$4riftieitaag: »»thh«»«gasse Nr. ■ ieuwxt-1«*« »•••) tintHiili IliM (M <• !M|w »n *«co- n. tfrin-<>jl) IM tl-H B»t um. .ns»i4rtUt» netto ntdt «» »oüU«t»1< Et» f «I ungut »>»I tfriltfUaHgt offn»faitta wktt B. ainj«* heutige» „Teutschen Wacht" liegt Nr. 3 her Sonn. Xf taqebeilajje »Die 6 ü b m a r t" bei. InhaltSver. ü j?tchnU: Moderne Römer. Roman von Reinhold Ort-mann (^orlsetzung). — Schicksalswege. — JJn'« Album. — Behandlung und Reinigung von TuckNeibungsslücken. — Berlitten von ^«bböden. — Wie wäscht man seidene Etone? — MisSverstanden — Genau« Bestimmung. — höflich. — Schmierenanlündigung. Vor einem neuen Eintagsministerium. Nach dem Weinleseminister Clary der Weih« »achtSminister Wittek, und nun ist tkoerder gekommen, al« — Fafching«ministerium! Da« politische Schacherspiel, welche« unser schöne« Oesterreich langsam aber sicher dem Zerfalle immer näher bringt, ist ein Trauerspiel, in dem, o herrlich« Ironie!, die von der Katastrophe am schwersten Bedrohten den Humor nicht verlieren. 81« heiterster Programmpunlt für die österreichische Faßnacht unter der Firma Koerber ist die zugkräftige Schalk»narr«thei: »Versöhnung* auSerfehen, mit einer Besetzung, welche einen geradezu frenetischen Heiterkeil«erfolg sichert. Anno 1890 ist bekanntlich der Versöhnung«« versuch zwischen Parteien der Deutschen und Tschechen glänzend gelungen — da« Volk ist über die Au«gleich«punktationen mit souveräner Verachtung zur Tagesordnung übergegangen. So will «an jetzt da« „Volk" schon bei den Punkiationen mitsprechen lassen, indem man wenigsten« für Böhmen einige wirklich populäre Parteimänner den AllSgleichSverHandlungen beziehen will. Die in Böhmen von Fall zu Fall, von Wahl zu Wahl mehr und mehr „eingehende- deutschfortschrittliche Partei nimmt unter den Männern, welche au« den Reihen der deutschen Politiker zum grünen Ver» söhnung«tische berufen werden, noch immer die überwiegende Mehrheit »in — au« Mähren sind >ur Deutschsortschritiliche „auSerivahlt". Unter den ,A»«erwählten" finden sich politisch« Mumien, deren Z)er verschneite Weg. z» sah m der Aer»e Dem niedlich«« cau'<, 6* blinkten wie Eiern« Die Lichter daraus. Und al« ich gekommen. Und als ich Ticb sanv. Da gabst Tu beklommen Und kalt mir die Hand. Ter Zeich lag gefroren t\Q Wir schwätzten wie Thoren tzo still und so weit, Bon Weller und Zeit: Der Weg war verloren, Ter Weg war verloren, Der Weg war verschneit. — Ter Weg war verschneit. — Nach einem grauen Wintertage war die Däm» «erung srüh gekommen. Da« Bild aus der Staffelet schimmerte noch au« dem Dunkel hervor; e« war ein weiße«, jun„eS Gesicht, mit einem empfindsamen Mündchen unv schüchtern fragenden Augen. Allmählig verschwamme!» die Farben einander. Draußen haue e« wieder zu schneien begonnen, und die Sperlinge zankten sich um ein Nachtquartier im allen Nustdaum. Mox Hagen, der Maler schaute ihnen zu, und warf zuweilen «in« Hand voll Haferkörner durch di« geöffnete Gla«lhüre in« Fr«ie. Er mußte sie aber schließen, al« ihm die Flock«» in di« Stube wehten, und nun starrt« «r durch die angefrorenen Scheiben in da« Gestöber hivau«. In der Ferne tauchten die Thürme der kleinen Stadt durch d«n Nebel empor und von den Häusern unten am Rheinstrome begannen einsame Lichter auszustrahlen. Ganz wtltabgeschitden lag da« Gehöft da heraußen. Durch die Stillt klang plötzlich «ine Frauenstimme: politische Bedeutung und VolkSthümlichkeit im Schulte längstentschwundener Zeit begraben ist; da« Volk hat selbst ihre Dummheiten schon längst vergessen! Nach M.ldungen tschechischer Blätter werden an di«s«r Conferenz von tschechischer Seite theil» nehmen die Abgeordneten Adamek, Engel. Fort, Gregr, Kaizl, Pacak unv Ekarda au« Böhmen und die Abgeordneten StranSky. Zaczek und Silenq. sowie Landtag«abgeordneter Perko au« Mähre». Von Seite de« conservaiiven Großgrundbesitze« werden Prinz Friedrich Schwarzenberg und Dr. Mettal eingeladen werden. Al« Vertrauensmänner der Deutschen werden genannt die Abgeordneten Funke, Pergelt, Nitsche und Landtag«abgeordneter Eppinger. Dr. Karl Schücker, Prade und Dr. Bärnreiiher au« Böhmen, sowie die Abgeordneten Dr. Groß. Dr. Menger und Baron d'Elvert und der Landtag«» abgeordnete Fuch« au« Mähren. Unter den deutschen „Vertrauensmännern" ist die Deutsche Volk«partei sehr schwach (bezüglich Mähren« gar nicht) und die Schönerergruppe, welche heute in Böhmen da« Volk hinter sich hat. überhaupt gar nicht vrrtr«t«n. Man hat also in RegikrungSkreisrn noch immer nicht« erlern« oder aber nimmt man die Versicherung«acliou, wie e« auch da« Sescheidteste ist, gar nicht ernst und sieht in deren sicheren Mis<» lingen den Scheingrund zu einer längeren Wirk» samkeit eine« offen absolutistischen Regime«. Wie man sich die Entwicklung der Ausgleich«» conferenzen in RegiernngSkreifen denkt, kann un« füglich gliichgiltig bleiben. Angeblich hofft man, das« die Tscheche» auf den Traum der König«» krönung, die Deutschen aus einzelne Forderungen de« Psingstprogramme« verzichten werden und will in einem Sprachengefetz, dessen Einzelnheiten noch geheim gehalten werden, den Völkerfrieden auf allen Linien begründen. E« ist offensichtlich, das« dieser Plan ein todt« „Ach Max, Du hast e« ja noch stockfinster!" klagte sie. .Ich habe fast Deinen Kaffe« verschüttet." „Ich will gleich beleuchten, Tante Viktorine," sagte Max, indem «r sich zu s«in«r vollen Höhe emporreckte und die Lampe vom Schrank herabholte. Ein gelber Schein flammte durch die Stube und Tante Viktorine setzte sehr umständlich die Kaffeetasse auf den Tisch. „Du hast gewis« wieder im Dunkel gearbeitet," sagte sie vorwurs«voll. „Da« ist sehr verkehr», mein Junge. Willst Du denn auch Brillen tragen, wie Deine alte Tante ?" „Ich habe sehr gute Augen." lachte Max, ihren grauen Kops in seine beide Hände nehmend, „aber Du bist kurzsichtig, Viklorchen. und de«halb merkst Du nicht, das« ich ein ellenlanger Kerl bin, den Du hätschelst wie ein junge« Küchlein." „Nenne mich nicht, Viktorcheu, und trinke Deinen Kaff,, solange er warm »st. Du hast ja ganz eisige Hände —" „Und Du bist unverbesserlich, Viktorchen," seufzte der junge Maler. „Waruu, hast Du mir eigtnllich den Kasse herausgetragen? „W-il unten im Esszimmer die alte Agne« und da« roihe Mariechen Federn schleißen." „Ach, da bekommt da« Mariechen weißen Flaum auf da« rothe Haar!" „O nein, e« hat ein Tuch fest um den Kops gebunden." „Schade . . ." sagte Max nachdenklich. „Aber wen hast Du denn da gemalt?" rief geborene« Kind ist. E« fei denn, das« man bei der VersöhnungSaction den Deutschradicalen eine h«r« vorragende Rolle zuweist, welche sie nach unserer Ansicht schon au« dem Grunde übernehmen müs«ten, um die Regierung zu zwingen, st« voll zu resp«c« tieren, und ein «weitere Voraussetzung wäre e«, das« den Tschechen di« Siaatsrecht«phantasi«n in glricher Weise gedämpft würden, wie die« bezüglich de« Zderummel» beim bekannten Delegation«diner ge» schehen ist. Wenn die Tschechen nicht nachgeben, so bleibt die ganze Versöhnung«action eine öde Comödie. Freitag ist der Kaiser nach Wien zurück-gekehrt und hat die Vorschläge Dr. v. Körber« entgtgtngenoinmen. Er hat dann da« bi«» herige Ministerium enthoben, uud da« neue ernannt und zwar folgende Minister: Körber: Präs»« dium und Innere«; Welfer«heimb: LandeSverlhei» digung; Witte!: Eisenbahnen; Böhm-Bawerk: Fi-nanzen; Giovanelli: Ackerbau; ferner als tschtchi« scheu LanbSmannminist«r Rezek und al« polnischen LandSmannminister den bisherigen ersten Vicepräsi« denten de« Abgeordnetenhauses Pientak. Da« Han« delSministerium ist mit dem diplomatischen Agen-ten i» Sophia, Freiherr» v. Call-Rosenburg besetzt worden. Da« ist da« österreichische Fasching«ministenum anno 1900, dem im Bedarf«falle noch ein deutscher LandSmannminister, mit der bekannten Bedienten-roll« ä la Khuenburg angegliedert werden soll. Da« neue Ministerium soll sich nach dem Willen de« Kaiser« im Rahmen einer streng objectiven Beam« tenregierung bewegen. politische Kundschau. 5er Austritt SchS»ercrs au« der deutsch« feindlichen Romkirche ist am Montag den 15. d. M. al« dem Jahre«iage der ersten „Lo« von Rom"» da« alte Fräulein plötzlich au«. „Da« ist ja Martina !" „Erkennt man sie?" „Gewis«! Aber — o Dul . . . Nun — ich weiß schon." „Wa« weißt Du? Jetzt sag' mir'«!" „Ach, mein Junge, ich wollte, Du bekämest bald eine gut«, ord«ntliche Frau." „Daran mag ich gar nicht denken." „Warum nicht?" „Weil ich Furcht hab«, irgrnd «in« ungeheuere Dummheit zu begehren." „Martina ist ein liebe«, sanfte« Mädchen." „O ja. und ihr Vater, drr ehrsame Apotheker, bekreuzigt sich vor un« Künstlern." „Wenn aber Martina Dich liebt . . „In mich verlieben sich die Mädel« nicht, ich bin Ihnen zu langweilig." „Da« ist ja so verkehrt, so verkehrt!" schalt Tante Viktorine, und wollte sich ereifern, da klang die Glocke im Flur. „Du bekommst Besuch," sagte da« alte Fräulein. „Ach, bleibe nur da, e« ist wohl Han« Falkner, der junge Maler." Doch Tante Viktorine war schon gegangen. Da schellte e« nochmal«, aber ganz leise. Im Nu war Max an der vergitterten Thüre. Eine weibliche Gestalt stand draußen, in einen dunklen, faltigen Mantel gehüllt, mit einer großen Kaputze au« Blausuch«. „Geschwind'» sagte sie. 2 Kundgebung »folgt. Die Zahl von 10.000 Ausgetretenen ill bereit« längst überschritten. Da die Anmeldungen der Uebertritte nicht sämmtlich beim Abg. Schönerer einliefen, so war e« zwar nicht möglich, auf dies« Weise die gmaue Ziffer festzu-stellen. Die einzelnen kirchlichen Ausweise ab«r geben die Zahl der Uebergetretenen mit weit über 10.000 an. Gleichwohl ist die Bewegung nicht etwa im Nachlassen begriffen, vielmehr tritt die erfreuliche Thatsache zu Tage, das« sich die Bewegung immer mehr verliest und immer weiter um sich greift. Der Stein ist im Rollen. Heil seiner Bahn! Kine Erklärung Schönerer-. «Vielfachen, an mich gerichteten Anfrag«n zufolge sehe ich mich ver-anlas»», im Hinblick auf die gegenwärtig wieder in Hen politischen Vordergrund tretenden deutsch» tschechischen „Au«gleich«"-Bersuche neuerding« meine Meinung kurz dahin bekanntzugeben: Diesen „Au«-gleich«" Versuchen und den Absichten der Regierung mit Bezug auf die „Lösung der Sprachensrage" gegenüber erscheint augenblicklich al« unsere einzige Pflicht: »Eiserne« Festhalien an der Forderung nach gesetzlich« Erklärung der deutschen Sprache al« Staat«sprache und rücksichtslose Bekämpfung der Bestrebungen der Tschechen und der deutschen Parteien der sogenannten deutschen Gemeinbürgschast bezüglich Zuerkennung der inneren tschechischen Amtssprache.' Wa« die von verschiedenen Seiten wiederholt ausgeworfene Frage einer Zweitheilung Böhmen« betrifft, stehe ich wie vor aus dem Boden de« „Linzer Programmes", da» eine solche Zwei-»Heilung Böhmen« nicht kennt, sondern eine ein-heitlich deutsche Verwaltung der gesammten einstmal» deutschen Bundesländer verlangt. Ich bin für keine Zweitheilung ehemaliger deutscher Bundesländer, sondern beharre aus unserer alten Forderung nach der vollen Anerkennung der Vorherrschaft der Deutschen in Oesterreich. Schloss Rosenau, im Härtung 1900. M. u. d. Gruß Georg Schönerer." Z>ie Lig«ori'sche Woraltheotosie vor Gericht. Den „Münchener Neuesten Nachrichten" wird vom 10. d. M. au« Nürnberg gemeldet: Vor dem Schöffengerichte fand heute die Beleidigungsklage des BuchdruckereibesitzerS Graßmann. de« Verfasser« der bekannten Broschüre „Liguori'« Moraltheologie". gegen den Redacteur de» hiesigen CenirumSorgan» Grohrock unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Der GerichtShos beschloss, die Verhandlung au«zu-setzen, bi« da» gegen Graßmann anhängig gewordene Strafverfahren wegen der bekanntlich hier beschlag-nahmten Broschüre beendigt sei. — E» ist jeden« fall» bezeichnend, das» da» Münchener Gericht die Verhandlung über die vom Papste Leo XIII. appro-bierte Moraltheologie au» Sit»lichkeit«gründen von der Oiffentlichktit ausschließen muss. Anllus?ertße»' Alldeutscher Atlas. 5 «arten mit 20 Nebenkarte» der Hauptgebiete deutschen Leben» auf der Erde. Mit Begleitworten: Statistik der Deutschen. Unter Förderung de« Alldeutschen Verbände» bearbeitet von Paul Langhan». Gotha, Justu« PertheS. ie Jollzahtungen. Da» „Salzburger Tagbl." schreibt: Die Zölle müssen in Oesterreich in Gold gezahlt werden. Kein österreichische» Zollamt nimmt österreichische Bank- oder Staattnoten an ZahlungSstatt l Ja auch Kronenstücke werden ohneweiter» zurückgewiesen. Nur Goldmünze» oder Einguldenmünzen mit entsprechender Aufzahlung werden angenommen. Die» hat von jeher eine große Belästigung deS Publikum» bedeutet, und mancher Private, der sich Sendungen von auswärts kommen ließ, war nicht wenig erstaunt, zu erfahren, dass auf den Zoll-ämtern Kronenstückc und Papiernoten auch in öfter-reichischer Währung absolut zurückgewiesen wurden. Welche» „Und wir hatten zusammen ein Märchen gelesen." „Ja, wahrhaftig — ein Märchen. Aber — wie war e« nur? . . Halb traurig, halb spöttisch sah ihn Phylli« an. „E» war einmal ein junge«, wilde« Kind," begann sie leise, „das wollte sich eine Rose vom Zweig brechen, e« konnte aber nicht so hoch hinaus-langen. Die« sah ein junger Gärtner, der pflückte die Rose und schenkte sie der Kleinen, und sie sagte: „Du blutest ja — wu« wirst Du al« Lohn begehren?" Da antwortete er: »Das« Du an Deinem Hoch-zeit«tage Dich im Brautgewand mir zeigen mögest, ei« Bräutchen treu und rein." Und daS versprach da» Kind. Au» dem wilden Kinde erwuchs eine schöne Jungfrau, und al« ihr Hochzeitstag gekommen war. schmückte sie sich bräutlich und machte sich aus den Weg zu dem jungen Gärtner, um ihr Versprechen einzulösen. Der Pfad führte aber durch einen dunklen, dunklen Wald. Die wilden Thüre stürzten aus ihren Höhlen und wollten daS Bräutchen zerreißen. Doch e« faltete die Hände und bat: „Ihr Thiere, lasst mich ziehen, damit ich mein Wort einlöse, ein Bräutchen treu und rein." Da thaten die wilden Thier» dem Bräutchen nicht« zu Leide. Und e» wandert tapfer weiter bi» zum Rosen-garte» de» jungen Gärtner«, der neigte sich freudig vor der schönen Jungfrau und sprach: „Hab' Dank, das« Du Dein Wort gelö«t, ein Bräutchen treu und rein," fiel Max in den Mälchenton ein; mögest Du so glücklich sein, wie die Englein 1900 Zeugnis des Staates gegen den Staat I Die Kaufleute» die geschäftsmäßig diese Misöre kannten, halfen sich dadurch» dass sie sich daS entsprechende Silberguldenquantum beim Lande»zahlamte jeweilig einwechselten, eine zeitraubende» langwierige Prozedur, aber e» gieng. Nun aber werde» di« Silber,olden eingezogen und rom LaadeSzahUmte werden keine mehr an die Parteien hinauSgegebn,! Wer also jetzt Zahlungen zu leisten ha», und da« sind sehr viele Kaufleute, muss bei privaten Banken sich die nöthige,» Zahlungsmittel erst einwechseln Auch dort werden die Silbergulden bald verschwunden sein, alio Gold her! Oesterreichifche Goldkronen sind aber bekanntlich gar nicht zu haben, und so ist der inländische Kaufmann gezwungen, sich ausländisches Gold, in erster Linie deutsch« Gold-mark, bei Privatbanken zu kaufen, um inländische Zahlunz zu leisten. O du mein Oesterreich! Da« ist der Beginn der Kronenwährung in der Praxis und reiht sich würdig dem Briefmarken-Scandale zur Seite Wir haben als« eine gesetzliche Währung ohne die gesetzlichen Zahlung«-Mittel und der Stadt zwingt den Inländer, mit au»-ländischem Golde die Zahlungen an ihn selbst zu leisten, indem er bindend erklärt, in seiner eigenen laufende» Währung die Zahlung nicht anzunehmen. Dass di« Kaufleute bei den Banken di« Ein- und Umwechslung nicht umsonst — abgesehen vom Zeitverluste — besorge» können, ist dzch selbstverständlich, und dieS alles wird aber noch dadurch übertreffe«, das» das» österreichisch« Zollamt auf die erfolgte Goldeinzahlung in österreichischer Scheidemünze herausgibt, die es vornehm bei der Ein-zahlung zurückweist! Zum Herausgeben ist sie ja doch gut genug. O du mein Oesterreich! Aus Stadt und Land. ßillier Hemeiuderath. Silll, 20. Jänner 1900. Freitag, den 19. d. M., fand eine ordentlich« öffentliche Gcmeind«ralh»s>tzung unier dem Vorsitze de» Herrn Bürgermeister» Gustav Stiger statt. Nach Genehmigung der Verhandlungsschriften der Sitzungen vom >5. und 19. December 1899 gelangte» die Einlaufe zur Verlesung. Namen« der Bausectioa berichtete deren Obmann G.-R. Piwon über mehrere Gegenstände. Mehrere Parteien de« sogenannten „Schinderhause»" hatten daselbst provisorische Schweineställe ausgestellt und darin Schweine gehalten. In Gemaßheit de« § 29 de« Gemeindestatuie« hat da« Stadtamt den beires-senden Parteien (Wtetscher, Puch und Kremer) die Beseitigung der Schweineställe aufgetragen, wogegen zwei der genannten Parteien den Recur« an den Gemeinderath eingebracht hatten; sie berufen sich darauf, das« auch im eigentlichen Stadtgebiete „genug* Schweinställe gehalten werden. Die Bau-section beantragt die Abweisung diee« Recurse». G.-R. Kurz sagt, e« sei schwer, gegen Principien anzukämpfen, und er fei selbst ein Verehrer der Principien; allerding« hab« der Gemeinderath öfter principielle Beschlüsse gesasSt und bei der nächsten Sitzung wieder «inen and«r«n principielle» Äejchlus« de« Himmel«, und so lieblich blühen, wie die Blumen der Erde!" Und dann geleitete er daS Bräutchen zurück in da« Hau« de« Bräutigam«... ich glaubt, so war da« Ende." „Ich weis« e« nicht mehr," sagte Phylli«, und starrte i« daS Ofenfeuer. „Höre. Phylli«." fprach Max langsam, „das Ende hättest Du wissen sollen." „E« liegt ja doch in meiner Hand," warf sie unsicher lächelnd hin. „DaS Ende ist die Pflicht," sagte Max. Seine Stimme klang kalt und bestimmt. „Sich selbst nie untreu werden, da« ist Pflicht, alles andere ist elende Vernünftelet." „Wer hat Dich das gelehrt?" „Du!" Sie sah von der Seite zu ihm aus. Sein Mund mit der vorspringenden Oberlippe zitterte, al« ob er böse Worte hätte unterdrücken wollen. „Da« war damals," fügte sie leiser hinzu, „al« Du noch nicht da« End« b«dacht«st." „R«de nicht davon!" sti«ß er hervor. Er war ausgestanden und lehnte die Stirne gegen die Scheiben. „Warum nicht? fragte sie eigensinnig. Er gab keine Antwort. „Warum nicht?" Sie stand dicht an seiner Seite. „Weil Du — den Braulschmuck trägst." „Für wen?" fragte sie mit gesenkten Angen. „Für den Bräutigam." sagte er einsach. Phylli« trat zurück. Sie hatte mit einer heftige» 1900 (lebhafter Widerspruch). Er sei damit ganz ein-vtrstanden, das» man in der Stadt keine neuen Echweinftälle erbauen lasse. Wenn einer sage, dass draußen beim Schinderhause die .Stadt" sei, so sei da« nur »ine Redensart. Es sei doch hart sür die Leute, dass sie da draußen im Garten nicht provisorisch Schweine halten dürfen, nachdem sich in der Stadt am Haupiplatz« Schweinstall an Echweinstall reiht. Redner glaubt, dass mau, ohne da« Princip zu verletzen, den Leuten da draußen gestatten sollte, provisorisch Schweineställe zu errichten, bi» dort wirklich ein Stadttheil entsteh». G.-R. Dr. Schurbi verweist aus den einmal gesasSten principiellen Beschluss, gegen welchen damals niemand remonstriert habe. Dieser Beschluss beziehe sich auf alle Parteien, die im Gemeinde-gebiete wohne». Bezüglich der in der Stadt befind-lichen Schweinestallungen wird eS Sache des Siadt-arzteS sein, durch sanitäre Bedenken die Beseitigung derselben durch doS Stadtamt zu veranlassen. Er unterstützt den SectionSantrag und stellt den Zusatz-antrag, der Bürgermeister möge den Stadtarzt beauftragen, in der Stadt Cilli commissionell zu erheben, wie die Schweineställe beschaffen seien, und seines AmieS zu walten. Hierauf wird der A b w e i» sungantrag mit 11 gegen 10 Stimmen angenommen ; ebenso wird der Zusatzanirag Dr. S ch u r b i S angenommen; G.-R. Dr. Jabornegg erweitert denselben dahin, dass auch di« in den HauShöftN befindlichen Schupfen, welche provisorisch als Schweineställe benutzt werden, sanitälSpolizeilich untersucht werden mögen. Auf ein Offert, betreffend die Lieferung eine« staubfreien KchrichtwagenS, wird bei mangelndem Bedarf« nicht «ingegangen. Für die Finanzfeciion berichtet G.-R. Dr. v. Jabornegg. Dem deutschen Studentenheim in Pettau wird ein Beitrag von 100 K zugewendet. — Ter österrtichische Lloyd will tin Reisehandbuch herausgeben und ladet die Stadt ein, in dieses Buch Angaben über Cilli einschalten, bezw. inserieren zu laffen. Nach dem Antrage der Finanzsection wird von einer bezahlten Rtclame abyesehen und an die Redaction de» Buche» die Anfrage gerichtet, ob Angaben über Cilli kostenlos aufgtiiomm'N werden. Dem deutsche» Leftvertirit beider Hochschulen in Graz wird (wit alljährlich) ein Beilrag von 24 K, dem Vereine Südmark (wie alljährlich) dtr präliminierte Beitrag von 100 K zugewiesen. Für daS Fritdhof«comil6 berichtet G.-R. B o b i f u t. Die Josefa Z w e t k o bittet um Nachlaß der Leichenkosten nach ihrem Gatten Anton Zweiko im Betrag« von 29 fl. Das Anfuchrn wird abgewiesen, jedoch der Binst«ll«rin g«statt«t. di« Leichenkosten, soweit sie die Gemeind« betreffen, in Monatsraten zu 3 fl. zu btgltichen. ES wird auf die unotrhältniSmäßige Höhe diese« Kostenbetrages hingewiesen und betont, das« sich Angehörige der ärmeren Classe bei Ltichenbtgäng-mffen tben auch eine angemessene Sparsamkeit auferlegen müssen. G.-R. Dr. v. Jabornegg behält sich vor, wieder eintn Fall Wratschko zu erörtern. Nach dem Berichte de« Mauihaufsicht«- Bewegung den Mantel übergeworfen. Da wandte sich Mox zu ihr, und sie nestelte noch zögernd an den Häkchen, aber er schwieg. .Ich muss heim," sagte sie tief athmend. Max entriegelte die GlaSthüre, von welch« einige Stufen in den Garten hinabführten. „Ich begleite Dich," sprach er ruhig. Sie gitngtn schweigend nebeneinander her. Niemand halte sie bemerkt. Nur eine groß«, grau« Katze mit weißglühenden Augen war ihnen beim Gartenzaun über den W«g gelaufen. Si« schritten die Landstraße bergab durch den tiefen Schn«. Hell und lall war die Vollmondnacht. „Suh, wit der Himmel wieder r«in ist und wie klar die Stern« leuchten." sagte Mox. Die Stille bedrückte ihn. .Dort oben ist e« klar/ antwortete Phlli«, »aber hier unten ist d«r Weg vrrschneit." Si« verstummen aus« Neu«. Max beobachtete die bläulichen Schatten, welche ihre beiden Gestalten über den Schnee warfen. Ei« schwebten bald näher, bald fern von einander, jede Bewegung gespensterhafl wiederspielend. »Wir werden unsere Schatten nicht loS," sprach plötzlich Max auS feinen Gedanken heraus. PhylliS wandte ihm den Kopf zu: .Du meinst, das« eS Menschen gibt, die unser« Schatten sind?" »Nein, an die hab' ich nicht gedacht. Menschen find ja keine Schatten." .Doch," entgegneie sie. „Diejenigen, an die wir geseffelt sind mit unserem Denken und Empfinden, mit allen unseren Erinnerungen und Leidenschaften, ,.ö»utrri)e Conti;«» (Ref. G.-R. PalloS) wird die Brücken-maulgebühr für Ochsen von 4'/, h auf 4 h abgerundet. Für den SchlachthauS-VerwaliungSauSschus« ei stauet deffe» Obmann G.-R. Dr. Stepischnegg Bericht. Vor ungesähr 6 Wochen hat über Ver-langen der Fleischhauer im GemeinderathSsaale eine Versammlung stattgefunden, wobei zahlreiche Wünsche bezüglich des Schlachthauses geltend gemacht wurden. Hierüber hat da« SchlachthauScomitö eine besondere Sitzung abgehalten und legt nun dem GemeinderatHe folgende Beschlüsse zur Genkhmigung vor. Die von den Fltischhauern verlangt« Nähme (ein Aufzug für daS Vieh, wie er in alten Sä'lachtstuben gebräuchlich ist) wird nicht angeschafft, zumal die Gehilfen und Lehrlinge mit der gegenwärtigen Vorrichtung viel lieber und l«icht«r arbeiten. In eine Herabsetzung der Befchaugedür kann nicht ein-gangen wrrdrn. Dir Umlegung de« Rinnsal« in der Schlachthalle wird nicht vorgenommen. Eine Er« örterung der Frag«, ob der Prei« der Kühlzellen herabzusetzen sei, wird dem Zeitpunkte vorbehalten, in welchem di« Kühlzellen wieder in Gebrauch treten. Di« Arbeitsstunden im Schlachihaufe bleiben die gleichen, da sie ohnedies sehr reichlich bemessen sind. In eine Herabsetzung der Schlachtgebür wird nicht eingegangen. Die Fleischhau«. über deren Wunfch eine Halle zur Unterbringung der Wägen gebaut wurde, verlangen nun. dass diejr Halle die ganze Länge der Schlachthalle einnehme, wodurch dieser Licht und Luft entzogen würde. ^Dieser Forderung kann nicht entsprochen werden. Ferner wünschen die Fleischhauer, dass im Interesse des PublicumS an Sonn- und Feiertagen der Schluss der Verkaufs-stunden von 10 auf 11 Uhr vormittags verlegt werde. Da» Stadtamt wird sich diesbezüglich an die Staithalterei wenden. Weiter« wurde die Beeidigung de« Schlachlhau«v«waller» und de« Aufsehers be-schloffen, damit deren AmtShandlunaen ein« gewisse Sanction erlangen und Streitigk«ii«n vermiede» werden. Auch gegen die Einrichtung des BrühkesselS haben die Fleischhauer protestiert; e« liegt aber keine Veranlassung vor, diesbezüglich eine Aenderung zu beantragen. U«b«r Klagen, betreffend die Sptck-verkällfcrin L u I a », ist amtlich tingeschritt«» worden. Der Bericht wird zur genehmigende» Kenntnis genommen. G.-R. A l t z i e b l«r sagt, «s sei, als er noch im Schlachthau«comii6 mitgewirkt habe, beschlossen worden, dass Private zuhaust schlachten können. Nun sei der „LapsuS" hinein-gekommen, dass auch Privat« im Schlachthaus« schiacht«,, müssen. Er möchte bitten, das» dies rückgängig gemacht w«rde, sodass bi« Privaten zuhaust schlagen könnt«. Seinerzeit habe eS geheißen, dass sogar die Wirte ihr Kltinvith zuhaust schlagen dürfen. Für die Privaten ergeben sich beim Schlagen im Schlachthause ungeheure Schwierigkeiten und eS werde mit dem Hin- und Zurückbringen viel Zeit verloren. In sanitärer Beziehung sei daS Schlacht-hau« nur sür die Fleischhauer errichtet worden. Herr A l t z i e b l e r stellt noch einen Antrag. Wenn Fleisch von au«wär>«, wo e« bereit« beschaut worden ist, in die Stadt komme, so solle es gestattet sein, da«- die zugleich unser Gewissen und unser Verderber sind, unser Lohn und unsere Strafe, unser Glück und unsere Sünde — da» sind die Schatten, welche wir niemal« loS werden können." „Neini" schri« Max. „Ntin, ich glaub' t« nicht!' Er richtet« sich aus und athmet« tief die Nachtluft «in, wi« um sich Muth zuzutrinken. Er wollt« an k«in«n Schatten gefessellt sein. Phylli« blieb plötzlich stehen. Die Lichier de« Posthause« waren schon nahe. .Leb wohl!" sagte sie ruhig. „Kommst Du morgen zur Hochzeit!" »Ja — zur Hochzeit . . wiederholte Max, und fchaute ihr verwund«« in da« regungslos« Gesicht. Da stieg plötzlich heiße«, wehmüthig«« Mitlrid in ihm aus: „Du unvernünftige PhylliS, warum — warum wirst Du «ig«mlich fein« Frau?" „W«il ich vernünftig werden will," sagt« sie mit gleichgiltiger Stimme. „Leb' wohl!" Und sie glitt davon, wie ein fliehender Schatten. Max wanderte einsam heimwärts. Er wusste gegen den Nordwind ankämpfen, das war ihm eben recht. Er fühlt« «in« neu« Kraft in sich, «ine junge, strebrnd« Freiheit. Die Schaffensfreude kam über ihn, wie in den ersten himmelstürmenden Tagen fein« Künstltrschaft, und er fah das kleine Mariechen, wie eS. Ftd«rn fchl«iß«nd, unter der Lamp« faf«, mit weißem zitterndem Flaum auf dem rothen Haar. H. v. d. E. 3 selb« nachhaus« zu führ«», wenn di« Beschau am gleichen Tag« nicht mehr möglich ist. Die Beschau-gebür soll« am folg«nd«n Tag« bezahlt werden. Der Redner begründet diesen Antrag damit, das« beim Liegenbleiben deS Fleische« bis zum folgenden Tage die Gefahr bestünde, dass das Fleisch zum Schadtn deS Empfängers verderbt. G.-R. Dr. S ch u r b i stellt fest, dass niemals der Beschluss gefasst worden fei, es sei Privaten daS Recht ein« geräumt, zuhaust zu schlagen. In dn Schlachthau«-ordnung heißt e«, dass auch die Privaten gebunden seien. Er sei selbst in di« Lage gekommen, im Schlachthaufe schlagen zu lassen; eS fei alle» sehr glatt, ohne all« Umstände abgtgangen und «r habe feine „Schweinerei" im Hause gehabt. Wenn t« den Privaten gestattet würde, zuhaust zu schlagen, so könnte die nöthige Controle absolut nicht au«-geübt werden. Was die zweite Frage betreffend die Fleischbeschau anbelangt, so müsse man wohl sagen, das« «» jedem obliege, wenn er von außen Fleisch bekomme, «» al« guter HauSvat« so zu beziehen, das» er dasselbe noch beschauen lassen könne. G.-R. Dr. St«pifchnegg spricht feine V«rwund«rung über dit Ausführung«» AltzitblnS au«. All« die Debatten, welche im Gemeinderath« durch virle Monate üb«r den Gegknstand stattgefunden haben, seien an Herrn Allziebler fpurlo« vorübergegangen. Er müsse doch Kenntnis davon haben, dass die Schlachthausordnung genehmigt und für Cilli G«f«y geworden fei. Im § 1 derselben heißt eS ja aus-drücklich, dass all« Schlachtung«n im Gemeindegebiti« in d»r Schlachthalle vorzunehmen seien. Da« fei Gesetz für Cilli uns man könne unter keinen Um-ständen davon abg«h«n. Auch b«züglich der Fltifch-beschau geht <« nicht an, tinem oder dem and«tii eine Ausnahme zu gestattt». Die Herren in der Schlachthalle feien fo gefällig, dass sie, auch wenn dit Stunden für dit Beschau vorüber seien und si« von irgendwo geholt werden müssen, die Beschau bereitwillig vornehmen. E« sei übrigens jedem möglich, sich da« Fltisch zur rcchttn Zeit zu verschaffe». Redner glaubt, das« eine Aenderung nicht nothwendig sei und das« die „Camalität" de« Herrn Altziebler nicht existiert. G.-R. Walland sagt, eine größere Wohlthat sei für die Privaten gar nicht denkbar, al« das Schlachthaus. .Wir haben ja seinerzeit auch zuhaust geschlagen. Da musste gthtizt werd«», was Geld gekostet hat, und dabei hatte» wir di« „Schweinerei" im Haus«. Di« Schwtin« wurd«n im Hause garnicht beschaut; jetzt sind wir aber sicher, dass wir gesunde Schweine bekommen. Die Privaten können der Stadt nicht genug danktn, dass di« Schlachthalle errichtet worden ist. Sie «nipfinden auch biefe Dankbarkeit. Den Beweis hiefür kann ich durch alle Privaten liefern, welche draußen schlagen lassen." G.-R. Skoberne schließt sich diesen Ausführungen vollinhaltlich an. Er könne sich gut erinnern, wie oft von Wirten und Fleischhauern finnige Schweine geschlagen worden seien. JnSbesond«« die Fleischhauer, welch« in Privathäus«rn schlagen, hätten solche Fällt nicht «kann', und so fei von Privattn sehr viel unge-fundt» Fltifch gtgessen worden. Dit Einführung dt« Schlachthauszwange« sei sehr genau in Er-wägung gezogen worden. Sie txistittt nicht nur für dit Fltifchhau« und Wirtt, sondern für die ganze Bevölkerung. Hierauf wurde die öffentliche Sitzung geschlossen; derselben folgte ein« v«rtraulich«. ßillier ZLustkuerei«. In d«r constituierendtn Sitzung d« ntugewählttN VereinSleitung wurden die Aemter in folgender Weife verlhtilt: Obmann G«ichl«fecreiär Richard Marckhl, Obmann« stellvertreter Prof. Paul P l o n « r, Schriftführer G«ichi«adjnnct Dr. RogosinSky, Kassier Rudolf C o st a - ft u h n, Oekonom btzw. Jastrum«nttn-v«walt« Schuldirtctor Ludw. Weiß, Archivar Franz Kr ick. Dit Schulinfpection hat Herr Prof. Plon «r übernommen, wobei er von den Herren Marckhl und Dr. Rogosin « ky unterstützt wird. Die Verwaltung der Kapelle, soweit dieselbe nicht in den Wirkungskreis d«r gesammten V««inS-leitung fällt, bat H«« Rudolf Costa-Kubn üb«r. Aie ßillier Aeuerwehr im Jahre 1899. Au« dem ThälittleitSberichte. welcher bei d« am 14. d. M. abgehaltenen Hauptversammlung d«r Freiwilligen Feuerwehr Cilli vorgetragtn würd«, entnehme» wir Folgend«»: Dtr Verein zählte am Ende deS Jahr«» 1899 3 Ehrenmitglieder. 42 ausübende Mitglieder, 12 Schutzmänner und 187 unterstützende Mitglieder. Es fanden 9 Gefammtübungen, 13 ZugS« und 4 Rotttiiübungtii statt. Außerdem wurden 13 Aus-schusSsitzungen, 2 Rapport«, 2 Befehl« und 2 Sani-tälSübungen, sowie 6 Dampsspritzenübungen ab-g«halt«n. Zur Aufrechterhaltung der Ordnung rückte eine Abtheilung von 16 Mann unter dem Commando 4 de« Steig«z»gsühr«S K 1e11 zum Wettrennen bf« diesigen Radfahrervereine« au«, wofür vonseite diese« Vereines auch der wärmste Dank «»«gesprochen worden ist. Auch bei der von den deutschen Vereinen veranstalteten Sonnwendfeier beteiligte sich die Feuer, wehr durch Zuweisung von mehreren Abtheilungen. Leider ist im verflossenen Jahre ein Mitglied de« Vereine« vom Tode abberufen worden. Am 19. August starb ba« ausübende Mitglied Johann Schön. Dieser gehörte durch viele Jahre dem Vereine al« ausübende« Mitglied an. Bi« zu feinem im Jahre 1881 erfolgten Sturze vom Feuerwehrihurme war er im Steigerzuge und seither im Spritzenzuge thätig. Insbesondere vor dem erwähnten Unglück«» falle war Schön ein tüchtige« und eifrige« Mitglied des Vereint«, in welchem er nicht nur in dienst» licher, sondern auch in kameradschaftlicher Beziehung feinen Mann stellte. Bei dem Begräbnisse am 21. August betheiligt« sich der Verein corporativ. Noch eine« Manne«, welcher sich um den Vertin hohe Verdienste «rworbtn hatte, gedachte pietätvoll der Bericht, nämlich de« unverges«lichen Förderer« de» Feuerwehrwtsen«, Herrn Bürgerschuldirector« Tisch. Dieser war Gründer der Freiwilligen Feuer» wehr Cilli und jahrelang Steigerzug«führer de« Vereine«. Die Feuerwehr war ihm stet« zu Dank verpflichtet und betheiligte sich corporativ an seinem Leichenbegängnisse. — Im abgelaufenen Jahre waren glücklicherweise nur 4 Brände zu verzeichnen. Am 23. Februar wurde im Geschäft« de« Herrn Zampa« rutti «in Gewölb«f«uer bemerkt. Wäre dieser Brand nicht rechtzeitig entdeckt worden, so hätte er von sehr verhängnisvollen Folgen begleitet sein können. Nur dem unerschrockenen und thatkräftigen Eingreifen und der Geistesgegenwart des Steigerrottenführer« Karl Schallen und des Steigers Lorenz P o t n i k ist e« zu danken, das« ein größeres Unglück verhütet worden ist. Die beiden erstickten den Brand Mittel« Anihilator« so rasch, das« der unter Führung de« Hauptmanne« Eichberger au«gerück,e Löschzug nicht in Thätigkeit zu treten brauchte. — Am 24. Juni um 4 Uhr nachmittag« wurde die Feuer« wehr durch ein Telegramm de« Bürgermeister« Lenko in St. Peter zu einem Schadenfeuer in Oberbirnbaum alarmiert. E« rückten sofort zwei Löschzüge uuter dem Commando de« Hauptmann-Stellvertreter« Pelle, bezw. de« Steigerzug«sührer« K r e l l au«. In Oberbirnbaum waren bereit« vier Feuerwehren in Thätigkeit; trotzdem hatte die freiwillige Feuer-wehr Cilli noch besonder« schwierige Ausgaben zu «füllen, weil der Brand ein sehr ausgebreitet« und die Verbindung d« Wasserbezugsquellen mit den Brandobjecten wegen deren Entfernung eine sehr schwierige war. Trotz der anstrengendsten Arbeit fielen fünf Gebäude dem verheerenden Elemente zum Opfer. Nach fünfstündiger, mühevoller Arbeit war der Brand localisiert, worauf die Löschzüge in einem furchtbaren Gewitt« die Heimfahrt antraten. — Am 30. Juli um 2 Uhr nachmittags wurde die Feuerwehr zu einem Zimmerbrande beim Möbel-Händler Johann Jossek arlarmiert, wobei sie jedoch nicht in Action zu treten Gelegenheit hatte, da der Brand sogleich von den Hausbewohnern unterdrückt werden konnte. — Am 14. August wurde di« Feuer« wehr wegen eine« geringfügigen Wiesenbranbe« alarmiert; e« lag jeboch keine Nothwendigkeit vor, au«zurücken. Um die Einigkeit zu festigen und den Kameradfchaft«sinn zu pflegen, wurden 8 Kneipen abgehalten. Der Bericht bespricht sodann mit ehr-licher Offenheit die bedauerlichen Ereigniffe, welche beim 28. Lande«feuerwehrtage zu einer Schlappe der Freiwilligen Feuerwehr Cilli« geführt haben. „Dank der Strammheit de« Ausschüsse« wurde auch diese Angelegenheit zur Ehr« d«« Verein«« au«-getragen und mus« dem Au«fchufse mit d«n Haupt-leuten an der Spitze ein kräftige« Heil ausgerufen werden.' Wa« den eigentlichen Dienst der Feuer-wehr im allgemeinen anbelangt, so mus« «freulich«-weise hervorgehoben werden, das« bei jeder Allar« mieruug stet« in kürzest« Zeit mindesten« ei» complet« Löschzug am Platze war. womit d« deutlichste Bewei« erbracht ist, das« der eigentliche Zweck de« Vereine« von den Mitgliedern gewissen-haft im Auge gehalten wird. Schließlich gedenkt der Bericht der Gönner de« Vereine«. Allen Feuer» wehrfreunden und »Gönnern, insbesondere der Ge-meindevertretung der Ltadt Cilli, der Sparkasse der Siadigemeinde Cilli, dem steiermärkifchen Lande«» au«schufle, überhaupt allen, die den VereinSzweck in irgend ein« Richtung fördern, wird der aufrichtigste, wärmste Dank gesagt und um ihre serner« Unter« stützung gebeten. An die Kam«rad«n ad« richtete der abtretende Au«schus« die dringende Mahnung, eingedenk de« schönen, erhabenen und edlen Zwecke« mit vneinten Kräften an der Erhaltung de« Verein«, welcher von tüchtigen und opferwilligen deutschen . Vcvtr&t WtchL- Männern gegründet wurde, fortzubauen, um dem neuen Ausfchuff» die Erfüllung sein« Aufgaben zu «leichtern. Allen bleibe im Herzen der Spruch eingeprägt: Der Feuerwehr Ehre ist in Eure Hand gegeben. Bewahret sie! Sie sinkt mit Euch! Sie wird sich mit Euch heben! Gut Heil! Nach dem Säckelberichte beträgt der Wert d«r Ge« räth« 8561 fl. 20 kr., d« Wert d« Requisiten und Monturen 2018 fl., der Barbetrag der VereinScasse 853 fl. 72 kr., somit da« Gesammtvermögen 11.432 fl. 92 kr. Die Einnahmen de« Jahre« 1899 betrugen 1841 fl. 28 kr., die Ausgaben 987 fl. 56 kr., wonach für 1900 ein Cassarest von 853 fl. 72 kr. verblieb. Die Einnahmen der Bruderladt betrugen 159 fl. 65 kr., dir Ausgaben 92 fl. 66 kr., Cassartst 66 fl. 99 kr. Beterauenkrinjchen Für dieses alljährlich gut besuchte Kränzchen macht sich schon heute eine lebhafte Nachfrage nach Karten bemerkbar, woraus zu ersehen, in welch' gutem Andenken alle bish« stattgehabten Veteranenkräuzchen bei der Bevölkerung stehen. DaS Comit6 hat die Einladungskarte» zur Versendung fertig und wird trachten, dass dieselben längstens inn«halb zweier Tage zur Zustellung gelangen. Diejenigen Herren und Damen, ivelche bi« zu diesem Zeitpunkte keine Einladung erhalten haben, wollen diesen Umstand dem Obmanne des Vereines, Herrn Franz Dirnberger, zur Kenntnis bringen, welch« hierauf sofort diesbezüglichen Wünschen Rechnung tragen wird. Eine Neuerung hat das Eomits mit der Einführung geschaffen. Jenen, welche in der Abwickelung der Quadrille-Figuren nicht mehr sicher sind, Gelegenheit zu geben, sich diese Kenntnis noch vor dem Kränzchen zu erwerben. Solche Tanzstunden werden im Salon des Gasthofes „Strauß" am 24. und 29. Jänner um 8 Uhr abends veranstaltet wndeii. Killier Khierfchutz herein. Es wird oft die Frage aufgeworfen, ob Katzen, welche Singvögeln nachstellen und Z«störnngen anrichten, in einem eingezänmten Garten vom Eigenthümer desselben erschossen werden dürfen. — Daraufhin ist zu entgegnen, dass Katzen ins Hans gehören, man braucht sie im Garten nicht zu dulden. Jeder Jäg« wird eine Katz« «schießen, welche als Räuber im Felde »lmherstreift. Stellt in diesem Falle eine Katze noch im Nachbargarten Vögeln nach nnd macht sonstige «störungen, dann ist sie erst recht schusssrei. — n jedem Falle, wo eine Katze mehr Schaden ent« richtet als sie w«t ist, dars man sie unschädlich machen. In den meisteu Parkanlagen werden Katzen nicht geduldet, und manche Städte zahlen sogar Srämien auf gelieferte Katzen, die in städtischen artenanlagen herumstrolchen. Im Juli deS JahreS 1892 wurde in Wien, k. k. LandeSgericht, von einem Fünfricht«colleginm eine Entscheidung gefällt, nach welch« die in fremdem Besitz herumstreifenden fchadenbringenden Katzen als „Raubthiergeziefn" «klärt wurden, was fortan als ein Fall, auf welchen man sich berufen kann, zu gelte» hat. Kaufmauustag in Marburg hat dem slovenischen Brüd«zwiste zwischen Liberalen und Clericalen neuen Nährstoff gegeben. Während es den „Slov. Narvd" mit höh« Genugthuung ertfüllt, dass ein „so ausgezeichnet« Parteigenoffe" wie Elsbach« am Marburg« Tage so mannhaste Worte gesprochen hat, donnert „Slovenec" gegen Dr. Tautfch«, d« sich nun auch mit dem „Cilli« Heilo-bruder" Dr. Mraulag verbündet habe. „Narod" antwortet darauf recht gut, dass die Cousumvereine eben hauptsächlich in slovenischen Länder gegründet werden. „Die steirische Geistlichkeit hat einen rück-sichtslvsen Kamps in «ster Linie gegen die slove-nischen Kaufleute eingeleitet und hat damit diese gezwungen, zusammen mit den deutscheil Kaufleuten, mit denen sie gemeinschaftliche wirtschaftliche Inte-reffen verbinden, diesem Beginnen sich entgegenzn-stellen. Wenn es sich um die Existenz, um das tägliche Brod handelt, da hört jeder Spass (!!) auf. Der erste Erfolg dieses unpolitischen, durchaus wirtschaftlichen gemeinsamen Wirkens der slovenischen und deutschen Kaufleute war die Versammlung in Marburg. Wir habe« dieser Versammlung gegenüber eine» ganz objectiven Standpunkt eingenommen. Da sich an d« Versammlung neben deutschen anch slo» venische Kaufleute betheiligt haben, war das ganz natürlich. Wir verhehlen nicht, dass wir die Stellung-nähme des Marburg« Tages hinsichtlich d« Con-snmv«eiue billigen, womit die Geistlichkeit g«ade die slovenischen Kanflcnte unt«drücken will. Es ist ja klar, dass auch die steirifchen Geistlichen, wie die krainischen sich nur den eigenen Sack füllen wollen, ohne Rücksicht ans de» furchtbaren Schad«, den sie dadurch nicht mir in wirtschaftlich«, sondern 1900 auch in national« Beziehung dem Slovenenthum in Steiermark zufügen. Jene Geistlichen, welche in Steiermark den wirtschaftlichen Kampf gegen die flovenische Kaufmannschaft entfacht haben, w«den damit nur das erreichen, dass sie mit der Zeit alle slovenischen Kaufleute aus dem nationalen Lag« vertreiven werden und dass dort nichts anderes übrig bleiben wird, als die wohlgenährten Bäuche der hochwürdigen Geistlichkeit! Und wir fügen hinzu: „und die Herren Dr. Seru« und Dr. Detschko." Sernec aber ist übnhaupt nicht Politiker, sonder» nur Geschäftsmann, während der Herr von Livadia seinen „Wert" und feine politische Bedeutung durch krampfhaftes Auklamm«n an den „Frackfchößeln" der Geistlichkeit sucht. — Und findet? Mudische Ketze. Wie die slooenische Presse daS ruhige, friedliebende flovenische Landvolk gegen deutsche Beamte aufstachelt, da» entnehmen wir au« einem .Berichte" de« .Slovenec', der natürlich nicht au« dem Volke in da« Blatt gedrungen ist, sondern «st au« dem Blatte aus da« Volk wirken soll. E« heißt da: »In der Pettauer Umgebung herrscht unter dem Volke schon lange Zeit ein großer Unwille über bie Beamtende« Pettau« Gerichte«." Von diesen sei keiner de« Slovenischen mächtig, der eine (Rnmaffer) behandle bie Leute schlechter al« Hau«knechte und der andere hab« gar als Au?-cultant einmal „Windischer Hund!" gesagt. Natürlich ist alleS «logen, ab«r die windischen Hetzer brauchen ein aufgestachelte«, verhetzte« Volk, weil sonst ihre Geschäfte nicht blühen können. Der Unwille mus« eben erst gemacht werdrn. Khealeruachricht. Am Sonntaq den 21. Januar kommt die vieractige Posse »Die Ritter vom Rad", von Richard Manz, zur Aufführung. Da« .Münchner Tagblatt" schrribt hierüder: „Die vieractige Posse „Die Ritter vom Rade", welche am vergangenen Sam«tage zum ersten Male in Scene gieng und voraussichtlich für lange Zeit da« Repertoir be-herrschen wird, ist eine prächtige Posse in jeder Beziehung, besser al« so manche Machwerke, die unter dem Namen „Posse" segeln und eigentlich nicht» andere« sind, al« Ablagerungsplätze für die ältesten Kalauer. Herr Manz versucht mit Glück die übertriebene Vorlieb« für den Belocipedfport zu geißeln. Sein Damenschneider „Purzler", «in Sportfex ersten RangeS, ist eine ganz vorzüglich gezeichnete Figur. Nickt minder gut ist sein Diener charakterisier», der vom einfachen „Kasper" zum noblen „John" englisiert wurde. Dabei enthält di« Posse «in« Rtihe der lustigsten Scenen, treffender Witze und wirksamer GesangSeinlagen. Wir dürfen dem Autor in der That zu dikftrn Erfolg gratuli««»." Hoffen wir, dass diese Poffe auch aus unserer Bühne ihre An-ziehungSkraft ausübt. — Am DienStag den 23. Januar bleibt wegen Vorbereitung der Operette .Der Vog, l-Händler", in welcher Herr SigiSmund Wang vom Sladtthealer in Marburg gastiert, geschlossen. Pas schwarj-roth.goldene Wand des Laibacher deutsche« Aurnvereines. Vor dem Reichsgerichte fand Donnerstag Vormittag« unt« dem Vorsitze de« Prasidentenftelloertreter« Dr. Emil Stein« bach bie Verhandlung über die Beschwerde de» Deutschen Turnvereine« in Laibach we^ien Ver» letzung de« staat«grundgesetzlich gewährleisteten Rechte«, Vereine zu bilven, statt. Von Seil« de« Ministerium« de« Innern war SectionSrath Si« mon«lli erschienen, al« Vertreter de« beschwern« führenden Vereine« war Dr. Weitlos zugegen. Der Beschwerde liegt folgende Sachlage zugrunde: Der Deutsche Turnverein in Laibach hatte srüher al« VereinSabzeichen ein weiß-grüneS Band ge» tragen. Als von Seit« der Slovenen dieselben Farbe» in Gebrauch kamen und diesen Farben bie slavische Tricolore beigefügt wurde, ohne dass darüber von Seite der Behörde ein Anstand «hoben wuro«, bejchloj« der Deutsch« Turnverein, sein« Staturen dahin zu ändern, das« al« Berein«abz«ichkn ein schwarz-roth-goldene« Band zu tragen sei. D« Verein gieng hiedei von der Ueberzeugung au«, das«, nachdem dem Turnrathe im Jahre 1898 de« hördlich gestattet worden war. al« VereinSabzeichen ein schwarz-roth-goldene« Band aus der Brust zu tragen, auch den andren Mitgliedern beS Vereinet die?e« Recht zustehe. Die Landesregierung bewilligte jeboch diese Statutenänderung nicht. Von Seite de« Regierung«oertreter« wurde heut« der Stano« punkt vertreten, das« ba« schwarz-roth-goldene Band «in« politisch« Bedeutung habe. Dr. Wertlos erklärt«, das« eS nur «in nationale« Kennz«ich«n sei und politisch nicht in Betracht zu ziehen sei. — Da« Erkenntniss wirb am 20. b. M publiciert wer&en. ßndlich hat die Gemeindevertretung der Stadt Rann sich für ihre Gemeindefparcasse einen deutsche, RechtSconfulenten in der Person de« dortigen k. f. Notar« Dr. Hermann Wie«tHaler erwählt uad 1900 so einen in nationalen »reisen schon lange übel ouSkelegien Umstand, das« nämlich der flovenische Ädvocat Dr. Srebre, welcher jetzt auch Obmann der slovenischen BezirkSvenretung ist. bisher die Sparkasse der deutschen Stadt Rann vertr.ien hat, gutgemacht. Abermals ein Hilenbahnzusammenlloh auf ter Südbahn. I» Steindruck ereignete sich Sonmag mittag« beim Eilzug Nr. 3 (Triest-Wien) dadurch ein Unfall, das» Die Maschine de» Eilzuge» schadizast wurde, weShalb rasch eine zweite requirier« werden musste. Diese fuhr im schnellsten Tempo aus den >Eilzug lo». al» aber der Mischinenführer der Hilf»« Maschine die Bacuumbremse ziehen wollte, versagte -diese und die Hilfsmaschine fuhr in den Zug mit großer Vehemenz hinein. Durch den Zusammenstoß n>urden drei Waggon» beschädigt, welche abgkuppelt werden mussten. Unter den Reisenden entstand eine große Panik. Eine Frau sprang auS dem Coupee und lief querfeldein, ohne zurückzukehren. Nach ein» stündiger Verspätung konnte der Eilzug seine Fahrt «jeder fvrtsetz-n. Steinbruck. (Kränzchen de» Schützen» ie Hebürenerhöhnng der Gendarmerie ge- staltet sich nach der vom Kaiser mit l. Jänner ge» nehmigten Regelung folgendermaßen: Wachtmeister al» BezirkSeommandanten 1400 K., andere Wachtmeister >300, Postenführer 1100, Gendarmen yOO, Probegendarmen in praktischer Dienstleistung 800 K. jährlich, Probe-gendanne» in theoretischer Ausbildung täglich 2 K. Der Cadet-OfficierSstelloertreter erhält die Löhnung der Wachlmrister-BezirkScommandanten. Der Ouartierbei» trag für verheiratete Gendirmen ist nach sechs klaffen abgestuft: Wien erste Classe; Städte über 50.000 Ein« wohner, dann Baden und Karlsbad zweite Classe; Städte über l0.000 bis 50.000 Einwohner und Marienbad dritte Classe: Städte zwischen 5l)00 bi« 10.000 Einwohner vierte Elasse; Städte zwischen 20JO und 5000 Einwohner fünfte und Stationen unter 2000 Einwohner sechste Elaste. Die Gebüren für Wachtmeister und Postenführer betragen in dicken Station«» clasfen 240, 200, 180, 16^, 140, 120 Kronen, für Gendarmen 220, 180, 160, 140, 120, 100 Kronen. Verheiratete Wachtmeister - Rechnunzs - Hilfsarbeiter sowie nach erster Art verheiratete Gendarmen mit Naturalquartier erhalten die Hälfte deS ihrer Station entfpretenden Quartierbeitrage«. Was geht das die Magyaren ant Die Ungarn erlauben sich schon wieder, frech in unsere Angelegenheiten dreinzureden. So wird gemeldet, das» man in ungarischen Kreisen dem zukünftigen Cadinet Koerber gar nicht gewogen fein will. E» herrscht eine heftige Strömung gegen dasselbe und man will dem Ministerium Koerber derartige Schwierigkeiten entgegenstellen, das» e» unmöglich gemacht wird. Einer weiteren Meldung au» Ofen» Pest zufolge sei die Aufgabe Koerber'», ein Cadinet zu bilden, al» gescheitert anzusehen, und gewinnt die Anschauung immer mehr Boden, das» Gautsch mit der Bildung eine» neuen Eabinet» betraut werden wird. Wir fragen nun mit Recht, wa» die Cabinet»bildung die Magyaren angeht? Dieselbe» sollen sich um thren Judenschwindel, nicht aber um unsere Angelegenheiten kümmern. Diese Einmeniiung verdient keine andere Bezeichnung als die einer Frechheit. Ker ßölibat. Unter den Waffen, welche die AllerweltSkirche selbst ihren ehrlichen Gegnern im Kampfe der freien Geistesforschung und seiner verlrauenden Welt» bejahung gegen Geiste»umnachtung und Lebensverachtung in« Zeughaus liefert, bildet daS Cölibat der katholischen Priester eine der wirksamsten und verwundendsten. Bor den ewigen Gesetzen der Natur und Vernunft vermochte» niemal« dafeinSverneinende Formen zu bestehen, und wenn Herrschsucht sie dennoch erzwingt, so blieb e« eben Scheinform, wie in den verschleierten Tagen verglühter Vergangenheit oder wird »um Verderben de» Einzelnen, dem diese Unnatur ausgezwungen ist. Wer den Muth hat, die Wahrheit mit dem rechten Namen genannt zu hören, wird eS begrüßen, das« der Scherer in seiner Cölibate-Rummcr sich daran wagt, die Heimlichkeiten des Cölibat« an« keusche Li800 zählen würden. — E» scheint, das» in Oesterreich nicht einmal der Amt»schimmel nuhr ordentlich parieren will. Kie Hvstausfuhr nimmt z«. Im November 1899 sind 1493 Metercentner Obst auS Oesterreich nach Nordamerika auSgesührt worden, während im ganzen Jahre 1898 nur 1137 Metercentner dorthin ausgeführt wurden. Im Jahre 1897 betrug der HandelSwer» de» Metercentner» Aepfel, Birnen u. j. w. 13 Kronen, vorige» Jahr hat er sich verdreifacht, indem er auf 35 Kronen 68 Heller gestiegen ist. Z»er Maffia Arocess — untervroche«. Der große Mailänder MordprocesS gegen die Mörder de» sicilianischen Bankdirector» Natarbartolo. dessen Beiseiteschaffung ein Werk der bisher allmächtigen Maffia war, ist nun unterbrochen worden. Sammt-liche bisher gesammelten GerichtSacten gehen an den geheimen Untersuchungsrichter zurück, der daS Verfahren auch gegen einige erst jetzt dingfest gemachte Anstifter diese» MordeS, namentlich den Deputierten Palizzolo, einleiten wird, damit dann da« Gericht in der Lag« ist, gegen alle Beschuldigten aus einmal verhandeln zu können. Hrohe auswärtige ZNeöstähke. In Kassel wurden vor einiger Zeit Wertpapiere im Betrage von 8502 Mark. 600 Gulden Gold, 900 Thalern, 2500 Frank», 1000 Lire, 4900 Kronen. 50 Dollar» und 195 Pfund Sterling gestohlen. Einem Szege-diner Juwelier wurden durch Einbruch Pretiosen im Werte von 20.000 Kronen gestohlen. Z>ie Anfluenza taucht wieder in verschiedenen Orten auf, und auch die katarrhalischen Erkrankungen der Athmung»orstane mehren sich in der jetzigen Jahreszeit. Aerztlicherseit» werden zur Bekämpfung dieser Krankheiten neben anderen Mitteln auch natürliche Sauerbrunnen, u. zw. unter diesen ia erster Reihe Molton,'» Gießhübler Sauerbiunn empfohlen, indem sich derselbe auch bei früheren Influenza-Epidemien glänzend bewährt hat. Be-züglich Anwendung desselben beliebe man. ärztlichen Rath einzuholen. Hesterreichs Annkphavete«. Wiener Blätter veröffentlichen folgende Mittheilungen über daS annähernde ProcentverhältniS der Anaphalbeten von über sechs Jahren zur Gesammtbevölkerung in den einzelnen Ländern Oesterreichs nach den letztoorliegenden statistischen Daten. Danach zählt man zu Ende deS Jahre» 1899 Analphabeten: in Niederösterreich 3 Percent, in Vorarlberg 3 Percent. in Tirol 3 Percent, in Oberösterreich 3 Percent, in Salzburg 4 Percent, in Mähren 4 Percent, in Schlesien 4 Perccnt, in Böhmen 4 Percent, in Steiermark 10 Percent, in Kärnten 13 Percent, in Görz und GradiSca 21 Percent, in Krain 23 Percent, in Trust 18 Percent, in D»lmatien 58 Percent, in Jstrien 48 Percent, in Galizien 00 Percent, in der Bukowina 70 Percent. Diese Zahlen beweisen, das« in Oesterreich noch Vieles für die Hebung des Schulbesuches zu thun übrig bleibt. „Deutsche Wacht" jta die Hkänbiger. Zahlungen in Scheide-münze anzunehmen ist man nur bi« zum Betrage von 10 Kronen verpflichtet. Kronenstücke selbst gellen als Scheidemünze. Der Gläubiger, der also zum Beispiel heute ein gerichtliche» Urtheil auf Zahlung von tausend Kronen erwirkt, kann verlangen, dass ihm 990 Kronen nicht in Scheidemünze bezahlt werden, da» heißt, er kann verlangen, dass ihm 990 Kronen in solcher Form bezahlt werden, welche gesetzlich nicht al» Scheidemünze gelten. Welche Münze haben wir aber denn? Nur die Goldkronen, da die Bank- und StaatSnoten auf Gulden lauten, die gerichtlichen Urtheile aber wörtlich erfüllt werden muffen und niemand Gulden anzunehmen braucht, wenn ihm Kronen zugesprochen sind. Da wir aber nur Goldkronen für Zahlungen über 10 Kronen verwenden dürfen, so kann der Gläubiger die Zahlung von 990 Kronen in Gold (ia obigem Beispiele) thatsächlich verlangen. Bei dem gegenwärtigen Agio von 40 Heller auf 20 Goldkronen macht die» eine Mehrzahlung von 19 Kronen 80 Heller! Die plan-mäßige Durchführung der neuen Währung ist be-wundernSwen. Hüter Krumpf. Man erzählt der „Tägl. Rundsch.": Der Schnellzug hat in Station W. einige Minuten Aufenthalt. Zwei Mitreisende steigen auS und belegen, da sie wiederkommen wollen, ihre Plätze. Inzwischen aber steigt in da» vollbesetzte Coups zum nicht geringen Erstaunen aller übrigen Mtirttjenden, welche den Eindringling höflich daraus aufmerksam mache», .die Plätze seien besetzt", sehr gemächlich ein englisch aussehender Herr ein und läsSt sich breitspurig nieder. Mr. B. scheint deutsch verstanden zu haben, als der erste AuSgestiegene seinen Platz wieder einnimmt; mit geheimer Freude aber warten alle aus den Augenblick, wo der Zweite, «in biederer Deutscher, der nicht so au»f!rht, als ob er sich etwas gefallen lassen würde, eintreten soll. Er kommt und erklärt Mr. B, .er habe diesen Platz belegt gehabt". Mr. B. radedrecht einige u»> verständliche Worte und bleibt sitzen. Verwundert sieht sich unser Mitreisende um und den seltsamen Fahrgast an, und „Ach — Sie sind Engländer l" entfährt e» ihm. wie in plötzlicher Erleuchtung. V,r» halten? Fröhlichkeit auf Seiten der anderen. Zorne»-gluhi auf der de» einen! Dessen Zunge aber hatte sich gelöst: „Od. ßie vollen mir uohl Höflichk it lehren?" — „O nein! Die wird Ihnen jetzt in Tran»vaal beigebracht!" — Schallende Heiterkeit und herzlicher Beifall war die Folge. Mr. B. aber halte genug. Der britische Löwe schlich von bannen. Aöhmifches Hkas i« Ztelgieu. Anlässlich der heuer in Gent (Belgien) stattgefundenen AuSstellnng haben böhmische Gla»fabrikate Gelegenheit gehabt, sich ganz besonder« auszuzeichnen. ES wurde auf dieser Ausstellung au» feuerfestem Beton (System Hennebique, Brüssel) ein Pavillon, bei welchem EingangSthür und sämmtlich« Fenster mit Drahtglas au» den rühmlichst bekannten Fabriken der Actiengesellschaft für Glasindustrie in Neusattl bei Etbogen (Böhme») auSge-stattet war«n, zu dem Zwecke errichtet, um geg-n Schluss der Ausstellung Feuerproben anzustellen, bei denen da» Drahtglas geradezu unglaubliche Resultate hinsichtlich seiner Feuersicherheit darbot. Unter Drahtgla» versteht man, wie bekannt, Glas, in dessen Innern, vermittelst eine» besonderen Fabrikationsverfahren» ein Draht-grwrte eingeschlossen ist, welche» da» Gla» selbst dann noch, wenn die Glasscheiben zerbrochen sind, so fest zusammevhält, das« GlaSstücke sich nicht loslösen können. Au» dem Berichte deS Feuerwehr-Commandanten der Stadt Gent, Herrn Welsch, geht nun hervor, das» die intensive Hitze von 1100 bi» 1200° CelsiuS, welche im Innern de» mit dem Drahtgla» versehenen Pavillon« durch da» Verbrennen eine» reichlich mit Petroleum getränkten Scheiterhaufen» erzeugt wurde, während der zweistündigen Dauer der Versuche auf da» Drahtgla» keine andere zerstörende Wirkung auszuüben vermochte, al» das» dasselbe — wie ganz natürlich — Risse bekam. Aber e» zeigte sich hiebei die erstaun liebe Erscheinung, das« trotz dieser Risse die Drahtglasscheibcn gegen Feuer und Wasser vollständig dicht blieben, weil die GlaSvortheile durch da» innere Drahtgewebe so fest zusammengehalten wurden, das» sich merkwürdige«weise auch nicht der kleinste Splitter Gla» loslöste. — Vor der einen Feuerprobe wurde auch mit einer >5 min starken DrahtzlaSplaNe, 197 cm lang und 88 cm breit, eine Belastungsprobe von 2000 kg per Quadratmeter vorgenommen, ohne das» da» Drahtgla» nachgab. Die gros»ar«ige Widerstandsfähigkeit be« Drahtglases gegen Feuer und Belastung erregte die höchste Bewun-berung der bei den Proben anwesenden Autoritäten, als: hoher Funetionäre der Ministerien de« Kriege» und der Bauten, sowie vieler hervorragender Ingenieure und Architekten. In Anerkennung der vorzüglichen Eigenschaften des Drahtglase« wurde dasselbe mit der von der „Föderation des Sapeur» Pompiers Belgea" 1900 gestifteten einzigen Medaille ausgezeichnet. Diese« Drabt-r gla«, ein Speeialfabrikat der Actiengesellschaft für! Glasindustrie vormals Friedrich Siemen» in Neusattl! bei Elboge» (Böhmen), wird in der S ärke von 4 unul bi» 35 mm angefertigt und findet in 4 mm bi« 10 mm Stärke für Fenster in Fabriken Locomotiv-schupfen, Lagerhäusern, ferner sür Oberlichte von Bahnhofshallen, ArbeitSsälen, Lichthöfen, Veranden, > Passagen je, unb in 15 mm bi» 35 mm Stärke für! Fußboden Construciion. Kellerlichte u. s. w Verwenbung. E» ist erfreulich, das» unsere heimische GlaZindustrie in einem Lande wie Belgien, wo man Glashütten bisher! den ersten Rang bezüglich der Herstellung von Ver-1 glakungSmaterialien einräumte, ihre Ueberlegenheit in so hervorragender Weise bewiesen hat. Da» Neusattler! Drahtgla» erfreut sich heute schon in der modernem Bautechnik einer großen und vielseitigen Anwendung, und e» ist nur zu wünschen, das» diese» erprobte Der-glalungSmaterial, welche.! rücksichtlich seiner vorzüglichen Eigenschaften einzig dasteht, bei allen Bauten zur Sicherung von Leben und Eigenthum verwendet wird. Hin Herichtsschreiver oline Arme. In der kleinen Stadt Perollo in Italien lebt eine interessante und merkwürdige Periönlich.'eit namen« Dallari de Scandiano. Dallari, der jetzt 23 Jahre alt ist, ist ohne Arme geboren und hat nur ein Bein. Er ist aber trotzdem stet» guter Laune. Wenn die Natur ihn auch in gewisser Hinficht stiefmütterlich behandelt ha», so hegt er deshalb doch keinen Groll gegen sie, da sie seinen Geist mit all der Anmuth ausgestattet hat. die sie seinem Körper verweigern zu müssen glaubt«. Dallari zeigt große Begabung für die Wissenschaften, die Künste und bie Literatur. Sein« Bilvuug unb seine Talente machen ihn zum Liebling ber guten Gesellschaft. Ein vortrefflicher Musiker, spielt er in geradezu genialer Weise baS BasSventilhorn (Bombardon) mit Hilf« tin«* von ihm selbst erfunbenen Apprrate», und wenn man in der Stadt ein WohlthätigkeitSconeert veranstaltet, gehört er stets zu den Mitwirkenden. Da er in Modena das juri'tifche Doetorexamen gemacht hat und die Gesetz-hücher genau kennt, leistet er dem Gericht von Pollera, wo er als GerichlSschreiber angestellt ist, schätzenswert; Dienste. Seine Gebrechen hinbern ihn nicht, alle Pflichte.«, bie mit seinem Amte verbunden sind, selbst zu erfüllen. Er schreibt mit einem Fuße, unb bie Leute, die ihn kennen, versichern, das» dieser Gericht«-schreibe? ohne Arme eine sehr schöne „Handschrift" habe. Hinffuls der Elektricität auf die Stimme der Hänger. Die Herren Mantier und Granier. französische Physiker, haben vor kurzem eine höchst interessante Entdeckung gemacht, für welche ihnen die singende und sangesfreudige Welt zu Dank ver-pflichtet ist. Die beiden Herren machten nämlich, wie wir einer diesbezüglichen Mittheilung des Patent-Anwaltes I. Fischer in Wien entnehmen, die Beobachtung das» jene Patienten, welche sie der Franklinisirung unterzogst, das heißt, welche auf einem mit dein negativen Pol einer elektrischen Batterie versehenen Jsolirftuhl gesetzt wurden, während ihnen eine mit den« positiven Pol in Verbindung stehende Drahtspitzen-Platte gegenübergestellt wurde, eine vortheilhaste Aenderung ihrer Stimme ersnhren. Die Stimme wurde volltönender und ausdauernder. Es wurde hiedurch festgestellt, dass die Franklini-sirung eine gewisse Einwirkung auf die Athmunz uttd auf die Stimmbänder ausübt, und man machte eingehendere Versuche mit einigen Sängern, die an sich selbst die vorzügliche Wirkung erprobten, indem sie nach der Behandlung Partien mühelos und rein sangen, welche ihnen sonst Schwierigkeiten zu bereiten pflegten. Es scheint also nach dem Vorhergehenden, dass die Elektricität auch berufen ist, der Gesangs-kunst Vorschub zu leisten. Hingesendet. Ball-Seiden-Robe fl. 6.30 ant b-itz«!! — U Vtrtctl - pott*- mt6 ,»IUr«> SRnfttr gclKlk; edtils» von >chw»i>«?, wti'tr li. faitijn „f«.» ». «lt. G. Henneberg. Seiden-Fabrikant(k.u.k.Hofl.) Zürich. Anentgeklliche Stelkenvermittknng und Ker- berge erhalten brave deutsche Dienstmavchen i» Marburg, Bürgerstraße 44, II. Stock. — Nähere Auskünfte werden in der Herberge ertheilt. Allen brieflichen Anfragen ist «ine Marke für die Rück-antwort beizulegen. Dienftmävchen. welche von auswärts kommen, haben sich vorher schriftlich in der Herberge anzumelden. Südmark-Frauen- und Mädchen-OrtSgruppe Marburg. 1900 „ZtfCtr&e lUaitu 7 (siegen Katarrhe der Athsi«s|sor|anc, bei Halten. Schnupfen, Heiserkeit und anderen Haltaffectionen wird ärjilichcrseits Mraii; dksiiMti*' für sich allein, oder mit warmer Milch vermischt, mit Erfolg abgewendet 2339 Derselbe übt eine nildlösende, erfrischende und beruhigende Wirkung ans, befördert die Scbleim-absonderung und ist in solchen Fällen bestens erprobt. BRÄZAY'scher Franzbranntwein preis eio«r (rettes Flascbt I Krsct 80 Hclltr. Prtit einer Kleinen Platcbt I Krans. N«|t Jitw bei VI elt berühmtes und altbewährtes Hausmittel bei Gleht.RlieuniM.MlKrsslise. 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Sie war im Grunde ihreS Herzens recht schmerzlich enttäuscht; denn sie hatte sich den Verlaus deS Abends in ihrer sonst nicht eben lebhaften Phantasie mit so lichten, rosigen Farben ausgemalt! Trauerten doch in der Ecke hinter dem altmodischen Secretär zwei einsame tanghalstge Flaschen, die sie in höchsteigener Person auS dem hintersten Winkel des Kellers an das Tageslicht gezogen, um den verfehlten Zweck ihreS DaseinS I Der dankbare Vater einer gutgeaiteten Schülerin hatte sie ihr vor einer langen Reihe von Jahren zum Geschenke gemacht, und sie hatte immer auf die große Gelegenheit gewartet, bei welcher ihr goldig funkelnder Inhalt auf dein Altar der Freude geopfert werden könnte. Nun war die große Gelegen-heit ungenützt vorüber gegangen, und eS war alle Aussicht vorhanden, dass die langhalsigen Flasche» fortan überhaupt nicht mehr dazu gelangen würden, ihre Be-stimmung zu erfüllen. Während Fräulein Hingstler sonst ihre Zöglinge mit einem hoheitsvollen Gruß zu entlassen pflegte, schien sie sich'S heute zur Pflicht gemacht zu haben, alle möglichen kleinen Dienstleistungen sür Maria zu verrichten. Sie schalt auf die Magd, welche ungeschickt genug gewesen war, die Lampe auf der Treppe auszulöschen, und sie ließ sich's nicht nehmen, mit dem Licht in der Hand die junge Dame auf ihr Zimmer zu geleiten. Da fand sie denn, dass daS Bett nicht sorgsältig genug gemacht sei, — sie glättete und zupfte an den Kissen, und sie gerieth Moderne Mömer. Roman von SI einhold Ortmann. Nachdruck v«rb»Ik». fast außer sich, dass man Maria zugemuthet habe, sich eines zerbrochenen Spiegels zu bedienen. Unter einem Schwall von Worten empfahl sie sich endlich und wünschte noch einmal durch die geschlossene Thür mit ihrer süßesten Stimme eine „erquickende Nachtruhe und glückselige Träume." Gar zu gern hätte sie auch eine kleine spöttische Anspielung auf den überspannten Doctor angebracht, der unverschämt genug gewesen wäre, seinen Blick bi« zu einer Prinzessin zu erheben, aber Marias kalte, herbe Miene war gar zu wenig ermuthigend für solche kleinen Vertraulichkeiten, und die PensionSvorsteherin fürchtete sich davor, eine abermalige Zurechtweisung von ihier ehemaligen Schülerin zu erhalten. Als sie die Treppe wieder hinabstieg, war denn auch ihr süßliches Lächeln ganz und gar verschwunden. „Sie sind doch alle gleich!" sagte sie vor sich hin. „Aber dass der Hochmuthsteufel auch von dieser un-schuldigen Kleinen, die sonst kein Wässerchen trüben konnte, so schnell Besitz nehmen würde, das hätte ich denn doch nimmermehr gedacht!" Und nach einem letzten wehmüthigen Blicke auf die beiden langhalsigen Flaschen suchte auch sie ihr jung-fräuliches Lager aus. ES wurde ganz still in Fräulein Hingstlers Pension, und nur die Neinen Poltergeister, die nun einmal in allen alten Häusern ihr Wesen treiben, lauschte« biS zum Grauen deS Morgens auf das halb-erstickte Schluchzen im Zimmer der Prinzessin Maria Caragiali.--- Im Laufe des nächsten Vormittages erschien zunächst ein Bediensteter aus dem Hotel, um das Gebäck deS Fräuleins zur Beförderung nach dem Bahnhöfe in Empfang zu nehmen. Eine halbe Stunde später fuhr die Equipage vor, welche den Fürsten brachte. Aber er kam diesmal nicht allein, sondern an seiner Seit« saß ein stattlicher, junger Mann, dessen Gesichtszüge von unverkennbarer Ähnlichkeit mit den seinigen waren. Nur der Ausdruck in diesem scharsgeschnittenen jugendlichen Gesicht war ein 2 wesentlich anderer als in dem deS Fürsten. Er erschien müde und abgespannt, und in seiner Haltung wie in seinen Bewegungen offenbarte sich eine Nachlässigkeit und Gleichgiltigkeit. die ebensowohl daS Ergebnis einer völligen Blasiertheit, wie dasjenige einer vorübergehenden ver-drießlichen GemüthSstimmung sein konnte. In dem Empfangszimmer warteten die beide» Herren aus daS Erscheinen Marias, die eben im Begriffe war, sich von den jüngeren Zöglingen des Pensionats zu ver-abschieden. AlS sie endlich eintrat, fügte es der Zufall, dass ihr Blick zuerst ans Lascar siel. Noch ehe ein Wort der Begrüßung gesprochen worden war, sahen sie einander für die Dauer einer Secunde fest in die Augen. Es war, als wenn zwei Gegner, die auf di« Mensur treten, sich vor dem Beginne deS Kampfes mit den Blicken messen. Eine jener instinktiven Regungen, für die wir unseren Verstand vergeblich um eine Erklärung befragen, schien dein jungen Mädchen iu diesem schönen, ritterlichen Manne den Feind zu zeigen, vor dem sie sich künftig zu hüten habe, und ihrem äußeren Verhalten nach hatte der scharf beobachtende Fürst keine Veranlassung, mit diesem Eindrucke sonderlich zufrieden zu sein. Und er hatte sich gerade von diesem ersten Eindrucke recht viel versprochen. Um ihn nicht dadurch abzuschwächen, dass er vorher in ihrer Phantasie allzu glänzende Vorstelluugen wachriefe, hatte er es mit kluger Berechnung vermieden, bei der gestrigen Unterredung auch nur mit einem einzigen Worte seines SohneS Erwähnung zu thun, und er war im Stillen jetzt ebenso unzufrieden mit Marias kühler Gelassenheit, wie mit dem Benehmen Lascars, der sich auf die nothwendigsten Höflichkeitsphrasen beschränkte und im allgemeinen eine fast rücksichtslose Gleichgiltigkeit gegen seine neugewonnene Cousine an den Tag legte. Er benutzte die Gelegenheit, welche ihm durch die wort- und thrünenreiche Verabschiedung der in ihrem besten schwarzen Seidenkleide prangenden PensionSvor-steherin gegeben war, um an die Seite des Prinzen zu treten und ihm in warnendem Tone zuzuflüstern: „Du nimmst die Sache zu leicht! Sie ist nicht daS Gänschen, für das wir beide sie gehalten haben! ES ist gute Caragialische Race in ihr, und sie könnte Dir diesen Mangel an Aufmerksamkeit leicht ernstlich verübeln!" Lascar machte eine ungeduldige Bewegung und ver-zog spöttisch die Lippen. .Ich vermag beim besten Willen nichts außergewöhnliches an ihr zu entdecken. Papa. Auch wird es Dir am Ende gleichgiltig sein, welchen Weg ich einschlagt, wenn Du nur deS Erfolges sicher sein kannst. ES ist auch der Mühe wert, einen solchen PensionSbackfifch zu erobern, und Du wirst es nicht für unumgänglich noth-wendig halten, dass ich als schmachtender Troubadour mich ror mir selber lächerlich mache!" Fürst Caragiali hatte keine Zeit mehr, ihm zu ant-Worten, und vielleicht wusste er auch, dass eS verlorene Mühe sein würde. Um einer neuen Taktlosigkeit seines Sohnes zuvorzukommen, bot er selber der jungen Dame seinen Arm, und zum letztenmal« ließ Maria ihren Blick über das ungemüthliche Zimmer mit seiner steifen, alt-modischen Einrichtung schweifen. Gleich allen anderen Pensionärinnen deS Fräulein Hingstler hatte sie die Schwelle dieses All erheiligsten kaum jemals mit einer anderen Emp-sindung als mit derjenigen inneren Bangens überschritten, und daS unterwürfige, widerwärtig süßliche Wesen, welches die sonst so strenge Beherrscherin deS Hauses heute an-genommen hatte, war die erste eindringliche Lection, welche sie in ihrem neuen Stande über die Käuflichkeit und den angeborenen Dienstbotensinn der Menschen empsieng. Genau eine Viertelstunde später schloss der Eisen-bahnschaffner mit einem verbindlichen Lächeln die Thür des Coup« erster Classe, in welchem sie an der Seite ihreS Cheinis einer geheimnisvollen unbekannten Zukunft, einer Welt der Wunder und der Ueberraschungen ent-gegensuhr. Lascar lehnte ihnen gegenüber mit gelangweilter Miene in de» Polstern, und wenn er hier und da einmal eine Aeußerung that, so betraf sie sicherlich irgend einen Gegenstand, sür welchen Maria weder Interesse noch Verständnis haben konnte, Anfänglich war Fürst Caragiali innerlich aufrichtig empört über dieS unverantwortliche Verhalten seines SohneS; aber seine sanguinische Natur ließ solche Empfindungen nicht allzu tief Wurzel fassen in feinem Herzen. „Am Ende hat der Zunge recht!" dachte er bei sich selber. „Er kennt die Weiber lange genug, um zu wissen, dass man sie auf die eine wie auf die andere Weise ge-winnen kann, wenn man nur ein wenig consequent zu Werke geht!" VII. Abfindungen. Das plötzliche Erscheinen einer schönen jungen Dame im Haus« des Fürsten Caragiali hatte der Wiener Ge-sellschast naturgemäß sür eine kurz« Zrit lebhasten Stoff zur Unterhaltung gegeben. Seine intimeren Bekannten fanden es »»begreiflich, dass von dieser nahen Verwandten nie zuvor die Rede gewesen sei, und es gab nicht wenige, welche ihre Ankunft bedauerten, weil sie dadurch einer Anzahl ihrer angenehmsten gesellschaftlichen Zerstreuungen verlustig wurden. Dass von den allwöchentlichen Herren-souperS, bei denen jederzeit ein freier und ausgelassener Ton geherrscht hatte, nicht mehr die Rede sein konnte, war ja mit Rücksicht auf die junge Dame nur vollkommen selbstverständlich; aber es wurde dem Fürsten vielfach verübelt, dass «r sich überhaupt mit unverkennbarer Ab- 3 sichtlichkeit von den immer rascher aufeinander folgenden Vergnügungen der Saison fern hielt und dass die so gastlich geöffneten Pforten seines reizenden MiethSpalaiS sür den weiteren KreiS seiner Bekannten beharrlich ge-schlössen blieben. Nur wenige dursten sich bisher der Auszeichnung rühmen, der schönen Nichte deS Rumänen vorgestellt worden zu sein, und waS diese wenigen von ihr erzählten, war nur danach angethan, die allgemeine Neugierde zu steigern. Ueber ihre Schönheit gab eS nur eine einzige Stimme bewundernder Anerkennung, wenngleich man sonst in der österreichischen Hauptstadt den üppigen, imponierenden Frauenerscheinungen vor den zarten und knospenhaften weitaus den Vorzug zu geben pflegte; über die Liebens-Würdigkeit ihreS Wesens, über ihre» Geist und ihre Anmuth aber waren die Meinungen derjenigen, welche mit ihr in Berührung gekommen waren, ziemlich getheilt. Während die einen auch in Bezug auf alle dies« Eigen-schasten mit schier überschwänglicher Begeisterung ihr Lob verkündeten, schüttelten andere mit vieldeutigem Schweigen den Kopf, sobald sich daS Gespräch darauf wendete, und man war angesichts solcher Widersprüche wenigstens in» sofern zu einer gewissen Einigung gelangt, als man sie für eine interessante und von dem herkömmlichen Salon-typus abweichende Persönlichkeit erklärte. Es gab da in den vornehmen Cirkeln auch eine Anzahl älterer Tamen und unverheirateter junger Herren, welche durch alle diese, nur auf Umwtgen zu erlangenden Auskünfte keineswegs befriedigt waren. Für sie war die Schönheit, der Geist und die Liebenswürdigkeit der Prinzessin Caragiali nur eine Frage von untergeordneter Bedeutung, und ungleich interessanter erschien ihnen das Thema von ihren VennögenSverhältnifsen. Seitdem Fürst Joan eine Spielschuld, deren Höhe selbst in den leicht» sinnigsten Kreisen des lebenslustigen Wien für eine fabel-hafte galt, pünktlich gezahlt und dem glücklichen Gewinner wenige Tage später mit lächelnder Miene Revanche an-geboten hatte, — seitdem trotz eineS so enormen Ver» lusteS weder er selbst noch sein Sohn irgend eine von ihren kostspieligen Passionen eingeschränkt oder gar auf-grgrbtn hatten. — seitdem galt eS als eine ausgemachte und unumstößliche Thatsache, dass er auch in Bezug auf die Größe feineS Vermögens einer der glänzendsten Cava-liere in der Kaiserstadt an der Donau sei. Hinsichtlich seiner Nichte aber befand man sich leider noch ganz und gar im Ungewissen. Da wollten einige in Erfahrung gebracht haben, dass sie durchaus vermögenslos sei und nur gleichsam von der Gnade ihreS Oheims lebe, und andere behaupteten dagegen mit nicht geringerer Bestimmt-heit, si« verfüge über einen noch viel größeren Besitz als Fürst Caragiali selbst. Und in beiden Fällen sprachen di« Gewährsmänner sür diese widerstreitenden Ansichten die volle Wahrheit, wenn sie ihr« Kenntnis auf die denkbar sicherst« und zuverlässigste O.uelle zurückführen wollten. Jene beriefen sich nämlich aus einige sehr diplomatische und dennoch sehr verständliche Andeutungen des Fürsten Joan, und dies« auf «in« ganz unzweideutige Aeußerung des Prinzen Lascar, welche er einmal in toller Wein-laun« im Kreise übernächtiger Freunde gethan. „WisSt ihr auch, welches jetzt di« best« Partie in ganz Wien ist? hatte er ausgerufen. „Meine Cousine Maria Caragiali ist es; denn sie bringt ihrem Gatten ebensoviele Millionen zu, mir Euere viclumworbenen, reichen Erbinnen Hunderttausende besitzen. Ist keiner da, den es gelüstete, diesen Schatz zu heben? Nur frisch an's Werk! Es wäre doch ein jämmerliches Schauspiel, wenn es nicht ein glänzendes Rennen um solchen Staats-preis gäbe!" Diese Aeußerung wurde eifrig weiter getragen — vielleicht nicht ohne die üblichen, kleinen Uebertreibungen der geschwätzigen Fama — und nicht nur in den großen Gesellschaft«», sondern auch in manchem engen Familien» kreise sehr ernsthaft und angelegentlich besprochen. Mochte nun Prinz LaScar die Wahrheit gesagt haben oder mochte eS ihm beliebt haben, sich einen — freilich etwas unzarten — Scherz mit feinen Kameraden zu machen, jeden-falls war eS immerhin der Mühe wert, sich etwas ein» gehender um die VermögensverhältnissederschönenRumänin zu kümmern. Und darum grollten so viele dem Fürsten Caragiali, dass er sie durch die Sparsamkeit seiner Ein» ladungen just der bequemsten Gelegenheit dazu beraubte. — Und die Beneidenswerte selbst, deren Name einen Gegenstand so mannigfacher Erörterungen bildete, konnte von alle dem kaum eine Ahnung haben! Fürst Caragiali hatte ihr nicht zu viel versprochen, als er ihr im Staats-zimmer des Aräulein Hingstler mit ritterlicher Verbeugung sagte, sein HauShalt werde fortan nur nach ihren Be» fehlen eingerichtet werden. Und Maria hatte von ihrer neüen Stellung mit einer Sicherheit Besitz ergriffe», welche ebensosehr die Bewunderung, wie die Besorgnis ihres Oheims wachrufen musste. Da war nichls zu bemerken von der Befangenheit und von dem tastenden Ungeschicke eines unreifen, durch die neue, glänzende Umgebung geblendeten jungen MädchenS. Ein natürliches Tactgefühl, eine gewisse an-geborene Vornehmheit bewahrte sie noch sicherer alS die Erziehung des Fräulein Hingstler vor jedem Verstoß gegen die äußerlichen Formen jener Gesellschaftskreise, in die sie so plötzlich als ein vollberechtigtes Mitglied eingetreten war, und dass es ihr nicht an Geist und Klugheit fehle, sich in ihrer selbständigen und unab-hängigen Stellung zu behaupten, daS war — für ihren Oheim und Vormund wenigstens — nach ihrem Auftreten während der ersten Tage kaum noch zu bezweifeln. (Iortsetzung folgt.) 4 i Belehrendes. Unterhaltendes, Heiteres etc. ? ^^P»^s«»«iil»li!«l»ll>«i»«>SiS>°iS!?S'«»II>i«I>?>v>S«SSSISSLSIS?>!iS«I^»iSSSSSSSSöZI« PV>G%(OftNB!WcJ386^ «PlU(UJ%S!!?J36>öNl® SchieksalSwege. €t»n*. Der einst et feine junge Sonnige Lieb« gebracht, Die hat ihn gehen heißen. Nicht weiter {ein gedacht. Draus hat er heimgeführet Ein Mädchen still und hold; Die hat auS allen Menschen Nur einzig ihn gewollt. Und ob sein Herz in Lieb« Niemals für sie gebebt, Sie hat um ihn gelitten Und nur für ihn gelebt. I«» Album. Die Natur hat die ernste Weihe empfangen : Da gilt nicht mehr daS eitle Prangen Gediegner Wert und stiller Schein Zritt mit bescheid'ner Klarheit herein. » Kein Glück ist aus dem Erdenrund Heiltrüft'ger, süßer, reiner. Al» Kindermund an deinem Mund, Und Kinderhand in Deiner. * Nicht stille steht die Zeit, der Augenblick entschwebt. Und den du nicht nicht benutzt, den hast du nicht gelebt. Und du auch stehst nie still, der Gleiche bist du nimmer, Und wer nicht besser wird, ist schon geworden schlimmer. Reichert« » Der Glaub« legt den Grund, Die Liebe baut das HauS, Den Giebel Hoffnung setzt Und schauet hoch hinaus. » Leide, meide, schweige und ertrage, Deine Noth niemandem klage. An Deiner Krast nicht verzage Denn Glück kommt alle Tage. » Kein reineres Glück ist dir beschieden, AIS nach de« TageS wirrem Thun In deines Hause» Abendfrieden, An treues. Herzen auszuruh'n. «»,. Ciltcrflcu. DaS Bitt'« wird durch Gewohnheit süß. Behandlung und Reinigung von Tuchkleidungsstückrn. Besser alS eine Bürste, welch« nur Staub entfernt, ist zum Vertilgen von Flecken ein Lappe« auS Leinwand oder Flanell geeignet. Ueber-Haupt wird in der Weife, wie die Bürste zum Reinigen eine» Kleidungsstück« ge-braucht wird, diese« mehr verdorben. alS erhalten und gereinigt. ES ist wohl zu beachten, dass man mit der Bürste nur nach einer Richtung den Stoff behandelt, aber nicht nach allen Richtungen kreuz und qner di« Bürste handhabt. Auch ist «S sehr zu widerrathen, gleich bei jedem Fleck, um ihn zu entfernen, nach irgend einem Fleckwasser zu greifen. Oftmals hilft schon daS reine Waffer. So wende man auch anstatt der Seife, die zuweilen die Flecken verstärkt oder neue erzeugt, etwas ver. dünnten Salmiakgeist an, mit dem man den Anzug so reinigen kann, als wäre er gewaschen worden. Dabei versährt man so, dass man das betreffende KleidungS-stück aus den Tisch le.it, und zwar mit der rechten Seite nach oben, und dann die Reinigung stückenweise vornimmt, so dass di« Stell« erst mit einem Schwamm« an-gejeuchtet und dann mit einem Stück Lein-wand oder Flanell, welches in ein Ge. misch von je acht Theilen Waffer und «in Theil Salmiakgeist getaucht wird, stark aus- und abgerieben wird. DaS gebrauchte leinene Tuch muss, sobald eS schmutzig wird, gegen ein reine« gewechselt werden. Wegen des Geruches öffne man die Fenster, oder noch beff»r, man verrichte diese Ar-1 beit im Freien. Ist da» Kleidungsstück in dieser Weis« ganz durchgearbeitet, dann überbüiste man eS schließlich noch und laffe eS hängen zum Verlieren de» Ge-rucheS. In ähnlicher Weise versährt man auch, um >. B. Tuchkragen, welche durch Schweif» schmutzig geworden sind, zu rei-nigen. Man trennt sie zwar auch ab, wenn dieses möglich ist und wäscht sie gründlich durch. Man kann si« ab«r auch «b«nfo gut reinigen ohne sie abzutrennen, indem man sie stark anfeuchtet und wie oben beschrieben mit verdünntem Salmiak-geist behandelt. Verkitte« von Zußbvden. Man muss den Kitt je nach Größe und Art der Riff« wähl«n. Sehr starke Fugen soll-ten mit Holzcinlagtn ausgefüllt werden. AlS Fußbodentitt ist der f. Z. in Ackermann« Gewerbezeitung empfohlene, au» 1 Theil Sägespänen, l Theil Ocker, I Theil Kölner Leim zweckdienlich. Der Leim wird 21 Stunden vor dem Anfertigen des Kittes in eine flache Schüssel gelegt und mit Waffer bedeckt, wodurch er zu einer Gallerle aufschwillt. Hieraus rührt man den Ocker mit Waffer zu einem Teig an, fügt die Leimgallerte sammt dem noch überstehenden Waffer demselben bei und stellt das Gesäß am Herde über da» Feuer, wobei man fleißig umrührt, bis sich die Gallerte vollständig gelöst hat. Ist die» geschehen, so entsernt man daS Gesäß vom Feuer und rüht die Sägespäne Partien-weise ein, wobei man erforderlichenfalls soviel Waffer zugiebt, bis der Kitt die gehörige Konsistenz erreicht hat. Dieser Kilt darf erst nach vollständigem Erkalten angewendet werden. Sehr große Fugen wird man vorerst mit Werg oder Zeitung», papier auSstopsen und dann erst den Kitt hineindrücken. Ebenso ist ts vortheilhast, kleine Fugen zuerst mit einer Meffertlinge zu durchstoßen, dann den Kitt mit den Fingern hineindrücken, ihn mit der Klinge zu verstreichen und mit einem Lappen gl>ichjuwischen. Dieser Kitt bricht nie und wird schon nach wenigen Tagen steinhart. Wie wäscht man seidene Stoffe? Geschälte, in seine Scheiben geschnittene roh« Kartoffel» werden mit kochendem Wasser übergössen; aus vier Stück komm« etwa ein Liter. Ist der Uebergus» erkaltet, so wird derselbe ftltrirt und mit gleicher Menge Weingeist versetzt. Das Seiden-zeug wird alsdann aus einer weichen Un-lerlage mit der Brühe mittels eine» Schwämme« strichweise abgerieben, woraus man »S halb trocken aus der Rückfeite bügelt. ___ Missverstanden. Karoline: .Mein Schatz ist ein Freiwilliger..." — Lina (pikiert): »Na, ich habe meinen auch nicht dazu gezwungen Genaue Bestimmung. Meta: „Was, dein Geschichislehrer hat dir einen KusS gegeben?" — Elsa: »Ia — gestern bei der Schlacht bei Cannae!" Höflich. Hauswirtin (die ihrem Mieter den Kaffee gebracht): „Nun, finden Sie an diesem Kaffee etwa« auszusetzen 7" — Mieter: „Meine gute Frau, über Abwesende pflege ich nie etwa« UebleS zu sagen." Schmiere»anki»ndigung. „Für da« im 4. Acte vorkommende Bacchanale werden Spenden an der Cassa entgegengenommen". 1900 „Aentsch, Wacht' 9 Heinrich Rcppitsch, AWdnici für Mt«Wds» M Kunstschlossern CILLI (Steiermark) 37-3 erzeugt Decimal- auch Centimal- Brücken-Wagen, Gitterthüren u. 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