MbacherIe itung. ./»/ R38. Molltag am RV. Inni «8«4 Die Laibachev Zcitnnq" erscheint, mit Au^»ah,ne der Son»- und Feiertage, täglich, und kostet sammt dm Beilagen im Comptoir ganzjährig 11 ft., halbjährig 5 ß. ^tt kr., mit Kreuzband im Comptoir ganzjährig 12 fl., halbjährig 6 fi. Für die Zu'^ellung in's HanS sind halbjährig 3« tr. mehr zu entrichten. Mit der Post portofrei aanzjährig, unter Kreuzband und gedruckter Adresse <5 fl., lialbjährig 7 fl. 3<» fr. — I nserationSgeb ühr für eine S^altenzcilc odcr den Raum derselben, für einmalige Einschaltung 3 fr., für zweimalige ^ kr., für dreimalige 5> fr. 6. M. Inserate bis 12 Zeilen kosten 1 fl. für 3 Mal, 50 fr. für 2 Mal und für InserationSstümpel" noch 10 lr. für eine jedesmalige Einschaltung hinzu zu rechnen. Amtlicher Theil. Morgestcrn, dm 1ü. Juni, fand die Frohnleich-nan:s-Prozcssion mit dcm herkömmlichen Gepränge Statt. Ihre k. k. Majestäten, dann Ihre k. k. Hohci> ten die Herren Erzherzoge Franz Karl, Ioscp h, E r n st, R aine r, L udwigIoscph und die Frauen Erzherzoginnen Elisabeth und Marie wohnten dem feierlichen Umgänge bei, welcher mit Zuziehung der k. k. Orden, des k. k. Hofstaates und der k. k. Leibgarden abgehalten wurde. In allen Straßen, durch welche der Zug ging. war Militär in Reihen aufgestellt; auch paradirte dasselbe in Massen auf mehreren Plätzen. Nach beendigter Zeremonie wurde von einem Infantcricbataillon auf dem Graben die gewöhnliche dreimalige Salve abgefeuert. Zum Schlüsse geruhten Sc. k. k. apost. Majestät die ausgerückten Truppen auf dem Vurgplahc dcfili-rcn zu lassen. Se. k. k. apostolische Majestät haben mit aller-allerh. Eutschlicsiung vom 2!;. Mai d. I., in Berück, sichtigung der langen, treuen und vorzüglichen Dienstleistung des Zahlmeisters der Landcshauptkassc in Lmz, Ferdinand Vergthaller, demselben bei seiner Versetzung in den wohlverdienten Ruhestand den Titel eines k. k. Rathes allcrgnädigst zu vcrlciheu geruht. Se. k. k. apostolische Majestät haben mit allerhöchster Entschließung ddo. Prag den 7. Juni d. I. die beiden an dem Kollcgialkapitcl (li 8. Um-durn in Mantna erledigten Ncsideutialkanonikatc dcm Koadju-tor an der Pfarre Pomponcsco, Karl Minari, und dcm Katecheten und Kaplan an der Kollcgialkirchc
  • rückgekchrt, wohnten Ihre f. k. Majestäten gestern dem erhabenen religiösen Feste bei, welches die katholische Kirche auf der gesammten Erdrundc mit besonderer Pracht und Andächtigkcit feiert. Einc uucr-mcßlichc Menschenmenge wohnte dcm Feste bei und freute sich mit sichtlicher Theilnahme der Rückkehr des geliebten Hcrrschcrpaarcs, welches unmittelbar nach den Triumphen, welche die Liebe dcr Volker ihnen bereitet hatte, dcm Herrn der Welt Seine Huldigung in religiöser Demuth darbrachte. (Wicucr Ztg.) Kriegsschauplatz an der Donau «nd der griechische Anfstand. Direkte telegraphische Berichte aus Silistria reichen heute bis zum 12. Juni. Es hat sich bis dahin nichts Entscheidendes zugetragen. Die Hauptforts, Abdul-Medjib und Arab'Tabia, waren noch in den Händen dcr Türkcn. Einige Minensprcngungcu blicbcn ohne Erfolg, die kleinen Maucrrisse konnten leicht und schnell wicdcr rcparirt wcrdcn. Im Lagcr bei Silistria stehen jetzt dic Division Chrulcff, dic Brigade Engelhardt, dann zwei Kavallerieregimenter. Am 1l. d. hat das Bombcnwcrfcn der russischen In» selbattericn wiedcr begonnen, nnd ein Bombenhagel flog durch inehrcrc Stundcn in die Stadt. Die Hau» scr sind alle geräumt, die Einwohner und ihre Habe in Kcllcm oder bombenfesten Kasematten untcrgc« bracht. Die Kommunikation dcr Festung nach Außcn «OV wird durch regelmäßig verkehrende Spione unter» halten. Fürst Paskicwitsch ist am Fieber ertrankt; auch die Generale Luders und Chruloff zählen zu dem Krankenstande. Russische Generale unternahmen eine Inspektionsreise an der westlichen Gränze der Moldau und haben Erhebungen gepflogen, wie viel Truppen die dortigen Dorf- und sonstigen Ortschaften beherbergen können, und auf welche Zeitdauer die Einwohner zugleich dle Verpflegung der Truppen bestreitcn können. Wie verlautet, werden starke Truppenabtheiluu' gen dal)in verlegt werden und muthmaßlich über Winter dort verbleiben. Die in Galacz und Umgebung gestandenen russi« scheu Truppen gehen znr Verstärkung des dortigen Armeekorps in die Klimm, wo unter den Einwoh» nern seit Kurzem eine sehr beunruhigende Stimmung sich zeigt. In Varna sind seit 5. d. M. ein englisches und ein französisches Kriegsschiff. Ein Theil der türkischen Besatzung von Varna ist nach Schumla abgegangen; der Nest soll in Kürze folgen. Für die Auriliartruppen. die den Garnisonsdicnst in Varna verseben werden, sind Lagerplätze vorbereitet. In der Zwischenzeit werden die Kasernen neu und nach europäischer Art eingerichtet, und es müssen die Arbeiten bis zu Wintersanfang vollendet sein. Am 0. Juni sind in Varna acht türkische Transportschiffe aus Koustantinopcl eingetroffen, die Proviant für die Valkanarmee an Vord hatten. Weitere Transportschiffe mit Kanonen und Munition werden erwartet. Die Mehrzahl der türkischen Garnisonötrnppcn von Konstantinopel kommt nach Schumla. Auch die Kriegsflotte versammelt sich mit ihrer Hauptstärkc iu der Nähe Varna's. Da eine Ausschiffung der Truppen nicht stattfindet, hat sich die Ansicht festgestellt, daß ein kombinirtcr Angriff auf Odessa beabsichtiget sei, welches dann die Vasis für die Operationen der Auriliartruppen abgeben dürfte. Die Stärke der in Varna befindlichen Amiliartruppcn belauft sich auf 30.0U0 Mann. Nach Berichten aus Odessa v. tt. Juni waren die an Bord des «Tiger" gefangen genommenen englischen Marinesoldattn noch dort. Eine definitive Entscheidung über ihr Schicksal scheint uoch nicht cr< flössen, da General Osten - Sacken in dieser Angelegenheit eine zweite Aeußerung nach St. Petersburg abgeben mußte. Iu Widdin sind Berichte aus Schumla vom li. d. M. eingetroffen. Die Auriliartruppen bcsindcn sich noch an Bord der Transportschiffe. Iu Schumla glaubt man, daß die Operationen zur Bewältigung der Verschanznngen M'.d Forts bei Silistria noch eine wenigstens zweimonatliche Anstrengung erheischen. Omer Pascha befindet sich in Schumla; wegen Beginn der Offensiuoperationen verlautet uoch nichts Bestimmtes. Doch glaubt man. daß dieselben in Kürze eröffnet werden. Aus Gallipoli sind Geschütze und Artilleristen für die Balkauarmee in Schumla eingetroffen. Weitere Zuzüge werden erwartet. Berichte aus Widdin vom IU. Iuui melden, daß Omcr Pascha deu sclbstständlgeu Korpskommaudantcn die Weisung ertheilt habe, die Baschi'Bozuks zum Festungsbienste zu verwenden, auch iu Niddiu werden uur Baschi'Vozuks verbleiben, die ebcu so in den serbischen Festungen mit den regulären zum Feldbicnste bestimmte» Truppen den Platz wechseln werden. Oesterreich. Wieu, 47. Juni. Nach Meldung des »Sic-benbürgcr Boten« haben Ihre k. k. Maj. die Kaiserin allergnädigst geruht, für das Großfürstenthnm Siebenbürgen zu Humcuntätszweckeu ein Geschenk von zweitausend fünfhundert Gulden zu bestimmen, wobei das katholische Elisabeth - Frauzrnö - Siechenhaus in Klausenburg, das evangelische Waisenhaus in Her-mannstadt und der Verein romanischer Frauen in Kronstadt zur Vcthcilung namentlich bezeichnet worden sind. Mit der Verthcilung dieses huldreichen kaisertt» chcn Geschenkes beauftragt, hat der Herr Gouverneur- Stellvertreter FML. Nittcr v. Bordolo in billiger Rücksichtuahme anf die Bestimmung, wie auch auf die Ausdehuung der Allerhöchst benannten Humanitätsinstitute, dem katholischen Eiechenhausc in Klausenburg, welches die größte Ausdehnung hat, den Betrag von 1000 fl., dem evangelischen Waisenhaus in Hermanstadt den Betrag von 7!50 fi. uud dem romanischen Francnvcrcin in Kronstadt den gleichen Betrag von 730 fi. zugewiesen. — Aus Belgrad, 9. Juni, wird der «Triestcr Zeitung" geschrieben: Obschon es den Anschein hat, als wolle die fürstlich serbische Regierung in Religions < Angelegenheiten von nun an eine gleiche Toleranz beweisen, wie andere Länder Europa's, und dieß in den am 9. September 1833 alten Styls erlassenen zwei Verordnungen ausgesprochen scheiut, so ist doch in denselben unter anderem wörtlich gesagt: „Wenn die Zahl der Vekenner einer oder der „andern christlichen Konfession sich bis zu dem Grade „erhebt, daß sie für sich eine Gemeinde bilden, einen „eigenen Geistlichen und eine Kapelle oder Kirche unterhalten können, müssen sie sich deßwegen an die „Landes-Negierilng bebnfs der nöthigen Genehmigung „wenden. — Bei jedesmaliger Gewährung ciuer sol-„Genehmigung wird die ausübende Gewalt nach vor-„geschriebener Art Bedingungen und Vorschriften angeben, welche in Beziehung darauf befolgt werden „müssen." Nachdem nun die hier lebenden römisch-katholischen Christen, die bisher ihren Gottesdienst nur mi' ter dem Schutz der Konsulats - Flagge im Gebäude des k. k. österreichischen Konsulates abhalten durften, ihr dießfälliges Gesuch eingereicht hatten, wurden ihnen jedoch Bedingungen gestellt, welche sie nicht erfüllen zn können glaubeu, und scheinen anch die hierauf bezüglichen eifrigen Bemühungen des österreichischen General-Konsuls Obrist von Nadossawlicwics bis jetzt noch erfolglos geblieben zu sein. Die Hauptpunkte der gestellten Bedingungen sind: daß der bei dieser neuen Gemeinde anzustellende Geistliche serbischer Unterthan srw, bczithungsweise bei Ucbernabme der Funktionen werden, und daß er unter einem römisch-katholischen Konsistorium der Pforteuländrr, z. V. Bosniens oder unmittelbar unter dem Papste stehen müsse; daß demselben, außer bei Begräbnissen, alles öffentliche Tragen des Kirchen-Ornates auf den Straßen , z. V. beim Gang zn einen« Kranken oder Sterbenden, um die heiligen Sakramente zu spenden, un« tcrsagt ist, und ihm erst im Hause des Trost bedürfenden oder die Sakramente verlangenden erlaubt sei, seinen Ornat anzulegen; daß öffentliche Prozessionen ganz verboten sind, und baß die Gemeinde den In-lianischen Kalender, d. i. die alte Styls-Nechnung annehmen, und daher mit der griechisch-orthodoren Kirche gemeinsam ihre Feiertage abhalten müsse. Daß dieß nun nicht gerade Zeichen hoher Duldsamkeit sind, liegt wohl klar am Tage, und ist iu Folge dessen vor einigen Tagen beim serbischen Mi> nistcrium ein Schreiben des Diakowarcr Bischofs, Herrn Stroßmcicr, welcher zugleich Bischof (m l»»l-li duz) von Belgrad ist, eingegangen, worin er in Bezug auf die gestellten Bcdingungs-Puukte Vorstclluu« gen macht, und dagegen protestirt. — Die „Gazctta di Milano" vom 14. Juni cuthält die Bekanntmachung, daß der Militärkordon gegen den Kanton Tcssin am 16. !. M. anfgcho-beu wird. — Der «Berner Vund" vom 13. meldet: Eine gestern aus Bcllinzoua eingctrosscne Depesche sagt, die offizielle Anzeige von der bevorstehenden Eröffnung der Gränze sei von Eomo ausgegangen. Näheres soll demnächst festgestellt werden. Unterdessen hat H^rr Oberst Bourgeois bei seiner Nückkuuft uach Lugano, schon am 9. d. die Gasthöfc mit Fremden, namentlich Engländern, angefüllt gefunden, die mit der Post von Mailand nnd Eomo eingetroffen waren. Im Canton Tessin herrscht begreiflich große Freude übcr das Ereigniß. — Eine höchst seltsame Geschichte wird der „Pos. Z.« ans der Gegend von Lautenburg mitgetbeilt. Ein Knecht pflügt mit Ochsen; die Thiere bleiben plötzlich stehen und gehen erst nach mehrmaligem, starken Antreiben vorwärts, wobei der Pflug ciu auscheiucud lebendes, 8- l4 Tage altes Kind an's Tageslicht förderte. Durch schleunigst herbeigeholte ärztliche Hilfe wurde das Kind vollständig wieder belebt. Auch gelang es, die Thäterin zu ermitteln und ist dieselbe nach Lautcnburg zur Haft gebracht. — Auf der Eisenbahnstrecke zwischen Verona und Brescia wurde am 31. v. M. Abends, nachdem der letzte Train vorübergefahren »rar, der Bahnwächter Benvenutto Bcretto zerschmettert uud sterbend gefunden ; er hatte noch so viel Kraft, nm zn erzählen, daß er selbst sein Unglück herbeigeführt, indem er neben den Schienen sitzend eingeschlafen und so von der Lokomotive erfaßt worden sei. — Durch Versuche soll sich ein günstiger Einfluß der Drainage auf die Milderung der Kartoffellrank-heit herausgestellt haben. — Am 31. Mai feierte der hnndert Jahre alte H. H. Probst nnd Pfarrer von Eisgarn, Achaz Frh. v. Stiebar, sein 76jähriges Priesterjubiläum, bei welcher Gelegenheit dessen Brust zugleich mit dem ihm durch die Allerhöchste Gnade Sr. k. k. Apostolischen Majestät verliehenen Komthnrlrcnz des Franz-Joseph« Ordens durch die Hand des k. k. Kreishanptmanns Fischer geziert wurde. Der Herr Probst feierte schon am 30. April d. I. seinen hundertsten Geburtstag, und hatten sich schon damals viele Verehrer desselben alls weiter Ferne eingesunden, nm sich mit ibm zu erfrenen. — Im Monate April sind bei sämmtliche» Postämtern der Monarchie 3.029.100 Stück Briefe auf. gegeben worden. Bei Vergleich mit April <«.'!3 ergibt sich eine Znnahme um 3i;.';.U00, gegen April 18^2 um 708.^00 nnd gegen April 185N um 1.070.000 Stück Briefe. — Der in Bern erscheinenden, von Dr. A. Noth und Karl Tscharner redigirten Zeitnng „Der Bund" ist der Postdebit entzogen worden. Trieft, 10. Juni In Istrien verspricht die Getreideernte ein scbr günstiges Ergebniß. Die Oll-m-iwänme stehen gnt; dagegen zeigt sich die Traubenkrankheit in größter Ausdehnnng. Deutschland. Frankfurt, 40. Juni. Zur Vervollständigung der Berichte übcr die Aeußerungen der einzelnen Staaten anf die von Oesterreich und Preußen in der Blmdestagssitmng vom 24. Mai vorgelegte Erklärung gehört auch das mecklenbnrg'schc Vottun. Es lantet der „K. Ztg." zufolge: Die großherzogl. Negierungen haben aus den Mittheilungen der allerhöchsten Höfe von Oesterreich uud Preußen schou jetzt die erfreuliche Thatsache er« sehen, daß beide Mächte, eng verbündet, eine gemein« schaftliche Stellnng den Ereignissen im Orient gegenüber eingenommen baben. Indem sie ihrerseits als Mitglieder des deutschen Bundes das Gewicht dieser Tbatsache vollkommen anerkennen und von gleichen Wünschen für die Gcsammtmacht Dentschlands, »vie sie in der Vorlage sich aussprechen, durchdrungen sind, halten sie es der hohen Wichtigkeit der Sache angemessen, daß dem ersten Beschlusse, durch welchen die Bundesversammlung sich zu äußern haben wird, die Prüfnng durch einen Ausschuß vorangehe. Der Gesandte erklärt sich daher für die Wahl eines Aus» schusscs, welchem diese Frage zur Prüfung und Be« richterstattung zu überweisen wäre. Das baierische Votum, dem auch die meisten anderen Staaten beistimmen, will dagegen den Aus« schuß nur ernannt wissen, damit in einer Kollektiv' Erklärung die Uebereinstimmnng mit der österreichisch« preußischen Eröffnung «als das Ergebnist einer festen und klaren, auf reifliche Erwägung gestützten Ueber« zeugung sich darstelle." Wir lesen in der „Allg.Ztg.« in einer Mittheilung alls München, 9. Inni: „Der „Monilcnr« vom 7. Juni enthält einen Artikel mit dctaillirten Angaben über den Gang der Vcrhandlnngen auf den Ministerkonferenzen zu Bam-berg nnd über die daselbst gefaßten Beschlüsse. Wollte man. mit Nücksicht anf die offizielle Eigenschaft des „Moniteurs" die betreffenden Angaben für unbedingt richtig halten, so würde mal« sehr irren. Ich will hier nicht untersuchen, wie mel Wahres und wie viel Falsches in dem Artikel des „Monitcur" enthalten 607 ist, sondern zur Feststelllmg dcs Werthes jenes Artikels nur auf dcn folgenden Umstand aufmerksam machen. Der „Monitcur" sagt, der Staatsministcr Herr v. d. Pfordten habe versucht, in die Redaktion der an Oesterreich und Preustcu zu richtenden Antworts-note einen auf Griechenland bezüglichen Passus zu bringen, habe aber dcn betreffenden Antrag, weil derselbe keine Unterstützung gefunden, sogleich wieder zn> rückziehen müsscu. Will mau nun wissen, was die Wahrheit ist, so stelle man das gerade Gegentheil von dem auf, was das französische Organ behauptet und man trifft das Nichtige; denn auf den Konferenzen zu Vambcrg ist, gutem Vernehmen nach, cin-müthig beschlossen worden, daß die ungeschmälerte Erhaltung dcs Königreichs Griechenland mit zu dcn zu wahrenden Interessen gehöre. Berlin, 44. Juni. Der Flügel«Adjutant Sr. Majestät des Königs. Obcrst-Licntcnant Freiherr von Mantcnffcl, hat sich heute Früh über Königsberg nach St. Petersburg begeben. Schweiz. Bern, 8. Juni. Noch am tt. Abends war es zweifelhaft, ob die Großrathssitzung am 6. nicht die ganze lockere Versöhnung über dcn Haufen werfen werde. Vis spät in die Nacht wurden Privatver-sammlungen gchaltcn, und nach langen Erörterungen beschlossen, die von der Kommission vorgeschlagene Rc> gicrnngsliste mit der alleinigen Abänderung dcs ncun-tm Mitgliedes unvcrändcrt anzunehmen. Eine nochmalige dringende Aufforderung der Konservativen all die Radikalen, sie möchten Stämpsti fallen lasseil, wurde von diesen auf das Bestimmteste zurückgewiesen. So wurde denn am 6. von dcn 220 anwesenden Großrathen in folgender Reihenfolge der ncne Regie, rnngörath zusamlncngesctzt: Vlösch, dcr Führer dcr Konscrvatiucn erhiclt 200 Stimmen, Stämpfii, dcr Chef der Radikalen, 138, Fischer, konservativ, 149, Migy, radikal, 186, Fuetter, konservativ, 200. Stei« ner, radikal, 194, Vrunner, konservativ, 15l, Dr. Lehmann, radikal, 1!t7. Ais neuntes Mitglied wurde mit 112 Stimmen gewählt dcr konservative Dähler, gegenüber dem radikalen Vottcron, welcher 108 Stim« men erhielt. Die letzte Abstimmung macht auch die Stärke der Parteien, wie sie im großen Rathe vertreten war, klar. Zwei radikale nnd ein konservatives Mitglied fehlten, die drei Gewählten von Vrienz und Vargen, welche zu den Radikalen zählen, konnten nicht stimmen. Alle in den Negicrungsrath Gewähl« ten baten um 24 Stunden Bedenkzeit, welche gewährt wnrde. Man war darauf gefaßt, daß Vlösch, Fueter nnd Fischer die Wahl in dcn Regicrungsrath nicht annch« men würden; denn man erinnerte sich an die Fehde zwischen Stämpfti und Fuetter, in welcher letzterer in seinen heiligsten Familicnbczichungcn auf's tiefste ver. letzt wurde, wcßhalb man es ganz natürlich fand, baß er nicht neben Stämpsti in dcr gleichen Behörde sitzen wollte. Aber die crstgcnanntcn Ehrcnmänner dachten m dem gegenwärtigen, für die Zukunft dcs Bandes so außcrordeutlich wichtigen Augenblicke nicht an sich; sie vergaßen alte Feindschaften nnd opferten ihre per-sönlichcn Gefühle dem Vaterlande. Vorgestern kam es in dem Hause des Oberrichters Steiner, dcr ebenfalls in dcn Rcgierungsratb gewählt ist, zu einer Bespre-chuug und völligen Anssöhnung. Man gelobte einander mit Handschlag, fortan allen Streit zn vermeiden und mit vereinter Kraft das Wohl dcs Landes zn fö> dern. Diese Gesinnung sprachen alle nenn gewählten Regierungsräthc in der gestrigen Sitzuug dcs großcn Rathes ails, als sie die Annahme ihrer Wahl erklär' ten und den Eid anf die Verfassnng leisteten. Fast ein» stimmig wnrdc bicranf Blösch zum Regiernngspräsi-dcnten gewählt und der neuen Behörde die Autorisa« tlon ertheilt, die Direktiou einstweilen unter sich zn vertheilen und dieselben später dcr Wahl dcs grosicn Rathes zu unterlege!'.. Zur Verhandlung kamen die au> gefochtcncu Wahlcu von Vricnz und Aarbcrg. Dcr Alltrag dcr Kommission gcht dahin: 1) Die Wahlen von Vrienz vom 7. Mai, ohne darüber materiell ein» zutreten und ohne daß die Rcgiernng hinsichtlich ihrer ! Anordnnngen der geringste Tadel trcffcn soll, sind gc-, nehmigt. 2) Die Wahlverhandlnng von Bargen ist nach dem Antrag der Regiernng fortzusetzen. Mit 145 gegen N6 Stimmen wird dieser Antrag zmn Vcschlnß erhoben. Da nnn die Kommission ihre Aufgabe gelöst hat, so wird ihr mit allgemeinem Zurufe dcr Dank der Versammlung ausgesprochen. In einer kurzen, würdevollen Schlußrede erklärt dcr Präsident die Si' tzung für aufgehoben. Stämpfti erklärt heute seinen Rücktritt von dcr Rcdaktion dcr Berner Zeitnng. l Gestern Nachmittag koustituirte sich der neue Nc-gicrnngsrath und heute Morgen erfolgte die Ucbcrgabe der verschiedenen Bureaux au die ncncn Direktoren. Zum Vizepräsidenten wurde Stämpsti ernannt. Die bisherigen Mitglieder der Regierung haben ihre Dirck> tioncn oder deren Abtheilungen beibehalten, so Blösch das Kirchcnwcscn, Fueter die Finanzen. Fischer dic Direktion dcs Innern mit Ausuahme des Sanitäts-wesens, welches Dr. Lehmanu übernahm, Vrunncr die Domänen und Dählcr die Bandirektion. Stämpfti erhielt anf scincu ansdrücklichcn Wunsch gar kcine Direktion, dagegen übernimmt er die wichtigen Aufgaben dcr Besorgung dcr Entsumpsung dcs Scclandrs und das Eisenbahnwesen. Steiner steht dcr Militärdirck. tion, Migy dcr Justiz und Polizei, und Dr. Lehmann dcr Erziehnngsdirrktion vor. Am Abcud brachte die Stadtmuslk dem Präsidcntcn, Vizepräsidenten, Mili-tärdircktor nnd Präsidenten dcs großcn Rathcs cinc Scrcnadc. Der große Rath von Ncucnbnrg hat mit 49 gc-gcn 22 Stimmen die Abschaffung der Todesstrafe beschlossen. Italien. Dem ..Parlamento" vom 13. d. zu Folge haben einige Individuen an dcr Küste von Fiume di Nisi (Sicilicn) in der Rächt auf den 2^. u. M. einen Landungsversuch unternommen. Eine zahlreiche Sol. datcnschaar wurde gegen dieselben am 29. entsendet, welche sich in einem Hause kräftig vertheidigten und die Soldaten znr Rückkehr nöthigten, nachdem sie von ihnen zwei getödtct und die übrigen verwundet hatten. Bald kam Verstärkung. Der Hausbesitzer D. Paolo und seine Familie wurden verhaftet und nach Citadclla abgeführt. Aus die Köpfe dreier, dcr Theilnahme an dcr Landung Beschuldigter wurde ein Preis von 1000 Dukaten gesetzt. — Fiumc di Nisi und Messina seien in Velagcrungsznstand erklärt. Im Handelskollcgium von Nizza haben am 8. d. Abends einige Unordnungen stattgefunden. Die Zöglinge verlangten die Entlassnng des Zensors und die Wicdcraufnahmc zwcicr lhrcr Kameraden, welche dcr Direktor wegen einer Schmähschrift gegen den Censor ausgewiesen hatte. Der Schulrath hielt es im Widersprüche zur Meinung der Professoren mit dem Beschlusse dcs Direktors, worüber ein tumultua» rischcr Auftritt entstand. Die Ruhe wurde jedoch wieder hergestellt und ein Waffenstillstand zwischen den Zöglingen nnd dem Direktor bis zum folgenden Morgen beschlossen! Wahrscheinlich werden die jungen Helden den Sieg davontragen. Frankreich. Paris, 9. Juni. A»s Toulon meldet man nnterm 7. Juni die Abfahrt des Schraubenlinien« schiffes „Napoleon" nach Algier zur Einschiffung voll Truppen. Zwei andere Kriegsschiffe waren nach dem Piräus, lllld ein Transportschiff nach GaUipolis al" gegangen. Brigadegencral Mayran hat sich zu Marseille nach dem Piräus eingeschifft, um bort dcn Oberbefehl des aus 6—7000 Mann bestehenden Okkuvations-korps zu übernehmen. Zll Reims wird in Kurzem ein bedeutcndcr Pro-zcst wcgcn geheimer Gesellschaft zur Verhandlung kommen. Dieselbe zählic im Departement dcr Marnc lllld in dcn bcnachbartcn Dcpartcmcnts mehrere Tall, send Mitglieder, und man bchanptct, daß Waffenvor» rathe lllld Anfruhrplänc in Beschlag genommen worden seien. Man wird übrigens bloß die Hauptbethei. ligtcn vor Gericht stellen. Spanien. Nach einer telegraphischen Depesche sind üW Mann nach Havana eingeschifft worden. Es sollen später noch weitere Verstärknngen dahin abgehen. Dcr „Comcrcio" meldet in Bezug auf die be« vorstehende Trnppcnabscndung: «Statt vier sollen sechs Dampfer verwendet werden. Die Expedition wird im Ganzen ails 13 Schiffen bestehen, welche 4000 Mann nach Cnba bringen werden. Später sollen 2000 Mann nachfolgen, so daß die Verstärkung dcr dortigen Besatzung im Ganzen 6000 Mann bc< tragen wird." Durch die von dcr Rcgicrnng ergriffenen finan» ziellcn Maßregeln ist der öffentliche Dienst bis zu Ende dcs Jahres gesichert. Telegraphische Depeschen. H ermannstadt, 16. Juni. Am 9. fand ein rcsultatloser Angriff gegen Silistria Statt. Fürst Paskicwitsch, dcr selbst cinc leichte Kontusion erhal-tcu haben soll, ist nach Iassy abgegangen. Ein An. griff der Türken gegen die Mokaninscl ward znrück-geschlagen. Berlin, 16. Iuui. Die Chefs des Hauses Rothschild hatten gestern cinc wcitere Unterredung mit dcm Ministerpräsidenten. Köln, 16. Juni. Die Enthüllung dcs Denkmales für die bei Icmappc gefallenen österreichischen Krieger fand bei Bcnosbcrg in anßerordcntlich feierlicher Weise Statt. Viele hohe österreichische und preu« ßischc Militärs, unter den erstcrn dic Gcncrale Mcr-tcns lind Schmerling, wohnten derselben bei. Das Monnment steht anf einer frenndlichcn Allhöhe zwischen Bendsberg und Gladbach und besteht aus einer gothischen Sänlc, welche die Inschrift trägt: „Rnhe-statte österr. Krieger 1794, errichtet 18^4, Franz Joseph, Kaiser von Oesterreich. Brüssel, IN. Juni. Vci dcn Wahlkämpfcn für dic Rcpräscntantenkammer ist Charles Nogier, Chef der liberalen Partei, mehrmaliger Minister uud seit zwei Jahren Antwcrpcner Dcputirtcr, gegen seinen konservativen Gegner dnrchgcfallcn. London, 16. Juni. Russell ist in der City ohne Opposition wieder gewählt worden. In seiner Rede erwähnte er, er könne sich für die Bedingungen des künftigen Friedens nicht verbürgen, stehe aber dafür, daß die Regicrnng nur einen feste» und ehrenvollen Frieden zu erreichen strebe. Es sei kein Krieg zwischen England und Nußland, sondern zwischen Ruß. land und dcr übrigcn Welt. Stockholm, 12. Juni. Das Gros der eng. lischen Flotte befindet sich, wie mall bort, ill dcr Nähe Sweaborgs; dic französische Flotte soll am 9. Abends an dcr Ostküste Gothlands bei Ocstcrgarn vorüber» passirt sein. Berlin, 16. Juni. Ihre k. Hoheit die Pri„. zcssin von Preußen ist heute nach Koblenz abgereist. Die Chefs dcs Hauscö Rotbschild sind ebenfalls abgereist; das Anlehen wird nicht ncgozirt. Die „Pr. Korr." enthält einen Artikel über die Tctschner Zu» sammenkunft, welche dem Könige Gelegenheit gegeben habe, dcm ncuvcrmältcn kaiscrlichen Paarc seine Glückwünsche darzubringen und eine vertrauensvolle Ve< sprechnng über die crusten Verwicklungen der Gegen« wart zll halten. Das Resnltat sei für beide Theile eill zufriedenstellendes gewesen, und dieß auch in diplo« malischen Mittheilungen ausgeorückt worden, die in dieser Beziehung an deren Agenten ergangen seien. Trieft, 16. Juni. Der „Monitcur" vcröffcnt' licht mehrere Aktenstücke, welche auf die griechische Insurrektion Bezug haben, unter andern cinc Prokla« »nation dcs Königs Otto, worin allcn jcnen Amnestie zugesichert wird, welche die Fahnen der Insnrrektiou in Albanien vcrlasscn nnd friedlich in ihre Heimath znrückkel'rcn. Telegraphische Depesche des „Wanderer." Stockhol m, 1:;. Juni. „Aftonbladct" bcrichtct, Contrcadmiral Plumridgc hat mit 1>>00 Maun ill Uleaborg gelandet lind sich des Metallgeldes der ge-ftüchtctcn filmischen Bank bemächtigt. Die französische Flotte wnrde am 9. bei Ostergarn gesehen. '^drück und Verlag von I v. HteinmaylHc F. Vamberg in Laibach. — Annmm zur Hmvacüel SeitnttlU B örsenb er icht auS dem Abendblatte der ö'sterr. kais. Wiener-Zeitung. Wien 16. Juni Mittags l Uhr. Die Besserung dcr Valuta machte heute wieder ciucu bedeutenden Schritt vurwärtss. Fremde Wechsel waren vun den ersten Häusern in Menge ausgebt,!, und crfuhrm, su wie das Metallgelb, eine» Rückgang von l '/, l'i^ 2 pCl. Die Stimmung war äußerst günstig. In Mttcn zeigte das Geschäft, mit Ausnahme der Fonds, viele Negsamleit. Vlsoudcr,? Vanf-Ufticn nahmen wieder einen l'cdeutcndcn Aufschwung und wurden bei Mangel an Ware bis 1284 bezahlt. Auch C'sfomptcl'ank- und Dampsschiff-Micn waren beliebt und stellten sich günstiger. Nur 5°/» Metall., neues Anlehen und Nordbahn-Aktien waren matt, ohne.jedoch im Preise eine besondere Variation zu erfahren. Amsterdam 109'/,. — Augsburg 430'/,. — Frankfurt 430'/.. — Hamburg W'/.. — Livorno 126'^. — London 42.«. — Mailand 130. —Paris 154'/.- Staatöschuldverschreibungen zu 5 °/, 85'/.—85 "/ detto „ 5. l!. „ 5 7» 10^—W4 detto «loggniher m. R. „ 5 °/, 91 3 '/, Bant-Äktien n,!t Vc,ug pr. Stück 1280—1282 dctto ohne Bezug <080—1082 detto neucr Emission V98—l<00 GSconiPtcbank-Aftien 95 '/.—95 7, Kaistr FcrdinandS-Norbbahn 2l.'i 7^—213'/, Wicu-Naaber 83 7,-83 7. Bndwei's-liinz-Gmundncr 290—293 Presch. Tyrn. Eiscnb. 1. Gmission 15—18 2. „ mit Priorit. 30-Z5 Oedenburg-Wien-Vlcustädter 5!i 7,-54 DanN'fschiss-Aftien 662—564 drttu 11. Emission — — dctto 12. do. 551-553 detto de« Lloyd s,oo^L05 Witncr-Danipfinühl-Acticn 1^3 — Lloyd Prior. Oblig. (in Silbct) 5 7« il)tt'/,—i«l Nordba hn detto 5 7« !1 l '/.—9 l '/, Gloggnitzer detto 5 7« 8'i-84 Donau-Dampfschiss dctto 5°,, 87 7,-88 Como Ncntfcheine iI'/—14 Esterhäzy 40 st. Lose — — Windischgräl^-Lose 29 '/,—29 7, Walds.ein'schc ., 30 '/.—30 '/, Kcglcvich'sche „ 10 '/,—10 7, Kaiscrl. vollwichtige Dukaten-Agio 36 '/,--36 7. Telegraphischer Kurs-Bericht der Staatspapiere vom »?. Juni 1854. Staatsschulducrschrcibnugcn . zu 5 M. (in (5M.) 86 detto......„ 4 1/2 „ „ 7^1/8 dctto ......„4 „ „ 683/4 Gruudcntl.-Obliqat. anderer Kronländcr zu 5 ^ 83 1/8 Anleihe vom Jahre 1854..... 90 1/l6 st. ,'„ E. Vi. Bank-Actien pr. Stück......1284 ft. m C.W. Acticn der Oedcnl'urg-Wr.-Neustädter Cisenbahu zu 200'fl. (5. M. . . . 107 l/2 st. in C. M. Aktien dcr Vndweis-Anz-Gmunduer Bahn zu 250 ft. C. M....... 292 st. in (5. M. Aktien dcr ostcrr. Donau-Dampfschiffahrt zu 500 st. C. M....... 57, st. in (5. M. Wechsel-Kurs vom l7. Juni l854. Augsburg, für 10« Gulden Cur. Guld. 128 ilso. Frankfurt a. M. (für 120 st. südd.Ver-) einc« Nähr. im 241/2st. Fuß, Guld.) 127 3/4 3 Monat. Hamburg, für 100 Mark Banco, Gulden 94 2 Monat. Livorno, füc 300 Toscanische Lire, Guld. 1241/H Vf. 2 Monat. London, für 1 Pfund Sterling. Gulden 12-27 Z Monat. Mailand, sür 300 Ocsterr. Lire, Gulden 127 2 Monat. Paris für 3(X> Franken . . Guld. 150 3/4 2 Monat. K K. vollw. Mimz-Ducatcn . . . 35 pr. Cent. Agio. Gold- und Silber-Kurse vom 17. Juni 1854. Geld. Brief. Kais. Münz-Dukatcn Agio .... 35 3/4 351/2 dctto Rand- detto „ .... 351/4 35 Napoleons d'or „ .... 1U-20 10.18 Eouvrains d'or „ .... 17.50 17.38 Friedrichs d'or „ .... 1024 10.20 Preußische „ „ .... 10.40 1l1.38 Gngl. Eovncigns „ .... 12,4l) 1238 Nuß. Imperiale „ .... 10.28 10.26 Dopple.......... ^1^2 36 ,/2 Silbcraglo......... 291/2 291/2 K. K. Lottoziehungen. In Gratz am 14. Juni l854 «U. 54. 85 3v 11. Dic nächste Ziehung wird am 28. Juni 1854 il, Gratz gehalten werden. In Wien am l4. Juni 1854: 76 26. 1. 73. 47. Die nächste Ziehung w.rd an, 28. Juni 1854 in Wien gehalten weröen. l Fremden-Anzeige der hier Angekommenen und Abgereisten. Den 15. Juni l854. Hr. de Lenz, k. russ. Gesandtschafts. Sekretär. von Wien nach Athen. — Hr. Paul Graf Cassini, k rnss. General.'Konsul; — Hr. Cooper,- k. englische, Major;— Hr. Fra»z Pilwai,, Haüdelsmami — und Hr. ?lnton Kubesch, Seifensicdernu'istei-, alle 4 von Wicn nach Tricst. — Hr. Heinrich v. Lamquet, pens, Hauplmann, von Wien nach G'öiz. — Hr. Fraii^ Swatos, t. k. Official, — »no Hr Johann Wawra, Ingenieur, beide von Wien nach Venedig. — H>. O,-. Franz Schanb, t. k. Professor, vc», Triest nach Gleichenberg. — Hr. Ernst Ritter v. Herring, Gros--Händler, ron Brunn nach Triest. — Hr. Einst Nit ter v. Plettenberg, k. prenß. Lientenant, von Aiatz nach Triest. — Hr> Harry Cumberlege, k. englischer Kapitän; — Hr. Friedrich Zeuner, Kaufmann; — Hr. Anastajnls ?lverof, russ. Handelsniann — und Hr. Ferdinand Bareggi, Handelsniann, alle 4 von Triest nach Wien. Nebst lli3 andern Passagieren. Z. 346. n Nr. 5<5U0. Kundmachung. Am 12. d. M. Ab^ndö wuldc in der Stcrn-allee cin Damcntasckentuch gesunden. Die Eigclithümerin k^nn sich d^rum l'ei d^r k. k. Polizci-Dirckliol, nnldet,. Von der k. k. Polizei Direktion L^ibach am 14 Juni l554. Nr. 1304 Ueber das in Befolgung dcs Vercms.qcsetzcö vom 26. November 1852, unterm 3l>. Dezember !852 gestellte Ansuchen um neuerliche V^stäligliiig des gefertigten Vcreincs und scincr Statuten, hat das hohe Ministerium des Innern mit Erlaß vom 22. Dezember 1853, erhalten am l). Jam ner l854, anzuordnen befunden, daß eine Genc^ ral-Versammlung des Vereines einzuberufen sei, welche einige Punkte dcr Statuten in nochmalige Berathung zu nehmen haben wird. 2tens Daß hiebei nur diejenigen als stimmberechtigte Mitglieder zuzulassen seien, welche dem Vereine entweder 2l> st, auf ein Mal gespendet, oder durch Sammlung Ittl) st, zu Stande gebracht, oder sich zu einem jährliche« Beitrag von mindestens 5 st erklärt haben. Demgemäß werden alle nach obiger Bestim« mung stimmberechtigten l'. 1'. Mitglieder erge. benst eingeladen, sich bei der am »3. Juli dieses Jahres um 5, Uhr Abends in Wien abzuhaltenden General ^ Versammlung persönlich einzufinden, oder einen mit einer ordnungsmäßigen Vollmacht versehenen SleUvettreter hiezu zu bestimmen. Vorkommende Gegenstände sind: 1. Bericht dcr Vereinslcitung, 2. Prüfung der Vercinsrechnung u. Gebarung, 3. Berathung der Statuten, 4. Wahl ciner definitiven V^einälcitung. Die Vollmachten sind spätestens drei Tage vor der Velsammlung im Vereinsbureau - Gebäude dcs hohen Finanz- Ministemims, Johannes-gaffe Nr. !)?l, zu deponil.'n, wo auch das Ver< zcichniß dcr stimmberechtigten Mitglieder, so wie die Veieins-Statuten durch acht Tage vor der Versammlung zur Einsicht der Mitglieder bereit liegen werden. Der Oit !>er Versammlung wird spater bekannt gegeben w.rden. Wien am 9. Ilin! I8.»4. Im Namen des Hilfsvereim-s für die Witwen und Waisen dcr im jüngsten Bulge»krieqe gebliebenen südslavischen und romanischen Gränz, und National - Wehrmänner. Der pr. Vizedirektor: Di-. N l u e k y in. f,. In Z5n,'N«5V»«5>i'5 Verlaq sind erschienen und bei Igii* v. ¦ileiitimtyi* *fe Fedor IS atm her;;' in l^ailiaeli at baben : Kriegs-Atlas fur Ieitungsleser. Gin Nundgcmalde des nördlichen und südlichen Kriegsschauplatzes, mit tt kol,rirten Karten: >. Die Moldau und Walachei neb < der Dobrudscka H Die europäiscke Türkei nebst Griechenland. 3 Das südliche europäische Nu,)la„d. 4 Die iVstsee-Länder. l5 Das nördliche Nußland N. Schweden «nd Dänemark. Nebst einer Schilderung des Bombardenlcnts von Kop^uhligen und e.nenl die aeljenw.irrigen KriegslEieiguiis« eitlälenden Rückblick auf die russisch-türkischen Kriege von >8l2 und «829. Mall kann die Ereignisse der Gegenwart und die Nothwendigkeit des ftegeiiwärligen Kril'qes der Westmachte qegen Nußland nur darn begreifen, wenn man die Geschichre der fiüher» 'ilssisch.tlnkischel, Kriege kennt lind sich uber^ngt, daß die allniäli^e Sch'vächuna der Türkei dnrch d,e U^bl'imacht der ,usslsche>i Waffen erfolgt und in deni gegenwärtigen Kriege diescr dciden Hi'lichr.,' sicherlich zur ?lufiosu>,g des ottoma»ischen Reiches geführt hätte, wenn England und Frankreich >m Interess? des europäischen Gleichgewichts nicht die Waffen gegen Rußland ergriffen haben würde. Dem aufmerksall'^'N ?escr der Zeitgeschichte ist nun eine genaue Kenntnis, deS Schauplatzes nothwendig, wie sie dieser Knegsatlas von allen in dem gegenwärtigen Weltkampfe durch ihre geographische »nd statistische Position wichtige, Pn»kten gibt, wobei insbesondcle die Donaugegcnd lind ihre Festungen, der Balkan mit Schumla, das schwarte Meer und der Bosporus, ferner die Ostsee mit ihrer Bedeutung für Rußland und den oielberühmteu Ostseehafen eine ausführliche Vchilderimg c> halten. Sechs Bogen in gr. 8. und U Karten in 4. in Umschlag geheftet nur I si. 20 kr. Ferner sind erschienen: Der russisch - türkische Streit u I! d der Widerstand Europa's gcgm die russische Politik. Eine aus den neuesten und besten Quellen geschöpfte Darstellung der Ereignisse, welche allmalig zum bewaffneten Einschreiten und dann zum Kriege der Westmachte gegen Rußland geführt. Nebst der vollständigen geheimen Korrespondenz Mld anderen auf die orientalische Frage Bezug habenden Aktenstücken, gr. 8, 1854. Neun Bogen in Umschiag 54 kr. Der Aufstand der Griechen im Cpirus. ihr Land, ihre Sitten und Gebrauche unter der türtisch.n Regierung, nebst einem geschichtlichen Rückblicke auf die Schicksale dcr Griechen seit dem achtzehnten Jahrhunderte bis auf unsere Zeit. Mit einer genauen Karte Oberalbaniens, des EpiruS, dcs Königreichs Griechenland und der umliegenden Inseln. gr. 8. In Umschlag geheftet 45 tr. Die türkischen Nachbarländer an der Gränze Oesterreichs: Serbien, Bosnien, Tüikisch.-Kioatien, Herzegowina und Montenegro, Ausführliche Darstellung der Lage, Beschaffenheit des BodenS, der Orie, der Bevölkerung und der Geschichte dieser Läuder, sowie ihrer Bedeutung in dem gegenwärtigen russisch.-linkischen Kriege, nebst ciner genauen Utb,r-sichtSkarte. gr. 8. I8H4. In Umschlag geheftet 36 kr. Der russi sch - türkische Krieg und der Kriegsschauplatz in politischer, örtlicher und militärischer Hmslchr. M't 5 Illustlat.onen. l. Große Änstcht von Konstantinopel. II. Karte der europäischen Tiivket l" plan von Konstantinopel nnd dcsscu Vorstädte«. IV. Karte von de,n südlichen Theile des europäischen NnsllantS V. Karte des Bosporus nud seiner Umgebung. gr. 8. In Umschlag geHeftel I fi. 20 N'.