Kamstag den 14. December 1833. Vie letjte Versammlung der k. k. Nanv« wirthschaft l« Nrain. 3)ie k. k. krainerisch« Landwilthschafts. Gesellschaft hiilt am 20. d. M. ihre dießjährige zweite, statutenmäßige allgemeine Versammlung, zu welcher das vom beständigen Ausschusse erlassene Programm vom 16^ i?ct^ d. I. in der Laibacher Zeitung, von» 7^ November d. I., Nr. 124/ enthalten ist. Zum tiefsten Bedauern der Gesellschaft wurde derselben dießmal nicht das Glück zu Theil, ihren Pro« tec.tor in ihrer Mitte z,u verehren,, indem Se. Excel-" bnz dcc Herr Landes - Gouverneur Freiherr von Schmidburg durch Krankheit verhindert waren, dell. statutenmäßigen obersten Vorsitz als Protector der k. k. Landwirthschafts-Gesellschast in, dieser ihrer allgemeinen Herbst-Versammlung einzunehmen. Dieses allgemeine Leidwesen wurde' noch dadurch vermehrt, daß auch das ausgezeichnetste wirkliche Ge-sellschafts-Mitglieo Se. fürstliche Gnaden der hochverehrte Oberhirt Herr Fürstbischof Anton Alois Wolf ebenfalls durch, Krankheit an der Theilnahme dieser Versammlung gehindert war. Um 9 Uhr vor Mittag versammelte,? sich im grossen neu und geschmackvoll dekorirten Landhaus-Saale, welchen die bereitwillige, Güte der Herren Stände für. diesen Zweck dem vaterländischen Institute überlassen hatte, sechzig wirkliche Mitglieder der k. k. Landwirth, schafts - Gesellschaft unter ihrem hochgeschätzten Präsidenten Herrn Franz Grafen v. Hochenwart,, und es bedarf nur einer Hinweisung auf d^n Inhalt des Programms,, um die Ueberzeugung zu gewinnen, wie sehr unler dieser chä'tigen unk zweckmäßigen Leitung das Gedeihen dieses Instituts und die Theilnahme an dem-selbe.». Ausdehnung, und M.g.keit gMinnt., Während in früheren Jahren meistens eine einzige Versammlung für einen Iahrcsumlauf genügte,, both die fortschreitende Wirksamkeit der Gesellschaft so reichen und wichtigen Stoff in diesem laufenden Jahre dar,, daß nebst der allgemeinen Mai-Versammlung,, die ohnehin eine sehr große Anzahl, ausgezeichneter Gegenstände in wiederhohlter Sitzung verhandelt hatte,, auch unch eine zweite allgemeine Herbst-Versammlung sich als nothwendig darstellte, um höchst interessante-Gegenstände zur Berathung, und Schlußfassung z« bringen.. Die Eröffnungsrede des Herrn Präsidenten begann die Aufmerksamkeit der Versammlung in gewohnter Weift, klar und Theilnahme erregend mit den wich. tigsicn Momenten der gesellschaftlichen Wirksamkeit be--kannt zu machen, und theitte derselben neue Beweise der a. h. landesväterlichcn Huld und Gnade mit, die allerhöchst Se. W.ijlstät. bei jedem Anlasse diesem beglückten Lande zu schenken geruhen». Hierauf folgte eir.e von dem Gesellschafts - Mit-gliede und Actuar Herrn Hermann Sclianda vorgetragene pragmatische Uebersicht der Gefchäfts-Verhandlun-gen, die der beständige Gtftllschafts.Ausschuß im Namen der committiren^en allgemeinen Versammlung seit dem Maimonate d. I. resorgre. — Sie liefern den fortgesetzten. Nweis der angelegentlichsten Thätigkeit des Ausschusses, und der wohlwollendsten Unterstützung deren sich die Zwecke der Gesellschaft, von Seite der öf', fenttichen Behörden, und insbesondere der k., k. Lan-desstclle ununterbrochen erfreuen'. Sehr interessant ware.n^ie tursfottschritte a.u l^dwirthschaflUchm den a, h. Namen Ihrer Majestät der Kaiserinn führenden Mustcr-hofe auf der entwässerten Moolfläche Vc,1^, der die Bestimmung, hat,, durch Versuche zu^ e,rsMsctM,, welche.' 202 Culturs-Methoden den örtlichen und klimatischen Verhältnissen dieser Moorstäche am besten zusagen. Diese von dem Ausschuß - Mitgliede Herrn Io> hann v. Zaruba in einem gedrängten lleberblicke gelieferten Daten gaben der Gesellschaft eine Synchronistik der Cultursversuche, und sprachen um so größeres Interesse an, als die Oeconomie dieses Musterhofes durch zwei bekannt ausgezeichnete Landwirthe, welche ihre kostbare Zeit auf die uneigennützigste Weise den Wünschen der Gesellschaft bisher geopfert haben, nämlich von den Gesellschafts-Mitglicoern Herrn Andreas Mal-litsch und Joseph Seunig gleitet wird. Ein schätzbarer Beitrag für das Archiv der Gesellschaft w>lr die gründliche rechtsgelehrte Darstellung des Gesellschafts-Mitgliedes Herrn Anton v. Scheu-chenstuel, k. k. Gubernialcaths und Kammerprocura-tors, welcher den gesellschaftlichen Vecmogensstand mit umständlicher Prüfung der Rechtstitel zur vollständig, sten Evidenz brachte, und dadurch der Vermögensver-waltung das glänzendste Zeugniß ihrex verständigen Haushaltung und Sorgfalt lieferte. Die Relation des Gesellschafts-Secretairs Herrn Johann Gandin von Lilienstein über die Obstbaumschule am landwirthschaftlichen Pollanahofe erwies die Bemühungen, welche das Gesellschafts-Mitglied Herr Johann Kersnik, k. k. Professor der Physik am hiesigen Lyzeo während der Vacatur der landwirthschaftlichen Lehrkanzel der Obstbaumzucht zu widmen die Gefällig« keil hat/ und von der Gesellschaft noch in solange mit dankbarer Anerkennung in Anspruch genommen werden müssen, bis a. h. Se. Majestät die Wiederbesetzung dieser Lehrkanzel allergnädigst beschließen werden. Im vorzüglichen Grade sprach die gespannteste Aufmerksamkeit der Versammlung die Abhandlung an, welche das Ausschußmitglied Herr Ritter v. Iacomini über das an der Herrschaft Raunach seit dem Jahre 1809 befolgte Wirthschafts-Spstem, und über den der-maligen Culturszusta,nd dieser Herrschaft vortrug. Da diese Herrschaft bekanntlich dem Gesellschafts-Präsidtn-ten Herrn Grafen v. Hochenwart gehört, so war diese ungetheilte Aufmerksamkeit eine nothwendige Folge, weil mic Gewißheit vorauszusehen war, daß die interessantesten Ergebnisse der Agricultur sich ter Kenntniß der Versammlung enthüllen werden. Diese Erwartungen der Versammlung wurden durch die Resultate welche der Verfasser in einer gedrängten Skizze vorführte, noch weit übertroffen, und es ergriff die anwesenden Mitglieder ein erhebendes Gefühl bei dem Ueberblicke dessen, was Beharrlichkeit, Fleiß und am wesentlichsten kluge Einsicht vermag, und wie sogar unbesiegbar scheinende Naturhindernisse siegreich bezwungen, unwirthbare Steppen in ertragbare Fluren umgewandelt werden können. Die Versammlung erfreute stch hsebel der Zusiche, rung des Ausschusses, daß die Fortsetzung solcher Abhandlungen über vorzügliche Bewirlhschaftungen der verschiedenen Gegenden des Landes, zur stehenden Ru-brike werden soll und billigte durch einstimmigen Beifall die glückliche Wahl, welche diese Reihe mit der Besitzung ihres durch Wissenschaften und Erfahrungen eben so sehr, als durch unermüdliche Thätigkeit ausgezeichneten Präsidenten begonnen hat. In einem glänzend schönen Vortrage berichtet« das Gesellschafts.Mitglied Herr Urban Ierin, k. k. in-fulirtcr Domdechant an der hiesigen Cathedrale über die Verhandlungen der k. k. Gesellschaft für Landwirthschaft und Industrie für Kärnten in ihrer allgemeinen Versammlung im Maimonate d. I., welche von der k. k. krainerischen Landwirthschafts-Gesellschaft mit De-putirten beschickt worden war, und dieser letzteren die Ehre erwiesen halte, den berichtlegenden Herrn Dom-dechant, und die beiden Ausschußmitglieder Herrn Io« hann Hradeczky, kaiserl. Rath und Bürgermeister zu Laibach, und Herrn Franz Ritter von Iacomini z» correspondirende Mitglieder zu wählen. Mit achtungvollster Bewunderung nahm die Ver? sammlung die Darstellung der herrlichen Einrichtungen dieser ihrer Schwestergesellschaft auf; welche in den dankbaren Folgen, die sie bereits errangen, zu fortgesetztem Eifer ermuthigen, während der allgemeine Wunsch laut wurde, daß diese nachbarlichen Verhältnisse sorgsam erhalten werden, und daß der Verfasser dieser Relation, welcher einen eben so kenntnißreichen, als umsichtigen Beobachter beurkundete, öfter die allgemeinen Versammlungen mit seinen Ausarbeitungen schmücken möge. Gediegen, pragmatisch und geschäftskundig trat der Vortrag des Ausschußmitglieds Herrn Franz von Possaner über die Wahrnehmungen der Fortschritte der Brandschaden-Versicherungen in Krain, und über die Mittel zur Beförderung derselben auf dem flachen Lande hervor. Der Verfasser, bekannt durch seine thätigen und erfolgreichen Bemühungen für die Errichtung der Gemtindespeicher, und überhaupt für alle gemein, nützigen Anstalten, stellte auf eine überzeugende Weise die Vorzüge und Wohlthaten dieser Versicherungsanstalt gegen die bölen Folgen des verheerendsten Elementes dar, und machte ebenso zweckmäßige, als umfassende Vorschläge, die sich der einstimmigen Billigung der ganzen Versammlung erfreuten. Die Resultate der Hornvieh Prämienvertheilung im Jahre 1833, welche ein Vortrag oes Gesellschafts: Mitgliedes und Accuars Herrn Hcrmann Schanda zur Kenntniß der Versammlung brachte, gaben den erneuerten Beweis der wirksamen Folgen dieser Anstalt. (V c s ch l u si f o l g j.) 203 Slavische Uitcratur. Wir fahren fort, unsern Lesern von Zeit zu Zeit ei nige der ausgezeichneter« literarischen Erscheinungen bei den slavischen Völkern Oesterreichs vorzuführen. 1) Die neuerlich erwähnte il lyrische Ueber-sltzung der Vulgata vom Franciscaner Katancsich ist seit jener Zeit in 6 Octavbänden (sammt dem lateinischen Text) ganz heraus. 2) Deßgleichen die slovakische vom Graner Domherrn Georg Palkovics, ganz in zweiGroß-octavbänden. 3) Die katholischenIllyrier, die mit den griechischen (Serben) einerlei slavische Mundart sprechen, haben durch den Vrooder Magistratsrath I. A. Berlich eine neue Grammatik ihrer Sprache (Ofen 1853) erhallen; freilich in deutschem Vortrage, und „ach des Verfassers Erklärung «für Deutsche« verfaßt. Doch wird dieses durchaus kritisch-rege, reichhaltige Werk auch unter den Landsleuten des Verfassers die natürliche Wirkung nicht verfehlen. «) Den griechischen Illyriern, die ihre Muttersprache, aus Befangenheit für die all-slavische Kirchensprache, vielfaltig verkannten, hat der gelehrte Hr. Schl'ffarik (bereits rühmlich bekannt durch seine »Geschichte der slavischen Sprache und Literatur nach allen Mundarten" und andere Werke) in den, ebenfalls zuOfen 18)3 erschienenen „serbischen Lesekörnern" urkundlich gezeigt, daß die heutige serbische Sprache, die die Schriftgelehrten der Kirchensprache für eine neue verdorbene Pöbelsprache ausgeben, in allen ihren Formen eben so alt ist, als die Kirchensprache selbst. Eine überschwängliche Ahnenprobe, die sonst noch von keiner Sprache, zur Literaturfähigkeit, gefordert worden ! 5) Von Wuk's Sammlung der in ganz Europa und selbst in Amerika bewunderten „serbischen Volkslieder« ist vor Kurzem ein vierter Vand (Wien, Volke) erschienen, der den vorhergehenden an reichem poetischen Inhalt nicht nachsteht. Ein gar anmuthiges Lied einer blinden Vettelfrau z. V. enthält eine Mythe über den Ursprung des ungeheuren Plattensees (I^acus Zcilalun) in Ungarn lc. tc. 6) Eine ganz besondere Auszeichnung endlich verdienen die in Lemberg 1333 erschienenen «polnischen und russischen Lieder des galizischen Volkes, mit instru-mentirter Musik von Carl Lipinski, gesammelt und herausgegeben von Wenzel von Olesko, I^VI und 2l6 S. gr. 8.« — Visher von allen andern, frühern und spätern slavischen Sammlungen dieser Gattung das würdigste Seitenstück der serbischen. Der Sammler, Hr. von Olesko, obwohl vertraut mit allen Litera- turen des gebildeten Europa, gibt Hrn. Wuk an gewissenhafter Treue und Liebe für seinen Gegenstand nichts nacli. Auffallend ist das Verhältniß der Lyrik zur Epik in den beiden Sammlungen. Die serbische enthält einen Band lyrischer (Frauen-) Lieder, und drei epischer (Männer-) Lieder (darunter die meisten von 300 bis i»00, das längste aber von 1227 Versen), und die Fortsetzung dürfte dieß Verhältniß zum Vor. theile der Epik eher noch steigern; während Olesko'S Sammlung von 516 S. nur 40 mit kleinen (kofaki-schen) Männerliedern, den bei weiten größten Theil aber mit den lieblichsten und verschiedenartigsten Frauenliedern ausfüllt. — Sowohl die polnischen als die klein-russischen Lieder sind mil lateinischen Lettern geschrieben; letztere zum ersten Male so, und wir wünschen und hoffen, baß die beiden angekündigten Grammatiken der von 8 Millionen gesprochenen (klein-) russischen Sprache von Lewitzki und Lozinski sich Hrn. von Olesko's Treue auch in dieser grammatischen Rücksicht zum Muster nehmen werden. K. M i s c e l l e. Eine der auffallendsten Merkwürdigkeiten in St. Petersburg zur Winterszeit ist der dortige Speise: markt. Man sieht da Thiere zu Tausenden in Pyramiden ausgehäuft. Die Kühe, die Schafe, die Schwel« ne, das Geflügel, die Fische, die Butter und die Eyer, Alles ist so hart wie Stein gefroren. Besonders schön sehen die gefrornen Fische aus, sie behalten ihre ursprüngliche Farbe und haben die Halbdurchsichttgkeit der weißen Wäsche. Weniger angenehm hingegen ist de» Anblick der vierfüßigen Thiere, denen allen die Haut abgezogen ist, schon wegen ihrer sonderbaren Stellung. Jedes Thier steht auf seinen Hinterfüßen, als wenn. es über das benachbarte springen wollte. Das Fleisch dieser zu Tausenden aufgestellten, enthäuteten und ausgeweideten Thiere ist so hart gefroren, daß es der Verkäufer mit einem großen Beil für die Käufer zerhauen muß; dabei gibt es ein Geräusch, wie wenn man Holz oder Steinkohlen zerhaute. Die auf diesem Markt ausgebotenen Lebcnsmittel werden zuweilen mehrere hundert Werste, mitunter selbst jenseits Moskau hergebracht. Archangel und noch entferntere Provinzen bringen gleichfalls ihren Antheil herbei. Da übrigen« dieser Markt nicht lange dauert und Alles im Ueberfluß vorhanden ist, so sind die Waaren wohlfeiler als zu andern Jahreszeiten. Jeder kauft sich bei dieser Gelegenheit seinen Fleischbedarf für den ganzen Winter und bewahrt sich ihn im Keller auf. Das Gewühl von Schlitten und Menschen ist dabei unübersehbar. 204 Anzeige zweier sehr interessanter Zeitschriften auf 18 34. I. Der Spiegel f ü r Kunst,, Eleganz und Mod e. Mit zahlreichen, trefflichen in Kupfer gestochenen Modenbilder» Mld. andern Kupfern; sammt dem Beiblattc für Literatur, Kunst/. Theater und T aa s t> eg eben h eite >,, unter dem Titel: „Der Schmetterling." Mit dem Jahre iZ3', beginnt der siebente Iahrg.ang dieser so allgemein beliebten, viclgelesencn. und in ihrer Art wohlfeilsten Zeitschrift, welche wöchentlich zweimal »',> groß Mediane Hctav erscheint^ alle i^ Tage wenigstens ein besonderes Beiblatt »Der Schm etter li ng« mitbringt; alle Wochen mindestens ein M od c» b il d mit zwei bis drei Figuren ; monatlich ein Kupfer,, Portraits merkwürdiger, Personen (sammtBiographie derselben) oder andere höchst «»ziehende und überraschende Gegenstände enthaltend; endlich ausi,er.o r.d,e.n,t.l.i,ch c, Kupfer- und, andere Beilagen, liefert. Der Text des Spiegels und des Schmetterlings be' steht in Novcl l e n, Er z a h l.u n g e n,. Gedichten: (meist humoristischen), anziehenden, R>eisebesch rei bun g,en, v ermisch« ten Aufsätzen,,. Räthseln. ,c.. Literatur-, Kunst-,, T.h e ater- und M u sikberich te n,, C orr e sp ond en z en und Misccllen (die bereus, wegen «hrer Mannigfaltigkeit, und ihres, meist pikanten, Inhaltes allgemeine Aufmerksamkeit, erregtem) dann in den neuesten: Maden ber ich t e n aus Paris und L o n-d o n, die sich unter dem Titel: »Der M o d e n co u r ri e r' eines besonder»Beifalles erfreuen. — Die trefflich (in Kupfer) gestochenen^ und auf's Sorgfältigste und Feinste lolorirten Moden« tilder, stelle» stcts. di.c a.ller»e.u,esten Paris er,.Londoner, und. Wiener „Damen- und» Herrenmoden" dar, die mit noch unerreichter Schnelligkeit geliefert »erden, ohne daß sie an Eleganz, Pracht, Fleiß und Richtigkeit der Ausführung irgend einem andern Blatte dieser Art im Geringsten nachstehen. Viele der neuesten Moden sind durch den Spiegel in Deutschland zuerst bekannt geworden. — Außerdem werde» nur diejenigen Pariser und Loi'.doner Originale zum Vor» bilde gewählt, die in Europa accreditirt sind. Halbjähriger Preis des Spiegels, Mit fr eie r Po stzu sen du » g unter gedruck -tcm Couvcrt.............5 fl. C. M. Auf Ve linpapi er mit ersten Kupfer-abdrücken..............6 fi. <3. M. II. Allgemeine Ganvlllngsieitschnft don unV für Nngarn. Auch diese Zeitschrift erfreut sich wegen ihres gemeinnühigol Inhaltes einer allgemeinen. Theilnahme und Verbreitung. Sie enthält im populären leicht, faßlichen Style,, Aufsätze über Ha n< dcl. Gewerbe,, Industrie, Statistik, Geographie, Naturgeschichte, Physik, Chemie :c. :c., dann - spon d.-c nzna chr i ch t.e n,, Mar ktberichte, Waaren« preise lc. Halbjähriger Preis nrit freier Postzuse n d un g unter gedrucktem Eouvert....... . . ' . . . 3 fi. 3a lr. E. Ät. Halbiuhrigcr Preis der Handlungö-Zeitschrift, sammt Spiegel, Schmetterling u>U>' alle» Kupfern, mit freier Postzusen-düng unter gedrucktem Couvert 7 ss. 3u kr, E. M. Auf Velinpapier mit ersten Kupferab« drücke»............... 8 fi. 3« kr. ss. M. Man ftrN'^umerirt bei allen: k. k., Ober« und Postämtern, oder wan sendet den Betrag, franco »an die Ncdactio» de» Spiegels in, Ofen und Pesih.« Ofen und Pesth, 5. December »833.. Uedactfan und Verlag. N h e a t e r. Heute r «R obert der Ti g e r.'^ Schauspiel. Morgen: „E lise und Cla>udio.« Zum vierten Male.. T h e a t e r - V e r i ch t. Dienstag, den 10. December, wurde im ständischen Theater-Mcrcadante's zweiactige Oper „Elise und Claudio" zum, erstenmale aufgeführt. Mercadante folgt in diesem Tonwerkc ganz der von Rossini betretciien Bah», ja nianche Nummern sind nichts «nderes als schone Variationen über Rossinische Themen; nichts desto weniger hat Mercadaiite, sich eines ausgezeichneten Rufes unter den Operncompooisten zu erfreuen.. Wahrhaft gelungen «,»2 originell ist das Äi,ct in L^ dur zwischen Elaudio uud dem Grafen, ferner das Tercett im ersten 2lctc, dessen Mittelsatz m >« cinr den lautesten Beifall erhielt. Das schöne Finale von. allen Mitgliedern vorgetragen und von dem Orchester kräftig unterstützt, erwarb sich allgemeine Anerkennung, und dem Gesangspersonale wurde nach dem Abschluss..- die Ehre des Hervorrufens zu Theil.. Der zweite Act, würde für, den Zuhörer- von noch viel größerer Wirkung seyn, wenn das Quartett und, die Arie des Claudia nicht zu sehr ron dem Tonsetzcr, iü die Länge gezogen worden wäre, indem das immerwährende langslnnc Tempo de» Zuhörer, ermüden musi. Bei so vielen Vorzügen würde dicse Oper daher sehr, beifällig aufqcnomme», zu dcrem Gelinge,, sämmttichc Sä>iq> r ü»d ltnsOrchcster nachKräfte» zur gerundete» Darstellung ,:!,tw!llte>i.. . Ven» wir die verschiedenen Leistungen näher würdigen. » müsse» wir die Palme dieses Abends Mad. Ncy reichen, welche die Rolle Elisens im Gesänge als Spiel meisterhaft durchführte. Hr. Hölzcl gab den Grafen von Villareggia, u»d seine sonore Stimme war nicht nur in de» Solostücken,, sondern auch im, En. seml'le für das Ohr äußerst wohltöncild. Hr. Leb mann führte als. Elaudio seinen Gesangpart wacker durch; doch dürfte diesem braven Sänger allerdings bioweilen die Pros,^ z«! empfehlen seyn. Hr. Kui'z machte sich als Marquis Dalfiori recht bemerkbar, und trug durch Gesang und Spiel mit zum Gelingen des Ganzen bei. Unsere braveSä»geri»n, Dem Perecho», die sich in derGunst des Pul'licums scha» festgestellr hat, fand s.gar in der unterge» ordnete» Rolle der Carlina, Gelegenheit ihre schöne Stimme und Kchlenfertigkeit zu zeige».. Die übrigen Rollen waren zweckmäßig besetzt, und das. ganze Arrangement zeigte Geschmack. DieDi, rection, hat durch die Aufführung der Oper „Elise und Claudio-nicht nur, leinen Fehlgriff gemacht, sondern ma» kann ihr die Wahl dieses. Tonwer.kes zum besondern. Verdienste, rechnen. ' - 3.. z^Lactkur: S"r. Lau. Oeinrich. ^rllgci: WMaj M. «-vlrr v. Rlein'Nss^r«.