Kaibacher Zeitung. ^ ^1 IO3. Donnerstag am 27. August RGHM^ Vefterreichisches Küstenland. «^5 cm »Journal des österr. Lloyd" vom 22. August entlehnen wir nachstehenden Artikel aus Triest vom 2l. d. M. I>» der Reihe der vielen, mehr oder minder ent fernren Hafenstädte am adriatischen Meere, nach ivelchen von hier aus an Fel'ttagen Ailssiüge mittels der Dainpfboote des 'österreichischen i^loyd gemacht werden, erscheint jetzt auch das schöne n»d a!!<-rc!,'ümliche Ravenna. Kaum war eine Fahrt dahi» für die beiden Feste am !5. und l6. l. M. angekün-tel. als sich eine za!>!l eiche Reisegesellschaft einfand, n'clche Freitag Abends lmsern Hafen ocrlicß und ani folgenden Mor> g,n um 9 Uhr in dem, ungefähr eine Meile von Ra^cnna entfernten Canalhafrn von Corsini anlangte. Dort wurden die Triester Gaste von einer zu ihrer Verfügung gestellten Barte aufgenommen u»d ins Sanitatsamt geführt, wo ihrer verschiedene Equipagen warmen, um sie nach Ravenna zu bringen. D»'r Empfang, deffen sie sich daselbst erfreuten, war überaus hcrzlich, »nd wie bei ähnlichen Gelegenheiten in Venedig n»d Vicenza, wetteiferte auch hier ein Jeder, um ihnen dcn Anfcnlhalc so angenehm als möglich zu machen. Nach Besichtigung aller SeheuSwiirdigkciten, an denrn Na-venna so reich ist, schifften sie sich Sonntag Abends um <> Uhr wieder ein und landeten am folgenden Morgen um 9 Uhr am Molo S. Carlo in Triest. Sie hatten auf diese Weise in dem kurzen Zeiträume von til Stunden nicht nur mehr als 200 Seemeilen zurückgelegt, sondern auch einc dcr interessanttsten Statt« deö Kirche?,staaleS kennen gelernt. — Ware die Landung der Dampfboote im Hafen von Eor-sini nicht mit Schwierigkeiten verknüpft, denen man jedoch ?n.'ch einige hydraulische ?lrbeiten und mit Hilfe von Dampf-baggern leicht begegnen tonnte, so würde Ravenna nicht nur wegen der vielen dort angehäuften Hunstschahc und 'Alcerthii-mcr häufig das Ziel der Reisenden, sondern bei seiner geographischen Lage auch tin wichtiger Mütclpunct einer lebhaf-trn HandelSbcluegung werden. Umgeben von zahlreich bcvol» kerten Städten und von einem der fruchtbarsten Gebiete dcr Halbinsel, wird e5 mit Recht das Odessa Ic«!iens genannt, von wo Tliest schon jeht Cerealien und andere Erzeugnisse in Menge bezieht, und nicht minder wichtig könnle es bei erleichterter Zufuhr über den Hafen von Corsini, bei der Nah«,' so viellr reichen Provinzen, für den Impolthandel werten. Vein, Blick auf die Landkar« ersieht man sogleich, daß der kürzeste Weg von Florenz und Livorno nach Oesterreich und also vom Mittelmeere nach Demschlanv über Ravenna führe. Von dieser Stadt gelangt man schon jetzt in l2 Stunden nach Florenz, ö!ach Vollendung bcr LeopoldstissN? bahn »vnrde man noch an demselben Tage in Livoriio eintref» fen können. Durch die Verlängerung dieser Bahn über Forli bis Ravenna wäre man also in der Lage, den Weg von dcr Adria bis zum Mictelmeere i>» wenigen stunden zurück-zulegen. Dieser Slraiicnzug wird von der Natur selbst angedeutet, denn der Appenninenkamm ist hier dem Bau wtlii» ger als sonst hinderlich, während die Buchten der beider» M,erc tiefer in das ^,'and cinschneideu und die «ntgegenge» sehten Ufer daher einander näher als in jeder andern Richtung sind. Würde sich nun noch dazu der Canalhafcn von Corsini in besserem Zustande befinden, dann könnten die Dampfboole von dor: nach Triest in 1(1 Stunden gelangen, wo in nicht ferner Zeit die gros:e, den vielfachen deutschen Schienenwegen sich anschließende Staatsbahn durch ganz Oesterreich ausmünden wird. Man würde alsdann die Reise von Wien, Dresden, Berlin, Hamburg, England, Belgien, Holland, vom Rhein und von München nach Florenz und von dort nach Rom und Neapel nur noch nach Stunden b«c messen, und diese grosien Eisenbahnsysteme fänden ihren End-puncr in Ravenna und Triest und kamen mittels der Dampf-boote in Verbindung. Diese Betrachtungen erregte in uns dcr Besuch der ehrwürdigen Stadt Ravenna, deren künftige Wohlfahrt so innig mit jener vo„ Triest vereint werden dürfte. Wien. Se. k. k. Majestät haben mit allerhöchster Entschließung rom 20. Juli l. I. die bei der k. k. allgemeine« Hofkammcr durch die Beförderung des Hof -- Secretärs Johann v. Sjögyeny zum Hofrathe, erledigte Hof-Eecretärs-stellendem bisherigen königl. Directoral-Fiscalen, Carl v. Thines - Csetneky, allcrgnädigst zu verleihen ge, uhcr. Se. k. k. Majestät haben mit allerhöchster Entschlie-s;una vom 16. d. M. den Kreishaupcmann des Traunkrei" ses, Johann Ritter von Dornfcld, über sein Ansuchen in den wohlverdienten Ruhestand zu versehen, und ihm die aller^ höchste Zufriedenheit mit seiner laugjährigen belobten Dienstleistung ju erkcunin zu geben geruhet. , Zugleich haben Se. k. k. Majestät den Regicrungs-ratk bei der vereinigten Hofkanzlei, Eduard Freiherr,, v. Ho° heinruck, zum Kreibhauptmanne des Traunkrcises allergnä-digst zu ernenne»» geruhet. Se. k t. apostol. Majestät haben mittelst allerhöchster Entschließung vom l. Juli d. I. dem Agramer Domherrn und Pröpsten des Chasniavr Capitels, Johann v. Billing, den Titel eines Bischofes von Scopi gnädigst zu verleihen geruhet. «34 Tyrol Im ..Bothen von Tyrol« vom 20. August lest» wir Nachstehendes: Nach eingegangenen Nachrichten hat den Il85 Seelen zählende» Markt Reutte eil' grosieS Unglück durch Brand getroffen. Am !6. d. M. bald nach 2 Ilhr Vtach mittags, entstand in einer de«u k. t. Laudgerichtsgebaude nahe aelegenen Schupfe Feuer, dessen Entstehungsgrund bisher nicht ausgemittelt lverden bounce, der aber nach allen wahrscheinlichen Anzeign anf Unvorsichtigkeit beruht. Das Feuer griff ohne erheblichen Wind mit unglaublicher Schnelligkeit lüli sich, und leckte in »reuiger als einer Stunde die Franci^kanerkiiche, d^s von 9 Pater» bewohnt geivesene Kloster und s, Wohngebäude in Asche, Leytere sind der va-terlaudischeu Brandassecuranz - Gesellschaft einverleibt. Nur die grösite ?lnstrengung beim Löschen und Wachsamkeit auf den Dachern bewahrte den Marktflecken vor grösserem Un-glücke. In ämtlicyer Abwesenheit des Landrichters wurden die Löschanstalten von dem Landgerichtsadjunccen Blihburg und Attuar Jäger, welcher durch den Brand, wie der Practikant Alber, all sein Habe verlor, mit Umsicht und Ausdauer geleitet. Dem Umstände, das; das Landgerichtögebäude und die Frohnseste mit Ziegeln gedeckt siüd, daml dem Abreißen eineS Verbindungsgangcs zwischen den, Landgerichtsgebäude und der Kirche, ist es zuzuschreiben, dasi beide Hauser gerettet werden sonnten. Die umliegenden Ortschaften eilten mit nachbarlichem Eifer zu Hilfe, so dasi bald »2 Feuerspritzen auf dem Platze waren. Auch aus dem königl. bairischen Städtchen Füsseu wurden die Feuerlöschgcrathe abgesendet uüd ihrer Bedienung gebührt alles Lob; lante Anerkennung und warmer Dank der Marktbewohner geleitete diese biedern Nachbarn über die Gränze zurück. Menschenleben ging keines verloren, so grosi auch die Gefahr war, der sich dir Löschenden aussetzten; >I im höchsten Grade populär, und nur die Anwesenheit der vornehmsten Adeligen und Bankiers von Rom hält das Voll ab, eine Subscription zu eröffnen, nm drr Thronbesteigung Pius lX. ein Denkmal zu setzen. Die Roinagna ist gleich rnhia, und die Popularität des Papstes uud seines Staatsk.'.nzlers dorr eb.'N so arosi. S ch w e i z. Aus Bern von, l l. August berichten Schweizer Blätter: ..Am 29. Juli faud im Kandergrien ein bedeutender Erdrutsch Statt; ungefähr 4 ^__ 5 Iuchart aufgeschwemmtes Land versank in die Tiefe des Sees. Eincn so heftigen Wellenschlag hatte man seit Menschengedenkeu nicht gesehen. Die aus Deutschland gekommenen Berichte über dort verspürte Erdbeben bezeichneten genau den gleichen Tag , so dasi hier möglicherweise auf Gleichartigkeit der Ereignisse geschlossen werden kanu,« Deutschland. Greifs walde, dcn l<). August. In voriger Woche wurden auf der, unserer Universität aggregate», landwirch-schaftlichen Akademie Eldena 45 Studierende mit dem Oon-«i'Iim» :>!»<'<,n<1< bestraft, weil sie einvammen noch vvier Neginlenlsrinder" um di? Wette. F r a n k r e i cp. Palis, den ll. August. Henry soll dem Präsidenten des Pa^5hl,'fei> seine ?lbsicht geäußert haben, Herrn Duoe,.-gier, welcher dei> Vönigsuiörder Lecoince vor dem Pairshofe vertheidigt hatte, zu seinem Adoocaten zu wähle». ?luf de» Pariser Mälkten sieht man schon lehr viele reife Trauben; die Ehasselas, Muskateller und Beer»'" cms he» südlichen Gegenden sind so qrosi, wie Pftaumen Eben so reichlich lind gut sollen die Aepfe! bäume in der Norman-die und B,vtagne trage». Ein Brief von emem zu Tleinsen in Afrika in Garni» son stehende» Officier spricht die bestimmte llebeizeuaung aus, dasi Abd-el-Kader auf marokkamschem Gebiete 'Alleö zu einem neuen Handstreiche für dcn konimenden Herbst gegen die französische!! Besitzungen vorbereite. Seine Emissäre durchziehen schon jetzt wieder den ganzen Südweuen und suchen die Stämme, welche scheinbar wenigstens jetzt unterworfen sind, auf's Neue zum Aufstande zu verleiten. Für den Augenblick verhalten d,cse sich noch ruhig, »voran aber mehr die erdrückende Hitze Ursache seyn mass, welche allgemein herrscht, als irgend ein anderer Umstand. Auch die französischen Eolonnen vermögen wegen derselben für jetzt keine ernstliche Operation zu unternehmen. Aber sie sind gefaßt auf neue Kämpfe im September und October. Paris, ll» August. Die „Temotratie Pacisique" hatce vor einigen Monaten gemeldet, das; Vidocq, der ErChef der Sichcrheitsbligade von Paris, s.in stürmisches Leben geendigt habe, das» er in einem gänzlichen Elende in Folge eines übermäsligen Genusses starker Getränke gestor. ben sey. Die Nachricht war grundlos. Vidocq, der sich für verläumdet hielt, liest den Geranten der „Democratic Paci-fique" vor die siebente correctionelle Kammer deS Seine.-Tribunals laben. Vidocq erschien gestern unter Assistenz deS Hrn. Landrin, um seine Klage zu behaupten. Er trug, ohne Zweifel um eine der Behauptungen der »Democratic" besser Lügen zu strafen, an seinen Fingern und auf seinem Hemde Diamanten, welche von, schönsten Wasser schienen. Dao Tribunal verurtyeilte die »Democratie" iu eiuc Geldbuße von 50 Fr. und in die Kosten. Die Journale haben heute wegen des gestrigen Fest-tageS meist gefeiert; erschienen sind nur: der „Eourrier Fran. s>.ais," die „Demo.racie Pacifique" und die „Gazette deü Tribunaux." Das „Journal desDebats« berichtet aus Tunis vom Ift.IuIi: »Das Dampfschiff »Dante« und die Kriegsbrigg, welche die französische Negierung dem Bcy zum Geschenke gemacht hat, werden ehestens hier erwartet. Die srcmzösi. schen Officiere im Dienste des Bey tragen fortwährend die in Frankreich übliche Uniform und erhalten von der Regierung von Tunis ausier vielen Geschenken einen sehr hohen Sold. Der Herzog von Anmale, welcher sine Revue über die Truppen des Bcy abhielt, schien mit deren Haltung ziemlich zufrieden zu seyn. Ihre E^uipirung lä'ßr ohne Zweifel viel zu wünschen übrig, doch ist nicht weniger gewisi, daß in den ersten Jahren nach ihivr Ne^-g a motion die Soldaten Me-hemed Ali's und des Grosiherrn sich tief unter dem Zu> stände befanden, in welchem jetzt die Soldaten des Bey sind." Großbritannien und Irland. London, !3. August. Gester» Nachmittags 4 Uhr sch,ffcen sich Ihre Majestäten, der König und die Königin der Belgier, in Woolwich an Boid des Dann'fbol.'ts »Garland« nach Ostcnde ein, um nach Brüssel ^urliek zu kehren. Die «M. Post" versäumt mcht, den Reisean^ug der Königin Louise bis auf die strohgelben bockledern,» Handschllhe Olruvv-c:«i!l»lrt;ll !>ier Mit» telclasse. Bereits haben die Walzen.-Fabrikanten in Stockport, Oldham , Ashton, Lyue und andern Orten ange» kündigt, das; sie nach l4 Tagen den Arbeitslohn um 5 Procent vermindern werden, da die Arbeiter nun wohlfeileres Brot haben. Wenn, wie nicht unwahrscheinlich, die Fabrikanten in» Allgemeinen dieses Verfahren befolgen, so kommt den Arbeiten! wenig ron der Vermindeiung des Brotpreises zu gut, weil in gleichen, Verhällnisse die Einnahme sinkt. Die Russell'sche Zucker-Bill ist in der Nacht vom 10. August im Oberhause zur ersten Lesung gekommen. Die »Debatte« war lebhafter, als man erwartet hatte. Die zweite Lesung sollte am l 3. August Elacc fmden. Eine Motion Lord Stanley's, die zweite Lesung der Bill auf drei Monate hinauszusetzen, d. h. die Bill zu ^rwerfen, hatte keinen Erfolg. Nach Berichten aus Sydney ois zum I. April herrschte unter den Eolonisten grosie Freude über höchst »richtige Entdeckungen, welche der unternehmende Reisende, Dr. Leickhcndt, und seine Gefährten auf einer eben so gefahrvollen , alS mühseligen Reise durch das Iuuere von Austra/ lien bis nach Port Essington gemacht hatten. Das ganze Land längs der Ostküste deS Meerbusens von Earpentaria war von ihnen zu Hornvieh- nnd Pferdeweidcn trefflich ge« eignet befunden worden, während andere große Laudstreckcn längs der Flüsse und tief ins Innere hinein dem Reiß- uud «36 Baumwollanbau das beste Gedeihen versprechen, i.'ei'ckhart'l fand, das; die Flüsse, Bäche, Brunnen x. im Innern, trotz achtmonatliche,' Trockenheit, hinreichendes Wasser hatten, so dasi also mchl anzunehmen ist, das; Wassermangel jemals d>'» dorthin ziehenden Ansiedler» verderblich i^rrden könne. Sie kamen durch weile ^andstrecken, wo Wildlingen mit dem fruchtbarsten schwere» Boden und den grasreichste» Wiesen abwechselten. Dr. ^'eickhardr Hal ecwa 12 Buchten und 15 Flüssen, die er entdeckte, Namen gegeben. )??an glaubt, das; mehrere dieser Ströme in deu Albeil fliesen, der seine G.u'ässl-r in das südliche Ende des Meerbilsens von Carpentaria ergießt, und das; andere der entdeckten Flüsse die HaÜfarbay auf der jDstküste von )lustralieu «lit dem Meerbusen von Carpentaria veibinden. Man war in Sydney überzeugt, das; die Cnldeckunge», welche der mit jcmrn Gefährten glücklich zurnckgekehite ^eickhardt gemacht hat, die wichtigste.» Folgen für die Ausdehnung der Colonisation m Australien h.'.ben müsse». In einer öffentlichen Versammlung der angesehensten Einwohner zu Sydney ward die Eröffnung einer Subscription beschlossen, deren Ertrag zu einem Gc schcnke a» die unerschrockenen Reisenden verivendec wer-den soll. St u H l a N d. Von der russischen Gränze, den >0. August: Nachrichten a»5 St. Petersburg zu Folge, hat Seine Majestät, der Kaiser, den Hrn. v. Bludow u>il einer Mission nach Nom als Specialconnnissär in der russisch . katholischen Frage beauftragt. Ihn begleitet dahin ein Herr v. Hübe, der ein ausgezeichneter Jurist und der katholische» Sache sehr ergeben ist. Daß der Kaiser für die letztere die günstigst» Slinnmmg lvgl, ist ansier Zweifel. Die Na»>en der zu den erledigten Bischofsihel' in Vor. I„li, Wir haben einen heisien Sommer; die Wärme steigt mit >,der Stund,, und da sie durch kein Gewitter, du ch reinen Reg> eiu gänzlicher Mangel an Trinkwasser eingetreten ist. In allen Slrasien der Stadt stehen Wagen mic großen Fässern, die, in irgend einer Entfernung von Athen mit frischem Wasser gefüllt, zum Verkaufe herbeigeführt werden. Das Volt belagert diefe Fässer und bezahlt aern einen Krug Wasser, den es von rechtswegen bei befferrr Gemeiudcl Verwaltung umjonst haben sollte. Ganze Züge oon Weibern und Männern sieht man die ganze Nacht hindurch zu jenen wenigen Quellen und Brunnen der Stadt wandeln und Tmnden lang harre», biZ die Reihe an sie kommt, den irdenen Krug zu füllen. Es gchörl nur «in so lenksames Volk da;u, nm den durch strafbare Nachlässigkeit oeranlasiten Wassermangel bei so fürchterlicher Hitze ruhig zu ertragen. Osmanisclies 3teich. Jerusalem, 8 Juni. Eine fmchtbare Hungersnoth krirscht in Folge der anbellenden Dürre und des Versiegens der meisten Flüsse und Bäche in mn'erm ^.'ande. Man sieht Müttcr, welche ihre Iel)ten verkäufliche» Kleider für ein Slück Biot hergeben, um ihren Kindern das ^eben zu fristen. In Safct sind mehrere Personen Hungers gestorben. Was diese» allgemeinen Jammer »och vermehrt, ist das Unwesen der Kornwücheie'', die sich für ihr schändliches Gewerbe häufig vc>» den türkisch.'» Beamten besondere Privilegien erkaufen. Con sta ntinovel, l 2 Aucllist. Die türkischen Groß-Würdenträger fahr.-n fc>rt, dem ägyptische» Statthalter Me.-hem.'d A>! P.lscha z.» Ehren, Feste und Gastmahler zu veranstalten. Gestern hac ein solches Bankclt in dem bei Iildiz löscht gelegenen Pallaste der Sl>!ra»in Valide Sratt ge^> funden, ivciches Se Hoheil, der Sultan, »>it seiner Ge-gemvarc beeblte. Mehemed ?l!i soll dieser Tage die Hauptstadt verlassen , um seine G.-bmtSstadt Caoalla m Macedo-nien ju besuche» und von dort uach Aegypten zurück ju kehren. Heute beginnen die jährliche!» Prüfungen in der mcdl-cim'schen Schule zu Galaca - Serai im Beiseyn des Sultans, Mebemed Ali Pascha's von ?legypten und sämmtlicher Groß-würdent^ägsr des Reichs. Frnyer sindcl auf dein freien Platze außerhalb Pos;cö Arlilleriemanöver Statt. A «n e r i k a. Der „Courrier des Etais. Unis^ berichtet über eine schreckliche Catastrophe, die sich am 2 5. Juli a»f der Erie-Eisenbahn zugetragen hat. Der um 6 Uhr Morgens von Middletown abgegangene Tiain bestand aus acht Wagen, worunter 3 Pack > und 5 Personenwagen mic ungefähr 250 ReisendlN. Etwa eiue Meile vo» Momoe brach das Nad von einem Packwagen und der Co,N'oi kam durch die Er-schütteiung aus den Schienen D<-r Zua war gerade in der Nahe einer Brücke, die über ,ine Schlucht fnbri. Die Locomotive kau,, ungeachtet der Anstrengung, sie aufzuhalten, auf die Brücke, deren Querbalken durch die ungeheuere Lait erschüttert wurden. Die Maschine uud die ersten Wagen kamen glücklich hinüber; aber beim dritten Personenwagen brach die Brücke plötzlich ein und der Wagen stürzte l0 b>5 l2 Fus; lles hinabl der nachfolgende Wagen siel auf del» ersten und zerschmetterte ihn, Zwei Personen wurden auf der Stelle gelobtet und nbcr dreißig schwer verwundet. Verleger: Ignaz Alois Gdler v Kleinmayr. Nours do,» 22. August l846 Mitttlprti«. Staatsschuldversckreib. j,u 5 i»s!t, >,EM.> 63 »jl Aerar. D^incst. bbü.iatioütli der Otäi'de (O.M.) (C.M.) ».Oesteiliich mitei- l>»d ^,,u5 st^' ^ — -^ «h der EinlS, vo>, Bol>> «»>«,», ^. l 64 3ji — men, M^hre,i < Scblo ) ^u t ,^4 . < — —-ftu » »< 25 — to, . ilraiil , Gorz u»c> I ^, , 3jH . l 45 — l'ts w. Obers. Amte« ^ ) Hemtliche Verlautbarungen. Z. loöl. (2) Nr. 5058. Verlautbarung. Am l(). Seplimber ltt'ltt, Vormittags von 10 diö !2 Uhr, wird die v Terrains auf weitere 10 Jahre am Nath, hciuse vorgenommen werdtn. — Die dicßfälli' gen öicitallonsdedixgnisse können im magi-siratlichen Erpcdile «lnglsehen werten. — Staocmagistrar Lait»ach am »9. August l8't6. Z7"i3077"ft) Nr. 1060^ Kundmachung der zweiten dießjährigen Vertheilung der Elisabeth Freiinn von Salvay'-schen Armenstiftungs - Interessen, im Betrage von »78 si. — Vermöge Testaments der Elisabeth Freiinn von Salvay, gebornen Gräfinn von Duval, cllio. Laibach A3. Mai 1798, sollen die Interessen dcr von ihr errichteten Armenstiftung von halb zu halb Jahr, mit vorzugsweiser Bedachtnahme auf die Verwandten der Stiftcrinn und ihres Gemahls, unter die wahrhaft bedürftigen und gutgesitttten Hausar-men vom Adel, wie allenfalls zum Theile unter bloß nobilitirte Personen in Laibach, jedesmal an die Hand vertheilt werden. — Diejenigen, welche vermö'g dieses wörtlich hier angegebenen Testaments eine Unterstützung aus dieser A'rmenstiftung ansprechen zu können glauben, werden hicmit erinnert, ihre an das hohe k. k. illyr. Gubernium stylisirten Bittgesuche um einen Antheil aus diesem jetzt zu vertheilenden Stiftungsintcressen-Betrage pr. 878 fi. C. M. bei dieser Armeninstituts-Commission binnen vier Wochen einzu, reichen, darin ihre Vermögensverhältnisse gehörig darzustellen, insbeson- dere ihre Einkünfte genau nachzuweisen, die allfallige Anzahl ihrer unversorgten Kinder, oder sonst drük-k e n d e A r m u t h s v e r h ä l t n i s s e a n z u g e b e n, und den besuchen die Adelsbeweise, wenn sie jolche nicht schon bei frühern Vertheilungen dieser Stiftungsinteressen beigebracht haben, sowie die Verwaiidtschaftsprobcn, wenn sie als Verwandte eine Unterstützung ansprechen, beizulegen, in jedem Falle aber neue Armuths- und Sittlichkeitszeugnisse, welche von den betreffenden Herren Pfarrern ausgefertiget, und von dem löblichen Stadtmagistrate bestätigt seyn müssen, beizubringen. — Übrigens wird bemerkt, dasi die aus diesen Armenstiftungs - Interessen ein- oder mehrmal bereits erhaltene Unterstützung kein Recht auf abermalige Erlangung derselben bei künftigen Vertheilunqen dieser Stiftungsinteressen begründet. — Von der Armeninstitutse Commission. Laibach den 2«. August 1846. Vermischte Verlautbarungen. 3. 1337. (l) Nr. !M2. Edict. Von dim k. k. Venvaltungsamte Landstroß wird hiemit allgemem kund gemacht, daß zu Folge löblicher k. k. Camera!^Bezirks« Verwaltungs. Verordnung vom 4. d. M., 3. 66'ik, am 4. September l646früh von 8 bis l2 Uhr ln dieser Amtskanzlei dle neuerliche zweite Verpachtung dcr zur k. k. Rcligions-jondsherrschaft Landstraß gehörigen Fischerei« Gerechtsame in dem Gurkstusse und in den Bachen O^erch, Stubena und Ratschna, auf die Dauer vo„ sechs Jahren, d. i. vom l. November I6l6 bis hin l852, Statt finden werde, wozu die Pachtlustigen hiemit eingela, den werden. K. K. Verwaltongsamt Landstraß am N. August !8'l6. Z. 1336^ (^) Nr. 2054. Edict. Von dcm gefertigten Bejilks.qerichte wird allgemein kund gemachs: Es sey auf Ansuchen der Mariana Haring von Reifniz, in die eretUlioc Feil-bietung der, dem Joseph Orashem von Niedcrdovf Haus Nl. 66 eigenthümlichen, der Herrschaft Neif-niz «n!> Urb. Fol. 389 dienstbaren, und gerichtlich auf 8l9 st. geschälten '/^ Hübe sammt Zugehör, weqen der Erstern schuldigen 29 fi. «. «. «. gewilliget, und zu deren Vornahme drei Tagsatzungcn, (Z. Laib. Zeit. Nr. 103 v. 27. Aug. 1846.) 638 i,5mlich auf den 26. September, ?N. October und 28. November l. I., jedesmal Vormiilag um 9 Uhr in loco del- Rcalilät mit dem Bcisaye angeordnet worden, daß diese Realität nur bei der 3.'Tagsat-zu,,g auch unter dem Schä^ung5r»ertt)e hinlangeg«-den werden wird. Der Grundbuchs,nract, das Schatzungsproto-coll und die ^cilallcnsbcdingiusse tonnen täglich hieranüö eingesehen 'vcvden. K. K. ^czilkclgcncht Rcisniz dei^ 8. Auaust «8^,6. 3. i329, (l) Nl. 12,2. Edict. Alle Jene, welche auf den Verlaß des am 30. Juli I, I. verstoidenen Martin Krenz, gewesene,» Nealitätcnbesilzers und Obev»iä)tcls zu Äuenthal, aus was immer sü'r einem .Reclilvgrunde einen An-spruch machen ^u löilnen vermeinen, wclden aufgefordert, ihre dießialligen Ünspniche bei der hiezu auf den 26. Seplemdcc l. I Voinntlags 3 Ut)s vor diesem Gerichte angeordneten Tagsahlmg so gewiß anzumelden, a!s sie sich wldrlgenb die im § 8l4 b. G. B. vorgesehenen Zeigen selbst bcizumesseli hätten. K. K. ?^ezirtsgericht Nasscnfuß am l. August Z. ^349. Nr. 933. Edict. Von dem t. k- Bezirksgcllchle Siltlch wird bekannl gemachl: <^s sey über .'lnsuchen dec Frau Helena ^agorz ron Lillai, in die crecuiioe Feilbie-lung der, dem Anton Sscherne von liittai gehörigen, d^ftlbst »ul> H. ^)tr. 35 gelegenen, der Herrschaft Weireldtlg «n!, Necns. '^r. 3iV iini'b.nen, auf tl»5 si. l^. M. gtschäizct!, Hu^realilär, wcgcn aus dcmw.ä. vergleiche ddo. ll. Apxl l845 jchuldigen 5^6 si. 37 kr. »:. ». <:. gewill.qet, uno yiezu 3 Tagsa^ungen, und zwar aus oen 30. Juni, auf ten 30. Juli, und auf den X9. August l. I, jedes, mal V-0llni!tnerkun g. Zu der l. und 2. FtildielungZ. lagia^ung ist tcin Kausiusiiger erschienen. Z. «3^4. (,) Berichtigung. Von dem t. l. Äe,iil5g(,ichie Obttlaibach wird hiemit der Echreilwerstoß im hierämilichsn Edic Reciis. Vir. 20» zinsbaren, auf l5>8 st. 50 kr. geschätzten Diittelhu» be zu Overlaibach, über dic am l2. August l. I. fruchtlos abgehaltene erste 3'citation ausgeschrieben worden ist, dahin berichiigct, daß nur ein Vadium von l5l fi, 32 lr. gefordert werde. — Oberlaibach am 22. August 1846. Convocation nach d,'m Herrn Matthäus Notar, Kaplan zu heil. Grist. Vom Oltsgcrichtr H,llschas't Plankrnstein, Gr Alttl)., wird deka»utt ^emachl: Os sey Herr Matthäus Notar, Kaplan zn heil. G^ist in Lot-schc, unrcr ll. Fcdrual 0. I. mit Hinterlassung elner l.hl»v>lll^en ?lnordlnmq gestorben, und werden daher in Fol^e hoher Abordnung des l. e. Latidrechttö Grah oom 7. v. M., Z. 'l?l l, alle, wn i> Uhi «uf dicscr Amtökanzlei ange« ordneten i.'iqul^«tion5ta^satzllng anzumelden, ,v'«i„, Kundmachung wegen Besetzung der bei dem k. k. Tabak - Verschleiß-Magazine in Fu'rstcnfeld erledigten Con-trollors-Stelle. — Bei dem k. k. Tabak-Verschleiß-Magazine in Fürstenfeld ist die Controllors-Stelle zu besetzen, mit welcher der Iahresgehalt ron fünfhundert Gulden (Zonv, Münze und die Verpflichtung verbunden ist, eine Caution im Vesoldungsbetrage entweder bar in (5onv. Münze zu erlegen, oder auch pragmatikalisch auf Hypotheken sicher zu stellen. — Die Bewerber haben ihre gehörig belegten Gesuche im vorgeschriebenen Wege bei der k. k. Cameral-Bezirks-Verwaltung in Gratz längstens bis 20, September 1846 einzubringen , und sich über die zurückgelegten Studien, bisherige Dienstzeit und Kenntniß der Ta- bakvcrrechnungö- Vorschriften, dann über ihre allfällige Verwandtschaft oder Verschwägcrung mit hierländigen Gefällsbeamten auszuweisen. — Gratz am 1l>. August !84l». Z »327. (l) Nr. !3l2. Versteigerung verschiedener Thcat.'r.Garderobestücke. Von dem Magistrale der k. k. Kreisstadt Cllli wird btkanln gemalt: Es sty in cuuiia bes Armcnuersorgul'gsl'cretns hier in «Zilli, wider den Schal.spieldireclor Joseph Wahr, hasßky u:»o seme Ehegattinn C^l-oli,!^, >n oie Veräußerung verschiedener, in Folge dießge richtlichen Bescheides vom l l. Juli d. I, Z. ll67, p^to 100 st. (5, M. n,ic Verbot belegten Theatergardcrot,,, in V,',näßheil des §. 286 a. O O, gswilligt 'vold^n. Da nutl dlese V,r!^eig,luna am l l. Sep' timber !. I, ^olmilcagö vou 9 bis l2 Uhr und Nachnuctags von 3 bis 6 Uhr abgehalten wild, und lvo^el verschiedene alle Costü° me, dann Mllitar., Civil - und Bauernklci. der aus Tuch, versckiet>en,n Stoffen, dann rothem, glünem u„d ,chw^rzem Sammet, die mristen in s.hr gutem und branchb^rem Fustan» de; fernerb vclschi stehenden Bedingnissen werde beigeschasst werden und zwar: 1) Muß der Hafer vollkommen trocken, nicht genetzt oder genässet, vom Staube rein, dickkörnig und mit keinen anderen Früct^ ten vermengt, nicht dumpfig, ohne widerlichen Geruch und jeder nied. österr. gestrichene Wetzen lm Netto-Gewichte wenigstens 50 Pfund schwer seyn. — 2) Hat die Einlicscrung in der eben bezeichneten Qualität in folgenden Terminen Hu geschehen, als: * (Z AmlS-Vl. Nr. 102 v. 27. Aug. I84S.) 732 Räch öippiza: im Monate November 1846 lOOO Metzen, » „ December' ., 1000 „ ., ', Januar 18-i? 1U00 ^ „ „ März » 1000 „ " „ April » '^800 „ Nach Prästraneg: im Monate November 184« 1000 Metzen, » „ December ,, 1000 » " „ Ianu«r 2847 1000 „ " „ März ., 1000 „ ', „ April „ 2tUc> „ 3) Hat der Lieferungsübernehmer das betreffende Quantum bis auf Ort und Stelle für eigene Rechnung zu überführen, und wird nur jene Quantität als abgeliefert betrachtet, welche dem k. k. Hofgestütamte qualitätmäßig zugemessen wird. — 4) Wird am z.4. September 184t» beim k. k. Kreisamte zu Adelsberg um die 10. Vormittagsstunde über vorstehende Quantitäten die geeignete Verhandlung vorgenommen werden, zu welcher jeder Lieferungslustige seinen Preisanbot auf ganze einzelne, genau zu bezeichnende Parthien, oder auf das ganze Quantum schriftlich und versiegelt, entweder am 12. oder 13. September d. I., oder längstens am Tage der Verhandlung zwischen 9 und 1V Uhr Vormittags zu überreichen, und zugleich zur Sichelstellung des k. k. Hofgestütamtes eine aus dem Preisanbote und aus dem zu erstehen beabsichtcten Quantum mit 10A entfallende Caution encweder in Barem, oder in k. k. Staatsschuldverschreibung.cn, n«ch dem letzt bekannten Wiener Börse-Curse, oder mittelst Hypothekar - Instrumenten, gegen amtliche Bestätigung um so gewisser beizuschließen hat, als später, nämlich am 14. September 1846, nach dem Schlage der 10. Vormittagsstunde eingereicht werdende Preisanbote, oder solche, welche nicht mit der vorgeschriebenen Caution versehen sind, ganz unberücksichtigct werden zurückgestellt werden. — 5) Nach beendeter Concurrcnz-Verhandlung werden jenen Lieferungslustigen, deren Anbote nicht annehmbar befunden werden, die eingelegten Cautionen sogleich zurückgestellt, von denjenigen hingegen, welche die Mindestbieter einzelner Parthien, oder des ganzen Quantums verbleiben, zurückbehalten werden. — Die Bestimmung dieser Caution soll darin bestehen, daß das k. k. Hofgestütamt, im Falle der äieferungs-übernehmer zu gehöriger Zeit die erstandene Quantität in der festgesetzten Qualität einzuliefern unterlassen sollte, in den Stand gesetzt werde, die abgängige Quantität auf Kosten und Gefahr des Lieferungsübernehmers herbeizuschaffen, und hat Letzterer im erforderlichen Falle das k. k. Hofgc- stütamt auch mir seinem andcrweiten, wie immer Namen habenden Vermögen schadlos zu halten. U) Sollte der Lieferungsübernehmer die baldmög-llchste Üdcttommung ftiner eingelegten Caution beabsichtigen, so wird demselben gestattet, statt der Caution von dem übernommenen Hafer» quantum 1i)A in Natura gegen Empfangsbestätigung einzuliefern, welches lOpercentige Quantum, oder die Caution, so lange von dem k. k. Hofgcstütamte aufbewahrt wird, bis die betreffenden Haferparthien vollkommen eingeliefert sind. — 7) Der Mindestbieter einer oder mehrerer Parthien oder des ganzen Quantums wird zur Erfüllung seiner Verbindlichkeit soleich bei Übergabe seiluö schriftlichen und versiegelten Offertes verpflichtet, das k. k. Hofgestütamt hingegen erst nach erfolgter hoher Ratification von Seite des hochlöblichen k, k. Obcrststallmeisteramtes. — Wird die Ratification verweigert, so wird auch der Mindcstbitter unter Rückstellung dcr eingelegten Caution seiner Verpflichtung enthoben. — 8) Die Einlieferung einer übernommenen Haferparthie kann binnen des bezeichneten Termines auf einmal ganz, oder lheilweise geschehen, und verspricht daö k. k. Hofgestütamt die bar< Bezahlung jedesmal nach Maß der erfolgten ganzen oder theilweisen Einlieferung dergestalt zu leisten, daß der Lieferungsübernehmer mit Zuver-sicht darauf rechnen kann, vom 1. November 1846 angefangen, sogleich für jede eingelieferte Quantität sein Geld gegen classenmäßig gestäm-pelte Quittung zu erhalten. — t>) Das lOA Haferquantum, welches ein Lieferungsübernehmer als Caution eingeliefert haben sollte, wird erst nach erfolgter gänzlicher Einlieferung der zu liefern übernommenen Parthien bezahlt werden. ^— 10) Im Falle, als zwischen dem Lieferanten und dem k. k. Hofgestütamte in Betreff der Qualität ein Zweifel entstehen sollte, haben sich beide Theile dem Ausspruche der dem Ablieferungsorte nächsten k. k. Bezirksobrigkeit, nämlich für Lippiza jener zu Sessana, und für Prästraneg der zu Adelsberg, welcher in diesem Falle der schriftliche Contract zur Einsicht mitzutheilen kömmt, zu unterziehen. — 11) Endlich wird der Mernehmer einer oder mehrerer Haferparthien dcn classenmaßigen Stämpel zu einem Contractb-Exemplare beizubringen haben. — 12) Sollte ein oder der andere öieferungslllstige vor der Con-currenz - Verhandlung nähere Aufklärungen über vorstehende Bcdingnisse einholen wollen, so hätte sich derselbe mündlich oder schriftlich, im letzteren Falle aber mittelst frankirter Briefe, an das k. k. Karster Hofgestütamt zu Lippiza zu wenden. — Lippiza am 22. August 184«.