* homofonija prvih dvaju lica u futuru i kondicionalu takoder u svim istroromanskim govorima* napokon, identitet leksičkoga morfema u 1. i 2. licu u svim paradigmama svih glagola i u svim istroromanskim govorima (bez obzira na nastavke). 4) Oblici s "priraslim" ličnim zamjenicama, u 4. i 5« licu kon-dicionala, kao i obaju načina imperfekta, koji se nalaze u svim istroromanskim govorima (možda osim rovinjskoga) i koji su specifični za te govore (u talijanskim su dijalektima za-mjenice "prirasle" u 2. i 5. licu, i to u dijalektima koji nisu u direktnom dodiru s istroromanskim govorima). 5) Ovim morfosintaktičkim črtama možemo dodati i jednu samo sin-taktičku, tj. mogučnost umetanja priloga ili srodnih čestica izmedu nenaglašene lične zamjenice i glagola, što je nemoguče u talijanskom redu riječi, a normalno i pravilno u hrvatsko-srpskom i slovenskom, tako da se radi o očitom slavenskom u-tjecaju« Ta je pojava utvrdena kako u starijim tako i u novi-jim istroromanskim materijalima različita porijekla i sadr-žaja. Ovdje iznesene istroromanske specifičnosti recentne su, dakle su rezultat individualnih inovacija, a ne očuvanja latinskoga stanja« Kako proizlazi iz zadnje točke, u njima sudjeluju i aloglot-ski elementi* 156 Richard Sîrbu Timiçoara CDU 805.90-3:804.0 L'ANTONYMIE COMME MANIFESTATION DES RELATIONS DE SYSTÈME DANS LE LEXIQUE Bien que le vocabulaire ait en général un caractère ouvert et changeant, étant conditionné aussi par des facteurs extralinguistiques, le lexique présente cependant - dans chaque étape du développement de la langue - un système relativement stable et bien déterminé. De nombreux chercheurs se sont référés au caractère de système du lexique et ont essayé de dévoiler la multitude d%aspects que présente le vocabulaire d'une langue, envisagé en tant que tout unitaire, organisé en groupes ou champs lexico-sémantiques, ainsi que la variété des relations entre les unités lexicales dans leur organisation sur les deux axes: paradigmatique et syntagmatique. Le résultat de ces recherches a été l'apparition de dictionnaires idéographiques, thématiques et de type "trésor" ("thésaurus"), dans lesquels le lexique d'une langue apparaît divisé en un certain nombre de sphères conceptuelles, en classes et sous-classes lexicales. La division du lexique en champs sémantiques suppose en fait la délimitation, sur là base de traits différentiels sémantiques, de classes de mots ayant une sphère conceptuelle plus générale, qui couvrent par leur signification plusieurs sous-classes de mots, auxquelles se subordonnent à leur tour les unités lexicales monosémantiques correspondantes, organisées en séries synonymiques, couples antonymiques, groupes thématiques, etc.1 Dans le dictionnaire de P.M.Roget (Thesaurus of English Words and Phrases) par exemple, on trouve six sphères ou "classes" ("relations abstraites", "espace", "matière", "intellect", "volonté", "sentiments") qui se divisent en 157 Mais le caractère systématique du lexique se manifeste non seulement dans la paradigmatique, sous la forme des relations entre unités de contenu de la langue dans un certain champ lexico-sémantique, et de leur organisation en séries, groupes ou couples, mais aussi dans la syntagmatique, c"est-à-dire sous la forme que prennent les unités lexicales dans leur discursivité linéaire dans le contexte, conformément à des lois fonctionnelles. En ce sens, les coïncidences (et les non coïncidences) de comr-binaisons lexicales de synonymes ou d%antonymes, des composantes d^un groupe lexico-sémantique, ne sont pas aléatoires. Elles illustrent la même organisation évidente du lexique sur le plan de son actualisation syntagmatique (par exemple: chaud-froid /main, plat, ¿jour, accueil, etc./). Les relations de système du lexique sont encore mises en évidence par la possibilité de réduire les variétés de combinaisons lexicales propres à une langue (à un groupe lexico-sémantique) à un nombre limité d%invariantes ou "fonctions" lexicales, qui ne sont pas autre chose quvun certain type de traits sémantiques ("sens de profondeur"), qui peuvent être appliqués à un très grand nombre de lexèmes et de combinaisons lexicales concrètes. Par exemple, la fonction "factitif-causatif" ("faire en sorte que quelque chose devienne autre chose", "provoquer quelque chose") est propre à un groupe très nombreux de verbes tels que: amincir, agrandir, allonger, vieillir (quelqu%un), mécontenter, et autres. La possibilité de description de la structure sémantique des grands sous-ensembles de mots à l%aide de minimums lexicaux (ou invariantes sémantiques) présente une importance particulière pour les domaines dxactivité les plus divers, des recherches de lexicographie didactique aux traductions automatiques, 24 sous-classes et celles-ci, à leur tour, en 1000 thèmes. Chacun de ces 1000 thèmes comprend des mots apparentés sê- mantiquement, y compris leurs synonymes et antonymes. 158 toutes ces recherches étant intéressées à découvrir les traits systémiques du lexique. L%antonymie est par excellence une des manifestations évidentes du caractère de système de la langue en général (les catégories grammaticales et phonologiques opposées traversent le système de la langue d%un bout à l^autre) et du lexique en particulier. La classification des unités lexicales selon leurs composantes sémantiques contraires permet une description structurale de la langue, une mise en évidence claire des zones du lexique où l%on rencontre des microsystèmes sémantiques constitués de lexèmes opposés du point de vue du sens, qui forment des classes o fermées composées uniquement de deux termes. De tels couples stables de mots contraires ont une importance particulière dans étude des relations à 1"intérieur du lexique et même dans les recherches à caractère culturel-historique et sociologique, telles que la reconstitution, à l%aide des oppositions antonymiques, des modèles du monde et de la vie de peuples appartenant au passé lointain, ou la vérification de 1Nappréciation, par les contraires, de certains phénomènes de la vie sociale quotidienne, dans des recherches d^esthétique, à l*aide d%"échelles d%appréciation" du type: "beau-laid", "bon-mauvais", "gai-triste","chaud-froid", "mou-dur", "fort-faible" (cf. la méthode du "différentiel sémantique" proposée par Ch. Osgood).^ La connaissance des relations de type antonymique contractées par un mot d%un certain champ llexico-sémantique permet une détermination plus ample du sens de ce mot, une meilleure connaissance de ses relations avec dxautres unités lexicales et de sa place dans le système. Cf. C.E.Osgood, G.I.Susi, R.H.Tannenbaum, The Measurement of Meaning, Urbana, 1957, p. 280-304. Ibidem. 159 Tandis que dans certains compartiments du lexique les antonymes apparaissent sporadiquement et ne jouent pas un rôle important dans Inorganisation et la structuration des éléments lexicaux, dans beaucoup d%autres compartiments les relations d^antonymie prédominent, en constituant la forme principale dxordonnance des unités lexicales du système (voir, par exemple, les termes qui désignent les relations spatiales, les traits de caractère, les sentiments, etc.) L*antonymie représente une expression prégnante du caractère systématique du lexique, non seulement grâce au fait qu%elle contribue à 1%ordonnance des unités à sens contraire en oppositions binaires ou en paradigmes plus développés, mais aussi parce que les antonymes constituent le facteur constructif dans Inorganisation des unités lexicales à l%intérieur d%un champ lexico-sémantique. Étant disposés en couples stables et étroitement liés à leurs synonymes ou à d%autres mots d*un groupe lexico-sémantique, les antonymes forment souvent de véritables microsystèmes lexicaux "bipolaires" à l*intérieur desquels des paradigmes lexicaux entiers se groupent dans un certain ordre et suivent une certaine hiérarchie. Dans ces micro-champs sémantiques les antonymes apparaissent dans l^hypostase de coordonnées de base qui tracent les limites et les dimensions d%un fragment du système lexical de la langue, où sont disposées les autres composantes (les synonymes et les autres lexèmes apparentés sêmantiquement à un champ). L^antonymie apparaît comme une "fonction" sémantique qui polarise diaprés le sens des classes entières de lexèmes, en contournant d%une manière précise les limites des groupes lexi-co-sémantiques qui expriment des relations qualitatives, Confer, dans ce sens, notre travail Analiza semica a unor substantive care denumesc sentimente în limba romSnS, "Studii f|i cercetari lingvistice", XXV, 1974, nr. 3. 160 <5 quantitatives, complémentaires, coordonnées, "directionnelles", comme on va voir dans ce qui suit. Les relations dêrivatives ou les relations "fonctionnelles" des couples d%antonymes confirment, une fois de plus, l"idée que les antonymes peuvent se constituer en tant que base des relations de système dans un champ lexico-sémantique. Ainsi, en partant du critère structural-dérivationnel ou bien du critère fonctionnel-sémantique, on peut délimiter à 1%intérieur des champs lexico-sêmantiques les groupes de termes antonymiques ou des blocs d%antonymes constitués de: a) séries dêrivatives opposées, par exemple: fr. roum. gai - triste gaieté - tristesse ^(ségayer - (s%)attrister ( vesel - trist veselie - tristere a (se) înveseli - a (se) întrista / sarac - bc \ saracie - pauvre - riche ( sarac - bogat pauvreté - richesse appauvrissement - enrichissement appauvri - enrichi boga-Çie sarâcire - îmbogaÇire a sáraci - a se îmbogaÇi t sarácit - îmboga^it V b) couples dxantonymes réunis par la même grandeur invariante qu%ils expriment et qui a valeur de "fonction" (f). Par exemple, les adjectifs qui désignent des caractéristiques dimensionnelles ont de constantes sémantiques chaque fois nuancées par la spécification des aspects concrets visés (des "variables sémantiques"), par exemple: Confer notre livre Antonimia lexicalá în limba romêna, Edit. Pacía, Timiçoara, 1977, pp. 105-108, 125-157. 161 f, "grand."/"petit" - roum. "mare"/"mic" "en profondeur": roum. fr. "en longueur": roum. fr. "la durée": roum. fr. "en hauteur": roum. fr. "le prix"s roum. fr. "la densité": roum. fr. "la fréquence": roum. fr. "en grosseur": roum. fr. "en largeur": roum. fr. "le poids": roum. fr. "la difficulté": roum. "la distance": roum. fr. "la force, l'intensité": roum. fr. "la quantité": roum. fr. "la physionomie":roum. fr. "la température": roum. fr. profund-superficial (rana) profond-superficiel (plaie) lung-scurt (drum) long-court (chemin) lung-scurt (concediu) long-bref (congé) înalt-scund (om) haut-petit (homme) scump-ieftin (costum) cher-bon marché (habit) des-rar (p&r) épais-rare (cheveux) des-rar (întîlniri) fréquent-rare (rencontres) gros-sub-Çire (bâ^) gros-petit (bâton) lat-ingust (san-Ç) large-étroit (fossé) greu-uçor (geamantan) lourd-léger (valise) greu-uçor (exerci^iu) difficile-facile (exercice) îndepartat-apropiat (sat) lointain-proche (village) puternic-slab (om, vînt) fort-faible (homme, vent) mult-puÇin (bagaj) plusieurs-aucun (bagage) gras-slab (copil) gras-maigre (enfant) cald-rece (api) chaud-froid (eau) 162 cf. et: f. "commencement"/"fin" roum. "tnceput"/"sflrfit" "de vie": "de ¿journée": "d^exposition": "de concours sportifs": roum. naçtere-moarte fr. naissance-mort roum. diminea^ä- seará fr. matin-soir roum. deschidere-închidere fr. ouverture-clôture roum. start-finiç fr. départ-arrivée "d%ouvrage"(au sens "didactique ") : roum. introducere-încheiere ir. introduction-fin. établissement des constantes sémantiques, comme dans les cas discutés plus haut, se fait avec un degré accru d* efficience en utilisant la méthode de désintégration sémique des lexèmes; , apparentés sêmantiquement. En trouvant des composantes minimales de sens (sèmes) à valeur d"* invariant es sémiques (archi-sémèmes, archilexèmes), caractéristiques pour plusieurs unités lexicales, on peut arriver facilement à lxordonance de celles-ci en groupes thématiques, séries synonymiques, couples dxantonymes.^ Une autre manifestation des relations de système du lexique est constituée par Inexistence de paradigmes à synonymes et antonymes, de séries contraires dë synonymes, comme: Confer dans ce sens notre travail Antonimia cuvintelor care denumesc trasaturi de caracter In limba rusa contemporana, "Annales de L^ïïniversité de Timi^oara, Série sciences philologiques", XI, 1973, p. 95-111. 163 fjoie "t £gaietéJ détresse tristesse douleur* mal affliction, peine souffrance ,chagrin f contentement-mécontentement t satisfaction-insatisfaction i garçon-homme marié (roum.burlac-< insurat) ( marié- célibataire honnête-malhonnête 1 intègre—corrompu ^correct—incorrect Bans un champ sémantique, l^antonymie peut être révélée avec prégnance uniquement si lxon prend en considération toutes ses relations - directes et indirectes - avec les autres catégories sémantiques fondamentales - la synonymie et la polysémie- C*est le cas des termes qui désignent les traits de caractère - un domaine du vocabulaire où lxantonymie représente la principale modalité d% organisation et de structuration des éléments lexicaux en système. Ainsi, en analysant. les antonymes qui visent I*appréciation des traits de caractère en rapport avec leur objet de manifestation, on constate la possibilité de les grouper en fonction de Inexistence des six constantes sémiques de bases, 1) l%attitudé envers les hommes 2} lvattitude envers le travail et les objets du travail 3) lvattitude envers soi-même 4) lvattitude envers 1-a propriété 5} lvattitude envers les croyances, principes, normes morales 6) traits de caractère volitifs. Ces "constantes sémantiques" permettent de grouper les antonymes eu six champs léxico-sémantiques principaux, qui sont à leur tour composés de plusieurs micro-systèmes, chaque couple disposant dvune composante sémantique spécifique, par exemple: 1. ("lvattitude envers les autres hommes"): sociabilité-iasociabilité reconnaissance-ingratitude humanité-inhumanité gravité-légèreté sine êrit é-hypocrisie politesse-impolitesse... 164 2. ("attitude envers le travail et les objets du travail"): application-paresse conscience-indolence initiative-inertie habileté-inhabileté... 3. ("attitude envers soi-même"): modestie-orgueil dignité-humilité... 4. ("attitude envers la propriété"): générosité-avarice économie-gaspillage 5. ("attitude envers les principes, normes morales, croyances"): conséquence-inconséquence honnêt et é-malhonnêt été... moralit é-immoralité 6. ("traits de caractère volitifs"): c ourage-lâcheté fermeté-faiblesse indép endanc e-dépendance décision-indécision... Simultanément, analyse paradigmatique révèle la présence de relations spécifiques entre les termes de chaque groupe, relations déterminées par 1*enchâssement et 1*interdépendance entre antonymie-polysémie d%une part, et antonymie-synonymie d*autre part. Elle nous permet de mettre en évidence le fait qu%à l%in-r térieur du micro-champ lexico-sêmantique analysé ici, il y a des séries antonymiques de synonymes dans la composition desquelles les membres constitutifs contractent deux types principaux de relations sémantiques: a) relations linéaires b) relations radiales (symétriques et asymétriques). a. Relations linéaires: honnêteté-malhonnêteté correction-incorrection | .intégrité-corruption ) ' stabilité-instabilité constance-inconstance „ solidité-fragilité 165 b. Relations radiales - symétriques décision indécision fermeté -hésitation - asymétriques: ^ bravoure peur \ crainte effroi " lâcheté ) effroi 3ja notion d^opposition antonymique se révèle importante lorsqu%on établit les ressemblances et les différences entre les sens des divers mots sur le plan paradigmatique, mais aussi lorsqu^on étudie les relations "linéaires" les plus caractéristiques des mots dans la chaîne syntagmatique du langage, dans le texte. En reconnaissant la validité du principe de lxisomorphisms sur les plans de l"expression et du contenu, on peut supposer que, dans l*étude des unités lexicales, il y a une liaison étroite entre les traits paradigmatiques et les traits syntagmatiques des éléments de la langue. Cela signifie que toute manifestation paradigmatique (les couples antonymiques dans notre cas) doit se refléter (concrétiser ses particularités) sur le plan des relations syntagmatiques, c^est-à-dire 1) dans divers types de constructions grammaticales où l*on emploie les termes d*un couple antonymique, 2) dans les classes sémantiques de mots avec lesquels ils se combinent, 3) dans les structures syntaxiques les plus caractéristiques où ils apparaissent. 166 Autrement dit, par l'analyse syntagmatique on arrive à établir les lois de 1%emploi des antonymes dans le discours, à relever ce qu%il y a de typique dans le contexte donné, pour deux mots opposés du point de vue sémantique, selon un ou plusieurs traits sémantiques distinçtifs. L%établissement des types structuraux de base des oppositions syntagmatiques entre les antonymes, la mise en évidence des contextes communs et spécifiques aux termes contraires, ont une importance à part pour la description des caractéristiques pa-radigmat i que s des antonymes et pour leur classification (la systématisation des contextes à sens identique ou non-identique). Ainsi, en partant de la précision des oppositions syntagmatiques que deux antonymes réalisent régulièrement -dans le contexte, on arrive aisément aux traits sémantiques communs et différentiels relevants sur le plan paradigmatique. Fondée sur la proximité lexicale et sur la corrélation établie -entre divers contextes typiques possédant une forte puissance de caractérisaiion, reflétant les cas les plus représentatifs d''emploi des antonymes dans le texte et les différentes variantes lexico-sémantiques des antonymes étudiés, on peut établir la série paradigmatique des mots en tant que système de sens se trouvant dans -une relation étroite d'int erconditionnement. Voilà quelques-unes des variantes lexico-sémantiques des antonymes roumains gros-subfrire -(fr. gros-minee), relevées par leur emploi syntagmatique: GROS (GROASA) - SUB^IRE ; fr. GROS (GROSSE) - MINCE 1. Caractéristique du point de vue -du diamètre, de la circonférence, de la largeur de l'objet: gros-sub^ire (trunchi, picior, gît; fir, sîrma, copac .literâ . ..)v gros-mince (tronc, jambe, cou; fil, arbre,lettre »..). des exemples illustratifs 167 2. Caractéristique extérieure de l^homme: gros-sub^ire (om, femeie, bâiat fr. gros-maigre (homme, femme, garçon...) 3. Caractéristique du point de vue du volume des objets désignés (grosseur): gros-sub-frire (carte, caiet, covor, scîn-dur& ...);fr. gros-petit (livre, cahier, tapis, planche ...) 4. Caractéristique du vêtement qui tient/qui ne tient pas chaud: gros-sub-frire (palton, hainâ, ciorapi, m&nufi ...)i fr. gros-léger (manteau, complet, bas, gants ...) 5. Caractéristique du point de vue de la grandeur de la couche qui couvre une surface plane: gros-sub^ire (strat, polei, ghia-Ça ...); fr. gros-mince (couche, verglas, glace ...). 6. Caractéristique concernant la concentration, la densité, la consistance des liquides: gros-sub^ire (smîntîna, ulei ...); fr. gros-fluide (crème, huile ...). 7. Caractéristique de la voix, des sons: gros-sub^ire (voce, glas ...); fr. gros-faible (voix, ton ...). 8. Caractéristique des hommes du point de vue du comportement et de leurs goûts: gros-sub^ire (om - "la obraz"); fr. gros-fin (homme). En établissant le système de sens dNun couple antonymique, on n%obtient pas en général tout le paradigme du mot donné, mais seulement les sens qui sont essentiels et pertinents pour l*an-tonymie de ce mot par rapport aux autres mots. A 1"occasion de la classification des sens obtenus à la suite de identification et de la délimitation des principaux emplois contextuels des lexèmes en question, on ne considère pas les particularités spécifiques dxemploi, différentes d*un terme contraire à l*autre. Ainsi, faute de corrélations parfaites, nous ne reter nons pas les syntagmes du type umbra groas& ("compacté") (fr. ombre épaisse), et, respectivement vînt sub^ire ("t&ios") (fr. vent mince /"cinglant"/) sau baiat subtire ("délicat") (fr. garçon fin /"délicat"/)« Les contextes qui ne. sont pas communs aux deux termes opposés pourraient être discutés seulement lors d%une 168 analyse ultérieure, qui essaierait de déceler des incompatibilités syntagmatiques étroitement liées à des incompatibilités sémantiques paradigmatiques. Il en résulte qu* indépendamment du sens que nous donnons à 1%analyse, de 1*aspect paradigma-tique à 1*aspect syntagmatique ou inversement, le résultat est, en un certain sens, le même, à savoir la mise en évidence de Inexistence de système lexical. Povzetek ANTONIMIJA KOT IZRAZ SISTEMSKIH ODNOSOV V BESEDIŠČU Avtor odkriva nekaj pomembnih jezikoslovnih vidikov, ki jih razodevajo antonimi v leksikalnem sistemu nekega jezika, in postavlja tezo, po kateri predstavlja antonimija najpomembnejšo obliko strukturiranja leksikalnih prvin v jeziku. Na osnovi primerov, ki so vzeti iz romunskega in francoskega jezika, dokazuje avtor, da so antonimi lahko oporne točke sistemskih odnosov v leksikalno-semantičnem polju, s tem, da predstavljajo osnovne koordinate, po katerih se leksikalne enote uredijo - tako na paradigmatski kot na sintagmatski osi - v tako imenovani "bipolarni" sistem; "to se pravi v antonimične sklope različnih tipov: v serije derivatov, ki tvorijo opozicijo, v dvojice an-tonimov, ki izražajo količinske stalnice oziroma semantične funkcije z vrednostjo "arhisemema", v mešane paradigme anto-nimov in sinonimov. 169 Momcilo D. Savic Beograd CDU 805.0-559.12/.17 L%US0 DEI TEMPI PASSATI NEI QUOTIDIANI PUBBLICATI NELLE JUNGUE ROMANZE CON PARTICOIARE RI GUARDO ALL%ITALIANO* Non c%é dubbio che i quotidianí, seguendo l^uso di tutti i mezzi comunicativi rivolti ai ceti piü larghi, si riducono - se vogli-amo esaminarne il lessico, la morfologia e la sintassi o, per meglio diré, la stilistica nel suo insieme - a una espressione lingüistica che dovrebbe esser comprensibile a tutti quelli nelle cui mani pervengano. In altre parole, si tratta di espressioni linguistiche che non dovrebbero essere estranee alie masse, sia dal punto di vista lessicale sia da quello morfologico e sin-tattico. Dato poi che é difficile pervenire a un corpo che in-cludesse la lingua parlata, abbiamo deciso di sottoporre alia nostra analisi la lingua dei quotidiani, stimando di potervi trovare, se non una lingua parlata al livello nazionale, almeno un suo aspetto."*" II testo di questo lavoro è stato presentato alia confe-renza tenuta alla Facoltà di Filosofia di Zagabria il 2 aprile 1979, durante la visita fatta a questa Alta Sede. Dobbiamo dire che prima di esserci assunti a stendere questo testo abbiamo avuto una lunga esperienza concer-nente i mezzi verbali che fanno parte della stampa quoti-diana, non solo di quella pubblicata in italiano e in ser-bocroato ma anche in alcume altre lingue europee. Ne citia-mo un numero fra i nostri scritti che, trattaño un problema simile sia per intero sia in parte, sia dal punto di vista comparativo sia da quello contrastivo: Contribuíie la cercetarea comparativa a aoristului sîrbocroat gi a perfectului simplu román in limba literara [contributo alia ricerca comparativa dell*aoristo serbocroato e del 171 perfetto semplice nella lingua letterariaj (in Analele SocietaÇii de limba românâ 1, Zrenjanin 1970, pp. 65-74)", Sredstava za iskazivanje prošlosti u dnevno j štampi nekih evropskih ¿jezika [jyiezzi per esprimere il tempo passato nella stampa quotidiana di alcune lingue europeej (in Anali Filološkog fakulteta X, Beograd 1970, pp. 295-534)-, Iskazivanje prošlosti u srpskohrvatskoj i rumunskoj publicistici [L11 esprimere del passato nella pubblicistica serbocroata e quella romena~j (in Radovi Simpozijuma, Vršac 22-23 V 1970» Pančevo 1972, pp. 369-382)% Func-friile de baza ale aoristu-lui sîrbocroat ale perfectului románese în lumina lim-bilor romanice gi balcanice [Le principali funzioni deli" aoristo serbocroato e del passato semplice romeno alia luce delle lingue romanze e balcaniche^ , Pančevo 1972% L*es-pressione del passato nei quotidiani delle lingue balca-niche (in Lingüistica XIV, 1974, pp. 65-76)% Modi di esprimere il passato nella lingua degli storici dei popoli balcanici (in Balcanica V, Beograd 1974, pp. 369-394)% Alcuni problemi della traduzione dallxitaliano in serbocroato e viceversa relativi alla temporalità (in Atti del XIV Congresso internazionale di Lingüistica e di Filologia romanza, Napoli, 15-20 aprila 1974, pp. 669-681)% Upotreba indikativnih vremena u srpskohrvatskoj i rumunskoj istorio-grafiji £l%uso dei tempi indicativi nella storiografia serbocroata e in quella romenaj (in Analele Societ^û d-e limba românâ 8, 1977» pp. 17^-183)% ^eka zapažanja u vezi sa sintetičnoscu i analitičnošču srpskohrvatske konjugaci-je u odnosu na susedne jezike [Alcune osservazioni con-cernenti la sinteticità e l%analiticità della coniugazione serbocroata în relazione aile lingue limitrofe^ (in Naučni sastanak slavista u Vukove dane 6, Beograd 1977» vol. 1, pp. 145-156). 172 Non essendo stati sempre in grado di limitarci strettamente alla lingua dei quotidiani, abbiamo esteso le nostre ricerche sul-le pubblicazioni settimanali e mensili, tenendo conto di esaminare in primo luogo quelle pagine che offrono una comunicazione vera e propria e non quelle che si riducano a considerazioni letterarie, saggistiche, storicistiche o altre, il che esige - in diverse lingue (e non soltanto in quelle romanze) - particolari 2 mezzi espressivi morfologico-sintattici. Sta di fatto che, ac-cingendoci a questo studio, ci siamo giovati - il che resulterà dai titoli delle pubblicazioni periodiche consúltate - prevalen-temente délia stampa di sinistra (non tràscurando neanche quella del centro) nella speranza di potervi incontrarè espressioni del linguaggio quotidiano. Per poter vedere come si comporta la stampa italiana in questo riguardo, abbiamo tenuto opportuno di esaminare questo problema in modo comparativo rivolgendoci anche aile analoghe espressioni a cui ricorrono i quotidiani e i periodici pubblicati in altre lingue romanze. Abbiamo, dunque, eseguito l^analisi di un numero di giornali e di periodici pubblicati nei Paesi in cui si parlano le lingue romanze non prendendone in considerázione che quelle principali e prescindendo dai giornali pubblicati nei Paesi in cui le lingue romanze sono straniere (p.e., il francese nei Paesi francofoni). Trattandosi di un%analisi molto ampia, la nos-tra ricerca si è limitâta aile prime quattro pagine delle seguen-ti pubblicazioni: Avantel e Portugal socialista (per il porto-ghese, tuttve due pubblicate nei Portogallo); Granma (pubblicata a Cuba) e Mundo obrero (pubblicata in Spagna) per lo spagnolo-, Le Peuple, L%Humanité, Le Monde e Voix ouvrière per il francese, includendo tanto i quotidiani che appaiono.in Francia quanto quelli pubblicati nei Belgio e in Svizzera* Scînteia per il ro- Alcixni fra i lavori citati nella nota precedente trattano proprio i problemi che escono dal quadro stretto del nostro interesse a cui ci siamo accinti in questa sede. 173 meno; mentre fra i quotidiani italiani abbiamo preso in consi-derazione: il Corriere délia Sera, l'Avanti! e L'Unità.^ Se perÔ le prime quattro pagine del giornale o del periodico che esaminavamo erano vuote o sprowiste di testi adatti aile nos-tre esigenze, cioè prive di forme verbali esprimenti il passato, noi le abbiamo sostituite eseguendo l'analisi sulle quattro pagine successive (non superando mai questo numero) il cui testo corrispondeva meglio al nostro proponimento, il che è sempre specialmente evidenziato in calce alla pagina del nostro lavoro. Nell'intento di vedere i risultati delle nostre indagini più comprensibili all'usufrúente di questo studio, abbiamo deciso di mettergli a disposizione uno specchietto indicante i dati nume-rici relativi alla situazione trovatavi. Lo specchietto indica, dunque, quali e quanti mezzi temporali dell'indicativo, serventi a esprimere il preterito del passato rispettivamente il passato sono inclusi nei testi sfruttati. Fra parentesi sono date le percentuali, le quali, trattandosi délia ineguale distribuzione dei singoli tempi passati nei giornali e nei periodici analizza-ti, possono qualche volta contribuiré a notar meglio la diffe-renza esistente fra le singóle lingue, cioè la sostanza del problema di cui ci siamo assunti il compito di risolvere. Prima di iniziare la discussione dei dati numerici e delle percentuali esposti nello specchietto, ci sentiamo in dovere di Abbiamo esaminato i seguenti numeri dei giornali menziona-ti [fra parentesi diamo abbreviazioni] : AvanteI [Av.] del 27 dicembre 1978% Portugal socialista []p.s.] del mese di maggio 1978; Granma Qg-.J del 2 geimaio 1977i Mundo obrero [M.o.] del 16-22 novembre 1978; Le Peuple [p.] del 20 dicembre 1978; L^Hiimanitfe del 25 novembre 1978; Le Monde [jî.] del 27 dicembre 1978; Voix ouvrière [v.ou/J del 18 aprile 1978; Scînteia [[s.] del 8 dicembre 1978; Corriere délia Sera [c.S.J del 21 dicembre 1978; Avantil [A.] del 27 dicembre 1978; e L^Unità [u.] del 7 dicembre 1978. 174 daré alcune spiegazioni preliminar! concernenti sia la terminologia adoperata sia il nostro procedimento. Siamo tuttora del parere che i risultati matematici a cui siamo pervenuti possano offrirci una visione abbastanza esatta sullxuso dei tempi passati nei giornali contemporanei italiani oppure, se forse non siamo riusciti a individuare il problema, awiarci a una discussio-ne diversa. Quanto alia terminología di cui ci siamo valsi, è necessario dirne qualche parola. Essendo a conoscenza che nelle singóle lingue neolatine, il portoghese, lo spagnolo, il francese, il rome-no e l%italiano, i termini applicati indicanti il passato e il preterito del passato sono molto differenti fra di loro, in que-sta occasione siamo ricorsi -.giacchê il punto centrale délia no-stra indagine è proprio ^italiano - alia usuale terminología italiana. Un%unica eccezione sarebbe il terminé "trapassato sem-plice" a cui ricorriamo trattandosi del piuccheperfetto sempli-ce, tipico tanto delle lingue nella Penisola Ibérica quanto del romeno, sebbene le forme spagnola e portoghese, da una parte, e quella romena, dall%altra, abbiano due origini diverse: la prima cioè deriva dal piuccheperfetto latino dell"indicativo, l*al-tra invece da quello del congiuntivo. Tornando poi al modo del nostro procedimento dobbiamo aggiun-gere come segue: Pur avendo voluto limitare la nostra analisi esclusivamente a quei mezzi temporali che servono ad esprimere E logico che, procedendo cosí, non abbiamo tenuto sempre conto del problema "tempo-modo", importante tanto dal punto di vista sincrónico quanto da quello diacronico. - In questo senso vorremo indicare al nostro lavoro, Contributo alia soluzione del problema "tempo-modo" (in Actes du Xe congrès international des linguistes, Bucarest, 28 août -2 septembre 1967, éditions de lxAcadêmie de la E.S. de Roumanie, Bucarest, IV, pp. 331-338). 175 il passato, abbiamo ampliato la nostra ricerca, cosa che risulta evidente anche nello specchietto, a quelli -che indicano - a seconda delle rególe grammaticali - il preterito del passato. Questa presa di posizione è dovuta al fatto che aile volte è impossibile notare la differenza funzionale fra i mezzi espri-menti il passato e fra quelli che esprimono il preterito del passato. Di conseguenza, si tratta delle forme verbali che possono sostituirsi ricoprendo forse azioni concomitanti, sebbene nel portoghese la terza persona plurale del passato remoto e quella del trapassato semplice siano omonime. Vale la pena metter in evidenza il fatto che, dallo spoglio dei giornali e periodici consultati, non risulta nessun esempio di uno dei tanti tempi pluricomposti, tipiei di moite lingue euro-pee, fra cui anche quelle romanze (p.e., Il francese), includen-dovi anche certi dialetti dell'ltalia Settentrionale. Passando ora alla discussione sulla situazione statistica che lo specchietto ci offre movendo da sinistra a destra, seguendo cioè le caselle in cui vengono segnati i valori numerici a cui siamo pervenuti, cominceremo la nostra esposizione da una visi-one generale in base alla quale possiamo constatare - quello che anche ci aspettavamo - una disproporzione evidente nell'espres-sione giornaliera fra l'uso dei tempi trapassati e quella dei tempi passati, tenendo conto delle forme verbali indicative che esprimono le relazioni in questione, e non le funzioni di dette forme. Dunque, l'uso dei tempi passati - come risulta dalle singóle caselle, particolarmente da quelle segnate "insieme", sia nel numero assoluto sia nella percentuale - supera di gran lunga quello dei tempi trapassati, che aile volte si riducono a una percentuale insignificante, p.e., nelle pubblicazioni Avantel, Cfr. Maurice Cornu, Les formes surcomposées en français, Bern 1953, pp. 8, 92 e 236* Gerhard Rohlfs, Historische Grammatik der italienischen Sprache und ihrer Mundarten, Band II, Bern 1949, pp. 480-481. 176 Mundo obrero o Scînteia. In alcuni altri casi, tale percentuale ammonta approssimativamente a una decima parte di tutti i tempi passati e trapassati che abbiamo registrati, almeno giudicando dai giornali pubblicati in francese, Le peuple e Le Monde. Quan-to ai giornali italiani, questa percentuale oscilla fra il 5 e il 10. Come spiegare la disproporzione esistente fra l'applicazione dei tempi trapassati e fra quella dei tempi passati nelle singóle lingue neolatine? Pur parlando della lingua dei quotidiani, crediamo poter affer-mare che la nostra discussione in questo riguardo esce dai limiti strettamente indicati dai titolo di questo contributo, met-tendoci cioè a disposizione un quadro reale concernente la fre-quenza delle singóle forme verbali. In alcune lingue romanze, prenendo in considerazione la lingua scritta e prescindendo da quello che appare in molti dialetti, tanto nel romeno quanto nel portoghese (in qu'est ^ultimo il fenomeno è piû marcato che nello spagnolo), le forme composte non hanno ancora tróvato una con-ferma ' comiine (almeno tráttandosi di certi tempi ben def initi) , particolarmente se esaminiamo questa situazione in rapporto alio stato. delle cose che fanno riscontro nelle regioni di lingua francese e di quella italiana. Aggiungiamo ancora che al romeno manca un trapassato composto se prescindiamo da una forma plu-ricomposta (sia dxorigine slava o balcanica) che incontriamo nei testi antichi e che non fa parte - parlando in generale - nê dei quotidiani nê della lingua moderna. Nelle lingue romanze peri-feriche viene poi meno rispettata la concordanza dei tempi, Quanto ai tempi pluricomposti nel romeno e nelle lingue balcaniche, ne abbiamo fatto menzione nel nostro lavoro Neka zapazanja ...., citato nella nota 1. 177 fenomeno che, del resto, è ignoto al romeno.7 Se, alla fine, sottolineiamo che alcune forme verbali, registrate da noi come indicative (esprimenti cioè il piuccheperfetto spagnolo e por-toghese) possono essere interpretate anche come condizionali, risulta che le percentuali assolute dei tempi trapaSsati dellN indicativo che abbiamo segnato sono sensibilmente inferior! a quelle che figurano nello specchie-tto, per non dire addirittura insignificanti. Vorremmo perd attirare l^azione al fatto che, a differenza del trapassato prossimo che si riduce a un tempo dvuso pomune per esprimere il preterito del passato, il trapassato remoto 1"abbiamo registrato durante le nostre indagini soltanto düe volte: ambedue gli esempi sono stati riscontrati nei giornali francesa. Nei giornali portoghesi, spagnoli e italîani questa forma non è stata constatata. f Sulla assenza della concordanza dei tempi nei romeno, cfr. M.D.Savic, Eine Besonderheit- des rumänischen unter den romanischen Sprachen - das Fehlen der Zeitenfolge (in Dacoroma-nia 5, Freiburt-München 1975-76, pp. 227-233). - Bisogna ag-giungere che questo fenomeno, non tipico délié'lingue slave e di quelle balcaniche (in cui viene incluso anche il romeno), talvolta fa parte della sintassi della lingua albane-se, il che - a parer nostro - è una influenza diretta della lingua italiana, dato che le prime opere letterarie in al-banese appaiono in Italia grazie agli autori bilingui.Cfr. M.D.Savic, Concordanza dei tempi: fenomeno non balcanico in una lingua balcánica (in Lingüistica XV, 1975, PP»159-171). 8 x Attiriamo lxattenzione al parere che abbiamo esposto in relazione alie funzioni del trapassato remoto italiano. Cfr. M.D.Savic, Jedno vreme u "Dekameronu" (Prilog sintaksi tra-pasata remota) [un tempo nei "Decameron" (Contributo alla sintassi del trapassato remoto] (in Živi jezici IV, vol. 1-2, Beograd 1962, pp. 23-33); Il trapassato remoto nella Commedia di Dante, Zbornik o Banteu, Beograd 1968, pp.65-69; 178 Tralasciando ora il trapassato semplice e quello remoto, dato che si tratta dei tempi di scarso impiego, illustriamo con qual-che esempio 1xapplicazione del trapassato prossimo come l%abbi-amo incohtrato nei testi in esame delle singóle lingue romanze. Cominciando dal portoghese, possiamo aggiungere che único esempio del trapassato prossimo offertoci dai giornali consul-tati in questa lingua, indica dawero il preterito del passa-to: "A segunda destas empresas foi intervencionada e recentemen-te foi devolvida ao patronato; registre-se que, no decorrer da intrevençao, o gestor nomeado pelo Estado foi um dos patroes que a tinha abandonado«" (Av., p.3) Possiamo ripetere la stessa constatazione parlando degli esempi ricavati dai giornali pub-blicati in spagnolo: "La labor de montaje fue muy compleja; nos llevó semanas el ordenamiento de las munerosas imágenes que hablamos filmado en los distintos frontes de combate." (G., p.3), dove la funzione preteritale riguardo al passato risulta dal contesto, il che non è sempre evidente dalla proposizione in cui appare la forma in parola: "Las centrales convocantes hablan celebrado, durante la mañana de esa jornada y la víspera, asamblea en los centros más importantes del pais."(M.O., p.4), il che ci ha indotto a non far sempre differenza fra il passato e il suo preterito. Passando poi ai quotidiani francesi e a quelli italiani, c%im-battiamo più spesso nel trapassato prossimo. Questo tempo vi fa riscontro abitualmente negli esempi in cui nxe evidente il significato assoluto, offerto qualche volta dal contesto: "En janvier 1973» Namur avait déjà osé lorsqu%un magistrat dinan-tais fit appréhender Willy Peers, amorçant ainsi vine détention qui allait durer près de six semaines..." (P., p.2); "On leur avait promis une vie idéale dans une architecture nouvelle..." Q ... Il trapassato remoto nelle tre redazioni del romanzo man-zoniano (in Lingüistica XII, 1972, pp. 219-227). 179 nota - serve nella maggioranza dei casi tanto ad offrire la des-crizione del fondo in cui si stanno svolgendo le azioni quanto a indicarne 1* iterazione.^ Trattandosi poi di un impiego dell^imperfetto comune a tutte le lingue romanze, impiego che trae 1Norigine dal latino, crediamo opportuno illustrarlo "soltanto con qualche esempio evitando ogni discussione ulteriores "A decisâo dos membros do PS ê tanto mais grave quanto é tomada numa altura en que as forças reaccionarias desencadeiam urna larga ofensiva contra a democracia.11 (Av., P.2); "Concluiram-se depois, e já últimamente, as negacioes complexas que se arrastavam hâ quase un.ano com o PMI." (P.S., p.7)\ "En ocasiones, las acciones eran imprevisibles y habla que estar en primera fila captando el desarrollo de las operaciones lo más cerca posible del enemigo." (G., p.3); "Los trabajadores de las factorías de General... demonstraban nuevamente esa capacidad de comprensión..." (M.O., p.4-)^ "Serge Baudo...était le second grand chef d%orchestre chinois depuis le début de la Révolution culturelle en 1966." (P., p.2)% "Elles tendaient pourtant...à souligner les plus défavorisés." (H., p.3)% "Come si prevedeva, la riapertura del bazar e l*annunciata riapertura dell%universi-tl... hanno provato che non è stato fatto nessun passo verso la stabilizzazione." (O.S., p.5)% "La modalité. dell*attentato, la BOdlta dell*obbiettivo, la frequenza con la quale in quei tempi si susBeguivano azioni dinamitarde fecero ritenere..." (A., p. "Il nuovo sistema monetario doveva ... essere configurato in modo tale di rispondere a requisiti fondamentali... " (U., p.l)v A proposito delle funzioni dell*imperfetto italiano (e forse dell"imperfetto romanzo in generale), facciamo menzione di un lavoro contrastivo molto importantes Tatjana Jeremic, Italijanski imperfekat i prevodni ekvivalenti u srpskohr-vatakom jeziku [L%±mperfetto italiano e le forme serbo-croate équivalent i] (in Godišnjak Saveza društava za prime-njenu lingvistiku Jugoslavijej No 1, Beograd 1977, PP» 57-77). 182 "Cum se aflau in termen de garantie, tatal le-a împachetat frumos çi le-a expediat..." (S., p.4) A questi esempi vanno poi aggiunti quelli, in primo piano ti-pici del francese e dell*italiano, in cui lximperfetto viene sottoposto al fenomeno délia concordanza dei tempi. Non bi-sogna neanche dimenticare un altro fenomeno legato a questo tempo. Sebbene di rado, vi fa riscontro un imperfetto - dicia-molo "perfettivo" - che serve a riattualizzare le azioni presentándole agli occhi del lettore o dell*ascoltatore come ce le offre lo schermo cinematográfico o quello televisivo."1""1" Avendo esaminato l%applicazione di tutti gli altri tempi» es-primenti il passato e il preterito del passato nella lingua dei giornali, resta a occuparci del problema fondamentale delle nostre indagini, delle funzioni cioè dei due tempi di cui non abbiamo discusso finora: il passato remoto e il passato prossi-mo, i quali - per il numero assoluto e per la percentuale in cui sono registrati - abbracciano la maggior parte dei casi rilegan- do tutti gli altri tempi alla periferia e rendendoli quasi su- 12 . perflui. Nello stesso tempo vi constatiamo una disproporzione "*"1 Questa applicazione dell*imperfetto s*incontra in tutte le lingue romanze (cominciando dal romeno fino a quelle délia Penisola Ibérica). 12 Non possiamo in questo luogo dimenticare uno studio prezi-oso dedicato a questo problema da Mitja Skubic, Gontributi alla storia del preterito nell*italiano (in Dissertâtiones Academiae scientiarum et artium Sloveniae, classis Ils Phi-lologia et litterae, VII/8, pp. 343-400), studio del quale non cessiamo di tener conto occupandoci del problema in parola. Facciamo menzione anche degli altri lavori dello stesso autore che trattano un problèma simile: Le forme del preterito nel Goldoni (in Lingua Nostra XXIV, 1963, pp.42-43); Le passé simple et le passé composé dans la langue des troubadours (in Lingüistica V, 1963» PP. 61-70); Prêterito 183 d*impiego dei due tempi menzionati nelle singóle lingue romanze. Questo momento risulta anche dai titoli e sottotitoli che ci of-frono le pubblicazioni consúltate. Da una parte, nei giornali portoghesi e spagnoli vi troviamo esclusivamente il passato remoto: "0 Comité Local de Lisboa promoveu, no passado domingo, no Vale do Silêncio, aprazivel zona verde situada nos Oliváis, a Pesta da Libertade, na quai parteciparam dezenas de milhares de pessoas." (Av., p.3)» "Mario Soares ... falou ao Pais, no passado dia de 9 Maio ..." (P.S., p.5); "Concluyó el proceso del traspaso de funciones de organismos estatales a los órganos del Poder Popular... "(G., p. 1)-, "El pasado dia nueve de noviembre tuvo lugar el pleno del Congreso sobre orden público, en el qual intervino el diputado comunista por Málaga ... (M.O., p.4). Dall%al.tra parte, i titoli e sottotitoli dei giornali francesi, italiani e romeni vi offrono soltanto il passato pros-simo: "Le Roi a commencé ses consultations" (P., p.l); "L%appel du Parti communiste français a été entendu" (H., p.l); "Le président égyptien a ... accusé M. Begin" (M., p.3); "Le neuvième congrès de la Fédération syndicale mondiale s^est ouverte en Tchécoslovaquie" (V.ou., p.l); "Dal "72 si sono susseguiti due gradi di giudizio" (A., p.4-)% "I fatti nuovi che hanno impedito l*adesione italiana (U., p.1); "Tovar&çului N. Ceauçescu i-a fost Inmtnata. medalia de aur" (S., p.3). I casi di questo tipo abbondano su tutte le pubblicazioni sfruttate eccettuando il Corriere délia Sera che si porge i titoli a verbi elittici, per lo piû dati al passivo. Invece di continuare la discussione iniziata concernente i simple y compuesto en el español hablado (ib., VI, 1964, pp. 87-90) ; II preterito nel toscano parlato (ib., VII/1, 1965, pp. 85-90); Le forme del preterito nei "Promessi Sposi" (in Filološki pregled 1966, pp. 139-143); Le sorti del preterito nel Bembo e i altri cinquecentisti (in Lingua Nostra XXVIII, 1967, pp. 19-22); Preterito semplice e composto in Dante, Zbornik o Danteu, Beograd 1968, pp. 71-76). 184- risultati offerti dallo specchietto, crediamo utile, attenendo-ci pur sempre ai problemi délie lingue romanze e in primo piano a quelli délia lingua italiana moderna, uscire per il momento dai limiti délia sincronia facendo vedere anche la parte stori-ca del problema che incide, oltre alie lingue neolatine, quasi in tutte le altre europee, siano esse d^origine germanica, slava od altra. Si tratta del cosiddetto modo sintético o analitico d^esprimere il passato, di una concorrenza cioè fra i due modi d^espressione che dura molti secoli e che, a poco a poco, fa prevalere in moite lingue le forme analitiche, mentre quelle sintetiche stanno applicandosi meglio alla periferia dell^Euro-1-5 pa méridionale. Prescindendo dalle lingue europee non romanze in cui questi procesi sono già in corso o moite volte compiuti -il che risulta molto più evidente nel linguaggio parlato che nel-la lingua scritta, la quale continua a restar fedele all^espres-sione tradizionale (cioè anacrónica) - vorremmo menzionare sol-tanto i processi effettuati in questo riguardo nella lingua' serbocroata in un periodo relativamente breve di duecento aimi. Astrazion fatta dall^imperfetto serbocroato, che si riduce a una forma trascurabile nella lingua letteraria, pur facendo par- 14 te della Sacra Scrittura e di alcune paríate isolate, attiria-mo l^attenzione alia sparizione accelerata dellxaoristo serbocroato, il quale va sempre più estinguendosi nella lingua viva e si conserva únicamente in quelle paríate serbocroate, incluse nelle lingue balcaniche, mentre non lo troviamo più in quelle 13 Cfr. Antoine Meillet, Sur la disparition des formes simples du prétérit, Linguistique historique et linguistique générale I, 2e éd., Paris 1926, p. 150 e ss. Cfr. Mihailo Stevanovic, Savremeni srpskohrvatski jezik II {^Lingua serbocroata contemporáneaJ , Beograd 1969, pp. 628640, che, pur dando uno spazio abbastanza ampio all^appli-cazione di questo tempo nella lingua degli scrittori clas-sici serbocroati sulle cui opere si studia di solito la lingua letteraria, mette in rilievo che l^imperfetto non fa oggi parte delle paríate popolari. 185 paríate limitrofe alie lingue occidentali. Nella maggior parte del territorio lingüístico serbocroato questa forma verbale é in sparizione, cedendo al passato analítico. Se invece continua a essere applicata, non entra che nelle opere letterarie che se- guono una tradizione lingüistica delle epoche precedenti in cui questa forma fungeva da mezzo lingüístico vivente, owero fa riscontro nel linguaggio parlato, per lo piü affettivo, di quei parlanti che l'hanno preso in ereditá dalla loro casa nativa. Si riduce perd ai verbi d%aspetto perfettivo e non a quelli d*a- 15 spetto imperfettivo. ^ Quanto alia lingua dei giornali e quella delle pubblicazioni scientifiche, non vi trova accesso, eccet- 16 tuando alcuni casi periferici. Questo momento risulta evidente se eseguiamo il confronto fra i tempi esprimenti il passato nelle pubblicazioni scientifiche e nei giornali serbocroati dNog- gi e in quelli che erano pubblicati negli anni che precedevsno 17 1 ultima guerra mondiale» Come possiamo constatare, l'aoristo serbocroato - adoperiamo in questo caso quell'appeIlativo dato- -1 Q gli da parte dei grammatici serbi e croati - si riduce nella lingua moderna a un mezzo verbale puramente stilistico, potendo sempre essere sostituito dal passato analítico senza modifica-zioni temporali e sintattiche (naturalmente, eccettuando pochi oasi specifici). Ritornando al campo strettamente romanzo e non volendo stori-cizzare, dobbiamo pur gettare un po' di luce sulla preistoria 15 16 Abbiamo sottolineato questo momento nel nostro volume citato ffunctiile de bazS ... Cfr. M. Stevanovié, op.cit., pp. 607-628. ib., p. 608. ^ Cfr. l*articolo gi& citato i/'espressione del passato nei quotidiani delle lingue balcaniche. 18 Ricorriamo a questo appellativo applicato dai linguisti e grammatici serbi e croati per non usare il termine no-strano "predjasnje svrseno vreme". 186 del problema per spiegarne il fenomeno: è ben noto che il sistema temporale latino si basava su una dicotomia consistente in un "infectum" e un "perfectum",il cui passato veniva espresso tanto da un imperfetto quanto da un perfetto. Più tardi, a co-minciare approssimativamente dal VI secoloj questo sisteme venne sostituito da un altro, in cui appariva anche il passato 19 prossimo. Non è dover nostro di seguire la fortuna di questo tempo nelle lingue romanze, il che esigerebbe vino studio a parte per ogni singóla lingua. Basti dire che ci limitiamo al pro-cesso verificato in questo riguardo sulle pagine dei giornali pubblicati nelle singóle lingue romanze interessandoci in primo piano della situazione riscontrata nell*italiano. E giudicando dai valori numerici e dalle percentuali figuranti nello specchiet-toj si direbbe che il processo concorrenziale fra i due tempi passati segni i due punti estremi sulla linea di sviluppo nel portoghese e nel romeno* questo processo segna la sua fase ini-ziale nel portoghese (il numero un po* elevato dai passati pros-simi registrati nel Portugal socialista è dovuto all^analisi eseguita in una trasmissione televisiva, i cui mezzi espressivi si adattano a quelli che esige la lingua colloquiale") per mo-strarsi del tutto compiuto nel romeno, in cui non è st&to regi-strato nessun passato remoto., Non dista molto dal primo neanche lo sviluppo effettuato nello spagnolo. Quanto alio sviluppo av-venuto nel francese, esso si awicina a quello del romeno, men-tre il posto dell%italiano sulla linea evolutiva in pairóla viene a trovarsi a mezza strada fra il francese e le lingue della Penisola Ibérica. Questa affermazione sarà ancora più chiara se aggiungiamo che la maggioranza dei passati remoti francesi si riducono a locuzioni fisse, legate per lo più ai verbi être e dire (in questo ultimo caso, trattandosi di una forma omonima, Quanto al problema storico, crediamo avere incontrato una risposta succinta nel lavoro menzionato di M. Skubic, Con-r tributi alla storia dei preterito nell"italiano, che vale anche per tutte le lingue romanze. 187 non risulta chiaro se ció sia forse un presente), cosa che vi limita il campo d^applicazione di questo tempo, rendendo discu-tibili anche i dati statistici offerti nello specchietto, cioé accettabili solo in parte. Per poter accertarci meglio della differenza funzionale dell* uso dei due tempi in ogni singóla lingua romanza, insisteremo a illustrarla ricorrendo ai brani in cui appaiono a vicenda am-bedue, uno accanto all"altro. Siamo del parere che gli esempi forniti dai giornali portoghe-si siano molto significativi tanto per il portoghese quanto per le altre lingue (anche quelle non romanze) in cui si sente come vivo il passato remoto o una forma verbale corrispondente: "0 periodo de intervengo tem demonstrado que se trata de urna empresa viavel, que já aumentou en mais de 4-0 postos de trabalho e que desde o ano passado tem dado saldo positivo." (Av., p.3)* "Trata-se, com efeito, de um acordo patriótico que o Pais en-tendeu, desde o inicio, na sua maioria e a que tem vindo a dar progressivamente a sua adesao reflectiva." (P.S., p.6). Diremmo che qui non si tratti di due mezzi per esprimere una azione in-dividuata dal parlante come piu vicina o piü lontana nel tempo (un elemento che non vi viene neanche negato): se questo momento dá un certo peso alia scelta dei due tempi, la sostanza del problema si riassume nel fermo proposito del parlante di fissare come compiute le azioni date col passato remoto (siano esse re-alizzate o immaginate), mentre quelle segnate col passato pros-simo, forse ancora in corso, restaño nell^assenza psicológica del parlante. Gli esempi tratti dai giornali spagnoli vengono . a conferma del nostro parere, modificándolo un pochino, mostran-doci forse che questa lingua, oltre alia differenza funzionale dxuso fra i due tempi passati (cioé compiuto: in corso), dá peso anche alia relazione lontano: vicino: "Entre la cordial entrevista S£ le brind6 a la popular artista una amplia explicación sobre el trabajo que realiza la organización femenina. La visitante expresó su satisfacción por el encuentro, que le ha 188- permitido conoscer más de cerca a las mujeres cubanas" (G., p. 5); "Dado que, por falta de tiempo, el diputado comunista non pudo concluir su intervención, Mundo Obrero le ha interrogado sobre los pinatos más interesantes de su informe." (M.O., p.4). Quanto ai giornali francesi, il passato remoto vi è legato -come abbiamo già sottolineato - a un gruppo ben determinato di verbi (être, avoir, dire, faire ecc.). No.n si riesce pero a trovare fácilmente questo tempo insieme al passato prossimo nel-lo stesso periodo: "Les feux de signalisation sont tombés en panne, et il y eut des embouteillages." (P., p.l); "En janvier 1973, Namur avait déjà osé lorsqu^un magistrat dinantais fit appréhender Willy Peers ..." (P., p.2)-, "Elle est la pierre de touche de la reconstruction de la gauche, comme la lutte contre la guerre dxAlgêrie et le mouvement de Mai le furent il y a vingt et dix ans." (H., p.2); "Et les toutes récentes déclarations de Raymond Barre - qui fut envoyé sieger à Bruxelles par le général de Gaulle - nous donne à penser ..." (M., p.2). Gli esempi in cui appare il passato remoto di un altro verbo, oltre a quelli già menzionati, sono eccezionali, come: "Ce film retrace les événements de l%été 1976, au cours desquels un commando israélien attaqua I-*aérodrome d%Entebbe ..." (V.ou., p.4). Dunque, in base a quello che si è vis^o, possiamo constatare che i giornali francesi - fatte poche eccezioni (dovute quanto al linguaggio peculiare del giornalista stesso tanto aile esi-genze di uno stile meramente letterario, che a poco a che fare con la comuriicazione vera e propria) ricorrono sempre al passato prossimo, non tenendo conto né délia relazione vicino:lontano né di quella in corso:compiuto. Prima di citare gli esempi italiani tratteniamoci un poco al modo d^esprimere il passato nel romeno, dove non abbiamo incontrat 0 nessun passato remoto, non tenendovisi conto délia dif-ferenza esistente fra azioni lontane 0 vicine, ovvero fra quelle compiute o in corso. È vero invece - corne già abbiamo messo in 189 % 20 evidenza in un%altra sede - che i giornali romeni, essendo costretti qualche volta ad applicare il passato remoto, lo so-stituiscono con il piuccheperfetto: "abia venise Marin Drâgici sS lucreze la cooperativa ..., c& gi-a fi dat în petic" (S., p.4) , owero coll%imperf etto. Come risulta evidente, in questo riguardo i giornali francesi e quelli romeni seguono in parte la stessa strada. Arrivando infine al problema dell^uso dei due tempi nellxitaliano ed esaminandolo rispetto a quello che abbiamo detto trat-tando dello stesso problema nelle altre lingue romanze, potrem-mo venir t ntati a credere - in base a quei dati che lo specchiet-to ci presenta - che l^italiano vada d^accordo col francese e che - giudicando secondo la frequenza dei due tempi - stia por-gendo una proporzione opposta a quella offerta dal portoghese e dallo spagnolo. Queste constatazioni potrebbero sembrare erronee se non fossero date spiegazioni ulteriori, che esigono di essere illustrate con qualche esempio, siano i due tempi applicati a vicenda nello stesso brano o no: "Poi, ci furono attentati alie persone ... che culminarono nell^uccisione del professor Alfredo Paolella ..." (C.S., p. 1)% "Con loro erano il bolognese Renzo Franchi, che finí marginalmente nell^inchiesta per lxomicidio político ..." (O.S., p. 2)% "Di Mengaldo ... gli fece una visita durante un ricovero in clinica" (O.S., p. 3) i "••• prima dell* awenuto di Hitler mise bruttalmente termine... " (C.S., p. 3); "Ma, alla fine, la spuntô." (C«S., p. 3)% "Il tentato contrab-bando awenne scorso aprile quando la figlia di Franco verme sorpresa all^aeroporto ..." (O.S., p. 5)% "Il colonnello appar-ve ai giornalisti piuttosto affaticato e perplesso." (O.S., p. 5)v "Già sei anni fa quando si verificè la prima "Punta Raisi" fu detto subito che era del piloto la responsabilità dell%acca-duto ..." (A., p. 3)% "Partendo dalle riforme liberali che Cfr. il nostro già citato articolo Iskazivanje proslosti u srpskohrvatskoj i rumunskoj publicistici. 190- introdussero per la prima volta nel nostro ordinamento il principio moderno ..." (U., p. 2). Seguendo gli esempi citati dobbiamo súbito modificare in parte le constatazioni date finora. L^erroneitá della prima, quella che concerne l*italiano rispetto al francese,é dovuta a una dif- ferenza sostanziale fra le due lingue: mentre il passato remoto dei giornali francesi si riduce soltanto alia forma in cui fa riscontro un numero ben limitato di verbi apparendo con scarsa frequenza, lo stesso tempo italiano ne abbraccia un gruppo piú ampio, mostrando una frequenza non insignificante. Quanto alia distribuzione di questo tempo, esso appare quasi su tutte le pagine (sia nell*editoriale, sia su quelle concernenti la cro- naca sociale, problemi politici, criminalistici, letterari, sto- rici, d*arte ecc.), benché sia legato - come lo affermano certi studiosi di questo campo lingüístico - soltanto a pagine ben de- 21 terminate di alcuni giornali (p.e., La Nazione). Dxaltra parte , l*uso del passato prossimo dei giornali portoghesi e spa-gnoli supera di gran lunga quello del passato remoto nei giornali italiani. Concludendo, siamo proclivi in questo riguardo a daré all*italiano \in posto specifico fra le lingue romanze (e anche fra quelle europee). Pur essendo poco adatto alie innovazioni fo-netiche, 1%italiano é stato sempre aperto a quelle sintattico-stilistiche. Su questa linea, specie se lo confrontiamo con le altre lingue romanze ed europee che nei giornali porgono un quadro che appena si include nella lingua parlata, potremo notare che italiano I altrettanto tradizionale quanto moderno, giacché segue vina evoluzione quasi impercettibile che si svolge di generazione in generazione. Nel senso delle indagini da noi eseguite bisogna aggiungere, restando nel campo meramente Prendiamo in considerazione in primo luogo quello che dice M.Skubic nello studio menzionato Contributi alia storia del preterito nell*italiano. 191 lingüístico, che nei giornali italiani, per esprimere il passa-to, il mezzo analitico cioé il passato prossimo é quello che regge, mentre quello sintético, cioé il passato remoto, serve a offrire al lettore una visione stilistica un po* alterata, tanto per far differenza fra vicino:lontano, fra compiuto:in corso, fra piena evidenza: assenza psicológica. In questo senso la lingua dei quotidiani va d'accordo con quella parlata al livello nazionale, in primo piano se non dimentichiamo che 1"Italia Set-tentrionale non conosce piu da tempo il passato remoto come forma viva e che questo tempo sta sparendo anche in Toscana. Di conseguenza, il passato remoto italiano, sentito come forma verbale viva da un numero abbastanza ristretto di persone par-lanti e applicato da un gran numero di persone colte che conti-nuano ad usarlo seguendo una lunga tradizione letteraria (spes-so estranea al linguaggio parlato), offre ai giornali italiani una funzione plurilaterale, dipendente tanto dalla cultura lingüistica dello scrivente quanto dalla sua parlata. Constatiamo che il passato remoto vi rende una sfumatura particolare che si potrebbe esprimere applicando il passato prossimo accompagnato da qualche awerbio o locuzione awerbiale. Non di rado lo scrivente sottolinea il significato specificó di questo tempo ricor-rendo a una aggiunta awerbiale. In altre parole, si tratta di sfumature sottilissime che non vengono sempre sentite da quelli nelle cui mani i quotidiani giungono. Non siamo invece propensi a vedervi un impoverimento della lingua, termine poco adatto per questo fenomeno, pur essendo stato usato da certi linguisti. Si tratta di uno sviluppo in cui le forme espressive di ieri vengono sostituite da quelle moderne. Prima di terminare la nostra discussione relativa ai due tempi italiani esprimenti il passato, siamo quasi costretti, pur non volendo allontanarci dalla lingua a cui ricorrono i giornali, a far certe analogie sottolineando che le nostre affermazioni sono valide soltanto trattandosi di una espressione lingüistica ben determinaba, legata ai giornali. Uscito da questi termini, il quadro cambia. Torniamo adesso a una statistica eseguita in 192- un'altra sede, esposta cioè in una conferenza che abbiamo tenu-to, parlando délia traduzione del Nuovo testamento di Vuk Karadzic, comparandola con quelle di oui dispongono le altre lingue 22 europee. A proposito abbiamo eseguito l'analisi statistica di tutti i tempi esprimenti il passato nel secondo capitolo del Vangelo secondo Matteo in moite lingue europee. E limitandoci ai risultati concernenti le lingue romanze,vogliamo metterli a dis-posizione anche in questa occasione. La relazione passato remoto: passato prossimo vi presenta i seguenti dati numerici (oltre aile traduzioni portoghese, spagnola e francese, sono state due traduzioni italiane e due romene): portoghese 31: - spagnolo 40: 2 francese 31: 4- italiano (I traduzione) 29: 7 italiano (II traduzione) 19: 7 romeno (I traduzione) 51 romeno (II traduzione) 40 Questi dati statistici, insieme a quelli che abbiamo fornito in precedenca, possono presentarci una visione alquanto alterata del problema in questione. Pur trattandosi di un testo rivolto al largo pubblico, vediamo che in alcune lingue, incluso lxita-liano, l'uso dei due tempi è molto différente da'quelle consta- 22 23 M.D.Savič, Stil i jezik Vukovog prevoda "Novog zavjeta" iz današnje perspektive (u okviru evropskih jezika) [jLo stile e la iingua della traduzione del "Nuovo Testamento" esegui-ta da Vuk, considerata nella prospettiva moderna (nel quadro delle lingue europee)J , conferenza esposta durante i giorni di Vuk. nel settembre 1978, il testo della quale si trova in corso di stampa (va pubblicato fra poco in Naučni sastanak u Vukove dane 8, Beograd). I dati statistici a cui ricorriamo in questa sede farmo soltanto una parte degli specchietti esposti nello studio menzionato nella nota precedente. 193 tato nei giornali, il che potrebbe essere attribuito alia ten-denza di esporre la Sacra Scrittura attenendosi alie rególe non tanto letterarie quanto a quelle tradizionali, evocando una lingua insólita e arcaicizzante, in conformité al contenuto della Bibbia. Quanto alla conformité nella lingua dei quotidiani e in qUella della Bibbia ne1 nostro riguardo, constatiamo che vi pri-meggia il romeno, che neanche qui applica il passato remoto. Nel portoghese e nello spagnolo - parlando in generale - i due pro-cedimenti, quello dei giornali e questo del Nuovo Testamento, vanno di pari passo. Nel francese e nell*italiano invece questa situazione è opposta a quella constatata nello specchietto pre-cedénte: press>a poco si tratta di una proporzione opposta. In conclusione, pero, è necessario aggiungere che abbiamo dis-cusso soltanto una parte del problema: quella offerta da un numero di giornali moderni. Ben sappiamo che, passando alla let-teratura vera e propria, le affermazioni a cui siamo pervenuti non possono reggere. Spieghiamolo meglio solo con un esempio, trascurando il campo strettamente italiano: il romeno, che si è dimostrato, in questa ricerca, il più analitico di tutte le lingue romanze, non possiede altri tempi composti all^infuori del passato prossimo, continuando a far prevalere nella lettera-tura amena il passato remoto, forma verbale sparita da tempo dalla lingua viva di alcune regioni romene. II problema rimane ancora aperto e offre la possibilité di ul-teriori indagini plurilaterali, quella in direzione orizzonta-le - come noi abbiamo tentâto di fare - oppure quella in direzione verticale. Režime UPOTREBA. PROŠIIH VREMENA U DNEVNOJ ŠTAMPI NA ROMANSKIM JEZICIMA. S POSEBNIM OSVRTOM NA ITALIJANSKI Naglašavaguci da se na na¿jvecem broju jezika izraz dnevne štam-pe približava govornom jeziku, autor pokušava da pokaže kakvim 194- se sredstvima služi dnevna štampa na romanskim jezicima za iskazivanje prošlosti, pri čemu vodi računa u prvom redu o odnosu izmedju prostog i složenog preterita, iako ne zapostavlja ni sredstva koja služe za iskazivanje preterita prošlosti. U tom cilju su pobrojani svi slučajevi prošlih i pretprošlih indika-tivnih vremena u jednom broju dnevnih listova, pri čemu su ko-rišcene samo prve četiri strane svakog lista, a zastupljeni su, pored italijanskog, sledeči jezici: portugalski, španski, fran-cuski i rumunski. Uvek je bilo nastojanje da se koristi čista jezička informacija, a nikako književni ili afektivni pristup koji najčešče povlači i posebna izražajna sredstva u oblasti konjugacije. Oštavljajuči indikativna vremena koja služe za iskazivanje preterita prošlosti, čiji je broj neznatan u odnosu na sredstva kojima se iskazuje prošlost i uz krači osvrt na funkcije imper-fekta u pojedinim romanskim jezicima, uzev da one u ovom radu izlaze iz opsega usko postavijenog problema, autor posvečuje mnogo pažnje prostom i složenom preteritu, pa statistički kon-statuje da je u dnevnoj štampi pojedinih romanskih jezika na ovom planu razlika vrlo velika. Dok portugalski i španski pri-lično retko pribegavaju složenom obliku, dotle rumunski u ovom pristupu koristi isključivo složeni oblik. Francuski se služi skoro isključivo složenim oblikom pribegavajuci prostom preteritu u posebno odredjenim slučajevima, i to vezanim za jedan broj glagola. Što se tiče italijanskog, tu je situacija nešto drugačija. Iako bi se reklo da je u ovom pogledu italijanska štampa bliža francuskoj i rumunskoj nego španskoj i portugalsko j, činjenica je da tu srečemo i prosti preterit: dok složeni oblik služi kao uobičajeno sredstvo za iskazivanje pomenute funkcije, dotle mnogo redji prosti oblik ima posebnu, i to vi-šestranu primenu. Ukazujuči naposletku da sva navedena tvrdjenja vrede isključivo za jezik dnevne štampe, a ne i za ostale jezičke pristupe, autor daje primere iz Novog zaveta, služeči se opet statističkim 195 metodom. Iz njih se vidi da se u nekim romanskim jezicima slika na ovom planu korenito menja čim se sa jezika dnevne štampe predje na književni ili arhaizirajuči izraz. U radu se naposletku podvlači da je ovakav pristup jednom problemu doveo do delimičnih i početnih rezultata i da dalji rad zahteva nova istraživanja kako na sinhronom tako i na dijahro-nom planu. 196- SPECCHIETTO INDICANTE LA FREQUENZA BEI ÏEMPI ÏRAPASSATI E PASSAU NEI GIORNALI CONSUI/CAII (FRA PAHENTESI SONO DATE LE PERCENTUAIÍ) lingua giornala preterito del passato } a n s a t 0 trapas-sato semplice trapas- sato remoto trapas-sato prossimo insieme impeiv fetto passato remoto . passato prossimo insieine totale porto-;hese Ivantel 2(0,99) 1(0,49) 3(1,48) 13(6,40) L71(84,24) 16(7,68) 200(98,52) 203(100) Portugal aocialista 9(10,47) 9(10,47) 5(5,81) 48(55,81) 24(27,91) 77(89,53) 86(100) spagno-lo îranma 2(0,70) 5(1,75) 7(2,45) 58(20,28) 200(69,93) 21(7,34) 279(97,55) 286(100) ■lundo ibrero 5(3,45) 5(3,45) 40(27,58) 63(43,45) 37(25,52) 140(96,55) 145(100) frángese Le Peuple 1(0,25) 43(11,40) 44(11,65) 74(19,62) 12(3,18) 247(65,55: 333(88,35) 377(100) L'Humanité 9(5,14) 9(5,14) 40(22,86) 8(4,57) 1-18(67,43) 166(94,86) 175(100) Le Monde 1(0,39) 28(10,81) 29(11,20) 51(19,69) 7(2,71) L72(66,40) 240(88,80) 269(100) /oix ouvrière 13(6,91) 13(6,91) 34(18,09) 22(11,70) L19(63,3C>; ' 175(93,09) 188(100) Lta-Liano 3orriere iella Sera 45(9,56) 45(9,56) 68(14,44) 48(10,19) 510(65,81) 426(90,44) 471(100) ivantil 19(8,84) 19(8,84) 27(12,55) 15(6,98) L54(?l,63) 196(91,16) 215(100) [,'Unità 23(5,42) 23(5,42) 67(15,80) 20(4,71) 514(74,06) 401(94,58) 424(100) romeno Soînteia 5(1,08) 3(1,08) 7(2,53) 267(96,39: 274(98,92) 277(100) Ëeljka RanSiga¿j - Pavao TekavSió Zagreb CDU 805 •0-54-1.47-56 TANTO INIZIALE DI FRASE E PAROLE AFFINI Considerazioni semantico-sintattiche L%it. tanto iniziale di frase (es. Non correre, tanto non c%8 nessun""treno per Roma prima delle diecl; equivalente ser, i onako) non si identifica nS con l"aggettivo né con l%awer5io. Semánticamente esso 5 un giudicativo giustificativo, sintatti-camente S il sostituente superficiale di una frase sottostante che giustifica il precedente enunciato performativo. Analoghi sostituenti di frase sono anche del resto e comunque, affini a tanto, inoltre perci3, altrimenti e sennó, nonchB per fortuna (.fortunatamente j e purtroppo ecc. 1. Dopo i tre grandi periodi della moderna scienza del linguag-gio,"'" improntati tutti e tre ad un certo schematismo (neogram-matici, strutturalisti, generativisti-trasformazionalisti), l%in-teresse attuale dei linguisti si sposta sempre piO. verso i domini prima alquanto trascurati: l^uomo e la sua psiche nella lingua (psicolinguistica), la lingua nella societá (sociolin- guistica), la lingua come mezzo di comunicazione tra l^uomo e o la societá (pragmatica, elementi performativi ecc.). Questi Evitiamo deliberatamente i termini di filologia e di lingüistica: il primo non significa quello che oggi S la lingüistica, il secondo invece non si pu8 applicare alia mag-gior parte dello studio del linguaggio dell^Ottocento (e nemmeno, beninteso, a quelli anteriori). Cf. ad esempio le parole del Lyons: "there has recently been a noticeable shift of interest within linguistics from the more narrowly grammatical to the social and the behavioral aspects of language" (Lyons 1977, p. 152). Anche C. Fuchs e P. Le Goffic sottolineano che "il s^est avéré qu^une pure description de «aíla langue» , sans référence aux problèmes des rapports entre l^homme, le langage et le monde, était 199 indirizzi rendono possibili certi approcci e analisi nuove, ma nel contempo impongono anche di trattare o quanto meno di riela-borare in chiave contemporánea alcuni argomenti già analizzati e descritti. Se a questo aggiungiamo l*impostazione contrastiva -un altro cardine dell%attivit& lingüistica dei nostri tempi - ci rendiamo conto che parecchio, anzi molto, nella descrizione, nell%analisi e - last but not least - nell*insegnamento délia lingua, ai suoi diversi livelli interrelati e nelle sue molte-plici manifestazioni, rimane ancora da fare. Le pagine che seguono sono destínate ad essere un contributo ail%esame di una categoría di elementi linguistici, finora poco trattata e male definita ma tanto piü intéressante da tutti i punti di vista citati. 2. La parola italiana tanto puí nella linguá moderna avere piü funzionit quella di aggettivo quantificatore (non ho visto mai tanti sbagli in un compito), quella di sostituente quantificatore, in realtâ aggettivo sostantivato (non ne ho mai visti tanti) e quella di awerbio quantificatore (lavora tanto che guasi non esce di casa; è tanto carina che piace a tutti). La funzione fondamentale di quantificatore sta anche alla base di quella che oggi è una locuzione congiunzionale,^ cioè tanto che, la cui genesi risulta da esempi come i due seguenti: 1) L^oratore ha parlato tanto e cosí male che alia fine tutti erano esasperati. 2) L^oratore ha parlato male e moltissimo, tanto che alla fine tutti erano esasperati. 3. Accanto alie funzioni illustrate tanto ne ha tuttavia ancora una, che nelle grammatiche a noi note non S stata trattata in non seulement incomplète mais impossible" (Euchs - Le Goffie 1975, p.7) ' Cf. De Mauro 1979, p. 297 (si registra tanto che). 200- modo adeguato, e di cui intendiamo occuparci nella presente ri-cercai L%esempio-base, dal quale partiamo, § questo: 3) Non correre, tanto prima delle dieci non nessun treno per Roma» In condizioni adatte, e pronunciata con la curva melódica ri-chiesta, la frase 3) potrebbe avere anche un^altra lettura (oltre a quella che ci interessa qui e per cui v. súbito av.); potrebbe, cio8, significare: 3a) Non correre, tanto tempo prima delle dieci non c*§ nessun treno per Roma. In questa lettura tanto é il semplice quantificatore giS. esempli-ficato, che possiamo dunque tralasciare. Nell^altra lettura pos-sibile la frase 3) 8 sinónima di questa: 4) Non correre, tanto non c%§ nessun treno per Roma prima delle dieci. La nostra ricerca sulla parola tanto in questa funzione si ar-ticola in tre parti: - il contenuto semántico di tanto in questa e simili frasi, - il suo status sintattico, - le affinitá e le differenze semantico-sintattiche tra tanto e certi altri elementi appartenenti alia medesima categoría. 4. Di fronte alie funzioni citate nel & 2, nelle quali tanto -4 e relativamente libero quanto alia sua collocazione in frase, la funzione che la parola ha nelle frasi 3) e 4) la fissa allxi-nizio della frase in cui sta. Si confronti infatti: 4a) *Non correre, non c%8 tanto nessun treno per Roma ecc. 4b) * Non correre, non cNé nessun tanto treno per Roma ecc. Cf. tanto ha fatto e tanto ha detto ma anche ha fatto e ha detto tanto, e cf. anche¡ il proverbio tanto va la gatta al lardo che ci lascia lo zlampino. Soprattutto notevole $ la libertá degli awerbi, v. Altieri Biagi - Heilmann 1978, p. 300¿ 201 4c) "Non correre, non c%é nessun treno tanto per Roma ecc. 4d) *Non correre, non nessun treno per Roma tanto ecc.'' 4e) *Non correre, non nessun treno per Roma prima tanto ecc. L^analisi che seguirá mostrerá. che questa restrizione di posi-zione § collegata con il contenuto semántico della parola. 5. La parola tanto nella funzione qui studiata deve dunque es-sere iniziale della frase in Cui sta, il che significa che non pu3 passare neppure nella frase precedente: infatti, la frase che segue non § sinónima della 4a): 5) Non correre tanto, non c%e nessun treno per Roma prima delle dieci. Anche qui tanto 5 quantificatore, come nelle frasi 1) - 3) e fa parte della prima frase, il che si riflette nella pausa (gráficamente virgola) dopo, non prima di esso. In condizioni atte una o piü pause permettono persino di distinguere tre letture: 6a) Non gridare, tanto Mario non ci pu8 sentire. 6b) Non gridare tanto, Mario, non ci pu3 sentire. 6c) Non gridare tanto, Mario non ci puS sentire. Si confronti anche il notissimo esempio latino Ibis redibis numquam peribis in bello. 6. Per stabilire il contenuto semántico di tanto nella frase 4) possiamo parafrasare il messaggio trasmesso in diversi modi piñ o meno equivalenti: 7a) Non correre; hai ancora abbastanza tempo, perché il primo treno per Roma non parte prima delle dieci (ma appena alie 11,15), A parte la lettura che corrisponderebbe a 3a). 202- 7b) Poichê il primo treno per Roma non parte prima delle dieci, hai ancora abbastanza tempo* quindi non devi correre, 7c) Oorrendo o non correndo arriverai a tempo, perché il primo treno per Roma parte dopo le dieci* dunque è inutile che tu corra. Si possono certamente immaginare anche altre parafrasi, che sarebbe banale citare. In tutte le variant! del messaggio si scorge una sua articolazione in due parti: - un consiglio, quindi un enunciato di carattere performa-tivo, - una ragione, addotta a sostegno del consiglio. Qualsiasi parlante nativo d%italiano sente che la parafrasi 7c) si awicina piû delle altre al contenuto semántico delle frasi 3) e 4). Quello che si esprime è, cioè, un%alternativa fra due possibilité., che sono diametralmente opposte ma che non hanno alcun effetto su ció che esprime la seconda frase (formalmente introdotta da tanto): sia che si realizzi la prima possibilité (»correre*) o la seconda ('non correre'), il risul-tato ê idéntico, la persona a cui ci si rivolge farà in tempo a prendere il primo treno per Roma. Di conseguenza, le due possibilità sono equivalenti: quanto vale l*una, tanto vale anche l^altra. E appunto quest^equivalenza che viene espressa con tanto, il solo elemento portato in superficie di tutta una frase sottostante, che all%incirca potrebbe essere: tanto correndo quanto non correndo Írenderai il primo reno per Roma. tanto se corri quanto se non corri Cf. piû av. § 11. 7. Ció che abbiamo stabilito a proposito del contenuto semántico di tanto iniziale di frase ci aiuta a definire il suo status sintattico* cioê, in termini tradizionali, la "categoria di parole" a cui appartiene. Innanzitutto è owio che tanto in 203 questa funzione non puô essere definito come awerbio (ammesso che si accetti l*esistenza di questa categoria tanto eterogenea e cosî maie definita^), perché non determina il verbo: infatti, per riprendere la frase 4), oppure un treno per Roma c * è oppure non c sicchê non c*è possibilitâ di quantifica^-zione» In base aile proprietâ sintattiche ê owio pure che il nostro tanto non appartiene alla categoria degli awerbi "veri e propri" (gli adjectifs de verbe de B. Pottier), come ad es. gentilmente. Anche la collocazione iniziale di tanto si oppone al suo status di awerbio, perché un awerbio tende a stare quanto piû vicino alla parola da esso determinata, dunque non ê fissato all%inizio di frase. 8. Mentre la maggioranza dei dizionari definiscono il tanto iniziale di frase come awerbio,''7 c%ê anche chi vede in esso E noto che B. Pottier si oppone - e con buone ragioni -alla categoria unica di "awerbi": "L*abus inconsidéré que l%on a fait du mot "adverbe" nous empêche de retenir cette appellation" (Pottier 1958, p. 96)\ "El concepto de adver- bio es uno de los peor definidos de la gramática" (Pottier 1968a, p. 217)^ " t run, there is no train to Rome before ten o%clock anyway. lOd) Nemoj trcati, i onako nema vlaka za Rim prije deset sati. Si possono aggiungere il ser. kaikavo colloquiale (ad es. zagabrese) tak i tak (= tako i tako *cosl e cosí'), lo slo-veno tako ali tako ('cosi o cosi*), il tedesco sowieso ('cosi come cosí') ecc. Tutte queste parole esprimono in forma esplicita ci3 che l%it. tanto non esprime formalmente: il riassunto ciod delle due possibilitá opposte della 207 Gli equivalenti approssimativi in franease, spagnolo, inglese e serbocroato sono da definirsi semmai piuttosto come locuzioni awerbiali che congiunzionalit infatti, in tutti i casi la frase in cui stanno puô essere introdotta da una congiunzione causale (car, porque« for, jer ecc.). Poichê il contenuto semántico e la funzione sintattica di queste parole sono owiamente iden-tici in tutte le lingue esaminate, anche lo status ne deve essere idéntico» In altri termini, non possiamo interpretare l%it. tanto iniziale di frase come congiunzione» 11, Tanto, nella funzione di cui qui ci occupiamo, non ê dunque da definirsi come congiunzione; d%altra parte, si ê visto prima ( $ 7) che esso non S nemmeno un awerbio nel senso tradizionale. La sola interpretazione che ci sembri soddisfa-cente, tanto dal punto di vista semántico quanto da quello sin-tattico, ê quella che nell%italiano tanto iniziale di frase ——- TO vede un sostituente di frase (o elemento profrastico ), ü solo elemento delia rispettiva frase sottostante portato dalla struttura profonda a quella superficiale. II significato della frase riassunta da tanto e portata in superficie S quello che giâ conosciamo: indifferenza della realizzazione dell^effetto (dato per scontato) di fronte al realizzarsi o meno di ciascuna delle due possibilité dell^alternativa. La frase sottostante ê quindi in ultima analisi concessiva-generalizzante, o anche ipc-tetico-concessiva, e le due possibilité dell*alternativa possono essere coordínate mediante la coppia correlativa tanto -quanto: alternativa ( 'cosi-^' « la prima possibilité; 'cosig' = la seconda possibilité). A ci8 si puô ridurre anche il significato degli equivalenti franoese, spagnolo e inglese (*in qualunque modo* = 'in qualunque dei due o pii modi'). Cf. anche comunque, ^ 8 e 16. 12 V» per il termine Gruppo di Padova 1979, spec. pp. 339 e 340. 208 che tu corra o non corra tanto correndo quanto non correndo tanto se Corri quanto se non corri non c%S nessun treno per Roma prima delle dleci« (cf. sopra, £ 6). La congiunzione caúsale (chS, perché), la quale pu5 precedere tanto, non § omofunzionale con ósso ma giustifica la prima frase, che a sua volta contiene un enun-ciato di carattere performativo (un consiglio, un ordine, una constatazione "rassegnata", anch^essa performativa ecc.). 12, In forma completa e pienamente esplicita la frase 4) suonerebbe dunque cosí» [lo ti consiglio dij non coryere Qperché so che! y tanto Cae corri quanto se non corri3 non c*8 nessun treno per Roma prima delle dleci. La gerarchia delle singóle frasi risulta dalla seguente rappresentazione grafica assai semplificata: S _ (io) II IV V _ P_ con-sTT glio r (tu) III L. Compl. di — causa di 1 i ^ non corrí" perché (io) P so che s P nes- non sun m treno ecc, ecc. Compl.di concess. -ipotetijio: tanto 1— S (tu) se J_ quanto se P corri i- I S P (tu) non corri 209 Per arrivare alla frase completa, citata all>inizio di questo paragrafo, vanno aggiunte alcune rególe: la cancellazione dei soggetti (messi tra parentesi tonde), la trasformazione di corri in correre, l^inserzione degli elementi funzionali (di, perché, che, tanto-quanto, se), la permutazione di nessun treno e non c*è (oppure, con l%ordine dello schéma, la cancellazione di non). Dalla frase esplicita alia 4-), a loro volta, vanno eliminati tutti gli elementi performativi sottostanti, messi nel testo tra parentesi quadre. La frase I è la reggente, e contiene il verbo performativo; da essa dipende la frase II, funzionalmente oggettiva, mentre il complemento di causa inserito nella frase I riassume il resto: la frase III è la causale che giustifica il performativo, da essa dipende la frase IV, oggettiva dichiarativa, che contiene in sê il complemento concessivo-ipotetico costituito dalla frase V in cui c%è la coppia correlativa tanto - quanto. 13. italiano tanto iniziale di frase S dunque un sostituente di frase, un elemento profrastico. Dal punto di vista semántico, a livello della struttura profonda, la rispettiva frase è ipo-tetico-concessiva ed assume il valore di una giustificazione del precedente enunciato (performativo nel nostro esempio); questo è dunque anche il contenuto del suo rappresentante su-perficiale tanto. Nella struttura profonda anche questo tanto -soprattutto perché è correlativo di quanto - ha il fondamentale significato quantificatore, ma dalla struttura profonda a quella superficiale questo significato si perde, a vantaggio di un altro (significato giustificativo, per cui v. inmediatamente avanti). Per quanto riguarda il lato sintattico, il tanto iniziale di frase è un sostituente della frase sottostante, quindi rientra nella grande categoria dei sostituenti in senso lato, di cui fanno parte oltre ai sostituenti tradizionali ("pronomi") anche i sostituenti spaziali (qui, là ecc.), tert-porali (adesso, oggi ecc.), modali (cosí ecc.), poi i cosiddetti pro-complementi (ne, ci, vi), pro-verbi (fare, "verbum vicarium") 210- ecc. Poiché il nostro tanto introduce una frase giustificante, esso puá rientrare - secondo l*analisi psicologizzante della teoria Regula - Jernej - fra i cosiddetti giudicativi. Anzi, esso 8 addirittura uno dei migliori esempi di tutto cid che nella lingua c%8 di "giudicativo", che, cio8, esprime, motiva, giustifica un giudizio del parlante^ perciS 8 curioso che non figuri tra i giudicativi. Siccome la categoria del giudica- tivo 8 tuttavia abbastanza male definita ed eterogenea, e la 14 suddivisione in certi punti manchevole e contraddittoria, non c%8 ragione per non introdurre un sottotipo nuovo, quello appunto dei giudicativi giustificativi, a cui appartiene il nostro tanto. 1* ^ V. Regula - Jernej 1975, II giudicativo, pp. 297-298. 14 1) La definizione del giudicativo come "un annesso di secondo piano che indica una presa di posizione del parlante, un giudizio periférico" (p. 297) non calza per tutti i sottotipi perché, ad es. nella frase Da un punto di vista politico ci3 fu uno strafalcione (l.c.), quello che corris-ponde al giudicativo non 8 una presa di posizione né un giudizio periférico, ma 8 il criterio di giudizio indis-pensabile per il significato - del tutto oggettivo -dell*enunciato. 2) L%eterogeneitá del giudicativo ricorda molto quella dell%awerbio tradizionale: infatti, da un punto di vista funzionale (o anche funzionale) 8 assai difficile includere in -una sola ed única categoria elementi cosí disparati come ad es. il citato Ja un punto di vista politico e Caro miol. 5) La suddivisione classi-fica talvolta elementi del tutto identici in sottotipi di-versi: secondo la mia opinione esprime "possibilitS. o sup-posizione", secondo me invece indica "convinzione"; alia fin dei conti indica "rafforzamento, intensificazione del* l^elocuzione", in fin dei conti al contrario esprime "de-limitazione e precisazione" ecc. 4) Certi sottotipi sono definiti come intercalari o parole vuote nel discorso 211 14» Resta da risolvere il problema della restrizione nella collocazione del giustificativo tanto» A nostro parere le ra-gioni sonó due: 14»1 II tanto sostituente di frase non si distingue formalmente dal quantificatore (§ 2), per cui vi supplisce la collocazione. Infatti, a parte locuzioni in diversi gradi cristallizzate (tanto va la gatta al lardo ecc.; tanto ha fatto e tanto ha detto ohe ecc.), il tanto quantificatore di solito non 8 iniziale ma interno (possibilmente vicino alia parola da esso determinata). Negli idiomi in cui 1*equivalente delimit, tanto giustificativo 8 caratterizzato anche formalmente, esso 8 pii mobile entro l%enunciato: cf. ad es. il ser. i onako, non necessariamente iniziale. 14.2 La frase sottostante, "condensata" in tanto, 8 da un lato la giustificazione della precedente, dall%altro 8 il riassunto della protasi (in veritS. due protasi coordinate) di cui la frase séguente, 1''ultima, 8 l*apodosi. f¡ nórmale, dunque, che tanto in questa funzione s e g u a la prima frase e che nel contempo preceda l%ultima (dunque, che stia all*inizio di questa). 15» II giustificativo tanto, di cui ci siamo finora occupati, non 8 l%unico esempio di questa categoria. Un sostituente di (come dire, s*intende, per cosî dire, caro mio, detto tra parenteai); ora, tenendo présente l%importanza che nel parlare concreto hanno i momenti psicologico, pragmatico, so-ciolinguistico ecc., nessun elemento pu8 essere definito "vuoto nel discorso" tout court, soprattutto non nel discorso (il quale, se non andiamo errati, dovrebbe qui corrispondere su per giù alla parole saussuriana), e meno che meno in una grammatica che si basa esplicitamente sulla psicologia. 212- frase che si awiciaa assai a tanto - senza percií identificara! con esso - S del resto, ser. üostalom. Esso non significa 'quanto al resto', 'per quel che concerne il resto' ecc., ma riassume una frase sottostante che si puí parafrasare come 'tolte tutte le altre ragioni, dette prima, rimane quelia che sto per diré adesso', e quest%ultima ragione, "il resto" dopo tutte le altre, acquista allora la forza di un giudicativo giustificativo di valore definitivo; ad es.: 13) Del resto, tu che c%entri? 14) üostalom, sto se to tebe tice? É owio che qui del resto non equivale a quanto al resto (risp. üostalom non equivale a sto se tiSe ostaloga o sim.). Del resto £ vicino a tanto nella misura in cui entrambi intro-ducono un enunciato che esprime l%awerarsi di qualcosa in-differentemente sia ad una possibile alternativa (tanto), sia ad eventual! ragioni parziali (anche piü di due) dette prima (del resto). Ma i due sostituenti non si identificano né si possono scambiare senza alterare il senso del messaggio, come risulta ad esempio da queste due frasi: 15) Del resto, puoi fare quello che vuoi, tanto ormai § finita. 16) Üostalom, mozes ciniti sto hoces, sada je i onako svrSeno. 16. Affine ai due precedenti 5 comúnque, sostituente di una frase sottostante 'in qualunque modo stiano le cose', 'comunque 15 ^ Anche del resto manca in Regula - Jernej 1975. 213 stiano le cose' ecc.^ Come detto al § 8, esso pu3 riassumere un*alternativa, awicinandosi cosí a tanto. II suo significato S modale e nel contempo concessivo-generalizzante (espresso dal morfema -unque), e la frase dice che qualcosa si realizza senza riguardo a 'tutti i modi in cui possono stare le cose'. Questo é anche il significato degli equivalenti serbocroati kako bilo da bilo, bilo kako bilo, na svaki način ecc., nei quali la relazione tra significato e forma S piči trasparente. II comunque sostituente di frase S piü mobile, quanto alia collocazione, del suo omofono modale generalizzante; cf.: 17) Comunque, prima o poi devi fare questo esame. Riesce incomprensibile perché il vocabolario dello Zinga-relli definisca comunque come congiunzione in esempi quali la frase Comunque stiano le cose, § arrivato il momento di una spiegazione. La parola comunque £ qui con tutta evidenza un awerbio modale generalizzante, equivalente a 'in qua-lunque modo', e necessario per completare il verbo stare, il quale esige un predicato (stare fermo ecc.) o un determinante di altro tipo (stare bene, stare qui ecc.).L%in-terpretazione di comunque come congiunzione priva il verbo stare del suo complemento e la frase riesce agrammaticale, come sarebbero agrammaticali pure tutte le frasi in cui al posto di comunque si trovasse una congiunzione ("benché stiano le cose, *purché stiano le cose,*perché stanno le cose, *se stessero le cose ecc.). II congiuntivo richiesto da comunque non basta a trasformarlo in congiunzione, perché il congiuntivo § determinato dal morfema generalizzante -unque anche in altre categorie di parole (sostituente chiunque, aggettivo qualunque ecc.). Del resto, comunque § strettamente parallelo a dovunque, che regge esso pure il congiuntivo; ora, dovunque non viene definito come congiunzione bensl come awerbio. 214- 18) Prima o poi, comúnque,■devi fare questo esame. 19) Prima o poi devi comunqüe fare questo esame. 20) Prima o poi devi fare questo esame, comunque. Nel seguente esempio, al contrario, comunque non pu3 occupare nessun altro posto: 21) Comunque stiano le cose, prima o poi dovrai fare questo esame. Anche qui, dunque, le due parole sono omofone, come nel caso del tanto, ma qui 8 il sostituente di frase ad essere piü mobile, perché l*altro, l%awerbio modale (concessivo-generaliz-zante) 8 fissato davanti al suo verbo. Se entrambi ricorrono nella stessa posizione, il sostituente di frase S quasi sempre contraddistinto da una pausa; l^awerbio, dal canto suo, esige il verbo al congiuntivo. 17. Mentre i prec-édenti tre sostituenti possono essere catego-rizzati tra i giudicativi giustificativi, dunque di ordine logico, in altri si ha una polarizzazione basata sull%alterna-tiva 'positivo/negativo', che S piuttosto di ordine etico. Tali sono, ad esempio, i due sostituenti per fortuna ( o fortu-natamente) e purtroppo, in ser. srecom e nazalost. Ormai 8 appena necessario rilevare che essi non sono awerbi nel senso tradizionale, perché non determinano né il verbo (Oome lavora Mario? - * Fortunatamente; Oome ha risposto Laura? - *Purtroppo ecc.) né l^aggettivo (Quant*§ alta la casa? - * Per fortuna ecc.). Tutt^al piíl sono awerbiali performativi (secondo Antinucci, Parisi, Puglielli ed altri^), ma in veritá anch%essi sono sostituenti di enunciati (performativi) sottostanti: V. Parisi - Antinucci 1977, PP. 152-169; Puglielli -Parisi, 1974 - 1975. 215 22) La medicina moderna dispone per fortuna Ai molti farmaci assai efficaci, ma non abbiamo purtroppo ancora un sicuro rimedio contro il cancro. II sostituente per fortuna riassume un enunciato performativo *io ritengo e dico che é una fortuna ecc.', cosi come altro riassume il eorrispondente enunciato sottostante di valore etico contrario. 18. Un sostituente di frase con chiaro significato caúsale § perci3, che rinvia ad un enunciato precedente considerato come la causa di quelio che segue. Questa presupposizione del contesto accomuna perciS a quello che nel dominio temporale é intantot anch*esso sostituente di frase. Entrambe le parole hanno valore deittico, il quale le distingue dalle con-giunzioni perché e mentre, nonché dalle preposizioni per e durante. In una recente pubblicazione italiana di semantica generativa,"^ poi, accanto a perciS (denominato elemento pro-frastico) ai sostituenti causali appartengono anche altrimenti e sennd. L%esempio é questo: Vado a fare la spesa perché altrimenti [^sennSl stasera non si mangia.*® La frase a destra di perché (cioS introdotta da perché) S caúsale e giustifica la precedente* ci5 che segue a altrimenti (senn3) é l^apodosi del periodo ipotetico di cui altrimenti é la protasi "condensata"* altrimenti dunque equivale a 'se non TO V. Parisi - Antinucci 1977, PP- 111-117* Rancigaj 1979, P. 225. Gruppo di Padova 1979» specialm. pp. 339-340. Qui prescindiamo beninteso dal significato primario di altrimenti, in cui cioS altrimenti vale 'in altro modo, diversamente» e non 5 pertanto sinonimo di sennS. 216- II ser. doduse allude alia sinceritá totale (do duse = 'fino all%anima'), per rafforzare cosi il contrasto tra il fatto concesso e quello che gli si oppone. Anche le due altre locu-zioni esprimono lo stesso concetto e sono praticamente sinonime di doduse. 20. L^analisi precedente - che si potrebbe estendere a ben altri elementi linguistici ancora - permette di trarre alcune conclusioni. 20.1 Dal punto di vista sintattico, la categoria dei sostituen-ti va allargata e completata con diversi elementi suscet- tibili di essere definiti come sostituenti di frasi, a differenza di diverse altre definizioni, meno adeguate, della grammatica tradizionale. 20.2 Dal punto di vista semántico, le parole analizzate possono essere definite come giudicativi (a condizione di modificare e/o completare questa categoria, secondo le esigenze delle correnti linguistiche contemporanee). 20.3 Poiché in diversi casi abbiamo constatato la coincidenza fra i singoli tipi di frasi e i rispettivi sostituenti, § logico supporre che le ricerche ulteriori, coinvolgendo nel-l*analisi anche altre parole, porteranno alia luce un sosti-tuente particolare per ogni tipo di frase. LETTERATURA: Altieri Biagi - Heilmann 1978: M.L.Altieri Biagi - L. Heilmann, La lingua italiana; segni/funzioni/strutture, Milano, Crystal 1971: D« Crystal, Linguistics, Harmondsworth, De Felice - Duro 1974-: E.De Felice - A.Duro, Dizionario della lingua e della civiltâ italiana contemporánea, Firenze, 219 De Mauro 1979» T.De Mauro, Giaxuia Policarpi, Maggi Rombi, Gram-matiche a. confronto delle congiunzioni italiane, in: Société di Lingüistica Italiana, vol. 13/11: La grarn-matica, aspetti teorici e didattici, Roma, pp. 261-316, Fuchs - Le Goffic 1975: 0. Fuchs et P.Le Goffic, Initiation aux problêmes des linguistiques contemporaines, Parigi, Garzanti 1965: Dizionario Garzanti délia lingua italiana,Milano, Gruppo di Padova 1979: Gruppo di Padova, Aspetti dell^espres-sione délia causalité in italiano, in: Société di Lingüistica Italiana, vol, 13/11: La grammatica, aspetti teorici e didattici, Roma, pp. 325-365, lirons 1977: J. Lyons, Chomsky, Fontana, Migliorini 1965: B. Migliorini, Yocabolario délia lingua italiana, Torino, Parisi - Antinucci 1977: D» Parisi - F. Antinucci, Elementi di grammatica, Torino, Passerini Tosi 1969: C.. Passerini Tosi, Dizionario délia lingua italiana, Torino, Pottier 1958: B. Pottier, Introduction é étude de la philologie hispanique, II: Morphosyntaxe espagnole, Bordeaux, Pottier 1968a: B. Pottier, Problemas relativos a los adverbios en "-mente", in: Lingüística moderna y filología his-pfinica, Madrid, pp. 217-231, Pottier 1968b: B. Pottier, Presentación de la lingüística, Madrid, Puglielli - Parisi 1974-1975: A. Puglielli - D, Parisi, Awer-biali performativi, "Studi di grammatica Italiana" 4, pp. 157-172, Ranîigaj 1979: Z. Rancigaj, Generativna semantika u suvremenoj talijanskoj lingvistici (o jednom modelu jezicnog opisa), "Strani jezici" VIII, num. 4, pp. 217-225, Regula - Jernej 1975: M. Regula - J. Jernej, Grammatica italiana descrittiva su basi storiche e psicologiche, Berna, Zingarelli 1970: N. Zingarelli, Yocabolario della lingua italiana, 10. ed. (a cura di M. Dogliotti, L. Rosiello, P. Valesio et al.). 220- Sažetak O SEMANTICI I SINTAKSI TALIJANSKOG tanto (NA POČETKU REÖENICE) I DRUGIH ANALOGNIH RIJEÖI U suvremenoj se lingvistici interes sve više okrece od grama-tičkih pitanja prema psiholingvistici, pragmatici, sociolin-gvistici, komunikaciji itd., koje zajedno s generativnom se-mantikom tvore glavno polje rada današnje znanosti o jeziku. U tom duhu ovaj prilog donosi analizu semantičko-sintaktičkih svojstava talijanske riječi tanto na početku rečenice, kojoj odgovara hs. i onako; npr.j Non correre, tanto non c%§ nessun treno per Roma prima delle dieci. Nemoj trčati, i onako nema vlaka za Rim prije deset sati. Na površinskoj strukturi (PS) tanto ovdje nema kvantitativno značenje (koje ima inače, kao pridjev i prilog) nego je jedini površinski "ostatak" jedne dubinske rečenice, koja izražava dvije suprotne mogucnosti (koordinirane s tanto-quanto) jedne alternative, što su bez utjecaja na izvršenje onoga o čemu se odmah zatim govori (tanto se corri quanto se non corri hai abbastanza tempo perchS non c%ž nessun treno itd.). Prema tome, tanto je "koncentrat" jedne dubinske rečenice, koja može biti hipotetička (kao u navedenom primjeru) ali i dopusna (che tu corra o meiS/ó, hai abbastanza tempo itd.). Iako je prvotno značenje riječi tanto i ovdje bilo kvantitativno, današnje je značenje drukčije: rečenica na početku koje stoji tanto obraz-laže prethodnu, najčešce performativnu, rečenicu, pa se tanto po svom površinskom značenju može ubrojiti u tzv. judikative (po teoriji Regula - Jernej), i to judikative obrazloženja, opravdanja. Sa sintaktičkog stanovišta, tanto u ovoj funkciji nije ni prilog ni veznik, nego rečenična zamjenica, pa ulazi u veliku kategoriju zamjenica u širem smislu (tal. sostituenti). On je ograničen na početni položaj 1) radi boljeg razlikovanja od homonima tanto u kvantitativnoj funkciji (koji najčešce ne 221 stoji na prvom mjestu u rečenici)* 2) zbog svoga značenja, jer je "koncentrat" protaze za apodozu koja slijedi, a obje zajedno obrazlažu prethodnu, tj. prvu, rečenicu. Kategoriji rečeničnih zamjenica pripada i del resto (hs. uosta-lom), koji eliminira druge (prethodne), parcijalne uzroke navo-deči kao obrazloženje "ono što ostaje" i što onda psihološki dolazi u prvi plan i postaje definitivni razlog. Arno spada i comungue (hs. kako bilo da bilo i si.), koji izražava ostva-renje nečega u svakom slučaju. Dok se ove tri zamjenice mogu sa semantičke strane definirati kao logički judikativi, purtroppo (hs. nažalost) i per fortuna ili fortunatamente (hs. srečom) tvore grupu koju bismo mogli nazvati etički judikativi (alternativa ♦pozitivno/negativno')* Pogodbenu dubinsku rečenicu zamjenjuje na PS altrimenti i seim.8, hs. inače, dok dopusni smisao ima danas lokucija a dire il vero (ili la veritžl), hs. doduše. I ta je talijanska lokucija prvotno pogodbena: ona je (performativna) protaza jedne (isto tako performativne) apodoze, kojom se nešto dopušta, dok se u slijedečoj rečenici nešto drugo tome suprotstavlja, iz čega proizlazi dopusni ili bar adverza-tivni odnos (Se voglio dire la Verität devo concedere che ecc., ma ecc.). Analiza navedenih riječi - koja bi se mogla proširiti i na mnoge druge - pokazuje da, sa sintaktičke strane, valja proširiti ka-tegoriju zamjenica i ovakvim primjerima, dok sa semantičke strane tanto i srodne riječi ulaze u kategoriju judikativa. Pored toga, pokazalo se da u nemalom broju slučajeva pojedinim tipovima re-čenica odgovara i odredena rečenična zamjenica, pa se može pretpostaviti da če daljnja istraživanja dokazati da svaki tip rečenice ima jednu njemu manje ili više svojstvenu zamjenicu. 222- Darja Globevnik Ljubljana CDU 804.0-559.54 SYNTAXE ET/OU SEMANTIQUE A PROPOS DU SUBJONCTIF FRANÇAIS Dans article, après avoir examiné brièvement les caractéristiques de 1%approche syntaxique et de 1*approche sémantique â 1%emploi du subjonctif dans les complétives, nous passons â un reexamen sémantique des exemples précédemment analysés d*un point de vue syntaxique par M.Gross. En constatant que les faits sémantiques ne corroborent pas la grande arbitrariété de l^emploi du subjonctif qui résulte de 1*analyse syntaxique, on finit par observer que les deux approches, approche syntaxique et 1*approche sémantique, bien que méthodologiquement de préférence bien distinctes, sont en dernière analyse complémentaires vu aspiration â atteindre une compréhension complète de ce sujet complexe. 1. L*emploi du subjonctif représente un domaine très complexe de la grammaire du français. A cause des questions intéressantes qui surgissent liées â cet emploi ainsi qu*à cause de la difficulté de son analyse, il a été et il reste le sujet de nombreuses recherches et de fréquentes discussions. Les linguistes approchent le subjonctif de points de vue différents qui oscillent entre dèux points extrêmes, ce sont un point de vue exclusivement syntaxique et un point de vue strictement sémantique. La différence entre les deux approches est particulièrement facile â illustrer chez les subordonnées 223 complétives et nous allons nous limiter ici à ce type des propositions. 1.1 L*approche syntaxique lie lxapparition du subjonctif dans la complétive aux certaines caractéristiques syntaxiques et lexiques du lexème verbal dans la matrice. Le mode dans la complétive est représenté comme une conséquence automatique du choix de certain type de la matrice, n%ayant pas, par conséquent, de fonction sémantique. Ce qui nous apporte en dernière analyse ce type d%approche est une liste des matrices, c%est-à-dire des combinaisons lexico-syntaxiques dans la proposition principale, qui conditionnent 1%apparition du subjonctif dans la subordonnée. 1.2 L%approche sémantique analyse le mode dans la complétive à l%aide de lxattitude que le locuteur peut adopter envers son message exprimé dans la phrase, celle-ci étant considérée comme un tout. Cette attitude p.ex. "affirmation", "doute", "volonté" etc. conduit simultanément au choix approprié de la matrice et de la complétive, dans le sens de deux entités sémantiques compatibles au même niveau de Inorganisation de la phrase» 2. Les travaux plus exhaustifs dernièrement consacrés au subjonctif. français cheminent pour la plupart entre les deux prises de position extrêmes."'' Il est pourtant intéressant de Marcel Cohen, "Le subjonctif en français contemporain", 1965, Paris, Société d^édition dxenseignement supérieur, 294 P. Lars Börnjeson, "La fréquence du subjonctif dans les subordonnées complétives introduites par QUE étudiée dans des textes français contemporains", 1966, Studia Neophi-lologica 38, 3-64. Wolfgang Rothe, "Strukturen des Konjunktivs im Französischen", 1967, Tübingen, Max Niemeyer, 427 P« 224- remarquer que dans le cadre de lxanalyse générâtive du subjonctif roman, c%est-à-dire du subjonctif français et du subjonctif espagnol qui font surgir les problèmes très semblables dans Inorganisation de la grammaire de ces deux langues, on peut rencontrer les deux positions extrêmes. 2.1 Dans leur analyse du subjonctif français, Nicholas Ruwet et Maurice Gross prennent le parti de l>approche syntaxique o stricte. Le subjonctif n%est pas le mode mais une variante morphologique du temps. Il est introduit dans la phrase par la transformation morphologique qui "rajuste" aspect for- mel de la chaîne. Sa présence dans la phrase est entraînée automatiquement par certaines caractéristiques de la matrice. Il est par conséquent dépourvu de toute valeur sémantique. 2.1.1 Dans une telle analyse du subjonctif apparaît, d%un côté, la question de savoir comment expliquer le fait que dans certaines combinaisons syntaxiques peuvent paraître et le subjonctif et 1*indicatif, ce qui veut dire que 1"*apparition Peter Schifko, "Subjonctif und Subjuntivo", 1967, Wien, Wilhelm Braumttller, 217 P« Helge Nordahl, "Les systèmes du subjonctif corrélatif", 1969, Bergen-Oslo, Universitetsforlaget, 271 p. Gerhard Boysen, "Subjonctif et hiérarchie", 1971, Odense, University Press, 190 p. ? Nicholas Ruwet, "Le constituant "auxiliaire" en français moderne", 1966, Langages n°4, 105-121 Maurice Gross, "Correspondance entre forme et sens à propos du subjonctif", sept. 1978, Langue française 39,4-9-65 On peut aussi rencontrer le traitement du subjonctif comme un temps et non pas comme un mode p.ex. chez Gustave Guillaume, "Temps et verbe", 1929, Paris, Edouard Champion, 134 p., 29-40 225 du subjonctif n^est pas toujours automatique, p.ex. (la) Je ne dis pas qu^il vient, (lb) Je ne dis pas qu^il vienne. et, de l*autre côté, la question de savoir comment expliquer le fait que dans certains cas cette "variante morphologique" est évidemment susceptible de porter une valeur sémantique nettement individuêe, p.ex. (2a) Je lui dis qu^il vient. (2b) Je lui dis qu^il vienne. Chez les exemples (1) et (2), en supposant comme le fait M. Gross qu"il y ait une structure syntaxique identique (voir 4.1.1), il n%est pas possible de chercher du côté syntaxique ou du côté lexique une explication de la différence du mode dans la complétive. De même, il n%est pas possible de chercher une explication dans la différence du niveau de langue, vu qu%il s%agit évidemment du même niveau.^ 2.2 Parmi les analyses du subjonctif espagnol proposées dans le cadre gênêratif on peut rencontrer, à côté des analyses orientées plus ou moins strictement dans la perspective syntaxique - une d*elles, l%analyse de Anthony Lozano, postule deux traits syntaxiques (+optatif), (¿ dubitatif) dont la présence dans la matrice conditionne Inapplication de la transformation T dans la complétive^ - aussi une analyse Ce sont les raisons invoquées pour rendre compte de la diversité de la complétive chez N.Ruwet, ibid., 115-117 Anthony Lozano, "Subjunctives, Transformations and Features in Spanish", mars 1972, Hispania 55, 76-90 Robert Hadlich dans son livre "A Transformational Grammar of Spanish" (1971, New York, Prentice Hall, 253 p.) discute les principes de la description du subjonctif qui est basée sur les traits syntaxiques. Son opinion est quNune telle description, toute en étant capable de rendre compte de la plupart des emplois du subjonctif, toutefois "obscures the 226- de Tracy Terrell et Joan Hooper qui aborde le subjonctif d%un point de vue strictement sémantique. Les auteurs considèrent le subjonctif un élément morpho-sémantique indépendant dont la présence dans la phrase dépend directement du choix de message que le locuteur a 1*intention de transmettre.7 Elles essaient dxidentifier sa valeur sémantique à l*aide du rapport formel, logique entre la matrice et la complétive ("présupposition", g "assertion") , cherchant à établir après au moyen de ces concepts les notions substantielles comme p.ex. "commentaire", "doute", "ordre" etc. basic fact of the close relation between the subjunctive and the semantic content of sentences... A more accurate description of the subjunctive in Spanish would thus probably be tied to a high level description of the semantics of whole utterances, rather than of individual verbs." (p.188) c Tracy Terrell et Joan Hooper, "A semantically based Analysis of Mood in Spanish", sept. 1974, Hispania 57, 484-494 7 Comme le résume Dwight Bolinger, "One Subjunctive or two?" (la réponse à 1''article dxAnthony Lozano), sept. 197^, Hispania, 57, 462-471, 465: "The speaker chooses the subjunctive morpheme as a direct reflection of his meaning, precisely as he chooses the word GATO when he intends to speak of cats." 8 % Les tests pour distinguer ces deux notions sont, d^un côté, l"influence de la matrice "négative" sur le contenu de là subordonnée, et, de l'autre côté, la compatibilité de la subordonnée avec le syntagme EL HECHO DE QUE. Ces deux tests ont été précédemment appliqués par Paul and Carol Kiparsky ("Pact" dans M. Bierwisch et K. Heidolph ed. "Progress in Linguistics", 1971, Hague-Paris, Mouton, 143173) à propos du système complétif en anglais. 227 3. On peut donc analyser 1*emploi du subjonctif dans les complétives de deux points de vue bien différents, ce sont le point de vue syntaxique et le point de vue sémantique. M. Gross qui favorise dans son article "Correspondance entre forme et sens à propos du subjonctif" (Langue française, septembre 1978) l'approche strictement syntaxique est d'opinion que tout ce qui peut nous fournir l'analyse de l'emploi du subjonctif dans les complétives est une liste des éléments lexiques et de leurs combinaisons syntaxiques qui, quand ils sont présents dans la matrice, exigent une complétive au subjonctif,^ celui-ci étant envisagé comme une pure variante morphologique de l'indicatif. Une telle analyse nous présente la distribution du subjonctif dans les complétives comme un fait accidentel, imprévisible et inexplicable. L'approche sémantique, suivant les intuitions traditionnelles de la nature du subjonctif, veut au contraire mettre en rapport l'apparition du subjonctif dans les complétives avec certaines distinctions plus primitives de nature sémantique qui motivent sa présence dans la phrase. 3.1 Dans ce qui va suivre nous allons nous limiter à l'analyse des propositions subordonnées complétives qui ont été traitées par M. Gross dans son article mentionné ci-dessus dans le chapitre des Applications. M. Gross se sert de ces exemples pour appuyer son hypothèse que la différence dans le mode de la complétive par rapport à la matrice soit imprévisible et idio-synchratique. Nous allons analyser ces mêmes exemples dans l'esprit de l'approche sémantique, essayant d'établir si ce qui apparaît un pur fait accidentel et arbitraire dans l'approche syntaxique n'est pas en réalité le reflet de certaines tendances plus générales, celles-ci étant de nature sémantique. M.Gross, ibid. 59 228- En bref, à l'analyse syntaxique du subjonctif nous allons opposer une analyse sémantique. 3.2 La question du rapport entre les deux approches est d*ailleurs , dans le cadre de la grammaire gênérative, importante aussi à cause du fait qu'on trouve parmi ses postulats théoriques l'exigeance que le modèle de la langue reflète de plus près possible le procès de l"apprentissage du langage. L'approche syntaxique suppose que 1'enfant apprend l'usage du subjonctif en mémorisant tous les lexèmes dont la présence dans la matrice est importante pour l'apparition d'une complétive au subjonctif, et, en surplus, les divers faits syntaxiques qui peuvent influencer dans chaque cas individuel cette combinabilité. Il s'agit donc d'un apprentissage individuel des combinaisons arbitraires. Une telle façon d'apprendre l'usage du subjonctif qui serait sans doute très pénible ne semble pas vraisemblable, et, comme selon Marcel Cohen "même chez les enfants peu avancés le subjonctif est acquis au début de la cinquième année""'"^, il n'est pas insensé de se demander si les enfants dans leur procès de l'acquisition de l'emploi du subjonctif, au lieu d'avoir recours à la pure mémorisation des combinaisons arbitraires, ne sont pas au contraire guidés par certaines intuitions de caractère sémantique. 4-. Nous pouvons commencer avec les exemples suivants: 4-.1 (3a) Max crie, dit à Luc qu'il viendra. (3b) Max crie, dit à Luc qu'il vienne. (4-a) Max déclare, raconte à Luc qu'il viendra. (4-b)+Max déclare, raconte à Luc qu'il vienne. Ces exemples font illustration, selon M.Gross, de l'arbitra-riété de la différence dans la combinabilité de la matrice par 10 M.Cohen, ibid. 27 229 rapport au type de la complétive. Dans (3) le même lexème permet les deux types de la complétive, dans (4) un même lexème permet seulement un type de la complétive. Vu que tous les lexèmes mentionnés sont, comme le souligne M.Gross,séman-tiquement les verbes dxopinion, il n%y a aucune raison sémantique qui pourrait rendre compte de cette différence dans leur cômbinabilité. Cette diversité de combinaison par rapport au type de la complétive toutefois n^apparaît plus tellement arbitraire si l%on analyse de plus pris la nature sémantique des lexèmes verbaux traités. Au contraire, on peut constater Inexistence d*un rapport étroit entre leurs lectures sémantiques dans la matrice et le mode dans la complétive. Les lexèmes DIRE et CRIER dans (3) ont deux lectures sémantiques nettement distinctes, l*une étant "déclarative", l%autre "volitive". Si l*on choisit - comme nous le faisons ici - comme le point de départ la caractérisation sémantique du subjonctif français de Helge Nordahl selon laquelle le subjonctif représente un élement 12 "volitif", "dubitatif" et "subjectif", on peut prévoir que la 11 M.Gross, ibid. 58 12 H.Nordahl, ibid, décrit le subjonctif français à l*aide de trois domaines sémantiques, ce sont le domaine "volitif", le domaine "dubitatif" et le domaine "subjectif". On rencontre une description sémantique du subjonctif français analogue chez Henry Schogt qui distingue, lui aussi, trois domaines, ce sont les domaines du "postulé", de ^"hy- pothétique" et de 1*"engagement subjectif" ("Le système verbal du français contemporain", 1968, Hague-Paris,Mouton,51-6o). Il existe aussi une analyse sémantique correspondante du subjonctif portugais dans le livre d%Earl Thomas, "The Syntax of Spoken Brazilian Portuguese", 1969, Nashville, Vander-bilt University Press, 138 et suiv.: "The three basic uses (of the subjunctive are): the subjunctive of will, the subjunctive of uncertainty, the subjunctive of emotion»" 230- lecture "volitive" du lexème DIRE dans la matrice sera compatible avec le complément au subjonctif "volitif" et sa lecture "déclarative" avec le complément "neutre" à l'indicatif. C'est ce qui nous montrent les exemples (3) et les exemples suivants: (5a) Je dis (+"déclare") à Luc qu'il vienne. (5b) Je dis (+,)ordonne") à Luc qu'il vient. On peut conclure que dans ces exemples il existe un lien étroit entre la lecture sémantique du lexème dans la matrice et sa combinabilité par rapport au type de la complétive. 4.1.1 A propos des exemples (3) il faut souligner que IL n'a pas le même point de référence dans les deux phrases. Dans (3b) nous avons ILS Luc, mais dans (3a) IL^Luc. On a déjà beaucoup écrit à propos de la question - la référence est-elle un fait syntaxique ou un fait sémantique? Récemment la plupart des linguistes génératifs tendent à considérer la référence un fait sémantique. M.Gross, vu qu'il souligne l'existence d'une construction syntaxique identique dans (3a) et (3b), relègue évidemment la référence au domaine sémantique. La différence dans la référence entre (3a) et (3b) trouve une place naturelle dans la perspective sémantique, ou - mieux encore - dans la perspective plus large de la pragmatique (la sémantique et la pragmatique étant d'ailleurs bien difficiles à délimiter). Il n'est pas habituel qu'on se commande à soi-même par un ordre verbal, tandis que c'est une situation très habituelle que celle de commander quelque chose à quelqu'un d'autre. On peut s'attendre pour cette raison à ce que, chez la lecture "volitive" du lexème DIRE combinée avec une complétive au subjonctif, le sujet de la complétive ne soit pas identique au sujet de la matrice, ce qu'on constate d'ailleurs: (6) Max dit ("ordonne") à Luc qu'il (+HMax) vienne. 15 M.Gross, ibid. 59 231 4.1.2 Les lexèmes DECLARER et RACONTER ne montrent pas l""ambivalence sémantique comme p.ex. DIRE, c"est-à-dire qu%iís ne sont pas susceptibles de recevoir une lecture "volitive" à côté de leur lecture "déclarative". Comme leur nature "déclarative" nxa pas de contre-partie sémantique correspondante chez le subjonctif: (7) +Max déclare (+"ordonne") à Luc qu%il vienne, on peut prévoir qu*ils vont se combiner uniquement avec la complétive à lxindicatif, ce qui nous confirment les exemples (4). 4.1.3 On trouve une situation analogue chez les lexèmes CONNAITRE et CROIRE. N*étant pas susceptibles de lecture "volitive" etc. on peut s%attendre à ce qu%ils ne soient pas compatibles avec tone complétive au subjonctif: (8a) Max sait que Luc viendra. (8b)+Max sait que Luc vienne. (9a) Max croit que Luc viendra. (9b)+Max croit que Luc vienne. 4.2 Le lexème verbal VOULOIR est un lexème "volitif" par excellence. A cause de cette nature sémantique du lex:ème VOULOIR on peut prévoir qu%il sera compatible seulement avec une complétive au subjonctif: (10a) Max veut que Luc vienne. (10b)+Max veut que Luc vient. (10c)+?Max veut que Luc viendra. 4.2.1 L*acceptabilité de (10a) se distingue nettement de celle de (10b) et (10c).^ Mais si l%on compare entre eux (10b) Dans M. Gross, ibid, 58, (10a) est marqué comme inacceptable et (10c) comme acceptable. Il sxagit évidemment d*une faute d%impression. L%acceptabilité de ces deux exemples • est indiquée correctement dans son livre "Méthodes en syntaxe", 1975, Paris, Hermann, 65. 232- et (10c) on s%aperçoit d>une certaine différence du dêgrê de leur inacceptabilitê, (10c) paraissant relativement moins inacceptable que (10b). A ce propos on peut soulever la question -d>où cette différence du dêgrê de 1%inacceptable et pourquoi, bien que seulement très marginale, la possibilité de combinaison de VOULOIR avec la complétive au FUTUR et non pas avec les 15 autres temps indicatifs? ' On peut aller chercher la réponse dans les caractéristiques de la nature sémantique du FUTUR. Le lexème VOULOIR appartenant au domain "volitif" et le PRESENT "neutre" qui n%a rien de "volitif" sont sêmantiquement tout à fait incompatibles. Le FUTUR au contraire, à côté du "futur", exprime souvent aussi une nuance "volitive" (11) Tu le feras tout de suiteI En gênerai, les deux valeurs sémantiques "futur" et "volitif" semblent souvent très intimêment liées, comme le montrent les phénomènes dans dxautres langues. On pourrait donc conclure L*étude de Willem van der Molen indique que dans ses exemples pris dans les sources littéraires et dans les lettres populaires, dans la combinaison du lexème VOULOIR plus complétive, environs 91$ revient à la complétive au subjonctif et le reste à la complétive au FUTUR (ou CONDITIONNEL); "Le subjonctif", 1923, Amsterdam, 131. Prenons au titre d>exemple le serbe. Cette langue se sert pour exprimer le "futur" ordinaire de la forme raccourcie du lexème verbal HTETI "vouloir": "Ja eu da idem" (litt. "je veux que j%aille") "j"irai". Pour exprimer le "futur volitif" il se sert de la forme complète du même lexème HTETI: Ja hocu da idem; (voir p.ex, Monica Partridge, "Serbocroat Practical Grammar and Reader", 2eme édition revue, 1972, Beograd, éd. Jugoslavija, 106). 233 que lè lexème VOULOIR et le complément au FUTUR ne sont pas sé-mantlquement incompatibles au même point que VOULOIR et un complément au PRESENT, d%oû une possibilité bien marginale de (11c). L^intimité de la relation "volitive" entre la matrice et la complétive, malgré la postériorité logique du fait exprimé par la complétive, favorise le même plan "temporel". L%intimité de cette relation et son importance peut être observée dans di-17 verses langues, parmi elles p.ex. le portugais qui malgré son SUBJONCTIF FUTUR dans cette situation emploie régulièrement le SUBJONCTIF PRESENT. Prenons au titre dxexemple le Slovène où l*on trouve une situation correspondante. Aux phrases françaises: (a) Je veux qu*il vienne. (b)+?Je veux qu^il viendra, correspondent en Slovène: (a) Hočem, da pride (PRIDE est le "présent" du lexème PRITI "venir") (b)+?Hočem, da bo prišel (BO PRIŠEL est le "futur" du même lexème). La traduction de la phrase suivante de G. Flaubert ("LxEdu-cation sentimentale", 1965, Gallimard, 185): Je veux qu%elle crève à l>h8pitall en Slovène avec une complétive au "futur" (la collection Sto romanov, 170): Hočem,da bo crknila v špitalul (BO CRKNILA est le "futur" de CRKNITI "crever") ne semble pas très bonne. Vu que c%est l%unique cas dans la traduction de ce livre (il y en a 46 en totalité) où, dans la combinaison du lexème VOULOIR plus complétive, le traducteur a choisi la complétive au "futur", on peut conjecturer qu%il a peut-être cherché dans ce cas particulier à donner une nuance particulière à cette phrase qui est aussi ailleurs marquée par son niveau de langue (le choix du lexème CREVER). 234- (12a) Eu quero que ele venha. (12b)+Eu quero que ele vier. Le fait que le lexème VOULOIR ne semble pas compatible, ni même marginalement, avec les autres temps indicatifs dans la complétive est lié à ce que ces temps n'ont dans leur registre sémantique aucune trace de "volitivitê". Il n'est pas d'ailleurs compatible avec les temps indicatifs exprimant en plus 1*"antériorité". La raison en est la restriction d'une nature plus vaste, pragmatique qui ne permet pas qu'on commande â quelque chose qui est déjà passé. Cette restriction vaut aussi pour les temps subjonctifs qui expriment 1'"antériorité": (13) +Je veux qu'il soit venu hier. Il est pourtant compatible avec ces mêmes temps subjonctifs quand ils expriment l'"accompli": (14) Je veux qu'il ait fini avant que je rentre. 4.3 Passons aux exemples suivants: (15a) Max explique à Luc qu'Eve n'a pas pu venir. (15b)+Max explique à Luc qu'Eve n'ait pas pu venir. (16a) Sa grimace explique à Luc qu'Eve n'a pas pu venir. (16b) Sa grimace explique à Luc qu'Eve n'ait pas pu venir. (17a) Sa grimace montre à Luc qu'Eve n'a pas pu venir. (17b)+Sa grimace montre à Luc qu'Eve n'ait pas pu venir. De nouveau nous nous trouvons dans la situation où deux lexèmes verbaux se combinent de façon différente par rapport au type permis de la complétive. Selon la Vue syntaxique, cette différence dans leur combinabilité est une chose arbitraire. Voyons ce qui peut nous dire ici l'analyse sémantique. 4.3.1 Arrêtons-nous d'abord chez le lexème EXPLIQUER. On peut attribuer à ce lexème deux valeurs sémantiques de base, ce sont, d'un côté, le sens "déclaratif" de "dire, déclarer", 18 et, de l'autre, lê sens "faire comprendre". L.Bornjeson, ibid. 41 235 On peut prévoir, comme dans les exemples précédents, que le sens "déclaratif" sera compatible seulement avec une complétive â. l%indicatif: (18) Max explique (+"dit") â Luc qu%Eve n%ait pas pu venir, et, de 1%autre, pour des raisons pragmatiques - dans les limites de l%emploi habituel du langage - uniquement avec un sujet, "humain": (19) Sa grimace explique (+"dit") à Luc qu'Eve n*a pas pu venir. Le sujet "humain" favorise des deux sens le sens "déclaratif" comme le montre lsinterprétation sémantique la plus naturelle: (20) Max explique ("dit") â Luc qu%Eve n%a pas pu venir. ce qui semble expliquer pourquoi dans la présence du sujet "humain" le lexême EXPLIQUER se combine toujours avec une complétive à 1"* indicatif.19 Le sens "non-déclaratif" du lexême EXPLIQUER qui est compatible avec un sujet "non-humain", et qui a, dans le cas traité ici, un sens assez proche à celui du lexême SUGGERER (celui-ci montrant aussi un comportement syntaxique semblable: (21a) Sa grimace suggère â. Luc qu^Eve n*a pas pu venir. (21b) Sa grimace suggère â Luc qu^Eve n%ait pas pu venir.), peut englober un certain dêgrê de "doute". Selon qu*il y en a ou qu*il n*y en a pas, il se combine avec -une complétive au subjonctif ou â 1%indicatif - p.ex. la même adjonction phra-sique exprimant la "certitude" est compatible avec l"une mais nondPas- avec 1%autre phrase: (22a) Sa grimace explique â Luc qu*Eve n*a pas pu venir, ce fait étant confirmé aussi pas lxattitude des autres. (22b)?Sa grimace explique â Luc qu%Eve n*ait pas pu venir, ce fait étant confirmé aussi par 1*attitude des autres. 4.3.2 La nature sémantique du lexême MONTRER, c%est-â-dire, d*un côté "indiquer par un geste", et, de l^autre côté G.Boysen, ibid. 115-116 236- "prouver", dont le second sens seulement est compatible avec un sujet "non animé", ne montre pas de trait "dubitatif": (23a) Sa lettre montre qu%il se rend compte du danger, ce fait étant confirmé aussi par son frère. (23b)?Sa lettre montre qu'il se rend compte du danger, mais j*en doute. On peut s'attendre à ce que ce lexème se combinera seulement avec une complétive â. l'indicatif: (24) Sa grimace montre â Luc qu'Eve n"*a pas pu venir, ce fait étant confirmé aussi par 1*attitude des autres. Toutefois, bien que la différence de sens entre EXPLIQUER et MONTRER - et la différence dans la combinabilitê avec la complétive au subjonctif "dubitatif" - semble intuitivement assez bien tracée, il faut souligner que la délimitation de leurs domaines sémantiques respectifs trouverait une nette démarcation seulement dans le cadre d*une théorie sémantique du français élaborée explicitement et systématiquement. Il semble vraisemblable qu*en élaborant une telle théorie on pourrait, parmi les autres méthodes, employer aussi la méthode de la différenciation sémantique des lexèmes verbaux démontrant une similitude prononcée de leurs latitudes syntaxiques que mentionne M.Gross dans son livre "Méthodes en syntaxe". 4.4 Parmi les subordonnées complétives traitées par M.Gross il y en a aussi qui sont liées à certains verbes qui se combinent, quand ils se trouvent dans une matrice "affirmative", avec une complétive à l'indicatif mais qui peuvent se combiner, quand ils se trouvent dans une matrice "négative" p.ex., aussi avec une complétive au subjonctif, p.ex. CROIRE. L%analyse syntaxique stricte présente nécessairement un tel fait comme quelque chose d'arbitraire. Approchant la situation mentionnée du point de vue sémantique, nous nous demandons d%abord si la 20 M.Gross, ibid. 223-224 237 différence dans les latitudes du lexême CROIRE n^est pas liée aux modifications spécifiques de sens de ce lexême quand il se trouve p0ex. dans une matrice "négative". Un tel fait peut évidemment modifier la valeur sémantique dë certains lexèmes. Le sens du lexême CROIRE dans une matrice "négative" semble plus proche â celui de DOUTER qu*â celui de CROIRE "affirmatif". On peut s%attendre â ce qu%une telle modification de sens puisse exercer une influence sur les possibilités de combinaison du lexême par rapport au type de la complétive. Parmi les verbes "assertifs" qui semblent particulièrement susceptibles à cette influence, on peut supposer que ce soient surtout les lexèmes qui ne sont pas très fortement "assertifs" (c*est-â-dire ceux qui montrent une présupposition neutre et non pas positive de la part du locuteur en ce qui concerne le fait exprimé par la complétive) qui sont les plus susceptibles à être influencés. (28) ?Je sais qu*il est venu hier, mais peut-être que je me trompe. (29) Je crois qu*il est venu hier, mais peut-être que je me trompe. On peut constater divers dêgrês de fréquence de combinaison de tels lexèmes dans une matrice "négative" avec l'un ou 1%autre type de la complétive. Quand le lexême SAVOIR apparaît dans une matrice "négative", il se combine pratiquement toujours avec une complétive à l%indicatif. Le lexême DIRE, dans cette situation, se combine avec à peu près la même fréquence avec la complétive à l%indicatif et la complétive au subjonctif. Le lexêmë CROIRE qui se trouve dans une matrice "négative" (étant sémantiquement proche du lexême DOUTER qui se combine avec une complétive au subjonctif) se combine plus fréquemment avec une complétive au subjonctif qu'avec une complétive à Vindicatif.21 21 L.BSrnjeson, ibid. 24-31 238- 4.4.1 Les recherches de Gerhard Boysen montrent que le lexème CROIRE, apparaissant dans une matrice "négative", se combine le plus fréquemment avec une complétive au subjonctif quand il est à "la première personne du singulier" et au "pré- 22 sent". Dans la perspective syntaxique cela reste un fait arbitraire à part. Dans la perspective sémantique, ou peut-être pragmatique, il devient pourtant évident que cette combinaison de "personne" et de "temps" favorise l'appréciation subjective de part du locuteur, d'où par conséquent une plus grande fréquence du subjonctif, celui-ci étant un mode "subjectif" - dans le sens large du terme - par excellence.2^ 4. CONCLUSION. Divers lexèmes verbaux et leur relation avec différents facteurs comme l^espèce du sujet, le temps, la négation etc. par rapport à leur combinabilité avec la complétive au subjonctif dans une perspective strictement syntaxique constituent vraiment une liste des combinaisons arbitraires. Dans la perspective sémantique ces faits perdent une bonne paiv tie de leur arbitrariété et il semble que l%aspect sémantique 22 G.Boysen, ibid. 46-49 En général on peut s'attendre à ce que, dans la dichotomie récit/dialogue, vues ses caractéristiques, le subjonctif soit plus fréquent au dialogue. La distribution du subjonctif dans la première partie de "L'Education sentimentale" (que nous avons touchée dans "Essai d'analyse sémantique des modalités verbales prêdicatives dans un texte de G.Flaubert", Lingüistica XVIII, 1978, 217-236, p.223 et 225) montre que le subjonctif est relativement trois fois plus fréquent au plan du dialogue qu'au plan du récit. Voir aussi Alena Tionovâ, "La fréquence et la distribution du subjonctif dans les romans de Roger Vailland", Roma-nistica Pragensia, VII, 1971, 173-180. 239 soit capable d*y introduire certaines généralisations, bailleurs, en général, il a été déjà souvent souligné, parmi les autres par p.ex* Gary Milsark que: "Many cases where "the rules fail" are in fact the cases where the rules work perfectly well and quite generally, the apparent idiosyncrasies resulting from our failure to perceive the degree to which the output of the syntactic component is filtered by the operation of equally 24- general and well-motivated principles of semantics." 5.1 L%approche strictement syntaxique peut sans doute dans l%êtat présent de nos connaissances du subjonctif français apporter une contribution importante au progrès de ces connaissances. En se concentrant"1 sur les cadres formels dans lesquels le subjonctif peut apparaître - et qui jusqu'à présent ne sont point suffisemment systématiquement recherchés malgré un grand nombre d*études déjà consacrées au subjonctif - il peut orienter d^une façon importante les recherches inspirées dans l%es-prit sémantique en leur procurant un soutien formel solide. En môme temps, il est vraisemblable de supposer que l'analyse syntaxique pourrait fournir certains tests indirects pour scruter l^adéquacité de ^introduction de certaines notions sémantiques dans le domaine de la grammaire (comme p.ex. J. Hooper et S. Thompson montrent 1*incompatibilité des "présuppositions" qui sont sêmantiquement inaccentuées avec les transformations de la racine qui apportent 1*emphase.)2^ 24- G.Milsark, "Toward an Explanation of Certain Peculiarities of the Existential Construction in English", Linguistic Analysis, 1977, vol. 3/1» 1-29» P.3 25 ^ Joan Hooper et Sandra Thompson, "On the Applicability of Root Transformations", Linguistic Inquiry, 1973, vol.4/4-» 4-65-4-97. 923- 5.2 L'approche sémantique traditionnelle, telle qu'on la rencontre p.ex. chez Maurice Grevisse, n'est pas satisfaisante à cause de son manque de systématicité et ses définitions souvent circulaires. Après "Le bon usage" certains' pas en avant dans cette direction ont déjà été faits, la plupart du chemin reste toutefois ê. parcourir encore. Pour avancer dans l'analyse sémantique du mode en général et du subjonctif en particulier, ce qui semble le plus important c'est que les chercheurs cherchent â soutenir leurs intuitions sémantiques par des tests sémantiques simples et précis (comme p.ex. le manque d'influence de la matrice "négative" sur le contenu d'un complément "présupposé"), tout en s "'intéressant â des corrêlats syntaxiques potentiels. 5.3 Dans le dilème concernant la stratégie de 1*approche -approcher le subjonctif du point de vue syntaxique ou du point de vue sémantique? - Ara que ces deux approches paraissent au fond complémentaires (la nature de leur interrelation n'étant pas toutefois définitivement établie), ce qui semble évident c'est que l'approche syntaxique, étant aujourd'hui en général favorisée par rapport â l'approche sémantique, représente une étape intermédiaire et non pas le but dans l'aspiration â. comprendre dans sa totalité l'emploi complexe du subjonctif français. 241 Povzetek SINTAKSA IN/ALI SEMANTIKA GLEDE NA FRANCOSKI KONJUNKTIV » Članek razpravlja o odnosu med. sintaktičnim in semantičnim pristopom francoskemu konjunktivu. S tem odnosom se še posebej ukvarja v zvezi s potrebo po opredeljeni izbiri ustrezne osnovne perspektive in strategije, ki naj bi pripomogla k poglobljenemu poznavanju tega kompleksnega področja francoske slovnice. Najprej so na kratko povzete temeljne značilnosti sintaktičnega in semantičnega pristopa uporabi načina v kompletivnih stavkih -na katere se članek omejuje - in nato navedeni njuni skrajni aplikaciji v okviru generativne slovnice. Sledi obravnavanje primerov, ki jih navaja v svojem članku "Correspondance entre forme et sens à propos du subjonctif" ("Langue française", september 1978) M.Gross, generativni zagovornik striktno sintaktičnega pristopa, in z njimi poskuša podkrepiti svojo tezo, da je pojavljanje konjunktiva v kompletivnih stavkih naključno in zato nepredvidljivo. Pri semantično usmerjeni analizi istih primerov, ki izhaja iz Nordahlove semantične karakterizacije konjunktiva kot "volitivnega", "dubitativnega" in "subjektivnega" elementa, in delnem upoštevanju pragmatičnih dejavnikov, članek nasprotno ugotavlja, da semantični in pragmatični pojavi prikazujejo pojavljanje konjunktiva v drugačni luči. Članek zaključuje, da sta sintaktični in semantični pristop konjuhktivu, ki se v načelu metodološko izključujeta, v perspektivi dejansko komplementarna, pri čemer je mogoče pričakovati, da bo samo dodatno semantično ovrednotenje rezultatov sintaktične analize lahko pripeljajo k bolj realističnemu modelu procesa učenja konjunktiva in poglobljenemu razumevanju njegove narave. 242- Mitja Skubic Ljubljana ODU 804.99-559/_% ORACIONS SUBORDINADES AMB INFINITIU EN EL CATAlA ANTIC 1. En totes les Spoques de la histeria d*una llengua resulta dificil de constatar, o si més no d>entreveure a través de la llengua literaria, quin és el veritable estat de la llengua parlada. Aquesta dificultat, palesa en l^anomenat llati vulgar, es troba també a les llengües romSniques. Oom que no coneixem el llati parlat, ¿ja que no existeixen textos en vulgar, per8 si que coneixem, i molt bé, el vessant literari del llati. D%altra banda, coneixem lxestat del llati parlat només a partir de les peculiaritats que, en el llati literari, s6n violacions de la norma que ens és coneguda a través deis.textos literaris llatins, violacions que es poden trobar en alguns textos literaris, i des de Plaute, en inscrip-cions o provinents de les adverténcies deis gramátics. La nostra coneixensa del llati parlat és limitada tot i que il*luminada, certament, per la situacifi actual, o bé peí passat de les llengües romliniques. Les reconstruccions, sobretot peí que fa al léxic - menys en el camp morfosintáctic -, a base de l%estat dNun fenomen en el román«} actual, ens pot convencer de 1""existencia, encara que no documentada, dNuna paraula, dxuna forma, del carácter d%un so, postulat solament a partir de tots o, si més no, de la majoria de llengües romániques. El periode de l^Humanisme és época dxun creixent interés peí llati, és més encara: és el periode de desig de fer reviure el llati o, peí cap baix, d%apropar-se tant com sigui possible a inelegancia estilística deis escriptors clássics. Es, també, L%autor agraeix a Rosa Maria Delor i Muns la traducció al catalá i els seus consells peí que fa al tema tractat. 243 el temps en qué aquesta tendencia, la llatinizant, influeix sobre la llengua, contrastant el desenvolupament popular."1" 2. Observem aquí les subordinades objectives que en els textos catalans llatinitzants resulten, sovint, implícites amb l*iri- O finitiu. Sovintegen, també, amb l^elegant construcció d%infi-nitiu amb acusatiu, mentre que un bon percentatge de les subordinades es troben en forma explícita, és a dir, introdulda per la conjuncié que. No cal insistir en el fet que les con-struccions amb infinitiu han d%ésser literáries i no populars: una comprovacié ens és fornida peí romanés, llengua románica considerada conservadora per molts trets, la qual gairebé no coneix, en les subordinades objectives, les construccions amb La llengua italiana pot êsser un exemple convincent. Se sap que la tradiciô llatina a Itàlia fou mês forta que a d%altres parts de la România. Ais inicis de la literatura italiana podem constatar en els textos dues tendències: la literaria, llatinitzant en el Decameré, i la popular, representada peí Novellino. Vegis la meva comunicaciô en el XVTe Congrès internacional de lingüistica i filologia romàniques. Ciutat de Mallorca 1980, "Subordínate oggettive e oggettive volitive negli antichi testi letterari italiani" (d%imminent publi-cacift a les Actes del congrès). Molí, parr. 547 i 548: - En catalán antiguo, sobretodo en los autores más clásicos y de formación humanística, era frecuente el uso de las oraciones que en gramática latina se llaman "de infinitivo": Solament l%home deim haver ánima substantiva (Metge) .... Mucho más corriente en el catalán antiguo, y el único normal en el moderno, es el enlace mediante la conjunción que, de la oración sustantiva complemento directo ••• 244- infinitiu. Aquesta forma ha romàs relegada a lNexiorc estil administratiu, i sols en oracions objectives volitives del tipus îi ordonam a s& prezenta imediat 'li manem de presentarse d%immediat', la quai cosa pot, fàcilment, êsser interpretada corn una influència del francés. 3. Pel que fa al català antic convê de destacar que els primers textos no posseeixen massa subordinades objectives: el carácter deis esmentats textos, que sôn documents juridics, documents religiosos i sermons, impossibilita un ús ampli de les objectives, les quais, mês que cap altra forma oracional, substituí eixen les oracions paratàctiques deis diàlegs, quan un diàleg d%aquesta mena ve donat en forma de resum, en un diseurs indirecte. De tota manera trobem regularment una subordinada explicita, ad es.: que nos trobam que Ioachim sos paire et Anna sa maire avion estât gran termini essêms, e no podion aver enfant sermô, XI-XII s., Bulbena, pag.27 E regonosc que tenc a feu del bispe de Nemse lo castel de Monpesat doc. a. 1174, Bulbena, pag.35 fem-vos sabèr que Nos avèm regonegut al Régne de Valencia. E perzô quar Nos avèm vist que 1 Régne no ha son compliment d^omens ni de gent doc. a. 1270, Bulbena, pag.54 nos ha scrit lo dit Ffrancesch e fans saber que lo dit Rey de Tunyç ha haut fort gran plaer delà venguda del dit noble et li ha fet fort honorable acullyment doc. 8-10-1402, Moscati, pag.141 245 t Amb tôt, trobem ais primers segles de literatura en català, esporàdicament, la construcciô dxinfinitiu amb acusatiu, de vegades, certament, darrera un verb de percepciô sensorial, i també, alguna vegada, sense objecte quan aquest ês un pronom: Emperô vistes aqueles esteles, e profecies e escriptures, coneguèren aquel êsser fil de Deu Pra Pere Marsili, Bulbena, pag.95 com lo rey lo veu venir axi sutren Russel, pag.119 qui cuydaven êsser morts com venien en ta má Ramón Muntaner, Bulbena, pag.119 4. Per tan-Ç interessa d%una manera especial l%obra de dos escriptors catalans, creadors en certa mesura de la llengua literària. Ens referim a Ramón LLull i a Bernât Metge. L%interés resulta mês justificat quan a l^obra de Metge es constata un ûs abundós de la construcciô d^infinitiu amb acusatiu.^ Peí que fa a la llengua d%ambd6s autors no pot êsser comparada mitjançant el tipus d%oposici6 que feiern, per a l%italià, entre el Novellino i el DecamerS. No. No podem titilar Ramón IíLull de représentant d%una llengua popular: la materia mateixa del seu diseurs no ho permet, ês a dir, que un escriptor popular mai - Mes en temps de Metge la construcciô infinitiva era igual-ment esmerçada ab verbs d%enunciaci6 y ab altres qui no s%escauen dins aquesta nomenacifi, lo règim directe dels quais no^s concreta al subjecte del infinitiu, ans es reaiment tota la proposiciô infinitiva complerta. Aytals construccions, qui trahexen la gentil influencia llatina, s6n abundoslssimes en nostre autor y en cambi avuy sôn rèsoltament rebutjades en estil planer, A. Par, pag. 297» amb exemplificaciô abundosa. 246- no discutiria sobre "l^offici qui pertany a cavalier".^ LLull empra formes implicites del verb, empra l"infinitiu, el gerundi, el participi absolut. Utilitza l^infinitiu complint diverses funcions (corn a mer substantiu, subjecte amb verbs impersonals, element de perlfrasis verbals): ¿Has vist null cavalier qui son castell no vulla recobrarî; e soferi que tôt cavalier qui am fesser en ordre de cavalleria lo pusca translatai anava a la cort per êsser adobat a novell cavalier, illibre del ordre de cavalleria, II, 30\ Prôleg, 14 i 3. Tanmateix es troben exemples amb la construcciô d^infinitiu amb acusatiu (si bê conservant la terminologia llatina); Moites rations forts e veres dix Blanquerna a provar injûris, falsetat, vilania, cobea êsser en aquells qui sostraen los uns frares als altres Blanquerna, Ant., p. 14 per tal que cogità lo poder de Deu êsser poderôs Blanquerna, Ant., p.20 e aytant corn po poder ês major d%aytant ês signifficat en Deu êsser major bonea Del gentil e dels très savis, Bulbena, pag.89 En alguns exemples, el subjecte de l^infinitiu (ja que, a partir d*ara, no podem continuar parlant acusatiu o nominatiu) résulta anticipat-, aixi de la honor qui*s covê êsser feta a cavalier Cavalleria, Prôleg, Intr. S%expressen amb molta agudesa Badia i, Margarit i Francesc Moll a O^E», pag. 1305: - ... dues constants: ma barre ja curiosa de llatinisme i popularisme lingttistics. 247 Abat covê êsser acustumat de men jar nostres viandes, e de seguir covent, e que aja nostres custumes Blanquerna Ant., p. 24 mas 1* abat dix que lo monge qui hauria aquell ofiçi, convenia êsser gran clergue Blanquerna Ant., p.29 el subjecte de la subordinada ês idèntic al de la contràriament al sistema llati, Isestructura cata-representa sota la forma de pronom: ¿quai cavalier acostumat a fer torts e injûries cuida êsser en 1*ordre de cavalleria? Cavalleria, VT, 6 També podem considerar com herència de lxacc.c.inf. llati les estructures verbals amb el verb fer: si fas cavalier home que no sia de paratge tu fas êsser contraris paratge e cavalleria en ço que fas Cavalleria, III, 8 On, enaixi con vergonya fa êsser hom vergonyôs Cavalleria, V, 4 Perô la major part de subordinades que depenen de verba sentiendi et dicendi sôn explicites: Creure que Jesuscrist fos concebut de Sant Esperit ... ... Tot hom ês tengut que crea aquests catorze articles Cavalleria, IV, 5 e digueren que no era custume de lur ordre que elegisen abat Blanquerna Ant., p.23 248- De vegades principal: lana no el ês prop considerar que Deus pusca no êsser si bê ès Cavalleria, IV, 5 Manament ês de lei que hom no sia perjur Cavalleria, II, 32 no ês digne que cavalleria lo reeba en son ordre Cavalleria, III, 18 5. La llengua de Bernât Metge aixi com l'ús de l'inf initiu foren examinats per Anfôs Par.-* Podem repetir els exemples de Par, 884: Aristotil tench expressement ... les animes êsser inmortals Hoyt e lest he moites vegades esser Purgatori e Paradis ecc. Aquesta estructura ês freqüent, perô no prédominant (cfr. també Par, 880), perqué hom troba mês sovint oracions subordinades, introduïdes per que E entên que sots viu e no veya que esperit ne altra cosa lurs isqués del cors Mas tostemps he credut que 90 que hom diu esperit, o ánima, no fos ais sino lo sanch. Cfr. Anfos Par, cit., parr. 786-827; sôbretôt 815 i, també, 880. 249 Si tehim en compte de l*estructura llatina acc.c.inf., la quai ês molt mês freqîient a Metge que no pas a LLull, ens adonem que el pes de la tradiciô llatina augmenta sensiblement a Bernât Metge. 6, En analitzar les subordinades objectives, constatem que, a la llengua contemporânia, tenen forma explicita, ês a dir, l^estructura heretada o reintroduïda del llati en els textos medievals ha desaparegut, llevat dels casos en els quais l*acu-satiu amb infinitiu ês régit per un verb de percepciô sensorial, del tipus moites vegades he vist morir homens e besties e oçells (Metge). Ben al contrari, a les subordinades objectives amb matis de desig, que anomenem volitives, del tipus Us preguem vivament de venir-nos a trobar; T^ordeno. d^acceptar el càrrec, l%infinitiu no apareix, o quasi.6 Trobem subordinades introduïdes per la conjunciô que en textos de caràcter administratiu, en certes de caire oficial: Nôs en Jacmê, ... volêm e mandam a totz los rics-homens, e als cavaliers e a totz los homens que fassen homenatge e sagrament al Enfant en Jacme fil nostre doc. a. 1292, Bulbena, pag.62 Puis ... nos estan(t) en Leyda, vinguês devant Nôs, nos cuydan(t) que venguêssetz aparellatz dxanar en mon servici, e pregam e manan-vos que-ns seguissetz en lo viatge doc. a. 1273, Bulbena, pag.57 Yegis Badia i Margarit, parr. 221, le: - complemento directo del verbo; suelen llevar infinitivo como complemento de los verbos de percepción, voluntad, pensamiento us pro- posem tornar a peu. 250- E quant vénch a l"alba, f6 emprés que hoissem les misses ... E oid.es les misses ... dixém que s*armassen t6ts Conquesta de Valencia, a. 1283, Bulbena, pag.66 E enviam per Alî-Albaça que tornás denant Nôs, e dixém-hi que dixés per qué éra vengut Bulbena, pag.73 lo dit senyor Rey ... doná ordre que ... besant peus et mans juraren don Ferando per primogenit Russel, pag.193 vench vers lo cavalier, lo qual lo pregâ que li diguês com era mort lo senyor de Mombrû Russel, p.195 De Ramón LLull'7 podem citar périodes amb verbs, a la principal, dir, pregar, consellar, plaure: L^escuder pregà lo cavalier que li dixés 1*ordre de cavalleria Cavalleria, Prolèg, 8 Sènyer, si a vôs plasia que 'm dixêssets l%ordre de cavalleria Cavalleria, Prolêg, 10 Constaten Badîa i Margarit i Francesc Moll per l"ús de l%in-finitiu, O.E., pâg.1338/40: - Ramon LLull expressa sistemà-ticament en forma personal conjugada moites situacions verbals que avui mês aviat corresponen a l^infinitiu. Aquest tret ês exemplificable potser com cap altre, i creiem que, almenys en la sintaxi verbal, ês el que mês exactament retrata l*autor. - I citen: - les paraules que ... dix al pastor per go que '1 consolas; pot haver creanga que haja salvacič; ês indigne que sia papa; qui creyen en lo seu aveniment ans que morissen. 251 e per acó ells pregaven per tots lurs companyons que rebes lo bisbat e que an&s a Roma Blanquerna Ant., p.72 Lo cellerer parlá aquella nit ab lo f rare ... e conselláli que se isqués d*aquel ordre Blanquerna Ant., p.U Tel i com passa amb LLull, Metge generalment usa la subordinada explícita: set dies stigui a la porta pregant Cerbero que lexas tornar Somni, Lo ter9 libre mon senyor me ha manat que io prenga aquesta infanta Valter i Griselda manant li que no parlas ib id. Tanmateix, susciten un interés particular exemples on apareix l'infinitiu amb ion verb modal (manar, deixar, prohibir, etc.). Un text particularment valuós és Valter i Griselda, on hi podem llegir (cfr. també l'exemple del Somni adés citat, amb verb lexar): Valter mana venir Griselda al palau Valter feu venir a casa sua Janicola no ¿jaquesques maniar a besties salvatges ne a ocells los delicats membres de tant noble infant Aqüestes estructures tot i que no s6n heretades del llati li-terari, ens descobreixen el gust de 1* autor i una certa incli-nació per l*ús de les formes implicites del verb i demonstren, consegüentment, una tendencia llatinitzant. 252- 7. Aitals tendéncies resulten més fortes a Metge que no pas a LLull i a d"altres autors menors. L^oposiciS entre Metge, "primer estilista catalá" (Par) i LLull no és en res equiparable amb que feiem entre Boccaccio i el modest autor del Novellino: LLull i Metge demostren en emprar les estructures implicites les naixents aspiracions humanistiques, i, alhora, amb d6s en construir el període recorren, sobretot LLull, sovint a les subordinades introduides per un que amb el verb en forma personal, i amb aix6 reten testimoniatge de la continuxtat en la manera de construir el periode en l^anomenat llatí vulgar, o sia, parlat, peí que es despréu que la forma de construir el periode es pot postular: l^ús de les formes infinitives, elegants, demostra una alternativa, opcifi estilística, propia del llati literari i per tant aliena a la parla popular. En les llengües romániques ha prevalgut la tendencia popular eliminant estructures del tipus acusatiu amb infinitiu que resten com un senyal dxaspiracions estilistiques, d*elegancia. És curi6s, i contrari a l%ús del llati, que les llengües romániques coneixen l'infinitiu en les objectives volitives» el catalá l'admet com alternativa de la subordinata explícita. I sembla ésser, que troba les primeres mostres dxaquesta tendencia - una altra vegada com innovaciS estilística i literaria, aliena e la parla espontania - a la llengua de Metge. OBRES CONSUI/TADES Bulbena: Crestomatía de la llengua catalana, Bulbena i Tosell, I, Barcelona 1907 Russel: Medieval Catalan Linguistic Text, by Paul Russel-Gebbet, Oxford 1965 0. E»t Ramon LLull, Obres essencials, I-II, Barcelona I960 Ant.: Antologia de Ramon LLull, Barcelona 194-7 253 Cavalleria: Raimondo Lullo, II libro dell'ordine della cavalleria, Testo catalano con versione introduzioni e note del prof. Giovanni Allegra, Roma 1972 Metge: Obra completa de Bernat Metge, Barcelona 1975 Moscati» Per una storia della Sicilia nell'etá. dei Martini, Messina 1954 Molí: Francisco de B. Molí, Gramática histórica catalana, Madrid 1952 Badla i Margarit: Antonio M. Badia Margarit, Gramática catalana, Madrid, 1962 Par: Anfés Par, Sintaxi catalana, Beihefte zur ZRPh, 66, Halle 1923 Povzetek ODVISNIKE Z INFINITIVOM V STARI KATALONŠČINI Za vse dobe jezika velja, da z veliko težavo ugotavljamo, kakšen je bil govorjeni jezik tistega časa. Za latinščino je ta težava nesporna, saj romanski jeziki predpostavljajo eksistenco tako imenovane vulgarne latinščine, se pravi neke latinščine, ki ne sledi docela normi, veljavni za literarno latinščino. Tudi za starejše faze romanskih jezikov se zdi ugotavljanje jezikovne realnosti pomembno, saj je mogoče nek jezikovni pojav bolje osvetliti, če ga opazujemo razvojno, če gledamo, s kakšnimi jezikovnimi sredstvi je nek pojem, neko miselno enoto izražala latinščina* Doba humanizma, se pravi, doba rastočega zanimanja za "klasično" latinščino, zelja za oživljenje tiste norme, ki jo vsiljujejo literarni teksti, je tista kritična točka, vsaj v veliki večini romanskih jezikov, ko se težnja k naravnemu izražanju bije z zaverovanostjo v posnemanje latinskega vzora. Misel, da je bila taka težnja v Italiji najbolj močna? potrjuje dejstvo? da je italijanščina dobila pečat literarnosti, skoraj bi rekli latinskosti, ravno v dobi prebujajočih se humanističnih teženj* pečat} ki je francoščini, na pr.? popolnoma tuj. Na začetkih humanizma je mogoče zaslediti v italijanski književnosti dva nasprotujoča si tokova, ljudskega, kot je viden v zbirki novel 11. Novellino, in pa v latinsko prozo zazrtega, kot ga izžareva Boccacciov Dekameron. Ko avtor opazuje gradnjo zloženega stavka v romanskih jezikih, zlasti povednih odvisnikov, ki so v latinščini izraženi z značilno konstrukcijo akuzativ z infinitivom, ne želi reči samo tega, da je gradnja stavka z eksplicitno glagolsko obliko, 254 uvedeno z veznikom quid, quod in podobno, izrazito ljudska, in torej dokaz za ljudakost nekega literarnega teksta, gradnja zloženega stavka z implicitnim odvisnikom pa dokaz za "latinski" karakter kakega jezika. Avtor misli, da izražanje z brezosebnimi glagolskimi oblikami ni ljudsko, da je bilo lastno zgolj pisani, literarni latinščini, ne pa govorjeni: v to ga uverja tudi dejstvo, da eden od romanskih jezikov, romunščina, ki je sicer v nekaterih pojavih močno konzervativen jezik, konstrukcij z infinitivom skorajda ne pozna: edinole v suhem administrativnem slogu, v izrazito uradnih formulacijah tipa "Ukazujem vam priti ..." se taka konstrukcija pojavlja in uveljavlja. V katalonskih tekstih XII. - XV. stoletja se iz latinščine podedovane implicitne konstrukcije pojavljajo samo v pravi literaturi, torej v pisanju s stilističnimi ambicijami. Dva katalonska pisca Ramon ILull in Bernat Metge, Boccacciova sodobnika, sta posebej pomembna: veljata, tako kot Boccaccio za italijansko prozo, za začetnika umetniške proze v katalonščini, in zlasti Metge se vžlikemu italijanskemu pisatelju tudi po svojih stilističnih težnjah močno približuje. Njegovo najboljšo novelo Valter in Griselda bi prav lahko šteli v krog najboljših novel 14. stol. Oba katalonska avtorja poznata implicitne gla-golske oblike, infinitiv, gerundij, poznata absolutni particip, uporabljata latinsko konstrukcijo akuzativ z infinitivom; in vendar so eksplicitni odvisniki, uvedeni z veznikom, mnogo bolj številni. V objektnih odvisnikih, kjer je sočasno izražena želja, nobeden od katalonskih avtorjev, kakor tudi ne teksti anonimnih piscev ali pisarjev, ne pozna infinitiva, pač pa zmeraj samo eksplicitni odvisni stavek. Zdi pa se, da so prve konstrukcije tega tipa z modalnim glagolom zaznavne že v jeziku B. Metgeja. Naj citiramo iz novele Valter in Griselda: no jaquesqu.es maniar a besties salvatges ne a ocells los delicats membres de tant noble infant 'ne dajte, da"bi divje živali ali ptice požrle nežne ude tako plemenitega otroka'. 255 Kenneth Shields Philipsburg, Pennsylvania CDU 809•12-4—55 THE ORIGIN OF THE IE ENDINGLESS LOCATIVE * In this paper is presented a new hypothesis regarding the development of the so-called "endingless locative" construction of Indo-European. It is argued that locative formations in *-j| and *-T came to appear in the o-stem nouns through the monophthongization of word-final *-oi and *-ei before word-initial consonants. These formations were analogically extended to the other stem-classes, with the suffix *-][, frequently hypercharacterized by the locative particles *-i or *-u, becoming the primary marker of the locative function in the i- and u-stems. On the basis of such apparently "endingless" locative constructions, old consonant-stem nominative (-accusative) formations in were reinterpreted as locatives as well. One of the most puzzling constructions with which Indo-Europea-nists must deal is the endingless locative. Although it is now generally recognized that "the cases expressing adverbial relationships (instrumental, dative, ablative, locative, and the genitive in some uses) are late" and therefore "the development of the adverbial cases belongs then to the study of late Proto-Indo-European and the individual dialects" (Lehmann 1958: 182183), the form of the endingless locative appears to be very ancient indeed. This situation in part led Benveniste (1935: 98-99) to conclude: " .J. ce que l'on dénomme 'locatif» repose 257 comme un bon nombre de nominatifs-accusatifs, sur un ,cas indéfini' , qui avait en indo-européen la forme même du thème neutre." Likewise, Hirt (1927: 48) says: "Der Lokativ ist... ursprünglich endungslos gewesen. Er entspricht also dem Kasus indefinitus, und er wird so, um mit Ludwig, Der Inf. im Yeda, S. 9, zu reden, 'zu einem Nachweis des Hereinragens der Epoche, wo die Sprache keine Biegung kannte, in die Zeit vollständig ausgebildeter Flexion'." In this paper I wish to present an alternative hypothesis which attempts to reconcile the apparent archaic formal properties of the construction and its apparently recent functional properties. Burrow (1973: 234) describes the endingless locative construction as follows: "The oldest form, the locative without ending, appears in n-stems (âhan, murdhân, êTrsên; cf. Gk. aiên 'always', and infinitives like dSmen, etc.), and in the vrddhied forms of the i- and u-stems. It also appears sporadically elsewhere, e.g. in parût 'last year* as opposed to Gk. pérusi, pèruti, a compound whose last member (-ut) is the weak form of the wet that appears in Hitt. watt-, Gk. j^étos 'year1. In Avestan there appears a locative without ending from a root noun man- 'mind' in the phrase mSh Sa daidyäi 'and to put in the mind, remember'."1 In addition to this locative type, there appears a formation in *which is attested in all stem-classes, even those which show endingless forms as well, e.g. Skt. vfikë 'on the wolf', Gk. olkoi 'at home',Ose. terei 'on the ground», etc. Before proceeding with my proposal regarding the origin of this construction, I must outline a recent hypothesis about Indo-European phonology made by Schmalsteig (1973)» which I see as fundamental in understanding the origin of the endingless locative. He argues that "the Indo-European diphthongs in word- Brugmann (1911: 174) says that the endingless locative "erscheint bei Stämmen auf -i, -u, Nasal, Liquida, -s." 258- final position could, occur before a word beginning with a vowel or before a word beginning with a consonant" (1973: 101). These diphthongs "either remained as such (if the following word began with a vowel) or were monophthongized ... (if the following word began with a consonant)" (1973: 101). "Included among these monophthongizations are the passage of *-oy to *-"e and the pas- 2 — sage of *-ey to In support of his conclusions, he argues, for example: 'The elementary form *bhe 'to be, to become' could ■5 --* * _ have taken the suffix -jr to create the morpheme bhe-y > bhi in pre-consonantal sandhi position. The form *bhT is reflected in Lat. fT-s, fit 'becomes, is made', Gk. phitu, 'shoot; scion', OCS bi-m-fc 'I would be'. Perhaps Old English beo, bTo belong here also. Forms such as Lith. -bite, -bime are to be added here also. The short vowel of such forms is due to their use in enclitic position according to Stang, 1966: 429....The form *bho-y in pre-consonantal position is attested in the OCS third singular imperfect form be and perhaps in the Old Prussian preterit bei » /be"/, both of which forms reflect Indo-European *bh"e* (1973: 107-108). likewise, 'the Indo-European root for 'to drink' seems to have been *pe- or *po- variously suffixed with or -w. The form *pT- (< *pe-ry) in pre-consonantal position lives on in Slavic piti 'to drink*, Gk. plno 'I drink' (with the Schmalstieg*s theory of Indo-European monophthongizations has been criticized recently by Panares (1976: 162-171). However, Schmalstieg 1978 neatly disposes of these objections. "The element may originally have had a meaning of »here, now»... We may perceive a remnant of the old.element in such Hittite 3rd sg. forms as da-a-i 'takes', Skt. 3rd sg. aor. passive adhayi (dha- *put*), ajani (jan- 'be bom'), or perhaps in the Gk. 3rd pres. phferei 'carries*....This par- • ticle, which may have been originally a third person marker, was then felt to be part of the verbal stem and personal endings of the first and second persons were added to this" (Schmalstieg 1973: 107). A similar view of the particle *-i appears in Watkins 1962: 102-103. 259 imperative pTthi according to Frisk, 1970,540), Skt. pTt& 1 drunk, sucked* and pit! 'drinking, a draught'. The element may also be present in the reduplicative syllable of Latin bi-bit * drinks1. The form *po-y is apparently only found in such causatives as Slavic po Liliti 'to give to drink, to cause to drink'. The Sanskrit causative stem pay- shows a phenomenon we shall see over again in this language. * po-y in pre-consonantal position passed to *pe-, a form attested in Skt; päti 'drinks* .... ,What we actually find, however, is a contamination of the pre-vocalic and the pre-consonantal forms of this morpheme, i.e. *£§£-, a form with the length of the pre-consonantal form and with the -jr from the pre-vocalic form* (1973:108)" (Shields Forthcoming c). Now the o-stem locative singular appears to show clearly two prevocalic sandhi variants, one in *-o-i (Gk. Att. olkoi 'at home» Lat. hü-c »whither', OE daegi 'by day*, OCS vVbct 'on the wolf») and the other in *-e-i (Gk. Att. ekex 'there1, Gk. Dor. tai-de »here*, pei »where», Lat. domT 'at home*, Ose. mfilnikei terel »on common ground*). Phonological developments in certain dialects prevent the determination of which variant is.attested theret e.g. Skt. v$ke ( < *-oi or *-ei) 'on the wolf', Olr. dim (<*kuennoi or *-ei) 'at the end*, OLith. dievie-p (-ie- < *-oi- or ^-ei-j *with God*. I believe that traces of a pre-consonantal sandhi variant in *-][ (< *-oi) continue to exist in this declensional, class. That the reconstruction of such a locative ending is by no means a novel idea is demonstrated by Brugmann^s observation (1911: 175): "Einen gleichartigen Lok. auf * von o-StHmmen hat Walde Ausl. 7ff • angenommen für den lit. Lok. auf -_e, vilke, und für die lokativisch gebrauchten ahd. dorf ags. ham u. dgl." Likewise, Hirt.(1972:48) says: "Im Litauischen lautet der Lok. o-Stämme vilkS,.... I muss aber —4 -* — doch wohl auf £ zurückgehen." ^ Endzelihs (1971: 135) argues that the Lithuanian suffix "developed from an acuted -en," but this is not a necessary assumption. 260- The preconsonantal sandhi variant *-T (< *-ei) has apparently disappeared from this declensional class. Of course, the formation in *-e (and similarly *-T) was reinterpreted as *-e-0. The importance of the o-stem class to the general evolution of the Indo-European noun was very great since this was by far the largest of all classes. As Burrow (1973: 255) notes in regard to Vedic Sanskrit, "The stems in -a are the most numerous type in the language (45 per cent of all nominal stems in the Rgveda)." Thus, one frequently observes the extension of the 0_ endings of the o-stems to other stem-classes. For example, in the instrumental singular Indo-Iranian attests the transfer of the o-stem ending -a (<*-o) to the consonantal stems (Skt. feflna 'dog') (Brugmann 1911: 193-194); and in the instrumental plura_L Germanic shows a similar extension of the o-stem suffix to the consonantal stems (Go. gumam 'men') (Brugmann 1911: 264). Likewise, Germanic i-stem genitive singulars such as Go. gastis, OHG gastes 'of the guest' "zeigen den Ausgang der o-StSmme, gleichwie im Dat. got. gasta ahd. gaste" (Brugmann 1911:157). Italic and Avestan attest the extension of the ablative singular o-stem suffix in *-d to other stem-classes (Burrow 1973t 233), while the genitive plural suffix found in all stem-classes (*-ofr: Gk. -on, Skt. -am, Lat. -um) probably has its origin in the o-stems, cf., Schmalstieg 1977: 130. 1 believe that the rarity with which the preconsonantal sandhi variants *-][ and *-T appear in the o-stem class is a result of the fact that they were largely transferred to and subsequently specialized in other declensional classes. The suffix *-T seems to have come to mark the locative singular in the consonant-stem nouns, although it generally disappeared there as well, yielding to other formations. Thus, Meillet (1964: 295) says: "En latin, la forme qui conserve un type special de locatif est en -T: Karthagin-T." Likewise, Brugmann (1886: 157) notes that "along with -i we have -T in Greek and Sanskrit, Horn. 261 patfer-T and. the like ..., Ved. vakt&r-T and the like ... . The suffix *-e[, on the other hand, came to be specialized largely in the i- and u^-stems: Skt. Ved. &va (&vi-s 'snake*), agna (agnl-s 'fire')* Horn. p61ei (<*-£ hypercharacterized by the locative particle *-i) (p6li-s 'city1), Olr. faith (<*-e or *-ei) (faith < yati-s 'seer1), Go. anstai (< *-ej) (anst-s 'favor') PCS nosti (< *-ei) (nost-s 'night') %Skt. sunafi (< hypercharacterized by the locative particle *-u) (suiafi.-s 'son') Lat. noctu (< *-eu) (adv.'by night'), Go. sunau (< *-eu) (sunu-s 'son'), PCS synu « *-ou <*-eu<*-eu) (syng 'son')."'' The extension of *-][ (and similarly *-T) to these declensions was Wackernagel and Debrunner (1930: 2P7) are uncertain about the origin of this long-vowel suffix. They note that "metrisch gedehntes -tarT ist möglich," although "doch kann es an den in Betracht kommenden Stellen auch als NA Sg. Neutr. gefasst \ werden." Perhaps this ending is also attested in the i-stems of Sanskrit, since Whitney (1973: 117) observes: "Half-a-dozen locatives in T ... are made from ¿.-stems," e.g. vfed-T (past participle of ved- 'know' without iti). But these very rare forms may be better explained in other ways, cf. Wackernagel and Debrunner 1930: 154-155« The Latin forms in -T (which alternate with those in -e <*-i) are generally explained as showing the specifically Latin sporadic transfer of the o-stem ending (OLat. -ei>-T) to the consonant-stems, cf. Buck 1933t 186% but this is not a necessary assumption. Hirt (1927: 11-12) describes this particle as follows: "Erweitert haben wir u in 1. ubi *wo\ 1. u-ti 'so*, aw. uxti, gr. effete 'gleichwie', ai. u-t& 'auch sogar'« Aus dem Gegen- . satz von i-bi und u-bi ergibt sich wohl die Beudeutung *hier* und 'da* für i und u." This particle is also probably seen in the locative plural suffix *-su (Skt.-su, OOS -ch1»), which alternates with *-si (Gk. -si). Brugmann (1904: 88) suggests that the simple *-e found 262- motivated by the following proportion: Noun- o-Ending : Noun-][-Ending ( *-£) Noun-i-Ending : Noun-^-Ending ( *-£) That is, since had already been interpreted as a stem- forming element with a ending, it was appropriate that it came to serve the same function in the i- and u-stems. It was important for the entire stem-formation to be transferred because the marker alone would not have characterized the construction as distinctively locative. Its appearance, e.g., in the nominative-accusative singular neuter demonstrates this fact. Now I believe "that the ablaut variations of Indo-European have a number of different sources (of which the effects of accent are only a part) and that ablaut variation only gradually emerged as a morphological device" (Shields Forthcoming b), cf. Shields 1976, 1977, 1978: especially 194-197. Although ablaut had become a morphological indicator at the stage of Indo-European under consideration, it is probably true that its development, especially in regard to lengthened grade, had not yet reached the level of complexity attested in the historical dialects themselves. (See below.) In any event, the analogically extended o-stem suffix *-][, contaminated with the locative particles *-i and *-u, came eventually to be interpreted as a vrddhied form of the stem-element of the i- and u-stems, just as the suffix probably came to be interpreted as a lengthened grade form of the stem-formant in the o-stems, although its rarity in attested words prohibits definitive analysis. However, the secondary character of this suffix in the locative singular of the i- and u-stems is perhaps evidenced by the fact in some of these forms results from the fact that "schon im Uridg. müssen unter gewissen Bedingungen i und u in den Langdiphthongen geschwunden sein." However, this is not a necessary assumption. 263 that the vrddhied form of the stem-element is not usual there. o As Meillet (1964: 307) says about athematic declension, "Le locatif singulier a un vocalisme prêdésinentiel caractéristique: voyelle brève *e, ainsi dans skr. netâr-i 'chez le conducteur' avec a représentant *e ...; de même le locatif vêd. dyâv-i 'au ciel', identique à lat. Iou-e (de *dyew-i), s'oppose au génitif à vocalisme prêdésinentiel zéro vêd. div-Sh, cf. gr. Bi^-és.1,8 In thematic declension, with the exception of the relic suffix in one sees the o-grade or the _e-grade of the stem-vowel, cf. Meillet 1964: 322-323. Vrddhied forms thus appear generally O in endingless locatives of the i- and u-stems and in a few other isolated formations, e.g. Greek adverbs of the type nûktôr 'by night1, etc. The analogical origin of some of these will be discussed below. I believe, cf. Kurylowicz 1964: 195-200, that the most ancient locative formation in the _i- and u-stems was also terminated in and that it was largely replaced by the analogically extended o-stem suffix *-][. But traces of this original construction Burrow (1973: 234) further explains: "The [locative — E.S.] type aksni is the latest. According to the grammarians the *» f t locative of n-stems may be in -ani or -ni (rajani, rajni; sakthfcni, sakthni), but in the language of the Rgveda the latter type does not appear, and is therefore clearly an innovation. It is due to an analogical tendency to put the loc. sg. on the same footing as the other oblique cases by accenting the termination and weakening the suffix. In many of the consonantal stems this tendency.had already become general in the pre-Vedic period Cadati. bh£gavati, vidiisi, etc.), but the older type with accent and guna of the suffix is preserved in the an-stems, in r-stems (sv&sari, pitferi), to which certain monosyllabic stems can be added: ksfimi, dy&vi (beside divi)." 264- continue to exist in these declensional classes well into the historical period. The i-stems seem to show it in such dialectal forms as Horn. p6sei, pftsel < *-ei-i 'husband'Att. p6lei < *-ei-i »city*, Ose. Fuutreî < *-ei-i 'Genetrici', and perhaps Ved. "gjéyi < *-ei-i 'contest', although the retention of- *—i- 1 Q /> in Sanskrit is unexpected in this phonological environment,""cf. Brugmann 1904-: 92. Brugmann (1911: 182) suggests therefore that this Vedic locative formation is "eine Neubildung," as do Wackernagel and Debrunner (1896: 199)» but if the latter word and the very few like it (see Wackernagel and Debrunner 1950: 154 in this regard) are relic forms, then the retention of *-i- 10 may be explained simply as residue, cf. Ohen and Wang 1975» The validity of this hypothesis is perhaps suggested by Sihler^s conclusion (1977» 6) that "in medial sequences ... the loss of 2 before i. ... took place either just prior to or concurrent with the early Vedic period." The u-stems also clearly attest a locative construction in *-i: Horn, hêdêl < *-eu-i 'sweet', mmm wmmw A * The stem-formsnt *"-ei- is attested elsewhere in the i-stems, A - just as *-eu- is at'Eested elsewhere in the u-stems: these A mmm so-called strong-grade forms also "appear in the gen. sg. and voc. sg., and in ...the dat. sg., ..., and nom. pi." (Buck 1955: 175)• However, only the locative singular shows the lengthened grade in *-jei and *-eu. Chen and Wang (1975: 256) explain: "A phono logical» rule gradually expends its scope of operation to a larger and larger portion of the lexicon, until all relevant items have been transformed by the process. A phonological innovation may turn out to be ultimately regular, i.e. to affect all relevant lexical items, given the time to complete its course. But more often than linguists have thought, a phonological rule peters out towards the end of its life span, or is thwarted by another rule competing for the same lexemes." 265 Att. dori < *dorj1i »wood., spear', Ved. sunfcvi < *-eu-i »son*, and perhaps ORuss. domov-g, e in preconsonantal position > £ + r, m, n in prevocalic position £ + r, m, n >£ in preconsonantal position >£ + r, 3., m, n in prevocalic position. Thus, early Indo-European *pater 'father* became *pate (Skt. pita, Avest pta) before a word-initial consonant and *p3ter (Skt. pttar, Avest. ptar, Gk. pfeter) before a word-initial vowel. Schmalstieg (1974: 188) maintains that the new form assumed the primary function of the nominative ... 'whereas the secondary function, the vocative case, was retained by the older form phonologically'. The frequently reconstructed nominative singular form *p-3ter (Gk. pater, Lat. pater) merely represents an analogical restoration of the final resonant by means of a 266- contamination of the two variant stems. Also through analogy the long vowel was introduced into the s-stems (Skt. durmanas * — . 'troubled one', Gk. dusmenes 'ill-disposed one', Avest. dusmana 'one thinking evil', Skt. Gsas, Gk. eos 'dawn'). I suggest that this analogical lengthening occurred after the introduction of *-£3 as the marker of the nominative (specializing in the secondary vocative function in the animate nouns of all declensions except those with the naturally occurring long vowel and the &-stems ...). Since the phonetic sequence *s-s was an impossible one in the Indo-European of this era (Brugmann 1916: 812), the &-stem nouns adopted the long vowel in order to integrate themselves into the existing system of animate nouns, which clearly indicated the vocative by means of the termination and the nominative through the marker *-s> or vowel lengthening. Now the old prevocalic variant did, in a general sense, assume the vocative function; but because of the peculiar accentual 12 pattern of the vocative, it remained phonologically distinct from the old nominative (i.e. nom. *p-atfer vs. voc. * pSter). I would now like to suggest that the prevocalic variant which served as the old nominative apart from the vocative became reinterpreted as a locative. The motivation for this reanalysis was provided by the fact that it shared a ending with the On the origin and development of the a-stems within the context of this theory, see Shields 1977« 12 As Brugmann (1904: 577) explains: "Der Vok. war ohne Kasusformans. An der Spitze des Satzes stehend war er uridg. orthoton,mit Accent auf der ersten Silbe, z.B. ai. pitar, gr. p&ter '0 Vater1; daher noch mit vollstufiger erster Silbe ai. santya Vok. zu satyfi-s 'wahrhaft, treu'.... Sonst war der Vok. unbetont, z.B. ai. idfim indra Srnuhi 'dies, ' - Q .__> Indra, höre'." " 267 locatives of the and. u-stems. That linguistic change is by nature a gradual and variable process explains the continued existence of the variant, an obvious prerequisite for its re-analysis. As Bailey (1973: 157) says, "... we should take notic« of discoveries concerning the spread of language changes in the geographical dimension that have been made by advocates of the new lectology .... [a change — K.S.J begins variably rather than categorically^ that is, it begins as a rule that sometimes operates and sometimes does not." The neuter nouns, which retained normal grade in the nominative-accusative singular, show the preconsonantal (lengthened-grade) sandhi variant . o in the plural (Avest. ayare 'days*, vaca 'words', namyi 'names', Go. fidwor 'four', hairtona 'hearts', Ved. bhuma 'beings', &ha 'days', fiirsa 'heads'). In the neuter class the specialization of variants did not proceed in the same fashion because the need for neuter rocatives was minimal. "The new long-vowel forms ... were analyzed as non-singulars, probably on analogy with noa-singular nouns terminated in a^long vowel [e.g. nom.-acc. neut. pi, jvsteia *-a, of. Ved. yuga 'yokes', nom.-acc. neut. pi, ¿-stem *-T, cf, Ved» fiftcT 'pure ones', nom.-acc. neut. pi. u-stem *-u, cf. Ved. mfid.hu 'honeys* — K.S.] , since the neuter nouns (especially the consonant-stems) probably lacked a firmly established non-singular form at this time. That a morphologically-marked non-singular category developed in the neuter declension at a late date 3s suggested by the fact that 'the neuter plural appears still in the Vedic language in some cases undifferentiated from the singular: e.g. in udhar div-yahi 'divine uddersf, vlfivahi v&su 'all goods', ySjana purfi 'many leagues', s&m aranta pfirva *the joints came together' (Burrow 1973: 237), just as it does in Homeric Greek (hemar 'day(s)*) and Hittite (wetar 'water(s)'), and that a wide variety of endings are attested in the various dialects" (Shields Forthcoming a). See Shields Forthcoming a for a fuller discussion of these developments. But this nominative-accusative singular prevocalic variant of the neuter consonant-stem 268- declensions tended to assume the locative function on analogy with the animate nouns. This natural analogical pressure was augmented by the fact that the accusative case itself had a secondary locative function, which Brugmann (1904: 442) describes as "Der Akk. der Raum- oder Zeiterstreckung." Likewise, Hirt (1954: 54) suggests that there existed in Indo-European a true "Akkusativ der Zeit": "So heist es gr. prfiter-on gegenüber ai. prätar 'früh', gr. authemeron gegenüber hemar; ai. nfiktam neben diva. Dieses naktam und ähnliche Fälle haben dann weitergewuchert und einen Akk. der Zeit hervorgerufen. Vgl. ai. t£ purve-djuh (Lok.) pitarö vindann, uttaram ahar (Akk.) devah 'am vorhergehenden Tag fanden ihn die Väter, am folgenden die Götter*." He also posits an "Akk. des Ortes ... z.B. 1. dorn-um ire 'nach Hause gehen'; ai. düb-fim 'in die Ferne'; gr. ——— _ f r\ £ ________ # ap6khei d' he Flataia ton Theben stadlous hebdomekonta 'Plataia ist von Theben 70 Stadien entfernt'" (Hirt 1934-: 35). However, these locative forms, because of their homophony with the nominative-accusative singular, never really did gain much of a foothold in the language, as the rarity of attested forms indicates. Thus, Burrow's statement (1973s 244) in regard to the r-stems that "no forms of the loc. sg. without ending are preserved, though sugh presumably existed at one time" must be rethought: the lack of forms is not to be attributed to the disappearance of an archaic formation but to the inability of 1-5 an innovation to become adopted generally. y Additional analogical changes involving the endingless locative formations should be mentioned in closing. The lengthened grade It is possible that such r-stem forms, though rare, did exist. Traces of the formation may be seen, e.g., in Skt. Shaxvdivi 'day by day*, "which is naturally associated with non-nominal forms such as Skr. ant&r 'inside, inwards* (beside antâri-kêa-), Lat. inter, Gk. hûper Lat. s-uper" (Brugmann lüüb: 159)• 269 of the locative singular of the o-, i-, and. u-stems tended, to exert analogical pressure on the new endingless forms of the consonant-stems, resulting in the appearance of such forms as Avest. ay|n<*-en 'day*, OPers. nama < *-en 'name', and perhaps Olr. toimte < *-tion 'opinion*. In the _i-stems the -jr-of forms like Skt. p&tyau 'husband* probably results from the influence of the dative (p&tye) and the instrumental (p&tya) (Brugmann 1911i 176). Although the -u here is frequently explained as a transfer from the u-stems, I prefer to see it as an original locative particle in *-u. It also appears in i-atem forms such as agnafi. 'fire' (without the -£-). u-stem forms like Skt. v&st'o 'with flashing', Avest. da^ho" < *"-eu 'province' are analogical formations showing the normal grade of the stemr-element like other classes, e.g. Skt. pit&r-i *father'. i-stem forms like Avest. garo 'mountain' show a transfer of -£ from the u-stems (Brugmann 1911: 175)• I realize that the proposals made here lie beyond the realm of absolute proof. But they do lie within the realm of plausibility and therefore should be given serious consideration as explanatoiy statements. REFERENCES: Bailey, Charles-James N. 1973« The Patterning of Language Variation." In Varieties of Present-Day English. Ed. by R. Bailey and J. Robinson. New York: The Macmillan Co. 156-186. Benveniste, Emile. 1935« Origines de la formation des noms en indo-européen. Paris: Librairie Adrien-Maisonneuve. Brugmann, Karl. 1886. Comparative grammar of the Indo-Germanie Languages. Trans, by R.S. Conway and W.H.D. Rouse. London: Karl J. 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Zagovarja misel, da so se pojavile mestniške oblike na *-¥ in *-T najprej pri ojevskih samostalniških osnovah, pri katerih sta se izglasna *-oi in *-ei monoftongirala, kadar se je naslednja beseda začenjala s soglasnikom. Te tvorbe so se z analogijo razširile v druge osnove, pri čemer je postala končnica *-][, pogosto dodatno označena z mestniško členico *-i ali *-u, glavni nosilec mestniške funkcije pri osnovah na i in u. Izhajajoč iz takih na videz "brezkončniških" mesthikov so tudi imenoval-nike(-tožilnike) na starih soglasniških osnov pretolma-Sili v mestnike. 274 Varja Cvetko Ljubljana CDU 808-3 ZUR FRAGE DER DEUTUNG DER ARCHAISMEN UND INNOVATIONEN ANHAND EINIGER ARISCH-BAEDOSIAWISCHER BEISPIELE Auf die Problematik besonderer dialektologischer Beziehungen zwischen den arischen und baltoslawischen Sprachen wird gewissermassen schon seit Bopp in der indogermanistischen sprachwissenschaftlichen Literatur aufmerksam gemacht. Zahlreiche Beispiele, die in diesem Zusammenhang von einzelnen Forschern angeführt werden, sind sowohl den indoarischen als auch den baltischen und insbesondere den slawischen Sprachen entnommen, einige bleiben dennoch auf einzelne Einheiten innerhalb der beiden Sprachgruppen beschrankt. Da die Forscher, die sich mit diesen Fragen beschäftigen, von teilweise verschiedenen Standpunkten ausgehen, bzw. sie in der Praxis nicht immer zweifelsfrei realisiren, scheint es, dass das Material, das hierfür zur Verfügung steht, einer gründlichen kritischen Analyse bedarf, was letztlich zu einer starken Reduktion des angenommenen Isoglossenmaterials führen muss. Bei dem erwähnten Stand der Forschung und der Voraussetzungen, auf denen sie meistens basieren, und der Schlüsse, die daraus gezogen werden, scheint es angebracht, an dieser Stelle eine Bemerkung anzuführen, die W. Dressler1 folgendermassen formuliert: "Wenn bedeutende Wissenschaftler aus demselben Material diametral entgegengesetzte Ergebnisse gewinnen, die Ansichten ihrer Mitforscher zum Teil heftigst kritisieren oder gar in Skepsis verfallen, so wird eine Frage vordringlich: die Methodenfrage". "Methodische Vorfragen bei der Bestimmimg der 'Urheimat'", Sprache XI (1965), S. 26. 275 Bei einer eingehenden Analyse zeigen sich dann auch solche Probleme, die vorwiegend auf eine teilweise unausgearbeitete bzw. ungelöste Konzeptbestimmung der indogermanischen Areallinguistik zurückzuführen sind. In diesem Rahmen sollte folglich auf eine möglichst präzise Darstellung und Erläuterung der folgenden Fragen nicht verzichtet werden: 1. Das Problem der mehr oder weniger genauen Rekonstruktion der idg. Grundsprache. Angesichts der oft sehr begrenzten Möglichkeiten, die uns bei der Rekonstruktion des indogermanischen grammatischen und lexikalischen Fonds zur Verfügung stehen, als auch der chronologischen Auseinanderhaltung einzelner Phänomene, besteht die Gefahr, dass wir dabei chronologisch differenzierte Stufen der Grundsprache auf einen angeblichen Hauptnenner zurückzuprojizieren versuchen, und demzufolge nicht eine einheitliche bzw. bis zu einem bestimmten Grade dialektisch differenzierte "Ursprache" rekonstruieren, wie es von einigen Forschern angenommen wird. 2. Von dem Typus der Grundsprache, von dem wir ausgehen, hängt in bedeutendem Masse die Deutung der Archaismen und Innovationen ab, welches ein wichtiges Kriterium bei jeder dialektologischen Untersuchung vorstellt. Doch diese Frage ist ausserordentlich schwer zu beantworten, was auch erklärt, warum hier grössere Abweichungen bei der Wertung der einzelnen Phänomene vorkommen. Im folgenden sei sie mit einigen konkreten Beispielen belegt und beleuchtet. 3. Im Hinblick auf das Vorgenannte sollte man die angenommenen grammatikalischen Isoglossen überprüfen und sodann typologisch vergleichbare Prozesse aussdhliessen, die möglicherweise oder wahrscheinlich im Verlauf einer parallelen unabhängigen Entwicklung zuständegekommen sdin könnten* 4. Weiter sei auf das Problem der Aufstellung von lexikalischen Isoglossen hingewiesen. Bei einer nicht genügend präzisierten morphologischen und die Wortbildung betreffenden Ausgangsbetrachtung kann es sehr leicht zu einer sog. conclusio ex. 276- absentia kommen, die bei dialektologischen Untersuchungen der hier besprochenen Art ausgeschlossen oder wenigstens auf ein Minimum reduziert sein sollte. 5. Eingehender, als das in der Praxis normalerweise der Fall ist, sollte festgestellt werden, wieviele Isoglossen nachgewiesen werden müssten, um mit relativer Sicherheit auf ein Zusammenleben zwei oder mehrerer Sprachen schliessen zu können. Dabei sollte man jedenfalls die historischen Prozesse im Zusammenhang mit der geographischen Lage der einzelnen Sprachen in einer bestimmten Zeitspanne beachten. 6. Es ist schliesslich in diesem Rahmen noch auf das Problem der Auseinanderhaltung des entlehnten und des urverwandten Materials aufmerksam zu machen. Die Kriterien für eine solche Analyse bzw. Abgrenzung sind nicht immer ausgearbeitet oder aber die untersuchten Phänomene sind so beschaffen, dass man keine von beiden Möglichkeiten ausschliessen kann. Die Entlehnung mttsste - ausser im Falle der sog. Kulturwörtern - auf historisch nachweisbarer geographischer Nachbarschaft beruhen. Eine gründliche Analyse des Sprachmaterials, das zu Gunsten engerer Verbindungen zwischen den indoiranischen und balto-slawischen Sprachen sprechen sollte, könnte in bezug auf die oben genannten und noch einige weitere Kriterien positive Resultate erbringen. Wenn sich dabei deutlichere Kriterien ausarbeiten Hessen, würde diese Analyse die Möglichkeit des Zufalls verringern und das häufig angeführte irrelevante Material reduzieren, das sich manchmal deshalb auftürmt, weil geradezu fanatisch nach Wörtern gesucht wird, die in beiden Sprachfamilien einander entsprechen könnten. Im folgenden sei die genannte Problematik mit ein paar etymologischen "quasi Exklusivisoglossen" veranschaulicht. J. Rozwadowski, Stosuhki leksykalne mi^dzy jgzykami s±o-wafiskiemi a irafiskiemi, RO I, 1914/15, S. 105, zitiert die Entsprechung des slawischen kajati kajo "vermahnen, tadeln", 277 kajati se "Reue empfinden", kazn6 "Anordnung, Strafe" mit awestischen kiy- "vergelten, büssen", ka9a- n. "Vergeltung". Den slawischen und iranischen Bildungen ist tatsächlich der 5- Vokalismus gemeinsam und auch die Bedeutung, die aber andererseits, obwohl es sich um Bildungen mit einer anderen Ablautstufe handelt, auch sonst vorkommt.2 Wenn man den genannten gemeinsamen Zug im Vokalismus überhaupt als eine iranisch-slawische Isoglosse interpretieren kann, dann höchstens in dem Sinne, dass sie wahrscheinlich auf die Zeit der Bildung der indogermanischen Dialekte zurückzuführen sei. Dass es sich um eine gemeisame Innovation und nicht nur um die Beibehaltung eines Archaismus (bzw. ev. Weiterentwicklung einer ursprachlich gegebenen Möglichkeit) handelt, ist nicht zu beweisen. Ähnlich wie in anderen Beispielen dieser Art bleibt die Frage offen, welcher Status der Grundsprache zuzuschreiben sei, wie man sie anhand des Materials, das haupt-* sächlich in Pokornyxs Wörterbuch gesammelt ist, zu rekonstruieren versucht. Es bleibt schwierig zu beantworten, wie man die eventuell chronologisch differenzierten Schichten der Ursprache, die sich bei solchen Rekonstruktionen wahrscheinlich zeigen, bestimmen könnte. In einzelnen Fällen mttsste man wahrscheinlich eine solche alternative Interpretation der herkömmlichen, die nur von der supponierten Verteilving der indogermanischen Dialekte ausgeht, hinzufügen. Ferner führt z. B. Arntz in "Sprachliche Beziehungen zwischen Arisch und Baltoslawisch", 1933, S. 40, No. 86, die Vergleichung von ai. tüpa-, tüpl- "Köcher" und aksl. tulS an. Bailey, BSOAS 23, S» 33 und FS Morgenstieme S. 8ff., geht bei seiner etymologischen Deutung von der Verbindung mit dem iranischen So u.a. z.B. im Griechischen, vgl. Pokorny S. 636f.: *k%ej-(t)- "worauf achten usw.": gr. tisis "Zahlung, Busse, Strafe, Rache", poine: "Sühne, Strafe", ttmf "Schätzung, Ehre, Busse, Strafe" usw. 278- 3 Verbalstamm tav- "to cover" aus. Die angenommene etymologische Verbindung setzt allerdings die Gültigkeit der Fortunatov*s Regel für das Altindische voraus, was an sich nicht ohne Schwierigkeiten bleibt. Pokorny, IEW S. 1102, geht von der Rekonstruktion *traö(u)-: * tg.?u-t *tü-l- "Röhre" aus« Der von Bailey vorgeschlagenen Interpretation folgend könnte es sich dennoch um eine Erweiterung der Wurzel handeln, die Pokorny S. 1079 als *teu- mit einer verhältnismässig unbeholfenen Bedeutungsrekonstruktion "in freundlichem Sinne die Aufmerksamkeit zuwenden, aufmerken" ansetzt. Wie einige Belege (so z.B. m.kimr. tud "be.decken", tuAed "Hülle, Kleid", bret. dial. tuec "Kissenbezug") zeigen, könnte man die iran. Wurzel tav-"to cover" hinzufügen. Es stellt sich die Frage, welche Bedeutung die ursprüngliche war und in welcher Richtung die Bedeutungsentwicklung verlaufen sollte. Man wäre eher geneigt, die umgekehrte Entwicklung, nämlich "to cover">"schützen, beobachten" anzunehmen. Es ist allerdings auffälig, dass sich die konkreten Bedeutungen wie "Kissenbezug, Hülle, Kleid" aus der angeblich ursprünglichen abstrakten Bedeutung, wie sie von Pokorny angenommen wird, entwickelt hätte. Der vorgeschlagenen Etymologie folgend könnte man dann für die sl. und zit. ai. Bildung von einer 1- Erweiterung, waltrscheinlich *toa-l(o)-ausgehen. Solcher Wurzelvokalismus entspricht jedenfalls besser der slawischen Bildung als die Variante, die von Pokorny S. 1102 vorgeschlagen wird. Auch die ai. Dehnstufe wäre innerhalb der Fortunatov*s Regel erklärbar.^ In dem erwähnten.Kontext ist die ai. Bildung n&yanitam n. "frische Butter" (TS, Br. usw.) etymologisch interessant* die von ■X Vgl. FS Morgenstieme S. 10: "A quiver is the covering of tfte arrows or the bow with arrows. Thus Khot. tturaka- "cover" of the bow has been compared with Old Slav. tulo~ "quiver" and Old Ind. tüjjl- "quiver". Vgl. auch Mayrhofer III 725. iL Vgl. dazu Thumb-Hauschild, Hdbch. des Sanskrit 1/1, S. 243. 279 Mayrhofer, AIEW II 143, trefflich als n&va- + -nxta- mit folgendem Kommentar gedeutet wird: ".,. das zu einer milchwirtschaftlichen Wz. nl- (etwa "pressen, schlagen, buttern") gehört, vgl. ai. noch netra- n. "Strick, durch den der Butter-stössel in Bewegung gesetzt wird" (Mahäbh. u.a.), sowie im Iran, osset. digor iriâgun "to thresh" usw., nominal khotansak. nxyaka- "Fett, Butter u.a." (...), dazu lett. sviêstu nxt "Butter machen", pa-nijas, pa-nxnas "Buttermilch" u.a.m. (...)". Den zitierten Verbalstamm *nx- könnte man vermutlich weiter mit der Wurzel *nei(a)-, *nx- "lebhaft bewegt sein, erregt sein, glänzen" (Pokorny S. 760) verknüpfen, wobei die konkrete, transitive Bedeutung im Sinne der von Mayrhofer vorgeschlagenen Rekonstruktion (etwa "schlagen, heftig bewegen, werfen") die ursprünglichere wäre. Derselben Wortsippe könnte man, wie es scheint, auch eine ursprünglich mit einem Formant bzw. Determinativ erweiterte Wurzel *neik- anschliessen, die von Pokorny S. 761 als eine selbständige Wurzel in der Bedeutung "Getreide schwingen" verzeichnet wird. Ahnlich wie das litauische niekSti "(Getreide) schwingen, worfeln", niekficia niëkote "Futterschwinge , Getreidewanne, Worfel (...), Mulde", lett. niëkât, -uôt "Grütze, Mehl in einer Mulde zur Reinigung von Hülsen schwingen" (Fraenkel, LEW S. 502) könnte auch slowenisches naSke, naSve "Backtrog", russ.-ksl. riSstvy."Backtrog" usw. hierhergehören, was andernfalls von Vasmer, REW II 229 (mit Lit.), über die Urform *n6ktjy, n6ktj5ve mit einer angeblich ursprünglichen Bedeutung "Waschtrog" von der Wurzel *neig£-"waschen" hergeleitet wird. Nach der oben vorgeschlagenen etymologischen Deutung wäre es somit angebracht, von einer Wurzel *neiQa)- mit der ursprünglichen Bedeutung "heftig bewegen, werfen, schlagen" auszugehen, wobei die Wurzel nx- mit entsprechenden Ableitungen im Altindischen und Baltischen existiert, die teilweise den Prozess der Butter-ZUbereitung und teilweise das Produkt selbst bezeichnen. Ein ähnliches Bedeutungsverhältnis zeigt auch z.B. lit. svtestas "Butter", lett. sviêsts, syiests: lit. sviesti 280- "werfen, schleudern, schlagen" (Fraenkel S. 933) oder das Syntagma lett. sviSstu nlt, slowen. mesti maslo, smetana u.a. Andererseits konnte sich die erweiterte Wurzel ""nei-k- bilden, die die spezialisierte Bedeutung "Getreide schwingen" bzw. in Nominalbildungen "Gerät zum Schwingen von Getreide" annahm (vgl. z.B. d. Worfel, worfeln zum werfen). Ausserdem könnte sich schliesslich daraus die Benennung für eine bestimmte Art eines Gefässes, das in der Bauernwirtschaft gebraucht wird, abstrahiert gehabt haben. In diesem Sinne wären die schon erwähnten Bedeutungen wie "Backtrog, Waschtrog" (vgl. z.B. d. Mulde und lat„ mulctra "Melkfass") zu erklären. Ein ähnlicher Zusammenhang ist auch beim slowenischen nacke möglich.-' Die dargestellten Beispiele illustrieren den problematischen Charakter der Aufstellung bzw. in noch höherem Masse der Wertung der sog. Exclusivisoglossen. In manchen Fällen wird nämlich durch eine weitere, eingehendere Analyse ersichtlich, dass es sich um mehr oder weniger alte Relikte einer Wurzel handeln muss, die wegen ihrer weiterer Verbreitung schon auf die Ursprache zurückzuführen ist. In solchen Fällen weisen meist auch die WortbildungseigentUmlichkeiten keine besonderen Merkmale auf, die die Annahme einer gemeinsamen Innovation rechtfertigen könnten. Auch in den Fällen, wo eine solche Analyse - sei es wegen des möglicherweise mangelhaft belegten Materials oder sei es wegen der etymologisch undurchsichtigen Bildungen bzw. mehrdeutigen Formen - nicht durchführbar ist, muss man mit der Möglichkeit einer entsprechenden Sachlage Vgl. Slovenski pravopis, Ljubljana 1962, S. 477: nekaj neč&k krompirja. Zur Bildung von slowen. načke usw. (offenbar wie slowen. pačka usw.) vgl, Vaillang, Gramm, comp. IV S. 352f. und zum russischen n65va ibid. S. 710: "Un type abondamment représenté de: mots à finale -va résulte du remaniement du type athématique féminin en *-u, -uv- (...)". 281 rechnen. Die Präzisierung der vor allem slawisch-iranischen Isoglossen und deren Anwendung im Sinne einer ausführlicheren Bestimmung iranisch-slawischer (oder ev. arisch-slawischer) Sprachbeziehungen wird dennoch durch einige weitere Faktoren erschwert. Es scheint angebracht, in diesem Zusammenhang auf folgende Punkte aufmerksam zu machen: Die Möglichkeiten, die tiberwiegend iranisch-slawischen Entsprechungen in bestimmte semantische Felder einzuordnen, sind gering. Eine Ausnahme bildet anscheinend nur der Komplex mehr oder weniger wahrscheinlicher Isoglossen aus der religiösen Terminologie, die gesammelt in der einschlägigen Literatur angeführt werden. Sehr schwierig ist weiter die chronologische Einreihung der postulierten iranischen Entlehnungen im Hinblick darauf, wie sie ins Slawische übernommen sein könnten, Toporov-Trubacev schlagen das folgende Schema vor: (1) Die Riteste Schicht der Iranismen stellen die Entlehnungen aus dem SkythiBchen vor, (2) Zum Osten hin erhöhte sich die Anzahl der Iranismen, Wegen bestimmter phonetischer Merkmale könnte man (ihrer Interpretation nach) auf das Sarmatische schliessen, (3) Die jüngste Schicht stellten sodann die Entlehnungen aus dem (Alt)Ossetischen dar. Die gebotene Verteilung ist zwar übersichtlich und scheinbar klar, dennoch ist sie in der Praxis schwer zu realisieren. So ist sie nicht einmal von Trubacev^ selbst systematisch auf seine Beispiele appliziert worden. Die Schwierigkeiten, die dabei zum Vorschein kommen, wären im wesentlichen folgende: (a) Nach der Meinung der meisten Forscher seien die Skythen die Vorfahren der Osseten, und somit transponieren sie die Vergleichungen, welche auf der "Lingvističeskij analiz gidronimov verxnego Podneprovôja", Moskva 1962, S. 229, "Iz slavjano-iranskix leksiceskix otnošenij", Etimologija 1965/67, S, 3-81, 282- iranischen Seite nur die ossetische Vertretung aufweisen, automatisch in den Älteren, d.h. in den altiranischen Zustand -ungeachtet des grossen zeitlichen Unterschieds in der Überlieferung des Ossetischen und der sprachlichen Relikte des Q Skythischen. Auf diese Weise werden praktisch die Untergehe idungsmBglichkeiten zwischen dem Punkt (1) und (3) verwischt. Ausserdem zeigen einige verhältnismassig exakt durchgeführte und gut argumentierte Untersuchungen, dass die sprachlichen Relikte aus Südrussland aller Wahrscheinlichkeit nach nicht auf eine einheitliche Herkunft zurückzuführen sind, wie das üblicherweise angenommen wird.^ (b) Wegen der spärlichen Uberlieferung eines Teils der iranischen Dialekte sind die tatsächlichen iranischen Ausgangsformen oft schwer zu bestimmen. Aus diesen Gründen basieren die verfügbaren Vergleichungen grösstenteils auf mehr oder weniger wahrscheinlichen Rekonstruktionen, (c) In den meisten P811en fehlen konkrete (u.a. die Phonetik und die Wortbildung betreffende) Indizien, die eine präzisere Abgrenzung der von Trubacev angenommenen Stufen ermöglichten. Dennoch ist in einigen Beispielen (selbstverständlich in einem sehr begrentzen Umfang) o So z.B. .Abaev, OJaP S. 41s "Skifskij jazyk, s odnoj storony, i sovremennyj osetinskij s drugoj, - otrazajut dve stupeni razvitija etoj skifo-sarmatskoj vetvi, otdelennyje drug ot druga promezutkom okolo 2000 let". 9 Vgl. dazu z.B. J. Harmatta, Studies in the language of the Iranian Tribes in South Russia, AOH I (1950), S. 261-314, an mehreren Stellen, so u.a. S. 263: "...though it is possible that ethnically the Qssetes are descendants of an Iranian tribe in South Russia, it is hardly likely that a strikingly large number of Iranian tribes from South Russia, appearing in different names in the course of history, could be regarded as Old Ossetian, i.e. as an earlier stage of the Ossetian language". 283 diese Möglichkeit gegeben (so z.B. das Verhältnis : --Siv-,- die Sonorisierung von -k- usw.). Problematisch ist weiter auch das Verhältnis zwischen den vermutlich alten Entlehnungen aus dem Iranischen ins Slawische und den etwaigen Isoglossen anderer Art, besonders in den Fällen, wo auf der slawischen Seite die Belegbarkeit verhältnismässig begrenzt ist (hierher würden die meisten Beispiele gehören, die von Trubacev (1965/ 67) als ein Bund sog. slawisch-iranischer Isoglossen angenommen werden, verglichen z.B. mit der allgemein anerkannten iranischen Entlehnung topor£, die Über das ganze slawische Teritorium verbreitet ist). In bezug auf die erwähnten Schwierigkeiten und angesichts der Tatsache, dass die vorgeschlagenen Etymologien aus dem postulierten Komplex der sog. iranisch-(balto) slawischen Isoglossen doch in grossem Ausmass strittig sind bzw. ihre Gültigkeit nicht eindeutig bewiesen werden kann, scheint zunächst der folgende Schluss berechtigt: So lange auf Grund des Forschungstandes der iranischen Philologie eine möglichst präzise und detaillierte Bestimmung wie auch Abgrenzung der iranischen Dialekte hinsichtlih der einzelnen Phasen ihrer Sprachentwicklung nicht durchzuführen ist, können auch die Versuche einer eingehenden Bestimmung und Datierung der iranisch-slawischen sprachlichen Einflüsse (einer Materialsammlung also, die schon an sich in mancher Hinsicht unsicher ist) nur in den Grenzen einer Hypothese bewertet werden. Dabei bleibt auch die Frage nach der Deutung der Archaismen und eventueller gemeinsamer Innovationen weiterhin offen. 284- Povzetek K VPRAŠANJU POJMOVANJA ARHAIZMOV IN INOVACIJ V LUČI NEKAJ INDO IRANSKO-BAI/TOSLOVANSKIH PRIMEROV Teoretične možnosti določitve oz. razmejitve arhaizmov in inovacij so ponazorjene s tremi etimološkimi povezavami, ki zajemajo zabeležbe na indoiranski in baltoslovanski strani. V obravnavanih primerih analiza kaže na to, da jih je verjetno treba tretirati kot že arhaične, torej prajezične tvorbe, ali pa vsaj nastale na osnovi jasnih podedovanih zakonov oz. tendenc. Čeprav bi omejena zabeležba načelno omogočala domnevo, da gre za kasneje nastale tvorbe oz. za skupno inovacijo, pa le-ta ni dokazljiva. 285 VSEBINA - SOMMAIRE Milan GROŠELJ (1902-1979) Erika MIHEVC-GABROVEC, Über Prof. Milan Grošeljs wissenschaftliches Werk - 0 znanstvenem delu prof. Milana Grošlja ................. Kajetan GANTAR, Profesor Milan Grošelj in lite- rsrna zgodovina - Professor Milan Grošelj und die Literaturgeschichte ................ Martin BENEDIK, Bibliografija prof. Milana Grošlja . Boleslav S. POVŠIČ, Cicero*s De legibus and Martin Luther King, Jr.*s Stride Toward Freedom -Ciceronov spis 0 zakonih (De legibus)"In Kingova Pot k svobodi (Stride Toward Freedom). M.D. PETRUŠEVSKI, Horn. un66pa (iScov)................ Tine KURENT, The Vitruvian symmetria means "modular sizes" - Vitruvijeva symmetria pomeni "modularne mere" ................................ Mario DORIA, Toponomastica longobarda a Trieste e sul Carso - Krajevna imena langobardskega izvora v Trstu in na Krasu ................. Anton GRAD, Starejši grecizmi v slovenščini (I) -Anciens grêcismes en Slovène (I) ............ Carlo Alberto MASTRELLI, Etimología del contesto -latinismi ecclesiastici: ital. visibilio, strabiliare e trasecolare - Etimologija so-besedila - cerkveni latinizmi: ital. visibilio, strabiliare in trasecolare ................... Franco CREVATIN, Pagine di storia lingüistica istri-ana (VII) - Iz istrske jezikovne zgodovi-. ne (VII) ..................................... Pavao TEKAVČI0, La morfosintassi nell"individualité dell%istroromanzo - Uloga morfosintakse u individualnosti istroromanskih govora........ Richard SÎRBU, L'antonymie comme manifestation des relations de système dans le lexique - Anto-nimija kot izraz sistemskih odnosov v besedišču ........................................ 287 Momčilo D. SAVIČ, L%uso dei tempi passati nei quotidiani pubblicati nelle lingue romanze con particolare riguardo all^ita-liano - Upotreba prošlih vremena u dnevnoj štampi na romanskim jezicima s posebnim osvrtom na italijanski .............. Željka BANÖIGAJ - Pavao TEKAVČIČ, Tanto iniziale di frase e parole affini.- Considerazioni semantico-sintattiche - 0 semantici i sintaksi talijanskog tanto (na početku rečenice) i drugih analognih riječi .......... Darja GI/OBEVNIK, Syntaxe et/ou sémantique â propos du subjonctif français - Sintaksa in/ali semantika glede na francoski konjunktiv...... Mitja SKUBIC, Oracions subordinades amb infinitiu en el català antic - Odvisniki z infini-tivom v stari katalonščini ................... Kenneth SHIELDS, The Origin of the IE Endingless Locative - Izvor indoevropskega brezkončni škega mestnika ......................... Varja CVETKO, Zur Prage der Deutung der Archaismen und Innovationen anhand einiger arisch-baltoslawischer Beispiele - K vprašanju pojmovanja arhaizmov in inovacij v luči nekaj indoiransko-baltoslovanskih primerov ........................................ 288- LINGÜISTICA XIX Izdala in založila Filozofska fakulteta Univerze Edvarda Kardelja v Ljubljani Revue publiée et éditée par la Faculté des Lettres et Philosophie de l'Université Edvard Kardelj de Ljubljana Glavni in odgovorni urednik - Rédacteur en chef Mitja Skubic Nasloviti vse dopise na naslov Prière d'adresser toute correspondance à Mit^a Skubic, Filozofska fakulteta Aškerčeva 12, 6I000 Ljubljana Razmnoževanje Pleško, Rožna dolina C.IV/36, Ljubljana