LaibacherIeitunH. .».° «74. Mittwoch am A. August »8.5.5. Hmllichn Theis. Armee.Vefehl 3tr. 20. DD.M Meiner braven Armcc eincn abermaligen Vc^ weis Meines kaiserlichen Wohlwollens und Meiner Fürsorge für das Wohl dienstuntauglich gewordener Krieger zu geben, habc Ich ein neucs Pcusions-Nor-male für die Generale, Stabs» nnd Ober'Offiziere erlassen, mit dessen Durchführung Ich Mein Armee-Ober «Kommando hicmit beanftragc. Zugleich befehle Ich, daß solches anch anf die bereits im Pensions'Stande befindlichen Generale. Stabs, nnd Ober »Offiziere Anwendung finde. Wien. am 23. Juli 15^3. Franz Joseph »>. ;,. Se. k. k. Apostolische Majestät haben mit Aller» höchster Entschließung vom l4. Juli d. I. das an der chirurgischen Lehranstalt in Graz erledigte Lehramt der speziellen medizinischen Pathologie, Therapie und der medizinischen Klinik dem Dr. Lorcnz Nigler, Lehrer der medizinischen Klinik an der türkischen Schule zu Konstantinopcl nnd Direktor des österreichischen Spitales zu Pera. allcrguädigst zu verleihen geruht. Das k. k. Finanzministerium hat den Staais» Hanplkassc-Offizial, Anlou Wcigl. zum Zahlmcistcr und den Ncchnungö'Offizial der galizischen Staats-buchhaltnng, Anton Noscnbusch, zum Kontrollor der Landes»Hauptkassc in Krakan provisorisch ernannt. Rich lalnl sicher Chl'il Vom südöstlichen Kriegsschauplätze. Vom asiatischen Kriegsschauplatz nnd zwar aus Kars reichen dic Nachrichten des «Journal de Con» stantinople" bis zum 2l). v. M.; der Korrespondent drückt dic Hoffnung ans, daß die Garnison sich nicht leichten Kauscs ergeben werde, und sagt unter An> derem: «Am 26. hat der Feind eine sehr imposante Demonstration gemacht; er ruckte mit 2 Kolonnen gegen Hafiz Pascha-tabiacc und gegen Kandc-tabia vor, wäb-rend cine dritte Kolonne ciuc Achtung gebietende Nc-srrve bildete. Die beiden ersten waren an beiden Seiten von fliegenden Batterien fiankirt und schickten Kavallerie als Plä'nklcr voran. Anf eine Distanz von 2—30l)U Metres machten die Russen Halt; Genera! Murawieff, umgeben von seinem ganzen Stabc, begab sich in eigener Person vorwärts, um unsere Po< sitionen zn rclognoszircn. Wir waren zum Empfange des Feindes bereit. Alle unsere otiomanischcn und englischen Offiziere wa> "n in den Vattcrieu; Vassiff.Pascha und General Williams eilten durch unsere Reihen nnd crmnthiglcn b" Truppen, die übrigens großen Eifer und Lnst. sich uut dem Feinde zu messen, zeigten. Nach 2 Stunden ^ln sich die Nnssen zurück, ohne uns angegriffen zu ^ 'en. nild steckten zwei anf ihren« Wege liegende bische,, in Vrand. Hcnte (29.) zieht eine russische Kolonne in slid' ucher Ziichtung auf der Straße nach Erzerum; Gott "clß, wohl,, sie eigentlich geht. ^>>r müsscn unsern Feinden die Gerechtigkeit wi> dl^sahren lassen, daß wir während ihrer Demoustra» tion vom 2tt. Inni reichliche Gelegenheit hatten, die Präzision ihrer Vcwcgnna.cn, ihre Mannszncht und die Hilfsquellen ihrer Transportmittel zn be> wundern. Was uns anbelangt, so sind wir numerisch zn schwach, um je an einen Ansfall und an einen Kampf im offenen Felde zu denken; wir müssen nils darauf beschränken, einen Angriff zu erwarten; unser fest vcr> schanztes Lager ist jedoch von keiner ernstlichen Gefahr bedroht. Der Gesundheitszustand unserer 13.000—1!i.000 Mann starken Armee ist sehr befriedigend. Leiocr fehlt es uns an Kavallerie; anch find unsere Soldaten schlecht bewaffnet, während die russischen Dra« goncr uns in jeder Hinsicht prachtvoll erschienen sind. Unser Effeltivstand ist anch dnrch die im vori« gen Jahre vorgenommene Verabschiedung einer bedeutenden Anzahl von VaschiVozuks sehr vermindert. Die letzte Konstantinopolitaner Post ist in die Hände dcö Generals Murawieff geratben, der uns mit höchst ancrkennenswerther Delikatesse uud Eonr-toific alle Privatbricfc unberührt zustellen ließ; die amtlichen Packete hat er zurückbehalten. Es sind Maßregeln gegen Wiederholung eines solchen Vor» falls getroffen worden." ! Die theils beendeten, theils im Van begriffenen Vertheidigungswelke der französischen Kriegsstation Kamiesch in dcr Krim werden diese Position zu einem der stärksten Waffeupläyc machen. Auf dem steppen» artigen Plateau oberhalb von Kamiesch wiro ein klei» ncs Fort errichtet, welches nnler Einem auch zum Eistnbahnhofc dienen und dic Verbindnng mit den anderen Eisenbahnstationen bis Kadikoi oberhalb Va» laklawa nnterhalien soll. Achnliche feste Waffenplätze werden vor der Zentralbastion und im Angesicht des südlichen und des westlichen Forts von Scbastopol anfgcfi'chrt. Alle Arbeiten, welche dic Alliirten neucstcns vor Scbastopol ausführen, sind rcin defensiver Natnr. In einem anderil Vricfc heißt cs, daß sich die Eisen» dahn von Kadikoi zum Waffenplatz beim Mamclon» Vcrt, uud zn jenem vor dcr MastVastion, dic Eisen» bahn vom oberen Fort Kamiesch znr Position vor Dcr Zcntral'Vastion abzweigen wird; cs werden auch andere Wege dahin gcsührt werden, und dieß Al-l^s deutet darauf hin, daß die Miirtcn mit dem Groö ihrcr Armee in Kamiesch und Valaklawa zn überwintern, mit ihrcn in den drei Waffeuplätzcn vor» geschobenen Dctachcments abcr, die von drei zn drei Tagen abgelöst werden sollcu, ihre Angriffslinien zn ^rthcidigcn gedenken. Allc anderen Trnppcn sollen nach Varna gesendet werden. Im Kricgöplane der Alliirteu scheint cs hiernach zu liegen, daß mau cö den Nüssen überlaßt, sie m lhrrn Positionen anzugreifen. Während die Kricgsstalionen Kamicsch nnd Va» laklaiva täglich an Festigkeit und Wichtigkeit gewin« n.'N, habcn die Alliirlcn auch Icnikalc verschanzt und ucn armirt; cs befinden sich dort M)0 Mann in Garnison. Es verlautet scruer, das türkische Korps wcrdc die Krim verlasscn und nach Kleinasien ül'eraeschifft n'erdcn. Die uächstc Post muß dic Aestätig,iug die> scr Nachricht bringen; sicher ist cs. daß Omcr Pa-scha nach Konstantinopel berufen wurde, um dem dieß-fälligen Kricgsrathc bei der hohen Pforte in Person beizuwohnen. Nach Erzcrum wcrdcu inzwischen irreguläre türkische Truppen dirigirt. welche sich aber in einem trostlosen Zustande befinden, und bei dem ersten Zu< sammenstoße mit den Nnsscn auseinander laufen dürften. «Oesterreich. Wien, 28. Inli. Unter den vermischten Notizm wurde auch die Nachricht eingeschaltet, cs habe sich während der Cholera»Epidemie in Fiume (seit An» fang Iliui d. I.) dcr merkwürdige Fall ereignet, daß nielit eine der !100 Arbeiterinnen dcr k. k. Tabak« fabrik an der (sholera erkrankte. Zur Verichtignng dieser irreführenden Angabc wird dcr „Ocstcr. Ztg." unmittelbar vom ordinireudcn Arzte dieser Fabrik mit' getheilt, daß seit dessen Uebernahme der ärztlicheil Vehandlnng dieses Personals, d. i. seit dem 27. Juni b. I. bis heute — 24. Inli — an der Eholera «N Individuen dcr Tabakfabril crkranktcn. wovon l>9 genasen, 8 starben und 11 in der Vcbandlnng ver< blieben. Nebstdem wird bemerkt, daß schon vor dem besagten 27. Juni einige Cholcrakranke des Fabriks-Personals von andern Acrztcu behandelt wurdcu. und daß dic auffallend geringe Sterblichkeit vorzugsweise der raschen und mcuschenfrcundlichcn Hilfc. welche dnrch die eben so großmüthigen als wohlthätigen Maßnahmen seitens der hohen k. k. Fabriksdirckticm eingeleitet wurden, zugeschrieben werden muß. — Dic h. Sanitats-Kommission hat'beschlossen, die von dcr Cholera am meisten beimgesucht gewcsc» nen Häuser einer sehr genauen Untersuchung zu un° terzirhen, um wenn möglich der Ursache des Uebels auf dic Spur zn kommen. Mit dicscr Untersuchung werdcn die ärztlichen Mitglieder der Kommission bc« tränt und ihnen die Fragen bezeichnet, welche vor» züglich dabri zu berücksichtigen kämen. — Ein Vcwcis von den gntcn Erfolgen, wcl« chc die östcrr. Fabrikanten und Gewcrbslcutc bei der Pariser Indnstricausstcllnng jetzt schon crzicltcn, ge> den dic Vcstcllungcn, wclchc sogar aus dcn Dcpar« tcincnts direkte bei hiesigen Drechslern, Kcrzcn» und Zündhölzchcnfabrikanten u. dgl. cingclanscn sind. — Eine ueuc Art Kerzen ans Paraffin komntt seit Knrzcm probcivcisc i:u Verkehr vor. Das Paras« sin ist in seiner chcmischcn Zusammensetzung ähnlich dcm Leuchtgase uuo kann mit Nccht festes Gas gc< nannt werdcn. Dic Parassin-Kerzen dürften sonach in nächster Zeit ein bedeutende Wichtigkeit erlangen. — Dic Francn und Jungfrauen dcr Laudcsstadt Innsbruck habcn Ihrer Majcstät dcr Kaiserin als Zeichen dcr Huldigung cinc von Küustlerhand vcrfcr« tigtc, in cincm in Silbcr gearbcitctcn Nahmen gc» faßte, Kopie dcs Mnttcrgottcs-Vildcs, wclches die schönste Zicrdc dcr Pfarrkirche bildet, ehrfurchtsvoll ft dargebracht. — Für dcn Kirchcnbau bei dcr wiederhergestellt tcn Vcucdiktincr.Abtci Mcrcrau am Vodcnscc bei Vrc> gcnz haben Ihre Majestäten Kaiser Ferdinand und Kaiserin Maria Anna 'il'W ft. gespendet. Tricst, 30. Juli. Der Bildhauer Gaßer ist bekanntlich mit Anss'ührung des Denkmals be» anftragt. welches die Dampi'schifffahrtgescllsch.ift des österreichischen Lloyd in Triest auf der Stelle, wo der Grundstein zum Arsenal gelcgt wurde, zu crrich. ten beabsichtigt. Di^Nodellarbciten für dicfcs Denkmal haben bereits begonnen und das Ganze wird im Sommer 18^6 vollendet sei». Es besteht aus ciucr weithin sichtbaren Säule, die am Piedcstal mit den 5.55 allegorischen Fignrcil dcr Welttheile, an den Absätzen mit Basrclicfs mW Schiffsschnlibcln geschmückt wcr-den. und luis der Spitze die Gestalt Ncptilns tragt. — In Triest sind vow 27. Juli Abends lim 8 Uhr bis zuin 28. Abends uin 8 Uhr. in der Stadt 32, in vorssädtischcn Umgcblingcil 22, in dm Dorfschaf-ten dcs Gcbietcs l6, im Spitalc 26, zllsammcn 96 Personell an dcr Cholera erkrankt. 41 genesen und 27 grstorben. — In Behandlung 631. Vom 26. Abends um 8 Uhr bis zum 29. Abends um 8 Uhr, in dcr Stadt 3.'!, in vorstädtischcn UiN' gcbungcn 18. in dm Dorfschaften dcs Gebietes 17, im Spitalc 27, zlisammeil 97 Personen erkrankt, 33 grneseil nnd 2(1 a/storben.— In Vehaudlnng 676. — Am 25. Juli sind in Fin me 12 erkrankt lind 4 an der Cholera gcstorbcn; doch sind diese Fälle und jene der früheren Tage nicht alle bloß in Finme vorgekommen, sondern einige davon kommen auf Rechnung der zu Fiumc gehörigen Ortschaften, wie Mlaka und Slisak. Am 2!i. 8 erkrankt, 2 gestorben. In dem von Fiume 1 Slilndc entferilten St. Mathia — einem kleinen Dorfe voll kaum 200 See-len — soll die Cholera ebenfalls ansgcbrochen sein. — In Fin me ist auch am 26. Juli Niemand an der Cholera gestorben; in Mlaka starb bloß 1 Kind und 1 alter Mann. — Die Cholera hat sich auch in Zcngg gc° zeigt, ferner in Vinodol, wo fast alle Dörfer mehr oder weniger von ihr heimgesucht sind, insbesondere aber in dem Pfarrgcbietc St. Jakob, wo seit Anfang dieses Monats bis jetzt etwa 190 erkrankteil und gc« gen 70 starben. In Cerkvenica starben von 60 Er> krankten etwa 18. Im Dorfe Manrstar ist kein Hans von dieser Krankheit verschont, und in manchem Hause sind alle Vewohncr erkrankt, so daß Niemand da ist, den Kranken ein Glas Wasser zn reicheil. Das Elend und die Traner ist groß. Es fehlt an Aerzten und an guter Nahrung für die der Krank« heit Verfallenen. Um so mehr verdient die edle Hand» lnngsweise der zwei Pfarrer in St. Jakob und Et. Iclen lobende Erwähnung, die das Möglichste thun, , um die armen Kranken wenigstens mit guter nähr» haftcr Niudsupvc mit Neis zu vcrschcn. — In Vu> kari ist man in großer Angst, obwohl die Cholera daselbst und in der nächsten Umgebung bedeutend nach> gelassen hat, aber mail befürchtet, daß man, im Falle sie wieder käme, ohne Aerzte wäre, nachdem einer erkrankt und ein zwettcr in einen anderen Ort <— wo Cholera ist — entsendet wnrdc. — An der Vrcchrnhr sind erkrankt genesen gestorben m Venedig am 27. 2 1 3 „ Verona ., 2«. 16 7 14 . >> " 27. 18 11 3 „ Padua „26. 10 1 8 „ Vicenza „ 20. 9 « 6 — In Brescia sind vom 23. zum 26. in dcr Stadt 144, in den Bezirken 140 Personen erkrankt. — Der berühmte Schriftsteller G. Nicolini, Ucbcrsetzer dcr Byron'schen Werke, ist in Brescia an der Cholera gestorben. " Die ))Kl>xö<'llli iM-illlo lau) 23, Vrcscia 1467, Bergamo 191, Mantua 328, Como 66, Crcmona 43, Lodi 9, Pavia 111. — Ucbcrall wurden die thatkräftigsten Maßregeln zum raschcu Beistand für die Erkrankten, zur Unterbringung der Armen in besondern Hilfchäuserii, zu Absonderungen, Ncinignngen, insoweit die Arznciwissenschaft es erfordert und die Erfahrung als zweckmäßig crwicscu, getroffen. Prescia hatte keiu Sanitätspersonal. Die Statt-haltcrci wurde kalim von diesem Bedürfnisse in Kennt-m'ß gefegt, als fünf Aerzte sich bereitwillig dahin begaben, um ihren Beistand zu leisten. Möge die göttliche Vorsehung solche Fürsorge unserer Behörden, solche Selbstoerläugnung des Gesundheitspcrsonals vom besten Erfolg, sein lassen. Die Stadt Mailand ist noch von dcr Krankheit befreit. Seit dein l l. Juni sind nur drei Personen erkrankt, welche von infizirteu Orten anlangten. In Aneona hatte bis zum 16. d. M. die Cho-lera so sehr abgenommen, daß man sie bald als erloschen ansehen konnte. Deutschland. Im „Dresdner Journal" finden wir folgende Ausführung: Die in Sachsen erlassene Verordnnng vom 8. Juli, das Verbot fremden Papiergeldes betreffend, ist bereits Gegenstand dcr Besprechung und, so natürlich es auch von vornherein erscheinen sollte, daß in so wichtiger Angelegenheit von den bedeutender»! dem Thalcrfuß angehörigcn Staaten das gleiche Versah-ren eingeschlagen wird, dennoch dcr Mißdeutung als Repressalic gegen Preußen gewordeil. Es kann nun zufördcrst versichert werden, daß zwischen der königl. sächsischen lind dcr königl. preußischen Regierung völ> liges Einverständnis über Gleichförmigkeit und Gleichzeitigkeit dcr in Rede stehenden Maßregel stattfindet. Allerdings gingen dcr k. sächsischen Regierung, als die k. preußischer Seits beabsichtigten Schritte kund wurden, anfänglich mancherlei Bedenken — abgeteilet von den bei solchen Maßregeln unvermeidlichen Ver-kchrsstörnngen -- bei, lind man glanbtc, daß der auch dicßscits als völlig rationell anerkannte Zweck der Rückführung dcr deutschen Papicrgcldzirkulation auf eine völlig solide Basis sich wohl auch, ohne mit dem Verbote anzufangen, dnrch Verhandlungen werde erreichen und so ein Zustand gegenseitiger Absperrung vermeiden lassen. Denn darüber war man nic in Zwei' sel. daß Sachsen. welches nächst Preußen die stärkste Papicrgcldzirkulation bat und wo schon jetzt sehr be» dentendc Mengen anhalt'scher. schwarzbnrg'schcr, groß» herzoglich und herzoglich sächsischer, hessischer u. s. w. Kassenanweisungen und Vanklwtcn umwufcn, gcnö° thigt sein werde, die königlich preußische Maßregel sofort nachzuahmen; wenn anch nicht zu noch bessc-rcr Unterstützung dcs Zweckes, so doch gewiß, um nachher nicht allein als Reservoir für den Erguß aller aus Preußen ausgeschlossenen kleinem Appoints dieneil lind die einstigen nachtheiligen, in Sachsen be« sonders für die arbeitende Klasse fühlbaren Folgeil einer Entwerthung derselben allein tragen zu müssen. Ill diesem Sinne hat man sich mit dcr königlich preußischen Regierung vernommen. Von Seiten der Ictztcrn sind die Gründe, welche sie bestimmten, den nnverwciltcn Erlaß eines ansnahmsloscn Vcrbotcs, in dcr bekannten Ansdehnung, für ein wcit sichereres Mittel zur Errcichnng des auch dießseits als nothwcn-dig anerkannten Zweckes zu halten, als Vcrhandlun. gen, in der klarsten Weise dargelegt und dabei zu> gleich erklärt worden, daß mail cs nicht nur für sehr natürlich, sondern mit Rücksicht aus die vollständigste Erreichuug dcs Zweckes sogar für sehr wünschcns-werth halte, daß auch die nächst Preußen größten Thalerstaaten die Maßregel gleichzeitig zur Ausführung brächten. Man konnte dicßseils das Gewicht jener Ansichten nicht verkennen lind mußte zugebcu, daß die immerhin nur vorübergehenden und nicht sehr erheblichen Verkehrsstörungen durch das Verbot doch wcit unbedeutender scicn, als die Nachtheile, wclchc Sachsen treffen müßten, wcnn es nach Erlaß dcs preußischen Gesetzes sich völlig passiv verhielte. Diese Ansicht ist auch von allen deßhalb zu Rathe gczoge. neu, mit den Gcldocrhältnisstn Sachsens vertrauten Notabilitäten vollständig gebilligt worden. Man erließ daher die Verordnung vom 8. Juli absichtlich in einer dcm k. preußischen Gesetze fast völlig gleichen Hassung. Aus obiger Darlegung wird sich ergeben, daß dirsc Verordnung weder gegenüber denjenigen Staaten, deren kleine Appoints dadurch betroffen werden, noch gegenüber Preußen irgend etwas Feindseliges enthält,- sie ist eben nur eine im eigenen In. tercssc unvermeidliche national-ökonomische und finanzielle Maßregel. Abgesehen davon würde cs dock ge? radezu lächerich sein, annehmen zu wollen, d^ß zu einer Zeit. wo durch das Verbot Millionen ausländischer Appoints aus Preußen vertrieben werden, wo also eine Ausfüllung dcr cntstcbcndcn Lücken wüü' schensivcrth ist, die Anstreibnng dcr in Sachsen z>'l' kulircnden preußischen Kasscnbillctö zu 1 und 6 Tha< lern für Preußen irgend eine Vcrlegcnhcil erzcnglü, also als Nepressalie bennnt werden könnte. Das bcdarf abcr keiner Erläuteruug. daß man in Sachsen mit der Verordnung wartete, bis das preußische G^ setz publizirt war, da im Falle dcs Ausbleibens dcs letztcrn eine derartige Maßregel für Sachsen iM' überflüssig lind praktisch unMsführbar gewesen wäre. Was dic Folgen für Sachsen sclbst anlangt, so wer« den dieselben wohl nur iu zwei Bezichuugcn beson» ders bemerkbar werden: ein Mal für die nächsten Leip' ziger Messen, sodann abcr in den Fabriki?istriklen. Drängenden, nicht sofort zu beseitigen Uebelsländeii in beider Hinsicht kann die Regierung dnrch bcsoil' dere Aiivnahmebestimmungen nach H. 4 der Verord» nnng begegnen. Aber theils wird die entstehende Lücke durch rückkehrendes inländisches Papier ausgefüllt wcrdcu. theils kann anch vielleicht Seiten dcs Staates Einiges geschehen, nm die Folgen zu mil< dern. Auch die königlich sächsische Regierung wünscht, daß cs bald gelingen möge. zu Vereinbarungen über die Bedingungen dcr Kasscnbillets und Noten - Emis' sioil in deutschen Bnndesstaaten und zu einer Kon« trolle darüber zu gelangen, um dann die gcgcnseiti« gen Absperrungen wieder fallen lassen zu könne», und an der eifrigen Mitwirkung zur Erreichung eines sol< chen Zieles und nach Befinden wenigstens zu Verständigungen zwischen den zunächst und am meisten bctheiligten Staaten wird es nicht fehlen. Aber gc> rade aus den mit der k. preußischen Regierung gc< pfiogcncn Verhandlungen hat man die Ueberzeugung schöpfen müssen, daß an ein erwünschtes Ncsnltat solcher Unterhandlungen nicht eher zu denken ist, als bis die Verbote in den hauptsächlichsten Thaler« staatcu wirklich in Kraft getreten sind." Dcr «N. Passancr Ztg." wird aus StraU' bing, 22. I„li geschrieben: „Hclttc ist hier auf Aiircgmlg dcs Hrn. Ncichs» rathcs v. Niethammer eine Konferenz adeliger Gutsbesitzer aus hiesiger Gegend und gegen München zu. wegen Uebernahme des Baues der Eisenbahn von München bicher auf Privatkosten." Die „Landslmtcr Ztg." bemerkt htezu: «Es mag sein, daß dieser Ge< genstand anch M Sprache kam, allein der Haupt« zweck dieser Ver>amnilnug war, unseres Wissens, die Bildung einer Adelskorporatiou zu besprechen, uin durch ein engeres Ancinandcrschließen des grnndbesl' nenden Adels unter sich eine dauernde Erhaltung und zeitgemäße Entwicklung des Adclsmstitutrs zu crmög' lichen und so die Interessen dieses Standes und die Zuklinst seiner Angehörigen gegen die Einwirkung nachtheiliger lind zerstörender Tendenzen zn sichern. Der niederbaicrische Adel folgt hierin dem Beispiele der adeligen Gutsbesiper in Hessen. Wcstphalcn und am Rhein." Das «Dresdner Journal« erklärt mit Bcziebung auf den Artikel dcs Abendblattes der „Wiener Ztg." vom 26. d. M., nxlcher eincu „alls Preußen" datil' tcn Auf,al) der „Leipz. Ztg.« erörterte, daß dern,"' lcn nur das „Dresdner Journal" als offizielles O^ gan der königlich sächsischen Staatsregicrung gelte" könne. Die „Leipz. Ztg." sei dagegen lediglich als eine „Entreprise" der Negierung (in sofern sie ans Staatskosten verwaltet wird) zu betrachten. Ans dic' ser Unterscheidung gebe hervor, daß die iu dem nicht-amtlichen Theile dcr „Lcipz. Ztg." cnthaltcncn ArN' kcl kcineswegs die Ansichten und Intentionen dcr kö> niglich sächsischen Staatsrcgicrung dokumcntircn kö'l'' nen, und nachdem die Regierung dicß bei den Vcl' handlnngen in den Ständekanimcrn ausgesprochen glaube sie auch. dcr Redaktion derselben bezüglich v^ Aufnahme von Artikeln und Korrespondenzen cinc" freieren Spielraum lassru zu dürfen. Daß Lctztc^ in der That der Fall. nnd dcr Inhalt der ,,^cM ger Zeitung" nicht dcr ansschlicßlichc Ausornck ^ Intentionen dcr sächsischen Rcgierung sei. l"bc >^' wie das „Dr^dm-r Journal" glaubt, am dcilOi^' sten im vorigeu Winter bewiesen, wo eine ^ew ebenfalls die orientalische Frage betreffender AW 755 in derselben crschicü. deren Auffassung dcr lonsegnent festgehaltenen Politik Sachsens schnnrstvacks elttge» acgcn lief. Die „Preußische Korrespondenz" bestätigt jetzt eine Nachricht dcr „Triestcr Ztg." in nachfolgende Mittheilung: ^Allf Vorschlag des hohen 'Rathes der Pforte hat der Sultan der Muttcr des im türkischen Dienste verstorbenen kön. Lieutenants Friedrich Orach, der in Trier lebenden verwitweten Medizinal'Ratbin Ka> tharina Grach, eine lebenslängliche Pension von 4l)l)0 türkischen Piastern monatlich gewährt. Der lwl)e Nath l)at vorgeschlagen, ocn Vcrstorbencn, welcher 17 Jalirc im Hccrc des Großhcrrn gedicitt, nicht als einen Fremden zu betrachten nnd der Muttcr desselben die Hälfte seines Gehaltes zu bewilligen. Die Letztere wird die Pension bei der königl. Legations»Kasse er? heben. Dieses erfreuliche Ergebniß ist wesentlich den Bemühungen des lönigl. Gesandten in Konstantinopcl zn danken, welcher von dem General «Direktor der türkischen Artillerie, Achmet Fcthi Pascha, lebhaft unterstützt wurde." Italien. Das in Rom garnisonircndc !4. französische Infantcric-Rcgimcnt hat. wie der „Gaz;. di Vcnezia" gemeldet wird. Marschbefehl erhalten; es geht nach Lyon, um die von dort nach der Krim abgezogenen Soldaten zu ersetzen. Um die in der römischen Garnison entstandene Lücke anszllfüllen, hat die römische Negicnmn cmes ihrer Schweizer-Regimenter nach der Hauptstadt berufen. Dasselbe Blatt bezeichnet dic von mehreren Vlät< tcrn gebrachte Nachricht von cmem gegen den hoch« würdigen Iesuitengencral P. Vectr verübten Atten> tatc als gänzlich aus der Luft gegriffen. Tpanieu. Eine Depesche aus Madrid vom 24. d. lan> tct: „Die nierikanischc Negicrung verweigert entschic' den dic Anerkennung Zaya's als Gesandten Spaniens. — Dic Bande der Brüder Hirrros ist in der Umgegend von Burgos uollkoiüincil zrisncnt ilwrdc» ; dic Rcstc haben sich nach Frankreich geflüchtet. Die Rnbc ist allgemein." Das «Journal des D«'bats" beleuchtet die Situa« tion, in der sich Spanien nach dcm Schlnssc der Scs> sion der Cortes befindet, und schließt dic Untcrsnchnng folgendermaßen: „WaS dic freunde Spaniens beruhigen muß, besteht darin, daß allmälig, je nachdem das Vertrauen sich von dcn Cortes abwendete, der monarchische Geist wieder erwachte. Man gcwal'rt, daß cine heilsame Reaktion zn Gunsten der Königin vor sich gcbt; man fängt an zn bemerken, haß die Autorität der Königin dic beste Garantie «der Ordnung und Sicherheit ist. lind man spricht wieder ehrfurchtsvoll von dem Kö-nigsthumc uud der Person, die damit bekleidet ist; man gehl selbst so weit, zu sagen, daß dic Königin, '.mtrrstntzt von den Marschällcu Esvartero und O'Don» mll. be„er ,ils dic Cmtes wissen dürfte, welche In. stttmioncn Spanien frommen. Spanien würdc sie mtt Erkcmulichkeit annehmen. Gewiß ist, daß man stch ,e>t e.ugen Tagen in Madrid öffentlich von der Nothwendigkeit ciner zeitweiligen Diktatur unterhält Emnmtllche Journale beschäftigen sich damit, si/ ist die Frage, die znr Tagesordnung gchört. Wenn cinc solche Frage öffentlich aufgestellt wird. ist sie nahe daran, il're Lösung zu erhalten. Wir würden daycr nicht erstaunen, wenn wir cincs Tages er-whreu sollten, daß das Ministerium der Königin dlc Auftösung dcr Cortcs vorgeschlagen hat und zu Nlctcher ^^^ ^ Wiederherstellung dcr Verfassung vom ^'chrc 18^7 ^,^ ^^.^ ^^. cinmüthigc Zustimmung ." "^'^'u n»c neue Sanktion finden würdc. Die " " öffeiulichcn Meinung cntstandcnc Bewegung. U, man muß rö sagen, die Konsrqucuz der Fel'Ier ^r lonstttuivendc., Versammlung. Sic hat alles' in 6rage g,„rllt. „s ob eo von ihrcm Willen " ^"'gen - sie l,at allc Welt bcnnrnlngt lind ,znhl> zubereitet, anzurühren; derselbe soll sich auch. wie es heißt, kurz vorher dcm Einschiffen von Antiquitäten, welche Se. k. Hoheit ans Cairo mitgebracht, und dic theils Geschenke Sr. Hoheit des Vize. Königs, theils käuflich erstanden waren, widersetzt habcn. Nur dcm energischen Auftreten des k. k. Vize «Kanzlers. Hrn. Chiari, drr dem Gouverneur nuumwunden sagte, dap, wenn er sich noch cincn Augenblick dcr Ein» schiffung widersetzen sollte. er sofort einen Trupp Ma. rinesoloaten an's Land kommen und sämmtliche Ge-gcuständc auf seine Verantwortlichkeit mit Gewalt an Voro bringen lassen würdc. sei es zu verdanken, daft die Einschiffung dieser Gegenstände ohnc weitere Stö» ru»g vor sich ging. Wäre dieser Vorsall zur Kennt» niß Sr. laiscrl. Hoheit gekommen, jo würde dicß wohl gegründeten Anlaß gegeben haben, über das lalllose Venchmcn eincö dcr crstcn Bcainten der cgvp» tischen Regierung bei Sr. Hoheit Beschwerde zu führen. Nachdem Se. kaiserl. Hoheit sich bereits cmi Abende von Allen vcrabschicdct, die aus drm Schiffe zugcgcn waren, verließ dcr dnrchl. Prinz Sonntag dcn 22. in aller Frühe in Begleitung von 6 andc» rcn Kriegsschiffen den hiesigen Hafen, um sich nach Neapel und von dort nach Tonlon zu begeben. Die mclt Fürst Bcbntoff 2i.0l>0 M.. dic dem Gcne> ral <'n cn«'s zngcsendct werden. Diese Truppen wer« dcn bei Kars opcriren und General Murawicff seine Bewegungen gegen Erzcrnm ausführen. (Frdbl.) Telegraphische Depcschelt. P a r i s. 20. Juli. Der „Monitcur" bringt eine Depesche des Generals Pclissicr vom 27. d. M. Nichts Neues war vorgefallen. Zn Kamiesch fand cinc Auswcchslnng russischer nnd französischer Gcfan-gencr Statt, die noch fortgesetzt wird. Königsberg. 30. Juli. Ein Tagöbefcbl dc^ Fürsten Gonschaloff gibt dcn Bewohnern Nem'nßlandö nnd Bcssarabiens unlcr Dankbezcigungcn fur die be» treffende Verpflegung, daß Eintreffe» dcr 7. lmd Itt. Infanteriedivision von Beuder und Odessa in dcr Krim bekannt. ____ .....____________ Druck und Verlag von I. v. Oleinmayr H l5< Vnmberg in i'ail'ack. — "Verantwortlicher Nedacteur:'^^ reiche und mächtige Interessen bedroht; sie hat endlich die Regierung in einen Zirkel von Unmöglichkeiten cingczwäugt, aus dem sie um jcdcn Prciö heraus-trctrn mnß. Dieß ist allen Äugcu klar, man wic> drrholt es überall. Es ist nur noch eine Schwan» knng in der öffentlichen Meinung, ob dcm Marschall Espartcro odrr dcm General O'Donncl dic Diklatnr zufallen soll. Man vergißt aber, daß cinc Diktatnr mit der Antoritäl der Königin unvereinbar ist nnd daß ls neben der Königin nur vcranlwortlichc und absetzbare Minister geben kann. Die Königin weiü, daß sie ans die Hingebung dcr bcidcn Marschallc baucn kann und ist übcrzcugt, daß dicsc Hingebung ihr nicht fehlen wird. Die Marschällc wissen auch, daß die Königin ihnen ihr volles Vertrauen geschenkt hat, und wcnn unter ihnen eine Rivalität besteht, so ist es diejenige, die ihren Ursprung aus dcr Licdc zum Vaterland und dcr Absicht, diesem zu dicncn. nimmt. Wenn die Regierung, nm Spanien zu retten, ihm die liberale Verfassung, deren cs sieben Jahre laug theilhastig war, zurückgeben würde, statt dcrjc-nigcn, wclche die konstituirende Versammlung ihm nicht geben wollte, oder nicht wußte ihm zn geben, so wärc cs nicht unmöglich, daß das Land dicscr Restauration Beifall zollte und die Königin und die Minister, denen es dieselbe zu verdanken hätte, seg> neu würdc." Ggypten. Alcrandrien, 24. Juli. Im Anschlüsse au meine Ictztc Mittheilung über die Ankunft Sr. kaiserlichen Hohcit dcs Hrn. Erzherzogs Ferdinand Max nnd dcs feierlichen Empfanges von Seiten Sr. Hohcit dcs Viezckönigs von Egyptcn melde ich ferner, daß, nachdem Se. kaiserl. Hoheit am k. Abends 7 Uhr auf dcm Schlosse Ras>cl-Tin sämmtliche hier weilende Gcncral.Konsuln empfangen, mehrere kleine Ausflüge in die Umgegend Alerandricu's gemacht, und dic wenigen hicsigcn altcrthümlichcn Reste in Augen» schcin gcnommcn hatte, derselbe mit kleinen, Gefolge in Begleitung dcs Gcncral'Eonsuls Hrn. von ssuber nnd dcs ersten Dragomans des k. k. Gcneral-Eonsn« Kits, Hrn. von Kracmer, per Eisenbahn und Dampf« boot kara, das Scrapinm bei Beleuchtung. Memphis, die Zitadelle, auf ihr die ucue Moschee, das Grab Mchc> mct Ali's und den Iosefsbrunncn, ferner die Grabstät« ten dcr Morn, Hcliopolis. die älteste christliche Kirche in Alt-Cairo, das egyptischc Museum in Cairo, kurz Alles, was sehenswert!) war. in Augenschein gcnom» men hatten, machte dcr durchlauchtigste Prinz einen Ausflug mit dcr Wüstenpost nach Suez. wo rr nach 12 Stunden anlangte, und nach ^stündigcm Aufenthalte nach Cairo zurückkehrte. Allc. dic Gclcgcnhcit batten, während des lnrzrn Aufcuthaltcs von 9 Ta« gcn mit Sr. kaiscrl. Hohcit in Bcrüyruilg zu kom> mcn, sind entzückt von seiner Liebenswürdigkeit lind Geistesschärfe Von Seiten Sr. Hohcit waren alle nötbigen Vorlehrnngen getroffen, um seinem kaiserl. Gastc den Aufenthalt so angenehm als möglich zu machen. So standen stets geheizte Dampfer zu scincr Verfügung und zn Landc war für Transportmittel in'S Innere gesorgt. Au Lcbensmitteln nnd Getränken fehlte es nirgends, so daß die von Seiten Sr. Hohcit mit oiescr Angclegcuheic beanstragtcn Bcaiwcn., wornntcr selbst mehrere Bey's und Pascha's warcn, sich der Au-crkclmung und dcs wärmstcn Dankes von Stilen Sr. k. Hoheit versichert halten können. Sonnabend. 21. d., kehrte Sc. l. Hoheit im be> stcn Wohlsein von Cairo nach Alclandricn zurück und gab Abends anf dem Admiral>chiffc ciil Diner, wozu außcr dein Konsulats »Personal nud mehreren höheren Seeoffizieren verschiedene türkische Beamte eingeladen waren. Dcr Gouvcrnrnr von AleMidric», Ratib Pascha, soll sich bei diesem Anlasse »ich! haben cnt-schlicßen können. irqc»d welche Sp^sc". von Ghiaurn Börsenbericht au5 dcm Al't!>d!>!.ittc ocr öster kais. Wicncr.-Zcitnng, Wicn 30 Juli 1855, Mittags l Uhr. DaS Glsch^ft war hsiitc l'slcl't. Di!' P^pilll' zci^tlü sich lNiftin^S fest, und schlosscn wohl tlwaö flaun', dtch nicht wcftutlich im Pn'isc l,'erli»dcrt, ^lordl'^hü - ,'lstil» li^blü hcutc wntvr tiücu llbh>iftcn Alif-schwul!,^ tt8 '/, l'ls '200 ^. St!^it>.'»'!s!!!l'«'/.- ' Panü >iU. E'/, 47 detto „ 2'/."/« 37'/.-37'/. betto ., ^ «/„ 15'/.-,ü'. dcttll 8. L. „ ü°/, UU—«>l National-Aülch.',! „ 5'/„ 81'/.—82 körnend. Vniet. Aülch,» „ 5°/. l»V t0U ^!ii»d.!iII^si,-Ol'lig. ^'i, O.ftn. zu 5 "/. 75 7, - 7« dcltl) andcsrr .Ilrou landn- 5 °/, ^!> - 74 Moggmhcr ^bli^. m, N. zu s, "/« !»l "/. !^2 ' Ordcül'in-gcv dctw dttt» „ 5 7« l)0-'<0 '/. Pc'chlV i llto tcttl' „ 4 7, 92'/.—'.»2'/, M^iläiidcr dtttc, dclt^' „ 4"/, ««'/,-89'/. ^ttci'il'-Äill.h.'ü v^'N! ^cih,l 1^4 225-226 dctto d.tt» 1839 ll!>7. ^l li»'/, dcltu ' dctto 1854 98'„-!)8 7. V.n,l>,'-Ol'!i.;atl!,'!!.» j„ 2 V, 7, üN 7,-57 V^»!s-'''lfti u pr. Stm-f 95«!>57 (zefoiüptcl'^ilf'^ltic» 87—87 '/, Alti.n lcr l. f. priv, ('st.rr. Si.iiits-^is.nblihii^cssllichatt ^ii 2l»U si. odcr 5»10 ss>-, 3,',-315 '/. Wit»-3üinl'cr ^'lslieü (ziil^ Koiivni,!»,!^ aiigcmclbct) ' .- — Ncldbal)» , Mim gcii.»„i 20« -200 '/. Buowsiö^'mz-0'iüil'üdü.r ^30 -^32 Pttßl'ilig-Tylii. (5isl»l'. 1. <5i»!ssl'u!l 13-20 dttt^ 2. ., .nil Plimil 2',^3tt DampschiMltifu 53U —540 drtt^, ^2. Emission 525-53li detto des Ll^'yd 4!»7-4!)U W!l!7N-D<,!!!ps!,»lhi^ltt!c>! 1 0i) -1 l0 Pcsthcr Kcttt»l'li!l1s» - ^llticn 56 - <»0 Lloyd Plil'r. Ol'li^. (in Sill'ci) ü 7« i>4 ^94 '/. Nordl'chn dctto 5 7« 84'/,-85 Glo>,gnihcr dllto 5 7, 73 ^ 7.j 7, Doinni' Dampfschiff-Obli.i. 5 "/^ 82 7, -83 Coiüii - Nrnlschciüc ' 13'^. ~ 13 7^ Wcrt).,zy 40 fl. Lose 73 7.^ 74 7. Niüdisch.päp.Losl 3ll 7, -20 '/. Waldftciu'schs ., 25 7,-25 7. ^glcuich'schf „ l0 7.-^l0 7, K'. f, vollwichtig, DufatlNlsch^t zu 200 s<-, uoll ciugsz^hlt mit Ratciizahll»^...... 3,7 1/4 fl. V. V. ftjv!liidcnll.-Ot'!,gal. cmdcrtr Krolilüüdcr zu 5 "/^ 71 V.n,l-'<'lltz-Vlllz-G!!lU!!b»sr Bahn zu 250 ft. (5. M....... A3 ^> 1/2 ft. i» C. M. Nlticii der östcrr. DlMMl-Dampfschissfaln't zu 500 ft. C. ^....... 5^) si. in C. M. Wechsel. Kurs vom 3l. Juli 1855. Amstnd.ni'. ful^ 10^ Holland. Gült»., 3ithl. 98 1/2 2 M.imt. AugSl'»!^ fiir Nül Gulpm i5ur. Gulo, 120 V'z llsu, Fraiissiltt n no» M>n! ^^ilic>.^ (^ull'l!! 8? 1/2 2 ^ioiiat üivoruo, siic 3l)0 T»c«c>i!uschc ^!ivc, (.^uld. 1 >8 2 Monat. Vondoii, >,ir l Psiiüd Httl'Nmi, ^uloüi 11-38 3 Ml'üai. Vail.inv, siir 30!» O.sl.rr. vne, ft!»!d>>i l l9 2 Monai. M 'scilll. fur 300 ^r.iufcu. Gulden 139 7/8 2 '^onat. P^iriS, ,!,'!»3>or „ .... 9.23 9.22 Smlvrainsd'or „ .... 16.26 16.24 Fri.'dnchsd'or „ .... 9.35 9,33 Pn'usiifche „ ...... 9.57 9.54 Cügl. Sl?vcrcigns „ .... 11.47 K.46 Rusl. Impcriale ,.....9,39 9.38 Doppic „ .... 35 1/4 35 1/4 Sildcnigio.........19 3/4 191/2 K. K. Lottozichllugen. In Wiil! ain 2«. Juli !K5.',: «.'>. ?l. '18. 69. «F. Die >l>ichst»n Zi<'l)lMs,en ivcldcn am ll. urid 22. August !tt55 i>l ^o<»,! gchalil'N ivcldri,, In Gll,z am 28. I>li I8.',5^ «7 47. 50. 87. I l. Di<'nächsten .^ie!)ll gl'n werden am I I. und 22. August >855> ii, Gra; '.ehiltcn merken. Getreid - Durchschnitts - Preise in Vail'ach am 2^. ^uli 1855 Mirftprcisf M.iqa,,»^. Gin Wiener Vtetzcn '^ '" " ^ kr, ft. ! fl. Wci,;c»........ 7 10 7 20 Kuliiruh ....... — — 4 iu Halbsrucht....... .- __ 4 48 Korn........ 4 3U 4 40 Gnste ........ 3 30 4 6 Hirsc ....'.... — ____ 4 ____ H'idcil ...'.... — — 4 30 Hafer........ — _ 2 20 Geschäfts-Anzeige. Der erssebenst Gefertigte Miickt cilllM 2». H. Publikum hiemit hufiick)st bekam,t, daß er das Friseur- und Varlncr-Gcschäst voin selige» Heir» Franz Pregel lll.'c',!0!l,»n'i! hlN »nd Diner, das durch eine I^üge R^'h»» von Iah:«'!! billigst l^cschciitte Pcitiali^i, allch ihm zn Thei! wl'idl'i, ^l! laffcn. F'i'ljeilr ll. B^'bil'r. Z. »078. (5) ^ «» «R «V «» O S« In Carl D e n i k e's SpcditiolU'-Vurcali zi,l Klliluch^fclo fin^ct ein nut dem Socoitions-Geschäft vollkommen vertrauses Individlillm als Correspondent Aufnahme, wenn dieser ungleich oie Eigenschaft zur einfachen Buchführung besitzt. Jene, welche Kaution leisten können, habcn vor qleich Befähigten ocn Vorzug, weil mitdiesem Posten bitweise oie Kassa-führuna erforderlich ist, Auch wird ein Praktikant für dasjelbe Geschäft aufzunehmen gesucht. Offel'te sino versieaelt untc'r der Adrift > ,. Hel-i-n Johann Nev. Kog o u sch ck/' Geschaftsleiter dessen Geschäftes« ein>u-senden. £)ie bann ftlccfauöImHpuflS - mib 3tvprcs tnrö = Slufiaft bes in i>*r jUilana - llorfiolit Hr. 30; gibt rrao^eiii? Ivfiuint, baß sie alle ®attun.qcn Söaren, so ba fitib: Uai^civ Uljint>fpi^fn, Uinljätifltüdjrr/ Jtlautiilcn, Jfappci'ln, UH'lt5f Crepontücher, Handschuhe* l'Oll'O^t Glace- als schwedische- und XVa&ch~ Handschuhe, irb ili'tiJ beiuul;t |Viti, |w buret) reine, btiucr(;afte Hrbe\t iinb bffii^e "Prois.'f Dolllle ^iifriebfiisjeit ^cj P. ri'. ^uKiFuiiij ju cnyertu'ii- Die iirÖsumö^Ücljilcii Q?c|1eHuii^en iivvben binn«1" 10 ^ogcu prompts|1 cffeftiiirt In einer Spezerei^Handlung aw hiesigen Plalze findet ein Praktikant sogleiche Aufi^ahme. Das Nähere aus Gefälligkeit l:n Zeltungs-Comptolr. Z. 1924. (5) Leihbibliotheks - Anzeige. Johann Cifontini« Buch-, Kunst-, Musik-, Landkarten, Papier- und Schreldmaterialieli' Handler in Laidach, hat das Vl'l'gMgcl,, hlt'mit dikaiuU zu ycb»'», d,'ß " die große öffentliche Leseanftalt (Et^dt, H^uplplah Nl-. 2:l7) dtn u cr e l) rten Litcrat u r - F r l' u <> d c n täglich von 8 Uyr F^h diä 8 Uhl^ Dcndö (mit ?lus!,c,l)nu' d.r ^o»i>- lmd Feiertags ,^ll Bcf»hl steht. Durch dirsc Al, sta l l wild einem h 0 h e i, ?l d e l und ge^hllen L e se« P ub li ku m ei^ l-cichh^lt'ge auögewcihltc ^>l)llcll)ek, wclchc fottwählend durch die ueuesten (3 rsch einu n ^" l)^relch.lt w,ld, zur fliien Bg sj»st»llt Die fmlf K^t^loge, e»cha!tci>d 52.MW ?llimm^l, (Bä„dl') , sind käuflich zu hal)^,i "^ kosten z>vel daooil je ltt kl' , drei jc ti kl'. N^chtiäge d^,n< ersheüleu so oft sich hiefür ein ^'< 0l,uf>i,ß hcl^ubstrllt. Die Bei'.utzlingö'G^'ühr ist im Verhältnisse der gedotl'iu'n Suchn- äu ßclll gering, und dellä^t: 0e> äilladfclgung einer N u m m e l- taglich, bel Velabfol^uog uon zwei Num»ncrn t^ l^d» r 5> aus eil» Mal wöchentlich: , I > ch, oder lU auf ein Mal wö ch e » cl > ^' ln l Iahl- . . . 8si, — kl, s'ul l I.,l)r . . . Ilfl, -tl'. « li Monüte . . 4 » - » „ tl Mouate ... 5 » 5<> " » l M^nat . . . ! » — » i » l Monat . . I „ 2<1 " » ,4 Tage . . . — » 3« » ^ » '4 T.cze . . . - „ ^ " » , T.g . . . — » 2 >> »1 T,ig . . . — » 'l " Einlage für zeden '-Nand ist I st , bei Benützung mchnrer Bände vcrhaltnis'"^^ geringer, und wild solche nach ?ldlaus der A!,'unneme»ts - Z.'t zurückerstattet. Die Reichhaltigkeit dieser VidliotI) ek mattes d^m lr^edenst Gefertigten "'^ l'ch, auch deu verehrten ^esefreunden »i,,f dem ^auds, ill VadcortcN, ^, nahrr ,md weitester Gntfernnug kleine und größere Parthien vo" -^ .^ chern sür längere oder turzere ^jeit u l, t e r d » n l' ill, ast »„ Bedinal>" ^ ^" ^ali.lg>.i. «FV/«e»IFI« ^i«ZI«t^s^